Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume II
GA 236
29 June 1924, Dornach
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Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge
Siebzehnter Vortrag
Siebzehnter Vortrag
[ 1 ] Nachdem ich vorgestern versucht habe, gewissermaßen das kosmisch-kultische Bild vor Ihre Seele hinzustellen, das uns darstellt den Menschen in Verbindung mit den Wesenheiten der geistigen Welt, so daß aus dieser Verbindung nicht nur die Ausarbeitung des Karma stammt, sondern auch das Einleben des Karma während des physischen Erdendaseins, möchte ich heute einen Gedanken aufnehmen, der schon angeklungen hat eben in dem vorgestrigen Vortrage. Ich sagte, daß gerade der gegenwärtige Zeitpunkt der Menschheitsentwickelung im tiefsten Sinne des Wortes dem Kenner der Initiationswissenschaft weltgeschichtlich-karmische Fragen auf die Seele legt. Und ehe wir zu den Betrachtungen der Karmaerkenntnis kommen, wollen wir auch noch von diesem eigentlich die ganze zivilisierte Menschheit der Gegenwart angehenden weltgeschichtlichen Standpunkte das Karma betrachten.
[ 1 ] Nachdem ich vorgestern versucht habe, gewissermaßen das kosmisch-kultische Bild vor Ihre Seele hinzustellen, das uns darstellt den Menschen in Verbindung mit den Wesenheiten der geistigen Welt, so daß aus dieser Verbindung nicht nur die Ausarbeitung des Karma stammt, sondern auch das Einleben des Karma während des physischen Erdendaseins, möchte ich heute einen Gedanken aufnehmen, der schon angeklungen hat eben in dem vorgestrigen Vortrage. Ich sagte, daß gerade der gegenwärtige Zeitpunkt der Menschheitsentwickelung im tiefsten Sinne des Wortes dem Kenner der Initiationswissenschaft weltgeschichtlich-karmische Fragen auf die Seele legt. Und ehe wir zu den Betrachtungen der Karmaerkenntnis kommen, wollen wir auch noch von diesem eigentlich die ganze zivilisierte Menschheit der Gegenwart angehenden weltgeschichtlichen Standpunkte das Karma betrachten.
[ 2 ] Es ist ja wirklich so, daß heute Dinge in der Welt vor sich gehen, die schon das gewöhnliche Bewußtsein, ich möchte sagen das Herz, das mit dem gewöhnlichen Bewußtsein verbunden ist, nahe berühren. Über der Zivilisation Europas schwebt eine schwere Wolke, und in gewissem Sinne ist es eigentlich sogar staunenswert, wie wenig die Menschheit im allgemeinen sich darauf einlassen will, diese schwere Wolke, die über der Zivilisation Europas schwebt, zu fühlen, zu empfinden.
[ 2 ] Es ist ja wirklich so, daß heute Dinge in der Welt vor sich gehen, die schon das gewöhnliche Bewußtsein, ich möchte sagen das Herz, das mit dem gewöhnlichen Bewußtsein verbunden ist, nahe berühren. Über der Zivilisation Europas schwebt eine schwere Wolke, und in gewissem Sinne ist es eigentlich sogar staunenswert, wie wenig die Menschheit im allgemeinen sich darauf einlassen will, diese schwere Wolke, die über der Zivilisation Europas schwebt, zu fühlen, zu empfinden.
[ 3 ] Wir brauchen zunächst nur an alles das zu denken, was heute aus einer gewissen Lebensanschauungsart großer Teile der Menschheit hervorgeht. Sehen wir nur hin nach dem, was im Osten Europas aus dem Christentum gemacht worden ist, sehen wir hin, wie ja in nicht ganz unglaubhafter Weise zu uns nun die Kunde dringt, daß von dem gegenwärtigen Regime Sowjetrußlands 7ölstois Schriften eingestampft werden sollen, unsichtbar gemacht werden sollen für alle Zukunft. Wenn auch natürlich solche Dinge nicht gleich in der Art zutage treten, wie es angekündigt wird, so dürfen wir uns doch nicht dem Ernste des Augenblicks verschließen, des weltgeschichtlichen Augenblicks, in dem wir leben, und wir sollten die Mahnung der Initiationswissenschaft hören, die sie eigentlich täglich geben möchte: daß heute schon die Zeit wäre, wo die mannigfaltigsten kleinen Angelegenheiten, die die Menschen beschäftigen, ein wenig schweigen sollten und möglichst viele Seelen sich den großen Angelegenheiten zuwenden sollten. Das Interesse für die großen Angelegenheiten ist aber eher im Schwinden als im Zunehmen begriffen.
[ 3 ] Wir brauchen zunächst nur an alles das zu denken, was heute aus einer gewissen Lebensanschauungsart großer Teile der Menschheit hervorgeht. Sehen wir nur hin nach dem, was im Osten Europas aus dem Christentum gemacht worden ist, sehen wir hin, wie ja in nicht ganz unglaubhafter Weise zu uns nun die Kunde dringt, daß von dem gegenwärtigen Regime Sowjetrußlands 7ölstois Schriften eingestampft werden sollen, unsichtbar gemacht werden sollen für alle Zukunft. Wenn auch natürlich solche Dinge nicht gleich in der Art zutage treten, wie es angekündigt wird, so dürfen wir uns doch nicht dem Ernste des Augenblicks verschließen, des weltgeschichtlichen Augenblicks, in dem wir leben, und wir sollten die Mahnung der Initiationswissenschaft hören, die sie eigentlich täglich geben möchte: daß heute schon die Zeit wäre, wo die mannigfaltigsten kleinen Angelegenheiten, die die Menschen beschäftigen, ein wenig schweigen sollten und möglichst viele Seelen sich den großen Angelegenheiten zuwenden sollten. Das Interesse für die großen Angelegenheiten ist aber eher im Schwinden als im Zunehmen begriffen.
[ 4 ] Und so sehen wir, wie heute Weltanschauungen, die schaffend auftreten — wenn das auch Schaffen im Vernichten ist —, rein herausgeboren sind aus einem leidenschaftlichen, emotionellen Menschheitselemente, aus einem Menschheitselemente, das durchaus auf luziferischen Bahnen wandelt. Und wir haben bei einem großen Teile der Menschheit heute zu verzeichnen, daß abgewiesen wird alles, was Realität ist: denn es ist ja nicht wahr, daß von den materialistischen Weltgestalten die Materie anerkannt wird. Die Materie erkennt man ja nur dann an, wenn man den schaffenden Geist innerhalb der Materie gewahr wird. Wer also den schaffenden Geist in der Materie ableugnet, erkennt ja auch die Materie nicht an, sondern ein Götzenbild von der Materie.
[ 4 ] Und so sehen wir, wie heute Weltanschauungen, die schaffend auftreten — wenn das auch Schaffen im Vernichten ist —, rein herausgeboren sind aus einem leidenschaftlichen, emotionellen Menschheitselemente, aus einem Menschheitselemente, das durchaus auf luziferischen Bahnen wandelt. Und wir haben bei einem großen Teile der Menschheit heute zu verzeichnen, daß abgewiesen wird alles, was Realität ist: denn es ist ja nicht wahr, daß von den materialistischen Weltgestalten die Materie anerkannt wird. Die Materie erkennt man ja nur dann an, wenn man den schaffenden Geist innerhalb der Materie gewahr wird. Wer also den schaffenden Geist in der Materie ableugnet, erkennt ja auch die Materie nicht an, sondern ein Götzenbild von der Materie.
[ 5 ] Der Götzendienst, der auf diese Weise entsteht, ist ein viel greulicherer als der Götzendienst einer primitiven Menschheit, von dem als einem Kindheitsstadium der Zivilisation so oft gesprochen wird. Phantastische Vorstellungen von einem Nichtwirklichen beherrschen ja auf der einen Seite die Menschheit.
[ 5 ] Der Götzendienst, der auf diese Weise entsteht, ist ein viel greulicherer als der Götzendienst einer primitiven Menschheit, von dem als einem Kindheitsstadium der Zivilisation so oft gesprochen wird. Phantastische Vorstellungen von einem Nichtwirklichen beherrschen ja auf der einen Seite die Menschheit.
[ 6 ] Gewiß, solche Dinge waren mannigfaltig da in der weltgeschichtlichen Entwickelung der Menschheit. Aber gerade die geisteswissenschaftliche Betrachtung, wie solche Dinge mit dem Ganzen der Weltordnung zusammenhängen, macht darauf aufmerksam, wie ernst eine Betrachtung über diese Dinge eigentlich sein müßte.
[ 6 ] Gewiß, solche Dinge waren mannigfaltig da in der weltgeschichtlichen Entwickelung der Menschheit. Aber gerade die geisteswissenschaftliche Betrachtung, wie solche Dinge mit dem Ganzen der Weltordnung zusammenhängen, macht darauf aufmerksam, wie ernst eine Betrachtung über diese Dinge eigentlich sein müßte.
[ 7 ] Und so müssen wir schon einmal den Blick auf dasjenige hinwenden, was dadurch entsteht, daß gewissermaßen soziale Weltenordnungen unter dem Einfluß materialistisch-phantastischer Vorstellungen geschaffen werden, die ganz und gar aus der verirrten Menschennatur herausgeboren sind, die nichts mit irgendeiner Realität zu tun haben, die nirgends urständen als im Menschen selber.
[ 7 ] Und so müssen wir schon einmal den Blick auf dasjenige hinwenden, was dadurch entsteht, daß gewissermaßen soziale Weltenordnungen unter dem Einfluß materialistisch-phantastischer Vorstellungen geschaffen werden, die ganz und gar aus der verirrten Menschennatur herausgeboren sind, die nichts mit irgendeiner Realität zu tun haben, die nirgends urständen als im Menschen selber.
