The Composition of the Mysteries
GA 232
30 November 1923, Dornach
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The Composition of the Mysteries, tr. SOL
Vierter Vortrag
Fourth Lecture
[ 1 ] Die Fortsetzung der Betrachtungen, die wir das letzte Mal hier angestellt haben, führt uns heute zunächst zu etwas, das dann die beiden nächsten Vorträge vorbereiten soll. Es führt uns dazu, einen Blick zu werfen auf den Zusammenhang des Menschen, und zwar des ganzen Menschen mit unserem Erdenplaneten. Ich habe es ja oftmals in verschiedenen Zusammenhängen ausgesprochen, daß der Mensch einer ‚Art von Täuschung unterliegt, wenn er sich abgesondert vom Erdenplaneten ein totales, besonderes Dasein zuschreibt zunächst als physischer Mensch. Selbständig, individuell ist ja der Mensch als geistigseelisches Wesen. Zur Erde in ihrer organischen Ganzheit gehörig ist er als physischer Erdenmensch, und in gewisser Beziehung auch seinem ätherischen Leibe nach.
[ 1 ] Continuing the reflections we began here last time leads us today, first of all, to something that will serve as a prelude to the next two lectures. It leads us to take a look at the connection between the human being—the whole human being—and our planet Earth. I have often stated in various contexts that human beings are subject to a ‘kind of delusion’ when, as physical human beings, they attribute to themselves a complete, distinct existence separate from the Earth. As a spiritual-soul being, the human being is, of course, independent and individual. As a physical human being on Earth, they belong to the Earth in its organic wholeness, and in a certain sense also through their etheric body.
[ 2 ] Nun will ich heute zunächst schildern, wie dem übersinnlichen Schauen diese Zusammengehörigkeit des Menschen mit dem Erdendasein erscheinen kann. Ich will heute vorbereitend zunächst, ich möchte sagen in einer mehr erzählenden Form vorgehen. Nehmen wir einfach an, jemand träte mit dem imaginativen Bewußtsein, das ich ja öfter geschildert habe, einen Gang an durch die Uralpen, durch die Uralpen mit jenem Gestein, das namentlich in quarzigen, also kieselsäurehaltigen Mineralien und Gesteinen besteht, das sonst auch ähnliche Gesteine in sich enthält. Wir treten ja da, wenn wir ins Urgebirge kommen, an die härtesten Gesteine der Erde heran, aber auch an diejenigen Gesteine, die, wenn sie in ihrer besonderen ureigenen Ausbildung erscheinen, etwas in sich Reines haben, man möchte sagen, etwas, was nicht berührt ist von dem gewöhnlichen Alltäglichen der Erde. Es ist doch wirklich gut zu verstehen, wenn Goethe einmal in einem schönen Aufsatze, der ja auch hier schon vorgebracht worden ist, von seinem Erfahren innerhalb des Urgebirges spricht, allerdings davon spricht, wie er sich in Einsamkeit fühlt, sitzend im Granitgebirge, die Eindrücke sich, man möchte sagen, eingeprägt hat von diesem hart und straff aus der Erde nach oben gewissermaßen sich türmenden Gestein. Und wie den dauernden Sohn der Erde spricht Goethe den Granit an, der da aus Quarz, also aus Kieselsäure, aus Glimmer und aus Feldspat besteht.
[ 2 ] Today I would like to begin by describing how this interconnectedness of the human being with earthly existence can appear to the supersensible eye. As a preliminary, I would like to proceed today—I might say—in a more narrative form. Let us simply suppose that someone, using the imaginative consciousness that I have often described, were to set out on a journey through the Ural Alps—through the Ural Alps with their rocks, which consist primarily of quartz-bearing, that is, silica-containing minerals and rocks, and which also contain other similar rocks. When we enter the primeval mountains, we encounter the hardest rocks on Earth, but also those rocks which, when they appear in their unique, primordial form, possess something pure within them—one might say, something untouched by the ordinary, everyday reality of the Earth. It is indeed easy to understand why Goethe, in a beautiful essay—which has already been mentioned here—speaks of his experiences within the primeval mountains; specifically, he describes how he feels a sense of solitude while sitting in the granite mountains, having, one might say, absorbed the impressions of this rock that rises from the earth, hard and taut, as it were, towering upward. And Goethe addresses the granite—which consists of quartz, that is, silicic acid, mica, and feldspar—as the enduring son of the Earth.
[ 3 ] Wenn der Mensch mit dem gewöhnlichen Bewußtsein an dieses Urgebirgsgestein herandringt, dann ist es ja so, daß er allerdings zunächst es von außen bewundern kann, daß ihm auffallen seine Formen, die ganze wunderbar primitive Plastik, die aber außerordentlich vielsprechend ist. Wenn aber der Mensch dann mit dem imaginativen Bewußtsein an dieses fast härteste Gestein der Erde herantritt, dann dringt er gerade bei diesem härtesten Gestein unter die Oberfläche des Mineralischen. Er ist dann in der Lage, mit seinem Denken wie zusammenzuwachsen mit dem Gestein. Man möchte sagen: überall hinein in die Tiefen des Gesteins setzt sich die seelische Wesenheit des Menschen fort, und man tritt eigentlich im Geiste wie in einen heiligen Götterpalast. Das Innere erweist sich für die imaginative Anschauung wie durchlässig, und die äußere Grenze erweist sich so, wie die Mauern dieses Götterpalastes. Aber man hat zu gleicher Zeit die Erkenntnis, daß innerhalb dieses Gesteines eine innere Spiegelung alles desjenigen lebt, was im Kosmos außerhalb der Erde ist. Die Sternenwelt hat man noch einmal in einer Spiegelung innerhalb dieses harten Gesteins vor der Seele stehen. Man bekommt zuletzt den Eindruck, daß in jedem solchen Quarzgestein etwas vorhanden ist wie ein Auge der Erde selber für das Weltenall. Man wird erinnert an die Insektenaugen, diese Facettenaugen, die in viele, viele Abteilungen zerfallen, die dasjenige, was von außen an sie herandringt, in viele einzelne Teile zerlegen. Und man möchte sich vorstellen und muß sich eigentlich vorstellen, daß, so unzählige viele solche Quarz- und ähnliche Bildungen an der Oberfläche der Erde sind, das alles sind wie Augen der Erde, um die kosmische Umgebung innerlich zu spiegeln und eigentlich innerlich wahrzunehmen. Und man bekommt schon allmählich die Erkenntnis, daß jedes Kristallische, das innerhalb der Erde vorhanden ist, ein kosmisches Sinnesorgan der Erde ist.
[ 3 ] When a person approaches this primeval rock with ordinary consciousness, it is true that at first they can admire it from the outside; they notice its forms, the whole wonderfully primitive sculptural quality, which is, however, extraordinarily evocative. But when a person then approaches this rock—one of the hardest on Earth—with imaginative consciousness, they penetrate beneath the surface of the mineral realm, precisely in this hardest of rocks. They are then able to grow, as it were, together with the rock through their thinking. One might say: the human soul extends deep into the very depths of the rock, and in spirit one actually enters as if into a sacred palace of the gods. To the imaginative gaze, the interior appears permeable, and the outer boundary appears like the walls of this divine palace. But at the same time, one realizes that within this rock lives an inner reflection of everything that exists in the cosmos outside the Earth. The world of the stars stands before the soul once more as a reflection within this hard rock. One ultimately gains the impression that within every such piece of quartz rock there is something like an eye of the Earth itself for the universe. One is reminded of the eyes of insects—those compound eyes—which are divided into many, many segments and break down whatever approaches them from the outside into many individual parts. And one would like to imagine—and indeed must imagine—that, since there are so many countless quartz and similar formations on the Earth’s surface, they are all like the Earth’s eyes, designed to internally reflect the cosmic environment and, in fact, to perceive it from within. And one gradually comes to realize that every crystalline formation present within the Earth is a cosmic sensory organ of the Earth.
