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Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume VI
GA 240

20 July 1924, Arnheim

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Das Karma der Anthroposophischen Gesellschaft und der Inhalt der anthroposophischen Bewegung III

Das Karma der Anthroposophischen Gesellschaft und der Inhalt der anthroposophischen Bewegung III

[ 1 ] Aus dem, was ich gestern über die Michael-Herrschaft im geistigen, kosmischen Zusammenhange auseinandergesetzt habe, konnten Sie ersehen, daß Michael eine besondere Stellung unter denjenigen geistigen Wesenheiten einnimmt, welche wir, nach der vor alten Zeiten schon innerhalb der christlichen Gemeinschaften entstandenen Benennung, zuzählen den Archangeloi. Und zwar wird uns gerade für das, was uns in diesen Tagen wichtig ist, bedeutsam erscheinen müssen, daß Michael in den Jahrhunderten vor der Begründung des Christentums durchaus noch von der Sonne, von der Region des Sonnenhaften aus seine Impulse auf die Erde schickte, seine, wenn ich mich so ausdrücken darf, kosmopolitischen Impulse; daß dann diese kosmopolitischen Impulse verlorengehen, daß die kosmische Intelligenz gewissermaßen Michael entsinkt und im 8. nachchristlichen Jahrhundert in der Erdenregion ankommt. So daß wir dann Menschen innerhalb der Erdenentwickelung finden, die Eigendenken haben, daß dann dieses Eigendenken auf die Weise gepflegt, pflegend erkämpft wurde für eine weitere MichaelHerrschaft, wie ich das gestern angeführt habe, indem einträchtig zusammenwirken die Weisen der Schule von Chartres mit denjenigen, die geradezu herstammen aus der alten Michael-Herrschaft und dazu prädestiniert sind, das Prinzip der früher kosmischen, Jetzt irdischen Intelligenz weiter fortzupflegen, bis im 19. Jahrhundert die Möglichkeit eingetreten ist, daß zunächst innerhalb der geistigen Welt durch jenen Kultus von Imaginationen, den ich Ihnen beschrieben habe, dasjenige vorbereitet wird, was einstmals mit der anthroposophischen Bewegung gewollt werden soll. Seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, insbesondere aber in unserer Zeit, stehen wir im Beginne der neuen Michael-Herrschaft; durch diese Michael-Herrschaft wird dasjenige vorbereitet, was noch in diesem Jahrhundert eintreten muß, nämlich daß eine größere Anzahl von Menschen — eben diejenigen, die zu einem wirklichen Verständnis des Anthroposophischen kommen — vor dem Ende des Jahrhunderts beschleunigt durchmachen die Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt und jetzt wieder auf der Erde vereinigt werden unter der Führung sozusagen der beiden Arten von geistigen Wesenheiten, der Lehrer von Chartres und derjenigen, die unmittelbar mit der Michael-Herrschaft vereinigt geblieben sind, um unter der Führung dieser beiden Arten von geistigen Wesenheiten dann den letzten, wenn ich mich so ausdrücken darf, geheiligten Impuls zu geben für die weitereEntwickelung des geistigen, des spirituellen Lebens auf der Erde.

[ 1 ] Aus dem, was ich gestern über die Michael-Herrschaft im geistigen, kosmischen Zusammenhange auseinandergesetzt habe, konnten Sie ersehen, daß Michael eine besondere Stellung unter denjenigen geistigen Wesenheiten einnimmt, welche wir, nach der vor alten Zeiten schon innerhalb der christlichen Gemeinschaften entstandenen Benennung, zuzählen den Archangeloi. Und zwar wird uns gerade für das, was uns in diesen Tagen wichtig ist, bedeutsam erscheinen müssen, daß Michael in den Jahrhunderten vor der Begründung des Christentums durchaus noch von der Sonne, von der Region des Sonnenhaften aus seine Impulse auf die Erde schickte, seine, wenn ich mich so ausdrücken darf, kosmopolitischen Impulse; daß dann diese kosmopolitischen Impulse verlorengehen, daß die kosmische Intelligenz gewissermaßen Michael entsinkt und im 8. nachchristlichen Jahrhundert in der Erdenregion ankommt. So daß wir dann Menschen innerhalb der Erdenentwickelung finden, die Eigendenken haben, daß dann dieses Eigendenken auf die Weise gepflegt, pflegend erkämpft wurde für eine weitere MichaelHerrschaft, wie ich das gestern angeführt habe, indem einträchtig zusammenwirken die Weisen der Schule von Chartres mit denjenigen, die geradezu herstammen aus der alten Michael-Herrschaft und dazu prädestiniert sind, das Prinzip der früher kosmischen, Jetzt irdischen Intelligenz weiter fortzupflegen, bis im 19. Jahrhundert die Möglichkeit eingetreten ist, daß zunächst innerhalb der geistigen Welt durch jenen Kultus von Imaginationen, den ich Ihnen beschrieben habe, dasjenige vorbereitet wird, was einstmals mit der anthroposophischen Bewegung gewollt werden soll. Seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, insbesondere aber in unserer Zeit, stehen wir im Beginne der neuen Michael-Herrschaft; durch diese Michael-Herrschaft wird dasjenige vorbereitet, was noch in diesem Jahrhundert eintreten muß, nämlich daß eine größere Anzahl von Menschen — eben diejenigen, die zu einem wirklichen Verständnis des Anthroposophischen kommen — vor dem Ende des Jahrhunderts beschleunigt durchmachen die Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt und jetzt wieder auf der Erde vereinigt werden unter der Führung sozusagen der beiden Arten von geistigen Wesenheiten, der Lehrer von Chartres und derjenigen, die unmittelbar mit der Michael-Herrschaft vereinigt geblieben sind, um unter der Führung dieser beiden Arten von geistigen Wesenheiten dann den letzten, wenn ich mich so ausdrücken darf, geheiligten Impuls zu geben für die weitereEntwickelung des geistigen, des spirituellen Lebens auf der Erde.

[ 2 ] Anthroposophie wird für diejenigen, die an ihr teilnehmen wollen, nur dann eine wirkliche Bedeutung gewinnen können, wenn sie mit einem gewissen inneren heiligen Eifer sich bewußt werden, daß sie ja in einem solchen Zusammenhange drinnenstehen können, der so charakterisiert werden kann, wie das gestern geschehen ist. Das wird inneren Enthusiasmus geben, das wird aber auch Kraft geben. Das wird wissen lassen, daß man hinarbeiten soll, immer mehr und mehr Fortsetzer desjenigen zu werden, was einstmals in den alten Mysterien gelebt hat.

[ 2 ] Anthroposophie wird für diejenigen, die an ihr teilnehmen wollen, nur dann eine wirkliche Bedeutung gewinnen können, wenn sie mit einem gewissen inneren heiligen Eifer sich bewußt werden, daß sie ja in einem solchen Zusammenhange drinnenstehen können, der so charakterisiert werden kann, wie das gestern geschehen ist. Das wird inneren Enthusiasmus geben, das wird aber auch Kraft geben. Das wird wissen lassen, daß man hinarbeiten soll, immer mehr und mehr Fortsetzer desjenigen zu werden, was einstmals in den alten Mysterien gelebt hat.

[ 3 ] Ein solches Bewußtsein muß aber nach allen Seiten hin vertieft werden. Und es kann vertieft werden. Denn im Sinne des gestern Auseinandergesetzten blicken wir zurück auf diejenige Zeit, wo Michael im geistigen Sonnenbereich vereint war mit einer Anzahl von überirdischen Wesenheiten, wo er von diesem geistigen Sonnenbereiche aus solche Zeichen auf die Erde heruntergeschickt hat, daß sie auf der einen Seite zu den Alexandertaten, auf der anderen Seite zur aristotelischen Philosophie begeistern konnten; daß sie sozusagen die letzte Phase von inspirierter, von spiritueller Intelligenz auf der Erde bewirken konnten; daß dann mit denjenigen Menschenseelen zusammen, die sozusagen in seinem Auftrage solches auf der Erde ausgeführt haben, Michael mit seinen geistigen Scharen und mit den Scharen jener Menschenseelen zusammen, die um solche führenden Menschenseelen herum waren, von der Sonne aus das Mysterium von Golgatha beobachtet hat. Und man kann sich schon durchdringen mit etwas, das in der Seele wirkt, wenn man sich den Moment vor Augen stellt, wo Michael mit einer Anzahl von Engeln, Erzengeln und Menschenseelen den Christus fortziehen sieht von der Sonne, um in das körperliche Gehäuse eines Menschen einzutreten und sich durch das, was er im Menschenleibe auf der Erde erleben kann, mit der Fortentwickelung der Menschheit auf der Erde zu verbinden. Das war aber zugleich für Michael das Zeichen, daß nunmehr die von ihm bis dahin bewahrte himmlische Intelligenz auf die Erde gewissermaßen als ein heiliger Regen herunterströmen müsse, nach und nach der Sonne entsinken müsse. Und im 8. nachchristlichen Jahrhundert war es ja so, daß diejenigen, die um Michael waren, sahen, wie das Substantielle, das Michael bis dahin bewahrte, nunmehr unten auf der Erde ist.

