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Spiritual Science and Medicine
GA 312

9 April 1920, Dornach

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Zwanzigster Vortrag

Zwanzigster Vortrag

[ 1 ] Es handelt sich darum, daß, wenn das medizinische Studium in einer der Menschheit heilsamen Weise fortgeführt werden soll, dann wirklich dasjenige Platz greife, was ich versuchte in diesen Vorträgen anzudeuten: das Zusammendenken des ganzen gesunden und kranken menschlichen Organismus mit den außermenschlichen Kräften, Substanzen, Wirkungsweisen überhaupt. Denn dadurch wird die Brücke geschlagen zwischen der naturwissenschaftlichen Richtung, die immer mehr und mehr auf das bloße Erkennen der Krankheiten hinausläuft, und dem Bestreben, Heilmittel und Heilwirkungen zu schaffen. Dazu aber, daß dieser Weg mit Erfolg betreten werden kann, ist es notwendig, eine Gesamtanschauung des Menschen zu gewinnen, ihn gewissermaßen geisteswissenschaftlich zu durchleuchten, von da an, wo der Mensch zunächst, so wie er jetzt als Mensch ist, mit der Außenwelt in einem gewissen Zusammenhange steht. Dieser Zusammenhang mit der Außenwelt tritt ja am weitesten in der Entwickelung vorgeschritten in der Wechselwirkung der äußeren Sinne mit der Außenwelt hervor, die eigentlich nur noch wenig mit physischen Wirkungen im Inneren zu tun haben, wie zum Beispiel die Sinneswirkungen des Auges. Aber sobald wir in das Gebiet der unteren Sinne kommen, in das Gebiet des Geruchs-, des Geschmackssinnes, so sehen wir sogleich, wie das Äußere des Menschen, gewissermaßen der äußere Verkehr des Menschen mit der Umwelt, sich verinnerlicht. Denn bis zu einem gewissen Punkte ist ja die menschliche Verdauung nichts anderes als eine Fortsetzung und Umwandelung der Sinnestätigkeit. Bis zu dem Punkte, wo die Nahrungsstoffe abgegeben werden von der Darmtätigkeit an die lymph- und blutbildende Tätigkeit, und noch sogar im Übergang zu diesem Punkte ist im Grunde genommen alles metamorphosierte, umgewandelte Sinnestätigkeit, die, je niedriger sie selbst ist, um so mehr organisch wirkt. So daß wir eigentlich in dem Verdauungsvorgang bis zu dem Punkte, den ich eben charakterisiert habe, einen fortgesetzten Geschmacksempfindungsvorgang zu erkennen haben.

[ 1 ] Es handelt sich darum, daß, wenn das medizinische Studium in einer der Menschheit heilsamen Weise fortgeführt werden soll, dann wirklich dasjenige Platz greife, was ich versuchte in diesen Vorträgen anzudeuten: das Zusammendenken des ganzen gesunden und kranken menschlichen Organismus mit den außermenschlichen Kräften, Substanzen, Wirkungsweisen überhaupt. Denn dadurch wird die Brücke geschlagen zwischen der naturwissenschaftlichen Richtung, die immer mehr und mehr auf das bloße Erkennen der Krankheiten hinausläuft, und dem Bestreben, Heilmittel und Heilwirkungen zu schaffen. Dazu aber, daß dieser Weg mit Erfolg betreten werden kann, ist es notwendig, eine Gesamtanschauung des Menschen zu gewinnen, ihn gewissermaßen geisteswissenschaftlich zu durchleuchten, von da an, wo der Mensch zunächst, so wie er jetzt als Mensch ist, mit der Außenwelt in einem gewissen Zusammenhange steht. Dieser Zusammenhang mit der Außenwelt tritt ja am weitesten in der Entwickelung vorgeschritten in der Wechselwirkung der äußeren Sinne mit der Außenwelt hervor, die eigentlich nur noch wenig mit physischen Wirkungen im Inneren zu tun haben, wie zum Beispiel die Sinneswirkungen des Auges. Aber sobald wir in das Gebiet der unteren Sinne kommen, in das Gebiet des Geruchs-, des Geschmackssinnes, so sehen wir sogleich, wie das Äußere des Menschen, gewissermaßen der äußere Verkehr des Menschen mit der Umwelt, sich verinnerlicht. Denn bis zu einem gewissen Punkte ist ja die menschliche Verdauung nichts anderes als eine Fortsetzung und Umwandelung der Sinnestätigkeit. Bis zu dem Punkte, wo die Nahrungsstoffe abgegeben werden von der Darmtätigkeit an die lymph- und blutbildende Tätigkeit, und noch sogar im Übergang zu diesem Punkte ist im Grunde genommen alles metamorphosierte, umgewandelte Sinnestätigkeit, die, je niedriger sie selbst ist, um so mehr organisch wirkt. So daß wir eigentlich in dem Verdauungsvorgang bis zu dem Punkte, den ich eben charakterisiert habe, einen fortgesetzten Geschmacksempfindungsvorgang zu erkennen haben.

[ 2 ] Würdigt man eine solche Tatsache richtig, dann wird man den Boden sich bereiten erstens für die ganze Diätetik, dann aber auch für die Erkenntnis all des Heilsamen, das notwendig ist, um auf diesem Gebiete gerade zu wirken. Auch Schädigungen, die auf diesem Gebiete eintreten können, die werden dadurch systematisch nach und nach erkannt werden können. Denn bedenken Sie einmal das Folgende: Verfolgen Sie die Wirkung von, ich will sagen, Ammoniaksalz auf den menschlichen Organismus. Der Bekenner der heutigen Naturwissenschaft wird sagen: Zunächst einmal wirken Ammoniaksalze, die etwa in der Form des Salmiaks beigebracht werden — wie man eben sagen müßte im Sinne der heutigen Naturwissenschaft —, auf das muskulös-motorische Herznervensystem etwa.

[ 2 ] Würdigt man eine solche Tatsache richtig, dann wird man den Boden sich bereiten erstens für die ganze Diätetik, dann aber auch für die Erkenntnis all des Heilsamen, das notwendig ist, um auf diesem Gebiete gerade zu wirken. Auch Schädigungen, die auf diesem Gebiete eintreten können, die werden dadurch systematisch nach und nach erkannt werden können. Denn bedenken Sie einmal das Folgende: Verfolgen Sie die Wirkung von, ich will sagen, Ammoniaksalz auf den menschlichen Organismus. Der Bekenner der heutigen Naturwissenschaft wird sagen: Zunächst einmal wirken Ammoniaksalze, die etwa in der Form des Salmiaks beigebracht werden — wie man eben sagen müßte im Sinne der heutigen Naturwissenschaft —, auf das muskulös-motorische Herznervensystem etwa.

[ 3 ] Nun ist aber dieses ganze Nervensystem, das motorisch sein soll, ein Unding. Es gibt keinen Unterschied, wie ich genügend hervorgehoben habe, zwischen den sensitiven Nerven und den motorischen Nerven. Also die ganze Auffassung ist ein Unding. Dasjenige, um was es sich handelt, ist etwas wesentlich anderes. Das, um was es sich handelt, ist das Folgende: Solange die Ammoniaksalze ihre Wirkung behalten — sagen wir innerhalb des Gebietes, das von dem Geschmacksvorgang reicht bis zu dem Blutbildungsvorgang —, ist auch eine fortgesetzte Geschmackswirkung im Innern da, und diese fortgesetzte Geschmackswirkung ist zugleich ein Vorgang im Astralleibe und löst eine reflektorische Tätigkeit im astralischen Leibe aus, die zum Beispiel besteht in der Absonderung des Schweißes. Sie sehen geradezu hinein in die Absonderung des Schweißes, auch in einer gewissen Weise in die Absonderung des Harnes, wenn Sie in der Lage sind, diese erste Partie, möchte ich sagen, der Verdauungstätigkeit des Menschen als einen fortgesetzten Geschmacksprozeß aufzufassen. Denn ich bitte Sie, die Sache ist ja so: Wenn man auf das hinschaut, was da vorzugsweise stattfindet auf diesem Gebiete, so haben wir es zu tun im wesentlichen mit einer Aufnahme der zugeführten Nahrungsstoffe durch die innerlichen körperlichen Flüssigkeitsabsonderungen. Das ist das Wesentliche. Alles das, was da in Betracht kommt, reduziert sich eigentlich mehr oder weniger auf diese auflösende Wirkung der Körperflüssigkeit auf die Nahrungsmittel. Diese Auflösewirkung, die hat ihre Gegenwirkung. Die Gegenwirkung besteht in der Leber- und Milztätigkeit. Deshalb mußten wir auch die Leber- und Milztätigkeit zuordnen im wesentlichen der Wassertätigkeit, der Flüssigkeitstätigkeit. Aber im Gegensatz zu der Auflösungswirkung im ersten Gebiete der Verdauung hat die Lebertätigkeit die Wirkung des Einhüllenden, des Umhüllenden, des wiederum Zurückverwandelnden dessen, was im ersten Teile des Prozesses getan wird. Es ist im wesentlichen ein Bild zu gewinnen für das, was da vorliegt, wenn man einfach nebeneinander sieht die Tätigkeit, die ausgeübt wird, wenn ich Salz in warmes Wasser werfe. Das Salz verteilt sich lösend im warmen Wasser: Bild der Tätigkeit bis zur Aufnahme der Nahrungsmittel in die Lymph- und Blutgefäße. Ich lege daneben ein paar sich rundende Quecksilbertröpfchen mit ihrem Bestreben zu runden, Abschließendes zu machen, zu organisieren, zu gestalten: Bild alles desjenigen, was beginnt von der Aufnahme der Nahrungsmittel an in die Lymph- und Blutgefäße und was dirigiert wird von der Leber aus mit all ihrer Beziehung zu dem astralischen Leib des Menschen.

[ 3 ] Nun ist aber dieses ganze Nervensystem, das motorisch sein soll, ein Unding. Es gibt keinen Unterschied, wie ich genügend hervorgehoben habe, zwischen den sensitiven Nerven und den motorischen Nerven. Also die ganze Auffassung ist ein Unding. Dasjenige, um was es sich handelt, ist etwas wesentlich anderes. Das, um was es sich handelt, ist das Folgende: Solange die Ammoniaksalze ihre Wirkung behalten — sagen wir innerhalb des Gebietes, das von dem Geschmacksvorgang reicht bis zu dem Blutbildungsvorgang —, ist auch eine fortgesetzte Geschmackswirkung im Innern da, und diese fortgesetzte Geschmackswirkung ist zugleich ein Vorgang im Astralleibe und löst eine reflektorische Tätigkeit im astralischen Leibe aus, die zum Beispiel besteht in der Absonderung des Schweißes. Sie sehen geradezu hinein in die Absonderung des Schweißes, auch in einer gewissen Weise in die Absonderung des Harnes, wenn Sie in der Lage sind, diese erste Partie, möchte ich sagen, der Verdauungstätigkeit des Menschen als einen fortgesetzten Geschmacksprozeß aufzufassen. Denn ich bitte Sie, die Sache ist ja so: Wenn man auf das hinschaut, was da vorzugsweise stattfindet auf diesem Gebiete, so haben wir es zu tun im wesentlichen mit einer Aufnahme der zugeführten Nahrungsstoffe durch die innerlichen körperlichen Flüssigkeitsabsonderungen. Das ist das Wesentliche. Alles das, was da in Betracht kommt, reduziert sich eigentlich mehr oder weniger auf diese auflösende Wirkung der Körperflüssigkeit auf die Nahrungsmittel. Diese Auflösewirkung, die hat ihre Gegenwirkung. Die Gegenwirkung besteht in der Leber- und Milztätigkeit. Deshalb mußten wir auch die Leber- und Milztätigkeit zuordnen im wesentlichen der Wassertätigkeit, der Flüssigkeitstätigkeit. Aber im Gegensatz zu der Auflösungswirkung im ersten Gebiete der Verdauung hat die Lebertätigkeit die Wirkung des Einhüllenden, des Umhüllenden, des wiederum Zurückverwandelnden dessen, was im ersten Teile des Prozesses getan wird. Es ist im wesentlichen ein Bild zu gewinnen für das, was da vorliegt, wenn man einfach nebeneinander sieht die Tätigkeit, die ausgeübt wird, wenn ich Salz in warmes Wasser werfe. Das Salz verteilt sich lösend im warmen Wasser: Bild der Tätigkeit bis zur Aufnahme der Nahrungsmittel in die Lymph- und Blutgefäße. Ich lege daneben ein paar sich rundende Quecksilbertröpfchen mit ihrem Bestreben zu runden, Abschließendes zu machen, zu organisieren, zu gestalten: Bild alles desjenigen, was beginnt von der Aufnahme der Nahrungsmittel an in die Lymph- und Blutgefäße und was dirigiert wird von der Leber aus mit all ihrer Beziehung zu dem astralischen Leib des Menschen.

