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Supplements to Member Lectures
GA 246

12 December 1909, Nuremberg

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Nachträge zur Abteilung Mitgliedervorträge
  1. Supplements to Member Lectures, tr. SOL

23. Über den Einfluss von Sonne und Mond auf den Menschen

23. Über den Einfluss von Sonne und Mond auf den Menschen

Meine lieben theosophischen Freunde!

Meine lieben theosophischen Freunde!

[ 1 ] Unsere Geisteswissenschaft oder Theosophie wird, wie ja des Öfteren hier betont werden konnte, sie wird in der Zukunft für die Menschen eine immer größere und größere Bedeutung gewinnen deshalb, weil sie berufen sein wird, über die großen und kleinen Rätsel des Lebens und der Welt Auskunft zu geben, nicht nur über diejenigen Rätselfragen des Daseins, die die engeren Kreise derer interessieren, die sich mit der Wissenschaft befassen wollen, sondern diejenigen Fragen werden berührt, die uns sozusagen auf Schritt und Tritt im Leben begegnen. Und im Grunde, kann man sagen, macht sich die Menschheit heute gar keinen Begriff von demjenigen, was Theosophie für eine Bedeutung erhalten soll, wenn diese Menschheit sich heute über die wichtigsten Fragen des Daseins nach materialistischer Art unterrichten will. Man wird aber in gar nicht zu ferner Zeit darauf kommen, dass es sozusagen überall an dem Allernötigsten fehlt, wenn man aus der heute üblichen Wissenschaft sich eine Weltanschauung zimmern will, die Befriedigung und Kraft für das Dasein und Leben bringen soll.

[ 1 ] Unsere Geisteswissenschaft oder Theosophie wird, wie ja des Öfteren hier betont werden konnte, sie wird in der Zukunft für die Menschen eine immer größere und größere Bedeutung gewinnen deshalb, weil sie berufen sein wird, über die großen und kleinen Rätsel des Lebens und der Welt Auskunft zu geben, nicht nur über diejenigen Rätselfragen des Daseins, die die engeren Kreise derer interessieren, die sich mit der Wissenschaft befassen wollen, sondern diejenigen Fragen werden berührt, die uns sozusagen auf Schritt und Tritt im Leben begegnen. Und im Grunde, kann man sagen, macht sich die Menschheit heute gar keinen Begriff von demjenigen, was Theosophie für eine Bedeutung erhalten soll, wenn diese Menschheit sich heute über die wichtigsten Fragen des Daseins nach materialistischer Art unterrichten will. Man wird aber in gar nicht zu ferner Zeit darauf kommen, dass es sozusagen überall an dem Allernötigsten fehlt, wenn man aus der heute üblichen Wissenschaft sich eine Weltanschauung zimmern will, die Befriedigung und Kraft für das Dasein und Leben bringen soll.

[ 2 ] Das zeigt sich insbesondere bei denjenigen Fragen, welche unter dem stark materialistischen Geistesstrom im neunzehnten Jahrhundert eine vollständige Umwandlung erfahren haben - so nach der materialistischen Seite hin, dass eigentlich gegenwärtige Wissenschaft und äußeres menschliches Denken zusammen in einer Sackgasse sind. Es wird janoch eine Weile so fortgehen, dass die Leute sagen werden: Wir stehen auf dem festen Boden dessen, was wissenschaftlich erforscht ist; wir schaffen uns da eine - so nennt man sie - monistische Weltanschauung. Aber wenn es lange dauern würde, so würden die Menschen dahinkommen, dass ihre Seelen ganz ausgetrocknet sein würden, dass die Menschen nichts mehr gewinnen können, was die Seele warm machen kann, weil es Aufschluss geben könnte über die Geheimnisse der Welt, dass unsere Seele wirklich sich fühlen kann als zugehörig zu den großen kosmischen Tatsachen. Und nur dann, wenn die Seele das fühlen kann, dann kann sie in sich selber befriedigt sein und Trost in den schweren Tagen des Lebens gewinnen.

[ 2 ] Das zeigt sich insbesondere bei denjenigen Fragen, welche unter dem stark materialistischen Geistesstrom im neunzehnten Jahrhundert eine vollständige Umwandlung erfahren haben - so nach der materialistischen Seite hin, dass eigentlich gegenwärtige Wissenschaft und äußeres menschliches Denken zusammen in einer Sackgasse sind. Es wird janoch eine Weile so fortgehen, dass die Leute sagen werden: Wir stehen auf dem festen Boden dessen, was wissenschaftlich erforscht ist; wir schaffen uns da eine - so nennt man sie - monistische Weltanschauung. Aber wenn es lange dauern würde, so würden die Menschen dahinkommen, dass ihre Seelen ganz ausgetrocknet sein würden, dass die Menschen nichts mehr gewinnen können, was die Seele warm machen kann, weil es Aufschluss geben könnte über die Geheimnisse der Welt, dass unsere Seele wirklich sich fühlen kann als zugehörig zu den großen kosmischen Tatsachen. Und nur dann, wenn die Seele das fühlen kann, dann kann sie in sich selber befriedigt sein und Trost in den schweren Tagen des Lebens gewinnen.

[ 3 ] In einer Loge geziemt es sich, zuweilen auch über solche Fragen zu sprechen, die gerade diese wichtige Bedeutung der Theosophie illustrieren. Da sei denn heute angeknüpft an eine solche Frage, die sozusagen im neunzehnten Jahrhundert ja, man könnte sagen, die Wissenschaft aufs Glatteis geführt hat. Dies zeigt sich uns ganz anschaulich - und ich möchte dies zur Einleitung berühren -, an einem merkwürdigen wissenschaftlichen Streit, der im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts geführt worden ist. Es ist etwa fünfzig Jahre her, dass dieser Streit zwischen zwei Naturforschern geführt worden ist, deren Namen einen guten Klang haben. Dieser Streit soll uns einleitend beschäftigen, damit wir dann übergehen können auf dasjenige, was uns zeigen kann, wie die Theosophie Licht hineinbringen kann in dasjenige, was die äußere Wissenschaft aufs Glatteis führt.

[ 3 ] In einer Loge geziemt es sich, zuweilen auch über solche Fragen zu sprechen, die gerade diese wichtige Bedeutung der Theosophie illustrieren. Da sei denn heute angeknüpft an eine solche Frage, die sozusagen im neunzehnten Jahrhundert ja, man könnte sagen, die Wissenschaft aufs Glatteis geführt hat. Dies zeigt sich uns ganz anschaulich - und ich möchte dies zur Einleitung berühren -, an einem merkwürdigen wissenschaftlichen Streit, der im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts geführt worden ist. Es ist etwa fünfzig Jahre her, dass dieser Streit zwischen zwei Naturforschern geführt worden ist, deren Namen einen guten Klang haben. Dieser Streit soll uns einleitend beschäftigen, damit wir dann übergehen können auf dasjenige, was uns zeigen kann, wie die Theosophie Licht hineinbringen kann in dasjenige, was die äußere Wissenschaft aufs Glatteis führt.

[ 4 ] Zwei Namen sind es, die mit jenem Streite verknüpft sind. Der eine Name ist der jenes großen Naturforschers, der in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts die Pflanzenzelle entdeckt hat, Schleiden. Das müssen wir uns ja klarmachen, dass solche Dinge, die heute durch die populäre Literatur gang und gäbe sind, erst eine Errungenschaft des neunzehnten Jahrhunderts sind. Und so wie Schwann später für den tierischen Organismus die Entdeckung gemacht hat, dass er aus Zellen besteht, so hat Schleiden 1838 für den Pflanzenorganismus gefunden, dass er aus Zellen aufgebaut ist.

[ 4 ] Zwei Namen sind es, die mit jenem Streite verknüpft sind. Der eine Name ist der jenes großen Naturforschers, der in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts die Pflanzenzelle entdeckt hat, Schleiden. Das müssen wir uns ja klarmachen, dass solche Dinge, die heute durch die populäre Literatur gang und gäbe sind, erst eine Errungenschaft des neunzehnten Jahrhunderts sind. Und so wie Schwann später für den tierischen Organismus die Entdeckung gemacht hat, dass er aus Zellen besteht, so hat Schleiden 1838 für den Pflanzenorganismus gefunden, dass er aus Zellen aufgebaut ist.

[ 5 ] Und so darf man sagen: Schleiden ist einer von denen, die durch ihr strenges Denken auf dem naturwissenschaftlichen Gebiet zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des neunzehnten Jahrhunderts gehören. Der andere Mann, der mit ihm in Streit kam, das ist eine nicht minder, ja in gewisser Beziehung bedeutendere Persönlichkeit, mindestens das, was man nennt geistreiche Persönlichkeit, das ist Gustav Theodor Fechner. Dieser hat sich insbesondere betätigt da, wo Fragen des Grenzgebietes auftauchen zwischen der geistigen und physischen Weltanschauung, und hat zum Beispiel in seinem Buch über «Psycho-Physik» sehr schöne Experimente dargestellt, wie man das äußere Leben zum Seelenleben in gewisse mathematische Beziehung setzen kann.

[ 5 ] Und so darf man sagen: Schleiden ist einer von denen, die durch ihr strenges Denken auf dem naturwissenschaftlichen Gebiet zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des neunzehnten Jahrhunderts gehören. Der andere Mann, der mit ihm in Streit kam, das ist eine nicht minder, ja in gewisser Beziehung bedeutendere Persönlichkeit, mindestens das, was man nennt geistreiche Persönlichkeit, das ist Gustav Theodor Fechner. Dieser hat sich insbesondere betätigt da, wo Fragen des Grenzgebietes auftauchen zwischen der geistigen und physischen Weltanschauung, und hat zum Beispiel in seinem Buch über «Psycho-Physik» sehr schöne Experimente dargestellt, wie man das äußere Leben zum Seelenleben in gewisse mathematische Beziehung setzen kann.

[ 6 ] Was aber zum Streit geführt hat zwischen ihm und Schleiden, das ist das, dass Gustav Theodor Fechner ein Buch geschrieben hat mit dem Titel «Zend-Avesta», worin er, nach einer ganz anderen Methode selbstverständlich als die Theosophie es tut, versucht hat, von der Beseelung zum Beispiel der Pflanzenwelt oder auch der Weltenkörper zu sprechen. Gustav Theodor Fechner war alles andere mehr als in heutigem Sinne ein Theosoph. Denn dasjenige, was die Theosophie uns heute gibt, wird dadurch gewonnen, dass die Geistesforscher das hellsichtige Wahrnehmen auf die geistigen Tatsachen selber lenken. Die Geistesforscher geben, gerade so wie die äußere Beobachtung die sinnlichen Tatsachen gibt, die Tatsachen, die geistig angeschaut werden. So ist Gustav Theodor Fechner nicht vorgegangen, sondern er kam durch Schlussfolgerungen auf das, was er, sagen wir, über die Beseelung der Pflanzen oder der Weltenkörper aussprach. Er verglich das Leben des Menschen, wie es sich äußert in verschiedenen seelischen Dingen, mit dem Leben der Pflanzen oder eines Weltenkörpers und sagte: Nun, wir sehen, dass eine Pflanze - in dieser oder jener Beziehung - etwas zeigt, das sich nur dadurch erklären lässt, dass man etwas Ähnliches voraussetzt wie die Seele für den Menschen. Man nennt dieses Verfahren «Schließen nach Analogien». Das war also reine Spekulation; aber es war etwas sehr Geistreiches, wenn wir es auch vom theosophischen Gesichtspunkt aus anzusehen haben als geistreiches Spiel mit allerlei Begriffen. Wenn heute wiederum gewisse Leute mit wenig Wissen und viel Behagen sich anlehnen an Fechner und eine Weltanschauung in seinem Sinne aufbauen wollen, so muss man sagen, dass man zwar Fechner als geistreichen Menschen bewundern kann, aber seine Nachtreter man nicht in demselben Sinne bewundern kann, sondern dass diesen Nachtretern die Pflicht obliegt, erst etwas zu lernen und auf geistigem Gebiete das zu lernen, was ihnen die Theosophie bieten kann, bevor sie sich berufen glauben sollen, über Beseelung der Pflanzen zum Beispiel oder der Weltenkörper irgenderwas auszumachen.

[ 6 ] Was aber zum Streit geführt hat zwischen ihm und Schleiden, das ist das, dass Gustav Theodor Fechner ein Buch geschrieben hat mit dem Titel «Zend-Avesta», worin er, nach einer ganz anderen Methode selbstverständlich als die Theosophie es tut, versucht hat, von der Beseelung zum Beispiel der Pflanzenwelt oder auch der Weltenkörper zu sprechen. Gustav Theodor Fechner war alles andere mehr als in heutigem Sinne ein Theosoph. Denn dasjenige, was die Theosophie uns heute gibt, wird dadurch gewonnen, dass die Geistesforscher das hellsichtige Wahrnehmen auf die geistigen Tatsachen selber lenken. Die Geistesforscher geben, gerade so wie die äußere Beobachtung die sinnlichen Tatsachen gibt, die Tatsachen, die geistig angeschaut werden. So ist Gustav Theodor Fechner nicht vorgegangen, sondern er kam durch Schlussfolgerungen auf das, was er, sagen wir, über die Beseelung der Pflanzen oder der Weltenkörper aussprach. Er verglich das Leben des Menschen, wie es sich äußert in verschiedenen seelischen Dingen, mit dem Leben der Pflanzen oder eines Weltenkörpers und sagte: Nun, wir sehen, dass eine Pflanze - in dieser oder jener Beziehung - etwas zeigt, das sich nur dadurch erklären lässt, dass man etwas Ähnliches voraussetzt wie die Seele für den Menschen. Man nennt dieses Verfahren «Schließen nach Analogien». Das war also reine Spekulation; aber es war etwas sehr Geistreiches, wenn wir es auch vom theosophischen Gesichtspunkt aus anzusehen haben als geistreiches Spiel mit allerlei Begriffen. Wenn heute wiederum gewisse Leute mit wenig Wissen und viel Behagen sich anlehnen an Fechner und eine Weltanschauung in seinem Sinne aufbauen wollen, so muss man sagen, dass man zwar Fechner als geistreichen Menschen bewundern kann, aber seine Nachtreter man nicht in demselben Sinne bewundern kann, sondern dass diesen Nachtretern die Pflicht obliegt, erst etwas zu lernen und auf geistigem Gebiete das zu lernen, was ihnen die Theosophie bieten kann, bevor sie sich berufen glauben sollen, über Beseelung der Pflanzen zum Beispiel oder der Weltenkörper irgenderwas auszumachen.

[ 7 ] Nun, jener Gustav Theodor Fechner kam mit Schleiden, mit dem Botaniker Schleiden, in einen Streit, als Schleiden insbesondere sich scharf ausgelassen hat über alles dasjenige, was noch in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts vielfach im Umlauf war, nicht bloß unter Laien, sondern auch in der Wissenschaft selber über den Einfluss verschiedener Himmelskörper auf Verhältnisse der Erde. Man darf nicht glauben, dass die Dinge in Bezug auf solche Sachen immer so lagen wie heute. Noch ein großer Naturgelehrter von der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, Burdach, hat eingehend gesammelt diejenigen Fälle, in denen sich zeigt, wie Krankheitsfälle anders ablaufen bei zunehmendem Monde und anders ablaufen bei abnehmendem Monde. Das wurde sorgfältig registriert, und das spielt in ganz ernst zu nehmenden Büchern in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Und auch von anderen Leuten wurde ernst genommen nicht nur die Behauptung, die auch heute noch in jedem populären Buch, das über diese Gebiete sich ergeht, zu lesen ist, es wurde ernst genommen nicht nur die Behauptung, dass der Mond der Veranlasser ist von dem, was man nennt Ebbe und Flut, sondern es wurde noch viel gesprochen von den Einflüssen, die der Mond hat auf das Wetter, überhaupt auf gewisse Erscheinungen, sagen wir, auch auf das Pflanzenwachstum und dergleichen. Diese Dinge wurden also, wie gesagt, bis in die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts auch wissenschaftlich ganz ernst genommen.