[ 3 ] Ein solches Bewußtsein muß aber nach allen Seiten hin vertieft werden. Und es kann vertieft werden. Denn im Sinne des gestern Auseinandergesetzten blicken wir zurück auf diejenige Zeit, wo Michael im geistigen Sonnenbereich vereint war mit einer Anzahl von überirdischen Wesenheiten, wo er von diesem geistigen Sonnenbereiche aus solche Zeichen auf die Erde heruntergeschickt hat, daß sie auf der einen Seite zu den Alexandertaten, auf der anderen Seite zur aristotelischen Philosophie begeistern konnten; daß sie sozusagen die letzte Phase von inspirierter, von spiritueller Intelligenz auf der Erde bewirken konnten; daß dann mit denjenigen Menschenseelen zusammen, die sozusagen in seinem Auftrage solches auf der Erde ausgeführt haben, Michael mit seinen geistigen Scharen und mit den Scharen jener Menschenseelen zusammen, die um solche führenden Menschenseelen herum waren, von der Sonne aus das Mysterium von Golgatha beobachtet hat. Und man kann sich schon durchdringen mit etwas, das in der Seele wirkt, wenn man sich den Moment vor Augen stellt, wo Michael mit einer Anzahl von Engeln, Erzengeln und Menschenseelen den Christus fortziehen sieht von der Sonne, um in das körperliche Gehäuse eines Menschen einzutreten und sich durch das, was er im Menschenleibe auf der Erde erleben kann, mit der Fortentwickelung der Menschheit auf der Erde zu verbinden. Das war aber zugleich für Michael das Zeichen, daß nunmehr die von ihm bis dahin bewahrte himmlische Intelligenz auf die Erde gewissermaßen als ein heiliger Regen herunterströmen müsse, nach und nach der Sonne entsinken müsse. Und im 8. nachchristlichen Jahrhundert war es ja so, daß diejenigen, die um Michael waren, sahen, wie das Substantielle, das Michael bis dahin bewahrte, nunmehr unten auf der Erde ist.

[ 4 ] Nun handelt es sich darum, daß im vollen Einklange mit der MichaelHerrschaft alles dasjenige geschah, was durch die Meister von Chartres, aber auch alles, was durch die dazu Auserwählten aus dem Dominikaner-Orden in die Welt kam: so daß, kurz gesagt, diejenige Entwickelung der Menschheit herbeigeführt wurde, die vom Beginne des 15. Jahrhunderts aus die Bewußtseins-Seelenentwickelung in der Menschheit inaugurieren konnte, jene Entwickelung, in der wir jetzt drinnen stehen. Denn ungefähr im ersten Drittel der vorangehenden Entwickelung, das heißt im ersten Drittel des Zeitalters der Entwickelung der Verstandesoder Gemütsseele, haben wir ja die Ausbreitung der überirdischen Intelligenz über Asien, Afrika und einen Teil von Europa durch den Alexandrinismus. Nun tritt aber eine besondere Zeit ein, eine Zeit, welche uns Michael, den hervorragendsten Erzengelgeist der Sonne, innerhalb dieser Sonne so zeigt, daß er seine Verwaltung der kosmischen Intelligenz von der Sonne fortgegangen weiß; daß er weiß: auch die Angelegenheiten sind geordnet, welche die weitere Entwickelung dieser Intelligenz auf der Erde fortführen können. Diese Zeit tritt etwa im 16., 17. nachchristlichen Jahrhundert ein. Da ist sozusagen Michael frei von seinen früheren Obliegenheiten im Kosmos. Die irdischen Entwickelungen verwaltet, auf die Art,wie ich es gestern beschrieben habe, Gabriel.

[ 4 ] Nun handelt es sich darum, daß im vollen Einklange mit der MichaelHerrschaft alles dasjenige geschah, was durch die Meister von Chartres, aber auch alles, was durch die dazu Auserwählten aus dem Dominikaner-Orden in die Welt kam: so daß, kurz gesagt, diejenige Entwickelung der Menschheit herbeigeführt wurde, die vom Beginne des 15. Jahrhunderts aus die Bewußtseins-Seelenentwickelung in der Menschheit inaugurieren konnte, jene Entwickelung, in der wir jetzt drinnen stehen. Denn ungefähr im ersten Drittel der vorangehenden Entwickelung, das heißt im ersten Drittel des Zeitalters der Entwickelung der Verstandesoder Gemütsseele, haben wir ja die Ausbreitung der überirdischen Intelligenz über Asien, Afrika und einen Teil von Europa durch den Alexandrinismus. Nun tritt aber eine besondere Zeit ein, eine Zeit, welche uns Michael, den hervorragendsten Erzengelgeist der Sonne, innerhalb dieser Sonne so zeigt, daß er seine Verwaltung der kosmischen Intelligenz von der Sonne fortgegangen weiß; daß er weiß: auch die Angelegenheiten sind geordnet, welche die weitere Entwickelung dieser Intelligenz auf der Erde fortführen können. Diese Zeit tritt etwa im 16., 17. nachchristlichen Jahrhundert ein. Da ist sozusagen Michael frei von seinen früheren Obliegenheiten im Kosmos. Die irdischen Entwickelungen verwaltet, auf die Art,wie ich es gestern beschrieben habe, Gabriel.

[ 5 ] Michael ist jetzt in einer besonderen Lage. Wenn sonst ein Erzengel nicht gerade der regierende Fürst der irdischen Angelegenheiten ist, so läßt er seine Impulse dennoch in das einfließen, was die anderen tun. Denn fortwährend fließen von allen sieben aufeinander folgenden Erzengel-Herrschaften die Impulse ein; einer ist nur immer der vorzüglichste. Wenn also zum Beispiel Gabriel in früheren Epochen der Menschheitsentwickelung der führende Geist war, so floß von ihm vorzugsweise das, was er zu regieren hatte, in die irdische Entwickelung ein; aber die anderen Erzengel wirkten mit. Jetzt aber, da Gabriel seine Herrschaft ausübte, war Michael in der besonderen Lage, von der Sonne aus bei den irdischen Angelegenheiten nicht mitwirken zu können. Das ist für einen führenden Erzengel eine ganz besondere Lage: zu sehen, daß seine Tätigkeit, die durch lange Zeiträume hindurch ausgeübt worden ist, sozusagen aufgehört hat. Und so kam es, daß Michael zu den Seinigen sagte: Es ist notwendig, daß wir für die Zeit, in der wir nicht Impulse auf die Erde schicken können — für die Zeit, die mit dem Jahre 1879 etwa endet —, uns eine besondere Aufgabe suchen, eine Aufgabe suchen innerhalb der Sonnenregion. — Es sollte für diejenigen Seelen, die ihr Karma in die anthroposophische Bewegung hineingeführt hat, die Möglichkeit vorhanden sein, in der Sonnenregion auf dasjenige hinblicken zu können, was Michael und die Seinen in der Zeit taten, die auf Erden die Zeit der Gabriel-Herrschaft war.

[ 5 ] Michael ist jetzt in einer besonderen Lage. Wenn sonst ein Erzengel nicht gerade der regierende Fürst der irdischen Angelegenheiten ist, so läßt er seine Impulse dennoch in das einfließen, was die anderen tun. Denn fortwährend fließen von allen sieben aufeinander folgenden Erzengel-Herrschaften die Impulse ein; einer ist nur immer der vorzüglichste. Wenn also zum Beispiel Gabriel in früheren Epochen der Menschheitsentwickelung der führende Geist war, so floß von ihm vorzugsweise das, was er zu regieren hatte, in die irdische Entwickelung ein; aber die anderen Erzengel wirkten mit. Jetzt aber, da Gabriel seine Herrschaft ausübte, war Michael in der besonderen Lage, von der Sonne aus bei den irdischen Angelegenheiten nicht mitwirken zu können. Das ist für einen führenden Erzengel eine ganz besondere Lage: zu sehen, daß seine Tätigkeit, die durch lange Zeiträume hindurch ausgeübt worden ist, sozusagen aufgehört hat. Und so kam es, daß Michael zu den Seinigen sagte: Es ist notwendig, daß wir für die Zeit, in der wir nicht Impulse auf die Erde schicken können — für die Zeit, die mit dem Jahre 1879 etwa endet —, uns eine besondere Aufgabe suchen, eine Aufgabe suchen innerhalb der Sonnenregion. — Es sollte für diejenigen Seelen, die ihr Karma in die anthroposophische Bewegung hineingeführt hat, die Möglichkeit vorhanden sein, in der Sonnenregion auf dasjenige hinblicken zu können, was Michael und die Seinen in der Zeit taten, die auf Erden die Zeit der Gabriel-Herrschaft war.

[ 6 ] Das war etwas, was sozusagen herausfiel aus all den sonstigen, regelmäßig fortgehenden Taten unter Göttern und Menschen. Die mit Michael verbundenen Seelen — die führenden Menschenseelen der Alexanderzeit, diejenigen der großen Dominikanerzeit und die, welche sich als weniger führende um sie geschart hatten, und eine große Anzahl von strebenden, sich entwickelnden Menschen im Verein mit führenden Geistern —, sie fühlten sich wie herausgerissen aus dem althergebrachten Zusammenhange mit der geistigen Welt. Da wurde von den Menschenseelen, die prädestiniert waren, Anthroposophen zu werden, im Übersinnlichen etwas erlebt, was früher niemals in den überirdischen Regionen von Menschenseelen zwischen Tod und neuer Geburt erlebt worden ist. Früher wurde eben erlebt, daß in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt von den Menschenseelen im Verein mit führenden geistigen Wesenheiten das Karma für die künftige Erdenexistenz ausgearbeitet worden ist. Aber so ausgearbeitet wurde früher kein Karma, wie jetzt das Karma derjenigen, die durch die angegebenen Dinge prädestiniert waren, Anthroposophen zu werden. Niemals arbeitete man in der Sonnenregion früher zwischen Tod und neuer Geburt so, wie jetzt unter der von Erdenangelegenheiten frei gewordenen Herrschaft des Michael gearbeitet werden konnte,

