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The Annual Cycle as the Earth's Breathing Process
GA 223

30 September 1923, Vienna

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Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt III

Lecture III

[ 1 ] Ich habe Ihnen im ersten dieser Vorträge darzulegen versucht, wie als eine menschenbestimmende Idee, eigentlich als ein menschenbestimmender Impuls selbst bis ins 18. Jahrhundert herein der Streit Michaels mit dem Drachen vorhanden war, und ich habe dann im zweiten der Vorträge versucht zu zeigen, wie eine fruchtbare Wiederbelebung dieses Impulses möglich ist und eigentlich auch möglich werden muß. Bevor wir nun aber über das Besondere, sagen wir der Einrichtung eines Michael-Festes im Herbstbeginn des Jahres sprechen, was ich dann morgen tun will, möchte ich auch heute noch von einzelnen Vorbedingungen zu einer solchen Absicht sprechen.

[ 1 ] In the first of these lectures I endeavored to set forth how Michael's Conflict with the Dragon persisted into the 18th Century as a determining idea, really a determining impulse in mankind; and in the second lecture I tried to show how a productive revival of this impulse may and really must be brought about. But now, before discussing particulars for a Michael Festival at the beginning of autumn, I should like today to speak about several prerequisites involved in such an intention.

[ 2 ] Es handelt sich darum, daß solche Impulse wie der Michael-Impuls eigentlich immer damit zusammenhängen, daß der Mensch eine übersinnliche Einsicht bekommt in seinen Zusammenhang nicht nur mit den Erdenverhältnissen, sondern mit den kosmischen Verhältnissen, daß er lernt, sich nicht nur als ein Erdenbürger zu fühlen, sondern als ein Bürger des ihm wahrnehmbaren Weltenalls, sei es auf geistige Art wahrnehmbar, sei es im Abbilde auf physische Art. Nun sind in der allgemeinen Bildung heute die Bedingungen zum Erfühlen des Zusammenhanges des Menschen mit dem Kosmos möglichst geringe. Wir müssen sagen: Der Mensch kennt gewiß auch durch seine materialistisch kolorierte Wissenschaft die Erdenverhältnisse bis zu einem solchen Grade, daß er — wenigstens was sein materielles Leben im weiteren Sinne des Wortes betrifft — sich mit diesen Erdenverhältnissen verbunden fühlt. Begeisternd wirkt allerdings dieses Wissen von einem solchen Verbundensein nicht. Deshalb sind alle äußeren Zeichen für ein solches Verbundensein eigentlich schattenhaft geworden. Schattenhaft sind die menschlichen Gefühle für die traditionell überkommenen Feste. Während diese Feste — das Weihnachtsfest, das Osterfest — in alten Zeiten der Menschheitsentwickelung einen tiefgehenden Einfluß auf das ganze soziale Leben, auf die sozialen Einrichtungen hatten, sind sie heute kaum etwas anderes als ein schattenhafter Abglanz dessen, was sie einmal waren, dieser lebt sich aus in allerlei Gebräuchen, die aber eine tiefgehende soziale Bedeutung nicht mehr haben.

[ 2 ] The core of the matter is this: all impulses such as the Michael impulse depend upon man's attaining to super-sensible enlightenment concerning his connection not only with earthly but with cosmic conditions: he must learn to feel himself not only as an earth citizen but as a citizen of the universe, as far as this is perceptible either spiritually or, in image, physically. Nowadays, of course, our general education offers only the most meager opportunities for sensing our connection with the cosmos. True, by means of their materialistically colored science men are aware of earth conditions to the point of feeling connected with them, at least as regards their material life in the wider sense. But the knowledge of this connection certainly engenders no enthusiasm, hence all outer signs of such a connection have become very dim. Human feeling for the traditional festivals has grown dim and shadowy. While in former periods of human evolution festivals like Christmas or Easter exerted a far-reaching influence on the entire social life and its manifestations, they have become but a faint echo of what they once meant, expressing themselves in all sorts of customs that lack all deeper social significance.

[ 3 ] Wenn man daran denken muß, das Michael-Fest gerade mit seiner sozialen Tragweite — von ihr werde ich morgen sprechen — irgendwie zu realisieren, dann muß natürlich erst eine Empfindung davon geschaffen werden, was ein solches Michael-Fest bedeuten könnte. Denn ein solches Michael-Fest dürfte nicht denselben Charakter tragen wie heutige Festlichkeiten, sondern es müßte herausgeholt sein, wie ich schon vorgestern hier andeutete, aus Tiefen der menschlichen Wesenheit. An die wird man aber nur herankommen, wenn man wieder eindringt und eintritt in den Zusammenhang des Menschen mit dem außerirdischen Kosmos und mit dem, was sich aus dem außerirdischen Kosmos für den Jahreslauf ergibt. Ich möchte Ihnen, um auf dasjenige hinzudeuten, was ich eigentlich hiermit meine, nur vor die Seele führen, wie abstrakt, wie schrecklich wenig den Menschen berührend alles dasjenige ist, was heute in das Menschenbewußtsein an Gefühlen, Empfindungen über das außerirdische Weltenall hereinkommt. Denken Sie nur in dieser Beziehung an alles das, was heute Astronomie, Astrophysik und so weiter leisten. Sie errechnen den Weg der Planeten, meinetwillen die Orte der Fixsterne, sie kommen dazu, durch spektralanalytische Untersuchungen Schlüsse zu ziehen auf die stoffliche Zusammensetzung dieser Weltenkörper. Aber was alles da auf diese Weise herauskommt, was hat es denn für einen Bezug auf das innere, intime Seelenleben des Menschen? Dieser Mensch fühlt sich gerade mit all dieser Himmelsweisheit als Einsiedler auf dem, was er als Erdenplaneten ansieht. Und dasjenige, was heute als Denkungsart mit diesen Dingen verknüpft wird, ist im Grunde genommen nur ein System von sehr engmaschigen Begriffen.

[ 3 ] Now, if we intend in some way to realize the Michael Festival with its particularly far-reaching social significance, we must naturally first create a feeling for what it might signify; for by no means must it bear the character of our modern festivities, but should be brought forth from the depths of the human being. These depths we can only reach by once more penetrating and entering into our relationship with the extra-terrestrial cosmos and with what this yields for the cycle of the seasons. To illustrate what I really mean by all that, I need only ask you to consider how abstract, how dreadfully out of touch with the human being, are all the feelings and conceptions of the extraterrestrial universe that today enter human consciousness. Think of what astronomy, astrophysics, and other related sciences accomplish today. They compute the paths of the planets—the positions of the fixed stars, if you like; and from the results of research in spectral analysis they arrive at conclusions concerning the material composition of these heavenly bodies. But what have all the results of such methods to do with the intimate inner soul life of man? This man, equipped with all such sky-wisdom, feels himself a hermit on what he thinks of as the planet earth. And the present habits of thinking connected with these matters are at bottom only a system of very circumscribed concepts.

[ 4 ] Betrachten wir einmal, um uns das vor die Seele zu führen, einen im gewöhnlichen Leben durchaus vorhandenen, wenn auch minderwertigen Bewußtseinszustand: den Bewußtseinszustand des traumerfüllten Schlafes. Ich will Ihnen nur mit ein paar Worten, damit wir Anhaltspunkte für die heutige Betrachtung gewinnen, das vor Augen führen, was sich auf den traumerfüllten Schlaf bezieht.

[ 4 ] To get a better light on this, let us consider a condition of consciousness certainly present in ordinary life, though an inferior one: the condition of dream-pervaded sleep. In order to obtain points of contact for today's discussion I will tell you in a few words what relates to this condition.

[ 5 ] Der traumerfüllte Schlaf knüpft entweder an, wie ich schon gestern im öffentlichen Vortrage sagte, an innere Zustände des menschlichen Organismus, verwandelt solche inneren Zustände des Organismus in Bilder, die wie Sinnbilder aussehen, so daß zum Beispiele die Herzbewegungen symbolisiert werden in Feuerflammen und dergleichen; wir werden sehr leicht im einzelnen konkret herausfinden können, wie Traumessinnbilder mit inneren organischen Zuständen und Vorgängen zusammenhängen. Oder es symbolisieren sich äußere Ereignisse des Lebens, die als Erinnerungen in uns vorhanden sind und dergleichen. Es ist unter allen Umständen in die Irre führend, wenn man den Vorstellungsinhalt des Traumes sehr stark ernst nimmt. Er ist interessant, er hat eine sensationelle Seite, er ist das, was viele Menschen außerordentlich interessiert, für den aber, der tiefer in die menschliche Natur hineinschaut, ist der vorstellungsmäßige Trauminhalt von einer außerordentlich geringen Bedeutung. Dagegen ist der dramatische Ablauf des Traumes von der allergrößten Bedeutung. Ich will es durch ein Beispiel veranschaulichen.

[ 5 ] Dreaming may be associated with inner conditions of the human organism and transform these into pictures resembling symbols — the movements of the heart, for example, can be symbolized by flames, and so forth: we can determine concretely and in detail the connection between dream symbols and our inner organic states and processes. Or alternatively, outer events of our life may be symbolized, events that have remained in us as memories or the like. In any case it is misleading to take the conceptional content of a dream very seriously. This can be interesting, it has a sensational aspect, it is of great interest to many people; but for those who see deeper into the nature of man the dream content as it pertains to the conception proper is of extraordinarily little significance. The dramatic development of a dream, on the other hand, is of the greatest import. I will illustrate this:

[ 6 ] Es kann jemand träumen, er unternehme eine Bergpartie. Die Bergpartie ist außerordentlich schwierig, je höher er steigt, desto schwieriger wird sie. Er kommt so in eine Region, wo ihn die Kraft verläßt, er kann nicht mehr weiter, die Verhältnisse werden so ungünstig, daß er nicht weiter aufsteigen kann, er muß stehenbleiben. Etwas wie Ängstlichkeit, etwas von Enttäuschung kommt noch in seinen Traum hinein. Vielleicht wacht er dann auf. Es liegt diesem Traume etwas zugrunde, was man eigentlich nicht in dem Vorstellungsmäßigen der Traumbilder sehen sollte, sondern in dem gefühlsmäßigen Erleben einer Absicht, in der Steigerung der Hindernisse, die dieser Absicht sich entgegenstellen, und im Ankommen an immer unüberwindlicheren Hindernissen. Denken wir uns das alles in gefühlsmäßig-dramatischer Weise verlaufend, so haben wir gewissermaßen einen Gefühlsinhalt, der als dramatischer Inhalt hinter den eigentlichen Vorstellungsbildern des Traumes lebt. Dasselbe, was in diesem Gefühlsinhalt liegt, könnte nun auch ganz anders geträumt werden. Der Betreffende könnte träumen, er gehe in eine Höhle hinein, es wird immer finsterer und finsterer, er tastet sich immer weiter und weiter fort, kommt endlich in ein sumpfiges Gebiet. Da watet er noch ein bißchen, aber nachdem er lange genug gewatet hat, kommt er an eine Art Morast. Er kann nicht weiter. Dieselbe Gefühls- und Empfindungsdramatik liegt in diesem Bilde. Derselbe Traum in seinem dramatischen Inhalt könnte noch auf viele Arten geträumt werden.

[ 6 ] Suppose a man dreams he is climbing a mountain. It is an excessively difficult climb and becomes ever more so, the higher he goes. Finally he reaches a point where his strength fails him and conditions have become so unfavorable that he cannot proceed: he must come to a halt. Something like fear, something of disappointment enters his dream. Perhaps at this point he wakes up.—Now, something underlies this dream that should really not be sought in the pictures themselves as they appeal to the imagination, but rather in the emotional experiencing of an intention, in the increasingly formidable obstructions appearing in the path of this intention, and in the circumstance of encountering even more insuperable obstacles. If we think of all that as proceeding in an emotional-dramatic way we discover a certain emotional content underlying the actual dream pictures as dramatic content.—This same emotional content could give rise to quite a different dream. The man might dream he is entering a cave. It gets darker and darker as he gropes along until he finally comes to a swamp. There he wades a bit farther, but finally arrives at a quagmire that stops further progress. This picture embraces the same emotional and sentient dramatic content as the other; and the dramatic content in question could be dreamt in still many other forms.

