The Mystery of the Sun
and
The Mystery of Death and Resurrection
Exoteric and Esoteric Christianity
GA 211
24 April 1922, London
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Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung
11. Die dreifache Sonne und der auferstandene Christus
11. Die dreifache Sonne und der auferstandene Christus
[ 1 ] In der Gegenwart ist es durchaus notwendig, daß eine Anzahl von Menschen wissen, wo die gegenwärtige Menschheit in der geistigen Entwickelung steht, und welcher Weg zu nehmen ist, damit unsere Zivilisation nicht zugrunde gehe. Denn — und ich will heute ganz in anthroposophischen Formen zu Ihnen sprechen — diejenigen geistigen Kräfte, die wir die ahrimanischen Kräfte nennen und die in sich schließen alles, was materialistisch gedacht und getan wird in der Menschheit, diese ahrimanischen Kräfte möchten durch alles das, was bloß intellektualistisch ist, den Menschen an die Erde fesseln. Diese ahrimanischen Kräfte sind in unserer Zeit sehr stark, und sie suchen auf jede Art in die Menschenseelen Zugang zu gewinnen, um die menschlichen Seelen zu materialistischer Gesinnung zu verführen, zu einer bloß intellektualistischen Erfassung der Welt. Daher muß eine Anzahl von Menschen wissen, wie die Entwickelung der Menschheit auf der Erde vor sich zu gehen hat, damit die Menschheit ihr Ziel als Erdenmenschheit erreiche. Dazu aber ist erforderlich, daß man ein wenig zurückblicke in die Entwickelung der Menschheit. Wir könnten weiter zurückgehen, allein es ist für heute nicht notwendig, daß wir weiter zurückgehen als in das dritte und vierte Jahrtausend vor dem Mysterium von Golgatha und dann die Entwickelung der Menschheit bis in unsere Zeit von einem gewissen Gesichtspunkte aus verfolgen.
[ 1 ] In der Gegenwart ist es durchaus notwendig, daß eine Anzahl von Menschen wissen, wo die gegenwärtige Menschheit in der geistigen Entwickelung steht, und welcher Weg zu nehmen ist, damit unsere Zivilisation nicht zugrunde gehe. Denn — und ich will heute ganz in anthroposophischen Formen zu Ihnen sprechen — diejenigen geistigen Kräfte, die wir die ahrimanischen Kräfte nennen und die in sich schließen alles, was materialistisch gedacht und getan wird in der Menschheit, diese ahrimanischen Kräfte möchten durch alles das, was bloß intellektualistisch ist, den Menschen an die Erde fesseln. Diese ahrimanischen Kräfte sind in unserer Zeit sehr stark, und sie suchen auf jede Art in die Menschenseelen Zugang zu gewinnen, um die menschlichen Seelen zu materialistischer Gesinnung zu verführen, zu einer bloß intellektualistischen Erfassung der Welt. Daher muß eine Anzahl von Menschen wissen, wie die Entwickelung der Menschheit auf der Erde vor sich zu gehen hat, damit die Menschheit ihr Ziel als Erdenmenschheit erreiche. Dazu aber ist erforderlich, daß man ein wenig zurückblicke in die Entwickelung der Menschheit. Wir könnten weiter zurückgehen, allein es ist für heute nicht notwendig, daß wir weiter zurückgehen als in das dritte und vierte Jahrtausend vor dem Mysterium von Golgatha und dann die Entwickelung der Menschheit bis in unsere Zeit von einem gewissen Gesichtspunkte aus verfolgen.
[ 2 ] In jener alten Zeit, von der ich zuerst sprechen möchte, entwickelte sich im Orient, in Asien eine Kultur, die ich in meinem Buche «Die Geheimwissenschaft» die urpersische Kultur genannt habe. Der Lehrer der Menschheit während dieser urpersischen Kultur war Zarathustra, Zoroaster. Es ist nicht jener Zarathustra, von dem die Geschichte erzählt, und der in etwas späterer Zeit lebte. Es ist ein viel älterer Lehrer der Menschheit. Aber es ist in jenen alten Zeiten durchaus so, daß die Schüler eines hohen bedeutenden Lehrers lange dessen Namen angenommen haben. Und so ist derjenige Mensch, der in der Geschichte Zarathustra genannt wird, der letzte der großen Zarathustra-Schüler. Zarathustra war in einer ganz besonderen Weise in die Geheimnisse des Daseins eingeweiht, und er konnte als ein großer Eingeweihter, als ein hervorragender Initiierter die Menschheit der damaligen Zeit lehren. Zarathustra wußte durch seine Initiation, daß an derjenigen Stelle des Raumes, wohin wir blicken, wenn wir die Sonne sehen, ein großer umfassender Weltengeist lebt. Zarathustra sah überhaupt nicht zuerst die physische Sonne, sondern Zarathustra sah an der Stelle, wo wir heute durch das gewöhnliche Bewußtsein die physische Sonne sehen, einen großen umfassenden Weltengeist. Und dieser Weltengeist, der übte auf eine spirituelle Art seinen Einfluß auf Zarathustra aus. Und Zarathustra wußte dadurch, wie mit dem Schein, mit dem Glanz der Sonne, mit den Strahlen der Sonne auf die Erde auch die göttlich-geistigen Gnadenstrahlen kommen, welche in der Seele, in dem Geist des Menschen entzünden den höheren Menschen, zu dem sich der gewöhnliche Mensch hinaufringen soll. Und da man in jenen alten Zeiten die Initiierten nicht mit äußeren Namen nannte, sondern mit denjenigen Namen, die ihnen zukamen durch das, was sie wußten, so wurde dieser große Eingeweihte von seinen Schülern genannt und so nannte er sich: Zarathustra, Zoroaster, der strahlende Stern. Aber gemeint war die strahlende Gottheit, die die Strahlen der Weisheit auf die Erde sendet. Es war im Verhältnis zu allen späteren Einweihungen, zu allen späteren Initiationen eine höhere Initiation. Denn in demjenigen, was Zarathustra in der geistigen Weltensonne sah, lagen ja alle Kräfte, welche auf der Erde die Steine erhärten lassen, welche die Pflanzen aus ihren Keimen hervorwachsen lassen, welche die verschiedenen Tierarten über die Erde ausbreiten, welche den Menschen wachsen und gedeihen lassen. Alles dasjenige, was auf der Erde geschah, wußte der älteste Zarathustra — der strahlende Stern — durch dasjenige, was er von der Sonne als geistiges Wesen erlebte.
[ 2 ] In jener alten Zeit, von der ich zuerst sprechen möchte, entwickelte sich im Orient, in Asien eine Kultur, die ich in meinem Buche «Die Geheimwissenschaft» die urpersische Kultur genannt habe. Der Lehrer der Menschheit während dieser urpersischen Kultur war Zarathustra, Zoroaster. Es ist nicht jener Zarathustra, von dem die Geschichte erzählt, und der in etwas späterer Zeit lebte. Es ist ein viel älterer Lehrer der Menschheit. Aber es ist in jenen alten Zeiten durchaus so, daß die Schüler eines hohen bedeutenden Lehrers lange dessen Namen angenommen haben. Und so ist derjenige Mensch, der in der Geschichte Zarathustra genannt wird, der letzte der großen Zarathustra-Schüler. Zarathustra war in einer ganz besonderen Weise in die Geheimnisse des Daseins eingeweiht, und er konnte als ein großer Eingeweihter, als ein hervorragender Initiierter die Menschheit der damaligen Zeit lehren. Zarathustra wußte durch seine Initiation, daß an derjenigen Stelle des Raumes, wohin wir blicken, wenn wir die Sonne sehen, ein großer umfassender Weltengeist lebt. Zarathustra sah überhaupt nicht zuerst die physische Sonne, sondern Zarathustra sah an der Stelle, wo wir heute durch das gewöhnliche Bewußtsein die physische Sonne sehen, einen großen umfassenden Weltengeist. Und dieser Weltengeist, der übte auf eine spirituelle Art seinen Einfluß auf Zarathustra aus. Und Zarathustra wußte dadurch, wie mit dem Schein, mit dem Glanz der Sonne, mit den Strahlen der Sonne auf die Erde auch die göttlich-geistigen Gnadenstrahlen kommen, welche in der Seele, in dem Geist des Menschen entzünden den höheren Menschen, zu dem sich der gewöhnliche Mensch hinaufringen soll. Und da man in jenen alten Zeiten die Initiierten nicht mit äußeren Namen nannte, sondern mit denjenigen Namen, die ihnen zukamen durch das, was sie wußten, so wurde dieser große Eingeweihte von seinen Schülern genannt und so nannte er sich: Zarathustra, Zoroaster, der strahlende Stern. Aber gemeint war die strahlende Gottheit, die die Strahlen der Weisheit auf die Erde sendet. Es war im Verhältnis zu allen späteren Einweihungen, zu allen späteren Initiationen eine höhere Initiation. Denn in demjenigen, was Zarathustra in der geistigen Weltensonne sah, lagen ja alle Kräfte, welche auf der Erde die Steine erhärten lassen, welche die Pflanzen aus ihren Keimen hervorwachsen lassen, welche die verschiedenen Tierarten über die Erde ausbreiten, welche den Menschen wachsen und gedeihen lassen. Alles dasjenige, was auf der Erde geschah, wußte der älteste Zarathustra — der strahlende Stern — durch dasjenige, was er von der Sonne als geistiges Wesen erlebte.
