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Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume V
GA 239

8 June 1924, Wrocław

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Neunter Vortrag

Neunter Vortrag

[ 1 ] Gestern wurde auseinandergesetzt, wie der Mensch das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zur Vorbereitung der Kräfte seines Karma zunächst zubringt in dem, was man die Mondensphäre nennen kann, und wir haben gesehen, wie der Mensch in dieser Mondensphäre diejenigen Wesenheiten trifft, welche einmal seine Mitbewohner auf der Erde waren: die großen Urlehrer der Menschheit. Das ist die eine Art von Wesenheiten, die der Mensch unmittelbar, könnte man sagen, nach seinem Tode antrifft. Zusammen mit diesen Wesenheiten sind dann diejenigen, welche Sie angeführt finden in meiner «Geheimwissenschaft» unter dem Namen der Angeloi. Es sind diejenigen Wesenheiten, welche unmittelbare Erdenbewohner ja niemals waren, welche also einen Erdenkörper nie getragen haben, auch nicht einen solchen ätherischen Leib, wie ihn der Mensch trägt. Denn die anderen Mondenbewohner, von denen ich gesprochen habe, haben wohl einen menschenähnlichen ätherischen Leib getragen, wenn auch nicht einen physischen Menschenleib.

[ 1 ] Gestern wurde auseinandergesetzt, wie der Mensch das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zur Vorbereitung der Kräfte seines Karma zunächst zubringt in dem, was man die Mondensphäre nennen kann, und wir haben gesehen, wie der Mensch in dieser Mondensphäre diejenigen Wesenheiten trifft, welche einmal seine Mitbewohner auf der Erde waren: die großen Urlehrer der Menschheit. Das ist die eine Art von Wesenheiten, die der Mensch unmittelbar, könnte man sagen, nach seinem Tode antrifft. Zusammen mit diesen Wesenheiten sind dann diejenigen, welche Sie angeführt finden in meiner «Geheimwissenschaft» unter dem Namen der Angeloi. Es sind diejenigen Wesenheiten, welche unmittelbare Erdenbewohner ja niemals waren, welche also einen Erdenkörper nie getragen haben, auch nicht einen solchen ätherischen Leib, wie ihn der Mensch trägt. Denn die anderen Mondenbewohner, von denen ich gesprochen habe, haben wohl einen menschenähnlichen ätherischen Leib getragen, wenn auch nicht einen physischen Menschenleib.

[ 2 ] Diese Angeloi sind diejenigen Wesenheiten, die uns geleiten von Erdenleben zu Erdenleben. Sie sind in der gegenwärtigen kosmischen Entwickelungsperiode unserer Menschenwesenheit die Führer von einem Erdenleben zum anderen. Und es ist schon von der Mondensphäre aus, daß sie uns leiten. Nun haben wir ja gesehen, wie der Mensch dazu kommt, in dieser Mondensphäre sein Karma gewissermaßen zu veranlagen und die inneren Impulse aufzunehmen, die ihn dann zum Ausleben des Karma führen. Dasjenige aber, was der Mensch mit sich genommen hat durch die Todespforte an unrechten Taten, an solchen Taten, die nicht bestehen können vor den geistigen Welten, alles das muß der Mensch in dieser Mondensphäre zurücklassen, so daß, wenn ich mich so ausdrücken darf, das böse Karma in der Mondensphäre zurückgelassen wird. Denn in dem Augenblicke, wo der Mensch weiterdringt in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, würde es ganz unmöglich sein, daß der Mensch behaftet bliebe mit demjenigen, was die Wirkung, die Konsequenz seiner bösen Taten ist.

[ 2 ] Diese Angeloi sind diejenigen Wesenheiten, die uns geleiten von Erdenleben zu Erdenleben. Sie sind in der gegenwärtigen kosmischen Entwickelungsperiode unserer Menschenwesenheit die Führer von einem Erdenleben zum anderen. Und es ist schon von der Mondensphäre aus, daß sie uns leiten. Nun haben wir ja gesehen, wie der Mensch dazu kommt, in dieser Mondensphäre sein Karma gewissermaßen zu veranlagen und die inneren Impulse aufzunehmen, die ihn dann zum Ausleben des Karma führen. Dasjenige aber, was der Mensch mit sich genommen hat durch die Todespforte an unrechten Taten, an solchen Taten, die nicht bestehen können vor den geistigen Welten, alles das muß der Mensch in dieser Mondensphäre zurücklassen, so daß, wenn ich mich so ausdrücken darf, das böse Karma in der Mondensphäre zurückgelassen wird. Denn in dem Augenblicke, wo der Mensch weiterdringt in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, würde es ganz unmöglich sein, daß der Mensch behaftet bliebe mit demjenigen, was die Wirkung, die Konsequenz seiner bösen Taten ist.

[ 3 ] Dann, wenn der Mensch hinausgekommen ist über diese Mondensphäre, dann hat er wiederum sein inneres Leben vergrößert über ein weiteres Gebiet des Kosmos hinaus. Er tritt ein in diejenige Sphäre, die man die Merkursphäre nennen kann. Da lebt er zunächst nicht zusammen mit solchen Wesenheiten, welche mit ihm die Erde bewohnt haben, sondern er lebt zusammen mit den Wesenheiten der Hierarchie der Archangeloi. Die lernt er da kennen. Natürlich lebt er in all diesen Gebieten zusammen mit jenen Menschenseelen, die nun auch durch die Pforte des Todes gegangen sind. In der Mondensphäre ist das die dritte Art von Wesenheiten, mit welchen der Mensch zusammenlebt: Menschenseelen, die entkörpert sind, die gleich ihm durch des Todes Pforte gegangen sind. Wir werden gerade nachher sehen, warum eigentlich die Wirkungen, die geistigen Wirkungen der bösen Seite des Karma zurückbleiben müssen in der Mondensphäre. Jetzt wollen wir uns mit der Tatsache begnügen.

[ 3 ] Dann, wenn der Mensch hinausgekommen ist über diese Mondensphäre, dann hat er wiederum sein inneres Leben vergrößert über ein weiteres Gebiet des Kosmos hinaus. Er tritt ein in diejenige Sphäre, die man die Merkursphäre nennen kann. Da lebt er zunächst nicht zusammen mit solchen Wesenheiten, welche mit ihm die Erde bewohnt haben, sondern er lebt zusammen mit den Wesenheiten der Hierarchie der Archangeloi. Die lernt er da kennen. Natürlich lebt er in all diesen Gebieten zusammen mit jenen Menschenseelen, die nun auch durch die Pforte des Todes gegangen sind. In der Mondensphäre ist das die dritte Art von Wesenheiten, mit welchen der Mensch zusammenlebt: Menschenseelen, die entkörpert sind, die gleich ihm durch des Todes Pforte gegangen sind. Wir werden gerade nachher sehen, warum eigentlich die Wirkungen, die geistigen Wirkungen der bösen Seite des Karma zurückbleiben müssen in der Mondensphäre. Jetzt wollen wir uns mit der Tatsache begnügen.

[ 4 ] Indem der Mensch in die Merkursphäre eintritt, wird er weiter geläutert und gereinigt. Der Mensch hat nämlich, wenn er sozusagen das für den Kosmos moralisch Unbrauchbare in der Mondensphäre abgelegt hat, noch immer an sich die geistigen Gegenbilder seiner physischen Untauglichkeiten, seiner physischen Schwächen. Er hat in sich diejenigen Krankheitsanlagen und Krankheitsergebnisse, die er hier auf Erden durchlebt hat. Nun wird es Sie überraschen, aber die Sache ist so, daß wir zuerst in dem Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt ablegen die moralischen Schwächen, während die physischen Schwächen später erst abgelegt werden, nämlich in der Merkursphäre. Da wird der Mensch geläutert und gereinigt in seiner Seele von all dem, was er in der Seele miterlebt hat während der Erdenzeit: die verschiedensten Krankheitsprozesse. Der Mensch wird also seelisch völlig gesund gemacht in der Merkursphäre. Denn Sie müssen bedenken, der Mensch ist ja durchaus ein einheitliches Wesen. Man spricht ganz falsch über den Menschen vom okkulten Standpunkt aus, wenn man sagt, der Mensch sei eine Zusammensetzung von Geist, Seele und Leib. Er ist nicht aus diesen drei Bestandteilen etwa zusammengesetzt, sondern wenn man ihn betrachtet, so nimmt er sich nach der einen Seite als Leib, nach der anderen als Geist aus und zwischendrinnen als Seele; aber in Wirklichkeit ist das alles eine Einheit. Wenn der Mensch krank ist, so erlebt die Seele auch das Kranksein; der Geist durchlebt es auch, das Kranksein. Und wenn dann der Mensch im Tode den physischen Leib abgelegt hat, so hat er in der Seele zunächst die Wirkungen auch jener Erlebnisse, die er durch die Krankheitsprozesse durchgemacht hat. Die aber werden in der Merkursphäre völlig abgelegt unter der Einwirkung jener Wesenheiten, die wir als die Archangeloi bezeichnen. Da wird also der Mensch nach und nach durch Monden- und Merkursphäre ein Wesen, das keine moralischen und keine physischen Schwächezustände mehr in sich hat. Er tritt in diesem Zustande nun ein — mittlerweile sind viele Jahrzehnte verflossen — in die Venussphäre. Und in dieser Venussphäre wird das, was jetzt vom Menschen hindurchgedrungen ist durch Monden- und Merkursphäre, so bearbeitet, daß der Mensch übergehen kann, nachdem er die Venussphäre durchgemacht hat, in die Sonnensphäre. Und wir durchleben in der Tat einen größeren Teil unseres Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in dieser Sonnensphäre.