[ 6 ] Das war etwas, was sozusagen herausfiel aus all den sonstigen, regelmäßig fortgehenden Taten unter Göttern und Menschen. Die mit Michael verbundenen Seelen — die führenden Menschenseelen der Alexanderzeit, diejenigen der großen Dominikanerzeit und die, welche sich als weniger führende um sie geschart hatten, und eine große Anzahl von strebenden, sich entwickelnden Menschen im Verein mit führenden Geistern —, sie fühlten sich wie herausgerissen aus dem althergebrachten Zusammenhange mit der geistigen Welt. Da wurde von den Menschenseelen, die prädestiniert waren, Anthroposophen zu werden, im Übersinnlichen etwas erlebt, was früher niemals in den überirdischen Regionen von Menschenseelen zwischen Tod und neuer Geburt erlebt worden ist. Früher wurde eben erlebt, daß in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt von den Menschenseelen im Verein mit führenden geistigen Wesenheiten das Karma für die künftige Erdenexistenz ausgearbeitet worden ist. Aber so ausgearbeitet wurde früher kein Karma, wie jetzt das Karma derjenigen, die durch die angegebenen Dinge prädestiniert waren, Anthroposophen zu werden. Niemals arbeitete man in der Sonnenregion früher zwischen Tod und neuer Geburt so, wie jetzt unter der von Erdenangelegenheiten frei gewordenen Herrschaft des Michael gearbeitet werden konnte,

[ 7 ] Da geschah dann etwas, was in den übersinnlichen Regionen damals Ereignis war, etwas, was heute im tiefsten Herzensinneren der meisten Anthroposophen, wenn auch unbewußt, schlafend, träumerisch ruht. Und der Anthroposoph kann recht tun, wenn er, an sein Herz greifend, sich sagt: Da drinnen ist ein mir heute vielleicht unbewußtes Geheimnis, das ein Abglanz ist der Michael-Taten aus dem 16.,17.,18. Jahrhundert in den überirdischen Regionen, wo ich vor meinem jetzigen Abstieg in die Erdenregion unter Michael gearbeitet habe, der etwas Besonderes arbeiten konnte, weil er sozusagen von seinen fortfließenden Aufgaben frei geworden war. Und Michael versammelte seine Scharen, versammelte diejenigen, die als übersinnliche Wesen zu ihm gehörten aus der Region der Angeloi und Archangeloi, er versammelte aber auch die Menschenseelen, die in irgendeine Verbindung mit ihm gekommen waren. Und es entstand so etwas wie eine gewaltig sich ausbreitende übersinnliche Schule. Wie im Beginne des 13. Jahrhunderts von denjenigen, die als Platoniker und Aristoteliker zusammenwirken konnten, sozusagen eine Art himmlischen Konzils stattgefunden hat, so fand jetzt unmittelbar unter der Führung Michaels vom 15. bis ins 18. Jahrhundert herein eine übersinnliche Schulung statt, als deren großen Lehrer die Weltenordnung Michael selber auserwählt hat. Demjenigen also, was ich Ihnen erzählt habe von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, von jenem in mächtigen Imaginationen verfließenden übersinnlichen Kultus, ging voran eine übersinnliche Schulung für zahlreiche Menschenseelen, eine Schulung, deren Resultate diese Menschenseelen jetzt in ihrem Inneren tragen, unbewußt. Das Resultat dieser Schulung kommt nur dadurch heraus, daß diese Menschenseelen den Drang zur Anthroposophie verspüren. Dieser Drang zur Anthroposophie ist das Resultat dieser Schulung. Und man kann sagen: Einstmals, am Ende des 15. Jahrhunderts, versammelte Michael seine Götter- und Menschenscharen in der Sonnenregion und sprach zu ihnen in einer Rede, die über lange Zeiträume ausgedehnt war, etwa folgendermaßen:

[ 7 ] Da geschah dann etwas, was in den übersinnlichen Regionen damals Ereignis war, etwas, was heute im tiefsten Herzensinneren der meisten Anthroposophen, wenn auch unbewußt, schlafend, träumerisch ruht. Und der Anthroposoph kann recht tun, wenn er, an sein Herz greifend, sich sagt: Da drinnen ist ein mir heute vielleicht unbewußtes Geheimnis, das ein Abglanz ist der Michael-Taten aus dem 16.,17.,18. Jahrhundert in den überirdischen Regionen, wo ich vor meinem jetzigen Abstieg in die Erdenregion unter Michael gearbeitet habe, der etwas Besonderes arbeiten konnte, weil er sozusagen von seinen fortfließenden Aufgaben frei geworden war. Und Michael versammelte seine Scharen, versammelte diejenigen, die als übersinnliche Wesen zu ihm gehörten aus der Region der Angeloi und Archangeloi, er versammelte aber auch die Menschenseelen, die in irgendeine Verbindung mit ihm gekommen waren. Und es entstand so etwas wie eine gewaltig sich ausbreitende übersinnliche Schule. Wie im Beginne des 13. Jahrhunderts von denjenigen, die als Platoniker und Aristoteliker zusammenwirken konnten, sozusagen eine Art himmlischen Konzils stattgefunden hat, so fand jetzt unmittelbar unter der Führung Michaels vom 15. bis ins 18. Jahrhundert herein eine übersinnliche Schulung statt, als deren großen Lehrer die Weltenordnung Michael selber auserwählt hat. Demjenigen also, was ich Ihnen erzählt habe von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, von jenem in mächtigen Imaginationen verfließenden übersinnlichen Kultus, ging voran eine übersinnliche Schulung für zahlreiche Menschenseelen, eine Schulung, deren Resultate diese Menschenseelen jetzt in ihrem Inneren tragen, unbewußt. Das Resultat dieser Schulung kommt nur dadurch heraus, daß diese Menschenseelen den Drang zur Anthroposophie verspüren. Dieser Drang zur Anthroposophie ist das Resultat dieser Schulung. Und man kann sagen: Einstmals, am Ende des 15. Jahrhunderts, versammelte Michael seine Götter- und Menschenscharen in der Sonnenregion und sprach zu ihnen in einer Rede, die über lange Zeiträume ausgedehnt war, etwa folgendermaßen:

[ 8 ] Seitdem das Menschengeschlecht in menschlicher Gestalt die Erde bevölkert, hat es auf der Erde Mysterien gegeben: Sonnenmysterien, Merkurmysterien, Venusmysterien, Marsmysterien, Jupitermysterien, Saturnmysterien. In diese Mysterien haben die Götter ihre Geheimnisse hineingesendet; dort sind dazu geeignete Menschen eingeweiht worden. So daß man auf der Erde wissen konnte, was auf Saturn, Jupiter, Mars und so weiter vor sich geht und wie dieses, was dort vor sich geht, in die Menschheitsentwickelung auf der Erde hineinwirkt. Eingeweihte, Initiierte, die in den Mysterien mit den Göttern verkehrten, hat es immer gegeben. In instinktiver alter hellseherischer Weise haben die Initiierten das aufgenommen, was in den Mysterien durch Impulse an sie herangekommen ist. Das ist — so sagte Michael zu den Seinen — bis auf wenige Traditionen hin auf der Erde verschwunden, das ist nicht mehr da. Die Impulse können nicht mehr in die Erde hineinfließen. Einzig und allein in der untergeordnetsten Region, in der Fortpflanzungsregion, hat noch Gabriel die Macht, die Mondeneinflüsse in die Entwickelung der Menschheit hineinkommen zu lassen. Mehr oder weniger sind die alten Traditionen von der Erde verschwunden und damit die Möglichkeit, die ins Unterbewußtsein und damit in die verschiedenen Leiblichkeiten der Menschen hineingehenden Impulse zu pflegen. Wir aber schauen nunmehr zurück auf alles das, was einstmals wie eine Gabe des Himmels in den Mysterien an Menschen herangebracht worden ist, wir überblicken einmal dieses wunderbare Tableau, wir schauen in den Zeitenlauf hinunter: Wir finden da die Mysterienstätten, wir sehen, wie die himmlische Weisheit in diese Mysterien hineingeströmt ist, wie Menschen von ihr initiiert worden sind, wie gerade von unserer geweihten Sonnenstätte aus die kosmische Intelligenz über die Menschen so heruntergekommen ist, daß die großen Lehrer der Menschheit Ideen, Gedanken, Begriffe gehabt haben, die spirituell waren, die ihnen aber eininspiriert waren von unserer geweihten Sonnenstätte aus. Das ist von der Erde verschwunden. Wir sehen es, indem wir auf alte Epochen der Erde zurückschauen, wir sehen es nach und nach von der Erdenentwikkelung verschwinden in der Alexanderzeit und ihrer Nachwirkung, und unten sehen wir, unter den Menschen, allmählich die irdisch gewordene Intelligenz sich ausbreiten. Aber wir haben ja diesen Anblick, der uns geblieben ist: wir schauen hin auf die Geheimnisse, in die einstmals die Initiierten der Mysterien eingeweiht worden sind. Bringen wir sie uns zum Bewußtsein! Bringen wir es denjenigen geistigen Wesenheiten, die um mich herum niemals in einem Erdenleibe erscheinen, sondern nur in ätherischer Art leben, zum Bewußtsein. Bringen wir es aber auch denjenigen Seelen, die in Erdenleibern oftmals auf der Erde waren, jetzt aber gerade da sind und zur Michael-Gemeinschaft gehören, bringen wir es diesen Menschenseelen zum Bewußtsein. Entwerfen wir die große Initiatenlehre, die einstmals auf die alte Art auf die Erde durch die Mysterien niedergeströmt ist, entwerfen wir sie vor den Seelen derjenigen, die auf intelligente Art mit Michael verbunden waren.