[ 4 ] Das ist ja das Grandiose, das Majestätische der Schneedecke, aber noch mehr der fallenden Schneeflocken, daß in jeder einzelnen dieser Schneeflocken eine Spiegelung ist vom großen Teil des Kosmos; daß also eigentlich mit dem kristallisierten Wasser überall Spiegelungen von Teilen des Sternenhimmels auf die Erde herunterfallen.
[ 4 ] That is indeed the grandeur, the majesty of the snow cover—but even more so of the falling snowflakes—that in each and every one of these snowflakes there is a reflection of a large part of the cosmos; that, in fact, with the crystallized water, reflections of parts of the starry sky are falling down to Earth everywhere.
[ 5 ] Ich brauche es ja nicht zu erwähnen, daß der Sternenhimmel auch bei Tag da ist, nur daß er, weil das Sonnenlicht stärker ist, bei Tagnicht erscheint. Wenn Sie irgendwo die Möglichkeit haben, in einen tiefen Keller zu steigen, über den sich ein Turm erhebt, der oben offen ist, so können Sie, weil Sie aus dem Finstern herausschauen und das Sonnenlicht Sie nicht beirrt, ja auch bei Tag die Sterne sehen. Solch eine Möglichkeit ist zum Beispiel vorhanden in einem Turm in Jena, wo man bei Tag die Sterne sehen kann. Das erwähne ich nur nebenbei, um Ihnen eben begreiflich zu machen, daß dieses Spiegeln der Sterne in den Schneeflocken, überhaupt in allem Kristallisierten, auch selbstverständlich bei Tag vorhanden ist. Und es ist nicht ein physisches Spiegeln, es ist ein geistiges Spiegeln. Der Eindruck muß innerlich vermittelt sein, den der Mensch davon bekommen kann.
[ 5 ] I hardly need to mention that the starry sky is there even during the day; it’s just that, because sunlight is stronger, it isn’t visible during the day. If you have the opportunity somewhere to go down into a deep cellar topped by a tower that is open at the top, you can see the stars even during the day, because you are looking out from the darkness and the sunlight does not mislead you. Such an opportunity exists, for example, in a tower in Jena, where you can see the stars during the day. I mention this only in passing to help you understand that this reflection of the stars in snowflakes—and indeed in all crystallized matter—is naturally present even during the day. And it is not a physical reflection; it is a spiritual reflection. The impression that a person can gain from it must be conveyed inwardly.
[ 6 ] Das ist aber nun nicht alles. Aus dem, ich möchte sagen geistigen Sinneseindruck, den man da bekommt, wird ein Gemütseindruck, und zwar der, daß man, so imaginativ sich hineinlebend in die Kristalldecke der Erde, selber zusammenwächst mit alledem, was die Erde in dieser Kristalldecke vom Kosmos erlebt. Dadurch erweitert man das eigene Sein in den Kosmos hinaus, dadurch fühlt man sich als eins mit dem Kosmos. Und vor allen Dingen, jetzt wird es eine Wahrheit, eine tiefe Wahrheit für den imaginativ Betrachtenden, daß dasjenige, was wir unseren Erdenkörper nennen, mit allen seinen Einzelheiten einmal im Laufe der Zeit aus dem Kosmos heraus geboren worden ist. Denn die Verwandtschaft der Erde mit dem Kosmos tritt einem da im eminentesten Sinne vor das Seelenauge. So daß man durch dieses SichHineinleben in die Millionen Kristallaugen der Erde vorbereitet ist, die ganze innere Verwandtschaft der Erde mit dem Kosmos zu fühlen, sie im Gemüte zu erleben.
[ 6 ] But that is not all. The—I would say—spiritual sensory impression one receives there becomes an emotional impression, namely, that as one immerses oneself imaginatively into the Earth’s crystalline shell, one merges with everything the Earth experiences from the cosmos within that crystalline shell. Through this, one expands one’s own being out into the cosmos; through this, one feels at one with the cosmos. And above all, it now becomes a truth—a profound truth—for the imaginative observer that what we call our earthly body, with all its details, was once born from the cosmos in the course of time. For the Earth’s kinship with the cosmos appears before the soul’s eye in the most profound sense. Thus, by immersing oneself in the Earth’s millions of crystal eyes, one is prepared to feel the Earth’s entire inner kinship with the cosmos and to experience it in one’s innermost being.
[ 7 ] Dadurch aber fühlt man sich als Mensch dann wiederum mit der Erde verbunden. Denn — und das werde ich in den nächsten Tagen besonders ausführen — dieses Herausgeborenwerden der Erde aus dem Kosmos hat ja stattgefunden, als der Mensch selber durchaus noch ein primitives, nicht physisches, sondern geistiges Wesen war. Aber das, was die Erde dann durchgemacht hat, nachdem sie aus dem Kosmos herausgeboren war, das machte der Mensch in seiner eigenen Wesenheit mit der Erde durch. Mit der Erde ist es wirklich so, daß sie einstmals eine solch innere Verwandtschaft mit dem überall benachbarten Kosmos gehabt hat, wie das ganz junge, noch nicht geborene Menschenwesen mit dem Leibe der Mutter. Dann aber beginnt das Kind sich selbständig zu machen. So hat die Erde sich selbständig entwikkelt, nachdem sie erst in der ersten Saturnzeit mehr eins war mit dem Weltenall. Und dieses Sich-selbständig-Entwickeln, das hat dann der Mensch mitgemacht, so mitgemacht, daß man eben lernt sich sagen: Der Finger, den ich an mir trage, er ist ja nur so lange ein Finger, als er ein Stück meines Organismus ist; in dem Augenblick, wo ich ihn abschneide vom Organismus, ist er nicht mehr der Finger, verkümmert, verkommt er. — So braucht man sich den Menschen als physisches Wesen nur einige Meilen abgetrennt zu denken von dem Erden-Organismus — er verkümmert, wie der Finger, den ich abschneide. Und die Täuschung des Menschen, daß er als physisches Wesen gegenüber der Erde ein Eigensein habe, die kommt ja nur davon her, weil der Mensch auf der Erde frei herumgehen kann, während der Finger nicht über den übrigen Organismus spazieren kann. Wenn der Finger über den übrigen Organismus spazieren könnte, würde er sich gerade derselben Täuschung gegenüber dem Menschen hingeben, wie sich der Mensch gegenüber der Erde als physisches Wesen einer Täuschung hingibt. Gerade durch die höhere Erkenntnis wird einem nun diese Zugehörigkeit des physischen Menschen zu der Erde klar.
