Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume II
GA 236
27 June 1924, Dornach
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Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge
Sechzehnter Vortrag
Sechzehnter Vortrag
[ 1 ] Die Auseinandersetzungen über das Karma können nur langsam und allmählich in das Verständnis dieser weltgrundlegenden und komplizierten Gesetzmäßigkeit hineinführen. Ich möchte heute zunächst darauf verweisen, wie wir betonen mußten, daß mitarbeiten an der Gestaltung des Karma des Menschen in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zunächst die Menschen selber, die Menschen, die in diesem Leben zwischen dem 'Tod und einer neuen Geburt sind, in demjenigen Zustande, den ich da geschildert habe. Zusammen arbeiten da die Menschen mit anderen Menschen, mit denjenigen Menschen, mit denen sie vorzugsweise karmisch verbunden sind. So daß wir in der Gestaltung des Karma in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt sehen Menschengruppen, karmisch verbundene Menschengruppen, und wir können schon sagen: Deutlich voneinander gliedern sich ab in diesem rein geistigen Leben die Menschengruppen, die miteinander etwas zu tun haben. Das schließt ja nicht aus, daß wir auch in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, und insbesondere in diesem Leben teilhaben an der ganzen Menschheit, daß wir, weil wir innerhalb einer Menschengruppe stehen, oder sagen wir einer Seelengruppe, dadurch nicht ausgeschlossen sind von dem Anteilnehmen an der Gesamtmenschheit.
[ 1 ] Die Auseinandersetzungen über das Karma können nur langsam und allmählich in das Verständnis dieser weltgrundlegenden und komplizierten Gesetzmäßigkeit hineinführen. Ich möchte heute zunächst darauf verweisen, wie wir betonen mußten, daß mitarbeiten an der Gestaltung des Karma des Menschen in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zunächst die Menschen selber, die Menschen, die in diesem Leben zwischen dem 'Tod und einer neuen Geburt sind, in demjenigen Zustande, den ich da geschildert habe. Zusammen arbeiten da die Menschen mit anderen Menschen, mit denjenigen Menschen, mit denen sie vorzugsweise karmisch verbunden sind. So daß wir in der Gestaltung des Karma in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt sehen Menschengruppen, karmisch verbundene Menschengruppen, und wir können schon sagen: Deutlich voneinander gliedern sich ab in diesem rein geistigen Leben die Menschengruppen, die miteinander etwas zu tun haben. Das schließt ja nicht aus, daß wir auch in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, und insbesondere in diesem Leben teilhaben an der ganzen Menschheit, daß wir, weil wir innerhalb einer Menschengruppe stehen, oder sagen wir einer Seelengruppe, dadurch nicht ausgeschlossen sind von dem Anteilnehmen an der Gesamtmenschheit.
[ 2 ] Aber in alle diese Gruppen, bis herein in das individuelle Schicksal des einzelnen Menschen, arbeiten die Wesenheiten der höheren Hierarchien. Und diese Wesenheiten der höheren Hierarchien, die also mit dem Menschen zusammen karmagestaltend sind zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, die wirken nun auch herein in dasjenige Leben, das wir zwischen der Geburt und dem Tode verbringen, indem sich ja das Karma auf moralische Art auslebt, im Schicksal der Menschen auslebt. Und wir müssen heute einmal die Frage beantworten: Wie spielt die Arbeit, das Wirken der Hierarchien eigentlich herein in das Leben der Menschen?
[ 2 ] Aber in alle diese Gruppen, bis herein in das individuelle Schicksal des einzelnen Menschen, arbeiten die Wesenheiten der höheren Hierarchien. Und diese Wesenheiten der höheren Hierarchien, die also mit dem Menschen zusammen karmagestaltend sind zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, die wirken nun auch herein in dasjenige Leben, das wir zwischen der Geburt und dem Tode verbringen, indem sich ja das Karma auf moralische Art auslebt, im Schicksal der Menschen auslebt. Und wir müssen heute einmal die Frage beantworten: Wie spielt die Arbeit, das Wirken der Hierarchien eigentlich herein in das Leben der Menschen?
[ 3 ] Da muß man schon sagen, wenn man heute mit Initiationswissenschaft redet, daß diese Frage eigentlich eine herzeinschneidende ist; denn Sie können ja schon ahnen, meine lieben Freunde, aus dem, was ich im Laufe der letzten Vorträge gesagt habe, daß das äußere naturhafte Geschehen im Zusammenhange steht mit dem Karmageschehen der Menschheit.
[ 3 ] Da muß man schon sagen, wenn man heute mit Initiationswissenschaft redet, daß diese Frage eigentlich eine herzeinschneidende ist; denn Sie können ja schon ahnen, meine lieben Freunde, aus dem, was ich im Laufe der letzten Vorträge gesagt habe, daß das äußere naturhafte Geschehen im Zusammenhange steht mit dem Karmageschehen der Menschheit.
[ 4 ] Derjenige, der seinen Blick eben nicht bloß auf das naturhafte Geschehen hinwendet, sondern der seinen Blick auf das gesamte kosmischmenschliche Geschehen hinwendet, der sieht den Zusammenhang zwischen dem, was namentlich innerhalb von Menschengruppen und Menschenmassen auf Erden vorgeht in irgendeinem Zeitalter, und was sich in einem anderen Zeitalter als Naturvorgänge abspielt. Wir können ja manchmal hinschauen auf Naturereignisse, die hereinspielen in das Erdenleben. Wir schauen hin auf die verheerenden Vulkanausbrüche, wir schauen hin auf dasjenige, was durch die natürlichen Elementarereignisse bewirkt wird in Überschwemmungen, in ähnlichen Erscheinungen.
[ 4 ] Derjenige, der seinen Blick eben nicht bloß auf das naturhafte Geschehen hinwendet, sondern der seinen Blick auf das gesamte kosmischmenschliche Geschehen hinwendet, der sieht den Zusammenhang zwischen dem, was namentlich innerhalb von Menschengruppen und Menschenmassen auf Erden vorgeht in irgendeinem Zeitalter, und was sich in einem anderen Zeitalter als Naturvorgänge abspielt. Wir können ja manchmal hinschauen auf Naturereignisse, die hereinspielen in das Erdenleben. Wir schauen hin auf die verheerenden Vulkanausbrüche, wir schauen hin auf dasjenige, was durch die natürlichen Elementarereignisse bewirkt wird in Überschwemmungen, in ähnlichen Erscheinungen.
[ 5 ] Wir stehen zunächst, wenn wir diese Ereignisse bloß naturhaft auffassen, doch vor etwas, was unbegreiflich ist gegenüber dem Gesamteindrucke, den wir von der Welt erhalten. Denn wir blicken da auf Ereignisse, die eben hereinbrechen in die Weltenordnung, und denen gegenüber der Mensch eigentlich gewöhnlich so steht, daß er das Begreifen aufgibt, daß er nur das Unglück, die Schicksalsereignisse einfach hinnimmt. Die geisteswissenschaftliche Untersuchung führt aber da schon rein durch sich ein Stückchen weiter. Denn sie liefert uns merkwürdige Anschauungen gerade mit Bezug auf solche elementarischen Naturereignisse.
[ 5 ] Wir stehen zunächst, wenn wir diese Ereignisse bloß naturhaft auffassen, doch vor etwas, was unbegreiflich ist gegenüber dem Gesamteindrucke, den wir von der Welt erhalten. Denn wir blicken da auf Ereignisse, die eben hereinbrechen in die Weltenordnung, und denen gegenüber der Mensch eigentlich gewöhnlich so steht, daß er das Begreifen aufgibt, daß er nur das Unglück, die Schicksalsereignisse einfach hinnimmt. Die geisteswissenschaftliche Untersuchung führt aber da schon rein durch sich ein Stückchen weiter. Denn sie liefert uns merkwürdige Anschauungen gerade mit Bezug auf solche elementarischen Naturereignisse.
