Anthroposophy as Cosmosophy I
GA 222
12 March 1923, Dornach
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Die Impulsierung des weltgeschichtlichen Geschehens durch geistige Mächte
Zweiter Vortrag
Zweiter Vortrag
[ 1 ] Aus den gestrigen Betrachtungen werden Sie ersehen haben, daß, wenn man die menschlichen Schicksale verstehen will, auch das Zusammenleben der Menschen verstehen will, man nicht stehenbleiben kann bei den abstrakten Naturkräften, von denen eigentlich heute einzig und allein die Rede ist in der gebräuchlichen Wissenschaft. Man muß — das haben Sie gestern gesehen — sich zu jenen geistigen Mächten wenden, welche gewissermaßen nach oben hin die Fortsetzung dessen bilden, was wir hier im sinnlichen Leben die Naturreiche nennen. Wir sprechen von den Naturreichen: von dem mineralischen Reiche, dem pflanzlichen, dem tierischen Reiche, müssen auch den Menschen, insofern er ein physisches Wesen ist, als ein viertes Naturreich betrachten; aber wir müssen dann einfach aufwärtssteigen und über dem Menschen das Reich der Angeloi, darüber das Reich der Archangeloi, das Reich der Urkräfte und so weiter annehmen.
[ 1 ] Aus den gestrigen Betrachtungen werden Sie ersehen haben, daß, wenn man die menschlichen Schicksale verstehen will, auch das Zusammenleben der Menschen verstehen will, man nicht stehenbleiben kann bei den abstrakten Naturkräften, von denen eigentlich heute einzig und allein die Rede ist in der gebräuchlichen Wissenschaft. Man muß — das haben Sie gestern gesehen — sich zu jenen geistigen Mächten wenden, welche gewissermaßen nach oben hin die Fortsetzung dessen bilden, was wir hier im sinnlichen Leben die Naturreiche nennen. Wir sprechen von den Naturreichen: von dem mineralischen Reiche, dem pflanzlichen, dem tierischen Reiche, müssen auch den Menschen, insofern er ein physisches Wesen ist, als ein viertes Naturreich betrachten; aber wir müssen dann einfach aufwärtssteigen und über dem Menschen das Reich der Angeloi, darüber das Reich der Archangeloi, das Reich der Urkräfte und so weiter annehmen.
[ 2 ] Diese letzteren Reiche sind ja für die äußere Anschauung, für die Sinnes- und Verstandesanschauung zunächst nicht erreichbar, aber am menschlichen Leben sind sie wesentlich beteiligt.
[ 2 ] Diese letzteren Reiche sind ja für die äußere Anschauung, für die Sinnes- und Verstandesanschauung zunächst nicht erreichbar, aber am menschlichen Leben sind sie wesentlich beteiligt.
[ 3 ] Und nun habe ich Ihnen gestern deren Beteiligung auseinandergesetzt für jenen Wechsel im menschlichen Leben, der dadurch eintritt, daß der Mensch abwechselnd im wachen Zustande und im Schlafzustande ist. Ich möchte heute zu dieser Betrachtung eine andere hinzufügen: jene Betrachtung, welche auf den Menschen hinsieht, insofern er ein Wesen ist, das einen Teil seines Gesamtlebens innerhalb der geistigen Welt zubringt, aus der es heruntersteigt zu seinem irdischen Dasein, in die es wieder hinaufsteigt, wenn es durch die Pforte des Todes geschritten ist.
[ 3 ] Und nun habe ich Ihnen gestern deren Beteiligung auseinandergesetzt für jenen Wechsel im menschlichen Leben, der dadurch eintritt, daß der Mensch abwechselnd im wachen Zustande und im Schlafzustande ist. Ich möchte heute zu dieser Betrachtung eine andere hinzufügen: jene Betrachtung, welche auf den Menschen hinsieht, insofern er ein Wesen ist, das einen Teil seines Gesamtlebens innerhalb der geistigen Welt zubringt, aus der es heruntersteigt zu seinem irdischen Dasein, in die es wieder hinaufsteigt, wenn es durch die Pforte des Todes geschritten ist.
[ 4 ] Nun wissen Sie ja aus dem Kursus, den ich hier gehalten habe im vorigen Jahre über Philosophie, Kosmologie und Religionserkenntnis, daß der Mensch, bevor er auf die Erde herabsteigt, ein ganz bestimmt konfiguriertes Wesen ist, das nur eben nicht von einem physischen Leibe umkleidet ist, nicht mit den physischen Kräften der Erde in einem Zusammenhange steht, das aber von einem Geistig-Seelischen, man könnte auch sagen, umkleidet ist, das mit den geistig-seelischen Kräften in Beziehung steht, geradeso wie wir durch den physischen. Leib mit den physischen Naturkräften.
[ 4 ] Nun wissen Sie ja aus dem Kursus, den ich hier gehalten habe im vorigen Jahre über Philosophie, Kosmologie und Religionserkenntnis, daß der Mensch, bevor er auf die Erde herabsteigt, ein ganz bestimmt konfiguriertes Wesen ist, das nur eben nicht von einem physischen Leibe umkleidet ist, nicht mit den physischen Kräften der Erde in einem Zusammenhange steht, das aber von einem Geistig-Seelischen, man könnte auch sagen, umkleidet ist, das mit den geistig-seelischen Kräften in Beziehung steht, geradeso wie wir durch den physischen. Leib mit den physischen Naturkräften.
[ 5 ] Nun bringt sich der Mensch, wenn er aus dem vorirdischen Dasein heruntersteigt in das physische Erdendasein, in einem gewissen Sinne noch die Nachwirkungen der Kräfte mit, die er in sich trägt im vorirdischen Dasein. Denn im Kind wirkt eben durchaus ein Geistiges, das eine Nachwirkung ist derjenigen Kräfte, die in uns waren, bevor wir zur Erde heruntergestiegen sind. Indem das Kind wächst, indem das Kind aus unbestimmteren Formen seine bestimmten menschlichen Formen herausbildet, steht es noch immer unter der Nachwirkung der überirdischen Kräfte, in denen es war, bevor es zur Erde hinuntergestiegen ist. Und das dauert eigentlich im Grunde genommen, obwohl es mit dem Zahnwechsel schon schwächer wird, bis zur Geschlechtsreife fort.
[ 5 ] Nun bringt sich der Mensch, wenn er aus dem vorirdischen Dasein heruntersteigt in das physische Erdendasein, in einem gewissen Sinne noch die Nachwirkungen der Kräfte mit, die er in sich trägt im vorirdischen Dasein. Denn im Kind wirkt eben durchaus ein Geistiges, das eine Nachwirkung ist derjenigen Kräfte, die in uns waren, bevor wir zur Erde heruntergestiegen sind. Indem das Kind wächst, indem das Kind aus unbestimmteren Formen seine bestimmten menschlichen Formen herausbildet, steht es noch immer unter der Nachwirkung der überirdischen Kräfte, in denen es war, bevor es zur Erde hinuntergestiegen ist. Und das dauert eigentlich im Grunde genommen, obwohl es mit dem Zahnwechsel schon schwächer wird, bis zur Geschlechtsreife fort.
[ 6 ] Der Mensch bildet ja namentlich seinen physischen Leib in den ersten sieben Jahren seines Lebens aus, seinen ätherischen oder Bildekräfteleib in den zweiten sieben Jahren. Während er diese beiden Werkzeuge seines irdischen Daseins ausbildet, wirken die charakterisierten Kräfte aus der geistigen Welt nach.
[ 6 ] Der Mensch bildet ja namentlich seinen physischen Leib in den ersten sieben Jahren seines Lebens aus, seinen ätherischen oder Bildekräfteleib in den zweiten sieben Jahren. Während er diese beiden Werkzeuge seines irdischen Daseins ausbildet, wirken die charakterisierten Kräfte aus der geistigen Welt nach.
[ 7 ] Nun habe ich schon gestern gesagt: Der Mensch ist nicht nur dasjenige Wesen, als das er sich für die äußere Sinnesanschauung und für den Verstandesgebrauch offenbart, sondern er ist auch während seines Erdendaseins jenes übersinnlich-unsichtbare Wesen, das aus dem Ich und dem astralischen Leibe besteht, und das während des Schlafzustandes getrennt ist vom physischen Leib und Ätherleib. Jede Nacht geht auch beim Erwachsenen das Ich und der astralische Leib aus dem physischen und dem Ätherleibe heraus. Bei dem Kinde ist ja, insbesondere in der ersten Zeit des physischen Erdenlebens, ein unbestimmtes Zusammen- und Auseinandergehen der vier Glieder der menschlichen Wesenheit. Das Kind ist noch wenig wach in der ersten Zeit seines Lebens. Das heißt, jener feste Zusammenhalt, der zwischen Ich, astralischem Leib, ätherischem Leib und physischem Leib ist, der ist nur kurze Zeit vorhanden. Es ist ein viel loserer Zusammenhang zwischen diesen vier Gliedern der menschlichen Wesenheit beim Kind als beim erwachsenen Menschen. Und so müssen wir durchaus ins Auge fassen nicht nur diejenige Lebensgeschichte des Menschen, die sich abspielt vor dem äußeren Auge, vor dem berechnenden Verstande, sondern wir müssen auch die andere Lebensgeschichte ins Auge fassen, welche das Ich und der astralische Leib immer im schlafenden Zustande durchmachen. Wenn auch beim Erwachsenen der schlafende Zustand der Zeit nach kürzer ist, so ist er für die Gesamtverfassung des menschlichen Wesens, vor allen Dingen aber auch für die Gesundung und Gesundheit des ganzen menschlichen Wesens, und damit für das Erdenleben überhaupt, eigentlich von einer viel größeren Bedeutung im Gesamthaushalt des Kosmos als das äußere physische Leben.
[ 7 ] Nun habe ich schon gestern gesagt: Der Mensch ist nicht nur dasjenige Wesen, als das er sich für die äußere Sinnesanschauung und für den Verstandesgebrauch offenbart, sondern er ist auch während seines Erdendaseins jenes übersinnlich-unsichtbare Wesen, das aus dem Ich und dem astralischen Leibe besteht, und das während des Schlafzustandes getrennt ist vom physischen Leib und Ätherleib. Jede Nacht geht auch beim Erwachsenen das Ich und der astralische Leib aus dem physischen und dem Ätherleibe heraus. Bei dem Kinde ist ja, insbesondere in der ersten Zeit des physischen Erdenlebens, ein unbestimmtes Zusammen- und Auseinandergehen der vier Glieder der menschlichen Wesenheit. Das Kind ist noch wenig wach in der ersten Zeit seines Lebens. Das heißt, jener feste Zusammenhalt, der zwischen Ich, astralischem Leib, ätherischem Leib und physischem Leib ist, der ist nur kurze Zeit vorhanden. Es ist ein viel loserer Zusammenhang zwischen diesen vier Gliedern der menschlichen Wesenheit beim Kind als beim erwachsenen Menschen. Und so müssen wir durchaus ins Auge fassen nicht nur diejenige Lebensgeschichte des Menschen, die sich abspielt vor dem äußeren Auge, vor dem berechnenden Verstande, sondern wir müssen auch die andere Lebensgeschichte ins Auge fassen, welche das Ich und der astralische Leib immer im schlafenden Zustande durchmachen. Wenn auch beim Erwachsenen der schlafende Zustand der Zeit nach kürzer ist, so ist er für die Gesamtverfassung des menschlichen Wesens, vor allen Dingen aber auch für die Gesundung und Gesundheit des ganzen menschlichen Wesens, und damit für das Erdenleben überhaupt, eigentlich von einer viel größeren Bedeutung im Gesamthaushalt des Kosmos als das äußere physische Leben.