[ 4 ] Indem der Mensch in die Merkursphäre eintritt, wird er weiter geläutert und gereinigt. Der Mensch hat nämlich, wenn er sozusagen das für den Kosmos moralisch Unbrauchbare in der Mondensphäre abgelegt hat, noch immer an sich die geistigen Gegenbilder seiner physischen Untauglichkeiten, seiner physischen Schwächen. Er hat in sich diejenigen Krankheitsanlagen und Krankheitsergebnisse, die er hier auf Erden durchlebt hat. Nun wird es Sie überraschen, aber die Sache ist so, daß wir zuerst in dem Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt ablegen die moralischen Schwächen, während die physischen Schwächen später erst abgelegt werden, nämlich in der Merkursphäre. Da wird der Mensch geläutert und gereinigt in seiner Seele von all dem, was er in der Seele miterlebt hat während der Erdenzeit: die verschiedensten Krankheitsprozesse. Der Mensch wird also seelisch völlig gesund gemacht in der Merkursphäre. Denn Sie müssen bedenken, der Mensch ist ja durchaus ein einheitliches Wesen. Man spricht ganz falsch über den Menschen vom okkulten Standpunkt aus, wenn man sagt, der Mensch sei eine Zusammensetzung von Geist, Seele und Leib. Er ist nicht aus diesen drei Bestandteilen etwa zusammengesetzt, sondern wenn man ihn betrachtet, so nimmt er sich nach der einen Seite als Leib, nach der anderen als Geist aus und zwischendrinnen als Seele; aber in Wirklichkeit ist das alles eine Einheit. Wenn der Mensch krank ist, so erlebt die Seele auch das Kranksein; der Geist durchlebt es auch, das Kranksein. Und wenn dann der Mensch im Tode den physischen Leib abgelegt hat, so hat er in der Seele zunächst die Wirkungen auch jener Erlebnisse, die er durch die Krankheitsprozesse durchgemacht hat. Die aber werden in der Merkursphäre völlig abgelegt unter der Einwirkung jener Wesenheiten, die wir als die Archangeloi bezeichnen. Da wird also der Mensch nach und nach durch Monden- und Merkursphäre ein Wesen, das keine moralischen und keine physischen Schwächezustände mehr in sich hat. Er tritt in diesem Zustande nun ein — mittlerweile sind viele Jahrzehnte verflossen — in die Venussphäre. Und in dieser Venussphäre wird das, was jetzt vom Menschen hindurchgedrungen ist durch Monden- und Merkursphäre, so bearbeitet, daß der Mensch übergehen kann, nachdem er die Venussphäre durchgemacht hat, in die Sonnensphäre. Und wir durchleben in der Tat einen größeren Teil unseres Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in dieser Sonnensphäre.

[ 5 ] Gerade aus den Angaben, die ich Ihnen mache, werden Sie ersehen, wie begründet durchaus eigentlich alles ist, was Einrichtung war jener alten Mysterien, die aus einer instinktiven, aber großartigen, gewaltigen Hellseherweisheit in alten Zeiten hervorgegangen sind. In diesen alten Zeiten hatte man zum Beispiel niemals Medizin so studiert wie heute, indem man einfach in der physischen Welt bleibt und den physischen Menschen in seinen Krankheitssymptomen studiert, probiert, was ihm da helfen kann, indem man die Leiche seziert, die Veränderungen an der Leiche gegenüber dem normalen Organismus studiert und so weiter. Das würde man in den Zeiten der alten Mysterienweisheit als etwas außerordentlich Kindisches betrachtet haben, denn da wußte man ganz genau, wie der Mensch geheilt wird. Das kann man nur erfahren, wenn einem die Wesenheiten der Merkursphäre die Aufklärung darüber geben, denn die wird im Zusammenhang aller kosmischen Prozesse gegeben. Da wird der Mensch gründlich geheilt. Wenn man daher in das hineinsieht, was ich ja von einem anderen Gesichtspunkte in meiner «Geheimwissenschaft» als die Orakel der Merkur-Mysterien beschrieben habe, so gewahrt man da, wie es eigentlich in diesen Mysterien, die im wesentlichen im Dienste der alten Heilkunde gestanden haben, zugegangen ist.

[ 5 ] Gerade aus den Angaben, die ich Ihnen mache, werden Sie ersehen, wie begründet durchaus eigentlich alles ist, was Einrichtung war jener alten Mysterien, die aus einer instinktiven, aber großartigen, gewaltigen Hellseherweisheit in alten Zeiten hervorgegangen sind. In diesen alten Zeiten hatte man zum Beispiel niemals Medizin so studiert wie heute, indem man einfach in der physischen Welt bleibt und den physischen Menschen in seinen Krankheitssymptomen studiert, probiert, was ihm da helfen kann, indem man die Leiche seziert, die Veränderungen an der Leiche gegenüber dem normalen Organismus studiert und so weiter. Das würde man in den Zeiten der alten Mysterienweisheit als etwas außerordentlich Kindisches betrachtet haben, denn da wußte man ganz genau, wie der Mensch geheilt wird. Das kann man nur erfahren, wenn einem die Wesenheiten der Merkursphäre die Aufklärung darüber geben, denn die wird im Zusammenhang aller kosmischen Prozesse gegeben. Da wird der Mensch gründlich geheilt. Wenn man daher in das hineinsieht, was ich ja von einem anderen Gesichtspunkte in meiner «Geheimwissenschaft» als die Orakel der Merkur-Mysterien beschrieben habe, so gewahrt man da, wie es eigentlich in diesen Mysterien, die im wesentlichen im Dienste der alten Heilkunde gestanden haben, zugegangen ist.

[ 6 ] Sehen Sie, wir haben gestern sprechen müssen von den großen Urlehrern. Das waren einmal Mitbewohner der Menschen auf Erden. Sie waren überall, wo Menschen waren, denn sie bevölkerten mit den Menschen als eine Art zweites, ätherisch vorhandenes Menschengeschlecht die Erde. Aber in jenen alten Zeiten stiegen für das Bewußtsein der Menschen, das allerdings nur ein dumpfes, traumhaftes war, auch andere Wesenheiten zu den Menschen herunter, Wesenheiten, die nun durchaus nicht die Erde bewohnen. Natürlich ist das, was man über solche Dinge zu sagen hat, für den Menschen, der so ganz ergeben ist der heutigen materialistischen Wissenschaft, nicht nur ein Paradoxon, sondern ein völliger Unsinn. Aber dieser «Unsinn» ist eben die Wahrheit. Diese alten Mysterienweisen haben gewußt: Aufschluß über die Gesundungsprozesse können nur die übersinnlichen Wesenheiten des Merkur geben. Daher wurden diese Merkur-Mysterien so eingerichtet, daß durch einen entsprechenden Kultus in der Tat Bewohner des Merkur herabsteigen konnten auf den Altar der Merkur-Kultstätte, und daß die Priester der Merkur-Mysterien sich besprechen konnten mit den geistigen Wesenheiten, die so herunterstiegen durch die Verrichtungen der Kultushandlungen. Und das, was in diesen alten Zeiten Heilkunde war, das wurde durchaus in den Merkur-Mysterien in diesem Sinne entgegengenommen. Man nannte die einzelnen Wesenheiten — die nicht einmal immer dieselben zu sein brauchten, aber man empfand sie als dieselben —, die herunterstiegen auf die Altäre, eben den Gott Merkur. Man nahm die alte MysterienMedizin entgegen in der Art, daß man sagte: Das hat der Gott Merkur seinen Arzt-Priestern mitgeteilt. Damit heilte man.

[ 6 ] Sehen Sie, wir haben gestern sprechen müssen von den großen Urlehrern. Das waren einmal Mitbewohner der Menschen auf Erden. Sie waren überall, wo Menschen waren, denn sie bevölkerten mit den Menschen als eine Art zweites, ätherisch vorhandenes Menschengeschlecht die Erde. Aber in jenen alten Zeiten stiegen für das Bewußtsein der Menschen, das allerdings nur ein dumpfes, traumhaftes war, auch andere Wesenheiten zu den Menschen herunter, Wesenheiten, die nun durchaus nicht die Erde bewohnen. Natürlich ist das, was man über solche Dinge zu sagen hat, für den Menschen, der so ganz ergeben ist der heutigen materialistischen Wissenschaft, nicht nur ein Paradoxon, sondern ein völliger Unsinn. Aber dieser «Unsinn» ist eben die Wahrheit. Diese alten Mysterienweisen haben gewußt: Aufschluß über die Gesundungsprozesse können nur die übersinnlichen Wesenheiten des Merkur geben. Daher wurden diese Merkur-Mysterien so eingerichtet, daß durch einen entsprechenden Kultus in der Tat Bewohner des Merkur herabsteigen konnten auf den Altar der Merkur-Kultstätte, und daß die Priester der Merkur-Mysterien sich besprechen konnten mit den geistigen Wesenheiten, die so herunterstiegen durch die Verrichtungen der Kultushandlungen. Und das, was in diesen alten Zeiten Heilkunde war, das wurde durchaus in den Merkur-Mysterien in diesem Sinne entgegengenommen. Man nannte die einzelnen Wesenheiten — die nicht einmal immer dieselben zu sein brauchten, aber man empfand sie als dieselben —, die herunterstiegen auf die Altäre, eben den Gott Merkur. Man nahm die alte MysterienMedizin entgegen in der Art, daß man sagte: Das hat der Gott Merkur seinen Arzt-Priestern mitgeteilt. Damit heilte man.

[ 7 ] Auch heute beruht die Geisteswissenschaft darauf, daß durch die entsprechende Vorbereitung der Initiierten die Wesenheiten unseres Kosmos auf die Erde heruntersteigen. Diejenigen, die Eingeweihte sind in die heutige Mysterienweisheit, wissen ganz gut, daß auch da das Wesentliche darauf beruht, daß man ins Zwiegespräch kommt mit den Wesenheiten des Kosmos. Aber im allgemeinen Menschenbewußtsein von heute ist das Gegenteil vorhanden von dem, was in der alten Zeit durchaus da war. Heute sagt man: Der ist ein Arzt, der an der Universität zum Arzt promoviert worden ist.— Das sagte man in alten Zeiten nicht. In alten Zeiten war der ein Arzt, der mit dem Gotte Merkur gesprochen hat. In den darauffolgenden Zeiten ist schon alles in der Auflösung; da waren nur noch die Traditionen desjenigen vorhanden, was einst in den Mysterien aus den Zwiegesprächen zwischen den Arzt-Priestern mit dem Gotte Merkur hervorgegangen ist.

[ 7 ] Auch heute beruht die Geisteswissenschaft darauf, daß durch die entsprechende Vorbereitung der Initiierten die Wesenheiten unseres Kosmos auf die Erde heruntersteigen. Diejenigen, die Eingeweihte sind in die heutige Mysterienweisheit, wissen ganz gut, daß auch da das Wesentliche darauf beruht, daß man ins Zwiegespräch kommt mit den Wesenheiten des Kosmos. Aber im allgemeinen Menschenbewußtsein von heute ist das Gegenteil vorhanden von dem, was in der alten Zeit durchaus da war. Heute sagt man: Der ist ein Arzt, der an der Universität zum Arzt promoviert worden ist.— Das sagte man in alten Zeiten nicht. In alten Zeiten war der ein Arzt, der mit dem Gotte Merkur gesprochen hat. In den darauffolgenden Zeiten ist schon alles in der Auflösung; da waren nur noch die Traditionen desjenigen vorhanden, was einst in den Mysterien aus den Zwiegesprächen zwischen den Arzt-Priestern mit dem Gotte Merkur hervorgegangen ist.

