The History of the German Section
of the Theosophical Society
1902–1913
GA 250
18 October 1903, Berlin
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
The History of the German Section of the Theosophical Society, tr. SOL
6. Erste Generalversammlung der Deutschen Sektion der theosophischen Gesellschaft
6. First General Assembly of the German Section of the Theosophical Society
Bericht von Richard Bresch «Der Vâhan», Jahrgang V, Nr. 5, November 1903
Article by Richard Bresch, “Der Vâhan,” Vol. V, No. 5, November 1903
[ 1 ] Berlin, Motzstr. 17, Sonntag, den 18. Oktober, vormittags 11 Uhr. Vorbesprechung. Vertreten sind acht Logen, nämlich Berlin, Charlottenburg, Hamburg, Hannover, Leipzig, Lugano, Stuttgart und Weimar. Nachdem Dr. Steiner einige Glückwunsch- bzw. Begrüßungsschreiben verlesen hatte, geht er dazu über, die Vorgänge des verflossenen Jahres zu besprechen. Betrübend ist das Verhalten der Logen Düsseldorf und Kassel, die infolge verschiedener unglücklicher Umstände ihre Versammlungen eingestellt haben und schlafende Zweige (dormant branches) geworden sind. Indessen ist daselbst keineswegs alle Tätigkeit erloschen, und es besteht begründete Hoffnung, dass eine Wiederbelebung bzw. Aufweckung gelingen wird. Es fehlt in Düsseldorf und Kassel nur an einer geeigneten Persönlichkeit, die als spiritueller Schrittmacher Intelligenz und Opferfreudigkeit genug besitzt, um das Ganze zu leiten, den Mitgliedern die ihnen aus dem neuen Wissen erwachsenden Pflichten ans Herz zu legen und sie durch immer neues Material zu weiterem Fortschritt anzuregen. Erfreulich ist die Gründung der Loge Weimar, in der für Deutschlands Geistesleben so bedeutungsvollen Musenstadt, und der so gut wie perfekten Loge Nürnberg, also in dem in der früheren Geschichte Deutschlands nicht minder wichtigen Emporium. Dr. Steiner empfiehlt, wo die Bildung von Logen nicht möglich sei, doch wenigstens «Centre» zu formieren. In allen Schichten der Bevölkerung seien der Widerwillen und die Vorurteile gegen Theosophie sehr stark und ihrer Geringschätzung begegne man auf Schritt und "Tritt; gleichwohl könne Dr. Steiner die von gewisser Seite befürwortete Politik, Theosophie zu verbreiten, ohne ihren Namen zu nennen, nicht zu der seinen machen, vielmehr halte er es für angemessener, sie erst recht laut zu bekennen und ihr mit Ausdauer, Kraft und Würde eine Gasse zu bahnen. Er spricht dann über seine Reise nach London zur Jahresversammlung der europäischen Generalsekretäre, wo er es sich angelegen sein ließ, sich die von den anderen Sektionen gemachten Erfahrungen anzueignen, um sie, soweit tunlich, in Deutschland zu verwerten. Frau Besant bringe unserer Sektion ein lebhaftes Interesse entgegen und billige durchaus das bisher Geschehene; in England setze man große Erwartungen auf unsere Bewegung in Deutschland, ja er habe von englischer Seite sogar soweit materielle Unterstützung gefunden, dass es ihm im nächsten Jahre möglich sei, sich in der Person des Fräulein von Rosen einen Assistenten zu attachieren, der die bisher von ihm notgedrungen so vernachlässigte Korrespondenz unter seiner (Dr. Steiners) Leitung und Verantwortung führen solle und dadurch einen in allen Logen so peinlich empfundenen Übelstand abstelle. Im Übrigen wurden Dinge interner Natur besprochen, die nicht vor die Öffentlichkeit gehören.
