The Composition of the Mysteries
GA 232
9 December 1923, Dornach
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
The Composition of the Mysteries, tr. SOL
Neunter Vortrag
Ninth Lecture
[ 1 ] Ich mußte Ihnen verschiedenes erzählen von der Wesensart der hybernischen Mysterien, und Sie haben ja gestern gesehen, daß dieser eigentümliche Entwickelungsgang, den Menschen durchmachen konnten auf der irischen Insel, dazu geführt hat, daß diese Menschen einen Einblick gewannen zunächst einmal in das, was dem menschlichen Gemüte überhaupt möglich ist zu erleben durch die eigene innere Aktivität des Menschen. Sie müssen nur bedenken, durch alle die Vorbereitungen, die für diese zu Initiierenden getroffen wurden, war es möglich, daß wie durch einen Zauber Landschaftsbilder, wie sie sich sonst nur vor den menschlichen Sinnen ausbreiten, vor diese Sinne hingezaubert wurden, daß nicht etwa religiöse, phantastisch halluzinatorische Eindrücke damit gegeben wurden, sondern daß dasjenige, was man schon gewöhnt war, zu sehen, wie ein Schleier vor der Seele stand für das, wovon man sehr gut wußte, da ist etwas dahinter. Und ebenso war es mit dem Hineinblicken in das eigene menschliche Innere bei dem zauberhaften Sehen der traumhaften Sommerlandschaft. Da war also der Schüler vorbereitet darauf, Imaginationen zu haben, Imaginationen, die zunächst anknüpften an dasjenige, was der Schüler sonst mit den äußeren Sinnen sah. Aber er wußte schon, indem er diese Imaginationen vor sich hatte, daß er durch diese Imaginationen weiter durchdringen werde auf etwas ganz anderes.
[ 1 ] I had to tell you various things about the nature of the Hybernian Mysteries, and as you saw yesterday, this unique course of development that people were able to undergo on the island of Ireland led these people to gain insight, first and foremost, into what the human mind is capable of experiencing through its own inner activity. You need only consider that, through all the preparations made for those to be initiated, it was possible—as if by magic—for landscapes, such as those that otherwise unfold only before the human senses, to be conjured up before those very senses; not that religious, fantastical, hallucinatory impressions were presented, but rather that what one was already accustomed to seeing stood like a veil before the soul—for one knew very well that there was something behind it. And it was the same with looking into one’s own inner self through the enchanting vision of the dreamlike summer landscape. So the student was prepared to have imaginations—imaginations that initially tied in with what the student otherwise saw with the external senses. But he already knew, as he held these imaginations before him, that through them he would penetrate further into something entirely different.
[ 2 ] Ich habe Ihnen ja gezeigt, wie der Schüler durchdrang zum Schauen auf die Zeit vor dem irdischen Dasein und auf die Zeit nach dem irdischen Dasein, auf die Zeit nach dem Tode bis hin zu der Mitte zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, und beim Schauen nach vorn auf die Zeit, die unmittelbar voranging dem Herabsteigen, bis wiederum zur Mitte zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Aber noch etwas anderes ergab sich. Indem der Schüler weitergeführt wurde, sich so recht zu versenken in das, was er durchgemacht hatte, war seine Seele gestärkt durch das Schauen des vorirdischen, des nachirdischen Lebens, hatte seine Seele Einblick gewonnen in die sterbende und wieder geboren werdende Natur, dann konnte er sich mit einer noch stärkeren inneren Kraft und Energie vertiefen in die Art, wie es war bei dem Erstarren, bei dem Aufgenommenwerden von den Weltenweiten, gewissermaßen bei dem Hinausverschweben bis in die blauen Ätherfernen, und wiederum, wie es dann war, wenn man sich ganz nur fühlte als Persönlichkeit in den Sinnen drinnen, wenn man sozusagen nichts vernahm von dem ganzen übrigen Menschen, sondern allein etwas vernahm von dem Dasein im Auge, von dem Dasein in dem ganzen Trakt des Hörens, des Fühlens und so weiter, wenn man also ganz Sinnesorgan war.
[ 2 ] I have shown you how the student was able to look back to the time before earthly existence and to the time after earthly existence—to the time after death up to the midpoint between death and a new birth—and, looking forward, to the time immediately preceding the descent, again up to the midpoint between death and a new birth. But something else also came to light. As the student was guided further to truly immerse himself in what he had experienced—his soul having been strengthened by the vision of pre-earthly and post-earthly life, and his soul having gained insight into the nature of dying and being reborn— and then, with even greater inner strength and energy, he was able to delve deeper into the nature of the moment of stillness, of being absorbed by the vastness of the worlds—in a sense, of floating out into the blue distances of the ether— and again, what it was like when one felt oneself to be nothing but a personality within the senses, when, so to speak, one perceived nothing of the rest of the human being, but perceived only the existence within the eye, the existence within the entire realm of hearing, feeling, and so on—when, in other words, one was entirely a sensory organ.
[ 3 ] Der Schüler hatte gelernt, mit starker innerer Energie diese Zustände wieder an sich zu beleben, und von diesen Zuständen aus dann dasjenige an sich herankommen zu lassen, was nun noch weiterging. Wenn er nun darauf hingewiesen wurde, ganz innerlich willkürlich, nachdem er alles, was ich geschildert habe, durchgemacht hatte, den Zustand der inneren Erstarrung wiederum herzustellen, so daß er gewissermaßen seinen eigenen Organismus fühlte wie eine Art Mineral, das heißt im Grunde als etwas recht Fremdes; wenn er sein Äußeres, sein Leibliches wie ein Fremdes fühlte, und die Seele gewissermaßen nur wie umschwebend und umhüllend dieses Mineralische, dann bekam er in dem Bewußtseinszustand, der sich daraus ergab, deutlich die Anschauung des der Erde vorangegangenen Mondendaseins.
[ 3 ] The student had learned to rekindle these states within himself through strong inner energy, and then, from these states, to allow that which now continued to come to him. When he was then instructed—entirely at will, from within—after having gone through everything I have described, to re-establish the state of inner rigidity, so that he felt his own organism, as it were, like a kind of mineral—that is, essentially as something quite foreign; if he felt his outer self, his physical body, as something foreign, and his soul, as it were, merely hovering around and enveloping this mineral substance, then in the state of consciousness that resulted from this, he gained a clear insight into the lunar existence that preceded that of the Earth.
[ 4 ] Und Sie erinnern sich, meine lieben Freunde, in diesem Augenblikke, wie ich geschildert habe in meiner «Geheimwissenschaft» und in den verschiedensten Vorträgen dieses Mondendasein. Was da geschildert wird, das lebte im Bewußtsein des Schülers auf; es war einfach für ihn da. Ihm erschien dieses alte Mondendasein wie ein planetarisches Dasein, das eigentlich zunächst nur den wäßrigen, den flüssigen Zustand hatte, aber nicht so, wie das heutige Wasser ist, sondern, ich möchte sagen mehr gelatineartig, wie Koaguliertes, möchte man sagen. Und er fühlte sich selbst darinnen. Aber er fühlte sich organisiert in dieser halbweichen Masse. Und er fühlte von seiner Organisation ausströmen die Organisation des ganzen Planeten.
[ 4 ] And you remember, my dear friends, at this very moment, how I described this lunar existence in my Occult Science and in various lectures. What is described there came alive in the student’s consciousness; it was simply there for him. To him, this ancient lunar existence appeared as a planetary existence that, at first, actually existed only in a watery, liquid state—but not like the water we know today, rather, I would say, more gelatinous, like something coagulated, one might say. And he felt himself within it. But he felt organized within this semi-soft mass. And he felt the organization of the entire planet radiating from his own organization.
[ 5 ] Sie müssen sich nur den Unterschied klar machen, wie das Erleben in der damaligen Zeit war, und wie das Erleben heute ist. Heute fühlen wir uns in einem gewissen Sinne begrenzt durch unsere Haut, und wir sagen ja nicht anders, als daß wir als Mensch dasjenige sind, was innerhalb der Haut ist. Es ist natürlich ein gewaltiger Irrtum, denn sobald wir zu dem, was luftförmig im Menschen ist, kommen, ergibt sich sogleich das Unsinnige, sich abgegrenzt zu fühlen innerhalb seiner Haut. Ich habe es ja oft gesagt: die Luftmasse, die ich jetzt in mir habe, war vor kurzer Zeit noch nicht in mir, und die Luftmasse, die in einer kurzen Zeit in mir sein wird, ist draußen. So daß wir uns auch heute nur dann in der richtigen Weise als Mensch fühlen, wenn wir uns in bezug auf Luftförmigkeit nicht abgeschlossen denken von der äußeren Welt. Wir sind überall da, wo die äußere Luft ist. Es ist im Grunde genommen kein Unterschied, ob Sie jetzt ein Stück Zucker im Munde haben, das Sie dann im nächsten Augenblick im Magen haben und das dann einen gewissen Weg durchgemacht hat, oder ob irgendeine Luftmasse in diesem Augenblicke da draußen ist und im nächsten Augenblicke in Ihrer Lunge. Das Stück Zucker macht diesen Weg durch (es wird gezeichnet); die Luft macht eben diesen andern Weg durch die Luft- und Atmungsorgane durch. Und derjenige, der nun das hier nicht zu sich rechnet, der soll nur seinen Mund auch nicht zu sich rechnen, sondern soll seinen Körper erst beim Magen beginnen lassen. Also es ist schon dem gegenwärtigen Menschen gegenüber eigentlich ein Unsinn, sich innerhalb der menschlichen Haut als abgeschlossen zu denken.