[ 8 ] Nun, in der Venussphäre handelt es sich darum, daß tatsächlich das, was vom Menschen noch übriggeblieben ist, nachdem er sein Böses und seine ungesunden Zustände abgelegt hat, übergeführt werde in die Sonnensphäre, Sehen Sie, da müssen wir, wenn wir das verstehen wollen, auf eine Eigentümlichkeit der ganzen Menschenwesenheit hindeuten. Hier auf der Erde erscheint uns der Mensch immer als ein Ganzes. Er muß schon ein so großer Verbrecher werden, daß er enthauptet wird, dann erscheint er nach der Enthauptung nicht mehr als ein Ganzes im physischen Leibe. Aber bei geringeren Vergehen und Verbrechen, wenn er auch noch so streng bestraft wird, erscheint er immer als ein Ganzes. Nun, das ist nicht der Fall mit dem geistig-seelischen Gegenbild, das der Mensch durch die Monden- und Merkursphäre hindurchträgt. Der Mensch ist eigentlich, indem er mit Seele und Geist ankommt in der übersinnlichen Welt, nachdem er durch die Pforte des Todes geschritten ist und abgelegt hat die Schwächen des Bösen und die Schwächen der Krankheiten, in gewissem Sinne kein ganzer Mensch mehr. Denn der Mensch ist identisch mit seinem Bösen, das Böse bildet einen Teil seines eigenen Wesens. Wenn einer nur ein ausgepichter Bösewicht wäre, gar nichts gutes Menschliches in sich hätte, dann würde er seinen ganzen Menschen in der Mondensphäre zurücklassen müssen, er käme gar nicht weiter; denn in demselben Maße, in dem wir böse sind, lassen wir unser eigenes Wesen im Monde zurück. Wir sind eins, identisch mit demjenigen, was böse an uns ist vor der geistigen Welt, so daß wir in gewissem Sinne als verstümmelte Menschen in der Venussphäre ankommen. Nun herrscht in der Venussphäre tatsächlich in dem geistigsten Sinne reinste Liebe, Die Venus ist das Element der reinsten Liebe, und da wird durch die kosmische Liebe von der Venussphäre in das Sonnendasein das hinübergetragen, was in dieser Weise vom Menschen geblieben ist.

[ 8 ] Nun, in der Venussphäre handelt es sich darum, daß tatsächlich das, was vom Menschen noch übriggeblieben ist, nachdem er sein Böses und seine ungesunden Zustände abgelegt hat, übergeführt werde in die Sonnensphäre, Sehen Sie, da müssen wir, wenn wir das verstehen wollen, auf eine Eigentümlichkeit der ganzen Menschenwesenheit hindeuten. Hier auf der Erde erscheint uns der Mensch immer als ein Ganzes. Er muß schon ein so großer Verbrecher werden, daß er enthauptet wird, dann erscheint er nach der Enthauptung nicht mehr als ein Ganzes im physischen Leibe. Aber bei geringeren Vergehen und Verbrechen, wenn er auch noch so streng bestraft wird, erscheint er immer als ein Ganzes. Nun, das ist nicht der Fall mit dem geistig-seelischen Gegenbild, das der Mensch durch die Monden- und Merkursphäre hindurchträgt. Der Mensch ist eigentlich, indem er mit Seele und Geist ankommt in der übersinnlichen Welt, nachdem er durch die Pforte des Todes geschritten ist und abgelegt hat die Schwächen des Bösen und die Schwächen der Krankheiten, in gewissem Sinne kein ganzer Mensch mehr. Denn der Mensch ist identisch mit seinem Bösen, das Böse bildet einen Teil seines eigenen Wesens. Wenn einer nur ein ausgepichter Bösewicht wäre, gar nichts gutes Menschliches in sich hätte, dann würde er seinen ganzen Menschen in der Mondensphäre zurücklassen müssen, er käme gar nicht weiter; denn in demselben Maße, in dem wir böse sind, lassen wir unser eigenes Wesen im Monde zurück. Wir sind eins, identisch mit demjenigen, was böse an uns ist vor der geistigen Welt, so daß wir in gewissem Sinne als verstümmelte Menschen in der Venussphäre ankommen. Nun herrscht in der Venussphäre tatsächlich in dem geistigsten Sinne reinste Liebe, Die Venus ist das Element der reinsten Liebe, und da wird durch die kosmische Liebe von der Venussphäre in das Sonnendasein das hinübergetragen, was in dieser Weise vom Menschen geblieben ist.

[ 9 ] In der Sonnensphäre hat nun der Mensch real zu arbeiten an dem Zustandekommen seines Karma. Unsere jetzigen Physiker würden im höchsten Grade staunen müssen, wenn sie nun wirklich einmal in die Sonne kämen. Denn alles das, was hier auf der Erde auszukundschaften wäre über die Sonne, stimmt nicht. Die Sonne soll etwas wie eine Art glühender Gasball sein. Das ist sie nicht, sondern die Sache ist so — ich möchte von einem Vergleich ausgehen, der etwas banal ist —: Wenn Sie Selterswasser in einer Flasche haben, so müssen Sie, wenn Sie das Wasser sehen wollen, schon sehr aufmerksam sein und da hinschauen, wo es bald aufhört, sonst erscheint es Ihnen überhaupt nicht. Was sehen Sie denn eigentlich? Sie sehen nicht das Wasser, sondern die Perlen der Kohlensäure, die dünner sind als das Wasser. Sie sehen das Dünnere, und das Dichtere sehen Sie nicht. Nun, wie ist es mit der Sonne? Wenn Sie zur Sonne hinschauen, dann sehen Sie die Sonne nicht deshalb, weil sie im leeren Raum ein verdichteter, glühender Gasball wäre, sondern Sie sehen die Sonne deshalb, weil es da besonders dünn ist. Und nun müssen Sie sich schon zu einer Vorstellung bequemen, die nicht gerade gewöhnlich ist.

[ 9 ] In der Sonnensphäre hat nun der Mensch real zu arbeiten an dem Zustandekommen seines Karma. Unsere jetzigen Physiker würden im höchsten Grade staunen müssen, wenn sie nun wirklich einmal in die Sonne kämen. Denn alles das, was hier auf der Erde auszukundschaften wäre über die Sonne, stimmt nicht. Die Sonne soll etwas wie eine Art glühender Gasball sein. Das ist sie nicht, sondern die Sache ist so — ich möchte von einem Vergleich ausgehen, der etwas banal ist —: Wenn Sie Selterswasser in einer Flasche haben, so müssen Sie, wenn Sie das Wasser sehen wollen, schon sehr aufmerksam sein und da hinschauen, wo es bald aufhört, sonst erscheint es Ihnen überhaupt nicht. Was sehen Sie denn eigentlich? Sie sehen nicht das Wasser, sondern die Perlen der Kohlensäure, die dünner sind als das Wasser. Sie sehen das Dünnere, und das Dichtere sehen Sie nicht. Nun, wie ist es mit der Sonne? Wenn Sie zur Sonne hinschauen, dann sehen Sie die Sonne nicht deshalb, weil sie im leeren Raum ein verdichteter, glühender Gasball wäre, sondern Sie sehen die Sonne deshalb, weil es da besonders dünn ist. Und nun müssen Sie sich schon zu einer Vorstellung bequemen, die nicht gerade gewöhnlich ist.

[ 10 ] Wenn Sie so hinschauen, so sehen Sie in den Raum hinein. Ich will nicht über die Natur des Raumes sprechen. Hier sehen Sie ins Wasser hinein; im Wasser sind die Perlen ausgespart (siehe Zeichnung), die sind dünner als das Wasser. Da, wo oben die Sonne ist, ist es dünner als der Raum. Sie werden sagen: Der Raum ist schon nichts. — Aber wirklich, wo die Sonne ist, ist noch weniger als nichts! Nun, Erdenmenschen könnten ja, besonders in der heutigen Zeit, aus ganz anderen Untergründen heraus wissen, daß es auch weniger als nichts gibt. Wenn ich fünf Mark in der Tasche habe, so habe ich fünf Mark. Wenn ich sie nach und nach ausgegeben habe, so habe ich endlich Null. Aber wenn ich Schulden mache, dann habe ich weniger als nichts. Man weiß ja das heute, was das bedeutet, weniger als nichts haben. Sehen Sie, so ist es: Wo Raum bloß ist, ist nichts; aber wo die Sonne ist, ist weniger als nichts. Da ist in dem Raum ein Loch, da ist gar kein Raum, und in diesem Loch im Raum, da leben in der Tat geistige Wesenheiten, leben die Exusiai, Dynamis, Kyriotetes. Sie leben in diesem Loch — allerdings, indem sich überallhin ihr Dasein erstreckt — als die Wesenheiten Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, die Sie angeführt finden in meiner «Geheimwissenschaft». Und mit ihnen lebt der Mensch den größten Teil seines Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zusammen. Mit ihnen im Verein, mit denjenigen Menschenseelen ferner, die mit ihm durch die Todespforte gegangen sind und mit denen er einen karmischen Zusammenhang hat, und mit anderen Wesenheiten noch, von denen die Menschen kaum eine Ahnung haben können, wird dann in gemeinschaftlicher Arbeit das Karma ausgearbeitet für das nächste Erdenleben.

[ 10 ] Wenn Sie so hinschauen, so sehen Sie in den Raum hinein. Ich will nicht über die Natur des Raumes sprechen. Hier sehen Sie ins Wasser hinein; im Wasser sind die Perlen ausgespart (siehe Zeichnung), die sind dünner als das Wasser. Da, wo oben die Sonne ist, ist es dünner als der Raum. Sie werden sagen: Der Raum ist schon nichts. — Aber wirklich, wo die Sonne ist, ist noch weniger als nichts! Nun, Erdenmenschen könnten ja, besonders in der heutigen Zeit, aus ganz anderen Untergründen heraus wissen, daß es auch weniger als nichts gibt. Wenn ich fünf Mark in der Tasche habe, so habe ich fünf Mark. Wenn ich sie nach und nach ausgegeben habe, so habe ich endlich Null. Aber wenn ich Schulden mache, dann habe ich weniger als nichts. Man weiß ja das heute, was das bedeutet, weniger als nichts haben. Sehen Sie, so ist es: Wo Raum bloß ist, ist nichts; aber wo die Sonne ist, ist weniger als nichts. Da ist in dem Raum ein Loch, da ist gar kein Raum, und in diesem Loch im Raum, da leben in der Tat geistige Wesenheiten, leben die Exusiai, Dynamis, Kyriotetes. Sie leben in diesem Loch — allerdings, indem sich überallhin ihr Dasein erstreckt — als die Wesenheiten Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, die Sie angeführt finden in meiner «Geheimwissenschaft». Und mit ihnen lebt der Mensch den größten Teil seines Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zusammen. Mit ihnen im Verein, mit denjenigen Menschenseelen ferner, die mit ihm durch die Todespforte gegangen sind und mit denen er einen karmischen Zusammenhang hat, und mit anderen Wesenheiten noch, von denen die Menschen kaum eine Ahnung haben können, wird dann in gemeinschaftlicher Arbeit das Karma ausgearbeitet für das nächste Erdenleben.

