Art in the Light of Mystery Wisdom
GA 275
30 December 1914, Dornach
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Kunst im Lichte der Mysterienweisheit
Dritter Vortrag
Dritter Vortrag
[ 1 ] Wir können vielleicht am besten übersehen, was wir hier meinen dürfen über das, was durch unsere geisteswissenschaftlichen Bestrebungen einziehen soll in unsere Seelen, in unsere Herzen, wenn wir einen Blick werfen über den größten Teil desjenigen, was ich mir erlaubte, als «Geheimwissenschaft im Umriß» zu geben. Da haben wir zuerst, wenn wir absehen von den Einleitungskapiteln, die da gleichsam zur Vorbereitung sein müssen, diejenigen Kapitel, die dazu dienen sollen, das Wesen des Menschen und seine Beziehung zu Geburt und Tod und sein Leben in den geistigen Welten kennenzulernen. Nach diesen Einleitungskapiteln haben wir eine Schilderung der großen kosmischen Zusammenhänge, natürlich skizzenhaft, die uns führen durch die Verwandlungsstadien unserer Erde, bevor sie Erde geworden ist, durch das Saturn-, das Sonnen-, das Mondendasein und uns dann hereinführen in das Erdendasein. Dann haben wir eine ganz flüchtige, alles nur kurz andeutende Auseinandersetzung über die Ausblicke, die sich uns ergeben auf das Jupiter-, Venus- und Vulkandasein. Und ich möchte sagen, statt einer eingehenderen Schilderung dieses Jupiter-, Venus- und Vulkandaseins haben wir dann eine Darstellung desjenigen, was der Mensch durchzumachen hat, wenn er jene inneren Seelenerlebnisse in sich ablaufen lassen will, die ihn letzten Endes zur Initiation führen müssen. Genauer sind diese Vorgänge bis zu einer gewissen Etappe geschildert in den Auseinandersetzungen in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?».
[ 1 ] Wir können vielleicht am besten übersehen, was wir hier meinen dürfen über das, was durch unsere geisteswissenschaftlichen Bestrebungen einziehen soll in unsere Seelen, in unsere Herzen, wenn wir einen Blick werfen über den größten Teil desjenigen, was ich mir erlaubte, als «Geheimwissenschaft im Umriß» zu geben. Da haben wir zuerst, wenn wir absehen von den Einleitungskapiteln, die da gleichsam zur Vorbereitung sein müssen, diejenigen Kapitel, die dazu dienen sollen, das Wesen des Menschen und seine Beziehung zu Geburt und Tod und sein Leben in den geistigen Welten kennenzulernen. Nach diesen Einleitungskapiteln haben wir eine Schilderung der großen kosmischen Zusammenhänge, natürlich skizzenhaft, die uns führen durch die Verwandlungsstadien unserer Erde, bevor sie Erde geworden ist, durch das Saturn-, das Sonnen-, das Mondendasein und uns dann hereinführen in das Erdendasein. Dann haben wir eine ganz flüchtige, alles nur kurz andeutende Auseinandersetzung über die Ausblicke, die sich uns ergeben auf das Jupiter-, Venus- und Vulkandasein. Und ich möchte sagen, statt einer eingehenderen Schilderung dieses Jupiter-, Venus- und Vulkandaseins haben wir dann eine Darstellung desjenigen, was der Mensch durchzumachen hat, wenn er jene inneren Seelenerlebnisse in sich ablaufen lassen will, die ihn letzten Endes zur Initiation führen müssen. Genauer sind diese Vorgänge bis zu einer gewissen Etappe geschildert in den Auseinandersetzungen in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?».
[ 2 ] Wir werden überhaupt sehen, daß für uns die Geisteswissenschaft gewissermaßen in zwei Teile zerfällt: in einen Teil, wo wir schildern die kosmischen Zusammenhänge, schildern, wie das, was heute als die Erde und ihre Wesenheiten und das sonstige Weltenall vor uns ist, seit urferner Vergangenheit geworden ist, und wie in Aussicht steht, daß es sich weiter entwickeln wird. Wenn Sie nun die Betrachtungen, die wir so anstellen, durchgehen, dann werden Sie überall sehen, daß ein großer Teil unserer Betrachtungen gewissermaßen unter dem Einflusse steht desjenigen, was wir über das Werden des Kosmos in uns aufnehmen. Ein anderer Teil unserer Betrachtungen beschäftigt sich damit, was die Seele tun muß, um in die geistigen Welten hineinzukommen, mit andern Worten, um zur Initiation zu gelangen. Diese inneren Erlebnisse, Überwindungen, Kämpfe, Erlösungen und Erreichungen, die da die Seele durchzumachen hat, werden gewissermaßen in der zweiten Sphäre unserer Betrachtungen immer berührt. Und entweder aus der einen oder aus der andern Partie sind unsere Betrachtungen, wenn wir das Wesentliche an ihnen beobachten.
[ 2 ] Wir werden überhaupt sehen, daß für uns die Geisteswissenschaft gewissermaßen in zwei Teile zerfällt: in einen Teil, wo wir schildern die kosmischen Zusammenhänge, schildern, wie das, was heute als die Erde und ihre Wesenheiten und das sonstige Weltenall vor uns ist, seit urferner Vergangenheit geworden ist, und wie in Aussicht steht, daß es sich weiter entwickeln wird. Wenn Sie nun die Betrachtungen, die wir so anstellen, durchgehen, dann werden Sie überall sehen, daß ein großer Teil unserer Betrachtungen gewissermaßen unter dem Einflusse steht desjenigen, was wir über das Werden des Kosmos in uns aufnehmen. Ein anderer Teil unserer Betrachtungen beschäftigt sich damit, was die Seele tun muß, um in die geistigen Welten hineinzukommen, mit andern Worten, um zur Initiation zu gelangen. Diese inneren Erlebnisse, Überwindungen, Kämpfe, Erlösungen und Erreichungen, die da die Seele durchzumachen hat, werden gewissermaßen in der zweiten Sphäre unserer Betrachtungen immer berührt. Und entweder aus der einen oder aus der andern Partie sind unsere Betrachtungen, wenn wir das Wesentliche an ihnen beobachten.
[ 3 ] Wenn wir nun zunächst die erste Partie unserer Betrachtungen ins Auge fassen, jene Darstellungen durch das Saturn-, Sonnen- und Mondendasein bis in das Erdendasein hinein, so stellen wir mit solchen Darstellungen etwas in die Welt hinein, das der heutigen, sei es religiösen, sei es wissenschaftlichen Weltanschauung sehr, sehr zuwider ist, das zum großen Teile von dieser heutigen Weltanschauung als etwas Absurdes angesehen wird. Denn es ist ganz selbstverständlich, daß unsere heutige Weltanschauung die Darstellung einer solchen Weltenordnung, wie wir sie zum Beispiel geben müssen, wenn wir das Saturndasein schildern, zu phantastisch findet, daß die Darstellung einer solchen kosmischen Ordnung für unsere gegenwärtige Anschauung so ist, daß man nur sagen kann: Das ist absoluter Unsinn, das kann es ja gar nicht geben, das ist etwas phantastisch Ausgedachtes! - Ebenso ist es für die andern Partien dessen, was wir zu schildern haben.
[ 3 ] Wenn wir nun zunächst die erste Partie unserer Betrachtungen ins Auge fassen, jene Darstellungen durch das Saturn-, Sonnen- und Mondendasein bis in das Erdendasein hinein, so stellen wir mit solchen Darstellungen etwas in die Welt hinein, das der heutigen, sei es religiösen, sei es wissenschaftlichen Weltanschauung sehr, sehr zuwider ist, das zum großen Teile von dieser heutigen Weltanschauung als etwas Absurdes angesehen wird. Denn es ist ganz selbstverständlich, daß unsere heutige Weltanschauung die Darstellung einer solchen Weltenordnung, wie wir sie zum Beispiel geben müssen, wenn wir das Saturndasein schildern, zu phantastisch findet, daß die Darstellung einer solchen kosmischen Ordnung für unsere gegenwärtige Anschauung so ist, daß man nur sagen kann: Das ist absoluter Unsinn, das kann es ja gar nicht geben, das ist etwas phantastisch Ausgedachtes! - Ebenso ist es für die andern Partien dessen, was wir zu schildern haben.
[ 4 ] Nun erinnern Sie sich an den Ausspruch, den ich schon mehrfach hier und auch gestern gemacht habe. Ich habe gesagt: Der Mensch schläft nicht nur in der Nacht, wenn sein Gedanken- und auch sein Vorstellungsbewußtsein heruntergedämpft ist, der Mensch schläft auch bei Tage mit einem Teile seines Wesens. Während bei Nacht mehr das Vorstellungsleben schläft, schläft bei Tag in einem Teil unseres Wesens mehr das Willensleben. Unten in den Tiefen unserer Leiblichkeit schläft das Willensleben, wenigstens ein großer Teil des Willenslebens. Denn dieses Willensleben des Menschen ist viel umfassender als das bewußte Willensleben, das wir entwickeln. Das ist nur ein kleiner Teil. Und wir können dreist sagen: Der Mensch mit seinem gewöhnlichen Bewußtsein, wenn er so bei Tage seine Arbeit verrichtet, oder sein Vergnügen genießt, ist zum größten Teil doch ein Schlafwandler. Unendlich vieles geht unbewußt vor sich, und auch das, was er bewußt macht, vollbringt er zum großen Teile scheinbar bewußt, halb und mehr als halb unbewußt.
[ 4 ] Nun erinnern Sie sich an den Ausspruch, den ich schon mehrfach hier und auch gestern gemacht habe. Ich habe gesagt: Der Mensch schläft nicht nur in der Nacht, wenn sein Gedanken- und auch sein Vorstellungsbewußtsein heruntergedämpft ist, der Mensch schläft auch bei Tage mit einem Teile seines Wesens. Während bei Nacht mehr das Vorstellungsleben schläft, schläft bei Tag in einem Teil unseres Wesens mehr das Willensleben. Unten in den Tiefen unserer Leiblichkeit schläft das Willensleben, wenigstens ein großer Teil des Willenslebens. Denn dieses Willensleben des Menschen ist viel umfassender als das bewußte Willensleben, das wir entwickeln. Das ist nur ein kleiner Teil. Und wir können dreist sagen: Der Mensch mit seinem gewöhnlichen Bewußtsein, wenn er so bei Tage seine Arbeit verrichtet, oder sein Vergnügen genießt, ist zum größten Teil doch ein Schlafwandler. Unendlich vieles geht unbewußt vor sich, und auch das, was er bewußt macht, vollbringt er zum großen Teile scheinbar bewußt, halb und mehr als halb unbewußt.
