Spiritual Science and Medicine
GA 312
29 March 1920, Dornach
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Spiritual Science and Medicine, tr. Unknown
Neunter Vortrag
Lecture Nine
[ 1 ] Was wir gestern auseinandergesetzt haben, war gewissermaßen eine Art Heranrücken des menschlichen Organismus an die außermenschliche Natur. Und man kann sehen in jenem Wechselwirken, das gerade bei den zwei Sinnen, beim Riechen und Schmecken, vorliegt, wie die menschliche Organisation da in einen innigeren Zusammenhang kommt mit dem, was in der außermenschlichen Natur geschieht. Diese Studien, die so untersuchen die Beziehung des Menschen zu der außermenschlichen Natur, machen wir aus dem Grunde, weil es sich für die Geisteswissenschaft darum handelt, Heilverfahren und menschliche Organisationsprozesse innig zusammenzurücken. Beim Heilen handelt es sich eigentlich immer darum, daß man durchschaut, welche Faktoren in dem liegen, was man dem Körper, sei es chemisch, physiologisch oder physisch, zuführt, und dem, was gewissermaßen der Organismus im gesunden Zustand ausführen kann und wozu er sich im kranken Zustand nicht eignet. Man muß zusammendenken können den Prozeß, der sich äußerlich abspielt, und den Prozeß, der sich im menschlichen Organismus abspielt.
[ 1 ] We discussed yesterday what may be termed the approximation of the human organism to the external world. One can see in the interplay between the two senses, smell and taste, how human nature enters into a closer connection with the occurrences of extra-human nature. We make these investigations because it is important for spiritual science to co-ordinate remedial methods and human organic processes, as closely as possible. In healing, the main consideration is always the correct perception of the particular factors contained in what we apply to the body, whether by chemical, physiological or purely physical measures; and which factors are contained in the healthy functions of the organism and are missing in the morbid state. One must “think together” both processes, that external to, and that within, the human organism.
[ 2 ] Nun, diese beiden Prozesse rücken eben am nächsten zusammen da, wo es sich um die Wahrnehmung des Riecheris und des Schmeckens handelt. Sie sind für alles dasjenige, was die anderen Sinne angeht, weiter auseinandergerückt. Und wir haben zum Beispiel schon ziemlich weit auseinandergerückt das Sehen und die Verdauung, wobei ich unter der Verdauung im engeren Sinne jetzt das verstehe, was, ich möchte sagen, vorgeht zwischen dem Zerkauen der Speisen im Munde und ihrer Bearbeitung durch die Darmdrüsen. Also dieses Gebiet möchte ich eigentlich nur zur Verdauung rechnen, während ich das übrige schon rechnen muß zum Gebiet der Entleerung, sei es derjenigen in den Organismus, damit die Stoffe aufgenommen werden, sei es der Entleerung nach außen, zu dem, was ich als Ausscheidung bezeichnen möchte. Also dasjenige, was jenseits der Drüsen liegt, möchte ich schon als Ausscheidung bezeichnen.
[ 2 ] These two processes approach most nearly in the perception of taste and smell. In all that concerns the remaining senses, they lie further apart. For example there is considerable distance within the human body, between seeing and digestion—even using “digestion” in the more limited sense of what goes on between the chewing of the food within the mouth and its being worked up by the glandular activities in the intestines. The remaining region of the digestive apparatus I comprise within elimination, which may occur within the body (by absorption) and evocation which disposes externally of waste matter. The functions which occur below the great glands I would classify under the heading of elimination.
[ 3 ] Nun haben wir, wenn wir das Sehen ins Auge fassen, diejenigen Körper der Außenwelt vor uns, welche gewissermaßen das in sich verschließen, was im Riech- und im Geschmacksprozeß mehr an der Oberfläche liegt. Es ist das, was sich im Riechprozeß mehr aus der außermenschlichen Natur herausbegibt, damit es uns Menschen wahrnehmbar werde. Das verschließt sich in anderen Fällen innerhalb der Substanzen der außermenschlichen Natur, und wir schauen es dann an. Indem wir anschauen dasjenige, was sichtbar ist in seinen Formen und so weiter, haben wir eigentlich vor uns das gestaltende Prinzip außer uns, das sich im Riechprozesse eben nur substantiell offenbart. Ich möchte sagen, man sollte das Wesen, das sich im Riechen offenbart, hinausverfolgen in die Pflanzenwelt, in die Gesteinswelt und wird dann finden, daß dasselbe Prinzip, das im Riechen zum Vorscheine kommt, sich in den Gestaltungsprozessen draußen offenbart.
[ 3 ] The sense of sight perceives those external objects which as it were lock up in themselves what comes to the surface in smell and taste. It is that element in the process of smell which leaves the extra-human nature in order to become perceptible to man. In other cases, this element locks itself up in the substance, and then we look at it from outside. If we contemplate the forms of visible things we have before us externally the formative principle which in the olfactory process reveals itself in substance only. I would even suggest that you follow up the phenomena revealed in smell, not only into the vegetable world but into the mineral kingdom as well. You will find that the same basic principle as appears in smell is at work in the formative processes outside us.
[ 4 ] Der entgegengesetzte Prozeß ist dann gerade der Verdauungsprozeß. Der eignet sich gewissermaßen dasjenige an, was im Schmecken sich offenbart. Der verbirgt wiederum im Organismus dasjenige, was sich im Schmecken offenbart. Es ist außerordentlich bedeutsam, darauf hinzuweisen, wie wir genötigt waren, die außermenschliche Natur bisher so zu beschreiben, wie sie mehr im Unbewußten liegt. Denn sehen Sie, diese Zusammenhänge, die wir konstatieren konnten aus dem ganzen Weltenall heraus, sind vorhanden in dem Menschen. Der Mensch ist dem Saturnischen, Jupiterhaften und so weiter zugeordnet. Aber diese Zuordnung verbirgt sich außerordentlich in den Tiefen der menschlichen Organisation, und man möchte sagen, wenn das vielleicht nicht für die heutige Denkweise zu anstößig ist: das Astronomische wird im Menschen das Allerunbewußteste, das wird im Menschen zu dem am meisten in dem Organismus zurückliegenden Prozesse.
[ 4 ] Its polar opposite is the digestive process. This latter appropriates as it were the elements revealed to our sense of taste; and hides, secretes within our bodies, what is thus revealed in taste. It is significant that we have hitherto had to describe extra-human nature, as being almost wholly situated in the unconscious region. True, the connections with the whole universe are present in man: man is related to Saturn, Jupiter, etc.; but the relations are concealed in the depths of our organisation. At the risk of offending current modes of thought, I would suggest that the astronomical affiliations form the most deeply unconscious region in man, they are transmuted into the most secluded of his organic processes.
[ 5 ] Nun haben wir Organe, welche gewissermaßen innen diesen menschlichen Organismus in einer gewissen Weise wieder aufschließen. Und diese Organe, die den menschlichen Organismus in einer gewissen Weise wieder aufschließen, die bringen ihn mehr in Zusammenhang mit dem, was in der Nähe unserer Erde sich entwickelt, die bringen ihn mehr in Zusammenhang mit dem — aber jetzt in weitestem Sinne gedacht — Meteorologischen. Und wenn man sich im Heilprozesse nicht darauf beschränkt, bloß auf die Heilsubstanzen hinzuschauen, sondern eben die Heilvorgänge verfolgt, dann muß man auch den Blick werfen auf die Beziehungen, welche bestehen zwischen dem Menschen und dem eben im weitesten Sinne meteorologischen Prozesse.
