The History and Circumstances
of the Anthroposophical Movement
in relation to the Anthroposophical Society
An Impulse Towards Self-reflection
GA 258
16 June 1923, Dornach
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Die Geschichte und die Bedingungen der anthroposophischen Bewegung
Siebenter Vortrag
Siebenter Vortrag
[ 1 ] Nachdem ich verschiedenes äußerlich Hervortretendes und auch Untergründliches der neuzeitlichen Geistesbewegungen geschildert habe, die gewissermaßen einen wirklich den Forderungen unserer Zeit entsprechenden Weg finden sollen durch die anthroposophische Bewegung, möchte ich nun heute und morgen Ihnen an verschiedenen Erscheinungen, die in der dritten Periode der anthroposophischen Bewegung aufgetreten sind, zu interpretieren versuchen, welches die Lebensbedingungen der Anthroposophischen Gesellschaft eigentlich sind.
[ 1 ] Nachdem ich verschiedenes äußerlich Hervortretendes und auch Untergründliches der neuzeitlichen Geistesbewegungen geschildert habe, die gewissermaßen einen wirklich den Forderungen unserer Zeit entsprechenden Weg finden sollen durch die anthroposophische Bewegung, möchte ich nun heute und morgen Ihnen an verschiedenen Erscheinungen, die in der dritten Periode der anthroposophischen Bewegung aufgetreten sind, zu interpretieren versuchen, welches die Lebensbedingungen der Anthroposophischen Gesellschaft eigentlich sind.
[ 2 ] Wir müssen uns klar sein, wo wir standen in der Zeit, als etwa die zweite Periode der anthroposophischen Bewegung sich ihrem Ende zuneigte, also um das Jahr 1913, 1914, und wo wir heute stehen. Wir müssen versuchen, in dasjenige einzudringen, was die beiden Etappen, möchte ich sagen, im Beginne der dritten Periode und am Ende der dritten Periode für uns bedeuten.
[ 2 ] Wir müssen uns klar sein, wo wir standen in der Zeit, als etwa die zweite Periode der anthroposophischen Bewegung sich ihrem Ende zuneigte, also um das Jahr 1913, 1914, und wo wir heute stehen. Wir müssen versuchen, in dasjenige einzudringen, was die beiden Etappen, möchte ich sagen, im Beginne der dritten Periode und am Ende der dritten Periode für uns bedeuten.
[ 3 ] Während ich in den verflossenen Tagen mehr versuchte, in die Tiefen der Schilderung zu gehen, möchte ich sozusagen heute und morgen mehr für Anthroposophen Aktuelles vorbringen, das geeignet ist, unmittelbar in die Willensimpulse überzugehen.
[ 3 ] Während ich in den verflossenen Tagen mehr versuchte, in die Tiefen der Schilderung zu gehen, möchte ich sozusagen heute und morgen mehr für Anthroposophen Aktuelles vorbringen, das geeignet ist, unmittelbar in die Willensimpulse überzugehen.
[ 4 ] Sehen wir einmal doch zurück, wie dadurch, daß in der ersten und zweiten Periode im wesentlichen das eingehalten worden ist, daß man an den konkreten Tatsachen vorschritt, daß man sozusagen die Bewegung in demselben Tempo weiterbrachte, in dem der Ausbau des inneren anthroposophischen Lebens stattfand, wie weit man dadurch gekommen ist. Darauf wollen wir einmal unseren Blick richten.
[ 4 ] Sehen wir einmal doch zurück, wie dadurch, daß in der ersten und zweiten Periode im wesentlichen das eingehalten worden ist, daß man an den konkreten Tatsachen vorschritt, daß man sozusagen die Bewegung in demselben Tempo weiterbrachte, in dem der Ausbau des inneren anthroposophischen Lebens stattfand, wie weit man dadurch gekommen ist. Darauf wollen wir einmal unseren Blick richten.
[ 5 ] Ich sagte, in der ersten Periode bis zum Jahre 1907, 1908, 1909 wurde zunächst nach und nach etwas erarbeitet an innerem geistigem Inhalt. Die Grundlagen einer wirklichen modernen Geisteswissenschaft wurden gelegt und die verschiedenen Konsequenzen ausgeführt. Bis sozusagen zum Ende dieser Periode erschien ja auch die Zeitschrift «Luzifer-Gnosis». Sie brachte fortwährend von mir und anderen dasjenige, was stufenweise einen gewissen Inhalt von Anthroposophie aufbaute. Als dann die zweite Periode kam, wurden in Zyklen, in Vorträgen, in einer gewissen Weise auch für die Öffentlichkeit die Schriften, die für die geistige Entwickelung des Abendlandes die ganz besondere Bedeutung haben, die Evangelien und die Genesis, von der Geistesforschung her also erobert. Wiederum fanden reale Schritte statt.
[ 5 ] Ich sagte, in der ersten Periode bis zum Jahre 1907, 1908, 1909 wurde zunächst nach und nach etwas erarbeitet an innerem geistigem Inhalt. Die Grundlagen einer wirklichen modernen Geisteswissenschaft wurden gelegt und die verschiedenen Konsequenzen ausgeführt. Bis sozusagen zum Ende dieser Periode erschien ja auch die Zeitschrift «Luzifer-Gnosis». Sie brachte fortwährend von mir und anderen dasjenige, was stufenweise einen gewissen Inhalt von Anthroposophie aufbaute. Als dann die zweite Periode kam, wurden in Zyklen, in Vorträgen, in einer gewissen Weise auch für die Öffentlichkeit die Schriften, die für die geistige Entwickelung des Abendlandes die ganz besondere Bedeutung haben, die Evangelien und die Genesis, von der Geistesforschung her also erobert. Wiederum fanden reale Schritte statt.
[ 6 ] Man ging aus von dem Johannes-Evangelium, ging dann über zu den anderen Evangelien. An der Hand der Evangelien kamen immer bestimmte Wahrheiten und Weistümer zum Vorschein. Also es wurde von Etappe zu Etappe geistiger Inhalt zu dem früheren hinzugefügt. Dasjenige, was nun auf der anderen Seite in der Ausbreitung der Gesellschaft stand, das hatte im wesentlichen seine Ursache in diesem innerlichen Fortschreiten des geistigen Inhaltes.
[ 6 ] Man ging aus von dem Johannes-Evangelium, ging dann über zu den anderen Evangelien. An der Hand der Evangelien kamen immer bestimmte Wahrheiten und Weistümer zum Vorschein. Also es wurde von Etappe zu Etappe geistiger Inhalt zu dem früheren hinzugefügt. Dasjenige, was nun auf der anderen Seite in der Ausbreitung der Gesellschaft stand, das hatte im wesentlichen seine Ursache in diesem innerlichen Fortschreiten des geistigen Inhaltes.
[ 7 ] Gewiß, man mußte für die äußeren Angelegenheiten allerlei Programme machen und dergleichen. Aber darinnen lag nicht die Hauptsache. Die Hauptsache lag darinnen, daß positive geistige Arbeit Etappe für Etappe geleistet worden ist und daß dann auch in entsprechender Weise dieses erarbeitete Gut esoterisch vertieft werden konnte.
[ 7 ] Gewiß, man mußte für die äußeren Angelegenheiten allerlei Programme machen und dergleichen. Aber darinnen lag nicht die Hauptsache. Die Hauptsache lag darinnen, daß positive geistige Arbeit Etappe für Etappe geleistet worden ist und daß dann auch in entsprechender Weise dieses erarbeitete Gut esoterisch vertieft werden konnte.
[ 8 ] Dabei wurde gerade zum Ende der zweiten Epoche dasjenige, was Anthroposophie ist, verbreitert über die übrige Kultur und Zivilisation der Menschheit, wie wir es versucht haben in den Münchner Aufführungen der Mysteriendramen. Dann waren wir am Ende der zweiten Periode so weit, daß daran gedacht werden konnte, den Bau, der hier nun dieses Unglück gehabt hat, aufzuführen. Man muß bedenken, daß das eine außerordentlich wichtige Etappe in der Entwickelung der Anthroposophischen Gesellschaft war. Einen solchen Bau aufzuführen, das setzte voraus, daß eine ganz stattliche Anzahl von Menschen ein Interesse daran hatte, für dasjenige, was in der Anthroposophie an realem Gehalt heraufgebracht worden war, eine solche Heimstätte zu errichten. Es war aber damit zu gleicher Zeit der erste wesentliche Schritt hinaus getan über das Arbeiten Schritt für Schritt, das bisher auch Schritt hielt mit der ganzen Ausgestaltung der Anthroposophischen Gesellschaft. Denn selbstverständlich mußte ein solcher Bau, wie das Goetheanum, in einer ganz anderen Weise die Aufmerksamkeit der Außenwelt auf dasjenige, was nun Anthroposophische Gesellschaft geworden ist, lenken, als alles, was vorher da war.
[ 8 ] Dabei wurde gerade zum Ende der zweiten Epoche dasjenige, was Anthroposophie ist, verbreitert über die übrige Kultur und Zivilisation der Menschheit, wie wir es versucht haben in den Münchner Aufführungen der Mysteriendramen. Dann waren wir am Ende der zweiten Periode so weit, daß daran gedacht werden konnte, den Bau, der hier nun dieses Unglück gehabt hat, aufzuführen. Man muß bedenken, daß das eine außerordentlich wichtige Etappe in der Entwickelung der Anthroposophischen Gesellschaft war. Einen solchen Bau aufzuführen, das setzte voraus, daß eine ganz stattliche Anzahl von Menschen ein Interesse daran hatte, für dasjenige, was in der Anthroposophie an realem Gehalt heraufgebracht worden war, eine solche Heimstätte zu errichten. Es war aber damit zu gleicher Zeit der erste wesentliche Schritt hinaus getan über das Arbeiten Schritt für Schritt, das bisher auch Schritt hielt mit der ganzen Ausgestaltung der Anthroposophischen Gesellschaft. Denn selbstverständlich mußte ein solcher Bau, wie das Goetheanum, in einer ganz anderen Weise die Aufmerksamkeit der Außenwelt auf dasjenige, was nun Anthroposophische Gesellschaft geworden ist, lenken, als alles, was vorher da war.
[ 9 ] Gegner zum Beispiel, sagen wir, hat es ja auch früher gegeben, Gegner aus allen möglichen Lagern. Sie haben sogar damals schon ihre Schriften drucken lassen. Allein, für diese Gegner war eigentlich kein besonderes Publikum da. Denn nehmen Sie einmal an, daß bis zum Jahre 1914 ein so unqualifizierbarer Gegner wie etwa der Max Seiling aufgetreten wäre. Es hätte ja vielleicht aus einem gewissen sensationellen Interesse heraus manches Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft selber das gelesen, aber draußen würde man sich nicht darum bekümmert haben. Es wäre kein Publikum dafür dagewesen. Die Errichtung das Baues machte eben erst möglich, daß Gegner auftraten und ein Publikum fanden. Solche Dinge darf man, wenn man in einer Realität drinnensteht, wie es die anthroposophische Bewegung ist, nicht bloß wie etwas theoretisch zu Betrachtendes auffassen, sondern das muß man mit dem allerintensivsten Ernst nehmen, denn es erwachsen aus allen diesen Dingen Tag für Tag größere Aufgaben.
[ 9 ] Gegner zum Beispiel, sagen wir, hat es ja auch früher gegeben, Gegner aus allen möglichen Lagern. Sie haben sogar damals schon ihre Schriften drucken lassen. Allein, für diese Gegner war eigentlich kein besonderes Publikum da. Denn nehmen Sie einmal an, daß bis zum Jahre 1914 ein so unqualifizierbarer Gegner wie etwa der Max Seiling aufgetreten wäre. Es hätte ja vielleicht aus einem gewissen sensationellen Interesse heraus manches Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft selber das gelesen, aber draußen würde man sich nicht darum bekümmert haben. Es wäre kein Publikum dafür dagewesen. Die Errichtung das Baues machte eben erst möglich, daß Gegner auftraten und ein Publikum fanden. Solche Dinge darf man, wenn man in einer Realität drinnensteht, wie es die anthroposophische Bewegung ist, nicht bloß wie etwas theoretisch zu Betrachtendes auffassen, sondern das muß man mit dem allerintensivsten Ernst nehmen, denn es erwachsen aus allen diesen Dingen Tag für Tag größere Aufgaben.
