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Spiritual Science and Medicine
GA 312

29 March 1920, Dornach

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Neunter Vortrag

Neunter Vortrag

[ 1 ] Was wir gestern auseinandergesetzt haben, war gewissermaßen eine Art Heranrücken des menschlichen Organismus an die außermenschliche Natur. Und man kann sehen in jenem Wechselwirken, das gerade bei den zwei Sinnen, beim Riechen und Schmecken, vorliegt, wie die menschliche Organisation da in einen innigeren Zusammenhang kommt mit dem, was in der außermenschlichen Natur geschieht. Diese Studien, die so untersuchen die Beziehung des Menschen zu der außermenschlichen Natur, machen wir aus dem Grunde, weil es sich für die Geisteswissenschaft darum handelt, Heilverfahren und menschliche Organisationsprozesse innig zusammenzurücken. Beim Heilen handelt es sich eigentlich immer darum, daß man durchschaut, welche Faktoren in dem liegen, was man dem Körper, sei es chemisch, physiologisch oder physisch, zuführt, und dem, was gewissermaßen der Organismus im gesunden Zustand ausführen kann und wozu er sich im kranken Zustand nicht eignet. Man muß zusammendenken können den Prozeß, der sich äußerlich abspielt, und den Prozeß, der sich im menschlichen Organismus abspielt.

[ 1 ] Was wir gestern auseinandergesetzt haben, war gewissermaßen eine Art Heranrücken des menschlichen Organismus an die außermenschliche Natur. Und man kann sehen in jenem Wechselwirken, das gerade bei den zwei Sinnen, beim Riechen und Schmecken, vorliegt, wie die menschliche Organisation da in einen innigeren Zusammenhang kommt mit dem, was in der außermenschlichen Natur geschieht. Diese Studien, die so untersuchen die Beziehung des Menschen zu der außermenschlichen Natur, machen wir aus dem Grunde, weil es sich für die Geisteswissenschaft darum handelt, Heilverfahren und menschliche Organisationsprozesse innig zusammenzurücken. Beim Heilen handelt es sich eigentlich immer darum, daß man durchschaut, welche Faktoren in dem liegen, was man dem Körper, sei es chemisch, physiologisch oder physisch, zuführt, und dem, was gewissermaßen der Organismus im gesunden Zustand ausführen kann und wozu er sich im kranken Zustand nicht eignet. Man muß zusammendenken können den Prozeß, der sich äußerlich abspielt, und den Prozeß, der sich im menschlichen Organismus abspielt.

[ 2 ] Nun, diese beiden Prozesse rücken eben am nächsten zusammen da, wo es sich um die Wahrnehmung des Riecheris und des Schmeckens handelt. Sie sind für alles dasjenige, was die anderen Sinne angeht, weiter auseinandergerückt. Und wir haben zum Beispiel schon ziemlich weit auseinandergerückt das Sehen und die Verdauung, wobei ich unter der Verdauung im engeren Sinne jetzt das verstehe, was, ich möchte sagen, vorgeht zwischen dem Zerkauen der Speisen im Munde und ihrer Bearbeitung durch die Darmdrüsen. Also dieses Gebiet möchte ich eigentlich nur zur Verdauung rechnen, während ich das übrige schon rechnen muß zum Gebiet der Entleerung, sei es derjenigen in den Organismus, damit die Stoffe aufgenommen werden, sei es der Entleerung nach außen, zu dem, was ich als Ausscheidung bezeichnen möchte. Also dasjenige, was jenseits der Drüsen liegt, möchte ich schon als Ausscheidung bezeichnen.

[ 2 ] Nun, diese beiden Prozesse rücken eben am nächsten zusammen da, wo es sich um die Wahrnehmung des Riecheris und des Schmeckens handelt. Sie sind für alles dasjenige, was die anderen Sinne angeht, weiter auseinandergerückt. Und wir haben zum Beispiel schon ziemlich weit auseinandergerückt das Sehen und die Verdauung, wobei ich unter der Verdauung im engeren Sinne jetzt das verstehe, was, ich möchte sagen, vorgeht zwischen dem Zerkauen der Speisen im Munde und ihrer Bearbeitung durch die Darmdrüsen. Also dieses Gebiet möchte ich eigentlich nur zur Verdauung rechnen, während ich das übrige schon rechnen muß zum Gebiet der Entleerung, sei es derjenigen in den Organismus, damit die Stoffe aufgenommen werden, sei es der Entleerung nach außen, zu dem, was ich als Ausscheidung bezeichnen möchte. Also dasjenige, was jenseits der Drüsen liegt, möchte ich schon als Ausscheidung bezeichnen.

[ 3 ] Nun haben wir, wenn wir das Sehen ins Auge fassen, diejenigen Körper der Außenwelt vor uns, welche gewissermaßen das in sich verschließen, was im Riech- und im Geschmacksprozeß mehr an der Oberfläche liegt. Es ist das, was sich im Riechprozeß mehr aus der außermenschlichen Natur herausbegibt, damit es uns Menschen wahrnehmbar werde. Das verschließt sich in anderen Fällen innerhalb der Substanzen der außermenschlichen Natur, und wir schauen es dann an. Indem wir anschauen dasjenige, was sichtbar ist in seinen Formen und so weiter, haben wir eigentlich vor uns das gestaltende Prinzip außer uns, das sich im Riechprozesse eben nur substantiell offenbart. Ich möchte sagen, man sollte das Wesen, das sich im Riechen offenbart, hinausverfolgen in die Pflanzenwelt, in die Gesteinswelt und wird dann finden, daß dasselbe Prinzip, das im Riechen zum Vorscheine kommt, sich in den Gestaltungsprozessen draußen offenbart.

[ 3 ] Nun haben wir, wenn wir das Sehen ins Auge fassen, diejenigen Körper der Außenwelt vor uns, welche gewissermaßen das in sich verschließen, was im Riech- und im Geschmacksprozeß mehr an der Oberfläche liegt. Es ist das, was sich im Riechprozeß mehr aus der außermenschlichen Natur herausbegibt, damit es uns Menschen wahrnehmbar werde. Das verschließt sich in anderen Fällen innerhalb der Substanzen der außermenschlichen Natur, und wir schauen es dann an. Indem wir anschauen dasjenige, was sichtbar ist in seinen Formen und so weiter, haben wir eigentlich vor uns das gestaltende Prinzip außer uns, das sich im Riechprozesse eben nur substantiell offenbart. Ich möchte sagen, man sollte das Wesen, das sich im Riechen offenbart, hinausverfolgen in die Pflanzenwelt, in die Gesteinswelt und wird dann finden, daß dasselbe Prinzip, das im Riechen zum Vorscheine kommt, sich in den Gestaltungsprozessen draußen offenbart.

[ 4 ] Der entgegengesetzte Prozeß ist dann gerade der Verdauungsprozeß. Der eignet sich gewissermaßen dasjenige an, was im Schmecken sich offenbart. Der verbirgt wiederum im Organismus dasjenige, was sich im Schmecken offenbart. Es ist außerordentlich bedeutsam, darauf hinzuweisen, wie wir genötigt waren, die außermenschliche Natur bisher so zu beschreiben, wie sie mehr im Unbewußten liegt. Denn sehen Sie, diese Zusammenhänge, die wir konstatieren konnten aus dem ganzen Weltenall heraus, sind vorhanden in dem Menschen. Der Mensch ist dem Saturnischen, Jupiterhaften und so weiter zugeordnet. Aber diese Zuordnung verbirgt sich außerordentlich in den Tiefen der menschlichen Organisation, und man möchte sagen, wenn das vielleicht nicht für die heutige Denkweise zu anstößig ist: das Astronomische wird im Menschen das Allerunbewußteste, das wird im Menschen zu dem am meisten in dem Organismus zurückliegenden Prozesse.

[ 4 ] Der entgegengesetzte Prozeß ist dann gerade der Verdauungsprozeß. Der eignet sich gewissermaßen dasjenige an, was im Schmecken sich offenbart. Der verbirgt wiederum im Organismus dasjenige, was sich im Schmecken offenbart. Es ist außerordentlich bedeutsam, darauf hinzuweisen, wie wir genötigt waren, die außermenschliche Natur bisher so zu beschreiben, wie sie mehr im Unbewußten liegt. Denn sehen Sie, diese Zusammenhänge, die wir konstatieren konnten aus dem ganzen Weltenall heraus, sind vorhanden in dem Menschen. Der Mensch ist dem Saturnischen, Jupiterhaften und so weiter zugeordnet. Aber diese Zuordnung verbirgt sich außerordentlich in den Tiefen der menschlichen Organisation, und man möchte sagen, wenn das vielleicht nicht für die heutige Denkweise zu anstößig ist: das Astronomische wird im Menschen das Allerunbewußteste, das wird im Menschen zu dem am meisten in dem Organismus zurückliegenden Prozesse.

[ 5 ] Nun haben wir Organe, welche gewissermaßen innen diesen menschlichen Organismus in einer gewissen Weise wieder aufschließen. Und diese Organe, die den menschlichen Organismus in einer gewissen Weise wieder aufschließen, die bringen ihn mehr in Zusammenhang mit dem, was in der Nähe unserer Erde sich entwickelt, die bringen ihn mehr in Zusammenhang mit dem — aber jetzt in weitestem Sinne gedacht — Meteorologischen. Und wenn man sich im Heilprozesse nicht darauf beschränkt, bloß auf die Heilsubstanzen hinzuschauen, sondern eben die Heilvorgänge verfolgt, dann muß man auch den Blick werfen auf die Beziehungen, welche bestehen zwischen dem Menschen und dem eben im weitesten Sinne meteorologischen Prozesse.

