Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume VI
GA 240
12 August 1924, Torquay
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Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge VI
Die Vertiefung des Christentums durch die Sonnenkräfte Michaels I
Die Vertiefung des Christentums durch die Sonnenkräfte Michaels I
[ 1 ] Es ist heute das erste Mal nach der Weihnachtstagung am Goetheanum, daß ich wiederum unter Ihnen sprechen darf. Und vor dem Beginn weiterer Auseinandersetzungen muß das ausgesprochen werden, was mit jenem Impuls zusammenhängt, der durch die letzte Weihnachtstagung am Goetheanum in die anthroposophische Bewegung hineingekommen ist. Wir haben ja die Freude gehabt, bei dieser Weihnachtstagung eine Reihe von Mitgliedern der Englischen Landesgesellschaft in Dornach begrüßen zu können, vor allen Dingen unseren lieben altbewährten Freund Mr. Collison, den Vorsitzenden hier in England. Und ich möchte in diesem Augenblick jenen Gruß, den ich ihm dazumal in Dornach als dem Repräsentanten der Englischen Landesgesellschaft dargebracht habe, hier erneuern.
[ 1 ] Es ist heute das erste Mal nach der Weihnachtstagung am Goetheanum, daß ich wiederum unter Ihnen sprechen darf. Und vor dem Beginn weiterer Auseinandersetzungen muß das ausgesprochen werden, was mit jenem Impuls zusammenhängt, der durch die letzte Weihnachtstagung am Goetheanum in die anthroposophische Bewegung hineingekommen ist. Wir haben ja die Freude gehabt, bei dieser Weihnachtstagung eine Reihe von Mitgliedern der Englischen Landesgesellschaft in Dornach begrüßen zu können, vor allen Dingen unseren lieben altbewährten Freund Mr. Collison, den Vorsitzenden hier in England. Und ich möchte in diesem Augenblick jenen Gruß, den ich ihm dazumal in Dornach als dem Repräsentanten der Englischen Landesgesellschaft dargebracht habe, hier erneuern.
[ 2 ] Was durch die Weihnachtstagung in die Anthroposophische Gesellschaft als Impuls hineingekommen ist, soll in der Tat etwas Tiefgehendes darstellen, so daß manches, worüber vor der Weihnachtstagung das eine oder andere Wort charakterisierend ausgesprochen worden ist, jetzt im gegensätzlichen Sinn besprochen werden muß. Es ist ja über diese Gesellschaft auch innerlich im okkulten Sinne eine schwere Zeit gekommen, namentlich dadurch, daß in der Nachkriegszeit von verschiedenen Seiten her aus dem Schoß der Anthroposophischen Gesellschaft heraus die verschiedensten Dinge versucht wurden, und es ist notwendig geworden, eine Art Erneuerung für die Gesellschaft eintreten zu lassen.
[ 2 ] Was durch die Weihnachtstagung in die Anthroposophische Gesellschaft als Impuls hineingekommen ist, soll in der Tat etwas Tiefgehendes darstellen, so daß manches, worüber vor der Weihnachtstagung das eine oder andere Wort charakterisierend ausgesprochen worden ist, jetzt im gegensätzlichen Sinn besprochen werden muß. Es ist ja über diese Gesellschaft auch innerlich im okkulten Sinne eine schwere Zeit gekommen, namentlich dadurch, daß in der Nachkriegszeit von verschiedenen Seiten her aus dem Schoß der Anthroposophischen Gesellschaft heraus die verschiedensten Dinge versucht wurden, und es ist notwendig geworden, eine Art Erneuerung für die Gesellschaft eintreten zu lassen.
[ 3 ] Diese Erneuerung war für mich selber — und ich darf das wohl hier erwähnen — mit etwas sehr, sehr Bedeutungsvollem verknüpft.
[ 3 ] Diese Erneuerung war für mich selber — und ich darf das wohl hier erwähnen — mit etwas sehr, sehr Bedeutungsvollem verknüpft.
[ 4 ] Es trat einige Zeit vor Weihnachten eine Frage vor mich hin, nachdem lange die Absicht bestanden hat, die Gesellschaft in einer gewissen Weise zu Weihnachten neu — oder wenigstens in neuer Form — zu begründen.
[ 4 ] Es trat einige Zeit vor Weihnachten eine Frage vor mich hin, nachdem lange die Absicht bestanden hat, die Gesellschaft in einer gewissen Weise zu Weihnachten neu — oder wenigstens in neuer Form — zu begründen.
[ 5 ] Es trat an mich die Notwendigkeit heran, mich zu entschließen, dasjenige zu tun, was ich zu jener Zeit, als die Anthroposophische Gesellschaft sich aus der Theosophischen herausgegliedert hatte, aus guten Gründen abgelehnt hatte. Damals ging ich von der Voraussetzung aus, daß wenn ich mich von allem Verwaltungsmäßigen, von aller Leitung der Gesellschaft zurückziehe, um bloß im Lehramt zu verbleiben, gewisse Dinge weniger schwer zu gestalten sein würden, als wenn der Lehrende zu gleicher Zeit ein verwaltendes Amt hat.
[ 5 ] Es trat an mich die Notwendigkeit heran, mich zu entschließen, dasjenige zu tun, was ich zu jener Zeit, als die Anthroposophische Gesellschaft sich aus der Theosophischen herausgegliedert hatte, aus guten Gründen abgelehnt hatte. Damals ging ich von der Voraussetzung aus, daß wenn ich mich von allem Verwaltungsmäßigen, von aller Leitung der Gesellschaft zurückziehe, um bloß im Lehramt zu verbleiben, gewisse Dinge weniger schwer zu gestalten sein würden, als wenn der Lehrende zu gleicher Zeit ein verwaltendes Amt hat.
[ 6 ] Aber diese Dinge, die dazumal vorausgesetzt wurden, in den Jahren 1912, 1913, als die Anthroposophische Gesellschaft herausgegliedert worden ist aus der Theosophischen, diese Dinge sind eben nicht eingetreten. Die Voraussetzungen haben sich innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft nicht erfüllt. Und so wurde es denn für mich notwendig, wirklich ernstlich die Frage zu erwägen, ob ich nun den Vorsitz der Anthroposophischen Gesellschaft übernehmen solle oder nicht. — Und ich sah die Notwendigkeit ein, diesen Vorsitz zu übernehmen.
[ 6 ] Aber diese Dinge, die dazumal vorausgesetzt wurden, in den Jahren 1912, 1913, als die Anthroposophische Gesellschaft herausgegliedert worden ist aus der Theosophischen, diese Dinge sind eben nicht eingetreten. Die Voraussetzungen haben sich innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft nicht erfüllt. Und so wurde es denn für mich notwendig, wirklich ernstlich die Frage zu erwägen, ob ich nun den Vorsitz der Anthroposophischen Gesellschaft übernehmen solle oder nicht. — Und ich sah die Notwendigkeit ein, diesen Vorsitz zu übernehmen.
[ 7 ] Ich möchte aber ganz scharf, auch im Kreis unserer lieben englischen Freunde, etwas betonen, was in Verbindung mit jenem Entschluß, den Vorsitz für die Anthroposophische Gesellschaft zu übernehmen, zu betonen durchaus notwendig ist. Es war gegenüber der ganzen Bewegung ein absolutes Wagnis, dies auszuführen, denn man stellte sich damit vor eine ganz bestimmte Eventualität.
[ 7 ] Ich möchte aber ganz scharf, auch im Kreis unserer lieben englischen Freunde, etwas betonen, was in Verbindung mit jenem Entschluß, den Vorsitz für die Anthroposophische Gesellschaft zu übernehmen, zu betonen durchaus notwendig ist. Es war gegenüber der ganzen Bewegung ein absolutes Wagnis, dies auszuführen, denn man stellte sich damit vor eine ganz bestimmte Eventualität.
[ 8 ] Die anthroposophische Bewegung beruht ja darauf, daß aus der geistigen Welt reale Offenbarungen über den Inhalt der geistigen Erkenntnisse herunterfließen. Wenn man das Werk der anthroposophischen Bewegung tun will, so kann man nicht allein Menschenwerk tun. Man muß offen sein für das, was herunterfließt aus den geistigen Welten. Die Gesetze der geistigen Welten sind ganz bestimmte, nicht anzutastende. Sie müssen streng eingehalten werden.
[ 8 ] Die anthroposophische Bewegung beruht ja darauf, daß aus der geistigen Welt reale Offenbarungen über den Inhalt der geistigen Erkenntnisse herunterfließen. Wenn man das Werk der anthroposophischen Bewegung tun will, so kann man nicht allein Menschenwerk tun. Man muß offen sein für das, was herunterfließt aus den geistigen Welten. Die Gesetze der geistigen Welten sind ganz bestimmte, nicht anzutastende. Sie müssen streng eingehalten werden.
[ 9 ] Und es ist schwierig, das, was in unserer heutigen Zeit ein äußeres Amt verlangt, und sei es auch dasjenige des Vorsitzenden der Anthroposophischen Gesellschaft, zu vereinigen mit den okkulten Pflichten gegenüber den Offenbarungen der geistigen Welt. So daß man schon die Frage dazumal sich vor die Seele zu stellen hatte: Werden die geistigen Mächte, welche die Anthroposophische Gesellschaft bisher begnadet haben mit demjenigen, was herunterfließen kann von ihnen, werden diese geistigen Mächte auch weiter, ich möchte sagen, in dieser Weise die anthroposophische Bewegung begnaden?
[ 9 ] Und es ist schwierig, das, was in unserer heutigen Zeit ein äußeres Amt verlangt, und sei es auch dasjenige des Vorsitzenden der Anthroposophischen Gesellschaft, zu vereinigen mit den okkulten Pflichten gegenüber den Offenbarungen der geistigen Welt. So daß man schon die Frage dazumal sich vor die Seele zu stellen hatte: Werden die geistigen Mächte, welche die Anthroposophische Gesellschaft bisher begnadet haben mit demjenigen, was herunterfließen kann von ihnen, werden diese geistigen Mächte auch weiter, ich möchte sagen, in dieser Weise die anthroposophische Bewegung begnaden?
[ 10 ] Sie können gewiß die ganze Bedeutung einer solchen Eventualität würdigen, Man mußte sich vor die Möglichkeit hinstellen, daß die geistigen Mächte gesagt hätten: Das geht nicht, ein äußeres Amt kann nicht angenommen werden.
[ 10 ] Sie können gewiß die ganze Bedeutung einer solchen Eventualität würdigen, Man mußte sich vor die Möglichkeit hinstellen, daß die geistigen Mächte gesagt hätten: Das geht nicht, ein äußeres Amt kann nicht angenommen werden.