[ 7 ] Nun, jener Gustav Theodor Fechner kam mit Schleiden, mit dem Botaniker Schleiden, in einen Streit, als Schleiden insbesondere sich scharf ausgelassen hat über alles dasjenige, was noch in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts vielfach im Umlauf war, nicht bloß unter Laien, sondern auch in der Wissenschaft selber über den Einfluss verschiedener Himmelskörper auf Verhältnisse der Erde. Man darf nicht glauben, dass die Dinge in Bezug auf solche Sachen immer so lagen wie heute. Noch ein großer Naturgelehrter von der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, Burdach, hat eingehend gesammelt diejenigen Fälle, in denen sich zeigt, wie Krankheitsfälle anders ablaufen bei zunehmendem Monde und anders ablaufen bei abnehmendem Monde. Das wurde sorgfältig registriert, und das spielt in ganz ernst zu nehmenden Büchern in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Und auch von anderen Leuten wurde ernst genommen nicht nur die Behauptung, die auch heute noch in jedem populären Buch, das über diese Gebiete sich ergeht, zu lesen ist, es wurde ernst genommen nicht nur die Behauptung, dass der Mond der Veranlasser ist von dem, was man nennt Ebbe und Flut, sondern es wurde noch viel gesprochen von den Einflüssen, die der Mond hat auf das Wetter, überhaupt auf gewisse Erscheinungen, sagen wir, auch auf das Pflanzenwachstum und dergleichen. Diese Dinge wurden also, wie gesagt, bis in die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts auch wissenschaftlich ganz ernst genommen.

[ 8 ] Aber solche Menschen, wie Schleiden einer war, den wir ja, wie Sie gesehen haben, als eine der bedeutendsten der Persönlichkeiten des neunzehnten Jahrhunderts hinzustellen haben, die waren sehr ergriffen von der materiellen Denkweise ihrer Zeit, um sich auf so etwas einlassen zu können, wie irgendein, wenn auch feiner Einfluss, wie derjenige des Mondes, von Einfluss sein könne auf die Erde. Da hat Schleiden in bissiger Weise, könnte man sagen, sich ergangen über all die Behauptungen, dass der Mond einen Einfluss habe auf diese oder jene Verhältnisse der Erde. Einzig und allein hat er gelten lassen den Einfluss des Mondes auf Ebbe und Flut. Und wenn Sie heute solche Dinge lesen, die sich auf den Mond beziehen, so können Sie sehen, dass Sie viel beschrieben finden von dem, was man zu erraten sucht über die Oberfläche des Mondes. Es wurde eine Zeit lang in den Schulen sogar renommiert damit, dass der Mensch die Oberfläche des Mondes besser gekannt hätte als diejenige von Afrika. Das ist nicht der Fall, und es ist Renomiererei gewesen. Aber über alles dasjenige, was eigentlich den Menschen interessieren muss mit der Frage: Wie steht nun solch ein Gestirn wie der Mond in Beziehung zum Leben unserer Erde? - darüber schweigt sich die äußere Wissenschaft gänzlich aus.

[ 8 ] Aber solche Menschen, wie Schleiden einer war, den wir ja, wie Sie gesehen haben, als eine der bedeutendsten der Persönlichkeiten des neunzehnten Jahrhunderts hinzustellen haben, die waren sehr ergriffen von der materiellen Denkweise ihrer Zeit, um sich auf so etwas einlassen zu können, wie irgendein, wenn auch feiner Einfluss, wie derjenige des Mondes, von Einfluss sein könne auf die Erde. Da hat Schleiden in bissiger Weise, könnte man sagen, sich ergangen über all die Behauptungen, dass der Mond einen Einfluss habe auf diese oder jene Verhältnisse der Erde. Einzig und allein hat er gelten lassen den Einfluss des Mondes auf Ebbe und Flut. Und wenn Sie heute solche Dinge lesen, die sich auf den Mond beziehen, so können Sie sehen, dass Sie viel beschrieben finden von dem, was man zu erraten sucht über die Oberfläche des Mondes. Es wurde eine Zeit lang in den Schulen sogar renommiert damit, dass der Mensch die Oberfläche des Mondes besser gekannt hätte als diejenige von Afrika. Das ist nicht der Fall, und es ist Renomiererei gewesen. Aber über alles dasjenige, was eigentlich den Menschen interessieren muss mit der Frage: Wie steht nun solch ein Gestirn wie der Mond in Beziehung zum Leben unserer Erde? - darüber schweigt sich die äußere Wissenschaft gänzlich aus.

[ 9 ] Und das ist es aber gerade, was man sozusagen braucht als Mensch, worüber man irgendetwas zu wissen notwendig hat.

[ 9 ] Und das ist es aber gerade, was man sozusagen braucht als Mensch, worüber man irgendetwas zu wissen notwendig hat.

[ 10 ] Schleiden hat nun gesagt: Nun ja, wenn in einem Hauswesen etwas nicht in Ordnung ist, wenn zum Beispiel die Geschirre in der Küche in Unordnung gebracht worden sind, so sagt man: Die Katze hat es getan. So ist es auch in der Wissenschaft. Wenn etwas nicht erkannt werden kann, was da auf der Erde geschieht, so sagt man: Der Mond ist daran schuld. Also der Schleiden hat den Mond zu der Katze der Wissenschaft erklärt, und Fechner hat sich darüber äußerst erbost und hat eine wirklich außerordentlich gelehrte, bis heute im Grunde genommen noch immer als gelehrte Arbeit mustergültige Abhandlung geschrieben, in der er den Nachweis zu erbringen suchte, dass nun in der Tat, wenn man die Zusammenstellung der Beobachtungen nimmt, die da angestellt worden sind, dass in der Tat der Mond einen beträchtlichen Einfluss hat auf unsere Witterungsverhältnisse. So hat Fechner die Beobachtungen sorgfältig untersucht und durch Jahrzehnte hindurch geprüft. Da stellten sich für viele Orte der Erde ganz merkwürdige Ergebnisse heraus. Fechner fand in der Tat, dass in den Tagen, die entsprechend dem Mond zunehmen, also in den Tagen bis gegen Vollmond hin, weit mehr Regentage sind auf der Erde und eine weit größere Wassermenge fällt als in den Tagen, die entsprechen dem Mondabnehmen, also gegen den Neumond hin, und dass wiederum in den Tagen, wo der Mond in Erdnähe steht, mehr Regen fällt als in den Tagen, wo er in Erdferne steht. Das hat er sehr sorgfältig zusammengestellt und geprüft und gesehen, dass das nicht auf Zufälligkeiten beruhen kann. Er hat die Ergebnisse zusammengestellt, die wiederum hinweisen können darauf, wie man auf die Zufälligkeiten kommen kann, die das beeinträchtigen, was so zusammengestellt worden ist über die vierzehn Tage, in denen der Mond zunimmt, und über die vierzehn Tage, in denen der Mond abnimmt, um zu prüfen die Regenmenge. So hat er gefunden, dass die Regentage in den vierzehn Tagen des zunehmenden Mondes sich zu denen des abnehmenden Mondes verhalten wie 107 zu 100.

[ 10 ] Schleiden hat nun gesagt: Nun ja, wenn in einem Hauswesen etwas nicht in Ordnung ist, wenn zum Beispiel die Geschirre in der Küche in Unordnung gebracht worden sind, so sagt man: Die Katze hat es getan. So ist es auch in der Wissenschaft. Wenn etwas nicht erkannt werden kann, was da auf der Erde geschieht, so sagt man: Der Mond ist daran schuld. Also der Schleiden hat den Mond zu der Katze der Wissenschaft erklärt, und Fechner hat sich darüber äußerst erbost und hat eine wirklich außerordentlich gelehrte, bis heute im Grunde genommen noch immer als gelehrte Arbeit mustergültige Abhandlung geschrieben, in der er den Nachweis zu erbringen suchte, dass nun in der Tat, wenn man die Zusammenstellung der Beobachtungen nimmt, die da angestellt worden sind, dass in der Tat der Mond einen beträchtlichen Einfluss hat auf unsere Witterungsverhältnisse. So hat Fechner die Beobachtungen sorgfältig untersucht und durch Jahrzehnte hindurch geprüft. Da stellten sich für viele Orte der Erde ganz merkwürdige Ergebnisse heraus. Fechner fand in der Tat, dass in den Tagen, die entsprechend dem Mond zunehmen, also in den Tagen bis gegen Vollmond hin, weit mehr Regentage sind auf der Erde und eine weit größere Wassermenge fällt als in den Tagen, die entsprechen dem Mondabnehmen, also gegen den Neumond hin, und dass wiederum in den Tagen, wo der Mond in Erdnähe steht, mehr Regen fällt als in den Tagen, wo er in Erdferne steht. Das hat er sehr sorgfältig zusammengestellt und geprüft und gesehen, dass das nicht auf Zufälligkeiten beruhen kann. Er hat die Ergebnisse zusammengestellt, die wiederum hinweisen können darauf, wie man auf die Zufälligkeiten kommen kann, die das beeinträchtigen, was so zusammengestellt worden ist über die vierzehn Tage, in denen der Mond zunimmt, und über die vierzehn Tage, in denen der Mond abnimmt, um zu prüfen die Regenmenge. So hat er gefunden, dass die Regentage in den vierzehn Tagen des zunehmenden Mondes sich zu denen des abnehmenden Mondes verhalten wie 107 zu 100.

[ 11 ] Kreuzbeweis - alle geraden Tage von der einen Hälfte, alle ungeraden Tage von der anderen Seite — hat sich ein ganz anderes Verhältnis ergeben. Nun sagte Gustav Theodor Fechner selber: Also, ein großer Einfluss des Mondes, der sozusagen grob wäre, zeigt sich ja nicht, aber das Verhältnis der Regentage während des zunehmenden Mondes zu denen während des abnehmenden Mondes von 107 zu 100 ist doch immerhin ein zahlenmäßiges Verhältnis, das - wenn es für Straßburg, Paris und eine große Anzahl von anderen Orten für zwanzig bis vierzig Jahre sich so zeigt - immerhin schon etwas ist, was man in Rechnung setzen kann.

[ 11 ] Kreuzbeweis - alle geraden Tage von der einen Hälfte, alle ungeraden Tage von der anderen Seite — hat sich ein ganz anderes Verhältnis ergeben. Nun sagte Gustav Theodor Fechner selber: Also, ein großer Einfluss des Mondes, der sozusagen grob wäre, zeigt sich ja nicht, aber das Verhältnis der Regentage während des zunehmenden Mondes zu denen während des abnehmenden Mondes von 107 zu 100 ist doch immerhin ein zahlenmäßiges Verhältnis, das - wenn es für Straßburg, Paris und eine große Anzahl von anderen Orten für zwanzig bis vierzig Jahre sich so zeigt - immerhin schon etwas ist, was man in Rechnung setzen kann.

[ 12 ] Da hat Gustav Theodor Fechner etwas getan, das ja im Grunde genommen wiederum ganz sporadisch auftritt, das bei ihm einem theosophischen Grundsatz entspricht, der da sagt: Die Praxis bietet die besten Belege für dasjenige, was aus der Geisteswissenschaft zu holen ist. Wir ziehen aus der Lebenspraxis die Beweise für das, was die Geisteswissenschaft zu sagen hat. Gerade in diesem Falle hat Fechner die Lebenspraxis heranziehen wollen. In humoristischer Weise hat er es dargelegt. Er hat gesagt: Nun ja, der Skeptiker wird sich durch diese Rechnung nicht bekehren lassen, durch diese Rechnung, die als Resultat das Verhältnis von 107 zu 100 aufweist. Der Skeptiker wird sagen: Das ist eine Art von Statistik, und mit der Statistik kann man ja alles beweisen. Aber da mache ich[, Gustav Theodor Fechner,] einen Vorschlag: Wie wäre es, wenn wir diese Frage durch unsere Frauen ausfechten ließen? Schleiden und ich, wir würden uns, wenn wir auch in einem wissenschaftlichen Streite liegen, gewiss vertragen, wenn wir uns ein Haus bauten und zusammen wohnten. Unsere Frauen könnten dann - früher haben die Frauen das ja getan - ihr Wasser, das sie zum Waschen brauchen, durch Aufsammeln des Regenwassers, das vom Dache fließt, gewinnen. Meine Frau würde natürlich, da sie auf Seite ihres Mannes steht, die vierzehn Tage nehmen, wo der Mond zunimmt; die Frau Professor Schleiden würde selbstverständlich die anderen vierzehn Tage nehmen. So würden wir ganz gut hinauskommen. Meine Frau würde auf je achtundzwanzig Tage eine Kanne Wasser mehr bekommen als die Frau Professor Schleiden.

[ 12 ] Da hat Gustav Theodor Fechner etwas getan, das ja im Grunde genommen wiederum ganz sporadisch auftritt, das bei ihm einem theosophischen Grundsatz entspricht, der da sagt: Die Praxis bietet die besten Belege für dasjenige, was aus der Geisteswissenschaft zu holen ist. Wir ziehen aus der Lebenspraxis die Beweise für das, was die Geisteswissenschaft zu sagen hat. Gerade in diesem Falle hat Fechner die Lebenspraxis heranziehen wollen. In humoristischer Weise hat er es dargelegt. Er hat gesagt: Nun ja, der Skeptiker wird sich durch diese Rechnung nicht bekehren lassen, durch diese Rechnung, die als Resultat das Verhältnis von 107 zu 100 aufweist. Der Skeptiker wird sagen: Das ist eine Art von Statistik, und mit der Statistik kann man ja alles beweisen. Aber da mache ich[, Gustav Theodor Fechner,] einen Vorschlag: Wie wäre es, wenn wir diese Frage durch unsere Frauen ausfechten ließen? Schleiden und ich, wir würden uns, wenn wir auch in einem wissenschaftlichen Streite liegen, gewiss vertragen, wenn wir uns ein Haus bauten und zusammen wohnten. Unsere Frauen könnten dann - früher haben die Frauen das ja getan - ihr Wasser, das sie zum Waschen brauchen, durch Aufsammeln des Regenwassers, das vom Dache fließt, gewinnen. Meine Frau würde natürlich, da sie auf Seite ihres Mannes steht, die vierzehn Tage nehmen, wo der Mond zunimmt; die Frau Professor Schleiden würde selbstverständlich die anderen vierzehn Tage nehmen. So würden wir ganz gut hinauskommen. Meine Frau würde auf je achtundzwanzig Tage eine Kanne Wasser mehr bekommen als die Frau Professor Schleiden.

[ 13 ] Dann hat Gustav Theodor Fechner auch noch versucht, wirklich in einer vorurteilsfreien Weise auf andere Dinge einzugehen. Er hat gefunden, dass zwar nicht alles aus dem Volksglauben sich rechtfertigen lässt, aber manches doch. So etwas muss ja ausscheiden, was ja auch im Volksglauben angenommen worden ist, dass zum Beispiel das Rasiermesser bei zunehmendem Monde stumpfer wird als bei abnehmendem, was ja dazu geführt hat, dass sogar das Schild der Barbierläden heute noch ein Mond ist. Aber das, wie gesagt, das sind ja Dinge, die, wenn man sie etwas untersucht, sich ebenso wenig bewahrheiten lassen wie jene alte Behauptung, dass dasjenige, was an Haaren abgeschnitten wird bei abnehmendem Monde, nicht wieder wächst; das wäre ja sehr angenehm, man würde sich nur rasieren lassen zu brauchen einmal bei abnehmendem Monde, und man würde sich niemals wieder rasieren lassen müssen. Das ist aber - leider nicht so. Die Praxis spricht also nicht für diese Regel, die Sie bei alten Schriftstellern vielfach finden können. Aber einiges hat Fechner doch wieder ausnehmen können, dass da tatsächlich wiederum so ein kleiner Einfluss des Mondes sich ergeben hat bei Krankheitsfällen. Es ist das eben ein Kapitel, wo die Wissenschaft, wie gesagt, auf das Glatteis geführt worden ist. Denn die außerordentlich sorgfältige Abhandlung von Gustav Theodor Fechner hat nicht dazu führen können, dass man der Frage, ob der Mond einen Einfluss auf die Krankheiten der Menschen auf der Erde hat, nähergetreten wäre durch die äußere Wissenschaft. Nur in Bezug auf Ebbe und Flut gilt, wie schon erwähnt, der Mond als der eigentliche Veranlasser. Nun, das ist etwas, was ich angeführt habe einleitend, um Ihnen zu zeigen, wie es notwendig ist, dass gerade für solche Gebiete, wo, wie gesagt, die Wissenschaft aufs Glatteis geführt worden ist, es notwendig ist, dass sie in richtige Bahnen geführt werden von demjenigen, was wir Geisteswissenschaft nennen. Solchen Dingen kann man ja eigentlich nur mit der geisteswissenschaftlichen Forschung, mit dem hellseherischen Bewusstsein, welches die Erscheinungen auch untersuchen kann, wenn sie über den Bereich der physischen Forschung hinausgehen, beikommen. Auf andere Weise kann man solchen Erscheinungen durchaus nicht beikommen. Merkwürdigerweise ist gewiss der Aberglaube mit demjenigen, was berechtigt ist, gerade auf diesem Gebiete sehr, sehr gemischt - gerade, wenn man auf die Einflüsse des Mondes auf die Witterungsverhältnisse oder auf sonstige Einflüsse des Mondes achtet. Und es ist ja, wenn man etwas weiter zurückgeht, der Volksglaube überall auf einer gewissen hellseherischen Einsicht begründet. Aber der heutige Volksglaube hat auch schon vielfach durch das sich ausbreitende materialistische Bewusstsein gelitten; und so ist auch im Volksglauben einfach vieles gewaltig entstellt und wird so, wie es heute angeführt wird, einfach in äußerlicher Weise genommen.