[ 7 ] But this, in turn, makes us feel connected to the Earth as human beings. For—and I will elaborate on this in particular over the next few days—this birth of the Earth from the cosmos took place at a time when human beings themselves were still quite primitive beings—not physical, but spiritual. But what the Earth then went through after it was born out of the cosmos—human beings experienced that same process in their own being, together with the Earth. It is truly the case with the Earth that it once had such an inner kinship with the all-encompassing cosmos as the very young, not-yet-born human being has with its mother’s body. But then the child begins to become independent. Thus the Earth developed independently after having been more at one with the universe during the first Saturn period. And humanity went through this process of developing independently—to such an extent that one learns to say to oneself: The finger I have on my hand is a finger only as long as it is a part of my organism; the moment I cut it off from the organism, it is no longer a finger—it withers and degenerates. — Thus, one need only imagine human beings as physical beings separated by a few miles from the Earth’s organism—they wither away, just like the finger I cut off. And the illusion that human beings, as physical beings, possess an independent existence in relation to the Earth stems solely from the fact that human beings can move freely about on the Earth, whereas the finger cannot stroll across the rest of the organism. If the finger could walk about the rest of the organism, it would succumb to precisely the same illusion with regard to human beings as human beings, as physical beings, succumb to an illusion with regard to the Earth. It is precisely through higher knowledge that this belonging of the physical human being to the Earth becomes clear.
[ 8 ] Das ist zunächst, ich möchte sagen die Bekanntschaft, die man durch das imaginative Bewußtsein macht mit dem Härtesten der Erdendecke.
[ 8 ] First of all, I would say, it is the acquaintance one makes, through imaginative consciousness, with the hardest part of the Earth's crust.
[ 9 ] Eine weitere Bekanntschaft kann man machen, wenn man etwas tiefer in die Erde hineinkommt, und wenn man in der Erde nun kennenlernt alles das, was Metalladern sind oder Metallstöcke oder irgend etwas Metallisches im Innern der Erde. Da dringt man unter die Oberfläche der Erde hinunter. Da aber kommt man, indem man an das Metallische herankommt, an ein ganz besonderes, sich von dem übrigen Irdischen absonderndes Wesen. Die Metalle haben etwas Selbständiges in sich. Die Metalle lassen sich selbständig erleben. Und dieses Erlebnis, das hat mit dem Menschen nun seht, sehr viel zu tun.
[ 9 ] One can make another discovery by going a little deeper into the earth, and by encountering there all that constitutes metal veins, metal deposits, or anything metallic within the earth. There, one descends beneath the Earth’s surface. But as one approaches the metallic elements, one encounters a very special essence that stands apart from the rest of the Earth. Metals possess an independent quality. Metals can be experienced as independent entities. And this experience, you see, has a great deal to do with human beings.
[ 10 ] Selbst derjenige, der schon zu einer gewissen höheren Erkenntnis im imaginativen Schauen kommt, kennt sich noch nicht recht aus, wenn er das quarzige und andere Gestein des Urgebirges so erlebt, daß er, eins werdend mit den Millionen Augen der Erde, dadurch selber sich hinauslebt, hinausfühlt, hinausempfindet in den ganzen Kosmos. Wenn er aber dann herandringt an das Innere der Erde, können ja zunächst, ich möchte sagen, die ersten Impulse zu einem solchen Erleben dadurch gegeben werden, daß man wirklich sich anregen läßt von den wunderbaten tiefen Anregungen im Metallbergwerke. Aber hat man einmal die Impulse, dann braucht man eben nur das geistige Schauen, um überall das Metallische verfolgen zu können, auch wenn man nicht in die Erdbohrungen hineinkommt.
[ 10 ] Even someone who has already attained a certain higher level of insight through imaginative vision is still not fully acquainted with the subject when they experience the quartz and other rocks of the primordial mountains in such a way that, becoming one with the millions of eyes of the Earth, they thereby live themselves out, feel themselves out, and sense themselves out into the entire cosmos. But when they then approach the Earth’s interior, the first impulses toward such an experience can, I would say, be provided by truly allowing oneself to be inspired by the wondrous, profound impressions found in metal mines. But once one has these impulses, all that is needed is spiritual vision to be able to trace the metallic element everywhere, even if one does not enter the earth’s boreholes.
[ 11 ] Aber das erste Gefühl von dem, was ich meine, sollte schon oder kann schon mit besonderer Innigkeit in Metallbergwerken erworben werden. Schon die Metallbergarbeiter — es ist ja jetzt nicht mehr so, aber vor wenigen Jahrzehnten war es noch so — die Metallbergarbeiter, die innig mit ihrem Beruf verwachsen sind, zeigen etwas von, ich möchte sagen tiefem Sinn für das Geistige im Metallischen. Denn die Metalle schauen nicht nur die Umgebung des Kosmos, sondern sie sprechen: sie sprechen auf geistige Weise, aber sie erzählen, sie sprechen. Und sie sprechen in der Art, daß diese Sprache, die sie sprechen, ganz ähnlich ist derjenigen, die man noch auf einem anderen Gebiete als Eindruck empfängt.
[ 11 ] But the first sense of what I mean can already be gained—or at least should be gained—with particular intensity in metal mines. Even the metal miners—it’s not like that anymore, but a few decades ago it still was—the metal miners who are deeply attuned to their profession reveal something of, I would say, a deep sense of the spiritual in the metallic. For metals not only gaze upon the cosmos around them, but they speak: they speak in a spiritual way, yet they narrate; they speak. And they speak in such a way that the language they use is very similar to the one one still perceives as an impression in another realm.
[ 12 ] Sehen Sie, wenn man dahin gelangt, eine seelische Verbindung herzustellen mit Menschen, die in der Entwickelung sind zwischen dem Tode und einer neuen Geburt — ich habe es ja schon öfter hier ausgesprochen —, dann braucht man dazu eine besondere Sprache. Die Aussagen der Spiritisten sind ja kindisch auf diesem Gebiete; sie sind kindisch aus dem Grunde, weil die Toten nicht die Sprache der irdischen Menschen sprechen. Die Spiritisten geben sich der Meinung hin, daß der Tote so rede, daß man das aufschreiben kann, wie wenn man von einem auf der Erde lebenden Zeitgenossen einen Brief bekommt. Es ist zwar meistens schwülstiger, was da bei den spiritistischen Sitzungen herauskommt, aber manchmal schreiben ja auch auf Erden lebende Zeitgenossen solche schwülstige Dinge. So ist es eben nicht. Es ist erst notwendig, sich sozusagen ganz in jene Sprache hineinzufinden, die der Tote spricht, die gar keine Ähnlichkeit hat mit irgendeiner der Erdensprachen, die einen allerdings vokalisch-konsonantischen Charakter hat, aber nicht ähnlich ist der Erdensprache. Aber dieselbe Sprache, die nur mit dem Geistgehör wahrgenommen werden kann, dieselbe Sprache sprechen die Metalle im Innern der Erde. Und dieselbe Sprache, durch die man sich den Seelen selber nähern kann, die zwischen dem Tode und einer neuen Geburt leben, dieselbe Sprache erzählt die Erinnerungen der Erde, die Dinge, die die Erde durchgemacht hat bei ihrem Durchgang durch Saturn, Sonne, Mond und so weiter. Man muß sich von den Metallen erzählen lassen, was die Schicksale der Erde waren. Die Schicksale des ganzen Planetensystems, ich habe es schon erwähnt, die erzählt einem dasjenige, was der Saturn dem planetarischen Weltensystem, in dem wir sind, mitzuteilen hat. Was die Erde dabei durchlebt hat, davon sprechen die Metalle der Erde.
