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Art in the Light of Mystery Wisdom
GA 275

29 December 1914, Dornach

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Zweiter Vortrag

Zweiter Vortrag

[ 1 ] Ich möchte Ihnen noch sprechen im Verlaufe dieser Betrachtungen ich habe das schon gestern angedeutet - von den wichtigen Umwandlungsimpulsen, die in unserer Zeit liegen für die künstlerische Evolution der Menschheit. Ich möchte das anschließen an dasjenige, was sich Ihnen ergibt, wenn Sie unseren Bau betrachten, namentlich das, wovon dieser Bau ein schwacher Anfang sein will. Damit wir aber solche Betrachtungen anstellen können, wird es notwendig sein, eine Grundlage zu schaffen, eine Grundlage über den Zusammenhang des Künstlerischen mit den Erkenntnissen, die wir gewonnen haben über den Zusammenhang des Menschen mit der Welt überhaupt. Diese vielleicht mehr theoretisch aussehende Betrachtung möchte ich heute anstellen und dann morgen fortfahren mit Bezug auf unser eigentliches 'Thema, eben die Umwandlungsimpulse der künstlerischen Entwickelung.

[ 1 ] Ich möchte Ihnen noch sprechen im Verlaufe dieser Betrachtungen ich habe das schon gestern angedeutet - von den wichtigen Umwandlungsimpulsen, die in unserer Zeit liegen für die künstlerische Evolution der Menschheit. Ich möchte das anschließen an dasjenige, was sich Ihnen ergibt, wenn Sie unseren Bau betrachten, namentlich das, wovon dieser Bau ein schwacher Anfang sein will. Damit wir aber solche Betrachtungen anstellen können, wird es notwendig sein, eine Grundlage zu schaffen, eine Grundlage über den Zusammenhang des Künstlerischen mit den Erkenntnissen, die wir gewonnen haben über den Zusammenhang des Menschen mit der Welt überhaupt. Diese vielleicht mehr theoretisch aussehende Betrachtung möchte ich heute anstellen und dann morgen fortfahren mit Bezug auf unser eigentliches 'Thema, eben die Umwandlungsimpulse der künstlerischen Entwickelung.

[ 2 ] Ich sage, die scheinbar mehr theoretische Grundlage möchte ich heute geben. In Wirklichkeit handelt es sich für den, der die Geisteswissenschaft als etwas Lebendiges erfaßt, nicht um etwas Theoretisches, sondern auch um etwas durchaus Lebendiges. Das kann allerdings nur für diejenigen ganz klar hervortreten, denen die Ideen von physischem Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich und so weiter nicht Bezeichnungen sind für eine schematische Darstellung der menschlichen Wesenheit, sondern die Zusammenfassung von wirklich Erlebtem in Empfindungen, in Vorstellungen der geistigen Welt.

[ 2 ] Ich sage, die scheinbar mehr theoretische Grundlage möchte ich heute geben. In Wirklichkeit handelt es sich für den, der die Geisteswissenschaft als etwas Lebendiges erfaßt, nicht um etwas Theoretisches, sondern auch um etwas durchaus Lebendiges. Das kann allerdings nur für diejenigen ganz klar hervortreten, denen die Ideen von physischem Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich und so weiter nicht Bezeichnungen sind für eine schematische Darstellung der menschlichen Wesenheit, sondern die Zusammenfassung von wirklich Erlebtem in Empfindungen, in Vorstellungen der geistigen Welt.

[ 3 ] Wenn wir die einzelnen Künste in Betracht ziehen, so stellt sich uns als diejenige Kunst, welche am meisten losgelöst ist von der ganzen menschlichen Wesenheit, die Baukunst, die Architektur dar. Die Baukunst wird dadurch losgelöst von der menschlichen Wesenheit, daß sie in den Dienst gestellt wird unserer äußeren Impulse, entweder reiner Nützlichkeitsimpulse, wie das bei der Utilitätsbaukunst, bei den eigentlichen Nützlichkeitsbauten der Fall ist, oder daß sie in den Dienst treten muß vieler ideeller, idealer Interessen, wie das der Fall ist, wenn sie mit ihren Werken dem Kult dient, dem religiösen Dienst und so weiter. Wir werden aus dem Gang der Betrachtungen selber ersehen, wie die andern Künste, ich möchte sagen intimer sich anschließen an die eigentliche menschliche Wesenheit als die Baukunst. Die Baukunst hat etwas Losgelöstes von dem, was wir als die Gesetzmäßigkeit des menschlichen Inneren bezeichnen. Und dennoch, für den Betrachter der Welt, der von der Geisteswissenschaft ausgeht, verliert die Baukunst wiederum diesen Charakter der Äußerlichkeit eigentlich in ganz beträchtlichem Maße.

[ 3 ] Wenn wir die einzelnen Künste in Betracht ziehen, so stellt sich uns als diejenige Kunst, welche am meisten losgelöst ist von der ganzen menschlichen Wesenheit, die Baukunst, die Architektur dar. Die Baukunst wird dadurch losgelöst von der menschlichen Wesenheit, daß sie in den Dienst gestellt wird unserer äußeren Impulse, entweder reiner Nützlichkeitsimpulse, wie das bei der Utilitätsbaukunst, bei den eigentlichen Nützlichkeitsbauten der Fall ist, oder daß sie in den Dienst treten muß vieler ideeller, idealer Interessen, wie das der Fall ist, wenn sie mit ihren Werken dem Kult dient, dem religiösen Dienst und so weiter. Wir werden aus dem Gang der Betrachtungen selber ersehen, wie die andern Künste, ich möchte sagen intimer sich anschließen an die eigentliche menschliche Wesenheit als die Baukunst. Die Baukunst hat etwas Losgelöstes von dem, was wir als die Gesetzmäßigkeit des menschlichen Inneren bezeichnen. Und dennoch, für den Betrachter der Welt, der von der Geisteswissenschaft ausgeht, verliert die Baukunst wiederum diesen Charakter der Äußerlichkeit eigentlich in ganz beträchtlichem Maße.

[ 4 ] Wenn wir an die Anschauung der menschlichen Wesenheit herangehen, so tritt uns zunächst gewissermaßen als das Äußerlichste dieser menschlichen Wesenheit entgegen der physische Leib. Dieser physische Leib ist aber durchzogen, durchwellt, durchwirkt von dem ätherischen Leib. Der physische Leib könnte ein reiner Raumesleib genannt werden, eine räumliche Organisation. Das aber, was als ätherischer Leib im physischen Leib drinnensteckt, oder, wie Sie wissen, über den physischen Leib auch hinausragt und in intimer Verbindung steht mit dem kosmischen Ganzen, das ist nicht zu betrachten, wenn man nicht die Zeit zu Hilfe nimmt. Denn im Grunde genommen ist alles im ätherischen Leib Rhythmus, zyklischer Ablauf von Bewegungen, von Betätigungen, und einen räumlichen Charakter trägt der Ätherleib nur dadurch, daß er den physischen Leib ausfüllt. Für die menschliche imaginative Anschauung ist es allerdings notwendig, daß der ätherische Leib auch in Raumesbildern vorgestellt wird, aber das ist nicht sein Wesentliches. Sein Wesentliches ist das Zyklische, das Rhythmische, das in der Zeit Ablaufende. Und so wenig es im Musikalischen auf das Räumliche ankommt, sondern auf das Zeitliche, so wenig kommt es eigentlich bei der Realität des menschlichen ätherischen Leibes - nicht bei seiner imaginativen Repräsentation - an auf das Räumliche, sondern es kommt an auf das Bewegliche, sich Bewegende, auf das tätig sich Gestaltende, aber rhythmisch sich Gestaltende, in Melodien sich Gestaltende, also auf das Zeitliche. Gewiß, es liegt hier eine Schwierigkeit des menschlichen Vorstellens, weil das menschliche Vorstellen so sehr gewöhnt ist, alles auf den Raum zu beziehen. Aber man muß vielmehr sich bemühen, um zu einer klaren Vorstellung über den ätherischen Leib zu kommen, ich möchte sagen, die musikalischen Vorstellungen zu Hilfe zu nehmen und nicht die räumlichen Vorstellungen.

[ 4 ] Wenn wir an die Anschauung der menschlichen Wesenheit herangehen, so tritt uns zunächst gewissermaßen als das Äußerlichste dieser menschlichen Wesenheit entgegen der physische Leib. Dieser physische Leib ist aber durchzogen, durchwellt, durchwirkt von dem ätherischen Leib. Der physische Leib könnte ein reiner Raumesleib genannt werden, eine räumliche Organisation. Das aber, was als ätherischer Leib im physischen Leib drinnensteckt, oder, wie Sie wissen, über den physischen Leib auch hinausragt und in intimer Verbindung steht mit dem kosmischen Ganzen, das ist nicht zu betrachten, wenn man nicht die Zeit zu Hilfe nimmt. Denn im Grunde genommen ist alles im ätherischen Leib Rhythmus, zyklischer Ablauf von Bewegungen, von Betätigungen, und einen räumlichen Charakter trägt der Ätherleib nur dadurch, daß er den physischen Leib ausfüllt. Für die menschliche imaginative Anschauung ist es allerdings notwendig, daß der ätherische Leib auch in Raumesbildern vorgestellt wird, aber das ist nicht sein Wesentliches. Sein Wesentliches ist das Zyklische, das Rhythmische, das in der Zeit Ablaufende. Und so wenig es im Musikalischen auf das Räumliche ankommt, sondern auf das Zeitliche, so wenig kommt es eigentlich bei der Realität des menschlichen ätherischen Leibes - nicht bei seiner imaginativen Repräsentation - an auf das Räumliche, sondern es kommt an auf das Bewegliche, sich Bewegende, auf das tätig sich Gestaltende, aber rhythmisch sich Gestaltende, in Melodien sich Gestaltende, also auf das Zeitliche. Gewiß, es liegt hier eine Schwierigkeit des menschlichen Vorstellens, weil das menschliche Vorstellen so sehr gewöhnt ist, alles auf den Raum zu beziehen. Aber man muß vielmehr sich bemühen, um zu einer klaren Vorstellung über den ätherischen Leib zu kommen, ich möchte sagen, die musikalischen Vorstellungen zu Hilfe zu nehmen und nicht die räumlichen Vorstellungen.