[ 7 ] Der Vorstellungsinhalt eines Traumes kann immer verschieden sein. Das, was hinter dem Traume an Bewegungen, an Spannung und Entspannung, an Erwartung und Enttäuschung liegt, ist das Wesentliche für den Traum. Aber der Traum kleidet sich in Bilder. Wodurch entstehen diese Bilder? Sie entstehen dadurch, daß zum Beispiel beim Aufwachen irgend etwas erlebt wird von dem Ich und dem astralischen Leib, die außerhalb des physischen Leibes und des ätherischen Leibes sind. Was da erlebt wird als übersinnliches Erleben, ist selbstverständlich etwas, was sich gar nicht auf Bilder aus der sinnlichen Welt zurückbringen läßt, aber indem Ich und astralischer Leib untertauchen in physischen Leib und Ätherleib, werden sie dazu veranlaßt, aus dem Vorrat der Bilder, die da sind, dasjenige zu entnehmen, was sich gerade bietet. Und so wird die eigentümliche Traumdramatik in Bilder gekleidet.. Nun fängt der Inhalt dieser Bilder an, uns zu interessieren. Der Zusammenhang ist ein ganz anderer als der der äußeren Erlebnisse. Woher kommt das? Lauter äußere oder innere Erlebnisse nimmt der Traum, aber er bringt sie in einen andern Zusammenhang. Warum ist das? Das ist, weil der Traum ein Protest ist gegen die Art, wie wir in der physisch-sinnlichen Welt zwischen Aufwachen und Einschlafen leben. Wir leben in dieser physisch-sinnlichen Welt zwischen Aufwachen und Einschlafen eingewoben mit unserem ganzen Leben in Naturgesetzmäßigkeit. Diese Naturgesetzmäßigkeit durchbricht der Traum. Er läßt sich diese Naturgesetzmäßigkeit nicht gefallen, er reißt die Ereignisse heraus, bringt sie in eine andere Folge. Er protestiert gegen die Naturgesetzmäßigkeit.

[ 7 ] The pictorial content of a dream may vary continually; the essential factor is what underlies the dream in the way of movements, tension and relaxation, hope and disappointment. Nevertheless, the dream presents itself in pictures, and we must ask, How do these arise? They do so, for example, because at the moment of awaking something is experienced by the ego and astral body outside the physical and etheric bodies. The nature of such super-sensible experiences is of course something that cannot possibly be expressed in pictures borrowed from the sense world; but as the ego and the astral body reunite with the physical and etheric bodies they have no choice but to use pictures from the available supply. In this way the peculiar dream drama is clothed in pictures. Now we begin to take an interest in the content of these pictures. Their conformation is entirely different from that of other experiences. Why? Our dreams employ nothing but outer or inner experiences, but they give these a different contiguity. Why is this? It is because dreams are a protest against our mode of life in the physical sense-world during our waking hours. There we live wholly interwoven with the system of natural laws, and dreams break through this. Dreams will not stand for it, so they rip events out of their context and present them in another sequence. They protest against the system of natural laws—in fact, men should learn that every immersion into spirit is just such a protest.

[ 8 ] Der Mensch sollte lernen, daß in dem Augenblick gegen die Naturgesetzmäßigkeit protestiert wird, in welchem man überhaupt in das Geistige eintaucht. In dieser Beziehung sind sogar in einer gewissen Weise, ich möchte sagen, drollig diejenigen Leute, die mit der gewöhnlichen naturwissenschaftlichen Methode in die Geisteswelt eindringen wollen. Außerordentlich charakteristisch ist in dieser Beziehung das Buch von Dr. Ludwig Staudenmaier über «Die Magie als experimentelle Naturwissenschaft». Ein solcher Mensch geht von der Ansicht aus: Alles was begriffen werden soll, soll nach naturwissenschaftlicher Denkweise begriffen werden. — Nun geht Staudenmaier nicht gerade auf den Traum aus, aber er geht aus auf die sogenannten medialen Erscheinungen, die im Grunde genommen eine Fortbildung der Traumwelt sind. Beim gesunden Menschen bleibt der Traum ein Erlebnis, das nicht in die äußere Organisation übergeht. Beim medialen Wesen ist es so, daß das, was sonst vom Ich und astralischen Leib erlebt wird und sich formt in die Bilder des physischen Leibes und des Ätherleibes, dann auch übergeht in die Erlebnisse des physischen Leibes und des Ätherleibes, und dadurch entstehen alle diejenigen Erscheinungen, die beim Mediumwesen zutage treten. Staudenmaier wollte sich — darin hat er durchaus recht — nicht nach dem richten, was andere Medien ihm geben, und so machte er sich denn selbst in einer gewissen Weise zum Medium. Er träumte sozusagen schreibend. Er fing an, die Feder und den Bleistift anzusetzen, so wie er immer bei Medien gesehen hatte, und richtig — es ging! Nur war er höchst erstaunt über das, was da zutage trat, er war erstaunt über den Zusammenhang, den er früher niemals irgendwie sich gedacht hätte. Alles mögliche schrieb er da auf, was ganz außerhalb des Bereiches seines bewußten Lebens war. Und so stark war das zuweilen außerhalb seines bewußten Lebens, daß er fragte: Ja, wer seid ihr, die da schreiben? — Geister —, antworteten sie. Er mußte aufschreiben: Geister! — Denken Sie sich, der Materialist, der doch keine Geister anerkennt, mußte aufschreiben: Geister! — Nun war er doch überzeugt davon, daß das, was da schreibt, lügt. Er fragte also weiter, warum ihn die Geister so anlügen. Da sagten sie: Ja, wir müssen dich so anlügen, das ist so unsere Art. — Dann fragte er sie über allerlei, was auf ihn selber Bezug hatte. Da kam sogar einmal heraus, daß sie sagten: Kohlkopf. — Es ist nun nicht anzunehmen, daß es in seiner eigenen Seelenverfassung lag, sich selber als Kohlkopf zu bezeichnen. Also es kam da allerlei heraus, was sich so charakterisierte, daß es sagte: Wir müssen dich anlügen. — Daß er aber dann sich sagte: Geister gibt es natürlich nicht, da spricht eben mein Unterbewußtes. — Aber nun wird die Sache immer beunruhigender, denn nun ist das Unterbewußte etwas, was zum Oberbewußten Kohlkopf sagt und was lügt, und ein solcher Vorgang müßte dazu führen, daß die betreffende Persönlichkeit sich sagen muß: In meinem Unterbewußtsein bin ich ein kompletter Lügner.

[ 8 ] In this connection, there are certain quaint people who keep trying to penetrate the spiritual world by means of the ordinary natural-scientific method. Extraordinarily interesting in this connection is Dr. Ludwig Staudenmaier's book on Experimental Magic. A man of that type starts with the assumption that everything which is to be comprehended should be comprehended according to the natural-scientific mode of thought. Now, Staudenmaier does not exactly occupy himself with dreams as such but with so-called mediumistic phenomena, which are really an extension of the dream world. In healthy human beings the dream remains an experience that does not pass over into the outer organization; whereas in the case of a medium everything that is ordinarily experienced by the ego, and the astral body, and that then takes shape in the pictures provided by the physical and etheric bodies, passes over into the experiences of the physical and etheric bodies. This is what gives rise to all the phenomena associated with mediumistic conditions.—Staudenmaier was quite right in refusing to be guided by what other mediums offered him, so he set about making himself into a sort of medium. He dreamt while writing, so to speak: he applied the pencil as he had seen mediums do it, and sure enough, it worked! But he was greatly astonished at what came to light: he was amazed at sequences he had never thought of. He wrote all sorts of things wholly foreign to the realm of his conscious life. What he had written was frequently so remote from his conscious life that he asked, “Who is writing this?” And the answer came, “Spirits.” He had to write “spirits!” Imagine: the materialist, who of course recognizes no spirits, had to write down “spirits.” But he was convinced that whatever was writing through him was lying, so he asked next why the spirits lied to him so; and they said, “Well, we have to lie to you—that is our way.” Then he asked about all sorts of things that concerned himself, and once they went so far as to say “muttonhead.” [Kohlkopf—literally “cabbage-head.”] Now, we cannot assume his frame of mind to have been such as to make him label himself a muttonhead. But in any case, all sorts of things came to light that were summed upon the phrase, “we have to lie to you;” so he reflected that since there are naturally no spirits, his subconscious mind must be speaking. But now the case becomes still more alarming: the subconscious calls the conscious mind a muttonhead, and it lies; hence this personality would have to confess, “In my subconscious mind I am an unqualified liar.”

[ 9 ] Aber das alles weist auch schließlich auf nichts anderes hin als auf dies, daß so wie die Traumwelt auch jene Welt, in die man da hinuntertaucht, Protest einlegt gegen den naturgesetzlichen Zusammenhang. Alles was wir denken, wollen und empfinden können in der physisch-sinnlichen Welt, wird entstellt, sobald wir in diese mehr oder weniger unterbewußte Welt eindringen. Warum? Nun, es ist eben der Traum die Brücke hinüber in die geistige Welt, und die geistige Welt ist durchaus durchwoben von einer Gesetzmäßigkeit, die nicht die naturgesetzliche ist, die einen ganz andern inneren Charakter hat. Der Traum ist der Übergang dazu. Wer da glaubt, die geistige Welt mit Naturgesetzen begreifen zu können, der irrt sich gar sehr. Und so ist der Traum gewissermaßen der Vorherverkünder für die Notwendigkeit, daß, wenn wir eindringen in die geistige Welt, wir nicht einfach die Naturgesetze fortsetzen können. Wir können die Methoden fortsetzen, indem wir uns dazu vorbereiten, aber wir kommen in eine ganz andere Gesetzmäßigkeit hinein, wenn wir in die geistige Welt eindringen.

[ 9 ] But ultimately all this merely points to the fact that the world into which the medium plunges down registers a protest against the constraint of the laws of nature, exactly as does the world of dreams. Everything we can think, will, or feel in the physical sense-world is distorted the moment we enter this more or less subconscious world. Why? Well, dreams are the bridge leading to the spiritual world, and the spiritual world is wholly permeated by a set of laws that are not the laws of nature, but laws that bear an entirely different inner character. Dreams are the transition to this world. It is grave error to imagine that the spiritual world can be comprehended by means of natural laws; and dreams are the herald, as it were, warning us of the impossibility of merely extending the laws of nature when we penetrate into the spiritual world. The same methods can be carried over if we prepare ourselves to accomplish this; but in penetrating into the spiritual world we enter an entirely different system of laws.

[ 10 ] Das ist dasjenige, was oftmals so wenig bedacht wird. Es ist wirklich so, daß es heute als Grundsatz gilt, daß man die Welt nur nach der Verstandesfähigkeit, die sich im Laufe der letzten drei bis vier Jahrhunderte erst herausgebildet hat, erfassen kann und erfassen soll. Das hat sich langsam gebildet. Heute gibt es jene Menschen gar nicht mehr — in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat es diese Menschen noch gegeben — von der Art zum Beispiel eines Johannes Müller, dem Lehrer Haeckels, der selbst zugestanden hat, daß ihm manches Problem, das er rein als Physiologe zu erforschen suchte, nicht aufging, wenn er darüber nachdachte im gewöhnlichen vollwachen Zustande; daß aber dann der Traum über ihn gekommen ist, der ihm wieder das Gewebe vorgeführt hat, das er im Wachzustande präpariert hatte, der ihm alle die Hantierungen wieder vorgeführt hat. Da ging ihm dann im Traume manches von der Lösung solcher Rätsel auf. Johannes Müller war noch davon durchdrungen, daß man im Schlafe in diesem eigentümlichen Weben des Geistigen ist, wo man nicht berührt wird von der harten Notwendigkeit der physischen Naturgesetzlichkeit, wo man sogar in die physische Naturgesetzlichkeit eindringen kann, weil auch dieser physischen Naturgesetzlichkeit etwas von demjenigen zugrunde liegt, was geistig ist, und weil das Geistige in seinen Grundlagen nicht von physischer Naturgesetzlichkeit ist, sondern diese nur an seiner Oberfläche uns darbietet.

