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The Rudolf Steiner Archive

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An Anthroposophical Understanding
of the Psychic Human Being
GA 231

17 November 1923, The Hague

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Vierter Vortrag

Fourth Lecture

[ 1 ] Heute nachmittag haben wir gesehen, wie man sich das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt vorstellen kann als einen Durchgang durch geistige Gebiete, und wir haben zugleich gesehen, wie man Gesichtspunkte für dieses Durchgehen durch gewisse geistige Gebiete dadurch gewinnen kann, daß man hinweist auf gewisse Sternenorte. Wir wollen aber, bevor wir weitergehen, uns noch genauer davon unterrichten, wie dieses Durchgehen durch solche Gebiete, die angezeigt werden durch Sternenorte, zu denken ist.

[ 1 ] This afternoon we saw how one can conceive of life between death and rebirth as a passage through spiritual realms, and at the same time we saw how one can gain insights into this passage through certain spiritual realms by referring to specific stellar locations. But before we continue, let us examine more closely how this passage through such realms—indicated by celestial positions—should be conceived.

[ 2 ] Es könnte ja scheinen, als ob es genügend wäre, den Durchgang durch das zwischen zwei Erdenleben befindliche übersinnliche Dasein nur so darzustellen, wie ich es etwa in meiner «Theosophie» getan habe. Gewiß, für den Anfang ist es zunächst durchaus richtig, diese Gebiete in dieser Art kennenzulernen. Allein, man muß ja auch in der Erkenntnis weiterschreiten. Da ist es dann schon notwendig, daß man diese Dinge auch so behandelt, daß man die Einheit der Welt, das harmonisch-einheitliche Zusammenwirken von übersinnlicher und sinnlicher Welt wirklich berücksichtigt. Und in bezug darauf kann man sagen: Das ganze Verhältnis der einzelnen Gebiete, die der Mensch zwischen dem Tode und der neuen Geburt betritt, kommt äußerlich zum Ausdruck wiederum in dem räumlich-zeitlichen Verhältnis, das die betreffenden Sterne zueinander haben, so daß eigentlich dasjenige, was man schildern will, in einem richtigen Abbilde gegeben ist, wenn man es, sagen wir, sternengemäß schildert. Und es ist ja auch wirklich so: Wenn man äußerlich auf den Stern hinweist, hat man den betreffenden Ort, auf den man hinweisen muß, wenn es sich um irgendein übersinnliches Gebiet handelt.

[ 2 ] It might seem, after all, as if it were sufficient to describe the passage through the supersensible existence between two earthly lives just as I have done, for example, in my Theosophy. Certainly, to begin with, it is entirely correct to become acquainted with these realms in this way. However, one must also progress in one’s understanding. It then becomes necessary to approach these matters in a way that truly takes into account the unity of the world—the harmonious and unified interplay between the supersensible and the sensible worlds. And in this regard, one can say: The entire relationship of the individual realms that a person enters between death and rebirth is, in turn, outwardly expressed in the spatial-temporal relationship that the relevant stars have to one another, so that what one wishes to describe is actually presented in an accurate image when one describes it, let us say, in terms of the stars. And indeed, this is truly the case: When one points outwardly to a star, one has identified the specific location one must point to whenever a supersensible realm is involved.

[ 3 ] Man kann dagegen nun einwenden: Die Dinge, die zwischen Tod und neuer Geburt liegen, können doch nicht räumlich vorgestellt werden, oder sie können wenigstens nur bis zu einem gewissen Grade räumlich vorgestellt werden. Das ist zwar richtig, aber sie spielen in den Raum herein. Alles, was überräumlich und überzeitlich ist, spielt in Raum und Zeit herein, und da der Mensch schon einmal darauf angewiesen ist, sein Vorstellen nach Raum und Zeit zu richten, so ist gerade das Sternenbild das allerbeste Bild, das, wenn wir es in unserer Seele haben, uns das betreffende Bild am allerbesten wiedergibt. Nur kommt eines dazu. In der Physik kann der Mensch lernen, daß diejenigen Vorgänge, die wir in der physischen Welt haben und die der Schwerkraft unterliegen, Veränderungen erleiden, wenn wir in den Weltenraum hinausgehen. Der Physiker gibt an, in welchem Verhältnis die Schwerkraft an Intensität abnimmt: sie nimmt ab im Quadrat der Entfernung. Auch die Leuchtekraft nimmt ab im Quadrat der Entfernung. Nur das eine gibt der Mensch nicht zu, daß alle die Erkenntnisse über sinnliche Dinge, die er hier auf der Erde gewonnen hat, von dieser Erde her genommen sind, und daß es sehr plausibel ist, wenn das, was für die Erdenumgebung in bezug auf Schwerkraft, Licht und so weiter richtig ist, in seiner Richtigkeit abnimmt, wenn wir in den Weltenraum hinausgehen, so daß wir dann auch nur berechtigt sind, von den Erkenntnissen, die heute überall vertreten werden, zu reden als von solchen, die im Umkreise der Erde gelten. So wie die Schwerkraft abnimmt im Quadrat der Entfernung, so nimmt die Wahrheit unserer Urteile ab, wenn wir uns von der Erde entfernen. Wenn heute der Astronom oder der Astrophysiker mit dem gewöhnlichen Denken feststellen will, was zum Beispiel in einem Spiralnebel draußen vorgeht, so wäre das ebenso, wie wenn man nach den Erdenverhältnissen berechnen wollte, wie schwer ein Stein sein würde in diesem Spiralnebel draußen. Daher sollte man nicht überrascht sein, wenn die Geisteswissenschaft sagen muß: Ja, hier auf der Erde sehen die Sachen so aus, aber draußen in der Wirklichkeit sind sie ganz anders. Hier auf der Erde sieht der Mond so aus, wie wir ihn gewohnt sind zu erblicken, in der Wirklichkeit aber ist der Mond eben die kosmische Kolonie, die das enthält, was ich heute nachmittag beschrieben habe. So also verhält es sich mit den Sternen und Sternbildern. Und das muß schon berücksichtigt werden, wenn ich nun die andere Schilderung gebe, die jetzt Gegenstand unserer Betrachtung sein muß.

[ 3 ] One might object, however: The things that lie between death and rebirth cannot be conceived of spatially, or at least can only be conceived of spatially to a certain degree. While this is true, they do play a role within space. Everything that is beyond space and time plays a role within space and time, and since human beings are, after all, compelled to orient their imagination according to space and time, the constellation is precisely the very best image—one that, when we hold it in our souls, best conveys the reality in question to us. There is just one more thing to add. In physics, we can learn that the processes we observe in the physical world—which are subject to gravity—undergo changes as we venture out into outer space. Physicists specify the rate at which the intensity of gravity decreases: it decreases in proportion to the square of the distance. Luminous intensity also decreases with the square of the distance. Yet there is one thing people do not admit: that all the knowledge about sensory phenomena they have gained here on Earth is derived from this Earth, and that it is highly plausible that what is true for the Earth’s environment with regard to gravity, light, and so on, is correct, may diminish in its validity as we venture out into outer space—so that we are then justified in speaking of the insights widely accepted today only as those that apply within the Earth’s vicinity. Just as gravity decreases in proportion to the square of the distance, so does the truth of our judgments diminish as we move away from Earth. If today an astronomer or astrophysicist were to use ordinary thinking to determine, for example, what is happening out there in a spiral nebula, it would be just as if one were to calculate, based on Earth’s conditions, how heavy a stone would be in that spiral nebula out there. Therefore, one should not be surprised when spiritual science must say: Yes, here on Earth things look this way, but out there in reality they are quite different. Here on Earth, the Moon looks the way we are accustomed to seeing it, but in reality, the Moon is precisely the cosmic colony that contains what I described this afternoon. The same is true of the stars and constellations. And this must certainly be taken into account as I now present the other description, which must now be the subject of our consideration.