[ 5 ] Wenn wir noch eine Eigenschaft des ätherischen Leibes hervorheben, so können wir sagen: Dieser Ätherleib ist vor allen Dingen, indem er, den physischen Leib erfüllend, seine Betätigung, sein rhythmisches Spiel hineinerstreckt in den physischen Leib, ein Kräfteleib. Er ist ein Ausfluß von Kräften, ein Sich-Darstellen von Kräften. Und wir merken diese Kräfte an Erscheinungen, die sich beim Menschen vollziehen im Verlaufe seines Lebens. Eine von der äußeren Wissenschaft und äußeren Weltbetrachtung wenig ins Auge gefaßte, von uns aber oft hervorgehobene Erscheinung des menschlichen Lebens ist das Sich-Aufrichten der menschlichen Gestalt. Wir treten ja durch die Kindheit noch nicht mit der Fähigkeit in die Welt, die für den Menschen wichtigste Position oder Lage anzunehmen, die aufrechte Lage. Wir müssen sie uns erst erwerben. Dieses Erwerben. geht zwar vom Astralleib aus, aber der Astralleib muß gleichsam seine In-die-HöheStreckkraft übertragen auf den Ätherleib, und dieser arbeitet im Laufe der Zeit daran, die menschliche physische Gestalt senkrecht aufwärtszutichten. Da sehen wir das lebendige Spiel des Astralleibes und Ätherleibes an der Gestaltung des physischen Leibes. Nun ist das nur die auffälligste Erscheinung, dieses Gestalten zu einer aufrechten, vertikalen Position hin. Jedesmal, wenn wir eine Hand aufheben, findet aber ein ähnlicher Vorgang statt. In unserem Ich können wir ja nur den Gedanken dieser Handbewegung, dieses Handaufhebens haben, dieser Gedanke muß dann zugleich wirken auf den Astralleib, und der Astralleib überträgt seine Tätigkeit — dasjenige, was er als einen Impuls hat — auf den Ätherleib. Und was geschieht dann? Nehmen wir einmal an, ein Mensch habe seine Hand in einer solchen, waagrechten Lage. Nun bildet er sich die Vorstellung: Ich will die Hand etwas weiter oben, hier haben. - Diese Vorstellung, die im Leben gefolgt ist von dem Erheben der Hand, geht über auf den Astralleib; darinnen bildet sich ein Impuls, vom Astralleib auf den Ätherleib, und zwar geschieht im Ätherleib jetzt, wenn die Hand so war, waagrecht, das Folgende: es wird der Ätherleib zunächst nach hier heraufgezogen, und die Hand rückt nach. Die physische Hand folgt demjenigen, was im Ätherleib zuerst als eine Kraftentwickelung geschieht. Die Hand folgt nach.

[ 5 ] Wenn wir noch eine Eigenschaft des ätherischen Leibes hervorheben, so können wir sagen: Dieser Ätherleib ist vor allen Dingen, indem er, den physischen Leib erfüllend, seine Betätigung, sein rhythmisches Spiel hineinerstreckt in den physischen Leib, ein Kräfteleib. Er ist ein Ausfluß von Kräften, ein Sich-Darstellen von Kräften. Und wir merken diese Kräfte an Erscheinungen, die sich beim Menschen vollziehen im Verlaufe seines Lebens. Eine von der äußeren Wissenschaft und äußeren Weltbetrachtung wenig ins Auge gefaßte, von uns aber oft hervorgehobene Erscheinung des menschlichen Lebens ist das Sich-Aufrichten der menschlichen Gestalt. Wir treten ja durch die Kindheit noch nicht mit der Fähigkeit in die Welt, die für den Menschen wichtigste Position oder Lage anzunehmen, die aufrechte Lage. Wir müssen sie uns erst erwerben. Dieses Erwerben. geht zwar vom Astralleib aus, aber der Astralleib muß gleichsam seine In-die-HöheStreckkraft übertragen auf den Ätherleib, und dieser arbeitet im Laufe der Zeit daran, die menschliche physische Gestalt senkrecht aufwärtszutichten. Da sehen wir das lebendige Spiel des Astralleibes und Ätherleibes an der Gestaltung des physischen Leibes. Nun ist das nur die auffälligste Erscheinung, dieses Gestalten zu einer aufrechten, vertikalen Position hin. Jedesmal, wenn wir eine Hand aufheben, findet aber ein ähnlicher Vorgang statt. In unserem Ich können wir ja nur den Gedanken dieser Handbewegung, dieses Handaufhebens haben, dieser Gedanke muß dann zugleich wirken auf den Astralleib, und der Astralleib überträgt seine Tätigkeit — dasjenige, was er als einen Impuls hat — auf den Ätherleib. Und was geschieht dann? Nehmen wir einmal an, ein Mensch habe seine Hand in einer solchen, waagrechten Lage. Nun bildet er sich die Vorstellung: Ich will die Hand etwas weiter oben, hier haben. - Diese Vorstellung, die im Leben gefolgt ist von dem Erheben der Hand, geht über auf den Astralleib; darinnen bildet sich ein Impuls, vom Astralleib auf den Ätherleib, und zwar geschieht im Ätherleib jetzt, wenn die Hand so war, waagrecht, das Folgende: es wird der Ätherleib zunächst nach hier heraufgezogen, und die Hand rückt nach. Die physische Hand folgt demjenigen, was im Ätherleib zuerst als eine Kraftentwickelung geschieht. Die Hand folgt nach.

[ 6 ] Den Gesamtvorgang werde ich morgen noch erklären, jetzt will ich nur darauf aufmerksam machen, daß wir es bei jeder Bewegung, bei der Herstellung irgendeiner Bewegung mit einer Kraftentfaltung zu tun haben, auf die eine Gleichgewichtslage folgt. Mit solcher Kraftentfaltung und folgender Gleichgewichtslage haben wir es fortwährend im Leben unseres Organismus zu tun. Natürlich hat der Mensch keine bewußte Erkenntnis von dem, was da eigentlich in ihm vorgeht, aber was da vorgeht, das ist etwas so unendlich Weises, etwas so unendlich Gescheites, daß die Ich-Gescheitheit des Menschen an diese Dinge auch nicht im entferntesten heranreicht. Wir würden keine Hand bewegen können, wenn wir nur auf unsere Gescheitheit, auf unsere Kenntnisse angewiesen wären, denn die feinen Kräfte, die vom Astralleib aus im Ätherleib entwickelt werden müssen, die dann übergehen müssen auf den physischen Leib, die entziehen sich ganz der gewöhnlichen menschlichen Erkenntnis. Dennoch liegt eine millionenfach größere Weisheit darinnen, die da entfaltet wird, als wenn ein Uhrmacher eine Uhr macht. Das bedenken wir gewöhnlich nicht, aber diese Weisheit muß wirklich entfaltet werden. Sie muß entfaltet werden, und sie wird entfaltet dadurch, daß wir allerdings mit unserem Ich uns selbst überlassen sind. In dem Augenblick aber, wo das Ich seine Vorstellungsimpulse in den Astralleib hineinschickt, muß uns ein anderes Wesen helfen. Wir können da allein gar nichts anfangen. Ein Wesen aus der Hierarchie der Angeloi muß uns helfen; wir sind darauf angewiesen. Bei der geringsten Fingerbewegung muß ein solches Wesen, das mit seiner Weisheit weit vorauseilt der menschlichen Weisheit, uns helfen. Wir könnten nichts anderes tun als starr daliegen und vorstellen, starrkrampfartig in der Welt sein, wenn uns nicht fortwährend die Wesen der höheren Hierarchien in ihre Betätigungen aufnehmen würden.

[ 6 ] Den Gesamtvorgang werde ich morgen noch erklären, jetzt will ich nur darauf aufmerksam machen, daß wir es bei jeder Bewegung, bei der Herstellung irgendeiner Bewegung mit einer Kraftentfaltung zu tun haben, auf die eine Gleichgewichtslage folgt. Mit solcher Kraftentfaltung und folgender Gleichgewichtslage haben wir es fortwährend im Leben unseres Organismus zu tun. Natürlich hat der Mensch keine bewußte Erkenntnis von dem, was da eigentlich in ihm vorgeht, aber was da vorgeht, das ist etwas so unendlich Weises, etwas so unendlich Gescheites, daß die Ich-Gescheitheit des Menschen an diese Dinge auch nicht im entferntesten heranreicht. Wir würden keine Hand bewegen können, wenn wir nur auf unsere Gescheitheit, auf unsere Kenntnisse angewiesen wären, denn die feinen Kräfte, die vom Astralleib aus im Ätherleib entwickelt werden müssen, die dann übergehen müssen auf den physischen Leib, die entziehen sich ganz der gewöhnlichen menschlichen Erkenntnis. Dennoch liegt eine millionenfach größere Weisheit darinnen, die da entfaltet wird, als wenn ein Uhrmacher eine Uhr macht. Das bedenken wir gewöhnlich nicht, aber diese Weisheit muß wirklich entfaltet werden. Sie muß entfaltet werden, und sie wird entfaltet dadurch, daß wir allerdings mit unserem Ich uns selbst überlassen sind. In dem Augenblick aber, wo das Ich seine Vorstellungsimpulse in den Astralleib hineinschickt, muß uns ein anderes Wesen helfen. Wir können da allein gar nichts anfangen. Ein Wesen aus der Hierarchie der Angeloi muß uns helfen; wir sind darauf angewiesen. Bei der geringsten Fingerbewegung muß ein solches Wesen, das mit seiner Weisheit weit vorauseilt der menschlichen Weisheit, uns helfen. Wir könnten nichts anderes tun als starr daliegen und vorstellen, starrkrampfartig in der Welt sein, wenn uns nicht fortwährend die Wesen der höheren Hierarchien in ihre Betätigungen aufnehmen würden.

