Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

An Anthroposophical Understanding
of the Psychic Human Being
GA 231

13 November 1923, The Hague

Translate the original German text into any language:

Erster Vortrag

Erster Vortrag

[ 1 ] Sie werden mit Recht annehmen, daß ich mit einer großen Befriedigung wiederum zu Ihnen hierher gekommen bin, um vor Ihnen und mit Ihnen Anthroposophisches zu besprechen. Es kann das natürlich selten genug geschehen, aber es wird ja auch möglich sein, daß manches gerade bei solchen Gelegenheiten wie richtunggebend ausgesprochen und dadurch Veranlassung gegeben wird zu weiterer Verarbeitung des Ausgesprochenen. Und das ist ja immer die Grundlage für ein Zusammensein auch dann, wenn wir dieses Zusammensein nicht räumlich verwirklichen können.

[ 1 ] Sie werden mit Recht annehmen, daß ich mit einer großen Befriedigung wiederum zu Ihnen hierher gekommen bin, um vor Ihnen und mit Ihnen Anthroposophisches zu besprechen. Es kann das natürlich selten genug geschehen, aber es wird ja auch möglich sein, daß manches gerade bei solchen Gelegenheiten wie richtunggebend ausgesprochen und dadurch Veranlassung gegeben wird zu weiterer Verarbeitung des Ausgesprochenen. Und das ist ja immer die Grundlage für ein Zusammensein auch dann, wenn wir dieses Zusammensein nicht räumlich verwirklichen können.

[ 2 ] Diesmal sind wir auch deshalb zusammengekommen, um bei dieser Gelegenheit die Holländische Anthroposophische Gesellschaft zu formen. Die Formung dieser einzelnen anthroposophischen Landesgesellschaften ist ja gegenüber den gegenwärtigen Verhältnissen notwendig, wenn wir eine möglichst individuelle, gute, gediegene Grundlage schaffen wollen für das, was wir in der Gegenwart brauchen. Die internationale Anthroposophische Gesellschaft, die dann zu Weihnachten in Dornach ihre Begründung finden soll, wird ja nur begründet werden können, wenn die einzelnen Landesgesellschaften dann in einer solchen Weise vertreten sein werden, daß ihre Vertreter wirklich, ich möchte sagen, das innerlich Substantielle der einzelnen anthroposophischen Individualitäten zum Ausdruck bringen können. Damit werden wir aber auch bei Begründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft etwas, was nun sehr notwendig ist, etwas sehr Wichtiges und Bedeutungsvolles, ausführen können. Wenn Sie mit mir fühlen können, wie wichtig diese Angelegenheiten für die Gegenwart sind, dann werden wir alle für diese Tage die richtige Stimmung aufbringen. Und aus dieser Stimmung heraus möchte ich für Ihre Worte herzlichst danken und Ihnen allen meinen allerherzlichsten Gruß für diese Tage sagen.

[ 2 ] Diesmal sind wir auch deshalb zusammengekommen, um bei dieser Gelegenheit die Holländische Anthroposophische Gesellschaft zu formen. Die Formung dieser einzelnen anthroposophischen Landesgesellschaften ist ja gegenüber den gegenwärtigen Verhältnissen notwendig, wenn wir eine möglichst individuelle, gute, gediegene Grundlage schaffen wollen für das, was wir in der Gegenwart brauchen. Die internationale Anthroposophische Gesellschaft, die dann zu Weihnachten in Dornach ihre Begründung finden soll, wird ja nur begründet werden können, wenn die einzelnen Landesgesellschaften dann in einer solchen Weise vertreten sein werden, daß ihre Vertreter wirklich, ich möchte sagen, das innerlich Substantielle der einzelnen anthroposophischen Individualitäten zum Ausdruck bringen können. Damit werden wir aber auch bei Begründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft etwas, was nun sehr notwendig ist, etwas sehr Wichtiges und Bedeutungsvolles, ausführen können. Wenn Sie mit mir fühlen können, wie wichtig diese Angelegenheiten für die Gegenwart sind, dann werden wir alle für diese Tage die richtige Stimmung aufbringen. Und aus dieser Stimmung heraus möchte ich für Ihre Worte herzlichst danken und Ihnen allen meinen allerherzlichsten Gruß für diese Tage sagen.

[ 3 ] Für diese internen Vorträge ist ja das Thema in Aussicht genommen: «Der übersinnliche Mensch, wie er anthroposophisch erfaßt werden kann», und wir werden versuchen, dieses übersinnliche Erkennen und Begreifen des Menschen nach den verschiedensten Seiten hin hier zum Ausdruck zu bringen. Ich möchte, da wir nur eine kleine Anzahl von Vorträgen haben können, gleich heute sozusagen in die Mitte der Betrachtung hineinschreiten.

[ 3 ] Für diese internen Vorträge ist ja das Thema in Aussicht genommen: «Der übersinnliche Mensch, wie er anthroposophisch erfaßt werden kann», und wir werden versuchen, dieses übersinnliche Erkennen und Begreifen des Menschen nach den verschiedensten Seiten hin hier zum Ausdruck zu bringen. Ich möchte, da wir nur eine kleine Anzahl von Vorträgen haben können, gleich heute sozusagen in die Mitte der Betrachtung hineinschreiten.

[ 4 ] Wenn wir von dem übersinnlichen Menschen sprechen, so setzen wir uns dadurch sogleich in einen Gegensatz zu der Art und Weise, wie man in der Gegenwart vom Menschen spricht. Man spricht eigentlich schon seit langer Zeit auch dann, wenn man idealistisch gesinnt ist, nicht von dem «übersinnlichen» Menschen. Man spricht nicht von demjenigen Menschen, der durch Geburten und Tode geht, in der gebräuchlichen Bildung, in der gebräuchlichen Erkenntnis der Gegenwart. Denn es ist ja im Laufe von Jahrhunderten wie etwas Selbstverständliches geworden, das den Kindern schon in der Schule eingeimpft wird, daß die neuere Weltanschauung gezeigt habe, wie die Erde etwas wie ein Staubkörnchen im Weltenall sei. Auf diesem Staubkörnchen bewegt sich mit einer rasenden Geschwindigkeit durch die Welt, als ein selbstverständlich noch viel kleineres Staubkörnchen, der im Weltensinne unbedeutende Mensch. Indem aber sozusagen diese Anschauung von dem irdischen Staubkörnchen in alle Verstande und damit auch in alle Herzen eingezogen ist, hat man damit heute ganz und gar die Möglichkeit verloren, den Menschen auf dasjenige zu beziehen, was außerhalb des Irdischen liegt. Und mit einer wirklich unverkennbaren Deutlichkeit, wenn sich die Menschen dies auch nicht klar machen, wenn es ihnen auch im Unbewußten bleibt, spricht heute zum Menschengemüt etwas, was den Menschen geradezu energisch auffordert, wieder den Blick zum Übersinnlichen seines Wesens — und damit zum Wesen der Welt — zu richten. Denn wir haben ja im Laufe der letzten Jahrhunderte den Materialismus auch für die Menschenerkenntnis bekommen. Was ist denn dieser Materialismus?

[ 4 ] Wenn wir von dem übersinnlichen Menschen sprechen, so setzen wir uns dadurch sogleich in einen Gegensatz zu der Art und Weise, wie man in der Gegenwart vom Menschen spricht. Man spricht eigentlich schon seit langer Zeit auch dann, wenn man idealistisch gesinnt ist, nicht von dem «übersinnlichen» Menschen. Man spricht nicht von demjenigen Menschen, der durch Geburten und Tode geht, in der gebräuchlichen Bildung, in der gebräuchlichen Erkenntnis der Gegenwart. Denn es ist ja im Laufe von Jahrhunderten wie etwas Selbstverständliches geworden, das den Kindern schon in der Schule eingeimpft wird, daß die neuere Weltanschauung gezeigt habe, wie die Erde etwas wie ein Staubkörnchen im Weltenall sei. Auf diesem Staubkörnchen bewegt sich mit einer rasenden Geschwindigkeit durch die Welt, als ein selbstverständlich noch viel kleineres Staubkörnchen, der im Weltensinne unbedeutende Mensch. Indem aber sozusagen diese Anschauung von dem irdischen Staubkörnchen in alle Verstande und damit auch in alle Herzen eingezogen ist, hat man damit heute ganz und gar die Möglichkeit verloren, den Menschen auf dasjenige zu beziehen, was außerhalb des Irdischen liegt. Und mit einer wirklich unverkennbaren Deutlichkeit, wenn sich die Menschen dies auch nicht klar machen, wenn es ihnen auch im Unbewußten bleibt, spricht heute zum Menschengemüt etwas, was den Menschen geradezu energisch auffordert, wieder den Blick zum Übersinnlichen seines Wesens — und damit zum Wesen der Welt — zu richten. Denn wir haben ja im Laufe der letzten Jahrhunderte den Materialismus auch für die Menschenerkenntnis bekommen. Was ist denn dieser Materialismus?

[ 5 ] Der Materialismus ist die Weltanschauung, die den Menschen betrachtet insofern er hervorgegangen ist aus den Substanzen und Kräften dieser Erde. Und wenn auch mancher betont, der Mensch bestehe nicht bloß aus den Substanzen und Kräften dieser Erde, so haben wir doch keine Wissenschaft, die sich mit dem am Menschen beschäftigt, was nicht aus den Substanzen und Kräften dieser Erde kommt. Deshalb ist heute die Behauptung von vielen, die es von ihrem Standpunkt aus gut meinen, daß irgendwie das Ewige in dem Menschen dennoch verstanden werden könne, eine nicht ganz ehrliche. Dieser Materialismus ist ja nicht bloß da zum Widerlegen. Es ist heute schon etwas durchaus Dilettantisches, den Materialismus immer nur widerlegen zu wollen. Die theoretischen Anschauungen, die sich auf den Materialismus berufen, die eine geistige Welt entweder in Zweifel ziehen oder ganz ableugnen, oder wenigstens die Erkenntnis von ihr in Zweifel ziehen oder ableugnen, diese Gesichtspunkte sind ja nicht das, was in erster Linie in Betracht kommt. Sondern was da in erster Linie in Betracht kommt, ist das ungeheuer Imponierende, das Bedeutungsvolle des Materialismus. Was nützt es denn schließlich, wenn die Leute aus irgendeinem Gemütszustande oder aus der relgiösen Tradition heraus sagen, das Denken des Menschen, das Fühlen des Menschen, das Wollen des Menschen müsse doch etwas Selbständiges sein außerhalb des Gehirns, und die Wissenschaft der heutigen Zeit kommt dann und trägt — entweder durch das eine oder das andere Mittel, meistens dadurch, daß man an pathologischen Zuständen Gehirnforschung anstellt — Stück für Stück vom Gehirn ab und trägt damit scheinbar auch Stück für Stück die Seele des Menschen ab? Was nützt es weiter, wenn wir aus irgendeinem Gemütszustande ‚oder aus der religiösen Tradition heraus von der Unsterblichkeit des Seelenlebens sprechen — und wenn dieses Seelenleben zum Beispiel erkrankt ist, uns gar nichts anderes einfallen kann, als zunächst an die Heilung des Gehirns oder des Nervensystems überhaupt zu denken? Das alles aber hat uns der Materialismus gebracht. Und viele, die heute den Materialismus widerlegen wollen, wissen eigentlich nicht, was sie tun; denn sie ahnen nicht, welche ungeheuere Bedeutung die Detailkenntnisse haben, die der Materialismus gebracht hat. Und sie ahnen nicht, was für eine Konsequenz für das Ganze der Menschenerkenntnis der Materialismus gebracht hat.