[ 11 ] Nun darf heute wirklich, ich möchte sagen im Angesicht all der geistigen Mächte, die zusammenhängen mit der anthroposophischen Bewegung, gesagt werden, daß jene Verbindungen, die bestehen zwischen den spirituellen Welten und den Offenbarungen, die durch die anthroposophische Bewegung fließen sollen, intimer, einschneidender, reichlicher geflossen sind, als das vorher der Fall war, daß also tatsächlich von den beiden Eventualitäten, die haben eintreten können, die eine, die so günstig wie möglich ist für den weiteren Fortgang der anthroposophischen Bewegung, wirklich eingetreten ist. Man darf sagen: Mit vollem Wohlwollen sehen unausgesetzt seit der Begründung der Anthroposophischen Gesellschaft am Goetheanum jene geistigen Mächte, von denen wir unsere Offenbarungen haben, mit einem noch größeren Wohlwollen sehen sie auf uns herab, als das früher der Fall war. So daß nach dieser Richtung schon seit längerer Zeit ein schwerer Alp von der Anthroposophischen Gesellschaft genommen werden konnte.
[ 11 ] Nun darf heute wirklich, ich möchte sagen im Angesicht all der geistigen Mächte, die zusammenhängen mit der anthroposophischen Bewegung, gesagt werden, daß jene Verbindungen, die bestehen zwischen den spirituellen Welten und den Offenbarungen, die durch die anthroposophische Bewegung fließen sollen, intimer, einschneidender, reichlicher geflossen sind, als das vorher der Fall war, daß also tatsächlich von den beiden Eventualitäten, die haben eintreten können, die eine, die so günstig wie möglich ist für den weiteren Fortgang der anthroposophischen Bewegung, wirklich eingetreten ist. Man darf sagen: Mit vollem Wohlwollen sehen unausgesetzt seit der Begründung der Anthroposophischen Gesellschaft am Goetheanum jene geistigen Mächte, von denen wir unsere Offenbarungen haben, mit einem noch größeren Wohlwollen sehen sie auf uns herab, als das früher der Fall war. So daß nach dieser Richtung schon seit längerer Zeit ein schwerer Alp von der Anthroposophischen Gesellschaft genommen werden konnte.
[ 12 ] Ich habe es ja oftmals, bevor diese Weihnachtstagung am Goetheanum war, betonen müssen, daß man zu unterscheiden habe zwischen der anthroposophischen Bewegung, die eine spirituelle Strömung in ihrer Spiegelung auf Erden darlebt, und zwischen der Anthroposophischen Gesellschaft, die eben eine Gesellschaft ist, die in einer äußerlichen Weise verwaltet wurde, indem man ihre Funktionäre wählte oder auf eine andere Weise bestimmte.
[ 12 ] Ich habe es ja oftmals, bevor diese Weihnachtstagung am Goetheanum war, betonen müssen, daß man zu unterscheiden habe zwischen der anthroposophischen Bewegung, die eine spirituelle Strömung in ihrer Spiegelung auf Erden darlebt, und zwischen der Anthroposophischen Gesellschaft, die eben eine Gesellschaft ist, die in einer äußerlichen Weise verwaltet wurde, indem man ihre Funktionäre wählte oder auf eine andere Weise bestimmte.
[ 13 ] Seit Weihnachten muß das Gegenteil gesagt werden. Nicht mehr kann man unterscheiden die anthroposophische Bewegung von der Anthroposophischen Gesellschaft. Sie sind beide eins: Denn damit, daß ich selber Vorsitzender der Gesellschaft geworden bin, ist die anthroposophische Bewegung eins geworden mit der Anthroposophischen Gesellschaft.
[ 13 ] Seit Weihnachten muß das Gegenteil gesagt werden. Nicht mehr kann man unterscheiden die anthroposophische Bewegung von der Anthroposophischen Gesellschaft. Sie sind beide eins: Denn damit, daß ich selber Vorsitzender der Gesellschaft geworden bin, ist die anthroposophische Bewegung eins geworden mit der Anthroposophischen Gesellschaft.
[ 14 ] Das machte notwendig, daß zu Weihnachten in Dornach nicht ein Vorstand eingesetzt worden ist, der im äußeren exoterischen Sinn ein Vorstand ist, sondern ein Vorstand wurde eingesetzt, der als esoterischer Vorstand zu betrachten ist, der für dasjenige, was er tut, nur den geistigen Mächten gegenüber verantwortlich ist, der nicht gewählt, der gebildet worden ist. All die Dinge, die sich sonst bei Gründungsversammlungen zutragen, haben sich anders zugetragen zu Weihnachten. Und dieser Vorstand ist dasjenige, was ich einen Initiativvorstand nennen möchte, ein Vorstand, der seine Aufgaben in dem sieht, was er tut. Daher sind auch nicht auf der Weihnachtstagung Statuten ausgearbeitet worden, wie sonst Statuten lauten, sondern es ist einfach gesagt worden, was da für ein Verhältnis sein soll von Mensch zu Mensch, zwischen Vorstand und anderen Mitgliedern, den einzelnen Mitgliedern untereinander und so weiter. Was der Vorstand beabsichtigen wird, das steht in demjenigen darinnen, was kein Statut ist, was nur die Form von Statuten angenommen hat, was aber eigentlich eine Erzählung von dem ist, was man tun will. Alles war eben anders, als es sonst bei Gesellschaften ist.
[ 14 ] Das machte notwendig, daß zu Weihnachten in Dornach nicht ein Vorstand eingesetzt worden ist, der im äußeren exoterischen Sinn ein Vorstand ist, sondern ein Vorstand wurde eingesetzt, der als esoterischer Vorstand zu betrachten ist, der für dasjenige, was er tut, nur den geistigen Mächten gegenüber verantwortlich ist, der nicht gewählt, der gebildet worden ist. All die Dinge, die sich sonst bei Gründungsversammlungen zutragen, haben sich anders zugetragen zu Weihnachten. Und dieser Vorstand ist dasjenige, was ich einen Initiativvorstand nennen möchte, ein Vorstand, der seine Aufgaben in dem sieht, was er tut. Daher sind auch nicht auf der Weihnachtstagung Statuten ausgearbeitet worden, wie sonst Statuten lauten, sondern es ist einfach gesagt worden, was da für ein Verhältnis sein soll von Mensch zu Mensch, zwischen Vorstand und anderen Mitgliedern, den einzelnen Mitgliedern untereinander und so weiter. Was der Vorstand beabsichtigen wird, das steht in demjenigen darinnen, was kein Statut ist, was nur die Form von Statuten angenommen hat, was aber eigentlich eine Erzählung von dem ist, was man tun will. Alles war eben anders, als es sonst bei Gesellschaften ist.
[ 15 ] Und das ist das Wesentliche, daß eben in die ganze Anthroposophische Gesellschaft nunmehr ein esoterischer Zug hineingekommen ist. Die ganze Bewegung, wie sie nunmehr durch die Gesellschaft fließt, muß einen esoterischen Charakter haben.
[ 15 ] Und das ist das Wesentliche, daß eben in die ganze Anthroposophische Gesellschaft nunmehr ein esoterischer Zug hineingekommen ist. Die ganze Bewegung, wie sie nunmehr durch die Gesellschaft fließt, muß einen esoterischen Charakter haben.
[ 16 ] Das muß man ganz ernst nehmen. Dem Vorstand am Goetheanum werden nur die Impulse rein menschlichen Wirkens aus der geistigen Welt heraus maßgebend sein. Nicht Paragraph 1, Paragraph 2 und so weiter, sondern dasjenige, was wirkliches geistiges Leben ist, soll gefördert werden, rückhaltlos, ohne irgend etwas anderes dabei zu beabsichtigen.
[ 16 ] Das muß man ganz ernst nehmen. Dem Vorstand am Goetheanum werden nur die Impulse rein menschlichen Wirkens aus der geistigen Welt heraus maßgebend sein. Nicht Paragraph 1, Paragraph 2 und so weiter, sondern dasjenige, was wirkliches geistiges Leben ist, soll gefördert werden, rückhaltlos, ohne irgend etwas anderes dabei zu beabsichtigen.
[ 17 ] Sehen Sie, ein scheinbar ganz Unbedeutendes darf ich dabei anführen. Es wurden und werden weiter die Mitgliederzertifikate für alle Mitglieder erneuert. Da wir jetzt doch zwölftausend Mitglieder in der Welt haben, mußten zwölftausend Mitgliedszertifikate ausgegeben werden. Die alle sind zu unterzeichnen nunmehr von mir selbst. Natürlich hat mancher gefunden, man könnte ja auch einen Stempel machen lassen und den daraufdrücken. Aber in der anthroposophischen Bewegung soll fortan alles einen unmittelbar individuellen, menschlichen Charakter haben. Daher muß ich auch in einer solchen Kleinigkeit das einhalten. Jedes Mitgliedszertifikat muß vor meinen Augen liegen, ich den Namen lesen, mit eigener Hand meinen Namen darunterschreiben: So ist zunächst allerdings eine kleine, aber eine menschlich-reale Beziehung zu jedem einzelnen Mitglied geschaffen. Es wäre natürlich einfacher, durch irgend jemanden einen Stempel auf die zwölftausend Mitgliedszertifikate setzen zu lassen, es soll aber nicht geschehen.
[ 17 ] Sehen Sie, ein scheinbar ganz Unbedeutendes darf ich dabei anführen. Es wurden und werden weiter die Mitgliederzertifikate für alle Mitglieder erneuert. Da wir jetzt doch zwölftausend Mitglieder in der Welt haben, mußten zwölftausend Mitgliedszertifikate ausgegeben werden. Die alle sind zu unterzeichnen nunmehr von mir selbst. Natürlich hat mancher gefunden, man könnte ja auch einen Stempel machen lassen und den daraufdrücken. Aber in der anthroposophischen Bewegung soll fortan alles einen unmittelbar individuellen, menschlichen Charakter haben. Daher muß ich auch in einer solchen Kleinigkeit das einhalten. Jedes Mitgliedszertifikat muß vor meinen Augen liegen, ich den Namen lesen, mit eigener Hand meinen Namen darunterschreiben: So ist zunächst allerdings eine kleine, aber eine menschlich-reale Beziehung zu jedem einzelnen Mitglied geschaffen. Es wäre natürlich einfacher, durch irgend jemanden einen Stempel auf die zwölftausend Mitgliedszertifikate setzen zu lassen, es soll aber nicht geschehen.
[ 18 ] Das soll eben zunächst, ich möchte sagen, symbolisch andeuten, daß es in der Zukunft nur auf dasjenige ankommen wird, was als Menschliches durch die Gesellschaft waltet.
[ 18 ] Das soll eben zunächst, ich möchte sagen, symbolisch andeuten, daß es in der Zukunft nur auf dasjenige ankommen wird, was als Menschliches durch die Gesellschaft waltet.
[ 19 ] Wenn man in dieser Art dem Vorstand am Goetheanum Verständnis entgegenbringt, dann wird man sehen — natürlich wird alles langsam gehen, Sie müssen Geduld haben, meine lieben Freunde, aber wenn es auch langsam gehen wird —, es wird doch nach und nach alles einzelne der Weihnachtsabsichten ausgeführt werden. Nur muß man mit Verständnis auch dem Vorstand am Goetheanum entgegenkommen, er kann nicht den fünften Schritt vor dem zweiten machen, den zweiten nicht einmal vor dem ersten, und wenn er bis jetzt auch nur bei einem halben Schritt angekommen ist, es wird schon gehen, es wird schon die Zeit kommen, wo er auch beim fünften Schritt angekommen sein wird. Denn wenn die Dinge menschlich geführt werden sollen, dann kann man nicht beim Abstrakten stehenbleiben, dann muß man überall in das Konkrete eintreten.
