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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

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Spiritual Connections
in the Structure of the Human Organism
GA 218

5 November 1922, The Hague

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6. Die verborgenen Seiten des Menschendaseins und der Christus-Impuls

6. Hidden Aspects of Human Existence and the Christ Impulse

[ 1 ] Es ist mir immer eine Befriedigung, im Anschlusse an die öffentlichen Vorträge und öffentlichen Veranstaltungen, auch in dem Zweige hier im Haag sprechen zu können, und ich werde heute abend versuchen, Ihnen einiges zu sagen, das eine intimere Fortsetzung, eine Ergänzung sein kann dessen, was ich in der Lage war, in den öffentlichen Vorträgen auszusprechen. Es kommt ja vor allen Dingen für die Erkenntnis der geistigen Welt und für das Erringen eines inneren Zusammenlebens mit der geistigen Welt darauf an, dasjenige im richtigen Lichte zu sehen, was man nennen könnte die verborgene Seite des menschlichen Daseins. Die verborgenen Seiten des menschlichen Daseins sind es ja, welche für die Gesamtbeurteilung und Gesamtbewertung des menschlichen Lebens die wichtigeren sind. Das mag von äußerlich und materialistisch denkenden Menschen nicht gerne zugegeben werden, aber es ist doch so. Niemand kann das menschliche Dasein kennenlernen, der nicht auf dessen verborgene Seiten einzugehen vermag.

[ 1 ] It is always a pleasure for me, following the public lectures and events, to be able to speak here in The Hague as well, and this evening I will try to share with you some thoughts that may serve as a more intimate continuation and supplement to what I was able to express in the public lectures. After all, what matters most for gaining insight into the spiritual world and for achieving an inner communion with it is to see in the proper light what one might call the hidden side of human existence. It is, after all, the hidden aspects of human existence that are the most important for the overall assessment and evaluation of human life. People who think in external and materialistic terms may be reluctant to admit this, but it is nevertheless true. No one can come to know human existence unless they are able to engage with its hidden aspects.

[ 2 ] Vielleicht könnte man, wenn ich mich so ausdrücken darf, gegen die Götter einwenden, daß sie gerade das Wertvollste für den Menschen in seine verborgenen Lebensseiten hineingelegt haben, daß sie ihm nicht gewissermaßen in dem Offenbaren entgegengetragen haben, was ihm das Wertvollste ist. Wäre das so, dann würde der Mensch in einem höheren Sinne kraftlos bleiben. Gerade dadurch kommen wir ja zu geistig-seelischen Kräften, die dann unser ganzes Dasein durchdringen können, daß wir uns unsere eigentlicheMenschenwürde und unser Menschenwesen erst erringen müssen, daß wir erst geistig-seelisch etwas tun müssen, um überhaupt im rechten Sinne Menschen zu werden. Und in diesem Überwinden, in dieser Notwendigkeit, erst etwas zu tun, um Mensch zu werden, liegt, was uns kraftvoll machen kann, was uns gerade im Innersten unseres Wesens mit Kräften durchdringen kann.

[ 2 ] Perhaps one could, if I may put it this way, object to the gods that they have placed precisely what is most valuable to human beings in the hidden aspects of life, that they have not, so to speak, presented to us in the obvious what is most valuable to us. If that were the case, then human beings would remain powerless in a higher sense. It is precisely through this—that we must first earn our true human dignity and our very humanity, that we must first do something spiritually and psychologically in order to become human beings in the true sense—that we come to possess spiritual and psychological powers capable of permeating our entire existence. And in this overcoming—in this necessity of first doing something in order to become human—lies what can make us powerful, what can permeate us with strength right at the very core of our being.

[ 3 ] Und so will ich denn heute, um gewissermaßen dieses Leitthema, das ich angeschlagen habe, näher auseinanderzusetzen, Ihnen wiederum von einem gewissen Gesichtspunkte aus über die verborgene Seite des Menschendaseins sprechen, die sich in die Bewußtlosigkeit des Schlafes hüllt. Und ich will Ihnen dann einiges von dem mitteilen, was sich in Daseinszustände hüllt, die während des Erdenlebens unbewußt bleiben: in die Daseinszustände des vorirdischen Lebens und des Lebens nach dem Tode.

[ 3 ] And so today, in order to explore this central theme I have introduced in greater depth, I would like to speak to you once again—from a certain perspective—about the hidden side of human existence, which is shrouded in the unconsciousness of sleep. And I would then like to share with you some of what is veiled in states of existence that remain unconscious during earthly life: the states of existence of pre-earthly life and life after death.

[ 4 ] Das Schlafesleben spielt sich ja für den Menschen so ab, daß er mit dem Übergang der Träume — die aber ein höchst zweifelhaftes Dasein und eine höchst zweifelhafte Bedeutung für das menschliche Leben haben, wenn man sie einfach so hinnimmt, wie sie sich darstellen — in die Bewußtlosigkeit des Schlafes verfällt, aus der er erst wiederum herauskommt im Erwachen, wenn er mit seinem Ich und astralischen Leib untertaucht in seinen Ätherleib und physischen Leib, sich also dieser beiden Organisationen als eines Werkzeuges bedient, um seine physische Umgebung wahrzunehmen und dann innerhalb dieser physischen Umgebung durch seinen Willen zu arbeiten. Dasjenige aber, was über Geburt und Tod hinaus liegt, das hüllt sich gerade in jene Wesenheit des Menschen, die mit dem Einschlafen unbewußt wird. Und ich will Ihnen die Zustände, die da der Mensch durchmacht, so schildern, als wenn sie bewußt wären. Bewußt werden können sie nur für das imaginative, inspirierte und intuitive Bewußtsein. Aber es ist ja dies nur ein Erkenntnisunterschied gegenüber dem, was jeder Mensch in der Nacht durchmacht. Derjenige, der als ein moderner Eingeweihter, als ein moderner Initiierter in das Schlafesleben hineinschaut, der weiß, wie es ist. Aber dadurch wird das Schlafesleben auch für ihn selbst ja zu nichts anderem, als es für jeden Menschen ist, auch für denjenigen, der es ganz unbewußt durchmacht. Und so kann man schon wirklichkeitsgemäß schildern, wenn man das, was unbewußt bleibt, einfach so schildert, als wenn der Mensch es bewußt durchmachte. Und das werde ich nun zunächst tun.

[ 4 ] For human beings, the life of sleep unfolds in such a way that, with the transition into dreams—which, however, have a highly dubious existence and a highly dubious significance for human life if one simply accepts them as they appear — into the unconsciousness of sleep, from which they emerge again upon awakening, when they submerge their ego and astral body into their etheric body and physical body, thus using these two organisms as a tool to perceive their physical surroundings and then to act within those surroundings through their will. But that which lies beyond birth and death is precisely enveloped in that aspect of the human being that becomes unconscious upon falling asleep. And I want to describe to you the states that a person undergoes there as if they were conscious. They can only become conscious to the imaginative, inspired, and intuitive consciousness. But this is merely a difference in perception compared to what every human being experiences at night. The one who, as a modern initiate, looks into the life of sleep knows what it is like. But as a result, the life of sleep becomes nothing other for him than it is for every human being—even for those who experience it entirely unconsciously. And so one can describe it truthfully by simply describing what remains unconscious as if the person were experiencing it consciously. And that is what I will now do first.

[ 5 ] Nach dem Übergang über die Träume — ich deutete es schon an geht der Mensch für das gewöhnliche Bewußtsein in die Bewußtlosigkeit über. Aber diese Bewußtlosigkeit stellt sich in ihrer Wirklichkeit für das höhere, für das übersinnliche Erkennen so dar, daß der Mensch unmittelbar nach dem Einschlafen wie in eine Art verschwimmenden Daseins kommt. Würde er seinen Zustand bewußt durchschauen, so würde er sich wie ausgegossen in einer ätherischen Welt fühlen. Er würde sich außerhalb seines Leibes fühlen, aber nicht engbegrenzt, sondern weit ausgegossen; seinen Leib würde er als etwas außer ihm befindliches Objektives verspüren, wahrnehmen. Dieser Zustand wäre eben, wenn er zum Bewußtsein kommen würde, im Seelischen des Menschen innerlich ausgefüllt von einer gewissen Angst oder Ängstlichkeit: man fühlt, man hat die feste Stütze seines Leibes verloren, man fühlt sich wie vor einem Abgrunde.

[ 5 ] After passing through the realm of dreams—as I have already hinted—the human being, from the perspective of ordinary consciousness, slips into unconsciousness. But this unconsciousness, in its reality, appears to higher, supersensible perception in such a way that, immediately after falling asleep, a person enters a kind of blurred state of existence. If they were to consciously perceive their condition, they would feel as if they were poured out into an ethereal world. They would feel outside their body, but not confined within narrow limits, rather spread out widely; they would sense and perceive their body as something objective, located outside of themselves. If they were to become conscious of this state, it would be inwardly filled, in the human soul, with a certain fear or anxiety: one feels that one has lost the firm support of one’s body; one feels as if standing before an abyss.

[ 6 ] Was man die Schwelle zur geistigen Welt nennt, muß ja da sein aus dem Grunde, weil der Mensch sich erst vorbereiten muß dazu, solch ein Gefühl zu haben: das Gefühl, jene Stütze verloren zu haben, die der physische Leib abgibt, und jene Ängstlichkeit in der Seele zu tragen, die daher kommt, weil man zunächst einem ganz Unbekannten, Unbestimmten gegenübersteht.

[ 6 ] What is called the threshold to the spiritual world must exist for the very reason that a person must first prepare themselves to experience such a feeling: the feeling of having lost the support provided by the physical body, and of carrying within the soul that anxiety that arises from initially facing something completely unknown and undefined.

[ 7 ] Dieses Gefühl der Angstlichkeit, wie gesagt, ist nicht da für den gewöhnlichen Schläfer; im Bewußtsein ist es nicht da, aber der Mensch macht es durch. Und was zum Beispiel im physischen Tagesdasein Angst ist, das drückt sich, wenn auch in feinen Vorgängen des physischen Leibes, dennoch in eben solchen Vorgängen aus: es sind gewisse Gefäßtätigkeiten des physischen Leibes anders, wenn der Mensch in Angst ist, als wenn er nicht in Angst ist. Es geht also etwas objektiv vor, außer dem, was der Mensch im Bewußtsein als Unruhe und so weiter fühlt. Dieses Objektive einer seelisch-geistigen Angst, das macht der Mensch durch, indem er durch die Pforte des Schlafes in den Schlafzustand eintritt. Aber verbunden ist dieses Angstgefühl mit etwas anderem: mit einem Gefühl tiefer Sehnsucht nach einem GöttlichGeistigen, das die Welt durchflutet und durchwebt.

[ 7 ] This feeling of anxiety, as I said, is not present for the ordinary sleeper; it is not present in consciousness, but the person experiences it nonetheless. And what, for example, is anxiety in one’s physical daily life is expressed—albeit in subtle processes of the physical body—in precisely such processes: certain vascular activities of the physical body are different when a person is anxious than when they are not. Something objective is therefore taking place, apart from what the person feels in their consciousness as restlessness and so on. A person experiences this objective aspect of a psychological-spiritual fear by entering the state of sleep through the gateway of sleep. But this feeling of fear is connected to something else: to a feeling of deep longing for a divine-spiritual presence that permeates and interweaves the world.