[ 5 ] Wenn wir den Menschen genau beobachten in dem, was er halb oder mehr als halb bewußt, unbewußt macht, dann kann uns ins geistige Auge fallen, daß er als schlafender Mensch nicht so ungläubig ist wie als wachender Mensch, ganz und gar nicht so ungläubig. Der heutige wachende Mensch mit seiner Weltanschauung kommt und sagt: Die Schilderung des Saturndaseins in einem solchen Buche wie die «Geheimwissenschaft» ist der reinste, absolute Unsinn! — Selbstverständlich. Aber der Mensch als ganzer Mensch sagt das nicht, sondern er trägt etwas in sich, wodurch er — gestatten Sie den Ausdruck unbewußt weiß, daß es einstmals ein Saturndasein gegeben hat. Er macht etwas, wodurch er dokumentiert, daß er gewissermaßen unbewußt sich an dieses Saturndasein erinnert. Das, was er macht, das ist: er wird zum Baukünstler. Denn es würde niemals eine Baukunst entstanden sein, wenn der Mensch heute nicht in sich tragen würde diejenigen Gesetze, welche dem Menschen schon während der alten Saturnzeit eingeprägt worden sind in seinen physischen Leib. Wir haben gestern auseinandergesetzt, wie diese Gesetze im physischen Leibe hinausprojiziert werden können in den Raum und dann draußen baukünstlerische Gesetze sind. Alles das, was der Mensch während der alten Saturnzeit in sich aufgenommen hat, das geheimnißt er hinein in die Gesetze der Architektur. Selbstverständlich muß er das mit den heutigen Mitteln tun, so daß sich, was uns da in den gegenwärtigen Werken der Baukunst entgegentritt, ganz anders ausnimmt als das, was wir von der «Saturnarchitektonik» kennen. Aber das Wesentliche, das Lebendige, das wir machen im baukünstlerischen Tun, ist das, was sich in den Menschen eingepflanzt hat durch das alte Saturndasein.
[ 5 ] Wenn wir den Menschen genau beobachten in dem, was er halb oder mehr als halb bewußt, unbewußt macht, dann kann uns ins geistige Auge fallen, daß er als schlafender Mensch nicht so ungläubig ist wie als wachender Mensch, ganz und gar nicht so ungläubig. Der heutige wachende Mensch mit seiner Weltanschauung kommt und sagt: Die Schilderung des Saturndaseins in einem solchen Buche wie die «Geheimwissenschaft» ist der reinste, absolute Unsinn! — Selbstverständlich. Aber der Mensch als ganzer Mensch sagt das nicht, sondern er trägt etwas in sich, wodurch er — gestatten Sie den Ausdruck unbewußt weiß, daß es einstmals ein Saturndasein gegeben hat. Er macht etwas, wodurch er dokumentiert, daß er gewissermaßen unbewußt sich an dieses Saturndasein erinnert. Das, was er macht, das ist: er wird zum Baukünstler. Denn es würde niemals eine Baukunst entstanden sein, wenn der Mensch heute nicht in sich tragen würde diejenigen Gesetze, welche dem Menschen schon während der alten Saturnzeit eingeprägt worden sind in seinen physischen Leib. Wir haben gestern auseinandergesetzt, wie diese Gesetze im physischen Leibe hinausprojiziert werden können in den Raum und dann draußen baukünstlerische Gesetze sind. Alles das, was der Mensch während der alten Saturnzeit in sich aufgenommen hat, das geheimnißt er hinein in die Gesetze der Architektur. Selbstverständlich muß er das mit den heutigen Mitteln tun, so daß sich, was uns da in den gegenwärtigen Werken der Baukunst entgegentritt, ganz anders ausnimmt als das, was wir von der «Saturnarchitektonik» kennen. Aber das Wesentliche, das Lebendige, das wir machen im baukünstlerischen Tun, ist das, was sich in den Menschen eingepflanzt hat durch das alte Saturndasein.
[ 6 ] Nehmen wir dieses, was wir so vor unsere Seele führen, in einem noch tieferen Sinne. Was tut der Mensch, indem er ganz, sei es schaflend, sei es erkennend oder genießend, in der architektonischen Schöpfung aufgeht? Er lebt in den Saturngesetzen seines physischen Leibes, das heißt, er vergißt, wenn er sich ganz versenkt in die Gesetze der Architektur, alles das, was in ihm lebt als ätherischer Leib, als astralischer Leib und als Ich, er wird wieder Saturnmensch. Alles Herbe, alles Keusche, alles Schweigsame und doch wiederum so Sprechende der Baukunst ist nichts anderes, als daß der Mensch sich mit Entäußerung der höheren Glieder seines Wesens versetzt in das, was ihm die Geister der höheren Hierarchien - die Throne, die Archai, die am Anfang des Saturndaseins beteiligt waren — gegeben haben, im wesentlichen diese beiden Gruppen von höheren Geistern, unterstützt von den andern Wesenheiten der höheren Hierarchien.
[ 6 ] Nehmen wir dieses, was wir so vor unsere Seele führen, in einem noch tieferen Sinne. Was tut der Mensch, indem er ganz, sei es schaflend, sei es erkennend oder genießend, in der architektonischen Schöpfung aufgeht? Er lebt in den Saturngesetzen seines physischen Leibes, das heißt, er vergißt, wenn er sich ganz versenkt in die Gesetze der Architektur, alles das, was in ihm lebt als ätherischer Leib, als astralischer Leib und als Ich, er wird wieder Saturnmensch. Alles Herbe, alles Keusche, alles Schweigsame und doch wiederum so Sprechende der Baukunst ist nichts anderes, als daß der Mensch sich mit Entäußerung der höheren Glieder seines Wesens versetzt in das, was ihm die Geister der höheren Hierarchien - die Throne, die Archai, die am Anfang des Saturndaseins beteiligt waren — gegeben haben, im wesentlichen diese beiden Gruppen von höheren Geistern, unterstützt von den andern Wesenheiten der höheren Hierarchien.
[ 7 ] So ist es wirklich ein Hinausheben nicht nur über die Gegenwart der Erde, sondern über eine weit, weit entfernte Vergangenheit und ein Sich-Hineinversetzen in dieses Saturndasein, was der Mensch vollbringt, indem er baukünstlerisch schafft oder baukünstlerisch genießt, wenn es sich um wirkliche Kunst dabei handelt, selbstverständlich.
[ 7 ] So ist es wirklich ein Hinausheben nicht nur über die Gegenwart der Erde, sondern über eine weit, weit entfernte Vergangenheit und ein Sich-Hineinversetzen in dieses Saturndasein, was der Mensch vollbringt, indem er baukünstlerisch schafft oder baukünstlerisch genießt, wenn es sich um wirkliche Kunst dabei handelt, selbstverständlich.
[ 8 ] Und wiederum, schreiten wir herauf bis zur Skulptur, bis zur Bildhauerkunst. Wir haben gestern gesehen, daß die Gesetze der Skulptur die Gesetze des Ätherleibes sind, die der Mensch in seinen physischen Leib hinunterdrängt um eine Stufe. So wie das, was im physischen Leibe lebt, hinausgedrängt wird in den Raum und da die Architektur wird, so wird in der Skulptur das, was im Ätherleibe lebt, herabgedrängt in den physischen Leib. Wir entäußern uns, indem wir Skulptur genießen, des astralischen Leibes und des Ich und aller höheren Glieder. Wir leben im Skulpturgenießen so, als wenn wir nur den physischen Leib und im physischen Leibe den Ausdruck des Ätherleibes hätten: das ist das Zurückversetztsein in das alte Sonnendasein. Alles das, was dem Menschen das alte Sonnendasein eingepflanzt hat, wird gegenwärtig im Genuß oder Schaffen der Skulptur. Das, was uns in der Skulptur entgegentritt, erscheint uns auf der einen Seite so verwandt, weil es uns wiedergibt unsere eigene ferne, ferne Vergangenheit, die ja noch schöpferisch in uns ist, unsere Sonnenzeit. Und es erscheint uns auf der andern Seite wiederum so marmorglatt und marmorkalt, weil uns das, was aus der Skulptur kommt, anleuchtet wie das, was aus dem fernen Kosmos kommt, aus dem fernen All.
[ 8 ] Und wiederum, schreiten wir herauf bis zur Skulptur, bis zur Bildhauerkunst. Wir haben gestern gesehen, daß die Gesetze der Skulptur die Gesetze des Ätherleibes sind, die der Mensch in seinen physischen Leib hinunterdrängt um eine Stufe. So wie das, was im physischen Leibe lebt, hinausgedrängt wird in den Raum und da die Architektur wird, so wird in der Skulptur das, was im Ätherleibe lebt, herabgedrängt in den physischen Leib. Wir entäußern uns, indem wir Skulptur genießen, des astralischen Leibes und des Ich und aller höheren Glieder. Wir leben im Skulpturgenießen so, als wenn wir nur den physischen Leib und im physischen Leibe den Ausdruck des Ätherleibes hätten: das ist das Zurückversetztsein in das alte Sonnendasein. Alles das, was dem Menschen das alte Sonnendasein eingepflanzt hat, wird gegenwärtig im Genuß oder Schaffen der Skulptur. Das, was uns in der Skulptur entgegentritt, erscheint uns auf der einen Seite so verwandt, weil es uns wiedergibt unsere eigene ferne, ferne Vergangenheit, die ja noch schöpferisch in uns ist, unsere Sonnenzeit. Und es erscheint uns auf der andern Seite wiederum so marmorglatt und marmorkalt, weil uns das, was aus der Skulptur kommt, anleuchtet wie das, was aus dem fernen Kosmos kommt, aus dem fernen All.
[ 9 ] Und schreiten wir herauf zur Malerei, dann wissen wit, daß die Malerei darauf beruht, daß hineingedrängt werden in den Ätherleib die inneren Impulse des astralischen Leibes, so daß wir uns in der Malerei unseres Ichs entäußern und so leben, wie wenn wir nur im astralischen Leibe erleben würden, aber dieses astralische Leben hinunterdrängen in den Ätherleib. Wir erleben uns in alledem, was in uns eingepflanzt hat das alte Mondendasein, jenes alte Mondendasein, welches uns als Menschen unsere astralische Innerlichkeit gegeben hat. Das Malerische ist gleichsam die äußere Projektion dieser unserer astralischen Innerlichkeit. Geradeso wie wir in unserer astralischen Innerlichkeit erleben Stimmungen wie Trauer, Freude, Charakteristisches, Ausdrucksvolles, wie wir erleben das, was das Geschick über uns bringt, so erleben wir das, was der Maler uns auf die Leinwand zaubert und was ein Widerschein ist unseres eigenen inneren astralischen Wesens.