[ 1 ] Berlin, Motzstr. 17, Sunday, October 18, 11 a.m. Preliminary meeting. Eight lodges are represented, namely Berlin, Charlottenburg, Hamburg, Hanover, Leipzig, Lugano, Stuttgart, and Weimar. After Dr. Steiner had read aloud several congratulatory and welcoming letters, he proceeded to discuss the events of the past year. The behavior of the Düsseldorf and Kassel lodges is disheartening; due to various unfortunate circumstances, they have suspended their meetings and have become dormant branches. However, activity there has by no means ceased entirely, and there is well-founded hope that a revival or reawakening will succeed. What is lacking in Düsseldorf and Kassel is simply a suitable leader—a spiritual guide who possesses sufficient intelligence and a willingness to make sacrifices to lead the whole endeavor, to impress upon the members the duties arising from their new knowledge, and to inspire them to further progress through a constant supply of new material. The founding of the Weimar Lodge—in that city of the Muses so significant for Germany’s intellectual life—and of the virtually perfect Nuremberg Lodge—in that emporium no less important in Germany’s earlier history—is a cause for celebration. Dr. Steiner recommends that, where the formation of lodges is not possible, at least “centers” be established. In all strata of the population, aversion and prejudice against Theosophy are very strong, and one encounters contempt for it at every turn; nevertheless, Dr. Steiner cannot endorse the policy advocated by certain quarters—to spread Theosophy without naming it—as his own; rather, he considers it more appropriate to profess it all the more openly and to forge a path for it with perseverance, strength, and dignity. He then spoke about his trip to London for the annual meeting of the European General Secretaries, where he made it a point to learn from the experiences of the other sections in order to apply them in Germany as far as possible. Mrs. Besant showed a keen interest in our section and fully approved of what had been accomplished so far; in England, great expectations are placed on our movement in Germany; indeed, he has even received material support from the English side to such an extent that next year he will be able to appoint Miss von Rosen as his assistant, who will handle the correspondence—which he has, out of necessity, so far neglected—under his (Dr. Steiner’s) supervision and responsibility, thereby remedying a shortcoming that is felt so acutely in all lodges. In addition, matters of an internal nature were discussed that do not belong in the public domain.
[ 2 ] Um halb sechs Uhr hielt Herr Dr. Steiner den angekündigten Vortrag über okkulte Geschichtsforschung, zu dem sich eine Zuhörerschaft von 40 bis 50 Personen eingefunden hatte. [Der] Redner führte ungefähr Folgendes aus: Nachdem im Jahre 1875 die Gründung der Theosophischen Gesellschaft erfolgt war, begann Helena Petrovna Blavatsky mithilfe ihrer Lehrer an dem mächtigen Werke zu arbeiten, das wir unter dem Titel «Die Geheimlehre» kennen und in welchem uns ein Schatz von tiefstem Wissen hinterlassen ist. Dieses Werk besteht aus zwei Teilen, dem kosmologischen und dem anthropologischen, von denen der erste die Entwicklung des Weltalls, der zweite die des Menschen behandelt. Im Laufe der Zeit nun wird diese Arbeit eine Ergänzung erfahren, und zwar in einem dritten Teile, der sich mit dem beschäftigen wird, was die profane Wissenschaft «Geschichte» nennt. Die Geschichtsforschung muss sich wohl oder übel mit den Tatsachen begnügen, die sich auf der physischen Ebene abspielen; die Theosophie dahingegen, die direkt auf die Ursachen zurückgeht, findet die Antwort auf alle jene Fragen, mit deren Lösung sich die profane Wissenschaft so oft und so vergeblich geplagt hat.
[ 2 ] At half past five, Dr. Steiner delivered the announced lecture on occult historical research, which was attended by an audience of 40 to 50 people. [The] speaker explained roughly the following: After the Theosophical Society was founded in 1875, Helena Petrovna Blavatsky, with the help of her teachers, began working on the monumental work we know as *The Secret Doctrine*, in which a treasure trove of profound knowledge has been bequeathed to us. This work consists of two parts, the cosmological and the anthropological, the former dealing with the evolution of the universe and the latter with that of humankind. Over time, this work will be supplemented by a third part, which will deal with what secular science calls “history.” Historical research must, for better or worse, be content with the facts that unfold on the physical plane; Theosophy, on the other hand, which goes directly to the causes, finds the answer to all those questions that secular science has so often and so futilely struggled to solve.