[ 8 ] Würde der Mensch die ersten Augenblicke — oder auch vielleicht für viele Menschen Stunden — nach dem Einschlafen vollbewußt erleben, er würde zunächst in dieser Angst und in dieser Sehnsucht nach dem Göttlichen sein. Daß wir uns überhaupt während des wachen Tageslebens religiös gestimmt fühlen, das ist in erster Linie davon abhängig, daß dieses Angstgefühl und diese Sehnsucht nach dem Göttlichen, die wir in der Nacht durchmachen, herüberwirken in die Stimmung des Tages. Es sind, gewissermaßen ins physische Leben hereinprojiziert, geistige Erlebnisse, welche uns mit der Nachwirkung jener Angst erfüllen, die uns überhaupt dazu treibt, erkennen zu wollen, was in der Welt das Wirkliche ist, und mit der Nachwirkung jener Sehnsucht erfüllen, die wir im Schlafe tragen und die sich im religiösen Fühlen während des Tagwachens aussprechen.

[ 8 ] If a person were to experience the first moments—or perhaps, for many people, hours—after falling asleep with full consciousness, they would initially be in this state of fear and this longing for the divine. The fact that we feel religiously inclined at all during our waking daytime lives depends primarily on this sense of fear and this longing for the divine—which we experience at night—spilling over into our daytime mood. These are spiritual experiences—projected, so to speak, into physical life—that fill us with the aftereffects of that anxiety which drives us to want to recognize what is real in the world, and with the aftereffects of that longing which we carry within us during sleep and which finds expression in religious feeling while we are awake during the day.

[ 9 ] Nun aber ist das nur in den ersten Stadien nach dem Einschlafen so. Wenn der Schlaf weitergeht, dann tritt etwas Eigentümliches ein: die Seele ist wie zerspalten, wie in viele Seelen auseinandergespalten. Der Mensch würde sich, wenn er bewußt diesen Zustand durchlebte, den heute nur eben der moderne Eingeweihte ganz schauen kann, als viele Seelen vorkommen, und dadurch würde er meinen müssen, er habe sich selbst verloren. Alle die einzelnen Seelenwesen, die eigentlich nur Schattenbilder von Seelen sind, die stellen etwas dar, in das er sich verloren hat. Für diesen Zustand des Schlafes nimmt sich das Menschenwesen schon verschieden aus, je nachdem wir es vor oder nach dem Mysterium von Golgatha betrachten. Der Mensch braucht nämlich eine äußere kosmische Hilfe gegenüber diesem, wenn ich so sagen darf, Zerspaltetsein in viele Seelenabbilder.

[ 9 ] But this is only the case in the early stages after falling asleep. As sleep continues, something peculiar occurs: the soul is as if split, as if divided into many souls. If a person were to consciously experience this state—which today only the modern initiate can fully perceive—he would perceive himself as many souls, and as a result, he would have to conclude that he had lost himself. All these individual soul beings—which are actually only shadow images of souls—represent something into which the person has lost himself. In this state of sleep, the human being already appears different, depending on whether we consider him before or after the Mystery of Golgotha. For the human being needs external cosmic help in the face of this—if I may put it this way—splitting into many soul images.

[ 10 ] In alten Zeiten, die dem Mysterium von Golgatha vorangegangen sind, haben die Eingeweihten, die alten Initüierten, den Menschen auf dem Umwege durch ihre Schüler, durch die Lehrer, die sie in die Welt für die Menschen hinausgeschickt haben, gewisse religiöse Anweisungen gegeben, welche Gefühle im wachen Tagesleben hervorgerufen haben. Und diese Anweisungen, die auch in Kultushandlungen dann von den Menschen ausgelebt worden sind, haben die Seelen verstärkt, so daß sie etwas wie eine Nachwirkung dieses religiösen Gestimmtseins nun wiederum hineingenommen haben in den Schlaf.

[ 10 ] In ancient times, before the Mystery of Golgotha, the initiates—the ancient initiates—gave humanity certain religious instructions indirectly through their disciples, through the teachers they sent out into the world for the sake of humanity; these instructions evoked specific feelings in waking daily life. And these instructions, which were then lived out by people in ritual practices, strengthened the souls, so that they in turn carried something like an aftereffect of this religious mood into their sleep.

[ 11 ] Sie sehen die Wechselwirkung zwischen Schlafen und Wachen! Auf der einen Seite erlebt der Mensch in seiner Gottessehnsucht im ersten Stadium des Schlafes etwas, was ihn im Wachleben dazu stimmt, Religion zu entwickeln. Wird diese Religion im wachen Tagesleben entwickelt — und sie wurde in alten Zeiten durch die Initiierten entwikkelt —, dann wirkt das wiederum zurück auf das zweite Stadium nach dem Einschlafen: die Seele fühlt sich dann stark genug durch die Nachwirkung dieser religiösen Stimmung, gewissermaßen ihr Zerspaltetsein zu ertragen, überhaupt innerhalb der Vielheit wenigstens zu bestehen.

[ 11 ] You can see the interplay between sleep and wakefulness! On the one hand, in the first stage of sleep, a person’s longing for God leads them to experience something that, in their waking life, inspires them to develop a religious life. If this religion is developed in waking daily life—and it was developed in ancient times by the initiates—then this in turn has an effect on the second stage after falling asleep: the soul then feels strong enough, through the aftereffects of this religious mood, to endure its fragmentation, so to speak, and at least to persist within the multiplicity.

[ 12 ] Das ist ja die Schwierigkeit von nichtreligiösen Menschen, daß sie keine solche nächtliche Hilfe haben gegenüber dem Zerspaltetsein in viele Seelen, und daß sie dann das, was sie erleben, ohne die religiöse Stärkung herübertragen ins Tagesleben. Denn alles, was da in der Nacht durchgemacht wird, das wird in seiner Nachwirkung herübergetragen ins Tagesleben. Es ist ja noch nicht so lange her, daß die Irreligiosität und Areligiosität unter der Menschheit eine so große Rolle gespielt hat wie im letzten, im 19. Jahrhundert. Die Menschen haben immer noch Nachwirkungen gehabt von dem, was frühere, ehrlichere religiöse Zeiten dem Menschen waren. Aber indem die irreligiösen Zeiten immer weitergehen, werden sie eine bedeutungsvolle Folge haben: die Menschen werden sich aus ihren Schlafzuständen die Nachwirkung dieses Gespaltenseins der Seele herübertragen in das Tagesleben, und das wird namentlich dazu beitragen, daß der Mensch während des Tageslebens in seinem Organismus nicht die zusammenhaltenden Kräfte haben wird, um die Wirkung der Nahrungsmittel in der richtigen Weise in seinem Organismus zu verteilen. Und die Folge der Irreligiosität wird im Laufe von gar nicht so fernen Zukunftszeiten sich in bedeutungsvollen Krankheiten der Menschen ausleben.

[ 12 ] That is precisely the difficulty faced by non-religious people: they lack such nocturnal support to cope with being split into many souls, and as a result, they carry what they experience into their daily lives without religious fortification. For everything that is experienced during the night carries over into daily life in its aftereffects. It was not so long ago that irreligiousness and areligiousness played such a major role among humanity as they did in the 19th century. People still felt the aftereffects of what earlier, more sincere religious times had meant to them. But as these irreligious times continue, they will have a significant consequence: people will carry over into their daily lives, from their states of sleep, the aftereffects of this division of the soul, and this will contribute in particular to the fact that, during the day, people will lack the cohesive forces in their organism necessary to distribute the effects of food properly throughout their bodies. And the consequences of irreligiosity will manifest themselves in significant human illnesses in the not-too-distant future.

[ 13 ] Man soll nur ja nicht glauben, daß das Gesstig-Seelische in keiner Beziehung steht zu dem Physischen! Es steht nicht in solcher Beziehung, daß unmittelbar dasjenige, was sich heute an Irreligiosität entwickelt, von irgendwelchen dämonischen Göttern mit Krankheit bestraft wird. In dieser äußerlichen Weise spielt sich allerdings das Dasein nicht ab, aber ein innerlicher Zusammenhang ist dennoch vorhanden zwischen dem, was der Mensch geistig-seelisch durchmacht, und dem, was seine physische Beschaffenheit ist. Damit der Mensch während des Tagwachens gesund sein kann, hat er nötig, in sein Schlafesleben das Gefühl seiner Zusammengehörigkeit mit den göttlich-geistigen Wesenheiten hineinzutragen, in deren Geschehen er seinen eigenen ewigen Wesenskern während der Schlafenszeit einsenkt. Und nur aus dem richtigen Darinnensiehen in einer geistig-seelischen Welt zwischen dem Einschlafen und Aufwachen kann der Mensch die richtigen, auch geistig-seelisch gesundenden Kräfte für sein Tagwachen hervorholen.

[ 13 ] One must certainly not believe that the spiritual-soul aspect has no connection whatsoever to the physical! It is not related in such a way that whatever form of irreligion develops today is directly punished with illness by some demonic gods. Existence does not unfold in this outward manner, but an inner connection nevertheless exists between what a person experiences spiritually and psychologically and the nature of their physical constitution. In order for a person to be healthy during waking hours, they need to carry into their sleep life a sense of belonging to the divine-spiritual beings, into whose realm they immerse their own eternal core of being during sleep. And only by correctly perceiving the spiritual-soul world that exists between falling asleep and waking up can a person draw forth the right forces—forces that are also spiritually and soulfully healing—for their waking hours.

[ 14 ] Während dieses zweiten Schlafstadiums gelangt nun der Mensch dahin, an der Stelle seines gewöhnlichen physischen Bewußtseins nicht ein kosmisches Bewußtsein, wohl aber ein kosmisches Erleben zu haben. Wie gesagt, erst der Eingeweihte bringt sich dieses kosmische Erleben zum Bewußtsein, aber erleben tut es jeder Mensch in der Nacht vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Und während dieses zweiten Stadiums des Schlafes ist der Mensch in einem solchen Lebenszustande, daß sein Inneres Nachbildungen der Planetenbewegungen unseres Sonnensystems vollführt. Während des Tages erleben wir uns in unserem physischen Leibe. Wenn wir von uns als physischen Menschen sprechen, so sagen wir: In uns sind unsere Lunge, unser Herz, unser Magen, unser Gehirn und so weiter, das ist unsere physische Innerlichkeit. Im zweiten Stadium des Schlafes ist unsere geistig-seelische Innerlichkeit die Bewegung der Venus, die Bewegung des Merkur, die Bewegung der Sonne, die Bewegung des Mondes. Dieses ganze Wechselspiel der Planetenbewegungen unseres Sonnensystems, wir tragen es nicht direkt in uns, nicht die Planetenbewegungen selbst, aber Nachbildungen, astralische Nachbildungen davon, die sind dann unsere innere Organisation. Wir sind nicht ausgedehnt etwa in den ganzen planetarischen Kosmos; wir sind aber von einer ungeheuren Größe gegenüber unserer physischen Tagesgröße. Wir tragen nicht die wirkliche Venus während jedes Schlafzustandes in uns, aber ein Nachbild ihrer Bewegung. Und was sich da in unserem Geistig-Seelischen zwischen dem Einschlafen und Aufwachen im zweiten Stadium des Schlafes zuträgt, das sind solche Zirkulationen der Planetenbewegungen in astralischer Substanz, wie — angeregt durch die Atmungsbewegung während des Tages unser Blut durch unseren physischen Organismus zirkuliert. So daß wir in der Nacht gewissermaßen ein Nachbild unseres Kosmos als unser Innenleben in uns zirkulieren haben.