[ 10 ] The idea that the world can and should be comprehended only by means of the mental capacities developed in the course of the last three or four hundred years has today become an axiom. This has come about gradually. Today there are no longer such men as were still to be found in the first half of the 19th Century, men for example, of the type of Johannes Müller, Haeckel's teacher, who confessed that many a bit of research he was carrying on purely as a physiologist refused to be clarified as long as he thought about it in his ordinary waking condition, but that subsequently a dream had brought back to him the whole work of preparing the tissue when awake, all the steps he had taken, and thus many such riddles were solved in his dreams. And Johannes Müller was also one of those who were still fully convinced that in sleep a man dwells in this peculiar spiritual weaving, untouched by inexorable natural laws; where one can even penetrate into the system of physical nature laws, because underlying these there is again something spiritual, and because what is spiritual is fundamentally not subject to natural necessity but merely manifests this on the visible surface.

[ 11 ] Da muß man wirklich paradox werden, wenn man solche Gedanken so zu Ende führt, wie sie sich auf ganz selbstverständliche Weise aus der Geistesforschung heraus ergeben. Kein Mensch, der im Sinne der heutigen Naturwissenschaft denkt, wird glauben, daß ein Licht, wenn es hier an einem bestimmten Orte leuchtet, im Umkreise in einiger Entfernung noch ebenso stark leuchtet. Der Physiker berechnet die Abnahme der Lichtstärke mit dem Quadrat der Entfernung, und ebenso berechnet er auch die Abnahme der Schwerkraft. Er sagt sich mit Bezug auf diese physischen Entitäten: Was hier auf der Oberfläche der Erde gilt, das nimmt in seiner Gültigkeit ab, indem wir in den Umkreis des Kosmos kommen. — Nur für den Inhalt seines Denkens läßt er das nicht gelten. Und doch ist es mit diesem Denken nicht anders als mit dem, was man hier in den Erdenlaboratorien, in den Kliniken, überhaupt auf der Erde — bis auf das Zwei-mal-zweiist-Vier — von den Erdendingen erfährt. Wenn die Schwerkraft abnimmt im Quadrat der Entfernung, warum sollte denn das, was Naturgesetzmäßigkeit ist, nicht auch abnehmen mit dem Quadrat der Entfernung in seiner Gültigkeit und von einer gewissen Entfernung an nicht mehr gelten? Das ist aber das, worin die Geisteswissenschaft eindringt. Und sie muß sagen: Wollt Ihr den Orionnebel oder den Nebel in den Jagdhunden erforschen, so macht Ihr dasselbe, wie wenn Ihr Erdenbegriffe anwendet und irgendwie die Venus zum Beispiel beleuchten wolltet mit einer Erdenkerze. — Wenn man aus der Geistesforschung heraus die Wahrheit durch solche Analogien hinstellt, so kommt sie den Menschen paradox vor. Und doch, in jenem Zustande, in dem wir im Schlafe eindringen in die geistige Welt, haben wir mehr Möglichkeiten, zum Beispiel den Orionnebel oder den Nebel in den Jagdhunden zu erforschen, als mit den Möglichkeiten, die durch das Arbeiten in den Laboratorien und auf den Sternwarten zustande kommen. Man würde viel mehr darüber erforschen, wenn man über diese Dinge träumen würde, als über sie verstandesmäßig nachzudenken. Kommt man in den Kosmos hinein, dann nützt es nichts, diejenigen Dinge, die man auf der Erde erforscht hat, auf diesen Kosmos anzuwenden. So stehen wir heute mit unserer Bildung darinnen, daß wir eigentlich das, was wir in unserer kleinen Erdenzelle als richtig befinden, auf den ganzen Kosmos anwenden möchten, und leicht ersichtlich ist es, daß dabei in Wirklichkeit nicht die Wahrheit Zutage treten kann.

[ 11 ] One really has to speak in paradoxes if thoughts that result quite naturally from spiritual research are to be carried to their logical conclusion. No one who thinks in line with modern natural science believes that a light shining at a given point in space will appear equally bright at a distance. The physicist computes the decrease in the strength of light by the square of the distance, and he calculates gravity in the same way. Regarding these physical entities, he knows that the validity of what is true on the earth's surface diminishes as we pass out into the surrounding cosmos. But he refuses to apply this principle to his thinking. Yet in this respect thinking differs in no way from anything we can learn about earth matters in the laboratories, in the operating rooms—from anything on earth, right down to twice two is four. If gravity diminishes by the square of the distance, why should not the validity of the system of nature laws diminish in a similar ratio and eventually, beyond a certain distance, cease altogether? That is where spiritual science penetrates. It points out that when the Nebula of Orion or the Canes Nebula is to be the subject of research, the same course is followed as though, with tellurian concepts, Venus, for example, were to be illuminated by the flame of a candle. When spiritual science reveals the truth by means of such analogies people think it is paradoxical. Nevertheless, in the state in which during sleep we penetrate into the spiritual world, greater possibilities are offered us for investigating the Nebula of Orion or the Canes Nebula than are provided by working in laboratories or in observatories. Research would yield much more if we dreamt about these matters instead of reflecting on them with our intellect. As soon as we enter the cosmos it is useless to apply the results of our earthly research. The nature of our present-day education is such that we are prone to apply to the whole cosmos what we consider true in our little earth cell; but it is obvious that truth cannot come to light in this way.

[ 12 ] Wenn man von solchen Erwägungen ausgeht, dann wird einem manches, was in älteren Zeiten bei einer primitiven, aber eindringlichen hellsichtigen Anschauungsart vor der Menschheit stand, doch wertvoller, als es der heutigen Menschheit ist. Und man wird nicht einmal an denjenigen Menschenerkenntnissen, die einst im Hirtenstande der Urzeit entstanden sind, so oberflächlich vorbeigehen, als man es heute gewöhnlich tut. Denn diese Leute haben manches besser geträumt von den Geheimnissen der Sterne bei ihrem Hirtenleben, als heute die Leute bei ihrem gescheiten Leben auf den Sternwarten erforschen, errechnen und mit dem Spektroskop feststellen können. So sonderbar es klingt, es ist so. Aber in diesen geheimnisvollen Zusammenhang des Menschen mit dem Weltenall kommt man hinein, wenn man manche Überreste, die aus alten Zeiten erhalten sind, in geisteswissenschaftlicher Art betrachtet. Und da gestatten Sie, daß ich heute von dem spreche, was sich ergeben kann, wenn man auf der einen Seite geisteswissenschaftlich die tiefe religiös-ethische, aber auch soziale Bedeutung der alten druidischen Einrichtungen prüft, und andrerseits der alten Einrichtungen der Mithrasmysterien, denn wir werden, indem wir das noch vor unserer Seele vorüberzichen lassen, Anhaltspunkte dafür gewinnen, wie die Gestaltung eines MichaelFestes eigentlich zu denken ist.

[ 12 ] If we proceed from considerations of this sort, a good deal of what confronted men in former things through a primitive, but penetrating, clairvoyant way of looking at things takes on greater value than it has for present-day mankind in general. We will not even pass by the knowledge that came into being in the pastoral life of primitive times, which is nowadays so superficially ignored; for those old shepherds dreamt many a solution to the mysteries of the stars better than can be computed today by our clever scientists with their observatories and spectroscopes. Strange as that may sound, it is true. By studying in a spiritual-scientific way what has been preserved from olden times we can find our way into this mysterious connection we have with the cosmos. Let me tell you here of what can be discovered if we seek through spiritual science the deeply religious and ethical, but also social import of the old Druidic Mysteries on the one hand, and those of the Mithras Mysteries on the other; for this will give us points of contact with the way in which we should conceive the shaping of a Michael Festival.

[ 13 ] In bezug auf die Druidenmysterien war ja der Vortragszyklus, den ich vor wenigen Wochen in Penmaenmawr in Wales zu halten hatte, unmittelbar an derjenigen Stätte Englands, wo die Insel Anglesey vorgelagert ist, wirklich von ganz besonderer Bedeutung, weil dort eine Stelle ist, wo in Trümmern herumliegend viele Erinnerungen an die alten Opferstätten, an die Mysterienstätten der Druiden sich finden. Heute sind die Überreste, diese alten Kromlechs, Dolmen, eigentlich ziemlich unansehnlich. Man steigt auf diese Bergeshöhen hinauf, findet dort Steine so zusammengestellt, daß sie eine Art Kammer abschließen, ein größerer Stein liegt darüber, oder man findet auch im Kreise — es sind ursprünglich immer zwölf gewesen — solche Kromlechs angeordnet. Gerade in der unmittelbaren Nähe von Penmaenmawr konnte man hinaufsteigen und fand zwei solcher unmittelbar aneinandergrenzender Sonnenzirkel. Und gerade in dieser besonderen Gegend, wo auch noch im geistigen Leben der Natur so vieles vorhanden ist, was anders wirkt, als sonst die Natur heute in andern Gegenden wirkt, konnte man mit höchster Deutlichkeit dasjenige wieder prüfen, was ich in verschiedenen anthroposophischen Vorträgen gerade mit Bezug auf die Druidenmysterien auseinandergelegt habe. Es ist dort, wo auch auf der Insel Anglesey eine Niederlassung der Gesellschaft des Königs Artus war, es ist in dieser Gegend tatsächlich eine besondere geistige Atmosphäre vorhanden. Ich muß sie folgendermaßen charakterisieren.

[ 13 ] Regarding the Druid Mysteries, the lecture cycle I gave a few weeks ago in Penmaenmawr, [See: Rudolf Steiner, Evolution of the World and Humanity, Anthroposophic Press, New York (actually, Anthroposophic Publishing Company, London, 1926. Also in Evolution of Consciousness, Rudolf Steiner Press, 1966.—e.Ed)] Wales—the spot in England that lies exactly behind the island of Anglesea—is of quite special significance because in that place many reminders of the old sacrificial sanctuaries and Mystery temples of the Druids are to be found lying about in fragments. Today these relics, these cromlechs and mounds, are not really very impressive. One climbs up to the mountain tops and finds stones arranged in such a way as to form a sort of chamber, with a larger stone on top; or one sees the cromlechs arranged in circles—originally there were always twelve. In the immediate vicinity of Penmaenmawr were to be found two such sun-circles adjoining each other; and in this particular neighborhood, where even in the spiritual life of nature there is so much that has a different effect from that of nature elsewhere, what I have set forth in various anthroposophical lectures concerning the Druid Mysteries could be tested with the utmost clarity. There is indeed a quite special spiritual atmosphere in this region where—on the island of Anglesea—the Society of King Arthur had a settlement. I must describe it as follows:

[ 14 ] Wenn man von übersinnlichen Dingen spricht, so kann man nicht in derselben Art seine Gedanken bilden, wie man sie sonst im Leben oder in der Wissenschaft bildet. Da bildet man abstrakte Gedanken, da zieht man Schlüsse und so weiter. Wenn man nun auch darauf angewiesen ist, mehr oder weniger sogar abstrakt zu reden—denn das verursacht unsere Sprache, die abstrakt geworden ist —, in seinem inneren Seelenwesen kann man nicht, wenn man geisteswissenschaftlich darstellen will, so abstrakt sein. Da muß alles in Bildern verlaufen. Bilder, Imaginationen muß man vor der Seele haben. Bilder, Imaginationen vor der Seele haben, bedeutet aber doch etwas anderes noch, als Gedanken in der Seele haben. Gedanken in der Seele sind, je nachdem man innerlich mehr oder weniger träge ist, außerordentlich geduldig, man kann sie halten. Die Imaginationen haben immer ein Eigenleben. Man fühlt ganz genau: eine Imagination stellt sich vor einen hin. Es ist anders und doch wieder ähnlich, wie wenn man schreibt oder zeichnet. Man schreibt oder zeichnet mit der Seele. Aber Imaginationen sind nicht etwas so abstrakt Festgehaltenes wie die bloßen Gedanken. Man schreibt sie. Nun, in den meisten Gegenden Europas, wo die Zivilisation schon einen so abstrakten Charakter angenommen hat, da huschen diese Imaginationen verhältnismäßig sehr schnell vorüber, man hat immer einen inneren Kampf zu bestehen, wenn man Übersinnliches darstellen will. Es ist schon so, wie wenn man schreiben würde, und durch irgendeine dämonische Kraft das Geschriebene sogleich wiederum verlöschte. Es ist gleich wieder nicht mehr da. So ist es bei den Imaginationen, durch die man das Übersinnliche vorstellungsgemäß macht, als Seelenerlebnis bekommt.