[ 5 ] Der Materialismus ist die Weltanschauung, die den Menschen betrachtet insofern er hervorgegangen ist aus den Substanzen und Kräften dieser Erde. Und wenn auch mancher betont, der Mensch bestehe nicht bloß aus den Substanzen und Kräften dieser Erde, so haben wir doch keine Wissenschaft, die sich mit dem am Menschen beschäftigt, was nicht aus den Substanzen und Kräften dieser Erde kommt. Deshalb ist heute die Behauptung von vielen, die es von ihrem Standpunkt aus gut meinen, daß irgendwie das Ewige in dem Menschen dennoch verstanden werden könne, eine nicht ganz ehrliche. Dieser Materialismus ist ja nicht bloß da zum Widerlegen. Es ist heute schon etwas durchaus Dilettantisches, den Materialismus immer nur widerlegen zu wollen. Die theoretischen Anschauungen, die sich auf den Materialismus berufen, die eine geistige Welt entweder in Zweifel ziehen oder ganz ableugnen, oder wenigstens die Erkenntnis von ihr in Zweifel ziehen oder ableugnen, diese Gesichtspunkte sind ja nicht das, was in erster Linie in Betracht kommt. Sondern was da in erster Linie in Betracht kommt, ist das ungeheuer Imponierende, das Bedeutungsvolle des Materialismus. Was nützt es denn schließlich, wenn die Leute aus irgendeinem Gemütszustande oder aus der relgiösen Tradition heraus sagen, das Denken des Menschen, das Fühlen des Menschen, das Wollen des Menschen müsse doch etwas Selbständiges sein außerhalb des Gehirns, und die Wissenschaft der heutigen Zeit kommt dann und trägt — entweder durch das eine oder das andere Mittel, meistens dadurch, daß man an pathologischen Zuständen Gehirnforschung anstellt — Stück für Stück vom Gehirn ab und trägt damit scheinbar auch Stück für Stück die Seele des Menschen ab? Was nützt es weiter, wenn wir aus irgendeinem Gemütszustande ‚oder aus der religiösen Tradition heraus von der Unsterblichkeit des Seelenlebens sprechen — und wenn dieses Seelenleben zum Beispiel erkrankt ist, uns gar nichts anderes einfallen kann, als zunächst an die Heilung des Gehirns oder des Nervensystems überhaupt zu denken? Das alles aber hat uns der Materialismus gebracht. Und viele, die heute den Materialismus widerlegen wollen, wissen eigentlich nicht, was sie tun; denn sie ahnen nicht, welche ungeheuere Bedeutung die Detailkenntnisse haben, die der Materialismus gebracht hat. Und sie ahnen nicht, was für eine Konsequenz für das Ganze der Menschenerkenntnis der Materialismus gebracht hat.

[ 6 ] Das wollen wir uns einmal als Ausgangspunkt vor die Seele stellen. Wir schauen den Menschen an, so wie ihn die heutige Wissenschaft erkennen kann, und gehen dabei ganz ehrlich zu Werke. Dann wird sich uns etwas offenbaren. Aus allem, was Physiologie, Biologie, Chemie und so weiter aufbringen können, um den Menschen zu erklären, wird man erkennen, wie die verschiedenen Stoffe und Kräfte der Welt und der Erde sich zusammensetzen, um aufzubauen Muskeln, Nervensystem, Blutsystem, aufzubauen die einzelnen Sinne und so weiter — kurz, den ganzen Menschen, von dem die heutige Wissenschaft spricht. Es liegt dabei ein eigentümliches Faktum vor. Wir gehen zunächst so an diese Wissenschaft heran, wie sie heute, mit Recht, am erfolgreichsten auftritt. Wir nehmen zum Beispiel jene Menschenkenntnis, die dem zugrunde liegt, was heute der Arzt an der Hochschule als Grundlage seines Heilens lernen muß. Wir nehmen das, was er zunächst in den vorbereitenden Wissenschaften, was er dann in den für die Medizin grundlegenden Wissenschaften über den Menschen erfährt. Wir denken uns das alles gewissermaßen in ein Handbuch zusammengefaßt, was der Arzt lernen muß über den Menschen. Und da ist ja alles zusammengefaßt — wenn es auch ein Kompendium ist —, was man wissen muß über den Menschen, zusammengefaßt bis zu der Stufe, wo der Arzt dann zu seinen Spezialerkenntnissen übergeht. Und wir fragen uns: Was ist das? Was erkennt man da vom Menschen?

[ 6 ] Das wollen wir uns einmal als Ausgangspunkt vor die Seele stellen. Wir schauen den Menschen an, so wie ihn die heutige Wissenschaft erkennen kann, und gehen dabei ganz ehrlich zu Werke. Dann wird sich uns etwas offenbaren. Aus allem, was Physiologie, Biologie, Chemie und so weiter aufbringen können, um den Menschen zu erklären, wird man erkennen, wie die verschiedenen Stoffe und Kräfte der Welt und der Erde sich zusammensetzen, um aufzubauen Muskeln, Nervensystem, Blutsystem, aufzubauen die einzelnen Sinne und so weiter — kurz, den ganzen Menschen, von dem die heutige Wissenschaft spricht. Es liegt dabei ein eigentümliches Faktum vor. Wir gehen zunächst so an diese Wissenschaft heran, wie sie heute, mit Recht, am erfolgreichsten auftritt. Wir nehmen zum Beispiel jene Menschenkenntnis, die dem zugrunde liegt, was heute der Arzt an der Hochschule als Grundlage seines Heilens lernen muß. Wir nehmen das, was er zunächst in den vorbereitenden Wissenschaften, was er dann in den für die Medizin grundlegenden Wissenschaften über den Menschen erfährt. Wir denken uns das alles gewissermaßen in ein Handbuch zusammengefaßt, was der Arzt lernen muß über den Menschen. Und da ist ja alles zusammengefaßt — wenn es auch ein Kompendium ist —, was man wissen muß über den Menschen, zusammengefaßt bis zu der Stufe, wo der Arzt dann zu seinen Spezialerkenntnissen übergeht. Und wir fragen uns: Was ist das? Was erkennt man da vom Menschen?

[ 7 ] Man erkennt außerordentlich viel, man erkennt alles, was man heute erkennen kann. Denn gehen wir irgendwo von dieser Ecke aus in eine andere Ecke und schauen bei den Psychologen, bei den Seelenerkennern nach, dann wird die Geschichte eigentlich recht zweifelhaft, recht fragwürdig. Da wird man sogleich gewahr, daß in der Naturwissenschaft, die zum Beispiel dem ernsten Studium zugrunde gelegt wird, gediegene Forschungsresultate enthalten sind. Sie sind so gediegen, daß zumeist jene, die sie vortragen, gar nicht der Gediegenheit gewachsen sind. Die Studenten langweilen sich zumeist fürchterlich bei den Dingen, die als Vorbereitung zum Studium an sie herangebracht werden. Das liegt aber nicht an der Naturwissenschaft, sondern das liegt nur an denen, die sie behandeln. Man sollte daher nie von der «langweiligen Naturwissenschaft», sondern nur von den «langweiligen Professoren» reden. An der Naturwissenschaft liegt es wirklich nicht, die bietet tatsächlich Gediegenes. Ich möchte sagen: Wenn die Leute, die heute oftmals Naturwissenschaft vorbringen, noch so sehr von allen guten Geistern verlassen sind — die Naturwissenschaft selbst, sie arbeitet mit guten Geistern!

[ 7 ] Man erkennt außerordentlich viel, man erkennt alles, was man heute erkennen kann. Denn gehen wir irgendwo von dieser Ecke aus in eine andere Ecke und schauen bei den Psychologen, bei den Seelenerkennern nach, dann wird die Geschichte eigentlich recht zweifelhaft, recht fragwürdig. Da wird man sogleich gewahr, daß in der Naturwissenschaft, die zum Beispiel dem ernsten Studium zugrunde gelegt wird, gediegene Forschungsresultate enthalten sind. Sie sind so gediegen, daß zumeist jene, die sie vortragen, gar nicht der Gediegenheit gewachsen sind. Die Studenten langweilen sich zumeist fürchterlich bei den Dingen, die als Vorbereitung zum Studium an sie herangebracht werden. Das liegt aber nicht an der Naturwissenschaft, sondern das liegt nur an denen, die sie behandeln. Man sollte daher nie von der «langweiligen Naturwissenschaft», sondern nur von den «langweiligen Professoren» reden. An der Naturwissenschaft liegt es wirklich nicht, die bietet tatsächlich Gediegenes. Ich möchte sagen: Wenn die Leute, die heute oftmals Naturwissenschaft vorbringen, noch so sehr von allen guten Geistern verlassen sind — die Naturwissenschaft selbst, sie arbeitet mit guten Geistern!

[ 8 ] Aber gehen wir dann von dem, was da als Ergebnisse von außerordentlich gediegener Forschung dargeboten werden kann, etwa zu den Psychologen und Philosophen, und sehen wir, wie diese über die Seele oder gar über das Ewige im Menschen sprechen, dann werden wir bald gewahr, wenn wir über das, was traditionell von früheren Zeiten Überkommenes ist, hinausgehen — es sind Worte, nichts als Worte, mit denen der Mensch eigentlich nichts anfangen kann. Wenn der Mensch heute mit seinen tiefsten Seelenbedürfnissen an eine Philosophie oder Psychologie herangeht, so wird er das nicht nur langweilig finden müssen, sondern er findet überhaupt nichts mehr über das, wonach man fragt.

[ 8 ] Aber gehen wir dann von dem, was da als Ergebnisse von außerordentlich gediegener Forschung dargeboten werden kann, etwa zu den Psychologen und Philosophen, und sehen wir, wie diese über die Seele oder gar über das Ewige im Menschen sprechen, dann werden wir bald gewahr, wenn wir über das, was traditionell von früheren Zeiten Überkommenes ist, hinausgehen — es sind Worte, nichts als Worte, mit denen der Mensch eigentlich nichts anfangen kann. Wenn der Mensch heute mit seinen tiefsten Seelenbedürfnissen an eine Philosophie oder Psychologie herangeht, so wird er das nicht nur langweilig finden müssen, sondern er findet überhaupt nichts mehr über das, wonach man fragt.

[ 9 ] Daher kann man sagen: Wirkliche Erkenntnis bietet heute dem, der sie sucht, eigentlich nur die Naturwissenschaft. Aber was lehrt die Naturwissenschaft vom Menschen? Sie lehrt das, was am Menschen mit der Geburt oder Empfängnis entsteht und mit dem Tode vergeht. Nichts anderes! Wenn man ehrlich sein will, so hat sie nichts anderes. Daher ist es für den, der auf diesem Gebiete ehrlich sein will, nicht anders möglich, als seinen Blick auf das zu richten, was heute nicht mit den üblichen naturwissenschaftlichen Mitteln erreicht werden kann, das heißt, eine wirkliche Seelen- und Geisteswissenschaft zu begründen, die wiederum auf einer Erfahrung und Beobachtung von Geistigem beruht, wie die alte Geisteserkenntnis. Und das kann nicht anders geschehen als mit den Mitteln, die Sie angegeben finden in meinen Büchern «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», «Die Geheimwissenschaft» und anderen, indem sich der Mensch dadurch in die Möglichkeit versetzt, das Geistige wirklich zu schauen und darüber so zu sprechen, wie er über das spricht, was im Sinnlich-Materiellen vorliegt und zu einer gediegenen Naturwissenschaft geführt hat. Alles, was auf der Erde den Sinnen gegeben ist, was herangebracht werden kann an das Experiment, das ist natürlich noch nicht abgeschlossen, aber es ist auf gutem Wege. Doch das alles liefert nur Erkenntnisse über den vergänglichen, den sinnlichen, den zeitlichen Menschen. Daher können wir gar nicht über das Irdische hinausschauen, wenn wir mit diesen Mitteln den Menschen erfassen wollen. Denn schauen wir bloß auf das Irdische, so schauen wir nur auf das, was vom Menschen vergänglich ist.

[ 9 ] Daher kann man sagen: Wirkliche Erkenntnis bietet heute dem, der sie sucht, eigentlich nur die Naturwissenschaft. Aber was lehrt die Naturwissenschaft vom Menschen? Sie lehrt das, was am Menschen mit der Geburt oder Empfängnis entsteht und mit dem Tode vergeht. Nichts anderes! Wenn man ehrlich sein will, so hat sie nichts anderes. Daher ist es für den, der auf diesem Gebiete ehrlich sein will, nicht anders möglich, als seinen Blick auf das zu richten, was heute nicht mit den üblichen naturwissenschaftlichen Mitteln erreicht werden kann, das heißt, eine wirkliche Seelen- und Geisteswissenschaft zu begründen, die wiederum auf einer Erfahrung und Beobachtung von Geistigem beruht, wie die alte Geisteserkenntnis. Und das kann nicht anders geschehen als mit den Mitteln, die Sie angegeben finden in meinen Büchern «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», «Die Geheimwissenschaft» und anderen, indem sich der Mensch dadurch in die Möglichkeit versetzt, das Geistige wirklich zu schauen und darüber so zu sprechen, wie er über das spricht, was im Sinnlich-Materiellen vorliegt und zu einer gediegenen Naturwissenschaft geführt hat. Alles, was auf der Erde den Sinnen gegeben ist, was herangebracht werden kann an das Experiment, das ist natürlich noch nicht abgeschlossen, aber es ist auf gutem Wege. Doch das alles liefert nur Erkenntnisse über den vergänglichen, den sinnlichen, den zeitlichen Menschen. Daher können wir gar nicht über das Irdische hinausschauen, wenn wir mit diesen Mitteln den Menschen erfassen wollen. Denn schauen wir bloß auf das Irdische, so schauen wir nur auf das, was vom Menschen vergänglich ist.