[ 14 ] During this second stage of sleep, a person reaches a point where, in place of their usual physical consciousness, they do not experience a cosmic consciousness, but rather a cosmic experience. As mentioned, only the initiate brings this cosmic experience into conscious awareness, but every person experiences it at night, from the moment they fall asleep until they wake up. And during this second stage of sleep, a person is in such a state of being that their inner self performs reproductions of the planetary movements of our solar system. During the day, we experience ourselves within our physical body. When we speak of ourselves as physical human beings, we say: Within us are our lungs, our heart, our stomach, our brain, and so on—that is our physical inner self. In the second stage of sleep, our spiritual-soul inner being is the movement of Venus, the movement of Mercury, the movement of the Sun, the movement of the Moon. This entire interplay of the planetary movements of our solar system—we do not carry it directly within us, not the planetary movements themselves, but replicas, astral replicas of them—these then constitute our inner organization. We are not, so to speak, extended throughout the entire planetary cosmos; yet we are of immense size compared to our physical size during the waking day. We do not carry the actual Venus within us during every state of sleep, but rather a reflection of its movement. And what takes place in our spiritual-soul life between falling asleep and waking up in the second stage of sleep consists of such circulations of planetary movements in astral substance, just as—stimulated by the respiratory movement during the day—our blood circulates through our physical organism. So that at night, we have, so to speak, an afterimage of our cosmos circulating within us as our inner life.

[ 15 ] Wir müssen zuerst das Zerspaltensein der Seele durchmachen, dann können wir diese Zirkulation der planetarischen Nachwirkung erleben. Wie gesagt, den alten Menschen vor dem Mysterium von Golgatha gaben ihre Eingeweihten Anweisungen, damit sie dieses Zerspaltensein der Seele ertragen konnten und damit die Seele sich "zurechtfand in diesen Bewegungen, die jetzt ihr inneres Leben ausmachten. Nach dem Mysterium von Golgatha ist etwas anderes an die Stelle dieser alten Lehre getreten. Dasjenige ist eingetreten, was der Mensch innerlich als Gefühl, als Empfindung, als seelisches Leben und seelische Stimmung sich aneignen kann, wenn er sich so recht verbunden fühlt mit dem, was durch das Mysterium von Golgatha für die Menschheit auf der Erde durch den Christus geleistet worden ist. Wer sich verbunden fühlt mit Christus bis zu dem Grade, daß sich in ihm das Pauluswort erfüllt: «Nicht ich, sondern der Christus in mir», der hat in diesem Verbundensein mit dem Christus und dem Mysterium von Golgatha für seine Empfindung etwas entwickelt, was in den Schlaf hinein nachwirkt, so daß er nun die Stärke hat, die Zerspaltenheit der Seele zu überwinden und sich in dem Labyrinth der Planetenbahnen, die jetzt sein Inneres sind, zurechtzufinden. Denn zurechtfinden müssen wir uns doch, auch wenn wir nicht bewußt in unserem Inneren das tragen, was für die Seele die planetarische Zirkulation an der Stelle der Blutzirkulation während des Tages ist, die sich in dem zurückgelassenen physischen Leib fortsetzt.

[ 15 ] We must first go through the fragmentation of the soul; only then can we experience this circulation of the planetary aftereffects. As I said, before the Mystery of Golgotha, the initiates gave the people of that time instructions so that they could endure this fragmentation of the soul and so that the soul could “find its way in these movements, which now constituted its inner life.” After the Mystery of Golgotha, something else took the place of this old teaching. What has come to take its place is that which a person can internalize as a feeling, a sensation, a soul life, and a soul mood when they feel truly connected to what Christ accomplished for humanity on Earth through the Mystery of Golgotha. Whoever feels connected to Christ to such an extent that the words of Paul are fulfilled within them: “Not I, but Christ in me”—such a person, through this connection with Christ and the Mystery of Golgotha, has developed within their inner life something that continues to work into their sleep, so that they now have the strength to overcome the fragmentation of the soul and find their way through the labyrinth of planetary orbits that now constitute their inner being. For we must find our way, even if we do not consciously carry within us what the planetary circulation is to the soul—in place of the blood circulation during the day—which continues in the physical body we have left behind.

[ 16 ] Nachdem wir dieses durchgemacht haben, kommen wir in das dritte Stadium des Schlafes. Im dritten Stadium tritt hinzu — es bleiben nämlich immer die Dinge des ersten Stadiums, nur kommen die Erlebnisse des nächsten Stadiums hinzu —, im dritten Stadium des Schlafes kommt hinzu dasjenige, was ich das Fixsternerlebnis nennen möchte. Nachdem wir die Zirkulation der planetarischen Nachbildungen erlebt haben, erleben wir tatsächlich die Formungen der Fixsterne, das, was in älteren Zeiten die Tierkreisbilder zum Beispiel genannt wurde. Und was da erlebt wird, das ist notwendig für die Seelenseite des Menschen, weil er die Nachwirkung dieses Erlebnisses mit den Fixsternen hereintragen muß in sein waches Tagesleben, um überhaupt die Kraft zu haben, jederzeit seinen physischen Organismus von der Seele aus zu beherrschen und zu beleben.

[ 16 ] After going through this, we enter the third stage of sleep. In the third stage—for the elements of the first stage always remain, while the experiences of the next stage are added—in the third stage of sleep, what I would like to call the “fixed-star experience” is added. After we have experienced the circulation of the planetary reproductions, we actually experience the formations of the fixed stars—what in earlier times were called, for example, the zodiacal constellations. And what is experienced there is necessary for the soul aspect of the human being, because he must carry the aftereffects of this experience with the fixed stars into his waking daily life in order to have the strength at all to control and enliven his physical organism from the soul at any time.

[ 17 ] Tatsächlich macht jeder Mensch während der Nacht ein ätherisches Vorstadium in Weltenangst und Gottessehnsucht durch, dann ein planetarisches Stadium, in dem er in seinem astralischen Leib die Nachbilder der Planetenbewegungen fühlt, und er macht ein Fixsternerlebnis-Stadium durch, in dem er sich dann so fühlt — oder sich fühlen würde, wenn er Bewußtsein hätte —, daß er sein eigenes seelisch-geistiges Inneres als Nachbildung des Fixsternhimmels erlebt.

[ 17 ] In fact, every human being goes through an ethereal preliminary stage during the night characterized by fear of the world and a longing for God, followed by a planetary stage in which, in their astral body, they feel the afterimages of the planets’ movements, and they pass through a stage of fixed-star experience, in which they then feel—or would feel, if they were conscious—that their own soul-spiritual inner being is a replica of the fixed-star sky.

[ 18 ] Nun, für denjenigen, der diese Stadien des Schlafes durchschaut, entsteht, ich möchte sagen, jede Nacht eine bedeutungsvolle Frage. Die Menschenseele, der astralische Organismus, die Ich-Wesenheit treten aus dem physischen Leibe hinaus, ihr Inneres wird erfüllt von Nachbildungen der Planetenbewegungen und der Fixsternanordnungen. Die Frage, die da entsteht, ist diese: Warum kehrt denn der Mensch an jedem Morgen, nach jedem Schlafe, wiederum in sein physisches Dasein zurück?

[ 18 ] Well, for those who understand these stages of sleep, a meaningful question arises—I would say—every night. The human soul, the astral organism, and the I-being step out of the physical body; their inner being is filled with reflections of the planetary movements and the arrangements of the fixed stars. The question that arises is this: Why does the human being return to his physical existence every morning, after every sleep?

[ 19 ] Und da stellt sich für die Initiationswissenschaft heraus, daß der Mensch tatsächlich nicht zurückkehren würde, wenn er nicht, indem er in die Planetenbewegungen und Fixsternformen eintritt, sich auch bei diesem Hinauswachsen in die Nachbildungen des kosmischen Daseins hineinleben würde in die Mondenkräfte,

[ 19 ] And here it becomes clear to the science of initiation that human beings would in fact not return if, by entering into the planetary movements and the forms of the fixed stars, they did not—even as they grow outward into the reproductions of cosmic existence—also live themselves into the forces of the Moon,

[ 20 ] Er lebt sich in die geistigen Mondenkräfte hinein, in diejenigen Kräfte des Kosmos, welche im physischen Monde und in den Veränderungen des physischen Mondes ihre Nachbilder haben. Während alle anderen planetarischen und Fixsternkräfte eigentlich den Menschen hinausziehen aus dem physischen Leibe, sind es die Mondenkräfte, die ihn immer wieder und wieder beim Aufwachen zurückbringen in seinen physischen Leib. Der Mond hängt überhaupt mit alledem zusammen, was den Menschen aus dem geistigen Dasein zum physischen Dasein hinbringt. So ist es auch gleichgültig — es kommt ja nicht auf die physische Konstellation dabei an, obwohl diese eine gewisse Bedeutung hat —,, ob es sich um Neumond, Vollmond, Wende, abnehmenden Mond handelt, in der geistigen Welt ist ja der Mond immer da: die Mondenkräfte sind es, die den Menschen zurückgeleiten in die physische Welt, in seinen physischen Leib.

[ 20 ] He immerses himself in the spiritual forces of the Moon—those cosmic forces that find their reflections in the physical Moon and in the changes of the physical Moon. While all other planetary and fixed-star forces actually draw the human being out of the physical body, it is the lunar forces that bring him back, again and again, into his physical body upon waking. The Moon is connected, in general, with everything that brings the human being from spiritual existence to physical existence. Thus it is also irrelevant—for the physical constellation is not what matters here, although it does have a certain significance—whether it is a new moon, full moon, quarter moon, or waning moon; in the spiritual world, the moon is always present: it is the lunar forces that guide the human being back into the physical world, into his physical body.

[ 21 ] Sie sehen, daß, indem ich Ihnen, wenn auch nur skizzenhaft schildere, was der Mensch durchmacht zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, darin so etwas gegeben ist wie ein Abbild des Aufenthaltes des Menschen in der geistigen Welt überhaupt. Und so ist es auch. Wir erleben im Grunde genommen jede Nacht ein Abbild von dem, was wir durchmachen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Wenn wir durch Imagination, Inspiration und Intuition zurückschauen in das vorirdische Dasein, dann erblicken wir uns zunächst als geistig-seelische Menschenwesenheit in einem sehr frühen Stadium unseres vorirdischen Daseins. Wir erblicken uns so, daß wir ein kosmisches Bewußtsein haben. Da sind wir nicht in einem Leben, das nur Nachbildungen des Kosmischen in sich trägt wie im Schlafesleben, sondern da sind wir in der Tat ausgegossen über den wirklichen Kosmos. Und ungefähr um die Mitte des Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt fühlen wir uns als geistig-seelische Wesen vollbewußt — ja mit einem viel klareren, intensiveren Bewußtsein, als wir nur irgendwie auf Erden haben können — umgeben von göttlich-geistigen Wesenheiten, von den göttlich-geistigen Hierarchien. Und so wie wir auf Erden mit den Naturkräften arbeiten, wie wir als Werkzeuge die äußeren Naturgegenstände haben, so spielt sich eine Arbeit ab zwischen uns und den Wesen der höheren geistigen Hierarchien.

[ 21 ] You can see that when I describe to you—even if only in broad strokes—what a person goes through between falling asleep and waking up, there is in this something like a reflection of the human being’s stay in the spiritual world in general. And that is indeed the case. Essentially, every night we experience a reflection of what we go through between death and a new birth. When we look back through imagination, inspiration, and intuition into our pre-earthly existence, we first see ourselves as spiritual-soul human beings at a very early stage of our pre-earthly existence. We see ourselves as possessing a cosmic consciousness. There we are not in a state of life that merely contains reflections of the cosmic, as in the life of sleep, but there we are in fact poured out over the actual cosmos. And around the middle of the period between death and a new birth, we feel ourselves to be fully conscious spiritual-soul beings—indeed, with a much clearer, more intense consciousness than we could ever have on Earth—surrounded by divine-spiritual beings, by the divine-spiritual hierarchies. And just as we work with the forces of nature on Earth, just as we have external natural objects as tools, so a process of work takes place between us and the beings of the higher spiritual hierarchies.

