Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume VI
GA 240
19 July 1924, Arnheim
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Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge VI
Das Karma der Anthroposophischen Gesellschaft und der Inhalt der anthroposophischen Bewegung II
Das Karma der Anthroposophischen Gesellschaft und der Inhalt der anthroposophischen Bewegung II
[ 1 ] Gestern habe ich für diejenigen der Freunde, die hier waren, einiges auseinanderzusetzen mir erlaubt über das Karma der Anthroposophischen Gesellschaft. Ich möchte heute etwas erörtern, was damit zusammenhängt, und werde es so sagen, daß das Heutige auch aus sich selbst heraus verstanden werden kann.
[ 1 ] Gestern habe ich für diejenigen der Freunde, die hier waren, einiges auseinanderzusetzen mir erlaubt über das Karma der Anthroposophischen Gesellschaft. Ich möchte heute etwas erörtern, was damit zusammenhängt, und werde es so sagen, daß das Heutige auch aus sich selbst heraus verstanden werden kann.
[ 2 ] Alles, was im gegenwärtigen Zeitpunkte der Menschheitsentwickelung zu leisten sein wird zur Vorbereitung von geistigen Ereignissen der nächsten und der ferneren Zukunft, hängt ja mit demjenigen zusammen, was ich öfter unter unseren anthroposophischen Freunden das Michael-Ereignis genannt habe, und ich möchte gerade heute über dieses Michael-Ereignis einiges besprechen, was zusammenhängt mit der anthroposophischen Bewegung.
[ 2 ] Alles, was im gegenwärtigen Zeitpunkte der Menschheitsentwickelung zu leisten sein wird zur Vorbereitung von geistigen Ereignissen der nächsten und der ferneren Zukunft, hängt ja mit demjenigen zusammen, was ich öfter unter unseren anthroposophischen Freunden das Michael-Ereignis genannt habe, und ich möchte gerade heute über dieses Michael-Ereignis einiges besprechen, was zusammenhängt mit der anthroposophischen Bewegung.
[ 3 ] Wenn wir von einer solchen Erscheinung wie dem Michael-Ereignis sprechen, so müssen wir durchaus von der Vorstellung ausgehen, daß die Welt gewissermaßen «etappenweise» gebaut ist. Wenn wir nur mit denjenigen Kräften die Weltentwickelung anschauen, die dem Menschen heute durch sein irdisches Leben zwischen Geburt und Tod möglich sind, so sehen wir, wie sich die Menschheit auf der Erde entwickelt hat, wie alte Völker sich aus noch älteren herausgebildet haben; wie dann allmählich durch das Orientalentum, durch die indische, persische, arabische und chaldäisch-ägyptische Bevölkerung die griechisch-römische sich ergeben hat, wie dann aus der griechisch-römischen die mittelalterliche Zeit geworden ist und wie endlich unsere neuere Zeit mit allen ihren Wirren, aber auch mit allem, was sie in technischer Beziehung Großes gebracht hat, entstanden ist. Aber sowohl «unterhalb», möchte ich sagen, wie «oberhalb» dieser Fläche, die wir da im Fortgange der Völker überblicken, sehen wir Entwickelungen, Entwickelungen, die nun nicht von den Menschen durchgemacht werden, sondern die durchgemacht werden von geistigen Wesenheiten, aber von solchen geistigen Wesenheiten, welche mit der Menschheitsentwickelung in einem gewissen Zusammenhange stehen.
[ 3 ] Wenn wir von einer solchen Erscheinung wie dem Michael-Ereignis sprechen, so müssen wir durchaus von der Vorstellung ausgehen, daß die Welt gewissermaßen «etappenweise» gebaut ist. Wenn wir nur mit denjenigen Kräften die Weltentwickelung anschauen, die dem Menschen heute durch sein irdisches Leben zwischen Geburt und Tod möglich sind, so sehen wir, wie sich die Menschheit auf der Erde entwickelt hat, wie alte Völker sich aus noch älteren herausgebildet haben; wie dann allmählich durch das Orientalentum, durch die indische, persische, arabische und chaldäisch-ägyptische Bevölkerung die griechisch-römische sich ergeben hat, wie dann aus der griechisch-römischen die mittelalterliche Zeit geworden ist und wie endlich unsere neuere Zeit mit allen ihren Wirren, aber auch mit allem, was sie in technischer Beziehung Großes gebracht hat, entstanden ist. Aber sowohl «unterhalb», möchte ich sagen, wie «oberhalb» dieser Fläche, die wir da im Fortgange der Völker überblicken, sehen wir Entwickelungen, Entwickelungen, die nun nicht von den Menschen durchgemacht werden, sondern die durchgemacht werden von geistigen Wesenheiten, aber von solchen geistigen Wesenheiten, welche mit der Menschheitsentwickelung in einem gewissen Zusammenhange stehen.
[ 4 ] Unmittelbar mit der Entwickelung der einzelnen Menschen hat es zu tun das Reich der Angeloi, der Engel im christlichen Sinne. Dieses Reich der Angeloi hat diejenigen Wesenheiten in sich, welche den einzelnen Menschen leiten, insofern er eine solche Geleitschaft, einen solchen Führer braucht, von Erdenleben zu Erdenleben; sie sind die Beschützer des Menschen in allem, wo er einen solchen Schutz braucht. Sie sind also, wenn auch für irdische Augen übersinnlich, unmittelbar mit der Menschheitsentwickelung verbunden.
[ 4 ] Unmittelbar mit der Entwickelung der einzelnen Menschen hat es zu tun das Reich der Angeloi, der Engel im christlichen Sinne. Dieses Reich der Angeloi hat diejenigen Wesenheiten in sich, welche den einzelnen Menschen leiten, insofern er eine solche Geleitschaft, einen solchen Führer braucht, von Erdenleben zu Erdenleben; sie sind die Beschützer des Menschen in allem, wo er einen solchen Schutz braucht. Sie sind also, wenn auch für irdische Augen übersinnlich, unmittelbar mit der Menschheitsentwickelung verbunden.
[ 5 ] Aber gleich im angrenzenden geistigen Reiche entwickeln diejenigen Wesenheiten ihre Tätigkeit, die wir als die Hierarchie der Archangeloi, der Erzengel, bezeichnen. Diese Archangeloi haben es mit vielem zu tun, was auch in der Menschheitsentwickelung eine Rolle spielt — nicht mit dem einzelnen Menschen, wohl aber mit Zusammenhängen von Menschen. So zum Beispiel ist das der Fall, was ich auch schon öfter in anthroposophischen Vorträgen erwähnt habe, daß die Völkerentwickelungen regiert werden von Erzengelwesen. Aber es ist auch so, daß gewisse Zeitalter in der Erdenentwickelung vorzugsweise impulsiert werden, bestimmt werden von ganz gewissen Erzengelwesenheiten. In den drei Jahrhunderten zum Beispiel, die dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts vorangegangen sind, also im 19., 18., 17. und in einem Teile des 16. Jahrhunderts, haben wir die zivilisierte Welt im wesentlichen uns vorzustellen unter der Herrschaft jenes Erzengelwesens, das von den Christen, die von solchen Dingen sprechen können, Gabriel genannt wird. So daß also während dieser Periode das Zeitalter des Gabriel war.
[ 5 ] Aber gleich im angrenzenden geistigen Reiche entwickeln diejenigen Wesenheiten ihre Tätigkeit, die wir als die Hierarchie der Archangeloi, der Erzengel, bezeichnen. Diese Archangeloi haben es mit vielem zu tun, was auch in der Menschheitsentwickelung eine Rolle spielt — nicht mit dem einzelnen Menschen, wohl aber mit Zusammenhängen von Menschen. So zum Beispiel ist das der Fall, was ich auch schon öfter in anthroposophischen Vorträgen erwähnt habe, daß die Völkerentwickelungen regiert werden von Erzengelwesen. Aber es ist auch so, daß gewisse Zeitalter in der Erdenentwickelung vorzugsweise impulsiert werden, bestimmt werden von ganz gewissen Erzengelwesenheiten. In den drei Jahrhunderten zum Beispiel, die dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts vorangegangen sind, also im 19., 18., 17. und in einem Teile des 16. Jahrhunderts, haben wir die zivilisierte Welt im wesentlichen uns vorzustellen unter der Herrschaft jenes Erzengelwesens, das von den Christen, die von solchen Dingen sprechen können, Gabriel genannt wird. So daß also während dieser Periode das Zeitalter des Gabriel war.
[ 6 ] Dieses Zeitalter des Gabriel hat eine große Bedeutung für die ganze neuere Entwickelung der Menschheit. Denn im Grunde genommen war es seit dem Mysterium von Golgatha so, daß die Menschen allerdings auf der Erde erlebt haben: das hohe Sonnenwesen Christus ist durch das Mysterium von Golgatha von der Sonne auf die Erde heruntergestiegen, hat in dem Leibe des Jesus einen Körper angenommen, hat sich mit dem Schicksal der Erde verbunden. Aber indem so das Christus-Wesen mit der Erde verbunden blieb, konnte — durch die ganze Reihe der Herrschaft der Erzengel hindurch von dem Mysterium von Golgatha bis zur Herrschaft des Gabriel — der Christus-Impuls eigentlich noch nicht das innere Physische und Ätherische der Menschheit ergreifen. Das war erst unter dem Gabriel-Impuls möglich, der etwa drei Jahrhunderte vor dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts einsetzte. So daß erst seit dieser Zeit eine Menschheit da ist, die innerlich — wenn sie das auch bis heute noch nicht getan hat — durchdrungen werden kann von dem Christus-Impuls schon durch die Vererbungskräfte. Denn Gabriel regiert innerhalb der Menschheit alles, was physische Vererbungskräfte sind. Er ist namentlich der übersinnliche Geist, der mit der Generationenfolge verbunden ist, der, ich möchte sagen, der große, umfassende Schutzgeist der Mütter ist, insofern diese Mütter Menschenkinder in die Welt hineinstellen. Gabriel hat zu tun mit den Geburten, er hat zu tun mit der Embryonalentwickelung des Menschen. Die Kräfte des Gabriel liegen in alledem, was als Geistiges der physischen Fortpflanzung zugrunde liegt; so daß eigentlich erst seit dieser letzten Herrschaft des Gabriel die physische Fortpflanzung der Menschheit auf Erden in Zusammenhang gekommen ist mit dem Christus-Impuls.
[ 6 ] Dieses Zeitalter des Gabriel hat eine große Bedeutung für die ganze neuere Entwickelung der Menschheit. Denn im Grunde genommen war es seit dem Mysterium von Golgatha so, daß die Menschen allerdings auf der Erde erlebt haben: das hohe Sonnenwesen Christus ist durch das Mysterium von Golgatha von der Sonne auf die Erde heruntergestiegen, hat in dem Leibe des Jesus einen Körper angenommen, hat sich mit dem Schicksal der Erde verbunden. Aber indem so das Christus-Wesen mit der Erde verbunden blieb, konnte — durch die ganze Reihe der Herrschaft der Erzengel hindurch von dem Mysterium von Golgatha bis zur Herrschaft des Gabriel — der Christus-Impuls eigentlich noch nicht das innere Physische und Ätherische der Menschheit ergreifen. Das war erst unter dem Gabriel-Impuls möglich, der etwa drei Jahrhunderte vor dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts einsetzte. So daß erst seit dieser Zeit eine Menschheit da ist, die innerlich — wenn sie das auch bis heute noch nicht getan hat — durchdrungen werden kann von dem Christus-Impuls schon durch die Vererbungskräfte. Denn Gabriel regiert innerhalb der Menschheit alles, was physische Vererbungskräfte sind. Er ist namentlich der übersinnliche Geist, der mit der Generationenfolge verbunden ist, der, ich möchte sagen, der große, umfassende Schutzgeist der Mütter ist, insofern diese Mütter Menschenkinder in die Welt hineinstellen. Gabriel hat zu tun mit den Geburten, er hat zu tun mit der Embryonalentwickelung des Menschen. Die Kräfte des Gabriel liegen in alledem, was als Geistiges der physischen Fortpflanzung zugrunde liegt; so daß eigentlich erst seit dieser letzten Herrschaft des Gabriel die physische Fortpflanzung der Menschheit auf Erden in Zusammenhang gekommen ist mit dem Christus-Impuls.
[ 7 ] Dann beginnt von dem Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts an die Herrschaft des Michael. Sie ist eine ganz andere als die Herrschaft des Gabriel. Während man die Erzengelherrschaft in den vorangehenden drei Jahrhunderten in den geistigen Impulsen des Physischen hat suchen müssen, hat man in alledem, was seither als MichaelHerrschaft sich ausbreitet, gerade denjenigen Erzengel zu sehen, der vorzugsweise mit den geistigen, mit den Vernunfteigenschaften der Menschheit zu tun hat, mit allem also, was die vernünftige, die geistige Entwickelung der Menschheit, was die geistige Kultur betrifft. Und es ist für die Betrachtung des irdischen Menschheitszusammenhanges von außerordentlich großer Bedeutung, daß die Herrschaft des Gabriel, die, ich möchte sagen, im Geistigen das am meisten Physische ergreift, immer abgelöst wird von der Herrschaft des Michael, der es eigentlich zu tun hat mit alle dem, was in der Kultur das sogenannte Geistige ist. Wenn wir also nach der Erzengel-Schutzgottheit für die physische Fortpflanzung ausschauen wollen, dann schauen wir hinauf zum Erzengel Gabriel; wenn wir zu demjenigen Geiste emporschauen wollen, der es in dem Zeitalter der Zivilisation mit der Entwickelung der Wissenschaften, mit der Entfaltung der Künste und so weiter zu tun hat, dann schauen wir hinauf zu dem Erzengelwesen, das nach christlichem Gebrauch mit dem Namen Michael bezeichnet wird. — Es folgen für diejenigen Kulturen, die in den Zeitaltern immer die maßgebenden sind, immer aufeinander sieben Erzengelherrschaften; so daß der MichaelHerrschaft also sechs andere Erzengelherrschaften vorangegangen sind. Und wenn wir von Gabriel in den Erzengelherrschaften weiter zurückgehen, so kommen wir dann zu einem Zeitalter zurück, in welchem wieder Michael auf der Erde seinen Einfluß verwirklicht hat. So daß immer eine jede solche Erzengelherrschaft die Wiederholung von früheren, gleichartigen Erzengelherrschaften ist, und die Entwickelung der Erzengel selbst geschieht zugleich durch diesen Fortschritt. Immer kommt nach einer gewissen Zeit, nach etwa zwei Jahrtausenden, derselbe Erzengel innerhalb der maßgebenden Zivilisation zur Herrschaft.