[ 6 ] Wir lassen den Blick hinschweifen über die Erdoberfläche. Wir finden gewisse Gegenden der Erdoberfläche geradezu mit Vulkanen besät. Wir finden an anderen Stellen der Erdoberfläche die Möglichkeit erdbebenartiger Katastrophen oder anderer Katastrophen. Und wenn wir dann gerade mit Bezug auf solche Dinge die karmischen Zusammenhänge verfolgen, wie wir sie in historischer Beziehung für manche historischen Persönlichkeiten in den verflossenen Vorträgen verfolgt haben, dann stellt sich uns etwas sehr Eigentümliches heraus. Dann finden wir die merkwürdige Tatsache: Da oben in der geistigen Welt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt leben Menschenseelen in Gruppen zusammenhängend nach ihrem Karma, ausarbeitend nach ihren vergangenen karmischen Zusammenhängen ihre zukünftigen karmischen Zusammenhänge. Und wir sehen solche Menschengruppen, Gruppen von Menschenseelen bei ihrem Heruntersteigen aus dem vorirdischen Dasein in das irdische Dasein geradezu hinwandern an die Orte, die in der Nähe von Vulkanen liegen, oder da liegen, wo erdbebenartige Katastrophen eintreten können, um dasjenige Schicksal zu empfangen aus den elementarischen Naturereignissen heraus, das durch solche Wohnplätze kommen kann. Ja wir finden sogar, daß in diesem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, wo der Mensch ja ganz andere Anschauungen und Empfindungen hat, von den Seelen, die zusammengehören, zuweilen solche Orte aufgesucht werden, um das Schicksal, das man auf diese Weise erleben kann, eben zu erleben. Denn dasjenige, was hier auf Erden wenig Anklang findet in unseren Seelen, etwa der Satz: Ich wähle mir ein großes Unglück, um vollkommener zu werden, weil ich sonst unvollkommen bliebe gegenüber dem, was in meinem vergangenen Karma liegt —, dieses Urteil, das, wie gesagt, wenig Anklang findet innerhalb des Erdenlebens, es ist da, es ist als ein vollgültiges Urteil da, wenn wir in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt stehen. Da suchen wir auch einen Vulkanausbruch, da suchen wir auch ein Erdbeben, um auf dem Wege des Unglückes den Weg zur Vollkommenheit zu finden.
[ 6 ] Wir lassen den Blick hinschweifen über die Erdoberfläche. Wir finden gewisse Gegenden der Erdoberfläche geradezu mit Vulkanen besät. Wir finden an anderen Stellen der Erdoberfläche die Möglichkeit erdbebenartiger Katastrophen oder anderer Katastrophen. Und wenn wir dann gerade mit Bezug auf solche Dinge die karmischen Zusammenhänge verfolgen, wie wir sie in historischer Beziehung für manche historischen Persönlichkeiten in den verflossenen Vorträgen verfolgt haben, dann stellt sich uns etwas sehr Eigentümliches heraus. Dann finden wir die merkwürdige Tatsache: Da oben in der geistigen Welt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt leben Menschenseelen in Gruppen zusammenhängend nach ihrem Karma, ausarbeitend nach ihren vergangenen karmischen Zusammenhängen ihre zukünftigen karmischen Zusammenhänge. Und wir sehen solche Menschengruppen, Gruppen von Menschenseelen bei ihrem Heruntersteigen aus dem vorirdischen Dasein in das irdische Dasein geradezu hinwandern an die Orte, die in der Nähe von Vulkanen liegen, oder da liegen, wo erdbebenartige Katastrophen eintreten können, um dasjenige Schicksal zu empfangen aus den elementarischen Naturereignissen heraus, das durch solche Wohnplätze kommen kann. Ja wir finden sogar, daß in diesem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, wo der Mensch ja ganz andere Anschauungen und Empfindungen hat, von den Seelen, die zusammengehören, zuweilen solche Orte aufgesucht werden, um das Schicksal, das man auf diese Weise erleben kann, eben zu erleben. Denn dasjenige, was hier auf Erden wenig Anklang findet in unseren Seelen, etwa der Satz: Ich wähle mir ein großes Unglück, um vollkommener zu werden, weil ich sonst unvollkommen bliebe gegenüber dem, was in meinem vergangenen Karma liegt —, dieses Urteil, das, wie gesagt, wenig Anklang findet innerhalb des Erdenlebens, es ist da, es ist als ein vollgültiges Urteil da, wenn wir in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt stehen. Da suchen wir auch einen Vulkanausbruch, da suchen wir auch ein Erdbeben, um auf dem Wege des Unglückes den Weg zur Vollkommenheit zu finden.
[ 7 ] Wir müssen uns eben durchaus diese zwei verschiedenen Beurteilungsarten des Lebens, diejenige von der geistigen Welt aus und diejenige von der physischen Welt aus, zu eigen machen.
[ 7 ] Wir müssen uns eben durchaus diese zwei verschiedenen Beurteilungsarten des Lebens, diejenige von der geistigen Welt aus und diejenige von der physischen Welt aus, zu eigen machen.
[ 8 ] Aber weiter müssen wir uns in diesem Zusammenhange etwa so fragen: Da draußen fließen die Naturerscheinungen ab, die alltäglichen, die den verhältnismäßig regelmäßigen Gang gehen, insofern die Sternenwelt daran beteiligt ist; denn diese Sternenwelt verfließt mit einer gewissen Regelmäßigkeit, namentlich was Sonne und Mond anbetrifft, was die übrigen Sterne betrifft, mit Ausnahme der fragwürdigen Meteoren- und Kometenwelt, die schon in einer merkwürdigen Weise hereinplatzt in das regelmäßige rhythmische Geschehen des Kosmos.
[ 8 ] Aber weiter müssen wir uns in diesem Zusammenhange etwa so fragen: Da draußen fließen die Naturerscheinungen ab, die alltäglichen, die den verhältnismäßig regelmäßigen Gang gehen, insofern die Sternenwelt daran beteiligt ist; denn diese Sternenwelt verfließt mit einer gewissen Regelmäßigkeit, namentlich was Sonne und Mond anbetrifft, was die übrigen Sterne betrifft, mit Ausnahme der fragwürdigen Meteoren- und Kometenwelt, die schon in einer merkwürdigen Weise hereinplatzt in das regelmäßige rhythmische Geschehen des Kosmos.
[ 9 ] Aber nur eigentlich dasjenige, was wir Wind und Wetter nennen, dasjenige, was in Gewitter und Hagelschlägen, überhaupt in dem Klimatologischen und Meteorologischen sich hereinmischt in unser natürliches Dasein, das durchbricht diesen regelmäßigen rhythmischen Gang alltäglich. Wir sehen das. Wir sind zunächst diesem äußeren Gang der Naturereignisse hingegeben. Dann wohl, wenn wir den Drang haben nach dem Geistigen, dann hören wir wohl auch zu, wenn aus der Initiation heraus die Mitteilung gemacht wird: Es gibt nicht nur diese äußerlich sichtbare Welt, es gibt eine Welt des Übersinnlichen. In dieser Welt des Übersinnlichen leben die Wesen der höheren Hierarchien. Und wir kommen in den Bereich dieser höheren Hierarchien in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ebenso, wie wir in den Bereich der drei Naturreiche, des mineralischen, des pflanzlichen, des tierischen, in dem Leben zwischen der Geburt und dem Tode kommen.
[ 9 ] Aber nur eigentlich dasjenige, was wir Wind und Wetter nennen, dasjenige, was in Gewitter und Hagelschlägen, überhaupt in dem Klimatologischen und Meteorologischen sich hereinmischt in unser natürliches Dasein, das durchbricht diesen regelmäßigen rhythmischen Gang alltäglich. Wir sehen das. Wir sind zunächst diesem äußeren Gang der Naturereignisse hingegeben. Dann wohl, wenn wir den Drang haben nach dem Geistigen, dann hören wir wohl auch zu, wenn aus der Initiation heraus die Mitteilung gemacht wird: Es gibt nicht nur diese äußerlich sichtbare Welt, es gibt eine Welt des Übersinnlichen. In dieser Welt des Übersinnlichen leben die Wesen der höheren Hierarchien. Und wir kommen in den Bereich dieser höheren Hierarchien in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ebenso, wie wir in den Bereich der drei Naturreiche, des mineralischen, des pflanzlichen, des tierischen, in dem Leben zwischen der Geburt und dem Tode kommen.
[ 10 ] Wir hören uns das an. Wir versuchen uns die Vorstellung zu bilden, daß es sozusagen diese zweite Welt gibt, bleiben dann aber oftmals dabei, die zwei Welten eben einfach nebeneinanderzustellen, sie nicht in unseren Vorstellungen miteinander zu verbinden.
[ 10 ] Wir hören uns das an. Wir versuchen uns die Vorstellung zu bilden, daß es sozusagen diese zweite Welt gibt, bleiben dann aber oftmals dabei, die zwei Welten eben einfach nebeneinanderzustellen, sie nicht in unseren Vorstellungen miteinander zu verbinden.
[ 11 ] Aber erst dann bekommen wir eine reale Anschauung über diese beiden Welten, wenn wir sie zusammenschauen können, wenn wir ihr Zusammenwirken ins Seelenauge fassen können. Denn dieses Wirken müssen wir ja durchschauen, wenn wir die Gestaltung des Karma verstehen wollen. In dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt wird dieses Karma bereitet. Aber durch die Wirksamkeit der höheren Hierarchien auch in dem Leben zwischen Geburt und Tod wird das Karma hier auf Erden ausgebildet.