[ 19 ] Wenn man in dieser Art dem Vorstand am Goetheanum Verständnis entgegenbringt, dann wird man sehen — natürlich wird alles langsam gehen, Sie müssen Geduld haben, meine lieben Freunde, aber wenn es auch langsam gehen wird —, es wird doch nach und nach alles einzelne der Weihnachtsabsichten ausgeführt werden. Nur muß man mit Verständnis auch dem Vorstand am Goetheanum entgegenkommen, er kann nicht den fünften Schritt vor dem zweiten machen, den zweiten nicht einmal vor dem ersten, und wenn er bis jetzt auch nur bei einem halben Schritt angekommen ist, es wird schon gehen, es wird schon die Zeit kommen, wo er auch beim fünften Schritt angekommen sein wird. Denn wenn die Dinge menschlich geführt werden sollen, dann kann man nicht beim Abstrakten stehenbleiben, dann muß man überall in das Konkrete eintreten.
[ 20 ] Und so wird die anthroposophische Bewegung wirklich einen neuen Zug bekommen. Sie wird esoterisch sein dem Geist nach, nicht mehr in Außerlichkeiten das Esoterische suchen. Esoterisch werden gewisse Wahrheiten sein, die allein in ihr verkündigt werden können, weil nur derjenige, der alles lebendig mitmacht, was in der Gesellschaft ist, solche Wahrheiten wird in sich herzlich verarbeiten können. Aber man wird nicht mehr auf Zyklen Siegel anlegen gegenüber der Außenwelt, wie es bisher geschehen ist. Man wird die Zyklen zwar nicht durch Buchhändler verkaufen, aber derjenige, der sie wird haben wollen, wird sie haben können. Nur werden wir, wie das ja schon angedeutet worden ist, eine spirituelle Grenze ziehen: Wir werden sagen, daß wir gar keine Einwände, keine Kritik irgendwie anerkennen können, als nur von denjenigen, die auch auf dem Boden stehen, auf dem die Zyklen stehen. Mögen die Leute nunmehr in der Zukunft reden, was sie wollen, im Okkulten arbeitet man im Positiven, nicht im Negativen.
[ 20 ] Und so wird die anthroposophische Bewegung wirklich einen neuen Zug bekommen. Sie wird esoterisch sein dem Geist nach, nicht mehr in Außerlichkeiten das Esoterische suchen. Esoterisch werden gewisse Wahrheiten sein, die allein in ihr verkündigt werden können, weil nur derjenige, der alles lebendig mitmacht, was in der Gesellschaft ist, solche Wahrheiten wird in sich herzlich verarbeiten können. Aber man wird nicht mehr auf Zyklen Siegel anlegen gegenüber der Außenwelt, wie es bisher geschehen ist. Man wird die Zyklen zwar nicht durch Buchhändler verkaufen, aber derjenige, der sie wird haben wollen, wird sie haben können. Nur werden wir, wie das ja schon angedeutet worden ist, eine spirituelle Grenze ziehen: Wir werden sagen, daß wir gar keine Einwände, keine Kritik irgendwie anerkennen können, als nur von denjenigen, die auch auf dem Boden stehen, auf dem die Zyklen stehen. Mögen die Leute nunmehr in der Zukunft reden, was sie wollen, im Okkulten arbeitet man im Positiven, nicht im Negativen.
[ 21 ] Diese Dinge müssen alle nach und nach verstanden werden. Werden sie verstanden, dann wird ein ganz neuer Zug in die anthroposophische Bewegung hineinkommen. Dann wird man verstehen, wie der Vorstand am Goetheanum sich allein dem Wesen der geistigen Welt gegenüber verantwortlich fühlt; man wird sich aber auch innerhalb der ganzen Gesellschaft mit diesem Vorstand verbunden fühlen.
[ 21 ] Diese Dinge müssen alle nach und nach verstanden werden. Werden sie verstanden, dann wird ein ganz neuer Zug in die anthroposophische Bewegung hineinkommen. Dann wird man verstehen, wie der Vorstand am Goetheanum sich allein dem Wesen der geistigen Welt gegenüber verantwortlich fühlt; man wird sich aber auch innerhalb der ganzen Gesellschaft mit diesem Vorstand verbunden fühlen.
[ 22 ] Und dann wird vielleicht durch diesen neuen Zug dasjenige erreicht werden können, was mit der anthroposophischen Bewegung erreicht werden muß, wenn sie zu dem werden soll, was ich noch aus dem Inneren des geistigen Lebens heraus im Verlauf dieser Vorträge hier darstellen werde.
[ 22 ] Und dann wird vielleicht durch diesen neuen Zug dasjenige erreicht werden können, was mit der anthroposophischen Bewegung erreicht werden muß, wenn sie zu dem werden soll, was ich noch aus dem Inneren des geistigen Lebens heraus im Verlauf dieser Vorträge hier darstellen werde.
[ 23 ] Ich möchte mit dieser kurzen Andeutung die Vorträge, die ich hier vor Ihnen zu halten habe, eingeleitet wissen und werde, nachdem dies übersetzt ist, mit den eigentlichen Auseinandersetzungen beginnen.1Rudolf Steiner unterbrach hier und es folgte die englische Übersetzung. Diese Unterbrechungen sind in diesem Bande jeweils durch einen größeren Zwischenraum im Text angedeutet.
[ 23 ] Ich möchte mit dieser kurzen Andeutung die Vorträge, die ich hier vor Ihnen zu halten habe, eingeleitet wissen und werde, nachdem dies übersetzt ist, mit den eigentlichen Auseinandersetzungen beginnen.1Rudolf Steiner unterbrach hier und es folgte die englische Übersetzung. Diese Unterbrechungen sind in diesem Bande jeweils durch einen größeren Zwischenraum im Text angedeutet.
[ 24 ] Es ist durch Jahrhunderte hindurch die Menschheit dazu gekommen, immer weniger und weniger hinzuschauen auf die geistige Welt. Wir reden mit Recht davon, daß die letzten Jahrhunderte eine materialistische Zeit eingeleitet haben, daß diese materialistische Zeit nicht nur das menschliche Denken ergriffen hat, sondern auch das menschliche Wollen, das menschliche Tun, daß das ganze Leben nach und nach in das Zeichen des Materialismus eingetreten ist. Und wir werden uns dann bewußt innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft, daß diese der Erwecker von Kräften sein möchte, welche die Menschen wiederum herausführen aus dem Haften am Materiellen, an demjenigen, was das Geistige verleugnet.
[ 24 ] Es ist durch Jahrhunderte hindurch die Menschheit dazu gekommen, immer weniger und weniger hinzuschauen auf die geistige Welt. Wir reden mit Recht davon, daß die letzten Jahrhunderte eine materialistische Zeit eingeleitet haben, daß diese materialistische Zeit nicht nur das menschliche Denken ergriffen hat, sondern auch das menschliche Wollen, das menschliche Tun, daß das ganze Leben nach und nach in das Zeichen des Materialismus eingetreten ist. Und wir werden uns dann bewußt innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft, daß diese der Erwecker von Kräften sein möchte, welche die Menschen wiederum herausführen aus dem Haften am Materiellen, an demjenigen, was das Geistige verleugnet.
[ 25 ] Allein, soll die anthroposophische Bewegung der Impuls innerhalb der Gesamtentwickelung der Menschheit werden, der notwendig ist, dann muß mit alledem, was jetzt schon seit Jahren an Lehren, an Weisheitsgütern durch die anthroposophische Bewegung geflossen ist, voller Ernst gemacht werden. Dann muß zum Beispiel einmal ganz ernsthaftig ins Auge gefaßt werden: Wie lebt denn der gegenwärtige Mensch innerhalb der Welt?
[ 25 ] Allein, soll die anthroposophische Bewegung der Impuls innerhalb der Gesamtentwickelung der Menschheit werden, der notwendig ist, dann muß mit alledem, was jetzt schon seit Jahren an Lehren, an Weisheitsgütern durch die anthroposophische Bewegung geflossen ist, voller Ernst gemacht werden. Dann muß zum Beispiel einmal ganz ernsthaftig ins Auge gefaßt werden: Wie lebt denn der gegenwärtige Mensch innerhalb der Welt?
[ 26 ] Er lebt sich herein durch die Geburt, indem er die von Eltern und Voreltern vererbten Merkmale annimmt, indem er sich erziehen läßt nach den Anschauungen, die nun schon einmal üblich sind in der Gegenwart, indem er in einer gewissen Zeit seines Lebens sich bewußt wird, gewissermaßen aufwacht zum äußeren Leben. Dann schaut er wohl auch hin auf dasjenige, was in seiner Umgebung an Anschauungen, an Gedanken, an Taten, Impulsen und so weiter vorhanden ist. Er versucht sich zu verstehen als ein Glied seiner Nation, versucht sich zu verstehen als ein Glied der gegenwärtigen Menschheit und so weiter.
[ 26 ] Er lebt sich herein durch die Geburt, indem er die von Eltern und Voreltern vererbten Merkmale annimmt, indem er sich erziehen läßt nach den Anschauungen, die nun schon einmal üblich sind in der Gegenwart, indem er in einer gewissen Zeit seines Lebens sich bewußt wird, gewissermaßen aufwacht zum äußeren Leben. Dann schaut er wohl auch hin auf dasjenige, was in seiner Umgebung an Anschauungen, an Gedanken, an Taten, Impulsen und so weiter vorhanden ist. Er versucht sich zu verstehen als ein Glied seiner Nation, versucht sich zu verstehen als ein Glied der gegenwärtigen Menschheit und so weiter.
[ 27 ] In der anthroposophischen Bewegung nehmen wir die leuchtende, feurige Wahrheit auf: So, wie wir hier sitzen, so sind wir in diesem Leben — in der Wiederholung früherer Erdenleben. Wir tragen herein aus früheren Erdenleben in dieses jetzige die Ergebnisse der früheren Erdenleben. Und wir müßten uns eigentlich so fühlen, daß wir nicht nur zurückschauen auf dasjenige, was wir innerhalb unserer gegen‚wärtigen Nation, innerhalb der gegenwärtigen Menschheit sind, wir müßten uns fühlen als tastend herankommend an dieses Leben, indem wir durchgegangen sind durch eine Reihe von Erdenleben und in anderen Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt an unserem Selbst gearbeitet haben, an unserem Ich, an unserer Individualität, um uns zu dem zu machen, was wir heute sind.
[ 27 ] In der anthroposophischen Bewegung nehmen wir die leuchtende, feurige Wahrheit auf: So, wie wir hier sitzen, so sind wir in diesem Leben — in der Wiederholung früherer Erdenleben. Wir tragen herein aus früheren Erdenleben in dieses jetzige die Ergebnisse der früheren Erdenleben. Und wir müßten uns eigentlich so fühlen, daß wir nicht nur zurückschauen auf dasjenige, was wir innerhalb unserer gegen‚wärtigen Nation, innerhalb der gegenwärtigen Menschheit sind, wir müßten uns fühlen als tastend herankommend an dieses Leben, indem wir durchgegangen sind durch eine Reihe von Erdenleben und in anderen Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt an unserem Selbst gearbeitet haben, an unserem Ich, an unserer Individualität, um uns zu dem zu machen, was wir heute sind.