[ 8 ] Durch das äußere physische Leben lebt der Mensch auf der Erde zusammen mit den drei sichtbaren Reichen der äußeren Natur und ihren Kräften. Wenn er schläft, sind sein Ich und sein astralischer Leib nicht unter diesen Kräften, sondern gewissermaßen in einer übersinnlichen Welt, die aber die sinnliche Erdenwelt durchsetzt, die mit der sinnlichen Erdenwelt verbunden ist. Also unterscheiden wir wohl: Es gibt eine übersinnliche Welt zunächst, in welcher der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ist; die macht er durch. Man kann sie beschreiben als ein vorirdisches oder nachirdisches Dasein. Er behält einen Rest der Kräfte für sein irdisches Dasein, welcher wirkt — beim Kinde sehr stark, später immer schwächer und schwächer. Aber das Ich und der astralische Leib sind während der Schlafenszeit in einer übersinnlichen Welt, die eine andere ist als diese übersinnliche Welt des vorirdischen Daseins. Die übersinnliche Welt des vorirdischen Daseins hat eigentlich mit der Erdenwelt selbst, so wie sie sich äußerlich zeigt, nicht viel zu tun. Diejenige übersinnliche Welt, in der vom Einschlafen bis zum Aufwachen zunächst der astralische Leib und das Ich sein müssen, die hat sehr viel mit dem Erdenwesen zu tun, sehr viel mit den drei Reichen, mit denen der Mensch auf der Erde zusammen ist, zutun.
[ 8 ] Durch das äußere physische Leben lebt der Mensch auf der Erde zusammen mit den drei sichtbaren Reichen der äußeren Natur und ihren Kräften. Wenn er schläft, sind sein Ich und sein astralischer Leib nicht unter diesen Kräften, sondern gewissermaßen in einer übersinnlichen Welt, die aber die sinnliche Erdenwelt durchsetzt, die mit der sinnlichen Erdenwelt verbunden ist. Also unterscheiden wir wohl: Es gibt eine übersinnliche Welt zunächst, in welcher der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ist; die macht er durch. Man kann sie beschreiben als ein vorirdisches oder nachirdisches Dasein. Er behält einen Rest der Kräfte für sein irdisches Dasein, welcher wirkt — beim Kinde sehr stark, später immer schwächer und schwächer. Aber das Ich und der astralische Leib sind während der Schlafenszeit in einer übersinnlichen Welt, die eine andere ist als diese übersinnliche Welt des vorirdischen Daseins. Die übersinnliche Welt des vorirdischen Daseins hat eigentlich mit der Erdenwelt selbst, so wie sie sich äußerlich zeigt, nicht viel zu tun. Diejenige übersinnliche Welt, in der vom Einschlafen bis zum Aufwachen zunächst der astralische Leib und das Ich sein müssen, die hat sehr viel mit dem Erdenwesen zu tun, sehr viel mit den drei Reichen, mit denen der Mensch auf der Erde zusammen ist, zutun.
[ 9 ] Diese übersinnliche Welt besteht aus den drei sogenannten Elementarreichen, die Sie in meinem Buche «’Theosophie» beschrieben finden. Also außer dem, was ich gestern gesagt habe — daß das Ich und der astralische Leib sich einfinden in die Welt, in welcher Angeloi, Archangeloi sind —, müssen Ich und astralischer Leib vom Einschlafen bis zum Aufwachen noch in einer übersinnlichen Welt leben, die als solche nicht unmittelbar etwas zu tun hat mit jener übersinnlichen Welt, in welcher der Mensch ist, wenn er entkörpert ist, in welcher Angeloi und Archangeloi sind, sondern die die Welt der elementarischen Reiche ist, jener elementarischen Reiche, in denen sich Wesen finden, welche nicht so hoch stehen wie der Mensch, wenn er Erdenmensch ist, welche einen physischen Leib unmittelbar nicht haben, aber dennoch nicht bloß übersinnlicher Natur sind. Diese Wesenheiten der Elementarreiche bewohnen gewissermaßen die andern, nach außen hin sich offenbarenden drei irdischen Reiche.
[ 9 ] Diese übersinnliche Welt besteht aus den drei sogenannten Elementarreichen, die Sie in meinem Buche «’Theosophie» beschrieben finden. Also außer dem, was ich gestern gesagt habe — daß das Ich und der astralische Leib sich einfinden in die Welt, in welcher Angeloi, Archangeloi sind —, müssen Ich und astralischer Leib vom Einschlafen bis zum Aufwachen noch in einer übersinnlichen Welt leben, die als solche nicht unmittelbar etwas zu tun hat mit jener übersinnlichen Welt, in welcher der Mensch ist, wenn er entkörpert ist, in welcher Angeloi und Archangeloi sind, sondern die die Welt der elementarischen Reiche ist, jener elementarischen Reiche, in denen sich Wesen finden, welche nicht so hoch stehen wie der Mensch, wenn er Erdenmensch ist, welche einen physischen Leib unmittelbar nicht haben, aber dennoch nicht bloß übersinnlicher Natur sind. Diese Wesenheiten der Elementarreiche bewohnen gewissermaßen die andern, nach außen hin sich offenbarenden drei irdischen Reiche.
[ 10 ] Der Mensch lebt mit dem, was sich von den irdischen Reichen nach außen offenbart, wenn er wachend ist; er lebt, wenn er schläft, hinsichtlich seines Ich und seines astralischen Leibes, mit den unsichtbaren übernatürlichen Wesen der elementarischen Reiche.
[ 10 ] Der Mensch lebt mit dem, was sich von den irdischen Reichen nach außen offenbart, wenn er wachend ist; er lebt, wenn er schläft, hinsichtlich seines Ich und seines astralischen Leibes, mit den unsichtbaren übernatürlichen Wesen der elementarischen Reiche.
[ 11 ] Der Schauplatz, den gewissermaßen der Mensch um sich hat, der ist in beiden Fällen ein anderer, aber er ist ein irdischer zunächst. Und das, was ich gestern beschrieben habe, das Verhältnis, in das der Mensch im schlafenden Zustande zu den Angeloi, namentlich zu den Archangeloi kommt, das fügt sich dem, ich möchte sagen, mehr übernatürlichen Verhältnis zu den Elementarreichen hinzu. Geradeso wie der Mensch innerhalb der physischen Welt im wachenden Zustande für seinen physischen Leib und für seinen Ätherleib die Nahrungsmittel der Reiche der Natur zu sich nimmt, so strömen in ihn ein vom Einschlafen bis zum Aufwachen die Kräfte der drei elementarischen Reiche. Das ist dann sein Schauplatz. In diesen drei elementarischen Reichen hat man es ja, wie Sie wissen, mit lebend webendem Farbenfluten zu tun, man hat es mit webender Tonwelt zu tun. Man hat es zu tun mit demjenigen, was hier in der physischen Welt gewissermaßen an den äußeren festen stofflichen Dingen haftet, was in der elementarischen Welt frei schwebend und webend ist, weil in diesem freien Schweben und Weben, in diesem Strömen und Fließen eben das flutende Geistige sich so ausdrückt, wie hier der Stoff in der physischen Farbe, in dem physischen Ton. Aber wie der physische Stoff in festen äußeren Konturen, möchte ich sagen, festhält die Farben, so trägt in Strömungen, in Wellungen das Geistige der Elementarreiche die flutenden Farben frei in mannigfaltig wechselndem Spiel dahin.
[ 11 ] Der Schauplatz, den gewissermaßen der Mensch um sich hat, der ist in beiden Fällen ein anderer, aber er ist ein irdischer zunächst. Und das, was ich gestern beschrieben habe, das Verhältnis, in das der Mensch im schlafenden Zustande zu den Angeloi, namentlich zu den Archangeloi kommt, das fügt sich dem, ich möchte sagen, mehr übernatürlichen Verhältnis zu den Elementarreichen hinzu. Geradeso wie der Mensch innerhalb der physischen Welt im wachenden Zustande für seinen physischen Leib und für seinen Ätherleib die Nahrungsmittel der Reiche der Natur zu sich nimmt, so strömen in ihn ein vom Einschlafen bis zum Aufwachen die Kräfte der drei elementarischen Reiche. Das ist dann sein Schauplatz. In diesen drei elementarischen Reichen hat man es ja, wie Sie wissen, mit lebend webendem Farbenfluten zu tun, man hat es mit webender Tonwelt zu tun. Man hat es zu tun mit demjenigen, was hier in der physischen Welt gewissermaßen an den äußeren festen stofflichen Dingen haftet, was in der elementarischen Welt frei schwebend und webend ist, weil in diesem freien Schweben und Weben, in diesem Strömen und Fließen eben das flutende Geistige sich so ausdrückt, wie hier der Stoff in der physischen Farbe, in dem physischen Ton. Aber wie der physische Stoff in festen äußeren Konturen, möchte ich sagen, festhält die Farben, so trägt in Strömungen, in Wellungen das Geistige der Elementarreiche die flutenden Farben frei in mannigfaltig wechselndem Spiel dahin.
[ 12 ] Jenes Leben bleibt allerdings zunächst für den Erdenmenschen in unserer gegenwärtigen Entwickelungsphase unbewußt oder unterbewußt. Aber es ist deshalb doch so vorhanden, daß man auch in dieser Beziehung ebensogut eine Lebensgeschichte des Ich und des astralischen Leibes zwischen Geburt und Tod schildern könnte, wie man die äußere physische Lebensgeschichte zwischen Geburt und Tod für den Menschen schildert, insofern er im physischen Leibe und im Ätherleibe ist.
[ 12 ] Jenes Leben bleibt allerdings zunächst für den Erdenmenschen in unserer gegenwärtigen Entwickelungsphase unbewußt oder unterbewußt. Aber es ist deshalb doch so vorhanden, daß man auch in dieser Beziehung ebensogut eine Lebensgeschichte des Ich und des astralischen Leibes zwischen Geburt und Tod schildern könnte, wie man die äußere physische Lebensgeschichte zwischen Geburt und Tod für den Menschen schildert, insofern er im physischen Leibe und im Ätherleibe ist.
[ 13 ] Nun besteht für dieses Ich und diesen astralischen Leib etwas ganz Bestimmtes in dem Erdenleben zwischen Geburt und Tod. Dieses Bestimmte, das verwandelt sich nämlich, wenn der Mensch die Geschlechtsreife erlangt. Geradeso wie im physischen Erdenbereich der Mensch gewissermaßen auf Erden steht, die Reiche um sich her wahrnimmt, aber auch hinausschaut in die Weiten des Kosmos, draußen die Sterne, also dasjenige wahrnimmt, was außerirdisch ist und sich physisch offenbart, so durchlebt ja das Ich und der astralische Leib in der elementarischen Welt zunächst dasjenige, was als elementarische Reiche diese übersinnliche Wesenheit vom Einschlafen bis zum Aufwachen umgibt. Aber es sieht der Mensch aus dieser elementarischen Welt auf, und er erblickt nicht bloß tote, leuchtende Sterne, er sieht in der Tat die Wesenheiten der höheren Hierarchien. Und er kommt mit diesen Wesenheiten der höheren Hierarchien eben in einen solchen Zusammenhang, wie ich einen davon gestern in der sprachlichen Beziehung ausgedrückt habe. Also der Mensch ist vom Einschlafen bis zum Aufwachen in der elementarischen Welt, erlebt dort dasjenige, was ich in dem schon genannten Kursus dargestellt habe, und er schaut hinaus aus dieser elementarischen Welt in die Weiten der überelementarischen Welt und nimmt wahr Angeloi, Archangeloi und Archai.