[ 10 ] Wir hatten nun immerhin die Möglichkeit, diesen Bau aufzuführen. Diese Möglichkeit aber setzte voraus, daß eben etwas da war, wofür dieser Bau aufgeführt werden konnte. Das war da. Das fühlte eine größere Anzahl von Menschen als etwas, das mit einer gewissen inneren Lebendigkeit dastand. Es waren auch Erfahrungen durch eine wirklich schon längere Zeit gesammelt, Erfahrungen, die man nicht zu übersehen brauchte. Da eine Gesellschaft da war, hätten diese Erfahrungen sehr fruchtbar gemacht werden können, könnten bis heute fruchtbar gemacht werden. All das, was ich in den letzten Tagen gesprochen habe, hatte den Grund, hinzuweisen auf gewisse Vorkommnisse, die ebensoviel wie Erfahrungen bedeuten.
[ 10 ] Wir hatten nun immerhin die Möglichkeit, diesen Bau aufzuführen. Diese Möglichkeit aber setzte voraus, daß eben etwas da war, wofür dieser Bau aufgeführt werden konnte. Das war da. Das fühlte eine größere Anzahl von Menschen als etwas, das mit einer gewissen inneren Lebendigkeit dastand. Es waren auch Erfahrungen durch eine wirklich schon längere Zeit gesammelt, Erfahrungen, die man nicht zu übersehen brauchte. Da eine Gesellschaft da war, hätten diese Erfahrungen sehr fruchtbar gemacht werden können, könnten bis heute fruchtbar gemacht werden. All das, was ich in den letzten Tagen gesprochen habe, hatte den Grund, hinzuweisen auf gewisse Vorkommnisse, die ebensoviel wie Erfahrungen bedeuten.
[ 11 ] Jetzt ist dieser Zeitraum abgelaufen. Wir dürfen als das erschütternde Ereignis des Ablaufes dieses Zeitraumes den Brand des Goetheanum bezeichnen. Erinnern Sie sich nur, daß ich gesagt habe, eine Selbstbesinnung für Anthroposophen sollen zu gleicher Zeit diese Vorträge möglich machen; wir müssen uns heute durch diese Selbstbesinnung erinnern, wie wir dazumal mit einer gewissen Sicherheit über den Fortgang dessen denken konnten, was mit Anthroposophie gewollt war, wie wir aber voraussehen mußten, voraussehen auch mit unserem Willen, daß nun, wenn Anthroposophie vor die große Öffentlichkeit hintritt, ganz zweifellos auch die Gegnerschaft einsetzen würde.
[ 11 ] Jetzt ist dieser Zeitraum abgelaufen. Wir dürfen als das erschütternde Ereignis des Ablaufes dieses Zeitraumes den Brand des Goetheanum bezeichnen. Erinnern Sie sich nur, daß ich gesagt habe, eine Selbstbesinnung für Anthroposophen sollen zu gleicher Zeit diese Vorträge möglich machen; wir müssen uns heute durch diese Selbstbesinnung erinnern, wie wir dazumal mit einer gewissen Sicherheit über den Fortgang dessen denken konnten, was mit Anthroposophie gewollt war, wie wir aber voraussehen mußten, voraussehen auch mit unserem Willen, daß nun, wenn Anthroposophie vor die große Öffentlichkeit hintritt, ganz zweifellos auch die Gegnerschaft einsetzen würde.
[ 12 ] Nun bezeichnen wir zunächst Anfang und Endpunkt. Den Anfangspunkt habe ich eben charakterisiert. Er liegt darinnen, daß man den Mut haben konnte, das Goetheanum aufzuführen. Sehen wir uns an, welche Gestalt heute das angenommen hat, was durch das Goetheanum in der Weise bewirkt worden ist, daß die Anthroposophie exponiert, ausgesetzt ist dem Urteile einer niemals zu begrenzenden Anzahl von Menschen.
[ 12 ] Nun bezeichnen wir zunächst Anfang und Endpunkt. Den Anfangspunkt habe ich eben charakterisiert. Er liegt darinnen, daß man den Mut haben konnte, das Goetheanum aufzuführen. Sehen wir uns an, welche Gestalt heute das angenommen hat, was durch das Goetheanum in der Weise bewirkt worden ist, daß die Anthroposophie exponiert, ausgesetzt ist dem Urteile einer niemals zu begrenzenden Anzahl von Menschen.
[ 13 ] Dafür möchte ich Ihnen nun das neueste Zeugnis vorlegen, damit wir sozusagen beim 'Thema bleiben. Das neueste Zeugnis ist enthalten in einer Broschüre, die eben erschienen ist und die den Titel trägt: «The secret machinery of revolution», also die geheime Maschinerie der Revolution. Auf Seite 13 finden Sie in dieser Broschüre folgende Darstellung. Ich werde es aus dem englischen Text heraus übersetzen: «An diesem Punkte meiner Ausführungen möchte ich kurz zu sprechen kommen auf die Existenz eines Ablegers der Theosophischen Gesellschaft, bekannt als die Anthroposophische Gesellschaft. Diese ist gebildet worden als das Ergebnis eines Schismas in den Reihen der Theosophisten durch einen Mann von jüdischer Abkunft, welcher in Verbindung stand mit einem der modernen Zweige der Carbonari. Und nicht nur dieses, sondern in Verbindung mit anderen Theosophisten hat er in Szene gesetzt gewisse besondere kommerzielle Unternehmungen, die nicht ohne Verbindung sind mit der kommunistischen Propaganda, die im übrigen ziemlich genau erinnern an dasjenige, was der Graf von St. Germain organisiert hat durch seine Färbereien und durch andere kommerzielle Unternehmungen zu einem gleichen Zwecke. Aus diesen sonderbaren geschäftlichen Gruppen, die in Verbindung stehen mit der irisch-republikanischen Bewegung und mit den deutschen Gruppen, die schon erwähnt worden sind (unter den erwähnten Gruppen ist zum Beispiel die Organisation Consul), und mit einer anderen mysteriösen Gruppe, bekannt als Clarté, welche begründet wurde durch jüdische Intellektuelle in Frankreich vor etwa vier Jahren, und welche unter ihrer Mitgliedschaft viele wohlbekannte Politiker, Wissenschaftler, Universitätsprofessoren und Schriftsteller in Frankreich, Deutschland und England haben. Es ist eine Geheimgesellschaft. Aber eine Vorstellung ihrer wirklichen Absichten kann aus der Tatsache gewonnen werden, daß sie die Liga der alten Kämpfer begünstigt, deren Ziel die Unterminierung der Disziplin der Armeen in den alliierten Ländern zu sein scheint. Obgleich dem Namen nach eine rechtsgerichtete Gesellschaft, ist sie in direkter Berührung mit Mitgliedern der Sowjet-Regierung in Rußland. In Britannien ist sie in einer engeren Verbindung mit gewissen Mitgliedern der Fabian-Gesellschaft und mit der Union der demokratischen Kontrolle, welche sich zur Aufgabe setzt, die geheime Diplomatie zu bekämpfen.»
[ 13 ] Dafür möchte ich Ihnen nun das neueste Zeugnis vorlegen, damit wir sozusagen beim 'Thema bleiben. Das neueste Zeugnis ist enthalten in einer Broschüre, die eben erschienen ist und die den Titel trägt: «The secret machinery of revolution», also die geheime Maschinerie der Revolution. Auf Seite 13 finden Sie in dieser Broschüre folgende Darstellung. Ich werde es aus dem englischen Text heraus übersetzen: «An diesem Punkte meiner Ausführungen möchte ich kurz zu sprechen kommen auf die Existenz eines Ablegers der Theosophischen Gesellschaft, bekannt als die Anthroposophische Gesellschaft. Diese ist gebildet worden als das Ergebnis eines Schismas in den Reihen der Theosophisten durch einen Mann von jüdischer Abkunft, welcher in Verbindung stand mit einem der modernen Zweige der Carbonari. Und nicht nur dieses, sondern in Verbindung mit anderen Theosophisten hat er in Szene gesetzt gewisse besondere kommerzielle Unternehmungen, die nicht ohne Verbindung sind mit der kommunistischen Propaganda, die im übrigen ziemlich genau erinnern an dasjenige, was der Graf von St. Germain organisiert hat durch seine Färbereien und durch andere kommerzielle Unternehmungen zu einem gleichen Zwecke. Aus diesen sonderbaren geschäftlichen Gruppen, die in Verbindung stehen mit der irisch-republikanischen Bewegung und mit den deutschen Gruppen, die schon erwähnt worden sind (unter den erwähnten Gruppen ist zum Beispiel die Organisation Consul), und mit einer anderen mysteriösen Gruppe, bekannt als Clarté, welche begründet wurde durch jüdische Intellektuelle in Frankreich vor etwa vier Jahren, und welche unter ihrer Mitgliedschaft viele wohlbekannte Politiker, Wissenschaftler, Universitätsprofessoren und Schriftsteller in Frankreich, Deutschland und England haben. Es ist eine Geheimgesellschaft. Aber eine Vorstellung ihrer wirklichen Absichten kann aus der Tatsache gewonnen werden, daß sie die Liga der alten Kämpfer begünstigt, deren Ziel die Unterminierung der Disziplin der Armeen in den alliierten Ländern zu sein scheint. Obgleich dem Namen nach eine rechtsgerichtete Gesellschaft, ist sie in direkter Berührung mit Mitgliedern der Sowjet-Regierung in Rußland. In Britannien ist sie in einer engeren Verbindung mit gewissen Mitgliedern der Fabian-Gesellschaft und mit der Union der demokratischen Kontrolle, welche sich zur Aufgabe setzt, die geheime Diplomatie zu bekämpfen.»
[ 14 ] Nun, ich brauche zu diesem nur hinzuzufügen, daß ja meine Reise nach England im August in Aussicht steht, und daß Sie daraus sehen können, daß die Dinge, die ich oftmals gesagt habe, durchaus ernstzunehmen sind: daß die Gegner sehr gut organisiert sind, und daß sie auch in jeder Lage und in jeder Situation sehr gut wissen, was sie tun. Nicht wahr, was ich seit längerer Zeit vorgebracht habe, ging ja dahin, daß ich sagte, man solle sich niemals vorstellen, daß dasjenige, was nun das Letzte war, auch schon das Ärgste ist.
[ 14 ] Nun, ich brauche zu diesem nur hinzuzufügen, daß ja meine Reise nach England im August in Aussicht steht, und daß Sie daraus sehen können, daß die Dinge, die ich oftmals gesagt habe, durchaus ernstzunehmen sind: daß die Gegner sehr gut organisiert sind, und daß sie auch in jeder Lage und in jeder Situation sehr gut wissen, was sie tun. Nicht wahr, was ich seit längerer Zeit vorgebracht habe, ging ja dahin, daß ich sagte, man solle sich niemals vorstellen, daß dasjenige, was nun das Letzte war, auch schon das Ärgste ist.
[ 15 ] Sie sehen, es gibt eben eine Gegnerschaft heute — und das ist der andere Endpunkt der dritten Periode —, die vor gar keiner Unwahrheit zurückschreckt und die alle Wirkungen der Unwahrheit sehr gut zu organisieren weiß. Sie dürfen eben durchaus nicht glauben, daß es irgendwie angebracht ist, über diese Dinge leicht hinwegzugehen und etwa zu sagen: Nun ja, an einer solchen Sache ist nicht nur keine Zeile wahr, sondern es ist so grobklotzig gelogen, daß keiner es glauben wird. — Wer dieses sagt, meine lieben Freunde, der zeigt eben dadurch, daß er als ein tief Schlafender innerhalb der abendländischen Zivilisation der Gegenwart steht und eben nicht weiß, wie stark die Impulse der Unwahrheit sind, die heute als wahr von den, man darf sagen, besten Leuten eben einfach aus Bequemlichkeit und aus Schlaftrunkenheit hingenommen werden.
