Human Nature, Human Destiny
and World Development
GA 226
17 May 1921, Oslo
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Menschenwesen Menschenschicksal und Welt-Entwickelung
Zweiter Vortrag
Zweiter Vortrag
[ 1 ] Gestern habe ich versucht, ein Bild von den Zuständen zu geben, die der Mensch durchlebt, indem er durch die Pforte des Todes durchgeht und in der geistigen Welt ankommt. Wir wollen uns noch einmal kurz die wesentlichsten Etappen vor die Seele rufen. Zunächst erlebt der Mensch, nachdem er unmittelbar durch die Pforte des Todes hindurchgegangen ist, das Fortgehen seiner Vorstellungswelt. Die Vorstellungen, die Denkkräfte, werden gegenständlich, werden wie wirksame Kräfte, die in die Welt hinaus sich verbreiten, so daß der Mensch von sich fortgehen fühlt zunächst alles dasjenige, was er an Erlebnissen bewußt durchgemacht hat im Erdenleben zwischen Geburt und Tod. Aber während — und das ist etwas, was in wenigen Tagen verläuft — das gedankenmäßig erlebte Erdenleben sich vom Menschen in den weiten Kosmos hinaus entfernt, erhebt sich aus dem Inneren heraus ein Bewußtsein von alledem, was der Mensch in den Schlafzuständen während des Erdenlebens unbewußt durchgemacht hat. Und das gestaltet sich so, daß der Mensch nunmehr zurückgehend in einem Drittel der Zeit sein Erdenleben erlebt.
[ 1 ] Gestern habe ich versucht, ein Bild von den Zuständen zu geben, die der Mensch durchlebt, indem er durch die Pforte des Todes durchgeht und in der geistigen Welt ankommt. Wir wollen uns noch einmal kurz die wesentlichsten Etappen vor die Seele rufen. Zunächst erlebt der Mensch, nachdem er unmittelbar durch die Pforte des Todes hindurchgegangen ist, das Fortgehen seiner Vorstellungswelt. Die Vorstellungen, die Denkkräfte, werden gegenständlich, werden wie wirksame Kräfte, die in die Welt hinaus sich verbreiten, so daß der Mensch von sich fortgehen fühlt zunächst alles dasjenige, was er an Erlebnissen bewußt durchgemacht hat im Erdenleben zwischen Geburt und Tod. Aber während — und das ist etwas, was in wenigen Tagen verläuft — das gedankenmäßig erlebte Erdenleben sich vom Menschen in den weiten Kosmos hinaus entfernt, erhebt sich aus dem Inneren heraus ein Bewußtsein von alledem, was der Mensch in den Schlafzuständen während des Erdenlebens unbewußt durchgemacht hat. Und das gestaltet sich so, daß der Mensch nunmehr zurückgehend in einem Drittel der Zeit sein Erdenleben erlebt.
[ 2 ] Während dieser Zeit ist der Mensch eigentlich sehr stark mit sich selbst beschäftigt. Man könnte sagen: Der Mensch hängt während dieser Zeit durchaus noch intensiv mit seinen eigenen Angelegenheiten des Erdenlebens zusammen. Er ist ganz verwoben mit demjenigen, was er, sagen wir während der verschiedenen Nächte, also in seinen Schlafzuständen durchgemacht hat.
[ 2 ] Während dieser Zeit ist der Mensch eigentlich sehr stark mit sich selbst beschäftigt. Man könnte sagen: Der Mensch hängt während dieser Zeit durchaus noch intensiv mit seinen eigenen Angelegenheiten des Erdenlebens zusammen. Er ist ganz verwoben mit demjenigen, was er, sagen wir während der verschiedenen Nächte, also in seinen Schlafzuständen durchgemacht hat.
[ 3 ] Sie können ermessen, wie da der Mensch, da er eigentlich immer seine nächtlichen Erlebnisse durchmacht, auf sich selbst zurückgewiesen ist. Beachten Sie nur das einzige, was während des Erdenlebens aus den Schlafzuständen heraufspielt, die Träume. Diese Träume sind das allerwenigste von dem, was der Mensch im Schlafe erlebt. Aber das andere bleibt eben unbewußt. Die Träume nur spielen bewußt herauf. Aber diese Träume, so interessant, so mannigfaltig, von so buntem Farbenreichtum sie auch sind, man muß doch sagen, sie stellen etwas dar, womit der Mensch ganz allein auf sich angewiesen ist. Denken Sie nur einmal, wenn eine Anzahl von Menschen in demselben Raume schläft, so kann doch jeder seine eigenen Träume haben. Und wenn die Menschen dann sich ihre Träume erzählen, Menschen, die in demselben Raume geschlafen haben, so werden sie sich etwas erzählen, wie wenn sie in ganz verschiedenen Welten gewesen wären. Der Mensch ist während des Schlafes ganz mit sich allein; er hat seine eigene Welt im Schlafe. Und erst dadurch, daß wir unseren Willen in unseren Organismus einschalten, haben wir dieselbe Welt in demselben Raum mit den andern Menschen zusammen. Würden wir immer schlafen, so hätten wir jeder unsere eigene Welt.
[ 3 ] Sie können ermessen, wie da der Mensch, da er eigentlich immer seine nächtlichen Erlebnisse durchmacht, auf sich selbst zurückgewiesen ist. Beachten Sie nur das einzige, was während des Erdenlebens aus den Schlafzuständen heraufspielt, die Träume. Diese Träume sind das allerwenigste von dem, was der Mensch im Schlafe erlebt. Aber das andere bleibt eben unbewußt. Die Träume nur spielen bewußt herauf. Aber diese Träume, so interessant, so mannigfaltig, von so buntem Farbenreichtum sie auch sind, man muß doch sagen, sie stellen etwas dar, womit der Mensch ganz allein auf sich angewiesen ist. Denken Sie nur einmal, wenn eine Anzahl von Menschen in demselben Raume schläft, so kann doch jeder seine eigenen Träume haben. Und wenn die Menschen dann sich ihre Träume erzählen, Menschen, die in demselben Raume geschlafen haben, so werden sie sich etwas erzählen, wie wenn sie in ganz verschiedenen Welten gewesen wären. Der Mensch ist während des Schlafes ganz mit sich allein; er hat seine eigene Welt im Schlafe. Und erst dadurch, daß wir unseren Willen in unseren Organismus einschalten, haben wir dieselbe Welt in demselben Raum mit den andern Menschen zusammen. Würden wir immer schlafen, so hätten wir jeder unsere eigene Welt.
[ 4 ] Aber diese eigene Welt, die wir jede Nacht zwischen dem Einschlafen und Aufwachen durchleben, ist die Welt, die wir in einer Zeit, die ein Drittel unseres Lebenslaufes umfaßt, rückwärts in den Jahren nach dem Tode durchleben. Allerdings, wenn wir nichts weiter hätten als diese Welt, so wären wir durch zwei oder drei Jahrzehnte, wenn wir alte Leute geworden sind, nach dem Tode ganz allein mit uns selbst beschäftigt. Das ist aber nicht der Fall. Wir hängen durch dasjenige, was wir da als unsere eigenen Angelegenheiten durchmachen, doch mit der ganzen Welt zusammen, weil in diese Welt, die wir jeder für sich durchmachen, die Verhältnisse zu ja zahlreichen andern Menschen hereinspielen, zu all denjenigen Menschen, mit denen wir im Leben irgendwie zusammengekommen sind.
[ 4 ] Aber diese eigene Welt, die wir jede Nacht zwischen dem Einschlafen und Aufwachen durchleben, ist die Welt, die wir in einer Zeit, die ein Drittel unseres Lebenslaufes umfaßt, rückwärts in den Jahren nach dem Tode durchleben. Allerdings, wenn wir nichts weiter hätten als diese Welt, so wären wir durch zwei oder drei Jahrzehnte, wenn wir alte Leute geworden sind, nach dem Tode ganz allein mit uns selbst beschäftigt. Das ist aber nicht der Fall. Wir hängen durch dasjenige, was wir da als unsere eigenen Angelegenheiten durchmachen, doch mit der ganzen Welt zusammen, weil in diese Welt, die wir jeder für sich durchmachen, die Verhältnisse zu ja zahlreichen andern Menschen hereinspielen, zu all denjenigen Menschen, mit denen wir im Leben irgendwie zusammengekommen sind.
[ 5 ] Und so kommt es, weil wir von diesem Zustande in der Seelenwelt nach dem Tode herunterschauen auch auf alles dasjenige, was Menschen hier auf Erden durchleben, mit denen wir irgendwie in Beziehung gestanden haben, daß wir mit ihnen durchleben dasjenige, was sich auf der Erdenwelt abspielt. Man kann daher, wenn man versucht, mit den Mitteln, welche die Geisteswissenschaft nach dieser Richtung zur Verfügung stellt, an Verstorbene heranzukommen — das kann man —, schon durchaus wahrnehmen, wie diese Verstorbenen gleich vom Anfange ihres Todeserlebnisses an intensiv durch die andern Menschen, mit denen sie hier auf Erden gelebt haben und die noch auf Erden da sind, alle Erdenereignisse doch miterleben können. Und so kann man finden, daß Menschen, je nachdem sie diese oder jene Interessen gehabt haben, die sie mit Menschen gemeinsam besprochen haben, die sie mit Menschen gemeinsam in einem Schicksal durchlebt haben, mit all diesen Erdeninteressen verbunden bleiben, sich interessieren für diese Erdeninteressen, ja sogar, weil der physische Leib kein Hindernis mehr bildet, über diese Erdenerlebnisse ein viel lichtvolleres Urteil haben als die Erdenmenschen. Und man kann schon dadurch, daß man ein Verhältnis gewinnt, ein bewußtes Verhältnis zu den Toten, aus dem Urteile der Toten auch über Erdenverhältnisse außerordentlich viel Lichtvolles gewinnen.
[ 5 ] Und so kommt es, weil wir von diesem Zustande in der Seelenwelt nach dem Tode herunterschauen auch auf alles dasjenige, was Menschen hier auf Erden durchleben, mit denen wir irgendwie in Beziehung gestanden haben, daß wir mit ihnen durchleben dasjenige, was sich auf der Erdenwelt abspielt. Man kann daher, wenn man versucht, mit den Mitteln, welche die Geisteswissenschaft nach dieser Richtung zur Verfügung stellt, an Verstorbene heranzukommen — das kann man —, schon durchaus wahrnehmen, wie diese Verstorbenen gleich vom Anfange ihres Todeserlebnisses an intensiv durch die andern Menschen, mit denen sie hier auf Erden gelebt haben und die noch auf Erden da sind, alle Erdenereignisse doch miterleben können. Und so kann man finden, daß Menschen, je nachdem sie diese oder jene Interessen gehabt haben, die sie mit Menschen gemeinsam besprochen haben, die sie mit Menschen gemeinsam in einem Schicksal durchlebt haben, mit all diesen Erdeninteressen verbunden bleiben, sich interessieren für diese Erdeninteressen, ja sogar, weil der physische Leib kein Hindernis mehr bildet, über diese Erdenerlebnisse ein viel lichtvolleres Urteil haben als die Erdenmenschen. Und man kann schon dadurch, daß man ein Verhältnis gewinnt, ein bewußtes Verhältnis zu den Toten, aus dem Urteile der Toten auch über Erdenverhältnisse außerordentlich viel Lichtvolles gewinnen.