[ 10 ] Das ist aber, wie wir noch sehen werden, das, was aus sich überhaupt nicht verstanden werden kann. Damit werden wir aufgefordert, von der Erde abzusehen und in die Erdenumgebung zu schen. Aber wenn die heutige Wissenschaft in die Erdenumgebung sieht, berechnet sie höchstens die Entfernung der Sterne, sie beschreibt die Wege der Sterne, richtet das Spektroskop nach den Sternen und sagt, inwiefern die Lichterscheinungen, die da zutage treten, darauf schlieBen lassen, daß die Sterne dieselben Stoffe in sich hätten, wie sie auf der Erde verbreitet sind. Diese Wissenschaft vom Überirdischen, vom Außerirdischen kommt ja selbst nicht über die Erde hinaus, sie kann das nicht. Und so möchte ich Ihnen denn heute zum Ausgangspunkte einiges hinstellen, was sich in den einzelnen Ausführungen immer mehr und mehr bewahrheiten wird.

[ 10 ] Das ist aber, wie wir noch sehen werden, das, was aus sich überhaupt nicht verstanden werden kann. Damit werden wir aufgefordert, von der Erde abzusehen und in die Erdenumgebung zu schen. Aber wenn die heutige Wissenschaft in die Erdenumgebung sieht, berechnet sie höchstens die Entfernung der Sterne, sie beschreibt die Wege der Sterne, richtet das Spektroskop nach den Sternen und sagt, inwiefern die Lichterscheinungen, die da zutage treten, darauf schlieBen lassen, daß die Sterne dieselben Stoffe in sich hätten, wie sie auf der Erde verbreitet sind. Diese Wissenschaft vom Überirdischen, vom Außerirdischen kommt ja selbst nicht über die Erde hinaus, sie kann das nicht. Und so möchte ich Ihnen denn heute zum Ausgangspunkte einiges hinstellen, was sich in den einzelnen Ausführungen immer mehr und mehr bewahrheiten wird.

[ 11 ] Richten wir den Blick, statt mit der gegenwärtigen Wissenschaft auf die Erde, hinaus in das, was sich außerhalb des Irdischen den Sinnen darbietet, richten wir den Blick in die Sternenwelt hinaus, so treffen wir zunächst das Planetensystem, diejenigen Himmelskörper, die sich in einer gewissen Beziehung erweisen als zusammengehörig mit der Erde; die Bewegungen ausführen, von denen man heute glaubt gefunden zu haben, daß sie ähnlich der Erdbewegung Bewegungen um die Sonne sind — und Bewegungen, die ausgeführt werden im Weltenraume mit der Sonne zugleich in irgendeiner Richtung und so weiter. Ja, das ist das, was sich heute beobachten und errechnen läßt. Aber das gibt nichts, was man irgendwie an den Menschen heranbringen kann. Man könnte sagen: Man hat nichts von dieser Beobachtung für den Menschen.

[ 11 ] Richten wir den Blick, statt mit der gegenwärtigen Wissenschaft auf die Erde, hinaus in das, was sich außerhalb des Irdischen den Sinnen darbietet, richten wir den Blick in die Sternenwelt hinaus, so treffen wir zunächst das Planetensystem, diejenigen Himmelskörper, die sich in einer gewissen Beziehung erweisen als zusammengehörig mit der Erde; die Bewegungen ausführen, von denen man heute glaubt gefunden zu haben, daß sie ähnlich der Erdbewegung Bewegungen um die Sonne sind — und Bewegungen, die ausgeführt werden im Weltenraume mit der Sonne zugleich in irgendeiner Richtung und so weiter. Ja, das ist das, was sich heute beobachten und errechnen läßt. Aber das gibt nichts, was man irgendwie an den Menschen heranbringen kann. Man könnte sagen: Man hat nichts von dieser Beobachtung für den Menschen.

[ 12 ] Übersinnliches Schauen führt sogleich auf etwas anderes. Da richten wir den Blick hinaus darauf, wie die der Erde nächsten Planeten außerhalb der Erde stehen: Saturn, Jupiter, Mars, dann die Erde selbst, Merkur, Venus, Mond. Da rechnen wir den Mond nicht bloß zu den Nebenplaneten, sondern zu dem, was planetarisch der Erde gleichgesetzt werden kann. In bezug auf die Planeten errechnet nun die heutige Wissenschaft, daß zum Beispiel der Saturn, der einen weiten Weg zu machen hat, sehr lange Zeit braucht, dreißig Jahre, um herumzugehen um die Sonne, daß der Jupiter schon viel weniger braucht, Mars noch weniger. Wir schauen also einmal nach dem gestirnten Himmel hinaus, sehen einen Stern, einen Planeten, an einem bestimmten Ort, an einem bestimmten Punkt, irgendwo sehen wir einen anderen Planeten, den Saturn, den Jupiter, und so fort. Alles was sich da dem sinnlichen Auge zunächst zeigt, dort der Jupiter, da der Saturn, das alles hat auch eine Äthersphäre, das alles ist in eine feine Substantialität, in den Äther eingebettet. Kann man den Äther mitschauen, so sieht man, wie zum Beispiel der Saturn, dieser so merkwürdig gestaltete Planet — die Kugel für den äußeren Anblick, die Ringe ringsherum —, wie dieser Saturn um sich herum im Äther etwas ausführt. Dieser Saturn ist nicht untätig gegenüber dem Äther, der die ganze planetarische Sphäre einhüllt und enthält; dieser Saturn strahlt, wenn man ihn geistig anschaut, Kräfte aus, er strahlt etwas aus, was sich als Gestaltung wahrnehmen läßt. Was sich physisch am Saturn zeigt, ist ja nur ein Teil, ist sogar etwas, was vor der geistigen Anschauung nach und nach verschwindet. Von der geistigen Anschauung hat man das Gefühl, die Geister der Welt wollen uns den Saturn an seinen Ort hinstellen, damit wir eine Richtlinie haben, wo wir hinschauen sollen. Schauen wir aber mit dem geistigen Auge hin, dann ist es so, wie wenn einer etwas auf eine Tafel zeichnete, nur um einen Anhaltspunkt zu geben, dann ringsherum etwas hinzeichnete und dann diese Anhaltspunkte wieder auslöschte. Das geschieht in der geistigen Anschauung von selbst: Der Saturn wird ausgelöscht, was aber ringsherum ist, wird immer deutlicher und deutlicher. Das spricht eine wunderbare Sprache. Und hat man es dahin gebracht, daß der Saturn ausgelöscht wird und man das schaut, was sich in den Äther hineinarbeitet, dann dehnt sich dies aus bis an den Jupiter. Der Jupiter macht es wiederum so. Er löscht sich ebenfalls aus; was sich in den Äther hineinarbeitet, dehnt sich aus, sogar sehr weit, und es entsteht wieder eine Gestaltung im Äther, die mit der Gestaltung des Saturn zusammen ein Bild gibt. Und dann kommt man zum Mars, da ist es wiederum so. Dann kommt man zur Sonne. Da ist es aber so, daß, während die äußere, die physische Sonne blendet, dies bei der geistigen Sonne nicht der Fall ist, da löscht sich alles Blendende mit der geistigen Sonne rasch aus. Und man bekommt mit allem, was sich da in den Äther hineinzeichnet, ein ungeheuer lebendiges Bild bis hin zum Merkur, zur Venus, zum Mond.

[ 12 ] Übersinnliches Schauen führt sogleich auf etwas anderes. Da richten wir den Blick hinaus darauf, wie die der Erde nächsten Planeten außerhalb der Erde stehen: Saturn, Jupiter, Mars, dann die Erde selbst, Merkur, Venus, Mond. Da rechnen wir den Mond nicht bloß zu den Nebenplaneten, sondern zu dem, was planetarisch der Erde gleichgesetzt werden kann. In bezug auf die Planeten errechnet nun die heutige Wissenschaft, daß zum Beispiel der Saturn, der einen weiten Weg zu machen hat, sehr lange Zeit braucht, dreißig Jahre, um herumzugehen um die Sonne, daß der Jupiter schon viel weniger braucht, Mars noch weniger. Wir schauen also einmal nach dem gestirnten Himmel hinaus, sehen einen Stern, einen Planeten, an einem bestimmten Ort, an einem bestimmten Punkt, irgendwo sehen wir einen anderen Planeten, den Saturn, den Jupiter, und so fort. Alles was sich da dem sinnlichen Auge zunächst zeigt, dort der Jupiter, da der Saturn, das alles hat auch eine Äthersphäre, das alles ist in eine feine Substantialität, in den Äther eingebettet. Kann man den Äther mitschauen, so sieht man, wie zum Beispiel der Saturn, dieser so merkwürdig gestaltete Planet — die Kugel für den äußeren Anblick, die Ringe ringsherum —, wie dieser Saturn um sich herum im Äther etwas ausführt. Dieser Saturn ist nicht untätig gegenüber dem Äther, der die ganze planetarische Sphäre einhüllt und enthält; dieser Saturn strahlt, wenn man ihn geistig anschaut, Kräfte aus, er strahlt etwas aus, was sich als Gestaltung wahrnehmen läßt. Was sich physisch am Saturn zeigt, ist ja nur ein Teil, ist sogar etwas, was vor der geistigen Anschauung nach und nach verschwindet. Von der geistigen Anschauung hat man das Gefühl, die Geister der Welt wollen uns den Saturn an seinen Ort hinstellen, damit wir eine Richtlinie haben, wo wir hinschauen sollen. Schauen wir aber mit dem geistigen Auge hin, dann ist es so, wie wenn einer etwas auf eine Tafel zeichnete, nur um einen Anhaltspunkt zu geben, dann ringsherum etwas hinzeichnete und dann diese Anhaltspunkte wieder auslöschte. Das geschieht in der geistigen Anschauung von selbst: Der Saturn wird ausgelöscht, was aber ringsherum ist, wird immer deutlicher und deutlicher. Das spricht eine wunderbare Sprache. Und hat man es dahin gebracht, daß der Saturn ausgelöscht wird und man das schaut, was sich in den Äther hineinarbeitet, dann dehnt sich dies aus bis an den Jupiter. Der Jupiter macht es wiederum so. Er löscht sich ebenfalls aus; was sich in den Äther hineinarbeitet, dehnt sich aus, sogar sehr weit, und es entsteht wieder eine Gestaltung im Äther, die mit der Gestaltung des Saturn zusammen ein Bild gibt. Und dann kommt man zum Mars, da ist es wiederum so. Dann kommt man zur Sonne. Da ist es aber so, daß, während die äußere, die physische Sonne blendet, dies bei der geistigen Sonne nicht der Fall ist, da löscht sich alles Blendende mit der geistigen Sonne rasch aus. Und man bekommt mit allem, was sich da in den Äther hineinzeichnet, ein ungeheuer lebendiges Bild bis hin zum Merkur, zur Venus, zum Mond.

[ 13 ] So haben wir die verschiedenen Teilbilder, und Sie können nun sagen: Diese Bilder sind natürlich zu manchen Zeiten so, daß der Saturn zum Beispiel bei seiner Bewegung zuweilen an einem Orte steht, wo er mit dem Bilde des Jupiter nicht zusammenkommen kann. Aber merkwürdigerweise ist auch dafür gesorgt, denn das, was man da sieht, das formt sich nämlich in einer merkwürdigen Weise zusammen. Es gibt eine Linie in der Erde: wenn man die von einem bestimmten Punkte, der im Osten von uns, in Asien liegt, durch den Erdenmittelpunkt nach der anderen Seite zieht und dann hinausverlängert ins Weltenall, dann wird diese Linie außerordentlich bedeutsam für das ganze Schauen. Ist der Saturn außerhalb dieser Linie, so ist man veranlaßt, das Bild, das man von ihm bekommen hat, bis zu dieser Linie hinüberzutragen. Da fixiert es sich. Diese Bilder fixieren sich immer für das Anschauen durch diese Linie. (Es wird gezeichnet.) Also, wenn man irgendwo das Jupiter- oder Saturnbild sieht gewiß, man muß sie sich aufsuchen, aber dann fixieren sie sich durch diese Linie. Man bekommt auf diese Weise ein ganz einheitliches Bild. Unser Planetensystem gibt uns, wenn wir es auf diese Weise schauen, ein einheitlich gestaltetes Bild. Und wissen Sie, was dieses einheitlich gestaltete Bild ist? Man enträtselt es sich und kommt darauf, was es ist: Dieses Bild gibt uns einen allgemeinen Abdruck von dem, was menschliche Haut ist mit Einschluß der Sinnesorgane. Wenn Sie vom Menschen die Haut nehmen mit Einschluß der Sinnesorgane und Sie versuchen sich davon das Himmelsbild zu zeichnen, so ist es das, was ich jetzt eben beschrieben habe. Es zeichnet das Planetensystem in den kosmischen Äther hinein das, was im Menschen, spezialisiert durch die Erdenverhältnisse, vorhanden ist in dem Raumesbild der Hautoberfläche mit Einschluß der Sinnesorgane. Da haben wir das erste: Wir schließen den Menschen, der auf der Erde steht, seiner Gestalt nach, die ihm gegeben wird durch die Formen seiner Hautumhüllung, an das Planetensystem an, das in den Äther hinein das Himmels-Urbild des irdischen Menschen gestaltet, bildet, formt.

