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Nordic and Central European Spiritual Influences
The Feast of the Epiphany
GA 209

24 November 1921, Oslo

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Die spirituellen Zukunftsaufgaben Norwegens und Schwedens I

Die spirituellen Zukunftsaufgaben Norwegens und Schwedens I

[ 1 ] Da ich wiederum hier unter Ihnen sein darf, begrüße ich Sie in der allerherzlichsten Weise, in einer Art, die wirklich tief innerlich gefühlt ist. Es wird begreiflich sein, daß heute dieser mein Willkommensgruß noch eine besondere Färbung dadurch haben muß, daß wir leider so lange nicht hier zusammensein konnten. Aber ich denke, wenn wir in dieser Zeit auch räumlich getrennt waren, die Herzen, die sich ja im Aufblick zu den höheren Welten zusammengefunden haben, die fühlten sich in der ganzen schweren Zeit eben durchaus zusammengehörig, und aus dieser Zusammengehörigkeit heraus möchte ich Sie ganz besonders begrüßen. Es war ja wirklich eine schwere Zeit, die wir durchgemacht haben, allein zu gleicher Zeit eine Zeit der Prüfung, eine Zeit, aus der nur dann Günstiges hervorkommen kann, wenn sie als eine Prüfungszeit in weitesten Kreisen aufgefaßt wird. Auch ich muß heute der Vorträge gedenken, die ich hier an derselben Stelle vor Jahren, vor der Katastrophe, vor Ihnen halten durfte. Diejenigen von Ihnen, welche sich in einer etwas intensiveren Weise auf manches besinnen werden, was in diesen Vorträgen da oder dort eingestreut worden ist, werden in diesen Einstreuungen gar wohl finden, wie stark doch der Hinweis in jenen Vorträgen war auf die furchtbare Zeit, der man damals entgegenging, und in der wir heute — ich sage nicht, daß wir sie überwunden haben, aus vollem Bedacht heraus — eben darinnenstehen. Ich habe vor Ihnen hier die Vorträge gehalten über europäische Völkerseelen, und ich möchte in Erinnerung daran, damit Sie vielleicht noch verstärkt empfinden können, wie diese Vorträge gemeint sind, eine kleine Episode hier einleitungsweise erzählen.

[ 1 ] Da ich wiederum hier unter Ihnen sein darf, begrüße ich Sie in der allerherzlichsten Weise, in einer Art, die wirklich tief innerlich gefühlt ist. Es wird begreiflich sein, daß heute dieser mein Willkommensgruß noch eine besondere Färbung dadurch haben muß, daß wir leider so lange nicht hier zusammensein konnten. Aber ich denke, wenn wir in dieser Zeit auch räumlich getrennt waren, die Herzen, die sich ja im Aufblick zu den höheren Welten zusammengefunden haben, die fühlten sich in der ganzen schweren Zeit eben durchaus zusammengehörig, und aus dieser Zusammengehörigkeit heraus möchte ich Sie ganz besonders begrüßen. Es war ja wirklich eine schwere Zeit, die wir durchgemacht haben, allein zu gleicher Zeit eine Zeit der Prüfung, eine Zeit, aus der nur dann Günstiges hervorkommen kann, wenn sie als eine Prüfungszeit in weitesten Kreisen aufgefaßt wird. Auch ich muß heute der Vorträge gedenken, die ich hier an derselben Stelle vor Jahren, vor der Katastrophe, vor Ihnen halten durfte. Diejenigen von Ihnen, welche sich in einer etwas intensiveren Weise auf manches besinnen werden, was in diesen Vorträgen da oder dort eingestreut worden ist, werden in diesen Einstreuungen gar wohl finden, wie stark doch der Hinweis in jenen Vorträgen war auf die furchtbare Zeit, der man damals entgegenging, und in der wir heute — ich sage nicht, daß wir sie überwunden haben, aus vollem Bedacht heraus — eben darinnenstehen. Ich habe vor Ihnen hier die Vorträge gehalten über europäische Völkerseelen, und ich möchte in Erinnerung daran, damit Sie vielleicht noch verstärkt empfinden können, wie diese Vorträge gemeint sind, eine kleine Episode hier einleitungsweise erzählen.

[ 2 ] Es war im Januar 1918. Da hatte ich eine Unterredung in Mitteleuropa mit einer Persönlichkeit, die dann, als für Mitteleuropa die Katastrophe eine gefährliche Gestalt annahm, im Herbste desselben Jahres innerhalb der katastrophalen Ereignisse eine kurze, aber bedeutsame Rolle spielte. Diejenigen, welche die Ereignisse verfolgen konnten, wußten aber schon im Januar, daß, wenn es einmal zur Entscheidung kommen werde, gerade diese Persönlichkeit eine gewisse Rolle spielen würde. Schon im Januar also hatte ich ein Gespräch mit dieser Persönlichkeit. Dieses Gespräch führte auch darauf, daß von seiten dieser Persönlichkeit bemerkt wurde, wie notwendig es eigentlich sei, eine Psychologie, eine Seelenkunde der europäischen Völker zu haben; denn das große Chaos, in das man hineinsegelt, werde fordern, daß diejenigen, die einigermaßen führend sein wollen, sich auskennen in der Wirksamkeit, in den Kräften der europäischen Völkerseelen. Und es wurde von dieser Persönlichkeit sehr bedauert, daß eigentlich keine Möglichkeit sei, bei der Behandlung der öffentlichen Angelegenheiten so etwas wie eine Seelenkunde der Völker zugrunde legen zu können. Ich erwiderte, daß ich über diese Seelenkunde der europäischen Völker hier in Kristiania einen Vortragszyklus gehalten habe, und ich habe dann dieser Persönlichkeit diesen Vortragszyklus mit einer aus der damaligen Situation — Januar 1918 — heraus geschriebenen Vorrede geschickt. Ja, ich kann nur durch die Erzählung dieser Episode darauf aufmerksam machen, wie dieser Vortragszyklus dazumal gemeint war. Er sollte wirklich richtunggebend sein gegenüber den in die Verwirrung hineinsteuernden Kräften. Deshalb mußte ich ihn auch 1918 in dieser eben erzählten Weise gebrauchen. Genützt hat es allerdings nichts. Genützt hat es — trotz der aus der Situation heraus geschriebenen Vorrede — aus dem Grunde nichts, weil jene Reife, die notwendig wäre, um wirklich einzusehen, wie stark die Niedergangskräfte sind, die Reife, die schon in einer großen Anzahl von Seelen da wäre, eben von diesen Seelen nicht bewußt angestrebt werden will. Man hat heute eben noch eine große Furcht davor, sich das, was an in das Chaos hineinsteuernden Kräften wirklich vorhanden ist, in wahrer Gestalt vor die Seele zu rufen. Die Menschen mögen es so gern, statt auf diese wahre Gestalt der Niedergangsströmungen hinzuschauen, sich allerlei Nebelgebilde vor das geistige Auge zu setzen, und sie glauben dann, wenn sie diesem Nebelgebilde sich hingeben, können sie eben beruhigt weiterleben. Das kann natürlich derjenige nicht, der solche Nebelgebilde nicht haben will, und sich der wahren Wirklichkeit gegenüberstellt.

[ 2 ] Es war im Januar 1918. Da hatte ich eine Unterredung in Mitteleuropa mit einer Persönlichkeit, die dann, als für Mitteleuropa die Katastrophe eine gefährliche Gestalt annahm, im Herbste desselben Jahres innerhalb der katastrophalen Ereignisse eine kurze, aber bedeutsame Rolle spielte. Diejenigen, welche die Ereignisse verfolgen konnten, wußten aber schon im Januar, daß, wenn es einmal zur Entscheidung kommen werde, gerade diese Persönlichkeit eine gewisse Rolle spielen würde. Schon im Januar also hatte ich ein Gespräch mit dieser Persönlichkeit. Dieses Gespräch führte auch darauf, daß von seiten dieser Persönlichkeit bemerkt wurde, wie notwendig es eigentlich sei, eine Psychologie, eine Seelenkunde der europäischen Völker zu haben; denn das große Chaos, in das man hineinsegelt, werde fordern, daß diejenigen, die einigermaßen führend sein wollen, sich auskennen in der Wirksamkeit, in den Kräften der europäischen Völkerseelen. Und es wurde von dieser Persönlichkeit sehr bedauert, daß eigentlich keine Möglichkeit sei, bei der Behandlung der öffentlichen Angelegenheiten so etwas wie eine Seelenkunde der Völker zugrunde legen zu können. Ich erwiderte, daß ich über diese Seelenkunde der europäischen Völker hier in Kristiania einen Vortragszyklus gehalten habe, und ich habe dann dieser Persönlichkeit diesen Vortragszyklus mit einer aus der damaligen Situation — Januar 1918 — heraus geschriebenen Vorrede geschickt. Ja, ich kann nur durch die Erzählung dieser Episode darauf aufmerksam machen, wie dieser Vortragszyklus dazumal gemeint war. Er sollte wirklich richtunggebend sein gegenüber den in die Verwirrung hineinsteuernden Kräften. Deshalb mußte ich ihn auch 1918 in dieser eben erzählten Weise gebrauchen. Genützt hat es allerdings nichts. Genützt hat es — trotz der aus der Situation heraus geschriebenen Vorrede — aus dem Grunde nichts, weil jene Reife, die notwendig wäre, um wirklich einzusehen, wie stark die Niedergangskräfte sind, die Reife, die schon in einer großen Anzahl von Seelen da wäre, eben von diesen Seelen nicht bewußt angestrebt werden will. Man hat heute eben noch eine große Furcht davor, sich das, was an in das Chaos hineinsteuernden Kräften wirklich vorhanden ist, in wahrer Gestalt vor die Seele zu rufen. Die Menschen mögen es so gern, statt auf diese wahre Gestalt der Niedergangsströmungen hinzuschauen, sich allerlei Nebelgebilde vor das geistige Auge zu setzen, und sie glauben dann, wenn sie diesem Nebelgebilde sich hingeben, können sie eben beruhigt weiterleben. Das kann natürlich derjenige nicht, der solche Nebelgebilde nicht haben will, und sich der wahren Wirklichkeit gegenüberstellt.

[ 3 ] Es war tatsächlich gerade hier in Norwegen eine gewisse Schicksalsnotwendigkeit, über die Beziehungen der europäischen Völkerseelen zu sprechen. Sie werden sich erinnern, daß ich auch, mehr oder weniger ausführlich, eine gewisse Bemerkung in den verschiedenen Variationen durch die Jahre hindurch gemacht habe. Ich habe nämlich aufmerksam gemacht, daß schon einmal eine europäische Zeit kommen werde, in der es sehr notwendig sein wird, daß diese europäische Ecke hier, diese norwegische Ecke ganz besonders, Menschen zu ihren Bewohnern zähle, die im vollsten Sinne des Wortes mit dem wahren Fortschritt der Menschheit sympathisieren und ihre Kräfte — insoweit es gerade in einer solchen geographischen Ecke nötig und möglich ist — für diesen Menschheitsfortschritt einsetzen sollten. Vieles kann hier reifen durch das Entrücktsein gegenüber den andern europäischen Verhältnissen. Aber es muß auch das, was hier reifen kann, nach und nach wirklich Frucht werden. Frucht werden muß vor allen Dingen ein wirklich lebendiges Geistesleben. Das ist schließlich auch der Grund, warum dieser anthroposophische Zweig hier seinen Namen trägt, den wir vor Jahren auch hier besprochen haben.