[ 7 ] Dann beginnt von dem Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts an die Herrschaft des Michael. Sie ist eine ganz andere als die Herrschaft des Gabriel. Während man die Erzengelherrschaft in den vorangehenden drei Jahrhunderten in den geistigen Impulsen des Physischen hat suchen müssen, hat man in alledem, was seither als MichaelHerrschaft sich ausbreitet, gerade denjenigen Erzengel zu sehen, der vorzugsweise mit den geistigen, mit den Vernunfteigenschaften der Menschheit zu tun hat, mit allem also, was die vernünftige, die geistige Entwickelung der Menschheit, was die geistige Kultur betrifft. Und es ist für die Betrachtung des irdischen Menschheitszusammenhanges von außerordentlich großer Bedeutung, daß die Herrschaft des Gabriel, die, ich möchte sagen, im Geistigen das am meisten Physische ergreift, immer abgelöst wird von der Herrschaft des Michael, der es eigentlich zu tun hat mit alle dem, was in der Kultur das sogenannte Geistige ist. Wenn wir also nach der Erzengel-Schutzgottheit für die physische Fortpflanzung ausschauen wollen, dann schauen wir hinauf zum Erzengel Gabriel; wenn wir zu demjenigen Geiste emporschauen wollen, der es in dem Zeitalter der Zivilisation mit der Entwickelung der Wissenschaften, mit der Entfaltung der Künste und so weiter zu tun hat, dann schauen wir hinauf zu dem Erzengelwesen, das nach christlichem Gebrauch mit dem Namen Michael bezeichnet wird. — Es folgen für diejenigen Kulturen, die in den Zeitaltern immer die maßgebenden sind, immer aufeinander sieben Erzengelherrschaften; so daß der MichaelHerrschaft also sechs andere Erzengelherrschaften vorangegangen sind. Und wenn wir von Gabriel in den Erzengelherrschaften weiter zurückgehen, so kommen wir dann zu einem Zeitalter zurück, in welchem wieder Michael auf der Erde seinen Einfluß verwirklicht hat. So daß immer eine jede solche Erzengelherrschaft die Wiederholung von früheren, gleichartigen Erzengelherrschaften ist, und die Entwickelung der Erzengel selbst geschieht zugleich durch diesen Fortschritt. Immer kommt nach einer gewissen Zeit, nach etwa zwei Jahrtausenden, derselbe Erzengel innerhalb der maßgebenden Zivilisation zur Herrschaft.
[ 8 ] Aber diese Herrschaften, die jeweils so etwa dreihundert Jahre und etwas darüber dauern, unterscheiden sich wesentlich voneinander; nicht immer so stark wie die Michael-Herrschaft von der Gabriel-Herrschaft, aber sie unterscheiden sich doch wesentlich voneinander. Und da können wir sagen: Immer dann, wenn Gabriel herrscht, bereitet sich für die Folgezeit dasjenige Zeitalter vor, das die Völker voneinander trennt, sie differenziert, das Zeitalter, in welchem die Völker mehr nationalistisch werden. Sie können fragen: Wie kommt es, daß in der gegenwärtigen Zeit, wo doch das Zeitalter des Michael eingetreten ist, ein so starkes nationalistisches Element auf der Erde auftritt? Ja, geistig hat sich das lange vorher vorbereitet; dann wirkt es fort, schwingt ab, und es sind noch lange die Nachwehen vorhanden, die oftmals schlimmer sind als das unmittelbare Zeitalter. Denn nur nach und nach schiebt sich die Michael-Impulsivität in das hinein, was zum großen Teil jetzt von der Gabriel-Herrschaft zurückgelassen ist. Immer aber dann, wenn das Michael-Zeitalter anfängt, beginnt für die Menschheit auf der Erde eine Sehnsucht, alle völkischen Unterschiede zu überwinden und über die verschiedenen Völker, die zu dieser Zeit die Erde bevölkern, dasjenige auszubreiten, was als die höchste Kultur, als der höchste Geistesinhalt in einem bestimmten Zeitalter entstanden ist. Die MichaelHerrschaft bezeichnet immer das Überhandnehmen eines kosmopolitischen Prinzips, bezeichnet immer die Ausbreitung eines höchsten Geistesstandes auf der Erde unter denjenigen Völkern — gleichgültig, welche Sprache sie haben —, die für diesen Geistesstand zugänglich sind. Daher ist von den sieben Erzengeln, die ihre Impulse in die Menschheitsentwickelung hineinsenden, Michael immer derjenige, der der Menschheit den Impuls des Kosmopolitismus gibt — und zu gleicher Zeit den Impuls, das Wertvollste, das in einem Zeitalter da ist, unter den Menschen zur Ausbreitung zu bringen.
[ 8 ] Aber diese Herrschaften, die jeweils so etwa dreihundert Jahre und etwas darüber dauern, unterscheiden sich wesentlich voneinander; nicht immer so stark wie die Michael-Herrschaft von der Gabriel-Herrschaft, aber sie unterscheiden sich doch wesentlich voneinander. Und da können wir sagen: Immer dann, wenn Gabriel herrscht, bereitet sich für die Folgezeit dasjenige Zeitalter vor, das die Völker voneinander trennt, sie differenziert, das Zeitalter, in welchem die Völker mehr nationalistisch werden. Sie können fragen: Wie kommt es, daß in der gegenwärtigen Zeit, wo doch das Zeitalter des Michael eingetreten ist, ein so starkes nationalistisches Element auf der Erde auftritt? Ja, geistig hat sich das lange vorher vorbereitet; dann wirkt es fort, schwingt ab, und es sind noch lange die Nachwehen vorhanden, die oftmals schlimmer sind als das unmittelbare Zeitalter. Denn nur nach und nach schiebt sich die Michael-Impulsivität in das hinein, was zum großen Teil jetzt von der Gabriel-Herrschaft zurückgelassen ist. Immer aber dann, wenn das Michael-Zeitalter anfängt, beginnt für die Menschheit auf der Erde eine Sehnsucht, alle völkischen Unterschiede zu überwinden und über die verschiedenen Völker, die zu dieser Zeit die Erde bevölkern, dasjenige auszubreiten, was als die höchste Kultur, als der höchste Geistesinhalt in einem bestimmten Zeitalter entstanden ist. Die MichaelHerrschaft bezeichnet immer das Überhandnehmen eines kosmopolitischen Prinzips, bezeichnet immer die Ausbreitung eines höchsten Geistesstandes auf der Erde unter denjenigen Völkern — gleichgültig, welche Sprache sie haben —, die für diesen Geistesstand zugänglich sind. Daher ist von den sieben Erzengeln, die ihre Impulse in die Menschheitsentwickelung hineinsenden, Michael immer derjenige, der der Menschheit den Impuls des Kosmopolitismus gibt — und zu gleicher Zeit den Impuls, das Wertvollste, das in einem Zeitalter da ist, unter den Menschen zur Ausbreitung zu bringen.
[ 9 ] Wenn wir nun in der Entwickelung der Menschheit zurückgehen und uns fragen: Welches ist das nächste, hinter dem unsrigen zurückliegende Michael-Zeitalter? — so kommen wir in jenes Zeitalter, das seinen Abschluß mit denjenigen kosmopolitischen Taten gefunden hat, die auf Grundlage des damals wertvollsten, griechischen Geisteslebens durch die Alexanderzüge nach Asien geschehen sind. Wir sehen da, wie aus der Grundlage der alten Zivilisationsentwickelung sich der Drang herausbildet, dasjenige, was in Griechenland — in dem kleinen Griechenland — an Geisteskultur erreicht worden ist, hinüberzutragen zu den orientalischen Völkern, hinüberzutragen nach Ägypten, es auszubreiten in kosmopolitischer Weise unter all den Völkern, welche dafür zugänglich gewesen sind. Das ungeheuer Bedeutungsvolle geschieht, daß aus diesem Michael-Zeitalter heraus die kosmopolitische Ausbreitung desjenigen sich entfaltet, was durch das Griechentum der Menschheit errungen worden ist. Und als die Stadt Alexandria im Norden von Afrika aufblüht, da ist dieses Aufblühen in einem gewissen Sinne die Krönung jenes damaligen Michael-Zeitalters.
[ 9 ] Wenn wir nun in der Entwickelung der Menschheit zurückgehen und uns fragen: Welches ist das nächste, hinter dem unsrigen zurückliegende Michael-Zeitalter? — so kommen wir in jenes Zeitalter, das seinen Abschluß mit denjenigen kosmopolitischen Taten gefunden hat, die auf Grundlage des damals wertvollsten, griechischen Geisteslebens durch die Alexanderzüge nach Asien geschehen sind. Wir sehen da, wie aus der Grundlage der alten Zivilisationsentwickelung sich der Drang herausbildet, dasjenige, was in Griechenland — in dem kleinen Griechenland — an Geisteskultur erreicht worden ist, hinüberzutragen zu den orientalischen Völkern, hinüberzutragen nach Ägypten, es auszubreiten in kosmopolitischer Weise unter all den Völkern, welche dafür zugänglich gewesen sind. Das ungeheuer Bedeutungsvolle geschieht, daß aus diesem Michael-Zeitalter heraus die kosmopolitische Ausbreitung desjenigen sich entfaltet, was durch das Griechentum der Menschheit errungen worden ist. Und als die Stadt Alexandria im Norden von Afrika aufblüht, da ist dieses Aufblühen in einem gewissen Sinne die Krönung jenes damaligen Michael-Zeitalters.
[ 10 ] Das war das vorangehende Michael-Zeitalter. Dann kommen die anderen sechs Erzengel zur Herrschaft. Und im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, am Ende der siebziger Jahre, beginnt wiederum ein neues Michael-Zeitalter. Aber noch niemals in der ganzen Erdenentwickelung war ein so großer Unterschied zwischen zwei aufeinanderfolgenden Michael-Zeitaltern wie zwischen dem der Alexanderzeit und demjenigen, in dem wir jetzt seit dem Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts drinnen leben. Es fällt ja zwischen diese beiden Michael-Zeitalter dasjenige Ereignis, das der Erdenentwickelung den eigentlichen Sinn gibt: das Mysterium von Golgatha!
[ 10 ] Das war das vorangehende Michael-Zeitalter. Dann kommen die anderen sechs Erzengel zur Herrschaft. Und im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, am Ende der siebziger Jahre, beginnt wiederum ein neues Michael-Zeitalter. Aber noch niemals in der ganzen Erdenentwickelung war ein so großer Unterschied zwischen zwei aufeinanderfolgenden Michael-Zeitaltern wie zwischen dem der Alexanderzeit und demjenigen, in dem wir jetzt seit dem Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts drinnen leben. Es fällt ja zwischen diese beiden Michael-Zeitalter dasjenige Ereignis, das der Erdenentwickelung den eigentlichen Sinn gibt: das Mysterium von Golgatha!
[ 11 ] Nun müssen wir bedenken, was Michael eigentlich im Ganzen des geistigen Kosmos zu verwalten hat: Er hat dasjenige zu verwalten, was zwar spirituell ist, was aber dann gipfelt in dem intellektuellen Begreifen des Menschen. Michael ist nicht etwa derjenige Geist, welcher die Intellektualität pflegt; aber alles, was er gibt als Spiritualität, das will in Form von Ideen, in Form von Gedanken — aber in Form von Ideen und Gedanken, die das Geistige ergreifen — der Menschheit einleuchten. Michael will, daß der Mensch ein freies Wesen ist, das in seinen Begriffen und Ideen auch einsieht, was ihm als Offenbarung von den geistigen Welten aus wird.
[ 11 ] Nun müssen wir bedenken, was Michael eigentlich im Ganzen des geistigen Kosmos zu verwalten hat: Er hat dasjenige zu verwalten, was zwar spirituell ist, was aber dann gipfelt in dem intellektuellen Begreifen des Menschen. Michael ist nicht etwa derjenige Geist, welcher die Intellektualität pflegt; aber alles, was er gibt als Spiritualität, das will in Form von Ideen, in Form von Gedanken — aber in Form von Ideen und Gedanken, die das Geistige ergreifen — der Menschheit einleuchten. Michael will, daß der Mensch ein freies Wesen ist, das in seinen Begriffen und Ideen auch einsieht, was ihm als Offenbarung von den geistigen Welten aus wird.
[ 12 ] Schauen wir uns einmal dieses Michael-Zeitalter an, wie es in der Alexanderzeit war. Ich habe ja oftmals gesagt: in unserem Zeitalter sind die Menschen sehr, sehr gescheit, das heißt, sie haben Begriffe, Ideen, Vorstellungen, sie sind intellektualistisch, sie haben eine selbsterworbene Intellektualität. Aber gescheit waren die Leute in der Alexanderzeit auch. Nur, wenn man sie damals gefragt hätte: Woher habt ihr eure Begriffe, eure Ideen? — so hätten sie nicht gesagt: Die haben wir aus uns heraus errungen. — Sondern sie empfingen die geistigen Offenbarungen — und mit diesen zusammen die Ideen. So daß man nicht die Ideen als etwas ansah, was man selbst ausgestaltet, sondern als etwas, was mit der Spiritualität den Menschen geoffenbart wird. Und diese — im Gegensatz zur heutigen irdischen — himmlische Intellektualität hatte damals Michael in der Alexanderzeit zu verwalten. Er war unter den Erzengeln, insofern diese die Sonne bevölkern, der hervorragendste. Er war derjenige Geist, welcher von der Sonne aus nicht nur die physisch-ätherischen Sonnenstrahlen sandte, sondern welcher in den physisch-ätherischen Sonnenstrahlen die inspirierende Intellektualität auf die Erde sandte. Denn damals wußten die Menschen: Was sie an Intelligenzkraft auf der Erde entfalten, das ist Himmelsgabe, das ist Sonnengabe, das wird heruntergeschickt von der Sonne. Und der unmittelbar ausführende Geist, der die Intellektualität auf spirituelle Art auf die Erde heruntersendet, das ist Michael! — Das war auch vorhanden in den alten Sonnenmysterien als eine wunderbare Eingeweihtenlehre: daß auf der Sonne Michael wohne, daß er dort die kosmische Intelligenz verwalte und daß diese kosmische Intelligenz, indem sie die Menschen inspiriert, eine Gabe des Michael ist.