[ 4 ] Sehen Sie, es ist notwendig, daß man in dieser Weise hineinschaut in das, was da eigentlich vorgeht. Denn dann wird man einfach angeleitet, die Außenwelt zu studieren, wie sie sich verhält in der Salz- und Merkurialbildung. Man liest förmlich an der Außenwelt dasjenige ab, was im Innern des Organismus tätig sein muß. Aber man muß den Menschen immer im Zusammenhang betrachten mit dieser Außenwelt.

[ 4 ] Sehen Sie, es ist notwendig, daß man in dieser Weise hineinschaut in das, was da eigentlich vorgeht. Denn dann wird man einfach angeleitet, die Außenwelt zu studieren, wie sie sich verhält in der Salz- und Merkurialbildung. Man liest förmlich an der Außenwelt dasjenige ab, was im Innern des Organismus tätig sein muß. Aber man muß den Menschen immer im Zusammenhang betrachten mit dieser Außenwelt.

[ 5 ] Nun verfolgt man dann diese Ammoniaksalze weiter, wenn sie den Übergang finden in die Blutbildung, da alkalisieren sie das Blut. Da sind sie bei weiteren Schritten auf ihrem Wege so angelangt, daß sie nun aus dem unteren Menschen hinüberwirken in den oberen Menschen und in dem oberen Menschen Reaktionswirkungen hervorrufen. Aber das Interessante ist, daß hier nun eine vollständige Umkehrung stattfindet. Eine ganze Umkehrung der Vorgänge findet statt. Diese Umkehrung der Vorgänge kann man etwa so charakterisieren: Während der obere Mensch bei dem unteren Gebiete des Verdauens bestrebt ist, als Sinnesmensch zu wirken, in Geschmackswahrnehmung zu wirken, beginnt jetzt umgekehrt — die ganze Sache kehrt sich um — der untere Mensch mehr nach dem Wahrnehmen hin zu neigen und der obere Mensch mehr nach dem hin zu neigen, was nun auf die Wahrnehmung wirkt. Und die Folge davon ist, daß, während früher eine Art reflektorischer Wirkung eingetreten ist, die ich charakterisiert habe als vom Astralleib ausgehend, jetzt umgekehrt der Vorgang so stattfindet, daß gewissermaßen die reflektierende Wirkung von unten ausgeht, also von unten das kommt, was der Reflexion entspricht, und oben dasjenige beginnt, was der Flexion entsprechen würde. So daß oben angeregt werden — sagen wir, um einen Kunstausdruck zu gebrauchen — die Flimmerepithelien, zum Beispiel in erregtere Bewegung geraten, und die Sekretion der Lunge befördert wird. Die umgekehrte Bewegung gilt da. Erst wird durch das Auflösen die Bewegung der Leber hervorgerufen, dann wird durch die einhüllende Lebertätigkeit das Auflösende, Zerstreuende, Erregende dessen, was über der Lebertätigkeit gelegen ist, der Lungentätigkeit, hervorgerufen, und statt der Auflösung unten die Sekretion in den oberen Organen.

[ 5 ] Nun verfolgt man dann diese Ammoniaksalze weiter, wenn sie den Übergang finden in die Blutbildung, da alkalisieren sie das Blut. Da sind sie bei weiteren Schritten auf ihrem Wege so angelangt, daß sie nun aus dem unteren Menschen hinüberwirken in den oberen Menschen und in dem oberen Menschen Reaktionswirkungen hervorrufen. Aber das Interessante ist, daß hier nun eine vollständige Umkehrung stattfindet. Eine ganze Umkehrung der Vorgänge findet statt. Diese Umkehrung der Vorgänge kann man etwa so charakterisieren: Während der obere Mensch bei dem unteren Gebiete des Verdauens bestrebt ist, als Sinnesmensch zu wirken, in Geschmackswahrnehmung zu wirken, beginnt jetzt umgekehrt — die ganze Sache kehrt sich um — der untere Mensch mehr nach dem Wahrnehmen hin zu neigen und der obere Mensch mehr nach dem hin zu neigen, was nun auf die Wahrnehmung wirkt. Und die Folge davon ist, daß, während früher eine Art reflektorischer Wirkung eingetreten ist, die ich charakterisiert habe als vom Astralleib ausgehend, jetzt umgekehrt der Vorgang so stattfindet, daß gewissermaßen die reflektierende Wirkung von unten ausgeht, also von unten das kommt, was der Reflexion entspricht, und oben dasjenige beginnt, was der Flexion entsprechen würde. So daß oben angeregt werden — sagen wir, um einen Kunstausdruck zu gebrauchen — die Flimmerepithelien, zum Beispiel in erregtere Bewegung geraten, und die Sekretion der Lunge befördert wird. Die umgekehrte Bewegung gilt da. Erst wird durch das Auflösen die Bewegung der Leber hervorgerufen, dann wird durch die einhüllende Lebertätigkeit das Auflösende, Zerstreuende, Erregende dessen, was über der Lebertätigkeit gelegen ist, der Lungentätigkeit, hervorgerufen, und statt der Auflösung unten die Sekretion in den oberen Organen.

[ 6 ] Das ist der Weg, der gemacht wird im menschlichen Organismus von der Aneignung der Stoffe durch die Auflösung, durch die Salzwirkung zu der gestaltenden Wirkung und wiederum zu der zerstreuenden Wirkung, die zu vergleichen ist dem Verdunstungs- und Verbrennungsprozeß. Stellen Sie also hin neben die Quecksilbertröpfchen eine siedende Flüssigkeit, die fortwährend verdunstet, die also in lebhafter Verdunstungswirkung steht — was man eben phosphorige Sulphurwirkung nennen kann —, wo gleichsam das Unorganische entzündet ist, dann haben Sie die Tätigkeit, die entwickelt wird in den Gegenorganen, also in dem unteren Menschen, aber auch in alledem, was im oberen Menschen nun mit der Lunge in Beziehung steht.

[ 6 ] Das ist der Weg, der gemacht wird im menschlichen Organismus von der Aneignung der Stoffe durch die Auflösung, durch die Salzwirkung zu der gestaltenden Wirkung und wiederum zu der zerstreuenden Wirkung, die zu vergleichen ist dem Verdunstungs- und Verbrennungsprozeß. Stellen Sie also hin neben die Quecksilbertröpfchen eine siedende Flüssigkeit, die fortwährend verdunstet, die also in lebhafter Verdunstungswirkung steht — was man eben phosphorige Sulphurwirkung nennen kann —, wo gleichsam das Unorganische entzündet ist, dann haben Sie die Tätigkeit, die entwickelt wird in den Gegenorganen, also in dem unteren Menschen, aber auch in alledem, was im oberen Menschen nun mit der Lunge in Beziehung steht.

[ 7 ] Hat man diese innere Tätigkeit, dann hat man auch den Weg, sich Begriffe darüber zu bilden, was in diese Tätigkeiten hereingenommen werden kann von der Außenwelt. Das geht sehr weit; das geht bis zu folgendem. Wenn Sie sich erinnern an das, was wir vor ein paar Tagen gesagt haben, so werden Sie einsehen: Alles dasjenige, was im Zahnbildungsprozeß vor sich geht, ist eine sehr peripherische Betätigung des menschlichen Organismus. Deshalb wird auch diese peripherische Tätigkeit des menschlichen Organismus sehr bald eine völlig äußerliche, mineralisierende, wie ich charakterisiert habe, und ich bitte, das nicht mißzuverstehen. Es ist ein wenig, wie ich glaube, mißverständlich aufgefaßt worden. Ich sagte, weil die zahnbildende Tätigkeit eine so peripherische ist, so ist es berechtigt, dann, wenn schon das Mineralisierende eingetreten ist in dem Zahnbildungsprozesse, wenn man es mit einer Verschlechterung der Zähne zu tun hat, rein technisch äußerlich auch durch die mechanische zahnärztlich-technische Therapie, zur Ausbesserung der Zähne und so weiter zu wirken, weil man von außen nichts mehr tun kann. Man kann also nichts anderes tun als dasjenige, was außen mineralisiert ist, wiederum mechanisch behandeln. Ich rechne dazu alles, was mechanisch vor sich geht, Ausbesserung der Zähne und so weiter. Da ist es also berechtigt, für den Ersatz der Zähne zu sorgen, wenn sie schadhaft geworden sind, denn man kann von einem gewissen Punkte an nicht mehr für die Zähne von innen heraus selber sorgen. Aber man muß für denjenigen Prozeß von innen heraus selber sorgen, der notwendigerweise da sein muß, das ist dieser Fluorbildungsprozeß, der auch für den Organismus notwendig ist. Für das, was die Zähne da tun, solange sie gut sind, muß eben Ersatz geschaffen werden, für den fluorbildenden Prozeß im Organismus. Dieser Ersatz kann in einer gewissen Weise geschaffen werden. Nur muß man jetzt auf diesen Umkehrungsprozeß richtig Rücksicht nehmen, den ich eben charakterisiert habe.

[ 7 ] Hat man diese innere Tätigkeit, dann hat man auch den Weg, sich Begriffe darüber zu bilden, was in diese Tätigkeiten hereingenommen werden kann von der Außenwelt. Das geht sehr weit; das geht bis zu folgendem. Wenn Sie sich erinnern an das, was wir vor ein paar Tagen gesagt haben, so werden Sie einsehen: Alles dasjenige, was im Zahnbildungsprozeß vor sich geht, ist eine sehr peripherische Betätigung des menschlichen Organismus. Deshalb wird auch diese peripherische Tätigkeit des menschlichen Organismus sehr bald eine völlig äußerliche, mineralisierende, wie ich charakterisiert habe, und ich bitte, das nicht mißzuverstehen. Es ist ein wenig, wie ich glaube, mißverständlich aufgefaßt worden. Ich sagte, weil die zahnbildende Tätigkeit eine so peripherische ist, so ist es berechtigt, dann, wenn schon das Mineralisierende eingetreten ist in dem Zahnbildungsprozesse, wenn man es mit einer Verschlechterung der Zähne zu tun hat, rein technisch äußerlich auch durch die mechanische zahnärztlich-technische Therapie, zur Ausbesserung der Zähne und so weiter zu wirken, weil man von außen nichts mehr tun kann. Man kann also nichts anderes tun als dasjenige, was außen mineralisiert ist, wiederum mechanisch behandeln. Ich rechne dazu alles, was mechanisch vor sich geht, Ausbesserung der Zähne und so weiter. Da ist es also berechtigt, für den Ersatz der Zähne zu sorgen, wenn sie schadhaft geworden sind, denn man kann von einem gewissen Punkte an nicht mehr für die Zähne von innen heraus selber sorgen. Aber man muß für denjenigen Prozeß von innen heraus selber sorgen, der notwendigerweise da sein muß, das ist dieser Fluorbildungsprozeß, der auch für den Organismus notwendig ist. Für das, was die Zähne da tun, solange sie gut sind, muß eben Ersatz geschaffen werden, für den fluorbildenden Prozeß im Organismus. Dieser Ersatz kann in einer gewissen Weise geschaffen werden. Nur muß man jetzt auf diesen Umkehrungsprozeß richtig Rücksicht nehmen, den ich eben charakterisiert habe.