[ 4 ] Wir haben nun die Betrachtungen bis dahin fortgesetzt, wo der Mensch zwischen Tod und neuer Geburt in das Sonnengebiet hineinkommt. In diesem Sonnengebiete geht eben das vor, was ich beschrieben habe als die Umarbeitung der unteren menschlichen Geistgestalt in das, was das Haupt im nächsten Erdenleben sein wird. Nun müssen wir aber berücksichtigen, daß der Mensch seinen Weg zwischen Tod und neuer Geburt so nimmt, daß er eigentlich alle diese Sternengebiete zweimal passiert. Der Mensch kommt in die Mondennähe, indem er durch die Pforte des Todes gegangen ist, er kommt dann in die Merkurnähe, in die Venusnähe, in das Sonnengebiet. Soweit sind wir gekommen. Da beginnt dann in der Tat das, was Umarbeitung des unteren Menschen in den oberen Menschen ist, so daß das, was Gliedmaßen des Menschen waren, in das Kopfsystem, zunächst geistig, umgearbeitet werden. Aber diese Umarbeitung ist etwas außerordentlich Grandioses. Und derjenige, der das menschliche Haupt nur in physischer Beziehung betrachtet, ahnt eigentlich gar nicht, was alles im Weltenall zusammenwirken muß, um die Geistanlage dieses menschlichen Hauptes zustandezubringen. Es beginnt diese Arbeit — die Arbeit an der Geistanlage des menschlichen Hauptes, die dann die Embryonalanlage im Physischen ergreift —, wenn der Mensch auf seinem Wege nach dem Tode zunächst im Sonnengebiete ist; er tritt dann ein in das Marsgebiet, dann in das Jupitergebiet und in das Saturngebier. Dieses letztere ist tatsächlich, denn Uranus und Neptun kommen dafür nicht in Betracht, das letzte Gebiet, das der Mensch dann betritt. Während all dieser Zeit, in welcher der Mensch durch diese Gebiete durchgeht, wird gearbeitet an der Geistanlage seines Hauptes. Dann geht der Mensch sozusagen weiter in das Weltenall, in die Wogen des Weltenalls hinaus, und da geschieht diese Umarbeitung immer noch, bis der Mensch seinen Weg wieder zurücknimmt — zurück wieder durch das Saturngebiet, durch das Jupiter-, Marsgebiet zum Sonnengebiet, bis er wieder zur Mondensphäre kommt. Wir werden hören, wie dieses Erleben weiter vor sich geht. Jetzt aber wollen wir einmal vor unsere Seele stellen, was der Mensch durchmacht, wenn er das Sonnengebiet durchlebt hat.

[ 4 ] We have now continued our considerations up to the point where the human being enters the solar region between death and rebirth. In this solar region, precisely what I have described as the transformation of the lower human spiritual form into what will become the head in the next earthly life takes place. Now, however, we must take into account that the human being takes his path between death and new birth in such a way that he actually passes through all these stellar regions twice. The human being comes near the Moon after passing through the gate of death; he then comes near Mercury, near Venus, and into the solar region. That is as far as we have come. It is there that the transformation of the lower human being into the higher human being truly begins, so that what were once the human limbs are transformed into the head system—initially in a spiritual sense. But this transformation is something extraordinarily magnificent. And anyone who views the human head solely in physical terms has no real inkling of all that must interact throughout the universe to bring about the spiritual constitution of this human head. This work—the work on the spiritual constitution of the human head, which then takes hold of the embryonic structure in the physical realm—begins when the human being, on his path after death, first enters the solar region; he then enters the region of Mars, then the region of Jupiter, and finally the region of Saturn. The latter is in fact—since Uranus and Neptune are not relevant here—the final region that the human being then enters. Throughout this entire period, as the human being passes through these regions, work is being done on the spiritual constitution of his head. Then the human being, so to speak, continues on into the cosmos, out into the waves of the cosmos, and this transformation continues to take place there until the human being retraces their path—back through the Saturn region, through the Jupiter and Mars regions, to the Solar region, until they return to the lunar sphere. We will hear how this experience continues. But now let us consider in our hearts what a human being goes through once they have passed through the solar region.

[ 5 ] Bis der Mensch zum Sonnengebiete hinkommt, erlebt er zumeist das, was noch ziemlich eng mit ihm selber zusammenhängt. Ich konnte Ihnen am Nachmittag schildern, wie der Mensch die Physiognomie seines Guten und Bösen an sich trägt, wie er dadurch die Anschauung bekommt von anderen, ähnlich gearteten Wesen, wie er dann immer mehr und mehr seine Gestalt verändert, ähnlich wird den Wesenheiten, die der übersinnlichen Welt angehören, so daß er ansichtig wird der Wesenheiten der dritten Hierarchie, auch derjenigen der zweiten Hierarchie. Wenn man also den Menschen bis zum Sonnendasein hin schildern will, muß man ihn so schildern, daß man zunächst an seine Geistgestalt anknüpft und diese schildert. Aber indem der Mensch in das Sonnengebiet eintritt, kommt auch zugleich dasjenige über ihn, was ich — ohne Anlehnung an das Astronomische — ja schon in den vorigen Stunden geschildert habe: es kommt über ihn das Sich-Hineinleben in die Weltenmusik. Da hört er den Sinn alles Zusammenwir kens der Sternenwelten in den Weltenharmonien, in der Weltenmelodik. Denn dieses Zusammenwirken der Sterne, in dem sich aber zugleich ausdrückt das Zusammenwirken aller der geistigen Wesenheiten, die in diesen Gebieten sind, das gibt eben zuletzt jene Erscheinung, die als Weltenmelodik und Weltenharmonie zum Ausdruck kommt. Es ist vorzugsweise das Gefühlsleben in seiner geistigen Metamorphose, das da angeregt wird, wenn der Mensch das Sonnendasein betritt. Und alles, was der Mensch erlebt, erlebt er so, wie wenn er durchvibriert würde durch die Weltenmelodik und Weltenharmonie.

[ 5 ] Until a person reaches the realm of the Sun, they mostly experience things that are still quite closely connected to themselves. This afternoon I was able to describe to you how human beings bear within themselves the physiognomy of their own good and evil, how this gives them a perception of other beings of a similar nature, and how they then gradually transform their form more and more, becoming similar to the beings belonging to the supersensible world, so that they become visible to the beings of the third hierarchy, as well as those of the second hierarchy. If, therefore, one wishes to describe human beings up to the stage of the Sun, one must describe them in such a way that one first takes up their spiritual form and describes it. But as the human being enters the solar realm, what I have already described in previous lectures—without reference to astronomy—also comes upon him: he begins to live himself into the music of the worlds. There he hears the meaning of the entire interplay of the starry worlds in the harmonies of the worlds, in the melody of the worlds. For this interplay of the stars—in which, however, the interplay of all the spiritual beings present in these realms is simultaneously expressed—is what ultimately gives rise to that phenomenon that finds expression as the melody and harmony of the worlds. It is primarily the emotional life in its spiritual metamorphosis that is stimulated when a human being enters the solar existence. And everything a human being experiences, they experience as if they were being vibrated through by the cosmic melody and cosmic harmony.

[ 6 ] Wir brauchen, wenn wir in diesem Stadium des Lebens zwischen Tod und neuer Geburt sind, nicht Theorien, wir brauchen auch zunächst nicht das, was sich in Worten aussprechen läßt, sondern wir brauchen das universelle, uns ausfüllende Gefühl, wie harmonisch und melodisch die einzelnen Wesenhaftigkeiten des Weltalls zusammenwirken. Und da tritt wieder etwas ein, was uns so recht zeigt das Verhältnis der beiden Welten, der physisch-sinnlichen Welt und der übersinnlich-überphysischen Welt.

[ 6 ] At this stage of life, between death and rebirth, we do not need theories; nor do we initially need anything that can be expressed in words. Rather, we need the universal, all-encompassing feeling of how harmoniously and melodiously the individual essences of the universe interact. And here again something comes into play that truly reveals to us the relationship between the two worlds—the physical-sensory world and the supersensory-superphysical world.

[ 7 ] In dem Augenblick, wo wir das Sonnendasein betreten und aus dem Kosmos von überallher an uns herankommt Weltenmelodik und Weltenharmonie, kurz Weltenmusik, in diesem Augenblick fühlen wir noch die letzten Reste desjenigen, was wir während des Erdendaseins hatten als eine unserer geistigsten Fähigkeiten: die letzten Reste der Sprache. Wenn während des Durchganges zwischen Tod und neuer Geburt schon selbst die Geistgestalt von uns abgefallen ist, wenn wir selbst schon während des Sonnendaseins in unserer eigenen, zur Kopfbildung umgewandelten Gestalt ähnlich geworden sind der Weltensphäre, wenn also schon das, was uns in äußerer Gestaltigkeit noch an das Erdendasein erinnert, von uns weggefallen ist, dann geht dasjenige, was sich in uns ausgedrückt hat während wir Erdenmenschen waren, dadurch daß wir sprechen können, daß wir unsere Gedanken in Worte hineingießen können — kurz, es geht dasjenige, was sich seelisch in der Sprache ausgelebt hat, uns nach und bringt — wenigstens wie es jetzt die Menschen auf der Erde haben in der Erinnerung eine Art Mißklang in die Weltenmusik hinein. Es ist in der Tat ein Mißklang, der in die Weltenmusik dadurch hineinkommt, daß der Mensch die Reste seines sprachlichen Vermögens noch bis in das Sonnendasein hineinträgt. Und dies, was der Mensch so durch seine Sprache hineinträgt in das Sonnendasein, das ist im wesentlichen die Unterlage für gewisse höhere Geister, die die Aufgabe haben, an dem Erdendasein von außen her, vom Kosmos her zu arbeiten, indem sie sehen, was im Erdendasein degeneriert ist, schlecht geworden ist, und was sich ausdrückt durch die menschliche Sprache, namentlich so wie die Sprache heute ist.