[ 5 ] You just need to understand the difference between what it was like to experience things back then and what it’s like today. Today, in a certain sense, we feel limited by our skin, and we say nothing other than that, as human beings, we are what is inside our skin. This is, of course, a tremendous error, for as soon as we come to what is air-like within the human being, the absurdity of feeling confined within one’s skin immediately becomes apparent. As I have often said: the mass of air that I now have within me was not within me just a short time ago, and the mass of air that will be within me in a short time is outside. So even today, we feel ourselves to be human in the right way only when, with regard to our airy nature, we do not think of ourselves as closed off from the outer world. We are everywhere where the external air is. Essentially, there is no difference between having a piece of sugar in your mouth right now—which will be in your stomach the next moment after having traveled a certain path—and having a mass of air out there at this very moment that will be in your lungs the next moment. The piece of sugar travels this path (it is illustrated); the air travels precisely this other path through the respiratory organs. And anyone who does not count this as part of themselves should not count their mouth as part of themselves either, but should let their body begin only at the stomach. So, for modern human beings, it is actually nonsense to think of oneself as enclosed within the human skin.
[ 6 ] Aber im Mondendasein war überhaupt gar keine Möglichkeit vorhanden, sich innerhalb der Haut für abgeschlossen zu halten. Solche Möbel, wie sie da herum sind, zu denen man hingeht und sie angreift, gab es dazumal nicht, sondern alles, was es gab, war eben Naturergebnis. Und wenn Sie das Organ ausstreckten, das Sie damals hatten, das im übrigen so war, daß man von etwas Ähnlichem reden kann wie heute von den Fingern, so konnte man diese einziehen, so daß sie ganz verschwanden, und konnte den Arm einziehen, man konnte sich ganz dünn machen und so weiter. Nun, heute, wenn Sie die Tafel angreifen, dann fühlen Sie nicht, daß diese Tafel zu Ihnen gehört. Griff man dazumal nach etwas hin, so fühlte man einfach, daß das zu einem gehörte, wie da die Luftmasse jetzt noch zu einem gehört. So daß tatsächlich die eigene Organisation gefühlt wurde als nur ein Stück der ganzen Planeten-Mondenorganisation.
[ 6 ] But in the lunar existence, there was absolutely no way to feel enclosed within one’s skin. Furniture like the kind found there today—the kind you walk up to and touch—did not exist back then; rather, everything that existed was simply a product of nature. And when you extended the limb you had back then—which, incidentally, was such that one could speak of it in terms similar to how we speak of fingers today—you could retract it so that it disappeared entirely, and you could retract your arm; you could make yourself very thin, and so on. Now, today, when you reach for the blackboard, you do not feel that this blackboard belongs to you. Back then, when one reached for something, one simply felt that it belonged to oneself, just as the air mass still belongs to us today. So that one’s own organism was indeed felt to be merely a part of the entire planetary-lunar organism.
[ 7 ] Und dies alles trat eben vor das Bewußtsein des hybernischen Schülers. Und er bekam dann auch den Eindruck, wie das Gallertartig-Flüssige nur ein Zustand ist der Mondenorganisation der Zeit nach; wie es gewisse Epochen gab in jener alten Mondenorganisation, wo innerhalb dieses Gelatineartigen etwas auftrat, was physisch viel härter war, als unsere harten Dinge von heute sind. Dennoch war es nicht mineralisch in dem Sinne, wie es beim heutigen Smaragd oder Korund oder Demant ist, sondern es war eben Hartes, Hornigkeit. Mineralisches gab es nicht in dem heutigen Sinne von Kristallisiertem und dergleichen, sondern das, was es an Mineralähnlichem, an Hartem, Hornartigem gab, das hatte durchaus solche Formen, denen man ansah, daß es abgesondert war von organisch Wirksamem, wie man auch heute nicht von der Kristallgestalt eines Kuhhorns spricht, sondern wie man weiß, daß das Kuhhorn nur dadurch da ist, daß es eben aus einer Organisation herausgetrieben ist, oder das Hirschgeweih oder Ähnliches. Es ist übrigens beim Knochen ja nicht anders; der ist aber Mineralisches. Also solches Mineralähnliche, das aufgebaut war aus dem Organischen heraus, das gab es dazumal.
[ 7 ] And all of this came to the consciousness of the Hybernian student. And he then also gained the impression that the gelatinous-liquid state is merely a phase in the lunar organization of time; that there were certain epochs in that ancient lunar organization when, within this gelatinous substance, something appeared that was physically much harder than the hard substances we have today. Nevertheless, it was not mineral in the sense that today’s emerald, corundum, or diamond are, but rather it was simply something hard, horn-like. There were no minerals in the modern sense of crystallized substances and the like, but rather what existed in the way of mineral-like, hard, horn-like substances certainly had forms from which one could see that they were separate from organic activity—just as today we do not speak of the crystalline form of a cow’s horn, but rather know that the cow’s horn exists only because it has been driven out of an organism, or the deer antler, or the like. Incidentally, it is no different with bone; but bone is mineral in nature. So such mineral-like substances, which were built up from within the organic, existed back then.
[ 8 ] Und jene Wesenheiten, die dazumal ihre Menschheit schon zum Teil durchmachten, die nur einiges von dieser Menschheit noch zu vollenden hatten während des Erdendaseins, die sind eben diejenigen Individualitäten, von denen ich gesprochen habe als den großen weisen Urlehrern der Menschheit auf Erden, die heute auf der Mondenkolonie sich befinden.
[ 8 ] And those beings who had already partially lived through their human existence at that time—who had only a few aspects of that human existence left to complete during their earthly lives—are precisely those individualities of whom I spoke as the great, wise primordial teachers of humanity on Earth, who are now residing in the lunar colony.
[ 9 ] Das alles ging dem hybernischen Schüler während dieses Zustandes der Erstarrung auf. Und wenn er in der gehörigen Weise, das heißt in der Weise, wie es plausibel erschien seinen Initiatoren, das alles durchgemacht hatte, dann wurde er daraufaufmerksam gemacht, er sollenun wiederum vorrücken, wiederholentlich vorrücken dazu, sein Erstarrtes ausfließen, ausströmen zu lassen bis zu den Ätherfernen, bis da, wo er fühlen konnte: die Wege der Höhen bringen mich hinaus in die Fernen des blauen Äthers bis an die Grenzen des Raumesdaseins.
[ 9 ] All of this dawned on the Hybernian student during this state of stupor. And when he had gone through all of this in the proper manner—that is, in the way that seemed plausible to his initiators—he was then instructed to advance once more, to advance repeatedly, so as to allow his frozen state to flow out, to stream forth to the distant reaches of the ether, to the point where he could feel: the paths of the heights carry me out into the distances of the blue ether, to the very limits of spatial existence.


[ 10 ] Und dann, wenn er jetzt wiederholentlich dies durchmachte, dann fühlte er alles dasjenige, was da zu fühlen war, von der Erde aus sich gewissermaßen hinausbewegend nach den Ätherfernen. Aber indem er sich nach den Ätherfernen bewegte, nachdem die Höhen ihn aufgenommen und nach den blauen Ätherfernen gebracht hatten, fühlte er da draußen, wie gewissermaßen am Ende der Raumeswelt dasjenige eindrang, was ihn wiederum durchlebte, was wir heute das Astralische nennen würden, etwas, was innerlich erlebt wurde und was viel bedeutsamer, viel energischer sich mit der menschlichen Wesenheit dazumal verband, was aber allerdings nicht so stark wahrgenommen werden konnte, wie heute das Ähnliche wahrgenommen wird, aber welches sich so mit der menschlichen Seele verband, nur in einer energischeren, kraftvolleren, lebendigeren Weise, wie etwa heute sich das Gefühl mit dem menschlichen Inneren verbinden würde, wenn der Mensch sich dem einströmenden, erfrischend einströmenden Sonnenlichte aussetzen würde bis zu dem Grade, in dem es ihn innerlich durchdringt mit einem belebenden, ihm seine Organisation so recht in den Einzelheiten fühlbar machenden Elemente. Denn wenn Sie nur ein wenig achtgeben, so werden Sie ja fühlen können: wenn Sie sich in freier Weise der Sonne aussetzen, wenn Sie sich von der Sonne durchströmen lassen, aber nicht so, daß Ihnen die Sonne dabei unsympathisch wird, im inneren Fühlen unsympathisch wird, wenn Sie sich der Sonne aussetzen so, daß Sie gerade ihr Licht und ihre Wärme mit einem gewissen Behagen in Ihren Körper, in Ihren Organismus einströmen lassen, dann werden Sie fühlen: es wird Ihnen so, wie wenn Sie jedes einzelne Organ leise jetzt anders fühlen würden wie früher. Sie kommen förmlich in einen Zustand, in dem Sie sich innerlich beschreiben können.
[ 10 ] And then, as he repeatedly went through this, he felt everything there was to feel, moving out from the Earth, as it were, toward the distant realms of the ether. But as he moved toward the distant realms of the ether—after the heights had taken him in and carried him to the blue expanses of the ether—he felt out there, how, as it were, at the very edge of the world of space, that which once again permeated him—what we would today call the astral—something that was experienced inwardly and that connected much more significantly, much more powerfully with the human being of that time, though it could not, of course, be perceived as strongly as similar phenomena are perceived today, but which connected with the human soul in a more energetic, more powerful, and more vivid way—much as feeling would connect with the human inner being today if a person were to expose themselves to the inflowing, refreshing sunlight to the extent that it penetrates them inwardly with a vitalizing element that makes the details of their physical organization truly tangible to them. For if you pay just a little attention, you will be able to feel: when you expose yourself to the sun freely, when you allow the sun to flow through you—but not in such a way that the sun becomes unpleasant to you, unpleasant in your inner feeling—when you expose yourself to the sun in such a way that you allow its light and warmth to flow into your body, into your organism, with a certain sense of comfort, then you will feel: it will be as if you were now gently sensing each individual organ differently than before. You literally enter a state in which you can describe yourself from within.
