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Supplements to Member Lectures
GA 246

27 February 1913, Heidelberg

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Supplements to Member Lectures, tr. SOL
  1. Nachträge zur Abteilung Mitgliedervorträge

56. Das Leben Zwischen dem Tode und einer neuen Geburt

56. Life Between Death and a New Birth

Meine lieben Freunde!

My dear friends!

[ 1 ] Derjenige, der gewisse Tatsachen des übersinnlichen Lebens erkannt hat, kann nicht anders, als die Theosophie in unserem gegenwärtigen Geistesleben als etwas durchaus Notwendiges anzusehen.

[ 1 ] Anyone who has come to recognize certain facts of the supersensory realm cannot help but regard theosophy as something absolutely necessary in our present spiritual life.

[ 2 ] Wenn der Scher Bekanntschaft macht mit jenen Menschenindividualitäten, die ihr Leben eben durchmachen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, dann kann er das Folgende erleben: Er kann da begegnen einer Persönlichkeit, die er im Leben vielleicht ganz gut gekannt hat, von der er gewusst hat, wie sie im Erdenleben drinnen stand, bevor sie durch die Pforte des Todes ging. Nun lernt er sie kennen, nachdem sie durch die Pforte des Todes gegangen ist. Da kann dann Folgendes erfahren werden: Jene Persönlichkeit, die hier nicht in der Lage war, im heutigen Sinne sich Gedanken über das Spirituelle, über das Reich des Geistes zu machen - und deren Freunde und Familienangehörige das ebenso wenig konnten -, diese Persönlichkeit klagt dann dem Scher etwa Folgendes: Da habe ich nun mit meiner Gattin viele Jahre aufs Innigste verbunden gelebt; sie war der Trost, die Stärke, das Beglückende meines Lebens. Ich fühle, dass wir zusammengehören. Nun ist es mir schrecklich, dass ich sie nicht mehr finden kann in der Welt, in der sie sich aufhält. Ich weiß, sie ist da, sie ist auf der Erde, aber ich kann sie nicht finden; sie ist mir entschwunden, ist für mich tot.

[ 2 ] When the soul makes the acquaintance of those human individualities who are currently passing through the period between death and a new birth, it may experience the following: He may encounter a person whom he perhaps knew quite well in life, about whom he knew how they were situated in their earthly life before they passed through the gate of death. Now he gets to know them after they have passed through the gate of death. There, the following can be experienced: That person, who here was not able—in the modern sense—to reflect on the spiritual, on the realm of the spirit—and whose friends and family members were equally unable to do so—this person then laments to Scher, for example, as follows: “I lived for many years in the most intimate bond with my wife; she was the comfort, the strength, and the joy of my life.” I feel that we belong together. Now it is terrible to me that I can no longer find her in the world where she resides. I know she is there; she is on Earth, but I cannot find her; she has vanished from me; she is dead to me.

[ 3 ] Wenn dann der Seher sieht, warum das so ist, dann kann er sich überzeugen, dass in der Tat ein großer Unterschied herrscht zwischen dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt und dem gegenwärtigen Leben und jenem Leben in dem Menschheitszyklus vor dem Mysterium von Golgatha. Damals war ja das ganze Leben der Seele in der Verkörperung noch anders. Für die Menschen verlief nicht das Leben im physischen Leibe in Tagwachen und Nachtschlafen; es gab einen Zwischenzustand zwischen Wachen und Schlafen. Da sahen die Menschen in die Sternenwelten, und sie sahen nicht nur Sterne, sondern damit verbundene geistige Wesenheiten. Dass Geistiges in der Welt lebt, das war noch zugänglich als Wahrnehmung der Menschenseele. Wenn dann ein Toter herunterschaute in die physische Welt, wo die verkörperten Seelen lebten, dann sah er den Inhalt ihrer Seelen. Er sah, was sie sich vorstellten über die geistige Welt. Und man konnte eben von oben - wenn ich so sagen darf - die verkörperten Seelen deshalb sehen, weil sie etwas wussten von der geistigen Welt. Wenn die Menschen in ihren Seelen Ideen und Begriffe tragen von geistigen Welten, dann werden sie gesehen von den Toten. Wenn wir in unserer Seele Ideen und Begriffe tragen von geistigen Welten, dann sehen uns die Toten. Wenn wir dies nicht tun, wenn wir solche Ideen und Begriffe nicht in unserer Seele tragen, dann sind wir für die Toten nur noch da in der Erinnerung.

[ 3 ] When the seer then sees why this is so, he can convince himself that there is indeed a great difference between life between death and a new birth, and the present life and that life in the human cycle before the Mystery of Golgotha. Back then, the soul’s entire life in incarnation was still different. For people, life in the physical body did not consist of waking during the day and sleeping at night; there was an intermediate state between waking and sleeping. In that state, people looked into the worlds of the stars, and they saw not only stars but also the spiritual beings associated with them. The fact that the spiritual lives in the world was still accessible to the human soul as a perception. When a deceased person looked down into the physical world where embodied souls lived, they saw the contents of those souls. They saw the mental images the souls had of the spiritual world. And one could, so to speak, see the embodied souls from above precisely because they knew something of the spiritual world. When people carry ideas and concepts of spiritual worlds in their souls, they are seen by the dead. When we carry ideas and concepts of spiritual worlds in our souls, the dead see us. If we do not do this—if we do not carry such ideas and concepts in our souls—then we exist for the dead only in their memory.

[ 4 ] Im Griechentum galt noch der Spruch: «Lieber ein Bettler in der Oberwelt als ein König im Reich der Schatten». - Gerade in diesem Ausspruch zeigt sich so klar, wie die Menschheit in der Fortentwicklung begriffen ist. Im Griechentum versank ja der Zusammenhang mit der geistigen Welt. Jetzt lebt sich das Menschengeschlecht in eine Zeit hinein, in welcher die Seelen hier auf Erden, wenn sie verkörpert sind, zum größten Teil nur angefüllt sein wollen mit dem, was die physische Welt an Anregung gibt. Und leer sind die Seelen in Bezug auf spirituelle Vorstellungen. Das soll kein Vorwurf sein, sondern eine Schilderung des wahren Tatbestandes. Das brauchen nicht nur schlechte oder unbelehrte Seelen zu sein, die nichts wissen wollen von geistigen Welten, weil ja doch heute die Seelen eben nicht mehr hineinschauen können in geistige Welten wie in alten Zeiten. Aber weil das so ist, dass die Seelen hier meistens leer sind an geistigen Vorstellungen, so bleiben sie auch unwahrnehmbar den Seelen, die durch die Pforte des Todes gegangen sind.

[ 4 ] In ancient Greece, the saying still held true: “Better to be a beggar in the upper world than a king in the realm of shadows.”—This very saying reveals so clearly how humanity is in the process of evolving. In ancient Greece, the connection to the spiritual world had indeed been lost. Now the human race is entering an era in which souls here on Earth, when incarnated, for the most part wish only to be filled with whatever stimulation the physical world provides. And these souls are empty when it comes to spiritual mental images. This is not meant as a reproach, but rather as a description of the true state of affairs. These need not be only wicked or uneducated souls who want to know nothing of spiritual worlds, for today souls are simply no longer able to look into spiritual worlds as they did in ancient times. But because souls here are for the most part devoid of spiritual mental images, they also remain imperceptible to the souls who have passed through the gate of death.

