Spiritual Science and Medicine
GA 312
8 April 1920, Dornach
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Geisteswissenschaft und Medizin
Neunzehnter Vortrag
Neunzehnter Vortrag
[ 1 ] Ich werde suchen so viel wie möglich heute und morgen aufzuarbeiten. Es handelt sich ja bei einer solchen allerersten Anregung — und es ist ja eine erste Anregung, wie sie in diesem Kursus hat gegeben werden können — hauptsächlich darum, den Weg kennenzulernen im Genaueren, wie ihn die Geisteswissenschaft geben kann, den die außermenschlichen Substanzen im menschlichen Organismus nehmen, und wiederum um ihre Gegenwirkungen. Hat man nämlich eine vollständige Übersicht über die Art der Wirkung irgendeiner Substanz, dann hat man ja eine Wegleitung zur Anwendung derselben als Heilmittel, und man kann selbst urteilen. Und das ist viel besser, als wenn man Vorschriften beobachtet, dahingehend, das eine ist für das, das andere ist für jenes. Nun werde ich heute wiederum von etwas scheinbar sehr Entlegenem ausgehen müssen, um zu etwas sehr Naheliegendem zu kommen. Unter den Fragen, die gestellt worden sind, tauchte ja immer eine auf, die Sie selbstverständlich alle interessieren muß, das ist die Frage nach der Erblichkeit, nach der Vererbung. Sie spielt bei der Beurteilung sowohl des gesunden, oder wenigstens relativ gesunden, und des kranken Menschen eine außerordentlich große Rolle.
[ 1 ] Ich werde suchen so viel wie möglich heute und morgen aufzuarbeiten. Es handelt sich ja bei einer solchen allerersten Anregung — und es ist ja eine erste Anregung, wie sie in diesem Kursus hat gegeben werden können — hauptsächlich darum, den Weg kennenzulernen im Genaueren, wie ihn die Geisteswissenschaft geben kann, den die außermenschlichen Substanzen im menschlichen Organismus nehmen, und wiederum um ihre Gegenwirkungen. Hat man nämlich eine vollständige Übersicht über die Art der Wirkung irgendeiner Substanz, dann hat man ja eine Wegleitung zur Anwendung derselben als Heilmittel, und man kann selbst urteilen. Und das ist viel besser, als wenn man Vorschriften beobachtet, dahingehend, das eine ist für das, das andere ist für jenes. Nun werde ich heute wiederum von etwas scheinbar sehr Entlegenem ausgehen müssen, um zu etwas sehr Naheliegendem zu kommen. Unter den Fragen, die gestellt worden sind, tauchte ja immer eine auf, die Sie selbstverständlich alle interessieren muß, das ist die Frage nach der Erblichkeit, nach der Vererbung. Sie spielt bei der Beurteilung sowohl des gesunden, oder wenigstens relativ gesunden, und des kranken Menschen eine außerordentlich große Rolle.
[ 2 ] Nun muß man sagen, diese Erblichkeit, diese Vererbung wird eigentlich in der gegenwärtigen materialistischen Naturwissenschaft nur sehr abstrakt studiert, sie wird durchaus nicht so studiert, daß sich für das Leben viel Praktisches daraus ergeben kann. Man findet aber gerade, wenn man im Ernste daran geht, so etwas zu studieren wie die Vererbung, daß es doch höchst merkwürdig ist — mehr für den Exoteriker, während es für den Esoteriker eine ihm anschauliche Gesetzmäßigkeit ist —, daß alles dasjenige, was dem Menschen wichtig ist über Weltzusammenhänge zu wissen, an irgendeiner Stelle ziemlich äußerlich sichtbar zur Offenbarung kommt. Irgend etwas zeigt durch eine äußere Offenbarung immer, welche verborgenen, aber im Menschen sehr wirksamen Kräfte in der Natur vorhanden sind. An diese muß man sich ganz besonders bei dem Studium der Vererbung halten. Denn auf der anderen Seite wird alles dasjenige, was mit der Vererbung zusammenhängt, fortwährend beeinträchtigt, mit Illusionen umkleidet, so daß man es nicht richtig beurteilen kann. Man kann sich einmal ein Urteil bilden über die Vererbung, dann stimmt es wiederum nicht mit anderen Erscheinungen. Das rührt eben davon her, daß gerade die Vererbungstatsachen außerordentlich stark in Illusionen gekleidet sind, und das hängt damit zusammen, daß an der Vererbung beteiligt ist in einer ganz gesetzmäßigen, aber schwer regulierbaren Weise das Männliche und das Weibliche. Gesetzmäßig ist die Sache, aber so wie das Gesetz auftritt, ist es nicht immer möglich, daß eine anschauliche Regulierung auch da ist. Die Vererbungserscheinungen sind also gesetzmäßig, aber schwer regulierbar. So wie das Waagrechthalten des Waagebalkens auf einer Gesetzmäßigkeit beruht, aber, wenn man links und rechts immer auflegt, nach der einen oder der anderen Seite ein Ausschlag kommt, ist dadurch die strenge Gesetzmäßigkeit schwer regulierbar. So ist es ungefähr auch mit den Vererbungserscheinungen. Sie haben eine ähnliche Gesetzmäßigkeit wie die, die den Waagebalken horizontal drängt. Aber diese Gesetzmäßigkeit zeigt sich in einer starken Variabilität ihres Auftretens, und das rührt davon her, weil an der Vererbung immer beteiligt sind das Männliche und das Weibliche, und zwar das Männliche und das Weibliche so, daß das Männliche in dem Vererbungsvorgang gerade immer dasjenige überträgt, was der Mensch dem irdischen Dasein verdankt, was er Erdenkräften verdankt, während der weibliche Organismus mehr darauf hin orientiert ist, dasjenige zu übertragen, was aus dem außerirdischen Kosmos kommt. Man könnte sagen: auf den Mann macht fortwährend die Erde ihre Ansprüche, sie organisiert ihn durch ihre Kräfte. Sie ist ja auch die Ursache der Entstehung der männlichen Sexualität. Auf die Frau macht fortwährend, wenn wir so sagen dürfen, der Himmel seine Ansprüche. Er bewirkt fortwährend ihre Gestaltung. Er ist es, der in allen inneren Organisationsprozessen den überwiegenden Einfluß hat. Das deutet ja wiederum zurück auf etwas, was ich schon gesagt habe. Dadurch entsteht aber das Folgende. Denken Sie sich, es entwickelt sich durch die Konzeption ein weibliches Wesen, so neigt dieses weibliche Wesen dahin, immer mehr und mehr sich einzugliedern in die außerirdischen Prozesse. Es neigt immer mehr und mehr dazu, wenn ich mich so ausdrücken darf, vom Himmel aufgenommen zu werden. Wenn sich ein männliches Wesen entwickelt, so neigt es immer mehr und mehr dazu, von der Erde in Anspruch genommen zu werden. Also es wirken tatsächlich Himmel und Erde zusammen. Denn das, was ich sage, ist nicht so, daß man es etwa wiederum interpretieren darf: auf das Weib wirkt der Himmel und auf den Mann wirkt die Erde, sondern beide wirken auf beide, und bei dem Weibe schlägt der Waagebalken nach dem Himmel aus, beim Manne schlägt der Waagebalken nach dem Irdischen aus. Es ist eine strenge Gesetzmäßigkeit; die ist aber variabel. Dadurch tritt aber eine gewisse Folge ein. Durch dasjenige, was die Frau in ihrem Organismus birgt, wird in ihr fortwährend bekämpft dasjenige, was irdisch ist. Aber das Eigentümliche besteht: es wird nur bekämpft in ihrem ihr zu eigen gehörigen Organismus, nicht in ihrem Keime, nicht in dem Samen. Also dieser Kampf des Himmels mit der Erde, der beschränkt sich beim weiblichen Organismus auf alle Organisationsprozesse, die außerhalb der Samenbildung liegen, also außerhalb der Eibildung, außerhalb desjenigen, was sich gerade in die Fortpflanzungsvorgänge eingliedert, so daß sich das Weib fortwährend den dem Fortpflanzungsprozesse eingeborenen Kräften mit seiner Organisation entzieht. Mit dem um die Fortpflanzung Herumgelagerten, da entzieht es sich fortwährend, so daß man sagen kann: Es besteht die Tendenz, durch den Mann dasjenige, was in den Fortpflanzungskräften liegt, was also vererbt werden kann, zu vererben. Bei der Frau besteht die Tendenz, sich selbst dieser Vererbung zu entziehen. Aber sie hat dafür die stärkere Vererbungstendenz in ihren eibildenden Kräften.
