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Supplements to Member Lectures
GA 246

15 November 1909, Stuttgart

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Nachträge zur Abteilung Mitgliedervorträge
  1. Supplements to Member Lectures, tr. SOL

22. Die Mission der Hirten, Ackerbauer und Fischer

22. Die Mission der Hirten, Ackerbauer und Fischer

[ 1 ] Die intimeren Zusammenhänge in der Menschheitsentwicklung sind wichtig einmal zu beleuchten. Da kommen zuerst in Betracht die äußeren Vererbungsverhältnisse. Man braucht nur zu betrachten, wie stark auf das ganze Leben des Menschen bis auf sein Schicksal sein Beruf wirkt. Dann kommen die Verhältnisse in Betracht, die mit Reinkarnation und Karma zusammenhängen. Alle Seelen, die hier sind, waren schon verkörpert und bringen mit als Antipathie und Sympathie, als Eigenschaften, was sie in früheren Leben erfahren haben.

[ 1 ] Die intimeren Zusammenhänge in der Menschheitsentwicklung sind wichtig einmal zu beleuchten. Da kommen zuerst in Betracht die äußeren Vererbungsverhältnisse. Man braucht nur zu betrachten, wie stark auf das ganze Leben des Menschen bis auf sein Schicksal sein Beruf wirkt. Dann kommen die Verhältnisse in Betracht, die mit Reinkarnation und Karma zusammenhängen. Alle Seelen, die hier sind, waren schon verkörpert und bringen mit als Antipathie und Sympathie, als Eigenschaften, was sie in früheren Leben erfahren haben.

[ 2 ] Gerade (alle) die Theosophen rekrutieren sich zumeist aus der städtischen Bevölkerung, und es muss interessant sein, von diesem Gesichtspunkt aus gewisse Typen zu beobachten, die in der Vergangenheit sich scharf abgrenzten: Hirtenvölker und Ackerbauern. Heute werden die Menschen so durcheinandergewürfelt, dass solche Abgrenzungen gar nicht mehr möglich sind (Abel, Kain). Diese scharfe Abgrenzung kann uns andeuten, dass man viel, viel Wert auf diese Unterschiede legte.

[ 2 ] Gerade (alle) die Theosophen rekrutieren sich zumeist aus der städtischen Bevölkerung, und es muss interessant sein, von diesem Gesichtspunkt aus gewisse Typen zu beobachten, die in der Vergangenheit sich scharf abgrenzten: Hirtenvölker und Ackerbauern. Heute werden die Menschen so durcheinandergewürfelt, dass solche Abgrenzungen gar nicht mehr möglich sind (Abel, Kain). Diese scharfe Abgrenzung kann uns andeuten, dass man viel, viel Wert auf diese Unterschiede legte.

[ 3 ] Damit haben Sie im Grunde wenig getan, dass Sie die Einteilung des Menschen in sieben Teile kennen. Wichtig ist zu wissen, wie sich diese Glieder jetzt auf der Erde ausleben. Und nur, wenn man die Verkettung der Verhältnisse, wie sich die einzelnen Glieder fern oder nahe stehen, berücksichtigt, kann man etwas Wesentliches in Erfahrung über diese Dinge bringen. Diese Einteilung der Sieben ist eine Einteilung im Groben. Nur durch vollbewusste, willkürliche Arbeit an den niederen Gliedern entstehen die höheren Glieder. Nun ist aber zu beachten, dass in allen Zeiten schon einmal eine solche Arbeit geleistet wurde, wenn auch noch nicht vollbewusst und der Willkür unterworfen.

[ 3 ] Damit haben Sie im Grunde wenig getan, dass Sie die Einteilung des Menschen in sieben Teile kennen. Wichtig ist zu wissen, wie sich diese Glieder jetzt auf der Erde ausleben. Und nur, wenn man die Verkettung der Verhältnisse, wie sich die einzelnen Glieder fern oder nahe stehen, berücksichtigt, kann man etwas Wesentliches in Erfahrung über diese Dinge bringen. Diese Einteilung der Sieben ist eine Einteilung im Groben. Nur durch vollbewusste, willkürliche Arbeit an den niederen Gliedern entstehen die höheren Glieder. Nun ist aber zu beachten, dass in allen Zeiten schon einmal eine solche Arbeit geleistet wurde, wenn auch noch nicht vollbewusst und der Willkür unterworfen.