[ 13 ] Dann hat Gustav Theodor Fechner auch noch versucht, wirklich in einer vorurteilsfreien Weise auf andere Dinge einzugehen. Er hat gefunden, dass zwar nicht alles aus dem Volksglauben sich rechtfertigen lässt, aber manches doch. So etwas muss ja ausscheiden, was ja auch im Volksglauben angenommen worden ist, dass zum Beispiel das Rasiermesser bei zunehmendem Monde stumpfer wird als bei abnehmendem, was ja dazu geführt hat, dass sogar das Schild der Barbierläden heute noch ein Mond ist. Aber das, wie gesagt, das sind ja Dinge, die, wenn man sie etwas untersucht, sich ebenso wenig bewahrheiten lassen wie jene alte Behauptung, dass dasjenige, was an Haaren abgeschnitten wird bei abnehmendem Monde, nicht wieder wächst; das wäre ja sehr angenehm, man würde sich nur rasieren lassen zu brauchen einmal bei abnehmendem Monde, und man würde sich niemals wieder rasieren lassen müssen. Das ist aber - leider nicht so. Die Praxis spricht also nicht für diese Regel, die Sie bei alten Schriftstellern vielfach finden können. Aber einiges hat Fechner doch wieder ausnehmen können, dass da tatsächlich wiederum so ein kleiner Einfluss des Mondes sich ergeben hat bei Krankheitsfällen. Es ist das eben ein Kapitel, wo die Wissenschaft, wie gesagt, auf das Glatteis geführt worden ist. Denn die außerordentlich sorgfältige Abhandlung von Gustav Theodor Fechner hat nicht dazu führen können, dass man der Frage, ob der Mond einen Einfluss auf die Krankheiten der Menschen auf der Erde hat, nähergetreten wäre durch die äußere Wissenschaft. Nur in Bezug auf Ebbe und Flut gilt, wie schon erwähnt, der Mond als der eigentliche Veranlasser. Nun, das ist etwas, was ich angeführt habe einleitend, um Ihnen zu zeigen, wie es notwendig ist, dass gerade für solche Gebiete, wo, wie gesagt, die Wissenschaft aufs Glatteis geführt worden ist, es notwendig ist, dass sie in richtige Bahnen geführt werden von demjenigen, was wir Geisteswissenschaft nennen. Solchen Dingen kann man ja eigentlich nur mit der geisteswissenschaftlichen Forschung, mit dem hellseherischen Bewusstsein, welches die Erscheinungen auch untersuchen kann, wenn sie über den Bereich der physischen Forschung hinausgehen, beikommen. Auf andere Weise kann man solchen Erscheinungen durchaus nicht beikommen. Merkwürdigerweise ist gewiss der Aberglaube mit demjenigen, was berechtigt ist, gerade auf diesem Gebiete sehr, sehr gemischt - gerade, wenn man auf die Einflüsse des Mondes auf die Witterungsverhältnisse oder auf sonstige Einflüsse des Mondes achtet. Und es ist ja, wenn man etwas weiter zurückgeht, der Volksglaube überall auf einer gewissen hellseherischen Einsicht begründet. Aber der heutige Volksglaube hat auch schon vielfach durch das sich ausbreitende materialistische Bewusstsein gelitten; und so ist auch im Volksglauben einfach vieles gewaltig entstellt und wird so, wie es heute angeführt wird, einfach in äußerlicher Weise genommen.

[ 14 ] Nicht wahr, wenn zum Beispiel die Sachen so hingestellt werden, dass man sagt: Der Mond zerteilt die Wolken, wenn er Vollmond ist, sodass es bei Vollmond schön wird, so ist das ein billiges Urteil. Wenn die Wolken am Himmel sind, natürlich sieht man dann den Vollmond nicht. Wenn man ihn sieht, so hat er die Wolken zerteilt - meint man.

[ 14 ] Nicht wahr, wenn zum Beispiel die Sachen so hingestellt werden, dass man sagt: Der Mond zerteilt die Wolken, wenn er Vollmond ist, sodass es bei Vollmond schön wird, so ist das ein billiges Urteil. Wenn die Wolken am Himmel sind, natürlich sieht man dann den Vollmond nicht. Wenn man ihn sieht, so hat er die Wolken zerteilt - meint man.

[ 15 ] Nun wird es die Geisteswissenschaft notwendig haben, wenn sie einigen Einfluss gewinnt, gerade auf diesem Gebiete der äußeren Wissenschaft recht sehr am Zeuge zu flicken, wo sie sich, die äußere Wissenschaft, ihren ärgsten Aberglauben bewahrt hat, nämlich den Aberglauben, der gerade von gewissen Urteilen über den Einfluss der Gestirne auf unsere Erde geblieben ist, den hat die äußere Wissenschaft bewahrt. Nämlich die Sache mit Ebbe und Flut, die heute in jedem populären Lehrbuch der astronomischen Geografie gelesen werden kann, ist gerade diejenige, die nicht stimmt. Da ist nur dadurch etwas zu erreichen, dass man (den Aberglauben bloßstellt ?) ...

[ 15 ] Nun wird es die Geisteswissenschaft notwendig haben, wenn sie einigen Einfluss gewinnt, gerade auf diesem Gebiete der äußeren Wissenschaft recht sehr am Zeuge zu flicken, wo sie sich, die äußere Wissenschaft, ihren ärgsten Aberglauben bewahrt hat, nämlich den Aberglauben, der gerade von gewissen Urteilen über den Einfluss der Gestirne auf unsere Erde geblieben ist, den hat die äußere Wissenschaft bewahrt. Nämlich die Sache mit Ebbe und Flut, die heute in jedem populären Lehrbuch der astronomischen Geografie gelesen werden kann, ist gerade diejenige, die nicht stimmt. Da ist nur dadurch etwas zu erreichen, dass man (den Aberglauben bloßstellt ?) ...

[ 16 ] Ich will ganz davon absehen, dass zum Beispiel Ebbe und Flut bekanntlich zweimal im Laufe von vierundzwanzig Stunden eintreten, während der Mond, der das mit seinem Höchststand verschulden soll, doch nur einmal während dieser vierundzwanzig Stunden in seinem Höchstpunkt steht. Aber auf alles das muss man Rücksicht nehmen, dass zum Beispiel für die verschiedensten Orte unserer Erde die Flut um zwei bis zweieinhalb Stunden später eintritt, als sie nach der Behauptung der Wissenschaft eintreten sollte. Das hat schon der große Naturforscher des neunzehnten Jahrhunderts, der allerdings, weil er zu den bedeutendsten gehört hat, von seinen Zeitgenossen ins Irrenhaus gesperrt worden ist, Mayer, betont. Er hat betont, dass er bei seinen großen Reisen konstatieren konnte, dass die Flut auf hohem Meer um zwei bis zweieinhalb Stunden später eintritt, als sie eintreten müsste, wenn die Mondstellung im Meridian sie verursachen sollte. Die Wissenschaft sagt einfach: Da hat sich die Flut eben verspätet. Nun ja, das ist so ganz nach dem Muster, wie heute geschlossen wird. Derjenige, der sich denkend einlässt auf solche Gebiete, der wird das schon konstatieren können. Und wenn man sieht, dass in Brunnen zum Beispiel überhaupt gar nicht, wenn der Mond hochsteht, die Flut eintritt, sondern gerade dann, wenn auf dem offenen Meer die Ebbe eintritt, dann sagen eben die Leute: Da hat sich die Flut so verspätet, dass sie erst kommt, wenn auf dem Meere Ebbe eintritt. Das können Sie lesen in populären Büchern, wie unendlich viel von demjenigen, was heute in den gebräuchlichsten, mit großem Pathos diktierten Weltanschauungen verkündet wird und woran die Leute glauben wie an Dogmen, wie das auf allerschwächsten wissenschaftlichen Füßen steht. Das ist ja gerade das Trostlose, dass heute in weitesten Kreisen Weltanschauungen Platz greifen können, die auf sogenannten sicheren Ergebnissen der Wissenschaft beruhen. Derjenige, der weiß, wie die Dinge stehen, wird die Erfolglosigkeit einsehen, solchen Weltanschauungen entgegenzutreten; aber er weiß auch, dass das alles auf Sand gebaut ist, dass eben die Wissenschaft, indem sie Weltanschauungen aufbauend sein will, in gar nicht langer Zeit unbedingt aufs Glatteis geführt werden muss.

[ 16 ] Ich will ganz davon absehen, dass zum Beispiel Ebbe und Flut bekanntlich zweimal im Laufe von vierundzwanzig Stunden eintreten, während der Mond, der das mit seinem Höchststand verschulden soll, doch nur einmal während dieser vierundzwanzig Stunden in seinem Höchstpunkt steht. Aber auf alles das muss man Rücksicht nehmen, dass zum Beispiel für die verschiedensten Orte unserer Erde die Flut um zwei bis zweieinhalb Stunden später eintritt, als sie nach der Behauptung der Wissenschaft eintreten sollte. Das hat schon der große Naturforscher des neunzehnten Jahrhunderts, der allerdings, weil er zu den bedeutendsten gehört hat, von seinen Zeitgenossen ins Irrenhaus gesperrt worden ist, Mayer, betont. Er hat betont, dass er bei seinen großen Reisen konstatieren konnte, dass die Flut auf hohem Meer um zwei bis zweieinhalb Stunden später eintritt, als sie eintreten müsste, wenn die Mondstellung im Meridian sie verursachen sollte. Die Wissenschaft sagt einfach: Da hat sich die Flut eben verspätet. Nun ja, das ist so ganz nach dem Muster, wie heute geschlossen wird. Derjenige, der sich denkend einlässt auf solche Gebiete, der wird das schon konstatieren können. Und wenn man sieht, dass in Brunnen zum Beispiel überhaupt gar nicht, wenn der Mond hochsteht, die Flut eintritt, sondern gerade dann, wenn auf dem offenen Meer die Ebbe eintritt, dann sagen eben die Leute: Da hat sich die Flut so verspätet, dass sie erst kommt, wenn auf dem Meere Ebbe eintritt. Das können Sie lesen in populären Büchern, wie unendlich viel von demjenigen, was heute in den gebräuchlichsten, mit großem Pathos diktierten Weltanschauungen verkündet wird und woran die Leute glauben wie an Dogmen, wie das auf allerschwächsten wissenschaftlichen Füßen steht. Das ist ja gerade das Trostlose, dass heute in weitesten Kreisen Weltanschauungen Platz greifen können, die auf sogenannten sicheren Ergebnissen der Wissenschaft beruhen. Derjenige, der weiß, wie die Dinge stehen, wird die Erfolglosigkeit einsehen, solchen Weltanschauungen entgegenzutreten; aber er weiß auch, dass das alles auf Sand gebaut ist, dass eben die Wissenschaft, indem sie Weltanschauungen aufbauend sein will, in gar nicht langer Zeit unbedingt aufs Glatteis geführt werden muss.

[ 17 ] Nun fragt es sich, wie können wir den Sachen geisteswissenschaftlich beikommen, um so nach und nach sozusagen hineinzukommen in die geisteswissenschaftliche Betrachtung dieser Dinge, in die geisteswissenschaftliche Beleuchtung der äußeren Verhältnisse? Da muss ich Ihnen wiederum anführen etwas, was Goethe — wahrhaftig ein Geist, der unter den modernen Denkern und Forschern demjenigen, was wir Theosophie nennen, am nächsten steht -, in Bezug auf ähnliche Gebiete versucht hat, wie in Bezug auf Ebbe und Flut von anderen Versuche gemacht worden sind. Nämlich, als ich mich in Weimar eingehend beschäftigt hatte, nachdem ich Goethes naturwissenschaftliche und sonstige Werke jahrelang behandelt hatte, durch sieben Jahre hindurch mit den verschiedensten vorbereitenden Arbeiten, die Goethe gemacht hat, da fanden sich auch unzählige Tabellen mit einer unglaublichen Genauigkeit. Für die heutigen Goetheforscher, namentlich für solche, die Goethe-Biografien schreiben - nun sie gehören ja wirklich zu den fürchterlichsten Menschen heute; heute haben wir es erlebt, dass ein Engländer die neueste Goethe-Biografie verbrochen hat, die durch das ganze papierne Deutschland als etwas ungemein Hohes gepriesen wird, ein Buch, das uns nur zeigt, wie, wenn ein so minderwertiger Geist Goethe beschreibt, eben diesen auch zu einem minderwertigen Geiste macht; kein Mensch kann eben über sich hinaus, und es ist nur zu begreiflich, dass das Entsprechende auch aus Goethe wird, wenn ein solcher Mensch ihn aufs Korn nimmt -, nun, die Leute machen sich selbstverständlich keine Vorstellung von demjenigen, wie genau und emsig gerade Goethe gearbeitet hat da, wo es ihm ankam darauf, wissenschaftlich große Tatsachen festzustellen. Unendliche Tabellenreihen finden sich, in Zeichnungen ausgeführt, wo Goethe versucht, für die verschiedensten Orte Europas den Luftdruck festzustellen. Denn er wollte zeigen, dass der Barometerstand nicht abhänge von zufälligen Luftströmungen und äußeren Einflüssen von Mond und Gestirnen, sondern dass der Barometerstand einen regelmäßigen Stand zeigt, sodass für die ganze Erde die Luft sozusagen (einmal) dünner wird, einmal dichter wird. Und das wollte Goethe durch den Barometerstand zeigen, indem er das Fallen und Steigen tabellarisch verfolgte.

[ 17 ] Nun fragt es sich, wie können wir den Sachen geisteswissenschaftlich beikommen, um so nach und nach sozusagen hineinzukommen in die geisteswissenschaftliche Betrachtung dieser Dinge, in die geisteswissenschaftliche Beleuchtung der äußeren Verhältnisse? Da muss ich Ihnen wiederum anführen etwas, was Goethe — wahrhaftig ein Geist, der unter den modernen Denkern und Forschern demjenigen, was wir Theosophie nennen, am nächsten steht -, in Bezug auf ähnliche Gebiete versucht hat, wie in Bezug auf Ebbe und Flut von anderen Versuche gemacht worden sind. Nämlich, als ich mich in Weimar eingehend beschäftigt hatte, nachdem ich Goethes naturwissenschaftliche und sonstige Werke jahrelang behandelt hatte, durch sieben Jahre hindurch mit den verschiedensten vorbereitenden Arbeiten, die Goethe gemacht hat, da fanden sich auch unzählige Tabellen mit einer unglaublichen Genauigkeit. Für die heutigen Goetheforscher, namentlich für solche, die Goethe-Biografien schreiben - nun sie gehören ja wirklich zu den fürchterlichsten Menschen heute; heute haben wir es erlebt, dass ein Engländer die neueste Goethe-Biografie verbrochen hat, die durch das ganze papierne Deutschland als etwas ungemein Hohes gepriesen wird, ein Buch, das uns nur zeigt, wie, wenn ein so minderwertiger Geist Goethe beschreibt, eben diesen auch zu einem minderwertigen Geiste macht; kein Mensch kann eben über sich hinaus, und es ist nur zu begreiflich, dass das Entsprechende auch aus Goethe wird, wenn ein solcher Mensch ihn aufs Korn nimmt -, nun, die Leute machen sich selbstverständlich keine Vorstellung von demjenigen, wie genau und emsig gerade Goethe gearbeitet hat da, wo es ihm ankam darauf, wissenschaftlich große Tatsachen festzustellen. Unendliche Tabellenreihen finden sich, in Zeichnungen ausgeführt, wo Goethe versucht, für die verschiedensten Orte Europas den Luftdruck festzustellen. Denn er wollte zeigen, dass der Barometerstand nicht abhänge von zufälligen Luftströmungen und äußeren Einflüssen von Mond und Gestirnen, sondern dass der Barometerstand einen regelmäßigen Stand zeigt, sodass für die ganze Erde die Luft sozusagen (einmal) dünner wird, einmal dichter wird. Und das wollte Goethe durch den Barometerstand zeigen, indem er das Fallen und Steigen tabellarisch verfolgte.

