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The Relationship of Man to the Starry World
The Spiritual Communion of Mankind
GA 219

1 December 1922, Dornach

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Zweiter Vortrag

Zweiter Vortrag

[ 1 ] Die Vorträge, die ich nun seit einer Reihe von Wochen hier gehalten habe, hatten im wesentlichen die Aufgabe, zu zeigen, wie der Mensch ebenso durch sein geistiges Leben teilnimmt an dem, was wir die Sternenwelt nennen können, wie er dutch sein physisches Erdenleben teilnimmt an dem irdischen Dasein und Geschehen. Man muß im Sinne jener Anschauung, die wir durch die Anthroposophie aufgenommen haben, den Menschen zunächst in diejenigen Kräfte gliedern, die in seinem physischen und in seinem Ätherleib oder Bildekräfteleib liegen, und in diejenigen, die in seinem Ich-Wesen und in seinem astralischen Leib liegen. Sie wissen, daß er diese beiden Seiten seines Wesens in jedem Schlafzustande voneinander trennt.

[ 1 ] Die Vorträge, die ich nun seit einer Reihe von Wochen hier gehalten habe, hatten im wesentlichen die Aufgabe, zu zeigen, wie der Mensch ebenso durch sein geistiges Leben teilnimmt an dem, was wir die Sternenwelt nennen können, wie er dutch sein physisches Erdenleben teilnimmt an dem irdischen Dasein und Geschehen. Man muß im Sinne jener Anschauung, die wir durch die Anthroposophie aufgenommen haben, den Menschen zunächst in diejenigen Kräfte gliedern, die in seinem physischen und in seinem Ätherleib oder Bildekräfteleib liegen, und in diejenigen, die in seinem Ich-Wesen und in seinem astralischen Leib liegen. Sie wissen, daß er diese beiden Seiten seines Wesens in jedem Schlafzustande voneinander trennt.

[ 2 ] Lenken wir einmal für einige Augenblicke den Blick auf diesen schlafenden Menschen. Da haben wir auf der einen Seite also den physischen Menschenleib, den ätherischen oder Bildekräfteleib, bewußtlos, aber auch bewußtlos die Ich-Wesenheit und den astralischen Leib. Wir können nun fragen: Gibt es auch eine Beziehung zwischen diesen beiden bewußtlosen Seiten der Menschennatur während des Schlafzustandes? - Wir wissen, daß es im Wachzustande, in dem das gewöhnliche Bewußtsein des heutigen Menschen zustande kommt, diejenige Beziehung gibt, die auflebt durch das Denken, durch das Fühlen, durch das Wollen. Wir müssen uns das so vorstellen, daß, wenn die Ich-Wesenheit und der astralische Leib gewissermaßen untertauchen in den ätherischen Leib und in den physischen Leib, dann aus diesem Zusammensein aufflackern Denken, Fühlen, Wollen.

[ 2 ] Lenken wir einmal für einige Augenblicke den Blick auf diesen schlafenden Menschen. Da haben wir auf der einen Seite also den physischen Menschenleib, den ätherischen oder Bildekräfteleib, bewußtlos, aber auch bewußtlos die Ich-Wesenheit und den astralischen Leib. Wir können nun fragen: Gibt es auch eine Beziehung zwischen diesen beiden bewußtlosen Seiten der Menschennatur während des Schlafzustandes? - Wir wissen, daß es im Wachzustande, in dem das gewöhnliche Bewußtsein des heutigen Menschen zustande kommt, diejenige Beziehung gibt, die auflebt durch das Denken, durch das Fühlen, durch das Wollen. Wir müssen uns das so vorstellen, daß, wenn die Ich-Wesenheit und der astralische Leib gewissermaßen untertauchen in den ätherischen Leib und in den physischen Leib, dann aus diesem Zusammensein aufflackern Denken, Fühlen, Wollen.

[ 3 ] Denken, Fühlen, Wollen sind nun im schlafenden Menschen nicht vorhanden. Aber wenn wir hinschauen auf den physischen Erdenleib, dann werden wir sagen müssen: In diesem physischen Erdenleib sind wirksam alle diejenigen Kräfte, welche zum Erdendasein nach unserer Menschenbeobachtung gehören. -— Wir können diesen physischen Menschenleib abwägen, und wir werden finden, daß er ein Gewicht hat. Man könnte an diesem physischen Menschenleib — oder man kann sich wenigstens hypothetisch vorstellen, daß man es könnte — Untersuchungen anstellen, wie stoffliche Vorgänge sich in ihm abspielen. Man würde solche stofflichen Vorgänge in ihm finden, die Fortsetzung jener Vorgänge sind, die wir draußen im Erdendasein finden, die durch die Ernährung sich fortsetzen in des Menschen Inneres. Wir finden im physischen Leib auch dasjenige, was durch den Atmungsprozeß sich vollzieht. Nur ist gewissermaßen herabgedämmert oder in völlige Finsternis getaucht alles das, was von der Kopforganisation des Menschen ausgeht, was dem Sinnes-Nervensystem angehört.

[ 3 ] Denken, Fühlen, Wollen sind nun im schlafenden Menschen nicht vorhanden. Aber wenn wir hinschauen auf den physischen Erdenleib, dann werden wir sagen müssen: In diesem physischen Erdenleib sind wirksam alle diejenigen Kräfte, welche zum Erdendasein nach unserer Menschenbeobachtung gehören. -— Wir können diesen physischen Menschenleib abwägen, und wir werden finden, daß er ein Gewicht hat. Man könnte an diesem physischen Menschenleib — oder man kann sich wenigstens hypothetisch vorstellen, daß man es könnte — Untersuchungen anstellen, wie stoffliche Vorgänge sich in ihm abspielen. Man würde solche stofflichen Vorgänge in ihm finden, die Fortsetzung jener Vorgänge sind, die wir draußen im Erdendasein finden, die durch die Ernährung sich fortsetzen in des Menschen Inneres. Wir finden im physischen Leib auch dasjenige, was durch den Atmungsprozeß sich vollzieht. Nur ist gewissermaßen herabgedämmert oder in völlige Finsternis getaucht alles das, was von der Kopforganisation des Menschen ausgeht, was dem Sinnes-Nervensystem angehört.

[ 4 ] Wenn wir dann den ätherischen Leib in Betracht ziehen, der den physischen durchzieht, so ist es allerdings nicht so leicht, sich Aufklärung darüber zu verschaffen, wie nun dieser ätherische Leib während des Schlafzustandes wirkt. Aber wer schon etwas eingedrungen ist in das, was Geisteswissenschaft über den Menschen zu sagen hat, wird unschwer erkennen, wie der Mensch auch dutch seinen Ätherleib schlafend in alledem lebt, was eben die ätherischen Verhältnisse, die ätherischen Kräfte im Umkreise des Erdendaseins sind. So daß wir sagen können: Wir finden innerhalb des physischen Körpers alles das wirksam im Schlafzustande, was dem Erdendasein angehört; wir finden wirksam im ätherischen Leib alles, was eben der die Erde umhüllenden und sie durchdringenden Ätherwelt angehört.

[ 4 ] Wenn wir dann den ätherischen Leib in Betracht ziehen, der den physischen durchzieht, so ist es allerdings nicht so leicht, sich Aufklärung darüber zu verschaffen, wie nun dieser ätherische Leib während des Schlafzustandes wirkt. Aber wer schon etwas eingedrungen ist in das, was Geisteswissenschaft über den Menschen zu sagen hat, wird unschwer erkennen, wie der Mensch auch dutch seinen Ätherleib schlafend in alledem lebt, was eben die ätherischen Verhältnisse, die ätherischen Kräfte im Umkreise des Erdendaseins sind. So daß wir sagen können: Wir finden innerhalb des physischen Körpers alles das wirksam im Schlafzustande, was dem Erdendasein angehört; wir finden wirksam im ätherischen Leib alles, was eben der die Erde umhüllenden und sie durchdringenden Ätherwelt angehört.

[ 5 ] Nun wird die Sache aber schwieriger, wenn wir unser Augenmerk — selbstverständlich das seelische Augenmerk - auf das lenken, was nun außerhalb des physischen und des Ätherleibes ist, wenn wir es auf die Ich-Wesenheit und auf die astralische Wesenheit des Menschen lenken. Wir können unmöglich uns der Vorstellung hingeben, daß diese IchWesenheit, diese astralische Wesenheit des Menschen etwas zu tun haben mit der physischen Erde, etwas zu tun haben mit dem, was als Äther die Erde umgibt und durchdringt.

[ 5 ] Nun wird die Sache aber schwieriger, wenn wir unser Augenmerk — selbstverständlich das seelische Augenmerk - auf das lenken, was nun außerhalb des physischen und des Ätherleibes ist, wenn wir es auf die Ich-Wesenheit und auf die astralische Wesenheit des Menschen lenken. Wir können unmöglich uns der Vorstellung hingeben, daß diese IchWesenheit, diese astralische Wesenheit des Menschen etwas zu tun haben mit der physischen Erde, etwas zu tun haben mit dem, was als Äther die Erde umgibt und durchdringt.

