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Nordic and Central European Spiritual Influences
The Feast of the Epiphany
GA 209

27 November 1921, Oslo

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Die spirituellen Zukunftsaufgaben Norwegens und Schwedens II

Die spirituellen Zukunftsaufgaben Norwegens und Schwedens II

[ 1 ] Wir haben gesehen, wie wir den Menschen in Gemäßheit der anthroposophischen Erkenntnisse hineinstellen müssen seiner Wesenheit nach in das ganze Universum, und wir haben zunächst betrachtet des Menschen Form, des Menschen Gestaltung. Wir mußten diese Gestaltung des Menschen zurückführen auf den Fixsternhimmel beziehungsweise auf die Repräsentation dieses Fixsternhimmels, auf den Tierkreis. Wir haben gesehen, wie gewisse Kräfte von jenen Sternzusammenhängen ausgehen, wenn sie mit den Sonnenkräften in Verbindung treten, und wie dasjenige, was die Form des menschlichen Hauptes und der damit zusammenhängenden Organe bildet, zusammenhängt mit den oberen Tierkreisbildern, Widder, Stier, Zwillinge, Krebs; wie dann dasjenige, was des Menschen Brustorganisation ausmacht, zusammenhängt mit den mittleren Sternbildern, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, und wie endlich dasjenige, was zum menschlichen Stoffwechsel und den Gliedmaßen führt, zusammenhängt mit den unteren Sternbildern, mit deren Wirksamkeit, wenn sie gewissermaßen von der Erde bedeckt sind, mit den Sternbildern des Schützen, des Steinbockes, des Wassermannes und der Fische. So daß wir sagen können: Der Fixsternhimmel — denn die Sternbilder sollen nur die Repräsentanten der Fixsternwirkungen auf den Menschen sein —, der Fixsternhimmel wirkt auf die menschliche Gestaltung, auf die menschliche Form.

[ 1 ] Wir haben gesehen, wie wir den Menschen in Gemäßheit der anthroposophischen Erkenntnisse hineinstellen müssen seiner Wesenheit nach in das ganze Universum, und wir haben zunächst betrachtet des Menschen Form, des Menschen Gestaltung. Wir mußten diese Gestaltung des Menschen zurückführen auf den Fixsternhimmel beziehungsweise auf die Repräsentation dieses Fixsternhimmels, auf den Tierkreis. Wir haben gesehen, wie gewisse Kräfte von jenen Sternzusammenhängen ausgehen, wenn sie mit den Sonnenkräften in Verbindung treten, und wie dasjenige, was die Form des menschlichen Hauptes und der damit zusammenhängenden Organe bildet, zusammenhängt mit den oberen Tierkreisbildern, Widder, Stier, Zwillinge, Krebs; wie dann dasjenige, was des Menschen Brustorganisation ausmacht, zusammenhängt mit den mittleren Sternbildern, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, und wie endlich dasjenige, was zum menschlichen Stoffwechsel und den Gliedmaßen führt, zusammenhängt mit den unteren Sternbildern, mit deren Wirksamkeit, wenn sie gewissermaßen von der Erde bedeckt sind, mit den Sternbildern des Schützen, des Steinbockes, des Wassermannes und der Fische. So daß wir sagen können: Der Fixsternhimmel — denn die Sternbilder sollen nur die Repräsentanten der Fixsternwirkungen auf den Menschen sein —, der Fixsternhimmel wirkt auf die menschliche Gestaltung, auf die menschliche Form.

[ 2 ] Die Planetensphäre, sie wirkt auf die menschlichen Lebensstufen. Und zwar müssen wir uns klar darüber sein, daß der Mensch in sich verschiedenartiges Leben hat. Wir würden nicht denken können, unser Haupt würde kein Denkorgan sein, wenn wir in unserem Haupte ein so starkes Leben hätten, wie wir es zum Beispiel in unseren Stoffwechselorganen haben. Wenn der Stoffwechsel im Haupte, im Kopfe zu stark wird, dann erlischt unser Bewußtsein, unsere Besonnenheit. Daraus können Sie schon äußerlich schließen, daß zum Bewußtsein, zum Vorstellen ein abgedämpftes, ein abgelähmtes Leben, ein ersterbendes Leben nötig ist, während das aufwärtssteigende Leben, das wuchtige, das intensive Leben, notwendig ist zu demjenigen, was in uns mehr aus dem Unbewußten heraus wirkt, zum Wollen.

[ 2 ] Die Planetensphäre, sie wirkt auf die menschlichen Lebensstufen. Und zwar müssen wir uns klar darüber sein, daß der Mensch in sich verschiedenartiges Leben hat. Wir würden nicht denken können, unser Haupt würde kein Denkorgan sein, wenn wir in unserem Haupte ein so starkes Leben hätten, wie wir es zum Beispiel in unseren Stoffwechselorganen haben. Wenn der Stoffwechsel im Haupte, im Kopfe zu stark wird, dann erlischt unser Bewußtsein, unsere Besonnenheit. Daraus können Sie schon äußerlich schließen, daß zum Bewußtsein, zum Vorstellen ein abgedämpftes, ein abgelähmtes Leben, ein ersterbendes Leben nötig ist, während das aufwärtssteigende Leben, das wuchtige, das intensive Leben, notwendig ist zu demjenigen, was in uns mehr aus dem Unbewußten heraus wirkt, zum Wollen.

[ 3 ] Wir haben also unter unseren Lebensstufen solche, die mehr ersterbende, sich ertötende Lebensstufen sind, und solche, welche richtige Lebensstufen sind, so wie das starke, intensive organische Leben etwa beim Kinde auftritt, wo das Denken noch nicht da ist. Wir haben dieses kindliche Leben fortwährend in uns, ‚aber es setzt sich in dieses kindliche Leben das allmählich ersterbende Leben hinein.

[ 3 ] Wir haben also unter unseren Lebensstufen solche, die mehr ersterbende, sich ertötende Lebensstufen sind, und solche, welche richtige Lebensstufen sind, so wie das starke, intensive organische Leben etwa beim Kinde auftritt, wo das Denken noch nicht da ist. Wir haben dieses kindliche Leben fortwährend in uns, ‚aber es setzt sich in dieses kindliche Leben das allmählich ersterbende Leben hinein.

[ 4 ] Diese verschiedenen Lebensstufen sind abhängig von der Planetensphäre. Während der Fixsternhimmel durch seine physischen Kräfte auf den Menschen wirkt, wirkt die Planetensphäre durch dasjenige, was sie an ätherischen Kräften in sich hat. Also in feinerer Weise wirkt die Planetensphäre auf den Menschen. Aber es ist schon so, daß der menschliche physische Leib seine Form, seine Gestalt von dem Fixsternhimmel hat, nicht von etwas Irdischem, und seine Lebensstufen von der Planetensphäre.

[ 4 ] Diese verschiedenen Lebensstufen sind abhängig von der Planetensphäre. Während der Fixsternhimmel durch seine physischen Kräfte auf den Menschen wirkt, wirkt die Planetensphäre durch dasjenige, was sie an ätherischen Kräften in sich hat. Also in feinerer Weise wirkt die Planetensphäre auf den Menschen. Aber es ist schon so, daß der menschliche physische Leib seine Form, seine Gestalt von dem Fixsternhimmel hat, nicht von etwas Irdischem, und seine Lebensstufen von der Planetensphäre.

[ 5 ] Wir haben damit betrachtet von dem physischen Leib des Menschen die Gestalt, von dem ätherischen Leib des Menschen die Lebensstufen. Wir können nun vorschreiten zum seelischen und zum geistigen Leben des Menschen. Da müssen wir aber eine andere Betrachtungsweise anstellen. Dasjenige, was uns unser physischer Leib und unser ätherischer Leib im wachen Tagesleben vermitteln, was ist denn das? Das ist dasjenige, was wir durch die Sinne wahrnehmen und was wir durch unser Denken verarbeiten können. Nur in dem, was unsere Sinne wahrnehmen und was wir durch unser Denken verarbeiten können, sind wir wirklich wach.

[ 5 ] Wir haben damit betrachtet von dem physischen Leib des Menschen die Gestalt, von dem ätherischen Leib des Menschen die Lebensstufen. Wir können nun vorschreiten zum seelischen und zum geistigen Leben des Menschen. Da müssen wir aber eine andere Betrachtungsweise anstellen. Dasjenige, was uns unser physischer Leib und unser ätherischer Leib im wachen Tagesleben vermitteln, was ist denn das? Das ist dasjenige, was wir durch die Sinne wahrnehmen und was wir durch unser Denken verarbeiten können. Nur in dem, was unsere Sinne wahrnehmen und was wir durch unser Denken verarbeiten können, sind wir wirklich wach.

[ 6 ] Betrachten Sie dagegen das Fühlen. Sie werden sich aus einer schon oberflächlichen Betrachtung sagen können, daß das Fühlen nicht in demselben Grade ein Wachsein bedeutet wie das Denken und das sinnliche Wahrnehmen. Wenn wir des Morgens aufwachen und die äußeren Farben, die Töne an uns herantreten, wenn wir bewußt in die Wärmeverhältnisse versetzt werden, so tritt unser voller, wacher Zustand auf und wir verarbeiten dann dasjenige, was uns unsere Sinne liefern, durch unser Denken. Wenn aber die Gefühle aus der Seele heraustauchen, so können wir nicht sagen, daß wir in demselben Grade in den Gefühlen besonnen, bewußt sind. Die Gefühle schließen sich an die Sinneswahrnehmungen an. Die eine Sinneswahrnehmung gefällt uns, die andere mißfällt uns. Die Gefühle schließen sich auch an unser Denken an. Aber wer das, was wir im Traum erleben an Bildern, vergleicht mit dem, was wir in den Gefühlen erleben, der wird die Verwandtschaft des Träumens mit dem Fühlen sehr wohl merken.

[ 6 ] Betrachten Sie dagegen das Fühlen. Sie werden sich aus einer schon oberflächlichen Betrachtung sagen können, daß das Fühlen nicht in demselben Grade ein Wachsein bedeutet wie das Denken und das sinnliche Wahrnehmen. Wenn wir des Morgens aufwachen und die äußeren Farben, die Töne an uns herantreten, wenn wir bewußt in die Wärmeverhältnisse versetzt werden, so tritt unser voller, wacher Zustand auf und wir verarbeiten dann dasjenige, was uns unsere Sinne liefern, durch unser Denken. Wenn aber die Gefühle aus der Seele heraustauchen, so können wir nicht sagen, daß wir in demselben Grade in den Gefühlen besonnen, bewußt sind. Die Gefühle schließen sich an die Sinneswahrnehmungen an. Die eine Sinneswahrnehmung gefällt uns, die andere mißfällt uns. Die Gefühle schließen sich auch an unser Denken an. Aber wer das, was wir im Traum erleben an Bildern, vergleicht mit dem, was wir in den Gefühlen erleben, der wird die Verwandtschaft des Träumens mit dem Fühlen sehr wohl merken.