[ 12 ] Schauen wir uns einmal dieses Michael-Zeitalter an, wie es in der Alexanderzeit war. Ich habe ja oftmals gesagt: in unserem Zeitalter sind die Menschen sehr, sehr gescheit, das heißt, sie haben Begriffe, Ideen, Vorstellungen, sie sind intellektualistisch, sie haben eine selbsterworbene Intellektualität. Aber gescheit waren die Leute in der Alexanderzeit auch. Nur, wenn man sie damals gefragt hätte: Woher habt ihr eure Begriffe, eure Ideen? — so hätten sie nicht gesagt: Die haben wir aus uns heraus errungen. — Sondern sie empfingen die geistigen Offenbarungen — und mit diesen zusammen die Ideen. So daß man nicht die Ideen als etwas ansah, was man selbst ausgestaltet, sondern als etwas, was mit der Spiritualität den Menschen geoffenbart wird. Und diese — im Gegensatz zur heutigen irdischen — himmlische Intellektualität hatte damals Michael in der Alexanderzeit zu verwalten. Er war unter den Erzengeln, insofern diese die Sonne bevölkern, der hervorragendste. Er war derjenige Geist, welcher von der Sonne aus nicht nur die physisch-ätherischen Sonnenstrahlen sandte, sondern welcher in den physisch-ätherischen Sonnenstrahlen die inspirierende Intellektualität auf die Erde sandte. Denn damals wußten die Menschen: Was sie an Intelligenzkraft auf der Erde entfalten, das ist Himmelsgabe, das ist Sonnengabe, das wird heruntergeschickt von der Sonne. Und der unmittelbar ausführende Geist, der die Intellektualität auf spirituelle Art auf die Erde heruntersendet, das ist Michael! — Das war auch vorhanden in den alten Sonnenmysterien als eine wunderbare Eingeweihtenlehre: daß auf der Sonne Michael wohne, daß er dort die kosmische Intelligenz verwalte und daß diese kosmische Intelligenz, indem sie die Menschen inspiriert, eine Gabe des Michael ist.
[ 13 ] Nun aber kam dasjenige Zeitalter, in welchem immer mehr und mehr die Gabe des Menschen vorbereitet werden sollte, den Intellekt aus der eigenen Kraft der Seele heraus zu entwickeln; nicht nur die Intelligenz des Kosmos geoffenbart zu bekommen, sondern selber aus eigener Kraft intelligent zu werden. Das wurde dann vorbereitet durch den Aristotelismus, durch jene eigentümliche, in der Dämmerung des Griechentums auftretende philosophische Weltanschauung, die dann den Impuls gegeben hat zu den Alexanderzügen nach Asien und Afrika. In dem Aristotelismus lag, ich möchte sagen, die Loslösung, die Herausschälung der irdischen Intelligenz von der kosmischen Intelligenz. In dem, was man dann später die Logik des Aristoteles nannte, liegt die Herausschälung jenes Gedankengerippes, das dann menschliche Intelligenz in allen folgenden Jahrhunderten wurde. Und nun müssen Sie bedenken, daß sozusagen als eine letzte Tat, die von den Michael-Impulsen herrührte, dasteht diese Begründung irdisch-menschlicher Intelligenz und die Beeindruckung der damals für das Kosmopolitische veranlagten Völker mit griechischer Kultur durch die Alexanderzüge. Das ist eine einheitliche Tat.
[ 13 ] Nun aber kam dasjenige Zeitalter, in welchem immer mehr und mehr die Gabe des Menschen vorbereitet werden sollte, den Intellekt aus der eigenen Kraft der Seele heraus zu entwickeln; nicht nur die Intelligenz des Kosmos geoffenbart zu bekommen, sondern selber aus eigener Kraft intelligent zu werden. Das wurde dann vorbereitet durch den Aristotelismus, durch jene eigentümliche, in der Dämmerung des Griechentums auftretende philosophische Weltanschauung, die dann den Impuls gegeben hat zu den Alexanderzügen nach Asien und Afrika. In dem Aristotelismus lag, ich möchte sagen, die Loslösung, die Herausschälung der irdischen Intelligenz von der kosmischen Intelligenz. In dem, was man dann später die Logik des Aristoteles nannte, liegt die Herausschälung jenes Gedankengerippes, das dann menschliche Intelligenz in allen folgenden Jahrhunderten wurde. Und nun müssen Sie bedenken, daß sozusagen als eine letzte Tat, die von den Michael-Impulsen herrührte, dasteht diese Begründung irdisch-menschlicher Intelligenz und die Beeindruckung der damals für das Kosmopolitische veranlagten Völker mit griechischer Kultur durch die Alexanderzüge. Das ist eine einheitliche Tat.
[ 14 ] Dann trat an die Stelle des Zeitalters des Michael dasjenige des Oriphiel. Herrschend wurde der Erzengel Oriphiel. Das Mysterium von Golgatha trat ein. Diejenigen Menschenseelen, welche bewußt unter der Herrschaft des Michael in der Alexanderzeit mitgewirkt haben an den Taten, von denen ich eben gesprochen habe, sie waren im Beginne des christlichen Zeitalters innerhalb der Sonne geschart um das Erzengelwesen des Michael, der jetzt für die Erde zunächst seine Herrschaft an Oriphiel abgegeben hatte, der aber im Bereiche der Sonne mit denjenigen, die ihm als Menschenseelen dienen sollten, mitmachte den Weggang des Christus von der Sonne.
[ 14 ] Dann trat an die Stelle des Zeitalters des Michael dasjenige des Oriphiel. Herrschend wurde der Erzengel Oriphiel. Das Mysterium von Golgatha trat ein. Diejenigen Menschenseelen, welche bewußt unter der Herrschaft des Michael in der Alexanderzeit mitgewirkt haben an den Taten, von denen ich eben gesprochen habe, sie waren im Beginne des christlichen Zeitalters innerhalb der Sonne geschart um das Erzengelwesen des Michael, der jetzt für die Erde zunächst seine Herrschaft an Oriphiel abgegeben hatte, der aber im Bereiche der Sonne mit denjenigen, die ihm als Menschenseelen dienen sollten, mitmachte den Weggang des Christus von der Sonne.
[ 15 ] Und das ist auch eines der Ereignisse, die wir ins Auge fassen müssen: daß ja in denjenigen Menschenseelen, die mitverbunden sind mit der anthroposophischen Bewegung, jener Anblick vorhanden ist: Wir sind mit Michael auf der Sonne vereinigt, der Christus, der bis dahin von der Sonne aus seine Impulse nach der Erde geschickt hat, er geht fort von der Sonne, um sich mit der Erdenentwickelung zu verbinden! Ja, denken Sie nur an dieses bedeutungsvolle, überirdisch-kosmische Ereignis, an diesen besonderen Anblick, den jene Menschenseelen hatten, die damals als Angeloi-Diener um Michael geschart waren, nachdem er seine Herrschaft auf der Erde beendet hatte, und die gewissermaßen innerhalb der Sonnenregion mitmachten, wie der Christus die Sonne verließ, um sein Schicksal mit dem Schicksal der Erdenmenschheit zu verbinden. «Er geht fort!» das war das große Erlebnis.
[ 15 ] Und das ist auch eines der Ereignisse, die wir ins Auge fassen müssen: daß ja in denjenigen Menschenseelen, die mitverbunden sind mit der anthroposophischen Bewegung, jener Anblick vorhanden ist: Wir sind mit Michael auf der Sonne vereinigt, der Christus, der bis dahin von der Sonne aus seine Impulse nach der Erde geschickt hat, er geht fort von der Sonne, um sich mit der Erdenentwickelung zu verbinden! Ja, denken Sie nur an dieses bedeutungsvolle, überirdisch-kosmische Ereignis, an diesen besonderen Anblick, den jene Menschenseelen hatten, die damals als Angeloi-Diener um Michael geschart waren, nachdem er seine Herrschaft auf der Erde beendet hatte, und die gewissermaßen innerhalb der Sonnenregion mitmachten, wie der Christus die Sonne verließ, um sein Schicksal mit dem Schicksal der Erdenmenschheit zu verbinden. «Er geht fort!» das war das große Erlebnis.
[ 16 ] Die Menschenseelen bekommen ja wahrhaftig ihre Direktionen nicht bloß auf der Erde, sie bekommen sie auch im Leben zwischen Tod und neuer Geburt. So war es vor allem für die, welche das Alexanderzeitalter mitgemacht hatten. Ein großer, gewaltiger Impuls ging aus von dem kosmisch-weltgeschichtlichen Moment, wo diese Seelen sahen, wie der Christus von der Sonne fortging. Und für sie war Klarheit über die Tatsache: Jetzt geht die kosmische Intelligenz nach und nach vom Kosmos auf die Erde über. Und Michael und die, welche um ihn waren, sahen gewissermaßen, wie nach und nach alles, was an Intelligenz früher aus dem Kosmos floß, hinuntersank auf die Erde.
[ 16 ] Die Menschenseelen bekommen ja wahrhaftig ihre Direktionen nicht bloß auf der Erde, sie bekommen sie auch im Leben zwischen Tod und neuer Geburt. So war es vor allem für die, welche das Alexanderzeitalter mitgemacht hatten. Ein großer, gewaltiger Impuls ging aus von dem kosmisch-weltgeschichtlichen Moment, wo diese Seelen sahen, wie der Christus von der Sonne fortging. Und für sie war Klarheit über die Tatsache: Jetzt geht die kosmische Intelligenz nach und nach vom Kosmos auf die Erde über. Und Michael und die, welche um ihn waren, sahen gewissermaßen, wie nach und nach alles, was an Intelligenz früher aus dem Kosmos floß, hinuntersank auf die Erde.
[ 17 ] Und Michael und die Seinen — entweder indem sie oben in der geistigen Welt waren oder für ein kurzes Erdenleben unten verkörpert waren —, sie sahen, wie im Erdenbereich selber im 8. nachchristlichen Jahrhundert die Strahlungen des intelligenten Lebens ankamen, sie wußten: da unten wird weiter die Intelligenz sich entfalten! Und auf der Erde konnte man bemerken, wie die ersten Denker auftraten. Die anderen, die vorher als große Wesenheiten auftraten, waren inspirierte Gedankenbesitzer. Eigendenker traten erst von diesem 8. nachchristlichen Jahrhundert an auf. Und innerhalb des Erzengelchores in der Sonnenregion ertönte von Michaels Wesenheit aus das gewaltige Wort: «Was die Kraft meines Reiches war, was von hier aus durch mich verwaltet worden ist, es ist nicht mehr hier; es muß dort unten auf der Erde weiterströmen und -wellen und -wogen!»
[ 17 ] Und Michael und die Seinen — entweder indem sie oben in der geistigen Welt waren oder für ein kurzes Erdenleben unten verkörpert waren —, sie sahen, wie im Erdenbereich selber im 8. nachchristlichen Jahrhundert die Strahlungen des intelligenten Lebens ankamen, sie wußten: da unten wird weiter die Intelligenz sich entfalten! Und auf der Erde konnte man bemerken, wie die ersten Denker auftraten. Die anderen, die vorher als große Wesenheiten auftraten, waren inspirierte Gedankenbesitzer. Eigendenker traten erst von diesem 8. nachchristlichen Jahrhundert an auf. Und innerhalb des Erzengelchores in der Sonnenregion ertönte von Michaels Wesenheit aus das gewaltige Wort: «Was die Kraft meines Reiches war, was von hier aus durch mich verwaltet worden ist, es ist nicht mehr hier; es muß dort unten auf der Erde weiterströmen und -wellen und -wogen!»
[ 18 ] Das war, vom 8. Jahrhunderte angefangen, der Anblick der Erde von der Sonne aus. Das war auch das große Geheimnis, daß die Kräfte, die vorzugsweise die Kräfte des Michael sind, vom Himmel auf die Erde herniedergestiegen sind. Das war auch das große Geheimnis, welches in Schulen von der Art, wie ich gestern eine besprochen habe, zum Beispiel in der hohen Schule von Chartres, einigen Eingeweihten mitgeteilt worden ist. Man möchte sagen: Vorher mußte man, wenn man wissen wollte, was Intelligenz ist, durch die Mysterien hinaufblicken zur Sonne. Jetzt war die Intelligenz auf der Erde noch nicht so sichtbar, aber es wurde allmählich bekannt, daß Menschen, die Eigendenken haben, Eigenintelligenz haben, sich auf der Erde entwickeln. Einer derjenigen, die innerhalb der europäischen Zivilisation, ich möchte sagen, erste Funken des Eigendenkens in ihrer Seele aufsprießen hatten, war ja der von mir öfter besprochene Scotus Erigena. Aber ihm gingen schon einige andere voran, die Eigendenken hatten, nicht mehr bloß inspiriertes, von oben geoffenbartes Denken. Und immer mehr und mehr griff dieses Eigendenken um sich.
