Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Initiate Consciousness
True and False Paths of Spiritual Research
GA 243

18 August 1924, Torquay

Translate the original German text into any language:

7. Sternenerkenntnis

7. Understanding the Stars

Die geistigen Hintergründe des geschichtlichen Werdens der Menschheit und seine Differenzierungen

The Intellectual Backgrounds of Humanity's Historical Development and Its Differentiations

[ 1 ] Wir haben gesehen, wie der Mensch dadurch, daß er seine verschiedenen Lebensalter in geistiger Schau überblickt und beherrscht, zur Inspiration kommt, durch die er in der Lage ist, sein Bewußtsein stufenweise hinaufzuheben bis zu demjenigen, was ihm die Sternenwelt sagen kann, die Sternenwelt, die dann natürlich als ein Ausdruck, eine Offenbarung rein geistiger Wesenheiten und rein geistiger Tatsachen aufgefaßt werden muß.

[ 1 ] We have seen how, by surveying and mastering the various stages of life through spiritual insight, a person gains inspiration that enables them to gradually elevate their consciousness to the level of what the world of the stars can reveal—a world that must then, of course, be understood as an expression, a revelation of purely spiritual beings and purely spiritual realities.

[ 2 ] Nun handelt es sich also darum, für die Wege in die geistige Welt hinein, für Forschungen über die geistige Welt die entsprechenden Bewußtseinszustände, die entsprechenden Seelenverfassungen wirklich anzustreben, und nicht in den Irrtum zu verfallen, mit dem gewöhnlichen Bewußtsein die geistige Welt erreichen zu wollen. Ich möchte Ihnen das heute an besonderen Beispielen, oder besser gesagt Fällen, darlegen. Ich möchte Ihnen zeigen, wo die Möglichkeiten von Abirrungen in der geistigen Forschung liegen können. Da möchte ich zunächst einmal das Folgende voranstellen.

[ 2 ] The point, then, is to truly strive for the appropriate states of consciousness and the appropriate spiritual dispositions necessary for the paths into the spiritual world and for research into the spiritual world—and not to fall into the error of trying to reach the spiritual world with ordinary consciousness. Today I would like to illustrate this to you using specific examples—or rather, specific cases. I would like to show you where the potential for errors in spiritual research may lie. To begin with, I would like to preface this with the following:

[ 3 ] Wenn der Mensch wirklich in die geistige Arbeit hineinkommt, durch die er die geistige Welt sich erschließen kann, durch die er die geistige Welt schauen und — wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf mit ihr verkehren kann, dann nimmt er namentlich im geschichtlichen Werden der Menschheit, hinter dem er die geistigen Hintergründe sucht, große Differenzierungen, große Unterschiede wahr. Zum Beispiel gibt es da das Zeitalter, das dem unsrigen unmittelbar vorangeht. Unser Zeitalter, das wir, ich habe das schon angedeutet, das MichaelZeitalter nennen können — ich werde die Gründe dafür noch weiter in den Vorträgen angeben —, beginnt mit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, etwa in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Diesem Zeitalter geht aber ein anderes voran, das drei bis vier Jahrhunderte gedauert hat und das ganz anderer Natur war für denjenigen, der die geistige Welt erforscht hat. Und wiederum diesem Zeitalter geht ein anderes voran, das wieder ganz anderer Wesenheit ist und so weiter. Man schaut also mit der Initiationserkenntnis in Vergangenheiten zurück und findet immer für gewisse Zeitalter eine ganz andere Art von Eindrücken. Ich möchte das nicht bloß im Abstrakten schildern, sondern ich möchte es im Konkreten vor Ihre Seele hinstellen.

[ 3 ] When a person truly enters into spiritual work—through which they can gain access to the spiritual world, through which they can perceive the spiritual world and, if I may use the expression, interact with it—then they perceive great distinctions and differences, particularly in the historical development of humanity, behind which they seek the spiritual contexts. For example, there is the era that immediately precedes our own. Our era—which, as I have already indicated, we can call the Michael era (I will explain the reasons for this in greater detail in the lectures)—begins with the last third of the 19th century, around the 1870s. This era, however, is preceded by another that lasted three to four centuries and was of a completely different nature for those who have explored the spiritual world. And this era, in turn, is preceded by yet another that is again of a completely different nature, and so on. Thus, when one looks back into the past with the insight gained through initiation, one always finds a completely different kind of impression for certain eras. I do not wish to describe this merely in abstract terms, but rather to present it concretely before your soul.

[ 4 ] Ich habe Ihnen im Verlauf dieser Vorträge von Persönlichkeiten gesprochen, die in irgendeiner Weise innerhalb der Menschheitsentwickelung gelebt haben. Ich habe Ihnen zum Beispiel von Brunetto Latini, dem großen Lehrer Dantes, gesprochen. Ich habe Ihnen von den Lehrern der Schule von Chartres, von Bernardus Silvestris, von Alanus ab Insulis, von Joachim de Fiore gesprochen, und ich könnte Ihnen von hunderterlei anderen Persönlichkeiten des 9., 10., 11., 12., auch noch des 13. Jahrhunderts sprechen, und da haben wir mit solchen Persönlichkeiten ein ganz bestimmtes Zeitalter bezeichnet.

[ 4 ] In the course of these lectures, I have spoken to you about figures who, in one way or another, lived during the course of human evolution. For example, I have spoken to you about Brunetto Latini, Dante’s great teacher. I have spoken to you about the teachers of the School of Chartres, about Bernardus Silvestris, about Alanus ab Insulis, about Joachim de Fiore, and I could speak to you about hundreds of other figures from the 9th, 10th, 11th, 12th, and even the 13th centuries; and with such figures, we have defined a very specific era.

[ 5 ] Wenn derjenige, der das geschichtliche Leben der Menschheit im geisteswissenschaftlichen Sinne erforschen will, an dieses Zeitalter, also sagen wir, an das Dante-Zeitalter herantritt, an das Giotto-Zeitalter herantritt, an dasjenige Zeitalter also, in dem sich die Renaissance vorgebildet, präpariert hat, dann hat er den Eindruck, er müsse in der geistigen Welt unbedingt mit Menschen verkehren, das heißt mit entkörperten Menschenseelen; er müsse gewissermaßen auch Aug in Auge, natürlich vergleichsweise gesprochen, den Menschenseelen, wie sie leben zwischen ihrem letzten Tode und ihrer nächsten Geburt, entgegentreten. So hat man mit der Initiationserkenntnis das entschiedene Gefühl, man möchte mit einer solchen Individualität, wie die des Brunetto Latini ist, sagen wir, geistig so verkehren als Mensch, wie man hier innerhalb der physischen Welt mit Menschen verkehrt. Ich habe auch versucht, in meine Darstellungen das einfließen zu lassen. Deshalb stellte ich dieses Zeitalter, wenn ich von Joachim de Fiore, von Brunetto Latini sprach, so dar, daß man merken konnte, da ist ein Bedürfnis vorhanden, möglichst persönlich, möchte ich sagen, die Schilderung zu geben. Ich sprach vom «auf die Schulter klopfen» und dergleichen.

[ 5 ] When someone who wishes to explore the historical life of humanity from a spiritual-scientific perspective approaches this era—that is, let us say, the age of Dante, the age of Giotto, the very era in which the Renaissance took shape and prepared itself—then they get the impression that they must absolutely interact in the spiritual world with human beings, that is, with disembodied human souls; they must, so to speak, also come face to face—figuratively speaking, of course—with the human souls as they live between their last death and their next birth. Thus, through the knowledge gained in initiation, one has the distinct feeling that one would like to interact spiritually with an individual such as, say, Brunetto Latini, just as one interacts with people here within the physical world. I have also tried to incorporate this into my descriptions. That is why, when I spoke of Joachim de Fiore and Brunetto Latini, I portrayed that era in such a way that one could sense there was a need to present the description as personally as possible, I would say. I spoke of “patting someone on the shoulder” and the like.

[ 6 ] Es ist ganz anders dann in dem folgenden Zeitalter, in dem Zeitalter, das nach diesem beginnt und bis in das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts hinein reicht. Für dieses Zeitalter hat man mit der Initiationserkenntnis viel weniger das Bedürfnis, mit den entkörperten Seelen, die dafür in Betracht kommen, persönlich, sozusagen individuell in Beziehung zu treten. Man möchte sie viel lieber in ihrer ganzen Umgebung schauen, und man möchte gar nicht direkt an sie herantreten, sondern irgendwie von der Erdenerkenntnis aus, von der Erkenntnis des gewöhnlichen Bewußtseins aus den Zugang zu ihnen gewinnen.

[ 6 ] Things are quite different, however, in the following era—the era that begins after this one and extends into the last third of the 19th century. In this era, one feels much less of a need, based on initiatory knowledge, to enter into a personal—or, so to speak, individual—relationship with the disembodied souls who come into consideration for this purpose. One would much rather observe them in their entire environment, and one does not wish to approach them directly at all, but rather to gain access to them somehow from the perspective of earthly knowledge, from the knowledge of ordinary consciousness.

[ 7 ] Verzeihen Sie, wenn ich hier etwas, was ganz objektiv ist, aus der unmittelbaren persönlichen Erfahrung heraus erzähle, aber diese persönliche Erfahrung ist eben in diesem Falle ganz objektiv. Sehen Sie, ich kann gerade darüber sprechen, weil in diesem Zeitalter, das dem unsrigen vorangegangen ist, Goethe gelebt hat, mit dem ich mich ja jahrzehntelang beschäftigt habe. Ich habe das entschiedene Bedürfnis gehabt, zunächst an Goethe heranzutreten, indem ich von seinen naturwissenschaftlichen Schriften und von der Naturwissenschaft überhaupt mir den Weg zu ihm gebahnt habe. Erst verhältnismäßig spät ist das Bedürfnis entstanden, ihn unmittelbar auch als geistige Individualität in der geistigen Welt gegenüber zu haben. Das war nicht das erste. Das erste war, ihn sozusagen als Sternenmenschen nach seinem Tode im ganzen Weltenzusammenhang, im kosmischen Zusammenhang zu haben, nicht persönlich-individuell.

[ 7 ] Please forgive me for sharing something here—something that is entirely objective—based on my immediate personal experience, but in this particular case, that personal experience is, in fact, entirely objective. You see, I am able to speak about this precisely because Goethe lived in the era that preceded our own—a figure with whom I have been deeply engaged for decades. I felt a strong need to approach Goethe initially by paving my way to him through his scientific writings and the natural sciences in general. It was only relatively late that the need arose to encounter him directly as a spiritual individuality within the spiritual world. That was not the first step. The first was to perceive him, so to speak, as a “star being” after his death within the context of the entire world, within the cosmic context—not in a personal, individual sense.