[ 11 ] In diesem Sonnengebiete geht es anders zu als hier auf der Erde. Warum stellen sich denn unsere gescheiten Naturforscher — gescheit sind sie wirklich — die Sonne als einen glühenden Gasball vor? Weil sie aus einem gewissen illusionären materialistischen Instinkt heraus wollen, daß sie sich in der Sonne etwas vorstellen können, wo etwas Physisches vor sich geht. Es geht in der Sonne gar nichts Physisches vor sich. Das geht nur höchstens vor in der Sonnenkorona, gar nicht im Sonnenraum. Der ist reinste geistige Welt. Da drinnen gibt es keine Naturgesetze. Die Materialisten möchten, daß auch in der Sonne die Naturgesetze walten; aber da gibt es keine Naturgesetze, die sind ausgeschlossen. Da walten einzig und allein jene Gesetze, welche die entsprechenden karmischen Folgen erzeugen aus dem Guten, und welche, wenn der Mensch jetzt verstümmelt die Sonne betritt, durch die Liebe der Venuswesen ergänzend wirken auf seine Verstümmelung, die als Ergebnis seines bösen Karma da ist. Der Mensch kann natürlich durchaus Respekt, Achtung haben vor dem vielen, was hier auf der Erde geschieht, und die Menschen werden, wenn man das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt schildert, oftmals den Eindruck haben: Dort sind wir so lange, was machen wir da eigentlich? — Ja, gegenüber dem, was da gemacht wird, damit wir im nächsten Erdenleben die Wirkungen des Karma haben, gegenüber allen diesen Mächten, die um uns sind und durch uns gehen während des Sonnendaseins, ist alles, was in der Hochkultur der Erde geschieht, eine Kleinigkeit. Nur geschieht da alles auf eine rein geistige Weise.

[ 11 ] In diesem Sonnengebiete geht es anders zu als hier auf der Erde. Warum stellen sich denn unsere gescheiten Naturforscher — gescheit sind sie wirklich — die Sonne als einen glühenden Gasball vor? Weil sie aus einem gewissen illusionären materialistischen Instinkt heraus wollen, daß sie sich in der Sonne etwas vorstellen können, wo etwas Physisches vor sich geht. Es geht in der Sonne gar nichts Physisches vor sich. Das geht nur höchstens vor in der Sonnenkorona, gar nicht im Sonnenraum. Der ist reinste geistige Welt. Da drinnen gibt es keine Naturgesetze. Die Materialisten möchten, daß auch in der Sonne die Naturgesetze walten; aber da gibt es keine Naturgesetze, die sind ausgeschlossen. Da walten einzig und allein jene Gesetze, welche die entsprechenden karmischen Folgen erzeugen aus dem Guten, und welche, wenn der Mensch jetzt verstümmelt die Sonne betritt, durch die Liebe der Venuswesen ergänzend wirken auf seine Verstümmelung, die als Ergebnis seines bösen Karma da ist. Der Mensch kann natürlich durchaus Respekt, Achtung haben vor dem vielen, was hier auf der Erde geschieht, und die Menschen werden, wenn man das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt schildert, oftmals den Eindruck haben: Dort sind wir so lange, was machen wir da eigentlich? — Ja, gegenüber dem, was da gemacht wird, damit wir im nächsten Erdenleben die Wirkungen des Karma haben, gegenüber allen diesen Mächten, die um uns sind und durch uns gehen während des Sonnendaseins, ist alles, was in der Hochkultur der Erde geschieht, eine Kleinigkeit. Nur geschieht da alles auf eine rein geistige Weise.

[ 12 ] Sehen Sie, ein Teil des Karma wird schon vorbereitet in der Venussphäre, sogar in der Merkursphäre wird schon etwas vom Karma ausgearbeitet. Wir werden in den folgenden Vorträgen eine berühmte weltgeschichtliche Persönlichkeit kennenlernen, die ihr Lebenskarma im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts dadurch hatte, daß sie es zum Teil vorbereitete gerade in der Venus- und Merkursphäre. Und solche Persönlichkeiten, die schon in der Venus- und Merkursphäre beginnen, die Gestaltung des Karma des folgenden Lebens vorzubereiten, werden oftmals außerordentlich bedeutsame Persönlichkeiten in ihrem folgenden Erdenleben. Aber für die weitaus meisten Menschen wird der Hauptteil dessen, was als Karma sich auslebt im Erdenleben, innerhalb der Sonnensphäre, wo wir am längsten sind, ausgearbeitet. Auf das Genauere werden wir noch einzugehen haben; ich will heute zunächst das Bild skizzieren, wie das Karma nach und nach in den verschiedenen Sphären veranlagt wird. Nur müssen Sie sich vorstellen, damit Sie nicht in Widerspruch kommen mit Schilderungen, die ich von anderen Gesichtspunkten aus gegeben habe über das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, daß der Mensch, indem er aufrückt in diese Sphären, in ganz andere Weltverhältnisse hineinkommt. Wenn man zum Beispiel die Sonnensphäre betreten hat und dann wiederum hinaustritt aus der Sonne und in die Marssphäre hineinkommt, dann ist man nicht über diese Sonnensphäre ganz hinaus, sondern die Sonne wirkt weiter hinein in diesen von der Erde abgelegenen Teil des Kosmos. In der Sonnensphäre hat man es nur zu tun mit dem, was vom Menschen als Moralisches geblieben ist und was von ihm im Gesunden geblieben ist; das andere hat er abgelegt. Das andere ist in ihm als eine Art Unvollständigkeit; aber alles das, was unvollständig ist, wird in der Sonnensphäre ergänzt. Wir leben da in der Sonnensphäre zunächst eine erste Hälfte unseres Daseins; da bereiten wir namentlich das vor, was dann führen kann zur physischen Durchorganisierung des nächsten Menschenleibes. In der zweiten Hälfte des Sonnendaseins widmen wir uns im Verein mit den Wesenheiten Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, im Verein mit den Menschenseelen, mit denen wir karmisch verbunden sind, der Ausarbeitung des Moralischen, das dann in unserem nächsten Leben aufgeht, des moralischen Teiles des Karma. Nur wird namentlich dieser moralische Teil und der geistige Teil des Karma, zum Beispiel besondere Anlagen für dies oder jenes, ausgebildet in der Marssphäre, in die wir eintreten nach der Sonnensphäre, in der Jupitersphäre und in der Saturnsphäre. Und das ist ja gerade das Eigentümliche, daß wir, indem wir diese Sphären durchmachen, erkennen, was eigentlich die physischen Sterne sind.

[ 12 ] Sehen Sie, ein Teil des Karma wird schon vorbereitet in der Venussphäre, sogar in der Merkursphäre wird schon etwas vom Karma ausgearbeitet. Wir werden in den folgenden Vorträgen eine berühmte weltgeschichtliche Persönlichkeit kennenlernen, die ihr Lebenskarma im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts dadurch hatte, daß sie es zum Teil vorbereitete gerade in der Venus- und Merkursphäre. Und solche Persönlichkeiten, die schon in der Venus- und Merkursphäre beginnen, die Gestaltung des Karma des folgenden Lebens vorzubereiten, werden oftmals außerordentlich bedeutsame Persönlichkeiten in ihrem folgenden Erdenleben. Aber für die weitaus meisten Menschen wird der Hauptteil dessen, was als Karma sich auslebt im Erdenleben, innerhalb der Sonnensphäre, wo wir am längsten sind, ausgearbeitet. Auf das Genauere werden wir noch einzugehen haben; ich will heute zunächst das Bild skizzieren, wie das Karma nach und nach in den verschiedenen Sphären veranlagt wird. Nur müssen Sie sich vorstellen, damit Sie nicht in Widerspruch kommen mit Schilderungen, die ich von anderen Gesichtspunkten aus gegeben habe über das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, daß der Mensch, indem er aufrückt in diese Sphären, in ganz andere Weltverhältnisse hineinkommt. Wenn man zum Beispiel die Sonnensphäre betreten hat und dann wiederum hinaustritt aus der Sonne und in die Marssphäre hineinkommt, dann ist man nicht über diese Sonnensphäre ganz hinaus, sondern die Sonne wirkt weiter hinein in diesen von der Erde abgelegenen Teil des Kosmos. In der Sonnensphäre hat man es nur zu tun mit dem, was vom Menschen als Moralisches geblieben ist und was von ihm im Gesunden geblieben ist; das andere hat er abgelegt. Das andere ist in ihm als eine Art Unvollständigkeit; aber alles das, was unvollständig ist, wird in der Sonnensphäre ergänzt. Wir leben da in der Sonnensphäre zunächst eine erste Hälfte unseres Daseins; da bereiten wir namentlich das vor, was dann führen kann zur physischen Durchorganisierung des nächsten Menschenleibes. In der zweiten Hälfte des Sonnendaseins widmen wir uns im Verein mit den Wesenheiten Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, im Verein mit den Menschenseelen, mit denen wir karmisch verbunden sind, der Ausarbeitung des Moralischen, das dann in unserem nächsten Leben aufgeht, des moralischen Teiles des Karma. Nur wird namentlich dieser moralische Teil und der geistige Teil des Karma, zum Beispiel besondere Anlagen für dies oder jenes, ausgebildet in der Marssphäre, in die wir eintreten nach der Sonnensphäre, in der Jupitersphäre und in der Saturnsphäre. Und das ist ja gerade das Eigentümliche, daß wir, indem wir diese Sphären durchmachen, erkennen, was eigentlich die physischen Sterne sind.