[ 11 ] Aber erst dann bekommen wir eine reale Anschauung über diese beiden Welten, wenn wir sie zusammenschauen können, wenn wir ihr Zusammenwirken ins Seelenauge fassen können. Denn dieses Wirken müssen wir ja durchschauen, wenn wir die Gestaltung des Karma verstehen wollen. In dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt wird dieses Karma bereitet. Aber durch die Wirksamkeit der höheren Hierarchien auch in dem Leben zwischen Geburt und Tod wird das Karma hier auf Erden ausgebildet.
[ 12 ] Wir müssen uns also fragen: Wie wirken in das Erdenleben herein diese höheren Hierarchien?
[ 12 ] Wir müssen uns also fragen: Wie wirken in das Erdenleben herein diese höheren Hierarchien?
[ 13 ] Nun, sehen Sie, diese höheren Hierarchien wirken in das Erdenleben so herein, daß sie die Vorgänge des Irdischen benützen, um in diesen Vorgängen des Irdischen zu wirken.
[ 13 ] Nun, sehen Sie, diese höheren Hierarchien wirken in das Erdenleben so herein, daß sie die Vorgänge des Irdischen benützen, um in diesen Vorgängen des Irdischen zu wirken.
[ 14 ] Wir werden, was da vorliegt, am leichtesten verstehen, wenn wir zunächst unseren Blick auf dasjenige hinwenden, was sich eben in der Sternenwelt und in der irdischen Welt vor unseren Sinnen ausbreitet. Wir schauen während des täglichen wachenden Lebens die Sonne über uns. Wir nehmen wahr in nächtlichen Stunden das Scheinen des Mondes, das Scheinen der Sterne. Vergegenwärtigen wir uns einmal, meine lieben Freunde, wie wir da hinausschauen in die Welt, wie wir auf unsere Sinne wirken lassen dasjenige, was über uns ist, dasjenige, was auf der Erde um uns ist in den Naturreichen. Und vergegenwärtigen wir uns, daß diese Sinneswelt ja für sich ebensowenig einen Sinn hat wie die Form eines menschlichen Leichnams. Wenn wir im ganzen Umkreis auf dasjenige sehen, was es auf der Erde an Kräften außer dem Menschen gibt, so finden wir zwar alle die Kräfte, die in einem Leichnam sind, aber wir finden nicht die Kräfte des lebendigen Menschen. Der Leichnam, der vor uns liegt, ist ein Unsinn; er hat nur einen Sinn als ein Überbleibsel vom lebendigen Menschen. Und niemand kann als vernünftig angesehen werden, der da glaubt, der Leichnam könnte für sich bestehen als irgendein Zusammenhang von Tatsachen, der in sich begründet ist. Er kann eben nur als Überbleibsel da sein, er kann eben nur eine Form zeigen, die von etwas ist, das nicht mehr in ihm sichtbar ist. Ebenso wie man auf vernünftige Weise vom Leichnam auf den lebendigen Menschen geführt werden muß, ebenso muß man von alledem, was man im Umkreise des physisch-sinnlichen Daseins sieht, zur geistigen Welt geführt werden. Denn dieses physisch-sinnliche Dasein hat eben an sich ebensowenig einen Sinn wie der Leichnam.
[ 14 ] Wir werden, was da vorliegt, am leichtesten verstehen, wenn wir zunächst unseren Blick auf dasjenige hinwenden, was sich eben in der Sternenwelt und in der irdischen Welt vor unseren Sinnen ausbreitet. Wir schauen während des täglichen wachenden Lebens die Sonne über uns. Wir nehmen wahr in nächtlichen Stunden das Scheinen des Mondes, das Scheinen der Sterne. Vergegenwärtigen wir uns einmal, meine lieben Freunde, wie wir da hinausschauen in die Welt, wie wir auf unsere Sinne wirken lassen dasjenige, was über uns ist, dasjenige, was auf der Erde um uns ist in den Naturreichen. Und vergegenwärtigen wir uns, daß diese Sinneswelt ja für sich ebensowenig einen Sinn hat wie die Form eines menschlichen Leichnams. Wenn wir im ganzen Umkreis auf dasjenige sehen, was es auf der Erde an Kräften außer dem Menschen gibt, so finden wir zwar alle die Kräfte, die in einem Leichnam sind, aber wir finden nicht die Kräfte des lebendigen Menschen. Der Leichnam, der vor uns liegt, ist ein Unsinn; er hat nur einen Sinn als ein Überbleibsel vom lebendigen Menschen. Und niemand kann als vernünftig angesehen werden, der da glaubt, der Leichnam könnte für sich bestehen als irgendein Zusammenhang von Tatsachen, der in sich begründet ist. Er kann eben nur als Überbleibsel da sein, er kann eben nur eine Form zeigen, die von etwas ist, das nicht mehr in ihm sichtbar ist. Ebenso wie man auf vernünftige Weise vom Leichnam auf den lebendigen Menschen geführt werden muß, ebenso muß man von alledem, was man im Umkreise des physisch-sinnlichen Daseins sieht, zur geistigen Welt geführt werden. Denn dieses physisch-sinnliche Dasein hat eben an sich ebensowenig einen Sinn wie der Leichnam.
[ 15 ] Wie wir vom Leichnam zum lebendigen Menschen hingelenkt werden in unseren Vorstellungen, wie wir sagen: Das ist der Leichnam eines Menschen —, so sagen wir gegenüber der Natur: Das ist die Offenbarung göttlich-geistiger Mächte. — Kein anderes kann vernünftig sein, ja es ist nicht einmal gesund, anders zu denken. Es bezeugt ein krankhaftes Denken, wenn man anders denkt.
[ 15 ] Wie wir vom Leichnam zum lebendigen Menschen hingelenkt werden in unseren Vorstellungen, wie wir sagen: Das ist der Leichnam eines Menschen —, so sagen wir gegenüber der Natur: Das ist die Offenbarung göttlich-geistiger Mächte. — Kein anderes kann vernünftig sein, ja es ist nicht einmal gesund, anders zu denken. Es bezeugt ein krankhaftes Denken, wenn man anders denkt.
[ 16 ] Aber was für eine geistige Welt haben wir zu vermuten hinter dieser physisch-sinnlichen Welt? Diejenige geistige Welt, sehen Sie, die wir hinter dieser physisch-sinnlichen Welt zu vermuten haben, ist die, welche wir als die zweite Hierarchie kennengelernt haben: Exusiai, Dynamis, Kyriotetes.
[ 16 ] Aber was für eine geistige Welt haben wir zu vermuten hinter dieser physisch-sinnlichen Welt? Diejenige geistige Welt, sehen Sie, die wir hinter dieser physisch-sinnlichen Welt zu vermuten haben, ist die, welche wir als die zweite Hierarchie kennengelernt haben: Exusiai, Dynamis, Kyriotetes.
[ 17 ] Die zweite Hierarchie, sie steht hinter alledem, was sonnenbeschienen ist. Und was ist denn nicht sonnenbeschienen und sonnenerhalten im Umkreise desjenigen, was wir durch unsere Sinne darleben? Alles ist sonnenbeschienen und sonnenerhalten.
[ 17 ] Die zweite Hierarchie, sie steht hinter alledem, was sonnenbeschienen ist. Und was ist denn nicht sonnenbeschienen und sonnenerhalten im Umkreise desjenigen, was wir durch unsere Sinne darleben? Alles ist sonnenbeschienen und sonnenerhalten.
[ 18 ] Diese Wesenheiten der zweiten Hierarchie haben vorzugsweise in der Sonne ihren Wohnsitz. Von der Sonne aus beherrschen sie die sichtbare Welt, die ihre Offenbarung ist. So daß wir sagen können: Haben wir hier die Erde, haben wir auf die Erde herabschauend irgendwo die Sonne, so haben wir hinter dem Sonnenwirken, in dem Sonnenwirken, durch das Sonnenwirken das Wirken der zweiten Hierarchie, der Exusiai, Kyriotetes, Dynamis.
[ 18 ] Diese Wesenheiten der zweiten Hierarchie haben vorzugsweise in der Sonne ihren Wohnsitz. Von der Sonne aus beherrschen sie die sichtbare Welt, die ihre Offenbarung ist. So daß wir sagen können: Haben wir hier die Erde, haben wir auf die Erde herabschauend irgendwo die Sonne, so haben wir hinter dem Sonnenwirken, in dem Sonnenwirken, durch das Sonnenwirken das Wirken der zweiten Hierarchie, der Exusiai, Kyriotetes, Dynamis.