[ 7 ] Träume müssen erst vom wachen Gedankenleben erfaßt werden, damit wir sie in der richtigen Weise bewerten und in der richtigen Weise verstehen können. Aber Gefühle müssen auch erst von unserem Denkleben beobachtet werden gewissermaßen, wenn wir sie in der richtigen Weise mit uns verbinden wollen. In unserem Fühlen träumen wir eigentlich. Wenn wir träumen, träumen wir in Bildern. Wenn wir wach sind, träumen wir in unseren Gefühlen. Und im Wollen schlafen wir auch beim Wachsein vollständig. Sie brauchen sich nur zu überlegen: Wenn Sie einen Arm heben, wenn Sie dies oder jenes tun, so wissen Sie aus der Anschauung, welche Bewegung Ihr Arm, welche Bewegung die Hand ausführt; aber Sie wissen nicht, wie die Kraft des Willens da eigentlich in Ihrem Organismus waltet. Das ist Ihnen so unbekannt, wie die Zustände vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Indem wir wollen, indem wir handeln, schlafen wir, während wir sonst mit Bezug auf unser Sinneswahrnehmen und mit Bezug auf unsere Gedanken wachen. Wir schlafen also nicht nur vom Einschlafen bis zum Aufwachen, wir schlafen mit einem Teil unseres Wesens auch während wir wachen. Wir schlafen mit unserem Wollen und träumen mit unserem Fühlen.

[ 7 ] Träume müssen erst vom wachen Gedankenleben erfaßt werden, damit wir sie in der richtigen Weise bewerten und in der richtigen Weise verstehen können. Aber Gefühle müssen auch erst von unserem Denkleben beobachtet werden gewissermaßen, wenn wir sie in der richtigen Weise mit uns verbinden wollen. In unserem Fühlen träumen wir eigentlich. Wenn wir träumen, träumen wir in Bildern. Wenn wir wach sind, träumen wir in unseren Gefühlen. Und im Wollen schlafen wir auch beim Wachsein vollständig. Sie brauchen sich nur zu überlegen: Wenn Sie einen Arm heben, wenn Sie dies oder jenes tun, so wissen Sie aus der Anschauung, welche Bewegung Ihr Arm, welche Bewegung die Hand ausführt; aber Sie wissen nicht, wie die Kraft des Willens da eigentlich in Ihrem Organismus waltet. Das ist Ihnen so unbekannt, wie die Zustände vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Indem wir wollen, indem wir handeln, schlafen wir, während wir sonst mit Bezug auf unser Sinneswahrnehmen und mit Bezug auf unsere Gedanken wachen. Wir schlafen also nicht nur vom Einschlafen bis zum Aufwachen, wir schlafen mit einem Teil unseres Wesens auch während wir wachen. Wir schlafen mit unserem Wollen und träumen mit unserem Fühlen.

[ 8 ] Was wir während des Schlafens erleben, entzieht sich eigentlich unserem Bewußtsein. Aber auch dasjenige, was das wahre Wesen des Fühlens und des Wollens ist, entzieht sich unserem Bewußtsein. Es ist aber trotzdem wichtig, daß sich der Mensch auch ein Bewußtsein erwirbt von dem, was er in seinen unbewußten Welten, in diesen für das gewöhnliche Leben unbewußten Welten erlebt.

[ 8 ] Was wir während des Schlafens erleben, entzieht sich eigentlich unserem Bewußtsein. Aber auch dasjenige, was das wahre Wesen des Fühlens und des Wollens ist, entzieht sich unserem Bewußtsein. Es ist aber trotzdem wichtig, daß sich der Mensch auch ein Bewußtsein erwirbt von dem, was er in seinen unbewußten Welten, in diesen für das gewöhnliche Leben unbewußten Welten erlebt.

[ 9 ] Sie wissen ja aus den verschiedenen anthroposophischen Betrachtungen, daß wir vom Einschlafen bis zum Aufwachen mit unserem Ich und mit unserem astralischen Leib außerhalb des physischen und des Ätherleibes sind. Nun kann es von ganz besonderer Wichtigkeit werden, gerade diejenigen Erlebnisse kennenzulernen, welche das Ich und der astralische Leib haben vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Wenn wir wach sind, sind wir den Sinneswahrnehmungen der Natur gegenüber; wir stoßen gewissermaßen bis zu den Sinneswahrnehmungen der Natur. Wir kommen aber mit unseren Sinneswahrnehmungen und mit unserem wachen Denken nicht weiter als bis zu der Oberfläche der Dinge.

[ 9 ] Sie wissen ja aus den verschiedenen anthroposophischen Betrachtungen, daß wir vom Einschlafen bis zum Aufwachen mit unserem Ich und mit unserem astralischen Leib außerhalb des physischen und des Ätherleibes sind. Nun kann es von ganz besonderer Wichtigkeit werden, gerade diejenigen Erlebnisse kennenzulernen, welche das Ich und der astralische Leib haben vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Wenn wir wach sind, sind wir den Sinneswahrnehmungen der Natur gegenüber; wir stoßen gewissermaßen bis zu den Sinneswahrnehmungen der Natur. Wir kommen aber mit unseren Sinneswahrnehmungen und mit unserem wachen Denken nicht weiter als bis zu der Oberfläche der Dinge.

[ 10 ] Gewiß, es kann jemand einwenden, er käme weiter als bis zu der Oberfläche der Dinge. Er könne ja ein Stück Holz, an dem er sich stößt mit seiner Wahrnehmung, zerschneiden, dann sei er im Inneren. Das ist aber nicht wahr, denn wenn Sie ein Stück Holz zerschneiden, dann haben Sie wiederum nur eine Oberfläche, und wenn Sie die zwei Stücke wieder zerschneiden, haben Sie wiederum Oberflächen. Und wenn Sie bis zu den Molekülen und Atomen gehen, haben Sie immer nur Oberflächen. Sie kommen nicht zu dem, was man das wirkliche Innere der Dinge nennen kann. Das wirkliche Innere der Dinge, das liegt jenseits der Sinneswahrnehmungen. Wir können uns die Sinneswahrnehmungen vorstellen wie einen Teppich, der um uns ausgebreitet ist. Was diesseits des Teppichs liegt, das nehmen wir durch die Sinne wahr; was jenseits des Teppichs liegt, nehmen wir nicht durch die Sinne wahr. Wir sind in dieser Sinneswelt vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Unsere Seele ist erfüllt von dem Eindrucke, den diese Sinneswelt auf uns macht. Wenn wir nun in den Schlaf übergehen, dann sind wir nicht in dieser Welt diesseits der Sinne, dann sind wir nämlich in Wirklichkeit im Inneren der Dinge drinnen, dann sind wir jenseits des Sinnesteppichs. Aber der Mensch im Erdenbewußtsein weiß nichts davon, und er träumt von allerlei Dingen, die da jenseits der Sinneswahrnehmungen sein sollen. Er träumt von Molekülen, von Atomen; aber das sind eben nur Träume, Träume des wachen Bewußtseins. Man erfindet Moleküle, Atome, die Wirklichkeiten sein sollen. Aber nehmen Sie irgendeine Beschreibung, selbst die sorgfältigste neuere Beschreibung der Atome: nichts anderes ist das als kleine Dinger, die nach dem Muster dessen beschrieben werden, was an der Oberfläche der Dinge wach erlebt wird. Es ist eine Erdichtung, die herausgenommen wird aus dem, was im wachen Bewußtsein diesseits des Sinnesteppichs erlebt wird.

[ 10 ] Gewiß, es kann jemand einwenden, er käme weiter als bis zu der Oberfläche der Dinge. Er könne ja ein Stück Holz, an dem er sich stößt mit seiner Wahrnehmung, zerschneiden, dann sei er im Inneren. Das ist aber nicht wahr, denn wenn Sie ein Stück Holz zerschneiden, dann haben Sie wiederum nur eine Oberfläche, und wenn Sie die zwei Stücke wieder zerschneiden, haben Sie wiederum Oberflächen. Und wenn Sie bis zu den Molekülen und Atomen gehen, haben Sie immer nur Oberflächen. Sie kommen nicht zu dem, was man das wirkliche Innere der Dinge nennen kann. Das wirkliche Innere der Dinge, das liegt jenseits der Sinneswahrnehmungen. Wir können uns die Sinneswahrnehmungen vorstellen wie einen Teppich, der um uns ausgebreitet ist. Was diesseits des Teppichs liegt, das nehmen wir durch die Sinne wahr; was jenseits des Teppichs liegt, nehmen wir nicht durch die Sinne wahr. Wir sind in dieser Sinneswelt vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Unsere Seele ist erfüllt von dem Eindrucke, den diese Sinneswelt auf uns macht. Wenn wir nun in den Schlaf übergehen, dann sind wir nicht in dieser Welt diesseits der Sinne, dann sind wir nämlich in Wirklichkeit im Inneren der Dinge drinnen, dann sind wir jenseits des Sinnesteppichs. Aber der Mensch im Erdenbewußtsein weiß nichts davon, und er träumt von allerlei Dingen, die da jenseits der Sinneswahrnehmungen sein sollen. Er träumt von Molekülen, von Atomen; aber das sind eben nur Träume, Träume des wachen Bewußtseins. Man erfindet Moleküle, Atome, die Wirklichkeiten sein sollen. Aber nehmen Sie irgendeine Beschreibung, selbst die sorgfältigste neuere Beschreibung der Atome: nichts anderes ist das als kleine Dinger, die nach dem Muster dessen beschrieben werden, was an der Oberfläche der Dinge wach erlebt wird. Es ist eine Erdichtung, die herausgenommen wird aus dem, was im wachen Bewußtsein diesseits des Sinnesteppichs erlebt wird.