[ 8 ] Nachdem wir in dieser Weise ein Historisches, das aber ein Gegenwärtiges ist, hingestellt haben, stellen wir ein Natürlich-Elementarisches hin, auf das wir auch schon das letzte Mal hingewiesen haben, ein Natürlich-Elementarisches, wie es dann zutage tritt, wenn Menschengruppen durch elementarische Naturereignisse, Erdbeben, Vulkanausbrüche oder ähnliches, plötzlich aus dem irdischen Dasein herausgerissen werden.
[ 8 ] Nachdem wir in dieser Weise ein Historisches, das aber ein Gegenwärtiges ist, hingestellt haben, stellen wir ein Natürlich-Elementarisches hin, auf das wir auch schon das letzte Mal hingewiesen haben, ein Natürlich-Elementarisches, wie es dann zutage tritt, wenn Menschengruppen durch elementarische Naturereignisse, Erdbeben, Vulkanausbrüche oder ähnliches, plötzlich aus dem irdischen Dasein herausgerissen werden.
[ 9 ] Da erfahren wir, eine solche elementarische Katastrophe habe in der Welt stattgefunden. Eine große Anzahl von Menschen habe dabei den Tod gefunden oder sei in dem Leben sonst beeinträchtigt worden.
[ 9 ] Da erfahren wir, eine solche elementarische Katastrophe habe in der Welt stattgefunden. Eine große Anzahl von Menschen habe dabei den Tod gefunden oder sei in dem Leben sonst beeinträchtigt worden.
[ 10 ] Dann sehen wir von solchen elementarischen Naturereignissen auf dasjenige hin, was mehr zusammenhängt mit unserer ganzen Kultur. Wir sehen zum Beispiel, wie durch dieses oder jenes Eisenbahnunglück sich karmische Wirkungen ausgestalten, wo wiederum, jetzt durch Kultureinrichtungen, gewissermaßen jäh abgeschnitten wird der Lebensfaden in der karmischen Auswirkung. Und nehmen wir die Betrachtung des Karma ernst, so müssen wir auf der einen Seite fragen: Wie stellt sich das Karma dann, wenn rein Emotionelles, Phantastisches, das nur im Inneren des Menschen Dasein hat, nicht äußerlich lebt, wenn sich bei den Teilnehmern an einer solchen sozialen Erdenordnung Karma da nun auslebt? Und wie gestaltet sich das Karma, wenn der Lebensfaden jäh durch natürliche oder zivilisatorische Elementarereignisse abgeschnitten wird?
[ 10 ] Dann sehen wir von solchen elementarischen Naturereignissen auf dasjenige hin, was mehr zusammenhängt mit unserer ganzen Kultur. Wir sehen zum Beispiel, wie durch dieses oder jenes Eisenbahnunglück sich karmische Wirkungen ausgestalten, wo wiederum, jetzt durch Kultureinrichtungen, gewissermaßen jäh abgeschnitten wird der Lebensfaden in der karmischen Auswirkung. Und nehmen wir die Betrachtung des Karma ernst, so müssen wir auf der einen Seite fragen: Wie stellt sich das Karma dann, wenn rein Emotionelles, Phantastisches, das nur im Inneren des Menschen Dasein hat, nicht äußerlich lebt, wenn sich bei den Teilnehmern an einer solchen sozialen Erdenordnung Karma da nun auslebt? Und wie gestaltet sich das Karma, wenn der Lebensfaden jäh durch natürliche oder zivilisatorische Elementarereignisse abgeschnitten wird?
[ 11 ] Hier liegt einer der Punkte, meine lieben Freunde, an dem in der Tat die Initiationswissenschaft tief einschlägt in das menschliche Gefühls- und Gemütsleben. Für das gewöhnliche Bewußtsein entstehen ja die Fragen nicht: Wie lebt sich so etwas in den aufeinanderfolgenden Erdenleben der Menschen aus? — Und für das gewöhnliche Bewußtsein entsteht nicht, namentlich nicht bei elementaren Zivilisationskatastrophen, die Frage nach dem menschlichen Schicksal im weiteren Sinne. Denn man hält ja im gewöhnlichen Bewußtsein sozusagen das Schicksal bei einem Menschen für abgeschlossen, den eine solche Katastrophe befallen hat.
[ 11 ] Hier liegt einer der Punkte, meine lieben Freunde, an dem in der Tat die Initiationswissenschaft tief einschlägt in das menschliche Gefühls- und Gemütsleben. Für das gewöhnliche Bewußtsein entstehen ja die Fragen nicht: Wie lebt sich so etwas in den aufeinanderfolgenden Erdenleben der Menschen aus? — Und für das gewöhnliche Bewußtsein entsteht nicht, namentlich nicht bei elementaren Zivilisationskatastrophen, die Frage nach dem menschlichen Schicksal im weiteren Sinne. Denn man hält ja im gewöhnlichen Bewußtsein sozusagen das Schicksal bei einem Menschen für abgeschlossen, den eine solche Katastrophe befallen hat.
[ 12 ] Initiationswissenschaft hat ja auf der einen Seite das, was sich gewissermaßen im Vordergrunde des Lebens auf der Erde bei den Menschen abspielt, und sie hat im Hintergrunde schaubar dasjenige, was sich als die Taten der Götter mit den Menschenseelen abspielt. Und gerade aus dem, was sich im Hintergrunde abspielt, erhält Initiationswissenschaft ihre Vorbedingungen für ihre Schätzung des Erdenlebens. Denn wir werden in der weiteren Karmabetrachtung sehen, wie gerade im Erdenleben sich manches in der einen und der anderen Weise gestalten muß, damit die Dinge, die hinter den Erdenleben göttlich sind, menschlich gestaltet werden können, allerdings auch nach dem Willen der Götter.
[ 12 ] Initiationswissenschaft hat ja auf der einen Seite das, was sich gewissermaßen im Vordergrunde des Lebens auf der Erde bei den Menschen abspielt, und sie hat im Hintergrunde schaubar dasjenige, was sich als die Taten der Götter mit den Menschenseelen abspielt. Und gerade aus dem, was sich im Hintergrunde abspielt, erhält Initiationswissenschaft ihre Vorbedingungen für ihre Schätzung des Erdenlebens. Denn wir werden in der weiteren Karmabetrachtung sehen, wie gerade im Erdenleben sich manches in der einen und der anderen Weise gestalten muß, damit die Dinge, die hinter den Erdenleben göttlich sind, menschlich gestaltet werden können, allerdings auch nach dem Willen der Götter.
[ 13 ] Denn sieht man nach dem Hintergrunde, so sieht man allerdings alles das, was Menschenseele mit Menschenseele karmisch gestaltet zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Man sieht auch das zusammenfassende Wirken der Menschenseelen mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien, wie wir das angeführt haben; aber man sieht auf der anderen Seite überall das Hineinspielen luziferischer und ahrimanischer Mächte. Man sieht innerhalb jenes Götterorganismus, der hinter dem Erdenorganismus steht, die Berechtigung des Hineinspielens luziferischer und ahrimanischer Wesenheiten. Man weiß, für die tiefere Geistordnung der Welt müssen Luzifer und Ahriman da sein. Und trotzdem man dieser Notwendigkeit gegenübersteht, sieht man manchmal mit tiefster Bestürzung das Luziferische und Ahrimanische hereinragen in die irdische Welt. Daß mancherlei zusammengeschaut werden muß, wenn man den Blick ausdehnt über die irdische Welt hinein ins Geistige, was für das gewöhnliche Bewußtsein nicht zusammengeschaut zu werden braucht, das ist dasjenige, auf das man aufmerksam sein soll.
[ 13 ] Denn sieht man nach dem Hintergrunde, so sieht man allerdings alles das, was Menschenseele mit Menschenseele karmisch gestaltet zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Man sieht auch das zusammenfassende Wirken der Menschenseelen mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien, wie wir das angeführt haben; aber man sieht auf der anderen Seite überall das Hineinspielen luziferischer und ahrimanischer Mächte. Man sieht innerhalb jenes Götterorganismus, der hinter dem Erdenorganismus steht, die Berechtigung des Hineinspielens luziferischer und ahrimanischer Wesenheiten. Man weiß, für die tiefere Geistordnung der Welt müssen Luzifer und Ahriman da sein. Und trotzdem man dieser Notwendigkeit gegenübersteht, sieht man manchmal mit tiefster Bestürzung das Luziferische und Ahrimanische hereinragen in die irdische Welt. Daß mancherlei zusammengeschaut werden muß, wenn man den Blick ausdehnt über die irdische Welt hinein ins Geistige, was für das gewöhnliche Bewußtsein nicht zusammengeschaut zu werden braucht, das ist dasjenige, auf das man aufmerksam sein soll.
[ 14 ] Und daher war es auch, daß, wenn in alten Zeiten, wo die Initiationswissenschaft schon so heilig war in ihrer Art, wie sie es wiederum werden soll, daß in jenen alten Zeiten, wenn irgendwo die Frage entstanden ist, ob einer ein Initiierter ist, die Menschen wußten, wie sie sich einer solchen Sache entsprechend zu verhalten hatten. Und wenn auf dem Lebenswege ein Mensch, der das Leben ernst nahm, einen anderen traf, der das Leben auch ernst nahm, sie aber verschiedener Meinung waren über einen Initiierten, dann konnte man in jenen alten Zeiten oftmals — wenn Unwissenheit herrschte bei dem einen, ob irgendeine dritte Persönlichkeit ein Initiierter ist — das Wort hören: Hast du ihm denn auch in die Augen geschaut? — Denn an dem, was durch die Vertiefung des Lebensernstes der Blick erhält, an dem wurden in alten Zeiten, in denen hellseherische Zivilisationen über die Erde hin waren, die Initiierten erkannt. Und etwas Ähnliches wird schon wieder werden. Man wird wiederum, ohne daß deshalb der Humor des Lebens verlorenzugehen braucht, zu dem Ernste des Lebens zurückkehren müssen.
