World History from an Anthroposophical Perspective
GA 233
30 December 1923, Dornach
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Die Weltgeschichte in anthroposophischer Beleuchtung
Siebenter Vortrag
Siebenter Vortrag
[ 1 ] Der letzte große Einschnitt in der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit ist der ja oftmals erwähnte im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts etwa, wo der Übergang stattfindet von dem, was man nennt die Entwickelung der Verstandes- oder Gemütsseele in die Bewußtseinsseele hinein. Wir leben ja in einem Zeitalter, in dem in der Menschheit vorzugsweise die Entwickelung der Bewußtseinsseele stattfindet, und in diesem Zeitalter ist verlorengegangen eine wirkliche Einsicht in den Zusammenhang des Menschen mit den tieferen Impulsen und Kräften der Natur, das heißt des Geistes in der Natur. Wir reden heute sogar, wenn wir vom Menschen und seiner physischen Konstitution reden, zum Beispiel von den chemischen Stoffen, wie sie der Chemiker heute feststellt als sogenannte Elemente. Aber es hat für die Erkenntnis des Menschen ungefähr nicht mehr Wert, zu wissen, daß irgendein Nahrungsmittel Kohlenstoff, Stickstoff und so weiter enthält, als für die Mechanik der Uhr, zu wissen, daß diese Uhr aus Glas und meinetwillen Silber und einigen anderen Stoffen noch besteht. All dieses, was das Substantielle zurückführt auf diese äußerste stoffliche Abstraktion, Wasserstoff, Sauerstoff und so weiter, liefert im Grunde genommen keine wirkliche Erkenntnis des Menschen. Geradeso wie der Mechanismus der Uhr erkannt werden muß aus einem Kräftesystem-Zusammenhange, so muß die Wesenheit des Menschen erkannt werden aus der Art und Weise, wie die verschiedenen Impulse der Welt, die in den Reichen der Natur verteilt sind, die in anderer Weise in der Welt wirken, nun im Menschen gerade zur Geltung kommen. Aber dasjenige, was verhältnismäßig noch, wenn auch schon degeneriert, doch so vorhanden war, daß instinktiv gut angelegte Naturen bis ins 14., 15. Jahrhundert etwas damit machen konnten, das ist, mit Ausnahme einiger Menschen wie Paracelsus, Jakob Böhme und so weiter, nach und nach völlig verlorengegangen: ein wirkliches Hineinblicken in den Zusammenhang des Menschen mit der Welt.
[ 1 ] Der letzte große Einschnitt in der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit ist der ja oftmals erwähnte im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts etwa, wo der Übergang stattfindet von dem, was man nennt die Entwickelung der Verstandes- oder Gemütsseele in die Bewußtseinsseele hinein. Wir leben ja in einem Zeitalter, in dem in der Menschheit vorzugsweise die Entwickelung der Bewußtseinsseele stattfindet, und in diesem Zeitalter ist verlorengegangen eine wirkliche Einsicht in den Zusammenhang des Menschen mit den tieferen Impulsen und Kräften der Natur, das heißt des Geistes in der Natur. Wir reden heute sogar, wenn wir vom Menschen und seiner physischen Konstitution reden, zum Beispiel von den chemischen Stoffen, wie sie der Chemiker heute feststellt als sogenannte Elemente. Aber es hat für die Erkenntnis des Menschen ungefähr nicht mehr Wert, zu wissen, daß irgendein Nahrungsmittel Kohlenstoff, Stickstoff und so weiter enthält, als für die Mechanik der Uhr, zu wissen, daß diese Uhr aus Glas und meinetwillen Silber und einigen anderen Stoffen noch besteht. All dieses, was das Substantielle zurückführt auf diese äußerste stoffliche Abstraktion, Wasserstoff, Sauerstoff und so weiter, liefert im Grunde genommen keine wirkliche Erkenntnis des Menschen. Geradeso wie der Mechanismus der Uhr erkannt werden muß aus einem Kräftesystem-Zusammenhange, so muß die Wesenheit des Menschen erkannt werden aus der Art und Weise, wie die verschiedenen Impulse der Welt, die in den Reichen der Natur verteilt sind, die in anderer Weise in der Welt wirken, nun im Menschen gerade zur Geltung kommen. Aber dasjenige, was verhältnismäßig noch, wenn auch schon degeneriert, doch so vorhanden war, daß instinktiv gut angelegte Naturen bis ins 14., 15. Jahrhundert etwas damit machen konnten, das ist, mit Ausnahme einiger Menschen wie Paracelsus, Jakob Böhme und so weiter, nach und nach völlig verlorengegangen: ein wirkliches Hineinblicken in den Zusammenhang des Menschen mit der Welt.
[ 2 ] Was weiß zum Beispiel die neuere Wissenschaft, die sich allmählich seit dem 15. Jahrhundert herausgebildet hat, über die Beziehung, sagen wir, der pflanzlichen, der tierischen Welt zum Menschen! Sie untersucht eben die Pflanzen auf ihre chemischen Bestandteile und versucht dann irgendwie die Bedeutung dieser chemischen Bestandteile auf den Menschen zu studieren; versucht dann eventuell, sich Vorstellungen zu bilden — meistens unterläßt sie es auch — über die Wirkung der Substanzen auf den gesunden und kranken Menschen. Aber all dies liefert im Grunde nur Erkenntnisfinsternis um den Menschen. Es handelt sich heute durchaus darum, wenn man auf Grundlage geschichtlicher Einsicht in Menschenerkenntnis vorzurücken geneigt ist, die Beziehungen des Menschen zur außermenschlichen Natur wiederum kennenzulernen.
[ 2 ] Was weiß zum Beispiel die neuere Wissenschaft, die sich allmählich seit dem 15. Jahrhundert herausgebildet hat, über die Beziehung, sagen wir, der pflanzlichen, der tierischen Welt zum Menschen! Sie untersucht eben die Pflanzen auf ihre chemischen Bestandteile und versucht dann irgendwie die Bedeutung dieser chemischen Bestandteile auf den Menschen zu studieren; versucht dann eventuell, sich Vorstellungen zu bilden — meistens unterläßt sie es auch — über die Wirkung der Substanzen auf den gesunden und kranken Menschen. Aber all dies liefert im Grunde nur Erkenntnisfinsternis um den Menschen. Es handelt sich heute durchaus darum, wenn man auf Grundlage geschichtlicher Einsicht in Menschenerkenntnis vorzurücken geneigt ist, die Beziehungen des Menschen zur außermenschlichen Natur wiederum kennenzulernen.
[ 3 ] Bis zu dem letzten großen Umschwung, bis ins 15. Jahrhundert herein, haben die Menschen ein deutliches Gefühl davon gehabt, welch großer Unterschied besteht zwischen Metallen in der äußeren Natur und Metallen, die in irgendeiner Weise zum Vorschein kommen, wenn man das Substantielle des Menschen, das Stoffliche des Menschen ins Auge faßt, sagen wir zum Beispiel das Eisen in seinen verschiedenen Bindungen im menschlichen Organismus oder die Magnesia oder dergleichen. Für dieses, daß es solche Metalle gibt, die sich auch zeigen, wenn man den menschlichen Organismus selber untersucht, und solche Metalle, die in der äußeren Natur vorhanden sind, die sich nicht finden zunächst, wenn man den menschlichen Organismus untersucht, für diesen Unterschied in der Metallität der Erde hatte man bis ins 15. Jahrhundert eine tiefe, gründliche Empfindung. Denn man sagte sich: Der Mensch ist ein Mikrokosmos. In irgendeiner Weise findet sich in ihm alles, was sich draußen in der Welt im Makrokosmos findet. — Dies ist ja nicht irgendein allgemeines abstraktes Prinzip, sondern es folgt für den, der irgendwie jemals der Initiationswissenschaft nahegetreten ist, als mit dem Wesen des Menschen und dem Wesen der Welt notwendig verbunden. Denn man kommt nur zu einer wirklichen Erkenntnis des Menschen, wenn man die ganze Natur mit allen ihren Impulsen und substantiellen Inhalten zusammenträgt; dann bekommt man ein Bild, eine Imagination vom Wesen des Menschen. Und in diesem Bilde, in dieser Imagination störte es, wenn man irgend etwas draußen in der Natur hätte, das im Menschen selber sich nicht finden könnte. — So dachte eine Persönlichkeit, die im Beginne, sagen wir, noch des 9., 10., 11. nachchristlichen Jahrhunderts Naturforscher war. Aber man wußte ja damals auch, daß dasjenige, was der Mensch aufnimmt durch seine physische Ernährung, nur ein Teil dessen ist, wodurch der Mensch seine physische Organisation und überhaupt seine Organisation unterhält, vielleicht gar nicht einmal der wichtigste.
[ 3 ] Bis zu dem letzten großen Umschwung, bis ins 15. Jahrhundert herein, haben die Menschen ein deutliches Gefühl davon gehabt, welch großer Unterschied besteht zwischen Metallen in der äußeren Natur und Metallen, die in irgendeiner Weise zum Vorschein kommen, wenn man das Substantielle des Menschen, das Stoffliche des Menschen ins Auge faßt, sagen wir zum Beispiel das Eisen in seinen verschiedenen Bindungen im menschlichen Organismus oder die Magnesia oder dergleichen. Für dieses, daß es solche Metalle gibt, die sich auch zeigen, wenn man den menschlichen Organismus selber untersucht, und solche Metalle, die in der äußeren Natur vorhanden sind, die sich nicht finden zunächst, wenn man den menschlichen Organismus untersucht, für diesen Unterschied in der Metallität der Erde hatte man bis ins 15. Jahrhundert eine tiefe, gründliche Empfindung. Denn man sagte sich: Der Mensch ist ein Mikrokosmos. In irgendeiner Weise findet sich in ihm alles, was sich draußen in der Welt im Makrokosmos findet. — Dies ist ja nicht irgendein allgemeines abstraktes Prinzip, sondern es folgt für den, der irgendwie jemals der Initiationswissenschaft nahegetreten ist, als mit dem Wesen des Menschen und dem Wesen der Welt notwendig verbunden. Denn man kommt nur zu einer wirklichen Erkenntnis des Menschen, wenn man die ganze Natur mit allen ihren Impulsen und substantiellen Inhalten zusammenträgt; dann bekommt man ein Bild, eine Imagination vom Wesen des Menschen. Und in diesem Bilde, in dieser Imagination störte es, wenn man irgend etwas draußen in der Natur hätte, das im Menschen selber sich nicht finden könnte. — So dachte eine Persönlichkeit, die im Beginne, sagen wir, noch des 9., 10., 11. nachchristlichen Jahrhunderts Naturforscher war. Aber man wußte ja damals auch, daß dasjenige, was der Mensch aufnimmt durch seine physische Ernährung, nur ein Teil dessen ist, wodurch der Mensch seine physische Organisation und überhaupt seine Organisation unterhält, vielleicht gar nicht einmal der wichtigste.