[ 11 ] Aber wenn wir einschlafen, dann dringen wir aus der ganzen Sinneswelt heraus, dann dringen wir hinüber nach der andern Seite. Und wenn wir hier mit unseren Sinnen und mit unserem wachen Denken die Natur erleben, dann erleben wir drüben, jenseits, vom Einschlafen bis zum Aufwachen die Geisteswelt, diejenige Geisteswelt, die wir auch durchmachen vor unserer Geburt, die wir durchmachen nach unserem Tode. Aber der Mensch ist in dieser Erdenentwickelung so eingerichtet, daß, wenn er jenseits der Sinneswelt ist, er sein Bewußtsein ausgelöscht erhält. Sein Bewußtsein ist nicht stark genug, um in diese geistige Welt einzudringen. Dasjenige aber, was uns in der Geisteswissenschaft entgegentritt als Imagination, Inspiration, Intuition, das liefert uns Kenntnisse von dem, was da jenseits des Sinnesteppichs liegt. Und das erste, was wir entdecken, das ist die unterste Stufe jener Welt, die wir die Welt der Hierarchien nennen.

[ 11 ] Aber wenn wir einschlafen, dann dringen wir aus der ganzen Sinneswelt heraus, dann dringen wir hinüber nach der andern Seite. Und wenn wir hier mit unseren Sinnen und mit unserem wachen Denken die Natur erleben, dann erleben wir drüben, jenseits, vom Einschlafen bis zum Aufwachen die Geisteswelt, diejenige Geisteswelt, die wir auch durchmachen vor unserer Geburt, die wir durchmachen nach unserem Tode. Aber der Mensch ist in dieser Erdenentwickelung so eingerichtet, daß, wenn er jenseits der Sinneswelt ist, er sein Bewußtsein ausgelöscht erhält. Sein Bewußtsein ist nicht stark genug, um in diese geistige Welt einzudringen. Dasjenige aber, was uns in der Geisteswissenschaft entgegentritt als Imagination, Inspiration, Intuition, das liefert uns Kenntnisse von dem, was da jenseits des Sinnesteppichs liegt. Und das erste, was wir entdecken, das ist die unterste Stufe jener Welt, die wir die Welt der Hierarchien nennen.

[ 12 ] Wenn wir aufwachen, werden wir in die Welt versetzt, wo Tiere, Pflanzen, Mineralien, wo die Wesen der drei Naturreiche sind, die eben der Sinneswelt angehören. Wenn wir hinüberschlafen jenseits der Sinneswelt, werden wir zunächst versetzt in dasjenige Gebiet, in dem die erste über den Menschen gelagerte Wesensstufe der Angeloi, der Engel ist. Und wir stehen vom Einschlafen bis zum Aufwachen zunächst mit jenem Wesen, das dem Menschen zugeordnet ist als sein Engelwesen, so in Verbindung, wie wir durch unsere Augen und Ohren mit den drei Reichen der Natur hier in der Sinneswelt in Verbindung stehen. Wenn wir auch zunächst kein Bewußtsein haben von dieser Verbindung mit der Welt der Angeloi, sie ist doch da, diese Verbindung. In dasjenige, was unser astralischer Leib ist, reicht diese Verbindung hinein.

[ 12 ] Wenn wir aufwachen, werden wir in die Welt versetzt, wo Tiere, Pflanzen, Mineralien, wo die Wesen der drei Naturreiche sind, die eben der Sinneswelt angehören. Wenn wir hinüberschlafen jenseits der Sinneswelt, werden wir zunächst versetzt in dasjenige Gebiet, in dem die erste über den Menschen gelagerte Wesensstufe der Angeloi, der Engel ist. Und wir stehen vom Einschlafen bis zum Aufwachen zunächst mit jenem Wesen, das dem Menschen zugeordnet ist als sein Engelwesen, so in Verbindung, wie wir durch unsere Augen und Ohren mit den drei Reichen der Natur hier in der Sinneswelt in Verbindung stehen. Wenn wir auch zunächst kein Bewußtsein haben von dieser Verbindung mit der Welt der Angeloi, sie ist doch da, diese Verbindung. In dasjenige, was unser astralischer Leib ist, reicht diese Verbindung hinein.

[ 13 ] Wenn wir in unserem astralischen Leibe im Schlafe leben und würden plötzlich aufwachen, würden wir ebenso in Berührung kommen mit der Welt der Angeloi, zunächst mit dem Engelwesen, das mit unserem eigenen Leben in Verbindung steht, wie wir hier in der irdischen Welt mit Tier und Pflanze und Mineralien verbunden sind.

[ 13 ] Wenn wir in unserem astralischen Leibe im Schlafe leben und würden plötzlich aufwachen, würden wir ebenso in Berührung kommen mit der Welt der Angeloi, zunächst mit dem Engelwesen, das mit unserem eigenen Leben in Verbindung steht, wie wir hier in der irdischen Welt mit Tier und Pflanze und Mineralien verbunden sind.

[ 14 ] Nun aber sieht der Mensch auch in der irdischen Welt, in der Sinneswelt, wenn er aufmerksam ist, wenn er seine Gedanken schult, mehr, als wenn er unaufmerksam, flüchtig ist. Die Verbindung also mit den drei Reichen der Natur kann eine innigere oder eine oberflächlichere sein. So ist es auch mit der Welt der geistigen Wesenheiten. Nur gibt es da andere Bedingungen für diese Welt der geistigen Wesenheiten. Ein Mensch, der mit seinen Gedanken ganz in der materiellen Welt aufgeht, der sich niemals erheben will über die materielle Welt, der sich nicht bekanntmachen will mit sittlichen Idealen, die über das bloß Nützliche hinausgehen, der nicht erleben will wirkliche Menschenliebe, der nicht kennt das fromme Hingeben an die göttlich-geistige Welt im wachen Zustande, dem bleiben beim Einschlafen keine Kräfte, um in der richtigen Weise mit seinem Engelwesen in Berührung zu kommen. Dieses Engelwesen wartet gewissermaßen jedesmal unser Einschlafen ab, wieviel wir mitbringen von idealen Empfindungen, von idealen Gedanken mit diesem Einschlafen. Und je mehr wir von solcher Art mitbringen, desto inniger wird das Verhältnis zu diesem Engelwesen, wenn wir im Schlafe verweilen. Und so sammeln wir gewissermaßen im Wachen durch das ganze Leben hindurch dasjenige, was wir ausbilden in uns über die materiellen Interessen hinweg; wir sammeln dasjenige, was die Beziehung zu unserem Engelwesen immer inniger und inniger macht. Und wenn wir dann durch die Pforte des Todes gehen, dann fällt ja von uns alles dasjenige ab, was Sinne sind. Die äußere Welt kann keinen Eindruck mehr auf uns machen, denn den muß sie machen durch unsere Sinne. Die fallen aber mit unserem Leib ab. Ebenso erlischt dasjenige Denken, das sich nur an die Sinneswahrnehmung knüpft, denn das ist im ätherischen Leib vorhanden. Der ätherische Leib bleibt uns nur wenige Tage nach dem Tode erhalten. Wir sehen ihn, wie er zunächst da ist, in einem 'Tableau, das ich ja in anderer Beziehung in diesen Tagen auch in den öffentlichen Vorträgen schon besprochen habe, das man erkennen, schauen kann, das man aber nach dem Tode schauen muß.

[ 14 ] Nun aber sieht der Mensch auch in der irdischen Welt, in der Sinneswelt, wenn er aufmerksam ist, wenn er seine Gedanken schult, mehr, als wenn er unaufmerksam, flüchtig ist. Die Verbindung also mit den drei Reichen der Natur kann eine innigere oder eine oberflächlichere sein. So ist es auch mit der Welt der geistigen Wesenheiten. Nur gibt es da andere Bedingungen für diese Welt der geistigen Wesenheiten. Ein Mensch, der mit seinen Gedanken ganz in der materiellen Welt aufgeht, der sich niemals erheben will über die materielle Welt, der sich nicht bekanntmachen will mit sittlichen Idealen, die über das bloß Nützliche hinausgehen, der nicht erleben will wirkliche Menschenliebe, der nicht kennt das fromme Hingeben an die göttlich-geistige Welt im wachen Zustande, dem bleiben beim Einschlafen keine Kräfte, um in der richtigen Weise mit seinem Engelwesen in Berührung zu kommen. Dieses Engelwesen wartet gewissermaßen jedesmal unser Einschlafen ab, wieviel wir mitbringen von idealen Empfindungen, von idealen Gedanken mit diesem Einschlafen. Und je mehr wir von solcher Art mitbringen, desto inniger wird das Verhältnis zu diesem Engelwesen, wenn wir im Schlafe verweilen. Und so sammeln wir gewissermaßen im Wachen durch das ganze Leben hindurch dasjenige, was wir ausbilden in uns über die materiellen Interessen hinweg; wir sammeln dasjenige, was die Beziehung zu unserem Engelwesen immer inniger und inniger macht. Und wenn wir dann durch die Pforte des Todes gehen, dann fällt ja von uns alles dasjenige ab, was Sinne sind. Die äußere Welt kann keinen Eindruck mehr auf uns machen, denn den muß sie machen durch unsere Sinne. Die fallen aber mit unserem Leib ab. Ebenso erlischt dasjenige Denken, das sich nur an die Sinneswahrnehmung knüpft, denn das ist im ätherischen Leib vorhanden. Der ätherische Leib bleibt uns nur wenige Tage nach dem Tode erhalten. Wir sehen ihn, wie er zunächst da ist, in einem 'Tableau, das ich ja in anderer Beziehung in diesen Tagen auch in den öffentlichen Vorträgen schon besprochen habe, das man erkennen, schauen kann, das man aber nach dem Tode schauen muß.

[ 15 ] Aber man sieht zugleich, wie sich dieses ätherische Leibgewebe auflöst im All, wie die gewöhnlichen Gedanken, die wir an der äußeren Sinneswelt gewonnen haben, von uns fortgehen. Die bleiben nicht. Alles das, was der Mensch über das Nützliche gedacht hat im Leben, über die Zusammenhänge der Sinneswelt, was er gedacht hat in Anknüpfung an das Materielle, geht von uns weg, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen. Allein das, was wir an idealen Gedanken und idealen Empfindungen, an reiner Menschenliebe, auch an religiösem Frommsein im echten wahren Sinne des Wortes, in unserem Wachzustande aufgebracht und mit unserem Engelwesen vereinigt haben, das nehmen wir auch mit, wenn wir durch die Pforte des Todes schreiten.

