Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume II
GA 236
9 May 1924, Dornach
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Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge
Siebenter Vortrag
Siebenter Vortrag
[ 1 ] Es soll heute damit begonnen werden, die inneren Verrichtungen der Seele zu besprechen, die den Menschen dazu führen können, allmählich Anschauungen zu bekommen, Gedanken zu bekommen über das Karma. Diese Gedanken, diese Anschauungen können sich nur so ergeben, daß der Mensch Erlebnisse, welche eine karmische Verursachung haben, auch im Lichte des Karma sehen kann.
[ 1 ] Es soll heute damit begonnen werden, die inneren Verrichtungen der Seele zu besprechen, die den Menschen dazu führen können, allmählich Anschauungen zu bekommen, Gedanken zu bekommen über das Karma. Diese Gedanken, diese Anschauungen können sich nur so ergeben, daß der Mensch Erlebnisse, welche eine karmische Verursachung haben, auch im Lichte des Karma sehen kann.
[ 2 ] Nun sehen wir ja, wenn wir uns in unserer menschlichen Umgebung umsehen, eigentlich nur dasjenige, was in der physischen Welt auf physische Art durch physische Kraft verursacht ist. Und wenn wir doch etwas in der physischen Welt sehen, das nicht durch physische Kräfte verursacht ist, so sehen wir es durch äußere physische Substanzen, äußere physische Wahrnehmungsobjekte. Gewiß, wenn ein Mensch aus seinem Willen heraus etwas tut, so ist das ja nicht verursacht durch physische Kräfte, durch physische Ursachen, denn es kommt eben in vieler Beziehung aus dem freien Willen des Menschen heraus. Aber alles das, was wir äußerlich sehen, geht ja restlos auf in physisch-sinnlichen Erscheinungen innerhalb der Welt, die wir so beobachten. Im ganzen Umkreis dessen, was wir so beobachten können, kann uns der karmische Zusammenhang eines Erlebnisses, das wir selbst durchmachen, nicht aufgehen. Denn das ganze Bild dieses karmischen Zusarnmenhanges steht eben in der geistigen Welt, ist eigentlich eingeschrieben in demjenigen, was Ätherwelt ist, was der Ätherwelt dann als die astralische Außenwelt zugrunde liegt, oder als die Welt der geistigen Wesenheiten, die in dieser astralischen Außenwelt wohnen. Das alles wird ja nicht gesehen, wenn wir bloß unsere Sinne hinrichten auf die physische Welt.
[ 2 ] Nun sehen wir ja, wenn wir uns in unserer menschlichen Umgebung umsehen, eigentlich nur dasjenige, was in der physischen Welt auf physische Art durch physische Kraft verursacht ist. Und wenn wir doch etwas in der physischen Welt sehen, das nicht durch physische Kräfte verursacht ist, so sehen wir es durch äußere physische Substanzen, äußere physische Wahrnehmungsobjekte. Gewiß, wenn ein Mensch aus seinem Willen heraus etwas tut, so ist das ja nicht verursacht durch physische Kräfte, durch physische Ursachen, denn es kommt eben in vieler Beziehung aus dem freien Willen des Menschen heraus. Aber alles das, was wir äußerlich sehen, geht ja restlos auf in physisch-sinnlichen Erscheinungen innerhalb der Welt, die wir so beobachten. Im ganzen Umkreis dessen, was wir so beobachten können, kann uns der karmische Zusammenhang eines Erlebnisses, das wir selbst durchmachen, nicht aufgehen. Denn das ganze Bild dieses karmischen Zusarnmenhanges steht eben in der geistigen Welt, ist eigentlich eingeschrieben in demjenigen, was Ätherwelt ist, was der Ätherwelt dann als die astralische Außenwelt zugrunde liegt, oder als die Welt der geistigen Wesenheiten, die in dieser astralischen Außenwelt wohnen. Das alles wird ja nicht gesehen, wenn wir bloß unsere Sinne hinrichten auf die physische Welt.
[ 3 ] Alles, was wir in der physischen Welt wahrnehmen, wird ja durch unsere Sinne wahrgenommen. Diese Sinne wirken, ohne daß wir eben viel dazu tun können. Unser Auge empfängt die Lichteindrücke, die Farbeneindrücke, ohne daß wir viel dazu tun können. Wir können höchstens, und das auch halb unwillkürlich, unsere Augen in eine bestimmte Richtung einstellen, wir können hinschauen, wir können wegschauen. Da liegt auch schon viel Unbewußtes darinnen, aber immerhin wenigstens ein Stückchen Bewußtsein. Und gar erst das, was das Auge innerlich tun muß, um eine Farbe zu sehen, diese ungemein weisheitsvolle, großartige innere Tätigkeit, die ausgeübt wird, wenn wir irgend etwas sehen, die könnten wir als Mensch nicht zustande bringen, wenn wir sie bewußt zustande bringen sollten. Davon könnte gar keine Rede sein. Das alles muß zunächst unbewußt geschehen, weil es viel zu weise ist, als daß der Mensch irgendwie etwas dazu tun könnte.
[ 3 ] Alles, was wir in der physischen Welt wahrnehmen, wird ja durch unsere Sinne wahrgenommen. Diese Sinne wirken, ohne daß wir eben viel dazu tun können. Unser Auge empfängt die Lichteindrücke, die Farbeneindrücke, ohne daß wir viel dazu tun können. Wir können höchstens, und das auch halb unwillkürlich, unsere Augen in eine bestimmte Richtung einstellen, wir können hinschauen, wir können wegschauen. Da liegt auch schon viel Unbewußtes darinnen, aber immerhin wenigstens ein Stückchen Bewußtsein. Und gar erst das, was das Auge innerlich tun muß, um eine Farbe zu sehen, diese ungemein weisheitsvolle, großartige innere Tätigkeit, die ausgeübt wird, wenn wir irgend etwas sehen, die könnten wir als Mensch nicht zustande bringen, wenn wir sie bewußt zustande bringen sollten. Davon könnte gar keine Rede sein. Das alles muß zunächst unbewußt geschehen, weil es viel zu weise ist, als daß der Mensch irgendwie etwas dazu tun könnte.
[ 4 ] Man muß sich einmal, um einen richtigen Gesichtspunkt gegenüber der Erkenntnis des Menschen zu gewinnen, durchdringen mit dem, was alles in der Welt da ist an weisheitsvollen Einrichtungen, die der Mensch nicht hervorbringen kann. Wenn der Mensch nur immer an dasjenige denkt, was er kann, so versperrt er sich eigentlich alle Wege zur Erkenntnis, Es beginnt im Grunde genommen der Erkenntnisweg damit, daß man in der bescheidensten Weise sich klarmacht, was man alles nicht kann und was doch geschehen muß im Weltendasein. Das Auge, das Ohr, sogar die anderen Sinnesorgane sind ja so weise, so grundweise Einrichtungen, daß die Menschen lange werden studieren müssen, um ein ganz Weniges davon zu ahnen während des Erdendaseins. Das muß man sich wirklich ganz bewußt vor Augen stellen. Aber so unbewußt kann die Beobachtung des Geistigen nicht erfolgen. In älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung war das auch für die Beobachtung des Geistigen der Fall; da gab es ein instinktives Hellsehen. Das ist dasjenige, was verglommen ist in der Menschheitsentwickelung.
[ 4 ] Man muß sich einmal, um einen richtigen Gesichtspunkt gegenüber der Erkenntnis des Menschen zu gewinnen, durchdringen mit dem, was alles in der Welt da ist an weisheitsvollen Einrichtungen, die der Mensch nicht hervorbringen kann. Wenn der Mensch nur immer an dasjenige denkt, was er kann, so versperrt er sich eigentlich alle Wege zur Erkenntnis, Es beginnt im Grunde genommen der Erkenntnisweg damit, daß man in der bescheidensten Weise sich klarmacht, was man alles nicht kann und was doch geschehen muß im Weltendasein. Das Auge, das Ohr, sogar die anderen Sinnesorgane sind ja so weise, so grundweise Einrichtungen, daß die Menschen lange werden studieren müssen, um ein ganz Weniges davon zu ahnen während des Erdendaseins. Das muß man sich wirklich ganz bewußt vor Augen stellen. Aber so unbewußt kann die Beobachtung des Geistigen nicht erfolgen. In älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung war das auch für die Beobachtung des Geistigen der Fall; da gab es ein instinktives Hellsehen. Das ist dasjenige, was verglommen ist in der Menschheitsentwickelung.
[ 5 ] Es muß nunmehr von dem Menschen bewußt eine Stellung zum Weltenall errungen werden, durch die die Menschen das Geistige durchschauen können. Und ein Geistiges muß durchschaut werden, wenn die karmischen Zusammenhänge durchschaut werden sollen für irgendein Erlebnis, das wir haben.
[ 5 ] Es muß nunmehr von dem Menschen bewußt eine Stellung zum Weltenall errungen werden, durch die die Menschen das Geistige durchschauen können. Und ein Geistiges muß durchschaut werden, wenn die karmischen Zusammenhänge durchschaut werden sollen für irgendein Erlebnis, das wir haben.
[ 6 ] Nun kommt es darauf an, daß wir wenigstens für die Beobachtung des Karma damit beginnen, daß wir aufmerksam werden auf dasjenige, was in uns geschehen kann zum Herausholen der Beobachtung über die karmischen Zusammenhänge. Wir müssen dann ein klein wenig dazu tun, um diese Beobachtungen zum Bewußtsein zu bringen. Mehr müssen wir dazu tun, als wir zum Beispiel für das Auge tun, um die Farbe zum Bewußtsein zu bringen. Meine lieben Freunde, was man da lernen muß zunächst, das schiebt sich zusammen in das eine Wort: warten. Man muß auf die inneren Erlebnisse warten können.
[ 6 ] Nun kommt es darauf an, daß wir wenigstens für die Beobachtung des Karma damit beginnen, daß wir aufmerksam werden auf dasjenige, was in uns geschehen kann zum Herausholen der Beobachtung über die karmischen Zusammenhänge. Wir müssen dann ein klein wenig dazu tun, um diese Beobachtungen zum Bewußtsein zu bringen. Mehr müssen wir dazu tun, als wir zum Beispiel für das Auge tun, um die Farbe zum Bewußtsein zu bringen. Meine lieben Freunde, was man da lernen muß zunächst, das schiebt sich zusammen in das eine Wort: warten. Man muß auf die inneren Erlebnisse warten können.