[ 5 ] Als Beispiel möchte ich anführen einen Mann, der für Menschenliebe und sogar für Tierliebe sehr viel tut, der aber trotz seiner gütigen Seele ganz materialistisch gesinnt ist und überall für Verbreitung der materialistischen Lehre arbeitet. Er hat zitiert in einem Vortrag einen Ausspruch, der charakteristisch ist für die heutige Zeit, als Beweis dafür, wie wenig die Seelen heute in sich selbst etwas tragen von dem Hineinblicken in die geistige Welt. Es ist Forel, der den Ausspruch tat:

[ 5 ] As an example, I would like to cite a man who does a great deal for the love of humanity and even for the love of animals, but who, despite his kind soul, is entirely materialistic in his outlook and works everywhere to spread materialistic teachings. In a lecture, he quoted a statement that is characteristic of our times, as proof of how little people today carry within themselves any insight into the spiritual world. It was Forel who made the statement:

Ach! Wenn der Herrgott mich bescheren würde,
Mir lassend noch hiezu die freie Wahl,
Nicht sucht’ ich [aus mir eitle hohe Würde, Nein!
Jauchzen tät mein Herz mit einem Mal:]
Gestatte mir zu bleiben auf der Erde,
Denn dieses Reich ist mir genügend gut.
Mich zieht nicht an die himmlische Gebärde,
Behalte sie für Deine Engelbrut.

Ah! If the Lord were to grant me this,
Leaving me the freedom to choose,
I would not seek [for myself vain, lofty dignity—No!
My heart would rejoice at once:]
Allow me to remain on earth,
For this realm is good enough for me.
I am not drawn to the heavenly gesture,
Keep it for Your angelic brood.

[ 6 ] Wir wollen nicht Theosophie treiben, meine lieben Freunde, um zu wissen, wir wollen Theosophie treiben um einer höheren Menschenliebe willen. Denn die Menschen entbehren gar vieles, rückblickend von der geistigen Welt nach dem Tode, wenn sie hier nur Seelen wissen, die für sie ausgelöscht sind. Wenn man so etwas erfährt, wie ich es eben geschildert habe, da überkommt einen der Gedanke von der Notwendigkeit einer gemeinschaftlichen Sprache für Lebende und Tote. Diese gemeinschaftliche Sprache, die nicht nur sozusagen den Ausdruck vernehmlich macht, sondern das Wesen, diese Sprache ist die Theosophie. Und was tun wir eigentlich, wenn wir Theosophie treiben? Nichts absolut Neues bringen wir an die Menschenseelen heran, denn diese Seelen sind ja durch frühere Erdenleben hindurchgegangen. Jetzt sind sie leer, aber das, was einmal in den Seelen war, das bleibt doch darin. Es ist mit dem, was die Seelen früher aufgenommen haben nur so wie mit vergessenen Vorstellungen. Die spirituelle Erkenntnis taucht tief unter in die Seele. Wenn wir Theosophie treiben, dann erinnern wir nur die Seelen an das, was sie vergessen haben, und erlösen so, was tief in dem Untergrund der Seele wurzelt. Wir tragen wieder in die Seelen hinein, was auch einstmals die Seelen sichtbar gemacht hat für die Toten. Dadurch werden die Abgründe überbrückt, die sich sonst für ein materialistisches Zeitalter auftun müssten zwischen den Lebenden und den Toten. Aus diesem Grunde erwächst dem Scher die Pflicht, die Wahrheiten der geistigen Welt der Mitwelt zu verkünden.

[ 6 ] We do not want to practice theosophy, my dear friends, for the sake of knowledge; we want to practice theosophy for the sake of a higher love of humanity. For, looking back from the spiritual world after death, people are deprived of so much when they know here only of souls who have been erased from their lives. When one experiences something like what I have just described, one is overcome by the thought of the necessity of a common language for the living and the dead. This common language—which not only makes the expression audible, so to speak, but also reveals the essence—this language is theosophy. And what are we actually doing when we practice theosophy? We are not bringing anything absolutely new to human souls, for these souls have, after all, passed through previous earthly lives. Now they are empty, but what was once in the souls remains there nonetheless. What the souls have absorbed in the past is just like forgotten mental images. Spiritual insight sinks deep into the soul. When we practice theosophy, we merely remind the souls of what they have forgotten, thereby bringing to light what is deeply rooted in the depths of the soul. We bring back into the souls what once made the souls visible to the dead. In this way, the chasms that would otherwise open up between the living and the dead in a materialistic age are bridged. For this reason, the seer has a duty to proclaim the truths of the spiritual world to the wider world.

[ 7 ] Wenn man dies hört, kann man einen Begriff bekommen von dem Ernst und der Würde der Theosophie. Hergenommen aus den Stimmen der Toten selbst ist das, was uns zur Theosophic anspornt. Damit hängt zusammen, dass wir den Abgrund zwischen den Lebenden und den Toten auch noch dadurch überbrücken können, dass wir durch das Durchdrungensein mit theosophischem Leben die Verbindung aufrechterhalten können durch das, was ich nennen möchte «das Vorlesen den Toten». Wir haben gute Früchte schon sehen können bei dieser Arbeit an den Toten.

[ 7 ] Hearing this, one can get a sense of the seriousness and dignity of theosophy. Taken from the voices of the dead themselves, this is what inspires us toward theosophy. Related to this is the fact that we can also bridge the chasm between the living and the dead by maintaining a connection—through our immersion in theosophical life—via what I would like to call “reading aloud to the dead.” We have already seen positive results from this work with the dead.

[ 8 ] Da sind Leute hingestorben, die an der Seite von Theosophen gelebt haben. Sie waren der Theosophie sehr abgeneigt, schimpften darüber, gerieten in Zorn, wenn man von Theosophie sprach. Aber in den Tiefen ihrer Seele wurzelten ganz andere Empfindungen als sich zeigten im gewöhnlichen Bewusstsein. Die Seelen hassten die Theosophie, weil der Freund sie liebte. Während sie wüteten über die Theosophie, erwachte gerade in ihnen eine unbewusste Sehnsucht nach Theosophie. Es ist so: Ein Mensch kann schimpfen und losziehen über die Theosophie und nichts anderes damit wollen, als sich betäuben, betäuben die Sehnsucht, die in ihm lebt, und die er nicht aufkommen lassen will. Der Tod aber macht alle Dinge wahr. Da taucht dann auf die Sehnsucht, die der Mensch betäubt hat. Da hat er dann den stärksten Trieb, von Theosophie etwas zu vernehmen. Und wir können ihm den größten Dienst erweisen, wenn wir uns hinsetzen, das Bild des Toten vor uns, und ihm leise vorlesen, ihn unterrichten. Man kann ihm auch seine eigenen Gedanken, die man in sich aufgenommen hat, zutragen, immer sich das Bild des Toten recht lebhaft vorstellend. Wir dürfen nicht geizen mit dieser Sache, dadurch überbrücken wir den Abgrund, der uns von unseren Toten trennt.