[ 2 ] Nun muß man sagen, diese Erblichkeit, diese Vererbung wird eigentlich in der gegenwärtigen materialistischen Naturwissenschaft nur sehr abstrakt studiert, sie wird durchaus nicht so studiert, daß sich für das Leben viel Praktisches daraus ergeben kann. Man findet aber gerade, wenn man im Ernste daran geht, so etwas zu studieren wie die Vererbung, daß es doch höchst merkwürdig ist — mehr für den Exoteriker, während es für den Esoteriker eine ihm anschauliche Gesetzmäßigkeit ist —, daß alles dasjenige, was dem Menschen wichtig ist über Weltzusammenhänge zu wissen, an irgendeiner Stelle ziemlich äußerlich sichtbar zur Offenbarung kommt. Irgend etwas zeigt durch eine äußere Offenbarung immer, welche verborgenen, aber im Menschen sehr wirksamen Kräfte in der Natur vorhanden sind. An diese muß man sich ganz besonders bei dem Studium der Vererbung halten. Denn auf der anderen Seite wird alles dasjenige, was mit der Vererbung zusammenhängt, fortwährend beeinträchtigt, mit Illusionen umkleidet, so daß man es nicht richtig beurteilen kann. Man kann sich einmal ein Urteil bilden über die Vererbung, dann stimmt es wiederum nicht mit anderen Erscheinungen. Das rührt eben davon her, daß gerade die Vererbungstatsachen außerordentlich stark in Illusionen gekleidet sind, und das hängt damit zusammen, daß an der Vererbung beteiligt ist in einer ganz gesetzmäßigen, aber schwer regulierbaren Weise das Männliche und das Weibliche. Gesetzmäßig ist die Sache, aber so wie das Gesetz auftritt, ist es nicht immer möglich, daß eine anschauliche Regulierung auch da ist. Die Vererbungserscheinungen sind also gesetzmäßig, aber schwer regulierbar. So wie das Waagrechthalten des Waagebalkens auf einer Gesetzmäßigkeit beruht, aber, wenn man links und rechts immer auflegt, nach der einen oder der anderen Seite ein Ausschlag kommt, ist dadurch die strenge Gesetzmäßigkeit schwer regulierbar. So ist es ungefähr auch mit den Vererbungserscheinungen. Sie haben eine ähnliche Gesetzmäßigkeit wie die, die den Waagebalken horizontal drängt. Aber diese Gesetzmäßigkeit zeigt sich in einer starken Variabilität ihres Auftretens, und das rührt davon her, weil an der Vererbung immer beteiligt sind das Männliche und das Weibliche, und zwar das Männliche und das Weibliche so, daß das Männliche in dem Vererbungsvorgang gerade immer dasjenige überträgt, was der Mensch dem irdischen Dasein verdankt, was er Erdenkräften verdankt, während der weibliche Organismus mehr darauf hin orientiert ist, dasjenige zu übertragen, was aus dem außerirdischen Kosmos kommt. Man könnte sagen: auf den Mann macht fortwährend die Erde ihre Ansprüche, sie organisiert ihn durch ihre Kräfte. Sie ist ja auch die Ursache der Entstehung der männlichen Sexualität. Auf die Frau macht fortwährend, wenn wir so sagen dürfen, der Himmel seine Ansprüche. Er bewirkt fortwährend ihre Gestaltung. Er ist es, der in allen inneren Organisationsprozessen den überwiegenden Einfluß hat. Das deutet ja wiederum zurück auf etwas, was ich schon gesagt habe. Dadurch entsteht aber das Folgende. Denken Sie sich, es entwickelt sich durch die Konzeption ein weibliches Wesen, so neigt dieses weibliche Wesen dahin, immer mehr und mehr sich einzugliedern in die außerirdischen Prozesse. Es neigt immer mehr und mehr dazu, wenn ich mich so ausdrücken darf, vom Himmel aufgenommen zu werden. Wenn sich ein männliches Wesen entwickelt, so neigt es immer mehr und mehr dazu, von der Erde in Anspruch genommen zu werden. Also es wirken tatsächlich Himmel und Erde zusammen. Denn das, was ich sage, ist nicht so, daß man es etwa wiederum interpretieren darf: auf das Weib wirkt der Himmel und auf den Mann wirkt die Erde, sondern beide wirken auf beide, und bei dem Weibe schlägt der Waagebalken nach dem Himmel aus, beim Manne schlägt der Waagebalken nach dem Irdischen aus. Es ist eine strenge Gesetzmäßigkeit; die ist aber variabel. Dadurch tritt aber eine gewisse Folge ein. Durch dasjenige, was die Frau in ihrem Organismus birgt, wird in ihr fortwährend bekämpft dasjenige, was irdisch ist. Aber das Eigentümliche besteht: es wird nur bekämpft in ihrem ihr zu eigen gehörigen Organismus, nicht in ihrem Keime, nicht in dem Samen. Also dieser Kampf des Himmels mit der Erde, der beschränkt sich beim weiblichen Organismus auf alle Organisationsprozesse, die außerhalb der Samenbildung liegen, also außerhalb der Eibildung, außerhalb desjenigen, was sich gerade in die Fortpflanzungsvorgänge eingliedert, so daß sich das Weib fortwährend den dem Fortpflanzungsprozesse eingeborenen Kräften mit seiner Organisation entzieht. Mit dem um die Fortpflanzung Herumgelagerten, da entzieht es sich fortwährend, so daß man sagen kann: Es besteht die Tendenz, durch den Mann dasjenige, was in den Fortpflanzungskräften liegt, was also vererbt werden kann, zu vererben. Bei der Frau besteht die Tendenz, sich selbst dieser Vererbung zu entziehen. Aber sie hat dafür die stärkere Vererbungstendenz in ihren eibildenden Kräften.
[ 3 ] Man wird daher die Frage stellen können: Wie wird man in der menschlichen Gesellschaft entgegenwirken können den verheerenden Kräften der Vererbung? — Nicht wahr, daß die Vererbungskräfte nicht haltmachen vor dem sogenannten Geistigen und vor dem sogenannten Physischen, das zeigt sich ja einfach in einer Erscheinung, wie die ist, daß in Familien, in denen Geisteskrankheiten herrschen, in der Generationenfolge sehr leicht die Zuckerkrankheit auftreten kann, so daß also die Metamorphose von der einen Seite nach der andern Seite hinüberschlägt. Also es ist schon eine außerordentlich wichtige Frage: Wie entzieht man den Menschen den verheerenden Wirkungen der Vererbung? — Gegen diese gibt es kein anderes Mittel, als erstens dafür zu sorgen, daß die Frauenwelt möglichst gesund erhalten wird, denn dann wird durch die Frauenwelt der außerirdische Einfluß in unseren Erdenprozeß hereingezogen, und es wird auch das eintreten, daß fortdauernd diejenigen Prozesse, die dahin wirken, durch den Keim die Schädigungen der Vererbung zu übertragen, vom Frauenorganismus aus bekämpft werden. Also in einer Gesellschaft, in der gut darauf gesehen wird, daß die Frauen gesund sind, kämpft man gegen den schädigenden Einfluß, der von den Erdenkräften ausgeht mit Bezug auf die Vererbungsprozesse, weil man eben einen Appell richtet an die Wirksamkeit der vom Außerirdischen hereinwirkenden ausgleichenden Kräfte, die gewissermaßen ihren irdischen Akkumulator nur in der Frauenorganisation haben. Das ist etwas, was außerordentlich wichtig ist zu berücksichtigen.