[ 7 ] Ich habe schon einmal über dieses Warten-Können gesprochen. Es war etwa im Jahre 1889 — ich werde auch das noch in meinem «Lebensgang» zu erzählen haben —, da trat zuerst an mich das innere geistige, das spirituelle Gefüge von Goethes «Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie» heran. Und da war es zuerst, wo gewissermaßen die Anschauung eines größeren Zusammenhanges, weiteren Zusammenhanges, als er in dem Märchen selbst gegeben ist, an mich herantrat. Aber ich wußte auch dazumal: Das, was ich einmal mit diesem Zusammenhang werde anfangen können, das kann ich jetzt noch nicht damit anfangen. Und so blieb dasjenige, was sich mir dazumal nur durch die Veranlassung des Märchens offenbarte, einfach in der Seele liegen.
[ 7 ] Ich habe schon einmal über dieses Warten-Können gesprochen. Es war etwa im Jahre 1889 — ich werde auch das noch in meinem «Lebensgang» zu erzählen haben —, da trat zuerst an mich das innere geistige, das spirituelle Gefüge von Goethes «Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie» heran. Und da war es zuerst, wo gewissermaßen die Anschauung eines größeren Zusammenhanges, weiteren Zusammenhanges, als er in dem Märchen selbst gegeben ist, an mich herantrat. Aber ich wußte auch dazumal: Das, was ich einmal mit diesem Zusammenhang werde anfangen können, das kann ich jetzt noch nicht damit anfangen. Und so blieb dasjenige, was sich mir dazumal nur durch die Veranlassung des Märchens offenbarte, einfach in der Seele liegen.
[ 8 ] Dann trat es noch einmal hervor, 1896, sieben Jahre darnach, aber auch noch nicht so, daß es gestaltet werden konnte. Dann wiederum sieben Jahre darnach, 1903 etwa. Auch da, trotzdem es in großer Bestimmtheit und in Zusammenhängen auftrat, konnte es noch nicht gestaltet werden. So verwandelt, daß es in ganz plastischer Weise gestaltet werden konnte, trat es erst dann auf, als ich meine erste Mysteriendichtung, «Die Pforte der Einweihung», wiederum sieben Jahre darnach, konzipierte.
[ 8 ] Dann trat es noch einmal hervor, 1896, sieben Jahre darnach, aber auch noch nicht so, daß es gestaltet werden konnte. Dann wiederum sieben Jahre darnach, 1903 etwa. Auch da, trotzdem es in großer Bestimmtheit und in Zusammenhängen auftrat, konnte es noch nicht gestaltet werden. So verwandelt, daß es in ganz plastischer Weise gestaltet werden konnte, trat es erst dann auf, als ich meine erste Mysteriendichtung, «Die Pforte der Einweihung», wiederum sieben Jahre darnach, konzipierte.
[ 9 ] Solche Dinge erfordern also ein wirkliches Warten, ein Reifenlassen. Man muß da mit seinen eigenen Erlebnissen zu dem übergehen, was sonst auch in der Welt da ist. Man kann einfach nicht, wenn erst der Keim einer Pflanze vorhanden ist, die Pflanze schon haben. Man muß den Keim in die entsprechenden Bedingungen bringen, man muß ihn zum Wachsen bringen, und man muß abwarten, bis aus dem Keime die Blüte und wiederum die Frucht wird. Und so muß man es auch mit den Erlebnissen, die man durchmacht, zustande bringen. Man darf nicht auf dem Standpunkte stehen: Weil man irgendein Erlebnis hat, weil es gerade da ist, hat man Sensation dafür, und dann vergißt man es. Wer überhaupt in dieser Weise mit Erlebnissen umgeht, daß er sie nur als gegenwärtige haben will, der wird wenig wirklich tun können, um in die geistige Welt zur Beobachtung hineinzukommen. Da muß man warten können, da muß man in der Seele die Erlebnisse reifen lassen können.
[ 9 ] Solche Dinge erfordern also ein wirkliches Warten, ein Reifenlassen. Man muß da mit seinen eigenen Erlebnissen zu dem übergehen, was sonst auch in der Welt da ist. Man kann einfach nicht, wenn erst der Keim einer Pflanze vorhanden ist, die Pflanze schon haben. Man muß den Keim in die entsprechenden Bedingungen bringen, man muß ihn zum Wachsen bringen, und man muß abwarten, bis aus dem Keime die Blüte und wiederum die Frucht wird. Und so muß man es auch mit den Erlebnissen, die man durchmacht, zustande bringen. Man darf nicht auf dem Standpunkte stehen: Weil man irgendein Erlebnis hat, weil es gerade da ist, hat man Sensation dafür, und dann vergißt man es. Wer überhaupt in dieser Weise mit Erlebnissen umgeht, daß er sie nur als gegenwärtige haben will, der wird wenig wirklich tun können, um in die geistige Welt zur Beobachtung hineinzukommen. Da muß man warten können, da muß man in der Seele die Erlebnisse reifen lassen können.
[ 10 ] Nun ist ja eine Möglichkeit eines verhältnismäßig schnellen Reifens für die Auffassung karmischer Zusammenhänge vorhanden, wenn man in Geduld längere Zeit hindurch ganz innerlich energisch versucht, dasjenige im Bewußtsein und immer mehr und mehr im Bewußtsein sich abspielen zu lassen, was sich sonst so abspielt, daß es da ist, aber nicht ordentlich aufgefaßt wird und einfach verglimmt im Leben. So ist es ja schließlich mit den Ereignissen. Was tut denn der Mensch mit den Ereignissen, mit seinen Erlebnissen, die eben im Tageslauf an ihn herankommen? Er erlebt sie eigentlich halb beobachtend. Sie können sich ein Bild davon machen, wie die Erlebnisse halb beobachtet werden, wenn Sie sich einmal — und ich rate dazu, es zu tun — nachmittags oder abends hinsetzen und sich fragen: Was habe ich eigentlich heute um halb zehn Uhr am Morgen erlebt? — Aber nun versuchen Sie einmal, in allen Einzelheiten, mit allen Details sich ein solches Erlebnis vor die Seele zu rufen, als ob es nun wiederum, meinetwillen um halb acht Uhr abends, einfach da wäre, als ob es dastünde, als ob Sie es geistig-künstlerisch darstellten vor sich. Sie werden sehen, wieviel Ihnen fehlt, wieviel Sie nicht beobachtet haben, wie schwer das wird. Sie werden, wenn Sie sich eine Feder oder einen Bleistift nehmen, um das aufzuschreiben, sehr bald anfangen, in den Bleistift oder in die Feder hineinzubeißen, weil Ihnen eben die Details nicht einfallen und Sie sie schließlich herausbeißen wollen aus dem Bleistift.
[ 10 ] Nun ist ja eine Möglichkeit eines verhältnismäßig schnellen Reifens für die Auffassung karmischer Zusammenhänge vorhanden, wenn man in Geduld längere Zeit hindurch ganz innerlich energisch versucht, dasjenige im Bewußtsein und immer mehr und mehr im Bewußtsein sich abspielen zu lassen, was sich sonst so abspielt, daß es da ist, aber nicht ordentlich aufgefaßt wird und einfach verglimmt im Leben. So ist es ja schließlich mit den Ereignissen. Was tut denn der Mensch mit den Ereignissen, mit seinen Erlebnissen, die eben im Tageslauf an ihn herankommen? Er erlebt sie eigentlich halb beobachtend. Sie können sich ein Bild davon machen, wie die Erlebnisse halb beobachtet werden, wenn Sie sich einmal — und ich rate dazu, es zu tun — nachmittags oder abends hinsetzen und sich fragen: Was habe ich eigentlich heute um halb zehn Uhr am Morgen erlebt? — Aber nun versuchen Sie einmal, in allen Einzelheiten, mit allen Details sich ein solches Erlebnis vor die Seele zu rufen, als ob es nun wiederum, meinetwillen um halb acht Uhr abends, einfach da wäre, als ob es dastünde, als ob Sie es geistig-künstlerisch darstellten vor sich. Sie werden sehen, wieviel Ihnen fehlt, wieviel Sie nicht beobachtet haben, wie schwer das wird. Sie werden, wenn Sie sich eine Feder oder einen Bleistift nehmen, um das aufzuschreiben, sehr bald anfangen, in den Bleistift oder in die Feder hineinzubeißen, weil Ihnen eben die Details nicht einfallen und Sie sie schließlich herausbeißen wollen aus dem Bleistift.
[ 11 ] Ja, darauf kommt es aber zunächst an, sich die Aufgabe zu stellen, ein Erlebnis, das man gehabt hat, mit aller Schärfe sich — nicht wenn es dasteht, sondern hinterher — vor die Seele zu stellen, wie wenn man geistig es malen wollte, es so vor die Seele zu stellen, daß, wenn zum Beispiel in dem Erlebnisse etwas ist, wo jemand gesprochen hat, Sie sich das ganz gegenständlich machen: den Klang seiner Stimme, die Art und Weise, wie er geschickt oder ungeschickt die Worte gesetzt hat und so weiter, stark, energisch, kurz, das zum Bilde zu bringen, was man erlebt hat. Wenn man in dieser Weise ein solches Erlebnis des Tages zum Bilde bringt, dann beschäftigt sich in der nächsten Nacht, wenn der astralische Leib aus dem Ätherleib und dem physischen Leib heraus ist, der astralische Leib mit diesem Bilde. Er ist eigentlich selber der Träger dieses Bildes, er gestaltet dieses Bild jetzt draußen außer dem Leibe aus. Er nimmt es mit, wenn er hinausgeht in der ersten Nacht. Er gestaltet es da draußen außer dem physischen und dem Ätherleib aus.
[ 11 ] Ja, darauf kommt es aber zunächst an, sich die Aufgabe zu stellen, ein Erlebnis, das man gehabt hat, mit aller Schärfe sich — nicht wenn es dasteht, sondern hinterher — vor die Seele zu stellen, wie wenn man geistig es malen wollte, es so vor die Seele zu stellen, daß, wenn zum Beispiel in dem Erlebnisse etwas ist, wo jemand gesprochen hat, Sie sich das ganz gegenständlich machen: den Klang seiner Stimme, die Art und Weise, wie er geschickt oder ungeschickt die Worte gesetzt hat und so weiter, stark, energisch, kurz, das zum Bilde zu bringen, was man erlebt hat. Wenn man in dieser Weise ein solches Erlebnis des Tages zum Bilde bringt, dann beschäftigt sich in der nächsten Nacht, wenn der astralische Leib aus dem Ätherleib und dem physischen Leib heraus ist, der astralische Leib mit diesem Bilde. Er ist eigentlich selber der Träger dieses Bildes, er gestaltet dieses Bild jetzt draußen außer dem Leibe aus. Er nimmt es mit, wenn er hinausgeht in der ersten Nacht. Er gestaltet es da draußen außer dem physischen und dem Ätherleib aus.