[ 12 ] You see, when one reaches the point of establishing a spiritual connection with people who are in the process of transition between death and a new birth—as I have often mentioned here—one needs a special language to do so. The claims of spiritualists are, after all, childish in this regard; they are childish because the dead do not speak the language of earthly humans. Spiritualists are under the impression that the dead speak in such a way that one can write down their words, just as if one were receiving a letter from a contemporary living on Earth. Admittedly, what emerges during spiritualist séances is usually more bombastic, but sometimes even contemporaries living on Earth write such bombastic things. That is simply not the case. First, it is necessary, so to speak, to fully attune oneself to the language spoken by the dead—a language that bears no resemblance to any earthly language, one that does indeed have a vowel-consonant structure but is not similar to any earthly language. But the same language—which can be perceived only with the spiritual ear—is the language spoken by the metals within the Earth. And the same language through which one can approach the souls themselves who live between death and a new birth—that same language recounts the Earth’s memories, the things the Earth has gone through during its passage through Saturn, the Sun, the Moon, and so on. One must let the metals tell us what the Earth’s destinies were. The destinies of the entire planetary system—as I have already mentioned—are revealed by what Saturn has to communicate to the planetary system in which we find ourselves. The metals of the Earth speak of what the Earth experienced during this process.
[ 13 ] Die Sprache, welche also die Metalle der Erde sprechen, kann aber auch zwei Formen annehmen. Wenn diese Sprache sozusagen die gewöhnliche Form hat, dann kommt eben dasjenige zum Vorschein, was die Erde durchgemacht hat bei ihrem Werden von der Saturnzeit angefangen. Was Sie in meiner «Geheimwissenschaft» über dieses Werden finden, das ist zum größten Teile eben auf die Weise entstanden, wie ich es ja öfter beschrieben habe. Es ist durch unmittelbare Anschauung der Vorgänge auf geistige Weise entstanden. Das ist eine etwas andere Art des Erkundens der Erdenvorgänge, als diejenige, die ich jetzt meine. Denn die Metalle sprechen mehr — wenn ich mich so ausdrücken darf, es ist natürlich etwas sonderbar ausgedrückt —, die Metalle sprechen mehr von den persönlichen Erlebnissen der Erde, von dem, was die Erde als eine Person des Kosmos erlebt hat. Und so müßte ich, wenn ich die Erzählungen der Metalle, die man durch das geistige Eindringen in das Innere der Erde wahrnehmen kann, mehr berücksichtigen würde, auch noch hinzu schildern viele Details der Saturn-, der Sonnen-, der Mondenzeit und so weiter. So würde sich dann als erstes zum Beispiel ergeben, daß in diesen Gestaltungen des Saturn, die Sie ja in meiner «Geheimwissenschaft » beschrieben finden, Gestaltungen, die in Wärme-Differenzen bestehen, mächtige gigantische Wärmewesen zum Vorschein kommen, Wärmewesen, welche es schon während der alten Saturnzeit zu einer gewissen Dichtigkeit bringen. Also wenn ich mich grob ausdrücken wollte, könnte ich sagen: Wenn es geschehen könnte — es kann ja nicht geschehen — aber wenn es geschehen könnte, daß ein Erdenmensch diese Wesenheiten antrifft, er würde sie spüren, er würde sie angreifen können. Sie sind also zu einer gewissen Zeit, zu der mittleren Saturnzeit, nicht bloß geistige Wesen, sie sind Wesen, welche physisches Dasein zeigen; nur würde man Brandblasen bekommen, wenn man sie angriffe. Es wäre ein Irrtum, wenn man glauben wollte, sie hätten etwa eine ’T’emperatur von Millionen Graden; das ist nicht der Fall, aber sie haben innerlich eine solche Temperatur, daß man Brandblasen bekommen würde vom Angreifen.
[ 13 ] The language spoken by the Earth’s metals, however, can also take two forms. When this language takes its ordinary form, so to speak, what is revealed is precisely what the Earth has undergone in its development, beginning with the Saturnic era. What you find in my Occult Science regarding this development came about, for the most part, in the very way I have often described. It arose through direct spiritual perception of the processes. This is a somewhat different way of exploring Earth’s processes than the one I have in mind now. For the metals speak more—if I may put it that way, though it is, of course, a somewhat strange way of expressing it—the metals speak more of the Earth’s personal experiences, of what the Earth has experienced as a person within the cosmos. And so, if I were to take greater account of the narratives of the metals—which can be perceived through spiritual penetration into the Earth’s interior—I would also have to describe many details of the Saturn, Sun, and Moon eras, and so on. For example, the first thing that would then emerge is that in these Saturn forms—which you will find described in my Occult Science—forms consisting of differences in temperature, powerful, gigantic beings of heat come to the fore, beings of heat that already attained a certain density during the ancient Saturn era. So, if I were to put it bluntly, I could say: If it were possible—though it cannot happen—but if it were possible for an earthly human to encounter these beings, they would sense them and could even touch them. Thus, during a certain period—the middle Saturn era—they are not merely spiritual beings; they are beings that manifest a physical existence; however, one would get burn blisters if one were to touch them. It would be a mistake to believe that they have, say, a temperature of millions of degrees; that is not the case, but they possess such an internal temperature that one would get blisters from touching them.
[ 14 ] Dann würde zu erzählen sein von der Sonnenzeit, wie da in den Gebilden, die ich für die Sonnenzeit in meiner «Geheimwissenschaft » beschrieben habe, andere Wesenheiten erscheinen, die wunderbare Verwandlungen, Metamorphosen zeigen. Und man bekommt schon von der Beschauung, von der Betrachtung dieser sich metamorphosierenden Wesenheiten den Eindruck, daß zum Beispiel jene Metamorphose, die die klassischen Schriftsteller, meinetwillen der Ovid, beschrieben haben, etwas zu tun haben mit diesem Erfahren der Mitteilungen der Metalle; gewiß nicht direkt, unmittelbar. Ovid war gewiß nicht derjenige, der die Sprache der Metalle unmittelbar selbst verstand, und was er in seinen «Metamorphosen» schildert, entspricht auch nicht vollkommen dem Eindrucke, den man empfängt; aber es ist in einer gewissen Weise hergeleitet. Und es kann sogar bis zu einem hohen Grad der Vorgang angedeutet werden, der dem zugrunde liegt.
[ 14 ] Then we would have to speak of the Sun Period, of how, within the forms I described for the Sun Period in my Occult Science, other beings appear that undergo wondrous transformations and metamorphoses. And simply by observing and contemplating these metamorphosing entities, one gets the impression that, for example, the metamorphoses described by the classical writers—Ovid, for my part—have something to do with this experience of the messages of the metals; certainly not directly or immediately. Ovid was certainly not someone who understood the language of the metals directly himself, and what he describes in his Metamorphoses does not fully correspond to the impression one receives; but it is derived from it in a certain way. And the process underlying it can even be hinted at to a high degree.
[ 15 ] Sehen Sie, es ist ja sogar Paracelsus, also eine Persönlichkeit, die viel später gelebt hat als diejenige, die ich jetzt meine, um das Wichtigste zu lernen, das er hat lernen wollen, nicht auf die Hochschule gegangen. Ich sage nicht, daß er nicht auf die Hochschule gegangen ist; das ist er schon auch, ich will gar nichts gegen das Gehen auf die Hochschule irgendwie einwenden. Aber um das Wichtigste zu lernen, was er hat lernen wollen, ist Paracelsus nicht auf die Hochschule gegangen, sondern er ist überall dahin gegangen, wo man ihm Bedeutungsvolleres hat sagen können. Und er ist schon noch zu solchen Menschen gegangen, wie zum Beispiel zu den Metallbergarbeitern und hat einen groBen Teil seines Wissens auf diesem Wege erlangt.