[ 3 ] Man wird daher die Frage stellen können: Wie wird man in der menschlichen Gesellschaft entgegenwirken können den verheerenden Kräften der Vererbung? — Nicht wahr, daß die Vererbungskräfte nicht haltmachen vor dem sogenannten Geistigen und vor dem sogenannten Physischen, das zeigt sich ja einfach in einer Erscheinung, wie die ist, daß in Familien, in denen Geisteskrankheiten herrschen, in der Generationenfolge sehr leicht die Zuckerkrankheit auftreten kann, so daß also die Metamorphose von der einen Seite nach der andern Seite hinüberschlägt. Also es ist schon eine außerordentlich wichtige Frage: Wie entzieht man den Menschen den verheerenden Wirkungen der Vererbung? — Gegen diese gibt es kein anderes Mittel, als erstens dafür zu sorgen, daß die Frauenwelt möglichst gesund erhalten wird, denn dann wird durch die Frauenwelt der außerirdische Einfluß in unseren Erdenprozeß hereingezogen, und es wird auch das eintreten, daß fortdauernd diejenigen Prozesse, die dahin wirken, durch den Keim die Schädigungen der Vererbung zu übertragen, vom Frauenorganismus aus bekämpft werden. Also in einer Gesellschaft, in der gut darauf gesehen wird, daß die Frauen gesund sind, kämpft man gegen den schädigenden Einfluß, der von den Erdenkräften ausgeht mit Bezug auf die Vererbungsprozesse, weil man eben einen Appell richtet an die Wirksamkeit der vom Außerirdischen hereinwirkenden ausgleichenden Kräfte, die gewissermaßen ihren irdischen Akkumulator nur in der Frauenorganisation haben. Das ist etwas, was außerordentlich wichtig ist zu berücksichtigen.
[ 4 ] Dasjenige, was ich jetzt gesagt habe, ist etwas, was für alle irdischen und außerirdischen Kräfte gilt, das ist etwas sehr Universelles. Aber es tritt augenscheinlich zutage dann, wenn man es zu tun hat mit Hämophilen, mit Bluter-Erkrankungen. Es muß eben darauf hingewiesen werden, daß man über die Vererbungserscheinungen nicht so im allgemeinen herumreden soll, sondern daß man da studieren soll, wo die konkreten Tatsachen handgreiflich auf die Vererbung weisen. Studieren Sie einmal diese Vererbungserscheinungen bei den Blutern. Da finden Sie eine höchst eigentümliche Erscheinung, die Ihnen ja allen bekannt ist und die nur ein äußerer Ausdruck dessen ist, was ich jetzt eben auseinandergesetzt habe: Sie finden, daß im Blut der Familie die Übertragung des Bluters nur vorkommt bei männlichen Individuen, daß sie dagegen nur übertragen wird durch die weiblichen Individuen, daß also ein Weib, das Tochter eines Bluters ist, dazu neigt, auf ihre männlichen Nachkommen die Bluterkrankheit zu übertragen, auch wenn sie sie selber gar nicht hat; sie bekommt sie ja natürlich dadurch, daß sie in der Familie ist. Dagegen werden die Männer Bluter. Wenn sie aber Frauen heiraten, die nachweislich nicht aus Bluterfamilien stammen, so wird die Bluterkrankheit nicht übertragen.
[ 4 ] Dasjenige, was ich jetzt gesagt habe, ist etwas, was für alle irdischen und außerirdischen Kräfte gilt, das ist etwas sehr Universelles. Aber es tritt augenscheinlich zutage dann, wenn man es zu tun hat mit Hämophilen, mit Bluter-Erkrankungen. Es muß eben darauf hingewiesen werden, daß man über die Vererbungserscheinungen nicht so im allgemeinen herumreden soll, sondern daß man da studieren soll, wo die konkreten Tatsachen handgreiflich auf die Vererbung weisen. Studieren Sie einmal diese Vererbungserscheinungen bei den Blutern. Da finden Sie eine höchst eigentümliche Erscheinung, die Ihnen ja allen bekannt ist und die nur ein äußerer Ausdruck dessen ist, was ich jetzt eben auseinandergesetzt habe: Sie finden, daß im Blut der Familie die Übertragung des Bluters nur vorkommt bei männlichen Individuen, daß sie dagegen nur übertragen wird durch die weiblichen Individuen, daß also ein Weib, das Tochter eines Bluters ist, dazu neigt, auf ihre männlichen Nachkommen die Bluterkrankheit zu übertragen, auch wenn sie sie selber gar nicht hat; sie bekommt sie ja natürlich dadurch, daß sie in der Familie ist. Dagegen werden die Männer Bluter. Wenn sie aber Frauen heiraten, die nachweislich nicht aus Bluterfamilien stammen, so wird die Bluterkrankheit nicht übertragen.
[ 5 ] Da haben Sie dasjenige, wenn Sie es analysieren, was Ihnen ein deutlicher äußerer Ausdruck dessen ist, was ich jetzt gesagt habe, und die Erscheinungen bei Hämophilen zeigen viel deutlicher als alle Versuche von Weismann, die vor kurzer Zeit gemacht worden sind, wie eigentlich die Dinge laufen in bezug auf die Vererbung. Das ist dasjenige, was man nun aber auch wichtig finden muß für eine Gesamtbeurteilung der menschlichen Organisation, und danach müssen wir ja die menschliche Organisation beurteilen, was auf sie einen Einfluß ausüben kann.
[ 5 ] Da haben Sie dasjenige, wenn Sie es analysieren, was Ihnen ein deutlicher äußerer Ausdruck dessen ist, was ich jetzt gesagt habe, und die Erscheinungen bei Hämophilen zeigen viel deutlicher als alle Versuche von Weismann, die vor kurzer Zeit gemacht worden sind, wie eigentlich die Dinge laufen in bezug auf die Vererbung. Das ist dasjenige, was man nun aber auch wichtig finden muß für eine Gesamtbeurteilung der menschlichen Organisation, und danach müssen wir ja die menschliche Organisation beurteilen, was auf sie einen Einfluß ausüben kann.
[ 6 ] Worauf beruht denn eigentlich die Bluterkrankheit? Es zeigt sich ja schließlich bei der oberflächlichen Betrachtung, worauf sie beruht. Es ist die Gerinnungsfähigkeit des Blutes nicht vorhanden, so daß also bei der geringsten Öffnung nach außen der Mensch verbluten kann, durch bloßes Nasenbluten, bei irgendeiner Zahnoperation, daß solche Dinge, die sonst einfach beim Menschen zur Gerinnung des Blutes an der Wundstelle führen, bei Blutern nicht dazu führen. Darauf beruht ja eigentlich die ganze Wirkung, auf der mangelnden Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Es muß also das Blut etwas in sich haben, was entgegenwirkt der Gerinnungsfähigkeit, und wenn das, was es da in sich hat, zu stark wirkt, so wird es eben durch diejenigen Kräfte nicht aufgehoben, die von außen dann beginnen einzuwirken, wenn das Blut gerinnt. Wenn das Blut gerinnt, haben wir es zu tun mit Kräften, die von außen einwirken. Ist im Blute etwas, was diese Kräfte gegen sich nicht aufkommen laßt, so ist eben eine zu starke Verflüssigung des Blutes, eine zu starke Verflüssigungstendenz des Blutes vorhanden.
[ 6 ] Worauf beruht denn eigentlich die Bluterkrankheit? Es zeigt sich ja schließlich bei der oberflächlichen Betrachtung, worauf sie beruht. Es ist die Gerinnungsfähigkeit des Blutes nicht vorhanden, so daß also bei der geringsten Öffnung nach außen der Mensch verbluten kann, durch bloßes Nasenbluten, bei irgendeiner Zahnoperation, daß solche Dinge, die sonst einfach beim Menschen zur Gerinnung des Blutes an der Wundstelle führen, bei Blutern nicht dazu führen. Darauf beruht ja eigentlich die ganze Wirkung, auf der mangelnden Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Es muß also das Blut etwas in sich haben, was entgegenwirkt der Gerinnungsfähigkeit, und wenn das, was es da in sich hat, zu stark wirkt, so wird es eben durch diejenigen Kräfte nicht aufgehoben, die von außen dann beginnen einzuwirken, wenn das Blut gerinnt. Wenn das Blut gerinnt, haben wir es zu tun mit Kräften, die von außen einwirken. Ist im Blute etwas, was diese Kräfte gegen sich nicht aufkommen laßt, so ist eben eine zu starke Verflüssigung des Blutes, eine zu starke Verflüssigungstendenz des Blutes vorhanden.