[ 13 ] Ein physischer Stern ist eine Contradictio in adjecto. Denn was ist denn eigentlich ein Stern? Da stellen sich heute die Physiker vor: Da oben brennt irgend etwas, ein Gas oder so etwas. Wenn sie herankommen würden an die Sonne, würden sie höchst erstaunt sein, gerade in der Sonne kein Brennendes, sondern ein Loch im Raum zu finden, so daß sie überhaupt zersplittern würden zu einem Staube, der dünner ist als jeder Staub, der auf der Erde gedacht werden kann. Es wäre nur das Geistige da. So sind auch die anderen Sterne, die wir sehen, nicht etwa jenes glühende, brennende Gas; da ist ganz etwas anderes. Angrenzend an diese Erde, die wir bewohnen, die ihre physischen Stoffe und ihre physischen Kräfte hat, ist der allgemeine Weltenäther. Dieser allgemeine Weltenäther wird uns sichtbar dadurch, daß, wenn wir einfach so hineinschauen in den Äther, unser Sehraum begrenzt ist; er scheint dann blau umgrenzt. Aber jetzt überhaupt noch zu glauben, daß da im Kosmos physische Substanzen herumbummeln, so wie man im materialistischen Denken es sich vorstellt, das ist eine kindische Vorstellung. Da bummeln gar nicht physische Substanzen herum, sondern wo ein Stern ist, ist etwas ganz anderes. Man kommt überhaupt allmählich, wenn man im Ätherischen immer weiter geht, aus dem Raum ganz hinaus in jene Sphären, wo die Götter leben. Und jetzt stellen Sie sich ganz lebhaft vor eine seelische Beziehung von Mensch zu Mensch, die sich körperlich auslebt. Drastisch ausgedrückt, stellen Sie sich vor, Sie werden von einem Menschen geliebt; der streichelt Sie, Sie spüren das Streicheln. Es wäre kindisch, wenn Sie sich vorstellen würden, an der Stelle, wo die Streichelströme gehen, da sei, wenn Sie nicht hinschauen, physische Materie. Sie werden gar nicht angestrichen mit physischer Materie, es ist ein Vorgang da, und das, was das Wesentliche ist, ist eine Seelenempfindung, die des Streichelns. So ist es, wenn wir hinausschauen in die Äthersphären. Die Götter in ihrer Liebe streicheln gewissermaßen die Welt. Es ist ein ganz ordentlicher Vergleich: sie liebkosen die Welt, sie berühren sie an gewissen Stellen; nur dauert dieses Berühren sehr lange, weil die Götter dauernd sind. Aber dieser Ausdruck der Liebe im Äther, das sind die Sterne. Das sind sie wirklich; da ist gar nichts Physisches. Und einen Stern sehen heißt kosmisch dasselbe, wie eine Berührung, die aus der Liebe der Menschen hervorgegangen ist, verspüren. So verspüren wir die Liebe der göttlich-geistigen Wesenheiten, indem wir zu den Sternen aufsehen. Wir müssen uns damit bekanntmachen, daß die Sterne nur Zeichen sind für die Anwesenheit der Götter im Weltenall. Unsere physische Wissenschaft wird viel zu lernen haben, wenn sie von ihrer Illusion zur Wahrheit vordringen will. Aber die Menschen werden überhaupt nicht zur Selbsterkenntnis kommen und das eigene Wesen nicht kennenlernen, bevor sie nicht — für das außerirdische Weltenall — diese physische Wissenschaft ganz und gar umgewandelt haben werden in eine geistige Wissenschaft. Physische Wissenschaft, das hat nur einen Sinn für die Erde, denn nur auf der Erde gibt es physische Substanz.

[ 13 ] Ein physischer Stern ist eine Contradictio in adjecto. Denn was ist denn eigentlich ein Stern? Da stellen sich heute die Physiker vor: Da oben brennt irgend etwas, ein Gas oder so etwas. Wenn sie herankommen würden an die Sonne, würden sie höchst erstaunt sein, gerade in der Sonne kein Brennendes, sondern ein Loch im Raum zu finden, so daß sie überhaupt zersplittern würden zu einem Staube, der dünner ist als jeder Staub, der auf der Erde gedacht werden kann. Es wäre nur das Geistige da. So sind auch die anderen Sterne, die wir sehen, nicht etwa jenes glühende, brennende Gas; da ist ganz etwas anderes. Angrenzend an diese Erde, die wir bewohnen, die ihre physischen Stoffe und ihre physischen Kräfte hat, ist der allgemeine Weltenäther. Dieser allgemeine Weltenäther wird uns sichtbar dadurch, daß, wenn wir einfach so hineinschauen in den Äther, unser Sehraum begrenzt ist; er scheint dann blau umgrenzt. Aber jetzt überhaupt noch zu glauben, daß da im Kosmos physische Substanzen herumbummeln, so wie man im materialistischen Denken es sich vorstellt, das ist eine kindische Vorstellung. Da bummeln gar nicht physische Substanzen herum, sondern wo ein Stern ist, ist etwas ganz anderes. Man kommt überhaupt allmählich, wenn man im Ätherischen immer weiter geht, aus dem Raum ganz hinaus in jene Sphären, wo die Götter leben. Und jetzt stellen Sie sich ganz lebhaft vor eine seelische Beziehung von Mensch zu Mensch, die sich körperlich auslebt. Drastisch ausgedrückt, stellen Sie sich vor, Sie werden von einem Menschen geliebt; der streichelt Sie, Sie spüren das Streicheln. Es wäre kindisch, wenn Sie sich vorstellen würden, an der Stelle, wo die Streichelströme gehen, da sei, wenn Sie nicht hinschauen, physische Materie. Sie werden gar nicht angestrichen mit physischer Materie, es ist ein Vorgang da, und das, was das Wesentliche ist, ist eine Seelenempfindung, die des Streichelns. So ist es, wenn wir hinausschauen in die Äthersphären. Die Götter in ihrer Liebe streicheln gewissermaßen die Welt. Es ist ein ganz ordentlicher Vergleich: sie liebkosen die Welt, sie berühren sie an gewissen Stellen; nur dauert dieses Berühren sehr lange, weil die Götter dauernd sind. Aber dieser Ausdruck der Liebe im Äther, das sind die Sterne. Das sind sie wirklich; da ist gar nichts Physisches. Und einen Stern sehen heißt kosmisch dasselbe, wie eine Berührung, die aus der Liebe der Menschen hervorgegangen ist, verspüren. So verspüren wir die Liebe der göttlich-geistigen Wesenheiten, indem wir zu den Sternen aufsehen. Wir müssen uns damit bekanntmachen, daß die Sterne nur Zeichen sind für die Anwesenheit der Götter im Weltenall. Unsere physische Wissenschaft wird viel zu lernen haben, wenn sie von ihrer Illusion zur Wahrheit vordringen will. Aber die Menschen werden überhaupt nicht zur Selbsterkenntnis kommen und das eigene Wesen nicht kennenlernen, bevor sie nicht — für das außerirdische Weltenall — diese physische Wissenschaft ganz und gar umgewandelt haben werden in eine geistige Wissenschaft. Physische Wissenschaft, das hat nur einen Sinn für die Erde, denn nur auf der Erde gibt es physische Substanz.

[ 14 ] Und so kommen wir, indem wir die Erde verlassen beim Durchgange durch die Todespforte, immer mehr in ein rein geistiges Erleben hinein. Daß zuerst unser Leben bei diesem rückläufigen Durchleben in einem dritten Teil des Erdenlebens anders ausschaut als das physische Leben, rührt davon her, weil die Mondensphäre mit ihrer Substantialität uns durchdringt. Das ist auf geistige Weise bewirkt. Und unter den vielen Dingen, die da zu geschehen haben in den Sternensphären, ist eben auch die Ausarbeitung des Karma.

[ 14 ] Und so kommen wir, indem wir die Erde verlassen beim Durchgange durch die Todespforte, immer mehr in ein rein geistiges Erleben hinein. Daß zuerst unser Leben bei diesem rückläufigen Durchleben in einem dritten Teil des Erdenlebens anders ausschaut als das physische Leben, rührt davon her, weil die Mondensphäre mit ihrer Substantialität uns durchdringt. Das ist auf geistige Weise bewirkt. Und unter den vielen Dingen, die da zu geschehen haben in den Sternensphären, ist eben auch die Ausarbeitung des Karma.

[ 15 ] Nun möchte ich Ihnen auch noch sagen, damit diese Dinge immer eins das andere stützen, wie derjenige, der heute die Initiationswissenschaft durchmacht, zu solchen Beobachtungen kommt. Ich habe es ja öfter seit einiger Zeit sogar schon in öffentlichen Vorträgen geschildert, wie der Mensch, wenn er durch die Methoden, die Sie angegeben finden in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», zu dem wirklichen übersinnlichen Erkennen aufsteigt, zunächst zurückblickt auf sein Erdenleben und dieses wie in einem Tableau überschaut. Alles, was sonst im Innern hintereinander ist, ist gleichzeitig da als ein mächtiges Lebenspanorama, das man überschaut bis zur Ich-Geburt, aber getrennt in einem gewissen Sinne sind doch die einzelnen Lebensepochen. Man schaut hin auf dasjenige, was man durchlebt hat von der Geburt bis zum Zahnwechsel, man schaut zurück und übersieht als eine geschlossene Reihe für sich das, was vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife geht, dann wiederum bis zum Anfang der Zwanzig und so weiter. Aber indem man weiter aufsteigt in seinen Konzentfiationen, eben die Methoden für die Erkenntnis der geistigen Welt weiter auf sich anwendet, kommt man dazu, nicht nur das, was man da schaut, zu sehen, sondern man bringt es, indem man das Lebenstableau überschaut und zuerst das sieht, was von der Geburt bis zum siebenten Jahre geht, später dazu, daß dieses Menschenleben verschwindet: man schaut gewissermaßen durch sein eigenes Leben durch. Da erscheint an der Stelle des eigenen Lebens, welche die erste Kindheit bedeutet, da, wo man früher dasjenige gesehen hat, was sich in einem abgespielt hat von der Geburt bis zum siebenten Jahre, wenn man in das leere Bewußtsein eingetreten ist, wenn man zur Inspiration aufgestiegen ist, das Leben und Weben der Mondensphäre. So daß die Initiationswissenschaft für die normale heutige Initiation erkennen läßt die Geheimnisse der Mondensphäre, wenn man mit inspirierter Erkenntnis auslöscht das eigene Lebenstableau und sieht, was da nun aufleuchtet an der Stelle dessen, was in dem eigenen Leben sich abspielt von der Geburt bis zum siebenten Lebensjahre.