[ 18 ] Was für einen Hintergedanken hatte er dabei? Er hatte folgenden Hintergedanken: Er wollte zeigen, dass die Erde nicht dieses tote Wesen ist, als das es uns ein anderer Anblick zeigt, [er wollte zeigen], dass sie nicht bloß das physisch-sinnliche Wesen ist, das uns die physische Erdkunde vorgaukeln will, sondern dass die physische Erde der physische Leib eines Wesens ist, wie der physische Menschenleib zu einem Ätherleib gehört. Und wie der Äther- oder Lebensleib des Menschen die Atmung bewirkt, so wollte Goethe zeigen, dass das Atmen der Erde im Verdünnen und Verdichten der Luft besteht, das durch den Ätherleib der Erde bewirkt wird. Goethe wollte nachweisen durch diese seine Tabellen, die er durch ungeheuren Fleiß zusammengestellt hatte - alles, was er an Freunden da und dort in den verschiedensten Orten Europas hatte, hatte er in Bewegung gesetzt, damit sie ihm die Angaben zu den Tabellen schickten, und er formulieren konnte das Atmungsgesetz der Erde: Wenn die Erde ausatmet, wird die Luftschicht dünner, und wenn sie einatmet, wird die Luftschicht dichter.

[ 18 ] Was für einen Hintergedanken hatte er dabei? Er hatte folgenden Hintergedanken: Er wollte zeigen, dass die Erde nicht dieses tote Wesen ist, als das es uns ein anderer Anblick zeigt, [er wollte zeigen], dass sie nicht bloß das physisch-sinnliche Wesen ist, das uns die physische Erdkunde vorgaukeln will, sondern dass die physische Erde der physische Leib eines Wesens ist, wie der physische Menschenleib zu einem Ätherleib gehört. Und wie der Äther- oder Lebensleib des Menschen die Atmung bewirkt, so wollte Goethe zeigen, dass das Atmen der Erde im Verdünnen und Verdichten der Luft besteht, das durch den Ätherleib der Erde bewirkt wird. Goethe wollte nachweisen durch diese seine Tabellen, die er durch ungeheuren Fleiß zusammengestellt hatte - alles, was er an Freunden da und dort in den verschiedensten Orten Europas hatte, hatte er in Bewegung gesetzt, damit sie ihm die Angaben zu den Tabellen schickten, und er formulieren konnte das Atmungsgesetz der Erde: Wenn die Erde ausatmet, wird die Luftschicht dünner, und wenn sie einatmet, wird die Luftschicht dichter.

[ 19 ] So haben wir bei Goethe sozusagen Ebbe und Flut der Atmosphäre zurückgeführt auf die Lebensverhältnisse unserer Erde, auf dasjenige, was in unserer Erde entspricht dem Aus- und Einatmen beim Menschen. In einer ähnlichen Weise haben andere Leute auch Ebbe und Flut, das Sinken und Steigen des Wassers, zurückgeführt auf innere Lebenskräfte der Erde, und wahrhaftig: Das waren keine schlechten Leute. Wenn Sie einmal, meine lieben theosophischen Freunde, jenes schöne Buch /Lücke im Text] lesen, so werden Sie sehen, dass Leonardo über die verschiedensten Gebiete des menschlichen Wissens sich ergangen hat, und dass ihm auch jenes regelmäßige Sinken und Steigen des Meeres entsprach einem inneren Lebensprozess der Erde. Und dem großen, epochemachenden Forscher Kepler verdanken wir den Ausspruch, die Erde ließe sich vergleichen mit einem großen Walfisch, der ein- und ausatmet, und dies zeige sich in Ebbe und Flut des Wassers.

[ 19 ] So haben wir bei Goethe sozusagen Ebbe und Flut der Atmosphäre zurückgeführt auf die Lebensverhältnisse unserer Erde, auf dasjenige, was in unserer Erde entspricht dem Aus- und Einatmen beim Menschen. In einer ähnlichen Weise haben andere Leute auch Ebbe und Flut, das Sinken und Steigen des Wassers, zurückgeführt auf innere Lebenskräfte der Erde, und wahrhaftig: Das waren keine schlechten Leute. Wenn Sie einmal, meine lieben theosophischen Freunde, jenes schöne Buch /Lücke im Text] lesen, so werden Sie sehen, dass Leonardo über die verschiedensten Gebiete des menschlichen Wissens sich ergangen hat, und dass ihm auch jenes regelmäßige Sinken und Steigen des Meeres entsprach einem inneren Lebensprozess der Erde. Und dem großen, epochemachenden Forscher Kepler verdanken wir den Ausspruch, die Erde ließe sich vergleichen mit einem großen Walfisch, der ein- und ausatmet, und dies zeige sich in Ebbe und Flut des Wassers.

[ 20 ] Das alles sind Dinge, die man berücksichtigen muss. Natürlich wird Ihnen heute überall das so vorzugaukeln versucht, als ob Kepler-der ja in Bezug auf dasjenige, was er geleistet hat, voll anerkannt wird, dem das nicht hinweggewischt werden kann -, als ob er solche Dinge nicht ausgesprochen hätte und [als ob er] einverstanden wäre, wenn er heute lebte, mit all den lächerlichen Theorien, die der heutige Monismus in die Welt setzt. Dieser Monismus beruft sich auf Kepler, verschweigt aber, was zum Beispiel eben angeführt worden ist, dass die Erde nach seinem Ausspruche ein innerlich belebtes Wesen ist.

[ 20 ] Das alles sind Dinge, die man berücksichtigen muss. Natürlich wird Ihnen heute überall das so vorzugaukeln versucht, als ob Kepler-der ja in Bezug auf dasjenige, was er geleistet hat, voll anerkannt wird, dem das nicht hinweggewischt werden kann -, als ob er solche Dinge nicht ausgesprochen hätte und [als ob er] einverstanden wäre, wenn er heute lebte, mit all den lächerlichen Theorien, die der heutige Monismus in die Welt setzt. Dieser Monismus beruft sich auf Kepler, verschweigt aber, was zum Beispiel eben angeführt worden ist, dass die Erde nach seinem Ausspruche ein innerlich belebtes Wesen ist.

[ 21 ] Mit solchen Aussprüchen nähern wir uns schon dem, was die Geisteswissenschaft oder Theosophie über solche Verhältnisse, wie sie heute in unserem Thema liegen, anzuführen hat. Man kann solche Verhältnisse nur betrachten, wenn man sie im Verhältnis zum ganzen menschlichen Leben betrachtet. Denn der Mensch gehört einmal zur Erde wie der Finger zum ganzen menschlichen Organismus gehört. Ich habe schon oft gesagt: Der Finger ist eigentlich gescheiter als der Mensch; denn er bildet sich nicht ein, wie der Mensch so häufig es tut in Bezug auf den ganzen Erdorganismus, dass er ein selbstständiges Leben ohne den lebendigen Organismus führen kann. Er ist nur der Finger dadurch, dass er am ganzen Organismus ist. Schneidet man ihn ab, dann ist er kein Finger mehr, dann vergeht er, zerfällt er. Nur der Mensch bildet sich ein, dass er ohne den Organismus der Erde etwas sein kann, während er zum Erdorganismus gehört wie der Finger zum menschlichen Organismus.

[ 21 ] Mit solchen Aussprüchen nähern wir uns schon dem, was die Geisteswissenschaft oder Theosophie über solche Verhältnisse, wie sie heute in unserem Thema liegen, anzuführen hat. Man kann solche Verhältnisse nur betrachten, wenn man sie im Verhältnis zum ganzen menschlichen Leben betrachtet. Denn der Mensch gehört einmal zur Erde wie der Finger zum ganzen menschlichen Organismus gehört. Ich habe schon oft gesagt: Der Finger ist eigentlich gescheiter als der Mensch; denn er bildet sich nicht ein, wie der Mensch so häufig es tut in Bezug auf den ganzen Erdorganismus, dass er ein selbstständiges Leben ohne den lebendigen Organismus führen kann. Er ist nur der Finger dadurch, dass er am ganzen Organismus ist. Schneidet man ihn ab, dann ist er kein Finger mehr, dann vergeht er, zerfällt er. Nur der Mensch bildet sich ein, dass er ohne den Organismus der Erde etwas sein kann, während er zum Erdorganismus gehört wie der Finger zum menschlichen Organismus.

[ 22 ] Freilich ist der Mensch verführt zu dieser Anschauung, weil er herumlaufen kann, und diesen äußeren Schein nimmt er so, als ob er wirklich nicht zur Erde gehöre. Wahrscheinlich würde sich der Finger auch für ein selbstständiges Wesen halten, wenn er frei herumlaufen könnte, wenn er nicht angewachsen wäre. Der Mensch brauchte nur einmal zu bedenken, wie es ihm ergehen würde, wenn man ihn beim Schopf nehmen und ihn einige Meilen von der Erde entfernen würde; er würde ebenso wenig leben können wie der Finger, den man von seinem Organismus abtrennen würde. Das Abschneiden kann auch auf andere Weise geschehen als durch das Messer. Der Mensch muss durchaus als zur Erde gehörig betrachtet werden. Es ist eine falsche Anschauung, wenn man die einzelnen Wesen abgetrennt für sich betrachtet. Erde und Mensch gehören zusammen. Erst dann bekommt man etwas Vernünftiges heraus, wenn man die Erde in Verbindung mit dem Menschen betrachtet.

[ 22 ] Freilich ist der Mensch verführt zu dieser Anschauung, weil er herumlaufen kann, und diesen äußeren Schein nimmt er so, als ob er wirklich nicht zur Erde gehöre. Wahrscheinlich würde sich der Finger auch für ein selbstständiges Wesen halten, wenn er frei herumlaufen könnte, wenn er nicht angewachsen wäre. Der Mensch brauchte nur einmal zu bedenken, wie es ihm ergehen würde, wenn man ihn beim Schopf nehmen und ihn einige Meilen von der Erde entfernen würde; er würde ebenso wenig leben können wie der Finger, den man von seinem Organismus abtrennen würde. Das Abschneiden kann auch auf andere Weise geschehen als durch das Messer. Der Mensch muss durchaus als zur Erde gehörig betrachtet werden. Es ist eine falsche Anschauung, wenn man die einzelnen Wesen abgetrennt für sich betrachtet. Erde und Mensch gehören zusammen. Erst dann bekommt man etwas Vernünftiges heraus, wenn man die Erde in Verbindung mit dem Menschen betrachtet.

[ 23 ] Der Mensch besteht ja zunächst, wie Sie wissen, aus dem physischen Leib, dem Äther- oder Lebensleib, dem Astralleib und aus alledem, was das Ich nun bewirkt im Menschen. Wollen wir zuerst diese drei ersten Glieder betrachten, den physischen Leib, den Äther- oder Lebensleib und den astralischen Leib, wie sie sich zum Ich verhalten, so müssen wir sagen: Für den Wachzustand des Menschen, da zeigt sich uns, dass diese vier Glieder - physischer Leib, Äther- oder Lebensleib, astralischer Leib und Ich - ineinander gegliedert sind. Der Mensch ist ein aus diesen vier Gliedern bestehendes Wesen im Wachzustande. Für den Schlafzustand, der ja innerhalb vierundzwanzig Stunden bei einem anständigen Menschen einmal eintreten wird, stellt sich die Sache so heraus, dass physischer Leib und Ätherleib im Bette liegen bleiben und astralischer Leib und Ich in die geistige Welt entrückt werden.

[ 23 ] Der Mensch besteht ja zunächst, wie Sie wissen, aus dem physischen Leib, dem Äther- oder Lebensleib, dem Astralleib und aus alledem, was das Ich nun bewirkt im Menschen. Wollen wir zuerst diese drei ersten Glieder betrachten, den physischen Leib, den Äther- oder Lebensleib und den astralischen Leib, wie sie sich zum Ich verhalten, so müssen wir sagen: Für den Wachzustand des Menschen, da zeigt sich uns, dass diese vier Glieder - physischer Leib, Äther- oder Lebensleib, astralischer Leib und Ich - ineinander gegliedert sind. Der Mensch ist ein aus diesen vier Gliedern bestehendes Wesen im Wachzustande. Für den Schlafzustand, der ja innerhalb vierundzwanzig Stunden bei einem anständigen Menschen einmal eintreten wird, stellt sich die Sache so heraus, dass physischer Leib und Ätherleib im Bette liegen bleiben und astralischer Leib und Ich in die geistige Welt entrückt werden.

[ 24 ] Nun betrachten wir zuerst einmal diesen wachenden Menschen, so wie wir ihn heute vor uns haben. Diesen können wir in seiner heutigen Bedeutung und in seinem heutigen Wesen nur auffassen, wenn wir uns sagen: Physischer Leib, Äther- oder Lebensleib und astralischer Leib sind die Träger des Ich. In ihnen lebt das Ich. In ferne Zukunft hinein wird das Ich immer mehr und mehr arbeiten an diesen seinen Hüllen, zunächst am Astralleibe. Den wird es umgestalten, und das wird das Geistselbst oder Manas. Aber es muss das Ich selbstbewusst arbeiten an dem astralischen Leibe, wenn Geistselbst entstehen soll. Daher sind wir auch in Bezug auf diese bewusste Arbeit für die normale Menschheit erst im Anfange. Das Ich muss aber auch bewusst arbeiten am Ätherleib oder Lebensleib. Indem das Ich den Äther- oder Lebensleib umarbeitet, wird es in ferne Zukunft hineinzuarbeiten haben; dasjenige, was am Äther- oder Lebensleib vergeistigt ist, was eine Umwandlung des Ätherleibes durch das Ich ist, das ist die Buddhi oder der Lebensgeist. Dasjenige, was vom physischen Leib durch die bewusste Arbeit des Ich vergeistigt sein wird, das ist Geistesmensch oder Atma. Sodass wir sagen können: Der Mensch stellt sich uns dar als physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch; aber die letzten drei Glieder sind Umwandlungen der ersten drei durch das Ich.

[ 24 ] Nun betrachten wir zuerst einmal diesen wachenden Menschen, so wie wir ihn heute vor uns haben. Diesen können wir in seiner heutigen Bedeutung und in seinem heutigen Wesen nur auffassen, wenn wir uns sagen: Physischer Leib, Äther- oder Lebensleib und astralischer Leib sind die Träger des Ich. In ihnen lebt das Ich. In ferne Zukunft hinein wird das Ich immer mehr und mehr arbeiten an diesen seinen Hüllen, zunächst am Astralleibe. Den wird es umgestalten, und das wird das Geistselbst oder Manas. Aber es muss das Ich selbstbewusst arbeiten an dem astralischen Leibe, wenn Geistselbst entstehen soll. Daher sind wir auch in Bezug auf diese bewusste Arbeit für die normale Menschheit erst im Anfange. Das Ich muss aber auch bewusst arbeiten am Ätherleib oder Lebensleib. Indem das Ich den Äther- oder Lebensleib umarbeitet, wird es in ferne Zukunft hineinzuarbeiten haben; dasjenige, was am Äther- oder Lebensleib vergeistigt ist, was eine Umwandlung des Ätherleibes durch das Ich ist, das ist die Buddhi oder der Lebensgeist. Dasjenige, was vom physischen Leib durch die bewusste Arbeit des Ich vergeistigt sein wird, das ist Geistesmensch oder Atma. Sodass wir sagen können: Der Mensch stellt sich uns dar als physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch; aber die letzten drei Glieder sind Umwandlungen der ersten drei durch das Ich.

[ 25 ] Da haben wir den Menschen der Vergangenheit und den Menschen der Zukunft vor uns hingestellt. Aber es ist schon eine gewisse Umwandlung mit den niederen Gliedern des Menschen vor sich gegangen auf unserer Erde, nur nicht willkürlich durch das Ich. Das Ich hat schon gearbeitet am Astralleib, am Ätherleib und am physischen Leib. Dasjenige, was das Ich bewusst umwandeln wird am Astralleib, das wird sein Manas oder Geistselbst. Dasjenige, was das Ich von dem Astralleib zu seinem Werkzeug gemacht hat in der Vorzeit, ohne bewusst zu arbeiten, ist die Empfindungsseele. So nennen wir dasjenige, was die Hülle der Empfindungsseele ist, was geblieben ist aus dem alten Astralleib, das nennen wir Empfindungsleib, und dasjenige, was das Ich unbewusst umgewandelt hat, die Empfindungsseele. Nun hat das Ich auch gearbeitet am Äther- oder Lebensleib. Was das Ich unbewusst gearbeitet hat an ihm, was es herausgezogen hat an Substanzen am Ätherleib, das nennen wir die Verstandes- oder Gemütsseele. Und dasjenige, was das Ich am physischen Leib herausgearbeitet hat, sich zum Werkzeug gemacht hat, das nennen wir die Bewusstseinsseele. Sodass zwischen demjenigen, was in der Vergangenheit war, und demjenigen, was der Mensch in Zukunft sein wird, stehen die eigentlichen seelischen Glieder des Menschen, mitten drinnen in dem Empfindungsleib das entsprechende Seelenglied, die Empfindungsseele, in dem Äther- oder Lebensleib das entsprechende Seelenglied, die Verstandes- oder Gemütsseele, und in dem physischen Leib das entsprechende Seelenglied, die Bewusstseinsseele.

