The Composition of the Mysteries
GA 232
1 December 1923, Dornach
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
The Composition of the Mysteries, tr. SOL
Fünfter Vortrag
Fifth Lecture
[ 1 ] Durch dasjenige, was ich gestern sagte, ergibt sich die Möglichkeit, manche von jenen Ereignissen, die im Laufe der Erdenentwickelung geschehen sind und die jetzige Gestalt unserer Erde bewirkt haben, noch genauer zu besprechen. Sie erinnern sich, daß ich sagte, man kann schauend-erkennend in ein gewisses Verhältnis kommen zu der Metallität der Erde, zu all dem, was in der Erde wesenhaft dadurch ist, daß die Erde durchzogen ist von Metalladern, daß überhaupt diese Erde in sich trägt das Metallische, das verschiedenartige Metallische. Diese Verwandtschaft, in die man eingehen kann mit dem Metallischen der Erde, die gibt einem die Möglichkeit, zurückzuschauen auf das, was mit der Erde geschehen ist.
[ 1 ] What I said yesterday opens up the possibility of discussing in even greater detail some of the events that have taken place in the course of Earth’s evolution and that have shaped our Earth as it is today. You will recall that I said one can, through observation and insight, enter into a certain relationship with the Earth’s metallic nature—with all that is essentially present in the Earth due to the fact that it is permeated by metal veins, and that the Earth itself carries within it the metallic, the various forms of the metallic. This connection that one can enter into with the Earth’s metallic nature gives one the opportunity to look back on what has happened to the Earth.
[ 2 ] Nun ist es ja ganz besonders interessant, auf dasjenige zu schauen, was mit unserer Erdenentwickelung sich vollzogen hat ungefähr in den Zeiten, die der atlantischen Entwickelung vorangegangen sind, die ich in einer etwas äußerlichen Weise das lemurische Zeitalter genannt habe, und auch noch auf dasjenige hinzuschauen, was in dem nächst vorangehenden Zeitenraum liegt, wo die Erde das Sonnenstadium wiederholte. Während der lemurischen Zeit hat sie das Mondenstadium wiederholt. Auf alle diese Ereignisse ist es interessant zurückzuschauen, denn man bekommt dadurch einen Eindruck davon, wie wandelbar alles im Gebiete des Erdendaseins ist.
[ 2 ] Now it is particularly interesting to look at what took place in the Earth’s evolution roughly during the periods preceding the Atlantean era—which I have, somewhat loosely, called the Lemurian Age—and also to examine what occurred in the immediately preceding period, when the Earth repeated the solar stage. During the Lemurian period, it repeated the lunar stage. It is interesting to look back on all these events, for they give one an impression of how changeable everything is in the realm of earthly existence.
[ 3 ] Wir sind ja gewohnt heute, die Erde gewissermaßen als abgeschlossen in der Form anzusehen, wie sie heute dem Menschen entgegenttritt. Wir leben als Menschen auf dem Kontinente, sind da umgeben von dem, was die Erde zu tragen vermag an Pflanzen, an Landtieren, an Lufttieren und so weiter. Wir wissen, daß wir selbst in einer Art von Luftmeer der Atmosphäre leben, die die Erde umgibt; daß wir aus diesem Luftmeer den Sauerstoff in uns aufnehmen, daß aber auch unser Verhältnis zum Stickstoff eine gewisse Rolle spielt. Aber wir stellen uns im allgemeinen vor, daß uns da eben der Luftkreis umgibt, bestehend aus Sauerstoff und Stickstoff. Wir schauen dann hin auf die Ozeane, auf die Meere und bekommen eben — weitere Einzelheiten brauche ich ja nicht zu erwähnen — ein Bild dessen, was wir als den Planeten vorstellen, den wir im Weltenall bewohnen. Nun sehen Sie, so wie da die Erde jetzt ist, war sie aber nicht immer, sondern sie hat sogar sehr starke, gewaltige Verwandlungen durchgemacht. Gehen wir zu den Zeiträumen, auf die ich eben jetzt hingedeutet habe, zurück, gehen wir nur ins lemurische Zeitalter und etwas weiter zurück, dann finden wir eine ganz andere Erdbeschaffenheit als jetzt.
[ 3 ] Today, we are accustomed to viewing the Earth, so to speak, as a self-contained entity in the form in which it presents itself to us. As human beings, we live on the continents, surrounded by all that the Earth is capable of sustaining—plants, land animals, birds, and so on. We know that we ourselves live in a kind of sea of air—the atmosphere—that surrounds the Earth; that we take in oxygen from this sea of air, but that our relationship to nitrogen also plays a certain role. Yet we generally imagine that we are simply surrounded by the atmosphere, consisting of oxygen and nitrogen. We then look out at the oceans and seas and get—I need not mention further details—a picture of what we conceive of as the planet we inhabit in the universe. Now, you see, the Earth was not always as it is today; rather, it has undergone very profound and tremendous transformations. If we go back to the time periods I just referred to—if we go back to the Lemurian era and a little further still—we’ll find that the Earth’s composition was quite different from what it is today.
[ 4 ] Gehen wir aus von dem Luftkreis, in dem wir jetzt leben, und den wir selber als unlebendig, als leblos ansehen. Schon dieser Luftkreis stellt sich uns als ein ganz anderes dar. Und wenn wir weiter zurückgehen, da haben wir auch in dieser ältesten Zeit der Erdenentwickelung schon so etwas zu beobachten, wie heute der feste Erdkern gewissermaßen ist, um den herum der Luftkreis ist. Solch eine ähnliche Zeichnung würde sich schon auch ergeben für diese älteren Zeiten; aber es kann gar nicht die Rede davon sein, daß für diese älteren Zeiten irgendwie so etwas da ist in der großen Sphäre, die ich gezeichnet habe, wie heute die von uns einzuatmende Luft. In der von uns heute einzuatmenden Luft spielen der Sauerstoff und der Stickstoff die hervorragendste Rolle; und eine geringere Rolle spielt da der Kohlenstoff, spielt da der Wasserstoff; eine noch unbedeutendere Rolle spielt der Schwefel oder gar der Phosphor.
[ 4 ] Let us take as our starting point the atmospheric sphere in which we now live, and which we ourselves regard as inanimate, as lifeless. Even this atmosphere appears to us as something entirely different. And if we go further back, even in this earliest period of Earth’s development we can already observe something akin to what the solid Earth’s core is today, so to speak, with the atmosphere surrounding it. A similar diagram would indeed emerge for these earlier times as well; but there can be no question of there being anything in the vast sphere I have drawn—as there is today with the air we breathe—that corresponds to what we have described for these earlier times. In the air we breathe today, oxygen and nitrogen play the most prominent roles; carbon and hydrogen play a lesser role; and sulfur or even phosphorus play an even more insignificant role.
[ 5 ] Nun ist es gar nicht möglich eigentlich, für diese älteren Zeiten von Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff, Schwefel und so weiter zu sprechen, einfach weil es das, was heute der Chemiker mit diesen Namen bezeichnet, für diese ältere Zeit gar nicht gibt.
[ 5 ] Actually, it is not really possible to speak of oxygen, nitrogen, carbon, sulfur, and so on in relation to those earlier times, simply because what chemists today refer to by those names did not exist at all in those earlier times.
[ 6 ] Sehen Sie, irgendein Geistwesen der damaligen Zeit, dem ein heutiger Chemiker entgegentreten und von Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff und so weiter sprechen würde, das würde sagen: So etwas gibt es nicht. Denn so wahr es eine Möglichkeit gibt, von diesen Dingen heute zu reden, so wenig gab es eine Möglichkeit in der damaligen Zeit, von diesen Dingen zu reden. Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff, wie wir heute davon sprechen, sind als solche nur möglich, wenn die Erde eben eine bestimmte Dichte erreicht hat und solche Kräfte hat, wie sie sie heute hat. Sauerstoff, Stickstoff, Kalium, Natrium und so weiter, die gesamten weniger schweren sogenannten Metalle, die gab es in jener älteren Zeit gar nicht. Dagegen gab es in dieser Erdenumgebung, hier in diesem Umkreis, der dazumal das bildete, wofür wir heute den Luftkreis setzen, etwas, was ungeheuer feinflüssig war, so zwischen unserem heutigen Wasser und der Luft in der Mitte; feinflüssig war es, aber in seiner Feinflüssigkeit war es ähnlich dem Eiweiß. So daß eigentlich die Erde dazumal ganz umgeben war von einer Eiweiß-Atmosphäre. Das heutige Eiweiß im Hühnerei ist viel gröber, aber es läßt sich schon damit vergleichen.
