Old and New Initiation Methods
Drama and Poetry in the Shift
of Consciousness in the Modern Era
GA 210
17 February 1922, Dornach
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Alte und neue Einweihungsmethoden
6. Über den Durchgang der menschlichen Geist-Seelenwesenheit durch die physisch-sinnliche Organisation
6. Über den Durchgang der menschlichen Geist-Seelenwesenheit durch die physisch-sinnliche Organisation
[ 1 ] Wir wollen heute einmal den Durchgang der menschlichen Geist-Seelenwesenheit durch die physisch-sinnliche Organisation betrachten, und zwar so, wie sich dieses Geistig-Seelische zunächst anschickt für die physische Inkarnation, indem es herunterkommt von den geistigen Welten, und dann, wie es wiederum hinausgeht durch die Pforte des Todes aus der physisch-sinnlichen Inkarnation in die geistige Welt. Und insbesondere wollen wir heute Rücksicht nehmen auf die seelischen Eigentümlichkeiten dieses Vorganges. Wir müssen uns klar darüber sein, daß beim Eintreten in die physische Organisation, und zwar schon bei der Konzeption, eine gewaltige Veränderung vor sich geht und daß wiederum eine gewaltige Veränderung eintritt, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes die physische Inkarnation verläßt.
[ 1 ] Wir wollen heute einmal den Durchgang der menschlichen Geist-Seelenwesenheit durch die physisch-sinnliche Organisation betrachten, und zwar so, wie sich dieses Geistig-Seelische zunächst anschickt für die physische Inkarnation, indem es herunterkommt von den geistigen Welten, und dann, wie es wiederum hinausgeht durch die Pforte des Todes aus der physisch-sinnlichen Inkarnation in die geistige Welt. Und insbesondere wollen wir heute Rücksicht nehmen auf die seelischen Eigentümlichkeiten dieses Vorganges. Wir müssen uns klar darüber sein, daß beim Eintreten in die physische Organisation, und zwar schon bei der Konzeption, eine gewaltige Veränderung vor sich geht und daß wiederum eine gewaltige Veränderung eintritt, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes die physische Inkarnation verläßt.
[ 2 ] Nun haben wir das ja schon von den verschiedensten Gesichtspunkten aus charakterisiert; heute aber wollen wir gewissermaßen auf das innere Erlebnis der Seele als solche unseren Blick lenken. Wir wollen uns fragen: Welches sind die letzten Erlebnisse des Seelischen, bevor es heruntersteigt in das physische Erdenleben?
[ 2 ] Nun haben wir das ja schon von den verschiedensten Gesichtspunkten aus charakterisiert; heute aber wollen wir gewissermaßen auf das innere Erlebnis der Seele als solche unseren Blick lenken. Wir wollen uns fragen: Welches sind die letzten Erlebnisse des Seelischen, bevor es heruntersteigt in das physische Erdenleben?
[ 3 ] Wenn wir das Seelische beobachten zwischen der Geburt und dem Tode, so finden wir es in der mannigfaltigsten Weise durchwebt von Gedanken, von Gefühlen, von Willensimpulsen. All das wirkt ineinander zu einem seelischen Gesamtbilde. Und wir haben ja auch für die einzelnen Gedankenformen, für die Formen des Gefühls, für die Formen der Willensimpulse besondere Sprachbezeichnungen und wissen aus dem, was im physischen Erdenleben seelisch erlebt wird, gewisse Arten von Gefühlen zu charakterisieren. Wir können, indem wir von mehr unterbewußten Gefühlserlebnissen und von Seelenerlebnissen überhaupt ausgehen, wenigstens einigermaßen ein Licht werfen auf das, was in der Seele lebt, bevor sie ins irdische Leben eintritt.
[ 3 ] Wenn wir das Seelische beobachten zwischen der Geburt und dem Tode, so finden wir es in der mannigfaltigsten Weise durchwebt von Gedanken, von Gefühlen, von Willensimpulsen. All das wirkt ineinander zu einem seelischen Gesamtbilde. Und wir haben ja auch für die einzelnen Gedankenformen, für die Formen des Gefühls, für die Formen der Willensimpulse besondere Sprachbezeichnungen und wissen aus dem, was im physischen Erdenleben seelisch erlebt wird, gewisse Arten von Gefühlen zu charakterisieren. Wir können, indem wir von mehr unterbewußten Gefühlserlebnissen und von Seelenerlebnissen überhaupt ausgehen, wenigstens einigermaßen ein Licht werfen auf das, was in der Seele lebt, bevor sie ins irdische Leben eintritt.
[ 4 ] Zunächst muß uns ja klar sein, daß das gedankliche Element als solches während des physischen Erdendaseins in der Seele wie ein Schattenhaftes lebt. Die Gedanken werden mit Recht blaß, abstrakt genannt. Das meiste, was der Mensch während des Erdenlebens an Gedanken, an Vorstellungen aufbringt, ist schließlich nichts weiter als Spiegelbild der Außenwelt. Der Mensch stellt sich vor, was er in der Außenwelt durch seine Sinne wahrgenommen hat, und Sie werden ja wissen, daß im Grunde genommen sehr wenig übrigbleibt, sobald Sie alles, was durch die Sinne wahrgenommen worden ist oder was im Laufe des physischen Erdenlebens sonst im Beisein der Sinne erlebt worden ist, von dem Gedankenleben abziehen, wenn nicht gerade ein Studium der Geisteswissenschaft dazu geführt hat, andern Gedankeninhalt zu bekommen als den, der aus der Sinneswelt herausgezogen ist. Aber diese schattenhafte Gedankenwelt ist eben aus dem Grunde schattenhaft, weil sie ihre innere Lebendigkeit verloren hat beim Herabsteigen in die physisch-sinnliche Welt. Gerade dasjenige, was in uns das gedankenhafte Erleben ist, das ist ein reges, in sich bewegtes, in sich volles Leben vor dem Hinuntersteigen in die physische Welt. Man kann sagen, wie sich irgendeine volle irdische Gestalt zu dem Schatten verhält, den sie an die Wand wirft, so verhält sich das, was in den Gedanken eigentlich lebt, zu dem, was als Gedanken während unseres Erdendaseins auftritt. Und wenn wir von den irdischen Gedanken, wie wir sie zwischen Geburt und Tod haben, zu der wahren Gestalt des Gedankenlebens gehen, so sind sie [diese Gedanken] doch eigentlich nur im rein geistigen Leben vor der Konzeption vorhanden. Es ist gerade so, wenn wir von einem Wandschattenbild zu demjenigen gehen, was es darstellt. Es ist ein reges inneres, voll lebendiges Dasein gerade in dem, was später abgeschattete Gedanken sind, vor der Geburt oder vor der Konzeption vorhanden. Wir können durchaus als das eigentliche geistige Dasein, als die eigentliche geistige Wesenhaftigkeit bezeichnen, was von der Gedankenwelt vor der Konzeption als inneres seelisches Weben und Leben vorhanden ist. Dieses innerlich-seelische Weben und Leben ist natürlich vor der Konzeption etwas, was das ganze uns bekannte Weltenall durchdringt. Wir leben eigentlich vor der Konzeption im Ganzen der Welt, die uns sonst umgibt, und was als Gedanke im Menschen dann während des Erdenlebens vorhanden ist, das ist das Schattenbild im kleinen Raum, im menschlichen physischen Organismus, von dem, was eigentlich kosmisches Leben hat vor der Konzeption.
[ 4 ] Zunächst muß uns ja klar sein, daß das gedankliche Element als solches während des physischen Erdendaseins in der Seele wie ein Schattenhaftes lebt. Die Gedanken werden mit Recht blaß, abstrakt genannt. Das meiste, was der Mensch während des Erdenlebens an Gedanken, an Vorstellungen aufbringt, ist schließlich nichts weiter als Spiegelbild der Außenwelt. Der Mensch stellt sich vor, was er in der Außenwelt durch seine Sinne wahrgenommen hat, und Sie werden ja wissen, daß im Grunde genommen sehr wenig übrigbleibt, sobald Sie alles, was durch die Sinne wahrgenommen worden ist oder was im Laufe des physischen Erdenlebens sonst im Beisein der Sinne erlebt worden ist, von dem Gedankenleben abziehen, wenn nicht gerade ein Studium der Geisteswissenschaft dazu geführt hat, andern Gedankeninhalt zu bekommen als den, der aus der Sinneswelt herausgezogen ist. Aber diese schattenhafte Gedankenwelt ist eben aus dem Grunde schattenhaft, weil sie ihre innere Lebendigkeit verloren hat beim Herabsteigen in die physisch-sinnliche Welt. Gerade dasjenige, was in uns das gedankenhafte Erleben ist, das ist ein reges, in sich bewegtes, in sich volles Leben vor dem Hinuntersteigen in die physische Welt. Man kann sagen, wie sich irgendeine volle irdische Gestalt zu dem Schatten verhält, den sie an die Wand wirft, so verhält sich das, was in den Gedanken eigentlich lebt, zu dem, was als Gedanken während unseres Erdendaseins auftritt. Und wenn wir von den irdischen Gedanken, wie wir sie zwischen Geburt und Tod haben, zu der wahren Gestalt des Gedankenlebens gehen, so sind sie [diese Gedanken] doch eigentlich nur im rein geistigen Leben vor der Konzeption vorhanden. Es ist gerade so, wenn wir von einem Wandschattenbild zu demjenigen gehen, was es darstellt. Es ist ein reges inneres, voll lebendiges Dasein gerade in dem, was später abgeschattete Gedanken sind, vor der Geburt oder vor der Konzeption vorhanden. Wir können durchaus als das eigentliche geistige Dasein, als die eigentliche geistige Wesenhaftigkeit bezeichnen, was von der Gedankenwelt vor der Konzeption als inneres seelisches Weben und Leben vorhanden ist. Dieses innerlich-seelische Weben und Leben ist natürlich vor der Konzeption etwas, was das ganze uns bekannte Weltenall durchdringt. Wir leben eigentlich vor der Konzeption im Ganzen der Welt, die uns sonst umgibt, und was als Gedanke im Menschen dann während des Erdenlebens vorhanden ist, das ist das Schattenbild im kleinen Raum, im menschlichen physischen Organismus, von dem, was eigentlich kosmisches Leben hat vor der Konzeption.