[ 15 ] You see, even Paracelsus—a figure who lived much later than the one I’m referring to now—did not attend college to learn the most important thing he wanted to learn. I’m not saying he didn’t attend university; he certainly did, and I have absolutely no objection to attending university in any way. But to learn the most important things he wanted to learn, Paracelsus didn’t go to college; instead, he went wherever people could teach him something more meaningful. And he even sought out people such as, for example, metal miners, and acquired a large part of his knowledge in this way.
[ 16 ] Derjenige, der, ich möchte sagen, mit der Technik des Wissens-Aneignens etwas bekannt ist, der weiß, wie ungeheuer lichtbringend zuweilen die einfache Bemerkung eines Landmannes ist, der es zu tun hat mit dem Säen und Ernten und mit all dem, was sich dabei zuträgt. Sie werden sagen: Ja, der versteht ja das nicht. Das braucht Sie ja nicht zu interessieren, ob der, der das sagt, es versteht; verstehen Sie es nur, wenn Sie ihm zuhören. Darauf kommt es an. Gewiß, in den wenigsten Fällen wird der, der das ausspricht, es auch verstehen; es ist ein Instinkt. Und noch Gründlicheres ist ja zu erfahren von Wesenheiten, die schon gar nichts von dem verstehen, was sie einem sagen: von den Käfern und Schmetterlingen, von den Vögeln und so weiter.
[ 16 ] Anyone who, I would say, is somewhat familiar with the art of acquiring knowledge knows how incredibly enlightening a simple remark from a farmer—someone who deals with sowing and harvesting and everything that goes along with it—can sometimes be. You might say: “Yes, but he doesn’t understand that.” It needn’t concern you whether the person saying it understands it; just understand it yourself as you listen to him. That’s what matters. Certainly, in very few cases will the person who says this actually understand it; it is an instinct. And even more profound insights can be gained from creatures that understand absolutely nothing of what they tell us: from beetles and butterflies, from birds, and so on.
[ 17 ] Nun, dasjenige, was namentlich in vorderasiatischen Bergwerken erkundet werden konnte an der Sprache der Metalle, das hat zum Beispiel Pythagoras auf seinen Wanderungen sehr, shr gut studiert, und von da aus ist vieles, vieles in das hineingedrungen, was dann griechisch-römische Kultur geworden ist. Und dann erscheint es in abgeschwächter Gestalt in so etwas wie inOvids «Metamorphosen». Das ist dann das eine, die eineForm der Sprache der Metalle im Innern der Erde.
[ 17 ] Well, what could be explored—particularly in the mines of the Near East—through the language of the metals was, for example, studied very, very thoroughly by Pythagoras during his travels, and from there, much, much of it found its way into what later became Greco-Roman culture. And then it appears in a diluted form in works such as Ovid’s Metamorphoses. That is one aspect, one form of the language of the metals within the Earth.
[ 18 ] Die andere Form — so grotesk es klingt, es ist eine Wahrheit — die andere Form ist diese, wo die Metallsprache beginnt, kosmische Poesie zu entwickeln, wo sie ins Dichterische übergeht. Da erscheint tatsächlich in der Sprache der Metalle kosmische Phantasie. Und dann tönt aus dieser kosmischen Dichtung heraus dasjenige, was die intimsten Beziehungen sind zwischen den Metallen und den Menschen. Solche intimste Beziehungen zwischen den Metallen und den Menschen, sie bestehen ja. Die groben Beziehungen, die die Physiologie kennt, beziehen sich ja eigentlich nur auf einige wenige Metalle. Man weiß, daß das Eisen eine große Rolle im menschlichen Blute spielt; aber von dieser Art von Metallen ist es eigentlich nur das Eisen. Dann spielen noch Kalium, Kalzium, Natrium, Magnesium eine gewisse Rolle, also eine gewisse Anzahl von Metallen. Aber eine größere Anzahl von wichtigen Metallen, wichtig für den Bau der Erde, wichtig für das Funktionieren der Erde, spielen für die grobe äußere Beobachtung scheinbar keine Rolle im menschlichen Organismus. Aber das isteben nur scheinbar. Wenn Sie in die Erde hineingehen, dort kennenlernen die Sprache der Metalle, dann lernen Sie auch erkennen, wie die Metalle wahrhaftig nicht bloß im Innern der Erde sind, sondern wie sie sind, allerdings in einer ungeheuer feinen Verteilung, wenn ich mich so ausdrücken darf, in einer überhomöopathischen Verteilung überall auch in der Umgebung der Erde.
[ 18 ] The other form—as grotesque as it may sound, it is a truth—the other form is this: where the language of metals begins to develop cosmic poetry, where it transitions into the poetic. There, cosmic imagination does indeed emerge in the language of metals. And then, from this cosmic poetry, resounds what constitutes the most intimate relationships between metals and human beings. Such intimate relationships between metals and human beings do indeed exist. The crude relationships known to physiology actually pertain only to a few metals. We know that iron plays a major role in human blood; but among this class of metals, it is really only iron. Then potassium, calcium, sodium, and magnesium also play a certain role—that is, a certain number of metals. But a larger number of important metals—important for the structure of the Earth, important for the functioning of the Earth—seem, to the coarse, external observer, to play no role in the human organism. But this is only apparent. When you go into the Earth and learn the language of the metals there, you will also come to recognize how the metals are truly not merely within the Earth, but how they are—albeit in an immensely fine distribution, if I may put it that way—in a distribution far finer than homeopathic, everywhere, even in the Earth’s surroundings.
[ 19 ] Und sehen Sie, im groben Sinne können wir kein Blei in uns haben; im feinen Sinne können wir nicht ohne Blei sein. Denn was wäre der Mensch, wenn Blei aus dem Kosmos, aus der Atmosphäre nicht auf ihn wirken würde, wenn Blei nicht in unendlich feiner Verteilung selbst mit dem Sonnenstrahl durch sein Auge in seine Haut dränge, wenn Blei nicht durch die Atmung in uns eindränge und in unendlich feiner Verteilung durch die Nahrungsmittel? Was wäre der Mensch, ohne daß das Blei in ihm wirkte?
[ 19 ] And you see, in a broad sense, we cannot have lead within us; in a subtle sense, we cannot exist without lead. For what would a human being be if lead from the cosmos, from the atmosphere, did not act upon him; if lead, in an infinitely fine dispersion, did not penetrate his skin through his eyes along with the sun’s rays; if lead did not enter us through breathing and in an infinitely fine dispersion through our food? What would a human being be without the lead acting within him?