[ 14 ] Und daher war es auch, daß, wenn in alten Zeiten, wo die Initiationswissenschaft schon so heilig war in ihrer Art, wie sie es wiederum werden soll, daß in jenen alten Zeiten, wenn irgendwo die Frage entstanden ist, ob einer ein Initiierter ist, die Menschen wußten, wie sie sich einer solchen Sache entsprechend zu verhalten hatten. Und wenn auf dem Lebenswege ein Mensch, der das Leben ernst nahm, einen anderen traf, der das Leben auch ernst nahm, sie aber verschiedener Meinung waren über einen Initiierten, dann konnte man in jenen alten Zeiten oftmals — wenn Unwissenheit herrschte bei dem einen, ob irgendeine dritte Persönlichkeit ein Initiierter ist — das Wort hören: Hast du ihm denn auch in die Augen geschaut? — Denn an dem, was durch die Vertiefung des Lebensernstes der Blick erhält, an dem wurden in alten Zeiten, in denen hellseherische Zivilisationen über die Erde hin waren, die Initiierten erkannt. Und etwas Ähnliches wird schon wieder werden. Man wird wiederum, ohne daß deshalb der Humor des Lebens verlorenzugehen braucht, zu dem Ernste des Lebens zurückkehren müssen.
[ 15 ] Es kann ja aber wirklich mancherlei von dem heraufgeholt werden, was jetzt geschieht, in Verbindung mit dem, was allerdings zu allen Zeiten geschehen ist, was aber jetzt wie ein großes Rätsel vor die Menschheit hintreten muß. Denn sehen wir uns einmal den Tatbestand an. Malen wir uns irgendeinen Tatbestand hin.
[ 15 ] Es kann ja aber wirklich mancherlei von dem heraufgeholt werden, was jetzt geschieht, in Verbindung mit dem, was allerdings zu allen Zeiten geschehen ist, was aber jetzt wie ein großes Rätsel vor die Menschheit hintreten muß. Denn sehen wir uns einmal den Tatbestand an. Malen wir uns irgendeinen Tatbestand hin.
[ 16 ] Wir haben irgendeine Gegend von einem mächtigen Erdbeben betroffen. Zahlreiche Menschen gehen gemeinsam zugrunde. Wenn man die Sache vom Standpunkte der Geisteswissenschaft betrachtet, so kann man nicht etwa immer sagen, bei diesen Menschen sei der karmische Faden für dieses Erdenleben völlig abgelaufen. Schauen wir hin nach dem karmischen Faden dessen, was da zugrunde geht. Für alte Leute, die allerdings ihr irdisches Karma für dieses Leben bald ausgelebt haben würden, wird der Lebensfaden vielleicht nur um Monate oder um wenige Jahre gekürzt. Jüngere Leute, in der Vollkraft des irdischen Lebens, die viel daran gedacht haben, was sie in den nächsten Jahren vollbringen wollten für sich, ihre Familie, für eine weitere Menschheit, werden verkürzt in ihrem Lebensfaden um viele Jahre. Kinder, die eben in der Erziehung begriffen sind, für die man an der Seele tun will, was sie eben in das Menschenleben einführen soll, sie werden neben alten Leuten weggerissen vom irdischen Dasein. Säuglinge, die kaum der Mutterbrust entwachsen sind, und solche, die es noch nicht sind, werden mit alten und jungen Leuten hinweggerissen. Da entsteht das große Rätsel: Wie wirkt da Karma in einem solchen Ereignisse?
[ 16 ] Wir haben irgendeine Gegend von einem mächtigen Erdbeben betroffen. Zahlreiche Menschen gehen gemeinsam zugrunde. Wenn man die Sache vom Standpunkte der Geisteswissenschaft betrachtet, so kann man nicht etwa immer sagen, bei diesen Menschen sei der karmische Faden für dieses Erdenleben völlig abgelaufen. Schauen wir hin nach dem karmischen Faden dessen, was da zugrunde geht. Für alte Leute, die allerdings ihr irdisches Karma für dieses Leben bald ausgelebt haben würden, wird der Lebensfaden vielleicht nur um Monate oder um wenige Jahre gekürzt. Jüngere Leute, in der Vollkraft des irdischen Lebens, die viel daran gedacht haben, was sie in den nächsten Jahren vollbringen wollten für sich, ihre Familie, für eine weitere Menschheit, werden verkürzt in ihrem Lebensfaden um viele Jahre. Kinder, die eben in der Erziehung begriffen sind, für die man an der Seele tun will, was sie eben in das Menschenleben einführen soll, sie werden neben alten Leuten weggerissen vom irdischen Dasein. Säuglinge, die kaum der Mutterbrust entwachsen sind, und solche, die es noch nicht sind, werden mit alten und jungen Leuten hinweggerissen. Da entsteht das große Rätsel: Wie wirkt da Karma in einem solchen Ereignisse?
[ 17 ] Und schauen wir auf den Unterschied hin, der da besteht zwischen einem solchen elementarischen Ereignisse und einem durch die Zivilisation hervorgerufenen Elementarereignisse, etwa einer großen Eisenbahnkatastrophe: es ist schon ein Unterschied, ein Unterschied, der gerade dann wichtig und wesentlich wird, wenn man die Betrachtung auf den Boden des Karma bringt.
[ 17 ] Und schauen wir auf den Unterschied hin, der da besteht zwischen einem solchen elementarischen Ereignisse und einem durch die Zivilisation hervorgerufenen Elementarereignisse, etwa einer großen Eisenbahnkatastrophe: es ist schon ein Unterschied, ein Unterschied, der gerade dann wichtig und wesentlich wird, wenn man die Betrachtung auf den Boden des Karma bringt.
[ 18 ] In der Regel wird es so sein, daß, wenn durch irgendein Erdbeben Menschen gemeinschaftlich zugrunde gehen in der Art, wie ich es eben geschildert habe, sie in irgendeiner Weise karmisch verknüpft sind — so wie eben die Menschen, die gemeinsam eine Gegend bewohnen, mehr oder weniger doch in der Regel karmisch verknüpft sind, jedenfalls etwas miteinander zu tun haben —, so daß sie in einem gewissen gemeinsamen Lebensschicksale, in das sie hineingetragen worden sind dadurch, daß sie alle herabgestiegen sind an einem gewissen Erdenort von dem vorirdischen Dasein zum irdischen Dasein, in diesem gemeinsamen Lebensschicksale der Zerreißung ihres Lebensfadens entgegengehen.
[ 18 ] In der Regel wird es so sein, daß, wenn durch irgendein Erdbeben Menschen gemeinschaftlich zugrunde gehen in der Art, wie ich es eben geschildert habe, sie in irgendeiner Weise karmisch verknüpft sind — so wie eben die Menschen, die gemeinsam eine Gegend bewohnen, mehr oder weniger doch in der Regel karmisch verknüpft sind, jedenfalls etwas miteinander zu tun haben —, so daß sie in einem gewissen gemeinsamen Lebensschicksale, in das sie hineingetragen worden sind dadurch, daß sie alle herabgestiegen sind an einem gewissen Erdenort von dem vorirdischen Dasein zum irdischen Dasein, in diesem gemeinsamen Lebensschicksale der Zerreißung ihres Lebensfadens entgegengehen.
[ 19 ] Sehen wir dagegen eine Eisenbahnkatastrophe, so werden wir in der Regel finden, daß nur wenige von den Menschen, die diese Eisenbahnkatastrophe trifft, eigentlich zusammengehören. Wer findet sich denn in einem Eisenbahnzuge zusammen? In der Regel nicht Menschen, die irgend etwas miteinander zu tun haben, sondern die nur zusammengetragen, zusammengeführt werden, ohne gerade irgendwie auch nur ein solches Band zu haben, das ganz gewiß immer da ist, wenn eine Erdbebenkatastrophe irgendeine Gegend trifft. Man möchte sagen, von dem Schicksal werden an einen Fleck zusammengetragen diejenigen, die gemeinschaftlich bei einer Eisenbahnkatastrophe zugrunde gehen. Sehen wir da nicht ein ganz verschiedenes Walten des Karma in dem einen und in dem anderen Falle?
[ 19 ] Sehen wir dagegen eine Eisenbahnkatastrophe, so werden wir in der Regel finden, daß nur wenige von den Menschen, die diese Eisenbahnkatastrophe trifft, eigentlich zusammengehören. Wer findet sich denn in einem Eisenbahnzuge zusammen? In der Regel nicht Menschen, die irgend etwas miteinander zu tun haben, sondern die nur zusammengetragen, zusammengeführt werden, ohne gerade irgendwie auch nur ein solches Band zu haben, das ganz gewiß immer da ist, wenn eine Erdbebenkatastrophe irgendeine Gegend trifft. Man möchte sagen, von dem Schicksal werden an einen Fleck zusammengetragen diejenigen, die gemeinschaftlich bei einer Eisenbahnkatastrophe zugrunde gehen. Sehen wir da nicht ein ganz verschiedenes Walten des Karma in dem einen und in dem anderen Falle?
[ 20 ] Und blicken wir hin mit dem Auge der Initiationswissenschaft auf eine solche verheerende Erdbebenkatastrophe. Wir erblicken durchaus da nicht Menschen, welche bei ihrer Geburt ihr Karma so zugeschnitten hatten, daß der irdische Lebensfaden in derjenigen Zeit ablaufen mußte, wo die gemeinsame Katastrophe eintrat. Die Menschen wurden gewissermaßen durch ein solches Ereignis aus ihrem Karma herausgerissen.
