Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume V
GA 239
29 March 1924, Prague
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Esoteric Considerations of Karmic Connections V, tr. SOL
Erster Vortrag
First Lecture
[ 1 ] Ich möchte diese Mitgliedervorträge heute damit beginnen, daß ich Ihnen auseinandersetze, wie Anthroposophie einfach dadurch, daß sie ihre Einsichten an den Menschen heranbringt, das ganze menschliche Bewußtsein heraushebt aus der Erdenschwere. Es ist ja heute kaum einem Menschen, der in der allgemeinen Zivilisation darinsteht, möglich, anders zu denken, als daß er mit seinem Erdenleben zwischen Geburt und Tod auch der Erde angehört. Alles übrige, die Angehörigkeit einer geistigen Welt gegenüber, ist ja zumeist nur ein Glaube, eine Ahnung und dergleichen. Eine Einsicht in die Zusammengehörigkeit des Menschen mit etwas anderem, als was auf der Erde ist, ist ja dem heutigen Menschen, der seine Erziehung, seine ganze Bildung aus der heutigen Zivilisation schöpfen muß, eigentlich kaum möglich. Und dennoch ist das, gerade dieser Glaube, nur mit Erdenverhältnissen zu tun zu haben, wenn man vom Menschen spricht, der große Irrtum unserer Zivilisation, unseres ganzen zeitgenössischen Geisteslebens, ich möchte sagen über die ganze westliche und mittlere Welt hin. Nur der Orient hat sich ein, wenn auch dekadentes, Bewußtsein bewahrt von der Zusammengehörigkeit des Menschen mit den die Erde umgebenden übersinnlichen Weltenmächten und Weltenkräften. Der Mensch in alter Zeit fühlte sich in seinem Menschenwesen abhängig von den Sternen, wie er sich abhängig fühlte von den Pflanzen, von den Tieren,. die auf der Erde wachsen und herumwandeln. Man wußte in alter Zeit, daß der Mond nicht nur ein physischer Weltkörper sei, der im Erdenraum herumschwebt. Um viel mehr kümmert man sich heute ja nicht, höchstens untersucht man, ob es Erhebungen dort gibt oder nicht, oder Wasser, und stellt darüber Hypothesen auf. Aber um sonst etwas kümmert man sich schon beim Mond nicht, der uns am nächsten steht, geschweige denn bei den andern Himmelskörpern, die man ja nur ihren physischen Verhältnissen nach untersucht. Das war in alten Zeiten ganz anders. Da wußte sich der Mensch durchaus abhängig von den Himmelskörpern, wie er sich heute abhängig weiß von der Erde.
[ 1 ] I would like to begin today’s series of lectures for members by explaining to you how anthroposophy, simply by bringing its insights to people, lifts the entire human consciousness out of the heaviness of the earth. After all, it is hardly possible today for anyone living within mainstream civilization to think otherwise than that, through their earthly life between birth and death, they too belong to the Earth. Everything else—belonging to a spiritual world—is, after all, for the most part merely a belief, a hunch, and the like. An insight into the human being’s connection to something other than what is on Earth is, in fact, hardly possible for people today, who must draw their upbringing and their entire education from modern civilization. And yet this very belief—that when speaking of human beings, one has to deal only with earthly conditions—is the great error of our civilization, of our entire contemporary spiritual life; I would say, indeed, of the entire Western and Central world. Only the East has preserved—albeit in a decadent form—an awareness of humanity’s interconnectedness with the supersensible world powers and forces surrounding the Earth. In ancient times, human beings felt that their very being depended on the stars, just as they felt dependent on the plants and animals that grow and roam upon the Earth. In ancient times, people knew that the Moon was not merely a physical celestial body floating through space. Today, we concern ourselves with little more than that; at most, we investigate whether there are elevations there or not, or water, and formulate hypotheses about it. But we don’t concern ourselves with anything else regarding the Moon—which is closest to us—let alone the other celestial bodies, which we examine solely in terms of their physical properties. In ancient times, things were quite different. Back then, people knew themselves to be entirely dependent on the celestial bodies, just as they know themselves to be dependent on the Earth today.