[ 3 ] Und dann kam eine spätere Zeit, in der man nicht mehr so tief hineindringen konnte in die Weltengeheimnisse. Es war diejenige Zeit, die ich in meiner «Geheimwissenschaft» die chaldäisch-ägyptische Menschheitskultur nannte. Auch da blickte man noch hinauf zur Sonne, aber man sah jetzt die Sonne nicht mehr als die strahlende, man sah das bloß Leuchtende, das bloß Glänzende. Und Ra, dessen irdischer Repräsentant Osiris war, erschien als die eigentlich um die Erde sich bewegende Sonne, die da glänzte. So waren gewisse Geheimnisse dadurch verlorengegangen, daß man nicht mehr als Initiierter der alten Zeit in vollständiger innerer Klarheit den strahlenden Weltengott sehen konnte, sondern daß man jetzt nur dasjenige sehen konnte, was mehr aus Urkräften heraus, aus astralischen Kräften heraus von der Sonne kommt. Zarathustra sah in der Sonne noch ein Wesen; er konnte zu jener Zeit noch in der Sonne ein Wesen sehen. Die ägyptischen, die chaldäischen Initiierten, sie sahen in der Sonne nur die Kräfte, welche als Lichtkräfte, welche als Bewegungskräfte von der Sonne nach der Erde kamen. Sie sahen schon nurmehr etwas niedrigeres als ein geistiges Wesen: sie sahen geistige Taten, aber nicht ein geistiges Wesen. Und als denjenigen, der auf der Erde das repräsentiert, was man von den Kräften der Sonne als Mensch in sich trägt, bezeichneten diese alten ägyptischen Eingeweihten den Osiris.
[ 3 ] Und dann kam eine spätere Zeit, in der man nicht mehr so tief hineindringen konnte in die Weltengeheimnisse. Es war diejenige Zeit, die ich in meiner «Geheimwissenschaft» die chaldäisch-ägyptische Menschheitskultur nannte. Auch da blickte man noch hinauf zur Sonne, aber man sah jetzt die Sonne nicht mehr als die strahlende, man sah das bloß Leuchtende, das bloß Glänzende. Und Ra, dessen irdischer Repräsentant Osiris war, erschien als die eigentlich um die Erde sich bewegende Sonne, die da glänzte. So waren gewisse Geheimnisse dadurch verlorengegangen, daß man nicht mehr als Initiierter der alten Zeit in vollständiger innerer Klarheit den strahlenden Weltengott sehen konnte, sondern daß man jetzt nur dasjenige sehen konnte, was mehr aus Urkräften heraus, aus astralischen Kräften heraus von der Sonne kommt. Zarathustra sah in der Sonne noch ein Wesen; er konnte zu jener Zeit noch in der Sonne ein Wesen sehen. Die ägyptischen, die chaldäischen Initiierten, sie sahen in der Sonne nur die Kräfte, welche als Lichtkräfte, welche als Bewegungskräfte von der Sonne nach der Erde kamen. Sie sahen schon nurmehr etwas niedrigeres als ein geistiges Wesen: sie sahen geistige Taten, aber nicht ein geistiges Wesen. Und als denjenigen, der auf der Erde das repräsentiert, was man von den Kräften der Sonne als Mensch in sich trägt, bezeichneten diese alten ägyptischen Eingeweihten den Osiris.
[ 4 ] Und wenn wir in die griechische Zeit kommen, also schon in das achte, siebente, fünfte Jahrhundert und so weiter vor dem Mysterium von Golgatha, da sah man nicht mehr in die Geheimnisse der Sonne, da sah man nur noch dasjenige, was sich um die Erde herum als Wirkung der Sonne zeigte. Da sah man gewissermaßen nur die Wirkung der Sonne in dem Äther, der den Raum um die Erde herum erfüllt. Und das, was sich als Äther um die Erde herum ausbreitet, was auch den Menschen durchdringt, das bezeichneten die griechischen Initiierten — nicht das Volk, aber die griechischen Initiierten — als den Zeus.
[ 4 ] Und wenn wir in die griechische Zeit kommen, also schon in das achte, siebente, fünfte Jahrhundert und so weiter vor dem Mysterium von Golgatha, da sah man nicht mehr in die Geheimnisse der Sonne, da sah man nur noch dasjenige, was sich um die Erde herum als Wirkung der Sonne zeigte. Da sah man gewissermaßen nur die Wirkung der Sonne in dem Äther, der den Raum um die Erde herum erfüllt. Und das, was sich als Äther um die Erde herum ausbreitet, was auch den Menschen durchdringt, das bezeichneten die griechischen Initiierten — nicht das Volk, aber die griechischen Initiierten — als den Zeus.
[ 5 ] Und so gab es eine Stufe der menschlichen Kulturentwickelung, in welcher die Initiierten in der Sonne ein göttlich-geistiges Wesen sahen, dann diejenige Stufe, in welcher die Initiierten in der Sonne Kräfte sahen, die da wirken, und eine dritte Stufe, in welcher die Initiierten nurmehr die Wirkungen des Sonnenwesens im Äther der Erde sahen.
[ 5 ] Und so gab es eine Stufe der menschlichen Kulturentwickelung, in welcher die Initiierten in der Sonne ein göttlich-geistiges Wesen sahen, dann diejenige Stufe, in welcher die Initiierten in der Sonne Kräfte sahen, die da wirken, und eine dritte Stufe, in welcher die Initiierten nurmehr die Wirkungen des Sonnenwesens im Äther der Erde sahen.
[ 6 ] Sehen Sie, die Lehre von diesen drei Sonnenaspekten, dem Sonnenaspekt des Zarathustra, dem Sonnenaspekt des Osiris, dem Sonnenaspekt des Pythagoras, Anaxagoras, diese drei Sonnenaspekte kannte in der späteren Zeit noch einer, der so nahe an die Einweihungslehren herangekommen war, als man nur in der damaligen Zeit an sie herankommen konnte. Diese drei Aspekte kannte noch, nicht durch Schauen, aber als Lehre, als eine Tradition, die durch die Mysterienschule ging, Julianus der Apostat. Und Julian Apostata war so überwältigt von diesem dreifachen Sonnenaspekt, daß ihm dasjenige, was das Christentum brachte, demgegenüber als klein erschien. Er lernte noch etwas von der unsagbaren Herrlichkeit kennen, in welche Zarathustra hineingeschaut hat, er lernte noch etwas kennen von jener Wirksamkeit von Feuer, Licht, von kosmisch-chemischen Kräften, von kosmischen Lebenskräften, wie man sie in den alten Mysterien zuerst geschaut hat, und wovon er nur durch Traditionen noch hat lernen können. Diese Lehre kam ihm so großartig, so gewaltig vor, daß er sich zum Christentum nicht bekehren konnte. Aber er wollte dafür etwas anderes: er wollte die alten Mysterien, in die er bis zu einem gewissen Grade noch eingeweiht war, der allgemeinen Menschheit verkünden. Daher wurde für ihn jener Dolch geschliffen, welcher ihm den gewaltsamen 'Tod brachte. Jener Dolch wurde geführt von einer der Persönlichkeiten, die in jenen alten Zeiten der Meinung waren, daß man nicht der allgemeinen Menschheit die hohen Lehren der Initiation mitteilen dürfe. Geführt war jener Dolch von einer jener Persönlichkeiten, welche wollten, daß nur so, wie man eben im damaligen Zeitalter äußerlich über die Sonne sprach, zu den Menschen gesprochen werden solle.
[ 6 ] Sehen Sie, die Lehre von diesen drei Sonnenaspekten, dem Sonnenaspekt des Zarathustra, dem Sonnenaspekt des Osiris, dem Sonnenaspekt des Pythagoras, Anaxagoras, diese drei Sonnenaspekte kannte in der späteren Zeit noch einer, der so nahe an die Einweihungslehren herangekommen war, als man nur in der damaligen Zeit an sie herankommen konnte. Diese drei Aspekte kannte noch, nicht durch Schauen, aber als Lehre, als eine Tradition, die durch die Mysterienschule ging, Julianus der Apostat. Und Julian Apostata war so überwältigt von diesem dreifachen Sonnenaspekt, daß ihm dasjenige, was das Christentum brachte, demgegenüber als klein erschien. Er lernte noch etwas von der unsagbaren Herrlichkeit kennen, in welche Zarathustra hineingeschaut hat, er lernte noch etwas kennen von jener Wirksamkeit von Feuer, Licht, von kosmisch-chemischen Kräften, von kosmischen Lebenskräften, wie man sie in den alten Mysterien zuerst geschaut hat, und wovon er nur durch Traditionen noch hat lernen können. Diese Lehre kam ihm so großartig, so gewaltig vor, daß er sich zum Christentum nicht bekehren konnte. Aber er wollte dafür etwas anderes: er wollte die alten Mysterien, in die er bis zu einem gewissen Grade noch eingeweiht war, der allgemeinen Menschheit verkünden. Daher wurde für ihn jener Dolch geschliffen, welcher ihm den gewaltsamen 'Tod brachte. Jener Dolch wurde geführt von einer der Persönlichkeiten, die in jenen alten Zeiten der Meinung waren, daß man nicht der allgemeinen Menschheit die hohen Lehren der Initiation mitteilen dürfe. Geführt war jener Dolch von einer jener Persönlichkeiten, welche wollten, daß nur so, wie man eben im damaligen Zeitalter äußerlich über die Sonne sprach, zu den Menschen gesprochen werden solle.