[ 8 ] There were people who passed away who had lived alongside Theosophists. They were very averse to Theosophy, railed against it, and flew into a rage whenever anyone spoke of Theosophy. But deep within their souls lay feelings quite different from those revealed in their ordinary consciousness. Their souls hated theosophy because their friend loved it. While they raged against theosophy, an unconscious longing for theosophy was awakening within them. It is like this: A person may rail against and speak out against Theosophy, intending nothing more than to numb themselves—to numb the longing that lives within them and that they do not want to allow to surface. But death reveals all things. Then the longing that the person had numbed comes to the surface. Then they feel the strongest urge to learn something about Theosophy. And we can render them the greatest service by sitting down, with the image of the deceased before us, and quietly reading to them, teaching them. We can also convey to them our own thoughts—those we have taken into ourselves—always vividly creating a mental image of the deceased. We must not be stingy with this; in this way, we bridge the chasm that separates us from our deceased loved ones.

[ 9 ] Nicht nur in den extremsten Fällen, sondern in jedem Falle können wir den Toten Gutes tun. Drei bis fünf Jahre nach dem Tode können die Toten zumeist noch ein Verständnis haben für die Sprache, die gesprochen wurde, als sie lebten auf Erden. Dann kommt die Zeit, wo man nur noch spirituelle Gedanken schicken kann; dann verstehen die Toten nur noch die Gedanken. Dann kann man eben Toten sogar in einer fremden Sprache vorlesen, wenn man sie nur selbst versteht. Das ist ein tröstliches Gefühl, das den Schmerz lindern kann über das Ableben eines Menschen, den man liebt. Es sind Seelen bekannt geworden, die geradezu Verlangen haben nach dem, was wir hier als Theosophie verbreiten.

[ 9 ] We can do good for the deceased not only in the most extreme cases, but in every case. Three to five years after death, the deceased can usually still understand the language that was spoken while they were alive on Earth. Then comes the time when one can only send spiritual thoughts; at that point, the deceased understand only those thoughts. Then one can even read aloud to the dead in a foreign language, as long as one understands it oneself. This is a comforting feeling that can ease the pain of the passing of a loved one. There are souls known to have a genuine longing for what we teach here as Theosophy.

[ 10 ] Nun tritt wohl die Frage auf: Finden denn nicht die Toten da oben auch Lehrer unter den geistigen Individualitäten? In einer sehr langen Zeit nach dem Tode lebt der Mensch sozusagen durch die ganze Art seiner Wesenheit im Zusammenhang mit denjenigen, mit denen er hier auf Erden gelebt hat, und er ist in diese Verbindung wie in eine Art Atmosphäre eingeschlossen, sodass er etwa zehn Jahre lang nach dem Tode nicht leicht findet den Weg zu bloß geistigen Individualitäten, die er droben antrifft. Und wenn er sie antrifft, so reden sie in einer anderen Weise, als hier über Theosophie gesprochen wird; ihre Art und Weise kann keinen Ersatz bilden für das, was auf der Erde vorgeht. Die Erde ist ja nicht umsonst da. Die Dinge, die hier erlebt werden müssen, sie können nur hier erlebt werden.

[ 10 ] Now the question naturally arises: Do the dead up there not also find teachers among the spiritual individualities? For a very long time after death, a person lives, so to speak, through the very nature of their being in connection with those with whom they lived here on Earth, and they are enveloped in this connection as if in a kind of atmosphere, so that for about ten years after death, they do not easily find their way to the purely spiritual individualities they encounter up there. And when they do encounter them, these beings speak of theosophy in a different way than is done here; their manner of expression cannot serve as a substitute for what takes place on Earth. After all, the Earth is not here for nothing. The things that must be experienced here can only be experienced here.

[ 11 ] Ein Beispiel möchte ich noch anführen: Wer mit den Dingen der geistigen Welt nicht bekannt ist, der glaubt so leicht, dass die höheren Hierarchien das miterleben, was auf Erden geschieht. Das tun sie nicht! Die Wesenheiten der höheren Hierarchien erleben die Dinge der Erde nur, indem sie durch die Menschen durchschauen, die auf Erden hier leben. Und es gab eine Sache, die konnte nur auf der Erde erlebt werden von einem Gott; sie hätte nie in einer anderen Welt durchgemacht werden können. Darum musste der Gott heruntersteigen in die Erdensphäre. Das Mysterium von Golgatha hätte niemals durchgemacht werden können in einer anderen Sphäre der Welt. Denn sterben nach der Art der Menschen können die Wesenheiten der höheren Hierarchien nicht. Damit er sterben konnte, musste der Gott auf die Erde herabsteigen. Den Tod erleben, wie ihn die Menschen erleben, können Götter nicht in den höheren Hierarchien. So kann man auch nicht so ohne Weiteres hören die Botschaft der Theosophie von den höheren Geistern.

[ 11 ] I would like to give one more example: Anyone unfamiliar with the matters of the spiritual world is quick to believe that the higher hierarchies witness what happens on Earth. They do not! The beings of the higher hierarchies experience earthly events only by seeing through the people who live here on Earth. And there was one thing that could only be experienced on Earth by a God; it could never have been endured in any other world. That is why the God had to descend into the earthly sphere. The Mystery of Golgotha could never have been endured in any other sphere of the world. For the beings of the higher hierarchies cannot die in the manner of human beings. In order for him to die, the God had to descend to Earth. Gods in the higher hierarchies cannot experience death as human beings do. Thus, one cannot simply hear the message of Theosophy from the higher spirits.

[ 12 ] Man kann Bekanntschaft machen auch mit anderen Geistern, denn die Individualitäten der Welt machen verschiedene Entwicklungen durch. Der Seher kann kennenlernen Wesenheiten, die nie in einem Menschenleibe waren, die gleichsam nur nahe kommen unserer Sphäre, die aber nie geboren werden auf Erden. Die Geister können einem mancherlei erzählen in der Sprache, die Menschen und Geistern gemeinschaftlich ist. Wenn man aber das, was sie erzählen können, sich erzählen lässt, so unterscheidet es sich immer - obgleich es die Wahrheit geben kann über die höhere Welt - von dem, was die Menschen hier durch Aufnahme der Theosophie in sich an Anschauungen bilden. Es würde eben dem Menschenwesen etwas fehlen, wenn es nicht aufnehmen würde die Theosophie auf der Erde oder von der Erde aus. Daher können Sie verstehen, dass es etwas anderes ist, vorgelesen zu bekommen von einem Menschen, der hier lebt, als von einem Geist Lehren zu empfangen, der nie auf Erden war.

[ 12 ] One can also make the acquaintance of other spirits, for the individualities of the world undergo various stages of development. The seer can come to know beings who have never been in a human body—beings who, as it were, merely come close to our sphere but are never born on Earth. The spirits can tell one many things in the language common to both humans and spirits. However, if one allows oneself to be told what they can convey, it always differs—even though it may contain the truth about the higher world—from the views that humans here form by assimilating theosophy. Indeed, something would be missing from the human being if it did not absorb theosophy on Earth or from Earth. Therefore, you can understand that it is one thing to have something read to you by a person who lives here, and quite another to receive teachings from a spirit who has never been on Earth.