[ 4 ] Nun, nahe liegt es ja, aufzusteigen von der physischen Ernährung zu der Atmung, die ja auch ein Stoffwechsel ist. Aber weiter aufzusteigen fällt dem heutigen Menschen nicht ein. Dem Naturforscher vor dem 15. Jahrhundert war es klar, daß der Mensch, wenn er sein Auge anwendet zum Wahrnehmen, nicht bloß sieht mit dem Auge, sondern daß durch das Auge während des Wahrnehmeprozesses in unendlich feiner Verteilung Substantielles aus dem Weltenall aufgenommen wird. Und so durch das Auge, so durch das Ohr, so aber auch durch andere Organisationsbestandteile des Menschen. Und als etwas Allerwichtigstes sah man an, daß der Mensch dasjenige, was er nicht in grober Weise in sich enthält, sagen wir zum Beispiel Blei, daß er das aufnimmt aus der unendlich feinen Verteilung, in der es vorhanden ist da, wo man es zunächst nicht vermutet. Blei ist ein Metall, das der Mensch zunächst nachweisbar nicht in sich hat. Aber Blei ist ein Metall, das ausgebreitet ist, in sehr großer Verdünnung ausgebreitet ist im ganzen, für den Menschen in Betracht kommenden Kosmos. Und das Blei nimmt der Mensch auf aus dem Kosmos durch viel feinere Prozesse, als es der Atmungsprozeß ist. Der Mensch sondert fortwährend in peripherischer Richtung von sich Substanz ab. Sie schneiden sich nicht nur die Nägel, sondern Sie sondern von der Haut fortwährend Substanz ab. Aber das ist nicht nur ein Fortgehen, sondern während die Substanz fortgeht, wird andere Substanz aufgenommen.
[ 4 ] Nun, nahe liegt es ja, aufzusteigen von der physischen Ernährung zu der Atmung, die ja auch ein Stoffwechsel ist. Aber weiter aufzusteigen fällt dem heutigen Menschen nicht ein. Dem Naturforscher vor dem 15. Jahrhundert war es klar, daß der Mensch, wenn er sein Auge anwendet zum Wahrnehmen, nicht bloß sieht mit dem Auge, sondern daß durch das Auge während des Wahrnehmeprozesses in unendlich feiner Verteilung Substantielles aus dem Weltenall aufgenommen wird. Und so durch das Auge, so durch das Ohr, so aber auch durch andere Organisationsbestandteile des Menschen. Und als etwas Allerwichtigstes sah man an, daß der Mensch dasjenige, was er nicht in grober Weise in sich enthält, sagen wir zum Beispiel Blei, daß er das aufnimmt aus der unendlich feinen Verteilung, in der es vorhanden ist da, wo man es zunächst nicht vermutet. Blei ist ein Metall, das der Mensch zunächst nachweisbar nicht in sich hat. Aber Blei ist ein Metall, das ausgebreitet ist, in sehr großer Verdünnung ausgebreitet ist im ganzen, für den Menschen in Betracht kommenden Kosmos. Und das Blei nimmt der Mensch auf aus dem Kosmos durch viel feinere Prozesse, als es der Atmungsprozeß ist. Der Mensch sondert fortwährend in peripherischer Richtung von sich Substanz ab. Sie schneiden sich nicht nur die Nägel, sondern Sie sondern von der Haut fortwährend Substanz ab. Aber das ist nicht nur ein Fortgehen, sondern während die Substanz fortgeht, wird andere Substanz aufgenommen.
[ 5 ] Sehen Sie, in diesen Gedankengängen lebte so ein Naturforscher des 9., 10., 11., 12. Jahrhunderts noch im Mittelalter. Für ihn war es ja noch nicht die Waage, waren es noch nicht die groben Meßinstrumente, durch die er bestimmte, wie die Substanzen, wie die Kräfte wirken, sondern es war ein Eingehen auf die inneren Qualitäten der Natur, auf die inneren Impulse der Natur und den Zusammenhang der Natur mit dem Menschen. Dadurch wußte man viele Dinge bis zu diesem 15. Jahrhundert, die man anfangen wird müssen wiederum zu wissen, denn im Grunde genommen weiß man heute über den Menschen gar nichts.
[ 5 ] Sehen Sie, in diesen Gedankengängen lebte so ein Naturforscher des 9., 10., 11., 12. Jahrhunderts noch im Mittelalter. Für ihn war es ja noch nicht die Waage, waren es noch nicht die groben Meßinstrumente, durch die er bestimmte, wie die Substanzen, wie die Kräfte wirken, sondern es war ein Eingehen auf die inneren Qualitäten der Natur, auf die inneren Impulse der Natur und den Zusammenhang der Natur mit dem Menschen. Dadurch wußte man viele Dinge bis zu diesem 15. Jahrhundert, die man anfangen wird müssen wiederum zu wissen, denn im Grunde genommen weiß man heute über den Menschen gar nichts.
[ 6 ] Wir sagen ja zunächst, indem wir die Konstitution des Menschen aufsuchen, um, ich möchte sagen, eine Art Klassifizierung, eine Art allgemeinen Plan zu geben: Der Mensch ist zusammengesetzt aus dem physischen Leib, dem ätherischen Leib, dem astralischen Leib, dem Ich oder der Ich-Organisation. — Gut, das sind ja zunächst Worte. Es ist gut, wenn man bei diesen Worten anfängt; ein bißchen etwas kann jeder sich darunter vorstellen. Aber will man diese Dinge gebrauchen in der Lebenspraxis, will man sie namentlich gebrauchen in der Heilkunde, die ja die wichtigste Lebenspraxis ist, die aus der Erkenntnis des Menschen folgen kann, dann kann man bei den Worten nicht stehenbleiben, dann muß man eingehen auf dasjenige, was die Worte mit einem wirklichen Inhalte ausfüllt. Da fragen wir zunächst: Physischer Leib, wie kommen wir zu einer Vorstellung des physischen Leibes? — Sie werden gleich nachher sehen, warum ich diesen Begriff entwickle. Wie kommen wir zu einer Vorstellung des physischen Leibes? Nun, wenn wir irgendeinen Gegenstand auf der Erde haben außer dem Menschen, sagen wir einen Stein: er fällt zur Erde. Wir sagen, er ist schwer, er wird von der Erde angezogen, er hat ein Gewicht. Wir finden noch andere Kräfte, die wirken. Wenn der Stein sich zum Kristall bildet, wirken in ihm formbildende Kräfte. Die sind aber verwandt den irdischen Kräften. Kurz, wir haben, indem wir um uns blicken in der Welt, Stoffe, die dem irdischen Wesen unterworfen sind. Halten wir das fest: Wir haben Stoffe, die dem irdischen Wesen unterworfen sind.
[ 6 ] Wir sagen ja zunächst, indem wir die Konstitution des Menschen aufsuchen, um, ich möchte sagen, eine Art Klassifizierung, eine Art allgemeinen Plan zu geben: Der Mensch ist zusammengesetzt aus dem physischen Leib, dem ätherischen Leib, dem astralischen Leib, dem Ich oder der Ich-Organisation. — Gut, das sind ja zunächst Worte. Es ist gut, wenn man bei diesen Worten anfängt; ein bißchen etwas kann jeder sich darunter vorstellen. Aber will man diese Dinge gebrauchen in der Lebenspraxis, will man sie namentlich gebrauchen in der Heilkunde, die ja die wichtigste Lebenspraxis ist, die aus der Erkenntnis des Menschen folgen kann, dann kann man bei den Worten nicht stehenbleiben, dann muß man eingehen auf dasjenige, was die Worte mit einem wirklichen Inhalte ausfüllt. Da fragen wir zunächst: Physischer Leib, wie kommen wir zu einer Vorstellung des physischen Leibes? — Sie werden gleich nachher sehen, warum ich diesen Begriff entwickle. Wie kommen wir zu einer Vorstellung des physischen Leibes? Nun, wenn wir irgendeinen Gegenstand auf der Erde haben außer dem Menschen, sagen wir einen Stein: er fällt zur Erde. Wir sagen, er ist schwer, er wird von der Erde angezogen, er hat ein Gewicht. Wir finden noch andere Kräfte, die wirken. Wenn der Stein sich zum Kristall bildet, wirken in ihm formbildende Kräfte. Die sind aber verwandt den irdischen Kräften. Kurz, wir haben, indem wir um uns blicken in der Welt, Stoffe, die dem irdischen Wesen unterworfen sind. Halten wir das fest: Wir haben Stoffe, die dem irdischen Wesen unterworfen sind.