[ 7 ] Sie werden leicht finden, daß eine solche starke Tendenz zur Verflüssigung des Blutes zusammenhängt mit der ganzen menschlichen Ich-Bildung. Aber sie hängt nicht so ganz oberflächlich wiederum zusammen mit der menschlichen Ich-Bildung; sie hängt zusammen mit dem, was im menschlichen Ich als Wille wirksam ist, nicht mit dem, was im menschlichen Ich als Vorstellung wirksam ist. Also mit all dem, was im Menschen den Willen stärkt oder schwächt, mit all dem hängt jene Organisation zusammen, die also beim Blute die zu starke Verflüssigungsfähigkeit hervorruft. Ich möchte sagen, da hat die Geschichte einen schönen Fall hingestellt, welcher wiederum zeigt, wie man bei richtiger Interpretation auf gewisse Geheimnisse der Natur kommt. Nicht jetzt die Natur allein, sondern die Geschichte hat ja den berühmten Engadiner Fall hingestellt, der Ihnen ja bekannt sein kann, der berühmte Fall der Engadiner Jungfrauen. Jene zwei Engadiner Jungfrauen haben geradezu etwas hingestellt, welches, ich möchte sagen, gründlich aufklärend wirken kann auf die Menschenerkenntnis, wie sie die Medizin braucht. Diese Engadiner Jungfrauen stammten aus Bluterfamilien, und sie haben den starksinnigen Entschluß gefaßt, nicht zu heiraten, so daß also diese Engadiner Jungfrauen in der Geschichte dastehen als persönliche Bekämpfer des Übertragens der Bluterkranklheit.
[ 7 ] Sie werden leicht finden, daß eine solche starke Tendenz zur Verflüssigung des Blutes zusammenhängt mit der ganzen menschlichen Ich-Bildung. Aber sie hängt nicht so ganz oberflächlich wiederum zusammen mit der menschlichen Ich-Bildung; sie hängt zusammen mit dem, was im menschlichen Ich als Wille wirksam ist, nicht mit dem, was im menschlichen Ich als Vorstellung wirksam ist. Also mit all dem, was im Menschen den Willen stärkt oder schwächt, mit all dem hängt jene Organisation zusammen, die also beim Blute die zu starke Verflüssigungsfähigkeit hervorruft. Ich möchte sagen, da hat die Geschichte einen schönen Fall hingestellt, welcher wiederum zeigt, wie man bei richtiger Interpretation auf gewisse Geheimnisse der Natur kommt. Nicht jetzt die Natur allein, sondern die Geschichte hat ja den berühmten Engadiner Fall hingestellt, der Ihnen ja bekannt sein kann, der berühmte Fall der Engadiner Jungfrauen. Jene zwei Engadiner Jungfrauen haben geradezu etwas hingestellt, welches, ich möchte sagen, gründlich aufklärend wirken kann auf die Menschenerkenntnis, wie sie die Medizin braucht. Diese Engadiner Jungfrauen stammten aus Bluterfamilien, und sie haben den starksinnigen Entschluß gefaßt, nicht zu heiraten, so daß also diese Engadiner Jungfrauen in der Geschichte dastehen als persönliche Bekämpfer des Übertragens der Bluterkranklheit.
[ 8 ] Nun muß man in einem solchen Falle eben auf das Rechte hinschauen. Es ist ganz gewiß nicht die Eigentümlichkeit aller aus Bluterfamilien stammenden Mädchen, in dieser Weise sich dem Fortpflanzungstrieb zu entziehen. Dazu gehört die Ausbildung eines starken subjektiven Willens, gerade jenes starken subjektiven Willens, der im Ich wirkt, der nicht im astralischen Leib wirkt. Der muß also bei ihnen vorhanden gewesen sein. Das heißt, die Sache ist so, daß das, was diese Frauen in ihrem Ich, in ihrem Willen gehabt haben, in einer gewissen Weise zusammenhängt mit denjenigen Kräften, die in einer gewissen Weise wirksam sind gerade bei den Blutern. Wenn sie in bewußter Weise gestärkt werden, so können sie leichter gestärkt werden, als sie bei Nichtblutern gestärkt werden können. Das ist nun etwas, was, in der richtigen Weise erkannt, darauf führt, etwas in die Kräfte hineinzuschauen, die nun eigentlich dem Blute eigen sind, zu erkennen, wie da eine Wechselwirkung mit dem Außermenschlichen stattfindet. Man kann, indem man so hinschaut auf diejenigen Kräfte im Blute, die mit dem bewußten Willen zusammenhängen, finden, wie überhaupt der Zusammenhang des menschlichen Willens ist mit außermenschlichen Kräften. Nun ist ja die Sache so, daß gewisse außermenschliche Kräfte diejenige innere Verwandtschaft haben mit den menschlichen Willenskräften, welche darauf beruht, daß im Laufe der Entwickelung in dem Naturreiche ausgeschieden worden ist zuletzt dasjenige, was gerade mit dem bewußten menschlichen Willen zu tun hat, mit dem menschlichen Willen überhaupt zu tun hat. Das ist zuletzt in dem Naturreiche ausgeschieden worden.
[ 8 ] Nun muß man in einem solchen Falle eben auf das Rechte hinschauen. Es ist ganz gewiß nicht die Eigentümlichkeit aller aus Bluterfamilien stammenden Mädchen, in dieser Weise sich dem Fortpflanzungstrieb zu entziehen. Dazu gehört die Ausbildung eines starken subjektiven Willens, gerade jenes starken subjektiven Willens, der im Ich wirkt, der nicht im astralischen Leib wirkt. Der muß also bei ihnen vorhanden gewesen sein. Das heißt, die Sache ist so, daß das, was diese Frauen in ihrem Ich, in ihrem Willen gehabt haben, in einer gewissen Weise zusammenhängt mit denjenigen Kräften, die in einer gewissen Weise wirksam sind gerade bei den Blutern. Wenn sie in bewußter Weise gestärkt werden, so können sie leichter gestärkt werden, als sie bei Nichtblutern gestärkt werden können. Das ist nun etwas, was, in der richtigen Weise erkannt, darauf führt, etwas in die Kräfte hineinzuschauen, die nun eigentlich dem Blute eigen sind, zu erkennen, wie da eine Wechselwirkung mit dem Außermenschlichen stattfindet. Man kann, indem man so hinschaut auf diejenigen Kräfte im Blute, die mit dem bewußten Willen zusammenhängen, finden, wie überhaupt der Zusammenhang des menschlichen Willens ist mit außermenschlichen Kräften. Nun ist ja die Sache so, daß gewisse außermenschliche Kräfte diejenige innere Verwandtschaft haben mit den menschlichen Willenskräften, welche darauf beruht, daß im Laufe der Entwickelung in dem Naturreiche ausgeschieden worden ist zuletzt dasjenige, was gerade mit dem bewußten menschlichen Willen zu tun hat, mit dem menschlichen Willen überhaupt zu tun hat. Das ist zuletzt in dem Naturreiche ausgeschieden worden.
[ 9 ] Nun handelt es sich darum, so etwas zu studieren, was unter den Ausscheidungen des menschenbildenden Prozesses in der Natur draußen ist und was durch seine eigenen Qualitäten zeigt, wie es mit dem menschenbildenden Prozeß in einem Zusammenhang stehen kann. So etwas ist eigentlich in der Natur lange studiert worden, und wie es ist, ist es außerordentlich schwer zu übersehen, weil es schwer ist, die Kräfte, die die atavistische Medizin selbst noch bis ins siebzehnte, achtzehnte Jahrhundert herein bewahrt hat, wieder in dem heutigen intellektuellen Menschen regsam zu machen. Das, was da studiert worden ist, ist nämlich alles, was mit dem Antimon zusammenhängt.
[ 9 ] Nun handelt es sich darum, so etwas zu studieren, was unter den Ausscheidungen des menschenbildenden Prozesses in der Natur draußen ist und was durch seine eigenen Qualitäten zeigt, wie es mit dem menschenbildenden Prozeß in einem Zusammenhang stehen kann. So etwas ist eigentlich in der Natur lange studiert worden, und wie es ist, ist es außerordentlich schwer zu übersehen, weil es schwer ist, die Kräfte, die die atavistische Medizin selbst noch bis ins siebzehnte, achtzehnte Jahrhundert herein bewahrt hat, wieder in dem heutigen intellektuellen Menschen regsam zu machen. Das, was da studiert worden ist, ist nämlich alles, was mit dem Antimon zusammenhängt.