[ 20 ] Der Mensch würde Sinneswahrnehmungen haben ohne das Blei; er würde die Farben wahrnehmen, er würde die Töne wahrnehmen, aber er würde in diesem Wahrnehmen der Farben, der Töne so leben, wie wenn er ein bißchen außer sich kommen würde, etwas ohnmächtig würde bei jeder Wahrnehmung. Der Mensch würde niemals zurücktreten gegenüber seinen Wahrnehmungen und sich besinnen können in Gedanken, in Vorstellungen auf dasjenige, was er wahrgenommen hat. Nähmen wir nicht Blei auf in, wie gesagt, überhomöopathischen Verdünnungen gerade in unser Nervensystem und am meisten in unser Gehirn, so würden wir hingegeben sein an alle Sinneswahrnehmungen wie an etwas außer uns. Wir würden nicht vorstellen können diese Sinneswahrnehmungen, würden auch nicht in uns die Gedächtnisvorstellungen ohne die Sinneswahrnehmungen bewahren können. Das macht das fein verteilte Blei in unserem Gehirn.
[ 20 ] A person would have sensory perceptions even without the lead; they would perceive colors, they would perceive sounds, but in this perception of colors and sounds, they would live as if they were slightly out of themselves, as if they were fainting a little with every perception. Humans would never be able to step back from their perceptions and reflect in thought or imagination on what they have perceived. If we did not absorb lead—as mentioned—in ultra-homeopathic dilutions directly into our nervous system and, most of all, into our brain, we would be at the mercy of all sensory perceptions as if they were something outside of us. We would be unable to conceptualize these sensory perceptions, nor would we be able to retain the mental images of memory within ourselves without the sensory perceptions. This is the effect of the finely dispersed lead in our brain.
[ 21 ] Blei, in größerer Menge in den menschlichen Organismus eingeführt, gibt ja die schreckliche Bleivergiftung. Aber derjenige, der den Zusammenhang kennt, der kann gerade aus der Bleivergiftung ersehen, daß das Blei, weil es, in größerer Menge dem menschlichen Organismus zugeführt, außerordentlich schädlich wirkt, in feinster, überhomöopathischer Verteilung gerade dasjenige ist, was den Menschen in jedem Augenblick soviel absterben macht, als er nötig hat abzusterben, damit er ein bewußtes Wesen sein kann und nicht in fortwährendem Sprießen, Sprossen, Wachsen und Gedeihen sich fortwährend ohnmächtig mache. Denn im Sprießen, Sprossen, im Überwältigtsein von den reinen Wachstumskräften kommt der Mensch eben in Ohnmachten hinein.
[ 21 ] Lead, when introduced into the human organism in large quantities, causes the terrible condition known as lead poisoning. But anyone who understands the connection can see, precisely from lead poisoning, that lead—because, when introduced into the human organism in large quantities, has an extraordinarily harmful effect, is—in its finest, ultra-homeopathic dilution—precisely what causes a person to die off at every moment exactly as much as is necessary for them to be a conscious being, so that they do not continually render themselves powerless through ceaseless sprouting, sprouting forth, growing, and flourishing. For it is precisely in sprouting, in being overwhelmed by the pure forces of growth, that a person falls into a state of powerlessness.
[ 22 ] Es ist also so, daß der Mensch zu allen Metallen, auch zu denjenigen, von denen die grobe Physiologie nicht spricht, seine Beziehungen hat. Die Kenntnis dieser Beziehungen ist die Grundlage für eine wirkliche, echte, wahre Therapie. Und intim unterrichten über die Beziehungen der Metalle zum Menschen kann nur die Sprache, welche die poetische Sprache der Metalle in der Erde ist. So daß man sagen kann: Über das eigene Schicksal der Erde unterrichtet die gewöhnliche Sprache der Metalle; über die Heilbeziehungen der Metalle zum Menschen unterrichten die Metalle, wenn sie poetisch werden in ihrer Sprache, dichterisch werden.
[ 22 ] It is therefore the case that human beings have connections to all metals, even those not mentioned in general physiology. Knowledge of these connections is the foundation for a genuine, authentic, and true form of therapy. And only the language that is the poetic language of the metals within the earth can provide an intimate understanding of the relationships between metals and human beings. Thus, one can say: The ordinary language of the metals teaches us about the earth’s own destiny; the metals teach us about their healing relationships with human beings when they become poetic in their language, when they take on a poetic character.
[ 23 ] Das ist eigentlich ein merkwürdiger Zusammenhang. Vom kosmischen Aspekt aus ist die Medizin kosmische Poesie, wie überhaupt viele Geheimnisse der Welt darin bestehen, daß dasjenige, was auf einem Niveau der Welt etwas Krankhaftes ist oder zum Krankhaften führt, auf dem anderen Niveau ein Höchstes, ein Vollkommenstes, ein Schönstes ist.—Nun, das stellt sich dar, wenn die inspirierte Erkenntnis herandringt an die Metalladern der Erde, an das Metallische der Erde.
[ 23 ] That is actually a curious connection. From a cosmic perspective, medicine is cosmic poetry; indeed, many of the world’s mysteries lie in the fact that what is pathological or leads to pathology on one level of the world is, on another level, the highest, the most perfect, and the most beautiful.—Well, this becomes apparent when inspired insight touches upon the Earth’s metal veins, upon the Earth’s metallic nature.
[ 24 ] Nun können wir aber noch in ein anderes Verhältnis zu den Metallen treten. Wir können in das Verhältnis zu den Metallen treten, das sich uns zeigt, wenn die Metalle den Naturkräften, zum Beispiel dem Feuer oder ähnlichen Naturkräften, unterworfen werden. Betrachten Sie nur einmal, wie merkwürdig der sogenannte Grauspießglanz, ein Erz, geformt ist. Er ist so zusammengesetzt aus einzelnen Spießen und zeigt durch diese seine Gestaltung, daß er gewissen Kraftrichtungen in seiner Bildung folgt, Kraftrichtungen, die da im Kosmos wirksam sind. Dieser Grauspießglanz, Antimonglanz, hat auch noch die Eigenschaft, daß er zum Beispiel bei gewissen Prozessen zum Antimonspiegel wird, wo er in einer eigenartigen Weise, wenn er, nachdem er einen Feuerprozeß, Wärmeprozeß durchgemacht hat, sich ansetzt an einem Glas, dann spiegelnd wird und eine besondere Kraft in diesem Spiegeln entwickelt. Er zeigt auch noch andere Eigenschaften, zum Beispiel Explosionen, wenn man ihn in einer gewissen Weise elektrisch behandelt und dann an die Kathode bringt. Alle diese Eigenschaften des Grauspießglanzes, die zeigen einem, wie eine solche metallische Substanz sich den Kräften der Erde, der Erdenumgebung gegenüber verhält. Das aber läßt sich bei allen Metallen beobachten. Es lassen sich alle Metalle im Feuer beobachten, und gerade im Feuer entwickeln sie sich ja so bei einer immer höheren und höheren Temperatur, daß sie zunächst in jenen überhomöopathischen Zustand übergehen, von dem ich gesprochen habe. Nur bleiben sie nicht bei ihrer hohen Temperatur, sondern sie nehmen eine ganz andere Form an. Es ist in dieser Beziehung ja das Allerschematischste, das man sich vorstellen kann, was sich unsere Physiker vorstellen. Der Physiker stellt sich vor, wenn er Blei schmilzt, so wird das Blei immer weicher. Das ist ja auch richtig zunächst; es wird immer weicher und weicher, die Temperatur wird immer höher und höher, es wird eben auch das Blei immer heißer und heißer, dabei immer flüchtiger und flüchtiger, man bekommt Bleidämpfe und so weiter. Daß da immerfort etwas sich absetzt, etwas sich ablöst, was überhaupt nicht mehr bis über eine gewisse Temperatur hinauf geht, das weiß man nicht. Gerade das Feinste, Überhomöopathische des Bleies geht fortwährend über in, ich möchte sagen das allgemeine unsichtbare Leben und ist dann dasjenige, was auf den Menschen wirkt.