[ 3 ] Es war tatsächlich gerade hier in Norwegen eine gewisse Schicksalsnotwendigkeit, über die Beziehungen der europäischen Völkerseelen zu sprechen. Sie werden sich erinnern, daß ich auch, mehr oder weniger ausführlich, eine gewisse Bemerkung in den verschiedenen Variationen durch die Jahre hindurch gemacht habe. Ich habe nämlich aufmerksam gemacht, daß schon einmal eine europäische Zeit kommen werde, in der es sehr notwendig sein wird, daß diese europäische Ecke hier, diese norwegische Ecke ganz besonders, Menschen zu ihren Bewohnern zähle, die im vollsten Sinne des Wortes mit dem wahren Fortschritt der Menschheit sympathisieren und ihre Kräfte — insoweit es gerade in einer solchen geographischen Ecke nötig und möglich ist — für diesen Menschheitsfortschritt einsetzen sollten. Vieles kann hier reifen durch das Entrücktsein gegenüber den andern europäischen Verhältnissen. Aber es muß auch das, was hier reifen kann, nach und nach wirklich Frucht werden. Frucht werden muß vor allen Dingen ein wirklich lebendiges Geistesleben. Das ist schließlich auch der Grund, warum dieser anthroposophische Zweig hier seinen Namen trägt, den wir vor Jahren auch hier besprochen haben.

[ 4 ] Auch vor Ihrem geistigen Auge ist ja mancherlei vorübergezogen während der Jahre, da wir uns nicht gesehen haben, während der Jahre der großen europäischen Katastrophe. Aber es heißt doch noch etwas ganz besonderes, innerhalb dieser Katastrophe zu stehen. Die ganze Bedeutung dieser Katastrophe konnte eigentlich doch nur demjenigen voll ins Gemüt sich schreiben, der, man möchte sagen, wenigstens durch Zeiten mitten drinnenstand. Es ist eigentlich schwer, in der Menschensprache ein Wort zu finden, welches diese Katastrophe in völlig adäquater Weise charakterisieren könnte. Man wäre versucht, das Wort «sinnlos» zu sagen, weil es in der Tat fast so ist, daß dasjenige, was innerhalb der Gebiete des öffentlichen Lebens die europäische Menschheit bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat, in eine Art Sinnlosigkeit ausgelaufen ist. Denn eine Art Sinnlosigkeit war das Treiben in den Jahren von 1914 bis 1918, und seither ist es nicht viel anders geworden. Nur das ist anders geworden, daß sich dieses sinnlose Treiben der äußeren materialistischen Welt nicht in so hervorstechender Art vor dem äußeren Auge zeigt, wie es sich in den eigentlichen Kriegsjahren gezeigt hat. Es sollte heute mehr, als es den Europäern klar ist, einleuchtend sein, daß Europa immer mehr und mehr verfallen muß, wenn es sich nicht auf die spirituelle Grundlage des Menschenlebens besinnt, wenn es weiter aus reiner Bequemlichkeit beiseite schiebt, was doch zuletzt so gemeint ist, daß es, aus den antispirituellen Wirren herausführend, Hilfe bringt.

[ 4 ] Auch vor Ihrem geistigen Auge ist ja mancherlei vorübergezogen während der Jahre, da wir uns nicht gesehen haben, während der Jahre der großen europäischen Katastrophe. Aber es heißt doch noch etwas ganz besonderes, innerhalb dieser Katastrophe zu stehen. Die ganze Bedeutung dieser Katastrophe konnte eigentlich doch nur demjenigen voll ins Gemüt sich schreiben, der, man möchte sagen, wenigstens durch Zeiten mitten drinnenstand. Es ist eigentlich schwer, in der Menschensprache ein Wort zu finden, welches diese Katastrophe in völlig adäquater Weise charakterisieren könnte. Man wäre versucht, das Wort «sinnlos» zu sagen, weil es in der Tat fast so ist, daß dasjenige, was innerhalb der Gebiete des öffentlichen Lebens die europäische Menschheit bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat, in eine Art Sinnlosigkeit ausgelaufen ist. Denn eine Art Sinnlosigkeit war das Treiben in den Jahren von 1914 bis 1918, und seither ist es nicht viel anders geworden. Nur das ist anders geworden, daß sich dieses sinnlose Treiben der äußeren materialistischen Welt nicht in so hervorstechender Art vor dem äußeren Auge zeigt, wie es sich in den eigentlichen Kriegsjahren gezeigt hat. Es sollte heute mehr, als es den Europäern klar ist, einleuchtend sein, daß Europa immer mehr und mehr verfallen muß, wenn es sich nicht auf die spirituelle Grundlage des Menschenlebens besinnt, wenn es weiter aus reiner Bequemlichkeit beiseite schiebt, was doch zuletzt so gemeint ist, daß es, aus den antispirituellen Wirren herausführend, Hilfe bringt.

[ 5 ] Für mich war tief symbolisch dieses Beiseiteschieben meines nordischen Völkerpsychologiekursus durch eine der führenden Persönlichkeiten während der sinnlosen Zeit. So wird im Grunde noch heute von denen, die tonangebend sind, alles beiseite geschoben. In Europa sollte man sich aber besinnen, daß schließlich das Wort, das ahnungslos ein englisch-afrikanischer Staatsmann gesprochen hat, für die öffentlichen Angelegenheiten doch das bedeutendste Wort ist. Es ist nicht aus einer besonderen Tiefe heraus gesprochen, aber immerhin aus einem gewissen Gefühle, wie die Angelegenheiten der Menschheit sich in der Gegenwart gestalten. Dieser Staatsmann hat gesagt: Der Zentralpunkt der weltgeschichtlichen Perspektive ist hinweggerückt von der Nordsee, von Europa überhaupt, und ist verschoben worden nach dem Stillen Ozean. — Man könnte auch sagen: Wofür in Europa bisher eine Art von Mittelpunkt war, das hat im Grunde genommen aufgehört. Wir leben heute innerhalb seiner Reste. Was an die Stelle getreten ist, sind große Weltangelegenheiten, die sich zwischen dem Orient und dem Okzident abspielen. Und was heute ahnungslos verhandelt wird in Washington, das ist doch eben nur das ahnungslose Gestammel, das an die Oberfläche getrieben wird auch von jenen Tiefen her, in denen sich für so viele heute noch unvermerkt die großen Menschheitsangelegenheiten abspielen.

[ 5 ] Für mich war tief symbolisch dieses Beiseiteschieben meines nordischen Völkerpsychologiekursus durch eine der führenden Persönlichkeiten während der sinnlosen Zeit. So wird im Grunde noch heute von denen, die tonangebend sind, alles beiseite geschoben. In Europa sollte man sich aber besinnen, daß schließlich das Wort, das ahnungslos ein englisch-afrikanischer Staatsmann gesprochen hat, für die öffentlichen Angelegenheiten doch das bedeutendste Wort ist. Es ist nicht aus einer besonderen Tiefe heraus gesprochen, aber immerhin aus einem gewissen Gefühle, wie die Angelegenheiten der Menschheit sich in der Gegenwart gestalten. Dieser Staatsmann hat gesagt: Der Zentralpunkt der weltgeschichtlichen Perspektive ist hinweggerückt von der Nordsee, von Europa überhaupt, und ist verschoben worden nach dem Stillen Ozean. — Man könnte auch sagen: Wofür in Europa bisher eine Art von Mittelpunkt war, das hat im Grunde genommen aufgehört. Wir leben heute innerhalb seiner Reste. Was an die Stelle getreten ist, sind große Weltangelegenheiten, die sich zwischen dem Orient und dem Okzident abspielen. Und was heute ahnungslos verhandelt wird in Washington, das ist doch eben nur das ahnungslose Gestammel, das an die Oberfläche getrieben wird auch von jenen Tiefen her, in denen sich für so viele heute noch unvermerkt die großen Menschheitsangelegenheiten abspielen.

[ 6 ] Ruhe auf der Erde wird nicht sein, bevor eine gewisse Harmonisierung der großen okzidentalen und orientalen Angelegenheiten sich wird abgespielt haben. Aber es gibt heute noch keine Einsicht dahingehend, daß sich diese Harmonisierung abspielen muß zunächst auf geistigem Gebiete. Man möge sich noch so sehr unterhalten über Abrüstungsfragen und ähnliche luxuriöse Angelegenheiten gegenüber der heutigen schweren Zeit, das werden luxuriöse Angelegenheiten, schöne Unterhaltungen zunächst bleiben, so lange nicht innerhalb der westlichen Welt gefunden wird jene Spiritualität, welche enthalten ist, nur nicht gesucht wird in unserer ganzen Kulturentwickelung seit der Mitte des 15. Jahrhunderts, Es ist schon ein Schatz innerhalb dieser Kulturentwickelung enthalten.

[ 6 ] Ruhe auf der Erde wird nicht sein, bevor eine gewisse Harmonisierung der großen okzidentalen und orientalen Angelegenheiten sich wird abgespielt haben. Aber es gibt heute noch keine Einsicht dahingehend, daß sich diese Harmonisierung abspielen muß zunächst auf geistigem Gebiete. Man möge sich noch so sehr unterhalten über Abrüstungsfragen und ähnliche luxuriöse Angelegenheiten gegenüber der heutigen schweren Zeit, das werden luxuriöse Angelegenheiten, schöne Unterhaltungen zunächst bleiben, so lange nicht innerhalb der westlichen Welt gefunden wird jene Spiritualität, welche enthalten ist, nur nicht gesucht wird in unserer ganzen Kulturentwickelung seit der Mitte des 15. Jahrhunderts, Es ist schon ein Schatz innerhalb dieser Kulturentwickelung enthalten.

[ 7 ] Wir haben eine großartige naturwissenschaftliche Weltanschauung gewonnen, wir haben eine großartige Technik gewonnen. Wir haben das alles heute um uns. Das alles ist im Grunde genommen großartig, aber tot, tot gegenüber den großen Menschheitsentwickelungsströmungen. Aber in diesem Toten ruht ein Lebendes, ein Lebendes an Spiritualität, was glänzender sich in der. Welt entwickeln kann als alles dasjenige, was jemals in orientalischer Weisheit, die wahrhaftig nicht verkleinert werden soll, vor die Menschen getreten ist. Ja, für den unbefangenen Beobachter gibt es dieses Gefühl, das ich Ihnen jetzt schildern möchte.

[ 7 ] Wir haben eine großartige naturwissenschaftliche Weltanschauung gewonnen, wir haben eine großartige Technik gewonnen. Wir haben das alles heute um uns. Das alles ist im Grunde genommen großartig, aber tot, tot gegenüber den großen Menschheitsentwickelungsströmungen. Aber in diesem Toten ruht ein Lebendes, ein Lebendes an Spiritualität, was glänzender sich in der. Welt entwickeln kann als alles dasjenige, was jemals in orientalischer Weisheit, die wahrhaftig nicht verkleinert werden soll, vor die Menschen getreten ist. Ja, für den unbefangenen Beobachter gibt es dieses Gefühl, das ich Ihnen jetzt schildern möchte.