[ 19 ] Auf den Strahlungen, die die Taten der zweiten Hierarchie sind, werden alle sinnlichen Eindrücke getragen, die auf den Menschen ausgeübt werden können, alle die Eindrücke, die während des Tages im Wachen an unsere Sinne herankommen. $o daß wir in einem gewissen Sinne richtig sprechen, wenn wir sagen: In und durch und hinter dem Wirken des Sonnenhaften im Umkreise unseres physisch-sinnlichen Daseins steht die übersinnliche Welt der zweiten Hierarchie.
[ 19 ] Auf den Strahlungen, die die Taten der zweiten Hierarchie sind, werden alle sinnlichen Eindrücke getragen, die auf den Menschen ausgeübt werden können, alle die Eindrücke, die während des Tages im Wachen an unsere Sinne herankommen. $o daß wir in einem gewissen Sinne richtig sprechen, wenn wir sagen: In und durch und hinter dem Wirken des Sonnenhaften im Umkreise unseres physisch-sinnlichen Daseins steht die übersinnliche Welt der zweiten Hierarchie.
[ 20 ] Nun haben wir einen anderen Zustand unseres irdischen Daseins. Wir haben das letzte Mal von einem gewissen Gesichtspunkte aus schon über diesen anderen Zustand gesprochen. Wir haben den Zustand, wo wir schlafen. Dieser Zustand, wo wir schlafen, wie stellt er sich kosmisch, wie stellt er sich im kosmischen Gegenbilde dar? Fassen wir das einmal ins Auge.
[ 20 ] Nun haben wir einen anderen Zustand unseres irdischen Daseins. Wir haben das letzte Mal von einem gewissen Gesichtspunkte aus schon über diesen anderen Zustand gesprochen. Wir haben den Zustand, wo wir schlafen. Dieser Zustand, wo wir schlafen, wie stellt er sich kosmisch, wie stellt er sich im kosmischen Gegenbilde dar? Fassen wir das einmal ins Auge.
[ 21 ] Da haben wir — wenn wir dies das Erdoberflächenstück nennen (siehe Zeichnung Seite 278, kreisförmige Linie oben), auf dem wir leben so, daß wir unseren physischen Leib und unseren Ätherleib im Bette liegen (links), unseren astralischen Leib und unser Ich draußen haben (rechts) —, da haben wir es im Kosmos damit zu tun, daß die Sonne hinter dem Irdischen steht, daß die Erde erst die Sonnenstrahlen durch sich durchgehen lassen muß, bis sie zu uns kommen. Da ist alles Sonnenhafte erdbedeckt.
[ 21 ] Da haben wir — wenn wir dies das Erdoberflächenstück nennen (siehe Zeichnung Seite 278, kreisförmige Linie oben), auf dem wir leben so, daß wir unseren physischen Leib und unseren Ätherleib im Bette liegen (links), unseren astralischen Leib und unser Ich draußen haben (rechts) —, da haben wir es im Kosmos damit zu tun, daß die Sonne hinter dem Irdischen steht, daß die Erde erst die Sonnenstrahlen durch sich durchgehen lassen muß, bis sie zu uns kommen. Da ist alles Sonnenhafte erdbedeckt.
[ 22 ] Sehen Sie, in allen alten Mysterien galt eine bestimmte Lehre, die, wenn man sie in ihrem Inhalte gewahr wird, eigentlich einen tief erschütternden Eindruck macht. Derjenige, der in ein altes Mysterium eingeführt worden ist, Schüler geworden ist, nach und nach in die Initiationswissenschaft hineingekommen ist, der kam auf einer gewissen Stufe seiner inneren Entwickelung dazu, daß er die Eindrücke, die er empfing, so charakterisierte — nun, meine lieben Freunde, geben Sie acht darauf, wie ich etwa den Monolog eines solchen alten Initiierten, den er nach dem Erreichen einer gewissen Initiationsstufe hätte sprechen können, jetzt vor Ihnen spreche —, solch ein Initiierter würde also etwa so gesagt haben: Wenn ich während des Tages auf freiem Felde stehe, den ahnenden Blick nach aufwärts richte, mich den Eindrücken der Sinne hingebe, so sehe ich die Sonne. Ich nehme sie wahr in ihrer blendenden Stärke am Mittag, und ich ahne und schaue hinter der blendenden Stärke der Sonne am Mittag das Wirken von geistigen Wesenheiten der zweiten Hierarchie im Sonnenhaften. Vor meiner Initiation schwand hinunter das Sonnenhafte mit dem abendlichen Untergange der Sonne. In dem Erscheinen der Abendröte verschwand das Scheinen der Sonne. Und ich machte vor meiner Initiation den Nachtweg durch, indem Finsternis um mich ward, und am Morgen erinnerte ich mich an diese Finsternis, wenn die Morgendämmerung kam und aus der Morgendämmerung heraus wiederum die Sonne erschien, um ihren Weg zu machen zur blendenden Helle des Mittags. Jetzt aber, nachdem ich die Initiation erlangt habe, ist es so: Wenn ich die Morgenröte erlebe, und die Sonne aus der Morgenröte wiederum zu ihrem Tagesgange sich anschickt, wird in mir die Erinnerung an das nächtliche Leben wach. Ich weiß, was ich während des nächtlichen Lebens erlebt habe. Ich erinnere mich ganz genau, daß ich geschaut habe, wie nach und nach ein bläulich glimmerndes Licht von der Abenddämmerung aus weiterhin ging von Westen nach dem Osten, und wie ich schaute, woran ich mich jetzt genau erinnere, um die Mitternachtsstunde die Sonne am entgegengesetzten Himmelspunkte, gegenüber dem Punkte, wo sie in ihrer glänzenden Mittagsstärke war, in ihrem Glimmen, das so moralisch eindrucksvoll ist, hinter der Erde. Ich habe gesehen die Sonne um Mitternacht.
[ 22 ] Sehen Sie, in allen alten Mysterien galt eine bestimmte Lehre, die, wenn man sie in ihrem Inhalte gewahr wird, eigentlich einen tief erschütternden Eindruck macht. Derjenige, der in ein altes Mysterium eingeführt worden ist, Schüler geworden ist, nach und nach in die Initiationswissenschaft hineingekommen ist, der kam auf einer gewissen Stufe seiner inneren Entwickelung dazu, daß er die Eindrücke, die er empfing, so charakterisierte — nun, meine lieben Freunde, geben Sie acht darauf, wie ich etwa den Monolog eines solchen alten Initiierten, den er nach dem Erreichen einer gewissen Initiationsstufe hätte sprechen können, jetzt vor Ihnen spreche —, solch ein Initiierter würde also etwa so gesagt haben: Wenn ich während des Tages auf freiem Felde stehe, den ahnenden Blick nach aufwärts richte, mich den Eindrücken der Sinne hingebe, so sehe ich die Sonne. Ich nehme sie wahr in ihrer blendenden Stärke am Mittag, und ich ahne und schaue hinter der blendenden Stärke der Sonne am Mittag das Wirken von geistigen Wesenheiten der zweiten Hierarchie im Sonnenhaften. Vor meiner Initiation schwand hinunter das Sonnenhafte mit dem abendlichen Untergange der Sonne. In dem Erscheinen der Abendröte verschwand das Scheinen der Sonne. Und ich machte vor meiner Initiation den Nachtweg durch, indem Finsternis um mich ward, und am Morgen erinnerte ich mich an diese Finsternis, wenn die Morgendämmerung kam und aus der Morgendämmerung heraus wiederum die Sonne erschien, um ihren Weg zu machen zur blendenden Helle des Mittags. Jetzt aber, nachdem ich die Initiation erlangt habe, ist es so: Wenn ich die Morgenröte erlebe, und die Sonne aus der Morgenröte wiederum zu ihrem Tagesgange sich anschickt, wird in mir die Erinnerung an das nächtliche Leben wach. Ich weiß, was ich während des nächtlichen Lebens erlebt habe. Ich erinnere mich ganz genau, daß ich geschaut habe, wie nach und nach ein bläulich glimmerndes Licht von der Abenddämmerung aus weiterhin ging von Westen nach dem Osten, und wie ich schaute, woran ich mich jetzt genau erinnere, um die Mitternachtsstunde die Sonne am entgegengesetzten Himmelspunkte, gegenüber dem Punkte, wo sie in ihrer glänzenden Mittagsstärke war, in ihrem Glimmen, das so moralisch eindrucksvoll ist, hinter der Erde. Ich habe gesehen die Sonne um Mitternacht.