[ 8 ] Seitdem das Menschengeschlecht in menschlicher Gestalt die Erde bevölkert, hat es auf der Erde Mysterien gegeben: Sonnenmysterien, Merkurmysterien, Venusmysterien, Marsmysterien, Jupitermysterien, Saturnmysterien. In diese Mysterien haben die Götter ihre Geheimnisse hineingesendet; dort sind dazu geeignete Menschen eingeweiht worden. So daß man auf der Erde wissen konnte, was auf Saturn, Jupiter, Mars und so weiter vor sich geht und wie dieses, was dort vor sich geht, in die Menschheitsentwickelung auf der Erde hineinwirkt. Eingeweihte, Initiierte, die in den Mysterien mit den Göttern verkehrten, hat es immer gegeben. In instinktiver alter hellseherischer Weise haben die Initiierten das aufgenommen, was in den Mysterien durch Impulse an sie herangekommen ist. Das ist — so sagte Michael zu den Seinen — bis auf wenige Traditionen hin auf der Erde verschwunden, das ist nicht mehr da. Die Impulse können nicht mehr in die Erde hineinfließen. Einzig und allein in der untergeordnetsten Region, in der Fortpflanzungsregion, hat noch Gabriel die Macht, die Mondeneinflüsse in die Entwickelung der Menschheit hineinkommen zu lassen. Mehr oder weniger sind die alten Traditionen von der Erde verschwunden und damit die Möglichkeit, die ins Unterbewußtsein und damit in die verschiedenen Leiblichkeiten der Menschen hineingehenden Impulse zu pflegen. Wir aber schauen nunmehr zurück auf alles das, was einstmals wie eine Gabe des Himmels in den Mysterien an Menschen herangebracht worden ist, wir überblicken einmal dieses wunderbare Tableau, wir schauen in den Zeitenlauf hinunter: Wir finden da die Mysterienstätten, wir sehen, wie die himmlische Weisheit in diese Mysterien hineingeströmt ist, wie Menschen von ihr initiiert worden sind, wie gerade von unserer geweihten Sonnenstätte aus die kosmische Intelligenz über die Menschen so heruntergekommen ist, daß die großen Lehrer der Menschheit Ideen, Gedanken, Begriffe gehabt haben, die spirituell waren, die ihnen aber eininspiriert waren von unserer geweihten Sonnenstätte aus. Das ist von der Erde verschwunden. Wir sehen es, indem wir auf alte Epochen der Erde zurückschauen, wir sehen es nach und nach von der Erdenentwikkelung verschwinden in der Alexanderzeit und ihrer Nachwirkung, und unten sehen wir, unter den Menschen, allmählich die irdisch gewordene Intelligenz sich ausbreiten. Aber wir haben ja diesen Anblick, der uns geblieben ist: wir schauen hin auf die Geheimnisse, in die einstmals die Initiierten der Mysterien eingeweiht worden sind. Bringen wir sie uns zum Bewußtsein! Bringen wir es denjenigen geistigen Wesenheiten, die um mich herum niemals in einem Erdenleibe erscheinen, sondern nur in ätherischer Art leben, zum Bewußtsein. Bringen wir es aber auch denjenigen Seelen, die in Erdenleibern oftmals auf der Erde waren, jetzt aber gerade da sind und zur Michael-Gemeinschaft gehören, bringen wir es diesen Menschenseelen zum Bewußtsein. Entwerfen wir die große Initiatenlehre, die einstmals auf die alte Art auf die Erde durch die Mysterien niedergeströmt ist, entwerfen wir sie vor den Seelen derjenigen, die auf intelligente Art mit Michael verbunden waren.

[ 9 ] Und da wurde «durchgenommen» — wenn ich mich eines irdischen, in einem solchen Zusammenhange fast trivial klingenden Ausdruckes bedienen darf —, da wurde durchgenommen die alte Initiationsweisheit. Eine große, umfassende himmlische Schule gab es. In ihr wurde von Michael das gelehrt, was er jetzt nicht mehr selbst verwalten konnte. Es war etwas Ungeheueres, etwas, was die ahrimanischen Dämonen auf der Erde, gerade im 15., 16., 17. bis ins 18. Jahrhundert herein, in allertiefster Weise beunruhigte, was sie in furchtbare Erregung brachte, so daß sich etwas Merkwürdiges abspielte. Das spielte sich ab, was einen polarischen Gegensatz zwischen himmlischen Taten in dieser Zeit und irdischen Taten in dieser Zeit zeitigte: Oben in der Geistigen Welt eine hohe Schule, die auf eine neue Art im Übersinnlichen zusammenfaßt die alte Initiatenweisheit, die den zunächst dazu prädestinierten Menschenseelen zwischen Tod und neuer Geburt ins intelligente Bewußtsein, in die Bewußtseinsseele das heraufhob, was früher in alten Zeiten in der Verstandes- oder Gemütsseele, in der Empfindungsseele und so weiter Weisheitseigentum der Menschen war. Auf die Art, wie im inneren Worte, das ja in vieler Beziehung zugleich hart ist, gesprochen werden kann, setzte Michael den Seinen auseinander die Weltenzusammenhänge, die kosmischen Zusammenhänge, die anthroposophischen Zusammenhänge. Diese Seelen bekamen eine Lehre, welche die Weltengeheimnisse enthüllte. Unten auf der Erde wirkten die ahrimanischen Geister. Und es ist notwendig, an dieser Stelle in ganz unverhohlener Weise auf ein Wahrheitsgeheimnis hinzudeuten, das ganz gewiß, äußerlich angesehen, gegenüber der gegenwärtigen Zivilisation sich etwas deplaciert ausnimmt, das aber doch ein göttliches Geheimnis ist, das die Anthroposophen wissen müssen, um die Zivilisation in der rechten Art, so wie ich es angedeutet habe, gegen das Ende des 20. Jahrhunderts hinzuführen.

[ 9 ] Und da wurde «durchgenommen» — wenn ich mich eines irdischen, in einem solchen Zusammenhange fast trivial klingenden Ausdruckes bedienen darf —, da wurde durchgenommen die alte Initiationsweisheit. Eine große, umfassende himmlische Schule gab es. In ihr wurde von Michael das gelehrt, was er jetzt nicht mehr selbst verwalten konnte. Es war etwas Ungeheueres, etwas, was die ahrimanischen Dämonen auf der Erde, gerade im 15., 16., 17. bis ins 18. Jahrhundert herein, in allertiefster Weise beunruhigte, was sie in furchtbare Erregung brachte, so daß sich etwas Merkwürdiges abspielte. Das spielte sich ab, was einen polarischen Gegensatz zwischen himmlischen Taten in dieser Zeit und irdischen Taten in dieser Zeit zeitigte: Oben in der Geistigen Welt eine hohe Schule, die auf eine neue Art im Übersinnlichen zusammenfaßt die alte Initiatenweisheit, die den zunächst dazu prädestinierten Menschenseelen zwischen Tod und neuer Geburt ins intelligente Bewußtsein, in die Bewußtseinsseele das heraufhob, was früher in alten Zeiten in der Verstandes- oder Gemütsseele, in der Empfindungsseele und so weiter Weisheitseigentum der Menschen war. Auf die Art, wie im inneren Worte, das ja in vieler Beziehung zugleich hart ist, gesprochen werden kann, setzte Michael den Seinen auseinander die Weltenzusammenhänge, die kosmischen Zusammenhänge, die anthroposophischen Zusammenhänge. Diese Seelen bekamen eine Lehre, welche die Weltengeheimnisse enthüllte. Unten auf der Erde wirkten die ahrimanischen Geister. Und es ist notwendig, an dieser Stelle in ganz unverhohlener Weise auf ein Wahrheitsgeheimnis hinzudeuten, das ganz gewiß, äußerlich angesehen, gegenüber der gegenwärtigen Zivilisation sich etwas deplaciert ausnimmt, das aber doch ein göttliches Geheimnis ist, das die Anthroposophen wissen müssen, um die Zivilisation in der rechten Art, so wie ich es angedeutet habe, gegen das Ende des 20. Jahrhunderts hinzuführen.

[ 10 ] Während Michael oben seine Scharen schulte, wurde eine Art unterirdischer, unmittelbar unter der Oberfläche der Erde liegender ahrimanischer Schule gegründet. Daher kann man davon sprechen, daß im Überirdischen die Michael-Schule ist; unmittelbar in der Region, auf der wir stehen — denn auch im Unterirdischen ist Geistiges tätig und wirksam —, wurde die ahrimanische Gegenschule begründet. Und wenn von Michael jetzt gerade in dieser Zeit keine Impulse herunterströmten, um die Intelligenz himmlisch zu inspirieren, wenn die Intelligenz auf der Erde sich zunächst selbst überlassen war, so bemühten sich um so mehr die ahrimanischen Scharen, von unten herauf Impulse in die intelligente Menschheitsentwickelung hineinzusenden. Es ist ein gewaltiges Bild, das einem da vor Augen stehen kann. Man stelle sich vor: die Erdoberfläche, oben Michael, seine Scharen belehrend, ihnen mit großen gewaltigen Weltenworten das enthüllend, was die alte Initiatenweisheit war; dem gegenüberstehend die ahrimanische Schule in den Untergründen der Erde. Auf der Erde sich entwickelnd die vom Himmel herabgefallene Intelligenz; Michael zunächst gegenüber dem Irdischen in himmlischer Einsamkeit Schule haltend — keine Strömungen gehen von oben nach unten —, die ahrimanischen Mächte um so mehr ihre Impulse nach oben sendend.

[ 10 ] Während Michael oben seine Scharen schulte, wurde eine Art unterirdischer, unmittelbar unter der Oberfläche der Erde liegender ahrimanischer Schule gegründet. Daher kann man davon sprechen, daß im Überirdischen die Michael-Schule ist; unmittelbar in der Region, auf der wir stehen — denn auch im Unterirdischen ist Geistiges tätig und wirksam —, wurde die ahrimanische Gegenschule begründet. Und wenn von Michael jetzt gerade in dieser Zeit keine Impulse herunterströmten, um die Intelligenz himmlisch zu inspirieren, wenn die Intelligenz auf der Erde sich zunächst selbst überlassen war, so bemühten sich um so mehr die ahrimanischen Scharen, von unten herauf Impulse in die intelligente Menschheitsentwickelung hineinzusenden. Es ist ein gewaltiges Bild, das einem da vor Augen stehen kann. Man stelle sich vor: die Erdoberfläche, oben Michael, seine Scharen belehrend, ihnen mit großen gewaltigen Weltenworten das enthüllend, was die alte Initiatenweisheit war; dem gegenüberstehend die ahrimanische Schule in den Untergründen der Erde. Auf der Erde sich entwickelnd die vom Himmel herabgefallene Intelligenz; Michael zunächst gegenüber dem Irdischen in himmlischer Einsamkeit Schule haltend — keine Strömungen gehen von oben nach unten —, die ahrimanischen Mächte um so mehr ihre Impulse nach oben sendend.