[ 7 ] Julian Apostata sagte, daß die Sonne drei Aspekte habe: einen des irdischen Äthers, einen des dahinterstehenden Himmelslichtes und der chemischen und Wärme- oder Feuer- und Lebenskräfte, und einen Aspekt ganz geistiger Wesenheit. Dafür wurde er hinweggeräumt. Und in der Tat, man muß ja sagen, in der damaligen Zeit war durchaus noch ein Augenblick in der Menschheitsentwickelung, in dem die allgemeine Menschheit nicht reif genug war, um solche bedeutsamen Wahrheiten zu empfangen. Aber etwas anderes, etwas außerordentlich Bedeutsames können wir sehen. In die griechische äußere, exoterische Kultur ist vieles übergegangen von dem, was enthalten war in diesen dreifachen Lehren des Zarathustra, des Osiris, des Anaxagoras, von der geistigen Sonne, von der elementarischen Sonne, von Zeus, dem sonnenhaften Erdenäther. Und wir haben nur deshalb eine so hohe griechische Kunst, eine so hohe griechische Philosophie, nur deshalb einen Plato und Aristoteles, weil vieles eingeflossen ist von jener alten Weisheit in diese Persönlichkeiten. Aber es war damals schon jene Zeit, in welcher die Initiationswahrheiten des Altertums nicht mehr genügend geschützt waren vor der Profanierung. Und so ist es gekommen, daß vieles von den Initiationsweisheiten übergegangen war an hervorragende Römer, namentlich an die römischen Kaiser, an die hervorragenden Führer des römischen Volkes. Höchstens noch Augustus aber hat zu schätzen gewußt dasjenige, was ihm mit der Initiationsweisheit übergeben worden war. Und deshalb war es auch, daß man im Römertum nicht erkennen konnte, wie in der griechischen Kunst, wie in der griechischen Weisheit esoterisch etwas enthalten war, was, richtig verstanden, in die ältesten Weisheitslehren zurückführte. Und so kam es, daß von dem ganz und gar prosaischen, ganz und gar halb-barbarischen Römertum aus, der äußere Glanz der griechischen Kultur übernommen worden ist, daß aber die Römer nicht in der Lage waren, dasjenige, was in der griechischen Kultur lebte, auf die Nachwelt in seiner wahren Gestalt zu überbringen. Und so ist es gekommen, daß dann mit dem Römertum jene alte Kultur nicht mehr übergehen konnte in das aufkommende Christentum, das sich anschloß an das Mysterium von Golgatha.
[ 7 ] Julian Apostata sagte, daß die Sonne drei Aspekte habe: einen des irdischen Äthers, einen des dahinterstehenden Himmelslichtes und der chemischen und Wärme- oder Feuer- und Lebenskräfte, und einen Aspekt ganz geistiger Wesenheit. Dafür wurde er hinweggeräumt. Und in der Tat, man muß ja sagen, in der damaligen Zeit war durchaus noch ein Augenblick in der Menschheitsentwickelung, in dem die allgemeine Menschheit nicht reif genug war, um solche bedeutsamen Wahrheiten zu empfangen. Aber etwas anderes, etwas außerordentlich Bedeutsames können wir sehen. In die griechische äußere, exoterische Kultur ist vieles übergegangen von dem, was enthalten war in diesen dreifachen Lehren des Zarathustra, des Osiris, des Anaxagoras, von der geistigen Sonne, von der elementarischen Sonne, von Zeus, dem sonnenhaften Erdenäther. Und wir haben nur deshalb eine so hohe griechische Kunst, eine so hohe griechische Philosophie, nur deshalb einen Plato und Aristoteles, weil vieles eingeflossen ist von jener alten Weisheit in diese Persönlichkeiten. Aber es war damals schon jene Zeit, in welcher die Initiationswahrheiten des Altertums nicht mehr genügend geschützt waren vor der Profanierung. Und so ist es gekommen, daß vieles von den Initiationsweisheiten übergegangen war an hervorragende Römer, namentlich an die römischen Kaiser, an die hervorragenden Führer des römischen Volkes. Höchstens noch Augustus aber hat zu schätzen gewußt dasjenige, was ihm mit der Initiationsweisheit übergeben worden war. Und deshalb war es auch, daß man im Römertum nicht erkennen konnte, wie in der griechischen Kunst, wie in der griechischen Weisheit esoterisch etwas enthalten war, was, richtig verstanden, in die ältesten Weisheitslehren zurückführte. Und so kam es, daß von dem ganz und gar prosaischen, ganz und gar halb-barbarischen Römertum aus, der äußere Glanz der griechischen Kultur übernommen worden ist, daß aber die Römer nicht in der Lage waren, dasjenige, was in der griechischen Kultur lebte, auf die Nachwelt in seiner wahren Gestalt zu überbringen. Und so ist es gekommen, daß dann mit dem Römertum jene alte Kultur nicht mehr übergehen konnte in das aufkommende Christentum, das sich anschloß an das Mysterium von Golgatha.
[ 8 ] Wenn man so etwas ausspricht, wie ich es jetzt eben ausgesprochen habe, darf man es nicht als Tadel, nicht als Kritik aussprechen, denn alle diese Dinge sind notwendig für die Entwickelung der Menschheit. Man muß sich aber klar sein darüber, daß die eigentlichen alten Initiationswahrheiten durch das Römertum, das die Initiation nicht zu schätzen wußte, nicht auf das Abendland übertragen werden können, und daß wir als Menschen des gewöhnlichen Bewußtseins der neueren Zeit getrennt sind von der heiligen Wahrheit der alten Zeiten durch das Römertum, das diese Wahrheiten nicht verstehen konnte, wodurch ja auch bewirkt wurde, daß eine Persönlichkeit, die hervorgegangen war aus diesem Römertum, die letzten griechischen Philosophen vertrieben hat, so daß diese nach dem Orient flüchten mußten. Ich führe Ihnen das alles an aus dem Grunde, weil es für die verschiedenen Betrachtungen, die ich dann anstellen werde, notwendig ist, daß wir einen flüchtigen Blick auf jene Zeit wenden, wo die alten geistigen Lehrer hinaufblicken konnten nach dem gestirnten Himmel und oben die dreifache Sonne sahen. Von diesem Wissen ist der Nachwelt nichts anderes geblieben als das Symbol davon in der dreifachen Krone des römischen Papstes. Das Äußere ist geblieben, das Innere verlorengegangen, und nur die neuere Initiation kann wiederum zurückblicken in jene alten Zeiten. Durch diese neuere Initiation, von der auch die Anthroposophie sprechen muß, können wir wiederum zurückschauen in jene alten Zeiten der Menschheitsentwickelung, in denen der Sonne selbst abgelauscht war dasjenige, was man auf Erden als die Geheimnisse der Menschheitsentwickelung erfahren wollte.
[ 8 ] Wenn man so etwas ausspricht, wie ich es jetzt eben ausgesprochen habe, darf man es nicht als Tadel, nicht als Kritik aussprechen, denn alle diese Dinge sind notwendig für die Entwickelung der Menschheit. Man muß sich aber klar sein darüber, daß die eigentlichen alten Initiationswahrheiten durch das Römertum, das die Initiation nicht zu schätzen wußte, nicht auf das Abendland übertragen werden können, und daß wir als Menschen des gewöhnlichen Bewußtseins der neueren Zeit getrennt sind von der heiligen Wahrheit der alten Zeiten durch das Römertum, das diese Wahrheiten nicht verstehen konnte, wodurch ja auch bewirkt wurde, daß eine Persönlichkeit, die hervorgegangen war aus diesem Römertum, die letzten griechischen Philosophen vertrieben hat, so daß diese nach dem Orient flüchten mußten. Ich führe Ihnen das alles an aus dem Grunde, weil es für die verschiedenen Betrachtungen, die ich dann anstellen werde, notwendig ist, daß wir einen flüchtigen Blick auf jene Zeit wenden, wo die alten geistigen Lehrer hinaufblicken konnten nach dem gestirnten Himmel und oben die dreifache Sonne sahen. Von diesem Wissen ist der Nachwelt nichts anderes geblieben als das Symbol davon in der dreifachen Krone des römischen Papstes. Das Äußere ist geblieben, das Innere verlorengegangen, und nur die neuere Initiation kann wiederum zurückblicken in jene alten Zeiten. Durch diese neuere Initiation, von der auch die Anthroposophie sprechen muß, können wir wiederum zurückschauen in jene alten Zeiten der Menschheitsentwickelung, in denen der Sonne selbst abgelauscht war dasjenige, was man auf Erden als die Geheimnisse der Menschheitsentwickelung erfahren wollte.
[ 9 ] Wenn dann diejenigen, welche die Schüler der alten Initiierten waren, hinaussahen in das Weltenall und über dasjenige sprachen, was außerhalb der Erde in den Wirkungen der Sonne, in der Sonne selbst lebte, in dem großen Zarathustrischen Geisteswesen der Sonne, dann meinten diese alten Initiierten im Grunde genommen dasselbe, was man später als den Christus bezeichnet. So daß in aller Form gesagt werden muß, daß die alten Initiierten außerhalb der Erde im Kosmos, und zwar in demjenigen Kosmos, der durch die Sonne repräsentiert wird, den Christus geschaut haben. Und das Wesentliche des Mysteriums von Golgatha ist nicht die Lehre von dem Christus, denn diese Lehre von dem Christus, die haben auch die alten Initiierten gehabt. Sie haben nur etwa von dem Christus so gesprochen, daß er nicht auf der Erde lebt, daß er nicht in den Kräften der Erde ist, sondern daß er in den Kräften der Sonne lebt. Aber es ist durchaus falsch, zu glauben, daß die alten Initiierten nicht von dem Christus-Wesen gesprochen haben. Es ist auch eine von jenen Wahrheiten, die der Menschheit ganz verlorengegangen sind, daß vor dem Mysterium von Golgatha von dem Christus immer gesprochen worden ist als von einem außerirdischen Wesen. Heute nennt man eine solche Anschauung sogar unchristlich.
[ 9 ] Wenn dann diejenigen, welche die Schüler der alten Initiierten waren, hinaussahen in das Weltenall und über dasjenige sprachen, was außerhalb der Erde in den Wirkungen der Sonne, in der Sonne selbst lebte, in dem großen Zarathustrischen Geisteswesen der Sonne, dann meinten diese alten Initiierten im Grunde genommen dasselbe, was man später als den Christus bezeichnet. So daß in aller Form gesagt werden muß, daß die alten Initiierten außerhalb der Erde im Kosmos, und zwar in demjenigen Kosmos, der durch die Sonne repräsentiert wird, den Christus geschaut haben. Und das Wesentliche des Mysteriums von Golgatha ist nicht die Lehre von dem Christus, denn diese Lehre von dem Christus, die haben auch die alten Initiierten gehabt. Sie haben nur etwa von dem Christus so gesprochen, daß er nicht auf der Erde lebt, daß er nicht in den Kräften der Erde ist, sondern daß er in den Kräften der Sonne lebt. Aber es ist durchaus falsch, zu glauben, daß die alten Initiierten nicht von dem Christus-Wesen gesprochen haben. Es ist auch eine von jenen Wahrheiten, die der Menschheit ganz verlorengegangen sind, daß vor dem Mysterium von Golgatha von dem Christus immer gesprochen worden ist als von einem außerirdischen Wesen. Heute nennt man eine solche Anschauung sogar unchristlich.
