An Anthroposophical Understanding
of the Psychic Human Being
GA 231
14 November 1923, The Hague
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
An Anthroposophical Understanding of the Psychic Human Being, tr. SOL
Zweiter Vortrag
Second Lecture
[ 1 ] Wir haben gestern versucht, den Menschen anzuknüpfen an das Weltenall. Durch solche Betrachtungen wollen wir ja eine Grundlage gewinnen, um überhaupt vollständig in die übersinnliche Wesenheit des Menschen einzudringen. Heute möchte ich, zunächst noch auf eine mehr äußerlich-übersinnliche Weise, zu dem Gestrigen einiges Ergänzende hinzufügen insoweit, als wir das übersinnliche Wesen des Menschen auch dann ins Auge fassen müssen, wenn der physische Leib des Menschen und das, was dazu gehört, der ätherische Leib, abgelegt ist, wenn also der Mensch durchgegangen ist durch die Pforte des Todes und durchmacht den Weg zwischen Tod und neuer Geburt. Und ich werde heute zunächst mehr in der Art einer Schilderung dasjenige geben, was sich gewissermaßen für die äußerliche imaginative Anschauung innerhalb dieses Weges zwischen Tod und neuer Geburt darstellt. Wir werden dadurch gerade eine Basis gewinnen, um das eigentliche geistig-seelische Wesen des Menschen ins Auge fassen zu können.
[ 1 ] Yesterday we attempted to connect the human being to the universe. Through such reflections, we hope to gain a foundation that will enable us to fully penetrate the supersensible nature of the human being. Today I would like to add a few supplementary remarks to yesterday’s discussion—initially in a more external, supersensible manner—insofar as we must also consider the supersensible nature of the human being when the physical body and its associated elements, the etheric body, have been shed; that is, when the human being has passed through the gate of death and is traversing the path between death and new birth. And today I will begin by presenting, more in the manner of a description, what, so to speak, presents itself to the outer imaginative perception within this path between death and new birth. Through this, we will gain a foundation for being able to grasp the actual spiritual-soul nature of the human being.
[ 2 ] Wir müssen uns nur immer klar sein, daß es eigentlich ein Unding ist, von dem getrennten Physischen und getrennten Geistig-Seelischen des Menschen zu sprechen. Denn was uns physisch am Menschen entgegentritt, was sich uns in der Sinneswelt darstellt als sein physischer Leib, das ist ja eigentlich überall durchzogen und durchsetzt von Geistig-Seelischem. Die Form der Stirn, die Form des ganzen Gesichtes, alles sonstige an seiner Form hat dieser Mensch ja nur dadurch, daß geistige Kräfte ihm diese Gestalt geben. Und deshalb brauchen wir uns nicht zu verwundern, wenn derjenige, der geistige Anschauung besitzt, auch dann noch von einer Gestalt des Menschen sprechen muß, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist. In der Tat ist es für die imaginative Erkenntnis so, daß der Mensch, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, dann, allerdings in bezug auf die physische Anschauung, gleichsam als Schattenbild, aber als ein sehr klares, eindrucksvolles Schattenbild, eine «Gestalt» zeigt, die gewissermaßen zunächst den Eindruck von etwas Äußerlichem macht, weil wir uns ja das geistig-seelische Wesen des Menschen moralisch-geistig vorstellen müssen. Aber wir kommen nicht zu einer haltbaren geistigen Vorstellung, wenn wir nicht zunächst von diesen Imaginationen, von diesen Bildgestalten sprechen, die der Mensch noch nach dem Durchgang durch die Pforte des Todes an sich trägt.
[ 2 ] We must simply always be clear that it is actually absurd to speak of a separate physical aspect and a separate spiritual-psychic aspect of the human being. For what we encounter physically in a human being—what appears to us in the sensory world as his physical body—is in fact permeated and interwoven throughout with the spiritual and soul aspects. The shape of the forehead, the shape of the entire face, and everything else about his form—this human being possesses these only because spiritual forces give him this form. And that is why we need not be surprised when someone who possesses spiritual insight must still speak of a human form even after the person has passed through the gate of death. In fact, for imaginative insight, it is the case that when a person has passed through the gate of death, albeit in terms of physical perception, appears as a sort of shadow image—but a very clear, striking shadow image—a “form” that, in a sense, initially gives the impression of something external, because we must, after all, conceive of the human being’s spiritual-soul nature in moral-spiritual terms. But we cannot arrive at a tenable spiritual conception unless we first speak of these imaginations, of these image-figures, which a human being still carries within themselves even after passing through the gate of death.
[ 3 ] Der Mensch legt ja mit dem Tode seinen physischen Leib ab, und wir können ganz absehen davon, was nun mit dem physischen Leibe geschieht, denn viel weniger beträchtlich, als die Menschen heute glauben, ist die Art und Weise, wie der physische Leib des Menschen sich auflöst. Es hat eigentlich diese Auflösung, ob durch Verwesung oder Verbrennung, nur für die Mitmenschen eine Bedeutung; eine große Bedeutung für das Leben des Menschen nach dem Durchgange durch die Todespforte hat das nicht, so daß wir vom physischen Leibe zunächst, wie er sich für die Sinneswahrnehmung darstellt, nur zu sprechen brauchen als von demjenigen, das sich in die äußere Natur und ihre Kräfte auflöst. Dann löst sich weiter, und zwar bald nach dem Tode, der ätherische Leib des Menschen auf. Sie kennen das aus meiner Darstellung in der «Geheimwissenschaft». Indem der Mensch diese beiden äußeren Offenbarungen seines Wesens abgelegt hat, löst sich gewissermaßen etwas heraus aus diesen beiden «Umhüllungen», der Ausdruck Umhüllung ist nicht ganz genau. Und wer mit einer entsprechenden imaginativen Erkenntnis begabt ist, der schaut dieses sich aus den beiden Umhüllungen Herauslösende eben als Gestalt, die sogar zunächst nach dem Tode in gewissem Sinne ähnlich ist der physischen Gestalt des Menschen. Nur macht diese ich will es Geistgestalt nennen — fortlaufend eine Verwandlung durch.
[ 3 ] Upon death, a person sheds their physical body, and we can completely disregard what happens to that physical body, for the manner in which a person’s physical body disintegrates is far less significant than people today believe. In fact, this dissolution—whether through decay or cremation—has significance only for one’s fellow human beings; it has no great significance for a person’s life after passing through the gate of death, so that we need only speak of the physical body, as it appears to the senses, as that which dissolves into external nature and its forces. Then, shortly after death, the human etheric body dissolves as well. You are familiar with this from my description in Occult Science. As the human being sheds these two outer manifestations of their being, something, as it were, emerges from these two “sheaths”—though the term “sheath” is not entirely accurate. And anyone endowed with the appropriate imaginative insight perceives this entity emerging from the two envelopes precisely as a form that, even immediately after death, is in a certain sense similar to the human physical form. Only this—I will call it the spiritual form—undergoes a continuous transformation.
[ 4 ] Ich habe ja öfter das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt von den verschiedensten Gesichtspunkten aus geschildert. Man bekommt jedoch eine angemessene Vorstellung davon nur dann, wenn man es von einer ganzen Reihe von Gesichtspunkten aus geschildert bekommt. Nun will ich es heute von einem bestimmten Gesichtspunkte aus wieder schildern. Man muß dann zu dem, was einmal gesagt worden ist, das andere hinzunehmen, dann ergibt sich erst ein vollständiges Bild.
[ 4 ] I have, after all, often described life between death and a new birth from a wide variety of perspectives. However, one can only gain a proper understanding of it when it is described from a whole range of perspectives. Today, I would like to describe it again from a specific perspective. One must then add this to what has already been said; only then does a complete picture emerge.
[ 5 ] Diese Geistgestalt des Menschen unterliegt einer fortdauernden Verwandlung, und zwar wird sie immer mehr und mehr so, daß wir sie eigentlich nur dann treffend bezeichnen, wenn wir sagen, sie wird ganz Physiognomie. In der imaginativen Anschauung, die der Initiierte hat und die derjenige hat, der schon durch die Pforte des Todes selber gegangen ist, schaut man etwas vom Menschen, was man nennen möchte eine Art Physiognomie. Diese Physiognomie ist der ganze Mensch, nicht etwa bloß ein halber. Aber der ganze Mensch sieht seiner Physiognomie nach jetzt in seiner Geistgestalt so aus, daß diese Physiognomie der Ausdruck seiner Wesenheit ist ihrer moralisch-geistigen Innerlichkeit nach, so daß also nach dem Tode ein böser Mensch anders aussieht als ein guter, und ein Mensch, der sich im Leben viel Mühe gegeben hat, anders aussieht als einer, der leichtsinnig oder leichtfertig dahingelebt hat. Das alles drückt sich aber so aus, daß das nun nicht bloß Antlitz ist. Das Antlitz wird sogar so, daß es von seiner im physischen Leben ausgeprägten Physiognomie verliert; es behält noch einen Teil seines physiognomischen Ausdrukkes, aber es wird immer undeutlicher. Dagegen wird der übrige Körper sehr ausdrucksvoll, insbesondere wird jene Gegend, wo innerlich die Atmungsorgane sind, ausdrucksvoll. An dieser Physiognomie, die die Gegend einnimmt, wo die Atmungsorgane im physischen Leben waren, sieht man namentlich die dauernden Charaktereigenschaften des Menschen physiognomisch ausgedrückt. Die Brust tritt heraus, bekommt eine deutliche Physiognomie, und an dieser deutlichen Physiognomie, am Geistbilde nach dem Tode sieht man, ob der betreffende Mensch mehr oder weniger Mut auf den verschiedensten Gebieten des Lebens gehabt hat, oder ob er etwas feige war, ob er mit einer gewissen Kühnheit und Tapferkeit an das Leben herangetreten ist, oder ob er überall zurückweichend das Leben durchgemacht hat und so weiter.