[ 28 ] Aber wie weit ist eigentlich noch das alltägliche Bewußtsein des Menschen entfernt davon, ganz Ernst zu machen mit dem: Ja, ich bin durchgegangen durch frühere Erdenleben, ich rechne mit diesen früheren Erdenleben! Man wird das aber bei sich nicht können, wenn man nicht alle Lebensbetrachtung in den Gesichtspunkt des Karma rückt, der Schicksalsbildung, die von Erdenleben zu Erdenleben geht. Vor allen Dingen muß dann ja aber das geschichtliche Leben der Menschheit in einen solchen Gesichtspunkt gerückt werden, Wir müssen uns dann sagen: Da oder dort ist eine maßgebende Persönlichkeit aufgetreten, die Wichtiges gewirkt hat in der Menschheit. Verstehen wir sie denn, wenn wir sie nur geboren werden sehen in einem bestimmten Zeitpunkt, das Erdenleben durchlaufend, nur sie betrachtend nach denjenigen Inhalten, die sie in diesem einen Erdenleben hatte? Müssen wir denn nicht vielmehr, wenn wir Ernst machen wollen mit den Lehren, die durch die anthroposophische Bewegung fließen, uns sagen: Wir schauen hin auf eine Persönlichkeit; die stellt ja in ihrem heutigen oder in ihrem letzten Erdenleben die Wiederholung früherer Erdenleben dar, und wir können sie nicht verstehen, wenn wir sie nicht so auffassen, wie sie sich darstellt.mit den Ergebnissen früherer Erdenleben.
[ 28 ] Aber wie weit ist eigentlich noch das alltägliche Bewußtsein des Menschen entfernt davon, ganz Ernst zu machen mit dem: Ja, ich bin durchgegangen durch frühere Erdenleben, ich rechne mit diesen früheren Erdenleben! Man wird das aber bei sich nicht können, wenn man nicht alle Lebensbetrachtung in den Gesichtspunkt des Karma rückt, der Schicksalsbildung, die von Erdenleben zu Erdenleben geht. Vor allen Dingen muß dann ja aber das geschichtliche Leben der Menschheit in einen solchen Gesichtspunkt gerückt werden, Wir müssen uns dann sagen: Da oder dort ist eine maßgebende Persönlichkeit aufgetreten, die Wichtiges gewirkt hat in der Menschheit. Verstehen wir sie denn, wenn wir sie nur geboren werden sehen in einem bestimmten Zeitpunkt, das Erdenleben durchlaufend, nur sie betrachtend nach denjenigen Inhalten, die sie in diesem einen Erdenleben hatte? Müssen wir denn nicht vielmehr, wenn wir Ernst machen wollen mit den Lehren, die durch die anthroposophische Bewegung fließen, uns sagen: Wir schauen hin auf eine Persönlichkeit; die stellt ja in ihrem heutigen oder in ihrem letzten Erdenleben die Wiederholung früherer Erdenleben dar, und wir können sie nicht verstehen, wenn wir sie nicht so auffassen, wie sie sich darstellt.mit den Ergebnissen früherer Erdenleben.
[ 29 ] Wenn wir aber mit einer solchen Auffassung, mit einem solchen Gesichtspunkt Ernst machen, müssen wir ja eine ganz andere Geschichtsbetrachtung eintreten lassen als diejenige, die heute allgemein üblich ist. Heute erzählt man die Tatsachen der verschiedenen Epochen der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit. Man kommt zu einem Staatsmann, zu einem Maler, zu irgendeiner sonstigen bedeutenden Persönlichkeit. Man erzählt, was sie seit ihrer Geburt getan hat auf Erden. Aber man macht nicht Ernst damit, die Sache so aufzufassen: Diese Persönlichkeit ist da; frühere Erdenleben leuchten in das Gegenwärtige dieser Persönlichkeit herein. Man wird aber die Geschichte erst dann verstehen, wenn man wissen wird: Dasjenige, was in einer späteren Epoche geschieht, tragen ja die Menschen selber aus früheren Epochen in die späteren herüber. Die Menschen, die heute leben oder die vor Jahrhunderten gelebt haben, haben auch schon früher gelebt und tragen aus alten Zeiten dasjenige, was sie dort gedacht, erlebt haben, herüber in die neueren Zeiten. Auf diesen Zusammenhang muß hingeblickt werden.
[ 29 ] Wenn wir aber mit einer solchen Auffassung, mit einem solchen Gesichtspunkt Ernst machen, müssen wir ja eine ganz andere Geschichtsbetrachtung eintreten lassen als diejenige, die heute allgemein üblich ist. Heute erzählt man die Tatsachen der verschiedenen Epochen der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit. Man kommt zu einem Staatsmann, zu einem Maler, zu irgendeiner sonstigen bedeutenden Persönlichkeit. Man erzählt, was sie seit ihrer Geburt getan hat auf Erden. Aber man macht nicht Ernst damit, die Sache so aufzufassen: Diese Persönlichkeit ist da; frühere Erdenleben leuchten in das Gegenwärtige dieser Persönlichkeit herein. Man wird aber die Geschichte erst dann verstehen, wenn man wissen wird: Dasjenige, was in einer späteren Epoche geschieht, tragen ja die Menschen selber aus früheren Epochen in die späteren herüber. Die Menschen, die heute leben oder die vor Jahrhunderten gelebt haben, haben auch schon früher gelebt und tragen aus alten Zeiten dasjenige, was sie dort gedacht, erlebt haben, herüber in die neueren Zeiten. Auf diesen Zusammenhang muß hingeblickt werden.
[ 30 ] Wie soll man zum Beispiel das Folgende verstehen, das durch unsere Zeit erschütternd geht? Auf der einen Seite haben wir seit fast zwei Jahrtausenden dasjenige, was durch das Mysterium von Golgatha begründet worden ist, haben den Christus-Impuls waltend und webend durch die neuere Zivilisation in europäischen, in westlichen Gegenden. Da drinnen haben wir aber in demselben Leben, durch das dieser christliche Impuls herzerwärmend, geist-erleuchtend geht, zugleich ein anderes Element. Wir haben da drinnen alles das, was schon unsere Kinder in der Volksschule aus der modernen Wissenschaft heraus bekommen, was wir einsaugen als moderne Bildung jeden Morgen, wenn wir beim Kaffee die Zeitung lesen. Denn nehmen Sie die heutige Anschauung über den Menschen: Alles, was die Wissenschaft ins öffentliche Leben hineinbringt, was vielfach die Kunst leistet, was andere Zweige des Lebens leisten, nehmen Sie das alles — man kann nicht sagen, daß das durchdrungen ist von dem Christus-Impuls. Es geht neben dem ChristusImpuls her. Ja, viele Leute sind sogar sehr darauf aus, nur ja nicht den Christus-Impuls in die Anatomie, in die Physiologie, in die Biologie, in die Geschichte hineinfließen zu lassen, sondern das alles getrennt zu halten.
[ 30 ] Wie soll man zum Beispiel das Folgende verstehen, das durch unsere Zeit erschütternd geht? Auf der einen Seite haben wir seit fast zwei Jahrtausenden dasjenige, was durch das Mysterium von Golgatha begründet worden ist, haben den Christus-Impuls waltend und webend durch die neuere Zivilisation in europäischen, in westlichen Gegenden. Da drinnen haben wir aber in demselben Leben, durch das dieser christliche Impuls herzerwärmend, geist-erleuchtend geht, zugleich ein anderes Element. Wir haben da drinnen alles das, was schon unsere Kinder in der Volksschule aus der modernen Wissenschaft heraus bekommen, was wir einsaugen als moderne Bildung jeden Morgen, wenn wir beim Kaffee die Zeitung lesen. Denn nehmen Sie die heutige Anschauung über den Menschen: Alles, was die Wissenschaft ins öffentliche Leben hineinbringt, was vielfach die Kunst leistet, was andere Zweige des Lebens leisten, nehmen Sie das alles — man kann nicht sagen, daß das durchdrungen ist von dem Christus-Impuls. Es geht neben dem ChristusImpuls her. Ja, viele Leute sind sogar sehr darauf aus, nur ja nicht den Christus-Impuls in die Anatomie, in die Physiologie, in die Biologie, in die Geschichte hineinfließen zu lassen, sondern das alles getrennt zu halten.
[ 31 ] Woher kommt das? Solange wir nur sagen: Da steht diese Persönlichkeit, sie wirkt als Wissenschafter, sie hat solch eine Erziehung genossen, sie wuchs auf, machte diese oder jene wissenschaftliche Forschung, solange wir nur sagen: Da ist ein Staatsmann, er hat diese oder jene Erziehung genossen, er hat diese oder jene liberale oder konservative Gesinnung in seinen politischen Maßnahmen vertreten —, solange verstehen wir nicht, wie durch dieselbe Zivilisation der Gegenwart auf der einen Seite der christliche Impuls fließen kann und auf der anderen Seite etwas, was gar nichts zu tun haben braucht mit dem Christentum. Woher kommt das? Verstehen werden wir eine solche Sache dann, wenn wir auf die wiederholten Erdenleben der maßgebenden Persönlichkeiten hinblicken. Da werden wir verstehen, wie aus früheren Zivilisationen die Menschen dasjenige, was sie in ihren früheren Erdenleben an Gedanken, an Willensimpulsen aufgenommen haben, in spätere Erdenepochen herübertragen.
[ 31 ] Woher kommt das? Solange wir nur sagen: Da steht diese Persönlichkeit, sie wirkt als Wissenschafter, sie hat solch eine Erziehung genossen, sie wuchs auf, machte diese oder jene wissenschaftliche Forschung, solange wir nur sagen: Da ist ein Staatsmann, er hat diese oder jene Erziehung genossen, er hat diese oder jene liberale oder konservative Gesinnung in seinen politischen Maßnahmen vertreten —, solange verstehen wir nicht, wie durch dieselbe Zivilisation der Gegenwart auf der einen Seite der christliche Impuls fließen kann und auf der anderen Seite etwas, was gar nichts zu tun haben braucht mit dem Christentum. Woher kommt das? Verstehen werden wir eine solche Sache dann, wenn wir auf die wiederholten Erdenleben der maßgebenden Persönlichkeiten hinblicken. Da werden wir verstehen, wie aus früheren Zivilisationen die Menschen dasjenige, was sie in ihren früheren Erdenleben an Gedanken, an Willensimpulsen aufgenommen haben, in spätere Erdenepochen herübertragen.