[ 22 ] Und worin besteht diese Arbeit? Nun, diese Arbeit besteht darin, daß im Vereine mit einer ungeheuren Anzahl erhabener geistiger Wesenheiten des Weltenalls der geistig-seelische Mensch den kosmischen Geistkeim seines physischen Menschenleibes im Geistigen webt. So sonderbar Ihnen das erscheinen mag: den physischen Menschenleib als geistigen Keim herauszuweben aus dem kosmischen All, das ist die größte, bedeutsamste Arbeit, die überhaupt im Weltenall denkbar ist. Und daran arbeitet nicht nur die menschliche Seele in dem charakterisierten Zustande, daran arbeitet diese menschliche Seele im Zusammenhange mit ganzen Scharen göttlich-geistiger Wesenheiten. Denn wenn Sie sich das Komplizierteste vorstellen, was hier auf Erden gebildet werden kann, so ist das ein Primitives und Einfaches gegen jenes gewaltige Gewebe von kosmischer Größe und Grandiosität, das da gewoben wird und das dann zusammengeschoben, in sich verdichtet wird durch die Empfängnis und durch die Geburt, was mit physischer Erdenmaterie durchsetzt wird und physischer Menschenleib wird.

[ 22 ] And what does this work consist of? Well, this work consists in the spiritual-soul human, in union with an immense number of sublime spiritual beings of the universe, weaving the cosmic spiritual seed of his physical human body in the spiritual realm. As strange as this may seem to you: weaving the physical human body as a spiritual seed out of the cosmic universe—that is the greatest, most significant work conceivable in the entire universe. And it is not only the human soul in the described state that works on this; this human soul works on it in conjunction with entire hosts of divine-spiritual beings. For if you imagine the most complex thing that can be formed here on Earth, it is primitive and simple compared to that immense fabric of cosmic magnitude and grandeur that is being woven there—a fabric that is then compressed and condensed through conception and birth, interwoven with physical earthly matter, and becomes a physical human body.

[ 23 ] Wenn man hier auf Erden von einem Keime spricht, spricht man von einem kleinen Keime, der dann verhältnismäßig groß wird. Wenn wir jetzt gegenüber dem Menschenleib als Produkt des Geistigen von seinem kosmischen Geistkeim sprechen wollen, so ist der von riesiger Größe. Und indem der Mensch von jenem Zeitpunkte, den ich Ihnen angedeutet habe, gegen seine Geburt zu lebt, verkleinert sich immer mehr und mehr der geistig-seelisch grandiose Menschenkeim. Der Mensch arbeitet ihn weiter aus fortwährend im Hinblick darauf: das wird zusammengewoben und zusammengeschoben, verdichtet zu dem physischen Menschenleib.

[ 23 ] When we speak of a seed here on Earth, we are referring to a small seed that eventually grows to be relatively large. But when we speak of the human body’s cosmic spiritual seed—as a product of the spiritual realm—it is of immense size. And as the human being lives from that point in time—which I have indicated to you—toward his birth, the spiritually and soulfully magnificent human germ becomes smaller and smaller. The human being continues to develop it with this in mind: it is woven together and pressed together, condensed into the physical human body.

[ 24 ] Wirklich, nicht umsonst haben ältere Eingeweihte — allerdings aus einer Art von Hellsehen heraus, die nicht mehr die unsrige sein kann, aber die neuere Initiationswissenschaft zeigt uns dasselbe —, nicht umsonst haben diese Eingeweihten den menschlichen Leib einen «Tempel der Götter» genannt. Er ist es, denn er wird von der menschlichen Seele jedesmal zwischen dem 'Tode und einer neuen Geburt im Vereine mit Götterwesenheiten aus dem Weltenall heraus gewoben. Und dann, auf die noch zu schildernde Art, wird ihm seine physische Gestalt gegeben. Indem der Mensch in dem angezeigten Stadium an dem Geistkeime seines physischen Leibes webt, ist er in einer Seelenverfassung, in einer Seelenstimmung, die man nur vergleichen kann mit dem, was der moderne Eingeweihte die Intuition nennt. Der Mensch lebt mit seiner Seele in den Göttertaten drinnen. Er ist ganz ausgeflossen in kosmisches Götterdasein. Er erlebt in diesem mittleren Zustande zwischen dem Tod und einer neuen Geburt mit, was die Götter leben.

[ 24 ] Indeed, it is not for nothing that the ancient initiates—albeit through a kind of clairvoyance that can no longer be ours, but modern initiatory science shows us the same thing—it is not for nothing that these initiates called the human body a “temple of the gods.” It is indeed a temple, for it is woven by the human soul each time between death and a new birth in union with divine beings from the cosmos. And then, in the manner yet to be described, it is given its physical form. As the human being weaves the spiritual seeds of his physical body at this stage, he is in a state of mind, in a mood of the soul, that can only be compared to what the modern initiate calls intuition. Human beings live with their souls within the deeds of the gods. They are completely immersed in cosmic divine existence. In this intermediate state between death and a new birth, they experience what the gods live.

[ 25 ] Aber indem der Mensch dann weiterschreitet, indem er mehr gegen die Empfängnis oder die Geburt schreitet, ändert sich das. Gewissermaßen hat er dann für das Bewußtsein den Eindruck: Die göttlichgeistigen Wesen der höheren Hierarchien ziehen sich zurück von ihm. Und es erscheint ihm nur etwas wie eine Offenbarung, wie ein Abglanz, wie wenn die Götter sich zurückgezogen hätten und ihre Nebelnachbilder vor der Menschenseele noch stünden, und als ob eine Art Schleier gewoben würde als Nebelnachbild desjenigen, was früher in Realität gewoben worden ist. Das intuitive Bewußtsein, das man früher gehabt hat, geht jetzt über in ein kosmisches inspiriertes Bewußtsein. Man lebt nicht mehr mit den göttlich-geistigen Wesen, man lebt mit ihrer Offenbarung. Aber dafür bildet sich auch im Seelenbewußtsein immer mehr und mehr ein innerliches Ich heraus. Im, ich möchte sagen, Hochstadium des Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt lebt man ganz mit den göttlich-geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien; das Ich hat keine innere Stärke, es wird erst wiederum seiner selbst innerlich bewußt, wenn die Götter sich zurückziehen und nur die Offenbarung der Götter da ist. Der Schein der Götter, die Ausstrahlung, gelangt in eine Art inspiriertes Bewußtsein herein; dafür aber fühlt sich der Mensch als ein eigenes Wesen. Und was da in dem Menschen zunächst erwacht, das ist eine Art, ich könnte sagen, Begierde, eine Art Begehren.

[ 25 ] But as the human being progresses further, as he moves further away from conception or birth, this changes. In a sense, he then has the impression, in his consciousness, that the divine-spiritual beings of the higher hierarchies are withdrawing from him. And what appears to them is something like a revelation, like a reflection—as if the gods had withdrawn and their misty afterimages still lingered before the human soul, and as if a kind of veil were being woven as a misty afterimage of what had previously been woven in reality. The intuitive consciousness one once possessed now transforms into a cosmically inspired consciousness. One no longer lives with the divine-spiritual beings; one lives with their revelation. But in return, an inner “I” is increasingly taking shape within the soul’s consciousness. In what I would call the highest stage of life between death and a new birth, one lives entirely with the divine-spiritual beings of the higher hierarchies; the “I” has no inner strength; it only becomes inwardly aware of itself again when the gods withdraw and only the revelation of the gods remains. The radiance of the gods, their aura, enters into a kind of inspired consciousness; in return, however, the human being feels itself to be a distinct being. And what first awakens within the human being there is a kind of—I might say—longing, a kind of desire.

[ 26 ] In der Mitte zwischen dem Tod und einer neuen Geburt arbeitet der Mensch gewissermaßen aus einer tieferen inneren Befriedigung heraus an seinem Geistkeim für den physischen Leib. Er schaut zwar hin auf das Ziel als auf seinen physischen Leib im nächsten Erdenleben, aber er ist nicht von Begierde durchdrungen, sondern nur, man möchte sagen, von Bewunderung, was eigentlich, universell angesehen, dieser physische Menschenleib ist. In dem Augenblicke, wo der Mensch nicht mehr in Götterwelten, sondern in den Offenbarungen der Götterwelten lebt, erwacht in ihm die Begierde, sich wiederum auf Erden zu verkörpern. Gerade indem das Ich-Bewußtsein immer stärker wird, erwacht diese Begierde, sich auf Erden wieder zu verkörpern. Man entfernt sich gewissermaßen von den Götterwelten, und man nähert sich dem, was man dann als Erdenmensch werden wird. Diese Begierde wird immer stärker und stärker, und auch das, was man äußerlich anschaut, verändert sich. Man hat ja vorher in lauter Wesen, in den göttlich-geistigen Hierarchien gelebt, man wußte sich eins mit diesen göttlichen Hierarchien. Wenn man von seinem Inneren sprach, so war das der Kosmos; aber der Kosmos, das waren Wesen, Wesen mit erhabenen Bewußtseinsstufen, mit denen man zusammenlebte. Jetzt ist ein äußerer Schein da, und in diesem äußeren Scheine treten allmählich die ersten Bilder desjenigen auf, was dann die physischen Nachbilder der göttlich-geistigen Wesen sind. Aus dem Wesen, das man drüben kennengelernt hat als hohes Sonnenwesen, kommt der Schein, und in dem Scheine tritt auf gewissermaßen die Sonne von außen gesehen, von der Welt herein gesehen. Hier von der Erde sehen wir hinauf zur Sonne. Wir sehen da zu a nächst, wenn wir herunterkommen, die Sonne von der anderen Seite. Aber es taucht die Sonne, es tauchen die Fixsterne auf, und es tauchen hinter den Fixsternen die Planetenbewegungen auf. Und indem die Planetenbewegungen auftauchen, taucht eben eine ganz bestimmte Art von Kräften auf: die geistigen Mondenkräfte, die nehmen uns jetzt gefangen. Sie sind es auch jetzt, die uns nach und nach in das Erdenleben zurücktragen.

[ 26 ] In the space between death and a new birth, the human being works—in a sense, driven by a deeper inner satisfaction—on the spiritual seed for the physical body. Although they look toward the goal—their physical body in the next earthly life—they are not driven by desire, but rather, one might say, by a sense of wonder at what this physical human body actually is, viewed from a universal perspective. At the moment when a human being no longer lives in the divine realms but in the revelations of those realms, the desire to incarnate on Earth once more awakens within them. Precisely as the sense of self grows ever stronger, this desire to incarnate on Earth again awakens. In a sense, one moves away from the divine realms and draws closer to what one will then become as an earthly human being. This longing grows ever stronger, and what one perceives externally also changes. Previously, one had lived among pure beings, within the divine-spiritual hierarchies; one knew oneself to be one with these divine hierarchies. When one spoke of one’s inner self, that was the cosmos; but the cosmos consisted of beings—beings with exalted levels of consciousness—with whom one lived in communion. Now there is an outer appearance, and within this outer appearance the first images gradually emerge of what will then be the physical afterimages of the divine-spiritual beings. From the being one came to know over there as a high solar being, the radiance emanates, and within that radiance the sun appears, as it were, as seen from the outside, as viewed from the world. Here on Earth, we look up at the sun. Next, when we come down, we see the sun from the other side. But the sun appears, the fixed stars appear, and behind the fixed stars the planetary movements appear. And as the planetary movements appear, a very specific kind of force emerges: the spiritual lunar forces, which now take hold of us. It is these forces that now gradually carry us back into earthly life.

[ 27 ] Das ist tatsächlich der Anblick, den der Mensch hat, indem er von den kosmischen Welten heruntersteigt zum irdischen Dasein: daß er aus einem Erleben göttlich-geistiger Hierarchien übergeht zu Bildern von ihnen. Aber die Wesensbilder werden allmählich Sternbilder, und der Mensch tritt ein in etwas, was er allerdings, ich möchte sagen, von hinten zunächst sieht: er tritt ein in das, was sich ihm hier von der Erde aus als Kosmos darstellt. Was da der Mensch vollbringt, das kann in seinen Einzelheiten durchschaut werden, und die moderne Initiationswissenschaft kann in dem Durchschauen dessen, was da der Mensch durchmacht, ziemlich weit kommen.