[ 15 ] Aber man sieht zugleich, wie sich dieses ätherische Leibgewebe auflöst im All, wie die gewöhnlichen Gedanken, die wir an der äußeren Sinneswelt gewonnen haben, von uns fortgehen. Die bleiben nicht. Alles das, was der Mensch über das Nützliche gedacht hat im Leben, über die Zusammenhänge der Sinneswelt, was er gedacht hat in Anknüpfung an das Materielle, geht von uns weg, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen. Allein das, was wir an idealen Gedanken und idealen Empfindungen, an reiner Menschenliebe, auch an religiösem Frommsein im echten wahren Sinne des Wortes, in unserem Wachzustande aufgebracht und mit unserem Engelwesen vereinigt haben, das nehmen wir auch mit, wenn wir durch die Pforte des Todes schreiten.

[ 16 ] Das bewirkt aber nun etwas ganz Wichtiges in der Zeit, in der wir uns zwischen dem Tod und einer neuen Geburt entwickeln. Wir stehen ja allerdings auch im Erdenleben in Verbindung mit den noch höheren Hierarchien, und es ist schon richtig, daß, wenn wir einschlafen und die idealen Erlebnisse an unser Engelwesen herandringen, dann das Engelwesen wiederum mit dem Erzengelwesen, mit dem Archai und so weiter hinauf in Verbindung steht. So daß wir gewissermaßen unser Dasein fortgesetzt finden in einer reichen geistigen Welt. Aber diese reiche geistige Welt hat für uns keine besondere Bedeutung, während wir die Zeit zubringen zwischen der Geburt und dem Tode. Erst dadurch bekommt diese Welt der höheren Hierarchien eine große Bedeutung für uns, daß sie die Welt unserer Umgebung wird zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Je mehr wir gewissermaßen unserem Engelwesen überliefert haben, desto mehr kann aber auch nach dem Tode, wenn wir ein geistig-seelisches Wesen sind, dieser Engel uns an bewußtem Leben, an bewußten Seeleninhalten von den höheren Hierarchien geben. Ich möchte sagen: Was unsere Augen hier in der physischen Welt sind, oder unser Ohr hier in der physischen Welt ist, das ist für unser Bewußtsein zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in der geistigen Welt dasjenige, was das Engelwesen, was überhaupt durch dieses unser Engelwesen die andern Wesen aus dem Reich der dritten Hierarchie im Zusammenhange mit den höheren Hierarchien entwickeln. Und unser Bewußtsein wird um so heller, um so inniger leuchtender, je mehr wir an idealen Gedanken und idealen Empfindungen, an Menschenliebe und religiösem Frommsein unserem Engelwesen zugeführt haben.

[ 16 ] Das bewirkt aber nun etwas ganz Wichtiges in der Zeit, in der wir uns zwischen dem Tod und einer neuen Geburt entwickeln. Wir stehen ja allerdings auch im Erdenleben in Verbindung mit den noch höheren Hierarchien, und es ist schon richtig, daß, wenn wir einschlafen und die idealen Erlebnisse an unser Engelwesen herandringen, dann das Engelwesen wiederum mit dem Erzengelwesen, mit dem Archai und so weiter hinauf in Verbindung steht. So daß wir gewissermaßen unser Dasein fortgesetzt finden in einer reichen geistigen Welt. Aber diese reiche geistige Welt hat für uns keine besondere Bedeutung, während wir die Zeit zubringen zwischen der Geburt und dem Tode. Erst dadurch bekommt diese Welt der höheren Hierarchien eine große Bedeutung für uns, daß sie die Welt unserer Umgebung wird zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Je mehr wir gewissermaßen unserem Engelwesen überliefert haben, desto mehr kann aber auch nach dem Tode, wenn wir ein geistig-seelisches Wesen sind, dieser Engel uns an bewußtem Leben, an bewußten Seeleninhalten von den höheren Hierarchien geben. Ich möchte sagen: Was unsere Augen hier in der physischen Welt sind, oder unser Ohr hier in der physischen Welt ist, das ist für unser Bewußtsein zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in der geistigen Welt dasjenige, was das Engelwesen, was überhaupt durch dieses unser Engelwesen die andern Wesen aus dem Reich der dritten Hierarchie im Zusammenhange mit den höheren Hierarchien entwickeln. Und unser Bewußtsein wird um so heller, um so inniger leuchtender, je mehr wir an idealen Gedanken und idealen Empfindungen, an Menschenliebe und religiösem Frommsein unserem Engelwesen zugeführt haben.

[ 17 ] Nun kommt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt eine gewisse Zeit, wo das Engelwesen mit uns eine bestimmte Aufgabe hat. Dieses Engelwesen muß eine noch innigere, wichtigere Verbindung herstellen mit dem Reiche der Archangeloi, der Erzengel, als es früher der Fall war. Ich habe die Zeit, die der Mensch durchlebt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, von den verschiedensten Gesichtspunkten dargestellt — das kann man auch —, zuletzt noch in meinem Wiener Zyklus vom Jahre 1914, der da heißt: «Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt.» Heute will ich von einigen anderen Gesichtspunkten aus die Sache darstellen.

[ 17 ] Nun kommt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt eine gewisse Zeit, wo das Engelwesen mit uns eine bestimmte Aufgabe hat. Dieses Engelwesen muß eine noch innigere, wichtigere Verbindung herstellen mit dem Reiche der Archangeloi, der Erzengel, als es früher der Fall war. Ich habe die Zeit, die der Mensch durchlebt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, von den verschiedensten Gesichtspunkten dargestellt — das kann man auch —, zuletzt noch in meinem Wiener Zyklus vom Jahre 1914, der da heißt: «Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt.» Heute will ich von einigen anderen Gesichtspunkten aus die Sache darstellen.

[ 18 ] Eine gewisse längere Zeit nach dem Tode kommt eben einmal der wichtige Augenblick, wo gewissermaßen der Engel an den Erzengel überliefern muß dasjenige, was er von uns Menschen aufgenommen hat durch die geschilderten idealen Erlebnisse. Der Mensch wird gewissermaßen hingestellt vor die Welt der Archangeloi, die übernehmen können dasjenige,was er an solch geist-seelischen Erlebnissen schon zwischen der Geburt und dem Tode entwickelt hat. Und das ist der große Unterschied, der sich darstellt zwischen Mensch und Mensch in der Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, daß es in unserer Zeit der Menschheitsentwickelung solche Persönlichkeiten gibt, welche wenig mitbringen von idealen Empfindungen und Gedanken und Menschenliebe, wenn der Engel dem Erzengel abgeben soll für die weitere Weltenentwickelung dasjenige, was wir da hindurchgetragen haben durch die Pforte des Todes.

[ 18 ] Eine gewisse längere Zeit nach dem Tode kommt eben einmal der wichtige Augenblick, wo gewissermaßen der Engel an den Erzengel überliefern muß dasjenige, was er von uns Menschen aufgenommen hat durch die geschilderten idealen Erlebnisse. Der Mensch wird gewissermaßen hingestellt vor die Welt der Archangeloi, die übernehmen können dasjenige,was er an solch geist-seelischen Erlebnissen schon zwischen der Geburt und dem Tode entwickelt hat. Und das ist der große Unterschied, der sich darstellt zwischen Mensch und Mensch in der Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, daß es in unserer Zeit der Menschheitsentwickelung solche Persönlichkeiten gibt, welche wenig mitbringen von idealen Empfindungen und Gedanken und Menschenliebe, wenn der Engel dem Erzengel abgeben soll für die weitere Weltenentwickelung dasjenige, was wir da hindurchgetragen haben durch die Pforte des Todes.

[ 19 ] Die Tätigkeit, die sich da entwickelt zwischen Angeloi und Archangeloi, die muß unter allen Umständen stattfinden. Aber es ist ein großer Unterschied, ob wir durch die geschilderten Erlebnisse mehr mit Bewußtsein verfolgen können, was da mit uns sich abspielt zwischen Angeloi und Archangeloi, oder ob wir es nur in einem dumpfen, dämmerhaften Zustande erleben, wie es eben erleben müssen diejenigen Menschen, die nur von materialistischem Bewußtsein sich durchdrungen haben.

[ 19 ] Die Tätigkeit, die sich da entwickelt zwischen Angeloi und Archangeloi, die muß unter allen Umständen stattfinden. Aber es ist ein großer Unterschied, ob wir durch die geschilderten Erlebnisse mehr mit Bewußtsein verfolgen können, was da mit uns sich abspielt zwischen Angeloi und Archangeloi, oder ob wir es nur in einem dumpfen, dämmerhaften Zustande erleben, wie es eben erleben müssen diejenigen Menschen, die nur von materialistischem Bewußtsein sich durchdrungen haben.

[ 20 ] Es ist nicht ein ganz zutreffender Ausdruck, wenn ich sage: dumpf, dämmerhaft erleben die Menschen. Ich müßte vielleicht, um genauer es zu charakterisieren, sagen: Sie erleben es so, daß sie fortwährend herausgestoßen werden aus einer Welt, von der sie eigentlich aufgenommen werden sollen, daß sie fortwährend sich erkälter fühlen von einer Welt, die sie eigentlich warm empfangen soll. Denn sympathisch soll der Mensch von der Welt der Archangeloi in dem wichtigen angeführten Zeitmomente empfangen werden, warm soll er von ihnen empfangen werden. Dann wird er auch in richtiger Weise hingeführt zu dem, was ich in einem meiner Mysteriendramen genannt habe «die Mitternachtsstunde» des Daseins.

[ 20 ] Es ist nicht ein ganz zutreffender Ausdruck, wenn ich sage: dumpf, dämmerhaft erleben die Menschen. Ich müßte vielleicht, um genauer es zu charakterisieren, sagen: Sie erleben es so, daß sie fortwährend herausgestoßen werden aus einer Welt, von der sie eigentlich aufgenommen werden sollen, daß sie fortwährend sich erkälter fühlen von einer Welt, die sie eigentlich warm empfangen soll. Denn sympathisch soll der Mensch von der Welt der Archangeloi in dem wichtigen angeführten Zeitmomente empfangen werden, warm soll er von ihnen empfangen werden. Dann wird er auch in richtiger Weise hingeführt zu dem, was ich in einem meiner Mysteriendramen genannt habe «die Mitternachtsstunde» des Daseins.

[ 21 ] Dann wird der Mensch wiederum durch die Archangeloi an das Reich der Archai herangeführt. Und indem der Mensch gewissermaßen eingefügt wird dem Reiche der Archai, wird er allen höheren Hierarchien eingefügt, denn durch die Archai kommt er in Beziehung zu allen höheren Hierarchien, und er nimmt nun aus dem Reiche dieser höheren Hierarchien den Drang auf, wiederum herunterzusteigen auf die Erde. Denn er nimmt die Kraft auf, wiederum in dem, was ihm materiell später übergeben wird durch die Vererbungsströmung, geistig-seelisch zu arbeiten.