[ 5 ] But we have also organs that open in a way our human organism from within; and thus bring man into relationship with what happens at a certain nearness to our earth's surface; that is to say, into relationship with the meteorological world, in its widest meaning. And if we do not limit our healing efforts to mere substances with curative properties, but extend them to tracing the curative processes, we must include within our purview the relationships of man to the meteorological processes—again in the widest sense of the term.
[ 6 ] Nun können wir im menschlichen Organismus schon dasjenige unterscheiden, was mehr dem Astronomischen, und dasjenige, was mehr dem Meteorologischen zugeordnet ist. Allerdings muß da eine feinere Beobachtungsmethode einsetzen. Es wird Ihnen zunächst etwas schockierend sein im ersten Augenblicke, wie diese Gliederung vorgenommen werden muß, aber Sie werden im Laufe der Zeit schon sehen, daß gerade diese Gliederung die beste Grundlage für das Heilen ist. Wir können im menschlichen Organismus, wenn wir diejenigen Organe ins Auge fassen, die sich dem Meteorologischen öffnen — ebenso, wie sich das mehr nach innen Gelegene dem Astronomischen zuneigt —, zu diesen Organen vor allen Dingen die Leber rechnen, alles dasjenige, was blasig wird, also was repräsentiert ist — und zwar in pathologischer Beziehung ist die Blase etwas außerordentlich Wichtiges — gerade in der Blase. So sonderbar das zunächst klingt, für die pathologische Betrachtung ist die Blase zu dem Allerwichtigsten gehörend. Weiter können wir ins Auge fassen die Lunge, die ja sich nach außen öffnet, indem sie die Atmung vermittelt. Dann in einer gewissen Beziehung müssen wir gerade zu den Organen, in denen sich der ganze Organismus nach außen, nach der Meteorologie öffnet — wenn Sie manches, was ich in der vorhergehenden Betrachtung gesagt habe, richtig auffassen, so werden Sie das ohne weiteres verstehen —, das Herz rechnen. Und zwar sind wirklich diese Organe ganz bestimmten meteorologischen Impulsen zugeordnet. Studiert kann das, was hier gemeint ist, nur werden, wenn man eingeht auf die ganze Beziehung des Menschen zu der umliegenden Welt, und namentlich auf die Beziehung der Tätigkeit des Menschen zu der umliegenden Welt.
[ 6 ] We are already able to distinguish what is associated mainly with the astronomical world from what is associated mainly with the meteorological world, in our organism. This distinction, to be sure, needs a more delicate method of observation. At first, no doubt, these statements may shock your preconceptions, but I hope to convince you in time that the classification above mentioned is the best of foundations for curative treatment. As a general rule we find that the organs which open to the meteorological sphere are those farthest from the surface and most deeply internal. The chief amongst them is the liver, and all the vesicular structures, especially represented by the bladder itself, the bladder being extremely important pathologically, even one of the most important of our attributes for pathological purposes. Another member of this group is the lung: which opens externally in order to mediate breathing. Then again, we must include the heart in this group, and if you have correctly interpreted much that has been said in our previous lectures, you will easily understand this fact. And indeed all these organs are associated with by going thoroughly into the problems of the human relationship to the world without, and especially into the connection of the human activities with the world environment.
[ 7 ] Da möchte ich Sie vor allen Dingen einmal darauf hinweisen, daß Sie gründlich den Versuch machen, alles dasjenige, was Ihnen als Schädigungen des Herzens entgegentritt, zurückzuführen auf die gestörte menschliche Tätigkeit. Sie sollten einmal Untersuchungen darüber anstellen, wie anders sich die Herztätigkeit gestaltet bei einem Menschen, der, sagen wir, als Bauer seinen Acker bearbeitet und nicht viel von dieser Tätigkeit wegkommt, seinen Acker zu bearbeiten, und wie anders sich die Herztätigkeit gestaltet bei Menschen, die zum Beispiel zu ihrem Berufe viel Automobil fahren müssen oder auch nur viel Eisenbahn fahren müssen. Es wäre außerordentlich interessant, gerade darüber einmal tiefergehende Untersuchungen anzustellen. Denn Sie werden finden, daß die Inklination zu Herzkrankheiten im wesentlichen abhängig ist davon, ob der Mensch, während er durch ein äußeres Mittel bewegt ist, selber stillsitzt, also im Eisenbahnwagen oder im Auto sitzt und bewegt wird. Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert.
[ 7 ] I would urgently suggest that you make a thorough effort to trace back all the cases of cardiac lesions brought to your consulting rooms, to disturbance of human activity. Definite investigations should be made into the differences—and they are considerable—between the heart action of—for instance a peasant, who cultivates his bit of land, and has very few occasions for getting away from it, and the heart action of persons whose profession implies a good deal of motoring or at least a good deal of railway travel. It would be of utmost interest to obtain adequate comparative data on this topic. For you will find the tendency to cardiac complaints mainly dependent on the sedentary immobility of the person who, while thus sitting still, is carried forward by forces outside himself, whether in a railway carriage or a motorcar. This passive abandonment to motion is the cause which as it were deforms all processes dammed up in the heart.
[ 8 ] Nun hängt alles dasjenige, was auf diese Weise in der Welt des Menschen spielt, zusammen mit der Art und Weise, wie er sich erwärmt. Und da sehen Sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwickelung im Lebensprozeß durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des menschlichen Herzens ist. Man müßte daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, hervorruft. Ich bin überzeugt davon, daß, wenn einmal vielleicht eineinhalb Jahrzehnte ins Land gegangen sein werden, man über diese Dinge kühler denken wird als heute, daß die Leute sagen werden: Es ist doch merkwürdig, wie durch die Eurythmie die Leute wiederum eine gesunde Herztätigkeit bekommen haben, weil das Eurythmisieren eben die durchseelte Eigenbewegung im wesentlichen reguliert und sie sogar gesetzmäßig reguliert. Daher wird es vielleicht nicht uneben sein, wenn man auch sagt, daß gerade von diesem Gesichtspunkte aus hingewiesen werden sollte auf jene gesundenden Übungen, die gerade aus dem Eurythmischen geholt werden können, wenn es sich um Unregelmäßigkeiten der Herzfunktionen handelt.
[ 8 ] All this acting and reacting between man and the external world, is dependent on the manner in which he develops warmth. Here you see the relationship of the heart's activity with the impulse of warmth in the world belong to man; and you conclude that if enough warmth is generated by man through his own activity, the sufficient amount of warmth developed in the process of life, is itself the measure of the soundness of the human heart. Therefore it is important for the treatment of cardiac cases, to provoke spontaneous movements that are fully permeated with life and soul. I am convinced that after perhaps no more than fifteen years have gone by, people will think more clearly and justly in these matters, than they do today. They will say—“It is certainly curious that cardiac cases have acquired sound heart action through the practice of Eurhythmy!”1Eurhythmy is a new art of movement created by Dr. Steiner. See Eurhythmy as Visible Song: Eurhythmy as Visible Speech. Rudolf Steiner Publishing Co.—for Eurhythmic practice mainly regulates the spontaneous movements permeated with soul and even according to law. So it is perhaps permissible to mention these truly remedial exercises derived from Eurhythmy (curative Eurhythmy), in the treatment of all irregularities of the cardiac functions.