[ 10 ] Aber warum nennt man eine solche Anschauung unchristlich, da doch die ersten Kirchenväter durchaus diese Anschauung gehabt haben? Die ersten Kirchenväter haben gesagt: Die Weisen der alten Zeit, die man oftmals auch als Heiden bezeichnet, sind in einem tieferen Sinn Christen! Die ersten Kirchenväter haben durchaus von Heiden als von Christen vor dem Mysterium von Golgatha gesprochen. Dasjenige, was durch das Mysterium von Golgatha geschehen ist, es ist eben dieses, daß jenes Wesen, das man vorher nicht hat auf der Erde finden können, das nur außerhalb der Erde gefunden werden konnte, wenn man in die Mysterien der Himmel eingeweiht war, sich dann selber verkörpert hat in dem Jesus von Nazareth, auf der Erde gelebt hat in dem Jesus von Nazareth, gekreuzigt worden ist, in die Erde gelegt worden ist, und im geistigen Leibe seinen eingeweihten Schülern als Auferstandener erschienen ist. Das wirkliche Heruntersteigen des hohen Sonnenwesens von kosmischen Höhen auf die Erde, das ist dasjenige, was sich in dem Mysterium von Golgatha vollzieht. Und dieser Christus, der heruntergestiegen ist aus geistigen Welten, der durch den Tod gegangen ist, der in bezug auf seinen Leib in die Erde gelegt worden ist, dieser Christus hat nach seinem Tode, nach seiner Auferstehung auch eingeweihte Schüler gehabt. Dasjenige, was er seinen eingeweihten Schülern gelehrt hat, das sollten heute eigentlich viele Menschen schon wissen, damit man teilnehmen könne an den Kräften der Fortentwickelung der Menschheit.
[ 10 ] Aber warum nennt man eine solche Anschauung unchristlich, da doch die ersten Kirchenväter durchaus diese Anschauung gehabt haben? Die ersten Kirchenväter haben gesagt: Die Weisen der alten Zeit, die man oftmals auch als Heiden bezeichnet, sind in einem tieferen Sinn Christen! Die ersten Kirchenväter haben durchaus von Heiden als von Christen vor dem Mysterium von Golgatha gesprochen. Dasjenige, was durch das Mysterium von Golgatha geschehen ist, es ist eben dieses, daß jenes Wesen, das man vorher nicht hat auf der Erde finden können, das nur außerhalb der Erde gefunden werden konnte, wenn man in die Mysterien der Himmel eingeweiht war, sich dann selber verkörpert hat in dem Jesus von Nazareth, auf der Erde gelebt hat in dem Jesus von Nazareth, gekreuzigt worden ist, in die Erde gelegt worden ist, und im geistigen Leibe seinen eingeweihten Schülern als Auferstandener erschienen ist. Das wirkliche Heruntersteigen des hohen Sonnenwesens von kosmischen Höhen auf die Erde, das ist dasjenige, was sich in dem Mysterium von Golgatha vollzieht. Und dieser Christus, der heruntergestiegen ist aus geistigen Welten, der durch den Tod gegangen ist, der in bezug auf seinen Leib in die Erde gelegt worden ist, dieser Christus hat nach seinem Tode, nach seiner Auferstehung auch eingeweihte Schüler gehabt. Dasjenige, was er seinen eingeweihten Schülern gelehrt hat, das sollten heute eigentlich viele Menschen schon wissen, damit man teilnehmen könne an den Kräften der Fortentwickelung der Menschheit.
[ 11 ] Alle alten Eingeweihten sind im Grunde genommen in Wirklichkeit von außerirdischen Wesen unterrichtet worden. Der Unterricht in den ältesten Mysterien der Menschheit ist so vollzogen worden, daß die Schüler der Mysterien dazu vorbereitet worden sind, außerhalb ihres Leibes schauen zu können. Durch dieses Schauen lernten sie solche Wesen kennen, wie der Zarathustra den Christus als hohes Sonnenwesen kennenlernte. Durch dieses Schauen lernten sie aber auch andere Wesen der verschiedenen Hierarchien kennen. Wir müssen uns durchaus vorstellen, daß die geistige Sprache, die da geführt wird von einem solchen Wesen, das herunterstieg und die Eingeweihten lehrte, eben eine Sprache ist, durch welche man in alten Zeiten die Menschen lehren konnte. Die Menschen hatten in alten Zeiten göttliche Lehrer. Ein solcher göttlicher Lehrer war auch der Christus für die Menschen, welche er nach seiner Auferstehung unterrichtete. Aber er konnte noch etwas anderes lehren als die älteren göttlichen Lehrer.
[ 11 ] Alle alten Eingeweihten sind im Grunde genommen in Wirklichkeit von außerirdischen Wesen unterrichtet worden. Der Unterricht in den ältesten Mysterien der Menschheit ist so vollzogen worden, daß die Schüler der Mysterien dazu vorbereitet worden sind, außerhalb ihres Leibes schauen zu können. Durch dieses Schauen lernten sie solche Wesen kennen, wie der Zarathustra den Christus als hohes Sonnenwesen kennenlernte. Durch dieses Schauen lernten sie aber auch andere Wesen der verschiedenen Hierarchien kennen. Wir müssen uns durchaus vorstellen, daß die geistige Sprache, die da geführt wird von einem solchen Wesen, das herunterstieg und die Eingeweihten lehrte, eben eine Sprache ist, durch welche man in alten Zeiten die Menschen lehren konnte. Die Menschen hatten in alten Zeiten göttliche Lehrer. Ein solcher göttlicher Lehrer war auch der Christus für die Menschen, welche er nach seiner Auferstehung unterrichtete. Aber er konnte noch etwas anderes lehren als die älteren göttlichen Lehrer.
[ 12 ] Die älteren göttlichen Lehrer sprachen zu den Menschen viel von den Geheimnissen der Geburt, sprachen ihnen aber nicht von den Geheimnissen des Todes, denn in der göttlichen Welt hatte man den Tod nicht durchgemacht. Es gab in der Welt, aus der die alten göttlichen Lehrer zu den alten Initiierten herunterstiegen, keine Wesen, welche den Tod durchgemacht hatten. Der Tod war etwas, was nur auf der Erde durch Menschen durchgemacht werden konnte. Die Götter sahen herunter auf die Menschen, aber sie wußten im Grunde genommen vom Tode nur äußerlich. Der Christus lernte den Tod auf der Erde kennen, indem er in einem Menschen nicht nur als eine Erscheinung zu gewissen Zeiten verkörpert war, wie das der Fall war bei den alten Lehrern, sondern der Christus lernte den Tod dadurch kennen, daß er als Gott wie die menschliche Seele in einem physischen Menschenleibe auf der Erde lebte. Er lernte den Tod wirklich kennen, er ging durch den Tod. Und er lernte noch mehr kennen.
[ 12 ] Die älteren göttlichen Lehrer sprachen zu den Menschen viel von den Geheimnissen der Geburt, sprachen ihnen aber nicht von den Geheimnissen des Todes, denn in der göttlichen Welt hatte man den Tod nicht durchgemacht. Es gab in der Welt, aus der die alten göttlichen Lehrer zu den alten Initiierten herunterstiegen, keine Wesen, welche den Tod durchgemacht hatten. Der Tod war etwas, was nur auf der Erde durch Menschen durchgemacht werden konnte. Die Götter sahen herunter auf die Menschen, aber sie wußten im Grunde genommen vom Tode nur äußerlich. Der Christus lernte den Tod auf der Erde kennen, indem er in einem Menschen nicht nur als eine Erscheinung zu gewissen Zeiten verkörpert war, wie das der Fall war bei den alten Lehrern, sondern der Christus lernte den Tod dadurch kennen, daß er als Gott wie die menschliche Seele in einem physischen Menschenleibe auf der Erde lebte. Er lernte den Tod wirklich kennen, er ging durch den Tod. Und er lernte noch mehr kennen.
[ 13 ] Wenn der Christus nur alles dasjenige durchgemacht hätte, was von der Johannestaufe im Jordan sich abspielte bis zur Kreuzigung und bis zu dem Sterben am Kreuze, da würde der Christus nicht von denjenigen Geheimnissen haben reden können, von denen er geredet hat zu seinen eingeweihten Schülern nach seiner Auferstehung. Denn sehen Sie, für diejenigen göttlichen Lehrer, die heruntersteigen konnten auf die Erde, und für die alten initiierten Lehrer gab es in der ganzen weiten Welt keine Geheimnisse außer im Innern der Erde. Im Innern der Erde, wußten sie, herrschen geistige Wesenheiten, die anderer Art sind als die Götter, die vor dem Mysterium von Golgatha zu den Menschen herunterstiegen. Es kannten sie zum Beispiel die Griechen und gaben ihnen in ihrer Mythologie den Namen der Titanen. Aber derjenige der oberen Götter, der zuerst das Innere der Erde kennenlernte, weil er in sie hineinversenkt wurde, das war der Christus. Das ist wichtig, daß der Christus ein Gebiet für die oberen Götter kennengelernt hat, das früher diese oberen Götter nicht gekannt haben. Und dieses Geheimnis, daß auch die Götter eine Entwickelung durchmachen, dieses Geheimnis teilte der Christus seinen eingeweihten Schülern mit nach seiner Auferstehung. Und dieses Geheimnis erfuhr Paulus durch seine natürliche Einweihung vor Damaskus. Das war das Erschütternde für Paulus, daß er erfuhr: mit den Kräften der Erde ist jetzt verbunden die Kraft, die man früher nur in der Sonne gefunden hat.