[ 11 ] Daß solche Dinge so wenig gewußt werden, ist ja nur ein Mangel in der Aufmerksamkeitsfähigkeit des heutigen Menschen. Wenn dieser Mangelan Aufmerksamkeitsfähigkeit heute nicht vorhanden wäre, würden die Menschen tatsächlich wenigstens traumhafte Andeutungen geben können von dem, was sich ihnen im innerlichen Erfühlen gezeigt hat im einströmenden Sonnenlichte. Und in Wirklichkeit war es auch so, daß man anders den Schüler unterrichtet hat über das Innere des menschlichen Organismus, als man das heute tut. Heute seziert man die Leiche und dazu macht man die anatomischen Atlanten. Dazu gehört nicht viel Aufmerksamkeit, obwohl ja zugegeben werden muß, daß manche Studenten auch diese Aufmerksamkeit nicht aufbringen; aber dazu gehört nicht viel Aufmerksamkeit. Aber der Schüler wurde ja einstmals so unterrichtet, daß er in die Sonne gestellt wurde, und daß er angeleitet wurde, nun sein Inneres in der Reaktion auf das behaglich einströmende Sonnenlicht zu erfühlen, und darnach konnte er schon aufzeichnen Leber, Magen und so weiter. Es gibt diese innere Verwandtschaft des Menschen mit dem Makrokosmos, wenn nur die Bedingungen dazu hergestellt sind. Sie können natürlich blind sein und können durch das Abfühlen dennoch die Form irgendeines Gegenstandes erfühlen. So können Sie auch, wenn ein Organ in Ihrem Organismus empfindsam gemacht wird für das andere durch die Aufmerksamkeit für das Licht, die Organe im Inneren beschreiben, so daß Sie wenigstens Schattenbilder davon in Ihr Bewußtsein aufnehmen können. Aber in einem hohen Grade wurde das gerade dem Schüler der hybernischen Mysterien eingepflanzt, daß er beim Hinausfluten in die blaue Ätherferne, bei dem Hereinfluten des Astrallichtes vor allen Dingen jetzt nicht sich fühlte; aber er fühlte in seinem Bewußtsein eine mächtige Welt, eine Welt, von der er sich nunmehr das Folgende sagte: Ich lebe ganz in einem Elemente mit anderen Wesenheiten. Dieses Element ist im Grunde genommen lauter Naturgüte. Denn von überall her fühle ich, wie hereinströmt in mich aus diesem Elemente, in dem — verzeihen Sie, daß ich eine später erst mögliche Redensart anwende — in dem ich schwimme, wie der Fisch im Wasser, aber selber eben nur bestehend aus ganz flüchtigen leichten Elementen, im ganzen planetatischen Elemente fühle ich, wie von allen Seiten herankommt das behaglich Einströmende. Der Schüler fühlte eigentlich überall in ihm das Astrallicht einströmen, ihn formend, ihn bildend. Dieses Element ist lautere Naturgüte, hätte er sagen können, denn es gibt mir überall etwas. Ich bin eigentlich umgeben von lauter Güte. Güte, Güte ist überall, aber naturhafte Güte, die mich umgibt. Aber diese naturhafte Güte ist nicht nur Güte, sie ist schöpferische Güte, denn sie ist es, die mit ihren Kräften zu gleicher Zeit macht, daß ich bin, und die mir die Gestalt gibt, die mich hält, insofern ich in diesem Elemente schwimme, schwebe, webe. Und so waren es im Grunde genommen naturhaftmoralische Eindrücke, die sich da ergaben.
[ 11 ] The fact that such things are so little known is simply a shortcoming in the capacity for attention of people today. If this lack of attention did not exist today, people would in fact be able to offer at least dreamlike glimpses of what has revealed itself to them through inner feeling in the streaming sunlight. And in reality, students used to be taught about the inner workings of the human organism in a different way than they are today. Today, one dissects a cadaver and compiles anatomical atlases. This does not require much attention, although it must be admitted that some students do not even muster this much attention; but it does not require much attention. But students were once taught in such a way that they were placed in the sun and guided to sense their inner being in response to the pleasantly streaming sunlight; and afterward, they were already able to sketch the liver, the stomach, and so on. This inner connection between the human being and the macrocosm exists, provided the conditions for it are established. Of course, you can be blind and still perceive the shape of any object through touch. In the same way, when one organ in your body is made sensitive to another through attention to the light, you can describe the internal organs so that you can at least take their silhouettes into your consciousness. But to a high degree, this was instilled in the initiate of the Hybernian Mysteries, so that as he flowed out into the blue etheric distance, as the astral light flowed in, he no longer felt himself above all else; rather, he sensed in his consciousness a mighty world, a world about which he now said to himself: I live entirely within an element alongside other beings. This element is, in essence, pure natural goodness. For from all directions I feel how it flows into me from this element, in which—forgive me for using a phrase that will only become possible later—in which I swim like a fish in water, though I myself consist only of very fleeting, light elements; within the entire planetary element, I feel how this comforting influx approaches from all sides. The student actually felt the astral light flowing into him from everywhere, shaping him, forming him. This element is pure natural goodness, he could have said, for it gives me something everywhere. I am actually surrounded by nothing but goodness. Goodness, goodness is everywhere, but natural goodness that surrounds me. But this natural goodness is not merely goodness; it is creative goodness, for it is this goodness that, through its powers, simultaneously brings me into being and gives me the form that sustains me, insofar as I swim, float, and weave within this element. And so, fundamentally, it was natural-moral impressions that arose there.
[ 12 ] Wenn wir einen Vergleich mit etwas Heutigem ziehen wollten, so könnten wir nur sagen: Wenn es einem Menschen möglich wäre, daß er eine Rose vor sich hätte und an ihr riecht und aus innerer Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit heraus sagen könnte: Göttliche Güte, die sich im ganzen Erdenplaneten ausbreitet, strömt auch in die Rose, und indem die Rose ihr Element mitteilt meinem Riechorgan, rieche ich die im Planeten lebende göttliche Güte, — wenn sich heute ein Mensch mit innerer Ehrlichkeit ein solches sagen könnte beim Riechen des Rosenduftes, dann würde er ungefähr etwas wie einen schwachen Schatten nacherleben von dem, was dazumal als das ganze Lebenselement des einzelnen Menschen innerlich erfahren wurde. Und das, meine lieben Freunde, war das Erleben des Sonnendaseins, das unserer Erde vorangegangen ist. So daß der Schüler also erleben konnte das Sonnendasein, das Mondendasein, wie sie unserer Erde vorangegangen sind.
[ 12 ] If we wanted to draw a comparison with something from today, we could only say: If it were possible for a person to have a rose before them, to smell it, and—out of inner truthfulness and honesty—to say: “Divine goodness, which spreads throughout the entire Earth, also flows into the rose, and as the rose imparts its essence to my sense of smell, I smell the divine goodness living within the planet,” — if a person today could say something like that with inner honesty while smelling the rose’s fragrance, then they would experience something like a faint shadow of what was once inwardly experienced as the entire life-element of the individual human being. And that, my dear friends, was the experience of the solar existence that preceded our Earth. Thus, the student could experience the solar existence and the lunar existence as they preceded our Earth.
[ 13 ] Und weiter, wenn dann der Schüler dazu geführt worden war, sich nur in seinen Sinnen zu fühlen, etwas erlebt hatte wie das Abstreifen seines ganzen Organismus, so daß er eigentlich nur in seinem Auge, in seinem Gehörtrakte, in seinem ganzen Fühlen lebte, dann nahm er dasjenige wahr, was ich beschrieben habe in meiner «Geheimwissenschaft» als das Saturndasein, als das Dasein, wo man im Wärme-Elemente, in dem in sich differenzierten Wärme-Elemente schwebte und webte. Man war da so, daß man sich selber fühlte nicht als Fleisch und Blut, nicht als Knochen und Nerven, daß man sich fühlte bloß als ein Organismus aus Wärme, aber diese Wärme in anderer Wärme, als planetarische Saturnwärme. Wärme nahm man wahr, wenn die äußere Wärme einen anderen Grad hatte als die innere Wärme. Ein Weben in Wärme, ein Leben durch Wärme, ein Empfinden von Wärme an Wärme, das war ja das Saturndasein.
[ 13 ] And furthermore, once the student had been guided to feel only within his senses—having experienced something like shedding his entire organism, so that he actually lived only in his eye, in his auditory tract, and in his entire sense of feeling—he then perceived what I have described in my Occult Science as the Saturn existence—the state in which one floated and wove within the element of warmth, within the warmth that was differentiated within itself. One was in such a state that one felt oneself not as flesh and blood, not as bones and nerves, but merely as an organism of warmth—yet this warmth was within another warmth: the planetary warmth of Saturn. One perceived warmth when the external warmth was at a different level than the internal warmth. A weaving in warmth, a life through warmth, a sensation of warmth against warmth—that was, after all, the Saturn existence.
[ 14 ] Und das wurde von dem Schüler durchgemacht, wenn er in seine Sinne herausgerückt war. Und diese Sinne waren selber noch nicht so differenziert wie heute. Dieses Wahrnehmen der Wärme an der Wärme, das Leben durch die Wärme, das Leben in der Wärme, das war das Hauptsächlichste. Aber es gab Momente, wo man, indem man selber gewissermaßen als ein Wärmeorganismus sich einem anderen Wärmevorgang oder einem anderen Wärmequantum näherte, durch die Berührung etwas in sich fühlte wie ein Aufleuchten von Flammen, und man war jetzt in einem Elemente — nicht bloß Wärme, die da strömt, die da webt und wellt, man war in einem gewissen Momente etwas wie Flammendes, oder auch etwas, was wie eine webende Geschmacksempfindung war — Geschmack nicht nur wie auf der Zunge, die gab es ja dazumal natürlich nicht, sondern Geschmack, als den man sich selber fühlte, der aber an einem anderen sich entzündete, der auch einem anderen etwas von sich abgab und so weiter. In dem Schüler wurde rege gemacht das Saturndasein.