[ 5 ] Nun haben wir Organe, welche gewissermaßen innen diesen menschlichen Organismus in einer gewissen Weise wieder aufschließen. Und diese Organe, die den menschlichen Organismus in einer gewissen Weise wieder aufschließen, die bringen ihn mehr in Zusammenhang mit dem, was in der Nähe unserer Erde sich entwickelt, die bringen ihn mehr in Zusammenhang mit dem — aber jetzt in weitestem Sinne gedacht — Meteorologischen. Und wenn man sich im Heilprozesse nicht darauf beschränkt, bloß auf die Heilsubstanzen hinzuschauen, sondern eben die Heilvorgänge verfolgt, dann muß man auch den Blick werfen auf die Beziehungen, welche bestehen zwischen dem Menschen und dem eben im weitesten Sinne meteorologischen Prozesse.

[ 6 ] Nun können wir im menschlichen Organismus schon dasjenige unterscheiden, was mehr dem Astronomischen, und dasjenige, was mehr dem Meteorologischen zugeordnet ist. Allerdings muß da eine feinere Beobachtungsmethode einsetzen. Es wird Ihnen zunächst etwas schockierend sein im ersten Augenblicke, wie diese Gliederung vorgenommen werden muß, aber Sie werden im Laufe der Zeit schon sehen, daß gerade diese Gliederung die beste Grundlage für das Heilen ist. Wir können im menschlichen Organismus, wenn wir diejenigen Organe ins Auge fassen, die sich dem Meteorologischen öffnen — ebenso, wie sich das mehr nach innen Gelegene dem Astronomischen zuneigt —, zu diesen Organen vor allen Dingen die Leber rechnen, alles dasjenige, was blasig wird, also was repräsentiert ist — und zwar in pathologischer Beziehung ist die Blase etwas außerordentlich Wichtiges — gerade in der Blase. So sonderbar das zunächst klingt, für die pathologische Betrachtung ist die Blase zu dem Allerwichtigsten gehörend. Weiter können wir ins Auge fassen die Lunge, die ja sich nach außen öffnet, indem sie die Atmung vermittelt. Dann in einer gewissen Beziehung müssen wir gerade zu den Organen, in denen sich der ganze Organismus nach außen, nach der Meteorologie öffnet — wenn Sie manches, was ich in der vorhergehenden Betrachtung gesagt habe, richtig auffassen, so werden Sie das ohne weiteres verstehen —, das Herz rechnen. Und zwar sind wirklich diese Organe ganz bestimmten meteorologischen Impulsen zugeordnet. Studiert kann das, was hier gemeint ist, nur werden, wenn man eingeht auf die ganze Beziehung des Menschen zu der umliegenden Welt, und namentlich auf die Beziehung der Tätigkeit des Menschen zu der umliegenden Welt.

[ 6 ] Nun können wir im menschlichen Organismus schon dasjenige unterscheiden, was mehr dem Astronomischen, und dasjenige, was mehr dem Meteorologischen zugeordnet ist. Allerdings muß da eine feinere Beobachtungsmethode einsetzen. Es wird Ihnen zunächst etwas schockierend sein im ersten Augenblicke, wie diese Gliederung vorgenommen werden muß, aber Sie werden im Laufe der Zeit schon sehen, daß gerade diese Gliederung die beste Grundlage für das Heilen ist. Wir können im menschlichen Organismus, wenn wir diejenigen Organe ins Auge fassen, die sich dem Meteorologischen öffnen — ebenso, wie sich das mehr nach innen Gelegene dem Astronomischen zuneigt —, zu diesen Organen vor allen Dingen die Leber rechnen, alles dasjenige, was blasig wird, also was repräsentiert ist — und zwar in pathologischer Beziehung ist die Blase etwas außerordentlich Wichtiges — gerade in der Blase. So sonderbar das zunächst klingt, für die pathologische Betrachtung ist die Blase zu dem Allerwichtigsten gehörend. Weiter können wir ins Auge fassen die Lunge, die ja sich nach außen öffnet, indem sie die Atmung vermittelt. Dann in einer gewissen Beziehung müssen wir gerade zu den Organen, in denen sich der ganze Organismus nach außen, nach der Meteorologie öffnet — wenn Sie manches, was ich in der vorhergehenden Betrachtung gesagt habe, richtig auffassen, so werden Sie das ohne weiteres verstehen —, das Herz rechnen. Und zwar sind wirklich diese Organe ganz bestimmten meteorologischen Impulsen zugeordnet. Studiert kann das, was hier gemeint ist, nur werden, wenn man eingeht auf die ganze Beziehung des Menschen zu der umliegenden Welt, und namentlich auf die Beziehung der Tätigkeit des Menschen zu der umliegenden Welt.

[ 7 ] Da möchte ich Sie vor allen Dingen einmal darauf hinweisen, daß Sie gründlich den Versuch machen, alles dasjenige, was Ihnen als Schädigungen des Herzens entgegentritt, zurückzuführen auf die gestörte menschliche Tätigkeit. Sie sollten einmal Untersuchungen darüber anstellen, wie anders sich die Herztätigkeit gestaltet bei einem Menschen, der, sagen wir, als Bauer seinen Acker bearbeitet und nicht viel von dieser Tätigkeit wegkommt, seinen Acker zu bearbeiten, und wie anders sich die Herztätigkeit gestaltet bei Menschen, die zum Beispiel zu ihrem Berufe viel Automobil fahren müssen oder auch nur viel Eisenbahn fahren müssen. Es wäre außerordentlich interessant, gerade darüber einmal tiefergehende Untersuchungen anzustellen. Denn Sie werden finden, daß die Inklination zu Herzkrankheiten im wesentlichen abhängig ist davon, ob der Mensch, während er durch ein äußeres Mittel bewegt ist, selber stillsitzt, also im Eisenbahnwagen oder im Auto sitzt und bewegt wird. Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert.

[ 7 ] Da möchte ich Sie vor allen Dingen einmal darauf hinweisen, daß Sie gründlich den Versuch machen, alles dasjenige, was Ihnen als Schädigungen des Herzens entgegentritt, zurückzuführen auf die gestörte menschliche Tätigkeit. Sie sollten einmal Untersuchungen darüber anstellen, wie anders sich die Herztätigkeit gestaltet bei einem Menschen, der, sagen wir, als Bauer seinen Acker bearbeitet und nicht viel von dieser Tätigkeit wegkommt, seinen Acker zu bearbeiten, und wie anders sich die Herztätigkeit gestaltet bei Menschen, die zum Beispiel zu ihrem Berufe viel Automobil fahren müssen oder auch nur viel Eisenbahn fahren müssen. Es wäre außerordentlich interessant, gerade darüber einmal tiefergehende Untersuchungen anzustellen. Denn Sie werden finden, daß die Inklination zu Herzkrankheiten im wesentlichen abhängig ist davon, ob der Mensch, während er durch ein äußeres Mittel bewegt ist, selber stillsitzt, also im Eisenbahnwagen oder im Auto sitzt und bewegt wird. Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert.

[ 8 ] Nun hängt alles dasjenige, was auf diese Weise in der Welt des Menschen spielt, zusammen mit der Art und Weise, wie er sich erwärmt. Und da sehen Sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwickelung im Lebensprozeß durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des menschlichen Herzens ist. Man müßte daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, hervorruft. Ich bin überzeugt davon, daß, wenn einmal vielleicht eineinhalb Jahrzehnte ins Land gegangen sein werden, man über diese Dinge kühler denken wird als heute, daß die Leute sagen werden: Es ist doch merkwürdig, wie durch die Eurythmie die Leute wiederum eine gesunde Herztätigkeit bekommen haben, weil das Eurythmisieren eben die durchseelte Eigenbewegung im wesentlichen reguliert und sie sogar gesetzmäßig reguliert. Daher wird es vielleicht nicht uneben sein, wenn man auch sagt, daß gerade von diesem Gesichtspunkte aus hingewiesen werden sollte auf jene gesundenden Übungen, die gerade aus dem Eurythmischen geholt werden können, wenn es sich um Unregelmäßigkeiten der Herzfunktionen handelt.

[ 8 ] Nun hängt alles dasjenige, was auf diese Weise in der Welt des Menschen spielt, zusammen mit der Art und Weise, wie er sich erwärmt. Und da sehen Sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwickelung im Lebensprozeß durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des menschlichen Herzens ist. Man müßte daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, hervorruft. Ich bin überzeugt davon, daß, wenn einmal vielleicht eineinhalb Jahrzehnte ins Land gegangen sein werden, man über diese Dinge kühler denken wird als heute, daß die Leute sagen werden: Es ist doch merkwürdig, wie durch die Eurythmie die Leute wiederum eine gesunde Herztätigkeit bekommen haben, weil das Eurythmisieren eben die durchseelte Eigenbewegung im wesentlichen reguliert und sie sogar gesetzmäßig reguliert. Daher wird es vielleicht nicht uneben sein, wenn man auch sagt, daß gerade von diesem Gesichtspunkte aus hingewiesen werden sollte auf jene gesundenden Übungen, die gerade aus dem Eurythmischen geholt werden können, wenn es sich um Unregelmäßigkeiten der Herzfunktionen handelt.