[ 13 ] Nun besteht für dieses Ich und diesen astralischen Leib etwas ganz Bestimmtes in dem Erdenleben zwischen Geburt und Tod. Dieses Bestimmte, das verwandelt sich nämlich, wenn der Mensch die Geschlechtsreife erlangt. Geradeso wie im physischen Erdenbereich der Mensch gewissermaßen auf Erden steht, die Reiche um sich her wahrnimmt, aber auch hinausschaut in die Weiten des Kosmos, draußen die Sterne, also dasjenige wahrnimmt, was außerirdisch ist und sich physisch offenbart, so durchlebt ja das Ich und der astralische Leib in der elementarischen Welt zunächst dasjenige, was als elementarische Reiche diese übersinnliche Wesenheit vom Einschlafen bis zum Aufwachen umgibt. Aber es sieht der Mensch aus dieser elementarischen Welt auf, und er erblickt nicht bloß tote, leuchtende Sterne, er sieht in der Tat die Wesenheiten der höheren Hierarchien. Und er kommt mit diesen Wesenheiten der höheren Hierarchien eben in einen solchen Zusammenhang, wie ich einen davon gestern in der sprachlichen Beziehung ausgedrückt habe. Also der Mensch ist vom Einschlafen bis zum Aufwachen in der elementarischen Welt, erlebt dort dasjenige, was ich in dem schon genannten Kursus dargestellt habe, und er schaut hinaus aus dieser elementarischen Welt in die Weiten der überelementarischen Welt und nimmt wahr Angeloi, Archangeloi und Archai.
[ 14 ] In dieser Beziehung aber hat sich der Mensch ganz wesentlich geändert, zuletzt geändert seit der Zeit, da er in die fünfte nachatlantische Kulturperiode eingetreten ist, also seit dem 15. Jahrhundert. Seit jener Zeit, da der Mensch jene intensive Intellektualität ausgebildet hat, die früher eigentlich nicht da war, wird es ihm als schlafendem Menschen nicht mehr so leicht wie früher, das rechte Verhältnis zu finden zwischen Schlafen und Wachen.
[ 14 ] In dieser Beziehung aber hat sich der Mensch ganz wesentlich geändert, zuletzt geändert seit der Zeit, da er in die fünfte nachatlantische Kulturperiode eingetreten ist, also seit dem 15. Jahrhundert. Seit jener Zeit, da der Mensch jene intensive Intellektualität ausgebildet hat, die früher eigentlich nicht da war, wird es ihm als schlafendem Menschen nicht mehr so leicht wie früher, das rechte Verhältnis zu finden zwischen Schlafen und Wachen.
[ 15 ] Es war für den Menschen, der bis zum 15. Jahrhundert gelebt hat für uns alle gilt das also, für unsere früheren Erdenleben —, es war für den Menschen, der bis zum 15. Jahrhundert gelebt hat, so, daß er im wachenden Zustande noch nicht durchsetzt war von der abstrakten Intellektualität. Dadurch lebte er viel intensiver in seinem physischen und in seinem Ätherleib, wenn er wach war, und er brachte sich eine gewisse Kraft aus diesem physischen und aus diesem Ätherleib auch in den schlafenden Zustand hinein, lebte intensiv die elementarische Welt mit, lebte auch intensiv mit dasjenige, was er schauen konnte beziehungsweise was er erleben konnte in dem Reiche der Angeloi, Archangeloi und Archai. Der Mensch bekam nämlich in jenen älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung aus dem vorirdischen Dasein etwas mit, was ihn für den Zustand zwischen dem Einschlafen und Aufwachen stärker machte als heute. Und so konnte sich auch der Mensch wiederum aus der elementarischen und überelementarischen Welt, die er im schlafenden Zustand erlebte, beim Aufwachen etwas hereinbringen, was ihm in seinem Ätherleib und in seinem physischen Leib einen gründlichen Halt gab. Der Mensch war bis in das 15. Jahrhundert herein eine mehr geschlossene Wesenheit, als er heute ist. Heute geht es nämlich dem Menschen so: Er hat ja durch die Erbschaft, die er sich aus dem vorirdischen Dasein in das Erdenleben hereinbringt, allerdings genug Kräfte aus der geistigen Welt, um als Kind zu wachsen, um die andern Entwickelungsmomente, die er braucht, bis zu der Geschlechtsreife in sich aufzunehmen. Allein, der Mensch hat heute in diesem jetzigen Stadium seiner Entwickelung nicht unmittelbar genügende Kräfte, um das Ich und den astralischen Leib während des Schlafens in der richtigen Weise in die elementarische Welt hineinzustellen, wenn er nicht spirituelle Erkenntnis während des Wachens in sich aufnimmt.
[ 15 ] Es war für den Menschen, der bis zum 15. Jahrhundert gelebt hat für uns alle gilt das also, für unsere früheren Erdenleben —, es war für den Menschen, der bis zum 15. Jahrhundert gelebt hat, so, daß er im wachenden Zustande noch nicht durchsetzt war von der abstrakten Intellektualität. Dadurch lebte er viel intensiver in seinem physischen und in seinem Ätherleib, wenn er wach war, und er brachte sich eine gewisse Kraft aus diesem physischen und aus diesem Ätherleib auch in den schlafenden Zustand hinein, lebte intensiv die elementarische Welt mit, lebte auch intensiv mit dasjenige, was er schauen konnte beziehungsweise was er erleben konnte in dem Reiche der Angeloi, Archangeloi und Archai. Der Mensch bekam nämlich in jenen älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung aus dem vorirdischen Dasein etwas mit, was ihn für den Zustand zwischen dem Einschlafen und Aufwachen stärker machte als heute. Und so konnte sich auch der Mensch wiederum aus der elementarischen und überelementarischen Welt, die er im schlafenden Zustand erlebte, beim Aufwachen etwas hereinbringen, was ihm in seinem Ätherleib und in seinem physischen Leib einen gründlichen Halt gab. Der Mensch war bis in das 15. Jahrhundert herein eine mehr geschlossene Wesenheit, als er heute ist. Heute geht es nämlich dem Menschen so: Er hat ja durch die Erbschaft, die er sich aus dem vorirdischen Dasein in das Erdenleben hereinbringt, allerdings genug Kräfte aus der geistigen Welt, um als Kind zu wachsen, um die andern Entwickelungsmomente, die er braucht, bis zu der Geschlechtsreife in sich aufzunehmen. Allein, der Mensch hat heute in diesem jetzigen Stadium seiner Entwickelung nicht unmittelbar genügende Kräfte, um das Ich und den astralischen Leib während des Schlafens in der richtigen Weise in die elementarische Welt hineinzustellen, wenn er nicht spirituelle Erkenntnis während des Wachens in sich aufnimmt.
[ 16 ] Es ist einfach so, daß der Mensch dasjenige, was er früher auf natürliche Weise mitbekommen hat aus der geistigen Welt, und was ihm als Schlafendem auch noch nach der Geschlechtsreife in der elementarischen Welt dienlich war, heute aus der elementarischen Welt nicht mitbekommt. Das hängt damit zusammen, daß er ein freies Wesen werden soll. Er fühlt sich eigentlich, wenn er nicht während seiner Kindheit durch Unterricht und Erziehung Kenntnisse erhält von der geistigen Welt, als schlafender Mensch in der elementarischen Welt wie verkümmert. Und es tritt nicht nur jener Zustand gegenüber der Sprache auf, den ich Ihnen gestern geschildert habe, sondern es tritt noch etwas ganz anderes auf. Es tritt das auf, daß der Mensch nun im Überelementarischen die Archangeloi zwar erlebt, aber sich mit ihnen nicht verständigen kann. Was er aber nicht mehr oder wenigstens nur sehr spärlich, kümmerlich erlebt, das sind die Archai, das sind die Urkräfte. Und das ist seit dem 15. Jahrhundert menschliche Eigentümlichkeit, einfach menschliche Entwickelungseigentümlichkeit geworden, daß des Menschen Ich und astralischer Leib im schlafenden Zustande gewissermaßen schnappen nach einer Verbindung mit den Archai, mit den Urkräften, mit den Urbeginnen, aber sie nicht erreichen können, gewissermaßen ihnen gegenüber ohnmächtig sich fühlen.
[ 16 ] Es ist einfach so, daß der Mensch dasjenige, was er früher auf natürliche Weise mitbekommen hat aus der geistigen Welt, und was ihm als Schlafendem auch noch nach der Geschlechtsreife in der elementarischen Welt dienlich war, heute aus der elementarischen Welt nicht mitbekommt. Das hängt damit zusammen, daß er ein freies Wesen werden soll. Er fühlt sich eigentlich, wenn er nicht während seiner Kindheit durch Unterricht und Erziehung Kenntnisse erhält von der geistigen Welt, als schlafender Mensch in der elementarischen Welt wie verkümmert. Und es tritt nicht nur jener Zustand gegenüber der Sprache auf, den ich Ihnen gestern geschildert habe, sondern es tritt noch etwas ganz anderes auf. Es tritt das auf, daß der Mensch nun im Überelementarischen die Archangeloi zwar erlebt, aber sich mit ihnen nicht verständigen kann. Was er aber nicht mehr oder wenigstens nur sehr spärlich, kümmerlich erlebt, das sind die Archai, das sind die Urkräfte. Und das ist seit dem 15. Jahrhundert menschliche Eigentümlichkeit, einfach menschliche Entwickelungseigentümlichkeit geworden, daß des Menschen Ich und astralischer Leib im schlafenden Zustande gewissermaßen schnappen nach einer Verbindung mit den Archai, mit den Urkräften, mit den Urbeginnen, aber sie nicht erreichen können, gewissermaßen ihnen gegenüber ohnmächtig sich fühlen.
[ 17 ] Nun sind aber die Urkräfte, die Archai notwendig, damit der Mensch im Aufwachen intensiv genug in seinen Ätherleib untertauche. Also verstehen Sie mich recht, gestern setzte ich Ihnen auseinander, daß wenn der Mensch keine solche spirituelle Erkenntnis aufnimmt, er auch nicht einmal ansichtig wird der Archai im schlafenden Zustande, während er doch das lebendigste Bedürfnis hat, in diesem schlafenden Zustande zu den Archai ein so lebendiges Verhältnis gewinnen zu können, wie er hier auf Erden im physischen Zustande ein lebendiges Verhältnis zur Sonne gewinnt. Das ist außerordentlich wichtig. Und das ist etwas, was man sogar, wenn man die Dinge richtig anschaut, an charakteristischen Erscheinungen historisch bemerken kann.
[ 17 ] Nun sind aber die Urkräfte, die Archai notwendig, damit der Mensch im Aufwachen intensiv genug in seinen Ätherleib untertauche. Also verstehen Sie mich recht, gestern setzte ich Ihnen auseinander, daß wenn der Mensch keine solche spirituelle Erkenntnis aufnimmt, er auch nicht einmal ansichtig wird der Archai im schlafenden Zustande, während er doch das lebendigste Bedürfnis hat, in diesem schlafenden Zustande zu den Archai ein so lebendiges Verhältnis gewinnen zu können, wie er hier auf Erden im physischen Zustande ein lebendiges Verhältnis zur Sonne gewinnt. Das ist außerordentlich wichtig. Und das ist etwas, was man sogar, wenn man die Dinge richtig anschaut, an charakteristischen Erscheinungen historisch bemerken kann.