[ 5 ] Damit bezeichnen wir das eine Element des Seelischen vor der Geburt oder vor der Konzeption. Was im Irdischen also Gedankenhaftes, im Außerirdischen bei der menschlichen Wesenheit eigentlich Geistiges ist, das finden wir, bevor der Mensch heruntersteigt in die physische Welt, als Inhalt der Seele. Das andere, was Inhalt der Seele ist, das ist nicht anders zu bezeichnen, wenn wir die Begriffe von dem irdischen Leben hernehmen wollen, als indem wir sagen: Es ist Furcht. In der Seele lebt in der Zeit, die dem physischen Erdenleben vorangeht, etwas, was sie ganz durchdringt als Furcht. Nur natürlich, wenn so etwas gesagt wird, müssen Sie sich klar darüber sein, daß Furcht als Erlebnis außerhalb des physischen Leibes etwas ganz anderes ist als im physischen Menschenleibe.
[ 5 ] Damit bezeichnen wir das eine Element des Seelischen vor der Geburt oder vor der Konzeption. Was im Irdischen also Gedankenhaftes, im Außerirdischen bei der menschlichen Wesenheit eigentlich Geistiges ist, das finden wir, bevor der Mensch heruntersteigt in die physische Welt, als Inhalt der Seele. Das andere, was Inhalt der Seele ist, das ist nicht anders zu bezeichnen, wenn wir die Begriffe von dem irdischen Leben hernehmen wollen, als indem wir sagen: Es ist Furcht. In der Seele lebt in der Zeit, die dem physischen Erdenleben vorangeht, etwas, was sie ganz durchdringt als Furcht. Nur natürlich, wenn so etwas gesagt wird, müssen Sie sich klar darüber sein, daß Furcht als Erlebnis außerhalb des physischen Leibes etwas ganz anderes ist als im physischen Menschenleibe.
[ 6 ] Der Mensch ist also, bevor er zur Erde heruntersteigt, ein GeistigSeelisches, durchzogen von einem Gefühlselemente, das man nur mit etwas, was der Mensch im Erdenleben als Furcht erfährt, vergleichen kann. Diese Furcht hat ihre gute Berechtigung für die Zeit des Menschenlebens, von der ich eben spreche. Der Mensch hat in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt alle möglichen Erfahrungen gemacht, die sich eben in diesem kosmischen Verbundensein mit dem All machen lassen. Der Mensch ist gewissermaßen müde geworden dieses kosmischen Lebens am Ende seines Daseins zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, wie der Mensch durch das Vertrocknen, durch das Abgelähmtwerden seiner Leibesorganisation am Ende seines Erdenlebens für das irdische Leben müde ist. Der Mensch ist gewissermaßen müde geworden des außerirdischen Lebens. Und dieses Müdewerden drückt sich eben nicht als Müdewerden aus, sondern es drückt sich aus als Furcht vor dem All. Der Mensch flieht gewissermaßen das All. Er empfindet das, was die Grundeigenschaft des Alls ist, als etwas ihm nunmehr Fremdgewordenes, das ihm nichts mehr gibt; er empfindet eine Art von Scheu, die mit Furcht zu vergleichen ist, vor dem Elemente, in dem der Mensch darinnen ist. Er will sich herausziehen aus diesem Allgefühl, und er will sich zusammenziehen in das, was menschliche Leiblichkeit ist.
[ 6 ] Der Mensch ist also, bevor er zur Erde heruntersteigt, ein GeistigSeelisches, durchzogen von einem Gefühlselemente, das man nur mit etwas, was der Mensch im Erdenleben als Furcht erfährt, vergleichen kann. Diese Furcht hat ihre gute Berechtigung für die Zeit des Menschenlebens, von der ich eben spreche. Der Mensch hat in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt alle möglichen Erfahrungen gemacht, die sich eben in diesem kosmischen Verbundensein mit dem All machen lassen. Der Mensch ist gewissermaßen müde geworden dieses kosmischen Lebens am Ende seines Daseins zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, wie der Mensch durch das Vertrocknen, durch das Abgelähmtwerden seiner Leibesorganisation am Ende seines Erdenlebens für das irdische Leben müde ist. Der Mensch ist gewissermaßen müde geworden des außerirdischen Lebens. Und dieses Müdewerden drückt sich eben nicht als Müdewerden aus, sondern es drückt sich aus als Furcht vor dem All. Der Mensch flieht gewissermaßen das All. Er empfindet das, was die Grundeigenschaft des Alls ist, als etwas ihm nunmehr Fremdgewordenes, das ihm nichts mehr gibt; er empfindet eine Art von Scheu, die mit Furcht zu vergleichen ist, vor dem Elemente, in dem der Mensch darinnen ist. Er will sich herausziehen aus diesem Allgefühl, und er will sich zusammenziehen in das, was menschliche Leiblichkeit ist.
[ 7 ] Nun ist ja das, was sich von der Erde aus dem Menschen entgegenbietet, etwas, was in gewissem Sinne eine Art Anziehungskraft ausübt diesem Furchtzustande gegenüber, in dem der Mensch sich befindet, wenn er sich wiederum dem Erdendasein nähert. Wenn ich schematisch die Sache zeichnen soll, so müßte ich das in der folgenden Weise tun: Denken Sie sich die Schädeldecke mit dem Gehirn darinnen. Das ist der Boden der Schädeldecke. Nun, dasjenige, was da in den Formen des Gehirnes sich ausbildet, was so merkwürdige Windungen darstellt, das ist beim menschlichen Organismus, wie ich verschiedentlich schon angedeutet habe, eine Art Nachbildung des Sternenhimmels, des Weltenalls. Da drinnen in diesem zelligen Gebilde des Gehirns ist wirklich der Sternenhimmel nachgebildet (siehe Zeichnung). Und indem der Mensch vor dem Herunterkommen ins Irdische in dem All draußen, in der Sternenwelt gelebt hat, hat er ja in seiner Geistigkeit dieses Sternenall umfaßt. Aber jetzt fürchtet er sich vor demselben. Er zieht sich zusammen nach dem, was wie ein irdisches Abbild dieses Sternenraumes im menschlichen Gehirn ist.
[ 7 ] Nun ist ja das, was sich von der Erde aus dem Menschen entgegenbietet, etwas, was in gewissem Sinne eine Art Anziehungskraft ausübt diesem Furchtzustande gegenüber, in dem der Mensch sich befindet, wenn er sich wiederum dem Erdendasein nähert. Wenn ich schematisch die Sache zeichnen soll, so müßte ich das in der folgenden Weise tun: Denken Sie sich die Schädeldecke mit dem Gehirn darinnen. Das ist der Boden der Schädeldecke. Nun, dasjenige, was da in den Formen des Gehirnes sich ausbildet, was so merkwürdige Windungen darstellt, das ist beim menschlichen Organismus, wie ich verschiedentlich schon angedeutet habe, eine Art Nachbildung des Sternenhimmels, des Weltenalls. Da drinnen in diesem zelligen Gebilde des Gehirns ist wirklich der Sternenhimmel nachgebildet (siehe Zeichnung). Und indem der Mensch vor dem Herunterkommen ins Irdische in dem All draußen, in der Sternenwelt gelebt hat, hat er ja in seiner Geistigkeit dieses Sternenall umfaßt. Aber jetzt fürchtet er sich vor demselben. Er zieht sich zusammen nach dem, was wie ein irdisches Abbild dieses Sternenraumes im menschlichen Gehirn ist.


[ 8 ] Und da kommen wir zu dem, was man bezeichnen könnte als die Wahl, die das Geistig-Seelische trifft. Es geht die Seele eben zu demjenigen in Bildung begriffenen Gehirn hin, welches die meiste Ähnlichkeit hat mit der Sternkonstellation, in der die Seele vor dem Herabsteigen in das Irdische drinnengestanden hat. Es ist ja natürlich, daß das Gehirn des einen Embryos in anderer Weise als das eines andern Embryos ein Abbild des Sternenhimmels ist. Nach demjenigen Gehirn hin aber fühlt sich das Seelische angezogen, das am meisten Ähnlichkeit mit der Sternkonstellation hat, in der die Seele war, bevor sie auf die Erde heruntergestiegen ist.
[ 8 ] Und da kommen wir zu dem, was man bezeichnen könnte als die Wahl, die das Geistig-Seelische trifft. Es geht die Seele eben zu demjenigen in Bildung begriffenen Gehirn hin, welches die meiste Ähnlichkeit hat mit der Sternkonstellation, in der die Seele vor dem Herabsteigen in das Irdische drinnengestanden hat. Es ist ja natürlich, daß das Gehirn des einen Embryos in anderer Weise als das eines andern Embryos ein Abbild des Sternenhimmels ist. Nach demjenigen Gehirn hin aber fühlt sich das Seelische angezogen, das am meisten Ähnlichkeit mit der Sternkonstellation hat, in der die Seele war, bevor sie auf die Erde heruntergestiegen ist.