[ 2 ] Ich will von etwas ausgehen, was eine gewisse wissenschaftliche Bedeutung hat, was vielleicht manchen nicht sympathisch ist, allein es wird etwas Leichtes sein. Ich habe oft in anthroposophischen Vorträgen betont, daß ja der Mensch, auch wenn er rein naturwissenschaftlich untersucht wird, seinem Erdenleben nach den Beweis liefert, daß in seine Bildung etwas eingeht, was außerirdisch ist. Die Naturwissenschaft glaubt, daß der erste Eikeim der komplizierteste Körper ist, der auf der Erde nur sein kann. Man denkt nach über die komplizierte Struktur, die der Eikeim haben kann. Man sagt, das Atom ist in letzter Zeit ein ganz wunderbares Wesen geworden, und nun erst das Molekül! Und nun so etwas wie eine Zelle, das ist etwas furchtbar Kompliziertes! — Aber das ist eben nicht der Fall beim Eikeim; in Wirklichkeit stellt sich der Eikeim gar nicht als komplizierter Körper dar, sondern der Eikeim stellt sich als ein Chaos dar. Alle chemisch-physikalische Struktur zerfällt, und bevor ein Lebewesen entstehen kann, muß der Eikeim in chaotischen Staub zerfallen sein. Gerade das ist der Sinn der Befruchtung, daß sie den Keim zum Chaos treibt, so daß im mütterlichen Organismus eine vollständig zerklüftete Materie besteht. Das ist der Sinn der Vorgänge im mütterlichen Leibe, daß da ein vollständiges Chaos ist. Wenn Sie einen Kristall haben: der Kosmos kann nicht wirken bei dem Kristall mit den festen Kanten; wenn Sie eine Pflanze haben: die hat auch eine feste Gestalt, da kann der Kosmos auch nicht wirken; beim Tier ist es ebenso. Das ist der Sinn der Befruchtung, daß der Eikeim zum Chaos wird. Erst dann wirkt der ganze Kosmos von seiner Umgebung auf diesen Keim ein, und dann wird der Mensch wirklich aus dem Kosmos heraus gebildet, so daß einziehen kann in ihn das wirkliche Geistig-Seelische, das aus vergangenen Erdenleben kommt. “
[ 2 ] I want to start with something that has a certain scientific significance, something that may not appeal to everyone, but it will be a simple matter. I have often emphasized in anthroposophical lectures that even when examined purely from a scientific perspective, human beings, through their earthly lives, provide proof that something extraterrestrial enters into their formation. Natural science believes that the single cell is the most complex organism that can exist on Earth. People reflect on the complex structure that a single cell can possess. People say that the atom has recently become a truly marvelous entity, and just imagine the molecule! And then something like a cell—that is something terribly complex! —But that is simply not the case with the germ; in reality, the germ does not present itself as a complex body at all, but rather as a state of chaos. All chemical and physical structure breaks down, and before a living being can come into being, the germ must have disintegrated into chaotic dust. That is precisely the purpose of fertilization—to drive the germ into chaos, so that within the mother’s organism there exists a completely fragmented substance. That is the purpose of the processes in the mother’s womb—to create complete chaos. If you have a crystal: the cosmos cannot act upon a crystal with its fixed edges; if you have a plant: it, too, has a fixed form, so the cosmos cannot act there either; it is the same with animals. This is the purpose of fertilization—that the germ becomes chaos. Only then does the entire cosmos, through its surroundings, act upon this germ, and only then is the human being truly formed from the cosmos, so that the true spiritual-soul aspect, which comes from past earthly lives, can enter into him.”
[ 3 ] Das ist etwas, was gegenüber den heutigen Anschauungen ein Unsinn ist, aber dieser Unsinn ist die Wahrheit. Das ist in unserer heutigen Zeit das Schreckliche, daß man gegenüber den landläufigen Ansichten Unsinn sagen muß, wenn man die Wahrheit spricht. Nun kann man sagen: Das ergibt sich aus dem okkulten Anschauen, was du da behauptest; aber kann man das auch nachprüfen? — Man kann es auch nachprüfen; das können schon mehr Leute, als man gewöhnlich glaubt. Aber es gibt auch einen äußerlichen Beweis für diese Tatsache. Uns hat sich an unserem biologischen Forschungsinstitut in Stuttgart ein merkwürdiger äußerer Beweis ergeben. Es sind da Forschungen gemacht worden über die Funktion der Milz. Sie wissen vielleicht: die Milz ist immer als ganz problematischer Organismus betrachtet worden. Da erzählt man ja von einem Rigorosum, bei dem der Professor den Kandidaten fragt: «Können Sie mir etwas sagen über die Milz?» Der Kandidat besinnt sich und stottert ganz jammervoll heraus: «Das habe ich vergessen.» Da sagt der Professor: «Das ist schade! Kein Mensch hat das jemals gewußt, Sie waren der einzige, und Sie haben es vergessen.»
[ 3 ] This is something that seems like nonsense compared to today’s views, but this nonsense is the truth. That is what is so terrible about our times: that one must speak nonsense in the face of conventional wisdom if one is to speak the truth. Now one might say: What you’re claiming here follows from occult insight; but can it also be verified? — It can indeed be verified; more people are capable of doing so than is generally believed. But there is also external evidence for this fact. A remarkable piece of external evidence has come to light at our biological research institute in Stuttgart. Research has been conducted there on the function of the spleen. As you may know, the spleen has always been regarded as a highly problematic organ. There’s a story about a doctoral defense in which the professor asks the candidate, “Can you tell me something about the spleen?” The candidate pauses to think and stammers pitifully, “I’ve forgotten.” The professor then says, “That’s a shame! No one has ever known that—you were the only one, and you’ve forgotten it.”
