Fundamental Impulses
of Humanity's Development
Throughout World History
GA 216
17 September 1922, Dornach
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Fundamental Impulses of Humanity's Development Throughout World History, tr. SOL
Zweiter Vortrag
Second Lecture
[ 1 ] Heute möchte ich die Betrachtung, die ich gestern angestellt habe, dadurch fortsetzen, daß ich sie noch näher an den Menschen selbst heranbringe. Sie können sich ja denken, daß das, was man durch eine solche Schilderung eigentlich darzustellen versucht, ein innerlich so Reiches, so Mannigfaltiges ist, daß jede so weite Gebiete übergreifende Darstellung, wie es die gestrige gewesen ist, nur von einem Gesichtspunkt aus die Sache erfassen kann und daß sich ein Gefühl für das, was eigentlich mit einer solchen Darstellung gebracht werden soll, nur durch Schilderungen von den verschiedensten Gesichtspunkten aus ergeben kann.
[ 1 ] Today I would like to continue the discussion I began yesterday by bringing it even closer to human beings themselves. As you can imagine, what one actually attempts to portray through such a description is something so rich and diverse that any broad overview, such as yesterday’s, can only capture the subject from a single perspective, and that a sense of what such a description is actually intended to convey can only emerge through depictions from a wide variety of perspectives.
[ 2 ] Wenn wir die menschliche Hauptesbildung betrachten, die Kopfbildung, so müssen wir uns klar darüber sein, daß diese Kopfbildung nicht etwa nur den äußerlich angeschauten, nach unten durch den Hals begrenzten Kopf betrifft, sondern auch die Vorgänge, die innerlichen Organprozesse, die sich im menschlichen Kopf abspielen. Die sind zwar hauptsächlich als Kopfprozesse im Kopfe vorhanden, aber sie setzen sich in den ganzen Organismus hinein fort; so daß im wesentlichen die Kopforganisation sich im ganzen Menschen findet, aber nach außen hin sich vorwiegend im Kopf, im Haupte offenbart. Ebenso ist es mit der Brustorganisation, die im wesentlichen die Atmung, die Blutzirkulation umfaßt. Auch diese erstreckt sich sowohl in die Kopforganisation als in die Stoffwechsel- und Gliedmaßenorganisation hinein. Wir können vom Menschen zwar so sprechen, daß wir in der Betrachtung seine einzelnen Organisationsglieder auseinanderhalten, daß wir uns aber klar darüber sein müssen, wie sie im ganzen Menschen ineinanderspielen.
[ 2 ] When we consider human head formation—that is, the formation of the head—we must be clear that this head formation does not merely concern the head as seen from the outside, bounded downward by the neck, but also the processes—the internal organ processes—that take place within the human head. Although these are primarily present as head processes within the head, they extend throughout the entire organism; thus, in essence, the head organization is found in the whole human being, but outwardly it manifests itself predominantly in the head. The same is true of the chest organization, which essentially encompasses respiration and blood circulation. This, too, extends both into the head organization and into the metabolic and limb organizations. We can speak of the human being in such a way that we distinguish between its individual organizational components in our consideration, but we must be clear about how they interact within the whole human being.
[ 3 ] Wenn wir nun diese menschliche Kopforganisation betrachten, so zeigt sie beim Durchgang durch die geistige Welt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ganz andere Metamorphosen als die andern Glieder des menschlichen Organismus. Im Kopf haben wir eine eigentliche Nachbildung desjenigen Kosmischen, welches sich als Geistkeim durch eine solche Tätigkeit ausbildet, wie ich sie gestern und schon an den vorangehenden Tagen charakterisiert habe. Im menschlichen Haupte haben wir ganz zusammengezogen und mit materiellem Dasein ausgefüllt die Nachbildung eines Universellen.
[ 3 ] When we now consider the organization of the human head, we see that, as it passes through the spiritual world between death and a new birth, it undergoes metamorphoses quite different from those of the other parts of the human organism. In the head, we have a true replica of that which is cosmic—which develops as a spiritual seed through the kind of activity I described yesterday and on the preceding days. In the human head, we have a replica of the universal, condensed and filled with material existence.
[ 4 ] Würde man nun, nicht mit einem physisch hergestellten Mikroskop, sondern mit geistig-seelischen Vergrößerungsfähigkeiten das menschliche Haupt studieren können, so würde man in seiner physischen, ätherischen, astralischen und Ich-Struktur den ganzen Kosmos nachgebildet finden. Wir tragen tatsächlich diesen ganzen Kosmos in uns und am meisten eben in unserer Hauptesorganisation, in unserer Kopforganisation. Für diese Kopforganisation gilt es auch vorzüglich, daß der Mensch zwischen dem Tode und einer neuen Geburt im Verein mit höheren geistigen Wesenheiten der oberen Hierarchien das ausarbeitet, was die Fortsetzung seiner Entwickelung innerhalb der menschlichen Vererbung findet, was gewissermaßen, nachdem es durch den Menschen selbst im Verein mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien in der geistigen Welt bis zu einem gewissen Punkte gebracht worden ist, herabfällt in die physische Welt und seine Entwickelung im mütterlichen Organismus durch die Empfängnis fortsetzt.
[ 4 ] If one were able to study the human head—not with a physically constructed microscope, but with spiritual and soul-based powers of magnification—one would find the entire cosmos reflected in its physical, etheric, astral, and ego structures. We do indeed carry this entire cosmos within us, and most of all in the organization of our head. It is especially true of this head organization that, between death and a new birth, the human being, in union with higher spiritual beings of the upper hierarchies, works out what will continue as part of their development within human heredity—which, in a sense, after having been brought to a certain point by the human being themselves in union with the beings of the higher hierarchies in the spiritual world, descends into the physical world and continues its development within the mother’s organism through conception.
[ 5 ] Was da als Hauptesbildung, als Kopfesbildung uns entgegentritt, ist tatsächlich aus dem Kosmos heraus entstanden, so daß es selbst in astralischem Zustande, in den es zuletzt durch die Bearbeitung des Menschen hingelangt, zur Erde herunterkommt und da vor der Empfängnis bis zum physischen Entwickelungszustande seine Fortsetzung findet, damit sich dann später dasjenige, was vom Menschen selber nun zurückgeblieben ist, mit einem Ätherleib umkleidet, nachdem es erst den Keim des physischen Leibes im Geistigen abgestoßen hat, und sich dann wiederum mit diesem physisch gewordenen Geistkeim verbinden kann.
[ 5 ] What appears to us as the formation of the head has in fact arisen from the cosmos, so that even in its astral state—which it ultimately reaches through human activity— it descends to Earth and continues its development there from before conception until it reaches the physical stage of development, so that later what remains of the human being itself may clothe itself in an etheric body—after first having shed the seed of the physical body in the spiritual realm—and may then reunite with this spirit seed that has become physical.
[ 6 ] Nun aber ist es so, daß wir während des Wachzustandes im Kleinen immerfort das fortsetzen, was wir im Großen, im Universellen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt im Verein mit göttlichgeistigen Wesenheiten vollbracht haben. Diese Tätigkeit, die hier ausgeübt wird, geht gewissermaßen hinter dem gewöhnlichen menschlichen Bewußtsein vor sich.
[ 6 ] The fact is, however, that while we are awake, we are constantly continuing on a small scale what we have accomplished on a large, universal scale between death and a new birth, in union with divine-spiritual beings. This activity, which is carried out here, takes place, so to speak, beyond ordinary human consciousness.