[ 6 ] Was da nun stattfindet während des Schlafes — ich habe es Ihnen ja, ich möchte sagen, beschreibend angegeben in den Vorträgen, die ich hier vor kurzem gehalten habe; ich willes heute von einem andern Gesichtspunkte aus skizzieren —, was in der Ich-Wesenheit und im astralischen Leibe des Menschen vorgeht, können wir eben nur dann erkennen, wenn wit durch Geisteswissenschaft eindringen in das, was außerhalb der physischen Kräfteentwickelungen und außerhalb der ätherischen Kräftewirkungen noch auf der Erde, um die Erde herum vorgeht.

[ 6 ] Was da nun stattfindet während des Schlafes — ich habe es Ihnen ja, ich möchte sagen, beschreibend angegeben in den Vorträgen, die ich hier vor kurzem gehalten habe; ich willes heute von einem andern Gesichtspunkte aus skizzieren —, was in der Ich-Wesenheit und im astralischen Leibe des Menschen vorgeht, können wir eben nur dann erkennen, wenn wit durch Geisteswissenschaft eindringen in das, was außerhalb der physischen Kräfteentwickelungen und außerhalb der ätherischen Kräftewirkungen noch auf der Erde, um die Erde herum vorgeht.

[ 7 ] Da richten wir zunächst unseren Blick auf die Pflanzenwelt. Wir sehen die Pflanzenwelt alljährlich — wenigstens der Hauptsache nach, insofern es sich nicht um die dauernden Bäume und dergleichen handelt - im Frühling aus der Erde heraussprießen. Wir sehen sie dann immer farbiger und üppiger werden, und wir sehen sie mit dem Herbste wiederum verwelken. Wir sehen sie in gewissem Sinne von der Erde verschwinden, wenn die Erde sich mit Schnee bedeckt.

[ 7 ] Da richten wir zunächst unseren Blick auf die Pflanzenwelt. Wir sehen die Pflanzenwelt alljährlich — wenigstens der Hauptsache nach, insofern es sich nicht um die dauernden Bäume und dergleichen handelt - im Frühling aus der Erde heraussprießen. Wir sehen sie dann immer farbiger und üppiger werden, und wir sehen sie mit dem Herbste wiederum verwelken. Wir sehen sie in gewissem Sinne von der Erde verschwinden, wenn die Erde sich mit Schnee bedeckt.

[ 8 ] Das ist aber nur die eine Seite in der Entfaltung der Pflanzenwelt. Das physische Erkennen sagt uns, daß diese Entfaltung der Pflanzenwelt im Frühling, ihr Verwelken gegen den Herbst zu, mit der Sonne zusammenhängen. Das physische Erkennen zeigt uns auch, wie zum Beispiel der grüne Farbstoff der Pflanzenwelt sich allein unter dem Einfluß des Sonnenlichtes bilden kann. Was also sich innerhalb der physischen Wirkung vollzieht, das zeigt uns das physische Erkennen; nicht aber zeigt es uns, daß, während sich das alles abspielt: Hervorsprießen, Grünen, Blühen, Verwelken der Pflanzen — auch Geistiges vorgeht. Aber geradeso wie in dem physischen Menschenorganismus sich zum Beispiel der Blutkreislauf vollzieht, wie sich die ätherischen Vorgänge im physischen Organismus als Gefäßwirkungen und so weiter äußern, und wie doch dieser physische Menschenorganismus durchzogen ist von dem Seelisch-Geistigen, so sind auch die Vorgänge, welche sich in dem Sprießen, Grünwerden, Blühen, Verwelken der Pflanzen abspielen und die wir als physische Vorgänge beobachten, überall durchsetzt und durchzogen von geistigen und seelischen Weltenwirkungen. Und wie wir, wenn wir das Antlitz eines Menschen sehen — wenn sein Blick auf uns fällt, sein Mienenspiel, vielleicht die Rötung seines Gesichtes sich uns zeigt -, dann nach unserem Zusammenleben mit der übrigen Menschenwelt gar nicht anders können, als gewissermaßen durch das Physische durch auf das Seelische, auf das Geistige unseren seelischen Blick zu richten, so sollen wir uns angewöhnen, auch in dem, was da in der — wenn ich so sagen darf Physiognomie und Färbungsänderung der Pflanzendecke unserer Erde vor sich geht, ein Geistig-Seelisches zu sehen.

[ 8 ] Das ist aber nur die eine Seite in der Entfaltung der Pflanzenwelt. Das physische Erkennen sagt uns, daß diese Entfaltung der Pflanzenwelt im Frühling, ihr Verwelken gegen den Herbst zu, mit der Sonne zusammenhängen. Das physische Erkennen zeigt uns auch, wie zum Beispiel der grüne Farbstoff der Pflanzenwelt sich allein unter dem Einfluß des Sonnenlichtes bilden kann. Was also sich innerhalb der physischen Wirkung vollzieht, das zeigt uns das physische Erkennen; nicht aber zeigt es uns, daß, während sich das alles abspielt: Hervorsprießen, Grünen, Blühen, Verwelken der Pflanzen — auch Geistiges vorgeht. Aber geradeso wie in dem physischen Menschenorganismus sich zum Beispiel der Blutkreislauf vollzieht, wie sich die ätherischen Vorgänge im physischen Organismus als Gefäßwirkungen und so weiter äußern, und wie doch dieser physische Menschenorganismus durchzogen ist von dem Seelisch-Geistigen, so sind auch die Vorgänge, welche sich in dem Sprießen, Grünwerden, Blühen, Verwelken der Pflanzen abspielen und die wir als physische Vorgänge beobachten, überall durchsetzt und durchzogen von geistigen und seelischen Weltenwirkungen. Und wie wir, wenn wir das Antlitz eines Menschen sehen — wenn sein Blick auf uns fällt, sein Mienenspiel, vielleicht die Rötung seines Gesichtes sich uns zeigt -, dann nach unserem Zusammenleben mit der übrigen Menschenwelt gar nicht anders können, als gewissermaßen durch das Physische durch auf das Seelische, auf das Geistige unseren seelischen Blick zu richten, so sollen wir uns angewöhnen, auch in dem, was da in der — wenn ich so sagen darf Physiognomie und Färbungsänderung der Pflanzendecke unserer Erde vor sich geht, ein Geistig-Seelisches zu sehen.

[ 9 ] Insofern wir bloß physisch erkennen wollen, sagen wir: DieSonnenwärme und das Sonnenlicht betätigen sich an der Pflanze, formen in ihr die Pflanzensäfte, formen in ihr Chlorophyll und so weiter. - Wenn wir aber mit geistigem Blicke das alles beschauen, wenn wir uns gegenüber dieser Pflanzenphysiognomie der Erde so verhalten, wie wir uns der Menschenphysiognomie gegenüber gewohnheitsmäßig verhalten, dann enthüllt sich uns etwas, was ich ausdrücken möchte mit einem ganz bestimmten Worte, weil dieses Wort tatsächlich die Wirklichkeit wiedergibt, die sich da abspielt. Die Sonne, die nur nach außen hin der Erde ihr Licht zusendet, ist eben nicht bloß ein leuchtender Gasball, sondern noch etwas wesentlich anderes. Sie sendet ihre Strahlen zur Erde nieder, aber so, wie sie ihre Strahlen nach außen sendet und man überall, wenn man hinschaut zur Sonne, sozusagen das Äußere des Strahles hat, so hat der Strahl auch sein Inneres.

[ 9 ] Insofern wir bloß physisch erkennen wollen, sagen wir: DieSonnenwärme und das Sonnenlicht betätigen sich an der Pflanze, formen in ihr die Pflanzensäfte, formen in ihr Chlorophyll und so weiter. - Wenn wir aber mit geistigem Blicke das alles beschauen, wenn wir uns gegenüber dieser Pflanzenphysiognomie der Erde so verhalten, wie wir uns der Menschenphysiognomie gegenüber gewohnheitsmäßig verhalten, dann enthüllt sich uns etwas, was ich ausdrücken möchte mit einem ganz bestimmten Worte, weil dieses Wort tatsächlich die Wirklichkeit wiedergibt, die sich da abspielt. Die Sonne, die nur nach außen hin der Erde ihr Licht zusendet, ist eben nicht bloß ein leuchtender Gasball, sondern noch etwas wesentlich anderes. Sie sendet ihre Strahlen zur Erde nieder, aber so, wie sie ihre Strahlen nach außen sendet und man überall, wenn man hinschaut zur Sonne, sozusagen das Äußere des Strahles hat, so hat der Strahl auch sein Inneres.

