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Human Questions and Cosmic Answers
GA 213

2 July 1922, Dornach

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Menschenfragen und Weltenantworten
  1. Human Questions and Cosmic Answers, tr. SOL

Fünfter Vortrag

Fünfter Vortrag

[ 1 ] In diesen Tagen habe ich Ihnen die Beziehungen des Menschen zur Umwelt geschildert, wie sie sich ergeben, wenn wir mehr den Blick von der Erde ab nach der Sternenwelt hinauswenden, namentlich nach der Planetenwelt. Ich möchte wenigstens aphoristisch heute einige derjenigen Beobachtungen und Erfahrungen hinzufügen, die sich der geistigen Anschauung über das Verhältnis des Menschen zu seiner unmittelbaren irdischen Umgebung ergeben. Man betrachtet ja gewöhnlich das, was uns umgibt, in einer, ich möchte sagen, durchaus gleichartigen Weise und kommt dadurch zu ganz unwirklichen Seinsbegriffen. Ich erinnere an das, was ich in dieser Beziehung schon öfter zur Verdeutlichung angeführt habe, daß wenn wir zum Beispiel einen Bergkristall betrachten, wir in einer gewissen Weise von unserem Erdenstandpunkte aus sagen können: Das ist ein in sich begründetes Ding. — Wir können in der Abgeschlossenheit, in der uns der Bergkristall entgegentritt, auch immer, in einer gewissen Beziehung natürlich nur, etwas Abgeschlossenes sehen.

[ 1 ] In diesen Tagen habe ich Ihnen die Beziehungen des Menschen zur Umwelt geschildert, wie sie sich ergeben, wenn wir mehr den Blick von der Erde ab nach der Sternenwelt hinauswenden, namentlich nach der Planetenwelt. Ich möchte wenigstens aphoristisch heute einige derjenigen Beobachtungen und Erfahrungen hinzufügen, die sich der geistigen Anschauung über das Verhältnis des Menschen zu seiner unmittelbaren irdischen Umgebung ergeben. Man betrachtet ja gewöhnlich das, was uns umgibt, in einer, ich möchte sagen, durchaus gleichartigen Weise und kommt dadurch zu ganz unwirklichen Seinsbegriffen. Ich erinnere an das, was ich in dieser Beziehung schon öfter zur Verdeutlichung angeführt habe, daß wenn wir zum Beispiel einen Bergkristall betrachten, wir in einer gewissen Weise von unserem Erdenstandpunkte aus sagen können: Das ist ein in sich begründetes Ding. — Wir können in der Abgeschlossenheit, in der uns der Bergkristall entgegentritt, auch immer, in einer gewissen Beziehung natürlich nur, etwas Abgeschlossenes sehen.

[ 2 ] Nicht so ist es, wenn wir zum Beispiel eine Rose pflücken und sie in unser Zimmer hereinbringen. Sie ist innerhalb des irdischen Daseins, so wie sie ist als Rose mit dem Stiel, überhaupt nicht denkbar; sie ist nur denkbar, wenn sie an dem Rosenast wächst, der Stengel und Wurzel hat. Wir dürfen also nicht, wenn wir wirklichkeitsgemäß reden, eine Rose in demselben Sinne einen Gegenstand nennen wie etwa einen Bergkristall. Denn wirklichkeitsgemäßes Sprechen erfordert, daß man nur dasjenige erfaßt, was auch in sich wenigstens relativ bestehen kann. Gewiß kann auch der Bergkristall von einem anderen Gesichtspunkte aus nicht als etwas für sich Bestehendes betrachtet werden, aber das ist eben dann ein anderer Gesichtspunkt. Der Gesichtspunkt der einfachen Betrachtung des irdischen Seins liefert uns für den Bergkristall etwas ganz anderes als Seinsbegriff als für die Rose. Solche Dinge werden leider viel zu wenig ins Auge gefaßt. Daher ist das Denken der Menschen ein so unwirkliches, und die Menschen kommen so schwer dazu, das, was aus der geistigen Beobachtung heraus gesagt werden muß, mit klaren Begriffen zu verbinden. Man würde eben durchaus zu klaren Begriffen kommen, wenn man in den einfachen Dingen so beobachten würde, wie ich es eben jetzt wiederum wiederholentlich ausgeführt habe.

[ 2 ] Nicht so ist es, wenn wir zum Beispiel eine Rose pflücken und sie in unser Zimmer hereinbringen. Sie ist innerhalb des irdischen Daseins, so wie sie ist als Rose mit dem Stiel, überhaupt nicht denkbar; sie ist nur denkbar, wenn sie an dem Rosenast wächst, der Stengel und Wurzel hat. Wir dürfen also nicht, wenn wir wirklichkeitsgemäß reden, eine Rose in demselben Sinne einen Gegenstand nennen wie etwa einen Bergkristall. Denn wirklichkeitsgemäßes Sprechen erfordert, daß man nur dasjenige erfaßt, was auch in sich wenigstens relativ bestehen kann. Gewiß kann auch der Bergkristall von einem anderen Gesichtspunkte aus nicht als etwas für sich Bestehendes betrachtet werden, aber das ist eben dann ein anderer Gesichtspunkt. Der Gesichtspunkt der einfachen Betrachtung des irdischen Seins liefert uns für den Bergkristall etwas ganz anderes als Seinsbegriff als für die Rose. Solche Dinge werden leider viel zu wenig ins Auge gefaßt. Daher ist das Denken der Menschen ein so unwirkliches, und die Menschen kommen so schwer dazu, das, was aus der geistigen Beobachtung heraus gesagt werden muß, mit klaren Begriffen zu verbinden. Man würde eben durchaus zu klaren Begriffen kommen, wenn man in den einfachen Dingen so beobachten würde, wie ich es eben jetzt wiederum wiederholentlich ausgeführt habe.

[ 3 ] Nun, wenn wir unsere Erde ins Auge fassen, also die nächste Umgebung der Menschheit, dann finden wir zunächst an der Oberfläche die verschiedenen Erdarten. Sie finden, wenn Sie hier in der nächsten Umgebung Umschau halten, eine kalkige Erdart. Gehen Sie dann mehr nach dem Süden, so finden Sie schieferige Erdarten. Ich will zunächst nur diese zwei hauptsächlichsten Erdarten anführen, das Kalkige, die Kalkformation, die Sie ja insbesondere als Jurakalk in der unmittelbaren Umgebung hier betrachten können, und die Schieferformationen, wo das Gestein, das Mineral, nicht in solcher kompakten Art in sich angeordnet ist wie bei der Kalkformation, sondern wo es schieferig ist. Denken Sie nur an den Tonschiefer, selbst an Gneis, an Glimmerschiefer und so weiter, wie sie Ihnen ja in den Zentralalpen entgegentreten. Das ist in der Tat ein sehr wichtiger Gegensatz im irdischen Dasein, die schieferige Formation und die kalkige Formation. Wenn man solche Gesteinsablagerungen, wie man sie ja auch nennt, betrachtet, so sieht man sie nach den heutigen Auffassungen so an, daß man sie eigentlich nur aus mineralisch-physischer Gesetzmäßigkeit heraus erklären will. Dabei wird keine Rücksicht darauf genommen, daß ja die Erde ein Ganzes ist. Sehen wir uns einmal an, was heute als Geologie eine Wissenschaft bildet.

[ 3 ] Nun, wenn wir unsere Erde ins Auge fassen, also die nächste Umgebung der Menschheit, dann finden wir zunächst an der Oberfläche die verschiedenen Erdarten. Sie finden, wenn Sie hier in der nächsten Umgebung Umschau halten, eine kalkige Erdart. Gehen Sie dann mehr nach dem Süden, so finden Sie schieferige Erdarten. Ich will zunächst nur diese zwei hauptsächlichsten Erdarten anführen, das Kalkige, die Kalkformation, die Sie ja insbesondere als Jurakalk in der unmittelbaren Umgebung hier betrachten können, und die Schieferformationen, wo das Gestein, das Mineral, nicht in solcher kompakten Art in sich angeordnet ist wie bei der Kalkformation, sondern wo es schieferig ist. Denken Sie nur an den Tonschiefer, selbst an Gneis, an Glimmerschiefer und so weiter, wie sie Ihnen ja in den Zentralalpen entgegentreten. Das ist in der Tat ein sehr wichtiger Gegensatz im irdischen Dasein, die schieferige Formation und die kalkige Formation. Wenn man solche Gesteinsablagerungen, wie man sie ja auch nennt, betrachtet, so sieht man sie nach den heutigen Auffassungen so an, daß man sie eigentlich nur aus mineralisch-physischer Gesetzmäßigkeit heraus erklären will. Dabei wird keine Rücksicht darauf genommen, daß ja die Erde ein Ganzes ist. Sehen wir uns einmal an, was heute als Geologie eine Wissenschaft bildet.

[ 4 ] Man betrachtet da die Erdarten. Man betrachtet die in den Erdarten eingelagerten Erze, Metalle, Mineralien überhaupt. Aber man betrachtet, indem man geologisch betrachtet, die Erde so, als wenn sie überhaupt die gegenwärtig lebende Pflanzenwelt und den Menschen gar nicht beherbergte. Eine solche Betrachtung der Erde, wie sie die Geologie anstellt, ist eigentlich so, wie wenn man ein menschliches Skelett für sich betrachten würde. Wenn Sie ein menschliches Skelett für sich betrachten, so müßten Sie eigentlich sagen: Das ist in Wahrheit kein in sich abgeschlossenes Sein. Es kann nirgends in der Welt so etwas wie ein menschliches Skelett für sich entstehen. Es kann das Überbleibsel sein von einem vollständigen Menschen, aber niemals könnte es entstehen, ohne daß Muskeln, Nerven, Blut und so weiter in seinem Gefolge sind. Wir dürfen also das menschliche Skelett nicht als ein abgeschlossenes Sein betrachten und es etwa nur aus sich erklären wollen.

[ 4 ] Man betrachtet da die Erdarten. Man betrachtet die in den Erdarten eingelagerten Erze, Metalle, Mineralien überhaupt. Aber man betrachtet, indem man geologisch betrachtet, die Erde so, als wenn sie überhaupt die gegenwärtig lebende Pflanzenwelt und den Menschen gar nicht beherbergte. Eine solche Betrachtung der Erde, wie sie die Geologie anstellt, ist eigentlich so, wie wenn man ein menschliches Skelett für sich betrachten würde. Wenn Sie ein menschliches Skelett für sich betrachten, so müßten Sie eigentlich sagen: Das ist in Wahrheit kein in sich abgeschlossenes Sein. Es kann nirgends in der Welt so etwas wie ein menschliches Skelett für sich entstehen. Es kann das Überbleibsel sein von einem vollständigen Menschen, aber niemals könnte es entstehen, ohne daß Muskeln, Nerven, Blut und so weiter in seinem Gefolge sind. Wir dürfen also das menschliche Skelett nicht als ein abgeschlossenes Sein betrachten und es etwa nur aus sich erklären wollen.

[ 5 ] Ebensowenig kann für denjenigen, der nicht abstrakt, sondern wirklichkeitsgemäß denkt, die Erde mit ihren Gesteinsarten erfaßt werden, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, daß die Erde eine Totalität ist, daß zur Erde das Pflanzenreich, das Tierreich, das Menschenreich ebenso gehört wie zum menschlichen Skelett die Muskeln, das Blut und so weiter. Man muß sich also klar sein darüber, daß «geologisch» die Erde betrachten heißt: von vornherein verzichten darauf, daß man auf das Wirkliche geht. Man bekommt nichts Wirkliches. Man bekommt etwas, was innerhalb eines planetarischen Wesens nur dann vorhanden sein kann, wenn in diesem planetarischen Wesen sich die Pflanzenwelt, die Tierwelt und die Menschenwelt findet.