[ 10 ] Das Antimon ist nämlich ein höchst merkwürdiger Körper. Deshalb haben wohl diejenigen, die soviel mit dem Antimon zu tun gehabt haben, wie auch der sagenhafte Basilius Valentinus, so stark das Antimon studiert. Sie brauchen nur auf gewisse Eigenschaften des Antimons hinzuschauen, dann werden Sie, ich möchte sagen, erkennen, in welch eigentümlicher Weise das Antimon eingespannt ist in den ganzen Naturprozeß. Es ist auf eine eigentümliche Weise eingespannt in den ganzen Naturprozeß. Denken Sie einmal, daß das Antimon in den Naturprozeß so eingespannt ist, daß es erstens — das ist vielleicht noch seine geringfügigste Eigenschaft — eine außerordentliche Verwandtschaft zu anderen Metallen und anderen Körpern hat, daß es also mit diesen anderen Körpern viel zusammen erscheint, namentlich mit Schwefelverbindungen anderer Stoffe. Der Schwefel hat ja diese spezifische Wirkung in der Natur, die wir wenigstens andeutungsweise schon besprochen haben. Die Neigung, die das Antimon hat zu Schwefelverbindungen anderer Stoffe, die zeigt, wie es in den Naturprozeß eingespannt ist. Aber noch mehr zeigt eine andere Eigenschaft des Antimons, wie es in den Naturprozeß eingespannt ist. Das ist nämlich die, daß es, wo es nur in die Möglichkeit versetzt ist, in büschelförmiger Kristallisation auftritt, das heißt in die Linie strebt, weg von der Erde. Da wo das Antimon, ich möchte sagen, sich anhäuft in Linienbildung, da sieht man gewissermaßen äußerlich mit Augen die Kristallisationskräfte, die vom Außerirdischen in das Irdische hereinkommen. Denn die Kräfte, die sonst in einer größeren Regelmäßigkeit auftreten und die kristallbildend sind, die wirken in diesen spießigen und büschelförmigen Bildungen des Antimons. Da verrät geradezu die Antimonsubstanz, wie sie eingespannt ist in den ganzen Naturprozeß. Ebenso weist dasjenige, was im Saigerprozeß vor sich geht, sehr stark darauf hin, wie das Antimon geradezu der Verräter der Kristallisationskräfte ist. Durch den Saigerprozeß bekommt man ja das Antimon in einer solchen Form, dab es feinfaserig ist.
[ 10 ] Das Antimon ist nämlich ein höchst merkwürdiger Körper. Deshalb haben wohl diejenigen, die soviel mit dem Antimon zu tun gehabt haben, wie auch der sagenhafte Basilius Valentinus, so stark das Antimon studiert. Sie brauchen nur auf gewisse Eigenschaften des Antimons hinzuschauen, dann werden Sie, ich möchte sagen, erkennen, in welch eigentümlicher Weise das Antimon eingespannt ist in den ganzen Naturprozeß. Es ist auf eine eigentümliche Weise eingespannt in den ganzen Naturprozeß. Denken Sie einmal, daß das Antimon in den Naturprozeß so eingespannt ist, daß es erstens — das ist vielleicht noch seine geringfügigste Eigenschaft — eine außerordentliche Verwandtschaft zu anderen Metallen und anderen Körpern hat, daß es also mit diesen anderen Körpern viel zusammen erscheint, namentlich mit Schwefelverbindungen anderer Stoffe. Der Schwefel hat ja diese spezifische Wirkung in der Natur, die wir wenigstens andeutungsweise schon besprochen haben. Die Neigung, die das Antimon hat zu Schwefelverbindungen anderer Stoffe, die zeigt, wie es in den Naturprozeß eingespannt ist. Aber noch mehr zeigt eine andere Eigenschaft des Antimons, wie es in den Naturprozeß eingespannt ist. Das ist nämlich die, daß es, wo es nur in die Möglichkeit versetzt ist, in büschelförmiger Kristallisation auftritt, das heißt in die Linie strebt, weg von der Erde. Da wo das Antimon, ich möchte sagen, sich anhäuft in Linienbildung, da sieht man gewissermaßen äußerlich mit Augen die Kristallisationskräfte, die vom Außerirdischen in das Irdische hereinkommen. Denn die Kräfte, die sonst in einer größeren Regelmäßigkeit auftreten und die kristallbildend sind, die wirken in diesen spießigen und büschelförmigen Bildungen des Antimons. Da verrät geradezu die Antimonsubstanz, wie sie eingespannt ist in den ganzen Naturprozeß. Ebenso weist dasjenige, was im Saigerprozeß vor sich geht, sehr stark darauf hin, wie das Antimon geradezu der Verräter der Kristallisationskräfte ist. Durch den Saigerprozeß bekommt man ja das Antimon in einer solchen Form, dab es feinfaserig ist.
[ 11 ] Eine weitere Eigenschaft des Antimons ist dann ja diese, daß es, wenn es geglüht wird, oxydieren kann, verbrennen kann in einer gewissen Weise. Der weiße Rauch, der sich da bildet, zeigt die Eigentümlichkeit einer gewissen Verwandtschaft mit kalten Körpern, wo er sich anklebt und die berühmten Antimonblumen erzeugt — wiederum etwas, wo gewissermaßen in Anlehnung an andere Körper die Kristallisationskraft sich entlädt.
[ 11 ] Eine weitere Eigenschaft des Antimons ist dann ja diese, daß es, wenn es geglüht wird, oxydieren kann, verbrennen kann in einer gewissen Weise. Der weiße Rauch, der sich da bildet, zeigt die Eigentümlichkeit einer gewissen Verwandtschaft mit kalten Körpern, wo er sich anklebt und die berühmten Antimonblumen erzeugt — wiederum etwas, wo gewissermaßen in Anlehnung an andere Körper die Kristallisationskraft sich entlädt.
[ 12 ] Das Allermerkwürdigste aber ist jene eigentümliche Abwehrkraft, welche das Antimon hat gegen diejenigen Kräfte, die ich ja im Laufe der Tage, in denen Sie hier sind, bezeichnet habe als gewissermaßen unterirdische Kräfte, die Kräfte, die in der Elektrizität und dem Magnetismus spielen. Wenn man durch Elektrolyse Antimon in einer gewissen Weise behandelt und es dann an die Kathode bringt und den Niederschlag des Antimons an der Kathode mit einer Metallspitze berührt, dann explodiert das Antimon, ruft kleine Explosionen hervor. Dieses Wehren des Antimons gegen das Elektrische, wenn man ihm nur etwas zu Hilfe kommt, das ist so außerordentlich bezeichnend für das Antimon. Da sehen wir wirklich hinein beim Antimon, wie ein Körper in den ganzen Naturprozeß sich hineinstellt. Andere Substanzen zeigen das nicht in einer so, ich möchte sagen, aufdringlichen Weise.
[ 12 ] Das Allermerkwürdigste aber ist jene eigentümliche Abwehrkraft, welche das Antimon hat gegen diejenigen Kräfte, die ich ja im Laufe der Tage, in denen Sie hier sind, bezeichnet habe als gewissermaßen unterirdische Kräfte, die Kräfte, die in der Elektrizität und dem Magnetismus spielen. Wenn man durch Elektrolyse Antimon in einer gewissen Weise behandelt und es dann an die Kathode bringt und den Niederschlag des Antimons an der Kathode mit einer Metallspitze berührt, dann explodiert das Antimon, ruft kleine Explosionen hervor. Dieses Wehren des Antimons gegen das Elektrische, wenn man ihm nur etwas zu Hilfe kommt, das ist so außerordentlich bezeichnend für das Antimon. Da sehen wir wirklich hinein beim Antimon, wie ein Körper in den ganzen Naturprozeß sich hineinstellt. Andere Substanzen zeigen das nicht in einer so, ich möchte sagen, aufdringlichen Weise.
[ 13 ] Nun kann man nur verstehen, was sich da wiederum an einem anschaulichen Fall in der Natur zeigen will, wenn man davon ausgeht, daß die Kräfte, die in der Natur vorhanden sind, überall wirken; nur, wenn Substanzen sie in besonderem Maße zeigen, so sind eben in diesen Substanzen diese Kräfte besonders konzentriert lokalisiert. Aber was im Antimon wirkt, ist eigentlich überall vorhanden. Überall wirkt, wenn ich den Ausdruck bilden darf, die antimonisierende Kraft. Diese antimonisierende Kraft ist nun dasjenige, was im Menschen auch regulierend wirkt, aber so, daß der Mensch diese antimonisierende Kraft in seinem Normalzustande vom Außerirdischen her bezieht. Gewissermaßen vom Außerirdischen her bezieht er dasjenige, was das Antimon konzentriert herstellt. In normalem Zustande wendet er sich nicht an die antimonisierende Kraft im Irdischen und das, was im Antimon konzentriert ist, sondern er wendet sich an die äußere, außerirdische Kraft des Antimons. Und da liegt es natürlich nahe, jetzt zu fragen: Was ist denn im Außerirdischen diese antimonisierende Kraft?