[ 14 ] And this is what the student went through when he had withdrawn into his senses. And these senses themselves were not yet as differentiated as they are today. This perception of warmth through warmth, life through warmth, life in warmth—that was the most essential thing. But there were moments when, by approaching another thermal process or another quantum of heat—one’s self, so to speak, as a thermal organism—one felt something within oneself through the contact, like a flare of flames, and one was now in an element—not merely heat that flows, weaves, and undulates, but at a certain moment one was something like a blazing flame, or even something that was like a weaving sensation of taste—taste not only on the tongue, which of course did not exist back then, but taste as something one felt within oneself, which, however, was ignited by another, which also imparted something of itself to another, and so on. The Saturn existence was stirred to life within the student.
[ 15 ] Sie sehen also, in diesen hybernischen Mysterien war es durchaus so, daß der Schüler eingeführt wurde in dasjenige, was Vergangenheit des eigenen erdenplanetarischen Daseins ist. Er lernte das Saturn-, das Sonnen- und Mondendasein kennen wie die aufeinanderfolgende Metamorphose des Erdendaseins.
[ 15 ] So you see, in these Hybernian mysteries, the student was indeed initiated into what lies beyond one’s own earthly existence. He came to know the Saturn, Sun, and Moon existences as the successive metamorphoses of earthly existence.
[ 16 ] Und dann wurde er auch noch einmal wiederholentlich dazu angeregt, dasjenige zu durchleben, was ihn nun in sein Inneres führte; zuerst dieses wiederum zu erleben, was ich Ihnen geschildert habe als das Empfinden eines inneren Druckes, wie wenn man von dem Empfinden eines eigenen Zentrums gepreßt würde, wie wenn die Luft in einem verdichtet würde, so daß, wollte man den entsprechenden Zustand mit etwas beim jetzigen Erdenmenschen vergleichen, man ihn nur vergleichen könnte mit dem, daß er das Gefühl hat, er bringt seinen Atem nicht heraus, er preßt und drückt ihn nach allen Seiten. Das war ja der erste Zustand, und den sollte sich der Schüler jetzt durch äußere Willkür wiederum in der Seele wachrufen. Und wenn er das tat, wenn er tatsächlich dieses ins Träumenkommende hatte, wodurch er ja schon früher sogar fähig geworden war, das Naturdasein als Sommerlandschaft zu erträumen, wachend zu erträumen, wenn er in diesen Zustand gekommen war, dann hatte er in irgendeinem Augenblicke plötzlich ein ganz eigentümliches Erlebnis. Ich möchte sagen, ich muß Ihnen, damit ich überhaupt dieses Erlebnis charakterisieren kann, es von hinten herum charakterisieren, ich muß es in der folgenden Weise charakterisieren. Denken Sie sich einmal: Sie kommen heute als Erdenmensch in ein warmes Zimmer, Sie fühlen die Wärme; Sie kommen, wenn es 5 oder 10 Grad unter Null hat, hinaus, fühlen dort die Kälte; Sie fühlen den Unterschied von Wärme und Kälte, aber Sie fühlen das als etwas Körperliches. Das vereinigt sich nicht mit Ihrem Seelischen. Und es ist Ihnen nicht so als Erdenmensch, daß Sie, wenn Sie in ein warmes Zimmer kommen, just immer das Gefühl haben: hier in diesem Zimmer breitet sich etwas aus wie ein großer Geist, der einen mit Liebe umfängt. Sie empfinden diese Wärme als behaglich körperlich, Sie empfinden sie aber nicht als etwas Seelisches. Ebenso ist es bei der Kälte. Sie frieren, Sie frieren körperlich, aber Sie haben nicht das Gefühl: da draußen kommen überall durch die besonderen klimatischen Verhältnisse Dämonen an Sie heran, die Ihnen etwas so Frostiges zuraunen, daß Sie auch in der Seele erkalten. Es ist die physische Wärme nicht zu gleicher Zeit etwas Seelisches für Sie, weil Sie das naturhafte Seelische als Erdenmensch mit dem gewöhnlichen Bewußtsein nicht in aller Intensität empfinden. Als Erdenmensch kann man an einem anderen Menschen, an seiner Freundschaft, an seiner Liebe erwarmen; man kann an seiner Frostigkeit, vielleicht auch an seiner Philistrosität erkalten, aber man meint damit etwas Seelisches. Aber bedenken Sie nur, wie wenig heute der physische Erdenmensch geneigt ist, wenn er im Sommer in die warme, schwüle Luft hinaustritt, zu sagen: Die Götter lieben mich jetzt sehr! Oder wie wenig der heutige Mensch geneigt ist, wenn er in die Winterkälte hinaustritt, zu sagen: Aber jetzt fliegen nur diejenigen Sylphen durch die Luft, welche frostige Philister sind in der Sylphenwelt. Das sind Redensarten, die man heute gar nicht hört.
[ 16 ] And then he was repeatedly prompted once again to experience what was now leading him into his inner self; first to experience once more what I have described to you as the sensation of inner pressure, as if one were being pressed by the sensation of one’s own center, as if the air within were being compressed, so that, if one were to compare this state to something in the present-day earthly human being, one could only compare it to the feeling of being unable to exhale, of having one’s breath pressed and squeezed in all directions. That was, of course, the first state, and the student was now to evoke it again in his soul through an act of external will. And when he did so—when he actually experienced this state of drifting into a dreamlike state, through which he had indeed already become capable of dreaming of nature as a summer landscape while awake—when he had entered this state, then at some point he suddenly had a very peculiar experience. I would like to say that, in order to characterize this experience at all, I must characterize it from the opposite direction; I must characterize it in the following way. Just imagine: Today, as an earthly human being, you enter a warm room; you feel the warmth; you go outside when it is 5 or 10 degrees below zero and feel the cold there; you feel the difference between warmth and cold, but you experience this as something physical. It does not merge with your soul. And as an earthly human being, it is not the case that when you enter a warm room, you always have the feeling: here in this room, something is spreading out like a great spirit that enfolds you with love. You perceive this warmth as physically comforting, but you do not perceive it as something spiritual. The same is true of the cold. You shiver; you shiver physically, but you do not have the feeling that, out there, due to the particular climatic conditions, demons are approaching you from all sides, whispering something so icy that you grow cold even in your soul. Physical warmth is not, at the same time, a spiritual experience for you, because as an earthly human being with ordinary consciousness, you do not perceive the natural spiritual aspect in all its intensity. As an earthly human being, one can be warmed by another person, by their friendship, by their love; one can be chilled by their coldness, perhaps even by their philistinism, but one means something spiritual by this. But just consider how little the physical earthly human being today is inclined, when stepping out into the warm, muggy air in summer, to say: “The gods love me very much right now!” Or how little is the modern person inclined, when stepping out into the winter cold, to say: “But now only those sylphs are flying through the air who are frosty philistines in the world of the sylphs.” These are expressions one hardly ever hears today.
[ 17 ] Nun, sehen Sie, diese Empfindung, die ich damit andeuten will — ich sagte deshalb, ich muß die Sache von hinten herum erklären —, die war aber etwas, was sich gerade dem Schüler, wenn er dieses innere Pressegefühl durchmachte, als etwas Selbstverständliches ergab. Alles, was er als Wärme fühlte, fühlte er zugleich als Seelisches, aber eben wiederum auch wie physische Wärme, und das konnte er fühlen, weil er hineinversetzt war mit seinem Bewußtsein in das Jupiterdasein, das aus der Erde entstehen wird. Denn wir werden nur dadurch Jupitermenschen werden, daß wir das Physisch-Wärmehafte mit dem SeelischWärmehaften verbinden, so daß wir als Jupitermenschen dazu kommen werden, wenn wir einen Menschen oder ein Kind meinetwillen in Liebe streicheln, daß wir für das Kind zu gleicher Zeit ein wirklicher Wärme-Ausströmer sein werden. Es wird das gar nicht getrennt sein, Liebe und Wärme-Ausströmen. Man wird tatsächlich dazu kommen, die Wärme, die man erlebt, seelisch auch in der Umgebung auszuströmen.
[ 17 ] Well, you see, this sensation I am trying to describe—which is why I said I have to explain the matter from the opposite direction—was something that presented itself as self-evident to the student precisely when he was experiencing this inner sense of pressure. Everything he felt as warmth, he felt at the same time as something spiritual, but also, in turn, as physical warmth; and he was able to feel this because his consciousness was immersed in the Jupiter existence that will arise from the Earth. For we will become Jupiter beings only by uniting physical warmth with soulful warmth, so that as Jupiter beings, when we caress a person or a child out of love, we will at the same time be a true source of warmth for the child. Love and the radiating of warmth will not be separate at all. One will indeed come to radiate the warmth one experiences, soulfully, into one’s surroundings as well.
[ 18 ] Dies — allerdings nicht in der Erdenwelt, sondern entrückt in einer anderen Welt — zu erleben, dazu wurde der Schüler der hybernischen Mysterien gebracht, und dadurch stellte sich ihm, natürlich nicht in der physischen Erdenwirklichkeit, im Bilde das Jupiterdasein dar.
[ 18 ] To experience this—though not in the earthly world, but transported to another world—was the goal to which the initiate of the Hybernian Mysteries was led, and through this, the existence of Jupiter was revealed to him in a symbolic form, though of course not in the physical reality of the earth.
[ 19 ] Und die nächste Steigerung war dann diese, daß der Schüler fühlen sollte so recht jene innere Not, von der ich Ihnen gestern gesprochen habe, da der Schüler dazu kam, eigentlich die Notwendigkeit zu empfinden, das eigene Ich zu überwinden, weil es sonst der Quell des Bösen werden kann. Wenn der Schüler so recht diese innere Seelenverfassung in sich gegenwärtig machte, dann trat so etwas für ihn auf, daß er nicht nur seelische Wärme und physische Wärme als eins fühlte, sondern das, was er da als eins fühlte, diese seelisch-physische Wärme fing an zu leuchten, zeigte sich, wie sie anfängt zu leuchten. Das Geheimnis des Licht-Erglänzens, des seelischen Licht-Erglänzens ging dem Schüler auf. Dadurch ward er hineinversetzt in jene Zukunft, wo die Erde verwandelt sein wird in den Venusplaneten, in den zukünftigen Venusplaneten.