[ 9 ] Dann kommen wir zu all dem, was sich mehr durch geringe Blasenwirkungen im menschlichen Organismus äußert. Nun wird Ihnen vielleicht das, was ich gerade in dieser Beziehung sage, etwas laienhaft erscheinen. Es ist aber nicht laienhaft. Es ist, wie ich auch da sagen kann, wissenschaftlicher als dasjenige, was heute wissenschaftlich genannt wird. Die Blase ist eigentlich im wesentlichen ein Zugmittel. Sie wirkt, ich möchte sagen, als Aushöhlung im menschlichen Organismus, sie zieht. Sie ist im Grunde genommen davon abhängig, daß der menschliche Organismus an dieser Stelle ausgehöhlt ist. Es ist geradeso eine Wirkung der Blase zum übrigen Organismus, wie sie ausgeht von einer Gaskugel im Wasser drinnen. Wenn Sie eine Gaskugel, also eine Kugel aus verdünnter Substanz, allseitig vom Wasser umschlossen haben, also von einer dichteren Substanz, so ist diese Wirkung, die ausgeht von dieser verdünnten Kugel, ähnlich der Wirkung der ganzen Blase auf den menschlichen Organismus. Das macht, daß der Mensch mit Bezug auf all dasjenige, was die Blase bewirken soll, sich stört, wenn er wenig Gelegenheit hat, Innenbewegungen richtig zu vollziehen, wenn er also, ich will sagen, nicht die richtige Sorgfalt verwendet auf das Essen selber, wenn er schlingt, statt zu kauen, und dadurch den ganzen Verdauungsvorgang stört, wenn er nicht das richtige Maß von Ruhe und Bewegung einhält während des Verdauungsvorganges selber und so weiter. Alles dasjenige, was innerlich die innere Beweglichkeit stört, das stört auch das, was man nennen könnte das Blasenleben. Nicht wahr, der Mensch ist so, daß Sie ihm allenfalls noch verordnen können irgendeine beseelte Bewegung, wenn Sie bei ihm Unregelmäßigkeiten im Herzen vermuten, aber er nimmt nicht gerne etwas an, wenn Sie veranlassen wollen, seine innere Bewegung zu regulieren, da ja das in seinen Gewohnheiten liegt. Sie werden aber da sofort zurecht kommen, wenn Sie versuchen, einen Menschen, der nicht geneigt ist, sagen wir, dem Körper die nötige Ruhe zu lassen, indem er schlingt oder indem er sonst irgendwie seine Verdauung stört, ich möchte sagen, meteorologisch zu heilen, das heißt, in eine Luft zu bringen, die sauerstoffreicher ist, in der er mehr atmen muß, in der er also auf den Atmungsprozeß unbewußt größere Sorgfalt verwenden muß. Dann geht diese Regulierung des Atmungsprozesses über auf die Regulierung des übrigen organischen Prozesses, und Sie werden finden, daß, wenn Sie entweder künstlich oder besser natürlich den Menschen, der unter solchen unregelmäßigen Funktionen der Blase leidet, in andere Luft bringen, die sauerstoffreicher ist, dann ein gewisser Ausgleich einfach durch diese Änderung der Lebensweise herbeigeführt wird.

[ 9 ] Dann kommen wir zu all dem, was sich mehr durch geringe Blasenwirkungen im menschlichen Organismus äußert. Nun wird Ihnen vielleicht das, was ich gerade in dieser Beziehung sage, etwas laienhaft erscheinen. Es ist aber nicht laienhaft. Es ist, wie ich auch da sagen kann, wissenschaftlicher als dasjenige, was heute wissenschaftlich genannt wird. Die Blase ist eigentlich im wesentlichen ein Zugmittel. Sie wirkt, ich möchte sagen, als Aushöhlung im menschlichen Organismus, sie zieht. Sie ist im Grunde genommen davon abhängig, daß der menschliche Organismus an dieser Stelle ausgehöhlt ist. Es ist geradeso eine Wirkung der Blase zum übrigen Organismus, wie sie ausgeht von einer Gaskugel im Wasser drinnen. Wenn Sie eine Gaskugel, also eine Kugel aus verdünnter Substanz, allseitig vom Wasser umschlossen haben, also von einer dichteren Substanz, so ist diese Wirkung, die ausgeht von dieser verdünnten Kugel, ähnlich der Wirkung der ganzen Blase auf den menschlichen Organismus. Das macht, daß der Mensch mit Bezug auf all dasjenige, was die Blase bewirken soll, sich stört, wenn er wenig Gelegenheit hat, Innenbewegungen richtig zu vollziehen, wenn er also, ich will sagen, nicht die richtige Sorgfalt verwendet auf das Essen selber, wenn er schlingt, statt zu kauen, und dadurch den ganzen Verdauungsvorgang stört, wenn er nicht das richtige Maß von Ruhe und Bewegung einhält während des Verdauungsvorganges selber und so weiter. Alles dasjenige, was innerlich die innere Beweglichkeit stört, das stört auch das, was man nennen könnte das Blasenleben. Nicht wahr, der Mensch ist so, daß Sie ihm allenfalls noch verordnen können irgendeine beseelte Bewegung, wenn Sie bei ihm Unregelmäßigkeiten im Herzen vermuten, aber er nimmt nicht gerne etwas an, wenn Sie veranlassen wollen, seine innere Bewegung zu regulieren, da ja das in seinen Gewohnheiten liegt. Sie werden aber da sofort zurecht kommen, wenn Sie versuchen, einen Menschen, der nicht geneigt ist, sagen wir, dem Körper die nötige Ruhe zu lassen, indem er schlingt oder indem er sonst irgendwie seine Verdauung stört, ich möchte sagen, meteorologisch zu heilen, das heißt, in eine Luft zu bringen, die sauerstoffreicher ist, in der er mehr atmen muß, in der er also auf den Atmungsprozeß unbewußt größere Sorgfalt verwenden muß. Dann geht diese Regulierung des Atmungsprozesses über auf die Regulierung des übrigen organischen Prozesses, und Sie werden finden, daß, wenn Sie entweder künstlich oder besser natürlich den Menschen, der unter solchen unregelmäßigen Funktionen der Blase leidet, in andere Luft bringen, die sauerstoffreicher ist, dann ein gewisser Ausgleich einfach durch diese Änderung der Lebensweise herbeigeführt wird.

[ 10 ] Besonders wichtig ist zu beachten das dritte Organ, welches mit der äußeren Meteorologie im weitesten Sinne zusammenhängt, das ist die Leber. Wenn sie sich auch scheinbar abschließt im menschlichen Organismus, so ist sie:doch im hohen Grade der Außenwelt zugeordnet. Und zwar können Sie diese Zuordnung zu der Außenwelt dadurch konstatieren, daß Sie gewissermaßen das Leberbefinden immer abhängig finden werden von der Wasserbeschaffenheit eines Ortes. Eigentlich müßte immer die Wasserbeschaffenheit eines Ortes studiert werden, um das Leberbefinden der Menschen, die diesen Ort bewohnen, richtig ins Auge fassen zu können. Es ist fördernd für die Entwickelung der Leber das Schmecken, was gleichbedeutend wäre, wenn es im Überflusse geschähe, mit der Entartung der Leber; es ist gleichbedeutend mit der Entartung der Leber ein im Menschen zu großes, zu stark vorhandenes Genießen. Das innerliche Genießen, ich möchte sagen, die Fortsetzung desjenigen, was sich auf den Gaumen und die Zunge beschränken sollte, das, was das Angenehm-, Sympathisch- oder auch Unsympathisch-, Unangenehm-Empfinden der Speisen mehr fortsetzt in das Innere, ist dasjenige, was zur Leberentartung führt. Und daher ist es notwendig, daß man auf dieses sieht und daß man den Versuch macht, Menschen, welche irgendwelche Schädigungen im Leberleben haben, was ja oftmals sehr schwer zu konstatieren ist, daran zu gewöhnen, den Geschmack zu studieren, am Geschmack selber als solchem etwas zu finden. Es wird außerordentlich schwierig sein, die innere Beziehung des Leberlebens zur Beschaffenheit des Wassers an irgendeinem Orte selber gründlicher zu studieren, weil die Abhängigkeiten außerordentlich feine sind und man zum Beispiel darauf Rücksicht zu nehmen hat, daß in Orten, wo, sagen wir, das Wasser sehr kalkhaltig ist, eben andere Leberleiden sich entwickeln als in Orten, wo das Wasser weniger kalkhaltig ist. Man wird eben gut tun, darauf zu achten und immer sein Augenmerk darauf zu richten, daß das Leberleben gefördert wird dadurch, daß man möglichst doch den Kalk fernhält von dem Wasser. Natürlich, man muß dann Mittel und Wege finden, um das zu vollziehen.