[ 5 ] This spiritual form of the human being undergoes a continuous transformation; indeed, it becomes more and more such that we can only describe it accurately by saying that it becomes entirely physiognomy. In the imaginative vision possessed by the initiate—and by one who has already passed through the gate of death—one beholds something of the human being that one might call a kind of physiognomy. This physiognomy is the whole human being, not merely half of one. But the whole human being, as seen in his spiritual form through his physiognomy, now appears in such a way that this physiognomy is the expression of his essence in terms of his moral and spiritual inner nature; thus, after death, an evil person looks different from a good one, and a person who made great efforts in life looks different from one who lived a careless or frivolous life. All of this, however, is expressed in such a way that it is no longer merely the face. The face even changes to the point that it loses the physiognomy that was pronounced in physical life; it retains only a part of its physiognomic expression, but it becomes increasingly indistinct. In contrast, the rest of the body becomes very expressive; in particular, the area where the respiratory organs are located internally becomes expressive. In this physiognomy—which occupies the area where the respiratory organs were in physical life—one sees, in particular, the person’s enduring character traits expressed physiognomically. The chest protrudes, taking on a distinct physiognomy, and in this distinct physiognomy—in the spirit image after death—one can see whether the person in question possessed more or less courage in the various spheres of life, or whether they were somewhat cowardly; whether they approached life with a certain boldness and bravery, or whether they went through life retreating from everything, and so on.
[ 6 ] Eine besondere Ausdrucksfähigkeit haben nach dem Tode die Arme und die Hände. An den Armen und den Händen kann man geradezu ablesen die Biographie des Menschen zwischen Geburt und Tod, am deutlichsten an den Händen — die Hände, die schon im physischen Leben für den sinnig Beobachtenden so bedeutungsvoll sind durch ihre Physiognomie, die schon im physischen Leben so viel verraten, so daß man viel entnehmen kann aus der Art und Weise, wie jemand seine Finger bewegt, wie jemand die Hände einem entgegenbringt, ob er, wenn er einem begegnet, nur die Fingerspitzen reicht, oder mit Wärme einen Händedruck gibt. Aber auch die Art und Weise, wie sich die Hände plastisch gestalten, wenn der Mensch einfach dahinlebt oder seine Arbeit verrichtet, ist ja schon im physischen Leben so bezeichnend. Man achtet nicht darauf, aber die meisten Menschen sind ja schon durch ihre Finger- und Handhaltung und -bewegung viel interessanter, wenigstens verraten sie sich dadurch. Das wird nun nach dem Tode im eminentesten Sinne gesteigert. Man kann geradezu die Lebensgeschichte des Menschen daran ablesen.
[ 6 ] After death, the arms and hands possess a special capacity for expression. One can literally read a person’s life story—from birth to death—in the arms and hands, most clearly in the hands — the hands, which are already so significant to the perceptive observer even in physical life because of their physiognomy, which reveals so much even in physical life, so that one can glean a great deal from the way someone moves their fingers, how someone offers their hands to you—whether, when meeting you, they merely extend their fingertips or offer a warm handshake. But even the way the hands take shape as a person simply goes about their daily life or performs their work is already so revealing in physical life. People don’t pay attention to it, but most people are already much more interesting simply through the posture and movement of their fingers and hands—at the very least, they reveal themselves through them. This is now intensified in the most profound sense after death. One can practically read a person’s life story from them.
[ 7 ] Und ebenso ist es in bezug auf die anderen Organe. Alles wird nach dem Tode ausdrucksvoll physiognomisch. Und so kann man sagen: Der Mensch trägt nach dem Tode seine moralisch-geistige Physiognomie an sich.
[ 7 ] And the same is true of the other organs. After death, everything takes on a distinct physiognomic character. And so one can say: After death, a person bears their moral and spiritual physiognomy within themselves.
[ 8 ] Wir haben gestern davon gesprochen, wie der Mensch, indem er aus dem Kosmos, aus dem Weltenall herausgestaltet wird, uns zuerst seine Gestalt darbietet, und wie sich diese Gestalt aus dem, was sich in den Weltenäther einschreibt, in der Haut und in den in die Haut eingeschlossenen Sinnesorganen zum Ausdruck bringt. Aber was die menschliche Hautgestalt ist, was im physischen Leben auf der Erde so erscheint, wie man es kennt als physische Formung, das — die ganze Hautumhüllung — wird physiognomischer Ausdruck des moralisch-geistigen Menschen. Und das bleibt eine längere Zeit hindurch.
[ 8 ] Yesterday we spoke of how the human being, as it is formed out of the cosmos, out of the universe, first presents its form to us, and how this form—arising from what is inscribed in the world ether—finds expression in the skin and in the sense organs enclosed within the skin. But what the human skin form is—what appears in physical life on Earth as what we know as physical form, that is, the entire skin covering—becomes the physiognomic expression of the moral-spiritual human being. And this remains so for a long time.
[ 9 ] Indem die Menschen in diese «Lebensweise», wenn ich mich so ausdrücken darf, eintreten, begegnen sie da namentlich denjenigen Menschen, mit denen sie schon hier auf der Erde in Verbindung waren, mit denen sie hier Geistes-, Herzens-, Gemütsgemeinschaften gehabt haben. Und keiner kann da dem anderen etwas vormachen! Denn wie ein jeder ist, und wie er gegen den anderen gesinnt ist, das stellt sich getreulich in jener Physiognomie dar, die ich eben beschrieben habe. Und für diese Zeit des Lebens nach dem Tode, die auf die Prüfungszeit folgt — von der will ich heute nicht sprechen —, ist es so, daß die Menschen in dieser Zeit namentlich den Umgang mit denen haben, mit denen sie schicksalsmäßig in irgendeiner Weise im letztvergangenen Erdenleben oder überhaupt auf der Erde in Verbindung waren. Man lernt sich da genau kennen. Aber das ist in dieser ersten Zeit so, daß man sich durch den Anblick dieser Physiognomie, die ich beschrieben habe, eben genau kennenlernt. Und was die Menschen in dieser Zeit erleben, das ist eben dieses Kennenlernen derjenigen Menschen, mit denen sie schicksalsmäßig verbunden sind. Sie müssen sich vorstellen, welch ein intimes gegenseitiges — es klingt banal, aber es ist ein doch richtiges Wort — «Betrachten» dies ist: Ein jeder steht vor dem anderen unverhüllt, mit der ganzen Bedeutung des Schicksalszusammenhanges. So geht man dann aneinander vorbei, so lebt man miteinander.
[ 9 ] As people enter into this “way of life,” if I may put it that way, they encounter there, in particular, those people with whom they were already connected here on Earth—those with whom they shared a bond of mind, heart, and spirit. And no one there can fool anyone else! For what each person is like, and how they feel toward others, is faithfully reflected in that physiognomy I have just described. And during this phase of life after death, which follows the period of trial—which I do not wish to discuss today—people primarily interact with those with whom they were connected by fate in some way during their most recent earthly life or during their time on Earth in general. They get to know one another intimately there. But during this initial phase, it is precisely through the sight of this physiognomy—which I have described—that they come to know one another intimately. And what people experience during this time is precisely this process of getting to know those with whom they are bound by destiny. You must imagine what an intimate mutual—it sounds trite, but it is indeed the right word—“contemplation” this is: Each person stands before the other unveiled, with the full significance of their fateful connection. This is how they then pass one another by; this is how they live together.