[ 32 ] Wir sehen Persönlichkeiten auftreten in demjenigen, was maßgeblich geworden ist in unserem Zeitalter. Nehmen wir zum Beispiel eine Persönlichkeit, die für das äußere Leben, namentlich für alles, was von der Wissenschaft influenziert ist, außerordentlich maßgebend geworden ist in der neueren Zeit: Lord Bacon, Baco von Verulam. Diese Persönlichkeit, sie tritt auf, wir lernen ihr Leben kennen. Wir betrachten diese Persönlichkeit innerhalb der christlichen Zivilisation. Nichts erinnert in demjenigen, was die äußere Schriftstellerei des Baco von Verulam ist, an christliche Impulse. Er könnte ebensogut aus einer nichtchristlichen Zivilisation herausgewachsen sein. Was er über das Christentum sagt, nimmt sich sehr äußerlich aus neben dem, was sein eigentlicher Herzensimpuls ist. Wir bemerken diese Charaktereigentümlichkeit bei ihm als Wissenschafter, als Philosoph und als Staatsmann.
[ 32 ] Wir sehen Persönlichkeiten auftreten in demjenigen, was maßgeblich geworden ist in unserem Zeitalter. Nehmen wir zum Beispiel eine Persönlichkeit, die für das äußere Leben, namentlich für alles, was von der Wissenschaft influenziert ist, außerordentlich maßgebend geworden ist in der neueren Zeit: Lord Bacon, Baco von Verulam. Diese Persönlichkeit, sie tritt auf, wir lernen ihr Leben kennen. Wir betrachten diese Persönlichkeit innerhalb der christlichen Zivilisation. Nichts erinnert in demjenigen, was die äußere Schriftstellerei des Baco von Verulam ist, an christliche Impulse. Er könnte ebensogut aus einer nichtchristlichen Zivilisation herausgewachsen sein. Was er über das Christentum sagt, nimmt sich sehr äußerlich aus neben dem, was sein eigentlicher Herzensimpuls ist. Wir bemerken diese Charaktereigentümlichkeit bei ihm als Wissenschafter, als Philosoph und als Staatsmann.
[ 33 ] Oder sehen wir uns eine Persönlichkeit wie Darwin an. Was hat Darwins Christentum — er war ein guter Christ —, aber was hat Darwins Christentum im geringsten zu tun mit dem, was Darwin gedacht hat über die Entstehung der Tiere und des Menschen? Gar nichts. Da lebt ein ganz anderer Zug, ein ganz anderer Impuls, als der christliche Impuls es ist. Wir kommen nicht zurecht, wenn wir uns nicht fragen: Wie stand es mit den früheren Erdenleben, sagen wir, bei Baco von Verulam oder bei Darwin? Was trugen sie aus ihren früheren Erdenleben in dieses Erdenleben herüber?
[ 33 ] Oder sehen wir uns eine Persönlichkeit wie Darwin an. Was hat Darwins Christentum — er war ein guter Christ —, aber was hat Darwins Christentum im geringsten zu tun mit dem, was Darwin gedacht hat über die Entstehung der Tiere und des Menschen? Gar nichts. Da lebt ein ganz anderer Zug, ein ganz anderer Impuls, als der christliche Impuls es ist. Wir kommen nicht zurecht, wenn wir uns nicht fragen: Wie stand es mit den früheren Erdenleben, sagen wir, bei Baco von Verulam oder bei Darwin? Was trugen sie aus ihren früheren Erdenleben in dieses Erdenleben herüber?
[ 34 ] Diese Frage nach den wiederholten Erdenleben muß fortan, wenn die Anthroposophische Gesellschaft ihren rechten Sinn erhalten soll, nicht bloß abstrakt aufgeworfen werden. Daß wir wissen: wir leben wiederholt auf Erden, dieses oder jenes lebt sich hinüber aus einem Erdenleben in das andere, diese Betrachtungen sind ja gewiß sehr schön, aber doch verhältnismäßig harmlos, denn sie werden nur zu einem allgemeinen Bekenntnis, zum Glauben. Ernsthaftig fängt die Sache erst an, wenn wir hinschauen auf den ganz konkreten Menschen und wenn wir sein konkretes Leben in irgendeinem späteren Zeitalter verstehen aus seinem konkreten Leben in früheren Zeitaltern.
[ 34 ] Diese Frage nach den wiederholten Erdenleben muß fortan, wenn die Anthroposophische Gesellschaft ihren rechten Sinn erhalten soll, nicht bloß abstrakt aufgeworfen werden. Daß wir wissen: wir leben wiederholt auf Erden, dieses oder jenes lebt sich hinüber aus einem Erdenleben in das andere, diese Betrachtungen sind ja gewiß sehr schön, aber doch verhältnismäßig harmlos, denn sie werden nur zu einem allgemeinen Bekenntnis, zum Glauben. Ernsthaftig fängt die Sache erst an, wenn wir hinschauen auf den ganz konkreten Menschen und wenn wir sein konkretes Leben in irgendeinem späteren Zeitalter verstehen aus seinem konkreten Leben in früheren Zeitaltern.
[ 35 ] Mit solchen Betrachtungen wollen wir jetzt einmal beginnen, wollen zunächst einmal etwas Historisches ins Auge fassen, um mit den Karmabetrachtungen völlig Ernst zu machen, um den Fortschritt in der Entwickelung der Menschheit in bezug auf die Zivilisation und alles dasjenige, was die Menschheit tut, so einzusehen, daß wir wahrnehmen können, wie aus einem Zeitalter die Menschen hinübertragen in das andere Zeitalter dasjenige, was sie in früheren Zeiten aufgegriffen haben.
[ 35 ] Mit solchen Betrachtungen wollen wir jetzt einmal beginnen, wollen zunächst einmal etwas Historisches ins Auge fassen, um mit den Karmabetrachtungen völlig Ernst zu machen, um den Fortschritt in der Entwickelung der Menschheit in bezug auf die Zivilisation und alles dasjenige, was die Menschheit tut, so einzusehen, daß wir wahrnehmen können, wie aus einem Zeitalter die Menschen hinübertragen in das andere Zeitalter dasjenige, was sie in früheren Zeiten aufgegriffen haben.
[ 36 ] Wir sehen in einem Zeitalter, sagen wir, Baco von Verulam auftreten, wir sehen später Darwin auftreten: wir sehen etwas Verwandtes in ihnen. Wenn man oberflächlich ist, studiert man, wie Bacon, wie Darwin zu ihren Ansichten gekommen sind. Wenn man tiefer gehen will, dann findet man, wie sie in die christliche Zivilisation etwas hereinstellen, was man zunächst gar nicht aus der christlichen Zivilisation begreifen kann. Die Frage muß auftauchen, wenn wir zurückschauen: Muß Bacon nicht, muß Darwin nicht ein früheres Erdenleben gehabt haben?
[ 36 ] Wir sehen in einem Zeitalter, sagen wir, Baco von Verulam auftreten, wir sehen später Darwin auftreten: wir sehen etwas Verwandtes in ihnen. Wenn man oberflächlich ist, studiert man, wie Bacon, wie Darwin zu ihren Ansichten gekommen sind. Wenn man tiefer gehen will, dann findet man, wie sie in die christliche Zivilisation etwas hereinstellen, was man zunächst gar nicht aus der christlichen Zivilisation begreifen kann. Die Frage muß auftauchen, wenn wir zurückschauen: Muß Bacon nicht, muß Darwin nicht ein früheres Erdenleben gehabt haben?
[ 37 ] Aus diesen früheren Erdenleben haben sie herübergetragen, was uns aus ihren späteren Erdenleben vor Augen tritt. Dann erst verstehen wir sie geschichtlich, wenn wir sie individuell verstehen. Denn die Geschichte löst sich auf, wenn man das Karma ernst nimmt, in Menschentaten, in Menschenlebensströmungen aus fernen Vergangenheiten in die Gegenwart herein, in die Zukunft hinüber.
[ 37 ] Aus diesen früheren Erdenleben haben sie herübergetragen, was uns aus ihren späteren Erdenleben vor Augen tritt. Dann erst verstehen wir sie geschichtlich, wenn wir sie individuell verstehen. Denn die Geschichte löst sich auf, wenn man das Karma ernst nimmt, in Menschentaten, in Menschenlebensströmungen aus fernen Vergangenheiten in die Gegenwart herein, in die Zukunft hinüber.
[ 38 ] Von diesen Dingen soll von jetzt ab, ich möchte sagen, nicht mehr in einer zurückhaltenden Weise gesprochen werden; es soll so gesprochen werden, wie die Tatsachen im geistigen Leben liegen, so daß die äußere Welt der Geschichte und der Natur so vor uns hintritt, daß sich in dieser äußeren Welt der Geschichte und der Natur dasjenige offenbart, was dahinter als spirituelle Tatsache strömt.
[ 38 ] Von diesen Dingen soll von jetzt ab, ich möchte sagen, nicht mehr in einer zurückhaltenden Weise gesprochen werden; es soll so gesprochen werden, wie die Tatsachen im geistigen Leben liegen, so daß die äußere Welt der Geschichte und der Natur so vor uns hintritt, daß sich in dieser äußeren Welt der Geschichte und der Natur dasjenige offenbart, was dahinter als spirituelle Tatsache strömt.
[ 39 ] Unter allen Umständen wird der Mensch zunächst das Aufwerfen und Behandeln solcher Fragen, wie ich sie hier eben angedeutet habe, leichter nehmen, als es gegenüber den geistigen und physischen Welten, in denen wir leben, aufzufassen ist. Denn sehen Sie, so wie man über die Dinge des gewöhnlichen Lebens denkt, wie man Entscheidungen trifft über die Dinge des gewöhnlichen Lebens, so kann man solchen Dingen gegenüber nicht Entscheidungen treffen. Und ich darf, um Sie bekannt zu machen mit all den Untergründen, die für solche Fragen in Betracht kommen, heute am Schluß der ersten Betrachtung, die über solche Dinge angestellt wird, bevor wir übergehen zur Beantwortung der Fragen: Wer war Bacon im vorhergehenden Leben? Wer war Darwin im vorhergehenden Leben? — eine Art persönlicher Bemerkung machen, die aber dennoch ganz objektiv gemeint ist.
[ 39 ] Unter allen Umständen wird der Mensch zunächst das Aufwerfen und Behandeln solcher Fragen, wie ich sie hier eben angedeutet habe, leichter nehmen, als es gegenüber den geistigen und physischen Welten, in denen wir leben, aufzufassen ist. Denn sehen Sie, so wie man über die Dinge des gewöhnlichen Lebens denkt, wie man Entscheidungen trifft über die Dinge des gewöhnlichen Lebens, so kann man solchen Dingen gegenüber nicht Entscheidungen treffen. Und ich darf, um Sie bekannt zu machen mit all den Untergründen, die für solche Fragen in Betracht kommen, heute am Schluß der ersten Betrachtung, die über solche Dinge angestellt wird, bevor wir übergehen zur Beantwortung der Fragen: Wer war Bacon im vorhergehenden Leben? Wer war Darwin im vorhergehenden Leben? — eine Art persönlicher Bemerkung machen, die aber dennoch ganz objektiv gemeint ist.
[ 40 ] Es wird ja jetzt im Verlauf der Nummern des «Goetheanum» von mir mein Lebensgang geschildert. Aber in einer Schrift, die auch für die Außenwelt zu lesen ist, läßt sich nicht alles, was in Betracht kommt, darstellen, und da und dort ist natürlich eine Ergänzung notwendig für diejenigen, die im Ernst ihren Weg hineinfinden wollen innerhalb unserer Bewegung in die geistige Welt. Und so möchte ich denn heute, bevor ich nun im nächsten Vortrag an die Beantwortung solcher Fragen gehe, wie die hier aufgeworfene, eben diese persönliche, individuelle Bemerkung machen.