[ 20 ] Und blicken wir hin mit dem Auge der Initiationswissenschaft auf eine solche verheerende Erdbebenkatastrophe. Wir erblicken durchaus da nicht Menschen, welche bei ihrer Geburt ihr Karma so zugeschnitten hatten, daß der irdische Lebensfaden in derjenigen Zeit ablaufen mußte, wo die gemeinsame Katastrophe eintrat. Die Menschen wurden gewissermaßen durch ein solches Ereignis aus ihrem Karma herausgerissen.
[ 21 ] Wie konnten sie herausgerissen werden? Nach der Götter Ratschluß ist das Ausleben des Karma dasjenige, worauf es ankommt. Sehen Sie, alles, was in solchen Naturereignissen wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Überschwemmungen und dergleichen, eintritt, das liegt nicht im fortdauernden Gang der naturgesetzlichen Erdenentwickelung, sondern da greift, allerdings nach Naturgesetzen, in die Erdenentwickelung etwas ein.
[ 21 ] Wie konnten sie herausgerissen werden? Nach der Götter Ratschluß ist das Ausleben des Karma dasjenige, worauf es ankommt. Sehen Sie, alles, was in solchen Naturereignissen wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Überschwemmungen und dergleichen, eintritt, das liegt nicht im fortdauernden Gang der naturgesetzlichen Erdenentwickelung, sondern da greift, allerdings nach Naturgesetzen, in die Erdenentwickelung etwas ein.
[ 22 ] Dasjenige, was da eingreift in die Erdenentwickelung, das war einmal der Entwickelung günstig, notwendig, förderlich in der Zeit, als die Menschheit nicht in der heutigen Form der Geburt und dem Tode unterlag. Und wollen wir uns etwas Bestimmtes unter dem eben Gesagten vorstellen, dann blicken wir in die alte Mondenzeit zurück. In der alten Mondenzeit, die der Erdenzeit vorangegangen ist, unterlag der Mensch nicht so der Geburt und dem Tode, daß er wie durch einen jähen Übergang durch eine Geburt respektive durch eine Empfängnis hereingeführt wurde ins physische Dasein und durch den Tod hinausgeführt wurde aus dem physischen Dasein. Der Übergang war ein viel sanfterer. Es war mehr eine Transformation, eine Metamorphose, als ein Sprung. Der irdische Mensch, eigentlich der mondliche Mensch, war nicht so materiell wie der heutige. Der Mensch in der geistigen Welt war nicht so vergeistigt wie der heutige.
[ 22 ] Dasjenige, was da eingreift in die Erdenentwickelung, das war einmal der Entwickelung günstig, notwendig, förderlich in der Zeit, als die Menschheit nicht in der heutigen Form der Geburt und dem Tode unterlag. Und wollen wir uns etwas Bestimmtes unter dem eben Gesagten vorstellen, dann blicken wir in die alte Mondenzeit zurück. In der alten Mondenzeit, die der Erdenzeit vorangegangen ist, unterlag der Mensch nicht so der Geburt und dem Tode, daß er wie durch einen jähen Übergang durch eine Geburt respektive durch eine Empfängnis hereingeführt wurde ins physische Dasein und durch den Tod hinausgeführt wurde aus dem physischen Dasein. Der Übergang war ein viel sanfterer. Es war mehr eine Transformation, eine Metamorphose, als ein Sprung. Der irdische Mensch, eigentlich der mondliche Mensch, war nicht so materiell wie der heutige. Der Mensch in der geistigen Welt war nicht so vergeistigt wie der heutige.
[ 23 ] Das, was so als Menschheit auf dem Monde lebte, das brauchte auch ganz andere Naturgesetze — Naturgesetze, welche das Mondenleben in einer unabänderlichen Bewegung zeigten, innerlich bewegt und sprudelnd, wellend, wogend. Was dazumal innerlich sprudelnd, wellend, wogend war, es ist heute zum Teil, aber auch nur zum Teil in dem Mond, der unser Begleiter im Weltenall ist, Erstarrtes. Aber das Erstarrte des Mondes, das eigentlich eine Verhornung ist, weist zurück auf alte innerliche Beweglichkeit des Mondes. Die macht sich im irdischen Wirken geltend, wenn solche Elementarereignisse auftreten, wie ich sie angeführt habe. Da sind nicht die gewöhnlichen Erdennaturgesetze tätig, da beginnt der alte Mond, der allerdings in der für ihn heute berechtigten Gestalt draußen im Weltenall kreist, der aber Kräfte zurückgelassen hat in der Erde, nachdem er von ihr ausgetreten ist, zu rumoren.
[ 23 ] Das, was so als Menschheit auf dem Monde lebte, das brauchte auch ganz andere Naturgesetze — Naturgesetze, welche das Mondenleben in einer unabänderlichen Bewegung zeigten, innerlich bewegt und sprudelnd, wellend, wogend. Was dazumal innerlich sprudelnd, wellend, wogend war, es ist heute zum Teil, aber auch nur zum Teil in dem Mond, der unser Begleiter im Weltenall ist, Erstarrtes. Aber das Erstarrte des Mondes, das eigentlich eine Verhornung ist, weist zurück auf alte innerliche Beweglichkeit des Mondes. Die macht sich im irdischen Wirken geltend, wenn solche Elementarereignisse auftreten, wie ich sie angeführt habe. Da sind nicht die gewöhnlichen Erdennaturgesetze tätig, da beginnt der alte Mond, der allerdings in der für ihn heute berechtigten Gestalt draußen im Weltenall kreist, der aber Kräfte zurückgelassen hat in der Erde, nachdem er von ihr ausgetreten ist, zu rumoren.
[ 24 ] Und nun erinnern Sie sich, wie ich auseinandergesetzt habe, daß mit dem Karma des Menschen diejenigen Wesenheiten zusammenhängen, die einstmals die großen Urlehrer der Menschheit waren, die der Menschheit die ursprüngliche große Weisheit gebracht haben, die nicht in einem physischen Körper auf Erden lebten, sondern in einem ätherischen, und die in einem bestimmten Zeitpunkte von der Erde ausgezogen sind und heute den Mond bewohnen, so daß wir sie in derjenigen Zeit treffen, in der Anfangszeit, die wir durchmachen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Das sind die Wesenheiten, die mit einer richtigen inneren seelisch-geistigen Schrift tief in den Weltenäther einschreiben, was Menschenkarma ist.
[ 24 ] Und nun erinnern Sie sich, wie ich auseinandergesetzt habe, daß mit dem Karma des Menschen diejenigen Wesenheiten zusammenhängen, die einstmals die großen Urlehrer der Menschheit waren, die der Menschheit die ursprüngliche große Weisheit gebracht haben, die nicht in einem physischen Körper auf Erden lebten, sondern in einem ätherischen, und die in einem bestimmten Zeitpunkte von der Erde ausgezogen sind und heute den Mond bewohnen, so daß wir sie in derjenigen Zeit treffen, in der Anfangszeit, die wir durchmachen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Das sind die Wesenheiten, die mit einer richtigen inneren seelisch-geistigen Schrift tief in den Weltenäther einschreiben, was Menschenkarma ist.
[ 25 ] Aber es gibt, ich möchte sagen, eine Verschwörung im Weltenall, die darinnen gipfelt, daß nicht nur das benützt wird, was mit dem heute berechtigten Monde unsere Erde begleitet, sondern auch dasjenige, was als Mondenhaftes rumorend in der Erde zurückbleiben kann, zurückgeblieben ist. Das aber wird von den ahrimanischen Mächten benützt. Und da können ahrimanische Mächte in den Lebensfaden der Menschheit eingreifen. Und so kann man auch sehen, wie ahrimanische Mächte es sind, die ihr in einem solchen Falle wollüstig befriedigtes Antlitz hervorstrecken aus den Tiefen der Erde, wenn solche Naturkatastrophen eintreten.
[ 25 ] Aber es gibt, ich möchte sagen, eine Verschwörung im Weltenall, die darinnen gipfelt, daß nicht nur das benützt wird, was mit dem heute berechtigten Monde unsere Erde begleitet, sondern auch dasjenige, was als Mondenhaftes rumorend in der Erde zurückbleiben kann, zurückgeblieben ist. Das aber wird von den ahrimanischen Mächten benützt. Und da können ahrimanische Mächte in den Lebensfaden der Menschheit eingreifen. Und so kann man auch sehen, wie ahrimanische Mächte es sind, die ihr in einem solchen Falle wollüstig befriedigtes Antlitz hervorstrecken aus den Tiefen der Erde, wenn solche Naturkatastrophen eintreten.
[ 26 ] Daher sieht man mit Hilfe der Initiationswissenschaft in einem solchen Falle, wie der Mensch, der dabei zugrunde geht, einen Teil seines Karma abgewickelt hat, bis zu dem Momente, wo der Lebensfaden jäh abgeschnitten wird. Dann wäre noch vorhanden ein Stück des Lebens, ein größeres oder geringeres Stück, je nachdem Greise, Erwachsene oder Säuglinge hinweggerissen werden aus dem Leben; dann wäre die Möglichkeit vorhanden, daß der Lebensfaden, das ganze Leben in seinen Ereignissen weiter fortginge — und jäh greift ein, gerade in die physische Organisation des Menschen, wie in einen Augenblick zusammengedrängt dasjenige, was hätte geschehen sollen diese ganze Zeit hindurch.
[ 26 ] Daher sieht man mit Hilfe der Initiationswissenschaft in einem solchen Falle, wie der Mensch, der dabei zugrunde geht, einen Teil seines Karma abgewickelt hat, bis zu dem Momente, wo der Lebensfaden jäh abgeschnitten wird. Dann wäre noch vorhanden ein Stück des Lebens, ein größeres oder geringeres Stück, je nachdem Greise, Erwachsene oder Säuglinge hinweggerissen werden aus dem Leben; dann wäre die Möglichkeit vorhanden, daß der Lebensfaden, das ganze Leben in seinen Ereignissen weiter fortginge — und jäh greift ein, gerade in die physische Organisation des Menschen, wie in einen Augenblick zusammengedrängt dasjenige, was hätte geschehen sollen diese ganze Zeit hindurch.