[ 9 ] Dann kommen wir zu all dem, was sich mehr durch geringe Blasenwirkungen im menschlichen Organismus äußert. Nun wird Ihnen vielleicht das, was ich gerade in dieser Beziehung sage, etwas laienhaft erscheinen. Es ist aber nicht laienhaft. Es ist, wie ich auch da sagen kann, wissenschaftlicher als dasjenige, was heute wissenschaftlich genannt wird. Die Blase ist eigentlich im wesentlichen ein Zugmittel. Sie wirkt, ich möchte sagen, als Aushöhlung im menschlichen Organismus, sie zieht. Sie ist im Grunde genommen davon abhängig, daß der menschliche Organismus an dieser Stelle ausgehöhlt ist. Es ist geradeso eine Wirkung der Blase zum übrigen Organismus, wie sie ausgeht von einer Gaskugel im Wasser drinnen. Wenn Sie eine Gaskugel, also eine Kugel aus verdünnter Substanz, allseitig vom Wasser umschlossen haben, also von einer dichteren Substanz, so ist diese Wirkung, die ausgeht von dieser verdünnten Kugel, ähnlich der Wirkung der ganzen Blase auf den menschlichen Organismus. Das macht, daß der Mensch mit Bezug auf all dasjenige, was die Blase bewirken soll, sich stört, wenn er wenig Gelegenheit hat, Innenbewegungen richtig zu vollziehen, wenn er also, ich will sagen, nicht die richtige Sorgfalt verwendet auf das Essen selber, wenn er schlingt, statt zu kauen, und dadurch den ganzen Verdauungsvorgang stört, wenn er nicht das richtige Maß von Ruhe und Bewegung einhält während des Verdauungsvorganges selber und so weiter. Alles dasjenige, was innerlich die innere Beweglichkeit stört, das stört auch das, was man nennen könnte das Blasenleben. Nicht wahr, der Mensch ist so, daß Sie ihm allenfalls noch verordnen können irgendeine beseelte Bewegung, wenn Sie bei ihm Unregelmäßigkeiten im Herzen vermuten, aber er nimmt nicht gerne etwas an, wenn Sie veranlassen wollen, seine innere Bewegung zu regulieren, da ja das in seinen Gewohnheiten liegt. Sie werden aber da sofort zurecht kommen, wenn Sie versuchen, einen Menschen, der nicht geneigt ist, sagen wir, dem Körper die nötige Ruhe zu lassen, indem er schlingt oder indem er sonst irgendwie seine Verdauung stört, ich möchte sagen, meteorologisch zu heilen, das heißt, in eine Luft zu bringen, die sauerstoffreicher ist, in der er mehr atmen muß, in der er also auf den Atmungsprozeß unbewußt größere Sorgfalt verwenden muß. Dann geht diese Regulierung des Atmungsprozesses über auf die Regulierung des übrigen organischen Prozesses, und Sie werden finden, daß, wenn Sie entweder künstlich oder besser natürlich den Menschen, der unter solchen unregelmäßigen Funktionen der Blase leidet, in andere Luft bringen, die sauerstoffreicher ist, dann ein gewisser Ausgleich einfach durch diese Änderung der Lebensweise herbeigeführt wird.
[ 9 ] Now let us turn to all the manifestations of sub-normal vesicular action in man. What I am about to suggest may appear somewhat amateurish, but it is not so; it is built on foundations more scientific than what passes for science today. The bladder is mainly an organ of traction or suction; I might say that its operation is that of a cavity vacuum in the body, it draws in or sucks. Its function really depends on our organism being hollowed out in this very region; its action on the rest of the organism is exactly that of a gas globe in a vessel of water. If you have a gas globe, that is a sphere containing a thinned out substance, surrounded on all sides by water, a substance of greater density, the effect proceeding from this globe of tenuous substance is similar to that of the bladder on the human organism. This is why the essential functions of the bladder are disturbed in persons who have not the opportunity to perform their internal movements sufficiently; persons who e.g., do not take sufficient care to chew their food properly, who gulp it down instead of masticating it, thus unduly over-taxing the whole apparatus of digestion; or who do not take care to secure the proper mixture of movement with rest, during the digestive process itself and so forth. All that impedes the interior mobility also impedes and injures what might be termed the functional life of the bladder. Is it not the nature of man to accept and even try some form of movement, permeated with soul if you prescribe for “heart trouble”; but he is unwilling to accept suggestions for regulating internal movements. You will, however, at once succeed with a patient who is not inclined to give the body the necessary rest and who devours his food and disturbs his digestion in some other way, if you cure him “meteorologically,” i.e., by bringing him into an atmosphere richer in oxygen, so that his respiration becomes quicker and deeper and he must give more (though unconscious) care to the breathing process. This quickening and regulating of respiration passes over into regulation of the other organic processes and you will find that “change of air” (whether by artificial means or better still by natural ones) into a more highly oxygenated atmosphere, causes a certain improvement in cases of bladder disturbance, simply through this change of life habits.
[ 10 ] Besonders wichtig ist zu beachten das dritte Organ, welches mit der äußeren Meteorologie im weitesten Sinne zusammenhängt, das ist die Leber. Wenn sie sich auch scheinbar abschließt im menschlichen Organismus, so ist sie:doch im hohen Grade der Außenwelt zugeordnet. Und zwar können Sie diese Zuordnung zu der Außenwelt dadurch konstatieren, daß Sie gewissermaßen das Leberbefinden immer abhängig finden werden von der Wasserbeschaffenheit eines Ortes. Eigentlich müßte immer die Wasserbeschaffenheit eines Ortes studiert werden, um das Leberbefinden der Menschen, die diesen Ort bewohnen, richtig ins Auge fassen zu können. Es ist fördernd für die Entwickelung der Leber das Schmecken, was gleichbedeutend wäre, wenn es im Überflusse geschähe, mit der Entartung der Leber; es ist gleichbedeutend mit der Entartung der Leber ein im Menschen zu großes, zu stark vorhandenes Genießen. Das innerliche Genießen, ich möchte sagen, die Fortsetzung desjenigen, was sich auf den Gaumen und die Zunge beschränken sollte, das, was das Angenehm-, Sympathisch- oder auch Unsympathisch-, Unangenehm-Empfinden der Speisen mehr fortsetzt in das Innere, ist dasjenige, was zur Leberentartung führt. Und daher ist es notwendig, daß man auf dieses sieht und daß man den Versuch macht, Menschen, welche irgendwelche Schädigungen im Leberleben haben, was ja oftmals sehr schwer zu konstatieren ist, daran zu gewöhnen, den Geschmack zu studieren, am Geschmack selber als solchem etwas zu finden. Es wird außerordentlich schwierig sein, die innere Beziehung des Leberlebens zur Beschaffenheit des Wassers an irgendeinem Orte selber gründlicher zu studieren, weil die Abhängigkeiten außerordentlich feine sind und man zum Beispiel darauf Rücksicht zu nehmen hat, daß in Orten, wo, sagen wir, das Wasser sehr kalkhaltig ist, eben andere Leberleiden sich entwickeln als in Orten, wo das Wasser weniger kalkhaltig ist. Man wird eben gut tun, darauf zu achten und immer sein Augenmerk darauf zu richten, daß das Leberleben gefördert wird dadurch, daß man möglichst doch den Kalk fernhält von dem Wasser. Natürlich, man muß dann Mittel und Wege finden, um das zu vollziehen.