[ 4 ] Nun habe ich eine gewisse Methode angegeben aus der Geisteswissenschaft heraus, nach der von Fran Dr. Kolisko die Funktion der Milz untersucht worden ist. Sie wird zwar noch angefochten, aber es wird sich schon durchsetzen, da sie wirklich exakt ist. Aber nun hat sich etwas anderes herausgestellt. Manches muß man so machen, wie man es seinem Herzen nach nicht machen würde, sondern weil die anderen diese Methoden haben. So haben wir uns entschlossen, Kaninchen die Milz zu exstirpieren. Das ist ja keine Vivisektion, sondern eine einfache Operation, und wir haben alles Mögliche getan, damit die Tiere nicht gequält würden. Aber eines dieser Kaninchen ist gestorben, weil es eine Erkältung bekam; es wurde nämlich nach der Operation nicht in den Warmraum gebracht.
[ 4 ] I have now outlined a certain method derived from spiritual science, based on which Dr. Kolisko investigated the function of the spleen. Although it is still being contested, it will eventually gain acceptance, since it is truly precise. But now something else has come to light. Sometimes you have to do things not as your heart would lead you to do them, but because others use these methods. So we decided to remove the spleens of some rabbits. This isn’t vivisection, but a simple operation, and we did everything possible to ensure the animals weren’t tormented. But one of these rabbits died because it caught a cold; it wasn’t brought into the heated room after the operation.
[ 5 ] Was mußte man da erwarten? Die Milz hatten wir herausgenommen, dadurch war etwas eingetreten an der Milzstelle, was im Kaninchenorganismus war und nun dem Kosmos exponiert war. Solange die Milz an ihrer Stelle war, konnte der Kosmos nichts machen; nimmt man die Milz heraus, so ist bloß die Äthermilz da. Dadurch ordnet sich die Äthermilz an, wie es dem Hereinwirken des Kosmos entspricht. Was war zu erwarten? Daß an der Stelle der Milzform etwas entsteht in kosmischer Form, daß eine Nachahmung des Kosmischen entsteht: als solche bildet sich heraus eine Kugelform. Und richtig! Als wir das Kaninchen sezierten, fanden wir einen ganz kleinen organischen Körper in Kugelform, der sich nachträglich aus dem Einwirken des Kosmos gebildet hatte — ganz nach der Anschauung, daß sich der Eikeim als ein chaotischer Körper darstellt —, nachdem man die Bedingung, daß bloß die Erde wirkt, weggenommen hatte. So fügte es das Karma, daß wir zu einem äußeren Beweis kamen für das, was auf einem ganz abgesonderten Gebiet behauptet werden muß.
[ 5 ] What was to be expected? We had removed the spleen, and as a result, something that had been present in the rabbit’s body at the site of the spleen was now exposed to the cosmos. As long as the spleen was in its place, the cosmos could do nothing; once the spleen is removed, only the etheric spleen remains. As a result, the etheric spleen organizes itself in a way that corresponds to the influence of the cosmos. What was to be expected? That something in a cosmic form would arise in the place of the spleen, that an imitation of the cosmic would emerge: as such, a spherical shape takes form. And indeed! When we dissected the rabbit, we found a very small spherical organic body that had subsequently formed under the influence of the cosmos—entirely in accordance with the view that the embryo presents itself as a chaotic body—after the condition that only the Earth exerts its influence had been removed. Thus, karma decreed that we arrived at external proof of what must be asserted in a completely separate field.
[ 6 ] So ist eben wirklich die Sache so, daß heute vielfach der Mensch gar nicht anders kann, wenn er aus der Zeitzivilisation heraus seine Empfindungen entwickelt, als sich auf etwas zu beschränken, was in der Zivilisation der Erde liegt und gar nicht den Blick hinausrichtet in die Weiten der Welt.
[ 6 ] The fact is that today, when people develop their feelings within the context of modern civilization, they often have no choice but to limit themselves to what lies within that civilization and do not turn their gaze out into the vastness of the world.
[ 7 ] Ich muß Sie jetzt, um die Grundlagen für die weiteren Ausführungen zu haben, daran erinnern, wie in meinem Buche «Geheimwissenschaft » ausgeführt ist, daß der heutige Mond sich einmal von der Erde abgespalten hat, nachdem er früher ein Körper mit der Erde war. Das ist etwas, was sich dem Schauen ergibt, was aber auch von der heutigen Naturwissenschaft schon anerkannt wird. Insbesondere in den letzten Jahren zeigte sich eine literarische Bewegung, die mit diesem Verhältnis des Mondes zur Erde, wenn auch in irrtümlicher Art, rechnet. Wir müssen uns bewußt werden, daß der Mond, wie er heute am Himmel erscheint, einmal eine Einheit mit der Erde gebildet hat, daß er von der Erde hinausgeschleudert worden ist, wenn ich so sagen darf, und die Erde seit einer gewissen Zeit umkreist.
[ 7 ] In order to lay the groundwork for my further remarks, I must now remind you—as explained in my book Occult Science—that the Moon as we know it today once broke away from the Earth, having previously been a single body with it. This is something that becomes apparent through observation, but it is also already recognized by modern science. In recent years in particular, a literary movement has emerged that takes this relationship between the Moon and the Earth into account, albeit in an erroneous way. We must realize that the Moon, as it appears in the sky today, once formed a unity with the Earth, that it was, so to speak, hurled out from the Earth, and has been orbiting the Earth for some time now.