[ 6 ] You see, if a spirit being from that time were to encounter a modern chemist who spoke of carbon, oxygen, nitrogen, and so on, that being would say: “Such things do not exist.” For just as there is a possibility of speaking of these things today, so there was no such possibility of speaking of them back then. Oxygen, nitrogen, and carbon, as we speak of them today, are possible only when the Earth has reached a certain density and possesses the forces it has today. Oxygen, nitrogen, potassium, sodium, and so on—all the lighter so-called metals—did not exist at all in that earlier time. In contrast, in this Earth’s environment, here within this sphere that once formed what we today call the atmosphere, there was something that was incredibly fine and fluid, somewhere between our present-day water and air in the middle; it was fine-liquid, but in its fine-liquid state it was similar to egg white. So that, in fact, the Earth was completely surrounded at that time by an egg-white atmosphere. The egg white in a chicken egg today is much coarser, but it can still be compared to it.
[ 7 ] Diese Erdenumgebung, die ist so geartet, daß, als später die Erde dichter wurde, da trennte sich heraus, differenzierte sich heraus aus dieser Umgebung, was wir heute als Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und so weiter bezeichnen. Aber das war da drinnen nicht so, daß man sagen kann, diese damalige Eiweiß-Atmosphäre war daraus zusammengesetzt; denn es hatte diese einzelnen Stoffe nicht als Teile. Heute denkt man sich überhaupt bei allem: es sei zusammengesetzt; aber das ist ein Unsinn. Dasjenige, was man als gewisse höher geartete Substanzen kennt, das ist nicht immer aus dem zusammengesetzt, was dann erscheint, wenn man es analysiert; sondern die Dinge hören auf, in der höheren Substanz darinnen zu sein. Der Kohlenstoff ist da drinnen nicht Kohlenstoff, der Sauerstoff nicht Sauerstoff und so weiter, sondern das ist eine höher geartete Substanz. Und wie gesagt, eigenschaftlich kann ich sie als sehr, sehr flüssiges Eiweiß bezeichnen. Aber diese ganze, die Erde damals umgebende Substanz war durchdrungen vom Weltenall herein mit kosmischem Äther, der diese ganze Substanz belebte. So daß wir den kosmischen Äther uns vorzustellen haben als hereinragend in diese Substanz und sie belebend.
[ 7 ] This Earthly environment was such that, as the Earth later became denser, the elements we now call carbon, hydrogen, oxygen, nitrogen, and so on separated out and differentiated from this environment. But it was not the case that this protein atmosphere of that time was composed of these elements; for it did not contain these individual substances as components. Today, people generally assume that everything is composed of such elements; but that is nonsense. What is known as certain higher-order substances is not always composed of what appears when one analyzes it; rather, these elements cease to exist within the higher substance. Carbon is not carbon in there, oxygen is not oxygen, and so on—instead, it is a higher-order substance. And as I said, in terms of its properties, I can describe it as a very, very fluid protein. But this entire substance that surrounded the Earth at that time was permeated from the outer universe by cosmic ether, which animated this entire substance. So we must imagine the cosmic ether as penetrating into this substance and animating it.
[ 8 ] Dadurch, daß dieser kosmische Äther hereinragte, dadurch lebte diese Substanz. Sie lebte aber nicht nur, sondern sie differenzierte sich in eigentümlicher Weise. Da erschien an einer Stelle einmal ein größeres Gebilde, in dem man ersticken konnte; an einer anderen Stelle erschien ein größeres Gebilde, in dem man besonders regsam hätte aufleben können, wenn man als Mensch schon hätte da sein können und so weiter. Es waren da nicht chemische Elemente im heutigen Sinne drinnen, aber es entstanden solche Bildungen, die an die Wirkungen der chemischen Elemente von heute erinnern. Dann war das Ganze von Licht-Spiegelungen, Licht-Erglänzungen, Licht-Erstrahlungen, LichtErfunkelungen durchsetzt. Und endlich war das Ganze vom Weltenäther durchwärmt.
[ 8 ] It was because this cosmic ether penetrated it that this substance lived. But it did not merely live; it also differentiated itself in a peculiar way. In one place, for instance, a larger formation appeared in which one could have suffocated; in another place, a larger formation appeared in which one could have come to life with particular vigor, had one already been there as a human being, and so on. There were no chemical elements in the modern sense present within it, but formations arose that were reminiscent of the effects of today’s chemical elements. Then the whole was interwoven with reflections of light, glimmers of light, radiations of light, and sparkles of light. And finally, the whole was warmed by the world-ether.
[ 9 ] Das alles waren Eigenschaften der damaligen Erd-Atmosphäre, wenn ich den heutigen Ausdruck gebrauchen darf. Das erste, was nun aus dem Kosmos herein sich bildete, das ist das, was ich gestern beschrieben habe: die ersten Urgebirge. Die bildeten sich aus dem Kosmos herein. So daß die Quarze, die Sie draußen im Urgebirge finden in ihrer schönen Gestalt, in ihrer relativen Durchsichtigkeit, gewissermaßen vom Weltenall in die Erde herein gebildet sind. Deshalb ist es ja, daß, wenn sich heute der imaginativ Schauende in diese Urgebirgsgesteine, in diese heute härtesten Gestaltungen der Erde hinein versetzt, so sind sie ihm die Augen hinaus nach dem Weltenall. Aber das Weltenall hat auch diese Augen der Erde eingesetzt; sie sind danun drinnen. Das Weltenall hat sie der Erde eingesetzt. Nur war das Quarzige, das Kieselsäure-Ähnliche, das da in dieganze Atmosphärehereindrang undsich allmählich ablagerte als Urgebirge, nicht so hart wie heute. Das ist erst später, durch die späteren Verhältnisse, dieser Erhärtung, in der es heute dasteht im Urgebirge, anheimgefallen. Das alles, was sich da hereinbildete aus demWeltenall, war in der damaligen Zeit kaumhärter als Wachs.
[ 9 ] All of these were characteristics of the Earth’s atmosphere at that time, if I may use today’s terminology. The first thing that formed as it came in from the cosmos is what I described yesterday: the first primeval mountains. They formed as they came in from the cosmos. So the quartz crystals that you find out there in the primeval mountains—with their beautiful form and relative transparency—were, so to speak, formed by the universe as it entered the Earth. That is why, when the imaginative observer today immerses himself in these primeval mountain rocks—in what are now the hardest formations on Earth—they serve as his eyes looking out into the universe. But the cosmos has also implanted these eyes into the Earth; they are there within. The cosmos has implanted them into the Earth. Only, the quartz-like, silica-like substance that penetrated the entire atmosphere and gradually settled as primeval mountains was not as hard as it is today. It was only later, through subsequent conditions, that it underwent the hardening process that has left it in its present state within the primordial mountains. Everything that formed there from the universe was, at that time, scarcely harder than wax.
[ 10 ] Also, wenn Sie heute ins Urgebirge gehen und einen Quarzkristall sehen, der so hart ist — ich habe heute an anderer Stelle gesagt: der Schädel würde zwar kaputtgehen, aber der Quarz nicht, wenn Sie daran stoßen —, so war das alles dazumal durch das Leben, das in alles hineinragte, weich wie Wachs, richtig weich wie Wachs, so daß man also sagen könnte: Als träufelndes Wachs aus dem Kosmos kommen die Urgebirgsgesteine. Und das alles ist durchsichtig, wie es aus dem Kosmos da herein sich schiebt, kann in seiner relativen Härte, in seiner Wachshärte eben nur beschrieben werden so, daß man den Tastsinn darauf anwendet: man würde es spüren, wenn man es angreifen könnte, wie man Wachs spürt.
[ 10 ] So, if you go into the primordial mountains today and see a quartz crystal that is so hard—as I mentioned elsewhere today: your skull would shatter, but the quartz wouldn’t, if you were to bump into it—back then, all of that was, through the life that permeated everything, soft as wax, truly soft as wax, so that one could say: The rocks of the primordial mountains come from the cosmos like dripping wax. And all of this is transparent; as it pushes its way in from the cosmos, its relative hardness—its “wax-like hardness”—can only be described by applying the sense of touch to it: if you could touch it, you would feel it just as you feel wax.