[ 10 ] Besonders wichtig ist zu beachten das dritte Organ, welches mit der äußeren Meteorologie im weitesten Sinne zusammenhängt, das ist die Leber. Wenn sie sich auch scheinbar abschließt im menschlichen Organismus, so ist sie:doch im hohen Grade der Außenwelt zugeordnet. Und zwar können Sie diese Zuordnung zu der Außenwelt dadurch konstatieren, daß Sie gewissermaßen das Leberbefinden immer abhängig finden werden von der Wasserbeschaffenheit eines Ortes. Eigentlich müßte immer die Wasserbeschaffenheit eines Ortes studiert werden, um das Leberbefinden der Menschen, die diesen Ort bewohnen, richtig ins Auge fassen zu können. Es ist fördernd für die Entwickelung der Leber das Schmecken, was gleichbedeutend wäre, wenn es im Überflusse geschähe, mit der Entartung der Leber; es ist gleichbedeutend mit der Entartung der Leber ein im Menschen zu großes, zu stark vorhandenes Genießen. Das innerliche Genießen, ich möchte sagen, die Fortsetzung desjenigen, was sich auf den Gaumen und die Zunge beschränken sollte, das, was das Angenehm-, Sympathisch- oder auch Unsympathisch-, Unangenehm-Empfinden der Speisen mehr fortsetzt in das Innere, ist dasjenige, was zur Leberentartung führt. Und daher ist es notwendig, daß man auf dieses sieht und daß man den Versuch macht, Menschen, welche irgendwelche Schädigungen im Leberleben haben, was ja oftmals sehr schwer zu konstatieren ist, daran zu gewöhnen, den Geschmack zu studieren, am Geschmack selber als solchem etwas zu finden. Es wird außerordentlich schwierig sein, die innere Beziehung des Leberlebens zur Beschaffenheit des Wassers an irgendeinem Orte selber gründlicher zu studieren, weil die Abhängigkeiten außerordentlich feine sind und man zum Beispiel darauf Rücksicht zu nehmen hat, daß in Orten, wo, sagen wir, das Wasser sehr kalkhaltig ist, eben andere Leberleiden sich entwickeln als in Orten, wo das Wasser weniger kalkhaltig ist. Man wird eben gut tun, darauf zu achten und immer sein Augenmerk darauf zu richten, daß das Leberleben gefördert wird dadurch, daß man möglichst doch den Kalk fernhält von dem Wasser. Natürlich, man muß dann Mittel und Wege finden, um das zu vollziehen.

[ 11 ] Innig zusammenhängend ist das Lungenleben mit all dem, was nun der Ort einfach durch seine Erden-Konfiguration bietet, ob wir es zu tun haben mit einer Gegend, in der zum Beispiel wie in der hiesigen Gegend sehr viel Kalkboden ist, oder ob wir es zu tun haben mit einer Gegend, wo viel Kieselboden ist, wo also Urgebirge ist. Danach ist immer, und zwar bis in hohe Grade, verschieden das menschliche Lungenleben, denn die Lunge ist wesentlich abhängig von der festen Bodenbeschaffenheit des Ortes. Zu den ersten Aufgaben des Arztes, der sich in irgendeiner Gegend niederläßt, würde es eigentlich gehören, die Geologie dieser Gegend gründlich zu studieren. Das Studium der Geologie dieser Gegend ist eigentlich eins und dasselbe mit dem Studium der Lungen der betreffenden Gegend. Und man wird sich klar sein müssen darüber, daß das ziemlich Ungünstigste ist, wenn die Lunge ganz und gar sich nicht anpassen kann an die Umgebung.

[ 11 ] Innig zusammenhängend ist das Lungenleben mit all dem, was nun der Ort einfach durch seine Erden-Konfiguration bietet, ob wir es zu tun haben mit einer Gegend, in der zum Beispiel wie in der hiesigen Gegend sehr viel Kalkboden ist, oder ob wir es zu tun haben mit einer Gegend, wo viel Kieselboden ist, wo also Urgebirge ist. Danach ist immer, und zwar bis in hohe Grade, verschieden das menschliche Lungenleben, denn die Lunge ist wesentlich abhängig von der festen Bodenbeschaffenheit des Ortes. Zu den ersten Aufgaben des Arztes, der sich in irgendeiner Gegend niederläßt, würde es eigentlich gehören, die Geologie dieser Gegend gründlich zu studieren. Das Studium der Geologie dieser Gegend ist eigentlich eins und dasselbe mit dem Studium der Lungen der betreffenden Gegend. Und man wird sich klar sein müssen darüber, daß das ziemlich Ungünstigste ist, wenn die Lunge ganz und gar sich nicht anpassen kann an die Umgebung.

[ 12 ] Nun müssen Sie das, was ich in dieser Beziehung sage, nur ja nicht mißverstehen. Ich meine, indem ich diese Abhängigkeit konstatiere der Lunge und der Umgebung, damit den inneren Bau der Lunge, ich meine nicht die Atmung. Selbstverständlich ist dann die Atmung wiederum abhängig von dem durch den inneren Bau bedingten guten oder schlechten Funktionieren. Aber ich meine jetzt mit dieser Abhängigkeit den inneren Bau der Lunge. Ob sie zu einer Verkrustung oder ob sie zur Verschleimung oder dergleichen neigt, das ist im wesentlichen abhängig von dem, wie die Umgebung ist. Dann aber auch ist gerade die Lunge sehr abhängig von der körperlichen Arbeit, und sie wird ganz gewiß geschädigt, wenn der Mensch bis zur Übermüdung körperliche Arbeit verrichten muß.

[ 12 ] Nun müssen Sie das, was ich in dieser Beziehung sage, nur ja nicht mißverstehen. Ich meine, indem ich diese Abhängigkeit konstatiere der Lunge und der Umgebung, damit den inneren Bau der Lunge, ich meine nicht die Atmung. Selbstverständlich ist dann die Atmung wiederum abhängig von dem durch den inneren Bau bedingten guten oder schlechten Funktionieren. Aber ich meine jetzt mit dieser Abhängigkeit den inneren Bau der Lunge. Ob sie zu einer Verkrustung oder ob sie zur Verschleimung oder dergleichen neigt, das ist im wesentlichen abhängig von dem, wie die Umgebung ist. Dann aber auch ist gerade die Lunge sehr abhängig von der körperlichen Arbeit, und sie wird ganz gewiß geschädigt, wenn der Mensch bis zur Übermüdung körperliche Arbeit verrichten muß.

[ 13 ] Das sind Zusammenhänge, die uns im weitesten Sinne führen zu den Abhängigkeiten derjenigen Organe, die wie Lunge, Leber, Blase und Herz von den inneren Organen nach außen, nach dem Meteorologischen aufgeschlossen sind. Es wird daher immer der Versuch gemacht werden müssen, wenn Erkrankungen dieser Organe vorliegen, auf physikalischem Wege zur Heilung etwas zu erreichen. Denn dasjenige, was auf physikalischem Wege dann erreicht wird, wenn Erkrankungen dieser Organe vorliegen, das ist, ich möchte sagen, in einer gewissen Weise dauernd. Und wenn man konstatiert hat, daß jemand, der zu irgendwelcher Lungenschwäche neigt, für eine bestimmte Gegend gar nicht paßt und man ihn veranlaßt hat, seinen Wohnsitz in einer anderen Gegend, zu der er mehr paßt, zu nehmen, dann hat man ihm eigentlich das Allerbeste getan, wie oftmals gerade für diejenigen Organe, die oberhalb der Lunge liegen, durch die völlige Veränderung des Wohnsitzes und der Lebensweise das Außerordentlichste getan wird. Man kann verhältnismäßig wenig tun für dasjenige, was unterhalb des Herzens liegt, durch Änderung der Wohnsitze und der Lebensweise, aber man kann außerordentlich viel tun für alles dasjenige, was in der Lunge und oberhalb der Lunge liegt durch solche Änderungen des Wohnsitzes und der Lebensweise. Natürlich muß man sich aber dann völlig klar sein, daß im Organismus alles in Wechselwirkung ist und daß man sich, wenn irgend etwas vorliegt, eine Anschauung verschaffen muß darüber, ob eben nicht eine geheime Wechselwirkung vorliegt. Wenn man zum Beispiel eine Entartung der Herzgefäße findet, so muß man sich die Frage vorlegen, ob nicht gerade die Neigung zur Lungenentartung vorliegt und ob man nicht die Krankheit wird anfassen müssen von dieser Neigung zur Lungenentartung aus.

[ 13 ] Das sind Zusammenhänge, die uns im weitesten Sinne führen zu den Abhängigkeiten derjenigen Organe, die wie Lunge, Leber, Blase und Herz von den inneren Organen nach außen, nach dem Meteorologischen aufgeschlossen sind. Es wird daher immer der Versuch gemacht werden müssen, wenn Erkrankungen dieser Organe vorliegen, auf physikalischem Wege zur Heilung etwas zu erreichen. Denn dasjenige, was auf physikalischem Wege dann erreicht wird, wenn Erkrankungen dieser Organe vorliegen, das ist, ich möchte sagen, in einer gewissen Weise dauernd. Und wenn man konstatiert hat, daß jemand, der zu irgendwelcher Lungenschwäche neigt, für eine bestimmte Gegend gar nicht paßt und man ihn veranlaßt hat, seinen Wohnsitz in einer anderen Gegend, zu der er mehr paßt, zu nehmen, dann hat man ihm eigentlich das Allerbeste getan, wie oftmals gerade für diejenigen Organe, die oberhalb der Lunge liegen, durch die völlige Veränderung des Wohnsitzes und der Lebensweise das Außerordentlichste getan wird. Man kann verhältnismäßig wenig tun für dasjenige, was unterhalb des Herzens liegt, durch Änderung der Wohnsitze und der Lebensweise, aber man kann außerordentlich viel tun für alles dasjenige, was in der Lunge und oberhalb der Lunge liegt durch solche Änderungen des Wohnsitzes und der Lebensweise. Natürlich muß man sich aber dann völlig klar sein, daß im Organismus alles in Wechselwirkung ist und daß man sich, wenn irgend etwas vorliegt, eine Anschauung verschaffen muß darüber, ob eben nicht eine geheime Wechselwirkung vorliegt. Wenn man zum Beispiel eine Entartung der Herzgefäße findet, so muß man sich die Frage vorlegen, ob nicht gerade die Neigung zur Lungenentartung vorliegt und ob man nicht die Krankheit wird anfassen müssen von dieser Neigung zur Lungenentartung aus.