[ 5 ] Ebensowenig kann für denjenigen, der nicht abstrakt, sondern wirklichkeitsgemäß denkt, die Erde mit ihren Gesteinsarten erfaßt werden, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, daß die Erde eine Totalität ist, daß zur Erde das Pflanzenreich, das Tierreich, das Menschenreich ebenso gehört wie zum menschlichen Skelett die Muskeln, das Blut und so weiter. Man muß sich also klar sein darüber, daß «geologisch» die Erde betrachten heißt: von vornherein verzichten darauf, daß man auf das Wirkliche geht. Man bekommt nichts Wirkliches. Man bekommt etwas, was innerhalb eines planetarischen Wesens nur dann vorhanden sein kann, wenn in diesem planetarischen Wesen sich die Pflanzenwelt, die Tierwelt und die Menschenwelt findet.

[ 6 ] Wenn man nun zunächst betrachtet, was, ich möchte sagen, wie zum Erdenskelett gehörig, als Schieferformation die Erde durchzieht, so unterscheidet es sich dem äußeren Anscheine nach ganz beträchtlich von der in sich kompakten Kalkformation. Und wenn man nun diejenigen Methoden anwendet, die in bezug auf die großen Umrisse der Erdenentwickelung angewendet worden sind in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», dann muß man in der Tat den Unterschied der Schieferformation und der Kalkformation zurückführen auf das Verhältnis, das die eine und die andere Formation nun zum Menschen, zum tierischen, zum pflanzlichen Dasein hat. Man muß sehen, wie das, was als Seelisch-Geistiges zur Erde gehört, sich verhält zu diesen Gesteinsarten.

[ 6 ] Wenn man nun zunächst betrachtet, was, ich möchte sagen, wie zum Erdenskelett gehörig, als Schieferformation die Erde durchzieht, so unterscheidet es sich dem äußeren Anscheine nach ganz beträchtlich von der in sich kompakten Kalkformation. Und wenn man nun diejenigen Methoden anwendet, die in bezug auf die großen Umrisse der Erdenentwickelung angewendet worden sind in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», dann muß man in der Tat den Unterschied der Schieferformation und der Kalkformation zurückführen auf das Verhältnis, das die eine und die andere Formation nun zum Menschen, zum tierischen, zum pflanzlichen Dasein hat. Man muß sehen, wie das, was als Seelisch-Geistiges zur Erde gehört, sich verhält zu diesen Gesteinsarten.

[ 7 ] Man versteht ein menschliches Skelett nicht, wenn man es nicht zuletzt doch aus der Willensnatur des Menschen erfaßt, und man versteht die Schieferformation, die Kalkformation nicht, wenn man sie nicht zuletzt aus den Aufgaben heraus versteht, die sie haben, diese Formationen, zu demjenigen, was innerhalb des Erdendaseins auch geistig-seelisch vorhanden ist. Und da bekommt man einen innigen Zusammenhang zwischen allem, was Schieferformation ist, und dem pflanzlichen Dasein, zwischen alledem, was Kalkformation ist, und dem tierischen Dasein.

[ 7 ] Man versteht ein menschliches Skelett nicht, wenn man es nicht zuletzt doch aus der Willensnatur des Menschen erfaßt, und man versteht die Schieferformation, die Kalkformation nicht, wenn man sie nicht zuletzt aus den Aufgaben heraus versteht, die sie haben, diese Formationen, zu demjenigen, was innerhalb des Erdendaseins auch geistig-seelisch vorhanden ist. Und da bekommt man einen innigen Zusammenhang zwischen allem, was Schieferformation ist, und dem pflanzlichen Dasein, zwischen alledem, was Kalkformation ist, und dem tierischen Dasein.

[ 8 ] Gewiß, so wie wir heute die Erde vor uns haben, so ist das Gestein, das sich im Schiefrigen findet, natürlich auch in den Pflanzen zu finden. Es ist das Gestein oder das Mineralische, das sich in dem Animalischen findet, in den verschiedensten Formationen seinem Ursprunge nach zu suchen. Aber darauf kommt es jetzt weniger an, sondern es kommt darauf an, daß für die geistige Beobachtung, für die geistige Erfahrung die besondere Art und Weise, wie das Pflanzenwesen, das gesamte Pflanzenwesen zur Erde gehört, sich so darstellt, daß es eine gewisse Beziehung zu der Schieferformation hat.

[ 8 ] Gewiß, so wie wir heute die Erde vor uns haben, so ist das Gestein, das sich im Schiefrigen findet, natürlich auch in den Pflanzen zu finden. Es ist das Gestein oder das Mineralische, das sich in dem Animalischen findet, in den verschiedensten Formationen seinem Ursprunge nach zu suchen. Aber darauf kommt es jetzt weniger an, sondern es kommt darauf an, daß für die geistige Beobachtung, für die geistige Erfahrung die besondere Art und Weise, wie das Pflanzenwesen, das gesamte Pflanzenwesen zur Erde gehört, sich so darstellt, daß es eine gewisse Beziehung zu der Schieferformation hat.

[ 9 ] Wenn ich schematisch das aufzeichnen sollte, so müßte ich etwa so zeichnen: Ich zeichne hier die Erde (weiß), dann irgendwie die Schieferformation aufgelagert (violett), ganz schematisch, und dann die aus der Erde nach dem Weltenall herauswachsenden Pflanzen (rot). Räumlich brauchen die Pflanzen durchaus nicht zusammenzufallen mit der Schieferformation, so wie auch zum Beispiel der Gedanke, der seine Grundlage im Gehirnwerkzeug hat, nicht zusammenzufallen braucht mit der großen Zehe, wenn sie bewegt wird. Um dieses räumliche Zusammenfallen handelt es sich nicht, sondern darum, daß man nun, wenn man nicht nur durch chemische und physikalische Untersuchungen versucht, in die Schieferformation einzudringen, sondern wenn man auch mit den Mitteln der Geistesforschung, wie ich sie dargestellt habe zum Beispiel in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» oder «Geheimwissenschaft», eindringt in die schieferige Formation, man die Anschauung bekommt: Wenn die Kräfte, die im Schieferigen enthalten sind, allein wirken würden auf der Erde, so würden sie im Zusammenhang mit einem Lebendigen stehen müssen, das sich geradeso entwickelt, wie sich die Pflanzenwelt entwickelt. Die Pflanzenwelt entwickelt sich so, daß sie nur physische Körperlichkeit, ätherische Körperlichkeit darstellt; das ist in den Pflanzen selber. Wenn wir aber zum Astralischen der Pflanzenwelt gehen, dann müssen wir uns dieses Astralische der Pflanzenwelt als eine Astralatmosphäre denken, die die Erde umgibt (orange). Die Pflanzen haben keine Astralleiber in sich. Aber die Erde ist umgeben mit einer Astralatmosphäre. Und bei dem Vorgange der Blüten- und Fruchtentfaltung zum Beispiel wirkt diese Astralität durchaus mit. Die ganze Pflanzenwelt der Erde hat also eigentlich einen einheitlichen astralischen Leib, der sich nirgends hineinsenkt in die Pflanze selber — höchstens ein wenig, wenn die Blüte in die Fruktifikation übergeht —, der im wesentlichen wolkenartig über der Vegetation schwebt und sie zur Blüten- und zur Fruchtbildung anregt.

[ 9 ] Wenn ich schematisch das aufzeichnen sollte, so müßte ich etwa so zeichnen: Ich zeichne hier die Erde (weiß), dann irgendwie die Schieferformation aufgelagert (violett), ganz schematisch, und dann die aus der Erde nach dem Weltenall herauswachsenden Pflanzen (rot). Räumlich brauchen die Pflanzen durchaus nicht zusammenzufallen mit der Schieferformation, so wie auch zum Beispiel der Gedanke, der seine Grundlage im Gehirnwerkzeug hat, nicht zusammenzufallen braucht mit der großen Zehe, wenn sie bewegt wird. Um dieses räumliche Zusammenfallen handelt es sich nicht, sondern darum, daß man nun, wenn man nicht nur durch chemische und physikalische Untersuchungen versucht, in die Schieferformation einzudringen, sondern wenn man auch mit den Mitteln der Geistesforschung, wie ich sie dargestellt habe zum Beispiel in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» oder «Geheimwissenschaft», eindringt in die schieferige Formation, man die Anschauung bekommt: Wenn die Kräfte, die im Schieferigen enthalten sind, allein wirken würden auf der Erde, so würden sie im Zusammenhang mit einem Lebendigen stehen müssen, das sich geradeso entwickelt, wie sich die Pflanzenwelt entwickelt. Die Pflanzenwelt entwickelt sich so, daß sie nur physische Körperlichkeit, ätherische Körperlichkeit darstellt; das ist in den Pflanzen selber. Wenn wir aber zum Astralischen der Pflanzenwelt gehen, dann müssen wir uns dieses Astralische der Pflanzenwelt als eine Astralatmosphäre denken, die die Erde umgibt (orange). Die Pflanzen haben keine Astralleiber in sich. Aber die Erde ist umgeben mit einer Astralatmosphäre. Und bei dem Vorgange der Blüten- und Fruchtentfaltung zum Beispiel wirkt diese Astralität durchaus mit. Die ganze Pflanzenwelt der Erde hat also eigentlich einen einheitlichen astralischen Leib, der sich nirgends hineinsenkt in die Pflanze selber — höchstens ein wenig, wenn die Blüte in die Fruktifikation übergeht —, der im wesentlichen wolkenartig über der Vegetation schwebt und sie zur Blüten- und zur Fruchtbildung anregt.

[ 10 ] Was sich da entfaltet, das würde in sich verfallen müssen, wenn nicht die ausstrahlenden Kräfte da wären, die von den Gesteinen der Schieferformationen kommen. Man hat also in der Schieferformation alles das, was das Bestreben hat, die ganze Erde zu einem Organismus zu machen. Wir müssen ja in der Tat die Pflanzen in bezug auf die Erde ähnlich betrachten wie unsere Haare in bezug auf uns Menschen, als ein Einheitliches. Und was diese Gesamtorganisation der Erde zusammenhält, das sind die Strahlungskräfte, die von den Gesteinen der Schieferformation ausgehen.

[ 10 ] Was sich da entfaltet, das würde in sich verfallen müssen, wenn nicht die ausstrahlenden Kräfte da wären, die von den Gesteinen der Schieferformationen kommen. Man hat also in der Schieferformation alles das, was das Bestreben hat, die ganze Erde zu einem Organismus zu machen. Wir müssen ja in der Tat die Pflanzen in bezug auf die Erde ähnlich betrachten wie unsere Haare in bezug auf uns Menschen, als ein Einheitliches. Und was diese Gesamtorganisation der Erde zusammenhält, das sind die Strahlungskräfte, die von den Gesteinen der Schieferformation ausgehen.