[ 11 ] Es hat immerhin auf der Erde verkörperte Seelen gegeben, die in den angedeuteten Jahrhunderten das Unheimliche dieser Lage gespürt haben. Wer die Geistesgeschichte, namentlich Europas, aus dieser Zeit kennt, der findet überall die merkwürdige Tatsache, daß da und dort manchmal ganz einfache Menschen leben, welche das Unheimliche dieser Lage verspüren: dieses Verlassensein der Menschheit von der Michael-Herrschaft und diese von unten mit dämonischen geistigen Dünsten aufsteigenden Impulse, welche die Intelligenz erobern wollen.

[ 11 ] Es hat immerhin auf der Erde verkörperte Seelen gegeben, die in den angedeuteten Jahrhunderten das Unheimliche dieser Lage gespürt haben. Wer die Geistesgeschichte, namentlich Europas, aus dieser Zeit kennt, der findet überall die merkwürdige Tatsache, daß da und dort manchmal ganz einfache Menschen leben, welche das Unheimliche dieser Lage verspüren: dieses Verlassensein der Menschheit von der Michael-Herrschaft und diese von unten mit dämonischen geistigen Dünsten aufsteigenden Impulse, welche die Intelligenz erobern wollen.

[ 12 ] Es ist merkwürdig, wie eng mit dem Menschen verbunden, wenn alles daraus Entsprießende gut werden soll, die Offenbarungen des Weisheitslebens sein müssen. Das ist eben das Wahrheitsgeheimnis, das hier berührt werden muß. Denn derjenige, der die Michael-Weisheit zu verkündigen hat, der fühlt in einer gewissen Beziehung, daß er an seiner rechten Stelle steht, wenn er ringt, den Ausdruck, die Wortformulierung zu finden für das, was Michaels Weisheit ist. Er fühlt sich sogar noch an der rechten Stelle stehend, wenn er, von seinen Händen ausgehend, diese Michael-Weisheit niederschreibt; denn da fließt das, was vom Spirituellen her mit dem Menschen verbunden ist, sozusagen in die Form des Geschriebenen hinein, in das, was er tut. Aber trotzdem es ertragen werden muß, trotzdem es in unsere Zeit gehört, ist ein unheimliches Gefühl damit verbunden, wenn man das, was Michael-Weisheit ist, was man gerne noch aufschreibt und als zu Lesendes meinetwillen den Leuten mitteilt, wenn man das auf mechanische Art vervielfältigt sieht in gedruckten Büchern. Dieses unheimliche Gefühl gegenüber dem gedruckten Buche ist durchaus bei demjenigen vorhanden, der mit dem, was er zu verkündigen hat, im Geistesleben drinnen steht.

[ 12 ] Es ist merkwürdig, wie eng mit dem Menschen verbunden, wenn alles daraus Entsprießende gut werden soll, die Offenbarungen des Weisheitslebens sein müssen. Das ist eben das Wahrheitsgeheimnis, das hier berührt werden muß. Denn derjenige, der die Michael-Weisheit zu verkündigen hat, der fühlt in einer gewissen Beziehung, daß er an seiner rechten Stelle steht, wenn er ringt, den Ausdruck, die Wortformulierung zu finden für das, was Michaels Weisheit ist. Er fühlt sich sogar noch an der rechten Stelle stehend, wenn er, von seinen Händen ausgehend, diese Michael-Weisheit niederschreibt; denn da fließt das, was vom Spirituellen her mit dem Menschen verbunden ist, sozusagen in die Form des Geschriebenen hinein, in das, was er tut. Aber trotzdem es ertragen werden muß, trotzdem es in unsere Zeit gehört, ist ein unheimliches Gefühl damit verbunden, wenn man das, was Michael-Weisheit ist, was man gerne noch aufschreibt und als zu Lesendes meinetwillen den Leuten mitteilt, wenn man das auf mechanische Art vervielfältigt sieht in gedruckten Büchern. Dieses unheimliche Gefühl gegenüber dem gedruckten Buche ist durchaus bei demjenigen vorhanden, der mit dem, was er zu verkündigen hat, im Geistesleben drinnen steht.

[ 13 ] Ich bin im Anschlusse an den gestrigen Vortrag von jemandem gefragt worden, ob denn nicht — worauf etwas schon Swedenborg hiingedeutet hat — der Buchstabe der letzte Ausfluß des geistigen Lebens ist. Das ist er! Er ist es so lange, als er im kontinuierlichen Fortgange durch einen Menschen aus dem Geistigen fließt. Er wird ahrimanische geistige Macht, wenn er durch das Mechanische fixiert wird, gewissermaßen von der anderen Seite der Welt aus fixiert wird, wenn er als gedruckter Buchstabe vor die Augen der Menschen tritt. Denn das ist ja das Eigentümliche, daß es jene ahrimanische Schule ist, die als Gegenschule der Michael-Schule begründet worden ist und im 15., 16., 17.,18. Jahrhundert gewirkt hat, die in Europa die Buchdruckerkunst heraufgebracht hat, mit allem Gefolge der Buchdruckerkunst. Aus der Buchdruckerkunst können die dämonischen Gewalten aufsprießen, die gerade dazu geeignet sind, Michaels Herrschaft zu bekämpfen.

[ 13 ] Ich bin im Anschlusse an den gestrigen Vortrag von jemandem gefragt worden, ob denn nicht — worauf etwas schon Swedenborg hiingedeutet hat — der Buchstabe der letzte Ausfluß des geistigen Lebens ist. Das ist er! Er ist es so lange, als er im kontinuierlichen Fortgange durch einen Menschen aus dem Geistigen fließt. Er wird ahrimanische geistige Macht, wenn er durch das Mechanische fixiert wird, gewissermaßen von der anderen Seite der Welt aus fixiert wird, wenn er als gedruckter Buchstabe vor die Augen der Menschen tritt. Denn das ist ja das Eigentümliche, daß es jene ahrimanische Schule ist, die als Gegenschule der Michael-Schule begründet worden ist und im 15., 16., 17.,18. Jahrhundert gewirkt hat, die in Europa die Buchdruckerkunst heraufgebracht hat, mit allem Gefolge der Buchdruckerkunst. Aus der Buchdruckerkunst können die dämonischen Gewalten aufsprießen, die gerade dazu geeignet sind, Michaels Herrschaft zu bekämpfen.

[ 14 ] Man muß das, was real ist im Leben, in seiner wirklichen Bedeutung durchschauen, wenn man Anthroposoph ist. Man muß in der Druckkunst zwar eine geistige Macht sehen, aber eben die geistige Macht, die von Ahriman dem Michael entgegengestellt worden ist. Daher diese fortdauernde Mahnung Michaels an diejenigen, die er nun in seiner Schule dazumal unterrichtete, die fortdauernde Mahnung: Wenn ihr wieder auf die Erde herunterkommt, um das auszuführen, was hier veranlagt ist, dann sammelt die Menschen um euch, verkündigt das Wichtigste von Mund zu Ohr und seht nicht das Wichtigste darin, daß nur durch das gedruckte Buch in der Welt «literarisch» gewirkt werde. — Daher ist die intimere Art, von Mensch zu Mensch zu wirken, diejenige, die vorzugsweise in der Richtung des Wirkens Michaels ist. Und wenn wir uns, statt bloß durch Bücher zu wirken, vereinigen und die wichtigsten Impulse menschlich-persönlich aufnehmen und — weil es so sein muß, weil sonst wieder Ahriman eine ungeheure Herrschaft bekommen würde, wenn wir uns seiner Kunst nicht auch bemächtigten — das andere dann nur benützen, um gewissermaßen «Gedächtnishilfen» zu haben, um das zu haben, was mit dem ahrimanischen Zeitgeist rechnet: pflegen wir dies in solcher Weise, daß wir nicht etwa das gedruckte Buch ausmerzen, aber ihm das richtige Verhältnis geben zu dem, was unmittelbar menschlich wirkt, dann inaugurieren wir das, was zunächst imponderabel als Michael-Strömung durch die Anthroposophische Gesellschaft fließen soll. Denn nicht richtig wäre es, von so etwas ausgehend, wie ich es jetzt dargestellt habe, nun etwa zu sagen: Also schaffen wir die anthroposophischen Bücher ab! Dadurch würden wir gerade die Druckkunst an die stärksten Feinde der Michael-Weisheit ausliefern; da würden wir die Fortsetzung unserer anthroposophischen Arbeit, die ja gerade bis zum Ende des Jahrhunderts hin gedeihen soll, unmöglich machen. Aber wir müssen durch heilige Gesinnung gegenüber dem, was da in der Michael-Weisheit lebt, die Druckkunst adeln! Denn was will Ahriman gegenüber dem Michael durch die Druckkunst? Er will — Sie sehen es heute überall aufsprießen — die Eroberung der Intelligenz, jene Eroberung der Intelligenz, welche überall dort besonders eingreifen will, wo die Verhältnisse dazu günstig sind. Worinnen besteht denn das hauptsächlichste Wirken der ahrimanischen Geister in ihrer Bekämpfung des kommenden Michael-Zeitalters? Das Wirksame besteht darin, daß diese ahrimanischen Geister in Zeiten, wo die Bewußtseine der Menschen heruntergedämpft sind, gewissermaßen die Menschen von sich «besessen» machen, daß sie eingreifen in die menschlichen Bewußtseine. So sind ja viele Menschen, die 1914 herabgedämmerte Bewußtseine hatten, hineinverflochten gewesen in die Entstehung des furchtbaren Weltkrieges. Und in ihren gedämpften Bewußtseinen haben den Weltkrieg die Scharen des Ahriman gemacht — durch die Menschen. Und man wird die Ursachen dieses Krieges nicht auf äußerliche dokumentarische Weise aus den Archiven je enthüllen; sondern man muß hineinschauen in die Geschichte und muß sehen: da war eine maßgebende Persönlichkeit, dort war wieder eine, dort wieder eine andere, die ihr Bewußtsein heruntergedämpft hatten. Das war die Gelegenheit, daß Ahriman die Menschen von sich besessen machte. Und wenn man wissen will, wie leicht es geschehen kann, daß in unserem Zeitalter die Menschen von Ahriman besessen werden können, dann braucht man nur an so etwas zu denken, wie es sich zutrug, als die Europäer nach Amerika kamen mit den gedruckten Werken, die sie mitgebracht hatten, zu der Zeit, als es im Osten von Nordamerika noch Indianer gab. Als die Indianer bei den Europäern diese merkwürdigen Schriftzeichen sahen, da haben sie sie angesehen als kleine Dämonen. Sie hatten den richtigen Blick dafür; sie fürchteten sich außerordentlich vor all diesen kleinen Dämonen a, b und so weiter, wie sie in den gedruckten Buchstaben ausschauen. Denn in diesen, in der verschiedensten Weise reproduzierten Buchstaben liegt für die heutigen Menschen etwas Faszinierendes; und nur die gute Michael-Gesinnung, die das Menschliche in der Weisheitsverkündigung schauen kann, die kann über dieses Faszinierende hinausführen.