[ 8 ] Was ist denn eigentlich diese ganze Zahnentstehung ihrer Realität nach betrachtet? Sie ist eine Bewegung des Mineralisierungsprozesses von innen nach außen. Wenn die zweiten Zähne alle heraußen sind, so ist dieser eben den Mineralisierungsprozeß nach außen drängende Vorgang an seinem Ziele angelangt. Ihm tritt dann entgegen der Sexualisierungsprozeß, der nach innen wiederum treibt. Das sind zwei entgegengesetzte Prozesse, die wie im Rhythmus einander entgegenwirken: der Zahnbildeprozeß und der Sexualisierungsprozeß. In demselben Maße, als der Zahnbildungsprozeß fertig wird, geht der Sexualisierungsprozeß nach der anderen Seite vor sich. Aber wenn Sie die Sache so ansehen, werden Sie auch einsehen, daß ein anderer Prozeß im Menschen, der die Richtung nach innen und rückwärtig hat, polarisch entgegengesetzt ist dem Zahnbildebewegungsprozeß, und er hat in der Tat sehr viel damit zu tun. Das ist die peristaltische Bewegung des Gedärmes. Das sind zwei Prozesse, die innig miteinander zusammenhängen. Also alles, was zu dieser peristaltischen Bewegung gehört, hängt innig zusammen mit dem, was nach der anderen Seite die Zahnbildung besorgt. Dieser Bewegungsprozeß des Gedärmes hängt innig zusammen mit der Verwertung des Fluors im menschlichen Organismus. Man kann sagen: Einfach wenn dieser Prozeß der Darmbewegung schneller, intensiver vor sich geht, als er vor sich gehen sollte, nach der Individualität eines Menschen, dann wirkt das zurück auf die Verschlechterung der Zähne, aber namentlich auf all dasjenige, was das Fluor im menschlichen Organismus normalerweise tun sollte. Daher wird es nötig sein, daß der Zahnarzt die Anweisung gibt, wenn er bemerkt, daß die Zähne sehr schadhaft sind, daß die ganze verdauungsbewegende Tätigkeit des Menschen etwas weniger intensiv gemacht wird, sei es dadurch, daß er rein äußerlich mechanisch Ruhe anordnet, wenn es beim Beruf des Menschen sein kann, sei es dadurch, daß er die Verdauung beruhigende Mittel gibt, also nur um etwas, nicht um viel heruntersetzt die Intensität der Bewegungen der Därme insbesondere.

[ 8 ] Was ist denn eigentlich diese ganze Zahnentstehung ihrer Realität nach betrachtet? Sie ist eine Bewegung des Mineralisierungsprozesses von innen nach außen. Wenn die zweiten Zähne alle heraußen sind, so ist dieser eben den Mineralisierungsprozeß nach außen drängende Vorgang an seinem Ziele angelangt. Ihm tritt dann entgegen der Sexualisierungsprozeß, der nach innen wiederum treibt. Das sind zwei entgegengesetzte Prozesse, die wie im Rhythmus einander entgegenwirken: der Zahnbildeprozeß und der Sexualisierungsprozeß. In demselben Maße, als der Zahnbildungsprozeß fertig wird, geht der Sexualisierungsprozeß nach der anderen Seite vor sich. Aber wenn Sie die Sache so ansehen, werden Sie auch einsehen, daß ein anderer Prozeß im Menschen, der die Richtung nach innen und rückwärtig hat, polarisch entgegengesetzt ist dem Zahnbildebewegungsprozeß, und er hat in der Tat sehr viel damit zu tun. Das ist die peristaltische Bewegung des Gedärmes. Das sind zwei Prozesse, die innig miteinander zusammenhängen. Also alles, was zu dieser peristaltischen Bewegung gehört, hängt innig zusammen mit dem, was nach der anderen Seite die Zahnbildung besorgt. Dieser Bewegungsprozeß des Gedärmes hängt innig zusammen mit der Verwertung des Fluors im menschlichen Organismus. Man kann sagen: Einfach wenn dieser Prozeß der Darmbewegung schneller, intensiver vor sich geht, als er vor sich gehen sollte, nach der Individualität eines Menschen, dann wirkt das zurück auf die Verschlechterung der Zähne, aber namentlich auf all dasjenige, was das Fluor im menschlichen Organismus normalerweise tun sollte. Daher wird es nötig sein, daß der Zahnarzt die Anweisung gibt, wenn er bemerkt, daß die Zähne sehr schadhaft sind, daß die ganze verdauungsbewegende Tätigkeit des Menschen etwas weniger intensiv gemacht wird, sei es dadurch, daß er rein äußerlich mechanisch Ruhe anordnet, wenn es beim Beruf des Menschen sein kann, sei es dadurch, daß er die Verdauung beruhigende Mittel gibt, also nur um etwas, nicht um viel heruntersetzt die Intensität der Bewegungen der Därme insbesondere.

[ 9 ] Aber die Regulierung dieser Tätigkeit ist von einer besonderen Bedeutung, und sie wird befördert durch eine regelmäßigen Gesetzen gehorchende Tätigkeit der Glieder, auf die ich schon hingedeutet habe, der Arm- und Handglieder und der Bein- und Fußglieder, die ja insbesondere durch eurythmische Regelung der Bewegungen befördert werden können, weil die eurythmischen Bewegungen die Bewegungen durchseelen. Wenn das Turnerische aber zu stark in das bloß Physiologische übergeht, dann schnappt, ich möchte sagen, das Pendel nach der falschen Richtung hinüber, und man kann sehr leicht nach dem Gegenteil hin wirken. Deshalb ist es auch begreiflich, daß diejenigen Betätigungen, wie gewöhnliche Tanzbetätigungen, denen insbesondere Mädchen unterworfen werden, nun auch wiederum in schädigender Weise wirken können auf den zahnbildenden Prozeß, daß man also durchaus nicht sagen darf: Ja, wie kommt es denn, daß Mädchen, die doch viel tanzen, schlechtere Zähne haben als Knaben? — Es kommt darauf an, daß dieses Tanzen eben auch beseelt wird, nicht übertrieben wird. Auf der anderen Seite, was die Bewegung der Hände betrifft, so braucht nur dasjenige, was im Stricken und Häkeln zum Vorschein kommt, eben auch übertrieben zu werden, und wir haben die gegenteilige Wirkung von dem, was da ist bei einer richtigen Verwendung dieser Tätigkeit beim Menschen.

[ 9 ] Aber die Regulierung dieser Tätigkeit ist von einer besonderen Bedeutung, und sie wird befördert durch eine regelmäßigen Gesetzen gehorchende Tätigkeit der Glieder, auf die ich schon hingedeutet habe, der Arm- und Handglieder und der Bein- und Fußglieder, die ja insbesondere durch eurythmische Regelung der Bewegungen befördert werden können, weil die eurythmischen Bewegungen die Bewegungen durchseelen. Wenn das Turnerische aber zu stark in das bloß Physiologische übergeht, dann schnappt, ich möchte sagen, das Pendel nach der falschen Richtung hinüber, und man kann sehr leicht nach dem Gegenteil hin wirken. Deshalb ist es auch begreiflich, daß diejenigen Betätigungen, wie gewöhnliche Tanzbetätigungen, denen insbesondere Mädchen unterworfen werden, nun auch wiederum in schädigender Weise wirken können auf den zahnbildenden Prozeß, daß man also durchaus nicht sagen darf: Ja, wie kommt es denn, daß Mädchen, die doch viel tanzen, schlechtere Zähne haben als Knaben? — Es kommt darauf an, daß dieses Tanzen eben auch beseelt wird, nicht übertrieben wird. Auf der anderen Seite, was die Bewegung der Hände betrifft, so braucht nur dasjenige, was im Stricken und Häkeln zum Vorschein kommt, eben auch übertrieben zu werden, und wir haben die gegenteilige Wirkung von dem, was da ist bei einer richtigen Verwendung dieser Tätigkeit beim Menschen.

[ 10 ] So sieht man also, wie in der Tat schon auf diesem Gebiete, ich möchte sagen, der mechanisch-sichtbaren Bewegung eine Umkehrung stattfindet. Erstens ist umgekehrt der Zahnbildungsprozeß zum Verdauungsprozeß. Dann aber ist wiederum ganz wichtig, daß überhaupt umgekehrt gerichtet ist zur menschlichen Bewegung, zur Fortbewegung des Menschen, zur Fähigkeit, sich vorwärts zu bewegen, die Bewegung, die in den Verdauungsprozeß hineingelegt wird. In dem ist ungeheuer viel gelegen für den Aufbau des Menschen. Daß der Mensch vorwärts gehen kann, und daß rückwärts die Anregung zu seiner Verdauung vor sich geht, daran ist ungeheuer viel gelegen. Sogar damit kann man etwas erreichen, daß man einen Menschen, der eine zu träge wirkende Verdauung hat, daran gewöhnt, turnerisch viel rückwärts zu gehen. Man wird dann fördernd wirken auf seine Verdauungstätigkeit. Alle diese Dinge, möchte ich sagen, werden aus rein empirischen Notizensammlungen etwas, was man innerlich durchdringen kann, wenn man den Menschen in bezug auf seine ganze Konstitution geisteswissenschaftlich durchleuchtet.

[ 10 ] So sieht man also, wie in der Tat schon auf diesem Gebiete, ich möchte sagen, der mechanisch-sichtbaren Bewegung eine Umkehrung stattfindet. Erstens ist umgekehrt der Zahnbildungsprozeß zum Verdauungsprozeß. Dann aber ist wiederum ganz wichtig, daß überhaupt umgekehrt gerichtet ist zur menschlichen Bewegung, zur Fortbewegung des Menschen, zur Fähigkeit, sich vorwärts zu bewegen, die Bewegung, die in den Verdauungsprozeß hineingelegt wird. In dem ist ungeheuer viel gelegen für den Aufbau des Menschen. Daß der Mensch vorwärts gehen kann, und daß rückwärts die Anregung zu seiner Verdauung vor sich geht, daran ist ungeheuer viel gelegen. Sogar damit kann man etwas erreichen, daß man einen Menschen, der eine zu träge wirkende Verdauung hat, daran gewöhnt, turnerisch viel rückwärts zu gehen. Man wird dann fördernd wirken auf seine Verdauungstätigkeit. Alle diese Dinge, möchte ich sagen, werden aus rein empirischen Notizensammlungen etwas, was man innerlich durchdringen kann, wenn man den Menschen in bezug auf seine ganze Konstitution geisteswissenschaftlich durchleuchtet.

[ 11 ] Ich will Sie auf etwas anderes noch aufmerksam machen. Sehen Sie, es ist doch gewiß die wunderbare Wirkung da beim Menschen, wenn wir auf das übergehen wollen, von Nux vomica. Worauf beruht diese Wirkung? Nux vomica braucht man bloß bei einer gewissen Gelegenheit zu studieren, und man wird auf ihre Wirkung kommen, innerliche Einsicht in ihre Wirkung bekommen. Sie brauchen Nux vomica bloß beim Katzenjammer zu studieren, dann werden Sie sehen, was sie für eine Wirkung hat. Alle übrigen Wirkungen lassen sich in einer gewissen Weise leichter übersehen, wenn man bei katzenjämmerlichen Menschen die Wirkung von Nux vomica beobachtet. Da ist eine richtige Umkehrung der ganzen menschlichen organischen Tätigkeit beim Katzenjammer vorhanden. Der Katzenjammer ist ja die Fortsetzung eines Prozesses, der sich gar sehr abspielt im ersten Trakt der Verdauungstätigkeit. Er tritt ein, wenn dasjenige, was sich bei der Wein- oder Bier- oder bei der Champagnerschwelgerei abspielt bis zur Aufnahme der Stoffe in die lymph- und blurbildenden Vorgänge, in diese Vorgänge übergeht. Dann werden diejenigen Gebiete des menschlichen Organismus, die eigentlich ihren Beruf darinnen haben, aufzulösen, in eine Art Sinnesorgan verwandelt; und statt daß der Mensch nun seine Hauptsinnestätigkeit auf die Außenwelt richtet, mit der Außenwelt in Kommunikation tritt, vor sich draußen die Erde mit ihren Vorgängen hat, zwingt ihn das, was er mit sich angerichtet hat, nach innen hinein wahrzunehmen, denn jetzt hat er da drinnen eine sehr, sehr der äußeren Erdentätigkeit ähnlich gewordene Tätigkeit. Da fängt er an, die Drehung der Erde zu verspüren, und sein Bett fängt an zu kreisen. Da jenseits seiner Darmtätigkeit, in der Lymph- und Blurbildetätigkeit, liegt jetzt, ich möchte sagen, eine Art Erdentätigkeit, eine Art Außenwelt, eine innere Außenwelt. Der Mensch hat sich zur inneren Außenwelt gemacht und nimmt schrecklich wahr dadrinnen dasjenige, was ihn gar nicht stört, wenn er es außen wahrnimmt, denn sein Inneres ist nicht dazu geeignet, eine Erde zu werden, sein Inneres soll sich gerade der Erde entziehen. Jetzt aber konstruiert er sich da drinnen eine richtige Erde, etwas, was eigentlich viel besser dazu geeignet wäre, wenn man es ganz herausnehmen könnte und ringsherum Sinneswahrnehmer hätte, die das von außen anschauen könnten. Er aber wird jetzt veranlaßt, mit einem mehr nach außen gelegenen Innern wahrzunehmen.