[ 4 ] Das Ich hat zum Beispiel in der alten Mondenzeit aus dem Empfindungsleib die Empfindungsseele herausgearbeitet. Aber auch am Ätherleib hat das Ich in alten Zeiten gearbeitet, und zwar an den Teilen des Ätherleibes, die die Ernährung regeln. Es holte sich diejenigen Ströme und Kräfte heraus, die sonst bei Ernährungsvorgängen in Tätigkeit sind. Man muss sagen: Es hat sich sehr deutlich im Ätherleib ausgedrückt, dass das Organ Verstandesseele ausgebildet wurde und zwar aus den Wachstumskräften.

[ 4 ] Das Ich hat zum Beispiel in der alten Mondenzeit aus dem Empfindungsleib die Empfindungsseele herausgearbeitet. Aber auch am Ätherleib hat das Ich in alten Zeiten gearbeitet, und zwar an den Teilen des Ätherleibes, die die Ernährung regeln. Es holte sich diejenigen Ströme und Kräfte heraus, die sonst bei Ernährungsvorgängen in Tätigkeit sind. Man muss sagen: Es hat sich sehr deutlich im Ätherleib ausgedrückt, dass das Organ Verstandesseele ausgebildet wurde und zwar aus den Wachstumskräften.

[ 5 ] Nur sind diejenigen Kräfte, deren sich die Verstandesseele bedient, feinere Kräfte des Ätherleibes; die gröberen dienen weiter dem Wachstum.

[ 5 ] Nur sind diejenigen Kräfte, deren sich die Verstandesseele bedient, feinere Kräfte des Ätherleibes; die gröberen dienen weiter dem Wachstum.

[ 6 ] Aus den Kräften des physischen Leibes hat sich die Bewusstseinsseele die Organe ausgearbeitet, mit denen sie nun arbeitet; das ist auch klar einzusehen, denn die Bewusstseinsseele arbeitet mit dem physischen Gehirn. Es ist nicht gleichgültig für die Bewusstseinsseele, wie sich der physische Leib das Hirn und so weiter aufbaut. Diese Dinge hängen sozusagen paarweise voneinander ab. Für die Betätigung auf der Erde hängt von der Wechselbeziehung dieser Organe sehr viel ab.

[ 6 ] Aus den Kräften des physischen Leibes hat sich die Bewusstseinsseele die Organe ausgearbeitet, mit denen sie nun arbeitet; das ist auch klar einzusehen, denn die Bewusstseinsseele arbeitet mit dem physischen Gehirn. Es ist nicht gleichgültig für die Bewusstseinsseele, wie sich der physische Leib das Hirn und so weiter aufbaut. Diese Dinge hängen sozusagen paarweise voneinander ab. Für die Betätigung auf der Erde hängt von der Wechselbeziehung dieser Organe sehr viel ab.

[ 7 ] Nehmen wir nun einmal die Verhältnisse innerhalb eines Hirtenvolkes. Die Ernährung besteht darin, was fertig zubereitet ist: Milch, Fleisch. Was sind denn nun das für Tiere? Es sind die höheren Tiere, die Säugetiere. Alle die Tiere, die nun gehütet werden von den Hirtenvölkern, sind nach der lemurischen Zeit entstanden, vorher gab es als höchste Form nur die Schlangenarten.

[ 7 ] Nehmen wir nun einmal die Verhältnisse innerhalb eines Hirtenvolkes. Die Ernährung besteht darin, was fertig zubereitet ist: Milch, Fleisch. Was sind denn nun das für Tiere? Es sind die höheren Tiere, die Säugetiere. Alle die Tiere, die nun gehütet werden von den Hirtenvölkern, sind nach der lemurischen Zeit entstanden, vorher gab es als höchste Form nur die Schlangenarten.

[ 8 ] Es haben sich diese Tiere, aus denen sich die Hirtenvölker ihre Organisation herausformen, unter dem Einfluss der luziferischen Wesenheiten befunden, aber nur in sporadischer Weise, denn es war ihnen nicht wichtig genug, wenn auch der Astralkörper vom Tier sozusagen bloßlag. Die Huftiere zum Beispiel unterlagen gar nicht dem Einfluss der luziferischen Wesenheiten.

[ 8 ] Es haben sich diese Tiere, aus denen sich die Hirtenvölker ihre Organisation herausformen, unter dem Einfluss der luziferischen Wesenheiten befunden, aber nur in sporadischer Weise, denn es war ihnen nicht wichtig genug, wenn auch der Astralkörper vom Tier sozusagen bloßlag. Die Huftiere zum Beispiel unterlagen gar nicht dem Einfluss der luziferischen Wesenheiten.

