Supplements to Member Lectures
GA 246
28 April 1914, Berlin
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Supplements to Member Lectures, tr. SOL
62. Über Marcello Haugen
62. About Marcello Haugen
Aus einem Vortrag
From a lecture
[ 1 ] Niemand als gerade der atavistisch Hellsehende oder Hellfühlende oder der nicht «weiß», sondern aus einem dunklen Gefühl heraus tappst, niemand würde mehr in unsere Gesellschaft hineingehören, um das nachholen zu können, wovon sich deutlich zeigt, dass er es noch nicht durchgemacht hat in seinen früheren Inkarnationen. Gerade eine Pflegestätte für die Menschen, welche sozusagen noch atavistische Fähigkeiten haben, müsste unsere Gesellschaft sein. Das dürfte man nicht missverstehen! Dass man es missverstanden hat, das hat uns in den letzten Wochen schwere Sorgen gemacht. Eine Persönlichkeit, die durch die ganze Art und Weise, wie sie wirkte, in unsere Gesellschaft hineingekommen ist und die in unserer Gesellschaft zur «Pflege» aufgenommen werden sollte, um hinaufgebracht zu werden zu einem wirklichen Erfassen des Geisteswissenschaftlichen, eine derartige Persönlichkeit ist als eine solche genommen worden, die etwas ganz besonders Bedeutsames leisten könne.
[ 1 ] No one—except perhaps the atavistically clairvoyant or clairsentient, or those who do not “know” but grope their way forward based on a dark intuition—would any longer belong in our society, in order to make up for what is clearly evident they have not yet experienced in their previous incarnations. Our society ought to be, in fact, a sanctuary for people who, so to speak, still possess atavistic abilities. This must not be misunderstood! The fact that it has been misunderstood has caused us grave concern in recent weeks. A person who, through the very nature of their actions, has entered our society—and who should be taken into our society for “care” in order to be raised to a true understanding of Spiritual Science—such a person has been regarded as one capable of accomplishing something particularly significant.
[ 2 ] Aber man kann mit solchen alten Kräften gerade das nicht leisten, was in unserer Gesellschaft geschätzt werden sollte. So hat man [denn] jene Persönlichkeit, die das Entgegengesetzte von dem ist, was ich jetzt als notwendig auseinandergesetzt habe, Herrn Haugen aus Norwegen, der bei uns gepflegt werden sollte als einer, der durch unsere Geisteswissenschaft «erzogen» wird, sie hat man als einen «Erzieher» genommen. Dadurch hat sich der Zentralvorstand der Anthroposophischen Gesellschaft jetzt genötigt gefühlt zu erklären, dass Herr Haugen nicht mehr weiter Mitglied bei uns sein kann. Das müssen wir verstehen, welche Aufgabe unsere Geisteswissenschaft in der heutigen Zeit hat. Deshalb hat der Zentralvorstand mit schwerem Herzen diese Maßregel gefasst, damit sich solche Fälle nicht wiederholen; sonst würde unsere Gesellschaft nicht in das Licht hinauf, sondern in den Sumpf geführt werden. Selbstverständlich muss gesagt werden: Es kann so [etwas wie] diese Maßregel keine «Strafe» sein oder etwas, was über das Privatleben des Betreffenden urteilt. Aber wenn das Gebaren eben so ist, dass es im Gegensatz zu dem steht, was dem Prinzip der Gesellschaft entspricht, so kann es sich als notwendig erweisen, sagen zu müssen, dass dies nicht der Mission der Anthroposophischen Gesellschaft entspricht, die wir aus den geistigen Welten heraus kennen!
[ 2 ] But with such outdated forces, one simply cannot achieve what should be valued in our society. Thus, they have taken [as an “educator”] that very person who is the opposite of what I have just outlined as necessary—Mr. Haugen from Norway, who should be nurtured among us as one who is “educated” through our Spiritual Science. As a result, the Executive Council of the Anthroposophical Society has now felt compelled to declare that Mr. Haugen can no longer remain a member of our Society. We must understand what task our Spiritual Science has in the present age. Therefore, with a heavy heart, the Executive Council has taken this disciplinary measure so that such cases do not recur; otherwise, our Society would not be led toward the light, but into the mire. Of course, it must be said: Such a measure cannot be a “punishment” or something that passes judgment on the private life of the person concerned. But if the behavior is such that it stands in opposition to the principles of the Society, it may prove necessary to state that this is not in keeping with the mission of the Anthroposophical Society, which we know from the spiritual worlds!