[ 18 ] Menschen, die mit der Vollkraft des Menschlichen in unserem intellektualistischen Zeitalter geboren sind, denen kann es unter dem Einfluß solcher Dinge, wie ich sie geschildert habe, so gehen, wie zum Beispiel Goethe. Ihm ist es eigentümlich gegangen. Er hatte einen Vater, der nun so recht ein Repräsentant des intellektualistischen Zeitalters war, ganz und gar ein guter Repräsentant dieses intellektualistischen Zeitalters. Diesem Vater gegenüber, der ja viel an seiner Erziehung mitwirkte, empfand natürlich Goethe: Da fließt nichts Spirituelles, da kommt nichts Spirituelles an mich heran.
[ 18 ] Menschen, die mit der Vollkraft des Menschlichen in unserem intellektualistischen Zeitalter geboren sind, denen kann es unter dem Einfluß solcher Dinge, wie ich sie geschildert habe, so gehen, wie zum Beispiel Goethe. Ihm ist es eigentümlich gegangen. Er hatte einen Vater, der nun so recht ein Repräsentant des intellektualistischen Zeitalters war, ganz und gar ein guter Repräsentant dieses intellektualistischen Zeitalters. Diesem Vater gegenüber, der ja viel an seiner Erziehung mitwirkte, empfand natürlich Goethe: Da fließt nichts Spirituelles, da kommt nichts Spirituelles an mich heran.
[ 19 ] Die Mutter — Sie können das fühlen, wenn Sie die Biographie der alten Frau Rat, der Mutter Goethes, studieren — war noch nicht so hereingewachsen in das intellektualistische Zeitalter; von der hatte Goethe, wie er ja selbst sagt, «die Lust zum Fabulieren». Die war also noch nicht so hereingewachsen in das Intellektuelle; aber auf der andern Seite konnte sie ihm doch wieder nicht so viel geben, als er eben brauchte.
[ 19 ] Die Mutter — Sie können das fühlen, wenn Sie die Biographie der alten Frau Rat, der Mutter Goethes, studieren — war noch nicht so hereingewachsen in das intellektualistische Zeitalter; von der hatte Goethe, wie er ja selbst sagt, «die Lust zum Fabulieren». Die war also noch nicht so hereingewachsen in das Intellektuelle; aber auf der andern Seite konnte sie ihm doch wieder nicht so viel geben, als er eben brauchte.
[ 20 ] Und so lebte er eigentlich heran mit einem unbewußten Gefühl: Du müßtest eigentlich von andern Leuten abstammen. — Sie müssen mich nicht mißverstehen, Goethe war natürlich nicht ein schlechter Sohn oder so etwas; in seinem Bewußtsein war er schon ganz ordentlich. Aber in seinem Unterbewußten lebte etwas von dem, daß seine Seele sich sagte: Du müßtest eigentlich ganz andere Eltern haben. — Hätte Goethe irgendwie äußerlich schon spirituelle Wissenschaft aufnehmen können, so würde er vielleicht dieses Gefühl so lebendig nicht gehabt haben. Aber spirituelle Wissenschaft gab es ja noch nicht. So bildete sich in seinem Unterbewußtsein das so aus: Ich müßte eigentlich Eltern haben, die nicht jetzt leben, die früher gelebt haben, ganz viel früher. Da haben einem die Eltern durch die lebendige Atmosphäre, in der ihre Sprache, die Handhabung ihres ganzen Lebens drinnengestanden hat, noch dasjenige überliefert, was man brauchte, um im schlafenden Zustande so in der elementarischen Welt zu leben, daß man richtig den Ätherleib ergreifen kann.
[ 20 ] Und so lebte er eigentlich heran mit einem unbewußten Gefühl: Du müßtest eigentlich von andern Leuten abstammen. — Sie müssen mich nicht mißverstehen, Goethe war natürlich nicht ein schlechter Sohn oder so etwas; in seinem Bewußtsein war er schon ganz ordentlich. Aber in seinem Unterbewußten lebte etwas von dem, daß seine Seele sich sagte: Du müßtest eigentlich ganz andere Eltern haben. — Hätte Goethe irgendwie äußerlich schon spirituelle Wissenschaft aufnehmen können, so würde er vielleicht dieses Gefühl so lebendig nicht gehabt haben. Aber spirituelle Wissenschaft gab es ja noch nicht. So bildete sich in seinem Unterbewußtsein das so aus: Ich müßte eigentlich Eltern haben, die nicht jetzt leben, die früher gelebt haben, ganz viel früher. Da haben einem die Eltern durch die lebendige Atmosphäre, in der ihre Sprache, die Handhabung ihres ganzen Lebens drinnengestanden hat, noch dasjenige überliefert, was man brauchte, um im schlafenden Zustande so in der elementarischen Welt zu leben, daß man richtig den Ätherleib ergreifen kann.
[ 21 ] Goethe hat ja alles mögliche gemacht — es gibt Mappen von Zeichnungen, die er gemacht hat, und auch sonst hat er alles mögliche versucht —, aber es ist ihm eigentlich immer nicht gelungen, in der richtigen Weise mit seinem Ich und mit seinem astralischen Leib den Ätherleib anzufassen und zu gebrauchen. Schauen Sie sich die Goetheschen Zeichnungen an, da haben Sie unmittelbar das Gefühl: Das zeichnet ein Ich und ein astralischer Leib, und da ist es genial; aber es ist nichts drinnen von richtigem Zeichnerischem, von dem, was man sich aneignen muß, indem man sich in der richtigen Weise des physischen und des Ätherleibes bedient.
[ 21 ] Goethe hat ja alles mögliche gemacht — es gibt Mappen von Zeichnungen, die er gemacht hat, und auch sonst hat er alles mögliche versucht —, aber es ist ihm eigentlich immer nicht gelungen, in der richtigen Weise mit seinem Ich und mit seinem astralischen Leib den Ätherleib anzufassen und zu gebrauchen. Schauen Sie sich die Goetheschen Zeichnungen an, da haben Sie unmittelbar das Gefühl: Das zeichnet ein Ich und ein astralischer Leib, und da ist es genial; aber es ist nichts drinnen von richtigem Zeichnerischem, von dem, was man sich aneignen muß, indem man sich in der richtigen Weise des physischen und des Ätherleibes bedient.
[ 22 ] Und derjenige, der nun nicht ein Goethe-Philister ist, sondern ein offener, freier Mensch, der wird auch den Jugenddichtungen Goethes das ansehen: Da ist überall das darinnen, daß er eigentlich nicht recht heran kann mit seinem Ich und seinem astralischen Leib an den Ätherleib und an den physischen Leib. Das kann er nicht. Und mit dem wächst er nun heran; das wird besonders stark, als er ein Jüngling ist. Die Leipziger Professoren konnten ihm erst recht nicht das verschaffen, daß er nun aus dem physischen Leben hineingenommen hätte in die elementarische Welt das, was ihn dann in den ordentlichen Besitz seines Ätherleibes gesetzt hätte.
[ 22 ] Und derjenige, der nun nicht ein Goethe-Philister ist, sondern ein offener, freier Mensch, der wird auch den Jugenddichtungen Goethes das ansehen: Da ist überall das darinnen, daß er eigentlich nicht recht heran kann mit seinem Ich und seinem astralischen Leib an den Ätherleib und an den physischen Leib. Das kann er nicht. Und mit dem wächst er nun heran; das wird besonders stark, als er ein Jüngling ist. Die Leipziger Professoren konnten ihm erst recht nicht das verschaffen, daß er nun aus dem physischen Leben hineingenommen hätte in die elementarische Welt das, was ihn dann in den ordentlichen Besitz seines Ätherleibes gesetzt hätte.
[ 23 ] Und so lebte dieses unbestimmte Gefühl, dieses unbewußte Gefühl fort: Du müßtest eigentlich von ganz andern Eltern einer ganz andern Zeit geboren sein, auch in einer ganz andern Umgebung! — Und weil dieses Unbestimmte in seiner Seele lebte, konnte er es zuletzt nicht mehr aushalten. Er bekam dann eines schönen Tages, wiederum nicht ganz vollbewußt, aber deshalb nicht weniger intensiv das Gefühl: Ja, hätten dich Griechen geboren, da wärest du ein richtiger Kerl geworden; einen griechischen Vater, eine griechische Mutter müßtest du haben!
[ 23 ] Und so lebte dieses unbestimmte Gefühl, dieses unbewußte Gefühl fort: Du müßtest eigentlich von ganz andern Eltern einer ganz andern Zeit geboren sein, auch in einer ganz andern Umgebung! — Und weil dieses Unbestimmte in seiner Seele lebte, konnte er es zuletzt nicht mehr aushalten. Er bekam dann eines schönen Tages, wiederum nicht ganz vollbewußt, aber deshalb nicht weniger intensiv das Gefühl: Ja, hätten dich Griechen geboren, da wärest du ein richtiger Kerl geworden; einen griechischen Vater, eine griechische Mutter müßtest du haben!
[ 24 ] Das veranlaßte ihn, seine italienische Reise zu machen, um wenigstens noch in Italien eine lebendige Beziehung zu einer andern Elternschaft, zu einer andern Vorfahrenschaft zu bekommen, als er sie in seiner Umgebung hat bekommen können. Er suchte sich gewissermaßen auf eine ganz abnorme Weise andere Ahnen. Griechische Ahnen suchte er sich. Denn für ihn wirkte das nicht gut, was da seit der Griechenzeit sich allmählich hineingeschlängelt hatte in die intellektualistische Welt. Und als er dann nach Italien kam, da fühlte er in der Tat so, als ob ihn Griechen geboren hätten. Und das, was er sah, das führte ihn eben zu dem auch oft von mir zitierten Ausspruch: Nach dem, was ich hier sehe, ist es mir, als ob ich hinter die Rätsel der griechischen Kunst gekommen wäre; die Griechen schaffen nach denselben Gesetzen, nach denen die Natur schafft, und denen ich auf der Spur bin — und so weiter. Da fühlte er, daß ihm die Kraft kam, die er brauchte, um seinen Ätherleib richtig in seine Gewalt zu bekommen.
[ 24 ] Das veranlaßte ihn, seine italienische Reise zu machen, um wenigstens noch in Italien eine lebendige Beziehung zu einer andern Elternschaft, zu einer andern Vorfahrenschaft zu bekommen, als er sie in seiner Umgebung hat bekommen können. Er suchte sich gewissermaßen auf eine ganz abnorme Weise andere Ahnen. Griechische Ahnen suchte er sich. Denn für ihn wirkte das nicht gut, was da seit der Griechenzeit sich allmählich hineingeschlängelt hatte in die intellektualistische Welt. Und als er dann nach Italien kam, da fühlte er in der Tat so, als ob ihn Griechen geboren hätten. Und das, was er sah, das führte ihn eben zu dem auch oft von mir zitierten Ausspruch: Nach dem, was ich hier sehe, ist es mir, als ob ich hinter die Rätsel der griechischen Kunst gekommen wäre; die Griechen schaffen nach denselben Gesetzen, nach denen die Natur schafft, und denen ich auf der Spur bin — und so weiter. Da fühlte er, daß ihm die Kraft kam, die er brauchte, um seinen Ätherleib richtig in seine Gewalt zu bekommen.
[ 25 ] Da nahm er sich so etwas vor wie die «Iphigenie», die er früher schon auf das Papier hingeworfen hatte. Aber das genügte ihm nicht, denn es war aus dem Ich und dem astralischen Leib heraus, nicht aus dem ätherischen Leib heraus. Da dichtete er die «Iphigenie» in Italien um.