[ 8 ] Ich muß nun auf eine zweite Tatsache hinweisen. Diese betrifft die seelisch-geistige Entwickelung der Menschen im Erdendasein. Schon eine rein äußerliche Betrachtung desjenigen, was auf der Erde von Menschen geleistet worden ist, zeigt ja, daß schon einmal etwas bestanden hat wie eine Art von Urweisheit. Gewiß, sie ist nicht in den intellektuellen Formen gegeben worden, die heute verlangt werden; so abstrakt in Gedanken und so an die Sinne gebunden, wie es heute verlangt wird, ist sie nicht gegeben worden. Sie ist in mehr bildhaft-poetischer Form gegeben worden. Von der wirklichen Urweisheit, die ja zu einer Zeit auf der Erde bestanden hat, als man noch nicht geschrieben hat, von dieser wirklichen Urweisheit ist ja nichts da. Was aber erhalten geblieben ist, das sind Sagen, Mythen, die wunderbare Veden-Literatur, die Literatur der Vedanta, die morgenländischen Schriften. Derjenige, der sich in sie vertieft — und zwar nicht etwa wie Deussen, der nur das Alleräußerlichste sieht und als berühmter Übersetzer gilt —, wer sich wirklich vertiefen kann in dasjenige, was da ist, bekommt schon eine tiefe Ehrfurcht vor der unendlichen Weisheit, die darinnen liegt, die nur in einer poetischen, bildhaften Form auftritt. Und er bekommt das Gefühl, daß hinter dem etwas nicht Ausgesprochenes und Unaufgeschriebenes gelebt hat, was vielleicht größer und bedeutender war: eine Urweisheit.
[ 8 ] I must now point out a second fact. This concerns the soul-spiritual development of human beings during their earthly existence. Even a purely external observation of what human beings have accomplished on Earth shows that something like a kind of primordial wisdom once existed. Certainly, it was not presented in the intellectual forms required today; it was not presented in such abstract thought or so bound to the senses as is required today. It was presented in a more pictorial and poetic form. Nothing remains of the true primordial wisdom that once existed on Earth at a time when writing had not yet been invented. What has been preserved, however, are legends, myths, the wondrous Vedic literature, the literature of the Vedanta, and the Eastern scriptures. Anyone who delves deeply into them—and not, as Deussen does, who sees only the most superficial aspects and is regarded as a famous translator—but anyone who can truly immerse themselves in what is there will develop a deep sense of awe for the infinite wisdom contained within, which appears only in a poetic, imagery-rich form. And they get the feeling that behind it all, something unspoken and unwritten once lived, something that was perhaps greater and more significant: a primordial wisdom.
[ 9 ] Wie hat diese Urweisheit gelebt? So studieren, wie wir heute studieren, indem wir uns hinsetzen, uns Bücher einprägen und dergleichen und dadurch uns allmählich hinaufwinden, etwas zu wissen, so geschah es ja nicht in der Sphäre der Urweisheit. Jeder, der zu einer bestimmten Einsicht gekommen war zu dieser Epoche, hat gewußt, was Inspiration ist, hat zu lesen verstanden in der Welt — nicht in Büchern —, wenn er sich in die nötige Seelenverfassung versetzte. Er wußte, dann kommt es über ihn, dann wird er innerlich erleuchtet. Dieses Innerlich-Erleuchtetwerden, das wurde so real genommen, wie wir heute das Lesen in Büchern real nehmen. Der Mensch erlangte ein Verhältnis zum Geistigen in der Welt dadurch, daß er in den alten Mysterien durch den Einweihungspriester dazu gebracht worden ist, die Erleuchtung in sich erleben zu können. Der Unterricht in den Mysterien bestand ja darin, den Menschen dahin zu bringen, diese innerliche Erleuchtung erleben zu lernen. Er war nicht der Ansicht, irgend etwas aus Wolkenkuckucksheimen erleuchte ihn. Es wäre ungefähr so, wie wenn wir heute irgendwo hinter einer spanischen Wand einem Menschen zuhörten und nicht glaubten, daß da ein: Mensch spricht, sondern daß etwas Unbestimmtes hinter der spanischen Wand uns etwas zuraunt, Ebensowenig wie wir heute glauben würden, wenn wir das hörten, daß da etwas Unbestimmtes spricht, sondern wie wir ein Wesen vermuten würden hinter unserer Wahrnehmung, so wußte derjenige, der zur Erleuchtung kam: Da sind Wesen auf der Erde, die nicht zur physischen Verkörperung kommen, sondern durch die Erleuchtung die großen Lehrer der Menschheit sind. — Der Mensch war sich bewußt: er ist in Fleisch und Blut, er geht herum unter Menschenwesen, die nicht in Fleisch und Blut sind, die aber einen ätherischen Leib haben, die ätherische Wesen sind, die dazu da sind, um die Erleuchtung zu geben, die Inhalt der Urweisheit war. So wußte man: Die Erde wird nicht nur bevölkert von Menschen in Fleisch und Blut, sondern auch von anderen Wesen, die einen ätherischen Leib haben.