[ 40 ] Es wird ja jetzt im Verlauf der Nummern des «Goetheanum» von mir mein Lebensgang geschildert. Aber in einer Schrift, die auch für die Außenwelt zu lesen ist, läßt sich nicht alles, was in Betracht kommt, darstellen, und da und dort ist natürlich eine Ergänzung notwendig für diejenigen, die im Ernst ihren Weg hineinfinden wollen innerhalb unserer Bewegung in die geistige Welt. Und so möchte ich denn heute, bevor ich nun im nächsten Vortrag an die Beantwortung solcher Fragen gehe, wie die hier aufgeworfene, eben diese persönliche, individuelle Bemerkung machen.
[ 41 ] Sehen Sie, lebte man sich so herauf wie ich selber aus den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bis zur Gegenwart, so lebte man ja in derjenigen Zeit, die ich Ihnen öfter charakterisiert habe als die Zeit, in der die Michael-Herrschaft in der menschlichen Zivilisation eintrat, gegenüber der vorher dreieinhalb Jahrhunderte dauernden GabrielHerrschaft. Die Michael-Herrschaft, das heißt das Einfließen des sonnenhaften Michael-Impulses in die ganze Zivilisation im Fortschreiten der Menschheit, trat mit dem Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts ein. Wenn man in der Zeit, die unmittelbar auf das Hereinbrechen des Michael-Einflusses folgte und mit solchen Jugendgenossen lebte, daß man damals, also in den achtziger, neunziger Jahren, wo die Michael-Herrschaft begonnen hat, hinter den Kulissen des äußeren Geschehens sich geltend zu machen, seine Gemüts- oder Verstandesseele auszubilden hatte — Sie wissen, die bildet man aus so zwischen dem achtundzwanzigsten und fünfunddreißigsten Jahr —, so lebte man ja, wenn man so recht in dieser Gemüts- und Verstandesseele lebte, außerhalb der physischen Welt. Am meisten ist der Mensch, wenn er sich erlebt, bewußt erlebt in der Gemüts- oder Verstandesseele, außerhalb der physischen Welt.
[ 41 ] Sehen Sie, lebte man sich so herauf wie ich selber aus den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bis zur Gegenwart, so lebte man ja in derjenigen Zeit, die ich Ihnen öfter charakterisiert habe als die Zeit, in der die Michael-Herrschaft in der menschlichen Zivilisation eintrat, gegenüber der vorher dreieinhalb Jahrhunderte dauernden GabrielHerrschaft. Die Michael-Herrschaft, das heißt das Einfließen des sonnenhaften Michael-Impulses in die ganze Zivilisation im Fortschreiten der Menschheit, trat mit dem Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts ein. Wenn man in der Zeit, die unmittelbar auf das Hereinbrechen des Michael-Einflusses folgte und mit solchen Jugendgenossen lebte, daß man damals, also in den achtziger, neunziger Jahren, wo die Michael-Herrschaft begonnen hat, hinter den Kulissen des äußeren Geschehens sich geltend zu machen, seine Gemüts- oder Verstandesseele auszubilden hatte — Sie wissen, die bildet man aus so zwischen dem achtundzwanzigsten und fünfunddreißigsten Jahr —, so lebte man ja, wenn man so recht in dieser Gemüts- und Verstandesseele lebte, außerhalb der physischen Welt. Am meisten ist der Mensch, wenn er sich erlebt, bewußt erlebt in der Gemüts- oder Verstandesseele, außerhalb der physischen Welt.
[ 42 ] Wir gliedern den Menschen in physischen Leib, Ätherleib und Empfindungsleib. Mit dem physischen Leib steht er deutlich darinnen in der physischen Welt. Mit dem Ätherleib lebt er auch noch in der äußeren Welt, mit dem Empfindungsleib lebt er ebenfalls stark in der äußeren Welt. In der Empfindungsseele lebt er noch in ihr. Aber ganz außerhalb der äußeren Welt kann der Mensch leben, wenn er in der Verstandes- oder Gemütsseele — vor dem Erwachen der Bewußtseinsseele, die ja im fünfunddreißigsten Jahr erwacht —, wenn er also in der Verstandes- oder Gemütsseele ganz bewußt drinnenlebt. Man kann da ganz ins Seelische hineinkommen. Daher war damals, so in den achtziger, neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, die Gelegenheit gegeben für jemanden, der die Anlage dazu hatte, mit seiner Verstandes- oder Gemütsseele mehr oder weniger außerhalb der physischen Welt zu leben.
[ 42 ] Wir gliedern den Menschen in physischen Leib, Ätherleib und Empfindungsleib. Mit dem physischen Leib steht er deutlich darinnen in der physischen Welt. Mit dem Ätherleib lebt er auch noch in der äußeren Welt, mit dem Empfindungsleib lebt er ebenfalls stark in der äußeren Welt. In der Empfindungsseele lebt er noch in ihr. Aber ganz außerhalb der äußeren Welt kann der Mensch leben, wenn er in der Verstandes- oder Gemütsseele — vor dem Erwachen der Bewußtseinsseele, die ja im fünfunddreißigsten Jahr erwacht —, wenn er also in der Verstandes- oder Gemütsseele ganz bewußt drinnenlebt. Man kann da ganz ins Seelische hineinkommen. Daher war damals, so in den achtziger, neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, die Gelegenheit gegeben für jemanden, der die Anlage dazu hatte, mit seiner Verstandes- oder Gemütsseele mehr oder weniger außerhalb der physischen Welt zu leben.
[ 43 ] Was heißt das? Das heißt, man konnte dadurch, daß man mit der Verstandes- oder Gemütsseele außerhalb der physischen Welt lebte, in der Region, in der Sphäre leben, in die hinein gerade Michael ins irdische Leben eintrat.
[ 43 ] Was heißt das? Das heißt, man konnte dadurch, daß man mit der Verstandes- oder Gemütsseele außerhalb der physischen Welt lebte, in der Region, in der Sphäre leben, in die hinein gerade Michael ins irdische Leben eintrat.
[ 44 ] Denn sehen Sie, in den achtziger, neunziger Jahren, da verlief so manches, was die Menschen bewunderten, worinnen sie erzogen wurden, woran sie sich selbst erzogen. Nun, in vielen hochtrabenden Worten wird ja gerade von den neueren Literaten dieses Zeitalter geschildert. Nehmen Sie alles, was Zeitschriften gebracht haben, was die Kunst gebracht hat, was da aufgetreten ist in den achtziger, neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, das verfließt so: 1879, 1880, 1890 und so weiter. Aber gerade in diesen Jahren gab es noch ein anderes Geschehen. Da war ein dünner Schleier, und hinter diesem dünnen Schleier, da war eine an unsere physische Welt stark angrenzende Welt. Das war das Eigentümliche vom Ende des 19. Jahrhunderts. Das war das Eigentümliche der Zeit vor dem Ablauf des Kali Yuga — das Kali Yuga lief ja mit dem 19. Jahrhundert ab —, wie durch einen spinnwebendünnen Schleier, den nur das gewöhnliche Bewußtsein nicht durchdringen kann, war da angrenzend eine Welt: da spielte sich das ab, was immer mehr und mehr herauskommen muß in die physische Welt und was in der physischen Welt in seinen Wirkungen sich zeigen muß.
[ 44 ] Denn sehen Sie, in den achtziger, neunziger Jahren, da verlief so manches, was die Menschen bewunderten, worinnen sie erzogen wurden, woran sie sich selbst erzogen. Nun, in vielen hochtrabenden Worten wird ja gerade von den neueren Literaten dieses Zeitalter geschildert. Nehmen Sie alles, was Zeitschriften gebracht haben, was die Kunst gebracht hat, was da aufgetreten ist in den achtziger, neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, das verfließt so: 1879, 1880, 1890 und so weiter. Aber gerade in diesen Jahren gab es noch ein anderes Geschehen. Da war ein dünner Schleier, und hinter diesem dünnen Schleier, da war eine an unsere physische Welt stark angrenzende Welt. Das war das Eigentümliche vom Ende des 19. Jahrhunderts. Das war das Eigentümliche der Zeit vor dem Ablauf des Kali Yuga — das Kali Yuga lief ja mit dem 19. Jahrhundert ab —, wie durch einen spinnwebendünnen Schleier, den nur das gewöhnliche Bewußtsein nicht durchdringen kann, war da angrenzend eine Welt: da spielte sich das ab, was immer mehr und mehr herauskommen muß in die physische Welt und was in der physischen Welt in seinen Wirkungen sich zeigen muß.
[ 45 ] Es war in der Tat etwas Geheimnisvolles mit diesem Zeitalter vom Ende des 19. Jahrhunderts. Hinter einem Schleier spielten sich gewaltige Erscheinungen ab, die sich alle herumgruppierten um das Geistwesen, das wir alsMichael bezeichnen. Da waren mächtige Anhänger Michaels, Menschenseelen, die dazumal nicht im physischen Leib waren, sondern zwischen dem Tod und einer neuen Geburt standen, aber auch mächtige dämonische Gewalten, die sich auflehnten unter ahrimanischen Einflüssen gegen das, was durch Michael in die Welt kommen sollte.
[ 45 ] Es war in der Tat etwas Geheimnisvolles mit diesem Zeitalter vom Ende des 19. Jahrhunderts. Hinter einem Schleier spielten sich gewaltige Erscheinungen ab, die sich alle herumgruppierten um das Geistwesen, das wir alsMichael bezeichnen. Da waren mächtige Anhänger Michaels, Menschenseelen, die dazumal nicht im physischen Leib waren, sondern zwischen dem Tod und einer neuen Geburt standen, aber auch mächtige dämonische Gewalten, die sich auflehnten unter ahrimanischen Einflüssen gegen das, was durch Michael in die Welt kommen sollte.
[ 46 ] Sehen Sie, wenn ich da eben eine persönliche Bemerkung machen darf, so ist es diese: Ich selber wuchs so heran, daß ich eigentlich niemals Schwierigkeiten hatte in der Auffassung der geistigen Welt. Was die geistige Welt mir entgegenbrachte, das ging in meine Seele herein, bildete sich zu Ideen aus, konnte sich in Gedanken formen. Dasjenige, was den anderen Menschen so leicht wurde, wurde mir schwer. Ich konnte naturwissenschaftliche Zusammenhänge rasch fassen, dagegen einzelne Tatsachen wollten nicht im Gedächtnis bleiben, gingen nicht herein. Ich konnte die Undulationstheorie, die Anschauungen der Mathematiker, Physiker, Chemiker mit Leichtigkeit erfassen; ein Mineral dagegen mußte ich nicht wie mancher einmal, zweimal sehen, um es, wenn es wiederum vor mich hintrat, zu erkennen, sondern das mußte dreißig-, vierzigmal geschehen. Die Tatsachen der äußeren physischen Welt boten mir Widerstand in bezug auf das Halten, das Auffassen. Ich konnte nicht leicht heraus in diese physisch-sinnliche Welt.