[ 10 ] Könnte jemand durchschauen durch das Sonnenlicht, könnte er das Sonnenlicht nur wie eine äußere Haut betrachten und durchschauen auf das Seelische, so würde er die seelische Macht, die seelische Wesenheit der Sonne sehen. Wir sehen eigentlich mit dem gewöhnlichen Menschenbewußtsein die Sonne so, wie wir einen Menschen sehen würden, der aus Papiermaché gemacht ist. Wenn Sie sich einen Abdruck von sich machen lassen, in dem nichts ist als die Form, die tote Form, und ihn hinstellen, so: ist das natürlich etwas anderes als der Mensch, den Sie wirklich vor sich sehen. Beim wirklichen Menschen sehen Sie durch diese äußere Form auf das Seelisch-Geistige hin. Bei der Sonne ist es für das gewöhnliche Menschenbewußtsein so, daß sie sich eigentlich selber für dieses gewöhnliche Menschenbewußtsein zum Papiermaché-Abdruck macht. Man sieht durch ihre Haut, die aus Licht gewoben ist, nicht hindurch. Sieht man aber hindurch, dann sieht man das ganze geistig-seelische Wesen der Sonne.

[ 10 ] Könnte jemand durchschauen durch das Sonnenlicht, könnte er das Sonnenlicht nur wie eine äußere Haut betrachten und durchschauen auf das Seelische, so würde er die seelische Macht, die seelische Wesenheit der Sonne sehen. Wir sehen eigentlich mit dem gewöhnlichen Menschenbewußtsein die Sonne so, wie wir einen Menschen sehen würden, der aus Papiermaché gemacht ist. Wenn Sie sich einen Abdruck von sich machen lassen, in dem nichts ist als die Form, die tote Form, und ihn hinstellen, so: ist das natürlich etwas anderes als der Mensch, den Sie wirklich vor sich sehen. Beim wirklichen Menschen sehen Sie durch diese äußere Form auf das Seelisch-Geistige hin. Bei der Sonne ist es für das gewöhnliche Menschenbewußtsein so, daß sie sich eigentlich selber für dieses gewöhnliche Menschenbewußtsein zum Papiermaché-Abdruck macht. Man sieht durch ihre Haut, die aus Licht gewoben ist, nicht hindurch. Sieht man aber hindurch, dann sieht man das ganze geistig-seelische Wesen der Sonne.

[ 11 ] Dieses geistig-seelische Wesen kann uns in seiner Betätigung ebenso zum Bewußtsein kommen wie das physische Papiermaché der Sonne. Vom physischen Erkenntnisstandpunkte aus sage ich: Die Sonne scheint auf die Erde, sie glänzt auf die Steine auf, auf den Boden auf. Da wird das Licht zurückgeworfen. Dadurch sieht man alles Mineralische. Die Sonnenstrahlen dringen in die Pflanzen hinein, machen sie grünen, machen sie sprießen. Das ist alles Äußerlichkeit. — Sieht man jetzt auf das geistig-seelische Wesen der Sonne, dann kann man nicht bloß sagen: Das Sonnenlicht glänzt auf die Mineralien drauf, das Sonnenlicht wird zurückgeworfen, dadurch sieht man die Mineralien, das Sonnenlicht oder die Sonnenwärme dringt in die Pflanzen, dadurch grünen sie - sondern man muß sagen: Die Sonne — und man meint jetzt diese unzähligen geistigen Wesen, welche die Sonne bevölkern und welche ihr Seelisch-Geistiges sind -, die Sonne träumt, und ihre Träume umhüllen die Erde und gestalten die Pflanzen.

[ 11 ] Dieses geistig-seelische Wesen kann uns in seiner Betätigung ebenso zum Bewußtsein kommen wie das physische Papiermaché der Sonne. Vom physischen Erkenntnisstandpunkte aus sage ich: Die Sonne scheint auf die Erde, sie glänzt auf die Steine auf, auf den Boden auf. Da wird das Licht zurückgeworfen. Dadurch sieht man alles Mineralische. Die Sonnenstrahlen dringen in die Pflanzen hinein, machen sie grünen, machen sie sprießen. Das ist alles Äußerlichkeit. — Sieht man jetzt auf das geistig-seelische Wesen der Sonne, dann kann man nicht bloß sagen: Das Sonnenlicht glänzt auf die Mineralien drauf, das Sonnenlicht wird zurückgeworfen, dadurch sieht man die Mineralien, das Sonnenlicht oder die Sonnenwärme dringt in die Pflanzen, dadurch grünen sie - sondern man muß sagen: Die Sonne — und man meint jetzt diese unzähligen geistigen Wesen, welche die Sonne bevölkern und welche ihr Seelisch-Geistiges sind -, die Sonne träumt, und ihre Träume umhüllen die Erde und gestalten die Pflanzen.

[ 12 ] Wenn Sie sich die Erdoberfläche denken, die physischen Pflanzen aus ihr herauskommend, die es bis zur Blüte bringen, so haben Sie darinnen die Wirkung der physischen Sonnenstrahlen. Aber darüber nun lebt und webt die Traumeswelt der Sonne. Das sind lauter Imaginationen. Und man kann sagen: Wenn die Schneedecke schmilzt im Frühling und die Sonne wiederum ihre Kraft gewinnt, dann umschweben und umweben nach und nach die Imaginationen der Sonne die Erde.

[ 12 ] Wenn Sie sich die Erdoberfläche denken, die physischen Pflanzen aus ihr herauskommend, die es bis zur Blüte bringen, so haben Sie darinnen die Wirkung der physischen Sonnenstrahlen. Aber darüber nun lebt und webt die Traumeswelt der Sonne. Das sind lauter Imaginationen. Und man kann sagen: Wenn die Schneedecke schmilzt im Frühling und die Sonne wiederum ihre Kraft gewinnt, dann umschweben und umweben nach und nach die Imaginationen der Sonne die Erde.

[ 13 ] Und diese Imaginationen der Sonne sind imaginierte Kräfte, und diese weben an der Pflanzenwelt. Wenn wir nun auch sagen müssen, daß diese imaginative Welt, diese imaginative Atmosphäre, welche die Erde umgibt, ganz besonders lebendig vom Frühling bis zum Herbst ist in irgendeiner Gegend, wo eben gerade Frühling oder Herbst der Erde ist, so ist aber natürlich dennoch in einer gewissen Weise dieses traumhafte Element der Sonnenwirkung auch während der Winterszeit da. Nur ist es während der Winterszeit, ich möchte sagen so, daß es dumpfe 'Träume sind, während der Sommerszeit sind es in sich gestaltende, bewegliche Träume. Dieses Element ist es, in dem sich die Imaginationen der Sonne entwickeln, in dem vor allen Dingen auch lebt und webt die Ich-Wesenheit und der astralische Leib des Menschen, wenn sie außet dem physischen und dem Ätherleib sind.

[ 13 ] Und diese Imaginationen der Sonne sind imaginierte Kräfte, und diese weben an der Pflanzenwelt. Wenn wir nun auch sagen müssen, daß diese imaginative Welt, diese imaginative Atmosphäre, welche die Erde umgibt, ganz besonders lebendig vom Frühling bis zum Herbst ist in irgendeiner Gegend, wo eben gerade Frühling oder Herbst der Erde ist, so ist aber natürlich dennoch in einer gewissen Weise dieses traumhafte Element der Sonnenwirkung auch während der Winterszeit da. Nur ist es während der Winterszeit, ich möchte sagen so, daß es dumpfe 'Träume sind, während der Sommerszeit sind es in sich gestaltende, bewegliche Träume. Dieses Element ist es, in dem sich die Imaginationen der Sonne entwickeln, in dem vor allen Dingen auch lebt und webt die Ich-Wesenheit und der astralische Leib des Menschen, wenn sie außet dem physischen und dem Ätherleib sind.

[ 14 ] Sie werden aus dem, was ich gesagt habe, entnehmen, daß eigentlich das Schlafen im Sommer etwas ganz anderes heißt als im Winter, wenn auch zunächst das menschliche Leben und sein Bewußtsein innerhalb des gegenwärtigen Bewußtseinszustandes ein so dumpfes und herabgelähmtes ist, daß diese Dinge nicht wahrgenommen werden. In älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung unterschieden die Menschen durch ihre Empfindungen sehr genau zwischen dem Winterschlaf und dem Sommerschlaf. Und sie wußten auch, welche Bedeutung der Winterschlaf und der Sommerschlaf für sie hatten. Die Menschen wußten in diesen älteren Zeiten, daß der Sommerschlaf ein solcher war, daß sie sagen konnten: Während des Sommers ist die Erde mit Bildgedanken umwoben. — Das drückten die Menschen der älteren Zeiten so aus: Da steigen die oberen Götter herunter während des Sommers und umschweben die Erde; während des Winters steigen die unteren Götter aus der Erde herauf und umschweben die Erde. — Diese imaginative Welt, die anders gestaltet ist während des Winters und des Sommers, empfand man als das Weben von oberen und von unteren Göttern. Aber man wußte auch in diesen älteren Zeiten der Menschheitszivilisation, daß der Mensch mit seiner Ich-Wesenheit und mit seinem astralischen Leibe in dieser webenden imaginativen Welt ist.