[ 25 ] Da haben wir den Menschen der Vergangenheit und den Menschen der Zukunft vor uns hingestellt. Aber es ist schon eine gewisse Umwandlung mit den niederen Gliedern des Menschen vor sich gegangen auf unserer Erde, nur nicht willkürlich durch das Ich. Das Ich hat schon gearbeitet am Astralleib, am Ätherleib und am physischen Leib. Dasjenige, was das Ich bewusst umwandeln wird am Astralleib, das wird sein Manas oder Geistselbst. Dasjenige, was das Ich von dem Astralleib zu seinem Werkzeug gemacht hat in der Vorzeit, ohne bewusst zu arbeiten, ist die Empfindungsseele. So nennen wir dasjenige, was die Hülle der Empfindungsseele ist, was geblieben ist aus dem alten Astralleib, das nennen wir Empfindungsleib, und dasjenige, was das Ich unbewusst umgewandelt hat, die Empfindungsseele. Nun hat das Ich auch gearbeitet am Äther- oder Lebensleib. Was das Ich unbewusst gearbeitet hat an ihm, was es herausgezogen hat an Substanzen am Ätherleib, das nennen wir die Verstandes- oder Gemütsseele. Und dasjenige, was das Ich am physischen Leib herausgearbeitet hat, sich zum Werkzeug gemacht hat, das nennen wir die Bewusstseinsseele. Sodass zwischen demjenigen, was in der Vergangenheit war, und demjenigen, was der Mensch in Zukunft sein wird, stehen die eigentlichen seelischen Glieder des Menschen, mitten drinnen in dem Empfindungsleib das entsprechende Seelenglied, die Empfindungsseele, in dem Äther- oder Lebensleib das entsprechende Seelenglied, die Verstandes- oder Gemütsseele, und in dem physischen Leib das entsprechende Seelenglied, die Bewusstseinsseele.

[ 26 ] Wenn nun heute der Mensch mit seinem Ich in seinem tagwachen Zustand vor uns steht, so leben diese drei Seelenglieder in ihrem entsprechenden Leib darinnen. Da sind diese drei Leiber von den seelischen Gliedern durchzogen; da sind diese drei auch abhängig von einer gewissen Umgebung. Dreifach abhängig ist der Mensch von seiner Umgebung während des tagwachen Zustandes. Was heißt es denn eigentlich, wenn wir in Bezug auf die Welt Tagwachen betrachten, das Tagwachen? Das heißt: Es wird dasjenige, was in der Nacht aus dem physischen Leib und Ätherleib heraus ist, durch das Aufgehen der Sonne hineingerufen in den physischen und Ätherleib. Und wenn die Sonne wieder untergeht, wird das wieder herausgetrieben aus dem physischen und Ätherleib, was durch das Aufgehen der Sonne hineingetrieben worden war, der Astralleib und das Ich.

[ 26 ] Wenn nun heute der Mensch mit seinem Ich in seinem tagwachen Zustand vor uns steht, so leben diese drei Seelenglieder in ihrem entsprechenden Leib darinnen. Da sind diese drei Leiber von den seelischen Gliedern durchzogen; da sind diese drei auch abhängig von einer gewissen Umgebung. Dreifach abhängig ist der Mensch von seiner Umgebung während des tagwachen Zustandes. Was heißt es denn eigentlich, wenn wir in Bezug auf die Welt Tagwachen betrachten, das Tagwachen? Das heißt: Es wird dasjenige, was in der Nacht aus dem physischen Leib und Ätherleib heraus ist, durch das Aufgehen der Sonne hineingerufen in den physischen und Ätherleib. Und wenn die Sonne wieder untergeht, wird das wieder herausgetrieben aus dem physischen und Ätherleib, was durch das Aufgehen der Sonne hineingetrieben worden war, der Astralleib und das Ich.

[ 27 ] Nun ist die Entwicklung des Menschen darin bestehend, dass der Mensch unabhängig wird von äußeren Verhältnissen. Auf dem Lande draußen richten sich wirklich Schlafen und Wachen noch ein wenig nach dem Untergehen und Aufgehen der Sonne. Der Mensch ist dazu berufen, sich unabhängig zu machen von der äußeren Natur. Durch das städtische Leben ist auch heute der Mensch schon in hohem Grade unabhängig geworden von dem unmittelbaren Miterleben mit der Sonne und der Nacht. Aber in sich selber bewahrt der Mensch denselben Rhythmus; sodass es wirklich bei ihm so ist wie etwa bei einer Uhr, die drei Stunden vorgeht. Sie geht wie die richtig gestellte Uhr in zwölf Stunden einmal herum. Sie braucht so lang als sonst, zeigt nur immer eine falsche Zeit an. Innerlich geht sie abhängig von der Sonnenzeit, aber mit den äußeren Verhältnissen stimmt sie nicht mehr zusammen. Beim Menschen ist es notwendig, dass er sich heraushebt aus den äußeren Verhältnissen und den Rhythmus nur innerlich beibehält. Also draußen geht die Sonne auf und unter; der Mensch schläft und wacht aber nicht mit diesem Untergehen und Aufgehen der Sonne; aber er behält den Rhythmus innerlich bei. Wenn er es auch dahin bringen kann, bei Nacht zu wachen und bei Tag zu schlafen, so wechseln innerlich doch Tag und Nacht bei ihm ab. Während in früheren Zeiten das innere Leben des Menschen zusammenfiel äußerlich mit Tag und Nacht, so sind sie jetzt zwar auseinandergerissen äußerlich, aber den Rhythmus hat der Mensch innerlich beibehalten. Also des Menschen Tagwachen - das Zusammenleben des Seelischen mit dem äußerlichen Leib - bedeutet des Menschen Zusammengehörigkeit mit der Sonne. Daher ist es die Sonne, welche regelt dieses Zusammenleben des Seelischen mit dem äußerlichen Leib. Das äußerlich Leibliche wird in Bezug auf die Seele geregelt durch das Verhältnis der Erde zur Sonne.

[ 27 ] Nun ist die Entwicklung des Menschen darin bestehend, dass der Mensch unabhängig wird von äußeren Verhältnissen. Auf dem Lande draußen richten sich wirklich Schlafen und Wachen noch ein wenig nach dem Untergehen und Aufgehen der Sonne. Der Mensch ist dazu berufen, sich unabhängig zu machen von der äußeren Natur. Durch das städtische Leben ist auch heute der Mensch schon in hohem Grade unabhängig geworden von dem unmittelbaren Miterleben mit der Sonne und der Nacht. Aber in sich selber bewahrt der Mensch denselben Rhythmus; sodass es wirklich bei ihm so ist wie etwa bei einer Uhr, die drei Stunden vorgeht. Sie geht wie die richtig gestellte Uhr in zwölf Stunden einmal herum. Sie braucht so lang als sonst, zeigt nur immer eine falsche Zeit an. Innerlich geht sie abhängig von der Sonnenzeit, aber mit den äußeren Verhältnissen stimmt sie nicht mehr zusammen. Beim Menschen ist es notwendig, dass er sich heraushebt aus den äußeren Verhältnissen und den Rhythmus nur innerlich beibehält. Also draußen geht die Sonne auf und unter; der Mensch schläft und wacht aber nicht mit diesem Untergehen und Aufgehen der Sonne; aber er behält den Rhythmus innerlich bei. Wenn er es auch dahin bringen kann, bei Nacht zu wachen und bei Tag zu schlafen, so wechseln innerlich doch Tag und Nacht bei ihm ab. Während in früheren Zeiten das innere Leben des Menschen zusammenfiel äußerlich mit Tag und Nacht, so sind sie jetzt zwar auseinandergerissen äußerlich, aber den Rhythmus hat der Mensch innerlich beibehalten. Also des Menschen Tagwachen - das Zusammenleben des Seelischen mit dem äußerlichen Leib - bedeutet des Menschen Zusammengehörigkeit mit der Sonne. Daher ist es die Sonne, welche regelt dieses Zusammenleben des Seelischen mit dem äußerlichen Leib. Das äußerlich Leibliche wird in Bezug auf die Seele geregelt durch das Verhältnis der Erde zur Sonne.

[ 28 ] In dreifacher Art wird das geregelt. Da haben wir zunächst den Empfindungsleib und darinnen die Empfindungsseele. Wovon hängen in Bezug auf den Sonneneinfluss Empfindungsleib und Empfindungsseele ab? Empfindungsleib und Empfindungsseele hängen in Bezug auf den Sonneneinfluss ab von dem Orte der Erde, an dem [der Mensch] wohnt; je nachdem fällt der Sonnenstrahl in anderen Winkeln ein. Da stehen der Empfindungsleib und die Empfindungsseele in einem anderen Verhältnisse zum physischen Leib, je nach dem Ort, an dem der Mensch wohnt. Von dem Orte, an dem der Mensch auf der Erde wohnt, hängt ab zunächst dasjenige, was wir nennen den Sonneneinfluss auf des Menschen Empfindungsleib und - indirekt - Empfindungsseele. Es tritt uns dieser erste der Sonneneinflüsse entgegen in demjenigen, was wir Heimatgefühl nennen. Dieses Heimatgefühl ist das Verwachsensein des Menschen mit dem Grund und Boden, auf dem er lebt. Und die Fälle sind ja doch bekannt, wo wir sagen können, dass Menschen, die noch so bodenständig sind, die noch so verwachsen sind mit dem Ort, an dem sie leben, dass sie, wenn sie verpflanzt werden an einen anderen Ort, an Heimweh erkranken, und dass dann der Gedanke schon, dass sie zurückkehren könnten, sie wieder gesund macht. Nun ist der Mensch berufen, von solcher Abhängigkeit herauszuwachsen; aber wir sehen gerade an der Empfindungsseele und dem Empfindungsleib im Heimatgefühl diesen ersten Einfluss der Sonne, der sich ausdrückt dadurch, dass der Mensch an einem bestimmten Orte geboren wird. An einem bestimmten Orte wird er geboren und davon hängen ab gewisse Instinkte, die an ihm sich zeigen, wo das Ich noch nicht bewusst gearbeitet hat an der Empfindungsseele. Wir können das nachweisen, wenn wir äußerlich ein wenig Umschau halten.

[ 28 ] In dreifacher Art wird das geregelt. Da haben wir zunächst den Empfindungsleib und darinnen die Empfindungsseele. Wovon hängen in Bezug auf den Sonneneinfluss Empfindungsleib und Empfindungsseele ab? Empfindungsleib und Empfindungsseele hängen in Bezug auf den Sonneneinfluss ab von dem Orte der Erde, an dem [der Mensch] wohnt; je nachdem fällt der Sonnenstrahl in anderen Winkeln ein. Da stehen der Empfindungsleib und die Empfindungsseele in einem anderen Verhältnisse zum physischen Leib, je nach dem Ort, an dem der Mensch wohnt. Von dem Orte, an dem der Mensch auf der Erde wohnt, hängt ab zunächst dasjenige, was wir nennen den Sonneneinfluss auf des Menschen Empfindungsleib und - indirekt - Empfindungsseele. Es tritt uns dieser erste der Sonneneinflüsse entgegen in demjenigen, was wir Heimatgefühl nennen. Dieses Heimatgefühl ist das Verwachsensein des Menschen mit dem Grund und Boden, auf dem er lebt. Und die Fälle sind ja doch bekannt, wo wir sagen können, dass Menschen, die noch so bodenständig sind, die noch so verwachsen sind mit dem Ort, an dem sie leben, dass sie, wenn sie verpflanzt werden an einen anderen Ort, an Heimweh erkranken, und dass dann der Gedanke schon, dass sie zurückkehren könnten, sie wieder gesund macht. Nun ist der Mensch berufen, von solcher Abhängigkeit herauszuwachsen; aber wir sehen gerade an der Empfindungsseele und dem Empfindungsleib im Heimatgefühl diesen ersten Einfluss der Sonne, der sich ausdrückt dadurch, dass der Mensch an einem bestimmten Orte geboren wird. An einem bestimmten Orte wird er geboren und davon hängen ab gewisse Instinkte, die an ihm sich zeigen, wo das Ich noch nicht bewusst gearbeitet hat an der Empfindungsseele. Wir können das nachweisen, wenn wir äußerlich ein wenig Umschau halten.

[ 29 ] Es ist interessant die Tatsache, dass zwei Dinge, wenn wir nur zwei herausgreifen, dass zwei Dinge nur in ganz bestimmten Gebieten der Erde Platz gegriffen haben. Das ist die Eisenbearbeitung und jene Arbeit, von den Tieren sich Nahrung zu schaffen, die man das Melken nennt. Das finden wir, wenn wir weiter zurückgehen in der Zeit, nur in Asien und Europa. Bei den Bevölkerungen der Erde, die wir die Urbevölkerung nennen, hat sich ursprünglich nichts gezeigt von jener Arbeit des Melkens der Kühe und von der Eisenbearbeitung. Eisenbearbeitung und Tiermelken haben zum Beispiel die Ureinwohner Amerikas, die Indianer, nicht getrieben. Das ist erst durch die eindringenden Europäer nach Amerika gebracht worden. Ebenso wenig, wie man dort die Tiere gemolken hat, ebenso wenig wurde dort das Eisen verarbeitet. Auf der anderen Seite sehen wir, dass durch ganz Sibirien diese Dinge geherrscht haben, dass sie sich aber nicht über die Behring-Straße verpflanzt haben.

[ 29 ] Es ist interessant die Tatsache, dass zwei Dinge, wenn wir nur zwei herausgreifen, dass zwei Dinge nur in ganz bestimmten Gebieten der Erde Platz gegriffen haben. Das ist die Eisenbearbeitung und jene Arbeit, von den Tieren sich Nahrung zu schaffen, die man das Melken nennt. Das finden wir, wenn wir weiter zurückgehen in der Zeit, nur in Asien und Europa. Bei den Bevölkerungen der Erde, die wir die Urbevölkerung nennen, hat sich ursprünglich nichts gezeigt von jener Arbeit des Melkens der Kühe und von der Eisenbearbeitung. Eisenbearbeitung und Tiermelken haben zum Beispiel die Ureinwohner Amerikas, die Indianer, nicht getrieben. Das ist erst durch die eindringenden Europäer nach Amerika gebracht worden. Ebenso wenig, wie man dort die Tiere gemolken hat, ebenso wenig wurde dort das Eisen verarbeitet. Auf der anderen Seite sehen wir, dass durch ganz Sibirien diese Dinge geherrscht haben, dass sie sich aber nicht über die Behring-Straße verpflanzt haben.

[ 30 ] Da sehen wir, dass in den Zeiten, von denen wir reden, sich es handelt um die intensive Bearbeitung der Umgebung. Dies ist an die Empfindungsseele gebunden; das ist ganz abhängig von dem Orte der Erde, an dem man lebt. Also die Empfindungsseele lebt und wohnt im Empfindungsleib, und der Sonneneinfluss äußert sich dadurch, dass der Mensch an einem bestimmten Orte der Erde wohnt.

[ 30 ] Da sehen wir, dass in den Zeiten, von denen wir reden, sich es handelt um die intensive Bearbeitung der Umgebung. Dies ist an die Empfindungsseele gebunden; das ist ganz abhängig von dem Orte der Erde, an dem man lebt. Also die Empfindungsseele lebt und wohnt im Empfindungsleib, und der Sonneneinfluss äußert sich dadurch, dass der Mensch an einem bestimmten Orte der Erde wohnt.

[ 31 ] Versuchen wir jetzt einmal den Sonneneinfluss festzustellen in Bezug auf den Äther- oder Lebensleib und die darinnen wohnende Verstandesseele. Dieser hängt ab von den Jahreszeiten, von der Stellung der Erde zur Sonne. Von den Jahreszeiten hängt ab, wie der Mensch als Verstandesseele in seinem Ätherleib drinnen, der das Werkzeug für die Verstandessecle ist, fühlt. Das zeigt sich wiederum durch äußere Tatsachen.

[ 31 ] Versuchen wir jetzt einmal den Sonneneinfluss festzustellen in Bezug auf den Äther- oder Lebensleib und die darinnen wohnende Verstandesseele. Dieser hängt ab von den Jahreszeiten, von der Stellung der Erde zur Sonne. Von den Jahreszeiten hängt ab, wie der Mensch als Verstandesseele in seinem Ätherleib drinnen, der das Werkzeug für die Verstandessecle ist, fühlt. Das zeigt sich wiederum durch äußere Tatsachen.