[ 13 ] Es ist auch nicht leicht, wenn zwei Menschen durch die Pforte des Todes gegangen sind, sich zu finden in der geistigen Welt, wenn der eine erfüllt ist von spirituellem Leben, der andere nicht. Wenn beide davon erfüllt sind, finden sie einander jedoch leicht.

[ 13 ] It is also not easy for two people who have passed through the gate of death to find one another in the spiritual world if one is filled with spiritual life and the other is not. However, if both are filled with it, they find one another easily.

[ 14 ] So sehen wir, wie von der Erde herauf eine Brücke geschlagen wird in die höhere Welt durch das theosophische Leben. Aber auch umgekehrt ist das der Fall. Es kann in einer gewissen Weise auch den Erdenmenschen wichtig werden, hereinfließen zu sehen in das Erdenleben das, was in der höheren Welt vorgeht. Auch die Brücke von der höheren Welt zum Erdenreich, sie kann bewusst geschlagen werden. Auch dafür will ich Ihnen ein Beispiel anführen.

[ 14 ] Thus we see how, from the earth, a bridge is built to the higher world through theosophical life. But the reverse is also true. In a certain sense, it can also become important for earthly human beings to see what is taking place in the higher world flowing into earthly life. The bridge from the higher world to the earthly realm can also be consciously built. I would like to give you an example of this as well.

[ 15 ] Als ich vor vielen Jahren eine Anzahl von Kindern zu unterrichten hatte, gab ich mir Mühe, die Fähigkeiten der Kinder zu studieren, ihre Anlagen, die Einwirkungen der Umgebung in Betracht zu ziehen und so weiter, da man nur dann fruchtbar unterrichten kann, wenn man dies alles in Erwägung zieht. Und siehe da: Bei alledem, was in Erwägung gezogen wurde, fehlte doch etwas. Es spielten Faktoren hinein in das Leben der Kinder, die rätselhaft waren. Und dies klärte sich mir erst auf, als die höhere Welt zu Rate gezogen wurde, als ich nachforschte, was für Kräfte von dem verstorbenen Vater in die Seelen der Kinder hineinwirkten. Und erst als damit gerechnet werden konnte, kam ich mit der Behandlung der Kinder zurecht. Da wurde ich dann auch nicht mehr gestört von dem, was der Vater wollte von drüben her. Da sehen Sie, wie bedeutungsvoll es ist, in die irdische Rechnung hineinzubeziehen, was hineinwirkt in das Erdenreich aus höheren Welten.

[ 15 ] Many years ago, when I was teaching a group of children, I made an effort to study their abilities and aptitudes, to take into account the influence of their environment, and so on, since one can only teach effectively by considering all of these factors. And lo and behold: despite everything that was taken into account, something was still missing. There were factors at play in the children’s lives that were mysterious. And this only became clear to me when I turned to the higher world for guidance, when I investigated what kinds of forces from the deceased father were at work within the children’s souls. And only when this could be taken into account was I able to manage the children’s treatment. Then I was no longer disturbed by what the father wanted from the other side. There you see how important it is to include in earthly calculations what influences the earthly realm from higher worlds.

[ 16 ] Wenn Sie das heute Gesagte betrachten, so werden Sie einsehen, dass Theosophie werden muss ein Lebenselixier, dass sie nicht besteht aus Theorien. Glauben Sie nicht, dass es berechtigt ist, immer davon zu sprechen, dass bewusstes Zusammenhängen mit der geistigen Welt schwierig ist. In Jahrzehnten wird es nicht schwierig erscheinen, wenn Theosophie gehört werden wird so, dass sie von den Erdenmenschen aufgenommen wird. Wenn man die Theosophie nicht mehr als Phantasterei auffasst, sondern begreift, was begriffen werden kann mit dem gewöhnlichen Menschenverstande, da wird der Schritt nur ein kleiner sein, wo über unzählige Menschen hereinbrechen wird das bewusste Wissen von der geistigen Welt.

[ 16 ] If you consider what has been said today, you will realize that Theosophy must become an elixir of life—that it does not consist of theories. Do not believe that it is justified to always speak of how difficult it is to consciously connect with the spiritual world. In a few decades, it will no longer seem difficult, once Theosophy is presented in a way that can be understood by people on Earth. When Theosophy is no longer viewed as a fantasy, but is understood as something that can be grasped by ordinary human reason, then it will be only a small step before conscious knowledge of the spiritual world floods over countless people.

[ 17 ] Heute sind sozusagen die Gehirne nur noch zu dicht, als dass leicht aus dem Studium der Theosophie die Hellsichtigkeit erwachen könnte, aber sie wird erwachen. Dann wird man wissen, wie hereinwirkt die geistige Welt in das Erdenleben. Gewisse Dinge sind ja ungeheuer bedeutsam, wenn man sie aufnimmt, wenn man wahrnehmen kann, wie sie aus einer anderen Welt hereinwirken in das Menschendasein auf Erden. Wir haben zum Beispiel schon öfter betrachtet den Zusammenhang der verschiedenen Inkarnationen einer Persönlichkeit: Elias, Johannes der Täufer, Raffael, Novalis. Über die Raffael-Inkarnation stellt sich dem hellseherischen Blick noch Folgendes dar. Man könnte sich die Frage vorlegen: Wie kam Raffael gerade dazu - nachdem er gewesen ist in einer vorigen Inkarnation durch sein gewaltiges Wort ein Vorherverkünder des Christus -, wie kam er dazu, nun ein Verkünder des Christus zu werden durch das Mittel der Malerei? Ja, meine lieben Freunde, verwandt ist der Beruf doch. Man kommt nach und nach darauf, wenn man nicht bloß äußerlich die Menschheitsgeschichte betrachtet, dass Raffael für die neuere Zeit eine Art Johannes war. Haben doch seine Christus- und Marienbilder weit mehr gewirkt als alle kirchlichen Dogmen. Aber nicht das soll heute hervorgehoben werden, sondern eine andere Seite, die Seite, warum gerade Raffael dazu kam, sich mit so großer Leichtigkeit auszusprechen in der Malerei. Der Vater Raffaels war kein besonderer Maler, aber er war es nur deshalb nicht, weil ihm die leibliche Geschicklichkeit fehlte. Er hatte aber bedeutende künstlerische Fähigkeiten, die in jener Inkarnation nicht herauskommen konnten. Es war seine Mission, in einer anderen Art zu wirken wie als Maler. Er wirkte dadurch, dass er starb, als Raffael noch ganz jung war. Wenn man das Leben Raffaels verfolgt, wie sozusagen die Kunst des Malens sich in ihn ergoss, da findet man, wie in ihn die Kunst seines Vaters hineinfloss. Seine Fähigkeiten goss der Vater in den Sohn, um dessen Fähigkeiten zu erhöhen. Dadurch wurde die Transformation des Johannes in Raffael erwirkt, dass Giovanni Santis Seele in Raffaels Seele hineinwirkte. - In gar mancher Weise kann eine Verbindung hergestellt werden, wenn es karmisch notwendig ist.