[ 15 ] Sie sehen, es gibt eben eine Gegnerschaft heute — und das ist der andere Endpunkt der dritten Periode —, die vor gar keiner Unwahrheit zurückschreckt und die alle Wirkungen der Unwahrheit sehr gut zu organisieren weiß. Sie dürfen eben durchaus nicht glauben, daß es irgendwie angebracht ist, über diese Dinge leicht hinwegzugehen und etwa zu sagen: Nun ja, an einer solchen Sache ist nicht nur keine Zeile wahr, sondern es ist so grobklotzig gelogen, daß keiner es glauben wird. — Wer dieses sagt, meine lieben Freunde, der zeigt eben dadurch, daß er als ein tief Schlafender innerhalb der abendländischen Zivilisation der Gegenwart steht und eben nicht weiß, wie stark die Impulse der Unwahrheit sind, die heute als wahr von den, man darf sagen, besten Leuten eben einfach aus Bequemlichkeit und aus Schlaftrunkenheit hingenommen werden.
[ 16 ] Dasjenige, was zwischen diese beiden Punkte fällt, das zu betrachten ist für uns nun von einer besonderen Wichtigkeit. Denn man kann so sagen: Es war durchaus die anthroposophische Bewegung im Jahre 1914 soweit, daß sie zunächst mit dem Bestande ihres Geistesgutes, ihres Geistesinhaltes ihren Weg durch die Welt hätte machen können.
[ 16 ] Dasjenige, was zwischen diese beiden Punkte fällt, das zu betrachten ist für uns nun von einer besonderen Wichtigkeit. Denn man kann so sagen: Es war durchaus die anthroposophische Bewegung im Jahre 1914 soweit, daß sie zunächst mit dem Bestande ihres Geistesgutes, ihres Geistesinhaltes ihren Weg durch die Welt hätte machen können.
[ 17 ] Nun mußte aber, so wie die Verhältnisse einmal waren, auch seit 1914 lebendig gearbeitet werden. Wenn Sie zurückblicken auf dasjenige, was seit jener Zeit geschehen ist, so werden Sie sich sagen: Die Arbeit seither war im wesentlichen eine Vertiefung nach dem Geistigen hin. Und in dieser Beziehung ist wiederum der gerade Weg eingeschlagen worden. Diese Vertiefung nach dem Geistigen ist Etappe für Etappe gesucht worden, unbekümmert sogar um die äußeren Ereignisse der Welt, weil die Sache so war und auch heute noch so ist, daß es sich zunächst darum handelt, dasjenige an geistigem Inhalt, was sich zum Fortschritt der Menschheit jetzt offenbaren will, zunächst wirklich der Zivilisation in irgendeiner Form einzuverleiben. Es kann sich nie darum handeln, bei Mitteilung oder Bearbeitung dieses Geistesgutes etwas anderes zu tun, als aus diesem Geistesgut heraus selbst alles zu tun.
[ 17 ] Nun mußte aber, so wie die Verhältnisse einmal waren, auch seit 1914 lebendig gearbeitet werden. Wenn Sie zurückblicken auf dasjenige, was seit jener Zeit geschehen ist, so werden Sie sich sagen: Die Arbeit seither war im wesentlichen eine Vertiefung nach dem Geistigen hin. Und in dieser Beziehung ist wiederum der gerade Weg eingeschlagen worden. Diese Vertiefung nach dem Geistigen ist Etappe für Etappe gesucht worden, unbekümmert sogar um die äußeren Ereignisse der Welt, weil die Sache so war und auch heute noch so ist, daß es sich zunächst darum handelt, dasjenige an geistigem Inhalt, was sich zum Fortschritt der Menschheit jetzt offenbaren will, zunächst wirklich der Zivilisation in irgendeiner Form einzuverleiben. Es kann sich nie darum handeln, bei Mitteilung oder Bearbeitung dieses Geistesgutes etwas anderes zu tun, als aus diesem Geistesgut heraus selbst alles zu tun.
[ 18 ] In dieser Beziehung ist auch wiederum in dieser dritten Periode eine Verbreiterung eingetreten durch die Aufnahme der Eurythmie. Sie werden nirgends sagen können, daß diese Eurythmie an irgend etwas anderes anknüpft als an die Quellen des Anthroposophischen selber. Da wird alles aus den Quellen des Anthroposophischen herausgeholt. Gibt es denn nicht in der Gegenwart alle möglichen Bewegungskünste, alle möglichen Versuche, auf diese oder jene Weise zu etwas zu kommen, was äußerlich vielleicht ein bißchen ähnlich der Eurythmie sieht? Aber verfolgen Sie die Ereignisse zurück bis zu dem Momente, wo Frau Dr. Steiner die Eurythmie in die Hand genommen hat, und die Eurythmie nun eine Entwickelung durchgemacht hat, so daß sie, ich möchte sagen, zuerst während der Weltkriegszeit mehr in einem internen Kreise gepflegt worden ist, dann in die Öffentlichkeit treten konnte und ein immer größeres Interesse erregt hat. Nehmen Sie alles dasjenige, was in diese Eurythmie eingeflossen ist. Glauben Sie nicht, daß nicht zahlreiche Menschen von da und dort einem immer wieder in die Ohren geraunt haben: Da ist ja was ganz Ähnliches, dort ist etwas ganz Ähnliches, das muß berücksichtigt werden, das muß aufgenommen werden. — Nur dadurch konnte die Sache fruchtbar vorwärtskommen, daß man sich nicht um links, nicht um rechts kümmerte, sondern aus den Quellen der Sache selbst heraus arbeitete, lediglich aus den Quellen der Sache selbst heraus. In dem Augenblicke, wo irgend etwas Kompromißliches hereingefügt worden wäre, wäre die Sache nicht mehr das, was sie ist, hätte nicht werden können das, was sie ist. Das gehört zu den Lebensbedingungen einer solchen Bewegung, daß unbedingt die Sicherheit besteht: Es kann aus den Quellen heraus in fortwährender Verbreiterung das geholt werden, was geholt werden soll.
[ 18 ] In dieser Beziehung ist auch wiederum in dieser dritten Periode eine Verbreiterung eingetreten durch die Aufnahme der Eurythmie. Sie werden nirgends sagen können, daß diese Eurythmie an irgend etwas anderes anknüpft als an die Quellen des Anthroposophischen selber. Da wird alles aus den Quellen des Anthroposophischen herausgeholt. Gibt es denn nicht in der Gegenwart alle möglichen Bewegungskünste, alle möglichen Versuche, auf diese oder jene Weise zu etwas zu kommen, was äußerlich vielleicht ein bißchen ähnlich der Eurythmie sieht? Aber verfolgen Sie die Ereignisse zurück bis zu dem Momente, wo Frau Dr. Steiner die Eurythmie in die Hand genommen hat, und die Eurythmie nun eine Entwickelung durchgemacht hat, so daß sie, ich möchte sagen, zuerst während der Weltkriegszeit mehr in einem internen Kreise gepflegt worden ist, dann in die Öffentlichkeit treten konnte und ein immer größeres Interesse erregt hat. Nehmen Sie alles dasjenige, was in diese Eurythmie eingeflossen ist. Glauben Sie nicht, daß nicht zahlreiche Menschen von da und dort einem immer wieder in die Ohren geraunt haben: Da ist ja was ganz Ähnliches, dort ist etwas ganz Ähnliches, das muß berücksichtigt werden, das muß aufgenommen werden. — Nur dadurch konnte die Sache fruchtbar vorwärtskommen, daß man sich nicht um links, nicht um rechts kümmerte, sondern aus den Quellen der Sache selbst heraus arbeitete, lediglich aus den Quellen der Sache selbst heraus. In dem Augenblicke, wo irgend etwas Kompromißliches hereingefügt worden wäre, wäre die Sache nicht mehr das, was sie ist, hätte nicht werden können das, was sie ist. Das gehört zu den Lebensbedingungen einer solchen Bewegung, daß unbedingt die Sicherheit besteht: Es kann aus den Quellen heraus in fortwährender Verbreiterung das geholt werden, was geholt werden soll.
[ 19 ] Dieses nur aus dem Zentrum heraus Arbeiten, was natürlich verhältnismäßig leicht — weil selbstverständlich — bis zum Jahre 1914 war, das ist dasjenige, was einzig und allein möglich macht, daß man auch in der richtigen Weise vorwärtskommt mit dem, was Anthroposophie ist.
[ 19 ] Dieses nur aus dem Zentrum heraus Arbeiten, was natürlich verhältnismäßig leicht — weil selbstverständlich — bis zum Jahre 1914 war, das ist dasjenige, was einzig und allein möglich macht, daß man auch in der richtigen Weise vorwärtskommt mit dem, was Anthroposophie ist.
[ 20 ] Nun, diese dritte Periode seit dem Jahre 1914 traf die mannigfaltigste Erscheinung, in die natürlich, wie jeder Mensch und jede Bewegung, auch die anthroposophische hineingestellt war. Nun muß selbstverständlich auf der einen Seite zum Beispiel immer wieder und wiederum energisch hervorgehoben werden, wie während des Weltkrieges, wo die Nationen sich zerfleischten, hier die Angehörigen von sechzehn oder siebzehn Nationen waren und zusammengearbeitet haben, wie die Anthroposophische Gesellschaft durchaus mit Beibehaltung ihres ursprünglichsten Charakters durch diese Epoche hindurchgegangen ist. Aber vergessen darf eben nicht werden, daß gerade alles das, was durch die Menschengemüter, also auch durch Anthroposophengemüter in dieser Zeit gegangen ist, in vieler Beziehung zersplitternd in die Anthroposophische Gesellschaft eingegriffen hat. Das muß trotzdem gesagt werden.
[ 20 ] Nun, diese dritte Periode seit dem Jahre 1914 traf die mannigfaltigste Erscheinung, in die natürlich, wie jeder Mensch und jede Bewegung, auch die anthroposophische hineingestellt war. Nun muß selbstverständlich auf der einen Seite zum Beispiel immer wieder und wiederum energisch hervorgehoben werden, wie während des Weltkrieges, wo die Nationen sich zerfleischten, hier die Angehörigen von sechzehn oder siebzehn Nationen waren und zusammengearbeitet haben, wie die Anthroposophische Gesellschaft durchaus mit Beibehaltung ihres ursprünglichsten Charakters durch diese Epoche hindurchgegangen ist. Aber vergessen darf eben nicht werden, daß gerade alles das, was durch die Menschengemüter, also auch durch Anthroposophengemüter in dieser Zeit gegangen ist, in vieler Beziehung zersplitternd in die Anthroposophische Gesellschaft eingegriffen hat. Das muß trotzdem gesagt werden.
[ 21 ] Nicht wahr, ich will damit, daß ich diese Dinge objektiv charakterisiere, alle die guten Eigenschaften der Anthroposophen nicht in irgendeiner Weise kritisieren oder irgendwie abkanzeln. Die sollen durchaus vorausgesetzt werden. Gewiß, es ist ja so, daß in einem gewissen Grade man hinwegkam über, sagen wir, dasjenige, was außerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft die Menschen so zersplittert hat vom Jahre 1914 bis 1918. Aber diejenigen, die ein wenig beobachten, die werden schon darauf kommen, daß solche Wellen durchaus, wenn auch in einer anderen Form als sonst, in die anthroposophische Bewegung hereingeschlagen haben, und daß in Verbindung damit etwas stark hervorgetreten ist, was ich öfter schon angedeutet habe mit den Worten: Es fing an, in dieser dritten Periode sich auszubilden, was ich nennen möchte eine innere Opposition gegen dasjenige, was ich selbst in der Anthroposophischen Gesellschaft zu tun habe, eine gewisse innere Opposition.