[ 12 ] So haben wir das erste, wir wollen diese Etappen ganz genau nehmen: Der schlafende Astralleib gestaltet außer dem physischen und dem Ätherleib das Bild des Erlebnisses. Wo tut er das? Das tut er im äußeren Äther. Er ist ja jetzt in der äußeren Ätherwelt.
[ 12 ] So haben wir das erste, wir wollen diese Etappen ganz genau nehmen: Der schlafende Astralleib gestaltet außer dem physischen und dem Ätherleib das Bild des Erlebnisses. Wo tut er das? Das tut er im äußeren Äther. Er ist ja jetzt in der äußeren Ätherwelt.
[ 13 ] Stellen Sie sich jetzt den Menschen vor: Sein physischer Leib und sein Ätherleib liegen im Bette, draußen ist der astralische Leib. Von dem Ich wollen wir absehen. Da draußen ist der astralische Leib, dieses Bild, das man sich gemacht hat, nachbildend; aber er tut das im äußeren Äther. Dadurch geschieht folgendes.
[ 13 ] Stellen Sie sich jetzt den Menschen vor: Sein physischer Leib und sein Ätherleib liegen im Bette, draußen ist der astralische Leib. Von dem Ich wollen wir absehen. Da draußen ist der astralische Leib, dieses Bild, das man sich gemacht hat, nachbildend; aber er tut das im äußeren Äther. Dadurch geschieht folgendes.


[ 14 ] Stellen Sie sich vor, der astralische Leib ist da draußen (siehe Zeichnung, gelb). Jetzt gestaltet er da draußen dieses Bild, das ich rot zeichnen will — es ist natürlich alles schematisch. Dieses Bild gestaltet er. Das alles geschieht im äußeren Äther; der äußere Äther, der inkrustiert gewissermaßen mit seiner eigenen Substanz dasjenige, was da im Astralleib als Bild geformt ist. Also der äußere Äther bildet hier überall die Ätherform (blau) als ein so scharf ins geistige Auge gefaßtes Bild.
[ 14 ] Stellen Sie sich vor, der astralische Leib ist da draußen (siehe Zeichnung, gelb). Jetzt gestaltet er da draußen dieses Bild, das ich rot zeichnen will — es ist natürlich alles schematisch. Dieses Bild gestaltet er. Das alles geschieht im äußeren Äther; der äußere Äther, der inkrustiert gewissermaßen mit seiner eigenen Substanz dasjenige, was da im Astralleib als Bild geformt ist. Also der äußere Äther bildet hier überall die Ätherform (blau) als ein so scharf ins geistige Auge gefaßtes Bild.
[ 15 ] Jetzt kommen Sie am Morgen in den physischen und in den Ätherleib zurück, tragen das hinein, was vom äußeren Äther hineinsubstantiiert ist. Also: der schlafende Astralleib gestaltet außer dem physischen und dem Ätherleib das Bild des Erlebnisses; der äußere Äther bildet die eigene Substanz dem Bilde ein.
[ 15 ] Jetzt kommen Sie am Morgen in den physischen und in den Ätherleib zurück, tragen das hinein, was vom äußeren Äther hineinsubstantiiert ist. Also: der schlafende Astralleib gestaltet außer dem physischen und dem Ätherleib das Bild des Erlebnisses; der äußere Äther bildet die eigene Substanz dem Bilde ein.
[ 16 ] Sie können sich vorstellen, daß dadurch das Bild stärker wird und daß jetzt, wenn am Morgen der astralische Leib zurückkommt mit diesem stärker Substantiierten, er einen Eindruck machen kann auf den Ätherleib im Menschen. Mit dem, was als Kräfte vom äußeren Äther stammt, macht er jetzt einen Eindruck in den Ätherleib des Menschen. So daß das zweite ist: Vom Astralleib wird das Bild dem Ätherleib des Menschen eingeprägt.
[ 16 ] Sie können sich vorstellen, daß dadurch das Bild stärker wird und daß jetzt, wenn am Morgen der astralische Leib zurückkommt mit diesem stärker Substantiierten, er einen Eindruck machen kann auf den Ätherleib im Menschen. Mit dem, was als Kräfte vom äußeren Äther stammt, macht er jetzt einen Eindruck in den Ätherleib des Menschen. So daß das zweite ist: Vom Astralleib wird das Bild dem Ätherleib des Menschen eingeprägt.
[ 17 ] Das sind die Ereignisse: erster Tag, erste Nacht (siehe Schema Seite 124). Jetzt kommen wir an den zweiten Tag heran. Während des zweiten Tages, während Sie sich da mit den anderen Kinkerlitzchen des Lebens im vollen Wachbewußtsein beschäftigen, da geschieht unter dem Bewußtsein, im Unbewußten dieses, daß das Bild sich in den Ätherleib hinuntersetzt. Und in der nächsten Nacht arbeitet der Ätherleib, wenn er ungestört ist, wenn der astralische Leib wieder draußen ist, dieses Bild aus. So wird also in der zweiten Nacht das Bild von dem eigenen Ätherleib des Menschen ausgearbeitet. Also zweitens: Vom Astralleib wird das Bild dem Ätherleib des Menschen eingeprägt, und der Ätherleib arbeitet in der nächsten Nacht das Bild aus.
[ 17 ] Das sind die Ereignisse: erster Tag, erste Nacht (siehe Schema Seite 124). Jetzt kommen wir an den zweiten Tag heran. Während des zweiten Tages, während Sie sich da mit den anderen Kinkerlitzchen des Lebens im vollen Wachbewußtsein beschäftigen, da geschieht unter dem Bewußtsein, im Unbewußten dieses, daß das Bild sich in den Ätherleib hinuntersetzt. Und in der nächsten Nacht arbeitet der Ätherleib, wenn er ungestört ist, wenn der astralische Leib wieder draußen ist, dieses Bild aus. So wird also in der zweiten Nacht das Bild von dem eigenen Ätherleib des Menschen ausgearbeitet. Also zweitens: Vom Astralleib wird das Bild dem Ätherleib des Menschen eingeprägt, und der Ätherleib arbeitet in der nächsten Nacht das Bild aus.
[ 18 ] Damit haben wir: Zweiter Tag und zweite Nacht (siehe Schema).
[ 18 ] Damit haben wir: Zweiter Tag und zweite Nacht (siehe Schema).
[ 19 ] Nun werden Sie, wenn Sie dies durchmachen, wenn Sie wirklich es nicht verschmähen, sich so fortzubeschäftigen mit dem Bilde, das Sie sich am vorhergehenden Tag geformt haben — und Sie können sich fortbeschäftigen aus einem Grunde, den ich gleich angeben werde —, wenn Sie es nicht verschmähen, sich so fortzubeschäftigen mit diesem Bilde, dann werden Sie mit diesem Bilde eben weiterleben.
[ 19 ] Nun werden Sie, wenn Sie dies durchmachen, wenn Sie wirklich es nicht verschmähen, sich so fortzubeschäftigen mit dem Bilde, das Sie sich am vorhergehenden Tag geformt haben — und Sie können sich fortbeschäftigen aus einem Grunde, den ich gleich angeben werde —, wenn Sie es nicht verschmähen, sich so fortzubeschäftigen mit diesem Bilde, dann werden Sie mit diesem Bilde eben weiterleben.
[ 20 ] Was heißt, sich damit fortbeschäftigen? Sehen Sie, wenn Sie sich wirklich Mühe geben, solch ein Bild stramm zu bilden, mit charakteristischen, starken Linien ganz plastisch auszuarbeiten am ersten Tag, nachdem Sie das Erlebnis gehabt haben, dann haben Sie sich schon geistig angestrengt. So etwas kostet geistige Anstrengung. Verzeihen Sie, es soll nicht eine Anspielung sein — die Anwesenden sind ja immer bei allen diesen Dingen ausgenommen —, aber gesagt werden muß doch: Die meisten Menschen kennen nämlich gar nicht das, was geistige Anstrengung ist, denn die geistige Anstrengung, die wirkliche geistige Anstrengung geht erst durch Aktivität der Seele vor sich. Wenn man so die Welt auf sich wirken läßt, die Gedanken ablaufen läßt, ohne diese Gedanken in die Hand zu nehmen, dann hat man keine geistige Anstrengung. Müde werden, das bedeutet nicht, geistige Anstrengung gehabt haben. Man darf nicht sich einbilden, wenn man von irgend etwas müde wird, daß man sich geistig angestrengt hat. Müde kann man zum Beispiel auch beim Lesen werden. Aber wenn man nicht selber irgendwie mitproduzierend tätig ist beim Lesen, wenn man nur die Gedanken des Buches auf sich wirken läßt, strengt man sich ja nicht an. Im Gegenteil, derjenige, der sich wirklich geistig angestrengt hat, der aus der inneren Aktivität der Seele heraus sich angestrengt hat, der greift dann zu einem Buch, und zwar zu einem sehr interessanten; dann schläft er gerade die geistige Anstrengung im Lesen am allerbesten aus. Aber einschlafen kann man natürlich über einem Buche, wenn man müde geworden ist. Dieses Müde-Werden ist gar nicht ein Zeichen für die geistige Anstrengung.
[ 20 ] Was heißt, sich damit fortbeschäftigen? Sehen Sie, wenn Sie sich wirklich Mühe geben, solch ein Bild stramm zu bilden, mit charakteristischen, starken Linien ganz plastisch auszuarbeiten am ersten Tag, nachdem Sie das Erlebnis gehabt haben, dann haben Sie sich schon geistig angestrengt. So etwas kostet geistige Anstrengung. Verzeihen Sie, es soll nicht eine Anspielung sein — die Anwesenden sind ja immer bei allen diesen Dingen ausgenommen —, aber gesagt werden muß doch: Die meisten Menschen kennen nämlich gar nicht das, was geistige Anstrengung ist, denn die geistige Anstrengung, die wirkliche geistige Anstrengung geht erst durch Aktivität der Seele vor sich. Wenn man so die Welt auf sich wirken läßt, die Gedanken ablaufen läßt, ohne diese Gedanken in die Hand zu nehmen, dann hat man keine geistige Anstrengung. Müde werden, das bedeutet nicht, geistige Anstrengung gehabt haben. Man darf nicht sich einbilden, wenn man von irgend etwas müde wird, daß man sich geistig angestrengt hat. Müde kann man zum Beispiel auch beim Lesen werden. Aber wenn man nicht selber irgendwie mitproduzierend tätig ist beim Lesen, wenn man nur die Gedanken des Buches auf sich wirken läßt, strengt man sich ja nicht an. Im Gegenteil, derjenige, der sich wirklich geistig angestrengt hat, der aus der inneren Aktivität der Seele heraus sich angestrengt hat, der greift dann zu einem Buch, und zwar zu einem sehr interessanten; dann schläft er gerade die geistige Anstrengung im Lesen am allerbesten aus. Aber einschlafen kann man natürlich über einem Buche, wenn man müde geworden ist. Dieses Müde-Werden ist gar nicht ein Zeichen für die geistige Anstrengung.