[ 3 ] Wenn wir die geschichtlichen Tatsachen verfolgen, tritt uns dreierlei entgegen: Geradeso wie der handelnde Mensch in ein dreiteiliges System eingehüllt ist - die physische, die seelische und die geistige Wesenheit -, so unterliegen auch die geschichtlichen Tatsachen einer solchen Dreiteilung. Die äußeren Handlungen, die sich vor unseren Sinnen abspielen, sind im Physischen; im Seelischen liegt das Zentrum, wo Lust und Unlust, Sympathie und Antipathie herrschen, und im Geistigen finden wir das Gebiet, wo die Ereignisse der Geschichte entstehen. Hier haben wir die wahren Ursachen für alles Geschehen auf Erden zu suchen, hier beraten sich die leitenden Personen der Geschichte Aug’ in Auge mit den großen und unsichtbaren Führern der Menschheit. Erst wenn wir die Absicht erforschen, die jene zum Handeln trieb, begreifen wir die oft unerklärlichen Tatsachen der Geschichte.
[ 3 ] When we examine historical facts, we encounter three aspects: Just as the active human being is encompassed within a threefold system—the physical, the psychological, and the spiritual nature—so too are historical facts subject to such a threefold division. The external actions that unfold before our senses belong to the physical realm; the soul is the center where pleasure and displeasure, sympathy and antipathy reign; and in the spiritual realm we find the sphere where historical events originate. It is here that we must seek the true causes of all events on earth; it is here that the leading figures of history consult, face to face, with the great and invisible guides of humanity. Only when we explore the intention that drove them to act do we comprehend the often inexplicable facts of history.
[ 4 ] So zum Beispiel lebte im fünfzehnten Jahrhundert ein Kardinal Nikolaus von Cusa (Cusanus), der tiefe, wissenschaftliche Einsichten hatte. Lange vor Kopernikus hatte er die doppelte Bewegung der Erde erkannt und gelehrt, ohne dass er von seinen Zeitgenossen verstanden wurde. Es war eine Art der Vorbereitung zu dem, was Kopernikus (geb. 1473) einer einsichtsvolleren Generation (16. Jahrhundert) mitteilen konnte. Die okkulten Forscher lehren nun übereinstimmend (und auch Helena Petrovna Blavatsky hat es offen ausgesprochen und im dritten Band der «Geheimlehre» angedeutet), dass Kopernikus niemand anders war als der wiederinkarnierte Kardinal Cusa, der auf diese Weise sein Werk zur Vollendung brachte. So werden Aufgaben gestellt und gelöst; die Seele, die etwas Großes vorbereitet, kommt später wieder, um ihre Mission zu erfüllen und zu beenden.
[ 4 ] For example, in the fifteenth century there lived a cardinal named Nicholas of Cusa (Cusanus), who possessed profound scientific insights. Long before Copernicus, he had recognized and taught the dual motion of the Earth, though his contemporaries did not understand him. It was a kind of preparation for what Copernicus (b. 1473) was able to communicate to a more discerning generation (the 16th century). Occult researchers now unanimously teach (and Helena Petrovna Blavatsky also stated this openly and alluded to it in the third volume of *The Secret Doctrine*) that Copernicus was none other than the reincarnated Cardinal Cusa, who in this way brought his work to completion. Thus, tasks are set and solved; the soul that prepares something great returns later to fulfill and complete its mission.
[ 5 ] Noch zwei andere Beispiele führte der Redner aus, um darzutun, auf welche Art die okkulte Geschichtsforschung auf ihrem schwierigen Gebiete arbeitet, wie sie uns die scheinbar zusammenhangslosen Tatsachen erklärend verbindet; und mit diesen Beispielen gab er gleichzeitig ein Bild von dem einst zu erwartenden Ergänzungswerke der «Geheimlehre»: Runden und Rassen waren die Gegenstände der bis jetzt erschienenen Teile; der dritte Teil, die okkulte Geschichtsforschung, wird sich mit der Reinkarnation beschäftigen.