[ 27 ] This is indeed the view that a human being has as he descends from the cosmic worlds into earthly existence: that he passes from an experience of divine-spiritual hierarchies to images of them. But these images of beings gradually become constellations, and the human being enters into something that—I would say—he initially sees from behind: he enters into what presents itself to him here on Earth as the cosmos. What the human being accomplishes there can be understood in detail, and modern initiatory science can go quite far in understanding what the human being goes through there.

[ 28 ] Gerade durch Einzelheiten auf diesem Gebiete lernt man eigentlich das Leben erst kennen. Denn niemand kennt das Leben, der den Menschen nur im Zusammenhang mit dem Erdendasein zu betrachten in der Lage ist. Was ist uns denn da viel unser Zusammenhang mit dem Erdendasein? In den ungeheuer langen Zeiten zwischen dem Tode und einer neuen Geburt ist uns ja die Erde zunächst nichts, und dasjenige, was uns nur, ich möchte sagen, als Außerlichkeit entgegenleuchtet, das ist für uns in dieser langen Zeit in ganze Götterwelten gewandelt, in denen wir dann leben, und die erst wiederum sich in ihrer Außenseite als Sterne zeigen, wenn wir uns der Erde nahen für ein neues irdisches Dasein.

[ 28 ] It is precisely through details in this area that one truly comes to know life. For no one knows life who is capable of viewing human beings only in the context of earthly existence. What, after all, does our connection to earthly existence matter to us? During the immeasurably long periods between death and a new birth, the Earth is, after all, of no consequence to us at first; and that which appears to us, I might say, merely as an external reality has, during this long time, been transformed into entire worlds of the gods, in which we then live, and which only reveal themselves externally as stars when we approach the Earth for a new earthly existence.

[ 29 ] Was der Mensch zuerst als den Geistkeim seines physischen Leibes gewoben hat, das weiß er zunächst eins mit dem ganzen Weltenall, mit dem geistigen Weltenall. Dann, indem er nur die Offenbarung der göttlich-geistigen Welten sieht, wird das immer mehr und mehr sein Leib, der jetzt auch ein Nachbild des Kosmos ist. Und aus diesem seinem Leibe tritt die Begierde für ein irdisches Dasein auf, ein IchBewußtsein in seinem Leibe.

[ 29 ] What a human being first wove as the spiritual seed of his physical body, he initially knows to be one with the entire universe, with the spiritual universe. Then, as he perceives only the revelation of the divine-spiritual worlds, this increasingly becomes his body, which is now also a reflection of the cosmos. And from this body of his arises the longing for an earthly existence, a sense of “I” within his body.

[ 30 ] In diesem Leibe ist nun noch vieles unberührt vom Erdendasein, denn es ist ja ein Geistleib. So zum Beispiel ist es für diesen Leib zunächst in einem gewissen Stadium noch völlig unentschieden, ob der Mensch bei seinem nächsten Erdendasein eine männliche oder eine weibliche Persönlichkeit sein wird. Denn während dieser ganzen Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt bis in ein sehr spätes Stadium, bevor man auf Erden geboren wird, hat es gar keinen Sinn, nach Mann und Weib zu fragen. Das sind ganz andere Verhältnisse als die, welche sich auf Erden spiegeln als Mann und Weib. Es gibt auch Verhältnisse, die sich in dem geistigen Dasein abspielen und die sich auf Erden spiegeln; aber das, was als Mann und Weib auf Erden auftritt, das gewinnt erst eine Bedeutung verhältnismäßig spät, bevor man zur Erde heruntersteigt. Und wir können in den Einzelheiten verfolgen, wie das Menschenwesen — wenn es nach gewissen früheren, karmischen Zusammenhängen glaubt, im kommenden Erdendasein am besten dieses Erdendasein als Frau durchzumachen — beim Heruntersteigen nach dem irdischen Dasein, um sich dann mit dem physischen Menschenkeim zu verbinden, sich jene Zeit wählt, die hier auf Erden als die Vollmondszeit geschaut wird.

[ 30 ] In this body, much remains untouched by earthly existence, for it is, after all, a spiritual body. For example, at a certain stage, it is still completely undecided for this body whether the human being will be a male or female personality in his or her next earthly existence. For during this entire period between death and a new birth—right up to a very late stage before one is born on Earth—it makes no sense at all to ask about male and female. These are entirely different conditions than those reflected on Earth as male and female. There are also relationships that play out in spiritual existence and are reflected on Earth; but what appears as male and female on Earth only gains significance relatively late, before one descends to Earth. And we can trace in detail how the human being—if, based on certain earlier karmic connections, it believes that in its coming earthly life it would be best to experience this earthly existence as a woman—chooses, upon descending into earthly existence to then unite with the physical human embryo, the time that is regarded here on Earth as the time of the full moon.

[ 31 ] Also wir können sagen: Blicken wir von der Erde aus in irgendeiner Gegend nach dem Vollmond, dann haben wir diejenige Zeit, die sich die Wesen wählen, um zur Erde herunterzusteigen, die Frauen werden wollen. Da erst wird das entschieden. Und die Neumondzeit ist diejenige Zeit, die sich die Wesen wählen, die Männer werden wollen. So daß also der Mensch durch das Mondentor in das irdische Dasein eintritt. Aber die Kraft, die der Mann braucht, um in das Erdenieben einzutreten, wird dann ins Weltenall hinausgeströmt; man geht ihr entgegen, indem man vom Weltenall hereinkommt, und sie wird vom Monde ausgestrahlt, wenn er für die Erde Neumond ist. Die Kraft, welche die Frau braucht, wird ausgestrahlt vom Monde, wenn er Vollmond ist; da ist seine beleuchtete Seite der Erde zu gerichtet, seine unbeleuchtete Seite geht ins Weltenall hinaus, und diese Kraft, die der Mond an seiner unbeleuchteten Seite ins Weltenall hinaussenden kann, die braucht das Menschenwesen, wenn es Frau werden will.

[ 31 ] So we can say: When we look up at the full moon from Earth in any region, that is the time chosen by the beings who wish to become women to descend to Earth. That is when the decision is made. And the new moon is the time chosen by the beings who wish to become men. Thus, human beings enter earthly existence through the gate of the Moon. But the power that a man needs to enter the earthly realm then flows out into the cosmos; one meets it by coming in from the cosmos, and it is radiated by the Moon when it is a new moon as seen from Earth. The force that a woman needs is radiated by the Moon when it is full; at that time, its illuminated side faces the Earth, while its unilluminated side extends out into the cosmos, and this force—which the Moon can send out into the cosmos from its unilluminated side—is what the human being needs if it wishes to become a woman.

[ 32 ] Was ich Ihnen jetzt geschildert habe, das zeigt Ihnen, daß der alte Gedanke der Astrologie, der nur durch die landläufigen Astrologen heute vollständig in die Dekadenz gebracht worden ist, seine gute Begründung hatte. Man muß nur die Dinge innerlich anschauen können, wie sie zusammenhängen. Man muß auch nicht bloß rechnend auf die physische Konstellation hinschauen, sondern das entsprechende Geistige davon durchschauen, Da ist es wirklich möglich, in Einzelheiten einzugehen.

[ 32 ] What I have just described to you shows that the ancient concept of astrology—which has been brought to complete decadence today solely by so-called astrologers—had sound grounds. One need only be able to look inwardly at how things are connected. One must not merely look at the physical constellations in a calculating way, but must see through to their corresponding spiritual aspects. Then it is truly possible to go into detail.

[ 33 ] Nicht wahr, in einem bestimmten Stadium kommt ja der Mensch aus dem Kosmos herunter. Aus dem geistigen Kosmos tritt er in den ätherischen Kosmos ein. Und ich rede eigentlich jetzt noch ganz vom ätherischen Kosmos; das Physische der Sterne kommt dabei weniger in Betracht, auch das Physische des Mondes kommt weniger noch in Betracht. Das wesentliche Moment, der wesentliche Augenblick, wo der Mensch die Entscheidung trifft, auf die Erde herunterzukommen, hängt, wie ich es geschildert habe, vom Mondstadium, von den Mondenverhältnissen ab. Aber der Mensch ist ja bei diesem Herunterkommen öfter dem Vollmond oder Neumond ausgesetzt, und so kann es sein, daß der Mensch sich zunächst gewissermaßen einem entscheidenden Neumond aussetzt, um Mann zu werden, oder einem entscheidenden Vollmond, um Frau zu werden. Dann aber — es geht ja das Heruntersteigen nicht so schnell, er bleibt längere Zeit exponiert —, dann kann er auch irgendwie sich noch entscheiden, wenn er durch den Neumond als Mann heruntersteigt, trotzdem noch dem kommenden Vollmonde sich auszusetzen. So daß er also die Entscheidung getroffen hat, als Mann herabzusteigen: er hat die Neumondkräfte dazu verwendet; aber er hat noch während seines Abstieges den weiteren Mondengang zu seiner Verfügung, den Vollmondgang. Da erfüllt er sich mit den Mondenkräften dann so, daß diese nun nicht auf sein Verhältnis als Mann oder Weib wirken, sondern vorzugsweise auf seine Hauptesorganisation und auf das, was mit der Hauptesorganisation von außen, vom Kosmos her zusammenhängt, wenn gerade die Konstellation eintritt, von der ich jetzt gesprochen habe. Wenn also der Mensch die Entscheidung getroffen hat: Ich werde Mann durch eine Neumondszeit — und dann noch im Weltenall weiterlebt, so daß er noch nicht ganz durch den Mondeneinfluß durchgegangen ist, sondern noch der nächsten Vollmondzeit ausgesetzt ist, dann bekommt er durch die Einwirkung der Mondenkräfte in diesem Zustande zum Beispiel braune Augen und schwarze Haare. So daß wir sagen können: Durch die Art und Weise, wie der Mensch an dem Mond vorbeikommt, wird nicht nur sein Geschlecht bestimmt, sondern seine Haarfarbe und seine Augenfarbe. Ist der Mensch zum Beispiel als Frau an dem Vollmond vorbeigegangen und setzt sich nachher noch dem Neumond aus, so kann er als Frau blaue Augen und blonde Haare bekommen.

[ 33 ] Isn’t it true that, at a certain stage, the human being descends from the cosmos? From the spiritual cosmos, he enters the etheric cosmos. And I am actually still speaking entirely of the etheric cosmos; the physical aspect of the stars is of less consideration here, and the physical aspect of the Moon is of even less consideration. The crucial moment, the decisive instant when a human being makes the decision to descend to Earth, depends—as I have described—on the lunar stage, on the conditions of the Moon. But during this descent, the human being is often exposed to the full moon or the new moon, and so it may be that the human being initially exposes themselves, so to speak, to a decisive new moon in order to become a man, or to a decisive full moon in order to become a woman. But then—since the descent does not happen so quickly, and the person remains exposed for a longer period of time—he or she may still somehow decide, even after descending as a man through the new moon, to nevertheless expose themselves to the coming full moon. So, having made the decision to descend as a man—having used the forces of the new moon for this purpose— but even during his descent, he still has the subsequent lunar phase at his disposal—the full moon phase. During this time, he imbues himself with the lunar forces in such a way that these forces no longer act upon his relationship as a man or a woman, but rather primarily upon his head organization and upon that which is connected to the head organization from the outside, from the cosmos, precisely when the constellation I have just described occurs. So if a person has made the decision: “I will become a man during a new moon phase”—and then continues to live in the universe so that they have not yet fully passed through the lunar influence but are still exposed to the next full moon phase—then, through the influence of the lunar forces in this state, they will, for example, develop brown eyes and black hair. So we can say: The way a person passes through the moon determines not only their sex but also their hair color and eye color. If, for example, a person has passed through the full moon as a woman and is subsequently still exposed to the new moon, they may develop blue eyes and blond hair as a woman.