[ 14 ] Sie werden aus dem, was ich gesagt habe, entnehmen, daß eigentlich das Schlafen im Sommer etwas ganz anderes heißt als im Winter, wenn auch zunächst das menschliche Leben und sein Bewußtsein innerhalb des gegenwärtigen Bewußtseinszustandes ein so dumpfes und herabgelähmtes ist, daß diese Dinge nicht wahrgenommen werden. In älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung unterschieden die Menschen durch ihre Empfindungen sehr genau zwischen dem Winterschlaf und dem Sommerschlaf. Und sie wußten auch, welche Bedeutung der Winterschlaf und der Sommerschlaf für sie hatten. Die Menschen wußten in diesen älteren Zeiten, daß der Sommerschlaf ein solcher war, daß sie sagen konnten: Während des Sommers ist die Erde mit Bildgedanken umwoben. — Das drückten die Menschen der älteren Zeiten so aus: Da steigen die oberen Götter herunter während des Sommers und umschweben die Erde; während des Winters steigen die unteren Götter aus der Erde herauf und umschweben die Erde. — Diese imaginative Welt, die anders gestaltet ist während des Winters und des Sommers, empfand man als das Weben von oberen und von unteren Göttern. Aber man wußte auch in diesen älteren Zeiten der Menschheitszivilisation, daß der Mensch mit seiner Ich-Wesenheit und mit seinem astralischen Leibe in dieser webenden imaginativen Welt ist.

[ 15 ] Nun zeigt uns aber gerade diese Tatsache, die ich eben Ihnen entwickelt habe, wenn wir sie geisteswissenschaftlich beobachten, in welcher Beziehung der Mensch zum außerirdischen Weltenall schon während seines irdischen Daseins steht. Im Sommer, wenn es in irgendeiner Gegend der Erde Sommer ist, da ist der Mensch eigentlich während seines Schlafes immer umwoben von einer scharfkonturierten kosmischen Imagination. Dadurch ist er während dieser Sommerszeit an die Erde herangedrückt, möchte ich sagen, mit seinem geistig-seelischen Wesen. Während der Winterszeit ist es anders. Während der Winterszeit, da werden die Konturen dieser Imaginationen gewissermaßen weiter.

[ 15 ] Nun zeigt uns aber gerade diese Tatsache, die ich eben Ihnen entwickelt habe, wenn wir sie geisteswissenschaftlich beobachten, in welcher Beziehung der Mensch zum außerirdischen Weltenall schon während seines irdischen Daseins steht. Im Sommer, wenn es in irgendeiner Gegend der Erde Sommer ist, da ist der Mensch eigentlich während seines Schlafes immer umwoben von einer scharfkonturierten kosmischen Imagination. Dadurch ist er während dieser Sommerszeit an die Erde herangedrückt, möchte ich sagen, mit seinem geistig-seelischen Wesen. Während der Winterszeit ist es anders. Während der Winterszeit, da werden die Konturen dieser Imaginationen gewissermaßen weiter.

[ 16 ] Während des Sommers, da sind ganz deutlich ausgeprägte Imaginationen - in mannigfaltigsten Figuren -, innerhalb welcher wir während unseres Schlafes mit unserer Ich-Wesenheit und unserer astralischen Wesenheit leben. Während des Winters sind weitmaschige Figuren um die Erde herum, und das hat zur Folge, daß jedesmal, wenn der Herbst beginnt, das, was in unserer Ich-Wesenheit und in unseretn astralischen Leibe lebt, zur Nachtzeit weit in die Welt hinausgetragen wird. Während der heißen Sommerszeit bleibt dasjenige, was in unserem Ich und in unserem astralischen Leibe lebt, sozusagen mehr in der geistig-seelischen Atmosphäre der Menschen. Während der Winterszeit wird dasjenige, was in unserer Ich-Wesenheit und in unserer astralischen Wesenheit lebt, hinausgetragen in die Weltenweiten. Man kann schon sagen, ohne daß man irgend etwas bloß Bildliches, sondern indem man etwas ganz Wirkliches sagt: Das, was der Mensch seelisch in sich ausbildet und was er hinaustragen kann zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen durch seine Ich-Wesenheit und durch seine astralische Wesenheit aus seinem physischen und aus seinem Ätherleibe, das speichert sich auf während der Sommerszeit und strömt während der Winterszeit in die Weiten des Kosmos hinaus.

[ 16 ] Während des Sommers, da sind ganz deutlich ausgeprägte Imaginationen - in mannigfaltigsten Figuren -, innerhalb welcher wir während unseres Schlafes mit unserer Ich-Wesenheit und unserer astralischen Wesenheit leben. Während des Winters sind weitmaschige Figuren um die Erde herum, und das hat zur Folge, daß jedesmal, wenn der Herbst beginnt, das, was in unserer Ich-Wesenheit und in unseretn astralischen Leibe lebt, zur Nachtzeit weit in die Welt hinausgetragen wird. Während der heißen Sommerszeit bleibt dasjenige, was in unserem Ich und in unserem astralischen Leibe lebt, sozusagen mehr in der geistig-seelischen Atmosphäre der Menschen. Während der Winterszeit wird dasjenige, was in unserer Ich-Wesenheit und in unserer astralischen Wesenheit lebt, hinausgetragen in die Weltenweiten. Man kann schon sagen, ohne daß man irgend etwas bloß Bildliches, sondern indem man etwas ganz Wirkliches sagt: Das, was der Mensch seelisch in sich ausbildet und was er hinaustragen kann zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen durch seine Ich-Wesenheit und durch seine astralische Wesenheit aus seinem physischen und aus seinem Ätherleibe, das speichert sich auf während der Sommerszeit und strömt während der Winterszeit in die Weiten des Kosmos hinaus.

[ 17 ] Wir können nicht als Menschen nun so denken, daß wir uns gewissermaßen im Erdendasein abschließen und die Weite der Welt von uns nichts weiß. So ist es nicht. Man kann zwar sagen, zur Johannizeit, im Sommer, da kann sich der Mensch vor den Weltengeistern zunächst verstecken, und es könnte ihm gelingen, da auch verwerfliche Gefühle zu haben; das dichte Netz von Imaginationen läßt das nicht hinaus. Aber das bleibt ja. Und zur Weihnachtszeit, da schauen die Götter herein auf die Erde; da verrät sich alles, was in den Menschenwesen lebt und mit ihrem Ich und mit ihrer astralischen Wesenheit hinausgeht. Und man dürfte schon das Bild hinstellen, das eine Wirklichkeit darstellt: daß sich mit der Winterszeit die Erdenfenster öffnen und die Engel und Erzengel nachschauen, wie die Menschen auf der Erde sind.

[ 17 ] Wir können nicht als Menschen nun so denken, daß wir uns gewissermaßen im Erdendasein abschließen und die Weite der Welt von uns nichts weiß. So ist es nicht. Man kann zwar sagen, zur Johannizeit, im Sommer, da kann sich der Mensch vor den Weltengeistern zunächst verstecken, und es könnte ihm gelingen, da auch verwerfliche Gefühle zu haben; das dichte Netz von Imaginationen läßt das nicht hinaus. Aber das bleibt ja. Und zur Weihnachtszeit, da schauen die Götter herein auf die Erde; da verrät sich alles, was in den Menschenwesen lebt und mit ihrem Ich und mit ihrer astralischen Wesenheit hinausgeht. Und man dürfte schon das Bild hinstellen, das eine Wirklichkeit darstellt: daß sich mit der Winterszeit die Erdenfenster öffnen und die Engel und Erzengel nachschauen, wie die Menschen auf der Erde sind.

[ 18 ] Wir auf der Erde haben uns allmählich in der neueren Zivilisation daran gewöhnt, das, was wir uns vor der Erkenntnis gestatten dürfen, philiströs-nüchtern auszudrücken, unpoetisch. Die höheren Wesen bleiben immer Dichter, und deshalb drückt man ihr Wesen niemals richtig aus, wenn man es mit physisch-nüchternen Worten schildert, sondern da muß man schon zu solchen Worten greifen, wie ich sie eben gebraucht habe: zur Weihnachtszeit öffnen sich der Erde Fenster, und die Engel und Erzengel schauen durch die Fenster, was die Menschen das ganze Jahr hindurch treiben. Die Wesen der höheren Hierarchien sind, auch wenn sie denken, Poeten und Künstler. Die Logik, wie wir sie gewöhnlich entwickeln wollen, ist nur ein Ergebnis der Erdenschwere, womit nicht gesagt sein soll, daß sie nicht auf der Erde höchst nützlich ist.