[ 11 ] Ich will Sie auf etwas anderes noch aufmerksam machen. Sehen Sie, es ist doch gewiß die wunderbare Wirkung da beim Menschen, wenn wir auf das übergehen wollen, von Nux vomica. Worauf beruht diese Wirkung? Nux vomica braucht man bloß bei einer gewissen Gelegenheit zu studieren, und man wird auf ihre Wirkung kommen, innerliche Einsicht in ihre Wirkung bekommen. Sie brauchen Nux vomica bloß beim Katzenjammer zu studieren, dann werden Sie sehen, was sie für eine Wirkung hat. Alle übrigen Wirkungen lassen sich in einer gewissen Weise leichter übersehen, wenn man bei katzenjämmerlichen Menschen die Wirkung von Nux vomica beobachtet. Da ist eine richtige Umkehrung der ganzen menschlichen organischen Tätigkeit beim Katzenjammer vorhanden. Der Katzenjammer ist ja die Fortsetzung eines Prozesses, der sich gar sehr abspielt im ersten Trakt der Verdauungstätigkeit. Er tritt ein, wenn dasjenige, was sich bei der Wein- oder Bier- oder bei der Champagnerschwelgerei abspielt bis zur Aufnahme der Stoffe in die lymph- und blurbildenden Vorgänge, in diese Vorgänge übergeht. Dann werden diejenigen Gebiete des menschlichen Organismus, die eigentlich ihren Beruf darinnen haben, aufzulösen, in eine Art Sinnesorgan verwandelt; und statt daß der Mensch nun seine Hauptsinnestätigkeit auf die Außenwelt richtet, mit der Außenwelt in Kommunikation tritt, vor sich draußen die Erde mit ihren Vorgängen hat, zwingt ihn das, was er mit sich angerichtet hat, nach innen hinein wahrzunehmen, denn jetzt hat er da drinnen eine sehr, sehr der äußeren Erdentätigkeit ähnlich gewordene Tätigkeit. Da fängt er an, die Drehung der Erde zu verspüren, und sein Bett fängt an zu kreisen. Da jenseits seiner Darmtätigkeit, in der Lymph- und Blurbildetätigkeit, liegt jetzt, ich möchte sagen, eine Art Erdentätigkeit, eine Art Außenwelt, eine innere Außenwelt. Der Mensch hat sich zur inneren Außenwelt gemacht und nimmt schrecklich wahr dadrinnen dasjenige, was ihn gar nicht stört, wenn er es außen wahrnimmt, denn sein Inneres ist nicht dazu geeignet, eine Erde zu werden, sein Inneres soll sich gerade der Erde entziehen. Jetzt aber konstruiert er sich da drinnen eine richtige Erde, etwas, was eigentlich viel besser dazu geeignet wäre, wenn man es ganz herausnehmen könnte und ringsherum Sinneswahrnehmer hätte, die das von außen anschauen könnten. Er aber wird jetzt veranlaßt, mit einem mehr nach außen gelegenen Innern wahrzunehmen.

[ 12 ] Gegen das alles, was da eintritt, wirkt Nux vomica aus dem Grunde, weil zunächst, so lange bis — in diesem Falle tritt ja meistens ein starker Naturheilungsprozeß ein — der Naturheilungsprozeß eintritt, die Empfindlichkeit für dieses äußere Innere durch Nux vomica unterdrückt wird. Dadurch, daß es unterdrückt wird, wird zu gleicher Zeit der innen gelegene äußere Prozeß nicht gestört, und es ist schon eine Art Heilwirkung von Nux vomica damit verbunden, die aber ausgeht davon, daß eigentlich die Fortsetzung des metamorphosierten Schmeckvorganges abgeschwächt wird, nicht mehr störend wirkt auf dasjenige, was jenseits dieses fortgesetzten Schmeckvorganges liegt. Dadurch wird eine Art Heilung hervorgerufen. Nehmen Sie an, daß nun das Umgekehrte vorhanden ist. Es findet nicht eine Steigerung des fortgesetzten Schmeckvorganges, also der Auflösungstätigkeit, statt, sondern eine Herablähmung, es wird die Auflösung nicht weit genug getrieben. Nehmen wir an, es wird also die Sache so im menschlichen Organismus, daß, statt daß im richtigen Maße das, was von der Außenwelt aufgenommen wird, aufgelöst und in den Salzbildungsprozeß einbezogen wird, sich dieses Innere zu schwach erweist, um es in den Salzbildungsprozeß einzubeziehen. Es wirkt dieses, was das erste Gebiet der Verdauungstätigkeit ist, schon so, wie man es haben will, wenn man Nux vomica gibt, es wirkt schon von Natur aus so durch irgendeinen anderen Prozeß; dann werden sich die nicht bis zur genügenden Lösung getriebenen Stoffe ihm anzupassen suchen. Sie können ja nicht, wenn sie nicht bis zu einem Ausweg gekommen sind, hinübergehen über dieses Ufer, welches da besteht zwischen der Geschmacks- und Verdauungstätigkeit und der blutbildenden Tätigkeit, sie können dieses Ufer nicht überschreiten. Sie suchen sich daher einen Weg in entgegengesetzter Richtung, und all dasjenige kommt zustande, was dann bekämpft werden kann, indem man einfach die auflösende Wirkung befördert, während man sie herabdämpft durch die Wirkung von Nux vomica. Und all dem, was da sich einen falschen Weg sucht, dem tritt man kämpfend entgegen mit Thuja. Da haben Sie auch die polarische Gegensätzlichkeit zwischen Nux vomica und Thuja aus der menschlichen Natur heraus entwickelt. Das zeigt aber auch, daß man immer hinschauen sollte auf die Gesamtorganisation des Menschen, denn diese Gegensätzlichkeiten, die im menschlichen Organismus sind, sind von einer ganz und gar nicht zu unterschätzenden Bedeutung.

[ 12 ] Gegen das alles, was da eintritt, wirkt Nux vomica aus dem Grunde, weil zunächst, so lange bis — in diesem Falle tritt ja meistens ein starker Naturheilungsprozeß ein — der Naturheilungsprozeß eintritt, die Empfindlichkeit für dieses äußere Innere durch Nux vomica unterdrückt wird. Dadurch, daß es unterdrückt wird, wird zu gleicher Zeit der innen gelegene äußere Prozeß nicht gestört, und es ist schon eine Art Heilwirkung von Nux vomica damit verbunden, die aber ausgeht davon, daß eigentlich die Fortsetzung des metamorphosierten Schmeckvorganges abgeschwächt wird, nicht mehr störend wirkt auf dasjenige, was jenseits dieses fortgesetzten Schmeckvorganges liegt. Dadurch wird eine Art Heilung hervorgerufen. Nehmen Sie an, daß nun das Umgekehrte vorhanden ist. Es findet nicht eine Steigerung des fortgesetzten Schmeckvorganges, also der Auflösungstätigkeit, statt, sondern eine Herablähmung, es wird die Auflösung nicht weit genug getrieben. Nehmen wir an, es wird also die Sache so im menschlichen Organismus, daß, statt daß im richtigen Maße das, was von der Außenwelt aufgenommen wird, aufgelöst und in den Salzbildungsprozeß einbezogen wird, sich dieses Innere zu schwach erweist, um es in den Salzbildungsprozeß einzubeziehen. Es wirkt dieses, was das erste Gebiet der Verdauungstätigkeit ist, schon so, wie man es haben will, wenn man Nux vomica gibt, es wirkt schon von Natur aus so durch irgendeinen anderen Prozeß; dann werden sich die nicht bis zur genügenden Lösung getriebenen Stoffe ihm anzupassen suchen. Sie können ja nicht, wenn sie nicht bis zu einem Ausweg gekommen sind, hinübergehen über dieses Ufer, welches da besteht zwischen der Geschmacks- und Verdauungstätigkeit und der blutbildenden Tätigkeit, sie können dieses Ufer nicht überschreiten. Sie suchen sich daher einen Weg in entgegengesetzter Richtung, und all dasjenige kommt zustande, was dann bekämpft werden kann, indem man einfach die auflösende Wirkung befördert, während man sie herabdämpft durch die Wirkung von Nux vomica. Und all dem, was da sich einen falschen Weg sucht, dem tritt man kämpfend entgegen mit Thuja. Da haben Sie auch die polarische Gegensätzlichkeit zwischen Nux vomica und Thuja aus der menschlichen Natur heraus entwickelt. Das zeigt aber auch, daß man immer hinschauen sollte auf die Gesamtorganisation des Menschen, denn diese Gegensätzlichkeiten, die im menschlichen Organismus sind, sind von einer ganz und gar nicht zu unterschätzenden Bedeutung.

[ 13 ] Die Tätigkeiten, welche namentlich so wirken, daß sie alles dasjenige, was im unteren Menschen vorgeht, hinauftreiben nach dem oberen Menschen, sind ja alle gesteigert im Schlafe. Man muß sehr vorsichtig sein, wenn man den Schlaf charakterisieren will. Denn es ist richtig: der Schlaf ist eines der besten Heilmittel, aber nur dann, wenn er gerade so lang geübt wird, nicht länger und nicht kürzer, als für die betreffende Individualität des Menschen notwendig ist. Ein für die betreffende Individualität zu langer Schlaf ist krankmachend. Da kommt durch einen zu langen Schlaf eine zu starke Durchsiebung durch dieses Ufer, was ich eben bezeichnet habe; es geht zu viel hinein von dem ersten Gebiet der Verdauung in die lymph- und blutbildende Tätigkeit. Dem ist der Mensch überhaupt immer ausgesetzt. Der untere Organismus schläft ja fortwährend, so daß der Mensch fortwährend ausgesetzt ist der Erkrankung seines Blutes durch den unteren Organismus. Da trägt aber der Mensch sein eigenes Heilmittel in sich, das nur natürlich abgestimmt ist auf den normalen menschlichen Organismus. Dieser normale menschliche Organismus hat schon das Bestreben, sich durch den Schlaf fortwährend krank zu machen. Aber dieses Bestreben wird völlig ausgeglichen durch den Eisengehalt des Blutes. Das Eisen ist zunächst das dem Menschen wichtigste Metall, das in seinem Innern wirkt und das einfach ausgleichend wirkt nach dieser Richtung, das normalisiert alles dasjenige, was in überflüssiger Weise von dem einen Prozeß in den anderen hinein geschieht. Ebenso wie Sie die Erkrankungen durch Eisenmangel im Blute verstehen werden aus dem, was ich eben jetzt gesagt habe, so werden Sie auf der anderen Seite, wenn Sie das Eisen in genügender Verdünnung verwenden, so daß es wirklich verwandt wird mit dem jedesmal vor sich gehenden Homöopathisieren des oberen Menschen, immer dem Organismus helfen, seine störenden Prozesse, die von unten nach oben gehen, zu überwinden. Die anderen für den Menschen hauptsächlich in Betracht kommenden metallischen Prozesse sind, wie Sie gesehen haben, ersetzt durch die menschlichen Tätigkeiten.