[ 7 ] Ich möchte Ihnen das skizzenhaft darstellen. Wenn wir das menschliche Haupt eines normal funktionierenden Menschen betrachten, so zeigt sich der geistigen Anschauung das Folgende: Während wir wachen, während durch das Wachen fortwährend die Eindrücke der Außenwelt an das menschliche Haupt herantreten, spielt sich für das Bewußtsein alles das ab, was in der Sinnesanschauung lebt. Ich möchte das, was in der Sinnesanschauung lebt, hier dadurch charakterisieren, daß ich zunächst das Auge zeichne (siehe Zeichnung), die Nase, wo sich die Geruchsempfindungen, Gaumen, Mund, wo sich die Geschmackserlebnisse abspielen. Dieser rot angestrichene Teil soll also schematisch alles das darstellen, was der Mensch eigentlich im gewöhnlichen Bewußtsein erlebt. Aber in der Tatsachenwelt, die im Menschen vorgeht, spielt sich nicht nur das ab. Sie wissen ja, daß das Gehirn in der mannigfaltigsten Weise gegliedert ist. Ich will das nur schematisch andeuten (blau-grün). Was hier im Gehirn so kombiniert, gegliedert ist, das ist eben ein Abbild des ganzen Universums, das ist das ganze Universum ins Kleine zusammengezogen und mit Stoffen der Erde ausgekleidet. Dadurch, daß dieses Gehirn in seinem IchTeil, seinem astralischen und ätherischen Teil dann mit physischem Erdenstoff ausgekleidet ist, hat die Erde mit ihren Kräften, mit ihren Bestandteilen eben Einfluß auf diesen Teil des Menschen.
[ 7 ] I would like to outline this for you. When we consider the human head of a normally functioning person, the following becomes apparent to spiritual perception: While we are awake, as impressions from the external world continually approach the human head through wakefulness, everything that lives in sensory perception unfolds before our consciousness. I would like to characterize what lives in sensory perception here by first drawing the eye (see drawing), the nose, where olfactory sensations occur, the palate, and the mouth, where taste experiences take place. This part, marked in red, is thus intended to schematically represent everything that a person actually experiences in ordinary consciousness. But in the world of reality that unfolds within the human being, this is not all that takes place. As you know, the brain is structured in the most manifold ways. I want to indicate this only schematically (blue-green). What is combined and structured here in the brain is precisely a reflection of the entire universe; it is the entire universe condensed into a small form and lined with earthly substances. Because this brain—in its “I” part, its astral and etheric parts—is then lined with physical earthly matter, the Earth, with its forces and its constituents, exerts an influence on this part of the human being.
[ 8 ] Während nun unsere Sinneswahrnehmung stattfindet, während die Farben hereinfluten und innerlich sich zu Vorstellungen formen, während die Gehörimpulse den menschlichen Organismus durchvibrieren und durch die Einrichtung des Gehörorgans sich zu Gehörvorstellungen formen, während ein Ähnliches mit den Geschmacks-, Geruchs- und mit den Tastwahrnehmungen geschieht, während also dieses ganze wache Erleben erhalten wird durch die Einwirkung der äußeren physisch-sinnlichen Welt, lebt sich das als eine Kraft innerhalb der unbewußten Teile der menschlichen Kopforganisation aus. Und während wir eine Farbe wahrnehmen, einen Ton hören oder eine Geschmackswahrnehmung haben, arbeiten wir unbewußt daran, ein Nachbild zu schaffen von dem, wie, sagen wir, Jupiter zur Sonne oder zum Mars steht (gelb). Wir bilden ein kosmisches Verhältnis in unserem eigenen Innern ab. Das ganze wache Leben hindurch geschieht etwas, was wir hinter unserem gewöhnlichen Bewußtsein vollbringen, die Nachbildung der kosmischen Tätigkeit. Was da vollbracht wird hinter dem gewöhnlichen Bewußtsein, das ist nichts anderes als der Nachklang dessen, was wir kosmisch durchmachen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt beziehungsweise Empfängnis. Da haben wir es im Großen, im Universellen durchgemacht. Da haben wir es im Geistigen durchgemacht, unbeirrt durch den Erdenstoff. Da brauchten wir nicht den Erdenstoff in feinen Partien auszuziehen, in Spirallinien um Achsen herumzuschlingen und so weiter. Da vollzogen wir alles in einer geistigen Substanz. Da begleiteten uns bei unserer Arbeit die geistig-göttlichen Mächte der höchsten Hierarchien. Was wir da in ihrer Gemeinschaft vollbracht haben, vollbringen wir hier auf eine uns unbewußte Art, indem wir uns nach außen den Sinneswahrnehmungen in unserem Gehirn hingeben, indem wir das, was wir draußen auf geistige Art mit geistigen Wesen vollführt haben, auf irdische Art mit irdischen Stoflen nachbilden. Durch diese Tätigkeit tragen wir unser vorirdisches Leben in unser irdisches Leben bis in unsere körperliche Organisation herein.
[ 8 ] While our sensory perception is taking place—while colors flood in and take shape internally as mental images, while auditory impulses vibrate through the human organism and, through the structure of the auditory organ, take shape as auditory perceptions, while something similar occurs with the perceptions of taste, smell, and touch perceptions, and while this entire waking experience is sustained by the influence of the external physical-sensory world—this manifests as a force within the unconscious parts of the human brain’s organization. And while we perceive a color, hear a tone, or experience a taste, we are unconsciously working to create an afterimage of how, say, Jupiter relates to the Sun or to Mars (yellow). We map out a cosmic relationship within ourselves. Throughout our entire waking life, something takes place that we accomplish behind our ordinary consciousness: the re-enactment of cosmic activity. What is accomplished there behind ordinary consciousness is nothing other than the echo of what we experience cosmically between death and a new birth or conception. There we went through it on a grand, universal scale. There we went through it in the spiritual realm, undisturbed by earthly matter. There we did not need to draw out the earthly matter in fine strands, wind it in spiral lines around axes, and so on. There we carried out everything in a spiritual substance. There, the spiritual-divine powers of the highest hierarchies accompanied us in our work. What we accomplished there in their company, we accomplish here in a way that is unconscious to us, by surrendering outwardly to the sensory perceptions in our brain, by recreating in an earthly manner with earthly substances what we performed outwardly in a spiritual way with spiritual beings. Through this activity, we carry our pre-earthly life into our earthly life, right down into our physical organization.


[ 9 ] Was wir durch Farben schauen, durch Töne hören, durch Gerüche riechen, das ist während des Erdendaseins für uns da. Was sich im Hintergrunde abspielt, das sind Gedanken, die eine ätherische Lebendigkeit haben, die in der Stofflichkeit des Gehirns eben nur ihren physischen Ausdruck haben. Das Wesentliche, worauf es ankommt, ist das, was in der feinsten Substantialität des Gehirns ätherisch webt. Da weben ineinander lebendige Gedanken. Unsere Gedanken sind ja nur Reflexbilder, welche gebildet werden an diesem inneren Kosmos, wo das, was wir von außen empfangen, zurückstrahlt und uns dann bewußt wird. Aber hinter der Gedächtnisebene spielt sich das ab, was ich eben beschrieben habe. Hinter einem gewöhnlichen Spiegel braucht sich nichts abzuspielen; hinter dem Spiegel, der durch unser Gehirn für unser Bewußtsein unsere abstrakten Vorstellungen zurückwirft, spiegelt sich im Kleinen ein ganzes Weltendasein in jedem einzelnen Menschen ab. Und diese lebendigen Gedanken, die wir da entwickeln, sind für die dritte Hierarchie, für die Hierarchie der Angeloi, Archangeloi und Archai, dasselbe, was unsere abstrakt reflektierenden Gedanken für uns sind. Hinter unserem Bewußtsein entfaltet durch unsere Menschlichkeit die dritte Hierarchie ihre Tätigkeit. Da entwickeln die Wesenheiten der Archai, Archangeloi und Angeloi das, was vollbracht werden muß und nur vollbracht werden kann dadurch, daß der Mensch in den Kosmos herein und auf die Erde gestellt wird. In seiner Gehirnbildung bildet er nicht bloß einen Spiegel aus, welcher ihm sein gewöhnliches Erdenbewußtsein, die abstrakten Ideen reflektiert, sondern innerhalb des Kopfes spielt sich etwas ab, was die Hierarchie der Angeloi, Archangeloi, Archai auf Erden und durch das Erdendasein zu vollziehen hat. Das ist ein Geschehen, das ebenso mit dem Erdendasein zusammenhängt wie ein anderes Geschehen.