[ 9 ] Die Menschen bauten sich den Körper von Tieren auf, die nichts vom Mond her zu bekommen hatten. Da wird Ihnen nun verständlich sein, wenn Ihnen gesagt wird, dass diese Hirtenvölker sich nichts dazu nahmen zu ihrer Entwicklung. Es machte sich nur geltend, und zwar besonders stark, was schon vorhanden war, die Ausbildung des astralen Leibes: Er wurde dichter, wachsartiger; schwerflüssiger wurde der Empfindungsleib. Und das macht das aus, was man die friedliche Natur der Hirtenvölker nennt, aber sie werden auch indolenter, stumpfer gegen die äußeren Eindrücke. Diesem Einfluss unterliegt ihre Geistigkeit, sie können derselben wenig einbilden.

[ 9 ] Die Menschen bauten sich den Körper von Tieren auf, die nichts vom Mond her zu bekommen hatten. Da wird Ihnen nun verständlich sein, wenn Ihnen gesagt wird, dass diese Hirtenvölker sich nichts dazu nahmen zu ihrer Entwicklung. Es machte sich nur geltend, und zwar besonders stark, was schon vorhanden war, die Ausbildung des astralen Leibes: Er wurde dichter, wachsartiger; schwerflüssiger wurde der Empfindungsleib. Und das macht das aus, was man die friedliche Natur der Hirtenvölker nennt, aber sie werden auch indolenter, stumpfer gegen die äußeren Eindrücke. Diesem Einfluss unterliegt ihre Geistigkeit, sie können derselben wenig einbilden.

[ 10 ] Anders steht die Sache bei den Ackerbauern. Diese geben sich einer Beschäftigung hin, die es noch gar nicht auf dem Monde gab. Auf dem Monde gab es noch keinen Samen, der in die Erde versenkt wurde. Es gab nur Tierpflanzen. Was in der Fortschrittsrichtung der Menschen liegt, das hängt mit dem Ackerbauer zusammen. Daher war der Ackerbauer der erste Sünder, in der Beziehung, dass er frei aus seinem Willen heraus das Böse tat - Kain, der den Abel erschlug. Die Paradiesessünde ist etwas anderes: die Verführung durch die luziferischen Wesenheiten. Die Geometrie hängt eng zusammen mit dieser Tätigkeit. Die Hyksos bremsen diese ägyptische Fähigkeit der Ackerbauern, ihr Vorwärtsschreiten in dieser Richtung.

[ 10 ] Anders steht die Sache bei den Ackerbauern. Diese geben sich einer Beschäftigung hin, die es noch gar nicht auf dem Monde gab. Auf dem Monde gab es noch keinen Samen, der in die Erde versenkt wurde. Es gab nur Tierpflanzen. Was in der Fortschrittsrichtung der Menschen liegt, das hängt mit dem Ackerbauer zusammen. Daher war der Ackerbauer der erste Sünder, in der Beziehung, dass er frei aus seinem Willen heraus das Böse tat - Kain, der den Abel erschlug. Die Paradiesessünde ist etwas anderes: die Verführung durch die luziferischen Wesenheiten. Die Geometrie hängt eng zusammen mit dieser Tätigkeit. Die Hyksos bremsen diese ägyptische Fähigkeit der Ackerbauern, ihr Vorwärtsschreiten in dieser Richtung.

[ 11 ] Bei den Hirtenvölkern wurde die Empfindungsseele verinnerlicht, verschlossen, sie konnte nicht durch den zähflüssigen Astralleib.

[ 11 ] Bei den Hirtenvölkern wurde die Empfindungsseele verinnerlicht, verschlossen, sie konnte nicht durch den zähflüssigen Astralleib.

[ 12 ] Die Bibel spricht da, wo sie uns spricht von den in der Außenwelt lebenden Völkern, von Generationen der Ackerbauern. (Nehmen Sie, was gestern Abend gesagt wurde.) Das kombinatorische Denken ist dem Abraham übertragen [worden]. Nomaden sind seine Völker, ein Gemisch von den beiden Genannten, weil harmonisch beide Richtungen ineinander gestaltet werden sollten.

[ 12 ] Die Bibel spricht da, wo sie uns spricht von den in der Außenwelt lebenden Völkern, von Generationen der Ackerbauern. (Nehmen Sie, was gestern Abend gesagt wurde.) Das kombinatorische Denken ist dem Abraham übertragen [worden]. Nomaden sind seine Völker, ein Gemisch von den beiden Genannten, weil harmonisch beide Richtungen ineinander gestaltet werden sollten.