[ 14 ] In speaking of super-sensible things we cannot form thoughts in the same way as we usually do in life or in science, where abstract thoughts are formed, conclusions drawn, and so forth. But to be reduced, in addition, even to speaking more or less abstractly—our language, which has become abstract, demands this—well, if we want to describe something in a spiritual-scientific way we cannot be as abstract as all that in the inner being of our soul: everything must be presented pictorially. We must have pictures, imaginations, before the mind's eye. And this means something different from having thoughts. Thoughts in the soul are extraordinarily patient, according to the degree of our inner indolence: we can hold them; but imaginations always lead a life of their own: we feel quite clearly that an imagination presents itself to us. It is different from writing or drawing, yet similar. We write or draw with our soul; but imaginations are not abstractly held fast like mere thoughts: we write them. In most parts of Europe where civilization has already taken on so abstract a character these imaginations flit past comparatively very quickly: depicting the super-sensible always involves an inner effort. It is as though we wrote something that would then be immediately wiped away by some demonic power—gone again at once. The same is true of imaginations by means of which we bring the super-sensible to consciousness and experience it in our soul.

[ 15 ] Die geistige Atmosphäre nun in jenen Orten in Wales, die ich nannte, hat die Eigentümlichkeit, daß sich dort Imaginationen zwar schwieriger einschreiben in das Astralische, aber sie bleiben dafür länger vorhanden, sie sind tiefer eingeprägt. Das ist das, was man gerade in jener Gegend als etwas so Auffälliges wahrnehmen konnte. Und es war schon wirklich so, daß alles darauf hindeutete, dort auch auf eine mehr geistige Art den Weg zurück machen zu können zu dem, was jene Druidenpriester — nicht in den Verfallszeiten dieser Druidenkulte, wo diese etwas ziemlich Unsympathisches, ja sogar sehr Schlimmes hatten, sondern in den Blütezeiten — damals eigentlich wollten.

[ 15 ] Now, the spiritual atmosphere in the region of Wales that I mentioned has this peculiarity: while imaginations stamp themselves less readily into the astral element, they persist longer, being more deeply imprinted. That is what appears so conspicuous in that locality; and indeed, everything there points to a more spiritual way of retracing the path to what those old Druid priests really strove for—not during the decadence of the Druid cults, when they contained much that was rather distasteful and even nefarious, but in the time of their flowering.

[ 16 ] Man muß sich nur einen solchen Kromlech anschauen: er schließt auf eine primitive Weise einen gewissen Raum ab, der zugedeckt war. Wenn Sie nun das Sonnenlicht betrachten, so haben Sie zunächst das physische Sonnenlicht. Dieses physische Sonnenlicht ist aber durchaus überall durchdrungen von den geistigen Wirkungen der Sonne. Und bloß von dem physischen Sonnenlicht so zu sprechen, wie das der Physiker heute macht, wäre genau so, wie wenn man mit Bezug auf einen Menschen bloß sprechen wollte von seinen Muskeln, seinen Knochen, seinem Blut und so weiter, und keine Rücksicht nehmen würde auf das in ihm waltende Seelisch-Geistige. Das Licht ist durchaus nicht bloß «phos». Das Licht ist Phosphor, Lichtträger, hat ein Aktives, hat Seelisches. Dieses Seelische des Lichtes geht dem Menschen in der bloßen Sinneswelt verloren. Wenn nun der Druidenpriester sich in diese Grabstätte stellte — die Kromlechs waren zumeist, wie andere alte Kultstätten auch, über Gräbern errichtet —, dann stellte er diese Vorrichtung hin, die in einer gewissen Weise undurchlässig war für die physischen Sonnenstrahlen. Aber die geistigen Sonnenwirkungen gingen durch sie durch, und der Druidenpriester war dafür besonders geschult, die geistigen Sonnenwirkungen wahrzunehmen. Und so sah er durch die besonders ausgewählten Steine — sie waren immer besonders ausgewählt — in jenen Raum hinein, wohin die geistigen Sonnenwirkungen kamen, die physische Sonnenwirkung aber ausgeschlossen war. Und nun hatte er seine Anschauung intim geschult. Denn das, was man da sieht in einer solchen primitiv hergestellten Dunkelkammer, das ist anders im Februar, anders im Juli oder August, anders im Dezember. Im Juli ist es so, daß es einen leicht gelblichen Anflug hat, im Dezember dagegen ist es so, daß es eine leicht bläuliche Innerlichkeit hat. Wer das beobachten kann, schaut in den qualitativen Veränderungen, die in einer solchen Dunkelkammer dieses abgeschlossene Schattengebilde im Laufe des Jahres annimmt, den ganzen Lauf des Jahres in den Wirkungen des Geistig-Seelischen der Sonnenstrahlung. Und wiederum in diesen Sonnenzirkeln stehen die Vorrichtungen so, daß sie wie die Zeichen des Tierkreises in der Zwölfzahl angeordnet sind. Gerade an dem Berge, den wir bestiegen hatten, gab es einen größeren solcher Sonnenzirkel, und in einer geringen Entfernung davon war ein kleinerer. Wenn man sich etwa in einem Luftballon in die Höhe erhoben und auf diese beiden Druidenkreise heruntergeschaut hätte und die kleine Entfernung zwischen ihnen dabei nicht beachtet hätte, so würde man das hatte etwas Ergreifendes — denselben Grundriß gesehen haben, wie ihn das heruntergebrannte Goetheanum in Dornach hatte.

[ 16 ] Examining one of these cromlechs we find it to close off, in a primitive way, a certain space for a chamber that was covered for reasons having to do with the priest's purposes. When you observe sunlight you have first the physical sunlight. But this physical sunlight is wholly permeated by the spiritual activities of the sun; and to speak of the physical sunlight merely as does the modern physicist would be exactly the same as talking about a man's muscles, bones, blood, and so on, omitting all reference to the soul and spirit holding sway within him. Light is by no means mere phos: it is phosphoros, light-bearing—is endowed with something active and psychic. But this psychic element of light is lost to man in the mere sense-world.—Now, when the Druid priest entered this burying place—like other old cult sanctuaries, the cromlechs were mostly erected over graves—he set up this arrangement which in a certain way was impervious to the physical sun-rays; but the spiritual activities of the sun penetrated it, and the Druid priests were specially trained to perceive these. So he looked through these stones—they were always specially selected—into the chamber where the spiritual activity of the sun penetrated, but from which the physical effect was excluded. His vision had been finely schooled, for what can be seen in a primitive darkroom of that sort varies according to the date, whether February, July, August, or December. In July it is lightly tinged with yellow; in December it radiates a faintly bluish shade from within. And one capable of observing this beholds—in the qualitative changes undergone in the course of the year by this shadow-phenomenon enclosed in such a darkroom—the whole cycle of the seasons in the psycho-spiritual activity of the sun's radiance. And further: these sun-circles are arranged in the number twelve, like the twelve signs of the zodiac; and on the mountain we had climbed we found a large sun-circle and nearby a smaller one. If one had ascended, perhaps in a balloon, and looked down upon these two Druid circles, ignoring the insignificant distance between them, the same ground plan would have presented itself—there is something profoundly moving about this—as that of the Goetheanum in Dornach which was destroyed by fire.

[ 17 ] Der alte Druidenpriester hatte sich dafür geschult, daß er dem, was er da vor seiner Seele hatte, es ansah, wie zu jeder Tageszeit, aber auch zu jeder Jahreszeit, der Schatten der Sonne anders fiel. Er konnte diese Schattengestaltungen verfolgen und aus ihnen heraus genau angeben: jetzt ist diese Märzzeit, jetzt ist diese Oktoberzeit. Er stand in der Wahrnehmung, die ihm dadurch vermittelt wurde, drinnen in dem, was im Kosmos vorging, aber auch in dem, was vom Kosmos aus Bedeutung für das Erdenleben hatte. Nun denken Sie sich nur, was man heute macht, wenn man den Einfluß des kosmischen Lebens für das irdische Leben bestimmen will. Was machen selbst die Bauern? Sie haben ihren Kalender, in dem steht, was man an dem oder jenem Tage machen soll. Es wird auch das nur annähernd gemacht, denn die gründlichen Erkenntnisse, die einmal von diesen Dingen da waren, sind heute verglommen, aber Kalender gab es zur alten Druidenzeit nicht, es gab nicht einmal eine Schrift. Was der Druidenpriester aus seiner Sonnenbeobachtung heraus sagen konnte, war, was man über den Zusammenhang des Himmels mit der Erde wußte. Und wie der Druidenpriester sagte: Jetzt steht die Sonne so, daß der Weizen gesät werden sollte — oder: Jetzt steht die Sonne so, daß der Zuchtstier durch die Herde geführt werden muß —, so geschah es. Diese Zeiten hatten einen Kult, der wahrhaftig nicht ein abstraktes Gebet war, sondern sie hatten einen Kult, der das unmittelbar praktische Leben einrichtete nach dem, wie man sich mit dem Geistigen des Weltenalls in Verbindung setzte. Die große Sprache des Himmels wurde abgelesen, und sie wurde in den irdischen Dingen angewendet.

[ 17 ] The old Druid priests had schooled themselves to read from what thus met their soul's eye how, at every time of day and at every season of the year as well, the sun's shadow varied. They could trace these shadow formations and by means of them determine accurately, this is the time of March, this is the time of October. Through the perception this brought them they were conscious of cosmic events, but also of cosmic conditions having significance for life on this earth. And now, think how people go about it today when they want to determine the influence of cosmic life on earthly life—even the peasants! They have a calendar telling what should be done on this or that day, and they do it, too, approximately; for the fundamental knowledge once available concerning these matters has vanished. But calendars there were none at the time of the old Druids, nor even writing: what the Druid priest was able to tell from his observations of the sun constituted men's knowledge of the connection between the heavens and the earth. And when the priest said: The position of the sun now calls for the sowing of wheat, or, it is the time to lead the bull through the herd, it was done. The cult of that epoch was anything but an abstract prayer: it regulated life in its obvious, practical demands in accord with the enlightenment obtained by communicating with the spirit of the universe. The great language of the heavens was deciphered, and then applied to earthly things.