[ 46 ] Sehen Sie, wenn ich da eben eine persönliche Bemerkung machen darf, so ist es diese: Ich selber wuchs so heran, daß ich eigentlich niemals Schwierigkeiten hatte in der Auffassung der geistigen Welt. Was die geistige Welt mir entgegenbrachte, das ging in meine Seele herein, bildete sich zu Ideen aus, konnte sich in Gedanken formen. Dasjenige, was den anderen Menschen so leicht wurde, wurde mir schwer. Ich konnte naturwissenschaftliche Zusammenhänge rasch fassen, dagegen einzelne Tatsachen wollten nicht im Gedächtnis bleiben, gingen nicht herein. Ich konnte die Undulationstheorie, die Anschauungen der Mathematiker, Physiker, Chemiker mit Leichtigkeit erfassen; ein Mineral dagegen mußte ich nicht wie mancher einmal, zweimal sehen, um es, wenn es wiederum vor mich hintrat, zu erkennen, sondern das mußte dreißig-, vierzigmal geschehen. Die Tatsachen der äußeren physischen Welt boten mir Widerstand in bezug auf das Halten, das Auffassen. Ich konnte nicht leicht heraus in diese physisch-sinnliche Welt.
[ 47 ] Dadurch mußte ich drinnenstehen in dieser Welt hinter dem Schleier, mit der ganzen Verstandes- und Gemütsseele, in dieser Region des Michael, mußte mit durchmachen, was sich da abspielte. Da traten eben die großen Forderungen auf, nun einmal mit dem geistigen Leben Ernst zu machen, Fragen aufzuwerfen von solcher Größe. Das äußere Leben bot dazu keinen Anlaß. Das äußere Leben schrieb die alte philiströse Biographie von Darwin und Bacon weiter. Aber da, hinter den Kulissen, hinter diesem dünnen Schleier, in der Region des Michael, da wurden die großen Lebensfragen aufgeworfen. Und da lernte man vor allen Dingen das eine kennen: Was für ein großer Unterschied es ist, in seinem Herzen diese Frage aufzuwerfen — und in Worten darüber zu sprechen.
[ 47 ] Dadurch mußte ich drinnenstehen in dieser Welt hinter dem Schleier, mit der ganzen Verstandes- und Gemütsseele, in dieser Region des Michael, mußte mit durchmachen, was sich da abspielte. Da traten eben die großen Forderungen auf, nun einmal mit dem geistigen Leben Ernst zu machen, Fragen aufzuwerfen von solcher Größe. Das äußere Leben bot dazu keinen Anlaß. Das äußere Leben schrieb die alte philiströse Biographie von Darwin und Bacon weiter. Aber da, hinter den Kulissen, hinter diesem dünnen Schleier, in der Region des Michael, da wurden die großen Lebensfragen aufgeworfen. Und da lernte man vor allen Dingen das eine kennen: Was für ein großer Unterschied es ist, in seinem Herzen diese Frage aufzuwerfen — und in Worten darüber zu sprechen.
[ 48 ] Der heutige Mensch meint: Über das, was man weiß, kann man in Worten sprechen. Es wird ja auch so schnell wie möglich alles, was der heutige Mensch erfährt, in Worte umgesetzt und in Worten ausgesprochen. Die Fragen, die in der Region des Michael gerade in den achtziger, neunziger Jahren spielten, diese Fragen wirkten weiter, wenn sie sich auf einen Menschen ablagerten, sie wirkten weiter in das 20. Jahrhundert herein. Und jedesmal, wenn man schon jahrzehntelang unter dem Einfluß dieser Fragen stand und lebte, dann war es dennoch so, wenn man die Dinge aussprechen wollte, als ob die Feinde des Michael immer kämen und einem die Zunge festhielten, denn es sollte über gewisse Dinge nicht gesprochen werden.
[ 48 ] Der heutige Mensch meint: Über das, was man weiß, kann man in Worten sprechen. Es wird ja auch so schnell wie möglich alles, was der heutige Mensch erfährt, in Worte umgesetzt und in Worten ausgesprochen. Die Fragen, die in der Region des Michael gerade in den achtziger, neunziger Jahren spielten, diese Fragen wirkten weiter, wenn sie sich auf einen Menschen ablagerten, sie wirkten weiter in das 20. Jahrhundert herein. Und jedesmal, wenn man schon jahrzehntelang unter dem Einfluß dieser Fragen stand und lebte, dann war es dennoch so, wenn man die Dinge aussprechen wollte, als ob die Feinde des Michael immer kämen und einem die Zunge festhielten, denn es sollte über gewisse Dinge nicht gesprochen werden.
[ 49 ] Und, sehen Sie, auch im Schoße der anthroposophischen Bewegung mußte vieles noch weiter fortgetragen werden, was gewissermaßen Michael-Geheimnis geblieben ist. Dazu gehörten vor allen Dingen diejenigen Wahrheiten, die sich auf solche historischen Zusammenhänge bezogen. Seit einiger Zeit kann über diese Dinge rückhaltlos gesprochen werden. Es sind nun seit Monaten Möglichkeiten vorhanden — gerade auch für mich ist es möglich geworden —, über diese Dinge rückhaltlos zu sprechen. Daher geschieht es und ist geschehen und soll auch hier geschehen, daß über die Zusammenhänge in den Erdenleben nunmehr rückhaltlos gesprochen werden kann. Denn das hängt zusammen mit der Enthüllung der Michael-Geheimnisse, die in dieser Weise, wie ich es Ihnen beschrieben habe, sich abspielten.
[ 49 ] Und, sehen Sie, auch im Schoße der anthroposophischen Bewegung mußte vieles noch weiter fortgetragen werden, was gewissermaßen Michael-Geheimnis geblieben ist. Dazu gehörten vor allen Dingen diejenigen Wahrheiten, die sich auf solche historischen Zusammenhänge bezogen. Seit einiger Zeit kann über diese Dinge rückhaltlos gesprochen werden. Es sind nun seit Monaten Möglichkeiten vorhanden — gerade auch für mich ist es möglich geworden —, über diese Dinge rückhaltlos zu sprechen. Daher geschieht es und ist geschehen und soll auch hier geschehen, daß über die Zusammenhänge in den Erdenleben nunmehr rückhaltlos gesprochen werden kann. Denn das hängt zusammen mit der Enthüllung der Michael-Geheimnisse, die in dieser Weise, wie ich es Ihnen beschrieben habe, sich abspielten.
[ 50 ] Das ist eines von den konkreten Dingen, von denen ich vorher abstrakt gesprochen habe. Ich sagte im ersten Teil mit Bezug auf eine Eventualität: daß die geistige Welt sich hätte versagen können. Sie hat sich nicht versagt. In der Tat, durch alles dasjenige, was namentlich seit der Weihnachtstagung der Anthroposophischen Gesellschaft zu geben möglich geworden ist, durch die Art und Weise, wie es mir gestattet ist, seit jener Zeit selber okkult zu arbeiten — es sind ja nicht neue Dinge, man kann im Okkulten nicht Dinge, die man gestern entdeckt hat, sofort heute mitteilen, es sind alte Dinge, Dinge, die erlebt worden sind in der Weise, wie ich es Ihnen dargestellt habe —, aber hinzugekommen ist, daß die Dämonen schweigen müssen, welche vorher die Dinge nicht haben aussprechen lassen.
[ 50 ] Das ist eines von den konkreten Dingen, von denen ich vorher abstrakt gesprochen habe. Ich sagte im ersten Teil mit Bezug auf eine Eventualität: daß die geistige Welt sich hätte versagen können. Sie hat sich nicht versagt. In der Tat, durch alles dasjenige, was namentlich seit der Weihnachtstagung der Anthroposophischen Gesellschaft zu geben möglich geworden ist, durch die Art und Weise, wie es mir gestattet ist, seit jener Zeit selber okkult zu arbeiten — es sind ja nicht neue Dinge, man kann im Okkulten nicht Dinge, die man gestern entdeckt hat, sofort heute mitteilen, es sind alte Dinge, Dinge, die erlebt worden sind in der Weise, wie ich es Ihnen dargestellt habe —, aber hinzugekommen ist, daß die Dämonen schweigen müssen, welche vorher die Dinge nicht haben aussprechen lassen.
[ 51 ] Damit ist auf einen solchen Umschwung hingewiesen, und ich erzähle Ihnen diese Sache aus dem Grunde, damit Sie mit dem nötigen Ernst es erfassen, wenn von konkreten wiederholten Erdenleben bei bedeutenden und unbedeutenden Persönlichkeiten in der Zukunft gesprochen wird. Man darf diese Dinge nicht leicht nehmen, man darf sie nur hinnehmen, indem man vor ihnen den nötigen Respekt hat.
[ 51 ] Damit ist auf einen solchen Umschwung hingewiesen, und ich erzähle Ihnen diese Sache aus dem Grunde, damit Sie mit dem nötigen Ernst es erfassen, wenn von konkreten wiederholten Erdenleben bei bedeutenden und unbedeutenden Persönlichkeiten in der Zukunft gesprochen wird. Man darf diese Dinge nicht leicht nehmen, man darf sie nur hinnehmen, indem man vor ihnen den nötigen Respekt hat.
[ 52 ] Nun, ich habe diese Andeutungen machen wollen; sie werden im Lauf der weiteren Vorträge ergänzt, es wird weiteres aus ihnen herauskommen. Aber ich wollte, bevor ich nun über frühere Verkörperungen von Darwin und von anderen spreche, erst darauf aufmerksam machen, in welcher geistigen Atmosphäre, von welchem geistigen Licht beleuchtet man solche Dinge zu sehen habe. Wir wollen dann das nächste Mal, wenn wir hier in der Mitgliederversrammlung zusammenkommen, von diesen Dingen weiter sprechen.2Es folgte die englische Übersetzung und die Beantwortung von Fragen, die sich auf die Sektionen beziehen.
[ 52 ] Nun, ich habe diese Andeutungen machen wollen; sie werden im Lauf der weiteren Vorträge ergänzt, es wird weiteres aus ihnen herauskommen. Aber ich wollte, bevor ich nun über frühere Verkörperungen von Darwin und von anderen spreche, erst darauf aufmerksam machen, in welcher geistigen Atmosphäre, von welchem geistigen Licht beleuchtet man solche Dinge zu sehen habe. Wir wollen dann das nächste Mal, wenn wir hier in der Mitgliederversrammlung zusammenkommen, von diesen Dingen weiter sprechen.2Es folgte die englische Übersetzung und die Beantwortung von Fragen, die sich auf die Sektionen beziehen.
[ 53 ] Ich habe noch zu sagen, daß wir ja nun eingegliedert haben in die anthroposophische Bewegung eine esoterische Bewegung im engeren Sinn, die gegliedert ist in verschiedene Sektionen. Vor allen Dingen ist vorhanden die allgemeine Sektion, die das Esoterische für alle Menschenseelen enthalten wird. Dann haben wir die pädagogische Sektion — die Dinge werden schon noch bekannt werden —, und wir haben die medizinische Sektion. Wir haben zwei künstlerische Sektionen, die eine für bildende Künste, die andere für musikalische und redende Künste. Wir haben eine naturwissenschaftliche Sektion. Wir haben eine astronomisch-mathematische Sektion. Über diese Dinge werde ich ja dann noch bei entsprechender Gelegenheit Mitteilung zu machen haben.