[ 8 ] Wenn man so jemanden dagegen wie den Brunetto Latini, oder namentlich diejenigen Menschen, die sich mit der Naturerkenntnis in diesem selben Zeitalter beschäftigt haben, in dem der Brunetto Latini gelebt hat, in der geistigen Welt aufsuchen will, dann hat man unmittelbar das Bedürfnis, mit ihnen Meinungen, Anschauungen austauschen zu können in ganz persönlichem Seelenverkehre. Das ist eben ein bedeutsamer Unterschied. Und dieser Unterschied hängt damit zusammen, daß die Zeitalter in ihrer inneren geistigen Struktur durchaus voneinander verschieden sind. Heute leben wir in einem Zeitalter, in dem es dem Menschen, der ganzen Menschheit besonders vorgesetzt ist, geistige Tatsachen unmittelbar als geistige Tatsachen zu ergreifen; das heißt, die Initiationswissenschaft, die hineinschaut in das geistige Leben, unmittelbar äußerlich als Menschenerkenntnis zu verbreiten. Dieses Zeitalter, das ja eben erst angefangen hat, darf nicht ablaufen, ohne daß in rein geistiger Weise diejenigen, die man gebildete Menschen nennt, die hauptsächlichsten zu erreichenden geistigen Tatsachen, also nicht die irdischen, nicht die physisch-sinnlichen Tatsachen, sondern diese geistigen Tatsachen wirklich erkennen. Es muß also von jetzt ab für dieses Zeitalter ein energisches Vertreten von einer unmittelbar in die geistige Welt hineinleuchtenden Geisteswissenschaft vorhanden sein, sonst würde die Menschheit auf Erden ihre Aufgabe in dem ihr vorgesetzten Sinne gar nicht erreichen können. Wir müssen in ein spirituelles Zeitalter immer mehr und mehr einlaufen.

[ 8 ] If, on the other hand, one wishes to seek out in the spiritual world someone like Brunetto Latini—or, more specifically, those people who were engaged in the study of nature during the very same era in which Brunetto Latini lived—one immediately feels the need to be able to exchange opinions and views with them in a deeply personal spiritual communion. That is precisely a significant difference. And this difference is connected to the fact that the ages are quite distinct from one another in their inner spiritual structure. Today we live in an age in which it is particularly incumbent upon human beings—upon all of humanity—to grasp spiritual realities directly as spiritual realities; that is, to disseminate the science of initiation, which looks into spiritual life, directly and outwardly as human knowledge. This age, which has only just begun, must not come to an end without those whom we call educated people truly recognizing, in a purely spiritual way, the most essential spiritual facts to be grasped—that is, not the earthly facts, not the physical-sensory facts, but these spiritual facts. From now on, therefore, there must be a vigorous advocacy of a spiritual science that sheds light directly into the spiritual world for this age; otherwise, humanity on Earth would not be able to fulfill its mission in the sense intended for it. We must move ever more deeply into a spiritual age.

[ 9 ] Dem ging ein Zeitalter voran, in dem ganz andere Kräfte in der Menschheitsentwickelung herrschend waren. Und wenn wir von dem Gesichtspunkte aus sprechen, den ich im letzten Vortrage angeschlagen habe, von dem Gesichtspunkt wirklicher, echter Sternenerkenntnis, dann kommen wir dazu, zu sagen: In dem Zeitalter, in das wir als Menschen eingetreten sind in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, in diesem Zeitalter sind es vorzugsweise die von der Sonne kommenden spirituellen Kräfte, die in allem, im physischen Leben der Menschen, im seelischen Leben der Menschen, im wissenschaftlichen Leben, im künstlerischen Leben, im religiösen Leben herrschend werden müssen. Was der Welt die Sonne zu sagen hat, was in der Welt die Sonne zu tun hat, das muß in unserem Zeitalter immer weiter und weiter um sich greifen.

[ 9 ] This was preceded by an age in which entirely different forces were at work in human evolution. And if we speak from the perspective I introduced in my last lecture—the perspective of true, authentic knowledge of the stars—then we are led to say: In the age into which we as human beings entered in the 1870s—in this age—it is primarily the spiritual forces emanating from the Sun that must come to dominate everything: human physical life, human soul life, scientific life, artistic life, and religious life. What the Sun has to say to the world, what the Sun has to do in the world—this must spread ever further and further in our age.

[ 10 ] Nun, Sonne ist für denjenigen, der wirklich erkennt, nicht der physische Gasball, als den ihn die heutige Physik beschreibt, sondern eine Summe von geistigen Wesen. Und die hauptsächlichsten geistigen Wesenheiten, die von der Sonne aus sozusagen das Geistige, das Spirituelle ausstrahlen, wie physisch das Sonnenlicht oder ätherisch das Sonnenlicht strahlt, die gruppieren sich alle um ein gewisses Wesen, das wir nach einer alten christlich-heidnischen, christlich-jüdischen Benennung könnten wir auch sagen, als das Michael-Wesen bezeichnen können. Michael wirkt aus der Sonne. Und das, was geistig die Sonne der Welt zu geben hat, kann man auch dasjenige nennen, was Michael mit den Seinigen der Welt zu geben hat.

[ 10 ] Now, for those who truly understand, the Sun is not the physical ball of gas as described by modern physics, but rather a collection of spiritual beings. And the principal spiritual beings who, so to speak, radiate the spiritual from the Sun—just as sunlight radiates physically or etherically—are all grouped around a certain being whom we could, following an ancient Christian-pagan or Christian-Jewish designation, refer to as the Michael Being. Michael works from the Sun. And what the Sun has to give the world in a spiritual sense can also be called that which Michael, together with his own, has to give to the world.

[ 11 ] Dem ging eben das andere Zeitalter voran, das ich in der angedeuteten Weise geschildert habe. Da waren es nicht die Sonnenkräfte, welche Menschenleben, Menschenwissen, Menschentun impulsierten, sondern da waren es die Mondenkräfte. Sie hatten für das Zeitalter, das in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts endete und drei bis vier Jahrhunderte vorher dauerte, sie hatten für dieses Zeitalter alles zu impulsieren.

[ 11 ] That era was preceded by the other one, which I have described in the manner indicated. In that era, it was not the forces of the Sun that impelled human life, human knowledge, and human activity, but rather the forces of the Moon. They were responsible for impelling everything in that era—which ended in the 1870s and had lasted for three to four centuries prior.

[ 12 ] Und wiederum gruppierten sich die maßgebenden Wesenheiten, die da auf die Erden- und Menschheitsentwickelung ihren großen Einfluß hatten, um ein Wesen, das, wiederum mit einer alten Bezeichnung, Gabriel genannt werden kann. Wir könnten ja ebensogut eine Bezeichnung erfinden, aber da ja einmal die Bezeichnungen da sind — auf die Terminologie kommt es nicht an —, so kann man sie beibehalten. Man kann also nach der christlich-jüdischen Sitte diese Wesenheit mit dem Namen Gabriel bezeichnen. Man lernt ja auf die Art, wie ich es Ihnen gesagt habe, diese geistige Wirksamkeit aus den Sternenwelten, die im Menschen ist, kennen. Lernt man mit der Initiationswissenschaft dasjenige kennen, was im Menschen wirkt von seiner Geburt bis zum Zahnwechsel, dann lernt man alles dasjenige erkennen, was Mondenwirkungen im Weltenall sind. Das heißt, man lernt durch diese Rückschau, durch diese inspirierte Rückschau auf das erste Kindesalter des Menschen so etwas besonders kennen wie das GabrielZeitalter, in dem der Mond besonders wirksam ist.

[ 12 ] And once again, the guiding entities that exerted such a great influence on the development of the Earth and humanity gathered around a being who, to use an ancient name, can be called Gabriel. We could just as easily invent a name, but since the names already exist—the terminology isn’t important—we might as well keep them. So, in accordance with Christian-Jewish custom, we can refer to this being by the name Gabriel. As I have told you, one comes to know this spiritual influence from the starry worlds that is present within the human being. If, through the science of initiation, one comes to know what acts within the human being from birth until the change of teeth, then one learns to recognize everything that constitutes lunar influences in the universe. That is to say, through this retrospective view—this inspired look back at the early childhood of the human being—one comes to know something as specific as the Gabriel Age, in which the Moon is particularly active.

[ 13 ] Dagegen muß man schon etwas reifer werden, muß in die Vierzigerjahre kommen und zurückschauen können auf dasjenige, was im Menschen wirkt zwischen dem zwanzigsten und vierzigsten oder genauer gesagt zwischen dem einundzwanzigsten und zweiundvierzigsten Lebensjahre, um die besondere Eigentümlichkeit eines solchen Zeitalters wahrzunehmen, wie das unsrige es ist. So daß in dem Zeitalter, das dem unsrigen vorangegangen ist, gewissermaßen für die kosmische Weltenlenkung die Kinder das Allerwichtigste waren, die Säuglinge, die ganz jungen Kinder. Dahinein wurden die Kräfte, die das Zeitalter haben sollte, impulsiert. Für unser Zeitalter sind es die Menschen, die die Zwanziger-, die Dreißigerjahre erreicht haben, die von den Sonnenkräften aus die Impulse erhalten sollen. In unserer Zeit werden besonders die erwachsenen Menschen wichtig für die kosmische Führung der ganzen Welt.

[ 13 ] On the other hand, one must become somewhat more mature, must reach one’s forties and be able to look back on what takes place within a person between the ages of twenty and forty—or, more precisely, between the ages of twenty-one and forty-two—in order to perceive the special character of an age such as our own. Thus, in the age that preceded our own, children—infants and very young children—were, so to speak, the most important for the cosmic guidance of the world. It was into them that the forces intended for that age were channeled. In our age, it is the people who have reached their twenties and thirties who are to receive the impulses from the solar forces. In our time, adults in particular are becoming important for the cosmic guidance of the entire world.

[ 14 ] Das ist etwas, was sich als praktisches Resultat unmittelbar aus einer solchen realen Anschauung, wie ich sie vorgestern geschildert habe, auch wiederum in realen Anschauungen ergibt. Es sind nicht Theorien, die ich erzähle, es ist eben etwas, was sich aus der realen Anschauung ergibt. Sie können daher auch begreifen, daß man für die Erkenntnis desjenigen Zeitalters, das als das Gabriel-Zeitalter unserem Michael-Zeitalter vorangegangen ist, nicht das besondere Bedürfnis hat, persönlich den Menschenseelen, die entkörpert sind, gegenüberzustehen. Man fühlt sich dann wie ein kleines Kind nämlich, das einem Erwachsenen gegenübersteht, weil man ihnen gegenübertreten muß mit der inspirierten Anschauung des allerersten Kindesalters.