[ 23 ] Solch einen Monolog, der vollen Wahrheit entsprechend, haben solche Initiierten durchaus in ihrer Meditation ausgesprochen. Denn dieses Sprechen eines solchen Monologes war ja nichts anderes als das Sich-zum-Bewußtsein-Bringen desjenigen, was da war. Und wenn wir noch bei Jakob Böhme in einem Buch lesen, das er geschrieben hat: «Die Morgenröte im Aufgang», dann können wir daraus den erschütternden Eindruck gewinnen, daß diese Worte, die in dem Buche «Die Morgenröte im Aufgang» stehen, die Überbleibsel einer wunderbaren alten Lehre sind.
[ 23 ] Solch einen Monolog, der vollen Wahrheit entsprechend, haben solche Initiierten durchaus in ihrer Meditation ausgesprochen. Denn dieses Sprechen eines solchen Monologes war ja nichts anderes als das Sich-zum-Bewußtsein-Bringen desjenigen, was da war. Und wenn wir noch bei Jakob Böhme in einem Buch lesen, das er geschrieben hat: «Die Morgenröte im Aufgang», dann können wir daraus den erschütternden Eindruck gewinnen, daß diese Worte, die in dem Buche «Die Morgenröte im Aufgang» stehen, die Überbleibsel einer wunderbaren alten Lehre sind.
[ 24 ] Was ist die «Morgenröte im Aufgang» für Initiierte? Die «Morgenröte im Aufgang» ist die Veranlassung zu kosmischer Erinnerung an das Schauen der Sonne um Mitternacht hinter der Erde, bedeckt von der Erde, durchglimmend durch die Erde. Wenn wir die gelbweiße Sonnenscheibe hellglänzend am Mittag erblicken im gewöhnlichen Anschauen, im initiierten Anschauen erblicken wir die bläulich-violette Sonne an der entgegengesetzten Stelle des Himmels, indem uns die Erde erscheint wie ein durchsichtiger Körper, durch den hindurch eben die weißlich-gelbe Sonnenscheibe des Mittags, auf der anderen Seite bläulich-rötlich gefärbt, glimmend erscheint. Aber dieses bläulich-rötlich glimmende Erscheinen — ich muß das paradoxe Wort aussprechen —, das ist ja nicht so, wie es ist. Es ist ja wirklich so, wie wenn wir zunächst, indem wir diese Sonne um Mitternacht schauen, schauen würden etwas, was in der Ferne undeutlich ist. Und wenn man sich mit der Initiation gewöhnt, dasjenige, was zunächst wie in der Ferne undeutlich erscheint, genauer und immer genauer anzuschauen mit dem initiierten Blicke, dann wird dasjenige, was da ein bläulich-rötlicher Schein ist, immer mehr und mehr Gestalt und Form annehmen, sich über den ganzen abgewendeten Himmel ausbreiten, der von der Erde bedeckt ist, der wird bevölkert. Und so wie, wenn wir in einer sternenhellen Nacht aus unserem Haus hinaustreten, uns der majestätische Anblick des Sternenhimmels gewährt wird mit den einzelnen funkelnden, leuchtenden Punkten, und der Mond vielleicht in der Mitte erscheint, so wird dem initiierten Blicke auf der abgewendeten Seite durch die durchsichtig gewordene Erde hindurch erscheinend eine ganze Welt, die sich herauserhebt wie aus Wolken, die sich zu lebensgeformten Gestalten bilden: Alles dasjenige, was in der zweiten Hierarchie, in der Welt der Exusiai, Kyriotetes, Dynamis lebt — da erscheinen sie, diese Wesenheiten!
[ 24 ] Was ist die «Morgenröte im Aufgang» für Initiierte? Die «Morgenröte im Aufgang» ist die Veranlassung zu kosmischer Erinnerung an das Schauen der Sonne um Mitternacht hinter der Erde, bedeckt von der Erde, durchglimmend durch die Erde. Wenn wir die gelbweiße Sonnenscheibe hellglänzend am Mittag erblicken im gewöhnlichen Anschauen, im initiierten Anschauen erblicken wir die bläulich-violette Sonne an der entgegengesetzten Stelle des Himmels, indem uns die Erde erscheint wie ein durchsichtiger Körper, durch den hindurch eben die weißlich-gelbe Sonnenscheibe des Mittags, auf der anderen Seite bläulich-rötlich gefärbt, glimmend erscheint. Aber dieses bläulich-rötlich glimmende Erscheinen — ich muß das paradoxe Wort aussprechen —, das ist ja nicht so, wie es ist. Es ist ja wirklich so, wie wenn wir zunächst, indem wir diese Sonne um Mitternacht schauen, schauen würden etwas, was in der Ferne undeutlich ist. Und wenn man sich mit der Initiation gewöhnt, dasjenige, was zunächst wie in der Ferne undeutlich erscheint, genauer und immer genauer anzuschauen mit dem initiierten Blicke, dann wird dasjenige, was da ein bläulich-rötlicher Schein ist, immer mehr und mehr Gestalt und Form annehmen, sich über den ganzen abgewendeten Himmel ausbreiten, der von der Erde bedeckt ist, der wird bevölkert. Und so wie, wenn wir in einer sternenhellen Nacht aus unserem Haus hinaustreten, uns der majestätische Anblick des Sternenhimmels gewährt wird mit den einzelnen funkelnden, leuchtenden Punkten, und der Mond vielleicht in der Mitte erscheint, so wird dem initiierten Blicke auf der abgewendeten Seite durch die durchsichtig gewordene Erde hindurch erscheinend eine ganze Welt, die sich herauserhebt wie aus Wolken, die sich zu lebensgeformten Gestalten bilden: Alles dasjenige, was in der zweiten Hierarchie, in der Welt der Exusiai, Kyriotetes, Dynamis lebt — da erscheinen sie, diese Wesenheiten!


[ 25 ] Und wenn wir immer genauer und genauer zusehen, wenn wir die Seelenruhe gewinnen können, da zuzusehen — und das ganze spielt sich ja ab nach Vorbereitungen, nach Meditationsvorbereitungen, denn bewußt wird es eigentlich in der Morgendämmerung, in der Nacherinnerung, aber da hat man es vor sich, so daß man weiß, man hat es geschaut während der Nacht —, so spielt sich da noch ein anderes ab. Es ist, als ob aus dem, was da erscheint auf der abgewendeten Seite der Erde, was ich hier andeute in einer solchen wolkenartigen Zeichnung (hell-lila, rot und blau), — das ist durchaus alles webende, wesende Welt der Wesenheiten der zweiten Hierarchie, als ob aus dieser webenden, wesenden Welt der zweiten Hierarchie gewissermaßen herausstrahlt eine Welt anderer Wesenheiten. Ich will schematisch das, was da herausstrahlt, durch die Erde zunächst durchstrahlt, so andeuten (gelb). Oh, das ist wirklich eine Welt von Wesenheiten, die in dieser Konstellation, in dieser nächtlichen Konstellation durch die Erde so durchwirkt, daß sie gewissermaßen in ihrem Dasein heranschwebt an den Menschen, wegschwebt — wieder zurück! Wir sehen die gewissermaßen in dieser Linie webend-wesenden Wesen der zweiten Hierarchie entlassen, fortwährend entlassen eine andere Hierarchie, auf und ab schwebend, heran zum Menschen, wiederum zurück. Und wir lernen nach und nach dasjenige kennen, was da eigentlich ist.
[ 25 ] Und wenn wir immer genauer und genauer zusehen, wenn wir die Seelenruhe gewinnen können, da zuzusehen — und das ganze spielt sich ja ab nach Vorbereitungen, nach Meditationsvorbereitungen, denn bewußt wird es eigentlich in der Morgendämmerung, in der Nacherinnerung, aber da hat man es vor sich, so daß man weiß, man hat es geschaut während der Nacht —, so spielt sich da noch ein anderes ab. Es ist, als ob aus dem, was da erscheint auf der abgewendeten Seite der Erde, was ich hier andeute in einer solchen wolkenartigen Zeichnung (hell-lila, rot und blau), — das ist durchaus alles webende, wesende Welt der Wesenheiten der zweiten Hierarchie, als ob aus dieser webenden, wesenden Welt der zweiten Hierarchie gewissermaßen herausstrahlt eine Welt anderer Wesenheiten. Ich will schematisch das, was da herausstrahlt, durch die Erde zunächst durchstrahlt, so andeuten (gelb). Oh, das ist wirklich eine Welt von Wesenheiten, die in dieser Konstellation, in dieser nächtlichen Konstellation durch die Erde so durchwirkt, daß sie gewissermaßen in ihrem Dasein heranschwebt an den Menschen, wegschwebt — wieder zurück! Wir sehen die gewissermaßen in dieser Linie webend-wesenden Wesen der zweiten Hierarchie entlassen, fortwährend entlassen eine andere Hierarchie, auf und ab schwebend, heran zum Menschen, wiederum zurück. Und wir lernen nach und nach dasjenige kennen, was da eigentlich ist.