[ 9 ] Und schreiten wir herauf zur Malerei, dann wissen wit, daß die Malerei darauf beruht, daß hineingedrängt werden in den Ätherleib die inneren Impulse des astralischen Leibes, so daß wir uns in der Malerei unseres Ichs entäußern und so leben, wie wenn wir nur im astralischen Leibe erleben würden, aber dieses astralische Leben hinunterdrängen in den Ätherleib. Wir erleben uns in alledem, was in uns eingepflanzt hat das alte Mondendasein, jenes alte Mondendasein, welches uns als Menschen unsere astralische Innerlichkeit gegeben hat. Das Malerische ist gleichsam die äußere Projektion dieser unserer astralischen Innerlichkeit. Geradeso wie wir in unserer astralischen Innerlichkeit erleben Stimmungen wie Trauer, Freude, Charakteristisches, Ausdrucksvolles, wie wir erleben das, was das Geschick über uns bringt, so erleben wir das, was der Maler uns auf die Leinwand zaubert und was ein Widerschein ist unseres eigenen inneren astralischen Wesens.
[ 10 ] Wenn Sie versuchen, sich ein wenig hineinzuleben in das, was geschildert worden ist in der «Geheimwissenschaft» als Saturn-, Sonnen- und Mondendasein, dann werden Sie die Entdeckung machen, daß in der Tat bei der Schilderung des Saturndaseins eine architektonische Stimmung zugrunde liegt, bei der Darstellung des Sonnendaseins eine bildhauerische Stimmung und bei der Darstellung des Mondendaseins eine malerische Stimmung. Es ist versucht worden, in der Ausprägung der Worte diese Stimmungen wiederzugeben. Zur Darstellung okkulter Ereignisse gehört eben durchaus mehr als das, was die heutigen literarischen Hilfsmittel sind, und man verkennt den Stil einer okkulten Darstellung vollständig, wenn man glaubt, das Richtige treffen zu können mit den greulichen literarischen Hilfsmitteln unserer Zeit.
[ 10 ] Wenn Sie versuchen, sich ein wenig hineinzuleben in das, was geschildert worden ist in der «Geheimwissenschaft» als Saturn-, Sonnen- und Mondendasein, dann werden Sie die Entdeckung machen, daß in der Tat bei der Schilderung des Saturndaseins eine architektonische Stimmung zugrunde liegt, bei der Darstellung des Sonnendaseins eine bildhauerische Stimmung und bei der Darstellung des Mondendaseins eine malerische Stimmung. Es ist versucht worden, in der Ausprägung der Worte diese Stimmungen wiederzugeben. Zur Darstellung okkulter Ereignisse gehört eben durchaus mehr als das, was die heutigen literarischen Hilfsmittel sind, und man verkennt den Stil einer okkulten Darstellung vollständig, wenn man glaubt, das Richtige treffen zu können mit den greulichen literarischen Hilfsmitteln unserer Zeit.
[ 11 ] Dann kommen wir in das Erdendasein hinein, worin wir leben als in unserer unmittelbaren Gegenwart, als in der uns angewiesenen Realität. Das ist nicht etwas, bei dem wir so, wie wir darinnen leben, das Bedürfnis haben, es künstlerisch unmittelbar vor uns hinzustellen. Dagegen ist das, was der Mensch als Bedürfnis empfindet, künstlerisch aus sich herauszustellen, nicht erschöpft damit, daß er in der Architektur, Skulptur und Malerei gleichsam seine kosmische Vergangenheit, wie es sein kann aus dem uns eingepflanzten Gedächtnis heraus, wiedererschaflt. Das künstlerische Bedürfnis geht weiter. Und wenn wir die geistige Grundlage dieses Weitergehens des künstlerischen Bedürfnisses suchen, so müssen wir sie in dem finden, was in der «Geheimwissenschaft» nach der Darstellung des Saturn-, Sonnen-, Mond- und Erdendaseins, und nachdem sich uns nur ganz skizzenhaft die weiteren Entwickelungsstufen des Jupiter-, Venus- und Vulkandaseins darstellen, weiter gegeben ist als eine Darstellung der Initiationsvorgänge, die im wesentlichen zunächst innere menschliche Vorgänge sind. Von diesen Initiationsvorgängen muß man sich vorstellen, daß sie, so wie sie uns heute entgegentreten, der Anfang sind zu wichtigen Umgestaltungen des menschlichen Erdenlebens, überhaupt des menschlichen zukünftigen Lebens. Ist es doch so, daß man gegenüber dem menschlichen Erdenleben fühlen kann, wenn man tiefer empfindet: Ach, dieses menschliche Erdenleben, wie es verläuft, insofern der Mensch bewußt ist, läßt den Menschen eigentlich erscheinen wie eine Waise im Kosmos, wie ein verlassenes Kind des Kosmos, man könnte auch sagen, wie ein verirrter Wanderer im Kosmos,
[ 11 ] Dann kommen wir in das Erdendasein hinein, worin wir leben als in unserer unmittelbaren Gegenwart, als in der uns angewiesenen Realität. Das ist nicht etwas, bei dem wir so, wie wir darinnen leben, das Bedürfnis haben, es künstlerisch unmittelbar vor uns hinzustellen. Dagegen ist das, was der Mensch als Bedürfnis empfindet, künstlerisch aus sich herauszustellen, nicht erschöpft damit, daß er in der Architektur, Skulptur und Malerei gleichsam seine kosmische Vergangenheit, wie es sein kann aus dem uns eingepflanzten Gedächtnis heraus, wiedererschaflt. Das künstlerische Bedürfnis geht weiter. Und wenn wir die geistige Grundlage dieses Weitergehens des künstlerischen Bedürfnisses suchen, so müssen wir sie in dem finden, was in der «Geheimwissenschaft» nach der Darstellung des Saturn-, Sonnen-, Mond- und Erdendaseins, und nachdem sich uns nur ganz skizzenhaft die weiteren Entwickelungsstufen des Jupiter-, Venus- und Vulkandaseins darstellen, weiter gegeben ist als eine Darstellung der Initiationsvorgänge, die im wesentlichen zunächst innere menschliche Vorgänge sind. Von diesen Initiationsvorgängen muß man sich vorstellen, daß sie, so wie sie uns heute entgegentreten, der Anfang sind zu wichtigen Umgestaltungen des menschlichen Erdenlebens, überhaupt des menschlichen zukünftigen Lebens. Ist es doch so, daß man gegenüber dem menschlichen Erdenleben fühlen kann, wenn man tiefer empfindet: Ach, dieses menschliche Erdenleben, wie es verläuft, insofern der Mensch bewußt ist, läßt den Menschen eigentlich erscheinen wie eine Waise im Kosmos, wie ein verlassenes Kind des Kosmos, man könnte auch sagen, wie ein verirrter Wanderer im Kosmos,
[ 12 ] Weiß doch der Mensch in seinem alltäglichen Bewußtsein, in seinem Wachzustande nicht, wie das gekommen ist, was durch das Saturndasein, durch das Sonnen- und Mondendasein entstanden ist, was in ihm lebt, und weiß er auch nicht, was aus ihm wird in dem, was Jupiter-, Venus- und Vulkanzustand sein wird. Ohne seinen Ursprung, ohne seine Zukunft zu kennen, irrt der Mensch hin am Abgrund des Erdentales. Er mag manchmal sich fest fühlen durch sein Bewußtsein und auch sicher sein wegen seiner Zukunft, aber gegenständlich-sachlich sind weder Vergangenheit noch Zukunft von dem Erdenmenschen zu bemessen. Doch wird vor die menschliche Seele treten dasjenige, was Führer sein kann in eine sichere Lebensrichtung hinein, was sich ergibt, wenn die Menschen sich bekanntmachen werden mit dem, was ihnen gegeben wird als Richtlinie in den Gesetzen der Initiation, jener Initiation, die in alten Zeiten eine gewisse Erbschaft der Götter darstellte, die den Menschen mitgegeben wurde und als atavistisches Hellsehen auftrat, die aber, indem wir der Zukunft entgegenleben, immer mehr und mehr den Menschen ergreifen und das innere Seelenleben des Menschen formen muß.
[ 12 ] Weiß doch der Mensch in seinem alltäglichen Bewußtsein, in seinem Wachzustande nicht, wie das gekommen ist, was durch das Saturndasein, durch das Sonnen- und Mondendasein entstanden ist, was in ihm lebt, und weiß er auch nicht, was aus ihm wird in dem, was Jupiter-, Venus- und Vulkanzustand sein wird. Ohne seinen Ursprung, ohne seine Zukunft zu kennen, irrt der Mensch hin am Abgrund des Erdentales. Er mag manchmal sich fest fühlen durch sein Bewußtsein und auch sicher sein wegen seiner Zukunft, aber gegenständlich-sachlich sind weder Vergangenheit noch Zukunft von dem Erdenmenschen zu bemessen. Doch wird vor die menschliche Seele treten dasjenige, was Führer sein kann in eine sichere Lebensrichtung hinein, was sich ergibt, wenn die Menschen sich bekanntmachen werden mit dem, was ihnen gegeben wird als Richtlinie in den Gesetzen der Initiation, jener Initiation, die in alten Zeiten eine gewisse Erbschaft der Götter darstellte, die den Menschen mitgegeben wurde und als atavistisches Hellsehen auftrat, die aber, indem wir der Zukunft entgegenleben, immer mehr und mehr den Menschen ergreifen und das innere Seelenleben des Menschen formen muß.