[ 5 ] The speaker cited two other examples to illustrate how occult historical research operates in its challenging field, and how it connects seemingly unrelated facts in an explanatory manner; and with these examples, he simultaneously provided a glimpse of the forthcoming supplementary work to *The Secret Doctrine*: Cycles and races were the subjects of the parts published so far; the third part, Occult Historical Research, will deal with reincarnation.
[ 6 ] Zum Schluss kam Dr. Steiner eingehend auf die theosophische Bewegung zu sprechen. Dieselbe, betonte er, sei auch im okkulten Sinne eine gewaltige Notwendigkeit; dafür ließen sich vielfache Gründe anführen, von denen einer der wichtigsten folgender sei:
[ 6 ] In conclusion, Dr. Steiner spoke at length about the Theosophical Movement. He emphasized that it was also, in the occult sense, an absolute necessity; there were many reasons for this, one of the most important being the following:
[ 7 ] Jeder Menschenrasse wird ein Geheimnis ausgehändigt; wir sind in der fünften Rasse und bei dem fünften Geheimnis, und zwar kann Letzteres heute noch nicht ausgesprochen werden, wir sind aber dabei, uns allmählich in dasselbe hineinzuleben. Welcher Art es ist, deutet schon Paulus, der ein Initiierter war, an - kundgegeben wird es erst im Laufe der Entwicklung unserer Rasse. Ein vorzeitiges Erraten dieses Geheimnisses durch rein intellektuelle Fähigkeiten würde eine unbeschreibliche Gefahr für die Menschheit bedeuten. Da nun schon zweimal ein solches Erraten beinahe erfolgt ist und in absehbarer Zeit wieder bevorsteht, haben die großen Lehrer der Menschheit die theosophische Bewegung herbeigeführt. Die Menschheit soll vorbereitet werden auf die große Wahrheit. Die Theosophie arbeitet auf einen gewissen Zeitpunkt hin; ein Kern soll gebildet werden, der diese Wahrheit versteht, wenn sie dereinst unverhüllt hervortritt - ein Kern, der sie richtig erfasst und nicht zum Fluche, sondern zum Segen der Menschheit verwendet. Die früheren Rassen wurden aus einer schon bestehenden, durch Auswahl geeigneter Individuen oder Familien und Fortführung derselben durch den Manu in geeignete menschenleere Landschaften gebildet.1Genaueres hierüber finden die Leser in der mit dieser Nummer beginnenden Abhandlung von A. P.Sinnett: «Die Anfänge der fünften Wurzelrasse».
[ 7 ] Every human race is entrusted with a secret; we are in the fifth race and have reached the fifth secret, though the latter cannot yet be revealed today; however, we are in the process of gradually immersing ourselves in it. Paul, who was an initiate, already hints at its nature—it will be revealed only as our race evolves. Prematurely guessing this secret through purely intellectual means would pose an indescribable danger to humanity. Since such a guess has already nearly occurred twice and is imminent again in the foreseeable future, the great teachers of humanity have brought about the Theosophical Movement. Humanity must be prepared for the great truth. Theosophy is working toward a specific point in time; a core group is to be formed that will understand this truth when it eventually emerges unveiled—a core group that will grasp it correctly and use it not as a curse but as a blessing for humanity. The earlier races were formed from an already existing group through the selection of suitable individuals or families and their subsequent relocation by the Manu to suitable, uninhabited regions. 1Readers will find more details on this in the essay by A. P. Sinnett beginning with this issue: “The Beginnings of the Fifth Root Race.”
[ 8 ] Dies Verfahren sei bei dem heute über den ganzen Erdball gehenden Verkehr nicht mehr tunlich, aber auch nicht mehr notwendig; an seine Stelle trete heute die Erziehung durch die kosmopolitische internationale Theosophische Gesellschaft, welche diesen Kern bilde.