[ 13 ] So haben wir die verschiedenen Teilbilder, und Sie können nun sagen: Diese Bilder sind natürlich zu manchen Zeiten so, daß der Saturn zum Beispiel bei seiner Bewegung zuweilen an einem Orte steht, wo er mit dem Bilde des Jupiter nicht zusammenkommen kann. Aber merkwürdigerweise ist auch dafür gesorgt, denn das, was man da sieht, das formt sich nämlich in einer merkwürdigen Weise zusammen. Es gibt eine Linie in der Erde: wenn man die von einem bestimmten Punkte, der im Osten von uns, in Asien liegt, durch den Erdenmittelpunkt nach der anderen Seite zieht und dann hinausverlängert ins Weltenall, dann wird diese Linie außerordentlich bedeutsam für das ganze Schauen. Ist der Saturn außerhalb dieser Linie, so ist man veranlaßt, das Bild, das man von ihm bekommen hat, bis zu dieser Linie hinüberzutragen. Da fixiert es sich. Diese Bilder fixieren sich immer für das Anschauen durch diese Linie. (Es wird gezeichnet.) Also, wenn man irgendwo das Jupiter- oder Saturnbild sieht gewiß, man muß sie sich aufsuchen, aber dann fixieren sie sich durch diese Linie. Man bekommt auf diese Weise ein ganz einheitliches Bild. Unser Planetensystem gibt uns, wenn wir es auf diese Weise schauen, ein einheitlich gestaltetes Bild. Und wissen Sie, was dieses einheitlich gestaltete Bild ist? Man enträtselt es sich und kommt darauf, was es ist: Dieses Bild gibt uns einen allgemeinen Abdruck von dem, was menschliche Haut ist mit Einschluß der Sinnesorgane. Wenn Sie vom Menschen die Haut nehmen mit Einschluß der Sinnesorgane und Sie versuchen sich davon das Himmelsbild zu zeichnen, so ist es das, was ich jetzt eben beschrieben habe. Es zeichnet das Planetensystem in den kosmischen Äther hinein das, was im Menschen, spezialisiert durch die Erdenverhältnisse, vorhanden ist in dem Raumesbild der Hautoberfläche mit Einschluß der Sinnesorgane. Da haben wir das erste: Wir schließen den Menschen, der auf der Erde steht, seiner Gestalt nach, die ihm gegeben wird durch die Formen seiner Hautumhüllung, an das Planetensystem an, das in den Äther hinein das Himmels-Urbild des irdischen Menschen gestaltet, bildet, formt.

[ 14 ] Das zweite ist folgendes. Wir sehen die Planeten in Bewegung. Wir gehen jetzt über zu dem, wie sich die Planeten bewegen. Wenn wir einen einzelnen Planeten anschauen, so bekommen wir nach dem ptolemäischen System ein bestimmtes Bild seiner Bahn, ebenso bekommen wir nach dem kopernikanischen System ein Bild seiner Bahn. Das mag alles sein. Die einzelnen Bilder der Bewegungen kann man in der verschiedensten Weise interpretieren, aber wichtig ist vielmehr, daß man imstande ist, alle diese Bewegungen zusammenzuschauen. Der Saturn, der den weitesten Weg hat, am längsten braucht, um seinen Weg zu vollenden, er gibt in seiner Bewegung mit der Bewegung des Jupiter zusammen ein Bild. Und wenn man so hinschaut, dann entsteht aus allen den Bewegungen dieser Planeten ein Ganzes. Und dieses Bild, das so aus den Bewegungen der Planeten entsteht, kann man wiederum auffassen; es ist so, daß es sich nicht so darstellt, wie die Astronomie nun diese Bewegungen zum Ausdruck bringt. Da ist zum Beispiel das Merkwürdige, daß für die geistige Anschauung sich nicht solche Ellipsenbilder etwa ergeben, wie sie die Astronomie hinstellt, sondern wenn wir zum Beispiel den Saturn verfolgen, dann zeigt er uns etwas, was sich da mit anderen Bewegungen zusammenschließt zu der Figur eines Achters, zu einer Art Lemniskate. Und da hinein spielen alle möglichen anderen Bewegungen der Planeten. Das gibt wieder ein Bild. Und dieses Bild, das wir da bekommen aus den Planetenbewegungen heraus, stellt sich uns dar als jenes Bild, das wir als das Himmelsbild demjenigen zugrundelegen können, was sich im Menschen in den Nerven und den benachbarten Drüsen zum Ausdruck bringt. Wenn wir also von der menschlichen Haut und den Sinnesorganen, die in ihr eingeschlossen sind, die wir urgebildet finden in der Anordnung der Planeten, wie sie sich der geistigen Anschauung ergibt, wenn wir von da übergehen zu den Bewegungen der Planeten und diese zusammenschauen, so wird es so gehen, daß wir, wenn wir den Umriß der menschlichen Gestalt zeichnen, das Gefühl bekommen können: In dieser Umrißzeichnung geben wir wieder die Gestalt des Planetensystems. Und wenn wir einzeichnen das Nervensystem und dazu die absondernden Drüsen, dann müssen wir, wenn wir es sachgemäß nach dem Anschauen tun, bei jedem Strich das Gefühl haben, da hinein zeichnest du das physische Abbild der geschauten Bewegungen des ganzen Planetensystems.

[ 14 ] Das zweite ist folgendes. Wir sehen die Planeten in Bewegung. Wir gehen jetzt über zu dem, wie sich die Planeten bewegen. Wenn wir einen einzelnen Planeten anschauen, so bekommen wir nach dem ptolemäischen System ein bestimmtes Bild seiner Bahn, ebenso bekommen wir nach dem kopernikanischen System ein Bild seiner Bahn. Das mag alles sein. Die einzelnen Bilder der Bewegungen kann man in der verschiedensten Weise interpretieren, aber wichtig ist vielmehr, daß man imstande ist, alle diese Bewegungen zusammenzuschauen. Der Saturn, der den weitesten Weg hat, am längsten braucht, um seinen Weg zu vollenden, er gibt in seiner Bewegung mit der Bewegung des Jupiter zusammen ein Bild. Und wenn man so hinschaut, dann entsteht aus allen den Bewegungen dieser Planeten ein Ganzes. Und dieses Bild, das so aus den Bewegungen der Planeten entsteht, kann man wiederum auffassen; es ist so, daß es sich nicht so darstellt, wie die Astronomie nun diese Bewegungen zum Ausdruck bringt. Da ist zum Beispiel das Merkwürdige, daß für die geistige Anschauung sich nicht solche Ellipsenbilder etwa ergeben, wie sie die Astronomie hinstellt, sondern wenn wir zum Beispiel den Saturn verfolgen, dann zeigt er uns etwas, was sich da mit anderen Bewegungen zusammenschließt zu der Figur eines Achters, zu einer Art Lemniskate. Und da hinein spielen alle möglichen anderen Bewegungen der Planeten. Das gibt wieder ein Bild. Und dieses Bild, das wir da bekommen aus den Planetenbewegungen heraus, stellt sich uns dar als jenes Bild, das wir als das Himmelsbild demjenigen zugrundelegen können, was sich im Menschen in den Nerven und den benachbarten Drüsen zum Ausdruck bringt. Wenn wir also von der menschlichen Haut und den Sinnesorganen, die in ihr eingeschlossen sind, die wir urgebildet finden in der Anordnung der Planeten, wie sie sich der geistigen Anschauung ergibt, wenn wir von da übergehen zu den Bewegungen der Planeten und diese zusammenschauen, so wird es so gehen, daß wir, wenn wir den Umriß der menschlichen Gestalt zeichnen, das Gefühl bekommen können: In dieser Umrißzeichnung geben wir wieder die Gestalt des Planetensystems. Und wenn wir einzeichnen das Nervensystem und dazu die absondernden Drüsen, dann müssen wir, wenn wir es sachgemäß nach dem Anschauen tun, bei jedem Strich das Gefühl haben, da hinein zeichnest du das physische Abbild der geschauten Bewegungen des ganzen Planetensystems.

[ 15 ] Und nun kann der Mensch selber vorrücken in seiner Anschauung, in der geistigen Anschauung der Welt. Er ist so weit gekommen, daß er, wie ich es jetzt beschrieben habe, ein Bewegungsbild bekommen hat von den Planeten, indem er eingezeichnet hatte die menschlichen Nerven mit den benachbarten Drüsen. Aber jetzt kann er weiterkommen in der Erkenntnis. Dann werden die einzelnen Bewegungen verschwinden. Wenn wir von der Imagination hinaufsteigen zur Inspiration, so verschwinden die Einzelbewegungen. Das ist außerordentlich bedeutungsvoll. Das, was man im engeren Sinne Schauen nennen kann, verschwindet aus dem ganzen Bilde heraus, auf einmal ist es dann weg. Aber jetzt fängt man an, geistig zu hören. Was vorher Bewegung war, wird undeutlich, schwimmt ineinander. Man hat zuletzt nur noch ein Nebelbild vor sich. Aber aus diesem Nebelbilde formt sich die Weltenmusik, und die Weltenrhythmen werden für uns geistig hörbar. Und mit Bezug auf diese Weltenrhythmen können wir uns dann fragen: Was müssen wir nun an unserem Umrißbilde tun, nachdem wir das erste getan haben?

[ 15 ] Und nun kann der Mensch selber vorrücken in seiner Anschauung, in der geistigen Anschauung der Welt. Er ist so weit gekommen, daß er, wie ich es jetzt beschrieben habe, ein Bewegungsbild bekommen hat von den Planeten, indem er eingezeichnet hatte die menschlichen Nerven mit den benachbarten Drüsen. Aber jetzt kann er weiterkommen in der Erkenntnis. Dann werden die einzelnen Bewegungen verschwinden. Wenn wir von der Imagination hinaufsteigen zur Inspiration, so verschwinden die Einzelbewegungen. Das ist außerordentlich bedeutungsvoll. Das, was man im engeren Sinne Schauen nennen kann, verschwindet aus dem ganzen Bilde heraus, auf einmal ist es dann weg. Aber jetzt fängt man an, geistig zu hören. Was vorher Bewegung war, wird undeutlich, schwimmt ineinander. Man hat zuletzt nur noch ein Nebelbild vor sich. Aber aus diesem Nebelbilde formt sich die Weltenmusik, und die Weltenrhythmen werden für uns geistig hörbar. Und mit Bezug auf diese Weltenrhythmen können wir uns dann fragen: Was müssen wir nun an unserem Umrißbilde tun, nachdem wir das erste getan haben?

[ 16 ] Wir wissen, man kann mit der menschlichen Kunst manches transformieren. Wenn wir die Umrißlinie des Menschen zeichnen und das Nervensystem einzeichnen, so haben wir das Gefühl, da malen oder zeichnen wir in ganz richtigem Sinne. Aber was wir da hören in der Weltenmusik, können wir nicht unmittelbar malen, denn das sind Rhythmen, sind Melodien. Und wollten wir das einzeichnen in unsere Umrißzeichnung, so müßten wir in Anlehnung und in Verfolgung des Nervensystems, das wir eingezeichnet haben, nun so zeichnen, daß wir jetzt einen Pinsel nehmen, rasch ein Rot an irgendeine Stelle setzen, dann rasch ein Blau, wieder rasch ein Rot, dann wieder ein Blau und so weiter, und so das ganze Nervensystem entlang. Und an bestimmten Stellen zuckt es uns dann, da können wir nicht weiter, da müssen wir ausgreifen und etwas Besonderes hinmalen, das drückt dann das aus, was wir da hören. Man kann das, was man da hört, umsetzen in Zeichnung, aber wenn man es einsetzen will in die Umrißlinie, dann ist man genötigt, an bestimmten Stellen auszuweiten, ein ganz anderes Gebilde zu machen, weil da dasjenige, was vorher so verlief wie Rhythmus, Blau-Rot, Blau-Rot, Blau-Rot und so weiter, zur Melodie wird. Da sind wir genötigt, anderes hineinzumalen, ein Gebilde hinzumalen, was uns die Melodie singt. — Weltenrhythmen, Weltenmelodie! Und wenn wir das Ganze da hineingezeichnet haben, dann ist herausgekommen die räumlich-versinnlichte Weltenmusik, wie sie sich ergibt, wenn die Bewegungen der Planeten in Nebel verschwinden und dann die Weltenmusik für das geistige Ohr hörbar wird. Und was wir da eingezeichnet haben, das sind die Blutbahnen. Und wenn wir dann zu einem Organ kommen, zu Herz oder Lunge, zu solchen Organen, die von außen etwas aufnehmen oder auch von innen aus dem Leibe heraus Stoffe aufnehmen, wenn wir da herankommen, dann müssen wir etwas malen, was sich in einer gewissen Beziehung an die Blutbahnen ansetzt: da kommen dann heraus Herz, Lungen, Leber, Nieren, Magen. Und wir zeichnen diese Organe, die mit den Blutbahnen etwas zu tun haben, die Absonderungsorgane sind — die Sekretion kann dazu kommen —, wir zeichnen sie jetzt in unsere Umrißzeichnung in das Blutsystem hinein aus der Weltenmusik heraus.