[ 10 ] Most important is the third organ, the liver, which is linked up with the external “meteorological” conditions in the widest sense. Although apparently secluded within the organism, the liver is in a high degree correlated to the world outside. A proof of this is the dependence of the liver's health and activity on the special quality of the water in a given locality. In order to comprehend the exact state of liver health of any local group of persons, the composition of the local water ought to be studied. The activity of taste is beneficial to the healthy development of the liver, but if indulged to excess, degeneracy follows. Degeneracy of the liver is synonymous with too gross and too constant feeding. The internal enjoyment of taste, the prolongation within of sensations which should be limited to tongue and palate, whether the sensations be pleasant and attractive, or repelling, leads to degeneration of the liver. Therefore one should try, in the case of liver disturbances (which are often difficult to find out), to induce patients to cultivate the sense of taste, and try to distinguish flavours as such, and appreciate them. Of course there will be considerable difficulties in the thorough study of the relationship between the functional life of the human liver and the composition of the water in any particular locality; for the dependence is extremely subtle, and it must be borne in mind that in districts with a water supply full of lime, e.g., the whole life of the liver will differ from that of districts with water poorer in lime. It would be well to pay heed to these factors, noting that the functions of the liver are promoted by water from which the lime has been withheld. Of course, the ways and means to carry this out must be found.
[ 11 ] Innig zusammenhängend ist das Lungenleben mit all dem, was nun der Ort einfach durch seine Erden-Konfiguration bietet, ob wir es zu tun haben mit einer Gegend, in der zum Beispiel wie in der hiesigen Gegend sehr viel Kalkboden ist, oder ob wir es zu tun haben mit einer Gegend, wo viel Kieselboden ist, wo also Urgebirge ist. Danach ist immer, und zwar bis in hohe Grade, verschieden das menschliche Lungenleben, denn die Lunge ist wesentlich abhängig von der festen Bodenbeschaffenheit des Ortes. Zu den ersten Aufgaben des Arztes, der sich in irgendeiner Gegend niederläßt, würde es eigentlich gehören, die Geologie dieser Gegend gründlich zu studieren. Das Studium der Geologie dieser Gegend ist eigentlich eins und dasselbe mit dem Studium der Lungen der betreffenden Gegend. Und man wird sich klar sein müssen darüber, daß das ziemlich Ungünstigste ist, wenn die Lunge ganz und gar sich nicht anpassen kann an die Umgebung.
[ 11 ] And again, the lung and its life are closely connected with the conditions set up by the geology and geography of the given locality. There is a great difference according to whether the soil is mainly limestone, as here in Dornach, or siliceous, as in the mountains of “old rock”; that is to say, the lungs are essentially dependent on the earthy and solid structure of the region in question. One of the first tasks of any medical man beginning practice, is to study the geology of his district thoroughly; for such study is identical with the study of its inhabitants' lungs. And it should be fully realised that almost the most unfavourable case is when the lung is totally unable to adapt itself to the environment.
[ 12 ] Nun müssen Sie das, was ich in dieser Beziehung sage, nur ja nicht mißverstehen. Ich meine, indem ich diese Abhängigkeit konstatiere der Lunge und der Umgebung, damit den inneren Bau der Lunge, ich meine nicht die Atmung. Selbstverständlich ist dann die Atmung wiederum abhängig von dem durch den inneren Bau bedingten guten oder schlechten Funktionieren. Aber ich meine jetzt mit dieser Abhängigkeit den inneren Bau der Lunge. Ob sie zu einer Verkrustung oder ob sie zur Verschleimung oder dergleichen neigt, das ist im wesentlichen abhängig von dem, wie die Umgebung ist. Dann aber auch ist gerade die Lunge sehr abhängig von der körperlichen Arbeit, und sie wird ganz gewiß geschädigt, wenn der Mensch bis zur Übermüdung körperliche Arbeit verrichten muß.
[ 12 ] Do not misunderstand the view just stated. I refer to the actual internal structure of the lung; I do not mean the function of breathing, although this function is, of course, in its turn affected by the adequate or defective structure of the lung. We are dealing with the dependence of the inner lung structure on environment; whether the lungs tend to encrustation (hardening) or to becoming mucoid (slimy), is mainly due to the nature of the environment. Moreover the lungs are peculiarly dependent on corporeal exertion, and are certainly injured in persons who are obliged to do physical work to exhaustion.
[ 13 ] Das sind Zusammenhänge, die uns im weitesten Sinne führen zu den Abhängigkeiten derjenigen Organe, die wie Lunge, Leber, Blase und Herz von den inneren Organen nach außen, nach dem Meteorologischen aufgeschlossen sind. Es wird daher immer der Versuch gemacht werden müssen, wenn Erkrankungen dieser Organe vorliegen, auf physikalischem Wege zur Heilung etwas zu erreichen. Denn dasjenige, was auf physikalischem Wege dann erreicht wird, wenn Erkrankungen dieser Organe vorliegen, das ist, ich möchte sagen, in einer gewissen Weise dauernd. Und wenn man konstatiert hat, daß jemand, der zu irgendwelcher Lungenschwäche neigt, für eine bestimmte Gegend gar nicht paßt und man ihn veranlaßt hat, seinen Wohnsitz in einer anderen Gegend, zu der er mehr paßt, zu nehmen, dann hat man ihm eigentlich das Allerbeste getan, wie oftmals gerade für diejenigen Organe, die oberhalb der Lunge liegen, durch die völlige Veränderung des Wohnsitzes und der Lebensweise das Außerordentlichste getan wird. Man kann verhältnismäßig wenig tun für dasjenige, was unterhalb des Herzens liegt, durch Änderung der Wohnsitze und der Lebensweise, aber man kann außerordentlich viel tun für alles dasjenige, was in der Lunge und oberhalb der Lunge liegt durch solche Änderungen des Wohnsitzes und der Lebensweise. Natürlich muß man sich aber dann völlig klar sein, daß im Organismus alles in Wechselwirkung ist und daß man sich, wenn irgend etwas vorliegt, eine Anschauung verschaffen muß darüber, ob eben nicht eine geheime Wechselwirkung vorliegt. Wenn man zum Beispiel eine Entartung der Herzgefäße findet, so muß man sich die Frage vorlegen, ob nicht gerade die Neigung zur Lungenentartung vorliegt und ob man nicht die Krankheit wird anfassen müssen von dieser Neigung zur Lungenentartung aus.