[ 21 ] Nicht wahr, ich will damit, daß ich diese Dinge objektiv charakterisiere, alle die guten Eigenschaften der Anthroposophen nicht in irgendeiner Weise kritisieren oder irgendwie abkanzeln. Die sollen durchaus vorausgesetzt werden. Gewiß, es ist ja so, daß in einem gewissen Grade man hinwegkam über, sagen wir, dasjenige, was außerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft die Menschen so zersplittert hat vom Jahre 1914 bis 1918. Aber diejenigen, die ein wenig beobachten, die werden schon darauf kommen, daß solche Wellen durchaus, wenn auch in einer anderen Form als sonst, in die anthroposophische Bewegung hereingeschlagen haben, und daß in Verbindung damit etwas stark hervorgetreten ist, was ich öfter schon angedeutet habe mit den Worten: Es fing an, in dieser dritten Periode sich auszubilden, was ich nennen möchte eine innere Opposition gegen dasjenige, was ich selbst in der Anthroposophischen Gesellschaft zu tun habe, eine gewisse innere Opposition.
[ 22 ] Natürlich sind die meisten erstaunt, wenn ich von dieser inneren Opposition spreche, weil sie sich ihrer nicht bewußt sind, viele wenigstens. Aber ich möchte sagen: um so schlimmer. Denn diese innere Opposition ist in Gefühlen gerade in der dritten Periode sehr stark heraufgekommen. Auch in äußeren Symptomen zeigte sie sich ja. Wenn eine solche Bewegung zwei Perioden, so wie ich sie geschildert habe, durchgemacht hat, dann braucht durchaus nicht blindes Vertrauen zu herrschen, wenn in der dritten Periode, wo schon Antezedenzien da sind, wo schon etwas Vorangehendes eben vorliegt, aus Zusammenhängen heraus, die nicht jeder gleich übersehen kann, das eine oder das andere gemacht wird. Aber bedenken Sie doch nur einmal: aus Zusammenhängen heraus, die ganz gewiß dazumal nicht jeder übersehen konnte, zu denen man vieles zusammenhalten mußte, und bei denen es vor allen Dingen darauf ankam, die anthroposophische Bewegung selber in der richtigen Weise zu fixieren. Nun, bei diesen Dingen zeigte sich dann dasjenige, was man eine solche innere Opposition nennen könnte.
[ 22 ] Natürlich sind die meisten erstaunt, wenn ich von dieser inneren Opposition spreche, weil sie sich ihrer nicht bewußt sind, viele wenigstens. Aber ich möchte sagen: um so schlimmer. Denn diese innere Opposition ist in Gefühlen gerade in der dritten Periode sehr stark heraufgekommen. Auch in äußeren Symptomen zeigte sie sich ja. Wenn eine solche Bewegung zwei Perioden, so wie ich sie geschildert habe, durchgemacht hat, dann braucht durchaus nicht blindes Vertrauen zu herrschen, wenn in der dritten Periode, wo schon Antezedenzien da sind, wo schon etwas Vorangehendes eben vorliegt, aus Zusammenhängen heraus, die nicht jeder gleich übersehen kann, das eine oder das andere gemacht wird. Aber bedenken Sie doch nur einmal: aus Zusammenhängen heraus, die ganz gewiß dazumal nicht jeder übersehen konnte, zu denen man vieles zusammenhalten mußte, und bei denen es vor allen Dingen darauf ankam, die anthroposophische Bewegung selber in der richtigen Weise zu fixieren. Nun, bei diesen Dingen zeigte sich dann dasjenige, was man eine solche innere Opposition nennen könnte.
[ 23 ] Ich weiß selbstverständlich, daß, wenn ich auf diese Dinge zu sprechen komme, gar mancher sagen wird: Soll man denn nicht gerade seine eigenen Meinungen haben? Gewiß, seine eigenen Meinungen soll man haben über dasjenige, was man tut; aber wenn ein anderer etwas tut, mit dem man in irgendeiner Lebensverbindung steht, dann handelt es sich darum, daß das Vertrauen mancherlei Rolle spielen muß, namentlich wenn eben solche Antezedenzien da sind wie diejenigen, auf die ich habe hinweisen können.
[ 23 ] Ich weiß selbstverständlich, daß, wenn ich auf diese Dinge zu sprechen komme, gar mancher sagen wird: Soll man denn nicht gerade seine eigenen Meinungen haben? Gewiß, seine eigenen Meinungen soll man haben über dasjenige, was man tut; aber wenn ein anderer etwas tut, mit dem man in irgendeiner Lebensverbindung steht, dann handelt es sich darum, daß das Vertrauen mancherlei Rolle spielen muß, namentlich wenn eben solche Antezedenzien da sind wie diejenigen, auf die ich habe hinweisen können.
[ 24 ] Nun habe ich in einem gewissen Zeitpunkte der dritten Periode während des Weltkrieges das Büchelchen geschrieben: «Gedanken während der Zeit des Krieges». Da machte sich gerade jene innere Opposition in einer ganz merkwürdigen Weise geltend. Nicht nur, daß Leute an mich herangetreten sind, die gesagt haben: Wir haben doch geglaubt, Anthroposophie mische sich niemals in Politik - als wenn das Büchelchen sich in Politik gemischt hätte! — und dergleichen mehr. Und man konnte schon an der ganzen Stellungnahme sehen: Da hat in manchem Herzen etwas abgefärbt, was nun nicht auf dem Boden der Anthroposophie wachsen darf, sondern was auf ganz anderem Boden wächst. Nicht wahr, ich habe manches erlebt, was eingewendet worden ist gerade gegen diese «Gedanken während der Zeit des Krieges», aber ich habe es nicht erlebt, wirklich nicht erlebt, daß irgend jemand gesagt hätte — jetzt sage ich etwas furchtbar Arrogantes, aber es ist dennoch objektiv, meine lieben Freunde: Wir wissen nichts Rechtes aus der Sache zu machen, aber wir wollen abwarten bis zum Jahre 1935, vielleicht werden wir dann wissen, warum dieses Büchelchen geschrieben worden ist. — Und so sind manche andere Dinge gewesen, die durchaus zeigen, wie stark dasjenige hereingespielt hat, was geradezu darauf hinauslief, die selbstverständliche Freiheit und Selbstbestimmung innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft zu untergraben. Denn es wäre selbstverständlich gewesen, das Schreiben dieser Schrift meine Sache sein zu lassen. Statt dessen hat sich so etwas wie eine Meinung gebildet: wenn der derjenige sein will, mit dem wir die Anthroposophische Gesellschaft machen, dann darf er nur dasjenige schreiben, was uns gefällt.
[ 24 ] Nun habe ich in einem gewissen Zeitpunkte der dritten Periode während des Weltkrieges das Büchelchen geschrieben: «Gedanken während der Zeit des Krieges». Da machte sich gerade jene innere Opposition in einer ganz merkwürdigen Weise geltend. Nicht nur, daß Leute an mich herangetreten sind, die gesagt haben: Wir haben doch geglaubt, Anthroposophie mische sich niemals in Politik - als wenn das Büchelchen sich in Politik gemischt hätte! — und dergleichen mehr. Und man konnte schon an der ganzen Stellungnahme sehen: Da hat in manchem Herzen etwas abgefärbt, was nun nicht auf dem Boden der Anthroposophie wachsen darf, sondern was auf ganz anderem Boden wächst. Nicht wahr, ich habe manches erlebt, was eingewendet worden ist gerade gegen diese «Gedanken während der Zeit des Krieges», aber ich habe es nicht erlebt, wirklich nicht erlebt, daß irgend jemand gesagt hätte — jetzt sage ich etwas furchtbar Arrogantes, aber es ist dennoch objektiv, meine lieben Freunde: Wir wissen nichts Rechtes aus der Sache zu machen, aber wir wollen abwarten bis zum Jahre 1935, vielleicht werden wir dann wissen, warum dieses Büchelchen geschrieben worden ist. — Und so sind manche andere Dinge gewesen, die durchaus zeigen, wie stark dasjenige hereingespielt hat, was geradezu darauf hinauslief, die selbstverständliche Freiheit und Selbstbestimmung innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft zu untergraben. Denn es wäre selbstverständlich gewesen, das Schreiben dieser Schrift meine Sache sein zu lassen. Statt dessen hat sich so etwas wie eine Meinung gebildet: wenn der derjenige sein will, mit dem wir die Anthroposophische Gesellschaft machen, dann darf er nur dasjenige schreiben, was uns gefällt.
[ 25 ] Nicht wahr, diese Dinge müssen radikal ausgesprochen werden, sonst werden sie eben nicht verstanden. Sie sind symptomatisch, und sie bezeugen eben, daß eine Stimmung heraufkam, die wider die Lebensbedingungen der anthroposophischen Bewegung ist, daß in der Gesellschaft eine Stimmung heraufkam, die wider die Lebensbedingungen der anthroposophischen Bewegung ist!
[ 25 ] Nicht wahr, diese Dinge müssen radikal ausgesprochen werden, sonst werden sie eben nicht verstanden. Sie sind symptomatisch, und sie bezeugen eben, daß eine Stimmung heraufkam, die wider die Lebensbedingungen der anthroposophischen Bewegung ist, daß in der Gesellschaft eine Stimmung heraufkam, die wider die Lebensbedingungen der anthroposophischen Bewegung ist!
[ 26 ] Was aber in dieser dritten Periode von ganz besonderer Bedeutung sein mußte, das ist das Bewußtsein, eine Gesellschaft gebildet zu haben, die die ersten Schritte macht in einer Angelegenheit, in der ein großer Teil der Menschheit wird nachfolgen müssen. Ja, bedenken Sie das, meine lieben Freunde, eine verhältnismäßig kleine Gesellschaft bildete sich, mit der Prätention, etwas zu tun, wo ein großer Teil der Menschheit nachfolgen soll. Das gibt nicht nur die Verpflichtungen, die dann diejenigen Menschen haben werden, die nachfolgen, sondern das gibt Verpflichtungen einer weit höheren Art: das gibt Verpflichtungen, die vielpotenzig sind gegenüber demjenigen, was etwa die Pflichten sind derer, die einmal als eine große Menschenanzahl etwa Anthroposophie zu ihrer Orientierung nehmen werden.
[ 26 ] Was aber in dieser dritten Periode von ganz besonderer Bedeutung sein mußte, das ist das Bewußtsein, eine Gesellschaft gebildet zu haben, die die ersten Schritte macht in einer Angelegenheit, in der ein großer Teil der Menschheit wird nachfolgen müssen. Ja, bedenken Sie das, meine lieben Freunde, eine verhältnismäßig kleine Gesellschaft bildete sich, mit der Prätention, etwas zu tun, wo ein großer Teil der Menschheit nachfolgen soll. Das gibt nicht nur die Verpflichtungen, die dann diejenigen Menschen haben werden, die nachfolgen, sondern das gibt Verpflichtungen einer weit höheren Art: das gibt Verpflichtungen, die vielpotenzig sind gegenüber demjenigen, was etwa die Pflichten sind derer, die einmal als eine große Menschenanzahl etwa Anthroposophie zu ihrer Orientierung nehmen werden.