[ 14 ] This is something that, as a practical result, arises directly from such a real perception as I described the day before yesterday, and in turn results in further real perceptions. These are not theories I am presenting; it is simply something that arises from real insight. You can therefore also understand that, in order to gain insight into that age—the Gabriel Age—which preceded our Michael Age, there is no particular need to personally confront disembodied human souls. One then feels like a small child standing before an adult, because one must approach them with the inspired perception of the very earliest childhood.

[ 15 ] Dagegen wird es ganz anders, wenn man nun nach dem vorangehenden Zeitalter sucht, nach dem Zeitalter, in dem Alanus ab Insulis, Bernardus Silvestris, Joachim de Fiore, Johannes von Auville, Brunetto Latini gelebt haben. Dieses Zeitalter war beherrscht von denjenigen Kräften, auf die man kommt, wenn man auf dasjenige hinblickt, was in dem Menschen wirkt in dem Lebensalter, welches zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife liegt. Da wirken insbesondere die Merkurkräfte, wie ich Ihnen im letzten Vortrage ausgeführt habe. Das ist tatsächlich etwas ganz außerordentlich, ich möchte sagen, Großartiges, in was man da hineinkommt, wenn man, von diesem Lebensalter des Menschen ausgehend, sich sozusagen die Organe in diesem Lebensalter bildet, um das Geistige wahrzunehmen. Denn zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife ist man so recht lernbegieriges Kind. Das wird man wiederum, indem man von da ausgeht. Man möchte daher auch ganz persönlich den Menschen dieses Zeitalters gegenüberstehen. Man tut es dann auch mit der Initiationserkenntnis. Man möchte so einem Brunetto Latini gegenüberstehen, wie ein zehn-, zwölfjähriges Kind einem, der mehr weiß, einem Erziehenden, einem Lehrenden. Und doch wiederum, mit der wirklichen Initiationswissenschaft wird man ja nicht unbewußt in bezug auf diejenigen Dinge, die man draußen in der physischen Welt hat. Man ist doch ein erwachsener Mensch und zugleich ein neugieriges, wißbegieriges Kind. Man steht gleich und gleich dem Brunetto Latini gegenüber, und doch wiederum mit einer ungeheuren Wißbegierde.

[ 15 ] The situation is quite different, however, when one looks back to the preceding era—the era in which Alanus ab Insulis, Bernardus Silvestris, Joachim de Fiore, Johannes von Auville, and Brunetto Latini lived. This era was dominated by those forces one encounters when looking at what is at work within a person during the stage of life that lies between the change of teeth and sexual maturity. The forces of Mercury are particularly active there, as I explained to you in my last lecture. It is indeed something quite extraordinary—I would even say magnificent—what one enters into when, starting from this stage of human life, one forms, so to speak, the organs necessary to perceive the spiritual realm. For between the loss of baby teeth and sexual maturity, one is truly a child eager to learn. One becomes that again by starting from that point. One therefore also wishes to encounter people of this age quite personally. One does so with the insight gained through initiation. One wishes to stand before someone like Brunetto Latini just as a ten- or twelve-year-old child stands before someone who knows more—an educator, a teacher. And yet, with true initiatory knowledge, one does not become unconscious of the things one encounters out there in the physical world. One is, after all, an adult and at the same time a curious, inquisitive child. One stands face to face with Brunetto Latini as an equal, and yet with an immense thirst for knowledge.

[ 16 ] Das gibt gerade für dieses Zeitalter, das zurückgeht vom 15. ins 9. Jahrhundert, die besondere Färbung für die Initiationserkenntnis; da kommen wir zurück in ein Zeitalter, wo also Merkur die hauptsächlichsten Impulskräfte liefert für Erde und Menschheit. Und das Wesen, um das sich da alles gruppiert, das Wesen, das in dieser Zeit besonders wichtig war, das kann wiederum mit einem alten Namen als Raphael bezeichnet werden: Raphael in diesem Zeitalter, das der Renaissance vorangegangen ist, in diesem Dante-, Giotto-Zeitalter. Man möchte sagen, man möchte gerade die Leute, die in der Geschichte so ein wenig verborgen sind, die in der äußeren Geschichte nicht herausgekommen sind, persönlich kennenlernen.

[ 16 ] This gives the initiatory knowledge its distinctive character, particularly for this era, which spans from the 15th to the 9th century; here we return to an era in which Mercury provides the primary driving forces for the Earth and humanity. And the being around whom everything is centered—the being who was particularly important during this time—can in turn be referred to by an ancient name: Raphael. Raphael in this era that preceded the Renaissance, in this age of Dante and Giotto. One might say that one would like to get to know personally precisely those people who are somewhat hidden in history, who have not come to the fore in external history.

[ 17 ] Man hat eigentlich, auch wenn man in die Geisteswissenschaft hineinkommt, diesem Zeitalter gegenüber ein merkwürdiges Gefühl. Erst ärgert man sich, daß in den Handbüchern so wenig steht über einen Brunetto Latini, über einen Alanus ab Insulis und so weiter; man möchte da etwas wissen, das man äußerlich erwerben kann. Dann aber rückt man etwas vor und ist sehr froh, ist sehr dankbar, daß die äußere Geschichte da schweigt. Denn die äußere Geschichte notiert ja doch nur einen Fetzen als Dokument. Denken Sie nur einmal, was von unserer Zeit auf die Nachwelt wird kommen müssen, wenn die Zeitungsnotizen vor den historischen Hilfswissenschaften einmal alle als gültige oder ungültige Zeugnisse gelten sollen! Man ist dann dankbar, daß man nicht gestört wird durch dasjenige, was im Konversationslexikon steht über diese Persönlichkeiten. Und man versucht dann, diesen Menschen auf geistige Weise gegenüberzustehen, mit all den Mitteln, die es im heutigen Zeitalter gibt innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft, dasjenige zu sagen, was über diese Menschen geisteswissenschaftlich erkundet werden kann.

[ 17 ] Even when one enters the field of the humanities, one actually has a strange feeling about this era. At first, one is annoyed that the textbooks say so little about Brunetto Latini, Alanus ab Insulis, and so on; one wants to know something that can be acquired from external sources. But then you make a bit of progress and feel very happy, very grateful, that external history remains silent on these matters. For external history, after all, records only a scrap of information as a document. Just think for a moment what will have to be passed down to posterity from our time if newspaper clippings are ever to be regarded—by the auxiliary sciences of history—as valid or invalid evidence! One is then grateful not to be disturbed by what the general encyclopedia says about these personalities. And one then tries to approach these people in a spiritual way, using all the means available today within the Anthroposophical Society to convey what can be explored about them through spiritual science.

[ 18 ] Und da ist es insbesondere von großer Bedeutung, denjenigen gegenüberzutreten, die in der damaligen Zeit — Raphael-Zeit — mit der Naturerkenntnis in Verbindung standen. Tiefere Naturerkenntnis, medizinische Erkenntnis können durch manche Persönlichkeit vermittelt werden, die, ich möchte sagen, aus dem grauen Geistesdunkel dieser Zeit vom 9. bis 14., 15. Jahrhundert heraustritt für das geistige Schauen, die einführen kann in die Art und Weise, wie man dazumal über die Stoffe dachte, wie man über den ganzen Weltenzusammenhang mit dem Menschen dachte. Und wenn man dann da hineinkommt, und manche Persönlichkeit kennenlernt, deren Name nicht genannt werden kann aus dem Grunde, weil der Name nicht auf die Nachwelt gekommen ist — aber die Persönlichkeiten sind ja da —, wenn man in dieses Zeitalter geistig hineinschaut, dann stehen manche von diesen Persönlichkeiten so da, daß man sagt: Da steht «Paracelsus maior», nur ist er nicht genannt worden, während «Paracelsus minor» später, in dem Gabriel-Zeitalter gelebt hat, und noch Reminiszenzen, noch Nachklänge gehabt hat an den «Paracelsus maior», aber nicht mehr in jener unverfälschten, großartigen Weise, geistigen Weise, in der sie bei dem «Paracelsus maior» war.

[ 18 ] And here it is particularly important to engage with those who, during that period—the Raphael era—were connected to the understanding of nature. A deeper understanding of nature and medicine can be conveyed by certain individuals who, I would say, emerge from the gray spiritual darkness of that era—from the 9th through the 14th and 15th centuries—to offer spiritual insight; they can introduce us to the way people thought about the elements back then, and how they viewed the entire cosmic context in relation to humanity. And when one then enters into this era and becomes acquainted with certain individuals whose names cannot be mentioned because they have not been passed down to posterity—though these individuals certainly exist—when one looks into this era spiritually, some of these figures stand out in such a way that one says: There stands “Paracelsus maior,” only he was not named, whereas “Paracelsus minor” lived later, in the Gabriel era, and still retained reminiscences, still had echoes of “Paracelsus maior,” but no longer in that unadulterated, magnificent, spiritual way in which it was present in “Paracelsus maior.”

[ 19 ] Oder auch der Jakob Böhme. Der «Jakob Böhme minor; tritt dann vor uns auf in dem späteren Gabriel-Zeitalter. Wiederum sagt man sich: Der hat ja da Großartiges erkundet, ist aus mancherlei Berichten darauf gekommen, hat die eigene Inspiration angeregt. — Aber wenn einem der «Jakob Böhme maior», der nicht auf die Nachwelt gekommen ist, so aus den Namen nur sporadisch auftaucht, wie Alanus ab Insulis oder Brunetto Latini, wenn da der «Jakob Böhme maior» auftritt, dann versteht man erst richtig den «Jakob Böhme minor». Und so muß man schon sagen: In diesem Vor-Renaissancezeitalter, aus dessen Ende die großen Gestalten Dante und Brunetto Latini aufleuchten, dann die Lehrer von Chartres aufleuchten, wo wie ein, ich möchte sagen, erratischer Block darinnen steht der Scotus Erigena, in diesem Zeitalter liegt etwas, was ungeheuer spirituell anregend sein kann. — Die äußere mittelalterliche Geschichte ist finster; aber hinter dieser Finsternis liegt ein gewaltiges Licht gerade für diejenige Zeit, von der ich jetzt gesprochen habe.

[ 19 ] Or take Jakob Böhme. “Jakob Böhme minor” appears before us in the later Gabriel era. Once again, one might say: He did indeed uncover something magnificent there; he arrived at his conclusions based on various accounts and drew upon his own inspiration. — But when the “Jakob Böhme maior”—who did not make it into posterity and whose name appears only sporadically, like Alanus ab Insulis or Brunetto Latini—when this “Jakob Böhme maior” appears, only then does one truly understand the “Jakob Böhme minor.” And so one must say: In this pre-Renaissance era, from the end of which the great figures of Dante and Brunetto Latini emerge, followed by the teachers of Chartres—where Scotus Erigena stands, I might say, like an erratic boulder—in this era there lies something that can be immensely spiritually stimulating. — The outward history of the Middle Ages is dark; but behind this darkness lies a mighty light, precisely for the period of which I have just spoken.