[ 6 ] Aber noch etwas anderes kommt dabei in Betracht. Man kann sehen, wie innerhalb der Erdenverhältnisse doch wieder gewisse Dinge da sind, die sich in die geistige Welt hinein erhalten, wie also in unsere irdischen Erlebnisse gewissermaßen ein Ewiges hineingemischt ist. Es klingt fast, ich möchte sagen absonderlich, wenn man Schilderungen von dieser Welt gibt. Allein, ich denke, hier spreche ich zumeist zu langjährigen Anthroposophen, und ich darf daher über diese Dinge unbefangen sprechen. Heute noch diese Dinge etwa in der Öffentlichkeit zu besprechen, wäre natürlich ganz deplaciert. Man kann, wenn man die Wege aufsucht, um sich mit Toten zu verständigen, sogar die Möglichkeit finden, in Erdenworten sich mit den Toten zu verständigen, Fragen an sie zu stellen, Antworten zu bekommen. Da zeigt sich das Eigentümliche, daß die Toten zuerst die Fähigkeit verlieren, Substantive in ihrer Sprache zu gebrauchen, während die Verben noch lange im Gebrauche der Toten sind. Und insbesondere sprechen sich die Toten gern durch Empfindungsworte aus, durch all dasjenige, was mit dem Gefühl und dem Gemüte zusammenhängt. Ein Ach!, ein Oh! als Ausdruck der Verwunderung, als Ausdruck des Überraschtseins und dergleichen, ist dasjenige, was vielfach von den Toten in ihrer Sprache geübt wird. Man muß gewissermaßen auch die Sprache der Toten erst erlernen.
[ 6 ] Aber noch etwas anderes kommt dabei in Betracht. Man kann sehen, wie innerhalb der Erdenverhältnisse doch wieder gewisse Dinge da sind, die sich in die geistige Welt hinein erhalten, wie also in unsere irdischen Erlebnisse gewissermaßen ein Ewiges hineingemischt ist. Es klingt fast, ich möchte sagen absonderlich, wenn man Schilderungen von dieser Welt gibt. Allein, ich denke, hier spreche ich zumeist zu langjährigen Anthroposophen, und ich darf daher über diese Dinge unbefangen sprechen. Heute noch diese Dinge etwa in der Öffentlichkeit zu besprechen, wäre natürlich ganz deplaciert. Man kann, wenn man die Wege aufsucht, um sich mit Toten zu verständigen, sogar die Möglichkeit finden, in Erdenworten sich mit den Toten zu verständigen, Fragen an sie zu stellen, Antworten zu bekommen. Da zeigt sich das Eigentümliche, daß die Toten zuerst die Fähigkeit verlieren, Substantive in ihrer Sprache zu gebrauchen, während die Verben noch lange im Gebrauche der Toten sind. Und insbesondere sprechen sich die Toten gern durch Empfindungsworte aus, durch all dasjenige, was mit dem Gefühl und dem Gemüte zusammenhängt. Ein Ach!, ein Oh! als Ausdruck der Verwunderung, als Ausdruck des Überraschtseins und dergleichen, ist dasjenige, was vielfach von den Toten in ihrer Sprache geübt wird. Man muß gewissermaßen auch die Sprache der Toten erst erlernen.
[ 7 ] Wie sich die Spiritisten das vorstellen, ist das nicht, denn die stellen sich vor, daß sie durch das Medium in der ganz gewöhnlichen irdischen Sprache von den Toten Mitteilungen bekommen können. Man kann es schon der Art ansehen, wie diese Mitteilungen sind, daß es sich da um unterbewußte Zustände der Lebenden handelt, nicht um wirkliche direkte Mitteilungen der Toten bei den Medien. Denn aus der gewöhnlichen Menschensprache wachsen die Toten immer mehr und mehr heraus, und nach Jahren kann man sich mit den Toten überhaupt nurmehr verständigen, wenn man gewissermaßen ihre Sprache sich angeeignet hat, die zumeist darinnen liegt, daß man in einfachen symbolischen Zeichnungen dasjenige andeutet, was man ausdrücken will, und dann auch wiederum in solchen symbolischen Formen, die man natürlich schattenhaft erhält, die Antwort bekommt.
[ 7 ] Wie sich die Spiritisten das vorstellen, ist das nicht, denn die stellen sich vor, daß sie durch das Medium in der ganz gewöhnlichen irdischen Sprache von den Toten Mitteilungen bekommen können. Man kann es schon der Art ansehen, wie diese Mitteilungen sind, daß es sich da um unterbewußte Zustände der Lebenden handelt, nicht um wirkliche direkte Mitteilungen der Toten bei den Medien. Denn aus der gewöhnlichen Menschensprache wachsen die Toten immer mehr und mehr heraus, und nach Jahren kann man sich mit den Toten überhaupt nurmehr verständigen, wenn man gewissermaßen ihre Sprache sich angeeignet hat, die zumeist darinnen liegt, daß man in einfachen symbolischen Zeichnungen dasjenige andeutet, was man ausdrücken will, und dann auch wiederum in solchen symbolischen Formen, die man natürlich schattenhaft erhält, die Antwort bekommt.
[ 8 ] Ich schildere Ihnen dies aus dem Grunde, weil ich Ihnen dadurch andeuten will, daß der Tote, trotzdem er eigentlich in dem Elemente lebt, welches dasjenige des Schlafes ist, trotzdem weite Interessen hat und die Welt schon überschaut. Aber wir können ihm dabei außerordentlich zu Hilfe kommen. Und es ist zum Beispiel ein wesentliches Zuhilfekommen den Toten gegenüber, wenn wir in aller Lebendigkeit an sie denken, wenn wir namentlich solche Gedanken den Toten schicken, welche in einer recht anschaulichen Form dasjenige darstellen, was wir mit den Toten erlebt haben. Abstrakte Vorstellungen verstehen die Toten nicht. Wenn ich aber den Gedanken fasse: Da war die Straße zwischen Kristiania und einem Nachbarort; da gingen wir. Der andere Mensch, der jetzt gestorben ist, der ging neben mir. Ich höre noch heute, wie er dazumal sprach. Den Klang seiner Stimme höre ich. Ich versuche mir zu vergegenwärtigen, was er für Bewegungen mit den Armen machte, was er für Bewegungen mit dem Kopfe machte. — Wenn man sich das so ganz gegenständlich lebhaft vorstellt, was man mit dem Toten zusammen erlebt hat, und dann diese Gedanken zu dem Toten hinschickt, den man sich in einem geläufigen Bilde vor die Seele rückt, dann schwebt oder strömt gewissermaßen ein solcher Gedanke zu dem Toten hin. Und der Tote empfindet das wie ein Fenster, durch das er in die Welt hereinblickt. Dem Toten geht nicht nur das, was wir an ihn als Gedanken richten, dabei auf, sondern eine ganze Welt geht ihm dabei auf. Es ist wie ein Fenster, durch das er in unsere Welt hereinblickt.
[ 8 ] Ich schildere Ihnen dies aus dem Grunde, weil ich Ihnen dadurch andeuten will, daß der Tote, trotzdem er eigentlich in dem Elemente lebt, welches dasjenige des Schlafes ist, trotzdem weite Interessen hat und die Welt schon überschaut. Aber wir können ihm dabei außerordentlich zu Hilfe kommen. Und es ist zum Beispiel ein wesentliches Zuhilfekommen den Toten gegenüber, wenn wir in aller Lebendigkeit an sie denken, wenn wir namentlich solche Gedanken den Toten schicken, welche in einer recht anschaulichen Form dasjenige darstellen, was wir mit den Toten erlebt haben. Abstrakte Vorstellungen verstehen die Toten nicht. Wenn ich aber den Gedanken fasse: Da war die Straße zwischen Kristiania und einem Nachbarort; da gingen wir. Der andere Mensch, der jetzt gestorben ist, der ging neben mir. Ich höre noch heute, wie er dazumal sprach. Den Klang seiner Stimme höre ich. Ich versuche mir zu vergegenwärtigen, was er für Bewegungen mit den Armen machte, was er für Bewegungen mit dem Kopfe machte. — Wenn man sich das so ganz gegenständlich lebhaft vorstellt, was man mit dem Toten zusammen erlebt hat, und dann diese Gedanken zu dem Toten hinschickt, den man sich in einem geläufigen Bilde vor die Seele rückt, dann schwebt oder strömt gewissermaßen ein solcher Gedanke zu dem Toten hin. Und der Tote empfindet das wie ein Fenster, durch das er in die Welt hereinblickt. Dem Toten geht nicht nur das, was wir an ihn als Gedanken richten, dabei auf, sondern eine ganze Welt geht ihm dabei auf. Es ist wie ein Fenster, durch das er in unsere Welt hereinblickt.
[ 9 ] Dagegen dasjenige, was in seiner geistigen Umgebung nunmehr liegt, das kann der Tote nur in dem Maße erleben, als er sich schon hier die dem Menschen auf Erden möglichen Gedanken über die geistige Welt gemacht hat. Es gibt so viele Menschen heute, die sagen: Ach, was brauchen wir uns um das Leben nach dem Tode zu kümmern. Wir können es ja abwarten. Wenn wir gestorben sind, werden wir schon sehen, was es da gibt nach dem Tode. — Aber das ist ein ganz unmöglicher Gedanke. Man sieht einfach nichts nach dem Tode, wenn man sich gar keine Gedanken über die geistige Welt im Leben gemacht hat, wenn man bloß materialistisch dahingelebt hat.
[ 9 ] Dagegen dasjenige, was in seiner geistigen Umgebung nunmehr liegt, das kann der Tote nur in dem Maße erleben, als er sich schon hier die dem Menschen auf Erden möglichen Gedanken über die geistige Welt gemacht hat. Es gibt so viele Menschen heute, die sagen: Ach, was brauchen wir uns um das Leben nach dem Tode zu kümmern. Wir können es ja abwarten. Wenn wir gestorben sind, werden wir schon sehen, was es da gibt nach dem Tode. — Aber das ist ein ganz unmöglicher Gedanke. Man sieht einfach nichts nach dem Tode, wenn man sich gar keine Gedanken über die geistige Welt im Leben gemacht hat, wenn man bloß materialistisch dahingelebt hat.
[ 10 ] Damit habe ich Ihnen angedeutet, wie der Tote in der Zeit lebt, in der er rückwärts sein Leben nach Maßnahme dessen durchlebt, was er immer in den Schlafzuständen durchgemacht hat. In dieser Zeit fühlt sich der Mensch, der also jetzt seinen physischen, seinen Ätherleib verlassen hat, im Bereiche der geistigen Mondenkräfte. Wir müssen uns klar sein, daß alles dasjenige, was Weltenkörper sind, Mond, Sonne, andere Sterne, insofern sie den physischen Augen erscheinen, wirklich nur die physische Ausgestaltung von Geistigem sind.
[ 10 ] Damit habe ich Ihnen angedeutet, wie der Tote in der Zeit lebt, in der er rückwärts sein Leben nach Maßnahme dessen durchlebt, was er immer in den Schlafzuständen durchgemacht hat. In dieser Zeit fühlt sich der Mensch, der also jetzt seinen physischen, seinen Ätherleib verlassen hat, im Bereiche der geistigen Mondenkräfte. Wir müssen uns klar sein, daß alles dasjenige, was Weltenkörper sind, Mond, Sonne, andere Sterne, insofern sie den physischen Augen erscheinen, wirklich nur die physische Ausgestaltung von Geistigem sind.