[ 27 ] Die Anthroposophen von heute dürfen nicht etwa denken, daß sie nur diejenigen Verpflichtungen haben, die einmal die Menschen haben werden, die sich zur Anthroposophie bekennen, wenn die Anthroposophen nach Millionen, nicht nach Tausenden da sind. Wenn Tausende vorauseilen einer Bewegung, so haben diese Tausende eben eine viel höhere, eine potenzierte Verpflichtung. Das heißt, sie haben die Verpflichtung, in allen Einzelheiten größeren Mut, größere Energie, größere Geduld, größere Toleranz und vor allen Dingen größere Wahrhaftigkeit zu üben. Und in dieser dritten Periode war die Probe gestellt namentlich in bezug auf Wahrhafuigkeit und auf Ernst. Es mußte in einem gewissen Sinne dasjenige aufkommen, das einmal den Gegenstand der Besprechung gebildet hat in den Vorträgen, die den Theologen gehalten worden sind. Da wurde es ausgesprochen. Innerhalb der Anthroposophenschar hätte das ein Gefühl, eine Empfindung werden müssen — muß es werden! -: daß Anthroposophie, ganz abgesehen davon, daß es Anthroposophen gibt, als ein selbständiges Wesen angesehen werden muß, gewissermaßen wie etwas, was unter uns herumgeht, dem gegenüber wir verantwortlich sind in jedem Augenblicke unseres Lebens. Das ist in jenem Vortrage vor den Theologen ausgesprochen worden: Anthroposophie ist an sich ein unsichtbarer Mensch, der unter sichtbaren Menschen herumgeht, und dem gegenüber man, solange man ein kleines Häuflein ist, die denkbar größte Verantwortung hat, der wirklich genommen werden muß als unsichtbarer Mensch, genommen werden muß als etwas Daseiendes, den man befragen muß bei den einzelnen Handlungen des Lebens, was er dazu sagt.
[ 27 ] Die Anthroposophen von heute dürfen nicht etwa denken, daß sie nur diejenigen Verpflichtungen haben, die einmal die Menschen haben werden, die sich zur Anthroposophie bekennen, wenn die Anthroposophen nach Millionen, nicht nach Tausenden da sind. Wenn Tausende vorauseilen einer Bewegung, so haben diese Tausende eben eine viel höhere, eine potenzierte Verpflichtung. Das heißt, sie haben die Verpflichtung, in allen Einzelheiten größeren Mut, größere Energie, größere Geduld, größere Toleranz und vor allen Dingen größere Wahrhaftigkeit zu üben. Und in dieser dritten Periode war die Probe gestellt namentlich in bezug auf Wahrhafuigkeit und auf Ernst. Es mußte in einem gewissen Sinne dasjenige aufkommen, das einmal den Gegenstand der Besprechung gebildet hat in den Vorträgen, die den Theologen gehalten worden sind. Da wurde es ausgesprochen. Innerhalb der Anthroposophenschar hätte das ein Gefühl, eine Empfindung werden müssen — muß es werden! -: daß Anthroposophie, ganz abgesehen davon, daß es Anthroposophen gibt, als ein selbständiges Wesen angesehen werden muß, gewissermaßen wie etwas, was unter uns herumgeht, dem gegenüber wir verantwortlich sind in jedem Augenblicke unseres Lebens. Das ist in jenem Vortrage vor den Theologen ausgesprochen worden: Anthroposophie ist an sich ein unsichtbarer Mensch, der unter sichtbaren Menschen herumgeht, und dem gegenüber man, solange man ein kleines Häuflein ist, die denkbar größte Verantwortung hat, der wirklich genommen werden muß als unsichtbarer Mensch, genommen werden muß als etwas Daseiendes, den man befragen muß bei den einzelnen Handlungen des Lebens, was er dazu sagt.
[ 28 ] Wenn sich also, solange die Anthroposophenschar noch klein ist, wenn sich da, sagen wir, menschliche Zusammenhänge, Freundschaften, Cliquenschaften und dergleichen bilden, dann ist immer notwendiger, daß dieser Unsichtbare gefragt werde, daß alles vor diesem Unsichtbaren gerechtfertigt werden könne.
[ 28 ] Wenn sich also, solange die Anthroposophenschar noch klein ist, wenn sich da, sagen wir, menschliche Zusammenhänge, Freundschaften, Cliquenschaften und dergleichen bilden, dann ist immer notwendiger, daß dieser Unsichtbare gefragt werde, daß alles vor diesem Unsichtbaren gerechtfertigt werden könne.
[ 29 ] Das wird natürlich in demselben Maße immer weniger der Fall sein, je mehr sich Anthroposophie ausbreitet. Aber solange sie noch das Besitztum einer kleinen Schar ist, solange ist es durchaus notwendig, daß alles, was geschieht, sozusagen unter Anfrage des Menschen Anthroposophie geschieht. Das gehört zu den Lebensbedingungen: die Anthroposophie als ein lebendes Wesen anzusehen. Es darf erst sterben, wenn sich ihre Anhänger ins Unermeßliche vermehrt haben. Also, das ist dasjenige, was notwendig ist: ein wirklicher Ernst im Nachfolgen jenes unsichtbaren Menschen, von dem ich eben gesprochen habe. Der tiefe Ernst, der müßte sozusagen mit jedem Tag wachsen. Wenn dieser tiefe Ernst wächst, dann ist es ganz zweifellos, daß alle Dinge, die gemacht werden, in der richtigen Weise auch inauguriert und weitergeführt werden.
[ 29 ] Das wird natürlich in demselben Maße immer weniger der Fall sein, je mehr sich Anthroposophie ausbreitet. Aber solange sie noch das Besitztum einer kleinen Schar ist, solange ist es durchaus notwendig, daß alles, was geschieht, sozusagen unter Anfrage des Menschen Anthroposophie geschieht. Das gehört zu den Lebensbedingungen: die Anthroposophie als ein lebendes Wesen anzusehen. Es darf erst sterben, wenn sich ihre Anhänger ins Unermeßliche vermehrt haben. Also, das ist dasjenige, was notwendig ist: ein wirklicher Ernst im Nachfolgen jenes unsichtbaren Menschen, von dem ich eben gesprochen habe. Der tiefe Ernst, der müßte sozusagen mit jedem Tag wachsen. Wenn dieser tiefe Ernst wächst, dann ist es ganz zweifellos, daß alle Dinge, die gemacht werden, in der richtigen Weise auch inauguriert und weitergeführt werden.
[ 30 ] Ich will ein Faktum zunächst herausheben. Während die zweite Periode vom Jahre 1907, 1908, 1909 bis 1914 im wesentlichen die Periode war, welche nach der Gemütsseite, nach der religiösen Erkenntnis die Anthroposophie weitergebracht hat, trat wiederum in der dritten Periode etwas ein, was schon in der ersten Periode da war, wie ich es gestern geschildert habe. Es trat das ein, daß wiederum Anthroposophie in eine Beziehung gebracht wurde zum Beispiel zur Wissenschaft, zu den verschiedenen Zweigen der Wissenschaft.
[ 30 ] Ich will ein Faktum zunächst herausheben. Während die zweite Periode vom Jahre 1907, 1908, 1909 bis 1914 im wesentlichen die Periode war, welche nach der Gemütsseite, nach der religiösen Erkenntnis die Anthroposophie weitergebracht hat, trat wiederum in der dritten Periode etwas ein, was schon in der ersten Periode da war, wie ich es gestern geschildert habe. Es trat das ein, daß wiederum Anthroposophie in eine Beziehung gebracht wurde zum Beispiel zur Wissenschaft, zu den verschiedenen Zweigen der Wissenschaft.
[ 31 ] Während des Krieges konnte man schon sehen, wie aus dieser oder jener Ecke heraus dieser oder jener Wissenschafter an die Anthroposophie heranrückte. Damit bekam die Anthroposophische Gesellschaft Mitarbeiter auf wissenschaftlichem Felde. Zunächst taten sich diese Wissenschafter noch nicht hervor. Der wissenschaftliche Betrieb war bis zum Jahre 1919, 1920 mehr eine Hoffnung, mit Ausnahme dessen, was Dr. Unger aus der «Philosophie der Freiheit» und anderen Schriften der voranthroposophischen Zeit für die Anthroposophie fruchtbar herausgeholt hat. Im übrigen, wenn wir absehen von dem, was in dieser erkenntnistheoretischen Beziehung weitergebaut worden ist, was ein wichtiges Substantiell-Inhaltliches für die weitere Bewegung war, müssen wir eben sagen, daß zunächst beim Beginne der dritten Periode das Wissenschaftliche eine Hoffnung war. Denn dieses Wissenschaftliche machte sich jetzt in der dritten Periode zunächst in genau entgegengesetztem Sinne geltend wie in der ersten Periode. In der ersten Periode handelte es sich, wie ich Ihnen gesagt habe, den Leuten, die ich gestern angeführt habe, darum: vor der Wissenschaft die Anthroposophie zu rechtfertigen. Anthroposophie sollte sich eben ihren Paß visieren lassen von der Wissenschaft. Das war die Tendenz in der ersten Periode. Da sie das nicht tun konnte, so versickerte allmählich der wissenschaftliche Betrieb. In der zweiten Periode war er gar nicht da, und gegen das Ende neigte sich die Sache mehr gegen das Künstlerische hin. Die allgemein menschlichen Interessen nahmen überhand.
[ 31 ] Während des Krieges konnte man schon sehen, wie aus dieser oder jener Ecke heraus dieser oder jener Wissenschafter an die Anthroposophie heranrückte. Damit bekam die Anthroposophische Gesellschaft Mitarbeiter auf wissenschaftlichem Felde. Zunächst taten sich diese Wissenschafter noch nicht hervor. Der wissenschaftliche Betrieb war bis zum Jahre 1919, 1920 mehr eine Hoffnung, mit Ausnahme dessen, was Dr. Unger aus der «Philosophie der Freiheit» und anderen Schriften der voranthroposophischen Zeit für die Anthroposophie fruchtbar herausgeholt hat. Im übrigen, wenn wir absehen von dem, was in dieser erkenntnistheoretischen Beziehung weitergebaut worden ist, was ein wichtiges Substantiell-Inhaltliches für die weitere Bewegung war, müssen wir eben sagen, daß zunächst beim Beginne der dritten Periode das Wissenschaftliche eine Hoffnung war. Denn dieses Wissenschaftliche machte sich jetzt in der dritten Periode zunächst in genau entgegengesetztem Sinne geltend wie in der ersten Periode. In der ersten Periode handelte es sich, wie ich Ihnen gesagt habe, den Leuten, die ich gestern angeführt habe, darum: vor der Wissenschaft die Anthroposophie zu rechtfertigen. Anthroposophie sollte sich eben ihren Paß visieren lassen von der Wissenschaft. Das war die Tendenz in der ersten Periode. Da sie das nicht tun konnte, so versickerte allmählich der wissenschaftliche Betrieb. In der zweiten Periode war er gar nicht da, und gegen das Ende neigte sich die Sache mehr gegen das Künstlerische hin. Die allgemein menschlichen Interessen nahmen überhand.
[ 32 ] In der dritten Periode kamen wiederum aus den Ecken heraus eben die wissenschaftlichen Aspirationen, aber in entgegengesetzter Weise. Jetzt handelte es sich nicht mehr darum, wenigstens nicht ausgesprochen, die Anthroposophie vor der Wissenschaft zu rechtfertigen, sondern die Wissenschaft von der Anthroposophie her zu befruchten. Jetzt kamen alle möglichen Menschen damit, daß sie sagten: Wir kommen mit unserer Wissenschaft nicht mehr weiter, sie muß befruchtet werden. — Jetzt handelte es sich nicht mehr darum, wie früher in der ersten Periode Atomstrukturen zu erfinden, weil man es so gewöhnt war, aus dem Physikalischen, Astronomischen heraus Atomtheorien auch für den Äther- und Astralleib zu finden. Jetzt, nachdem genugsam verfahren war, es in die Wissenschaft hineinzutragen, jetzt handelte es sich um die genau entgegengesetzte Tendenz.
[ 32 ] In der dritten Periode kamen wiederum aus den Ecken heraus eben die wissenschaftlichen Aspirationen, aber in entgegengesetzter Weise. Jetzt handelte es sich nicht mehr darum, wenigstens nicht ausgesprochen, die Anthroposophie vor der Wissenschaft zu rechtfertigen, sondern die Wissenschaft von der Anthroposophie her zu befruchten. Jetzt kamen alle möglichen Menschen damit, daß sie sagten: Wir kommen mit unserer Wissenschaft nicht mehr weiter, sie muß befruchtet werden. — Jetzt handelte es sich nicht mehr darum, wie früher in der ersten Periode Atomstrukturen zu erfinden, weil man es so gewöhnt war, aus dem Physikalischen, Astronomischen heraus Atomtheorien auch für den Äther- und Astralleib zu finden. Jetzt, nachdem genugsam verfahren war, es in die Wissenschaft hineinzutragen, jetzt handelte es sich um die genau entgegengesetzte Tendenz.