[ 34 ] So grotesk sich das ausnimmt, so sind wir durchaus prädestiniert durch die Art unseres Erlebens aus dem Kosmos heraus, wie wir als Seelisch-Geistiges in unseren physischen und ätherischen Organismus hier hineinarbeiten. Es ist durchaus vorher nicht entschieden, ob wir ein Blondkopf oder ein Schwarzkopf werden. Das entscheiden erst beim Vorbeigehen, beim Heruntergehen aus dem Kosmos in das irdische Dasein die Mondenkräfte.

[ 34 ] As grotesque as this may seem, we are indeed predestined—by the very nature of our experience emerging from the cosmos—to work our way into this world as soul-spiritual beings within our physical and etheric organisms. It is by no means predetermined whether we will have blond or black hair. That is decided only as we pass through, as we descend from the cosmos into earthly existence, by the forces of the Moon.

[ 35 ] Und ebenso wie wir am Monde vorbeikommen, der uns eigentlich hereingeleitet ins irdische Dasein, so kommen wir ja an den anderen Planeten vorbei. Es ist nicht einerlei, ob wir zum Beispiel in der einen oder in der anderen Art, sagen wir, am Saturn vorbeikommen. Wir können zum Beispiel am Saturn dadurch vorbeikommen, daß zusammenwirken durch die besondere Konstellation die Kraft des Saturn mit der Kraft des Löwen im Tierkreise. Dadurch, daß wir gerade die Region des Saturn passieren, wenn der Saturn in seiner Kraft verstärkt wird durch den Löwen im Tierkreise, dadurch gewinnen wir in der Seele, allerdings bedingt durch unser vorhergehendes Karma, die Kraft, äußeren Lebenszufällen gescheit zu begegnen, so daß sie uns nicht immer niederwerfen. Steht der Saturn mehr, sagen wir, unter der Gewalt des Steinbocks, dann werden wir schwache Menschen, die zusammensinken unter den äußerlichen Lebensverhältnissen.

[ 35 ] And just as we pass by the Moon—which actually ushers us into earthly existence—so too do we pass by the other planets. It is not a matter of indifference whether, for example, we pass by Saturn in one way or another. For example, we can pass Saturn when, through a particular constellation, the power of Saturn interacts with the power of Leo in the zodiac. By passing through the region of Saturn precisely when Saturn’s power is strengthened by Leo in the zodiac, we gain in our soul—though this is conditioned by our previous karma—the strength to face the vicissitudes of life wisely, so that they do not always overwhelm us. If Saturn is, let’s say, more under the influence of Capricorn, then we become weak human beings who crumble under the external circumstances of life.

[ 36 ] Alles das tragen wir in uns, indem wir von dem Kosmos herein unser irdisches Dasein vorbereiten. Natürlich kann das durch die entsprechende Erziehung besiegt werden, aber nicht dadurch, daß wir nach Ansicht der Materialisten sagen: Das ist alles Unsinn, das braucht man alles nicht zu berücksichtigen —, sondern gerade dadurch kann es besiegt werden, daß wir diese Kräfte entwickeln, daß wir sie wirklich entwickeln. Und die Menschheit wird in der Zukunft wiederum lernen, nicht bloß hinzuschauen — und gegen dieses Hinschauen soll gar nichts eingewendet werden —, ob ein Kind gute Milch bekommt und gute Nahrung, sondern die Menschheit wird auch wiederum lernen, hinzuschauen, ob in diesem oder jenem Menschen Saturnkräfte oder Jupiterkräfte unter diesem oder jenem Einfluß wirksam sind.

[ 36 ] We carry all of this within us as we prepare for our earthly existence from within the cosmos. Of course, this can be overcome through appropriate education, but not by saying, as the materialists do, “That’s all nonsense; there’s no need to take any of it into account”—rather, it can be overcome precisely by developing these forces, by truly developing them. And in the future, humanity will once again learn not merely to observe—and there is absolutely no objection to this observation—whether a child receives good milk and good nourishment, but humanity will also once again learn to observe whether Saturn forces or Jupiter forces are at work in this or that person under this or that influence.

[ 37 ] Sagen wir, wir finden an einem Menschen, daß er durch sein Karma in sich trägt Saturnkräfte unter dem ungünstigsten Einfluß, zum Beispiel unter dem Einfluß des Steinbocks oder Wassermanns, so daß er allen Lebensschwierigkeiten ausgesetzt ist, dann werden wir sorgfältigst nach anderen Kräften in diesem Menschen suchen, wenn wir ihn stark machen wollen. Wir werden uns zum Beispiel fragen: Hat er den Durchgang durch die Jupitersphäre, durch die Marssphäre oder durch irgendeine andere Sphäre durchgemacht? — Und man wird immer eines durch das andere korrigieren und paralysieren können.

[ 37 ] Let’s say we find that, due to their karma, a person carries within them Saturn forces under the most unfavorable influence—for example, under the influence of Capricorn or Aquarius—so that they are exposed to all of life’s difficulties. In that case, if we want to make them strong, we will search most carefully for other forces within this person. We will ask ourselves, for example: Have they passed through the sphere of Jupiter, the sphere of Mars, or any other sphere? — And one will always be able to correct and neutralize one influence through another.

[ 38 ] Man wird eben lernen müssen, den Menschen nicht nur im Zusammenhange mit dem zu denken, was er im irdischen Dasein zu essen oder zu trinken beginnt, sondern man wird den Menschen im Zusammenhange betrachten müssen mit dem, was er dadurch wird, daß er durch die kosmischen Welten hindurchgeht zwischen dem Tode und einer neuen Geburt.

[ 38 ] We will simply have to learn to think of human beings not only in connection with what they begin to eat or drink during their earthly existence, but we will have to consider them in connection with what they become as they pass through the cosmic worlds between death and a new birth.

[ 39 ] Wenn der Mensch schon nahe ist seiner irdischen Laufbahn, dann tritt eigentlich für ihn eine Art von Verlust seines Wesens ein. Er war ja, wie Sie aus meiner Darstellung ersehen, verbunden mit dem, was er sich als den Geistkeim seines physischen Leibes gewoben hat. Er hat dann diesen Geistkeim noch durchwoben mit den Erfahrungen des Heruntersteigens durch Fixsterne und Planeten. In einem bestimmten Stadium, ganz nahe schon an der Konzeption und Geburt, ist der Geistkeim nicht mehr da. Dieser Geistkeim ist mittlerweile mit seinen Kräften als Kraftsystem auf die Erde hinuntergestiegen. Er ist dem Menschen entfallen. Er hat sich auf Erden selbständig mit der physischen Vererbungssubstanz verbunden, die durch die Vorfahren, durch Vater und Mutter gegeben werden. Was da im Organismus gewoben wird, geht eher auf die Erde hinunter als der Mensch als geistig-seelisches Wesen selbst. Und dann, wenn der Mensch so fühlt, daß er eigentlich dasjenige, was er im Kosmos erst selbst gewoben hat, abgegeben hat an die Eltern, dann ist er im letzten Stadium vor seinem irdischen Dasein imstande — weil er eben nicht mehr zu weben hat an seinem physischen Leib, der im wesentlichen fertig und auch schon der Vererbungsströmung abgegeben und eingegliedert ist —, dann ist er imstande, aus dem Weltenäther heraus anzuziehen, was er selber als Ätherorganismus braucht. Jetzt zieht er seinen Ätherorganismus zusammen. Und zusammen mit diesem Ätherorganismus verbindet er sich mit dem, was er nun selber vorbereitet hat durch die Eltern. Er übernimmt seinen physischen Leib, in dem dieses ganze kosmische Gewebe des Geistkeimes zusammengezogen ist, und in das hineinverwoben ist, was der Mensch selber beim Heruntersteigen damit verbunden hat, indem er durch diese oder jene Sternenregion durchgegangen ist. Er geht ja nicht nach Willkür durch Neumond oder Vollmond durch und läßt sich dadurch etwa nach Willkür Mann oder Weib werden, oder schwarze oder bionde Haare haben, oder blaue oder braune Augen, sondern das alles hängt innig zusammen mit dem, was die Ergebnisse seines früheren Karma sind.

[ 39 ] When a person is nearing the end of their earthly journey, they actually experience a kind of loss of their very being. As you can see from my description, they were connected to what they had woven as the spiritual seed of their physical body. They then interwove this spiritual seed with the experiences of their descent through fixed stars and planets. At a certain stage, very close to conception and birth, the spiritual seed is no longer there. This spiritual seed has meanwhile descended to Earth with its forces as a system of forces. It has been lost to the human being. On Earth, it has independently connected itself with the physical hereditary substance passed down through the ancestors, through the father and mother. What is woven into the organism there descends to Earth rather than the human being as a spiritual-soul being itself. And then, when a human being feels that he has, in fact, surrendered to his parents that which he himself first wove in the cosmos, he is then, in the final stage before his earthly existence—precisely because he no longer has to weave at his physical body, which is essentially complete and has already been surrendered to and integrated into the stream of heredity— then he is able to draw from the world ether what he himself needs as an etheric organism. Now he draws his etheric organism together. And together with this etheric organism, he unites with what he has now prepared for himself through his parents. He takes on his physical body, in which this entire cosmic fabric of the spirit germ is drawn together, and into which is woven what the human being himself has connected to it during his descent as he passed through this or that stellar region. After all, the human being does not pass through the new moon or full moon at random and thereby become, say, a man or a woman at random, or have black or blond hair, or blue or brown eyes; rather, all of this is intimately connected with the results of his or her past karma.

[ 40 ] Aus alledem aber werden Sie ersehen, daß der Mensch, während er im Schlafzustande nur Nachbilder der planetarischen Welt, der Fixsternwelt als sein Inneres durchmacht, er jetzt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt diese Welten in ihrer Wirklichkeit durchmacht. Er geht durch sie hindurch, sie werden sein Inneres. Und die Mondenkräfte sind es immer, die uns auf die Erde zurückbringen. Sie unterscheiden sich wesentlich dadurch von allen anderen Sternenkräften, daß sie uns auf die Erde zurückbringen. Sie bringen uns im Schlafe auf die Erde zurück, sie bringen uns auch auf die Erde zurück, wenn wir alles das, was ich skizzenhaft geschildert habe, durchgemacht haben, um wiederum zu einem Lebenslauf auf die Erde zu kommen.

[ 40 ] From all this, however, you will see that while in the state of sleep a person experiences only afterimages of the planetary world and the world of the fixed stars as their inner life, between death and a new birth they now experience these worlds in their reality. They pass through them; they become their inner life. And it is always the forces of the Moon that bring us back to Earth. They differ fundamentally from all other stellar forces in that they bring us back to Earth. They bring us back to Earth in sleep, and they also bring us back to Earth when we have gone through everything I have outlined, so that we may once again embark on a life course on Earth.

[ 41 ] Aber sehen wir uns noch einmal dasjenige an, was da zwischen dem Einschlafen und Aufwachen als astralische und Ich-Organisation außerhalb des physischen Leibes ist. Aus physischen Knochen und physischem Blut ist es nicht gewoben, es ist ein Geistig-Seelisches. Aber hinein verwoben ist unser ganzer moralischer Wert. So wie wir hier wachend aus Knochen und Blut und Nerven bestehen, so besteht das, was beim Einschlafen aus uns herausgeht und beim Aufwachen in uns wieder hereingeht, aus den real gewordenen Beurteilungen unserer eigenen moralischen Taten.