[ 18 ] Das war, vom 8. Jahrhunderte angefangen, der Anblick der Erde von der Sonne aus. Das war auch das große Geheimnis, daß die Kräfte, die vorzugsweise die Kräfte des Michael sind, vom Himmel auf die Erde herniedergestiegen sind. Das war auch das große Geheimnis, welches in Schulen von der Art, wie ich gestern eine besprochen habe, zum Beispiel in der hohen Schule von Chartres, einigen Eingeweihten mitgeteilt worden ist. Man möchte sagen: Vorher mußte man, wenn man wissen wollte, was Intelligenz ist, durch die Mysterien hinaufblicken zur Sonne. Jetzt war die Intelligenz auf der Erde noch nicht so sichtbar, aber es wurde allmählich bekannt, daß Menschen, die Eigendenken haben, Eigenintelligenz haben, sich auf der Erde entwickeln. Einer derjenigen, die innerhalb der europäischen Zivilisation, ich möchte sagen, erste Funken des Eigendenkens in ihrer Seele aufsprießen hatten, war ja der von mir öfter besprochene Scotus Erigena. Aber ihm gingen schon einige andere voran, die Eigendenken hatten, nicht mehr bloß inspiriertes, von oben geoffenbartes Denken. Und immer mehr und mehr griff dieses Eigendenken um sich.
[ 19 ] Aber es gab in der Erdenentwickelung eine Möglichkeit, dieses Eigendenken in einen besonderen Dienst zu stellen. Denn denken Sie: dieses Eigendenken war ja die Summe der von Michaels Region vom Himmel auf die Erde heruntergestiegenen Impulse. Michael war zunächst dazu berufen, auf der Erde diese Erdenintelligenz weiter sich entwickeln zu lassen. Er war noch nicht dabei; er sollte erst wieder mit dem Jahre 1879 dazukommen. Es entwickelte sich unten dieses Erdendenken zunächst so, daß Michael noch nicht die Herrschaft über dasselbe übernehmen konnte. Er konnte die Menschen, die Eigendenker waren, noch nicht impulsieren, denn seine Herrschaft, seine Zeit war noch nicht gekommen.
[ 19 ] Aber es gab in der Erdenentwickelung eine Möglichkeit, dieses Eigendenken in einen besonderen Dienst zu stellen. Denn denken Sie: dieses Eigendenken war ja die Summe der von Michaels Region vom Himmel auf die Erde heruntergestiegenen Impulse. Michael war zunächst dazu berufen, auf der Erde diese Erdenintelligenz weiter sich entwickeln zu lassen. Er war noch nicht dabei; er sollte erst wieder mit dem Jahre 1879 dazukommen. Es entwickelte sich unten dieses Erdendenken zunächst so, daß Michael noch nicht die Herrschaft über dasselbe übernehmen konnte. Er konnte die Menschen, die Eigendenker waren, noch nicht impulsieren, denn seine Herrschaft, seine Zeit war noch nicht gekommen.
[ 20 ] Dieses, was wie ein tiefes Geheimnis in der Menschheitsentwickelung der Erde waltete, wußte man in einzelnen wenigen orientalischen Mysterien. Und so konnten in diesen einzelnen wenigen orientalischen Mysterien von grundspirituell veranlagten und ausgebildeten Menschen einzelne Schüler eingeweiht werden in dieses große Geheimnis. Und durch eine Fügung von der Art, wie sie nur schwer verständlich sind für den gewöhnlichen Erdenverstand, kam es eben, daß von diesem Geheimnis, das einigen orientalischen Mysterien gut bekannt war, jener Herrscherhof berührt wurde, von dem ich am Goetheanum und an anderen Orten gesprochen habe. Gerade im 8. und im Beginne des 9, Jahrhunderts waltete in Asien dieser Herrscherhof unter der Herrschaft des Harun al Raschid. Harun al Raschid war hervorgegangen aus der Kultur des Arabismus, aus der mohammedanisch angewehten Kultur. Zu seinen eingeweihten oder wenigstens bis zu einem gewissen Grade wissenden Ratgebern war dasjenige Geheimnis gedrungen, von dem ich eben gesprochen habe. Gerade weil von diesem Geheimnis berührt war der Bagdader Hof unter der Herrschaft des Harun al Raschid, deshalb war dieser Hof ein so glänzender. Alles, was an Weistümern, an Kunst, was an tiefer Religiosität im Oriente vorhanden war, konzentrierte sich — allerdings unter mohammedanischer Färbung — an dem Hofe des Harun al Raschid. Während in Europa am Hofe Karls des Großen, der ein Zeitgenosse des Harun al Raschid war, Menschen sich damit beschäftigten, die ersten Elemente einer Grammatik zusammenzustellen, und alles noch halb barbarisch war, war in Bagdad die Residenz, die glänzende Pflanzstätte des orientalischen, des vorderasiatischen Geisteslebens. Harun al Raschid vereinigte um sich diejenigen, die da wußten um die großen Traditionen der Mysterien im Oriente. Und namentlich einen Ratgeber hatte er um sich, der in früheren Zeiten Eingeweihter war, auf dessen geistige Impulsivität aber die früheren Inkarnationen noch wirkten und der der Organisator alles dessen wurde, was an Geometrie, an Chemie und Physik, an Musik, an Architektur und an anderen Künsten, namentlich aber an glänzender Dichtkunst, am Hofe des Harun al Raschid gepflegt worden ist. In der weithin glänzenden Versammlung von Weisen an diesem Hofe war eine mehr oder weniger bewußte Empfindung davon vorhanden: die Intelligenz der Erde, die vom Himmel auf die Erde heruntergestiegen war, muß gestellt werden in den Dienst mohammedanischer Geistesart!
[ 20 ] Dieses, was wie ein tiefes Geheimnis in der Menschheitsentwickelung der Erde waltete, wußte man in einzelnen wenigen orientalischen Mysterien. Und so konnten in diesen einzelnen wenigen orientalischen Mysterien von grundspirituell veranlagten und ausgebildeten Menschen einzelne Schüler eingeweiht werden in dieses große Geheimnis. Und durch eine Fügung von der Art, wie sie nur schwer verständlich sind für den gewöhnlichen Erdenverstand, kam es eben, daß von diesem Geheimnis, das einigen orientalischen Mysterien gut bekannt war, jener Herrscherhof berührt wurde, von dem ich am Goetheanum und an anderen Orten gesprochen habe. Gerade im 8. und im Beginne des 9, Jahrhunderts waltete in Asien dieser Herrscherhof unter der Herrschaft des Harun al Raschid. Harun al Raschid war hervorgegangen aus der Kultur des Arabismus, aus der mohammedanisch angewehten Kultur. Zu seinen eingeweihten oder wenigstens bis zu einem gewissen Grade wissenden Ratgebern war dasjenige Geheimnis gedrungen, von dem ich eben gesprochen habe. Gerade weil von diesem Geheimnis berührt war der Bagdader Hof unter der Herrschaft des Harun al Raschid, deshalb war dieser Hof ein so glänzender. Alles, was an Weistümern, an Kunst, was an tiefer Religiosität im Oriente vorhanden war, konzentrierte sich — allerdings unter mohammedanischer Färbung — an dem Hofe des Harun al Raschid. Während in Europa am Hofe Karls des Großen, der ein Zeitgenosse des Harun al Raschid war, Menschen sich damit beschäftigten, die ersten Elemente einer Grammatik zusammenzustellen, und alles noch halb barbarisch war, war in Bagdad die Residenz, die glänzende Pflanzstätte des orientalischen, des vorderasiatischen Geisteslebens. Harun al Raschid vereinigte um sich diejenigen, die da wußten um die großen Traditionen der Mysterien im Oriente. Und namentlich einen Ratgeber hatte er um sich, der in früheren Zeiten Eingeweihter war, auf dessen geistige Impulsivität aber die früheren Inkarnationen noch wirkten und der der Organisator alles dessen wurde, was an Geometrie, an Chemie und Physik, an Musik, an Architektur und an anderen Künsten, namentlich aber an glänzender Dichtkunst, am Hofe des Harun al Raschid gepflegt worden ist. In der weithin glänzenden Versammlung von Weisen an diesem Hofe war eine mehr oder weniger bewußte Empfindung davon vorhanden: die Intelligenz der Erde, die vom Himmel auf die Erde heruntergestiegen war, muß gestellt werden in den Dienst mohammedanischer Geistesart!
[ 21 ] Nun bedenken Sie, von dem Zeitalter des Mohammed, von dem Zeitalter der ersten Kalifen an war ja von Asien über Nordafrika bis nach Europa hineingetragen der Arabismus. Dort breitete er sich aus durch Kriege. Da kamen aber auch mit denjenigen, die auf kriegerische Art Arabismus bis nach Spanien herein ausbreiteten — Frankreich wurde davon berührt, geistig der ganze Westen von Europa —, mit denen kamen auch bedeutende Persönlichkeiten. Und Ihnen allen sind ja bekannt jene Kriegszüge der Frankenkönige gegen die Mauren, gegen den Arabismus. Aber das ist das Äußere, was in der Geschichte verläuft, viel bedeutungsvoller ist das, wie im Inneren der Menschheitsentwickelung immer die spirituellen Strömungen verlaufen.
[ 21 ] Nun bedenken Sie, von dem Zeitalter des Mohammed, von dem Zeitalter der ersten Kalifen an war ja von Asien über Nordafrika bis nach Europa hineingetragen der Arabismus. Dort breitete er sich aus durch Kriege. Da kamen aber auch mit denjenigen, die auf kriegerische Art Arabismus bis nach Spanien herein ausbreiteten — Frankreich wurde davon berührt, geistig der ganze Westen von Europa —, mit denen kamen auch bedeutende Persönlichkeiten. Und Ihnen allen sind ja bekannt jene Kriegszüge der Frankenkönige gegen die Mauren, gegen den Arabismus. Aber das ist das Äußere, was in der Geschichte verläuft, viel bedeutungsvoller ist das, wie im Inneren der Menschheitsentwickelung immer die spirituellen Strömungen verlaufen.
[ 22 ] Dann ging sowohl Harun al Raschid wie auch sein bedeutender Ratgeber durch die Pforte des Todes. Aber nachdem sie durch den Tod gegangen und im Dasein zwischen Tod und neuer Geburt waren, verfolgten sie auf eigentümliche Art ihr Ziel, arabische Denkweise mit Hilfe des sich in Europa ausbreitenden intelligenten Prinzips in die europäische Welt hineinzutragen. Daher sehen wir, nachdem Harun al Raschid durch die Pforte des Todes gegangen war, wie von Asien herüber, von Bagdad über Afrika, durch Spanien, über den Westen Europas bis nach England hinüber Harun al Raschids Seele, während sie durch geistige Welten, durch Sternenwelten ging, unverwandt den Blick richtete von Bagdad herüber durch Vorderasien, durch Griechenland über Rom nach Spanien, Frankreich, ja bis hinauf nach England. Das war ein Leben zwischen Tod und neuer Geburt, das fortdauernd auf den Süden und Westen Europas die Aufmerksamkeit richtete. Und dann erschien Harun al Raschid in einer nächsten Inkarnation wieder — und er wurde der Lord Bacon, Baco von Verulam. Bacon selber ist Harun al Raschid, der in der Zwischenzeit in der Weise zwischen Tod und neuer Geburt gewirkt hat, wie ich es soeben auseinandergesetzt habe. Aber der andere, der sein weiser Ratgeber war, wählte den anderen Weg von Bagdad über das Schwarze Meer durch Rußland nach Mitteleuropa herein. Nach zwei verschiedenen Richtungen gingen die beiden Individualitäten: Harun al Raschid bis zu seinem nächsten Erdenziel als Lord Bacon, als Baco von Verulam; der weise Ratgeber wendete während seines Durchganges im Leben zwischen Tod und neuer Geburt den Blick nicht ab von dem, was immer mehr und mehr vom Osten beeinflußt und beeindruckt werden kann, und er erschien wieder als der große Pädagoge und der Verfasser der «Pansophia», als Amos Comenius. Und aus dem Zusammenwirken dieser einstmals am Hofe von Bagdad wirkenden Individualitäten ist dann in Europa das entstanden, was sich — mehr oder weniger abseits vom Christentum — entwickelt hat als veralteter Arabismus, aber unter dem Einflusse der, ich möchte sagen, dem Michael von der Sonne entfallenen Intelligenz.
[ 22 ] Dann ging sowohl Harun al Raschid wie auch sein bedeutender Ratgeber durch die Pforte des Todes. Aber nachdem sie durch den Tod gegangen und im Dasein zwischen Tod und neuer Geburt waren, verfolgten sie auf eigentümliche Art ihr Ziel, arabische Denkweise mit Hilfe des sich in Europa ausbreitenden intelligenten Prinzips in die europäische Welt hineinzutragen. Daher sehen wir, nachdem Harun al Raschid durch die Pforte des Todes gegangen war, wie von Asien herüber, von Bagdad über Afrika, durch Spanien, über den Westen Europas bis nach England hinüber Harun al Raschids Seele, während sie durch geistige Welten, durch Sternenwelten ging, unverwandt den Blick richtete von Bagdad herüber durch Vorderasien, durch Griechenland über Rom nach Spanien, Frankreich, ja bis hinauf nach England. Das war ein Leben zwischen Tod und neuer Geburt, das fortdauernd auf den Süden und Westen Europas die Aufmerksamkeit richtete. Und dann erschien Harun al Raschid in einer nächsten Inkarnation wieder — und er wurde der Lord Bacon, Baco von Verulam. Bacon selber ist Harun al Raschid, der in der Zwischenzeit in der Weise zwischen Tod und neuer Geburt gewirkt hat, wie ich es soeben auseinandergesetzt habe. Aber der andere, der sein weiser Ratgeber war, wählte den anderen Weg von Bagdad über das Schwarze Meer durch Rußland nach Mitteleuropa herein. Nach zwei verschiedenen Richtungen gingen die beiden Individualitäten: Harun al Raschid bis zu seinem nächsten Erdenziel als Lord Bacon, als Baco von Verulam; der weise Ratgeber wendete während seines Durchganges im Leben zwischen Tod und neuer Geburt den Blick nicht ab von dem, was immer mehr und mehr vom Osten beeinflußt und beeindruckt werden kann, und er erschien wieder als der große Pädagoge und der Verfasser der «Pansophia», als Amos Comenius. Und aus dem Zusammenwirken dieser einstmals am Hofe von Bagdad wirkenden Individualitäten ist dann in Europa das entstanden, was sich — mehr oder weniger abseits vom Christentum — entwickelt hat als veralteter Arabismus, aber unter dem Einflusse der, ich möchte sagen, dem Michael von der Sonne entfallenen Intelligenz.
