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The Secret of the Trinity
GA 214

28 July 1922, Dornach

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Zweiter Vortrag

Zweiter Vortrag

[ 1 ] In mancherlei komplizierter Art haben wir bereits gesehen, wie der Mensch eigentlich nur begriffen werden kann aus dem ganzen Universum heraus, aus der Summe des Kosmos heraus. Wir wollen heute einmal, um dann die Sache in den nächsten Tagen nach einer besonderen Richtung hin gipfeln zu lassen, diese Beziehung des Menschen zu dem Kosmos uns in einer einfacheren Art vor die Seele führen. Wir haben als die nächste Umgebung des Kosmos das zu verzeichnen, was uns als die physische Welt erscheint. Aber diese physische Welt tritt uns eigentlich nur da entgegen, wo sie Mineralreich ist; wenigstens tritt sie uns nur da in ihrer ureigenen Form entgegen. Wir können, wenn wir innerhalb des Mineralreiches im weiteren Sinne, zu dem wir natürlich auch Wasser und Luft, die Wärmeerscheinungen, die Erscheinungen des Wärmeäthers rechnen, wir können innerhalb des mineralischen Reiches die Kräfte, das Wesenhafte der physischen Welt studieren. Diese physische Welt äußert ihre Wirkungen zum Beispiel in der Schwere, in den Erscheinungen, sagen wir des chemischen, des magnetischen Verhaltens und so weiter. Aber wir können doch eigentlich die physische Welt nur innerhalb der mineralischen Welt studieren; sobald wir in das Pflanzenreich heraufgehen, können wir mit den Ideen und Begriffen, die wir uns von der physischen Welt machen, nicht mehr zurechtkommen. Keiner empfand das eigentlich in der neueren Zeit in einer so intensiven Weise wie Goethe. Goethe, der als verhältnismäßig junger Mensch von der wissenschaftlichen Seite her mit der Pflanzenwelt bekanntgeworden ist, empfand auch sofort, daß die Pflanzenwelt mit einer anderen Art von Anschauung erfaßt werden müsse als die physische Welt. Er trat der Wissenschaft von den Pflanzen, in der Form, wie sie Linne ausgebildet hatte, entgegen. Dieser große schwedische Naturforscher hat ja die Pflanzenlehre so ausgebildet, daß er vor allen Dingen darauf gesehen hat, welche Formen im Äußeren und auch im Genaueren die einzelnen Pflanzenarten und Pflanzengattungen haben. Nach diesen Formen hat er ein Pflanzensystem aufgestellt, in dem die ähnlichen Pflanzen zu Gattungen zusammengestellt sind, so daß die Pflanzengattungen und -arten gleichsam nebeneinander stehen, wie wir sonst die Gegenstände der mineralischen Natur nebeneinander stellen. Deshalb war eben gerade Goethe von dieser Linneschen Art, die Pflanzen zu behandeln, abgestoßen, weil die einzelnen Pflanzenformen nebeneinander standen. So, sagte sich Goethe, sieht man die Mineralien an, das, was in der mineralischen Natur ist; bei den Pflanzen muß man eine andere Anschauungsweise anwenden. Bei den Pflanzen, sagte Goethe, müsse man zum Beispiel so vorgehen: Da ist, sagen wir, eine Pflanze, welche Wurzeln entwickelt, dann einen Stengel entwickelt (siehe Zeichnung), an dem Stengel Blätter und so weiter. Aber das muß nicht gerade so bei der Pflanze sein (Zeichnung 1), sagte sich Goethe, sondern es kann zum Beispiel auch so sein (Zeichnung 2). Hier ist die Wurzel; aber die Kraft, welche sich bei dieser Pflanzenform (Zeichnung 1) gleich an der Wurzel zu entwickeln beginnt, die bleibt hier (Zeichnung 2) noch in sich beschlossen und “entwickelt nicht einen dünnen Stamm, der sich gleich in Blätter teilt, sondern bildet einen dicken Stamm. Dadurch geht die Kraft der Blätter in diesem dicken Stamm auf, und es bleibt nur noch wenig Kraft, um dann Blätteransätze und daran vielleicht die Blüte zu entwickeln. Es kann aber auch so sein, daß die Pflanze nur ganz spärlich ihre Wurzel entwickelt. Von der Kraft der Wurzel bleibt noch etwas übrig. Das entwickelt sich so (Zeichnung 3), und dann entwickeln sich daran spärliche Blatt- und Stengelansätze. Das alles ist aber innerlich dasselbe. Hier ist schmächtig ausgebildet der Stengel und sind mächtig ausgebildet die Blätter (Zeichnung 1). Hier (Zeichnung 2) ist der Stengel knollig ausgebildet und spärlich ausgebildet die Blätter. Die Idee ist in allen drei Pflanzen dieselbe, aber man muß die Idee innerlich beweglich halten, um von einer Form in die andere hinüberzukommen. Ich muß hier (Zeichnung 1) diese Form ausbilden: schmächtige Stengel, einzelne Blätter; «Blätterkraft zusammennehmen»: in dieser Idee (Zeichnung 2) bekomme ich die andere Form; «Wurzelkraft zusammennehmen»: in dieser Idee bekomme ich wieder eine andere Form, die dritte. Und so muß ich einen beweglichen Begriff bilden und aus dem beweglichen Begriff wird mir das ganze Pflanzensystem eine Einheit.

[ 1 ] In mancherlei komplizierter Art haben wir bereits gesehen, wie der Mensch eigentlich nur begriffen werden kann aus dem ganzen Universum heraus, aus der Summe des Kosmos heraus. Wir wollen heute einmal, um dann die Sache in den nächsten Tagen nach einer besonderen Richtung hin gipfeln zu lassen, diese Beziehung des Menschen zu dem Kosmos uns in einer einfacheren Art vor die Seele führen. Wir haben als die nächste Umgebung des Kosmos das zu verzeichnen, was uns als die physische Welt erscheint. Aber diese physische Welt tritt uns eigentlich nur da entgegen, wo sie Mineralreich ist; wenigstens tritt sie uns nur da in ihrer ureigenen Form entgegen. Wir können, wenn wir innerhalb des Mineralreiches im weiteren Sinne, zu dem wir natürlich auch Wasser und Luft, die Wärmeerscheinungen, die Erscheinungen des Wärmeäthers rechnen, wir können innerhalb des mineralischen Reiches die Kräfte, das Wesenhafte der physischen Welt studieren. Diese physische Welt äußert ihre Wirkungen zum Beispiel in der Schwere, in den Erscheinungen, sagen wir des chemischen, des magnetischen Verhaltens und so weiter. Aber wir können doch eigentlich die physische Welt nur innerhalb der mineralischen Welt studieren; sobald wir in das Pflanzenreich heraufgehen, können wir mit den Ideen und Begriffen, die wir uns von der physischen Welt machen, nicht mehr zurechtkommen. Keiner empfand das eigentlich in der neueren Zeit in einer so intensiven Weise wie Goethe. Goethe, der als verhältnismäßig junger Mensch von der wissenschaftlichen Seite her mit der Pflanzenwelt bekanntgeworden ist, empfand auch sofort, daß die Pflanzenwelt mit einer anderen Art von Anschauung erfaßt werden müsse als die physische Welt. Er trat der Wissenschaft von den Pflanzen, in der Form, wie sie Linne ausgebildet hatte, entgegen. Dieser große schwedische Naturforscher hat ja die Pflanzenlehre so ausgebildet, daß er vor allen Dingen darauf gesehen hat, welche Formen im Äußeren und auch im Genaueren die einzelnen Pflanzenarten und Pflanzengattungen haben. Nach diesen Formen hat er ein Pflanzensystem aufgestellt, in dem die ähnlichen Pflanzen zu Gattungen zusammengestellt sind, so daß die Pflanzengattungen und -arten gleichsam nebeneinander stehen, wie wir sonst die Gegenstände der mineralischen Natur nebeneinander stellen. Deshalb war eben gerade Goethe von dieser Linneschen Art, die Pflanzen zu behandeln, abgestoßen, weil die einzelnen Pflanzenformen nebeneinander standen. So, sagte sich Goethe, sieht man die Mineralien an, das, was in der mineralischen Natur ist; bei den Pflanzen muß man eine andere Anschauungsweise anwenden. Bei den Pflanzen, sagte Goethe, müsse man zum Beispiel so vorgehen: Da ist, sagen wir, eine Pflanze, welche Wurzeln entwickelt, dann einen Stengel entwickelt (siehe Zeichnung), an dem Stengel Blätter und so weiter. Aber das muß nicht gerade so bei der Pflanze sein (Zeichnung 1), sagte sich Goethe, sondern es kann zum Beispiel auch so sein (Zeichnung 2). Hier ist die Wurzel; aber die Kraft, welche sich bei dieser Pflanzenform (Zeichnung 1) gleich an der Wurzel zu entwickeln beginnt, die bleibt hier (Zeichnung 2) noch in sich beschlossen und “entwickelt nicht einen dünnen Stamm, der sich gleich in Blätter teilt, sondern bildet einen dicken Stamm. Dadurch geht die Kraft der Blätter in diesem dicken Stamm auf, und es bleibt nur noch wenig Kraft, um dann Blätteransätze und daran vielleicht die Blüte zu entwickeln. Es kann aber auch so sein, daß die Pflanze nur ganz spärlich ihre Wurzel entwickelt. Von der Kraft der Wurzel bleibt noch etwas übrig. Das entwickelt sich so (Zeichnung 3), und dann entwickeln sich daran spärliche Blatt- und Stengelansätze. Das alles ist aber innerlich dasselbe. Hier ist schmächtig ausgebildet der Stengel und sind mächtig ausgebildet die Blätter (Zeichnung 1). Hier (Zeichnung 2) ist der Stengel knollig ausgebildet und spärlich ausgebildet die Blätter. Die Idee ist in allen drei Pflanzen dieselbe, aber man muß die Idee innerlich beweglich halten, um von einer Form in die andere hinüberzukommen. Ich muß hier (Zeichnung 1) diese Form ausbilden: schmächtige Stengel, einzelne Blätter; «Blätterkraft zusammennehmen»: in dieser Idee (Zeichnung 2) bekomme ich die andere Form; «Wurzelkraft zusammennehmen»: in dieser Idee bekomme ich wieder eine andere Form, die dritte. Und so muß ich einen beweglichen Begriff bilden und aus dem beweglichen Begriff wird mir das ganze Pflanzensystem eine Einheit.