[ 9 ] Es ist also im wesentlichen eine Art Furchtgefühl, was die Seele in den engen menschlichen Raum herunterführt, ein Furchtgefühl vor dem Unendlichen, könnte man sagen. Dieses Furchtgefühl ist das mehr Seelische. Die Gedankenwelt, die dann nach und nach von der Kindheit bis zur Erwachsenheit entfaltet wird, ist das Geistige. Dabei gehen dann sowohl dieses Furchtgefühl wie auch das Geistige, das dann zu den Gedankenschatten wird, eine wesentliche Metamorphose durch. Diese Metamorphose möchte ich Ihnen charakterisieren. Man kann sich da nur der Ausdrücke bedienen, welche für das gewöhnliche Vorstellen ungewohnt sind; allein das heutige gewöhnliche Vorstellen hat ja auch durchaus keine Anhaltspunkte, um diese Dinge zu bezeichnen. Es liegt ab von alledem, was in diese Region hineingehört, und daher müssen wir uns schon ungewohnter Ausdrücke bedienen, wenn wir diese den heutigen Vorstellungen abliegenden Dinge adäquat bezeichnen wollen.
[ 9 ] Es ist also im wesentlichen eine Art Furchtgefühl, was die Seele in den engen menschlichen Raum herunterführt, ein Furchtgefühl vor dem Unendlichen, könnte man sagen. Dieses Furchtgefühl ist das mehr Seelische. Die Gedankenwelt, die dann nach und nach von der Kindheit bis zur Erwachsenheit entfaltet wird, ist das Geistige. Dabei gehen dann sowohl dieses Furchtgefühl wie auch das Geistige, das dann zu den Gedankenschatten wird, eine wesentliche Metamorphose durch. Diese Metamorphose möchte ich Ihnen charakterisieren. Man kann sich da nur der Ausdrücke bedienen, welche für das gewöhnliche Vorstellen ungewohnt sind; allein das heutige gewöhnliche Vorstellen hat ja auch durchaus keine Anhaltspunkte, um diese Dinge zu bezeichnen. Es liegt ab von alledem, was in diese Region hineingehört, und daher müssen wir uns schon ungewohnter Ausdrücke bedienen, wenn wir diese den heutigen Vorstellungen abliegenden Dinge adäquat bezeichnen wollen.
[ 10 ] Wir haben also zunächst das geistige Element, das da lebt im All, das sich gewissermaßen hineinbegibt in die enge Wohnung des menschlichen Leibes, sich namentlich durch das Nervensystem, durch das Gehirn entfaltet und sich dabei metamorphosieren muß. Dabei gliedert es sich in zwei Regionen. Man kann wirklich davon sprechen, daß das, was der Mensch vor der Konzeption in der geistig-seelischen Welt ist, beim Übergehen in die physische Leiblichkeit stirbt. Die Geburt in der physischen Leiblichkeit ist ein Absterben für das geistig-seelische Leben des Menschen. Beim Absterben bleibt immer ein Leichnam übrig. Wie, wenn der Mensch für die Erde stirbt, der Leichnam übrigbleibt, so bleibt auch ein Leichnam übrig, wenn das Geistig-Seelische, indem es durch die Konzeption zur Erde hingeht — wenn ich mich des Ausdrucks bedienen darf —, für das Himmlische abstirbt. Von dem, was nun da als ein Leichnam übrigbleibt, von dem leben wir eigentlich gedanklich unser ganzes Erdenleben hindurch. Der Leichnam ist nämlich die Gedankenwelt; das Tote, das ist diese Schattenwelt. So daß wir sagen können: Indem das Geistige des Menschen durch die Konzeption ins Erdenleben heruntersteigt, stirbt es für die geistig-seelische Welt ab und läßt diesen Leichnam zurück.
[ 10 ] Wir haben also zunächst das geistige Element, das da lebt im All, das sich gewissermaßen hineinbegibt in die enge Wohnung des menschlichen Leibes, sich namentlich durch das Nervensystem, durch das Gehirn entfaltet und sich dabei metamorphosieren muß. Dabei gliedert es sich in zwei Regionen. Man kann wirklich davon sprechen, daß das, was der Mensch vor der Konzeption in der geistig-seelischen Welt ist, beim Übergehen in die physische Leiblichkeit stirbt. Die Geburt in der physischen Leiblichkeit ist ein Absterben für das geistig-seelische Leben des Menschen. Beim Absterben bleibt immer ein Leichnam übrig. Wie, wenn der Mensch für die Erde stirbt, der Leichnam übrigbleibt, so bleibt auch ein Leichnam übrig, wenn das Geistig-Seelische, indem es durch die Konzeption zur Erde hingeht — wenn ich mich des Ausdrucks bedienen darf —, für das Himmlische abstirbt. Von dem, was nun da als ein Leichnam übrigbleibt, von dem leben wir eigentlich gedanklich unser ganzes Erdenleben hindurch. Der Leichnam ist nämlich die Gedankenwelt; das Tote, das ist diese Schattenwelt. So daß wir sagen können: Indem das Geistige des Menschen durch die Konzeption ins Erdenleben heruntersteigt, stirbt es für die geistig-seelische Welt ab und läßt diesen Leichnam zurück.
[ 11 ] Geradeso wie der Leichnam des physischen Menschen in die irdischen Elemente sich auflöst, so löst sich für die geistige Welt das Geistig-Seelische auf und wird zu der Kraft, die in den physischen Gedanken entfaltet wird. Die Gedankenwelt ist der Leichnam unseres Geistig-Seelischen. So, wie die Erde den Leichnam verarbeitet, wenn wir ihn in die Erde legen, oder wie ihn das Feuer verarbeitet, wenn wir ihn verbrennen, so verarbeiten wir unser ganzes Leben hindurch den Leichnam unseres Geistig-Seelischen in unserer physischen Gedankenwelt. Also die physische Gedankenwelt ist im Grunde genommen das fortgehende Tote dessen, was als Wirkliches, als geistiges Leben vorhanden ist, bevor der Mensch in die physische Irdischheiit heruntersteigt.
[ 11 ] Geradeso wie der Leichnam des physischen Menschen in die irdischen Elemente sich auflöst, so löst sich für die geistige Welt das Geistig-Seelische auf und wird zu der Kraft, die in den physischen Gedanken entfaltet wird. Die Gedankenwelt ist der Leichnam unseres Geistig-Seelischen. So, wie die Erde den Leichnam verarbeitet, wenn wir ihn in die Erde legen, oder wie ihn das Feuer verarbeitet, wenn wir ihn verbrennen, so verarbeiten wir unser ganzes Leben hindurch den Leichnam unseres Geistig-Seelischen in unserer physischen Gedankenwelt. Also die physische Gedankenwelt ist im Grunde genommen das fortgehende Tote dessen, was als Wirkliches, als geistiges Leben vorhanden ist, bevor der Mensch in die physische Irdischheiit heruntersteigt.
[ 12 ] Das andere, was in den Menschen als Lebendes einkehrt von seinem vorirdischen Dasein, das kommt im physischen Menschen nicht durch die Gedankenwelt zur Geltung, sondern im weitesten Umfange durch alles dasjenige, was wir Gefühl nennen können, sowohl Mitfühlen mit den Menschen wie auch Mitfühlen mit der Natur. Also alles das, wodurch Sie sich fühlend, empfindend in die Außenwelt verbreiten, das ist ein Element, das die lebendige Nachwirkung des vorirdischen Daseins darstellt (siehe Schema S. 97).
[ 12 ] Das andere, was in den Menschen als Lebendes einkehrt von seinem vorirdischen Dasein, das kommt im physischen Menschen nicht durch die Gedankenwelt zur Geltung, sondern im weitesten Umfange durch alles dasjenige, was wir Gefühl nennen können, sowohl Mitfühlen mit den Menschen wie auch Mitfühlen mit der Natur. Also alles das, wodurch Sie sich fühlend, empfindend in die Außenwelt verbreiten, das ist ein Element, das die lebendige Nachwirkung des vorirdischen Daseins darstellt (siehe Schema S. 97).
[ 13 ] Nicht in Ihren Gedanken erleben Sie auf lebendige Art Ihr vorirdisches Dasein, sondern in dem Gefühle mit den andern Wesen. Wenn wir eine Blume liebhaben, wenn wir einen Menschen liebhaben, so ist das im wesentlichen eine Kraft, die uns aus dem vorirdischen Dasein gegeben ist, aber in einer lebendigen Weise. So daß wir auch sagen können: Wenn wir zum Beispiel einen Menschen liebhaben, so haben wir ihn nicht bloß aus Erfahrungen im Erdenleben lieb, sondern auch aus dem Karma heraus, aus der Verbundenheit in früheren Erdenleben. Es wird etwas Lebendiges hinübergetragen aus dem vorirdischen Dasein, wenn die mitfühlende Sphäre des Menschen in Betracht kommt. Dagegen stirbt das, was lebendiges Geistelement zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ist, in die Gedankenwelt hinein. Deshalb hat die Gedankenwelt während des irdischen Daseins dieses Blasse, Schattenhafte, dieses Tote an sich, weil es eigentlich den abgestorbenen Teil der vorirdischen Erlebnisse des Menschen darstellt.
[ 13 ] Nicht in Ihren Gedanken erleben Sie auf lebendige Art Ihr vorirdisches Dasein, sondern in dem Gefühle mit den andern Wesen. Wenn wir eine Blume liebhaben, wenn wir einen Menschen liebhaben, so ist das im wesentlichen eine Kraft, die uns aus dem vorirdischen Dasein gegeben ist, aber in einer lebendigen Weise. So daß wir auch sagen können: Wenn wir zum Beispiel einen Menschen liebhaben, so haben wir ihn nicht bloß aus Erfahrungen im Erdenleben lieb, sondern auch aus dem Karma heraus, aus der Verbundenheit in früheren Erdenleben. Es wird etwas Lebendiges hinübergetragen aus dem vorirdischen Dasein, wenn die mitfühlende Sphäre des Menschen in Betracht kommt. Dagegen stirbt das, was lebendiges Geistelement zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ist, in die Gedankenwelt hinein. Deshalb hat die Gedankenwelt während des irdischen Daseins dieses Blasse, Schattenhafte, dieses Tote an sich, weil es eigentlich den abgestorbenen Teil der vorirdischen Erlebnisse des Menschen darstellt.