[ 9 ] What we see through colors, hear through sounds, and smell through odors is what is present to us during our earthly existence. What takes place in the background consists of thoughts that possess an ethereal vitality, which find their physical expression only in the material substance of the brain. What is essential, what really matters, is what weaves ethereally within the finest substance of the brain. There, living thoughts interweave. Our thoughts are, after all, merely reflected images formed within this inner cosmos, where what we receive from the outside is reflected back and then becomes conscious to us. But behind the level of memory, what I have just described takes place. Nothing need take place behind an ordinary mirror; behind the mirror that, through our brain, reflects our abstract ideas back to our consciousness, an entire cosmic existence is reflected on a small scale within each individual human being. And these living thoughts that we develop there are, for the third hierarchy—the hierarchy of the Angeloi, Archangeloi, and Archai—the very same as our abstract, reflective thoughts are for us. Behind our consciousness, the third hierarchy unfolds its activity through our humanity. There, the beings of the Archai, Archangeloi, and Angeloi develop what must be accomplished—and can only be accomplished—by placing the human being within the cosmos and upon the Earth. In the formation of his brain, he does not merely create a mirror that reflects his ordinary earthly consciousness—the abstract ideas—but within his head something takes place that the hierarchy of the Angeloi, Archangeloi, and Archai must accomplish on Earth and through earthly existence. This is an event that is just as closely connected to earthly existence as any other event.
[ 10 ] Sie können das Erdendasein so charakterisieren, daß Sie sagen: Durch die Mineralien geschieht dies und jenes; durch die Pflanzen geschieht es, daß sie blühen, Früchte tragen; durch die Tiere geschieht wieder ein anderes. Durch den Menschen geschieht, daß die Angeloi, Archangeloi und Archai ihre Tätigkeit in die geistige Erdenatmosphäre ausgießen. Das aber geschieht auf dem Umwege durch die unterbewußte Tätigkeit der menschlichen Kopforganisation.
[ 10 ] You can characterize earthly existence by saying: Through minerals, this and that happens; through plants, they bloom and bear fruit; through animals, yet another thing happens. Through human beings, the Angeloi, Archangeloi, and Archai pour their activity into the spiritual atmosphere of the Earth. But this occurs indirectly through the subconscious activity of the human head organization.
[ 11 ] Das Erdendasein ist eben nicht damit erschöpft, daß Pflanzen blühen, daß Tiere herumlaufen, sondern das Erdendasein setzt sich fort in ein geistiges Dasein hinein. Über die Pflanzen, über das Tier, über den Menschen hinaus ist eine Tätigkeit der Engelwelt, der geistigen Welt, der dritten Hierarchie da, und diese Tätigkeit ist möglich durch den Menschenkopf.
[ 11 ] Earthly existence is not limited to plants blooming and animals roaming about; rather, earthly existence continues into a spiritual existence. Beyond plants, animals, and human beings, there is an activity of the angelic world, the spiritual world, the third hierarchy, and this activity is made possible through the human head.
[ 12 ] Ich konnte Sie ja schon gestern darauf hinweisen, daß über einer Pflanze (siehe Zeichnung), wenn sie aus der Erde herauswächst (grün und rosa), ein Astralisches ist. Also auch darüber haben wir ein astralisches Gebilde, ein höheres Geistiges (gelb), als sich in der Pflanzenblüte selber darstellt. So setzt sich die Tätigkeit des menschlichen Kopfes in das Geistige hinaus fort, und wenn wir suchen, wohinein sie sich fortsetzt, finden wir die Tätigkeit der Wesenheiten der dritten Hierarchie im Zusammenhang mit dem Erdendasein.
[ 12 ] As I was able to point out to you yesterday, there is an astral form above a plant (see drawing) as it grows out of the earth (green and pink). So above it, too, we have an astral formation, a higher spiritual entity (yellow), than is manifested in the plant’s flower itself. In this way, the activity of the human head extends into the spiritual realm, and when we seek where it continues, we find the activity of the beings of the third hierarchy in connection with earthly existence.
[ 13 ] Diese Tätigkeit hat aber auch noch eine ganz tiefe Bedeutung in der kosmischen Entwickelung. Im Hintergrunde des eigenen menschlichen Webens auf der Erde, im Hintergrunde dessen, was der Mensch tun muß, ohne daß er es weiß, in seiner organischen Tätigkeit, sind die Wesen der dritten Hierarchie seine Helfer. Der Mensch stirbt im Erdendasein. Wir haben das Sterben betrachtet und zu verstehen gesucht. Was aber für den Menschen das Sterben ist, das ist für die Wesenheiten der dritten Hierarchie das Untertauchen in die Menschennatur. Würden sie nur dieses haben, dieses Untertauchen in die Menschennatur, so würde ihr Bewußtsein herabdämmern; sie würden ihre Wesenheit verlieren. Sie müssen ihre Wesenheit immer wieder und wiederum gewissermaßen ernähren. Es muß der Wesenheit dieser Geschöpfe der dritten Hierarchie aus der Weltensubstanz Nahrung zugeführt werden.
[ 13 ] But this activity also has a very profound significance in cosmic evolution. Behind humanity’s own activity on Earth—behind what human beings must do without realizing it, in their organic activity—the beings of the third hierarchy are their helpers. Human beings die during their earthly existence. We have considered death and sought to understand it. But what death is for human beings is, for the beings of the third hierarchy, a immersion into human nature. If they had only this—this immersion into human nature—their consciousness would fade; they would lose their essence. They must, so to speak, nourish their essence again and again. The essence of these beings of the third hierarchy must be nourished from the substance of the worlds.
[ 14 ] Nun, was da hinter dem menschlichen Bewußtsein gewoben wird, sind, wie ich schon sagte, vorzugsweise ätherische Gebilde. Schon während unseres Erdendaseins besteht nicht eine so scharfe Grenze zwischen dem innerlichen menschlichen Äther und dem äußeren kosmischen Äther, daß nicht fortwährend das, was durch menschliche Gedanken, durch diese menschliche Arbeit am Gehirn hinter den bewußten Gedanken angeschlagen wird, hinausvibrierte in den kosmischen Äther. Der Mensch ist eigentlich um seinen Kopf herum fortwährend umgeben von den Schwingungen, die in den Weltenäther hinaus erzeugt werden durch seine im Vereine mit den Wesenheiten der dritten Hierarchie vollbrachte Kopftätigkeit. Und wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, dann ist es so, wie ich gestern gesagt habe: daß die Kopftätigkeit zuerst abfällt, auch in bezug auf das Ätherische. In Realität bedeutet dies aber, daß das, was auch als Unterbewußtes im Kopfe sich abspielt, zuerst in schneller Weise sich zerstreut im Weltenäther. Alles, was auf diese Weise durch den Menschen bewirkt wird, das hat sich ausbildende Gestaltungen im Weltenäther, und von denen ernähren sich die Wesenheiten der dritten Hierarchie; so daß die Wesenheiten der dritten Hierarchie auf der einen Seite dem Menschen in bezug auf seine Kopforganisation helfen, auf der andern Seite wiederum ihre eigene Fortentwickelung haben durch das, was innerhalb dieser Kopforganisation vollzogen wird.