[ 2 ] Während Linn die verschiedenen Formen nebeneinander zusammengestellt und sie beobachtet hat wie mineralische Formen, wollte Goethe das ganze Pflanzensystem als eine Einheit mit beweglichen Ideen fassen, so daß er gewissermaßen aus einer Pflanzenform mit dieser Idee herausschlüpft, und, indem er diese Idee selber verändert, in die andere Pflanzenform hineinschlüpft und so weiter.

[ 2 ] Während Linn die verschiedenen Formen nebeneinander zusammengestellt und sie beobachtet hat wie mineralische Formen, wollte Goethe das ganze Pflanzensystem als eine Einheit mit beweglichen Ideen fassen, so daß er gewissermaßen aus einer Pflanzenform mit dieser Idee herausschlüpft, und, indem er diese Idee selber verändert, in die andere Pflanzenform hineinschlüpft und so weiter.

[ 3 ] Diese Art der Betrachtungen, diese Art, mit beweglichen Ideen zu betrachten, das war bei Goethe durchaus der Ansatz zu imaginativer Betrachtungsweise. So daß man sagen kann: Als Goethe an das Linnesche Pflanzensystem herantrat, da fühlte er, wie man mit der gewöhnlichen gegenständlichen Erkenntnis, die in der physischen Welt des Mineralreiches gut anwendbar ist, nicht ausreicht im Pflanzenleben. Er fühlte dem Linneschen System gegenüber die Notwendigkeit der imaginativen Betrachtungsweise.

[ 3 ] Diese Art der Betrachtungen, diese Art, mit beweglichen Ideen zu betrachten, das war bei Goethe durchaus der Ansatz zu imaginativer Betrachtungsweise. So daß man sagen kann: Als Goethe an das Linnesche Pflanzensystem herantrat, da fühlte er, wie man mit der gewöhnlichen gegenständlichen Erkenntnis, die in der physischen Welt des Mineralreiches gut anwendbar ist, nicht ausreicht im Pflanzenleben. Er fühlte dem Linneschen System gegenüber die Notwendigkeit der imaginativen Betrachtungsweise.

[ 4 ] Das heißt mit anderen Worten, Goethe sagte sich: Wenn ich eine Pflanze anschaue, dann ist es gar nicht das Physische, was ich sehe, was ich wenigstens sehen soll, sondern dieses Physische ist unsichtbar geworden, und das, was ich sehe, muß ich mit anderen Ideen erfassen, als es diejenigen des Mineralreiches sind. — Das ist außerordentlich wichtig, daß wir das ins Auge fassen. Denn wir können uns sagen, wenn wir uns das in der richtigen Weise vor die Seele stellen: Im mineralischen Reiche ist rings um uns herum äußerlich sichtbar die physische Natur. Im Pflanzenreich ist die physische Natur unsichtbar geworden. Natürlich wirkt die Schwere, alles, was in der physischen Natur ist, wirkt noch auf das Pflanzenreich; aber es ist unsichtbar geworden, und sichtbar geworden ist eine höhere Natur, ist dasjenige, was innerlich fortwährend beweglich ist, was innerlich lebendig ist. — Es ist die ätherische Natur in der Pflanze das eigentlich Sichtbare. Und wir tun nicht gut, wenn wir sagen: Der physische Leib der Pflanze ist sichtbar. — Der physische Leib der Pflanze ist eigentlich unsichtbar geworden; und das, was wir sehen, das ist die ätherische Form.

[ 4 ] Das heißt mit anderen Worten, Goethe sagte sich: Wenn ich eine Pflanze anschaue, dann ist es gar nicht das Physische, was ich sehe, was ich wenigstens sehen soll, sondern dieses Physische ist unsichtbar geworden, und das, was ich sehe, muß ich mit anderen Ideen erfassen, als es diejenigen des Mineralreiches sind. — Das ist außerordentlich wichtig, daß wir das ins Auge fassen. Denn wir können uns sagen, wenn wir uns das in der richtigen Weise vor die Seele stellen: Im mineralischen Reiche ist rings um uns herum äußerlich sichtbar die physische Natur. Im Pflanzenreich ist die physische Natur unsichtbar geworden. Natürlich wirkt die Schwere, alles, was in der physischen Natur ist, wirkt noch auf das Pflanzenreich; aber es ist unsichtbar geworden, und sichtbar geworden ist eine höhere Natur, ist dasjenige, was innerlich fortwährend beweglich ist, was innerlich lebendig ist. — Es ist die ätherische Natur in der Pflanze das eigentlich Sichtbare. Und wir tun nicht gut, wenn wir sagen: Der physische Leib der Pflanze ist sichtbar. — Der physische Leib der Pflanze ist eigentlich unsichtbar geworden; und das, was wir sehen, das ist die ätherische Form.

[ 5 ] Wie kommt denn eigentlich das Sichtbare bei der Pflanze zustande? Nun, wenn Sie einen physischen Körper haben, zum Beispiel einen Bergkristall, da sehen Sie unmittelbar das Physische (Zeichnung 4). Wenn Sie eine Pflanze haben, da sehen sie nicht das Physische; da sehen Sie an der Pflanze die ätherische Form (Zeichnung 5). Aber diese ätherische Form ist ausgefüllt mit Physischem, da drinnen leben physische Stoffe. Wenn die Pflanze ihr Leben verliert und in der Erde zu Kohle wird, so sieht man, wie der physische Kohlenstoff übrigbleibt: der ist in der Pflanze drinnen. Wir können also sagen: Die Pflanze ist ausgefüllt mit dem Physischen, aber sie löst das Physische auf durch das Ätherische. Das Ätherische ist dasjenige, was in der Pflanzenform eigentlich sichtbar ist. Unsichtbar ist das Physische.