[ 21 ] Ein Zeichen aber für die geistige Anstrengung ist dieses, daß man spürt, das Gehirn ist abgenutzt, so wie man spürt, wenn man oftmals gehoben hat: der Armmuskel ist in Anspruch genommen gewesen. Durch das gewöhnliche Denken wird das Gehirn nicht in solche Mitleidenschaft gezogen. Nun, das geht einem nämlich nach, und Sie werden sogar bemerken, wenn Sie das Ding zum ersten Mal machen und wenn Sie das Ding zum zweiten Mal, zum dritten Mal, zum zehnten Mal machen: da bekommen Sie einen leisen Kopfschmerz. Nicht daß Sie müde werden oder einschlafen, im Gegenteil: Sie können nicht einschlafen, Sie bekommen viel eher einen leisen Kopfschmerz davon. Diesen Kopfschmerz müssen Sie nur nicht als einen solchen betrachten, den Sie verabscheuen, sondern im Gegenteil als einen solchen, der eigentlich ein Zeugnis dafür ist, daß Sie den Kopf angestrengt haben.
[ 21 ] Ein Zeichen aber für die geistige Anstrengung ist dieses, daß man spürt, das Gehirn ist abgenutzt, so wie man spürt, wenn man oftmals gehoben hat: der Armmuskel ist in Anspruch genommen gewesen. Durch das gewöhnliche Denken wird das Gehirn nicht in solche Mitleidenschaft gezogen. Nun, das geht einem nämlich nach, und Sie werden sogar bemerken, wenn Sie das Ding zum ersten Mal machen und wenn Sie das Ding zum zweiten Mal, zum dritten Mal, zum zehnten Mal machen: da bekommen Sie einen leisen Kopfschmerz. Nicht daß Sie müde werden oder einschlafen, im Gegenteil: Sie können nicht einschlafen, Sie bekommen viel eher einen leisen Kopfschmerz davon. Diesen Kopfschmerz müssen Sie nur nicht als einen solchen betrachten, den Sie verabscheuen, sondern im Gegenteil als einen solchen, der eigentlich ein Zeugnis dafür ist, daß Sie den Kopf angestrengt haben.
[ 22 ] Nun, das geht Ihnen nach, das geht Ihnen so lange nach, bis Sie eingeschlafen sind. Am Morgen werden Sie, wenn Sie das wirklich gemacht haben am vorhergehenden Tage, schon aufwachen mit dem Gefühl: Da ist etwas in mir! Ich weiß nicht recht, was, aber da ist etwas in mir, da will etwas von mir etwas haben. Ja, das ist doch nicht so gleichgültig, daß ich gestern mir dieses Bild gemacht habe, das hat doch eigentlich etwas zu bedeuten: Dieses Bild hat sich verwandelt. Dieses Bild verursacht, daß ich heute ganz andere Gefühle habe, als ich bisher eigentlich gehabt habe; das Bild macht mir ganz bestimmte Gefühle.
[ 22 ] Nun, das geht Ihnen nach, das geht Ihnen so lange nach, bis Sie eingeschlafen sind. Am Morgen werden Sie, wenn Sie das wirklich gemacht haben am vorhergehenden Tage, schon aufwachen mit dem Gefühl: Da ist etwas in mir! Ich weiß nicht recht, was, aber da ist etwas in mir, da will etwas von mir etwas haben. Ja, das ist doch nicht so gleichgültig, daß ich gestern mir dieses Bild gemacht habe, das hat doch eigentlich etwas zu bedeuten: Dieses Bild hat sich verwandelt. Dieses Bild verursacht, daß ich heute ganz andere Gefühle habe, als ich bisher eigentlich gehabt habe; das Bild macht mir ganz bestimmte Gefühle.
[ 23 ] Das bleibt Ihnen für den nächsten Tag als das restierende innere Erlebnis für das Bild, das Sie sich gemacht haben. Und dieses, was Sie da fühlen, was Sie den ganzen Tag nicht loskriegen, das ist ein Zeugnis dafür, daß das Bild nun hinuntergeht, wie ich es hier beschrieben habe, in den Ätherleib und daß der Ätherleib es aufnimmt.
[ 23 ] Das bleibt Ihnen für den nächsten Tag als das restierende innere Erlebnis für das Bild, das Sie sich gemacht haben. Und dieses, was Sie da fühlen, was Sie den ganzen Tag nicht loskriegen, das ist ein Zeugnis dafür, daß das Bild nun hinuntergeht, wie ich es hier beschrieben habe, in den Ätherleib und daß der Ätherleib es aufnimmt.
[ 24 ] Nun werden Sie wahrscheinlich nach der nächsten Nacht beim Aufwachen — wenn Sie also wiederum nach diesen zwei Tagen hier (siehe Schema) in den Leib hineinschlüpfen — erleben, daß Sie da drinnen dieses Bild etwas umgestaltet, etwas verwandelt wiederfinden. Sie finden es wieder, gerade im Aufwachen des dritten "Tages finden Sie es wieder in sich; es scheint Ihnen wie ein sehr realer Traum. Aber eine Veränderung hat es durchgemacht, es ist nicht so geblieben, es ist etwas anderes. Es wird sich in mannigfaltige Bilder kleiden, bis es anders ist. Es wird sich Ihnen in das Bild kleiden, als ob da irgendwie geistige Wesen wären, die Ihnen dieses Erlebnis nunmehr bringen. Und Sie bekommen förmlich den Eindruck: Ja, dieses Erlebnis, das ich da gehabt habe, das ich mir so ins Bild gebracht habe, das ist mir eigentlich zugetragen worden. — Wenn es ein Erlebnis mit einem Menschen war, so hat man das Gefühl, nachdem dies alles geschehen ist: Eigentlich hat man nicht nur durch den Menschen das erlebt, sondern es ist einem zugetragen worden. Da sind andere, da sind geistige Mächte mit im Spiel, die haben einem das zugetragen.
[ 24 ] Nun werden Sie wahrscheinlich nach der nächsten Nacht beim Aufwachen — wenn Sie also wiederum nach diesen zwei Tagen hier (siehe Schema) in den Leib hineinschlüpfen — erleben, daß Sie da drinnen dieses Bild etwas umgestaltet, etwas verwandelt wiederfinden. Sie finden es wieder, gerade im Aufwachen des dritten "Tages finden Sie es wieder in sich; es scheint Ihnen wie ein sehr realer Traum. Aber eine Veränderung hat es durchgemacht, es ist nicht so geblieben, es ist etwas anderes. Es wird sich in mannigfaltige Bilder kleiden, bis es anders ist. Es wird sich Ihnen in das Bild kleiden, als ob da irgendwie geistige Wesen wären, die Ihnen dieses Erlebnis nunmehr bringen. Und Sie bekommen förmlich den Eindruck: Ja, dieses Erlebnis, das ich da gehabt habe, das ich mir so ins Bild gebracht habe, das ist mir eigentlich zugetragen worden. — Wenn es ein Erlebnis mit einem Menschen war, so hat man das Gefühl, nachdem dies alles geschehen ist: Eigentlich hat man nicht nur durch den Menschen das erlebt, sondern es ist einem zugetragen worden. Da sind andere, da sind geistige Mächte mit im Spiel, die haben einem das zugetragen.
[ 25 ] Nun kommt der folgende Tag. Am folgenden Tag wird das Bild vom Ätherleib in den physischen Leib hinuntergetragen. Der Ätherleib prägt am folgenden Tag dieses Bild dem physischen Leib ein, wirklich den Nervenvorgängen, den Blutvorgängen ein. Am dritten Tag wird das Bild in den physischen Leib hinunter eingeprägt. Also wir müssen sagen, drittens: Vom Ätherleib wird das Bild dem physischen Leib des Menschen eingeprägt.
[ 25 ] Nun kommt der folgende Tag. Am folgenden Tag wird das Bild vom Ätherleib in den physischen Leib hinuntergetragen. Der Ätherleib prägt am folgenden Tag dieses Bild dem physischen Leib ein, wirklich den Nervenvorgängen, den Blutvorgängen ein. Am dritten Tag wird das Bild in den physischen Leib hinunter eingeprägt. Also wir müssen sagen, drittens: Vom Ätherleib wird das Bild dem physischen Leib des Menschen eingeprägt.
[ 26 ] Und nun kommt die nächste Nacht, nachdem also am Tage — während Sie wiederum die gewöhnlichen Kinkerlitzchen des Lebens absolvieren — da unten dieses Wichtige vorgeht, daß dieses Bild Ihnen hinuntergetragen wird in den physischen Leib. Es geht das im Unterbewußten vor. Da wird dann, wenn nun wiederum die nächste Nacht kommt, im physischen Leib dieses Bild verarbeitet. Es wird nämlich das Bild im physischen Leibe vergeistigt. Zunächst wird während des Tages dieses Bild in Blut-, in Nervenvorgänge hinuntergebracht, aber in der Nacht wird es vergeistigt. Wer da sehen kann, sieht, wie dieses Bild nun vom physischen Leib verarbeitet wird, aber als geistig ganz verändertes Bild erscheint. Man kann sagen: Der physische Leib arbeitet in der nächsten Nacht das Bild aus.