[ 18 ] Wir auf der Erde haben uns allmählich in der neueren Zivilisation daran gewöhnt, das, was wir uns vor der Erkenntnis gestatten dürfen, philiströs-nüchtern auszudrücken, unpoetisch. Die höheren Wesen bleiben immer Dichter, und deshalb drückt man ihr Wesen niemals richtig aus, wenn man es mit physisch-nüchternen Worten schildert, sondern da muß man schon zu solchen Worten greifen, wie ich sie eben gebraucht habe: zur Weihnachtszeit öffnen sich der Erde Fenster, und die Engel und Erzengel schauen durch die Fenster, was die Menschen das ganze Jahr hindurch treiben. Die Wesen der höheren Hierarchien sind, auch wenn sie denken, Poeten und Künstler. Die Logik, wie wir sie gewöhnlich entwickeln wollen, ist nur ein Ergebnis der Erdenschwere, womit nicht gesagt sein soll, daß sie nicht auf der Erde höchst nützlich ist.

[ 19 ] Von dem nun, was in dem Menschen lebt, ist aber so in seinem Verhalten, wie ich es jetzt geschildert habe, eigentlich das, was im Gemüte des Menschen lebt, das Wesentliche für diese höheren Wesen. Was die Professoren ausdenken, das interessiert die Engel nicht, die zum Weihnachtsfenster hereinschauen, da schauen sie darüber hinweg. Um die Gedanken kümmern sie sich nicht so sehr zunächst. Was in des Menschen Gefühlen, im menschlichen Gemüte vorgeht, das hängt zusammen mit diesem Jahreskreislauf der Sonne in bezug auf seine kosmische Geltung. Also nicht so sehr kommt zur Winterszeit vor das Antlitz der göttlich-geistigen Welten, ob wir dumm oder gescheit sind auf Erden, sondern lediglich, ob wir gute oder schlechte Menschen sind, ob wir gemütvolle Menschen oder Egoisten sind. Das ist dasjenige, was durch die Regelung des Jahreskreislaufs den kosmischen Welten mitgeteilt wird.

[ 19 ] Von dem nun, was in dem Menschen lebt, ist aber so in seinem Verhalten, wie ich es jetzt geschildert habe, eigentlich das, was im Gemüte des Menschen lebt, das Wesentliche für diese höheren Wesen. Was die Professoren ausdenken, das interessiert die Engel nicht, die zum Weihnachtsfenster hereinschauen, da schauen sie darüber hinweg. Um die Gedanken kümmern sie sich nicht so sehr zunächst. Was in des Menschen Gefühlen, im menschlichen Gemüte vorgeht, das hängt zusammen mit diesem Jahreskreislauf der Sonne in bezug auf seine kosmische Geltung. Also nicht so sehr kommt zur Winterszeit vor das Antlitz der göttlich-geistigen Welten, ob wir dumm oder gescheit sind auf Erden, sondern lediglich, ob wir gute oder schlechte Menschen sind, ob wir gemütvolle Menschen oder Egoisten sind. Das ist dasjenige, was durch die Regelung des Jahreskreislaufs den kosmischen Welten mitgeteilt wird.

[ 20 ] Was wir denken, so könnten Sie glauben, bleibt bei der Erde, weil ich vorhin gesagt habe, darum kümmern sich die Engel und Erzengel nicht, wenn sie zu den Weihnachtsfenstern hereinschauen. Aber sie kümmern sich aus dem Grunde nicht darum, weil sie - wenn ich mich jetzt etwas nüchtern ausdrücken soll - da eben die größeren Münzsorten, die wertvolleren Münzsorten, die aus dem geistig-seelischen Wesen des Menschen geprägt werden, entgegennehmen. Und diese wertvolleren Münzsorten werden durch das Gemüt, das Gefühl und durch das, was durch den Inhalt seines Gefühles, seines Gemütes der Mensch wert ist, geprägt. Die Gedanken sind für den Kosmos nur die Scheidemünzen, die kleinen Münzsorten, und diese kleinen Münzsorten, die werden nämlich von niederen Geistern jede Nacht belauscht. Also, ob wir dumm oder gescheit sind, das wird für den Kosmos, allerdings nicht für sehr weite Strecken des Kosmos, sondern nur für den Umkreis der Erde von den, ich möchte sagen, allernächsten, daher auch untergeordnetsten, mehr elementarischen Wesen, die im Umkreise der Erde sind, jede Nacht belauscht. Der Tageskreislauf der Sonne, der ist da, um den Wert unserer Gedanken dem Kosmos mitzuteilen, so weit die Gedanken gehen; sie gehören nur dem Umkreis des Irdischen an. Der Jahreskreislauf der Sonne, der ist dazu da, um unser Gemüt, um unsere Gefühlswesenheit weiter in die kosmischen Welten hinauszutragen.

[ 20 ] Was wir denken, so könnten Sie glauben, bleibt bei der Erde, weil ich vorhin gesagt habe, darum kümmern sich die Engel und Erzengel nicht, wenn sie zu den Weihnachtsfenstern hereinschauen. Aber sie kümmern sich aus dem Grunde nicht darum, weil sie - wenn ich mich jetzt etwas nüchtern ausdrücken soll - da eben die größeren Münzsorten, die wertvolleren Münzsorten, die aus dem geistig-seelischen Wesen des Menschen geprägt werden, entgegennehmen. Und diese wertvolleren Münzsorten werden durch das Gemüt, das Gefühl und durch das, was durch den Inhalt seines Gefühles, seines Gemütes der Mensch wert ist, geprägt. Die Gedanken sind für den Kosmos nur die Scheidemünzen, die kleinen Münzsorten, und diese kleinen Münzsorten, die werden nämlich von niederen Geistern jede Nacht belauscht. Also, ob wir dumm oder gescheit sind, das wird für den Kosmos, allerdings nicht für sehr weite Strecken des Kosmos, sondern nur für den Umkreis der Erde von den, ich möchte sagen, allernächsten, daher auch untergeordnetsten, mehr elementarischen Wesen, die im Umkreise der Erde sind, jede Nacht belauscht. Der Tageskreislauf der Sonne, der ist da, um den Wert unserer Gedanken dem Kosmos mitzuteilen, so weit die Gedanken gehen; sie gehören nur dem Umkreis des Irdischen an. Der Jahreskreislauf der Sonne, der ist dazu da, um unser Gemüt, um unsere Gefühlswesenheit weiter in die kosmischen Welten hinauszutragen.

[ 21 ] Und unsere Willensnatur kann in dieser Weise nicht in den Kosmos hinausgetragen werden. Denn der Tageskreislauf ist streng geregelt, er verläuft in vierundzwanzig Stunden. Der Jahreskreislauf der Sonne ist streng geregelt. Die strenge Regelung des Tageskreislaufes merken wir in der strengen logischen Regelung unserer Gedanken. Die Regelung des Jahreskreislaufes merken wir in der Nachwirkung in unserem Gemüte, indem es gewisse Empfindungen gibt, welche zu irgend etwas, was der Mensch tut, sagen: Es ist gut -, zu etwas anderem: Es ist böse.

[ 21 ] Und unsere Willensnatur kann in dieser Weise nicht in den Kosmos hinausgetragen werden. Denn der Tageskreislauf ist streng geregelt, er verläuft in vierundzwanzig Stunden. Der Jahreskreislauf der Sonne ist streng geregelt. Die strenge Regelung des Tageskreislaufes merken wir in der strengen logischen Regelung unserer Gedanken. Die Regelung des Jahreskreislaufes merken wir in der Nachwirkung in unserem Gemüte, indem es gewisse Empfindungen gibt, welche zu irgend etwas, was der Mensch tut, sagen: Es ist gut -, zu etwas anderem: Es ist böse.