[ 10 ] Gleichzeitig ist das derjenige Lebensabschnitt für den Menschen, wo er dadurch, daß er so ist, solche Physiognomie ist, die Bekanntschaft macht mit den Wesen der dritten Hierarchie, den Angeloi, Archangeloi und Archai. Denn diese Wesen sind ihrer dauernden Natur nach immer Physiognomie. Sie sind von den Weltenwesen der höheren Hierarchien gewissermaßen ausgegangen, indem ihre ganze geistig-seelische Natur für den, der sie in der Imagination schauen kann, sich in ihrer Geistgestalt ausprägt. Das ist also etwas, was für das Erleben des Menschen während dieser Zeit hinzukommt zu dem Umgange mit denjenigen Menschen, die mit einem schicksalsmäßig verbunden sind. Natürlich ist der Anblick der Menschen, die mit einem schicksalsmäßig verbunden sind, ein sehr mannigfaltiger. Da erscheinen einem zum Beispiel die Menschen, die einen über alle Berge gewünscht haben, mit denen man aber doch schicksalsmäßig verbunden ist. Man erkennt ganz genau, was sie im Schilde geführt haben, und was sie einem angetan haben. Dieser Anblick der Menschen ist ganz verschieden, ist ein ganz mannigfaltiger. Und unter diesen Wandelgestalten erscheinen die Wesenheiten der dritten Hierarchie, die wie Glanzgestalten, wie Sonnengestalten unter diesen Menschen dann wandeln. Gewiß, die Worte, die ich gebrauche, sind vergleichsweise, wir haben aber keine andere Möglichkeit, als uns in irdischer Sprache auszudrücken. Aber es bezeichnet schon die Wirklichkeit, wenn man sagt, daß der Mensch in dieser Zeit den mit ihm schicksalsmäßig verbundenen Menschen begegnet. Es ist aber das Eigentümliche, daß der Mensch in diesem Zeitraume ein Verständnis in der Auffassung nur denjenigen anderen Menschen entgegenbringen kann, mit denen er schicksalsmäßig verknüpft ist. Diejenigen Menschenseelen, mit denen man nicht schicksalsmäßig verbunden ist, die sind gewissermaßen unsichtbar, man hat keine Handhabe, keine Möglichkeit, kein Auffassungsvermögen für deren moralisch-geistige Physiognomien. Man beachtet sie nicht, man kann sie nicht beachten, denn nur die Schicksalsverbindung gibt einem die Kraft, zu sehen. Wenn es dem Menschen hier auf der Erde überlassen wäre, auch so zu schauen mit den physischen Augen, wie man in diesem Lebensabschnitt nach dem Tode sehen muß, dann würde der Mensch vieles nicht sehen auf der Erde, denn der Mensch liebt es, auf der Erde passiv zu sehen, die Dinge in sich hineinscheinen zu lassen. Er liebt es sogar in der gegenwärtigen Zivilisation sehr wenig, innerlich aktiv zu sein, um die Umgebung wahrzunehmen. Mancher, der heute eigentlich sein Schauen — drücken wir es so aus — insbesondere auf die Kinoneigungen legt, der also immer nur Eindrücke haben will, denen er sich passiv hingeben kann, der würde, wenn er mit demselben Schauvermögen ausgerüstet wäre, wie wir es nach dem Tode sind, er würde hier sitzen können und würde seine Mitmenschen überhaupt nicht sehen. Denn nach dem Tode hängt es von unserer Aufmerksamkeit ab, die uns allerdings dann eingepflanzt ist durch die Art, wie wir schicksalsmäßig mit den anderen verbunden sind, daß wir die anderen auch schen.
[ 10 ] At the same time, this is the stage of life for human beings when, by virtue of being what they are—that is, possessing such a physiognomy—they come into contact with the beings of the third hierarchy: the Angeloi, Archangeloi, and Archai. For these beings, by their enduring nature, are always physiognomy. They have, so to speak, emerged from the beings of the higher hierarchies, in that their entire spiritual-soul nature manifests itself in their spiritual form to those who can perceive them in the imagination. This is therefore something that, during this period, adds to a person’s experience alongside their interactions with those people with whom they are bound by destiny. Of course, the sight of the people with whom one is fatefully connected is a very varied one. For example, one sees people who have wished one dead, yet with whom one is nevertheless fatefully connected. One recognizes quite clearly what they had in mind and what they have done to one. This sight of people is quite different; it is a very varied one. And among these walking forms appear the beings of the third hierarchy, who then walk among these people like radiant figures, like solar figures. Certainly, the words I use are figurative, but we have no other way to express ourselves than in earthly language. But it does describe reality when one says that during this time, a person encounters those with whom they are fatefully connected. What is peculiar, however, is that during this period, a person can show understanding and empathy only toward those other people with whom they are fatefully linked. Those human souls with whom one is not bound by destiny are, so to speak, invisible; one has no grasp of them, no way of perceiving their moral and spiritual characteristics. One does not take notice of them; one cannot take notice of them, for only this bond of destiny gives one the power to see. If it were left up to human beings here on Earth to see with their physical eyes in the same way one must see in this phase of life after death, then human beings would fail to see many things on Earth, for human beings love to see passively on Earth, allowing things to shine into them. In our present civilization, they even have very little inclination to be actively engaged inwardly in order to perceive their surroundings. Many people today who actually focus their vision—let’s put it this way—particularly on cinematic pursuits, that is, who always want only impressions to which they can passively surrender, would—if they were endowed with the same power of vision that we possess after death—be able to sit here and not see their fellow human beings at all. For after death, it depends on our attention—which is, of course, then instilled in us by the way we are fatefully connected to others—that we also perceive the others.
[ 11 ] So ist diese Zeit, die da nach dem Tode zunächst verlebt wird, eine Zeit des gegenseitigen Sich-Kennenlernens und namentlich des Kennenlernens der Art und Weise, wie diese Menschen in der geistigen Welt aufgenommen werden von den Wesenheiten der dritten Hierarchie. Man sieht dann, welche Freude die Wesenheiten der dritten Hierarchie, die Angeloi, Archangeloi und Archai, an den Menschen haben, die in der Gestalt, wie ich es beschrieben habe, in die geistige Welt hinaufkommen, oder auch wie sie wenig Freude an ihnen erleben. Man sieht, welchen Eindruck die Menschen auf diejenigen Wesen der höheren Hierarchien machen, die zunächst in der unsichtbaren Welt ihnen am nächsten stehen.
[ 11 ] Thus, this period—the one initially spent after death—is a time for getting to know one another, and specifically for learning how these people are received into the spiritual world by the beings of the third hierarchy. One then sees the joy that the beings of the third hierarchy—the Angeloi, Archangeloi, and Archai—take in the people who ascend into the spiritual world in the form I have described, or conversely, how little joy they derive from them. One sees the impression these people make on those beings of the higher hierarchies who are initially closest to them in the invisible world.
[ 12 ] Dann kommt eine andere Zeit. Es kommt die Zeit, wo die Menschen, die einander in dieser Weise kennengelernt haben, die gewissermaßen sich immer geschaut haben, nun anfangen, wie es diesem Leben nach dem Tode entspricht, im geistigen Sinne einander zu verstehen, wo sie dazu gelangen, gewissermaßen einen Geistverstand zu bekommen für diese moralisch-geistigen Physiognomien. Es ist eigentlich so, daß man in der ersten Zeit nach dem Tode wie in lauter Erinnerungen lebe. Man ist mit den Menschen zusammen, mit denen man zusammengehört, man lebt natürlich «Gegenwärtiges» — man handelt, man lebt, man webt in all den Zusammenhängen, die sich da ergeben namentlich zwischen den Menschen und den Wesenheiten der dritten Hierarchie, aber man lebt die ganze Zeit hindurch so wie in einer Art Erinnerung an das Erdenleben. Dann aber tritt eine Zeit ein, wo man eben anfängt, Geistverstand zu haben, wo man anfängt zu begreifen — in dem Sinne, wie das Begreifen in der geistigen Welt eben geschehen muß —, was nun diese moralisch-geistigen Physiognomien der Mitmenschen füreinander bedeuten. Man lernt seine Mitmenschen «verstehen». Man lernt sie so verstehen, daß man sagt: Diese moralisch-geistige Physiognomie zeigt mir dieses, das führt zurück auf Schicksale, die man gemeinschaftlich gehabt hat und so weiter. Nun, das erlebt man ja schon gleich nach dem Tode, denn man schaut dieses Schicksal an, man schaut auf seine schicksalsmäßige Gemeinschaft hin. Aber jetzt erlebt man es so, daß man sich überall sagt: Wenn wir bisher so zusammengelebt haben, wie sich das ergeben hat nach dem gegenseitigen Verstehen der Physiognomien, dann muß das weitere Zusammenleben so und so vor sich gehen. Man erlebt sozusagen jetzt verständnisvoll die Möglichkeit des Fortganges des Schicksals, und man bekommt von da an das Gefühl eben der Weiterführung der begonnenen Lebensverhältnisse. Man schaut wie in einer Perspektive, wie sich in die Zukunft hinein diejenigen Lebensschicksalsfäden gestalten werden, die angeknüpft worden sind, und die sich in den moralisch-geistigen Physiognomien verraten. Und das lebt sich immer intimer und intimer ein, so daß wirklich ein Zusammenwachsen, förmlich ein geistig-seelisches Zusammenwachsen der Seelen stattfindet. Und dabei zeigt es sich, daß das, was beim Menschen hier auf der physischen Erde am ausdrucksvollsten war, nach und nach eigentlich, indem er in diese Zeit sich hineinlebt, verschwindet. Der Kopf verschwindet, löst sich in eine Art von geistigem Nebel auf.
[ 12 ] Then comes a different time. The time comes when people who have gotten to know one another in this way—who, in a sense, have always observed one another—now begin, as befits this life after death, to understand one another in a spiritual sense, where they come to acquire, so to speak, a spiritual understanding of these moral-spiritual physiognomies. The fact is that in the early period after death, one lives, as it were, in a world of pure memories. One is together with the people to whom one belongs; one naturally experiences the “present”—one acts, one lives, one weaves one’s way through all the interrelationships that arise there, particularly between human beings and the beings of the third hierarchy—but throughout this entire time, one lives as if in a kind of memory of earthly life. But then a time comes when one begins to have spiritual understanding, when one begins to comprehend—in the sense that comprehension must occur in the spiritual world—what these moral-spiritual physiognomies of one’s fellow human beings mean to one another. One learns to “understand” one’s fellow human beings. One learns to understand them in such a way that one says: This moral-spiritual physiognomy reveals this to me; it points back to destinies we have shared, and so on. Well, one experiences this immediately after death, for one looks upon this destiny; one looks upon one’s fateful communion with others. But now one experiences it in such a way that one says to oneself everywhere: “If we have lived together thus far as it has turned out, based on our mutual understanding of these physiognomies, then our continued life together must proceed in such and such a way.” One now experiences, so to speak, with understanding the possibility of destiny’s continuation, and from that point on one gains the very feeling of the continuation of the life circumstances that have begun. One looks, as if through a perspective, at how the threads of life’s destiny—which have been woven together and are revealed in the moral and spiritual physiognomies—will take shape in the future. And this becomes increasingly intimate, so that a true growing together—literally a spiritual and soulful growing together of the souls—takes place. And in the process, it becomes apparent that what was most expressive in a human being here on the physical Earth gradually disappears as he lives his way into this time. The head disappears, dissolving into a kind of spiritual mist.