[ 18 ] Das aber ging bis in die Intimitäten des sozialen Lebens hinein. Der Druidenpriester gab aus dem, was er aus dem Weltenall ablas, an, was man an diesem oder jenem Tage des Jahres so zu machen habe, daß es in einem günstigen Zusammenhange im ganzen Weltenall drinnensteht. Das war ein Kultus, durch den tatsächlich das ganze Leben eine Art Gottesdienst war. Dagegen ist selbst die mystischste Mystik von heute eine Art Abstraktion, denn sie läßt sozusagen die äußere Natur walten, kümmert sich nicht weiter um sie, sondern schaltet und waltet da nach Traditionen, während sie sich innerlich erhebt, sich möglichst in sich abschließt und in sich konzentriert, um eine abstrakte Beziehung zu einem wolkenkuckucksheimmäßigen Göttlich-Geistigen zu bekommen. Das war allerdings anders in jenen alten Zeiten. Da verband man sich im Kultus, der aber eine reale Beziehung zum Weltenall hatte, mit dem, was die Götter in der Welt schufen und immerfort wirkten. Und als Mensch auf der Erde führte man das aus, was man aus solchen Einrichtungen, wie sie die Druiden hatten, als den Willen der Götter in der Sternenschrift ablas. Aber diese Sternenschrift mußte man erst lesen. Es ist etwas ungeheuer Ergreifendes, gerade dort an Ort und Stelle sich so ganz zurückversetzen zu können in das, was einmal in der Blütezeit der Druidenkultur so gewirkt hat, wie ich es jetzt geschildert habe. Und man findet in jenen Gegenden — auch noch in andern Gegenden bis nach Norwegen hinüber — überall solche Überreste der alten druidischen Kultur.

[ 18 ] All this penetrated even the most intimate details of the social life. The priest indicated, according to his readings in the universe, what should be done on such and such a day of the year in order to achieve a favorable contact with the whole universe. That was a cult that actually made of the whole of life a sort of divine worship. By comparison, the most mystical mysticism of our time is a kind of abstraction, for it lets outer nature go its way, so to speak, without bothering about it: it lives and has its being in tradition and seeks inner exaltation, shutting itself off and concentrating within itself as far as possible in order to arrive at an abstract connection with some chimerical world of divine spirit. All this was very different in those olden times. Within the cult—and it was a cult that had a real, true connection with the universe—men united with what the Gods were perpetually creating and bringing about in the world: and as earth-men they carried out the will of the gods as read in the stellar script by means of the methods known to the Druid priests. But they had to know how to read the writing in the stars.—It is profoundly affecting to be able, at the very spot, to transport oneself back to conditions such as I have described as prevailing during the height of the Druid culture. Elsewhere in that region as well—even over as far as Norway—are to be found many such relics of the Druid culture.

[ 19 ] So findet man auch wieder in Mitteleuropa, in den Gegenden Deutschlands bis in die Rheingegend, auch bis nach Westfrankreich hinein überall Überreste, Erinnerungen an den alten Mithraskultus. Auch von ihnen will ich nur das Wesentlichste angeben. Sie finden überall als das äußere Symbolum des Mithraskultus den Stier, auf dem der Mensch reitet, der ein Schwert stößt in den Hals des Stieres. Sie finden einen Skorpion, der den Stier beißt, oder die Schlange unten. Sie finden aber überall, wenn die Bilder vollständig sind, dieses Stierbild mit dem Menschen umgeben von dem Sternenhimmel, namentlich mit den Tierkreiszeichen. Wiederum können wir uns fragen: Was drückt eigentlich dieses Bild aus? — Was dieses Bild ausdrückt, wird eine äußere, antiquierte Geschichte niemals erforschen, weil sie nicht die Beziehungen herstellen kann, durch die man darauf kommen kann, was eigentlich dieser Mensch auf dem Stiere bedeutet. Um darauf zu kommen, muß man erst wissen, was diejenigen, die bei diesem Mithraskult dienten, für eine Schulung durchgemacht haben. Die ganze Zeremonie läßt sich natürlich so abwickeln, daß sie eine schöne oder auch meinetwillen eine häßliche Zeremonie ist, und daß man dabei gar nichts irgendwie Vernünftiges herausbekommt. Es konnte auch nur derjenige etwas Vernünftiges herausbekommen, der eine gewisse Schulung durchgemacht hatte, daher sind auch alle die Beschreibungen der Mithrasmysterien trotz des Vielversprechenden, was die Bilder hatten, eigentlich Wischiwaschi. Denn derjenige, der dem Mithraskult dienen wollte, mußte besonders sein Empfindungsvermögen in einer feinen, intimen Weise ausbilden. Darauf kam alles beim Mithrasschüler an, daß er so sein Empfindungsvermögen ausbildete.

[ 19 ] Similarly, all through Central Europe, in parts of Germany, in the Rhineland, even in western France, relics and reminders of the ancient Mithras Cult are to be found. Here again I will only indicate the most important features. The outer symbol of the Mithras Cult is always a bull ridden by a man thrusting a sword into the bull's neck; below, a scorpion biting the bull, or, a serpent; but whenever the representation is complete you will see this picture of bull and man surrounded by the firmament, and particularly the signs of the zodiac. Again we ask, What does this picture express? The answer will never be found by an external, antiquated science of history, because the latter has no means of establishing the interrelationships that can provide clues to the meaning of this man on the bull. In order to arrive at the solution one must know the nature of the training undergone by those who served the Mithras Cult. The whole ceremony could, of course, be run off in such a way as to be beautiful—or ugly, if you like—without anything intelligent transpiring. Only one who had passed through a certain training could make sense of it. That is why all the descriptions of the Mithras Mysteries are really twaddle, although the pictures give promise of yielding so much. The service of the Mithras Cult demanded in the neophyte a very fine and sensitive development of the capacity for receptive sentience. Everything depended upon the development of this faculty in him.

[ 20 ] Nun habe ich gestern im öffentlichen Vortrage gesagt, daß das Herz des Menschen eigentlich ein unterbewußtes Sinnesorgan ist. Der Kopf nimmt unterbewußt durch das Herz wahr, was in den physischen Funktionen des Unterleibes und der Brust vorgeht. So wie wir durch das Auge die äußeren Vorgänge in der Sinneswelt wahrnehmen, so ist das Herz des Menschen in Wirklichkeit ein Sinnesorgan mit Bezug auf die angegebenen Funktionen. Der Kopf — namentlich macht es das Kleinhirn — nimmt unterbewußt durch das Herz wahr, wie das Blut sich mit den verarbeiteten Nahrungsmitteln speist, wie die Nieren, die Leber und so weiter funktionieren, was da alles im Organismus vorgeht. Dafür ist für das Obere des Menschen das Herz das Sinnesorgan. Dieses Herz nun als Sinnesorgan zu einer gewissen Bewußtheit heraufzuheben, bildete die Schulung desjenigen, der beim Mithraskult beschäftigt werden sollte. Er mußte eine feine, bewußte Empfindung dafür bekommen, was im menschlichen Organismus in Leber, Nieren, Milz und so weiter vorgeht. Der obere Mensch, der Kopfmensch mußte fein empfinden, was im Brust- und Gliedmaßenmenschen vorgeht. Eine solche Schulung in den älteren Zeiten war nicht eine Verstandesschulung, wie wit sie heute gewohnt sind, sondern eine Schulung des ganzen Menschen, die vorzugsweise auf das Gefühlsvermögen ging. Und wenn dann der Schüler die nötige Reife erlangt hatte, konnte er sagen, so wie wir auf Grund der Wahrnehmung durch äußere Augen sagen, da sind Regenwolken, oder da ist blauer Himmel: Jetzt ist diese Verarbeitungsart in meinem Organismus, jetzt jene Verarbeitungsatt.

[ 20 ] I said yesterday in the public lecture [See: Rudolf Steiner, Supersensible Knowledge (Anthroposophy) as a Demand of the Age; Anthroposophy and the Ethical-Religious Conduct of Life, Anthroposophic Press, New York.] that the human heart is really a subconscious sense organ: subconsciously the head perceives through the heart what goes on in the physical functions of the lower body and the chest. Just as we perceive outer events in the sense-world through the eye, so the human heart is in reality a sense organ in its relation to the functions mentioned. Subconsciously by means of the heart, the head, and particularly the cerebellum, perceives the blood being nourished by the transformed foodstuffs, perceives the functioning of the kidneys, the liver, and other processes of the organism. The heart is the sense organ for perceiving all this in the upper portion of the human being. Now, to raise this heart as a sense organ to a certain degree of consciousness was the object in the schooling of those who were to be engaged in the Mithras Cult. They had to develop a sensitive, conscious feeling for the processes in the liver, kidneys, spleen, etc., in the human organism. The upper man, the headman, had to sense very delicately what went on in the chest-man and the limb-man. In older epochs that sort of schooling was not the mental training to which we are accustomed today, but a schooling of the whole human being, appealing in the main to the capacity for feeling. And just as we say, on the basis of outer optical perception, There are rain clouds or, the sky is blue, so the sufficiently matured disciple could say, Now the metabolism in my organism is of this nature, now it is of that.

[ 21 ] Es ist tatsächlich das, was im menschlichen Organismus vorgeht, nur für den Abstraktling für das ganze Jahr gleich. Wenn einmal die Wissenschaft wieder zu wirklichen Wahrheiten über diese Dinge vorgedrungen sein wird, dann werden die Menschen erstaunen darüber, wie — wenn auch nicht in jener grobklotzigen Art, wie es durch die heutigen Feininstrumente schon erforscht werden kann — in ganz anderer Art für den Menschen festgestellt werden kann, wie sein Blut anders wird, wie er anders verdaut im Januar als im September, so daß das Herz als Sinnesorgan ein wunderbares Barometer ist für den Jahreslauf im menschlichen Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus. Dafür wurde der Mithrasschüler erzogen, in sich selbst den Jahreslauf durch die Herzorganisation wahrzunehmen, durch die Herzwissenschaft, die ihm den Gang der durch die Verdauung metamorphosierten Speise im Organismus überlieferte und der Aufnahme des Verdauten in das Blut. Und in dem, was da wahrgenommen wurde, zeigte sich eigentlich am Menschen, in der Bewegung des inneren Menschen, der ganze Lauf der äußeren Natur.

[ 21 ] Actually, the processes within the human organism seem the same the year round only to the abstractionist. When science will once more have advanced to real truths concerning these things, men will be amazed to learn how they can establish, by means very different from the crude methods of our modern precision instruments, how the condition of our blood varies and the digestion functions differently in January from September, and in what way the heart as a sense organ is a marvelous barometer for the course of the seasons within the human limb-metabolic organism. The Mithras disciple was taught to perceive the course of the seasons within himself by means of his heart organization, his heart-science, which transmitted to him the passage of food transformed by digestion and taken into the blood. And what was there perceived really showed in man—in the motion of the inner man—the whole course of outer nature.

[ 22 ] Ach, was ist denn unsere abstrakte Wissenschaft, wenn wir noch so genau die Pflanzen und die Pflanzenzellen, die Tiere und die tierischen Gewebe beschreiben, was ist denn diese abstrakte Wissenschaft gegenüber dem, was einmal in einer mehr instinktiven Weise dadurch vorhanden war, daß sich der ganze Mensch zum Erkenntnisorgan machen konnte, daß er wie der Mithrasschüler sein Gefühlsvermögen als Erkenntnisorgan ausbilden konnte. Der Mensch trägt die tierische Natur in sich, und er trägt sie wahrhaftig in einer intensiveren Weise in sich, als man gewöhnlich meint. Und das, was durch ihre Herzwissenschaft die einstigen Mithrasschüler wahrgenommen haben, ließ sich nicht anders darstellen als durch den Stier. Und die Gewalten, die durch den Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen wirken und nur gezähmt werden durch den oberen Menschen, diese Gewalten werden durch alles dasjenige angegeben, was da als Skorpion, als die Schlange figuriert um den Stier herum. Und der eigentliche Mensch in seiner Krüppelhaftigkeit sitzt oben mit der primitiven Macht, indem er mit dem MichaelSchwerte in den Hals des Stieres hineinstößt. Aber was da zu besiegen ist, wie es sich darstellt im Jahreslaufe, das wußte eben nur der, der in dieser Beziehung geschult war.