[ 21 ] Dann wird der Mensch wiederum durch die Archangeloi an das Reich der Archai herangeführt. Und indem der Mensch gewissermaßen eingefügt wird dem Reiche der Archai, wird er allen höheren Hierarchien eingefügt, denn durch die Archai kommt er in Beziehung zu allen höheren Hierarchien, und er nimmt nun aus dem Reiche dieser höheren Hierarchien den Drang auf, wiederum herunterzusteigen auf die Erde. Denn er nimmt die Kraft auf, wiederum in dem, was ihm materiell später übergeben wird durch die Vererbungsströmung, geistig-seelisch zu arbeiten.

[ 22 ] Und die Mitternachtsstunde des Daseins ist der Punkt im Leben des Menschen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, der so überschritten wird, daß wir vorher immer fremder und fremder dem irdischen Dasein werden, immer mehr und mehr hineinwachsen in die geistige Welt, indem wir immer sympathischer und sympathischer im vorher charakterisierten Sinne von dieser geistigen Welt aufgenommen werden, mit immer größerer und größerer Wärme von ihr angezogen werden, oder eben abgestoßen werden, erkältet werden.

[ 22 ] Und die Mitternachtsstunde des Daseins ist der Punkt im Leben des Menschen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, der so überschritten wird, daß wir vorher immer fremder und fremder dem irdischen Dasein werden, immer mehr und mehr hineinwachsen in die geistige Welt, indem wir immer sympathischer und sympathischer im vorher charakterisierten Sinne von dieser geistigen Welt aufgenommen werden, mit immer größerer und größerer Wärme von ihr angezogen werden, oder eben abgestoßen werden, erkältet werden.

[ 23 ] Dann aber, wenn die Mitternachtsstunde des Daseins da ist, dann neigt sich der Mensch gewissermaßen langsam wiederum zu der Sehnsucht nach dem Erdendasein herunter. Und er begegnet auf dem zweiten Teile des Weges nun wiederum der Welt der Archangeloi. Es ist wirklich so, daß der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt zuerst hinaufsteigt zu der Welt der Angeloi, Archangeloi, Archai, dann wiederum steigt er herunter, und er trifft nach der Welt der Archai vorzugsweise auf die Welt der Archangeloi auf.

[ 23 ] Dann aber, wenn die Mitternachtsstunde des Daseins da ist, dann neigt sich der Mensch gewissermaßen langsam wiederum zu der Sehnsucht nach dem Erdendasein herunter. Und er begegnet auf dem zweiten Teile des Weges nun wiederum der Welt der Archangeloi. Es ist wirklich so, daß der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt zuerst hinaufsteigt zu der Welt der Angeloi, Archangeloi, Archai, dann wiederum steigt er herunter, und er trifft nach der Welt der Archai vorzugsweise auf die Welt der Archangeloi auf.

[ 24 ] Nun kommt wiederum ein wichtiger Punkt in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Demjenigen Menschen, der nichts durch den Tod hindurchgeführt hat von idealen Gedanken, idealen Empfindungen, Menschenliebe und wahrem, echtem Frommsein, dem ist von dem Geistig-Seelischen unter den Antipathien der höheren Welt, unter den Erkältungen der höheren Welt gewissermaßen etwas erstorben. Während bei einem Menschen, der in der rechten Weise geistig-seelisch jetzt an das Reich der Angeloi herankommt, in das Geistig-Seelische innerlich die Kraft eingepflanzt wird, in dem späteren Leben wiederum auf der Erde, denLeib durchdringend zu wirken, müssen die Angeloi, wenn der Mensch solche seelisch-geistigen Erkenntnisse nicht mitgebracht hat, ihm so, daß es mehr unbewußt wirkt, dasjenige einpflanzen, was Sehnsucht nach dem irdischen Leben ist. Und bei diesem Einpflanzen entscheidet sich außerordentlich viel. Bei diesem Einpflanzen entscheidet sich nämlich jetzt, zu welchem Volke, zu welcher Sprache, zu welcher sogenannten Muttersprache der Mensch heruntersteigt zum nächsten irdischen Dasein. Und es entscheidet sich, ob dieser Drang zum Volkstum, zu der Muttersprache mehr innerlich oder ob er mehr äußerlich eingepflanzt wird. So daß der Mensch durchdrungen wird beim Heruntersteigen von innerlicher Liebe zu demjenigen, was dann seine Muttersprache wird, oder mehr automatisch hineinversetzt wird in dasjenige,was er alsSprache durch seine Sprachorgane später zu äußern hat.

[ 24 ] Nun kommt wiederum ein wichtiger Punkt in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Demjenigen Menschen, der nichts durch den Tod hindurchgeführt hat von idealen Gedanken, idealen Empfindungen, Menschenliebe und wahrem, echtem Frommsein, dem ist von dem Geistig-Seelischen unter den Antipathien der höheren Welt, unter den Erkältungen der höheren Welt gewissermaßen etwas erstorben. Während bei einem Menschen, der in der rechten Weise geistig-seelisch jetzt an das Reich der Angeloi herankommt, in das Geistig-Seelische innerlich die Kraft eingepflanzt wird, in dem späteren Leben wiederum auf der Erde, denLeib durchdringend zu wirken, müssen die Angeloi, wenn der Mensch solche seelisch-geistigen Erkenntnisse nicht mitgebracht hat, ihm so, daß es mehr unbewußt wirkt, dasjenige einpflanzen, was Sehnsucht nach dem irdischen Leben ist. Und bei diesem Einpflanzen entscheidet sich außerordentlich viel. Bei diesem Einpflanzen entscheidet sich nämlich jetzt, zu welchem Volke, zu welcher Sprache, zu welcher sogenannten Muttersprache der Mensch heruntersteigt zum nächsten irdischen Dasein. Und es entscheidet sich, ob dieser Drang zum Volkstum, zu der Muttersprache mehr innerlich oder ob er mehr äußerlich eingepflanzt wird. So daß der Mensch durchdrungen wird beim Heruntersteigen von innerlicher Liebe zu demjenigen, was dann seine Muttersprache wird, oder mehr automatisch hineinversetzt wird in dasjenige,was er alsSprache durch seine Sprachorgane später zu äußern hat.

[ 25 ] Das macht einen großen Unterschied, ob der Mensch auf die eine oder die andere Art zu der Sprache hin determiniert wird für das kommende Erdenleben. Derjenige Mensch, der schon vor diesem Erdenleben, beim zweiten Durchgang durch das Reich der Angeloi, innerlich seelisch liebevoll durchdrungen werden kann mit der Hinneigung zu seiner Muttersprache, der nimmt diese Muttersprache innerlich auf. Er nimmt sie auf wie einen Teil seines Wesens. Er wird eins damit. Die Liebe wird eine selbstverständliche, sie wird eine seelische Liebe. Der Mensch wächst mit Selbstverständlichkeit in die Sprache und in das Volkstum hinein, indem er so hineinwächst.

[ 25 ] Das macht einen großen Unterschied, ob der Mensch auf die eine oder die andere Art zu der Sprache hin determiniert wird für das kommende Erdenleben. Derjenige Mensch, der schon vor diesem Erdenleben, beim zweiten Durchgang durch das Reich der Angeloi, innerlich seelisch liebevoll durchdrungen werden kann mit der Hinneigung zu seiner Muttersprache, der nimmt diese Muttersprache innerlich auf. Er nimmt sie auf wie einen Teil seines Wesens. Er wird eins damit. Die Liebe wird eine selbstverständliche, sie wird eine seelische Liebe. Der Mensch wächst mit Selbstverständlichkeit in die Sprache und in das Volkstum hinein, indem er so hineinwächst.

[ 26 ] Wenn der Mensch aber auf die andere Art hineinwächst — ich habe das genannt mehr automatisch —, dann kommt der Mensch später, indem er durch die Geburt zum nächsten Erdendasein heruntersteigt, so auf der Erde an, daß er gewissermaßen nur instinktiv, triebhaft seine Sprache lieben lernt. Was er innerlich nicht an Liebe, an selbstverständlicher Liebe für seine Sprache, für sein Volkstum aufbringt, das stößt er dann gleichsam aus seinem Leibesdasein hervor. Und das macht den großen Unterschied, ob wir in ein Volkstum, in einen Sprachzusammenhang hineinwachsen mit jener stillen, keuschen Liebe, die derjenige Mensch hat, der innerlich mit Volkstum und Sprache verwächst, oder ob wir hineinwachsen in Sprachtum und Volkstum mehr automatisch, so daß wir aus dem Triebe, aus den Instinkten gleichsam herausstoßen eine innerliche Liebe für dieses Volkstum, für diese Sprache. Das erstere äußert sich niemals als dasjenige, was man in der Welt Chauvinismus nennt, was man ein äußerliches Pochen auf das Volkstum nennt, sondern die wirklich aus einem vorherigen idealen, frommen Erleben errungene, innerlich geistig-seelische Liebe zu Volkstum und Sprache äuBert sich selbstverständlich und ist mit wahrer universeller Menschenliebe durchaus vereinbar. Niemals wird der kosmopolitische, der internationale Sinn durch eine solche geistig-seelische Liebe zu Sprache und Volkstum verkümmert. Wenn aber der Mensch mehr automatisch in seine Sprache hineinwächst, dann, wenn er dadurch mit seinen Instinkten, mit seinen Trieben eine überhitzte, organische, animalische Liebe zu Sprache und Volkstum entwickelt, dann entsteht dasjenige, was falscher Nationalismus, was chauvinistische Gesinnung ist, was in einer äußerlichen Weise auf das Volkstum pocht.