[ 11 ] Wie der einzelne Mensch, der jetzt hier auf dem Stuhle sitzt, nicht bloß das Fleisch und das Blut ist, das wir als Stoff ansehen können, sondern Seele und Geist ist, so lebt im ganzen Weltenall, im ganzen Kosmos überall Seele und Geist, und zwar nicht etwa bloß ein einheitliches seelisch-geistiges Wesen, sondern viele, unendlich viele geistige Wesenheiten. Und so sind mit dem Monde verknüpft, den wir nur äußerlich mit dem physischen Auge als die silberne Scheibe sehen, zahlreiche geistige Wesenheiten. In deren Bereich sind wir, solange wir in der geschilderten Weise unser Erdenleben zurückleben, bis wir wiederum an seinen Ausgangspunkt zurückgekommen sind. Man kann daher sagen, so lange sind wir im Mondenbereiche.
[ 11 ] Wie der einzelne Mensch, der jetzt hier auf dem Stuhle sitzt, nicht bloß das Fleisch und das Blut ist, das wir als Stoff ansehen können, sondern Seele und Geist ist, so lebt im ganzen Weltenall, im ganzen Kosmos überall Seele und Geist, und zwar nicht etwa bloß ein einheitliches seelisch-geistiges Wesen, sondern viele, unendlich viele geistige Wesenheiten. Und so sind mit dem Monde verknüpft, den wir nur äußerlich mit dem physischen Auge als die silberne Scheibe sehen, zahlreiche geistige Wesenheiten. In deren Bereich sind wir, solange wir in der geschilderten Weise unser Erdenleben zurückleben, bis wir wiederum an seinen Ausgangspunkt zurückgekommen sind. Man kann daher sagen, so lange sind wir im Mondenbereiche.
[ 12 ] Während wir also in diesem Rückwärtsleben sind, mischt sich allerdings in unser ganzes Leben etwas, was dann einen gewissen Abschluß erlangt, wenn wir aus dem Mondenbereich nach dem Tode hinauskommen. Sogleich, nachdem wir den Ätherleib wenige Tage nach dem Tode in der geschilderten Weise abgestreift haben, macht sich aus diesen nächtlichen Erlebnissen heraus die moralische Beurteilung unseres Menschenwertes geltend. Wir können dann gar nicht anders, als dasjenige, was wir da wiederum zurückleben, moralisch zu beurteilen. Und das ist sehr eigentümlich, wie sich die Dinge nun gestalten.
[ 12 ] Während wir also in diesem Rückwärtsleben sind, mischt sich allerdings in unser ganzes Leben etwas, was dann einen gewissen Abschluß erlangt, wenn wir aus dem Mondenbereich nach dem Tode hinauskommen. Sogleich, nachdem wir den Ätherleib wenige Tage nach dem Tode in der geschilderten Weise abgestreift haben, macht sich aus diesen nächtlichen Erlebnissen heraus die moralische Beurteilung unseres Menschenwertes geltend. Wir können dann gar nicht anders, als dasjenige, was wir da wiederum zurückleben, moralisch zu beurteilen. Und das ist sehr eigentümlich, wie sich die Dinge nun gestalten.
[ 13 ] Hier auf Erden tragen wir einen Leib aus Knochen, aus Muskeln, aus Blutgefäßen und so weiter. Dann, nach dem Tode, bildet sich ein geistiger Leib, der aus unseren moralischen Werten gebildet ist. Ein guter Mensch bekommt einen schönleuchtenden moralischen Leib, ein schlechter einen übelleuchtenden moralischen Leib. Das bildet sich während dieses Rückganges. Und das ist eigentlich nur ein Teil desjenigen, was sich uns angliedert, was jetzt unser — wenn ich mich so ausdrücken darf — Geistleib wird, denn ein Teil dessen, was wir jetzt in der geistigen Welt als einen Geistleib erhalten, bildet sich aus unseren moralischen Werten, ein anderer wird uns einfach aus den Substanzen der geistigen Welt, wenn ich so sagen darf, angekleidet.
[ 13 ] Hier auf Erden tragen wir einen Leib aus Knochen, aus Muskeln, aus Blutgefäßen und so weiter. Dann, nach dem Tode, bildet sich ein geistiger Leib, der aus unseren moralischen Werten gebildet ist. Ein guter Mensch bekommt einen schönleuchtenden moralischen Leib, ein schlechter einen übelleuchtenden moralischen Leib. Das bildet sich während dieses Rückganges. Und das ist eigentlich nur ein Teil desjenigen, was sich uns angliedert, was jetzt unser — wenn ich mich so ausdrücken darf — Geistleib wird, denn ein Teil dessen, was wir jetzt in der geistigen Welt als einen Geistleib erhalten, bildet sich aus unseren moralischen Werten, ein anderer wird uns einfach aus den Substanzen der geistigen Welt, wenn ich so sagen darf, angekleidet.
[ 14 ] Nun müssen wir, wenn wir den Rücklauf vollendet haben, wenn wir also wiederum an dem Ausgangspunkte angekommen sind, jenen Übergang finden, den ich in meiner «Theosophie» mit dem Übergange von der Seelenwelt in das Geisterland angedeutet habe. Aber das ist damit verknüpft, daß wir den Mondenbereich verlassen und innerhalb des Kosmos in den Sonnenbereich einziehen. Wir werden nach und nach mit der allumfassenden Wesenheit alles desjenigen bekannt, was geistig-seelisch im Sonnenbereiche lebt. Da müssen wir aufgenommen werden. Ja, da können wir jetzt nicht hinein mit unserem moralischen Leib. Ich werde in den nächsten Tagen davon zu sprechen haben, inwiefern gerade bei diesem Übergange aus dem Mondenbereich in den Sonnenbereich die Christus-Wesenheit für den Menschen eine führende Rolle spielt, die verschieden ist vor dem Mysterium von Golgatha und nach dem Mysterium von Golgatha. Heute wollen wir einmal den Durchgang durch diese Welt mehr objektiv schildern. Wir müssen nämlich dasjenige, was wir uns da angegliedert haben gewissermaßen aus unseren moralischen Werten, im Mondenbereich noch ablegen. Das stellt etwas dar, was wir gewissermaßen als ein Päckchen zurücklassen, damit wir als rein geistige Wesen in den Sonnenbereich nunmehr eintreten können, wo wir die Sonne wirklich sehen, jetzt nicht von der Seite, die sie der Erde zuwendet, sondern von der rückwärtigen Seite, wo wir sie ganz und gar von geistigen Wesenheiten erfüllt sehen, wo wir sie ganz und gar als ein geistiges Reich sehen.
[ 14 ] Nun müssen wir, wenn wir den Rücklauf vollendet haben, wenn wir also wiederum an dem Ausgangspunkte angekommen sind, jenen Übergang finden, den ich in meiner «Theosophie» mit dem Übergange von der Seelenwelt in das Geisterland angedeutet habe. Aber das ist damit verknüpft, daß wir den Mondenbereich verlassen und innerhalb des Kosmos in den Sonnenbereich einziehen. Wir werden nach und nach mit der allumfassenden Wesenheit alles desjenigen bekannt, was geistig-seelisch im Sonnenbereiche lebt. Da müssen wir aufgenommen werden. Ja, da können wir jetzt nicht hinein mit unserem moralischen Leib. Ich werde in den nächsten Tagen davon zu sprechen haben, inwiefern gerade bei diesem Übergange aus dem Mondenbereich in den Sonnenbereich die Christus-Wesenheit für den Menschen eine führende Rolle spielt, die verschieden ist vor dem Mysterium von Golgatha und nach dem Mysterium von Golgatha. Heute wollen wir einmal den Durchgang durch diese Welt mehr objektiv schildern. Wir müssen nämlich dasjenige, was wir uns da angegliedert haben gewissermaßen aus unseren moralischen Werten, im Mondenbereich noch ablegen. Das stellt etwas dar, was wir gewissermaßen als ein Päckchen zurücklassen, damit wir als rein geistige Wesen in den Sonnenbereich nunmehr eintreten können, wo wir die Sonne wirklich sehen, jetzt nicht von der Seite, die sie der Erde zuwendet, sondern von der rückwärtigen Seite, wo wir sie ganz und gar von geistigen Wesenheiten erfüllt sehen, wo wir sie ganz und gar als ein geistiges Reich sehen.
[ 15 ] Da ist es nun, wo wir alles dasjenige, was jetzt nicht zu unseren moralischen Werten gehört, sondern zu demjenigen, was die Götter uns auf Erden haben erfahren lassen und was brauchbar ist für das Weltenall, wo wir das dem Weltenall wie eine Nahrung übergeben, so daß der Weltenlauf weitergehen kann. Ja, es ist wirklich so, wenn wir den Weltenlauf — Sie wissen, ich gebrauche das nur als einen Vergleich, ich definiere den Weltenlauf wirklich nicht als Maschine — vergleichsweise wie eine Maschine ansehen würden, so wäre dasjenige, was wir da mitbringen, nachdem wir unser Päckchen im Mondenbereiche abgelegt haben, das würde im Sonnenbereiche wie ein Heizmaterial sein, das wir dem Laufe des Kosmos reichen, wie das Heizmaterial einer Maschine gereicht wird.
[ 15 ] Da ist es nun, wo wir alles dasjenige, was jetzt nicht zu unseren moralischen Werten gehört, sondern zu demjenigen, was die Götter uns auf Erden haben erfahren lassen und was brauchbar ist für das Weltenall, wo wir das dem Weltenall wie eine Nahrung übergeben, so daß der Weltenlauf weitergehen kann. Ja, es ist wirklich so, wenn wir den Weltenlauf — Sie wissen, ich gebrauche das nur als einen Vergleich, ich definiere den Weltenlauf wirklich nicht als Maschine — vergleichsweise wie eine Maschine ansehen würden, so wäre dasjenige, was wir da mitbringen, nachdem wir unser Päckchen im Mondenbereiche abgelegt haben, das würde im Sonnenbereiche wie ein Heizmaterial sein, das wir dem Laufe des Kosmos reichen, wie das Heizmaterial einer Maschine gereicht wird.
[ 16 ] Und so treten wir ein in den Bereich der geistigen Welt. Denn es ist einerlei, ob wir sagen: Wir treten ein in den Sonnenbereich, geistig, oder ob wir sagen: Wir treten ein in die geistige Welt. — Da leben wir nun als Geist unter Geistern, so wie wir hier auf Erden als physischer Mensch unter physischen Wesenheiten der verschiedenen Naturreiche leben. Da leben wir unter denjenigen Wesenheiten, welche ich beschrieben und benannt habe in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß». Da leben wir auch unter denjenigen Seelen, die vor uns gestorben sind oder die in der Erwartung sind ihres kommenden Erdenlebens. Wir leben da als Geist unter geistigen Wesenheiten. Diese geistigen Wesenheiten können Wesenheiten der höheren Hierarchien sein, sie können auch entkörperte, in der geistigen Welt lebende Menschen sein. Und die Frage taucht auf: Was tun wir nun? — Wir wachsen jetzt immer mehr und mehr in eine Weltanschauung hinein, die sehr verschieden von der irdischen Weltanschauung ist. Wenn man diese Welt schildert, in die wir hineinwachsen, so klingt es wieder paradox. Allein, was kann man denn anderes erwarten, als daß diese Dinge, die in einer ganz andern Welt leben, paradox für das irdische Anschauen klingen.