[ 19 ] And the next step was this: the student was to truly feel that inner distress I spoke to you about yesterday, as the student came to actually sense the necessity of overcoming his own ego, because otherwise it can become the source of evil. When the student truly brought this inner state of the soul to life within himself, something occurred for him such that he not only felt soul warmth and physical warmth as one, but what he felt as one—this soul-physical warmth—began to shine, revealing itself as it began to glow. The mystery of the radiance of light—the spiritual radiance of light—was revealed to the student. Through this, he was transported into that future in which the Earth will be transformed into the planet Venus, into the future planet Venus.
[ 20 ] Und dann, wenn der Schüler alles, was er früher erlebt hatte, zusammenströmend wie in seinem Herzen fühlte, so wie ich es Ihnen gestern beschrieben habe, dann trat das vor ihn, daß alles, was er überhaupt in seiner Seele erlebte, zu gleicher Zeit als Erlebnis des Planeten sich zeigte. Man hat einen Gedanken; der Gedanke bleibt nicht etwa innerhalb der Haut des Menschen, der Gedanke fängt an zu tönen; der Gedanke wird Wort. Dasjenige, was der Mensch lebt, bildet sich zum Worte. Das Wort breitet sich aus im Vulkanplaneten. Alles ist im Vulkanplaneten sprechend lebendiges Wesen. Wort tönt an Wort, Wort klärt sich an Wort, Wort spricht zu Wort, Wort lernt verstehen Wort. Der Mensch selber fühlt sich als die Welt verstehendes Wort, als die Worte-Welt verstehendes Wort. Indem dies im Bilde vor dem hybernisch Einzuweihenden hingestellt wurde, wußte er sich im Vulkandasein, in dem spätesten metamorphosischen Zustand des Erdenplaneten.
[ 20 ] And then, when the student felt everything he had experienced in the past surging together within his heart, just as I described to you yesterday, it became clear to him that everything he experienced in his soul was simultaneously manifesting as an experience of the planet. One has a thought; the thought does not remain merely within the person’s skin—the thought begins to resound; the thought becomes a word. That which the person lives takes shape as a word. The word spreads throughout the volcanic planet. Everything on the volcanic planet is a speaking, living being. Word resonates with word, word clarifies itself through word, word speaks to word, word learns to understand word. Humanity itself feels itself to be the word that understands the world, the word that understands the world of words. As this was presented in image form before the Hybernian initiate, he knew himself to be in volcanic existence, in the latest metamorphic state of the Earth planet.
[ 21 ] So sehen Sie, die hybernischen Mysterien gehörten wirklich zu dem, was man befugt ist, in der Geisteswissenschaft die großen Mysterien zu nennen. Denn dasjenige, in das die Schüler eingeweiht wurden, das gab ihnen einen Überblick, eine Überschau über das menschliche vorirdische und nachirdische Leben. Es gab ihnen zu gleicher Zeit einen Überblick über das kosmische Leben, in das der Mensch einverwoben ist, aus dem heraus er im Laufe der Zeiten geboren wird. Der Mensch lernte also den Mikrokosmos, das heißt sich selber als geistig-seelischleibliches Wesen kennen im Zusammenhange mit dem Makrokosmos. Er lernte aber auch das Werden, Weben, Entstehen und Vergehen und das sich metamorphosierende Verwandeln des Makrokosmos kennen. Es waren diese hybernischen Mysterien große Mysterien.
[ 21 ] As you can see, the Hybernian Mysteries truly belonged to what is rightly called the Great Mysteries in spiritual science. For what the students were initiated into gave them an overview, a comprehensive view of human life before and after Earth. At the same time, it gave them an overview of cosmic life, into which the human being is woven and from which he is born in the course of time. Human beings thus came to know the microcosm—that is, themselves as spiritual-soul-physical beings—in connection with the macrocosm. But they also came to know the becoming, the weaving, the arising and passing away, and the metamorphosing transformation of the macrocosm. These Hybernian Mysteries were indeed great mysteries.
[ 22 ] Und ihre eigentliche Blüte hatten sie in dem Zeitalter, das noch dem Mysterium von Golgatha voranging. Aber es war eben das Eigentümliche der großen Mysterien, daß in diesen großen Mysterien von dem Christus als dem Zukünftigen gesprochen wurde, wie später von den Menschen von dem Christus als dem durch vergangene Ereignisse Hindurchgeschrittenen gesprochen wurde. Und eigentlich wollte man nach der ersten Einweihung dem Schüler zeigen, indem man ihm beim Ausgange das Bild des Christus vorführte: alles das, was der Weltengang der Erde ist, tendiert hin nach dem Ereignis von Golgatha. Das wurde dazumal noch als ein Zukünftiges dargestellt.
[ 22 ] And they reached their true zenith in the age that preceded the Mystery of Golgotha. But it was precisely the distinctive feature of the great mysteries that in these great mysteries Christ was spoken of as the One to come, just as people later spoke of Christ as the One who had passed through past events. And in fact, after the first initiation, the intention was to show the student—by presenting him with the image of Christ as he departed—that the entire course of the Earth’s history tends toward the event of Golgotha. At that time, this was still portrayed as something yet to come.
[ 23 ] Auf dieser später durch so viele Prüfungen gegangenen Insel war in der Tat eine Stätte der großen Mysterien, eine Stätte der christlichen Mysterien vor dem Mysterium von Golgatha, in der in rechtmäßiger Weise auch der vor dem Mysterium von Golgatha wesende Mensch hingelenkt wurde mit seinem Geistesblick nach dem Mysterium von Golgatha.
[ 23 ] On this island, which was later subjected to so many trials, there was indeed a place of great mysteries—a place of Christian mysteries prior to the Mystery of Golgotha—where human beings living before the Mystery of Golgotha were legitimately guided, through their spiritual vision, toward the Mystery of Golgotha.
[ 24 ] Und als dann das Mysterium von Golgatha eintrat, da wurden, während sich drüben in Palästina die merkwürdigen Ereignisse zutrugen, die wir eben beschreiben, wenn wir das Christus Jesus-Erleben auf Golgatha und seiner Umgebung darstellen, innerhalb der hybernischen Mysterien und ihrer Gemeinde, das heißt dem Volke, das hinzugehörte zu den hybernischen Mysterien, große Feste gefeiert. Und was sich in Palästina wirklich zutrug, das trug sich in hundertfältiger Weise bildhaft zu, ohne daß das Bild das Andenken an Vergangenes war, auf der hybernischen Insel. Auf der hybernischen Insel erlebte man in Bildern das Mysterium von Golgatha gleichzeitig, während sich das Mysterium von Golgatha historisch in Palästina zutrug. Wenn später in den Tempel- und Kirchenstätten das Mysterium von Golgatha im Bilde erlebt wurde, im Bilde dem Volke gezeigt wurde, dann waren das Bilder, die an etwas erinnerten, was auf der Erde vergangen war, was also aus dem gewöhnlichen Bewußtsein heraus wie ein historisch Gedächtnismäßiges geholt war. Auf der hybernischen Insel waren diese Bilder vorhanden, als sie noch nicht durch das historische Gedächtnis aus der Vergangenheit heraus geholt werden konnten, sondern als sie erst herausgeholt werden konnten nur aus dem Geiste selber. Auf der hybernischen Insel wurde geistig geschaut dasjenige, was sich für das leibliche Auge in Palästina im Beginne unserer Zeitrechnung abspielte. Und so erlebte eigentlich auf der hybernischen Insel die Menschheit das Mysterium von Golgatha geistig. Und das bedeutet die Größe alles dessen, was später gerade ausgegangen ist für die übrige Zivilisation von dieser hybernischen Insel, was aber verschwunden ist in der späteren Zeit.
[ 24 ] And when the Mystery of Golgotha took place, while the remarkable events we have just described—as we portray the experience of Christ Jesus on Golgotha and its surroundings—were taking place over in Palestine, great festivals were celebrated within the Hybernian Mysteries and their community, that is, among the people who belonged to the Hybernian Mysteries. And what actually took place in Palestine occurred in a hundredfold, pictorial way on the Hyberian Island—without the image being a mere remembrance of the past. On the Hyberian Island, the Mystery of Golgotha was experienced in images simultaneously, while the Mystery of Golgotha was historically taking place in Palestine. When later, in temples and churches, the Mystery of Golgotha was experienced in images—shown to the people in images—these were images that evoked a memory of something that had passed on Earth, something that had thus been drawn from ordinary consciousness as a historical memory. On the Hybernian Island, these images existed at a time when they could not yet be drawn from the past through historical memory, but could only be drawn from the spirit itself. On the Hybernian Island, what unfolded before the physical eye in Palestine at the beginning of our era was spiritually beheld. And so, on the Hybernian Island, humanity actually experienced the Mystery of Golgotha spiritually. And this signifies the greatness of all that later emanated from this Hybernian Island for the rest of civilization—though it has since disappeared in later times.
[ 25 ] Und nun bitte ich Sie, auf eines aufmerksam zu sein. Derjenige, der nur die äußere Geschichte studiert, der kann vieles Großartige, Schöne, Herzerhebende, Sinnerleuchtende finden, wenn er historisch zurückschaut in die alte morgenländische Welt, wenn er historisch zurückschaut in das alte Griechenland, zurückschaut in das alte Rom; dann wiederum kann er mancherlei erleben, wenn er heraufkommt, sagen wir in die Zeit Karls des Großen etwa, das Mittelalter hindurch. ‚Aber sehen Sie sich nur einmal an, wie spärlich die äußeren historischen Nachrichten werden in der Zeit, die beginnt ein paar Jahrhunderte nach der Entstehung des Christentums und endet mit etwa dem neunten und zehnten nachchristlichen Jahrhundert. Prüfen Sie einmal die historischen Werke; in allen älteren ehrlicheren historischen Werken werden Sie da eigentlich überall nur ganz kurze Darstellungen, Weniges finden für diese Jahrhunderte. Dann erst wiederum beginnen die Dinge ausführlicher zu werden.