[ 22 ] Oh, what does our abstract science amount to, no matter how accurately we describe plants and plant cells, animals and animal tissues, compared with what once was present instinctively by reason of man's ability to make his entire being into an organ of perception, to develop his capacity for feeling into an organ capable of gleaning knowledge! Man bears within him the animal nature, and truly he does so more intensively than is usually imagined; and what the ancient Mithras followers perceived by means of their heart-science could not be represented otherwise than by the bull. The forces working through the metabolic-limb man, and tamed only by the upper man, are indicated by all that figures as the scorpion and the serpent winding around the bull. And the human being proper, in all his frailty, is mounted above in his primitive might, thrusting the sword of Michael into the neck of the bull. But what it was that must thus be conquered, and how it manifests itself in the course of the seasons, was known only to those who had been schooled in these matters.

[ 23 ] Und jetzt gewinnt dieses Symbolum erst an Bedeutung. Man kann es mit dem, was der Mensch heute gewöhnlich weiß, noch so viel anschauen oder malerisch darstellen wollen, es kommt nichts dabei heraus. Es kommt erst etwas dabei heraus, wenn man etwas von der Herzwissenschaft der alten Mithrasschüler weiß. Und dann studierte der Mensch aber wirklich, wenn er durch sein Herz sich selber ansah, den Geist des Jahresganges der Sonne durch den Tierkreis. Daher war ganz richtig — und die Erfahrungen macht man auf diese Weise, daß der Mensch als ein höheres Wesen auf seiner niederen Natur reitet — um den Menschen herum im Kreise angeordnet der Kosmos, denn das Geistige des Kosmos erfuhr man auf diese Weise. Es ist wirklich so, daß man, je mehr man durch die wieder heraufkommende Geistwissenschaft hineinschaut in das, was ein altes halbbewußtes, traumhaftes, aber doch Hellsehen zutage gefördert hat, vor diesem einen immer größeren Respekt bekommt. Man wird wirklich andächtig gegenüber den alten Kulten, wenn man in sie eindringt und wiederfinden kann, wenn man tiefer in sie hineindringt, wie der Mithraskult zum Beispiel dazu da war, daß der alte Mithraspriester, indem er in den Jahreslauf eindringen konnte, seiner Gemeinde angeben konnte, was an jedem einzelnen Tage des Jahres zu tun war. So war der Mithraskult dazu da, vom Himmel zu erforschen, was auf der Erde zu geschehen hat. Denken Sie sich nur, was für ein anderer Enthusiasmus, was für eine andere Impulsivität sich ergibt für das, was auf der Erde zu tun ist, wenn man sich auf der Erde fühlt als Tätiger, so daß in diese Tätigkeit die Impulse einströmen, die man durch die große kosmische Schrift erst erforscht hat, die man abgelesen hat aus dem Weltenall, indem man von einem solchen Wissen ausging und mit dem, was sich als Impulse ergab, auf die einzelnen Verrichtungen des Lebens einging. So unsympathisch das uns auch nach heutigen Begriffen sein mag und mit Recht ist, für die alten Begriffe war es gut und das Richtige. Aber man muß, indem man diese Reserve macht, sich klarmachen, was es heißt, vom Himmel abzulesen, was auf der Erde im Menschenleben zu geschehen hat, und sich so mit seinem Göttlichen eins zu wissen, statt im Sinne von Adam Smith oder Karl Marx darüber zu diskutieren, was in bezug auf das soziale Leben zu tun sei. Erst wer sich diese Gegensätze vor die Seele stellen kann, weiß hineinzuschauen in das, was heute notwendig ist an neuen Impulsen für das soziale Leben.

[ 23 ] Here the symbol begins to take on significance. By means of ordinary human knowledge no amount of observation or picturesque presentation will make anything of it. It can only be understood if one knows something about the heart-science of the old Mithras pupils; for what they really studied when they looked at themselves through their heart was the spirit of the sun's annual passage through the zodiac. In this way the human being experienced himself as a higher being, riding on his lower nature; and therefore it was fitting that the cosmos should be arranged in a circle around him; in this manner cosmic spirituality was experienced. The more a renascent spiritual science makes it possible for us to examine what was brought to light by an ancient semi-conscious, dreamlike clairvoyance—but clairvoyance, nevertheless—the greater becomes our respect for it. A spirit of reverence for the ancient cultures pervades us when we see deeper into them and rediscover, for example, that the purpose of the Mithras Cult was to enable the priest, by penetrating the secrets of the seasons' cycle, to tell the members of his community what should be done on each day of the year. The Mithras Cult served to elicit from the heavens the knowledge of what should take place on earth. How infinitely greater is the enthusiasm, the incentive, for what must be done on earth if a man feels himself to be active in such a way that into his activity there flow the impulses deciphered from the great cosmic script he had read in the universe; that he made such knowledge his starting point and employed the resulting impulses in the ordinary affairs of daily life! However little this may accord with our modern concepts—naturally it does not—it was good and right according to the old ones. But in making this reservation we must clearly understand what it means to read in the universe what should be done in the lives of men on earth, thereby knowing ourself to be one with the divine in us—as over against debating the needs of the social life in the vein of Adam Smith or Karl Marx. Only one who can visualize this contrast is able to see clearly into the nature of the new impulses demanded by the social life of our time.

[ 24 ] Erst wenn man sich diese Grundlagen schafft, bekommt man die richtige Seelenverfassung für das Hinausgehen der Erkenntnis von der Erde in den Weltenraum; nicht mehr hinaufzuschauen in der Art, wie man es gewöhnlich macht, zu Merkur, Venus, Saturn und so weiter, indem man bloß die abstrakte Rechnerei oder das Spektroskop gebraucht, sondern diejenigen Mittel dann anzuwenden, die in Imagination, Inspiration und Intuition liegen. Da kommt man dann allerdings dazu, schon von der Imagination an, daß die Himmelskörper etwas ganz anderes werden, als wie sie teilweise durch sinnliche Anschauung, teilweise aber auch nur durch Schlüsse sich der heutigen Astronomie darstellen. Dem heutigen Astronomen stellt sich der Mond zum Beispiel als irgendein schon alt gewordener mineralischer Himmelskörper dar, der wie eine Art Spiegel das Sonnenlicht zurückwirft, das dann unter gewissen Verhältnissen auf die Erde fällt. Um die Wirkungen dieses Sonnenlichtes überhaupt kümmert man sich dann nicht gerade sehr viel. Eine Zeitlang hat man die Dinge auf das Wetter angewendet. Allein an die Beziehungen der Mondphasen zum Wetter haben die ganz Gescheiten des 19. Jahrhunderts selbstverständlich nicht geglaubt; die einen kleinen mystischen Anflug in ihrer Seele hatten, wie zum Beispiel Gustav Theodor Fechner, hatten es aber geglaubt. Ich habe schon öfter in unseren Kreisen die Geschichte erzählt, wie an einer Universität zusammen gewirkt haben Schleiden, der große Botaniker des 19. Jahrhunderts, und Gustav Theodor Fechner, und wie Schleiden es selbstverständlich als einen Aberglauben hingestellt hat, daß Fechner sorgfältig statistisch nebeneinandergestellt hat, wieviel Regenwasser die Vollmondtage und wieviel die Neumondtage ergeben. Für den Professor Schleiden war das, was in bezug auf die Mondwirkungen für das Wetter Gustav Theodor Fechner sagte, ein purer Aberglaube. Aber nun trug sich einmal folgendes zu. Die beiden Professoren hatten auch Frauen, und damals war es in Leipzig noch so, daß man für die Wäsche das Regenwasser sammelte; man stellte dazu Fässer auf, in denen man es sammelte. So sammelten natürlich auch die Frau Professor Fechner und ebenso die Frau Professor Schleiden ihr Regenwasser in solchen Fässern. Wenn es mit natürlichen Dingen zugegangen wäre, dann hätte eigentlich die Frau Professor Schleiden sagen müssen: Es ist eine Dummheit, sich darum zu bekümmern, was für einen Einfluß die Mondphasen auf die Menge des Regenwassers haben. — Aber trotzdem es der Herr Professor Schleiden als eine Dummheit bezeichnete, darüber ernste Erwägungen anzustellen, kam die Frau Professor Schleiden in einen furchtbaren Streit mit der Frau Professor Fechner darüber, daß beide Frauen gleichzeitig an der gleichen Stelle ihre Fässer für das Regenwasser aufstellen wollten. Die Frauen wußten aus ihrer Lebenspraxis heraus, was es mit dem Regenwasser auf sich hat, während die Männer auf ihren Kathedern sich ganz anders gebärdeten.

[ 24 ] This foundation alone can induce the right frame of mind for letting our cognition pass from the earth out into cosmic space: instead of abstractly calculating and computing and using a spectroscope, which is the common method when looking up to Mercury, Venus, Saturn, and so on, we thereby employ the means comprised in imagination, inspiration, and intuition. In that way, even when only imagination enters in, the heavenly bodies become something very different from the picture they present to modern astronomy—a picture derived partly from sense observation, partly from deductions. The moon, for example, appears to present-day astronomers as some sort of a superannuated heavenly body of mineral which, like a kind of mirror, reflects the sunlight that then, under certain conditions, falls on the earth. They do not bother very much about any of the effects of this sunlight. For a time these observations were applied to the weather, but the excessively clever people of the 19th Century naturally refused to believe in any relation between the various phases of the moon and the weather. Yet those who, like Gustav Theodor Fechner, harbored something of a mystic tendency in their soul, did believe in it. I have repeatedly told the story in our circles about the great 19th Century botanists Schleiden and Gustav Theodor Fechner, both active at the same university. Schleiden naturally considered it a mere superstition that Fechner should keep careful statistics on the rainfall during the full moon and the new moon periods. What Fechner had to say about the moon's influence on the weather amounted to pure superstition for Schleiden. But then the following episode occurred. The two professors had wives; and in those days it was still customary in Leipzig to collect rainwater for the laundry. Barrels were set up for this purpose; and Frau Professor Fechner and likewise Frau Professor Schleiden caught rainwater in such barrels, like everybody else. Now, the natural thing would have been for Frau Professor Schleiden to say, It is stupid to bother about what sort of an influence the moon phases have on the rainfall. But although Herr Professor Schleiden considered it stupid to take the matter seriously, Frau Professor Schleiden got into a violent dispute with Frau Professor Fechner because both ladies wanted to set up their barrels in the same place at the same time.—the women knew all about rain from practical experience, though the men on their professorial platforms took quite a different standpoint in the matter.

[ 25 ] Mit dem Äußeren des Mondes ist es also so, wie ich es geschildert habe. Aber besonders wenn man von der Imagination zur Inspiration kommt, stellt sich einem gleich der Mond mit seinem geistigen Inhalte dar. Dieser geistige Inhalt des Mondes ist nun nicht bloß etwas, was man im abstrakten Sinne meint, sondern es ist eine wirkliche Mondenbevölkerung, und der Mond stellt sich in der geisteswissenschaftlichen Anschauung einem dar als eine Art Festung im Kosmos. Nach außen werden vom Monde nicht nur die Lichtstrahlen der Sonne, sondern die äußeren Wirkungen des Universums überhaupt auf die Erde zurückgestrahlt. Aber im Inneren des Mondes ist eine abgeschlossene Welt, eine Welt, die man heute nur erreicht, wenn man in einem gewissen Sinne zum Geistigen aufsteigt. Manches an Andeutungen, die sich in älteren Literaturen über die Beziehungen des Mondes zu anderem Wesenhaften im Kosmos finden, können Sie nachlesen und vergleichen mit dem, was jetzt aus der Anthroposophie heraus über das Wesen des Mondes gesagt werden kann.