[ 16 ] Und so treten wir ein in den Bereich der geistigen Welt. Denn es ist einerlei, ob wir sagen: Wir treten ein in den Sonnenbereich, geistig, oder ob wir sagen: Wir treten ein in die geistige Welt. — Da leben wir nun als Geist unter Geistern, so wie wir hier auf Erden als physischer Mensch unter physischen Wesenheiten der verschiedenen Naturreiche leben. Da leben wir unter denjenigen Wesenheiten, welche ich beschrieben und benannt habe in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß». Da leben wir auch unter denjenigen Seelen, die vor uns gestorben sind oder die in der Erwartung sind ihres kommenden Erdenlebens. Wir leben da als Geist unter geistigen Wesenheiten. Diese geistigen Wesenheiten können Wesenheiten der höheren Hierarchien sein, sie können auch entkörperte, in der geistigen Welt lebende Menschen sein. Und die Frage taucht auf: Was tun wir nun? — Wir wachsen jetzt immer mehr und mehr in eine Weltanschauung hinein, die sehr verschieden von der irdischen Weltanschauung ist. Wenn man diese Welt schildert, in die wir hineinwachsen, so klingt es wieder paradox. Allein, was kann man denn anderes erwarten, als daß diese Dinge, die in einer ganz andern Welt leben, paradox für das irdische Anschauen klingen.
[ 17 ] Indem wir da wirklich drinnenleben, Geist unter Geistern, haben wit, so wie wir hier auf Erden vor uns und um uns alles Natürliche haben, so haben wir, wenn wir als Geist unter Geistern zwischen dem Tode und einer neuen Geburt leben, gerade nach und nach alles Menschliche vor uns. Hier stehen wir auf Erden an einem bestimmten Punkte des irdischen Weltenalls. Wir richten den Blick nach allen Seiten hinaus und erblicken das, was außer dem Menschen ist. Dasjenige, was im Menschen ist, erblicken wir gar nicht.
[ 17 ] Indem wir da wirklich drinnenleben, Geist unter Geistern, haben wit, so wie wir hier auf Erden vor uns und um uns alles Natürliche haben, so haben wir, wenn wir als Geist unter Geistern zwischen dem Tode und einer neuen Geburt leben, gerade nach und nach alles Menschliche vor uns. Hier stehen wir auf Erden an einem bestimmten Punkte des irdischen Weltenalls. Wir richten den Blick nach allen Seiten hinaus und erblicken das, was außer dem Menschen ist. Dasjenige, was im Menschen ist, erblicken wir gar nicht.
[ 18 ] Nun werden Sie sagen: Das ist töricht, was du uns sagst. Nicht gerade jeder Mensch, aber die gelehrten Anatomen, die in den anatomischen Kliniken den Menschen, wenn er gestorben ist, zerschneiden, die Anatomie treiben, kennen ganz gut das Innere des Menschen. Nichts kennen sie davon! Denn dasjenige, was man auf diese Weise vom Menschen kennenlernt, ist auch nur ein Äußeres. Ob sie schließlich den Menschen von dem Äußeren der Haut aus äußerlich anschauen, oder ob sie ihn von innen äußerlich anschauen, das ist alles dasselbe. Im Inneren der Haut des Menschen ist nicht dasjenige, was die Anatomen auf äußerliche Weise herausbekommen, sondern da sind ganze Welten drinnen. In der menschlichen Lunge, in jedem menschlichen Organ sind ganze Welten im Kleinen zusammengerollt.
[ 18 ] Nun werden Sie sagen: Das ist töricht, was du uns sagst. Nicht gerade jeder Mensch, aber die gelehrten Anatomen, die in den anatomischen Kliniken den Menschen, wenn er gestorben ist, zerschneiden, die Anatomie treiben, kennen ganz gut das Innere des Menschen. Nichts kennen sie davon! Denn dasjenige, was man auf diese Weise vom Menschen kennenlernt, ist auch nur ein Äußeres. Ob sie schließlich den Menschen von dem Äußeren der Haut aus äußerlich anschauen, oder ob sie ihn von innen äußerlich anschauen, das ist alles dasselbe. Im Inneren der Haut des Menschen ist nicht dasjenige, was die Anatomen auf äußerliche Weise herausbekommen, sondern da sind ganze Welten drinnen. In der menschlichen Lunge, in jedem menschlichen Organ sind ganze Welten im Kleinen zusammengerollt.
[ 19 ] Es ist ja wunderbar dasjenige, was wit sehen, wenn wir, sagen wir, eine schöne Landschaft bewundern können. Es ist wunderbar dasjenige, was wir sehen, wenn wir nächtlich den Sternenhimmel in all seiner Pracht bewundern. Aber dasjenige, was im Menschen drinnen ist, wenn wir den Menschen nicht mit dem physischen Auge des Anatomen anschauen, sondern mit geistigem Auge anschauen, wenn wir eine menschliche Lunge, eine menschliche Leber — verzeihen Sie, daß ich alle diese Organe nenne —, wenn wir diese Organe mit geistigem Auge anschauen, so sind das ja Welten, zusammengerollt. Gegenüber aller Pracht und Herrlichkeit der äußeren Flüsse und Berge, der Erdenwelt, gegenüber all dieser äußeren Pracht ist eine viel größere, eine erhabenere Pracht alles dasjenige, was innerhalb der Haut des Menschen auch nur als physische Organisation liegt. Daß das kleiner ist als die scheinbar so große Raumeswelt, das macht es nicht aus. Wenn Sie dasjenige überschauen, was in einem einzigen Lungenbläschen liegt, so ist das großartiger als dasjenige, was in den mächtigen Alpenmassiven liegt. Dasjenige, was innerhalb des Menschen ist, ist nämlich zusammenverdichtet der ganze geistige Kosmos. In der menschlichen Innenorganisation haben wir ein Bild des ganzen Kosmos.
[ 19 ] Es ist ja wunderbar dasjenige, was wit sehen, wenn wir, sagen wir, eine schöne Landschaft bewundern können. Es ist wunderbar dasjenige, was wir sehen, wenn wir nächtlich den Sternenhimmel in all seiner Pracht bewundern. Aber dasjenige, was im Menschen drinnen ist, wenn wir den Menschen nicht mit dem physischen Auge des Anatomen anschauen, sondern mit geistigem Auge anschauen, wenn wir eine menschliche Lunge, eine menschliche Leber — verzeihen Sie, daß ich alle diese Organe nenne —, wenn wir diese Organe mit geistigem Auge anschauen, so sind das ja Welten, zusammengerollt. Gegenüber aller Pracht und Herrlichkeit der äußeren Flüsse und Berge, der Erdenwelt, gegenüber all dieser äußeren Pracht ist eine viel größere, eine erhabenere Pracht alles dasjenige, was innerhalb der Haut des Menschen auch nur als physische Organisation liegt. Daß das kleiner ist als die scheinbar so große Raumeswelt, das macht es nicht aus. Wenn Sie dasjenige überschauen, was in einem einzigen Lungenbläschen liegt, so ist das großartiger als dasjenige, was in den mächtigen Alpenmassiven liegt. Dasjenige, was innerhalb des Menschen ist, ist nämlich zusammenverdichtet der ganze geistige Kosmos. In der menschlichen Innenorganisation haben wir ein Bild des ganzen Kosmos.
[ 20 ] Wir können uns das auch noch etwas anders vorstellen. Stellen Sie sich einmal vor, Sie seien meinetwillen dreißig Jahre alt geworden, blicken in sich hinein, rein seelisch. In der Erinnerung erinnern Sie sich an irgend etwas, was Sie zwischen dem zehnten und zwanzigsten Jahre erlebt haben. Da ist das äußere Erlebnis zum inneren Bilde der Seele geworden. Sie überblicken vielleicht in einem Momente weit ausgebreitete Erlebnisse, die Sie durch Jahre durchgemacht haben. Eine Welt ist in dem Bilde einer Vorstellung zusammengewoben. Denken Sie nur, was Sie manchmal haben, wenn Sie die kleinen Erinnerungsvorstellungen an weit ausgebreitete Ereignisse, die Sie durchgemacht haben, in Ihrem Seelenleben haben. Das ist das Seelische, das Sie da erleben, von dem, was Sie irdisch durchgemacht haben. Wenn Sie ebenso, wie Sie Ihre Erinnerungsvorstellung anschauen, Ihr Gehirn, das Innere Ihres Auges anschauen — das Innere des Auges allein ist ja eine ganze Welt —, wenn Sie ebenso anschauen Ihre Lunge, Ihre andern Organe, so sind diese nicht jetzt Bilder von Erlebnissen, die Sie durchgemacht haben, sondern sie sind Bilder des ganzen geistigen Kosmos, sie erscheinen nur auf materielle Art.
[ 20 ] Wir können uns das auch noch etwas anders vorstellen. Stellen Sie sich einmal vor, Sie seien meinetwillen dreißig Jahre alt geworden, blicken in sich hinein, rein seelisch. In der Erinnerung erinnern Sie sich an irgend etwas, was Sie zwischen dem zehnten und zwanzigsten Jahre erlebt haben. Da ist das äußere Erlebnis zum inneren Bilde der Seele geworden. Sie überblicken vielleicht in einem Momente weit ausgebreitete Erlebnisse, die Sie durch Jahre durchgemacht haben. Eine Welt ist in dem Bilde einer Vorstellung zusammengewoben. Denken Sie nur, was Sie manchmal haben, wenn Sie die kleinen Erinnerungsvorstellungen an weit ausgebreitete Ereignisse, die Sie durchgemacht haben, in Ihrem Seelenleben haben. Das ist das Seelische, das Sie da erleben, von dem, was Sie irdisch durchgemacht haben. Wenn Sie ebenso, wie Sie Ihre Erinnerungsvorstellung anschauen, Ihr Gehirn, das Innere Ihres Auges anschauen — das Innere des Auges allein ist ja eine ganze Welt —, wenn Sie ebenso anschauen Ihre Lunge, Ihre andern Organe, so sind diese nicht jetzt Bilder von Erlebnissen, die Sie durchgemacht haben, sondern sie sind Bilder des ganzen geistigen Kosmos, sie erscheinen nur auf materielle Art.
[ 21 ] Wenn der Mensch enträtseln kann, ebenso wie er seine Erinnerungen im Seelenleben enträtseln kann, weil er sie durchlebt hat im irdischen Leben, wenn er ebenso enträtseln kann: Was ist in meinem Gehirn, in meinem Augeninneren, in meinem Lungeninneren enthalten? — dann geht ihm der ganze geistige Kosmos auf, geradeso wie bei den einzelnen Erinnerungsvorstellungen einem irgendeine Erlebnisreihe aufgeht, die man durchgemacht hat. Man ist das verkörperte Weltgedächtnis als Mensch. Das muß man nur ordentlich in Erwägung ziehen, dann wird man verstehen, was es heißt, der Mensch tritt ein, nachdem er nach dem Tode die Zustände durchgemacht hat, die ich bisher geschildert habe, in das Schauen des Menschen selber. Der Mensch ist Geist unter Geistern. Aber dasjenige, was er als seine Welt jetzt erblickt, ist das Wunder der menschlichen Organisation selber als Kosmos, als ganze Welt. Wie hier Berge, Flüsse, Sterne, Wolken unsere Umgebung sind, so ist dann, wenn wir als Geist unter Geistern leben, der Mensch in seiner wunderbaren Organisation unsere Umgebung, unsere Welt. Wir blicken hinaus, wir blicken — wenn ich mich bildhaft ausdrücken darf — in der geistigen Welt links und blicken rechts: wie hier überall Felsen, Flüsse, Berge sind, so ist dort überall Mensch. Der Mensch ist die Welt. Und an dieser Welt, die eigentlich der Mensch ist, sind wir beschäftigt. So wie wir Maschinen bauen, Buchhaltungen anlegen, Röcke machen, Schuhe machen, wie wit hier irgend etwas schreiben auf der Erde, wie wir also dasjenige zusammenweben, was man den Inhalt der Zivilisation, der Kultur nennt, so weben wir dort, aber zusammen mit den Geistern der höheren Hierarchien und mit den entkörperten Menschen, an der Menschheit. Wir weben die Menschheit aus dem Kosmos heraus. Hier auf Erden sind wir fertiger Mensch. Dort legen wir den Geistkeim des Erdenmenschen.