[ 11 ] So also setzt sich das Urgebirge aus dem aus dem Kosmos hereingeträufelten Wachs ab, verhärtet sich dann. Kieselsäure hat Wachsform in der Zeit, in der sie sich aus dem Kosmos in die Erde herein versetzt. Und dasjenige, was heute mehr geistig vorhanden ist, und was ich Ihnen gestern beschrieben habe, daß man in diesem dichten Gestein, wenn man sich hineinversetzt, Bilder des Kosmos hat, das war dazumal ganz anschaulich da, und zwar so da, daß, wenn da solch eine Partie — verzeihen Sie, daß ich den Ausdruck gebrauche, aber er bezeichnet ja eigentlich das Richtige — Wachskiesel herankam in seiner Durchsichtigkeit, so konnte man in ihm etwas unterscheiden wie eine Art Pflanzenbild. Wer sich umgesehen hat in der Natur, der wird ja wissen, daß, man möchte sagen wie Merkzeichen an eine alte Zeit, so etwas sich schon heute in der mineralischen Welt findet. Man findet Gesteine, man nimmt sie in die Hand, man schaut sie an, und Sie haben in ihnen so etwas, wie wenn in ihrem Innern ein Pflanzenbild wäre. Das war aber dazumal etwas ganz Gewöhnliches, was in die Atmosphäre, in diese Eiweiß-Atmosphäre hereinkam, mitgeschoben gewissermaßen wie Bilder, die nicht nur gesehen wurden, sondern wie Bilder, die im Innern dieses Wachskörpers abphotographiert waren, aber körperlich abphotographiert waren — daß damit diese Bilder aus dem Kosmos hereingeschoben wurden.
[ 11 ] Thus, the primordial mountains are formed from the wax that trickles in from the cosmos and then hardens. Silicic acid takes on the form of wax during the time it is transported from the cosmos into the Earth. And what is present today in a more spiritual form—and what I described to you yesterday, namely that when one immerses oneself in this dense rock, one sees images of the cosmos—was quite vividly present back then, and indeed so much so that when such a piece—forgive me for using the expression, but it actually describes it quite accurately — a wax pebble—became visible in its transparency, one could discern within it something like a kind of plant image. Anyone who has looked around in nature will know that—one might say as a mark of an ancient time—such things can still be found today in the mineral world. You find rocks, you pick them up, you look at them, and you see in them something as if there were an image of a plant within them. But back then, this was something quite common—what entered the atmosphere, this protein atmosphere, was carried along, so to speak, like images that were not merely seen, but like images that had been physically photographed within this waxy body—so that these images were carried in from the cosmos.
[ 12 ] Und dann gestaltete sich das Eigentümliche heraus, daß das flüssige Eiweiß, das da war, diese Bilder ausfüllte; dadurch wurden sie wiederum etwas härter, etwas dichter; sie waren dann nicht mehr Bilder. Das Kieselige fiel von ihnen weg, zerstreute sich in die übrige Atmosphäre, und wir haben in der ältesten lemurischen Zeit die mächtigen schwimmenden, an unsere heutigen Algen erinnernden Pflanzenbildungen, die nicht im Boden eingewurzelt waren — ein solcher Boden war überhaupt noch nicht da —, die in diesem flüssigen Eiweiß, aus dem sie ihre eigene Substanz herausbildeten, mit der sie sich durchdrangen, die in diesem flüssigen Eiweiß drinnen schwammen, aber nicht nur schwammen, sondern die Sache war so, daß sie aufglänzten, möchte ich sagen, aufleuchteten, dann wieder vergingen, wieder da waren, wieder vergingen. Sie waren wandelbar; wandelbar bis zu dem Grade, daß sie entstanden und verschwanden.
[ 12 ] And then something peculiar began to take shape: the liquid protein that was present filled these images; as a result, they became somewhat harder, somewhat denser; they were then no longer images. The siliceous material fell away from them, dispersing into the surrounding atmosphere, and in the earliest Lemurian period we find the mighty floating plant formations—reminiscent of our present-day algae—that were not rooted in the ground—such a ground did not yet exist at all —which formed their own substance from this liquid protein, permeating it, swimming within this liquid protein, but not merely swimming; rather, the situation was such that they glowed, I might say, lit up, then faded away, reappeared, and faded away again. They were mutable; mutable to the point that they came into being and vanished.
[ 13 ] Stellen Sie sich das recht vor. Es ist im Grunde genommen ein Bild, das von dem Heutigen, was wir in unserer Umgebung haben, sehr verschieden ausschaut. Wenn man als heutiger Mensch sich in die damalige Zeit versetzen könnte, sagen wir solch ein Schilderhäuschen irgendwo hinstellen könnte und sich da beobachtend hineinsetzen könnte, wie es heute unsere Freunde haben, die die Wache hier am Goetheanum leisten, und da hinausschauen könnte in jene alte Welt, da würde man überall sehen: da taucht auf ein Pflanzenbild, ein mächtiges Pflanzenbild, wie gesagt unseren heutigen Algen oder auch Palmen ähnlich, aber es schießt auf — es wächst nicht aus der Erde im Frühling heraus und vergeht im Herbste, sondern es schießt, in der Frühlingszeit erscheinend, heraus — die Frühlingszeit ist viel kürzer und dann erlangt es seine Mächtigkeit, dann verschwindet es wiederum im flüssig-eiweißähnlichen Elemente. Diesen Anblick des immer Ergrünenden und immer wiederum Vergrünenden würde ein solcher Beobachter haben. Und er würde nicht sprechen von den Pflanzen, die die Erde bedecken, sondern er würde sprechen von den Pflanzen, die wie Luftwolken aus dem Kosmos herein erscheinen, dicht werden, sich auflösen — ein Ergrünendes in der Eiweiß-Atmosphäre. Und man würde von dem, was unserem heutigen Sommer etwa entsprechen würde, sagen: Es ist die Zeit, in der die Erdenumgebung ergrünt. Man würde aber zu dem Grün mehr hinaufschauen als hinunterschauen. So daß man auf diese Art die Vorstellung bekommt, wie das Kieselige der Erd-Atmosphäre hereinzieht in das Irdische und die Pflanzenkraft, die eigentlich draußen im Kosmos ist, an sich heranzieht; wie die Pflanzenwelt aus dem Kosmos auf die Erde herunterkommt. Aber in der Periode, von der ich da spreche, ist es eben durchaus so, daß man sagen muß: Diese Pflanzenwelt, sie ist ein in der Atmosphäre Entstehendes und Vergehendes.
[ 13 ] Just imagine that. It’s basically a picture that looks very different from what we see around us today. If a person today could transport themselves back to that time—say, if they could set up a little guardhouse like that somewhere and sit inside observing, just as our friends who stand guard here at the Goetheanum do today—and look out into that ancient world, they would see everywhere: a plant image emerges—a mighty plant image, as I said, similar to our modern-day algae or even palm trees— but it shoots up—it does not grow out of the earth in the spring and wither away in the fall, but rather it shoots up, appearing in the spring—the spring season is much shorter—and then it reaches its full might, only to disappear again into the liquid, protein-like element. Such an observer would witness this sight of the ever-greening and ever-regreening. And he would not speak of the plants that cover the earth, but rather of the plants that appear from the cosmos like clouds of air, become dense, and then dissolve—a greening within the protein-like atmosphere. And one would say of what would roughly correspond to our present-day summer: It is the time when the Earth’s surroundings turn green. But one would look up toward the green more than down. In this way, one gains the impression of how the siliceous element of the Earth’s atmosphere draws into the earthly realm and attracts to itself the plant force that is actually out there in the cosmos; how the plant world descends from the cosmos onto the Earth. But in the period I am speaking of, it is indeed the case that one must say: This plant world arises and passes away within the atmosphere.