[ 7 ] Es gehört daher zu dem ersten Schritt der Initiation, sich eine Vorstellung, eine Kenntnis, die sich ganz von selbst ergibt, davon zu erwerben, wie diese Kräfte auf die menschliche Natur wirken.

[ 7 ] Es gehört daher zu dem ersten Schritt der Initiation, sich eine Vorstellung, eine Kenntnis, die sich ganz von selbst ergibt, davon zu erwerben, wie diese Kräfte auf die menschliche Natur wirken.

[ 8 ] Wir haben ja versucht, hier zu zeigen, was es schon bedeutet, wenn nur das Haupt sich auf die Hand stützt und so weiter. Wir lernen sozusagen das Äußerlichste unseres Wesens, das was durch die Wirkung unseres Ätherleibes auf unseren physischen Leib vorgeht, in einem räumlichen Linien- und Kräftesystem kennen. Wenn wir dieses räumliche Linien- und Kräftesystem, das im Grunde genommen in uns fortwährend wirksam ist, hinaustragen in die Welt und die Materie anordnen nach diesem Kräftesystem, wenn wir loslösen dieses Kräftesystem von uns und die Materie danach anordnen, dann entsteht die Baukunst. Und alle Baukunst besteht darin, daß wir diesen Kräftezusammenhang von uns loslösen und ihn hinausstellen in den Raum. So daß wir sagen können: Wenn wir hier schematisch die äußersten Grenzen unseres physischen Leibes meinen, so schieben wir die innere Gesetzmäßigkeit, die dem physischen Leib aufgeprägt wird durch den Ätherleib, hinaus, außer uns, und dadurch entsteht die Baukunst. Alles, was an Gesetzen in der Zusammenfügung der Materie baukünstlerisch vorhanden ist, ist auch durchaus zu finden im menschlichen Leibe. Ein Hinausprojizieren der eigenen Gesetzmäßigkeit des menschlichen Leibes außer uns in den Raum ist die Baukunst, die Architektur.

[ 8 ] Wir haben ja versucht, hier zu zeigen, was es schon bedeutet, wenn nur das Haupt sich auf die Hand stützt und so weiter. Wir lernen sozusagen das Äußerlichste unseres Wesens, das was durch die Wirkung unseres Ätherleibes auf unseren physischen Leib vorgeht, in einem räumlichen Linien- und Kräftesystem kennen. Wenn wir dieses räumliche Linien- und Kräftesystem, das im Grunde genommen in uns fortwährend wirksam ist, hinaustragen in die Welt und die Materie anordnen nach diesem Kräftesystem, wenn wir loslösen dieses Kräftesystem von uns und die Materie danach anordnen, dann entsteht die Baukunst. Und alle Baukunst besteht darin, daß wir diesen Kräftezusammenhang von uns loslösen und ihn hinausstellen in den Raum. So daß wir sagen können: Wenn wir hier schematisch die äußersten Grenzen unseres physischen Leibes meinen, so schieben wir die innere Gesetzmäßigkeit, die dem physischen Leib aufgeprägt wird durch den Ätherleib, hinaus, außer uns, und dadurch entsteht die Baukunst. Alles, was an Gesetzen in der Zusammenfügung der Materie baukünstlerisch vorhanden ist, ist auch durchaus zu finden im menschlichen Leibe. Ein Hinausprojizieren der eigenen Gesetzmäßigkeit des menschlichen Leibes außer uns in den Raum ist die Baukunst, die Architektur.

[ 9 ] Nun wissen wir, daß sich für unsere Betrachtung anschließt an den physischen Leib der ätherische Leib. Wenn wir noch einmal den Blick zurückwenden auf irgendein Werk der Baukunst, was können wir dann sagen gegenüber diesem Werk der Baukunst? Wir können sagen: Da steht, in den Raum draußen hinausgetragen, die Beziehung zwischen vertikalen und horizontalen und von Kräften, die aufeinander wirken, wie sie sich sonst abspielen im menschlichen physischen Leib. Das ist hinausgetragen.

[ 9 ] Nun wissen wir, daß sich für unsere Betrachtung anschließt an den physischen Leib der ätherische Leib. Wenn wir noch einmal den Blick zurückwenden auf irgendein Werk der Baukunst, was können wir dann sagen gegenüber diesem Werk der Baukunst? Wir können sagen: Da steht, in den Raum draußen hinausgetragen, die Beziehung zwischen vertikalen und horizontalen und von Kräften, die aufeinander wirken, wie sie sich sonst abspielen im menschlichen physischen Leib. Das ist hinausgetragen.

[ 10 ] Ebenso können wir das, was von dem Astralleib ausfließt in den Ätherleib hinein, jetzt nicht außer uns hinaustragen, sondern nur in uns hinuntertragen von dem Astralleib aus in den Ätherleib hinein. Also, wir können etwas hervorrufen, was wir nicht absondern von unseter Natur, nicht hinausstellen in den Raum, sondern was wir nur bis in uns selber hineinschieben. Wenn wir diese Prozedur vollziehen, dann haben wir es im Grunde genommen zu tun mit einem Physischwerden der Gesetze des Ätherleibes, die der Ätherleib vom Astralleib bekommen hat, wie in der Baukunst physisch werden, hinausprojiziert werden die Gesetze des physischen Leibes. Und durch dieses, was so entsteht aus unserem Ätherleib heraus wie die Baukunst aus unserem physischen Leib heraus, entsteht die Plastik oder die Skulptur, so daß wir gleichsam die Gesetze des Ätherleibes eine Stufe herunterschieben.

[ 10 ] Ebenso können wir das, was von dem Astralleib ausfließt in den Ätherleib hinein, jetzt nicht außer uns hinaustragen, sondern nur in uns hinuntertragen von dem Astralleib aus in den Ätherleib hinein. Also, wir können etwas hervorrufen, was wir nicht absondern von unseter Natur, nicht hinausstellen in den Raum, sondern was wir nur bis in uns selber hineinschieben. Wenn wir diese Prozedur vollziehen, dann haben wir es im Grunde genommen zu tun mit einem Physischwerden der Gesetze des Ätherleibes, die der Ätherleib vom Astralleib bekommen hat, wie in der Baukunst physisch werden, hinausprojiziert werden die Gesetze des physischen Leibes. Und durch dieses, was so entsteht aus unserem Ätherleib heraus wie die Baukunst aus unserem physischen Leib heraus, entsteht die Plastik oder die Skulptur, so daß wir gleichsam die Gesetze des Ätherleibes eine Stufe herunterschieben.

Baukunst
physischer Leib

Baukunst
physischer Leib

Skulptur
Ätherleib

Skulptur
Ätherleib

[ 11 ] Wie wir die Gesetze des physischen Leibes hinausschieben in den äußeren Raum in der Baukunst, so schieben wir die Gesetze des Ätherleibes in der Skulptur um eine Stufe herunter. Wir sondern sie nicht ab von uns, sondern wir schieben sie gerade in unsere Gestalt hinein. Wie wir zu suchen haben die Baukunst als die Gestaltung der Gesetzmäßigkeit des physischen Leibes außer uns, so haben wir zu suchen die Skulptur als die Gesetzmäßigkeit unseres Ätherleibes in uns; wir fügen sie dann nur im Bilden in die Bildwerke hinein. Alle Gesetzmäßigkeit der Plastik ergibt sich, wenn wir dies betrachten. Wie wir in der Baukunst nur die Gesetze des physischen Leibes, seine Raumlinien und Kraftwirkungen, hinausversetzen in den Raum und nichts anderes in den Raum hineinnehmen, nichts vom Ätherleib, nichts vom Astralleib, nichts vom Ich, so ist es bei der Skulptur so, daß wir die Gesetze des Ätherleibes um eine Stufe heruntersetzen; wir haben nichts vom Astralleib, nichts vom Ich, nur insofern diese, nämlich Astralleib und Ich, Impulse in den Ätherleib hineinsenden. Daher tritt das Skulpturwerk so vor uns auf, daß es den Schein von Leben erweckt. Das vollständige Leben würde es haben, wenn Ich und Astralleib darin wären. Wir müssen also, wenn wir die Gesetze der Skulptur suchen, uns klar sein darüber, daß sie die Gesetze unseres Ätherleibes sind, wie die Baukunst die Gesetze unseres physischen Leibes enthält.