[ 25 ] The external aspects of the moon are as I have described them; but especially after rising from imagination to inspiration are we confronted with its spiritual content. This content of the moon is not just something to be understood in an abstract sense: it is a real moon population; and looked at in a spiritual-scientific way the moon presents itself as a sort of fortress in the cosmos. From the outside, not only the light-rays of the sun but all the external effects of the universe are reflected by the moon down to the earth; but in the interior of the moon there is a complete world that nowadays can be reached only by ascending, in a certain sense, to the spirit world. In older writings on the relation of the moon to other cosmic beings you can find many a hint of this, and compare it with what can now be said by anthroposophy about the nature of the moon.

[ 26 ] Wir haben öfter gehört, wie man, wenn man in der Erdenentwickelung zurückgeht, zu alten Zeiten kommt, wo die Menschen nicht nur jene instinktive Weisheit gehabt haben, von der ich auch heute schon gesprochen habe, sondern wo sie als Lehrer Wesenheiten hatten, die niemals einen physischen Leib annahmen, höhere geistige Wesenheiten und solche Wesenheiten, die nur einen ätherischen Leib annahmen, deren Unterricht in bezug auf die Menschen darin bestand, daß diese Wesen zu den Menschen nicht sprachen, wie wir heute sprechen, sondern daß sie innerlich den Menschen die Weisheit eingaben, gewissermaßen dem ätherischen Leibe einimpften. Die Menschen wußten, daß diese höheren Wesenheiten da sind, geradeso wie wir wissen, daß irgendein physischer Lehrer oder dergleichen da ist, aber sie wußten auch, daß diese Wesen durchaus in einem Geistdasein um die Menschen herum sind. Auf diesen Unterricht höherer geistiger Wesenheiten führt alles das zurück, was selbst bis in die katholische Kirche hinein anerkannt wird als die Urweisheit der Menschen, jene Urweisheit, die einmal da war, von der selbst die Veden und die hehre Vedantaphilosophie nur schattenhafter Abglanz sind. Jene Urweisheit, die niemals aufgeschrieben ist, war so da, daß sie der Mensch nicht erdachte, sondern daß sie im Menschen erwuchs, denn die Einflüsse der Urlehrer müssen wir uns nicht so vorstellen, daß es ein demonstrierender Unterricht gewesen wäre. Wie wir heute als Kinder die Sprache lernen, nachahmend die älteren Menschen, ohne daß da ein besonderer Unterricht stattfindet, wie wir überhaupt vieles so entwickeln, als wenn es aus unserem Inneren herauswächst, so war in jenen Zeiten ein geheimnisvoller Einfluß der Urlehrer auf diese älteren Menschen vorhanden, nicht ein abstrakter Unterricht, so daß der Mensch sich einfach in einem bestimmten Lebensalter wissend wußte. So wie der Mensch heute in einem bestimmten Lebensalter Zähne bekommt oder geschlechtsreif wird, so ging damals auch das Wissen den Menschen in dieser Weise auf. Mancher Student würde, glaube ich, froh sein, wenn es heute auch noch etwas Derartiges gäbe, daß ihm das Wissen einfach aufginge, ohne daß er sich besonders anzustrengen hätte,

[ 26 ] We have often heard that in olden times men had not only that instinctive wisdom of which I have spoken: they had beings as teachers who never descended into physical bodies—higher beings who occupied etheric bodies only, and whose instruction was imparted to men not by speaking, as we speak today, but by transmitting the wisdom in an inner way, as though inoculating the etheric body with it. People knew of the existence of these higher beings, just as we know that some physical teacher is present; but they also knew that these beings surrounded them in a strictly spiritual state. Everything connected with that “primordial wisdom,” recognized even by the Catholic Church—the primordial wisdom that once was available, and of which even the Vedas and the sublime Vedanta philosophy are but faint reverberations—all this can be traced back to the teaching of these higher spiritual beings. That wisdom, which was never written down, was not thought out by man: it grew in him. We must not think of the influence exerted by those primordial teachers as any sort of demonstrating instruction. Just as today, we learn to speak when we are children by imitating the older people, without any particular instruction—as indeed we develop a great deal as though through inner growth—so the primordial teachers exerted a mysterious influence on people of that ancient time, without any abstract instruction; with the result that at a certain age a man simply knew himself to be knowledgeable. Just as today a child gets his second teeth or reaches puberty at a certain age, so men of old became enlightened in the same way.—Doubtless many a modern college student would be delighted if this sort of thing still happened—if the light of wisdom simply flared up in him without his having to exert himself particularly!

[ 27 ] Aber es war ein ganz anderes Wissen als das heutige. Es war ein Wissen, das organische Kraft im Menschen war, das mit der Wachstumskraft und so weiter zusammenhing. Es war also diese Urweisheit von einem ganz andern Charakter, und das, was da geschah mit Bezug auf diese Urweisheit, kann ich nur durch einen Vergleich darstellen. Denken Sie sich, ich gieße in ein Glas erst irgendeine Flüssigkeit, gebe dann ein Salz hinein. Ich löse das Salz auf, so daß ich eine trübliche Flüssigkeit habe, dann mache ich irgend etwas, daß sich das Salz unten als Bodensatz niederschlägt und oben die Lösungsflüssigkeit übrigbleibt, dann ist die Lösungsflüssigkeit oben reinlicher, heller, und unten ist der Bodensatz dichter. Wenn ich nun das, was die Menschen durchwoben hat während der Zeit der alten Urweisheit, schildern will, so ist es so gemischt aus dem geistig ganz Reinen und dem physisch Animalischen. Wenn wir heute denken, so glauben wir, daß diese abstrakten Gedanken so, ohne irgend etwas zu sein in uns, walten und weben, und daß wiederum etwas für sich zum Beispiel das Atmen und die Blutzirkulation ist. Aber das war für den Urmenschen in den früheren Erdenzeiten alles eines: er mußte atmen, und sein Blut zirkulierte in ihm, und er wollte in der Blutzirkulation. Dann zog sich das Denken des Menschen mehr nach dem Kopfe herauf und wurde reinlicher, wie in dem Glase die dünner gewordene Flüssigkeit oben, und unten bildete sich sozusagen der Bodensatz.

[ 27 ] What a very different wisdom that was from anything we have today! It was an organic force in man, related to growth, and other forces. It was simply wisdom of an entirely different nature, and what took place in connection with it I can best explain by a comparison. Suppose I pour some sort of liquid into a glass and then add salt. When the salt is dissolved it leaves the liquid cloudy. Then I add an ingredient that will precipitate the salt, leaving the liquid purer, clearer, while the sediment is denser. Very well: if I want to describe what permeated men during the period of primordial wisdom, I must say it is a mixture of what is spiritually wholly pure and of a physical animalistic element. What nowadays we think, we imagine our abstract thoughts simply as functioning and holding sway without having any being in us: or again, breathing and the circulation seem like something by themselves, apart. But for primeval man in earlier earth epochs, that was all one: it was simply a case of his having to breathe and of his blood circulating in him; and it was in his circulation that he willed.—Then came the time when human thinking moved higher up toward the head and became purer, like the liquid in the glass, while the sediment, as we may call it, formed below.

[ 28 ] Das war zu der Zeit, als sich die Urlehrer immer mehr und mehr zurückzogen von der Erde, als diese Urweisheit nicht mehr in dieser alten Art gegeben wurde. Und wohin zogen sich diese Urlehrer zurück? Wir finden sie in dieser Mondenfestung wieder! Dadrinnen sind sie und führen ihr weiteres Dasein. Und auf der Erde blieb der Bodensatz zurück, nämlich die jetzige Art der Fortpflanzungskräfte. Diese Fortpflanzungskräfte waren noch nicht in der heutigen Form da, als die Urweisheit auf der Erde vorhanden war, sie sind erst so geworden, gewissermaßen als der Bodensatz. Ich will nicht sagen, daß sie etwas Schlechtes sind, aber es ist in diesem Zusammenhange der Bodensatz. Und das, was oben gewissermaßen die Lösungsflüssigkeit ist, ist heute unsere abstrakte Weisheit. So daß wir da sehen, wie mit der Entwickelung der Menschheit auf der einen Seite das mehr Geistige, im abstrakten Sinne, heraufkommt, und wie auf der andern Seite die gröberen animalischen Dinge als Bodensatz sich ergeben. Auf diese Weise bekommt man nach und nach eine Vorstellung von dem geistigen Inhalt des Mondes. Solch eine Wissenschaft war aber — dazumal hatte sie einen mehr prophetischen Charakter — in dem instinktiven Hellsehen der Menschen schon vorhanden.

[ 28 ] This occurred when the primordial teachers withdrew more and more from the earth, when this primal wisdom was no longer imparted in the old way. And whither did these primordial teachers withdraw? We find them again in the moon fortress I spoke of. That is where they are and where they continue to have their being. And what remained on earth was the sediment—meaning the present nature of the forces of propagation. These forces did not exist in their present form at the time when primordial wisdom held sway on earth: they gradually became that way—a sort of sediment. I am not implying that they are anything reprehensible, merely that in this connection they are the sediment. And our present abstract wisdom is what corresponds up above to the solvent liquid. This shows us that the development of humanity has brought about on the one hand the more spiritual features in the abstract sense, and on the other, the coarser animalistic qualities as a sediment.—Reflections of this sort will gradually evoke a conception of the spiritual content of the moon; but it must be remembered that this kind of science, which formerly was rather of a prophetic nature, was inherent in men's instinctive clairvoyance.

[ 29 ] Geradeso wie man vom Monde in dieser Art spricht, indem man, ich möchte sagen, auf seine Bevölkerung, auf sein Geistiges hinweist, so kann man auch vom Saturn sprechen. Lernt man durch geisteswissenschaftliche Anstrengung den Saturn kennen, was sich auch schon der Imagination ein wenig, aber nicht viel, mehr aber der Inspiration und Intuition ergibt, so ergibt sich dadurch, daß man sich immer mehr und mehr so vertieft in das Weltenall, daß man verfolgt den sinnlichen Wahrnehmungsprozeß. Der Mensch erlebt diesen sinnlichen Wahrnehmungsprozeß, er sieht irgendein Ding, fühlt dann an dem Ding das Rot. Das ist noch etwas ganz anderes, als wenn man durch die angegebenen Methoden, die Sie in meinen Büchern beschrieben finden, aus dem physischen Leibe herauskommt und dann anschauen kann, wie ein äußerer Gegenstand auf den menschlichen physischen Organismus wirkt, wie da, von innen aufsteigend, die Ätherkräfte dasjenige erfassen, was als physischer Vorgang, als physisch-chemischer Vorgang zum Beispiel im Auge beim Wahrnehmungsprozeß sich abspielt. Ich möchte sagen, das gewöhnliche SichExponieren der Welt in der Wahrnehmung, auch in der wissenschaftlichen Beobachtung, es rührt nicht sehr den Menschen. Wenn man aber auf diese Weise aus sich heraustritt und dann sich vor sich hat in seinem ätherischen Leibe, mit dem Astralischen vielleicht noch, und dann nachträglich sieht, wie ein solcher sinnlicher Wahrnehmungsoder Erkenntnisvorgang zustande gekommen ist, trotzdem man als geistiges Wesen aus seinem Physisch-Sinnlichen herausgetreten ist, dann fühlt man einen mächtigen, einen intensiven Vorgang in seiner Geistigkeit: Was man da erlebt, ist ein wirkliches Entrücktsein. Die Welt wird groß. Und was man sonst gewohnt ist, nur im äußeren Umkreis zu sehen, den Tierkreis in seinen äußeren Sternbilderoffenbarungen, das entsteht als etwas, was von innen aufsteigt. Wer da etwa sagen würde: In dem, der so spricht, steigen Reminiszenzen auf-, der kennt den betreffenden Vorgang nicht. Denn das, was da aufsteigt, sind wahrhaftig keine Reminiszenzen, sondern das sind mächtige, von Intuitionen durchzogene Imaginationen, und man beginnt dann das, was man sonst nur von außen gesehen hat, jetzt von innen zu sehen. Man wird als Mensch in die ganzen Geheimnisse des Tierkreises verwoben. Und aus dem Inneren des Universums, wenn man den günstigen Augenblick erfaßt, kann einem dann auch innerlich zum Beispiel das Saturngeheimnis aufleuchten in seinem Vorübergange über die Tierkreisbilder. Das Lesen im Kosmos besteht darin, daß man die Methoden findet, aus den innerlich gesehenen Himmelskörpern in ihrem Vorbeigang an den Tierkreisbildern zu lesen. Das, was einem der einzelne Planet sagt, gibt einem die Vokale der Weltenschrift. Und was sich um die Vokale herumgestaltet, wenn die Planeten vorüberziehen an den Tierkreisbildern, das gibt die Konsonanten, wenn ich mich vergleichsweise ausdrücken darf. Man lernt tatsächlich das Wesen des Planetarischen kennen, wenn man so von innen heraus sich eine Anschauung von demjenigen erobert, was man sonst nur in seiner Außenseite schaut.