[ 5 ] Wie kommt denn eigentlich das Sichtbare bei der Pflanze zustande? Nun, wenn Sie einen physischen Körper haben, zum Beispiel einen Bergkristall, da sehen Sie unmittelbar das Physische (Zeichnung 4). Wenn Sie eine Pflanze haben, da sehen sie nicht das Physische; da sehen Sie an der Pflanze die ätherische Form (Zeichnung 5). Aber diese ätherische Form ist ausgefüllt mit Physischem, da drinnen leben physische Stoffe. Wenn die Pflanze ihr Leben verliert und in der Erde zu Kohle wird, so sieht man, wie der physische Kohlenstoff übrigbleibt: der ist in der Pflanze drinnen. Wir können also sagen: Die Pflanze ist ausgefüllt mit dem Physischen, aber sie löst das Physische auf durch das Ätherische. Das Ätherische ist dasjenige, was in der Pflanzenform eigentlich sichtbar ist. Unsichtbar ist das Physische.

[ 6 ] Also das Physische wird uns sichtbar in der mineralischen Natur. In der pflanzlichen Natur wird uns das Physische schon unsichtbar, denn alles, was wir sehen, ist eben nur durch das Physische sichtbar gemachtes Ätherisches. Wir würden natürlich nicht mit gewöhnlichen Augen die Pflanzen sehen, wenn nicht der unsichtbare Ätherleib physische, sagen wir, Körnchen, um grob zu reden, tragen würde. Durch das Physische wird uns die ätherische Form sichtbar; aber diese ätherische Form ist das, was wir eigentlich sehen, das Physische ist sozusagen nur das Mittel, damit wir das Ätherische sehen. So daß eigentlich die ätherische Form der Pflanze ein Beispiel ist für eine Imagination, nur für eine solche Imagination, die nicht unmittelbar in der geistigen Welt sichtbar wird, sondern die durch physische Einschlüsse sichtbar wird.

[ 6 ] Also das Physische wird uns sichtbar in der mineralischen Natur. In der pflanzlichen Natur wird uns das Physische schon unsichtbar, denn alles, was wir sehen, ist eben nur durch das Physische sichtbar gemachtes Ätherisches. Wir würden natürlich nicht mit gewöhnlichen Augen die Pflanzen sehen, wenn nicht der unsichtbare Ätherleib physische, sagen wir, Körnchen, um grob zu reden, tragen würde. Durch das Physische wird uns die ätherische Form sichtbar; aber diese ätherische Form ist das, was wir eigentlich sehen, das Physische ist sozusagen nur das Mittel, damit wir das Ätherische sehen. So daß eigentlich die ätherische Form der Pflanze ein Beispiel ist für eine Imagination, nur für eine solche Imagination, die nicht unmittelbar in der geistigen Welt sichtbar wird, sondern die durch physische Einschlüsse sichtbar wird.

[ 7 ] Fragen Sie also, meine lieben Freunde: Was sind Imaginationen? — so kann man Ihnen antworten: Die Pflanzen sind alle Imaginationen. Nur sind sie als Imaginationen bloß dem imaginativen Bewußtsein sichtbar; daß sie dem physischen Auge auch sichtbar sind, das rührt davon her, daß die Pflanzen ausgefüllt sind mit physischen Teilchen, und dadurch wird das Ätherische auf eine physische Art dem physischen Auge sichtbar. Wir dürfen aber, wenn wir richtig sprechen wollen, gar nicht einmal sagen: Wir sehen in der Pflanze ein Physisches. — Wir sehen in der Pflanze eine richtige Imagination. Sie haben also die Imaginationen rings um sich herum in den Formen der Pflanzenwelt.

[ 7 ] Fragen Sie also, meine lieben Freunde: Was sind Imaginationen? — so kann man Ihnen antworten: Die Pflanzen sind alle Imaginationen. Nur sind sie als Imaginationen bloß dem imaginativen Bewußtsein sichtbar; daß sie dem physischen Auge auch sichtbar sind, das rührt davon her, daß die Pflanzen ausgefüllt sind mit physischen Teilchen, und dadurch wird das Ätherische auf eine physische Art dem physischen Auge sichtbar. Wir dürfen aber, wenn wir richtig sprechen wollen, gar nicht einmal sagen: Wir sehen in der Pflanze ein Physisches. — Wir sehen in der Pflanze eine richtige Imagination. Sie haben also die Imaginationen rings um sich herum in den Formen der Pflanzenwelt.

[ 8 ] Steigen wir jetzt herauf von der Pflanzenwelt zu der tierischen, da genügt es nicht mehr, daß wir uns an das Ätherische wenden. Da müssen wir einen Schritt weitergehen. Sehen Sie, bei der Pflanze können wir sagen: Sie vernichtet gewissermaßen das Physische und «west» das Ätherische — «wesen» als Verbum gebraucht.

[ 8 ] Steigen wir jetzt herauf von der Pflanzenwelt zu der tierischen, da genügt es nicht mehr, daß wir uns an das Ätherische wenden. Da müssen wir einen Schritt weitergehen. Sehen Sie, bei der Pflanze können wir sagen: Sie vernichtet gewissermaßen das Physische und «west» das Ätherische — «wesen» als Verbum gebraucht.

Die Pflanze:
vernichtet das Physische
west das Ätherische

Die Pflanze:
vernichtet das Physische
west das Ätherische

[ 9 ] Wenn wir zum Tierischen heraufschreiten, dann dürfen wir auch nicht mehr bloß an dem Ätherischen festhalten, sondern da müssen wir uns die tierische Bildung so vorstellen, daß nun auch das Ätherische vernichtet wird. So daß wir sagen können: Das Tier vernichtet das Physische — das tut auch schon die Pflanze — es vernichtet aber auch das Ätherische, und es west in demjenigen, was dann sich geltend machen kann, wenn das Ätherische vernichtet wird. Wenn das Physische vernichtet wird durch die Pflanze, kann sich das Ätherische geltend machen. Wenn nun auch das Ätherische nur gewissermaßen, grob gesprochen, Ausfüllendes, Körniges ist, dann kann dasjenige, was nun nicht mehr im gewöhnlichen Raume ist, sondern im gewöhnlichen Raume wirkt, dann kann das Astralische wesen. Wir müssen also sagen: Im Tiere west das Astralische. - Wenn wir das Tier ansehen, so west in ihm das Astralische.

[ 9 ] Wenn wir zum Tierischen heraufschreiten, dann dürfen wir auch nicht mehr bloß an dem Ätherischen festhalten, sondern da müssen wir uns die tierische Bildung so vorstellen, daß nun auch das Ätherische vernichtet wird. So daß wir sagen können: Das Tier vernichtet das Physische — das tut auch schon die Pflanze — es vernichtet aber auch das Ätherische, und es west in demjenigen, was dann sich geltend machen kann, wenn das Ätherische vernichtet wird. Wenn das Physische vernichtet wird durch die Pflanze, kann sich das Ätherische geltend machen. Wenn nun auch das Ätherische nur gewissermaßen, grob gesprochen, Ausfüllendes, Körniges ist, dann kann dasjenige, was nun nicht mehr im gewöhnlichen Raume ist, sondern im gewöhnlichen Raume wirkt, dann kann das Astralische wesen. Wir müssen also sagen: Im Tiere west das Astralische. - Wenn wir das Tier ansehen, so west in ihm das Astralische.