[ 11 ] Wie wir die Gesetze des physischen Leibes hinausschieben in den äußeren Raum in der Baukunst, so schieben wir die Gesetze des Ätherleibes in der Skulptur um eine Stufe herunter. Wir sondern sie nicht ab von uns, sondern wir schieben sie gerade in unsere Gestalt hinein. Wie wir zu suchen haben die Baukunst als die Gestaltung der Gesetzmäßigkeit des physischen Leibes außer uns, so haben wir zu suchen die Skulptur als die Gesetzmäßigkeit unseres Ätherleibes in uns; wir fügen sie dann nur im Bilden in die Bildwerke hinein. Alle Gesetzmäßigkeit der Plastik ergibt sich, wenn wir dies betrachten. Wie wir in der Baukunst nur die Gesetze des physischen Leibes, seine Raumlinien und Kraftwirkungen, hinausversetzen in den Raum und nichts anderes in den Raum hineinnehmen, nichts vom Ätherleib, nichts vom Astralleib, nichts vom Ich, so ist es bei der Skulptur so, daß wir die Gesetze des Ätherleibes um eine Stufe heruntersetzen; wir haben nichts vom Astralleib, nichts vom Ich, nur insofern diese, nämlich Astralleib und Ich, Impulse in den Ätherleib hineinsenden. Daher tritt das Skulpturwerk so vor uns auf, daß es den Schein von Leben erweckt. Das vollständige Leben würde es haben, wenn Ich und Astralleib darin wären. Wir müssen also, wenn wir die Gesetze der Skulptur suchen, uns klar sein darüber, daß sie die Gesetze unseres Ätherleibes sind, wie die Baukunst die Gesetze unseres physischen Leibes enthält.

[ 12 ] Wenn wir dasselbe machen mit Bezug auf den Astralleib, gleichsam das Astralische hinunterschieben wiederum um eine Stufe tiefer, in den Ätherleib hinein, dann schieben wir das, was schon innerlich im Menschen lebt, herunter. Da entsteht nichts, was in Wahrheit ein Räumliches mehr sein kann, weil sich der Astralleib, wenn er sich in den Ätherleib hineinschiebt, nicht in ein Räumliches hineinschieben kann, denn der Ätherleib ist Rhythmus, ist Zusammenklang und so weiter. Da kann nur entstehen ein Bild, und es entsteht in der Tat ein Bild: es entsteht die Malerei. Die Malerei ist diejenige Kunst, welche ebenso die Gesetze unseres Astralleibes in sich enthält, wie die Skulptur die Gesetze unseres Ätherleibes und die Baukunst die Gesetze unseres physischen Leibes enthält.

[ 12 ] Wenn wir dasselbe machen mit Bezug auf den Astralleib, gleichsam das Astralische hinunterschieben wiederum um eine Stufe tiefer, in den Ätherleib hinein, dann schieben wir das, was schon innerlich im Menschen lebt, herunter. Da entsteht nichts, was in Wahrheit ein Räumliches mehr sein kann, weil sich der Astralleib, wenn er sich in den Ätherleib hineinschiebt, nicht in ein Räumliches hineinschieben kann, denn der Ätherleib ist Rhythmus, ist Zusammenklang und so weiter. Da kann nur entstehen ein Bild, und es entsteht in der Tat ein Bild: es entsteht die Malerei. Die Malerei ist diejenige Kunst, welche ebenso die Gesetze unseres Astralleibes in sich enthält, wie die Skulptur die Gesetze unseres Ätherleibes und die Baukunst die Gesetze unseres physischen Leibes enthält.

Malerei
Astralleib

Malerei
Astralleib

[ 13 ] Wenn wir nun auf das vierte Glied unserer menschlichen Wesenheit sehen, auf das Ich, und wir schieben dieses Ich in seinen Gesetzen hinunter in den Astralleib hinein, weiter hinunter, lassen es darinnen beweglich, tätig sein, so bekommen wir wiederum eine andere Kunst, die da nicht enthält dasjenige, was im Ich wirkt, was wir etwa durch die Sprache oder durch unser gewöhnliches Vorstellen zusammenfassen, sondern wir bekommen etwas, was vom Ich um eine Stufe gegen das Unterbewußte heruntergerückt ist. Gleichsam mit dem Horizonte unseres Bewußtseins gehen wir um die Hälfte eines Gliedes unserer Menschenwesenheit herunter, wir gehen um eine halbe Stufe herunter, wir tauchen unter mit dem Ich in den Astralleib hinein: dadurch entsteht die Musik.

[ 13 ] Wenn wir nun auf das vierte Glied unserer menschlichen Wesenheit sehen, auf das Ich, und wir schieben dieses Ich in seinen Gesetzen hinunter in den Astralleib hinein, weiter hinunter, lassen es darinnen beweglich, tätig sein, so bekommen wir wiederum eine andere Kunst, die da nicht enthält dasjenige, was im Ich wirkt, was wir etwa durch die Sprache oder durch unser gewöhnliches Vorstellen zusammenfassen, sondern wir bekommen etwas, was vom Ich um eine Stufe gegen das Unterbewußte heruntergerückt ist. Gleichsam mit dem Horizonte unseres Bewußtseins gehen wir um die Hälfte eines Gliedes unserer Menschenwesenheit herunter, wir gehen um eine halbe Stufe herunter, wir tauchen unter mit dem Ich in den Astralleib hinein: dadurch entsteht die Musik.

Musik
Ich

Musik
Ich

[ 14 ] Die Musik enthält also die Gesetze unseres Ich, aber nicht so, wie wir sie im gewöhnlichen prosaischen Leben ausleben, sondern hinuntergedrückt ins Unterbewußte, in den Astralleib hinein, gleichsam das Ich unter die Oberfläche des Astralleibes untergetaucht und dadrinnen, in der Gesetzmäßigkeit des Astralleibes, schwimmend und wogend.

[ 14 ] Die Musik enthält also die Gesetze unseres Ich, aber nicht so, wie wir sie im gewöhnlichen prosaischen Leben ausleben, sondern hinuntergedrückt ins Unterbewußte, in den Astralleib hinein, gleichsam das Ich unter die Oberfläche des Astralleibes untergetaucht und dadrinnen, in der Gesetzmäßigkeit des Astralleibes, schwimmend und wogend.

[ 15 ] Wenn wir dann von den höheren Gliedern der Menschenwesenheit sprechen wollen, zunächst von dem Geistselbst, so können wir nur sprechen als von etwas, was noch außerhalb der menschlichen Wesenheit ist. Denn wir beginnen erst in unserem fünften nachatlantischen Zeitraum allmählich dieses Geistselbst zu einem inneren Gliede zu machen. Aber wenn der Mensch das aufnimmt als von einem Höheren kommend und in sein Ich hineinsenkt, also wiederum untertaucht mit dem, was heute nur geahnt werden kann, wie der Schwimmer im Wasser untertaucht, in das Ich mit den Ahnungen von seinem Geistselbst, dann entsteht die Dichtung.

[ 15 ] Wenn wir dann von den höheren Gliedern der Menschenwesenheit sprechen wollen, zunächst von dem Geistselbst, so können wir nur sprechen als von etwas, was noch außerhalb der menschlichen Wesenheit ist. Denn wir beginnen erst in unserem fünften nachatlantischen Zeitraum allmählich dieses Geistselbst zu einem inneren Gliede zu machen. Aber wenn der Mensch das aufnimmt als von einem Höheren kommend und in sein Ich hineinsenkt, also wiederum untertaucht mit dem, was heute nur geahnt werden kann, wie der Schwimmer im Wasser untertaucht, in das Ich mit den Ahnungen von seinem Geistselbst, dann entsteht die Dichtung.

Dichtung
Geistselbst

Dichtung
Geistselbst

[ 16 ] Und wenn man noch weitergehen wollte, dann können Sie, bis zu einem gewissen Grade natürlich, sich sagen: Es könnte dann auch, weil in unserer Umgebung, in unserer geistig-spirituellen Umgebung von demjenigen, was wir später aufnehmen werden, auch der Lebensgeist liegt, der Lebensgeist einmal eingesenkt werden in das Geistselbst. Aber natürlich muß das jetzt noch etwas sein, was erst in einer sehr fernen Zukunft einen gewissen Grad der Vollkommenheit erreichen kann. Denn der Mensch, indem er versucht, den Lebensgeist hineinzuversenken in das Geistselbst, muß ja ganz und gar leben in einem Element, das einem heute noch durchaus fremd ist. Man kann also höchstens auf diesem Gebiete sprechen so, wie man spricht von dem Lallen des Kindes gegenüber der späteren Vollkommenheit der Sprache. Man kann ahnen, daß es einmal in großer Vollkommenheit eine Kunst geben wird, welche gewissermaßen über die Dichtung so hinausragt, wie die Dichtung — womit selbstverständlich keine Superiorität gemeint ist, sondern bloß eine Anordnung - ragt über die Musik, die Musik über die Malerei, die Malerei über die Skulptur, die Skulptur über die Baukunst. Sie ahnen selbstverständlich, daß ich dabei auf etwas hindeute, was wir heute nur in der allerallerersten Anfänglichkeit kennen, was wir nur in den allerersten Andeutungen haben können: auf die Eurythmie. Die Eurythmie ist wahrhaftig etwas, was heute als Notwendigkeit eintreten muß in die menschliche Evolution, was aber zu Hochmut keine Veranlassung gibt, denn es kann selbstverständlich heute nur ein Lallen sein gegenüber dem, was einstmals aus dieser Kunst wird entstehen müssen.