[ 24 ] But we can also enter into a different relationship with metals. We can enter into the relationship with metals that reveals itself to us when the metals are subjected to natural forces, such as fire or similar natural forces. Just consider for a moment how strangely the so-called gray spike ore is formed. It is composed of individual spikes, and its structure reveals that it follows certain directions of force in its formation—directions of force that are at work in the cosmos. This gray spike ore, antimony ore, also has the property that, for example, during certain processes it becomes antimony mirror, where—in a peculiar way—after undergoing a process of fire or heat, it adheres to glass, becomes reflective, and develops a special power in this reflection. It also exhibits other properties, such as explosions, when it is treated electrically in a certain way and then brought to the cathode. All these properties of gray spike luster show us how such a metallic substance behaves in relation to the forces of the Earth and the Earth’s environment. But this can be observed in all metals. All metals can be observed in fire, and it is precisely in fire that they develop—at ever-higher and higher temperatures—to the point where they first transition into that “super-homeopathic” state I have spoken of. However, they do not remain at that high temperature but take on a completely different form. In this regard, what our physicists imagine is indeed the most schematic concept one can conceive. The physicist imagines that when lead is melted, it becomes softer and softer. That is indeed correct at first; it becomes softer and softer, the temperature rises higher and higher, and the lead itself becomes hotter and hotter, while at the same time becoming more and more volatile—one gets lead vapors and so on. But we do not know that something is constantly settling out, something is separating off that no longer rises above a certain temperature at all. It is precisely the finest, “super-homeopathic” aspect of the lead that continually passes into—I would say—the general, invisible life, and it is this that then acts upon human beings.


[ 25 ] Und es ist eigentlich fortwährend die Sache so. Wenn Sie sich die Erde vorstellen: da unten haben Sie die verschiedensten Metalle, aber in fein verteiltem Zustand sind diese Metalle auch überall da droben; ich möchte sagen, in einer feinen Weise verdunsten die Metalle. Da unten also unter der Erde sind die Metalle in Begrenzungskonturen, in einer in sich geschlossenen Gestalt, wenn wir weiter hinunter kommen allerdings in feuerig-üssiger Art; aber in der Umgebung der Erde sind sie in feinverteiltem Zustande, und da zeigen sie sich in einem fortwährenden Strahlen, so daß eigentlich ein Strahlen in den Weltenraum hinausgeht. Die Metalle strahlen in den Weltenraum hinaus. Aber das ist so, daß da eine innere Elastizität ist im Weltenraum. Die Kräfte, die da hinausdringen, dringen nämlich nicht, wie die Physiker es sich von Lichtstrahlen vorstellen, überall ohne Grenze hin, sondern sie gehen nur bis zu einer gewissen Grenze und kommen dann wieder zurück. Und man kann die Rückstrahlkräfte der Metalle so schauen, als ob sie von der Peripherie des Weltenalls zurückkämen, überall hinkämen. Und man merkt, daß diese zurückstrahlenden Kräfte tätig sind da, wo uns innerhalb des Menschenlebens eigentlich das Herrlichste, Wunderbarste entgegentritt: wenn das Kind gehen, sprechen und denken in der ersten Zeit des Erdenlebens lernt.
[ 25 ] And this is actually always the case. If you imagine the Earth: down there you have all kinds of metals, but in a finely dispersed state, these metals are also present everywhere up here; I would say that the metals evaporate in a subtle way. So down there, beneath the Earth, the metals exist within defined contours, in a self-contained form—though as we go deeper, they take on a fiery, fluid nature; but in the Earth’s surroundings, they are in a finely dispersed state, and there they manifest as a continuous radiation, so that a stream of radiation actually extends out into outer space. The metals radiate out into outer space. But the fact is that there is an inner elasticity in outer space. The forces that radiate outward do not, as physicists imagine light rays to do, extend everywhere without limit; rather, they go only as far as a certain boundary and then return. And one can view the reflective forces of metals as if they were returning from the periphery of the universe, reaching everywhere. And one realizes that these reflective forces are at work precisely where, within human life, the most glorious and wondrous things confront us: when the child learns to walk, speak, and think in the early stages of earthly life.
[ 26 ] Namentlich die Art und Weise, wie das Kind vom Kriechen sich aufrichtet zum Orientieren in der Welt, das gehört zu dem Wunderbarsten, das man beobachten kann im Erdenleben, dieses Zu-sich-Kommen des Kindes, des Menschen. Da wirken innerlich in den Kräften, die ich ja oftmals geschildert habe für dieses Orientieren des Kindes, da wirken innerlich die Rückstrahlkräfte der Metalle. Und indem das Kind lernt, von seiner Horizontal-Lage im Kriechen sich aufzurichten, wird es durchstrahlt von der metallischen Rückstrahlungskraft. Die richtet eigentlich das Kind auf. Durchschaut man diesen Zusammenhang, dann hat man zu gleicher Zeit einen anderen Moment. Das ist der, daß man den Zusammenhang des Menschen, wie er hier auf Erden lebt in seinem Tun, in seinem Wesen, mit seinem früheren Erdenleben kennenlernt. Es sind dieselben Fähigkeiten, zu durchschauen die Wirkungsweise der Metalle im Kosmos und die karmische Verbindung der aufeinanderfolgenden Erdenleben. Das eine kommt mit dem anderen, und das eine ist nicht ohne das andere da. Das sind dieselben Fähigkeiten. Und deshalb ist es, daß ich einmal in einem ganz anderen Zusammenhange vor Ihnen etwa sagte: In dieser Orientierungskraft, in diesem Sichaufrichten des Kindes vom Kriechen zum Gehen, zum Stehen, in diesem Sprechenlernen, Denkenlernen liegt dasjenige, was aus früheren Erdenleben hereinwirkt. Ich drückte es damals so aus: Wer einen Sinn hat dafür, der sieht in der Art, wie das Kind seine ersten Schritte macht, wie es auftritt, ob es die Neigung bekommt, mit den Zehen, ob es die Neigung bekommt, mit den Fersen zuerst aufzutreten, ob es die Knie in dieser oder jener Weise mehr oder weniger stark beugt — in all dem sieht derjenige, der dafür ein Auge hat, eine karmische Bestimmtheit aus einem früheren Erdenleben; das zeigt sich zunächst im Gange. Ich stellte es einmal dar. Das ist aus dem Grunde, weil mit der Fähigkeit, die Rückstrahlungskraft der Metalle zu schauen, auch die Fähigkeit auftritt, den Zusammenhang des Menschen in seinem gegenwärtigen Erdenleben mit früheren Erdenleben zu durch schauen.