[ 25 ] Da nahm er sich so etwas vor wie die «Iphigenie», die er früher schon auf das Papier hingeworfen hatte. Aber das genügte ihm nicht, denn es war aus dem Ich und dem astralischen Leib heraus, nicht aus dem ätherischen Leib heraus. Da dichtete er die «Iphigenie» in Italien um.
[ 26 ] Wir haben bei den Rezitationsvorträgen öfters diese zwei, die deutsche und die italienische «Iphigenie» Ihnen vorgeführt, um zu zeigen, wie gewissermaßen Goethe in seiner Entwickelung da einen Sprung gemacht hat. Dieser Sprung besteht eben darin, daß er durch dasjenige, was als Eindruck sich ihm ergab von den Nachwirkungen der griechischen Kunst in der italienischen Kunst, jene Kraft in sich aufnahm, die ihn in der richtigen Weise als schlafenden Goethe mit den Urkräften in Beziehung brachte, so daß die Urkräfte ihm nun mitgeben konnten, was ihn in der richtigen Weise zusammenschweißte mit seinem ätherischen Leibe und mit seinem physischen Leibe.
[ 26 ] Wir haben bei den Rezitationsvorträgen öfters diese zwei, die deutsche und die italienische «Iphigenie» Ihnen vorgeführt, um zu zeigen, wie gewissermaßen Goethe in seiner Entwickelung da einen Sprung gemacht hat. Dieser Sprung besteht eben darin, daß er durch dasjenige, was als Eindruck sich ihm ergab von den Nachwirkungen der griechischen Kunst in der italienischen Kunst, jene Kraft in sich aufnahm, die ihn in der richtigen Weise als schlafenden Goethe mit den Urkräften in Beziehung brachte, so daß die Urkräfte ihm nun mitgeben konnten, was ihn in der richtigen Weise zusammenschweißte mit seinem ätherischen Leibe und mit seinem physischen Leibe.
[ 27 ] Dadurch wurde Goethe ein anderer, als die Menschen des materialistischen Zeitalters sonst sind. Es ist ja merkwürdig, diese Menschen des materialistischen Zeitalters reden von der Materie, reden von der physischen Welt, während ihre Krankheit darin besteht, daß sie ihren physischen und Ätherleib gar nicht ordentlich haben. Gerade dadurch wird man Materialist, daß man nicht an den physischen und Ätherleib herankommt, daß der Geist zu schwach ist, um den Leib in der richtigen Weise zu ergreifen.
[ 27 ] Dadurch wurde Goethe ein anderer, als die Menschen des materialistischen Zeitalters sonst sind. Es ist ja merkwürdig, diese Menschen des materialistischen Zeitalters reden von der Materie, reden von der physischen Welt, während ihre Krankheit darin besteht, daß sie ihren physischen und Ätherleib gar nicht ordentlich haben. Gerade dadurch wird man Materialist, daß man nicht an den physischen und Ätherleib herankommt, daß der Geist zu schwach ist, um den Leib in der richtigen Weise zu ergreifen.
[ 28 ] Goethe arbeitet eigentlich in der ganzen ersten Hälfte seines Lebens daran, seinen Ätherleib in der richtigen Weise zu erfassen. Und während wir verhältnismäßig, ich möchte sagen, ein zuträgliches Leben führen können, wenn wir während des Schlafes in ein gewisses Verhältnis zu der Welt der Angeloi und Archangeloi kommen, müssen uns die Archai helfen, schlafendes und wachendes Leben richtig zusammenzuführen. Wachendes Leben für sich führen physischer Leib und Ätherleib durch die Naturkräfte, die äußerlich sichtbar sind, die in den drei Reichen sind. Das schlafende Leben wird in der richtigen Weise geführt, wenn der Mensch in den elementarischen Reichen in der richtigen Weise zwischen dem Einschlafen und Aufwachen lebt, und aus diesen elementarischen Reichen heraus ein Verhältnis zu Angeloi und Archangeloi gewinnt. Aber es ist dem Menschen ein weiteres notwendig.
[ 28 ] Goethe arbeitet eigentlich in der ganzen ersten Hälfte seines Lebens daran, seinen Ätherleib in der richtigen Weise zu erfassen. Und während wir verhältnismäßig, ich möchte sagen, ein zuträgliches Leben führen können, wenn wir während des Schlafes in ein gewisses Verhältnis zu der Welt der Angeloi und Archangeloi kommen, müssen uns die Archai helfen, schlafendes und wachendes Leben richtig zusammenzuführen. Wachendes Leben für sich führen physischer Leib und Ätherleib durch die Naturkräfte, die äußerlich sichtbar sind, die in den drei Reichen sind. Das schlafende Leben wird in der richtigen Weise geführt, wenn der Mensch in den elementarischen Reichen in der richtigen Weise zwischen dem Einschlafen und Aufwachen lebt, und aus diesen elementarischen Reichen heraus ein Verhältnis zu Angeloi und Archangeloi gewinnt. Aber es ist dem Menschen ein weiteres notwendig.


[ 29 ] Schematisch kann man das so zeichnen: Physischer Leib, Ätherleib müssen im wachenden Zustande ein richtiges Verhältnis gewinnen zu den drei Reichen der Natur (siehe Zeichnung). Der schlafende Mensch, Ich und astralischer Leib müssen ein richtiges Verhältnis gewinnen zu den drei Elementarreichen, aber auch zu den Reichen der Angeloi und Archangeloi. Aber hat man nur zu diesen Reichen ein entsprechendes Verhältnis, so kommt das richtige Ineinander nicht zustande. Es ist kein richtiges Verhältnis zwischen Schlafen und Wachen. Damit in der richtigen Weise das Ich und der astralische Leib aus dem physischen und dem AÄtherleib herauskommen und hereinkommen, muß der Mensch außerdem noch das rechte Verhältnis haben zu dem Reiche der Archai (mittlerer Pfeil), zu dem Reiche der Urbeginne oder Urkräfte.
[ 29 ] Schematisch kann man das so zeichnen: Physischer Leib, Ätherleib müssen im wachenden Zustande ein richtiges Verhältnis gewinnen zu den drei Reichen der Natur (siehe Zeichnung). Der schlafende Mensch, Ich und astralischer Leib müssen ein richtiges Verhältnis gewinnen zu den drei Elementarreichen, aber auch zu den Reichen der Angeloi und Archangeloi. Aber hat man nur zu diesen Reichen ein entsprechendes Verhältnis, so kommt das richtige Ineinander nicht zustande. Es ist kein richtiges Verhältnis zwischen Schlafen und Wachen. Damit in der richtigen Weise das Ich und der astralische Leib aus dem physischen und dem AÄtherleib herauskommen und hereinkommen, muß der Mensch außerdem noch das rechte Verhältnis haben zu dem Reiche der Archai (mittlerer Pfeil), zu dem Reiche der Urbeginne oder Urkräfte.
[ 30 ] Goethes Tendenz nach Italien war einfach eine solche nach einem richtigen Verhältnis zu den Archai, zu den Urkräften. Diese Urkräfte haben es mit dem ganzen Menschen zu tun, insofern dieser ganze Mensch abwechselnd ein wachendes und ein schlafendes Wesen sein muß. Und es gibt einfach nicht der Schlaf die richtige Stärke, und es wird einfach nicht aus dem Leben auf Erden alles gezogen, was daraus gezogen werden soll, wenn nicht das richtige Verhältnis zu den Urkräften dadurch eintritt, daß der Mensch jene starken inneren Kräfte entwickelt, welche notwendig sind, wenn man die spirituelle Wissenschaft begreifen soll.
[ 30 ] Goethes Tendenz nach Italien war einfach eine solche nach einem richtigen Verhältnis zu den Archai, zu den Urkräften. Diese Urkräfte haben es mit dem ganzen Menschen zu tun, insofern dieser ganze Mensch abwechselnd ein wachendes und ein schlafendes Wesen sein muß. Und es gibt einfach nicht der Schlaf die richtige Stärke, und es wird einfach nicht aus dem Leben auf Erden alles gezogen, was daraus gezogen werden soll, wenn nicht das richtige Verhältnis zu den Urkräften dadurch eintritt, daß der Mensch jene starken inneren Kräfte entwickelt, welche notwendig sind, wenn man die spirituelle Wissenschaft begreifen soll.
[ 31 ] Um das, was heute offizielle Wissenschaft ist, zu begreifen, dazu ist ein Verhältnis zu den Urkräften nicht nötig, denn das begreift man eigentlich mit dem bloßen Kopf. Dazu braucht man gar nicht seinen übrigen Organismus dem Ätherleib nach voll zu ergreifen. Will man aber den ganzen Menschen durchsetzen mit seinem menschlichen geistigen Wesen, dann muß man ein Verhältnis zu den Urkräften haben.
[ 31 ] Um das, was heute offizielle Wissenschaft ist, zu begreifen, dazu ist ein Verhältnis zu den Urkräften nicht nötig, denn das begreift man eigentlich mit dem bloßen Kopf. Dazu braucht man gar nicht seinen übrigen Organismus dem Ätherleib nach voll zu ergreifen. Will man aber den ganzen Menschen durchsetzen mit seinem menschlichen geistigen Wesen, dann muß man ein Verhältnis zu den Urkräften haben.
[ 32 ] Dieses Verhältnis zu den Urkräften war auf atavistische Weise in alten Zeiten vorhanden. Da haben die Urkräfte noch so viel im vorirdischen Leben auf den Menschen gewirkt, daß er sich die nötige Stärke, in sich zu leben, mitgebracht hat. Aber gerade dadurch ist unser Zeitalter charakterisiert, daß sich diese Urkräfte mehr oder weniger beim Übergange des Menschen aus der geistigen Welt in die Erdenwelt zurückziehen, daß sie gewissermaßen den Menschen dünner herabsteigen lassen auf die Erde, als er früher herabgestiegen ist, und daß der Mensch hier auf Erden aus seiner eigenen Kraft heraus das Spirituelle suchen muß, damit er wiederum in ein Verhältnis zu den Urkräften komme.
[ 32 ] Dieses Verhältnis zu den Urkräften war auf atavistische Weise in alten Zeiten vorhanden. Da haben die Urkräfte noch so viel im vorirdischen Leben auf den Menschen gewirkt, daß er sich die nötige Stärke, in sich zu leben, mitgebracht hat. Aber gerade dadurch ist unser Zeitalter charakterisiert, daß sich diese Urkräfte mehr oder weniger beim Übergange des Menschen aus der geistigen Welt in die Erdenwelt zurückziehen, daß sie gewissermaßen den Menschen dünner herabsteigen lassen auf die Erde, als er früher herabgestiegen ist, und daß der Mensch hier auf Erden aus seiner eigenen Kraft heraus das Spirituelle suchen muß, damit er wiederum in ein Verhältnis zu den Urkräften komme.