[ 25 ] And now I ask you to pay attention to one thing. Anyone who studies only external history can find much that is magnificent, beautiful, heart-lifting, and enlightening when looking back historically at the ancient Eastern world, at ancient Greece, and at ancient Rome; and they can experience many things again when moving forward, say, to the time of Charlemagne and through the Middle Ages. “But just take a look at how sparse the external historical records become during the period that begins a few centuries after the emergence of Christianity and ends around the ninth and tenth centuries A.D. Take a look at the historical works; in all the older, more honest historical works, you’ll actually find only very brief accounts—very little—for these centuries. Only then do things begin to become more detailed again.
[ 26 ] Allerdings neuere Historiker, die sich gewissermaßen in einer etwas professoralen Art schämen, den Stoff so schlecht zu verteilen dadurch, daß sie das nicht schildern, was sie nicht wissen, die erfinden allerlei phantastische Konstruktionen, die nun in diese Jahrhunderte hineingesetzt werden. Aber das ist ja alles Unsinn. Stellt man äußerlich histotisch ehrlich dar, so wird es ziemlich dünn in der historischen Darstellung für diejenige Zeit, als das alte Rom zugrunde geht, dann die verheerenden Züge der Völkerwanderung kommen, die übrigens nicht einmal so furchtbar äußerlich auffällig waren, wie sich die heutigen Menschen das vorstellen, die nur auffällig waren gegenüber der sonstigen vorherigen und nachherigen Ruhe. Aber wenn Sie einfach heute berechnen, oder meinetwillen in der Vorkriegszeit berechnet hätten, wie viele Menschen, sagen wir von Rußland nach der Schweiz ziehen in jedem Jahre, so würden Sie mehr Menschen herausbekommen, als während der Zeit der Völkerwanderung dieselbe Strecke in Europa durchmessen haben. Alle diese Dinge sind relativ. So daß man eigentlich, wenn man in dem Stile fortreden wollte, den man auf die Darstellung der Völkerwanderung anwendet, man hätte sagen müssen: Bis in die Vorkriegszeit war überhaupt alles in Europa in einer fortwährenden Völkerwanderung, auch nach Amerika hinüber. Und die Auswanderungszüge nach Amerika hinüber waren zahlreicher als die Ströme der Völkerwanderung. Das macht man sich nur nicht recht klar.
[ 26 ] However, more recent historians—who, in a somewhat professorial manner, are ashamed to present the material so poorly by failing to describe what they do not know—invent all sorts of fantastical constructs that are now inserted into these centuries. But that is all nonsense. If one presents the facts objectively and historically honestly, the historical record for the period when ancient Rome was collapsing—followed by the devastating waves of the Migration Period, which, incidentally, were not even as terribly conspicuous as people today imagine, but were only striking in contrast to the relative calm that preceded and followed them—becomes rather sparse. But if you were to simply calculate today—or, for that matter, had calculated during the prewar period—how many people, say, migrate from Russia to Switzerland each year, you would find that more people have traveled that same route in Europe than did during the entire period of the Migration Period. All these things are relative. So that, if one were to continue speaking in the same vein used to describe the Migration Period, one would actually have to say: Right up until the pre-war period, everything in Europe was in a state of constant migration, including the movement to America. And the waves of emigration to America were more numerous than the great migrations of the Migration Period. People just don’t really realize this.
[ 27 ] Aber trotzdem ist es so, daß, während diese Zeit verfließt, die als die Völkerwanderungszeit und als die Nachzeit der Völkerwanderung beschrieben wird, die historischen Nachrichten spärlich werden. Man weiß nicht viel von ihr. Man wird wenig beschreiben von demjenigen, was zum Beispiel hier in dieser Gegend vorgegangen ist, was in Frankreich, in Deutschland vorgegangen ist und so weiter, man wird wenig davon beschreiben. Aber gerade da war es, wo noch die Nachklänge dessen, was erschaut worden war in den hybernischen Mysterien, dennoch über Europa, wenn auch nur in einem schwachen Nachklang, herüberströmten, wo überall die Wirkungen, die Impulse der großen Mysterien von Hybernia schon in die Zivilisation einströmten. ‚Aber nun begegneten sich zwei große Strömungen. Sehen Sie, alles, was ich jetzt sage, ist eigentlich nur als Terminologie gesagt, nicht um auf irgend etwas auch nur einen Schatten von Sympathie oder Antipathie fallen zu lassen, sondern um zu schildern die geschichtliche Notwendigkeit. Zwei Strömungen begegnetensich. Die eine, welche auf dem Umwege durch Griechenland und Rom aus dem Oriente herüberkam, die da rechnete mit der immer mehr und mehr über die Menschheit hereinbrechenden, bloß auf den Verstand und die Sinne hinzielenden Begabung, wo da gewirkt wurde mit dem, was als historische Erinnerung vorhanden war von äußerlich sichtbaren, äußerlich erlebten Ereignissen. Von Palästina herüber durch Griechenland und Rom verbreitete sich die Nachricht, die dann von den Menschen in ihrem religiösen Leben aufgenommen wurde, die Nachricht über etwas, was sich in der sinnlich-physischen Welt durch den Gott Christus in Palästina abgespielt hatte. Das war berechnet auf das Verständnis der Menschen, das nur mehr angewiesen war auf dasjenige, was wir heute das gewöhnliche, auf den Verstand und die Sinne angewiesene Bewußtsein nennen. Und das breitete sich ja auch in der großartigsten Weise aus. Aber das verdrängte schließlich dasjenige, was vom Westen, von Hybernia herüberkam, und was als ein letzter Ausklang alter instinktiver Erdenweisheit rechnete mit den alten, nur in die neue Bewußtheit hereinleuchtenden spirituellen Weistümern der Menschheit. Etwas breitete sich von Hybernia über Europa aus, was nicht rechnete in bezug auf die Erleuchtung mit Weisheit auf sinnliche Anschauung, auf den Beweis für etwas dadurch, daß man zeigen konnte, das hat sich histotisch abgespielt. Sondern da breiteten sich aus Kulte, Weisheitslchren als hybernische Kulte, als hybernische Weisheitslehren, die da rechneten mit etwas, das den Menschen erleuchtet von der geistigen Welt aus, selbst dann noch, wenn es sich, wie das Mysterium von Golgatha, auf einem anderen Erdenfleck gleichzeitig in physischer Wirklichkeit abspielt. In Hybernia wurde auf die physische Wirklichkeit von Palästina auf geistige Art geschaut.
[ 27 ] Nevertheless, as this period—described as the Migration Period and the post-Migration Period—unfolds, historical records become sparse. Not much is known about it. Little will be written about what took place, for example, here in this region, or in France, in Germany, and so on; little will be written about it. But it was precisely there that the echoes of what had been beheld in the Hybernian Mysteries were still flowing across Europe—albeit only as a faint echo—and where the effects and impulses of the great Mysteries of Hybernia were already permeating civilization everywhere. “But now two great currents met. You see, everything I am saying now is really only in terms of terminology, not to cast even a shadow of sympathy or antipathy on anything, but to describe the historical necessity. Two currents met. One, which came from the East via Greece and Rome, relied on the increasingly pervasive influence over humanity of a mindset focused solely on the intellect and the senses, working with what existed as historical memory of outwardly visible, outwardly experienced events. From Palestine, through Greece and Rome, the message spread—a message that was then taken up by people in their religious lives—the message about something that had taken place in the physical, sensory world through the God Christ in Palestine. This was tailored to people’s understanding, which relied solely on what we today call ordinary consciousness—that which depends on the intellect and the senses. And indeed, it spread in the most magnificent way. But this eventually supplanted what came from the West, from Hybernia, and which, as a final echo of ancient instinctive earthly wisdom, reckoned with the old spiritual wisdom of humanity that was only now beginning to shine into the new consciousness. Something spread from Hybernia across Europe that, with regard to enlightenment, did not rely on wisdom based on sensory perception, nor on proof of something by demonstrating that it had historically taken place. Instead, cults and teachings of wisdom spread from Hybernia—as Hybernian cults and Hybernian teachings of wisdom—which relied on something that enlightens human beings from the spiritual world, even when, like the Mystery of Golgotha, it is simultaneously unfolding in physical reality at another spot on Earth. In Hybernia, the physical reality of Palestine was viewed in a spiritual way.
[ 28 ] Aber dasjenige, was nur anknüpfen konnte an physische Wirklichkeit, das überschattete jenes andere, das da rechnete auf spirituelle Erhebung des Menschen, auf spirituelle Verinnerlichung des Menschen, auf spirituelle Durchseelung des Menschen. Und allmählich gewann aus einer Notwendigkeit heraus, die ja öfter besprochen worden ist in bezug auf andere Gesichtspunkte, allmählich gewann das, was anknüpfte an das sinnlich-physische Dasein, die Oberhand über dasjenige, was anknüpfte an geistiges Schauen. Und die Nachrichten von dem im physischen Leibe auf der Erde wesenden Erlöser gewannen die Oberhand über die wunderbaren imaginativen Bilder, die von Hybernia 'herüberkamen und inKulten dargestellt werden konnten, über die großartigen imaginativen Bilder, die da kündeten von dem Erlöser als einer geistigen Wesenheit und darauf keine Rücksicht nahmen in der Darstellung ihres Kultus, in ihren Schilderungen, daß das auch ein historisches Ereignis war. Am wenigsten konnte man Rücksicht darauf nehmen in der Zeit, wo es noch nicht historisches Ereignis war, denn es waren die Kulte auch schon eingerichtet vor dem Mysterium von Golgatha.