[ 13 ] Die Tätigkeiten, welche namentlich so wirken, daß sie alles dasjenige, was im unteren Menschen vorgeht, hinauftreiben nach dem oberen Menschen, sind ja alle gesteigert im Schlafe. Man muß sehr vorsichtig sein, wenn man den Schlaf charakterisieren will. Denn es ist richtig: der Schlaf ist eines der besten Heilmittel, aber nur dann, wenn er gerade so lang geübt wird, nicht länger und nicht kürzer, als für die betreffende Individualität des Menschen notwendig ist. Ein für die betreffende Individualität zu langer Schlaf ist krankmachend. Da kommt durch einen zu langen Schlaf eine zu starke Durchsiebung durch dieses Ufer, was ich eben bezeichnet habe; es geht zu viel hinein von dem ersten Gebiet der Verdauung in die lymph- und blutbildende Tätigkeit. Dem ist der Mensch überhaupt immer ausgesetzt. Der untere Organismus schläft ja fortwährend, so daß der Mensch fortwährend ausgesetzt ist der Erkrankung seines Blutes durch den unteren Organismus. Da trägt aber der Mensch sein eigenes Heilmittel in sich, das nur natürlich abgestimmt ist auf den normalen menschlichen Organismus. Dieser normale menschliche Organismus hat schon das Bestreben, sich durch den Schlaf fortwährend krank zu machen. Aber dieses Bestreben wird völlig ausgeglichen durch den Eisengehalt des Blutes. Das Eisen ist zunächst das dem Menschen wichtigste Metall, das in seinem Innern wirkt und das einfach ausgleichend wirkt nach dieser Richtung, das normalisiert alles dasjenige, was in überflüssiger Weise von dem einen Prozeß in den anderen hinein geschieht. Ebenso wie Sie die Erkrankungen durch Eisenmangel im Blute verstehen werden aus dem, was ich eben jetzt gesagt habe, so werden Sie auf der anderen Seite, wenn Sie das Eisen in genügender Verdünnung verwenden, so daß es wirklich verwandt wird mit dem jedesmal vor sich gehenden Homöopathisieren des oberen Menschen, immer dem Organismus helfen, seine störenden Prozesse, die von unten nach oben gehen, zu überwinden. Die anderen für den Menschen hauptsächlich in Betracht kommenden metallischen Prozesse sind, wie Sie gesehen haben, ersetzt durch die menschlichen Tätigkeiten.

[ 14 ] Ich möchte in dieser Richtung dasjenige, was aus dem ganzen Geist meiner Vorträge hervorgeht, noch einmal kurz zusammenfassen. Wir haben heute auch wiederum hingedeutet auf diese lymph- und blutbildende Tätigkeit im Menschen. Sie ist das Polarische von dem, was auftritt in dem Mineralisierungsprozeß beim Kupfer. Daher besteht eine Verwandtschaft dieser Vorgänge mit dem Kupfer. Die Aufgabe würde darinnen bestehen, sich klarzumachen, daß diese Vorgänge ja noch dem unteren Menschen angehören, nur der obersten Partie des unteren Menschen, und daß also dadurch eine solche Verwandtschaft mit dem Kupfer vorhanden ist, die sehr stark nach der kupferbildenden Kraft selber, so wie sie ist auf der Erde, hinzielt. Denn alles dasjenige, was mit unserem unteren Menschen zusammenhängt, hängt mit den irdischen Prozessen zusammen. Wollen wir daher durch Kupfer da wirken, so handelt es sich darum, uns wie eine goldene Regel zu sagen: Hier lassen wir das Kupfer im allgemeinen so anwenden — natürlich indem wir es nicht in schädigend großen Dosen für den Menschen verwenden —, daß es niedrig potenziert ist, also seinem Verhalten auf der Erde noch ziemlich ähnlich ist.

[ 14 ] Ich möchte in dieser Richtung dasjenige, was aus dem ganzen Geist meiner Vorträge hervorgeht, noch einmal kurz zusammenfassen. Wir haben heute auch wiederum hingedeutet auf diese lymph- und blutbildende Tätigkeit im Menschen. Sie ist das Polarische von dem, was auftritt in dem Mineralisierungsprozeß beim Kupfer. Daher besteht eine Verwandtschaft dieser Vorgänge mit dem Kupfer. Die Aufgabe würde darinnen bestehen, sich klarzumachen, daß diese Vorgänge ja noch dem unteren Menschen angehören, nur der obersten Partie des unteren Menschen, und daß also dadurch eine solche Verwandtschaft mit dem Kupfer vorhanden ist, die sehr stark nach der kupferbildenden Kraft selber, so wie sie ist auf der Erde, hinzielt. Denn alles dasjenige, was mit unserem unteren Menschen zusammenhängt, hängt mit den irdischen Prozessen zusammen. Wollen wir daher durch Kupfer da wirken, so handelt es sich darum, uns wie eine goldene Regel zu sagen: Hier lassen wir das Kupfer im allgemeinen so anwenden — natürlich indem wir es nicht in schädigend großen Dosen für den Menschen verwenden —, daß es niedrig potenziert ist, also seinem Verhalten auf der Erde noch ziemlich ähnlich ist.

[ 15 ] Ebenso verwandt nun wie der innere lymph- und blurbildende Vorgang dem Kupfer ist, so verwandt ist alles dasjenige, was auf dem Übergange steht, was gewissermaßen hinüberbefördert den äußeren Verdauungsprozeß in den inneren blutbildenden, lymphbildenden Verdauungsprozeß, mit der Leber und vor allen Dingen dem Merkur. So verwandt, wie der andere Prozeß dem Kupfer ist, so ist er verwandt dem Merkur, nur müssen wir beim Merkur die Vorsicht üben, daß er eigentlich etwas Rundes, Ausgleichendes hat, also gewissermaßen schon mit der Wechselwirkung der beiden Prozesse zusammenhängt. Diejenigen Prozesse aber, die der Mensch auch ausbilden muß, damit nicht zuviel ins Blut übergeht, die gerade erzeugt werden durch die Nux-vomica-Wirkung und die bekämpft werden durch die Thujawirkung, werden reguliert durch die Silberwirkung.

[ 15 ] Ebenso verwandt nun wie der innere lymph- und blurbildende Vorgang dem Kupfer ist, so verwandt ist alles dasjenige, was auf dem Übergange steht, was gewissermaßen hinüberbefördert den äußeren Verdauungsprozeß in den inneren blutbildenden, lymphbildenden Verdauungsprozeß, mit der Leber und vor allen Dingen dem Merkur. So verwandt, wie der andere Prozeß dem Kupfer ist, so ist er verwandt dem Merkur, nur müssen wir beim Merkur die Vorsicht üben, daß er eigentlich etwas Rundes, Ausgleichendes hat, also gewissermaßen schon mit der Wechselwirkung der beiden Prozesse zusammenhängt. Diejenigen Prozesse aber, die der Mensch auch ausbilden muß, damit nicht zuviel ins Blut übergeht, die gerade erzeugt werden durch die Nux-vomica-Wirkung und die bekämpft werden durch die Thujawirkung, werden reguliert durch die Silberwirkung.

[ 16 ] Nun eröffnet sich dann das Feld, die äußere Natur nach diesen Bestandteilen zu untersuchen und sie gleichsam als einen auseinandergelegten Menschen aufzufassen, um so den Menschen ganz hineinzustellen in seinen gesunden und kranken Zuständen in seine Umgebung, mit der er ja gerade durch seinen unteren Menschen innig zusammenhängt. Also das, was nun von dem unteren Menschen in den oberen Menschen aufsteigt durch die mit dem Cuprum verwandten Prozesse, das wird eben reguliert, ausgeglichen durch das entgegenstehende Eisen. Daraus sehen Sie schon, daß der Mensch Eisen nötig hat, daß immer ein Überschuß vorhanden sein muß bei ihm an Eisenprozessen, jetzt chemisch aufgefaßt, an Eisen. Alle anderen Metalle sind eben im Menschen selbst vorhanden als Prozesse. Der Mensch ist gewissermaßen ein siebengliedriges Metall. Nur das Eisen ist eben als Eisen vorhanden, die anderen Metalle sind nur als Prozesse vorhanden.

[ 16 ] Nun eröffnet sich dann das Feld, die äußere Natur nach diesen Bestandteilen zu untersuchen und sie gleichsam als einen auseinandergelegten Menschen aufzufassen, um so den Menschen ganz hineinzustellen in seinen gesunden und kranken Zuständen in seine Umgebung, mit der er ja gerade durch seinen unteren Menschen innig zusammenhängt. Also das, was nun von dem unteren Menschen in den oberen Menschen aufsteigt durch die mit dem Cuprum verwandten Prozesse, das wird eben reguliert, ausgeglichen durch das entgegenstehende Eisen. Daraus sehen Sie schon, daß der Mensch Eisen nötig hat, daß immer ein Überschuß vorhanden sein muß bei ihm an Eisenprozessen, jetzt chemisch aufgefaßt, an Eisen. Alle anderen Metalle sind eben im Menschen selbst vorhanden als Prozesse. Der Mensch ist gewissermaßen ein siebengliedriges Metall. Nur das Eisen ist eben als Eisen vorhanden, die anderen Metalle sind nur als Prozesse vorhanden.

[ 17 ] Ebenso wie all das, was in den Organen zusammenwirkt mit der lymph- und blutbildenden Tätigkeit, mit dem Kupfer verwandt ist, so ist all dasjenige, was eben von der Lunge ausgeht, nach außen sich öffnet bis zum Kehlkopf hin und so weiter, eben verwandt dem Eisen.

[ 17 ] Ebenso wie all das, was in den Organen zusammenwirkt mit der lymph- und blutbildenden Tätigkeit, mit dem Kupfer verwandt ist, so ist all dasjenige, was eben von der Lunge ausgeht, nach außen sich öffnet bis zum Kehlkopf hin und so weiter, eben verwandt dem Eisen.

[ 18 ] Und wiederum diejenigen Partien, die es zu tun haben mit den Partien im Gehirn, die mehr der inneren Tätigkeit dienen, die mehr, ich möchte sagen, der Verdauungstätigkeit des Gehirnes ähnlich sind, die also wechselweise zugehörig entsprechen dem Übergangsprozesse vom Darm in die Lymph- und Blutgefäße, diese Tätigkeiten sind verwandt mit dem zinnbildenden Prozeß. Die zinnbildenden Prozesse wirken so, daß sie, ich möchte sagen, den Verdauungsprozeß auf dem Gebiete, wo ich ihn eben charakterisiert habe, durchseelen und dadurch regeln.

[ 18 ] Und wiederum diejenigen Partien, die es zu tun haben mit den Partien im Gehirn, die mehr der inneren Tätigkeit dienen, die mehr, ich möchte sagen, der Verdauungstätigkeit des Gehirnes ähnlich sind, die also wechselweise zugehörig entsprechen dem Übergangsprozesse vom Darm in die Lymph- und Blutgefäße, diese Tätigkeiten sind verwandt mit dem zinnbildenden Prozeß. Die zinnbildenden Prozesse wirken so, daß sie, ich möchte sagen, den Verdauungsprozeß auf dem Gebiete, wo ich ihn eben charakterisiert habe, durchseelen und dadurch regeln.

[ 19 ] Dagegen ist alles dasjenige, was mehr zusammenhängt mit den Fäden der Nerven, mit den Organen, die im Innern des oberen Menschen die Fortsetzung der Sinne sind, verwandt dem Blei, und das ist dasjenige, was wiederum entspricht all dem, was schweißoder harnartige Absonderung ist.

[ 19 ] Dagegen ist alles dasjenige, was mehr zusammenhängt mit den Fäden der Nerven, mit den Organen, die im Innern des oberen Menschen die Fortsetzung der Sinne sind, verwandt dem Blei, und das ist dasjenige, was wiederum entspricht all dem, was schweißoder harnartige Absonderung ist.

[ 20 ] Das sind die Dinge, die so den Menschen, ich möchte sagen, durchleuchten und die zu gleicher Zeit ein Hinweis darauf sind, wie man aus den Substanzen, die den Menschen umgeben, aus Gegenwirkungen Heilwirkungen herausholen kann. Wir müssen uns nur klar sein, daß gerade Geisteswissenschaft darauf hinweisen muß, wie sogenannte Geisteskrankheiten in den Organen in vieler Beziehung ihren Sitz haben und wie organische Erkrankungen schon sehr stark zusammenhängen mit seelisch-geistigen Wirkungen. Das ist ein schwieriges Kapitel. Der Materialismus, der auf der einen Seite bei sogenannten physischen Krankheiten ganz mechanisch oder chemisch vorgeht, der also den Menschen mehr oder weniger nur wie einen Apparat behandelt, der ist auf der anderen Seite angekommen, bei der Charakteristik der sogenannten Geisteskrankheiten im Grunde genommen eine bloße Beschreibung der psychischen Symptome geben zu können, weil diesem Materialismus eine Überschau über den Zusammenhang des Geistig-Seelischen und des Physisch-Leiblichen verlorengegangen ist.