[ 22 ] Aber ein Drittes lebt im Menschen, das ist der Wille. Der Wille steht zwar in Verbindung mit dem Fühlen, und das Fühlen kann nicht anders, als zu gewissen Handlungen sagen: Sie sind moralisch gut -, zu andern: Sie sind moralisch nicht gut. - Aber der Wille kann das moralisch Gute tun und kann auch das moralisch Nicht-Gute tun. Da sehen wir, daß eine strenge Regelung nicht vorhanden ist. Wie unser Wille zu unserem Menschenwesen steht, das ist nicht in demselben Sinne streng geregelt, wie das Denken und das Gefühl geregelt sind. Wir können nicht eine schlechte Handlung gut oder eine gute Handlung schlecht nennen, können auch nicht einen logischen Gedanken unlogisch, einen unlogischen logisch nennen. Das rührt davon her, daß das Denken unter dem Einfluß der Tageswirkung der Sonne steht, das Fühlen unter dem Einfluß des Jahreskreislaufes der Sonne steht. Der Wille aber ist auf der Erde der Menschheit überlassen. Und nun könnte der Mensch sagen: Ja, höchstens passiert es mir, wenn ich unlogisch denke, daß meine unlogischen Gedanken jede Nacht in den Kosmos hinausgetragen werden und da Unheil anrichten, aber was macht mir das? Ich bin ja nicht dazu da, den Kosmos in Ordnung zu bringen. Hier auf Erden, wo er ein Leben in der Illusion hat, könnte er unter Umständen so sagen, aber zwischen dem Tode und einer neuen Geburt würde er niemals so sagen, denn zwischen Tod und neuer Geburt ist er selbst in den Welten, wo er durch seine dummen Gedanken Unheil angerichtet haben kann, und er muß all das Unheil durchmachen. Ebenso ist er zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in denjenigen Welten, in die seine Gefühls- und Gemütszustände eingeflossen sind. Aber auch hier könnte er wieder auf Erden sagen: Nun ja, in den Kosmos, da dampft allerdings dasjenige hinaus, was in meinen Gefühlen lebt, aber ich überlasse den Göttern, was da durch mich an Unheil angerichtet werden könnte.

[ 22 ] Aber ein Drittes lebt im Menschen, das ist der Wille. Der Wille steht zwar in Verbindung mit dem Fühlen, und das Fühlen kann nicht anders, als zu gewissen Handlungen sagen: Sie sind moralisch gut -, zu andern: Sie sind moralisch nicht gut. - Aber der Wille kann das moralisch Gute tun und kann auch das moralisch Nicht-Gute tun. Da sehen wir, daß eine strenge Regelung nicht vorhanden ist. Wie unser Wille zu unserem Menschenwesen steht, das ist nicht in demselben Sinne streng geregelt, wie das Denken und das Gefühl geregelt sind. Wir können nicht eine schlechte Handlung gut oder eine gute Handlung schlecht nennen, können auch nicht einen logischen Gedanken unlogisch, einen unlogischen logisch nennen. Das rührt davon her, daß das Denken unter dem Einfluß der Tageswirkung der Sonne steht, das Fühlen unter dem Einfluß des Jahreskreislaufes der Sonne steht. Der Wille aber ist auf der Erde der Menschheit überlassen. Und nun könnte der Mensch sagen: Ja, höchstens passiert es mir, wenn ich unlogisch denke, daß meine unlogischen Gedanken jede Nacht in den Kosmos hinausgetragen werden und da Unheil anrichten, aber was macht mir das? Ich bin ja nicht dazu da, den Kosmos in Ordnung zu bringen. Hier auf Erden, wo er ein Leben in der Illusion hat, könnte er unter Umständen so sagen, aber zwischen dem Tode und einer neuen Geburt würde er niemals so sagen, denn zwischen Tod und neuer Geburt ist er selbst in den Welten, wo er durch seine dummen Gedanken Unheil angerichtet haben kann, und er muß all das Unheil durchmachen. Ebenso ist er zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in denjenigen Welten, in die seine Gefühls- und Gemütszustände eingeflossen sind. Aber auch hier könnte er wieder auf Erden sagen: Nun ja, in den Kosmos, da dampft allerdings dasjenige hinaus, was in meinen Gefühlen lebt, aber ich überlasse den Göttern, was da durch mich an Unheil angerichtet werden könnte.

[ 23 ] Aber mein Wille, der ist nur auf der Erde ungeregelt. Der materialistische Mensch, der das Menschenleben nur nach der Zeit zwischen der Geburt und dem Tode zählt, kann niemals irgendwie zu dem Gedanken kommen, daß sein Wille eine kosmische Bedeutung habe. Er kommt allerdings auch nicht zu dem Gedanken, daß seine Gedanken oder daß seine Gefühle eine kosmische Bedeutung haben. Aber selbst derjenige, der gut weiß, daß Gedanken durch den Tageskreislauf, Gefühle durch den Jahreskreislauf der Sonne eine kosmische Bedeutung haben, sieht nun sich abspielen, was dutch den guten oder bösen Willen der Menschen auf der Erde verrichtet wird, und er muß von dem Kosmischen abgehen und an die Menschennatur selber herangehen, um zu sehen, wie nun das, was im menschlichen Willen wirkt, in den Kosmos hinauskommt. Das nämlich, was im menschlichen Willen wirkt, das muß der Mensch selbst in den Kosmos hinaustragen, und das trägt er hinaus, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist. Dafür sind nicht Tages-, nicht Jahresläufe, sondern dafür ist die Todespforte, durch die der Mensch dann dasjenige trägt, was er durch seinen Willen hier auf der Erde an Gutem oder Bösem angerichtet hat.

[ 23 ] Aber mein Wille, der ist nur auf der Erde ungeregelt. Der materialistische Mensch, der das Menschenleben nur nach der Zeit zwischen der Geburt und dem Tode zählt, kann niemals irgendwie zu dem Gedanken kommen, daß sein Wille eine kosmische Bedeutung habe. Er kommt allerdings auch nicht zu dem Gedanken, daß seine Gedanken oder daß seine Gefühle eine kosmische Bedeutung haben. Aber selbst derjenige, der gut weiß, daß Gedanken durch den Tageskreislauf, Gefühle durch den Jahreskreislauf der Sonne eine kosmische Bedeutung haben, sieht nun sich abspielen, was dutch den guten oder bösen Willen der Menschen auf der Erde verrichtet wird, und er muß von dem Kosmischen abgehen und an die Menschennatur selber herangehen, um zu sehen, wie nun das, was im menschlichen Willen wirkt, in den Kosmos hinauskommt. Das nämlich, was im menschlichen Willen wirkt, das muß der Mensch selbst in den Kosmos hinaustragen, und das trägt er hinaus, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist. Dafür sind nicht Tages-, nicht Jahresläufe, sondern dafür ist die Todespforte, durch die der Mensch dann dasjenige trägt, was er durch seinen Willen hier auf der Erde an Gutem oder Bösem angerichtet hat.

[ 24 ] Das ist ein eigentümliches Verhältnis des Menschen zum Kosmos in bezug auf sein Seelisches. Wir sagen von unseren Gedanken: Wir haben die Gedanken. — Aber sie stehen nicht in unserer Willkür. Wir müssen uns nach den Gesetzen der Welt richten, wenn wir denken, sonst werden wir mit allem, was in der Welt vorgeht, in Konflikt kommen. Wenn ein kleines Kind vor mir steht und ich denke: Das ist ein Greis —, so habe ich vielleicht meiner Willkür gefrönt in bezug auf das Denken, aber ich stehe dann nicht in der Welt drinnen mit den Gedanken. Also in bezug auf die Gedanken sind wir durchaus nicht unabhängig, und wir sind so wenig unabhängig, daß unsere Gedanken gleich mit dem Tageskreislauf der Sonne in den Kosmos hinausgetragen werden.

[ 24 ] Das ist ein eigentümliches Verhältnis des Menschen zum Kosmos in bezug auf sein Seelisches. Wir sagen von unseren Gedanken: Wir haben die Gedanken. — Aber sie stehen nicht in unserer Willkür. Wir müssen uns nach den Gesetzen der Welt richten, wenn wir denken, sonst werden wir mit allem, was in der Welt vorgeht, in Konflikt kommen. Wenn ein kleines Kind vor mir steht und ich denke: Das ist ein Greis —, so habe ich vielleicht meiner Willkür gefrönt in bezug auf das Denken, aber ich stehe dann nicht in der Welt drinnen mit den Gedanken. Also in bezug auf die Gedanken sind wir durchaus nicht unabhängig, und wir sind so wenig unabhängig, daß unsere Gedanken gleich mit dem Tageskreislauf der Sonne in den Kosmos hinausgetragen werden.

[ 25 ] Auch mit unseren Gefühlen sind wir nicht unabhängig; die werden durch den Jahreskreislauf hinausgetragen. Also schon während des irdischen Daseins lebt dasjenige, was in unserem Kopfe durch die Gedanken und in unserer Brust durch unsere Gefühle ist, nicht nur in uns, sondern es lebt ein kosmisches Dasein mit. Lediglich was in unserem Willen lebt, das bewahren wir bei uns bis zu unserem Tode. Dann, wenn wir den Körper abgelegt haben, wenn wir nichts mehr zu tun haben mit den irdischen Kräften, tragen wir sie durch die Todespforte hinaus.

[ 25 ] Auch mit unseren Gefühlen sind wir nicht unabhängig; die werden durch den Jahreskreislauf hinausgetragen. Also schon während des irdischen Daseins lebt dasjenige, was in unserem Kopfe durch die Gedanken und in unserer Brust durch unsere Gefühle ist, nicht nur in uns, sondern es lebt ein kosmisches Dasein mit. Lediglich was in unserem Willen lebt, das bewahren wir bei uns bis zu unserem Tode. Dann, wenn wir den Körper abgelegt haben, wenn wir nichts mehr zu tun haben mit den irdischen Kräften, tragen wir sie durch die Todespforte hinaus.