[ 17 ] Today, so to speak, people’s minds are simply too dense for clairvoyance to awaken easily through the study of theosophy, but it will awaken. Then people will know how the spiritual world influences life on Earth. Certain things are, after all, immensely significant when one takes them in, when one can perceive how they influence human existence on Earth from another world. For example, we have often considered the connection between the various incarnations of a single personality: Elijah, John the Baptist, Raphael, and Novalis. Regarding the Raphael incarnation, the following also presents itself to the clairvoyant gaze. One might ask the question: How did Raphael come to do this—after having been, in a previous incarnation, a forerunner of the Christ through his powerful words—how did he come to become a herald of the Christ through the medium of painting? Yes, my dear friends, the calling is indeed related. One gradually comes to realize—if one does not merely view human history from the outside—that Raphael was, for modern times, a kind of John the Baptist. After all, his depictions of Christ and Mary have had a far greater impact than all ecclesiastical dogmas. But that is not what we wish to emphasize today; rather, we wish to highlight another aspect—namely, why Raphael, in particular, came to express himself with such great ease through painting. Raphael’s father was no great painter, but he was not one simply because he lacked manual dexterity. He did, however, possess significant artistic abilities that could not come to fruition in that incarnation. It was his mission to work in a different way than as a painter. He did so by dying when Raphael was still very young. If one traces Raphael’s life and observes, so to speak, how the art of painting poured into him, one sees how his father’s art flowed into him. The father poured his abilities into his son to enhance the son’s own abilities. The transformation of John into Raphael was brought about by the soul of Giovanni Santi working within Raphael’s soul. - In many ways, a connection can be established when it is karmically necessary.

[ 18 ] Unzählige Rätsel, die sich anknüpfen an das Verhältnis der Lebenden zu den Toten, lösen sich in praktischer Weise, wenn die Menschen lernen werden durch Theosophie, dass sie ihre Toten nicht verloren haben, sondern dass sie sie noch haben, dass sie mit ihnen leben. Die Gewissheit, dass die Menschen einander gehören können, gleichgültig, ob sie leben oder nicht, diese Gewissheit wird ihnen durch Theosophie werden, und das macht das Große und Bedeutungsvolle der Theosophie aus. Was ganz besonders durch die Theosophie an die Menschen herankommen wird, das ist das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit mit der ganzen Welt. Hier auf Erden kann der Mensch sich ja sonst nur das Bewusstsein dieser Zusammengehörigkeit mit einem Teil der Welt holen.

[ 18 ] Countless mysteries surrounding the relationship between the living and the dead are resolved in a practical way when people learn through Theosophy that they have not lost their dead, but that they still have them, that they live with them. The certainty that people can belong to one another, regardless of whether they are alive or not—this certainty will be given to them through theosophy, and that is what makes theosophy so great and significant. What theosophy will bring to people in a very special way is the awareness of belonging together with the whole world. Here on earth, people can otherwise only attain an awareness of this sense of belonging with a part of the world.

[ 19 ] Kant tat instinktiv den Ausspruch: Zwei Dinge erfüllten ihn mit tiefer Verehrung, das moralische Gesetz in ihm und der gestirnte Himmel über ihm. — Er tat instinktiv diesen Ausspruch, denn er wusste ja nicht, dass diese zwei Dinge eins sind, weil der Mensch hier in seiner Seelentiefe verborgen in sich trägt, was er zwischen Tod und neuer Geburt in der Sternensphäre erlebt hat in den Sphären von Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn, in den Sternensphären. Ich habe die Sternensphären jetzt angeführt nicht so, wie sie stimmen mit der Astronomie. Das, was ich da angeführt habe, in das lebt sich der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt herein. Und wenn der Seher die Menschenseelen sieht, dann sieht er, dass sie eine Zeit lang nach dem Tode noch in der Mondensphäre sind. Diese Sphäre erstreckt sich in der Ausdehnung, die wir erhalten, wenn wir einen Kreis ziehen, der einschließt Erde und Mond.

[ 19 ] Kant instinctively uttered the following: Two things filled him with deep reverence—the moral law within him and the starry sky above him. — He uttered this statement instinctively, for he did not know that these two things are one and the same, because here, in the depths of his soul, man carries within himself what he experienced between death and rebirth in the stellar spheres—in the spheres of the Moon, Mercury, Venus, the Sun, Mars, Jupiter, and Saturn, in the stellar spheres. I have now described the stellar spheres not as they correspond to astronomy. What I have described there is what the human being lives into between death and a new birth. And when the seer looks at human souls, he sees that for a time after death they remain in the lunar sphere. This sphere extends to the area we obtain when we draw a circle that encloses the Earth and the Moon.

[ 20 ] In einer späteren Zeit finden wir die Seelen, die sich ausdehnen und immer größer werden in der Merkursphäre; noch später in der Venussphäre, dann in der Sonnensphäre, in der Marssphäre, dann in der Jupitersphäre, dann in der Saturnsphäre und dann in der Sternensphäre. Alle diese Sphären durchlebt der Mensch zwischen Tod und neuer Geburt. Von diesen Sternensphären, also von dem, was geistig Sonne, Mars und so weiter bedeuten, gehen ganz verschiedene Einflüsse aus auf den Menschen.

[ 20 ] At a later stage, we find the souls expanding and growing ever larger in the sphere of Mercury; later still in the sphere of Venus, then in the sphere of the Sun, in the sphere of Mars, then in the sphere of Jupiter, then in the sphere of Saturn, and finally in the sphere of the stars. Human beings pass through all these spheres between death and rebirth. From these stellar spheres—that is, from what the Sun, Mars, and so on represent spiritually—a wide variety of influences radiate out to human beings.

[ 21 ] Wenn wir hier den Menschen auf der Erde betrachten, so tritt er uns ja zunächst in seiner physischen Leiblichkeit entgegen. Auf diesen physischen Menschen hat nur einiges von den geistigen Kräften und Wesenheiten der Sternensphären Einfluss. Nämlich auf den physischen Menschen, den wir trennen müssen in zwei Glieder. Das eine Glied ist alles das, was eingeschlossen ist in die nach außen fest abgeschlossene Knochenkapsel des Gehirns und die Ringe des Rückenmarkes. Das ist der eine Teil. Das ist eine Welt für sich im Menschen. Und was draußen ist, außerhalb dieses Teiles, ist wiederum ein Teil für sich. Auf das, was außerhalb des Gehirns und der Rückenwirbel liegt, auf das haben nur Einflüsse die geistigen Wesenheiten von Sonne, Mond und Erde. Auf das, was innerhalb der Schädelknochen und der Rückenwirbel liegt, hat nichts Einfluss von dem, was uns jetzt umgibt. Da haben Einfluss die Kräfte des alten Saturn, der alten Sonne, des alten Mondes. Zu den anderen Planetenkräften hat nur das Seelische des Menschen ein Verhältnis.

[ 21 ] When we consider human beings on Earth, they first appear to us in their physical form. Only a few of the spiritual forces and beings of the stellar spheres exert an influence on this physical human being. Namely, on the physical human being, whom we must divide into two parts. One part is everything enclosed within the outwardly tightly sealed bony capsule of the brain and the rings of the spinal cord. That is one part. It is a world unto itself within the human being. And what lies outside this part is, in turn, a separate part in itself. Only the spiritual beings of the Sun, Moon, and Earth exert an influence on that which lies outside the brain and the vertebrae. Nothing in our present surroundings exerts any influence on what lies within the skull bones and the vertebrae. There, the forces of the ancient Saturn, the ancient Sun, and the ancient Moon exert their influence. Only the human soul has a relationship to the forces of the other planets.