[ 33 ] Nun, diese Tendenz - ich will sie heute nur in positivem Sinne besprechen - wird sich nur durcharbeiten können, wird nur zu Nutz und Frommen der anthroposophischen Bewegung sein können, wenn sie den Weg dazu findet, wirklich rein nur aus anthroposophischen Quellen heraus zu arbeiten, so etwa wie im Künstlerischen, sagen wir, in der Eurythmie gearbeitet worden ist, und wenn dieses wiederum mit jenem Ernst geschieht, von dem ich gerade eben gesprochen habe. Solange noch immerhin sehr viel von dem, was heutzutage wissenschaftliche Denkweise ist, unbewußt in die anthroposophische Bewegung hereingetragen wird, solange wird es nicht fruchtbar weitergehen.
[ 33 ] Nun, diese Tendenz - ich will sie heute nur in positivem Sinne besprechen - wird sich nur durcharbeiten können, wird nur zu Nutz und Frommen der anthroposophischen Bewegung sein können, wenn sie den Weg dazu findet, wirklich rein nur aus anthroposophischen Quellen heraus zu arbeiten, so etwa wie im Künstlerischen, sagen wir, in der Eurythmie gearbeitet worden ist, und wenn dieses wiederum mit jenem Ernst geschieht, von dem ich gerade eben gesprochen habe. Solange noch immerhin sehr viel von dem, was heutzutage wissenschaftliche Denkweise ist, unbewußt in die anthroposophische Bewegung hereingetragen wird, solange wird es nicht fruchtbar weitergehen.
[ 34 ] Namentlich wird es nicht fruchtbar weitergehen, solange der Glaube herrscht, daß man diejenigen, die heute offizielle Vertreter der Wissenschaft sind, von irgend etwas überzeugen könne, ohne daß sie selbst in die anthroposophische Orientierung hereinkommen. Sie müssen erst in die anthroposophische Orientierung hereinkommen, dann läßt sich mit ihnen reden. Wir haben gegenüber denen, die die Anthroposophie heute bekämpfen, nur die Aufgabe, klar zu zeigen, wo sie die Unwahrheit sagen. Darüber läßt sich reden. Aber über das Meritorische, über das Inhaltliche läßt sich natürlich mit Menschen nicht reden. die nicht nur sich nicht überzeugen lassen wollen, sondern im Grunde genommen sich gar nicht überzeugen können, weil ihnen die Fundamente fehlen.
[ 34 ] Namentlich wird es nicht fruchtbar weitergehen, solange der Glaube herrscht, daß man diejenigen, die heute offizielle Vertreter der Wissenschaft sind, von irgend etwas überzeugen könne, ohne daß sie selbst in die anthroposophische Orientierung hereinkommen. Sie müssen erst in die anthroposophische Orientierung hereinkommen, dann läßt sich mit ihnen reden. Wir haben gegenüber denen, die die Anthroposophie heute bekämpfen, nur die Aufgabe, klar zu zeigen, wo sie die Unwahrheit sagen. Darüber läßt sich reden. Aber über das Meritorische, über das Inhaltliche läßt sich natürlich mit Menschen nicht reden. die nicht nur sich nicht überzeugen lassen wollen, sondern im Grunde genommen sich gar nicht überzeugen können, weil ihnen die Fundamente fehlen.
[ 35 ] Daran muß vor allen Dingen gearbeitet werden, für sich selber auf den verschiedenen Gebieten die Fundamente zu schaffen, diese aber wirklich aus dem Zentrum der Anthroposophie heraus zu schaffen, aus den zentralen Quellen heraus zu arbeiten.
[ 35 ] Daran muß vor allen Dingen gearbeitet werden, für sich selber auf den verschiedenen Gebieten die Fundamente zu schaffen, diese aber wirklich aus dem Zentrum der Anthroposophie heraus zu schaffen, aus den zentralen Quellen heraus zu arbeiten.
[ 36 ] Und wenn dann nach dem Kriege versucht worden ist, allerlei praktische Lebensaufgaben, Weltaufgaben zu ergreifen, so handelte es sich wieder darum, alles aus dem Kern des Anthroposophischen heraus zu gestalten und einzusehen, daß es nun gerade mit solchen praktischen Lebensaufgaben am allerwenigsten möglich ist, auf irgendwelche Kompromisse zu rechnen. Einzig und allein darum kann es sich handeln, dasjenige der Welt zu sagen, was aus dem anthroposophischen Zentrum heraus zu sagen ist, und dann zu warten, wieviele Menschen ein Verständnis dafür haben. Jedenfalls darf nicht mit irgend etwas, das aus den anthroposophischen Zentralen herausgeholt wird, so vor die Welt getreten werden, daß man sagt: Da ist eine Partei, die kann man vielleicht gewinnen, da ist ein Mensch, den kann man vielleicht gewinnen. Das geht nicht. Das gibt es nicht. Das widerspricht den innersten Lebensbedingungen der anthroposophischen Bewegung. Wenn da eine Frauenbewegung, dort eine soziale Bewegung ist, und irgend jemand die Meinung hat: Da muß man herein, da muß man Kompromisse schließen, denn die Leute sind von der einen oder von der anderen Seite nahe an der Anthroposophie, — so geht das nicht, so geht es absolut nicht. Sondern es handelt sich darum, für Anthroposophie so viel innere Sicherheit zu haben, daß man wirklich dazu kommt, wo immer man steht, das Anthroposophische zu vertreten.
[ 36 ] Und wenn dann nach dem Kriege versucht worden ist, allerlei praktische Lebensaufgaben, Weltaufgaben zu ergreifen, so handelte es sich wieder darum, alles aus dem Kern des Anthroposophischen heraus zu gestalten und einzusehen, daß es nun gerade mit solchen praktischen Lebensaufgaben am allerwenigsten möglich ist, auf irgendwelche Kompromisse zu rechnen. Einzig und allein darum kann es sich handeln, dasjenige der Welt zu sagen, was aus dem anthroposophischen Zentrum heraus zu sagen ist, und dann zu warten, wieviele Menschen ein Verständnis dafür haben. Jedenfalls darf nicht mit irgend etwas, das aus den anthroposophischen Zentralen herausgeholt wird, so vor die Welt getreten werden, daß man sagt: Da ist eine Partei, die kann man vielleicht gewinnen, da ist ein Mensch, den kann man vielleicht gewinnen. Das geht nicht. Das gibt es nicht. Das widerspricht den innersten Lebensbedingungen der anthroposophischen Bewegung. Wenn da eine Frauenbewegung, dort eine soziale Bewegung ist, und irgend jemand die Meinung hat: Da muß man herein, da muß man Kompromisse schließen, denn die Leute sind von der einen oder von der anderen Seite nahe an der Anthroposophie, — so geht das nicht, so geht es absolut nicht. Sondern es handelt sich darum, für Anthroposophie so viel innere Sicherheit zu haben, daß man wirklich dazu kommt, wo immer man steht, das Anthroposophische zu vertreten.
[ 37 ] Ich möchte Ihnen ein anderes drolliges Beispiel dafür sagen. Nicht wahr, wenn man es mir übelgenommen hat, daß ich die theosophische Bewegung zum Felde meiner Tätigkeit gemacht habe, so sage ich dagegen immer: Ich werde überall Anthroposophie vertreten, wo man es verlangt, ganz gleichgültig, wo; wo man es verlangt, werde ich es tun. Ich habe es an den Orten getan, wo ich es nur einmal habe tun können, aus dem einfachen Grunde, weil die Leute ein zweites Mal nichts mehr hören wollten von mir. Aber ich habe nicht so gesprochen, daß sie bei ihrer Seelenverfassung durch äußerliche Mittel hätten gewonnen werden können, die Sache ein zweites Mal wieder zu hören. Das ist eben das, was vermieden werden muß. Wenn die Leute verlangen, etwas zu hören, muß man ihnen Anthroposophie bringen, reine Anthroposophie, die aber mutvoll aus dem innersten Kern heraus gebracht ist.
[ 37 ] Ich möchte Ihnen ein anderes drolliges Beispiel dafür sagen. Nicht wahr, wenn man es mir übelgenommen hat, daß ich die theosophische Bewegung zum Felde meiner Tätigkeit gemacht habe, so sage ich dagegen immer: Ich werde überall Anthroposophie vertreten, wo man es verlangt, ganz gleichgültig, wo; wo man es verlangt, werde ich es tun. Ich habe es an den Orten getan, wo ich es nur einmal habe tun können, aus dem einfachen Grunde, weil die Leute ein zweites Mal nichts mehr hören wollten von mir. Aber ich habe nicht so gesprochen, daß sie bei ihrer Seelenverfassung durch äußerliche Mittel hätten gewonnen werden können, die Sache ein zweites Mal wieder zu hören. Das ist eben das, was vermieden werden muß. Wenn die Leute verlangen, etwas zu hören, muß man ihnen Anthroposophie bringen, reine Anthroposophie, die aber mutvoll aus dem innersten Kern heraus gebracht ist.
[ 38 ] Ich möchte sagen, diese Dinge sind ja wie zur Illustration, wirklich nur wie zur Illustration, im Laufe der anthroposophischen Bewegung schon gemacht worden. Da sind wir zum Beispiel einmal in eine Spiritistengesellschaft in Berlin eingeladen worden, ich solle über Anthroposophie reden. Es ist mir gar nicht eingefallen, nein zu sagen. Warum sollten die Leute nicht ein Recht haben, so etwas zu hören? Ich hatte meinen Vortrag gehalten und habe gleich nach dem Vortrage gesehen, wie ungeeignet diese Menschen sind und wie sie eigentlich in Wirklichkeit von mir nichts weiteres hören wollten. Denn es ist nämlich etwas ganz Kostbares passiert nach diesem Vortrage: Ich wurde sogleich mit Stimmeneinhelligkeit zum Präsidenten dieser Gesellschaft gewählt. Frau Dr. Steiner und deren Schwester, die mit waren, wußten gar nicht, wie ihnen wird. Was tut man jetzt? sagten sie. Man ist Präsident von einer solchen Gesellschaft! Was tut man? Ich sagte einfach: Nicht mehr hingehen! Denn es war ja das ganz Selbstverständliche. Die Leute bewiesen durch das ganz blödsinnige Wählen eines Menschen zum Präsidenten, der zum ersten Mal gehört worden war, daß sie etwas ganz anderes wollten als Anthroposophie. Sie wollten nämlich die Anthroposophie spiritistisch machen und glaubten, daß sie das durch so etwas erreichen würden. Aber solche Erfahrungen kann man ja die verschiedensten machen.
[ 38 ] Ich möchte sagen, diese Dinge sind ja wie zur Illustration, wirklich nur wie zur Illustration, im Laufe der anthroposophischen Bewegung schon gemacht worden. Da sind wir zum Beispiel einmal in eine Spiritistengesellschaft in Berlin eingeladen worden, ich solle über Anthroposophie reden. Es ist mir gar nicht eingefallen, nein zu sagen. Warum sollten die Leute nicht ein Recht haben, so etwas zu hören? Ich hatte meinen Vortrag gehalten und habe gleich nach dem Vortrage gesehen, wie ungeeignet diese Menschen sind und wie sie eigentlich in Wirklichkeit von mir nichts weiteres hören wollten. Denn es ist nämlich etwas ganz Kostbares passiert nach diesem Vortrage: Ich wurde sogleich mit Stimmeneinhelligkeit zum Präsidenten dieser Gesellschaft gewählt. Frau Dr. Steiner und deren Schwester, die mit waren, wußten gar nicht, wie ihnen wird. Was tut man jetzt? sagten sie. Man ist Präsident von einer solchen Gesellschaft! Was tut man? Ich sagte einfach: Nicht mehr hingehen! Denn es war ja das ganz Selbstverständliche. Die Leute bewiesen durch das ganz blödsinnige Wählen eines Menschen zum Präsidenten, der zum ersten Mal gehört worden war, daß sie etwas ganz anderes wollten als Anthroposophie. Sie wollten nämlich die Anthroposophie spiritistisch machen und glaubten, daß sie das durch so etwas erreichen würden. Aber solche Erfahrungen kann man ja die verschiedensten machen.