[ 15 ] Nun möchte ich Ihnen auch noch sagen, damit diese Dinge immer eins das andere stützen, wie derjenige, der heute die Initiationswissenschaft durchmacht, zu solchen Beobachtungen kommt. Ich habe es ja öfter seit einiger Zeit sogar schon in öffentlichen Vorträgen geschildert, wie der Mensch, wenn er durch die Methoden, die Sie angegeben finden in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», zu dem wirklichen übersinnlichen Erkennen aufsteigt, zunächst zurückblickt auf sein Erdenleben und dieses wie in einem Tableau überschaut. Alles, was sonst im Innern hintereinander ist, ist gleichzeitig da als ein mächtiges Lebenspanorama, das man überschaut bis zur Ich-Geburt, aber getrennt in einem gewissen Sinne sind doch die einzelnen Lebensepochen. Man schaut hin auf dasjenige, was man durchlebt hat von der Geburt bis zum Zahnwechsel, man schaut zurück und übersieht als eine geschlossene Reihe für sich das, was vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife geht, dann wiederum bis zum Anfang der Zwanzig und so weiter. Aber indem man weiter aufsteigt in seinen Konzentfiationen, eben die Methoden für die Erkenntnis der geistigen Welt weiter auf sich anwendet, kommt man dazu, nicht nur das, was man da schaut, zu sehen, sondern man bringt es, indem man das Lebenstableau überschaut und zuerst das sieht, was von der Geburt bis zum siebenten Jahre geht, später dazu, daß dieses Menschenleben verschwindet: man schaut gewissermaßen durch sein eigenes Leben durch. Da erscheint an der Stelle des eigenen Lebens, welche die erste Kindheit bedeutet, da, wo man früher dasjenige gesehen hat, was sich in einem abgespielt hat von der Geburt bis zum siebenten Jahre, wenn man in das leere Bewußtsein eingetreten ist, wenn man zur Inspiration aufgestiegen ist, das Leben und Weben der Mondensphäre. So daß die Initiationswissenschaft für die normale heutige Initiation erkennen läßt die Geheimnisse der Mondensphäre, wenn man mit inspirierter Erkenntnis auslöscht das eigene Lebenstableau und sieht, was da nun aufleuchtet an der Stelle dessen, was in dem eigenen Leben sich abspielt von der Geburt bis zum siebenten Lebensjahre.

[ 16 ] Schaut man dann zurück auf das Gebiet, das man durchlebt hat vom siebenten bis zum vierzehnten Jahre, und löscht man es aus in inspitierter Erkenntnis, so schaut man hinein in die Merkursphäre. Alles ist mit dem menschlichen Wesen selber verknüpft. Der Mensch ist mit dem ganzen Weltenall verbunden. Lernt er sich wirklich selber kennen, findet er sich in sich selber zurecht, so lernt er das ganze Weltenall kennen. Und nun bitte ich Sie, eines zu berücksichtigen. Man bekommt wirklich einen großen Respekt vor der alten instinktiven Initiationswissenschaft. Diehatden Dingen die richtigen Namen gegeben, die uns heute noch geblieben sind. Würden nur wenige Dinge heute Namen bekommen, so würde man das Chaos sehen. Denn mit heutigem Erkennen und Wissen können keine ordentlichen Namen gebildet werden. Aber wenn wir das Leben unbefangen anschauen, so bekommen wir Achtung, Ehrerbietung vor demjenigen, was die alte Initiationswissenschaft getan hat. Die wußte aus ihrem Instinkt heraus noch dasjenige, was heute durch alle möglichen Statistiken festgestellt werden kann: daß eigentlich der Mensch in ganz kindlichem Alter die Kinderkrankheiten hat, sehr krankheitsanfällig ist, leicht stirbt, und eben erst wieder so anfällig ist nach der Geschlechtsreife. Das gesündeste Lebensalter sind die Jahre von sieben bis vierzehn, da ist die Sterblichkeit gering. Da wirkt die Merkursphäre. Das haben die alten Weisen gewußt, und heute erkennen wir es wieder, wenn man durch die heutige Initiationswissenschaft eindringt in die Geheimnisse des Daseins. Da möchte man niederknien vor demjenigen, was aus den urheiligsten Traditionen der Menschheit vor einen hintreten kann.

[ 16 ] Schaut man dann zurück auf das Gebiet, das man durchlebt hat vom siebenten bis zum vierzehnten Jahre, und löscht man es aus in inspitierter Erkenntnis, so schaut man hinein in die Merkursphäre. Alles ist mit dem menschlichen Wesen selber verknüpft. Der Mensch ist mit dem ganzen Weltenall verbunden. Lernt er sich wirklich selber kennen, findet er sich in sich selber zurecht, so lernt er das ganze Weltenall kennen. Und nun bitte ich Sie, eines zu berücksichtigen. Man bekommt wirklich einen großen Respekt vor der alten instinktiven Initiationswissenschaft. Diehatden Dingen die richtigen Namen gegeben, die uns heute noch geblieben sind. Würden nur wenige Dinge heute Namen bekommen, so würde man das Chaos sehen. Denn mit heutigem Erkennen und Wissen können keine ordentlichen Namen gebildet werden. Aber wenn wir das Leben unbefangen anschauen, so bekommen wir Achtung, Ehrerbietung vor demjenigen, was die alte Initiationswissenschaft getan hat. Die wußte aus ihrem Instinkt heraus noch dasjenige, was heute durch alle möglichen Statistiken festgestellt werden kann: daß eigentlich der Mensch in ganz kindlichem Alter die Kinderkrankheiten hat, sehr krankheitsanfällig ist, leicht stirbt, und eben erst wieder so anfällig ist nach der Geschlechtsreife. Das gesündeste Lebensalter sind die Jahre von sieben bis vierzehn, da ist die Sterblichkeit gering. Da wirkt die Merkursphäre. Das haben die alten Weisen gewußt, und heute erkennen wir es wieder, wenn man durch die heutige Initiationswissenschaft eindringt in die Geheimnisse des Daseins. Da möchte man niederknien vor demjenigen, was aus den urheiligsten Traditionen der Menschheit vor einen hintreten kann.

[ 17 ] Und dann, wenn man zurückblickt in dasjenige, was der Mensch erlebt von dem vierzehnten bis zum einundzwanzigsten Lebensjahre und es auslöscht in inspirierter Erkenntnis, so dringt man in die Geheimnisse der Venussphäre ein. Wiederum sehen Sie da die alte Initiationswissenschaft wunderbar wirken. Der Mensch wird geschlechtsreif, das Lieben tritt auf. Da tritt man ein in diejenige Lebensepoche, wo man die Venusgeheimnisse enthüllt, wenn man mit Initiationswissenschaft darauf zurückschaut. Alle die Dinge, die man auf solche Weise schildern kann, wie ich es getan habe, sind ein Teil der wirklichen menschlichen Selbsterkenntnis, der vertieften menschlichen Selbsterkenntnis, die auf diese Weise entsteht.

[ 17 ] Und dann, wenn man zurückblickt in dasjenige, was der Mensch erlebt von dem vierzehnten bis zum einundzwanzigsten Lebensjahre und es auslöscht in inspirierter Erkenntnis, so dringt man in die Geheimnisse der Venussphäre ein. Wiederum sehen Sie da die alte Initiationswissenschaft wunderbar wirken. Der Mensch wird geschlechtsreif, das Lieben tritt auf. Da tritt man ein in diejenige Lebensepoche, wo man die Venusgeheimnisse enthüllt, wenn man mit Initiationswissenschaft darauf zurückschaut. Alle die Dinge, die man auf solche Weise schildern kann, wie ich es getan habe, sind ein Teil der wirklichen menschlichen Selbsterkenntnis, der vertieften menschlichen Selbsterkenntnis, die auf diese Weise entsteht.

[ 18 ] Dann wiederum, wenn man in die Zeit vom einundzwanzigsten bis zum zweiundvierzigsten Lebensjahre zurückblickt und durch Inspirationserkenntnis auslöscht das eigene imaginative Erleben, so kommt man an die Geheimnisse der Sonnensphäre heran, und es kann, wie ich schon verschiedentlich in den eben vorher gemachten Auseinandersetzungen angedeutet habe, der Mensch bei der Rückschau auf die Zeit zwischen dem einundzwanzigsten und zweiundvierzigsten Lebensjahre durch eine vertiefte Selbsterkenntnis erleben die Sonnenerkenntnisse. Um die Sonnenerkenntnisse zu erringen, müssen wir eine dreimal so lange Lebensdauer durchschauen, wie diejenige für die anderen Himmelskörper unseres Planetensystems. — Und nehmen Sie jetzt das Real-Konkrete. Wenn ich Ihnen gesagt habe, eine weltgeschichtliche Persönlichkeit hätte ihr Karma vorzugsweise durchgearbeitet in der Merkur- und in der Venussphäre, so sehen Sie jetzt, wie so etwas erforscht wird. Man erlangt die Möglichkeit, im eigenen Leben zurückzublicken in die Lebensepoche zwischen dem siebenten und vierzehnten Jahre, und dann in die zwischen dem vierzehnten und einundzwanzigsten Jahre; dann löscht man sie aus in der Inspiration, und dann erlangt man Einblicke in die Merkur- und in die Venussphäre. Durch diese Einblicke sieht man, wie eine solche Individualität zusammenarbeitet mit den anderen Wesenheiten der höheren Hierarchien und mit anderen Menschenseelen, und wie dadurch ihre Erdeninkar nation zustande gekommen ist, eine Erdeninkarnation im neunzehnten Jahrhundert.

[ 18 ] Dann wiederum, wenn man in die Zeit vom einundzwanzigsten bis zum zweiundvierzigsten Lebensjahre zurückblickt und durch Inspirationserkenntnis auslöscht das eigene imaginative Erleben, so kommt man an die Geheimnisse der Sonnensphäre heran, und es kann, wie ich schon verschiedentlich in den eben vorher gemachten Auseinandersetzungen angedeutet habe, der Mensch bei der Rückschau auf die Zeit zwischen dem einundzwanzigsten und zweiundvierzigsten Lebensjahre durch eine vertiefte Selbsterkenntnis erleben die Sonnenerkenntnisse. Um die Sonnenerkenntnisse zu erringen, müssen wir eine dreimal so lange Lebensdauer durchschauen, wie diejenige für die anderen Himmelskörper unseres Planetensystems. — Und nehmen Sie jetzt das Real-Konkrete. Wenn ich Ihnen gesagt habe, eine weltgeschichtliche Persönlichkeit hätte ihr Karma vorzugsweise durchgearbeitet in der Merkur- und in der Venussphäre, so sehen Sie jetzt, wie so etwas erforscht wird. Man erlangt die Möglichkeit, im eigenen Leben zurückzublicken in die Lebensepoche zwischen dem siebenten und vierzehnten Jahre, und dann in die zwischen dem vierzehnten und einundzwanzigsten Jahre; dann löscht man sie aus in der Inspiration, und dann erlangt man Einblicke in die Merkur- und in die Venussphäre. Durch diese Einblicke sieht man, wie eine solche Individualität zusammenarbeitet mit den anderen Wesenheiten der höheren Hierarchien und mit anderen Menschenseelen, und wie dadurch ihre Erdeninkar nation zustande gekommen ist, eine Erdeninkarnation im neunzehnten Jahrhundert.