[ 13 ] In demselben Maße wie der Kopf verschwindet, verändern sich die Züge der moralisch-geistigen Physiognomie, die da waren, indem überall so etwas auftritt, was wie von der Vergangenheit aus in die Zukunft hinüberzeigt. Und in dieser Zeit wird der Mensch hineinversetzt in den Geist der Planetenbewegungen, in den Geist der Kräfte im Planetensystem. Und das hat zur Folge, daß die zusammengehörigen Menschen sich zu einer bestimmten Zeit nach dem Tode dem geistigen Sonnendasein nähern. Die planetarischen Kräfte bringen sie in das geistige Sonnendasein hinein, und alles, was die Menschen miteinander durchgemacht haben, wird gewissermaßen jetzt als gemeinsame Erlebnisse und gemeinsame Keime für künftige Erlebnisse hineingetragen in das geistige Sonnendasein.
[ 13 ] As the head disappears, the features of the moral-spiritual physiognomy that were present there undergo a transformation, as something emerges everywhere that seems to point from the past into the future. And during this time, human beings are drawn into the spirit of planetary movements, into the spirit of the forces within the planetary system. As a result, people who are spiritually connected approach the spiritual solar existence at a specific time after death. The planetary forces bring them into the spiritual solar existence, and everything that these people have gone through together is now, in a sense, carried into the spiritual solar existence as shared experiences and shared seeds for future experiences.
[ 14 ] Es ist ja eigentlich für eine wirklich eindringende Erkenntnis kindisch, daß sich die heutige Wissenschaft die Sonne so vorstellt wie einen Gasball, der im Weltenall draußen ist. Das ist ja nur der Anblick, den die Sonne zur Erde her zeigt. Sobald man die Sonne mit jenen Geistesaugen, Seelenaugen beschaut, die man nach dem Tode hat, sie von auswärts im Weltenall beschaut, ist die Sonne ja ein geistiges Wesen, oder vielmehr eine Versammlung von geistigen Wesenheiten. Unter diese geistigen Wesenheiten mischen sich eben die Menschenseelen, die sich in dieser Art nicht nur selbst mit ihren Geistesinhalten, sondern auch mit ihren gemeinsamen Schicksalen hineintragen in das geistige Sonnendasein. Und dieses ganze System von Menschenseelen zusammen mit den Urteilen, welche die Wesen der zweiten und dritten Hierarchie über den Wert dieser Menschen fällen, das glänzt nun hinaus in das Weltenall, in den Kosmos.
[ 14 ] It is actually childish, from the perspective of a truly profound understanding, for modern science to conceive of the sun as a ball of gas out there in the universe. That is, after all, merely the appearance the sun presents to the Earth. As soon as one beholds the Sun with those spiritual eyes, those eyes of the soul that one possesses after death—beholding it from outside in the universe—the Sun is, in fact, a spiritual being, or rather, a gathering of spiritual beings. Mingled among these spiritual beings are precisely the human souls, who carry themselves into the spiritual existence of the Sun in this way—not only with their spiritual contents but also with their shared destinies. And this entire system of human souls, together with the judgments that the beings of the second and third hierarchies pass regarding the worth of these human beings, now shines out into the universe, into the cosmos.
[ 15 ] Man stellt sich eigentlich von irgendeinem Gesichtspunkte der Erde aus die Sonne ganz richtig nur vor, wenn man sie sich etwa in der folgenden Weise vorstellt. Wenn man von der Erdoberfläche aus die Sonne anblickt, so erscheint sie uns ja wie eine leuchtende Kugel, und man kann sich davon auch eine schematische Zeichnung machen. Nun stellt man sich gewöhnlich vor, wenn man in einem Ballon hinauffahren und von dort oben die Sonne anschauen würde, so würde sie ebenso ausschauen wie hier von der Erde aus. Das ist aber nicht der Fall. Wenn man sich ein schematisches Bild machen und physisch-sinnlich zeichnen wollte, wie sich für den geistigen Anblick die Sonne ausnimmt, so müßte man sich überall geistige Strahlungen von der Sonne nach dem weiten Weltenall hin vorstellen. Was von der Erde aus von der Sonne geschaut werden kann, ist ja nur der nach der Erde hin leuchtende Aspekt der Sonne. Für den geistigen Anblick aber erscheint etwas, was — nach und nach allerdings — zur geistig-hörbaren Wahrnehmung wird, was nun der Einschlag in die Weltenmusik wird, der manchmal ja sehr imposant ist. Aber dieser Einschlag ist nun etwas, was die Menschen erlebt haben, und was sie auch nach dem Tode erleben. Das alles wird in die Sonne hineingetragen und strahlt nach dem Kosmos hin aus. Und dann, wenn das geschieht, hat der Mensch der Geistgestalt nach, die ich beschrieben habe, gewissermaßen selber schon die Form der Sonne angenommen. Es klingt ja paradox, aber man muß diese Tatsachen schildern, denn sie entsprechen der Wirklichkeit. Alles, was nach dem Durchgang durch die Todespforte ausdrucksvolle Physiognomie, Geistgestalt war, das rundet sich, und wenn der Mensch in der Sonne ankommt, geistig gesprochen, dann ist er eigentlich zur Geistkugel geworden. Jeder einzelne Mensch ist zur Geistkugel geworden. Und das Weltenall spiegelt sich in dieser Geistkugel. Und wir haben jetzt, indem wir gewissermaßen ganz geistiges Sinnesorgan geworden sind, nicht mehr Eindrücke von der Erde, aber indem wir ganz Geistesauge geworden sind, haben wir in diesem Geistesauge den Eindruck des ganzen Weltenalls. Wir fühlen uns eins mit dem ganzen Weltenall. Und was wir früher auf der Erde gewesen sind, das fühlen wir jetzt draußen, außer uns. Aber indem wir jetzt das ganze Weltenall wie in einem Geistesauge in uns spiegeln, fühlen wir uns ganz eins mit den Schicksalen, die wir an uns selber und an anderen Menschen erlebt haben.
[ 15 ] From any vantage point on Earth, one can only truly visualize the Sun correctly if one imagines it in the following way. When we look at the Sun from the Earth’s surface, it appears to us as a luminous sphere, and we can even draw a schematic diagram of it. Now, people usually imagine that if they were to ascend in a balloon and look at the Sun from up there, it would look just the same as it does here from Earth. But that is not the case. If one were to form a schematic image and draw, in a physically perceptible way, how the Sun appears to spiritual vision, one would have to imagine spiritual rays emanating from the Sun in all directions into the vast universe. What can be seen of the Sun from Earth is, after all, only the aspect of the Sun that shines toward Earth. To spiritual vision, however, something appears that—gradually, it is true—becomes a spiritually audible perception, which then becomes an impact on the music of the worlds, an impact that is sometimes very impressive. But this impact is something that human beings have experienced, and which they also experience after death. All of this is carried into the Sun and radiates out into the cosmos. And then, when this happens, the human being, in the spiritual form I have described, has, in a sense, already taken on the form of the Sun. It sounds paradoxical, of course, but these facts must be described, for they correspond to reality. Everything that, after passing through the gate of death, was an expressive physiognomy—a spiritual form—becomes rounded, and when the human being arrives in the sun, spiritually speaking, he has actually become a spiritual sphere. Every single human being has become a spiritual sphere. And the entire universe is reflected in this spiritual sphere. And now, having become, so to speak, entirely spiritual sensory organs, we no longer receive impressions from the Earth; but having become entirely spiritual eyes, we perceive the entire universe through these spiritual eyes. We feel at one with the entire universe. And what we used to be on Earth, we now feel outside of ourselves. But now that we reflect the entire universe within ourselves as if in a spiritual eye, we feel completely at one with the fates we have experienced in ourselves and in other people.
[ 16 ] Indem wir dann das eine Zeitlang durchlebt haben, kommen wir immer mehr und mehr in die Sphäre der ersten Hierarchie hinein, der Seraphim und Cherubim und Throne. Wir verbinden uns mit dieser ersten Hierarchie. Zuerst also verbinden wir uns mit der dritten Hierarchie, wo wir wandeln unter den uns schicksalsverbundenen Mitmenschen, wo wir da wandeln in unserer moralisch-geistigen Physiognomie. Dann werden wir mitgenommen von den Planetenkräften in das geistige Sonnendasein, da sind wir außerhalb der ersten, mit der zweiten Hierarchie verbunden. Und jetzt, wo wir uns durch unser eigenes Sonnendasein drinnenfühlen wie im ganzen Weltenall, jetzt sind wir mit der ersten Hierarchie verbunden, den Seraphim, Cherubim und Thronen. Und da stellt sich dann immer mehr und mehr heraus, daß wir beginnen, auch ein Interesse haben zu dürfen nicht nur für diejenigen Menschen, die mit uns von vorher schicksalsmäßig verbunden sind, sondern da treten jetzt weitere Seelen auf, die erst jetzt in diesem Leben zwischen dem Tode und der nächsten Geburt in unsere Schicksalssphäre eintreten. Da beginnen wir, andere Menschenseelen als diejenigen sind, mit denen wir schicksalsmäßig verbunden waren, beobachten zu können — Menschenseelen, die dann im weiteren, zukünftigen Leben mit uns schicksalsmäßig werden verbunden sein.