[ 14 ] Und man muß noch etwas anderes sagen: Wenn man heute Mensch ist und eben durch die Verwandtschaft mit der Metallität der Erde sich zurückversetzt in jene Zeiten, dann ist es einem so, als ob das alles zu einem selber gehörte, als ob man etwas zu tun hätte mit dem, was dazumal in der Atmosphäre ergrünte und vergrünte. Wirklich, wenn man sich heute an seine eigene Kindheit erinnert, so ist das die Erinnerung an eine kurze Spanne Zeit. Aber wenn Sie sich an einen Schmerz, den Sie in der Kindheit durchgemacht haben, erinnern, so ist das etwas, was zu Ihnen gehört. So wird in diesem durch die Metallität der Erde angeregten kosmischen Zurückerinnern dieser Vorgang des Ergrünens und Vergrünens wie etwas, das zu Ihnen selbst gehört. Man war dazumal schon als Mensch mit der Erde, die in dieser wäßrigen Eiweiß-Atmosphäre lebte, verbunden, aber so, daß man als Mensch noch ganz geistig war. Aber man drückt ein Richtiges aus, wenn man sagt— es ist so, daß man zugleich die Vorstellung gewinnen muß —: Diese Pflanzen, die man da in der Atmosphäre sieht, die sind für die damalige Zeit Abscheidungen, Absonderungen des Menschlichen. Der Mensch setzt das aus seiner Wesenheit, die noch mit der ganzen Erde eines ist, heraus. Und er muß diese Vorstellung noch für etwas ganz anderes haben, was er da heraussetzt. Es geschieht nämlich auch folgendes. Alles, was ich bisher beschrieben habe, das ist dadurch bewirkt, daß schon früher das Kieselsäureartige in der Atmosphäre abgesetzt ist in der Wachsform, von der ich gesprochen habe. Aber sonst ist ja überall diese Eiweiß-Atmosphäre da. Auf die wirkt der Kosmos; auf die wirken die unendlich mannigfaltigen Kräfte, die vom Kosmos überall auf die Erde niederstrahlen, jene Kräfte, von denen unsere heutige Erkenntnis gar nichts wissen will. Daher ist unsere heutige Erkenntnis eben gar keine wirkliche Erkenntnis, weil das Mannigfaltigste, was auf der Erde vorgeht, eben nicht vorgehen würde, wenn es nicht überall von kosmischen Impulsen und kosmischen Kräften bewirkt wäre. Indem nun der heutige Gelehrte gar nicht von diesen kosmischen Kräften spricht, spricht er überhaupt nicht von der Wirklichkeit. Er nimmt ja nirgends Rücksicht auf dasjenige, was eigentlich lebt. Selbst in dem kleinsten Präparat, das man durch irgendein Mikroskop ansieht, leben nicht nur irdische, leben kosmische Kräfte. Und ohne daß man auf diese Rücksicht nimmt, hat man nicht die Wirklichkeit.
[ 14 ] And there is something else that must be said: When one is a human being today and, through one’s connection to the Earth’s metallic nature, is transported back to those times, it feels as if all of that were part of oneself, as if one had some connection to what once sprouted and flourished in the atmosphere. Truly, when you recall your own childhood today, it is a memory of a brief span of time. But when you remember a pain you experienced in childhood, that is something that belongs to you. In this cosmic recollection, stimulated by the Earth’s metallic nature, this process of greening and becoming green becomes something that belongs to you. Back then, human beings were already connected to the Earth, which existed within this watery, protein-rich atmosphere, but in such a way that, as human beings, they were still entirely spiritual. Yet one is expressing a truth when one says—and one must simultaneously grasp the idea—that these plants one sees there in the atmosphere are, for that time, secretions, excretions of the human. Human beings excrete these from their being, which is still one with the entire Earth. And they must still have a conception of what they are excreting as something entirely different. For the following also occurs. Everything I have described so far is brought about by the fact that, earlier on, the silicic acid-like substance had already been deposited in the atmosphere in the waxy form I spoke of. But otherwise, this protein atmosphere is present everywhere. The cosmos acts upon it; the infinitely manifold forces that radiate down from the cosmos onto the Earth everywhere act upon it—those forces of which our present-day knowledge refuses to acknowledge anything. That is why our present-day understanding is not real understanding at all, because the most diverse processes taking place on Earth simply would not occur if they were not brought about everywhere by cosmic impulses and cosmic forces. Since today’s scholars do not speak of these cosmic forces at all, they do not speak of reality at all. They take no account whatsoever of that which is actually alive. Even in the smallest specimen viewed through any microscope, it is not only earthly forces but cosmic forces that are at work. And without taking these into account, one does not grasp reality.
[ 15 ] So wirkten also dazumal die kosmischen Kräfte auf dieses flüssige Eiweiß in der Erdenumgebung. Und diese kosmischen Kräfte wirkten auf manche Partien dieses Eiweißes so, daß sie es wie gerinnen machten, so daß man kosmisch geronnenes Eiweiß da überall sah. Das schwamm da drinnen: kosmisch geronnenes Eiweiß. Aber das waren nicht beliebige Wolken, dieses kosmisch geronnene Eiweiß, sondern das war Lebendiges in bestimmten Formen. Es waren eigentlich Tiere, die aus diesem geronnenen Eiweiß bestanden, das sich bis zu der Dichtigkeit von Gallerte, ja bis zu der Dichtigkeit unserer heutigen Knorpelmasse herausbildete. Solche Gallert-Tiere, die waren in dieser flüssigen Eiweiß-Atmosphäre. Sie hatten die Gestalt, welche im kleinen vorhanden ist bei unseren Reptilien, bei unseren Eidechsen und dergleichen; aber sie waren eben nicht von einer solchen Dichtigkeit, sondern sie waren in dieser gallertartigen Masse vorhanden, und sie waren in sich beweglich. Bald hatten sie lange Gliedmaßen, bald waren die Gliedmaßen wieder in sich zusammengezogen; kurz, alles an ihnen war so, wie es an der Schnecke ist, die ihre Fühler einziehen kann.
[ 15 ] So that is how the cosmic forces acted upon this liquid protein in the Earth’s environment back then. And these cosmic forces acted upon certain parts of this protein in such a way that they caused it to coagulate, so that one could see cosmically coagulated protein everywhere. It floated there inside: cosmically coagulated protein. But this cosmically coagulated protein was not just any kind of cloud; rather, it was living beings in specific forms. They were actually animals composed of this coagulated protein, which had developed to the density of gelatin, indeed to the density of our present-day cartilage. Such gelatinous creatures existed in this liquid protein atmosphere. They had the form found on a small scale in our reptiles, our lizards, and the like; but they were not of such density—rather, they existed within this gelatinous mass and were capable of moving within themselves. At times they had long limbs, at other times their limbs were drawn back into themselves; in short, everything about them was like that of a snail, which can retract its feelers.
[ 16 ] Nun sehen Sie, während dieses da draußen sich bildete, war aber in der Erde schon außer dem Kieseligen aus dem Weltenall abgesetzt dasjenige, was Sie heute als Kalkbestandteile der Erde finden. Wenn Sie nicht ins Urgebirge gehen, sondern wenn Sie einfach in den Jura hinausgehen, so haben Sie dieses Kalkgestein. Dieses Kalkgestein ist später, aber es ist auch aus dem Kosmos geradeso wie das Kieselige an die Erde herangekommen, so daß wir also als Zweites das Kalkige in der Erde hier haben.
[ 16 ] Now you see, while that out there was forming, what you find today as the Earth’s limestone components had already been deposited in the Earth—in addition to the siliceous material from outer space. If you don’t go to the primordial mountains, but simply head out into the Jurassic, you’ll find this limestone. This limestone arrived later, but it, too, came to Earth from the cosmos just like the siliceous material, so that we thus have the calcareous material here in the Earth as the second component.
[ 17 ] Aber dieses Kalkige sickert immerfort hinein, und im wesentlichen bewirkt dieses Kalkige, daß die Erde in ihrem Kern immer dichter und dichter wird. Und es gliedert sich dann dem Kalkigen in bestimmten Lokalitäten das Kieselige ein. Aber dieses Kalkige, das behält die kosmischen Kräfte. Der Kalk ist noch etwas ganz anderes als die grobe Materie, als die ihn die heutigen Chemiker vorstellen. Der Kalk enthält überall verhältnismäßig nicht herauskommende Gestaltungskräfte.
[ 17 ] But this calcareous substance is constantly seeping in, and essentially, this calcareous substance causes the Earth’s core to become denser and denser. And in certain locations, siliceous matter then becomes integrated with the calcareous substance. But this calcareous substance retains the cosmic forces. Lime is still something quite different from the coarse matter that today’s chemists imagine it to be. Lime contains formative forces that, for the most part, cannot be released.
[ 18 ] Und nun ist es eigentümlich: wenn wir in eine etwas spätere Zeit gehen, als diejenige ist, die ich Ihnen da für das Hereinkommen des Ergrünens und Vergrünens beschrieben habe, da finden wir, daß diese ganze Eiweiß-Atmosphäre eigentlich ein fortwährendes Hinauf- und Hinabgehen des Kalkes hat. Es bildet sich Kalkdunst und wiederum Kalkregen. Die Erde hat eine Zeit, wo dasjenige, was heute bloß verdunstetes Wasser und herunterfallender Regen ist, kalkhaltige Substanz ist, die hinaufgeht und wieder heruntergeht, sich hebend und senkend. Und da entsteht das Eigentümliche: dieser Kalk, der hat eine besondere Anziehungskraft zu diesem Gallert, zu diesen Knorpelmassen. Die durchdringt er, die imprägniert er mit sich selber. Und durch die Erdenkräfte, die in ihm sind — ich sagte Ihnen, die Erdenkräfte sind in ihm —, löst er die ganze Gallertmasse auf, die sich da als geronnenes Eiweiß gebildet hat. Der Kalk nimmt dem Himmel das, was der Himmel in der Eiweiß-Substanz gebildet hat, weg und trägt es näher an die Erde heran. Und daraus entstehen dann allmählich die Tiere, die kalkhaltige Knochen haben. Das ist etwas, was in der späteren lemurischen Zeit sich ausbildet.