Das Tier:
vernichtet das Physische
vernichtet das Ätherische
west das Astralische

Das Tier:
vernichtet das Physische
vernichtet das Ätherische
west das Astralische

[ 10 ] Nun, Goethe strebte mit aller Gewalt danach, bewegliche Ideen, bewegliche Begriffe zu bekommen, um dieses fluktuierende Leben in der Pflanzenwelt zu durchschauen. Man hat in der Pflanzenwelt noch das Ätherische vor sich, weil die Pflanze in gewissem Sinne bis an die Oberfläche dieses Ätherische heraustreibt. Es lebt in der Form der Pflanze. Beim Tiere müssen wir uns sagen: Da ist etwas im Tiere, was sich nicht an die Oberfläche heraustreibt. Schon daß die Pflanze an dem Orte bleiben muß, wo sie angewachsen ist, das zeigt, daß da nichts in der Pflanze drinnen ist, was nicht auch an die Oberfläche heraustritt für die Sichtbarkeit. — Das Tier bewegt sich frei. Da ist etwas in ihm, was nicht an die Oberfläche heraustritt und sichtbar wird. Das ist das Astralische in dem Tiere. Das ist etwas, was nicht so erfaßt werden kann, daß wir unsere Ideen bloß beweglich machen, wie ich es Ihnen hier veranschaulicht habe, wo wir in der Idee selbst von Form zu Form gehen (siehe die drei ersten Pflanzenzeichnungen). Das genügt nicht für das Astralische. Wollen wir das Astralische erfassen, dann müssen wir weitergehen, dann müssen wir sagen: In das Ätherische, da geht noch etwas herein, und das, was da drinnen ist, das würde von innen heraus zum Beispiel die Form knollig machen und vergrößern können (Zeichnung 2). — Bei der Pflanze müssen Sie immer im Äußeren die Veranlassung suchen, warum die Form anders wird. Sie müssen mit Ihrer Idee beweglich sein. Aber dieses bloße Beweglichsein genügt nicht, um das Tier zu erfassen. Da müssen Sie in die Begriffe noch etwas anderes hineinbekommen.

[ 10 ] Nun, Goethe strebte mit aller Gewalt danach, bewegliche Ideen, bewegliche Begriffe zu bekommen, um dieses fluktuierende Leben in der Pflanzenwelt zu durchschauen. Man hat in der Pflanzenwelt noch das Ätherische vor sich, weil die Pflanze in gewissem Sinne bis an die Oberfläche dieses Ätherische heraustreibt. Es lebt in der Form der Pflanze. Beim Tiere müssen wir uns sagen: Da ist etwas im Tiere, was sich nicht an die Oberfläche heraustreibt. Schon daß die Pflanze an dem Orte bleiben muß, wo sie angewachsen ist, das zeigt, daß da nichts in der Pflanze drinnen ist, was nicht auch an die Oberfläche heraustritt für die Sichtbarkeit. — Das Tier bewegt sich frei. Da ist etwas in ihm, was nicht an die Oberfläche heraustritt und sichtbar wird. Das ist das Astralische in dem Tiere. Das ist etwas, was nicht so erfaßt werden kann, daß wir unsere Ideen bloß beweglich machen, wie ich es Ihnen hier veranschaulicht habe, wo wir in der Idee selbst von Form zu Form gehen (siehe die drei ersten Pflanzenzeichnungen). Das genügt nicht für das Astralische. Wollen wir das Astralische erfassen, dann müssen wir weitergehen, dann müssen wir sagen: In das Ätherische, da geht noch etwas herein, und das, was da drinnen ist, das würde von innen heraus zum Beispiel die Form knollig machen und vergrößern können (Zeichnung 2). — Bei der Pflanze müssen Sie immer im Äußeren die Veranlassung suchen, warum die Form anders wird. Sie müssen mit Ihrer Idee beweglich sein. Aber dieses bloße Beweglichsein genügt nicht, um das Tier zu erfassen. Da müssen Sie in die Begriffe noch etwas anderes hineinbekommen.

[ 11 ] Wenn Sie sich klarmachen wollen, wie anders die begriffliche Tätigkeit sein muß beim Tiere als bei der Pflanze, so müssen Sie nicht nur einen beweglichen Begriff haben, der verschiedene Formen annehmen kann, sondern der Begriff muß innerlich etwas aufnehmen, was er nicht in sich selber hat. Es ist das, was man nennen kann: die Inspiration beim Begriffebilden. So wie wir bei unseren Inspirationen, bei unserer Einatmung von außen die Luft aufnehmen, während wir bei unserer sonstigen organischen Tätigkeit, die unterhalb des Atmens liegt, in der Tätigkeit in uns verbleiben, müssen wir, wenn wir das Tier begreifen wollen, nicht bloß bewegliche Begriffe haben, sondern in diese beweglichen Begriffe von außen her noch etwas hineinnehmen.

[ 11 ] Wenn Sie sich klarmachen wollen, wie anders die begriffliche Tätigkeit sein muß beim Tiere als bei der Pflanze, so müssen Sie nicht nur einen beweglichen Begriff haben, der verschiedene Formen annehmen kann, sondern der Begriff muß innerlich etwas aufnehmen, was er nicht in sich selber hat. Es ist das, was man nennen kann: die Inspiration beim Begriffebilden. So wie wir bei unseren Inspirationen, bei unserer Einatmung von außen die Luft aufnehmen, während wir bei unserer sonstigen organischen Tätigkeit, die unterhalb des Atmens liegt, in der Tätigkeit in uns verbleiben, müssen wir, wenn wir das Tier begreifen wollen, nicht bloß bewegliche Begriffe haben, sondern in diese beweglichen Begriffe von außen her noch etwas hineinnehmen.

[ 12 ] Wir können — wenn ich mich anders ausdrücken will —, wenn wir die Pflanze richtig verstehen wollen, stehenbleiben, können uns auch in Gedanken als stehenbleibendes Wesen betrachten. Und wenn wir das ganze Leben stehen würden, könnten wir dennoch unsere Begriffe so beweglich machen, daß sie die verschiedensten Pflanzenformen umfaßten; aber wir könnten niemals die Idee, den Begriff eines Tieres bilden, wenn wir nicht selber herumlaufen könnten. Wir müssen selber herumlaufen können, wenn wir den Begriff eines Tieres bilden wollen. Warum?

[ 12 ] Wir können — wenn ich mich anders ausdrücken will —, wenn wir die Pflanze richtig verstehen wollen, stehenbleiben, können uns auch in Gedanken als stehenbleibendes Wesen betrachten. Und wenn wir das ganze Leben stehen würden, könnten wir dennoch unsere Begriffe so beweglich machen, daß sie die verschiedensten Pflanzenformen umfaßten; aber wir könnten niemals die Idee, den Begriff eines Tieres bilden, wenn wir nicht selber herumlaufen könnten. Wir müssen selber herumlaufen können, wenn wir den Begriff eines Tieres bilden wollen. Warum?

[ 13 ] Ja, wenn Sie, sagen wir, diesen Begriff der Pflanze haben (siehe Zeichnung 1) und ihn umformen in diesen zweiten, dann haben Sie selber diesen Begriff umgeformt. Wenn Sie aber laufen, dann wird Ihr Begriff durch das Laufen ein anderer. Sie selber müssen Leben hineinbringen in den Begriff. Das ist es, was einen bloß imaginierten Begriff zu einem inspirierten macht. Bei der Pflanze können Sie sich vorstellen, daß Sie selber innerlich ganz ruhig sind und die Begriffe nur verändern. Wenn Sie sich einen tierischen Begriff vorstellen wollen — die meisten Menschen tun es ja ganz gewiß nicht gern, weil der Begriff innerlich lebendig werden muß, es krabbelt in einem —, da nehmen Sie die Inspiration, die innere Lebendigkeit auf, nicht nur das äußere Sinnesweben von Form zu Form, sondern die innere Lebendigkeit. Sie können ein Tier nicht totaliter vorstellen, ohne daß Sie diese innere Lebendigkeit in den Begriff hineinnehmen.

[ 13 ] Ja, wenn Sie, sagen wir, diesen Begriff der Pflanze haben (siehe Zeichnung 1) und ihn umformen in diesen zweiten, dann haben Sie selber diesen Begriff umgeformt. Wenn Sie aber laufen, dann wird Ihr Begriff durch das Laufen ein anderer. Sie selber müssen Leben hineinbringen in den Begriff. Das ist es, was einen bloß imaginierten Begriff zu einem inspirierten macht. Bei der Pflanze können Sie sich vorstellen, daß Sie selber innerlich ganz ruhig sind und die Begriffe nur verändern. Wenn Sie sich einen tierischen Begriff vorstellen wollen — die meisten Menschen tun es ja ganz gewiß nicht gern, weil der Begriff innerlich lebendig werden muß, es krabbelt in einem —, da nehmen Sie die Inspiration, die innere Lebendigkeit auf, nicht nur das äußere Sinnesweben von Form zu Form, sondern die innere Lebendigkeit. Sie können ein Tier nicht totaliter vorstellen, ohne daß Sie diese innere Lebendigkeit in den Begriff hineinnehmen.