[ 14 ] Now, what is woven behind human consciousness are, as I have already said, primarily etheric formations. Even during our earthly existence, there is no boundary so sharp between the inner human ether and the outer cosmic ether that what is imprinted behind the conscious thoughts—through human thoughts and this human activity in the brain—does not continually vibrate out into the cosmic ether. In fact, a human being is constantly surrounded by the vibrations generated around his head and radiating out into the world ether through his mental activity, carried out in union with the beings of the third hierarchy. And when a human being passes through the gate of death, it is as I said yesterday: that mental activity first subsides, even with regard to the ethereal. In reality, however, this means that whatever takes place in the head—even at the subconscious level—first disperses rapidly into the world ether. Everything that is brought about in this way by the human being takes on formative structures in the world ether, and the beings of the third hierarchy feed on these; so that the beings of the third hierarchy, on the one hand, help the human being with regard to his mental organization, and on the other hand, in turn, further their own development through what takes place within this mental organization.
[ 15 ] Dadurch, daß der Mensch während seines Erdendaseins in die Erdenentwickelung eingesponnen ist, kommen durch ihn diese Wesenheiten der dritten Hierarchie auch mit dem Erdendasein in Verbindung. Sonst wären diese Wesenheiten der dritten Hierarchie einer Welt angehörig, aus der heraus sie mit dem Erdendasein in gar keine Verbindung kommen könnten. Aber sie müssen aus dem Erdendasein auf die geschilderte Weise ihre Geistesnahrung ziehen. Der Mensch ist also eingeschaltet in eine durch diese Wesenheiten der dritten Hierarchie vermittelte kosmische Tätigkeit. Diese kosmische Tätigkeit geht gewissermaßen durch sein Wesen hindurch. Diese Wesen der dritten Hierarchie sind unter den höheren Wesenheiten, die unmittelbar über dem Menschen stehen, die am wenigsten mächtigen. Sie könnten das, was da vom Menschen hinausvibriert in die Welt und ihre Geistnahrung werden müßte, nicht umbilden, wenn es ihrer Natur ganz fremd wäre. Daher ist es auch so, daß in das, was durch die menschliche Hauptesorganisation an menschlicher Wirkung entsteht, sich möglichst wenig hineinmischt von dem, was der Mensch durch seine andere Wesenheit ist. Unsere Gedanken bleiben logisch, auch dann, wenn der Mensch durch sein Leben viel Böses in bezug auf seine Moralität anhäuft. Die Gedanken bleiben kühl gegenüber der andern menschlichen Wesenheit. Sie bleiben in dem Grade kühl, daß sie eben die erwähnte Nahrung für höhere Wesen werden können.
[ 15 ] Because human beings are woven into the development of the Earth during their earthly existence, these beings of the third hierarchy also come into contact with earthly existence through them. Otherwise, these beings of the third hierarchy would belong to a world from which they could have no connection whatsoever with earthly existence. But they must draw their spiritual nourishment from earthly existence in the manner described. Human beings are thus involved in a cosmic activity mediated by these beings of the third hierarchy. This cosmic activity passes, as it were, through their very being. Among the higher beings who stand immediately above human beings, these beings of the third hierarchy are the least powerful. They could not transform what radiates outward from the human being into the world—and which is meant to become their spiritual nourishment—if it were entirely foreign to their nature. This is why as little as possible of what the human being is through his other nature is mixed into what arises as a human effect through the main organization of the head. Our thoughts remain logical, even when a person accumulates much evil in terms of morality through his or her life. The thoughts remain detached from the other human aspect. They remain detached to the extent that they can become the aforementioned nourishment for higher beings.
[ 16 ] Wenn alles, was der Mensch in seinen Emotionen hat, auch in diese lebendigen Gedanken übergehen würde, die sich hinter dem Bewußtsein abspielen, dann würden die Engel, Erzengel und so weiter nicht in der Lage sein, das wiederum aufzunehmen. Es wäre für sie eine unbrauchbare Nahrung. In die gewöhnlichen reflektierten Gedanken spielt es allerdings herauf, ob wir moralische oder unmoralische Wesen sind. Aber, wenn ich jetzt die Sache lokalisierend ausdrücke, was ja nur andeutungsweise sein kann: was sich da in unserem Hinterhaupte hinter dem gewöhnlichen Bewußtsein abspielt, das ist etwas, was sozusagen unschuldig bleibt, unberührt von den menschlichen moralischen Verirrungen. Diese menschlichen moralischen Verirrungen üben einen Einfluß auf den kosmischen Äther und auf die kosmische Astralität erst aus, insofern das Seelische des Menschen an die Brustorganisation, an die Atmungsorganisation, an die Blutzirkulationsorganisation gebunden ist. Der Kopf ist in gewissem Sinne ein reines Abbild des Kosmos. Und was als ein Abbild der universellen kosmischen Tätigkeit während des Erdenlebens hinter dem gewöhnlichen Bewußtsein, wo fortwährend Welten gebildet werden, wo fortwähtend Welten sich zerstören, was da vor sich geht, das ist gegenüber der sonstigen menschlichen Natur in einer gewissen Reinheit vorhanden. Aber es ist doch so, daß, wenn man gewissermaßen die Augen umdrehen könnte und sie geistig sehend würden und diese in ihrer Höhle umgedrehten und geistig hellsehend gewordenen Augen in das Innere der menschlichen Schädelhöhle zurückschauen könnten, sie da fortwährend Gestirne aufglänzen sehen würden, Gestirne, die in Bewegungen zueinander sind, eine Fixsternwelt. Es würde sichtbar werden ein ganzer kleiner Kosmos.
[ 16 ] If everything that a human being experiences in their emotions were to flow into these living thoughts that take place behind consciousness, then the angels, archangels, and so on would not be able to absorb it. It would be useless nourishment for them. However, whether we are moral or immoral beings does play a role in our ordinary, reflected thoughts. But if I were to express this in more specific terms—though this can only be done in a general sense—what takes place at the back of our heads, behind ordinary consciousness, is something that remains, so to speak, innocent, untouched by human moral aberrations. These human moral aberrations exert an influence on the cosmic ether and on the cosmic astral realm only insofar as the human soul is bound to the chest organization, the respiratory organization, and the blood circulation organization. The head is, in a certain sense, a pure reflection of the cosmos. And what, as a reflection of universal cosmic activity during earthly life, lies beyond ordinary consciousness—where worlds are continually being formed and continually being destroyed—what takes place there exists in a certain purity in contrast to the rest of human nature. But the fact is that if one could, so to speak, turn one’s eyes inward so that they might see spiritually, and if these eyes—turned inward in their sockets and now spiritually clairvoyant—could look back into the interior of the human cranial cavity, they would see celestial bodies shining there continuously, celestial bodies in motion relative to one another—a world of fixed stars. An entire tiny cosmos would become visible.
[ 17 ] In der menschlichen Brustorganisation ist es anders als in der menschlichen Kopforganisation. Da, wo sich die Atmung, wo sich die Blutzirkulation als der rhythmische Mensch abspielen, da spielt zwar auch die Nachbildung aus dem Kosmos herein, aber da haben die irdischen Verhältnisse einen viel größeren Einfluß. Sie verändern das, was als Nachbildung aus dem Kosmos hereinspielt, viel mehr. Wenn unsere Lunge in Tätigkeit ist, so könnten wir das, was im Innern der Lunge vorgeht, als einen Stern, als einen Planeten, als eine Sonnen- und Mondenwelt anschauen, wenn wir uns gewissermaßen umwenden könnten und das, was nur von irdischer Materie ausgekleidet ist, in seinem ätherisch-astralischen Bestande schauen würden. Aber fortwährend spielen in dieses innere Dasein die irdischen Verhältnisse herein. Da hat die Erde selbst einen viel größeren Einfluß. Sie müssen bedenken: in die Kopforganisation spielt direkt, unmittelbar für die Gestaltungen, die ich eben beschrieben habe, nur etwas herein, was ebenso fein ist wie das, was die Augen aus der Farbenwelt machen, was aus dem Körper heraus aus der Tonwelt gemacht wird. Das fügt sich der kosmischen Tätigkeit ein. Und hineingeschoben wird nur das, was aus dem übrigen Organismus durch die Atemstöße, durch das auch im Gehirn funktionierende Blut bewirkt wird. Das ist eben der ausfüllende Stoff. Der schiebt sich hinein. Aber die Konfiguration, die Plastik, diese innere Plastik, die sich da abspielt, die ist durchaus ein Nachbild des Kosmischen. Da hat die Erde wenig Einfluß.