[ 7 ] Wer solche Dinge nicht ordentlich ins Auge faßt, der wird kommen und wird einem ein Stück Kohle zeigen, schwarze Kohle. Was ist das in Wirklichkeit? Es ist dies schwarze Kohle nur in der Nähe der Erde, denn in dem Augenblicke, wo man diese Kohle auch nur eine verhältnismäßig kurze Strecke von der Erde weg hätte, wäre sie nicht mehr so. Alles, was an ihr die Kohle zur Kohle macht, sind die Kräfte der Erde. Sie können also sagen: Wenn ich hier die Erde habe, dann sind die Kräfte der Erde hier im Irdischen, aber auch in jedem Gegenstande, den ich hier auf Erden habe. Und der physische Leib des Menschen ist zwar sehr zusammengesetzt, aber im Grunde genommen auch ein Gegenstand, der diesen physischen Kräften der Erde unterworfen ist, den Kräften, die vom Erdenmittelpunkte kommen. Das ist physischer Leib des Menschen, was unterworfen ist den Kräften, die vom Erdenmittelpunkte kommen (Pfeile nach auswärts). — Nun sind auf der Erde aber auch andere Kräfte. Diese Kräfte kommen vom Umkreis (Pfeile einwärts). Denken Sie sich einmal, ich gehe in ganz unbestimmte Weiten hinaus. Dann wirken von den unbestimmten Weiten her Kräfte, gerade umgekehrt den Kräften der Erde. Die wirken von überall herein. Ja, es gibt solche Kräfte, die von überall hereinwirken, die von allen Richtungen der Welt überall hereinwirken gegen den Mittelpunkt der Erde zu. Man kann eine ganz bestimmte konkrete Vorstellung von diesen Kräften bekommen, und zwar auf folgende Art.
[ 7 ] Wer solche Dinge nicht ordentlich ins Auge faßt, der wird kommen und wird einem ein Stück Kohle zeigen, schwarze Kohle. Was ist das in Wirklichkeit? Es ist dies schwarze Kohle nur in der Nähe der Erde, denn in dem Augenblicke, wo man diese Kohle auch nur eine verhältnismäßig kurze Strecke von der Erde weg hätte, wäre sie nicht mehr so. Alles, was an ihr die Kohle zur Kohle macht, sind die Kräfte der Erde. Sie können also sagen: Wenn ich hier die Erde habe, dann sind die Kräfte der Erde hier im Irdischen, aber auch in jedem Gegenstande, den ich hier auf Erden habe. Und der physische Leib des Menschen ist zwar sehr zusammengesetzt, aber im Grunde genommen auch ein Gegenstand, der diesen physischen Kräften der Erde unterworfen ist, den Kräften, die vom Erdenmittelpunkte kommen. Das ist physischer Leib des Menschen, was unterworfen ist den Kräften, die vom Erdenmittelpunkte kommen (Pfeile nach auswärts). — Nun sind auf der Erde aber auch andere Kräfte. Diese Kräfte kommen vom Umkreis (Pfeile einwärts). Denken Sie sich einmal, ich gehe in ganz unbestimmte Weiten hinaus. Dann wirken von den unbestimmten Weiten her Kräfte, gerade umgekehrt den Kräften der Erde. Die wirken von überall herein. Ja, es gibt solche Kräfte, die von überall hereinwirken, die von allen Richtungen der Welt überall hereinwirken gegen den Mittelpunkt der Erde zu. Man kann eine ganz bestimmte konkrete Vorstellung von diesen Kräften bekommen, und zwar auf folgende Art.


[ 8 ] Die wichtigste Substanz, die dem Organismus zugrunde liegt, dem pflanzlichen, dem tierischen, dem menschlichen Organismus, ist das Eiweiß. Das Eiweiß liegt aber auch zugrunde dem Keim eines neuen pflanzlichen, tierischen, menschlichen Organismus. Von einer Keimzelle geht das aus, von einer befruchteten Keimzelle, was sich als pflanzlicher, tierischer, menschlicher Organismus entwickelt. Die Substanz ist das Eiweiß. Man stellt sich heute vor, weil man überall phantasiert, statt wirkliche Wissenschaft zu treiben: Das Eiweiß, das ist halt eine kompliziert zusammengesetzte Substanz aus, wie man sagt, Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel, etwas Phosphor — recht kompliziert zusammengesetzt. So dafl man eigentlich schon das Ideal einer Zusammensetzung, wie der Atomist denkt, im Eiweiß hat. Man müßte ganz kompliziert da die Atome und Moleküle hineinzeichnen. Und dann, dann bildet sich im Muttertier oder in der Mutterpflanze dieses komplizierte Eiweißmolekül, oder wie man es nennen will; das entwickelt sich dann weiter, und es entsteht das neue Tier daraus durch reine Vererbung.
[ 8 ] Die wichtigste Substanz, die dem Organismus zugrunde liegt, dem pflanzlichen, dem tierischen, dem menschlichen Organismus, ist das Eiweiß. Das Eiweiß liegt aber auch zugrunde dem Keim eines neuen pflanzlichen, tierischen, menschlichen Organismus. Von einer Keimzelle geht das aus, von einer befruchteten Keimzelle, was sich als pflanzlicher, tierischer, menschlicher Organismus entwickelt. Die Substanz ist das Eiweiß. Man stellt sich heute vor, weil man überall phantasiert, statt wirkliche Wissenschaft zu treiben: Das Eiweiß, das ist halt eine kompliziert zusammengesetzte Substanz aus, wie man sagt, Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel, etwas Phosphor — recht kompliziert zusammengesetzt. So dafl man eigentlich schon das Ideal einer Zusammensetzung, wie der Atomist denkt, im Eiweiß hat. Man müßte ganz kompliziert da die Atome und Moleküle hineinzeichnen. Und dann, dann bildet sich im Muttertier oder in der Mutterpflanze dieses komplizierte Eiweißmolekül, oder wie man es nennen will; das entwickelt sich dann weiter, und es entsteht das neue Tier daraus durch reine Vererbung.


[ 9 ] Aber das ist ja alles vor dem geistigen Blicke der reine Unsinn. In Wirklichkeit ist es so, daß das Eiweiß des Muttertieres nicht kompliziert zusammengesetzt ist, sondern völlig korrumpiert wird und chaotisch wird. Das Eiweiß, das der Körper in sich sonst enthält, das ist noch einigermaßen geordnet, aber ein Eiweiß, das der Fortpflanzung zugrunde liegt, das ist gerade dadurch ausgezeichnet, daß es innerlich völlig chaotisch durcheinandergerüttelt ist, daß die Materie vollständig zurückgeführt wird ins Chaos, gar keine Struktur mehr hat, sondern eben ein Haufen von Substanz ist, die dadurch, daß sie ganz in sich zerschlissen, zerfetzt, zerstört ist, nicht mehr der Erde unterworfen ist. Solange das Eiweiß noch irgendwie innerlich zusammenhält, so lange ist es den zentralen Kräften der Erde unterworfen. In dem Augenblick, wo das Eiweiß innerlich zerklüftet wird, kommt es unter den Einfluß der ganzen Weltensphäre. Die Kräfte wirken von überallher herein, und es entsteht das kleine Eiweißklümpchen, das der Fortpflanzung zugrunde liegt, als ein Abbild des ganzen, zunächst uns überschaubaren Weltenalls. Jedes einzelne Eiweißklümpchen ist ein Abbild des ganzen Weltenalls, weil die Eiweißsubstanz zerklüftet, zerstört, ins Chaos übergeführt wird und dadurch gerade als Weltenstaub geeignet gemacht wird, dem ganzen Kosmos unterworfen zu werden. Davon weiß man heute nichts mehr.
[ 9 ] Aber das ist ja alles vor dem geistigen Blicke der reine Unsinn. In Wirklichkeit ist es so, daß das Eiweiß des Muttertieres nicht kompliziert zusammengesetzt ist, sondern völlig korrumpiert wird und chaotisch wird. Das Eiweiß, das der Körper in sich sonst enthält, das ist noch einigermaßen geordnet, aber ein Eiweiß, das der Fortpflanzung zugrunde liegt, das ist gerade dadurch ausgezeichnet, daß es innerlich völlig chaotisch durcheinandergerüttelt ist, daß die Materie vollständig zurückgeführt wird ins Chaos, gar keine Struktur mehr hat, sondern eben ein Haufen von Substanz ist, die dadurch, daß sie ganz in sich zerschlissen, zerfetzt, zerstört ist, nicht mehr der Erde unterworfen ist. Solange das Eiweiß noch irgendwie innerlich zusammenhält, so lange ist es den zentralen Kräften der Erde unterworfen. In dem Augenblick, wo das Eiweiß innerlich zerklüftet wird, kommt es unter den Einfluß der ganzen Weltensphäre. Die Kräfte wirken von überallher herein, und es entsteht das kleine Eiweißklümpchen, das der Fortpflanzung zugrunde liegt, als ein Abbild des ganzen, zunächst uns überschaubaren Weltenalls. Jedes einzelne Eiweißklümpchen ist ein Abbild des ganzen Weltenalls, weil die Eiweißsubstanz zerklüftet, zerstört, ins Chaos übergeführt wird und dadurch gerade als Weltenstaub geeignet gemacht wird, dem ganzen Kosmos unterworfen zu werden. Davon weiß man heute nichts mehr.