[ 53 ] Ich habe noch zu sagen, daß wir ja nun eingegliedert haben in die anthroposophische Bewegung eine esoterische Bewegung im engeren Sinn, die gegliedert ist in verschiedene Sektionen. Vor allen Dingen ist vorhanden die allgemeine Sektion, die das Esoterische für alle Menschenseelen enthalten wird. Dann haben wir die pädagogische Sektion — die Dinge werden schon noch bekannt werden —, und wir haben die medizinische Sektion. Wir haben zwei künstlerische Sektionen, die eine für bildende Künste, die andere für musikalische und redende Künste. Wir haben eine naturwissenschaftliche Sektion. Wir haben eine astronomisch-mathematische Sektion. Über diese Dinge werde ich ja dann noch bei entsprechender Gelegenheit Mitteilung zu machen haben.
[ 54 ] Die allgemeine Sektion wird nun als Klasse zunächst durch ihre erste Klasse repräsentiert vor der Welt, und es werden ja schon die Klassenstunden seit längerer Zeit in Dornach gehalten, sind auch schon in verschiedenen anderen Orten, zum Beispiel in Prag, Breslau, Paris von mir gehalten worden. Nun soll in diejenigen Dinge, die hier unter uns behandelt werden, auch diese Klassenstunde eintreten, und es ist ja für nächsten Dienstag für hier eine Klassenstunde in Aussicht genommen. Dazu ist notwendig, daß diejenigen Freunde, die in der Lage sind, Mitglieder dieser Klasse zu werden, überhaupt der esoterischen Bewegung, daß diese aufgenommen werden.
[ 54 ] Die allgemeine Sektion wird nun als Klasse zunächst durch ihre erste Klasse repräsentiert vor der Welt, und es werden ja schon die Klassenstunden seit längerer Zeit in Dornach gehalten, sind auch schon in verschiedenen anderen Orten, zum Beispiel in Prag, Breslau, Paris von mir gehalten worden. Nun soll in diejenigen Dinge, die hier unter uns behandelt werden, auch diese Klassenstunde eintreten, und es ist ja für nächsten Dienstag für hier eine Klassenstunde in Aussicht genommen. Dazu ist notwendig, daß diejenigen Freunde, die in der Lage sind, Mitglieder dieser Klasse zu werden, überhaupt der esoterischen Bewegung, daß diese aufgenommen werden.
[ 55 ] Ich werde über die strengen Bedingungen dann bei der ersten Klassenstunde zu sprechen haben. Zunächst wird es sich aber darum handeln, daß nur diejenigen Freunde um die Aufnahme in die Erste Klasse nachsuchen sollen, die schon mindestens zwei Jahre der anthroposophischen Bewegung angehören. Ausnahmen können nur in seltenen Fällen gemacht werden. Außerdem aber behält sich die Leitung der Schule am Goetheanum vor, die Mitgliedschaft zu erteilen oder die Mitgliedschaft auch abzulehnen.
[ 55 ] Ich werde über die strengen Bedingungen dann bei der ersten Klassenstunde zu sprechen haben. Zunächst wird es sich aber darum handeln, daß nur diejenigen Freunde um die Aufnahme in die Erste Klasse nachsuchen sollen, die schon mindestens zwei Jahre der anthroposophischen Bewegung angehören. Ausnahmen können nur in seltenen Fällen gemacht werden. Außerdem aber behält sich die Leitung der Schule am Goetheanum vor, die Mitgliedschaft zu erteilen oder die Mitgliedschaft auch abzulehnen.
[ 56 ] Und es ist von vornherein zu sagen, daß in der Zukunft ja jedermann, der ein Interesse und eine Sehnsucht nach den spirituellen Welten hat, an die Anthroposophische Gesellschaft wird herankommen können. Man wird sozusagen zu nichts anderem verpflichtet als zu demjenigen, zu dem eigentlich jeder anständig denkende Mensch verpflichtet ist.
[ 56 ] Und es ist von vornherein zu sagen, daß in der Zukunft ja jedermann, der ein Interesse und eine Sehnsucht nach den spirituellen Welten hat, an die Anthroposophische Gesellschaft wird herankommen können. Man wird sozusagen zu nichts anderem verpflichtet als zu demjenigen, zu dem eigentlich jeder anständig denkende Mensch verpflichtet ist.
[ 57 ] Dagegen muß die Schule, die den Weg in die geistige Welt selber hinein eröffnen soll, ihre sehr seriösen Ansprüche machen. Derjenige, der Mitglied der Schule sein will, muß auch ein wirklicher Repräsentant der anthroposophischen Sache vor der Welt sein.
[ 57 ] Dagegen muß die Schule, die den Weg in die geistige Welt selber hinein eröffnen soll, ihre sehr seriösen Ansprüche machen. Derjenige, der Mitglied der Schule sein will, muß auch ein wirklicher Repräsentant der anthroposophischen Sache vor der Welt sein.
[ 58 ] Nennen Sie das nicht eine Beeinträchtigung der menschlichen Freiheit! Die Freiheit muß ja gegenseitig sein. Derjenige, der ein Mitglied der Schule wird, ist zunächst ein freier Mensch, aber die Leitung der Schule muß auch frei sein. Es muß ihr freistehen, zu entscheiden, an wen sie die Geistesgüter der Schule heranbringen will. Es ist sozusagen ein spiritueller Vertrag, der zwischen der Leitung der Schule und ihren einzelnen Mitgliedern geschlossen wird. Daher muß sich die Schule auch vorbehalten, wenn es sich herausstellen sollte, daß irgend jemand, der Mitglied der Schule geworden ist, nicht in Einklang mit dem, was die Impulse der Schule geben wollen, handelt, nicht so im Leben handelt, daß er sich als Repräsentant der Schule darstellt, daher muß es der Schule auch freistehen, zu entscheiden: der kann nicht mehr Mitglied der Schule sein oder für Zeiten es nicht mehr sein.
[ 58 ] Nennen Sie das nicht eine Beeinträchtigung der menschlichen Freiheit! Die Freiheit muß ja gegenseitig sein. Derjenige, der ein Mitglied der Schule wird, ist zunächst ein freier Mensch, aber die Leitung der Schule muß auch frei sein. Es muß ihr freistehen, zu entscheiden, an wen sie die Geistesgüter der Schule heranbringen will. Es ist sozusagen ein spiritueller Vertrag, der zwischen der Leitung der Schule und ihren einzelnen Mitgliedern geschlossen wird. Daher muß sich die Schule auch vorbehalten, wenn es sich herausstellen sollte, daß irgend jemand, der Mitglied der Schule geworden ist, nicht in Einklang mit dem, was die Impulse der Schule geben wollen, handelt, nicht so im Leben handelt, daß er sich als Repräsentant der Schule darstellt, daher muß es der Schule auch freistehen, zu entscheiden: der kann nicht mehr Mitglied der Schule sein oder für Zeiten es nicht mehr sein.
[ 59 ] Daß diese Dinge streng genommen werden, mag Ihnen daraus hervorgehen, daß, ehe es möglich geworden ist, eine Klassenstunde hier in Ihrer Mitte zu halten — was am nächsten Dienstag zum erstenmal geschehen soll und dann weiter —, daß im Verlauf des Wirkens der Schule schon die Notwendigkeit war, über sechzehn, siebzehn Mitglieder aus der Schule auszuschließen. Die Dinge, die auf das okkulte Leben sich beziehen, müssen eben in ihrer vollen Wirklichkeit genommen werden.
[ 59 ] Daß diese Dinge streng genommen werden, mag Ihnen daraus hervorgehen, daß, ehe es möglich geworden ist, eine Klassenstunde hier in Ihrer Mitte zu halten — was am nächsten Dienstag zum erstenmal geschehen soll und dann weiter —, daß im Verlauf des Wirkens der Schule schon die Notwendigkeit war, über sechzehn, siebzehn Mitglieder aus der Schule auszuschließen. Die Dinge, die auf das okkulte Leben sich beziehen, müssen eben in ihrer vollen Wirklichkeit genommen werden.
[ 60 ] Wenn also jemand die Meinung hat, er könne nun wirklich als Repräsentant der anthroposophischen Sache vor der Welt seinen Beitritt zur Schule suchen, so möge er sich dazu melden. Äußere Bedingung ist zunächst, daß man wenigstens zwei Jahre Mitglied ist. Die Freunde, die länger als zwei Jahre Mitglied sind, können sich melden, insofern sie noch nicht ihr blaues Zertifikat erhalten haben. Man wird künftig das rote Zertifikat als Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft haben, und man wird das blaue Zertifikat haben als Mitglied der Schule.
[ 60 ] Wenn also jemand die Meinung hat, er könne nun wirklich als Repräsentant der anthroposophischen Sache vor der Welt seinen Beitritt zur Schule suchen, so möge er sich dazu melden. Äußere Bedingung ist zunächst, daß man wenigstens zwei Jahre Mitglied ist. Die Freunde, die länger als zwei Jahre Mitglied sind, können sich melden, insofern sie noch nicht ihr blaues Zertifikat erhalten haben. Man wird künftig das rote Zertifikat als Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft haben, und man wird das blaue Zertifikat haben als Mitglied der Schule.
[ 61 ] Diejenigen Freunde also, die Mitglieder der Schule werden wollen, die, wie ich schon sagte, noch nicht ein Zertifikat erhalten haben, auch wenn sie schon geschrieben haben und ihr Schreiben noch nicht erledigt werden konnte, also wenn sie noch nicht das blaue Zertifikat gesandt erhalten haben, bitte ich, heute abend oder wenigstens in den nächsten Tagen, am besten so schnell wie möglich, hier bei Dr. Wachsmuth sich zu melden. Wir werden dadurch ein Verzeichnis derjenigen bekommen, die sich noch melden, und dann werden diejenigen, welche zur Schule zugelassen werden können, ihr blaues Zertifikat zur ersten Klassenstunde bekommen, die, wie gesagt, für den nächsten Dienstag vorgesehen ist.
[ 61 ] Diejenigen Freunde also, die Mitglieder der Schule werden wollen, die, wie ich schon sagte, noch nicht ein Zertifikat erhalten haben, auch wenn sie schon geschrieben haben und ihr Schreiben noch nicht erledigt werden konnte, also wenn sie noch nicht das blaue Zertifikat gesandt erhalten haben, bitte ich, heute abend oder wenigstens in den nächsten Tagen, am besten so schnell wie möglich, hier bei Dr. Wachsmuth sich zu melden. Wir werden dadurch ein Verzeichnis derjenigen bekommen, die sich noch melden, und dann werden diejenigen, welche zur Schule zugelassen werden können, ihr blaues Zertifikat zur ersten Klassenstunde bekommen, die, wie gesagt, für den nächsten Dienstag vorgesehen ist.