[ 17 ] The organization of the human chest differs from that of the human head. Where breathing and blood circulation—the rhythmic aspects of the human being—take place, the cosmic influence does indeed play a role, but earthly conditions have a much greater impact there. They alter what comes in as a reflection of the cosmos to a much greater extent. When our lungs are active, we could view what takes place inside them as a star, a planet, or a world of suns and moons—if we could, so to speak, turn around and see what is merely clothed in earthly matter in its etheric-astral constitution. But earthly conditions are constantly influencing this inner existence. Here, the Earth itself exerts a much greater influence. You must bear in mind: only something as subtle as what the eyes perceive from the world of colors, or what is formed from the body out of the world of sound, directly and immediately influences the structures in the head that I have just described. This fits into the cosmic activity. And what is pushed into it is only what is brought about from the rest of the organism through the breaths and through the blood that also functions in the brain. That is precisely the filling substance. It pushes its way in. But the configuration, the plasticity—this inner plasticity that takes place there—is entirely a reflection of the cosmic. The Earth has little influence there.
[ 18 ] Die Brustorganisation ist in einer ganz andern Lage. Die Brustorganisation nimmt die Atemluft auf und verarbeitet sie. Das ist etwas, was in unmittelbarer Umgebung der Erde ist, was nicht in so feiner Weise in den menschlichen Organismus eindringt wie das, was die Augen aus den Farben machen. Die Atemluft ist gröber als das farbige Licht, das in unseren Organismus eindringt. Daher hat die gröbere Atemluft einen viel stärkeren, mehr verändernden Einfluß auf alles, was da an Nachbildung von kosmischen Vorgängen in dem Brustorganismus vorhanden ist. Und gar erst, wenn wir auf die Blutzirkulation sehen! In die Blutzirkulation spielen hinein alle menschlichen Nahrungsmittel. Die werden zuerst als Nahrungsmittel aufgenommen, durch die Verdauungs- und Ernährungstätigkeit verändert und in das zirkulierende Blut hineingeschickt.
[ 18 ] The chest system is in a completely different situation. The chest system takes in the air we breathe and processes it. This is something that exists in the immediate vicinity of the Earth, something that does not penetrate the human organism in such a subtle way as what the eyes make of colors. The air we breathe is coarser than the colored light that penetrates our organism. Therefore, the coarser air has a much stronger, more transformative influence on everything that exists in the chest organism as a reflection of cosmic processes. And this is especially true when we consider the blood circulation! All human foodstuffs play a role in the blood circulation. They are first taken in as food, transformed through the processes of digestion and nutrition, and sent into the circulating blood.
[ 19 ] Wenn das Blut bis zum Haupte gelangt, so gelangt es in einem außerordentlich verfeinerten Zustande dahin, in einem Zustande, den alte ahnende Hellseherkunst in richtiger Weise einen phosphorigen Zustand genannt hat. Das ist ein außerordentlich verfeinerter Zustand. Da hat die Nachbildung der kosmischen Tätigkeit Gewalt über die Materie, so daß die Materie nicht ihre eigenen Kräfte entfalten kann. Will irgendein Salz, das ins Gehirn hineingeht, seine eigenen Kräfte entfalten, so wird es übertönt, überwuchert von den Richtungen, Betätigungen, die die Nachbildung des Kosmos ausübt in der noch dickeren Blutzirkulation, die in den Brustorganen stattfindet. In den Brustorganen hat das, was von dem Menschen hineinkommt, einen viel größeren Einfluß. Da wird das, was den Kosmos nachbildet, in einer viel stärkeren Weise verändert. Und deshalb, wenn man mit geistigem Blick die menschliche Brustorganisation betrachtet, stellt sie sich so dar, wie ich sie skizzenhaft etwa in der folgenden Weise charakterisieren kann (siehe Zeichnung).
[ 19 ] When the blood reaches the head, it arrives there in an extraordinarily refined state—a state that the ancient, intuitive art of clairvoyance correctly termed a “phosphoric state.” This is an extraordinarily refined state. There, the reflection of cosmic activity exerts power over matter, so that matter cannot unfold its own forces. If any salt entering the brain attempts to unfold its own forces, it is drowned out and overwhelmed by the directions and activities that the reflection of the cosmos exerts in the even denser blood circulation taking place in the chest organs. In the chest organs, what enters from the human being has a much greater influence. There, what replicates the cosmos is altered in a much more pronounced way. And therefore, when one observes the human chest organization with spiritual vision, it presents itself in a way that I can roughly characterize as follows (see drawing).


[ 20 ] Man sieht da, wie in der Einatmung wirklich auch ein Nachbild des Kosmos aufleuchtet. Im Gehirn sieht man tatsächlich einen ganzen spielenden Kosmos. Das ist nur im Schlafleben für das Gehirn unterbrochen. Hier unterbricht zwar das Schlafleben nichts, aber die Sache unterbricht sich fortwährend selber. Mit geistigem Blick angeschaut: die Brustorganisation zeigt Sterne, zeigt auch Sternbewegungen, aber gegen rückwärts in Verzerrung und nach vorne ganz undeutlich geworden. Auch in bezug auf seine Brustorganisation ist der Mensch in gewisser Beziehung ein Nachbild des Kosmos, insofern auf unserer Erde Vorgänge sind, die durchaus von dem regelmäßigen JahresMonatslauf abhängen. Da kommen die Pflanzen heraus und vergehen wiederum. Da ist Regelmäßigkeit. In den Pflanzenformen leben sich jene Spiralwege aus, die ich beschrieben habe. Da ist mineralische Tendenz, die allerdings über lange Zeiträume verteilt ist, aber auch in einer gewissen Weise in kosmischer Regelmäßigkeit vor sich geht. Da gehen in dem über der Erde befindlichen Luftstrom gewisse Veränderungen vor sich, die wir zum Beispiel in den Metamorphosen des im Laufe des Jahres eintretenden Witterungswechsels beobachten können. Aber dahinein fällt alles das, was an Wolkenbildungen unregelmäßig ist, was tatsächlich sich veränderndes Wetter ist. Dahinein fallen die Launen der Meteorologie. In das Kosmische hinein fallen die Launen der Meteorologie.
[ 20 ] There one can see how, during inhalation, an afterimage of the cosmos truly lights up. In the brain, one actually sees an entire cosmos in motion. This is interrupted for the brain only during sleep. Here, sleep does not interrupt anything, but the process continually interrupts itself. Viewed with the spiritual eye: the structure of the chest reveals stars and even the movements of stars, though distorted when viewed backward and having become entirely indistinct when viewed forward. In terms of the structure of the chest as well, the human being is, in a certain sense, an afterimage of the cosmos, insofar as there are processes on our Earth that depend entirely on the regular cycle of years and months. Plants emerge and then wither away again. There is regularity. The spiral paths I have described play out in the forms of plants. There is a mineral tendency here, which is indeed spread out over long periods of time, but which also proceeds, in a certain sense, with cosmic regularity. Certain changes take place in the air currents above the Earth, which we can observe, for example, in the metamorphoses of the weather changes that occur over the course of the year. But this includes everything that is irregular in cloud formation—what is, in fact, changing weather. It includes the caprices of meteorology. The caprices of meteorology fall within the cosmic order.