[ 22 ] Also in einer ganz verschiedenen Weise wirken die Kräfte und Wesenheiten der Sternenwelt auf unseren Organismus ein. Das wird ganz besonders klar, wenn man das Leben der Menschen zwischen Tod und neuer Geburt betrachtet. In der ersten Zeit - für manche dauert sie länger, für andere kürzer, für Ausnahmen ist die Zeit sehr kurz oder tritt gar nicht ein, aber durchgemacht wird das Gleiche von jedem in irgendeiner Weise. In der ersten Zeit also sind die Menschen noch ganz in lebendigem Zusammenhang mit ihrem Erdenleben. Sie leben sozusagen nur von der Erinnerung. Daher ist es so schmerzlich unmittelbar nach dem Tode, wenn alle Verstorbenen in der Erinnerung zwar leben, aber nicht mehr wahrnehmen können die Seelen, an die sie sich erinnern. Daher ist es eine solche Wohltat, wenn die Seelen nach dem Tode vorgelesen bekommen von den Zurückgebliebenen. Der Tote ist dann nicht abgeschlossen in einer grausamen Einsamkeit, sondern er hat sozusagen die Gesellschaft der Lebenden. Diese Gesellschaft braucht der Mensch lange Zeit noch, denn nur davon lebt er in seiner Seele. Erst in einer späteren Zeit gibt es für die Seele die Möglichkeit, mit den Geistern höherer Hierarchien einen Zusammenhang zu finden. Eigentlich erst in der Venussphäre kann man Bekanntschaft machen mit diesen höheren Wesen, wenn man genügend vorbereitet ist. Vorher kann man nur in Zusammenhang stehen mit Mitlebenden der letzten oder der vorhergehenden Inkarnation.

[ 22 ] Thus, the forces and beings of the starry world influence our organism in a completely different way. This becomes particularly clear when one considers human life between death and rebirth. In the initial period—which lasts longer for some, shorter for others, and in exceptional cases is very brief or does not occur at all—everyone nevertheless experiences the same process in some way. In this initial period, people are still in a living connection with their earthly life. They live, so to speak, solely on memories. That is why it is so painful immediately after death: although all the deceased live on in memory, the souls they remember can no longer perceive them. That is why it is such a comfort when, after death, the souls have passages read to them by those left behind. The deceased is then not shut away in cruel solitude, but has, so to speak, the company of the living. Human beings need this companionship for a long time to come, for it is the sole sustenance of their souls. Only at a later stage does the soul have the opportunity to establish a connection with the spirits of higher hierarchies. In fact, it is only in the Venus sphere that one can become acquainted with these higher beings, provided one is sufficiently prepared. Before that, one can only be in contact with fellow beings from one’s last or previous incarnation.

[ 23 ] Aber die Bekanntschaften zu machen mit höheren Wesenheiten ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Eine Seele, die zur Venussphäre kommt ohne moralische Gesinnung, die sie auf Erden aufgenommen hat, findet dort nicht die Möglichkeit des Anschlusses an andere Seelen, auch nicht einmal an solche Seelen, mit denen sie schon, früher einmal zusammen war, aber ganz und gar nicht den Zusammenschluss mit den geistigen Wesenheiten höherer Hierarchien. Die Vorbereitung zu einem Leben in der Venussphäre, das nicht in grausamer Einsamkeit verfließt, ist moralische Gesinnung hier auf Erden. Wenn wir schauen könnten in die Venussphäre, so sähen wir Seelen, die in entsetzlicher Einsamkeit leben. Sie sind geistig ganz nahe anderen Seelen, aber sie nehmen sie nicht wahr. Sie können nicht an sie herankommen. Und dazu haben sie sich verurteilt durch eine unmoralische Gesinnung. Das, was hier im Leben in gewisser Beziehung der Schlaf ist, darnach würde manche Secle in diesen Sphären lechzen. Bewusstlos können die Seelen dort nicht werden, nur einsam werden sie, wie allein auf einer Insel lebend. Es ist eine Art Todesschlaf, diese Einsamkeit. Schon in der Merkursphäre kann man nicht zurechtkommen ohne moralische Gesinnung, aber in der Venussphäre ist sie eine der wichtigsten Bedingungen. Wenn man in der Venussphäre leben will, wenn man Menschenseelen und Wesen der höheren Hierarchien kennenlernen will, dann muss man dort ankommen nicht nur mit moralischen, sondern auch mit religiösen Empfindungen, denn man findet sich dort mit Seelen zusammen, die religiös gleichgestimmt sind.

[ 23 ] But making contact with higher beings is possible only under certain conditions. A soul that arrives in the Venusian sphere without the moral disposition it acquired on Earth will not find there the possibility of connecting with other souls—not even with those with whom it was once united—and certainly not the possibility of uniting with the spiritual beings of higher hierarchies. The preparation for a life in the Venusian sphere that does not pass in cruel solitude is a moral disposition here on Earth. If we could look into the Venusian sphere, we would see souls living in appalling solitude. Spiritually, they are very close to other souls, but they do not perceive them. They cannot reach them. And they have condemned themselves to this through an immoral attitude. What in this life is, in a certain sense, sleep—that is what many souls in these spheres would yearn for. The souls there cannot fall unconscious; they merely become lonely, as if living alone on an island. This loneliness is a kind of death-sleep. Even in the sphere of Mercury, one cannot get by without a moral attitude, but in the sphere of Venus, it is one of the most important prerequisites. If one wants to live in the sphere of Venus, if one wants to get to know human souls and beings of the higher hierarchies, then one must arrive there not only with moral but also with religious feelings, for there one finds oneself among souls who are of a similar religious disposition.

[ 24 ] Von der Venussphäre kommt man dann in die Sonnensphäre. Dort hat man schon nötig, nicht nur mit einer religiösen Stimmung anzukommen, sondern mit einem Verständnis für alle religiösen Bekenntnisse, die auf der Erde vorhanden sind. Man kommt dort nur zurecht mit der wahren, echten, inneren Toleranz, die zuerst ausgegossen hat der Christus, und die jetzt begriffen werden soll durch die Theosophie. Denn innerhalb des Sonnenlebens finden wir sozusagen Menschen und Wesen aller Art, und unser Leben kann dort nur ein nicht gequältes sein, wenn wir Verständnis haben für jede Seele, gleichgültig, durch welche Bildungselemente sie durchgegangen ist. In der Sonnensphäre können wir Seelen nur verstehen, wenn wir tolerant sind gegenüber den religiösen Bekenntnissen und religiösen Erlebnissen, die sie durchgemacht haben. Unter den Wesenheiten der höheren Hierarchien gibt es zum Beispiel solche, die am leichtesten der Buddhist verstehen kann. Sie sind geartet in einer besonderen Weise. Sie haben nicht die Art, gleich von allen verstanden zu werden. Es ist da eine gewisse Abgegrenztheit vorhanden.