[ 16 ] Und wenn man noch weitergehen wollte, dann können Sie, bis zu einem gewissen Grade natürlich, sich sagen: Es könnte dann auch, weil in unserer Umgebung, in unserer geistig-spirituellen Umgebung von demjenigen, was wir später aufnehmen werden, auch der Lebensgeist liegt, der Lebensgeist einmal eingesenkt werden in das Geistselbst. Aber natürlich muß das jetzt noch etwas sein, was erst in einer sehr fernen Zukunft einen gewissen Grad der Vollkommenheit erreichen kann. Denn der Mensch, indem er versucht, den Lebensgeist hineinzuversenken in das Geistselbst, muß ja ganz und gar leben in einem Element, das einem heute noch durchaus fremd ist. Man kann also höchstens auf diesem Gebiete sprechen so, wie man spricht von dem Lallen des Kindes gegenüber der späteren Vollkommenheit der Sprache. Man kann ahnen, daß es einmal in großer Vollkommenheit eine Kunst geben wird, welche gewissermaßen über die Dichtung so hinausragt, wie die Dichtung — womit selbstverständlich keine Superiorität gemeint ist, sondern bloß eine Anordnung - ragt über die Musik, die Musik über die Malerei, die Malerei über die Skulptur, die Skulptur über die Baukunst. Sie ahnen selbstverständlich, daß ich dabei auf etwas hindeute, was wir heute nur in der allerallerersten Anfänglichkeit kennen, was wir nur in den allerersten Andeutungen haben können: auf die Eurythmie. Die Eurythmie ist wahrhaftig etwas, was heute als Notwendigkeit eintreten muß in die menschliche Evolution, was aber zu Hochmut keine Veranlassung gibt, denn es kann selbstverständlich heute nur ein Lallen sein gegenüber dem, was einstmals aus dieser Kunst wird entstehen müssen.

Eurythmie
Lebensgeist

Eurythmie
Lebensgeist

[ 17 ] Wir können nun irgendwo einsetzen mit einer, ich möchte sagen, etwas weitergehenden Betrachtung. Wenn wir aber diese Betrachtung anstellen wollen, dann müssen wir uns klar sein darüber, daß die menschliche Organisation wahrhaftig nicht so einfach ist, wie man zur eigenen Erkenntnisbequemlichkeit sich das oftmals vorstellen möchte. Es ist wirklich unendlich bequem, sich vorzustellen, der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich und so weiter. Wenn man so diese Dinge aufzählen kann und ein annäherndes Vorstellen von diesen Dingen hat, so kann man vor einer einigermaßen bequemen Erkenntnis sich sehr leicht zufrieden halten. Aber so einfach liegen die Dinge nicht. Das sind nicht Schalen, die so einfach ineinandergeschaltet sind, physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich, sondern das sind in der Tat recht komplizierte Gebilde. Und wenn man zum Beispiel den Astralleib herausgreift, kann man nicht nur sagen: Nun, das ist der Astralleib und damit fertig -, sondern es liegt die Sache komplizierter.

[ 17 ] Wir können nun irgendwo einsetzen mit einer, ich möchte sagen, etwas weitergehenden Betrachtung. Wenn wir aber diese Betrachtung anstellen wollen, dann müssen wir uns klar sein darüber, daß die menschliche Organisation wahrhaftig nicht so einfach ist, wie man zur eigenen Erkenntnisbequemlichkeit sich das oftmals vorstellen möchte. Es ist wirklich unendlich bequem, sich vorzustellen, der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich und so weiter. Wenn man so diese Dinge aufzählen kann und ein annäherndes Vorstellen von diesen Dingen hat, so kann man vor einer einigermaßen bequemen Erkenntnis sich sehr leicht zufrieden halten. Aber so einfach liegen die Dinge nicht. Das sind nicht Schalen, die so einfach ineinandergeschaltet sind, physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich, sondern das sind in der Tat recht komplizierte Gebilde. Und wenn man zum Beispiel den Astralleib herausgreift, kann man nicht nur sagen: Nun, das ist der Astralleib und damit fertig -, sondern es liegt die Sache komplizierter.

[ 18 ] Der Astralleib zum Beispiel - ja, man kann da nur annähernd bezeichnende Worte brauchen - hat in sich wiederum eine Gliederung, besteht aus sieben Gliedern. So wie der Mensch selber in sieben Glieder geteilt ist - physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich, Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch -, so geht der Astralleib durch alle diese Glieder hindurch, und es gibt gleichsam einen dünnsten Teil des Astralleibes, den man bezeichnen könnte als vorzugsweise geschmiegt und gebildet für den physischen Leib. Also ein gesetzmäßiges Ausleben des Astralleibes für den physischen Leib, ein gesetzmäßiges Ausleben des Astralleibes für den Ätherleib, ein gesetzmäßiges Ausleben des Astralleibes für sich selber, ein gesetzmäßiges Ausleben des Astralleibes für das Ich, ein gesetzmäßiges Ausleben des Astralleibes für das Geistselbst, für den Lebensgeist und den Geistesmenschen. Jedes dieser Glieder ist wiederum siebengliedrig, so daß wir, wenn wir den siebengliedrigen Menschen haben und bedenken, daß jedes Glied wieder siebengliedrig ist, schon neunundvierzig Glieder haben. Das ist natürlich ein furchtbarer Horror für die moderne Seelenkunde, welche die Seele als Einheit betrachten und sich nicht einlassen möchte auf solche Dinge. Aber für eine wirkliche Erkenntnis, wie sie allmählich eintreten muß in der geistigen Menschheitsevolution, ist das tatsächlich nicht ohne Bedeutung. Denn wenn wir so wissen, daß der Astralleib eine siebengliedrige Natur hat und ein Organismus von inneren Lebensimpulsen ist, dann werden wir uns sagen: In diesem Astralleib und seiner Siebengliedrigkeit gehen auch zwischen seinen einzelnen Gliedern Vorgänge vor sich. - Der Teil des Astralleibes, der dem physischen Leib entspricht, steht in gewisser Wechselbeziehung mit dem Teil des Astralleibes, der dem Ätherleib, und mit dem, der dem Astralleib selber entspricht und so weiter. Und das sind nicht bloß abstrakte Annahmen, sondern es kann zum Beispiel im menschlichen Organismus durchaus geschehen, daß, sagen wir, der Mensch innerlich — allerdings mehr im Unterbewußtsein als im Vollbewußtsein - verspürt eine Regung in dem Gliede des Astralleibes, das dem physischen Leib entspricht. Und dann kann durch irgend etwas eine Regung hinzukommen, sich notwendigerweise ansetzen in dem Glied des Astralleibes, das dem Astralleib entspricht und so weiter. Das geschieht aber wirklich, das ist nicht bloß eine "Theorie, sondern das geschieht wirklich.

[ 18 ] Der Astralleib zum Beispiel - ja, man kann da nur annähernd bezeichnende Worte brauchen - hat in sich wiederum eine Gliederung, besteht aus sieben Gliedern. So wie der Mensch selber in sieben Glieder geteilt ist - physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich, Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch -, so geht der Astralleib durch alle diese Glieder hindurch, und es gibt gleichsam einen dünnsten Teil des Astralleibes, den man bezeichnen könnte als vorzugsweise geschmiegt und gebildet für den physischen Leib. Also ein gesetzmäßiges Ausleben des Astralleibes für den physischen Leib, ein gesetzmäßiges Ausleben des Astralleibes für den Ätherleib, ein gesetzmäßiges Ausleben des Astralleibes für sich selber, ein gesetzmäßiges Ausleben des Astralleibes für das Ich, ein gesetzmäßiges Ausleben des Astralleibes für das Geistselbst, für den Lebensgeist und den Geistesmenschen. Jedes dieser Glieder ist wiederum siebengliedrig, so daß wir, wenn wir den siebengliedrigen Menschen haben und bedenken, daß jedes Glied wieder siebengliedrig ist, schon neunundvierzig Glieder haben. Das ist natürlich ein furchtbarer Horror für die moderne Seelenkunde, welche die Seele als Einheit betrachten und sich nicht einlassen möchte auf solche Dinge. Aber für eine wirkliche Erkenntnis, wie sie allmählich eintreten muß in der geistigen Menschheitsevolution, ist das tatsächlich nicht ohne Bedeutung. Denn wenn wir so wissen, daß der Astralleib eine siebengliedrige Natur hat und ein Organismus von inneren Lebensimpulsen ist, dann werden wir uns sagen: In diesem Astralleib und seiner Siebengliedrigkeit gehen auch zwischen seinen einzelnen Gliedern Vorgänge vor sich. - Der Teil des Astralleibes, der dem physischen Leib entspricht, steht in gewisser Wechselbeziehung mit dem Teil des Astralleibes, der dem Ätherleib, und mit dem, der dem Astralleib selber entspricht und so weiter. Und das sind nicht bloß abstrakte Annahmen, sondern es kann zum Beispiel im menschlichen Organismus durchaus geschehen, daß, sagen wir, der Mensch innerlich — allerdings mehr im Unterbewußtsein als im Vollbewußtsein - verspürt eine Regung in dem Gliede des Astralleibes, das dem physischen Leib entspricht. Und dann kann durch irgend etwas eine Regung hinzukommen, sich notwendigerweise ansetzen in dem Glied des Astralleibes, das dem Astralleib entspricht und so weiter. Das geschieht aber wirklich, das ist nicht bloß eine "Theorie, sondern das geschieht wirklich.