[ 21 ] So ist in der menschlichen Brust in bezug auf das, was mit dem Rücken zusammengegliedert ist, ein verzerrter Kosmos vorhanden, ein Kosmos, der den Eindruck macht, als ob wir unseren Kosmos, der uns umgibt, einmal in der Nacht nehmen würden, ein Riese auf der einen Seite zerrte, ein anderer Riese auf der andern Seite zerrte, so daß wir statt des gerundeten Kosmos eine in die Länge gezogene Walze bekämen, die in der Mitte etwas verdickt ist. So erscheint vor dem geistigen Blick der Kosmos nach hinten, und nach vorne erscheint er in Verwirrung geraten. Wie das, was über der Erdoberfläche vor sich geht, wetterwendisch ist, so erscheint der Kosmos nach vorne in Verwitrung geraten. Das Ganze ist so, daß der Kosmos bald aufleuchtet, bald wiederum verschwindet: mit der Einatmung leuchtet er auf, mit der Ausatmung verschwindet er. Geradeso wie der Mensch die physischen Vorgänge in sich durch die Atmung bewirkt, so bewirkt das Einatmen das Aufglänzen des verzerrten Kosmos, das Ausatmen wiederum das Verdunkeln des verzerrten Kosmos.
[ 21 ] Thus, within the human chest—in relation to what is connected to the back—there exists a distorted cosmos, a cosmos that gives the impression as if we were to take our surrounding cosmos one night, and one giant were pulling on one side while another giant were pulling on the other, so that instead of the rounded cosmos we would end up with an elongated cylinder that is slightly thicker in the middle. Thus, to the spiritual eye, the cosmos appears to extend backward, and looking forward, it appears to have fallen into disarray. Just as what takes place above the Earth’s surface is subject to sudden changes, so the cosmos appears to have fallen into disarray when viewed from the front. The whole process is such that the cosmos alternately lights up and disappears: it lights up with inhalation and disappears with exhalation. Just as a person brings about physical processes within themselves through breathing, so does inhalation cause the distorted cosmos to shine, while exhalation causes the distorted cosmos to darken.
[ 22 ] Dieses Aufleuchten und wiederum Verdunkeln des verzerrten Kosmos suchte der indische Jogi durch seine Jogaübungen nachzuerleben. Und er suchte daraus dann die wirkliche Gestalt der Welt zu erschließen, indem er das, was er auf diese Weise wahrnahm durch das Beleben des Atmens bis zu einem Wahrnehmungsvermögen dieses innerlichen verzerrten Kosmos, durchdrang mit dem, was er dann durch sein Nachdenken über denselben erkunden konnte. So erleben wir auch als Brustmenschen den Kosmos noch ein zweites Mal, gewissermaßen aber wie in einem Kampfe gegen das Chaos. Und wir erleben den Kosmos noch ein drittes Mal, und zwar so, daß er eigentlich ganz undeutlich erscheint. So nämlich ist er dem Stoffwechselsystem und dem Gliedmaßensystem des Menschen eingegliedert. Da ist kaum zu erkennen, inwiefern das, was da astralisch und der IchWesenheit nach eingegliedert ist, aus dem Kosmos hervorgegangen ist. Deshalb habe ich während der Vorträge, die ich hier gehalten habe, das, was da eingegliedert ist, «embryonal» nennen müssen, denn es ist eigentlich ein werdender Kosmos. Da ist es so, daß nur dann, wenn der Mensch seine Gliedmaßen in Bewegung bringt, oder wenn der Stoffwechsel tätig ist, dasjenige, was sich wie ein werdender Kosmos ausnimmt, sich ganz ähnlich verhält dem, worin es untertaucht. Hebe ich ein Bein, so schlägt gewissermaßen das Geistige dieses dritten menschlichen Gliedes in die Beinbewegung und in die inneren Vorgänge, die im Zusammenhang mit der Beinbewegung entstehen, hinein.
[ 22 ] The Indian yogi sought to relive this alternation of light and darkness in the distorted cosmos through his yoga exercises. And he then sought to deduce the true form of the world from this by infusing what he perceived in this way—through the vitalization of the breath—with the capacity to perceive this inner, distorted cosmos, and by penetrating it with what he was then able to discover through his reflection upon it. Thus, as human beings with a chest, we also experience the cosmos a second time, but in a sense as if in a struggle against chaos. And we experience the cosmos a third time, in such a way that it actually appears quite indistinct. For it is integrated into the human metabolic system and the system of the limbs. It is hardly possible to discern to what extent that which is integrated there—astrally and in terms of the “I”-being—has emerged from the cosmos. That is why, during the lectures I have given here, I have had to call that which is integrated there “embryonic,” for it is actually a cosmos in the making. It is the case that only when a human being moves their limbs, or when metabolism is active, does that which appears like a cosmos in the making behave in a manner very similar to that in which it is immersed. If I lift a leg, the spiritual aspect of this third human limb, so to speak, intervenes in the movement of the leg and in the inner processes that arise in connection with that movement.
[ 23 ] Schematisch muß ich dieses Dritte so zeichnen (siehe Zeichnung), daß da gar nichts mehr von einem solchen Kosmos zu sehen ist, wie er ganz deutlich in der menschlichen Kopforganisation vorhanden ist, wie er in der Verzerrung vorhanden ist, in bezug auf das geistige Licht abgeschwächt, vernebelt, sowohl in der Armorganisation wie in der Beinorganisation und in der Ernährungsorganisation (rot). Da ist alles eigentlich noch wie in einem Weltennebel. Wir können nämlich kosmisch die Weltennebel draußen in den Raumesfernen studieren. Mit geistigem Blick können wir aber auch die Weltennebel im Kleinen, mikrokosmisch studieren, wenn wir den dritten Teil des Menschen betrachten, das Gliedmaßen-Stoffwechselsystem, und wenn wir sehen, wie dieses Nebelgebilde (bläulich) in den Sternen (gelb) so darinnensteckt, wie wenn sie als Lichtschein entstehen wollten, aber dann im Augenblick des Entstehens gleich wieder verglimmen. Wir können sehen, wie das ganz überwältigt wird von dem, was von der Erde ausgeht. Darinnen spielen die chemischen Affinitäten, die chemischen Kräfte der Erdenstoffe eine große Rolle.
[ 23 ] Schematically, I must draw this third element (see diagram) in such a way that nothing at all remains visible of a cosmos such as that which is quite clearly present in the organization of the human head—a cosmos that exists in a distorted form, attenuated and obscured in relation to spiritual light, both in the organization of the arms and legs and in the nutritional system (red). Everything there is actually still like a cosmic nebula. For we can study cosmic nebulae out in the vastness of space. But with a spiritual gaze, we can also study these cosmic nebulae on a small, microcosmic scale when we look at the third part of the human being—the limb metabolic system—and when we see how this nebular formation (bluish) is embedded within the stars (yellow), as if they were about to emerge as a glow, but then fade away again the very moment they come into being. We can see how this is completely overwhelmed by what emanates from the Earth. Within it, the chemical affinities—the chemical forces of the Earth’s substances—play a major role.
[ 24 ] Viel wichtiger ist es während des menschlichen Erdendaseins, wie sich die einzelnen Erdenstoffe in ihren chemischen Kräften zueinander verhalten, als wie sich das verhält, was der Mensch aus dem Kosmos mitgebracht hat. Aber dennoch steht der Mensch auch durch diesen Teil seiner Organisation in Beziehung zu geistigen Welten, und zwar steht er durch seine Brustorganisation dadurch zu geistigen Welten in Beziehung, daß erstens in seine Brustorganisation ebenso eine geistige Hierarchie hereinspielt wie bei der Kopforganisation. Bei dem Kopf ist es die dritte Hierarchie; in die Brustorganisation spielt die zweite Hierarchie herein: die Exusiai, Dynamis und Kyriotetes. Diese entwickeln durch den Erdenmenschen eine kosmische Tätigkeit, bei der sie sich dessen bedienen, was in der menschlichen Brustorganisation vor sich geht. Und ihre Tätigkeit ist eine solche, daß sie viel mehr geistig ist als die Tätigkeit der dritten Hierarchie; diese dritte Hierarchie kann daher das, was sich im stofflichen Abbilde ergibt, ertragen. Daher hat man in der menschlichen Kopfbildung wirklich ein stoffliches Abbild des Kosmos. Hier in der Brustorganisation hat man eine Verzerrung gerade aus dem Grunde, damit der Stoff nicht ein treues Nachbild des Kosmos wird, damit er immer wieder und wiederum zerstört werden, auch aufgelöst werden kann. Die kosmische Bildung wird nicht fertig. Man hat also da Irdisches, das stark hereinspielt, und Kosmisches, das im Menschen nicht fertig wird, was Kosmisches bleibt, so daß den Menschen, insofern er atmet, insofern er eine Zirkulation hat, eine kosmische Tätigkeit durchdringt, in der webend, schwebend die Wesenheiten der zweiten Hierarchie wirken. Und dahinein schiebt der Mensch jene lebendige Photographie, von der ich gestern und in den vorhergehenden Vorträgen gesprochen habe, die ein Abbild seiner moralischen geistigen Qualitäten ist.