[ 13 ] Nun kann man nur verstehen, was sich da wiederum an einem anschaulichen Fall in der Natur zeigen will, wenn man davon ausgeht, daß die Kräfte, die in der Natur vorhanden sind, überall wirken; nur, wenn Substanzen sie in besonderem Maße zeigen, so sind eben in diesen Substanzen diese Kräfte besonders konzentriert lokalisiert. Aber was im Antimon wirkt, ist eigentlich überall vorhanden. Überall wirkt, wenn ich den Ausdruck bilden darf, die antimonisierende Kraft. Diese antimonisierende Kraft ist nun dasjenige, was im Menschen auch regulierend wirkt, aber so, daß der Mensch diese antimonisierende Kraft in seinem Normalzustande vom Außerirdischen her bezieht. Gewissermaßen vom Außerirdischen her bezieht er dasjenige, was das Antimon konzentriert herstellt. In normalem Zustande wendet er sich nicht an die antimonisierende Kraft im Irdischen und das, was im Antimon konzentriert ist, sondern er wendet sich an die äußere, außerirdische Kraft des Antimons. Und da liegt es natürlich nahe, jetzt zu fragen: Was ist denn im Außerirdischen diese antimonisierende Kraft?
[ 14 ] Sie ist das Zusammenwirken, planetarisch gesprochen, von Merkur, Venus und Mond. Wenn diese nicht jedes einzeln wirken, sondern zusammen wirken, dann wirken sie nicht merkurialisch, nicht silberig, nicht kupferig, dann wirken sie, wie eben in der Erde das Antimon wirkt. Das ist etwas, was ja natürlich einfach dadurch untersucht werden muß, daß man solche Konstellationen in ihrer Wirkung auf den Menschen aufsucht, wo sich die drei Kräfte, die Mondenkraft, die Merkurkraft und die Venuskraft, wo sich diese neutralisieren durch entsprechende Oppositions- und Quadrantenstellung. Wenn sie sich neutralisieren, wenn sie alle drei so zueinander wirken, daß sie sich eben neutralisieren, dann findet dieselbe Wechselwirkung statt, die mit der Antimonwirkung etwas zu tun hat, die im Antimon von der Erde in Anspruch genommen wird. In allem, was Antimon auf der Erde ist, wirkt von der Erde aus dieselbe Kraft, die von diesen drei planetarischen Körpern vom Außerirdischen aus auf die Erde wirkt.
[ 14 ] Sie ist das Zusammenwirken, planetarisch gesprochen, von Merkur, Venus und Mond. Wenn diese nicht jedes einzeln wirken, sondern zusammen wirken, dann wirken sie nicht merkurialisch, nicht silberig, nicht kupferig, dann wirken sie, wie eben in der Erde das Antimon wirkt. Das ist etwas, was ja natürlich einfach dadurch untersucht werden muß, daß man solche Konstellationen in ihrer Wirkung auf den Menschen aufsucht, wo sich die drei Kräfte, die Mondenkraft, die Merkurkraft und die Venuskraft, wo sich diese neutralisieren durch entsprechende Oppositions- und Quadrantenstellung. Wenn sie sich neutralisieren, wenn sie alle drei so zueinander wirken, daß sie sich eben neutralisieren, dann findet dieselbe Wechselwirkung statt, die mit der Antimonwirkung etwas zu tun hat, die im Antimon von der Erde in Anspruch genommen wird. In allem, was Antimon auf der Erde ist, wirkt von der Erde aus dieselbe Kraft, die von diesen drei planetarischen Körpern vom Außerirdischen aus auf die Erde wirkt.
[ 15 ] Da komme ich auf etwas, was ich doch erwähnen muß. Nämlich bei der Erdenkonstitution ist es so, daß man eigentlich unrichtig redet, wenn man bei so etwas wie dem Antimon von dem einzelnen Stück bloß redet. Es ist alles Antimon in der Erdenorganisation eine Einheit, wie alles Silber und alles Gold der Erde eine Einheit ist. Es kommt gar nicht so sehr auf das einzelne Stück an. Wenn Sie das einzelne Stück Antimon aus der Erde wegnehmen, so wühlen Sie einfach in dem Gesamtantimonleib der Erde, der ihr eingegliedert ist. Also das gehört dazu zu dem gesamten Antimonleib. Da haben wir also geschildert auf der einen Seite alles dasjenige, was gewissermaßen durch die Antimonwirkung anschaulich wird. Allem Wirken stehen nun in der Natur Gegenwirkungen gegenüber. Gerade durch das Hin- und Herpendeln von Wirkung und Gegenwirkung entstehen immer die gestalteten Körper.
[ 15 ] Da komme ich auf etwas, was ich doch erwähnen muß. Nämlich bei der Erdenkonstitution ist es so, daß man eigentlich unrichtig redet, wenn man bei so etwas wie dem Antimon von dem einzelnen Stück bloß redet. Es ist alles Antimon in der Erdenorganisation eine Einheit, wie alles Silber und alles Gold der Erde eine Einheit ist. Es kommt gar nicht so sehr auf das einzelne Stück an. Wenn Sie das einzelne Stück Antimon aus der Erde wegnehmen, so wühlen Sie einfach in dem Gesamtantimonleib der Erde, der ihr eingegliedert ist. Also das gehört dazu zu dem gesamten Antimonleib. Da haben wir also geschildert auf der einen Seite alles dasjenige, was gewissermaßen durch die Antimonwirkung anschaulich wird. Allem Wirken stehen nun in der Natur Gegenwirkungen gegenüber. Gerade durch das Hin- und Herpendeln von Wirkung und Gegenwirkung entstehen immer die gestalteten Körper.
[ 16 ] Nun sehen Sie, diese gegenwirkenden Kräfte müssen wir nun aufsuchen. Diese gegenwirkenden Kräfte zeigen sich uns dann, wenn wir erkennen können, durchschauen können, daß ja die Antimonkräfte in dem Augenblick auf den Menschen wirken, wo irgend etwas, was eigentlich im Innern des Menschen geregelt ist, nach außen drängt. Diese Antimonkräfte sind es nämlich gerade, die in der Gerinnung des Blutes wirken. Da drinnen wirkt das Antimonisierende. Überall wo das Blut in seinem Bestande, in seiner Strömung die Tendenz zum Gerinnen zeigt, da ist antimonisierende Kraft. Überall da, wo das Blut sich entziehen will dieser gerinnenden Kraft, da sind die Gegenwirkungen da. So daß wir da, wo uns die Bluter entgegentreten, kurioserweise finden die antiantimonisierenden Kräfte. Da haben Sie die anti-antimonisierenden Kräfte. Diese anti-antimonisierenden Kräfte sind aber identisch mit dem, was ich nennen möchte — wenn ich das Wort bilden darf — die albuminisierenden Kräfte, die eiweißstoffbildenden Kräfte, die so organisierend wirken, daß sie die Bildung des Eiweißes fördern. Denn wiederum dasjenige, was das Blut am Gerinnen verhindert, sind die eiweißbildenden Kräfte.
[ 16 ] Nun sehen Sie, diese gegenwirkenden Kräfte müssen wir nun aufsuchen. Diese gegenwirkenden Kräfte zeigen sich uns dann, wenn wir erkennen können, durchschauen können, daß ja die Antimonkräfte in dem Augenblick auf den Menschen wirken, wo irgend etwas, was eigentlich im Innern des Menschen geregelt ist, nach außen drängt. Diese Antimonkräfte sind es nämlich gerade, die in der Gerinnung des Blutes wirken. Da drinnen wirkt das Antimonisierende. Überall wo das Blut in seinem Bestande, in seiner Strömung die Tendenz zum Gerinnen zeigt, da ist antimonisierende Kraft. Überall da, wo das Blut sich entziehen will dieser gerinnenden Kraft, da sind die Gegenwirkungen da. So daß wir da, wo uns die Bluter entgegentreten, kurioserweise finden die antiantimonisierenden Kräfte. Da haben Sie die anti-antimonisierenden Kräfte. Diese anti-antimonisierenden Kräfte sind aber identisch mit dem, was ich nennen möchte — wenn ich das Wort bilden darf — die albuminisierenden Kräfte, die eiweißstoffbildenden Kräfte, die so organisierend wirken, daß sie die Bildung des Eiweißes fördern. Denn wiederum dasjenige, was das Blut am Gerinnen verhindert, sind die eiweißbildenden Kräfte.