[ 14 ] Damit ist wenigstens hingedeutet auf alles dasjenige, was Beziehungen des Menschen darstellt zu dem Meteorologischen. Hinter dem Meteorologischen liegt in der Außenwelt, gleichsam zugedeckt für uns durch das Meteorologische, erst das Astronomische, und im Innern des Menschen auch das Astronomische. Was nun hinter alledem, was Sie feststellen können an Meteorologischem, im Innern und im Äußeren des Menschen liegt — denn das Meteorologische im Innern des Menschen erschöpft sich in dem Lungenhaften, Leberhaften, Blasenhaften und Herzhaften, in der Außenwelt erschöpft es sich in der festen Erde, in dem Luftartigen, in dem Wässerigen und in dem Wärmehaften —, das sind die Gestaltungsprozesse im Pflanzlichen und im Mineralischen, und diesen Gestaltungsprozessen im Pflanzlichen und im Mineralischen, die dem Außertellurischen, dem Astronomischen so nahestehen, ist immer gewissermaßen polarisch entgegengesetzt dasjenige, was beim Menschen hinter diesem meteorologischen Prozesse liegt, was also mehr nach innen gelegen ist als die vier genannten Organsysteme. Weil nicht so nahe liegt die Beziehung desjenigen, was da äußerlich in Pflanze und Stein ist, zu dem, was hinter Lunge, Leber und so weiter im Menschen liegt, deshalb ist das Studium der Heilungsprozesse, die aus diesem Gebiete stammen, natürlich wesentlich schwieriger. Aber man findet einen rationellen Weg eben dadurch, daß man sich klarmacht, daß in einer gewissen Weise der Mensch immer die Tendenz im Innern hat, die organische Tendenz, das Entgegengesetzte irgendwo von dem auszuführen, was äußerlich geschieht.

[ 14 ] Damit ist wenigstens hingedeutet auf alles dasjenige, was Beziehungen des Menschen darstellt zu dem Meteorologischen. Hinter dem Meteorologischen liegt in der Außenwelt, gleichsam zugedeckt für uns durch das Meteorologische, erst das Astronomische, und im Innern des Menschen auch das Astronomische. Was nun hinter alledem, was Sie feststellen können an Meteorologischem, im Innern und im Äußeren des Menschen liegt — denn das Meteorologische im Innern des Menschen erschöpft sich in dem Lungenhaften, Leberhaften, Blasenhaften und Herzhaften, in der Außenwelt erschöpft es sich in der festen Erde, in dem Luftartigen, in dem Wässerigen und in dem Wärmehaften —, das sind die Gestaltungsprozesse im Pflanzlichen und im Mineralischen, und diesen Gestaltungsprozessen im Pflanzlichen und im Mineralischen, die dem Außertellurischen, dem Astronomischen so nahestehen, ist immer gewissermaßen polarisch entgegengesetzt dasjenige, was beim Menschen hinter diesem meteorologischen Prozesse liegt, was also mehr nach innen gelegen ist als die vier genannten Organsysteme. Weil nicht so nahe liegt die Beziehung desjenigen, was da äußerlich in Pflanze und Stein ist, zu dem, was hinter Lunge, Leber und so weiter im Menschen liegt, deshalb ist das Studium der Heilungsprozesse, die aus diesem Gebiete stammen, natürlich wesentlich schwieriger. Aber man findet einen rationellen Weg eben dadurch, daß man sich klarmacht, daß in einer gewissen Weise der Mensch immer die Tendenz im Innern hat, die organische Tendenz, das Entgegengesetzte irgendwo von dem auszuführen, was äußerlich geschieht.

[ 15 ] Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Nehmen wir das Beispiel der Kieselsäureprozesse. Kieselsäureprozesse vollziehen sich nun erstens ganz auffällig überall da, wo sich eben Silikate bilden, wo sich Quarze und ähnliche Gesteine bilden. Diese Prozesse, die sich da abspielen, haben ihr Gegenbild im menschlichen Organismus. Aber diese Prozesse liegen auch noch gewissen Vorgängen zugrunde, die leider heute noch viel zu wenig beachtet werden, in der Ackererde und in alledem, was da geschieht zwischen der Ackererde, zwischen der Erde überhaupt, die ja kieselig ist, und denjenigen Organen, die sich von den Pflanzen aus in die Erde hineinversenken, den wurzelhaften Organen. Und alles dasjenige, was wir aus dem Pflanzlichen gewinnen, indem wir die Asche nehmen, steht wiederum in inniger Verwandtschaft mit diesem Kieselprozeß im Äußeren.

[ 15 ] Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Nehmen wir das Beispiel der Kieselsäureprozesse. Kieselsäureprozesse vollziehen sich nun erstens ganz auffällig überall da, wo sich eben Silikate bilden, wo sich Quarze und ähnliche Gesteine bilden. Diese Prozesse, die sich da abspielen, haben ihr Gegenbild im menschlichen Organismus. Aber diese Prozesse liegen auch noch gewissen Vorgängen zugrunde, die leider heute noch viel zu wenig beachtet werden, in der Ackererde und in alledem, was da geschieht zwischen der Ackererde, zwischen der Erde überhaupt, die ja kieselig ist, und denjenigen Organen, die sich von den Pflanzen aus in die Erde hineinversenken, den wurzelhaften Organen. Und alles dasjenige, was wir aus dem Pflanzlichen gewinnen, indem wir die Asche nehmen, steht wiederum in inniger Verwandtschaft mit diesem Kieselprozeß im Äußeren.

[ 16 ] Nun hat aber dieser Kieselprozeß im Äußeren sein Gegenbild im menschlichen Innern. Und zwar hat er sein Gegenbild in denjenigen Organen, welche, wenn ich mich so ausdrücken darf, oberhalb der Herztätigkeit nach der Lungentätigkeit zu liegen, aber der innerorganischen Bildungstätigkeit, also derjenigen Tätigkeit, die die Lunge bildet und nach dem Kopfe zu liegt. Da drinnen, in alledem, was also sich abspielt, wenn ich so sagen darf, oberhalb der Herztätigkeit, liegt der polarische Gegensatz zu dem ganzen Verkieselungsprozeß in der äußeren Welt. Dieser innerlich organische Prozeß besteht im wesentlichen darinnen, daß in hohem Maße ausgeführt wird, was ich schon angedeutet habe in den verflossenen Vorträgen, daß — wenn ich den Ausdruck wieder gebrauchen darf — homöopathisiert wird der Verkieselungsprozeß der Außenwelt. Können Sie daher finden, daß irgendein Krankheitsbild darauf hinweist, daß die Sitze der Erkrankung oberhalb der Herztätigkeit liegen — grob werden sie sich Ihnen ja dadurch enthüllen, daß zum Beispiel Lungensekretion sehr stark vorliegt, aber nicht weniger zeigt es sich bei der Meningitis und Pseudomeningitis —, dann kann natürlich das, was da vorliegt, zu allen möglichen anderen Störungen im Organismus führen. Denn diese Störungen in der Lunge wirken, weil im Organismus alles wechselweise ist, auf die Störungen der Herzgefäße. Die Störungen, die auftreten können einerseits in der Neigung zu entzündlichen Zuständen im Gehirn, können unterbleiben als entzündliche Zustände, können aber auftreten als entzündliche Zustände in den Verdauungsorganen oder in dem, was mit den Verdauungsorganen zusammenhängt. Und es handelt sich dann darum, zu wissen, wo eigentlich der Ausgangspunkt liegt. Nun, darüber kann ja noch gesprochen werden. Aber in allen diesen Fällen wird es sich darum handeln, in den Organismus so etwas hineinzubringen, was die äußeren Kieselwirkungen im höchsten Maße verdünnt. Wenn Sie gerade diesen Zusammenhang sich recht vor Augen führen, so ist er ein außerordentlich charakteristischer, ein außerordentlich wichtiger Zusammenhang. Er zeigt Ihnen zugleich, daß es notwendig ist, diese in der Natur ja so wichtigen Kieselprozesse dann umzuformen durch das Zersprengen, Zerteilen, Zerreiben, wenn direkt etwas vorliegt, was man beobachten kann in den oberen Körperpartien. Wenn durch Wechselwirkung entstandene Schädigungen in den unteren Körperpartien entstehen, wie zum Beispiel im Herzen selber, dann wird unter Umständen der Prozeß, der schon eingeleitet ist durch diejenigen Pflanzen, welche die Kieselsäure sehr stark enthalten, benützt werden können, um durch Umformung oder direktes Benützen solcher Pflanzen Heilprozesse hervorzurufen. Bei allen Pflanzen, welche Kieseliges enthalten, sollte man sorgfältig untersuchen, inwiefern sie auf den menschlichen Organismus, auf alle Vorgänge, die unterhalb des Herzens sich abspielen, wirken, natürlich aber zurückwirken auf den anderen Organismus.