[ 29 ] Just as we can speak about the moon in this way—that is, about what I may call its population, its spiritual aspect—so we can adopt the same course in the case of Saturn. When by spiritual-scientific effort, we learn to know Saturn—a little is disclosed through imagination, but far more through inspiration and intuition—we delve ever deeper into the universe, and we find that we are tracing the process of sense perception. We experience this physical process; we see something, and then feel the red of it. That is something very different from withdrawing from the physical body, according to the methods you will find described in my books, and then being able to observe the effects of an outer object on the human physical organism; to observe how the ether forces, rising from within, seize on the physico-chemical process that takes place, for example, in the eye during optical perception. In reality, the act of exposing ourself in the ordinary way to the world in perception, even in scientific observation, does not affect us very deeply. But when a man steps out of himself in this way and confronts himself in the etheric body and possibly in the astral as well, and then sees ex postfacto how such a sense-process of perception or cognition came about—even though his spiritual nature had left his physical sense-nature—then he indeed feels a mighty, intensive process taking place in his spirituality. What he then experiences is real ecstasy. The world becomes immense; and what he is accustomed to seeing only in his outer circle of vision, namely, the zodiac and its external display of constellations, becomes something that arises from within him. If someone were to object that what thus arises might be mere recollections, this would only prove that he does not know the event in question; for what arises there are truly not recollections but mighty imaginations transfused by intuitions: here we begin to behold from within what we had previously seen only from without. As human beings we become interwoven with all the mysteries of the zodiac; and if we seize the favorable moment there may flash before us, out of the inner universe, the secret of Saturn, for example, in its passage across the zodiac. Reading in the cosmos, you see, consists in finding the methods for reading out of the inwardly seen heavenly bodies as they pass through the zodiac. What the individual planet tells us provides the vowels of the world-script; and all that forms around the vowels when the planets pass the zodiacal constellations gives us the consonants, if I may use this comparison. By obtaining an inner view of what we ordinarily observe only from the outside we really learn to know the essence of what pertains to the planets.

[ 30 ] Das ist der Weg, um zum Beispiel den Saturn nach seiner wahren inneren Wesenheit kennenzulernen. Da ergibt sich einem dann: Da ist seine Bevölkerung, sie ist die Gedächtnisbewahrerin unseres Planetensystems. Alles, was in unserem Planetensystem seit Urzeiten geschehen ist, bewahren wie in einem mächtigen kosmischen Gedächtnis die Saturngeister. Wer daher studieren will, was der geschichtliche, der große kosmisch-geschichtliche Verlauf unseres Planetensystems ist, darf wahrlich nicht darüber spekulieren, wie es Kant und Laplace gemacht haben, daß da einmal ein Urnebel war, der sich verdichtete und in spiralige Bewegung gekommen ist, von dem dann die Planeten sich abspalteten und die Sonne in der Mitte blieb, um die nun die Planeten kreisen. Ich habe schon öfter darüber gesprochen und gesagt: Es ist schön, wenn man den Kindern das Experiment vormacht, bei welchem man einen in einer Flüssigkeit schwimmenden Öltropfen hat, durch ein Kartenblatt von oben eine Nadel durchsteckt, nun den Öltropfen in eine drehende Bewegung bringt, so daß kleinere Öltropfen sich von ihm loslösen. Es mag sonst gut sein im Leben, wenn man sich vergißt. Aber man darf in einem solchen Falle nicht vergessen, was man im Experiment selbst macht, daß man nämlich selbst erst den Öltropfen in die drehende Bewegung gebracht hat. Und man müßte dementsprechend bei der Kant-Laplaceschen Theorie den Drehenden nicht vergessen, müßte ihn ins Weltenall hinausversetzen, sich dort einen großen, mächtigen «Herrn Lehrer» denken, der da die Stecknadel dreht. Dann hätte man wahr und ehrlich gesprochen. So aber, wie die Wissenschaft heute von diesen Dingen spricht, so spricht sie eben nicht ehrlich.

[ 30 ] That is the way to become acquainted with Saturn, for example, in its true inner being. We see its population, which is the guardian of our planetary system's memory; everything that has ever occurred in our planetary system since the beginning of time is preserved by the spirits of Saturn as in a mighty cosmic memory. So if anyone wants to study the great cosmic-historical course of our planetary system, surely he should not speculate about it, as did Kant and Laplace who concluded that once there was a primordial mist that condensed and got into a spiral motion from which the planets split off and circled around the sun, which remained in the middle. I have spoken of this repeatedly and remarked how nice it is to perform this experiment for children: you have a drop of oil floating on some liquid; above the liquid you have a piece of cardboard through which you stick a pin, and you now rotate the drop of oil by twirling the pin, with the result that smaller drops of oil split off. Now, it may be a good thing in life to forget oneself; but in a case like this we should not forget what we ourselves are doing in the experiment, namely, setting the drop of oil in motion. And by the same token, we should not forget the twirler in the Kant-Laplace theory: we would have to station him out in the universe and think of him as some great and mighty school teacher twirling the pin. Then the picture would have been true and honest; but modern science is simply not honest when dealing with such things.

[ 31 ] Ich schilderte Ihnen, wie man dazu kommt, in Wirklichkeit zu sehen, was in den Planeten, was in den Himmelsgebilden überhaupt lebt. Am Saturn muß man studieren, wie das Planetensystem in seinem kosmisch-historischen Werden beschaffen ist. Eine geistige Wissenschaft also kann erst wiederum dasjenige in der menschlichen Seelenverfassung geben, was dem Menschen wie eine kosmische Erfahrung vorkommen kann. Wir sprechen heute eigentlich nur von irdischen Erfahrungen. Kosmische Erfahrung führt uns hinaus zu einem Miterleben des Kosmos. Und erst wenn wir den Kosmos so miterleben, dann werden wir wiederum einen vergeistigten, spirituellen Instinkt dafür bekommen, was der Jahreslauf ist, in den wir mit unserem organischen und mit unserem sozialen Leben hineinverwoben sind. Wir werden einen Instinkt dafür bekommen, wie doch die Erde in einem ganz andern Verhältnis zum Kosmos steht im Frühling zum Sommer hin, und wiederum in einem andern Verhältnisse steht vom Sommer zum Herbst in den Winter hinein. Dann werden wir einen Sinn bekommen, wie das Leben auf der Erde anders dahinfließt, wenn der Frühling mit seinem Sprießenden und Sprossenden da ist, und wie es anders verläuft, wenn der Herbst mit seinem Ertötenden in der Natur da ist. Wir werden einen Sinn bekommen für den Unterschied des aufwachenden Naturlebens im Frühling von dem schlafenden Naturdasein im Herbst. Dadurch wird der Mensch wiederum reif werden, sich mit seinen Festen, die eine soziale Bedeutung haben können, in den Naturlauf so hineinzustellen, wie ihn die Naturkräfte durch seine physische Organisation hineinstellen in seinen Atmungsablauf und seine Blutzirkulation.

[ 31 ] I am describing to you how one really arrives at seeing what lives in the planets and in the heavenly bodies in general. By means of Saturn we must study the constitution of the planetary system in its cosmic-historical evolution. Only a science that is spiritual can offer the human soul anything that can seem like a cosmic experience. Nowadays we really think only of earthly experiences. Cosmic experience leads us out to participation in the cosmos; and only by co-experiencing the cosmos in this way will we once more achieve a spiritualized instinct for the meaning of the seasons with which our organic life as well as our social life is interwoven—an instinct for the very different relation in which the earth stands to the cosmos while on its way from spring to summer, and again from summer through autumn into winter. We will learn to sense how differently life on earth flows along in the burgeoning spring than when the autumn brings the death of nature; we will feel the contrast between the awakening life in nature during spring and its sleeping state in the fall. In this way man will again be able to conform with the course of nature, celebrating festivals that have social significance, in the same way that the forces of nature, through his physical organization, make him one with his breathing and circulation.

[ 32 ] Schauen wir auf das hin, was innerhalb unserer Haut ist, so leben wir da in Atmung und Blutzirkulation. Was wir da sind, das sind wir als physische Menschen, gehören mit dem, was da in uns vorgeht, dem Weltenlauf an. Da leben wir aber nach außen ebenso hineinverwoben in das äußere Naturdasein, wie wir nach innen verwoben sind in unsere Atmung und unsere Blutzirkulation. Und was ist denn der Mensch in Wahrheit in seinem Bewußtsein? Ja, er ist eigentlich ein Regenwurm, aber noch dazu ein solcher Regenwurm, für den es nie regnet. Es ist so schön, wenn man in gewissen Gegenden geht, wo es viel regnet, da kommen dann die Regenwürmer heraus, und man muß sich dann in acht nehmen, was man ja tut, wenn man ein Tier liebt, daß man sie nicht zertritt. Und man denkt sich dann, die armen Kerle müssen immer da unten sein, nur beim Regen kommen sie einmal aus der Erde heraus, und wenn es nicht regnet, dann bleiben sie unten. Aber ein solcher Regenwurm ist der heutige materialistische Mensch, nur einer, für den es nie regnet. Denn wenn wir den Vergleich festhalten wollen, müßte für ihn der Regen in dem Hereinglänzen der geistigen Erkenntnis bestehen, denn sonst wurmt er immer da unten herum, wo es nie Licht wird. Diese Regenwurmnatur muß die Menschheit heute überwinden. Sie muß aus ihr heraus, muß an das Licht, an das Geisteslicht des Tages. Und der Ruf nach dem Michael-Fest ist der Ruf nach dem Geisteslicht des Tages.

[ 32 ] If we consider what is inside our skin we find that we live there in our breathing and in our circulation. What we are there we are as physical men; in respect of what goes on in us we belong to cosmic life. Outwardly we live as closely interwoven with outer nature as we do inwardly with our breathing and circulation. And what is man really in respect of his consciousness? Well, he is really an earthworm—and worse: an earthworm for whom it never rains! In certain localities where there is a great deal of rain, it is so pleasant to see the worms coming out of the ground—we must careful not to tread on them, as will everyone be who loves animals. And then we reflect: Those poor little chaps are down there underground all the time and only come out when it rains; but if it does not rain, they have to stay below. Now, the materialist of today is just such an earthworm—but one for whom it never rains; for if we continue with the simile, the rain would consist of the radiant shining into him of spiritual enlightenment, otherwise he would always be crawling about down there where there is no light. Today humanity must overcome this earthworm nature; it must emerge, must get into the light, into the spiritual light of day. And the call for a Michael Festival is the call for the spiritual light of day.

[ 33 ] Auf das wollte ich Sie hinweisen, bevor ich über die Dinge sprechen kann, die ein Michael-Fest als ein besonders bedeutungsvolles, auch sozial bedeutungsvolles Fest inaugurieren können.

[ 33 ] That is what I wanted to point out to you before I can speak of the things that can inaugurate a Michael Festival as a festival of especial significance—significant socially as well.