[ 32 ] Sehen Sie sich einmal die Völker am Nordpol an. Wenn nicht eine gewisse Verstandes- und Gemütskultur eindringt bei ihnen — und wenn das geschieht, dann haben sie große Mühe, sie sich anzueignen -, dann verfallen sie in Apathie wegen der Verteilung von Winter und Sommer, wie sie sich um den Nordpol herum zeigt. Ebenso ist es in tropischen Gegenden mit ihren langen Sommern. Da verfällt der Mensch auch in Apathie. Jene Kultur aber, die an die Verstandesseele gebunden ist, kann eintreten in den gemäßigten Zonen, die ihren regelmäßigen Wechsel von Sommer und Winter haben. Das hängt damit zusammen, dass das eigentümliche Verhältnis von Verstandes- oder Gemütsseele zum Ätherleib nur eintreten kann, wenn der Mensch wirklich das erlebt, was man nennen kann alle jene Sehnsucht nach dem Frühling, wie sie in der gemäßigten Zone sich zeigt, alle jene Fröhlichkeit, die dann im Sommer da ist, alle jene Wehmut, die im Herbst sich einstellt, und alles das, was im Winter erlebt werden kann. Dieser Rhythmus ist notwendig, damit der Ätherleib so gedeihen kann, dass darinnen die Verstandes- oder Gemütsseele in richtiger Weise wohnen kann.

[ 32 ] Sehen Sie sich einmal die Völker am Nordpol an. Wenn nicht eine gewisse Verstandes- und Gemütskultur eindringt bei ihnen — und wenn das geschieht, dann haben sie große Mühe, sie sich anzueignen -, dann verfallen sie in Apathie wegen der Verteilung von Winter und Sommer, wie sie sich um den Nordpol herum zeigt. Ebenso ist es in tropischen Gegenden mit ihren langen Sommern. Da verfällt der Mensch auch in Apathie. Jene Kultur aber, die an die Verstandesseele gebunden ist, kann eintreten in den gemäßigten Zonen, die ihren regelmäßigen Wechsel von Sommer und Winter haben. Das hängt damit zusammen, dass das eigentümliche Verhältnis von Verstandes- oder Gemütsseele zum Ätherleib nur eintreten kann, wenn der Mensch wirklich das erlebt, was man nennen kann alle jene Sehnsucht nach dem Frühling, wie sie in der gemäßigten Zone sich zeigt, alle jene Fröhlichkeit, die dann im Sommer da ist, alle jene Wehmut, die im Herbst sich einstellt, und alles das, was im Winter erlebt werden kann. Dieser Rhythmus ist notwendig, damit der Ätherleib so gedeihen kann, dass darinnen die Verstandes- oder Gemütsseele in richtiger Weise wohnen kann.

[ 33 ] Und ein dritter Einfluss der Sonne ist derjenige von Nacht und Tag, oder wie der Mensch ihn wiederholt in seiner Bewusstseinsseele. Wenn der Mensch nicht ordentlich schläft, das heißt nicht abwechseln lässt das Wohnen des Astralleibes und Ich im physischen und Ätherleibe mit dem Draußensein aus diesen, sodass ausgebessert werden kann, was angerichtet worden ist an dem physischen Leibe durch den astralischen Leib, so kann sein Leben nicht ordentlich gedeihen. Der Mensch muss, damit er gerade den Zustand des Ich entwickeln kann, der heute notwendig ist, eine bestimmte, durch die Sonnenverhältnisse gebotene Anzahl von Stunden wachen und die andere Anzahl der Stunden schlafen. Das Werden des Ich im physischen Leibe als Bewusstseinsseele ist gebunden an jene Verhältnisse im Sonnenlauf, die uns im Wechsel von Tag und Nacht entgegentreten.

[ 33 ] Und ein dritter Einfluss der Sonne ist derjenige von Nacht und Tag, oder wie der Mensch ihn wiederholt in seiner Bewusstseinsseele. Wenn der Mensch nicht ordentlich schläft, das heißt nicht abwechseln lässt das Wohnen des Astralleibes und Ich im physischen und Ätherleibe mit dem Draußensein aus diesen, sodass ausgebessert werden kann, was angerichtet worden ist an dem physischen Leibe durch den astralischen Leib, so kann sein Leben nicht ordentlich gedeihen. Der Mensch muss, damit er gerade den Zustand des Ich entwickeln kann, der heute notwendig ist, eine bestimmte, durch die Sonnenverhältnisse gebotene Anzahl von Stunden wachen und die andere Anzahl der Stunden schlafen. Das Werden des Ich im physischen Leibe als Bewusstseinsseele ist gebunden an jene Verhältnisse im Sonnenlauf, die uns im Wechsel von Tag und Nacht entgegentreten.

[ 34 ] So haben wir die Beziehungen der Erde zur Sonne im Menschen ausgedrückt. Der Astralleib oder der Empfindungsleib mit der darin wohnenden Empfindungsseele haben ein Verhältnis zu dem Orte der Erde, auf dem wir leben. Wir machen uns nur mehr und mehr unabhängig von dem Orte, an dem wir sind, indem wir stärker und stärker innerlich werden und hinauswachsen über die Bodenständigkeit der Heimat. Indem wir die ganze Erde zu unserem Wohnplatz machen, entwickeln wir das Heimatgefühl zu dem [Wohnplatz] der ganzen Erde; aber wir sind eben dann von der ganzen Erde abhängig, und wir werden diese Erdenlokalität als entsprechend nehmen müssen. Der Wechsel der Jahreszeiten entspricht dem, was wir innerhalb des Ätherleibes erleben. Der Wechsel der Tageszeiten entspricht dem, was wir als Wechsel von Wachen und Schlafen erleben.

[ 34 ] So haben wir die Beziehungen der Erde zur Sonne im Menschen ausgedrückt. Der Astralleib oder der Empfindungsleib mit der darin wohnenden Empfindungsseele haben ein Verhältnis zu dem Orte der Erde, auf dem wir leben. Wir machen uns nur mehr und mehr unabhängig von dem Orte, an dem wir sind, indem wir stärker und stärker innerlich werden und hinauswachsen über die Bodenständigkeit der Heimat. Indem wir die ganze Erde zu unserem Wohnplatz machen, entwickeln wir das Heimatgefühl zu dem [Wohnplatz] der ganzen Erde; aber wir sind eben dann von der ganzen Erde abhängig, und wir werden diese Erdenlokalität als entsprechend nehmen müssen. Der Wechsel der Jahreszeiten entspricht dem, was wir innerhalb des Ätherleibes erleben. Der Wechsel der Tageszeiten entspricht dem, was wir als Wechsel von Wachen und Schlafen erleben.

[ 35 ] Damit haben wir gekennzeichnet die Stellung des Menschen zu Sonne und Erde. Denn wenn der Mensch mit seinem inneren Wesen, mit dem er in der Nacht draußen ist aus dem physischen und Ätherleib, wenn er mit seinem inneren Wesen im physischen und Ätherleib drinnen ist, sodass der Mensch als die ganze menschliche Wesenheit vor uns steht sozusagen bei Tag - noch besser gesagt: im wachenden Zustand -, [dann] ist der Mensch ein Ergebnis - in seinem ganzen Leben - dieses dreifachen Verhältnisses der Erde zur Sonne. Im wachenden Zustand wiederholt sich das Verhältnis der Erde zur Sonne.

[ 35 ] Damit haben wir gekennzeichnet die Stellung des Menschen zu Sonne und Erde. Denn wenn der Mensch mit seinem inneren Wesen, mit dem er in der Nacht draußen ist aus dem physischen und Ätherleib, wenn er mit seinem inneren Wesen im physischen und Ätherleib drinnen ist, sodass der Mensch als die ganze menschliche Wesenheit vor uns steht sozusagen bei Tag - noch besser gesagt: im wachenden Zustand -, [dann] ist der Mensch ein Ergebnis - in seinem ganzen Leben - dieses dreifachen Verhältnisses der Erde zur Sonne. Im wachenden Zustand wiederholt sich das Verhältnis der Erde zur Sonne.

[ 36 ] Und jetzt betrachten wir jenen Menschen, der der eigentliche innere Mensch ist, der in schlafendem Zustand außerhalb von physischem und Ätherleib ist. Den kann natürlich keine äußere Wissenschaft betrachten, den kann nur der hellseherische Blick betrachten; denn die äußere Wissenschaft hat natürlich im Schlafen nur den physischen Leib und Ätherleib vor sich, den Ätherleib leugnet sie, so bleibt nur der physische Leib für sie, und der ist wachend und schlafend derselbe. Mit demjenigen, was herausgeht in der Nacht, beschäftigt sich die äußere Wissenschaft nicht. Gerade das ist dasjenige, was, nachdem der Mensch tagsüber - überhaupt, wenn er in seinem physischen und Ätherleib drinnen ist- dem Sonneneinfluss ausgesetzt ist und den Sonneneinfluss in sich wiederholt, was in genau demselben Verhältnis zum Monde steht. Wie das Tagesleben in dreifacher Weise beim Menschen wiederholt das Verhältnis der Sonne zur Erde, so wiederholt das Nachtleben des Menschen, nämlich dasjenige, was beim Einschlafen heraustritt aus dem physischen Leib und Ätherleib, den Mondrhythmus, das Verhältnis des Mondes zur Erde. Und das ist bei jedem Menschen so. Nur müssen wir ins Auge fassen, wie das ist. Ich habe in einer etwas trockenen Weise beschrieben, wie dreifach der Mensch wiederholt in seinem Tagesleben den Sonneneinfluss, um Ihnen jetzt zeigen zu können, wie dann, wenn der Mensch schläft, auf das eigentliche Innere desselben der Mondeinfluss sich äußert. Da sind die Tatsachen so, dass sich keine äußeren Belege dafür finden können [...]. Man wird zwar, wenn man das Menschenleben betrachtet, einzelne Anhaltspunkte dafür finden, aber eben nur Punkte, weil man keine Handhabe hat als durch die Geisteswissenschaft, diese in der richtigen Weise zu benutzen.

[ 36 ] Und jetzt betrachten wir jenen Menschen, der der eigentliche innere Mensch ist, der in schlafendem Zustand außerhalb von physischem und Ätherleib ist. Den kann natürlich keine äußere Wissenschaft betrachten, den kann nur der hellseherische Blick betrachten; denn die äußere Wissenschaft hat natürlich im Schlafen nur den physischen Leib und Ätherleib vor sich, den Ätherleib leugnet sie, so bleibt nur der physische Leib für sie, und der ist wachend und schlafend derselbe. Mit demjenigen, was herausgeht in der Nacht, beschäftigt sich die äußere Wissenschaft nicht. Gerade das ist dasjenige, was, nachdem der Mensch tagsüber - überhaupt, wenn er in seinem physischen und Ätherleib drinnen ist- dem Sonneneinfluss ausgesetzt ist und den Sonneneinfluss in sich wiederholt, was in genau demselben Verhältnis zum Monde steht. Wie das Tagesleben in dreifacher Weise beim Menschen wiederholt das Verhältnis der Sonne zur Erde, so wiederholt das Nachtleben des Menschen, nämlich dasjenige, was beim Einschlafen heraustritt aus dem physischen Leib und Ätherleib, den Mondrhythmus, das Verhältnis des Mondes zur Erde. Und das ist bei jedem Menschen so. Nur müssen wir ins Auge fassen, wie das ist. Ich habe in einer etwas trockenen Weise beschrieben, wie dreifach der Mensch wiederholt in seinem Tagesleben den Sonneneinfluss, um Ihnen jetzt zeigen zu können, wie dann, wenn der Mensch schläft, auf das eigentliche Innere desselben der Mondeinfluss sich äußert. Da sind die Tatsachen so, dass sich keine äußeren Belege dafür finden können [...]. Man wird zwar, wenn man das Menschenleben betrachtet, einzelne Anhaltspunkte dafür finden, aber eben nur Punkte, weil man keine Handhabe hat als durch die Geisteswissenschaft, diese in der richtigen Weise zu benutzen.

[ 37 ] Sehen Sie, Sie werden schon gehört haben von jenen wirklichen echten Dichtern zum Beispiel, welche in gewissen Zeiten schweigen müssen mit ihrem Dichten, welche da nichts produzieren können; die anderen weniger bedeutenden, die können ja jederzeit dichten, nicht wahr. Aber diejenigen, die wirklich ihr seelisches Blut geben, wenn sie dichten, müssen zu gewissen Zeiten verstummen, während es zu anderen Zeiten - und zwar auf jedem Gebiete der Kunst - so ist, dass das Innere wirklich wie ein Quell ist, der die künstlerischen Intuitionen und Intentionen und so weiter hervortreibt. Woher kommt das? Nun ja, es wird das in der äußeren Wissenschaft nicht beobachtet. Woher kommt das? Das kommt daher, weil in der Tat ein regelmäßiger Rhythmus stattfindet in demjenigen, was nachts draußen ist aus dem physischen Leib und Ätherleib, weil ein regelmäßiger Rhythmus stattfindet im astralischen Leib und Ich. Wenn man diesen letzteren Rhythmus prüft, so stellt er sich so dar, dass er von vierzehn Tagen zu vierzehn Tagen läuft, dass er eine aufsteigende Bewegung hat und eine absteigende, dass es in diesem inneren Wesen des Menschen, das in der Nacht draußen ist aus dem physischen und Ätherleib, so kommt, dass man durch eine gewisse Zeit hindurch erlebt gerade das, was die Phantasie anregt, die Gedanken hervorbringt, was produktiv ist, und dass durch die anderen vierzehn Tage dasjenige schweigt, was die Phantasie anregt, die Gedanken hervorbringt, den Menschen zur Produktion anregt. Da wird namentlich die Phantasie weniger und weniger produktiv, und es gibt tote Punkte, wo gar nichts heraus will aus diesem Innern. Tatsächlich ist das so, dass ein gewisser regelmäßiger Rhythmus da eintritt in dem Innern des Menschen. Es gibt gewisse Zeiten, in denen das Innere des Menschen die Gedanken hervorsprudeln lässt. In den anderen Zeiten können diese Gedanken ja niedergeschrieben werden; aber eigentlich produktiv ist der Mensch nur in gewissen Zeiten. Das hängt nicht zusammen mit seinem Außenleben, sondern mit den Einflüssen, die er gerade in der Schlafenszeit erfährt. Da gibt es tote Punkte, wo er innerlich nicht produktiv ist, und diese toten Punkte liegen - natürlich auch die höchsten Punkte - immer ungefähr vier Wochen voneinander entfernt. Sie entsprechen so dem Mondeinfluss - etwa -, dass der Mensch am produktivsten ist mit dem Vollmond und der tote Punkt eintritt bei Neumond. Aber im Innern des Menschen wiederholt sich dieser Rhythmus, sodass nicht etwa der Mond heute noch diesen Einfluss hat, aber so, dass wir sagen können: Es war einstmals, und zwar in urferner Vergangenheit, der Mensch so, dass er während des Schlafes durch die Kräfte, die von demjenigen ausgehen, was man heute Vollmond nennt, angeregt wurde zur inneren Produktivität, was aufsteigen ließ seine Gedanken, seine Einsichten, dasjenige, was den Menschen mit der geistigen Welt zusammenbringt, und dass er, wenn dasjenige kam, was man heute Neumond nennt, zu einem toten Punkte kam, wo sich ihm die äußere geistige Welt verschloss. Heute ist das nicht mehr so, dass dieses innere Leben in seinem Wechsel mit den Mondphasen zusammenfällt. Der Mensch hat sich davon frei gemacht. Den Rhythmus hat er beibehalten. Den Mondphasen entspricht ein Rhythmus, den des Menschen inneres Leben zeigt; zeigt, nicht nur bei großen Dichtern und Künstlern, sondern bei jedem Menschen. Bei jedem Menschen zeigt sich ein aufsteigendes und ein absteigendes Leben, das genau dem Mondrhythmus entspricht - mit diesem aber äußerlich nicht zusammenfällt in seinen höchsten und tiefsten Punkten. Während der Mensch, wenn er mit der Innerlichkeit im physischen Leib und Äther- oder Lebensleib drinnen ist, sozusagen ein Kind des Sonneneinflusses ist, ist der eigentliche Wesenskern mit seinem inneren Leben unter dem Mondeinfluss, aber nicht unmittelbar, sondern so, dass er den Rhythmus des Mondes in innerem Ablauf wiederholt.