[ 26 ] Wenn der Mensch aber auf die andere Art hineinwächst — ich habe das genannt mehr automatisch —, dann kommt der Mensch später, indem er durch die Geburt zum nächsten Erdendasein heruntersteigt, so auf der Erde an, daß er gewissermaßen nur instinktiv, triebhaft seine Sprache lieben lernt. Was er innerlich nicht an Liebe, an selbstverständlicher Liebe für seine Sprache, für sein Volkstum aufbringt, das stößt er dann gleichsam aus seinem Leibesdasein hervor. Und das macht den großen Unterschied, ob wir in ein Volkstum, in einen Sprachzusammenhang hineinwachsen mit jener stillen, keuschen Liebe, die derjenige Mensch hat, der innerlich mit Volkstum und Sprache verwächst, oder ob wir hineinwachsen in Sprachtum und Volkstum mehr automatisch, so daß wir aus dem Triebe, aus den Instinkten gleichsam herausstoßen eine innerliche Liebe für dieses Volkstum, für diese Sprache. Das erstere äußert sich niemals als dasjenige, was man in der Welt Chauvinismus nennt, was man ein äußerliches Pochen auf das Volkstum nennt, sondern die wirklich aus einem vorherigen idealen, frommen Erleben errungene, innerlich geistig-seelische Liebe zu Volkstum und Sprache äuBert sich selbstverständlich und ist mit wahrer universeller Menschenliebe durchaus vereinbar. Niemals wird der kosmopolitische, der internationale Sinn durch eine solche geistig-seelische Liebe zu Sprache und Volkstum verkümmert. Wenn aber der Mensch mehr automatisch in seine Sprache hineinwächst, dann, wenn er dadurch mit seinen Instinkten, mit seinen Trieben eine überhitzte, organische, animalische Liebe zu Sprache und Volkstum entwickelt, dann entsteht dasjenige, was falscher Nationalismus, was chauvinistische Gesinnung ist, was in einer äußerlichen Weise auf das Volkstum pocht.

[ 27 ] Man hat insbesondere in der heutigen Zeit nötig, dasjenige, was uns in der Außenwelt entgegentritt in der Zeit, die wir zubringen als Menschen auf Erden zwischen der Geburt und dem Tode, zu betrachten vom Gesichtspunkte des Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Denn, wie wir das zweite Mal dem Reich der Archangeloi begegnen, davon hängt es ab, wie wir in Volkstum und Sprache hinein uns versenken durch die Verbindung mit der Vererbungsströmung durch die Geburt.

[ 27 ] Man hat insbesondere in der heutigen Zeit nötig, dasjenige, was uns in der Außenwelt entgegentritt in der Zeit, die wir zubringen als Menschen auf Erden zwischen der Geburt und dem Tode, zu betrachten vom Gesichtspunkte des Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Denn, wie wir das zweite Mal dem Reich der Archangeloi begegnen, davon hängt es ab, wie wir in Volkstum und Sprache hinein uns versenken durch die Verbindung mit der Vererbungsströmung durch die Geburt.

[ 28 ] Für denjenigen, der vom geistigen Gesichtspunkte gerade das heutige Leben verstehen will, tritt als etwas sehr Wichtiges dieses Erleben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt heran, wenn er zum zweiten Male in das Reich der Archangeloi kommt. Wir sehen heute über das Erdenrund, wie die Völker in einer falschen Weise auf ihre Nationalität, auf ihre Volkstümlichkeit, auf ihr Sprachtum hinschauen. Und vieles von dem, was in der katastrophalen Zeit im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in der Menschheitsentwickelung des Abendlandes aufgetaucht ist, wird nur erklärlich, wenn man es unter solchen Gesichtspunkten betrachtet. Wer das Leben eben innerlich anthroposophisch, geisteswissenschaftlich anschaut, der muß hinschauen heute bei vielen Menschen auf deren voriges Erdenleben als ein solches, in dem die Menschen in den Materialismus nach und nach sich eingesponnen hatten. Sie kennen alle die Tatsache, daß in normaler Weise eine längere Zeit verfließt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Allein gerade in der heutigen Erdenentwickelung sind viele Menschen, welche nur kurze Zeit gehabt haben zwischen ihrem letzten Tode und ihrer diesmaligen Geburt, und sie haben sich schon in ihrem vorigen Erdenleben wenig durchdrungen mit Menschenliebe, mit idealen Empfindungen. Sie waren schon in diesem vorigen Erdenleben auf die bloße Nützlichkeit bedacht. Und dadurch wurde ihnen bei der zweiten Berührung mit dem Reich der Angeloi zwischen Tod und neuer Geburt eigentlich alles dasjenige zubereitet, was jetzt in einer so üblen Weise herauftaucht im Leben des Abendlandes.

[ 28 ] Für denjenigen, der vom geistigen Gesichtspunkte gerade das heutige Leben verstehen will, tritt als etwas sehr Wichtiges dieses Erleben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt heran, wenn er zum zweiten Male in das Reich der Archangeloi kommt. Wir sehen heute über das Erdenrund, wie die Völker in einer falschen Weise auf ihre Nationalität, auf ihre Volkstümlichkeit, auf ihr Sprachtum hinschauen. Und vieles von dem, was in der katastrophalen Zeit im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in der Menschheitsentwickelung des Abendlandes aufgetaucht ist, wird nur erklärlich, wenn man es unter solchen Gesichtspunkten betrachtet. Wer das Leben eben innerlich anthroposophisch, geisteswissenschaftlich anschaut, der muß hinschauen heute bei vielen Menschen auf deren voriges Erdenleben als ein solches, in dem die Menschen in den Materialismus nach und nach sich eingesponnen hatten. Sie kennen alle die Tatsache, daß in normaler Weise eine längere Zeit verfließt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Allein gerade in der heutigen Erdenentwickelung sind viele Menschen, welche nur kurze Zeit gehabt haben zwischen ihrem letzten Tode und ihrer diesmaligen Geburt, und sie haben sich schon in ihrem vorigen Erdenleben wenig durchdrungen mit Menschenliebe, mit idealen Empfindungen. Sie waren schon in diesem vorigen Erdenleben auf die bloße Nützlichkeit bedacht. Und dadurch wurde ihnen bei der zweiten Berührung mit dem Reich der Angeloi zwischen Tod und neuer Geburt eigentlich alles dasjenige zubereitet, was jetzt in einer so üblen Weise herauftaucht im Leben des Abendlandes.

[ 29 ] Geradeso wie man den Menschen als Raumeswesen nur versteht, wenn man weiß, daß man seine Gestalt bis zum Fixsternhimmel zu verfolgen hat, daß man seine Lebensstufen zu verfolgen hat bis zur Planetensphäre, daß der Mensch als Raumeswesen eben ein Wesen ist, das nicht allein aus der Erde die Kräfte, die in ihm wirksam sind, zieht, sondern aus dem ganzen Kosmos, so notwendig zu dieser räumlichen Menschenerkenntnis das Hinausgehen über das Irdische ist, so notwendig ist es, um das soziale, um das volksmäßige Leben auf der Erde zu verstehen, über das Leben zwischen Geburt und Tod hinauszugehen.

[ 29 ] Geradeso wie man den Menschen als Raumeswesen nur versteht, wenn man weiß, daß man seine Gestalt bis zum Fixsternhimmel zu verfolgen hat, daß man seine Lebensstufen zu verfolgen hat bis zur Planetensphäre, daß der Mensch als Raumeswesen eben ein Wesen ist, das nicht allein aus der Erde die Kräfte, die in ihm wirksam sind, zieht, sondern aus dem ganzen Kosmos, so notwendig zu dieser räumlichen Menschenerkenntnis das Hinausgehen über das Irdische ist, so notwendig ist es, um das soziale, um das volksmäßige Leben auf der Erde zu verstehen, über das Leben zwischen Geburt und Tod hinauszugehen.

[ 30 ] Wenn man vieles von dem heutigen Leben studiert, so findet man, wie die Menschen heute, trotzdem sie so viel nach Freiheit rufen, eigentlich innerlich unfrei sind; wie in den Bestrebungen, die heute solche Niedergangskräfte zeitigen, nicht ein freies Leben pulsiert, sondern die Instinkte und Triebe pulsieren und das soziale Leben unglücklich machen. Wenn man dieses sieht, so will man es auch verstehen.

[ 30 ] Wenn man vieles von dem heutigen Leben studiert, so findet man, wie die Menschen heute, trotzdem sie so viel nach Freiheit rufen, eigentlich innerlich unfrei sind; wie in den Bestrebungen, die heute solche Niedergangskräfte zeitigen, nicht ein freies Leben pulsiert, sondern die Instinkte und Triebe pulsieren und das soziale Leben unglücklich machen. Wenn man dieses sieht, so will man es auch verstehen.

[ 31 ] Ebenso nun, wie sich eine zweite Begegnung mit dem Reich der Archangeloi findet, so findet sich später, dann, wenn sich der Mensch schon wiederum sehr nähert seinem Erdenleben, eine innigere Verbindung wiederum mit seinem Angelos, mit seinem Engelwesen. Der Mensch wird gewissermaßen, wenn es wiederum gegen das Erdenleben hingeht, mehr entrückt, herausgezogen aus dem Reich der Archangeloi. Solange er im Reich der Archangeloi ist, ist sein Engel auch stärker verbunden mit diesem Reiche. Der Mensch lebt gewissermaßen in den höheren Hierarchien. Indem er weiter die Zeit verbringt zwischen dem "Tode und einer neuen Geburt, wird er immer mehr und mehr auf das bloße Reich der Angeloi angewiesen, und sie führen ihn dann durch die Elemente, durch Feuer, Erde, Luft, Wasser, führen ihn dann hin zu dem, was Vererbungsströmung ist. Es führt ihn namentlich sein Engelwesen hin zu dem physisch-irdischen Dasein. Es kann ihn zu einem Menschen machen, der aus dem Tiefsten seines Seelisch-Geistigen heraus frei zu handeln in der Lage ist, wenn alle die Bedingungen erfüllt sind durch ein voriges Leben, wie ich es charakterisiert habe.

[ 31 ] Ebenso nun, wie sich eine zweite Begegnung mit dem Reich der Archangeloi findet, so findet sich später, dann, wenn sich der Mensch schon wiederum sehr nähert seinem Erdenleben, eine innigere Verbindung wiederum mit seinem Angelos, mit seinem Engelwesen. Der Mensch wird gewissermaßen, wenn es wiederum gegen das Erdenleben hingeht, mehr entrückt, herausgezogen aus dem Reich der Archangeloi. Solange er im Reich der Archangeloi ist, ist sein Engel auch stärker verbunden mit diesem Reiche. Der Mensch lebt gewissermaßen in den höheren Hierarchien. Indem er weiter die Zeit verbringt zwischen dem "Tode und einer neuen Geburt, wird er immer mehr und mehr auf das bloße Reich der Angeloi angewiesen, und sie führen ihn dann durch die Elemente, durch Feuer, Erde, Luft, Wasser, führen ihn dann hin zu dem, was Vererbungsströmung ist. Es führt ihn namentlich sein Engelwesen hin zu dem physisch-irdischen Dasein. Es kann ihn zu einem Menschen machen, der aus dem Tiefsten seines Seelisch-Geistigen heraus frei zu handeln in der Lage ist, wenn alle die Bedingungen erfüllt sind durch ein voriges Leben, wie ich es charakterisiert habe.