[ 21 ] Wenn der Mensch enträtseln kann, ebenso wie er seine Erinnerungen im Seelenleben enträtseln kann, weil er sie durchlebt hat im irdischen Leben, wenn er ebenso enträtseln kann: Was ist in meinem Gehirn, in meinem Augeninneren, in meinem Lungeninneren enthalten? — dann geht ihm der ganze geistige Kosmos auf, geradeso wie bei den einzelnen Erinnerungsvorstellungen einem irgendeine Erlebnisreihe aufgeht, die man durchgemacht hat. Man ist das verkörperte Weltgedächtnis als Mensch. Das muß man nur ordentlich in Erwägung ziehen, dann wird man verstehen, was es heißt, der Mensch tritt ein, nachdem er nach dem Tode die Zustände durchgemacht hat, die ich bisher geschildert habe, in das Schauen des Menschen selber. Der Mensch ist Geist unter Geistern. Aber dasjenige, was er als seine Welt jetzt erblickt, ist das Wunder der menschlichen Organisation selber als Kosmos, als ganze Welt. Wie hier Berge, Flüsse, Sterne, Wolken unsere Umgebung sind, so ist dann, wenn wir als Geist unter Geistern leben, der Mensch in seiner wunderbaren Organisation unsere Umgebung, unsere Welt. Wir blicken hinaus, wir blicken — wenn ich mich bildhaft ausdrücken darf — in der geistigen Welt links und blicken rechts: wie hier überall Felsen, Flüsse, Berge sind, so ist dort überall Mensch. Der Mensch ist die Welt. Und an dieser Welt, die eigentlich der Mensch ist, sind wir beschäftigt. So wie wir Maschinen bauen, Buchhaltungen anlegen, Röcke machen, Schuhe machen, wie wit hier irgend etwas schreiben auf der Erde, wie wir also dasjenige zusammenweben, was man den Inhalt der Zivilisation, der Kultur nennt, so weben wir dort, aber zusammen mit den Geistern der höheren Hierarchien und mit den entkörperten Menschen, an der Menschheit. Wir weben die Menschheit aus dem Kosmos heraus. Hier auf Erden sind wir fertiger Mensch. Dort legen wir den Geistkeim des Erdenmenschen.
[ 22 ] Das ist das große Geheimnis, daß die Himmelsbeschäftigung des Menschen darinnen besteht, den großen Geistkeim für den späteren Erdenmenschen selber zu weben mit den Geistern der höheren Hierarchien zusammen. Und jeder weben wir — aber in riesiger Geistgröße in dem Geistkosmos darinnen — das Gewebe unseres eigenen Erdenmenschen, der wir dann sind, wenn wir wiederum zum Erdenleben heruntersteigen. Unsere Arbeit ist eine mit den Göttern gemeinsam geleistete Arbeit an dem Erdenmenschen.
[ 22 ] Das ist das große Geheimnis, daß die Himmelsbeschäftigung des Menschen darinnen besteht, den großen Geistkeim für den späteren Erdenmenschen selber zu weben mit den Geistern der höheren Hierarchien zusammen. Und jeder weben wir — aber in riesiger Geistgröße in dem Geistkosmos darinnen — das Gewebe unseres eigenen Erdenmenschen, der wir dann sind, wenn wir wiederum zum Erdenleben heruntersteigen. Unsere Arbeit ist eine mit den Göttern gemeinsam geleistete Arbeit an dem Erdenmenschen.
[ 23 ] Wenn wir hier auf Erden von Keim sprechen, so stellen wir uns etwas Kleines vor, das dann groß wird. Wenn wir aber davon sprechen, wie in der geistigen Welt der Keim des physischen Erdenmenschen vorhanden ist, denn der physische Keim, der im Leibe der Mutter gedeiht, ist nur das Abbild dieses Geistkeimes, wenn wir von dem Geistkeim sprechen, so ist der riesig groß, ist der ein Weltenall, und alle andern Menschen sind in dieses Weltenall verflochten. Man könnte sagen: Alle sind an demselben Orte und doch der Zahl nach voneinander verschieden. — Und dann verkleinert er sich immer mehr. Und wir machen das durch in der Zeit, die wir zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchmachen, daß wir zuerst als Weltenall groß den Geistkeim des Menschen bilden, der wir werden. Dann wird dieser Geistkeim immer kleiner und kleiner, er involviert seine Wesenheit immer mehr und mehr, und er ist es, der dann im Leibe der Mutter sein Abbild schafft.
[ 23 ] Wenn wir hier auf Erden von Keim sprechen, so stellen wir uns etwas Kleines vor, das dann groß wird. Wenn wir aber davon sprechen, wie in der geistigen Welt der Keim des physischen Erdenmenschen vorhanden ist, denn der physische Keim, der im Leibe der Mutter gedeiht, ist nur das Abbild dieses Geistkeimes, wenn wir von dem Geistkeim sprechen, so ist der riesig groß, ist der ein Weltenall, und alle andern Menschen sind in dieses Weltenall verflochten. Man könnte sagen: Alle sind an demselben Orte und doch der Zahl nach voneinander verschieden. — Und dann verkleinert er sich immer mehr. Und wir machen das durch in der Zeit, die wir zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchmachen, daß wir zuerst als Weltenall groß den Geistkeim des Menschen bilden, der wir werden. Dann wird dieser Geistkeim immer kleiner und kleiner, er involviert seine Wesenheit immer mehr und mehr, und er ist es, der dann im Leibe der Mutter sein Abbild schafft.
[ 24 ] Es ist ganz falsch, was in dieser Beziehung die materialistische Physiologie glaubt. Die materialistische Physiologie glaubt, der Mensch mit seiner wunderbaren Gestalt, die ich Ihnen eben versuchte skizzenhaft zu schildern, entstünde aus dem bloßen physischen Menschenkeim. Das ist der reine Unsinn. Denn man glaubt gewöhnlich in dieser materialistischen Physiologie, daß der Eikeim die allerkomplizierteste Materie sei. Und die Chemiker, die physiologischen Chemiker denken darüber nach, wie das Molekül oder das Atom immer komplizierter und komplizierter wird, und der Keim endlich ganz etwas Kompliziertes ist. Das ist ja gar nicht wahr. Der Eikeim ist nämlich chaotische Materie. Wenn Materie Keim wird, so löst sie sich gerade als Materie auf, ist vollständig pulverisiert. Darinnen besteht das Wesen des Keimes — und des Menschenkeimes am allermeisten, des physischen Menschenkeimes —, daß er vollständig pulverisierte Materie ist, die gar nichts mehr für sich will. Dadurch, daß er vollständig pulverisierte Materie ist, die gar nichts mehr für sich will, kann der Geistkeim, der lange vorbereitet ist, in diese Materie seinen Einzug halten. Dazu, zu dieser Pulverisierung, wird gerade die physische Keimmaterie durch die Konzeption fähig gemacht. Die physische Materie wird ganz zerstört, damit der geistige Keim sich in sie senken kann, und die physische Materie das Abbild des geistigen Keimes, der aus dem Kosmos heraus gewoben wird, werden kann.
[ 24 ] Es ist ganz falsch, was in dieser Beziehung die materialistische Physiologie glaubt. Die materialistische Physiologie glaubt, der Mensch mit seiner wunderbaren Gestalt, die ich Ihnen eben versuchte skizzenhaft zu schildern, entstünde aus dem bloßen physischen Menschenkeim. Das ist der reine Unsinn. Denn man glaubt gewöhnlich in dieser materialistischen Physiologie, daß der Eikeim die allerkomplizierteste Materie sei. Und die Chemiker, die physiologischen Chemiker denken darüber nach, wie das Molekül oder das Atom immer komplizierter und komplizierter wird, und der Keim endlich ganz etwas Kompliziertes ist. Das ist ja gar nicht wahr. Der Eikeim ist nämlich chaotische Materie. Wenn Materie Keim wird, so löst sie sich gerade als Materie auf, ist vollständig pulverisiert. Darinnen besteht das Wesen des Keimes — und des Menschenkeimes am allermeisten, des physischen Menschenkeimes —, daß er vollständig pulverisierte Materie ist, die gar nichts mehr für sich will. Dadurch, daß er vollständig pulverisierte Materie ist, die gar nichts mehr für sich will, kann der Geistkeim, der lange vorbereitet ist, in diese Materie seinen Einzug halten. Dazu, zu dieser Pulverisierung, wird gerade die physische Keimmaterie durch die Konzeption fähig gemacht. Die physische Materie wird ganz zerstört, damit der geistige Keim sich in sie senken kann, und die physische Materie das Abbild des geistigen Keimes, der aus dem Kosmos heraus gewoben wird, werden kann.
[ 25 ] Man kann gewiß große Loblieder singen auf all dasjenige, was Menschen auf Erden für die Zivilisation, für die Kultur tun können. Ich werde gewiß nicht gegen diese Loblieder sprechen, sondern erkläre mich von vorneherein, insofern diese Loblieder vernünftig sind, mit allem einverstanden. Aber dasjenige, was geleistet wird, ich möchte sagen an Himmelszivilisation zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, indem der Menschenleib im Geiste vorbereitet wird, zuerst im Geist gewoben wird, das ist eine viel umfassendere, eine viel erhabenere, eine viel großartigere Arbeit als alle Kulturarbeit auf Erden. Denn es gibt nichts Erhabeneres in der Weltenordnung, als eben gerade aus allen Ingredienzien der Welt den Menschen zu weben. Mit Göttern zusammen wird der Mensch gewoben in der wichtigsten Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt.
[ 25 ] Man kann gewiß große Loblieder singen auf all dasjenige, was Menschen auf Erden für die Zivilisation, für die Kultur tun können. Ich werde gewiß nicht gegen diese Loblieder sprechen, sondern erkläre mich von vorneherein, insofern diese Loblieder vernünftig sind, mit allem einverstanden. Aber dasjenige, was geleistet wird, ich möchte sagen an Himmelszivilisation zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, indem der Menschenleib im Geiste vorbereitet wird, zuerst im Geist gewoben wird, das ist eine viel umfassendere, eine viel erhabenere, eine viel großartigere Arbeit als alle Kulturarbeit auf Erden. Denn es gibt nichts Erhabeneres in der Weltenordnung, als eben gerade aus allen Ingredienzien der Welt den Menschen zu weben. Mit Göttern zusammen wird der Mensch gewoben in der wichtigsten Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt.