[ 37 ] Sehen Sie, Sie werden schon gehört haben von jenen wirklichen echten Dichtern zum Beispiel, welche in gewissen Zeiten schweigen müssen mit ihrem Dichten, welche da nichts produzieren können; die anderen weniger bedeutenden, die können ja jederzeit dichten, nicht wahr. Aber diejenigen, die wirklich ihr seelisches Blut geben, wenn sie dichten, müssen zu gewissen Zeiten verstummen, während es zu anderen Zeiten - und zwar auf jedem Gebiete der Kunst - so ist, dass das Innere wirklich wie ein Quell ist, der die künstlerischen Intuitionen und Intentionen und so weiter hervortreibt. Woher kommt das? Nun ja, es wird das in der äußeren Wissenschaft nicht beobachtet. Woher kommt das? Das kommt daher, weil in der Tat ein regelmäßiger Rhythmus stattfindet in demjenigen, was nachts draußen ist aus dem physischen Leib und Ätherleib, weil ein regelmäßiger Rhythmus stattfindet im astralischen Leib und Ich. Wenn man diesen letzteren Rhythmus prüft, so stellt er sich so dar, dass er von vierzehn Tagen zu vierzehn Tagen läuft, dass er eine aufsteigende Bewegung hat und eine absteigende, dass es in diesem inneren Wesen des Menschen, das in der Nacht draußen ist aus dem physischen und Ätherleib, so kommt, dass man durch eine gewisse Zeit hindurch erlebt gerade das, was die Phantasie anregt, die Gedanken hervorbringt, was produktiv ist, und dass durch die anderen vierzehn Tage dasjenige schweigt, was die Phantasie anregt, die Gedanken hervorbringt, den Menschen zur Produktion anregt. Da wird namentlich die Phantasie weniger und weniger produktiv, und es gibt tote Punkte, wo gar nichts heraus will aus diesem Innern. Tatsächlich ist das so, dass ein gewisser regelmäßiger Rhythmus da eintritt in dem Innern des Menschen. Es gibt gewisse Zeiten, in denen das Innere des Menschen die Gedanken hervorsprudeln lässt. In den anderen Zeiten können diese Gedanken ja niedergeschrieben werden; aber eigentlich produktiv ist der Mensch nur in gewissen Zeiten. Das hängt nicht zusammen mit seinem Außenleben, sondern mit den Einflüssen, die er gerade in der Schlafenszeit erfährt. Da gibt es tote Punkte, wo er innerlich nicht produktiv ist, und diese toten Punkte liegen - natürlich auch die höchsten Punkte - immer ungefähr vier Wochen voneinander entfernt. Sie entsprechen so dem Mondeinfluss - etwa -, dass der Mensch am produktivsten ist mit dem Vollmond und der tote Punkt eintritt bei Neumond. Aber im Innern des Menschen wiederholt sich dieser Rhythmus, sodass nicht etwa der Mond heute noch diesen Einfluss hat, aber so, dass wir sagen können: Es war einstmals, und zwar in urferner Vergangenheit, der Mensch so, dass er während des Schlafes durch die Kräfte, die von demjenigen ausgehen, was man heute Vollmond nennt, angeregt wurde zur inneren Produktivität, was aufsteigen ließ seine Gedanken, seine Einsichten, dasjenige, was den Menschen mit der geistigen Welt zusammenbringt, und dass er, wenn dasjenige kam, was man heute Neumond nennt, zu einem toten Punkte kam, wo sich ihm die äußere geistige Welt verschloss. Heute ist das nicht mehr so, dass dieses innere Leben in seinem Wechsel mit den Mondphasen zusammenfällt. Der Mensch hat sich davon frei gemacht. Den Rhythmus hat er beibehalten. Den Mondphasen entspricht ein Rhythmus, den des Menschen inneres Leben zeigt; zeigt, nicht nur bei großen Dichtern und Künstlern, sondern bei jedem Menschen. Bei jedem Menschen zeigt sich ein aufsteigendes und ein absteigendes Leben, das genau dem Mondrhythmus entspricht - mit diesem aber äußerlich nicht zusammenfällt in seinen höchsten und tiefsten Punkten. Während der Mensch, wenn er mit der Innerlichkeit im physischen Leib und Äther- oder Lebensleib drinnen ist, sozusagen ein Kind des Sonneneinflusses ist, ist der eigentliche Wesenskern mit seinem inneren Leben unter dem Mondeinfluss, aber nicht unmittelbar, sondern so, dass er den Rhythmus des Mondes in innerem Ablauf wiederholt.

[ 38 ] Besonders interessant ist das, wenn wir auf die geisteswissenschaftliche Produktion selber sehen. Wo der Mensch sich so entwickelt, dass er bewusst verfolgen kann, wie sein Inneres sich getrennt hat vom Äußeren, wenn das Innere selbstständig geworden ist, wenn die Hellsichtigkeit gekommen ist bei vollem Bewusstsein, wenn er nicht durch seine äußeren Augen sieht, sondern durch die höheren Wahrnehmungsorgane, da kann er bewusst konstatieren, wie die Sache verläuft, und da zeigt sich, dass man eine Periode wahrnehmen kann von vierzehn Tagen, wo die Eingebungen den geistigen Plan durchziehen, wo alles vor dem hellsichtigen Bewusstsein steht; eine Zeit, die sozusagen eine Glanzperiode im Hellsehen ist, tritt ein, und dann wiederum kommt eine Periode, wo die Bilder verblassen. Und diese Zeiten sind alle im Rhythmus des Mondlaufes gehalten. Es ist, wie wenn man eine innere Vollmondnacht erlebte - für die äußere Anschauung kann man das als Nacht bezeichnen, obwohl sie innerlich erhellt ist. Wenn man eine hell beleuchtete, durch die Hellsichtigkeit angeschaute Welt ansieht, so erlebt man vierzehn Tage danach eine Neumondnacht, wo die Bilder verblassen. Das wechselt wie der Mondenlauf. Da, wo wir imstande sind zu konstatieren, wie dieses innere Wesen des Menschen einen Rhythmus hat durch das vollbewusste Hellsehen, da zeigt es sich am besten, dass der Mensch in der Tat einen inneren Rhythmus hat. Wie das äußere Leben des Menschen dem Sonnenrhythmus entspricht, so entspricht das innere Leben dem Mondenrhythmus. Woher kommt das?

[ 38 ] Besonders interessant ist das, wenn wir auf die geisteswissenschaftliche Produktion selber sehen. Wo der Mensch sich so entwickelt, dass er bewusst verfolgen kann, wie sein Inneres sich getrennt hat vom Äußeren, wenn das Innere selbstständig geworden ist, wenn die Hellsichtigkeit gekommen ist bei vollem Bewusstsein, wenn er nicht durch seine äußeren Augen sieht, sondern durch die höheren Wahrnehmungsorgane, da kann er bewusst konstatieren, wie die Sache verläuft, und da zeigt sich, dass man eine Periode wahrnehmen kann von vierzehn Tagen, wo die Eingebungen den geistigen Plan durchziehen, wo alles vor dem hellsichtigen Bewusstsein steht; eine Zeit, die sozusagen eine Glanzperiode im Hellsehen ist, tritt ein, und dann wiederum kommt eine Periode, wo die Bilder verblassen. Und diese Zeiten sind alle im Rhythmus des Mondlaufes gehalten. Es ist, wie wenn man eine innere Vollmondnacht erlebte - für die äußere Anschauung kann man das als Nacht bezeichnen, obwohl sie innerlich erhellt ist. Wenn man eine hell beleuchtete, durch die Hellsichtigkeit angeschaute Welt ansieht, so erlebt man vierzehn Tage danach eine Neumondnacht, wo die Bilder verblassen. Das wechselt wie der Mondenlauf. Da, wo wir imstande sind zu konstatieren, wie dieses innere Wesen des Menschen einen Rhythmus hat durch das vollbewusste Hellsehen, da zeigt es sich am besten, dass der Mensch in der Tat einen inneren Rhythmus hat. Wie das äußere Leben des Menschen dem Sonnenrhythmus entspricht, so entspricht das innere Leben dem Mondenrhythmus. Woher kommt das?

[ 39 ] Nun, meine lieben theosophischen Freunde, Sie wissen ja alle aus demjenigen, was als Akasha-Chronik existiert, dass die Erde früher als Mond verkörpert war, dass der heutige Mond sozusagen herausgeworfen ist aus unserer Erde und fortbehalten hat Verhältnisse, die früher da waren. Uralte Verhältnisse aus Zeiten, wo unser heutiges Ich, das sich herangeschult hat inzwischen, noch keinen Einfluss hatte auf unsere geistigen Verhältnisse, auf unseren Astralleib und so weiter, sind uns da aufbewahrt. Auf der anderen Seite kündigen sich schon zukünftige Verhältnisse an auf der Erde. Wie wir während der alten Mondenzeit eine Zeit hatten, wo wir keinen Einfluss des Ich auf unsere geistigen Verhältnisse hatten, wie wir während der Jupiterzeit den Astralleib ausarbeiten werden zum Geistselbst oder Manas, so hat sich die Erde gleichsam bewahrt in dem Monde die alte Zeit. Der Mond ist nichts anderes als ein Stück Erde. Er hat sie in einem Stück genau so festgehalten, dass er wie ein Stück Erde erscheint bei seinem Umlauf. Während er um die Erde sich herumdreht, dreht er sich einmal um sich selbst herum; man sieht immer von ihm dieselbe Seite, weil es ein Stück Erde ist.

[ 39 ] Nun, meine lieben theosophischen Freunde, Sie wissen ja alle aus demjenigen, was als Akasha-Chronik existiert, dass die Erde früher als Mond verkörpert war, dass der heutige Mond sozusagen herausgeworfen ist aus unserer Erde und fortbehalten hat Verhältnisse, die früher da waren. Uralte Verhältnisse aus Zeiten, wo unser heutiges Ich, das sich herangeschult hat inzwischen, noch keinen Einfluss hatte auf unsere geistigen Verhältnisse, auf unseren Astralleib und so weiter, sind uns da aufbewahrt. Auf der anderen Seite kündigen sich schon zukünftige Verhältnisse an auf der Erde. Wie wir während der alten Mondenzeit eine Zeit hatten, wo wir keinen Einfluss des Ich auf unsere geistigen Verhältnisse hatten, wie wir während der Jupiterzeit den Astralleib ausarbeiten werden zum Geistselbst oder Manas, so hat sich die Erde gleichsam bewahrt in dem Monde die alte Zeit. Der Mond ist nichts anderes als ein Stück Erde. Er hat sie in einem Stück genau so festgehalten, dass er wie ein Stück Erde erscheint bei seinem Umlauf. Während er um die Erde sich herumdreht, dreht er sich einmal um sich selbst herum; man sieht immer von ihm dieselbe Seite, weil es ein Stück Erde ist.

[ 40 ] Und, nicht wahr, wenn Sie sich denken statt des Mondes die ganze Oberfläche desselben, so würde die immer das Äußere nach außen zeigen (und das Innere nach innen). Und der Mond ist nichts anderes als ein Stück Erde, der das Äußere nach außen und das Innere nach innen zeigt. Es hat der Mond dasjenige, was die Erde war, in einem Stück festgehalten. Was der Mensch war einmal, ist daher festgehalten in seinem inneren Leben während des Schlafes, während diejenigen Verhältnisse, die bloß durch die Erde da sein können, sich uns im Wachen zeigen. Sodass wir sagen können: Unser inneres Wesen steht in einem solchen Verhältnis zu sich selber, zum ganzen Menschenwesen, wie der Mond zur Erde. Unser inneres Wesen wiederholt den Mondrhythmus. Es ist dies eine außerordentlich wichtige Tatsache, dass wir mit unserem äußeren Wesen den Sonnenrhythmus in Bezug auf die Erde wiederholen und mit unserem inneren Wesen den Mondrhythmus wiederholen.

[ 40 ] Und, nicht wahr, wenn Sie sich denken statt des Mondes die ganze Oberfläche desselben, so würde die immer das Äußere nach außen zeigen (und das Innere nach innen). Und der Mond ist nichts anderes als ein Stück Erde, der das Äußere nach außen und das Innere nach innen zeigt. Es hat der Mond dasjenige, was die Erde war, in einem Stück festgehalten. Was der Mensch war einmal, ist daher festgehalten in seinem inneren Leben während des Schlafes, während diejenigen Verhältnisse, die bloß durch die Erde da sein können, sich uns im Wachen zeigen. Sodass wir sagen können: Unser inneres Wesen steht in einem solchen Verhältnis zu sich selber, zum ganzen Menschenwesen, wie der Mond zur Erde. Unser inneres Wesen wiederholt den Mondrhythmus. Es ist dies eine außerordentlich wichtige Tatsache, dass wir mit unserem äußeren Wesen den Sonnenrhythmus in Bezug auf die Erde wiederholen und mit unserem inneren Wesen den Mondrhythmus wiederholen.

[ 41 ] Dieses unser inneres Wesen ist aber zu gleicher Zeit etwas, was ja von Inkarnation zu Inkarnation geht, von Verkörperung zu Verkörperung. Daher ist nur die einzelne Verkörperung unmittelbar unter den Sonneneinfluss gestellt, während das innere Leben, das von Inkarnation zu Inkarnation geht, unter den Mondeinfluss gestellt ist. Würde bloß die Sonne wirken, so würde das menschliche Leben so schnell ablaufen, dass in einer Inkarnation erlebt würde, was sonst nur viele Inkarnationen bringen. Wir würden aber auch nicht mehr erleben als [das,] was wir in einer Inkarnation erleben können. Der Mondeinfluss bewirkt, dass wir in jeder Inkarnation neu erscheinen können. Wirklich, es ist so, dass dasjenige, was zwischen Geburt und Tod steht, in den Sonneneinfluss gestellt ist, und dasjenige, was dahinter steht, wo das Geistige tätig ist, unter dem Mondeneinfluss steht.

[ 41 ] Dieses unser inneres Wesen ist aber zu gleicher Zeit etwas, was ja von Inkarnation zu Inkarnation geht, von Verkörperung zu Verkörperung. Daher ist nur die einzelne Verkörperung unmittelbar unter den Sonneneinfluss gestellt, während das innere Leben, das von Inkarnation zu Inkarnation geht, unter den Mondeinfluss gestellt ist. Würde bloß die Sonne wirken, so würde das menschliche Leben so schnell ablaufen, dass in einer Inkarnation erlebt würde, was sonst nur viele Inkarnationen bringen. Wir würden aber auch nicht mehr erleben als [das,] was wir in einer Inkarnation erleben können. Der Mondeinfluss bewirkt, dass wir in jeder Inkarnation neu erscheinen können. Wirklich, es ist so, dass dasjenige, was zwischen Geburt und Tod steht, in den Sonneneinfluss gestellt ist, und dasjenige, was dahinter steht, wo das Geistige tätig ist, unter dem Mondeneinfluss steht.

[ 42 ] Hier ist wirklich einer der Punkte, wo die heutige Wissenschaft ihrer selbst spottet und nicht weiß wie. Wo man heute noch von den Verhältnissen die Rede findet, die sich auf die Zeit vor der Geburt bezieht, wird sogar nach Mondmonaten gerechnet. Man rechnet zehn Mondmonate. Zehnmal wiederholt sich der Mondenlauf während der menschlichen Keimesentwicklung von der Empfängnis bis zur Geburt. Da muss man - weil tatsächlich jedem Monat ein ganz bestimmter Entwicklungslauf des Keimes entspricht und der Keim sich [Lücke in der Mitschrift] - da muss man nach Mondmonaten rechnen. Zehn Mondmonate lebt der Menschenkeim, bevor er geboren wird. Da rechnet sogar die äußere Wissenschaft mit diesen Verhältnissen und spottet dabei ihrer selbst und weiß nicht wie. Die Verhältnisse des Menschen, die sich nicht beziehen auf sein Leben zwischen Geburt und Tod, sondern unmittelbar dahinter liegen, beziehen sich alle auf den Mondeneinfluss, nur dass es nicht unmittelbar der heutige Mond ist, der da wirkt, aber der Rhythmus wird festgehalten. Ungeheure Perspektiven eröffnen sich für diejenigen, die auf diesen Anregungen weiter forschen wollen. Was hinter dem äußeren Leben liegt, weist auf den Rhythmus zurück, der vom früheren Monde festgehalten ist, der sich wiederholen wird auf höherer Stufe in dem Jupiterrhythmus. Alles dasjenige, was hinter dem äußeren Leben steht, weist auf den Mondeneinfluss zurück. Kein Wunder, dass die äußere Wissenschaft vom Mondeneinfluss nichts weiß und selbst da irrt, wo sie sich noch einen solchen Einfluss bewahrt hat. Die Erde war früher selbst in einem solchen Rhythmus, der sich zeigt heute im achtundzwanzigtägigen Mondenumschwung. Daher ist es nicht [verwunderlich], dass sie sich in ihrem Leben etwas bewahrt hat, diese Erde, was sich eben so äußert wie der Mondenrhythmus.