[ 33 ] Sie können, wenn Sie eine Empfindung haben für so etwas, wie die geistigen Offenbarungen Goethes sind, den Unterschied zwischen Goethe und einem bloßen Kopfmenschen sehr leicht sich vor das Seelenauge stellen. Ein bloßer Kopfmensch sagt Ihnen allerlei Vorstellungen; es kann außerordentlich logisch sein, was er sagt. Wenn er aber über das hinausgehen soll, was sich mit bloßer Logik umfassen läßt, dann muß er auf seine Instinkte zurückgehen, das heißt auf sein Tierisches, da wird er zuweilen höchst unlogisch. Sie werden ja vielleicht einige Erfahrungen darüber haben, daß es heute Leute gibt, die ganz gut logische Bücher schreiben können; wenn man aber im täglichen Umgang mit ihnen ist, und es sich nicht um das Tradieren einer Wissenschaft handelt, wo sie logisch darinnen sind, sondern um dasjenige, was das alltägliche Leben ist, da kann es zum Verzweifeln mit ihnen sein, denn da spielen in der unlogischsten Weise die gewöhnlichsten Emotionen, die gewöhnlichsten Instinkte. Man könnte schon sagen: Dem Kopfe nach kann man sogar außerordentlich schöne Theorien entwickeln, sie brauchen mit dem ganzen Menschen nichts zu tun zu haben. — Sie brauchen sich ja nur zu erinnern an jene Geschichte, die ja typisch ist — sie ist überall vorgekommen —, daß ein Lehrer in einer Schule ist, der außerordentlich gute pädagogische Theorien darüber hat, wie im Kinde heranerzogen werden muß das Beherrschen der Emotionen, das Beherrschen der Leidenschaften und so weiter, das predigt er den Schülern. Da kommt es vor, daß ein Schüler, weil er etwas nichtsnutz ist, das Tintenfaß umschüttet. Und da schreit der Lehrer: Was, du hast jetzt deinen Leidenschaften freien Lauf gelassen! Denn wärst du logisch, vernünftig gewesen, so hättest du das Tintenfaß nicht umgeschmissen. Ich...! — Und er ergreift den Stuhl und schlägt los. Indem er gerade die Moderierung der Leidenschaft theoretisch aus dem Kopfe heraus außerordentlich gut erklärt, schlägt er los, zerbricht vielleicht ein Stuhlbein oder so etwas. Es ist natürlich allerdings ein radikal extremer Fall, aber so ähnlich kommen ja die Dinge immerfort vor.
[ 33 ] Sie können, wenn Sie eine Empfindung haben für so etwas, wie die geistigen Offenbarungen Goethes sind, den Unterschied zwischen Goethe und einem bloßen Kopfmenschen sehr leicht sich vor das Seelenauge stellen. Ein bloßer Kopfmensch sagt Ihnen allerlei Vorstellungen; es kann außerordentlich logisch sein, was er sagt. Wenn er aber über das hinausgehen soll, was sich mit bloßer Logik umfassen läßt, dann muß er auf seine Instinkte zurückgehen, das heißt auf sein Tierisches, da wird er zuweilen höchst unlogisch. Sie werden ja vielleicht einige Erfahrungen darüber haben, daß es heute Leute gibt, die ganz gut logische Bücher schreiben können; wenn man aber im täglichen Umgang mit ihnen ist, und es sich nicht um das Tradieren einer Wissenschaft handelt, wo sie logisch darinnen sind, sondern um dasjenige, was das alltägliche Leben ist, da kann es zum Verzweifeln mit ihnen sein, denn da spielen in der unlogischsten Weise die gewöhnlichsten Emotionen, die gewöhnlichsten Instinkte. Man könnte schon sagen: Dem Kopfe nach kann man sogar außerordentlich schöne Theorien entwickeln, sie brauchen mit dem ganzen Menschen nichts zu tun zu haben. — Sie brauchen sich ja nur zu erinnern an jene Geschichte, die ja typisch ist — sie ist überall vorgekommen —, daß ein Lehrer in einer Schule ist, der außerordentlich gute pädagogische Theorien darüber hat, wie im Kinde heranerzogen werden muß das Beherrschen der Emotionen, das Beherrschen der Leidenschaften und so weiter, das predigt er den Schülern. Da kommt es vor, daß ein Schüler, weil er etwas nichtsnutz ist, das Tintenfaß umschüttet. Und da schreit der Lehrer: Was, du hast jetzt deinen Leidenschaften freien Lauf gelassen! Denn wärst du logisch, vernünftig gewesen, so hättest du das Tintenfaß nicht umgeschmissen. Ich...! — Und er ergreift den Stuhl und schlägt los. Indem er gerade die Moderierung der Leidenschaft theoretisch aus dem Kopfe heraus außerordentlich gut erklärt, schlägt er los, zerbricht vielleicht ein Stuhlbein oder so etwas. Es ist natürlich allerdings ein radikal extremer Fall, aber so ähnlich kommen ja die Dinge immerfort vor.
[ 34 ] Also nehmen Sie einen solchen Kopfmenschen auf der einen Seite und Goethe auf der andern Seite, überall werden Sie sehen, in allen Einzelheiten seines Lebens, aber auch in seinen höchsten geistigen Leistungen: Es ist der ganze Mensch, nicht bloß der Kopf-Goethe, es ist der ganze Mensch Goethe drinnen.
[ 34 ] Also nehmen Sie einen solchen Kopfmenschen auf der einen Seite und Goethe auf der andern Seite, überall werden Sie sehen, in allen Einzelheiten seines Lebens, aber auch in seinen höchsten geistigen Leistungen: Es ist der ganze Mensch, nicht bloß der Kopf-Goethe, es ist der ganze Mensch Goethe drinnen.
[ 35 ] Bei sehr vielen Geistesgrößen der Menschheitsentwickelung kann man den Menschen vergessen. Man hat das Gefühl, daß eigentlich nur der Kopf da ist. Nicht wahr, was interessiert einen in der Tat an Newton als der Kopf! In der Geschichte lebt eigentlich Newton nur als Kopf fort. Goethe als bloßer Kopf wäre nicht denkbar. Bei Goethe weiß man, daß er überall, in seinen kleinsten Begriffen, als ganzer Mensch drinnen ist. Man sieht es, ich möchte sagen, ganz besonders dem zweiten Teil des «Faust» an, aber auch dem «Wilhelm Meister», gerade den interessantesten Dichtungen Goethes sieht man es an. Wenn Goethe sich niedergesetzt hat, dann machte er den Eindruck eines großen Menschen, wenn er aufgestanden ist, dann machte er den Eindruck eines kleinen Menschen. Goethe war eine Sitzgröße, wie man das nennt. Er hatte nämlich kurze Beine und einen großen Oberkörper. Aber das sieht man, wenn man dafür ein Gefühl hat, auch seinen geistigen Leistungen an: Es ist eben der ganze Mensch dadrinnen.
[ 35 ] Bei sehr vielen Geistesgrößen der Menschheitsentwickelung kann man den Menschen vergessen. Man hat das Gefühl, daß eigentlich nur der Kopf da ist. Nicht wahr, was interessiert einen in der Tat an Newton als der Kopf! In der Geschichte lebt eigentlich Newton nur als Kopf fort. Goethe als bloßer Kopf wäre nicht denkbar. Bei Goethe weiß man, daß er überall, in seinen kleinsten Begriffen, als ganzer Mensch drinnen ist. Man sieht es, ich möchte sagen, ganz besonders dem zweiten Teil des «Faust» an, aber auch dem «Wilhelm Meister», gerade den interessantesten Dichtungen Goethes sieht man es an. Wenn Goethe sich niedergesetzt hat, dann machte er den Eindruck eines großen Menschen, wenn er aufgestanden ist, dann machte er den Eindruck eines kleinen Menschen. Goethe war eine Sitzgröße, wie man das nennt. Er hatte nämlich kurze Beine und einen großen Oberkörper. Aber das sieht man, wenn man dafür ein Gefühl hat, auch seinen geistigen Leistungen an: Es ist eben der ganze Mensch dadrinnen.
[ 36 ] Und das ist dasjenige, was unser Zeitalter wieder braucht: aus den Köpfen ganze Menschen zu machen. Bei den Menschen der Gegenwart ist es zufällig, daß am Kopfe noch etwas dranhängt. Denn was sie für das äußere Leben leisten, das leisten sie ja mit dem Kopfe. Die Arme zum Beispiel sind eigentlich bloße Werkzeuge. Bedenken Sie, manche Menschen haben heute schon eine Handschrift, die sich ganz richtig, auch durch irgendwelche federnden Maschinen, die man an den Kopf, anhinge, künstlich herbeiführen ließe. Wenn der Mensch ein Gefühl dafür hätte: Geistigkeit lebt auch in seinen Armen und Händen, und die Schrift entsteht durch die Arme und Hände —, ja, wenn das der Fall wäre, dann könnte man überhaupt den Schreibunterricht, der heute elementarisch gegeben wird, nicht geben, denn dieser Schreibunterricht ist lediglich ein Kopfunterricht, der sich nur der Arme und Hände als äußerer Werkzeuge bedient, wie Maschinen.
[ 36 ] Und das ist dasjenige, was unser Zeitalter wieder braucht: aus den Köpfen ganze Menschen zu machen. Bei den Menschen der Gegenwart ist es zufällig, daß am Kopfe noch etwas dranhängt. Denn was sie für das äußere Leben leisten, das leisten sie ja mit dem Kopfe. Die Arme zum Beispiel sind eigentlich bloße Werkzeuge. Bedenken Sie, manche Menschen haben heute schon eine Handschrift, die sich ganz richtig, auch durch irgendwelche federnden Maschinen, die man an den Kopf, anhinge, künstlich herbeiführen ließe. Wenn der Mensch ein Gefühl dafür hätte: Geistigkeit lebt auch in seinen Armen und Händen, und die Schrift entsteht durch die Arme und Hände —, ja, wenn das der Fall wäre, dann könnte man überhaupt den Schreibunterricht, der heute elementarisch gegeben wird, nicht geben, denn dieser Schreibunterricht ist lediglich ein Kopfunterricht, der sich nur der Arme und Hände als äußerer Werkzeuge bedient, wie Maschinen.
[ 37 ] Es ist in der Tat das, was am Kopfe dranhängt, beim heutigen Menschen mehr oder weniger zur Maschine geworden. Das ist, weil jenes — wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf — Fluidum oder jene Fluidalkraft, durch welche der geistig-seelische Mensch seinen physischen und Ätherleib ergreift, nur dann sich in der richtigen Weise entwickeln kann, wenn der Mensch das rechte Verhältnis zu den Urkräften, zu den Archai erlangt. Lesen Sie in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», Sie werden finden, daß die Archai die ersten waren, schon während der alten Saturnzeit, die an die Menschheitsentwickelung herangetreten sind als überirdische Wesenheiten. Dann sind die Archangeloi, dann die Angeloi hinzugekommen, dann erst ist der Mensch geworden. Sie sind auch wiederum die ersten, die sich zunächst zurückzuziehen haben aus dem Unterbewußten des Menschen, und die der Mensch wiederum erreichen muß aus seinem Bewußtsein heraus.
[ 37 ] Es ist in der Tat das, was am Kopfe dranhängt, beim heutigen Menschen mehr oder weniger zur Maschine geworden. Das ist, weil jenes — wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf — Fluidum oder jene Fluidalkraft, durch welche der geistig-seelische Mensch seinen physischen und Ätherleib ergreift, nur dann sich in der richtigen Weise entwickeln kann, wenn der Mensch das rechte Verhältnis zu den Urkräften, zu den Archai erlangt. Lesen Sie in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», Sie werden finden, daß die Archai die ersten waren, schon während der alten Saturnzeit, die an die Menschheitsentwickelung herangetreten sind als überirdische Wesenheiten. Dann sind die Archangeloi, dann die Angeloi hinzugekommen, dann erst ist der Mensch geworden. Sie sind auch wiederum die ersten, die sich zunächst zurückzuziehen haben aus dem Unterbewußten des Menschen, und die der Mensch wiederum erreichen muß aus seinem Bewußtsein heraus.