[ 7 ] At the very moment we enter solar existence and the cosmic melody and harmony—in short, cosmic music—surrounds us from all directions, at that very moment we still feel the last remnants of what we possessed during our earthly existence as one of our most spiritual faculties: the last remnants of language. When, during the passage between death and new birth, even our spiritual form has fallen away from us; when, even during our solar existence, we have become, in our own form—transformed into a head-like form—similar to the world sphere; when, in other words, that which in our outward form still reminds us of our earthly existence has already fallen away from us, then that which expressed itself within us while we were earthly human beings—through our ability to speak, to pour our thoughts into words—in short, that which lived out its soul life in language—follows us and brings with it—at least as it now exists in human memory on Earth—a kind of discord into the music of the worlds. It is indeed a discord that enters the music of the worlds because human beings carry the remnants of their linguistic capacity with them even into their solar existence. And what human beings carry into solar existence through their language is essentially the foundation for certain higher spirits whose task is to work on earthly existence from the outside, from the cosmos, by observing what has degenerated or gone wrong in earthly existence and what is expressed through human language—namely, language as it is today.

[ 8 ] Diese menschliche Sprache ist ja heute eigentlich in keiner der europäischen oder amerikanischen Formen mehr etwas, was sich mit elementarer Gewalt aus dem Menschen heraus entwickelt. Man möchte sagen, was die Sprache einmal war, das kann vielleicht wieder einmal auf die Erde kommen in der folgenden Weise. Es lernen heute einige von uns Eurythmie. Was geschieht denn da eigentlich, wenn die Menschen Eurythmie lernen? Man spricht heute leicht irgendein Wort aus, ohne eine Ahnung zu haben, wie die ganze Konfiguration dieses Wortes mit dem inneren seelischen Erleben zusammenhängt. Worte aussprechen heißt heute vielfach, sich nur einer Konvention fügen. Daß wir, wenn wir, abgesondert von aller anderen Buchstabenmäßigkeit, einfach ein A sagen, dann etwas ausdrücken, was seiner Lautlichkeit nach aus dem Erstaunen, aus der Verwunderung über etwas entspringt, daran denken ja die Menschen nicht mehr. Und wenn wir ein B aussprechen, so ist das etwas, was bedeutet, wir schaffen eine Umhüllung, wir umhüllen irgend etwas mit etwas. Konsonanten bedeuten immer Formen, Vokale bedeuten immer Gefühle. Das Innere der Menschenseele bedeutet Vokale, Konsonanten bedeuten immer Formen. Daher ist mit dem B-Laut ursprünglich verbunden das Umhüllen, eigentlich das Haus, das Häuschen. Sage ich B, so meine ich das Umhüllende. Sage ich A, so ist das etwas wie ein tief in der Seele-Sitzen von Verwundern. Sage ich T, so bedeutet das als Konsonant ein Sich-Festsetzen, Absatzmachen mit etwas, Stehenbleiben bei etwas, D ist ein sanfteres Stehenbleiben. Wenn ich also etwa — verzeihen Sie, daß ich jetzt ein deutsches Wort gebrauche (es wurde ja in Holland gesprochen) — das Wort Bad ausspreche, so müßte ich, wenn ich auf den Ursprung zurückgehe, wo das Wort noch voll empfunden und angeschaut wird, mir etwa sagen: Da ist die Umhüllung, da ist das Wasser — B, wenn es mir richtig erwärmt ist — ah! jetzt bin ich beim A —, und jetzt bleibe ich drinnen — D. Das ganze Erlebnis liegt in dem Wort. Wenn man das nun heute auseinandersetzt, so erscheint es etwas leise humoristisch, da die Leute heute die Worte nicht mehr erleben. Wollte man aber das Wort Bad in dieser Weise erleben, so müßte man sagen: das Haus, in dem für mich die Verwunderung ist, in der ich sitze. Und so ist die Sprache eigentlich überall durchzogen von seelischem Erleben, das menschliche seelische Erleben fließt konkret in die Sprache aus. Die Sprache war einstmals so, daß man sie in dieser Weise empfunden hat. In den ursprünglichen, primitiven Sprachen war die Sprache durchaus überall Gefühls- und Formanschauung: Gefühlsanschauung in den Vokalen, Formanschauung in den Konsonanten. Heute hat sich das losgelöst und alles ist Konvention geworden. Wir leben schon so, daß die Worte für uns fast nur noch gedächtnismäßig sind.

[ 8 ] Today, this human language—in none of its European or American forms—is really anything that develops from within a person with elemental force. One might say that what language once was could perhaps return to the earth once more in the following way. Some of us are learning eurythmy today. What actually happens when people learn eurythmy? Today, people easily utter any word without having the slightest idea how the entire configuration of that word is connected to inner soul experience. Today, speaking words often means merely conforming to a convention. People no longer think about the fact that when we say an “A”—separated from all other letter-based conventions—we are expressing something that, in terms of its sound, springs from astonishment, from wonder at something. And when we pronounce a “B,” it signifies that we are creating an enclosure; we are enveloping something with something. Consonants always signify forms; vowels always signify feelings. The innermost core of the human soul is represented by vowels; consonants always signify forms. That is why the “B” sound is originally associated with the act of enclosing—in fact, with the house, the little house. When I say “B,” I mean the act of enveloping. When I say “A,” it is something like a sense of wonder deep within the soul. When I say “T,” as a consonant, it signifies taking a firm stand, making a stop with something, pausing at something; “D” is a gentler form of pausing. So if, for example—forgive me for using a German word now (it was, after all, spoken in Holland)—I say the word “Bad,” then, if I go back to its origin, where the word is still fully felt and perceived, I would have to say to myself something like: There is the enclosure, there is the water—B, if it’s warmed just right for me—ah! now I’m at the A—and now I’m staying inside—D. The entire experience lies within the word. If you break this down today, it seems a bit quietly humorous, since people today no longer experience words in this way. But if one were to experience the word “bath” in this way, one would have to say: the house in which, for me, the wonder lies, in which I sit. And so language is actually permeated everywhere by spiritual experience; human spiritual experience flows concretely into language. Language used to be such that it was perceived in this way. In the original, primitive languages, language was entirely a perception of feeling and form: a perception of feeling in the vowels, a perception of form in the consonants. Today, this has become detached, and everything has become convention. We already live in such a way that words are for us almost exclusively a matter of memory.

[ 9 ] Nun verwandeln wir das, was das B, das A, das D ist, wieder zurück in der Eurythmie in die entsprechende Gebärde. Indem der Eurythmiker die Gebärde ausführt, muß er wieder dazu kommen, die Sprache zu erleben. Und man kann hoffen, wenn die Eurythmie einmal in weiteren Kreisen beliebt wird, daß dann der Mensch wieder den Weg zurückfindet zur angeschauten und empfundenen Sprache, zu dem, was die primitiven Sprachen waren. So wird Eurythmie in der Zukunft nicht nur etwas sein, was sie als neue Kunst jetzt ist, sondern sie wird wiederum der Wegweiser dazu sein, das seelisch-geistige Leben auf den Wellen und Wogen der Sprache zu tragen. Wir haben es heute schon dahin gebracht, daß die Sprache so wenig artikuliert wird — ich denke jetzt gar nicht an eine Durchseelung der Sprache —, daß eine Anzahl Menschen im Grunde genommen gar nicht mehr spricht, sondern die Worte «spuckt». So wenig ist aus dem Seelischen herausgeboren, was heute in der Sprache liegt. Es ist manchmal zum Verzweifeln, wie die Worte nicht mehr durchseelt und durchlebt, ja nicht einmal mehr artikuliert sind!

[ 9 ] Now, in eurythmy, we transform what B, A, and D represent back into the corresponding gestures. As the eurythmist performs the gestures, he must once again come to experience language. And one can hope that once eurythmy becomes popular in wider circles, people will find their way back to language as it was once seen and felt—to what the primitive languages were like. Thus, in the future, eurythmy will not only be what it is now as a new art form, but it will once again serve as a guide for carrying the soul-spiritual life on the waves and surges of language. We have already reached a point today where language is so poorly articulated—and I am not even thinking here of an “infusion of soul” into language—that a number of people, in essence, no longer speak at all, but merely “spit out” words. So little of what lies in language today is born out of the soul. It is sometimes enough to drive one to despair how words are no longer imbued with soul and lived through—indeed, are not even articulated anymore!