[ 19 ] Haben nun Wesenheiten an ihrem Karma besonders arbeiten müssen in der Marssphäte, so ist das schon schwerer zu erforschen. Denn wenn jemand vor dem neunundvierzigsten Jahr initiiert wird, so kann er nicht zurückblicken zu derjenigen Lebenszeit, auf die es jetzt hier ankommt, die Lebenszeit vom zweiundvierzigsten bis neunundvierzigsten Jahre. Man muß über das neunundvierzigste Lebensjahr hinausgekommen sein, um auslöschen zu können, was man da war; dann kann man in die Geheimnisse der Marssphäre hineinschauen. Und ist man initiiert nach dem sechsundfünfzigsten Jahr, so kann man noch in eine andere Periode zurückblicken, in die Periode zwischen dem neunundvierzigsten und sechsundfünfzigsten Lebensjahre, in die Periode, wo die Jupiterkarmen ausgearbeitet werden. Und nun sehen Sie den ganzen Zusammenhang dieser Dinge. Erst beim Rückblick in die Lebenszeit zwischen dem sechsundfünfzigsten und dreiundsechzigsten Lebensjahr kann der ganze Zusammenhang dann überschaut und aus innerer Erkenntnis heraus gesprochen werden, denn da kann man auf die ganz außerordentlich merkwürdige Saturnsphäre zurückblicken. Denn die Saturnkarmen sind diejenigen, welche die Menschen auf die merkwürdigste Weise gerade zusammen wiederum in die Welt hineinstellen. Aber um diese Zusammenhänge mit der Initiationswissenschaft zu durchschauen — gewiß, durch Unterweisung kann man es schon verstehen —, aber um selbständig hineinzuschauen und den ganzen Zusammenhang zu beurteilen, muß man selbst sogar dreiundsechzig Jahre geworden sein. Es heißt das also: Es treten Menschen auf innerhalb eines bestimmten Erdenlebens, zum Beispiel ein großer Dichter, von dem ich Ihnen sprechen werde, tritt auf; er lebt durch seine Fähigkeiten, durch seine Schöpfungen ganz besonders das in seinem Karma dar, was nur durchgearbeitet werden konnte in. der Saturnsphäre.

[ 19 ] Haben nun Wesenheiten an ihrem Karma besonders arbeiten müssen in der Marssphäte, so ist das schon schwerer zu erforschen. Denn wenn jemand vor dem neunundvierzigsten Jahr initiiert wird, so kann er nicht zurückblicken zu derjenigen Lebenszeit, auf die es jetzt hier ankommt, die Lebenszeit vom zweiundvierzigsten bis neunundvierzigsten Jahre. Man muß über das neunundvierzigste Lebensjahr hinausgekommen sein, um auslöschen zu können, was man da war; dann kann man in die Geheimnisse der Marssphäre hineinschauen. Und ist man initiiert nach dem sechsundfünfzigsten Jahr, so kann man noch in eine andere Periode zurückblicken, in die Periode zwischen dem neunundvierzigsten und sechsundfünfzigsten Lebensjahre, in die Periode, wo die Jupiterkarmen ausgearbeitet werden. Und nun sehen Sie den ganzen Zusammenhang dieser Dinge. Erst beim Rückblick in die Lebenszeit zwischen dem sechsundfünfzigsten und dreiundsechzigsten Lebensjahr kann der ganze Zusammenhang dann überschaut und aus innerer Erkenntnis heraus gesprochen werden, denn da kann man auf die ganz außerordentlich merkwürdige Saturnsphäre zurückblicken. Denn die Saturnkarmen sind diejenigen, welche die Menschen auf die merkwürdigste Weise gerade zusammen wiederum in die Welt hineinstellen. Aber um diese Zusammenhänge mit der Initiationswissenschaft zu durchschauen — gewiß, durch Unterweisung kann man es schon verstehen —, aber um selbständig hineinzuschauen und den ganzen Zusammenhang zu beurteilen, muß man selbst sogar dreiundsechzig Jahre geworden sein. Es heißt das also: Es treten Menschen auf innerhalb eines bestimmten Erdenlebens, zum Beispiel ein großer Dichter, von dem ich Ihnen sprechen werde, tritt auf; er lebt durch seine Fähigkeiten, durch seine Schöpfungen ganz besonders das in seinem Karma dar, was nur durchgearbeitet werden konnte in. der Saturnsphäre.

[ 20 ] So dürfen wir sagen: Schauen wir hinauf zu unserem Planetensystem mit der Sonne — und wir können so hinaufschauen zu den übrigen Sternen, denn der übrige Sternenhimmel ist durchaus auch im Zusammenhang mit dem Menschen, wir werden auch darüber sprechen —, schauen wir da hinauf, so schauen wir unter manchem anderen aus dem Kosmos heraus gestaltet das menschliche Karma. Dieser Mond, diese Venus, dieser Jupiter sind wahrhaftig nicht allein das, als was sie uns die physische Astronomie schildert. Wir haben in ihnen zu schauen, in ihren Konstellationen, in ihren gegenseitigen Verhältnissen, in ihrem Glanz und in ihrem ganzen Dasein die Aufbauer des Menschenschicksals, die Schicksalsuhr, in der wir lesen können unser Schicksal. Sie scheint so eigentlich herunter vom Himmel in den Konstellationen. Das hat man auch einstmals in der alten instinktiven Mysterienweisheit gewußt, aber diese alte Astrologie, die eine rein geisteswissenschaftliche ist, die mit den geistigen Untergründen des Daseins erkennend arbeitete, ist eben in dilettantischer und laienhafter Form auf die Nachwelt gekommen. Und erst wieder aus Anthroposophie heraus wird sich etwas ergeben, was im wirklichen Geistzusammenhang erkennen lassen wird, wie durch die große Schicksalsuhr dieses Menschenleben hier auf der Erde gesetzmäßig sich gestaltet.

[ 20 ] So dürfen wir sagen: Schauen wir hinauf zu unserem Planetensystem mit der Sonne — und wir können so hinaufschauen zu den übrigen Sternen, denn der übrige Sternenhimmel ist durchaus auch im Zusammenhang mit dem Menschen, wir werden auch darüber sprechen —, schauen wir da hinauf, so schauen wir unter manchem anderen aus dem Kosmos heraus gestaltet das menschliche Karma. Dieser Mond, diese Venus, dieser Jupiter sind wahrhaftig nicht allein das, als was sie uns die physische Astronomie schildert. Wir haben in ihnen zu schauen, in ihren Konstellationen, in ihren gegenseitigen Verhältnissen, in ihrem Glanz und in ihrem ganzen Dasein die Aufbauer des Menschenschicksals, die Schicksalsuhr, in der wir lesen können unser Schicksal. Sie scheint so eigentlich herunter vom Himmel in den Konstellationen. Das hat man auch einstmals in der alten instinktiven Mysterienweisheit gewußt, aber diese alte Astrologie, die eine rein geisteswissenschaftliche ist, die mit den geistigen Untergründen des Daseins erkennend arbeitete, ist eben in dilettantischer und laienhafter Form auf die Nachwelt gekommen. Und erst wieder aus Anthroposophie heraus wird sich etwas ergeben, was im wirklichen Geistzusammenhang erkennen lassen wird, wie durch die große Schicksalsuhr dieses Menschenleben hier auf der Erde gesetzmäßig sich gestaltet.

[ 21 ] Aber sehen wir von diesem Gesichtspunkte aus auf ein menschliches Karma hin. Schauen wir uns einen Menschen an, dessen Karma wir auf uns wirken lassen. Es ist ja wirklich so, daß derjenige, welcher nun wiederum durch Anthroposophie hereinwächst in eine gesunde Weltanschauung gegenüber unserer krankhaften von heute, nicht nur zu anderen Begriffen und Vorstellungen über die Welt und den Menschen kommt, sondern auch zu anderen Gefühlen und Empfindungen. Denn denken Sie sich: Lernt man ein Menschenschicksal kennen, dann lernt man dabei Geheimnisse des ganzen Sternensystems kennen. Man schaut auf die Geheimnisse des Kosmos hin, indem man ein Menschenschicksal vor sich hat. Es kommen nun die heutigen Menschen, schreiben Biographien und haben keine Ahnung davon, was sie da eigentlich profanieren, wenn sie in ihrer Weise Biographien schreiben. In den Zeiten, in denen das Wissen heilig war, weil es galt als eine Ausstrahlung der Mysterien, schrieb man nicht in dem Sinne, wie man das heute tut, Biographien. Man schrieb die Biographien, indem man dahinter durchaus vermuten ließ, was aus den Geheimnissen der Sternenwelt wirkte. Wenn man ein menschliches Schicksal überblickt, dann sieht man darinnen das Walten zunächst höherer Wesenheiten des VorSonnendaseins, der Angeloi, Archangeloi, Archai; das Walten höherer Wesenheiten des Sonnendaseins, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes; der Wesenheiten, die das ganze Karma ausarbeiten, das vorzugsweise das Marskarma ist, der Throne; das Walten derjenigen, die ausarbeiten das Jupiterkarma, der Cherubim; das Walten derjenigen Wesenheiten, die mit dem Menschen zusammen arbeiten an einem solchen Karma, das das Saturnkarma ist, der Seraphim. Wir schauen also dadurch, daß wir das Bild des Schicksals, ein Menschenkarma vor uns haben, in diesem Menschenkarma die waltenden Hierarchien. Dieses Menschenkarma ist ja zunächst ein Hintergrund, ein Vorhang, wie ein Schleier. Schauen wir hinter diesen Schleier, dann weben und arbeiten und wirken und tun daran Archai, Archangeloi, Angeloi; Kyriotetes, Dynamis, Exusiai; Seraphim, Cherubim, Throne. Jedes Menschenschicksal ist eigentlich in Wahrheit doch wie etwas, das auf einem Blatt Papier als Geschriebenes ist. Denken Sie sich, es könnte ja auch einen Menschen geben, der sich so etwas, was auf ein Blatt Papier gedruckt ist, anschaut und sagt: Da sind Zeichen darauf, zuerst K-E-I und so weiter; mehr versteht er nicht, er ist nicht imstande, diese Buchstaben zusammenzusetzen zu Worten. Was liegt da für ein Ungeheures darinnen, diese Buchstaben zusammenzusetzen zu Worten! Wir haben ja die zweiundzwanzig bis achtundzwanzig Buchstaben — nun ja, dreißig bis vierunddreißig, wenn wir alle nehmen —: Der ganze Goethesche «Faust» besteht aus nichts anderem, als aus diesen Buchstaben! Wer nicht lesen kann, kann den Goetheschen «Faust» nicht lesen, er hat nur diese vierunddreißig Buchstaben, gar nichts sieht er im Goetheschen «Faust ». Wenn einer nun etwas anderes sieht, weil er diese Buchstaben in ihrer Zusammensetzung zu diesem ganz wunderbaren Goetheschen «Faust» aufbauen kann, da könnte nun sogar einer, der keine Begriffe hätte vom Lesen, ein ausgepichter Analphabet, sich furchtbar skandalisieren und sagen: Da kommt jetzt einer, der will aus diesem «Faust» da vieles herauslesen, der fängt an: «Habe nun, ach...» Das ist ja ein ganz großer Narr! — Und doch, der ganze «Faust» besteht nur aus diesen Buchstaben. Ja, sehen Sie, so wie man gewöhnlich ein Menschenkarma, ein einzelnes menschliches Karma betrachtet, so sieht man nur Buchstaben. In dem Augenblicke, wo man anfängt zu lesen, sieht man darin Angeloi, Archangeloi, Archai und deren gegenseitige Taten. Und so ein einzelnes Menschenleben in seinem Schicksal wird um so viel reicher, als es dieses Büchelchen wird von dem Momente an, wo man hinauskommt über die vierunddreißig Buchstaben und den «Faust» darinnen hat. So ungeheuer viel reicher wird dasjenige, was vom rein irdischen Gesichtspunkte, vom kosmisch-analphabetischen Unwissen, zu dem Wissen übergeht, wenn man da durchschaut in demjenigen, was ein Schicksal darstellt, daß da die Buchstaben Zeichen sind für die Taten der Wesenheiten der höheren Hierarchien.