[ 26 ] Wir haben den ganzen Tag bewußt gelebt, liegen jetzt im Schlafe. Das heißt, unser physischer und unser Ätherleib liegen auf sich angewiesen, wie eine mineralische und pflanzliche Welt wirksam, im Schlafe. Aber wir haben den ganzen Tag gedacht, Vorstellungen sind den ganzen Tag durch unsere Menschenwesenheit gegangen, sie haben ihre Spuren zurückgelassen im physischen und Ätherleib. Wir würden uns des Morgens nicht erinnern an dasjenige, was die Erlebnisse unseres Erdendaseins waren, wenn nicht zurückblieben die Spuren der Eindrücke, die wir dann heraufholen in den Erinnerungen. Da sind sie, diese Spuren, in dem, was vom Menschen in nächtlichen Stunden im Bette liegenbleibt, von dem er weg ist. Da spielt sich namentlich im ätherischen Leibe ein merkwürdiges Geschehen ab: Das Nachklingen, Nachwehen, Nachvibrieren, Nachwellen desjenigen, was der Mensch wachend vom Morgen bis zum Abend gedacht hat.
[ 26 ] Wir haben den ganzen Tag bewußt gelebt, liegen jetzt im Schlafe. Das heißt, unser physischer und unser Ätherleib liegen auf sich angewiesen, wie eine mineralische und pflanzliche Welt wirksam, im Schlafe. Aber wir haben den ganzen Tag gedacht, Vorstellungen sind den ganzen Tag durch unsere Menschenwesenheit gegangen, sie haben ihre Spuren zurückgelassen im physischen und Ätherleib. Wir würden uns des Morgens nicht erinnern an dasjenige, was die Erlebnisse unseres Erdendaseins waren, wenn nicht zurückblieben die Spuren der Eindrücke, die wir dann heraufholen in den Erinnerungen. Da sind sie, diese Spuren, in dem, was vom Menschen in nächtlichen Stunden im Bette liegenbleibt, von dem er weg ist. Da spielt sich namentlich im ätherischen Leibe ein merkwürdiges Geschehen ab: Das Nachklingen, Nachwehen, Nachvibrieren, Nachwellen desjenigen, was der Mensch wachend vom Morgen bis zum Abend gedacht hat.
[ 27 ] Und wenn Sie dasjenige nehmen, was über eine Erdenfläche hin schläft auf der Erde, was da alles in diesen — nehmen wir jetzt nur zunächst die Ätherleiber —, was in diesen Ätherleibern webt und west als Nachklänge desjenigen, was all diese schlafenden Menschen, die über eine Erdfläche hin schlafend sind, gedacht haben: so sind das Bilder desjenigen, was in den Tagesstunden auf Erden vor sich gegangen ist.
[ 27 ] Und wenn Sie dasjenige nehmen, was über eine Erdenfläche hin schläft auf der Erde, was da alles in diesen — nehmen wir jetzt nur zunächst die Ätherleiber —, was in diesen Ätherleibern webt und west als Nachklänge desjenigen, was all diese schlafenden Menschen, die über eine Erdfläche hin schlafend sind, gedacht haben: so sind das Bilder desjenigen, was in den Tagesstunden auf Erden vor sich gegangen ist.
[ 28 ] Und diejenigen Wesenheiten, die da auf und ab schweben, die beschäftigen sich während unserer Schlafstunden mit demjenigen, was da als Spuren in unserem Ätherleib zurückgeblieben ist. Das wird ihre Welt. Das wird ihre Welt, die ihre Erfahrung jetzt ist, die sie beschäftigt. Und uns geht die Tatsache auf, vor der wir mit scheuer Ehrfurcht stehen: Du hast deinen Leib im Bette zurückgelassen — da ist er. Er trägt in sich die Spuren des Tageslebens. Er ist der Acker deiner Vorstellungsfrüchte vom Tage. Diesen Acker betreten die Wesenheiten der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi, Archai. Da drinnen erleben sie, während du außerhalb deines physischen und Ätherleibes bist, dasjenige, was durch Menschen während der wachenden Tagesstunden in Vorstellungen erlebt worden ist.
[ 28 ] Und diejenigen Wesenheiten, die da auf und ab schweben, die beschäftigen sich während unserer Schlafstunden mit demjenigen, was da als Spuren in unserem Ätherleib zurückgeblieben ist. Das wird ihre Welt. Das wird ihre Welt, die ihre Erfahrung jetzt ist, die sie beschäftigt. Und uns geht die Tatsache auf, vor der wir mit scheuer Ehrfurcht stehen: Du hast deinen Leib im Bette zurückgelassen — da ist er. Er trägt in sich die Spuren des Tageslebens. Er ist der Acker deiner Vorstellungsfrüchte vom Tage. Diesen Acker betreten die Wesenheiten der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi, Archai. Da drinnen erleben sie, während du außerhalb deines physischen und Ätherleibes bist, dasjenige, was durch Menschen während der wachenden Tagesstunden in Vorstellungen erlebt worden ist.
[ 29 ] Und wir schauen eben in scheuer Ehrfurcht hin auf eine solche Erdenfläche, in der Menschenleiber zurückgelassen sind im Schlafe, und hinwandelnd nach demjenigen, was sich da als Nachklänge des Tageslebens abspielt: Angeloi, Archangeloi, Archai. Und ein wunderbares Leben sehen wir sich vor uns entwickeln, das sich abspielt zwischen den Wesenheiten der dritten Hierarchie und unseren hinterlassenen Gedankenspuren.
[ 29 ] Und wir schauen eben in scheuer Ehrfurcht hin auf eine solche Erdenfläche, in der Menschenleiber zurückgelassen sind im Schlafe, und hinwandelnd nach demjenigen, was sich da als Nachklänge des Tageslebens abspielt: Angeloi, Archangeloi, Archai. Und ein wunderbares Leben sehen wir sich vor uns entwickeln, das sich abspielt zwischen den Wesenheiten der dritten Hierarchie und unseren hinterlassenen Gedankenspuren.
[ 30 ] Wir schauen hin auf dieses Feld und vernehmen, wie wir als Menschen in den geistigen Kosmos hineingestellt sind: daß wir den Engeln Arbeit schaffen für unsere Schlafstunden, während wir wachen. Ja, wir schaffen den Engeln Arbeit für die Schlafstunden, während wir wachen.
[ 30 ] Wir schauen hin auf dieses Feld und vernehmen, wie wir als Menschen in den geistigen Kosmos hineingestellt sind: daß wir den Engeln Arbeit schaffen für unsere Schlafstunden, während wir wachen. Ja, wir schaffen den Engeln Arbeit für die Schlafstunden, während wir wachen.
[ 31 ] Und jetzt geht uns etwas auf über unsere Gedankenwelt. Jetzt geht uns das über unsere Gedankenwelt auf: Ja, diese Gedanken, die dir durch den Kopf gehen, die enthalten ja die Früchte, die du in deinen eigenen Ätherleib und physischen Leib hineinsenkst, welche Engel während der nächtlichen Zeit pflücken, um sie hinauszutragen in den Kosmos und dort den Weltenwirkungen einzuverleiben.
[ 31 ] Und jetzt geht uns etwas auf über unsere Gedankenwelt. Jetzt geht uns das über unsere Gedankenwelt auf: Ja, diese Gedanken, die dir durch den Kopf gehen, die enthalten ja die Früchte, die du in deinen eigenen Ätherleib und physischen Leib hineinsenkst, welche Engel während der nächtlichen Zeit pflücken, um sie hinauszutragen in den Kosmos und dort den Weltenwirkungen einzuverleiben.