[ 20 ] Mondenwesenheiten

[ 20 ] Lunar Entities

[ 21 ] Wenn man betrachtend in dieses Raphael-Zeitalter eindringt, vom 9. bis zum 14., 15. Jahrhundert, dann hat man allerdings den Eindruck, daß die Gestalten, die darinnen sind, so ein Dante noch, Giotto, aber namentlich auch solche, die nicht äußerlich geschichtlich der Nachwelt überliefert sind, daß alle die anderen Gestalten, die ich Ihnen genannt habe, sehr stark hervortreten. Man bekommt einen unmittelbaren menschlichen Eindruck von ihnen. Raphael selber als Gestalt, die niemals in einem physischen Leib verkörpert war, inkarniert war, bleibt mehr im Hintergrunde, und andere geistige Wesenheiten, die ständig der geistigen Welt angehören, wenigstens heute ständig der geistigen Welt angehören, treten auch weniger stark hervor. Gerade die Menschen, die verstorbenen Menschen, die treten für dieses Zeitalter dem spirituell beobachtenden Blick außerordentlich stark gegenständlich gegenüber.

[ 21 ] When one delves into this age of Raphael—from the 9th to the 14th— 15th centuries, one does indeed get the impression that the figures within it—such as Dante and Giotto, but especially those who have not been historically preserved for posterity—that all the other figures I have mentioned to you stand out very strongly. One gets a direct, human impression of them. Raphael himself, as a being who was never embodied in a physical body, remains more in the background, and other spiritual beings who belong permanently to the spiritual world—or at least who, today, belong permanently to the spiritual world—also stand out less strongly. It is precisely the human beings—the deceased human beings—who appear extraordinarily vividly to the spiritually observant gaze in this era.

[ 22 ] Im folgenden Zeitalter, in diesem Gabriel-Zeitalter hat man den Eindruck, daß selbst Gestalten wie Goethe, Spencer, Lord Byron, Voltaire nur so schattenhaft in der geistigen Welt sich benehmen, sich verhalten. Dagegen treten da mit großer imponierender Intensität Wesenheiten auf, die nicht den Eindruck des Menschlichen, sondern eigentlich schon des Übermenschlichen machen, Wesenheiten, an denen man mit spiritueller Erkenntnis gewahr wird, sie leben heute — wie wir Menschen auf der Erde zwischen Geburt und Tod —, sie leben heute in der Mondensphäre ständig. Sie sind die Bewohner der Mondensphäre. Imponierende Gestalten, die heute die ständigen Bewohner der Mondensphäre sind, die treten einem vor allen Dingen entgegen, und die menschlichen Seelen treten mehr in den Hintergrund. An diesen Gestalten erfährt man, daß sie aber einmal so mit der Erde verbunden waren, wie heute die Menschen verbunden sind. Nur gehen die Menschen in physischen Leibern herum; diese Wesenheiten haben sich einstmals in feinen, mehr ätherischen Leibern auf der Erde bewegt. Und man lernt erkennen, daß man da durchaus Wesen begegnet, die einmal auf der Erde waren, die einmal auf Erden in uralten Zeiten mit der Menschheit verbunden waren, die übersinnliche Lehrer der Menschheit waren, Wesenheiten, die dann, nachdem sie ihre Aufgabe auf der Erde erfüllt hatten, nach dem Monde gezogen sind, in die Mondensphäre eingetreten sind, nicht mehr heute mit der Erde verbunden sind.

[ 22 ] In the age that follows—this Age of Gabriel—one gets the impression that even figures such as Goethe, Spencer, Lord Byron, and Voltaire appear merely as shadowy figures in the spiritual world. In contrast, beings appear there with great, impressive intensity—beings who do not give the impression of being human, but rather of being superhuman; beings whom one perceives through spiritual insight to be living today—just as we humans on Earth live between birth and death—they live constantly in the lunar sphere today. They are the inhabitants of the lunar sphere. Impressive figures who are now the permanent inhabitants of the lunar sphere are the ones who come to meet you first and foremost, while human souls recede more into the background. Through these figures, one learns that they were once connected to the Earth just as humans are today. The difference is that humans walk about in physical bodies; these beings once moved about on Earth in subtle, more ethereal bodies. And one comes to recognize that one is indeed encountering beings who were once on Earth, who were once connected to humanity on Earth in ancient times, who were the supersensible teachers of humanity—beings who, after fulfilling their task on Earth, moved to the Moon, entered the lunar sphere, and are no longer connected to the Earth today.

[ 23 ] Wir wissen ja — Sie können das nachlesen in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», die als «Occult Science» ins Englische übersetzt ist —, daß der Mond selber als Weltenkörper einmal mit der Erde verbunden war, sich dann von der Erde getrennt hat. Dieser Trennung des Mondes sind diese Wesenheiten nachgefolgt. Sie sind später selber Bewohner der Mondensphäre geworden, nachdem sie Bewohner der Erdensphäre waren. So daß man mit jener Stufe der Erkenntnis, von der ich in diesen Tagen gesprochen habe, mit der man den Toten folgen kann unmittelbar nach dem Tode und in den Jahren nach dem Tode, mit dieser Erkenntnis in eine Welt eintritt, in der um einen herum, weil man ja noch die frühere Erkenntnis des gewöhnlichen Bewußtseins hat, natürlich die Menschen leben, die man heute als physische Menschen auch physisch kennenlernt im wachen Tagesleben. Dann lernt man aber erkennen, immer mitten unter diesen Menschen, wenn man in das andere Bewußtsein eintritt, Geistgestalten, die eigentlich, so wie wir zur Erde, heute zum Monde gehören, die überall da sind, die sich überall auch für menschliche Angelegenheiten interessieren, nur auf eine etwas andere Weise wie die Menschen heute auf physische Weise.

[ 23 ] As we know—you can read about this in my Outline of Occult Science, which has been translated into English as Occult Science—the Moon itself, as a celestial body, was once connected to the Earth but then separated from it. These beings followed the Moon in its separation. They later became inhabitants of the lunar sphere themselves, after having been inhabitants of the earthly sphere. So that with that level of knowledge I have been speaking of these past few days—the kind that allows one to follow the dead immediately after death and in the years following death—with this knowledge one enters a world in which, because one still possesses the former awareness of ordinary consciousness, people naturally live all around one—people whom one also gets to know physically today as physical human beings in waking daily life. But then, while still in the midst of these people, as one enters into this other state of consciousness, one begins to recognize spiritual beings who, just as we belong to the Earth, actually belong to the Moon today; they are everywhere, and they take an interest in human affairs everywhere, only in a somewhat different way than human beings do today in a physical sense.

[ 24 ] Unter diesen Wesenheiten, die einstmals die großen Lehrer der Menschheit waren, die heute die Erde nicht mehr bewohnen, sondern — wenn wir so es aussprechen dürfen, cum grano salis — den Mond bewohnen, unter diesen Wesenheiten sind solche, die, ich möchte sagen, mit einer großen Erhabenheit auftreten, die die Vollendetsten derselben sind, die Besonnensten, die von innerlicher geistiger Größe Durchdrungenen. Von ihnen ist sehr viel zu lernen in bezug auf die Geheimnisse des Kosmos. Sie haben ein Wissen, das weit über das dem Menschen mit dem heutigen Bewußtsein mögliche Wissen hinausgeht. Aber sie können dieses Wissen nicht ausdrücken in abstrakten Gedanken. Ich möchte sagen, sie dichten einen an, wenn man in ihre Nähe kommt, sie drücken alles in poetischen Formen, in künstlerischen Bildern aus; sie zaubern vor einen hin in ihrer Art Großartigeres, als Homer geschrieben hat, als die alten indischen Dichtungen enthalten, die der Welt bekanntgeworden sind. Aber es ist eine tiefe Weisheit in dem enthalten, was diese Wesen vor einen hinzaubern.

[ 24 ] Among these beings, who were once the great teachers of humanity and who no longer inhabit the Earth today but—if we may put it that way, cum grano salis—inhabit the Moon, there are some who, I would say, appear with great sublimity; they are the most perfected among them, the most level-headed, and those imbued with inner spiritual greatness. There is much to learn from them regarding the mysteries of the cosmos. They possess knowledge that far exceeds what is possible for human beings with their present level of consciousness. But they cannot express this knowledge in abstract thoughts. I would say that they inspire you when you come near them; they express everything in poetic forms, in artistic images; in their own way, they conjure up before you something more magnificent than what Homer wrote, than what is contained in the ancient Indian poems that have become known to the world. But there is a profound wisdom contained in what these beings conjure up before you.

[ 25 ] Nun sind aber unter diesen Wesen auch unvollkommenere. Wie es ja auf Erden auch Menschen gibt, die sozusagen sympathische Zeitgenossen und solche, die unsympathische Zeitgenossen sind, so gibt es auch unter diesen Wesenheiten schon solche, die nicht die Größe und Vollkommenheit ihrer Genossen erreicht haben, aber dennoch bis zu einem Punkte gekommen sind, schon dadurch, daß sie Schüler, auch wohl die Diener der anderen waren, die schon dazu gekommen sind, die Erde verlassen zu können, in der Mondensphäre zu leben, weiterzuwirken. Bei diesen Wesenheiten fällt einem sogleich auf — wenn ich mich trivial ausdrücken darf —, wenn man ihre Bekanntschaft macht, sie haben ein brennendes Interesse für irdische Angelegenheiten, aber sie interessieren sich dafür auf ganz andere Art.

[ 25 ] However, there are also less perfect beings among them. Just as there are people on Earth who are, so to speak, likable contemporaries and those who are unlikable, so too are there among these beings some who have not yet attained the greatness and perfection of their companions, but who have nevertheless reached a point—simply by having been disciples, or even servants, of others who have already attained the ability to leave Earth and live and continue their work in the lunar sphere—where they can continue to be active. What immediately strikes one about these beings—if I may put it in trivial terms—when one becomes acquainted with them is that they have a burning interest in earthly affairs, but they are interested in them in a completely different way.

[ 26 ] Sie müssen sich unter ihnen, unter diesen Wesen, nicht gleich unsympathische, schreckliche Gestalten vorstellen. Sie sind durchaus, trotzdem sie unvollkommen sind gegenüber ihren Zeitgenossen, weit über das Maß desjenigen hinaus, was an Vornehmheit, an Gescheitheit, an Einsicht der heutige Erdenmensch erreichen kann mit dem gewöhnlichen Bewußtsein. Aber sie haben durchaus eben die Gewohnheiten ihrer Genossen, andere Gewohnheiten, andere Neigungen, als heute ein gewöhnlicher Erdenbewohner hat.