[ 14 ] Das war etwas, was Goethe eben nicht mehr erreichte. Er erreichte, daß er sich sagen konnte: Die Pflanzenwelt ist eine Summe von Begriffen, von Imaginationen. Aber bei den Tieren muß man in den Begriff etwas hineinnehmen, da muß man den Begriff selber innerlich lebendig machen. — Daß die Imagination bei der einzelnen Pflanze nicht lebt, das können Sie schon daraus sehen, daß die Pflanze, wenn sie auf ihrem Boden steht und wächst, ihre Form durch äußere Anlässe verändert, aber innerlich verändert sie die Form nicht. Das Tier ist der wandelnde Begriff, der lebendige Begriff, und da muß man die Inspiration aufnehmen, und durch die Inspiration erst dringt man zum Astralischen vor.

[ 14 ] Das war etwas, was Goethe eben nicht mehr erreichte. Er erreichte, daß er sich sagen konnte: Die Pflanzenwelt ist eine Summe von Begriffen, von Imaginationen. Aber bei den Tieren muß man in den Begriff etwas hineinnehmen, da muß man den Begriff selber innerlich lebendig machen. — Daß die Imagination bei der einzelnen Pflanze nicht lebt, das können Sie schon daraus sehen, daß die Pflanze, wenn sie auf ihrem Boden steht und wächst, ihre Form durch äußere Anlässe verändert, aber innerlich verändert sie die Form nicht. Das Tier ist der wandelnde Begriff, der lebendige Begriff, und da muß man die Inspiration aufnehmen, und durch die Inspiration erst dringt man zum Astralischen vor.

[ 15 ] Und wenn wir zum Menschen aufsteigen, so müssen wir sagen: Er vernichtet das Physische, er vernichtet das Ätherische, er vernichtet das Astralische, und er west das Ich.

[ 15 ] Und wenn wir zum Menschen aufsteigen, so müssen wir sagen: Er vernichtet das Physische, er vernichtet das Ätherische, er vernichtet das Astralische, und er west das Ich.

Der Mensch:
vernichtet das Physische
vernichtet das Ätherische
vernichtet das Astralische
west das Ich

Der Mensch:
vernichtet das Physische
vernichtet das Ätherische
vernichtet das Astralische
west das Ich

[ 16 ] Bei dem Tier müssen wir uns sagen: Wir sehen eigentlich nicht das Physische, sondern wir sehen eine physisch erscheinende Inspiration. Daher wird auch sehr leicht die menschliche Inspiration, die Atmung, wenn sie irgendeiner Störung unterliegt, zur tierischen Form. Versuchen Sie nur einmal, sich zu erinnern an manche Alptraumgestalten: was Ihnen da für tierische Formen erscheinen! Die tierischen Formen sind durchaus inspirierte Formen.

[ 16 ] Bei dem Tier müssen wir uns sagen: Wir sehen eigentlich nicht das Physische, sondern wir sehen eine physisch erscheinende Inspiration. Daher wird auch sehr leicht die menschliche Inspiration, die Atmung, wenn sie irgendeiner Störung unterliegt, zur tierischen Form. Versuchen Sie nur einmal, sich zu erinnern an manche Alptraumgestalten: was Ihnen da für tierische Formen erscheinen! Die tierischen Formen sind durchaus inspirierte Formen.

[ 17 ] Das menschliche Ich können wir erst durch Intuition erfassen. In Wirklichkeit kann das menschliche Ich erst durch Intuition erfaßt werden. Beim Tiere sehen wir also die Inspiration, beim Menschen sehen wir eigentlich das Ich, die Intuition. Wir reden falsch, wenn wir beim Tiere sagen: Wir sehen den physischen Leib. — Wir sehen gar nicht den physischen Leib. Der ist aufgelöst, der ist vernichtet, der veranschaulicht uns bloß die Inspiration, ebenso der ätherische Leib. Wir sehen beim Tier eigentlich äußerlich durch das Physische und Ätherische den astralischen Leib. Und beim Menschen sehen wir schon das Ich. Was wir da sehen, ist nicht der physische Leib, der ist gerade unsichtbar; ebenso der ätherische Leib; ebenso der astralische Leib. Was wir beim Menschen sehen, ist — äußerlich geformt, auf physische Weise geformt — das Ich. Daher erscheint auch zum Beispiel für die Augenwahrnehmung, für die Sichtbarkeit, der Mensch nach außen in seinem Inkarnat in einer Farbe, die sonst nicht vorhanden ist, wie auch das Ich sonst nicht in den anderen Wesenheiten vorhanden ist. Wir müßten also, wenn wir uns richtig ausdrücken wollen, sagen: Den Menschen können wir nur dann ganz erfassen, wenn wir ihn bestehend denken aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich. Das, was wir vor uns sehen, ist das Ich, und unsichtbar darinnen ist der astralische Leib, der Ätherleib und der physische Leib.

[ 17 ] Das menschliche Ich können wir erst durch Intuition erfassen. In Wirklichkeit kann das menschliche Ich erst durch Intuition erfaßt werden. Beim Tiere sehen wir also die Inspiration, beim Menschen sehen wir eigentlich das Ich, die Intuition. Wir reden falsch, wenn wir beim Tiere sagen: Wir sehen den physischen Leib. — Wir sehen gar nicht den physischen Leib. Der ist aufgelöst, der ist vernichtet, der veranschaulicht uns bloß die Inspiration, ebenso der ätherische Leib. Wir sehen beim Tier eigentlich äußerlich durch das Physische und Ätherische den astralischen Leib. Und beim Menschen sehen wir schon das Ich. Was wir da sehen, ist nicht der physische Leib, der ist gerade unsichtbar; ebenso der ätherische Leib; ebenso der astralische Leib. Was wir beim Menschen sehen, ist — äußerlich geformt, auf physische Weise geformt — das Ich. Daher erscheint auch zum Beispiel für die Augenwahrnehmung, für die Sichtbarkeit, der Mensch nach außen in seinem Inkarnat in einer Farbe, die sonst nicht vorhanden ist, wie auch das Ich sonst nicht in den anderen Wesenheiten vorhanden ist. Wir müßten also, wenn wir uns richtig ausdrücken wollen, sagen: Den Menschen können wir nur dann ganz erfassen, wenn wir ihn bestehend denken aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich. Das, was wir vor uns sehen, ist das Ich, und unsichtbar darinnen ist der astralische Leib, der Ätherleib und der physische Leib.

[ 18 ] Nun aber erfassen wir den Menschen doch nur, wenn wir noch etwas genauer auf die Sache hinschauen. Es ist ja zunächst nur die Außenseite des Ich, die wir sehen. Aber innerlich würde ja das Ich in seiner wahren Gestalt nur durch Intuition wahrzunehmen sein. Aber etwas von diesem Ich merkt der Mensch auch im gewöhnlichen Leben, im gewöhnlichen Bewußtsein: Das sind seine abstrakten Gedanken; die hat das Tier nicht, weil es noch kein Ich hat. Abstraktionsfähigkeit hat das Tier nicht, weil es noch kein Ich hat. Wir können also sagen: Wir sehen äußerlich in der menschlichen Gestalt die irdische Verkörperung des Ich. Und wenn wir uns von innen erleben in unseren abstrakten Gedanken, da haben wir das Ich; aber das sind eben nur Gedanken, das sind keine Realitäten; das sind Bilder.

[ 18 ] Nun aber erfassen wir den Menschen doch nur, wenn wir noch etwas genauer auf die Sache hinschauen. Es ist ja zunächst nur die Außenseite des Ich, die wir sehen. Aber innerlich würde ja das Ich in seiner wahren Gestalt nur durch Intuition wahrzunehmen sein. Aber etwas von diesem Ich merkt der Mensch auch im gewöhnlichen Leben, im gewöhnlichen Bewußtsein: Das sind seine abstrakten Gedanken; die hat das Tier nicht, weil es noch kein Ich hat. Abstraktionsfähigkeit hat das Tier nicht, weil es noch kein Ich hat. Wir können also sagen: Wir sehen äußerlich in der menschlichen Gestalt die irdische Verkörperung des Ich. Und wenn wir uns von innen erleben in unseren abstrakten Gedanken, da haben wir das Ich; aber das sind eben nur Gedanken, das sind keine Realitäten; das sind Bilder.