[ 28 ] But that which could only be linked to physical reality overshadowed that other aspect, which was based on the spiritual elevation of the human being, on the spiritual internalization of the human being, on the spiritual permeation of the human being. And gradually, out of a necessity that has often been discussed in relation to other perspectives, that which was connected to sensory-physical existence gradually gained the upper hand over that which was connected to spiritual vision. And the news of the Savior dwelling in a physical body on Earth gained the upper hand over the wondrous imaginative images that came from Hybernia ' and could be depicted in cults—over the magnificent imaginative images that proclaimed the Savior as a spiritual being and, in the portrayal of their cult and in their descriptions, took no account of the fact that this was also a historical event. It was least possible to take this into account at a time when it was not yet a historical event, for the cults had already been established before the Mystery of Golgotha.
[ 29 ] Und die Zeit brach an, in der die Menschen immer mehr und mehr nur zugänglich waren für das physisch Anzuschauende, in der sie sogleich, man möchte sagen, dazu kamen, die Dinge nicht mehr als Wahrheit zu nehmen, die nicht an physisch Angeschautes anknüpften. Und so wurde die Weisheit, die von Hybernia herüberkam, nicht mehr in ihrer Substantialität gefühlt. Und so wurde die Kunst, die von Hybernia herüberkam, nicht mehr in ihrer kosmischen Wahrheit gefühlt. So entstand immer mehr und mehr nicht eine hybernische Wissenschaft, sondern eine Wissenschaft, die nur anknüpfte auch an das ÄuBerlich-Sinnliche, und nicht hybernische Kunst, sondern eine Kunst — selbst die Raffaclische ist keine andere —, die da brauchte das SinnlichAnschauliche zum Modell, während die hybernische Kunst darauf ausging, das Geistige, das Spirituelle unmittelbar durch die Kunstmittel zu verwirklichen.
[ 29 ] And the time dawned when people became more and more receptive only to what could be physically perceived, when they, one might say, came to no longer accept as truth anything that was not connected to what could be physically perceived. And so the wisdom that came from Hybernia was no longer perceived in its substantiality. And so the art that came from Hybernia was no longer perceived in its cosmic truth. Thus, more and more, what emerged was not a Hybernian science, but a science that was based solely on the external and sensory; and not Hybernian art, but an art — even Raffaclian art is no different — that used the sensually perceptible as its model, whereas Hybernian art sought to realize the mental and the spiritual directly through the means of art.
[ 30 ] So kam dann die Zeit, in der in gewissem Sinne eine Verfinsterung über das spirituelle Leben eingezogen war, in der man nur pochte auf den Verstand und die Sinne, und Philosophien begründete, die zeigen sollten, wie Verstand und Sinne irgendwie auf das Sein kommen oder zur Wahrheit gelangen könnten.
[ 30 ] Thus came a time when, in a certain sense, a darkness had descended upon spiritual life, a time when people relied solely on the intellect and the senses, and formulated philosophies intended to show how the intellect and the senses might somehow arrive at Being or attain the truth.
[ 31 ] Und dann trat eben jenes Merkwürdige ein, daß die Menschen nicht mehr zugänglich waren den spirituellen Einflüssen. Und wo sollte man denn präziser, möchte ich sagen, schen, wie die Menschen mit ihrem Bewußtsein nicht mehr zugänglich waren spirituellen Einflüssen, als bei dem, was den Menschen so gegeben wurde — ich habe das in der Zeitschrift «Das Reich » dargestellt —, wie etwa die «Chymische Hochzeit des Christian Rosencreutz» den Menschen gegeben wurde. Ich habe dazumal darauf aufmerksam gemacht, wie merkwürdig es doch zugegangen ist mit dieser «Chymischen Hochzeit». Der Valentin Andreä ist der physische Schreiber dieser «Chymischen Hochzeit»; in dem Jahre unmittelbar vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges ist diese «Chymische Hochzeit» hingeschrieben worden von Valentin Andreä. Aber kein Mensch, der die Biographie des Valentin Andreä kennt, wird im Zweifel darüber sein, daß der Valentin Andreä, der später ein philiströser Pastor geworden ist und salbungsvolle andere Bücher schrieb, nicht die «Chymische Hochzeit» geschrieben hat. Es ist ein bloßer Unsinn, zu glauben, daß der Valentin Andreä die «Chymische Hochzeit» geschrieben hat. Denn vergleichen Sie nur einmal die «Chymische Hochzeit» oder die «Reformation der ganzen Welt» oder die anderen Schriften von Valentinus Andreä — physisch war es schon dieselbe Persönlichkeit mit dem schmalzig Salbungsvollen, Fettig-Öligen, was der Pastor Valentin Andreä, der nur denselben Namen trägt, in seinem späteren Leben dann geschrieben hat. Das ist doch ein höchst merkwürdiges Phänomen! Wir haben einen jungen Menschen, der überhaupt noch kaum erst die Schulzeit vollendet hat, der schreibt solche Dinge nieder wie die «Reformation der ganzen Welt», wie die «Chymische Hochzeit Christiani Rosencreutz», und wir müssen uns anstrengen, den inneren Sinn dieser Schriften zu ergründen. Er selber versteht gar nichts davon, denn das zeigt er später: er wird ein salbungsvoller öliger Pastor. Das ist derselbe Mensch! Und man braucht nur dieses Faktum zu nehmen, so muß man plausibel finden, was ich dazumal dargestellt habe: daß eben die «Chymische Hochzeit » nicht von einem Menschen geschrieben ist, oder nur insofern von einem Menschen geschrieben ist, nun ja wie der stetsangsterfüllte geheime Sekretär von Napoleon seine Briefe geschrieben hat. Aber Napoleon war immerhin ein Mensch, der stark mit seinen Füßen, mit seinen Beinen auf dem Boden stand, war eben eine physische Persönlichkeit. Derjenige, der die «Chymische Hochzeit» geschrieben hat, war nicht eine physische Persönlichkeit, und er hat sich dieses «Sekretärs» bedient, der eben dann später der ölige Pastor Valentin Andreä geworden ist.
[ 31 ] And then that very strange thing happened: people were no longer receptive to spiritual influences. And where, I would say, could one see more clearly that people, with their consciousness, were no longer receptive to spiritual influences than in what was given to them—I have described this in the journal Das Reich—such as The Chemical Wedding of Christian Rosencreutz, which was given to them. At the time, I drew attention to just how strange the circumstances surrounding this “Alchemical Wedding” were. Valentin Andreä was the physical author of this “Alchemical Wedding”; it was written by Valentin Andreä in the year immediately preceding the outbreak of the Thirty Years’ War. But no one familiar with Valentin Andreä’s biography will be in any doubt that Valentin Andreä—who later became a philistine pastor and wrote other unctuous books—did not write the Chemical Wedding. It is sheer nonsense to believe that Valentin Andreä wrote the Chemical Wedding. For just compare the “Chemical Wedding” or the “Reformation of the Whole World” or the other writings of Valentinus Andreä—in essence, it was the same person—with the saccharine, unctuous, greasy, and oily style that Pastor Valentin Andreä, who merely shares the same name, wrote in his later life. That is indeed a most curious phenomenon! Here we have a young man who has barely finished school, yet he writes down works such as the Reformation of the Whole World and the Chemical Wedding of Christian Rosencreutz, and we have to strain to fathom the inner meaning of these writings. He himself understands nothing of it, as he later demonstrates: he becomes a smarmy, oily pastor. That is the same person! And one need only consider this fact to find plausible what I argued at the time: that the “Chemical Wedding” was not written by a human being, or was written by a human being only in the same sense that Napoleon’s ever-anxious private secretary wrote his letters. But Napoleon was, after all, a human being who stood firmly with his feet and legs on the ground—he was, in short, a physical personality. The one who wrote The Chemical Wedding was not a physical personality, and he made use of this “secretary,” who later became the slick pastor Valentin Andreä.
[ 32 ] Denken Sie sich dieses wunderbare Ereignis, dem Dreißigjährigen Kriege ist es vorangegangen: ein junger Mensch, ein ganz junger Mensch gibt seine Hand einer geistigen Wesenheit, die niederschreibt so etwas wie die «Chymische Hochzeit»! Und was in diesem Falle nur in einem besonderen Exempel zutage tritt, das ist oftmals geschehen in jener Zeit. Die Dinge sind nur nicht so gut erkannt und aufbewahrt worden. Was überhaupt als Wichtiges der Menschheit gegeben worden ist in der damaligen Zeit, das ist den Menschen so gegeben worden, daß sie nicht fähig waren, mit ihrem Verstande es zu begreifen. Das war die fortflutende Spiritualität, die sich ihnen immer noch offenbarte, die die Menschen selber darstellen, aber nicht mehr in sich erleben konnten.
[ 32 ] Just imagine this marvelous event that preceded the Thirty Years’ War: a young person—a very young person—extends his hand to a spiritual being who writes down something like The Chemical Wedding! And what in this case comes to light only as a special example actually happened quite often in those days. It’s just that these things were not properly recognized or preserved. Whatever was given to humanity as important during that time was presented to people in such a way that they were unable to comprehend it with their intellect. This was the ever-flowing spirituality that continued to reveal itself to them—a spirituality that people could still portray, but could no longer experience within themselves.
[ 33 ] Und so ist es schon, daß in dieser Zeit, in der eigentlich, wenn die Bücher die entsprechende Dicke haben, lauter leere Seiten dastehen würden in den Geschichtsbüchern, daß in dieser Zeit die Menschheit wie in zwei Strömungen lebt: in derjenigen Strömung, die unten in der physischen Welt vor sich geht, wo die Menschen immer mehr und mehr nur daran glauben, was ihnen ihr Verstand sagt und was die Sinne sagen; aber darüber findet fortwährend eine durch den Menschen erfolgende, aber von den Menschen nicht verstandene spirituelle Offenbarung statt. Und eben zu den charakteristischsten Beispielen dieser spirituellen Offenbarung gehören solche Dinge, wie «Die Chymische Hochzeit Christiani Rosencreutz».