[ 10 ] So ist es schon, daß heute ein schriller Mißton von der Erde hineinklingt in die Weltenmusik, wenn der Mensch nach dem Tode im Sonnendasein angekommen ist. Und gerade aus dieser Beschaffenheit der Sprache registrieren gewisse geistige Wesenheiten, was Niedergangserscheinungen im Erdendasein sind, und wie man die Kräfte, die Impulse finden kann, um wieder zu einer Art Aufstieg zu kommen.

[ 10 ] It is indeed true that today a shrill discordant note resounds from Earth into the music of the worlds when a human being, after death, has arrived in the solar realm. And it is precisely through this nature of language that certain spiritual beings perceive what the signs of decline in earthly existence are, and how one can find the forces and impulses to achieve a kind of ascent once more.

[ 11 ] Und dann geht die Wanderung des Menschen zwischen Tod und neuer Geburt weiter, und er kommt in das Marsdasein hinein. Was heißt das: er kommt in das Marsdasein? Jetzt kann ich schon nicht mehr so sprechen, daß ich anknüpfe an die menschliche Geistgestalt, denn der Mensch ist ja ganz und gar verwandelt, ist eine im Geistigen erschaffene Nachahmung der Weltensphäre geworden. So geht jetzt schon die Wanderung weiter, durch Mars, Jupiter und Saturn hin, in die Wogen und Wellen des Kosmos. Aber indem der Mensch in die Marsregion kommt, erlebt er dort die Marsbevölkerung, wenn ich mich so ausdrücken darf, jene Marsbevölkerung, die eben nur sich darstellt entweder aus den entkörperten Menschenseelen oder aus den Wesenheiten der höheren Hierarchien, vor allen Dingen aber aus den Wesenheiten jener höheren Hierarchien, welche aus ihrem ganzen Sein heraus die Weltensprache in das Weltengebiet hinaustönen lassen. Damit tritt der Mensch in das Gebiet ein, wo Weltenmusik zur Weltensprache wird, wo er zunächst hört, dann aber selbst einverwoben wird in die Weltensprache, wo er also nicht jene bloß nachahmende Sprache des Menschen vernimmt, sondern die schöpferische Sprache, aus der die Dinge werden. Das ist während des Marsdurchganges. Da lernt der Mensch von den Wesenheiten dieser Region nun schon in einer bewußten Weise. Die geistige Marsbevölkerung besteht aus den Kennern der Weltensprache, neben denjenigen Wesenheiten, die Kampfnaturen sind und dergleichen. — Aber die für den Menschen wichtigsten Wesenheiten der geistigen Marsbevölkerung sind diejenigen, die eigentlich ihrer ganzen Natur nach bestehen aus ertönendem Weltenwort. Sie sind die Bewahrer desjenigen, was Weltensprache ist.

[ 11 ] And then humanity’s journey between death and rebirth continues, and it enters the Martian existence. What does it mean to “enter into the Martian existence”? I can no longer speak in terms that tie in with the human spiritual form, for the human being has been completely transformed; he has become a spiritual imitation of the world sphere. Thus the journey continues—through Mars, Jupiter, and Saturn—into the surges and waves of the cosmos. But as the human being enters the Mars region, he encounters there the “Mars population”—if I may put it that way—that Mars population which consists solely of either disembodied human souls or of the beings of the higher hierarchies, but above all of the beings of those higher hierarchies who, out of their very being, resound the language of the worlds into the cosmic realm. Thus, the human being enters the realm where world music becomes the language of the worlds, where he first hears it, but is then himself woven into the language of the worlds—where, in other words, he does not merely perceive the imitative language of humanity, but the creative language from which things come into being. This occurs during the passage through Mars. There, the human being now learns from the beings of this region in a conscious manner. The spiritual population of Mars consists of those who are versed in the language of the worlds, alongside those beings who are warlike in nature and the like. — But the most important beings of the spiritual population of Mars for human beings are those who, by their very nature, consist entirely of the resounding Word of the Worlds. They are the guardians of what the language of the worlds is.

[ 12 ] Dann geht des Menschen Wanderung weiter. Er kommt in die Region des Jupiter. Dort sind diejenigen Wesenheiten, welche die Bewahrer der Weltgedanken sind. Wesenheiten, die dort vorhanden sind, strahlen aus in unser Planetensystem und in dessen Nachbarschaft Gedanken-Wesenheiten. Da geht der Mensch jetzt auch hindurch. Er macht jetzt die Verwandlung durch, die ich in der folgenden Weise, nur schematisch, bezeichnen kann. Denken Sie sich also, der Mensch wird selber eine Art Abbild der Weltensphäre, das, was die Geistanlage seines späteren, auf der Erde zu tragenden Kopfes ist. Nachdem er im Sonnendasein an der Empfindung des schrillen Mißklanges der Erdensprache ablegen gelernt hat diese Erdensprache, wächst er hinein während des Marsdurchganges in die Weltensprache, und er bekommt die erste Anlage dazu, diese Weltensprache zu verstehen. Das heißt, nachdem die Umgestaltung seines unteren Menschen begonnen hat, wie ich es beschrieben habe, der Beingliedmaßen in den Unterkiefer, der Arme in den Oberkiefer und so weiter, bildet der Mensch zuerst mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien zusammen eben die Geistanlage seines künftigen Hauptes aus. Aber zunächst wird dieses Haupt dazu veranlagt, verständnisvoll das Weltenall aufzufassen — nicht die Erde! Es lernt zuerst die Weltensprache, lernt zuerst die Weltengedanken. Diese Weltengedanken und diese Weltensprache leben sich in das menschliche Haupt ein, und so wie der Mensch hier auf der Erde etwas weiß vom Mineralien-, Pflanzen- und Tierreich, so weiß er in der Tat während dieses Durchganges durch Mars und Jupiter Bescheid von den Geheimnissen des geistigen Weltenalls. Der Mensch bekommt ja eigentlich erst die richtige Empfindung gegenüber der Menschennatur, wenn er sich dessen bewußt wird, daß er beim Durchgang durch das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zunächst gelernt hat alle Namen der wunderbaren majestätischen Wesenheiten der höheren Hierarchien, daß er gelernt hat zu verstehen, was ins Weltenall hinaus schaffend diese Wesenheiten der höheren Hierarchien wirken, daß er gelernt hat, Urteile aufzufassen, die sich nicht darauf beziehen: Wie legt man den Weg vom Haag nach Amsterdam zurück? — sondern die sich darauf beziehen: Wie werden Weltenepochen aus Weltenepochen geboren durch die Wirkungen der höheren Hierarchien? Dies beim Jupiterdurchgang.

[ 12 ] Then the human being’s journey continues. He arrives in the region of Jupiter. There are beings there who are the guardians of the world-thoughts. The beings present there radiate thought-beings into our planetary system and its vicinity. Human beings now pass through this region as well. They now undergo a transformation that I can describe—albeit only schematically—in the following way. Imagine, then, that human beings themselves become a kind of reflection of the world sphere—that is, the spiritual structure of the head they will later bear on Earth. After having learned to shed the Earthly language—through the sensation of its shrill discord—during his existence in the Sun, he grows into the World Language during his passage through Mars and acquires the first capacity to understand this World Language. That is to say, after the transformation of his lower human form has begun—as I have described it—with the limbs becoming the lower jaw, the arms becoming the upper jaw, and so on—the human being first develops, together with the beings of the higher hierarchies, the very spiritual foundation of his future head. But initially, this head is predisposed to comprehend the entire universe—not the Earth! It first learns the language of the worlds, first learns the thoughts of the worlds. These thoughts of the worlds and this language of the worlds take root in the human head, and just as human beings here on Earth know something about the mineral, plant, and animal kingdoms, so too do they, in fact, become acquainted with the mysteries of the spiritual universe during this passage through Mars and Jupiter. In fact, a human being only truly develops the right sense of human nature when he becomes aware that, during his passage through life between death and a new birth, he has first learned all the names of the wondrous, majestic beings of the higher hierarchies; that he has learned to understand what these beings of the higher hierarchies are creating out into the universe; that he has learned to to grasp judgments that do not concern questions such as: “How does one travel from The Hague to Amsterdam?”—but rather concern questions such as: “How are world epochs born out of world epochs through the workings of the higher hierarchies?” This during the Jupiter transit.