[ 13 ] These are the relationships which lead us to the dependences of such organs which, as lungs, liver, bladder and heart, open themselves to the influences of the “meteorological sphere.” Curative treatments of illness in any of this organic group should therefore be sought by “physical” methods. [e.Ed: i.e., open air, light, warmth, etc.] For the results in such cases are—I would say—in certain respects permanent. It is the greatest of services to a patient with weak lungs, and resident in an unsuitable district, to induce him to change his abode and move to a district which suits him more. Indeed those organs situated above the lungs are often helped in an extraordinary manner, by complete change of locality and manner of life. Change of district and daily habit can do comparatively little to relieve morbid conditions in the sphere from the heart downwards but they are extraordinarily beneficial to the lungs and all that is situated above them. It must only be kept in mind that all functions in the organism are interdependent, and that one must find out whether or not a hidden interplay may be at work. For instance, we may find degeneration of the cardiac vessels: then we have to inquire whether there may not be a tendency to degeneration of lung in the same subject, and whether the cardiac symptoms should not be treated from the aspect of the pulmonary condition.
[ 14 ] Damit ist wenigstens hingedeutet auf alles dasjenige, was Beziehungen des Menschen darstellt zu dem Meteorologischen. Hinter dem Meteorologischen liegt in der Außenwelt, gleichsam zugedeckt für uns durch das Meteorologische, erst das Astronomische, und im Innern des Menschen auch das Astronomische. Was nun hinter alledem, was Sie feststellen können an Meteorologischem, im Innern und im Äußeren des Menschen liegt — denn das Meteorologische im Innern des Menschen erschöpft sich in dem Lungenhaften, Leberhaften, Blasenhaften und Herzhaften, in der Außenwelt erschöpft es sich in der festen Erde, in dem Luftartigen, in dem Wässerigen und in dem Wärmehaften —, das sind die Gestaltungsprozesse im Pflanzlichen und im Mineralischen, und diesen Gestaltungsprozessen im Pflanzlichen und im Mineralischen, die dem Außertellurischen, dem Astronomischen so nahestehen, ist immer gewissermaßen polarisch entgegengesetzt dasjenige, was beim Menschen hinter diesem meteorologischen Prozesse liegt, was also mehr nach innen gelegen ist als die vier genannten Organsysteme. Weil nicht so nahe liegt die Beziehung desjenigen, was da äußerlich in Pflanze und Stein ist, zu dem, was hinter Lunge, Leber und so weiter im Menschen liegt, deshalb ist das Studium der Heilungsprozesse, die aus diesem Gebiete stammen, natürlich wesentlich schwieriger. Aber man findet einen rationellen Weg eben dadurch, daß man sich klarmacht, daß in einer gewissen Weise der Mensch immer die Tendenz im Innern hat, die organische Tendenz, das Entgegengesetzte irgendwo von dem auszuführen, was äußerlich geschieht.
[ 14 ] These are at least hints as to the meteorological dependencies of man. Behind the meteorological sphere, as it were behind a screen, there is hidden the astronomical domain in the external world as well as in the interior of man The distinctions here are as follows: the meteorological sphere within us comprises that which appertains to lungs, liver, bladder and heart; in the external world, it comprises the solid earth and the realms of air, water and warmth. Behind and beyond this region, lie the formative processes in the plant and mineral realms; and to these formative processes, which are so closely akin to the extra-telluric, i.e. the astronomical domain, there is a polar opposite in man, viz., the organs situated more deeply within our bodies than the four systems of organs mentioned above. As the relation of the processes in plant and mineral to what lies behind lung, liver, etc., is not so obvious, the study of the healing processes in this realm becomes far more difficult. The rational path of investigation is the clear comprehension of man's organic tendency to perform and produce, somewhere, the exact opposite to the happenings of external nature.
[ 15 ] Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Nehmen wir das Beispiel der Kieselsäureprozesse. Kieselsäureprozesse vollziehen sich nun erstens ganz auffällig überall da, wo sich eben Silikate bilden, wo sich Quarze und ähnliche Gesteine bilden. Diese Prozesse, die sich da abspielen, haben ihr Gegenbild im menschlichen Organismus. Aber diese Prozesse liegen auch noch gewissen Vorgängen zugrunde, die leider heute noch viel zu wenig beachtet werden, in der Ackererde und in alledem, was da geschieht zwischen der Ackererde, zwischen der Erde überhaupt, die ja kieselig ist, und denjenigen Organen, die sich von den Pflanzen aus in die Erde hineinversenken, den wurzelhaften Organen. Und alles dasjenige, was wir aus dem Pflanzlichen gewinnen, indem wir die Asche nehmen, steht wiederum in inniger Verwandtschaft mit diesem Kieselprozeß im Äußeren.
[ 15 ] Take, as a concrete instance, the processes proper to silicic acid (silicon). These processes are especially conspicuous wherever silicates are being formed, as quartz or similar minerals. They have their counterpart within the human organism. And it is these processes which extend their work to certain occurrences (which receive far too little attention at present) within the soil, between the arable soil and the siliceous element in the earth, on the one hand, and those plant organs which grip the earth; the roots. Again all the substances derived from the ashes of plants, are closely related to the siliceous process outside ourselves.
[ 16 ] Nun hat aber dieser Kieselprozeß im Äußeren sein Gegenbild im menschlichen Innern. Und zwar hat er sein Gegenbild in denjenigen Organen, welche, wenn ich mich so ausdrücken darf, oberhalb der Herztätigkeit nach der Lungentätigkeit zu liegen, aber der innerorganischen Bildungstätigkeit, also derjenigen Tätigkeit, die die Lunge bildet und nach dem Kopfe zu liegt. Da drinnen, in alledem, was also sich abspielt, wenn ich so sagen darf, oberhalb der Herztätigkeit, liegt der polarische Gegensatz zu dem ganzen Verkieselungsprozeß in der äußeren Welt. Dieser innerlich organische Prozeß besteht im wesentlichen darinnen, daß in hohem Maße ausgeführt wird, was ich schon angedeutet habe in den verflossenen Vorträgen, daß — wenn ich den Ausdruck wieder gebrauchen darf — homöopathisiert wird der Verkieselungsprozeß der Außenwelt. Können Sie daher finden, daß irgendein Krankheitsbild darauf hinweist, daß die Sitze der Erkrankung oberhalb der Herztätigkeit liegen — grob werden sie sich Ihnen ja dadurch enthüllen, daß zum Beispiel Lungensekretion sehr stark vorliegt, aber nicht weniger zeigt es sich bei der Meningitis und Pseudomeningitis —, dann kann natürlich das, was da vorliegt, zu allen möglichen anderen Störungen im Organismus führen. Denn diese Störungen in der Lunge wirken, weil im Organismus alles wechselweise ist, auf die Störungen der Herzgefäße. Die Störungen, die auftreten können einerseits in der Neigung zu entzündlichen Zuständen im Gehirn, können unterbleiben als entzündliche Zustände, können aber auftreten als entzündliche Zustände in den Verdauungsorganen oder in dem, was mit den Verdauungsorganen zusammenhängt. Und es handelt sich dann darum, zu wissen, wo eigentlich der Ausgangspunkt liegt. Nun, darüber kann ja noch gesprochen werden. Aber in allen diesen Fällen wird es sich darum handeln, in den Organismus so etwas hineinzubringen, was die äußeren Kieselwirkungen im höchsten Maße verdünnt. Wenn Sie gerade diesen Zusammenhang sich recht vor Augen führen, so ist er ein außerordentlich charakteristischer, ein außerordentlich wichtiger Zusammenhang. Er zeigt Ihnen zugleich, daß es notwendig ist, diese in der Natur ja so wichtigen Kieselprozesse dann umzuformen durch das Zersprengen, Zerteilen, Zerreiben, wenn direkt etwas vorliegt, was man beobachten kann in den oberen Körperpartien. Wenn durch Wechselwirkung entstandene Schädigungen in den unteren Körperpartien entstehen, wie zum Beispiel im Herzen selber, dann wird unter Umständen der Prozeß, der schon eingeleitet ist durch diejenigen Pflanzen, welche die Kieselsäure sehr stark enthalten, benützt werden können, um durch Umformung oder direktes Benützen solcher Pflanzen Heilprozesse hervorzurufen. Bei allen Pflanzen, welche Kieseliges enthalten, sollte man sorgfältig untersuchen, inwiefern sie auf den menschlichen Organismus, auf alle Vorgänge, die unterhalb des Herzens sich abspielen, wirken, natürlich aber zurückwirken auf den anderen Organismus.