[ 14 ] Man muß das, was real ist im Leben, in seiner wirklichen Bedeutung durchschauen, wenn man Anthroposoph ist. Man muß in der Druckkunst zwar eine geistige Macht sehen, aber eben die geistige Macht, die von Ahriman dem Michael entgegengestellt worden ist. Daher diese fortdauernde Mahnung Michaels an diejenigen, die er nun in seiner Schule dazumal unterrichtete, die fortdauernde Mahnung: Wenn ihr wieder auf die Erde herunterkommt, um das auszuführen, was hier veranlagt ist, dann sammelt die Menschen um euch, verkündigt das Wichtigste von Mund zu Ohr und seht nicht das Wichtigste darin, daß nur durch das gedruckte Buch in der Welt «literarisch» gewirkt werde. — Daher ist die intimere Art, von Mensch zu Mensch zu wirken, diejenige, die vorzugsweise in der Richtung des Wirkens Michaels ist. Und wenn wir uns, statt bloß durch Bücher zu wirken, vereinigen und die wichtigsten Impulse menschlich-persönlich aufnehmen und — weil es so sein muß, weil sonst wieder Ahriman eine ungeheure Herrschaft bekommen würde, wenn wir uns seiner Kunst nicht auch bemächtigten — das andere dann nur benützen, um gewissermaßen «Gedächtnishilfen» zu haben, um das zu haben, was mit dem ahrimanischen Zeitgeist rechnet: pflegen wir dies in solcher Weise, daß wir nicht etwa das gedruckte Buch ausmerzen, aber ihm das richtige Verhältnis geben zu dem, was unmittelbar menschlich wirkt, dann inaugurieren wir das, was zunächst imponderabel als Michael-Strömung durch die Anthroposophische Gesellschaft fließen soll. Denn nicht richtig wäre es, von so etwas ausgehend, wie ich es jetzt dargestellt habe, nun etwa zu sagen: Also schaffen wir die anthroposophischen Bücher ab! Dadurch würden wir gerade die Druckkunst an die stärksten Feinde der Michael-Weisheit ausliefern; da würden wir die Fortsetzung unserer anthroposophischen Arbeit, die ja gerade bis zum Ende des Jahrhunderts hin gedeihen soll, unmöglich machen. Aber wir müssen durch heilige Gesinnung gegenüber dem, was da in der Michael-Weisheit lebt, die Druckkunst adeln! Denn was will Ahriman gegenüber dem Michael durch die Druckkunst? Er will — Sie sehen es heute überall aufsprießen — die Eroberung der Intelligenz, jene Eroberung der Intelligenz, welche überall dort besonders eingreifen will, wo die Verhältnisse dazu günstig sind. Worinnen besteht denn das hauptsächlichste Wirken der ahrimanischen Geister in ihrer Bekämpfung des kommenden Michael-Zeitalters? Das Wirksame besteht darin, daß diese ahrimanischen Geister in Zeiten, wo die Bewußtseine der Menschen heruntergedämpft sind, gewissermaßen die Menschen von sich «besessen» machen, daß sie eingreifen in die menschlichen Bewußtseine. So sind ja viele Menschen, die 1914 herabgedämmerte Bewußtseine hatten, hineinverflochten gewesen in die Entstehung des furchtbaren Weltkrieges. Und in ihren gedämpften Bewußtseinen haben den Weltkrieg die Scharen des Ahriman gemacht — durch die Menschen. Und man wird die Ursachen dieses Krieges nicht auf äußerliche dokumentarische Weise aus den Archiven je enthüllen; sondern man muß hineinschauen in die Geschichte und muß sehen: da war eine maßgebende Persönlichkeit, dort war wieder eine, dort wieder eine andere, die ihr Bewußtsein heruntergedämpft hatten. Das war die Gelegenheit, daß Ahriman die Menschen von sich besessen machte. Und wenn man wissen will, wie leicht es geschehen kann, daß in unserem Zeitalter die Menschen von Ahriman besessen werden können, dann braucht man nur an so etwas zu denken, wie es sich zutrug, als die Europäer nach Amerika kamen mit den gedruckten Werken, die sie mitgebracht hatten, zu der Zeit, als es im Osten von Nordamerika noch Indianer gab. Als die Indianer bei den Europäern diese merkwürdigen Schriftzeichen sahen, da haben sie sie angesehen als kleine Dämonen. Sie hatten den richtigen Blick dafür; sie fürchteten sich außerordentlich vor all diesen kleinen Dämonen a, b und so weiter, wie sie in den gedruckten Buchstaben ausschauen. Denn in diesen, in der verschiedensten Weise reproduzierten Buchstaben liegt für die heutigen Menschen etwas Faszinierendes; und nur die gute Michael-Gesinnung, die das Menschliche in der Weisheitsverkündigung schauen kann, die kann über dieses Faszinierende hinausführen.

[ 15 ] Aber es kann auf diesem Wege Arges geschehen. Ich möchte Ihnen da das Folgende sagen. Es gibt ja gewisse Geheimnisse der Weltenanschauung, die nur zu durchschauen sind, wenn man ein ziemlich hohes Alter erreicht hat. Die einzelnen Lebensalter lassen den Menschen, wenn man im Besitze der Initiationswissenschaft ist, hinschauen auf die einzelnen Geheimnisse des Daseins. So kann man zwischen dem einundzwanzigsten und zweiundvierzigsten Lebensjahre hineinschauen in die Sonnenverhältnisse — vorher nicht. So kann man zwischen dem zweiundvierzigsten und neunundvierzigsten Jahre in die Marsgeheimnisse hineinschauen; so zwischen dem neunundvierzigsten und sechsundfünfzigsten Jahre in die Jupitergeheimnisse. Will man aber die Weltengeheimnisse im Zusammenhange schauen, dann muß man das dreiundsechzigste Lebensjahr überschritten haben. Daher würde ich gewisse Dinge, die ich jetzt unverhohlen ausspreche, vorher nicht haben sagen können, bevor ich eben in dieser Lage war. Denn will man das durchschauen, was sich gerade auf die Michael-Geheimnisse bezieht, was ja von der geistigen Region der Sonne aus wirkt, dann muß man von der Erde aus in die Weltengeheimnisse hinaufschauen durch die Saturnweisheit. Dann muß man jene Dämmerung in der geistigen Welt verspüren können, in ihr leben können, die von dem den Saturn beherrschenden Oriphiel herrührt, der zur Zeit des Mysteriums von Golgatha der führende Erzengel war und der wieder der führende Erzengel sein wird, nachdem die Michael-Zeit abgelaufen sein wird.

[ 15 ] Aber es kann auf diesem Wege Arges geschehen. Ich möchte Ihnen da das Folgende sagen. Es gibt ja gewisse Geheimnisse der Weltenanschauung, die nur zu durchschauen sind, wenn man ein ziemlich hohes Alter erreicht hat. Die einzelnen Lebensalter lassen den Menschen, wenn man im Besitze der Initiationswissenschaft ist, hinschauen auf die einzelnen Geheimnisse des Daseins. So kann man zwischen dem einundzwanzigsten und zweiundvierzigsten Lebensjahre hineinschauen in die Sonnenverhältnisse — vorher nicht. So kann man zwischen dem zweiundvierzigsten und neunundvierzigsten Jahre in die Marsgeheimnisse hineinschauen; so zwischen dem neunundvierzigsten und sechsundfünfzigsten Jahre in die Jupitergeheimnisse. Will man aber die Weltengeheimnisse im Zusammenhange schauen, dann muß man das dreiundsechzigste Lebensjahr überschritten haben. Daher würde ich gewisse Dinge, die ich jetzt unverhohlen ausspreche, vorher nicht haben sagen können, bevor ich eben in dieser Lage war. Denn will man das durchschauen, was sich gerade auf die Michael-Geheimnisse bezieht, was ja von der geistigen Region der Sonne aus wirkt, dann muß man von der Erde aus in die Weltengeheimnisse hinaufschauen durch die Saturnweisheit. Dann muß man jene Dämmerung in der geistigen Welt verspüren können, in ihr leben können, die von dem den Saturn beherrschenden Oriphiel herrührt, der zur Zeit des Mysteriums von Golgatha der führende Erzengel war und der wieder der führende Erzengel sein wird, nachdem die Michael-Zeit abgelaufen sein wird.