[ 16 ] Wir wissen, man kann mit der menschlichen Kunst manches transformieren. Wenn wir die Umrißlinie des Menschen zeichnen und das Nervensystem einzeichnen, so haben wir das Gefühl, da malen oder zeichnen wir in ganz richtigem Sinne. Aber was wir da hören in der Weltenmusik, können wir nicht unmittelbar malen, denn das sind Rhythmen, sind Melodien. Und wollten wir das einzeichnen in unsere Umrißzeichnung, so müßten wir in Anlehnung und in Verfolgung des Nervensystems, das wir eingezeichnet haben, nun so zeichnen, daß wir jetzt einen Pinsel nehmen, rasch ein Rot an irgendeine Stelle setzen, dann rasch ein Blau, wieder rasch ein Rot, dann wieder ein Blau und so weiter, und so das ganze Nervensystem entlang. Und an bestimmten Stellen zuckt es uns dann, da können wir nicht weiter, da müssen wir ausgreifen und etwas Besonderes hinmalen, das drückt dann das aus, was wir da hören. Man kann das, was man da hört, umsetzen in Zeichnung, aber wenn man es einsetzen will in die Umrißlinie, dann ist man genötigt, an bestimmten Stellen auszuweiten, ein ganz anderes Gebilde zu machen, weil da dasjenige, was vorher so verlief wie Rhythmus, Blau-Rot, Blau-Rot, Blau-Rot und so weiter, zur Melodie wird. Da sind wir genötigt, anderes hineinzumalen, ein Gebilde hinzumalen, was uns die Melodie singt. — Weltenrhythmen, Weltenmelodie! Und wenn wir das Ganze da hineingezeichnet haben, dann ist herausgekommen die räumlich-versinnlichte Weltenmusik, wie sie sich ergibt, wenn die Bewegungen der Planeten in Nebel verschwinden und dann die Weltenmusik für das geistige Ohr hörbar wird. Und was wir da eingezeichnet haben, das sind die Blutbahnen. Und wenn wir dann zu einem Organ kommen, zu Herz oder Lunge, zu solchen Organen, die von außen etwas aufnehmen oder auch von innen aus dem Leibe heraus Stoffe aufnehmen, wenn wir da herankommen, dann müssen wir etwas malen, was sich in einer gewissen Beziehung an die Blutbahnen ansetzt: da kommen dann heraus Herz, Lungen, Leber, Nieren, Magen. Und wir zeichnen diese Organe, die mit den Blutbahnen etwas zu tun haben, die Absonderungsorgane sind — die Sekretion kann dazu kommen —, wir zeichnen sie jetzt in unsere Umrißzeichnung in das Blutsystem hinein aus der Weltenmusik heraus.

[ 17 ] Nun schreiten wir weiter, von der Inspiration zur Intuition. Da entsteht aus der Weltenmusik noch etwas ganz Besonderes. Das entsteht, daß sich die Töne zusammenformen, der eine Ton auf den anderen eine Wirkung ausübt und Sinn bemerkbar wird innerhalb dieser Weltenmusik. Die Weltenmusik verwandelt sich in die Sprache der ganzen Welt. Was man zusammenfassen sollte unter dem Worte Weltensprache, kosmische Sprache, das wird hörbar. Man faßte es in früheren Zeiten zusammen unter dem «Weltenwort». Das Weltenwort wird hörbar. Und indem es hörbar wird, sind wir wieder gedrängt, nun etwas Weiteres hineinzuzeichnen in das, was wir vom Menschen gegeben haben. Dessen werden wir uns schon bewußt. Wir müssen da so verfahren, wie wir trivial beim menschlichen Schreiben oder Zeichnen verfahren, wo wir etwas ausdrücken durch die Wortgebilde, die als Buchstaben geformt sind, so müssen wir das, was die Bedeutung der einzelnen Weltenworte ist, ausdrücken. Und wir finden nun, wenn wir die einzelnen Weltenworte ausdrücken und es hineinbringen in diese Zeichnung — geradeso wie wenn einem jemand etwas sagt, und man schreibt es auf, so sagt Ihnen die Weltensprache etwas und Sie zeichnen es ein —, da entsteht innerhalb dieser Zeichnung das Muskel- und Knochensystem daraus.

[ 17 ] Nun schreiten wir weiter, von der Inspiration zur Intuition. Da entsteht aus der Weltenmusik noch etwas ganz Besonderes. Das entsteht, daß sich die Töne zusammenformen, der eine Ton auf den anderen eine Wirkung ausübt und Sinn bemerkbar wird innerhalb dieser Weltenmusik. Die Weltenmusik verwandelt sich in die Sprache der ganzen Welt. Was man zusammenfassen sollte unter dem Worte Weltensprache, kosmische Sprache, das wird hörbar. Man faßte es in früheren Zeiten zusammen unter dem «Weltenwort». Das Weltenwort wird hörbar. Und indem es hörbar wird, sind wir wieder gedrängt, nun etwas Weiteres hineinzuzeichnen in das, was wir vom Menschen gegeben haben. Dessen werden wir uns schon bewußt. Wir müssen da so verfahren, wie wir trivial beim menschlichen Schreiben oder Zeichnen verfahren, wo wir etwas ausdrücken durch die Wortgebilde, die als Buchstaben geformt sind, so müssen wir das, was die Bedeutung der einzelnen Weltenworte ist, ausdrücken. Und wir finden nun, wenn wir die einzelnen Weltenworte ausdrücken und es hineinbringen in diese Zeichnung — geradeso wie wenn einem jemand etwas sagt, und man schreibt es auf, so sagt Ihnen die Weltensprache etwas und Sie zeichnen es ein —, da entsteht innerhalb dieser Zeichnung das Muskel- und Knochensystem daraus.

[ 18 ] Jetzt haben Sie aus dem, was Ihnen die außerirdische Welt sagt, den ganzen Menschen herausgeholt. Nur tritt im Verlaufe dieser Beobachtung noch etwas wesentlich anderes dazu.

[ 18 ] Jetzt haben Sie aus dem, was Ihnen die außerirdische Welt sagt, den ganzen Menschen herausgeholt. Nur tritt im Verlaufe dieser Beobachtung noch etwas wesentlich anderes dazu.

[ 19 ] Gehen wir dazu noch einmal an den Anfang dieses Ganzen zu dem, was wir da als in den Äther eingezeichnete Gestaltung finden: Da verschwindet uns, während wir diese Erkenntnis ausüben, das Irdische, es ist nur als Erinnerung vorhanden. Als solche muß es sogar vorhanden sein, denn sonst haben wir keinen Halt — das müssen wir sogar haben, wenn wir Geist-Erkenner sein wollen. Und man muß sagen, Geist-Erkenner sein mit Ausschluß der physischen Erkenntnis, ist nicht gut. So wie wir uns, wenn wir im physischen Leben etwas tun, daran müssen erinnern können — ohne Erinnerung an das physische Erleben sind wir nicht gesund — , so müssen wir uns in der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis immer erinnern können an das, was in der physischen Welt da ist. Gehen wir also wieder zu dem Gestaltenden des Planetensystems, dann wird gewissermaßen das andere, was auf der Erde war, was wir selbst erkannt haben als die schönsten Ergebnisse der physischen Wissenschaft, das wird für einen Augenblick ganz vergessen. Würden wir hier noch so gut Naturwissenschaft kennen, so müßten wir im Momente der GeistErkenntnis uns immer erst besinnen auf das, was wir im Bereiche des Physischen gelernt haben. Wir müßten uns immer sagen, darauf müssen wir feststehen — aber es entrückt sich uns, es wird wie eine Erinnerung.

[ 19 ] Gehen wir dazu noch einmal an den Anfang dieses Ganzen zu dem, was wir da als in den Äther eingezeichnete Gestaltung finden: Da verschwindet uns, während wir diese Erkenntnis ausüben, das Irdische, es ist nur als Erinnerung vorhanden. Als solche muß es sogar vorhanden sein, denn sonst haben wir keinen Halt — das müssen wir sogar haben, wenn wir Geist-Erkenner sein wollen. Und man muß sagen, Geist-Erkenner sein mit Ausschluß der physischen Erkenntnis, ist nicht gut. So wie wir uns, wenn wir im physischen Leben etwas tun, daran müssen erinnern können — ohne Erinnerung an das physische Erleben sind wir nicht gesund — , so müssen wir uns in der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis immer erinnern können an das, was in der physischen Welt da ist. Gehen wir also wieder zu dem Gestaltenden des Planetensystems, dann wird gewissermaßen das andere, was auf der Erde war, was wir selbst erkannt haben als die schönsten Ergebnisse der physischen Wissenschaft, das wird für einen Augenblick ganz vergessen. Würden wir hier noch so gut Naturwissenschaft kennen, so müßten wir im Momente der GeistErkenntnis uns immer erst besinnen auf das, was wir im Bereiche des Physischen gelernt haben. Wir müßten uns immer sagen, darauf müssen wir feststehen — aber es entrückt sich uns, es wird wie eine Erinnerung.

[ 20 ] Dagegen tritt nun — im Verhältnis zur physischen Erkenntnis in besonderer Lebendigkeit, so lebendig, wie ein gegenwärtiges Erlebnis ist gegenüber einem, das bloß in der Erinnerung geblieben ist etwas auf, das wir da erschauen als die gestaltenbildende Kraft im Planetensystem. In diesem Augenblick wird eine ganz andere Umgebung da sein. In diesem Augenblick ist das da, was ich in meiner «Geheimwissenschaft» als die dritte Hierarchie, als die Hierarchie der Archai, Archangeloi und Angeloi, angegeben habe. Da sehen wir, daß in dieser Gestaltung drinnen lebt die dritte Hierarchie. Eine neue Welt geht uns auf. Und wir sagen nun nicht bloß, aus dem Planetensystem heraus ist die menschliche Gestalt in ihrem kosmischen Urbilde da —, sondern wir sagen jetzt: An dieser kosmischen Urbildgestalt des Menschen wirken und weben die Angeloi, Archangeloi und Archai, die Wesenheiten der dritten Hierarchie.

[ 20 ] Dagegen tritt nun — im Verhältnis zur physischen Erkenntnis in besonderer Lebendigkeit, so lebendig, wie ein gegenwärtiges Erlebnis ist gegenüber einem, das bloß in der Erinnerung geblieben ist etwas auf, das wir da erschauen als die gestaltenbildende Kraft im Planetensystem. In diesem Augenblick wird eine ganz andere Umgebung da sein. In diesem Augenblick ist das da, was ich in meiner «Geheimwissenschaft» als die dritte Hierarchie, als die Hierarchie der Archai, Archangeloi und Angeloi, angegeben habe. Da sehen wir, daß in dieser Gestaltung drinnen lebt die dritte Hierarchie. Eine neue Welt geht uns auf. Und wir sagen nun nicht bloß, aus dem Planetensystem heraus ist die menschliche Gestalt in ihrem kosmischen Urbilde da —, sondern wir sagen jetzt: An dieser kosmischen Urbildgestalt des Menschen wirken und weben die Angeloi, Archangeloi und Archai, die Wesenheiten der dritten Hierarchie.

[ 21 ] Wir können das Aufgehen einer solchen Welt durch übersinnliche Erkenntnis hier im Erdendasein erreichen. Nach dem Tode muß jeder Mensch durch eine solche Erkenntnis durchgehen. Der Mensch wird um so besser durch sie durchgehen, je besser er sich durch die Art und Weise, wie man das im Erdendasein kann, dazu vorbereitet hat. Aber er muß da durchgehen.