[ 16 ] This external siliceous process has its counterpart within us; namely in those organs situated—if I may so express myself—above the cardiac activity towards the pulmonary; I mean the inner organic formative activity, which moulds the lungs and is directed upwards towards the head region. In this formative activity which takes place above the heart we find the polarity to the formation of silicates in external nature. The particular internal organic process consists essentially in producing a high degree of homeopathic distribution—to use this term again—of the external siliceous process. Suppose you are in charge of a case in which all the symptoms point to the seat of disease as situated above the heart—one of the obvious symptoms would be profuse secretion from the lungs, and meningitis is an equally pronounced indication. The results may be all sorts of other morbid manifestations in the body: for pulmonary disturbances act upon disturbances of the cardiac vessels, since everything in the organism is interdependent. Those disturbances which involve a tendency to inflammatory states of the brain, may not manifest directly but can reappear in inflammatory conditions in the digestive apparatus or its ancillary organs, and it is all important to be able to locate the origin of all these symptoms; we shall have to deal with this in later discussions. In all such cases we must introduce something which disperses and dilutes the action of the external siliceous processes to the highest degree. This particular connection is extremely significant and characteristic, proving the necessity of transforming the siliceous process which plays one of the leading roles in external nature, by dispersing, dividing, and triturating, in cases of marked symptoms in the upper portion of the body. But suppose we find injuries and morbid symptoms produced by organic interaction in the lower parts as, e.g., in the heart itself? Then benefit may be derived from introducing the process already transformed by such plants as are rich in silicates, either by directly using the plant substance or through a further preparation of it. In all plants rich in silicates, careful investigation should be made, to determine their effect on all the processes of our organism below the heart—those processes having, of course, their repercussions on the upper part as well.
[ 17 ] Das ganz Entgegengesetzte der Verkieselung, das ist enthalten in alledem, was wir in der außermenschlichen Natur nennen wollen den Prozeß der Kohlensäurebildung. Der Prozeß der Kohlensäurebildung ist gewissermaßen der polarische Gegensatz der Kieselsäurebildung. Daher ist es so notwendig, den Prozeß der Kohlensäurebildung beim Heilen zu verfolgen für alles dasjenige, was jetzt im Organismus entgegenliegt dem, was ich eben charakterisiert habe, für alles dasjenige, was im weitesten Umkreise mit der Verdauung zu tun hat, aber auch seinen Ausgangspunkt, seinen Quell im Verdauungssystem selber hat. So daß man mit irgendwelchen Kohlensäureverbindungen, namentlich dann, wenn man sie braucht in der Art, wie sie die Natur selbst gebildet hat, wenn man sie eben durch die Pflanze gewinnt, bei diesen Formen von Krankheiten außerordentlich gut zurecht kommt.
[ 17 ] The complete opposite of silicon formation is contained is all that we will term the process of carbon dioxide formation in external nature. The two are in certain respects true polarities. Therefore it is so necessary to follow up the carbon dioxide process in curative treatment of all cases of the opposite disturbance to that just dealt with, namely in everything connected with digestion or having its starting—point in the digestive system. All carbon dioxide preparations have remarkable remedial success in this class of illness, especially if used in the form moulded by nature namely, straight from the plants.
[ 18 ] Nun ist es aber sehr wichtig, da einen gewissen Zusammenhang zu beachten. Wenn Sie zunächst die Substanzen nach dem verfolgen, was sie im Riechen und Schmecken darbieten — und das Riechen weist uns ja nur hinaus auf die übrige sichtbare Welt, das Schmecken hinein nach dem, was verborgen im Organismus liegt —, wenn Sie die Verdauung danach beachten, so werden Sie sich sagen: Für dasjenige, was sich abspielt im Beginne des Verdauungsprozesses, fließen so die Substanzen ineinander, sie vermischen sich. Im Verlaufe aber des organischen Prozesses hat es der Mensch zu tun mit dem Wiederscheiden des Zusammengeflossenen, mit dem Wiederauseinanderbringen nicht so sehr des Substantiellen als des Prozessualen. Und dieses Auseinanderbringen, dieses Wiederscheiden des in der Nahrungsaufnahme Zusammengekommenen, gehört eigentlich sehr stark zu den Aufgaben des Organismus. Zunächst hat der Organismus es zu tun mit einer Hauptscheidung des Zusammengekommenen, nämlich auf der einen Seite nach der Ausscheidung alles desjenigen, was eben durch den Darm ausgeschieden werden soll, und nach der Ausscheidung alles desjenigen, was durch den Urin ausgeschieden werden soll.
[ 18 ] Here a certain connection must be kept in mind. Consider for a moment the substances with their characteristics of taste and smell: smell points to the outside visible world, taste to the hidden depth of the organism. Then examine the digestive process from this point of view and you will find that at the beginning of digestion, the substances merge together; they mingle and mix. But as the organic process goes on we are engaged in separating what again had been mixed; there is a renewed division, not so much of substances as of processes. This renewed division after merging and mixing is an outstanding task of the organism. First there is the principal bifurcation of excretion, on the one side through the bowels and in the other side in liquid form, as urine.
[ 19 ] Damit nähern wir uns schon einem Organsystem, dem gegenüber die ärztliche Intuition ungemein stark in Betracht kommen wird beim Heilen. Wir nähern uns dem im menschlichen Organismus so wunderbar wirkenden Nierensystem mit seinen ganz merkwürdigen Verzweigungen, auch in seinen Prozessen. Davon jedoch später. Nun handelt es sich darum, daß ja, wie sich gezeigt hat in den verflossenen Vorträgen, alles dasjenige, was Ausscheidung durch das Gedärm ist, wiederum zusammenhängt mit den Vorgängen im Kopfe, daß das zwei zusammengehörige Dinge sind. Ebenso hängt zusammen alles dasjenige, was beim Urin abgeht, mit alledem, was sich vollzieht prozessual um das Herz herum, im Herzsystem. Man hat es im wesentlichen zu tun bei all dem, was die Ausscheidungen durch das Gedärm sind, mit einer menschlichen Nachbildung des Verkieselungsprozesses, bei all dem, was in der Urinbildung vorliegt, mit einer Nachbildung des Kohlensäureprozesses. Diese Zusammenhänge sind es, die dann eine Verbindung schließen lassen zwischen dem, was sich im gesunden Menschen abspielt, und dem, was sich im kranken Menschen abspielen muß. Damit haben wir mehr hingewiesen auf die prozessualen Zusammenhänge. Aber die dürfen nicht einseitig betrachtet werden. Wir werden sehen, daß man erst mit Beherrschung aller dieser Dinge zu einer richtigen Auswertung desjenigen kommt, was uns gestern in außerordentlich einleuchtender Weise vorgeführt worden ist von Dr. Scheidegger als das Ähnlichkeitsgesetz.