[ 16 ] Nun hat aber dieser Kieselprozeß im Äußeren sein Gegenbild im menschlichen Innern. Und zwar hat er sein Gegenbild in denjenigen Organen, welche, wenn ich mich so ausdrücken darf, oberhalb der Herztätigkeit nach der Lungentätigkeit zu liegen, aber der innerorganischen Bildungstätigkeit, also derjenigen Tätigkeit, die die Lunge bildet und nach dem Kopfe zu liegt. Da drinnen, in alledem, was also sich abspielt, wenn ich so sagen darf, oberhalb der Herztätigkeit, liegt der polarische Gegensatz zu dem ganzen Verkieselungsprozeß in der äußeren Welt. Dieser innerlich organische Prozeß besteht im wesentlichen darinnen, daß in hohem Maße ausgeführt wird, was ich schon angedeutet habe in den verflossenen Vorträgen, daß — wenn ich den Ausdruck wieder gebrauchen darf — homöopathisiert wird der Verkieselungsprozeß der Außenwelt. Können Sie daher finden, daß irgendein Krankheitsbild darauf hinweist, daß die Sitze der Erkrankung oberhalb der Herztätigkeit liegen — grob werden sie sich Ihnen ja dadurch enthüllen, daß zum Beispiel Lungensekretion sehr stark vorliegt, aber nicht weniger zeigt es sich bei der Meningitis und Pseudomeningitis —, dann kann natürlich das, was da vorliegt, zu allen möglichen anderen Störungen im Organismus führen. Denn diese Störungen in der Lunge wirken, weil im Organismus alles wechselweise ist, auf die Störungen der Herzgefäße. Die Störungen, die auftreten können einerseits in der Neigung zu entzündlichen Zuständen im Gehirn, können unterbleiben als entzündliche Zustände, können aber auftreten als entzündliche Zustände in den Verdauungsorganen oder in dem, was mit den Verdauungsorganen zusammenhängt. Und es handelt sich dann darum, zu wissen, wo eigentlich der Ausgangspunkt liegt. Nun, darüber kann ja noch gesprochen werden. Aber in allen diesen Fällen wird es sich darum handeln, in den Organismus so etwas hineinzubringen, was die äußeren Kieselwirkungen im höchsten Maße verdünnt. Wenn Sie gerade diesen Zusammenhang sich recht vor Augen führen, so ist er ein außerordentlich charakteristischer, ein außerordentlich wichtiger Zusammenhang. Er zeigt Ihnen zugleich, daß es notwendig ist, diese in der Natur ja so wichtigen Kieselprozesse dann umzuformen durch das Zersprengen, Zerteilen, Zerreiben, wenn direkt etwas vorliegt, was man beobachten kann in den oberen Körperpartien. Wenn durch Wechselwirkung entstandene Schädigungen in den unteren Körperpartien entstehen, wie zum Beispiel im Herzen selber, dann wird unter Umständen der Prozeß, der schon eingeleitet ist durch diejenigen Pflanzen, welche die Kieselsäure sehr stark enthalten, benützt werden können, um durch Umformung oder direktes Benützen solcher Pflanzen Heilprozesse hervorzurufen. Bei allen Pflanzen, welche Kieseliges enthalten, sollte man sorgfältig untersuchen, inwiefern sie auf den menschlichen Organismus, auf alle Vorgänge, die unterhalb des Herzens sich abspielen, wirken, natürlich aber zurückwirken auf den anderen Organismus.

[ 17 ] Das ganz Entgegengesetzte der Verkieselung, das ist enthalten in alledem, was wir in der außermenschlichen Natur nennen wollen den Prozeß der Kohlensäurebildung. Der Prozeß der Kohlensäurebildung ist gewissermaßen der polarische Gegensatz der Kieselsäurebildung. Daher ist es so notwendig, den Prozeß der Kohlensäurebildung beim Heilen zu verfolgen für alles dasjenige, was jetzt im Organismus entgegenliegt dem, was ich eben charakterisiert habe, für alles dasjenige, was im weitesten Umkreise mit der Verdauung zu tun hat, aber auch seinen Ausgangspunkt, seinen Quell im Verdauungssystem selber hat. So daß man mit irgendwelchen Kohlensäureverbindungen, namentlich dann, wenn man sie braucht in der Art, wie sie die Natur selbst gebildet hat, wenn man sie eben durch die Pflanze gewinnt, bei diesen Formen von Krankheiten außerordentlich gut zurecht kommt.

[ 17 ] Das ganz Entgegengesetzte der Verkieselung, das ist enthalten in alledem, was wir in der außermenschlichen Natur nennen wollen den Prozeß der Kohlensäurebildung. Der Prozeß der Kohlensäurebildung ist gewissermaßen der polarische Gegensatz der Kieselsäurebildung. Daher ist es so notwendig, den Prozeß der Kohlensäurebildung beim Heilen zu verfolgen für alles dasjenige, was jetzt im Organismus entgegenliegt dem, was ich eben charakterisiert habe, für alles dasjenige, was im weitesten Umkreise mit der Verdauung zu tun hat, aber auch seinen Ausgangspunkt, seinen Quell im Verdauungssystem selber hat. So daß man mit irgendwelchen Kohlensäureverbindungen, namentlich dann, wenn man sie braucht in der Art, wie sie die Natur selbst gebildet hat, wenn man sie eben durch die Pflanze gewinnt, bei diesen Formen von Krankheiten außerordentlich gut zurecht kommt.

[ 18 ] Nun ist es aber sehr wichtig, da einen gewissen Zusammenhang zu beachten. Wenn Sie zunächst die Substanzen nach dem verfolgen, was sie im Riechen und Schmecken darbieten — und das Riechen weist uns ja nur hinaus auf die übrige sichtbare Welt, das Schmecken hinein nach dem, was verborgen im Organismus liegt —, wenn Sie die Verdauung danach beachten, so werden Sie sich sagen: Für dasjenige, was sich abspielt im Beginne des Verdauungsprozesses, fließen so die Substanzen ineinander, sie vermischen sich. Im Verlaufe aber des organischen Prozesses hat es der Mensch zu tun mit dem Wiederscheiden des Zusammengeflossenen, mit dem Wiederauseinanderbringen nicht so sehr des Substantiellen als des Prozessualen. Und dieses Auseinanderbringen, dieses Wiederscheiden des in der Nahrungsaufnahme Zusammengekommenen, gehört eigentlich sehr stark zu den Aufgaben des Organismus. Zunächst hat der Organismus es zu tun mit einer Hauptscheidung des Zusammengekommenen, nämlich auf der einen Seite nach der Ausscheidung alles desjenigen, was eben durch den Darm ausgeschieden werden soll, und nach der Ausscheidung alles desjenigen, was durch den Urin ausgeschieden werden soll.

[ 18 ] Nun ist es aber sehr wichtig, da einen gewissen Zusammenhang zu beachten. Wenn Sie zunächst die Substanzen nach dem verfolgen, was sie im Riechen und Schmecken darbieten — und das Riechen weist uns ja nur hinaus auf die übrige sichtbare Welt, das Schmecken hinein nach dem, was verborgen im Organismus liegt —, wenn Sie die Verdauung danach beachten, so werden Sie sich sagen: Für dasjenige, was sich abspielt im Beginne des Verdauungsprozesses, fließen so die Substanzen ineinander, sie vermischen sich. Im Verlaufe aber des organischen Prozesses hat es der Mensch zu tun mit dem Wiederscheiden des Zusammengeflossenen, mit dem Wiederauseinanderbringen nicht so sehr des Substantiellen als des Prozessualen. Und dieses Auseinanderbringen, dieses Wiederscheiden des in der Nahrungsaufnahme Zusammengekommenen, gehört eigentlich sehr stark zu den Aufgaben des Organismus. Zunächst hat der Organismus es zu tun mit einer Hauptscheidung des Zusammengekommenen, nämlich auf der einen Seite nach der Ausscheidung alles desjenigen, was eben durch den Darm ausgeschieden werden soll, und nach der Ausscheidung alles desjenigen, was durch den Urin ausgeschieden werden soll.

[ 19 ] Damit nähern wir uns schon einem Organsystem, dem gegenüber die ärztliche Intuition ungemein stark in Betracht kommen wird beim Heilen. Wir nähern uns dem im menschlichen Organismus so wunderbar wirkenden Nierensystem mit seinen ganz merkwürdigen Verzweigungen, auch in seinen Prozessen. Davon jedoch später. Nun handelt es sich darum, daß ja, wie sich gezeigt hat in den verflossenen Vorträgen, alles dasjenige, was Ausscheidung durch das Gedärm ist, wiederum zusammenhängt mit den Vorgängen im Kopfe, daß das zwei zusammengehörige Dinge sind. Ebenso hängt zusammen alles dasjenige, was beim Urin abgeht, mit alledem, was sich vollzieht prozessual um das Herz herum, im Herzsystem. Man hat es im wesentlichen zu tun bei all dem, was die Ausscheidungen durch das Gedärm sind, mit einer menschlichen Nachbildung des Verkieselungsprozesses, bei all dem, was in der Urinbildung vorliegt, mit einer Nachbildung des Kohlensäureprozesses. Diese Zusammenhänge sind es, die dann eine Verbindung schließen lassen zwischen dem, was sich im gesunden Menschen abspielt, und dem, was sich im kranken Menschen abspielen muß. Damit haben wir mehr hingewiesen auf die prozessualen Zusammenhänge. Aber die dürfen nicht einseitig betrachtet werden. Wir werden sehen, daß man erst mit Beherrschung aller dieser Dinge zu einer richtigen Auswertung desjenigen kommt, was uns gestern in außerordentlich einleuchtender Weise vorgeführt worden ist von Dr. Scheidegger als das Ähnlichkeitsgesetz.