[ 41 ] But let us take another look at what exists between falling asleep and waking up—that astral and “I” organization outside the physical body. It is not woven from physical bones and physical blood; it is a spiritual-soul entity. But woven into it is our entire moral worth. Just as we, while awake, consist of bones, blood, and nerves, so that which leaves us when we fall asleep and returns to us when we wake up consists of the judgments of our own moral deeds that have become reality.

[ 42 ] Habe ich während des Tages eine gute Handlung vollbracht, so ist ihre Wirkung abbildlich in meinem Schlafesleib in dem GeistigSeelischen drinnen, das in der Nacht herausgeht. Meine moralische Qualität lebt da drinnen. Und wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, da trägt er realisiert seine ganze moralische Bewertung mit. Der Mensch erzeugt in der Tat in sich einen zweiten Menschen zwischen Geburt und Tod im Erdenleben. Dieser zweite Mensch, der jede Nacht aus dem Leibe herausgeht, der ist das Ergebnis unseres moralischen oder unmoralischen Lebens, und das geht mit uns durch die Todespforte.

[ 42 ] If I have performed a good deed during the day, its effect is reflected in my sleeping body, within the spiritual-soul aspect that departs at night. My moral character lives there within. And when a person passes through the gate of death, he carries his entire moral assessment with him in its realized form. In fact, between birth and death in earthly life, a person creates a second self within himself. This second self, which leaves the body every night, is the result of our moral or immoral life, and it passes through the gate of death with us.

[ 43 ] Dieses Ergebnis, das unserem ewigen Wesenskern eingegliedert ist, es ist ja nicht das einzige, was wir in dem Geistig-Seelischen haben, das in der Nacht aus uns herausgeht. Aber gerade nach dem Tode, wo wir zuerst im Ätherleib, dann im Astralleib sind, sehen wir kaum etwas anderes an uns selbst als diese moralische Wesenheit des Menschen. Ob einer gut oder böse war, das schaut man an: man ist es. Wie man hier ein Haut- oder ein Nerven- oder ein Blut- oder ein Knochenmensch ist, so ist man dort in seiner eigenen Anschauung das, was man moralisch oder unmoralisch war.

[ 43 ] This result, which is integrated into our eternal core being, is not, of course, the only aspect of our spiritual-soul life that leaves us at night. But especially after death, when we are first in the etheric body and then in the astral body, we see hardly anything else in ourselves but this moral essence of the human being. Whether one was good or evil is evident: one simply is it. Just as one is here a human being of skin, nerves, blood, or bone, so there, in one’s own perception, one is what one was morally or immorally.

[ 44 ] Und nun macht man nach dem Tode den Weg hinaus, zuerst durch die Mondensphäre, dann durch die Fixsternsphäre, bis eben in die Zeit hinein, wo man beginnen kann mit den Wesen der höheren Hierarchien zu arbeiten an dem Geistkeim des nächsten physischen Leibes. Aber trüge man dieses Moralische bis in die höchsten Welten hinauf, wo man seinen künftigen physischen Organismus im Geistkeime zu weben hat, da würde dieser physische Organismus eine richtige Mißgeburt werden. Es muß eben eine Zeitlang zwischen dem Tode und einer neuen Geburt der Mensch herausgehoben sein aus dem, was seine moralische Qualität ist. Ja, er läßt die moralische Qualität in der Mondensphäre zurück.

[ 44 ] And now, after death, one makes one’s way out—first through the lunar sphere, then through the sphere of the fixed stars—until one reaches the very moment when one can begin to work with the beings of the higher hierarchies on the spiritual seed of the next physical body. But if one were to carry this moral quality all the way up into the highest worlds, where one must weave one’s future physical organism from the spiritual seed, then this physical organism would become a veritable monstrosity. For a time between death and a new birth, the human being must be lifted out of what constitutes his moral quality. Indeed, he leaves his moral quality behind in the lunar sphere.

[ 45 ] Es ist in der Tat so, daß wir beim Hinausgehen aus der Mondensphäre unseren moralischen oder unmoralischen Menschen in der Mondensphäre zurücklassen und in die reine Sphäre der Götter eintreten, wo wir an unserem physischen Leibe weben können.

[ 45 ] It is indeed the case that, as we leave the lunar sphere, we leave our moral or immoral selves behind in that sphere and enter the pure sphere of the gods, where we can weave our physical bodies.

[ 46 ] Nun muß ich wiederum auf den Unterschied zwischen den älteren Zeiten vor dem Mysterium von Golgatha und denjenigen Zeiten, die dem Mysterium von Golgatha nachgefolgt und heute noch sind, zurückkommen. Die älteren Initiierten haben ihren Schülern und durch diese Schüler der ganzen Menschheit der damaligen Zivilisation klargemacht: Um den Übergang finden zu können aus derjenigen Welt, die ich in meiner «Theosophie» die Seelenwelt genannt habe, und die eigentlich noch ganz in der Mondensphäre durchgemacht wird, um den Übergang zu gewinnen in die Welt, die ich dann das Geisterland genannt habe, muß der Mensch jene Gefühle hier auf Erden sich aneignen, durch die er von dem geistigen Sonnenwesen hinaufgeleitet wird, nachdem er in der Mondensphäre dieses ganze Gepäck seiner moralischen Nachwirkungen zurückgelassen hat.

[ 46 ] Now I must return once more to the difference between the earlier times before the Mystery of Golgotha and those times that followed the Mystery of Golgotha and continue to this day. The earlier initiates made it clear to their students—and through these students, to all of humanity in the civilization of that time—that: In order to make the transition from that world—which I have called the “world of souls” in my *Theosophy* and which is actually still entirely experienced within the lunar sphere—to the world I have called the “land of spirits,” human beings must acquire here on Earth those feelings through which they are guided upward by the spiritual Sun Being, after having left behind in the lunar sphere the entire burden of his moral aftereffects.

[ 47 ] Sehen Sie, alles dasjenige, was uns die Geschichte über die drei ersten christlichen Jahrhunderte, auch noch über das 4. Jahrhundert erzählt, ist ja im Grunde genommen eine Fälschung; denn das Christentum war in diesen Jahrhunderten etwas ganz anderes. Es war etwas anderes, weil diejenige Auffassung in ihm geherrscht hat, die noch aus dem Verstehen der alten Initiationswissenschaft herstammte. Man wußte aus dieser Initiationsweisheit, daß das ganz hohe Sonnenwesen den Menschen aus der Mondensphäre drüben in dem Leben nach dem Tode hinausführte, nachdem er sein moralisches Gepäck zurückgelassen hatte, und ihn wiederum hereinführte beim Zurückkehren in die Mondensphäre. Dadurch hatte der Mensch die Kraft — die er nicht durch sich selbst hätte haben können —, sich diesen moralischen Menschen in einer gewissen Zeit vor der Geburt einzugliedern, damit er dann auf Erden in der Seele sein Schicksal erfüllen könne, damit das nicht in den Leib hineingehe, denn sonst würde ja der Mensch als Mißgeburt geboren werden und ganz krank sein im Leibe. Es muß das wiederum in der Mondensphäre beim Heruntersteigen übernommen werden, damit es nicht in den Leib hineinkommt.

[ 47 ] You see, everything that history tells us about the first three Christian centuries—and even about the 4th century—is, in essence, a forgery; for Christianity was something entirely different during those centuries. It was different because the view that prevailed within it stemmed from an understanding of the ancient science of initiation. From this initiatory wisdom, it was known that the very high solar being led the human being out of the lunar sphere into the life after death—after the human being had left behind his moral baggage—and then led him back in upon his return to the lunar sphere. Through this, the human being had the strength—which he could not have possessed on his own—to integrate this moral being into himself during a certain period before birth, so that he might then fulfill his destiny in the soul on Earth, and so that it would not enter the body; for otherwise, the human being would be born as a deformity and be completely sick in body. This must in turn be taken on in the lunar sphere during the descent, so that it does not enter the body.

[ 48 ] Diejenigen Eingeweihten, die zur Zeit des Mysteriums von Golgatha, ja noch etwa drei bis vier Jahrhunderte hinterher gelebt haben, haben dann ihren Schülern gesagt: Das hohe Sonnenwesen war früher nur oben in den geistigen Welten. Aber mit dem Fortschritte der Menschheit ist das Ich-Bewußtsein auf Erden so hell geworden, daß es um so stärker verdunkelt wird in der geistigen Welt. Je heller nämlich unser Ich-Bewußtsein nur durch den physischen Leib hier unten auf Erden ist, desto dunkler ist es oben. Der Mensch könnte nicht mehr an das Sonnenwesen heran, er würde nicht den Übergang finden durch seine eigene Kraft nach dem Tode aus der Mondensphäre in die höheren Sphären, wenn der Christus nicht heruntergestiegen wäre und durch das Mysterium von Golgatha gegangen wäre. Das Wesen, das der Mensch früher nach dem Tode nur in der geistigen Welt angetroffen hat, das ist heruntergestiegen, lebt nach dem Mysterium von Golgatha hier auf der Erde. Der Mensch kann ein Verhältnis zu ihm gewinnen nach dem Paulusworte: «Nicht ich, sondern der Christus in mir.» Dadurch nimmt sich der Mensch hier von dieser Erde Kraft mit, die ihm der Christus hier auf dieser Erde gibt, um sein Moralwesen, das er als ein selbständiges Wesen in sich erzeugt, in der Mondensphäre zurückzulassen, überzugehen in die höheren Sphären, um da nun zu weben an dem Geistkeim seines physischen Leibes. Und dadurch hat er die Kraft, dann wiederum beim Heruntersteigen durch die Mondensphäre, aus freier Wahl sein Karma zu übernehmen, seine guten und seine bösen Taten in ihren Nachwirkungen. Wir sind freie Menschen geworden im Verlaufe der geschichtlichen Entwickelung. Wir sind es aber deshalb geworden, weil wir schon aus freier innerer Stärke durch die ChristusKraft, die wir uns hier auf Erden erwerben, unser Karma beim Herunterstieg zur Mondensphäre übernehmen. Ganz gleichgültig, ob uns das hier auf Erden gefällt oder nicht gefällt, wir tun es, wenn wir hier auf Erden rechte Christen werden, in diesem Stadium, das ich eben beschrieben habe.

[ 48 ] Those initiates who lived at the time of the Mystery of Golgotha—and indeed for about three to four centuries afterward—told their students: The high solar being used to dwell only in the spiritual worlds above. But with the progress of humanity, ego-consciousness on Earth has become so bright that it is correspondingly more obscured in the spiritual world. For the brighter our ego-consciousness is here on Earth—solely through the physical body—the darker it is above. Humanity would no longer be able to approach the solar being; it would not be able to find the passage—through its own power after death—from the lunar sphere into the higher spheres, had Christ not descended and undergone the Mystery of Golgotha. The Being whom human beings used to encounter only in the spiritual world after death has descended and lives here on Earth following the Mystery of Golgotha. Human beings can establish a relationship with Him in accordance with the words of Paul: “Not I, but Christ in me.” Through this, human beings take with them from this Earth the strength that Christ gives them here on Earth, so that they may leave behind in the lunar sphere the moral being they have developed within themselves as an independent entity, pass into the higher spheres, and there begin to weave at the spiritual seed of their physical body. And through this, they have the strength, upon descending once more through the lunar sphere, to take on their karma of their own free will—their good and evil deeds, along with their aftereffects. We have become free human beings in the course of historical development. But we have become so because, out of our own free inner strength through the Christ-force that we acquire here on Earth, we take on our karma as we descend to the lunar sphere. Regardless of whether we like it or not here on Earth, we do so when we become true Christians here on Earth, at this stage that I have just described.