[ 23 ] Was äußerlich-physisch in Kriegen geschah, das wurde ja durch die Frankenkönige und durch die anderen Europäer zurückgewiesen. Wir sehen, wie die zuerst mit einer so großen Stoßkraft auftretenden Araberzüge und ihre Ausbreitung der mohammedanischen Kultur sich im Westen brechen, wie sie nicht weiterdringen können; wir sehen für den Westen Europas den Mohammedanismus verschwinden. Aber indem er das, was er an äußeren Formen hatte und an äußerer Kultur begründete, abstreifte, wurde er, der neuere Arabismus, gerade die moderne Naturwissenschaft, wurde das, was in einem pädagogischen Sinne Amos Comenius für die Welt begründete. Und so war es, daß sich in das 17. Jahrhundert herein die Erdenintelligenz, gewissermaßen okkupiert vom Arabismus, ausbreitete.
[ 23 ] Was äußerlich-physisch in Kriegen geschah, das wurde ja durch die Frankenkönige und durch die anderen Europäer zurückgewiesen. Wir sehen, wie die zuerst mit einer so großen Stoßkraft auftretenden Araberzüge und ihre Ausbreitung der mohammedanischen Kultur sich im Westen brechen, wie sie nicht weiterdringen können; wir sehen für den Westen Europas den Mohammedanismus verschwinden. Aber indem er das, was er an äußeren Formen hatte und an äußerer Kultur begründete, abstreifte, wurde er, der neuere Arabismus, gerade die moderne Naturwissenschaft, wurde das, was in einem pädagogischen Sinne Amos Comenius für die Welt begründete. Und so war es, daß sich in das 17. Jahrhundert herein die Erdenintelligenz, gewissermaßen okkupiert vom Arabismus, ausbreitete.
[ 24 ] Damit haben wir auf etwas hingewiesen, was demjenigen zugrunde liegt, in das wir heute die anthroposophische Saat hineinzusäen haben. Man muß das wirklich recht in seiner spirituellen Innerlichkeit betrachten.
[ 24 ] Damit haben wir auf etwas hingewiesen, was demjenigen zugrunde liegt, in das wir heute die anthroposophische Saat hineinzusäen haben. Man muß das wirklich recht in seiner spirituellen Innerlichkeit betrachten.
[ 25 ] Während aber dieses von Asien herüber als die spirituelle Fortsetzung des glänzenden Hofes von Bagdad sich ergab, entwickelte sich, breitete sich aus in Europa das Christentum. Aber es kam so, daß in Europa, ich möchte sagen, unter den größten Schwierigkeiten der Aristotelismus sich ausbreitete. Während durch die großen Taten Alexanders der Aristotelismus hinübergetragen wurde nach Asien als Naturwissenschaft durch alles das, was in gewaltiger Weise aus dem Griechentum sich herausentwickelt hatte, dann vom Arabismus okkupiert worden war, breitete sich, ich möchte sagen, zunächst «in dünnem Aufguß», der Aristotelismus innerhalb der heraufstrebenden christlichen Kultur Europas aus. Und da verband er sich mit dem Platonismus, der durchaus auf alten griechischen Mysterien fußte; verband sich so, wie ich das im ersten Vortrage angedeutet habe.
[ 25 ] Während aber dieses von Asien herüber als die spirituelle Fortsetzung des glänzenden Hofes von Bagdad sich ergab, entwickelte sich, breitete sich aus in Europa das Christentum. Aber es kam so, daß in Europa, ich möchte sagen, unter den größten Schwierigkeiten der Aristotelismus sich ausbreitete. Während durch die großen Taten Alexanders der Aristotelismus hinübergetragen wurde nach Asien als Naturwissenschaft durch alles das, was in gewaltiger Weise aus dem Griechentum sich herausentwickelt hatte, dann vom Arabismus okkupiert worden war, breitete sich, ich möchte sagen, zunächst «in dünnem Aufguß», der Aristotelismus innerhalb der heraufstrebenden christlichen Kultur Europas aus. Und da verband er sich mit dem Platonismus, der durchaus auf alten griechischen Mysterien fußte; verband sich so, wie ich das im ersten Vortrage angedeutet habe.
[ 26 ] Aber wir sehen zunächst, wie der Aristotelismus ganz sachte sich in Europa ausbreitete, während der Platonismus überall zu Schulen kommt. Und eine der bedeutendsten war eben jene Schule von Chartres im 12. Jahrhundert, in der jene großen Geister wirkten, die ich gestern aufgezeigt habe: Bernardus Sylvestris, Bernardus von Chartres, Johannes Salisbury, aber namentlich Alanus ab Insulis. In dieser Schule von Chartres wurde noch anders geredet als in dem, was sich ausbreitete als Nachklang des Arabismus. In der Schule von Chartres war echtes Christentum, aber echtes Christentum im Glanze alter Mysterien, wie man eben diese Mysterienweisheit noch haben konnte.
[ 26 ] Aber wir sehen zunächst, wie der Aristotelismus ganz sachte sich in Europa ausbreitete, während der Platonismus überall zu Schulen kommt. Und eine der bedeutendsten war eben jene Schule von Chartres im 12. Jahrhundert, in der jene großen Geister wirkten, die ich gestern aufgezeigt habe: Bernardus Sylvestris, Bernardus von Chartres, Johannes Salisbury, aber namentlich Alanus ab Insulis. In dieser Schule von Chartres wurde noch anders geredet als in dem, was sich ausbreitete als Nachklang des Arabismus. In der Schule von Chartres war echtes Christentum, aber echtes Christentum im Glanze alter Mysterien, wie man eben diese Mysterienweisheit noch haben konnte.
[ 27 ] Dann geschah das Bedeutsame: Die dem Arabismus ganz ferne stehenden, aber mit ihrem Platonismus tief in die christlichen Geheimnisse eingetauchten großen Lehrer von Chartres gingen durch die Pforte des Todes. Und da war jene kurze Zeit, im Beginne des 13. Jahrhunderts, wo gleichsam ein großes himmlisches Konzil stattfand. Als die besten der Lehrer, voran Alanus ab Insulis, gestorben waren, das heißt drüben in der geistigen Welt waren, da versammelten sie sich zu bedeutsamer kosmischer Tat mit denjenigen, die noch oben in der geistigen Welt waren und demnächst heruntersteigen sollten auf die Erde und dort in einer neuen Weise den Aristotelismus vertreten sollten. Und unter diesen, die da heruntersteigen sollten, waren eben solche, die gerade mit innerster Seele, mit starker intensiver Seelenkraft teilgenommen haben an dem Wirken der Michael-Impulse in der Alexanderzeit. Und wir dürfen uns vorstellen, weil das der Wahrheit entspricht, daß an dieser Wende des 12. und 13. Jahrhunderts zusammenkamen Seelen, die aus christlichen Einweihungsstätten, wie eine solche die Schule von Chartres war, eben heraufgekommen waren in die geistige Welt, und solche Seelen, die zum Heruntersteigen bereit waren und die sich in den geistigen Regionen jetzt nicht den Platonismus, sondern den Aristotelismus, die innere Intelligenzwirkung, die noch aus der alten Michael-Zeit stammte, bewahrt hatten. Da waren sie, auch diejenigen, welche sich sagten: Wir waren ja um Michael, als wir mit ihm gesehen haben, wie die Intelligenz vom Himmel auf die Erde herunterströmte, wir waren mit ihm vereint auch bei jener großen kosmopolitischen Tat, die noch unter der alten Verwaltung der Intelligenz durch Michael, wo die Intelligenz kosmisch verwaltet wurde, vollzogen wurde. — Und da geschah es eben, daß die Lehrer von Chartres den Aristotelikern zunächst die Verwaltung der geistigen Erdenangelegenheiten übertrugen. Denjenigen also, die jetzt heruntersteigen sollten und gerade dazu geeignet waren, die Verwaltung des intelligenten Lebens, der Eigenintelligenz auf der Erde zu übernehmen, denen übertrugen die Platoniker, die eigentlich nur noch unter solchem Einfluß stehen konnten, daß die Intelligenz «vom Himmel aus» verwaltet wird, denen übertrugen diese Lehrer von Chartres die Verwaltung des geistigen Lebens auf der Erde.
[ 27 ] Dann geschah das Bedeutsame: Die dem Arabismus ganz ferne stehenden, aber mit ihrem Platonismus tief in die christlichen Geheimnisse eingetauchten großen Lehrer von Chartres gingen durch die Pforte des Todes. Und da war jene kurze Zeit, im Beginne des 13. Jahrhunderts, wo gleichsam ein großes himmlisches Konzil stattfand. Als die besten der Lehrer, voran Alanus ab Insulis, gestorben waren, das heißt drüben in der geistigen Welt waren, da versammelten sie sich zu bedeutsamer kosmischer Tat mit denjenigen, die noch oben in der geistigen Welt waren und demnächst heruntersteigen sollten auf die Erde und dort in einer neuen Weise den Aristotelismus vertreten sollten. Und unter diesen, die da heruntersteigen sollten, waren eben solche, die gerade mit innerster Seele, mit starker intensiver Seelenkraft teilgenommen haben an dem Wirken der Michael-Impulse in der Alexanderzeit. Und wir dürfen uns vorstellen, weil das der Wahrheit entspricht, daß an dieser Wende des 12. und 13. Jahrhunderts zusammenkamen Seelen, die aus christlichen Einweihungsstätten, wie eine solche die Schule von Chartres war, eben heraufgekommen waren in die geistige Welt, und solche Seelen, die zum Heruntersteigen bereit waren und die sich in den geistigen Regionen jetzt nicht den Platonismus, sondern den Aristotelismus, die innere Intelligenzwirkung, die noch aus der alten Michael-Zeit stammte, bewahrt hatten. Da waren sie, auch diejenigen, welche sich sagten: Wir waren ja um Michael, als wir mit ihm gesehen haben, wie die Intelligenz vom Himmel auf die Erde herunterströmte, wir waren mit ihm vereint auch bei jener großen kosmopolitischen Tat, die noch unter der alten Verwaltung der Intelligenz durch Michael, wo die Intelligenz kosmisch verwaltet wurde, vollzogen wurde. — Und da geschah es eben, daß die Lehrer von Chartres den Aristotelikern zunächst die Verwaltung der geistigen Erdenangelegenheiten übertrugen. Denjenigen also, die jetzt heruntersteigen sollten und gerade dazu geeignet waren, die Verwaltung des intelligenten Lebens, der Eigenintelligenz auf der Erde zu übernehmen, denen übertrugen die Platoniker, die eigentlich nur noch unter solchem Einfluß stehen konnten, daß die Intelligenz «vom Himmel aus» verwaltet wird, denen übertrugen diese Lehrer von Chartres die Verwaltung des geistigen Lebens auf der Erde.
[ 28 ] Namentlich in den Dominikaner-Orden hinein kamen diese Geister, in deren Seelen ein Nachklang des Michael-Impulses aus der vorangegangenen Michael-Zeit war. Und es entstand die ja namentlich aus dem Dominikaner-Orden hervorgehende Scholastik, jene Scholastik, die dann bitter, aber auch großartig damit rang: Wie verhält es sich mit dem intelligenten Denken? Das war ja die große Frage, die dann im 13. Jahrhundert tief unten in den Seelen der Begründer der Scholastik saß — die brennende Frage: Was geschieht mit der Michael-Herrschaft?
[ 28 ] Namentlich in den Dominikaner-Orden hinein kamen diese Geister, in deren Seelen ein Nachklang des Michael-Impulses aus der vorangegangenen Michael-Zeit war. Und es entstand die ja namentlich aus dem Dominikaner-Orden hervorgehende Scholastik, jene Scholastik, die dann bitter, aber auch großartig damit rang: Wie verhält es sich mit dem intelligenten Denken? Das war ja die große Frage, die dann im 13. Jahrhundert tief unten in den Seelen der Begründer der Scholastik saß — die brennende Frage: Was geschieht mit der Michael-Herrschaft?
[ 29 ] Da gab es Menschen, die man später die Nominalisten nannte, sie sagten: Begriffe und Ideen sind bloße Namen, sind nichts Reales. Sie waren ahrimanisch beeinflußt; denn die Nominalisten wollten eigentlich alle Michael-Herrschaft von der Erde wegverbannen. Indem man behauptete, Ideen wären nur Namen, wären nichts Reales, wollte man eigentlich die Michael-Herrschaft nicht auf der Erde zur Wirkung kommen lassen. Und die ahrimanischen Geister sagten dazumal für die, welche ein Ohr dafür hatten: Michael ist die kosmische Intelligenz entfallen, sie ist hier auf der Erde; wir wollen den Michael nicht wieder zur Herrschaft über die Intelligenz kommen lassen! — Aber darin bestand eben jenes bedeutsame himmlische Konzil, daß Platoniker und Aristoteliker zusammen einen Plan entwarfen, wie gerade dieMichael-Impulse weiter verarbeitet werden sollten. Den Nominalisten traten die dominikanischen Realisten gegenüber, die sagten: Ideen, Gedanken sind Reales, das in den Dingen drinnen lebt, nicht bloße Namen.