[ 19 ] Damit nähern wir uns schon einem Organsystem, dem gegenüber die ärztliche Intuition ungemein stark in Betracht kommen wird beim Heilen. Wir nähern uns dem im menschlichen Organismus so wunderbar wirkenden Nierensystem mit seinen ganz merkwürdigen Verzweigungen, auch in seinen Prozessen. Davon jedoch später. Nun handelt es sich darum, daß ja, wie sich gezeigt hat in den verflossenen Vorträgen, alles dasjenige, was Ausscheidung durch das Gedärm ist, wiederum zusammenhängt mit den Vorgängen im Kopfe, daß das zwei zusammengehörige Dinge sind. Ebenso hängt zusammen alles dasjenige, was beim Urin abgeht, mit alledem, was sich vollzieht prozessual um das Herz herum, im Herzsystem. Man hat es im wesentlichen zu tun bei all dem, was die Ausscheidungen durch das Gedärm sind, mit einer menschlichen Nachbildung des Verkieselungsprozesses, bei all dem, was in der Urinbildung vorliegt, mit einer Nachbildung des Kohlensäureprozesses. Diese Zusammenhänge sind es, die dann eine Verbindung schließen lassen zwischen dem, was sich im gesunden Menschen abspielt, und dem, was sich im kranken Menschen abspielen muß. Damit haben wir mehr hingewiesen auf die prozessualen Zusammenhänge. Aber die dürfen nicht einseitig betrachtet werden. Wir werden sehen, daß man erst mit Beherrschung aller dieser Dinge zu einer richtigen Auswertung desjenigen kommt, was uns gestern in außerordentlich einleuchtender Weise vorgeführt worden ist von Dr. Scheidegger als das Ähnlichkeitsgesetz.

[ 20 ] Dieses Ähnlichkeitsgesetz birgt etwas außerordentlich Bedeutsames. Aber es ist notwendig, daß dieses Ähnlichkeitsgesetz auf allen Elementen aufgebaut wird, welche man gewinnt durch Betrachtung solcher Zusammenhänge, wie wir sie jetzt feststellen. Denn hinter all dem, was ich Ihnen eben jetzt auseinandergesetzt habe, liegen ja wiederum die Zusammenhänge des Menschen mit dem Metallischen. Wenn wir auf der einen Seite sprechen von dem gewissermaßen Kieseligen als dem, was den Menschen gestaltet, und dem Kohlensäurehaften, was den Menschen wieder auflöst, so liegt in dieser fortwährenden Neigung zum Gestalten und zu der Auflösung der Lebensprozeß. Wenn wir einerseits auf dasjenige hinschauen, was den Menschen gestaltet, das Kieselhafte, so müssen wir nicht vergessen, daß diejenigen Regionen in der menschlichen Organisation, die diesem Kieseligen ähnlich sind, wiederum aus den Gründen heraus, die ich ja auch schon zum Teil angedeutet habe in den verflossenen Tagen, eine Verwandtschaft haben zu all dem Metallischen, was sich erschöpft in dem Bleihaften, in dem Zinnhaften und in dem Eisenhaften. Also wir können sagen: Wenn wir die Region oberhalb des Herzens ins Auge fassen, daß wir ins Auge fassen müssen das, was im Menschen da wirkt auf dieser Seite von dem Kieselsäurehaften und was auf der anderen Seite da im Menschen wirkt von dem Bleihaften, Zinnhaften, Eisenhaften. Das Eisenhafte wird mehr mit dem Gestaltungsprozeß der Lunge zu tun haben, das Zinnhafte mehr mit dem Gestaltungsprinzip des Hauptes überhaupt, und das Bleihafte hat sehr viel zu tun mit dem Gestaltungsprinzip, das in den Knochen lokalisiert ist. Denn der Knochenbau und das Knochenwachstum gehen ja im wesentlichen von dem oberen Menschen, nicht von dem unteren Menschen aus.

[ 20 ] Dieses Ähnlichkeitsgesetz birgt etwas außerordentlich Bedeutsames. Aber es ist notwendig, daß dieses Ähnlichkeitsgesetz auf allen Elementen aufgebaut wird, welche man gewinnt durch Betrachtung solcher Zusammenhänge, wie wir sie jetzt feststellen. Denn hinter all dem, was ich Ihnen eben jetzt auseinandergesetzt habe, liegen ja wiederum die Zusammenhänge des Menschen mit dem Metallischen. Wenn wir auf der einen Seite sprechen von dem gewissermaßen Kieseligen als dem, was den Menschen gestaltet, und dem Kohlensäurehaften, was den Menschen wieder auflöst, so liegt in dieser fortwährenden Neigung zum Gestalten und zu der Auflösung der Lebensprozeß. Wenn wir einerseits auf dasjenige hinschauen, was den Menschen gestaltet, das Kieselhafte, so müssen wir nicht vergessen, daß diejenigen Regionen in der menschlichen Organisation, die diesem Kieseligen ähnlich sind, wiederum aus den Gründen heraus, die ich ja auch schon zum Teil angedeutet habe in den verflossenen Tagen, eine Verwandtschaft haben zu all dem Metallischen, was sich erschöpft in dem Bleihaften, in dem Zinnhaften und in dem Eisenhaften. Also wir können sagen: Wenn wir die Region oberhalb des Herzens ins Auge fassen, daß wir ins Auge fassen müssen das, was im Menschen da wirkt auf dieser Seite von dem Kieselsäurehaften und was auf der anderen Seite da im Menschen wirkt von dem Bleihaften, Zinnhaften, Eisenhaften. Das Eisenhafte wird mehr mit dem Gestaltungsprozeß der Lunge zu tun haben, das Zinnhafte mehr mit dem Gestaltungsprinzip des Hauptes überhaupt, und das Bleihafte hat sehr viel zu tun mit dem Gestaltungsprinzip, das in den Knochen lokalisiert ist. Denn der Knochenbau und das Knochenwachstum gehen ja im wesentlichen von dem oberen Menschen, nicht von dem unteren Menschen aus.

[ 21 ] Nun handelt es sich darum, daß man gewissermaßen abwägen lernt, wie diese Dinge zusammenwirken, wie man also etwa kieselsaure Salze, wobei man immer das Metall auf seine Ähnlichkeit mit diesen drei Repräsentanten zu prüfen hat, verwendet. Und auf der anderen Seite muß man sich klar sein darüber, daß der untere Mensch verwandt ist dem Kupfer, dem Merkur, dem Silber und daß man bei allen Kohlensäureprozessen darauf Rücksicht nehmen muß, inwiefern man die mit diesen Metallen verwandten Metalle oder diese Metalle selbst verwendet, sie verbindet irgendwie mit kohlensäurebildenden Prozessen.

[ 21 ] Nun handelt es sich darum, daß man gewissermaßen abwägen lernt, wie diese Dinge zusammenwirken, wie man also etwa kieselsaure Salze, wobei man immer das Metall auf seine Ähnlichkeit mit diesen drei Repräsentanten zu prüfen hat, verwendet. Und auf der anderen Seite muß man sich klar sein darüber, daß der untere Mensch verwandt ist dem Kupfer, dem Merkur, dem Silber und daß man bei allen Kohlensäureprozessen darauf Rücksicht nehmen muß, inwiefern man die mit diesen Metallen verwandten Metalle oder diese Metalle selbst verwendet, sie verbindet irgendwie mit kohlensäurebildenden Prozessen.

[ 22 ] Dadurch schließt man dasjenige zusammen, was im Irdischen bedingt durch das Außerirdische metallhaft ist, und dasjenige, was sonst gesteinshaft ist, was sich unter dem Einfluß des kohlensäurebildenden Prinzips gestaltet, und dasjenige, was sich unter dem Einfluß des kieselsäurebildenden Prinzips gestaltet. Wir nähern uns da allmählich der Möglichkeit, zu konkretisieren die Dinge in der Außenwelt, die wir dem menschlichen Organismus zuführen müssen, damit wir ihm in dem einen oder in dem anderen Falle eine Heilung bringen können.

[ 22 ] Dadurch schließt man dasjenige zusammen, was im Irdischen bedingt durch das Außerirdische metallhaft ist, und dasjenige, was sonst gesteinshaft ist, was sich unter dem Einfluß des kohlensäurebildenden Prinzips gestaltet, und dasjenige, was sich unter dem Einfluß des kieselsäurebildenden Prinzips gestaltet. Wir nähern uns da allmählich der Möglichkeit, zu konkretisieren die Dinge in der Außenwelt, die wir dem menschlichen Organismus zuführen müssen, damit wir ihm in dem einen oder in dem anderen Falle eine Heilung bringen können.

[ 23 ] Immer wird dabei beachtet werden müssen, daß alles dasjenige, was wenig auf die niederen Sinne wirkt, was wenig auf Geruch und Geschmack wirkt, was also, ich möchte sagen, sein Wesen nicht so nach außen auf dem Präsentierteller trägt, daß das in sehr starken Verdünnungen wirken kann, dagegen man weniger starke Verdünnungen bei demjenigen braucht, was eben im Geruch und Geschmack sein inneres Wesen auf dem Präsentierteller trägt. Diejenigen Substanzen, die stark riechen und schmecken, sind, wenn man sich klar wird darüber, worinnen das Heilende besteht, schon im Grunde so, wie sie an sich sind, oftmals außerordentlich gute Heilmittel, namentlich wenn ihre Heilwirkung nicht aufgehoben wird durch die gewöhnliche Diät.