[ 49 ] So habe ich mich bemüht, Ihnen einiges zu zeigen von dem, wie die moderne Initiationswissenschaft hineinschauen kann in die Welten, die wir die verborgenen Seiten des Menschendaseins nennen können, wie eigentlich alles, was am Menschen ist, nur dadurch aufgeklärt werden kann, daß man in diese verborgenen Seiten hineinschaur. Und ich habe zugleich versucht, im Zusammenhange damit Ihnen zu zeigen, was für die jetzigen Menschen der Christus-Impuls ist; denn auf ihn müssen wir immer wieder zurückkommen. Der Mensch kann nicht ein volles Menschenwesen sein in der Zeit nach dem Mysterium von Golgatha, wenn er nicht den Weg zu diesem Christus-Impuls findet. Und daher muß er schon so werden, daß eine anthroposophische Geisteswissenschaft gerade den Christus-Impuls in der rechten Weise immer mehr und mehr beleuchtet. Denn die Art und Weise, wie er aus einem verdunkelten Bewußtsein heraus beleuchtet worden ist in der Vergangenheit, die würde ja einem großen Teil der Menschheit — denken Sie an die Orientalen, denken Sie an die Bewohner anderer Erdteile — die Möglichkeit nehmen, sich zum Christentum zu bekennen. Dasjenige Christentum, das anthroposophisch geisteswissenschaftlich vertieft ist, wird in der Tat — wenn man nur einmal richtig den Nerv der Geisteswissenschaft, wie sie hier gemeint ist, verstehen wird — gerade von den Orientalen, die eine alte Geistigkeit, wenn auch in der Dekadenz, in sich haben, aufgefaßt werden, mit Sehnsucht aufgefaßt werden.

[ 49 ] I have thus endeavored to show you something of how modern initiatory science can gain insight into the worlds we might call the hidden aspects of human existence, and how, in fact, everything about the human being can only be understood by looking into these hidden aspects. And at the same time, I have tried to show you, in this context, what the Christ impulse means for people today; for we must return to it again and again. Human beings cannot be fully human in the age following the Mystery of Golgotha unless they find the path to this Christ impulse. And that is why they must become such that anthroposophical spiritual science increasingly illuminates the Christ impulse in the right way. For the way in which it has been illuminated in the past from a darkened consciousness would, after all, deprive a large part of humanity—think of the people of the East, think of the inhabitants of other continents—of the possibility of professing Christianity. That Christianity which is deepened by anthroposophical spiritual science will in fact—once the very essence of spiritual science, as understood here, is properly grasped—be received, indeed received with longing, precisely by the people of the East, who possess within themselves an ancient spirituality, even if it is in a state of decline.

[ 50 ] Auf diesem Wege allein kann jener Friede über die Erde kommen, der aus der Seele und aus dem Geiste der Menschen kommen muß, und der der Erde — das fühlt jeder Unbefangene heute — so notwendig ist. Man wird sich noch viel mehr überzeugen müssen, wie wertlos im Grunde genommen heute alles Denken über äußere Institutionen ist, und wie notwendig es dagegen ist, unmittelbar sich an die Seelen zu wenden. An die Seelen aber kann man sich nicht wenden, wenn man diesen Seelen nicht etwas zu sagen weiß über die eigentliche Heimat der Seele, über das, was der Mensch erlebt jenseits des physischen Daseins in denjenigen Bewußtseinszuständen, von denen ich Ihnen heute gesprochen habe. Mögen diese Bewußtseinszustände auch während des irdischen Lebens nicht vorhanden sein, ihre Wirkungen sind vorhanden. Oh, derjenige, der das Leben durchschaut, er sieht in jedem Menschenantlitz ein Abbild der kosmischen Schicksale, die der Mensch durchgemacht hat zwischen dem Tode und einer neuen Geburt!

[ 50 ] Only in this way can that peace come to the earth which must spring from the soul and spirit of human beings, and which—as every open-minded person feels today—is so necessary for the earth. People will have to become even more convinced of how fundamentally worthless all thinking about external institutions is today, and how necessary it is, by contrast, to address the souls directly. But one cannot address the souls unless one knows what to say to them about the soul’s true home, about what a person experiences beyond physical existence in those states of consciousness of which I have spoken to you today. Even if these states of consciousness are not present during earthly life, their effects are present. Oh, the one who sees through life sees in every human face a reflection of the cosmic destinies that the human being has undergone between death and a new birth!

[ 51 ] Ich habe Ihnen heute geschildert, wie das Schicksal, ob man Mann oder Frau geworden ist, aus dem Kosmos heraus begriffen werden kann, wie selbst die Farbe der Augen, die Farbe der Haare erst begrifferi werden können, wenn man ins kosmische Dasein hineinschauen kann. Nichts in dieser Welt ist verständlich, wenn es nicht aus dem Kosmos heraus verstanden wird. Dann erst wird der Mensch sich richtig als Mensch fühlen, wenn wir ihm wieder aus einer wirklichen GeistErkenntnis heraus zu sagen wissen, welches sein Zusammenhang ist mit dem, was hinter dem sinnlich-physischen Dasein steht. Wenn es auch die Menschen der Erde heute noch nicht wissen, unbewußt lechzen sie nach einem solchen Wissen. Und was sich konvulsivisch heute entwickelt auf allen Gebieten, sei es auf dem Gebiete des geistigen, des äußeren rechtlichen oder des wirtschaftlichen Lebens, alles ist zum Schluß eine Wirkung des Geistigen. Alles das kann nur dadurch von Niedergangskräften zu Aufgangskräften gebracht werden, daß der Mensch wiederum etwas wissen lernt von seinem Zusammenhange mit dem außerphysischen Dasein; denn dieses physische Dasein ist nichts, wenn es nicht im Zusammenhange gesehen wird mit dem überphysischen Dasein. Dieser physische Menschenleib gewinnt erst seine Bedeutung, wenn wir ihn gewissermaßen als den Zusammenfluß all jener Hoheitskräfte sehen, die zwischen dem Tode und einer neuen Geburt gewoben werden. Das ist ja die Tragik der materialistischen Welterkenntnis, daß sie zuletzt das Materielle selber nicht kennt. Wir legen den menschlichen Leib auf den Seziertisch, durchforschen ihn sorgfältig nach seinen Geweben und nach seinen einzelnen physischen Bestandteilen. Wir tun das, weil wir die Materie kennenlernen wollen. Wir lernen sie aber auf diesem Weg nicht kennen, denn sie ist Wirkung des Geistes, und wir kennen sie erst, wenn wir sie in jene Stadien zurückverfolgen können, wo sie aus dem Geiste heraus gesponnen wird. Gerade das physisch-materielle Dasein wird für die Menschen erst verständlich werden, wenn sie mit ihrer Seele in das Seelische und Geistige kosmisch hineingeführt werden.

[ 51 ] Today I have described to you how one’s destiny—whether one has become a man or a woman—can be understood from the perspective of the cosmos, and how even the color of one’s eyes and hair can only be understood when one is able to look into cosmic existence. Nothing in this world can be understood unless it is understood from within the cosmos. Only then will human beings truly feel like human beings—when we are once again able to tell them, based on genuine spiritual insight, what their connection is to that which lies behind sensory-physical existence. Even if the people of Earth do not yet know this, they unconsciously yearn for such knowledge. And whatever is developing convulsively today in all areas—be it in the realm of spiritual life, external legal life, or economic life—is ultimately an effect of the spiritual. All of this can only be transformed from forces of decline into forces of ascent if human beings once again come to understand their connection to extra-physical existence; for this physical existence is nothing unless it is viewed in connection with the super-physical existence. This physical human body only gains its significance when we view it, as it were, as the confluence of all those sovereign forces that are woven between death and a new birth. That is, after all, the tragedy of the materialistic worldview: that in the end it does not even know the material itself. We place the human body on the dissection table and carefully examine its tissues and individual physical components. We do this because we want to understand matter. But we do not come to know it in this way, for it is an effect of the spirit, and we will only know it when we can trace it back to those stages where it is spun forth from the spirit. It is precisely physical-material existence that will only become understandable to human beings when they are led, with their souls, into the spiritual and soul-world on a cosmic scale.

[ 52 ] Durchdringen wir uns mit dem Bewußtsein, daß wir immer mehr verstehen sollen, wie wir zusammenhängen mit dem Geistig-Seelischen des Kosmos, dann werden wir richtige Anthroposophen. Und bei Ihnen werde ich ja wohl nicht verlacht werden, wenn ich sage: Die Welt braucht heute richtige Anthroposophen, die aus jenem Bewußtsein heraus einen Aufstieg der Menschheit bewirken, das sich ergibt aus dem Erleben des Geistigen, wenn wir es zunächst auch nur in dem Abbilde begreifen sollten, wenn wir auch nicht selber hellsehend erkennen. Wir brauchen noch nicht hellseherisch zu sein, um wohltätig zu wirken im Besitze einer Geist-Erkenntnis. Geradesowenig wie der Mensch zu wissen braucht, woraus Fleisch besteht, wenn er Fleisch ißt, und dieses Fleisch ihn doch nährt, ebensowenig braucht der Mensch hellseherisch zu sein, um durch seine Arbeit seinen ganzen Zusammenhang mit dem Leben der höheren Welten zu bewirken. Wie wenn der Mensch das Geistige verzehren würde, so ist es, wenn er es annimmt vor dem Hellsehen. Und das Hellsehen fügt im Grunde genommen nichts zu dem hinzu, was wir durch das Geisteswissen der Welt werden können. Es befriedigt nur unsere Erkenntnis, die muß einmal da sein. Es müssen natürlich Leute da sein, die die Zusammensetzung des Fleisches untersuchen, aber zum Essen ist diese Erkenntnis nicht notwendig. So müssen auch Hellseher da sein in der neuen Zeit, die untersuchen können, wie des Menschen Zusammenhang mit der geistigen Welt ist; aber um das, was die Menschheit braucht, zu bewirken, ist notwendig, daß wir gesunde Menschenseelen sind. Die werden seelische Verdauungskraft fühlen, wenn ihnen von der Wissenschaft des Geistigen gesprochen wird, die werden dieses Geistige aufnehmen, es verdauen, es in ihre Arbeit eingliedern. Und das brauchen wir heute über die ganze zivilisierte Welt hin: äußere Menschenarbeit, die im rechten und wahren Sinne durchgeistigt ist.

[ 52 ] If we imbue ourselves with the awareness that we must come to understand more and more how we are connected to the spiritual and soul aspects of the cosmos, then we will become true anthroposophists. And I’m sure you won’t laugh at me when I say: The world today needs true anthroposophists who, out of that awareness—which arises from the experience of the spiritual, even if at first we grasp it only in its reflection, even if we ourselves do not perceive it clairvoyantly—bring about the ascent of humanity. We do not yet need to be clairvoyant to have a beneficial effect through our possession of spiritual knowledge. Just as a person does not need to know what meat is made of when he eats it—and yet that meat nourishes him—so too does a person not need to be clairvoyant in order to bring about, through his work, his full connection with the life of the higher worlds. It is as if a person were consuming the spiritual realm; this is what happens when he accepts it even without clairvoyance. And clairvoyance, when it comes down to it, adds nothing to what we can become through spiritual knowledge of the world. It merely satisfies our curiosity—a curiosity that must exist. Of course, there must be people who study the composition of meat, but this knowledge is not necessary for eating. Likewise, in the new age, there must be clairvoyants who can investigate the nature of humanity’s connection to the spiritual world; but in order to bring about what humanity needs, it is necessary that we be healthy human souls. They will feel a spiritual capacity for assimilation when they hear about the science of the spiritual; they will take in this spiritual content, assimilate it, and incorporate it into their work. And that is what we need today throughout the entire civilized world: outward human work that is spiritualized in the true and proper sense.