[ 11 ] Diese Dinge werden ja auch einmal ganz naturwissenschaftlich erhärtet werden. Man wird sich zum Beispiel sagen: der Mensch hat ja auch seinen physischen Leib und seinen Ätherleib. Seiner Gesamtorganisation liegt zugrunde ein Pflanzendasein. Wir können ja in der Tat den Menschen als ein Pflanzenwesen betrachten, dem das, was animalisch und was menschlich ist, aufgesetzt ist. Wenn man nun den Menschen im gesunden oder kranken Zustande behandeln wird mit dem Mineralischen, das der Schieferformation entstammt, dann wird man auch äußerlich am Menschen — was ich Ihnen jetzt gesagt habe, wird durch die geistige Anschauung erfahren — konstatieren können, wie die Mineralien der Schieferformationen wirken. Und insbesondere wird es bedeutungsvoll sein, zu erkennen, welche Krankheitserscheinungen in der menschlichen Wesenheit etwa auf einer Überwucherung des Pflanzlichen beruhen. Eine Überwucherung des Pflanzlichen ist immer dadurch zu bekämpfen, daß man den Menschen mit Mineralischem aus der Schieferformation behandelt. Denn alles, was zur Schieferformation gehört, hält das Pflanzliche im Menschen ebenso im Normalzustande — wenn ich so sagen darf —, wie es auf der Erde fortwährend das Pflanzendasein normalisiert. Das Pflanzendasein würde überwuchernd in den Weltenraum hinausstreben, wenn es nicht durch die entsprechenden mineralischen Kräftestrahlungen der Schieferformation zusammengehalten würde. Man wird einmal von diesem Gesichtspunkte aus eine lebendige Geographie und Geologie der Erde zu studieren haben, wenn man einsehen wird, daß man das, was gewissermaßen das Skelett der Erde ist, nicht bloß für das Geologische zu studieren hat, sondern im Zusammenhange mit dem ganzen Erdenwesen, auch mit dem Organischen und mit dem SeelischGeistigen der Erde.

[ 11 ] Diese Dinge werden ja auch einmal ganz naturwissenschaftlich erhärtet werden. Man wird sich zum Beispiel sagen: der Mensch hat ja auch seinen physischen Leib und seinen Ätherleib. Seiner Gesamtorganisation liegt zugrunde ein Pflanzendasein. Wir können ja in der Tat den Menschen als ein Pflanzenwesen betrachten, dem das, was animalisch und was menschlich ist, aufgesetzt ist. Wenn man nun den Menschen im gesunden oder kranken Zustande behandeln wird mit dem Mineralischen, das der Schieferformation entstammt, dann wird man auch äußerlich am Menschen — was ich Ihnen jetzt gesagt habe, wird durch die geistige Anschauung erfahren — konstatieren können, wie die Mineralien der Schieferformationen wirken. Und insbesondere wird es bedeutungsvoll sein, zu erkennen, welche Krankheitserscheinungen in der menschlichen Wesenheit etwa auf einer Überwucherung des Pflanzlichen beruhen. Eine Überwucherung des Pflanzlichen ist immer dadurch zu bekämpfen, daß man den Menschen mit Mineralischem aus der Schieferformation behandelt. Denn alles, was zur Schieferformation gehört, hält das Pflanzliche im Menschen ebenso im Normalzustande — wenn ich so sagen darf —, wie es auf der Erde fortwährend das Pflanzendasein normalisiert. Das Pflanzendasein würde überwuchernd in den Weltenraum hinausstreben, wenn es nicht durch die entsprechenden mineralischen Kräftestrahlungen der Schieferformation zusammengehalten würde. Man wird einmal von diesem Gesichtspunkte aus eine lebendige Geographie und Geologie der Erde zu studieren haben, wenn man einsehen wird, daß man das, was gewissermaßen das Skelett der Erde ist, nicht bloß für das Geologische zu studieren hat, sondern im Zusammenhange mit dem ganzen Erdenwesen, auch mit dem Organischen und mit dem SeelischGeistigen der Erde.

[ 12 ] Nun steht ja alles Pflanzendasein in einem innigen Zusammenhang mit dem Sonnenhaften, mit dem Wirken der Sonne. Die Wirkungen der Sonne sind ja nicht bloß die ätherisch-physischen der Sonnenstrahlen in Wärme und Licht, sondern eingegliedert in Wärme und Licht ist ja durchaus ein Geistig-Seelisches. Dieses Geistig-Seelische steht nun in Korrespondenz mit dem, was eingegliedert ist der Schieferformation. Daß in einer gewissen Weise alles Schieferige auf Erden verteilt ist, das hängt ja eben damit zusammen, daß das Pflanzenwesen auf der Erde mannigfaltig gestaltet ist. Das Örtliche, wie gesagt, hat nicht die unmittelbare Bedeutung. Man darf sich zum Beispiel nicht vorstellen, daß nun etwa die Schieferformation da sein müsse, damit das Pflanzliche aus ihr herauswächst. Die Strahlungen der Schieferformation strömen aus, sie werden über die Erde getragen durch alle möglichen, namentlich magnetischen Ströme, und von diesen auf der Erde herumgetragenen Ausstrahlungen der Schieferformation lebt dann das Pflanzliche. Im Gegenteil, wo die Schieferformation an sich selbst in stärkstem Maße entwickelt ist, da kann das Pflanzliche heute nicht gedeihen, weil ja die eigentliche Kraft des Pflanzlichen zu stark ins Erdige selber hineingezogen wird und deshalb sich nicht entfalten kann. Da ist eben das, was das Pflanzliche an das Irdische fesselt, so überwiegend, daß es zum Ausgestalten des Pflanzlichen, zu dem ja auch die kosmischen Kräfte gehören, eben gar nicht kommt. Und so wird man auch nur einen Aufschluß erhalten können über das, was innerhalb der Erde schieferig ist, wenn man zurückgehen kann in dem Sinne, wie es meine «Geheimwissenschaft» darstellt, in diejenige Zeit, wo die Erde selber ein Sonnendasein hatte. Da wurde innerhalb der Erde das Schieferige zubereitet, nicht etwa schon gebildet in seiner heutigen Gestalt, sondern zubereitet. Damals, als die Erde ein Sonnendasein hatte, war das Physische der Erde überhaupt nur bis zu einem wuchernden Pflanzenleben gekommen. Und man sollte eigentlich so sagen: Wenn man zurückschaut von der jetzigen Erdengestaltung zu der früheren Monden- und Sonnengestaltung der Erde — denn das sind ja ihre früheren planetarischen Stufen —, so ist das Sonnendasein nicht so, daß sich da ein gewisses pflanzliches oder auch tierisches Wesen entwickelt. Heutige Pflanzen hat es ja während des Sonnendaseins nicht gegeben, aber die Erde selber hatte eine Art Pflanzendasein, und aus diesem Pflanzendasein heraus entstand auf der einen Seite die Pflanzenwelt, auf der anderen Seite verhärtete sich dasjenige, was in der Pflanzenwelt aber auch Bildungskraft ist, zu der Schieferformation. Es ist also die Schieferformation das aus dem Pflanzenhaften der Erde herausgeholte Erdenintellektmäßige.

[ 12 ] Nun steht ja alles Pflanzendasein in einem innigen Zusammenhang mit dem Sonnenhaften, mit dem Wirken der Sonne. Die Wirkungen der Sonne sind ja nicht bloß die ätherisch-physischen der Sonnenstrahlen in Wärme und Licht, sondern eingegliedert in Wärme und Licht ist ja durchaus ein Geistig-Seelisches. Dieses Geistig-Seelische steht nun in Korrespondenz mit dem, was eingegliedert ist der Schieferformation. Daß in einer gewissen Weise alles Schieferige auf Erden verteilt ist, das hängt ja eben damit zusammen, daß das Pflanzenwesen auf der Erde mannigfaltig gestaltet ist. Das Örtliche, wie gesagt, hat nicht die unmittelbare Bedeutung. Man darf sich zum Beispiel nicht vorstellen, daß nun etwa die Schieferformation da sein müsse, damit das Pflanzliche aus ihr herauswächst. Die Strahlungen der Schieferformation strömen aus, sie werden über die Erde getragen durch alle möglichen, namentlich magnetischen Ströme, und von diesen auf der Erde herumgetragenen Ausstrahlungen der Schieferformation lebt dann das Pflanzliche. Im Gegenteil, wo die Schieferformation an sich selbst in stärkstem Maße entwickelt ist, da kann das Pflanzliche heute nicht gedeihen, weil ja die eigentliche Kraft des Pflanzlichen zu stark ins Erdige selber hineingezogen wird und deshalb sich nicht entfalten kann. Da ist eben das, was das Pflanzliche an das Irdische fesselt, so überwiegend, daß es zum Ausgestalten des Pflanzlichen, zu dem ja auch die kosmischen Kräfte gehören, eben gar nicht kommt. Und so wird man auch nur einen Aufschluß erhalten können über das, was innerhalb der Erde schieferig ist, wenn man zurückgehen kann in dem Sinne, wie es meine «Geheimwissenschaft» darstellt, in diejenige Zeit, wo die Erde selber ein Sonnendasein hatte. Da wurde innerhalb der Erde das Schieferige zubereitet, nicht etwa schon gebildet in seiner heutigen Gestalt, sondern zubereitet. Damals, als die Erde ein Sonnendasein hatte, war das Physische der Erde überhaupt nur bis zu einem wuchernden Pflanzenleben gekommen. Und man sollte eigentlich so sagen: Wenn man zurückschaut von der jetzigen Erdengestaltung zu der früheren Monden- und Sonnengestaltung der Erde — denn das sind ja ihre früheren planetarischen Stufen —, so ist das Sonnendasein nicht so, daß sich da ein gewisses pflanzliches oder auch tierisches Wesen entwickelt. Heutige Pflanzen hat es ja während des Sonnendaseins nicht gegeben, aber die Erde selber hatte eine Art Pflanzendasein, und aus diesem Pflanzendasein heraus entstand auf der einen Seite die Pflanzenwelt, auf der anderen Seite verhärtete sich dasjenige, was in der Pflanzenwelt aber auch Bildungskraft ist, zu der Schieferformation. Es ist also die Schieferformation das aus dem Pflanzenhaften der Erde herausgeholte Erdenintellektmäßige.

[ 13 ] Wenn wir dagegen die Kalkformation anschauen, so zeigt sie dem übersinnlichen Schauen, daß sie in innigem Zusammenhange steht mit allem, was auf der Erde das tierische Dasein — wenn ich mich so ausdrücken darf — mit Selbständigkeit durchdringt. Die Pflanze ist an den Boden gefesselt, sie hängt mit dem Boden zusammen wie unsere Haare mit ihrem Hautgrunde. Das Tier bewegt sich. Aber weniger mit dieser Bewegung als solcher, die eine örtliche Bewegung ist, als vielmehr mit der selbständigen Gestaltung des Tieres hängen die Ausstrahlungen der Kalkformation zusammen.

[ 13 ] Wenn wir dagegen die Kalkformation anschauen, so zeigt sie dem übersinnlichen Schauen, daß sie in innigem Zusammenhange steht mit allem, was auf der Erde das tierische Dasein — wenn ich mich so ausdrücken darf — mit Selbständigkeit durchdringt. Die Pflanze ist an den Boden gefesselt, sie hängt mit dem Boden zusammen wie unsere Haare mit ihrem Hautgrunde. Das Tier bewegt sich. Aber weniger mit dieser Bewegung als solcher, die eine örtliche Bewegung ist, als vielmehr mit der selbständigen Gestaltung des Tieres hängen die Ausstrahlungen der Kalkformation zusammen.