[ 19 ] Steigen wir jetzt beim Menschen zu dem in ihm befindlichen, aber in ihm vernichteten astralischen Leib hinunter, dann kommen wir zu dem im Menschen, was nun nicht mehr von außen gesehen werden kann, was wir aber sehen, wenn wir den Menschen in Bewegung sehen und wenn wir seine Form aus der Bewegung begreifen. Dazu ist folgende Anschauung notwendig. Denken Sie sich einmal einen kleinen, zwerghaften Menschen, so einen recht dicklichen, der mit kurzen Beinen dahingeht, Sie schauen seine Bewegung an: Sie werden aus seinen kurzen Beinen, die er fast wie kleine Säulen vorwärtsschiebt, seine Bewegung begreifen. Ein langer Rix mit langen Beinen wird sich anders bewegen. Sie werden in Ihrer Anschauung eine Einheit sehen zwischen der Bewegung und den Formen. Sie werden auch diese Einheit finden, wenn Sie sich in solchen Dingen schulen. Wenn Sie sehen, daß irgend jemand eine nach rückwärts verlaufende Stirne, ein vorstehendes Kinn hat, so ist er auch in der Bewegung des Kopfes anders als jemand, der ein zurückliegendes Kinn und eine weit nach vorne gehende Stirne hat. Sie werden überall beim Menschen einen Zusammenhang sehen zwischen seiner Form und seiner Bewegung, wenn Sie ihn einfach so, wie er vor Ihnen steht, anschauen und einen Eindruck bekommen von seinem Inkarnat, von dem, wie er sich selbst in Ruhe erhält. Sie schauen auf sein Ich, wenn Sie auf dasjenige achten, was von seiner Form in die Bewegung übergeht, und was von der Bewegung gleichsam wiederum zurückläuft.

[ 19 ] Steigen wir jetzt beim Menschen zu dem in ihm befindlichen, aber in ihm vernichteten astralischen Leib hinunter, dann kommen wir zu dem im Menschen, was nun nicht mehr von außen gesehen werden kann, was wir aber sehen, wenn wir den Menschen in Bewegung sehen und wenn wir seine Form aus der Bewegung begreifen. Dazu ist folgende Anschauung notwendig. Denken Sie sich einmal einen kleinen, zwerghaften Menschen, so einen recht dicklichen, der mit kurzen Beinen dahingeht, Sie schauen seine Bewegung an: Sie werden aus seinen kurzen Beinen, die er fast wie kleine Säulen vorwärtsschiebt, seine Bewegung begreifen. Ein langer Rix mit langen Beinen wird sich anders bewegen. Sie werden in Ihrer Anschauung eine Einheit sehen zwischen der Bewegung und den Formen. Sie werden auch diese Einheit finden, wenn Sie sich in solchen Dingen schulen. Wenn Sie sehen, daß irgend jemand eine nach rückwärts verlaufende Stirne, ein vorstehendes Kinn hat, so ist er auch in der Bewegung des Kopfes anders als jemand, der ein zurückliegendes Kinn und eine weit nach vorne gehende Stirne hat. Sie werden überall beim Menschen einen Zusammenhang sehen zwischen seiner Form und seiner Bewegung, wenn Sie ihn einfach so, wie er vor Ihnen steht, anschauen und einen Eindruck bekommen von seinem Inkarnat, von dem, wie er sich selbst in Ruhe erhält. Sie schauen auf sein Ich, wenn Sie auf dasjenige achten, was von seiner Form in die Bewegung übergeht, und was von der Bewegung gleichsam wiederum zurückläuft.

[ 20 ] Suchen Sie einmal an der menschlichen Hand zu studieren, wie jemand mit langen Fingern anders dachselt mit den Fingern als derjenige, der kurze Finger hat. Die Bewegung geht in die Form über, die Form in die Bewegung: Da machen Sie sich noch, ich möchte sagen, einen Schatten von seinem astralischen Leib klar, allerdings durch äußere physische Mittel ausgedrückt. Aber Sie sehen, so wie ich Ihnen das beschreibe, ist es eine primitive Inspiration. Die meisten Menschen sehen es zum Beispiel solchen Menschen nicht an, die so gehen, wie Fichte durch die Straßen von Jena gegangen ist; sehen nicht, was in ihnen liegt. Wer Fichte durch die Straßen von Jena gehen sah, der empfand auch jene Bewegung und Formung, die in seinen Sprachorganen war, und die insbesondere dann, wenn er überzeugend wirken wollte, in der Formung der Sprachorgane sich ausgedrückt hat, und in der Formung der Sprachorgane schon drinnen war. Es gehört eine primitive Inspiration dazu, um das zu sehen.

[ 20 ] Suchen Sie einmal an der menschlichen Hand zu studieren, wie jemand mit langen Fingern anders dachselt mit den Fingern als derjenige, der kurze Finger hat. Die Bewegung geht in die Form über, die Form in die Bewegung: Da machen Sie sich noch, ich möchte sagen, einen Schatten von seinem astralischen Leib klar, allerdings durch äußere physische Mittel ausgedrückt. Aber Sie sehen, so wie ich Ihnen das beschreibe, ist es eine primitive Inspiration. Die meisten Menschen sehen es zum Beispiel solchen Menschen nicht an, die so gehen, wie Fichte durch die Straßen von Jena gegangen ist; sehen nicht, was in ihnen liegt. Wer Fichte durch die Straßen von Jena gehen sah, der empfand auch jene Bewegung und Formung, die in seinen Sprachorganen war, und die insbesondere dann, wenn er überzeugend wirken wollte, in der Formung der Sprachorgane sich ausgedrückt hat, und in der Formung der Sprachorgane schon drinnen war. Es gehört eine primitive Inspiration dazu, um das zu sehen.

[ 21 ] Aber wenn wir jetzt von innen anschauen, was man so von außen sieht und was ich Ihnen eben beschrieben habe als wahrnehmbar durch diese primitive Inspiration, so ist das im wesentlichen das menschliche, vom Gefühl durchdrungene Phantasieleben, dasjenige, wo schon innerlich erlebt werden die abstrakten Gedanken. Auch die Gedächtnisvorstellungen als Bilder, wenn sie herantreten, leben in diesem Elemente. Wir können sagen: Von außen angesehen drückt sich zum Beispiel im Inkarnat das Ich aus, aber auch in den anderen Formen, die da auftreten. Wir würden sonst von keiner Physiognomie sprechen können. Sehen wir zum Beispiel jemanden, der herabgezogene Mund winkel hat, wenn er das Gesicht ruhig hält, so liegt das durchaus karmisch in seiner Ich-Gestaltung in dieser Inkarnation. Nach innen ge sehen sind das aber die abstrakten Gedanken.

[ 21 ] Aber wenn wir jetzt von innen anschauen, was man so von außen sieht und was ich Ihnen eben beschrieben habe als wahrnehmbar durch diese primitive Inspiration, so ist das im wesentlichen das menschliche, vom Gefühl durchdrungene Phantasieleben, dasjenige, wo schon innerlich erlebt werden die abstrakten Gedanken. Auch die Gedächtnisvorstellungen als Bilder, wenn sie herantreten, leben in diesem Elemente. Wir können sagen: Von außen angesehen drückt sich zum Beispiel im Inkarnat das Ich aus, aber auch in den anderen Formen, die da auftreten. Wir würden sonst von keiner Physiognomie sprechen können. Sehen wir zum Beispiel jemanden, der herabgezogene Mund winkel hat, wenn er das Gesicht ruhig hält, so liegt das durchaus karmisch in seiner Ich-Gestaltung in dieser Inkarnation. Nach innen ge sehen sind das aber die abstrakten Gedanken.