[ 26 ] You need not immediately imagine them—these beings—as unsympathetic, terrifying figures. Although they are imperfect compared to their contemporaries, they are by no means far beyond the level of refinement, intelligence, and insight that today’s Earth humans can attain with their ordinary consciousness. But they certainly have the habits of their kind—habits and inclinations different from those of an ordinary Earth dweller today.

[ 27 ] Ich möchte da im einzelnen auf etwas Besonderes hinweisen. Man hat natürlich, wenn man einmal mit solchen Wesen in Zusammenhang tritt, das Bedürfnis, sozusagen — man muß sich in diesen Dingen immer etwas trivial ausdrücken — sich mit ihnen auszusprechen, sich zu beraten mit ihnen über das eine und andere. Nun, nehmen wir einmal an, man berate sich mit solchen Wesen — ich will einen Gegenstand herausgreifen — über die menschliche Schrift, über dasjenige, was Menschen geschrieben haben. Also sagen wir, der eine Mensch hat meinetwillen bloß seinen Namen geschrieben, der andere Mensch hat seinen Namen geschrieben, also Namenszüge.

[ 27 ] I would like to point out something specific in this regard. Naturally, once one comes into contact with such beings, one feels the need—so to speak; one must always express oneself somewhat trivially in these matters—to speak openly with them, to consult with them about this and that. Well, let’s suppose one were to consult with such beings—I’ll pick out one topic—about human writing, about what humans have written. So let’s say one person, for my sake, has simply written his name, and another person has written his name—that is, signatures.

[ 28 ] Nun, wenn man sich mit diesen Wesenheiten berät darüber, was da eigentlich vorliegt, dann sagen sie: Ach, ihr Menschen, ihr interessiert euch ja für das Alleruninteressanteste. Ihr interessiert euch für dasjenige, wovon Ihr sagt, daß es das Wort bedeutet. Wenn da «Schmied» steht, interessiert ihr euch dafür, daß das «Schmied» heißt; oder wenn da «Coiffeur» steht, dann interessiert ihr euch dafür, daß da «Coiffeur» steht. Daß das eine Wort «Coiffeur» bedeutet, das ist ja das Alleruninteressanteste. Viel interessanter ist es, zuzuschauen, wie ein Mensch, der das aufschreibt, seine Bewegungen dabei macht, wie der eine Mensch so schreibt, der andere Mensch anders, der eine schnell, der andere langsam, der eine geschickt, der andere ungeschickt, der eine automatisch, der andere malend. — Auch diese besondere Art, wie der Mensch sich verhält, wenn er schreibt, auf diese Art machen sie besonders aufmerksam. Die interessiert sie.

[ 28 ] Well, when you consult with these beings about what is actually going on here, they say: “Oh, you humans, you’re interested in the most uninteresting things of all. You’re interested in what you say the word means.” If it says “blacksmith,” you’re interested in the fact that it says “blacksmith”; or if it says “hairdresser,” then you’re interested in the fact that it says “hairdresser.” The fact that the word means “hairdresser” is, after all, the least interesting thing of all. It’s much more interesting to watch how a person who writes this down moves while doing so—how one person writes one way, another person another way; one quickly, another slowly; one skillfully, another clumsily; one automatically, another as if painting. —They also pay particular attention to this specific way a person behaves when writing. That’s what interests them.

[ 29 ] Und sie haben ja auch in der geistigen Welt, von der ich hier spreche, nun wiederum ihren Geistanhang; allerlei geistige Wesen, die auch nicht auf Erden sind, die niedriger sind als Erdenwesen, auch höher zuweilen, aber die nicht auf der Erde sind. Die leiten sie nicht an, sinnhaft das Irdische auszudrücken, sondern sie leiten sie an, die Schreibbewegungen zu machen, dasjenige, was sich die Menschen da an Schreibbewegungen nach der Zeit angeeignet haben, wo sie selber auf der Erde waren. Als diese Wesen auf Erden waren, die da Mondbewohner wurden, da gab es ja noch nicht ein Schreiben in unserem Sinne.

[ 29 ] And in the spiritual world I am speaking of here, they, too, have their own spiritual retinue: all manner of spiritual beings who are not on Earth—beings lower than earthly beings, and sometimes higher as well, but who are not on Earth. These beings do not guide them to express earthly matters in a meaningful way, but rather guide them to make the writing movements—that is, the writing movements that humans acquired during the time when they themselves were on Earth. When these beings were on Earth—those who later became inhabitants of the Moon—writing as we understand it did not yet exist.

[ 30 ] Nun haben sie immer beobachtet im Verkehr mit den Menschen, wie das Schreiben entsteht, und haben sich für dasjenige interessiert, was sie dazumal auch schon interessieren konnte, daß die Menschen mit ihren Fingern allerlei geschickte Bewegungen machen; das interessierte sie auch schon dazumal. Daß das übergeht, indem die Fingergeschicklichkeit unterstützt wird, in ein Rohr, von dem etwas herabfließt, oder ein Rohr, aus dem etwas herausfließt, das kam erst später dazu. Dafür interessierten sie sich weniger, was auf das Papier kommt. Dagegen für die Bewegungen, die gemacht werden, ganz außerordentlich.

[ 30 ] They had always observed, in their interactions with people, how writing comes about, and were interested in what had already captured their interest back then—namely, that people make all sorts of dexterous movements with their fingers; that had already interested them back then. The fact that this, through the support of finger dexterity, transforms into a tube from which something flows down, or a tube from which something flows out—that came later. They were less interested in what ended up on the paper. On the other hand, they were extraordinarily interested in the movements that were made.

[ 31 ] Aber nun kam dazu, was da war von der Erde, und was geblieben ist, aber von dem Menschen dann weniger bemerkt worden war. Und da ist mancherlei, sehen Sie; da ist also erstens, wenn ich das gleich dazu zähle, was ich eben auseinandergesetzt habe, dasjenige, was der Mensch an Bewegungen ausstrahlt. Also, vom Menschen ausgestrahlte Bewegungen, das ist es, was da mit diesen Wesenheiten ganz besonders verhandelt werden kann.

[ 31 ] But now came into play what was there from the Earth—and what remained—but which had been less noticed by human beings. And there are many things, you see; first of all—and I’ll include this right away along with what I’ve just explained—there is what human beings radiate in terms of movements. So, the movements radiated by human beings—that is what can be dealt with in a very special way in connection with these beings.

[ 32 ] Nun ist das aber zunächst etwas, was noch nicht auf das eigentliche Gebiet dieser Wesenheiten leitet, denn es war eben zu ihrer Erdenzeit noch nicht da. Dagegen liegt schon etwas — im guten, nicht im schlechten Sinne — Menschenverachtendes darinnen, wenn sie von den geringen Anlagen der gegenwärtigen Menschen sprechen für die Erkenntnis dessen, was von dem Menschen an Ausdünstung, an Ausstrahlung des Flüssigen zustandekommt. Dafür haben sie ein ganz besonderes Verständnis; das beachtet der gegenwärtige Mensch nicht. Also Ausstrahlungen des Flüssigen, Hautausstrahlungen des Flüssigen, das ist es, was in dem Zeitalter dieser Wesenheiten ganz besonders wichtig und wesentlich war. Man lernte den Menschen erkennen an dem, was man später nicht beachtete, an dem, was er um sich herum dunstend verbreitete.

[ 32 ] However, this is initially something that does not yet lead to the actual realm of these beings, for it simply did not exist during their time on Earth. On the other hand, there is already something—in a positive, not a negative sense—that shows contempt for humanity when they speak of the limited capacities of present-day people to recognize what emanates from the human being in the form of exhalations and the radiation of the liquid. They have a very special understanding of this; present-day people do not take this into account. Thus, emanations of the liquid, skin emanations of the liquid—that is what was particularly important and essential in the age of these beings. People learned to recognize human beings by what was later disregarded: by what they diffused around themselves as a vapor.

[ 33 ] Das dritte, wofür diese Wesenheiten besonders empfänglich sind, ist die Hautausatmung, also das Luftförmige, das der Mensch aus sich herausstrahlt. Für alle diese Ausstrahlungen der physischen Natur, die aber, wie wir in den nächsten Betrachtungen hören werden, durchaus einen halb geistigen Charakter gewinnen können, für alle diese Ausstrahlungen des Menschen, im Festen im Schreiben, im Flüssigen in der Hautausdünstung, im Luftförmigen in der Hautausatmung — der Mensch atmet ja durch die Haut auch fortwährend aus —, sind diese Wesenheiten besonders empfängliich.

[ 33 ] The third thing to which these beings are particularly receptive is exhalation through the skin—that is, the airy element that a human being radiates from within. These beings are particularly receptive to all these emanations of a physical nature—which, as we shall see in the following reflections, can certainly take on a semi-spiritual character—to all these emanations of the human being: in the solid form through writing, in the liquid form in skin perspiration, and in the gaseous form in skin exhalation—after all, human beings are constantly exhaling through the skin—these beings are particularly receptive.

[ 34 ] Dann viertens in der Wärmeausstrahlung. Alle diese Dinge, insofern sie auf Erden vorhanden sind, sind diesen Mondenwesen noch von ganz besonderer Wichtigkeit, und sie beurteilen den Menschen eben nach der Konfiguration seiner Bewegungen im Schreiben, nach der besonderen Art seiner Ausstrahlungen.

[ 34 ] Fourth, in the radiation of heat. All these things, insofar as they exist on Earth, are still of very special importance to these lunar beings, and they judge human beings precisely by the configuration of their movements in writing and by the particular nature of their radiations.

[ 35 ] Dazu kommt dann noch fünftens die Lichtausstrahlung, die durchaus auch vorhanden ist. Jeder Mensch ist nicht nur in seiner Aura, sondern auch in bezug auf den physischen Organismus und den Ätherorganismus leuchtend, lichtausstrahlend. Und diese Lichtausstrahlung, die so schwach ist, daß sie unter gewöhnlichen Verhältnissen nicht gesehen werden kann, die aber zum Beispiel heute schon von Naturforschern wie Moriz Benedikt in besonders hergerichteter Dunkelkammer sichtbar gemacht wird, diese Lichtausstrahlung, die dann in roten, gelben, blauen Strahlungen und Glimmungen um den menschlichen Organismus herum ist, die ist beim Menschen an verschiedenen Stellen verschieden. Sie können von dem Naturforscher Moriz Benedikt lernen, wie er diese gefärbte Lichtausstrahlung in der Dunkelkammer sichtbar gemacht hat, so daß man die eine Seite, die linke Seite in Farbe leuchten, in gelb-orangem Licht sehen kann, die andere Seite wieder in blauem Lichte sehen kann. Da handelt es sich nur darum, daß die physikalische Anordnung in entsprechender Weise getroffen wird.