[ 32 ] Noch ein anderes sehen wir. Während wir sehen, daß diese Wesenheiten der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi, Archai, so herausschweben aus den Wesenheiten der zweiten Hierarchie und ihrem Tun, schauen wir, wie hinter dem Weben (siehe Zeichnung Seite 278, helllila, unten) Wesenheiten von besonderer Majestät und Größe sich hinzugesellen zu dem Wirken der zweiten Hierarchie. Wir schauen hin auf das bläulich-rötliche Sich-Formen der Wesenheiten der zweiten Hierarchie, aber wir sehen hineinspielen wie von hinten her in dieses Weben und Leben der zweiten Hierarchie ein anderes, und werden bald gewahr, daß das zum Teil wie blitzartig hineinschlägt (rot) in das Weben und Wesen der zweiten Hierarchie, aber durchschlägt bis nun auch in den abgewendeten Teil der Erde hinein und zu tun hat jetzt nicht mit dem, was im Bette liegengeblieben ist, sondern mit demjenigen, was herausgetreten ist mit unserer Ich-Organisation und unserem astralischen Leibe,
[ 32 ] Noch ein anderes sehen wir. Während wir sehen, daß diese Wesenheiten der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi, Archai, so herausschweben aus den Wesenheiten der zweiten Hierarchie und ihrem Tun, schauen wir, wie hinter dem Weben (siehe Zeichnung Seite 278, helllila, unten) Wesenheiten von besonderer Majestät und Größe sich hinzugesellen zu dem Wirken der zweiten Hierarchie. Wir schauen hin auf das bläulich-rötliche Sich-Formen der Wesenheiten der zweiten Hierarchie, aber wir sehen hineinspielen wie von hinten her in dieses Weben und Leben der zweiten Hierarchie ein anderes, und werden bald gewahr, daß das zum Teil wie blitzartig hineinschlägt (rot) in das Weben und Wesen der zweiten Hierarchie, aber durchschlägt bis nun auch in den abgewendeten Teil der Erde hinein und zu tun hat jetzt nicht mit dem, was im Bette liegengeblieben ist, sondern mit demjenigen, was herausgetreten ist mit unserer Ich-Organisation und unserem astralischen Leibe,
[ 33 ] Und wie man hinschauen kann auf dasjenige, was im Bette liegengeblieben ist, wie auf ein Feld, wo die Gedankenfrüchte des menschlichen Tageswirkens von den Engeln, Erzengeln und Urkräften gepflückt werden für das kosmische Weltenwirken, so können wir schauen, wie sich zu tun machen, gemeinsam ihr Wirken miteinander verbindend, die Wesen der zweiten Hierarchie, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, und der ersten Hierarchie, Seraphim, Cherubim, Throne, mit unserem Astralleibe und mit unserem Ich.
[ 33 ] Und wie man hinschauen kann auf dasjenige, was im Bette liegengeblieben ist, wie auf ein Feld, wo die Gedankenfrüchte des menschlichen Tageswirkens von den Engeln, Erzengeln und Urkräften gepflückt werden für das kosmische Weltenwirken, so können wir schauen, wie sich zu tun machen, gemeinsam ihr Wirken miteinander verbindend, die Wesen der zweiten Hierarchie, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, und der ersten Hierarchie, Seraphim, Cherubim, Throne, mit unserem Astralleibe und mit unserem Ich.
[ 34 ] Da sagt sich der Initiierte in der Morgenerinnerung: Da habe ich gelebt vom Einschlafen bis zum Aufwachen mit meinem Ich und mit meinem astralischen Leibe. Da fühlte ich mich wie eingewoben, wie einverleibt in dasjenige, was Seraphim, Cherubim und Throne zusammen mit Kyriotetes, Dynamis, Exusiai wirken. Dadrinnen bin ich, und da schaue ich hinüber auf meinen physischen Leib und Ätherleib: da sehe ich darüber weben das gelblich-weißliche Wirken der meine Gedankenfrüchte pflegenden Wesenheiten der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi, Archai. Verbunden weiß ich mich mit den Wesenheiten der ersten und zweiten Hierarchie. Schauend in mächtigen Geistwolken über meinem Leibe, den ich verlassen habe, erblicke ich das Weben und Wesen der dritten Hierarchie.
[ 34 ] Da sagt sich der Initiierte in der Morgenerinnerung: Da habe ich gelebt vom Einschlafen bis zum Aufwachen mit meinem Ich und mit meinem astralischen Leibe. Da fühlte ich mich wie eingewoben, wie einverleibt in dasjenige, was Seraphim, Cherubim und Throne zusammen mit Kyriotetes, Dynamis, Exusiai wirken. Dadrinnen bin ich, und da schaue ich hinüber auf meinen physischen Leib und Ätherleib: da sehe ich darüber weben das gelblich-weißliche Wirken der meine Gedankenfrüchte pflegenden Wesenheiten der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi, Archai. Verbunden weiß ich mich mit den Wesenheiten der ersten und zweiten Hierarchie. Schauend in mächtigen Geistwolken über meinem Leibe, den ich verlassen habe, erblicke ich das Weben und Wesen der dritten Hierarchie.
[ 35 ] Und so, meine lieben Freunde, können Sie eine konkrete Vorstellung bekommen, wie in der Initiationsanschauung imaginativ-bildlich die Wesenheiten der drei Hierarchien innerhalb des Bildes der physischen Welt, nur eben, wenn diese physische Welt in Nacht gehüllt ist, auf der abgewandten Seite der Erde, erscheinen. Und wir können uns vorstellen, daß das Wissen, die Anschauung von diesen erhabenen Tatsachen immer mehr und mehr sich einlebte in die Herzen und in die Seelen derjenigen, die einmal der alten Initiationswissenschaft teilhaftig waren.
[ 35 ] Und so, meine lieben Freunde, können Sie eine konkrete Vorstellung bekommen, wie in der Initiationsanschauung imaginativ-bildlich die Wesenheiten der drei Hierarchien innerhalb des Bildes der physischen Welt, nur eben, wenn diese physische Welt in Nacht gehüllt ist, auf der abgewandten Seite der Erde, erscheinen. Und wir können uns vorstellen, daß das Wissen, die Anschauung von diesen erhabenen Tatsachen immer mehr und mehr sich einlebte in die Herzen und in die Seelen derjenigen, die einmal der alten Initiationswissenschaft teilhaftig waren.
[ 36 ] Es kann sich wiederum einleben in die Herzen und Seelen derjenigen, die eingeführt werden in die moderne Initiationswissenschaft.
[ 36 ] Es kann sich wiederum einleben in die Herzen und Seelen derjenigen, die eingeführt werden in die moderne Initiationswissenschaft.
[ 37 ] Aber stellen wir uns vor, daß diese mächtige Imagination vor des Menschen Seele hintritt, so vor des Menschen Seele hintritt, daß man jetzt ihr Dasein in der folgenden Weise aussprechen muß. Da stelle man sich die menschliche Seele vor, leibfrei, befreit vom physischen und Ätherleib, webend in den Ausstrahlungen der Seraphim, Cherubim und Throne, Kyriotetes, Dynamis, Exusiai. Denken wir uns, in einem plastischen Gebilde, mit Farben begabt (siehe Zeichnung), würde dieses in einem alten Mysterium dargestellt sein für die Menge, die nicht eingeweiht war; man hätte versucht, dasjenige, was in solcher majestätischer Größe der Eingeweihte sah von der abgewendeten Seite der Erde, plastisch darzustellen. Und um zu zeigen, daß das zugleich diejenige Welt ist, in der das Karma mit den Wesenheiten der beiden höchsten Hierarchien ausgearbeitet wird, hat man an diese Plastik die höchsten Initiierten hingestellt, diejenigen, die während ihres Erdendaseins schon teilhaftig waren derjenigen Anschauung, in die sonst der Mensch eintritt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Und es stehen also dann die höchsten Initiierten davor (obere Kreise).
[ 37 ] Aber stellen wir uns vor, daß diese mächtige Imagination vor des Menschen Seele hintritt, so vor des Menschen Seele hintritt, daß man jetzt ihr Dasein in der folgenden Weise aussprechen muß. Da stelle man sich die menschliche Seele vor, leibfrei, befreit vom physischen und Ätherleib, webend in den Ausstrahlungen der Seraphim, Cherubim und Throne, Kyriotetes, Dynamis, Exusiai. Denken wir uns, in einem plastischen Gebilde, mit Farben begabt (siehe Zeichnung), würde dieses in einem alten Mysterium dargestellt sein für die Menge, die nicht eingeweiht war; man hätte versucht, dasjenige, was in solcher majestätischer Größe der Eingeweihte sah von der abgewendeten Seite der Erde, plastisch darzustellen. Und um zu zeigen, daß das zugleich diejenige Welt ist, in der das Karma mit den Wesenheiten der beiden höchsten Hierarchien ausgearbeitet wird, hat man an diese Plastik die höchsten Initiierten hingestellt, diejenigen, die während ihres Erdendaseins schon teilhaftig waren derjenigen Anschauung, in die sonst der Mensch eintritt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Und es stehen also dann die höchsten Initiierten davor (obere Kreise).
[ 38 ] Dann errichtete man eine andere Plastik mit Menschenbildern herum. Da stellte man hin die etwas niedrigeren Initiierten (untere Kreise), diejenigen, die es noch zu tun hatten mit dem menschlichen physischen und ätherischen Leibe.
[ 38 ] Dann errichtete man eine andere Plastik mit Menschenbildern herum. Da stellte man hin die etwas niedrigeren Initiierten (untere Kreise), diejenigen, die es noch zu tun hatten mit dem menschlichen physischen und ätherischen Leibe.