[ 26 ] Und nun kommt die nächste Nacht, nachdem also am Tage — während Sie wiederum die gewöhnlichen Kinkerlitzchen des Lebens absolvieren — da unten dieses Wichtige vorgeht, daß dieses Bild Ihnen hinuntergetragen wird in den physischen Leib. Es geht das im Unterbewußten vor. Da wird dann, wenn nun wiederum die nächste Nacht kommt, im physischen Leib dieses Bild verarbeitet. Es wird nämlich das Bild im physischen Leibe vergeistigt. Zunächst wird während des Tages dieses Bild in Blut-, in Nervenvorgänge hinuntergebracht, aber in der Nacht wird es vergeistigt. Wer da sehen kann, sieht, wie dieses Bild nun vom physischen Leib verarbeitet wird, aber als geistig ganz verändertes Bild erscheint. Man kann sagen: Der physische Leib arbeitet in der nächsten Nacht das Bild aus.
[ 27 ] Erster Tag
Erste Nacht
(1. Der schlafende Astralleib gestaltet außer dem physischen und dem Ätherleib das Bild des Erlebnisses. Der äußere Äther bildet die eigene Substanz dem Bilde ein.
[ 27 ] Erster Tag
Erste Nacht
(1. Der schlafende Astralleib gestaltet außer dem physischen und dem Ätherleib das Bild des Erlebnisses. Der äußere Äther bildet die eigene Substanz dem Bilde ein.
[ 28 ] Zweiter Tag
Zweite Nacht
2. Vom Astralleib wird das Bild dem Ätherleib des Menschen eingeprägt. Und der Ätherleib arbeitet in der nächsten Nacht das Bild aus.
[ 28 ] Zweiter Tag
Zweite Nacht
2. Vom Astralleib wird das Bild dem Ätherleib des Menschen eingeprägt. Und der Ätherleib arbeitet in der nächsten Nacht das Bild aus.
[ 29 ] Dritter Tag
Dritte Nacht
3. Vom Ätherleib wird das Bild dem physischen Leib Menschen eingeprägt. Und der physische Leib des Menschen eingeprägt. Und der physische Leib arbeitet in der nächsten Nacht das Bild aus.
[ 29 ] Dritter Tag
Dritte Nacht
3. Vom Ätherleib wird das Bild dem physischen Leib Menschen eingeprägt. Und der physische Leib des Menschen eingeprägt. Und der physische Leib arbeitet in der nächsten Nacht das Bild aus.


[ 30 ] Das ist nun etwas, was Sie sich nur ganz richtig vorstellen müssen. Der physische Leib arbeitet wirklich dieses Bild geistig aus. Er vergeistigt es. So daß, wenn Sie wirklich das alles durchgemacht haben, dann das eintritt, daß einfach, wenn der Mensch nun schäft, der physische Leib das Ganze ausarbeitet, aber nicht so, daß es im physischen Leibe drinnenbleibt. Es entsteht überall aus dem physischen Leibe heraus eine Umgestaltung, eine mächtige, vergrößerte Umgestaltung des Bildes. Und wenn Sie nun aufstehen, dann steht dieses Bild da, in dem Sie eigentlich drinnen schweben, das eigentlich wie eine Art Wolke ist, in der Sie drinnen sind. Mit diesem Bilde stehen sie auf.
[ 30 ] Das ist nun etwas, was Sie sich nur ganz richtig vorstellen müssen. Der physische Leib arbeitet wirklich dieses Bild geistig aus. Er vergeistigt es. So daß, wenn Sie wirklich das alles durchgemacht haben, dann das eintritt, daß einfach, wenn der Mensch nun schäft, der physische Leib das Ganze ausarbeitet, aber nicht so, daß es im physischen Leibe drinnenbleibt. Es entsteht überall aus dem physischen Leibe heraus eine Umgestaltung, eine mächtige, vergrößerte Umgestaltung des Bildes. Und wenn Sie nun aufstehen, dann steht dieses Bild da, in dem Sie eigentlich drinnen schweben, das eigentlich wie eine Art Wolke ist, in der Sie drinnen sind. Mit diesem Bilde stehen sie auf.


[ 31 ] Das ist also der dritte Tag und die dritte Nacht. Mit diesem Bilde, das ganz verwandelt ist, mit dem kriechen Sie an dem vierten Tag aus dem Bette heraus. In dieser Wolke (siehe Zeichnung, rot) eingeschlossen, stehen Sie auf. Und haben Sie tatsächlich mit der nötigen Stärke am ersten Tage das Bild gebildet, sind Sie aufmerksam darauf gewesen, was Ihnen Ihr Gefühl gegeben hat am zweiten Tag, so werden Sie jetzt bemerken: Da in diesem jetzigen Bilde sitzt Ihr Wille drinnen. Da sitzt der Wille darinnen, aber dieser Wille, der kann sich nicht ausleben, der ist wie gefesselt. Es ist tatsächlich so, etwas extrem ausgedrückt, wie wenn man sich vorgenommen hätte — wie ein unglaublich kühner Schnelläufer irgendein Bravourlaufstückchen auszuführen sich vornimmt —: Ich renne, ich renne jetzt hinunter nach Oberdornach, ich stelle mir es schon vor, habe das in mir. Mein Wille ist es, aber in diesem Augenblick, wo ich ansetzen will, wo der Wille am stärksten ist, da fesselt mich jemand, so daß ich steif dastehe, daß der ganze Wille entwickelt ist, aber ich den Willen nicht zur Ausführung bringen kann. So ungefähr ist der Vorgang.
[ 31 ] Das ist also der dritte Tag und die dritte Nacht. Mit diesem Bilde, das ganz verwandelt ist, mit dem kriechen Sie an dem vierten Tag aus dem Bette heraus. In dieser Wolke (siehe Zeichnung, rot) eingeschlossen, stehen Sie auf. Und haben Sie tatsächlich mit der nötigen Stärke am ersten Tage das Bild gebildet, sind Sie aufmerksam darauf gewesen, was Ihnen Ihr Gefühl gegeben hat am zweiten Tag, so werden Sie jetzt bemerken: Da in diesem jetzigen Bilde sitzt Ihr Wille drinnen. Da sitzt der Wille darinnen, aber dieser Wille, der kann sich nicht ausleben, der ist wie gefesselt. Es ist tatsächlich so, etwas extrem ausgedrückt, wie wenn man sich vorgenommen hätte — wie ein unglaublich kühner Schnelläufer irgendein Bravourlaufstückchen auszuführen sich vornimmt —: Ich renne, ich renne jetzt hinunter nach Oberdornach, ich stelle mir es schon vor, habe das in mir. Mein Wille ist es, aber in diesem Augenblick, wo ich ansetzen will, wo der Wille am stärksten ist, da fesselt mich jemand, so daß ich steif dastehe, daß der ganze Wille entwickelt ist, aber ich den Willen nicht zur Ausführung bringen kann. So ungefähr ist der Vorgang.
[ 32 ] Wenn sich dieses Erlebnis dann entwickelt, daß man sich so wie im Schraubstock fühlt — denn es ist ein Sich-Fühlen wie im Schraubstock nach der dritten Nacht —, wenn man wieder aufwacht und sich so fühlt wie im Schraubstock, der Wille ganz durch und durch gefesselt ist, dann, wenn man darauf aufmerksam werden kann, verwandelt sich dieser Wille: dieser Wille wird zum Sehen. Er kann nichts, aber er führt dazu, daß man etwas sieht. Er wird zum seelischen Auge, und das Bild, mit dem man da aufgestanden ist, dieses Bild wird gegenständlich. Und das ist dann das Ereignis des vorigen Erdenlebens, oder eines vorigen Erdenlebens, welches das, was man am ersten Tag im Bilde entworfen hat, wiederum verursacht hat. Man bekommt durch diese Verwandlung durch Gefühl und Wille hindurch das Bild des verursachenden Ereignisses aus einem früheren Erdenleben.
[ 32 ] Wenn sich dieses Erlebnis dann entwickelt, daß man sich so wie im Schraubstock fühlt — denn es ist ein Sich-Fühlen wie im Schraubstock nach der dritten Nacht —, wenn man wieder aufwacht und sich so fühlt wie im Schraubstock, der Wille ganz durch und durch gefesselt ist, dann, wenn man darauf aufmerksam werden kann, verwandelt sich dieser Wille: dieser Wille wird zum Sehen. Er kann nichts, aber er führt dazu, daß man etwas sieht. Er wird zum seelischen Auge, und das Bild, mit dem man da aufgestanden ist, dieses Bild wird gegenständlich. Und das ist dann das Ereignis des vorigen Erdenlebens, oder eines vorigen Erdenlebens, welches das, was man am ersten Tag im Bilde entworfen hat, wiederum verursacht hat. Man bekommt durch diese Verwandlung durch Gefühl und Wille hindurch das Bild des verursachenden Ereignisses aus einem früheren Erdenleben.
[ 33 ] Alle die Dinge nehmen sich, wenn man sie schildert, ein wenig gewaltsam aus. Das ist ja nicht zu verwundern, denn sie sind dem heutigen Menschen ganz und gar nicht bekannt.
[ 33 ] Alle die Dinge nehmen sich, wenn man sie schildert, ein wenig gewaltsam aus. Das ist ja nicht zu verwundern, denn sie sind dem heutigen Menschen ganz und gar nicht bekannt.
[ 34 ] Aber nicht so unbekannt damit waren Menschen in früheren Kulturepochen. Nur waren diese in ihrem ganzen Leben — nach der Ansicht der gegenwärtigen Menschen, die gescheit sind — dumm. Aber diese Erlebnisse haben diese dummen Menschen in früheren Kulturepochen schon gehabt. Der heutige Mensch verdunkelt nur das alles durch seinen Intellekt, der ihn gescheit macht, aber nicht gerade weise.
[ 34 ] Aber nicht so unbekannt damit waren Menschen in früheren Kulturepochen. Nur waren diese in ihrem ganzen Leben — nach der Ansicht der gegenwärtigen Menschen, die gescheit sind — dumm. Aber diese Erlebnisse haben diese dummen Menschen in früheren Kulturepochen schon gehabt. Der heutige Mensch verdunkelt nur das alles durch seinen Intellekt, der ihn gescheit macht, aber nicht gerade weise.
[ 35 ] Nun, ich sage, es nimmt sich etwas tumultuarisch aus, wenn man die Sache so erzählt. Aber man muß ja solche Worte gebrauchen. Weil die Dinge heute ganz unbekannt sind, würden sie, wenn man sie sanfter erzählen würde, sich ja gar nicht so charakteristisch ausnehmen. Sie müssen sich charakteristisch ausnehmen. Aber das ganze Erlebnis, vom Anfang bis zum Ende, wie ich es da durch die drei Tage dargestellt habe, dieses ganze Erlebnis, das muß innerlich-intim, das muß in aller Ruhe und Gelassenheit verlaufen. Denn sogenannte okkulte Erlebnisse — und das sind ja solche —, die verlaufen nicht so, daß man damit renommieren kann. Wenn man anfängt zu renommieren damit, dann hören sie sogleich auf. Sie müssen wirklich in innerer Ruhe und Gelassenheit verlaufen. Und am besten ist es, wenn überhaupt niemand zunächst von einer solchen Erlebnisfolge etwas bemerkt als derjenige, der sie hat.