[ 9 ] How was this primordial wisdom lived? Studying the way we study today—by sitting down, memorizing books, and the like, and thereby gradually working our way up to knowing something—that is certainly not how it happened in the realm of primordial wisdom. Anyone who had arrived at a certain insight during that era knew what inspiration was; they understood how to read the world—not books—when they put themselves in the necessary state of mind. They knew that it would then come over them, and they would be inwardly enlightened. This inner enlightenment was taken as seriously as we take reading books today. Human beings attained a relationship to the spiritual in the world through the fact that, in the ancient mysteries, the initiating priest led them to experience this enlightenment within themselves. The instruction in the mysteries consisted, after all, in leading people to learn to experience this inner enlightenment. He did not believe that something from a fantasy world was enlightening him. It would be roughly as if we were listening to someone today from behind a folding screen and did not believe that a: human being speaking, but rather that something indefinable behind the folding screen was whispering to us. Just as we would not believe today, if we heard this, that something indefinable were speaking—but rather would suspect a being lying beyond our perception—so too did the one who attained enlightenment know: There are beings on Earth who do not take on a physical form, but who, through enlightenment, are the great teachers of humanity. — Human beings were aware: they exist in flesh and blood; they move among human beings who are not in flesh and blood, but who possess an etheric body—ethereal beings who are here to impart the enlightenment that was the essence of primordial wisdom. Thus it was known: The Earth is populated not only by human beings of flesh and blood, but also by other beings who possess an etheric body.
[ 10 ] Nun muß man sich natürlich, wenn man eine solche Sache betrachtet, freimachen von dem Vorurteil, als ob die Menschheit, so wie sie jetzt ist, auf der Erde gelebt hätte seit der Zeit, in welcher Urkunden da sind; davor setzt man das Unbestimmte und dann, nachdem man durch dieses Unbestimmte durchgeschritten ist, kommt man an die Menschenaffen oder Affenmenschen. Das ist ja eigentlich eine höchst drollige Anschauung! Was der Historiker sagen kann, das gilt für ein paar Jahrhunderte: da waren die Menschen ähnlich, wie sie heute sind, natürlich nicht so gescheit, aber doch so ähnlich, wie sie heute sind. So gescheit wie wir seien die Menschen erst in den letzten Jahrhunderten geworden; aber abgesehen von unserer größeren Gescheitheit seien sie so gewesen, wie wir heute sind. — Die Ägypter waren abergläubisch, haben Mumien gehabt; — aber man stellt sie sich sonst doch im Ganzen so vor, wie die heutigen Menschen, abgesehen von der Gescheitheit! Davor liegt eine Periode, von der man nichts weiß. Aber nachdem die Periode, von der man nichts weiß, lang gedauert hatte, da waren die Menschenaffen da.
[ 10 ] Now, of course, when considering such a matter, one must free oneself from the prejudice that humanity, as it is today, has lived on Earth since the time when written records first appeared; before that lies the unknown, and then, after passing through this unknown, one arrives at the great apes or ape-men. That is actually a most amusing view! What the historian can say applies to a few centuries: people back then were similar to how they are today—not as intelligent, of course, but still similar to how they are today. It is only in the last few centuries that people have become as intelligent as we are; but apart from our greater intelligence, they were just as we are today. — The Egyptians were superstitious and had mummies; — but otherwise, one generally imagines them to be much like people today, apart from their intelligence! Before that lies a period about which nothing is known. But after that period—about which nothing is known—had lasted a long time, the apes were there.
[ 11 ] Sehen Sie, das ist eine Anschauung, von der man sich freimachen muß. Der Mensch hat die Erde früher bevölkert als die Tiere, nur in anderer Gestalt, er ist das ältere Wesen. Sie können das in meiner «Geheimwissenschaft» nachlesen. Und so erlebten dann auch die Menschen, die mit den alten Urlehrern zusammengelebt haben, die noch nicht Menschenkörper angenommen hatten, die in Geistkörpern gelebt haben, daß mit dem Mondenaustritt, den sie ja miterlebt hatten — wir selbst haben ihn miterlebt —, diese Wesen, die unter ihnen gelebt haben als Urlehrer, in den Kosmos hinausgezogen sind und seither eben nicht die Erde, sondern den Mond bewohnen. So daß eigentlich nicht nur die physische Substanz des Mondes, sondern auch die Wesenheiten, die den Mond bisher geistig bewohnten, als von der Erde abgetrennt anzusehen sind. Ja, es ist sogar naturwissenschaftlich so, daß man von diesen Wesen reden kann, daß sie einmal ausgezogen sind — sie unterliegen nicht in derselben Weise Geburt und Tod wie der Mensch — und auf dem Monde wohnen, während der Mond längst seine Substanzen verloren und umgewandelt hat.