[ 17 ] Auf diese Weise kommen wir zu einer Erkenntnis der Beziehungen des Antimonisierenden und des Albuminisierenden im menschlichen Organismus. Ich muß schon sagen, ich glaube, wenn man dieses Wechselspiel des Antimonisierenden und des Albuminisierenden studieren würde, dann würde man gründliche Erkenntnisse im Erkrankungs- und Heilungsprozesse gewinnen. Denn was sind albuminisierende Prozesse? Es sind diejenigen Prozesse, durch welche alles Plastische, alles Gestaltende in der Natur dem menschlichen und auch dem tierischen Organismus für seine Substanzbildung einverleibt wird. Die antimonisierenden Kräfte sind diejenigen, welche gewissermaßen von außen hereinwirkend die plastischen Künstler sind, die der organbildenden Substanz die Form geben. So haben zu den inneren organisierenden Kräften der Organe die Antimonkräfte eine gewisse Beziehung.
[ 17 ] Auf diese Weise kommen wir zu einer Erkenntnis der Beziehungen des Antimonisierenden und des Albuminisierenden im menschlichen Organismus. Ich muß schon sagen, ich glaube, wenn man dieses Wechselspiel des Antimonisierenden und des Albuminisierenden studieren würde, dann würde man gründliche Erkenntnisse im Erkrankungs- und Heilungsprozesse gewinnen. Denn was sind albuminisierende Prozesse? Es sind diejenigen Prozesse, durch welche alles Plastische, alles Gestaltende in der Natur dem menschlichen und auch dem tierischen Organismus für seine Substanzbildung einverleibt wird. Die antimonisierenden Kräfte sind diejenigen, welche gewissermaßen von außen hereinwirkend die plastischen Künstler sind, die der organbildenden Substanz die Form geben. So haben zu den inneren organisierenden Kräften der Organe die Antimonkräfte eine gewisse Beziehung.
[ 18 ] Also, bitte, unterscheiden Sie jetzt die beiden Prozesse — das ist eine wichtige Unterscheidung — bei einem Organ, ich will sagen etwa bei der Speiseröhre. Diese ist ja innerlich organisiert. Sie können gewissermaßen ihre innere Struktur verfolgen, ohne daß Sie zunächst eine Rücksicht darauf nehmen, was für ein Vorgang sich abspielt, wie längs der Speiseröhre der Speisebrei verläuft und so weiter. Dann kommt die Speiseröhre und wirkt zusammen mit dem, was in den menschlichen Organismus hereinkommt. Man kann also trennen im Abstrakten die inneren Vorgänge im Organ und dasjenige, was im Organ geschieht, wenn es zusammenarbeitet mit dem, was dem Menschen von außen zugeführt wird. Das sind zwei verschiedene Prozesse. Da drinnen im Organ selber, da wirkt die antimonisierende Kraft im Menschen. Der Mensch ist eigentlich Antimon, wenn man sich herausdenkt alles dasjenige, was in ihn von außen eingeführt wird. Er ist selbst Antimon. Es handelt sich darum, daß man nicht überladen darf die innere organ bildende Kraft im normalen Lebensprozesse mit dieser antimonbildenden Kraft. Man darf diese im normalen Lebensprozesse nicht zuführen, sonst vergiftet man den Organismus, man regt ihn zu stark an. Aber wenn es nötig ist, ihn stärker anzuregen, dann muß man ihm das zuführen, was man ihm normal nicht zuführen darf. Hier kommen Sie zu der Antimonwirkung, die gerade durch die geschilderten Eigentümlichkeiten des Antimons eine spezifisch verschiedene ist, ob Sie das Antimon von außen anwenden oder ob Sie es von innen anwenden. Wenn Sie es von innen anwenden, so müssen Sie versuchen, das Antimon in einer so großen Verdünnung zu bekommen, daß Sie es hineinkriegen in den oberen Menschen. Wenn Sie es hineinkriegen in den oberen Menschen, dann wird das Antimon außerordentlich anregend wirken auf gestörte Organbildungen, innere Organprozesse. Es wird daher schon bei gewissen Formen der Typhusbildung fein potenziertes Antimon eine große Rolle spielen können.
[ 18 ] Also, bitte, unterscheiden Sie jetzt die beiden Prozesse — das ist eine wichtige Unterscheidung — bei einem Organ, ich will sagen etwa bei der Speiseröhre. Diese ist ja innerlich organisiert. Sie können gewissermaßen ihre innere Struktur verfolgen, ohne daß Sie zunächst eine Rücksicht darauf nehmen, was für ein Vorgang sich abspielt, wie längs der Speiseröhre der Speisebrei verläuft und so weiter. Dann kommt die Speiseröhre und wirkt zusammen mit dem, was in den menschlichen Organismus hereinkommt. Man kann also trennen im Abstrakten die inneren Vorgänge im Organ und dasjenige, was im Organ geschieht, wenn es zusammenarbeitet mit dem, was dem Menschen von außen zugeführt wird. Das sind zwei verschiedene Prozesse. Da drinnen im Organ selber, da wirkt die antimonisierende Kraft im Menschen. Der Mensch ist eigentlich Antimon, wenn man sich herausdenkt alles dasjenige, was in ihn von außen eingeführt wird. Er ist selbst Antimon. Es handelt sich darum, daß man nicht überladen darf die innere organ bildende Kraft im normalen Lebensprozesse mit dieser antimonbildenden Kraft. Man darf diese im normalen Lebensprozesse nicht zuführen, sonst vergiftet man den Organismus, man regt ihn zu stark an. Aber wenn es nötig ist, ihn stärker anzuregen, dann muß man ihm das zuführen, was man ihm normal nicht zuführen darf. Hier kommen Sie zu der Antimonwirkung, die gerade durch die geschilderten Eigentümlichkeiten des Antimons eine spezifisch verschiedene ist, ob Sie das Antimon von außen anwenden oder ob Sie es von innen anwenden. Wenn Sie es von innen anwenden, so müssen Sie versuchen, das Antimon in einer so großen Verdünnung zu bekommen, daß Sie es hineinkriegen in den oberen Menschen. Wenn Sie es hineinkriegen in den oberen Menschen, dann wird das Antimon außerordentlich anregend wirken auf gestörte Organbildungen, innere Organprozesse. Es wird daher schon bei gewissen Formen der Typhusbildung fein potenziertes Antimon eine große Rolle spielen können.
[ 19 ] Dagegen ist die Wirkung etwas anders und wird erreicht, wenn man das Antimon in weniger hoher Potenzierung nimmt, wenn es äußerlich geschieht durch Salben und dergleichen. Natürlich kann es sich da auch herausstellen, daß man auch für das Äußere unter Umständen an die Kraft des verfeinerten Antimons appellieren muß. Aber im wesentlichen wird die Wirkung von außen dadurch herbeigeführt werden, daß man die niederen Potenzierungen im allgemeinen nimmt.
[ 19 ] Dagegen ist die Wirkung etwas anders und wird erreicht, wenn man das Antimon in weniger hoher Potenzierung nimmt, wenn es äußerlich geschieht durch Salben und dergleichen. Natürlich kann es sich da auch herausstellen, daß man auch für das Äußere unter Umständen an die Kraft des verfeinerten Antimons appellieren muß. Aber im wesentlichen wird die Wirkung von außen dadurch herbeigeführt werden, daß man die niederen Potenzierungen im allgemeinen nimmt.