[ 19 ] This bifurcation brings us to the consideration of an organic system which has more than any other to be approached by medical intuition in curing; this is the kidney system, with its remarkable ramifications which extend also to its special processes. We shall deal with these later on. Here I would only remind you of the interrelationship, already mentioned in these discussions, between intestinal evacuation or excretion, and the activities in the head. There is a similar interrelationship between urinary excretion and all the processes that take place around the heart, in the cardiac system. The formative process of intestinal evacuation is, in effect, a human copy of the siliceous process, and the process of urine formation is a copy of the carbonic acid process. Such connections are able to build the bridge from the process happening in the healthy individual to the process in the unhealthy. Herewith we have laid special stress on the relation of the processes proper. But they must not be viewed in isolation. And we shall see that it is only through mastery of these correspondences and relationships that we can arrive at a proper use of what Dr. Sch. recently described in his extraordinarily illuminating address, [Ed: A lecture delivered by a medical man attending Dr. Steiner's course.] as the Law of Similarity.
[ 20 ] Dieses Ähnlichkeitsgesetz birgt etwas außerordentlich Bedeutsames. Aber es ist notwendig, daß dieses Ähnlichkeitsgesetz auf allen Elementen aufgebaut wird, welche man gewinnt durch Betrachtung solcher Zusammenhänge, wie wir sie jetzt feststellen. Denn hinter all dem, was ich Ihnen eben jetzt auseinandergesetzt habe, liegen ja wiederum die Zusammenhänge des Menschen mit dem Metallischen. Wenn wir auf der einen Seite sprechen von dem gewissermaßen Kieseligen als dem, was den Menschen gestaltet, und dem Kohlensäurehaften, was den Menschen wieder auflöst, so liegt in dieser fortwährenden Neigung zum Gestalten und zu der Auflösung der Lebensprozeß. Wenn wir einerseits auf dasjenige hinschauen, was den Menschen gestaltet, das Kieselhafte, so müssen wir nicht vergessen, daß diejenigen Regionen in der menschlichen Organisation, die diesem Kieseligen ähnlich sind, wiederum aus den Gründen heraus, die ich ja auch schon zum Teil angedeutet habe in den verflossenen Tagen, eine Verwandtschaft haben zu all dem Metallischen, was sich erschöpft in dem Bleihaften, in dem Zinnhaften und in dem Eisenhaften. Also wir können sagen: Wenn wir die Region oberhalb des Herzens ins Auge fassen, daß wir ins Auge fassen müssen das, was im Menschen da wirkt auf dieser Seite von dem Kieselsäurehaften und was auf der anderen Seite da im Menschen wirkt von dem Bleihaften, Zinnhaften, Eisenhaften. Das Eisenhafte wird mehr mit dem Gestaltungsprozeß der Lunge zu tun haben, das Zinnhafte mehr mit dem Gestaltungsprinzip des Hauptes überhaupt, und das Bleihafte hat sehr viel zu tun mit dem Gestaltungsprinzip, das in den Knochen lokalisiert ist. Denn der Knochenbau und das Knochenwachstum gehen ja im wesentlichen von dem oberen Menschen, nicht von dem unteren Menschen aus.
[ 20 ] This Law of Similarity contains something very significant. But the Law must be constructed upon all the elements obtained by the taking heed of the relationships we are about to ascertain. For behind all the interactions to which reference has been made, there lies the connection between man and the realm of metals. If we speak on the one hand, of the silicon principle, as the force which forms us, and of the carbonic acid principle, as the force that dissolves us—this perpetual tendency to mould, to dissolve represents the process of life. In contemplating the formative forces of silicon, we must not forget that the regions of our bodies most akin to silicon are those related to all the metallic group comprising lead, tin and iron and thus related for reasons already indicated in previous lectures. Indeed we may say that in considering the region from the heart upwards, we must consider the workings in man of the silicon process on the one hand and of what is at work from the part of the metals, lead, tin, and iron on the other. The iron forces are connected preferably with the formative process of the lungs, those associated with tin with the formative principle of the head and those associated with lead, with the formative principle localised in the bony skeleton. For the formation and the growth of the bones are determined from the upper organic sphere, and not from the lower.
[ 21 ] Nun handelt es sich darum, daß man gewissermaßen abwägen lernt, wie diese Dinge zusammenwirken, wie man also etwa kieselsaure Salze, wobei man immer das Metall auf seine Ähnlichkeit mit diesen drei Repräsentanten zu prüfen hat, verwendet. Und auf der anderen Seite muß man sich klar sein darüber, daß der untere Mensch verwandt ist dem Kupfer, dem Merkur, dem Silber und daß man bei allen Kohlensäureprozessen darauf Rücksicht nehmen muß, inwiefern man die mit diesen Metallen verwandten Metalle oder diese Metalle selbst verwendet, sie verbindet irgendwie mit kohlensäurebildenden Prozessen.
[ 21 ] Furthermore, one has to learn how to weigh the co-operating factors, e.g., how to blend a remedy containing silicates with a metal which must bear a resemblance to the three metals aforesaid: iron, tin and lead. In treating the lower organic sphere, on the other hand, one must keep in mind the affinity with copper, quicksilver, and silver, and in applying carbonic acid processes we must consider how to combine in some way either these metals themselves or those of similar nature, with processes yielding carbonic acid.
[ 22 ] Dadurch schließt man dasjenige zusammen, was im Irdischen bedingt durch das Außerirdische metallhaft ist, und dasjenige, was sonst gesteinshaft ist, was sich unter dem Einfluß des kohlensäurebildenden Prinzips gestaltet, und dasjenige, was sich unter dem Einfluß des kieselsäurebildenden Prinzips gestaltet. Wir nähern uns da allmählich der Möglichkeit, zu konkretisieren die Dinge in der Außenwelt, die wir dem menschlichen Organismus zuführen müssen, damit wir ihm in dem einen oder in dem anderen Falle eine Heilung bringen können.
[ 22 ] In this way we build the bridge between what is of metallic nature in the terrestrial sphere (conditioned by extra-terrestrial forces) and what is of non-metallic, rock-forming nature; just as we combine what is formed under the control of the carbonic acid-principle and what is formed under the influence of the silicon forming principle. Thus we gradually become able to grasp concretely in external nature the substances which we have to introduce into the human organism in order to heal in a particular case.
[ 23 ] Immer wird dabei beachtet werden müssen, daß alles dasjenige, was wenig auf die niederen Sinne wirkt, was wenig auf Geruch und Geschmack wirkt, was also, ich möchte sagen, sein Wesen nicht so nach außen auf dem Präsentierteller trägt, daß das in sehr starken Verdünnungen wirken kann, dagegen man weniger starke Verdünnungen bei demjenigen braucht, was eben im Geruch und Geschmack sein inneres Wesen auf dem Präsentierteller trägt. Diejenigen Substanzen, die stark riechen und schmecken, sind, wenn man sich klar wird darüber, worinnen das Heilende besteht, schon im Grunde so, wie sie an sich sind, oftmals außerordentlich gute Heilmittel, namentlich wenn ihre Heilwirkung nicht aufgehoben wird durch die gewöhnliche Diät.