[ 8 ] Man kann hinschauen auf die großen Weisheitsschätze des Orients, die ja nur im Abglanz vorhanden sind in den Veden, in der wunderbaren Vedantaphilosophie und so weiter. Man kann voller Enthusiasmus sein für dasjenige, was da wie aus Himmelshöhen der Menschheit geoffenbart worden ist, was nach und nach allerdings in die Dekadenz gekommen ist, was aber selbst noch in dem dekadenten Zustande, in dem es heute im Orient lebt, eine gewisse Bewunderung hervorrufen kann, wenn man für so etwas einen Sinn hat.

[ 8 ] Man kann hinschauen auf die großen Weisheitsschätze des Orients, die ja nur im Abglanz vorhanden sind in den Veden, in der wunderbaren Vedantaphilosophie und so weiter. Man kann voller Enthusiasmus sein für dasjenige, was da wie aus Himmelshöhen der Menschheit geoffenbart worden ist, was nach und nach allerdings in die Dekadenz gekommen ist, was aber selbst noch in dem dekadenten Zustande, in dem es heute im Orient lebt, eine gewisse Bewunderung hervorrufen kann, wenn man für so etwas einen Sinn hat.

[ 9 ] Dem gegenüber steht die rein materielle Kultur des Westens: Europas und Amerikas. Auch diese rein materielle Kultur und die rein materielle Denkweise sollen nicht herabgesetzt werden. Aber gesagt muß werden, daß zunächst das, was uns da an materieller Kultur entgegentritt, sich ausnimmt wie eine harte Nußschale, wie eine absterbende Nußschale. Aber darinnen ist doch die Nuß. Und läßt sich diese Nuß finden, dann wird das, was zutage tritt, überstrahlen alles das, was einstmals an orientalischem Weisheitslichte in die Menschheit gekommen ist. Aber täuschen Sie sich nicht darüber, daß die Sache so ist: Solange die Europäer und Amerikaner mit den Asiaten sich nur um wirtschaftliche Interessen unterhalten, so lange wird niemals Vertrauen unter den Asiaten Platz greifen, und man wird sich lange über Abrüstungsfragen und wie schön es wäre, wenn keine Kriege geführt würden, unterhalten können. Der große Krieg wird geführt werden zwischen Asien und dem Westen trotz aller Abrüstungskonferenzen, wenn nicht eines eintritt, wenn nicht die Asiaten vom Westen herkommend etwas sehen, was Geist des Westens ist, der ihnen deshalb leuchten kann und zu dem sie Vertrauen werden haben können, weil sie dafür Verständnis haben aus ihrer eigenen, obzwar in die Dekadenz gekommenen Geistigkeit heraus. An dem Verständnis dieser Sachlage hängt der Friede der Welt, nicht an jenen Unterhaltungen, die heute die äußeren Führer der Menschheit pflegen.

[ 9 ] Dem gegenüber steht die rein materielle Kultur des Westens: Europas und Amerikas. Auch diese rein materielle Kultur und die rein materielle Denkweise sollen nicht herabgesetzt werden. Aber gesagt muß werden, daß zunächst das, was uns da an materieller Kultur entgegentritt, sich ausnimmt wie eine harte Nußschale, wie eine absterbende Nußschale. Aber darinnen ist doch die Nuß. Und läßt sich diese Nuß finden, dann wird das, was zutage tritt, überstrahlen alles das, was einstmals an orientalischem Weisheitslichte in die Menschheit gekommen ist. Aber täuschen Sie sich nicht darüber, daß die Sache so ist: Solange die Europäer und Amerikaner mit den Asiaten sich nur um wirtschaftliche Interessen unterhalten, so lange wird niemals Vertrauen unter den Asiaten Platz greifen, und man wird sich lange über Abrüstungsfragen und wie schön es wäre, wenn keine Kriege geführt würden, unterhalten können. Der große Krieg wird geführt werden zwischen Asien und dem Westen trotz aller Abrüstungskonferenzen, wenn nicht eines eintritt, wenn nicht die Asiaten vom Westen herkommend etwas sehen, was Geist des Westens ist, der ihnen deshalb leuchten kann und zu dem sie Vertrauen werden haben können, weil sie dafür Verständnis haben aus ihrer eigenen, obzwar in die Dekadenz gekommenen Geistigkeit heraus. An dem Verständnis dieser Sachlage hängt der Friede der Welt, nicht an jenen Unterhaltungen, die heute die äußeren Führer der Menschheit pflegen.

[ 10 ] Alles liegt heute an der Einsicht, daß es auf den Geist ankommt, der innerhalb der europäisch-amerikanischen Kultur verborgen ist, den man flieht, den man aus Bequemlichkeit nicht haben will, der aber doch einzig und allein die Menschheit zu Aufgangskräften führen kann. Man möchte sich eben den Nebel vor die Augen machen, indem man sich immer wieder und wiederum sagen will: Es werden schon die Zeiten von selber besser werden. — Nein, die Stunde der großen Entscheidung ist da. Entweder werden sich die Menschen entschließen, die Spiritualität zu heben, von der ich eben gesprochen habe, oder der Untergang des Abendlandes ist sicher. Kein Hoffen, kein fatalistisches Ersehnen eines von selbst kommenden Besseren kann helfen. Die Menschheit ist einmal in die Epoche der freien Benützung ihrer Kräfte eingetreten, und die Menschheit muß diese freien Kräfte wirklich handhaben. Das heißt, die Menschheit muß selber entscheiden, ob sie die Spiritualität haben will, oder ob sie sie nicht haben will. Wird sie sie haben wollen, dann wird ein Fortschritt der Menschheit möglich sein. Wird sie sie nicht haben wollen, dann ist der Untergang des Abendlandes besiegelt, dann wird unter den furchtbarsten Katastrophen eine ganz andere Fortentwickelung der Menschheit stattfinden müssen, als sich viele heute träumen lassen, Aber man darf, wenn man eine solche Einsicht gewinnen will, nicht vorübergehen an der Betrachtung des Seelenlebens des Menschen überhaupt, und an der Betrachtung des Seelenlebens der verschiedenen Völker, namentlich des Seelenlebens der orientalischen und der okzidentalen Völker.

[ 10 ] Alles liegt heute an der Einsicht, daß es auf den Geist ankommt, der innerhalb der europäisch-amerikanischen Kultur verborgen ist, den man flieht, den man aus Bequemlichkeit nicht haben will, der aber doch einzig und allein die Menschheit zu Aufgangskräften führen kann. Man möchte sich eben den Nebel vor die Augen machen, indem man sich immer wieder und wiederum sagen will: Es werden schon die Zeiten von selber besser werden. — Nein, die Stunde der großen Entscheidung ist da. Entweder werden sich die Menschen entschließen, die Spiritualität zu heben, von der ich eben gesprochen habe, oder der Untergang des Abendlandes ist sicher. Kein Hoffen, kein fatalistisches Ersehnen eines von selbst kommenden Besseren kann helfen. Die Menschheit ist einmal in die Epoche der freien Benützung ihrer Kräfte eingetreten, und die Menschheit muß diese freien Kräfte wirklich handhaben. Das heißt, die Menschheit muß selber entscheiden, ob sie die Spiritualität haben will, oder ob sie sie nicht haben will. Wird sie sie haben wollen, dann wird ein Fortschritt der Menschheit möglich sein. Wird sie sie nicht haben wollen, dann ist der Untergang des Abendlandes besiegelt, dann wird unter den furchtbarsten Katastrophen eine ganz andere Fortentwickelung der Menschheit stattfinden müssen, als sich viele heute träumen lassen, Aber man darf, wenn man eine solche Einsicht gewinnen will, nicht vorübergehen an der Betrachtung des Seelenlebens des Menschen überhaupt, und an der Betrachtung des Seelenlebens der verschiedenen Völker, namentlich des Seelenlebens der orientalischen und der okzidentalen Völker.

[ 11 ] Das lag meinen verschiedenen Bemerkungen, die ich hier gemacht habe, zugrunde, daß ich allerdings meine, wenn gerade in dieser europäischen Ecke dasjenige gehoben wird, wozu der nordische Geist ganz besonders veranlagt ist, dann kann hier eine Einsicht reifen, die wiederum befruchtend wirken kann auf die übrige abendländische Welt. Und man wird eigentlich eine spirituelleBewegung nur dann ganz ernst nehmen können, wenn man ihr in dem Sinne, wie ich es eben angedeutet habe, eine Mission zuschreiben will mit Verständnis, die in dieser Richtung gelegen it.

[ 11 ] Das lag meinen verschiedenen Bemerkungen, die ich hier gemacht habe, zugrunde, daß ich allerdings meine, wenn gerade in dieser europäischen Ecke dasjenige gehoben wird, wozu der nordische Geist ganz besonders veranlagt ist, dann kann hier eine Einsicht reifen, die wiederum befruchtend wirken kann auf die übrige abendländische Welt. Und man wird eigentlich eine spirituelleBewegung nur dann ganz ernst nehmen können, wenn man ihr in dem Sinne, wie ich es eben angedeutet habe, eine Mission zuschreiben will mit Verständnis, die in dieser Richtung gelegen it.

[ 12 ] Es ist ja doch so, daß unsere neuere Zivilisation alles, was außerirdisch ist, wissenschaftlich nur wie eine mathematisch-mechanische Angelegenheit betrachtet. Wir richten unsere Teleskope nach den Sternen. Wir prüfen die Substanz der Sterne mit dem Spektroskop und so weiter. Wir verwandeln das, was wir auf diese Weise beobachten, in Rechnungsansätze und kommen auf diese Art endlich zu der großen Weltmaschinerie, in welcher auch unsere Erde wie ein Rad eingespannt ist. Wir machen uns allerlei phantastische Gedanken über die Bewohnbarkeit anderer Welten, schreiben aber selbst diesen Phantasmen keine große Bedeutung zu, sondern beschränken uns darauf, durch mehr oder weniger mathematisch-mechanisch-physikalische Formeln auszudrükken, was den Raum außerhalb der Erde ausfüllt. Und die Menschheit hat sich allmählich darauf beschränkt, sich innerhalb der Erdenangelegenheiten so zu fühlen, wie sich, wenn er eine menschliche Seele hätte, etwa der Maulwurf in seinem Loch während des Winters fühlen würde. Ein Maulwurfsloch im Weltenall ist eigentlich für die Menschheit die Erde geworden. Man blickt heute mit einer gewissen Überlegenheit auf die kindlichen Zeiten zurück, wo etwa im alten Ägypten die Menschen nicht von der großen Weltmaschinerie, sondern von göttlich-geistigen Wesenheiten gesprochen haben, welche draußen im Raume und auch außerhalb des Raumes sind, und mit denen der Mensch ebenso verwandt ist wie mit den Wesen, welche die Erde in den drei Reichen der Natur bewohnen.