[ 27 ] Denken Sie einmal, meine lieben Freunde, was da eigentlich vorliegt. Nehmen wir an, ein Mensch mit dreißig Jahren wird von einer solchen Katastrophe erfaßt. Er hätte, wenn er von der Katastrophe nicht erfaßt worden wäre, nach seinem Karma meinetwillen das fünfundsechzigste Jahr erreicht. Es liegt eine Fülle von Ereignissen, die er durchgemacht hätte im Leben, vor. Die sind alle nur der Möglichkeit nach da. Aber in seinem Karma, in der Konstitution seines ätherischen, seines astralischen Leibes, in der Konstitution seiner Ich-Organisation liegt das alles darinnen. Und was wäre gewesen bis zum fünfundsechzigsten Jahre? Neben dem Aufbauen wäre fortwährend der Organismus abgebaut worden; ein langsamer Abbau hätte stattgefunden, bis der Abbau vollendet gewesen wäre im fünfundsechzigsten Lebensjahre, ein Abbau, subtil und langsam.
[ 27 ] Denken Sie einmal, meine lieben Freunde, was da eigentlich vorliegt. Nehmen wir an, ein Mensch mit dreißig Jahren wird von einer solchen Katastrophe erfaßt. Er hätte, wenn er von der Katastrophe nicht erfaßt worden wäre, nach seinem Karma meinetwillen das fünfundsechzigste Jahr erreicht. Es liegt eine Fülle von Ereignissen, die er durchgemacht hätte im Leben, vor. Die sind alle nur der Möglichkeit nach da. Aber in seinem Karma, in der Konstitution seines ätherischen, seines astralischen Leibes, in der Konstitution seiner Ich-Organisation liegt das alles darinnen. Und was wäre gewesen bis zum fünfundsechzigsten Jahre? Neben dem Aufbauen wäre fortwährend der Organismus abgebaut worden; ein langsamer Abbau hätte stattgefunden, bis der Abbau vollendet gewesen wäre im fünfundsechzigsten Lebensjahre, ein Abbau, subtil und langsam.
[ 28 ] Dieser langsame Abbau, der noch fünfunddreißig Jahre umfaßt hätte, der in dem langsamen Tempo vor sich gegangen wäre, das einem solch längeren Verlaufe entspricht, wird gewissermaßen in einem Augenblicke vollzogen, zusammengedrängt in einen Augenblick. Das kann man dem physischen Leibe beifügen. Das kann man nicht dem ätherischen, nicht dem astralischen Leib, nicht der Ich-Organisation beifügen.
[ 28 ] Dieser langsame Abbau, der noch fünfunddreißig Jahre umfaßt hätte, der in dem langsamen Tempo vor sich gegangen wäre, das einem solch längeren Verlaufe entspricht, wird gewissermaßen in einem Augenblicke vollzogen, zusammengedrängt in einen Augenblick. Das kann man dem physischen Leibe beifügen. Das kann man nicht dem ätherischen, nicht dem astralischen Leib, nicht der Ich-Organisation beifügen.


[ 29 ] Und anders als mit ausgelebtem Karma betritt ein Mensch, wenn das vorliegt, was hier geschildert worden ist, die geistige Welt. Es wird dadurch etwas hineingetragen in die geistige Welt, was sonst nicht darinnen wäre: ein ätherischer Leib, der noch auf Erden hätte sein können, ein Astralleib, eine Ich-Organisation, die noch auf Erden hätten sein können. Statt daß sie auf Erden verbleiben, werden sie in die geistige Welt hineingetragen. Für Irdisches Bestimmtes wird in die geistige Welt hineingetragen. Und so sehen wir von jeder solchen elementarischen Katastrophe in die geistige Welt irdisches Element einfließen. Menschen, die in dieser Weise in ihrem Karma durch die ahrimanischen Mächte abgebogen worden sind, sie kommen also in diesem Zustande in der geistigen Welt an.
[ 29 ] Und anders als mit ausgelebtem Karma betritt ein Mensch, wenn das vorliegt, was hier geschildert worden ist, die geistige Welt. Es wird dadurch etwas hineingetragen in die geistige Welt, was sonst nicht darinnen wäre: ein ätherischer Leib, der noch auf Erden hätte sein können, ein Astralleib, eine Ich-Organisation, die noch auf Erden hätten sein können. Statt daß sie auf Erden verbleiben, werden sie in die geistige Welt hineingetragen. Für Irdisches Bestimmtes wird in die geistige Welt hineingetragen. Und so sehen wir von jeder solchen elementarischen Katastrophe in die geistige Welt irdisches Element einfließen. Menschen, die in dieser Weise in ihrem Karma durch die ahrimanischen Mächte abgebogen worden sind, sie kommen also in diesem Zustande in der geistigen Welt an.
[ 30 ] Nun müssen wir uns eine Frage vorlegen, die aus dem hervorgeht, meine lieben Freunde, daß wir ja lernen müssen, wenn wir Geisteswissenschaft ernsthaftig nehmen, vom Gesichtspunkte der geistigen Welt und der geistigen Wesenheiten in der geistigen Welt gerade so zu fragen, wie man mit dem gewöhnlichen Bewußtsein frägt für die physischirdische Welt und die Wesenheiten der physisch-irdischen Welt. Daher darf die Frage aufgeworfen werden: Wie nehmen es die Wesenheiten der drei Hierarchien auf, daß zu ihnen Menschen hinaufkommen, die in dieser Weise Irdisches in die geistige Welt hinauftragen?
[ 30 ] Nun müssen wir uns eine Frage vorlegen, die aus dem hervorgeht, meine lieben Freunde, daß wir ja lernen müssen, wenn wir Geisteswissenschaft ernsthaftig nehmen, vom Gesichtspunkte der geistigen Welt und der geistigen Wesenheiten in der geistigen Welt gerade so zu fragen, wie man mit dem gewöhnlichen Bewußtsein frägt für die physischirdische Welt und die Wesenheiten der physisch-irdischen Welt. Daher darf die Frage aufgeworfen werden: Wie nehmen es die Wesenheiten der drei Hierarchien auf, daß zu ihnen Menschen hinaufkommen, die in dieser Weise Irdisches in die geistige Welt hinauftragen?
[ 31 ] Und es entsteht für diese Wesenheiten die Aufgabe, dasjenige, was da scheinbar zum Üblen gewendet ist, was scheinbar gegen die Weltenordnung gewendet ist, wiederum in die Weltenordnung hineinzubringen. Zu rechnen haben die Götter nun mit dem, was da vorliegt, um das Ahrimanisch-Böse in ein höheres Gutes zu verwandeln. Wir kommen dann zu der Vorstellung, in welcher Art für die Weltenordnung in bezug auf irgendeine Sache diejenigen Menschen besonders ausersehen sind, die in einer solchen Art in der geistigen Welt ankommen, wenn sie durch die Pforte des Todes gegangen sind. Da liegt für die geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien das Folgende vor.
[ 31 ] Und es entsteht für diese Wesenheiten die Aufgabe, dasjenige, was da scheinbar zum Üblen gewendet ist, was scheinbar gegen die Weltenordnung gewendet ist, wiederum in die Weltenordnung hineinzubringen. Zu rechnen haben die Götter nun mit dem, was da vorliegt, um das Ahrimanisch-Böse in ein höheres Gutes zu verwandeln. Wir kommen dann zu der Vorstellung, in welcher Art für die Weltenordnung in bezug auf irgendeine Sache diejenigen Menschen besonders ausersehen sind, die in einer solchen Art in der geistigen Welt ankommen, wenn sie durch die Pforte des Todes gegangen sind. Da liegt für die geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien das Folgende vor.
[ 32 ] Da haben sich solche Wesenheiten zu sagen: Da war ein Mensch in seiner vorigen Inkarnation. Durch diese vorige Inkarnation und das, was ihr vorangegangen ist im Gesamtleben des Menschen, hat sich eine gewisse Tatsachenwelt vorbereitet, eine Welt von Erlebnissen in der gegenwärtigen Inkarnation. Von dem, was sich da vorbereitet hat, ist aber nur der erste Teil zum Ausdruck gekommen, der zweite Teil kommt nicht zum Ausdruck. Daher haben wir hier einen Teil eines menschlichen Lebenslaufes, der eigentlich karmisch entsprechen sollte diesem Lebenslauf hier (es wird gezeichnet), der ihm aber nicht entspricht, sondern wir haben nur ein Stück hier. Das eine Stück hier entspricht also irgendwie dem früheren Erdenleben, aber nicht dem vollen früheren Erdenleben.
[ 32 ] Da haben sich solche Wesenheiten zu sagen: Da war ein Mensch in seiner vorigen Inkarnation. Durch diese vorige Inkarnation und das, was ihr vorangegangen ist im Gesamtleben des Menschen, hat sich eine gewisse Tatsachenwelt vorbereitet, eine Welt von Erlebnissen in der gegenwärtigen Inkarnation. Von dem, was sich da vorbereitet hat, ist aber nur der erste Teil zum Ausdruck gekommen, der zweite Teil kommt nicht zum Ausdruck. Daher haben wir hier einen Teil eines menschlichen Lebenslaufes, der eigentlich karmisch entsprechen sollte diesem Lebenslauf hier (es wird gezeichnet), der ihm aber nicht entspricht, sondern wir haben nur ein Stück hier. Das eine Stück hier entspricht also irgendwie dem früheren Erdenleben, aber nicht dem vollen früheren Erdenleben.