[ 16 ] As we go through this for a time, we enter more and more into the sphere of the first hierarchy—the Seraphim, Cherubim, and Thrones. We connect with this first hierarchy. First, then, we connect with the third hierarchy, where we walk among our fellow human beings bound to us by destiny, where we walk in our moral-spiritual form. Then we are carried by the planetary forces into the spiritual solar existence; there we are outside the first hierarchy and connected to the second. And now, as we feel ourselves, through our own solar existence, to be at one with the entire universe, we are connected to the first hierarchy—the Seraphim, Cherubim, and Thrones. And there it becomes increasingly clear that we are beginning to be allowed to take an interest not only in those people with whom we were fatefully connected from before, but now other souls are appearing who are only now entering our sphere of destiny in this life, between death and the next birth. We are beginning to be able to observe human souls other than those with whom we were fatefully connected—human souls who will then be fatefully connected to us in future lives.
[ 17 ] Aber an denjenigen Menschen, mit denen wir schicksalsmäßig verbunden waren, je nach dem Grade, in dem dies der Fall war, an denen beginnen wir gerade jetzt unter dem Eindruck der Seraphim, Cherubim und Throne eine wichtige Verwandlung der Gestalt zu bemerken, die ich zunächst wiederum mehr äußerlich schildern will.
[ 17 ] But in those people with whom we were bound by fate—depending on the degree to which this was the case—we are now beginning to notice, under the influence of the Seraphim, Cherubim, and Thrones, an important transformation of form, which I will first describe, once again, in more external terms.
[ 18 ] Wenn man mit dem physischen Auge einen Menschen betrachtet, der so in der Welt wandelt, so sieht man ihn, wie er ein Bein nach dem anderen vorsetzt und so dahingeht, man sieht gleichsam eine Reihe von Momentaufnahmen dieses Menschen. Wer aber mit imaginativer Anschauung dann den Menschen in dieser Sphäre nach dem Tode anschaut, der sieht ihn gerade so, als ob die Schritte, die Formung der Beine bei jedem Schritte im Vorwärtsschreiten, gerade an unseren Gliedmaßen, das ganze Schicksal tragen würden, das der Mensch durchlebt, das sich im Erdenleben gebildet hat. Nicht nur an den Beinen, auch an den Armen tragen wir das, was unser Schicksalsinhalt ist, was wir mit unseren Händen Gutes und Schlimmes an anderen Menschen getan haben. Was einen gewissen Gerechtigkeitsimpuls in der Welt hervorruft und in unser Schicksal sich einfügt, das sieht man an der Art und Weise, wie der Mensch in Bewegung gerät. Und ebenso sieht man das innere Schicksal, das sich der Mensch geschaffen hat durch seine Stimmungen, durch die Art und Weise, wie er innerlich das Leben erlebte, jetzt an der Blutzirkulation.
[ 18 ] When one observes with the physical eye a person walking through the world in this way, one sees him putting one foot in front of the other and moving along; one sees, as it were, a series of snapshots of this person. But whoever then observes this person in this sphere after death through imaginative perception sees them precisely as if the steps—the movement of the legs with each step forward—were carrying, right there in our limbs, the entire destiny that the person has lived through, the destiny that has taken shape during their earthly life. Not only on the legs, but also on the arms, we carry what constitutes the content of our destiny—the good and the bad we have done to other people with our hands. What evokes a certain impulse toward justice in the world and becomes woven into our destiny can be seen in the way a person begins to move. And in the same way, one can now see the inner destiny that a person has created for themselves through their moods—through the way they have experienced life inwardly—in their blood circulation.
[ 19 ] Was man so an dem Schicksalsmäßigen sieht, das sieht man lange noch, wenn der Mensch diese Sphäre betreten hat, die ich geschildert habe; das sieht man eigentlich noch immer an der Form der Gliedmaßengestaltungen und der anderen menschlichen Gestaltungen mit Ausnahme von Kopf und Brust. Auf der physischen Erde wäre gewiß der Anblick eines Menschen, dem Kopf und Brust fehlten, und der so an uns vorbeigehen würde, kein sehr behaglicher; aber hier zwischen Tod und neuer Geburt ist eben alles ins Moralisch-Geistige umgesetzt. Da ist der Anblick viel gewaltiger, als der Anblick eines menschlichen Kopfes auf der Erde sein kann. Und das erleben nun die Menschen, die schicksalsmäßig miteinander verbunden sind und die während des geistigen Sonnendaseins so das Schicksalsmäßige erleben, in jener Zeit zwischen Tod und neuer Geburt, die ich in meinen Mysteriendramen als die «Mitternachtsstunde» geschildert habe. Da arbeiten jetzt die verschiedenen Menschen nach dem Grade ihrer Zusammengehörigkeit an der Umgestaltung dessen, was sie im vorherigen Erdenleben waren, so daß man sieht, wie das im einzelnen geschieht. Da sieht man, wie zum Beispiel der Inhalt der Beine umgearbeitet wird für das zukünftige Erdenleben zur Gestaltung des Unterkiefers. Was Arme und Hände sind, wird umgearbeitet zum Oberkiefer und zu allem, was das dazugehörige Nervensystem ist, aber in einer geistigen Anschauung. Der ganze untere Mensch wird umgewandelt in den oberen Menschen.
[ 19 ] What one perceives as part of one’s destiny can still be seen long after a person has entered the sphere I have described; in fact, it can still be seen in the form of the limbs and other human features, with the exception of the head and chest. On the physical Earth, the sight of a human being lacking a head and chest, walking past us in this state, would certainly not be a very pleasant one; but here, between death and new birth, everything has been transformed into the moral-spiritual realm. The sight there is far more powerful than the sight of a human head on Earth can ever be. And this is what people experience who are bound together by destiny and who, during their spiritual existence in the Sun, experience these fateful events in that time between death and new birth, which I have described in my Mystery Dramas as the “midnight hour.” There, the various individuals now work—according to the degree of their connection to one another—on the transformation of what they were in their previous earthly life, so that one can see how this takes place in detail. There one sees, for example, how the substance of the legs is transformed for the future earthly life into the formation of the lower jaw. What the arms and hands are is transformed into the upper jaw and into the entire associated nervous system—but in a spiritual vision. The entire lower human being is transformed into the upper human being.
[ 20 ] Das arbeitet aber nicht etwa der Mensch allein, sondern das arbeiten die zusammengehörigen Menschen, je nach dem Grad ihrer Schicksalsverbundenheit. Der eine arbeitet an dem anderen. Und dadurch, daß der eine an dem anderen arbeitet, werden die geistigen Verwandtschaften gebildet, die dann bewirken, daß der eine Mensch den anderen im Leben findet, daß er mit ihm zusammenkommt. Diese geistige Verwandtschaft, die uns mit dem anderen auf eine mehr oder weniger intime Weise zusammenbringt, sie ist ja auf diese Art bewirkt worden in dem Leben zwischen dem Tode und der nächsten Geburt. Es wird in der Tat eine Geistgestalt des neuen Hauptes ausgebildet durch das Zusammenarbeiten der schicksalsmäßig zusammengehörigen Menschen. Und das ist tatsächlich ein Arbeiten im Geisterlande, das nicht etwa weniger inhaltreich ist als das Arbeiten hier auf der Erde, das im Gegenteil viel inhaltreicher ist.
[ 20 ] However, this is not the work of a single person alone, but rather the work of people who belong together, depending on the degree to which their destinies are intertwined. One person works upon the other. And through this working of one upon the other, spiritual affinities are formed, which then bring about the fact that one person finds the other in life and comes together with them. This spiritual affinity, which brings us together with the other in a more or less intimate way, has indeed been brought about in this manner during the life between death and the next birth. In fact, a spiritual form of the new head is formed through the collaboration of people who are destined to be together. And this is indeed a form of work in the spirit world that is by no means less substantial than the work here on Earth; on the contrary, it is far more substantial.
[ 21 ] Daraus sahen Sie schon: Geradeso wie man im allgemeinen beschreiben kann, was mit dem Menschen geschieht zwischen Geburt und Tod in den Bildern des physischen Erdenlebens, so kann man in aller Konkretheit einzeln beschreiben, was mit dem Menschen vorgeht zwischen Tod und neuer Geburt. Man kann es ganz konkret beschreiben. Das ist ein Großartiges, Gewaltiges, wie das GliedmaRensystem und das Blut-Stoffwechsel-System umgearbeitet werden. Aber das alles, was im geistigen Dasein in der Mitte zwischen Tod und neuer Geburt umgearbeitet wird, das sind die moralisch-geistigen Qualitäten des Menschen. Und von dem, was aus dieser Umarbeitung wiederum herauskommt, muß man dann sagen: Es erklingt als Weltenmusik das, was da umgestaltet worden ist. Diese Gestalt des Menschen, die der Sonne nachgebildet und ein Spiegel des Weltenalls ist, die zeigt vom Menschen im Weltentone dasjenige, was seine äußere Gestalt ist. Also nicht, daß man dann eine, wenn ich es vergleichsweise ausdrücken darf, augenmäßige Vorstellung vom Menschen hat, sondern man hat im Weltenklang die Vorstellung der umgearbeiteten Wesenheit des unteren Menschen.