[ 12 ] Es ist ja doch so, daß unsere neuere Zivilisation alles, was außerirdisch ist, wissenschaftlich nur wie eine mathematisch-mechanische Angelegenheit betrachtet. Wir richten unsere Teleskope nach den Sternen. Wir prüfen die Substanz der Sterne mit dem Spektroskop und so weiter. Wir verwandeln das, was wir auf diese Weise beobachten, in Rechnungsansätze und kommen auf diese Art endlich zu der großen Weltmaschinerie, in welcher auch unsere Erde wie ein Rad eingespannt ist. Wir machen uns allerlei phantastische Gedanken über die Bewohnbarkeit anderer Welten, schreiben aber selbst diesen Phantasmen keine große Bedeutung zu, sondern beschränken uns darauf, durch mehr oder weniger mathematisch-mechanisch-physikalische Formeln auszudrükken, was den Raum außerhalb der Erde ausfüllt. Und die Menschheit hat sich allmählich darauf beschränkt, sich innerhalb der Erdenangelegenheiten so zu fühlen, wie sich, wenn er eine menschliche Seele hätte, etwa der Maulwurf in seinem Loch während des Winters fühlen würde. Ein Maulwurfsloch im Weltenall ist eigentlich für die Menschheit die Erde geworden. Man blickt heute mit einer gewissen Überlegenheit auf die kindlichen Zeiten zurück, wo etwa im alten Ägypten die Menschen nicht von der großen Weltmaschinerie, sondern von göttlich-geistigen Wesenheiten gesprochen haben, welche draußen im Raume und auch außerhalb des Raumes sind, und mit denen der Mensch ebenso verwandt ist wie mit den Wesen, welche die Erde in den drei Reichen der Natur bewohnen.

[ 13 ] Der alte Ägypter hat zurückgeführt das Geistig-Seelische des Menschen ebenso auf die höheren Hierarchien, auf die übersinnlichen Reiche, wie er das Leiblich-Physische des Menschen zurückgeführt hat auf die drei Reiche der Natur, das mineralische, das pflanzliche, das tierische Reich. Heute spricht man von dem Außerirdischen höchstens in Form eines blassen und immer mehr verblassenden Glaubens, der keine wissenschaftliche Betrachtung dulden möchte. Wissenschaftlich spricht man nur wie von der großen, durch mathematische Formeln ausdrückbaren Weltmaschinerie. Und alles dasjenige, wofür man sich als die menschlichen Angelegenheiten interessiert, soll sich erschöpfen innerhalb der menschlichen kosmischen Maulwurfshöhle, zu der endlich das Erdendasein gegenüber dem Kosmos geworden ist.

[ 13 ] Der alte Ägypter hat zurückgeführt das Geistig-Seelische des Menschen ebenso auf die höheren Hierarchien, auf die übersinnlichen Reiche, wie er das Leiblich-Physische des Menschen zurückgeführt hat auf die drei Reiche der Natur, das mineralische, das pflanzliche, das tierische Reich. Heute spricht man von dem Außerirdischen höchstens in Form eines blassen und immer mehr verblassenden Glaubens, der keine wissenschaftliche Betrachtung dulden möchte. Wissenschaftlich spricht man nur wie von der großen, durch mathematische Formeln ausdrückbaren Weltmaschinerie. Und alles dasjenige, wofür man sich als die menschlichen Angelegenheiten interessiert, soll sich erschöpfen innerhalb der menschlichen kosmischen Maulwurfshöhle, zu der endlich das Erdendasein gegenüber dem Kosmos geworden ist.

[ 14 ] Aber es kann nicht scharf genug ausgesprochen werden, daß es eine tiefe Wahrheit ist: Wenn der Mensch den Himmel verliert, verliert er sich selbst. Denn es ist einmal so, daß eben der wichtigste Teil der Menschenwesenheit dem Außerirdischen angehört. Verliert man dieses aus dem Gesichtskreise, dann verliert man aus dem Gesichtskreise auch die eigentliche Menschenwesenheit. Man irrt dann auf der Erde herum, ohne daß man weiß, was man eigentlich für ein Wesen ist. Und so irrt im Grunde genommen heute der Mensch auf der Erde herum. Er weiß eigentlich nur noch aus Überlieferung, daß das Wort «Mensch» ihr bedeutet, daß man einmal einem solchen Wesen, das gegenüber den vierfüßigen Tieren aufrecht geht, den Namen Mensch gegeben hat. Aber aus seiner jetzigen wissenschaftlichen Weltanschauung, aus seiner technischen Kultur heraus, weiß er dem Menschennamen keinen wirklichen Inhalt mehr zu geben. Er müßte ja den Inhalt vom Außerirdischen nehmen, das Außerirdische ist ihm aber zu einer großen Maschinerie geworden. Der Mensch hat sich selbst verloren. Er hat keine Einsicht mehr in sein eigentliches Wesen.

[ 14 ] Aber es kann nicht scharf genug ausgesprochen werden, daß es eine tiefe Wahrheit ist: Wenn der Mensch den Himmel verliert, verliert er sich selbst. Denn es ist einmal so, daß eben der wichtigste Teil der Menschenwesenheit dem Außerirdischen angehört. Verliert man dieses aus dem Gesichtskreise, dann verliert man aus dem Gesichtskreise auch die eigentliche Menschenwesenheit. Man irrt dann auf der Erde herum, ohne daß man weiß, was man eigentlich für ein Wesen ist. Und so irrt im Grunde genommen heute der Mensch auf der Erde herum. Er weiß eigentlich nur noch aus Überlieferung, daß das Wort «Mensch» ihr bedeutet, daß man einmal einem solchen Wesen, das gegenüber den vierfüßigen Tieren aufrecht geht, den Namen Mensch gegeben hat. Aber aus seiner jetzigen wissenschaftlichen Weltanschauung, aus seiner technischen Kultur heraus, weiß er dem Menschennamen keinen wirklichen Inhalt mehr zu geben. Er müßte ja den Inhalt vom Außerirdischen nehmen, das Außerirdische ist ihm aber zu einer großen Maschinerie geworden. Der Mensch hat sich selbst verloren. Er hat keine Einsicht mehr in sein eigentliches Wesen.

[ 15 ] Das ist im Grunde die schmerzliche Empfindung, die man haben muß, daß die Höhe der Kultur, zu der die abendländische Menschheit seit der Mitte des 15. Jahrhunderts sich aufgerafft hat, den Menschen dazu geführt hat, sein eigenes Wesen aus sich herauszureißen und im Grunde genommen seelisch-geistig entmenscht über die Erde zu gehen.

[ 15 ] Das ist im Grunde die schmerzliche Empfindung, die man haben muß, daß die Höhe der Kultur, zu der die abendländische Menschheit seit der Mitte des 15. Jahrhunderts sich aufgerafft hat, den Menschen dazu geführt hat, sein eigenes Wesen aus sich herauszureißen und im Grunde genommen seelisch-geistig entmenscht über die Erde zu gehen.

[ 16 ] Ich habe gestern in dem Vortrage, den ich vor Pädagogen gehalten habe, gesagt, daß wir heute in einer einseitigen Weise, und auch das nur aus der Tradition heraus, von der ewigen Menschennatur sprechen. Wir sprechen von der ewigen Menschennatur nur, insoweit diese jenseits des Todes liegt, und haben daher das eine Wort «Unsterblichkeit» in den modernen Sprachen. Wir sprechen aber nicht von der Ewigkeit der Menschenseele vor der Geburt, in dem vorgeburtlichen Dasein. Wir sprechen nicht davon, wie der Mensch heruntergestiegen ist aus göttlich-geistigen Welten in dieses physisch-sinnliche Dasein, wie er sich eingegliedert hat diesem physisch-sinnlichen Erdendasein. Wir haben deshalb nicht einmal ein Wort, welches nach dieser Seite dem Worte «Unsterblichkeit» entspricht. Wir sprechen von «Unsterblichkeit», nicht aber von «Ungeborenheit». Und erst wenn man einmal wie selbstverständlich sprechen wird von Ungeborenheit, Unsterblichsein, wird man die wahre ewige Wesenheit des Menschen wiederum begreifen.

[ 16 ] Ich habe gestern in dem Vortrage, den ich vor Pädagogen gehalten habe, gesagt, daß wir heute in einer einseitigen Weise, und auch das nur aus der Tradition heraus, von der ewigen Menschennatur sprechen. Wir sprechen von der ewigen Menschennatur nur, insoweit diese jenseits des Todes liegt, und haben daher das eine Wort «Unsterblichkeit» in den modernen Sprachen. Wir sprechen aber nicht von der Ewigkeit der Menschenseele vor der Geburt, in dem vorgeburtlichen Dasein. Wir sprechen nicht davon, wie der Mensch heruntergestiegen ist aus göttlich-geistigen Welten in dieses physisch-sinnliche Dasein, wie er sich eingegliedert hat diesem physisch-sinnlichen Erdendasein. Wir haben deshalb nicht einmal ein Wort, welches nach dieser Seite dem Worte «Unsterblichkeit» entspricht. Wir sprechen von «Unsterblichkeit», nicht aber von «Ungeborenheit». Und erst wenn man einmal wie selbstverständlich sprechen wird von Ungeborenheit, Unsterblichsein, wird man die wahre ewige Wesenheit des Menschen wiederum begreifen.

[ 17 ] Warum redet man heute noch von Unsterblichkeit? Man redet wirklich heute in ganz anderem Sinne von Unsterblichkeit als einstmals in jenen Zeiten, da auch noch von Ungeborenheit gesprochen worden ist. Hören Sie sich unzählige Predigten heute an, die aus einer gewissen subjektiven Ehrlichkeit heraus gesprochen sind, und prüfen Sie, aber ganz deutlich, welcher Grundton in solchen Predigten, die über die Ewigkeit der Menschenseele handeln, enthalten ist. Da wird sehr, sehr stark auf den Egoismus der Menschen spekuliert. Da wird darauf spekuliert, daß der Mensch die Sehnsucht nach der Unsterblichkeit hat, daß er aus Egoismus nicht zugrunde gehen möchte, wenn der physische Tod eintritt. Und man baut darauf, daß bei den gläubigen Gemeinden dieser Egoismus vorhanden ist. Wägen Sie die Worte, die vielfach gesprochen werden, und sehen Sie, wie stark auf diesen Egoismus gebaut wird. Für die Präexistenz, für das vorgeburtliche Leben kann nicht in der gleichen Weise auf den Egoismus der Menschen gebaut werden. Wer über das vorgeburtliche Leben spricht, dem klingt heute aus den egoistischen Menschenseelen nichts entgegen, denn sie sagen sich, wenn auch nicht immer deutlich: Das vorgeburtliche Leben interessiert uns nicht weiter, denn wenn es auch da ist, wir haben ja seine Fortsetzung. Jetzt sind wir da. Warum sollten wir denn über dasjenige reden, was vorher da war? Wir sind doch sicher, daß wir jetzt da sind. Unser Egoismus hält uns nur dazu an, daß wir mit dem Tode nicht untergehen. — Man muß daher an die Selbstlosigkeit, an die Unegoität der Menschen appellieren, wenn man vom vorgeburtlichen Leben spricht, und an den Egoismus der Seele kann man appellieren, wenn man von dem nachtodlichen Leben spricht, so berechtigt dieses Sprechen natürlich auch ist. Das ist der große Unterschied. Das zeigt aber auch, daß der Egoismus bis in die tiefste Seele hinein tatsächlich die Menschheit ergriffen hat. Und das Perhorreszieren der Präexistenz ist eine Konsequenz des Egoismus der Menschenseele.