[ 11 ] You see, this is a view from which one must free oneself. Human beings populated the Earth before the animals, only in a different form; they are the older beings. You can read about this in my Occult Science. And so the people who lived alongside the ancient primordial teachers—who had not yet taken on human bodies but lived in spiritual bodies—experienced that with the moon’s departure, which they had witnessed firsthand—we ourselves witnessed it— these beings, who had lived among them as primordial teachers, had moved out into the cosmos and have since inhabited not the Earth but the Moon. So that, in fact, not only the physical substance of the Moon but also the beings who had hitherto inhabited the Moon spiritually are to be regarded as separated from the Earth. Indeed, even from a scientific standpoint, one can speak of these beings as having once departed—they are not subject to birth and death in the same way as human beings—and dwelling on the Moon, while the Moon itself has long since lost and transformed its physical substance.
[ 12 ] Da geht etwas ähnliches vor, wie mit dem Menschen. Ja, denken Sie einmal, daß der Mensch seine physischen Substanzen in sieben bis acht Jahren ganz auswechselt! Wenn jemand glaubt, derselbe Körper sitze da, der vor einigen Jahren dagesessen ist, so ist das nicht so. Die physische Substanz hat sich ausgewechselt, das Geistig-Seelische ist geblieben. In dieser Beziehung weiß man schon die Tatsache in der Naturwissenschaft, aber man achtet nicht auf sie. Ich wurde einmal gefragt bei einem Vortrag: Es wird gesagt, daß die Bienen als Bienenstock eine gewisse Beziehung zum Bienenvater haben, daß es bei seinem Tode, wenn er recht anhänglich an seine Bienen war, vorkommt, daß der Bienenstock es merkt und vielfach auch stirbt. Wie kann das sein? Die einzelnen Bienen haben ja doch keine solchen Fähigkeiten, daß sie den Menschen kennen, und der Bienenstock ist ja nur eine Summe von einzelnen Bienen! — Das aber ist nicht wahr, der Bienenstock ist ja gar nicht die Summe der einzelnen Bienen. Ich gebrauchte folgenden Vergleich: Zwei Menschen waren da vor zwei Jahrzehnten. Der eine ist nach Amerika gegangen, der andere ist dageblieben; der erstere kommt nach fünfzehn Jahren aus Amerika zurück und erkennt seinen Freund wieder. — Es kommt gar nicht an auf die einzelnen Teile; von der ursprünglichen Substanz ist ja nichts geblieben. So kommt es nicht auf die einzelnen Bienen an, sondern auf die Intelligenz des Bienenstockes, und die ist nicht einmal viel anders als beim Menschen. Wir als Menschen sind auch etwas anderes als unsere Zellen, als unsere einzelnen Organe. Und so wie von denjenigen Freunden, die hier vor zehn Jahren meinen Vorträgen beigewohnt haben, nichts mehr physisch da ist, sondern nur das Seelisch-Geistige, so ist auch beim Mond längst nichts mehr von der Substanz da, die einmal von der Erde hinausgegangen ist, die hat sich längst wiederholt ausgetauscht im Kosmos. Dagegen sind die Wesenheiten da. Wie diese Wesenheiten aber trotzdem wirksam geblieben sind für die Erdenmenschheit, das zeigt sich für eine wirkliche Einweihungsbetrachtung ganz deutlich. Das zeigt sich dann, wenn wir etwas genauer eingehen auf dasjenige, was wir das Karma nennen. Ich will heute damit beginnen, wir werden dann diese Betrachtungen in den nächsten Vorträgen fortsetzen.
[ 12 ] Something similar happens here as with human beings. Yes, just think: human beings completely renew their physical substance every seven to eight years! If someone believes that the same body is sitting there that was sitting there a few years ago, that is not the case. The physical substance has been renewed, but the spiritual and soul aspects have remained the same. In this regard, the fact is already known in natural science, but people do not pay attention to it. I was once asked during a lecture: It is said that the bees in a hive have a certain relationship with the queen bee, and that upon her death—if she was very devoted to her bees—the hive sometimes senses this and often dies as well. How can that be? After all, individual bees do not possess the ability to recognize humans, and the hive is merely a collection of individual bees! — But that is not true; the hive is not at all the sum of its individual bees. I used the following analogy: Two people were there two decades ago. One went to America; the other stayed behind. Fifteen years later, the first returns from America and recognizes his friend. — It doesn’t depend on the individual parts at all; after all, nothing remains of the original substance. So it doesn’t depend on the individual bees, but on the intelligence of the hive, and that isn’t even all that different from that of humans. We as human beings are also something other than our cells, other than our individual organs. And just as nothing of a physical nature remains of those friends who attended my lectures here ten years ago—only the soul-spiritual aspect remains—so, too, nothing of the substance that once emanated from the Earth remains in the Moon; it has long since been repeatedly exchanged within the cosmos. The beings, however, are still there. But how these beings have nevertheless remained active for humanity on Earth becomes very clear in a true initiatory contemplation. This becomes evident when we examine more closely what we call karma. I would like to begin with this today; we will then continue these reflections in the next lectures.