[ 13 ] Wenn der Christus nur alles dasjenige durchgemacht hätte, was von der Johannestaufe im Jordan sich abspielte bis zur Kreuzigung und bis zu dem Sterben am Kreuze, da würde der Christus nicht von denjenigen Geheimnissen haben reden können, von denen er geredet hat zu seinen eingeweihten Schülern nach seiner Auferstehung. Denn sehen Sie, für diejenigen göttlichen Lehrer, die heruntersteigen konnten auf die Erde, und für die alten initiierten Lehrer gab es in der ganzen weiten Welt keine Geheimnisse außer im Innern der Erde. Im Innern der Erde, wußten sie, herrschen geistige Wesenheiten, die anderer Art sind als die Götter, die vor dem Mysterium von Golgatha zu den Menschen herunterstiegen. Es kannten sie zum Beispiel die Griechen und gaben ihnen in ihrer Mythologie den Namen der Titanen. Aber derjenige der oberen Götter, der zuerst das Innere der Erde kennenlernte, weil er in sie hineinversenkt wurde, das war der Christus. Das ist wichtig, daß der Christus ein Gebiet für die oberen Götter kennengelernt hat, das früher diese oberen Götter nicht gekannt haben. Und dieses Geheimnis, daß auch die Götter eine Entwickelung durchmachen, dieses Geheimnis teilte der Christus seinen eingeweihten Schülern mit nach seiner Auferstehung. Und dieses Geheimnis erfuhr Paulus durch seine natürliche Einweihung vor Damaskus. Das war das Erschütternde für Paulus, daß er erfuhr: mit den Kräften der Erde ist jetzt verbunden die Kraft, die man früher nur in der Sonne gefunden hat.
[ 14 ] Was war es denn, warum Paulus als Saulus die Christus-Anhänger verfolgte? Das war es, daß Paulus als Saulus in der alten hebräischen Einweihung erkennen gelernt hatte: der Christus lebt nur draußen im Kosmos, und diejenigen sind im Irrtum, die behaupten, der Christus lebe in der Erde. Als Paulus vor Damaskus die Erleuchtung hatte, da erfuhr er zuerst, daß er im Irrtum war, weil er nur dasjenige glaubte, was früher wahr gewesen ist. Aber was früher wahr gewesen ist, war jetzt anders geworden, was früher nur in der Sonne gewohnt hat, ist auf die Erde heruntergestiegen und lebt fortan in den Kräften der Erde. Und so war das Mysterium von Golgatha für diejenigen, die es zuerst den Menschen bekanntgaben, nicht ein Erdenereignis allein, sondern ein Weltenereignis; ein Weltenereignis, das in den ersten nachchristlichen Zeiten von den eigentlichen Initiierten in der folgenden Weise gelehrt wurde.
[ 14 ] Was war es denn, warum Paulus als Saulus die Christus-Anhänger verfolgte? Das war es, daß Paulus als Saulus in der alten hebräischen Einweihung erkennen gelernt hatte: der Christus lebt nur draußen im Kosmos, und diejenigen sind im Irrtum, die behaupten, der Christus lebe in der Erde. Als Paulus vor Damaskus die Erleuchtung hatte, da erfuhr er zuerst, daß er im Irrtum war, weil er nur dasjenige glaubte, was früher wahr gewesen ist. Aber was früher wahr gewesen ist, war jetzt anders geworden, was früher nur in der Sonne gewohnt hat, ist auf die Erde heruntergestiegen und lebt fortan in den Kräften der Erde. Und so war das Mysterium von Golgatha für diejenigen, die es zuerst den Menschen bekanntgaben, nicht ein Erdenereignis allein, sondern ein Weltenereignis; ein Weltenereignis, das in den ersten nachchristlichen Zeiten von den eigentlichen Initiierten in der folgenden Weise gelehrt wurde.
[ 15 ] Sie wurden so tief eingeweiht, diese ersten christlichen Initiierten, daß sie wußten: Der Christus, der heute als das Wesen erscheint, das im Anfang der Zeitrechnung durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, der Christus ist aus noch weiteren Höhen zur Sonne heruntergestiegen, da hat ihn Zarathustra geschaut. Dann ist seine Kraft übergegangen in die Strahlen der Sonne, da wurde er von den ägyptischen Eingeweihten geschaut. Dann lebte seine Kraft in dem Umkreis der Erde, da haben ihn die griechischen Eingeweihten geschaut. Jetzt soll er so geschaut werden, wie er selber als ein Wesen mit dem Erdenleibe unter den Menschen gewandelt ist, jetzt soll er so geschaut werden, daß man seine richtige Gestalt erblickt in dem Auferstandenen, in demjenigen, der in der Erde darin ist, der das Geheimnis der Erde geschaut hat, der dieses Geheimnis nun allmählich in die Menschheitsentwickelung überfließen lassen kann.
[ 15 ] Sie wurden so tief eingeweiht, diese ersten christlichen Initiierten, daß sie wußten: Der Christus, der heute als das Wesen erscheint, das im Anfang der Zeitrechnung durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, der Christus ist aus noch weiteren Höhen zur Sonne heruntergestiegen, da hat ihn Zarathustra geschaut. Dann ist seine Kraft übergegangen in die Strahlen der Sonne, da wurde er von den ägyptischen Eingeweihten geschaut. Dann lebte seine Kraft in dem Umkreis der Erde, da haben ihn die griechischen Eingeweihten geschaut. Jetzt soll er so geschaut werden, wie er selber als ein Wesen mit dem Erdenleibe unter den Menschen gewandelt ist, jetzt soll er so geschaut werden, daß man seine richtige Gestalt erblickt in dem Auferstandenen, in demjenigen, der in der Erde darin ist, der das Geheimnis der Erde geschaut hat, der dieses Geheimnis nun allmählich in die Menschheitsentwickelung überfließen lassen kann.
[ 16 ] Es ist eine ungeheure Wärme der Diktion, mit welcher in sehr einsamen Schulen in dem ersten christlichen Jahrhundert — vom Orient herüber immer mehr sich verbreitend, aber sehr im Geheimnisvollen diese esoterische Lehre des Christentums wirkte. Ja, es gab eine solche esoterische Lehre des Christentums! Diese ersten Kirchenväter, sie wußten noch etwas davon, aber sie sahen auf der andern Seite den Ansturm des Römertums. Mehr als die Geschichte heute ahnt, war gewaltig jener Zusammenstoß der ersten christlichen Impulse mit dem antigeistigen Römertum. Dieses Römertum hat gewissermaßen einen Mantel von Außerlichkeit über die tiefsten Geheimnisse des Christentums gebreitet.
[ 16 ] Es ist eine ungeheure Wärme der Diktion, mit welcher in sehr einsamen Schulen in dem ersten christlichen Jahrhundert — vom Orient herüber immer mehr sich verbreitend, aber sehr im Geheimnisvollen diese esoterische Lehre des Christentums wirkte. Ja, es gab eine solche esoterische Lehre des Christentums! Diese ersten Kirchenväter, sie wußten noch etwas davon, aber sie sahen auf der andern Seite den Ansturm des Römertums. Mehr als die Geschichte heute ahnt, war gewaltig jener Zusammenstoß der ersten christlichen Impulse mit dem antigeistigen Römertum. Dieses Römertum hat gewissermaßen einen Mantel von Außerlichkeit über die tiefsten Geheimnisse des Christentums gebreitet.
[ 17 ] Man ahnt ja heute mit dem gewöhnlichen Bewußtsein im Grunde genommen gar nicht, welche Art von Verhältnis in der älteren Menschheit zu den Kräften des Weltenalls vorhanden war. Der alte Mensch des dritten, vierten, fünften Jahrtausends, er wußte, daß wenn er diesen oder jenen Stoff aß, in ihm dieser oder jener Stoff in seinem Leibe weiterwirkt, daß die Kräfte des Kosmos in ihm zum Vorschein kommen. Wie lehrt zum Beispiel Zarathustra seine Schüler? Zarathustra lehrt seine Schüler so: Ihr esset die Früchte des Feldes. Sie sind von der Sonne beschienen, aber in der Sonne lebt das hohe Geisteswesen. Von dem Kosmos, von außen kommt die Kraft des hohen Geisteswesens mit den Strahlen in die Früchte des Feldes hinein. Ihr esset die Früchte des Feldes, dasjenige, was in euch den Stoff auslöst. Laßt euch erfüllt sein von den geistigen Kräften der Sonne; die Sonne geht in euch auf, indem ihr die Früchte des Feldes genießt. Tut das in besonders feierlicher Stunde, nehmt euch in besonders feierlicher Stunde etwas, was bereitet ist aus den Früchten des Feldes. Meditiert ihr darüber, wie die Sonne darinnen ist, meditiert ihr, bis euch das Stückchen Brot strahlend wird, und genießt ihr es, dann seid euch bewußt: aus dem weiten Weltenall ist der Geist der Sonne in euch eingezogen und in euch lebend geworden.