[ 26 ] Und wenn ich gestern sagen mußte: In einem gewissen Sinne ist dasjenige, was wir hier auf Erden an Erfahrungen, an Erlebnissen uns aneignen, eine Nahrung für den Kosmos —, so müssen wir nun sagen: Nachdem wir das, was wir hier in einem Erdenleben als für den Kosmos brauchbar — als Nahrung oder als Heizmaterial — bewahrt haben, an den Kosmos hingegeben haben, da bekommen wir aus der Fülle des Kosmos heraus all diejenigen Substanzen, aus denen wir den neuen Menschen, den wir später beziehen werden, wiederum weben. Da lebt der Mensch, indem er wirklich ganz hingegeben ist an eine geistige Welt, als Geist. Sein ganzes Weben und Wesen ist ein geistiges Arbeiten und ein geistiges Sein. Das dauert eine lange Zeit. Denn wirklich — man muß es immer wieder betonen —, dasjenige zu weben, was der Mensch ist, ist etwas ganz Gewaltiges und Großartiges. Und in alten Mysterien hat man nicht mit Unrecht den menschlichen physischen Leib einen «Tempel der Götter» genannt. Dieses Wort hat schon eine tiefe Bedeutung. Man lernt die ganze tiefe Bedeutung dieses Wortes immer mehr und mehr fühlen, je mehr man Einblick in die ganze Initiationswissenschaft gewinnt, in dasjenige, was als das Leben des Menschen selber zwischen dem 'Tode und einer neuen Geburt vor sich geht. Da lebt man aber auch so, daß man, ich möchte sagen, unmittelbar ansichtig wird der Geistwesen als Geistwesen. Das dauert längere Zeit. Dann tritt ein anderer Zustand ein.
[ 26 ] Und wenn ich gestern sagen mußte: In einem gewissen Sinne ist dasjenige, was wir hier auf Erden an Erfahrungen, an Erlebnissen uns aneignen, eine Nahrung für den Kosmos —, so müssen wir nun sagen: Nachdem wir das, was wir hier in einem Erdenleben als für den Kosmos brauchbar — als Nahrung oder als Heizmaterial — bewahrt haben, an den Kosmos hingegeben haben, da bekommen wir aus der Fülle des Kosmos heraus all diejenigen Substanzen, aus denen wir den neuen Menschen, den wir später beziehen werden, wiederum weben. Da lebt der Mensch, indem er wirklich ganz hingegeben ist an eine geistige Welt, als Geist. Sein ganzes Weben und Wesen ist ein geistiges Arbeiten und ein geistiges Sein. Das dauert eine lange Zeit. Denn wirklich — man muß es immer wieder betonen —, dasjenige zu weben, was der Mensch ist, ist etwas ganz Gewaltiges und Großartiges. Und in alten Mysterien hat man nicht mit Unrecht den menschlichen physischen Leib einen «Tempel der Götter» genannt. Dieses Wort hat schon eine tiefe Bedeutung. Man lernt die ganze tiefe Bedeutung dieses Wortes immer mehr und mehr fühlen, je mehr man Einblick in die ganze Initiationswissenschaft gewinnt, in dasjenige, was als das Leben des Menschen selber zwischen dem 'Tode und einer neuen Geburt vor sich geht. Da lebt man aber auch so, daß man, ich möchte sagen, unmittelbar ansichtig wird der Geistwesen als Geistwesen. Das dauert längere Zeit. Dann tritt ein anderer Zustand ein.
[ 27 ] Dasjenige, was vorher war, war so, daß man die einzelnen Geistwesen als Individualitäten wirklich geschaut hat. Man lernte sozusagen von Angesicht zu Angesicht, indem man mit ihnen arbeitete, die Geistwesen kennen. Dann tritt einmal ein Zustand ein, wo — ich möchte sagen, es ist nur bildlich gesprochen, aber man kann für diese Dinge ja nur Bilder anwenden — diese Geistwesen immer undeutlicher und undeutlicher werden und mehr ein allgemeines Geistgebilde auftritt. Man kann das so aussprechen, daß man sagt: Eine gewisse Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt erlebt man so, daß man unmittelbar mit den Geistwesen lebt. Dann kommt eine Zeit, wo man nur in der Offenbarung der Geistwesen lebt, wo sie sich einem offenbaren. — Ich will ein recht triviales Gleichnis gebrauchen. Wenn Sie in der Ferne so eine kleine graue Wolke sehen, so können Sie sie für eine kleine graue Wolke halten, gehen Sie näher hinzu, so entpuppt sie sich Ihnen als ein Mückenschwarm. Sie sehen jetzt jede einzelne Mücke. Hier ist es umgekehrt. Sie nehmen wahr — zuerst als einzelne Individualitäten — die göttlich-geistigen Wesenheiten, mit denen Sie arbeiten. Dann leben Sie sich hinein, so daß Sie die allgemeine Geistigkeit wahrnehmen wie den Mückenschwarm als Wolke, wo die einzelnen Individualitäten mehr verschwinden, und Sie leben dann, ich möchte sagen mehr auf pantheistische Weise in einer allgemeinen geistigen Welt.
[ 27 ] Dasjenige, was vorher war, war so, daß man die einzelnen Geistwesen als Individualitäten wirklich geschaut hat. Man lernte sozusagen von Angesicht zu Angesicht, indem man mit ihnen arbeitete, die Geistwesen kennen. Dann tritt einmal ein Zustand ein, wo — ich möchte sagen, es ist nur bildlich gesprochen, aber man kann für diese Dinge ja nur Bilder anwenden — diese Geistwesen immer undeutlicher und undeutlicher werden und mehr ein allgemeines Geistgebilde auftritt. Man kann das so aussprechen, daß man sagt: Eine gewisse Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt erlebt man so, daß man unmittelbar mit den Geistwesen lebt. Dann kommt eine Zeit, wo man nur in der Offenbarung der Geistwesen lebt, wo sie sich einem offenbaren. — Ich will ein recht triviales Gleichnis gebrauchen. Wenn Sie in der Ferne so eine kleine graue Wolke sehen, so können Sie sie für eine kleine graue Wolke halten, gehen Sie näher hinzu, so entpuppt sie sich Ihnen als ein Mückenschwarm. Sie sehen jetzt jede einzelne Mücke. Hier ist es umgekehrt. Sie nehmen wahr — zuerst als einzelne Individualitäten — die göttlich-geistigen Wesenheiten, mit denen Sie arbeiten. Dann leben Sie sich hinein, so daß Sie die allgemeine Geistigkeit wahrnehmen wie den Mückenschwarm als Wolke, wo die einzelnen Individualitäten mehr verschwinden, und Sie leben dann, ich möchte sagen mehr auf pantheistische Weise in einer allgemeinen geistigen Welt.
[ 28 ] Indem Sie jetzt in einer allgemeinen geistigen Welt leben, taucht aber aus Ihrem Inneren ein stärkeres Selbstgefühl auf, als Sie vorher hatten. Vorher waren Sie in Ihrem Selbst so, daß Sie gewissermaßen eins waren mit der geistigen Welt, die Sie in ihren Individualitäten erlebten. Jetzt fühlen Sie die geistige Welt gewissermaßen nur wie eine allgemeine Geistigkeit. Aber Sie fühlen sich stärker. Es erwacht die Intensität des eigenen Selbstgefühles. Und damit tritt langsam und allmählich im Menschen wiederum das Bedürfnis auf nach einem neuen Erdendasein. Mit diesem Erwachen des Selbstgefühles tritt das Bedürfnis auf nach einem neuen Erdendasein. Dieses Bedürfnis muß ich Ihnen so schildern. Durch die ganze Zeit, die ich Ihnen jetzt geschildert habe und die durch Jahrhunderte geht, hat der Mensch eigentlich, nachdem er die erste Zeit durchgemacht hat, wo er noch immer mit der Erde zusammenhängt, von da ab, wo er an seinen Ausgangspunkt wieder zurückgekommen ist, im Grunde genommen hauptsächlich nur die Interessen für die geistige Welt. Er webt in der Weise, wie ich es Ihnen geschildert habe, an dem Menschen im GroBen. Er hat Interesse hauptsächlich für die geistige Welt.
[ 28 ] Indem Sie jetzt in einer allgemeinen geistigen Welt leben, taucht aber aus Ihrem Inneren ein stärkeres Selbstgefühl auf, als Sie vorher hatten. Vorher waren Sie in Ihrem Selbst so, daß Sie gewissermaßen eins waren mit der geistigen Welt, die Sie in ihren Individualitäten erlebten. Jetzt fühlen Sie die geistige Welt gewissermaßen nur wie eine allgemeine Geistigkeit. Aber Sie fühlen sich stärker. Es erwacht die Intensität des eigenen Selbstgefühles. Und damit tritt langsam und allmählich im Menschen wiederum das Bedürfnis auf nach einem neuen Erdendasein. Mit diesem Erwachen des Selbstgefühles tritt das Bedürfnis auf nach einem neuen Erdendasein. Dieses Bedürfnis muß ich Ihnen so schildern. Durch die ganze Zeit, die ich Ihnen jetzt geschildert habe und die durch Jahrhunderte geht, hat der Mensch eigentlich, nachdem er die erste Zeit durchgemacht hat, wo er noch immer mit der Erde zusammenhängt, von da ab, wo er an seinen Ausgangspunkt wieder zurückgekommen ist, im Grunde genommen hauptsächlich nur die Interessen für die geistige Welt. Er webt in der Weise, wie ich es Ihnen geschildert habe, an dem Menschen im GroBen. Er hat Interesse hauptsächlich für die geistige Welt.
[ 29 ] In dem Momente, wo die geistige Welt gewissermaßen in ihren Individualitäten ineinander verschwimmt und der Mensch die geistige Welt im allgemeinen wahrnimmt, erwacht in ihm das Interesse für die Erdenwelt wiederum. Dieses Interesse für die Erdenwelt tritt in einer ganz besonderen Weise ein. Es tritt nämlich in bestimmter Weise, in konkreter Weise auf. Man fängt an, ein Interesse zu bekommen an ganz bestimmten Menschen, die da unten auf der Erde sind, und wiederum an deren Kindern und an deren Kindern wiederum. Während man früher nur ein Himmelsinteresse hat, bekommt man jetzt ein merkwürdiges Interesse, wenn die geistige Welt zur Offenbarung wird, an gewissen Generationenfolgen. Das sind die Generationenfolgen, an deren Ende dann die eigenen Eltern stehen, die einen gebären werden, wenn man wiederum herabsteigt zur Erde. Aber man bekommt schon lange vorher für die Voreltern Interesse. Man verfolgt die Generationenreihe bis zu den Eltern hinunter, und zwar verfolgt man sie nicht bloß im Zeitenverlaufe, sondern wenn dieser Zustand der Offenbarung zuerst eintritt, da sieht man schon wie prophetisch die ganze Generationenreihe vor sich. Da sieht man durch die Generationen, durch die Menschenfolge Urururgroßvater, Ururgroßvater, Urgroßvater, Großvater und so weiter, man sieht den Weg, den man auf die Erde hinunter machen wird, in Menschengenetationen vor sich. Nachdem man zuerst in den Kosmos hineingewachsen ist, wächst man später in die reale, in die konkrete Menschengeschichte hinein. Und dann kommt der Zeitpunkt, wo man wiederum aus dem Sonnenbereiche allmählich herauskommt. Man bleibt natürlich immer im Sonnenbereiche drinnen, aber das deutliche, klare, bewußte Verhältnis verdunkelt sich, und man zieht wieder in den Mondenbereich ein. Und jetzt findet man im Mondenbereich das Päckchen, das man abgelegt hat — ich kann es nicht anders als mit diesem Bilde bezeichnen —, dasjenige, was die moralische Wertigkeit darstellt. Die muß man jetzt aufnehmen.