[ 39 ] Und man hatte, indem man die Menschen hineinfügte in diese Darstellung, damit ein Abbild desjenigen, was in den Mysterien von den Initiierten geschaut wurde. Das war der Anfang des Altars, der umrahmt ist nach vorne und an dem die Kultushandlung verrichtet wird von der hohen und niedrigen Priesterschaft, als Abbild desjenigen, was geschaut werden kann von der Initiationswissenschaft. Und heute noch, wenn Sie in katholische Kirchen hineingehen, so haben Sie, wenn Sie aus dem Schiff der Kirche hinausblicken nach dem Altar, ein schwaches Abbild desjenigen, was da einmal inauguriert wurde durch die Initiationswissenschaft, und Sie bekommen einen Eindruck von der Entstehung eines Kultus. Ein Kultus entsteht nicht dadurch, daß man ihn ausdenkt, denn dann ist er kein Kultus. Ein Kultus entsteht dadurch, daß er das Abbild ist von demjenigen, was in der geistigen Welt vorgeht.
[ 39 ] Und man hatte, indem man die Menschen hineinfügte in diese Darstellung, damit ein Abbild desjenigen, was in den Mysterien von den Initiierten geschaut wurde. Das war der Anfang des Altars, der umrahmt ist nach vorne und an dem die Kultushandlung verrichtet wird von der hohen und niedrigen Priesterschaft, als Abbild desjenigen, was geschaut werden kann von der Initiationswissenschaft. Und heute noch, wenn Sie in katholische Kirchen hineingehen, so haben Sie, wenn Sie aus dem Schiff der Kirche hinausblicken nach dem Altar, ein schwaches Abbild desjenigen, was da einmal inauguriert wurde durch die Initiationswissenschaft, und Sie bekommen einen Eindruck von der Entstehung eines Kultus. Ein Kultus entsteht nicht dadurch, daß man ihn ausdenkt, denn dann ist er kein Kultus. Ein Kultus entsteht dadurch, daß er das Abbild ist von demjenigen, was in der geistigen Welt vorgeht.
[ 40 ] Wenn ich nur ein Beispiel gebrauchen darf, ich möchte sagen, wenn ich neben diesem Kultus, der ja das Umfassendste einer Weihehandlung darstellt, die ich jetzt nicht erörtern will, wenn ich nur einen kleinen Kultusausschnitt nehme, der schon eingezogen ist in die Gemeinschaft für christliche Erneuerung und den ja die meisten von Ihnen wohl kennen: wenn ich vor Sie hinstelle die Erinnerung an dasjenige, was Sie als Totenkultus gesehen haben — als Kultus bei einer Kremation, wo die meisten von Ihnen da waren, oder bei einer Begräbnisfeier —, dieser Kultus, ausgebildet im Sinne unserer Christengemeinschaft, was ist das?
[ 40 ] Wenn ich nur ein Beispiel gebrauchen darf, ich möchte sagen, wenn ich neben diesem Kultus, der ja das Umfassendste einer Weihehandlung darstellt, die ich jetzt nicht erörtern will, wenn ich nur einen kleinen Kultusausschnitt nehme, der schon eingezogen ist in die Gemeinschaft für christliche Erneuerung und den ja die meisten von Ihnen wohl kennen: wenn ich vor Sie hinstelle die Erinnerung an dasjenige, was Sie als Totenkultus gesehen haben — als Kultus bei einer Kremation, wo die meisten von Ihnen da waren, oder bei einer Begräbnisfeier —, dieser Kultus, ausgebildet im Sinne unserer Christengemeinschaft, was ist das?
[ 41 ] Sie sehen ihn verlaufen, den Kultus. Sie sehen da vorne den Sarg stehen, in dem die irdischen Überreste des Toten sind. Sie sehen davor einen gewissen Kultus sich abspielen. Sie hören gebetartige Formeln durch den Priester gesprochen. Es könnte auch noch komplizierter sein, aber in seiner Einfachheit, so wie es jetzt ist, kann ja schon dasjenige, was dadurch erobert werden soll, für die Menschheit erobert werden. Was ist das?
[ 41 ] Sie sehen ihn verlaufen, den Kultus. Sie sehen da vorne den Sarg stehen, in dem die irdischen Überreste des Toten sind. Sie sehen davor einen gewissen Kultus sich abspielen. Sie hören gebetartige Formeln durch den Priester gesprochen. Es könnte auch noch komplizierter sein, aber in seiner Einfachheit, so wie es jetzt ist, kann ja schon dasjenige, was dadurch erobert werden soll, für die Menschheit erobert werden. Was ist das?
[ 42 ] Meine lieben Freunde, wenn hier ein Spiegel ist, hier irgendein Gegenstand oder ein Wesen, so sehen Sie hier das Spiegelbild darin. Sie haben zwei, das Wesenhafte und das Spiegelbild. So haben Sie zwei, wenn ein Totenkult sich abspielt. Dasjenige, was der Kult ist, der vor dem Sarge durch den Priester gehalten wird, das ist nur eine Spiegelbild. Das ist ein wirkliches Spiegelbild und wäre nicht eine Realität, wenn es nicht ein Spiegelbild wäre. Was spiegelt es? Dasjenige, was der Priester hier tut, indem er vor der Leiche steht, seinen Kultus verrichtet, das hat sein Ursprungsbild in der anstoßenden übersinnlichen Welt, wo, während wir hier vor dem physischen Leibe und dem eigentlich noch immer anwesenden Ätherleibe den irdischen Kultus verrichten, der himmlische Kultus verrichtet wird von der anderen Seite, von den Wesenheiten der anderen Seite des Daseins, wo das SeelischGeistige empfangen wird mit dem Empfangskultus, wie wir hier mit dem Abschiedskultus vor der Leiche stehen. Nur dann ist ein Kultus eine Wahrheit, wenn er diesen realen Ursprung hat.
[ 42 ] Meine lieben Freunde, wenn hier ein Spiegel ist, hier irgendein Gegenstand oder ein Wesen, so sehen Sie hier das Spiegelbild darin. Sie haben zwei, das Wesenhafte und das Spiegelbild. So haben Sie zwei, wenn ein Totenkult sich abspielt. Dasjenige, was der Kult ist, der vor dem Sarge durch den Priester gehalten wird, das ist nur eine Spiegelbild. Das ist ein wirkliches Spiegelbild und wäre nicht eine Realität, wenn es nicht ein Spiegelbild wäre. Was spiegelt es? Dasjenige, was der Priester hier tut, indem er vor der Leiche steht, seinen Kultus verrichtet, das hat sein Ursprungsbild in der anstoßenden übersinnlichen Welt, wo, während wir hier vor dem physischen Leibe und dem eigentlich noch immer anwesenden Ätherleibe den irdischen Kultus verrichten, der himmlische Kultus verrichtet wird von der anderen Seite, von den Wesenheiten der anderen Seite des Daseins, wo das SeelischGeistige empfangen wird mit dem Empfangskultus, wie wir hier mit dem Abschiedskultus vor der Leiche stehen. Nur dann ist ein Kultus eine Wahrheit, wenn er diesen realen Ursprung hat.
[ 43 ] Und so sehen Sie, wie in das irdische Leben das überirdische Leben hereinspielt, das überirdische Leben überall da ist. Verrichten wir . einen wahren Totenkult, so korrespondiert diesern Totenkult die übersinnliche Handlungsweise. Das wirkt zusammen. Und ist Andacht, Wahrheit, Würdigkeit in dem Totengebet, so klingen in dem Totengebet die Gebete der Wesenheiten der höheren Hierarchien in der übersinnlichen Welt mit. Sie vibrieren mit. Da spielt geistige Welt und physische Welt zusammen.
[ 43 ] Und so sehen Sie, wie in das irdische Leben das überirdische Leben hereinspielt, das überirdische Leben überall da ist. Verrichten wir . einen wahren Totenkult, so korrespondiert diesern Totenkult die übersinnliche Handlungsweise. Das wirkt zusammen. Und ist Andacht, Wahrheit, Würdigkeit in dem Totengebet, so klingen in dem Totengebet die Gebete der Wesenheiten der höheren Hierarchien in der übersinnlichen Welt mit. Sie vibrieren mit. Da spielt geistige Welt und physische Welt zusammen.
[ 44 ] Es spielt überall geistige Welt und physische Welt zusammen. So spielt sie zusammen in realster Weise, wenn im Irdischen das Abbild desjenigen erscheint, was im Überirdischen zwischen Tod und neuer Geburt gewoben wird mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien: das Karma.
[ 44 ] Es spielt überall geistige Welt und physische Welt zusammen. So spielt sie zusammen in realster Weise, wenn im Irdischen das Abbild desjenigen erscheint, was im Überirdischen zwischen Tod und neuer Geburt gewoben wird mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien: das Karma.