[ 24 ] From the sphere of Venus, one then enters the sphere of the Sun. There, it is essential not only to arrive with a religious disposition, but also with an understanding of all the religious creeds that exist on Earth. One can only get along there with true, genuine, inner tolerance—the kind first poured out by Christ and which is now to be understood through Theosophy. For within the life of the Sun, we find, so to speak, people and beings of all kinds, and our life there can only be a peaceful one if we have understanding for every soul, regardless of the educational elements through which it has passed. In the solar sphere, we can understand souls only if we are tolerant of the religious beliefs and religious experiences they have undergone. Among the beings of the higher hierarchies, for example, there are some whom Buddhists can understand most easily. They are of a particular nature. They are not the kind that can be understood by everyone right away. There is a certain degree of aloofness present.

[ 25 ] Wenn wir in der Sonnensphäre mit diesen Wesen zusammenkommen, tritt noch etwas Besonderes ein. Diese Wesenheiten sind da, um uns etwas zu geben. Und wir brauchen das, was sie zu geben haben. Wenn wir kein Verständnis für sie haben, dann bleibt das, was sie uns geben können, für uns unbenutzbar. Man spricht ganz richtig, wenn man sagt: Was die Engel in der Sonnensphäre zu geben haben, das könne verstanden werden durch das, was man sich erwirbt, wenn man sich einlebt in das Zeitalter und in die Kräfte, die gegeben sind durch den Buddha. - Wenn einem das Verständnis fehlt, wenn man den Engeln, die die leitenden Mächte dieser Bekenntnisse auf Erden sind, entgegentritt, dann können sie einem etwas nicht geben, was man braucht. Dann ist es der Seele gerade so wie hier auf der Erde einem Menschen, der keine Beine oder keine Augen hat. Man wird, wenn man nicht mit voller Toleranz in der Sonnensphäre ankommt, ein seelischer Krüppel sein. Das ist eine bedeutsame Wahrheit, meine lieben Freunde.

[ 25 ] When we encounter these beings in the solar sphere, something else special happens. These beings are there to give us something. And we need what they have to offer. If we lack an understanding of them, then what they can give us remains of no use to us. It is quite correct to say: What the angels in the solar sphere have to offer can be understood through what one acquires by immersing oneself in the age and in the forces bestowed by the Buddha. — If one lacks this understanding, if one encounters the angels who are the guiding powers of these creeds on Earth, then they cannot give one what one needs. Then the soul’s situation is just like that of a person here on Earth who has no legs or no eyes. If one does not arrive in the solar sphere with complete tolerance, one will be a spiritual cripple. This is a significant truth, my dear friends.

[ 26 ] Was zuerst das Christentum und jetzt die Theosophie den Menschen gibt, das muss man aufnehmen. Der Christus-Impuls war ein ganz besonderer Impuls, und das Christentum ist sehr verschieden gegenüber allen anderen Bekenntnissen. Man kann dies sehr gut sehen, wenn man theosophische Zeitschriften der letzten Jahre in die Hand nimmt. Die theosophischen Grundsätze hat man anerkannt, aber der indische Adept hat nur seine Religion verstanden und nicht die Bekenntnisse anderer. Der Hinduismus, der Buddhismus tritt auf in diesen Zeitschriften als allein selig machend. Man spricht davon, dass alle Religionen studiert werden sollen, aber man macht das nicht zur Wahrheit, und man kann das nicht zur Wahrheit machen, wenn man nicht von Christus die Kraft bekommen hat zur Toleranz. Gegenüber allen Religionsbekenntnissen ist es eine Anomalie, wenn uns die Intoleranz zum Vorwurf gemacht wurde. Das ist unrichtig, denn wir haben von den verschiedenen Religionssystemen gesprochen gerade so wie vom Christentum. Das hängt schon zusammen mit der Art, wie das Christentum sich in Europa ausgebreitet hat. Die Abendländer würden heute noch Wotan-Anbeter sein, aber sie sind es nicht, weil sie nicht ihre Religion behalten haben, sondern das Christentum annahmen und dem sich fügten. Das muss berücksichtigt werden. In der naiven Weise, wie das Christentum bisher den Völkern gegeben wurde, hat es genügt, trotz der großen Auswüchse gegen die Toleranz. Aber jetzt reicht es in der Form nicht mehr aus. Es muss vertieft werden durch Theosophie. Und derjenige versteht heute das Christentum erst, der weiß, dass die Theosophie begriffen werden muss. Und der versündigt sich gegen das Christentum, der die Theosophie fernhalten will vom Christentum.

[ 26 ] What Christianity first offered and what Theosophy now offers to humanity must be embraced. The Christ impulse was a very special impulse, and Christianity is very different from all other faiths. This becomes very clear when one picks up theosophical journals from recent years. The theosophical principles have been acknowledged, but the Indian adept has understood only his own religion and not the creeds of others. Hinduism and Buddhism are presented in these journals as the only paths to salvation. It is said that all religions should be studied, but this is not accepted as truth, and it cannot be accepted as truth unless one has received from Christ the power of tolerance. In light of all religious creeds, it is an anomaly that we have been accused of intolerance. This is incorrect, for we have spoken of the various religious systems in exactly the same way as we have spoken of Christianity. This is closely connected to the way Christianity spread throughout Europe. Westerners would still be worshippers of Wotan today, but they are not, because they did not retain their religion; rather, they adopted Christianity and submitted to it. This must be taken into account. In the naive way that Christianity has been presented to the peoples thus far, it has sufficed—despite the great excesses against tolerance. But now it is no longer sufficient in this form. It must be deepened through theosophy. And today, one can only truly understand Christianity if one knows that theosophy must be grasped. And anyone who seeks to keep theosophy separate from Christianity is sinning against Christianity.

[ 27 ] Hier stehen wir wieder an dem Punkt, wo wir gewahr werden, wie die verschiedenen Religionssysteme der Völker ihre Bedeutung haben.

[ 27 ] Here we find ourselves once again at the point where we realize the significance of the various religious systems of the peoples.

[ 28 ] Der Gott musste auf die Erde heruntersteigen, um den Tod nach Menschenart zu erleben. In keiner anderen Welt hätte sich das Mysterium vollziehen können. Wenn wir dies erfassen, werden wir klar verstehen, dass wir auch erleben müssen den Christus-Impuls hier auf der Erde; wir können ihn nicht erleben in einer anderen Sphäre, wenn wir versäumt haben, ihn hier zu erleben. Er muss uns bleiben als eine Erinnerung nach dem Tode. Wir müssen diese Erinnerung tragen durch alle Sphären hindurch.

[ 28 ] God had to descend to Earth to experience death in the human way. This Mystery could not have been fulfilled in any other world. When we grasp this, we will clearly understand that we, too, must experience the Christ impulse here on Earth; we cannot experience it in another sphere if we have failed to experience it here. It must remain with us as a memory after death. We must carry this memory through all the spheres.