[ 14 ] Wenn Sie eine Pflanze anschauen, so können Sie ja sehen: Sie wächst mit der Wurzel nach der Erde hin, sie senkt sich in die Erde hinein, strebt gewissermaßen dem Mittelpunkt der Erde zu und entfaltet sich dann nach außen. In der Gestalt der Pflanze kann man erkennen, was sich aus dem ganzen Hineingeordnetsein der Pflanze in das Erdendasein ergibt. Bei komplizierterer Gestaltung muß man natürlich auch in der Beschreibung komplizierter werden, aber es ist doch im wesentlichen dasselbe. Die Pflanze ist nicht selbständig. Da, wo sie in die Erde hineingesteckt ist, zieht sie sich zusammen, verbindet sich mit dem Erdendasein; da wo sie herausragt, breitet sie sich aus und strahlt in Ausbreitung dem nach allen Seiten strahlenden Lichte entgegen. Diese Pflanzengestalt begreift man am besten, wenn man sie im innigen Zusammenhange mit der Stellung der Pflanze zur Erde betrachtet.

[ 14 ] Wenn Sie eine Pflanze anschauen, so können Sie ja sehen: Sie wächst mit der Wurzel nach der Erde hin, sie senkt sich in die Erde hinein, strebt gewissermaßen dem Mittelpunkt der Erde zu und entfaltet sich dann nach außen. In der Gestalt der Pflanze kann man erkennen, was sich aus dem ganzen Hineingeordnetsein der Pflanze in das Erdendasein ergibt. Bei komplizierterer Gestaltung muß man natürlich auch in der Beschreibung komplizierter werden, aber es ist doch im wesentlichen dasselbe. Die Pflanze ist nicht selbständig. Da, wo sie in die Erde hineingesteckt ist, zieht sie sich zusammen, verbindet sich mit dem Erdendasein; da wo sie herausragt, breitet sie sich aus und strahlt in Ausbreitung dem nach allen Seiten strahlenden Lichte entgegen. Diese Pflanzengestalt begreift man am besten, wenn man sie im innigen Zusammenhange mit der Stellung der Pflanze zur Erde betrachtet.

[ 15 ] Man wird zwar an einem gewissen, ich möchte sagen «Grundriß» der tierischen Gestalt, zum Beispiel an dem horizontal gestellten Rückgrat, an den nach abwärts strebenden Gliedmaßen, auch etwas finden, was sich dem irdischen Dasein anpaßt; aber dabei hebt sich das Tier in seiner Gestaltung durchaus selbständig vom Irdischen ab. Man kann an jeder Tiergestalt sehen, daß sie nicht nur in Anpassung an das Irdische ist wie die Pflanze, sondern daß sie etwas durchaus Selbständiges, in sich Gestaltetes hat. Das Tier ist eben von der Erde losgerissen, auch seiner Form nach.

[ 15 ] Man wird zwar an einem gewissen, ich möchte sagen «Grundriß» der tierischen Gestalt, zum Beispiel an dem horizontal gestellten Rückgrat, an den nach abwärts strebenden Gliedmaßen, auch etwas finden, was sich dem irdischen Dasein anpaßt; aber dabei hebt sich das Tier in seiner Gestaltung durchaus selbständig vom Irdischen ab. Man kann an jeder Tiergestalt sehen, daß sie nicht nur in Anpassung an das Irdische ist wie die Pflanze, sondern daß sie etwas durchaus Selbständiges, in sich Gestaltetes hat. Das Tier ist eben von der Erde losgerissen, auch seiner Form nach.

[ 16 ] Es stellt sich nun für die übersinnliche Betrachtung dar: Alles das, was in dem Sinne, wie ich es in diesen Tagen dargestellt habe, von dem Mondenschein ausstrahlt, was von dem zurückwirkenden Sonnenlichte vom Monde her durch das Gestaltete auf die Erde herunterströmt, was dann auch in unser Gedankenleben hineinströmt und in diesem als das Gestaltende wirkt, das trägt auch die tierischen Gestaltungen heran. Im wesentlichen ist alles, was unbestimmter, gestaltloser Wille im Tier ist, innerhalb des direkten Sonnenlichtes zu finden. Alles das aber, was dem Tier seine selbständige Gestalt gibt, die nicht dem Irdischen angepaßt ist, das ist — ja, es ist schon im ganz eigentlichen Sinne so auszudrücken — heranschwebend aus dem Scheine des Mondenlichtes.

[ 16 ] Es stellt sich nun für die übersinnliche Betrachtung dar: Alles das, was in dem Sinne, wie ich es in diesen Tagen dargestellt habe, von dem Mondenschein ausstrahlt, was von dem zurückwirkenden Sonnenlichte vom Monde her durch das Gestaltete auf die Erde herunterströmt, was dann auch in unser Gedankenleben hineinströmt und in diesem als das Gestaltende wirkt, das trägt auch die tierischen Gestaltungen heran. Im wesentlichen ist alles, was unbestimmter, gestaltloser Wille im Tier ist, innerhalb des direkten Sonnenlichtes zu finden. Alles das aber, was dem Tier seine selbständige Gestalt gibt, die nicht dem Irdischen angepaßt ist, das ist — ja, es ist schon im ganz eigentlichen Sinne so auszudrücken — heranschwebend aus dem Scheine des Mondenlichtes.

[ 17 ] Vom Monde kommen überhaupt alle Gestaltungen zur Erde herab. Daß die verschiedenen Tiere verschieden gestaltet sind, hängt davon ab, daß der Mond den Tierkreis durchläuft. Je nachdem er im Widder oder Stier oder den Zwillingen steht, übt er in verschiedener Weise eine gestaltbildende Kraft auf das Tierische aus. Dadurch ergibt sich auch ein interessanter Zusammenhang zwischen dem Tierkreis und der tierischen Gestaltung selber, der in der alten traumhaften Weisheit geahnt worden ist. Dasjenige nun, was gewissermaßen auf die Erde herunter anzieht diese Gestaltungen, die sonst sich im Umkreise der Erde wie ein Nebel verlieren würden, das sind die aus der Kalkformation ausströmenden Kräfte. Das Mineralische auf Erden strahlt nicht nur Radium aus, das Mineralische auf der Erde strahlt eben vieles aus. Und so müssen wir auf der einen Seite in der Schieferformation dasjenige suchen, was das Pflanzliche an die Erde heranhält, und in der Kalkformation das, was aus dem Mondenhaften alles das heranzieht, was nun in den speziellen tierischen Gestaltungen lebt. Und so kommen wit durch eine geistige Betrachtung dahin, einzusehen, wie die Schieferformation auf der Erde mit der Gestaltung der Pflanzenwelt, wie die Kalkformation mit der Gestaltung der tierischen Welt zusammenhängt.

[ 17 ] Vom Monde kommen überhaupt alle Gestaltungen zur Erde herab. Daß die verschiedenen Tiere verschieden gestaltet sind, hängt davon ab, daß der Mond den Tierkreis durchläuft. Je nachdem er im Widder oder Stier oder den Zwillingen steht, übt er in verschiedener Weise eine gestaltbildende Kraft auf das Tierische aus. Dadurch ergibt sich auch ein interessanter Zusammenhang zwischen dem Tierkreis und der tierischen Gestaltung selber, der in der alten traumhaften Weisheit geahnt worden ist. Dasjenige nun, was gewissermaßen auf die Erde herunter anzieht diese Gestaltungen, die sonst sich im Umkreise der Erde wie ein Nebel verlieren würden, das sind die aus der Kalkformation ausströmenden Kräfte. Das Mineralische auf Erden strahlt nicht nur Radium aus, das Mineralische auf der Erde strahlt eben vieles aus. Und so müssen wir auf der einen Seite in der Schieferformation dasjenige suchen, was das Pflanzliche an die Erde heranhält, und in der Kalkformation das, was aus dem Mondenhaften alles das heranzieht, was nun in den speziellen tierischen Gestaltungen lebt. Und so kommen wit durch eine geistige Betrachtung dahin, einzusehen, wie die Schieferformation auf der Erde mit der Gestaltung der Pflanzenwelt, wie die Kalkformation mit der Gestaltung der tierischen Welt zusammenhängt.

[ 18 ] Wir müssen uns darüber klar sein, daß dasjenige, was wir in solcher Art zum Beispiel in der Kalkformation auffinden, in jeder Einzelheit des organischen Lebens wiederzufinden ist. Man kann ganz genau beobachten, wenn man sich die Mittel zu solchen Beobachtungen verschafft, daß es zum Beispiel Menschen gibt, die gewissermaßen stark zur Skelettbildung hinneigen. Damit meine ich nicht, daß sie ein starkes Skelett haben, sondern daß sie auch im übrigen Organismus viele Kalkablagerungen haben. Es gibt, wenn ich so sagen darf, kalkreichere Menschen und kalkärmere Menschen. Natürlich dürfen Sie sich nicht vorstellen, daß das so furchtbar grob ist; es ist natürlich in sehr homöopathischer Dosis zu denken, aber es hat das seine große Bedeutung. Die mehr kalkhaltigen Menschen sind in der Regel die Klügeren, diejenigen, die feine Begriffe zusammenhalten können und wieder auseinanderschälen können. Glauben Sie nicht, daß ich mit so etwas die menschliche Wesenheit materialistisch erklären will; das fällt mir natürlich nicht ein. Denn daß ein Mensch mehr Kalk ablagert als ein anderer, hängt mit seinem Karma zusammen. Also nach rückwärts und nach vorn hängen die Dinge schon mit dem Geistigen zusammen. Aber darin besteht gerade die wirkliche, durchdringende Erkenntnis der Welt, daß man nicht verschwommen redet vom Geistigen und vom Materiellen, sondern daß man weiß, wie das Geistige schöpferisch wirkt, indem es das Materielle aus sich heraus gestaltet. Ein Mensch, der also durch seine früheren Erdenleben dazu veranlagt ist, in einer Inkarnation ein besonders kluger Mensch zu werden, zum Beispiel ein besonders guter Mathematiker, entwickelt eben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt geistig-seelisch solche Kräfte, die dann in ihm das Kalkige ablagern. Wir sind angewiesen auf Kalkablagerungen in uns, wenn wir gescheit werden wollen. Wir sind dagegen mehr angewiesen auf die Ablagerungen des Tonigen, dessen, was zum Beispiel in der Formation Schiefer, Ton lebt, wenn wir mehr den Willen entwickeln wollen.

[ 18 ] Wir müssen uns darüber klar sein, daß dasjenige, was wir in solcher Art zum Beispiel in der Kalkformation auffinden, in jeder Einzelheit des organischen Lebens wiederzufinden ist. Man kann ganz genau beobachten, wenn man sich die Mittel zu solchen Beobachtungen verschafft, daß es zum Beispiel Menschen gibt, die gewissermaßen stark zur Skelettbildung hinneigen. Damit meine ich nicht, daß sie ein starkes Skelett haben, sondern daß sie auch im übrigen Organismus viele Kalkablagerungen haben. Es gibt, wenn ich so sagen darf, kalkreichere Menschen und kalkärmere Menschen. Natürlich dürfen Sie sich nicht vorstellen, daß das so furchtbar grob ist; es ist natürlich in sehr homöopathischer Dosis zu denken, aber es hat das seine große Bedeutung. Die mehr kalkhaltigen Menschen sind in der Regel die Klügeren, diejenigen, die feine Begriffe zusammenhalten können und wieder auseinanderschälen können. Glauben Sie nicht, daß ich mit so etwas die menschliche Wesenheit materialistisch erklären will; das fällt mir natürlich nicht ein. Denn daß ein Mensch mehr Kalk ablagert als ein anderer, hängt mit seinem Karma zusammen. Also nach rückwärts und nach vorn hängen die Dinge schon mit dem Geistigen zusammen. Aber darin besteht gerade die wirkliche, durchdringende Erkenntnis der Welt, daß man nicht verschwommen redet vom Geistigen und vom Materiellen, sondern daß man weiß, wie das Geistige schöpferisch wirkt, indem es das Materielle aus sich heraus gestaltet. Ein Mensch, der also durch seine früheren Erdenleben dazu veranlagt ist, in einer Inkarnation ein besonders kluger Mensch zu werden, zum Beispiel ein besonders guter Mathematiker, entwickelt eben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt geistig-seelisch solche Kräfte, die dann in ihm das Kalkige ablagern. Wir sind angewiesen auf Kalkablagerungen in uns, wenn wir gescheit werden wollen. Wir sind dagegen mehr angewiesen auf die Ablagerungen des Tonigen, dessen, was zum Beispiel in der Formation Schiefer, Ton lebt, wenn wir mehr den Willen entwickeln wollen.