[ 22 ] Nehmen wir den astralischen Leib, so ist es nach außen das Charakteristische der Bewegungen, nach innen die Phantasmen oder Phantasiebilder, was ihn kundgibt; der eigentliche astralische Leib entzieht sich schon mehr oder weniger der Beobachtung. Noch mehr entzieht sich beim Menschen der ätherische Leib der Beobachtung. Der ätherische Leib ist sozusagen von außen nicht mehr so richtig sichtbar, oder höchstens in absonderlichen Fällen sichtbar in physischen Manifestationen. Er kann es auch werden, wenn zum Beispiel jemand — mit Respekt zu vermelden — schwitzt, dann ist das ein Sichtbarwerden des ätherischen Leibes nach außen. Aber sehen Sie, dazu gehört schon Imagination, um das Schwitzen mit dem ganzen Menschen in Zusammenhang zu bringen. Paracelsus hat das durchaus getan. Für ihn war nicht nur die Art, sondern das Substantielle des Schwitzens bei einem Menschen nicht dasselbe wie beim anderen Menschen. Für ihn war darin der ganze Mensch ausgedrückt, das Ätherische des ganzen Menschen. Also da tritt schon das Äußerliche sehr stark zurück; aber innerlich tritt das im Erleben um so mehr hervor, nämlich im Fühlen. Das Gefühl innerlich erlebt, das ganze Gefühlsleben ist eigentlich das, was im ätherischen Leibe lebt, wenn er von innen wirkt, so daß man ihn von innen erlebt. Es ist ja auch immer das Gefühlsleben von der Sekretion nach innen begleitet. Und im wesentlichen stellt sich ja auch die Anschauung des ätherischen Leibes beim Menschen so dar — verzeihen Sie, jetzt wiederum mit Respekt zu vermelden —, daß zum Beispiel die Leber schwitzt, der Magen schwitzt, daß alles schwitzt, daß alles sekretiert. Gerade in diesem inneren Sekretieren lebt das ätherische Leben des Menschen. Die Leber hat um sich einen fortwährenden Schwitznebel, ebenso hat das Herz einen fortwährenden Schwitznebel: alles das ist Nebel, in Wolken eingehüllt. Das muß imaginativ erfaßt werden.

[ 22 ] Nehmen wir den astralischen Leib, so ist es nach außen das Charakteristische der Bewegungen, nach innen die Phantasmen oder Phantasiebilder, was ihn kundgibt; der eigentliche astralische Leib entzieht sich schon mehr oder weniger der Beobachtung. Noch mehr entzieht sich beim Menschen der ätherische Leib der Beobachtung. Der ätherische Leib ist sozusagen von außen nicht mehr so richtig sichtbar, oder höchstens in absonderlichen Fällen sichtbar in physischen Manifestationen. Er kann es auch werden, wenn zum Beispiel jemand — mit Respekt zu vermelden — schwitzt, dann ist das ein Sichtbarwerden des ätherischen Leibes nach außen. Aber sehen Sie, dazu gehört schon Imagination, um das Schwitzen mit dem ganzen Menschen in Zusammenhang zu bringen. Paracelsus hat das durchaus getan. Für ihn war nicht nur die Art, sondern das Substantielle des Schwitzens bei einem Menschen nicht dasselbe wie beim anderen Menschen. Für ihn war darin der ganze Mensch ausgedrückt, das Ätherische des ganzen Menschen. Also da tritt schon das Äußerliche sehr stark zurück; aber innerlich tritt das im Erleben um so mehr hervor, nämlich im Fühlen. Das Gefühl innerlich erlebt, das ganze Gefühlsleben ist eigentlich das, was im ätherischen Leibe lebt, wenn er von innen wirkt, so daß man ihn von innen erlebt. Es ist ja auch immer das Gefühlsleben von der Sekretion nach innen begleitet. Und im wesentlichen stellt sich ja auch die Anschauung des ätherischen Leibes beim Menschen so dar — verzeihen Sie, jetzt wiederum mit Respekt zu vermelden —, daß zum Beispiel die Leber schwitzt, der Magen schwitzt, daß alles schwitzt, daß alles sekretiert. Gerade in diesem inneren Sekretieren lebt das ätherische Leben des Menschen. Die Leber hat um sich einen fortwährenden Schwitznebel, ebenso hat das Herz einen fortwährenden Schwitznebel: alles das ist Nebel, in Wolken eingehüllt. Das muß imaginativ erfaßt werden.

[ 23 ] Wenn Paracelsus vom Schwitzen des Menschen gesprochen hat, so hat er nicht gesagt: Das ist nur an der Oberfläche —, sondern da sagt er: Nein, das durchdringt den ganzen Menschen —, das ist sein Ätherleib, was man sieht, wenn man absieht von dem Physischen. Dieses innerliche Erlebnis also des Ätherleibes ist das Gefühlsleben.

[ 23 ] Wenn Paracelsus vom Schwitzen des Menschen gesprochen hat, so hat er nicht gesagt: Das ist nur an der Oberfläche —, sondern da sagt er: Nein, das durchdringt den ganzen Menschen —, das ist sein Ätherleib, was man sieht, wenn man absieht von dem Physischen. Dieses innerliche Erlebnis also des Ätherleibes ist das Gefühlsleben.

[ 24 ] Und das äußerliche Erlebnis des physischen Leibes, das ist schon tatsächlich so ohne weiteres nicht wahrnehmbar. Wir nehmen es immerhin wahr, das Physische der Körperlichkeit, wenn wir zum Beispiel ein Kind auf den Arm nehmen: Es ist schwer, wie der Stein schwer ist. Das ist physisches Erlebnis, das ist dasjenige, was der physischen Welt angehört, was wir da wahrnehmen. Wenn uns jemand eine Ohrfeige gibt, so ist außer dem moralischen Erlebnis noch ein physisches da, ein Stoß; aber als Physisches ist es eigentlich nur ein elastischer Stoß, wie wenn eine Billardkugel an eine andere stößt. Wir müssen durchaus das Physische dabei von dem anderen richtig sondern. Aber wenn wir dieses Physische nach innen wahrnehmen in derselben Weise, wie ich vorhin gesagt habe, daß wir das Äußere vom Gefühlsleben nach innen wahrnehmen, dann ist in den physischen Vorgängen, in den bloßen physischen Vorgängen, innerlich erlebt, der menschliche Wille. Der menschliche Wille, das ist dasjenige, was in einer einfacheren Weise den Menschen mit dem Kosmos zusammenbringt.

[ 24 ] Und das äußerliche Erlebnis des physischen Leibes, das ist schon tatsächlich so ohne weiteres nicht wahrnehmbar. Wir nehmen es immerhin wahr, das Physische der Körperlichkeit, wenn wir zum Beispiel ein Kind auf den Arm nehmen: Es ist schwer, wie der Stein schwer ist. Das ist physisches Erlebnis, das ist dasjenige, was der physischen Welt angehört, was wir da wahrnehmen. Wenn uns jemand eine Ohrfeige gibt, so ist außer dem moralischen Erlebnis noch ein physisches da, ein Stoß; aber als Physisches ist es eigentlich nur ein elastischer Stoß, wie wenn eine Billardkugel an eine andere stößt. Wir müssen durchaus das Physische dabei von dem anderen richtig sondern. Aber wenn wir dieses Physische nach innen wahrnehmen in derselben Weise, wie ich vorhin gesagt habe, daß wir das Äußere vom Gefühlsleben nach innen wahrnehmen, dann ist in den physischen Vorgängen, in den bloßen physischen Vorgängen, innerlich erlebt, der menschliche Wille. Der menschliche Wille, das ist dasjenige, was in einer einfacheren Weise den Menschen mit dem Kosmos zusammenbringt.

[ 25 ] Nun, Sie sehen, wenn wir also Inspiration rings um uns herum suchen, so haben wir sie in den Tierformen gegeben. Die Mannigfaltigkeit der tierischen Formen wirkt auf uns für unsere Wahrnehmungen in Inspiration. Sie können daraus erkennen, daß ja dann, wenn wir Inspirationen rein sehen, ohne daß sie ausgefüllt sind mit physischer Körperlichkeit, daß dann diese Inspirationen etwas wesentlich Höheres als Tiere darstellen können. Das können sie auch. Aber es werden uns auch rein in der geistigen Welt vorhandene Inspirationen in tierähnlichen Formen auftreten können.