[ 38 ] Das aber können wir nur, wenn wir eben während unseres Wachlebens die starken Kräfte entwickeln, welche zum Verstehen der spirituellen Erkenntnis notwendig sind. Dann werden wir aber auch in die Lage kommen, Herz und Sinn dafür zu haben, daß da in der Natur draußen, in der wir als physischer Erdenmensch leben, noch etwas anderes ist, als was wir im wachenden Zustande für das normale Bewußtsein erleben.
[ 38 ] Das aber können wir nur, wenn wir eben während unseres Wachlebens die starken Kräfte entwickeln, welche zum Verstehen der spirituellen Erkenntnis notwendig sind. Dann werden wir aber auch in die Lage kommen, Herz und Sinn dafür zu haben, daß da in der Natur draußen, in der wir als physischer Erdenmensch leben, noch etwas anderes ist, als was wir im wachenden Zustande für das normale Bewußtsein erleben.
[ 39 ] Gehen Sie zurück in die Zeiten der älteren Medizin. Da hat kein Mensch daran gedacht, der mit Medizin etwas zu tun hatte, bloß die äußeren abstrakten Naturkräfte und Naturstoffe zu untersuchen. Da arbeiteten die Leute in ihrem Laboratorium — wenn man ihre Anstalten so nennen kann — so, daß ihnen aus den Vorgängen der Natur überall die Wirkungsweisen der elementarischen Kräfte entgegenleuchteten. Eigentlich haben ja die Menschen immer gefragt: Wie nimmt sich dasjenige, was irgend so ein Schwefel- oder anderer Prozeß ist mit einem andern Stoffe zusammen, wie nimmt sich das aus hinter der bloßen sinnlichen Erscheinung? Wie wirken da die Wesen der elementarischen Reiche drinnen? — Die Menschen machten ihre Experimente, um gewissermaßen bei so einer Verwandlung, welche ein Stoff durchmacht, indem er sich mit einem andern verbindet, oder indem er aus einem andern hervorkommt, zu erlauschen, wie da namentlich in dem Übergange, bei dem Farbenwechsel eines Stoffes, herauslugt aus dem elementarischen Reiche in die sinnliche Welt herein dasjenige, was Wesen. der elementarischen Reiche sind. Noch Paracelsus, wenn er Sulfur, Salz, Merkur beschrieben hat, hat nicht diese gewöhnlichen physischen Stoffe beschrieben, sondern das, was ihm, wenn diese Stoffe Verwandlungen durchmachten, aus dem elementarischen Reiche herauslugte. Man kann daher nirgends den Paracelsus verstehen, wenn man seine Ausdrücke so nimmt, wie sie heute in der Chemie gebraucht werden, weil er überall eigentlich dasjenige meint, was eben in der geschilderten Weise da aus der elementarischen Welt herauslugt. Das aber sind auch die heilenden Kräfte. Es sind die wirklichen heilenden Kräfte. An dem, was Sie an irgendeiner Pflanze sehen, an dem, was Ihnen, sagen wir, die Herbstzeitlose äußerlich zeigt, sehen Sie nicht die charakteristischen heilenden Kräfte der Herbstzeitlose. Wenn Sie die charakteristischen heilenden Kräfte der Herbstzeitlose sehen wollen, da müssen Sie sich die Herbstzeitlose anschauen im Verblühen, wenn sie diese eigentümliche freche Farbenveränderung durchmacht. Da macht sich nämlich das elementarische Wesen davon und bewirkt die Farbenänderung durch einen ähnlichen Prozeß — nun, Sie wissen ja, wenn sich der Teufel davonmacht, läßt er einen Gestank hinter sich, und die elementarischen Wesen machen sich da durch ihre Frechheit in der Farbengebung geltend.
[ 39 ] Gehen Sie zurück in die Zeiten der älteren Medizin. Da hat kein Mensch daran gedacht, der mit Medizin etwas zu tun hatte, bloß die äußeren abstrakten Naturkräfte und Naturstoffe zu untersuchen. Da arbeiteten die Leute in ihrem Laboratorium — wenn man ihre Anstalten so nennen kann — so, daß ihnen aus den Vorgängen der Natur überall die Wirkungsweisen der elementarischen Kräfte entgegenleuchteten. Eigentlich haben ja die Menschen immer gefragt: Wie nimmt sich dasjenige, was irgend so ein Schwefel- oder anderer Prozeß ist mit einem andern Stoffe zusammen, wie nimmt sich das aus hinter der bloßen sinnlichen Erscheinung? Wie wirken da die Wesen der elementarischen Reiche drinnen? — Die Menschen machten ihre Experimente, um gewissermaßen bei so einer Verwandlung, welche ein Stoff durchmacht, indem er sich mit einem andern verbindet, oder indem er aus einem andern hervorkommt, zu erlauschen, wie da namentlich in dem Übergange, bei dem Farbenwechsel eines Stoffes, herauslugt aus dem elementarischen Reiche in die sinnliche Welt herein dasjenige, was Wesen. der elementarischen Reiche sind. Noch Paracelsus, wenn er Sulfur, Salz, Merkur beschrieben hat, hat nicht diese gewöhnlichen physischen Stoffe beschrieben, sondern das, was ihm, wenn diese Stoffe Verwandlungen durchmachten, aus dem elementarischen Reiche herauslugte. Man kann daher nirgends den Paracelsus verstehen, wenn man seine Ausdrücke so nimmt, wie sie heute in der Chemie gebraucht werden, weil er überall eigentlich dasjenige meint, was eben in der geschilderten Weise da aus der elementarischen Welt herauslugt. Das aber sind auch die heilenden Kräfte. Es sind die wirklichen heilenden Kräfte. An dem, was Sie an irgendeiner Pflanze sehen, an dem, was Ihnen, sagen wir, die Herbstzeitlose äußerlich zeigt, sehen Sie nicht die charakteristischen heilenden Kräfte der Herbstzeitlose. Wenn Sie die charakteristischen heilenden Kräfte der Herbstzeitlose sehen wollen, da müssen Sie sich die Herbstzeitlose anschauen im Verblühen, wenn sie diese eigentümliche freche Farbenveränderung durchmacht. Da macht sich nämlich das elementarische Wesen davon und bewirkt die Farbenänderung durch einen ähnlichen Prozeß — nun, Sie wissen ja, wenn sich der Teufel davonmacht, läßt er einen Gestank hinter sich, und die elementarischen Wesen machen sich da durch ihre Frechheit in der Farbengebung geltend.
[ 40 ] Da muß man an diesen Übergängen erkennen, wie dem ein Prozeß in der elementarischen Welt zugrunde liegt. Aber in diesem elementarischen Prozesse drinnen lebt eben auch die menschliche Seele, Ich und astralischer Leib, vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Da lebt sie darinnen. Und wenn Sie zu Hilfe kommen wollen einem Naturprozeß im Menschen, so daß ein Heilungsprozeß entsteht, der notwendig geworden ist, dann geht eigentlich folgendes vor: Wenn Sie den Menschen lassen wie er ist, dann geht er in unregelmäßiger Weise aus einem schlafenden Zustand in den wachenden Zustand, und wiederum aus dem wachenden in den schlafenden Zustand hinüber. Geben Sie ihm irgendeinen Stoff, eine Substanz, sagen wir, aus der Pflanzenwelt, die zu einer ganz bestimmten elementarischen Wesenheit eine Beziehung hat, so nimmt der Mensch hier in seinem Leibe etwas auf, was seinem astralischen Leibe in die elementarische Welt hinein eine bestimmte Kraft mitgibt, so daß er dort zu den bestimmten elementarischen Wesen nun als seelisch-geistiges Wesen ein Verhältnis gewinnen kann. Das bringt er sich wieder mit beim Aufwachen, und das wirkt dann eigentlich gesundend. Gesundend wirkt eigentlich nicht der Stoff, gesundend wirkt der Zustand, in den man den Menschen bringt durch den Stoff, indem der Stoff seine Beziehung zur elementarischen Welt hat und diese Beziehung zur elementarischen Welt auf den Menschen überträgt. Eigentlich können Sie bei einer großen Anzahl von Krankheiten fragen: Was muß sich ändern an dem Menschen, damit er in einer andern Weise, als er es als Kranker gewöhnt ist, in den Schlaf hineinkommt und wieder zurückkommt, damit er gesund wird? Zum größten Teile ist das Studium der Heilungsprozesse ein Studium der Zustandsänderungen, die der Mensch durchmacht zwischen der Außerung in der physischsinnlichen Welt, und der Äußerung in der elementarischen Welt.
[ 40 ] Da muß man an diesen Übergängen erkennen, wie dem ein Prozeß in der elementarischen Welt zugrunde liegt. Aber in diesem elementarischen Prozesse drinnen lebt eben auch die menschliche Seele, Ich und astralischer Leib, vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Da lebt sie darinnen. Und wenn Sie zu Hilfe kommen wollen einem Naturprozeß im Menschen, so daß ein Heilungsprozeß entsteht, der notwendig geworden ist, dann geht eigentlich folgendes vor: Wenn Sie den Menschen lassen wie er ist, dann geht er in unregelmäßiger Weise aus einem schlafenden Zustand in den wachenden Zustand, und wiederum aus dem wachenden in den schlafenden Zustand hinüber. Geben Sie ihm irgendeinen Stoff, eine Substanz, sagen wir, aus der Pflanzenwelt, die zu einer ganz bestimmten elementarischen Wesenheit eine Beziehung hat, so nimmt der Mensch hier in seinem Leibe etwas auf, was seinem astralischen Leibe in die elementarische Welt hinein eine bestimmte Kraft mitgibt, so daß er dort zu den bestimmten elementarischen Wesen nun als seelisch-geistiges Wesen ein Verhältnis gewinnen kann. Das bringt er sich wieder mit beim Aufwachen, und das wirkt dann eigentlich gesundend. Gesundend wirkt eigentlich nicht der Stoff, gesundend wirkt der Zustand, in den man den Menschen bringt durch den Stoff, indem der Stoff seine Beziehung zur elementarischen Welt hat und diese Beziehung zur elementarischen Welt auf den Menschen überträgt. Eigentlich können Sie bei einer großen Anzahl von Krankheiten fragen: Was muß sich ändern an dem Menschen, damit er in einer andern Weise, als er es als Kranker gewöhnt ist, in den Schlaf hineinkommt und wieder zurückkommt, damit er gesund wird? Zum größten Teile ist das Studium der Heilungsprozesse ein Studium der Zustandsänderungen, die der Mensch durchmacht zwischen der Außerung in der physischsinnlichen Welt, und der Äußerung in der elementarischen Welt.
[ 41 ] Auf solche Äußerungen in der elementarischen Welt konnte man früher, da noch die Archai, die Urkräfte zu dem Menschen in einer lebendigen Beziehung standen, hinweisen; heute kann man das nicht mehr, wenn man nur das gewöhnliche Bewußtsein anwendet und sich nicht einläßt auf die geistige Erkenntnis. Man muß sich einlassen auf die geistige Erkenntnis, dann bekommt man allmählich wiederum, zunächst einfach durch den gesunden Menschenverstand, eine Einsicht, wie man einrichten muß diesen Wechselzustand von Wachen und Schlafen zwischen der äußeren physischen Welt und der elementarischen Welt, um Heilungsprozesse herbeizuführen.
[ 41 ] Auf solche Äußerungen in der elementarischen Welt konnte man früher, da noch die Archai, die Urkräfte zu dem Menschen in einer lebendigen Beziehung standen, hinweisen; heute kann man das nicht mehr, wenn man nur das gewöhnliche Bewußtsein anwendet und sich nicht einläßt auf die geistige Erkenntnis. Man muß sich einlassen auf die geistige Erkenntnis, dann bekommt man allmählich wiederum, zunächst einfach durch den gesunden Menschenverstand, eine Einsicht, wie man einrichten muß diesen Wechselzustand von Wachen und Schlafen zwischen der äußeren physischen Welt und der elementarischen Welt, um Heilungsprozesse herbeizuführen.