[ 35 ] Fifth, there is also the radiation of light, which is certainly present. Every human being radiates light—not only through their aura, but also through their physical organism and etheric organism. And this light radiation—which is so faint that it cannot be seen under ordinary conditions, but which, for example, has already been made visible today by natural scientists such as Moriz Benedikt in a specially equipped darkroom—this light radiation, which appears as red, yellow, and blue rays and glows around the human organism, varies from person to person in different areas. You can learn from the natural scientist Moriz Benedikt how he made this colored light radiation visible in the darkroom, so that one side—the left side—can be seen glowing in yellow-orange light, while the other side can be seen in blue light. It is simply a matter of arranging the physical setup accordingly.

[ 36 ] Dann gibt es eine sechste Ausstrahlung, das ist die Ausstrahlung chemischer Krafte. Die ist tatsächlich in umfassendem Maße heute nur in seltenen Fällen vorhanden auf der Erde. Das heißt, sie ist schon immer vorhanden, aber ich meine, sie kommt nur in seltenen Fällen in Betracht, spielt in seltenen Fällen eine Rolle, und zwar in den Fällen, wo die schwarze Magie angewendet wird. Wenn also Menschen sich ihrer chemischen Ausstrahlungen bewußt werden und diese anwenden, dann kommt auf Erden die schwarze Magie zustande.

[ 36 ] Then there is a sixth type of radiation: the radiation of chemical forces. In fact, this is present on Earth today only in rare cases. That is to say, it has always been present, but I mean that it is only relevant in rare cases, plays a role in rare cases—namely, in cases where black magic is practiced. So when people become aware of their chemical radiations and use them, black magic comes into being on Earth.

[ 37 ] Eine siebente Art von Ausstrahlung ist direkt die unmittelbare geistige Lebensausstrahlung. Ebenso wie die schwarze Magie, in der fast immer die chemischen Ausstrahlungen entarten in unserer Zeit, ebenso wie die schwarze Magie etwas Verwerfliches, Böses ist, ebenso bedeutend ist die Ausstrahlung des Lebens. Denn diese Mondenwesen, von denen ich da spreche, die können ihrerseits, in gutem Sinne aber, denn sie sind keine schwarzen Magier — schwarze Magier sind unter Umständen diejenigen, die auf Erden das tun und in das Böse verfallen —, diese Mondenwesen können immer mit den Kräften, die in dieser chemischen Ausstrahlung liegen, rechnen und arbeiten. Aber nur dann, wenn Vollmond ist, wenn der Mond von der Sonne beschienen wird und sie sich in das Gebiet des Sonnenscheins begeben können, dann können sie unter der Einwirkung des Sonnenlichtes mit den Lebensausstrahlungen rechnen.

[ 37 ] A seventh type of radiation is the direct, immediate spiritual radiation of life. Just as black magic—in which chemical radiations almost always degenerate in our time—is something reprehensible and evil, so too is the radiation of life significant. For these lunar beings I am speaking of—who, in a positive sense, are not black magicians (black magicians, under certain circumstances, are those on Earth who engage in such practices and fall into evil)—these lunar beings can always rely on and work with the forces inherent in this chemical radiation. But only when there is a full moon, when the moon is illuminated by the sun and they can enter the realm of the sun’s rays, can they, under the influence of sunlight, draw upon these life-giving radiations.

[ 38 ] Und diese Lebensausstrahlungen, sehen Sie, das sind diejenigen, die nun im Gegensatze zu allem Verwerflichen gerade als etwas Gutes in unser Zeitalter hereinkommen müssen; denn mit all den Impulsen, welche im Michael-Zeitalter gegeben werden sollen, soll nach und nach diese Beherrschung der Lebensausstrahlung, der vitalen Ausstrahlung verbunden sein.

[ 38 ] And these life radiations, you see, are precisely what must now enter our age as something good, in contrast to everything reprehensible; for all the impulses that are to be given in the Michael Age are to be gradually linked to this mastery of life radiation, of vital radiation.

[ 39 ] Das soll hauptsächlich gelernt werden, nicht tot zu wirken mit dem, was aus der geistigen Welt kommt, sondern unmittelbar lebendig zu wirken mit dem, was aus der geistigen Welt kommt. Lebendige Ideen, lebendige Begriffe, lebendige Anschauungen, lebendige Empfindungen, nicht tote Theorien zu finden, das ist die Aufgabe des Zeitalters. Das kommt unmittelbar von den Gestalten, die mit dem Wesen, das wir als Michael bezeichnen, vereinigt sind.

[ 39 ] The main thing to be learned is not to act in a lifeless way with what comes from the spiritual world, but to act in a directly living way with what comes from the spiritual world. To find living ideas, living concepts, living insights, and living feelings—not dead theories—that is the task of our age. This comes directly from the beings who are united with the entity we call Michael.

[ 40 ] Dagegen hat man sich mehr, ich möchte sagen, an das Irdische gewendet im abgelaufenen Gabriel-Zeitalter. Man wollte nicht gleich hinein zu den Wesenheiten, die da sind, unter Umständen dem Menschen sehr nahestehen, weil diese [Wesenheiten] sich für etwas interessierten, wofür sozusagen das Zeitalter weniger veranlagt sein sollte. Sie interessierten sich für alle diese okkulten Strahlungen, die aus dem Menschen hervorkommen.

[ 40 ] In contrast, during the past Gabriel Age, people turned their attention more—I would say—toward earthly matters. People did not want to go straight to the beings who are there—and who, under certain circumstances, may be very close to human beings—because these [beings] were interested in something for which, so to speak, the age was less predisposed. They were interested in all these occult radiations that emanate from the human being.

[ 41 ] An unsere Welt, wie wir sie als physische Welt zwischen Geburt und Tod haben, stößt ja sogleich eine andere, geistige Welt an, in der wir, so wie ich es beschrieben habe, die Toten finden. Aber in dieser Welt ist ja vieles andere darinnen. Und unter dem, was da darinnen ist, ist eben die Wirksamkeit von solchen Kräften, wie sie in den Strahlungen, den Ausstrahlungen der Menschen leben. Das ist in gewissem Sinne ein höchst gefährliches Weltengebiet, in das man da hineinkommt. Und man muß in diesen Tagen die öfter erwähnte auch seelisch-geistige Haltung haben, damit man das, was von diesen Mondenwesen kommt, von denen ich gesprochen habe, in gutem und nicht in bösem Sinne lenke.

[ 41 ] Our world—as we experience it as the physical world between birth and death—is immediately bordered by another, spiritual world, in which, as I have described, we find the dead. But there is much else within this world. And among the things that exist there is precisely the activity of such forces as those that live in the radiations and emanations of human beings. In a certain sense, this is an extremely dangerous realm of existence into which one enters. And in these days, one must have the spiritual and soul-oriented attitude I have often mentioned, so that one may direct what comes from these lunar beings I have spoken of in a good and not in an evil sense.

[ 42 ] Denn, sehen Sie, es ist ja so, daß alle Kräfte, alle Impulse der gegenwärtigen Epoche dem zueilen müssen, auf Erden die Vitalstrahlung zu verwenden. Aber ungeheuer naheliegend ist es, daß man da in dasjenige hineinkommt, was zwischen dieser Vitalstrahlung und allen anderen Strahlungen, die man so gerne haben möchte, liegt: die schwarze Magie. Die Menschen möchten so gerne sichtbar machen, was in den Bewegungen zum Ausdruck kommt — wir werden davon zu sprechen haben —, sichtbar machen dasjenige, was in der Ausdünstung vorhanden ist und so weiter, was in der Lichtausstrahlung vorhanden ist. Das alles ist in einem gewissen Sinne verwandt mit etwas Gutem, mit dem, was eigentlich nur gut sein kann, weil das Michael-Zeitalter unter den Menschen anbricht.

[ 42 ] For, you see, the fact is that all the forces, all the impulses of the present era must be directed toward utilizing the vital radiation on Earth. But it is all too obvious that this leads one into what lies between this vital radiation and all the other forms of radiation that people so eagerly desire: black magic. People would so much like to make visible what is expressed in movements—we will have to speak of this—to make visible what is present in exhalations and so on, what is present in the radiation of light. All of this is, in a certain sense, related to something good, to that which can actually only be good, because the Age of Michael is dawning among humanity.

[ 43 ] Aber zwischen alldem liegt die schwarze Magie, die abgehalten werden muß, wenn die guten, die richtigen Wege der übersinnlichen Forschung, und nicht die bösen, falschen Wege der übersinnlichen Forschung eingeschlagen werden sollen.

[ 43 ] But in between all of this lies black magic, which must be kept at bay if one is to follow the good, proper paths of parapsychological research, rather than the evil, false paths of parapsychological research.

[ 44 ] (Auf der Tafel:)

[ 44 ] (On the board:)

1. Vom Menschen ausgestrahlte Bewegungen
2. Hautausstrahlungen des Flüssigen
3. Hautausstrahlungen des Luftförmigen
4. Wärmeausstrahlung
5. Lichtausstrahlung
6. Chemische Kräfteausstrahlung (schwarze Magie)
7. Vitalstrahlung.

1. Movements Radiated by Humans
2. Skin Radiations of the Liquid State
3. Skin Radiations of the Gaseous State
4. Heat Radiation
5. Light Radiation
6. Radiation of Chemical Forces (Black Magic)
7. Vital radiation.

[ 45 ] Mediale Naturen und ihre Ausstrahlungen

[ 45 ] Medial Natures and Their Radiations

[ 46 ] Sehen Sie, wenn nun in der geistigen Welt dieser Verkehr stattfindet zwischen den Menschen hier auf der Erde und den Mondenwesen — und im Unterbewußten findet er ja fortwährend statt —, dann ist es eben möglich, daß bei dieser Entwickelung des Interesses, welches gewisse Mondenwesen an den Bewegungen haben, die die Menschen beim Schreiben, beim Zeichnen auch ausführen, daß an diesem Interesse, das sich ja an diesen Mondenwesen geistig offenbart, wiederum ihrerseits Interesse haben gewisse Elementarwesen der geistigen Welt. Elementarwesen, die tiefer stehen als die Mondenwesen, die auch niemals auf Erden sich inkarnieren, die aber in der angrenzenden Welt, von der ich gesprochen habe, eben doch leben, als geistig-ätherische Wesen leben. Wenn die sich wiederum interessieren für alles das, was da vorgeht, dann kann folgendes vorkommen. Wenn der Mensch hier auf der Erde beobachtet wird, so sieht man ja eben, daß seine Gedanken, die er dann, sagen wir, durch die Schrift mitteilt, auf seine ganze Menschenwesenheit wirken. Sie sind zunächst im Ich vorhanden, aber sie wirken hinunter in den astralischen Leib, der seine Bewegungen im Sinne dieser Bewegungen ausführt, die wir beim Schreiben machen vom Ich aus. Sie wirken in den ätherischen Leib. Und sie wirken bis in den physischen Leib hinunter. Diese Wirkungen in den physischen Leib hinein, die beobachten nun gewisse Wesenheiten elementarischer Art und bekommen sozusagen auch die Sehnsucht, sich ebenso zu bewegen. Das können sie aber nicht, weil andere Gesetze in ihrer Welt herrschen, als in der Welt, in der geschrieben wird. Geschrieben wird ja nur in der physischen Welt der Menschen hier auf der Erde.