[ 13 ] Gewiß, dieser Weg, dieser Pfad zur Initiation hat zwei Seiten. Die eine Seite ist diese, daß der Mensch die Geheimnisse, die Rätsel des Daseins durch die Initiation kennenlernt, daß er durch sie eintritt in das geistige Erleben des Daseins. Die andere Seite ist aber dasjenige, was wir nennen können das mehr Subjektive, das mehr in der Seele sich Abspielende der Initiation. Es ist zugleich das, vor dem die Menschen am meisten zurückschrecken, weil es in der Tat etwas darstellt, was nicht zu den Bequemlichkeiten des seelischen Erlebens gehött, denen sich die Seele so leicht hingibt oder hingeben will. Es gibt eine Skala, eine ungeheuer ausführliche Skala inneren Erlebens für denjenigen, den sein inneres Erleben allmählich zur Initiation führen soll. Die Überwindungen, Befreiungen, die Widerstände und Erlösungen, sie wechseln ab in mannigfaltigster Weise in dem inneren Erleben auf dem Wege zur Initiation: Da hat man durchzumachen all dasjenige, was uns die Seele so erfühlen läßt, wie wenn sich diese Seele plötzlich ganz fremd geworden wäre, wie wenn sie in einen Abgrund gestürzt wäre, wo sie fühlen muß von sich, wie wenn sie ewig verloren wäre und nimmer wiederfinden könnte das, was sie schon in irgendeiner Lebenszeit einmal erworben hat. Wie eine unendliche Bestürzung und Trauer gegenüber dem Verlieren des schon gewonnenen Daseins kann es über die Seele kommen. Und dann wiederum kann es auch so über die Seele kommen, wie wenn diese Seele sich zersplittern müßte, aufgehen müßte in eine unendliche Vielheit, in alle die Wesen, aus denen der Kosmos zusammengesetzt ist. Dann aber ist es wieder die Stimmung, wie wenn sie sich fühlen muß hindurchwandeln durch die Wesen des Alls, verwandt werden mit dem Wesen des einen, wiederum verlassen dieses Wesen und verwandt werden mit dem Wesen des andern, wie ich das geschildert habe in meinem Buche «Die Schwelle der geistigen Welt», wo ich dargestellt habe die Erlebnisse, die immer verbunden sind mit schmerzlichen Entbehrungen, mit schmerzlichen Verlassenheiten, wenn sie im einzelnen durchgemacht werden. Endlich dasjenige, was die Seele erleben kann, wenn sie die radikalste Verwandlung, möchte ich sagen, miterlebt, wo die Seele sich entschließen muß zu dem, was ausgedrückt werden kann mit den Worten: Du mußt jetzt eine Weile dich selber verlieren, dich selber von dir stoßen, aber du mußt das Vertrauen haben, daß, während du dich selber verlierst, während du dich von dir stößest, Wesen, die in den Weiten der göttlichen Hierarchien ruhen, dich bewahren und wieder dich selbst finden lassen, nachdem du dich verloren hast. — Dies ist das Durchgehen durch Geburten und Tode. Das ist es, was durchzumachen ist unter den inneren Erlebnissen, die zur Initiation führen.
[ 13 ] Gewiß, dieser Weg, dieser Pfad zur Initiation hat zwei Seiten. Die eine Seite ist diese, daß der Mensch die Geheimnisse, die Rätsel des Daseins durch die Initiation kennenlernt, daß er durch sie eintritt in das geistige Erleben des Daseins. Die andere Seite ist aber dasjenige, was wir nennen können das mehr Subjektive, das mehr in der Seele sich Abspielende der Initiation. Es ist zugleich das, vor dem die Menschen am meisten zurückschrecken, weil es in der Tat etwas darstellt, was nicht zu den Bequemlichkeiten des seelischen Erlebens gehött, denen sich die Seele so leicht hingibt oder hingeben will. Es gibt eine Skala, eine ungeheuer ausführliche Skala inneren Erlebens für denjenigen, den sein inneres Erleben allmählich zur Initiation führen soll. Die Überwindungen, Befreiungen, die Widerstände und Erlösungen, sie wechseln ab in mannigfaltigster Weise in dem inneren Erleben auf dem Wege zur Initiation: Da hat man durchzumachen all dasjenige, was uns die Seele so erfühlen läßt, wie wenn sich diese Seele plötzlich ganz fremd geworden wäre, wie wenn sie in einen Abgrund gestürzt wäre, wo sie fühlen muß von sich, wie wenn sie ewig verloren wäre und nimmer wiederfinden könnte das, was sie schon in irgendeiner Lebenszeit einmal erworben hat. Wie eine unendliche Bestürzung und Trauer gegenüber dem Verlieren des schon gewonnenen Daseins kann es über die Seele kommen. Und dann wiederum kann es auch so über die Seele kommen, wie wenn diese Seele sich zersplittern müßte, aufgehen müßte in eine unendliche Vielheit, in alle die Wesen, aus denen der Kosmos zusammengesetzt ist. Dann aber ist es wieder die Stimmung, wie wenn sie sich fühlen muß hindurchwandeln durch die Wesen des Alls, verwandt werden mit dem Wesen des einen, wiederum verlassen dieses Wesen und verwandt werden mit dem Wesen des andern, wie ich das geschildert habe in meinem Buche «Die Schwelle der geistigen Welt», wo ich dargestellt habe die Erlebnisse, die immer verbunden sind mit schmerzlichen Entbehrungen, mit schmerzlichen Verlassenheiten, wenn sie im einzelnen durchgemacht werden. Endlich dasjenige, was die Seele erleben kann, wenn sie die radikalste Verwandlung, möchte ich sagen, miterlebt, wo die Seele sich entschließen muß zu dem, was ausgedrückt werden kann mit den Worten: Du mußt jetzt eine Weile dich selber verlieren, dich selber von dir stoßen, aber du mußt das Vertrauen haben, daß, während du dich selber verlierst, während du dich von dir stößest, Wesen, die in den Weiten der göttlichen Hierarchien ruhen, dich bewahren und wieder dich selbst finden lassen, nachdem du dich verloren hast. — Dies ist das Durchgehen durch Geburten und Tode. Das ist es, was durchzumachen ist unter den inneren Erlebnissen, die zur Initiation führen.
[ 14 ] Es ist endlich das schaudervolle Durchgehen durch alle die Kräfte, die nicht für das Erdenleben, wohl aber für das Leben des außerirdischen Kosmos notwendig sind, die aber, wenn sie von Luzifer oder Ahriman in unberechtigter Weise in dieses Erdenleben hineingebracht werden, zu den Kräften des Bösen werden; es ist das schaudervolle Durchgehen durch die Kräfte des Bösen, samt alledem, was sie an Aufwühlendem, Zerstörendem, Aufsaugendem in dem ganzen Kosmos bedeuten. Und es ist endlich das Durchgehen durch das Stadium, wo der Mensch sich nur als Instrument, als Werkzeug fühlen darf, durch das die geistigen Wesen sprechen, wo er symbolisch das wird, was sein Kehlkopf zum Ausdruck bringt als einzelnes Glied, wo er zum Kehlkopf der göttlich-geistigen Wesen wird, wo er sich selber ruhend fühlt in dem allwaltenden, göttlichen Wort. Und dann der Zustand, wo in der Zukunft dieses Fühlen einläuft in das Miterleben des göttlichen Webens und Wollens im Kosmos selber.
[ 14 ] Es ist endlich das schaudervolle Durchgehen durch alle die Kräfte, die nicht für das Erdenleben, wohl aber für das Leben des außerirdischen Kosmos notwendig sind, die aber, wenn sie von Luzifer oder Ahriman in unberechtigter Weise in dieses Erdenleben hineingebracht werden, zu den Kräften des Bösen werden; es ist das schaudervolle Durchgehen durch die Kräfte des Bösen, samt alledem, was sie an Aufwühlendem, Zerstörendem, Aufsaugendem in dem ganzen Kosmos bedeuten. Und es ist endlich das Durchgehen durch das Stadium, wo der Mensch sich nur als Instrument, als Werkzeug fühlen darf, durch das die geistigen Wesen sprechen, wo er symbolisch das wird, was sein Kehlkopf zum Ausdruck bringt als einzelnes Glied, wo er zum Kehlkopf der göttlich-geistigen Wesen wird, wo er sich selber ruhend fühlt in dem allwaltenden, göttlichen Wort. Und dann der Zustand, wo in der Zukunft dieses Fühlen einläuft in das Miterleben des göttlichen Webens und Wollens im Kosmos selber.
[ 15 ] Das sind aber nur einzelne Zustände, die geschildert sind. Unendlich abstufungsreich ist das, was die Seele also durchmacht. Und wie die Seele in all diese Zustände sich hineinfinden kann und mit jedem solchen Zustand um eine Stufe höher auf demPfade der Initiation kommt, einen Schritt weiter hineinkommt in die geistige Welt, das finden Sie dargestellt, soweit das darzustellen für die Gegenwart nötig ist, in der Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» oder auch in der Schrift «Die Schwelle der geistigen Welt» mehr deskriptiv. Ja, das alles, was die Seele also durchmacht, indem sie sich der Initiation nähert, wird auf dem Pfade der Initiation bewußt durchgemacht, bewußt durchlebt. Daher ist dieser Erkenntnispfad so schmerzens- und auch so erlösungsreich. Aber der Mensch vermag lange, lange bevor er sich bewußt hineinfindet in all das, was ich Ihnen geschildert habe als die Etappen des Initiationspfades, auszusprechen mit seinen Mitteln dieses Erleben, auszusprechen in Bildern - und das geschieht durch die Musik. Letzten Endes, im wesentlichen, ist wahre Musik in Tönen verlaufendes Dasein, in Tönen verlaufendes Daseinsgeschehen, welches ein äußeres Bild desjenigen ist, was bewußt die Seele durchlebt im Initiationsleben.
[ 15 ] Das sind aber nur einzelne Zustände, die geschildert sind. Unendlich abstufungsreich ist das, was die Seele also durchmacht. Und wie die Seele in all diese Zustände sich hineinfinden kann und mit jedem solchen Zustand um eine Stufe höher auf demPfade der Initiation kommt, einen Schritt weiter hineinkommt in die geistige Welt, das finden Sie dargestellt, soweit das darzustellen für die Gegenwart nötig ist, in der Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» oder auch in der Schrift «Die Schwelle der geistigen Welt» mehr deskriptiv. Ja, das alles, was die Seele also durchmacht, indem sie sich der Initiation nähert, wird auf dem Pfade der Initiation bewußt durchgemacht, bewußt durchlebt. Daher ist dieser Erkenntnispfad so schmerzens- und auch so erlösungsreich. Aber der Mensch vermag lange, lange bevor er sich bewußt hineinfindet in all das, was ich Ihnen geschildert habe als die Etappen des Initiationspfades, auszusprechen mit seinen Mitteln dieses Erleben, auszusprechen in Bildern - und das geschieht durch die Musik. Letzten Endes, im wesentlichen, ist wahre Musik in Tönen verlaufendes Dasein, in Tönen verlaufendes Daseinsgeschehen, welches ein äußeres Bild desjenigen ist, was bewußt die Seele durchlebt im Initiationsleben.