[ 13 ] Wir beachten, wenn wir einem Menschen begegnen, gewöhnlich nicht genügend, wie wir eigentlich unser ganzes Erdenleben hindirigiert haben zu dieser Begegnung. Und bei diesem Kennenlernen eines Menschen begegnen wir einem Zweifachen. Beachten Sie das nur, Sie werden finden, daß in irgendeiner mehr oder weniger abgeschwächten Weise das vorhanden ist, was ich jetzt erzählen will. Man lernt einen andern kennen. Es ist oftmals so, daß wir mit diesem anderen, ganz gleich ob er schön oder häßlich, gescheit oder dumm ist, er kann irgendwie sein, eine innige Verbindung eingehen. Die steigt aus unserem Inneren auf. Wir beachten gar nicht, wie er im Äußeren ist: wir fühlen ein Band zu ihm. Das ist die eine Art im Extrem. Die andere Art ist: Wir lernen einen Menschen kennen, wir fühlen dieses innere Band nicht, sondern wir nehmen Gelegenheit, einen intellektuellen oder moralischen Eindruck von ihm zu bekommen. Wir können ihn gut beschreiben. Über den ersten Menschen zu sprechen, wenn wir nachher in eine Gesellschaft gehen, die ihn auch kennt, ist uns etwas Unangenehmes, wir haben das Gefühl: es ist unangenehm; es ist etwas Innerliches im Verhältnis zu ihm. Den anderen Menschen können wir hübsch beschreiben, wir können sagen: Er ist gescheit oder ein Tor, wir wissen ihn zu beschreiben bis auf die Einzelheiten seiner Nase; aber wir leben ohne innere Teilnahme an ihm. Es gibt Bekanntschaften, die wir machen, kaum haben wir diese Bekanntschaft gemacht, so passiert es uns, daß wir von diesem Menschen träumen, daß uns die Träume gar nicht mehr verlassen. Wir lernen einen anderen noch so gut kennen, sind täglich beisammen: nicht der geringste Traum stellt sich ein. Unser Inneres ist nicht so stark ergriffen, daß wir von ihm träumen. Der Fall, daß jemand so lebt, wie Garibaldi, der das innere Band auch dann fühlt, wenn gar keine unmittelbare persönliche Beziehung da ist, ist selten, aber auch dieser Fall kommt vor. Denn bei Garibaldi ist es sehr interessant, wie er seine erste Frau gefunden hat. In der äußeren Welt war er so wenig darin, daß er gar kein Interesse hatte an Damen. Auf einer Seereise an der brasilianischen Küste richtete er das Fernrohr aufs Land und sah ein junges Mädchen: In diesem Augenblick war er sich klar darüber, daß sie seine Frau werden müsse. Er stürmte ans Land mit seinem Schiff, ein Mann war da, der ihn freundlich empfing und ihn fragte, ob er nicht Mittag bei ihm essen wolle. Garibaldi sagt zu. Es war der Vater des Mädchens, das er auf dem Lande gesehen hatte! Bevor noch das Mittagsmahl aufgetragen war, sagte er ihr — er sprach nur italienisch und sie nur portugiesisch —, sie müsse sein werden für das Leben. Sie verstand es aber doch, und es wurde eines der schönsten Herzensverhältnisse begründet. Es ist da im extremen Fall gezeigt, daß etwas wie ein karmisches Verhältnis da war. Es war etwas Heldenhaftes im Verhalten der Frau, in der Art, wie sie sich verhielt. Sie begleitete ihn bei seinen Kämpfen in Südamerika, und als die Nachricht kam, er sei auf dem Schlachtfeld gefallen, suchte sie ihn auf dem Schlachtfelde. In dieser Situation gebar sie ihr Kind. Um es zu wärmen, mußte sie es sich um den Hals schnallen.
[ 13 ] When we meet another person, we usually do not give sufficient thought to how our entire earthly life has actually been directed toward this encounter. And as we get to know another person, we encounter a duality. Just pay attention to this, and you will find that what I am about to describe is present in some form or another, to a greater or lesser degree. We get to know another person. It is often the case that we form a deep connection with this other person—regardless of whether they are beautiful or ugly, intelligent or foolish; they can be whatever they are. This connection arises from within us. We don’t pay any attention to their outward appearance at all: we feel a bond with them. That is one extreme. The other extreme is this: we get to know a person, but we don’t feel this inner bond; instead, we take the opportunity to form an intellectual or moral impression of them. We can describe them well. Talking about the first person, when we later go into a social setting where others also know him, feels somewhat uncomfortable to us; we have the feeling that it’s awkward—there’s something deeply personal in our relationship with him. We can describe the other person quite well; we can say he’s smart or a fool, and we know how to describe him down to the details of his nose; but we live without any inner connection to him. There are acquaintances we make; no sooner have we made this acquaintance than we find ourselves dreaming about this person, and the dreams simply won’t leave us. We may get to know someone else just as well, spending every day together—yet not even the slightest dream occurs to us. Our inner being is not so deeply moved that we dream of them. The case of someone who lives like Garibaldi—who feels that inner bond even when there is no immediate personal relationship—is rare, but such cases do occur. For it is very interesting how Garibaldi found his first wife. In the outer world, he was so detached that he had no interest in women at all. On a sea voyage along the Brazilian coast, he pointed his telescope toward the shore and saw a young girl: at that very moment, he knew clearly that she was meant to be his wife. He rushed ashore from his ship; a man was there who welcomed him warmly and asked if he would like to have lunch with him. Garibaldi agreed. It was the father of the girl he had seen on shore! Before lunch had even been served, he told her—he spoke only Italian and she only Portuguese—that she must be his for life. Yet she understood him, and one of the most beautiful romantic relationships was established. This extreme case demonstrates that something akin to a karmic relationship was at play. There was something heroic in the woman’s demeanor, in the way she conducted herself. She accompanied him in his battles in South America, and when news came that he had fallen on the battlefield, she searched for him there. It was in this situation that she gave birth to her child. To keep it warm, she had to tie it around her neck.