[ 17 ] Man ahnt ja heute mit dem gewöhnlichen Bewußtsein im Grunde genommen gar nicht, welche Art von Verhältnis in der älteren Menschheit zu den Kräften des Weltenalls vorhanden war. Der alte Mensch des dritten, vierten, fünften Jahrtausends, er wußte, daß wenn er diesen oder jenen Stoff aß, in ihm dieser oder jener Stoff in seinem Leibe weiterwirkt, daß die Kräfte des Kosmos in ihm zum Vorschein kommen. Wie lehrt zum Beispiel Zarathustra seine Schüler? Zarathustra lehrt seine Schüler so: Ihr esset die Früchte des Feldes. Sie sind von der Sonne beschienen, aber in der Sonne lebt das hohe Geisteswesen. Von dem Kosmos, von außen kommt die Kraft des hohen Geisteswesens mit den Strahlen in die Früchte des Feldes hinein. Ihr esset die Früchte des Feldes, dasjenige, was in euch den Stoff auslöst. Laßt euch erfüllt sein von den geistigen Kräften der Sonne; die Sonne geht in euch auf, indem ihr die Früchte des Feldes genießt. Tut das in besonders feierlicher Stunde, nehmt euch in besonders feierlicher Stunde etwas, was bereitet ist aus den Früchten des Feldes. Meditiert ihr darüber, wie die Sonne darinnen ist, meditiert ihr, bis euch das Stückchen Brot strahlend wird, und genießt ihr es, dann seid euch bewußt: aus dem weiten Weltenall ist der Geist der Sonne in euch eingezogen und in euch lebend geworden.
[ 18 ] Nun, von alledem ist nur die Außerlichkeit geblieben: das Essen des Brotes im Meßopfer und in der Kommunion. Diejenigen, welche diese Außerlichkeit fortpflanzen im Sinne dessen, was das Römertum in das Christentum hineingebracht hat, sind die, welche es am stärksten bekämpfen, daß man kosmische Weisheit haben muß, um das Christentum zu verstehen. Das sind aber auch jene, die am wenigsten die Lehren des Paulus verstehen, denn Paulus schaute einfach strahlend diejenige Kraft, die aus den Wolken hereinkommt, die Sonnenkraft war, die das überkörperliche Wesen war: den Christus, der durch das Mysterium von Golgatha heruntergestiegen ist auf die Erde, die kosmische Gottheit der Sonne vereint mit den Kräften der Erde. In den ersten drei bis vier Jahrhunderten der christlichen Entwickelung wußte man noch viel von diesem eigentlichen Geheimnisse. Dann wurde die äußere Weltenerkenntnis so stark, daß selbst durch die Nachrichten, die auf die spätere Zeit kamen, nicht mehr zu erkennen ist, wie hoch spirituell in den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung das Ereignis von Golgatha aufgefaßt worden ist. Heute ist aber die Zeit, wo die Menschheit sich unbedingt zurückerinnern muß an dieses spirituelle Erfassen des Christentums in den ersten christlichen Jahrhunderten. Der Mensch hat durchgemacht seit den [ersten] nachchristlichen Jahrhunderten dasjenige, was ihn zu einer hohen Erdenweisheit gebracht hat. Dadurch ist er ein freies Wesen geworden. Selbst die alten Eingeweihten waren nicht frei, da sie ja, wenn sie die tiefsten Impulse gewollt haben, sich leiten ließen von den Gottheiten. Frei kann man nur werden durch diese besonders hohe [Erden-] Weisheit. Dies wird in nächsten Zeiten immer mehr die Menschheit dahin bringen, daß die widergöttlichen Kräfte, die wider-christlichen Kräfte die Seelen der Menschen erfassen können. Diese wider-christlichen Kräfte, ich nenne sie die ahrimanischen Kräfte.
[ 18 ] Nun, von alledem ist nur die Außerlichkeit geblieben: das Essen des Brotes im Meßopfer und in der Kommunion. Diejenigen, welche diese Außerlichkeit fortpflanzen im Sinne dessen, was das Römertum in das Christentum hineingebracht hat, sind die, welche es am stärksten bekämpfen, daß man kosmische Weisheit haben muß, um das Christentum zu verstehen. Das sind aber auch jene, die am wenigsten die Lehren des Paulus verstehen, denn Paulus schaute einfach strahlend diejenige Kraft, die aus den Wolken hereinkommt, die Sonnenkraft war, die das überkörperliche Wesen war: den Christus, der durch das Mysterium von Golgatha heruntergestiegen ist auf die Erde, die kosmische Gottheit der Sonne vereint mit den Kräften der Erde. In den ersten drei bis vier Jahrhunderten der christlichen Entwickelung wußte man noch viel von diesem eigentlichen Geheimnisse. Dann wurde die äußere Weltenerkenntnis so stark, daß selbst durch die Nachrichten, die auf die spätere Zeit kamen, nicht mehr zu erkennen ist, wie hoch spirituell in den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung das Ereignis von Golgatha aufgefaßt worden ist. Heute ist aber die Zeit, wo die Menschheit sich unbedingt zurückerinnern muß an dieses spirituelle Erfassen des Christentums in den ersten christlichen Jahrhunderten. Der Mensch hat durchgemacht seit den [ersten] nachchristlichen Jahrhunderten dasjenige, was ihn zu einer hohen Erdenweisheit gebracht hat. Dadurch ist er ein freies Wesen geworden. Selbst die alten Eingeweihten waren nicht frei, da sie ja, wenn sie die tiefsten Impulse gewollt haben, sich leiten ließen von den Gottheiten. Frei kann man nur werden durch diese besonders hohe [Erden-] Weisheit. Dies wird in nächsten Zeiten immer mehr die Menschheit dahin bringen, daß die widergöttlichen Kräfte, die wider-christlichen Kräfte die Seelen der Menschen erfassen können. Diese wider-christlichen Kräfte, ich nenne sie die ahrimanischen Kräfte.
[ 19 ] Wir haben eine hohe Wissenschaft, aber sie ist noch nicht durchchristet. Wir reden über die Natur, und niemand findet eine Veranlassung, diese Naturwissenschaft zu durchchristen. Das muß aber geschehen. Diese Naturwissenschaft muß durchchristet werden, sonst geht alles dasjenige verloren, was der Mensch aus dem Kosmos heraus braucht. In jenen alten Zeiten waren die Menschen noch empfänglich, hatten noch ein Verständnis [für die kosmischen Einflüsse] durch die allgemeine Nahrung, die der Mensch genießt. Immer fremder und fremder wurden die Menschen dem kosmischen Leben. In der späteren ägyptisch-chaldäischen Kultur konnten die alten Eingeweihten immer noch von den Kräften der Götter sprechen, von den Kräften, die in die Pflanzen, die Steine hineingehen. Daher kam in dieser Zeit zuerst die Heilwissenschaft, die Medizin besonders auf. Das Wirksamste stammt noch immer aus jenen alten Zeiten, man weiß es nur nicht. Wir müssen aber auch da zu den Quellen zurückkehren, wir müssen eine Medizin bekommen, welche wirklich in die tieferen Kräfte der Wesen hineinschaut. Die Lösung obliegt der neueren Initiationswissenschaft, und Anthroposophie möchte ja nichts anderes, als der Menschheit geben, was man heute erlangen kann. Es ist so, daß seit dem Jahr 1899 das finstere Zeitalter — Kali Yuga, wie es die alten Propheten nannten — vorbei ist. Es lebt um uns herum die geistige Welt, die sich offenbaren kann. Wir können sie bemerken, und es ist unsere Aufgabe, auf diese Offenbarung zu hören. Darauf möchte unsere Anthroposophie die Menschheit hinweisen. Was vorliegt mit der Anthroposophie, es ist nicht nur eine Menschheitsangelegenheit, sondern eine allgemeine Weltenangelegenheit.
[ 19 ] Wir haben eine hohe Wissenschaft, aber sie ist noch nicht durchchristet. Wir reden über die Natur, und niemand findet eine Veranlassung, diese Naturwissenschaft zu durchchristen. Das muß aber geschehen. Diese Naturwissenschaft muß durchchristet werden, sonst geht alles dasjenige verloren, was der Mensch aus dem Kosmos heraus braucht. In jenen alten Zeiten waren die Menschen noch empfänglich, hatten noch ein Verständnis [für die kosmischen Einflüsse] durch die allgemeine Nahrung, die der Mensch genießt. Immer fremder und fremder wurden die Menschen dem kosmischen Leben. In der späteren ägyptisch-chaldäischen Kultur konnten die alten Eingeweihten immer noch von den Kräften der Götter sprechen, von den Kräften, die in die Pflanzen, die Steine hineingehen. Daher kam in dieser Zeit zuerst die Heilwissenschaft, die Medizin besonders auf. Das Wirksamste stammt noch immer aus jenen alten Zeiten, man weiß es nur nicht. Wir müssen aber auch da zu den Quellen zurückkehren, wir müssen eine Medizin bekommen, welche wirklich in die tieferen Kräfte der Wesen hineinschaut. Die Lösung obliegt der neueren Initiationswissenschaft, und Anthroposophie möchte ja nichts anderes, als der Menschheit geben, was man heute erlangen kann. Es ist so, daß seit dem Jahr 1899 das finstere Zeitalter — Kali Yuga, wie es die alten Propheten nannten — vorbei ist. Es lebt um uns herum die geistige Welt, die sich offenbaren kann. Wir können sie bemerken, und es ist unsere Aufgabe, auf diese Offenbarung zu hören. Darauf möchte unsere Anthroposophie die Menschheit hinweisen. Was vorliegt mit der Anthroposophie, es ist nicht nur eine Menschheitsangelegenheit, sondern eine allgemeine Weltenangelegenheit.
[ 20 ] Wenn man Erkenntnisse der Initiationswissenschaft im einzelnen, im Konkreten mitteilt, dann muß man auch gewärtig sein, daß unter Umständen über das eine und das andere gespottet werden kann. Allein gerade aus dem, was ich heute im Eingang gesagt habe, daß wir Menschen brauchen, die aus der Initiationswissenschaft heraus einzelnes wissen über die Entwickelung der Menschheit, kann zugleich hervorgehen, wie notwendig es ist, daß wir heute nicht bloß mit allgemeinen Erkenntnissen gewissermaßen in Wolken schweben, sondern daß wir diese Erkenntnisse beleben dadurch, daß wir wirklich ins Menschenleben eintreten mit diesen Erkenntnissen. Das wird man nur dann tun, wenn diese Erkenntnisse auch von dem menschlichen Leben ganz lebenskräftig sprechen. Da möchte ich denn folgendes erzählen.