[ 29 ] In dem Momente, wo die geistige Welt gewissermaßen in ihren Individualitäten ineinander verschwimmt und der Mensch die geistige Welt im allgemeinen wahrnimmt, erwacht in ihm das Interesse für die Erdenwelt wiederum. Dieses Interesse für die Erdenwelt tritt in einer ganz besonderen Weise ein. Es tritt nämlich in bestimmter Weise, in konkreter Weise auf. Man fängt an, ein Interesse zu bekommen an ganz bestimmten Menschen, die da unten auf der Erde sind, und wiederum an deren Kindern und an deren Kindern wiederum. Während man früher nur ein Himmelsinteresse hat, bekommt man jetzt ein merkwürdiges Interesse, wenn die geistige Welt zur Offenbarung wird, an gewissen Generationenfolgen. Das sind die Generationenfolgen, an deren Ende dann die eigenen Eltern stehen, die einen gebären werden, wenn man wiederum herabsteigt zur Erde. Aber man bekommt schon lange vorher für die Voreltern Interesse. Man verfolgt die Generationenreihe bis zu den Eltern hinunter, und zwar verfolgt man sie nicht bloß im Zeitenverlaufe, sondern wenn dieser Zustand der Offenbarung zuerst eintritt, da sieht man schon wie prophetisch die ganze Generationenreihe vor sich. Da sieht man durch die Generationen, durch die Menschenfolge Urururgroßvater, Ururgroßvater, Urgroßvater, Großvater und so weiter, man sieht den Weg, den man auf die Erde hinunter machen wird, in Menschengenetationen vor sich. Nachdem man zuerst in den Kosmos hineingewachsen ist, wächst man später in die reale, in die konkrete Menschengeschichte hinein. Und dann kommt der Zeitpunkt, wo man wiederum aus dem Sonnenbereiche allmählich herauskommt. Man bleibt natürlich immer im Sonnenbereiche drinnen, aber das deutliche, klare, bewußte Verhältnis verdunkelt sich, und man zieht wieder in den Mondenbereich ein. Und jetzt findet man im Mondenbereich das Päckchen, das man abgelegt hat — ich kann es nicht anders als mit diesem Bilde bezeichnen —, dasjenige, was die moralische Wertigkeit darstellt. Die muß man jetzt aufnehmen.
[ 30 ] Wir werden in den nächsten Tagen sehen, wie da wiederum der Christus-Impuls eine sehr bedeutsame Rolle spielt. Man muß das Schicksalspäckchen sich einverleiben. Aber indem man sich dieses Schicksalspäckchen einverleibt, indem man den Mondenbereich betritt, geht einem, während das Selbstgefühl immer stärker und stärker geworden ist, während man immer mehr und mehr innerlich Seele geworden ist, das Gewebe, das man zu seinem physischen Leibe gewoben hat, allmählich verloren. Der Geistkeim, den man selbst gewoben hat, geht einem verloren, geht einem in dem Momente verloren, wo auf der Erde die Konzeption für den körperlichen Keim eintritt, den man auf Erden anzunehmen hat.
[ 30 ] Wir werden in den nächsten Tagen sehen, wie da wiederum der Christus-Impuls eine sehr bedeutsame Rolle spielt. Man muß das Schicksalspäckchen sich einverleiben. Aber indem man sich dieses Schicksalspäckchen einverleibt, indem man den Mondenbereich betritt, geht einem, während das Selbstgefühl immer stärker und stärker geworden ist, während man immer mehr und mehr innerlich Seele geworden ist, das Gewebe, das man zu seinem physischen Leibe gewoben hat, allmählich verloren. Der Geistkeim, den man selbst gewoben hat, geht einem verloren, geht einem in dem Momente verloren, wo auf der Erde die Konzeption für den körperlichen Keim eintritt, den man auf Erden anzunehmen hat.
[ 31 ] Nun ist man aber noch selber in der geistigen Welt. Der Geistkeim des physischen Leibes ist schon hinuntergegangen, man ist selber in der geistigen Welt. Da tritt eine starke Entbehrung ein, ein starkes Entbehrungsgefühl. Man hat seinen Geistkeim des physischen Leibes verloren. Der ist schon unten. Der ist am Ende der Generationenreihe angekommen, die man gesehen hat. Man ist noch oben. Gewaltig macht sich da die Entbehrung geltend. Und diese Entbehrung, die zieht jetzt aus aller Welt die geeigneten Ingredienzien des Weltenäthers zusammen. Nachdem man schon den Geistkeim des physischen Leibes auf die Erde hinuntergeschickt hat und als Seele, als Ich und als astralischer Leib, zurückgeblieben ist, zieht man aus dem Weltenäther Äthersubstanz zusammen und bildet den eigenen Ätherleib. Und mit diesem eigenen Ätherleib, den man gebildet hat, vereinigt man sich dann etwa in der dritten Woche, nachdem die Befruchtung auf Erden eingetreten ist, und vereinigt sich mit dem leiblichen Keim, der sich nach dem Geistkeim in der geschilderten Weise gebildet hat.
[ 31 ] Nun ist man aber noch selber in der geistigen Welt. Der Geistkeim des physischen Leibes ist schon hinuntergegangen, man ist selber in der geistigen Welt. Da tritt eine starke Entbehrung ein, ein starkes Entbehrungsgefühl. Man hat seinen Geistkeim des physischen Leibes verloren. Der ist schon unten. Der ist am Ende der Generationenreihe angekommen, die man gesehen hat. Man ist noch oben. Gewaltig macht sich da die Entbehrung geltend. Und diese Entbehrung, die zieht jetzt aus aller Welt die geeigneten Ingredienzien des Weltenäthers zusammen. Nachdem man schon den Geistkeim des physischen Leibes auf die Erde hinuntergeschickt hat und als Seele, als Ich und als astralischer Leib, zurückgeblieben ist, zieht man aus dem Weltenäther Äthersubstanz zusammen und bildet den eigenen Ätherleib. Und mit diesem eigenen Ätherleib, den man gebildet hat, vereinigt man sich dann etwa in der dritten Woche, nachdem die Befruchtung auf Erden eingetreten ist, und vereinigt sich mit dem leiblichen Keim, der sich nach dem Geistkeim in der geschilderten Weise gebildet hat.
[ 32 ] ‚Aber ehe man sich mit seinem eigenen Leibeskeim vereinigt, bildet man sich noch seinen Ätherleib in der Weise, wie ich es geschildert habe. Und in diesen Ätherleib hinein ist verwoben das Päckchen, von dem ich gesprochen habe, das die moralische Wertigkeit enthält. Das verwebt man jetzt in sein Ich, in seinen astralischen Leib, aber auch noch in den ätherischen Leib hinein. Das bringt man dann mit dem physischen Leibe zusammen. Und so ist es, daß man sein Karma mit auf die Erde trägt. Das hat man zuerst im Mondenbereich zurückgelassen, denn man würde einen schlechten, einen verdorbenen physischen Leib ausgebildet haben, wenn man das in den Sonnenbereich mitgenommen hätte. Der physische Leib des Menschen wird individuell erst dadurch, daß der Ätherleib ihn durchzieht. Der physische Leib eines jeden Menschen würde gleich dem physischen Leib eines andern Menschen sein, denn in der geistigen Welt weben sich die Menschen schlechthin gleiche Geistkeime für ihren physischen Leib. Individuell werden wir eben nach unserem Karma, nach dem, wie wir unser Päckchen in den Ätherleib hineinverweben müssen, der dann schon, während wir noch im embryonalen Zustande sind, individuell unseren physischen Leib gestaltet, konstituiert, durchdringt.
[ 32 ] ‚Aber ehe man sich mit seinem eigenen Leibeskeim vereinigt, bildet man sich noch seinen Ätherleib in der Weise, wie ich es geschildert habe. Und in diesen Ätherleib hinein ist verwoben das Päckchen, von dem ich gesprochen habe, das die moralische Wertigkeit enthält. Das verwebt man jetzt in sein Ich, in seinen astralischen Leib, aber auch noch in den ätherischen Leib hinein. Das bringt man dann mit dem physischen Leibe zusammen. Und so ist es, daß man sein Karma mit auf die Erde trägt. Das hat man zuerst im Mondenbereich zurückgelassen, denn man würde einen schlechten, einen verdorbenen physischen Leib ausgebildet haben, wenn man das in den Sonnenbereich mitgenommen hätte. Der physische Leib des Menschen wird individuell erst dadurch, daß der Ätherleib ihn durchzieht. Der physische Leib eines jeden Menschen würde gleich dem physischen Leib eines andern Menschen sein, denn in der geistigen Welt weben sich die Menschen schlechthin gleiche Geistkeime für ihren physischen Leib. Individuell werden wir eben nach unserem Karma, nach dem, wie wir unser Päckchen in den Ätherleib hineinverweben müssen, der dann schon, während wir noch im embryonalen Zustande sind, individuell unseren physischen Leib gestaltet, konstituiert, durchdringt.
[ 33 ] Ich werde in den nächsten Tagen natürlich noch manches hinzufügen müssen zu dem, was ich Ihnen skizzenhaft über den Durchgang des Menschen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt geschildert habe. Aber Sie haben gesehen, daß der Mensch da reiche Erlebnisse durchmacht, daß da die große Erfahrung eintritt, wie wir zuerst aufgehen in den Kosmos, wie wir aus dem Kosmos heraus wiederum die Menschlichkeit bilden, um zu einem neuen Erdenleben zu kommen.
[ 33 ] Ich werde in den nächsten Tagen natürlich noch manches hinzufügen müssen zu dem, was ich Ihnen skizzenhaft über den Durchgang des Menschen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt geschildert habe. Aber Sie haben gesehen, daß der Mensch da reiche Erlebnisse durchmacht, daß da die große Erfahrung eintritt, wie wir zuerst aufgehen in den Kosmos, wie wir aus dem Kosmos heraus wiederum die Menschlichkeit bilden, um zu einem neuen Erdenleben zu kommen.
[ 34 ] Es sind im wesentlichen drei Dinge, die wir da durchmachen. Erstens leben wir als Geistseele unter Geistseelen. Es ist ein wirkliches Miterleben der geistigen Welt. Zweitens leben wir in der Offenbarung der geistigen Welt. Die Individualitäten der einzelnen geistigen Wesenheiten sind gewissermaßen verschwommen, die geistige Welt offenbart sich uns als ein Ganzes. Wir nähern uns wiederum dem Mondenbereich, da aber erwacht unser Selbstgefühl, das schon die Vorbereitung für das irdische Selbstgefühl ist. Während wir in der geistigen Welt als ein geistiges Selbst bewußt werden, nicht nach der Erde begehren, fangen wir jetzt während der Offenbarungszeit an, nach der Erde zu begehren, ein starkes, schon nach der Erde geneigtes Selbstgefühl zu entwickeln. Und das dritte ist dann, wenn wir in den Mondenbereich eingetreten sind, wenn wir unseren Geistkeim abgegeben haben an die physische Welt, daß wir die Äthermaterie aus allen Himmeln zusammenziehen zum eigenen Ätherleib. Drei aufeinanderfolgende Stadien: wirkliches Leben mit der geistigen Welt; Leben, indem man sich selber schon als ein egoistisches Ich fühlt, in den Offenbarungen der geistigen Welt; Leben im Zusammenziehen des Weltenäthers.