[ 32 ] Aber der Angelos ist nicht imstande, den Menschen zu einem freien Leben zu führen, wenn der Mensch gewissermaßen automatisch mit seiner Sprache, mit seinem Volkstum hat verbunden werden müssen. Dann wird auch das individuelle Leben unfrei. Diese Unfreiheit drückt sich dadurch aus, daß der Mensch zwar innerlich auch ein Bewußtsein entwickelt, wenn er nicht freie Begriffe faßt, sondern wenn er innerlich Worte denkt, aber der Mensch wird veräußerlicht, wird unfrei gemacht dadurch, daß sein ganzes Denken in Worten aufgeht. Das ist aber sogar ein Grunderlebnis der Menschen der heutigen Zeit, daß ihr Denken eben in Worten aufgeht. Man begreift auch das Erdenleben in seiner geschichtlichen Entwickelung, besonders in seinem gegenwärtigen Zustande nicht, wenn man nicht aufsteigt zu dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, zu der geistig-seelischen Welt.

[ 32 ] Aber der Angelos ist nicht imstande, den Menschen zu einem freien Leben zu führen, wenn der Mensch gewissermaßen automatisch mit seiner Sprache, mit seinem Volkstum hat verbunden werden müssen. Dann wird auch das individuelle Leben unfrei. Diese Unfreiheit drückt sich dadurch aus, daß der Mensch zwar innerlich auch ein Bewußtsein entwickelt, wenn er nicht freie Begriffe faßt, sondern wenn er innerlich Worte denkt, aber der Mensch wird veräußerlicht, wird unfrei gemacht dadurch, daß sein ganzes Denken in Worten aufgeht. Das ist aber sogar ein Grunderlebnis der Menschen der heutigen Zeit, daß ihr Denken eben in Worten aufgeht. Man begreift auch das Erdenleben in seiner geschichtlichen Entwickelung, besonders in seinem gegenwärtigen Zustande nicht, wenn man nicht aufsteigt zu dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, zu der geistig-seelischen Welt.

[ 33 ] Will man also die menschliche Gestalt verstehen, muß man zum Fixsternhimmel hindeuten. Will man die menschlichen Lebensstufen verstehen, muß man zur Planetensphäre hindeuten. Will man das menschlich-geistig-seelische Leben verstehen, dann kann man nicht stehenbleiben zwischen der Geburt und dem Tode, denn dieses geistig-seelische Leben wurzelt, wie wir gesehen haben, in der Welt der höheren Hierarchien, wie das physische und ätherische Wesen der Menschen zu der physischen und ätherischen Außenwelt gehört.

[ 33 ] Will man also die menschliche Gestalt verstehen, muß man zum Fixsternhimmel hindeuten. Will man die menschlichen Lebensstufen verstehen, muß man zur Planetensphäre hindeuten. Will man das menschlich-geistig-seelische Leben verstehen, dann kann man nicht stehenbleiben zwischen der Geburt und dem Tode, denn dieses geistig-seelische Leben wurzelt, wie wir gesehen haben, in der Welt der höheren Hierarchien, wie das physische und ätherische Wesen der Menschen zu der physischen und ätherischen Außenwelt gehört.

[ 34 ] Will man also Denken, Fühlen und Wollen richtig verstehen, dann muß man nicht bloß den Menschen in seiner Beziehung zur sinnlichen Außenwelt ins Auge fassen, dann muß man den Menschen ins Auge fassen in bezug auf sein Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Denken, Fühlen, Wollen sind die Kräfte, durch die sich zunächst unser Seelenwesen entwickelt. Unsere idealen Gedanken, dasjenige, was sich in diese Gedanken, in das Seelenwesen hineinverpflanzt hat aus idealer Liebe, aus Frömmigkeit, das trägt uns gewissermaßen durch die Todespforte. Wie wir unser Denken beeinflußt haben, wie unser Denken von einer idealen Gesinnung durchdrungen war, das bringt uns in der richtigen Weise zu der ersten Begegnung mit den Archangeloi. Dann aber, indem wir die Mitternachtsstunde des Daseins überschreiten, dann verglimmt, möchte ich sagen, unser Denken. Denn dieses Denken ist es, das nun gerade bearbeitet wird nach der Mitternachtsstunde des Daseins hin für das nächste Erdendasein. Und aus demjenigen, was dieses unser Denken war, werden nun diejenigen Kräfte geformt, die die physischen Denkorgane durchziehen im nächsten Erdenleben.

[ 34 ] Will man also Denken, Fühlen und Wollen richtig verstehen, dann muß man nicht bloß den Menschen in seiner Beziehung zur sinnlichen Außenwelt ins Auge fassen, dann muß man den Menschen ins Auge fassen in bezug auf sein Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Denken, Fühlen, Wollen sind die Kräfte, durch die sich zunächst unser Seelenwesen entwickelt. Unsere idealen Gedanken, dasjenige, was sich in diese Gedanken, in das Seelenwesen hineinverpflanzt hat aus idealer Liebe, aus Frömmigkeit, das trägt uns gewissermaßen durch die Todespforte. Wie wir unser Denken beeinflußt haben, wie unser Denken von einer idealen Gesinnung durchdrungen war, das bringt uns in der richtigen Weise zu der ersten Begegnung mit den Archangeloi. Dann aber, indem wir die Mitternachtsstunde des Daseins überschreiten, dann verglimmt, möchte ich sagen, unser Denken. Denn dieses Denken ist es, das nun gerade bearbeitet wird nach der Mitternachtsstunde des Daseins hin für das nächste Erdendasein. Und aus demjenigen, was dieses unser Denken war, werden nun diejenigen Kräfte geformt, die die physischen Denkorgane durchziehen im nächsten Erdenleben.

[ 35 ] Wenn Sie auf den menschlichen Kopf hinschauen und sehen, wie die Kräfte darinnen wirken, so sind es nicht etwa bloß die Kräfte, die in diesem Leben wirken. Es sind diejenigen Kräfte, die vom Denken des vorigen Lebens herrühren und die die Form unseres Gehirns zustande bringen. Dagegen bei der zweiten Begegnung mit dem Archangeloi ist es namentlich der Wille, der da seine besondere Rolle spielt im seelischgeistigen Leben des Menschen. Und der Wille, der ist es, der dann im nächsten Erdenleben mehr unseren Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus ergreift. Dieser Wille tritt dann, wenn wir durch die Geburt ins Erdendasein eintreten, als dasjenige auf, was uns von seiten des Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen geschickter oder ungeschickter zu dem oder jenem macht. Ich möchte sagen, in unserem Kopfinneren sehen wir mehr das physische Abbild dessen, was wir im vorigen Leben an Gedanken entwickelt haben. In den Fähigkeiten unseres StoffwechselGliedmaßenmenschen sehen wir das Wirken der neuerworbenen Willenskräfte, die uns nun entweder innerlich-seelisch, wie ich geschildert habe, oder mehr automatisch eingegliedert werden bei der zweiten Begegnung mit dem Archangeloi.

[ 35 ] Wenn Sie auf den menschlichen Kopf hinschauen und sehen, wie die Kräfte darinnen wirken, so sind es nicht etwa bloß die Kräfte, die in diesem Leben wirken. Es sind diejenigen Kräfte, die vom Denken des vorigen Lebens herrühren und die die Form unseres Gehirns zustande bringen. Dagegen bei der zweiten Begegnung mit dem Archangeloi ist es namentlich der Wille, der da seine besondere Rolle spielt im seelischgeistigen Leben des Menschen. Und der Wille, der ist es, der dann im nächsten Erdenleben mehr unseren Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus ergreift. Dieser Wille tritt dann, wenn wir durch die Geburt ins Erdendasein eintreten, als dasjenige auf, was uns von seiten des Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen geschickter oder ungeschickter zu dem oder jenem macht. Ich möchte sagen, in unserem Kopfinneren sehen wir mehr das physische Abbild dessen, was wir im vorigen Leben an Gedanken entwickelt haben. In den Fähigkeiten unseres StoffwechselGliedmaßenmenschen sehen wir das Wirken der neuerworbenen Willenskräfte, die uns nun entweder innerlich-seelisch, wie ich geschildert habe, oder mehr automatisch eingegliedert werden bei der zweiten Begegnung mit dem Archangeloi.

[ 36 ] Wer sieht, wie sich gewissermaßen herausgestaltet hat das gegenwärtige Leben, das gerade für die abendländische Menschheit zu solchen Niedergangskräften führt, der wird mit dem allergrößten, idealsten Interesse zu demjenigen hinschauen, was tätig war in dem Menschen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, in dem Leben, das vorangegangen ist diesem Erdenleben. Und er wird gerade aus dem, was er in dieser Beziehung erkennen kann, den starken Impuls bekommen, der Menschheit, die schon in ihrer vorigen Inkarnation zu materialistisch war, jetzt, wo die Folgen dieses Materialismus im Völkerleben aufgetreten sind, dasjenige zu bringen, dasjenige als Anregung zu geben, was wiederum hinführen kann zu einer Verinnerlichung, zur Freiheit, zu einem wirklich innerlichen, das heißt selbstverständlichen Leben in Sprache und Volkstum, das nicht in Disharmonie steht mit dem Internationalismus, mit dem Kosmopolitismus.

[ 36 ] Wer sieht, wie sich gewissermaßen herausgestaltet hat das gegenwärtige Leben, das gerade für die abendländische Menschheit zu solchen Niedergangskräften führt, der wird mit dem allergrößten, idealsten Interesse zu demjenigen hinschauen, was tätig war in dem Menschen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, in dem Leben, das vorangegangen ist diesem Erdenleben. Und er wird gerade aus dem, was er in dieser Beziehung erkennen kann, den starken Impuls bekommen, der Menschheit, die schon in ihrer vorigen Inkarnation zu materialistisch war, jetzt, wo die Folgen dieses Materialismus im Völkerleben aufgetreten sind, dasjenige zu bringen, dasjenige als Anregung zu geben, was wiederum hinführen kann zu einer Verinnerlichung, zur Freiheit, zu einem wirklich innerlichen, das heißt selbstverständlichen Leben in Sprache und Volkstum, das nicht in Disharmonie steht mit dem Internationalismus, mit dem Kosmopolitismus.