[ 42 ] Hier ist wirklich einer der Punkte, wo die heutige Wissenschaft ihrer selbst spottet und nicht weiß wie. Wo man heute noch von den Verhältnissen die Rede findet, die sich auf die Zeit vor der Geburt bezieht, wird sogar nach Mondmonaten gerechnet. Man rechnet zehn Mondmonate. Zehnmal wiederholt sich der Mondenlauf während der menschlichen Keimesentwicklung von der Empfängnis bis zur Geburt. Da muss man - weil tatsächlich jedem Monat ein ganz bestimmter Entwicklungslauf des Keimes entspricht und der Keim sich [Lücke in der Mitschrift] - da muss man nach Mondmonaten rechnen. Zehn Mondmonate lebt der Menschenkeim, bevor er geboren wird. Da rechnet sogar die äußere Wissenschaft mit diesen Verhältnissen und spottet dabei ihrer selbst und weiß nicht wie. Die Verhältnisse des Menschen, die sich nicht beziehen auf sein Leben zwischen Geburt und Tod, sondern unmittelbar dahinter liegen, beziehen sich alle auf den Mondeneinfluss, nur dass es nicht unmittelbar der heutige Mond ist, der da wirkt, aber der Rhythmus wird festgehalten. Ungeheure Perspektiven eröffnen sich für diejenigen, die auf diesen Anregungen weiter forschen wollen. Was hinter dem äußeren Leben liegt, weist auf den Rhythmus zurück, der vom früheren Monde festgehalten ist, der sich wiederholen wird auf höherer Stufe in dem Jupiterrhythmus. Alles dasjenige, was hinter dem äußeren Leben steht, weist auf den Mondeneinfluss zurück. Kein Wunder, dass die äußere Wissenschaft vom Mondeneinfluss nichts weiß und selbst da irrt, wo sie sich noch einen solchen Einfluss bewahrt hat. Die Erde war früher selbst in einem solchen Rhythmus, der sich zeigt heute im achtundzwanzigtägigen Mondenumschwung. Daher ist es nicht [verwunderlich], dass sie sich in ihrem Leben etwas bewahrt hat, diese Erde, was sich eben so äußert wie der Mondenrhythmus.

[ 43 ] Also nicht der heutige Mond ist es, der die Flut bewirkt, sondern es ist das innere Leben der Erde selbst, das sich da zeigt, jenes innere Leben, das wiederum geblieben ist aus der früheren Mondenzeit. Das hat sich erhalten in den eigenen irdischen Erscheinungen, in Ebbe und Flut; und wiederum auf der anderen Seite in demjenigen, [dass die Erde] den Mond um sich herumtreibt. Kein Wunder, dass die beiden zusammenfallen! Denn sie führen beide auf eine und dieselbe Ursache zurück.

[ 43 ] Also nicht der heutige Mond ist es, der die Flut bewirkt, sondern es ist das innere Leben der Erde selbst, das sich da zeigt, jenes innere Leben, das wiederum geblieben ist aus der früheren Mondenzeit. Das hat sich erhalten in den eigenen irdischen Erscheinungen, in Ebbe und Flut; und wiederum auf der anderen Seite in demjenigen, [dass die Erde] den Mond um sich herumtreibt. Kein Wunder, dass die beiden zusammenfallen! Denn sie führen beide auf eine und dieselbe Ursache zurück.

[ 44 ] Derjenige hat recht, der da spricht von einem Zurückführen sowohl des Mondenumschwungs als auch jener Erscheinung, die man Ebbe und Flut nennt, auf eine gemeinschaftliche geistige Erdenursache. Deshalb laufen die beiden Erscheinungen parallel; deshalb können sie auch übereinandergreifen; gerade wie beim Menschen so greifen auch draußen die Erscheinungen, die parallel laufen, übereinander.

[ 44 ] Derjenige hat recht, der da spricht von einem Zurückführen sowohl des Mondenumschwungs als auch jener Erscheinung, die man Ebbe und Flut nennt, auf eine gemeinschaftliche geistige Erdenursache. Deshalb laufen die beiden Erscheinungen parallel; deshalb können sie auch übereinandergreifen; gerade wie beim Menschen so greifen auch draußen die Erscheinungen, die parallel laufen, übereinander.

[ 45 ] In diesem Sinne, meine lieben theosophischen Freunde, kann in der Tat die Flut sich verspäten, wie ja beim Menschen allerdings auch dasjenige, was sein innerer Rhythmus ist, zwar in der Zeitenfolge die Sache festhält, aber auch durchaus sich nicht an die äußeren Einflüsse bindet. Kurz, wenn wir geisteswissenschaftlich betrachten die Sachen, so erklärt sich alles, was auf diesem Gebiete zu erklären ist.

[ 45 ] In diesem Sinne, meine lieben theosophischen Freunde, kann in der Tat die Flut sich verspäten, wie ja beim Menschen allerdings auch dasjenige, was sein innerer Rhythmus ist, zwar in der Zeitenfolge die Sache festhält, aber auch durchaus sich nicht an die äußeren Einflüsse bindet. Kurz, wenn wir geisteswissenschaftlich betrachten die Sachen, so erklärt sich alles, was auf diesem Gebiete zu erklären ist.

[ 46 ] So sehen wir, dass wir zu fragen haben, wenn wir dasjenige, was hinter den äußeren Erscheinungen steht, dasjenige, was durchgeht durch die Inkarnationen, ins Auge fassen, dass wir da zu fragen haben nach demjenigen, was als Geistiges schon vorhanden war während der alten Mondenzeit. Der Mond ist gleichsam ein Wahrzeichen dessen, was die Erde früher war, der Einfluss auf den Menschen, der schon gewirkt hat, bevor der Mensch das heutige Ich geworden ist. Wenn der Mensch zum Mond hinaufschaut, so kann er sagen: Du hast bewahrt, was einst die Erde war. Ich habe auf der Erde mein Ich erlangt. Was aber mein Ich zu einem Ewigen macht und in dem ich lebe, wenn ich schlafe, wenn ich untertauche, nachdem ich durchgegangen bin durch die Pforte des Todes, das hängt in seinem Rhythmus mit dem Mondenlauf zusammen.

[ 46 ] So sehen wir, dass wir zu fragen haben, wenn wir dasjenige, was hinter den äußeren Erscheinungen steht, dasjenige, was durchgeht durch die Inkarnationen, ins Auge fassen, dass wir da zu fragen haben nach demjenigen, was als Geistiges schon vorhanden war während der alten Mondenzeit. Der Mond ist gleichsam ein Wahrzeichen dessen, was die Erde früher war, der Einfluss auf den Menschen, der schon gewirkt hat, bevor der Mensch das heutige Ich geworden ist. Wenn der Mensch zum Mond hinaufschaut, so kann er sagen: Du hast bewahrt, was einst die Erde war. Ich habe auf der Erde mein Ich erlangt. Was aber mein Ich zu einem Ewigen macht und in dem ich lebe, wenn ich schlafe, wenn ich untertauche, nachdem ich durchgegangen bin durch die Pforte des Todes, das hängt in seinem Rhythmus mit dem Mondenlauf zusammen.

[ 47 ] Was über das einzelne Leben hinausgeht, führt uns zum Mondenlauf. Die religiösen Urkunden haben manche okkulte Wahrheit treulich bewahrt, nur versteht heute der Mensch wenig die religiösen Urkunden. Das althebräische Bekenntnis, das das Christentum vorbereitet hat, hat das, was wir gesagt haben, in einer wunderbaren Weise empfunden. Moses hat gesagt: In mir, da lebt etwas, das ist verwandt mit dem göttlichen Weltengeist. Was in mir den Rhythmus bewirkt, das sehe ich oben in dem Mondrhythmus. Daher nennt er Jahve den Mondgott, der eingerichtet hat die Mondenordnung vor der Erdenordnung, damit sie ist der Rhythmus der inneren Menschlichkeit. Und wie beschreibt Moses jenen Jahve? Lesen Sie die betreffende Stelle, sie ist wunderbar schön sachgemäß. Es wird uns ausdrücklich beschrieben von Jahve, sein Antlitz könne der Mensch niemals sehen; er zeigt sich [ihm] nur von seiner Rückseite. Warum beschreibt die mosaische Urkunde den Jahve so? Sie beschreibt ihn so, weil Jahve oder Jehova äußerlich repräsentiert wird durch den Mond, der sein Antlitz abrichtet und an der Erde vorübergeht immer mit derselben Seite und niemals sein Antlitz zeigt. Der Mondweg ist in dieser Beschreibung gegeben.

[ 47 ] Was über das einzelne Leben hinausgeht, führt uns zum Mondenlauf. Die religiösen Urkunden haben manche okkulte Wahrheit treulich bewahrt, nur versteht heute der Mensch wenig die religiösen Urkunden. Das althebräische Bekenntnis, das das Christentum vorbereitet hat, hat das, was wir gesagt haben, in einer wunderbaren Weise empfunden. Moses hat gesagt: In mir, da lebt etwas, das ist verwandt mit dem göttlichen Weltengeist. Was in mir den Rhythmus bewirkt, das sehe ich oben in dem Mondrhythmus. Daher nennt er Jahve den Mondgott, der eingerichtet hat die Mondenordnung vor der Erdenordnung, damit sie ist der Rhythmus der inneren Menschlichkeit. Und wie beschreibt Moses jenen Jahve? Lesen Sie die betreffende Stelle, sie ist wunderbar schön sachgemäß. Es wird uns ausdrücklich beschrieben von Jahve, sein Antlitz könne der Mensch niemals sehen; er zeigt sich [ihm] nur von seiner Rückseite. Warum beschreibt die mosaische Urkunde den Jahve so? Sie beschreibt ihn so, weil Jahve oder Jehova äußerlich repräsentiert wird durch den Mond, der sein Antlitz abrichtet und an der Erde vorübergeht immer mit derselben Seite und niemals sein Antlitz zeigt. Der Mondweg ist in dieser Beschreibung gegeben.

[ 48 ] Das ist eines derjenigen Beispiele, wo uns die ganze Tiefe der biblischen Urkunde entgegentritt, als einer wahren okkulten Urkunde, wenn wir sie nur verstehen. Nun müssen wir uns auch klar darüber sein, dass dasjenige, was als ein Rhythmus war in dem Ich-entblößten Menschen, in jenem Menschen, der noch nicht zu seinem Ich erwacht war, was als ein Rhythmus sich erhält für das herabgedämpfte Ich, dass das kommen muss für das Ich nun. Der Mensch ist herausgetreten aus dem Mondenrhythmus. Wenn dieser heute noch eintritt, so zeigt sich, dass geblieben ist, was der Mondenrhythmus war. Der Mensch muss aber vollbewusst hineinschreiten in die Geistigkeit, das heißt, es muss dasjenige, was für alte Zeiten im Mondenrhythmus gegeben wurde, für die Zukunft auch im Sonnenrhythmus gegeben werden können. Dazu musste der Geist der Sonne sich mit der Erdenentwicklung verbinden.

[ 48 ] Das ist eines derjenigen Beispiele, wo uns die ganze Tiefe der biblischen Urkunde entgegentritt, als einer wahren okkulten Urkunde, wenn wir sie nur verstehen. Nun müssen wir uns auch klar darüber sein, dass dasjenige, was als ein Rhythmus war in dem Ich-entblößten Menschen, in jenem Menschen, der noch nicht zu seinem Ich erwacht war, was als ein Rhythmus sich erhält für das herabgedämpfte Ich, dass das kommen muss für das Ich nun. Der Mensch ist herausgetreten aus dem Mondenrhythmus. Wenn dieser heute noch eintritt, so zeigt sich, dass geblieben ist, was der Mondenrhythmus war. Der Mensch muss aber vollbewusst hineinschreiten in die Geistigkeit, das heißt, es muss dasjenige, was für alte Zeiten im Mondenrhythmus gegeben wurde, für die Zukunft auch im Sonnenrhythmus gegeben werden können. Dazu musste der Geist der Sonne sich mit der Erdenentwicklung verbinden.

[ 49 ] Wie uns das Alte Testament noch zurück weist auf einen Geist, der mit dem Mond verbunden ist, so weist uns das Neue Testament nach dem Christus Jesus hin, der nun die Entwicklung nach der anderen Seite bringen wird, der in den Tag hinein, in das voll entwickelte Ich den [Sonnenrhythmus] stellen wird.

[ 49 ] Wie uns das Alte Testament noch zurück weist auf einen Geist, der mit dem Mond verbunden ist, so weist uns das Neue Testament nach dem Christus Jesus hin, der nun die Entwicklung nach der anderen Seite bringen wird, der in den Tag hinein, in das voll entwickelte Ich den [Sonnenrhythmus] stellen wird.

[ 50 ] Wir haben schon darauf hingedeutet, dass bei voll entwickeltem Ich das heutige hellseherische Bewusstsein sich schon zeigt.

[ 50 ] Wir haben schon darauf hingedeutet, dass bei voll entwickeltem Ich das heutige hellseherische Bewusstsein sich schon zeigt.

[ 51 ] Also, für die Nachtseite unserer Entwicklung begreifen wir, dass der Mondeneinfluss sich geltend macht. Für alles dasjenige, was zusammenhängt sozusagen mit irgendwelchem Schlafzustand, macht sich der Mondeneinfluss geltend. Das ist, was geisteswissenschaftlich zu sagen ist über den Mondeneinfluss. Und nicht durch Registrierarbeit, wie Gustav Theodor Fechner, gelangt man dahin, den Mondeneinfluss zu erkennen, sondern dadurch, dass man geisteswissenschaftlich die Sache untersucht. Dann wird man sehen, dass, wenn man sich bekannt gemacht hat mit dem Mondenrhythmus, man ihn wiederfinden wird in mancherlei irdischen Erscheinungen, dann wird man sehen, dass in mancherlei Erdenzuständen ein ähnlicher Rhythmus stattfindet, wie er im Mond stattfindet. Die Dinge stimmen zusammen, obwohl man sagen muss, dass ein direkter Einfluss nicht da ist.

[ 51 ] Also, für die Nachtseite unserer Entwicklung begreifen wir, dass der Mondeneinfluss sich geltend macht. Für alles dasjenige, was zusammenhängt sozusagen mit irgendwelchem Schlafzustand, macht sich der Mondeneinfluss geltend. Das ist, was geisteswissenschaftlich zu sagen ist über den Mondeneinfluss. Und nicht durch Registrierarbeit, wie Gustav Theodor Fechner, gelangt man dahin, den Mondeneinfluss zu erkennen, sondern dadurch, dass man geisteswissenschaftlich die Sache untersucht. Dann wird man sehen, dass, wenn man sich bekannt gemacht hat mit dem Mondenrhythmus, man ihn wiederfinden wird in mancherlei irdischen Erscheinungen, dann wird man sehen, dass in mancherlei Erdenzuständen ein ähnlicher Rhythmus stattfindet, wie er im Mond stattfindet. Die Dinge stimmen zusammen, obwohl man sagen muss, dass ein direkter Einfluss nicht da ist.

[ 52 ] Ich wollte zeigen, dass in der Tat so, wie der Mensch im äußeren Tagesleben mit dem Sonneneinfluss harmoniert, er für die Nachtseite mit dem Mondeneinfluss harmoniert, dass man aber beide für sich suchen muss, sodass der Rhythmus auf der einen Seite dem Rhythmus auf der anderen entspricht, dass man aber nicht zum Resultat kommt, wenn man sagt, der Mond wirkt das oder jenes. Man muss den Mond für sich verfolgen und den Menschen für sich. So wird man sehen, dass das zwei Rhythmen sind. Die Uhr ist auch eingestellt auf den Sonnenrhythmus, sie kann aber ganz verschieden gehen von der Sonnenzeit. Wenn wir uns beim Aufstehen in der Frühe auch richten nach der Uhr, so wird uns doch nicht einfallen, dass wir die Ursache für das Aufstehen in der Uhr suchen, darin suchen, dass sich die Zeiger der Uhr umgedreht haben, obwohl das Aufstehen mit der Uhr übereinstimmt, weil beides nach tiefer liegenden Gesetzen zusammenstimmen muss. So stimmt der Mondenlauf zusammen mit dem Innenleben des Menschen, weil beide auf eine tiefere Ursache führen.

[ 52 ] Ich wollte zeigen, dass in der Tat so, wie der Mensch im äußeren Tagesleben mit dem Sonneneinfluss harmoniert, er für die Nachtseite mit dem Mondeneinfluss harmoniert, dass man aber beide für sich suchen muss, sodass der Rhythmus auf der einen Seite dem Rhythmus auf der anderen entspricht, dass man aber nicht zum Resultat kommt, wenn man sagt, der Mond wirkt das oder jenes. Man muss den Mond für sich verfolgen und den Menschen für sich. So wird man sehen, dass das zwei Rhythmen sind. Die Uhr ist auch eingestellt auf den Sonnenrhythmus, sie kann aber ganz verschieden gehen von der Sonnenzeit. Wenn wir uns beim Aufstehen in der Frühe auch richten nach der Uhr, so wird uns doch nicht einfallen, dass wir die Ursache für das Aufstehen in der Uhr suchen, darin suchen, dass sich die Zeiger der Uhr umgedreht haben, obwohl das Aufstehen mit der Uhr übereinstimmt, weil beides nach tiefer liegenden Gesetzen zusammenstimmen muss. So stimmt der Mondenlauf zusammen mit dem Innenleben des Menschen, weil beide auf eine tiefere Ursache führen.