[ 29 ] Da gab es Menschen, die man später die Nominalisten nannte, sie sagten: Begriffe und Ideen sind bloße Namen, sind nichts Reales. Sie waren ahrimanisch beeinflußt; denn die Nominalisten wollten eigentlich alle Michael-Herrschaft von der Erde wegverbannen. Indem man behauptete, Ideen wären nur Namen, wären nichts Reales, wollte man eigentlich die Michael-Herrschaft nicht auf der Erde zur Wirkung kommen lassen. Und die ahrimanischen Geister sagten dazumal für die, welche ein Ohr dafür hatten: Michael ist die kosmische Intelligenz entfallen, sie ist hier auf der Erde; wir wollen den Michael nicht wieder zur Herrschaft über die Intelligenz kommen lassen! — Aber darin bestand eben jenes bedeutsame himmlische Konzil, daß Platoniker und Aristoteliker zusammen einen Plan entwarfen, wie gerade dieMichael-Impulse weiter verarbeitet werden sollten. Den Nominalisten traten die dominikanischen Realisten gegenüber, die sagten: Ideen, Gedanken sind Reales, das in den Dingen drinnen lebt, nicht bloße Namen.
[ 30 ] Man wird, wenn man dafür Verständnis hat, manchmal an solche Dinge in einer recht merkwürdigen, bewundernswerten Art erinnert. In meinen letzten Wiener Jahren wurde ich unter anderem mit einem Ordenspriester bekannt, Vincenz Knauer, der die philosophische Schrift geschrieben hat, die ich öfter auch den Anthroposophen angeraten habe zu lesen: «Hauptprobleme der Philosophie.» Er war noch im 19. Jahrhundert in diesen Streit zwischen Nominalisten und Realisten hineingestellt: er suchte den Menschen klarzumachen, wie es ein Unding ist, von Nominalismus zu sprechen, und er hatte dazu ein sehr gutes Beispiel gewählt — es steht auch in seinen Büchern —, aber ich erinnere mich mit einer tiefen Befriedigung daran, wie ich einmal mit ihm zusammen in Wien in der Inneren Währinger-Straße ging, wir sprachen über Nominalismus und Realismus, und wie er da mit seinem ganzen bedächtigen Enthusiasmus, der etwas sehr Merkwürdiges hatte — ich möchte sagen: so etwas von ehrlicher Philosophie, während die anderen Philosophen mehr oder weniger unehrlich geworden waren —, wie er da sagte: Ich mache meinen Schülern immer klar, daß dasjenige, was als Ideen in den Dingen lebt, eine Realität hat, und wende dazu ihren Blick auf ein Lamm und einen Wolf. Die Nominalisten würden in bezug auf diese beiden, Lamm und Wolf, sagen: Muskel, Knochen, Materie ist das Lamm; Muskel, Knochen, Materie ist der Wolf. Was als Form, als Idee des Lammes im Lammfleisch verwirklicht ist: es ist nur ein Name. «Lamm» ist ein Name, ist nicht als Idee ein Reales. Ebenso verhält es sich mit dem Wolf: er ist wieder als Idee nichts Reales, sondern nur ein Name, Aber man kann die Nominalisten leicht widerlegen, sagte der gute Knauer, denn man braucht ihnen nur klarzumachen: Gebt einem Wolfe, dem ihr alle andere Nahrung entzieht, eine Zeitlang bloß Lammfleisch zu fressen: wenn die «Idee» Lamm keine Realität hat, ein Nichts ist, nur ein Name, und wenn die Materie im Lamme das Ganze wäre, dann müßte der Wolf nach und nach ein Lamm werden. Er wird es aber nicht! Im Gegenteil, er ist noch weiter die Realität Wolf. Bei dem, was wir als Lamm vor uns haben, hat die Idee Lamm gleichsam die Materie angezogen und in die Form gebracht; und ebenso ist es beim Wolf: die Idee Wolf hat die Materie, die im Wolfe ist, angezogen und in die Form gebracht.
[ 30 ] Man wird, wenn man dafür Verständnis hat, manchmal an solche Dinge in einer recht merkwürdigen, bewundernswerten Art erinnert. In meinen letzten Wiener Jahren wurde ich unter anderem mit einem Ordenspriester bekannt, Vincenz Knauer, der die philosophische Schrift geschrieben hat, die ich öfter auch den Anthroposophen angeraten habe zu lesen: «Hauptprobleme der Philosophie.» Er war noch im 19. Jahrhundert in diesen Streit zwischen Nominalisten und Realisten hineingestellt: er suchte den Menschen klarzumachen, wie es ein Unding ist, von Nominalismus zu sprechen, und er hatte dazu ein sehr gutes Beispiel gewählt — es steht auch in seinen Büchern —, aber ich erinnere mich mit einer tiefen Befriedigung daran, wie ich einmal mit ihm zusammen in Wien in der Inneren Währinger-Straße ging, wir sprachen über Nominalismus und Realismus, und wie er da mit seinem ganzen bedächtigen Enthusiasmus, der etwas sehr Merkwürdiges hatte — ich möchte sagen: so etwas von ehrlicher Philosophie, während die anderen Philosophen mehr oder weniger unehrlich geworden waren —, wie er da sagte: Ich mache meinen Schülern immer klar, daß dasjenige, was als Ideen in den Dingen lebt, eine Realität hat, und wende dazu ihren Blick auf ein Lamm und einen Wolf. Die Nominalisten würden in bezug auf diese beiden, Lamm und Wolf, sagen: Muskel, Knochen, Materie ist das Lamm; Muskel, Knochen, Materie ist der Wolf. Was als Form, als Idee des Lammes im Lammfleisch verwirklicht ist: es ist nur ein Name. «Lamm» ist ein Name, ist nicht als Idee ein Reales. Ebenso verhält es sich mit dem Wolf: er ist wieder als Idee nichts Reales, sondern nur ein Name, Aber man kann die Nominalisten leicht widerlegen, sagte der gute Knauer, denn man braucht ihnen nur klarzumachen: Gebt einem Wolfe, dem ihr alle andere Nahrung entzieht, eine Zeitlang bloß Lammfleisch zu fressen: wenn die «Idee» Lamm keine Realität hat, ein Nichts ist, nur ein Name, und wenn die Materie im Lamme das Ganze wäre, dann müßte der Wolf nach und nach ein Lamm werden. Er wird es aber nicht! Im Gegenteil, er ist noch weiter die Realität Wolf. Bei dem, was wir als Lamm vor uns haben, hat die Idee Lamm gleichsam die Materie angezogen und in die Form gebracht; und ebenso ist es beim Wolf: die Idee Wolf hat die Materie, die im Wolfe ist, angezogen und in die Form gebracht.
[ 31 ] Aber dieser Streit war es im Grunde genommen, um was die Nominalisten und die Realisten kämpften: es handelte sich um die Realität dessen, was durch die Intelligenz zu erfassen ist.
[ 31 ] Aber dieser Streit war es im Grunde genommen, um was die Nominalisten und die Realisten kämpften: es handelte sich um die Realität dessen, was durch die Intelligenz zu erfassen ist.
[ 32 ] So mußten die Dominikaner zur rechten Zeit vorarbeiten für die nächste Herrschaft des Michael. Und während die Platoniker, zum Beispiel die Lehrer von Chartres, nach dem Beschlusse dieses im Beginne des 13. Jahrhunderts stattgefundenen himmlischen Konzils in der geistigen Welt blieben, keine maßgebenden Inkarnationen hatten, sollten damals die Aristoteliker für die Erdenangelegenheiten des Intelligenten arbeiten. Und von der Scholastik — die ja nur in der modernen Zeit von Rom entstellt und karikiert, ahrimanisiert worden ist — ging nun alles moderne intelligente Streben aus, insofern es nicht von dem Arabismus okkupiert worden ist.
[ 32 ] So mußten die Dominikaner zur rechten Zeit vorarbeiten für die nächste Herrschaft des Michael. Und während die Platoniker, zum Beispiel die Lehrer von Chartres, nach dem Beschlusse dieses im Beginne des 13. Jahrhunderts stattgefundenen himmlischen Konzils in der geistigen Welt blieben, keine maßgebenden Inkarnationen hatten, sollten damals die Aristoteliker für die Erdenangelegenheiten des Intelligenten arbeiten. Und von der Scholastik — die ja nur in der modernen Zeit von Rom entstellt und karikiert, ahrimanisiert worden ist — ging nun alles moderne intelligente Streben aus, insofern es nicht von dem Arabismus okkupiert worden ist.
[ 33 ] So sehen wir in dieser Zeit in Mittel- und Westeuropa die beiden Strömungen laufen: auf der einen Seite die Strömung, mit der verbunden sind Bacon und Amos Comenius, und auf der anderen Seite haben wir die scholastische Strömung, das heißt das Sich-Hineinstellen in die geistige Zivilisationsentwickelung dessen, was christlicher Aristotelismus war und ist und was vorzubereiten hatte das neue Zeitalter des Michael. Wenn die Scholastiker während der Herrschaft der früheren Erzengel haben hinaufschauen wollen nach den geistigen Regionen, so haben sie sich gesagt: Da ist Michael, dessen Herrschaft erwartet werden muß. Vorbereitet werden muß das, was er, nachdem es ihm im Himmel nach der Fügung der kosmischen Entwickelung entfallen war, zur rechten Zeit auf derErde wieder übernehmen muß! — So entwickelte sich eine Strömung, die dann nur durch den katholischen Ultramontanismus auf einen falschen Nebenweg geführt worden ist, die aber für sich geblieben ist und dasjenige fortsetzte, was im 13. Jahrhundert begründet worden ist.
[ 33 ] So sehen wir in dieser Zeit in Mittel- und Westeuropa die beiden Strömungen laufen: auf der einen Seite die Strömung, mit der verbunden sind Bacon und Amos Comenius, und auf der anderen Seite haben wir die scholastische Strömung, das heißt das Sich-Hineinstellen in die geistige Zivilisationsentwickelung dessen, was christlicher Aristotelismus war und ist und was vorzubereiten hatte das neue Zeitalter des Michael. Wenn die Scholastiker während der Herrschaft der früheren Erzengel haben hinaufschauen wollen nach den geistigen Regionen, so haben sie sich gesagt: Da ist Michael, dessen Herrschaft erwartet werden muß. Vorbereitet werden muß das, was er, nachdem es ihm im Himmel nach der Fügung der kosmischen Entwickelung entfallen war, zur rechten Zeit auf derErde wieder übernehmen muß! — So entwickelte sich eine Strömung, die dann nur durch den katholischen Ultramontanismus auf einen falschen Nebenweg geführt worden ist, die aber für sich geblieben ist und dasjenige fortsetzte, was im 13. Jahrhundert begründet worden ist.
[ 34 ] Es bildete sich also eine Strömung heraus, die unmittelbar in der Verwaltung der irdischen Intelligenz auf der Grundlage des Aristotelismus arbeitete. In ihr lebte dann auch dasjenige, wovon ich gestern gesagt habe, daß einer, der etwas länger bei Alanus ab Insulis in der geistigen Welt geblieben war, als jüngerer Dominikaner herabgekommen ist und einem älteren Dominikaner, der schon vor ihm heruntergestiegen war auf die Erde, eine Botschaft brachte von Alanus ab Insulis. Da lebte im europäischen Geistesleben jener intensive Wille, die Gedanken stark zu erfassen. Und über dem irdischen Leben ging aus alledem dann auch dasjenige hervor, was dann im Beginne des 19. Jahrhunderts zu einer großen, umfassenden Veranstaltung in der geistigen Welt führte, wo sich das, was später auf der Erde Anthroposophie werden sollte, in mächtigen Imaginationen abspielte. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, schon ein wenig am Ende des 18., waren alle die, welche Platoniker waren unter der Führung der Lehrer von Chartres, die ja jetzt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt waren, und auch die, welche den Aristotelismus in Europa begründet haben und mittlerweile auch längst durch die Pforte des Todes gegangen waren, in himmlischen Regionen vereinigt, um einen überirdischen Kultus zu vollziehen, in welchem in mächtigen realen Imaginationen das hineingestellt wurde, was im neuen Christentum im 20. Jahrhundert auf spirituelle Art wieder begründet werden soll, nachdem das neue Michael-Zeitalter im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begonnen hat.
[ 34 ] Es bildete sich also eine Strömung heraus, die unmittelbar in der Verwaltung der irdischen Intelligenz auf der Grundlage des Aristotelismus arbeitete. In ihr lebte dann auch dasjenige, wovon ich gestern gesagt habe, daß einer, der etwas länger bei Alanus ab Insulis in der geistigen Welt geblieben war, als jüngerer Dominikaner herabgekommen ist und einem älteren Dominikaner, der schon vor ihm heruntergestiegen war auf die Erde, eine Botschaft brachte von Alanus ab Insulis. Da lebte im europäischen Geistesleben jener intensive Wille, die Gedanken stark zu erfassen. Und über dem irdischen Leben ging aus alledem dann auch dasjenige hervor, was dann im Beginne des 19. Jahrhunderts zu einer großen, umfassenden Veranstaltung in der geistigen Welt führte, wo sich das, was später auf der Erde Anthroposophie werden sollte, in mächtigen Imaginationen abspielte. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, schon ein wenig am Ende des 18., waren alle die, welche Platoniker waren unter der Führung der Lehrer von Chartres, die ja jetzt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt waren, und auch die, welche den Aristotelismus in Europa begründet haben und mittlerweile auch längst durch die Pforte des Todes gegangen waren, in himmlischen Regionen vereinigt, um einen überirdischen Kultus zu vollziehen, in welchem in mächtigen realen Imaginationen das hineingestellt wurde, was im neuen Christentum im 20. Jahrhundert auf spirituelle Art wieder begründet werden soll, nachdem das neue Michael-Zeitalter im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begonnen hat.