[ 19 ] Das Materielle begreift man überhaupt nur, wenn man es in stetigem Zusarnmenhang mit dem Geistigen erfassen kann. So kann man sagen, daß die Kalkformation diejenigen Strahlungen und Strömungen in sich enthält, welche geeignet sind, nicht nur das Animalische in seinen Gestalten auf der Erde herauszubilden, sondern auch das, was nun in uns als die materielle Grundlage wirkt, damit wir im Inneren die Gedanken gestalten können. Draußen im Raum sind die vielen Tiergestalten. Innen in unserem Intellekt sind die Gedankengestalten. Sie sind ja nichts anderes als die ins Geistige umgesetzten Tiergestalten. Das gesamte Tierreich ist zu gleicher Zeit der Verstand; dieses gesamte Tierreich, nach dem Inneren des Menschen projiziert, so daß es da in den beweglichen Gedankengestaltungen erscheint, das ist der Verstand. Aber wie das Tierreich drauBen zu seiner Gestaltung die Kalkformation braucht, so brauchen wir gewissermaßen eine innere feine Kalkablagerung, also auch eine Kalkformation, um gescheit zu werden. Es darf das natürlich nicht im übertriebenen Maße geschehen. Wenn der Mensch im übertriebenen Maße Kalk absonderte, so würde er gerade wiederum seine Klugheit von sich trennen, sie würde nicht bei ihm bleiben. Er würde gewissermaßen den Anlaß geben, daß sich objektiv Klugheit entwickelt, aber daß sie nicht bei seiner Persönlichkeit bleibt. Alles ist an ein gewisses Maß gebunden. Und wenn wir diese Dinge weiterverfolgen, dann kommen wir zu den interessanten Aufschlüssen darüber, wie das Mineralische eine gewisse Bedeutung hat im Leben des Menschen, des Tieres und der Pflanze. Wenn wir auf alles das sehen, was in uns wirkt als Kräfte des Kalkartigen, nun, wir haben es ja gerade gesagt, da kommen wir auf das, was nach Gestaltung ringt, was uns dazu bringt, daß wir innerlich gefestigte Menschen werden. Was aber in uns mit den Kräften namentlich des Tonigen, des Tonschiefrigen zusammenhängt, das bringt uns dazu, Menschen zu werden, die gegen dieses Feste ankämpfen, die dieses Feste nicht in sich dulden, sondern es auflösen, verflüssigen, pflanzenhaft machen. Und der Mensch ist eigentlich immer eine Art Zusammenwirken des Kalkhaften und des Schiefrigen, das heißt natürlich der inneren Kräfte, die in dem Kalkartigen und Schiefrigen sind.

[ 19 ] Das Materielle begreift man überhaupt nur, wenn man es in stetigem Zusarnmenhang mit dem Geistigen erfassen kann. So kann man sagen, daß die Kalkformation diejenigen Strahlungen und Strömungen in sich enthält, welche geeignet sind, nicht nur das Animalische in seinen Gestalten auf der Erde herauszubilden, sondern auch das, was nun in uns als die materielle Grundlage wirkt, damit wir im Inneren die Gedanken gestalten können. Draußen im Raum sind die vielen Tiergestalten. Innen in unserem Intellekt sind die Gedankengestalten. Sie sind ja nichts anderes als die ins Geistige umgesetzten Tiergestalten. Das gesamte Tierreich ist zu gleicher Zeit der Verstand; dieses gesamte Tierreich, nach dem Inneren des Menschen projiziert, so daß es da in den beweglichen Gedankengestaltungen erscheint, das ist der Verstand. Aber wie das Tierreich drauBen zu seiner Gestaltung die Kalkformation braucht, so brauchen wir gewissermaßen eine innere feine Kalkablagerung, also auch eine Kalkformation, um gescheit zu werden. Es darf das natürlich nicht im übertriebenen Maße geschehen. Wenn der Mensch im übertriebenen Maße Kalk absonderte, so würde er gerade wiederum seine Klugheit von sich trennen, sie würde nicht bei ihm bleiben. Er würde gewissermaßen den Anlaß geben, daß sich objektiv Klugheit entwickelt, aber daß sie nicht bei seiner Persönlichkeit bleibt. Alles ist an ein gewisses Maß gebunden. Und wenn wir diese Dinge weiterverfolgen, dann kommen wir zu den interessanten Aufschlüssen darüber, wie das Mineralische eine gewisse Bedeutung hat im Leben des Menschen, des Tieres und der Pflanze. Wenn wir auf alles das sehen, was in uns wirkt als Kräfte des Kalkartigen, nun, wir haben es ja gerade gesagt, da kommen wir auf das, was nach Gestaltung ringt, was uns dazu bringt, daß wir innerlich gefestigte Menschen werden. Was aber in uns mit den Kräften namentlich des Tonigen, des Tonschiefrigen zusammenhängt, das bringt uns dazu, Menschen zu werden, die gegen dieses Feste ankämpfen, die dieses Feste nicht in sich dulden, sondern es auflösen, verflüssigen, pflanzenhaft machen. Und der Mensch ist eigentlich immer eine Art Zusammenwirken des Kalkhaften und des Schiefrigen, das heißt natürlich der inneren Kräfte, die in dem Kalkartigen und Schiefrigen sind.

[ 20 ] Wir können nun das Schiefrige näher betrachten. Wir finden in vielem Schiefrigen das Kieselige, das Siliciumhafte, das, was wir insbesondere beim Bergkristall, beim Quarz finden. Die Kräfte, die im Bergkristall, im Quarz sind, sind durchaus auch in ihren Strahlungen und Strömungen im Menschen selber. Und würde der Mensch nur diese Kräfte haben, die er also schon mit dem härteren Schiefrigen in sich aufnimmt, würde der Mensch gewissermaßen nur die quarzartigen Kräfte in sich haben, dann würde er fortwährend der Gefahr ausgesetzt sein, mit seinem Geistig-Seelischen zurückzustteben zu dem, was er zwischen Tod und neuer Geburt war, bevor er die Erde betreten hat. Das Quarzige will den Menschen immerfort aus sich herausbringen, zurückbringen zu seiner noch unverkörperlichten Wesenheit. Es muß dieser Kraft, die den Menschen zurückbringen will in seine unverkörperlichte Wesenheit, eine andere entgegenwirken, und das ist die Kraft des Kohlenstoffes. Der Mensch hat den Kohlenstoff vielfach in sich. Der Kohlenstoff wird ja natürlich von der heutigen Naturwissenschaft nur äußerlich betrachtet, nur durch physische, durch chemische Methoden. In Wahrheit ist aber der Kohlenstoff das, was uns immer bei uns bleiben läßt. Er ist eigentlich unser Haus. Er ist das, worin wir wohnen, während uns das Silicium fortwährend aus unserem Haus herausführen will und uns zurückbringen will in die Zeit, in der wir waren, bevor wir in unser Kohlenstoffhaus eingezogen sind.

[ 20 ] Wir können nun das Schiefrige näher betrachten. Wir finden in vielem Schiefrigen das Kieselige, das Siliciumhafte, das, was wir insbesondere beim Bergkristall, beim Quarz finden. Die Kräfte, die im Bergkristall, im Quarz sind, sind durchaus auch in ihren Strahlungen und Strömungen im Menschen selber. Und würde der Mensch nur diese Kräfte haben, die er also schon mit dem härteren Schiefrigen in sich aufnimmt, würde der Mensch gewissermaßen nur die quarzartigen Kräfte in sich haben, dann würde er fortwährend der Gefahr ausgesetzt sein, mit seinem Geistig-Seelischen zurückzustteben zu dem, was er zwischen Tod und neuer Geburt war, bevor er die Erde betreten hat. Das Quarzige will den Menschen immerfort aus sich herausbringen, zurückbringen zu seiner noch unverkörperlichten Wesenheit. Es muß dieser Kraft, die den Menschen zurückbringen will in seine unverkörperlichte Wesenheit, eine andere entgegenwirken, und das ist die Kraft des Kohlenstoffes. Der Mensch hat den Kohlenstoff vielfach in sich. Der Kohlenstoff wird ja natürlich von der heutigen Naturwissenschaft nur äußerlich betrachtet, nur durch physische, durch chemische Methoden. In Wahrheit ist aber der Kohlenstoff das, was uns immer bei uns bleiben läßt. Er ist eigentlich unser Haus. Er ist das, worin wir wohnen, während uns das Silicium fortwährend aus unserem Haus herausführen will und uns zurückbringen will in die Zeit, in der wir waren, bevor wir in unser Kohlenstoffhaus eingezogen sind.

[ 21 ] Und so hat das, was in uns Kohlenstoff und Kiesel ist, einen fortwährenden Kampf zu führen. Aber in diesem Kampfe liegt unser Leben. Würden wir nur aus Kohlenstoff bestehen — zum Beispiel die physische Pflanzenwelt ist im Kohlenstoff begründet —, dann würden wir nur an die Erde gebunden sein. Wir würden keine Ahnung bekommen können von unserem außerirdischen Dasein. Daß wir davon wissen, das verdanken wir dem kieseligen Element in uns. Man sieht aber, wenn man das durchschaut, wiederum, welche Heilkräfte das Silicium, der Quarz oder das Kieselige in sich enthält. Wenn ein Mensch dadurch krank ist, daß er eine zu große Neigung zum Kohlenstoff hat, was der Fall ist bei allen Erkrankungen, die mit gewissen Stoffwechselprodukt-Ablagerungen verknüpft sind, dann muß er als Heilmittel das Kieselige bekommen. Insbesondere wenn die Stoffablagerungen peripherisch oder im Kopfe sind, dann ist das Kieselige ein starkes Heilmittel dagegen.

[ 21 ] Und so hat das, was in uns Kohlenstoff und Kiesel ist, einen fortwährenden Kampf zu führen. Aber in diesem Kampfe liegt unser Leben. Würden wir nur aus Kohlenstoff bestehen — zum Beispiel die physische Pflanzenwelt ist im Kohlenstoff begründet —, dann würden wir nur an die Erde gebunden sein. Wir würden keine Ahnung bekommen können von unserem außerirdischen Dasein. Daß wir davon wissen, das verdanken wir dem kieseligen Element in uns. Man sieht aber, wenn man das durchschaut, wiederum, welche Heilkräfte das Silicium, der Quarz oder das Kieselige in sich enthält. Wenn ein Mensch dadurch krank ist, daß er eine zu große Neigung zum Kohlenstoff hat, was der Fall ist bei allen Erkrankungen, die mit gewissen Stoffwechselprodukt-Ablagerungen verknüpft sind, dann muß er als Heilmittel das Kieselige bekommen. Insbesondere wenn die Stoffablagerungen peripherisch oder im Kopfe sind, dann ist das Kieselige ein starkes Heilmittel dagegen.