[ 34 ] Es sind im wesentlichen drei Dinge, die wir da durchmachen. Erstens leben wir als Geistseele unter Geistseelen. Es ist ein wirkliches Miterleben der geistigen Welt. Zweitens leben wir in der Offenbarung der geistigen Welt. Die Individualitäten der einzelnen geistigen Wesenheiten sind gewissermaßen verschwommen, die geistige Welt offenbart sich uns als ein Ganzes. Wir nähern uns wiederum dem Mondenbereich, da aber erwacht unser Selbstgefühl, das schon die Vorbereitung für das irdische Selbstgefühl ist. Während wir in der geistigen Welt als ein geistiges Selbst bewußt werden, nicht nach der Erde begehren, fangen wir jetzt während der Offenbarungszeit an, nach der Erde zu begehren, ein starkes, schon nach der Erde geneigtes Selbstgefühl zu entwickeln. Und das dritte ist dann, wenn wir in den Mondenbereich eingetreten sind, wenn wir unseren Geistkeim abgegeben haben an die physische Welt, daß wir die Äthermaterie aus allen Himmeln zusammenziehen zum eigenen Ätherleib. Drei aufeinanderfolgende Stadien: wirkliches Leben mit der geistigen Welt; Leben, indem man sich selber schon als ein egoistisches Ich fühlt, in den Offenbarungen der geistigen Welt; Leben im Zusammenziehen des Weltenäthers.
[ 35 ] Davon kommen dann, wenn der Mensch in seinen physischen Leib eingezogen ist, die Abbilder zustande. Diese Abbilder stellen sich als etwas höchst Überraschendes heraus. Wir sehen das Kind. Wir sehen es in seinem physischen Leibe vor uns. Es entwickelt sich. Es ist ja das Wunderbarste, was wir sehen können in der physischen Welt, diese Entwickelung des Kindes. Wir sehen, wie es zuerst kriecht, wie es sich in die Gleichgewichtslage gegenüber der Welt versetzt. Wir nehmen das Gehenlernen wahr. Es ist ungeheuer viel mit diesem Gehenlernen verknüpft. Es ist ein ganzes Sich-Hineinbegeben in die Gleichgewichtslage der Welt. Es ist ein wirkliches Sich-Hineinversetzen des ganzen Kosmos in die drei Raumesrichtungen der Welt. Wie da das Kind eben erst die richtige menschliche Gleichgewichtslage innerhalb der Welt findet, das ist das erste Wunderbare.
[ 35 ] Davon kommen dann, wenn der Mensch in seinen physischen Leib eingezogen ist, die Abbilder zustande. Diese Abbilder stellen sich als etwas höchst Überraschendes heraus. Wir sehen das Kind. Wir sehen es in seinem physischen Leibe vor uns. Es entwickelt sich. Es ist ja das Wunderbarste, was wir sehen können in der physischen Welt, diese Entwickelung des Kindes. Wir sehen, wie es zuerst kriecht, wie es sich in die Gleichgewichtslage gegenüber der Welt versetzt. Wir nehmen das Gehenlernen wahr. Es ist ungeheuer viel mit diesem Gehenlernen verknüpft. Es ist ein ganzes Sich-Hineinbegeben in die Gleichgewichtslage der Welt. Es ist ein wirkliches Sich-Hineinversetzen des ganzen Kosmos in die drei Raumesrichtungen der Welt. Wie da das Kind eben erst die richtige menschliche Gleichgewichtslage innerhalb der Welt findet, das ist das erste Wunderbare.
[ 36 ] Das ist ein irdisches anspruchsloses Abbild desjenigen, was der Mensch in langen Jahrhunderten durchgemacht hat, indem er als Geist unter Geistern lebte. Da bekommt man eine große Ehrfurcht vor der Welt, wenn man die Welt so betrachtet, daß man das Kind sieht, wie es zuerst ungeschickt mit den Gliedern in aller Welt herumfuchtelt, wie das nach und nach verständig wird. Ja, das ist die Nachwirkung der Bewegungen, die wir als Geistwesen unter Geistwesen durch Jahrhunderte ausgeführt haben. Es ist wirklich etwas Wunderbares, in den einzelnen Bewegungen des Kindes, in dem Aufsuchen der Gleichgewichtslage die irdischen Nachwirkungen der himmlischen Bewegungen, die rein geistig ausgeführt werden als Geist unter Geistern, wieder zu sehen. So geschieht es ja regelmäßig beim Kinde. Wenn es anders geschieht, ist es etwas abnorm. Es kann auch eintreten, aber eigentlich sollte das Kind zuerst gehen lernen, zuerst sich ins Gleichgewicht bringen lernen und dann sprechen.
[ 36 ] Das ist ein irdisches anspruchsloses Abbild desjenigen, was der Mensch in langen Jahrhunderten durchgemacht hat, indem er als Geist unter Geistern lebte. Da bekommt man eine große Ehrfurcht vor der Welt, wenn man die Welt so betrachtet, daß man das Kind sieht, wie es zuerst ungeschickt mit den Gliedern in aller Welt herumfuchtelt, wie das nach und nach verständig wird. Ja, das ist die Nachwirkung der Bewegungen, die wir als Geistwesen unter Geistwesen durch Jahrhunderte ausgeführt haben. Es ist wirklich etwas Wunderbares, in den einzelnen Bewegungen des Kindes, in dem Aufsuchen der Gleichgewichtslage die irdischen Nachwirkungen der himmlischen Bewegungen, die rein geistig ausgeführt werden als Geist unter Geistern, wieder zu sehen. So geschieht es ja regelmäßig beim Kinde. Wenn es anders geschieht, ist es etwas abnorm. Es kann auch eintreten, aber eigentlich sollte das Kind zuerst gehen lernen, zuerst sich ins Gleichgewicht bringen lernen und dann sprechen.
[ 37 ] Und nun lebt sich das Kind mit der Sprache nachahmend ein in die Umgebung. Aber mit jedem Laute, mit jeder Wortbildung, die sich in dem Kinde ausbildet, haben wir einen anspruchslosen irdischen Anklang jenes Erlebnisses, das wir haben, wenn das Erleben des Geistigen Offenbarung wird, gewissermaßen sich zu einem einheitlichen Nebel zusammenbildet. Da wird aus den einzelnen Wesen der Welt, die wir vorher individuell erlebt haben, der Weltenlogos. Dieser Nebel ist ja der Weltenlogos. Und wenn aus dem Kinde heraus Wort für Wort kommt, so ist das das ausgesprochene irdische Nachbild jenes wunderbaren Weltentableaus, das der Mensch in der Offenbarungszeit durchmacht, bevor er wiederum in den Mondenbereich eintritt.
[ 37 ] Und nun lebt sich das Kind mit der Sprache nachahmend ein in die Umgebung. Aber mit jedem Laute, mit jeder Wortbildung, die sich in dem Kinde ausbildet, haben wir einen anspruchslosen irdischen Anklang jenes Erlebnisses, das wir haben, wenn das Erleben des Geistigen Offenbarung wird, gewissermaßen sich zu einem einheitlichen Nebel zusammenbildet. Da wird aus den einzelnen Wesen der Welt, die wir vorher individuell erlebt haben, der Weltenlogos. Dieser Nebel ist ja der Weltenlogos. Und wenn aus dem Kinde heraus Wort für Wort kommt, so ist das das ausgesprochene irdische Nachbild jenes wunderbaren Weltentableaus, das der Mensch in der Offenbarungszeit durchmacht, bevor er wiederum in den Mondenbereich eintritt.
[ 38 ] Und dann, wenn das Kind, nachdem es gehen und sprechen gelernt hat, die Gedanken allmählich entwickelt — denn das dritte sollte erst das Denkenlernen bei der regelmäßigen menschlichen Entwickelung sein —, da ist das ein Nachbild jener Verrichtungen, die der Mensch vollzogen hat, indem er den Weltenäther aus allen Weltengebieten zum eigenen Ätherleib zusammengeformt hat.
[ 38 ] Und dann, wenn das Kind, nachdem es gehen und sprechen gelernt hat, die Gedanken allmählich entwickelt — denn das dritte sollte erst das Denkenlernen bei der regelmäßigen menschlichen Entwickelung sein —, da ist das ein Nachbild jener Verrichtungen, die der Mensch vollzogen hat, indem er den Weltenäther aus allen Weltengebieten zum eigenen Ätherleib zusammengeformt hat.
[ 39 ] So schauen wir das Kind an, wie es in die Welt hereingetreten ist. Und in dieser Stufenfolge der drei anspruchslosen Verrichtungen, die es sich aneignet, in ein dynamisch-statisches Verhältnis zur Welt zu kommen, Gleichgewicht zu erhalten, was wir Gehenlernen nennen, Sprechenlernen, Denkenlernen, sehen wir die ganz zusammengefalteten, irdisch anspruchslosen Nachbilder desjenigen, was ins gewaltige Kosmische auseinandergerollt die Zustände darstellt, die zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchgemacht werden.
[ 39 ] So schauen wir das Kind an, wie es in die Welt hereingetreten ist. Und in dieser Stufenfolge der drei anspruchslosen Verrichtungen, die es sich aneignet, in ein dynamisch-statisches Verhältnis zur Welt zu kommen, Gleichgewicht zu erhalten, was wir Gehenlernen nennen, Sprechenlernen, Denkenlernen, sehen wir die ganz zusammengefalteten, irdisch anspruchslosen Nachbilder desjenigen, was ins gewaltige Kosmische auseinandergerollt die Zustände darstellt, die zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchgemacht werden.
[ 40 ] Erst dadurch, daß wir dieses geistige Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt kennenlernen, lernen wir auch kennen jenes Geheimnisvolle, das sich herausarbeitet aus dem tiefsten Inneren des Menschen, wenn das Kind zuerst ganz undifferenziert zur Welt kommt und immer differenzierter und differenzierter wird. So lernen wir die Welt begreifen als eine Offenbarung des Göttlichen, wenn wir in jedem einzelnen hindeuten können, wie es eine Offenbarung des Göttlichen ist.
[ 40 ] Erst dadurch, daß wir dieses geistige Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt kennenlernen, lernen wir auch kennen jenes Geheimnisvolle, das sich herausarbeitet aus dem tiefsten Inneren des Menschen, wenn das Kind zuerst ganz undifferenziert zur Welt kommt und immer differenzierter und differenzierter wird. So lernen wir die Welt begreifen als eine Offenbarung des Göttlichen, wenn wir in jedem einzelnen hindeuten können, wie es eine Offenbarung des Göttlichen ist.
[ 41 ] Von diesen Dingen und dann im Zusammenhange mit der Erdenentwickelung und mit der Bedeutung des Christus-Impulses in der Erdenentwickelung wollen wir in den nächsten Vorträgen sprechen.
[ 41 ] Von diesen Dingen und dann im Zusammenhange mit der Erdenentwickelung und mit der Bedeutung des Christus-Impulses in der Erdenentwickelung wollen wir in den nächsten Vorträgen sprechen.