[ 10 ] Heute glaubt man: Nun ja, das alte Huhn, das hat eben das komplizierte Eiweiß. Es wird in das Ei hineingebtacht. Dann entsteht das neue Huhn, das ist das fortgesetzte, weiterentwickelte Eiweiß. Dann wird wiederum Keimsubstanz, und so geht das weiter von Huhn zu Huhn. — Aber so ist es eben nicht. Jedesmal, wenn der Übergang von einer Generation zu der nächsten ist, wird das Eiweiß ausgesetzt dem ganzen Kosmos. So daß wir sagen müssen: Wir haben auf der einen Seite die irdischen Substanzen, die unterworfen sind den irdischen zentralen Kräften, aber wir können sie in gewissen Verhältnissen auch unterworfen denken den Kräften, die von den Grenzen des Weltenalls her überall hereinwirken. Diese Kräfte, die letzteren, das sind nun diejenigen, die im menschlichen Ätherleib wirken; der ist unterworfen den Kräften des Kosmos. — Sehen Sie, jetzt haben wit reale Vorstellungen vom physischen Leib und Ätherleib. Stellen Sie sich jetzt die Frage: Was ist Ihr physischer Leib? — Er ist derjenige, der den Kräften unterworfen ist, die vom Mittelpunkt der Erde ausgehen. Was ist Ihr Ätherleib? — Es ist dasjenige an Ihnen, was den Kräften unterworfen ist, die von überall her aus der Peripherie hereinkommen. Sie können es auch zeichnen. Denken Sie einmal: Wir haben hier den Menschen. Sein physischer Leib ist derjenige, der, wenn es da dem Mittelpunkt der Erde zugeht (rot), den Kräften unterworfen ist, die nach dem Mittelpunkte der Erde gehen. Sein Ätherleib ist der (grün), welcher den Kräften unterworfen ist, die überall von dem Ende des Weltenalls hereinkommen. Jetzt haben wir ein Kräftesystem im Menschen: die Kräfte, die hinunterziehen, die eigentlich in allen Organen sind, welche senkrecht stehen, und diejenigen Kräfte, die von außen hereinkommen, die eigentlich in dieser Weise tendieren (siehe Pfeile). Das können Sie aus der Form des Menschen förmlich ablesen, wo die eine Art und die andere Art mehr vertreten ist. Wenn Sie die Beine studieren, so werden Sie sagen: Die Beine haben ihre Form selbstverständlich aus dem Grunde, weil sie den Erdenkräften mehr angepaßt sind.
[ 10 ] Heute glaubt man: Nun ja, das alte Huhn, das hat eben das komplizierte Eiweiß. Es wird in das Ei hineingebtacht. Dann entsteht das neue Huhn, das ist das fortgesetzte, weiterentwickelte Eiweiß. Dann wird wiederum Keimsubstanz, und so geht das weiter von Huhn zu Huhn. — Aber so ist es eben nicht. Jedesmal, wenn der Übergang von einer Generation zu der nächsten ist, wird das Eiweiß ausgesetzt dem ganzen Kosmos. So daß wir sagen müssen: Wir haben auf der einen Seite die irdischen Substanzen, die unterworfen sind den irdischen zentralen Kräften, aber wir können sie in gewissen Verhältnissen auch unterworfen denken den Kräften, die von den Grenzen des Weltenalls her überall hereinwirken. Diese Kräfte, die letzteren, das sind nun diejenigen, die im menschlichen Ätherleib wirken; der ist unterworfen den Kräften des Kosmos. — Sehen Sie, jetzt haben wit reale Vorstellungen vom physischen Leib und Ätherleib. Stellen Sie sich jetzt die Frage: Was ist Ihr physischer Leib? — Er ist derjenige, der den Kräften unterworfen ist, die vom Mittelpunkt der Erde ausgehen. Was ist Ihr Ätherleib? — Es ist dasjenige an Ihnen, was den Kräften unterworfen ist, die von überall her aus der Peripherie hereinkommen. Sie können es auch zeichnen. Denken Sie einmal: Wir haben hier den Menschen. Sein physischer Leib ist derjenige, der, wenn es da dem Mittelpunkt der Erde zugeht (rot), den Kräften unterworfen ist, die nach dem Mittelpunkte der Erde gehen. Sein Ätherleib ist der (grün), welcher den Kräften unterworfen ist, die überall von dem Ende des Weltenalls hereinkommen. Jetzt haben wir ein Kräftesystem im Menschen: die Kräfte, die hinunterziehen, die eigentlich in allen Organen sind, welche senkrecht stehen, und diejenigen Kräfte, die von außen hereinkommen, die eigentlich in dieser Weise tendieren (siehe Pfeile). Das können Sie aus der Form des Menschen förmlich ablesen, wo die eine Art und die andere Art mehr vertreten ist. Wenn Sie die Beine studieren, so werden Sie sagen: Die Beine haben ihre Form selbstverständlich aus dem Grunde, weil sie den Erdenkräften mehr angepaßt sind.


[ 11 ] Der Kopf ist mehr den Kräften der Peripherie angepaßt. — Ebenso können Sie die Arme studieren. Das ist ganz besonders interessant. Halten Sie die Arme an den Körper angedrückt: sie sind unterworfen den Kräften, die nach dem Mittelpunkte der Erde hingehen. Haben Sie die Arme in lebendiger Bewegung, dann unterwerfen Sie selber Ihre Arme den Kräften, die von überallher aus der Peripherie hereinkommen.
[ 11 ] Der Kopf ist mehr den Kräften der Peripherie angepaßt. — Ebenso können Sie die Arme studieren. Das ist ganz besonders interessant. Halten Sie die Arme an den Körper angedrückt: sie sind unterworfen den Kräften, die nach dem Mittelpunkte der Erde hingehen. Haben Sie die Arme in lebendiger Bewegung, dann unterwerfen Sie selber Ihre Arme den Kräften, die von überallher aus der Peripherie hereinkommen.


[ 12 ] Sehen Sie, das ist der Unterschied zwischen Beinen und Armen. Die Beine sind eindeutig unterworfen den zentralen Kräften der Erde, die Arme sind nur bedingungsweise in einer gewissen Haltung unterworfen den zentralen Kräften der Erde. Der Mensch kann sie herausheben aus den zentralen Kräften der Erde und hineinfügen in die Kräfte, die wir die ätherischen nennen, die von der Peripherie überall herkommen. So kann man aber auch für die einzelnen Organe wirklich überall sehen, wie diese Organe eingefügt sind dem Weltenall.
[ 12 ] Sehen Sie, das ist der Unterschied zwischen Beinen und Armen. Die Beine sind eindeutig unterworfen den zentralen Kräften der Erde, die Arme sind nur bedingungsweise in einer gewissen Haltung unterworfen den zentralen Kräften der Erde. Der Mensch kann sie herausheben aus den zentralen Kräften der Erde und hineinfügen in die Kräfte, die wir die ätherischen nennen, die von der Peripherie überall herkommen. So kann man aber auch für die einzelnen Organe wirklich überall sehen, wie diese Organe eingefügt sind dem Weltenall.
[ 13 ] Nun haben Sie physischen Leib, Ätherleib. Was ist es aber mit dem astralischen Leib? Im Raume gibt es ja keine dritte Art von Kräften mehr. Die gibt es nicht mehr. Der astralische Leib, der hat seine Kräfte von außerhalb des Raumes. Der ätherische Leib hat sie von der Peripherie überall herein, der astralische Leib, der empfängt sie von außerhalb des Raumes.
[ 13 ] Nun haben Sie physischen Leib, Ätherleib. Was ist es aber mit dem astralischen Leib? Im Raume gibt es ja keine dritte Art von Kräften mehr. Die gibt es nicht mehr. Der astralische Leib, der hat seine Kräfte von außerhalb des Raumes. Der ätherische Leib hat sie von der Peripherie überall herein, der astralische Leib, der empfängt sie von außerhalb des Raumes.
[ 14 ] Man kann geradezu an gewissen Stellen der Natur aufsuchen, wie sich die physischen Kräfte der Erde hineinfügen in die ätherischen Kräfte, die von allen Seiten herankommen. Denken Sie einmal: Eiweiß, das ist zunächst in der physischen Erde vorhanden. Solange im Eiweiß chemisch irgendwie konstatierbar sind Schwefel, Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, so lange ist das Eiweiß eben den physischen Erdenkräften unterworfen. Kommt das Eiweiß in die Sphäre der Fortpflanzung, dann wird es herausgehoben aus den physischen Kräften. Die Kräfte des Umfanges des Weltenalls beginnen auf das zerklüftete Eiweiß zu wirken, und es entsteht neues Eiweiß als Abbild des ganzen Weltenalls.
[ 14 ] Man kann geradezu an gewissen Stellen der Natur aufsuchen, wie sich die physischen Kräfte der Erde hineinfügen in die ätherischen Kräfte, die von allen Seiten herankommen. Denken Sie einmal: Eiweiß, das ist zunächst in der physischen Erde vorhanden. Solange im Eiweiß chemisch irgendwie konstatierbar sind Schwefel, Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, so lange ist das Eiweiß eben den physischen Erdenkräften unterworfen. Kommt das Eiweiß in die Sphäre der Fortpflanzung, dann wird es herausgehoben aus den physischen Kräften. Die Kräfte des Umfanges des Weltenalls beginnen auf das zerklüftete Eiweiß zu wirken, und es entsteht neues Eiweiß als Abbild des ganzen Weltenalls.
[ 15 ] Aber sehen Sie, manchmal stellt sich folgendes heraus: die Zerklüftung kann nicht weit genug gehen. Es kann Eiweißsubstanz da sein, die müßte, damit zum Beispiel bei irgendeinem Tiere Fortpflanzung geschehen kann, im abgelegten Ei zerklüftet werden können, damit sie sich fügen kann den Kräften des ganzen Weltenalls. Aber das Tier ist in irgendeiner Weise verhindert, solche Eiweißsubstanz zur Fortpflanzung zu liefern, die einfach sich einfügen kann in den ganzen Makrokosmos. Fortpflanzungsfähige Eiweißsubstanz muß sich in den ganzen Makrokosmos einfügen. Das Tier, sagen wir, ist verhindert, fortpflanzungsfähige Eiweißsubstanz ohne weiteres zu bilden, zum Beispiel die Gallwespe. Was tut daher die Gallwespe? Die Gallwespe legt ihr Ei in irgendeinen Pflanzenteil hinein. Sie haben überall diese Gallen an den Eichen, an anderen Bäumen, wo die Gallwespen ihre Eier ablegen. Dann sehen Sie an dem Blatt zum Beispiel diese merkwürdigen Gallen: da drinnen ist ein Gallwespen-Ei. Warum geschieht das so? Warum wird da das Ei der Gallwespe, sagen wit, in das Eichenblatt hineingelegt, so daß dieser entsteht, in welchem aber das Ei drinnen ist, das sich jetzt entwickeln kann? Frei könnte es sich nicht entwickeln. Das ist aus dem Grunde, weil das Pflanzenblatt in sich einen ätherischen Leib hat. Der ist angepaßt dem ganzen Weltenäther, und der kommt zu Hilfe dem Ei der Gallwespe. Das Ei der Gallwespe kann allein sich nicht helfen. Daher legt es die Gallwespe in einen Pflanzenteil hinein, wo schon Ätherleib drinnen ist, der sich einfügt dem ganzen Weltenäther. Also die Gallwespe kommt an die Eiche heran, um ihre Eiweißsubstanz zur Zerklüftung zu bringen, damit die Weltenperipherie auf dem Umwege durch das Eichenblatt, durch die Eiche, wirken kann, während das bloße Gallwespen-Ei zugrunde gehen müßte, denn es kann nicht zerklüftet werden, es hält zu fest zusammen.