[ 19 ] Wenn Sie sich nämlich vorstellen, daß die sieben Glieder des Astralleibes in solcher Wechselwirkung stehen wie die Töne der Tonskala: Prim, Sekund, Terz, Quart und so weiter, dann haben Sie, wenn Sie sich der Wirkung einer Melodie hingeben, diese Wirkung aus Ihrer menschlichen Organisation gegeben, darauf beruhend, daß, wenn in der Melodie dieser oder jener Ton ist, er innerlich erlebt wird im entsprechenden Gliede des Astralleibes. Eine Terz wird erlebt in demjenigen Teil des Astralleibes, der dem Astralleib selber entspricht. ‚Eine Quart wird erlebt in demjenigen Teil des Astralleibes, der — nun, näher sei das bezeichnet — der Verstandes- oder Gemütsseele entspricht. Eine Quint wird erlebt in demjenigen Teil des Astralleibes, der der Bewußtseinsseele entspricht. Und wenn Sie sich erinnern, daß wir bei einer genaueren Einteilung so gliedern, daß wir eigentlich neun Teile haben, so müssen wir auch den Astralleib so gliedern, nach den gegebenen Andeutungen. Und ich könnte sagen, aufzählend: Das dem physischen Leib entsprechende Glied des Astralleibes -, aber in unserer jetzigen Anwendung kann ich sagen, wird erlebt in der Prim. Ich könnte sagen: Der dem Ätherleib entsprechende Teil des Astralleibes -, in der jetzigen Anwendung kann ich sagen, wird erlebt in der Sekund. Ich könnte sprechen von dem dem Astralleib selber entsprechenden Glied des Astralleibes; in der jetzigen Anwendung kann ich sagen, es wird erlebt in der Terz.

[ 19 ] Wenn Sie sich nämlich vorstellen, daß die sieben Glieder des Astralleibes in solcher Wechselwirkung stehen wie die Töne der Tonskala: Prim, Sekund, Terz, Quart und so weiter, dann haben Sie, wenn Sie sich der Wirkung einer Melodie hingeben, diese Wirkung aus Ihrer menschlichen Organisation gegeben, darauf beruhend, daß, wenn in der Melodie dieser oder jener Ton ist, er innerlich erlebt wird im entsprechenden Gliede des Astralleibes. Eine Terz wird erlebt in demjenigen Teil des Astralleibes, der dem Astralleib selber entspricht. ‚Eine Quart wird erlebt in demjenigen Teil des Astralleibes, der — nun, näher sei das bezeichnet — der Verstandes- oder Gemütsseele entspricht. Eine Quint wird erlebt in demjenigen Teil des Astralleibes, der der Bewußtseinsseele entspricht. Und wenn Sie sich erinnern, daß wir bei einer genaueren Einteilung so gliedern, daß wir eigentlich neun Teile haben, so müssen wir auch den Astralleib so gliedern, nach den gegebenen Andeutungen. Und ich könnte sagen, aufzählend: Das dem physischen Leib entsprechende Glied des Astralleibes -, aber in unserer jetzigen Anwendung kann ich sagen, wird erlebt in der Prim. Ich könnte sagen: Der dem Ätherleib entsprechende Teil des Astralleibes -, in der jetzigen Anwendung kann ich sagen, wird erlebt in der Sekund. Ich könnte sprechen von dem dem Astralleib selber entsprechenden Glied des Astralleibes; in der jetzigen Anwendung kann ich sagen, es wird erlebt in der Terz.

Quint — Bewußtseinsseele
Quart — Verstandesseele
Terz — Astralleib: Empfindungsseele, Astralleib
Sekund — Ätherleib
Prim — Physischer Leib

Quint — Bewußtseinsseele
Quart — Verstandesseele
Terz — Astralleib: Empfindungsseele, Astralleib
Sekund — Ätherleib
Prim — Physischer Leib

[ 20 ] Aber jetzt sehen Sie auch, daß das Vorhandensein der großen Terz und der kleinen Terz wirklich dem Eingefügtsein des Astralleibes in unsere ganze Menschheitsorganisation entspricht. Wir haben ein Zusammenfallen — nehmen Sie das nur aus meinem Buche «Theosophie» in dem entsprechenden Abschnitt — auf der einen Seite desjenigen, was wir als Astralleib und auf der andern Seite desjenigen, was wir als Empfindungsseele bezeichnen. Es kann also das, was ich als Terz bezeichnet habe, mit dem Astralleib korrespondieren oder aber korrespondieren mit der Empfindungsseele. Das eine ergibt die große Terz, das andere ergibt die kleine Terz.

[ 20 ] Aber jetzt sehen Sie auch, daß das Vorhandensein der großen Terz und der kleinen Terz wirklich dem Eingefügtsein des Astralleibes in unsere ganze Menschheitsorganisation entspricht. Wir haben ein Zusammenfallen — nehmen Sie das nur aus meinem Buche «Theosophie» in dem entsprechenden Abschnitt — auf der einen Seite desjenigen, was wir als Astralleib und auf der andern Seite desjenigen, was wir als Empfindungsseele bezeichnen. Es kann also das, was ich als Terz bezeichnet habe, mit dem Astralleib korrespondieren oder aber korrespondieren mit der Empfindungsseele. Das eine ergibt die große Terz, das andere ergibt die kleine Terz.

[ 21 ] Tatsächlich, auf diesem inneren musikalischen Wirken des Astralleibes beruht das Miterleben des musikalischen Kunstwerkes, nur daß eben, während wir mit unserem Ich das Kunstwerk anhören, wir sogleich das Erlebnis hinuntertauchen in unseren Astralleib, in gewisse unterbewußte Regionen.

[ 21 ] Tatsächlich, auf diesem inneren musikalischen Wirken des Astralleibes beruht das Miterleben des musikalischen Kunstwerkes, nur daß eben, während wir mit unserem Ich das Kunstwerk anhören, wir sogleich das Erlebnis hinuntertauchen in unseren Astralleib, in gewisse unterbewußte Regionen.

[ 22 ] Dies führt uns aber ganz zweifellos auf eine sehr bedeutsame Sache. Betrachten wir dann uns selber, insofern wir ein astralisches Wesen sind, einen Astralleib in uns tragen. Wie sind wir denn da? Wir sind nach musikalischen Gesetzen aus dem Kosmos heraus als astralische Wesen geschaffen. Wir haben, insofern wir ein astralisches Wesen sind, einen musikalischen Zusammenhang mit dem Kosmos. Wir sind selber ein Instrument.

[ 22 ] Dies führt uns aber ganz zweifellos auf eine sehr bedeutsame Sache. Betrachten wir dann uns selber, insofern wir ein astralisches Wesen sind, einen Astralleib in uns tragen. Wie sind wir denn da? Wir sind nach musikalischen Gesetzen aus dem Kosmos heraus als astralische Wesen geschaffen. Wir haben, insofern wir ein astralisches Wesen sind, einen musikalischen Zusammenhang mit dem Kosmos. Wir sind selber ein Instrument.

[ 23 ] Nehmen wir nun an, wir würden nicht physikalisches Erklingen der Töne brauchen, sondern wir würden zuhören können jener schöpferischen Tätigkeit im Kosmos, die uns in unserer astralischen Organisation aus dem Kosmos heraus geschaffen hat, so würden wir erklingen hören die Weltenmusik, das, was man immer die Sphärenmusik genannt hat. Nehmen wir an, wir würden imstande sein, bewußt unterzutauchen in unsere astralische Wesenheit und würden diese astralische Wesenheit zu solcher hohen Kraft, zu solcher geistigen Kraft erheben, daß wir die schöpferischen Tätigkeiten der Weltenmusik hören, so würden wir uns sagen können: Der Kosmos, er spielt mit Hilfe unseres Astralleibes unsere eigene Wesenheit. — Dieser Gedanke, den ich Ihnen jetzt ausspreche, er hat in älterer Zeit gelebt in den Menschen, richtig gelebt. Und indem man auf so etwas aufmerksam macht, deutet man wiederum hin auf die ganze Vermaterialisierung der menschlichen Entwickelung in den fünften nachatlantischen Kulturzeitraum herein. Denn natürlich lebt dieser Gedanke nicht in der heutigen äußeren Kultur der Menschheit. Die Menschheit weiß nichts davon, daß der Mensch ein Musikinstrument ist in bezug auf seinen Astralleib. Aber das war nicht immer so, und daß es nicht immer so war, hat man sozusagen vergessen. Denn es gab eine Zeit, wo die Menschen sich sagten: Da gab es einmal einen Johannes, und dieser Johannes konnte sich in einen geistigen Zustand versetzen, so daß er die Musik des himmlischen Jerusalem hörte. — Sie sagten: Alle irdische Musik kann nur sein eine Nachbildung dieser himmlischen Musik, die mit der Schöpfung der Menschheit ihren Anfang nahm. Und sie empfanden - der mehr religiös geartete Teil der Menschheit -, daß der Mensch dadurch, daß er zu den Wünschen der physischen Welt übergegangen ist, die Impulse in sich aufgenommen hat, die ihm benebeln, verdunkeln die himmlische Musik. Aber sie empfanden zugleich, daß es einen Weg geben muß in der menschlichen Evolution durch eine Reinigung von dem äußeren chaotischen Leben, gleichsam zu dem Ziele, hindurchzuhören durch die äußere materielle Musik die spirituelle Weltenmusik.