[ 14 ] Das zweite ist dann das, was man als Furcht bezeichnen muß, und auch das metamorphosiert sich so, daß es in zwei Elemente zerfällt. Das eine, also dasjenige, was wir vor dem Heruntersteigen in die irdische Welt als Furcht erleben, was die Seele ganz durchzieht und wobei sie die geistige Welt fliehen will, das wird etwas anderes, wenn es in den Leib einzieht, und das äußert sich zunächst im Inneren des Menschen als etwas, was ich bezeichnen möchte als das Selbstgefühl. Das Selbstgefühl ist wirklich die umgewandelte Furcht. Daß Sie sich als ein Selbst fühlen, daß Sie sich in sich selbst halten, das ist umgewandelte Furcht aus dem vorirdischen Leben.
[ 14 ] Das zweite ist dann das, was man als Furcht bezeichnen muß, und auch das metamorphosiert sich so, daß es in zwei Elemente zerfällt. Das eine, also dasjenige, was wir vor dem Heruntersteigen in die irdische Welt als Furcht erleben, was die Seele ganz durchzieht und wobei sie die geistige Welt fliehen will, das wird etwas anderes, wenn es in den Leib einzieht, und das äußert sich zunächst im Inneren des Menschen als etwas, was ich bezeichnen möchte als das Selbstgefühl. Das Selbstgefühl ist wirklich die umgewandelte Furcht. Daß Sie sich als ein Selbst fühlen, daß Sie sich in sich selbst halten, das ist umgewandelte Furcht aus dem vorirdischen Leben.


[ 15 ] Und der andere Teil, in den sich die Furcht verwandelt, das ist der Wille. Alles, was als Willensimpulse auftritt, was unserer Betätigung in der Welt zugrunde liegt, all das ist vor dem Heruntersteigen ins irdische Leben als Furcht vorhanden.
[ 15 ] Und der andere Teil, in den sich die Furcht verwandelt, das ist der Wille. Alles, was als Willensimpulse auftritt, was unserer Betätigung in der Welt zugrunde liegt, all das ist vor dem Heruntersteigen ins irdische Leben als Furcht vorhanden.
[ 16 ] Sie sehen, hier ist wiederum dem Menschen ein Gutes für das irdische Leben erwiesen dadurch, daß er im gewöhnlichen Bewußtsein nicht an dem Hüter der Schwelle vorüberschreitet. Ich sagte ja oftmals: Das, was der Wille eigentlich da unten darstellt im menschlichen Organismus, das verschläft der Mensch. Der Mensch hat die Intention seines Wollens, dann führt er das Wollen aus; dann hat er wiederum die Vorstellung von den Ergebnissen. Was aber zwischen diesen beiden Vorstellungswelten liegt, zwischen der Absicht, eine Handlung auszuführen und der vollendeten Handlung, also das, was eigentlich im Willen lebt, das wird von dem Menschen zunächst so verschlafen, wie er die Zustände zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen verschläft. Wenn der Mensch hinunterschauen würde in das, was seinem Willen zugrunde liegt, er würde heraufkraften fühlen aus seinem Organismus die aus dem vorirdischen Leben hereinkommende Furcht.
[ 16 ] Sie sehen, hier ist wiederum dem Menschen ein Gutes für das irdische Leben erwiesen dadurch, daß er im gewöhnlichen Bewußtsein nicht an dem Hüter der Schwelle vorüberschreitet. Ich sagte ja oftmals: Das, was der Wille eigentlich da unten darstellt im menschlichen Organismus, das verschläft der Mensch. Der Mensch hat die Intention seines Wollens, dann führt er das Wollen aus; dann hat er wiederum die Vorstellung von den Ergebnissen. Was aber zwischen diesen beiden Vorstellungswelten liegt, zwischen der Absicht, eine Handlung auszuführen und der vollendeten Handlung, also das, was eigentlich im Willen lebt, das wird von dem Menschen zunächst so verschlafen, wie er die Zustände zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen verschläft. Wenn der Mensch hinunterschauen würde in das, was seinem Willen zugrunde liegt, er würde heraufkraften fühlen aus seinem Organismus die aus dem vorirdischen Leben hereinkommende Furcht.
[ 17 ] Das ist es auch, was bei der Einweihung überwunden werden muß. Wenn man in sich selbst hineinschaut, sieht man zuerst allerdings das Selbstgefühl. Das ist ja schon etwas, was durch die Erziehung nicht zu sehr gesteigert werden darf, damit der Mensch, wenn er in die geistige Welt eintritt, nicht eben in Größenwahn verfällt. Aber auf dem Grunde seiner Willensimpulse findet er überall die Furcht, und er muß gestärkt sein gegen diese Furcht.
[ 17 ] Das ist es auch, was bei der Einweihung überwunden werden muß. Wenn man in sich selbst hineinschaut, sieht man zuerst allerdings das Selbstgefühl. Das ist ja schon etwas, was durch die Erziehung nicht zu sehr gesteigert werden darf, damit der Mensch, wenn er in die geistige Welt eintritt, nicht eben in Größenwahn verfällt. Aber auf dem Grunde seiner Willensimpulse findet er überall die Furcht, und er muß gestärkt sein gegen diese Furcht.
[ 18 ] Im wesentlichen werden Sie daher sehen, daß überall in den Übungen, die angegeben sind in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?», darauf hingezielt ist, die Furcht, die man in der eben bezeichneten Weise gewahr wird, zu ertragen. Diese Furcht ist etwas, was unter den Entwickelungskräften da sein muß, sonst würde der Mensch gar nicht in das irdische Dasein herunterkommen aus der geistigen Welt. Er würde die geistige Welt nicht fliehen. Er würde nicht den Impuls entwickeln, in einen begrenzten physischen Menschenleib einzuziehen. Daß er es tut, hängt eben damit zusammen, daß er die Furcht vor der geistigen Welt als eine ganz natürliche Eigenschaft der Seele hat, wenn er eine Zeitlang zwischen dem Tode und einer neuen Geburt gelebt hat.
[ 18 ] Im wesentlichen werden Sie daher sehen, daß überall in den Übungen, die angegeben sind in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?», darauf hingezielt ist, die Furcht, die man in der eben bezeichneten Weise gewahr wird, zu ertragen. Diese Furcht ist etwas, was unter den Entwickelungskräften da sein muß, sonst würde der Mensch gar nicht in das irdische Dasein herunterkommen aus der geistigen Welt. Er würde die geistige Welt nicht fliehen. Er würde nicht den Impuls entwickeln, in einen begrenzten physischen Menschenleib einzuziehen. Daß er es tut, hängt eben damit zusammen, daß er die Furcht vor der geistigen Welt als eine ganz natürliche Eigenschaft der Seele hat, wenn er eine Zeitlang zwischen dem Tode und einer neuen Geburt gelebt hat.
[ 19 ] Wir haben also die Gedanken als einen Leichnam an uns, das heißt, eigentlich ist es die Kraft der Gedanken, nicht die Gedanken selbst, die wir haben. Wir können das noch genauer beschreiben. Allerdings, wenn Sie auf diese genauere Beschreibung eingehen wollen, werden Sie sehr exakte Vorstellungen entwickeln müssen. Diese geistige Kraft, die da in den Gedanken erstirbt und zum Leichnam wird, wenn der Mensch ins physische Erdendasein heruntersteigt, diese Kraft ist dieselbe, die aus dem Kosmos heraus unsere Organe bildet. Was wir als Lunge, Herz, Magen, also als die geformten Organe in uns tragen, das wird aus dieser Gedankenkraft des Weltenalls heraus gebildet. Wenn wir nun ins irdische Leben eintreten, dann geht in unseren engbegrenzten Organismus diese Gedankenkraft ein. Was will nun die Erde mit ihrer Umgebung von uns? Ja, die Erde mit ihrer Umgebung will eigentlich von uns, daß wir sie in uns nachbilden.
[ 19 ] Wir haben also die Gedanken als einen Leichnam an uns, das heißt, eigentlich ist es die Kraft der Gedanken, nicht die Gedanken selbst, die wir haben. Wir können das noch genauer beschreiben. Allerdings, wenn Sie auf diese genauere Beschreibung eingehen wollen, werden Sie sehr exakte Vorstellungen entwickeln müssen. Diese geistige Kraft, die da in den Gedanken erstirbt und zum Leichnam wird, wenn der Mensch ins physische Erdendasein heruntersteigt, diese Kraft ist dieselbe, die aus dem Kosmos heraus unsere Organe bildet. Was wir als Lunge, Herz, Magen, also als die geformten Organe in uns tragen, das wird aus dieser Gedankenkraft des Weltenalls heraus gebildet. Wenn wir nun ins irdische Leben eintreten, dann geht in unseren engbegrenzten Organismus diese Gedankenkraft ein. Was will nun die Erde mit ihrer Umgebung von uns? Ja, die Erde mit ihrer Umgebung will eigentlich von uns, daß wir sie in uns nachbilden.