[ 20 ] Wenn man Erkenntnisse der Initiationswissenschaft im einzelnen, im Konkreten mitteilt, dann muß man auch gewärtig sein, daß unter Umständen über das eine und das andere gespottet werden kann. Allein gerade aus dem, was ich heute im Eingang gesagt habe, daß wir Menschen brauchen, die aus der Initiationswissenschaft heraus einzelnes wissen über die Entwickelung der Menschheit, kann zugleich hervorgehen, wie notwendig es ist, daß wir heute nicht bloß mit allgemeinen Erkenntnissen gewissermaßen in Wolken schweben, sondern daß wir diese Erkenntnisse beleben dadurch, daß wir wirklich ins Menschenleben eintreten mit diesen Erkenntnissen. Das wird man nur dann tun, wenn diese Erkenntnisse auch von dem menschlichen Leben ganz lebenskräftig sprechen. Da möchte ich denn folgendes erzählen.
[ 21 ] Während eines der späteren Kreuzzüge lebte in einem der italienischen Klöster ein junger Mönch. Er war außerordentlich begabt, und er konnte sich namentlich vertiefen in dasjenige, was aus alten christlichen Zeiten, nicht aus der Schrift, aber von Mensch zu Mensch, fortgepflanzt worden war als Tradition, und namentlich in manchen Klöstern weiterlebte. Da erzählte davon in manch einsamer Stunde ein älterer Mönch dem jüngeren, und vieles von der Art hatte dieser junge Mönch gehört. Er hatte sich dann einem der späteren Kreuzzüge angeschlossen und wurde in Palästina, oder wenigstens in Vorderasienkrank, kam in eine Pflege, in der er einen noch älteren, in die Geheimnisse des Christentums eingeweihten Mönch kennenlernte. Da wurde in ihm viel erregt von Sehnsucht, die tieferen Mysterien des Christentums zu empfinden und zu erkennen. Und eben im Orient starb zunächst dieser Junge Mönch; und er wurde wiedergeboren in unserem Zeitalter, wurde wiedergeboren als eine Persönlichkeit, in der aus diesem früheren Erdenleben diese Kräfte waren und in einer merkwürdigen Weise aufgingen. Wie gesagt, diese Dinge sind natürlich so, daß man spotten kann, allein es ist eben durchaus eine Notwendigkeit, aus der Initiationswissenschaft heraus heute auch über konkrete Dinge zu sprechen. Man wird schon einmal dazu kommen, einzusehen, daß über diese Dinge aus der geistigen Anschauung heraus ebenso historisch gesprochen werden kann, wie von äußeren wissenschaftlichen Tatsachen. Diese Persönlichkeit ist jene, die bekannt ist als die des Kardinal Newman. Verfolgen Sie sein Leben von Jugend auf, sein Wissen, was er gesagt hat, dann werden Sie sehen, wie in ihm eine starke Persönlichkeit lebte, von einem andern Christentum erfüllt, als er es in seiner Umgebung hatte, und warum diese Persönlichkeit heraus wollte aus der intellektualistischen Form des Christentums, warum diese Persönlichkeit von einer andern Bewußtseinsart träumte, welche die ersten Jünger des auferstandenen Christus auf der Erde hatten. Wenn Sie dann dies Leben weiter verfolgen und sehen, wie der Kardinal Newman bei seiner Einkleidung den bedeutenden Ausspruch tat: Es gibt keine Rettung für die Religion, wenn nicht eine neue Offenbarung kommt —, wenn Sie dies ins Auge fassen, dann werden Sie dieses Suchen aus einer starken, von früheren Erdenleben kommenden Sehnsucht begreifen. Newman fühlte, was herausdrang von jenen geistigen Kräften, von denen ich im zweiten Teil des Vortrages gesprochen habe, er ahnte, daß man eine neue Initiationswissenschaft durch besondere Entwickelung, und dadurch eine neue geistige Offenbarung erhalten könne. Er kam nicht weiter als zu einem gewissen Traditionalismus in bezug auf seine christliche Auffassung. Ich brauche Ihnen nicht zu erzählen, wozu er gekommen ist, das können Sie ja in Ihrem Lande über den Kardinal Newman nachlesen. Er strebt über den Nebel hinaus nach einem Lichte, während er aber eigentlich in dem Nebel stehenbleibt. Eine tiefere Erkenntnis seines Wesens zeigt uns, daß in ihm eigentlich nicht die Schuld lag, sondern daß er in dieser Beziehung wirklich ein Opfer seiner Zeit war, dessen, was ich hier die ahrimanischen Kräfte genannt habe. Diese wirkten außerordentlich stark auf ihn, wie Attacken, und nahmen seine Denkkraft gefangen, so daß sie sich nicht frei in Spiritualität hineinentwickeln konnte. Derjenige, der aber heute frei sich entwickeln will, muß aus dem Gebundensein an das Gehirn die Denkkraft frei bekommen.
[ 21 ] Während eines der späteren Kreuzzüge lebte in einem der italienischen Klöster ein junger Mönch. Er war außerordentlich begabt, und er konnte sich namentlich vertiefen in dasjenige, was aus alten christlichen Zeiten, nicht aus der Schrift, aber von Mensch zu Mensch, fortgepflanzt worden war als Tradition, und namentlich in manchen Klöstern weiterlebte. Da erzählte davon in manch einsamer Stunde ein älterer Mönch dem jüngeren, und vieles von der Art hatte dieser junge Mönch gehört. Er hatte sich dann einem der späteren Kreuzzüge angeschlossen und wurde in Palästina, oder wenigstens in Vorderasienkrank, kam in eine Pflege, in der er einen noch älteren, in die Geheimnisse des Christentums eingeweihten Mönch kennenlernte. Da wurde in ihm viel erregt von Sehnsucht, die tieferen Mysterien des Christentums zu empfinden und zu erkennen. Und eben im Orient starb zunächst dieser Junge Mönch; und er wurde wiedergeboren in unserem Zeitalter, wurde wiedergeboren als eine Persönlichkeit, in der aus diesem früheren Erdenleben diese Kräfte waren und in einer merkwürdigen Weise aufgingen. Wie gesagt, diese Dinge sind natürlich so, daß man spotten kann, allein es ist eben durchaus eine Notwendigkeit, aus der Initiationswissenschaft heraus heute auch über konkrete Dinge zu sprechen. Man wird schon einmal dazu kommen, einzusehen, daß über diese Dinge aus der geistigen Anschauung heraus ebenso historisch gesprochen werden kann, wie von äußeren wissenschaftlichen Tatsachen. Diese Persönlichkeit ist jene, die bekannt ist als die des Kardinal Newman. Verfolgen Sie sein Leben von Jugend auf, sein Wissen, was er gesagt hat, dann werden Sie sehen, wie in ihm eine starke Persönlichkeit lebte, von einem andern Christentum erfüllt, als er es in seiner Umgebung hatte, und warum diese Persönlichkeit heraus wollte aus der intellektualistischen Form des Christentums, warum diese Persönlichkeit von einer andern Bewußtseinsart träumte, welche die ersten Jünger des auferstandenen Christus auf der Erde hatten. Wenn Sie dann dies Leben weiter verfolgen und sehen, wie der Kardinal Newman bei seiner Einkleidung den bedeutenden Ausspruch tat: Es gibt keine Rettung für die Religion, wenn nicht eine neue Offenbarung kommt —, wenn Sie dies ins Auge fassen, dann werden Sie dieses Suchen aus einer starken, von früheren Erdenleben kommenden Sehnsucht begreifen. Newman fühlte, was herausdrang von jenen geistigen Kräften, von denen ich im zweiten Teil des Vortrages gesprochen habe, er ahnte, daß man eine neue Initiationswissenschaft durch besondere Entwickelung, und dadurch eine neue geistige Offenbarung erhalten könne. Er kam nicht weiter als zu einem gewissen Traditionalismus in bezug auf seine christliche Auffassung. Ich brauche Ihnen nicht zu erzählen, wozu er gekommen ist, das können Sie ja in Ihrem Lande über den Kardinal Newman nachlesen. Er strebt über den Nebel hinaus nach einem Lichte, während er aber eigentlich in dem Nebel stehenbleibt. Eine tiefere Erkenntnis seines Wesens zeigt uns, daß in ihm eigentlich nicht die Schuld lag, sondern daß er in dieser Beziehung wirklich ein Opfer seiner Zeit war, dessen, was ich hier die ahrimanischen Kräfte genannt habe. Diese wirkten außerordentlich stark auf ihn, wie Attacken, und nahmen seine Denkkraft gefangen, so daß sie sich nicht frei in Spiritualität hineinentwickeln konnte. Derjenige, der aber heute frei sich entwickeln will, muß aus dem Gebundensein an das Gehirn die Denkkraft frei bekommen.