[ 21 ] Wir können das Aufgehen einer solchen Welt durch übersinnliche Erkenntnis hier im Erdendasein erreichen. Nach dem Tode muß jeder Mensch durch eine solche Erkenntnis durchgehen. Der Mensch wird um so besser durch sie durchgehen, je besser er sich durch die Art und Weise, wie man das im Erdendasein kann, dazu vorbereitet hat. Aber er muß da durchgehen.

[ 22 ] Wenn der Mensch hier auf der Erde steht und er will seine Gestalt erkennen, so schaut er sich selber an, oder er läßt sich photographieren. Ein Mittel, die Gestalten der Menschen oder seine eigene zu erkennen, gibt es für den Menschen nach dem Tode nicht. Aber nach dem Tode muß der Mensch auf die planetarische Gestaltung hinsehen. Was ihm die Planeten zeigen, das erweist sich als das, was seine Gestaltung ist. Da erkennen wir als Menschengestalt, was ich so beschrieben habe. Aber da hineinverwoben sehen wir das Wirken und Weben der dritten Hierarchie: der Engel, der Erzengel und der Urkräfte.

[ 22 ] Wenn der Mensch hier auf der Erde steht und er will seine Gestalt erkennen, so schaut er sich selber an, oder er läßt sich photographieren. Ein Mittel, die Gestalten der Menschen oder seine eigene zu erkennen, gibt es für den Menschen nach dem Tode nicht. Aber nach dem Tode muß der Mensch auf die planetarische Gestaltung hinsehen. Was ihm die Planeten zeigen, das erweist sich als das, was seine Gestaltung ist. Da erkennen wir als Menschengestalt, was ich so beschrieben habe. Aber da hineinverwoben sehen wir das Wirken und Weben der dritten Hierarchie: der Engel, der Erzengel und der Urkräfte.

[ 23 ] Nun gehen wir weiter hinauf. Haben wir erkannt, daß das Weben und Leben der Engel, Erzengel und Urkräfte einen Zusammenhang hat mit der Form der menschlichen Haut und der eingefügten Sinnesorgane, so können wir in dieser Erkenntnis des Menschen mit der außerirdischen Welt weiterschreiten. Wir müssen uns nur vorher ganz klar sein: Hier auf der Erde reden wir davon, daß der Mensch so und so gestaltet ist, der eine trägt eine solche Stirn, der andere hat eine solche Nase, ein dritter macht trübselige Augen, ein anderer wieder lächelnde und so weiter. Dabei bleiben wir stehen. Durch die kosmische Erkenntnis werden wir dazu geführt, in allem, was die Menschengestalt bildet, das Wirken und Weben der dritten Hierarchie zu sehen. Die menschliche Gestalt ist in Wirklichkeit nicht erdgemacht, das Irdische gibt im Embryonalen nur die Substanz dazu. Aber was da vom Kosmos herein an der Menschengestalt arbeitet, sind die Archai, Archangeloi und Angeloi.

[ 23 ] Nun gehen wir weiter hinauf. Haben wir erkannt, daß das Weben und Leben der Engel, Erzengel und Urkräfte einen Zusammenhang hat mit der Form der menschlichen Haut und der eingefügten Sinnesorgane, so können wir in dieser Erkenntnis des Menschen mit der außerirdischen Welt weiterschreiten. Wir müssen uns nur vorher ganz klar sein: Hier auf der Erde reden wir davon, daß der Mensch so und so gestaltet ist, der eine trägt eine solche Stirn, der andere hat eine solche Nase, ein dritter macht trübselige Augen, ein anderer wieder lächelnde und so weiter. Dabei bleiben wir stehen. Durch die kosmische Erkenntnis werden wir dazu geführt, in allem, was die Menschengestalt bildet, das Wirken und Weben der dritten Hierarchie zu sehen. Die menschliche Gestalt ist in Wirklichkeit nicht erdgemacht, das Irdische gibt im Embryonalen nur die Substanz dazu. Aber was da vom Kosmos herein an der Menschengestalt arbeitet, sind die Archai, Archangeloi und Angeloi.

[ 24 ] Schreiten wir nun weiter hinauf, kommen wir zu dem Zusammenfluß der Bewegungen, den wir nachgebildet finden in dem menschlichen Nervensystem und in den absondernden Drüsen, dann finden wir verwoben mit den Bewegungen der Planeten die zweite Hierarchie: Exusiai, Kyriotetes, Dynameis. Und da diese Wesenheiten der zweiten Hierarchie mit dem kosmischen Urbilde des menschlichen Nerven- und Drüsensystems verbunden sind und daran arbeiten, so sind wir nach dem Tode — einige Zeit, nachdem wir das durchgemacht haben, wo wir verstanden haben, die menschliche Gestalt aus ihrem kosmischen Urbilde heraus zu ergreifen Zeit nach dem Tode daran, zu der zweiten Hierarchie aufzusteigen da sind wir eine längere und zu begreifen, wie der Erdenmensch, an den wir uns jetzt erinnern, für sein Denken, für sein Nervensystem und Drüsensystem aufgebaut ist aus den Wesenheiten der zweiten Hierarchie, der Exusiai, Kyriotetes, Dynameis. Und wir schauen jetzt den Menschen nicht an, als ob ihn irgendwie Elektrizität, Magnetismus oder dergleichen gebaut hätten, sondern wir erkennen ihn jetzt, wie er als physischer Mensch aufgebaut ist von den Wesenheiten der zweiten Hierarchie.

[ 24 ] Schreiten wir nun weiter hinauf, kommen wir zu dem Zusammenfluß der Bewegungen, den wir nachgebildet finden in dem menschlichen Nervensystem und in den absondernden Drüsen, dann finden wir verwoben mit den Bewegungen der Planeten die zweite Hierarchie: Exusiai, Kyriotetes, Dynameis. Und da diese Wesenheiten der zweiten Hierarchie mit dem kosmischen Urbilde des menschlichen Nerven- und Drüsensystems verbunden sind und daran arbeiten, so sind wir nach dem Tode — einige Zeit, nachdem wir das durchgemacht haben, wo wir verstanden haben, die menschliche Gestalt aus ihrem kosmischen Urbilde heraus zu ergreifen Zeit nach dem Tode daran, zu der zweiten Hierarchie aufzusteigen da sind wir eine längere und zu begreifen, wie der Erdenmensch, an den wir uns jetzt erinnern, für sein Denken, für sein Nervensystem und Drüsensystem aufgebaut ist aus den Wesenheiten der zweiten Hierarchie, der Exusiai, Kyriotetes, Dynameis. Und wir schauen jetzt den Menschen nicht an, als ob ihn irgendwie Elektrizität, Magnetismus oder dergleichen gebaut hätten, sondern wir erkennen ihn jetzt, wie er als physischer Mensch aufgebaut ist von den Wesenheiten der zweiten Hierarchie.

[ 25 ] Wir gehen dann weiter und finden, indem wir zur Weltenmusik, zur Weltenmelodik und Weltenrhythmik aufsteigen, wie da wiederum ein kosmisches Urbild des Menschen vorhanden ist. Ich habe Ihnen gezeigt, wie man das nun in die Umrißgestalt des Menschen hineinzeichnet. Aber jetzt kommt man in bezug auf die Betrachtung der Hierarchien nicht weiter. Es ist wiederum dieselbe zweite Hierarchie der Exusiai, Kyriotetes und Dynameis, die nun auch an diesem, was wir jetzt finden, arbeiten. Das ist eine andere Art der Betätigung. Es ist schwierig auszudrücken, wodurch sich die erste Art des Arbeitens am Nervensystem unterscheidet von der Arbeit am Blutsystem, am rhythmischen Blutsystem des Menschen. Wollen wir es aber ausdrücken, so müßten wir sagen: Bei der ersten Tätigkeit sieht die zweite Hierarchie hinunter, nach dem Irdischen hin, bei der anderen Tätigkeit sieht sie hinauf. So daß von derselben Hierarchie Nervensystem und Blutsystem mit den entsprechenden Organen gemacht werden, nur das eine Mal mit Hinunterblick zur Erde, das andere Mal mit Hinaufblicken in die geistige Welt, zum Himmel.

[ 25 ] Wir gehen dann weiter und finden, indem wir zur Weltenmusik, zur Weltenmelodik und Weltenrhythmik aufsteigen, wie da wiederum ein kosmisches Urbild des Menschen vorhanden ist. Ich habe Ihnen gezeigt, wie man das nun in die Umrißgestalt des Menschen hineinzeichnet. Aber jetzt kommt man in bezug auf die Betrachtung der Hierarchien nicht weiter. Es ist wiederum dieselbe zweite Hierarchie der Exusiai, Kyriotetes und Dynameis, die nun auch an diesem, was wir jetzt finden, arbeiten. Das ist eine andere Art der Betätigung. Es ist schwierig auszudrücken, wodurch sich die erste Art des Arbeitens am Nervensystem unterscheidet von der Arbeit am Blutsystem, am rhythmischen Blutsystem des Menschen. Wollen wir es aber ausdrücken, so müßten wir sagen: Bei der ersten Tätigkeit sieht die zweite Hierarchie hinunter, nach dem Irdischen hin, bei der anderen Tätigkeit sieht sie hinauf. So daß von derselben Hierarchie Nervensystem und Blutsystem mit den entsprechenden Organen gemacht werden, nur das eine Mal mit Hinunterblick zur Erde, das andere Mal mit Hinaufblicken in die geistige Welt, zum Himmel.

[ 26 ] Dringen wir dann von da weiter bis zur Intuition vor und schauen wir, wie aus der Formung der Welt des Weltenwortes, der Weltensprache, gewoben wird das menschliche Muskel- und Knochensystem, dann kommen wir zur ersten Hierarchie, zu den Cherubim, Seraphim und Thronen. Wir sind dann ungefähr auch bei demjenigen Moment zwischen Tod und neuer Geburt angelangt, der in der Mitte steht, den ich in meinen Mysteriendramen beschrieben habe als die «Mitternachtsstunde des Daseins». Und wir müssen dann das, was dem Menschen möglich macht, sich in der Welt zu bewegen, ansehen als gewoben, gezeugt, geschaffen von den Wesenheiten der ersten Hierarchie.

[ 26 ] Dringen wir dann von da weiter bis zur Intuition vor und schauen wir, wie aus der Formung der Welt des Weltenwortes, der Weltensprache, gewoben wird das menschliche Muskel- und Knochensystem, dann kommen wir zur ersten Hierarchie, zu den Cherubim, Seraphim und Thronen. Wir sind dann ungefähr auch bei demjenigen Moment zwischen Tod und neuer Geburt angelangt, der in der Mitte steht, den ich in meinen Mysteriendramen beschrieben habe als die «Mitternachtsstunde des Daseins». Und wir müssen dann das, was dem Menschen möglich macht, sich in der Welt zu bewegen, ansehen als gewoben, gezeugt, geschaffen von den Wesenheiten der ersten Hierarchie.

[ 27 ] So schauen wir mit übersinnlicher Erkenntnis hin auf den Menschen, und wir sehen eine Welt von geistigen Weltenwesenheiten hinter allem stehen. Wir haben uns heute gewöhnt, den Menschen so zu verstehen, daß wir zuerst daran gehen, sein Knochensystem zu begreifen. Meistens fängt man ja beim Skelett an, trotzdem das schon, ich möchte sagen, für eine triviale Beobachtung etwas Unsinniges ist, denn das Skelett ist ja herausgebaut aus dem Flüssigen des Menschen. Es ist nicht das erste, es ist nur das, was vom Flüssigen übrigbleibt und nur so verstanden werden kann. Aber wie wird nun gewöhnlich vorgegangen? Man muß lernen: Arme, Hände, Oberarmknochen, die beiden Unterarmknochen, die ersten Handknochen, die Fingerknochen und so weiter, so zählt man dieses Knochensystem zusammen und lernt die Geschichte auf diese Weise auswendig. Sie wissen, die meisten haben ja das nur auswendig gelernt. Und ebenso macht man es dann bei den Muskeln, aber da wird es schon schwerer — und kommt man zu den anderen Organen, dann lernt man das ebenfalls, doch wirbeln da die Vorstellungen schon bedeutsam durcheinander. Aber es ist ja bei einem gesunden Gemüt auch nichts anderes darinnen als die Sehnsucht, weiteres darüber kennenzulernen, von wem das alles abhängt, und was alles an dem Geheimnis der Welt hängt. Und da würde sich dann einer wirklichen Menschenbetrachtung dies ergeben: Man fängt an beim Menschen mit der Haut und den eingeschlossenen Sinnen, da kommt man herauf zu der Hierarchie der Angeloi, Archangeloi und Archai. Man geht dann weiter hinein in den Menschen, kommt zum Nerven- und Drüsensystem, gelangt dabei zur nächsten Hierarchie, zu den Exusiai, Kyriotetes, Dynameis. Man bleibt bei diesen, wenn man nun an das Blutsystem und die charakterisierte Organisation herankommt. Und geht es an das, was wieder von dem Blutsystem und den anderen Organen aufgebaut wird, was einen zum sich bewegenden Menschen macht, das Muskel- und Knochensystem, dann muß man hinaufgehen zur ersten Hierarchie, da lernt man als die Taten der Seraphim, Cherubim und Throne das kennen, was der Mensch in seinem Muskel- und Knochensystem hat.