[ 26 ] Und nun tritt der Mensch durch die 'Todespforte, beladen mit dem, was aus seinen Willenshandlungen geworden ist. Wie er hier um sich herum hat, was in Mineralien, Pflanzen, Tieren, im physischen Menschen lebt, was in Wolken, Flüssen, Bergen, Sternen, insofern sie äußerlich dutch das Licht sichtbar sind, lebt, wie er das hier während seines Daseins zwischen Geburt und Tod um sich herum hat, so hat er eine Welt um sich herum, wenn er den physischen und Ätherleib abgelegt hat und durch die 'Todespforte geschritten ist. Gerade diejenige Welt hat er um sich, in die in jeder Nacht seine Gedanken hineingegangen sind, in die in jedem Jahreskteislauf seine Gefühle hineingegangen sind: Das hast du gedacht; das hast du gefühlt. - Und ihm ist es jetzt so, als ob die Wesenheiten der höheren Hierarchien ihm seine Gedanken und Gefühle entgegentrügen. Sie haben sie in der Weise, wie ich es charakterisiert habe, angeschaut. Jetzt strahlt ihm sein Verstand, jetzt strahlt ihm sein Gemüt entgegen. So, wie hier dem Erdendasein die Sonne vom Morgen bis zum Abend leuchtet, wie sie untergeht und es Nacht wird, so strahlen uns entgegen unsere Weistümer als Tag, wenn wir durch die Todespforte geschritten sind, so dunkeln und dämmern ab die Geisteslichter um uns herum, und es wird Nacht durch die angesammelten Torheiten. Was hier auf dieser Erde Tag und Nacht ist, das ist, nachdem wir durch die Todespforte geschritten sind, um uns herum als das Ergebnis unserer Weistümer und unserer Torheiten. Und was hier auf diesem Erdenrund der Mensch erlebt als Frühling und Sommer, Herbst und Winter im Jahreskreislauf, als Änderung des Wärmezustandes, Änderung des sonstigen Sich-Fühlens, das erlebt er, indem er durch die 'Todespforte hindurchgeschritten ist, auch als eine Art von Kreislauf, der allerdings wesentlich länger dauert. Er erlebt das Wärmende, das Lebenfördernde, das heißt, das sein Geistselbst Fördernde seiner guten Gefühle, seiner Sympathie für das Gute; er erlebt fröstelnd, nachdem er durch die Todespforte geschritten ist, seine Sympathie mit dem Bösen, mit dem Unmoralischen. So, wie wir hier durch Sommerwärme und Winterkälte hindurch auf der Erde leben, so leben wir nach dem Tode, erwärmt durch unser gutes Fühlen, fröstelnd durch unser schlechtes Fühlen; und die Wirkungen unseres Willens tragen wir durch diese geistigen Jahreszeiten und dutch diese geistigen Tageszeiten hindurch.

[ 26 ] Und nun tritt der Mensch durch die 'Todespforte, beladen mit dem, was aus seinen Willenshandlungen geworden ist. Wie er hier um sich herum hat, was in Mineralien, Pflanzen, Tieren, im physischen Menschen lebt, was in Wolken, Flüssen, Bergen, Sternen, insofern sie äußerlich dutch das Licht sichtbar sind, lebt, wie er das hier während seines Daseins zwischen Geburt und Tod um sich herum hat, so hat er eine Welt um sich herum, wenn er den physischen und Ätherleib abgelegt hat und durch die 'Todespforte geschritten ist. Gerade diejenige Welt hat er um sich, in die in jeder Nacht seine Gedanken hineingegangen sind, in die in jedem Jahreskteislauf seine Gefühle hineingegangen sind: Das hast du gedacht; das hast du gefühlt. - Und ihm ist es jetzt so, als ob die Wesenheiten der höheren Hierarchien ihm seine Gedanken und Gefühle entgegentrügen. Sie haben sie in der Weise, wie ich es charakterisiert habe, angeschaut. Jetzt strahlt ihm sein Verstand, jetzt strahlt ihm sein Gemüt entgegen. So, wie hier dem Erdendasein die Sonne vom Morgen bis zum Abend leuchtet, wie sie untergeht und es Nacht wird, so strahlen uns entgegen unsere Weistümer als Tag, wenn wir durch die Todespforte geschritten sind, so dunkeln und dämmern ab die Geisteslichter um uns herum, und es wird Nacht durch die angesammelten Torheiten. Was hier auf dieser Erde Tag und Nacht ist, das ist, nachdem wir durch die Todespforte geschritten sind, um uns herum als das Ergebnis unserer Weistümer und unserer Torheiten. Und was hier auf diesem Erdenrund der Mensch erlebt als Frühling und Sommer, Herbst und Winter im Jahreskreislauf, als Änderung des Wärmezustandes, Änderung des sonstigen Sich-Fühlens, das erlebt er, indem er durch die 'Todespforte hindurchgeschritten ist, auch als eine Art von Kreislauf, der allerdings wesentlich länger dauert. Er erlebt das Wärmende, das Lebenfördernde, das heißt, das sein Geistselbst Fördernde seiner guten Gefühle, seiner Sympathie für das Gute; er erlebt fröstelnd, nachdem er durch die Todespforte geschritten ist, seine Sympathie mit dem Bösen, mit dem Unmoralischen. So, wie wir hier durch Sommerwärme und Winterkälte hindurch auf der Erde leben, so leben wir nach dem Tode, erwärmt durch unser gutes Fühlen, fröstelnd durch unser schlechtes Fühlen; und die Wirkungen unseres Willens tragen wir durch diese geistigen Jahreszeiten und dutch diese geistigen Tageszeiten hindurch.

[ 27 ] Wir sind, indem wir durch die Todespforte geschritten sind, zunächst die Wirkung unseres Moralischseins auf Erden. Und wir haben eine Umgebung, welche durchsetzt ist von unseren Torheiten und Weistümern, von unseren Sympathien und Antipathien für das Gute.

[ 27 ] Wir sind, indem wir durch die Todespforte geschritten sind, zunächst die Wirkung unseres Moralischseins auf Erden. Und wir haben eine Umgebung, welche durchsetzt ist von unseren Torheiten und Weistümern, von unseren Sympathien und Antipathien für das Gute.

[ 28 ] So daß wir sagen können: Wie wir auf Erden die Sommerluft um uns herum haben, die warme, lebenfördernde, wie wir die fröstelnde Winterluft um uns herum haben, so haben wir nach dem Tode eine Atmosphäre um uns, die geistig-seelische Atmosphäre, die warm, lebenfördernd ist, insofern sie zubereitet ist durch unsere guten Gefühle, und wir haben eine fröstelnde Atmosphäre um uns, insofern sie zubereitet ist durch unsere schlechten Gefühle. — Hier auf dieser Erde ist uns die Sommer- und Winterwärme wenigstens für gewisse Gegenden gemeinsam. In der Zeit nach dem Tode hat jeder seine eigene Atmosphäre, die er sich selbst erzeugt. Und das sind gerade die bedeutsamsten Erlebnisse nach dem Tode, daß der eine neben dem andern geht fröstelnd, während der andere im lebenfördernden Warmen ist.

[ 28 ] So daß wir sagen können: Wie wir auf Erden die Sommerluft um uns herum haben, die warme, lebenfördernde, wie wir die fröstelnde Winterluft um uns herum haben, so haben wir nach dem Tode eine Atmosphäre um uns, die geistig-seelische Atmosphäre, die warm, lebenfördernd ist, insofern sie zubereitet ist durch unsere guten Gefühle, und wir haben eine fröstelnde Atmosphäre um uns, insofern sie zubereitet ist durch unsere schlechten Gefühle. — Hier auf dieser Erde ist uns die Sommer- und Winterwärme wenigstens für gewisse Gegenden gemeinsam. In der Zeit nach dem Tode hat jeder seine eigene Atmosphäre, die er sich selbst erzeugt. Und das sind gerade die bedeutsamsten Erlebnisse nach dem Tode, daß der eine neben dem andern geht fröstelnd, während der andere im lebenfördernden Warmen ist.

[ 29 ] Das sind die Erfahrungen, die gemacht werden können nach dem Tode. Und zu den Erfahrungen, die durchgemacht werden in der Seelenwelt, wie ich sie in meiner «’Theosophie» beschrieben habe, gehört es hauptsächlich, daß diejenigen Menschen, welche böse Gefühle entwickelt haben hier auf Erden, ihre schlimmen Erfahrungen im Anblicke derjenigen entwickeln müssen, die gute Gefühle entwickelt haben.