[ 18 ] And now here is something peculiar: if we move to a time somewhat later than the one I described to you regarding the onset of greening, we find that this entire protein atmosphere actually involves a continuous rising and falling of lime. Calcium vapor forms, and then calcium rain falls. There was a time on Earth when what is today merely evaporated water and falling rain was a calcareous substance that rose and fell again, rising and sinking. And this is where the peculiarity arises: this calcium has a special attraction to this gelatinous substance, to these cartilaginous masses. It penetrates them and impregnates them with itself. And through the earth forces that are within it—I told you, the earth forces are within it—it dissolves the entire gelatinous mass that has formed there as coagulated protein. The calcium takes from the heavens what the heavens have formed in the protein substance and brings it closer to the earth. And from this, animals with calcareous bones gradually emerge. This is something that develops in the later Lemurian period.
[ 19 ] So daß wir in den Pflanzen zuerst in ihrer ältesten Gestalt zu sehen haben reine Himmelsgaben, und in den Tieren und in aller tierischen Bildung etwas zu sehen haben, was die Erde, nachdem ihr der Himmel den Kalk gegeben hat, dem Himmel abgenommen hat — wirklich richtig wegstibitzt! — und zu einem Erdengebilde gemacht hat. Das sind die Dinge, die einem aus dieser ältesten Zeit so merkwürdig entgegentreten, und mit denen man sich durchaus verbunden fühlt, so, daß man nun auch diesen ganzen Vorgang als einen Vorgang des sozusagen in den Kosmos erweiterten Menschenwesens empfindet.
[ 19 ] So that in plants, in their most ancient form, we must first see pure gifts from heaven, and in animals and in all animal formation we must see something that the earth—after heaven had given it lime—took from heaven—truly snatched it away!—and turned it into an earthly formation. These are the things that strike one as so remarkable from this most ancient time, and with which one feels thoroughly connected, so that one now perceives this entire process as a process of the human being expanded, so to speak, into the cosmos.
[ 20 ] Solche Dinge klingen natürlich paradox, weil sie ja eine Wirklichkeit berühren, von der der heutige Mensch sich gewöhnlich keine Vorstellung macht, aber sie enthalten die volle Wahrheit. Nicht wahr, es ist heute einer absoluten Wirklichkeit entsprechend, wenn man aus dem Gedächtnis heraus sagt: Als ich ein neunjähriger Junge oder ein neunjähriges Mädchen war, da habe ich meinen Freund oder meine Freundin manchmal ordentlich durchgeprügelt. Das ist etwas, was innerlich aufsteigt. Man kann darüber erfreut sein oder nicht, man kann darüber Schmerz empfinden, aber es steigt eben innerlich auf. So steigt in diesem durch die Verwandtschaft mit dem Metallischen erweiterten Menschenbewußtsein, das ein Erdenbewußtsein wird, auf: Du hast, indem du deine ganze Wesenheit vom Himmel auf die Erde herein gebildet hast, beim Heruntergehen die Pflanzen von dir abgesondert. Die sind eine Absonderung von dir. Du hast auch das Tierwesen abgesondert; in der Form geronnener Gallerte oder Knorpelmasse hast du gewollt zunächst, daß es ein Absonderungsprodukt von dir werde. Da hast du aber merken müssen, wie schon vorangegangene Erdenkräfte dir das abgenommen haben und die Tierformen in einer anderen Gestalt, wo sie ein Ergebnis der Erdbildung ist, geformt haben. — Geradeso kann man das in einer kosmischen Erinnerung wie das eigene Erlebnis sehen, wie man das andere, das ich angeführt habe, als ein Erlebnis des kurzen Erdenlebens sehen kann. Man fühlt sich, wie gesagt, als Mensch damit verbunden.
[ 20 ] Such things sound paradoxical, of course, because they touch on a reality that people today usually cannot even imagine, but they contain the full truth. Isn’t it true that it corresponds to an absolute reality today when one says from memory: “When I was a nine-year-old boy or a nine-year-old girl, I sometimes gave my friend a good beating.” That is something that wells up from within. You may or may not be pleased by it; you may feel pain over it, but it simply wells up from within. Thus, in this human consciousness—expanded through its kinship with the metallic realm and becoming an earthly consciousness—the following wells up: By forming your entire being from heaven down to earth, you separated the plants from yourself as you descended. They are a separation from you. You have also separated the animal being; in the form of congealed gelatin or cartilaginous mass, you initially intended it to be a product of your separation. But then you had to realize how earlier earthly forces had taken this from you and formed the animal forms in a different way, where they are a result of the Earth’s formation. — In exactly the same way, one can view this in a cosmic memory as one’s own experience, just as one can view the other example I mentioned as an experience of one’s brief earthly life. As I said, one feels connected to it as a human being.
[ 21 ] Aber all das ist ja verknüpft mit mancherlei anderen Vorgängen. Ich schildere Ihnen sozusagen skizzenhaft hauptsächlichste Vorgänge. Da geschieht vieles andere. Während zum Beispiel das geschehen ist, was ich da beschrieben habe, ist die ganze Atmosphäre ja noch angefüllt mit fein verteiltem Schwefel. Dieser fein verteilte Schwefel verbindet sich mit anderen Substanzen, und aus diesem Verbinden des fein verteilten Schwefels mit anderen Substanzen entstehen dann, ich möchte sagen, die Väter oder die Mütter von all dem, was heute als Pyrit, als Bleiglanz, als Zinkblende und so weiter in den Erzen vorhanden ist. Also all das bildet sich in einer älteren Form, in einer weichen, noch dicht wachsartigen Form in der damaligen Zeit aus. Dadurch wird der Erdkörper von solchen Dingen durchdrungen. Und dann, wenn eben diese Erze, dieses Metallinische, aus der allgemeinen eiweißähnlichen Substanz herauskommt und die feste Erdkruste bildet, dann haben die Metalle ja darinnen tatsächlich nicht viel anderes zu tun, wenn nicht der Mensch mit ihnen etwas macht, als nachzudenken über das, was geschehen ist. Und das trifft man auch bei ihnen. Man findet sie in einem Zustande, wo sie einem für das innerliche Schauen alles vergegenwärti‚gen, was mit der Erde geschehen ist. Jetzt aber sagt man sich, indem man das wie das eigene kosmische oder wenigstens tellurische Erlebnis hat: Indem du das alles abgelöst hast von dir, indem du abgelöst hast dasjenige, was als die älteste Pflanzenform da war — was ja die späteren Pflanzenformgebilde geworden sind —, indem du abgelöst hast, was in der komplizierteren Weise als Tierwerdung dasteht — wie ich es beschrieben habe —, hast du abgelöst von dir dasjenige, was dich vorher verhindert hat, in deinem eigenen Menschenwesen ein Wollen zu haben.
[ 21 ] But all of this is, of course, linked to all sorts of other processes. I am, so to speak, sketching out the main processes for you. Many other things are happening as well. For example, while what I have just described was taking place, the entire atmosphere was still filled with finely dispersed sulfur. This finely dispersed sulfur combines with other substances, and from this combination of the finely dispersed sulfur with other substances arise, I would say, the “fathers” or “mothers” of everything that is present today in the ores as pyrite, galena, sphalerite, and so on. So all of this forms in an earlier state—in a soft, still dense, wax-like form—during that time. As a result, the Earth’s body becomes permeated by such substances. And then, when these very ores—this metallic substance—emerge from the general protein-like substance and form the solid Earth’s crust, the metals actually have little else to do within it—unless human beings do something with them—but to reflect on what has happened. And this is indeed what one finds in them. One finds them in a state where, to the inner eye, they make present everything that has happened to the Earth. But now, having experienced this as one’s own cosmic—or at least telluric—experience, one says to oneself: By detaching all of this from yourself, by detaching what existed as the oldest form of plant life—which, after all, became the later plant forms—by detaching what stands there in the more complex form of animal development—as I have described it— you have detached from yourself that which previously prevented you from having a will within your own human being.