[ 37 ] Das aber kann nur errungen werden, wenn unser Denken durchglüht werden kann von wirklicher Geistigkeit. Was enthält denn eigentlich der heutige Geist des Menschen? Gedanken — Gedanken über etwas. Wenn heute der Mensch von seinem Geiste spricht, spricht er eigentlich nur von seinen Gedanken, von dem mehr oder weniger abstrakten Denken. Was wir brauchen, das ist wirklicher Geist, der innerlich in uns eindringt, lebendiger Geist. Von solchem lebendigem Geist handelt aber wirklich Anthroposophie in der Anschauung der Welt, die zwischen dem Tod und einer neuen Geburt liegt. Der Mensch hat also heute nötig, von seiner Gestalt, von seiner Form, von seinen Lebensstufen, von seinem Seelisch-Geistigen aus sich selbst zu betrachten als angehörig einer Welt, die außerhalb des Irdischen liegt. Dann wird er in das Irdische das Richtige hereintragen können.

[ 37 ] Das aber kann nur errungen werden, wenn unser Denken durchglüht werden kann von wirklicher Geistigkeit. Was enthält denn eigentlich der heutige Geist des Menschen? Gedanken — Gedanken über etwas. Wenn heute der Mensch von seinem Geiste spricht, spricht er eigentlich nur von seinen Gedanken, von dem mehr oder weniger abstrakten Denken. Was wir brauchen, das ist wirklicher Geist, der innerlich in uns eindringt, lebendiger Geist. Von solchem lebendigem Geist handelt aber wirklich Anthroposophie in der Anschauung der Welt, die zwischen dem Tod und einer neuen Geburt liegt. Der Mensch hat also heute nötig, von seiner Gestalt, von seiner Form, von seinen Lebensstufen, von seinem Seelisch-Geistigen aus sich selbst zu betrachten als angehörig einer Welt, die außerhalb des Irdischen liegt. Dann wird er in das Irdische das Richtige hereintragen können.

[ 38 ] Wir haben es erlebt, wie das Geistige des Menschen allmählich aufgesogen worden ist von den andern Elementen des Erdendaseins, von dem politischen Leben, von dem wirtschaftlichen Leben. Wir brauchen die Hinneigung zu einem selbständigen Geistesleben. Das allein nur kann die Grundlage geben für die Durchdringung des Menschen mit wirklicher Geistigkeit, mit geistiger Substanz, nicht bloß mit den Gedanken über irgend etwas. Deshalb muß Anthroposophie sich geneigt finden, für eine Befreiung des Geisteslebens zu wirken. Wenn dieses Geistesleben sich nicht auf seine eigenen Grundlagen stellt, so wird der Mensch immer mehr und mehr ein Abstraktling werden. Er wird sich nicht durchdringen können mit lebendigem Geiste, sondern nur mit abstraktem Geiste.

[ 38 ] Wir haben es erlebt, wie das Geistige des Menschen allmählich aufgesogen worden ist von den andern Elementen des Erdendaseins, von dem politischen Leben, von dem wirtschaftlichen Leben. Wir brauchen die Hinneigung zu einem selbständigen Geistesleben. Das allein nur kann die Grundlage geben für die Durchdringung des Menschen mit wirklicher Geistigkeit, mit geistiger Substanz, nicht bloß mit den Gedanken über irgend etwas. Deshalb muß Anthroposophie sich geneigt finden, für eine Befreiung des Geisteslebens zu wirken. Wenn dieses Geistesleben sich nicht auf seine eigenen Grundlagen stellt, so wird der Mensch immer mehr und mehr ein Abstraktling werden. Er wird sich nicht durchdringen können mit lebendigem Geiste, sondern nur mit abstraktem Geiste.

[ 39 ] Wenn der Mensch hier im physischen Leben durch des Todes Pforte geht, so wird sein physischer Leichnam in die Erde versenkt oder den Elementen übergeben. In diesem physischen Leichnam ist nicht mehr der Mensch in seiner wahren Wesenheit. Wenn der Mensch durch die Geburt geht so, daß er in bezug auf Volkstum, auf Sprache, in bezug auf sein eigenes Handeln automatisch geworden ist durch die geschilderten Vorgänge, dann erstirbt das lebendige Denken, das lebendige Wollen, das lebendige Geistig-Seelische, indem der Mensch in die physische Welt hereingeboren wird. Und dann entsteht der Leichnam des göttlich-geistig-seelischen Menschen innerhalb des physischen Erdendaseins.

[ 39 ] Wenn der Mensch hier im physischen Leben durch des Todes Pforte geht, so wird sein physischer Leichnam in die Erde versenkt oder den Elementen übergeben. In diesem physischen Leichnam ist nicht mehr der Mensch in seiner wahren Wesenheit. Wenn der Mensch durch die Geburt geht so, daß er in bezug auf Volkstum, auf Sprache, in bezug auf sein eigenes Handeln automatisch geworden ist durch die geschilderten Vorgänge, dann erstirbt das lebendige Denken, das lebendige Wollen, das lebendige Geistig-Seelische, indem der Mensch in die physische Welt hereingeboren wird. Und dann entsteht der Leichnam des göttlich-geistig-seelischen Menschen innerhalb des physischen Erdendaseins.

[ 40 ] In unserem abstrakten, rationalistischen Denken haben wir den Leichnam des Geistig-Seelischen. Wie wir in dem übriggelassenen physischen Leichnam nicht mehr die wahre Menschenwesenheit haben, so haben wir in einem abstrakten Denken, in einem nicht durchgeistigten Seelenwesen eigentlich nur das Leichnamhafte der göttlich-geistigen Welt. Und die Menschheit steht eben heute an dem starken Entscheidungspunkte, wo sie sich entschließen muß, die geistige Welt wiederum aufzunehmen, damit dasjenige, was mehr oder weniger als göttlich-geistiger Leichnam im abstrakten Denken der Menschheit Platz gegriffen hat, was nun wieder den Instinkten und Trieben, dem automatischen Wesen Platz gemacht hat, damit das der Mensch wiederum durchdringen kann.

[ 40 ] In unserem abstrakten, rationalistischen Denken haben wir den Leichnam des Geistig-Seelischen. Wie wir in dem übriggelassenen physischen Leichnam nicht mehr die wahre Menschenwesenheit haben, so haben wir in einem abstrakten Denken, in einem nicht durchgeistigten Seelenwesen eigentlich nur das Leichnamhafte der göttlich-geistigen Welt. Und die Menschheit steht eben heute an dem starken Entscheidungspunkte, wo sie sich entschließen muß, die geistige Welt wiederum aufzunehmen, damit dasjenige, was mehr oder weniger als göttlich-geistiger Leichnam im abstrakten Denken der Menschheit Platz gegriffen hat, was nun wieder den Instinkten und Trieben, dem automatischen Wesen Platz gemacht hat, damit das der Mensch wiederum durchdringen kann.

[ 41 ] Sie sehen schon, tief wahr ist es, was ich auch gestern am Schlusse meines Vortrages vor der hiesigen Studentenschaft gesagt habe, tief, tief innerlich wahr ist es: Der Mensch braucht in der Gegenwart, wenn er vom Niedergang zu einem wirklichen Aufstieg wiederum kommen will, die Überwindung des Abstrakten, man möchte sagen, des SeelischLeichenhaften, das im gegenwärtigen Intellektualismus und Rationalismus vorhanden ist. Der Mensch braucht eine Art Auferweckung des Seelisch-Geistigen. Und diese Auferweckung des Seelisch-Geistigen, die erkennt man eben in seiner Notwendigkeit aus den Erscheinungen des sozialen und geschichtlichen Gegenwartslebens heraus. Wenn man sie richtig und unbefangen erkennt, dann sagt man sich: Anthroposophie hat gewiß eine ewige Aufgabe, eine Aufgabe gegenüber dem im Menschen, was über alle Zeitepochen in ihm leben muß. Aber in der heutigen Gegenwart hat sie auch eine zeitliche Aufgabe. Sie muß den Menschen zurückbringen von der Veräußerlichung, von der Lähmung, von der Ertötung des göttlich-geistigen Lebens in ihm. Sie muß dieses göttlich-geistige Leben zurückbringen, indem der Mensch lernt, sich nicht bloß als ein Erdenwesen, sondern als ein Himmelswesen anzusehen, indem er lernt, daß er sein Erdendasein in der richtigen Weise nur dadurch führen kann, daß er die Kräfte des himmlischen Daseins, des Daseins zwischen Tod und neuer Geburt in dieses Erdenleben hineinträgt.

[ 41 ] Sie sehen schon, tief wahr ist es, was ich auch gestern am Schlusse meines Vortrages vor der hiesigen Studentenschaft gesagt habe, tief, tief innerlich wahr ist es: Der Mensch braucht in der Gegenwart, wenn er vom Niedergang zu einem wirklichen Aufstieg wiederum kommen will, die Überwindung des Abstrakten, man möchte sagen, des SeelischLeichenhaften, das im gegenwärtigen Intellektualismus und Rationalismus vorhanden ist. Der Mensch braucht eine Art Auferweckung des Seelisch-Geistigen. Und diese Auferweckung des Seelisch-Geistigen, die erkennt man eben in seiner Notwendigkeit aus den Erscheinungen des sozialen und geschichtlichen Gegenwartslebens heraus. Wenn man sie richtig und unbefangen erkennt, dann sagt man sich: Anthroposophie hat gewiß eine ewige Aufgabe, eine Aufgabe gegenüber dem im Menschen, was über alle Zeitepochen in ihm leben muß. Aber in der heutigen Gegenwart hat sie auch eine zeitliche Aufgabe. Sie muß den Menschen zurückbringen von der Veräußerlichung, von der Lähmung, von der Ertötung des göttlich-geistigen Lebens in ihm. Sie muß dieses göttlich-geistige Leben zurückbringen, indem der Mensch lernt, sich nicht bloß als ein Erdenwesen, sondern als ein Himmelswesen anzusehen, indem er lernt, daß er sein Erdendasein in der richtigen Weise nur dadurch führen kann, daß er die Kräfte des himmlischen Daseins, des Daseins zwischen Tod und neuer Geburt in dieses Erdenleben hineinträgt.

[ 42 ] An diese Dinge wollen wir dann das nächste Mal noch anknüpfen, um sie zu einem gewissen Abschlusse zu bringen in der Zeit, in der ich noch in mich befriedigender Weise unter Ihnen weilen kann.

[ 42 ] An diese Dinge wollen wir dann das nächste Mal noch anknüpfen, um sie zu einem gewissen Abschlusse zu bringen in der Zeit, in der ich noch in mich befriedigender Weise unter Ihnen weilen kann.