[ 26 ] In particular, the way in which the child rises from crawling to orient itself in the world is among the most wondrous things one can observe in earthly life—this coming into its own by the child, by the human being. At work within the forces—which I have often described—that enable the child to orient itself, the reflective forces of the metals are at work. And as the child learns to raise itself from its horizontal position while crawling, it is permeated by the metallic reflective force. It is this force that actually raises the child up. When one understands this connection, one simultaneously gains insight into another aspect. This is the realization that one comes to understand the connection between the human being—as they live here on Earth in their actions and in their nature—and their previous earthly life. These are the same abilities: to perceive the mode of action of the metals in the cosmos and the karmic connection between successive earthly lives. One goes hand in hand with the other, and one cannot exist without the other. These are the same abilities. And that is why I once said to you, in a completely different context: In this orienting power, in the child’s process of raising itself up—from crawling to walking to standing—and in learning to speak and think, lies that which works its way in from previous earthly lives. I expressed it this way at the time: Anyone with a sense for this can see, in the way the child takes its first steps, in the way it walks—whether it tends to step with the toes first, whether it tends to step with the heels first, whether it bends its knees more or less strongly in this or that way—in all of this, the person with an eye for it sees a karmic determination from a previous earthly life; this is first evident in the gait. I once described it. The reason for this is that along with the ability to perceive the reflective power of metals comes the ability to see through the connection between a person’s present earthly life and their past earthly lives.
[ 27 ] Es ist schon so, daß es wirklich recht unbegründet ist, wenn die Leute sagen: Anthroposophie läßt sich nicht beweisen. Sie sind gewöhnt, so zu beweisen, daß überall die sinnliche Wahrnehmung als Beweis aufgezeigt wird. Das ist geradeso, wie wenn einer sagt: Was, du erzählst mir, daß sich die Erde frei im Weltenraum bewegt? Das ist doch nicht möglich; sie muß doch einen Untersatz haben, sie muß doch auf etwas draufliegen, sonst fällt sie ja herunter. — Ja, die Weltenkörper tragen sich eben gegenseitig. Und nur für die Verhältnisse auf der Erde kann man sagen, daß alles einen Untersatz haben muß. So kann man nur für die Wahrheiten, die dem gewöhnlichen Bewußtsein angehören, sagen, daß man Beweise entwickeln muß, so wie man eben verlangt, daß man beweisen soll. Die Wahrheiten, die sich auf den Geist beziehen, die tragen sich eben gegenseitig. Aber man muß nur auch spüren dieses gegenseitige Tragen.
[ 27 ] It is certainly true that it is really quite unfounded when people say: “Anthroposophy cannot be proven.” They are accustomed to proving things in such a way that sensory perception is presented as evidence in every case. It’s just like when someone says: “What, are you telling me that the Earth moves freely through space? That’s not possible; it must have a base, it must be resting on something, otherwise it would fall down.” — Yes, the celestial bodies simply support one another. And it is only in the context of conditions on Earth that one can say everything must have a foundation. Thus, it is only for truths that belong to ordinary consciousness that one can say evidence must be developed, just as one demands that proof be provided. The truths that pertain to the spirit simply support one another. But one must also sense this mutual support.
[ 28 ] Vor Wochen habe ich Ihnen gesagt, wie man schaut aus der Art und Weise, wie das Kind, oder der Mensch überhaupt, geht, ob er die Zehen oder die Ferse zuerst aufhebt, stark oder leise auftritt, ob er das Knie stark beugt oder mehr in der Gewohnheit hat, stramm zu stehen und so weiter: daß man darinnen die Verwirklichung seines Karmas aus dem früheren Erdenleben sieht. Heute zeige ich Ihnen, wie die Rückstrahlekraft der Metalle einen befähigt, zu erkennen, wie die Erdenleben zusammenzuschauen sind. Daraus ersehen Sie zwei Wahrheiten, die sich gegenseitig tragen. Aber immer ist es ja so, daß wir einmal eine Wahrheit hören, dann kommen andere Dinge dazwischen, dann hören wir einmal wiederum dieselbe Wahrheit von einem anderen Gesichtspunkte aus, vielleicht noch ein drittes Mal, und so stützen sich die Wahrheiten der Anthroposophie, wie sich im Kosmos, ohne daß sie Untersätze haben, die Himmelskörper gegenseitig tragen und halten. Das muß schon so sein, wenn man aufsteigt von den Wahrheiten, die nur für das gewöhnliche Bewußtsein gelten, zu denjenigen Wahrheiten, die für sich selbst wesenhaft in der Welt dastehen. Und wesenhaft in der Welt steht dasjenige da, was eben gefaßt werden soll in anthroposophischer Erkenntnis.
[ 28 ] Weeks ago, I told you how, by observing the way a child—or any person, for that matter—walks—whether they lift their toes or heels first, step heavily or lightly, bend their knees deeply, or are more accustomed to standing stiffly, and so on—one can see in this the manifestation of their karma from a previous earthly life. Today I will show you how the reflective power of metals enables one to recognize how earthly lives are to be viewed in their entirety. From this you will discern two truths that support one another. But it is always the case that we hear a truth once, then other things come in between; then we hear the same truth again from a different perspective, perhaps even a third time—and thus the truths of anthroposophy support one another, just as in the cosmos the celestial bodies mutually support and sustain one another without needing any foundations. This must necessarily be the case when one ascends from the truths that apply only to ordinary consciousness to those truths that stand in the world as essential entities in their own right. And what stands in the world as an essential entity is precisely that which is to be grasped in anthroposophical knowledge.
[ 29 ] Da muß man eben zusammenhalten dasjenige, was zu den verschiedensten Zeiten gesagt wird, und was sich wirklich auch gegenseitig trägt, gegenseitig anzieht, gegenseitig sich wohl auch abstößt, damit aber das innere Leben der anthroposophischen Erkenntnis zeigt. Denn die anthroposophische Erkenntnis lebt durch sich. Die anderen Erkenntnisse, die heute gang und gäbe sind, leben durch ein anderes, durch ihre Untersätze, auf denen sie draufstehen. Sie tragen sich, die anthroposophischen Erkenntnisse, durch sich selbst.
[ 29 ] One must simply hold together what is said at various times—and what truly supports one another, attracts one another, and perhaps even repels one another—so that the inner life of anthroposophical knowledge may be revealed. For anthroposophical knowledge lives through itself. The other forms of knowledge that are commonplace today live through something else—through the foundations upon which they rest. Anthroposophical knowledge, however, sustains itself through itself.
[ 30 ] Meine lieben Freunde! Heute möchte ich nur noch verkündigen, daß wir nächsten Sonntag um 5 Uhr wieder eine eurythmische Vorstellung haben, und zwar wiederum eine solche, wie sie war während der Zeit, als wir in Holland waren, halb von Damen, halb von den jüngeren Freunden hier aufgeführt. Und wiederum wird ja der sehr löbliche Zweck damit verknüpft sein, das Erträgnis zu verwenden für das allmähliche Erbauen von eurythmischen Männerkostümen und so weiter, daß die Männer ihre ordentlichen Eurythmiekostüme bekommen und dann allmählich die Welt auch hineinwächst in eine Art Männer-Eurythmie. Das wird also am Sonntag um 5 Uhr sein. Morgen um 8 Uhr und Sonntag um 8 Uhr sind die beiden nächsten Vorträge.
[ 30 ] My dear friends! Today I would just like to announce that we will have another eurythmy performance next Sunday at 5:00 p.m.—once again, a performance like the ones we had while we were in Holland, performed half by the ladies and half by the younger friends here. And once again, this will be linked to the very commendable purpose of using the proceeds to gradually build up a collection of men’s eurythmy costumes and so on, so that the men can get their proper eurythmy costumes and the world can then gradually grow into a kind of men’s eurythmy. So that will be on Sunday at 5 o’clock. The next two lectures will be tomorrow at 8 a.m. and Sunday at 8 a.m.