[ 17 ] Warum redet man heute noch von Unsterblichkeit? Man redet wirklich heute in ganz anderem Sinne von Unsterblichkeit als einstmals in jenen Zeiten, da auch noch von Ungeborenheit gesprochen worden ist. Hören Sie sich unzählige Predigten heute an, die aus einer gewissen subjektiven Ehrlichkeit heraus gesprochen sind, und prüfen Sie, aber ganz deutlich, welcher Grundton in solchen Predigten, die über die Ewigkeit der Menschenseele handeln, enthalten ist. Da wird sehr, sehr stark auf den Egoismus der Menschen spekuliert. Da wird darauf spekuliert, daß der Mensch die Sehnsucht nach der Unsterblichkeit hat, daß er aus Egoismus nicht zugrunde gehen möchte, wenn der physische Tod eintritt. Und man baut darauf, daß bei den gläubigen Gemeinden dieser Egoismus vorhanden ist. Wägen Sie die Worte, die vielfach gesprochen werden, und sehen Sie, wie stark auf diesen Egoismus gebaut wird. Für die Präexistenz, für das vorgeburtliche Leben kann nicht in der gleichen Weise auf den Egoismus der Menschen gebaut werden. Wer über das vorgeburtliche Leben spricht, dem klingt heute aus den egoistischen Menschenseelen nichts entgegen, denn sie sagen sich, wenn auch nicht immer deutlich: Das vorgeburtliche Leben interessiert uns nicht weiter, denn wenn es auch da ist, wir haben ja seine Fortsetzung. Jetzt sind wir da. Warum sollten wir denn über dasjenige reden, was vorher da war? Wir sind doch sicher, daß wir jetzt da sind. Unser Egoismus hält uns nur dazu an, daß wir mit dem Tode nicht untergehen. — Man muß daher an die Selbstlosigkeit, an die Unegoität der Menschen appellieren, wenn man vom vorgeburtlichen Leben spricht, und an den Egoismus der Seele kann man appellieren, wenn man von dem nachtodlichen Leben spricht, so berechtigt dieses Sprechen natürlich auch ist. Das ist der große Unterschied. Das zeigt aber auch, daß der Egoismus bis in die tiefste Seele hinein tatsächlich die Menschheit ergriffen hat. Und das Perhorreszieren der Präexistenz ist eine Konsequenz des Egoismus der Menschenseele.

[ 18 ] Diese Dinge müssen vor allen Dingen von denjenigen eingesehen werden, welche es mit einem Anstreben einer spirituellen Einsicht ernsthaftig nehmen. Es muß der Mensch sich wieder seiner eigentlichen inneren Wesenheit nach finden. Es muß wiederum Interesse unter die Menschen kommen für dasjenige, was der volle, ganze Mensch ist, nicht bloß für die äußere physische Hülle. Dazu kommt man aber nur, wenn man den Menschen wiederum betrachtet, nicht bloß angehörig der kosmischen Maulwurfshöhle Erde, sondern angehörig dem ganzen Kosmos, wenn man sich wiederum klar wird, daß der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt durch dasjenige durchgeht, zu dem er hier im Erdendasein nur hinaufblickt, durchgeht durch die Sternenwelt, und wenn man auch die Sternenwelt wiederum in ihrer Lebendigkeit, in ihrer Beseeltheit, in ihrer Geistigkeit erkennen wird.

[ 18 ] Diese Dinge müssen vor allen Dingen von denjenigen eingesehen werden, welche es mit einem Anstreben einer spirituellen Einsicht ernsthaftig nehmen. Es muß der Mensch sich wieder seiner eigentlichen inneren Wesenheit nach finden. Es muß wiederum Interesse unter die Menschen kommen für dasjenige, was der volle, ganze Mensch ist, nicht bloß für die äußere physische Hülle. Dazu kommt man aber nur, wenn man den Menschen wiederum betrachtet, nicht bloß angehörig der kosmischen Maulwurfshöhle Erde, sondern angehörig dem ganzen Kosmos, wenn man sich wiederum klar wird, daß der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt durch dasjenige durchgeht, zu dem er hier im Erdendasein nur hinaufblickt, durchgeht durch die Sternenwelt, und wenn man auch die Sternenwelt wiederum in ihrer Lebendigkeit, in ihrer Beseeltheit, in ihrer Geistigkeit erkennen wird.

[ 19 ] Wenn wir den Menschen betrachten, so tritt uns zunächst sein äußeres Physisches entgegen. Dieses äußere Physische wird gewöhnlich gerade nicht danach betrachtet, was an ihm die Hauptsache ist, nach seiner Form. An dem physischen Menschen ist doch die Hauptsache die Form. Es ist natürlich, wenn ein solches Thema angeschlagen wird, das im übrigen anklingt an vieles, das in meinen Vortragszyklen enthalten ist, daß zunächst nur einige Andeutungen gegeben werden können. Aber Sie werden aus demjenigen, was Sie an Gesinnung und Geistesinhalt schon aus der Anthroposophie gewonnen haben, in dem, was ich nun sagen werde, nicht flüchtige Analogien, sondern etwas sehen, was schon aus einer tieferen Welterkenntnis herausgeholt ist.

[ 19 ] Wenn wir den Menschen betrachten, so tritt uns zunächst sein äußeres Physisches entgegen. Dieses äußere Physische wird gewöhnlich gerade nicht danach betrachtet, was an ihm die Hauptsache ist, nach seiner Form. An dem physischen Menschen ist doch die Hauptsache die Form. Es ist natürlich, wenn ein solches Thema angeschlagen wird, das im übrigen anklingt an vieles, das in meinen Vortragszyklen enthalten ist, daß zunächst nur einige Andeutungen gegeben werden können. Aber Sie werden aus demjenigen, was Sie an Gesinnung und Geistesinhalt schon aus der Anthroposophie gewonnen haben, in dem, was ich nun sagen werde, nicht flüchtige Analogien, sondern etwas sehen, was schon aus einer tieferen Welterkenntnis herausgeholt ist.

[ 20 ] Wenn wir die menschliche Form betrachten, so haben wir im Grunde genommen eine wunderbare Gliederung an dem Menschen wahrzunehmen. Wir haben zunächst das menschliche Haupt. Dieses menschliche Haupt ist durchaus dem Kosmos nachgebildet. Es trägt die Form des Kosmos. Es trägt zunächst die sphärische, die kugelige Gestalt. Diese kugelige Gestalt ist nur nach unten einer gewissen Modifikation unterworfen, da wo sich die andere Wesenheit des Menschen, des physischen Menschen anschließt. Zur Eingliederung desjenigen, was nicht menschliches Haupt am Menschen ist, ist die sphärische Gestalt des menschlichen Hauptes nach unten modifiziert. Aber an sich ist das menschliche Haupt, und zwar wie Sie verfolgen können, eigentlich aus der Grundgestalt schon des menschlichen Embryos, des Menschenkeimes heraus, der sphärischen Gestalt des Kosmos nachgebildet. Anschließend an diese menschliche Hauptesgestalt haben wir denjenigen Teil der menschlichen Wesenheit, der schon ganz versteckt nur noch die sphärische Gestalt trägt: den Brustkorb, die Brustorganisation des Menschen. Wir haben in der Brustorganisation des Menschen — bitte, versuchen Sie sie mit dem geistigen Auge zu umspannen — das, was so ist, als ob ein Kugeliges durch allerlei andere Kräfte zusammengedrückt, auseinandergeschoben wäre, als ob also ein Kugeliges wesentlich modifiziert wäre. Und überblicken wir endlich dasjenige, was als Gliedmaßen dem Menschen angefügt ist als ein dritter Teil der menschlichen Wesenheit, so verspüren wir da kaum noch etwas von der ursprünglichen, noch embryonalen Kugelgestalt des Menschen. Erst wahre Geisteswissenschaft wird uns darauf aufmerksam machen, daß schließlich auch in den Gliedmaßen des Menschen noch Reste einer Kugelform vorhanden sind. Aber in der äußeren Gestalt tritt uns das wenig entgegen.

[ 20 ] Wenn wir die menschliche Form betrachten, so haben wir im Grunde genommen eine wunderbare Gliederung an dem Menschen wahrzunehmen. Wir haben zunächst das menschliche Haupt. Dieses menschliche Haupt ist durchaus dem Kosmos nachgebildet. Es trägt die Form des Kosmos. Es trägt zunächst die sphärische, die kugelige Gestalt. Diese kugelige Gestalt ist nur nach unten einer gewissen Modifikation unterworfen, da wo sich die andere Wesenheit des Menschen, des physischen Menschen anschließt. Zur Eingliederung desjenigen, was nicht menschliches Haupt am Menschen ist, ist die sphärische Gestalt des menschlichen Hauptes nach unten modifiziert. Aber an sich ist das menschliche Haupt, und zwar wie Sie verfolgen können, eigentlich aus der Grundgestalt schon des menschlichen Embryos, des Menschenkeimes heraus, der sphärischen Gestalt des Kosmos nachgebildet. Anschließend an diese menschliche Hauptesgestalt haben wir denjenigen Teil der menschlichen Wesenheit, der schon ganz versteckt nur noch die sphärische Gestalt trägt: den Brustkorb, die Brustorganisation des Menschen. Wir haben in der Brustorganisation des Menschen — bitte, versuchen Sie sie mit dem geistigen Auge zu umspannen — das, was so ist, als ob ein Kugeliges durch allerlei andere Kräfte zusammengedrückt, auseinandergeschoben wäre, als ob also ein Kugeliges wesentlich modifiziert wäre. Und überblicken wir endlich dasjenige, was als Gliedmaßen dem Menschen angefügt ist als ein dritter Teil der menschlichen Wesenheit, so verspüren wir da kaum noch etwas von der ursprünglichen, noch embryonalen Kugelgestalt des Menschen. Erst wahre Geisteswissenschaft wird uns darauf aufmerksam machen, daß schließlich auch in den Gliedmaßen des Menschen noch Reste einer Kugelform vorhanden sind. Aber in der äußeren Gestalt tritt uns das wenig entgegen.

[ 21 ] Wenn wir diese dreigegliederte Gestalt des Menschen studieren mit Bezug auf ihr Verhältnis zum Kosmos, dann können wir uns sagen: Der Mensch ist aus dem Kosmos heraus gebildet, aber er wird in verschiedener Weise den Kräften dieses Kosmos ausgesetzt. Bedenken Sie nur, wie der Mensch in verschiedener Weise dem Fixsternhimmel ausgesetzt ist. Der Mensch ist dem Fixsternhimmel ja so ausgesetzt, daß diese verschiedene Art des Ausgesetztseins zu verschiedenen Zeiten die Völker durch den Stand der Sonne gegenüber den Tierkreiszeichen ausgedrückt haben. Und auch heute, in der maschinenmäßig gewordenen Astronomie, spricht man davon, daß die Sonne im Frühling in einem gewissen Tierkreiszeichen steht, den Frühlingspunkt dort hat. Man spricht dann davon, daß im Laufe der nächsten Jahreszeiten die Sonne durch die andern Tierkreiszeichen gehe, und daß die Sonne während des Tages durch verschiedene Tierkreiszeichen geht, des Nachts durch andere Tierkreiszeichen geht und so weiter. Aber man hat heute kein Bewußtsein davon, wie das Verhältnis des Menschen zu dieser ganzen außerirdischen Welt ist. Man weiß zum Beispiel wenig davon, daß wenn die Sonne im Frühling vom Widder aus die Erde bescheint, wenn also der Frühlingspunkt im Widder steht, daß dann für einen gewissen Teil der Erdenbevölkerung der Mensch den Sonnenkräften so ausgesetzt ist, daß die Sonne in einer gewissen Weise ihre Strahlungen modifiziert erhält durch den Ort am Fixsternhimmel, der eben durch die Tierkreisgegend des Widders repräsentiert wird, daß diese Kräfte besonders geeignet sind, auf das menschliche Haupt zu wirken, so daß der Mensch während seiner irdischen Lebenszeit ausbilden kann eine gewisse Selbstschau, eine gewisse Selbsterkenntnis, ein gewisses Bewußtwerden seines eigenen Ichs.