[ 33 ] Da haben denn die Götter hinzuschauen auf dieses frühere Erdenleben und zu sagen: Da ist etwas, was nicht Wirkungen erfahren hat, die es erfahren sollte. Da sind unverbrauchte Ursachen. Und dasjenige, was da als unverbrauchte Ursachen vorhanden ist, das können jetzt die Götter nehmen, herantragen an den Menschen und ihn damit gerade in bezug auf seine Innerlichkeit für das nächste Erdenleben verstärken. So daß gewissermaßen die Gewalt dessen, was da als Ursache gewaltet hat in einer früheren Inkarnation, jetzt um so wuchtiger in ihm hervorbricht in der nächsten Inkarnation. Da tritt dann der Mensch, während er sonst, wenn ihn nicht eine solche Katastrophe befallen hätte, vielleicht mit geringwertigen Fähigkeiten hätte in der Welt auftreten können, oder auch wohl mit Fähigkeiten, die auf einem ganz anderen Gebiete gelegen wären, als sie dann liegen, wenn er eben in der nächsten Inkarnation auftritt, da tritt der Mensch als ein anderer auf zum Ausgleiche des Karma. Aber er tritt auch auf mit besonderen Eigentümlichkeiten. Denn gewissermaßen ist sein astralischer Leib verdichtet, weil unverbrauchte Ursachen in ihn eingegliedert sind.
[ 33 ] Da haben denn die Götter hinzuschauen auf dieses frühere Erdenleben und zu sagen: Da ist etwas, was nicht Wirkungen erfahren hat, die es erfahren sollte. Da sind unverbrauchte Ursachen. Und dasjenige, was da als unverbrauchte Ursachen vorhanden ist, das können jetzt die Götter nehmen, herantragen an den Menschen und ihn damit gerade in bezug auf seine Innerlichkeit für das nächste Erdenleben verstärken. So daß gewissermaßen die Gewalt dessen, was da als Ursache gewaltet hat in einer früheren Inkarnation, jetzt um so wuchtiger in ihm hervorbricht in der nächsten Inkarnation. Da tritt dann der Mensch, während er sonst, wenn ihn nicht eine solche Katastrophe befallen hätte, vielleicht mit geringwertigen Fähigkeiten hätte in der Welt auftreten können, oder auch wohl mit Fähigkeiten, die auf einem ganz anderen Gebiete gelegen wären, als sie dann liegen, wenn er eben in der nächsten Inkarnation auftritt, da tritt der Mensch als ein anderer auf zum Ausgleiche des Karma. Aber er tritt auch auf mit besonderen Eigentümlichkeiten. Denn gewissermaßen ist sein astralischer Leib verdichtet, weil unverbrauchte Ursachen in ihn eingegliedert sind.
[ 34 ] Können Sie sich da verwundern, meine lieben Freunde, daß die Legende existiert von einem Philosophen, der sich selber in den Krater eines Vulkans gestürzt hat? Was kann die Ursache sein für einen solchen Entschluß bei jemandem, der in die Geheimnisse der Welt eingeweiht ist? Da kann nur die Ursache vorliegen, daß da durch menschlichen Willen selber etwas herbeigeführt wird, was sonst nur herbeigeführt werden kann durch elementare Naturereignisse: das plötzliche Hinweggerafftwerden dessen, was langsam noch erst hinweggerafft werden sollte. Und so kann wohl dasjenige, was von einem solchen Philosophen erzählt wird, der Absicht entspringen, mit besonderen Fähigkeiten in einer nächsten Inkarnation in der Welt zu erscheinen. Die Welt bekommt eben eine andere Gestalt, wenn wir in solcher Weise auf die tiefen Fragen des Karma eingehen.
[ 34 ] Können Sie sich da verwundern, meine lieben Freunde, daß die Legende existiert von einem Philosophen, der sich selber in den Krater eines Vulkans gestürzt hat? Was kann die Ursache sein für einen solchen Entschluß bei jemandem, der in die Geheimnisse der Welt eingeweiht ist? Da kann nur die Ursache vorliegen, daß da durch menschlichen Willen selber etwas herbeigeführt wird, was sonst nur herbeigeführt werden kann durch elementare Naturereignisse: das plötzliche Hinweggerafftwerden dessen, was langsam noch erst hinweggerafft werden sollte. Und so kann wohl dasjenige, was von einem solchen Philosophen erzählt wird, der Absicht entspringen, mit besonderen Fähigkeiten in einer nächsten Inkarnation in der Welt zu erscheinen. Die Welt bekommt eben eine andere Gestalt, wenn wir in solcher Weise auf die tiefen Fragen des Karma eingehen.
[ 35 ] So sehen wir zunächst, ich möchte sagen, prinzipiell, wie es sich mit solchen elementarischen Katastrophen verhält. Aber sehen wir nach einem anderen hin. Sehen wir darauf hin, wie in einer Zivilisationskatastrophe durch das ahrimanische Wesen Menschen, die nicht sehr stark karmisch verbunden sind, gewissermaßen auf einen Haufen zusammengetrieben werden, um einen gemeinschaftlichen Untergang zu finden.
[ 35 ] So sehen wir zunächst, ich möchte sagen, prinzipiell, wie es sich mit solchen elementarischen Katastrophen verhält. Aber sehen wir nach einem anderen hin. Sehen wir darauf hin, wie in einer Zivilisationskatastrophe durch das ahrimanische Wesen Menschen, die nicht sehr stark karmisch verbunden sind, gewissermaßen auf einen Haufen zusammengetrieben werden, um einen gemeinschaftlichen Untergang zu finden.
[ 36 ] Der Fall liegt dann ganz anders. Auch da haben wir die ahrimanischen Mächte im Spiele, aber mit Menschen, die zunächst mit den karmischen Fäden nicht als Gruppen zusammenhängen, die aber allerdings gerade dadurch wieder zusammengeführt werden. Und jetzt tritt etwas ein, was sich von dem anderen bei Naturkatastrophen wesentlich unterscheidet.
[ 36 ] Der Fall liegt dann ganz anders. Auch da haben wir die ahrimanischen Mächte im Spiele, aber mit Menschen, die zunächst mit den karmischen Fäden nicht als Gruppen zusammenhängen, die aber allerdings gerade dadurch wieder zusammengeführt werden. Und jetzt tritt etwas ein, was sich von dem anderen bei Naturkatastrophen wesentlich unterscheidet.
[ 37 ] Eine Naturkatastrophe ruft in dem Menschen, der von ihr befallen wird, eine verschärfte Erinnerung an alles dasjenige hervor, was in seinem Karma als Ursache enthalten ist. Denn wenn der Mensch durch die Pforte des Todes tritt, wird er eben erinnert an alles, was in seinem Karma enthalten ist. Eine Verstärkung davon, eine deutliche Erinnerung tritt in der Menschenseele durch eine Naturkatastrophe ein, bei der der Mensch zugrunde geht.
[ 37 ] Eine Naturkatastrophe ruft in dem Menschen, der von ihr befallen wird, eine verschärfte Erinnerung an alles dasjenige hervor, was in seinem Karma als Ursache enthalten ist. Denn wenn der Mensch durch die Pforte des Todes tritt, wird er eben erinnert an alles, was in seinem Karma enthalten ist. Eine Verstärkung davon, eine deutliche Erinnerung tritt in der Menschenseele durch eine Naturkatastrophe ein, bei der der Mensch zugrunde geht.
[ 38 ] Eine Eisenbahnkatastrophe, überhaupt eine zivilisatiorische Katastrophe ruft im Gegenteil Vergessen des Karma hervor. Dadurch aber, daß Vergessen des Karma auftritt, tritt eine starke Empfänglichkeit auf für die Eindrücke, die der Mensch nach dem Tode neu hat aus der geistigen Welt. Und die Folge davon ist, daß ein solcher Mensch jetzt sich selber fragen muß: Wie steht es mit dem, was unverbrauchtes Karma in mir ist?
[ 38 ] Eine Eisenbahnkatastrophe, überhaupt eine zivilisatiorische Katastrophe ruft im Gegenteil Vergessen des Karma hervor. Dadurch aber, daß Vergessen des Karma auftritt, tritt eine starke Empfänglichkeit auf für die Eindrücke, die der Mensch nach dem Tode neu hat aus der geistigen Welt. Und die Folge davon ist, daß ein solcher Mensch jetzt sich selber fragen muß: Wie steht es mit dem, was unverbrauchtes Karma in mir ist?
[ 39 ] Und während insbesondere die intellektuellen Eigenschaften eines Menschen bei einer Naturkatastrophe in seinem Astralleibe verdichtet werden, werden die Willenseigenschaften des Menschen bei Zivilisationskatastrophen verdichtet und verstärkt. So wirkt das Karma.
[ 39 ] Und während insbesondere die intellektuellen Eigenschaften eines Menschen bei einer Naturkatastrophe in seinem Astralleibe verdichtet werden, werden die Willenseigenschaften des Menschen bei Zivilisationskatastrophen verdichtet und verstärkt. So wirkt das Karma.
[ 40 ] Nun aber schauen wir hinweg von diesen Katastrophen. Schauen wir auf das hin, was durch eine Gruppe von Menschen in fanatischer Weise an Emotionellem entwickelt wird, wie ich es charakterisiert habe, wo nur dasjenige sich auswirkt, was aus dem Menschen kommt, wo der Mensch ganz im Irrealen lebt und noch dazu zerstörend wirkt. Sehen wir uns solch ein phantastisch verzerrtes Zivilisationsgebilde an, als das der heutige europäische Osten nach dem Westen hinblickt, und sehen wir darauf hin, was da geschieht, wenn Menschen, die solchen Zusammenhängen angehören, durch die Pforte des Todes ziehen.