[ 22 ] Ahriman erreicht seine großen Erfolge dadurch, daß er die zweite Hälfte des menschlichen Lebens vom Tode bis zu einer neuen Geburt verkürzt. Nicht wahr, es verfließt ja eine gewisse Zeit vom Tode bis zu einer neuen Geburt. Diese Zeit, die in meinen Mysterienspielen dargestellt ist, sie besteht aus zwei Hälften. Das, was nach demjenigen verläuft, was ich die kosmische Mitternacht genannt habe, ist die zweite Hälfte. Diese zweite Hälfte, von der Mitte bis zu einer neuen Geburt hin, sucht Ahriman [für den Menschen] abzukürzen. Dadurch ergreift er mit einer starken Hast, mit einer starken Energie das menschliche Gehirn mit seiner Denkkraft. Er hakt sich gewissermaßen in das Gehirn hinein. Ahriman sucht die Menschen immer mehr an die Erde zu bannen. Das ist die Art, wie ahrimanische Kräfte immer mehr an den Menschen wirken, wie sie die Denkkraft immer mehr hereinbringen wollen in das Erdenleben in bezug auf die geistige Welt: die Menschen kommen ein bis zwei Jahrhunderte zu früh. Das ist aber dasjenige, was durch eine starke Energie überwunden werden muß. Eben in der Zeit, wo Kardinal Newman noch am Ruder war, konnte er trotz seiner starken Energie nicht dazu kommen, die Denkkraft genügend frei zu bekommen, sonst hätte er nicht von etwas gesprochen, was da kommen muß, sonst hätte er die Bahn zu einer neuen Offenbarung selbst gefunden. Von einer solchen Persönlichkeit muß man sprechen, wenn man hinweisen will auf dasjenige, was die Menschen zu einem neuen Leben bringen will, wenn man von Spiritualität sprechen will. Denn diese Spiritualität wird in der Weise, wie ich es angedeutet habe, das Mysterium von Golgatha wiederum den Menschen verständlich machen, daß sie es mit ihrer ganzen Menschlichkeit durchdringen können, so daß es im tiefsten Innern leben kann. Ich wollte hier diesen Kardinal Newman als Beispiel anführen, aber an diesen tragischen Persönlichkeiten soll man studieren, was nötig ist. Und vieles in dieser Richtung ist gerade in diesem Lande zu studieren. Daher sollte es auch in diesem Lande begriffen werden, daß eine innere Notwendigkeit vorliegt, jenes spirituelle Leben, aus dem Kardinal Newman herausgerissen wurde durch ahrimanische Kräfte, jenes spirituelle Leben und jene spirituelle Erkenntnis wieder verständlich zu machen für die Menschheit, damit diese Zivilisation gerettet werde vor dem Untergang.
[ 22 ] Ahriman erreicht seine großen Erfolge dadurch, daß er die zweite Hälfte des menschlichen Lebens vom Tode bis zu einer neuen Geburt verkürzt. Nicht wahr, es verfließt ja eine gewisse Zeit vom Tode bis zu einer neuen Geburt. Diese Zeit, die in meinen Mysterienspielen dargestellt ist, sie besteht aus zwei Hälften. Das, was nach demjenigen verläuft, was ich die kosmische Mitternacht genannt habe, ist die zweite Hälfte. Diese zweite Hälfte, von der Mitte bis zu einer neuen Geburt hin, sucht Ahriman [für den Menschen] abzukürzen. Dadurch ergreift er mit einer starken Hast, mit einer starken Energie das menschliche Gehirn mit seiner Denkkraft. Er hakt sich gewissermaßen in das Gehirn hinein. Ahriman sucht die Menschen immer mehr an die Erde zu bannen. Das ist die Art, wie ahrimanische Kräfte immer mehr an den Menschen wirken, wie sie die Denkkraft immer mehr hereinbringen wollen in das Erdenleben in bezug auf die geistige Welt: die Menschen kommen ein bis zwei Jahrhunderte zu früh. Das ist aber dasjenige, was durch eine starke Energie überwunden werden muß. Eben in der Zeit, wo Kardinal Newman noch am Ruder war, konnte er trotz seiner starken Energie nicht dazu kommen, die Denkkraft genügend frei zu bekommen, sonst hätte er nicht von etwas gesprochen, was da kommen muß, sonst hätte er die Bahn zu einer neuen Offenbarung selbst gefunden. Von einer solchen Persönlichkeit muß man sprechen, wenn man hinweisen will auf dasjenige, was die Menschen zu einem neuen Leben bringen will, wenn man von Spiritualität sprechen will. Denn diese Spiritualität wird in der Weise, wie ich es angedeutet habe, das Mysterium von Golgatha wiederum den Menschen verständlich machen, daß sie es mit ihrer ganzen Menschlichkeit durchdringen können, so daß es im tiefsten Innern leben kann. Ich wollte hier diesen Kardinal Newman als Beispiel anführen, aber an diesen tragischen Persönlichkeiten soll man studieren, was nötig ist. Und vieles in dieser Richtung ist gerade in diesem Lande zu studieren. Daher sollte es auch in diesem Lande begriffen werden, daß eine innere Notwendigkeit vorliegt, jenes spirituelle Leben, aus dem Kardinal Newman herausgerissen wurde durch ahrimanische Kräfte, jenes spirituelle Leben und jene spirituelle Erkenntnis wieder verständlich zu machen für die Menschheit, damit diese Zivilisation gerettet werde vor dem Untergang.
[ 23 ] Und es darf ja gesagt werden: Aus der Einsicht in solche konkrete Zusammenhänge, wenn man diese Zusammenhänge erkennt, geht das Ideal hervor, soviel als möglich zu tun zur Verbreitung des spirituellen Lebens der Menschheit. Das ist die einzige Möglichkeit. Seien wir uns aber des einen bewußt: daß die ahrimanischen Kräfte sehr stark sind. Dasjenige aber, was durch Anthroposophie Zeugnis ablegen will, hat sehr starke Feinde, die von den ahrimanischen Mächten inspiriert sind. Immer stärker und stärker werden diese Kräfte! Das möchte ich Ihnen gerade am heutigen Tage sagen, damit Sie sich nicht verwundern, wenn das, was als anthroposophische Bewegung in die Welt treten will, mit furchtbaren feindlichen Kräften immer mehr und mehr zu kämpfen haben wird. Gewissermaßen muß es ein wirkliches Ergebnis dessen werden, daß wir einsehen, was mit diesen anthroposophischen Bestrebungen gewollt wird, daß wir ein waches Auge auch haben für die furchtbar verleumderischen oder sonstige Attacken ausführenden Feinde, die nicht aufkommen lassen wollen diese Bewegung. Aber wie stark sie auch sein mögen, so stark muß auch sein die Kraft im Menschen durch das Positive seiner eigenen Energie. Es ist notwendig, die anthroposophische Weltanschauung in ehrlicher und klarer Weise zu verbreiten, wenn das auch so vor die Welt gestellt werden wird, daß viele nicht an dasjenige glauben werden, was gerade durch die anthroposophische Bewegung gepflegt sein will.
[ 23 ] Und es darf ja gesagt werden: Aus der Einsicht in solche konkrete Zusammenhänge, wenn man diese Zusammenhänge erkennt, geht das Ideal hervor, soviel als möglich zu tun zur Verbreitung des spirituellen Lebens der Menschheit. Das ist die einzige Möglichkeit. Seien wir uns aber des einen bewußt: daß die ahrimanischen Kräfte sehr stark sind. Dasjenige aber, was durch Anthroposophie Zeugnis ablegen will, hat sehr starke Feinde, die von den ahrimanischen Mächten inspiriert sind. Immer stärker und stärker werden diese Kräfte! Das möchte ich Ihnen gerade am heutigen Tage sagen, damit Sie sich nicht verwundern, wenn das, was als anthroposophische Bewegung in die Welt treten will, mit furchtbaren feindlichen Kräften immer mehr und mehr zu kämpfen haben wird. Gewissermaßen muß es ein wirkliches Ergebnis dessen werden, daß wir einsehen, was mit diesen anthroposophischen Bestrebungen gewollt wird, daß wir ein waches Auge auch haben für die furchtbar verleumderischen oder sonstige Attacken ausführenden Feinde, die nicht aufkommen lassen wollen diese Bewegung. Aber wie stark sie auch sein mögen, so stark muß auch sein die Kraft im Menschen durch das Positive seiner eigenen Energie. Es ist notwendig, die anthroposophische Weltanschauung in ehrlicher und klarer Weise zu verbreiten, wenn das auch so vor die Welt gestellt werden wird, daß viele nicht an dasjenige glauben werden, was gerade durch die anthroposophische Bewegung gepflegt sein will.
[ 24 ] Und so möchte ich, daß sich doch viele finden, welche die Kraft in sich beleben, trotz der Entstellungen und Verfinsterungen, die eintreten werden gegenüber dem, was gerade die anthroposophische Bewegung will, gerade durch das Ergreifen ihres Positiven fortzuschreiten in bezug auf die Geltendmachung dieser Spiritualität vor der Welt. Und das heißt zu gleicher Zeit erkennen, daß sie eine Notwendigkeit für die Entwickelung der Menschheit ist.
[ 24 ] Und so möchte ich, daß sich doch viele finden, welche die Kraft in sich beleben, trotz der Entstellungen und Verfinsterungen, die eintreten werden gegenüber dem, was gerade die anthroposophische Bewegung will, gerade durch das Ergreifen ihres Positiven fortzuschreiten in bezug auf die Geltendmachung dieser Spiritualität vor der Welt. Und das heißt zu gleicher Zeit erkennen, daß sie eine Notwendigkeit für die Entwickelung der Menschheit ist.
[ 25 ] Wenn wir uns in dem gegenseitigen Verständnis in bezug auf diesen innersten Charakter des anthroposophischen Wesens und seiner Bedeutung für unsere Zeit treffen, wenn wir uns darin in bezug auf das gegenseitige Verständnis etwas nähergekommen sind, dann hat uns dieses Zusammensein, auf das wir warten mußten durch den Lauf der Zeit, diejenigen Früchte getragen, die wenigstens ich für meine Seele als die schönsten Früchte ansehen möchte. Und im Geiste dieser Früchte, und im Gedanken an dieses gegenwärtige Verständnis wollen wir, auch wenn wir räumlich auseinandergehen, seelisch zusammen bleiben.
[ 25 ] Wenn wir uns in dem gegenseitigen Verständnis in bezug auf diesen innersten Charakter des anthroposophischen Wesens und seiner Bedeutung für unsere Zeit treffen, wenn wir uns darin in bezug auf das gegenseitige Verständnis etwas nähergekommen sind, dann hat uns dieses Zusammensein, auf das wir warten mußten durch den Lauf der Zeit, diejenigen Früchte getragen, die wenigstens ich für meine Seele als die schönsten Früchte ansehen möchte. Und im Geiste dieser Früchte, und im Gedanken an dieses gegenwärtige Verständnis wollen wir, auch wenn wir räumlich auseinandergehen, seelisch zusammen bleiben.