[ 13 ] Es folgt dann der Saturndurchgang. Der Saturn bringt an den Menschen das heran, was man nennen möchte Weltengedächtnis, denn der Saturn ist diejenige Sphäre im Weltendasein, wo die geistigen Wesenheiten lokalisiert sind, die ein Gedächtnis an alles bewahren, was in unserem Planetensystem jemals passiert ist. Der Saturn ist der große Gedächtnis- und Erinnerungsträger aller Geschehnisse unseres Planetensystems. So wie der Mensch zunächst lernt die Sprache der Götter im Marsgebiet, die Gedanken der Götter im Jupitergebiet, so lernt er während seines ersten Durchganges durch das Saturndasein alles das erkennen, woran sich die Götter des Planetensystemes erinnern. Dadurch ist seinem Sphärenhaupte, das die geistige Anlage seines künftigen Erdenhauptes ist, alles das eingestaltet, was er braucht, um ein Bürger des Kosmos zu sein und im Kosmos unter den Wesenheiten der höheren Hierarchien so zu leben, wie er auf der Erde unter den ihm untergeordneten Wesen des mineralischen, pflanzlichen und tierischen Reiches lebt.

[ 13 ] This is followed by the Saturn transit. Saturn brings to human beings what one might call the “memory of the worlds,” for Saturn is the sphere within cosmic existence where the spiritual beings are located who preserve a memory of everything that has ever happened in our planetary system. Saturn is the great repository of memory and remembrance for all events in our planetary system. Just as the human being first learns the language of the gods in the Mars region and the thoughts of the gods in the Jupiter region, so, during his first passage through the Saturn existence, he learns to recognize everything that the gods of the planetary system remember. Through this, everything he needs to be a citizen of the cosmos—and to live in the cosmos among the beings of the higher hierarchies just as he lives on Earth among the beings of the mineral, plant, and animal kingdoms who are subordinate to him—is imprinted upon his spherical head, which is the spiritual foundation of his future earthly head.

[ 14 ] Und indem der Mensch in seinem Geistdasein so innerlich bereichert ist, daß er verstehen gelernt hat die Sprache der großen Welt, des Makrokosmos im weitesten Sinne des Wortes, kommt er hinüber in dasjenige Gebiet, das man früher die Sphäre der Ruhesterne genannt hat. Da geht nicht mehr Planetenwirken vor sich, sondern da wirkt das Fixsternsystem. Und da wird erst im rechten Sinne aus unendlichen Geisteswelten heraus dasjenige vorgebildet, was alles zum menschlichen Haupte in seiner Uranlage gehört.

[ 14 ] And as human beings become so inwardly enriched in their spiritual existence that they have learned to understand the language of the great world—the macrocosm in the broadest sense of the word—they cross over into the realm that was formerly called the sphere of the fixed stars. There, planetary influences no longer operate; instead, the fixed-star system is at work. And it is there, in the truest sense, that what belongs to the human head in its primordial constitution is first preformed out of infinite spiritual worlds.

[ 15 ] Dann tritt wieder der Mensch seinen Weg zurück an. Er kommt wieder zurück ins Saturngebiet. — Das alles können wir morgen noch besprechen. — Der Umstand, daß er im Saturndasein zuerst die planetarische Erinnerung in sich aufgenommen hat, gibt die Grundlage dafür, daß er jetzt in sein Haupt eingestaltet bekommen kann die Grundlage für die Erinnerungsfähigkeit, die er dann auf der Erde braucht. Es wird das, was in ihm eingepflanzt war als Weltengedächtnis, sozusagen verirdischt. Zurückverwandelt in die Fähigkeit des Menschengedächtnisses wird das Weltengedächtnis. Und wenn der Mensch wiederum in der Jupitersphäre angelangt ist, wird zurückverwandelt, was er erlangt hat durch die Anschauung der Göttergedanken, in die Fähigkeit, Menschengedanken zu fassen, die dann im gewöhnlichen Bewußtsein widergespiegelt werden können, wenn die Kopfanlage des Menschen sich vereinigt mit der physischen Embryonalanlage. — Aber jetzt kann auch bei diesem Durchgang durch den Saturn das einzelne beginnen, genauer ausgearbeitet zu werden das, was Umwandlung des unteren Menschen in die Glieder der Kopforganisation ist. Und das ist eine wunderbare Art, wie da ein Mensch an dem anderen arbeitet, wie diese Arbeit im Einklange geschieht mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien, wie tatsächlich da am Menschenhaupt so gearbeitet wird, daß diese Arbeit wie ein Schaffen ist einer ganzen Welt für sich. Denn jedes Menschenhaupt, angesehen in der Sphäre, wo es auf dem Gebiete ist zwischen Tod und neuer Geburt, von dem ich spreche, ist eine wunderbare Welt mit unzähligen Einzelheiten. Und die Arbeit daran erfordert eben die Hingabe derjenigen Menschen, die schicksalsmäßig miteinander verbunden sind, und die dazugehörige Arbeit derjenigen Wesenheiten der höheren Hierarchien, die aus dem Geheimnis des Kosmos heraus verstehen, wie solch ein Menschenhaupt gebildet werden muß. Es ist schon in der Tat etwas ganz Wunderbares, auf diese Art wissen zu lernen, was am Menschen ist. Und schließlich — zur Überhebung soll das ja eigentlich nicht führen, denn daß wir nicht in Überhebung verfallen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, dafür sorgt die Welt, in der wir drinnen sind. Es wäre in der Tat absurd, unter den Wesenheiten der höheren Hierarchien, unter den Seraphim, Cherubim, Thronen, in menschlichen Größenwahn zu verfallen, denn da ist man noch immer klein unter diesen Wesenheiten, unter denen man schafft. Und wenn man schließlich hier im Erdendasein erfährt, was der Mensch im großen Welten- Makrokosmos zwischen Tod und neuer Geburt ist, so ist ja auch alle Gelegenheit dazu gegeben, sich zu sagen: Nun, gar sehr viel hast du ins Erdendasein nicht hereingebracht, furchtbar viel darfst du dir also nicht einbilden auf deine gegenwärtige Lage, und auf das, was du unter Göttern warst, brauchst du nicht besonders stolz zu sein. — Aber das, was wachsen kann durch eine solche Anschauung über das, was sich mit dem Menschen zwischen Tod und neuer Geburt abspielt, ist das menschliche Verantwortlichkeitsgefühl, das ihm sagt: Man muß schon recht sehr sich bestreben, es auch im irdischen Dasein wert zu sein, ein Mensch zu sein, wenn man die ganze Bedeutung des Menschseins ermißt an dem, was für die Götter das Arbeiten am Menschen zwischen Tod und neuer Geburt ist.

[ 15 ] Then the human being begins his journey back again. He returns to the Saturn realm. — We can discuss all of this tomorrow. — The fact that, during his existence on Saturn, he first absorbed the planetary memory within himself provides the foundation for the capacity for memory—which he will then need on Earth—to be formed within his head. What was implanted within him as world memory is, so to speak, “earthified.” The world memory is transformed back into the capacity for human memory. And when the human being has once again reached the sphere of Jupiter, what he has attained through the contemplation of the thoughts of the gods is transformed back into the ability to grasp human thoughts, which can then be reflected in ordinary consciousness when the human being’s head structure unites with the physical embryonic structure. — But now, during this passage through Saturn, the individual process of transforming the lower human being into the members of the head organization can also begin to be worked out in greater detail. And this is a wondrous way in which one human being works upon another, how this work takes place in harmony with the beings of the higher hierarchies, how, in fact, work is carried out on the human head in such a way that this work is like the creation of a whole world in itself. For every human head, viewed in the sphere I am speaking of—the realm between death and new birth—is a wondrous world with countless details. And the work involved requires precisely the devotion of those human beings who are fatefully connected to one another, as well as the corresponding work of those beings of the higher hierarchies who, drawing upon the mystery of the cosmos, understand how such a human head must be formed. It is indeed something truly wondrous to learn in this way what it means to be human. And finally—this is not meant to lead to arrogance, for the world in which we find ourselves ensures that we do not fall into arrogance between death and a new birth. It would indeed be absurd to succumb to human megalomania among the beings of the higher hierarchies—among the Seraphim, Cherubim, and Thrones—for one is still small in comparison to these beings, among whom one works. And when, finally, one experiences here in earthly existence what a human being is in the great world-macrocosm between death and a new birth, then every opportunity is given to say to oneself: Well, you didn’t bring very much with you into earthly existence; so you shouldn’t imagine too much about your present situation, and you need not be particularly proud of what you were among the gods. — But what can grow through such an understanding of what happens to a human being between death and rebirth is the human sense of responsibility, which tells him: One must strive very hard indeed to be worthy of being human even in earthly existence, when one measures the full significance of being human by what it means for the gods to work on human beings between death and rebirth.