[ 21 ] As you have already seen from this: Just as one can generally describe what happens to a human being between birth and death in terms of the images of physical earthly life, so one can describe in concrete detail what happens to a human being between death and a new birth. It can be described in very concrete terms. It is a magnificent, awe-inspiring process—the way the limb system and the blood-metabolic system are transformed. But everything that is transformed in the spiritual existence midway between death and a new birth consists of the human being’s moral and spiritual qualities. And regarding what emerges from this transformation, one must then say: What has been transformed there resounds as world music. This form of the human being, which is modeled after the sun and is a mirror of the universe, reveals in the world tone that which constitutes the human being’s outer form. So it is not that one then has—if I may put it in comparative terms—a visual conception of the human being, but rather one has, in the sound of the world, a conception of the transformed essence of the lower human being.
[ 22 ] Und indem das immer weiter und weiter fortschreitet, wird der Mensch ein Teil des Weltenwortes selber. Es kommt dazu, daß dieses, was er erst nur als eine Zusammenfügung von Melodiösem, von Harmonischem war, sich gliedert in artikulierte Teile des Weltenwortes. Der Mensch wird so, daß er wie aus dem Weltenall heraus spricht sein eigenes Wesen. So daß man sagen kann: Es gibt eine Zeit zwischen dem Tode und der nächsten Geburt, wo der Mensch so wird, daß er geistiges Wort ist — nicht ein solches, das in ein paar Silben besteht, sondern das ungeheuer vielsagend ist, das nicht nur die ganze Wesenheit des Menschen im allgemeinen enthält, sondern diesen ganzen individuellen Menschen, um den es sich handelt. Der Mensch ist in diesem Zeitpunkte zwischen Tod und neuer Geburt ungeheuer geheimnisvoll wissend, und er offenbart ins Weltenall hinaus, für die göttlich-geistigen Wesenheiten wahrnehmbar, was er ist. — Wenn so ein Mensch an dem anderen in dieser Weise arbeitet, um in Metamorphose zu bewirken, daß sich der untere Mensch in den oberen umwandelt — denn der obere Mensch ist nach und nach abgeschmolzen —, wenn da nach dem Grade der Zusammengehörigkeit eben für die weitere Zusammengehörigkeit gearbeitet wird, dann ist es so, als ob man im Arbeiten ein Geistplastisches in Empfindungen gestaltet. Man nimmt auf, was geistplastisch ist; man arbeitet es um, und es verwandelt sich in Tönendes und zuletzt in Sprechendes.
[ 22 ] And as this process continues further and further, the human being becomes a part of the World Word itself. It comes to pass that what was at first merely a combination of melody and harmony is now structured into articulated parts of the World Word. Human beings thus come to express their own essence as if speaking from the universe itself. So that one can say: There is a time between death and the next birth when human beings become spiritual speech—not one consisting of a few syllables, but one that is immensely meaningful, containing not only the entire essence of humanity in general, but also this particular individual human being in question. At this moment between death and a new birth, the human being possesses immense, mysterious knowledge, and reveals to the universe—perceptible to the divine-spiritual beings—what he is. — When one human being works on another in this way to bring about a metamorphosis—so that the lower human being is transformed into the higher one—for the higher human being has gradually been worn away—when, according to the degree of their connection, work is done precisely to foster further connection, then it is as if, in the course of this work, something spiritually plastic were being shaped into sensations. One takes in what is spiritually sculptural; one reworks it, and it transforms into sound and ultimately into speech.
[ 23 ] Zuerst wandelte man, wie ich Ihnen geschildert habe, unter den Geistphysiognomien der mit einem verbundenen Menschen, indem man sie anschaut. Man wird einander gewahr, man lernt einander in der Geistgestalt kennen nach den moralisch-geistigen Qualitäten. Aber es ist Anschauung zunächst, Anschauung, die allerdings die Menschenseelen intim zusammenbringt, aber Anschauung. Dann beginnt die Zeit, die ich geschildert habe als die des gegenseitigen Verständnisses. Man versteht sich, der eine blickt den andern an, indem er tief in dessen Inneres verständnisvoll hineinblickt, wissend, wie sich die Zukunft mit der Vergangenheit im schicksalsmäßigen Zusammenhange verknüpfen wird. Dann beginnt aus dem heraus jene Umarbeitung, wo der eine an dem anderen arbeitet aus einer tiefen Erkenntnis heraus, und wo das, was geistplastisch aufgenommen wird, umgewandelt wird in Tönendes und in Sprechendes. Dann tritt das auf, daß man sich nicht nur versteht, sondern wo der eine dem anderen sein warmes Schöpfungswort entgegenspricht. Hier auf der Erde sprechen wir mit den Sprachorganen, hier sagen wir uns, was wir erkannt haben, mit unseren Sprachorganen. Hinter dem, was in uns sitzt und spricht, steht der physische Leib, und in diesem lebt als ein Flüchtiges, dem Höheres sich mitteilt, unser gewöhnliches Wort. Und indem wir mit unseren Sprachorganen aussprechen, was wir uns sagen wollen, löschen wir damit das aus, was hinter dem, was nur Sinnlichkeit ist, lebt. Und nun denken Sie sich: Das, was der Mensch ausspricht, was in das flüchtige Wort übergeht, das würde zugleich wie ein Sich-selber-Aussprechen des Menschen sein, sein Wesen und zugleich seine Offenbarung — dann haben Sie das, wie sich die Menschen in der Mitte zwischen Tod und neuer Geburt, ihr eigenes Wesen unterscheidend und sich offenbarend, begegnen. Wort begegnet dem Wort, artikuliertes Wort begegnet dem artikulierten Worte, innerlich belebtes Wort begegnet dem innerlich belebten Worte. Aber die Menschen sind ja die Worte, ihr Zusammenklingen ist Zusammenklingen des artikulierten Wortwesens. Da leben die Menschen so, daß Undurchlässigkeit nicht da ist: Da leben die Menschen wirklich miteinander, und es geht das eine Wort, das der eine Mensch ist, in dem anderen Worte, das der andere Mensch ist, auf. Da werden jene schicksalsmäßigen Zusammenhänge gebildet, die dann in der Nachwirkung für das folgende Erdenleben bleiben, und die sich so äußern, daß die Menschen, wenn sie sich begegnen, zusammenkommen und gewissermaßen Sympathie und Antipathie fühlen. Dann ist dieses Fühlen der Abglanz dessen, als was sich die Menschen im Geisterlande in der Mitte zwischen Tod und neuer Geburt angesprochen haben. So haben wir miteinander geredet, die wir selber die Rede waren, wie wir uns jetzt auf der Erde nur im schattenhaften Abbilde des Gefühles wiederum finden.
[ 23 ] At first, as I have described to you, one moves among the spiritual physiognomies of those connected to one, by looking at them. One becomes aware of one another; one gets to know one another in spiritual form according to moral and spiritual qualities. But at first it is simply perception—perception that, admittedly, brings human souls intimately together, but still only perception. Then begins the phase I have described as that of mutual understanding. One understands the other; one looks at the other, gazing deeply and sympathetically into their inner being, knowing how the future will be linked to the past in a fateful connection. Then, emerging from this, begins that process of transformation in which one works on the other out of a deep insight, and in which what is received through spiritual plasticity is transformed into sound and speech. Then it happens that one not only understands the other, but that one responds to the other with one’s own warm, creative word. Here on earth we speak with our speech organs; here we tell one another what we have come to know through our speech organs. Behind what resides within us and speaks stands the physical body, and within it lives our ordinary speech as something fleeting to which the higher realm communicates itself. And as we articulate with our speech organs what we wish to say to one another, we thereby erase what lives behind that which is merely sensual. And now imagine this: what a person utters, what passes into the fleeting word, would at the same time be like a person’s self-expression—their essence and, at the same time, their revelation—then you have how human beings, in the midst between death and new birth, encounter one another by distinguishing and revealing their own essence. Word meets word, articulated word meets articulated word, inwardly animated word meets inwardly animated word. But human beings are, after all, the words themselves; their harmonizing is the harmonizing of the articulated essence of the word. There, human beings live in such a way that there is no impenetrability: There, people truly live with one another, and the one word—which is one person—merges into the other word—which is the other person. There, those fateful connections are formed which then remain in the aftereffects for the following earthly life, and which manifest themselves in such a way that when people meet, they come together and, so to speak, feel sympathy and antipathy. Then this feeling is a reflection of how people addressed one another in the spirit world, halfway between death and new birth. Thus we spoke to one another—we who were speech itself—just as we now find one another again on Earth only in the shadowy image of that feeling.
[ 24 ] Das ist etwa, was sich der Mensch sagen müßte, wenn er das, was er auf der Erde mit den anderen Menschen erlebt, empfände als den gefühlsmäßigen Nachklang dessen, was er im Schöpfungsworte, sich selber aussprechend, zwischen Tod und neuer Geburt einmal war. Das ist die Zeit, in der die Menschen eigentlich füreinander sind. Und das irdische Füreinandersein ist eben, ich möchte sagen, die aus dem Geistigen auf die Erde herabgestaltete Projektion des wesenhaften Zusammenseins.
[ 24 ] This is roughly what a person should tell themselves if they were to perceive what they experience on Earth with other people as the emotional echo of what they once were—between death and new birth—as they expressed themselves in the Word of Creation. That is the time when human beings are truly meant to be there for one another. And this earthly togetherness is, I would say, the projection of essential togetherness shaped from the spiritual realm and brought down to Earth.