[ 16 ] Dann enthüllen sich aber für die heutige Zeit erschütternde Wahrheiten, ganz erschütternde Wahrheiten! Denn dadurch, daß durch diese ahrimanische Gegenschule zur Schule des Michael die Druckkunst sich auf der Erde verbreitet hat, ist ja auf der Erde aufgetreten die «Schriftstellerei» im weiteren Umfange. Wer war denn früher Schriftsteller, als man noch nicht druckte? Solche waren es, die eigentlich nur im engsten Kreise ihre Schriften verbreiten konnten, in Kreisen, die übrigens dazu vorbereitet waren. Denn in wie viele Hände kam denn ein Buch, bevor die Druckkunst verbreitet war? Wie es damit eigentlich ist, das kann man so recht ermessen, wenn man folgendes bedenkt: Eine Art Surrogat der Druckkunst, bis zu einer hohen Vollkommenheit gediehen, war ja schon in der alten chinesischen Kultur vorhanden. Da gab es schon eine Art Druckkunst, auch zu einer Zeit begründet, in der eine MichaelHerrschaft oben war und unten eine ahrimanische Gegenherrschaft. Aber es ist zu nichts Besonderem gekommen; Ahriman war dazumal noch nicht mächtig. Er konnte noch nicht besondere Versuche machen, um dem Michael wirklich die Herrschaft über die Intelligenz abzukämpfen. Es wurde dieser Versuch ja erneuert zur Alexanderzeit, aber da gelang er wieder nicht.

[ 16 ] Dann enthüllen sich aber für die heutige Zeit erschütternde Wahrheiten, ganz erschütternde Wahrheiten! Denn dadurch, daß durch diese ahrimanische Gegenschule zur Schule des Michael die Druckkunst sich auf der Erde verbreitet hat, ist ja auf der Erde aufgetreten die «Schriftstellerei» im weiteren Umfange. Wer war denn früher Schriftsteller, als man noch nicht druckte? Solche waren es, die eigentlich nur im engsten Kreise ihre Schriften verbreiten konnten, in Kreisen, die übrigens dazu vorbereitet waren. Denn in wie viele Hände kam denn ein Buch, bevor die Druckkunst verbreitet war? Wie es damit eigentlich ist, das kann man so recht ermessen, wenn man folgendes bedenkt: Eine Art Surrogat der Druckkunst, bis zu einer hohen Vollkommenheit gediehen, war ja schon in der alten chinesischen Kultur vorhanden. Da gab es schon eine Art Druckkunst, auch zu einer Zeit begründet, in der eine MichaelHerrschaft oben war und unten eine ahrimanische Gegenherrschaft. Aber es ist zu nichts Besonderem gekommen; Ahriman war dazumal noch nicht mächtig. Er konnte noch nicht besondere Versuche machen, um dem Michael wirklich die Herrschaft über die Intelligenz abzukämpfen. Es wurde dieser Versuch ja erneuert zur Alexanderzeit, aber da gelang er wieder nicht.

[ 17 ] Nun hat aber der Ahrimanismus in der Druckkunst der neueren Zeit seine große Bedeutung gehabt. Das Schriftstellertum ist sozusagen populär geworden. Und eins ist möglich geworden, eines, das ebenso wunderbar, glänzend und blendend ist, wie es auf der anderen Seite zwar aufgenommen werden muß im vollen Gleichmaß der Seelenkräfte, aber doch in seiner richtigen Bedeutung gewürdigt werden muß. Erste Versuche sind da, die aus der Region des Michael heraus bezeichnet werden können als: es ist Ahriman als Schriftsteller aufgetreten! In Michael-Kreisen bildet es heute ein bedeutsames Ereignis. Ahriman als Schriftsteller! Nicht nur, daß Menschen von ihm besessen worden sind, wie ich es angedeutet habe für den Kriegsausbruch, sondern Ahriman ist, indem er sich durch Menschenseelen auf der Erde kundgab, selber als Schriftsteller aufgetreten. Daß er ein glänzender Schriftsteller ist, braucht nicht weiter zu verwundern; denn Ahriman ist ein großer, ein umfassender, ein gewaltiger Geist. Er ist nur eben derjenige Geist, der nicht zur Fortentwickelung der Menschheit auf der Erde im Sinne der guten Götter geeignet ist, sondern zu ihrer Bekämpfung. Auf seinem Gebiete ist er eine nicht nur durchaus brauchbare, sondern wohltätige Macht; denn diejenigen Wesenheiten, die auf einem Niveau des Weltgeschehens wohltätig sind, die sind auf einem anderen außerordentlich schädlich. Deshalb braucht nicht vorausgesetzt zu werden, wenn man die Werke Ahrimans charakterisieren will, daß diese Werke besonders abzukanzeln wären. Man kann sie sogar, wenn man sich dessen bewußt ist, was da vorliegt, bewundern. Aber man muß eben den ahrimanischen Charakter erkennen!

[ 17 ] Nun hat aber der Ahrimanismus in der Druckkunst der neueren Zeit seine große Bedeutung gehabt. Das Schriftstellertum ist sozusagen populär geworden. Und eins ist möglich geworden, eines, das ebenso wunderbar, glänzend und blendend ist, wie es auf der anderen Seite zwar aufgenommen werden muß im vollen Gleichmaß der Seelenkräfte, aber doch in seiner richtigen Bedeutung gewürdigt werden muß. Erste Versuche sind da, die aus der Region des Michael heraus bezeichnet werden können als: es ist Ahriman als Schriftsteller aufgetreten! In Michael-Kreisen bildet es heute ein bedeutsames Ereignis. Ahriman als Schriftsteller! Nicht nur, daß Menschen von ihm besessen worden sind, wie ich es angedeutet habe für den Kriegsausbruch, sondern Ahriman ist, indem er sich durch Menschenseelen auf der Erde kundgab, selber als Schriftsteller aufgetreten. Daß er ein glänzender Schriftsteller ist, braucht nicht weiter zu verwundern; denn Ahriman ist ein großer, ein umfassender, ein gewaltiger Geist. Er ist nur eben derjenige Geist, der nicht zur Fortentwickelung der Menschheit auf der Erde im Sinne der guten Götter geeignet ist, sondern zu ihrer Bekämpfung. Auf seinem Gebiete ist er eine nicht nur durchaus brauchbare, sondern wohltätige Macht; denn diejenigen Wesenheiten, die auf einem Niveau des Weltgeschehens wohltätig sind, die sind auf einem anderen außerordentlich schädlich. Deshalb braucht nicht vorausgesetzt zu werden, wenn man die Werke Ahrimans charakterisieren will, daß diese Werke besonders abzukanzeln wären. Man kann sie sogar, wenn man sich dessen bewußt ist, was da vorliegt, bewundern. Aber man muß eben den ahrimanischen Charakter erkennen!

[ 18 ] Michael lehrt dies heute erkennen, wenn man auf ihn hinhören will. Denn die Michael-Schulung hat nachgewirkt, und man kann heute noch an sie herankommen. Dann lehrt sie, wie Ahriman als Schriftsteller zunächst einmal die Versuche gemacht hat, erste Versuche tief erschütternden, tragischen Charakters, die natürlich aufgetreten sind durch einen Menschen: «Der Antichrist» von Nietzsche, «Ecce homo», die Selbstbiographie Nietzsches, und alles das, was Notizen sind im «Willen zur Macht» — die glänzendsten Kapitel modernen Schriftstellertums, mit ihrem oftmals so teuflischen Inhalt! Ahriman hat sie geschrieben, seine Herrschaft über das ausübend, was in Buchstaben auf Erden durch die Druckkunst seiner Herrschaft unterworfen werden kann. Es hat Ahriman bereits so begonnen, als Schriftsteller aufzutreten, und er wird seine Arbeit fortsetzen. Und notwendig ist es in der Zukunft auf der Erde, Wachsamkeit haben zu können, damit man nicht alles, was einem in der Schriftstellerei entgegentritt, als gleichartig hinnimmt. Menschenwerke werden herauskommen, aber wissen müssen einzelne Menschen, daß einer sich schult, um einer der glänzendsten Schriftsteller in der nächsten Zukunft zu werden: Ahriman! Menschenhände werden die Werke schreiben, aber Ahriman wird der Schriftsteller sein. Wie einstmals die alten Evangelisten inspiriert waren und die Werke ihrer übersinnlichen Wesenheiten, die sie begeisterten, niedergeschrieben haben, so werden Ahrimans Werke von Menschen geschrieben werden.

[ 18 ] Michael lehrt dies heute erkennen, wenn man auf ihn hinhören will. Denn die Michael-Schulung hat nachgewirkt, und man kann heute noch an sie herankommen. Dann lehrt sie, wie Ahriman als Schriftsteller zunächst einmal die Versuche gemacht hat, erste Versuche tief erschütternden, tragischen Charakters, die natürlich aufgetreten sind durch einen Menschen: «Der Antichrist» von Nietzsche, «Ecce homo», die Selbstbiographie Nietzsches, und alles das, was Notizen sind im «Willen zur Macht» — die glänzendsten Kapitel modernen Schriftstellertums, mit ihrem oftmals so teuflischen Inhalt! Ahriman hat sie geschrieben, seine Herrschaft über das ausübend, was in Buchstaben auf Erden durch die Druckkunst seiner Herrschaft unterworfen werden kann. Es hat Ahriman bereits so begonnen, als Schriftsteller aufzutreten, und er wird seine Arbeit fortsetzen. Und notwendig ist es in der Zukunft auf der Erde, Wachsamkeit haben zu können, damit man nicht alles, was einem in der Schriftstellerei entgegentritt, als gleichartig hinnimmt. Menschenwerke werden herauskommen, aber wissen müssen einzelne Menschen, daß einer sich schult, um einer der glänzendsten Schriftsteller in der nächsten Zukunft zu werden: Ahriman! Menschenhände werden die Werke schreiben, aber Ahriman wird der Schriftsteller sein. Wie einstmals die alten Evangelisten inspiriert waren und die Werke ihrer übersinnlichen Wesenheiten, die sie begeisterten, niedergeschrieben haben, so werden Ahrimans Werke von Menschen geschrieben werden.