[ 15 ] Aber sehen Sie, manchmal stellt sich folgendes heraus: die Zerklüftung kann nicht weit genug gehen. Es kann Eiweißsubstanz da sein, die müßte, damit zum Beispiel bei irgendeinem Tiere Fortpflanzung geschehen kann, im abgelegten Ei zerklüftet werden können, damit sie sich fügen kann den Kräften des ganzen Weltenalls. Aber das Tier ist in irgendeiner Weise verhindert, solche Eiweißsubstanz zur Fortpflanzung zu liefern, die einfach sich einfügen kann in den ganzen Makrokosmos. Fortpflanzungsfähige Eiweißsubstanz muß sich in den ganzen Makrokosmos einfügen. Das Tier, sagen wir, ist verhindert, fortpflanzungsfähige Eiweißsubstanz ohne weiteres zu bilden, zum Beispiel die Gallwespe. Was tut daher die Gallwespe? Die Gallwespe legt ihr Ei in irgendeinen Pflanzenteil hinein. Sie haben überall diese Gallen an den Eichen, an anderen Bäumen, wo die Gallwespen ihre Eier ablegen. Dann sehen Sie an dem Blatt zum Beispiel diese merkwürdigen Gallen: da drinnen ist ein Gallwespen-Ei. Warum geschieht das so? Warum wird da das Ei der Gallwespe, sagen wit, in das Eichenblatt hineingelegt, so daß dieser entsteht, in welchem aber das Ei drinnen ist, das sich jetzt entwickeln kann? Frei könnte es sich nicht entwickeln. Das ist aus dem Grunde, weil das Pflanzenblatt in sich einen ätherischen Leib hat. Der ist angepaßt dem ganzen Weltenäther, und der kommt zu Hilfe dem Ei der Gallwespe. Das Ei der Gallwespe kann allein sich nicht helfen. Daher legt es die Gallwespe in einen Pflanzenteil hinein, wo schon Ätherleib drinnen ist, der sich einfügt dem ganzen Weltenäther. Also die Gallwespe kommt an die Eiche heran, um ihre Eiweißsubstanz zur Zerklüftung zu bringen, damit die Weltenperipherie auf dem Umwege durch das Eichenblatt, durch die Eiche, wirken kann, während das bloße Gallwespen-Ei zugrunde gehen müßte, denn es kann nicht zerklüftet werden, es hält zu fest zusammen.


[ 16 ] Sehen Sie, das gibt eine Möglichkeit, sogar hineinzusehen, wie merkwürdig in der Natur gearbeitet wird. Aber diese Arbeit, die ist auch sonst in der Natur vorhanden. Denn nehmen Sie an, das Tier sei nicht nur nicht fähig, Keimsubstanz zu liefern, die dem Weltenäther ausgesetzt werden kann zur Fortpflanzung, sondern das Tier sei nicht imstande, in sich selbst beliebige Stoffe in innere Nahrungsmittel zu verwandeln, zur inneren Ernährung zu verwenden. Naheliegend ist ja gleich das Beispiel der Biene. Die Biene kann nicht alles fressen. Die Biene kann nur dasjenige fressen, was ihr von der Pflanze schon zuerteilt wird. Nun aber sehen Sie sich etwas sehr Merkwürdiges an. Die Biene geht an die Pflanze heran, sucht sich den Honigsaft, nimmt ihn auf, verarbeitet ihn in sich, baut dasjenige auf, was wir so bewundern müssen bei der Biene, baut auf den ganzen Wabenbau, den Zellenbau im Bienenstock. Wir schauen auf diese zwei ganz merkwürdigen, wunderbaren Vorgänge hin, auf die Biene, die draußen auf der Blume sitzt, den Blumensaft saugt, dann hineingeht in den Bienenstock und aus sich heraus im Zusammenhange mit anderen Bienen die Wachszellen auferbaut, um sie mit Honig zu füllen. Was geschieht denn da? Sehen Sie, diese Zellen müssen Sie der Form nach ansehen. Sie sind so geformt (siehe Zeichnung, rechts), da ist die eine, die zweite daran und so weiter. Es sind kleine Zellen, deren Hohlräume so geformt sind, wie, ausgefüllt allerdings mit Substanz, etwas anders geformt, wie geformt sind die Quarzkristalle, die Kieselsäurekristalle. Wenn Sie ins Gebirge gehen und die Quarzkristalle ansehen, so können Sie sie auch so zeichnen. Sie kriegen zwar eine etwas unregelmäßige, aber eine ähnliche Zeichnung wie bei den Bienenzellen, die nebeneinander sind. Nur sind die Bienenzellen aus Wachs, der Quarz ist aus Kieselsäure.
[ 16 ] Sehen Sie, das gibt eine Möglichkeit, sogar hineinzusehen, wie merkwürdig in der Natur gearbeitet wird. Aber diese Arbeit, die ist auch sonst in der Natur vorhanden. Denn nehmen Sie an, das Tier sei nicht nur nicht fähig, Keimsubstanz zu liefern, die dem Weltenäther ausgesetzt werden kann zur Fortpflanzung, sondern das Tier sei nicht imstande, in sich selbst beliebige Stoffe in innere Nahrungsmittel zu verwandeln, zur inneren Ernährung zu verwenden. Naheliegend ist ja gleich das Beispiel der Biene. Die Biene kann nicht alles fressen. Die Biene kann nur dasjenige fressen, was ihr von der Pflanze schon zuerteilt wird. Nun aber sehen Sie sich etwas sehr Merkwürdiges an. Die Biene geht an die Pflanze heran, sucht sich den Honigsaft, nimmt ihn auf, verarbeitet ihn in sich, baut dasjenige auf, was wir so bewundern müssen bei der Biene, baut auf den ganzen Wabenbau, den Zellenbau im Bienenstock. Wir schauen auf diese zwei ganz merkwürdigen, wunderbaren Vorgänge hin, auf die Biene, die draußen auf der Blume sitzt, den Blumensaft saugt, dann hineingeht in den Bienenstock und aus sich heraus im Zusammenhange mit anderen Bienen die Wachszellen auferbaut, um sie mit Honig zu füllen. Was geschieht denn da? Sehen Sie, diese Zellen müssen Sie der Form nach ansehen. Sie sind so geformt (siehe Zeichnung, rechts), da ist die eine, die zweite daran und so weiter. Es sind kleine Zellen, deren Hohlräume so geformt sind, wie, ausgefüllt allerdings mit Substanz, etwas anders geformt, wie geformt sind die Quarzkristalle, die Kieselsäurekristalle. Wenn Sie ins Gebirge gehen und die Quarzkristalle ansehen, so können Sie sie auch so zeichnen. Sie kriegen zwar eine etwas unregelmäßige, aber eine ähnliche Zeichnung wie bei den Bienenzellen, die nebeneinander sind. Nur sind die Bienenzellen aus Wachs, der Quarz ist aus Kieselsäure.


[ 17 ] Geht man der Sache nach, so findet man: Unter dem Einflusse des allgemeinen Ätherischen, Astralischen wurde in einer bestimmten Zeit der Erdenentwickelung mit Hilfe der Kieselsäure der Quarzkristall in den Gebirgen gebildet. Da sehen Sie einmal Kräfte, die aus dem Umkreis der Erde herankommen, die wirken als ätherisch-astralische Kräfte, die Quarzkristalle im Kiesel aufbauend. Sie finden sie überall draußen in den Gebirgen, finden ganz wunderbare Quarzkristalle, diese sechseckigen Gebilde. Das, was da diese Quarzkristalle sind, das sind als Hohlräume die Bienenzellen in den Bienenstöcken. Die Biene holt nämlich aus der Blume dasjenige heraus, was einstmals da war, um die sechseckigen Quarzkristalle zu machen. Das holt die Biene aus der Blume heraus und macht durch ihren eigenen Körper Nachbildungen der Quarzkristalle. Da geht zwischen der Biene und der Blume etwas Ähnliches vor wie das, was einstmals draußen im Makrokosmos vorgegangen ist.
[ 17 ] Geht man der Sache nach, so findet man: Unter dem Einflusse des allgemeinen Ätherischen, Astralischen wurde in einer bestimmten Zeit der Erdenentwickelung mit Hilfe der Kieselsäure der Quarzkristall in den Gebirgen gebildet. Da sehen Sie einmal Kräfte, die aus dem Umkreis der Erde herankommen, die wirken als ätherisch-astralische Kräfte, die Quarzkristalle im Kiesel aufbauend. Sie finden sie überall draußen in den Gebirgen, finden ganz wunderbare Quarzkristalle, diese sechseckigen Gebilde. Das, was da diese Quarzkristalle sind, das sind als Hohlräume die Bienenzellen in den Bienenstöcken. Die Biene holt nämlich aus der Blume dasjenige heraus, was einstmals da war, um die sechseckigen Quarzkristalle zu machen. Das holt die Biene aus der Blume heraus und macht durch ihren eigenen Körper Nachbildungen der Quarzkristalle. Da geht zwischen der Biene und der Blume etwas Ähnliches vor wie das, was einstmals draußen im Makrokosmos vorgegangen ist.