[ 23 ] Immer wird dabei beachtet werden müssen, daß alles dasjenige, was wenig auf die niederen Sinne wirkt, was wenig auf Geruch und Geschmack wirkt, was also, ich möchte sagen, sein Wesen nicht so nach außen auf dem Präsentierteller trägt, daß das in sehr starken Verdünnungen wirken kann, dagegen man weniger starke Verdünnungen bei demjenigen braucht, was eben im Geruch und Geschmack sein inneres Wesen auf dem Präsentierteller trägt. Diejenigen Substanzen, die stark riechen und schmecken, sind, wenn man sich klar wird darüber, worinnen das Heilende besteht, schon im Grunde so, wie sie an sich sind, oftmals außerordentlich gute Heilmittel, namentlich wenn ihre Heilwirkung nicht aufgehoben wird durch die gewöhnliche Diät.

[ 24 ] Nun aber ist es allerdings nötig, daß man, um nun auf diese Dinge noch weiter einzugehen, wenigstens aufmerksam darauf ist, daß jeder Sinn des Menschen diese Differenzierung hat und daß schon auch da bei dieser Sinnesdifferenzierung gesagt werden muß, daß das beste Reagens, das beste Mittel, um Reaktionen zu finden, doch im Grunde genommen der Mensch selber ist. Natürlich wird bei denjenigen Substanzen, die nicht riechen und schmecken, das schwierig sein. Aber ich mache Sie doch darauf aufmerksam, daß es eine Art von Selbsterziehung gibt, die insbesondere für den Arzt von einer großen Wichtigkeit ist, eine Selbsterziehung, die darinnen besteht, daß man jene feinen Empfindungsfähigkeiten, die schon möglich sind auszubilden, ausbildet, die einen dahin führen, etwas zu empfinden eben bei so etwas wie, sagen wir, dem äußerlich natürlichen Kieselbildungsprozeß. Bedenken Sie doch nur einmal: es bedeutet ja erwas, daß zwar der Quarz sehr regelmäßige Gestaltungen aufweist, daß aber dieses Gestein, dieses Mineral, welches auf der einen Seite so regelmäßige Gestaltungen aufweist, in den Bildungen, die mit ihm verwandt sind, wiederum so sehr zu allen möglichen Kristallgestalten neigt, daß ungeheure Mannigfaltigkeit bei den Silikaten im Kristallisieren vorliegt. Wer solche Dinge empfinden kann, der empfindet dann auch, wie in der Bildungsmöglichkeit der verschiedensten Gestalten schon das zerstreuende Element vorwiegt. Natürlich muß ein zerstreuendes Element vorgebildet sein, wenn die Möglichkeit vorliegen soll, in der äußeren Natur so viel Gestaltendes hervorzurufen wie bei den Silikaten. Das weist darauf hin, daß man die Silikate in zersprengtem Zustande verwenden muß. Dafür muß man sich schon eben eine Empfindungsmöglichkeit verschaffen. Denn sie führt dann, wie wir noch sehen werden, zu einer gewissen Wertung der Heilmittel. Auf der anderen Seite ist es aber auch notwendig, daß sich der Mensch selbst zu einem guten Reaktionsboden macht und sich namentlich dahingehend Empfindungen aneignet, daß zum Beispiel die Gerüche eigentlich ebenso siebengliedrig sind wie die Farbenempfindungen. Wenn wir uns das Unterscheidungsvermögen für den süßlichen Geruch, den stechenden Geruch und so weiter aneignen, so werden wir finden, daß in der Tat der Geruchsinn nach sieben Nuancen hin differenziert ist, ebenso der Geschmacksinn. Und das Interessante ist, daß man, wenn man sich im Geruchsinn die Skala, wenn ich so sagen darf, das Geruchspektrum aneignet, so bekommt man mit ein Erziehungsmittel, um sich zurechtzufinden auch in alledem, was bei den verbrennlichen Substanzen auftritt. Man dringt gewissermaßen in die Natur der verbrennlichen Substanzen ein; wir werden morgen sehen wie. Wenn man sich gewisse Empfindungsmöglichkeiten für den Geschmack aneignet, wenn man zum Beispiel gut unterscheiden kann den süßlichen Geschmack von dem salzigen Geschmack, also Salze, und dazwischen noch fünf andere Nuancen, da eignet man sich an eine gewisse innere Verwandtschaft gerade zu dem Salzbildenden in der Natur. Und wenn man sich diese innere Verwandtschaft aneignet, dann kommt man dazu, einfach, ich möchte sagen, aus den Eindrücken, die man aus der Natur bekommt, heraus die Empfindung zu haben: das taugt nach der einen Seite des menschlichen Organismus hin, das taugt nach der anderen Seite des menschlichen Organismus hin. Obzwar zugrunde liegen müssen sorgfältige, exakte wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirkungen der verschiedenen Substanzen, so ist es doch von einer großen Bedeutung, daß man niemals eigentlich außer acht läßt, die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Untersuchungen auch von seinen subjektiven Wahrnehmungskräften zu begleiten, daß man also sich erwirbt ein gewisses inneres Verwandtschaftsgefühl zur Natur.

[ 24 ] Nun aber ist es allerdings nötig, daß man, um nun auf diese Dinge noch weiter einzugehen, wenigstens aufmerksam darauf ist, daß jeder Sinn des Menschen diese Differenzierung hat und daß schon auch da bei dieser Sinnesdifferenzierung gesagt werden muß, daß das beste Reagens, das beste Mittel, um Reaktionen zu finden, doch im Grunde genommen der Mensch selber ist. Natürlich wird bei denjenigen Substanzen, die nicht riechen und schmecken, das schwierig sein. Aber ich mache Sie doch darauf aufmerksam, daß es eine Art von Selbsterziehung gibt, die insbesondere für den Arzt von einer großen Wichtigkeit ist, eine Selbsterziehung, die darinnen besteht, daß man jene feinen Empfindungsfähigkeiten, die schon möglich sind auszubilden, ausbildet, die einen dahin führen, etwas zu empfinden eben bei so etwas wie, sagen wir, dem äußerlich natürlichen Kieselbildungsprozeß. Bedenken Sie doch nur einmal: es bedeutet ja erwas, daß zwar der Quarz sehr regelmäßige Gestaltungen aufweist, daß aber dieses Gestein, dieses Mineral, welches auf der einen Seite so regelmäßige Gestaltungen aufweist, in den Bildungen, die mit ihm verwandt sind, wiederum so sehr zu allen möglichen Kristallgestalten neigt, daß ungeheure Mannigfaltigkeit bei den Silikaten im Kristallisieren vorliegt. Wer solche Dinge empfinden kann, der empfindet dann auch, wie in der Bildungsmöglichkeit der verschiedensten Gestalten schon das zerstreuende Element vorwiegt. Natürlich muß ein zerstreuendes Element vorgebildet sein, wenn die Möglichkeit vorliegen soll, in der äußeren Natur so viel Gestaltendes hervorzurufen wie bei den Silikaten. Das weist darauf hin, daß man die Silikate in zersprengtem Zustande verwenden muß. Dafür muß man sich schon eben eine Empfindungsmöglichkeit verschaffen. Denn sie führt dann, wie wir noch sehen werden, zu einer gewissen Wertung der Heilmittel. Auf der anderen Seite ist es aber auch notwendig, daß sich der Mensch selbst zu einem guten Reaktionsboden macht und sich namentlich dahingehend Empfindungen aneignet, daß zum Beispiel die Gerüche eigentlich ebenso siebengliedrig sind wie die Farbenempfindungen. Wenn wir uns das Unterscheidungsvermögen für den süßlichen Geruch, den stechenden Geruch und so weiter aneignen, so werden wir finden, daß in der Tat der Geruchsinn nach sieben Nuancen hin differenziert ist, ebenso der Geschmacksinn. Und das Interessante ist, daß man, wenn man sich im Geruchsinn die Skala, wenn ich so sagen darf, das Geruchspektrum aneignet, so bekommt man mit ein Erziehungsmittel, um sich zurechtzufinden auch in alledem, was bei den verbrennlichen Substanzen auftritt. Man dringt gewissermaßen in die Natur der verbrennlichen Substanzen ein; wir werden morgen sehen wie. Wenn man sich gewisse Empfindungsmöglichkeiten für den Geschmack aneignet, wenn man zum Beispiel gut unterscheiden kann den süßlichen Geschmack von dem salzigen Geschmack, also Salze, und dazwischen noch fünf andere Nuancen, da eignet man sich an eine gewisse innere Verwandtschaft gerade zu dem Salzbildenden in der Natur. Und wenn man sich diese innere Verwandtschaft aneignet, dann kommt man dazu, einfach, ich möchte sagen, aus den Eindrücken, die man aus der Natur bekommt, heraus die Empfindung zu haben: das taugt nach der einen Seite des menschlichen Organismus hin, das taugt nach der anderen Seite des menschlichen Organismus hin. Obzwar zugrunde liegen müssen sorgfältige, exakte wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirkungen der verschiedenen Substanzen, so ist es doch von einer großen Bedeutung, daß man niemals eigentlich außer acht läßt, die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Untersuchungen auch von seinen subjektiven Wahrnehmungskräften zu begleiten, daß man also sich erwirbt ein gewisses inneres Verwandtschaftsgefühl zur Natur.

[ 25 ] An diese Auseinandersetzung möchte ich dann morgen anknüpfen und dann immer weiter zu dem Speziellen kommen.

[ 25 ] An diese Auseinandersetzung möchte ich dann morgen anknüpfen und dann immer weiter zu dem Speziellen kommen.