[ 39 ] Also es handelt sich wirklich niemals darum, vor irgendeinem Menschen die Anthroposophie nicht zu vertreten. So wurde ich einmal eingeladen, über Anthroposophie zu sprechen in der Gottsched-Gesellschaft in Berlin. Ja, warum hätte ich nicht sprechen sollen? Aber es handelte sich darum, wirklich mit nichts dem Anthroposophischen nachzugeben.
[ 39 ] Also es handelt sich wirklich niemals darum, vor irgendeinem Menschen die Anthroposophie nicht zu vertreten. So wurde ich einmal eingeladen, über Anthroposophie zu sprechen in der Gottsched-Gesellschaft in Berlin. Ja, warum hätte ich nicht sprechen sollen? Aber es handelte sich darum, wirklich mit nichts dem Anthroposophischen nachzugeben.
[ 40 ] Das war die besonders schwierige Aufgabe in der Zeit, nachdem der «Aufruf an das deutsche Volk und die Kulturwelt» geschrieben war und die «Kernpunkte der sozialen Frage» erschienen waren. Da handelte es sich wirklich darum, nach keiner Seite hin etwas anderes zu tun, als dasjenige geltend zu machen, was aus diesem Quell heraus geltend gemacht werden konnte, und dann abzuwarten, wer dazu kommen will.
[ 40 ] Das war die besonders schwierige Aufgabe in der Zeit, nachdem der «Aufruf an das deutsche Volk und die Kulturwelt» geschrieben war und die «Kernpunkte der sozialen Frage» erschienen waren. Da handelte es sich wirklich darum, nach keiner Seite hin etwas anderes zu tun, als dasjenige geltend zu machen, was aus diesem Quell heraus geltend gemacht werden konnte, und dann abzuwarten, wer dazu kommen will.
[ 41 ] Ich muß heute noch meine Überzeugung aussprechen: Hätten wir das getan, hätten wir einfach uns auf den positiven Boden desjenigen gestellt, was in jenem Aufruf und in jenem Buche enthalten war, ohne Anknüpfung zu suchen an diese oder jene Partei, was von mir durchaus immer abzulehnen war, dann würden wir heute eben nicht gestrauchelt sein mit dem, was von dieser Seite her gekommen ist, sondern wir würden wahrscheinlich doch einige Früchte zu verzeichnen haben. Während wir so gar keine Früchte auf diesem Felde zu verzeichnen haben, meine lieben Freunde.
[ 41 ] Ich muß heute noch meine Überzeugung aussprechen: Hätten wir das getan, hätten wir einfach uns auf den positiven Boden desjenigen gestellt, was in jenem Aufruf und in jenem Buche enthalten war, ohne Anknüpfung zu suchen an diese oder jene Partei, was von mir durchaus immer abzulehnen war, dann würden wir heute eben nicht gestrauchelt sein mit dem, was von dieser Seite her gekommen ist, sondern wir würden wahrscheinlich doch einige Früchte zu verzeichnen haben. Während wir so gar keine Früchte auf diesem Felde zu verzeichnen haben, meine lieben Freunde.
[ 42 ] Das ist eben Lebensbedingung einer solchen Gesellschaft, daß immer die Möglichkeit gefunden werde, aus dem Geiste selber heraus zu arbeiten. Natürlich braucht man deshalb durchaus nicht zu glauben, daß damit das Unsinnige gefordert ist, daß man überall mit der Tür ins Haus fallen soll, oder daß man überall ohne Anpassung an das Leben sein soll, daß man lebensunpraktisch werden soll. Heute ist das Gegenteil sogar noch notwendig, heute ist es notwendig, dem sogenannten praktischen Leben etwas Lebenspraxis einzufügen. Denn wer die Bedingungen des Lebens überhaupt kennt, dem kommt dieses heutige Leben so vor — nun ja, wie das der «wirklich praktischen Leute», die so wirklich praktisch im Leben stehen, daß sie sofort hinfallen, wenn sie auf ihren zwei Beinen stehen wollen. Das nennt man ja heute vielfach praktisches Leben. Wenn diese wirklichen Lebenspraktiker in eine geistige Bewegung eindringen, dann steht es schlimm um diese geistige Bewegung.
[ 42 ] Das ist eben Lebensbedingung einer solchen Gesellschaft, daß immer die Möglichkeit gefunden werde, aus dem Geiste selber heraus zu arbeiten. Natürlich braucht man deshalb durchaus nicht zu glauben, daß damit das Unsinnige gefordert ist, daß man überall mit der Tür ins Haus fallen soll, oder daß man überall ohne Anpassung an das Leben sein soll, daß man lebensunpraktisch werden soll. Heute ist das Gegenteil sogar noch notwendig, heute ist es notwendig, dem sogenannten praktischen Leben etwas Lebenspraxis einzufügen. Denn wer die Bedingungen des Lebens überhaupt kennt, dem kommt dieses heutige Leben so vor — nun ja, wie das der «wirklich praktischen Leute», die so wirklich praktisch im Leben stehen, daß sie sofort hinfallen, wenn sie auf ihren zwei Beinen stehen wollen. Das nennt man ja heute vielfach praktisches Leben. Wenn diese wirklichen Lebenspraktiker in eine geistige Bewegung eindringen, dann steht es schlimm um diese geistige Bewegung.
[ 43 ] Wie gesagt, ich möchte heute mehr das Positive der Sache berühren, möchte nicht, was ich ja öfter getan habe, an dem, was geschehen ist, Kritik üben, sondern nur zeigen, wie die Dinge verlaufen sollten. Also nicht darum handelt es sich, bei dem geraden Wege so zu gehen, daß man sagt: Ich gehe meinen geraden Weg, und man sich, wenn ein Pfeiler da ist, mit dem Schädel anstößt; man weicht natürlich aus, man benützt natürlich dasjenige, was einen praktisch vorwärtsbringt. Aber darum handelt es sich, daß man in alles den Impuls, der aus dem Zentralen selber herauskommt, durchaus hineinlegt.
[ 43 ] Wie gesagt, ich möchte heute mehr das Positive der Sache berühren, möchte nicht, was ich ja öfter getan habe, an dem, was geschehen ist, Kritik üben, sondern nur zeigen, wie die Dinge verlaufen sollten. Also nicht darum handelt es sich, bei dem geraden Wege so zu gehen, daß man sagt: Ich gehe meinen geraden Weg, und man sich, wenn ein Pfeiler da ist, mit dem Schädel anstößt; man weicht natürlich aus, man benützt natürlich dasjenige, was einen praktisch vorwärtsbringt. Aber darum handelt es sich, daß man in alles den Impuls, der aus dem Zentralen selber herauskommt, durchaus hineinlegt.
[ 44 ] Wenn in einer solchen Weise vorwärts gegangen würde, dann würde man schon sehen, daß in der Tat die Anthroposophische Gesellschaft, nicht jetzt in einer trivialen oder in einer konventionellen Weise, sondern in einer berechtigten Weise endlich darüber hinauskommen würde, daß sie von der Mitwelt als eine bloße Sekte genommen wird.
[ 44 ] Wenn in einer solchen Weise vorwärts gegangen würde, dann würde man schon sehen, daß in der Tat die Anthroposophische Gesellschaft, nicht jetzt in einer trivialen oder in einer konventionellen Weise, sondern in einer berechtigten Weise endlich darüber hinauskommen würde, daß sie von der Mitwelt als eine bloße Sekte genommen wird.
[ 45 ] Was nützt es denn, wenn wir den Leuten immer wieder und wiederum sagen, wir seien keine Sekte, wenn wir uns so verhalten, wie wenn wir eine Sekte wären. Denn, sehen Sie, was vor allem verstanden werden sollte durch die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft, das ist die Bedingung einer Gesellschaft überhaupt in der modernen Zeit. Eine Gesellschaft kann gar nicht eine Sekte sein. Daher darf eigentlich gar niemals, wenn die Anthroposophische Gesellschaft auf ihrem richtigen Boden stehen soll, das «wir» mit Bezug auf die Anschauungen eine Rolle spielen. Immer wieder und wiederum hört man von Anthroposophen der Außenwelt gegenüber sagen: Wir, die Gesellschaft, haben diese oder jene Anschauung. Mit uns geschieht das oder jenes. Wir wollen dies oder jenes. — Das war in alten Zeiten möglich, daß in einer solchen Konformität Gesellschaften vor die Welt sich hinstellten. Das ist in unserer Zeit nicht mehr möglich. In unserer Zeit muß gerade innerhalb einer solchen Gesellschaft jeder einzelne Mensch ein wirklich freier Mensch sein. Anschauungen, Gedanken, Meinungen hat nur jeder einzelne. Die Gesellschaft hat keine Meinung. Und das muß schon im sprachlichen Ausdruck, mit dem der einzelne von der Gesellschaft spricht, zum Ausdruck kommen. Das «wir» muß eigentlich schwinden.
[ 45 ] Was nützt es denn, wenn wir den Leuten immer wieder und wiederum sagen, wir seien keine Sekte, wenn wir uns so verhalten, wie wenn wir eine Sekte wären. Denn, sehen Sie, was vor allem verstanden werden sollte durch die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft, das ist die Bedingung einer Gesellschaft überhaupt in der modernen Zeit. Eine Gesellschaft kann gar nicht eine Sekte sein. Daher darf eigentlich gar niemals, wenn die Anthroposophische Gesellschaft auf ihrem richtigen Boden stehen soll, das «wir» mit Bezug auf die Anschauungen eine Rolle spielen. Immer wieder und wiederum hört man von Anthroposophen der Außenwelt gegenüber sagen: Wir, die Gesellschaft, haben diese oder jene Anschauung. Mit uns geschieht das oder jenes. Wir wollen dies oder jenes. — Das war in alten Zeiten möglich, daß in einer solchen Konformität Gesellschaften vor die Welt sich hinstellten. Das ist in unserer Zeit nicht mehr möglich. In unserer Zeit muß gerade innerhalb einer solchen Gesellschaft jeder einzelne Mensch ein wirklich freier Mensch sein. Anschauungen, Gedanken, Meinungen hat nur jeder einzelne. Die Gesellschaft hat keine Meinung. Und das muß schon im sprachlichen Ausdruck, mit dem der einzelne von der Gesellschaft spricht, zum Ausdruck kommen. Das «wir» muß eigentlich schwinden.
[ 46 ] Damit ist noch etwas anderes verbunden. Wenn dieses «wir» schwindet, dann fühlt sich nicht jeder in der Gesellschaft wie in einem Wassertümpel drinnen, von dem er getragen wird und auf den er sich entsprechend beruft, wenn es darauf ankommt. Sondern, wenn er in der Gesellschaft seine eigene Meinung und sich selbst vor allen Dingen zu vertreten hat, fühlt er sich auch für dasjenige voll verantwortlich, was er als einzelner, als Individualität spricht.
[ 46 ] Damit ist noch etwas anderes verbunden. Wenn dieses «wir» schwindet, dann fühlt sich nicht jeder in der Gesellschaft wie in einem Wassertümpel drinnen, von dem er getragen wird und auf den er sich entsprechend beruft, wenn es darauf ankommt. Sondern, wenn er in der Gesellschaft seine eigene Meinung und sich selbst vor allen Dingen zu vertreten hat, fühlt er sich auch für dasjenige voll verantwortlich, was er als einzelner, als Individualität spricht.