[ 22 ] Das, was ich Ihnen hier alles beschrieben habe, das war notwendig, das mußte der Mensch abscheiden, wie er heute den Schweiß oder anderes abscheiden muß. Das mußte der Mensch abscheiden, damit er nicht mehr ein Wesen war, in dem bloß die Götter wollten, sondern damit er ein Wesen werden konnte mit eigenem Wollen, daß er ein eigenes, wenn auch noch nicht freies Wollen haben konnte. Das alles war also zur Vorbereitung der irdischen Natur des Menschen notwendig.
[ 22 ] Everything I have described to you here was necessary; human beings had to shed it, just as they must shed sweat or other substances today. Human beings had to shed this so that they would no longer be beings in whom only the gods willed, but so that they could become beings with a will of their own—so that they could have a will of their own, even if it was not yet free. All of this was therefore necessary to prepare for the earthly nature of human beings.
[ 23 ] Nun, indem vieles andere noch geschehen ist, verwandelte sich das alles. Natürlich, als dann die Erze da waren, abgesondert in der Erde, da verwandelte sich auch die ganze Atmosphäre. Sie wurde eine andere, sie wurde weit weniger schwefelhaltig. Der Sauerstoff bekam allmählich die Oberhand über den Schwefel, während in den alten Zeiten der Schwefel eine sehr starke Bedeutung hatte für die Erden-Atmosphäre. Die ganze Erden-Atmosphäre wurde anders. In dieser erneuerten Umgebung konnte der Mensch anderes wiederum aus sich heraussetzen, anderes absondern. Was er jetzt absonderte, erscheint wie die Nachkommen der früheren Pflanzen und der früheen Tiere. Jetzt allmählich bildeten sich die späteren Pflanzenformen aus, die eine Art Wurzel faßten, aber in noch durchaus weicher Erdensubstanz. Und es bildeten sich heraus aus dem, was Reptilien, eidechsenähnliche Tiere waren, kompliziertere Tiere, solche Tiere, welche die heutige Geologie in Abdrücken und dergleichen noch findet. Von dem Allerältesten, von dem ich hier gesprochen habe, wird ja nichts mehr gefunden. Erst das, was dann in der späteren Epoche entstand, in der der Mensch — sozusagen ein zweites Mal — kompliziertere Gebilde aus sich heraussetzte, erst da war das, was ich Ihnen hier beschrieben habe, was, ich möchte sagen immerfort entstehende und vergehende Wolkengebilde waren, Ergrünendes, Vergrünendes, weichmassige tierähnliche Gestalten, die aber wirkliche Tiere waren, die bald sich zusammenzogen und ein Eigenleben hatten, bald wiederum sich verloren in einem allgemeinen Erdenleben, denn das war bei all diesen Wesenheiten der Fall. Aus all dem entstand etwas, was mehr in sich gefestigt war.
[ 23 ] Well, as many other things happened, all of that changed. Of course, once the ores were there, separated within the earth, the entire atmosphere changed as well. It became different; it contained far less sulfur. Oxygen gradually gained the upper hand over sulfur, whereas in ancient times sulfur had played a very significant role in the Earth’s atmosphere. The entire Earth’s atmosphere became different. In this renewed environment, human beings were able to bring forth something else from within themselves, to secrete something else. What they now secreted appears to be the descendants of the earlier plants and the early animals. Now, gradually, the later plant forms began to develop, ones that took root, though still in a thoroughly soft earthen substance. And from what were reptiles—lizard-like animals—more complex animals emerged, the kind that modern geology still finds in fossils and the like. Nothing remains of the very earliest forms I have spoken of here. Only what arose in the later epoch, in which humanity—so to speak, a second time—produced more complex forms from within itself; only then did what I have described to you here exist—what I would say, were constantly emerging and vanishing cloud-like formations—greening, vegetating, soft-bodied, animal-like figures—which were, however, real animals; sometimes they coalesced and had a life of their own, and at other times they dissolved back into the general life of the Earth, for that was the case with all these beings. From all of this arose something that was more firmly established within itself.
[ 24 ] Und so kamen dann solche Tiere heraus, wie das eine, das ja für die damalige Zeit, wenn man es etwas schematisch zeichnen will, so aussah: es hatte ein sehr großes augenähnliches Organ mit einer Art von Aura; daran eine Art von Schnauze, die übrigens noch nach vorne verlängert war; dann so etwas wie einen Eidechsenkörper, aber mit mächtigen Flossen. So etwas entstand also wie ein Gebilde, das jetzt schon mehr Festigkeit in sich hatte. Wir haben solche Tiere, welche etwas haben wie, ich könnte ebenso gut sagen Flügel wie Flossen. Denn das Tier war ja nicht etwa ein Meerestier, Meer war dazumal noch nicht; es war eine weiche Erdmasse und das noch immer weiche Element des Umkreises, aus dem nur der Schwefel etwas entfernt war. Aber da drinnen flog oder schwamm — es war eine Tätigkeit zwischen Fliegen und Schwimmen — solch ein Tier.
[ 24 ] And so creatures like this one emerged—one that, if you were to draw it somewhat schematically, looked like this for that time: it had a very large eye-like organ with a sort of aura; attached to it was a sort of snout, which, incidentally, extended forward; then something like a lizard’s body, but with powerful fins. So something emerged that was already a more solid structure. We have such animals that have something like—I might just as well say wings as fins. For the animal was by no means a sea creature—there was no sea at that time; it was a soft mass of earth and the still-soft element of the surrounding area, from which only sulfur had been somewhat removed. But in there, such an animal flew or swam—it was an activity somewhere between flying and swimming.
[ 25 ] Daneben gab es andere Tiere, welche nicht diese Art von GliedmaBen hatten, sondern Gliedmaßen, die schon mehr aus den Kräften der Erde selbst herausgeformt waren, die schon erinnerten an die Gliedmaßen der heutigen niederen Säugetiere und so weiter.
[ 25 ] In addition, there were other animals that did not have this type of limb, but rather limbs that were already shaped more by the forces of the Earth itself, limbs that were already reminiscent of those of today’s lower mammals, and so on.
[ 26 ] So würde sich einem Menschen, der, von heute ausgehend, statt durch den Raum durch die Zeit wandernd, zurückwandernd in jene Zeit, die das lemurische Zeitalter mit dem atlantischen verbindet, ein besonderer Anblick darbieten: solche riesigen fliegenden Eidechsen mit einer Laterne auf dem Kopf, die leuchtet und wärmt; unten etwas wie eine weiche, morastartige Erde, die aber etwas außerordentlich Anheimelndes hat, weil sie dem Besucher von heute eine Art von Geruch darbieten würde, der zwischen Moderduft und dem Duft der grünenden Pflanzen mitten drinnen steht. Etwas Verführerisches auf der einen Seite und außerordentlich Sympathisches auf der anderen Seite würde dieser Schlamm der weichen Erde darbieten. Und da drinnen wiederum, sich wie Sumpftiere fortbewegend, sind dann diese anderen Tiere, die schon mehr Gliedmaßen haben, die an die heutigen niedern Säugetiere erinnern, die aber so nach unten ausgeweitet sind, daß sie unten solche mächtige Dinge haben (es wird aufgezeichnet) — mächtigere natürlich als die Enten — Scheiben, mit denen sie in diesem Sumpf sich fortbewegen, aber auch wiederum auf- und abwiegen.
[ 26 ] Thus, a person who, starting from the present day, were to travel not through space but through time—backward into that era connecting the Lemurian and Atlantean ages—would be presented with a remarkable sight: enormous flying lizards with a lantern on their heads that glows and gives off warmth; below, something like soft, marshy earth, which, however, has something extraordinarily inviting about it, because it would offer today’s visitor a scent that lies somewhere between the smell of decay and the fragrance of the verdant plants growing right in the midst of it. This soft, muddy earth would offer something alluring on the one hand and extraordinarily appealing on the other. And in there, moving like swamp creatures, are these other animals, which already have more limbs and resemble today’s lower mammals, but which are so broadened at the bottom that they have such powerful structures there (it is recorded)—more powerful, of course, than the ducks’ — discs with which they move through this swamp, but also rock back and forth.
[ 27 ] Sehen Sie, diese ganze Absonderung mußte die Menschheit durchmachen, damit dem Menschen selbständiges Fühlen vorbereitet werden konnte für sein Erdendasein.