[ 23 ] Again, it should always be borne in mind that all substances working to a lesser extent on the lower senses, as, e.g., taste and smell, and thus not advertising their nature—so to speak—loudly and conspicuously, can for that very reason be effective in very strong dilutions, whereas much weaker dilutions are advisable where the substance proclaims its inner nature insistently to taste and smell. Substances of powerful odour and flavour are often excellent medicinally, without any additions, or combinations, especially if their healing effect is not counteracted by the habitual diet of the patient concerned. We must only clearly understand what is the point in the curative effect.
[ 24 ] Nun aber ist es allerdings nötig, daß man, um nun auf diese Dinge noch weiter einzugehen, wenigstens aufmerksam darauf ist, daß jeder Sinn des Menschen diese Differenzierung hat und daß schon auch da bei dieser Sinnesdifferenzierung gesagt werden muß, daß das beste Reagens, das beste Mittel, um Reaktionen zu finden, doch im Grunde genommen der Mensch selber ist. Natürlich wird bei denjenigen Substanzen, die nicht riechen und schmecken, das schwierig sein. Aber ich mache Sie doch darauf aufmerksam, daß es eine Art von Selbsterziehung gibt, die insbesondere für den Arzt von einer großen Wichtigkeit ist, eine Selbsterziehung, die darinnen besteht, daß man jene feinen Empfindungsfähigkeiten, die schon möglich sind auszubilden, ausbildet, die einen dahin führen, etwas zu empfinden eben bei so etwas wie, sagen wir, dem äußerlich natürlichen Kieselbildungsprozeß. Bedenken Sie doch nur einmal: es bedeutet ja erwas, daß zwar der Quarz sehr regelmäßige Gestaltungen aufweist, daß aber dieses Gestein, dieses Mineral, welches auf der einen Seite so regelmäßige Gestaltungen aufweist, in den Bildungen, die mit ihm verwandt sind, wiederum so sehr zu allen möglichen Kristallgestalten neigt, daß ungeheure Mannigfaltigkeit bei den Silikaten im Kristallisieren vorliegt. Wer solche Dinge empfinden kann, der empfindet dann auch, wie in der Bildungsmöglichkeit der verschiedensten Gestalten schon das zerstreuende Element vorwiegt. Natürlich muß ein zerstreuendes Element vorgebildet sein, wenn die Möglichkeit vorliegen soll, in der äußeren Natur so viel Gestaltendes hervorzurufen wie bei den Silikaten. Das weist darauf hin, daß man die Silikate in zersprengtem Zustande verwenden muß. Dafür muß man sich schon eben eine Empfindungsmöglichkeit verschaffen. Denn sie führt dann, wie wir noch sehen werden, zu einer gewissen Wertung der Heilmittel. Auf der anderen Seite ist es aber auch notwendig, daß sich der Mensch selbst zu einem guten Reaktionsboden macht und sich namentlich dahingehend Empfindungen aneignet, daß zum Beispiel die Gerüche eigentlich ebenso siebengliedrig sind wie die Farbenempfindungen. Wenn wir uns das Unterscheidungsvermögen für den süßlichen Geruch, den stechenden Geruch und so weiter aneignen, so werden wir finden, daß in der Tat der Geruchsinn nach sieben Nuancen hin differenziert ist, ebenso der Geschmacksinn. Und das Interessante ist, daß man, wenn man sich im Geruchsinn die Skala, wenn ich so sagen darf, das Geruchspektrum aneignet, so bekommt man mit ein Erziehungsmittel, um sich zurechtzufinden auch in alledem, was bei den verbrennlichen Substanzen auftritt. Man dringt gewissermaßen in die Natur der verbrennlichen Substanzen ein; wir werden morgen sehen wie. Wenn man sich gewisse Empfindungsmöglichkeiten für den Geschmack aneignet, wenn man zum Beispiel gut unterscheiden kann den süßlichen Geschmack von dem salzigen Geschmack, also Salze, und dazwischen noch fünf andere Nuancen, da eignet man sich an eine gewisse innere Verwandtschaft gerade zu dem Salzbildenden in der Natur. Und wenn man sich diese innere Verwandtschaft aneignet, dann kommt man dazu, einfach, ich möchte sagen, aus den Eindrücken, die man aus der Natur bekommt, heraus die Empfindung zu haben: das taugt nach der einen Seite des menschlichen Organismus hin, das taugt nach der anderen Seite des menschlichen Organismus hin. Obzwar zugrunde liegen müssen sorgfältige, exakte wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirkungen der verschiedenen Substanzen, so ist es doch von einer großen Bedeutung, daß man niemals eigentlich außer acht läßt, die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Untersuchungen auch von seinen subjektiven Wahrnehmungskräften zu begleiten, daß man also sich erwirbt ein gewisses inneres Verwandtschaftsgefühl zur Natur.
[ 24 ] Before we can penetrate still more into these matters, let us realise that every one of the senses in man has fine shades of differentiation; and that the best material for tests to ascertain the reactions here, is the human being. Of course it is difficult to ascertain reactions to substances with no perceptible taste or smell. But may I draw your attention here to the possibilities of self education—a form of self-education of great value for medical smell especially—which consists in developing possible capacities of sensation which may give a sensory response even to—for instance—the process of silicon formation in external nature. Consider that there must be a meaning in the fact that quartz exhibits very regular crystal formations, and at the same time that this mineral and its allies so regular in their formations, tend nevertheless to the widest possible variety of crystallisation, for there is immense diversity in the crystals of all the silicates. He who can grasp these things can also perceive the action of a dispersing element in the possibility of all these different formations. There must of course be a fundamental dispersive force if there is the potentiality of such structural diversity as external nature reveals in the silicates. This is an indication for the therapeutic use of silicates in a “scattered” form. It is desirable to develop a capacity of sensation in these matters, such a sense will lead to a certain valuation concerning remedies. On the other hand, man must educate himself to become a suitable reactive instrument, and acquire sensory capacities for the fact for example—that the odours have a sevenfold classification just as the colour sensations. We have only to acquire the sense of difference between the sweet smell, the pungent smell and so forth to discover seven main nuances of smells, and the same is equally true of flavours. Moreover, if we acquire the power to differentiate all the odours in this olfactory scale—or olfactory spectrum if it may be so termed—we educate ourselves in the perception, e.g., of all the manifestations of burning and combustible substances. We penetrate into their essential nature. We shall see tomorrow how this can be done. If we also cultivate our capacity of taste and can perceive the difference between the faintest degrees of sweetness and of saltiness in flavours—and all the five shades between—we grow akin to the salt forming forces in external nature. And if we acquire this inner kinship, we also get a direct sensation from the natural sensory impression, as to which sphere or portion of the human organism this or that substance will benefit. Although the base must be careful and exact scientific investigations, it is most important that those scientific results should be accompanied by subjective perceptual experience; so as to develop a certain intimate feeling of kinship to the world of nature.
[ 25 ] An diese Auseinandersetzung möchte ich dann morgen anknüpfen und dann immer weiter zu dem Speziellen kommen.
[ 25 ] Not translated