[ 20 ] Das sind die Dinge, die so den Menschen, ich möchte sagen, durchleuchten und die zu gleicher Zeit ein Hinweis darauf sind, wie man aus den Substanzen, die den Menschen umgeben, aus Gegenwirkungen Heilwirkungen herausholen kann. Wir müssen uns nur klar sein, daß gerade Geisteswissenschaft darauf hinweisen muß, wie sogenannte Geisteskrankheiten in den Organen in vieler Beziehung ihren Sitz haben und wie organische Erkrankungen schon sehr stark zusammenhängen mit seelisch-geistigen Wirkungen. Das ist ein schwieriges Kapitel. Der Materialismus, der auf der einen Seite bei sogenannten physischen Krankheiten ganz mechanisch oder chemisch vorgeht, der also den Menschen mehr oder weniger nur wie einen Apparat behandelt, der ist auf der anderen Seite angekommen, bei der Charakteristik der sogenannten Geisteskrankheiten im Grunde genommen eine bloße Beschreibung der psychischen Symptome geben zu können, weil diesem Materialismus eine Überschau über den Zusammenhang des Geistig-Seelischen und des Physisch-Leiblichen verlorengegangen ist.

[ 21 ] Dieses innige Verbundensein, das zeigt sich ja gerade, wenn wir das Ineinanderspielen des seelischen und des körperlichen Befindens konkret untersuchen. Fragen wir uns: Was ist denn eigentlich fördernd für Geisteskrankheiten? —- Wenn der Mensch zunächst erkrankt, so treten subjektive Symptome auf, Schmerzsymptome, andere Befindenssymptome und so weiter. Diese Symptome, die bei akuten Erkrankungen ja am deutlichsten wahrzunehmen sind, die sich bei chronischen Erkrankungen eigentlich verwandeln, sind, ich möchte sagen, zunächst dasjenige, was der geistig-seelische Mensch tut, wenn er irgendeine Schädigung eines Organes hat: Er zieht sich daraus zurück. Der Schmerz ist nichts anderes, als daß Ich und astralischer Leib von dem physischen und Ätherleib sich zurückziehen, das natürlich verbunden sein kann gerade mit einem Zurückziehen des Ätherleibes. Aber das Wesentliche der Schmerzempfindung liegt ja im astralischen Leib und im Ich. Da ist in der Regel das Ich noch so stark, daß es den ganzen Gegenprozeß, den subjektiven, den bewußten Gegenprozeß desjenigen wahrnimmt, was in dem physischen Organe vorgeht. Wird die Krankheit eine chronische, dann zieht sich allmählich der Vorgang aus dem Ich zurück, und die Folge davon ist, daß dasjenige, was seelisch vorgeht, eigentlich nur noch auf den astralischen Leib sich beschränkt, daß also das Ich nicht teilnimmt an dem, was der astralische Leib mit dem Ätherleib zusammen leidet. Da kann zunächst die chronische Organerkrankung vor sich gehen; das Akute geht in ein Chronisches über. Wir haben es zu tun mit sich zurückziehenden bewußten psychischen Symptomen. Wir müssen, wenn wir Symptomatologie treiben wollen, schon auf das Tiefere des Menschen eingehen. Wir müssen, statt daß wir ihn fragen, wie er sich befindet, wo es ihm wehtut, ihn fragen, ob er gut oder schlecht schläft, ob er Arbeitslust hat. Also wir müssen dasjenige, was sich mehr über größere Zeiträume erstreckt, was mehr mit dem Werden des Menschen zusammenhängt, als Symptome ansehen, während wir das augenblicklich subjektive Empfinden als Symptom bei akuten Krankheiten ansehen können. Wir müssen gewissermaßen mehr auf den Lebenslauf des Menschen hinschauen als auf die Symptome, wenn es zum Chronischen kommt.

[ 21 ] Dieses innige Verbundensein, das zeigt sich ja gerade, wenn wir das Ineinanderspielen des seelischen und des körperlichen Befindens konkret untersuchen. Fragen wir uns: Was ist denn eigentlich fördernd für Geisteskrankheiten? —- Wenn der Mensch zunächst erkrankt, so treten subjektive Symptome auf, Schmerzsymptome, andere Befindenssymptome und so weiter. Diese Symptome, die bei akuten Erkrankungen ja am deutlichsten wahrzunehmen sind, die sich bei chronischen Erkrankungen eigentlich verwandeln, sind, ich möchte sagen, zunächst dasjenige, was der geistig-seelische Mensch tut, wenn er irgendeine Schädigung eines Organes hat: Er zieht sich daraus zurück. Der Schmerz ist nichts anderes, als daß Ich und astralischer Leib von dem physischen und Ätherleib sich zurückziehen, das natürlich verbunden sein kann gerade mit einem Zurückziehen des Ätherleibes. Aber das Wesentliche der Schmerzempfindung liegt ja im astralischen Leib und im Ich. Da ist in der Regel das Ich noch so stark, daß es den ganzen Gegenprozeß, den subjektiven, den bewußten Gegenprozeß desjenigen wahrnimmt, was in dem physischen Organe vorgeht. Wird die Krankheit eine chronische, dann zieht sich allmählich der Vorgang aus dem Ich zurück, und die Folge davon ist, daß dasjenige, was seelisch vorgeht, eigentlich nur noch auf den astralischen Leib sich beschränkt, daß also das Ich nicht teilnimmt an dem, was der astralische Leib mit dem Ätherleib zusammen leidet. Da kann zunächst die chronische Organerkrankung vor sich gehen; das Akute geht in ein Chronisches über. Wir haben es zu tun mit sich zurückziehenden bewußten psychischen Symptomen. Wir müssen, wenn wir Symptomatologie treiben wollen, schon auf das Tiefere des Menschen eingehen. Wir müssen, statt daß wir ihn fragen, wie er sich befindet, wo es ihm wehtut, ihn fragen, ob er gut oder schlecht schläft, ob er Arbeitslust hat. Also wir müssen dasjenige, was sich mehr über größere Zeiträume erstreckt, was mehr mit dem Werden des Menschen zusammenhängt, als Symptome ansehen, während wir das augenblicklich subjektive Empfinden als Symptom bei akuten Krankheiten ansehen können. Wir müssen gewissermaßen mehr auf den Lebenslauf des Menschen hinschauen als auf die Symptome, wenn es zum Chronischen kommt.

[ 22 ] Nun aber kommt es zur gewöhnlichen physischen chronischen Erkrankung, wenn der ganze Vorgang so im Organ gehalten werden kann, daß astralischer Leib und Ätherleib richtig ihren Anteil nehmen an der Organwirkung und so viel als nötig ist, in die Organwirkung hineinsenden. Ist der Kranke so konstituiert, daß er ertragen kann ein unordentliches Hereinwirken des astralischen Leibes auf dem Umweg durch den Ätherleib in sein Organ, ist der Kranke also so geartet, daß er den abnormen Zusammenhang seines astralischen Leibes mit seiner Leber über einen gewissen kritischen Punkt hinwegbringt, so daß gewissermaßen die Leber nicht merkt, daß der astralische Leib nicht ordentlich in sie hineinwirkt, dann, ich möchte sagen, erholt sich die Leber, aber sie gewöhnt sich an das unordentliche Hineinwirken des astralischen Leibes. Das braucht dann nur lange genug fortzuschreiten und es macht den umgekehrten Weg in das Seelische hinein. Das, was die Leber aufnehmen sollte ins Physische, schiebt sie in das Seelische hinein, und wir haben die Depression, so daß also in einer gewissen Weise dadurch, daß der Mensch chronische Krankheiten über einen gewissen Punkt hin bis zu der abnormen Beziehung zum astralischen Leib hin übersteht, die Anlage gegeben wird zur sogenannten geistigen Erkrankung.

[ 22 ] Nun aber kommt es zur gewöhnlichen physischen chronischen Erkrankung, wenn der ganze Vorgang so im Organ gehalten werden kann, daß astralischer Leib und Ätherleib richtig ihren Anteil nehmen an der Organwirkung und so viel als nötig ist, in die Organwirkung hineinsenden. Ist der Kranke so konstituiert, daß er ertragen kann ein unordentliches Hereinwirken des astralischen Leibes auf dem Umweg durch den Ätherleib in sein Organ, ist der Kranke also so geartet, daß er den abnormen Zusammenhang seines astralischen Leibes mit seiner Leber über einen gewissen kritischen Punkt hinwegbringt, so daß gewissermaßen die Leber nicht merkt, daß der astralische Leib nicht ordentlich in sie hineinwirkt, dann, ich möchte sagen, erholt sich die Leber, aber sie gewöhnt sich an das unordentliche Hineinwirken des astralischen Leibes. Das braucht dann nur lange genug fortzuschreiten und es macht den umgekehrten Weg in das Seelische hinein. Das, was die Leber aufnehmen sollte ins Physische, schiebt sie in das Seelische hinein, und wir haben die Depression, so daß also in einer gewissen Weise dadurch, daß der Mensch chronische Krankheiten über einen gewissen Punkt hin bis zu der abnormen Beziehung zum astralischen Leib hin übersteht, die Anlage gegeben wird zur sogenannten geistigen Erkrankung.

[ 23 ] Wenn man diese Dinge einmal so betrachten wird, dann wird man über das Stadium der Pathographie hinauskommen. Heute redet man sehr viel von dem unregelmäßigen Verlauf der Vorstellungen, dem unregelmäßigen Verlauf der Willenshandlungen und so weiter. Aber solange man nicht weiß, wie durch das merkwürdige Zusammenwirken von Leber, Milz und den anderen Unterleibsorganen eigentlich dasjenige gestützt wird, was zuletzt in seiner höchsten seelischen Form als der menschliche Wille erscheint, so lange wird man nicht dazu kommen, das entsprechende physische Gegenbild für eine Pathographie wirklich zu finden. Man sollte schon gerade bei sogenannten Geisteskrankheiten daran denken können, die physische Behandlung einzuleiten. Das ist scheinbar ein Widerspruch, daß Geisteswissenschaft führen muß bei sogenannten Geisteskrankheiten auf physische Behandlung, während sie darauf hinweisen muß bei physischen Erkrankungen wiederum auf die Mitwirkung des Seelischen bei der Gesundung. Aber es hängt das zusammen mit dem gewaltigen Gegensatz zwischen dem unteren und dem oberen Menschen. Das hängt zusammen mit dieser Umkehrung, die eintritt, wenn die von außen eingeleitete Sinnestätigkeit so zur inneren Sinnestätigkeit wird wie in dem fortgesetzten Geschmacksvorgang, oder dann, wenn dasjenige, was da im Inneren ist, sich nach außen wiederum entlädt in der Flimmerbewegung oder in der veranlagten Flimmerbewegung. In diesem liegt dasjenige, was dann, wenn es richtig durchschaut wird, schon zu einem gewissen Ziele führen kann.

[ 23 ] Wenn man diese Dinge einmal so betrachten wird, dann wird man über das Stadium der Pathographie hinauskommen. Heute redet man sehr viel von dem unregelmäßigen Verlauf der Vorstellungen, dem unregelmäßigen Verlauf der Willenshandlungen und so weiter. Aber solange man nicht weiß, wie durch das merkwürdige Zusammenwirken von Leber, Milz und den anderen Unterleibsorganen eigentlich dasjenige gestützt wird, was zuletzt in seiner höchsten seelischen Form als der menschliche Wille erscheint, so lange wird man nicht dazu kommen, das entsprechende physische Gegenbild für eine Pathographie wirklich zu finden. Man sollte schon gerade bei sogenannten Geisteskrankheiten daran denken können, die physische Behandlung einzuleiten. Das ist scheinbar ein Widerspruch, daß Geisteswissenschaft führen muß bei sogenannten Geisteskrankheiten auf physische Behandlung, während sie darauf hinweisen muß bei physischen Erkrankungen wiederum auf die Mitwirkung des Seelischen bei der Gesundung. Aber es hängt das zusammen mit dem gewaltigen Gegensatz zwischen dem unteren und dem oberen Menschen. Das hängt zusammen mit dieser Umkehrung, die eintritt, wenn die von außen eingeleitete Sinnestätigkeit so zur inneren Sinnestätigkeit wird wie in dem fortgesetzten Geschmacksvorgang, oder dann, wenn dasjenige, was da im Inneren ist, sich nach außen wiederum entlädt in der Flimmerbewegung oder in der veranlagten Flimmerbewegung. In diesem liegt dasjenige, was dann, wenn es richtig durchschaut wird, schon zu einem gewissen Ziele führen kann.