[ 35 ] Nun, ich sage, es nimmt sich etwas tumultuarisch aus, wenn man die Sache so erzählt. Aber man muß ja solche Worte gebrauchen. Weil die Dinge heute ganz unbekannt sind, würden sie, wenn man sie sanfter erzählen würde, sich ja gar nicht so charakteristisch ausnehmen. Sie müssen sich charakteristisch ausnehmen. Aber das ganze Erlebnis, vom Anfang bis zum Ende, wie ich es da durch die drei Tage dargestellt habe, dieses ganze Erlebnis, das muß innerlich-intim, das muß in aller Ruhe und Gelassenheit verlaufen. Denn sogenannte okkulte Erlebnisse — und das sind ja solche —, die verlaufen nicht so, daß man damit renommieren kann. Wenn man anfängt zu renommieren damit, dann hören sie sogleich auf. Sie müssen wirklich in innerer Ruhe und Gelassenheit verlaufen. Und am besten ist es, wenn überhaupt niemand zunächst von einer solchen Erlebnisfolge etwas bemerkt als derjenige, der sie hat.
[ 36 ] Nun dürfen Sie auch nicht glauben, daß die Sache gleich auf den ersten Anhub gelingt. Das erfährt man ja immer: Wenn so etwas geschildert wird, da gefällt es den Leuten. Das ist ja ganz begreiflich es ist ja schön! Was kann man da alles erfahren! Und mit einem riesigen Fleiße machen sich die Leute darüber her. Sie fangen an: es geht nicht. Nun werden Sie schon ganz kleinmütig. Dann probieren sie es vielleicht noch ein paarmal — es geht wieder nicht. Aber tatsächlich, wenn man es neunundvierzigmal ungefähr, oder ein anderer neunundsechzigmal probiert hat, das fünfzigste oder siebzigste Mal geht es dann. Denn worum es sich bei all diesen Dingen handelt, das ist ja, daß man sich zuerst eine Art Seelengewohnheit aneignet. Zunächst muß man sich hineinleben in diese Dinge. Seelengewohnheiten sich aneignen. Das ist aber überhaupt etwas, was in der Anthroposophischen Gesellschaft, die ja jetzt ein voller Ausdruck der anthroposophischen Bewegung sein soll seit der Weihnachtstagung, sorgfältig beobachtet werden sollte. In der Anthroposophischen Gesellschaft ist ja wirklich sehr vieles gegeben worden. Man kann schon einen leisen Schwindel kriegen, wenn man hintereinander alle diese Zyklen stehen sieht, die gedruckt worden sind. Aber trotzdem, immer wieder und wiederum kommen einzelne Menschen, die über das einzelne fragen. In den meisten Fällen ist das gar nicht notwendig, denn wenn tatsächlich das verarbeitet wird, was in den Zyklen steht, so beantworten sich die meisten Fragen auf eine viel sicherere Weise von selber. Man muß nur die Geduld dazu haben, wirklich nur die Geduld dazu haben. Es ist ja auch so, daß schon einmal in vielen Dingen der anthroposophischen Literatur vieles vorliegt, was arbeiten kann in der Seele. Und wir werden schon ein Herz haben von diesem jetzt bestehenden esoterischen Vorstand aus für das, was geschehen soll, und es wird die Zeit schon mit Geschehen-Sollendem ausgefüllt werden. Aber auf der anderen Seite muß für vieles, was die Leute wissen wollen, darauf hingewiesen werden, daß ja alte Zyklen da sind, alte Kurse da sind, die liegengeblieben sind, um die sich, nachdem sie gehalten waren, manche nur insoweit noch kümmern, als sie nun einen «neuen» haben wollen. Den alten lassen sie einfach liegen. Diese Dinge sind so, daß sie durchaus mit dem zusammenhängen, was ich gerade heute erörtern muß.
[ 36 ] Nun dürfen Sie auch nicht glauben, daß die Sache gleich auf den ersten Anhub gelingt. Das erfährt man ja immer: Wenn so etwas geschildert wird, da gefällt es den Leuten. Das ist ja ganz begreiflich es ist ja schön! Was kann man da alles erfahren! Und mit einem riesigen Fleiße machen sich die Leute darüber her. Sie fangen an: es geht nicht. Nun werden Sie schon ganz kleinmütig. Dann probieren sie es vielleicht noch ein paarmal — es geht wieder nicht. Aber tatsächlich, wenn man es neunundvierzigmal ungefähr, oder ein anderer neunundsechzigmal probiert hat, das fünfzigste oder siebzigste Mal geht es dann. Denn worum es sich bei all diesen Dingen handelt, das ist ja, daß man sich zuerst eine Art Seelengewohnheit aneignet. Zunächst muß man sich hineinleben in diese Dinge. Seelengewohnheiten sich aneignen. Das ist aber überhaupt etwas, was in der Anthroposophischen Gesellschaft, die ja jetzt ein voller Ausdruck der anthroposophischen Bewegung sein soll seit der Weihnachtstagung, sorgfältig beobachtet werden sollte. In der Anthroposophischen Gesellschaft ist ja wirklich sehr vieles gegeben worden. Man kann schon einen leisen Schwindel kriegen, wenn man hintereinander alle diese Zyklen stehen sieht, die gedruckt worden sind. Aber trotzdem, immer wieder und wiederum kommen einzelne Menschen, die über das einzelne fragen. In den meisten Fällen ist das gar nicht notwendig, denn wenn tatsächlich das verarbeitet wird, was in den Zyklen steht, so beantworten sich die meisten Fragen auf eine viel sicherere Weise von selber. Man muß nur die Geduld dazu haben, wirklich nur die Geduld dazu haben. Es ist ja auch so, daß schon einmal in vielen Dingen der anthroposophischen Literatur vieles vorliegt, was arbeiten kann in der Seele. Und wir werden schon ein Herz haben von diesem jetzt bestehenden esoterischen Vorstand aus für das, was geschehen soll, und es wird die Zeit schon mit Geschehen-Sollendem ausgefüllt werden. Aber auf der anderen Seite muß für vieles, was die Leute wissen wollen, darauf hingewiesen werden, daß ja alte Zyklen da sind, alte Kurse da sind, die liegengeblieben sind, um die sich, nachdem sie gehalten waren, manche nur insoweit noch kümmern, als sie nun einen «neuen» haben wollen. Den alten lassen sie einfach liegen. Diese Dinge sind so, daß sie durchaus mit dem zusammenhängen, was ich gerade heute erörtern muß.
[ 37 ] Man bekommt nicht die innere Stetigkeit im Verfolgen dessen, was in der Seele keimt und fruchtet, wenn man so eilen will von Neuem zu immer Neuerem, sondern es handelt sich wirklich darum, daß die Dinge reifen müssen in der Seele. Da muß man sich ganz abgewöhnen, was heute eigentlich in vieler Beziehung üblich ist. Da muß man sich gewöhnen an ein inneres aktives Arbeiten der Seele, an ein Arbeiten im Geiste. Das ist dasjenige, was einem dann hilft, um solche Dinge zustande zu bringen, wie ich sie gerade heute auseinandergesetzt habe, um überhaupt die innere Seelenverfassung nach dem dritten Tage für irgendein Erlebnis zu haben, das man karmisch durchschauen will. Und so muß man überhaupt vorgehen, wenn man Geistiges erkennen will. Man muß sich von vorneherein sagen: In dem ersten Momente, wo man an dieses Geistige irgendwie gedanklich herantritt, da ist ja erst der Anfang gemacht. Und will man da sogleich irgendein Resultat, ein Ergebnis haben, so ist das ganz unmöglich — man muß warten können. Nicht wahr, wenn ich heute ein Erlebnis habe, das karmisch verursacht ist in einem vorhergehenden Erdenleben, so können wir das schematisch so zeichnen: Das bin ich, das ist mein Erlebnis, das Erlebnis von heute (siehe Zeichnung, weiß, rot). Das dort ist verursacht von der ganz andersartigen Persönlichkeit mit demselben Ich in einem vorigen Erdenleben (grün, gelb). Da steht es. Da hat es längst aufgehört, meiner Persönlichkeit anzugehören, aber es ist eingetragen in die Ätherwelt, respektive in die astralische Welt, die hinter der Ätherwelt steht. Nun muß ich erst zurückgehen, den Weg zurückmachen.
[ 37 ] Man bekommt nicht die innere Stetigkeit im Verfolgen dessen, was in der Seele keimt und fruchtet, wenn man so eilen will von Neuem zu immer Neuerem, sondern es handelt sich wirklich darum, daß die Dinge reifen müssen in der Seele. Da muß man sich ganz abgewöhnen, was heute eigentlich in vieler Beziehung üblich ist. Da muß man sich gewöhnen an ein inneres aktives Arbeiten der Seele, an ein Arbeiten im Geiste. Das ist dasjenige, was einem dann hilft, um solche Dinge zustande zu bringen, wie ich sie gerade heute auseinandergesetzt habe, um überhaupt die innere Seelenverfassung nach dem dritten Tage für irgendein Erlebnis zu haben, das man karmisch durchschauen will. Und so muß man überhaupt vorgehen, wenn man Geistiges erkennen will. Man muß sich von vorneherein sagen: In dem ersten Momente, wo man an dieses Geistige irgendwie gedanklich herantritt, da ist ja erst der Anfang gemacht. Und will man da sogleich irgendein Resultat, ein Ergebnis haben, so ist das ganz unmöglich — man muß warten können. Nicht wahr, wenn ich heute ein Erlebnis habe, das karmisch verursacht ist in einem vorhergehenden Erdenleben, so können wir das schematisch so zeichnen: Das bin ich, das ist mein Erlebnis, das Erlebnis von heute (siehe Zeichnung, weiß, rot). Das dort ist verursacht von der ganz andersartigen Persönlichkeit mit demselben Ich in einem vorigen Erdenleben (grün, gelb). Da steht es. Da hat es längst aufgehört, meiner Persönlichkeit anzugehören, aber es ist eingetragen in die Ätherwelt, respektive in die astralische Welt, die hinter der Ätherwelt steht. Nun muß ich erst zurückgehen, den Weg zurückmachen.