[ 19 ] Und zweierlei wird es in der ferneren Entwickelungsgeschichte der Menschheit geben. Da wird die Bemühung sein müssen, dasjenige, was einstmals von Michael den prädestinierten Seelen in überirdischen Schulen gelehrt worden ist, fortzupflanzen in der irdischen Region, soweit es möglich sein kann, in der Anthroposophischen Gesellschaft andächtig in diesen Kenntnissen zu sein, und die, welche in den folgenden Inkarnationen nachkommen werden, darin zu unterrichten, bis das Ende des 20. Jahrhunderts da sein wird. Dann werden manche von denen, die diese Dinge heute zum ersten Mal erfahren, wieder zur Erde niedersteigen, was also bald sein wird. Auf der Erde aber wird mittlerweile vieles erscheinen, zahlreiches, was von Ahriman geschrieben sein wird. — Die eine Aufgabe der Anthroposophen wird sein: treulich die Michael-Weisheit zu pflegen, mit wohlmütigen Herzen zur MichaelWeisheit zu stehen und die erste Durchdringung der irdischen Intelligenz mit dem geistigen Michael-Schwert darin zu sehen, daß nun dieses geistige Michael-Schwert gehandhabt wird von den Herzen, in welche die Michael-Weisheit eingezogen ist, so, daß das Michael-Bild wie ein die einzelnen Anthroposophen begeisterndes Bild in einer neuen Gestalt erscheint: dastehend Michael in den Herzen der Menschen, unter seinen Füßen das, was ahrimanische Schriftstellerei sein wird. Es wird nicht jener äußeren Malerei bedürfen, die in der Dominikanerzeit oftmals das Bild fixiert hat: Oben die scholastischen Dominikaner mit ihren Büchern dastehend, unten die heidnische Weisheit, dargestellt durch Averroës, Avicenna und so weiter, die zu ihren Füßen zertreten werden — man sieht diese Bilder überall da, wo die Bekämpfung des Heidentums durch die christliche Scholastik im Bilde veranschaulicht werden sollte —, aber im Geiste wird man dieses Bild haben müssen: Ergebenheit gegenüber dem in die Welt hereinziehenden, auf der Erde die Intelligenz ergreifenden Michael, und Wachsamkeit — so daß man sich über sie erheben kann — gegenüber der glänzenden, blendenden, durch das ganze 20. Jahrhundert hindurch wirkenden Arbeit von Ahriman als Schriftsteller. Er wird an den sonderbarsten Stellen seine Werke schreiben, sie werden aber da sein, diese Werke, und seine Schüler bildet er sich heraus. Es erscheint gar manches schon in unserer Zeit, was zunächst die unterbewußten Seelen heranbildet, damit sie schnell sich wieder verkörpern und Werkzeuge werden können für Ahriman als Schriftsteller. Auf allen Gebieten wird er schreiben: Schreiben wird er in der Philosophie, schreiben wird er in der Poesie, schreiben wird er auf dem Gebiete der Dramatik und der Epik; schreiben wird er auf dem Gebiete der Medizin, der Jurisprudenz, der Soziologie! Auf allen Gebieten wird Ahriman schreiben!

[ 19 ] Und zweierlei wird es in der ferneren Entwickelungsgeschichte der Menschheit geben. Da wird die Bemühung sein müssen, dasjenige, was einstmals von Michael den prädestinierten Seelen in überirdischen Schulen gelehrt worden ist, fortzupflanzen in der irdischen Region, soweit es möglich sein kann, in der Anthroposophischen Gesellschaft andächtig in diesen Kenntnissen zu sein, und die, welche in den folgenden Inkarnationen nachkommen werden, darin zu unterrichten, bis das Ende des 20. Jahrhunderts da sein wird. Dann werden manche von denen, die diese Dinge heute zum ersten Mal erfahren, wieder zur Erde niedersteigen, was also bald sein wird. Auf der Erde aber wird mittlerweile vieles erscheinen, zahlreiches, was von Ahriman geschrieben sein wird. — Die eine Aufgabe der Anthroposophen wird sein: treulich die Michael-Weisheit zu pflegen, mit wohlmütigen Herzen zur MichaelWeisheit zu stehen und die erste Durchdringung der irdischen Intelligenz mit dem geistigen Michael-Schwert darin zu sehen, daß nun dieses geistige Michael-Schwert gehandhabt wird von den Herzen, in welche die Michael-Weisheit eingezogen ist, so, daß das Michael-Bild wie ein die einzelnen Anthroposophen begeisterndes Bild in einer neuen Gestalt erscheint: dastehend Michael in den Herzen der Menschen, unter seinen Füßen das, was ahrimanische Schriftstellerei sein wird. Es wird nicht jener äußeren Malerei bedürfen, die in der Dominikanerzeit oftmals das Bild fixiert hat: Oben die scholastischen Dominikaner mit ihren Büchern dastehend, unten die heidnische Weisheit, dargestellt durch Averroës, Avicenna und so weiter, die zu ihren Füßen zertreten werden — man sieht diese Bilder überall da, wo die Bekämpfung des Heidentums durch die christliche Scholastik im Bilde veranschaulicht werden sollte —, aber im Geiste wird man dieses Bild haben müssen: Ergebenheit gegenüber dem in die Welt hereinziehenden, auf der Erde die Intelligenz ergreifenden Michael, und Wachsamkeit — so daß man sich über sie erheben kann — gegenüber der glänzenden, blendenden, durch das ganze 20. Jahrhundert hindurch wirkenden Arbeit von Ahriman als Schriftsteller. Er wird an den sonderbarsten Stellen seine Werke schreiben, sie werden aber da sein, diese Werke, und seine Schüler bildet er sich heraus. Es erscheint gar manches schon in unserer Zeit, was zunächst die unterbewußten Seelen heranbildet, damit sie schnell sich wieder verkörpern und Werkzeuge werden können für Ahriman als Schriftsteller. Auf allen Gebieten wird er schreiben: Schreiben wird er in der Philosophie, schreiben wird er in der Poesie, schreiben wird er auf dem Gebiete der Dramatik und der Epik; schreiben wird er auf dem Gebiete der Medizin, der Jurisprudenz, der Soziologie! Auf allen Gebieten wird Ahriman schreiben!

[ 20 ] Das wird die Situation sein, welcher die Menschheit wird entgegenzuleben haben mit dem Ende des Jahrhunderts. Und diejenigen, die heute noch jünger sind, werden manches sehen von dem, wie Ahriman als Schriftsteller auftritt. Auf allen Gebieten wird Wachsamkeit gebraucht werden und heiliger Enthusiasmus für die Michael-Weisheit.

[ 20 ] Das wird die Situation sein, welcher die Menschheit wird entgegenzuleben haben mit dem Ende des Jahrhunderts. Und diejenigen, die heute noch jünger sind, werden manches sehen von dem, wie Ahriman als Schriftsteller auftritt. Auf allen Gebieten wird Wachsamkeit gebraucht werden und heiliger Enthusiasmus für die Michael-Weisheit.

[ 21 ] Meine lieben Freunde, können wir uns mit so etwas durchdringen, können wir in der Lage sein, im geistigen Leben uns so drinnenstehend zu fühlen, wie es im Sinne dieser Andeutungen liegt, dann werden wir uns als rechte Anthroposophen in die gegenwärtige Zivilisation hineinstellen. Dann werden wir vielleicht doch immer mehr und mehr verspüren, daß eben ein neuer Zug von der Weihnachtstagung am Goetheanum ausgeht, daß im Grunde genommen der Anthroposophischen Gesellschaft jetzt erst dasjenige vorgehalten wird, worin sie sich wie in einem «Weltenspiegel» selber sehen kann, und daß auch der einzelne mit seinem ihn in die Anthroposophische Gesellschaft hineinführenden Karma sich gespiegelt sehen kann.

[ 21 ] Meine lieben Freunde, können wir uns mit so etwas durchdringen, können wir in der Lage sein, im geistigen Leben uns so drinnenstehend zu fühlen, wie es im Sinne dieser Andeutungen liegt, dann werden wir uns als rechte Anthroposophen in die gegenwärtige Zivilisation hineinstellen. Dann werden wir vielleicht doch immer mehr und mehr verspüren, daß eben ein neuer Zug von der Weihnachtstagung am Goetheanum ausgeht, daß im Grunde genommen der Anthroposophischen Gesellschaft jetzt erst dasjenige vorgehalten wird, worin sie sich wie in einem «Weltenspiegel» selber sehen kann, und daß auch der einzelne mit seinem ihn in die Anthroposophische Gesellschaft hineinführenden Karma sich gespiegelt sehen kann.

[ 22 ] Das ist das, was ich Ihnen zunächst habe durch diese Vorträge ans Herz legen wollen. Denn zu den Herzen soll vorzugsweise gesprochen werden. Die Herzen müssen die Helfer des Michael werden in der Eroberung der vom Himmel auf die Erde gefallenen Intelligenz. Wie die alte Schlange von Michael zertreten werden mußte, so muß die zur Schlange gewordene Intelligenz von Michael erobert werden, spiritualisiert werden. Und überall, wo sie als Widerpart auftritt — nicht spiritualisiert, sondern ins Geistige ahrimanisiert —, da muß sie in der richtigen Weise erkannt werden durch die an der Michael-Gesinnung heranerzogene Wachsamkeit des anthroposophischen Geistes.

[ 22 ] Das ist das, was ich Ihnen zunächst habe durch diese Vorträge ans Herz legen wollen. Denn zu den Herzen soll vorzugsweise gesprochen werden. Die Herzen müssen die Helfer des Michael werden in der Eroberung der vom Himmel auf die Erde gefallenen Intelligenz. Wie die alte Schlange von Michael zertreten werden mußte, so muß die zur Schlange gewordene Intelligenz von Michael erobert werden, spiritualisiert werden. Und überall, wo sie als Widerpart auftritt — nicht spiritualisiert, sondern ins Geistige ahrimanisiert —, da muß sie in der richtigen Weise erkannt werden durch die an der Michael-Gesinnung heranerzogene Wachsamkeit des anthroposophischen Geistes.