[ 21 ] Wenn wir diese dreigegliederte Gestalt des Menschen studieren mit Bezug auf ihr Verhältnis zum Kosmos, dann können wir uns sagen: Der Mensch ist aus dem Kosmos heraus gebildet, aber er wird in verschiedener Weise den Kräften dieses Kosmos ausgesetzt. Bedenken Sie nur, wie der Mensch in verschiedener Weise dem Fixsternhimmel ausgesetzt ist. Der Mensch ist dem Fixsternhimmel ja so ausgesetzt, daß diese verschiedene Art des Ausgesetztseins zu verschiedenen Zeiten die Völker durch den Stand der Sonne gegenüber den Tierkreiszeichen ausgedrückt haben. Und auch heute, in der maschinenmäßig gewordenen Astronomie, spricht man davon, daß die Sonne im Frühling in einem gewissen Tierkreiszeichen steht, den Frühlingspunkt dort hat. Man spricht dann davon, daß im Laufe der nächsten Jahreszeiten die Sonne durch die andern Tierkreiszeichen gehe, und daß die Sonne während des Tages durch verschiedene Tierkreiszeichen geht, des Nachts durch andere Tierkreiszeichen geht und so weiter. Aber man hat heute kein Bewußtsein davon, wie das Verhältnis des Menschen zu dieser ganzen außerirdischen Welt ist. Man weiß zum Beispiel wenig davon, daß wenn die Sonne im Frühling vom Widder aus die Erde bescheint, wenn also der Frühlingspunkt im Widder steht, daß dann für einen gewissen Teil der Erdenbevölkerung der Mensch den Sonnenkräften so ausgesetzt ist, daß die Sonne in einer gewissen Weise ihre Strahlungen modifiziert erhält durch den Ort am Fixsternhimmel, der eben durch die Tierkreisgegend des Widders repräsentiert wird, daß diese Kräfte besonders geeignet sind, auf das menschliche Haupt zu wirken, so daß der Mensch während seiner irdischen Lebenszeit ausbilden kann eine gewisse Selbstschau, eine gewisse Selbsterkenntnis, ein gewisses Bewußtwerden seines eigenen Ichs.

[ 22 ] Das besondere Ausgesetztsein den Widderkräften, wenn wir so sagen dürfen — Sie wissen ja, daß gerade das griechisch-lateinische Zeitalter das Zeitalter war, in dem der Frühlingspunkt im Sternbilde des Widders lag, wo also sozusagen die Menschheit, wenigstens die des Abendlandes, im wesentlichen ausgesetzt war den Widderkräften —, dieses Ausgesetztsein der Menschheit gegenüber den Widderkräften bedeutet, daß der Mensch die Organe seines Hauptes, seines Kopfes, so entwickeln kann, daß er zu einem gewissen Ich-Bewußtsein, zu einer gewissen Selbstschau kommen kann.

[ 22 ] Das besondere Ausgesetztsein den Widderkräften, wenn wir so sagen dürfen — Sie wissen ja, daß gerade das griechisch-lateinische Zeitalter das Zeitalter war, in dem der Frühlingspunkt im Sternbilde des Widders lag, wo also sozusagen die Menschheit, wenigstens die des Abendlandes, im wesentlichen ausgesetzt war den Widderkräften —, dieses Ausgesetztsein der Menschheit gegenüber den Widderkräften bedeutet, daß der Mensch die Organe seines Hauptes, seines Kopfes, so entwickeln kann, daß er zu einem gewissen Ich-Bewußtsein, zu einer gewissen Selbstschau kommen kann.

[ 23 ] Selbst wenn heute historisch von den Tierkreisbildern gesprochen wird, weiß man nicht immer, worauf es ankommt. Die historischen Überlieferungen sprechen ja von den Tierkreisbildern Widder, Stier, Zwillinge und so weiter. Man zeigt auch Abbildungen. Allein die wenigsten Menschen wissen heute, worauf es ankommt. In alten Kalendern sieht man sehr häufig noch das Tierkreisbild des Widders. Daß es aber darauf ankommt, daß dieser Widder so abgebildet ist, daß er mit dem Kopf nach rückwärts blickt und daß in diesem Rückwärtsblicken das Wesentlichste ist, das wissen heute die wenigsten Menschen. Durch dieses Abbild sollte eben angedeutet sein, wie die Widderkräfte verinnerlichend auf den Menschen wirken, wie der Widder nicht vorwärtsschaut, in die weite Welt hinaus, sondern zurückschaut, auf sich selbst schaut. Dieses Schauen-auf-sich-Selbst in der Widderfigur ist von ganz bedeutender Wichtigkeit. Wir müssen wiederum, und zwar aus vollem Bewußtsein, nicht aus instinktivem Hellsehen heraus, wie es in alten Zeiten war, zu dieser kosmischen Weisheit vordringen. Wissen müssen wir wiederum, daß die Kräfte unseres Hauptes, unseres Kopfes, ausgebildet werden im wesentlichen durch die Kräfte des Widders, des Stieres, der Zwillinge, des Krebses; daß die Kräfte unseres Brustkorbes ausgebildet werden durch die vier mittleren Sternbilderkräfte: Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion; daß unser Kopf seine Form hat vom Kosmos durch die Einwirkung der Widder-, Stier-, Zwillinge-, Krebskräfte, auf die man daher hinblickt, wenn man den Menschen seiner Kopfgestalt nach fassen will, so, daß sie von oben herunterglänzen, während mehr seitwärts diejenigen Tierkreiswirkungen sind, die auf die mittlere Organisation, auf die Brustorganisation des Menschen wirken: Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion.

[ 23 ] Selbst wenn heute historisch von den Tierkreisbildern gesprochen wird, weiß man nicht immer, worauf es ankommt. Die historischen Überlieferungen sprechen ja von den Tierkreisbildern Widder, Stier, Zwillinge und so weiter. Man zeigt auch Abbildungen. Allein die wenigsten Menschen wissen heute, worauf es ankommt. In alten Kalendern sieht man sehr häufig noch das Tierkreisbild des Widders. Daß es aber darauf ankommt, daß dieser Widder so abgebildet ist, daß er mit dem Kopf nach rückwärts blickt und daß in diesem Rückwärtsblicken das Wesentlichste ist, das wissen heute die wenigsten Menschen. Durch dieses Abbild sollte eben angedeutet sein, wie die Widderkräfte verinnerlichend auf den Menschen wirken, wie der Widder nicht vorwärtsschaut, in die weite Welt hinaus, sondern zurückschaut, auf sich selbst schaut. Dieses Schauen-auf-sich-Selbst in der Widderfigur ist von ganz bedeutender Wichtigkeit. Wir müssen wiederum, und zwar aus vollem Bewußtsein, nicht aus instinktivem Hellsehen heraus, wie es in alten Zeiten war, zu dieser kosmischen Weisheit vordringen. Wissen müssen wir wiederum, daß die Kräfte unseres Hauptes, unseres Kopfes, ausgebildet werden im wesentlichen durch die Kräfte des Widders, des Stieres, der Zwillinge, des Krebses; daß die Kräfte unseres Brustkorbes ausgebildet werden durch die vier mittleren Sternbilderkräfte: Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion; daß unser Kopf seine Form hat vom Kosmos durch die Einwirkung der Widder-, Stier-, Zwillinge-, Krebskräfte, auf die man daher hinblickt, wenn man den Menschen seiner Kopfgestalt nach fassen will, so, daß sie von oben herunterglänzen, während mehr seitwärts diejenigen Tierkreiswirkungen sind, die auf die mittlere Organisation, auf die Brustorganisation des Menschen wirken: Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion.

[ 24 ] Und unterhalb der Erde, zugedeckt durch die Erde, wenn sie wirken, sind dann die vier andern Sternbilder. Diese vier andern Sternbilder wirken durch die Erde hindurch, nicht direkt, wie die Sternbilder Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, oder auch nur seitlich, wie die anderen Sternbilder, sondern sie wirken von unten herauf. Sie wirken so, daß sie die Kugelgestalt nicht aufrechterhalten können. Sie wirken auf die Gliedmaßen. Die Kräfte des Gliedmaßensystems bilden diejenigen Sternbilder aus, von denen man in alten Zeiten das instinktive Bewußtsein hatte, daß sie gewissermaßen so auf den Menschen wirken, daß die Erde zwischen dem Menschen und diesen Sternbildern ist. Der Mensch steht auf der Erde auf. Wenn die Sternbilder unten sind, dann wirken sie auf seine Gliedmaßen. Und in alten Zeiten hatte man ein Bewußtsein davon, daß dasjenige, was die Gliedmaßen des Menschen irdisch hervorbringt, mit diesen Sternbildern zusammenhängt, daß die Gestalt der Gliedmaßen daher stamme. Die Gestalt des Hauptes, die sphärische Gestalt: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs; dagegen dasjenige, was der Mensch in seinen Gliedern hat, hat eine vierfache Art. Da diese Dinge in alten Zeiten aus einem instinktiven Hellsehen entstanden sind, haben sie auch eine alte Bezeichnung, beziehen sich auf alte Verhältnisse. Der Mensch war in jenen alten Zeiten, als er in dieser Weise seine Weisheit aus den Himmeln bezogen hat, entweder Jäger, Schütze — daher nannte er dasjenige Sternbild, das in ihm diejenige Bewegungstätigkeit erregte durch seine Gliedmaßen, die ihn zum Jäger machte, den Schützen —, oder er war Hirte, er pflegte die Tiere. Das ist hineinkaschiert in dasjenige Sternbild, das man heute Steinbock nennt. Es ist kein Steinbock, denn er hat einen Fischschwanz. Es ist überhaupt der Tierpfleger gegenüber dem Jäger.