[ 20 ] Wenn wir das Irdische nachbilden würden, dann würden allmählich im Verlaufe unseres Lebens unsere inneren Organe, wie Lunge und vor allen Dingen die verschiedensten Windungen des Gehirns und so weiter, in kristallartige Gestalten verwandelt werden. Wir würden alle Bildsäulen werden, die aber nicht dem Menschen ähnlich wären, sondern die so wie Kristalle, die gegeneinander gruppiert sind, aussehen würden. Wir würden aus unorganischen, aus leblosen Gestalten allmählich zusammengesetzt sein und eine Art von Bildsäule werden. Dagegen stemmt sich der menschliche Organismus. Er bleibt bei der Form seiner inneren Organe. Er läßt zum Beispiel seine Lunge nicht umbilden zu einer Art von, sagen wir, Gebirgszügen. Er läßt sein Herz nicht umbilden zu einer Art Kristallgruppe. Er stemmt sich dagegen. Und in diesem Sich-dagegen-Stemmen liegt der Anlaß dazu, daß wir, statt mit unseren Organen diese irdische Umgebung nachzuformen, sie bloß in Schattenbildern in unseren Gedanken nachbilden. Also die Gedankenkraft ist eigentlich immer auf dem Wege, von uns ein Abbild unserer physischen Erde, unserer physischen Erdenform zu machen. Wir möchten fortwährend zu einem System von Kristallen werden. Aber das läßt unsere Organisation nicht zu. So viel hat sie in dem Lebendigen, in dem Mitfühlen, in dem Selbstgefühle, in den Willensimpulsen zu entfalten, daß sie das nicht zuläßt. Sie läßt unsere Lunge nicht umbilden, so daß sie aussieht wie Kristalle, die aus der Erde herauswachsen. Sie stemmt sich gegen dieses irdische Gestaltetwerden, und da kommen nur die Tafel 9.
[ 20 ] Wenn wir das Irdische nachbilden würden, dann würden allmählich im Verlaufe unseres Lebens unsere inneren Organe, wie Lunge und vor allen Dingen die verschiedensten Windungen des Gehirns und so weiter, in kristallartige Gestalten verwandelt werden. Wir würden alle Bildsäulen werden, die aber nicht dem Menschen ähnlich wären, sondern die so wie Kristalle, die gegeneinander gruppiert sind, aussehen würden. Wir würden aus unorganischen, aus leblosen Gestalten allmählich zusammengesetzt sein und eine Art von Bildsäule werden. Dagegen stemmt sich der menschliche Organismus. Er bleibt bei der Form seiner inneren Organe. Er läßt zum Beispiel seine Lunge nicht umbilden zu einer Art von, sagen wir, Gebirgszügen. Er läßt sein Herz nicht umbilden zu einer Art Kristallgruppe. Er stemmt sich dagegen. Und in diesem Sich-dagegen-Stemmen liegt der Anlaß dazu, daß wir, statt mit unseren Organen diese irdische Umgebung nachzuformen, sie bloß in Schattenbildern in unseren Gedanken nachbilden. Also die Gedankenkraft ist eigentlich immer auf dem Wege, von uns ein Abbild unserer physischen Erde, unserer physischen Erdenform zu machen. Wir möchten fortwährend zu einem System von Kristallen werden. Aber das läßt unsere Organisation nicht zu. So viel hat sie in dem Lebendigen, in dem Mitfühlen, in dem Selbstgefühle, in den Willensimpulsen zu entfalten, daß sie das nicht zuläßt. Sie läßt unsere Lunge nicht umbilden, so daß sie aussieht wie Kristalle, die aus der Erde herauswachsen. Sie stemmt sich gegen dieses irdische Gestaltetwerden, und da kommen nur die Tafel 9.
[ 21 ] Bilder der irdischen Gestalten dann zustande in der Geometrie, und was wir sonst uns an Gedanken bilden von unserer Erdenumgebung. Wie gesagt, es muß sehr exakt gedacht werden, wenn man zu dieser Vorstellung vorschreiten will.
[ 21 ] Bilder der irdischen Gestalten dann zustande in der Geometrie, und was wir sonst uns an Gedanken bilden von unserer Erdenumgebung. Wie gesagt, es muß sehr exakt gedacht werden, wenn man zu dieser Vorstellung vorschreiten will.
[ 22 ] Eigentlich ist aber immerfort die Tendenz vorhanden, daß wir unserem Gedankensystem ähnlich werden. Wir müssen fortwährend dagegen kämpfen, daß wir ihm nicht ähnlich werden. Wir streben eigentlich fortwährend dahin, so eine Art Kunstwerk zu werden, das allerdings bei der Art der Gedanken, wie sie die Menschen meistens haben, nicht gerade ein sehr schönes Kunstwerk zum Anschauen gäbe. Aber wir streben dahin, der äußeren Gestalt nach dasselbe zu wirken, was unsere Gedanken eben im bloßen Bilde, im bloßen Schatten sind. Wir werden es nicht, sondern wir lassen es gewissermaßen zurückspiegeln, und dadurch wird es unser Gedanke. Es ist ein Prozeß, der sich wirklich vergleichen läßt mit dem Entstehen von Spiegelbildern.
[ 22 ] Eigentlich ist aber immerfort die Tendenz vorhanden, daß wir unserem Gedankensystem ähnlich werden. Wir müssen fortwährend dagegen kämpfen, daß wir ihm nicht ähnlich werden. Wir streben eigentlich fortwährend dahin, so eine Art Kunstwerk zu werden, das allerdings bei der Art der Gedanken, wie sie die Menschen meistens haben, nicht gerade ein sehr schönes Kunstwerk zum Anschauen gäbe. Aber wir streben dahin, der äußeren Gestalt nach dasselbe zu wirken, was unsere Gedanken eben im bloßen Bilde, im bloßen Schatten sind. Wir werden es nicht, sondern wir lassen es gewissermaßen zurückspiegeln, und dadurch wird es unser Gedanke. Es ist ein Prozeß, der sich wirklich vergleichen läßt mit dem Entstehen von Spiegelbildern.
[ 23 ] Wenn Sie hier einen Spiegel haben, davor einen Gegenstand, so wird dieser Gegenstand eben abgespiegelt. Er ist nicht da drinnen [Hier wird gezeichnet]. Alles, was vor unserem Auge steht, will eigentlich in uns fortwährend ein wirkliches Gebilde veranlassen. Aber wir stemmen uns dagegen, wir behalten unser Gehirn. Dadurch wird es zurückgespiegelt und wird das Gedankenbild. Ein Tisch will in Ihnen Ihr Gehirn selber zum Tisch machen; Sie lassen das nicht zu. Dadurch entsteht das Bild des Tisches in Ihnen. Das ist das Spiegeln, dieses Zurückwerfen der Tätigkeit. Dadurch aber stehen wir eben im Denken so da, daß unsere Gedanken nur die Schattenbilder der Außenwelt sind. Aber in unserem Gefühl, da haben wir schon etwas anderes gegeben. Versuchen Sie nur einmal sich richtig vorzustellen, was Sie mit Ihrem Fühlen haben. Sie fühlen anders einen runden Tisch als einen eckigen. Sie fühlen die Ecken. Der Gedanke des eckigen Dinges macht Ihnen nichts Besonderes aus, aber das Erfühlen der Ecken, das tut schon mehr weh, als wenn man nur in aller Ruhe die Rundung eines Tisches verfolgt. Also mit dem Fühlen leben wir in unserem Inneren schon mehr die äußere Form nach als mit den Gedanken.
[ 23 ] Wenn Sie hier einen Spiegel haben, davor einen Gegenstand, so wird dieser Gegenstand eben abgespiegelt. Er ist nicht da drinnen [Hier wird gezeichnet]. Alles, was vor unserem Auge steht, will eigentlich in uns fortwährend ein wirkliches Gebilde veranlassen. Aber wir stemmen uns dagegen, wir behalten unser Gehirn. Dadurch wird es zurückgespiegelt und wird das Gedankenbild. Ein Tisch will in Ihnen Ihr Gehirn selber zum Tisch machen; Sie lassen das nicht zu. Dadurch entsteht das Bild des Tisches in Ihnen. Das ist das Spiegeln, dieses Zurückwerfen der Tätigkeit. Dadurch aber stehen wir eben im Denken so da, daß unsere Gedanken nur die Schattenbilder der Außenwelt sind. Aber in unserem Gefühl, da haben wir schon etwas anderes gegeben. Versuchen Sie nur einmal sich richtig vorzustellen, was Sie mit Ihrem Fühlen haben. Sie fühlen anders einen runden Tisch als einen eckigen. Sie fühlen die Ecken. Der Gedanke des eckigen Dinges macht Ihnen nichts Besonderes aus, aber das Erfühlen der Ecken, das tut schon mehr weh, als wenn man nur in aller Ruhe die Rundung eines Tisches verfolgt. Also mit dem Fühlen leben wir in unserem Inneren schon mehr die äußere Form nach als mit den Gedanken.
[ 24 ] Damit ist hingedeutet auf die Metamorphose, die das SeelischGeistige durchmacht, wenn es vom vorirdischen Dasein ins irdische Dasein kommt. Wie ist es nun, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen? Die Gedankenwelt, die wir haben, ist ja ihrer Kraft nach bloß der Leichnam des vorirdischen Daseins. Die hat eigentlich keine Bedeutung. Geradeso wie, wenn wir uns in einem Spiegel sehen und dann den Spiegel wegnehmen, das Bild fort ist, so ist unser Gedankenleben fort, indem wir durch die Pforte des "Todes gehen. Also, "wenn der Mensch von Unsterblichkeit spricht, so soll er nur ja nicht auf diese irdische Gedankenkraft reflektieren. Die ist es nicht, die mit ihm durch die Pforte des Todes geht. Dagegen alles das, was er als Mitgefühl, als Nachgefühl, als Nachempfindung des Irdischen entwickelt hat, das geht durch die Pforte des Todes. Also Mitgefühl geht durch die Pforte des Todes hindurch (siehe Schema). Und dadurch, daß wir Mitgefühl haben mit der Umwelt, entwickeln wir die Kraft, jetzt in der geistigen Welt in den Wesenheiten darinnenzustehen, in dem Element, das Geistesgedankenelement ist. Das Mitfühlen, das durch unsere Körperlichkeit abgetrennt ist von der irdischen Umgebung, strömt jetzt nach dem Tode hinaus in die geistige Umgebung und verbindet sich mit dem Gedanklich-Geistigen der Welt, in die wir eintreten, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen. Also mit dem Gedanklich-Geistigen verbindet sich dasjenige, was wir an Mitgefühl empfinden.