[ 16 ] Der Mensch kann, wenn er im alltäglichen Dasein stehenbleibt, nicht ohne weiteres das vollziehen, was wir nennen können: das Ich wie wir es gestern dargestellt haben — hinuntertauchen in den astralischen Leib. Dies, was man da unternimmt, indem man mit dem Ich untertaucht in diese astralische Welt in der richtigen Weise, so daß das Untertauchen ist ein Eintauchen in die göttliche Welt, ist eben der Gang durch die Initiation. Aber ein Bild davon ist uns in dem Geschehen, das durch musikalische Schöpfungen an uns herantritt, gegeben. Der Mensch entäußert sich, indem er der musikalischen Schöpfung schaffend oder genießend sich hingibt, seines Ich. Er drängt dieses Ich zurück, aber er übergibt es zugleich all den göttlich-geistigen Mächten, die an seinem astralischen Leib arbeiten werden, wenn er aufsteigen wird zum Jupiterdasein.
[ 16 ] Der Mensch kann, wenn er im alltäglichen Dasein stehenbleibt, nicht ohne weiteres das vollziehen, was wir nennen können: das Ich wie wir es gestern dargestellt haben — hinuntertauchen in den astralischen Leib. Dies, was man da unternimmt, indem man mit dem Ich untertaucht in diese astralische Welt in der richtigen Weise, so daß das Untertauchen ist ein Eintauchen in die göttliche Welt, ist eben der Gang durch die Initiation. Aber ein Bild davon ist uns in dem Geschehen, das durch musikalische Schöpfungen an uns herantritt, gegeben. Der Mensch entäußert sich, indem er der musikalischen Schöpfung schaffend oder genießend sich hingibt, seines Ich. Er drängt dieses Ich zurück, aber er übergibt es zugleich all den göttlich-geistigen Mächten, die an seinem astralischen Leib arbeiten werden, wenn er aufsteigen wird zum Jupiterdasein.
[ 17 ] Bedenken Sie, wie wir jetzt eintreten in eine Betrachtung des musikalisch-künstlerischen Schaffens, das uns mit der Zukunft des Menschen in Zusammenhang bringt. Es ist fast, man möchte sagen undemütig, auszusprechen, daß das musikalisch-künstlerische Schaffen in der Tat dazu berufen ist, sich immer mehr und mehr in der Welt zu vervollkommnen, immer mehr sich in der Welt zu vertiefen, und daß das, was als musikalisch-künstlerisches Schaffen in unsere Weltenordnung schon eingetreten ist, mehr oder weniger Versuche sind trotz allem Großen, trotz allem Genialen in diesem musikalisch-künstlerischen Schaffen. Es sind Versuche zu etwas noch unendlich Bedeutungsvollerem im musikalisch-künstlerischen Schaffen der Zukunft. Und dieses musikalisch-künstlerische Schaffen der Zukunft wird Anregungen empfangen können, die bedeutsamsten Anregungen, wenn die Menschen sich darauf einlassen werden, die innere Charakternatur des Initiationspfades kennenzulernen.
[ 17 ] Bedenken Sie, wie wir jetzt eintreten in eine Betrachtung des musikalisch-künstlerischen Schaffens, das uns mit der Zukunft des Menschen in Zusammenhang bringt. Es ist fast, man möchte sagen undemütig, auszusprechen, daß das musikalisch-künstlerische Schaffen in der Tat dazu berufen ist, sich immer mehr und mehr in der Welt zu vervollkommnen, immer mehr sich in der Welt zu vertiefen, und daß das, was als musikalisch-künstlerisches Schaffen in unsere Weltenordnung schon eingetreten ist, mehr oder weniger Versuche sind trotz allem Großen, trotz allem Genialen in diesem musikalisch-künstlerischen Schaffen. Es sind Versuche zu etwas noch unendlich Bedeutungsvollerem im musikalisch-künstlerischen Schaffen der Zukunft. Und dieses musikalisch-künstlerische Schaffen der Zukunft wird Anregungen empfangen können, die bedeutsamsten Anregungen, wenn die Menschen sich darauf einlassen werden, die innere Charakternatur des Initiationspfades kennenzulernen.
[ 18 ] Wenn einmal das, was mit Bezug auf den Initiationspfad geschildert werden kann, von den Menschen nicht so durchlebt wird wie heute, sondern so durchlebt werden wird, daß die Menschen bei den Schilderungen dessen, was die Seele da zu erleben hat, Beseligungen und schwere Enttäuschungen durchmachen, wenn das ein ganzes Erleben ist, was man lesend über den Initiationspfad erfahren kann, dann wird die Seele des Menschen erst so erschüttert werden können in ihrer Teilnahme an den Schicksalen all der Wesen, die im außermenschlichen Dasein teilnehmen an den Ereignissen des Kosmos, daß sie in sich Erschütterungen, Entbehrungen und Erlösungen erleben wird, die die Seele dazu drängen werden, in Tonzusammenhängen dasjenige auszusprechen, was erlebbar ist an der Schilderung des Initiationspfades. Geben wird es in Zukunft Menschen, welche die Schilderungen des Initiationspfades empfinden werden, fühlen werden, daß ein intensives Erleben bei dem, was uns da scheinbar so abstrakt entgegentritt, möglich ist, viel intensiver als es in unserem äußeren physischen Erleben der Fall ist. Dann wird ein Moment kommen für die Naturen, die in ihrer Wahrheit empfinden können die Dinge, die auf dern Initiationspfade geschildert werden, in welchem sie sich sagen werden: Jetzt fühle ich, das, was ich da erlebe, bringt mich in Zusammenhang nicht mit der Natur, in der ich darinnenstehe auf dem Erdenrund, sondern mit dem, was den Kosmos durchwebt und durchlebt. Oh, ich kann das alles nicht bloß erleben, aber ich kann es singen, ich kann es komponieren!
[ 18 ] Wenn einmal das, was mit Bezug auf den Initiationspfad geschildert werden kann, von den Menschen nicht so durchlebt wird wie heute, sondern so durchlebt werden wird, daß die Menschen bei den Schilderungen dessen, was die Seele da zu erleben hat, Beseligungen und schwere Enttäuschungen durchmachen, wenn das ein ganzes Erleben ist, was man lesend über den Initiationspfad erfahren kann, dann wird die Seele des Menschen erst so erschüttert werden können in ihrer Teilnahme an den Schicksalen all der Wesen, die im außermenschlichen Dasein teilnehmen an den Ereignissen des Kosmos, daß sie in sich Erschütterungen, Entbehrungen und Erlösungen erleben wird, die die Seele dazu drängen werden, in Tonzusammenhängen dasjenige auszusprechen, was erlebbar ist an der Schilderung des Initiationspfades. Geben wird es in Zukunft Menschen, welche die Schilderungen des Initiationspfades empfinden werden, fühlen werden, daß ein intensives Erleben bei dem, was uns da scheinbar so abstrakt entgegentritt, möglich ist, viel intensiver als es in unserem äußeren physischen Erleben der Fall ist. Dann wird ein Moment kommen für die Naturen, die in ihrer Wahrheit empfinden können die Dinge, die auf dern Initiationspfade geschildert werden, in welchem sie sich sagen werden: Jetzt fühle ich, das, was ich da erlebe, bringt mich in Zusammenhang nicht mit der Natur, in der ich darinnenstehe auf dem Erdenrund, sondern mit dem, was den Kosmos durchwebt und durchlebt. Oh, ich kann das alles nicht bloß erleben, aber ich kann es singen, ich kann es komponieren!
[ 19 ] Wir haben in dem, was wir so schildern können, einen Fingerzeig für das, was die Geisteswissenschaft dem Menschen werden soll, denn die Geisteswissenschaft soll lebendig die Menschenseele anregen, soll nicht bloß Theorie sein, nicht bloß Erkenntnis, nicht bloß Wissen. Die Geisteswissenschaft soll leben in der Seele, alle Kräfte in der Seele ergreifen, soll aus dem Menschen ein anderes Wesen machen. Beziehungsweise der Mensch soll aus sich selber ein anderes Wesen machen, wenn er sich der Geisteswissenschaft hingibt.
[ 19 ] Wir haben in dem, was wir so schildern können, einen Fingerzeig für das, was die Geisteswissenschaft dem Menschen werden soll, denn die Geisteswissenschaft soll lebendig die Menschenseele anregen, soll nicht bloß Theorie sein, nicht bloß Erkenntnis, nicht bloß Wissen. Die Geisteswissenschaft soll leben in der Seele, alle Kräfte in der Seele ergreifen, soll aus dem Menschen ein anderes Wesen machen. Beziehungsweise der Mensch soll aus sich selber ein anderes Wesen machen, wenn er sich der Geisteswissenschaft hingibt.
[ 20 ] In alten Zeiten, wir können sagen, noch bei den Griechen, die Sonnenmenschen waren, da war es ein atavistisches Hellfühlen, was die Menschen dazu brachte, sich zu entäußern alles astralischen Wesens und alles Ich-Wesens und nur die Gesetze in der physischen Menschengestalt zum Ausdruck zu bringen, die das Saturn- und Sonnendasein erst geschaffen haben. Dadurch entstanden die griechischen Skulpturen, jene griechischen Skulpturen, die als Kunstwerke wirklich so vor uns stehen, wie der Sonnenmensch geistig vor uns stehen muß, wenn wir ihn begreifen als nur enthaltend die physische Menschengestalt und das ätherisch Lebendige darinnen und noch nicht enthaltend das Astralische. Ja, so eine aus der griechischen Kunst heraus geschaffene Venus von Milo können wir betrachten als eine vor uns stehende Personifikation keuschesten Wesens, weil Unkeuschheit erst im astralischen Leibe möglich ist in alldem, was als Triebe und Begierden den astralischen Leib durchdringt. Unkeuschheit ist noch nicht möglich im ätherischen Leibe. Da war es Erbgut der Götter, das die Menschen mitbekommen haben, was sie veranlaßte, solche Kunstwerke zu schaffen. Verlorengegangen ist den Menschen dieses SichErfühlen bloß im ätherischen und physischen Leibe, ohne‘ Ich und ohne astralischen Leib.
[ 20 ] In alten Zeiten, wir können sagen, noch bei den Griechen, die Sonnenmenschen waren, da war es ein atavistisches Hellfühlen, was die Menschen dazu brachte, sich zu entäußern alles astralischen Wesens und alles Ich-Wesens und nur die Gesetze in der physischen Menschengestalt zum Ausdruck zu bringen, die das Saturn- und Sonnendasein erst geschaffen haben. Dadurch entstanden die griechischen Skulpturen, jene griechischen Skulpturen, die als Kunstwerke wirklich so vor uns stehen, wie der Sonnenmensch geistig vor uns stehen muß, wenn wir ihn begreifen als nur enthaltend die physische Menschengestalt und das ätherisch Lebendige darinnen und noch nicht enthaltend das Astralische. Ja, so eine aus der griechischen Kunst heraus geschaffene Venus von Milo können wir betrachten als eine vor uns stehende Personifikation keuschesten Wesens, weil Unkeuschheit erst im astralischen Leibe möglich ist in alldem, was als Triebe und Begierden den astralischen Leib durchdringt. Unkeuschheit ist noch nicht möglich im ätherischen Leibe. Da war es Erbgut der Götter, das die Menschen mitbekommen haben, was sie veranlaßte, solche Kunstwerke zu schaffen. Verlorengegangen ist den Menschen dieses SichErfühlen bloß im ätherischen und physischen Leibe, ohne‘ Ich und ohne astralischen Leib.