[ 24 ] Und unterhalb der Erde, zugedeckt durch die Erde, wenn sie wirken, sind dann die vier andern Sternbilder. Diese vier andern Sternbilder wirken durch die Erde hindurch, nicht direkt, wie die Sternbilder Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, oder auch nur seitlich, wie die anderen Sternbilder, sondern sie wirken von unten herauf. Sie wirken so, daß sie die Kugelgestalt nicht aufrechterhalten können. Sie wirken auf die Gliedmaßen. Die Kräfte des Gliedmaßensystems bilden diejenigen Sternbilder aus, von denen man in alten Zeiten das instinktive Bewußtsein hatte, daß sie gewissermaßen so auf den Menschen wirken, daß die Erde zwischen dem Menschen und diesen Sternbildern ist. Der Mensch steht auf der Erde auf. Wenn die Sternbilder unten sind, dann wirken sie auf seine Gliedmaßen. Und in alten Zeiten hatte man ein Bewußtsein davon, daß dasjenige, was die Gliedmaßen des Menschen irdisch hervorbringt, mit diesen Sternbildern zusammenhängt, daß die Gestalt der Gliedmaßen daher stamme. Die Gestalt des Hauptes, die sphärische Gestalt: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs; dagegen dasjenige, was der Mensch in seinen Gliedern hat, hat eine vierfache Art. Da diese Dinge in alten Zeiten aus einem instinktiven Hellsehen entstanden sind, haben sie auch eine alte Bezeichnung, beziehen sich auf alte Verhältnisse. Der Mensch war in jenen alten Zeiten, als er in dieser Weise seine Weisheit aus den Himmeln bezogen hat, entweder Jäger, Schütze — daher nannte er dasjenige Sternbild, das in ihm diejenige Bewegungstätigkeit erregte durch seine Gliedmaßen, die ihn zum Jäger machte, den Schützen —, oder er war Hirte, er pflegte die Tiere. Das ist hineinkaschiert in dasjenige Sternbild, das man heute Steinbock nennt. Es ist kein Steinbock, denn er hat einen Fischschwanz. Es ist überhaupt der Tierpfleger gegenüber dem Jäger.

[ 25 ] Das dritte ist der Wassermann. Aber sehen Sie sich einmal das alte Sternbild des Wassermenschen an: das ist nicht ein Wassermensch, der etwa im Wasser plätschert oder dergleichen, sondern in der richtigen Darstellung des Tierkreises wird er so dargestellt, daß er wie über einen harten Grund oder über eine Wiese oder einen Acker geht und düngt, oder eben aus den Wassereimern das befruchtende Wasser gießt. Es ist der Mann, der das repräsentiert, was den Ackerbauer darstellte. Es ist der dritte Beruf derjenigen Urzeiten, welche ein instinktives Wissen von diesen Dingen hatten: Jägerberuf, Hirtenberuf, Ackerbauerberuf.

[ 25 ] Das dritte ist der Wassermann. Aber sehen Sie sich einmal das alte Sternbild des Wassermenschen an: das ist nicht ein Wassermensch, der etwa im Wasser plätschert oder dergleichen, sondern in der richtigen Darstellung des Tierkreises wird er so dargestellt, daß er wie über einen harten Grund oder über eine Wiese oder einen Acker geht und düngt, oder eben aus den Wassereimern das befruchtende Wasser gießt. Es ist der Mann, der das repräsentiert, was den Ackerbauer darstellte. Es ist der dritte Beruf derjenigen Urzeiten, welche ein instinktives Wissen von diesen Dingen hatten: Jägerberuf, Hirtenberuf, Ackerbauerberuf.

[ 26 ] Der vierte Beruf war der des Schiffers. Schiffe hatten in den Urzeiten die Form von Fischen. Sie können in den späteren Zeiten überall noch sehen, wie geblieben ist der Delphinkopf vorn bei den Schiffen. Daher das Sternbild der Fische, der zusammengebundenen zwei Schiffe, die miteinander auf Handel ausfuhren, für den vierten Beruf, der in den menschlichen Gliedmaßen liegen kann, für den Handelsberuf, für den Kaufmannsberuf.

[ 26 ] Der vierte Beruf war der des Schiffers. Schiffe hatten in den Urzeiten die Form von Fischen. Sie können in den späteren Zeiten überall noch sehen, wie geblieben ist der Delphinkopf vorn bei den Schiffen. Daher das Sternbild der Fische, der zusammengebundenen zwei Schiffe, die miteinander auf Handel ausfuhren, für den vierten Beruf, der in den menschlichen Gliedmaßen liegen kann, für den Handelsberuf, für den Kaufmannsberuf.

[ 27 ] So haben wir die menschliche Gestalt aus dem Kosmos geholt; als eigentliche Gestalt sphärisch in bezug auf das Haupt, darinnen der Mensch den Kräften des Fixsternhimmels respektive des Repräsentanten, des Tierkreises, direkt ausgesetzt ist, oder seitlich, wo die Brustorganisation des Menschen nur noch kaschiert, maskiert die sphärische Gestalt hat: Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion; oder aber da, wo nun nicht die menschliche Gestalt direkt bewirkt wird, sondern auf dem Umwege durch die irdische Tätigkeit, durch das Wirken auf den Beruf. Und der Gott, der irdisch-kosmische Gott, der sphärische Gott für den Jäger, war der Schütze, der ja auch so dargestellt wird, daß er eine Art Kentaur ist, halb Pferd, halb Mensch, halb Tier, halb Mensch und so weiter.

[ 27 ] So haben wir die menschliche Gestalt aus dem Kosmos geholt; als eigentliche Gestalt sphärisch in bezug auf das Haupt, darinnen der Mensch den Kräften des Fixsternhimmels respektive des Repräsentanten, des Tierkreises, direkt ausgesetzt ist, oder seitlich, wo die Brustorganisation des Menschen nur noch kaschiert, maskiert die sphärische Gestalt hat: Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion; oder aber da, wo nun nicht die menschliche Gestalt direkt bewirkt wird, sondern auf dem Umwege durch die irdische Tätigkeit, durch das Wirken auf den Beruf. Und der Gott, der irdisch-kosmische Gott, der sphärische Gott für den Jäger, war der Schütze, der ja auch so dargestellt wird, daß er eine Art Kentaur ist, halb Pferd, halb Mensch, halb Tier, halb Mensch und so weiter.

[ 28 ] Sie sehen, da wird der Mensch — und wir müssen wiederum mit vollem Bewußtsein zu einer solchen Anschauung kommen — in den Kosmos hineingestellt. Da wird des Menschen Form, die seinem physischen Leibe eigen ist, als eine Wirkung des Kosmos erkannt. Auf der einen Seite wird der Mensch nach oben erklärt zu einem Wesen, das das Ergebnis des Kosmos ist, nach unten das Ergebnis der Erde. Die Erde deckt zu diejenigen Sternbilder, die für die Tätigkeit in Betracht kommen. Nicht früher wird man die menschliche Gestalt begreifen, und den Zusammenhang dieser Gestalt mit der menschlichen Betätigung auf der Erde, als man nicht wiederum erkennen wird den Zusammenhang des Menschen mit dem ganzen Kosmos. Zunächst führt die Form des Menschen uns durchaus zu den Tierkreisbildern. So wie es eine Bedeutung hat für das Leben hier auf der Erde, ob der Mensch Ackerbauer ist — es sind eben nur die alten Berufe vertreten; wie sich das zu der neueren Zeit verhält, darüber werden wir wohl hier noch sprechen können in den folgenden Vorträgen —, so ist es von Bedeutung, daß der Mensch wiederum sich sagen kann: wie er in bezug auf sein irdisches Leben zwischen Geburt und Tod den Mächten der Erde angehört, so gehört er für das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt den sphärischen Mächten an; die gestalten zunächst aus sich heraus sein Haupt, und überlassen es den irdischen Kräften, seine Gliedmaßen zu gestalten.

[ 28 ] Sie sehen, da wird der Mensch — und wir müssen wiederum mit vollem Bewußtsein zu einer solchen Anschauung kommen — in den Kosmos hineingestellt. Da wird des Menschen Form, die seinem physischen Leibe eigen ist, als eine Wirkung des Kosmos erkannt. Auf der einen Seite wird der Mensch nach oben erklärt zu einem Wesen, das das Ergebnis des Kosmos ist, nach unten das Ergebnis der Erde. Die Erde deckt zu diejenigen Sternbilder, die für die Tätigkeit in Betracht kommen. Nicht früher wird man die menschliche Gestalt begreifen, und den Zusammenhang dieser Gestalt mit der menschlichen Betätigung auf der Erde, als man nicht wiederum erkennen wird den Zusammenhang des Menschen mit dem ganzen Kosmos. Zunächst führt die Form des Menschen uns durchaus zu den Tierkreisbildern. So wie es eine Bedeutung hat für das Leben hier auf der Erde, ob der Mensch Ackerbauer ist — es sind eben nur die alten Berufe vertreten; wie sich das zu der neueren Zeit verhält, darüber werden wir wohl hier noch sprechen können in den folgenden Vorträgen —, so ist es von Bedeutung, daß der Mensch wiederum sich sagen kann: wie er in bezug auf sein irdisches Leben zwischen Geburt und Tod den Mächten der Erde angehört, so gehört er für das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt den sphärischen Mächten an; die gestalten zunächst aus sich heraus sein Haupt, und überlassen es den irdischen Kräften, seine Gliedmaßen zu gestalten.

[ 29 ] Ebenso wie man die menschliche Gestalt in dieser Weise studieren kann, so kann man die menschlichen Lebensformen oder Lebensstufen studieren. Wenn wir zunächst auf dieses Leben des Menschen hinschauen, so haben wir nun ja auch diese zwei Pole, auf der einen Seite das Hauptesleben, und auf der anderen Seite das Leben, das sich in der Tätigkeit des Menschen, durch die Gliedmaßen namentlich, ausdrückt. Dazwischen liegt dann diejenige Wesenheit des Menschen, die sich durch Atmungsrhythmus, Blutzirkulationsrhythmus und, so weiter kundgibt, offenbart. Aber an den beiden Enden des Menschen liegt auf der einen Seite der Kopforganismus, auf der anderen Seite der Gliedmaßenorganismus.

[ 29 ] Ebenso wie man die menschliche Gestalt in dieser Weise studieren kann, so kann man die menschlichen Lebensformen oder Lebensstufen studieren. Wenn wir zunächst auf dieses Leben des Menschen hinschauen, so haben wir nun ja auch diese zwei Pole, auf der einen Seite das Hauptesleben, und auf der anderen Seite das Leben, das sich in der Tätigkeit des Menschen, durch die Gliedmaßen namentlich, ausdrückt. Dazwischen liegt dann diejenige Wesenheit des Menschen, die sich durch Atmungsrhythmus, Blutzirkulationsrhythmus und, so weiter kundgibt, offenbart. Aber an den beiden Enden des Menschen liegt auf der einen Seite der Kopforganismus, auf der anderen Seite der Gliedmaßenorganismus.