[ 21 ] Aber sehen wir von diesem Gesichtspunkte aus auf ein menschliches Karma hin. Schauen wir uns einen Menschen an, dessen Karma wir auf uns wirken lassen. Es ist ja wirklich so, daß derjenige, welcher nun wiederum durch Anthroposophie hereinwächst in eine gesunde Weltanschauung gegenüber unserer krankhaften von heute, nicht nur zu anderen Begriffen und Vorstellungen über die Welt und den Menschen kommt, sondern auch zu anderen Gefühlen und Empfindungen. Denn denken Sie sich: Lernt man ein Menschenschicksal kennen, dann lernt man dabei Geheimnisse des ganzen Sternensystems kennen. Man schaut auf die Geheimnisse des Kosmos hin, indem man ein Menschenschicksal vor sich hat. Es kommen nun die heutigen Menschen, schreiben Biographien und haben keine Ahnung davon, was sie da eigentlich profanieren, wenn sie in ihrer Weise Biographien schreiben. In den Zeiten, in denen das Wissen heilig war, weil es galt als eine Ausstrahlung der Mysterien, schrieb man nicht in dem Sinne, wie man das heute tut, Biographien. Man schrieb die Biographien, indem man dahinter durchaus vermuten ließ, was aus den Geheimnissen der Sternenwelt wirkte. Wenn man ein menschliches Schicksal überblickt, dann sieht man darinnen das Walten zunächst höherer Wesenheiten des VorSonnendaseins, der Angeloi, Archangeloi, Archai; das Walten höherer Wesenheiten des Sonnendaseins, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes; der Wesenheiten, die das ganze Karma ausarbeiten, das vorzugsweise das Marskarma ist, der Throne; das Walten derjenigen, die ausarbeiten das Jupiterkarma, der Cherubim; das Walten derjenigen Wesenheiten, die mit dem Menschen zusammen arbeiten an einem solchen Karma, das das Saturnkarma ist, der Seraphim. Wir schauen also dadurch, daß wir das Bild des Schicksals, ein Menschenkarma vor uns haben, in diesem Menschenkarma die waltenden Hierarchien. Dieses Menschenkarma ist ja zunächst ein Hintergrund, ein Vorhang, wie ein Schleier. Schauen wir hinter diesen Schleier, dann weben und arbeiten und wirken und tun daran Archai, Archangeloi, Angeloi; Kyriotetes, Dynamis, Exusiai; Seraphim, Cherubim, Throne. Jedes Menschenschicksal ist eigentlich in Wahrheit doch wie etwas, das auf einem Blatt Papier als Geschriebenes ist. Denken Sie sich, es könnte ja auch einen Menschen geben, der sich so etwas, was auf ein Blatt Papier gedruckt ist, anschaut und sagt: Da sind Zeichen darauf, zuerst K-E-I und so weiter; mehr versteht er nicht, er ist nicht imstande, diese Buchstaben zusammenzusetzen zu Worten. Was liegt da für ein Ungeheures darinnen, diese Buchstaben zusammenzusetzen zu Worten! Wir haben ja die zweiundzwanzig bis achtundzwanzig Buchstaben — nun ja, dreißig bis vierunddreißig, wenn wir alle nehmen —: Der ganze Goethesche «Faust» besteht aus nichts anderem, als aus diesen Buchstaben! Wer nicht lesen kann, kann den Goetheschen «Faust» nicht lesen, er hat nur diese vierunddreißig Buchstaben, gar nichts sieht er im Goetheschen «Faust ». Wenn einer nun etwas anderes sieht, weil er diese Buchstaben in ihrer Zusammensetzung zu diesem ganz wunderbaren Goetheschen «Faust» aufbauen kann, da könnte nun sogar einer, der keine Begriffe hätte vom Lesen, ein ausgepichter Analphabet, sich furchtbar skandalisieren und sagen: Da kommt jetzt einer, der will aus diesem «Faust» da vieles herauslesen, der fängt an: «Habe nun, ach...» Das ist ja ein ganz großer Narr! — Und doch, der ganze «Faust» besteht nur aus diesen Buchstaben. Ja, sehen Sie, so wie man gewöhnlich ein Menschenkarma, ein einzelnes menschliches Karma betrachtet, so sieht man nur Buchstaben. In dem Augenblicke, wo man anfängt zu lesen, sieht man darin Angeloi, Archangeloi, Archai und deren gegenseitige Taten. Und so ein einzelnes Menschenleben in seinem Schicksal wird um so viel reicher, als es dieses Büchelchen wird von dem Momente an, wo man hinauskommt über die vierunddreißig Buchstaben und den «Faust» darinnen hat. So ungeheuer viel reicher wird dasjenige, was vom rein irdischen Gesichtspunkte, vom kosmisch-analphabetischen Unwissen, zu dem Wissen übergeht, wenn man da durchschaut in demjenigen, was ein Schicksal darstellt, daß da die Buchstaben Zeichen sind für die Taten der Wesenheiten der höheren Hierarchien.

[ 22 ] Karma als die Schicksalsgestaltung des menschlichen Lebens ist so ungeheuer, so erhaben, so majestätisch für den, der es durchschaut, daß er einfach dadurch, daß er versteht, wie sich Karma verhält zum Weltenall, zum geistigen Kosmos, hereinwächst in eine ganz andere Empfindungs- und Gefühlsweise, nicht bloß in ein theoretisches Wissen. Und alles, was man sich aneignet durch Anthroposophie, sollte eben nicht Aneignung von theoretischen Erkenntnissen bloß sein, sollte immer stufenweise wirken auf die Gestaltung unserer Denk- und Empfindungsweise, indem es uns immer tiefer mit unserem Herzen hineinführt von dem Regenwurmfühlen auf der Erde zum Fühlen innerhalb des Geisterlandes. Denn wir Menschen gehören nicht bloß der Erde an, wir gehören dem Geisterlande an. In demjenigen, was innerhalb unserer Haut auf der Erde abgeschlossen ist, da ist ja die Zusammenwirkung der ganzen Zeit zu schauen, die wir zubringen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Innerhalb dessen, was menschliche Haut ist, sind alle Weltengeheimnisse in einer bestimmten Form immer enthalten. Menschliche Selbsterkenntnis ist keineswegs dieses triviale Wort, von dem man so oft redet, auch nicht etwas Sentimentales. Menschliche Selbsterkenntnis ist Welterkenntnis. Deshalb habe ich oftmals den Freunden, bei denen dazu Gelegenheit war, in ein Buch geschrieben das Wort, das da lautet:

[ 22 ] Karma als die Schicksalsgestaltung des menschlichen Lebens ist so ungeheuer, so erhaben, so majestätisch für den, der es durchschaut, daß er einfach dadurch, daß er versteht, wie sich Karma verhält zum Weltenall, zum geistigen Kosmos, hereinwächst in eine ganz andere Empfindungs- und Gefühlsweise, nicht bloß in ein theoretisches Wissen. Und alles, was man sich aneignet durch Anthroposophie, sollte eben nicht Aneignung von theoretischen Erkenntnissen bloß sein, sollte immer stufenweise wirken auf die Gestaltung unserer Denk- und Empfindungsweise, indem es uns immer tiefer mit unserem Herzen hineinführt von dem Regenwurmfühlen auf der Erde zum Fühlen innerhalb des Geisterlandes. Denn wir Menschen gehören nicht bloß der Erde an, wir gehören dem Geisterlande an. In demjenigen, was innerhalb unserer Haut auf der Erde abgeschlossen ist, da ist ja die Zusammenwirkung der ganzen Zeit zu schauen, die wir zubringen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Innerhalb dessen, was menschliche Haut ist, sind alle Weltengeheimnisse in einer bestimmten Form immer enthalten. Menschliche Selbsterkenntnis ist keineswegs dieses triviale Wort, von dem man so oft redet, auch nicht etwas Sentimentales. Menschliche Selbsterkenntnis ist Welterkenntnis. Deshalb habe ich oftmals den Freunden, bei denen dazu Gelegenheit war, in ein Buch geschrieben das Wort, das da lautet:

Willst Du Dein Selbst erkennen,
schaue hinaus in die Weltenweiten.
Willst Du die Weltenweiten durchschauen,
Blicke hinein in das eigene Selbst.

Willst Du Dein Selbst erkennen,
schaue hinaus in die Weltenweiten.
Willst Du die Weltenweiten durchschauen,
Blicke hinein in das eigene Selbst.