[ 21 ] Wenn der Mensch aufwacht, mit seinem Ich und seinem astralischen Leibe untertaucht in den Äther- und physischen Leib, so fühlt er und erlebt er nur dasjenige, was in seinem Ich vorhanden ist. Was in seinem astralischen Leib vorgeht, ist schon im Unterbewußten, geschweige denn, was im ätherischen Leibe und im physischen Leibe vorgeht. Davon weiß der Mensch innerlich nichts. Für den Griechen aber war noch ein ahnendes Erfühlen da. Wir aber, wenn wir danach trachten, daß das geisteswissenschaftliche Erkennen in uns wiederum lebendig wird, daß es nicht nur unser abstraktes Erkennen, unser theoretisches Erkennen, sondern unser ganzes Seelenleben erfaßt, dringen dann hinunter allmählich in das, was uns konstituiert, lernen dann erkennen, was da durchrhythmisiert, durchharmonisiert, durchzyklisiert unseren astralischen und ätherischen Leib. Und dann kommen wir zu einem mit der Seele möglichen Verfolgen desjenigen, was ätherisch den Leib durchpulst, den Raum durchpulst und die Gestalten aus dem Ätherischen heraus hervorruft.
[ 21 ] Wenn der Mensch aufwacht, mit seinem Ich und seinem astralischen Leibe untertaucht in den Äther- und physischen Leib, so fühlt er und erlebt er nur dasjenige, was in seinem Ich vorhanden ist. Was in seinem astralischen Leib vorgeht, ist schon im Unterbewußten, geschweige denn, was im ätherischen Leibe und im physischen Leibe vorgeht. Davon weiß der Mensch innerlich nichts. Für den Griechen aber war noch ein ahnendes Erfühlen da. Wir aber, wenn wir danach trachten, daß das geisteswissenschaftliche Erkennen in uns wiederum lebendig wird, daß es nicht nur unser abstraktes Erkennen, unser theoretisches Erkennen, sondern unser ganzes Seelenleben erfaßt, dringen dann hinunter allmählich in das, was uns konstituiert, lernen dann erkennen, was da durchrhythmisiert, durchharmonisiert, durchzyklisiert unseren astralischen und ätherischen Leib. Und dann kommen wir zu einem mit der Seele möglichen Verfolgen desjenigen, was ätherisch den Leib durchpulst, den Raum durchpulst und die Gestalten aus dem Ätherischen heraus hervorruft.
[ 22 ] Solches sollte versucht werden in dem Aufbau unserer Säulen, in dem Aufbau unserer Architrave im Goetheanumbau: ein Hinuntertauchen in die Sphären, in die uns die Geisteswissenschaft hinuntertauchen läßt, und die vergessen worden sind von der Menschheit. Da müssen wir aber in der Tat mit tiefstem Ernste das nehmen, was uns die Geisteswissenschaft sein kann. Wenn man — das können Sie aus dem ganzen Sinn der bisherigen Auseinandersetzungen über die Geisteswissenschaft entnehmen — bewußt in die geistige Welt eindringt, und man muß ja in die geistige Welt bewußt eindringen, wenn man also das, was in der ätherischen Welt und im ätherischen Menschenleibe lebt, begreifend gestalten und das so Gestaltete genießen will, wenn man da hinein will, dann muß man aber auch mit denjenigen Wesenheiten Bekanntschaft machen, die man als die luziferischen und ahrimanischen Geister bezeichnet.
[ 22 ] Solches sollte versucht werden in dem Aufbau unserer Säulen, in dem Aufbau unserer Architrave im Goetheanumbau: ein Hinuntertauchen in die Sphären, in die uns die Geisteswissenschaft hinuntertauchen läßt, und die vergessen worden sind von der Menschheit. Da müssen wir aber in der Tat mit tiefstem Ernste das nehmen, was uns die Geisteswissenschaft sein kann. Wenn man — das können Sie aus dem ganzen Sinn der bisherigen Auseinandersetzungen über die Geisteswissenschaft entnehmen — bewußt in die geistige Welt eindringt, und man muß ja in die geistige Welt bewußt eindringen, wenn man also das, was in der ätherischen Welt und im ätherischen Menschenleibe lebt, begreifend gestalten und das so Gestaltete genießen will, wenn man da hinein will, dann muß man aber auch mit denjenigen Wesenheiten Bekanntschaft machen, die man als die luziferischen und ahrimanischen Geister bezeichnet.
[ 23 ] Nun denken Sie sich wiederum, wieviel in unserem heutigen Schaffen ahrimanisches Wesen ist. Erinnern Sie sich an das, was ich auseinandergesetzt habe in bezug auf das gegenwärtige technische Milieu. Und wir können doch nicht anders, als mit Hilfe der heutigen Technik schaffen. Das würde nur einer Treibhauspflanze ähnlich werden, wenn wir ohne Hilfe der modernen Technik arbeiten wollten. Und es war mir eine gewisse Befriedigung, daß wir hier unseren Bau zum Teil mit einem der modernsten Materiale bauen konnten, daß wir ihn zum Teil mit dem Betonmaterial gebaut haben, denn nicht darinnen kann der Fortschritt liegen, daß wir uns treibhausartig absondern von dem, was das übrige Leben gibt, sondern daß wir benützen, was das übrige Leben gibt. Indem wir uns geisteswissenschaftlich bemächtigen eben der Geistigkeit der Welt, versuchen wir das heutige Material so zu verwenden, daß das, was wir geisteswissenschaftlich erfassen, im heutigen Materiale darinnen lebt.
[ 23 ] Nun denken Sie sich wiederum, wieviel in unserem heutigen Schaffen ahrimanisches Wesen ist. Erinnern Sie sich an das, was ich auseinandergesetzt habe in bezug auf das gegenwärtige technische Milieu. Und wir können doch nicht anders, als mit Hilfe der heutigen Technik schaffen. Das würde nur einer Treibhauspflanze ähnlich werden, wenn wir ohne Hilfe der modernen Technik arbeiten wollten. Und es war mir eine gewisse Befriedigung, daß wir hier unseren Bau zum Teil mit einem der modernsten Materiale bauen konnten, daß wir ihn zum Teil mit dem Betonmaterial gebaut haben, denn nicht darinnen kann der Fortschritt liegen, daß wir uns treibhausartig absondern von dem, was das übrige Leben gibt, sondern daß wir benützen, was das übrige Leben gibt. Indem wir uns geisteswissenschaftlich bemächtigen eben der Geistigkeit der Welt, versuchen wir das heutige Material so zu verwenden, daß das, was wir geisteswissenschaftlich erfassen, im heutigen Materiale darinnen lebt.
[ 24 ] Das kann natürlich nur bis zu einem gewissen Grade geschehen. Das werden Sie einsehen, wenn Sie den ganzen Sinn dessen sich vor Augen führen, was wir über das technische Milieu gesagt haben. Denn es ist nicht zu trennen Technisches und Ahrimanisches, wenn wir zum Beispiel architektonisch oder durch die Skulptur etwas schaffen wollen für uns. Daher war es eine schwierige Aufgabe, dasjenige, was notwendigerweise ahrimanisch sein mußte an unserem Bau, aus diesem Bau gleichsam als etwas unschädlich Gemachtes auszuschalten. Es war eine schwierige Aufgabe, denn wir wissen, das Ahrimanische muß mit dem heutigen technischen Schaffen verbunden sein. Und es war eine Zeitlang so, als ob Ahriman sehr gut die Oberhand über uns hätte gewinnen können. Dann wären wir genötigt gewesen, all das, was auch zum Betrieb, zum technischen Betriebe von einer gewissen Seite her, gehört, in unseren Bau selber hineinzunehmen, und so hätten wir Ahriman im Bau darinnen sitzen gehabt. Es mußte daran gedacht werden, die ahrimanischen Kräfte aus dem Bau herauszubringen, und das konnte nur geschehen, wenn wir unser Heizhaus aus dem Bau herausnahmen, es absonderten von dem Bau. Das ist, wie Sie jetzt sehen können, geschehen, und es ist gelungen, was nur gelingen kann, wenn es möglich ist, daß so verständnisvoll auf die Intentionen eingegangen werden kann, wie es durch unseren lieben Herrn Englert geschehen ist. Es ist möglich gewesen, in dem modernsten Materiale Formen zu bilden, die wirklich zum Ausdrucke bringen: Hier in der Nähe des Baues, aber außerhalb des Baues, steht das, was nicht darinnen sein darf, was aber außerhalb sein muß, und es steht so da, daß das, worin es erzeugt worden ist, ein wirklich den geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen angepaßter architektonischerBau ist.
[ 24 ] Das kann natürlich nur bis zu einem gewissen Grade geschehen. Das werden Sie einsehen, wenn Sie den ganzen Sinn dessen sich vor Augen führen, was wir über das technische Milieu gesagt haben. Denn es ist nicht zu trennen Technisches und Ahrimanisches, wenn wir zum Beispiel architektonisch oder durch die Skulptur etwas schaffen wollen für uns. Daher war es eine schwierige Aufgabe, dasjenige, was notwendigerweise ahrimanisch sein mußte an unserem Bau, aus diesem Bau gleichsam als etwas unschädlich Gemachtes auszuschalten. Es war eine schwierige Aufgabe, denn wir wissen, das Ahrimanische muß mit dem heutigen technischen Schaffen verbunden sein. Und es war eine Zeitlang so, als ob Ahriman sehr gut die Oberhand über uns hätte gewinnen können. Dann wären wir genötigt gewesen, all das, was auch zum Betrieb, zum technischen Betriebe von einer gewissen Seite her, gehört, in unseren Bau selber hineinzunehmen, und so hätten wir Ahriman im Bau darinnen sitzen gehabt. Es mußte daran gedacht werden, die ahrimanischen Kräfte aus dem Bau herauszubringen, und das konnte nur geschehen, wenn wir unser Heizhaus aus dem Bau herausnahmen, es absonderten von dem Bau. Das ist, wie Sie jetzt sehen können, geschehen, und es ist gelungen, was nur gelingen kann, wenn es möglich ist, daß so verständnisvoll auf die Intentionen eingegangen werden kann, wie es durch unseren lieben Herrn Englert geschehen ist. Es ist möglich gewesen, in dem modernsten Materiale Formen zu bilden, die wirklich zum Ausdrucke bringen: Hier in der Nähe des Baues, aber außerhalb des Baues, steht das, was nicht darinnen sein darf, was aber außerhalb sein muß, und es steht so da, daß das, worin es erzeugt worden ist, ein wirklich den geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen angepaßter architektonischerBau ist.