[ 16 ] Und wir kommen dann zurück in das Marsdasein. In diesem Marsdasein wird an dem Menschen wieder weitergearbeitet. Da aber werden schon angesetzt die Geistanlagen für den späteren neuen Körper, für die Brustanlage und für die Gliedmaßenanlage, die dann der Mensch im späteren Erdenleben tragen wird. Denn so ist es durchaus, daß die Gliedmaßenanlage vom vorigen Erdenleben als Kopfanlage erscheint im neuen Erdenleben, und daß neu angesetzt sind beim Durchgange durch die Sternenwelt zum neuen Erdenleben die Brust- und Gliedmaßenanlage für das neue Erdenleben. Nur daß dasjenige, was da angesetzt ist, eben alles noch im Geistigen geschieht. Wenn der Mensch durch das Marsdasein wieder durchgeht, dann wird das, was sich ihm in höchster Geistigkeit beim ersten Durchgange durch das Marsdasein eingegliedert hat, was ihn befähigt hat, das Weltenwort zu vernehmen, das wird jetzt aus dem höheren Geistigen in das etwas niedrigere Geistige, in jene geistige Substanz verwandelt, aus der dann später das menschliche Ich sich offenbart. Und es wird dann während dieses Durchganges durch das Marsdasein angegliedert die ganze Kehlkopf- und Lungengestaltung in der Geistanlage.

[ 16 ] And then we return to the Martian existence. In this Martian existence, work on the human being continues. But there, the spiritual foundations are already laid for the future new body—for the chest structure and the limb structure—which the human being will then carry in their later earthly life. For it is indeed the case that the limb structure from the previous earthly life appears as the head structure in the new earthly life, and that the chest and limb structures for the new earthly life are newly established during the passage through the starry world to the new earthly life. The only difference is that everything that is established there still takes place in the spiritual realm. When the human being passes through the Mars stage of existence again, that which was integrated into him in the highest spiritual realm during his first passage through the Mars stage—that which enabled him to hear the Word of the Worlds—is now transformed from the higher spiritual realm into the somewhat lower spiritual realm, into that spiritual substance from which the human “I” will later reveal itself. And during this passage through the Mars stage, the entire structure of the larynx and lungs is incorporated into the spiritual constitution.

[ 17 ] Dann kommt ja der Mensch wieder zum Sonnendasein zurück. Der zweite Durchgang durch das Sonnendasein ist von ganz besonderer Bedeutung. Denn der Mensch ist ja eigentlich bisher vom ersten Sonnendasein ausgegangen, ist durchgegangen durch Mars, Jupiter und Saturn zur Sternenwelt und macht jetzt den Weg wieder zurück durch Saturn, Jupiter, Mars. Während dieser ganzen Zeit ist er völlig an das Weltenall hingegeben, er ist ganz eins geworden mit dem Weltenall. Er lebt im Weltenall, er hat gelernt die Weltensprache, hat gelernt sich einzuverweben die Weltengedanken, lebt nicht in seiner Erinnerung, die erst später wieder aufgeht, sondern lebt in der Erinnerung des ganzen Planetensystems. Er lebt so, daß er sich eins fühlt mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien in der Erinnerung von Weltengedanken und Weltensprache und kommt jetzt wieder zum Sonnendasein zurück. Da beginnt der Mensch gewissermaßen sich wiederum als Einzelwesen abzuschließen. Es dämmert leise das Gefühl auf: Du gliederst dich heraus aus der Welt. — Das ist aber damit verbunden, daß nun die Uranlage des menschlichen Herzens dem Menschen eingegliedert wird.

[ 17 ] Then the human being returns once more to the solar stage of existence. The second passage through the solar stage of existence is of very special significance. For up to this point, the human being has actually set out from the first solar stage of existence, passed through Mars, Jupiter, and Saturn to the world of the stars, and is now making the journey back through Saturn, Jupiter, and Mars. Throughout this entire time, they are completely devoted to the universe; they have become entirely one with the universe. They live within the universe; they have learned the language of the worlds, have learned to interweave the thoughts of the worlds, and do not live in their own memory—which only reawakens later—but rather live in the memory of the entire planetary system. He lives in such a way that he feels at one with the beings of the higher hierarchies within the memory of cosmic thoughts and the cosmic language, and now returns once more to solar existence. There, the human being begins, so to speak, to separate himself again as an individual being. The feeling dawns gently: You are separating yourself from the world. — But this is connected to the fact that the primordial structure of the human heart is now being integrated into the human being.

[ 18 ] Und dann geht der Mensch weiter zurück, wiederum durch das Venusgebiet und das Merkurgebiet. Da wird ihm dann in der Uranlage eingegliedert, was weiter an Organen als Geistanlage an ihn herankommen muß.

[ 18 ] And then the human being continues back, once again through the Venus region and the Mercury region. There, the elements that must be incorporated into him as spiritual faculties through his organs are integrated into his being.

[ 19 ] Von dem Moment ab, wo der Mensch durch das zweite Sonnendasein durchgeht — das alles erfordert ja längere Zeiten — und lange eigentlich, bevor er das Erdendasein betritt, geschieht für ihn schon eine bedeutsame Schicksalswendung. In dem Moment, wo wir draußen im Kosmos die Geistanlage des menschlichen Herzens beim Zurückgange zur Erde gewinnen, steht natürlich nicht etwa bloß eine physische Herzform da — die ist schon angedeutet —, aber diese physische Herzform ist umgeben und verbunden mit alledem, was der Mensch wert geworden ist durch seine bisherigen Erdenleben. Nicht so sehr ist wichtig, daß wir die Uranlage des physischen Herzens in uns aufnehmen, sondern von ganz besonderer Wichtigkeit ist, daß da der Mensch sich zusammenkonzentriert in bezug auf das, was er seelisch, moralisch und geistig ist, denn das alles ist im menschlichen Herzen konzentriert. Und ehe die Herzanlage sich verbindet mit der Embryonalanlage des künftigen Menschenleibes, ist das Herz im Kosmos ein geistig-moralisch-seelisches Wesen im Menschen. Es verbindet dann der Mensch dieses geistig-moralisch-seelische Wesen — das jetzt in ihm erlebt, errungen ist beim Wiederzurückgang zur Erde — mit der Embryonalanlage. Dieses Zusammenkonzentrieren seines Seelisch-Moralisch-Geistigen erlebt der Mensch in Gemeinschaft mit den hohen Sonnenwesen, mit jenen Sonnenwesen, die eigentlich die schöpferischen Kräfte des Planetensystems und damit des Erdendaseins in der Hand haben.

[ 19 ] From the moment a human being passes through the second solar existence—which, of course, takes a long time—and actually long before he enters earthly existence, a significant turning point in his destiny already takes place. At the moment when, out in the cosmos, we acquire the spiritual structure of the human heart upon returning to Earth, it is of course not merely a physical heart form that is present—that has already been indicated—but this physical heart form is surrounded by and connected to everything that the human being has come to embody through their previous earthly lives. It is not so much the fact that we take in the primordial form of the physical heart that is important, but rather it is of very special importance that the human being concentrates upon what he is in terms of soul, morality, and spirit, for all of this is concentrated in the human heart. And before the heart structure unites with the embryonic structure of the future human body, the heart is, in the cosmos, a spiritual-moral-soul being within the human being. The human being then unites this spiritual-moral-soul being—which has now been experienced and attained within them upon their return to Earth—with the embryonic structure. Human beings experience this convergence of their spiritual, moral, and soul elements in communion with the high solar beings—those solar beings who actually hold the creative forces of the planetary system, and thus of earthly existence, in their hands.