[ 29 ] Das sind die Erfahrungen, die gemacht werden können nach dem Tode. Und zu den Erfahrungen, die durchgemacht werden in der Seelenwelt, wie ich sie in meiner «’Theosophie» beschrieben habe, gehört es hauptsächlich, daß diejenigen Menschen, welche böse Gefühle entwickelt haben hier auf Erden, ihre schlimmen Erfahrungen im Anblicke derjenigen entwickeln müssen, die gute Gefühle entwickelt haben.

[ 30 ] Man kann schon sagen, alles, was zunächst im Innern des Menschen verborgen bleibt, das enthüllt sich, wenn der Mensch durch die Todespforte geschritten ist. Und der Schlaf gewinnt jetzt auch eine kosmische Bedeutung, und das Dasein während des Winters gewinnt auch eine kosmische Bedeutung. Wir schlafen jede Nacht, damit wir uns das Licht bereiten, in dem wir leben müssen nach dem Tode, wir machen die Wintererfahrungen durch, damit wir uns die Wärmeverhältnisse geistig-seelischer Art bereiten, in die wir eintreten nach dem Tode. Und in das, was wir uns selber sozusagen als die Atmosphäre der geistigen Welt bereiten, in das hinein tragen wir die Wirkungen unserer Taten.

[ 30 ] Man kann schon sagen, alles, was zunächst im Innern des Menschen verborgen bleibt, das enthüllt sich, wenn der Mensch durch die Todespforte geschritten ist. Und der Schlaf gewinnt jetzt auch eine kosmische Bedeutung, und das Dasein während des Winters gewinnt auch eine kosmische Bedeutung. Wir schlafen jede Nacht, damit wir uns das Licht bereiten, in dem wir leben müssen nach dem Tode, wir machen die Wintererfahrungen durch, damit wir uns die Wärmeverhältnisse geistig-seelischer Art bereiten, in die wir eintreten nach dem Tode. Und in das, was wir uns selber sozusagen als die Atmosphäre der geistigen Welt bereiten, in das hinein tragen wir die Wirkungen unserer Taten.

[ 31 ] Hier auf der Erde leben wir durch unseren physischen Leib als erdenschweres Wesen. Wir leben durch unser Atmen im Luftkreislauf, und wir sehen außerhalb die Sterne. Sind wir durch die Pforte des Todes geschritten, draußen in der geistig-seelischen Welt, da sind wir der Erde entrückt; wir sind gewissermaßen außerhalb der Sterne, schauen die Sterne von hinten an, schauen zurück zur Sternenwelt. Wir stehen nicht auf dem Boden der Erde, wir wesen in den Weltgedanken und in den Weltenkräften. Wir leben in der Atmosphäre, die wir uns selber bereitet haben geistig-seelisch, wie ich es beschrieben habe. Wir schauen zurück zu den Sternen, sehen nicht die Sterne glänzen, sondern sehen die Hierarchien, die Geistwesen, welche in den physischen Sternen nur ihr Abbild haben.

[ 31 ] Hier auf der Erde leben wir durch unseren physischen Leib als erdenschweres Wesen. Wir leben durch unser Atmen im Luftkreislauf, und wir sehen außerhalb die Sterne. Sind wir durch die Pforte des Todes geschritten, draußen in der geistig-seelischen Welt, da sind wir der Erde entrückt; wir sind gewissermaßen außerhalb der Sterne, schauen die Sterne von hinten an, schauen zurück zur Sternenwelt. Wir stehen nicht auf dem Boden der Erde, wir wesen in den Weltgedanken und in den Weltenkräften. Wir leben in der Atmosphäre, die wir uns selber bereitet haben geistig-seelisch, wie ich es beschrieben habe. Wir schauen zurück zu den Sternen, sehen nicht die Sterne glänzen, sondern sehen die Hierarchien, die Geistwesen, welche in den physischen Sternen nur ihr Abbild haben.

[ 32 ] So kann immer mehr und mehr der Mensch hier auf dieser Erde lernen, wie sein Leben sein wird, wenn er durch die Todespforte tritt. Es gibt Menschen, die sagen: Was brauche ich das alles zu wissen? Ich werde es ja schen nach dem Tode! - Ja, das ist ungefähr so, wie wenn der Mensch den Wert seines Augenlichtes anzweifelte. Denn der Mensch tritt einmal im Laufe der Erdenentwickelung immer mehr und mehr in ein Leben ein, in dem er sich das Miterleben dessen, was ich beschrieben habe, dadurch erwerben muß für die Zeit nach dem Tode, daß er es hier auf der Erde zunächst im Gedanken faßt. Ausschließen das Wissen von den geistigen Welten auf der Erde heißt, sich geistig-seelisch blenden für sein Leben nach dem Tode. Und man tritt einfach als ein Krüppel in die geistige Welt ein, wenn man durch die Todespforte tritt, wenn man es hier auf dieser Welt verschmäht, von der geistigen Welt etwas zu wissen, denn die Menschheit entwickelt sich zur Freiheit.

[ 32 ] So kann immer mehr und mehr der Mensch hier auf dieser Erde lernen, wie sein Leben sein wird, wenn er durch die Todespforte tritt. Es gibt Menschen, die sagen: Was brauche ich das alles zu wissen? Ich werde es ja schen nach dem Tode! - Ja, das ist ungefähr so, wie wenn der Mensch den Wert seines Augenlichtes anzweifelte. Denn der Mensch tritt einmal im Laufe der Erdenentwickelung immer mehr und mehr in ein Leben ein, in dem er sich das Miterleben dessen, was ich beschrieben habe, dadurch erwerben muß für die Zeit nach dem Tode, daß er es hier auf der Erde zunächst im Gedanken faßt. Ausschließen das Wissen von den geistigen Welten auf der Erde heißt, sich geistig-seelisch blenden für sein Leben nach dem Tode. Und man tritt einfach als ein Krüppel in die geistige Welt ein, wenn man durch die Todespforte tritt, wenn man es hier auf dieser Welt verschmäht, von der geistigen Welt etwas zu wissen, denn die Menschheit entwickelt sich zur Freiheit.

[ 33 ] Das ist etwas, was der Menschheit immer klarer und klarer werden sollte und woraus sie einsehen sollte die Notwendigkeit des Wissens von der geistigen Welt.

[ 33 ] Das ist etwas, was der Menschheit immer klarer und klarer werden sollte und woraus sie einsehen sollte die Notwendigkeit des Wissens von der geistigen Welt.



[ 34 ] «Als zweites habe ich zu erwähnen, daß wiederum Serien gemacht werden von den Eurythmiefiguren, hier im Atelier von Miss Maryon. Es werden die Figuren, die jetzt halbfertig sind, in etwa 10 Tagen fertig sein. Eine Serie davon wird jetzt etwas billiger zu stehen kommen. 20 Stück werden zu 250 Franken zu haben sein; einzelne Figuren werden zu 13 Franken zu haben sein. — Ich möchte bemerken, daß ja jetzt die Weihnachtszeit kommt, und man auf diese Weise zu sehr schönen Weihnachtsgeschenken kommen könnte.»

[ 34 ] «Als zweites habe ich zu erwähnen, daß wiederum Serien gemacht werden von den Eurythmiefiguren, hier im Atelier von Miss Maryon. Es werden die Figuren, die jetzt halbfertig sind, in etwa 10 Tagen fertig sein. Eine Serie davon wird jetzt etwas billiger zu stehen kommen. 20 Stück werden zu 250 Franken zu haben sein; einzelne Figuren werden zu 13 Franken zu haben sein. — Ich möchte bemerken, daß ja jetzt die Weihnachtszeit kommt, und man auf diese Weise zu sehr schönen Weihnachtsgeschenken kommen könnte.»

[ 35 ] Am nächsten Abend bemerkte Rudolf Steiner dann noch das Folgende:

[ 35 ] Am nächsten Abend bemerkte Rudolf Steiner dann noch das Folgende:

[ 36 ] «Ich habe nur die Kleinigkeit noch zu dem gestern Gesagten hinzuzufügen, die ich vergessen habe in bezug auf diese Figuren. Ich sagte: sie können ein hübsches Weihnachtsgeschenk abgeben, und ich habe damit eine kleine Anspielung gemeint. Ich habe vergessen zu sagen, daß das Gesamtergebnis, das dadurch für solche Weihnachtsgeschenke einkommen würde, eben dem Goetheanum zugute kommen wird, das es jetzt braucht!»

[ 36 ] «Ich habe nur die Kleinigkeit noch zu dem gestern Gesagten hinzuzufügen, die ich vergessen habe in bezug auf diese Figuren. Ich sagte: sie können ein hübsches Weihnachtsgeschenk abgeben, und ich habe damit eine kleine Anspielung gemeint. Ich habe vergessen zu sagen, daß das Gesamtergebnis, das dadurch für solche Weihnachtsgeschenke einkommen würde, eben dem Goetheanum zugute kommen wird, das es jetzt braucht!»