[ 18 ] Ich erwähne diese Dinge, damit Sie sehen, wie notwendig es ist, nicht bloß hinzuschauen auf dieses ganz jämmerlich Abstrakte, das in Kohlenstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und so weiter vorhanden ist, sondern daß es notwendig ist, hinzuschauen auf die wunderbaren Gestaltungsprozesse, auf die inneren intimen Beziehungen in der Natur und in den Naturvorgängen. Und solches lag wirklich einmal instinktiv der Wissenschaft zugrunde. Das ist verlorengegangen im Laufe der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit gegen das 15. Jahrhundert hin. Das muß wiedererobert werden. Wieder müssen wir in die intimen Beziehungen des natürlichen Daseins und seines Verhältnisses zum Menschen hineingelangen. Nur dann, wenn wiederum solche Beziehungen erkannt werden, wird eine wirkliche Einsicht in den gesunden und kranken Menschen wiederum dasein können. Sonst bleibt es bei aller Heilmittellehre lediglich beim Probieren, ohne daß man den inneren Zusammenhang einsieht.
[ 18 ] Ich erwähne diese Dinge, damit Sie sehen, wie notwendig es ist, nicht bloß hinzuschauen auf dieses ganz jämmerlich Abstrakte, das in Kohlenstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und so weiter vorhanden ist, sondern daß es notwendig ist, hinzuschauen auf die wunderbaren Gestaltungsprozesse, auf die inneren intimen Beziehungen in der Natur und in den Naturvorgängen. Und solches lag wirklich einmal instinktiv der Wissenschaft zugrunde. Das ist verlorengegangen im Laufe der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit gegen das 15. Jahrhundert hin. Das muß wiedererobert werden. Wieder müssen wir in die intimen Beziehungen des natürlichen Daseins und seines Verhältnisses zum Menschen hineingelangen. Nur dann, wenn wiederum solche Beziehungen erkannt werden, wird eine wirkliche Einsicht in den gesunden und kranken Menschen wiederum dasein können. Sonst bleibt es bei aller Heilmittellehre lediglich beim Probieren, ohne daß man den inneren Zusammenhang einsieht.
[ 19 ] Es ist eine Art unfruchtbarer Periode von dem 15. Jahrhundert bis heute in der Entwickelung des menschlichen Geistes dagewesen. Diese unfruchtbare Periode hat auf die Menschheit gedrückt. Denn diese unfruchtbare Periode, wo man Pflanzen anschaute, Tiere anschaute, Menschen anschaute, Mineralien anschaute und eigentlich von allem nichts mehr wußte, diese Periode hat den Menschen überhaupt herausgebracht aus allem Weltzusammenhang. Und schließlich ist er eingetreten in jenes Chaos, in dem er heute gegenüber der Welt lebt, wo er sich nicht mehr in irgendeinem Zusammenhang weiß mit der Welt. In det Zeit, in der solche Dinge überlegt wurden, wußte ja der Mensch: Jedesmal, wenn Fortpflanzung geschieht, spricht der ganze Makrokosmos. In dem fortpflanzungsfähigen Keim oder Samen entsteht ein Abbild des ganzen Makrokosmos. Da ist die große Welt draußen, aber im kleinsten Keim ist ein Ergebnis der Wirkungen, die von überallher von der großen Welt kommen.
[ 19 ] Es ist eine Art unfruchtbarer Periode von dem 15. Jahrhundert bis heute in der Entwickelung des menschlichen Geistes dagewesen. Diese unfruchtbare Periode hat auf die Menschheit gedrückt. Denn diese unfruchtbare Periode, wo man Pflanzen anschaute, Tiere anschaute, Menschen anschaute, Mineralien anschaute und eigentlich von allem nichts mehr wußte, diese Periode hat den Menschen überhaupt herausgebracht aus allem Weltzusammenhang. Und schließlich ist er eingetreten in jenes Chaos, in dem er heute gegenüber der Welt lebt, wo er sich nicht mehr in irgendeinem Zusammenhang weiß mit der Welt. In det Zeit, in der solche Dinge überlegt wurden, wußte ja der Mensch: Jedesmal, wenn Fortpflanzung geschieht, spricht der ganze Makrokosmos. In dem fortpflanzungsfähigen Keim oder Samen entsteht ein Abbild des ganzen Makrokosmos. Da ist die große Welt draußen, aber im kleinsten Keim ist ein Ergebnis der Wirkungen, die von überallher von der großen Welt kommen.
[ 20 ] Im Menschen wirken nun zusammen zunächst diejenigen Kräfte, die die physisch-zentralen Kräfte der Erde sind; sie wirken in allen Menschenorganen; aber es wirken ihnen überall entgegen die Kräfte, die von überallher kommen, die ätherischen Kräfte. Sehen Sie sich irgendwie die Leber an, die Milz, die Lunge, Sie begreifen sie zunächst nur, wenn Sie wissen: Da wirken die Kräfte zusammen, die aus dem Mittelpunkt der Erde kommen, und jene, die überall aus dem Umkreis der Welt herkommen. — Dann aber werden gewisse Organe durchsetzt vom Astralleib, von der Ich-Organisation noch, während andere Organe weniger von diesen höheren Gliedern durchsetzt werden und der Mensch im schlafenden Zustande überhaupt in sich nicht seinen astralischen Leib und seine Ich-Organisation hat. Nehmen Sie einmal irgendein Organ - die Lunge (siehe Zeichnung Seite 119, rechts oben): Durch irgend etwas ist das eingetreten, daß die Kräfte, die überall aus dem Weltenall hereinkommen (Pfeile), zu stark auf die menschliche Lunge wirken. Sie werden die Lunge krank machen, weil ein gewisser harmonischer Gleichgewichtszustand bestehen muß zwischen dem, was in der Lunge wirkt vom Mittelpunkt der Erde aus, und dem, was von allen Seiten des Umkreises kommt. Gelingt es Ihnen nun, zu wissen, wie Sie mineralische Substanzen finden können, welche den zu stark wirkenden Ätherkräften ein Gegengewicht in der Lunge geben, dann haben Sie das Heilmittel, wodurch Sie die zu stark wirkenden ätherischen Kräfte eliminieren. Und so kann auch das Umgekehrte vorliegen: Die ätherischen Kräfte können zu schwach werden, die physischen Kräfte, die vom Mittelpunkte der Erde aus wirken, würden zu stark. Sie werden im Umkreise des Pflanzenreiches suchen, was auf den Menschen so wirken kann, daß es verstärkt die ätherischen Kräfte durch irgendein Organ, und Sie bekommen das entsprechende Heilmittel.
[ 20 ] Im Menschen wirken nun zusammen zunächst diejenigen Kräfte, die die physisch-zentralen Kräfte der Erde sind; sie wirken in allen Menschenorganen; aber es wirken ihnen überall entgegen die Kräfte, die von überallher kommen, die ätherischen Kräfte. Sehen Sie sich irgendwie die Leber an, die Milz, die Lunge, Sie begreifen sie zunächst nur, wenn Sie wissen: Da wirken die Kräfte zusammen, die aus dem Mittelpunkt der Erde kommen, und jene, die überall aus dem Umkreis der Welt herkommen. — Dann aber werden gewisse Organe durchsetzt vom Astralleib, von der Ich-Organisation noch, während andere Organe weniger von diesen höheren Gliedern durchsetzt werden und der Mensch im schlafenden Zustande überhaupt in sich nicht seinen astralischen Leib und seine Ich-Organisation hat. Nehmen Sie einmal irgendein Organ - die Lunge (siehe Zeichnung Seite 119, rechts oben): Durch irgend etwas ist das eingetreten, daß die Kräfte, die überall aus dem Weltenall hereinkommen (Pfeile), zu stark auf die menschliche Lunge wirken. Sie werden die Lunge krank machen, weil ein gewisser harmonischer Gleichgewichtszustand bestehen muß zwischen dem, was in der Lunge wirkt vom Mittelpunkt der Erde aus, und dem, was von allen Seiten des Umkreises kommt. Gelingt es Ihnen nun, zu wissen, wie Sie mineralische Substanzen finden können, welche den zu stark wirkenden Ätherkräften ein Gegengewicht in der Lunge geben, dann haben Sie das Heilmittel, wodurch Sie die zu stark wirkenden ätherischen Kräfte eliminieren. Und so kann auch das Umgekehrte vorliegen: Die ätherischen Kräfte können zu schwach werden, die physischen Kräfte, die vom Mittelpunkte der Erde aus wirken, würden zu stark. Sie werden im Umkreise des Pflanzenreiches suchen, was auf den Menschen so wirken kann, daß es verstärkt die ätherischen Kräfte durch irgendein Organ, und Sie bekommen das entsprechende Heilmittel.
[ 21 ] Es ist unmöglich, durch die bloße Betrachtung des physischen Leibes allein irgendwie auch nur das geringste Heilmittel zu finden, denn der physische Menschenleib hat an sich gar keinen Grund, etwas zu sagen über seine Konstitution. Denn der sogenannte normale Prozeß, der in ihm vorgeht, ist ein Naturprozeß, aber der Krankheitsprozeß ist auch ein Naturprozeß. Wenn Sie eine sogenannte normale Leber haben, haben Sie eine Leber, in der nur Naturprozesse vor sich gehen. Wenn Sie aber eine Leber haben, in der ein Geschwür ist, haben Sie auch eine Leber, in der nur Naturptozesse vor sich gehen. Der Unterschied kann niemals aus dem physischen Leib gefunden werden. Aus dem physischen Leib kann man nur die Tatsache konstatieren, daß es das eine Mal anders ausschaut als das andere Mal, aber über die Ursache kann man nichts wissen. Aber haben Sie ein Geschwür in der Leber, so werden Sie nur dann die Ursache der Geschwürbildung finden, wenn Sie wissen, daß in einem solchen Fall zum Beispiel der astralische Leib viel mächtiger in die Leber eingreift, als er eingreifen sollte. Sie müssen den astralischen Leib, der bei einer Geschwürbildung der Leber stark eingreift in die Leber, wiederum aus ihr austreiben. Und so gibt es überhaupt keine Möglichkeit, real zu sprechen über den gesunden und kranken Menschen, wenn man nicht über den physischen Leib hinaus in die höheren Glieder der Menschennatur geht. So daß man eigentlich sagen kann: Eine Heilmittellehre wird es überhaupt wiederum erst geben, wenn man über den physischen Leib des Menschen hinausgehen wird, denn das Wesen der Krankheit ist einfach nicht einzusehen aus dem physischen Menschenleib heraus.