[ 24 ] During a person’s earthly existence, the way in which the individual earthly substances relate to one another in terms of their chemical forces is far more important than the way in which what a person has brought with them from the cosmos relates to these forces. Nevertheless, human beings are also connected to the spiritual worlds through this part of their constitution; specifically, they are connected to the spiritual worlds through their chest constitution in that, first of all, a spiritual hierarchy influences their chest constitution just as it does their head constitution. In the head, it is the third hierarchy; in the chest constitution, the second hierarchy is at work: the Exusiai, Dynamis, and Kyriotetes. Through the earthly human being, these hierarchies develop a cosmic activity in which they make use of what takes place within the human chest organization. And their activity is such that it is far more spiritual than that of the third hierarchy; this third hierarchy can therefore endure what arises in the material image. Hence, in the formation of the human head, one truly has a material image of the cosmos. Here in the chest organization, there is a distortion precisely for the reason that the substance should not become a faithful replica of the cosmos, so that it can be destroyed and dissolved again and again. The cosmic formation is not completed. So there is the earthly, which plays a strong role, and the cosmic, which remains unfinished within the human being—that which remains cosmic—so that, insofar as the human being breathes, insofar as there is circulation, a cosmic activity permeates them, in which the beings of the second hierarchy work, weaving and hovering. And into this, the human being inserts that living photograph of which I spoke yesterday and in the previous lectures—which is a reflection of his moral and spiritual qualities.
[ 25 ] Indem der Mensch also eine Lunge hat und die Vorgänge der Lunge sich als die Atmungsvorgänge fortsetzen, indem er eine Zirkulation hat und das, was durch die Zirkulation angeschlagen wird, in den Weltenäther, ja sogar in die Weltenastralität hineinvibriert, ist er eingesponnen in die Tätigkeit der zweiten Hierarchie. Sein Wesen selber schafft kosmische Wirkungen, und in das, was sich kosmisch durch ihn vollbringt, gliedern sich ein die Wesenheiten der zweiten Hierarchie. Aber dahinein schiebt der Mensch immer mehr und mehr, je weiter sein irdischer Lebenslauf geht, das lebendige Abbild seiner moralisch-geistigen Qualitäten, dieses Elementarwesen, von dem ich Ihnen gesagt habe, daß es vom Menschen während seines irdischen Lebenslaufes erzeugt wird. Jede Nacht übrigens schiebt sich dieses Elementarwesen etwas aus dem Menschen heraus, und man kann darin überwiegen sehen die Tätigkeit, die von der zweiten Hierarchie ausgeübt wird. Beim Tagwachen schiebt es sich wiederum in den Menschen zurück, und die wache Tätigkeit durchsetzt es weiter mit den moralisch-geistigen Bewertungen der Menschenqualität.
[ 25 ] Since human beings have lungs and the processes of the lungs continue as the processes of respiration, and since they have circulation and what is set in motion by circulation vibrates into the world ether, indeed even into the world astral, they are woven into the activity of the second hierarchy. His very being creates cosmic effects, and the beings of the second hierarchy become integrated into what is accomplished cosmically through him. But into this, the human being pushes more and more—the further his earthly life progresses—the living image of his moral and spiritual qualities: this elemental being, of which I have told you that it is generated by the human being during his earthly life. Incidentally, every night this elemental being pushes itself out of the human being to some extent, and one can see in it the activity exerted by the second hierarchy predominating. When the person is awake during the day, it pushes itself back into the human being, and it continues to permeate the waking activity with the moral and spiritual assessments of human character.
[ 26 ] Mit derjenigen Tätigkeit, die im Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen vor sich geht, hat nun die erste Hierarchie einen Zusammenhang. Den Zusammenhang haben damit in erster Linie Seraphim, Cherubim und Throne. Hier ist der Mensch am meisten physisch, am meisten den physischen Kräften hingegeben. Das Kosmische spielt in ihn nur wie nebelhaft hinein. Aber in dieses, was in ihm nebelhaft als leise kosmische Tätigkeit vorhanden ist, was durchsetzt ist von einer starken, intensiven Stofftätigkeit im Chemismus, im physikalischen Wirken, in das hinein flammt und wellt und stößt die Tätigkeit der Seraphim, Cherubim und Throne. Denn diese bewältigen durch ihre Geistigkeit das stärkste Stoffliche, und es werden die Wesenheiten dieser Hierarchie sein, welche die irdischen Vorgänge des Chemismus, des Physikalischen selbst einmal überführen von der Erdenform in die Jupiterform, wie ich es in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» beschrieben habe. Aber in diese Tätigkeit, die sich eigentlich im Kosmischen abspielt, wird während des Erdenlebens fein eingeschrieben das, was durchzuckt ist von dem Willensteil der Seele, wie ich es in den andern Vorträgen ausgeführt habe, und in dem leise kosmische Vorgänge in losen Zusammensetzungen mit dem eigentlich Irdischen und das Kosmische überwältigende chemische, physikalische Vorgänge stecken.
[ 26 ] The first hierarchy is connected to the activity that takes place in the metabolic-limb human. This connection is primarily held by the Seraphim, Cherubim, and Thrones. Here, the human is most physical, most devoted to physical forces. The cosmic realm plays a role within him only as a faint mist. But into this—which exists within him as a faint, cosmic activity, interwoven with a strong, intense material activity in chemistry and in physical processes—the activity of the Seraphim, Cherubim, and Thrones flares, surges, and impacts. For through their spirituality, these beings master the strongest material forces, and it will be the beings of this hierarchy who will one day transform the earthly processes of chemistry and physics themselves from the Earth form into the Jupiter form, as I have described in my Outline of Esoteric Science. But into this activity, which actually takes place in the cosmos, is subtly inscribed during earthly life that which is permeated by the volitional aspect of the soul, as I have explained in the other lectures, and in which subtle cosmic processes are interwoven in loose combinations with what is truly earthly, and with the chemical and physical processes that overwhelm the cosmic.
[ 27 ] Da (siehe Zeichnung), im Gliedmaßen-Stoffwechselsystem, ist die Erde, ich möchte sagen, in ihrem vollen Besitze vom Menschen. In diesem Teil überwiegt während des irdischen Lebenslaufes das Irdische das Kosmische. In der Brustorganisation hält das Kosmische dem Irdischen die Waage. In der Kopforganisation überwiegt das Kosmische. Dafür kann aber auch die Kopforganisation nur mit der niedersten Art der Wesenheiten der höheren Hierarchien im Zusammenhang stehen. Da, wo die Erde überwiegt, da arbeiten im Menschen, weil er mehr von der Erde seiner Wesenheit entrissen wird, die stärksten geistigen Wesenheiten: Seraphim, Cherubim und Throne.
[ 27 ] There (see diagram), in the metabolic system of the limbs, the Earth—I would say—is fully in possession of the human being. In this part, the earthly element predominates over the cosmic element during the course of earthly life. In the chest organization, the cosmic element balances the earthly element. In the head organization, the cosmic element predominates. However, this also means that the head organization can only be connected to the lowest type of beings from the higher hierarchies. Where the earthly element predominates—because the human being is more detached from the earthly aspect of his being—the most powerful spiritual beings work within him: Seraphim, Cherubim, and Thrones.