[ 24 ] Damit ist hingedeutet auf die Metamorphose, die das SeelischGeistige durchmacht, wenn es vom vorirdischen Dasein ins irdische Dasein kommt. Wie ist es nun, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen? Die Gedankenwelt, die wir haben, ist ja ihrer Kraft nach bloß der Leichnam des vorirdischen Daseins. Die hat eigentlich keine Bedeutung. Geradeso wie, wenn wir uns in einem Spiegel sehen und dann den Spiegel wegnehmen, das Bild fort ist, so ist unser Gedankenleben fort, indem wir durch die Pforte des "Todes gehen. Also, "wenn der Mensch von Unsterblichkeit spricht, so soll er nur ja nicht auf diese irdische Gedankenkraft reflektieren. Die ist es nicht, die mit ihm durch die Pforte des Todes geht. Dagegen alles das, was er als Mitgefühl, als Nachgefühl, als Nachempfindung des Irdischen entwickelt hat, das geht durch die Pforte des Todes. Also Mitgefühl geht durch die Pforte des Todes hindurch (siehe Schema). Und dadurch, daß wir Mitgefühl haben mit der Umwelt, entwickeln wir die Kraft, jetzt in der geistigen Welt in den Wesenheiten darinnenzustehen, in dem Element, das Geistesgedankenelement ist. Das Mitfühlen, das durch unsere Körperlichkeit abgetrennt ist von der irdischen Umgebung, strömt jetzt nach dem Tode hinaus in die geistige Umgebung und verbindet sich mit dem Gedanklich-Geistigen der Welt, in die wir eintreten, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen. Also mit dem Gedanklich-Geistigen verbindet sich dasjenige, was wir an Mitgefühl empfinden.


[ 25 ] Und dadurch, daß wir gewissermaßen hinüberfließen mit unserem Mitfühlen in das Gedanklich-Geistige, entwickeln wir selber wiederum eine Art Gedankenleib, einen lebendigen Gedankenleib, der uns dann eigen ist zwischen dem Tode und der nächsten Geburt. Denn das, was im Leben Selbstgefühl ist, das entwickelt sich zum Drinnenstehen in andern Wesenheiten. Während wir durch unser Selbstgefühl im irdischen Leben uns nur innerhalb unserer Leiblichkeit wissen, lernen wir uns wissen in andern Wesen, in den Wesen der höheren Hierarchien, wenn wir durch die Pforte des Todes gegangen sind. Und indem wir in geistigen Wesen drinnenstehen, empfangen wir von diesen auch die Kräfte, die uns dann wiederum weiterleiten auf unserer Lebensbahn zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. So daß wir sagen können, das eigene Kräftewesen entwickelt sich auf diese Weise. Das ist die Metamorphose des Geistig-Seelischen, indem wir durch die Pforte des Todes hindurchgehen.
[ 25 ] Und dadurch, daß wir gewissermaßen hinüberfließen mit unserem Mitfühlen in das Gedanklich-Geistige, entwickeln wir selber wiederum eine Art Gedankenleib, einen lebendigen Gedankenleib, der uns dann eigen ist zwischen dem Tode und der nächsten Geburt. Denn das, was im Leben Selbstgefühl ist, das entwickelt sich zum Drinnenstehen in andern Wesenheiten. Während wir durch unser Selbstgefühl im irdischen Leben uns nur innerhalb unserer Leiblichkeit wissen, lernen wir uns wissen in andern Wesen, in den Wesen der höheren Hierarchien, wenn wir durch die Pforte des Todes gegangen sind. Und indem wir in geistigen Wesen drinnenstehen, empfangen wir von diesen auch die Kräfte, die uns dann wiederum weiterleiten auf unserer Lebensbahn zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. So daß wir sagen können, das eigene Kräftewesen entwickelt sich auf diese Weise. Das ist die Metamorphose des Geistig-Seelischen, indem wir durch die Pforte des Todes hindurchgehen.
[ 26 ] Der Wille als solcher ist nicht etwa so — wie die Gedankenwelt —, daß er mit dem Tode verschwände, sondern er ist ja der Quell für den Inhalt unserer Selbstgefühle. Denken Sie einmal, Sie wollen etwas, das Sie befriedigt, dann gibt dieses Wollen schon etwas, das Sie befriedigt, gibt Ihrem Selbstgefühl eine bestimmte Nuance. Wenn Sie etwas getan haben, was Sie nicht befriedigt, gibt das auch Ihrem Selbstgefühl eine bestimmte Nuance. Der Wille ist nicht nur etwas, das nach außen die Tätigkeit vollzieht, sondern er strebt auch kraftvoll in unser Inneres zurück. Wir wissen, was wir sind, aus dem heraus, was wir können. Und diese Nuance des Selbstgefühles, dieses in uns selbst wiederum Zurückstrahlen des Willenselementes, das nehmen wir mit dem Selbstgefühl eben mit in die geistige Welt. Also der Wille, das heißt eigentlich die Zurückstrahlung des Willens in unser Selbstgefühl ist es, was wir hineintragen, indem wir untertauchen in die Wesenheiten der höheren Hierarchien. Und dadurch, daß wir das mitnehmen, was unser Selbstgefühl erhöht oder geschwächt hat, bildet sich die Kraft unseres Karma, unseres Schicksals. Wenn man diese Dinge überblickt, kann man hineinschauen in das, was der Mensch eigentlich ist. Und man lernt auch auf diese Art insbesondere gewisse Begleiterscheinungen des irdischen Lebens kennen. Im irdischen Leben tritt die Furcht gewiß da oder dort auf; aber niemals darf sie die ganze Seele ausfüllen, und es wäre traurig, wenn es so wäre. Bevor wir dagegen ins irdische Leben heruntersteigen, ist die ganze Seele von Furcht ausgefüllt, und diese Furcht ist die Kraft, die wir in diesem Zustande haben müssen, damit wir ins physische irdische Leben wirklich heruntersteigen.
[ 26 ] Der Wille als solcher ist nicht etwa so — wie die Gedankenwelt —, daß er mit dem Tode verschwände, sondern er ist ja der Quell für den Inhalt unserer Selbstgefühle. Denken Sie einmal, Sie wollen etwas, das Sie befriedigt, dann gibt dieses Wollen schon etwas, das Sie befriedigt, gibt Ihrem Selbstgefühl eine bestimmte Nuance. Wenn Sie etwas getan haben, was Sie nicht befriedigt, gibt das auch Ihrem Selbstgefühl eine bestimmte Nuance. Der Wille ist nicht nur etwas, das nach außen die Tätigkeit vollzieht, sondern er strebt auch kraftvoll in unser Inneres zurück. Wir wissen, was wir sind, aus dem heraus, was wir können. Und diese Nuance des Selbstgefühles, dieses in uns selbst wiederum Zurückstrahlen des Willenselementes, das nehmen wir mit dem Selbstgefühl eben mit in die geistige Welt. Also der Wille, das heißt eigentlich die Zurückstrahlung des Willens in unser Selbstgefühl ist es, was wir hineintragen, indem wir untertauchen in die Wesenheiten der höheren Hierarchien. Und dadurch, daß wir das mitnehmen, was unser Selbstgefühl erhöht oder geschwächt hat, bildet sich die Kraft unseres Karma, unseres Schicksals. Wenn man diese Dinge überblickt, kann man hineinschauen in das, was der Mensch eigentlich ist. Und man lernt auch auf diese Art insbesondere gewisse Begleiterscheinungen des irdischen Lebens kennen. Im irdischen Leben tritt die Furcht gewiß da oder dort auf; aber niemals darf sie die ganze Seele ausfüllen, und es wäre traurig, wenn es so wäre. Bevor wir dagegen ins irdische Leben heruntersteigen, ist die ganze Seele von Furcht ausgefüllt, und diese Furcht ist die Kraft, die wir in diesem Zustande haben müssen, damit wir ins physische irdische Leben wirklich heruntersteigen.
[ 27 ] Das Selbstgefühl wiederum ist etwas, das im irdischen Leben nicht über eine gewisse Höhe hinaus gesteigert werden darf, was überhaupt eigentlich im irdischen Leben gar nicht selbständig empfunden werden sollte. Ein Mensch, der mit zu starker Selbständigkeit das Selbstgefühl entwickelt, der kennt eben nur sich. Das Selbstgefühl ist im irdischen Leben eigentlich nur dazu da, damit wir an unserer Leiblichkeit bis zum Tode festhalten, damit wir an jedem Morgen, wenn wir geschlafen haben, wiederum zurückkehren in unsere Leiblichkeit. Denn würden wir dieses Selbstgefühl nicht haben während unseres irdischen Lebens, so würden wir nicht wieder zurückkehren. Aber nach dem Tode brauchen wir es, wenn wir in die Welt der geistigen Wesenheiten untertauchen, denn wir würden uns sonst jederzeit verlieren. Wir müssen ja dort in reale geistige Wesenheiten untertauchen.
[ 27 ] Das Selbstgefühl wiederum ist etwas, das im irdischen Leben nicht über eine gewisse Höhe hinaus gesteigert werden darf, was überhaupt eigentlich im irdischen Leben gar nicht selbständig empfunden werden sollte. Ein Mensch, der mit zu starker Selbständigkeit das Selbstgefühl entwickelt, der kennt eben nur sich. Das Selbstgefühl ist im irdischen Leben eigentlich nur dazu da, damit wir an unserer Leiblichkeit bis zum Tode festhalten, damit wir an jedem Morgen, wenn wir geschlafen haben, wiederum zurückkehren in unsere Leiblichkeit. Denn würden wir dieses Selbstgefühl nicht haben während unseres irdischen Lebens, so würden wir nicht wieder zurückkehren. Aber nach dem Tode brauchen wir es, wenn wir in die Welt der geistigen Wesenheiten untertauchen, denn wir würden uns sonst jederzeit verlieren. Wir müssen ja dort in reale geistige Wesenheiten untertauchen.