[ 20 ] Wenn ich mich bildlich ausdrücken darf — die Ausdrücke klingen etwas paradox, aber sie sind doch treffend —, ist es so, daß der Mensch in dem Augenblick, wo er sein kosmisches Herz bekommt, zugleich in der Umgebung derjenigen geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien ist, die sozusagen die Führerschaft in bezug auf das ganze Planetensystem im Zusammenhange mit dem Erdendasein in der Hand haben. Und da werden wir auf etwas ganz Grandioses, auf etwas ganz Wunderbares gewiesen. Man gewinnt eigentlich nur schwer Worte, um das zu schildern, was der Mensch da erlebt. Er fühlt in einer gewissen Beziehung so, wie er im physischen Dasein fühlt. Wie er sich in diesem verbunden fühlt mit seinem Herzschlag, mir der ganzen Herztätigkeit, so fühlt er sich da im Makrokosmos wie verbunden durch sein makrokosmisches geistiges Herz mit seiner ganzen geistig-seelisch-moralischen Wesenheit. Was er geworden ist im Weltenall bis zu diesem Augenblicke seines Geist-Erlebens als seelisch-moralisch-geistiges Wesen, das ist in ihm so, wie wenn es als geistiger Herzschlag in ihm wäre. Er fühlt sein ganzes Wesen jetzt im Kosmos wie seinen eigenen Herzschlag in sich, und er fühlt mit diesem Herzschlag verbunden auch eine Art Zirkulation. Wie wir hier auf der Erde im Herzschlag die ihn verursachende Blutzirkulation und Atmung fühlen, so empfinden wir, indem wir da draußen unser geistig-makrokosmisches Herz beim Rückgange durch das Sonnendasein, wenn ich mich bildhaft ausdrücken darf, geistig schlagen fühlen, dann so etwas, wie wenn von da aus die Strömungen zu den Wesenheiten der zweiten Hierarchie hingehen. So wie von den Adern und aus den Adern im physischen Organismus das Blut zum Herzen rollt, so geht in unser geistig-seelisches Wesen herein, jetzt lokalisiert im Menschen, dasjenige, was Exusiai, Kyriotetes und Dynameis über die Welt, von der Welt, richtend über den Menschen, zu sagen haben. Der Geist des Weltenalls in seinen Worten und in seinen Tönen ist die Zirkulation, die sich konzentriert in diesem makrokosmisch-geistig schlagenden Herzen, diesem moralisch-geistig-seelischen menschlichen Wesen. Da schlägt das menschliche geistige Herz. Zugleich ist das der Herzschlag der Welt selber, in der der Mensch drinnen ist. Und in dieser Welt ist der Blutstrom das, was die schaffenden Wesenheiten der zweiten Hierarchie tun, was von ihnen als Kräfte ausströmt. Und wie der Blutstrom im Menschen sich konzentriert im Herzen, so daß er vom Menschen unbewußt gefühlt wird — denn das Herz ist ein Sinnesorgan, das die Blutbewegung wahrnimmt, es ist nicht, wie es die Physiker meinen, ein Pumpwerk, sondern durch die Geistigkeit und Vitalität des Menschen bewegt sich das Blut —, so ist es dem Menschen gnadevoll erlaubt, in diesem Zeitpunkte zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in sich zu hegen eines der Wahrnehmungsorgane, eines der kosmischen Herzen, welche geschaffen werden aus dem Pulsschlag des Makrokosmos heraus, der durch die Taten der Wesen der zweiten Hierarchie gebildet wird.

[ 20 ] If I may use a metaphor—the expressions sound somewhat paradoxical, but they are nonetheless apt—it is the case that at the very moment a human being receives his cosmic heart, he simultaneously finds himself in the presence of those spiritual beings of the higher hierarchies who, so to speak, hold the reins of leadership over the entire planetary system in connection with earthly existence. And there we are pointed toward something truly magnificent, something truly wondrous. It is actually quite difficult to find the words to describe what a human being experiences there. In a certain sense, they feel just as they do in physical existence. Just as they feel connected in this life to their heartbeat and the entire activity of the heart, so do they feel connected there in the macrocosm—through their macrocosmic spiritual heart—to their entire spiritual, soul, and moral being. What one has become in the universe up to this moment of spiritual experience—as a soul-moral-spiritual being—is within one as if it were a spiritual heartbeat. One now feels one’s entire being in the cosmos as one’s own heartbeat within oneself, and one also feels a kind of circulation connected to this heartbeat. Just as we here on Earth feel, in the heartbeat, the blood circulation and breathing that cause it, so do we perceive—as we feel our spiritual-macrocosmic heart beating spiritually out there during the return through the solar existence, if I may express it figuratively—something akin to currents flowing from there toward the beings of the second hierarchy. Just as blood flows to the heart from the veins and through the veins in the physical organism, so does that which the Exusiai, Kyriotetes, and Dynameis have to say about the world, from the world, and in judgment of humanity, enter into our spiritual-soul being, now localized in the human being. The Spirit of the universe, in its words and sounds, is the circulation that concentrates in this macrocosmic, spiritually beating heart—this moral, spiritual, and soulful human being. There the human spiritual heart beats. At the same time, this is the heartbeat of the world itself, within which the human being is situated. And in this world, the flow of blood is what the creative beings of the second hierarchy do, what radiates from them as forces. And just as the flow of blood in the human being is concentrated in the heart, so that it is felt unconsciously by the human being—for the heart is a sensory organ that perceives the movement of the blood; it is not, as physicists believe, a pumping mechanism, but rather the blood moves through the human being’s spirituality and vitality— so, at this moment between death and a new birth, human beings are graciously permitted to nurture within themselves one of the organs of perception, one of the cosmic hearts, which are created from the pulse of the macrocosm formed by the deeds of the beings of the Second Hierarchy.

[ 21 ] Und indem der Mensch dann weiter zurückgeht, kommt er wiederum, wie ich schon gesagt habe, durch das Merkur- und Venusdasein. Aber vorher, gerade in dem kosmischen Augenblick, wo der Mensch sich wahrhaftig fühlen darf im geistigen Herzen der Welt, da fällt sein Blick schon hinunter auf die Generationenreihe, an deren Ende das Elternpaar steht, durch das er geboren wird, so daß der Mensch mit seiner Generationenreihe verhältnismäßig früh verbunden ist. Wir werden geboren als Menschen von einem Vater und einer Mutter, unsere Eltern haben wieder Vater und Mutter, diese haben ebenfalls wieder Vater und Mutter, da sind wir schon fast über ein Jahrhundert gegangen, wenn wir in der Generationenreihe zurückgehen. Dann gehen wir weiter hinauf — und wir müssen durch mehrere Jahrhunderte hindurchgehen, denn schon lange, bevor der Mensch auf der Erde geboren ist, hat er sich mit der Generationenreihe verbunden, die in seiner Familie ihr Ende findet. Früh bestimmt sich der Mensch hinein in die Generationenreihe, wenn er in der Weise, wie ich es geschildert habe, durch das Sonnendasein geht. Und das, was dann der Mensch nötig hat, um sein Schicksal, soweit es möglich ist, zusammenzubringen mit dem, was ihm nun als äußeres Erlebnis dadurch entgegentritt, daß er ja in einer bestimmten Familie, in einem bestimmten Volke geboren werden muß, das kann er sich etwas erarbeiten, sich bestimmen, indem er durch die Weltenkolonie von Venus und Merkur durchgeht.

[ 21 ] And as the human being then goes further back, he passes once again, as I have already said, through the Mercury and Venus stages of existence. But before that, precisely at that cosmic moment when a human being is truly allowed to feel at home in the spiritual heart of the world, their gaze already falls upon the generational line, at the end of which stands the parental couple through whom they are born, so that the human being is connected to their generational line relatively early on. We are born as human beings to a father and a mother; our parents, in turn, have fathers and mothers, who likewise have fathers and mothers—and by tracing the generational line back, we have already gone back nearly a century. Then we go further back—and we must go back through several centuries, for long before a human being is born on Earth, they have already become connected to the generational line that finds its end in their family. Early on, a person becomes embedded in the generational line as they pass through the solar existence in the manner I have described. And what a person then needs in order to align his destiny, as far as possible, with what now confronts him as an external experience—namely, the fact that he must be born into a specific family and a specific people—he can to some extent work out and determine for himself by passing through the world colony of Venus and Mercury.

[ 22 ] Dann kommt er wieder in den Bereich des Mondes. Bedenken wir: Als der Mensch zum ersten Male durch das Mondengebiet durchgegangen ist auf dem Wege zwischen Tod und neuer Geburt, da war er im Bösen und im Guten dazu veranlaßt, an die Urweisen und an die Erde zu denken, an den Ausgangspunkt des Erdendaseins, wo übermenschliche Lehrer übermenschliche Weisheit dem Erdenmenschen gegeben haben. Jetzt, wenn er wieder zurückgeht, ist er in seiner Aufmerksamkeit weniger veranlaßt, sich demjenigen zuzuwenden, was einstmals auf der Erde war. Jetzt ist die Sache so, daß er dieselbe Zeit oben, kosmisch, im Mondendasein zubringt, die unten auf der Erde verläuft zwischen der Empfängnis und der Geburt, so daß in der Tat der Mensch seine Embryonalzeit mit einer kosmischen Entwickelung begleitet. Der Mensch macht oben im Mondengebiete eine gewisse Entwickelung durch, und unten wird ihm als das, womit er sich allmählich verbindet, mittlerweile zubereitet, sukzessive, der physische Embryo. Was macht er nun oben, makrokosmisch, während seiner zweiten Mondenentwickelung durch?