[ 21 ] Es ist unmöglich, durch die bloße Betrachtung des physischen Leibes allein irgendwie auch nur das geringste Heilmittel zu finden, denn der physische Menschenleib hat an sich gar keinen Grund, etwas zu sagen über seine Konstitution. Denn der sogenannte normale Prozeß, der in ihm vorgeht, ist ein Naturprozeß, aber der Krankheitsprozeß ist auch ein Naturprozeß. Wenn Sie eine sogenannte normale Leber haben, haben Sie eine Leber, in der nur Naturprozesse vor sich gehen. Wenn Sie aber eine Leber haben, in der ein Geschwür ist, haben Sie auch eine Leber, in der nur Naturptozesse vor sich gehen. Der Unterschied kann niemals aus dem physischen Leib gefunden werden. Aus dem physischen Leib kann man nur die Tatsache konstatieren, daß es das eine Mal anders ausschaut als das andere Mal, aber über die Ursache kann man nichts wissen. Aber haben Sie ein Geschwür in der Leber, so werden Sie nur dann die Ursache der Geschwürbildung finden, wenn Sie wissen, daß in einem solchen Fall zum Beispiel der astralische Leib viel mächtiger in die Leber eingreift, als er eingreifen sollte. Sie müssen den astralischen Leib, der bei einer Geschwürbildung der Leber stark eingreift in die Leber, wiederum aus ihr austreiben. Und so gibt es überhaupt keine Möglichkeit, real zu sprechen über den gesunden und kranken Menschen, wenn man nicht über den physischen Leib hinaus in die höheren Glieder der Menschennatur geht. So daß man eigentlich sagen kann: Eine Heilmittellehre wird es überhaupt wiederum erst geben, wenn man über den physischen Leib des Menschen hinausgehen wird, denn das Wesen der Krankheit ist einfach nicht einzusehen aus dem physischen Menschenleib heraus.
[ 22 ] Ich habe diesmal nur die Absicht, die Dinge in historischer Beziehung darzustellen. Aber es ist eben so, daß, als immer mehr und mehr verglommen ist, was aus alten Zeiten in die neuere heraufgetragen worden ist, überhaupt jegliche Menschenkenntnis verlorenging. Und heute stehen wir vor der Notwendigkeit, wiederum Menschenkenntnis zu erwerben. Diese Menschenkenntnis wird sich nur erwerben lassen,wenn man wiederum die Beziehung des Menschen zu den umliegenden Naturreichen zu fassen vermag.
[ 22 ] Ich habe diesmal nur die Absicht, die Dinge in historischer Beziehung darzustellen. Aber es ist eben so, daß, als immer mehr und mehr verglommen ist, was aus alten Zeiten in die neuere heraufgetragen worden ist, überhaupt jegliche Menschenkenntnis verlorenging. Und heute stehen wir vor der Notwendigkeit, wiederum Menschenkenntnis zu erwerben. Diese Menschenkenntnis wird sich nur erwerben lassen,wenn man wiederum die Beziehung des Menschen zu den umliegenden Naturreichen zu fassen vermag.
[ 23 ] Gehen wir einmal von der Ich-Organisation des Menschen aus. Hat man zunächst, sagen wir, durch imaginative Erkenntnis aus der Initiationswissenschaft eine Anschauung von der menschlichen IchOrganisation, dann kann man sich fragen: Zu was im heutigen menschlichen Organismus steht denn diese Ich-Organisation in besonderer Beziehung? - Diese Ich-Organisation steht in besonderer Beziehung zu demjenigen, was im Menschen mineralisch ist. Wenn Sie daher ein Mineralisches, ein wesentlich Mineralisches aufnehmen, zum Beispiel Salz auf die Zunge bringen, sogleich ist es die Ich-Organisation, die sich über dieses Mineralische hermacht. Dann wird das Mineralische weiterbefördert, kommt in den Magen. Die Ich-Organisation bleibt dabei, auch wenn die Salzsubstanz im Magen ist; die Ich-Organisation bleibt dabei. Das Salz geht weiter, macht ja allerdings Veränderungen durch, geht durch den Darm, geht weiter: aber niemals wird Ihr Salz von der Ich-Organisation verlassen. Die benehmen sich wie recht zusammengehörige Dinge, die Ich-Organisation und das Salz, das in den Menschen hineinkommt.
[ 23 ] Gehen wir einmal von der Ich-Organisation des Menschen aus. Hat man zunächst, sagen wir, durch imaginative Erkenntnis aus der Initiationswissenschaft eine Anschauung von der menschlichen IchOrganisation, dann kann man sich fragen: Zu was im heutigen menschlichen Organismus steht denn diese Ich-Organisation in besonderer Beziehung? - Diese Ich-Organisation steht in besonderer Beziehung zu demjenigen, was im Menschen mineralisch ist. Wenn Sie daher ein Mineralisches, ein wesentlich Mineralisches aufnehmen, zum Beispiel Salz auf die Zunge bringen, sogleich ist es die Ich-Organisation, die sich über dieses Mineralische hermacht. Dann wird das Mineralische weiterbefördert, kommt in den Magen. Die Ich-Organisation bleibt dabei, auch wenn die Salzsubstanz im Magen ist; die Ich-Organisation bleibt dabei. Das Salz geht weiter, macht ja allerdings Veränderungen durch, geht durch den Darm, geht weiter: aber niemals wird Ihr Salz von der Ich-Organisation verlassen. Die benehmen sich wie recht zusammengehörige Dinge, die Ich-Organisation und das Salz, das in den Menschen hineinkommt.
[ 24 ] Sehen Sie, so ist es nicht, wenn Sie zum Beispiel ein Spiegelei essen, das hat noch etwas von Zusammenhalt mit der Eiweißsubstanz. Da kümmert sich nur ein wenig die Ich-Organisation, wenn Sie die Spiegeleisubstanz auf der Zunge haben. Dann kümmert sich schon sehr wenig der astralische Leib noch darum, während es hinunterschlüpft in den Magen. Dann geht es weiter; dann wirkt intensiv der Ätherleib, dann der physische Leib. Diese zerklüften inIhnen selber die Eiweißsubstanz, die Sie mit dem Spiegelei in Ihren Organismus hineinbekommen. Und jetzt wird das Spiegelei in Ihnen selber ganz mineralisch gemacht. Es wird zerklüftet. Alles Lebendige wird aus ihm ausgetrieben. Es wird in Ihnen zerklüftet. An den Darmwänden hört diese äußerlich aufgenommene Eiweißsubstanz auf, irgendwie noch Eiweiß zu sein, wird ganz mineralisch. Da geht es nun über jetzt wieder in die Ich-Organisation, und von da aus wird das mineralisierte Eiweiß von der Ich-Organisation aufgenommen.
[ 24 ] Sehen Sie, so ist es nicht, wenn Sie zum Beispiel ein Spiegelei essen, das hat noch etwas von Zusammenhalt mit der Eiweißsubstanz. Da kümmert sich nur ein wenig die Ich-Organisation, wenn Sie die Spiegeleisubstanz auf der Zunge haben. Dann kümmert sich schon sehr wenig der astralische Leib noch darum, während es hinunterschlüpft in den Magen. Dann geht es weiter; dann wirkt intensiv der Ätherleib, dann der physische Leib. Diese zerklüften inIhnen selber die Eiweißsubstanz, die Sie mit dem Spiegelei in Ihren Organismus hineinbekommen. Und jetzt wird das Spiegelei in Ihnen selber ganz mineralisch gemacht. Es wird zerklüftet. Alles Lebendige wird aus ihm ausgetrieben. Es wird in Ihnen zerklüftet. An den Darmwänden hört diese äußerlich aufgenommene Eiweißsubstanz auf, irgendwie noch Eiweiß zu sein, wird ganz mineralisch. Da geht es nun über jetzt wieder in die Ich-Organisation, und von da aus wird das mineralisierte Eiweiß von der Ich-Organisation aufgenommen.