[ 24 ] Nun habe ich mich ja bemüht, gar mancherlei vor Ihnen in diesen zwanzig Vorträgen aufzurollen. Als ich daran ging, diese Vorträge zu halten, da sagte ich mir, wenn ich überschaute all dasjenige, was eigentlich in Betracht kommt: Diese Vorträge zu halten ist schwer, denn wo soll man beginnen? — Beginnt man beim Elementaren, so kann man natürlich in zwanzig Vorträgen nicht sehr weit kommen, man kann nur eine Wegleitung, eine andeutende Wegleitung geben. Beginnt man beim obersten Stockwerk und führt gewissermaßen lauter okkulte Tatsachen an, dann ist zur heutigen Medizin nach gewisser Richtung hin nicht leicht eine Brücke zu schlagen, und man braucht dann erst recht viel mehr Zeit. Es ist ja so, daß man überall, wo man heute die ja schon weit fortgeschrittenen Schädigungen des Materialismus sieht, auch die Norwendigkeiten beachtet, nun von der anderen Seite diesen Schädigungen entgegenzuwirken. Ich bitte Sie, wirklich dasjenige, was ich sage, nach keiner Richtung hin parteimäßig, sondern freundschaftlich aufzufassen. Ich will nicht nach irgendeiner Richtung Partei nehmen, sondern ich möchte nur die Tatsachen objektiv darstellen. Allein das darf und muß eigentlich gesagt werden: Wenn man die heutige allopathische Medizin überschaut, so sieht man überall bei ihr dasjenige, was auf ihrem Weg kommen muß, die Hintendenz zur Beurteilung des kranken Menschen nach gewissen Nebenwirkungen der Krankheit, die in der Bazillentheorie zum Vorschein kommt, das Ablenken auf das Sekundäre. Wenn man die Bazillennaturgeschichte bloß zu Hilfe nähme für das Erkennen, so würde sie ja außerordentlich nützlich sein. Man kann viel aus der Bazillenart erkennen für dasjenige, was da ist, weil eben eine gewisse Bazillenart immer auftritt unter dem Einfluß ganz gewisser primärer Ursachen. Daß man das sehen kann, dazu ist immer genügend Gelegenheit gegeben. Aber in diesem Hintendieren, das Sekundäre für das Primäre zu nehmen, zum Beispiel die Wirkung der Bazillen anzuschauen auf die menschlichen Organe, statt den menschlichen Organismus anzuschauen, inwiefern er ein Träger der Bazillen werden kann, ist dasjenige, was nicht nur in der Bazillentheorie in der allopathischen Medizin zum Vorschein kommt, sondern in der ganzen anderen Betrachtungsweise schon drinnen liegt und dadurch ihre Schädigungen bewirkt, die ich ja vielen von Ihnen im einzelnen nicht aufzuzählen brauche, weil Sie sie ja vielfach werden bemerkt haben.

[ 24 ] Nun habe ich mich ja bemüht, gar mancherlei vor Ihnen in diesen zwanzig Vorträgen aufzurollen. Als ich daran ging, diese Vorträge zu halten, da sagte ich mir, wenn ich überschaute all dasjenige, was eigentlich in Betracht kommt: Diese Vorträge zu halten ist schwer, denn wo soll man beginnen? — Beginnt man beim Elementaren, so kann man natürlich in zwanzig Vorträgen nicht sehr weit kommen, man kann nur eine Wegleitung, eine andeutende Wegleitung geben. Beginnt man beim obersten Stockwerk und führt gewissermaßen lauter okkulte Tatsachen an, dann ist zur heutigen Medizin nach gewisser Richtung hin nicht leicht eine Brücke zu schlagen, und man braucht dann erst recht viel mehr Zeit. Es ist ja so, daß man überall, wo man heute die ja schon weit fortgeschrittenen Schädigungen des Materialismus sieht, auch die Norwendigkeiten beachtet, nun von der anderen Seite diesen Schädigungen entgegenzuwirken. Ich bitte Sie, wirklich dasjenige, was ich sage, nach keiner Richtung hin parteimäßig, sondern freundschaftlich aufzufassen. Ich will nicht nach irgendeiner Richtung Partei nehmen, sondern ich möchte nur die Tatsachen objektiv darstellen. Allein das darf und muß eigentlich gesagt werden: Wenn man die heutige allopathische Medizin überschaut, so sieht man überall bei ihr dasjenige, was auf ihrem Weg kommen muß, die Hintendenz zur Beurteilung des kranken Menschen nach gewissen Nebenwirkungen der Krankheit, die in der Bazillentheorie zum Vorschein kommt, das Ablenken auf das Sekundäre. Wenn man die Bazillennaturgeschichte bloß zu Hilfe nähme für das Erkennen, so würde sie ja außerordentlich nützlich sein. Man kann viel aus der Bazillenart erkennen für dasjenige, was da ist, weil eben eine gewisse Bazillenart immer auftritt unter dem Einfluß ganz gewisser primärer Ursachen. Daß man das sehen kann, dazu ist immer genügend Gelegenheit gegeben. Aber in diesem Hintendieren, das Sekundäre für das Primäre zu nehmen, zum Beispiel die Wirkung der Bazillen anzuschauen auf die menschlichen Organe, statt den menschlichen Organismus anzuschauen, inwiefern er ein Träger der Bazillen werden kann, ist dasjenige, was nicht nur in der Bazillentheorie in der allopathischen Medizin zum Vorschein kommt, sondern in der ganzen anderen Betrachtungsweise schon drinnen liegt und dadurch ihre Schädigungen bewirkt, die ich ja vielen von Ihnen im einzelnen nicht aufzuzählen brauche, weil Sie sie ja vielfach werden bemerkt haben.

[ 25 ] Aber sehen Sie, man kann nicht sagen, daß man deshalb einfach immer — ich bitte, mir das zu verzeihen — befriedigt wird, wenn man die homöopathische Medizin prüfend überschaut, denn die hat ja den Vorzug, daß sie gewissermaßen allerdings auf das Ganze des Menschen hingeht, daß sie ein Bild von den Gesamtwirkungen immer ins Auge faßt, daß sie auch bestrebt ist, die Brücke hinüberzuschlagen zu den Heilmitteln. Aber da tritt etwas anderes auf in der homöopathischen medizinischen Literatur. Wenn man diese Literatur nimmt, so könnte man eigentlich zunächst verzweifeln daran, daß man zum Beispiel, namentlich bei der therapeutischen Literatur, die Mittel hintereinander aufgezählt findet und jedes immer für ein ganzes Heer von Krankheiten hilft. Es ist niemals so, daß man auf das Spezifische leicht kommen kann aus der Literatur. Alles hilft für so und so vieles. Gewiß, ich weiß, daß das zunächst nicht anders sein kann. Aber das ist etwas, was auch ein Abweg ist. Dieser Abweg kann nur bekämpft werden, wenn man in dieser Weise vorgeht, wie es hier wenigstens nun im Elementaren und Andeutenden versucht worden ist. Deshalb habe ich zunächst das Elementare gewählt und nicht schon, ich möchte sagen, das oberste Stockwerk zum Inhalt dieser Vorträge gemacht. Das kann nur verbessert werden, wenn man nun aufsteigt durch eine solche innere Betrachtung der menschlichen und der außermenschlichen Natur zu der, ich möchte sagen, Einengung des Bezirkes eines Heilmittels, zu der Umgrenzung des Heilmittels. Das kann aber nur so geschehen, daß man nun wirklich nicht bloß dasjenige studiert, was eintritt durch ein Heilmittel an dem gesunden oder an dem kranken Menschen, sondern daß man sich nach und nach bemüht, das ganze Universum als eine Einheit zu betrachten und immer den Menschen so zu studieren, daß man — wie ich gestern schon in einem Falle anzudeuten versuchte — den ganzen Antimonisierungsprozeß verfolgt, um dadurch zu sehen, was das Antimon außen tut, und dann das zusammenzuschauen vermag mit dem, was vom Antimon im Inneren des Menschen geleistet werden kann. Dadurch werden auch ganz gewisse, ich möchte sagen, zirkumskripte Gebiete abgegrenzt in der Außenwelt, die dann ihre Beziehungen zum Menschen haben.

[ 25 ] Aber sehen Sie, man kann nicht sagen, daß man deshalb einfach immer — ich bitte, mir das zu verzeihen — befriedigt wird, wenn man die homöopathische Medizin prüfend überschaut, denn die hat ja den Vorzug, daß sie gewissermaßen allerdings auf das Ganze des Menschen hingeht, daß sie ein Bild von den Gesamtwirkungen immer ins Auge faßt, daß sie auch bestrebt ist, die Brücke hinüberzuschlagen zu den Heilmitteln. Aber da tritt etwas anderes auf in der homöopathischen medizinischen Literatur. Wenn man diese Literatur nimmt, so könnte man eigentlich zunächst verzweifeln daran, daß man zum Beispiel, namentlich bei der therapeutischen Literatur, die Mittel hintereinander aufgezählt findet und jedes immer für ein ganzes Heer von Krankheiten hilft. Es ist niemals so, daß man auf das Spezifische leicht kommen kann aus der Literatur. Alles hilft für so und so vieles. Gewiß, ich weiß, daß das zunächst nicht anders sein kann. Aber das ist etwas, was auch ein Abweg ist. Dieser Abweg kann nur bekämpft werden, wenn man in dieser Weise vorgeht, wie es hier wenigstens nun im Elementaren und Andeutenden versucht worden ist. Deshalb habe ich zunächst das Elementare gewählt und nicht schon, ich möchte sagen, das oberste Stockwerk zum Inhalt dieser Vorträge gemacht. Das kann nur verbessert werden, wenn man nun aufsteigt durch eine solche innere Betrachtung der menschlichen und der außermenschlichen Natur zu der, ich möchte sagen, Einengung des Bezirkes eines Heilmittels, zu der Umgrenzung des Heilmittels. Das kann aber nur so geschehen, daß man nun wirklich nicht bloß dasjenige studiert, was eintritt durch ein Heilmittel an dem gesunden oder an dem kranken Menschen, sondern daß man sich nach und nach bemüht, das ganze Universum als eine Einheit zu betrachten und immer den Menschen so zu studieren, daß man — wie ich gestern schon in einem Falle anzudeuten versuchte — den ganzen Antimonisierungsprozeß verfolgt, um dadurch zu sehen, was das Antimon außen tut, und dann das zusammenzuschauen vermag mit dem, was vom Antimon im Inneren des Menschen geleistet werden kann. Dadurch werden auch ganz gewisse, ich möchte sagen, zirkumskripte Gebiete abgegrenzt in der Außenwelt, die dann ihre Beziehungen zum Menschen haben.

[ 26 ] Wie gesagt, solche Dinge waren es, die dazu geführt haben, das Elementare zunächst in diesen zwanzig Vorträgen in den Vordergrund zu stellen. Die Naturheilkunde macht es natürlich notwendig, weil sie einem gewissen Instinkte dient, nämlich den Menschen wiederum naturgemäß in seine eigenen Heilkraftwirkungen hineinzustellen, hinzuweisen auf das, worauf diese eigenen Heilkraftwirkungen beruhen. Nämlich auf der Wechselwirkung des Tellurischen und Außertellurischen beruhen sie in Wahrheit. Und die Naturheilkunde ist gerade darauf angewiesen, nicht sich zu stark auf den Materialismus einzulassen. Es ist das schon so, daß es wirklich heute zu sehen ist, wie alle verschiedenen Parteirichtungen nach dem Materialismus hintendieren. Der ist in einer gewissen Weise allen gemeinsam. Daher ist die Vergeistigung dieses ganzen Gebietes dasjenige, worauf es ankommt. Allein, sehen Sie, es ist ja schon nun einmal so, daß die Welt heute wirklich recht sehr diesen Dingen entgegensteht. Es wird schon notwendig sein, daß gerade von fachkundiger und fachbetreibender Seite auch da das Heilmittel gegen den Materialismus auftritt. Denn es wird nicht verwechselt werden dürfen dasjenige, was hier versucht wird und vielleicht eben jetzt erst im Anfange steht, mit irgendeiner Förderung des Dilettantismus. Das ist gerade das, worauf ich den größten Wert legen möchte, daß diejenigen, die da sehen können, wie man sich bemüht, hier richtig wissenschaftlich zu arbeiten, etwas mitwirken zur Bekämpfung desjenigen Vorurteils, das ja wirklich recht schädlich ist, als ob hier nach irgendeiner Seite der Dilettantismus befördert werde. Es wird schon alles dasjenige auch zu Hilfe genommen und auf alles das Rücksicht genommen, was gerade die moderne Wissenschaft bieten kann. Aber man will es wenig sehen, was hier eigentlich gewollt wird. Und daher kommen immer wiederum solche Dinge vor, wie eines, das ich Ihnen zum Schlusse hier als Beispiel anführen möchte. Sehen Sie, man kann ja eigentlich erst dem Arzt ordentlich auseinandersetzen, was zum Beispiel Eurythmie für eine Bedeutung für die menschliche Konstitution hat. Man kann auch nur deutlich auseinanderlegen, warum hier dieser Bau steht, dem Arzt, der dieses ganze Verinnerlichen und wieder Veräußerlichen des menschlichen Organismus durchschaut, was wir hier in diesen Vorträgen dargelegt haben. Man hat heute nötig, aus einem Uhntergrund heraus zu sprechen, der gar sehr gerade dem Materialismus des Laientums und den veralteten Richtungen, den traditionellen und veralteten Richtungen so sehr widerstrebt. Da kommt wirklich etwas in Betracht, was, ich möchte sagen von fachlicher Seite aus bekämpft werden sollte, sonst mehren sich die Dinge, die sich zeigen in so etwas. Sehen Sie, da hat unser guter Herr von M., der gestern abgereist ist, seinen guten Willen dadurch zu verwirklichen gesucht, daß er an die «Neue Zürcher Zeitung» einen Artikel geschrieben hat über den Dornacher Bau und über die Eurythmie und geglaubt hat, daß er da nun etwas tun kann. Er hat folgende Antwort bekommen:

[ 26 ] Wie gesagt, solche Dinge waren es, die dazu geführt haben, das Elementare zunächst in diesen zwanzig Vorträgen in den Vordergrund zu stellen. Die Naturheilkunde macht es natürlich notwendig, weil sie einem gewissen Instinkte dient, nämlich den Menschen wiederum naturgemäß in seine eigenen Heilkraftwirkungen hineinzustellen, hinzuweisen auf das, worauf diese eigenen Heilkraftwirkungen beruhen. Nämlich auf der Wechselwirkung des Tellurischen und Außertellurischen beruhen sie in Wahrheit. Und die Naturheilkunde ist gerade darauf angewiesen, nicht sich zu stark auf den Materialismus einzulassen. Es ist das schon so, daß es wirklich heute zu sehen ist, wie alle verschiedenen Parteirichtungen nach dem Materialismus hintendieren. Der ist in einer gewissen Weise allen gemeinsam. Daher ist die Vergeistigung dieses ganzen Gebietes dasjenige, worauf es ankommt. Allein, sehen Sie, es ist ja schon nun einmal so, daß die Welt heute wirklich recht sehr diesen Dingen entgegensteht. Es wird schon notwendig sein, daß gerade von fachkundiger und fachbetreibender Seite auch da das Heilmittel gegen den Materialismus auftritt. Denn es wird nicht verwechselt werden dürfen dasjenige, was hier versucht wird und vielleicht eben jetzt erst im Anfange steht, mit irgendeiner Förderung des Dilettantismus. Das ist gerade das, worauf ich den größten Wert legen möchte, daß diejenigen, die da sehen können, wie man sich bemüht, hier richtig wissenschaftlich zu arbeiten, etwas mitwirken zur Bekämpfung desjenigen Vorurteils, das ja wirklich recht schädlich ist, als ob hier nach irgendeiner Seite der Dilettantismus befördert werde. Es wird schon alles dasjenige auch zu Hilfe genommen und auf alles das Rücksicht genommen, was gerade die moderne Wissenschaft bieten kann. Aber man will es wenig sehen, was hier eigentlich gewollt wird. Und daher kommen immer wiederum solche Dinge vor, wie eines, das ich Ihnen zum Schlusse hier als Beispiel anführen möchte. Sehen Sie, man kann ja eigentlich erst dem Arzt ordentlich auseinandersetzen, was zum Beispiel Eurythmie für eine Bedeutung für die menschliche Konstitution hat. Man kann auch nur deutlich auseinanderlegen, warum hier dieser Bau steht, dem Arzt, der dieses ganze Verinnerlichen und wieder Veräußerlichen des menschlichen Organismus durchschaut, was wir hier in diesen Vorträgen dargelegt haben. Man hat heute nötig, aus einem Uhntergrund heraus zu sprechen, der gar sehr gerade dem Materialismus des Laientums und den veralteten Richtungen, den traditionellen und veralteten Richtungen so sehr widerstrebt. Da kommt wirklich etwas in Betracht, was, ich möchte sagen von fachlicher Seite aus bekämpft werden sollte, sonst mehren sich die Dinge, die sich zeigen in so etwas. Sehen Sie, da hat unser guter Herr von M., der gestern abgereist ist, seinen guten Willen dadurch zu verwirklichen gesucht, daß er an die «Neue Zürcher Zeitung» einen Artikel geschrieben hat über den Dornacher Bau und über die Eurythmie und geglaubt hat, daß er da nun etwas tun kann. Er hat folgende Antwort bekommen:

[ 27 ] Geehrter Herr! Schon als Verhöhnung der Landschaft entzieht das theosophische Anthroposopheum mit dem Goethe-Titel.... Von der Eurythmie sahen wir hier erledigende Proben. Danke für Zusendung. H. Trog, Feuilleton-Redakteur

[ 27 ] Geehrter Herr! Schon als Verhöhnung der Landschaft entzieht das theosophische Anthroposopheum mit dem Goethe-Titel.... Von der Eurythmie sahen wir hier erledigende Proben. Danke für Zusendung. H. Trog, Feuilleton-Redakteur

[ 28 ] Nun, Sie sehen, wie merkwürdig diese materialistischen Tröge dem entgegenstehen, was eigentlich vom Geiste in die Welt eingehen soll! Das ist dasjenige, was eben heute einmal vorliegt, und man muß ein bißchen die Aufmerksamkeit darauf hinlenken, wie verpestend der Gestank ist, der durch den Inhalt, der durch den schon verfaulenden Inhalt dieser materialistischen Tröge in unsere Nasen hinein sich ergießen kann.

[ 28 ] Nun, Sie sehen, wie merkwürdig diese materialistischen Tröge dem entgegenstehen, was eigentlich vom Geiste in die Welt eingehen soll! Das ist dasjenige, was eben heute einmal vorliegt, und man muß ein bißchen die Aufmerksamkeit darauf hinlenken, wie verpestend der Gestank ist, der durch den Inhalt, der durch den schon verfaulenden Inhalt dieser materialistischen Tröge in unsere Nasen hinein sich ergießen kann.

[ 29 ] Das ist etwas, was ich gerne am Ende dieses Vortragszyklus sagen möchte. Denn alles das wird ja wohl geeignet sein, ich möchte sagen, die Bitte zu belegen, diesen Vortragszyklus doch wirklich mit aller Nachsicht so anzusehen, daß er ja ein Anfang war, bei dem ich mir sagte, als ich ihn begann: Es ist schwer, aus den Gründen, die ich eben angeführt habe, ihn zu beginnen. Aber jetzt, wo wir am Ende stehen, sage ich: Es ist noch schwerer, aufzuhören! Denn wahrhaftig, das nicht zu sagen, was ich noch zu sagen hätte, das bereitet mir noch mehr Schmerz. Und deshalb bitte ich aus alledem heraus, was zusammenhängt mit dem Diktum, das ich nun zum Schlusse hinstellen will: Schwer war es, anzufangen, schwerer ist es, heute aufzuhören — alles das, was mit dem zusammenhängt, das bitte ich Sie hineinzunehmen in Ihre nachsichtige Beurteilung desjenigen, was durch diesen Anfang schon hat gegeben werden können, und zu sehen, wie wahrhaftig nicht nur subjektiv, sondern ganz objektiv es in mir begründet ist, wenn ich Ihnen sage, Ihnen, die Sie durch Ihre persönliche Anwesenheit gezeigt haben, wieviel Sie Interesse haben für diesen Anfang, wenn Sie und manche andere gewissermaßen entgegennehmen das, was ich wirklich aus einer nicht nur subjektiven, sondern objektiven Herzlichkeit jetzt sagen möchte: Auf Wiedersehen bei einer ähnlichen Gelegenheit!

[ 29 ] Das ist etwas, was ich gerne am Ende dieses Vortragszyklus sagen möchte. Denn alles das wird ja wohl geeignet sein, ich möchte sagen, die Bitte zu belegen, diesen Vortragszyklus doch wirklich mit aller Nachsicht so anzusehen, daß er ja ein Anfang war, bei dem ich mir sagte, als ich ihn begann: Es ist schwer, aus den Gründen, die ich eben angeführt habe, ihn zu beginnen. Aber jetzt, wo wir am Ende stehen, sage ich: Es ist noch schwerer, aufzuhören! Denn wahrhaftig, das nicht zu sagen, was ich noch zu sagen hätte, das bereitet mir noch mehr Schmerz. Und deshalb bitte ich aus alledem heraus, was zusammenhängt mit dem Diktum, das ich nun zum Schlusse hinstellen will: Schwer war es, anzufangen, schwerer ist es, heute aufzuhören — alles das, was mit dem zusammenhängt, das bitte ich Sie hineinzunehmen in Ihre nachsichtige Beurteilung desjenigen, was durch diesen Anfang schon hat gegeben werden können, und zu sehen, wie wahrhaftig nicht nur subjektiv, sondern ganz objektiv es in mir begründet ist, wenn ich Ihnen sage, Ihnen, die Sie durch Ihre persönliche Anwesenheit gezeigt haben, wieviel Sie Interesse haben für diesen Anfang, wenn Sie und manche andere gewissermaßen entgegennehmen das, was ich wirklich aus einer nicht nur subjektiven, sondern objektiven Herzlichkeit jetzt sagen möchte: Auf Wiedersehen bei einer ähnlichen Gelegenheit!

Abschlußworte Rudolf Steiners nach der Dankansprache eines Teilnehmers

Abschlußworte Rudolf Steiners nach der Dankansprache eines Teilnehmers

Es ist ja gewissermaßen, meine lieben Freunde, dieser der von mir gewählte einzige Weg, auf dem ich möchte, daß die Geisteswissenschaft auch der Heilkunst zunutze kommt, denn Sie werden auch in aller Zukunft aus Gründen, die Sie gut einsehen werden, dasjenige befolgt finden, was ich bisher immer getan habe: ich möchte dasjenige, was als Wechselwirkung bestehen muß zwischen der Geisteswissenschaft und dem Heilen, nur zwischen mir und den Heilenden ausgemacht wissen. Ich möchte niemals eingreifen selbstverständlich in irgendeiner Weise selbst in irgendeine praktische Heilung, wie ich das nie getan habe. Das bleibt den praktizierenden Ärzten überlassen. Aber dasjenige, was durch geisteswissenschaftliche Anregung kommen soll, soll eben auf Wechselwirkung zwischen der Geisteswissenschaft und den Ärzten selbst bestehen. Dadurch wird auch alles Vorurteil leichter aus der Welt geschafft werden können, als wenn zu alledem, was schon als Vorurteil besteht, auch noch das hinzukommen würde, daß man sagen könnte: Der beteiligt sich ja auch als Kurpfuscher an dem Kurieren der Menschen. Das ist dasjenige, was ich immer zu vermeiden suchte. —

Es ist ja gewissermaßen, meine lieben Freunde, dieser der von mir gewählte einzige Weg, auf dem ich möchte, daß die Geisteswissenschaft auch der Heilkunst zunutze kommt, denn Sie werden auch in aller Zukunft aus Gründen, die Sie gut einsehen werden, dasjenige befolgt finden, was ich bisher immer getan habe: ich möchte dasjenige, was als Wechselwirkung bestehen muß zwischen der Geisteswissenschaft und dem Heilen, nur zwischen mir und den Heilenden ausgemacht wissen. Ich möchte niemals eingreifen selbstverständlich in irgendeiner Weise selbst in irgendeine praktische Heilung, wie ich das nie getan habe. Das bleibt den praktizierenden Ärzten überlassen. Aber dasjenige, was durch geisteswissenschaftliche Anregung kommen soll, soll eben auf Wechselwirkung zwischen der Geisteswissenschaft und den Ärzten selbst bestehen. Dadurch wird auch alles Vorurteil leichter aus der Welt geschafft werden können, als wenn zu alledem, was schon als Vorurteil besteht, auch noch das hinzukommen würde, daß man sagen könnte: Der beteiligt sich ja auch als Kurpfuscher an dem Kurieren der Menschen. Das ist dasjenige, was ich immer zu vermeiden suchte. —

Vielen Dank!

Vielen Dank!

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