[ 38 ] Ich habe Ihnen gesagt: Zunächst erscheint mir die Sache so, als ob irgend jemand mir eigentlich das Erlebnis zutrüge. So ist es namentlich am zweiten Tag. Aber nach dem dritten Tag wird es so, daß diejenigen, die mir es zugetragen haben, diese geistigen Wesen, sich zurückziehen, und dann werde ich es gewahr als mein Eigenes, das ich in einem vorigen Erdenleben als Ursache gelegt habe. Und deshalb, weil ja das nicht mehr in der Gegenwart darinnensteht, weil das etwas ist, was ich anschauen muß im vorigen Erdenleben, deshalb erscheine ich mir selber, indem ich darinnenstehe, wie gefesselt. Das Fesseln hört ja erst wiederum auf, wenn ich nun die Sache angeschaut, ein Bild habe von dem, was im vorigen Erdenleben war, und dann wieder zurückschaue auf das Ereignis, das ich ja die drei Tage hindurch nicht aus den Augen verloren habe, dann wieder zurückschaue, da werde ich wieder frei, indem ich zurückkomme, denn jetzt kann ich mich mit der Wirkung bewegen. Wenn ich bloß in der Ursache drinnenstehe, kann ich mich mit der Ursache nicht bewegen. Ich trete also zurück in ein voriges Erdenleben, werde von der Ursache wie gefesselt, und erst, wenn ich nun in dieses Erdenleben hineingehe, dann wird die Sache wieder aufgelöst.
[ 38 ] Ich habe Ihnen gesagt: Zunächst erscheint mir die Sache so, als ob irgend jemand mir eigentlich das Erlebnis zutrüge. So ist es namentlich am zweiten Tag. Aber nach dem dritten Tag wird es so, daß diejenigen, die mir es zugetragen haben, diese geistigen Wesen, sich zurückziehen, und dann werde ich es gewahr als mein Eigenes, das ich in einem vorigen Erdenleben als Ursache gelegt habe. Und deshalb, weil ja das nicht mehr in der Gegenwart darinnensteht, weil das etwas ist, was ich anschauen muß im vorigen Erdenleben, deshalb erscheine ich mir selber, indem ich darinnenstehe, wie gefesselt. Das Fesseln hört ja erst wiederum auf, wenn ich nun die Sache angeschaut, ein Bild habe von dem, was im vorigen Erdenleben war, und dann wieder zurückschaue auf das Ereignis, das ich ja die drei Tage hindurch nicht aus den Augen verloren habe, dann wieder zurückschaue, da werde ich wieder frei, indem ich zurückkomme, denn jetzt kann ich mich mit der Wirkung bewegen. Wenn ich bloß in der Ursache drinnenstehe, kann ich mich mit der Ursache nicht bewegen. Ich trete also zurück in ein voriges Erdenleben, werde von der Ursache wie gefesselt, und erst, wenn ich nun in dieses Erdenleben hineingehe, dann wird die Sache wieder aufgelöst.
[ 39 ] Nehmen wir ein Beispiel. Nehmen wir an, jemand erlebt in einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Tage, daß ihm ein Freund etwas nicht ganz Angenehmes sagt; vielleicht hatte er es nicht erwartet. Er sagt ihm also etwas nicht ganz Angenehmes. Nun, er versetzt sich in das, was er da durchmacht im Anhören dessen, was der Freund sagt, er macht sich ein lebendiges Bild von dem, was er da durchgemacht hat: wie er einen leisen Schock bekommen hat, wie er sich etwas geärgert hat, vielleicht auch gekränkt gefühlt hat und so weiter. Da ist ein innerliches Wirken, und ein innerliches Wirken muß da ins Bild gebracht werden.
[ 39 ] Nehmen wir ein Beispiel. Nehmen wir an, jemand erlebt in einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Tage, daß ihm ein Freund etwas nicht ganz Angenehmes sagt; vielleicht hatte er es nicht erwartet. Er sagt ihm also etwas nicht ganz Angenehmes. Nun, er versetzt sich in das, was er da durchmacht im Anhören dessen, was der Freund sagt, er macht sich ein lebendiges Bild von dem, was er da durchgemacht hat: wie er einen leisen Schock bekommen hat, wie er sich etwas geärgert hat, vielleicht auch gekränkt gefühlt hat und so weiter. Da ist ein innerliches Wirken, und ein innerliches Wirken muß da ins Bild gebracht werden.
[ 40 ] Jetzt läßt man die drei Tage verlaufen. Am zweiten Tage geht man herum und sagt: Dies Bild, das ich mir da gestern gemacht habe, hat merkwürdig auf mich gewirkt. Ich habe heute den ganzen Tag so etwas in mir wie ein Säuerliches, wie etwas, was mich verstimmt innerlich — so etwas, wie es von diesem Bilde ausgeht, war noch nicht da. Am Ende des ganzen Prozesses, nach dem dritten Tag morgens, da stehe ich auf, und dieses, wovon ich genau spüre, es kommt von diesem Bilde, das fesselt mich. Jetzt bleibe ich in dieser Fesselung drinnen. Dann wird mir dieses Ereignis aus dem vorigen Erdenleben kund: ich sehe es vor mir. Ich gehe über zu dem Erlebnis, das noch ganz frisch ist, noch ganz da ist. Da hört die Fesselung wieder auf und ich sage mir: Aha, so war das im vorigen Erdenleben! Das hat das verursacht: jetzt lebt die Wirkung. Mit der kann ich wieder leben, jetzt ist die Sache wieder da.
[ 40 ] Jetzt läßt man die drei Tage verlaufen. Am zweiten Tage geht man herum und sagt: Dies Bild, das ich mir da gestern gemacht habe, hat merkwürdig auf mich gewirkt. Ich habe heute den ganzen Tag so etwas in mir wie ein Säuerliches, wie etwas, was mich verstimmt innerlich — so etwas, wie es von diesem Bilde ausgeht, war noch nicht da. Am Ende des ganzen Prozesses, nach dem dritten Tag morgens, da stehe ich auf, und dieses, wovon ich genau spüre, es kommt von diesem Bilde, das fesselt mich. Jetzt bleibe ich in dieser Fesselung drinnen. Dann wird mir dieses Ereignis aus dem vorigen Erdenleben kund: ich sehe es vor mir. Ich gehe über zu dem Erlebnis, das noch ganz frisch ist, noch ganz da ist. Da hört die Fesselung wieder auf und ich sage mir: Aha, so war das im vorigen Erdenleben! Das hat das verursacht: jetzt lebt die Wirkung. Mit der kann ich wieder leben, jetzt ist die Sache wieder da.
[ 41 ] Das alles muß oft und oft geübt werden, denn gewöhnlich reißt der Faden auf den ersten Anhub schon am allerersten Tage ab. Dann kommt nichts.
[ 41 ] Das alles muß oft und oft geübt werden, denn gewöhnlich reißt der Faden auf den ersten Anhub schon am allerersten Tage ab. Dann kommt nichts.
[ 42 ] Besonders gut ist es, wenn man die Dinge nebeneinander ablaufen läßt, wenn man nicht bei einem Ereignis bleibt, sondern eine Anzahl von Erlebnissen des Tages in dieser Weise ins Bild bringt. Sie werden sagen: Dann muß ich mit den mannigfaltigsten Gefühlen am nächsten Tage leben. — Das können Sie aber auch. Das schadet gar nichts. Probieren Sie es nur, die gehen ganz gut zusammen. Und dann muß ich so und so oft gefesselt sein nach dem dritten Tag? — Das schadet auch nichts. Das tut alles nichts. Die Dinge lösen sich schon wieder auseinander. Dasjenige, was von einem früheren Erdendasein zu dem gegenwärtigen gehört, das geht schon zu ihm hinzu.
[ 42 ] Besonders gut ist es, wenn man die Dinge nebeneinander ablaufen läßt, wenn man nicht bei einem Ereignis bleibt, sondern eine Anzahl von Erlebnissen des Tages in dieser Weise ins Bild bringt. Sie werden sagen: Dann muß ich mit den mannigfaltigsten Gefühlen am nächsten Tage leben. — Das können Sie aber auch. Das schadet gar nichts. Probieren Sie es nur, die gehen ganz gut zusammen. Und dann muß ich so und so oft gefesselt sein nach dem dritten Tag? — Das schadet auch nichts. Das tut alles nichts. Die Dinge lösen sich schon wieder auseinander. Dasjenige, was von einem früheren Erdendasein zu dem gegenwärtigen gehört, das geht schon zu ihm hinzu.
[ 43 ] Aber es wird eben nicht gleich beim ersten Anhub erreicht, der Faden reißt ab. Man muß Geduld haben, die Sache immer wieder und wiederum zu machen. Dann fühlt man in sich auch etwas in der Seele erstarken. Dann fühlt man, daß etwas in der Seele erwacht, daß man sich eigentlich sagt: Bisher warst du nur mit Blut ausgefüllt, du hast das Blut und den Atem in dir pulsieren gefühlt. Jetzt ist noch etwas darinnen, noch etwas außer dem Blut, du bist ausgefüllt mit irgend etwas.
[ 43 ] Aber es wird eben nicht gleich beim ersten Anhub erreicht, der Faden reißt ab. Man muß Geduld haben, die Sache immer wieder und wiederum zu machen. Dann fühlt man in sich auch etwas in der Seele erstarken. Dann fühlt man, daß etwas in der Seele erwacht, daß man sich eigentlich sagt: Bisher warst du nur mit Blut ausgefüllt, du hast das Blut und den Atem in dir pulsieren gefühlt. Jetzt ist noch etwas darinnen, noch etwas außer dem Blut, du bist ausgefüllt mit irgend etwas.
[ 44 ] Sie können sogar das Gefühl bekommen, Sie seien ausgefüllt mit etwas, wovon Sie sich ganz deutlich sagen: Es ist wie ein luftförmig gewordenes Metall. Sie spüren tatsächlich so etwas wie Metall, fühlen das in sich. Man kann es nicht anders beschreiben, es ist so. Sie fühlen sich metallisch durchdrungen, den ganzen Körper durchdrungen, wie man von gewissen Wassern, die man trinkt, sagen kann, sie schmecken metallisch, so schmeckt sich eigentlich da der ganze Körper wie innerlich metallisch durchdrungen, wie wenn er durchdrungen würde von irgend etwas fein Substantiellem, was aber eigentlich ein Geistiges ist.