[ 28 ] Die Erde macht nicht diesen Anspruch an uns. Wenn Sie durch einen Wald gehen, dann bleiben Sie eben auf Ihrem Wege, und die Bäume sind links und rechts und vorne und hinten. Sie sehen die Bäume, aber die Bäume machen nicht den Anspruch, daß Sie in sie hineingehen, daß Sie fortwährend zur Baumnymphe werden und in die Bäume untertauchen. Aber die geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien, deren Welt Sie nach dem Tode betreten, die machen den Anspruch, daß wir in sie untertauchen. Wir müssen sie alle werden, diese Wesenheiten der geistigen Welt. Würden wir da nicht mit dem Selbstgefühl in diese geistige Welt hineingehen, wenn wir durch die Pforte des Todes treten, dann würden wir uns verlieren. Da brauchen wir das Selbstgefühl, einfach um uns zu erhalten. Und gerade auch die moralischen Dinge, die wir im Erdenleben verrichtet haben, die unser Selbstgefühl in berechtigter Weise erhöhen, die schützen uns davor, uns nach dem Tode als unser Selbst zu verlieren.
[ 28 ] Die Erde macht nicht diesen Anspruch an uns. Wenn Sie durch einen Wald gehen, dann bleiben Sie eben auf Ihrem Wege, und die Bäume sind links und rechts und vorne und hinten. Sie sehen die Bäume, aber die Bäume machen nicht den Anspruch, daß Sie in sie hineingehen, daß Sie fortwährend zur Baumnymphe werden und in die Bäume untertauchen. Aber die geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien, deren Welt Sie nach dem Tode betreten, die machen den Anspruch, daß wir in sie untertauchen. Wir müssen sie alle werden, diese Wesenheiten der geistigen Welt. Würden wir da nicht mit dem Selbstgefühl in diese geistige Welt hineingehen, wenn wir durch die Pforte des Todes treten, dann würden wir uns verlieren. Da brauchen wir das Selbstgefühl, einfach um uns zu erhalten. Und gerade auch die moralischen Dinge, die wir im Erdenleben verrichtet haben, die unser Selbstgefühl in berechtigter Weise erhöhen, die schützen uns davor, uns nach dem Tode als unser Selbst zu verlieren.
[ 29 ] Das sind Vorstellungen, die eigentlich wiederum eintreten müßten in das menschliche Bewußtsein von der Gegenwart ab nach der nächsten Zukunft der Erdenentwickelung hin. Diese Vorstellungen sind gewissermaßen der Menschheit in ältesten Zeiten während des instinktiven hellseherischen Erfassens schon zugeflossen. Die Menschen hatten einmal ein starkes Gefühl von dem, was sie waren, bevor sie zum irdischen Leben heruntergestiegen waren. Das war besonders stark entwickelt in den irdischen Urzeiten. Weniger entwickelt war in irdischen Urzeiten die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode. Das war etwas, das wie selbstverständlich hingenommen wurde. Geradeso aber, wie jetzt die Menschen sich hauptsächlich für ihr Erleben nach dem Tode interessieren, so interessierten sich die Menschen der irdischen Urzeit, die Menschen vor Jahrtausenden, für ihr Leben, bevor sie heruntergestiegen waren auf die Erde.
[ 29 ] Das sind Vorstellungen, die eigentlich wiederum eintreten müßten in das menschliche Bewußtsein von der Gegenwart ab nach der nächsten Zukunft der Erdenentwickelung hin. Diese Vorstellungen sind gewissermaßen der Menschheit in ältesten Zeiten während des instinktiven hellseherischen Erfassens schon zugeflossen. Die Menschen hatten einmal ein starkes Gefühl von dem, was sie waren, bevor sie zum irdischen Leben heruntergestiegen waren. Das war besonders stark entwickelt in den irdischen Urzeiten. Weniger entwickelt war in irdischen Urzeiten die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode. Das war etwas, das wie selbstverständlich hingenommen wurde. Geradeso aber, wie jetzt die Menschen sich hauptsächlich für ihr Erleben nach dem Tode interessieren, so interessierten sich die Menschen der irdischen Urzeit, die Menschen vor Jahrtausenden, für ihr Leben, bevor sie heruntergestiegen waren auf die Erde.
[ 30 ] Dann kam die Zeit, mit der sich dieses ursprünglich instinktive Hellsehen verlor, in der sich auch verlor das intensive Zusammenhängen der Seele mit ihrem vorirdischen Dasein. Und dann entsprangen die zwei Geistesströmungen, welche das vorbereitet haben, was eigentlich sich jetzt in der Menschheitszivilisation entwickeln mußte. Wir haben zwei deutlich voneinander verschiedene Strömungen, die wir von den verschiedensten Gesichtspunkten aus charakterisiert haben, und auf die wir heute von einem bestimmten Gesichtspunkte aus, der uns morgen und übermorgen bei unseren Betrachtungen wird dienen können, wiederum eingehen wollen.
[ 30 ] Dann kam die Zeit, mit der sich dieses ursprünglich instinktive Hellsehen verlor, in der sich auch verlor das intensive Zusammenhängen der Seele mit ihrem vorirdischen Dasein. Und dann entsprangen die zwei Geistesströmungen, welche das vorbereitet haben, was eigentlich sich jetzt in der Menschheitszivilisation entwickeln mußte. Wir haben zwei deutlich voneinander verschiedene Strömungen, die wir von den verschiedensten Gesichtspunkten aus charakterisiert haben, und auf die wir heute von einem bestimmten Gesichtspunkte aus, der uns morgen und übermorgen bei unseren Betrachtungen wird dienen können, wiederum eingehen wollen.
[ 31 ] Nehmen Sie die irdische Entwickelung, bevor das Mysterium von Golgatha über die Erde hinging, dann haben Sie gewissermaßen ausgebreitet über die Erde die heidnische Kultur, und in einer gewissen Absonderung diejenige Kultur, die man die alttestamentliche nennen könnte. Was war denn dieser heidnischen Kultur besonders eigentümlich? Sie hatte durchaus noch ein Bewußtsein davon, daß in allem, was physisch den Menschen umgibt, auch Geistiges enthalten ist. Die heidnische Kultur hatte ein starkes Bewußtsein von dem, was lebendige Gedanken sind, die dann in uns zu toten Gedanken werden. Sie sah überall in den Wesen der verschiedenen Naturreiche das lebendige Element für das, wofür die menschlichen Gedanken das tote Element sind. Die heidnische Welt nahm also die lebendigen Gedanken der Welt wahr, sie betrachtete den Menschen auch als angehörig diesen lebendigen Gedanken der Welt.
[ 31 ] Nehmen Sie die irdische Entwickelung, bevor das Mysterium von Golgatha über die Erde hinging, dann haben Sie gewissermaßen ausgebreitet über die Erde die heidnische Kultur, und in einer gewissen Absonderung diejenige Kultur, die man die alttestamentliche nennen könnte. Was war denn dieser heidnischen Kultur besonders eigentümlich? Sie hatte durchaus noch ein Bewußtsein davon, daß in allem, was physisch den Menschen umgibt, auch Geistiges enthalten ist. Die heidnische Kultur hatte ein starkes Bewußtsein von dem, was lebendige Gedanken sind, die dann in uns zu toten Gedanken werden. Sie sah überall in den Wesen der verschiedenen Naturreiche das lebendige Element für das, wofür die menschlichen Gedanken das tote Element sind. Die heidnische Welt nahm also die lebendigen Gedanken der Welt wahr, sie betrachtete den Menschen auch als angehörig diesen lebendigen Gedanken der Welt.
[ 32 ] Nun war ein besonders lebensvoll entwickelter Teil dieser heidnischen Welt die des alten Griechenvolkes. Sie wissen ja, daß die Welt des alten Griechenvolkes stark durchdrungen war von dem Schicksalsgedanken. Und — erinnern Sie sich an gewisse griechische Dramen — dieser Schicksalsgedanke durchstrahlt das menschliche Leben mit einer Gesetzmäßigkeit, ich möchte sagen wie die Naturgesetze die Natur. Der Grieche fühlte sich in der Natur durchaus so drinnenstehend, daß in ihn herein das Schicksal spielte, wie in die Naturtatsachen die Naturgesetze spielen. Das Schicksal trifft den Menschen innerhalb der griechischen Anschauung mit Naturgewalt. Das war aber die Eigentümlichkeit jeder heidnischen Vorstellung, sie kam nur bei den Griechen in ganz bedeutsamer Weise zum Ausdruck. Die heidnische Welt sah den Geist in allem Naturdasein. Sie hatte keine besondere Naturwissenschaft, die so gewesen wäre wie die unsrige, aber sie hatte eine ausgebreitete Naturwissenschaft. Sie redete überall, wo sie die Natur erblickte, von Geistigem. Das war die Naturwissenschaft, die zu gleicher Zeit eine Geisteswissenschaft war. Der Heide sah weniger auf das menschliche Innere. Er sah den Menschen auch wie ein Naturwesen von außen an, aber er konnte das, weil er auch die übrigen Naturwesen nicht seelenlos dachte. Er dachte den Baum, die Pflanzen, die Wolken nicht seelenlos. So brauchte er auch den Menschen nur von außen anzuschauen und ihn doch nicht seelenlos zu denken. Der alte Heide konnte also, indem er die Natur beseelte, auch den Menschen als Naturwesen betrachten, und so war das alte Heidentum ein Element, das von vorneherein ein Spirituelles in sich hatte, das zum Geiste hinneigte. Dem stand schroff entgegen als der andere Pol das Bekenntnis, das dann im Alten Testament sich ausgelebt hat.