[ 8 ] Given the global nature of communication today, this method is no longer feasible, nor is it necessary; it has been replaced by the education provided by the cosmopolitan International Theosophical Society, which forms its core.
[ 9 ] Soweit Dr. Steiner.
[ 9 ] According to Dr. Steiner.
[ 10 ] Aus der sich an seinen Vortrag anschließenden Diskussion können hier nur einige Punkte aphoristisch hervorgehoben werden. Es wurde betont, wie wenige hinsichtlich der über die Weltanschauung entscheidenden Tatsachen wirkliche Erfahrung besitzen, z.B. hinsichtlich des biogenetischen Grundgesetzes in Deutschland nur etwa 20; Zeugen der okkulten Tatsachen sind der Natur der Sache nach noch viel weniger. Übrigens sei es wohl schwerlich ein bloßer Zufall, dass uns die Naturwissenschaft im Jahre 1875 das Wesen des Befruchtungsvorganges, also die Entstehung der Persönlichkeit, erschloss, während gleichzeitig die Theosophische Gesellschaft gegründet wurde, welche uns unsere Individualität lehrt. - Eingehend wurde die monistische beziehungsweise materialistische Anschauung Ernst Haeckels besprochen, die Bedeutung seiner naturwissenschaftlichen Forschungen hervorgehoben und gewürdigt, aber auch der geringe Wert und die Oberflächlichkeit seiner spekulativen philosophischen und namentlich religiösen Auslassungen betont. Die monistische Denkweise stehe der Theosophie sehr nahe und vieles, was Haeckel schreibt, lese sich wie das Einmaleins der Theosophie. Nur die Denkgewohnheit unserer Zeit, die Massensuggestion, hindere den Durchbruch der theosophischen Weltanschauung.
[ 10 ] From the discussion that followed his lecture, only a few points can be highlighted here in aphoristic form. It was emphasized how few people possess real experience regarding the facts that are decisive for one’s worldview; for example, in Germany, only about 20 people have such experience with regard to the fundamental law of biogenetics; Witnesses to occult facts are, by their very nature, even fewer. Incidentally, it is hardly a mere coincidence that in 1875, natural science revealed to us the nature of the fertilization process—that is, the origin of the personality—while at the same time the Theosophical Society was founded, which teaches us about our individuality. - Ernst Haeckel’s monistic or materialistic view was discussed in detail; the significance of his scientific research was highlighted and acknowledged, but the limited value and superficiality of his speculative philosophical—and especially religious—remarks were also emphasized. The monistic way of thinking is very close to theosophy, and much of what Haeckel writes reads like the ABCs of theosophy. Only the prevailing mindset of our time—mass suggestion—prevents the breakthrough of the theosophical worldview.
[ 11 ] Um alle Einwände der Naturwissenschaftler gegen die Existenz der (vom physischen Leib unabhängigen) Seele leicht, glatt und wirksam widerlegen zu können, empfahl Herr Hubo zwei auch in der Reclam’schen Universalbibliothek erschienene Werke du Prels: «Das Rätsel des Menschen» und «Die monistische Seelenlehre»; diese Schriften seien in jener Hinsicht ein wahres Arsenal voll Waffen, die jeder Theosoph stets bei der Hand haben sollte. Schließlich wurde noch auf die hochbedenkliche Natur jener neuerdings mit der üblichen Reklame aus Amerika (New York Institute of Science) zu uns herüberkommenden Schriften über die Wirkung des persönlichen Magnetismus (Törnbock) warnend aufmerksam gemacht, die man nur moralisch absolut Gefestigten in die Hände geben dürfe und die daher ganz dazu angetan seien, unter dem Deckmantel der Wissenschaft unsagbares Unheil zu stiften.