[ 44 ] Sie können sogar das Gefühl bekommen, Sie seien ausgefüllt mit etwas, wovon Sie sich ganz deutlich sagen: Es ist wie ein luftförmig gewordenes Metall. Sie spüren tatsächlich so etwas wie Metall, fühlen das in sich. Man kann es nicht anders beschreiben, es ist so. Sie fühlen sich metallisch durchdrungen, den ganzen Körper durchdrungen, wie man von gewissen Wassern, die man trinkt, sagen kann, sie schmecken metallisch, so schmeckt sich eigentlich da der ganze Körper wie innerlich metallisch durchdrungen, wie wenn er durchdrungen würde von irgend etwas fein Substantiellem, was aber eigentlich ein Geistiges ist.
[ 45 ] Das spüren Sie, wenn Sie auf etwas kommen, was ja natürlich immer da war in Ihnen, worauf Sie aber jetzt erst aufmerksam werden. Und dann bekommen Sie wieder Mut, wenn Sie so etwas spüren. Denn wenn der Faden immer abreißt und es wiederum so ist wie früher — Sie möchten gern irgendwo einen karmischen Zusammenhang anfassen, aber er reißt ab —, da könnten Sie den Mut verlieren. Aber wenn Sie dieses Innerlich-Erfülltsein verspüren, dann bekommen Sie wieder Mut und Sie sagen sich: Es wird schon werden.
[ 45 ] Das spüren Sie, wenn Sie auf etwas kommen, was ja natürlich immer da war in Ihnen, worauf Sie aber jetzt erst aufmerksam werden. Und dann bekommen Sie wieder Mut, wenn Sie so etwas spüren. Denn wenn der Faden immer abreißt und es wiederum so ist wie früher — Sie möchten gern irgendwo einen karmischen Zusammenhang anfassen, aber er reißt ab —, da könnten Sie den Mut verlieren. Aber wenn Sie dieses Innerlich-Erfülltsein verspüren, dann bekommen Sie wieder Mut und Sie sagen sich: Es wird schon werden.
[ 46 ] Aber, meine lieben Freunde, die Dinge müssen in aller Gelassenheit und Ruhe erlebt werden. Wer sie nicht gelassen und ruhig erleben kann, wer aufgeregt wird, wer emotionell wird, der breitet sich einen inneren Nebel über die Sache, die eigentlich geschehen sollte, und es wird nichts daraus.
[ 46 ] Aber, meine lieben Freunde, die Dinge müssen in aller Gelassenheit und Ruhe erlebt werden. Wer sie nicht gelassen und ruhig erleben kann, wer aufgeregt wird, wer emotionell wird, der breitet sich einen inneren Nebel über die Sache, die eigentlich geschehen sollte, und es wird nichts daraus.
[ 47 ] Man könnte ja folgendes sagen: Es gibt heute gewisse Leute draußen in der Welt, die die Anthroposophie nur vom Hörensagen kennen, vielleicht gar nichts gelesen haben oder nur das, was die Gegner geschrieben haben. Es ist ja jetzt furchtbar drollig: Manche gegnerische Schriften — sie erscheinen, ja sie kommen wirklich aus der Erde heraus wie die Pilze —, die führen Literatur an, aber unter der Literatur, die sie anführen, sind gar keine Schriften von mir, sondern nur gegnerische Literatur. Die Leute gestehen, daß sie gar nicht wirklich an die Quellen herangehen, sondern daß sie nur die Gegnerliteratur kennen. Solche Dinge gibt es heute. Also solche Leute, die da draußen sind, die reden darüber und sagen: Ach, die Anthroposophen sind verrückt! — Nun, was man am wenigsten sein darf, um überhaupt zu etwas zu kommen in der geistigen Welt, das ist gerade das Verrücktsein. Man darf nämlich nicht ein bißchen verrückt sein, wenn man zu etwas kommen will in der geistigen Welt. Und selbst ein bißchen verrückt sein, ist schon ein Hindernis, um zu etwas zu kommen. Das muß man eben vermeiden. Man muß selbst ein leises «Mucken-kriegen», ein leises Launenhaftsein sogar vermeiden. Denn das alles, dieses Sich-Hingeben an die Stimmungen des Tages, an die Launen, an die Mucken des Tages, all das bildet lauter Hindernisse und Hemmnisse auf dem Wege, irgendwie weiterzukommen in der geistigen Welt. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als einen ganz unverrückten Kopf und ein ganz unverrücktes Herz zu haben, wenn man auf anthroposophischem Gebiete weiterkommen will. Mit Schwärmerei, die ja schon der Anfang der Verrücktheit ist, läßt sich da gar nichts machen.
[ 47 ] Man könnte ja folgendes sagen: Es gibt heute gewisse Leute draußen in der Welt, die die Anthroposophie nur vom Hörensagen kennen, vielleicht gar nichts gelesen haben oder nur das, was die Gegner geschrieben haben. Es ist ja jetzt furchtbar drollig: Manche gegnerische Schriften — sie erscheinen, ja sie kommen wirklich aus der Erde heraus wie die Pilze —, die führen Literatur an, aber unter der Literatur, die sie anführen, sind gar keine Schriften von mir, sondern nur gegnerische Literatur. Die Leute gestehen, daß sie gar nicht wirklich an die Quellen herangehen, sondern daß sie nur die Gegnerliteratur kennen. Solche Dinge gibt es heute. Also solche Leute, die da draußen sind, die reden darüber und sagen: Ach, die Anthroposophen sind verrückt! — Nun, was man am wenigsten sein darf, um überhaupt zu etwas zu kommen in der geistigen Welt, das ist gerade das Verrücktsein. Man darf nämlich nicht ein bißchen verrückt sein, wenn man zu etwas kommen will in der geistigen Welt. Und selbst ein bißchen verrückt sein, ist schon ein Hindernis, um zu etwas zu kommen. Das muß man eben vermeiden. Man muß selbst ein leises «Mucken-kriegen», ein leises Launenhaftsein sogar vermeiden. Denn das alles, dieses Sich-Hingeben an die Stimmungen des Tages, an die Launen, an die Mucken des Tages, all das bildet lauter Hindernisse und Hemmnisse auf dem Wege, irgendwie weiterzukommen in der geistigen Welt. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als einen ganz unverrückten Kopf und ein ganz unverrücktes Herz zu haben, wenn man auf anthroposophischem Gebiete weiterkommen will. Mit Schwärmerei, die ja schon der Anfang der Verrücktheit ist, läßt sich da gar nichts machen.
[ 48 ] Alle die Dinge, so sonderbar sie klingen, wie ich sie zum Beispiel heute wieder erzählt habe, müssen in dem Lichte der absoluten Besonnenheit, des absoluten Unverrücktseins von Kopf und Herz erlebt werden. Und wenn sie richtig erlebt werden, ja wirklich, man wird durch nichts sicherer selbst aus der leisesten täglichen Verrücktheit herausgerissen als gerade durch Anthroposophie. Es würden alle Verrücktheiten geheilt werden durch Anthroposophie, wenn man sich ihr wirklich intensiv hingeben würde. Wenn also jemand es sogar darauf anlegen wollte, just durch Anthroposophie verrückt zu sein, so wäre das ganz gewiß ein Versuch mit untauglichen Mitteln.
[ 48 ] Alle die Dinge, so sonderbar sie klingen, wie ich sie zum Beispiel heute wieder erzählt habe, müssen in dem Lichte der absoluten Besonnenheit, des absoluten Unverrücktseins von Kopf und Herz erlebt werden. Und wenn sie richtig erlebt werden, ja wirklich, man wird durch nichts sicherer selbst aus der leisesten täglichen Verrücktheit herausgerissen als gerade durch Anthroposophie. Es würden alle Verrücktheiten geheilt werden durch Anthroposophie, wenn man sich ihr wirklich intensiv hingeben würde. Wenn also jemand es sogar darauf anlegen wollte, just durch Anthroposophie verrückt zu sein, so wäre das ganz gewiß ein Versuch mit untauglichen Mitteln.
[ 49 ] Aber das sage ich nicht, um einen Scherz zu machen, sondern das sage ich, weil es auch ein Bestandteil der Gesinnung des geisteswissenschaftlichen Strebens sein muß. Man muß sich so zur Sache stellen, wie ich es jetzt halb ironisch auseinandergesetzt habe, wenn man in der richtigen Weise mit der richtigen Orientierung an die Sache herantreten wird. Man muß sich so unverrückt wie möglich finden, dann kommt man mit der richtigen Gesinnung heran. Aber das muß man mindestens anstreben, und namentlich anstreben gegenüber den kleinen Verrücktheiten des Lebens.
[ 49 ] Aber das sage ich nicht, um einen Scherz zu machen, sondern das sage ich, weil es auch ein Bestandteil der Gesinnung des geisteswissenschaftlichen Strebens sein muß. Man muß sich so zur Sache stellen, wie ich es jetzt halb ironisch auseinandergesetzt habe, wenn man in der richtigen Weise mit der richtigen Orientierung an die Sache herantreten wird. Man muß sich so unverrückt wie möglich finden, dann kommt man mit der richtigen Gesinnung heran. Aber das muß man mindestens anstreben, und namentlich anstreben gegenüber den kleinen Verrücktheiten des Lebens.
[ 50 ] Ich war einmal mit einem nun lang verstorbenen, sehr gescheiten Philosophieprofessor befreundet, der hat bei jeder Gelegenheit das Wort gebraucht: Ein bißchen einen Spleen haben wir ja alle! — Er meinte, alle Menschen haben ja ein bißchen einen Spleen. Aber er war ein sehr gescheiter Mensch — ich habe immer geglaubt, daß bei ihm doch so etwas dahinter ist: daß er nicht ganz unbegründet diese Behauptung tut! Anthroposoph ist er nicht geworden.
[ 50 ] Ich war einmal mit einem nun lang verstorbenen, sehr gescheiten Philosophieprofessor befreundet, der hat bei jeder Gelegenheit das Wort gebraucht: Ein bißchen einen Spleen haben wir ja alle! — Er meinte, alle Menschen haben ja ein bißchen einen Spleen. Aber er war ein sehr gescheiter Mensch — ich habe immer geglaubt, daß bei ihm doch so etwas dahinter ist: daß er nicht ganz unbegründet diese Behauptung tut! Anthroposoph ist er nicht geworden.
[ 51 ] Nun, wir wollen morgen diese Betrachtung fortsetzen.
[ 51 ] Nun, wir wollen morgen diese Betrachtung fortsetzen.