[ 14 ] Durch solche Erlebnisse wuchs Garibaldi mehr in das Leben hinein. Die Frau starb ihm hinweg, er heiratete eine andere. Der näherte er sich auf ganz bürgerliche Weise; aber diese Ehe dauerte nur einen Tag!
[ 14 ] Through experiences like these, Garibaldi became more settled in life. His wife passed away, and he married another woman. He approached this marriage in a very conventional manner; but it lasted only one day!
[ 15 ] Das sind Dinge, wo man so mit der Nase auf das Karma gestoßen wird, die einem zeigen, wenn man sie ins Auge faßt, daß in dieser zweifachen Weise sich der Mensch verhalten kann zu anderen Menschen in bezug auf das Karma. Ganz anders liegen die karmischen Verhältnisse, wenn der Mensch die innere Zusammengehörigkeit fühlt, als wenn er den anderen Menschen nur äußerlich beschreiben kann.
[ 15 ] These are situations where one is confronted with karma head-on—situations that, when faced directly, show that a person can relate to others in two distinct ways with regard to karma. Karmic relationships are quite different when a person feels an inner sense of belonging than when they can only describe the other person in external terms.
[ 16 ] Nun, gerade dann, wenn man hinschaut auf solche karmische Erlebnisse, wie dieses Bekanntwerden mit einem anderen Menschen, wo Schönheit oder Häßlichkeit nichts ausmacht, sondern wo von innen heraus der Impuls der Zusammengehörigkeit entspringt, wird man auf den Einfluß hingewiesen derjenigen Wesenheiten, die ich beschrieben habe als Urlehrer, die heute noch immer tätig geblieben sind, aber von außen, vom Kosmos herein, Solche Verhältnisse interessieren vor allen Dingen diese Mondenwesen, und durch solche Verhältnisse hindurch und über solche Verhältnisse hinweg nehmen sie an der Entwickelung der Erdenmenschheit den innigsten Anteil.
[ 16 ] Now, it is precisely when one looks at such karmic experiences—such as becoming acquainted with another human being, where beauty or ugliness matters not, but where the impulse of togetherness springs from within—that one is made aware of the influence of those beings whom I have described as “primordial teachers,” who remain active to this day, though from the outside, from the cosmos, Such relationships are of particular interest to these lunar beings, and it is through such relationships—and beyond them—that they take the most intimate part in the evolution of humanity on Earth.
[ 17 ] Und wie es Mondenwesenheiten gibt, ebenso gibt es auch Sonnenwesenheiten, die mit der Sonne zusammenhängen. So ist es auch bei denjenigen Verhältnissen, wo wir den anderen Menschen mehr äußerlich beschreiben können. Da interessieren sich die Sonnenwesen für das, was von Menschenseele zu Menschenseele gesponnen wird.
[ 17 ] Just as there are lunar beings, there are also solar beings associated with the sun. The same is true in those situations where we can describe other people more in external terms. In such cases, the solar beings are interested in what is woven from one human soul to another.
[ 18 ] Da werden wir, wenn wir die rein menschlichen Verhältnisse betrachten, von der Erde hinweggeleitet zunächst zu Sonne und Mond. Und da kann man sagen: es gibt menschliche Verhältnisse, in denen wir die Mondenwirksamkeit, und solche, in denen wir die Sonnenwirksamkeit sehen. Und so wird man hinausgeleitet von Stufe zu Stufe: von der Erde zum Kosmos.
[ 18 ] When we consider purely human conditions, we are led from the Earth first to the Sun and the Moon. And there one can say: there are human conditions in which we see the influence of the Moon, and others in which we see the influence of the Sun. And so we are led outward from stage to stage: from the Earth to the cosmos.
[ 19 ] Wir konnten diese Betrachtung heute nur beginnen, morgen und in den nächsten Vorträgen wollen wir sie fortsetzen.
[ 19 ] We were only able to begin this discussion today; we will continue it tomorrow and in the upcoming lectures.