[ 25 ] Und so können wir immer sagen: Die Ich-Organisation gibt sich nur mit Mineralischem ab. Aber jedes Mineralische wird durch die Ich-Organisation im menschlichen Organismus etwas anderes, als es außerhalb ist. Es darf nichts im menschlichen Organismus so bleiben, wie es außerhalb dieses menschlichen Organismus ist. Dafür muß die Ich-Organisation in radikaler Weise sorgen. Nicht nur, daß solche Substanzen wie, sagen wir, Kochsalz und dergleichen, von der IchOrganisation erfaßt und innerlich zu etwas ganz anderem gemacht werden, als sie äußerlich sind, sondern es darf nicht einmal, wenn der Mensch von einem gewissen Wärmezustande umgeben ist, der äußere Wärmezustand den Menschen irgendwie durchdringen. Sie dürfen nicht Ihre Finger ausgefüllt haben von dem, was sich als äußere Wärme ausbreitet. Die Wärme darf auf Sie nur als Reiz wirken, und Sie müssen die Wärme, die Sie in sich haben, selber erzeugen. In dem Augenblick, wo Sie bloß Gegenstand sind, sich nicht Ihre Wärme oder Kälte selber erzeugen, sondern wo irgendwo in Ihnen die Wärme so weiterwirkt, wie zum Beispiel bei irgendeinem äußeren Gegenstande, da werden Sie krank — von der äußeren Wärme selbst, nicht einmal bloß von der Substanz, sondern von der äußeren Wärme. Denken Sie sich einmal, da wäre irgendein Tuch oder ein Schwamm, und da wäre ein Ofen. Die Ofenwärme, die darf ganz ruhig sich ausbreiten, durch das Tuch oder den Schwamm durchgehen. Das Tuch oder der Schwamm setzt nur fort, was da als Ofenwärme sich ausbreitet. Das darf die Ofenwärme nicht tun, wenn sie bis zur Haut kommt. Wenn die Ofenwärme den Sinnenreiz ausübt, dann muß die Reaktion kommen: die Innenwärme muß von innen aus erzeugt werden. Erkältungszustände beruhen gerade darauf, daß man nicht sich bloß reizen läßt, um seine innere Eigenwärme zu erzeugen, sondern daß man die äußere Kälte etwas unter die Haut kommen läßt, so daß man sich selber nicht in die Welt stellt als der voll tätige Mensch, der sich mit seinem Wirken, seinen Impulsen selbst ausfüllt, sondern der sich wie einen Gegenstand hinstellt und durch sich die Wirkungen der Außenwelt durchziehen läßt. — Das ist das Wesen der Ich-Organisation, daß es in sich aufnimmt das Mineralische, aber es innerlich ganz und gar ändert, in etwas anderes verwandelt.
[ 25 ] Und so können wir immer sagen: Die Ich-Organisation gibt sich nur mit Mineralischem ab. Aber jedes Mineralische wird durch die Ich-Organisation im menschlichen Organismus etwas anderes, als es außerhalb ist. Es darf nichts im menschlichen Organismus so bleiben, wie es außerhalb dieses menschlichen Organismus ist. Dafür muß die Ich-Organisation in radikaler Weise sorgen. Nicht nur, daß solche Substanzen wie, sagen wir, Kochsalz und dergleichen, von der IchOrganisation erfaßt und innerlich zu etwas ganz anderem gemacht werden, als sie äußerlich sind, sondern es darf nicht einmal, wenn der Mensch von einem gewissen Wärmezustande umgeben ist, der äußere Wärmezustand den Menschen irgendwie durchdringen. Sie dürfen nicht Ihre Finger ausgefüllt haben von dem, was sich als äußere Wärme ausbreitet. Die Wärme darf auf Sie nur als Reiz wirken, und Sie müssen die Wärme, die Sie in sich haben, selber erzeugen. In dem Augenblick, wo Sie bloß Gegenstand sind, sich nicht Ihre Wärme oder Kälte selber erzeugen, sondern wo irgendwo in Ihnen die Wärme so weiterwirkt, wie zum Beispiel bei irgendeinem äußeren Gegenstande, da werden Sie krank — von der äußeren Wärme selbst, nicht einmal bloß von der Substanz, sondern von der äußeren Wärme. Denken Sie sich einmal, da wäre irgendein Tuch oder ein Schwamm, und da wäre ein Ofen. Die Ofenwärme, die darf ganz ruhig sich ausbreiten, durch das Tuch oder den Schwamm durchgehen. Das Tuch oder der Schwamm setzt nur fort, was da als Ofenwärme sich ausbreitet. Das darf die Ofenwärme nicht tun, wenn sie bis zur Haut kommt. Wenn die Ofenwärme den Sinnenreiz ausübt, dann muß die Reaktion kommen: die Innenwärme muß von innen aus erzeugt werden. Erkältungszustände beruhen gerade darauf, daß man nicht sich bloß reizen läßt, um seine innere Eigenwärme zu erzeugen, sondern daß man die äußere Kälte etwas unter die Haut kommen läßt, so daß man sich selber nicht in die Welt stellt als der voll tätige Mensch, der sich mit seinem Wirken, seinen Impulsen selbst ausfüllt, sondern der sich wie einen Gegenstand hinstellt und durch sich die Wirkungen der Außenwelt durchziehen läßt. — Das ist das Wesen der Ich-Organisation, daß es in sich aufnimmt das Mineralische, aber es innerlich ganz und gar ändert, in etwas anderes verwandelt.
[ 26 ] Erst wenn wir gestorben sind, ist das Mineralische wiederum Mineralisches der äußeren Natur. Während wir auf der Erde leben, das Mineralische innerhalb unserer Haut haben, verändert die Ich-Organisation das Mineralische fortwährend. Das Pflanzliche, das wir aufnehmen, wird durch die astralische Organisation, durch den astralischen Leib fortwährend verändert. So daß wir sagen können: Die Ich-Organisation des Menschen metamorphosiert gründlich um alles Mineralische, nicht nur das fest Mineralische, auch das Wäßrige, auch das Luftförmige, auch das Wärmeartige. — Man kann ja natürlich, wenn man grob spricht, sagen: Hier irgendwo ist Wasser. Ich trinke. Ich habe das Wasser jetzt in mir. — Aber in dem Augenblicke, wo mein Organismus das Wasser aufnimmt, ist das, was ich in mir habe, durch meine Ich-Organisation nicht mehr dasselbe, was das äußere Wasser ist. Das ist es erst wiederum, wenn ich es ausschwitze oder auf eine andere Art zu Wasser mache. Innerhalb meiner Haut ist Wasser nicht Wasser, sondern ist etwas, was lebendige Flüssigkeit ist.
[ 26 ] Erst wenn wir gestorben sind, ist das Mineralische wiederum Mineralisches der äußeren Natur. Während wir auf der Erde leben, das Mineralische innerhalb unserer Haut haben, verändert die Ich-Organisation das Mineralische fortwährend. Das Pflanzliche, das wir aufnehmen, wird durch die astralische Organisation, durch den astralischen Leib fortwährend verändert. So daß wir sagen können: Die Ich-Organisation des Menschen metamorphosiert gründlich um alles Mineralische, nicht nur das fest Mineralische, auch das Wäßrige, auch das Luftförmige, auch das Wärmeartige. — Man kann ja natürlich, wenn man grob spricht, sagen: Hier irgendwo ist Wasser. Ich trinke. Ich habe das Wasser jetzt in mir. — Aber in dem Augenblicke, wo mein Organismus das Wasser aufnimmt, ist das, was ich in mir habe, durch meine Ich-Organisation nicht mehr dasselbe, was das äußere Wasser ist. Das ist es erst wiederum, wenn ich es ausschwitze oder auf eine andere Art zu Wasser mache. Innerhalb meiner Haut ist Wasser nicht Wasser, sondern ist etwas, was lebendige Flüssigkeit ist.
[ 27 ] In dieser Weise muß immer unendlich vieles umgedacht werden. Ich konnte Ihnen heute nur kleine Andeutungen geben. Aber wenn Sie das durchdenken, wenn Sie wissen, wie das Eiweiß zerklüftet werden muß, um in die Wirkung des ganzen Makrokosmos zu kommen, wie das Wasser, das ich trinke, innerlich lebendige Flüssigkeit ist, nicht mehr das unorganische Wasser, sondern von Ich-Organisation durchdrungenes Wasser ist, wenn Sie bedenken, indem Sie Kohl essen: Draußen ist es Kohl, innerlich nimmt der astralische Leib sogleich den Kohl in sich auf — wenigstens den wirklichen, den physischen Kohl — und verändert ihn in etwas ganz anderes, so kommen wir hier an die Betrachtung außerordentlich bedeutsamer Vorgänge, dringen vor bis zu der Anschauung, daß wir in unserem Stoffwechsel Vorgänge haben, die nur um eine gewisse Stufe der Entwickelung verschieden sind von den Stoffwechselprozessen, die wir zum Beispiel im Gehirn haben, die das Nervensystem da ausmachen und so weiter. Darüber werde ich dann morgen weiterreden, um an diesen Vorgängen nun den ganz radikalen Unterschied der Menschheit noch des 12. nachchristlichen Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts hervorzuheben, um davon her dann die Notwendigkeit zur Einsicht zu bringen, wie im weiteren Fortschritt für den gesunden und kranken Menschen neue Impulse kommen müssen, damit nicht alle Menschenkenntnis überhaupt verlorengehe und man nichts mehr wisse über den gesunden sowohl wie über den kranken Menschen. Davon also morgen dann weiter.
[ 27 ] In dieser Weise muß immer unendlich vieles umgedacht werden. Ich konnte Ihnen heute nur kleine Andeutungen geben. Aber wenn Sie das durchdenken, wenn Sie wissen, wie das Eiweiß zerklüftet werden muß, um in die Wirkung des ganzen Makrokosmos zu kommen, wie das Wasser, das ich trinke, innerlich lebendige Flüssigkeit ist, nicht mehr das unorganische Wasser, sondern von Ich-Organisation durchdrungenes Wasser ist, wenn Sie bedenken, indem Sie Kohl essen: Draußen ist es Kohl, innerlich nimmt der astralische Leib sogleich den Kohl in sich auf — wenigstens den wirklichen, den physischen Kohl — und verändert ihn in etwas ganz anderes, so kommen wir hier an die Betrachtung außerordentlich bedeutsamer Vorgänge, dringen vor bis zu der Anschauung, daß wir in unserem Stoffwechsel Vorgänge haben, die nur um eine gewisse Stufe der Entwickelung verschieden sind von den Stoffwechselprozessen, die wir zum Beispiel im Gehirn haben, die das Nervensystem da ausmachen und so weiter. Darüber werde ich dann morgen weiterreden, um an diesen Vorgängen nun den ganz radikalen Unterschied der Menschheit noch des 12. nachchristlichen Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts hervorzuheben, um davon her dann die Notwendigkeit zur Einsicht zu bringen, wie im weiteren Fortschritt für den gesunden und kranken Menschen neue Impulse kommen müssen, damit nicht alle Menschenkenntnis überhaupt verlorengehe und man nichts mehr wisse über den gesunden sowohl wie über den kranken Menschen. Davon also morgen dann weiter.