[ 33 ] And so it is that in this age—in which, if the books were thick enough, the history books would consist entirely of blank pages—humanity lives as if in two currents: in the current that flows down in the physical world, where people believe more and more only in what their intellect tells them and what their senses perceive; but above that, a spiritual revelation is constantly taking place—one brought about by human beings but not understood by them. And among the most characteristic examples of this spiritual revelation are works such as The Chemical Wedding of Christian Rosencreutz.
[ 34 ] Das alles aber, was sich da offenbarte, ging ja trotzdem durch Menschenköpfe, wenn diese Menschenköpfe das auch nicht verstanden; es ging durch Menschenköpfe, schwächte sich ab, verzerrte sich. Großartig Poetisches, gewaltig Poetisches wurde solches Gesäusel und Geplapper, wie es manchmal die Verse in der «Chymischen Hochzeit Christiani Rosencreutz» sind. Und dennoch sind sie Offenbarungen von etwas Großartigem: gewaltige makrokosmische Bilder, gewaltige Erlebnisse zwischen dem Menschen und dem Makrokosmos, die majestätisch erscheinen. Wenn man mit heutigem Schauen die «Chymische Hochzeit» liest, lernt man diese Bilder der «Chymischen Hochzeit» verstehen; sie lösen sich auf, denn sie sind im Grunde genommen dennoch gefärbt von den Gehirnen, durch die das durchgegangen ist, und hinter ihnen erscheint das Grandiose.
[ 34 ] But everything that was revealed there still passed through people’s minds, even if those minds did not understand it; it passed through people’s minds, grew weaker, and became distorted. Such murmuring and babbling—as the verses in The Chemical Wedding of Christian Rosencreutz sometimes are—became something magnificently poetic, something powerfully poetic. And yet they are revelations of something magnificent: powerful macrocosmic images, powerful experiences between the human being and the macrocosm, which appear majestic. When one reads the Chymical Wedding with today’s perspective, one learns to understand these images of the Chymical Wedding; they dissolve, for they are, after all, colored by the minds through which they passed, and behind them the grandeur appears.
[ 35 ] Solche Dinge sind eben ein Beweis dafür, daß im Unterbewußten das, was einstmals die Menschheit erlebte, eigentlich fortgelebt hat. Und ganz versickert eben ist es dann in den ersten Zeiten des verheerenden Dreißigjährigen Krieges. In der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts fließt ein dasjenige, was einmal große, majestätische spirituelle Wahrheit war. Und nur noch die Mystiker bewahren den Gemütseindruck davon. Aber die eigentliche Substanz, die spirituelle Substanz geht ganz verloren. Der Verstand siegt zunächst, bereitet das Zeitalter der Freiheit vor.
[ 35 ] Such things are proof that what humanity once experienced has actually lived on in the subconscious. And it was then that it completely faded away during the early days of the devastating Thirty Years’ War. In the first half of the seventeenth century, what was once a great, majestic spiritual truth began to ebb away. And only the mystics retained a sense of it. But the actual substance—the spiritual substance—was completely lost. Reason prevailed at first, paving the way for the age of freedom.
[ 36 ] Und heute blicken wir zurück auf diese Dinge und sehen gerade auf die hybernischen Mysterien zurück, ich möchte sagen mit einem recht vertieften inneren Seelenleben, denn sie sind im Grunde genommen die letzten großen Mysterien, jene letzten großen Mysterien, durch die sich aussprechen konnten die menschlichen und die kosmischen Geheimnisse. Und wenn man sie heute wieder ergründet, diese Geheimnisse, dann erscheinen einem erst die hybernischen Mysterien recht groß. Aber man kann sie eigentlich nicht durchschauen, wenn man die Dinge nicht zuerst auf selbständige Weise ergründet hat. Und selbst wenn man sie auf selbständige Weise ergründet hat, dann tritt noch etwas Besonderes ein.
[ 36 ] And today, as we look back on these things—and look back specifically on the Hybernian Mysteries—I would say with a rather profound inner spiritual life, for they are, in essence, the last great mysteries, those last great mysteries through which the human and cosmic secrets were able to express themselves. And when one explores these mysteries again today, only then do the Hybernian Mysteries appear truly great. But one cannot truly fathom them unless one has first explored these matters independently. And even if one has explored them independently, something special still occurs.
[ 37 ] Wenn man sich in der Akasha-Evolution den Bildern dieser hybernischen Mysterien nähert, dann empfindet man wie etwas, was zurückstoßend wirktauf einen. Esist, wie wenn man voneiner Kraftzurückgehalten würde, wie wenn man nicht herankäme mit der Seele. Und je näherman kommt, destomehr verfinstertsich das, dem manzueilen will mit der Seele, und man bekommt etwas wie eine seelische Betäubung. Man muß sich hindurcharbeiten durch diese seelische Betäubung. Man kann es nicht anders, als indem man alles das in sich aufleben läßt, was man schon weiß an Ähnlichem, an Selbstergründetem, an selbständig Erschautem. Und man merkt dann, warum das so ist. Man merkt dann, daß mit diesen hybernischen Mysterien wohl der letzte Ausklang eines Alten von den göttlich-geistigen Mächten der Menschheit gegeben war, daß aber in der Zeit, als die hybernischen Mysterien in das Schattenleben hinuntergezogen sind, sie zugleich geistig mit einem dichten Wall umgeben worden sind, so daß der Mensch sie nicht in passiver Weise ergründen kann, schauen kann, daß er sich ihnen nicht anders nähern kann, als indem er seine spirituelle Aktivität in sich erweckt hat, also ein richtiger Mensch der neueren Zeit geworden ist. Ich möchte sagen: der Zugang zu den hybernischen Mysterien ist zu gleicher Zeit verschlossen worden, damit die Menschen nicht in der alten Weise an die Mysterien herankommen können, sondern dazu veranlaßt werden, daß dasjenige, was in der Epoche der Freiheit von den Menschen innerlich gefunden werden muß, wirklich auch in Aktivität des Bewußtseins erlebt wird, nicht durch ein historisches, auch nicht durch ein hellscherisch historisches Schauen alter wunderbarer großer Geheimnisse, bevor man sich auf den Weg begeben hat, aus der eigenen inneren Aktivität heraus zu diesen Geheimnissen zu kommen.
[ 37 ] When one approaches the images of these Hybernian mysteries in Akashic evolution, one senses something that has a repulsive effect. It is as if one were being held back by a force, as if one could not draw near with one’s soul. And the closer one comes, the more that which one seeks to reach with one’s soul becomes obscured, and one experiences something like a spiritual numbness. One must work one’s way through this spiritual numbness. One can do so only by allowing everything one already knows—whether similar experiences, self-discovered insights, or independently perceived truths—to come alive within oneself. And one then realizes why this is so. One then realizes that these Hyberian Mysteries were indeed the final echo of an ancient era from the divine-spiritual powers of humanity, but that at the time when the Hyberian Mysteries receded into the shadow realm, they were simultaneously surrounded spiritually by a dense wall, so that human beings cannot fathom them passively, or perceive them, and that he cannot approach them except by awakening his spiritual activity within himself—that is, by becoming a true human being of the modern age. I would like to say: access to the Hybernian Mysteries has been closed off at the same time so that people cannot approach the Mysteries in the old way, but are instead led to experience what must be found inwardly by human beings in the epoch of freedom is truly experienced as an activity of consciousness—not through a historical, nor even a Hellesian-historical, contemplation of ancient, wondrous, great mysteries before one has set out on the path to arrive at these mysteries through one’s own inner activity.
[ 38 ] Damit ist mit den großen Mysterien von Hybernia gerade am intensivsten angedeutet, wie ein neues Zeitalter beginnt in der Epoche, in der die hybernischen Mysterien in das Schattenland hinuntersinken. ‚Aber sie können auch heute wiederum von dem von innerer Freiheit getragenen Seelenwesen in ihrer ganzen Glorie und Majestät geschaut werden, denn durch wirkliche innere Aktivität kann man sich ihnen nähern, kann man überwinden das einem Entgegenschlagende, einen Betäuben-Wollende, das für die Seele dasteht vor dem, was sich hier bis in die spätesten Zeiten hinein den Einzuweihenden noch enthüllte von den großen alten Geheimnissen der einstigen, zwar instinktiven, aber deshalb nicht minder hohen spirituellen Weisheit, die sich einmal als eine Urkraft der Seele über die Menschheit der Erde ergossen hatte. Die schönsten, die bedeutendsten Denkmäler in der späteren Zeit an die Urweisheit der Menschen, an die Urgnade der göttlich-geistigen Wesenheiten, wie sie sich offenbarte im Urzustande der Menschheit, die schönsten geistig-seelischen Denkmäler für diese Zeit sind diejenigen Bilder, die sich uns enthüllen können, indem wir den Blick hinrichten auf die Mysterien von Hybernia.
[ 38 ] Thus, the great mysteries of Hybernia most intensely foreshadow how a new age begins in the era in which the Hybernian mysteries sink into the realm of shadows. “But even today, they can once again be beheld in all their glory and majesty by the soul being sustained by inner freedom, for through genuine inner activity one can draw near to them, one can overcome that which strikes back at one, that which seeks to numb, that which stands before the soul as a barrier to what was still revealed here—even into the latest times—to those being initiated: the great ancient mysteries of the former, albeit instinctive, but no less exalted spiritual wisdom that once poured forth over the humanity of the Earth as a primal force of the soul. The most beautiful and significant monuments of later times to the primordial wisdom of humankind, to the primordial grace of the divine-spiritual beings as it was revealed in the primordial state of humanity—the most beautiful spiritual and soulful monuments of this era—are those images that can reveal themselves to us as we turn our gaze toward the Mysteries of Hybernia.