[ 11 ] In order to be able to refute easily, smoothly, and effectively all the objections raised by natural scientists against the existence of the soul (independent of the physical body), Mr. Hubo recommended two of du Prel’s works, both of which were also published in Reclam’s Universal Library: “The Mystery of Man” and “The Monistic Doctrine of the Soul”; these writings, he argued, constitute a veritable arsenal of weapons that every theosophist should always have at hand. Finally, a warning was issued regarding the highly questionable nature of those writings on the effects of personal magnetism (Törnbock), which had recently reached us from America (New York Institute of Science) accompanied by the usual hype; these should only be placed in the hands of those who are morally absolutely steadfast and are therefore perfectly suited to wreak unspeakable harm under the guise of science.
[ 12 ] Montag, den 19. Oktober, vormittags zehn Uhr. Geschäftliche Generalversammlung. Um einen Zusammenhang und Verkehr zwischen den Zweigen herzustellen, wurde die monatliche Herausgabe eines im Hauptquartier herzustellenden und gratis zu versendenden hektografierten Korrespondenzblattes beschlossen. Ferner sollen bei Mitteilung der Namen aller Mitglieder an das Hauptquartier womöglich das Datum des Eintritts und die Namen der beiden Paten oder Bürgen hinzugefügt werden. Es wurde daran erinnert, dass jedes Mitglied bei seinem Eintritt in die Gesellschaft - außer dem Jahresbeitrage von drei Mark - der Verfassung gemäß fünf Mark Eintrittsgebühr zu entrichten habe. Die Einnahmen der Sektion im verflossenen Jahre betrugen 332,70 Mark, wovon der vierte Teil der Verfassung gemäß im November nach Adyar abzuführen ist. Die Ausgaben betrugen 34,40 Mark. Zu Kassenrevisoren wurden ernannt Fräulein Motzkus und Herr Seiler. An Stelle der ausgetretenen Vorstandsmitglieder Bruno Berg und Dr. Hübbe-Schleiden wurden Frau Geheimrat Lübke und Fräulein Mathilde Scholl gewählt. Die Vorstandsmitglieder können ihren Willen oder ihre Stimme schriftlich kundgeben, sich aber nicht persönlich vertreten lassen. Fräulein von Sivers erhält den Titel «Sekretär». Ferner wurden die Satzungen unserer Deutschen Sektion definitiv festgestellt; da dieselben aber demnächst im Druck erscheinen, so braucht hier nicht weiter auf sie eingegangen zu werden. Ein allseitiger Dank an Herrn Dr. Steiner, Fräulein von Sivers und Frau von Holten für ihre kundige und hingebungsvolle Tätigkeit beschloss die erste Generalversammlung, mit deren Verlauf und Ergebnissen wir meiner Überzeugung nach durchaus zufrieden sein können, jedenfalls ist die Grundlage für eine gedeihliche Weiterentwicklung nunmehr geschaffen.
[ 12 ] Monday, October 19, 10:00 a.m. General Business Meeting. To foster communication and cooperation among the branches, it was decided to publish a monthly hectograph-printed newsletter, to be produced at headquarters and distributed free of charge. Furthermore, when submitting the names of all members to headquarters, the date of admission and the names of the two sponsors or guarantors should be included whenever possible. It was noted that, upon joining the Society, each member must pay an admission fee of five marks—in addition to the annual membership fee of three marks—in accordance with the bylaws. The section’s revenue for the past year amounted to 332.70 marks, of which one-fourth is to be remitted to Adyar in November, in accordance with the bylaws. Expenses totaled 34.40 marks. Miss Motzkus and Mr. Seiler were appointed as treasury auditors. Mrs. Geheimrat Lübke and Miss Mathilde Scholl were elected to replace the outgoing Executive Committee members Bruno Berg and Dr. Hübbe-Schleiden. Executive Committee members may express their will or cast their vote in writing but may not be represented in person. Miss von Sivers is to hold the title of “Secretary.” Furthermore, the bylaws of our German Section were definitively adopted; but since they will soon be published in print, there is no need to discuss them further here. The first General Assembly concluded with universal thanks to Dr. Steiner, Miss von Sivers, and Mrs. von Holten for their knowledgeable and dedicated work. I am convinced that we can be thoroughly satisfied with the proceedings and results of this assembly; in any case, the foundation for further prosperous development has now been laid.