[ 27 ] You see, humanity had to go through all this separation so that human beings could develop the capacity to feel independently during their earthly existence.
[ 28 ] So haben wir eine erste vegetabilisch-animalische Schöpfung, die eigentlich in Absonderungsprodukten des Menschen besteht, und die das vorbereitete, daß er als irdisches Menschenwesen ein wollendes Wesen werden konnte. Wäre das alles in ihm geblieben, dann hätte das sein Wollen übernommen. Sein Wollen wäre ganz physisches Geschehen geworden. Dadurch, daß er das ausgesondert hat, ist das Physische von ihm fort, und das Wollen nimmt einen seelischen Charakter an. Ebenso nimmt durch diese zweite Schöpfung das Fühlen einen seelischen Charakter an. Und erst in der späteren atlantischen Zeit, so in der Mitte der atlantischen Zeit, da entstehen Säugetiere und diese Pflanzen, Pflanzen und Tiere, die schon den unseren ähnlich sind. Da wird auch die Erde schon so gestaltet, daß sie durchaus ähnlich ausschaut dem, was sie jetzt ist. Dadurch gibt es schon die chemischen Substanzen, die Substanzen, die der heutige Chemiker kennt. Dadurch kommt schon allmählich das zustande, was Kohlenstoff, Sauerstoff, was die alkalischen, die schweren Metalle sind und dergleichen. Das kommt schon da heraus. Damit aber kann der Mensch das Dritte absondern von sich, dasjenige, was er heute in seiner Umgebung als pflanzliche, tierische Welt findet. Und indem er dies absondert, indem diese ihn umgebende Schöpfung um ihn herum entsteht, wird er vorbereitet für sein Erdendasein zu einem denkenden Wesen.
[ 28 ] Thus we have an initial plant-animal creation, which actually consists of products secreted by the human being, and which prepared the way for him to become a willing being as an earthly human being. If all of that had remained within him, it would have taken over his will. His volition would have become an entirely physical process. By excreting these substances, the physical aspect has been separated from him, and volition takes on a soul-like character. Similarly, through this second creation, feeling also takes on a soul-like character. And it is not until the later Atlantean period—around the middle of the Atlantean period—that mammals and these plants emerge—plants and animals that are already similar to our own. By then, the Earth had already taken on a form that looked quite similar to what it is today. Consequently, the chemical substances—the substances known to today’s chemists—already existed. Gradually, this gave rise to carbon, oxygen, the alkali metals, the heavy metals, and the like. These are already emerging at that time. With these, however, human beings can separate the Third from themselves—that which they find today in their surroundings as the plant and animal world. And as they separate this, as the creation surrounding them comes into being, they are prepared for their earthly existence as thinking beings.
[ 29 ] Man kann also sagen: Die Menschheit war damals nicht so getrennt, wie die Menschen heute sind, in einzelne Individuen, es war eine allgemeine Menschheit, geistig-seelischer Natur noch, in den Äther sich hereinsenkend. Denn mit dem aus dem Weltenall der Erde zuströmenden Äther kam eben diese allgemeine Menschheit aus dem Weltenall. Sie machte dann auch diejenigen Vorgänge dutch, die ich in der «Geheimwissenschaft » beschrieben habe: sie kam, ging wieder fort zu den anderen Planeten und kam wiederum zurück in der atlantischen Zeit. Das spielte sich noch nebenbei ab. Denn jedesmal, wenn so etwas abgesondert war, konnte die Menschheit nicht bei der Erde bleiben, mußte weggehen, um gewissermaßen die inneren Kräfte, die jetzt viel feinerer, seelischer Natur waren, erst zu verstärken. Dann kam sie wiederum herunter. Und so sind diese Vorgänge dasjenige, was eben genauer noch beschreibt das, was Sie in meiner «Geheimwissenschaft» lesen können. Diese Vorgänge sind also so, daß der Mensch, die Menschheit eigentlich dem Weltenall angehört und sich selbst die Erdenumgebung zubereitet, indem sie ihre Ausscheidungen, die die anderen Naturreiche sind, in den Erdenbereich hereinschickt. Da sind sie nun im Erdenbereich, da umgeben sie den Menschen. Und da kann der Mensch sagen: Indem er diese Ausscheidungen in den Erdenbereich hereingeschickt hat, hat er in sich allmählich dasjenige entwikkelt, was ihn als Erdenmenschen ausstattet mit Wollen, Fühlen, Denken. Denn das, was der Mensch heute ist, das auf organisch-physischer Grundlage während der Lebenszeit zwischen der Geburt und dem Tode ruhende denkende, fühlende, wollende Wesen, das hat sich ja erst in der Zeit entwickelt und das steht im Zusammenhange mit den Wesenheiten, die um der menschheitlichen Entwickelung willen sich im Laufe der Zeit aus dem Menschlichen herausgeschieden haben und in dieser Herausgeschiedenheit sich wiederum erst zu ihren heutigen Formen umgewandelt haben.
[ 29 ] One can therefore say: Humanity at that time was not as divided as people are today, into separate individuals; it was a universal humanity, still of a spiritual-soul nature, sinking into the ether. For along with the ether flowing toward the Earth from the cosmos, this universal humanity itself came from the cosmos. It then also underwent the processes I have described in Occult Science: it came, departed again to the other planets, and returned once more during the Atlantean era. This took place as a side event. For every time such a separation occurred, humanity could not remain on Earth; it had to depart, so to speak, in order first to strengthen the inner forces, which were now of a much finer, soul-like nature. Then it descended once more. And so these processes are precisely what is described in even greater detail in my Occult Science. These processes are such that human beings—humanity, in fact—actually belong to the universe and prepare the earthly environment for themselves by sending their excretions—which constitute the other kingdoms of nature—into the earthly realm. There they are now in the earthly realm; there they surround human beings. And so human beings can say: By sending these excretions into the earthly realm, they have gradually developed within themselves that which endows them, as earthly human beings, with willing, feeling, and thinking. For what human beings are today—the thinking, feeling, and willing beings resting on an organic-physical foundation during the lifetime between birth and death— has, after all, only developed over time and is connected to the beings who, for the sake of human evolution, have separated themselves from the human realm over the course of time and, in this separation, have in turn transformed themselves into their present forms.
[ 30 ] Sie schen daraus: es ist schon so, daß man nicht bloß im allgemeinen abstrakt von diesem Verwandtwerden mit dem Metallinischen derErde spricht. Sondern wenn man verwandt wird mit diesem Metallinischen, das in sich die Erinnerung an die Erdengeschehnisse birgt, wie ich gesagt habe, ja dann ist es so, daß man wirklich etwas sagen kann, an was man sich da erinnert; daß man wirklich das findet, was ich Ihnen heute erzählt habe.
[ 30 ] From this it follows: it is indeed true that one does not merely speak in general and abstract terms about this kinship with the metallic nature of the Earth. Rather, when one becomes connected to this metallic aspect—which, as I have said, holds within itself the memory of the Earth’s events—then it is indeed the case that one can truly say something about what one remembers there; that one truly finds what I have told you today.
[ 31 ] Und wenn Sie sich nun denken, daß man zurückkommt in noch frühere Zeiten, so wird das alles noch flüchtiger, noch verschwebender. Betrachten Sie nur den grandiosen, den majestätischen Anblick, den ich Ihnen vorhin geschildert habe: diese wachsartig verfließenden Kieselsäurebildungen, in denen auftreten Bilder der Pflanzenwelt, die sich vollsaugen mit der weichen Albumine, mit der weichen Eiweiß-Substanz, die dadurch ein Grünendes und Vergrünendes in der Erdenumgebung darbieten - man schaut hinauf dazu. Denken Sie an diese Dinge, und Sie werden sich sagen können: Gegenüber den heutigen, aus fester Wurzel mit festen Blättern aus der Erde herauswachsenden Pflanzen oder gar gegenüber den heutigen Bäumen mit ihren erstarkten Stämmen, ist das alles flüchtiges Gebilde. Wie flüchtig ist das gegenüber einer heutigen Eiche, die zwar nicht selbst stolz ist auf ihre Eichigkeit, auf die aber stolz sind gewöhnlich die Umwohner, weil sie sich verwechseln in ihrer oftmaligen Schwäche mit der Eichigkeit der Eiche! Wenn Sie vergleichen diese Eichigkeit der heutigen Eiche mit diesen, ich möchte sagen, duftig entstehenden, duftig vergehenden, wie Schatten in der Atmosphäre auflebenden, sich verdichtenden, wieder verschwindenden Pflanzengebilden; oder wenn Sie vergleichen — nehmen wir gleich krasse Fälle — ein heutiges Nilpferd oder einen heutigen Elefanten in ihrer dicken Haut oder andere im Fleische lebende Wesenheiten mit den Wesenheiten der damaligen Zeit, die da als gerinnendes Eiweiß aus diesem allgemeinen Eiweiß herausgehen, dann vom Kalk erfaßt werden und in einer dadurch etwas dichteren Weise in Knochenandeutungen heruntergezogen werden ins Getierische der Erde — ich muß dieses mehr als Eigenschaftswort gebrauchen: ins «Getierische» der Erde —, wenn Sie sich das alles anschauen, wenn Sie sich die heutige Dichtigkeit, ich möchte sagen, die heutige Elefantitis der Erde anschauen gegenüber dem, was da einmal war, dann werden Sie nicht mehr zweifeln können, daß, wenn man noch weiter zurückgeht, man eben in ein noch Flüchtigeres kommt.