[ 22 ] Then he returns to the realm of the Moon. Let us consider: When the human being first passed through the lunar region on the path between death and new birth, he was prompted—both by the forces of good and evil—to think of the ancient sages and of the Earth, of the starting point of earthly existence, where superhuman teachers imparted superhuman wisdom to the earthly human being. Now, when he returns, his attention is less drawn to that which once was on Earth. The situation is now such that he spends the same amount of time up above, in the cosmic realm of the Moon, as elapses down on Earth between conception and birth, so that, in fact, the human being’s embryonic period is accompanied by a cosmic development. The human being undergoes a certain development up in the lunar realm, and down below, the physical embryo is being prepared for him in the meantime—successively—as that with which he gradually unites. What, then, does he undergo up above, in the macrocosm, during his second lunar development?

[ 23 ] Ja, das Bewußtsein, das der Mensch in allen diesen Erlebnissen hat, die ich geschildert habe, ist ein viel helleres und wacheres, als wir es auf der Erde im normalen Leben haben. Es ist außerordentlich wichtig, daß wir uns darüber klar sind: Das Bewußtsein während des Träumens ist dumpf, das Bewußtsein während des Wachens ist hell, das Bewußtsein nach dem Tode ist noch heller, und alles Leben hier auf der Erde verhält sich wie Traum zur Wirklichkeit im Verhältnis zu dem, was wir an Helligkeit des Bewußtseins durchleben nach dem Tode. Aber mit jedem Erreichen einer neuen Etappe wird das Bewußtsein noch wacher, noch heller. Gehen wir zuerst durch das Mondendasein durch beim Aufstieg, dann wird unser Bewußtsein heller dadurch, daß wir in die Umgebung der weisen Urlehrer der Menschheit in der Mondenregion kommen. Gehen wir durch Merkur und Venus durch, immer wird unser Bewußtsein heller. Und so erhellt sich unser Bewußtsein jedesmal, wenn wir in eine neue Sternenregion eintreten. Nur, wenn wir wieder zurückgehen, dem neuen Erdenleben entgegen, wird dieses Bewußtsein wiederum stufenweise abgedämpft. Wenn wir aber beim Merkurdasein ankommen, haben wir noch immer ein helleres Bewußtsein, als irgendein Bewußtsein ist, das im gewöhnlichen Erdendasein verharrt. Aber wir kommen dann in die Mondenregion, und kommen in jene Mondenregion, die uns das darstellt, was der Mensch im Anfange der Erdenentwickelung war. Diese Region löscht unser Bewußtsein aus, wenn wir wieder zurückgehen. Da, wo wir für die übersinnliche Welt die erste Erleuchtung erhalten haben schon im wacheren Bewußtsein, als wir auf der Erde haben können, da wird beim Rückgang zur Erde das Bewußtsein herabgedämpft, bis es so weit herabgedämpft ist, daß es jetzt bloß Wachstumskraft werden kann, so Wachstumskraft werden kann, wie sie beim träumenden Kinde vorhanden ist. Bis zur Traumhaftigkeit wird das Bewußtsein herabgedämpft. Und erst, wenn es bis zur Traumhaftigkeit herabgedämpft ist, kann der Mensch das, was sich ihm als geistig-seelisches Wesen entwickelt hat, wie ich es dargestellt habe, mit seinem Embryo vereinigen. Zu dieser einzigen Tatsache, daß der Mensch in einer bestimmten Etappe seiner Entwickelung den gehörigen Zusammenhang haben kann mit dem physischen Embryo, ist es notwendig, daß er, ebenso wie unten der Embryo die zehn Mondmonate im Leibe der Mutter durchmacht, so oben in der Gemeinschaft der Urlehrer der Menschheit eine Mondenentwickelung durchmacht — eine Mondenentwickelung, die darin besteht, daß eine ganze Bevölkerung von Lehrern der Menschheit mitarbeitet, um jenes kosmische Bewußtsein, das der Mensch noch während des Merkurdaseins hatte, zu dämpfen zu jenem Traumbewußtsein, das vorhanden ist, wenn der Mensch das Erdendasein betritt.

[ 23 ] Yes, the consciousness that a person experiences in all these situations I have described is much clearer and more alert than the consciousness we have on Earth in our normal lives. It is extremely important that we be clear about this: Consciousness during dreaming is dull; consciousness while awake is bright; consciousness after death is even brighter; and all life here on Earth is like a dream compared to reality in relation to the brightness of consciousness we experience after death. But with each new stage we reach, our consciousness becomes even more alert, even brighter. If we first pass through the lunar existence during our ascent, our consciousness becomes brighter as we enter the presence of the wise primordial teachers of humanity in the lunar region. As we pass through Mercury and Venus, our consciousness grows ever brighter. And so our consciousness brightens each time we enter a new stellar region. Only when we return, heading toward a new earthly life, is this consciousness gradually dimmed once more. But when we arrive at the Mercury stage of existence, we still possess a consciousness that is brighter than any consciousness that remains in ordinary earthly existence. Yet we then enter the lunar region—specifically, that part of the lunar region which represents what human beings were at the beginning of Earth’s evolution. This region extinguishes our consciousness as we return. There, where we have already received our first enlightenment into the supersensible world—in a state of consciousness more alert than we can experience on Earth—our consciousness is dampened on the return to Earth until it is so greatly subdued that it can now become nothing more than a force of growth, a force of growth such as is present in a dreaming child. Consciousness is subdued to the point of dreamlike quality. And only when it has been subdued to this dreamlike state can a human being unite what has developed within them as a spiritual-soul being—as I have described—with their embryo. For this single fact—that at a certain stage of their development, human beings can establish the necessary connection with the physical embryo—it is necessary that, just as the embryo below undergoes the ten lunar months within the mother’s womb, so too, above, in the community of the Primordial Teachers of Humanity, undergo a lunar development—a lunar development that consists in an entire population of Teachers of Humanity working together to temper that cosmic consciousness which the human being still possessed during the Mercury existence into the dream consciousness that is present when the human being enters earthly existence.

[ 24 ] Alles, was uns hier im physisch-sinnlichen Menschen entgegentritt, ist nur zu verstehen, wenn man es aus dem übersinnlichen Menschen heraus verstehen kann. Und der übersinnliche Mensch wiederum kann nicht auf der Erde oder aus den Erdentatsachen heraus begriffen werden, sondern der übersinnliche Mensch kann nur aus den Weltentatsachen, aus den makrokosmischen Tatsachen heraus begriffen werden. Und so waren die Vorträge bisher dazu zusammengefügt, um Ihnen zu zeigen, wie der Mensch als Erdenmensch herausgeboren sein muß aus dem geistigen Kosmos als Geistesmensch.

[ 24 ] Everything we encounter here in the physical-sensory human being can only be understood if one is able to understand it from the perspective of the supersensible human being. And the supersensible human being, in turn, cannot be understood on Earth or from earthly realities; rather, the supersensible human being can only be understood from cosmic realities, from macrocosmic realities. And so the lectures thus far have been structured to show you how the human being, as an earthly human being, must be born from the spiritual cosmos as a spiritual human being.

[ 25 ] Es wird uns für den morgigen Vortrag noch übrigbleiben, daß wir nun auch in diesem Zusammenhange verstehen lernen die Bedeutung des Erdenlebens selbst, insofern das, was Übermensch ist, in dieses Erdenleben übergeht, und verstehen lernen die Bedeutung des Umstandes, daß der Mensch ja vom Erdenleben aus wiederum durch die Pforte des Todes die Reste desjenigen, was er sich im Erdenleben erwirbt, hinausträgt in die geistige Welt.

[ 25 ] For tomorrow’s lecture, we will still have time to learn to understand, in this context as well, the significance of earthly life itself, insofar as that which is superhuman passes into this earthly life, and to understand the significance of the fact that, from earthly life, the human being carries the remnants of what he has acquired during his earthly life out through the gate of death into the spiritual world.

[ 26 ] Jetzt, nachdem wir wenigstens in einigen Zügen die Geist-Natur des Menschen, seine übersinnliche Wesenheit, kennengelernt haben, wollen wir dann morgen wieder zurückgehen auf das Begreifen des Verhältnisses zwischen dem übersinnlichen und dem sinnlichen Menschen.

[ 26 ] Now that we have become acquainted, at least in some respects, with the spiritual nature of the human being—his supersensible being—let us return tomorrow to understanding the relationship between the supersensible and the sensory aspects of the human being.