[ 46 ] You see, if this interaction takes place in the spiritual world between people here on Earth and the lunar beings—and in the subconscious it does indeed take place continuously— then it is indeed possible that, as certain lunar beings develop an interest in the movements that humans also perform when writing or drawing—and as this interest manifests itself spiritually to these lunar beings—certain elemental beings of the spiritual world, in turn, take an interest in this very interest. Elemental beings who stand at a lower level than the lunar beings, who never incarnate on Earth, but who do live in the adjacent world I have spoken of, living as spiritual-etheric beings. If they, in turn, take an interest in everything that is happening there, then the following can occur. When a human being here on Earth is observed, one sees that the thoughts he or she communicates—say, through writing—affect his or her entire human being. These thoughts are initially present in the “I,” but they radiate down into the astral body, which carries out movements corresponding to those we make from the “I” when writing. They also affect the etheric body. And they extend all the way down into the physical body. These effects within the physical body are observed by certain elemental-like beings, who, so to speak, also develop a longing to move in the same way. But they cannot do so, because different laws govern their world than those in the world where writing takes place. After all, writing occurs only in the physical world of human beings here on Earth.

[ 47 ] Aber folgendes ist möglich. Es gibt gewisse Menschen, die, wenn sie schreiben oder auch denken, selbst fühlen, ganz tief in ihrem ätherischen Leib darinnenstecken. Alles in ihrem ätherischen Leib geht mit, drückt sich dann auch stark in dem physischen Leibe aus. Und bei diesen Menschen kommt es dann vor, daß sie das, was in ihrem Ich ist, ganz unterdrücken, und eine Nachahmung des Schreibens, des Zeichnens, in ihrem astralischen, ätherischen, physischen Leibe auflebt. Das sind die Medien. Solche Medien können dann, weil ihr Ich unterdrückt ist, in sich aufnehmen diese gelehrigen Elementarwesen aus der geistigen Welt, die sozusagen die Bewegungen des Schreibens von den Mondenwesen gelernt haben. Und es kommen dann solche Medien in eine Tätigkeit hinein, in der sie nicht Schreibbewegungen machen im Sinne ihres Ich, im Sinne ihres vollen Bewußtseins, sondern im Sinne des Elementarwesens, das in ihnen sitzt. Dadurch kommt alles das, was mediales Schreiben, mediales Zeichnen ist, durch die vom Menschen ausgestrahlten Bewegungen bei herabgedämpftem Bewußtsein zustande: alles gewöhnlich Mediale. Da werden also die ausgestrahlten Bewegungen benutzt.

[ 47 ] But the following is possible. There are certain people who, when they write or even think, feel themselves deeply immersed within their etheric body. Everything in their etheric body is involved, and this then expresses itself strongly in the physical body as well. And with these people, it happens that they completely suppress what is in their “I,” and an imitation of writing or drawing comes to life in their astral, etheric, and physical bodies. These are the mediums. Because their “I” is suppressed, such mediums can then take in these docile elemental beings from the spiritual world, who have, so to speak, learned the movements of writing from the lunar beings. And such mediums then engage in an activity in which they do not make writing movements in accordance with their “I,” in accordance with their full consciousness, but in accordance with the elemental being that resides within them. As a result, everything that constitutes mediumistic writing and drawing comes about through the movements radiated by the human being while their consciousness is subdued: everything that is typically considered mediumistic. Thus, the radiated movements are utilized.

[ 48 ] Von gewissen Wesenheiten, die unter dem Einfluß der Mondenwesenheiten besonders sich das Künstlerische aneignen, das in den Seelen der Menschen lebt, können die Ausstrahlungen der zweiten Art benutzt werden. Auch diese Wesenheiten gehen in solche Menschen hinein, die das Oberbewußtsein heruntergedämpft haben, und die ein gewisses künstlerisches Moment in ihrem ätherischen Leib haben, in ihrem astralischen Leib haben und dadurch es hineinleiten in die Ausstrahlungen. Da ist es unter Umständen recht interessant, wie dann solch ein Menschenwesen gewissermaßen besessen sein kann von elementar-geistigen Wesenheiten, und in seine Ausstrahlungen hineinbekommt so etwas wie plastisch existierende Träume, Zusammensetzungen zum Teil von dem, was das Menschenwesen selber im Leben wahrnimmt, weil das heruntergerutscht ist in den Äther- und astralischen Leib und in den Ausstrahlungen erscheint; zum Teil von Kundgebungen aus der Welt, in der nur die Elementarwesen sind, die in das Menschenwesen hineingekrochen sind.

[ 48 ] The radiations of the second kind can be utilized by certain beings who, under the influence of the lunar beings, particularly assimilate the artistic element that lives within human souls. These beings, too, enter into those people who have subdued their higher consciousness and who possess a certain artistic quality in their etheric body and astral body, thereby channeling it into their radiations. Under certain circumstances, it is quite interesting to observe how such a human being can, so to speak, be possessed by elemental-spiritual beings and receive into their emanations something like vividly existing dreams—compositions consisting in part of what the human being themselves perceives in life, because this has slipped down into the etheric and astral bodies and appears in the emanations; and partly from manifestations from the world inhabited solely by elemental beings that have crept into the human being.

[ 49 ] Sehen Sie, solche Ergebnisse hat der experimentierende SchrenckNotzing bekommen. Er hatte gewisse mediale Naturen zur Verfügung, die ganz besonders, wenn das Bewußtsein heruntergerutscht war, also das Ich ausgeschaltet war, für die elementarischen Wesen behandelbar waren durch ihre Hautausstrahlungen flüssiger Natur. Es gibt ein interessantes Buch von Schrenck-Notzing. Die einen halten es ganz für Schwindel, die anderen sind entzückt davon. Bei denen, die entzückt darüber sind, braucht man nicht davon überrascht zu sein, daß sie die Dinge als etwas Wunderbares hinnehmen. Es ist ja etwas Wunderbares. Es ist etwas Wunderbares, wenn da ein Medium vorhanden ist, mit dem experimentiert wird, und dann an einer bestimmten Stelle eine plastische Gestalt aus dem Körper herausgeht, welche etwas Geistiges hat, das nicht auf Erden vorhanden ist. Aber auch da ist bei manchem der Fälle hineingemischt ein Bild, das das Medium zuletzt in einer illustrierten Zeitung gesehen hat. So also strahlt aus dem Medium irgend etwas aus. Es ist die Hautausdünstung. In die strahlt hinein irgendwo etwas, sagen wir, ganz Geistiges; aber daneben etwas, was dieses Medium zuletzt in einer illustrierten Zeitung gesehen hat, sagen wir zum Beispiel eine Gestalt Poincar&s, so wie er in Zeitungen erschienen ist, vielleicht in einem Witzblatt.

[ 49 ] You see, these are the results that Schrenck-Notzing obtained in his experiments. He had certain mediumistic individuals at his disposal who, especially when their consciousness had slipped away—that is, when the “I” was suspended—could be influenced by elemental beings through the fluid-like radiations emanating from their skin. There is an interesting book by Schrenck-Notzing. Some consider it a complete hoax, while others are enthralled by it. As for those who are enthralled by it, one need not be surprised that they accept these things as something marvelous. It is, after all, something marvelous. It is marvelous when there is a medium being used in an experiment, and then a three-dimensional figure emerges from the body at a specific point, possessing a spiritual quality that does not exist on Earth. But even in some of these cases, an image that the medium most recently saw in an illustrated newspaper is mixed in. So something radiates from the medium. It is the perspiration from the skin. Into this, something—let’s say, something entirely spiritual—radiates from somewhere; but alongside it is something the medium most recently saw in an illustrated newspaper—for example, a figure of Poincaré, as he appeared in newspapers, perhaps in a humor magazine.

[ 50 ] Man braucht nicht darüber frappiert zu sein, daß die Menschen das erstaunlich finden. Aber man kann nämlich sehr davon frappiert sein, wie fashionable, mit den guten Sitten durchaus vertraute Persönlichkeiten, selbst Damen, nicht reden möchten von den Hautausdünstungen und in jeder Weise dasjenige umschreiben, was in dieser Weise an dem Menschen zutage tritt, wie sie aber lechzen danach, das Medium anzuschauen, das diese plastischen Gestaltungen in nichts anderem zeigt als in den ganz gewöhnlichen Hautausdünstungen.

[ 50 ] One need not be surprised that people find this astonishing. But one can indeed be very surprised at how fashionable people—individuals thoroughly familiar with good manners, even ladies—do not wish to speak of skin secretions and describe in every way what manifests itself in this manner in human beings, yet how they crave to look at the medium that reveals these plastic forms in nothing other than the most ordinary skin secretions.

[ 51 ] Die Dinge, meine sehr verehrten Anwesenden, die Schrenck-Notzing experimentiert hat, die werden — so ist es nun einmal -geschwitzt. Und in dasjenige, was geschwitzt wird, geht eben das hinein, was an plastischer Wesenheit, angeregt durch diese Elementarwesen, in den Hautausstrahlungen zum Ausdruck kommen kann. Ebenso kann durch gewisse elementare Wesenheiten die Hautausatmung, also die Luft, die herauskommt, dann angeregt werden. Sie ist aber so verbunden mit der eigenen menschlichen Gestalt, der Mensch legt so stark die eigene menschliche Gestalt in diese Hautausatmung hinein, daß diese Wesenheiten zumeist nicht viel mehr vermögen, als ein Phantom des Menschen selber herauszuleiten. Dann entstehen jene Manifestationen, jene Phänomene, wo eben das Phantom aus dem Menschen heraustritt. Es ist also die Erscheinung des Phantoms. Hier haben wir bei «Zweitens» die mediale Plastik. Hier haben wir die Erscheinung des Phantoms bei «Drittens».