[ 42 ] Also Sie sehen, notwendig ist es nicht allein, daß der Mensch innerhalb des Sprachlichen — wie ich es gestern ausgeführt habe — wiederum in ein richtiges Verhältnis zu den Archangeloi komme, sondern es ist notwendig, daß der Mensch durch jene stärkere Willensentfaltung, die es braucht, um Geisteswissenschaft zu begreifen, auch wiederum in ein intensiveres Verhältnis zu den Archai, zu den Urkräften kommt. Dann wird ihm eine ganz andere Art von Erkenntnis selbstverständlich sein, als diejenige ist, die heute an ihn herangebracht wird. Das ist ja das, was die Leute heute so scheuen. Um Geisteswissenschaft zu studieren, dazu gehört Willensentwickelung. Die Begriffe, die man in der Geisteswissenschaft bekommt, diese Ideen, die muß man mit innerer Willensentwickelung, mit innerer Aktivität aufnehmen. Das lieben die Menschen heute nicht, Sie möchten eigentlich innerlich den Willen ganz ruhig lassen und die Erkenntnis so an sich vorbeirollen lassen, durch die Augen hereinkommen lassen, ohne daß man was dazu tut, dann das Gehirn in Schwingungen bringen, damit das auch so von selber mitläuft. Und am liebsten möchten eigentlich heute schon viele Leute, daß man statt der Vorträge bloß eine Art Film vorführt, wo man nicht mehr mitzudenken braucht mit dem, was einem übermittelt wird, sondern wo man ganz ohne innere Aktivität sich hingeben möchte und alles so vorbeiziehen läßt. Dann stößt es an die Augen an, erzeugt da Bilder, die drücken sich wieder im Gehirn ab, und dann wird das möglichst oft gemacht, so daß es sich intensiv eindrückt, und nun hat man es aufgenommen. Dadurch aber wird man so ein richtiger Automat, Geistesautomat: man braucht dasjenige, was einem geistig vorgeführt wird, innerlich nicht in Aktivität umzusetzen, sondern es prägt sich einem ein. Man wird ein Geistesautomat, man braucht zum Beispiel gar nicht den menschlichen Organismus zu erkennen; denn um ihn zu erkennen, dazu gehört unbedingt innere Aktivität. Man kann den Menschen nicht verstehen, wenn man nicht an den Menschen herankommt mit innerer Aktivität, wenn man nicht auch solche Ideen aufnimmt wie diejenigen, die Ihnen heute entwickelt worden sind. Aber, nun ja, man kann ja ohne innere Aktivität probieren, wenn man zum Beispiel Antipyrin nimmt, wie das auf den menschlichen Organismus wirkt. Man probiert es aus, da braucht man nichts zu verstehen vom Menschen, sondern man sieht, wie es äußerlich wirkt; das prägt sich dann dem Menschen ein. Wenn es sich genügend oft eingeprägt hat, so kann man es auf ein Rezept schreiben, und man wird auf diese Weise, ohne die Erkenntnis des Menschen, ein Geistesautomat. Ein großer Teil des heutigen Lebens läuft nämlich so ab.
[ 42 ] Also Sie sehen, notwendig ist es nicht allein, daß der Mensch innerhalb des Sprachlichen — wie ich es gestern ausgeführt habe — wiederum in ein richtiges Verhältnis zu den Archangeloi komme, sondern es ist notwendig, daß der Mensch durch jene stärkere Willensentfaltung, die es braucht, um Geisteswissenschaft zu begreifen, auch wiederum in ein intensiveres Verhältnis zu den Archai, zu den Urkräften kommt. Dann wird ihm eine ganz andere Art von Erkenntnis selbstverständlich sein, als diejenige ist, die heute an ihn herangebracht wird. Das ist ja das, was die Leute heute so scheuen. Um Geisteswissenschaft zu studieren, dazu gehört Willensentwickelung. Die Begriffe, die man in der Geisteswissenschaft bekommt, diese Ideen, die muß man mit innerer Willensentwickelung, mit innerer Aktivität aufnehmen. Das lieben die Menschen heute nicht, Sie möchten eigentlich innerlich den Willen ganz ruhig lassen und die Erkenntnis so an sich vorbeirollen lassen, durch die Augen hereinkommen lassen, ohne daß man was dazu tut, dann das Gehirn in Schwingungen bringen, damit das auch so von selber mitläuft. Und am liebsten möchten eigentlich heute schon viele Leute, daß man statt der Vorträge bloß eine Art Film vorführt, wo man nicht mehr mitzudenken braucht mit dem, was einem übermittelt wird, sondern wo man ganz ohne innere Aktivität sich hingeben möchte und alles so vorbeiziehen läßt. Dann stößt es an die Augen an, erzeugt da Bilder, die drücken sich wieder im Gehirn ab, und dann wird das möglichst oft gemacht, so daß es sich intensiv eindrückt, und nun hat man es aufgenommen. Dadurch aber wird man so ein richtiger Automat, Geistesautomat: man braucht dasjenige, was einem geistig vorgeführt wird, innerlich nicht in Aktivität umzusetzen, sondern es prägt sich einem ein. Man wird ein Geistesautomat, man braucht zum Beispiel gar nicht den menschlichen Organismus zu erkennen; denn um ihn zu erkennen, dazu gehört unbedingt innere Aktivität. Man kann den Menschen nicht verstehen, wenn man nicht an den Menschen herankommt mit innerer Aktivität, wenn man nicht auch solche Ideen aufnimmt wie diejenigen, die Ihnen heute entwickelt worden sind. Aber, nun ja, man kann ja ohne innere Aktivität probieren, wenn man zum Beispiel Antipyrin nimmt, wie das auf den menschlichen Organismus wirkt. Man probiert es aus, da braucht man nichts zu verstehen vom Menschen, sondern man sieht, wie es äußerlich wirkt; das prägt sich dann dem Menschen ein. Wenn es sich genügend oft eingeprägt hat, so kann man es auf ein Rezept schreiben, und man wird auf diese Weise, ohne die Erkenntnis des Menschen, ein Geistesautomat. Ein großer Teil des heutigen Lebens läuft nämlich so ab.
[ 43 ] Aber die Zeit ruft uns wiederum auf zur inneren Aktivität, zur innerlichen Willensentfaltung. Das ist, was Jugend vom Alter will. Die Jugend will: Das Alter soll uns wiederum etwas überliefern, wodurch wir in die richtige Sprachbeziehung zu den Archangeloi kommen. Aber das Alter soll uns auch so erziehen, daß wir in die richtige Beziehung zu den Archai kommen. Denn — so sagt die Jugend — bis wir das nötige Alter erreicht haben, ist es notwendig, daß wir uns der Erziehung der Alten übergeben. Aber in der Erziehung der Alten liegt dieses Hindrängen zu dem Filmhaften, zu der Inaktivität.
[ 43 ] Aber die Zeit ruft uns wiederum auf zur inneren Aktivität, zur innerlichen Willensentfaltung. Das ist, was Jugend vom Alter will. Die Jugend will: Das Alter soll uns wiederum etwas überliefern, wodurch wir in die richtige Sprachbeziehung zu den Archangeloi kommen. Aber das Alter soll uns auch so erziehen, daß wir in die richtige Beziehung zu den Archai kommen. Denn — so sagt die Jugend — bis wir das nötige Alter erreicht haben, ist es notwendig, daß wir uns der Erziehung der Alten übergeben. Aber in der Erziehung der Alten liegt dieses Hindrängen zu dem Filmhaften, zu der Inaktivität.
[ 44 ] Das ist die andere Seite der Jugendbewegung, innerlich angesehen, die eine habe ich Ihnen gestern dargestellt. Alles ruft den Menschen heute auf, ein ganzer Mensch zu sein, nicht nur passiven Ideen, die von der Außenwelt ihm zufließen, sich hinzugeben, sondern innerliche Aktivität zu entwickeln, auch das ideelle, auch das gedankliche Leben mit innerlicher Aktivität zu erleben, mit dem Willen zu erleben.
[ 44 ] Das ist die andere Seite der Jugendbewegung, innerlich angesehen, die eine habe ich Ihnen gestern dargestellt. Alles ruft den Menschen heute auf, ein ganzer Mensch zu sein, nicht nur passiven Ideen, die von der Außenwelt ihm zufließen, sich hinzugeben, sondern innerliche Aktivität zu entwickeln, auch das ideelle, auch das gedankliche Leben mit innerlicher Aktivität zu erleben, mit dem Willen zu erleben.
[ 45 ] Aber dazu ist die menschliche Natur heute in vieler Beziehung viel zu schwachmütig, um nicht zu sagen, zu feige. Denn der Mensch denkt gleich, wenn er seinen Willen auf irgendeinen Ideenzusammenhang anwendet: Das ist nicht objektiv, das bin ja ich, da mache ich ja mir die Ideen —, weil der Mensch es scheut, zuerst seinen Willen so zu gestalten, daß der Wille Objektives in der geistigen Welt erleben kann. Man kann eben ohne den Willen in der geistigen Welt nichts erleben, also auch nichts Objektives. Natürlich, der bloß emotionelle Wille, der Wille, der bloß abhängig ist von dem physischen Leib oder höchstens noch von dem AÄtherleib, der kann überhaupt nicht in eine geistige Welt hineinkommen, der kann den Menschen nur zu einem Kopfwesen werden lassen. Denn der Kopf ist imstande — geradeso wie er selbst nicht geht, er läßt sich ja tragen —, sich passiv hinzugeben an das, was filmartig in der Welt abrollt.
[ 45 ] Aber dazu ist die menschliche Natur heute in vieler Beziehung viel zu schwachmütig, um nicht zu sagen, zu feige. Denn der Mensch denkt gleich, wenn er seinen Willen auf irgendeinen Ideenzusammenhang anwendet: Das ist nicht objektiv, das bin ja ich, da mache ich ja mir die Ideen —, weil der Mensch es scheut, zuerst seinen Willen so zu gestalten, daß der Wille Objektives in der geistigen Welt erleben kann. Man kann eben ohne den Willen in der geistigen Welt nichts erleben, also auch nichts Objektives. Natürlich, der bloß emotionelle Wille, der Wille, der bloß abhängig ist von dem physischen Leib oder höchstens noch von dem AÄtherleib, der kann überhaupt nicht in eine geistige Welt hineinkommen, der kann den Menschen nur zu einem Kopfwesen werden lassen. Denn der Kopf ist imstande — geradeso wie er selbst nicht geht, er läßt sich ja tragen —, sich passiv hinzugeben an das, was filmartig in der Welt abrollt.
[ 46 ] Mittätig sein in der Welt, um zum Spirituellen zu kommen, muß der ganze Mensch. Das ist es, was aus allen einzelnen Betrachtungen immer wieder und wiederum hervorgeht, und was man eigentlich heute scharf ins Seelenauge fassen muß. Davon werde ich dann am nächsten Freitag weitersprechen.
[ 46 ] Mittätig sein in der Welt, um zum Spirituellen zu kommen, muß der ganze Mensch. Das ist es, was aus allen einzelnen Betrachtungen immer wieder und wiederum hervorgeht, und was man eigentlich heute scharf ins Seelenauge fassen muß. Davon werde ich dann am nächsten Freitag weitersprechen.