[ 31 ] And if you now imagine going back to even earlier times, all of this becomes even more fleeting, even more ethereal. Just consider the magnificent, majestic sight I described to you earlier: these waxy, flowing silicic acid formations in which images of the plant world appear, saturating themselves with the soft albumin, with the soft protein substance, thereby presenting a greening and revitalizing presence in the Earth’s environment—one looks up at them. Think about these things, and you will be able to say to yourself: Compared to today’s plants, which grow out of the earth from firm roots with firm leaves, or even compared to today’s trees with their sturdy trunks, all of this is a fleeting formation. How fleeting this is compared to a modern oak, which, though not itself proud of its oak-ness, is usually the source of pride for those living nearby, because in its frequent weakness they mistake it for the very oak-ness of the oak! If you compare this “oak-ness” of today’s oak with these—I would say—ethereal, fleeting plant forms that arise and vanish like shadows in the atmosphere, coming to life, condensing, and disappearing again; or if you compare—let’s take extreme examples — a modern hippopotamus or an elephant with its thick skin, or other beings living in flesh, with the beings of that time, which emerge from this general protein like coagulating egg white, are then seized by calcium, and are drawn down in a somewhat denser form into the animal realm of the earth as rudimentary bones—I must use this term more than just as an adjective: into the “animal realm” of the Earth—if you look at all of this, if you look at the density of today—I would say, the “elephantitis” of the Earth today—in contrast to what once was, then you will no longer be able to doubt that, if one goes back even further, one encounters something even more ephemeral.
[ 32 ] Man kommt dann zurück in das, wo nur mehr wallende, webende, wesende Farbbildungen sind, die entstehen und vergehen. Und wenn Sie dann nehmen die Beschreibung der alten Sonne, des Vorgängers der Erde, oder des alten Saturn, wie ich sie in der «Geheimwissenschaft » gegeben habe, so werden Sie sagen: Das ist ja alles selbstverständlich, wenn man weiß, daß man da noch von dem, was hier ist, zu einem weiteren zurückzugehen hat. Da nimmt das Pflanzengebilde, das verschwebende Pflanzengebilde die Eiweiß-Substanz auf, wird selber wie ein Wolkengebilde. Noch früher haben wir es zu tun mit eigentlich nur in erscheinenden Farbenvorgängen sich bildenden Gestaltungen, wie ich sie für das Sonnendasein, für das Saturndasein beschrieben habe.
[ 32 ] One then returns to a realm where there are only surging, weaving, and living formations of color that arise and pass away. And if you then take the description of the ancient Sun, the Earth’s predecessor, or of ancient Saturn, as I have given it in Occult Science, you will say: All of this is self-evident, once you realize that one must go back from what is here to something even earlier. There, the plant form—the floating plant form—absorbs the protein substance and itself becomes like a cloud formation. Even earlier, we are dealing with forms that arise solely from color processes that merely appear, as I have described them for the solar existence and the Saturnian existence.
[ 33 ] Und so kommen Sie allmählich, wenn Sie das Physische zurückverfolgen, eben von dem Elefantitischen zurück durch das feinere Physische zu dem Geistigen. Und Sie kommen da auf diese Weise, indem Sie gerade so recht aufmerksam auf das Konkrete gehen, zurück zu dem geistigen Ursprung alles dessen, was zum Irdischen gehört. Die Erde hat ihren Ursprung im Geistigen. Das ergibt eine wirkliche Anschauung. Und ich glaube, es ist auch eine schöne Idee, sich sagen zu können: Dringst du ins Innere der Erde, läßt du dir von den harten Metallen erzählen, an was sie sich erinnern, so werden sie dir erzählen: Wir waren einstmals so ins Weite hinausgedehnt, daß wir überhaupt nicht physische Substanzen waren, sondern im Geiste verschwebende, wesende, im Weltenall webende Farbigkeit. — Und so ist die Erinnerung der Metalle der Erde das, was auf den Zustand zurückgeht, wo ein jegliches Metall eine kosmische Farbe war, die die andere durchdrang; wo der Kosmos im wesentlichen eine Art innerer Regenbogen, eine Art Spektrum war, das dann sich differenziert hat und erst zum Physischen geworden ist.
[ 33 ] And so, as you trace back through the physical realm, you gradually move from the elephantine realm back through the finer physical realms to the spiritual. And in this way—by focusing your attention precisely on the concrete—you return to the spiritual origin of everything that belongs to the earthly realm. The Earth has its origin in the spiritual realm. This gives rise to a true insight. And I believe it is also a beautiful idea to be able to say to oneself: If you penetrate into the interior of the Earth and let the hard metals tell you what they remember, they will tell you: We were once so expanded into the vastness that we were not physical substances at all, but rather colorfulness floating in the spirit, existing, and weaving throughout the universe. — And so the memory of the Earth’s metals is what goes back to the state where every metal was a cosmic color that permeated the others; where the cosmos was essentially a kind of inner rainbow, a kind of spectrum, which then differentiated itself and only later became physical.
[ 34 ] Und da ist es, wo der bloße, ich möchte sagen, theoretisch mitgeteilte Eindruck, den man von der Metallität der Erde bekommt, übergeht in den moralischen Eindruck. Denn ein jedes Metall sagt einem zugleich: Ich stamme aus den Raumesweiten und Erdenfernen. Ich stamme aus dem Himmelsbereiche, und ich bin hier in das Innere der Erde zusammengezogen, hineingezaubert. Aber ich warte meiner Erlösung. Denn wieder werde ich einstmals mit meiner Wesenheit das Weltenall erfüllen. — Und wenn man so die Sprache der Metalle kennenlernt, dann erzählt eben das Gold von der Sonne, das Blei von dem Saturn, das Kupfer von der Venus, und dann sagen einem diese Metalle: Wie wir einstmals gereicht haben, das Kupfer bis zur Venus, das Blei bis zum Saturn, so sind wir heute hier verzaubert und werden wiederum da hinausreichen, wenn die Erde ihre Aufgabe erfüllt, daß nun der Mensch gerade dasjenige auf der Erde erreiche, was er nur auf der Erde erreichen konnte. Denn deshalb gingen wir in diese Verzauberung ein, damit der Mensch auf Erden ein freies Wesen werden konnte. Ist die Freiheit dem Menschen erkauft, dann kann auch unsere Entzauberung wiederum beginnen.
[ 34 ] And that is where the mere—I would say—theoretically conveyed impression one gets of the Earth’s metallic nature gives way to a moral impression. For every metal tells you at the same time: I come from the vastness of space and from far beyond the Earth. I come from the heavenly realms, and I have been drawn into the Earth’s interior, conjured here. But I await my redemption. For once again I shall fill the universe with my being. — And when one learns the language of the metals in this way, then gold speaks of the Sun, lead of Saturn, copper of Venus, and these metals tell us: Just as we once extended our reach—copper as far as Venus, lead as far as Saturn—so are we now enchanted here, and we will extend our reach outward once more when the Earth fulfills its task, so that humanity may now attain on Earth precisely that which it could attain only on Earth. For this is why we entered into this enchantment: so that humanity might become a free being on Earth. Once humanity has earned its freedom, then our demystification can begin anew.
[ 35 ] Und diese Entzauberung ist schon lange im Grunde eingeleitet. Man muß sie nur verstehen. Man muß verstehen, wie die Erde in die Zukunft hinein sich weiter entwickeln wird, wieder mit dem Menschen.
[ 35 ] And this demystification has, in essence, been underway for a long time. One simply has to understand it. One must understand how the Earth will continue to evolve into the future, once again together with humankind.