[ 29 ] Wenn wir dann ankommen in der Sonnensphäre, meine lieben Freunde, da finden wir zwei Throne. Der eine Thron ist leer, ist nicht erfüllt von einer wirklichen Wesenheit, sondern eine Akashawesenheit sitzt auf dem Thron. Wir verstehen die Wesenheit nur, wenn wir mit der Erinnerung an das Mysterium von Golgatha, die wir mitnehmen von dieser Erde, die Wesenheit anschauen. Nur mit dieser Erinnerung verstehen wir auf der Sonne dieses Akashabild, denn es zeigt uns den Christus. Der Christus ist ja allmählich von der Sonnensphäre herabgestiegen und auf die Erde gekommen. Bei der Jordantaufe ging die Christuswesenheit in die Erdensphäre über; seit der Zeit wird sie hier auf der Erde erlebt.

[ 29 ] When we arrive in the sphere of the Sun, my dear friends, we find two thrones there. One throne is empty; it is not occupied by a real being, but rather an Akashic being sits upon it. We can only understand this being if we contemplate it with the memory of the Mystery of Golgotha that we carry with us from this Earth. Only with this memory can we understand this Akashic image on the Sun, for it reveals Christ to us. Christ, after all, gradually descended from the solar sphere and came to Earth. At the baptism in the Jordan, the Christ being passed into the earthly sphere; since that time, it has been experienced here on Earth.

[ 30 ] Und noch einen anderen Thron finden wir dort. Einen Thron mit der Wesenheit, von der er immer eingenommen worden ist; er ist besetzt von Luzifer. Luzifer muss uns nun führen in die weiteren Sphären hinein. Ohne Luzifer kommen wir nicht weiter. Wenn der Einfluss des Luzifer uns auch auf Erden verderblich wird, wenn wir auch auf Erden wünschen müssen, ihm nicht zu verfallen, so müssen wir doch bedenken, dass alle Einflüsse berechtigt sind, aber nur in ihrer Sphäre. Unser weiterer Führer in das Weltenall hinauf muss Luzifer sein. Wir werden in gleicher Weise geführt von Christus und von Luzifer in die anderen Sphären, damit wir aufnehmen die Kräfte des Weltenalls, die wir aufnehmen müssen.

[ 30 ] And there we find yet another throne—a throne occupied by the being who has always held it: Lucifer. Lucifer must now guide us into the further spheres. Without Lucifer, we cannot proceed. Even if Lucifer’s influence becomes pernicious to us on Earth, even if we must strive on Earth not to fall prey to him, we must nevertheless bear in mind that all influences are justified—but only within their own sphere. Our further guide upward into the universe must be Lucifer. We are guided in the same way by Christ and by Lucifer into the other spheres, so that we may absorb the forces of the universe that we must absorb.

[ 31 ] Und wenn wir uns dann entwickelt haben bis in eine gewisse Weite, wenn wir gleichsam eine große, sehr verdünnte Kugel geworden sind, dann komprimieren wir uns wieder sozusagen, wir gehen noch einmal durch alle Sphären zurück; dabei werden wir kleiner und immer kleiner, bis wir eine ganz kleine geistige Kugel geworden sind und geführt werden zu einem Elternpaar, um uns aufs Neue zu verkörpern, und immer ist eine Verbindung zustande gekommen zwischen dem, was das ganze Weltenall durchmessen hat zwischen Tod und neuer Geburt, und dem, was gegeben wird von Vater und Mutter, wenn wir in die Geburt eintreten. Das, was in dem Menschenkeim lebt, hat den ganzen Weltenraum unseres Planetensystems und noch eine andere Sternensphäre durchmessen und sich wieder umkleidet mit einem Leibe, um sich wieder mit dem Erdenleben zu verbinden.

[ 31 ] And once we have evolved to a certain extent—once we have, so to speak, become a large, very diffuse sphere—we then compress ourselves again, as it were, and pass back through all the spheres once more; in the process we become smaller and smaller, until we have become a very small spiritual sphere and are guided to a pair of parents to incarnate anew; and a connection has always been established between that which has traversed the entire universe between death and new birth, and that which is given by the father and mother when we are born. That which lives within the human embryo has traversed the entire cosmos of our planetary system and yet another stellar sphere, and now clothes itself once more in a body to reconnect with life on Earth.

[ 32 ] So stammen wir mit dem, was wir in der Seele tragen, was wir an Kräften uns erworben haben, aus dem Weltenall. Und wenn wir uns jetzt sagen aus einer moralischen Besinnung heraus: Das musst du tun, das darfst du nicht tun, - so ist das daher, weil wir durch die Sternensphären gegangen sind und dort Impulse für das Erdenleben aufgenommen haben. In jeder Sphäre nahmen wir andere Impulse auf, und alles wirkt zusammen in uns als die Gesamtverfassung unserer Seele. Wenn wir hinausblicken in die Sternenweiten, so sagen wir uns: Wie sind die Sternenwelten mit uns verwandt! Wir tragen ja in uns etwas von jenen Sternenwelten! Wir haben es ja dort aufgenommen, was in uns ist. Erinnern wir uns noch einmal an den Kant’sehen Ausspruch: «Zwei Dinge erfüllen mich mit tiefer Verehrung: das moralische Gesetz in mir und der gestirnte Himmel über mir.» Das moralische Gesetz lebt ja nur in uns, weil wir es aufgenommen haben, während wir den Sternenhimmel durchwanderten.

[ 32 ] Thus, with what we carry in our souls—the powers we have acquired—we come from the cosmos. And when we now say to ourselves, out of a sense of morality: ‘You must do this; you must not do that’—this is because we have passed through the stellar spheres and absorbed impulses there for our earthly life. In each sphere we absorbed different impulses, and everything works together within us to form the overall constitution of our soul. When we look out into the vastness of the stars, we say to ourselves: How closely related the starry worlds are to us! After all, we carry within us something of those starry worlds! We absorbed there what is within us. Let us recall once more Kant’s saying: “Two things fill me with profound reverence: the moral law within me and the starry heavens above me.” The moral law lives within us only because we absorbed it while we wandered through the starry heavens.

[ 33 ] Ich konnte nur wenig schildern, meine lieben Freunde, über das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Wie sollte es anders sein bei der kurzen Zeit. Aber wichtige Momente haben wir doch besprechen können. Und meine Worte sollten dazu dienen, beizutragen, dass das Menschenleben in seiner ganzen Fülle immer mehr und mehr verständlich wird. Und wenn wir daraus schöpfen das Gefühl der Verantwortlichkeit, dann haben wir in der Theosophie ein richtiges Lebenselixier. Denn, wenn wir uns bewusst geworden sind, dass unsere Kräfte zusammengeholt worden sind aus den Weltenweiten, dann kann das Verantwortungsgefühl erwachen, dass wir diese Seelenkräfte nicht brach liegen lassen, sondern sie zur Ausbildung bringen müssen, wenn wir uns nicht versündigen wollen.

[ 33 ] I have been able to describe only a little, my dear friends, about life between death and a new birth. How could it be otherwise, given the limited time? But we have, after all, been able to discuss some important points. And my words are meant to help make human life, in all its fullness, more and more understandable. And if we draw from this a sense of responsibility, then we have in Theosophy a true elixir of life. For once we have become aware that our powers have been gathered from the vastness of the worlds, a sense of responsibility can awaken within us—that we must not let these soul powers lie fallow, but must cultivate them if we do not wish to sin.