[ 30 ] Der Kopforganismus des Menschen ist zum großen Teil der absterbende Teil des Menschen. Der Kopf stirbt eigentlich fortwährend. Nur dadurch können wir leben, daß wir von dem Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen, von dem sich betätigenden und die Materie verarbeitenden Menschen fortwährend Kräfte während des irdischen Lebens nach dem Haupte schicken. Wenn der Kopf nur seine eigenen Kräfte entwickeln würde, würde er nur Todeskräfte entwickeln, würde er nur absterbend sein. Allein, diesem Absterben verdanken wir es, daß wir denken können, daß wir ein Bewußtsein haben. In dem Augenblick, wo zuviel vom bloßen Leben nach dem Kopfe schießt, hört ja das Bewußtsein auf. Leben heißt im Grunde genommen, das Bewußtsein verdunkeln; Tod in das Leben hineinsenden heißt, das Bewußtsein erhellen. Sie brauchen nur ein wenig von dem in Ihr Haupt hineinzuschicken, was ganz gut lokalisiert ist in Ihrem Magen, dann wird Ihr Haupt wie Ihr Magen, nämlich bewußtlos. Sie verdanken die Bewußtheit des Hauptes lediglich dem Umstande, daß das Haupt nicht in derselben Weise belebt ist wie der Magen. Das Bewußtsein getrübt haben, heißt, daß die Ernährungs-, die Wachstumskräfte zu stark in das Haupt hineinragen. Wir sind als Menschen auf der einen Seite ein absterbendes Wesen, auf der andern Seite ein fortwährend geborenwerdendes Wesen. Der absterbende Teil, der aber gerade unser Bewußtsein ausmacht, gedeiht vorzugsweise, wenn er denjenigen Kräften ausgesetzt ist, die auf die Erde herunterwirken von der äußeren Planetensphäre: Saturn, Jupiter, Mars. Was den Menschen eingliedert in den Kosmos, bezieht sich natürlich nicht bloß auf den Fixsternhimmel, sondern auch auf unsere Planetensphäre.

[ 30 ] Der Kopforganismus des Menschen ist zum großen Teil der absterbende Teil des Menschen. Der Kopf stirbt eigentlich fortwährend. Nur dadurch können wir leben, daß wir von dem Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen, von dem sich betätigenden und die Materie verarbeitenden Menschen fortwährend Kräfte während des irdischen Lebens nach dem Haupte schicken. Wenn der Kopf nur seine eigenen Kräfte entwickeln würde, würde er nur Todeskräfte entwickeln, würde er nur absterbend sein. Allein, diesem Absterben verdanken wir es, daß wir denken können, daß wir ein Bewußtsein haben. In dem Augenblick, wo zuviel vom bloßen Leben nach dem Kopfe schießt, hört ja das Bewußtsein auf. Leben heißt im Grunde genommen, das Bewußtsein verdunkeln; Tod in das Leben hineinsenden heißt, das Bewußtsein erhellen. Sie brauchen nur ein wenig von dem in Ihr Haupt hineinzuschicken, was ganz gut lokalisiert ist in Ihrem Magen, dann wird Ihr Haupt wie Ihr Magen, nämlich bewußtlos. Sie verdanken die Bewußtheit des Hauptes lediglich dem Umstande, daß das Haupt nicht in derselben Weise belebt ist wie der Magen. Das Bewußtsein getrübt haben, heißt, daß die Ernährungs-, die Wachstumskräfte zu stark in das Haupt hineinragen. Wir sind als Menschen auf der einen Seite ein absterbendes Wesen, auf der andern Seite ein fortwährend geborenwerdendes Wesen. Der absterbende Teil, der aber gerade unser Bewußtsein ausmacht, gedeiht vorzugsweise, wenn er denjenigen Kräften ausgesetzt ist, die auf die Erde herunterwirken von der äußeren Planetensphäre: Saturn, Jupiter, Mars. Was den Menschen eingliedert in den Kosmos, bezieht sich natürlich nicht bloß auf den Fixsternhimmel, sondern auch auf unsere Planetensphäre.

[ 31 ] Diese sogenannten äußeren Planeten, Saturn, Jupiter, Mars, sie enthalten die Kräfte, die vorzugsweise nach diesem Bewußtseinspol des Menschen hin wirken; während nach dem Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen hin die Kräfte wirken, die von Venus, Merkur, Mond, den sogenannten inneren Planeten ausgehen. Die Sonne selber steht in der Mitte drinnen und ist vorzugsweise unserem rhythmischen Menschen zugegliedert. Das aber sind ja unsere Lebensstufen, die sieben Lebensstufen. Durch diejenige, die mehr eine Art Abtötung, eine Unterdrükkung des Lebens darstellt, damit Bewußtsein da sein kann, durch diese sind wir für das Erdenleben dem Himmel ähnlicher, sind zugeordnet dem äußeren, dem ferneren Planetarischen. Durch dasjenige, was in uns eigentlich als Leben wuchert — die Stoffwechselkräfte, die Gliedmaßenbewegungskräfte —, sind wir zugeordnet den näheren Planeten, Merkur, Venus und dem Monde, der ja direkt zusammenhängt mit dem, was am meisten im Menschen als Leben wuchert, mit den Fortpflanzungskräften. Also, wenn wir das Leben studieren, werden wir nach der Planetensphäre geführt. Studieren wir die Form des Menschen, werden wir geführt nach der Fixsternsphäre respektive nach dem Repräsentanten dieser Fixsternsphäre, nach dem Tierkreis. Studieren wir das Leben des Menschen, ob es mehr wucherndes Leben ist, ob es mehr ersterbendes Leben ist, dann werden wir geführt nach der Planetensphäre.

[ 31 ] Diese sogenannten äußeren Planeten, Saturn, Jupiter, Mars, sie enthalten die Kräfte, die vorzugsweise nach diesem Bewußtseinspol des Menschen hin wirken; während nach dem Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen hin die Kräfte wirken, die von Venus, Merkur, Mond, den sogenannten inneren Planeten ausgehen. Die Sonne selber steht in der Mitte drinnen und ist vorzugsweise unserem rhythmischen Menschen zugegliedert. Das aber sind ja unsere Lebensstufen, die sieben Lebensstufen. Durch diejenige, die mehr eine Art Abtötung, eine Unterdrükkung des Lebens darstellt, damit Bewußtsein da sein kann, durch diese sind wir für das Erdenleben dem Himmel ähnlicher, sind zugeordnet dem äußeren, dem ferneren Planetarischen. Durch dasjenige, was in uns eigentlich als Leben wuchert — die Stoffwechselkräfte, die Gliedmaßenbewegungskräfte —, sind wir zugeordnet den näheren Planeten, Merkur, Venus und dem Monde, der ja direkt zusammenhängt mit dem, was am meisten im Menschen als Leben wuchert, mit den Fortpflanzungskräften. Also, wenn wir das Leben studieren, werden wir nach der Planetensphäre geführt. Studieren wir die Form des Menschen, werden wir geführt nach der Fixsternsphäre respektive nach dem Repräsentanten dieser Fixsternsphäre, nach dem Tierkreis. Studieren wir das Leben des Menschen, ob es mehr wucherndes Leben ist, ob es mehr ersterbendes Leben ist, dann werden wir geführt nach der Planetensphäre.

[ 32 ] Nun können wir das Seelische des Menschen, das Geistige des Menschen ebenso betrachten. Das wollen wir in den nächsten Vorträgen hier tun. Ich wollte zunächst heute durch diese kurze Betrachtung der kosmischen Bedeutung des Menschen Ihnen wenigstens in ein paar Sätzen andeuten, wie der Mensch den Weg wiederum finden muß, sich nicht bloß als ein irdisches Wesen anzusehen, seine Form, sein Leben nicht bloß anzugliedern an dasjenige, was hier auf der Erde an Wind und Wetter oder an Frühlings- und Herbsteskräften oder an Vererbungskräften und Verdauungskräften vorhanden ist,sondern daß der Mensch wiederum die Möglichkeit finden muß, sein Leben und seine Form anzugliedern an dasjenige, was er im außerirdischen Kosmos erblicken kann. Der Mensch muß wiederum das Außerirdische finden, dann wird er sich selbst finden.

[ 32 ] Nun können wir das Seelische des Menschen, das Geistige des Menschen ebenso betrachten. Das wollen wir in den nächsten Vorträgen hier tun. Ich wollte zunächst heute durch diese kurze Betrachtung der kosmischen Bedeutung des Menschen Ihnen wenigstens in ein paar Sätzen andeuten, wie der Mensch den Weg wiederum finden muß, sich nicht bloß als ein irdisches Wesen anzusehen, seine Form, sein Leben nicht bloß anzugliedern an dasjenige, was hier auf der Erde an Wind und Wetter oder an Frühlings- und Herbsteskräften oder an Vererbungskräften und Verdauungskräften vorhanden ist,sondern daß der Mensch wiederum die Möglichkeit finden muß, sein Leben und seine Form anzugliedern an dasjenige, was er im außerirdischen Kosmos erblicken kann. Der Mensch muß wiederum das Außerirdische finden, dann wird er sich selbst finden.

[ 33 ] Es würde das große Unglück für den Fortschritt der abendländischen Menschheit bedeuten, wenn bestehen bliebe die bloße kosmische Maschinerie, zu welcher die naturwissenschaftliche Weltanschauung seit der Mitte des 15. Jahrhunderts geführt hat, und wenn der Mensch bloß herumgehen würde auf der Erde so, daß er von sich selber nichts wissen würde. Weil sein wahres Wesen dennoch vom Außerirdischen ist, kann der Mensch nichts von sich selber wissen, wenn er nur das Irdische sieht und das Außerirdische nur mathematisch-mechanisch, wie die neuere Wissenschaft das tut.

[ 33 ] Es würde das große Unglück für den Fortschritt der abendländischen Menschheit bedeuten, wenn bestehen bliebe die bloße kosmische Maschinerie, zu welcher die naturwissenschaftliche Weltanschauung seit der Mitte des 15. Jahrhunderts geführt hat, und wenn der Mensch bloß herumgehen würde auf der Erde so, daß er von sich selber nichts wissen würde. Weil sein wahres Wesen dennoch vom Außerirdischen ist, kann der Mensch nichts von sich selber wissen, wenn er nur das Irdische sieht und das Außerirdische nur mathematisch-mechanisch, wie die neuere Wissenschaft das tut.

[ 34 ] Sich selber auf der Erde kann der Mensch nur finden, wenn er seine Angliederüng wiederum an das Außerirdische vollzieht. Aber eingegliedert muß werden, wenn es gedeihen soll, dieses Außerirdische dem moralischen Leben, dem moralisch-sozialen Leben. Daher kann es auch eine moralisch-soziale Weisheit in Wirklichkeit nur geben, wenn sie angegliedert werden kann an die kosmische Weisheit. Deshalb war es schon, und auch darüber will ich nun in den folgenden Vorträgen hier zu Ihnen sprechen, eine Notwendigkeit, daß auch in bezug auf das Sozial-Moralische aus unserer spirituellen Wissenschaft der Anthroposophie einiges gefolgert wurde, von dem man glauben kann, daß es von den Niedergangskräften zu den Aufgangskräften führen kann.

[ 34 ] Sich selber auf der Erde kann der Mensch nur finden, wenn er seine Angliederüng wiederum an das Außerirdische vollzieht. Aber eingegliedert muß werden, wenn es gedeihen soll, dieses Außerirdische dem moralischen Leben, dem moralisch-sozialen Leben. Daher kann es auch eine moralisch-soziale Weisheit in Wirklichkeit nur geben, wenn sie angegliedert werden kann an die kosmische Weisheit. Deshalb war es schon, und auch darüber will ich nun in den folgenden Vorträgen hier zu Ihnen sprechen, eine Notwendigkeit, daß auch in bezug auf das Sozial-Moralische aus unserer spirituellen Wissenschaft der Anthroposophie einiges gefolgert wurde, von dem man glauben kann, daß es von den Niedergangskräften zu den Aufgangskräften führen kann.