[ 35 ] Davon sickerte so manches durch. Oben in der geistigen Welt spielte sich ab in mächtigen kosmischen Imaginationen die Vorbereitung für jene intelligente, aber durchaus spirituelle Erschaffung, die dann als Anthroposophie erscheinen sollte. Was da durchsickerte: auf Goethe machte es einen bestimmten Eindruck. Ich möchte sagen, es kam in Miniaturbildern bei ihm durch. Die großen, gewaltigen Bilder, die sich da oben abspielten, kannte Goethe nicht; er verarbeitete diese Miniaturbildchen in seinem «Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie». Eine wunderbare Erscheinung! Wir haben die ganzen Strömungen, die ich geschildert habe, so sich fortsetzend, daß sie zu jenen mächtigen Imaginationen führen, die oben in der geistigen Welt unter der Führung des Alanus ab Insulis und der anderen sich abspielen; wir haben das Mächtige, daß da Dinge durchsickern und Goethe an der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts begeistern zu seinem spirituellen Märchen «Von der grünen Schlange und der schönen Lilie». Es war sozusagen ein erstes Herauskommen desjenigen, was zunächst in mächtigen Imaginationen im Beginne des 19., sogar schon am Ende des 18. Jahrhunderts sich in der geistigen Welt abspielte. Sie werden es daher nicht wunderbar finden, daß im Hinblick auf diesen übersinnlichen Kultus, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stattfand, mein erstes Mysteriendrama, «Die Pforte der Einweihung», das ja in einer gewissen Weise in dramatischer Form wiedergeben wollte, was sich da im Beginne des 19. Jahrhunderts abspielte, äußerlich in der Struktur etwas ähnlich wurde dem, was Goethe in seinem Märchen «Von der grünen Schlange und der schönen Lilie» dargestellt hat. Denn die Anthroposophie sollte von der Art, wie sie imaginativ in den ersten Zeiten in überirdischen Regionen gelebt hat, heruntersteigen in die irdische Region. Denn damals geschah in den überirdischen Regionen etwas. Eine große Anzahl von Seelen, die in den verschiedensten Zeiten vom Christentum berührt worden waren, vereinigten sich mit solchen Seelen, die weniger vom Christentum berührt waren, die in der Zeit gelebt haben, als das Mysterium von Golgatha auf der Erde stattfand, und vorher. Es vereinigten sich diese beiden Gruppen von Seelen, um in überirdischen Regionen die Anthroposophie vorzubereiten. Da waren die geschilderten Individualitäten, die um Alanus ab Insulis herum waren, und die, welche innerhalb der Dominikanerströmung den Aristotelismus in Europa begründet haben, auch vereinigt mit dem großen Lehrer Dantes, mit Brunetto Latini. Und in dieser großen Schar von Seelen war ein großer Teil derjenigen, die heute, nachdem sie wieder auf die Erde heruntergestiegen sind, sich in der Anthroposophischen Gesellschaft zusammenschließen. Die, welche heute den Drang fühlen, sich in der Anthroposophischen Gesellschaft zu vereinigen, waren im Beginne des 19. Jahrhunderts in übersinnlichen Regionen zusammen, um jenen mächtigen Imaginationskultus zu verrichten, von dem ich gesprochen habe.
[ 35 ] Davon sickerte so manches durch. Oben in der geistigen Welt spielte sich ab in mächtigen kosmischen Imaginationen die Vorbereitung für jene intelligente, aber durchaus spirituelle Erschaffung, die dann als Anthroposophie erscheinen sollte. Was da durchsickerte: auf Goethe machte es einen bestimmten Eindruck. Ich möchte sagen, es kam in Miniaturbildern bei ihm durch. Die großen, gewaltigen Bilder, die sich da oben abspielten, kannte Goethe nicht; er verarbeitete diese Miniaturbildchen in seinem «Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie». Eine wunderbare Erscheinung! Wir haben die ganzen Strömungen, die ich geschildert habe, so sich fortsetzend, daß sie zu jenen mächtigen Imaginationen führen, die oben in der geistigen Welt unter der Führung des Alanus ab Insulis und der anderen sich abspielen; wir haben das Mächtige, daß da Dinge durchsickern und Goethe an der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts begeistern zu seinem spirituellen Märchen «Von der grünen Schlange und der schönen Lilie». Es war sozusagen ein erstes Herauskommen desjenigen, was zunächst in mächtigen Imaginationen im Beginne des 19., sogar schon am Ende des 18. Jahrhunderts sich in der geistigen Welt abspielte. Sie werden es daher nicht wunderbar finden, daß im Hinblick auf diesen übersinnlichen Kultus, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stattfand, mein erstes Mysteriendrama, «Die Pforte der Einweihung», das ja in einer gewissen Weise in dramatischer Form wiedergeben wollte, was sich da im Beginne des 19. Jahrhunderts abspielte, äußerlich in der Struktur etwas ähnlich wurde dem, was Goethe in seinem Märchen «Von der grünen Schlange und der schönen Lilie» dargestellt hat. Denn die Anthroposophie sollte von der Art, wie sie imaginativ in den ersten Zeiten in überirdischen Regionen gelebt hat, heruntersteigen in die irdische Region. Denn damals geschah in den überirdischen Regionen etwas. Eine große Anzahl von Seelen, die in den verschiedensten Zeiten vom Christentum berührt worden waren, vereinigten sich mit solchen Seelen, die weniger vom Christentum berührt waren, die in der Zeit gelebt haben, als das Mysterium von Golgatha auf der Erde stattfand, und vorher. Es vereinigten sich diese beiden Gruppen von Seelen, um in überirdischen Regionen die Anthroposophie vorzubereiten. Da waren die geschilderten Individualitäten, die um Alanus ab Insulis herum waren, und die, welche innerhalb der Dominikanerströmung den Aristotelismus in Europa begründet haben, auch vereinigt mit dem großen Lehrer Dantes, mit Brunetto Latini. Und in dieser großen Schar von Seelen war ein großer Teil derjenigen, die heute, nachdem sie wieder auf die Erde heruntergestiegen sind, sich in der Anthroposophischen Gesellschaft zusammenschließen. Die, welche heute den Drang fühlen, sich in der Anthroposophischen Gesellschaft zu vereinigen, waren im Beginne des 19. Jahrhunderts in übersinnlichen Regionen zusammen, um jenen mächtigen Imaginationskultus zu verrichten, von dem ich gesprochen habe.
[ 36 ] Das ist auch etwas, was mit dem Karma der anthroposophischen Bewegung verknüpft ist. Es ist etwas, auf das man kommt, wenn man diese anthroposophische Bewegung nicht rationalistisch in ihrer äußeren Erdengestalt allein betrachtet, sondern wenn man die Fäden betrachtet, die hinaufführen in die geistigen Regionen. Da sieht man, wie sozusagen diese anthroposophische Bewegung herabsteigt. Ja, das ist am Ende des 18. und im Beginne des 19. Jahrhunderts, ich möchte sagen, die «himmlische» anthroposophischeBewegung: da sickert das durch, was Goethe in Miniaturbildern im Märchen «Von der grünen Schlange und der schönen Lilie» wiedergibt. Dann aber sollte es heruntersteigen, als im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts Michael, nun aber von der Sonne auf die Erde heruntersteigend, die Erdenintelligenz der Menschen ergreifen will.
[ 36 ] Das ist auch etwas, was mit dem Karma der anthroposophischen Bewegung verknüpft ist. Es ist etwas, auf das man kommt, wenn man diese anthroposophische Bewegung nicht rationalistisch in ihrer äußeren Erdengestalt allein betrachtet, sondern wenn man die Fäden betrachtet, die hinaufführen in die geistigen Regionen. Da sieht man, wie sozusagen diese anthroposophische Bewegung herabsteigt. Ja, das ist am Ende des 18. und im Beginne des 19. Jahrhunderts, ich möchte sagen, die «himmlische» anthroposophischeBewegung: da sickert das durch, was Goethe in Miniaturbildern im Märchen «Von der grünen Schlange und der schönen Lilie» wiedergibt. Dann aber sollte es heruntersteigen, als im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts Michael, nun aber von der Sonne auf die Erde heruntersteigend, die Erdenintelligenz der Menschen ergreifen will.
[ 37 ] Seit dem Mysterium von Golgatha war Christus mit der Erdenmenschheit vereinigt. Die Erdenmenschheit konnte ihn zunächst äußerlich nicht fassen. Die Michael-Herrschaft hat die letzte Phase kosmischer Intelligenz verwaltet in der Alexanderzeit. Mit dem 8. nachchristlichen Jahrhundert war die kosmische Intelligenz ganz heruntergefallen in die Erdenwesenheit. Die, welche mit Michael verbunden waren, haben es, nach den Abmachungen mit den Platonikern, dann unternommen, diese Erdenintelligenz im scholastischen Realismus so vorzubereiten, daß Michael sich wiederum mit ihr vereinigen kann, wenn er seine Herrschaft mit dem Ende der siebziger Jahre im 19. Jahrhundert in der fortlaufenden Zivilisation antritt.
[ 37 ] Seit dem Mysterium von Golgatha war Christus mit der Erdenmenschheit vereinigt. Die Erdenmenschheit konnte ihn zunächst äußerlich nicht fassen. Die Michael-Herrschaft hat die letzte Phase kosmischer Intelligenz verwaltet in der Alexanderzeit. Mit dem 8. nachchristlichen Jahrhundert war die kosmische Intelligenz ganz heruntergefallen in die Erdenwesenheit. Die, welche mit Michael verbunden waren, haben es, nach den Abmachungen mit den Platonikern, dann unternommen, diese Erdenintelligenz im scholastischen Realismus so vorzubereiten, daß Michael sich wiederum mit ihr vereinigen kann, wenn er seine Herrschaft mit dem Ende der siebziger Jahre im 19. Jahrhundert in der fortlaufenden Zivilisation antritt.
[ 38 ] Darum handelt es sich jetzt, daß die Anthroposophische Gesellschaft diese ihre innere Aufgabe ergreift, diese Aufgabe, die darin besteht, Michael das menschliche Denken nicht streitig zu machen. Da kann man nicht fatalistisch sein. Da kann man nur sagen: DieMenschen müssen mit den Göttern zusammenarbeiten, mit Michael selber. Michael begeistert die Menschen, damit auf der Erde eine Spiritualität erscheine, die der Eigenintelligenz der Menschen gewachsen ist, damit man denken kann und zugleich spiritueller Mensch sein; denn das bedeutet erst die Michael-Herrschaft. Um das muß gekämpft werden innerhalb der anthroposophischen Bewegung. Dann werden die, welche heute für die anthroposophische Bewegung wirken, am Ende des 20. Jahrhunderts schon wieder erscheinen und auf der Erde verbunden sein mit denen, welche die Lehrer von Chartres waren. Denn das ist die Abmachung jenes himmlischen Konzils im Beginne des 13. Jahrhunderts, daß sie miteinander erscheinen, die Aristoteliker und die Platoniker, und daß dahin gearbeitet werde, daß immer blühender und blühender die anthroposophische Bewegung im 20. Jahrhundert werde, damit am Ende dieses Jahrhunderts im Verein von Platonikern und Aristotelikern die Anthroposophie eine gewisse Kulmination in der Erdenzivilisation erlangen kann. Kann so gearbeitet werden, wie es von Michael vorbestimmt, prädestiniert ist, dann kommt Europa, dann kommt die moderne Zivilisation heraus aus dem Niedergang. Aber auf keine andere Weise sonst! Dieses Herausführen der Zivilisation aus dem Niedergang ist verbunden mit dem Verständnis von Michael.
[ 38 ] Darum handelt es sich jetzt, daß die Anthroposophische Gesellschaft diese ihre innere Aufgabe ergreift, diese Aufgabe, die darin besteht, Michael das menschliche Denken nicht streitig zu machen. Da kann man nicht fatalistisch sein. Da kann man nur sagen: DieMenschen müssen mit den Göttern zusammenarbeiten, mit Michael selber. Michael begeistert die Menschen, damit auf der Erde eine Spiritualität erscheine, die der Eigenintelligenz der Menschen gewachsen ist, damit man denken kann und zugleich spiritueller Mensch sein; denn das bedeutet erst die Michael-Herrschaft. Um das muß gekämpft werden innerhalb der anthroposophischen Bewegung. Dann werden die, welche heute für die anthroposophische Bewegung wirken, am Ende des 20. Jahrhunderts schon wieder erscheinen und auf der Erde verbunden sein mit denen, welche die Lehrer von Chartres waren. Denn das ist die Abmachung jenes himmlischen Konzils im Beginne des 13. Jahrhunderts, daß sie miteinander erscheinen, die Aristoteliker und die Platoniker, und daß dahin gearbeitet werde, daß immer blühender und blühender die anthroposophische Bewegung im 20. Jahrhundert werde, damit am Ende dieses Jahrhunderts im Verein von Platonikern und Aristotelikern die Anthroposophie eine gewisse Kulmination in der Erdenzivilisation erlangen kann. Kann so gearbeitet werden, wie es von Michael vorbestimmt, prädestiniert ist, dann kommt Europa, dann kommt die moderne Zivilisation heraus aus dem Niedergang. Aber auf keine andere Weise sonst! Dieses Herausführen der Zivilisation aus dem Niedergang ist verbunden mit dem Verständnis von Michael.
[ 39 ] Damit, meine lieben Freunde, habe ich Sie herangeführt zu dem Verständnis des Michael-Geheimnisses, das eben in der Gegenwart über der denkenden und nach spiritueller Weisheit strebenden Menschheit waltet. Daß damit — durch die Anthroposophie — etwas hereingetragen werden muß in die geistige Erdenentwickelung, was vielen paradox erscheint, das können Sie begreifen, denn allerlei dämonisch-ahrimanische Gewalten machen die Menschen von sich besessen. So daß die ahrimanischen Gewalten in manchen Menschenleibern schon jubelten, daß Michael seine kosmische Intelligenz, die auf die Erde heruntergefallen ist, nicht mehr erhalten könne. Und dieses Jubeln war besonders stark in der Mitte des 19. Jahrhunderts, wo Ahriman schon glaubte, daß Michael seine einstmals kosmische Intelligenz, die den Weg vom Himmel auf die Erde gefunden hatte, nicht wiederfinden werde. Es geht um Großes, es geht um Riesiges! Deshalb ist es nicht weiter wunderbar, wenn die in diesen Kämpfen Drinnenstehenden manches Sonderbare erfahren müssen.