[ 27 ] So schauen wir mit übersinnlicher Erkenntnis hin auf den Menschen, und wir sehen eine Welt von geistigen Weltenwesenheiten hinter allem stehen. Wir haben uns heute gewöhnt, den Menschen so zu verstehen, daß wir zuerst daran gehen, sein Knochensystem zu begreifen. Meistens fängt man ja beim Skelett an, trotzdem das schon, ich möchte sagen, für eine triviale Beobachtung etwas Unsinniges ist, denn das Skelett ist ja herausgebaut aus dem Flüssigen des Menschen. Es ist nicht das erste, es ist nur das, was vom Flüssigen übrigbleibt und nur so verstanden werden kann. Aber wie wird nun gewöhnlich vorgegangen? Man muß lernen: Arme, Hände, Oberarmknochen, die beiden Unterarmknochen, die ersten Handknochen, die Fingerknochen und so weiter, so zählt man dieses Knochensystem zusammen und lernt die Geschichte auf diese Weise auswendig. Sie wissen, die meisten haben ja das nur auswendig gelernt. Und ebenso macht man es dann bei den Muskeln, aber da wird es schon schwerer — und kommt man zu den anderen Organen, dann lernt man das ebenfalls, doch wirbeln da die Vorstellungen schon bedeutsam durcheinander. Aber es ist ja bei einem gesunden Gemüt auch nichts anderes darinnen als die Sehnsucht, weiteres darüber kennenzulernen, von wem das alles abhängt, und was alles an dem Geheimnis der Welt hängt. Und da würde sich dann einer wirklichen Menschenbetrachtung dies ergeben: Man fängt an beim Menschen mit der Haut und den eingeschlossenen Sinnen, da kommt man herauf zu der Hierarchie der Angeloi, Archangeloi und Archai. Man geht dann weiter hinein in den Menschen, kommt zum Nerven- und Drüsensystem, gelangt dabei zur nächsten Hierarchie, zu den Exusiai, Kyriotetes, Dynameis. Man bleibt bei diesen, wenn man nun an das Blutsystem und die charakterisierte Organisation herankommt. Und geht es an das, was wieder von dem Blutsystem und den anderen Organen aufgebaut wird, was einen zum sich bewegenden Menschen macht, das Muskel- und Knochensystem, dann muß man hinaufgehen zur ersten Hierarchie, da lernt man als die Taten der Seraphim, Cherubim und Throne das kennen, was der Mensch in seinem Muskel- und Knochensystem hat.

[ 28 ] So haben wir die Möglichkeit, zu schildern, wie die hierarchische Ordnung aufsteigt von der dritten zur zweiten, zur ersten Hierarchie. Wenn wir das beschreiben, was da wirkt, was da enthalten ist im Außerirdischen und auf das Irdische wirkt, so entsteht vor uns, indem wir auf die Taten dieser Hierarchien hinschauen, ein merkwürdiges Bild. Wir schauen auf die hierarchische Ordnung, schauen unten die arbeitenden Wesenheiten der dritten Hierarchie, die Engel, Erzengel und Urkräfte, wir schauen dann die Wesenheiten der zweiten Hierarchie, die Exusiai, Kyriotetes und Dynameis, und wir schauen, wie das alles zusammen arbeitet und zusammen wirkt im Kosmos. Wir schauen dann auf die Wesenheiten der ersten Hierarchie, auf die Cherubim, Seraphim und Throne. Und jetzt erst entsteht vor uns das begreifbare Bild des menschlichen Körpers: auf der einen Seite die Ordnung der Hierarchien, die wir bis zu ihren Taten verfolgen, und die Taten lassen wir vor unser geistiges Auge treten — der Mensch steht da.

[ 28 ] So haben wir die Möglichkeit, zu schildern, wie die hierarchische Ordnung aufsteigt von der dritten zur zweiten, zur ersten Hierarchie. Wenn wir das beschreiben, was da wirkt, was da enthalten ist im Außerirdischen und auf das Irdische wirkt, so entsteht vor uns, indem wir auf die Taten dieser Hierarchien hinschauen, ein merkwürdiges Bild. Wir schauen auf die hierarchische Ordnung, schauen unten die arbeitenden Wesenheiten der dritten Hierarchie, die Engel, Erzengel und Urkräfte, wir schauen dann die Wesenheiten der zweiten Hierarchie, die Exusiai, Kyriotetes und Dynameis, und wir schauen, wie das alles zusammen arbeitet und zusammen wirkt im Kosmos. Wir schauen dann auf die Wesenheiten der ersten Hierarchie, auf die Cherubim, Seraphim und Throne. Und jetzt erst entsteht vor uns das begreifbare Bild des menschlichen Körpers: auf der einen Seite die Ordnung der Hierarchien, die wir bis zu ihren Taten verfolgen, und die Taten lassen wir vor unser geistiges Auge treten — der Mensch steht da.

[ 29 ] Sie sehen, hier eröffnet sich eine Betrachtungsweise, die gerade dort anfängt, wo die andere aufhört. Aber erst diese Betrachtungsweise führt uns über die Geburt und den Tod hinaus. Keine andere Betrachtungsweise kann dem Menschen etwas sagen über das, was über Geburt und Tod hinausreicht, erst diese jetzt beschriebene Betrachtungsweise. Denn das, was man da schildern kann, wird Anschauung, wird Erfahrung für den Menschen. — In welcher Weise das geschieht, werden wir in den nächsten Vorträgen sehen. — Wie der Mensch auf der Erde um sich hat das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, und was das physische Menschenreich bewirkt nach den irdischen Richtungen hin, wie er da das erblickt, was von Mineralien, Pflanzen, Tieren und physischen Menschen ausgeht, so blickt er, nachdem er durch die Pforte des Todes geschritten ist, zwischen Tod und neuer Geburt auf das, was aus der geistigen Welttätigkeit herein zum Menschen hingeht und den Menschen als das Tätigkeitsergebnis, als das Tatergebnis der höheren Hierarchien darstellt. Und wir werden auch sehen, wie das zusammenhängt mit den Gestalten der anderen Erdenwesen; erst dann begreift man ja auch die Gestalten der anderen Erdenwesen.

[ 29 ] Sie sehen, hier eröffnet sich eine Betrachtungsweise, die gerade dort anfängt, wo die andere aufhört. Aber erst diese Betrachtungsweise führt uns über die Geburt und den Tod hinaus. Keine andere Betrachtungsweise kann dem Menschen etwas sagen über das, was über Geburt und Tod hinausreicht, erst diese jetzt beschriebene Betrachtungsweise. Denn das, was man da schildern kann, wird Anschauung, wird Erfahrung für den Menschen. — In welcher Weise das geschieht, werden wir in den nächsten Vorträgen sehen. — Wie der Mensch auf der Erde um sich hat das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, und was das physische Menschenreich bewirkt nach den irdischen Richtungen hin, wie er da das erblickt, was von Mineralien, Pflanzen, Tieren und physischen Menschen ausgeht, so blickt er, nachdem er durch die Pforte des Todes geschritten ist, zwischen Tod und neuer Geburt auf das, was aus der geistigen Welttätigkeit herein zum Menschen hingeht und den Menschen als das Tätigkeitsergebnis, als das Tatergebnis der höheren Hierarchien darstellt. Und wir werden auch sehen, wie das zusammenhängt mit den Gestalten der anderen Erdenwesen; erst dann begreift man ja auch die Gestalten der anderen Erdenwesen.

[ 30 ] Ich möchte als Vorbereitung zu den nächsten Tagen auch folgendes sagen. Schauen wir ein Tier an. Das Tier hat etwas, was nur in einem eingeschränkten Sinne an die menschliche Gestalt erinnern kann. Woher rührt das? Es rührt dies davon her, daß das Tier die planetarische Gestalt, die in den Äther eingezeichnet ist, nicht nachbilden kann. Der Mensch allein kann diese Gestalt nachbilden, weil er nach jener Linie hinstrebt, von der ich gesprochen habe, wo sich ür ihn dieses Bild fixiert. Wenn der Mensch ewig ein kleines Kind bliebe, das nie gehen lernte, sondern immer kriechen würde, wenn er also dazu schon veranlagt wäre — er ist es nicht —, dann würde er auch nicht die planetarischen Gestaltungen nachbilden können. Aber nach seiner Organisation als Mensch muß er sie nachbilden. Er muß hineinwachsen in die planetarischen Gestaltungen. Das Tier kann das nicht. Das Tier kann nur sein Leben ausbilden nach den Bewegungen der Planeten. Es kann nur eine Nachbildung dieser Bewegungen geben, das können Sie an jedem einzelnen Teile des tierischen Körpers sehen. Wenn Sie zum Beispiel das Skelett eines Säugetieres sich ansehen, so haben Sie da die Rückgratknochen in ihrer Wirbelgestalt, das sind durchaus Nachahmungen der Planetenbewegungen. Wenn die Schlange noch so viele Wirbel hat, jeder einzelne ist ein irdisches Abbild der Planetenbewegungen. An der einen Seite des Tieres übt der Mond als der der Erde nächste Planet einen besonderen Einfluß auf die tierische Gestalt aus. Seine Einwirkung ist besonders stark. Das Skelett bildet sich aus zu den einzelnen Gliedmaßen; dann wirkt das zusammen in der Wirbelgestalt. Nach dem Monde kommen die anderen, in Spiralformen sich fortbewegenden Planeten, Venus und Merkur, in Betracht. Dann kommen wir zur Sonne, sie wirkt gewissermaßen in der Skelettbildung abschließend. Es ist da auch eine besondere Stelle in der Rückgratbildung, wo die Sonne wirkt; denn da fängt das Rückgrat an, nach der Kopfbildung hin zu tendieren. In der Kopfbildung haben wir umgebildete Rückenwirbelknochen zu sehen. Da, wo die Rückenknochen sich aufplustern — das ist richtig nach dem Goethe-Gegenbaurschen Ausdruck — und sich umbilden zu Kopfknochen, da haben wir dann die Wirkung des Saturn, Jupiter. Wenn wir also das Skelett verfolgen von hinten nach vorn, dann müssen wir, um die tierischen Knochen zu verstehen, vom Monde bis zum Saturn gehen. Aber wir können mit Bezug auf die tierische Gestalt nicht jene Gestaltung verfolgen, die im Planetensystem eingezeichnet ist, sondern wir müssen auf die Bewegungen der Planeten gehen. Was aber der Mensch in sein Drüsensystem hineinarbeitet, das arbeitet das Tier hinein in seine ganze Gestalt. Und so können wir vom Tiere sagen, es hat nicht die Möglichkeit, sich nach der Gestaltung des Planetensystems zu richten, sondern es fängt gleich bei der Bewegung an.