[ 25 ] Von einer ungeheuren Bedeutung war es, daß dieses zustande gebracht werden konnte gerade in dem neuesten Material. Denn sehen Sie, wenn Sie etwas tiefer hineinschauen in unsere geisteswissenschaftlichen Schriften, namentlich in das letzte Kapitel der «Pforte der Einweihung», dann werden Sie verspüren, wie es dort zum Ausdrucke kommt, daß Luzifer und Ahriman am schädlichsten dann sind, wenn man sie nicht sieht, wenn sie unsichtbar bleiben. Nehmen wir einmal an, jemand würde von ahrimanischen Kräften gequält. Was wäre da das Beste dagegen? Das Beste dagegen wäre, wenn er sich ein irgendwie geartetes Bild von Ahriman formen ließe und es sich ins Zimmer stellte. Gegen dasjenige, wodurch man astralisch gequält wird, ist das beste Mittel, daß man es physisch vor sich hinstellt. Das ist eine falsche Auffassung, wenn man glaubt, daß, wenn man Ahriman vor sich hat, man auch von Ahriman verfolgt werde. Das Gegenteil ist der Fall. Sichtbar machen muß man die Dinge. Man darf aber dabei nicht nervös werden, man darf nicht so werden, daß, wenn man an der Ahrimanfigur vorbeigeht und unbewußt darauf schaut, man ein Nachbild in sich trägt. Denn das hat man dann unsichtbar in sich, so daß man nervös oder aufgeregt wird.
[ 25 ] Von einer ungeheuren Bedeutung war es, daß dieses zustande gebracht werden konnte gerade in dem neuesten Material. Denn sehen Sie, wenn Sie etwas tiefer hineinschauen in unsere geisteswissenschaftlichen Schriften, namentlich in das letzte Kapitel der «Pforte der Einweihung», dann werden Sie verspüren, wie es dort zum Ausdrucke kommt, daß Luzifer und Ahriman am schädlichsten dann sind, wenn man sie nicht sieht, wenn sie unsichtbar bleiben. Nehmen wir einmal an, jemand würde von ahrimanischen Kräften gequält. Was wäre da das Beste dagegen? Das Beste dagegen wäre, wenn er sich ein irgendwie geartetes Bild von Ahriman formen ließe und es sich ins Zimmer stellte. Gegen dasjenige, wodurch man astralisch gequält wird, ist das beste Mittel, daß man es physisch vor sich hinstellt. Das ist eine falsche Auffassung, wenn man glaubt, daß, wenn man Ahriman vor sich hat, man auch von Ahriman verfolgt werde. Das Gegenteil ist der Fall. Sichtbar machen muß man die Dinge. Man darf aber dabei nicht nervös werden, man darf nicht so werden, daß, wenn man an der Ahrimanfigur vorbeigeht und unbewußt darauf schaut, man ein Nachbild in sich trägt. Denn das hat man dann unsichtbar in sich, so daß man nervös oder aufgeregt wird.
[ 26 ] Gleichzeitig werden Sie sehen, wenn Sie unseren Ahrimanschornstein mit dem ganzen Heizhaus studieren, wie sehr wohl architektonisch aufgebaut werden kann, was, man möchte sagen, der allergröbsten Ahrimankultur unserer Zeit angehört. Nicht früher werden gewisse Schäden dieser Kultur weichen, als bis sich die Menschheit entschließen wird, dasjenige architektonisch zu gestalten, was unsere Ahrimankultur angeht. Neben allem übrigen, neben dem, daß wir einen Bau haben für unsere Sache, ist es wichtig, daß einmal ein Anfang gemacht wird mit der Beziehung der modernen Kultur zum Künstlerischen, mit der Beziehung der Geisteswissenschaft zur modernen Kultur. Ein leiser Anfang ist mit diesem Heizhause gemacht, der der Anfang sein soll dazu, daß man einmal auch andere Probleme löst. Ein ungeheures Problem wäre auch das, einmal den modernen Bahnhof zu finden, denn jene Scheußtümer, jene Scheußlichkeiten, welche als Bahnhöfe heute existieren, sind durchaus ein Widerspruch gegen alles Menschentum. Ebenso wie unser Heizhaus in seiner ganzen Form nicht nur angepaßt ist dem, was in ihm geschieht, sondern dem ganzen Verhältnisse, in dem Ahriman zu unserem Bau steht, so muß der Bahnhof angepaßt sein dem, was durch ihn und mit ihm und in ihm innerhalb unserer modernen Kultur geschieht.
[ 26 ] Gleichzeitig werden Sie sehen, wenn Sie unseren Ahrimanschornstein mit dem ganzen Heizhaus studieren, wie sehr wohl architektonisch aufgebaut werden kann, was, man möchte sagen, der allergröbsten Ahrimankultur unserer Zeit angehört. Nicht früher werden gewisse Schäden dieser Kultur weichen, als bis sich die Menschheit entschließen wird, dasjenige architektonisch zu gestalten, was unsere Ahrimankultur angeht. Neben allem übrigen, neben dem, daß wir einen Bau haben für unsere Sache, ist es wichtig, daß einmal ein Anfang gemacht wird mit der Beziehung der modernen Kultur zum Künstlerischen, mit der Beziehung der Geisteswissenschaft zur modernen Kultur. Ein leiser Anfang ist mit diesem Heizhause gemacht, der der Anfang sein soll dazu, daß man einmal auch andere Probleme löst. Ein ungeheures Problem wäre auch das, einmal den modernen Bahnhof zu finden, denn jene Scheußtümer, jene Scheußlichkeiten, welche als Bahnhöfe heute existieren, sind durchaus ein Widerspruch gegen alles Menschentum. Ebenso wie unser Heizhaus in seiner ganzen Form nicht nur angepaßt ist dem, was in ihm geschieht, sondern dem ganzen Verhältnisse, in dem Ahriman zu unserem Bau steht, so muß der Bahnhof angepaßt sein dem, was durch ihn und mit ihm und in ihm innerhalb unserer modernen Kultur geschieht.
[ 27 ] Das sind durchaus Dinge, die hinweisen sollen auf jene Befruchtung, welche ausgehen kann von der Geisteswissenschaft auch für das künstlerische Schaffen. Und überzeugt kann man sich halten, wenn man in den wirklichen Sinn und Geist desjenigen, was uns aus der Geisteswissenschaft folgen soll, eingeht, daß, wenn die Menschen sich einmal vertiefen werden in die Natur des Saturnischen, ihnen die tieferen Gesetze der Architektonik entgegentreten werden. Wenn die Menschen sich versenken in die Natur des Sonnenhaften, so werden ihnen entgegentreten tiefere Gesetze der Skulptur; wenn sie sich vertiefen in das Mondhafte, so werden ihnen erst aufgehen die tieferen Zusammenhänge von Form und Farbe und das Wesen vom HellDunkel, und so werden sie die Inspirationen bekommen für das malerische Schaffen.
[ 27 ] Das sind durchaus Dinge, die hinweisen sollen auf jene Befruchtung, welche ausgehen kann von der Geisteswissenschaft auch für das künstlerische Schaffen. Und überzeugt kann man sich halten, wenn man in den wirklichen Sinn und Geist desjenigen, was uns aus der Geisteswissenschaft folgen soll, eingeht, daß, wenn die Menschen sich einmal vertiefen werden in die Natur des Saturnischen, ihnen die tieferen Gesetze der Architektonik entgegentreten werden. Wenn die Menschen sich versenken in die Natur des Sonnenhaften, so werden ihnen entgegentreten tiefere Gesetze der Skulptur; wenn sie sich vertiefen in das Mondhafte, so werden ihnen erst aufgehen die tieferen Zusammenhänge von Form und Farbe und das Wesen vom HellDunkel, und so werden sie die Inspirationen bekommen für das malerische Schaffen.
[ 28 ] Von der Schilderung des Initiationsweges aber werden ausgehen die Inspirationen und Intuitionen für das musikalische und im weiteren Sinne auch für das dichterische Schaffen. Dann wird auch die Zeit einmal kommen, wo wiederum dichterisches Schaffen da sein wird in der Welt im echten Sinne des Wortes. Das dichterische Schaffen hat ja bis zu einem gewissen Grade ausgeklungen. Die göttlichen Träume, die bei den echten Dichtern verkörpert sind, gehörten noch den letzten Resten der alten Göttererbschaft an. Aber eine Zeit muß kommen, wo aus der Einsicht in die Geheimnisse der Initiation heraus die Menschen im Drama oder in der Epik oder in der Lyrik sprechen werden von solchen innersten Seelenvorgängen, die der Mensch erlebt, wenn er nicht mit sich allein lebt, sondern wenn er mit den Göttern der höheren Hierarchien zusammen lebt. Von dem Versgeklingel, das uns immer wieder und wieder nachklingelt das, was die Menschen im physischen Leben erleben, wird man in nicht allzu ferner Zeit sagen: die Menschen sollen einen in Frieden damit lassen. Was sie da vom Morgen bis zum Abend herumlieben, herumhassen, herumfreuen, das ist ihre eigene Sache. Was sie mit den Göttern zusammen erleben, wenn sie den Weg heraus finden aus dem irdischen Erleben, davon werden sie uns erzählen in ihrem musikalischen Schaffen, davon werden sie uns erzählen, wenn sie Dramen, Epik oder Lyrik schaffen. Denn wir wissen: all dasjenige, was der Mensch miterleben kann mit dem außerirdischen Dasein, muß hereingeholt werden durch wirkliches, auch vom Alltagsleben sich ablenkendes Schaffen.