[ 39 ] Damit, meine lieben Freunde, habe ich Sie herangeführt zu dem Verständnis des Michael-Geheimnisses, das eben in der Gegenwart über der denkenden und nach spiritueller Weisheit strebenden Menschheit waltet. Daß damit — durch die Anthroposophie — etwas hereingetragen werden muß in die geistige Erdenentwickelung, was vielen paradox erscheint, das können Sie begreifen, denn allerlei dämonisch-ahrimanische Gewalten machen die Menschen von sich besessen. So daß die ahrimanischen Gewalten in manchen Menschenleibern schon jubelten, daß Michael seine kosmische Intelligenz, die auf die Erde heruntergefallen ist, nicht mehr erhalten könne. Und dieses Jubeln war besonders stark in der Mitte des 19. Jahrhunderts, wo Ahriman schon glaubte, daß Michael seine einstmals kosmische Intelligenz, die den Weg vom Himmel auf die Erde gefunden hatte, nicht wiederfinden werde. Es geht um Großes, es geht um Riesiges! Deshalb ist es nicht weiter wunderbar, wenn die in diesen Kämpfen Drinnenstehenden manches Sonderbare erfahren müssen.
[ 40 ] Eigentlich ist noch nie über eine geistige Bewegung so sonderbar gesprochen worden wie über die anthroposophische. Gerade an der kuriosen Art, über die anthroposophische Bewegung zu sprechen, sehen Sie, wie sie mit ihrem spirituellen Charakter und mit ihrem Zusammenhang mit dem Mysterium von Golgatha von den erleuchtetsten Geistern der Gegenwart nicht begriffen werden kann. Denn sagt Ihnen etwa jemand, er habe einen Menschen gesehen, der schwarz und weiß zugleich sei? Ich glaube nicht, daß Sie den für vernünftig halten, der Ihnen so etwas sagte. Aber heute dürfen die Leute über die anthroposophische Bewegung etwas Ähnliches schreiben. So darf zum Beispiel Maurice Maeterlinck in seinem Buche «Das große Rätsel» über mich selbst, insofern er mich als Träger der anthroposophischen Bewegung behandelt, eine Logik entfalten, die ganz gleich ist derjenigen, wie wenn jemand sagte, er habe einen Menschen gesehen, der schwarz und weiß, Europäer und Mohr zugleich ist. Eines kann man sein, aber nicht beides zugleich. Maeterlinck jedoch sagt: «Was wir in den Vedas lesen, sagt Rudolf Steiner, einer der gelehrtesten und auch der verworrensten unter den zeitgenössischen Okkultisten...» Wenn jemand sagte, er habe einen Menschen gesehen, der ein Europäer und ein Mohr zugleich ist, so würde man ihn für verrückt erklären; aber Maeterlinck darf zusammenstellen «einer der gelehrtesten und verworrensten». Und er sagt weiter: «Rudolf Steiner, der, wenn er sich nicht in vielleicht wahrscheinliche, aber nie nachprüfbare Visionen der Prähistorie, in astrale Redensarten über das Leben auf anderen Sternen verirrt, ein sehr klarer und scharfer Geist ist, hat den Sinn dieses Gerichts» — gemeint ist die Osirifikation — «und dieser Gleichsetzung der Seele mit Gott außerordentlich gut beleuchtet.» (S. 80.) Also das heißt: Wenn er nicht just über Anthroposophie spricht, ist er ein klarer und scharfer Geist. Das darf wieder Maeterlinck sagen. Er darf noch mehr sagen, Dinge, die ganz sonderbar sind, denn er findet es möglich, das folgende zu sagen: «Steiner hat seine intuitiven Methoden angewendet, die eine Art transzendentaler Psychometrie sind, um die Geschichte der Atlantier zu rekonstruieren und uns zu offenbaren, was auf der Sonne, dem Mond und anderen Welten geschieht. Er beschreibt uns die aufeinanderfolgenden Wandlungen der Wesenheiten, die zu Menschen werden, und er tut das mit so viel Sicherheit, daß man sich fragt, nachdem man ihm mit Interesse durch die Einführung gefolgt ist, die einen sehr abwägenden, logischen und weiten Geist zeigt, ob er plötzlich wahnsinnig wird oder ob man es mit einem Schwindler oder wirklichen Visionär zu tun hat.» ($.167.) Nun bedenken Sie, was das heißt: Maeterlinck behauptet, wenn ich Bücher schreibe, dann sind die Einleitungen immer so, daß er sagen muß, er habe es mit einem «sehr abwägenden, logischen und weiten Geist» zu tun. Liest er aber in meinen Büchern weiter, so weiß er nicht, ob ich plötzlich wahnsinnig geworden oder ein Schwindler oder ein wirklicher Visionär sei. Aber nun habe ich nicht nur einzelne Bücher geschrieben. Ich schreibe immer die Einführung bei jedem Buche zuerst. Nun habe ich also ein Buch geschrieben, Maeterlinck liest die Einführung: Da stelle ich mich ihm dar als ein «sehr abwägender, logischer und weiter Geist»; dann liest er weiter und findet mich nun so, daß er sagt: Ich weiß nicht, ob Rudolf Steiner plötzlich wahnsinnig geworden oder ein Schwindler oder Visionär ist. Dann geht es weiter... Ich schreibe ein zweites Buch: da bin ich für Maeterlinck, wenn er die Einleitung liest, wieder ein «sehr abwägender, logischer und weiter Geist»; dann liest er den weiteren Inhalt und findet mich wieder so, daß er nicht weiß, ob ich wahnsinnig oder ein Schwindler oder Visionär bin. Und so geht das dann weiter. Aber bedenken Sie, die Leute kommen darauf, zu sagen: Wenn ich deine Bücher von vorne lese, kommst du mir sehr gescheit, abwägend und logisch vor; dann aber wirst du plötzlich wahnsinnig! Was müssen das für merkwürdige Menschen sein, die, wenn sie anfangen zu schreiben, logisch sind, und dann beim Weiterschreiben auf einmal wahnsinnig werden; dann beim nächsten Buche sich wieder umschalten, im Anfange wieder Logiker sind, dann später Wahnsinnige! Und so rhythmisch weiter. «Rhythmen» gibt es ja in der Welt.
[ 40 ] Eigentlich ist noch nie über eine geistige Bewegung so sonderbar gesprochen worden wie über die anthroposophische. Gerade an der kuriosen Art, über die anthroposophische Bewegung zu sprechen, sehen Sie, wie sie mit ihrem spirituellen Charakter und mit ihrem Zusammenhang mit dem Mysterium von Golgatha von den erleuchtetsten Geistern der Gegenwart nicht begriffen werden kann. Denn sagt Ihnen etwa jemand, er habe einen Menschen gesehen, der schwarz und weiß zugleich sei? Ich glaube nicht, daß Sie den für vernünftig halten, der Ihnen so etwas sagte. Aber heute dürfen die Leute über die anthroposophische Bewegung etwas Ähnliches schreiben. So darf zum Beispiel Maurice Maeterlinck in seinem Buche «Das große Rätsel» über mich selbst, insofern er mich als Träger der anthroposophischen Bewegung behandelt, eine Logik entfalten, die ganz gleich ist derjenigen, wie wenn jemand sagte, er habe einen Menschen gesehen, der schwarz und weiß, Europäer und Mohr zugleich ist. Eines kann man sein, aber nicht beides zugleich. Maeterlinck jedoch sagt: «Was wir in den Vedas lesen, sagt Rudolf Steiner, einer der gelehrtesten und auch der verworrensten unter den zeitgenössischen Okkultisten...» Wenn jemand sagte, er habe einen Menschen gesehen, der ein Europäer und ein Mohr zugleich ist, so würde man ihn für verrückt erklären; aber Maeterlinck darf zusammenstellen «einer der gelehrtesten und verworrensten». Und er sagt weiter: «Rudolf Steiner, der, wenn er sich nicht in vielleicht wahrscheinliche, aber nie nachprüfbare Visionen der Prähistorie, in astrale Redensarten über das Leben auf anderen Sternen verirrt, ein sehr klarer und scharfer Geist ist, hat den Sinn dieses Gerichts» — gemeint ist die Osirifikation — «und dieser Gleichsetzung der Seele mit Gott außerordentlich gut beleuchtet.» (S. 80.) Also das heißt: Wenn er nicht just über Anthroposophie spricht, ist er ein klarer und scharfer Geist. Das darf wieder Maeterlinck sagen. Er darf noch mehr sagen, Dinge, die ganz sonderbar sind, denn er findet es möglich, das folgende zu sagen: «Steiner hat seine intuitiven Methoden angewendet, die eine Art transzendentaler Psychometrie sind, um die Geschichte der Atlantier zu rekonstruieren und uns zu offenbaren, was auf der Sonne, dem Mond und anderen Welten geschieht. Er beschreibt uns die aufeinanderfolgenden Wandlungen der Wesenheiten, die zu Menschen werden, und er tut das mit so viel Sicherheit, daß man sich fragt, nachdem man ihm mit Interesse durch die Einführung gefolgt ist, die einen sehr abwägenden, logischen und weiten Geist zeigt, ob er plötzlich wahnsinnig wird oder ob man es mit einem Schwindler oder wirklichen Visionär zu tun hat.» ($.167.) Nun bedenken Sie, was das heißt: Maeterlinck behauptet, wenn ich Bücher schreibe, dann sind die Einleitungen immer so, daß er sagen muß, er habe es mit einem «sehr abwägenden, logischen und weiten Geist» zu tun. Liest er aber in meinen Büchern weiter, so weiß er nicht, ob ich plötzlich wahnsinnig geworden oder ein Schwindler oder ein wirklicher Visionär sei. Aber nun habe ich nicht nur einzelne Bücher geschrieben. Ich schreibe immer die Einführung bei jedem Buche zuerst. Nun habe ich also ein Buch geschrieben, Maeterlinck liest die Einführung: Da stelle ich mich ihm dar als ein «sehr abwägender, logischer und weiter Geist»; dann liest er weiter und findet mich nun so, daß er sagt: Ich weiß nicht, ob Rudolf Steiner plötzlich wahnsinnig geworden oder ein Schwindler oder Visionär ist. Dann geht es weiter... Ich schreibe ein zweites Buch: da bin ich für Maeterlinck, wenn er die Einleitung liest, wieder ein «sehr abwägender, logischer und weiter Geist»; dann liest er den weiteren Inhalt und findet mich wieder so, daß er nicht weiß, ob ich wahnsinnig oder ein Schwindler oder Visionär bin. Und so geht das dann weiter. Aber bedenken Sie, die Leute kommen darauf, zu sagen: Wenn ich deine Bücher von vorne lese, kommst du mir sehr gescheit, abwägend und logisch vor; dann aber wirst du plötzlich wahnsinnig! Was müssen das für merkwürdige Menschen sein, die, wenn sie anfangen zu schreiben, logisch sind, und dann beim Weiterschreiben auf einmal wahnsinnig werden; dann beim nächsten Buche sich wieder umschalten, im Anfange wieder Logiker sind, dann später Wahnsinnige! Und so rhythmisch weiter. «Rhythmen» gibt es ja in der Welt.
[ 41 ] Aber an diesem Beispiele mögen Sie sehen, wie die erleuchtetsten Geister der Gegenwart das aufnehmen, was als Michael-Epoche in der Welt begründet werden muß, was getan werden muß, damit die im 8. Jahrhundert Michael nach der Weltordnung mit Recht entsunkene kosmische Intelligenz innerhalb der Erdenmenschheit wiederum gefunden werde. Die ganze Michael-Tradition muß revidiert werden. Michael, seine Füße auf den Drachen gestellt: Man erblickt mit Recht dieses Bild, das den Michael-Kämpfer darstellt, wie er den kosmischen Geist vertritt gegenüber den ahrimanischen Mächten, die er unter seinen Füßen hat.
[ 41 ] Aber an diesem Beispiele mögen Sie sehen, wie die erleuchtetsten Geister der Gegenwart das aufnehmen, was als Michael-Epoche in der Welt begründet werden muß, was getan werden muß, damit die im 8. Jahrhundert Michael nach der Weltordnung mit Recht entsunkene kosmische Intelligenz innerhalb der Erdenmenschheit wiederum gefunden werde. Die ganze Michael-Tradition muß revidiert werden. Michael, seine Füße auf den Drachen gestellt: Man erblickt mit Recht dieses Bild, das den Michael-Kämpfer darstellt, wie er den kosmischen Geist vertritt gegenüber den ahrimanischen Mächten, die er unter seinen Füßen hat.
[ 42 ] Mehr als irgendein anderer Kampf ist dieser Kampf in das menschliche Herz gelegt. Da drinnen ist er verankert, verankert seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Entscheidend muß dasjenige werden, was Menschenherzen mit dieser Michael-Angelegenheit der Welt im Laufe des 20. Jahrhunderts tun. Und im Laufe dieses 20. Jahrhunderts, wenn das erste Jahrhundert nach dem Ende des Kali Yuga verflossen sein wird, wird die Menschheit entweder am Grabe aller Zivilisation stehen oder am Anfange desjenigen Zeitalters, wo in den Seelen der Menschen, die in ihrem Herzen Intelligenz mit Spiritualität verbinden, der Michael-Kampf zugunsten des Michael-Impulses ausgefochten wird.
[ 42 ] Mehr als irgendein anderer Kampf ist dieser Kampf in das menschliche Herz gelegt. Da drinnen ist er verankert, verankert seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Entscheidend muß dasjenige werden, was Menschenherzen mit dieser Michael-Angelegenheit der Welt im Laufe des 20. Jahrhunderts tun. Und im Laufe dieses 20. Jahrhunderts, wenn das erste Jahrhundert nach dem Ende des Kali Yuga verflossen sein wird, wird die Menschheit entweder am Grabe aller Zivilisation stehen oder am Anfange desjenigen Zeitalters, wo in den Seelen der Menschen, die in ihrem Herzen Intelligenz mit Spiritualität verbinden, der Michael-Kampf zugunsten des Michael-Impulses ausgefochten wird.