[ 30 ] Ich möchte als Vorbereitung zu den nächsten Tagen auch folgendes sagen. Schauen wir ein Tier an. Das Tier hat etwas, was nur in einem eingeschränkten Sinne an die menschliche Gestalt erinnern kann. Woher rührt das? Es rührt dies davon her, daß das Tier die planetarische Gestalt, die in den Äther eingezeichnet ist, nicht nachbilden kann. Der Mensch allein kann diese Gestalt nachbilden, weil er nach jener Linie hinstrebt, von der ich gesprochen habe, wo sich ür ihn dieses Bild fixiert. Wenn der Mensch ewig ein kleines Kind bliebe, das nie gehen lernte, sondern immer kriechen würde, wenn er also dazu schon veranlagt wäre — er ist es nicht —, dann würde er auch nicht die planetarischen Gestaltungen nachbilden können. Aber nach seiner Organisation als Mensch muß er sie nachbilden. Er muß hineinwachsen in die planetarischen Gestaltungen. Das Tier kann das nicht. Das Tier kann nur sein Leben ausbilden nach den Bewegungen der Planeten. Es kann nur eine Nachbildung dieser Bewegungen geben, das können Sie an jedem einzelnen Teile des tierischen Körpers sehen. Wenn Sie zum Beispiel das Skelett eines Säugetieres sich ansehen, so haben Sie da die Rückgratknochen in ihrer Wirbelgestalt, das sind durchaus Nachahmungen der Planetenbewegungen. Wenn die Schlange noch so viele Wirbel hat, jeder einzelne ist ein irdisches Abbild der Planetenbewegungen. An der einen Seite des Tieres übt der Mond als der der Erde nächste Planet einen besonderen Einfluß auf die tierische Gestalt aus. Seine Einwirkung ist besonders stark. Das Skelett bildet sich aus zu den einzelnen Gliedmaßen; dann wirkt das zusammen in der Wirbelgestalt. Nach dem Monde kommen die anderen, in Spiralformen sich fortbewegenden Planeten, Venus und Merkur, in Betracht. Dann kommen wir zur Sonne, sie wirkt gewissermaßen in der Skelettbildung abschließend. Es ist da auch eine besondere Stelle in der Rückgratbildung, wo die Sonne wirkt; denn da fängt das Rückgrat an, nach der Kopfbildung hin zu tendieren. In der Kopfbildung haben wir umgebildete Rückenwirbelknochen zu sehen. Da, wo die Rückenknochen sich aufplustern — das ist richtig nach dem Goethe-Gegenbaurschen Ausdruck — und sich umbilden zu Kopfknochen, da haben wir dann die Wirkung des Saturn, Jupiter. Wenn wir also das Skelett verfolgen von hinten nach vorn, dann müssen wir, um die tierischen Knochen zu verstehen, vom Monde bis zum Saturn gehen. Aber wir können mit Bezug auf die tierische Gestalt nicht jene Gestaltung verfolgen, die im Planetensystem eingezeichnet ist, sondern wir müssen auf die Bewegungen der Planeten gehen. Was aber der Mensch in sein Drüsensystem hineinarbeitet, das arbeitet das Tier hinein in seine ganze Gestalt. Und so können wir vom Tiere sagen, es hat nicht die Möglichkeit, sich nach der Gestaltung des Planetensystems zu richten, sondern es fängt gleich bei der Bewegung an.

[ 31 ] Diese Bewegung des Planetensystems hat man sich in älteren Zeiten dadurch vergegenwärtigt, daß man gesagt hat: Der Verlauf der Planeten geht so vor sich, daß er durch die Tierkreisbilder geht. Man wußte zum Beispiel von der Saturnbewegung anzugeben, wie der Saturn durch die Tierkreisbilder durchgeht, und man wußte von jedem der anderen Planeten dasselbe anzugeben. Man hat dadurch aus der Erkenntnis des Tieres das, was tierische Gestalt ist, auf den Tierkreis bezogen. Der Tierkreis hat schon seinen Namen zu Recht. Aber das Wesentliche ist, daß das Tier die in den Äther hineingestalteten Formen nicht mitmacht, sondern daß der Mensch allein sie mitmacht. Und er kann sie mitmachen, weil er veranlagt ist zum aufrechten Gang. Dadurch wird die planetarische Gestaltung in ihm Vorbild, während es beim Tiere nur bis zu einer Nachbildung der Bewegungen kommt.

[ 31 ] Diese Bewegung des Planetensystems hat man sich in älteren Zeiten dadurch vergegenwärtigt, daß man gesagt hat: Der Verlauf der Planeten geht so vor sich, daß er durch die Tierkreisbilder geht. Man wußte zum Beispiel von der Saturnbewegung anzugeben, wie der Saturn durch die Tierkreisbilder durchgeht, und man wußte von jedem der anderen Planeten dasselbe anzugeben. Man hat dadurch aus der Erkenntnis des Tieres das, was tierische Gestalt ist, auf den Tierkreis bezogen. Der Tierkreis hat schon seinen Namen zu Recht. Aber das Wesentliche ist, daß das Tier die in den Äther hineingestalteten Formen nicht mitmacht, sondern daß der Mensch allein sie mitmacht. Und er kann sie mitmachen, weil er veranlagt ist zum aufrechten Gang. Dadurch wird die planetarische Gestaltung in ihm Vorbild, während es beim Tiere nur bis zu einer Nachbildung der Bewegungen kommt.

[ 32 ] Und so sehen wir, da steht vor uns ein geistiges Bild, ein übersinnliches Bild des Menschen. Denn in alle dem, was ich bis jetzt geschildert habe: Hautumhüllung, Nervensystem, Blutsystem, Muskeln und Knochen — da sind ja nur Kräfte darinnen, das ist zunächst ein Kraftbild. Das wird bei Empfängnis und Geburt mit dem physischen Embryo der Erde verbunden, da nimmt es die irdischen Kräfte und irdischen Stoffe auf. Dieses Bild, das ein rein geistiges, aber als geistiges ein ganz bestimmtes ist, füllt sich aus mit irdischen Stoffen und Kräften. Der Mensch kommt als vom Himmel gebildet herunter. Da ist er zunächst ganz übersinnliches Wesen, ist bis auf die Knochen übersinnliches Wesen. Dann verbindet er sich mit dem Embryonalen, mit dem physischen Menschenkeim; das füllt den Geistkeim aus. Das nimmt er an, und das läßt er mit dem Tode wieder herunterfallen von sich und bleibt wiederum Geistgestalt, wenn er durch die Pforte des Todes geht.

[ 32 ] Und so sehen wir, da steht vor uns ein geistiges Bild, ein übersinnliches Bild des Menschen. Denn in alle dem, was ich bis jetzt geschildert habe: Hautumhüllung, Nervensystem, Blutsystem, Muskeln und Knochen — da sind ja nur Kräfte darinnen, das ist zunächst ein Kraftbild. Das wird bei Empfängnis und Geburt mit dem physischen Embryo der Erde verbunden, da nimmt es die irdischen Kräfte und irdischen Stoffe auf. Dieses Bild, das ein rein geistiges, aber als geistiges ein ganz bestimmtes ist, füllt sich aus mit irdischen Stoffen und Kräften. Der Mensch kommt als vom Himmel gebildet herunter. Da ist er zunächst ganz übersinnliches Wesen, ist bis auf die Knochen übersinnliches Wesen. Dann verbindet er sich mit dem Embryonalen, mit dem physischen Menschenkeim; das füllt den Geistkeim aus. Das nimmt er an, und das läßt er mit dem Tode wieder herunterfallen von sich und bleibt wiederum Geistgestalt, wenn er durch die Pforte des Todes geht.

[ 33 ] Nun will ich zum Abschluß nur noch folgendes sagen. Nehmen wir an, der Mensch geht durch die Pforte des Todes. Die physische Gestalt, die er an sich gesehen hat, wenn er sich im Spiegel schaute oder sich hat photographieren lassen, sie ist nicht mehr da. Sie interessiert ihn auch nicht. Aber das kosmische Urbild, in den Äther hineingezeichnet, ist das, worauf er dann hinschaut. Ja, das war in seinem eigenen Ätherleibe während seines Erdenlebens verankert, doch da nimmt er es nicht wahr. Es ist auf der Erde in seinem physischen Wesen drinnen, aber er nimmt es nicht wahr. Jetzt aber sieht er, was seine eigene Gestalt ist. Aber dieses Bild, das er jetzt wahrnimmt, leuchtet zugleich. Dieses Bild strahlt Kräfte aus, und das hat eine ganz bestimmte Folge. Denn das, was das Bild ausstrahlt, wirkt so, wie sonst ein leuchtender Körper wirkt, nur daß es jetzt im ätherischen Sinne gemeint ist. Die Sonne leuchtet physisch; dieses kosmisch geschaute Bild des Menschen leuchtet geistig, und weil es ein geistiges Bild ist, hat es die Kraft, auch anderes zu beleuchten. Hier im Erdenleben können Sie jemanden, der gute oder böse Taten getan hat, lange in die Sonne stellen: seine Haare und so weiter werden beleuchtet, aber seine guten und bösen Taten, als, Qualitäten, werden nicht beleuchtet. Von dem aber, was der Mensch nach dem Durchgange durch den Tod in der geistigen Welt als das leuchtende Bild seiner eigenen Gestalt erlebt, strahlt ein geistiges Licht aus, das jetzt seine moralischen Taten beleuchtet. So tritt dem Menschen nach dem Tode mit dem kosmischen Bilde ein seine eigenen moralischen Taten Beleuchtendes entgegen. Das hat in uns gesteckt während des Erdenlebens, das hat damals in uns leise geklungen als Gewissen. Jetzt, nach dem Tode, erblicken wir es objektiv. Da wissen wir, das sind wir selbst, das müssen wir um uns haben nach dem Tode. Da sind wir mit uns selbst unerbittlich. Denn dieses Beleuchtende richtet sich jetzt nicht so bequem nach dem, was wir hier vorbringen könnten, indem wir unsere Sünden entschuldigen und unsere guten Taten hervorheben wollten, sondern was da von uns leuchtet, das ist ein unerbittlicher Richter, der mit klarem Licht auf das leuchtet, was unser Tun wert war. Das Gewissen wird selber ein kosmischer Impuls, der nach dem Tode außer uns wirkt.

[ 33 ] Nun will ich zum Abschluß nur noch folgendes sagen. Nehmen wir an, der Mensch geht durch die Pforte des Todes. Die physische Gestalt, die er an sich gesehen hat, wenn er sich im Spiegel schaute oder sich hat photographieren lassen, sie ist nicht mehr da. Sie interessiert ihn auch nicht. Aber das kosmische Urbild, in den Äther hineingezeichnet, ist das, worauf er dann hinschaut. Ja, das war in seinem eigenen Ätherleibe während seines Erdenlebens verankert, doch da nimmt er es nicht wahr. Es ist auf der Erde in seinem physischen Wesen drinnen, aber er nimmt es nicht wahr. Jetzt aber sieht er, was seine eigene Gestalt ist. Aber dieses Bild, das er jetzt wahrnimmt, leuchtet zugleich. Dieses Bild strahlt Kräfte aus, und das hat eine ganz bestimmte Folge. Denn das, was das Bild ausstrahlt, wirkt so, wie sonst ein leuchtender Körper wirkt, nur daß es jetzt im ätherischen Sinne gemeint ist. Die Sonne leuchtet physisch; dieses kosmisch geschaute Bild des Menschen leuchtet geistig, und weil es ein geistiges Bild ist, hat es die Kraft, auch anderes zu beleuchten. Hier im Erdenleben können Sie jemanden, der gute oder böse Taten getan hat, lange in die Sonne stellen: seine Haare und so weiter werden beleuchtet, aber seine guten und bösen Taten, als, Qualitäten, werden nicht beleuchtet. Von dem aber, was der Mensch nach dem Durchgange durch den Tod in der geistigen Welt als das leuchtende Bild seiner eigenen Gestalt erlebt, strahlt ein geistiges Licht aus, das jetzt seine moralischen Taten beleuchtet. So tritt dem Menschen nach dem Tode mit dem kosmischen Bilde ein seine eigenen moralischen Taten Beleuchtendes entgegen. Das hat in uns gesteckt während des Erdenlebens, das hat damals in uns leise geklungen als Gewissen. Jetzt, nach dem Tode, erblicken wir es objektiv. Da wissen wir, das sind wir selbst, das müssen wir um uns haben nach dem Tode. Da sind wir mit uns selbst unerbittlich. Denn dieses Beleuchtende richtet sich jetzt nicht so bequem nach dem, was wir hier vorbringen könnten, indem wir unsere Sünden entschuldigen und unsere guten Taten hervorheben wollten, sondern was da von uns leuchtet, das ist ein unerbittlicher Richter, der mit klarem Licht auf das leuchtet, was unser Tun wert war. Das Gewissen wird selber ein kosmischer Impuls, der nach dem Tode außer uns wirkt.

[ 34 ] Das sind die Dinge, die uns vom irdischen Menschen zum übersinnlichen Menschen führen. Und man kann schon sagen: Der irdische Mensch, der mit der Geburt entsteht, mit dem Tode zugrunde geht, kann anthropologisch, wie es heute üblich ist, erfaßt werden der übersinnliche Mensch, der sich mit den irdischen Stoffen nur durchdringt, um sich nach außen zu zeigen, dieser übersinnliche Mensch, der höhere Mensch, muß anthroposophisch erfaßt werden.

[ 34 ] Das sind die Dinge, die uns vom irdischen Menschen zum übersinnlichen Menschen führen. Und man kann schon sagen: Der irdische Mensch, der mit der Geburt entsteht, mit dem Tode zugrunde geht, kann anthropologisch, wie es heute üblich ist, erfaßt werden der übersinnliche Mensch, der sich mit den irdischen Stoffen nur durchdringt, um sich nach außen zu zeigen, dieser übersinnliche Mensch, der höhere Mensch, muß anthroposophisch erfaßt werden.

[ 35 ] Das wollen wir im Verlaufe dieser Vorträge tun.

[ 35 ] Das wollen wir im Verlaufe dieser Vorträge tun.