[ 22 ] Sie sehen also, daß wenn man diese Dinge durchschaut, sich einem aus einer Gesamterkenntnis heraus, die Naturerkenntnis und Geisterkenntnis zugleich ist, die in allem bloß Stofflichen das Geistige sucht und in allem Geistigen das Stoffliche wiederum findet, indem das Geistige als Schöpferisches gedacht ist, erst sich das ergibt, was einem zunächst das menschliche Dasein erklärt, dann aber auch erklärt, wie man sich zu verhalten hat, wenn dieses menschliche Dasein in seinen Funktionen gestört wird.

[ 22 ] Sie sehen also, daß wenn man diese Dinge durchschaut, sich einem aus einer Gesamterkenntnis heraus, die Naturerkenntnis und Geisterkenntnis zugleich ist, die in allem bloß Stofflichen das Geistige sucht und in allem Geistigen das Stoffliche wiederum findet, indem das Geistige als Schöpferisches gedacht ist, erst sich das ergibt, was einem zunächst das menschliche Dasein erklärt, dann aber auch erklärt, wie man sich zu verhalten hat, wenn dieses menschliche Dasein in seinen Funktionen gestört wird.

[ 23 ] Von ganz besonderer Wichtigkeit ist dann, zu beachten, was als Stickstoffartiges in dem Menschen lebt, der Stickstoff selber und seine Verbindungen. Daß der Mensch Stickstoff in sich hat, das macht ihn dazu fähig, daß er immer gewissermaßen dem Weltenall offenbleiben kann. Ich kann das eigentlich auch nur wiederum schematisch zeichnen. Nehmen wir an, das wäre der menschliche Organismus (weiß). Dadurch, daß der Mensch Stickstoff in sich hat, oder Körper, die den Stickstoff enthalten, spart sich gewissermaßen die Gesetzmäßigkeit der Organisation überall aus: längs der Stickstofflinien im Körper hört der Körper auf, seine eigene Gesetzmäßigkeit geltend zu machen. Und dadurch kann die kosmische Gesetzmäßigkeit überall herein (rot). Längs der Stickstofflinie im menschlichen Körper macht sich das Kosmische im Körper geltend. Sie können sagen: So viel in mir der Stickstoff tätig ist, so viel arbeitet der Kosmos bis zu dem fernsten Stern in mir. Was in mir an Stickstoffkräften enthalten ist, das führt die Kräfte des ganzen Kosmos in mich herein. Wäre ich nicht ein stickstoffhaltiger Organismus, so würde ich mich gegen alles verschließen, was aus dem Kosmos hereinkommt. — Und wenn sich die kosmischen Kräfte besonders entfalten müssen, wie es zum Beispiel der Fall ist, wenn die menschliche Befruchtung eintritt, wenn also der Menschenembryo im Leibe der Mutter sich entfaltet, der ja dem Kosmos nachgebildet ist, so ist das nur dadurch möglich, daß insbesondere die stickstoffhaltigen Substanzen den Menschen freimachen für die Einwirkung der großen Welt, für die Einwirkung des Kosmos. Aber alles ist so eingerichtet im Weltenall und im Menschendasein, daß es nicht bis zum Extrem kommen darf. Es würde alles, wenn es allein wirken könnte, zum Extrem kommen. Würde der Stickstoff seine ganze Kraft im Menschen entfalten können, so würde der Mensch nicht bloß durch das Kieselige, wo er, ich möchte sagen, aus sich herausfallen will nach der Vergangenheit ins Geistige hinein, sondern auch durch den Stickstoff, wo er fortwährend sich auch räumlich ausbreiten will — geistig —, der Mensch würde durch den Stickstoff fortwährend ohnmächtig werden. Er würde nicht in sich gehalten werden können. Er muß in sich gehalten werden.

[ 23 ] Von ganz besonderer Wichtigkeit ist dann, zu beachten, was als Stickstoffartiges in dem Menschen lebt, der Stickstoff selber und seine Verbindungen. Daß der Mensch Stickstoff in sich hat, das macht ihn dazu fähig, daß er immer gewissermaßen dem Weltenall offenbleiben kann. Ich kann das eigentlich auch nur wiederum schematisch zeichnen. Nehmen wir an, das wäre der menschliche Organismus (weiß). Dadurch, daß der Mensch Stickstoff in sich hat, oder Körper, die den Stickstoff enthalten, spart sich gewissermaßen die Gesetzmäßigkeit der Organisation überall aus: längs der Stickstofflinien im Körper hört der Körper auf, seine eigene Gesetzmäßigkeit geltend zu machen. Und dadurch kann die kosmische Gesetzmäßigkeit überall herein (rot). Längs der Stickstofflinie im menschlichen Körper macht sich das Kosmische im Körper geltend. Sie können sagen: So viel in mir der Stickstoff tätig ist, so viel arbeitet der Kosmos bis zu dem fernsten Stern in mir. Was in mir an Stickstoffkräften enthalten ist, das führt die Kräfte des ganzen Kosmos in mich herein. Wäre ich nicht ein stickstoffhaltiger Organismus, so würde ich mich gegen alles verschließen, was aus dem Kosmos hereinkommt. — Und wenn sich die kosmischen Kräfte besonders entfalten müssen, wie es zum Beispiel der Fall ist, wenn die menschliche Befruchtung eintritt, wenn also der Menschenembryo im Leibe der Mutter sich entfaltet, der ja dem Kosmos nachgebildet ist, so ist das nur dadurch möglich, daß insbesondere die stickstoffhaltigen Substanzen den Menschen freimachen für die Einwirkung der großen Welt, für die Einwirkung des Kosmos. Aber alles ist so eingerichtet im Weltenall und im Menschendasein, daß es nicht bis zum Extrem kommen darf. Es würde alles, wenn es allein wirken könnte, zum Extrem kommen. Würde der Stickstoff seine ganze Kraft im Menschen entfalten können, so würde der Mensch nicht bloß durch das Kieselige, wo er, ich möchte sagen, aus sich herausfallen will nach der Vergangenheit ins Geistige hinein, sondern auch durch den Stickstoff, wo er fortwährend sich auch räumlich ausbreiten will — geistig —, der Mensch würde durch den Stickstoff fortwährend ohnmächtig werden. Er würde nicht in sich gehalten werden können. Er muß in sich gehalten werden.

[ 24 ] Nun ist es immer interessant, daß, wenn man etwas beobachtet in der Natur oder im Menschen, wichtige Dinge eine Doppelrolle spielen. Was auf der einen Seite dem Menschen das physische Gepräge für die Klugheit gibt, das Kalkartige, das wirkt auf der anderen Seite dieser Wirkung des Stickstoffes wiederum entgegen. So daß wir sagen können: Auf der einen Seite bilden im Menschen einen polarischen Gegensatz Kiesel und Kohlenstoff, auf der anderen Seite bilden einen polarischen Gegensatz Stickstoff und Kalk.

[ 24 ] Nun ist es immer interessant, daß, wenn man etwas beobachtet in der Natur oder im Menschen, wichtige Dinge eine Doppelrolle spielen. Was auf der einen Seite dem Menschen das physische Gepräge für die Klugheit gibt, das Kalkartige, das wirkt auf der anderen Seite dieser Wirkung des Stickstoffes wiederum entgegen. So daß wir sagen können: Auf der einen Seite bilden im Menschen einen polarischen Gegensatz Kiesel und Kohlenstoff, auf der anderen Seite bilden einen polarischen Gegensatz Stickstoff und Kalk.

[ 25 ] Das Kalkige im Menschen bereitet ihn so zu, daß er immer wiederum seine eigene Organisation an die Stelle desjenigen setzt, was durch den Stickstoff an Kosmischem in ihn hereinwirken will. Durch den Stickstoff wirkt ein Kosmisches herein (rot); dutch die Kalkwirkung wird in Oszillation damit dasjenige wiederum, was vom Menschenorganismus ausgeht, dem entgegengesetzt (blau). So daß im Körper an den verschiedensten Stellen ein Hereinwirken des Kosmos, ein Herauswerfen der kosmischen Wirkungen ist. Und das ist immer ein Hin- und Herpendeln: Stickstoffwirkung, kalkige Wirkung, Stickstoffwirkung, kalkige Wirkung. Sie sehen also, wir können nicht nur den Menschen in Beziehung stellen zu der Sternenwelt, sondern ihn auch in seine unmittelbare irdische Umgebung hineinstellen.

[ 25 ] Das Kalkige im Menschen bereitet ihn so zu, daß er immer wiederum seine eigene Organisation an die Stelle desjenigen setzt, was durch den Stickstoff an Kosmischem in ihn hereinwirken will. Durch den Stickstoff wirkt ein Kosmisches herein (rot); dutch die Kalkwirkung wird in Oszillation damit dasjenige wiederum, was vom Menschenorganismus ausgeht, dem entgegengesetzt (blau). So daß im Körper an den verschiedensten Stellen ein Hereinwirken des Kosmos, ein Herauswerfen der kosmischen Wirkungen ist. Und das ist immer ein Hin- und Herpendeln: Stickstoffwirkung, kalkige Wirkung, Stickstoffwirkung, kalkige Wirkung. Sie sehen also, wir können nicht nur den Menschen in Beziehung stellen zu der Sternenwelt, sondern ihn auch in seine unmittelbare irdische Umgebung hineinstellen.

[ 26 ] Ich habe in der letzten Nummer des «Goetheanum» in einem Aphorismus ausdrücklich hervorgehoben, daß der Materialismus als Weltanschauung eigentlich nicht davon herrührt, daß man die Materie zu gut kennt; man kennt sie zu schlecht. Was kennt man denn viel

[ 26 ] Ich habe in der letzten Nummer des «Goetheanum» in einem Aphorismus ausdrücklich hervorgehoben, daß der Materialismus als Weltanschauung eigentlich nicht davon herrührt, daß man die Materie zu gut kennt; man kennt sie zu schlecht. Was kennt man denn viel

[ 27 ] vom Kohlenstoff? Daß er sich in der Natur als Kohle, als Graphit und als Diamant findet. Man beschreibt dann diese Körper nach ihren physischen Eigenschaften. Aber man weiß nicht, daß der Kohlenstoff dasjenige ist, was uns in uns festhält, so daß wir ein geschlossener menschlicher Organismus sind, und daß ihm fortwährend das Kieselige entgegenwirkt, was uns uns selber nehmen will.

[ 27 ] vom Kohlenstoff? Daß er sich in der Natur als Kohle, als Graphit und als Diamant findet. Man beschreibt dann diese Körper nach ihren physischen Eigenschaften. Aber man weiß nicht, daß der Kohlenstoff dasjenige ist, was uns in uns festhält, so daß wir ein geschlossener menschlicher Organismus sind, und daß ihm fortwährend das Kieselige entgegenwirkt, was uns uns selber nehmen will.