[ 25 ] Dann, wenn der Mensch diese Zeit durchlebt hat, kommt eben wiederum die andere, wo er allmählich das verläßt, was das Wesen der ersten Hierarchie ist, das Wesen der Seraphim, Cherubim, Throne — wo er wiederum in den Bereich der zweiten Hierarchie kommt, wiederum in den Bereich der Kräfte kommt, welche die Planeten aufeinander ausüben, und wo dann hinzutreten die Wahrnehmungen, die der Mensch nun von der Welt bekommt; Wahrnehmungen, die vorher nicht in demselben Maße da waren, sondern eigentlich nur insofern, als sie wiederum verfolgt wurden in den anderen Wesenheiten. Jetzt tritt die Welt auch als eine äußere Welt auf. Man lernt gegenseitig Beziehungen kennen zu Wesenheiten, die einen nichts angehen; man lernt Beziehungen zu denjenigen Menschenwesen kennen, die erst aufgetaucht sind in der Mitte zwischen Tod und neuer Geburt. Das tritt in der Zeit auf, in der die Menschen wiederum in die Planetensphäre und in den Zusammenhang mit den Wesenheiten der zweiten Hierarchie kommen. Sie waren das ja auch früher, aber es ist jetzt ein anderer Zusammenhang, weil die erste Hierarchie wiederum verblaßt ist und zuletzt gar nicht mehr da ist. Und da finden sich dann die Keime, zunächst Geistkeime, zu der wiederum plastischen Gestaltung des Menschen, zu dem neuen Brustmenschen und dem neuen Gliedmaßenmenschen. Der Mensch bildet sich immer mehr und mehr in seiner geistigen Vorgestalt wiederum aus. Das, als was er sich aussprach im Weltenworte, das wird wiederum Sphärenmusik, aus der Sphärenmusik erwächst die bildhafte Plastik seines Wesens. Und so nähert er sich immer mehr und mehr dem Zeitpunkte, an dem er dann reif ist, in Zusammenhang zu treten mit einer embryonalen Menschenkeimbildung, die ihm entgegenkommt von Vater und Mutter, mit der er sich ja nur verbindet. Denn eine Geistgestalt ist da, die aus der geistigen Welt heruntersteigt ins physische Erdendasein und die das eigentlich Wesenhafte des Menschen ist, während das, was mit dem physischen Embryo an den Menschen herankommt, nur dazu da ist, daß der Mensch mit den Erdenstoffen eine Verbindung eingehen und sich mit ihnen durchdringen kann.
[ 25 ] Then, once a person has lived through this phase, another phase begins, in which he gradually leaves behind the essence of the first hierarchy—the essence of the Seraphim, Cherubim, and Thrones—where they once again enter the realm of the second hierarchy, once again enter the realm of the forces that the planets exert upon one another, and where the perceptions that human beings now gain of the world come into play; perceptions that were not present to the same degree before, but actually only to the extent that they were, in turn, experienced within the other beings. Now the world also appears as an external world. One becomes aware of mutual relationships with beings that are none of one’s concern; one becomes aware of relationships with those human beings who have just emerged in the middle between death and new birth. This occurs at the time when human beings once again enter the planetary sphere and come into connection with the beings of the second hierarchy. They were that way before, too, but the context is now different, because the first hierarchy has faded once more and is ultimately no longer present at all. And there one finds the seeds—initially spiritual seeds—for the renewed plastic formation of the human being, for the new “chest-human” and the new “limb-human.” The human being increasingly takes shape once more in his spiritual prototype. That which he expressed in the World Word becomes, in turn, spherical music; from this spherical music arises the pictorial form of his being. And so he draws ever closer to the moment when he is ripe to enter into connection with an embryonic human germ that comes to meet him from his father and mother—with which he simply unites. For there is a spiritual form that descends from the spiritual world into physical earthly existence and which is the true essence of the human being, whereas that which approaches the human being through the physical embryo exists solely so that the human being may enter into a connection with the earthly substances and become permeated by them.
[ 26 ] So ist das, was sich zwischen dem Tode und einer neuen Geburt abspielt, ein inhaltsreiches Leben. Die Arbeit, die da die Menschenseelen verrichten, sie spielt sich ab zwischen den Wesenheiten der höheren Welten und zwischen den Menschenseelen selber. Die ganze Art aber dieses Lebens in seiner äußeren Gestaltung ist eine andere als die des Lebens auf der Erde. Und wenn wir nun weiterkommen wollen in dem immer deutlicher und deutlicher werdenden Erfassen dieser übersinnlichen Wesenheit des Menschen, dann müssen wir uns noch über folgendes klar werden.
[ 26 ] Thus, what takes place between death and a new birth is a life rich in content. The work that human souls perform there takes place between the beings of the higher worlds and among the human souls themselves. However, the entire nature of this life, in its outward form, is different from that of life on Earth. And if we now wish to make further progress in our ever-clearer understanding of this supersensible nature of the human being, then we must also become clear about the following.
[ 27 ] Wir leben zunächst hier in der physisch-sinnlichen Erdenwelt. Da nehmen wir durch unsere Sinne die Außenwelt wahr. Wir müssen uns sagen: Was wir da wahrnehmen, das ist wahrnehmbar und physisch. Etwas anderes nehmen wir ja im Erdenleben nicht wahr, als was wahrnehmbar und physisch ist. Darüber ist nun eine andere Welt gelagert, der unser ätherischer Leib selber angehört, der unseren physischen durchdringt. Diese Welt ist zunächst für die sinnliche Wahrnehmung des Menschen unwahrnehmbar und sie ist auch nicht physisch, sie ist überphysisch. So grenzt also an unsere wahrnehmbare, physische Welt eine andere, eine unwahrnehmbare, überphysische Welt an. Das ist die nächste Welt, in der lebt die dritte Hierarchie, Angeloi, Archangeloi, Archai. Für den im Physischen lebenden, verkörperten Erdenmenschen, der nicht eine geistige Anschauung ausbildet, ist diese Welt zunächst unwahrnehmbar, und sie ist auch nicht physisch: Sie äußert zwar ihre Wirkungen in der physischen Welt, sie ist aber nicht physisch.
[ 27 ] We live, first and foremost, here in the physical, sensory world of the Earth. Here, we perceive the external world through our senses. We must tell ourselves: What we perceive here is perceptible and physical. After all, in our earthly life, we perceive nothing other than what is perceptible and physical. Superimposed upon this is another world, to which our etheric body itself belongs, a body that permeates our physical one. This world is, for the time being, imperceptible to human sensory perception, and it is also not physical; it is supraphysical. Thus, our perceptible, physical world is bordered by another, imperceptible, supraphysical world. This is the next world, in which the third hierarchy lives: the Angeloi, the Archangeloi, and the Archai. For the embodied earthly human being living in the physical world, who does not develop spiritual insight, this world is initially imperceptible, and it is also not physical: although it manifests its effects in the physical world, it is not physical.
[ 28 ] Dann gliedert sich daran eine dritte Welt an. Die ist wiederum nicht physisch; in dieser Beziehung ist sie der zweiten, der ätherischen Welt ähnlich, sie ist überphysisch. Aber das Eigentümliche ist, sie ist wahrnehmbar. Sie ist wahrnehmbar von unserer Welt aus, und wir kommen da zu einer Charakteristik einer Welt, die in die unsrige hereinragt, die wahrnehmbar, aber überphysisch ist. Daher deutet sie der Mensch zunächst nicht in ihrer wahren Wesenheit. Zu dieser Welt, die überphysisch, aber wahrnehmbar ist, gehört zum Beispiel das, was im Sonnenlichte zu uns flutet. Die ganze Bevölkerung der Sonne, diese Geistwesen, sind überphysisch, aber sie sind auf der Erde wahrnehmbar. Denn es ist ein Unsinn, daß das Sonnenlicht nur das ist, was die Physiker glauben; das Sonnenlicht ist die Offenbarung der Sonnenwesen. Die Sonnenwesen sind wahrnehmbar, nur bekommt der Mensch von diesen Sonnenwesen eine Gestalt, die er nicht deuten kann. Das Licht der Sterne, das Licht des Mondes, der Sonne und anderes Licht, außer demjenigen von Sonne, Mond und Sternen — es ist wahrnehmbar; nur wird das, was als das Wesen dahinter ist, vom Menschen nicht richtig gedeutet. Daher haben wir hier also eine Welt, die wahrnehmbar, aber überphysisch ist, die an die physisch wahrnehmbare angrenzt. Es ist schr wichtig, daß wir diese Charakteristik geben:
[ 28 ] Then a third world follows on from this. This, too, is not physical; in this respect, it is similar to the second, the etheric world—it is supraphysical. But what is peculiar is that it is perceptible. It is perceptible from our world, and this brings us to a characteristic of a world that extends into our own—one that is perceptible yet supraphysical. Therefore, at first, human beings do not interpret it in its true nature. This world, which is supraphysical yet perceptible, includes, for example, what floods toward us in the sunlight. The entire population of the Sun—these spiritual beings—are supraphysical, yet they are perceptible on Earth. For it is nonsense to believe that sunlight is merely what physicists believe it to be; sunlight is the revelation of the solar beings. The solar beings are perceptible, but human beings perceive a form from these solar beings that they cannot interpret. The light of the stars, the light of the moon, the sun, and other light besides that of the sun, moon, and stars—it is perceptible; it is just that what lies behind it as its essence is not correctly interpreted by human beings. Therefore, we have here a world that is perceptible yet supraphysical, one that adjoins the physically perceptible world. It is very important that we provide this characterization:
[ 29 ] 1. unsere Welt, wahrnehmbar und physisch,
2. die zweite Welt, an der ersten anstoßend; in ihr sind die Angeloi, Archangeloi und Archai: unwahrnehmbar und überphysisch; sie ist der Wohnplatz der dritten Hierarchie, aber auch der Wohnplatz der Menschen, wenn diese in Gemeinschaft mit der dritten Hierarchie im Leben zwischen Tod und neuer Geburt sind,
3. die dritte Welt ist wahrnehmbar und wiederum überphysisch, sie ist der Aufenthalt der zweiten Hierarchie.