[ 23 ] Nehmen wir nun an, wir würden nicht physikalisches Erklingen der Töne brauchen, sondern wir würden zuhören können jener schöpferischen Tätigkeit im Kosmos, die uns in unserer astralischen Organisation aus dem Kosmos heraus geschaffen hat, so würden wir erklingen hören die Weltenmusik, das, was man immer die Sphärenmusik genannt hat. Nehmen wir an, wir würden imstande sein, bewußt unterzutauchen in unsere astralische Wesenheit und würden diese astralische Wesenheit zu solcher hohen Kraft, zu solcher geistigen Kraft erheben, daß wir die schöpferischen Tätigkeiten der Weltenmusik hören, so würden wir uns sagen können: Der Kosmos, er spielt mit Hilfe unseres Astralleibes unsere eigene Wesenheit. — Dieser Gedanke, den ich Ihnen jetzt ausspreche, er hat in älterer Zeit gelebt in den Menschen, richtig gelebt. Und indem man auf so etwas aufmerksam macht, deutet man wiederum hin auf die ganze Vermaterialisierung der menschlichen Entwickelung in den fünften nachatlantischen Kulturzeitraum herein. Denn natürlich lebt dieser Gedanke nicht in der heutigen äußeren Kultur der Menschheit. Die Menschheit weiß nichts davon, daß der Mensch ein Musikinstrument ist in bezug auf seinen Astralleib. Aber das war nicht immer so, und daß es nicht immer so war, hat man sozusagen vergessen. Denn es gab eine Zeit, wo die Menschen sich sagten: Da gab es einmal einen Johannes, und dieser Johannes konnte sich in einen geistigen Zustand versetzen, so daß er die Musik des himmlischen Jerusalem hörte. — Sie sagten: Alle irdische Musik kann nur sein eine Nachbildung dieser himmlischen Musik, die mit der Schöpfung der Menschheit ihren Anfang nahm. Und sie empfanden - der mehr religiös geartete Teil der Menschheit -, daß der Mensch dadurch, daß er zu den Wünschen der physischen Welt übergegangen ist, die Impulse in sich aufgenommen hat, die ihm benebeln, verdunkeln die himmlische Musik. Aber sie empfanden zugleich, daß es einen Weg geben muß in der menschlichen Evolution durch eine Reinigung von dem äußeren chaotischen Leben, gleichsam zu dem Ziele, hindurchzuhören durch die äußere materielle Musik die spirituelle Weltenmusik.

[ 24 ] Schön hat man das noch im 10., 11. Jahrhundert ausgedrückt, diese Beziehung der äußeren, materiellen Musik, auf deren göttlichen Ursprung man dabei hinweisen wollte, zu dem, was ihr Urbild in der geistigen Welt ist als himmlische Musik, indem man forderte, daß der Mensch das Musikalische auch zu einem Opferdienst, zu einem religiösen Dienst mache, sich bewußt werde, daß, wenn er die Töne erzeugt, er sich freimachen muß von dem Zusammenhang mit der bloß chaotischen — wie man es empfand - unreinen Außenwelt. Das Leben in der gewöhnlichen äußeren Sprache empfand man als ein Unreines. Und ein Hinaufrücken zu geistigen Höhen empfand man, wenn man von der Sprache sich erhob zu dem Abbilde der himmlischen Musik in der Musik. Das drückte man aus, indem man sagte: «Ut queant laxis resonare fibris mira gestorum famuli tuorum solve polluti labii reatum, S.J. - Sancte Johanne.»

[ 24 ] Schön hat man das noch im 10., 11. Jahrhundert ausgedrückt, diese Beziehung der äußeren, materiellen Musik, auf deren göttlichen Ursprung man dabei hinweisen wollte, zu dem, was ihr Urbild in der geistigen Welt ist als himmlische Musik, indem man forderte, daß der Mensch das Musikalische auch zu einem Opferdienst, zu einem religiösen Dienst mache, sich bewußt werde, daß, wenn er die Töne erzeugt, er sich freimachen muß von dem Zusammenhang mit der bloß chaotischen — wie man es empfand - unreinen Außenwelt. Das Leben in der gewöhnlichen äußeren Sprache empfand man als ein Unreines. Und ein Hinaufrücken zu geistigen Höhen empfand man, wenn man von der Sprache sich erhob zu dem Abbilde der himmlischen Musik in der Musik. Das drückte man aus, indem man sagte: «Ut queant laxis resonare fibris mira gestorum famuli tuorum solve polluti labii reatum, S.J. - Sancte Johanne.»

[ 25 ] Würde man das übersetzen, so würde man sagen müssen: Damit deine Diener mit leicht gewordenen Stimmbändern die Wunder deiner Werke besingen mögen, sühne die Schuld der irdisch gewordenen Lippen - für die Sprache fähig gewordenen Lippen -, heiliger Johannes. — Denn ein Hörer des himmlischen Jerusalem war ja derjenige, zu dem man hinaufschaute bei solcher Gelegenheit. Und wenn Sie herausheben einiges, was in einem solchen Spruche liegt: ut, aus resonare re, aus mira mi, aus famuli das fa, aus solve das sol, aus labii das la, S.J. ist si. Das ut wurde später durch do ersetzt, es war aber ursprünglich die Bezeichnung für do. So haben Sie: do re mi fa sol la si, das heißt dasjenige, was verwendet wird in der mittleren Zeit zur Notenschrift. Das ist in diesen Vers hineingeheimnißt.

[ 25 ] Würde man das übersetzen, so würde man sagen müssen: Damit deine Diener mit leicht gewordenen Stimmbändern die Wunder deiner Werke besingen mögen, sühne die Schuld der irdisch gewordenen Lippen - für die Sprache fähig gewordenen Lippen -, heiliger Johannes. — Denn ein Hörer des himmlischen Jerusalem war ja derjenige, zu dem man hinaufschaute bei solcher Gelegenheit. Und wenn Sie herausheben einiges, was in einem solchen Spruche liegt: ut, aus resonare re, aus mira mi, aus famuli das fa, aus solve das sol, aus labii das la, S.J. ist si. Das ut wurde später durch do ersetzt, es war aber ursprünglich die Bezeichnung für do. So haben Sie: do re mi fa sol la si, das heißt dasjenige, was verwendet wird in der mittleren Zeit zur Notenschrift. Das ist in diesen Vers hineingeheimnißt.

[ 26 ] Wir sehen bei einer solchen Gelegenheit, wie in dem Augenblick, wo wir zurückgehen auf dasjenige, was durch atavistische Hellsehererkenntnis noch bis ins 11., 12. Jahrhundert herein lebte in den Gemütern, wie das verschwindet vor dem Hereinfluten der materialistischen Weltanschauung, wie es aus dem Bewußtsein der Menschen herauskommt. Jetzt aber leben wir in der Zeit, wo wir das durch geistige Erkenntnis wiederum finden müssen, es wiederum erschaffen müssen. Es ist wirklich so, wie wenn uns alles klar zeigen würde, daß die Entwickelung einen Abstieg durchgemacht hat, daß sie da gar so tief gegangen ist, daß ein Sumpf entstanden ist. Das schlammige Wasser dieses Sumpfes ist all dasjenige, was die materialistische Weltanschauung an Vorstellungen hervorgebracht hat. Und jetzt sind wir daran, uns wiederum aus dem materialistischen Sumpf herauszuarbeiten, heraufzusteigen und wiederum das zu finden, was die Menschheit im Herabsteigen verloren hat.

[ 26 ] Wir sehen bei einer solchen Gelegenheit, wie in dem Augenblick, wo wir zurückgehen auf dasjenige, was durch atavistische Hellsehererkenntnis noch bis ins 11., 12. Jahrhundert herein lebte in den Gemütern, wie das verschwindet vor dem Hereinfluten der materialistischen Weltanschauung, wie es aus dem Bewußtsein der Menschen herauskommt. Jetzt aber leben wir in der Zeit, wo wir das durch geistige Erkenntnis wiederum finden müssen, es wiederum erschaffen müssen. Es ist wirklich so, wie wenn uns alles klar zeigen würde, daß die Entwickelung einen Abstieg durchgemacht hat, daß sie da gar so tief gegangen ist, daß ein Sumpf entstanden ist. Das schlammige Wasser dieses Sumpfes ist all dasjenige, was die materialistische Weltanschauung an Vorstellungen hervorgebracht hat. Und jetzt sind wir daran, uns wiederum aus dem materialistischen Sumpf herauszuarbeiten, heraufzusteigen und wiederum das zu finden, was die Menschheit im Herabsteigen verloren hat.

[ 27 ] Ich habe ja gestern darauf hingedeutet, daß der Mensch im Grunde genommen nicht nur bei Nacht schläft, sondern daß Gewisses im Menschen auch bei Tag schläft. Bei Nacht schläft mehr das Gedanklich-Gefühlsmäßige, bei Tag schläft mehr das Willensartig-Gefühlsmäßige. Gerade in dieses Willensartig-Gefühlsmäßige taucht man unter, wenn man das Ich untertauchen läßt in den Astralleib. Und in dem Erklingen des musikalischen Kunstwerkes liegt eben das vor, daß der Mensch bewußt hinuntertaucht mit der Ich-Natur in dasjenige, was sonst schläft. Sitzen Sie im Anhören einer Symphonie, so bedeutet das in Ihnen den inneren Vorgang, das gewöhnliche, profane Gedankenleben zu dämpfen und mit Ihrem geistig-seelischen Erleben hinunterzutauchen in das, was sonst während des Tagwachens schläft. Das bedingt den Zusammenhang der musikalischen Wirkung mit all den belebenden Kräften im menschlichen Organismus; das bewirkt den Zusammenhang mit alledem, was gleichsam den ganzen Menschen durchzieht und durchlebt und ihn eins werden läßt, ich möchte sagen, ihn zusammenwachsen läßt mit strömenden Tonmassen.

[ 27 ] Ich habe ja gestern darauf hingedeutet, daß der Mensch im Grunde genommen nicht nur bei Nacht schläft, sondern daß Gewisses im Menschen auch bei Tag schläft. Bei Nacht schläft mehr das Gedanklich-Gefühlsmäßige, bei Tag schläft mehr das Willensartig-Gefühlsmäßige. Gerade in dieses Willensartig-Gefühlsmäßige taucht man unter, wenn man das Ich untertauchen läßt in den Astralleib. Und in dem Erklingen des musikalischen Kunstwerkes liegt eben das vor, daß der Mensch bewußt hinuntertaucht mit der Ich-Natur in dasjenige, was sonst schläft. Sitzen Sie im Anhören einer Symphonie, so bedeutet das in Ihnen den inneren Vorgang, das gewöhnliche, profane Gedankenleben zu dämpfen und mit Ihrem geistig-seelischen Erleben hinunterzutauchen in das, was sonst während des Tagwachens schläft. Das bedingt den Zusammenhang der musikalischen Wirkung mit all den belebenden Kräften im menschlichen Organismus; das bewirkt den Zusammenhang mit alledem, was gleichsam den ganzen Menschen durchzieht und durchlebt und ihn eins werden läßt, ich möchte sagen, ihn zusammenwachsen läßt mit strömenden Tonmassen.