[ 40 ] Nun aber schauen wir hinweg von diesen Katastrophen. Schauen wir auf das hin, was durch eine Gruppe von Menschen in fanatischer Weise an Emotionellem entwickelt wird, wie ich es charakterisiert habe, wo nur dasjenige sich auswirkt, was aus dem Menschen kommt, wo der Mensch ganz im Irrealen lebt und noch dazu zerstörend wirkt. Sehen wir uns solch ein phantastisch verzerrtes Zivilisationsgebilde an, als das der heutige europäische Osten nach dem Westen hinblickt, und sehen wir darauf hin, was da geschieht, wenn Menschen, die solchen Zusammenhängen angehören, durch die Pforte des Todes ziehen.
[ 41 ] Da wird auch in die geistige Welt, geradeso wie bei den anderen Katastrophen, etwas hineingetragen. Aber Luziferisches wird hineingetragen. Dasjenige wird hineingetragen, was in der geistigen Welt verfinsternd und verheerend wirkt. Denn bei Naturkatastrophen und Zivilisationskatastrophen ist es immerhin Helligkeit, die von der irdischen Welt in die geistige hineingetragen wird. Aus Zivilisationsverirrungen wird Finsternis in die geistige Welt hineingetragen. Die Menschen treten ein durch die Pforte des Todes in die geistige Welt wie in einer schweren, finsteren Wolke, in der sie ihren Weg durchzumachen haben. Denn das Licht, das Luzifer in den Emotionen der Menschen auf Erden anstiftete, das wirkt als die dichteste Finsternis in der geistigen Welt, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes in diese geistige Welt eingetreten ist. Und hinein kommen in die geistige Welt diejenigen Kräfte, die aus dem Inneren des Menschen gewissermaßen in diese geistige Welt hineinkommen; Leidenschaften, die nur im Menschen selber wirken sollten, werden hineingetragen in die geistige Welt, strahlen in der geistigen Welt.
[ 41 ] Da wird auch in die geistige Welt, geradeso wie bei den anderen Katastrophen, etwas hineingetragen. Aber Luziferisches wird hineingetragen. Dasjenige wird hineingetragen, was in der geistigen Welt verfinsternd und verheerend wirkt. Denn bei Naturkatastrophen und Zivilisationskatastrophen ist es immerhin Helligkeit, die von der irdischen Welt in die geistige hineingetragen wird. Aus Zivilisationsverirrungen wird Finsternis in die geistige Welt hineingetragen. Die Menschen treten ein durch die Pforte des Todes in die geistige Welt wie in einer schweren, finsteren Wolke, in der sie ihren Weg durchzumachen haben. Denn das Licht, das Luzifer in den Emotionen der Menschen auf Erden anstiftete, das wirkt als die dichteste Finsternis in der geistigen Welt, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes in diese geistige Welt eingetreten ist. Und hinein kommen in die geistige Welt diejenigen Kräfte, die aus dem Inneren des Menschen gewissermaßen in diese geistige Welt hineinkommen; Leidenschaften, die nur im Menschen selber wirken sollten, werden hineingetragen in die geistige Welt, strahlen in der geistigen Welt.
[ 42 ] Das wiederum sind solche Kräfte, die sich durch Ahrimans Macht in der geistigen Welt umgestalten lassen dazu, eben die Mondenentwickelung, die in der Erde noch vorhanden ist, zu benützen. Hier reicht wirklich Luzifer dem Ahriman die Hand.
[ 42 ] Das wiederum sind solche Kräfte, die sich durch Ahrimans Macht in der geistigen Welt umgestalten lassen dazu, eben die Mondenentwickelung, die in der Erde noch vorhanden ist, zu benützen. Hier reicht wirklich Luzifer dem Ahriman die Hand.
[ 43 ] Was durch bloße emotionelle Kulturimpulse hinaufgetragen wird in die geistige Welt, aber eigentlich nur aus dem verirrten irdischen Bewußtsein entsteht, das ist dasjenige, was umgestaltet in Vulkanausbrüchen, in Erdbeben aus dem Inneren der Erde nach oben lodert. Und wir lernen aus solchen Voraussetzungen heraus die Frage stellen nach dem Erdenkarma, nach dem Völkerkarma, und damit auch nach dem individuellen Menschenkarma, insofern dieses individuelle Menschenkarma verknüpft ist mit Völkerkarma, mit Erdenkarma. Wir lernen die Frage so stellen, daß wir Saaten suchen in luziferischen Auswirkungen in irgendeinem Erdengebiete, wo alte Kultur zerstört wird aus Menschenemotionen heraus, wo wilde Instinkte phantastisch Neues schaffen wollen, aber nur zerstörend wirken können. Und wir müssen uns fragen: Wo auf der Erde wird einstmals feuerlodernd oder bodenwellend dasjenige hervorbrechen, was jetzt in den wilden Leidenschaften der Menschen lodert?
[ 43 ] Was durch bloße emotionelle Kulturimpulse hinaufgetragen wird in die geistige Welt, aber eigentlich nur aus dem verirrten irdischen Bewußtsein entsteht, das ist dasjenige, was umgestaltet in Vulkanausbrüchen, in Erdbeben aus dem Inneren der Erde nach oben lodert. Und wir lernen aus solchen Voraussetzungen heraus die Frage stellen nach dem Erdenkarma, nach dem Völkerkarma, und damit auch nach dem individuellen Menschenkarma, insofern dieses individuelle Menschenkarma verknüpft ist mit Völkerkarma, mit Erdenkarma. Wir lernen die Frage so stellen, daß wir Saaten suchen in luziferischen Auswirkungen in irgendeinem Erdengebiete, wo alte Kultur zerstört wird aus Menschenemotionen heraus, wo wilde Instinkte phantastisch Neues schaffen wollen, aber nur zerstörend wirken können. Und wir müssen uns fragen: Wo auf der Erde wird einstmals feuerlodernd oder bodenwellend dasjenige hervorbrechen, was jetzt in den wilden Leidenschaften der Menschen lodert?
[ 44 ] Initiationswissenschaft darf und muß, wenn sie auf manches Elementarereignis hinschaut, ihre Frage stellen: Wann ist dieses Elementarereignis vorbereitet worden? In Kriegsschauern und Kriegsgreueln, in anderen Greueln, welche innerhalb der zivilisatorischen Entwickelung der Menschen aufgetreten sind! Denn so hängen die Dinge zusammen. Das sind die Dinge, die sich im Hintergrunde des Daseins vollziehen. Vor einer solchen Betrachtung bleiben nicht vereinzelt die Ereignisse stehen, die da hervortreten. Sie erscheinen im großen Weltenzusammenhange. Aber wie stellen sie sich in die einzelnen Menschenschicksale hinein? Nun, meine lieben Freunde, die Götter sind ja da, die mit der Menschheitsentwickelung in Verbindung sind. Ihre Aufgabe ist es, wie ich schon erwähnt habe, immerdar dasjenige, was auf diese Weise geschieht, wiederum ins Günstige, ins Menschenschicksal-Fördernde umzuwandeln.
[ 44 ] Initiationswissenschaft darf und muß, wenn sie auf manches Elementarereignis hinschaut, ihre Frage stellen: Wann ist dieses Elementarereignis vorbereitet worden? In Kriegsschauern und Kriegsgreueln, in anderen Greueln, welche innerhalb der zivilisatorischen Entwickelung der Menschen aufgetreten sind! Denn so hängen die Dinge zusammen. Das sind die Dinge, die sich im Hintergrunde des Daseins vollziehen. Vor einer solchen Betrachtung bleiben nicht vereinzelt die Ereignisse stehen, die da hervortreten. Sie erscheinen im großen Weltenzusammenhange. Aber wie stellen sie sich in die einzelnen Menschenschicksale hinein? Nun, meine lieben Freunde, die Götter sind ja da, die mit der Menschheitsentwickelung in Verbindung sind. Ihre Aufgabe ist es, wie ich schon erwähnt habe, immerdar dasjenige, was auf diese Weise geschieht, wiederum ins Günstige, ins Menschenschicksal-Fördernde umzuwandeln.
[ 45 ] So etwas geschieht unaufhörlich im Zusammenhange der irdischgeistigen Welt, daß Menschenschicksale entrissen werden den Luziferschwingen und den Ahrimankrallen, denn die Götter sind gut. Und was durch Ahriman oder Luzifer an Ungerechtigkeit in der Welt hinter den Kulissen des Daseins begründet wird, das, meine lieben Freunde, wird durch die guten Götter wiederum in die Bahn der Gerechtigkeit geleitet, und zuletzt ist der karmische Zusammenhang ein guter und ein gerechter.
[ 45 ] So etwas geschieht unaufhörlich im Zusammenhange der irdischgeistigen Welt, daß Menschenschicksale entrissen werden den Luziferschwingen und den Ahrimankrallen, denn die Götter sind gut. Und was durch Ahriman oder Luzifer an Ungerechtigkeit in der Welt hinter den Kulissen des Daseins begründet wird, das, meine lieben Freunde, wird durch die guten Götter wiederum in die Bahn der Gerechtigkeit geleitet, und zuletzt ist der karmische Zusammenhang ein guter und ein gerechter.
[ 46 ] Und abgelenkt wird unser Blick, der ja allerdings verständnisvoll beim Menschenkarma sein muß, voll Verständnis sein muß, aber abgelenkt wird unser Blick vom Menschenschicksal nach dem Götterschicksal. Denn indem wir Kriegsgreuel, Kriegsschuld, Kriegsunholde im Zusammenhang mit natürlichen und elementarischen menschenmordenden Katastrophen verfolgen, sehen wir sich ausleben den Kampf der guten Götter mit den nach zwei Seiten hin bösen Göttern. Wir sehen hinaus über das Menschenleben in das Götterleben hinein, und sehen das Götterleben auf dem Hintergrunde des Menschenlebens. Und wir sehen es vor allen Dingen nicht mit den ausgedörrten theoretischen Anschauungen, sondern wir sehen es mit Herz und Anteil, wir sehen es so, dieses Götterleben, daß wir es im Zusammenhang betrachten können wiederum mit dem, was im individuellen Karma der Menschen auf Erden vor sich geht, weil wir menschliches Schicksal mit Götterschicksal verflochten schauen.