[ 29 ] 1. our world, perceptible and physical,
2. the second world, adjoining the first; within it are the Angeloi, Archangeloi, and Archai: imperceptible and superphysical; it is the dwelling place of the third hierarchy, but also the dwelling place of human beings when they are in communion with the third hierarchy during the life between death and rebirth,
3. the third world is perceptible and, in turn, superphysical; it is the abode of the second hierarchy.
[ 30 ] Es bleibt uns nun noch als
[ 30 ] All that remains for us now is to
[ 31 ] 4. eine unwahrnehmbare, physische Welt.
[ 31 ] 4. an imperceptible, physical world.
[ 32 ] Wenn Sie als viertes eine unwahrnehmbare, physische Welt hinzufügen, so haben Sie alle möglichen Welten erschöpft: wahrnehmbar-physisch, unwahrnehmbar-physisch, wahrnehmbar-überphysisch, unwahrnehmbar-überphysisch. Wir haben also eine vierte Welt, eine unwahrnehmbare und physische. Wie ist sie vorzustellen? Sie ist unter uns da, sie ist auf physische Weise vorhanden, aber unwahrnehmbar. Denken Sie einmal: Wenn Sie Ihr Bein heben — es ist schwer, die Schwerkraft wirkt auf das Bein. Es ist physisch wirkende Schwerkraft, aber unwahrnehmbar durch sinnliche Wahrnehmung. Sie erleben zwar innerlich die Schwerkraft, aber sie ist physisch unwahrnehmbar. — Und ebenso wie bei der Schwerkraft ist es bei anderem: Sie erleben in sich, allerdings in Gefühlen, die sich der Mensch nicht deuten kann — deshalb ist es unwahrnehmbar-physisch —, dasjenige, was eine frühere Geisteswissenschaft, die mehr instinktiv war, das «Merkuriale» genannt hat, das, was sich in Tropfenform ausbilden will. Sie haben es ja fortwährend in sich — als die Eiweißbestandteile, die Sie in sich haben, wollen Sie es ausbilden: wiederum etwas Physisches, was aber in seiner eigenen Konfiguration unwahrnehmbar ist. Sie sehen, in Ihnen findet eine lebendige Verbrennung statt, eine physische Wirkung, die Sie nicht wahrnehmen, die in Ihrem Willen lebt, aber Sie deuten sie nicht so: unwahrnehmbares Physisches. In diesem Unwahrnehmbar-Physischen hält sich die erste Hierarchie auf, die Seraphim, Cherubim, Throne!
[ 32 ] If you add a fourth category—an imperceptible, physical world—you have exhausted all possible worlds: perceptible-physical, imperceptible-physical, perceptible-superphysical, and imperceptible-superphysical. So we have a fourth world, one that is imperceptible yet physical. How can we imagine it? It is present among us; it exists in a physical sense, but it is imperceptible. Think about it: When you lift your leg—it’s heavy; gravity acts on the leg. It is physically active gravity, but imperceptible through the senses. You do experience gravity internally, but it is physically imperceptible. — And just as with gravity, so it is with other things: You experience within yourself—albeit in feelings that human beings cannot interpret—which is why it is imperceptible in a physical sense—that which an earlier spiritual science, which was more instinctive, called the “Mercurial,” that which seeks to form itself in the shape of a drop. You have it within you constantly—as the protein components you possess, you seek to form it: again, something physical, yet imperceptible in its own configuration. You see, a living combustion takes place within you, a physical effect that you do not perceive, one that lives in your will, but you do not interpret it as such: imperceptible physicality. It is within this imperceptible physical realm that the first hierarchy dwells—the Seraphim, Cherubim, and Thrones!
[ 33 ] Und nun bekommen Sie einen merkwürdigen Aspekt. Indem wir durch die Todespforte gegangen sind, gehen wir zunächst in das Unwahrnehmbar-Überphysische hinaus. Wir entschwinden gewissermaßen der Welt. Wir kommen dann weiter in die Sphäre der zweiten Hierarchie, kommen damit in das Wahrnehmbar-Überphysische, das heißt wir leben in der Zeit, wo wir unsere Schicksale verstehen lernen in so etwas wie flutendem Sonnenlicht oder Sternenlicht. Wer dieses zu schauen gelernt hat, der schaut nicht bloß gedankenlos hinaus in die Weiten der Welt, in die Sternensphäre oder auf die Sonne, sondern er weiß: In diesem flutenden Licht bilden sich die Fäden des Schicksals der Menschheit; das ist Wahrnehmbar-Überphysisches, in ihm leben die toten Menschen, die scheinbar toten Menschen. Und wenn dann der Mensch diese Umwandlung, diese Metamorphose für das Irdische wieder vollzieht, dann ist er auf der Erde. Nur ist die Welt, wo er jetzt in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt herumwandelt, im Unwahrnehmbar-Physischen, sie ist in der SchwereBildung, in der merkurialen, in der phosphorigen Bildung. — Wie diese Bildungen sind, werden wir allmählich begreifen. — Wir werden also zunächst dem Leben entrückt in das Unsichtbare hinaus, kommen aber auf eine unwahrnehmbare Art wieder herein, damit wir uns, nachdem wir noch einmal entrückt werden, vorbereiten für das künftige und wahrnehmbare physische Erdenleben. Wir machen den Weg zwischen Tod und neuer Geburt vom wahrnehmbaren physischen Erdenleben durch die anderen Zustände durch zum unwahrnehmbaren physischen Erdenleben: Da sind wir in der Mitternachtsstunde des Daseins, machen den Weg wieder zurück und treten in das physische Erdendasein wieder ein.
[ 33 ] And now you encounter a curious aspect. By passing through the gate of death, we first enter the imperceptible superphysical realm. We disappear, so to speak, from the world. We then proceed further into the sphere of the second hierarchy, thereby entering the perceptible superphysical realm—that is, we live in a time when we learn to understand our destinies in something like flowing sunlight or starlight. Whoever has learned to see this does not merely gaze thoughtlessly out into the vastness of the world, into the sphere of the stars, or at the sun, but knows: In this flowing light, the threads of humanity’s destiny take shape; this is the perceptible superphysical realm, in which the dead—the seemingly dead—live. And when a human being then undergoes this transformation, this metamorphosis, back into the earthly realm, they are on Earth. However, the world in which they now wander during the time between death and a new birth lies in the imperceptible-physical realm; it is in the realm of heaviness, in the mercurial and phosphoric formations. — We will gradually come to understand what these formations are like. — We are thus first taken out of life into the invisible realm, but we return in an imperceptible way so that, after being taken out once more, we may prepare ourselves for the future, perceptible physical life on Earth. We make our way between death and new birth—from the perceptible physical earthly life through the other states to the imperceptible physical earthly life: There we are at the midnight hour of existence, make our way back again, and re-enter physical earthly existence.
[ 34 ] Das ist zunächst eine Skizze, die wir im nächsten Vortrage in allen Einzelheiten ausführen wollen. Aber Sie sehen, man kann für das Leben des Menschen zwischen Tod und neuer Geburt nicht bloß allgemeine abstrakte Gedanken angeben, sondern man kann darauf hinweisen, wie zum Beispiel der Mensch, um sein künftiges Leben in einer sichtbaren Welt vorzubereiten, in einer unsichtbaren Weise zwischen Tod und neuer Geburt auf die Erde kommt. Denken Sie sich, wie unsere Erkenntnis vom Erdenleben vertieft wird, wenn man weiß, was in der Mitternachtsstunde des Daseins an Geistigem innerhalb des physischen Erdendaseins lebt! Wir haben unter uns hier im physischen Erdendasein nicht nur die physisch verkörperten Menschen, sondern wir haben auch immerfort unter uns wandelnd als einen wichtigen geistig-wesenhaften Inhalt des Erdendaseins diejenigen Menschen, die zwischen dem Tode und der neuen Geburt in der Mitte, in der Mitternachtsstunde des Daseins sind. Daß wir diese Menschen nicht gewahr werden, rührt davon her, daß sie das Erdendasein nicht um die Mittagsstunde, sondern um die Mitternachtsstunde durchleben.
[ 34 ] This is, for now, just an outline that we intend to elaborate on in full detail in the next lecture. But as you can see, one cannot merely offer general, abstract ideas about human life between death and rebirth; rather, one can point out, for example, how a human being—in order to prepare for their future life in a visible world—comes to Earth in an invisible way between death and rebirth. Just imagine how our understanding of earthly life is deepened when we know what spiritual realities live within physical earthly existence at the midnight hour of our being! Here in physical earthly life, we have among us not only physically embodied human beings, but we also constantly have among us—as an important spiritual-essential aspect of earthly life—those human beings who, between death and rebirth, are in the middle, in the midnight hour of existence. The reason we do not perceive these people is that they do not live through earthly existence at the hour of noon, but rather at the hour of midnight.
[ 35 ] Was das alles bedeutet, werden wir in der nächsten Stunde besprechen.
[ 35 ] We'll discuss what all of this means in the next class.