[ 28 ] Man lernt erst die Materie kennen, wenn man sie auch in ihrem Geistigen kennenlernt. Denn überall, wo Materie ist, durchdringt sie der Geist. Aber man kommt natürlich zu gar nichts, wenn man beim bloßen nebulosen verschwommenen Pantheismus stehenbleibt und überall sagt: Wo Materie ist, ist Geist. — Man muß — wie man ja im Leben überhaupt nur weiterkommt, wenn man die Dinge von allen Seiten betrachten kann — nicht nur wissen: Kalk, Kieselstoff, Kohlenstoff, Stickstoff enthalten Geist; das ist selbstverständlich, aber das genügt nicht. Man muß auch wissen, wie die einzelnen Stoffe gewissermaßen Verkörperungen, Verstofflichungen von geistigen Wirkungen sind. Man muß sehen können, wie das Kalkige den Menschen in sich organisiert, das Stickstoffige ihn fortwährend durchsetzen will mit dem Kosmischen.

[ 28 ] Man lernt erst die Materie kennen, wenn man sie auch in ihrem Geistigen kennenlernt. Denn überall, wo Materie ist, durchdringt sie der Geist. Aber man kommt natürlich zu gar nichts, wenn man beim bloßen nebulosen verschwommenen Pantheismus stehenbleibt und überall sagt: Wo Materie ist, ist Geist. — Man muß — wie man ja im Leben überhaupt nur weiterkommt, wenn man die Dinge von allen Seiten betrachten kann — nicht nur wissen: Kalk, Kieselstoff, Kohlenstoff, Stickstoff enthalten Geist; das ist selbstverständlich, aber das genügt nicht. Man muß auch wissen, wie die einzelnen Stoffe gewissermaßen Verkörperungen, Verstofflichungen von geistigen Wirkungen sind. Man muß sehen können, wie das Kalkige den Menschen in sich organisiert, das Stickstoffige ihn fortwährend durchsetzen will mit dem Kosmischen.

[ 29 ] Die Pflanzen, welche immer zu dem Kosmischen in Beziehung stehen müssen, denn sie wachsen aus der Erde nach dem Kosmos hinaus, brauchen Stickstoffverbindungen zu ihrem Wachsen; und man wird das Pflanzenwachstum auch richtig studieren können, wenn man diesen Zusammenhang, den ich jetzt erörtert habe, richtig ins Auge faßt.

[ 29 ] Die Pflanzen, welche immer zu dem Kosmischen in Beziehung stehen müssen, denn sie wachsen aus der Erde nach dem Kosmos hinaus, brauchen Stickstoffverbindungen zu ihrem Wachsen; und man wird das Pflanzenwachstum auch richtig studieren können, wenn man diesen Zusammenhang, den ich jetzt erörtert habe, richtig ins Auge faßt.

[ 30 ] Diese Dinge haben erstens ihre Erkenntnisseite; wir lernen die Welt erst kennen, wenn wir diese Dinge durchschauen. Sie haben aber auch ihre praktische Seite. Und man bleibt eigentlich immer beim Allerprimitivsten stehen, wenn man nicht die Dinge in ihrem großen Zusammenhange betrachten kann. Man wird dann ins einzelne zu gehen haben und wird zu sehen haben, wie die nötigen Stickstoffverbindungen eben in das Pflanzenwachstum hineinkommen. Nun, Sie wissen ja, daß das ohnedies ein sehr bedeutsames Studium ist; aber vollständig kann dieses Studium auch in der Agrikultur erst werden, wenn die Dinge geisteswissenschaftlich betrachtet werden. Geisteswissenschaft ist eben erst die wahre Wirklichkeitswissenschaft.

[ 30 ] Diese Dinge haben erstens ihre Erkenntnisseite; wir lernen die Welt erst kennen, wenn wir diese Dinge durchschauen. Sie haben aber auch ihre praktische Seite. Und man bleibt eigentlich immer beim Allerprimitivsten stehen, wenn man nicht die Dinge in ihrem großen Zusammenhange betrachten kann. Man wird dann ins einzelne zu gehen haben und wird zu sehen haben, wie die nötigen Stickstoffverbindungen eben in das Pflanzenwachstum hineinkommen. Nun, Sie wissen ja, daß das ohnedies ein sehr bedeutsames Studium ist; aber vollständig kann dieses Studium auch in der Agrikultur erst werden, wenn die Dinge geisteswissenschaftlich betrachtet werden. Geisteswissenschaft ist eben erst die wahre Wirklichkeitswissenschaft.

[ 31 ] Sehen Sie, all das, was ich Ihnen darstelle, das muß mit den heutigen und sich immer weiter in die Zukunft entwickelnden Methoden der Geisteswissenschaft wieder gefunden werden. Denn eine ältere Wissenschaft hatte diese Dinge nur durch eine Art traumhaften Hellsehens. Wir müssen ein vollbewußtes Hellsehen erringen. Das habe ich ja öfter dargestellt. Wir können heute nicht wiederum diese Dinge, die einmal die Menschheit aus ganz anderer menschlicher Organisation heraus gewußt hat, etwa einfach aufnehmen. Es ist natürlich ein Unfug, wenn die Menschen nur immer alte Wissenschaft studieren wollen, denn dadurch verstehen sie doch die Dinge nicht. Im Gegenteil, man versteht auch die alten Dinge erst wiederum dann, wenn man sie in der richtigen Weise geistig beleuchten kann. Aber dennoch ist es wunderbar, wie im Grunde genommen, ich möchte sagen durch eine Art Instinkt, heute überall das Wissenschaftliche schon hintendiert zu dem, was einmal durch das traumhafte Hellsehen gefunden worden ist.

[ 31 ] Sehen Sie, all das, was ich Ihnen darstelle, das muß mit den heutigen und sich immer weiter in die Zukunft entwickelnden Methoden der Geisteswissenschaft wieder gefunden werden. Denn eine ältere Wissenschaft hatte diese Dinge nur durch eine Art traumhaften Hellsehens. Wir müssen ein vollbewußtes Hellsehen erringen. Das habe ich ja öfter dargestellt. Wir können heute nicht wiederum diese Dinge, die einmal die Menschheit aus ganz anderer menschlicher Organisation heraus gewußt hat, etwa einfach aufnehmen. Es ist natürlich ein Unfug, wenn die Menschen nur immer alte Wissenschaft studieren wollen, denn dadurch verstehen sie doch die Dinge nicht. Im Gegenteil, man versteht auch die alten Dinge erst wiederum dann, wenn man sie in der richtigen Weise geistig beleuchten kann. Aber dennoch ist es wunderbar, wie im Grunde genommen, ich möchte sagen durch eine Art Instinkt, heute überall das Wissenschaftliche schon hintendiert zu dem, was einmal durch das traumhafte Hellsehen gefunden worden ist.

[ 32 ] Nehmen Sie einen bestimmten Fall. Nehmen Sie den Fall, daß die alten Initiierten überall im irdischen ätherischen Dasein vorausgesetzt haben Blei. Denn der Strahlung des Bleies haben sie zugeschrieben, was in der Menschengestalt von dem äußersten Ende, von oben nach unten wirkt. Sie haben in dem auf der Erde vielfach verbreiteten Blei etwas gesehen, was mit der inneren Formbildung des Menschen zusammenhängt, namentlich auch mit dem menschlichen Selbstbewußtsein. Nun wird natürlich der heutige materialistische Denker sagen: Aber das Blei spielt ja im Menschenorganismus keine Rolle. — Da würde ihm der alte Initiierte gesagt haben: An so grob vorhandenes Blei, wie du denkst, haben wir allerdings nicht gedacht, sondern an ganz feines, nur in Kraftwirkung vorhandenes Blei. Und solches Blei ist sehr verbreitet. — So würde der alte Initiierte gesagt haben.

[ 32 ] Nehmen Sie einen bestimmten Fall. Nehmen Sie den Fall, daß die alten Initiierten überall im irdischen ätherischen Dasein vorausgesetzt haben Blei. Denn der Strahlung des Bleies haben sie zugeschrieben, was in der Menschengestalt von dem äußersten Ende, von oben nach unten wirkt. Sie haben in dem auf der Erde vielfach verbreiteten Blei etwas gesehen, was mit der inneren Formbildung des Menschen zusammenhängt, namentlich auch mit dem menschlichen Selbstbewußtsein. Nun wird natürlich der heutige materialistische Denker sagen: Aber das Blei spielt ja im Menschenorganismus keine Rolle. — Da würde ihm der alte Initiierte gesagt haben: An so grob vorhandenes Blei, wie du denkst, haben wir allerdings nicht gedacht, sondern an ganz feines, nur in Kraftwirkung vorhandenes Blei. Und solches Blei ist sehr verbreitet. — So würde der alte Initiierte gesagt haben.

[ 33 ] Was sagt der moderne Naturforscher? Er sagt: Es gibt Mineralien, welche Ausstrahlungen haben. Zu diesen Ausstrahlungen rechnet man ja die sogenannten radioaktiven Ausstrahlungen. Nicht wahr, man kennt die Ausstrahlungen des Urans, man weiß, wenn gewisse Strahlen — Alphastrahlen nennt man sie — ausstrahlen, dann ist zunächst eben das Ausgestrahlte da; dasjenige, was dann weiter noch ausstrahlen kann, verändert sich in einer gewissen Weise, bekommt sogar, wie man in der Chemie sagt, ein anderes Atomgewicht, kurz, es entstehen auch innerhalb desjenigen, was da als strahlende Materie vorhanden ist, Verwandlungen. Es sprechen ja sogar heute manche schon von einer Art Wiederaufleben der alchimistischen Stoffverwandlung. Nun aber sagen diejenigen, die solche Dinge untersucht haben: Dabei entsteht innerhalb dieses Strahlens etwas, was dann als ein Produkt auftritt, das nicht mehr radioaktiv ist, das sogenannte Radium G, und das hat die Eigenschaften des Bleies. Sie können also rein aus dem modernen Naturwissenschaftlichen heraus finden: Da sind radioaktive Substanzen; innerhalb dieser ganzen radioaktiven Strahlungen ist etwas, was seiner Kraft nach in Bildung begriffen ist. Da ist überall Blei auf dem Untergrunde enthalten.

[ 33 ] Was sagt der moderne Naturforscher? Er sagt: Es gibt Mineralien, welche Ausstrahlungen haben. Zu diesen Ausstrahlungen rechnet man ja die sogenannten radioaktiven Ausstrahlungen. Nicht wahr, man kennt die Ausstrahlungen des Urans, man weiß, wenn gewisse Strahlen — Alphastrahlen nennt man sie — ausstrahlen, dann ist zunächst eben das Ausgestrahlte da; dasjenige, was dann weiter noch ausstrahlen kann, verändert sich in einer gewissen Weise, bekommt sogar, wie man in der Chemie sagt, ein anderes Atomgewicht, kurz, es entstehen auch innerhalb desjenigen, was da als strahlende Materie vorhanden ist, Verwandlungen. Es sprechen ja sogar heute manche schon von einer Art Wiederaufleben der alchimistischen Stoffverwandlung. Nun aber sagen diejenigen, die solche Dinge untersucht haben: Dabei entsteht innerhalb dieses Strahlens etwas, was dann als ein Produkt auftritt, das nicht mehr radioaktiv ist, das sogenannte Radium G, und das hat die Eigenschaften des Bleies. Sie können also rein aus dem modernen Naturwissenschaftlichen heraus finden: Da sind radioaktive Substanzen; innerhalb dieser ganzen radioaktiven Strahlungen ist etwas, was seiner Kraft nach in Bildung begriffen ist. Da ist überall Blei auf dem Untergrunde enthalten.