[ 47 ] Diese Verantwortlichkeit ist dasjenige, was immer größer und größer werden muß, solange die Gesellschaft noch eine kleine Schar ist. Da es nun einmal durch die Lebensusancen bisher nicht erreicht worden ist, daß die Anthroposophische Gesellschaft von der Außenwelt als eine eminent moderne Gesellschaft aufgefaßt wird — weil diese Lebensusancen immer wieder und wiederum es mit sich gebracht haben, daß der Ausdruck: Wir glauben das, wir meinen das, wir sind dieser Ansicht, das ist unsere Weltanschauung und dergleichen -, so vielfach vor die Welt eben hingestellt worden ist, so daß die Welt draußen heute meint: Da ist eine kompakte Masse, die hat diese Anschauung, wenn man in sie eintreten will, muß man sich dieser gemeinsamen Meinung verschreiben, was natürlich jede selbständige Seele abstößt —, nachdem das schon einmal geschehen ist, muß heute an eine Maßregel gedacht werden, an die vielleicht vor einem Jahre noch nicht gedacht zu werden brauchte. Weil die Dinge noch nicht so weit vorgeschritten waren, weil man damals noch nicht mit Carbonari und Sowjetregierung und irischem Republikanismus zusammengestellt worden ist — natürlich das alles mit bestimmten hinterlistigen Zwecken -, so erscheint es heute schon wie eine Notwendigkeit, darüber ernstlich nachzudenken, wie man die drei Punkte beseitigen kann, die immer wieder und wieder angeführt werden: Brüderlichkeit ohne Unterschied von Rasse und so weiter, und dann vergleichendes Studium der Religionen und Studium der spirituellen Welten und spirituellen Methoden. Indem diese drei Punkte angeführt werden, macht das den Eindruck vor der Welt, als ob man auf diese drei Punkte zu schwören hätte. Man muß eine ganz andere Form finden, und vor allen Dingen muß man dafür eine Form finden, daß jeder, der sich eben nicht einer Meinung verschreiben will, sondern der Interesse hat für die Pflege geistigen Lebens, nicht die Meinung zu haben braucht, er verschreibe sich in der Seele mit Haut und Haar bestimmten Meinungen. Das ist dasjenige, worüber heute eben nachgedacht werden muß, weil das zu den Lebensbedingungen der Gesellschaft gehört, nachdem wir die besondere Konfiguration der dritten Epoche erlebt haben.
[ 47 ] Diese Verantwortlichkeit ist dasjenige, was immer größer und größer werden muß, solange die Gesellschaft noch eine kleine Schar ist. Da es nun einmal durch die Lebensusancen bisher nicht erreicht worden ist, daß die Anthroposophische Gesellschaft von der Außenwelt als eine eminent moderne Gesellschaft aufgefaßt wird — weil diese Lebensusancen immer wieder und wiederum es mit sich gebracht haben, daß der Ausdruck: Wir glauben das, wir meinen das, wir sind dieser Ansicht, das ist unsere Weltanschauung und dergleichen -, so vielfach vor die Welt eben hingestellt worden ist, so daß die Welt draußen heute meint: Da ist eine kompakte Masse, die hat diese Anschauung, wenn man in sie eintreten will, muß man sich dieser gemeinsamen Meinung verschreiben, was natürlich jede selbständige Seele abstößt —, nachdem das schon einmal geschehen ist, muß heute an eine Maßregel gedacht werden, an die vielleicht vor einem Jahre noch nicht gedacht zu werden brauchte. Weil die Dinge noch nicht so weit vorgeschritten waren, weil man damals noch nicht mit Carbonari und Sowjetregierung und irischem Republikanismus zusammengestellt worden ist — natürlich das alles mit bestimmten hinterlistigen Zwecken -, so erscheint es heute schon wie eine Notwendigkeit, darüber ernstlich nachzudenken, wie man die drei Punkte beseitigen kann, die immer wieder und wieder angeführt werden: Brüderlichkeit ohne Unterschied von Rasse und so weiter, und dann vergleichendes Studium der Religionen und Studium der spirituellen Welten und spirituellen Methoden. Indem diese drei Punkte angeführt werden, macht das den Eindruck vor der Welt, als ob man auf diese drei Punkte zu schwören hätte. Man muß eine ganz andere Form finden, und vor allen Dingen muß man dafür eine Form finden, daß jeder, der sich eben nicht einer Meinung verschreiben will, sondern der Interesse hat für die Pflege geistigen Lebens, nicht die Meinung zu haben braucht, er verschreibe sich in der Seele mit Haut und Haar bestimmten Meinungen. Das ist dasjenige, worüber heute eben nachgedacht werden muß, weil das zu den Lebensbedingungen der Gesellschaft gehört, nachdem wir die besondere Konfiguration der dritten Epoche erlebt haben.
[ 48 ] Ich bin oftmals gefragt worden von diesem oder jenem, ob er denn der Anthroposophischen Gesellschaft beitreten kann oder nicht, da er sich noch nicht bekennen kann zu dem, was die Anthroposophie vorschreibt. Ich habe gesagt, das wäre eine traurige Gesellschaft im heutigen Sinne, die ihre Mitglieder rekrutieren wollte aus denjenigen, die sich bekennen zu dem, was nun da vorgeschrieben wird. Es wäre ja etwas Entsetzliches. Ich sagte immer, es kann sich bei der ehrlichen Mitgliedschaft um nichts anderes handeln, als daß man das dadurch ausdrückt: man hat ein Interesse daran, daß es eine Gesellschaft gibt, die überhaupt den Weg zur geistigen Welt hin sucht. Ein Interesse hat man daran. Wie das dann gemacht wird, das ist Angelegenheit derjenigen, die in der Gesellschaft drinnen sind. Dazu trägt der eine dies, der andere jenes bei.
[ 48 ] Ich bin oftmals gefragt worden von diesem oder jenem, ob er denn der Anthroposophischen Gesellschaft beitreten kann oder nicht, da er sich noch nicht bekennen kann zu dem, was die Anthroposophie vorschreibt. Ich habe gesagt, das wäre eine traurige Gesellschaft im heutigen Sinne, die ihre Mitglieder rekrutieren wollte aus denjenigen, die sich bekennen zu dem, was nun da vorgeschrieben wird. Es wäre ja etwas Entsetzliches. Ich sagte immer, es kann sich bei der ehrlichen Mitgliedschaft um nichts anderes handeln, als daß man das dadurch ausdrückt: man hat ein Interesse daran, daß es eine Gesellschaft gibt, die überhaupt den Weg zur geistigen Welt hin sucht. Ein Interesse hat man daran. Wie das dann gemacht wird, das ist Angelegenheit derjenigen, die in der Gesellschaft drinnen sind. Dazu trägt der eine dies, der andere jenes bei.
[ 49 ] Ich kann durchaus verstehen, daß jemand nicht einer Gesellschaft angehören will, bei der er sich zu Glaubensartikeln verpflichten muß. Aber dann, wenn man sagt: Wer Interesse hat für die Pflege des geistigen Lebens, kann in dieser Gesellschaft sein, dann werden sich diejenigen finden, die ein solches Interesse haben. Und die anderen, nun, die werden draußen bleiben, aber die werden immer mehr und mehr in die Absurdität des Lebens hineingeführt werden.
[ 49 ] Ich kann durchaus verstehen, daß jemand nicht einer Gesellschaft angehören will, bei der er sich zu Glaubensartikeln verpflichten muß. Aber dann, wenn man sagt: Wer Interesse hat für die Pflege des geistigen Lebens, kann in dieser Gesellschaft sein, dann werden sich diejenigen finden, die ein solches Interesse haben. Und die anderen, nun, die werden draußen bleiben, aber die werden immer mehr und mehr in die Absurdität des Lebens hineingeführt werden.
[ 50 ] Wenn man anfängt, über solche Bedingungen des Lebens der Anthroposophischen Gesellschaft nachzudenken, wenn man nicht im alten Trott immer fortvegetieren will, dann erfüllt man wirklich erst die Lebensbedingungen der Gesellschaft. Also erst wenn diese Gesellschaft tatsächlich darauf kommt, die Dinge in vollständig freier Weise zu behandeln ohne Engherzigkeit, nur mit Weitherzigkeit, dann ist es möglich, daß diese Gesellschaft tatsächlich das wird, was sie werden soll dadurch, daß sie die anthroposophische Bewegung in sich hat, denn die anthroposophische Bewegung, die knüpft überall in positiver Weise, ohne Kompromiß, aber in positiver Weise an dasjenige an, was in der Gegenwart vorhanden ist und was irgendwelche Fruchtbarkeit in die Zukunft hinein haben kann.
[ 50 ] Wenn man anfängt, über solche Bedingungen des Lebens der Anthroposophischen Gesellschaft nachzudenken, wenn man nicht im alten Trott immer fortvegetieren will, dann erfüllt man wirklich erst die Lebensbedingungen der Gesellschaft. Also erst wenn diese Gesellschaft tatsächlich darauf kommt, die Dinge in vollständig freier Weise zu behandeln ohne Engherzigkeit, nur mit Weitherzigkeit, dann ist es möglich, daß diese Gesellschaft tatsächlich das wird, was sie werden soll dadurch, daß sie die anthroposophische Bewegung in sich hat, denn die anthroposophische Bewegung, die knüpft überall in positiver Weise, ohne Kompromiß, aber in positiver Weise an dasjenige an, was in der Gegenwart vorhanden ist und was irgendwelche Fruchtbarkeit in die Zukunft hinein haben kann.
[ 51 ] Für diese Dinge müßte man eben sich ein feines Verständnis erwerben. Und es ist notwendig, daß, ich möchte sagen, in den allernächsten Wochen ein solches feines Verständnis von den Anthroposophen erworben werde. Dann werden die weiteren Wege schon gefunden werden. Das wird schon die Praxis ergeben.
[ 51 ] Für diese Dinge müßte man eben sich ein feines Verständnis erwerben. Und es ist notwendig, daß, ich möchte sagen, in den allernächsten Wochen ein solches feines Verständnis von den Anthroposophen erworben werde. Dann werden die weiteren Wege schon gefunden werden. Das wird schon die Praxis ergeben.
[ 52 ] Aber nur derjenige wird in dieser Richtung denken können, der aus dem Engeren seiner Persönlichkeit nun radikal herausgeht, und bei dem wirklich das anfängt, daß es ihm um die Sache zu tun ist, daß tatsächlich die Anthroposophie als ein selbständiges unsichtbares Wesen von ihm anerkannt wird.
[ 52 ] Aber nur derjenige wird in dieser Richtung denken können, der aus dem Engeren seiner Persönlichkeit nun radikal herausgeht, und bei dem wirklich das anfängt, daß es ihm um die Sache zu tun ist, daß tatsächlich die Anthroposophie als ein selbständiges unsichtbares Wesen von ihm anerkannt wird.
[ 53 ] Ich mußte natürlich von der dritten Periode anders sprechen als von den beiden vorangehenden. Denn die beiden vorangehenden sind eigentlich schon Geschichte. Die dritte, obwohl wir an ihrem Ende stehen, ist Gegenwart, und jeder müßte eigentlich die Bedingungen dieser Gegenwart kennen. Bis ins einzelnste müssen wir uns schon durchaus zu solchen Richtlinien hindurcharbeiten. Diese Richtlinien sind nicht Dogmen, sondern sie ergeben sich einfach als das Selbstverständliche.
[ 53 ] Ich mußte natürlich von der dritten Periode anders sprechen als von den beiden vorangehenden. Denn die beiden vorangehenden sind eigentlich schon Geschichte. Die dritte, obwohl wir an ihrem Ende stehen, ist Gegenwart, und jeder müßte eigentlich die Bedingungen dieser Gegenwart kennen. Bis ins einzelnste müssen wir uns schon durchaus zu solchen Richtlinien hindurcharbeiten. Diese Richtlinien sind nicht Dogmen, sondern sie ergeben sich einfach als das Selbstverständliche.
[ 54 ] Dasjenige, was also noch zu sagen ist, werde ich morgen vorbringen. Wir wollen dann sehen, ob wir diese Vorträge damit abschließen können.
[ 54 ] Dasjenige, was also noch zu sagen ist, werde ich morgen vorbringen. Wir wollen dann sehen, ob wir diese Vorträge damit abschließen können.