[ 28 ] Und wenn der Mensch durch die 'Todespforte geht, wenn der physische Organismus abfällt, wird das, was nur ein nebelhaftes Geistiges ist, aufgenommen in die Tätigkeit der Seraphim, Cherubim, Throne und ihnen allmählich einverwoben. Aber hinuntersinkt in diese Tätigkeit das, was früher im Brustorganismus als das lebendige Abbild des moralisch-geistigen Menschen sich gebildet hat. Dasjenige, was nur, ich möchte sagen, in der Strömung der mittleren Hierarchie war, geht jetzt in die Strömung der ersten Hierarchie ein. Dadurch gewinnt es eine größere Intensität im Zusammenhange des Kosmos; so daß der Mensch in seinem mittleren Gliedteil sein Karma als eine lebendig-elementarische Wesenheit entwickelt. Die wird dann übernommen von der Strömung der ersten Hierarchie. Und während der Mensch das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt durchlebt, während er, wie ich es Ihnen beschrieben habe, sich seinem karmischen Ebenbilde entringt, hinaufgeht in die Welt, wo er tatsächlich an dem geistigen Urbild des physischen Organismus mit höheren Wesen zusammenarbeiten kann, während der Mensch das alles erlebt, was er dann in diesem Abbild beim Zurückgehen wiederfindet, geht noch etwas anderes vor sich. Während der Mensch aus der Seelenwelt in das Geisterland eintritt und dort verweilt, wird jenes lebendige Abbild seines von ihm selbst gemachten Schicksals mittlerweile von den Wesenheiten der höchsten Hierarchie, der Seraphim, Cherubim und Throne, wiederum zurückgeleitet zu der zweiten Hierarchie und zuletzt der dritten Hierarchie übergeben, den Angeloi, Archangeloi und Archai. Beim Wiederherunterstieg übernimmt der Mensch dieses Abbild, das er bei der ersten Hierarchie zurückgelassen hat, jetzt von der dritten Hierarchie. Tritt er nun wieder in das Leben ein, so wird es einverleibt dem, was sich zwischen der dritten Hierarchie, den Angeloi, Archangeloi und Archai, und seiner Kopforganisation abspielt. Alles das, was der Mensch durch seine irdischste Wesenheit erzeugt und nach dem Tode dem Kosmos übergeben hat, was der Mensch dadurch in sich entwickelt hat, daß er eine von der Erde beherrschte Stofforganisation hat, was er nach dem Tode übergeben muß den Seraphim, Cherubim und Thronen, was er in den Kosmos auf diese Weise einströmen läßt, das empfängt er tatsächlich wiederum auf dem Wege, auf dem die Angeloi, Archangeloi und Archai durch seine Kopforganisation in einem neuen Erdenleben arbeiten. Der Mensch übergibt das, was er sich selbst als sein Schicksal bereitet hat, den Seraphim, Cherubim und Thronen und empfängt es wiederum von den Angeloi, Archangeloi und Archai. Die tragen es hinein in diejenige Tätigkeit, die er in einem neuen Erdenleben ausführt. Auf diese Weise wird das in sein neues Erdenschicksal aus der Hand der dritten Hierarchie aufgenommen, was er beim Verlassen des letzten Erdenlebens der ersten Hierarchie überliefert hat.
[ 28 ] And when a human being passes through the “gate of death,” when the physical organism is shed, that which is merely a nebulous spiritual entity is taken up into the activity of the Seraphim, Cherubim, and Thrones and gradually woven into them. But what had previously formed within the chest organism as the living image of the moral-spiritual human being sinks down into this activity. That which was, so to speak, merely within the current of the middle hierarchy now enters the current of the first hierarchy. Through this, it gains greater intensity within the context of the cosmos; so that the human being, in his middle member, develops his karma as a living, elemental being. This is then taken up by the current of the first hierarchy. And while the human being lives through the period between death and a new birth, while—as I have described to you—he breaks free from his karmic image, ascends into the world where he can actually collaborate with higher beings on the spiritual archetype of the physical organism, and while the human being experiences all that he will later rediscover in this image upon his return, something else is also taking place. While the human being enters the spirit realm from the soul world and remains there, that living image of the destiny they have fashioned for themselves is, in the meantime, guided back by the beings of the highest hierarchy—the Seraphim, Cherubim, and Thrones—and handed over to the second hierarchy and finally to the third hierarchy: the Angeloi, Archangeloi, and Archai. Upon descending once more, the human being now receives this image—which he had left behind with the first hierarchy—from the third hierarchy. When he re-enters life, it becomes incorporated into what takes place between the third hierarchy—the Angeloi, Archangeloi, and Archai—and his head organization. Everything that the human being has produced through his most earthly nature and has handed over to the cosmos after death—what the human being has developed within himself by virtue of having a material organization dominated by the earth—what he must hand over after death to the Seraphim, Cherubim, and Thrones after death—what they allow to flow into the cosmos in this way—they actually receive back through the same process by which the Angeloi, Archangeloi, and Archai work through their head organization in a new earthly life. Human beings hand over to the Seraphim, Cherubim, and Thrones what they have prepared for themselves as their destiny, and receive it again from the Angeloi, Archangeloi, and Archai. They carry it into the activity that the human being carries out in a new earthly life. In this way, what the human being handed over to the first hierarchy upon leaving his last earthly life is taken up into his new earthly destiny from the hand of the third hierarchy.
[ 29 ] So sehen Sie, daß man das Weltenall im ganzen nur versteht, wenn man den Zusammenhang, den unsere Sinne hier überschauen und unser Verstand denken kann, hineinstellt in jenen Zusammenhang, der sich dem wirklichen Schauen ergibt. Denn da erscheinen nicht allein wachsende Pflanzen, nicht allein Wasser in Wolkenbildungen, in Strömungen, da erscheinen nicht bloß physische Sterne, da erscheint der ganze Kosmos in seiner lebendigen Wirksamkeit, durchgeistigt von einer Reihe von Hierarchien, die ebenso eine Tätigkeit ausüben, wie es die physische Tätigkeit ist, eine Tätigkeit, die durchwellt und durchwogt diese physische Tätigkeit. Und Ereignisse von der Art spielen sich ab, daß, während der Mensch das Dasein zwischen dem Tode und einer neuen Geburt erlebt, sein Menschenschicksal aus der Hand der Seraphim, Cherubim und Throne übergeht auf die Angeloi, Archangeloi und Archai. Dadurch erhält dann der Mensch das, was er in einem neuen Leben als sein Schicksal zu erleben hat. Was der Mensch der höchsten Hierarchie hinterlassen hat, das empfängt er aus der Hand der dritten Hierarchie wiederum zurück, und zusammen mit der dritten Hierarchie muß er es während seines Erdendaseins durch ausgleichende Taten wiederum in das Weltengleichgewicht bringen.
[ 29 ] Thus you see that one can understand the universe as a whole only by placing the context—which our senses can perceive here and our intellect can conceive—within the context that reveals itself to true vision. For there appear not only growing plants, not only water in cloud formations and currents; there appear not merely physical stars—there appears the entire cosmos in its living activity, imbued with spirit by a series of hierarchies that exercise an activity just as real as physical activity, an activity that ripples through and surges through this physical activity. And events of this kind unfold in such a way that, while the human being experiences existence between death and a new birth, his human destiny passes from the hands of the Seraphim, Cherubim, and Thrones to the Angeloi, Archangeloi, and Archai. Through this, the human being then receives what he is to experience as his destiny in a new life. What a human being has left behind with the highest hierarchy, they receive back from the third hierarchy, and together with the third hierarchy, they must restore it to the balance of the worlds through compensatory deeds during their earthly existence.