[ 28 ] Von der Schilderung des Initiationsweges aber werden ausgehen die Inspirationen und Intuitionen für das musikalische und im weiteren Sinne auch für das dichterische Schaffen. Dann wird auch die Zeit einmal kommen, wo wiederum dichterisches Schaffen da sein wird in der Welt im echten Sinne des Wortes. Das dichterische Schaffen hat ja bis zu einem gewissen Grade ausgeklungen. Die göttlichen Träume, die bei den echten Dichtern verkörpert sind, gehörten noch den letzten Resten der alten Göttererbschaft an. Aber eine Zeit muß kommen, wo aus der Einsicht in die Geheimnisse der Initiation heraus die Menschen im Drama oder in der Epik oder in der Lyrik sprechen werden von solchen innersten Seelenvorgängen, die der Mensch erlebt, wenn er nicht mit sich allein lebt, sondern wenn er mit den Göttern der höheren Hierarchien zusammen lebt. Von dem Versgeklingel, das uns immer wieder und wieder nachklingelt das, was die Menschen im physischen Leben erleben, wird man in nicht allzu ferner Zeit sagen: die Menschen sollen einen in Frieden damit lassen. Was sie da vom Morgen bis zum Abend herumlieben, herumhassen, herumfreuen, das ist ihre eigene Sache. Was sie mit den Göttern zusammen erleben, wenn sie den Weg heraus finden aus dem irdischen Erleben, davon werden sie uns erzählen in ihrem musikalischen Schaffen, davon werden sie uns erzählen, wenn sie Dramen, Epik oder Lyrik schaffen. Denn wir wissen: all dasjenige, was der Mensch miterleben kann mit dem außerirdischen Dasein, muß hereingeholt werden durch wirkliches, auch vom Alltagsleben sich ablenkendes Schaffen.
[ 29 ] So sehen wir, was an Umwandlungsimpulsen auch für das künstletische Auffassen im geisteswissenschaftlichen Erkennen liegt. So sehen wir, wie wir ahnen können, wenn wir uns einlassen auf dieses geisteswissenschaftliche Erkennen, die Kräfte, von denen die Geisteskultur der Menschheitszukunft beherrscht sein muß. In der Tat, wir dürfen es glauben, daß niemand, ohne daß sein eigenes Wesen tief innerlich umgewandelt wird, an die Geisteswissenschaft wirklich herankommt. Wir dürfen glauben, daß die Geisteswissenschaft etwas ist, was den Menschen tief innerlich erfassen kann, was hinausführt über die engen Zusammenhänge des nur physischen Lebens. Wenn man ein solches Ideal der Geisteswissenschaft im Sinne hat, gewissermaßen etwas im Sinne hat, was, indem die Geisteswissenschaft betrieben wird, schon in eine andere Sphäre führt als die Sphäre des gewöhnlichen Erlebens, dann bedeutet es jedesmal etwas Ungeheures, wenn bei irgend jemandem gesehen werden kann, der innerhalb dieser geisteswissenschaftlichen Bewegung steht, daß er wirklich den Funken in sich entzündet, der ihn hinausführt über das gewöhnliche, eng persönliche Erleben. Das ist das einzige, was wir heute gewissermaßen schon wie beseligend durch die geisteswissenschaftliche Strömung erleben können, daß durch diese geisteswissenschaftliche Strömung Menschen unter uns auftauchen können, welche wirklich den Weg finden hinaus aus ihrer Persönlichkeit in diejenigen Sphären, wo nicht mehr das Persönliche vorhanden ist.
[ 29 ] So sehen wir, was an Umwandlungsimpulsen auch für das künstletische Auffassen im geisteswissenschaftlichen Erkennen liegt. So sehen wir, wie wir ahnen können, wenn wir uns einlassen auf dieses geisteswissenschaftliche Erkennen, die Kräfte, von denen die Geisteskultur der Menschheitszukunft beherrscht sein muß. In der Tat, wir dürfen es glauben, daß niemand, ohne daß sein eigenes Wesen tief innerlich umgewandelt wird, an die Geisteswissenschaft wirklich herankommt. Wir dürfen glauben, daß die Geisteswissenschaft etwas ist, was den Menschen tief innerlich erfassen kann, was hinausführt über die engen Zusammenhänge des nur physischen Lebens. Wenn man ein solches Ideal der Geisteswissenschaft im Sinne hat, gewissermaßen etwas im Sinne hat, was, indem die Geisteswissenschaft betrieben wird, schon in eine andere Sphäre führt als die Sphäre des gewöhnlichen Erlebens, dann bedeutet es jedesmal etwas Ungeheures, wenn bei irgend jemandem gesehen werden kann, der innerhalb dieser geisteswissenschaftlichen Bewegung steht, daß er wirklich den Funken in sich entzündet, der ihn hinausführt über das gewöhnliche, eng persönliche Erleben. Das ist das einzige, was wir heute gewissermaßen schon wie beseligend durch die geisteswissenschaftliche Strömung erleben können, daß durch diese geisteswissenschaftliche Strömung Menschen unter uns auftauchen können, welche wirklich den Weg finden hinaus aus ihrer Persönlichkeit in diejenigen Sphären, wo nicht mehr das Persönliche vorhanden ist.
[ 30 ] Im Alltäglichen müssen wir das Persönliche pflegen, aber insofern wir als Geisteswissenschafter beisammen sind, verwandelt sich alles persönliche Wollen und Fühlen, wenn wir die Geisteswissenschaft richtig ergreifen, in etwas Unpersönliches, und jeder Sieg über das persönliche Fühlen, über die persönliche Schwere des Lebens ist von unendlicher Bedeutung, von unendlichem Wert. Aber es ist zugleich das, was zu den bittersten Enttäuschungen gehört, wenn dasjenige, was im Verlaufe der geisteswissenschaftlichen Bestrebungen rein geistig gewollt wird, wiederum hereinrückt in das persönlich-menschliche Wollen und in die persönlich-menschlichen Absichten, wenn das Persönliche anfängt, eine Rolle zu spielen innerhalb jener Gesellschaft, welche uns im Streben nach der Geisteswissenschaft umschließen soll.
[ 30 ] Im Alltäglichen müssen wir das Persönliche pflegen, aber insofern wir als Geisteswissenschafter beisammen sind, verwandelt sich alles persönliche Wollen und Fühlen, wenn wir die Geisteswissenschaft richtig ergreifen, in etwas Unpersönliches, und jeder Sieg über das persönliche Fühlen, über die persönliche Schwere des Lebens ist von unendlicher Bedeutung, von unendlichem Wert. Aber es ist zugleich das, was zu den bittersten Enttäuschungen gehört, wenn dasjenige, was im Verlaufe der geisteswissenschaftlichen Bestrebungen rein geistig gewollt wird, wiederum hereinrückt in das persönlich-menschliche Wollen und in die persönlich-menschlichen Absichten, wenn das Persönliche anfängt, eine Rolle zu spielen innerhalb jener Gesellschaft, welche uns im Streben nach der Geisteswissenschaft umschließen soll.
[ 31 ] Ich möchte nicht die paar Sätze, welche ich am Schlusse gesprochen habe, genauer ausführen, ihre Bedeutung genauer umschreiben, weil ich glaube, daß so mancher unter Ihnen sein wird, der vielleicht vieles in diesen Sätzen verstehen wird, der verstehen wird, daß in diesen Sätzen manches angedeutet werden sollte von dem, was an Befriedigendem und an Enttäuschendem vorhanden ist. Heute, nachdem wir eine Weile versucht haben, einen geisteswissenschaftlichen Weg miteinander zu machen, ist es gut, darüber einmal nachzudenken, das sich einmal vorzuhalten, denn es gibt mancherlei Veranlassungen, solches sich vorzuhalten, inwiefern man mit der eigenen Seele Anteil nimmt an dem aufrichtigen, ehrlichen Hinaufstreben zu den geistigen Interessen, die gerade durch die geisteswissenschaftliche Strömung gepflegt werden. Denn wie großartig ist die Perspektive, wenn wir uns sagen: Das Leben, die Wissenschaft, die Religion und auch die Kunst, sie können Umwandlungsimpulse erleben von der wahrhaft verstandenen Geisteswissenschaft. Alle bildenden Künste von dem, was wir im Geistigen erkennen über die Vergangenheit, alle musikalischen, redenden Künste von dem, was wir erstreben in uns, um einmal einer Zukunft entgegengehen zu können. Diese Perspektive ist so groß und so gewaltig, daß wir gar nicht genug empfinden und erfühlen können, um sie uns intensiver klarzumachen. Und je mehr wir das können, die Stimmung, die aus uns heraus kommt, uns klarzumachen, desto besser stehen wir als wirkliche Glieder in dem großen — heute noch kleinen, aber zu Großem veranlagten - Organismus darinnen, den wir als die Geisteswissenschaft kennen. Das möchte ich heute nicht nur in Ihren Verstand und in Ihre Vernunft senden, sondern das möchte ich in Ihr Gemüt und in Ihr Herz legen.
[ 31 ] Ich möchte nicht die paar Sätze, welche ich am Schlusse gesprochen habe, genauer ausführen, ihre Bedeutung genauer umschreiben, weil ich glaube, daß so mancher unter Ihnen sein wird, der vielleicht vieles in diesen Sätzen verstehen wird, der verstehen wird, daß in diesen Sätzen manches angedeutet werden sollte von dem, was an Befriedigendem und an Enttäuschendem vorhanden ist. Heute, nachdem wir eine Weile versucht haben, einen geisteswissenschaftlichen Weg miteinander zu machen, ist es gut, darüber einmal nachzudenken, das sich einmal vorzuhalten, denn es gibt mancherlei Veranlassungen, solches sich vorzuhalten, inwiefern man mit der eigenen Seele Anteil nimmt an dem aufrichtigen, ehrlichen Hinaufstreben zu den geistigen Interessen, die gerade durch die geisteswissenschaftliche Strömung gepflegt werden. Denn wie großartig ist die Perspektive, wenn wir uns sagen: Das Leben, die Wissenschaft, die Religion und auch die Kunst, sie können Umwandlungsimpulse erleben von der wahrhaft verstandenen Geisteswissenschaft. Alle bildenden Künste von dem, was wir im Geistigen erkennen über die Vergangenheit, alle musikalischen, redenden Künste von dem, was wir erstreben in uns, um einmal einer Zukunft entgegengehen zu können. Diese Perspektive ist so groß und so gewaltig, daß wir gar nicht genug empfinden und erfühlen können, um sie uns intensiver klarzumachen. Und je mehr wir das können, die Stimmung, die aus uns heraus kommt, uns klarzumachen, desto besser stehen wir als wirkliche Glieder in dem großen — heute noch kleinen, aber zu Großem veranlagten - Organismus darinnen, den wir als die Geisteswissenschaft kennen. Das möchte ich heute nicht nur in Ihren Verstand und in Ihre Vernunft senden, sondern das möchte ich in Ihr Gemüt und in Ihr Herz legen.