[ 51 ] The things, my esteemed audience, that Schrenck-Notzing experimented with—well, that’s just the way it is—are perspired. And what is exuded in this process is precisely that which, as a plastic essence stimulated by these elemental beings, can find expression in the skin’s emanations. Likewise, certain elemental beings can stimulate the exhalation through the skin—that is, the air that is expelled. However, this exhalation is so closely connected to the human form itself—the human being imbues this exhalation so strongly with their own human form—that these beings are usually capable of little more than projecting a phantom of the human being themselves. This gives rise to those manifestations, those phenomena, in which the phantom emerges from the human being. It is, therefore, the appearance of the phantom. Here, in “Second,” we have mediumistic sculpture. Here, in “Third,” we have the appearance of the phantom.

[ 52 ] Nicht so leicht ist nun Wärme- und Lichtausstrahlung aus dem Menschen herauszubringen, so daß darinnen irgend etwas zum Vorschein kommt von dem, was anregen solche Elementarwesen unter dem Einfluß von Mondenwesen. Da muß man schon gewisse Vorbereitungen machen.

[ 52 ] It is not so easy to draw heat and light out of a person in such a way that something of what these elemental beings inspire under the influence of lunar beings comes to light. Certain preparations must be made for this.

[ 53 ] Nun, heute ist selbst die Naturwissenschaft, wie ich Ihnen gesagt habe, so weit, daß sie gewisse Lichtausstrahlungen, die verbunden sind mit Wärmeausstrahlungen, in der physikalischen Dunkelkammer zur Anschauung bringt. Und gerade die Experimente von Moriz Benedikt in dieser Beziehung sind ja außerordentlich interessant. Aber die Möglichkeit, so richtig mit diesen Ausstrahlungen, mit Wärme- und Lichtausstrahlungen zu arbeiten, haben eigentlich immer nur diejenigen Menschen gehabt und haben sie noch heute, die Vorbereitungen machen, in denen eben nicht nur die gewöhnlichen Machinationen der physischen Welt sich ausdrücken, sondern welche Vorbereitungen machen mit besonderen Räucherungen, mit der Entwickelung besonderer Dämpfe, auch mit der Entwickelung besonderer Gerüche, mit dem Mischen von besonderen Stoffen und so weiter, wodurch dann all jene magischen Vorgänge entstehen, von denen ja reichlich in einer älteren magischen Literatur die Rede ist.

[ 53 ] Well, as I have told you, even natural science has now advanced to the point where it can demonstrate certain forms of light radiation—which are associated with heat radiation—in a physical darkroom. And Moriz Benedikt’s experiments in this regard are, in fact, exceptionally interesting. But the ability to truly work with these radiations—with heat and light radiations—has actually always been, and still is today, limited to those people who perform rituals in which not only the ordinary workings of the physical world are expressed, but who also use special incense, generate specific vapors, as well as the production of specific scents, the mixing of specific substances, and so on—all of which give rise to those magical processes that are discussed at length in older magical literature.

[ 54 ] Alle diese magischen Vorbereitungen haben den Zweck, es dazu zu bringen, daß diese Kräfte, die in den Wärme- und Lichtausstrahlungen des Menschen liegen, zur Geltung kommen. Und Sie können ja recht bedenkliche und recht gefährliche Anleitungen dazu lesen in den Schriften von Eliphas Levi, auch in denjenigen von Encausse, der unter dem Namen Papus geschrieben hat. Da finden Sie bedenkliche und durchaus gefährliche Anleitungen zu solchen Dingen. Aber wir haben hier über das Objektive dieser Dinge, über das Wesen dieser Dinge zu sprechen und müssen sie daher berühren.

[ 54 ] All these magical preparations are intended to bring out the powers that lie in a person’s radiations of heat and light. And you can indeed read quite questionable and quite dangerous instructions on this subject in the writings of Eliphas Levi, as well as in those of Encausse, who wrote under the name Papus. There you will find questionable and thoroughly dangerous instructions regarding such matters. But here we must speak about the objective reality of these things, about their very nature, and must therefore address them.

[ 55 ] Alle diese Dinge führen dann hin zur direkten schwarzen Magie, wo mit dem im Irdischen verborgenen Geistigen gearbeitet wird. Mit welchem Geistigen? Nun, ich habe Ihnen gesagt, und Sie können das in meiner «Geheimwissenschaft» nachlesen, daß einmal der Mond mit der Erde verbunden war. Aber zahlreiche Kräfte hat der Mond nicht mit sich hinausgenommen, nicht alle, die zu ihm gehören. Es sind viele zurückgeblieben in der Erde und durchsetzen nun Mineralien, Pflanzen und Tiere. Die sind heute noch da, diese Mondenkräfte. Wenn man also mit Mondenkräften auf der Erde hier arbeitet, Kräften, die eigentlich nicht zu den normalen Mineral-, Pflanzen-, Tier- und Menschenkräften gehören, dann kann man mit diesen Mondenkräften auf ungehörige Art direkt in das Gebiet hineinkommen, in dem man mit den Wesenheiten zusammenkommt, die als Elementarwesen manches von den Mondenwesen lernen, aber auf eine Art lernen, wie ich es Ihnen angedeutet habe, die nicht in unsere Welt gehört. Und so arbeitet der schwarze Magier auf der einen Seite mit den Mondenkräften, die noch hier auf Erden sind. Aber dadurch, daß er so arbeitet, kommt er in Zusammenhang mit Elementarkräften, die direkt, man möchte sagen, indem sie kiebitzen, zuschauen wie beim Halma oder Schachspiel, indem sie kiebitzen bei dem, was auf rechte Weise vorgeht zwischen den Menschen und den Mondenwesen, lernen, der physischen Welt möglichst nahezukommen; die gucken entweder herein oder betreten diese physische Welt auch. Aber der gewöhnliche Mensch, bei dem das alles im Unterbewußstsein bleibt, hat mit ihnen nichts zu tun. Der schwarze Magier, der mit den Mondenkräften arbeitet, der in seinen Retorten, in seinen Tiegeln und Räucherungen überall die Mondenkräfte besitzt, der wird umschwirrt von diesen Kräften.

[ 55 ] All these things then lead to direct black magic, where one works with the spiritual forces hidden within the earthly realm. Which spiritual forces? Well, I have told you—and you can read about this in my Occult Science—that the Moon was once connected to the Earth. But the Moon did not take all of its forces with it when it left; not all of those that belong to it. Many remained behind in the Earth and now permeate minerals, plants, and animals. These lunar forces are still there today. So when one works with lunar forces here on Earth, forces that do not actually belong to the normal forces of minerals, plants, animals, and humans—then one can use these lunar forces in an improper way to enter directly into the realm where one encounters the beings who, as elemental beings, learn certain things from the lunar beings, but in a way—as I have indicated to you—that does not belong in our world. And so, on the one hand, the black magician works with the lunar forces that are still here on Earth. But by working in this way, he comes into contact with elemental forces that—one might say—by watching from the sidelines, much like spectators at a game of Halma or chess, observe what is happening in the proper way between human beings and the lunar beings, and thereby learn to come as close as possible to the physical world; they either peer in or even enter this physical world. But the ordinary person, for whom all this remains in the subconscious, has nothing to do with them. The black magician, who works with the lunar forces—who possesses these forces everywhere in his retorts, crucibles, and incense—is surrounded by these forces.

[ 56 ] Von diesen Schwarzmagiern kann dann auch wohl ein guter Mensch manches lernen. Goethe hat das Umschwirrtwerden, das schon ganz bedenklich angrenzt an schwarze Magie, in seinem «Faust» im ersten Teil dargestellt. Da kommt der Mensch durch die Benützung dieser Mondenkräfte in die Region, wo Wesenheiten, die in den Dienst der Mondenkräfte eingetreten sind, zum Verkehr mit Menschen bereit sind. Und da entstehen dann die Zentren schwarzer Magie, wo die Magier mit Mondenkräften zusammenarbeiten, mit Geistern, die direkt sich in den Dienst, aber in einen bösen Dienst der Mondenkräfte gestellt haben. Es ist auch dadurch, daß mancherlei gerade im Laufe der letzten Jahrhunderte nach dieser Richtung gearbeitet worden ist, in der Erde eine bedenkliche Atmosphäre geschaffen worden. Und diese bedenkliche Atmosphäre ist da. Es schwirren und weben viele solche Kräfte herum, die aus einer Verbindung von menschlicher Tätigkeit mit Mondeningredienzien und Mondendynamik mit Elementarwesenheiten hervorgehen, die im Dienste ungehöriger Mondenkräfte stehen. Diese bedenkliche Atmosphäre, die ist da. Und das ist die Region, die gerade stark nun dem entgegenarbeitet, was aus der Sonnenregion kommen soll im Zeitalter des Michael, und was die Vitalstrahlung im reinen Seelisch-Geistigen ganz besonders berücksichtigen soll. Da anknüpfend, wollen wir dann morgen weiterreden.

[ 56 ] A good person can certainly learn a thing or two from these practitioners of black magic. Goethe depicted this phenomenon of being surrounded by forces—which borders quite alarmingly on black magic—in the first part of his Faust. Through the use of these lunar forces, a person enters the realm where beings who have entered the service of the lunar forces are ready to interact with humans. And this is where the centers of black magic arise, where magicians work together with lunar forces—with spirits who have placed themselves directly in the service of the lunar forces, but in an evil service. It is also because various activities have been directed toward this end, particularly over the course of the last few centuries, that a troubling atmosphere has been created on Earth. And this troubling atmosphere is present. Many such forces are swirling and weaving about, arising from a combination of human activity with lunar elements and lunar dynamics, together with elemental beings who stand in the service of improper lunar forces. This troubling atmosphere—it is there. And this is the region that is now working strongly against what is to come from the solar region in the Age of Michael, and what the vital radiation in the purely soul-spiritual realm is to take into account in a very special way. Picking up on that, let us continue our discussion tomorrow.

[ 57 ] (An die Tafel wurde geschrieben:)

[ 57 ] (The following was written on the blackboard:)

1. Vom Menschen ausgestrahlte Bewegungen, Mediales
2. Hautausstrahlungen des Flüssigen, Mediale Plastik
3. Hautausstrahlungen, Erscheinen des Phantoms
4. Wärmeausstrahlung
5. Lichtausstrahlung
6. Chemische Kräfteausstrahlung (Schwarze Magie)
7. Vitalstrahlung.

1. Movements Radiated by Humans, Mediumship
2. Skin Radiations of Fluids, Mediumistic Sculpture
3. Skin Radiations, Appearance of the Phantom
4. Heat Radiation
5. Light Radiation
6. Radiation of chemical forces (black magic)
7. Vital radiation.