[ 25 ] Nun, Sie sehen, wenn wir also Inspiration rings um uns herum suchen, so haben wir sie in den Tierformen gegeben. Die Mannigfaltigkeit der tierischen Formen wirkt auf uns für unsere Wahrnehmungen in Inspiration. Sie können daraus erkennen, daß ja dann, wenn wir Inspirationen rein sehen, ohne daß sie ausgefüllt sind mit physischer Körperlichkeit, daß dann diese Inspirationen etwas wesentlich Höheres als Tiere darstellen können. Das können sie auch. Aber es werden uns auch rein in der geistigen Welt vorhandene Inspirationen in tierähnlichen Formen auftreten können.

[ 26 ] In den Zeiten des älteren atavistischen Hellsehens haben die Menschen versucht, die Inspirationen, die sie hatten, in geistiger Weise hinzustellen in tierischen Formen; zum Beispiel die Sphinx hat ihre Form dadurch, daß sie eigentlich etwas nachbilden soll, was man inspiriert gesehen hat. Wir haben es also schon mit übermenschlichen Wesenheiten zu tun, wenn wir von tierischen Formen in der rein geistigen Welt sprechen. Während der Zeit des atavistischen Hellsehens, wie es noch vorhanden war in den ersten vier christlichen Jahrhunderten, also jedenfalls noch zur Zeit des Mysteriums von Golgatha, da war es nicht bloß eine äußerlich stroherne Symbolik, sondern ein wirklich inneres Wissen, das höhere geistige Wesenheiten, die zugänglich werden der Inspiration, in tierischen Formen ausdrückte.

[ 26 ] In den Zeiten des älteren atavistischen Hellsehens haben die Menschen versucht, die Inspirationen, die sie hatten, in geistiger Weise hinzustellen in tierischen Formen; zum Beispiel die Sphinx hat ihre Form dadurch, daß sie eigentlich etwas nachbilden soll, was man inspiriert gesehen hat. Wir haben es also schon mit übermenschlichen Wesenheiten zu tun, wenn wir von tierischen Formen in der rein geistigen Welt sprechen. Während der Zeit des atavistischen Hellsehens, wie es noch vorhanden war in den ersten vier christlichen Jahrhunderten, also jedenfalls noch zur Zeit des Mysteriums von Golgatha, da war es nicht bloß eine äußerlich stroherne Symbolik, sondern ein wirklich inneres Wissen, das höhere geistige Wesenheiten, die zugänglich werden der Inspiration, in tierischen Formen ausdrückte.

[ 27 ] Und es ist durchaus diesem entsprechend, wenn der Heilige Geist von denen, die auf Inspiration aufmerksam machten, in der Gestalt einer Taube angedeutet wurde. Wie müssen wir heute es auffassen, wenn uns von dem Heiligen Geiste als in der Gestalt einer Taube gesprochen wird? Wir müssen es so auffassen, daß wir sagen: Diejenigen, die so sprachen, waren im alten atavistischen Sinne inspirierte Leute. Sie sahen in derjenigen Region, in der sich für sie rein geistig der Heilige Geist zeigte, ihn in dieser Form als Inspiration. Und wie werden diese mit atavistischer Inspiration ausgestatteten Zeitgenossen des Mysteriums von Golgatha charakterisiert haben den Christus?

[ 27 ] Und es ist durchaus diesem entsprechend, wenn der Heilige Geist von denen, die auf Inspiration aufmerksam machten, in der Gestalt einer Taube angedeutet wurde. Wie müssen wir heute es auffassen, wenn uns von dem Heiligen Geiste als in der Gestalt einer Taube gesprochen wird? Wir müssen es so auffassen, daß wir sagen: Diejenigen, die so sprachen, waren im alten atavistischen Sinne inspirierte Leute. Sie sahen in derjenigen Region, in der sich für sie rein geistig der Heilige Geist zeigte, ihn in dieser Form als Inspiration. Und wie werden diese mit atavistischer Inspiration ausgestatteten Zeitgenossen des Mysteriums von Golgatha charakterisiert haben den Christus?

[ 28 ] . Sie haben ihn vielleicht äußerlich gesehen, da haben sie ihn als Menschen gesehen. Um in der geistigen Welt ihn als Menschen zu sehen, dazu hätten sie Intuitionen haben müssen. Solche Menschen aber, die ihn als Ich sehen konnten in der intuitiven Welt, waren auch in der Zeit des Mysteriums von Golgatha nicht da; das konnten sie nicht. Aber sie konnten ihn noch in atavistischer Inspiration sehen. Dann werden sie auch tierische Formen gebraucht haben, um selbst den Christus auszudrücken. «Siehe, das ist das Lamm Gottes», das ist für jene Zeit eine richtige Sprache, eine Sprache, in die wir uns hineinfinden müssen, wenn wir wiederum darauf kommen, was Inspiration ist, beziehungsweise wie man durch Inspiration dasjenige sieht, was in der geistigen Welt auftreten kann: «Siehe, das Lamm Gottes!» Das ist wichtig, daß wir wiederum erkennen lernen, was imaginativ, was inspiriert, was intuitiv ist, und daß wir dadurch lernen, uns in die Sprachweise zu versetzen, die aus älteren Zeiten zu uns herauftönt.

[ 28 ] . Sie haben ihn vielleicht äußerlich gesehen, da haben sie ihn als Menschen gesehen. Um in der geistigen Welt ihn als Menschen zu sehen, dazu hätten sie Intuitionen haben müssen. Solche Menschen aber, die ihn als Ich sehen konnten in der intuitiven Welt, waren auch in der Zeit des Mysteriums von Golgatha nicht da; das konnten sie nicht. Aber sie konnten ihn noch in atavistischer Inspiration sehen. Dann werden sie auch tierische Formen gebraucht haben, um selbst den Christus auszudrücken. «Siehe, das ist das Lamm Gottes», das ist für jene Zeit eine richtige Sprache, eine Sprache, in die wir uns hineinfinden müssen, wenn wir wiederum darauf kommen, was Inspiration ist, beziehungsweise wie man durch Inspiration dasjenige sieht, was in der geistigen Welt auftreten kann: «Siehe, das Lamm Gottes!» Das ist wichtig, daß wir wiederum erkennen lernen, was imaginativ, was inspiriert, was intuitiv ist, und daß wir dadurch lernen, uns in die Sprachweise zu versetzen, die aus älteren Zeiten zu uns herauftönt.

[ 29 ] Diese Sprachweise stellt in bezug auf die älteren Anschauungen Wirklichkeiten dar; aber wir müssen uns erst da hineinfinden, diese Wirklichkeiten so auszudrücken, wie sie zum Beispiel noch zur Zeit des Mysteriums von Golgatha ausgedrückt wurden, und sie als selbstverständlich zu empfinden. Nur so werden wir in den Sinn desjenigen einrücken, was zum Beispiel drüben in Asien in den geflügelten Cherubim, was in Ägypten als die Sphinx dargestellt worden ist, was uns im Heiligen Geist als eine Taube dargestellt wird, was uns selbst in dem Christus als das Lamm dargestellt wird, was ja Inspiration, oder besser gesagt, inspirierte Imagination war, in der immer wieder in den ältesten Zeiten der Christus abgebildet worden ist.

[ 29 ] Diese Sprachweise stellt in bezug auf die älteren Anschauungen Wirklichkeiten dar; aber wir müssen uns erst da hineinfinden, diese Wirklichkeiten so auszudrücken, wie sie zum Beispiel noch zur Zeit des Mysteriums von Golgatha ausgedrückt wurden, und sie als selbstverständlich zu empfinden. Nur so werden wir in den Sinn desjenigen einrücken, was zum Beispiel drüben in Asien in den geflügelten Cherubim, was in Ägypten als die Sphinx dargestellt worden ist, was uns im Heiligen Geist als eine Taube dargestellt wird, was uns selbst in dem Christus als das Lamm dargestellt wird, was ja Inspiration, oder besser gesagt, inspirierte Imagination war, in der immer wieder in den ältesten Zeiten der Christus abgebildet worden ist.