[ 13 ] Aber es sollte ja das Christusereignis eintreten, das ja nur von Abraham vorbereitet wurde. Wie konnte der, der das Ich bringen sollte, seine nächsten Genossen finden? Er musste solche finden, die von beiden Strömungen, die oben beschrieben wurden, absolut noch nicht ergriffen waren. Es handelt sich darum, jenes Element herauszufinden, das weder vehement vorwärtsstrebte, weil so etwas noch gar nicht früher vorhanden war, noch was rückwärts strebte, was von der Erdenentwicklung noch nichts in sich hatte.

[ 13 ] Aber es sollte ja das Christusereignis eintreten, das ja nur von Abraham vorbereitet wurde. Wie konnte der, der das Ich bringen sollte, seine nächsten Genossen finden? Er musste solche finden, die von beiden Strömungen, die oben beschrieben wurden, absolut noch nicht ergriffen waren. Es handelt sich darum, jenes Element herauszufinden, das weder vehement vorwärtsstrebte, weil so etwas noch gar nicht früher vorhanden war, noch was rückwärts strebte, was von der Erdenentwicklung noch nichts in sich hatte.

[ 14 ] Nehmen Sie nun die Fische. Sie waren vor der Mondenentwicklung da und haben die Mondennatur gar nicht in sich aufgenommen, und in das Irdische sind sie auch nicht herabgekommen, denn Wasser gab es schon auf dem Monde. - Daher musste sich Christus Jesus seine Genossen aus den Fischern wählen.

[ 14 ] Nehmen Sie nun die Fische. Sie waren vor der Mondenentwicklung da und haben die Mondennatur gar nicht in sich aufgenommen, und in das Irdische sind sie auch nicht herabgekommen, denn Wasser gab es schon auf dem Monde. - Daher musste sich Christus Jesus seine Genossen aus den Fischern wählen.

[ 15 ] Jetzt beginnt die Sache auch anders zu werden. - Wir haben drei Berufsarten: Erstens: Hirten, zweitens: Ackerbauer, drittens: Fischer. Diese Fischernaturen konnten Christus und seine Mission - die Entwicklung der Bewusstseinsseele - verstehen und damit sind die Einflüsse bis in den physischen Leib eingedrungen.

[ 15 ] Jetzt beginnt die Sache auch anders zu werden. - Wir haben drei Berufsarten: Erstens: Hirten, zweitens: Ackerbauer, drittens: Fischer. Diese Fischernaturen konnten Christus und seine Mission - die Entwicklung der Bewusstseinsseele - verstehen und damit sind die Einflüsse bis in den physischen Leib eingedrungen.

[ 16 ] Aber in Bezug auf ihre Lebensweise waren sie nur für jene Zeit geeignet, sonst hätte ein Pendelausschlag nach der anderen Seite stattgefunden. Daher vergröbert die Fischnahrung heute das, was das feinste und subtilste Organ ist im Menschen.

[ 16 ] Aber in Bezug auf ihre Lebensweise waren sie nur für jene Zeit geeignet, sonst hätte ein Pendelausschlag nach der anderen Seite stattgefunden. Daher vergröbert die Fischnahrung heute das, was das feinste und subtilste Organ ist im Menschen.

[ 17 ] (Man soll nicht alle Leute der Theosophie nahebringen wollen, die anscheinend was damit zu tun haben; die stehen oft der Sache am fernsten.)

[ 17 ] (Man soll nicht alle Leute der Theosophie nahebringen wollen, die anscheinend was damit zu tun haben; die stehen oft der Sache am fernsten.)

[ 18 ] Man soll aber nun nicht schließen, dass die Fischer nun in Dekadenz sind. Es wäre wohl denkbar, dass gerade ein Küstenvolk einen neuen belebenden Einschlag des Christentums heute vorbereitete.

[ 18 ] Man soll aber nun nicht schließen, dass die Fischer nun in Dekadenz sind. Es wäre wohl denkbar, dass gerade ein Küstenvolk einen neuen belebenden Einschlag des Christentums heute vorbereitete.

[ 19 ] Es gehört zu den tiefsten Geheimnissen der Bibel - die Mission der Hirten, Ackerbauern und Fischer. - Es ist das tragische Geschick unserer Zeit, dass das wahre Christentum von seinen scheinbaren Vertretern bekämpft wird. Auf die richtige Namengebung kommt es an.

[ 19 ] Es gehört zu den tiefsten Geheimnissen der Bibel - die Mission der Hirten, Ackerbauern und Fischer. - Es ist das tragische Geschick unserer Zeit, dass das wahre Christentum von seinen scheinbaren Vertretern bekämpft wird. Auf die richtige Namengebung kommt es an.