[ 34 ] Sie sehen, die moderne Naturforschung nähert sich in ganz bedenklicher Weise der alten Initiationswissenschaft. Und ebenso, wie sie heute schon — ich möchte sagen mit der Nase, wenigstens mit der Nase der physikalischen Instrumente — auf das Blei gestoßen wird, wird sie auch auf die anderen Metalle gestoßen. Und dann wird sie nach und nach schon darauf kommen, was damit gemeint war, wenn man sagte, daß man in dem Saturnhaften überall das Blei findet. Sie sehen, nur mit geisteswissenschaftlichem Blick läßt sich in seiner Bedeutung auch das durchschauen, was heute selbst naturwissenschaftlich auftritt und mit dem man ja in dem breiteren Wesen des Erkennens nicht viel anzufangen weiß.

[ 34 ] Sie sehen, die moderne Naturforschung nähert sich in ganz bedenklicher Weise der alten Initiationswissenschaft. Und ebenso, wie sie heute schon — ich möchte sagen mit der Nase, wenigstens mit der Nase der physikalischen Instrumente — auf das Blei gestoßen wird, wird sie auch auf die anderen Metalle gestoßen. Und dann wird sie nach und nach schon darauf kommen, was damit gemeint war, wenn man sagte, daß man in dem Saturnhaften überall das Blei findet. Sie sehen, nur mit geisteswissenschaftlichem Blick läßt sich in seiner Bedeutung auch das durchschauen, was heute selbst naturwissenschaftlich auftritt und mit dem man ja in dem breiteren Wesen des Erkennens nicht viel anzufangen weiß.

[ 35 ] Nun aber, ein Wichtiges auf diesem Gebiete ist noch das Folgende: Sie wissen, die Luft, die auch zu unserer unmittelbaren Erdenumgebung gehört, besteht aus Sauerstoff und Stickstoff. Den Stickstoff können wir zunächst für unser physisches Leben nicht gut brauchen. Den Sauerstoff atmen wir ein. Er verwandelt sich in uns, beziehungsweise es bildet sich in uns Kohlensäure, die wir dann ausatmen. So könnte zunächst die Frage entstehen: Was ist denn eigentlich die Hauptbedeutung des Stickstoffes, der gar nicht chemisch gebunden an den Sauerstoff ist, sondern nur in einer Art innigeren Gemisches mit dem Sauerstoff zusammen da draußen lebt? In dem Stickstoff können wir nicht leben. Zu unserem Leben brauchen wir Sauerstoff. Aber ohne den Stickstoff hätten unser Ich und unser astralischer Leib, wenn sie im Schlafe außer dem physischen Leibe sind, keine Möglichkeit zu existieren. Wir würden vom Einschlafen bis zum Aufwachen zugrunde gehen, wenn wir nicht in den Stickstoff untertauchen könnten. Unser physischer Leib und unser Ätherleib brauchen den Sauerstoff von der Luft; unser Ich und unser astralischer Leib brauchen den Stickstoff.

[ 35 ] Nun aber, ein Wichtiges auf diesem Gebiete ist noch das Folgende: Sie wissen, die Luft, die auch zu unserer unmittelbaren Erdenumgebung gehört, besteht aus Sauerstoff und Stickstoff. Den Stickstoff können wir zunächst für unser physisches Leben nicht gut brauchen. Den Sauerstoff atmen wir ein. Er verwandelt sich in uns, beziehungsweise es bildet sich in uns Kohlensäure, die wir dann ausatmen. So könnte zunächst die Frage entstehen: Was ist denn eigentlich die Hauptbedeutung des Stickstoffes, der gar nicht chemisch gebunden an den Sauerstoff ist, sondern nur in einer Art innigeren Gemisches mit dem Sauerstoff zusammen da draußen lebt? In dem Stickstoff können wir nicht leben. Zu unserem Leben brauchen wir Sauerstoff. Aber ohne den Stickstoff hätten unser Ich und unser astralischer Leib, wenn sie im Schlafe außer dem physischen Leibe sind, keine Möglichkeit zu existieren. Wir würden vom Einschlafen bis zum Aufwachen zugrunde gehen, wenn wir nicht in den Stickstoff untertauchen könnten. Unser physischer Leib und unser Ätherleib brauchen den Sauerstoff von der Luft; unser Ich und unser astralischer Leib brauchen den Stickstoff.

[ 36 ] Der Stickstoff ist überhaupt dasjenige, was uns in innige Beziehung zur geistigen Welt bringt. Er ist die Brücke zur geistigen Welt in dem Zustande, in dem unsere Seele während des Schlafens ist. Nehmen Sie das, was ich vorhin gesagt habe, zusammen mit dem, was ich hier vom Stickstoff gesagt habe. Der Stickstoff zieht aus der Umgebung das Kosmische herein. Er macht uns für das Kosmische bereit, wenn er in uns ist. Wenn er außer uns ist, läßt er das, was nicht für diese Erde ist, eigentlich in sich geistig-seelisch leben. Wir müssen also sagen: Der Luft ist wahrlich nicht umsonst der Stickstoff zum großen Teil beigemischt, er ist beigemischt, weil er das physisch Abtötende und das geistig Belebende innerhalb des Erdendaseins ist. Und wenn wir aus demjenigen, was das physisch Abtötende ist, vom Einschlafen bis zum Aufwachen herausflüchten zu einem anderen Dasein in bezug auf unser Seelisches, dann tauchen wir in das Stickstoffelement unter, das die Brücke bildet zwischen unserem GeistigSeelischen und dem Geistig-Seelischen des Kosmos. Wir wurzeln mit unserem irdisch-persönlichen Dasein in dem Kohlenstoff, mit unserem geistig-seelischen Dasein in dem Stickstoff. Kohlenstoff und Stickstoff im Erdendasein haben dieses Verhältnis zueinander und zum Menschen, das ich eben charakterisiert habe.

[ 36 ] Der Stickstoff ist überhaupt dasjenige, was uns in innige Beziehung zur geistigen Welt bringt. Er ist die Brücke zur geistigen Welt in dem Zustande, in dem unsere Seele während des Schlafens ist. Nehmen Sie das, was ich vorhin gesagt habe, zusammen mit dem, was ich hier vom Stickstoff gesagt habe. Der Stickstoff zieht aus der Umgebung das Kosmische herein. Er macht uns für das Kosmische bereit, wenn er in uns ist. Wenn er außer uns ist, läßt er das, was nicht für diese Erde ist, eigentlich in sich geistig-seelisch leben. Wir müssen also sagen: Der Luft ist wahrlich nicht umsonst der Stickstoff zum großen Teil beigemischt, er ist beigemischt, weil er das physisch Abtötende und das geistig Belebende innerhalb des Erdendaseins ist. Und wenn wir aus demjenigen, was das physisch Abtötende ist, vom Einschlafen bis zum Aufwachen herausflüchten zu einem anderen Dasein in bezug auf unser Seelisches, dann tauchen wir in das Stickstoffelement unter, das die Brücke bildet zwischen unserem GeistigSeelischen und dem Geistig-Seelischen des Kosmos. Wir wurzeln mit unserem irdisch-persönlichen Dasein in dem Kohlenstoff, mit unserem geistig-seelischen Dasein in dem Stickstoff. Kohlenstoff und Stickstoff im Erdendasein haben dieses Verhältnis zueinander und zum Menschen, das ich eben charakterisiert habe.

[ 37 ] Sehen Sie sich den Kohlenstoff an. Er ist in der gewöhnlichen Kohle, er ist im Graphit und im Diamanten enthalten, Das sind die drei verschiedenen Formen, in denen der Kohlenstoff vorkommen kann. Das, was Sie an Kohlenstoff in der schwarzen, rußigen Kohle und in dem Diamanten und in dem Graphit sehen, das tragen wir in einer anderen Form auch in uns. Wir sind zwar nicht viel, aber eben doch etwas Diamant. Das hält uns in unserem Erdenhause fest. Da wohnt unser Geistig-Seelisches, wenn es im Leibe wohnt.

[ 37 ] Sehen Sie sich den Kohlenstoff an. Er ist in der gewöhnlichen Kohle, er ist im Graphit und im Diamanten enthalten, Das sind die drei verschiedenen Formen, in denen der Kohlenstoff vorkommen kann. Das, was Sie an Kohlenstoff in der schwarzen, rußigen Kohle und in dem Diamanten und in dem Graphit sehen, das tragen wir in einer anderen Form auch in uns. Wir sind zwar nicht viel, aber eben doch etwas Diamant. Das hält uns in unserem Erdenhause fest. Da wohnt unser Geistig-Seelisches, wenn es im Leibe wohnt.

[ 38 ] Der Stickstoff, der in den verschiedenen Stickstoffverbindungen, Salpetersäure und so weiter, in dem Salpeterartigen vorhanden ist, der ist dasjenige, was uns immerfort aus uns herausgehen läßt, was die Brücke bildet, wie ich sagte, zu dem Geistig-Seelischen des Kosmos. Auch das muß durch neuere Geisteswissenschaft wiederum gefunden werden. Es war schon einmal innerhalb der irdischen Erkenntnis vorhanden, aber nur in einer traumhaften Weise. Im alten Hellsehen ist es durch die alten Initiierten durchschaut worden.

[ 38 ] Der Stickstoff, der in den verschiedenen Stickstoffverbindungen, Salpetersäure und so weiter, in dem Salpeterartigen vorhanden ist, der ist dasjenige, was uns immerfort aus uns herausgehen läßt, was die Brücke bildet, wie ich sagte, zu dem Geistig-Seelischen des Kosmos. Auch das muß durch neuere Geisteswissenschaft wiederum gefunden werden. Es war schon einmal innerhalb der irdischen Erkenntnis vorhanden, aber nur in einer traumhaften Weise. Im alten Hellsehen ist es durch die alten Initiierten durchschaut worden.

[ 39 ] Wir bekommen, wie ich schon öfter sagte, vor einem alten Initiierten erst den richtigen Respekt, wenn wir die Dinge wiederentdecken, die nicht aus den Überlieferungen erkannt werden können. Erst dann, wenn wit sie selber finden können, können wir sie auch in den Überlieferungen wiederum würdigen. So kommen wir auch, wenn wir diese Dinge wiederfinden, zu einer religiösen Verehrung desjenigen, was Urweisheit der Menschheit war.

[ 39 ] Wir bekommen, wie ich schon öfter sagte, vor einem alten Initiierten erst den richtigen Respekt, wenn wir die Dinge wiederentdecken, die nicht aus den Überlieferungen erkannt werden können. Erst dann, wenn wit sie selber finden können, können wir sie auch in den Überlieferungen wiederum würdigen. So kommen wir auch, wenn wir diese Dinge wiederfinden, zu einer religiösen Verehrung desjenigen, was Urweisheit der Menschheit war.

[ 40 ] Nun werde ich bei einer nächsten Gelegenheit davon sprechen, wie all dieses Wiederfinden zusammenhängt mit dem Mysterium von Golgatha. Ich brauchte dazu, ich möchte sagen, geisteswissenschaftlich-naturwissenschaftliche Voraussetzungen, und es wird Ihnen doch manches im Welten- und Menschheitsdasein gerade dutch diese Betrachtungen durchsichtig geworden sein.

[ 40 ] Nun werde ich bei einer nächsten Gelegenheit davon sprechen, wie all dieses Wiederfinden zusammenhängt mit dem Mysterium von Golgatha. Ich brauchte dazu, ich möchte sagen, geisteswissenschaftlich-naturwissenschaftliche Voraussetzungen, und es wird Ihnen doch manches im Welten- und Menschheitsdasein gerade dutch diese Betrachtungen durchsichtig geworden sein.