[ 46 ] Und abgelenkt wird unser Blick, der ja allerdings verständnisvoll beim Menschenkarma sein muß, voll Verständnis sein muß, aber abgelenkt wird unser Blick vom Menschenschicksal nach dem Götterschicksal. Denn indem wir Kriegsgreuel, Kriegsschuld, Kriegsunholde im Zusammenhang mit natürlichen und elementarischen menschenmordenden Katastrophen verfolgen, sehen wir sich ausleben den Kampf der guten Götter mit den nach zwei Seiten hin bösen Göttern. Wir sehen hinaus über das Menschenleben in das Götterleben hinein, und sehen das Götterleben auf dem Hintergrunde des Menschenlebens. Und wir sehen es vor allen Dingen nicht mit den ausgedörrten theoretischen Anschauungen, sondern wir sehen es mit Herz und Anteil, wir sehen es so, dieses Götterleben, daß wir es im Zusammenhang betrachten können wiederum mit dem, was im individuellen Karma der Menschen auf Erden vor sich geht, weil wir menschliches Schicksal mit Götterschicksal verflochten schauen.
[ 47 ] Dann aber, wenn wir auf solches hinschauen, dann wird uns die Welt, die hinter dem Menschen liegt, erst ganz nahegerückt. Denn dann zeigt sich uns ja etwas, was man nur mit dem allerallertiefsten Anteil betrachten kann. Dann zeigt sich, wie das Menschenschicksal eingebettet liegt in dem Götterschicksal, wie in gewissem Sinne Götter lechzen nach dem, was sie mit den Menschen vorzunehmen haben aus dem Verlaufe ihres eigenen Kampfes heraus. Und indem wir uns solchen Vorstellungen nahen, kommen wir mit ihnen wiederum zurück zu dem, was nun auch in den alten Hellseherzeiten durch die Mysterien in die Welt getreten ist.
[ 47 ] Dann aber, wenn wir auf solches hinschauen, dann wird uns die Welt, die hinter dem Menschen liegt, erst ganz nahegerückt. Denn dann zeigt sich uns ja etwas, was man nur mit dem allerallertiefsten Anteil betrachten kann. Dann zeigt sich, wie das Menschenschicksal eingebettet liegt in dem Götterschicksal, wie in gewissem Sinne Götter lechzen nach dem, was sie mit den Menschen vorzunehmen haben aus dem Verlaufe ihres eigenen Kampfes heraus. Und indem wir uns solchen Vorstellungen nahen, kommen wir mit ihnen wiederum zurück zu dem, was nun auch in den alten Hellseherzeiten durch die Mysterien in die Welt getreten ist.
[ 48 ] Derjenige, der in die alten Mysterien eingeweiht wurde, er ist zunächst eingeführt worden in die Welt der Elemente; da hat er gesehen, wie allmählich sein Inneres, aber in seiner moralischen Qualität, nach außen rückt. Dann aber lernte er, und das war ein gewichtiges, ein gewaltiges Wort, das der Schüler der alten Mysterien gesprochen hat, die «unteren und die oberen Götter», die ahrimanischen und die luziferischen Götter kennen. In der Gleichgewichtslage gehen die guten Götter. Und indem der alte Mysterienschüler kennenlernte, was der neue wiederum kennenlernen muß, wurde eben ein Mensch nach und nach in die Tiefen des Daseins eingeweiht. Denn dann, wenn man diesen Zusammenhang durchschaut, dann kommt man zu der merkwürdigen, die Welt aber belebend aufklärenden Anschauung: Wozu ist die Summe des Unglücks in der Welt? Damit die Götter Glück daraus machen können! Denn bloßes Glück führte nicht hinein in das Weltendasein. Glück, das aus Unglück sprießt beim Durchgange der Menschen durch die Sinnenwelt, führt erst hinein in die Tiefen der Welt.
[ 48 ] Derjenige, der in die alten Mysterien eingeweiht wurde, er ist zunächst eingeführt worden in die Welt der Elemente; da hat er gesehen, wie allmählich sein Inneres, aber in seiner moralischen Qualität, nach außen rückt. Dann aber lernte er, und das war ein gewichtiges, ein gewaltiges Wort, das der Schüler der alten Mysterien gesprochen hat, die «unteren und die oberen Götter», die ahrimanischen und die luziferischen Götter kennen. In der Gleichgewichtslage gehen die guten Götter. Und indem der alte Mysterienschüler kennenlernte, was der neue wiederum kennenlernen muß, wurde eben ein Mensch nach und nach in die Tiefen des Daseins eingeweiht. Denn dann, wenn man diesen Zusammenhang durchschaut, dann kommt man zu der merkwürdigen, die Welt aber belebend aufklärenden Anschauung: Wozu ist die Summe des Unglücks in der Welt? Damit die Götter Glück daraus machen können! Denn bloßes Glück führte nicht hinein in das Weltendasein. Glück, das aus Unglück sprießt beim Durchgange der Menschen durch die Sinnenwelt, führt erst hinein in die Tiefen der Welt.
[ 49 ] Überall müssen wir, wo es sich um die Betrachtung des Karma handelt, nicht bloß an theoretische Begriffe appellieren, überall müssen wir, wo es sich um Karma handelt, an den ganzen Menschen appellieren. Denn Karma kann man nicht erkennen lernen, ohne daß bei der Erkenntnis das Herz, das ganze Gemüt, der Wille des Menschen beteiligt ist. Lernt man aber auf diese Weise Karma kennen, wie es richtig ist, dann vertieft sich auch dieses Menschenleben. Und dann erst werden gewichtig genug die Verhältnisse des Lebens genommen, die die Menschen karmisch zusammenführen.
[ 49 ] Überall müssen wir, wo es sich um die Betrachtung des Karma handelt, nicht bloß an theoretische Begriffe appellieren, überall müssen wir, wo es sich um Karma handelt, an den ganzen Menschen appellieren. Denn Karma kann man nicht erkennen lernen, ohne daß bei der Erkenntnis das Herz, das ganze Gemüt, der Wille des Menschen beteiligt ist. Lernt man aber auf diese Weise Karma kennen, wie es richtig ist, dann vertieft sich auch dieses Menschenleben. Und dann erst werden gewichtig genug die Verhältnisse des Lebens genommen, die die Menschen karmisch zusammenführen.
[ 50 ] Dann allerdings gibt es Augenblicke, die bei dem nicht oberflächlichen Menschen auch da sein müssen, in denen das Karma einen schwer drücken kann. Aber alle diese Augenblicke werden wieder ausgeglichen durch diejenigen, in denen das Karma ihm Flügel gibt, so daß er sich mit seiner Seele aus dem irdischen Reiche in das göttliche Reich erhebt. Und wir müssen die Verbindung der Götterwelt mit der Menschenwelt tief im Inneren fühlen, wenn wir vom Karma in wahrem Sinne des Wortes reden wollen.
[ 50 ] Dann allerdings gibt es Augenblicke, die bei dem nicht oberflächlichen Menschen auch da sein müssen, in denen das Karma einen schwer drücken kann. Aber alle diese Augenblicke werden wieder ausgeglichen durch diejenigen, in denen das Karma ihm Flügel gibt, so daß er sich mit seiner Seele aus dem irdischen Reiche in das göttliche Reich erhebt. Und wir müssen die Verbindung der Götterwelt mit der Menschenwelt tief im Inneren fühlen, wenn wir vom Karma in wahrem Sinne des Wortes reden wollen.
[ 51 ] Denn dasjenige, was hier auf Erden an uns, um uns ist in einem Erdenleben, das ist zunächst das, was da zugrunde geht auf dem Wege zwischen Tod und neuer Geburt. Das aber, was bleibt, das ist dasjenige, bei dem uns die Götter, das heißt die Wesen der höheren Hierarchien, an der Hand haben. Und niemand wird gegenüber der Erkenntnis des Karma die rechte Seelenstimmung entwickeln, der nicht Karmaerkenntnis als eine Handreichung von seiten der Götter ansieht.
[ 51 ] Denn dasjenige, was hier auf Erden an uns, um uns ist in einem Erdenleben, das ist zunächst das, was da zugrunde geht auf dem Wege zwischen Tod und neuer Geburt. Das aber, was bleibt, das ist dasjenige, bei dem uns die Götter, das heißt die Wesen der höheren Hierarchien, an der Hand haben. Und niemand wird gegenüber der Erkenntnis des Karma die rechte Seelenstimmung entwickeln, der nicht Karmaerkenntnis als eine Handreichung von seiten der Götter ansieht.
[ 52 ] Versuchen Sie es daher, meine lieben Freunde, Karmaerkenntnis so aufzufassen, daß diese Karmaerkenntnis bei Ihnen das Gefühl hervorruft: Indem ich mich dabei heiligem Geistesboden nähere, auf dem mir über das Karma etwas klarwerden kann, muß ich die Hand der Götter ergreifen.
[ 52 ] Versuchen Sie es daher, meine lieben Freunde, Karmaerkenntnis so aufzufassen, daß diese Karmaerkenntnis bei Ihnen das Gefühl hervorruft: Indem ich mich dabei heiligem Geistesboden nähere, auf dem mir über das Karma etwas klarwerden kann, muß ich die Hand der Götter ergreifen.
[ 53 ] So real müssen die Empfindungen werden, wenn wir an wirkliche Erkenntnisse der geistigen Welt — und solche sind die Karmaerkenntnisse — herandringen wollen.
[ 53 ] So real müssen die Empfindungen werden, wenn wir an wirkliche Erkenntnisse der geistigen Welt — und solche sind die Karmaerkenntnisse — herandringen wollen.