[ 32 ] Nun war ein besonders lebensvoll entwickelter Teil dieser heidnischen Welt die des alten Griechenvolkes. Sie wissen ja, daß die Welt des alten Griechenvolkes stark durchdrungen war von dem Schicksalsgedanken. Und — erinnern Sie sich an gewisse griechische Dramen — dieser Schicksalsgedanke durchstrahlt das menschliche Leben mit einer Gesetzmäßigkeit, ich möchte sagen wie die Naturgesetze die Natur. Der Grieche fühlte sich in der Natur durchaus so drinnenstehend, daß in ihn herein das Schicksal spielte, wie in die Naturtatsachen die Naturgesetze spielen. Das Schicksal trifft den Menschen innerhalb der griechischen Anschauung mit Naturgewalt. Das war aber die Eigentümlichkeit jeder heidnischen Vorstellung, sie kam nur bei den Griechen in ganz bedeutsamer Weise zum Ausdruck. Die heidnische Welt sah den Geist in allem Naturdasein. Sie hatte keine besondere Naturwissenschaft, die so gewesen wäre wie die unsrige, aber sie hatte eine ausgebreitete Naturwissenschaft. Sie redete überall, wo sie die Natur erblickte, von Geistigem. Das war die Naturwissenschaft, die zu gleicher Zeit eine Geisteswissenschaft war. Der Heide sah weniger auf das menschliche Innere. Er sah den Menschen auch wie ein Naturwesen von außen an, aber er konnte das, weil er auch die übrigen Naturwesen nicht seelenlos dachte. Er dachte den Baum, die Pflanzen, die Wolken nicht seelenlos. So brauchte er auch den Menschen nur von außen anzuschauen und ihn doch nicht seelenlos zu denken. Der alte Heide konnte also, indem er die Natur beseelte, auch den Menschen als Naturwesen betrachten, und so war das alte Heidentum ein Element, das von vorneherein ein Spirituelles in sich hatte, das zum Geiste hinneigte. Dem stand schroff entgegen als der andere Pol das Bekenntnis, das dann im Alten Testament sich ausgelebt hat.
[ 33 ] Das Alte Testament kannte die Natur eigentlich weder in dem Sinne, wie wir die Natur kennen — ich meine, indem wir wiederum zur Geisteswissenschaft zurückkehren —, noch in dem Sinne, wie das Heidentum die Natur gekannt hat. Das Alte Testament kannte eigentlich nur eine moralische Weltordnung, und Jahve ist der Herrscher über diese moralische Weltordnung, und es geschieht das, was Jahve will. So daß innerhalb dieser Welt des Alten ’Testamentes eigentlich in ganz selbstverständlicher Weise die Anschauung entstand, man soll sich gar kein Bild machen von dem, was seelisch-geistig ist; eine Anschauung, die das Heidentum nie hätte haben können, denn das Heidentum hat in jedem Baume, in jeder Pflanze Bilder gesehen von dem Geistigen. Der Bekenner des Alten Testamentes hat nirgends Bilder gesehen, dagegen überall das Walten des unsichtbaren, bildlosen Geistigen.
[ 33 ] Das Alte Testament kannte die Natur eigentlich weder in dem Sinne, wie wir die Natur kennen — ich meine, indem wir wiederum zur Geisteswissenschaft zurückkehren —, noch in dem Sinne, wie das Heidentum die Natur gekannt hat. Das Alte Testament kannte eigentlich nur eine moralische Weltordnung, und Jahve ist der Herrscher über diese moralische Weltordnung, und es geschieht das, was Jahve will. So daß innerhalb dieser Welt des Alten ’Testamentes eigentlich in ganz selbstverständlicher Weise die Anschauung entstand, man soll sich gar kein Bild machen von dem, was seelisch-geistig ist; eine Anschauung, die das Heidentum nie hätte haben können, denn das Heidentum hat in jedem Baume, in jeder Pflanze Bilder gesehen von dem Geistigen. Der Bekenner des Alten Testamentes hat nirgends Bilder gesehen, dagegen überall das Walten des unsichtbaren, bildlosen Geistigen.
[ 34 ] Im Neuen Testamente sollte man eigentlich einen Zusammenschluß dieser beiden Geistesströmungen erkennen. Es ist immer so gewesen, daß in den Anschauungen der Menschen das eine oder das andere Element vorwiegend war. So ist zum Beispiel das heidnische Element immer vorwiegend gewesen da, wo mehr anschauliche religiöse Bekenntnisse gepflogen worden sind. Da machte man sich Bilder von geistigen Wesenheiten, die Naturbildungen nachgeahmt waren. Dagegen bildete sich das alttestamentliche Element überall da aus, wo die neuere Wissenschaftlichkeit heraufkam, wo man auf das Bildlose hinstrebte. Und in der neueren materialistischen Wissenschaft lebt in vieler Beziehung ein Nachklang gerade des Alten Testamentes, des unbildhaften Alten 'Testamentes. Man möchte sagen, der Materialismus der Wissenschaft, der will streng sondern das Materielle, dem er nun gar keinen Geist mehr läßt, und das Geistige, das nur im Moralischen leben soll, von dem man sich gar kein Bild machen darf, das also auch nicht gesehen werden darf in dem Irdischen.
[ 34 ] Im Neuen Testamente sollte man eigentlich einen Zusammenschluß dieser beiden Geistesströmungen erkennen. Es ist immer so gewesen, daß in den Anschauungen der Menschen das eine oder das andere Element vorwiegend war. So ist zum Beispiel das heidnische Element immer vorwiegend gewesen da, wo mehr anschauliche religiöse Bekenntnisse gepflogen worden sind. Da machte man sich Bilder von geistigen Wesenheiten, die Naturbildungen nachgeahmt waren. Dagegen bildete sich das alttestamentliche Element überall da aus, wo die neuere Wissenschaftlichkeit heraufkam, wo man auf das Bildlose hinstrebte. Und in der neueren materialistischen Wissenschaft lebt in vieler Beziehung ein Nachklang gerade des Alten Testamentes, des unbildhaften Alten 'Testamentes. Man möchte sagen, der Materialismus der Wissenschaft, der will streng sondern das Materielle, dem er nun gar keinen Geist mehr läßt, und das Geistige, das nur im Moralischen leben soll, von dem man sich gar kein Bild machen darf, das also auch nicht gesehen werden darf in dem Irdischen.
[ 35 ] Diese besondere Charakteristik des Wissenschaftlichen, der wir heute in der materialistischen Form der Wissenschaft begegnen, ist eigentlich noch ein in unsere Zeit hereinragender Impuls des Alten Testamentes. Die Wissenschaft ist noch gar nicht christlich geworden. Die Wissenschaft als Materialismus ist im Grunde genommen heute noch alttestamentlich. Und das wird eine der Hauptaufgaben der fortschreitenden Zivilisation sein, beides zu überwinden, aber auch beides synthetisch in eine höhere Einheit auflösen zu können. Wir müssen uns schon klar darüber sein, daß sowohl das Heidentum wie das Judentum Einseitigkeiten darstellen und daß sie, indem sie vielfach hereinragen in die neuere Zeit, ein zu Überwindendes darstellen.
[ 35 ] Diese besondere Charakteristik des Wissenschaftlichen, der wir heute in der materialistischen Form der Wissenschaft begegnen, ist eigentlich noch ein in unsere Zeit hereinragender Impuls des Alten Testamentes. Die Wissenschaft ist noch gar nicht christlich geworden. Die Wissenschaft als Materialismus ist im Grunde genommen heute noch alttestamentlich. Und das wird eine der Hauptaufgaben der fortschreitenden Zivilisation sein, beides zu überwinden, aber auch beides synthetisch in eine höhere Einheit auflösen zu können. Wir müssen uns schon klar darüber sein, daß sowohl das Heidentum wie das Judentum Einseitigkeiten darstellen und daß sie, indem sie vielfach hereinragen in die neuere Zeit, ein zu Überwindendes darstellen.
[ 36 ] Die Wissenschaft wird zum Geiste kommen müssen. Die Kunst, die vielfach etwas Heidnisches hat, die verschiedene Ansätze gemacht hat zum Christlichwerden, Ansätze, die aber meistens ins Luziferisch-Heidnische ausgeschlagen sind, die Kunst wird einlaufen müssen in ein christliches Element. Wir haben heute eigentlich noch immer die Nachwirkungen des heidnischen und des alttestamentlichen Elementes und haben noch nicht ein voll ausgebildetes christliches Bewußtsein. Das ist es, was wir insbesondere fühlen müssen, wenn wir uns auf diese konkreten Durchgänge des Menschen durch Geburt und Tod besinnen, so wie sie uns von der Geisteswissenschaft gegeben werden.
[ 36 ] Die Wissenschaft wird zum Geiste kommen müssen. Die Kunst, die vielfach etwas Heidnisches hat, die verschiedene Ansätze gemacht hat zum Christlichwerden, Ansätze, die aber meistens ins Luziferisch-Heidnische ausgeschlagen sind, die Kunst wird einlaufen müssen in ein christliches Element. Wir haben heute eigentlich noch immer die Nachwirkungen des heidnischen und des alttestamentlichen Elementes und haben noch nicht ein voll ausgebildetes christliches Bewußtsein. Das ist es, was wir insbesondere fühlen müssen, wenn wir uns auf diese konkreten Durchgänge des Menschen durch Geburt und Tod besinnen, so wie sie uns von der Geisteswissenschaft gegeben werden.
[ 37 ] Auf der Grundlage dessen, was ich nun heute vor Ihnen entwickelt habe, werde ich morgen einiges Historisches im geisteswissenschaftlichen Sinne zur Darstellung zu bringen versuchen.
[ 37 ] Auf der Grundlage dessen, was ich nun heute vor Ihnen entwickelt habe, werde ich morgen einiges Historisches im geisteswissenschaftlichen Sinne zur Darstellung zu bringen versuchen.