[ 28 ] Und wir schlafen in der Nacht. Da wird abgedämpft in einem Elemente, das wir jetzt noch nicht im normalen Bewußtsein drinnen haben, das profane Gedankenleben. Wenn es uns aber gelingt, dasjenige nun in das gewöhnliche Tagesbewußtsein hereinzubringen, was im schlafenden Menschen erweckt wird, wenn das, worinnen der Mensch lebt im Schlafe, untertaucht in das wache Tagesleben, dann merken Sie wohl den Gegensatz, ich habe eben gesagt, es wird untergetaucht beim musikalischen Erleben das Ich-Erleben in das, was bei Tag schläft; jetzt tauchen wir das, was wir in der Nacht erleben, in das Tagwachen ein -, dann wird dies die Dichtung. Das haben solche Leute empfunden wie Plato, wenn sie das Dichten ein göttliches Träumen genannt haben.

[ 28 ] Und wir schlafen in der Nacht. Da wird abgedämpft in einem Elemente, das wir jetzt noch nicht im normalen Bewußtsein drinnen haben, das profane Gedankenleben. Wenn es uns aber gelingt, dasjenige nun in das gewöhnliche Tagesbewußtsein hereinzubringen, was im schlafenden Menschen erweckt wird, wenn das, worinnen der Mensch lebt im Schlafe, untertaucht in das wache Tagesleben, dann merken Sie wohl den Gegensatz, ich habe eben gesagt, es wird untergetaucht beim musikalischen Erleben das Ich-Erleben in das, was bei Tag schläft; jetzt tauchen wir das, was wir in der Nacht erleben, in das Tagwachen ein -, dann wird dies die Dichtung. Das haben solche Leute empfunden wie Plato, wenn sie das Dichten ein göttliches Träumen genannt haben.

[ 29 ] Wir können gerade, wenn wir uns so vertiefen in den Zusammenhang des Menschen mit dem ganzen Kosmos, wie man das gewissermaßen kann unter der Anleitung der Künste, zu einem gewissen Leben bringen das, was sonst bloße Begriffsschablone bleibt. Aber merken Sie, daß die Dinge nicht Begriffsschablonen sind! Es macht gewissen Leuten eine solche Freude, wenn sie das, was da entwickelt ist in meinem Buche « Theosophie», so hintereinander anordnen können in einem Schema, und gewiß haben manche gemeint, es sei ein reiner Eigensinn, daß ich abgewichen bin in diesem Punkte hier, wo ich gegeben habe drei Dreigliedrigkeiten, aber so, daß sie ineinandergreifen, von dem, was in dem früheren theosophischen Betriebe gelernt wurde. Wenn man aber eingeht auf das, was man erlebt, auf die Realität der Sache, dann wird man schon aus der Natur der Dur- und Mollmelodie ersehen, daß die Dinge tief begründet sind in der ganzen Struktur des Kosmos. Nur dann, wenn die Dinge lebendig herausgeholt werden aus der ganzen Struktur des Kosmos, entsprechen sie einer wirklichen Realität.

[ 29 ] Wir können gerade, wenn wir uns so vertiefen in den Zusammenhang des Menschen mit dem ganzen Kosmos, wie man das gewissermaßen kann unter der Anleitung der Künste, zu einem gewissen Leben bringen das, was sonst bloße Begriffsschablone bleibt. Aber merken Sie, daß die Dinge nicht Begriffsschablonen sind! Es macht gewissen Leuten eine solche Freude, wenn sie das, was da entwickelt ist in meinem Buche « Theosophie», so hintereinander anordnen können in einem Schema, und gewiß haben manche gemeint, es sei ein reiner Eigensinn, daß ich abgewichen bin in diesem Punkte hier, wo ich gegeben habe drei Dreigliedrigkeiten, aber so, daß sie ineinandergreifen, von dem, was in dem früheren theosophischen Betriebe gelernt wurde. Wenn man aber eingeht auf das, was man erlebt, auf die Realität der Sache, dann wird man schon aus der Natur der Dur- und Mollmelodie ersehen, daß die Dinge tief begründet sind in der ganzen Struktur des Kosmos. Nur dann, wenn die Dinge lebendig herausgeholt werden aus der ganzen Struktur des Kosmos, entsprechen sie einer wirklichen Realität.

[ 30 ] Es war ja natürlich notwendig, daß anfangs manches gesagt worden ist, wovon wirklich die Gründe erst im Laufe der Jahre nach und nach hervorgetreten sind. Man mußte sich da schon der Gefahr aussetzen, daß die Leute nun mit ihrer Kritik herankommen, weil sie nicht wissen, worauf die Dinge beruhen und wie sie sich ausnehmen müssen, wenn man die ganze Struktur des Kosmos berücksichtigt. Aber so ist es auch noch mit vielem. Es kann gegen sehr vieles, was jetzt gesagt wird, noch sehr viel eingewendet werden, wenn man mit oberflächlichen Begriffen ihm naht. Aber es wird im Laufe der Jahre oder vielleicht Jahrzehnte schon dasjenige herauskommen, was die Dinge rechtfertigen wird. Und es werden die geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse selbst fruchtbar werden, wenn sie nicht mehr Theorien sein werden, sondern Lebendiges sein werden.

[ 30 ] Es war ja natürlich notwendig, daß anfangs manches gesagt worden ist, wovon wirklich die Gründe erst im Laufe der Jahre nach und nach hervorgetreten sind. Man mußte sich da schon der Gefahr aussetzen, daß die Leute nun mit ihrer Kritik herankommen, weil sie nicht wissen, worauf die Dinge beruhen und wie sie sich ausnehmen müssen, wenn man die ganze Struktur des Kosmos berücksichtigt. Aber so ist es auch noch mit vielem. Es kann gegen sehr vieles, was jetzt gesagt wird, noch sehr viel eingewendet werden, wenn man mit oberflächlichen Begriffen ihm naht. Aber es wird im Laufe der Jahre oder vielleicht Jahrzehnte schon dasjenige herauskommen, was die Dinge rechtfertigen wird. Und es werden die geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse selbst fruchtbar werden, wenn sie nicht mehr Theorien sein werden, sondern Lebendiges sein werden.

[ 31 ] Darauf kommt alles an, daß man sich erhebt von dem, was man zunächst mit den bloßen Worten physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und so weiter verbindet, zu einem Lebendigwerden dieser Ideen; denn dann geht aus, strahlt aus von diesem Lebendigwerden ein wirkliches Weltverständnis. Und derjenige, der dazu in der Lage ist, möge nun vergleichen das, was an Ästhetik hervorgetreten ist im Verlaufe der letzten anderthalb Jahrhunderte mit dem, was aus der Kenntnis der menschlichen Organisation heraus folgen kann für die Herleitung der Künste. Und sehen wird ein solcher, der dieses vergleicht, wie unmöglich es ist, ohne die Kenntnis der menschlichen Organisation zu einem wirklichen Verständnis dessen zu kommen, was in unserer Umgebung lebt und uns selbst erfreut.

[ 31 ] Darauf kommt alles an, daß man sich erhebt von dem, was man zunächst mit den bloßen Worten physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und so weiter verbindet, zu einem Lebendigwerden dieser Ideen; denn dann geht aus, strahlt aus von diesem Lebendigwerden ein wirkliches Weltverständnis. Und derjenige, der dazu in der Lage ist, möge nun vergleichen das, was an Ästhetik hervorgetreten ist im Verlaufe der letzten anderthalb Jahrhunderte mit dem, was aus der Kenntnis der menschlichen Organisation heraus folgen kann für die Herleitung der Künste. Und sehen wird ein solcher, der dieses vergleicht, wie unmöglich es ist, ohne die Kenntnis der menschlichen Organisation zu einem wirklichen Verständnis dessen zu kommen, was in unserer Umgebung lebt und uns selbst erfreut.

[ 32 ] Eine Empfindung möchte ich hervorrufen von der Tatsache, daß mit der Geisteswissenschaft selbst wirklich ein Anfangsimpuls gegeben ist, der sich immer weiter und weiter entwickeln wird, daß wir gewissermaßen dazu berufen sind, die allerersten Schritte zu machen, und ahnen können, was aus diesen ersten Schritten wird, wenn wir längst nicht mehr in dieser Inkarnation dabei sein werden.

[ 32 ] Eine Empfindung möchte ich hervorrufen von der Tatsache, daß mit der Geisteswissenschaft selbst wirklich ein Anfangsimpuls gegeben ist, der sich immer weiter und weiter entwickeln wird, daß wir gewissermaßen dazu berufen sind, die allerersten Schritte zu machen, und ahnen können, was aus diesen ersten Schritten wird, wenn wir längst nicht mehr in dieser Inkarnation dabei sein werden.

Baukunst
physischer Leib

Skulptur
Ätherleib

Malerei
Astralleib

Musik
Ich

Dichtung
Geistselbst

Eurythmie
Lebensgeist

Baukunst
physischer Leib

Skulptur
Ätherleib

Malerei
Astralleib

Musik
Ich

Dichtung
Geistselbst

Eurythmie
Lebensgeist