[ 20 ] Sie sehen daraus, daß ein solches Heilmittel, das zu gleicher Zeit ein wirklich außerordentlich brauchbares Heilmittel ist, sich hineinstellt in das, was ich gesagt habe, in diesen gesetzmäßigen Gang, der aber zu gleicher Zeit immerfort seine Schwingungen zeigt. Und man wird sich daher daran halten müssen, daß man innerlich Antimon vorzugsweise dann anwendet, wenn man es mit sehr willensstarken Menschen zu tun hat, und daß man äußerlich Antimon anwendet, wenn man es mit mehr willensschwachen Menschen zu tun hat. Nach dieser Weise muß man schon spezialisieren. Sie sehen daraus, daß man im Antimon innerhalb des mineralischen Reiches etwas gegeben hat, was eine innere Verwandtschaft mit dem menschlichen Willen hat insofern, als der menschliche Wille, je bewußter er ist, desto mehr sich veranlaßt fühlt, die Gegenwirkung gegen die Wirkung des Antimons hervorzubringen. Der menschliche Wille wirkt zerstörend auf alle diejenigen Kräfte, die ich Ihnen vorhin geschildert habe und die das eigentümliche Verhalten des Antimons bilden. Während alles das, was im Menschen organisierend wirkt, unter dem Einfluß der Gedankenkräfte, aber namentlich der unbewußten Gedankenkräfte, der Gedankenkräfte auch, die im Kinde zum Beispiel noch unbewußt wirken, eigentlich unterstützt wird durch die Antimonkräfte, mit dem wirken die Antimonkräfte zusammen. So daß, wenn ich das Antimon in den menschlichen Organismus in einer beliebigen Weise hineinbringe und es zunächst stark durch seine eigenen Eigenschaften wirken kann, es ein starkes Phantom im Menschen bildet. Es werden gleich die inneren Organkräfte angeregt, und es bleibt nichts mehr übrig für diese Arbeit zusammen mit dem in den menschlichen Organismus Eingefügten: Brechen, Durchfall — was darauf beruht, daß die Wirkung zurückgeht auf die Organe und sich nicht erstreckt auf die Nachbarschaft der Organe. Auch mit der Gegenwirkung zeigt sich das.
[ 20 ] Sie sehen daraus, daß ein solches Heilmittel, das zu gleicher Zeit ein wirklich außerordentlich brauchbares Heilmittel ist, sich hineinstellt in das, was ich gesagt habe, in diesen gesetzmäßigen Gang, der aber zu gleicher Zeit immerfort seine Schwingungen zeigt. Und man wird sich daher daran halten müssen, daß man innerlich Antimon vorzugsweise dann anwendet, wenn man es mit sehr willensstarken Menschen zu tun hat, und daß man äußerlich Antimon anwendet, wenn man es mit mehr willensschwachen Menschen zu tun hat. Nach dieser Weise muß man schon spezialisieren. Sie sehen daraus, daß man im Antimon innerhalb des mineralischen Reiches etwas gegeben hat, was eine innere Verwandtschaft mit dem menschlichen Willen hat insofern, als der menschliche Wille, je bewußter er ist, desto mehr sich veranlaßt fühlt, die Gegenwirkung gegen die Wirkung des Antimons hervorzubringen. Der menschliche Wille wirkt zerstörend auf alle diejenigen Kräfte, die ich Ihnen vorhin geschildert habe und die das eigentümliche Verhalten des Antimons bilden. Während alles das, was im Menschen organisierend wirkt, unter dem Einfluß der Gedankenkräfte, aber namentlich der unbewußten Gedankenkräfte, der Gedankenkräfte auch, die im Kinde zum Beispiel noch unbewußt wirken, eigentlich unterstützt wird durch die Antimonkräfte, mit dem wirken die Antimonkräfte zusammen. So daß, wenn ich das Antimon in den menschlichen Organismus in einer beliebigen Weise hineinbringe und es zunächst stark durch seine eigenen Eigenschaften wirken kann, es ein starkes Phantom im Menschen bildet. Es werden gleich die inneren Organkräfte angeregt, und es bleibt nichts mehr übrig für diese Arbeit zusammen mit dem in den menschlichen Organismus Eingefügten: Brechen, Durchfall — was darauf beruht, daß die Wirkung zurückgeht auf die Organe und sich nicht erstreckt auf die Nachbarschaft der Organe. Auch mit der Gegenwirkung zeigt sich das.
[ 21 ] Sie können ja, wenn Sie gerade günstig dazu organisiert sind, mit demjenigen Mittel die schädliche Wirkung des Antimons bekämpfen, das sonst auch diejenigen Menschen aus einem gewissen Instinkt heraus bei sich gerne anwenden, denen durch irgend etwas die geregelte Unterhaltung aller ihrer Zirkulations-, ihrer rhythmischen Prozesse sympathisch sein muß. Auf diese rhythmischen Prozesse wirkt ausgleichend der Kaffeegenuß — ich schildere nur die Tatsachen, ich will selbstverständlich nichts anempfehlen, denn es kann ja in einer anderen Beziehung sehr schädlich sein, wenn man dem Ich selber die Regulierung dieser rhythmischen Prozesse abnimmt, aber ich will davon nicht sprechen, ich will nur über die Tatsache sprechen. Der Kaffeegenuß bringt rhythmische Prozesse, wenn der Mensch seelisch nicht stark genug ist, sie zu regulieren, in eine gewisse Regulierung hinein. Daher bei den Vergiftungsprozessen durch das Antimon der Kaffee ein gewisses Gegenmittel ist, weil er den Rhythmus wiederum herstellt zwischen der inneren organischen Wirkung und dem, was äußerlich liegt. Das wird auch unterhalten durch einen bestimmten Rhythmus. Kaffee trinken wir eigentlich aus dem Grunde, damit eine fortwährende Rhythmisierung zustande kommt zwischen unseren inneren Organen und zwischen dem, was also in der Nachbarschaft der Organe geschieht mit den aufgenommenen Nahrungsmitteln.
[ 21 ] Sie können ja, wenn Sie gerade günstig dazu organisiert sind, mit demjenigen Mittel die schädliche Wirkung des Antimons bekämpfen, das sonst auch diejenigen Menschen aus einem gewissen Instinkt heraus bei sich gerne anwenden, denen durch irgend etwas die geregelte Unterhaltung aller ihrer Zirkulations-, ihrer rhythmischen Prozesse sympathisch sein muß. Auf diese rhythmischen Prozesse wirkt ausgleichend der Kaffeegenuß — ich schildere nur die Tatsachen, ich will selbstverständlich nichts anempfehlen, denn es kann ja in einer anderen Beziehung sehr schädlich sein, wenn man dem Ich selber die Regulierung dieser rhythmischen Prozesse abnimmt, aber ich will davon nicht sprechen, ich will nur über die Tatsache sprechen. Der Kaffeegenuß bringt rhythmische Prozesse, wenn der Mensch seelisch nicht stark genug ist, sie zu regulieren, in eine gewisse Regulierung hinein. Daher bei den Vergiftungsprozessen durch das Antimon der Kaffee ein gewisses Gegenmittel ist, weil er den Rhythmus wiederum herstellt zwischen der inneren organischen Wirkung und dem, was äußerlich liegt. Das wird auch unterhalten durch einen bestimmten Rhythmus. Kaffee trinken wir eigentlich aus dem Grunde, damit eine fortwährende Rhythmisierung zustande kommt zwischen unseren inneren Organen und zwischen dem, was also in der Nachbarschaft der Organe geschieht mit den aufgenommenen Nahrungsmitteln.
[ 22 ] Das alles führt uns wiederum dazu, auf etwas anderes das Augenmerk hinzulenken, nämlich auf die albuminisierenden Prozesse. Diese werden verstärkt, das heißt alle diejenigen Prozesse werden verstärkt, die nun auf der anderen Seite liegen, auf der Seite, wo die Organe nicht ihre eigene innere Organisationskraft haben, sondern wo verdaut wird durch die äußere Wirkung der Organe, also alles das, was mechanisch in der Bewegung der Gedärme geschieht und was auch sonst geschieht in der Verdauung, das steht wiederum in inniger Wechselwirkung eben mit den albuminisierenden Kräften, den Kräften, die sich wenden an dasjenige, was zu gleicher Zeit die eiweißbildenden Kräfte eben sind, also die entgegengesetzten Kräfte der antimonisierenden Kräfte.
[ 22 ] Das alles führt uns wiederum dazu, auf etwas anderes das Augenmerk hinzulenken, nämlich auf die albuminisierenden Prozesse. Diese werden verstärkt, das heißt alle diejenigen Prozesse werden verstärkt, die nun auf der anderen Seite liegen, auf der Seite, wo die Organe nicht ihre eigene innere Organisationskraft haben, sondern wo verdaut wird durch die äußere Wirkung der Organe, also alles das, was mechanisch in der Bewegung der Gedärme geschieht und was auch sonst geschieht in der Verdauung, das steht wiederum in inniger Wechselwirkung eben mit den albuminisierenden Kräften, den Kräften, die sich wenden an dasjenige, was zu gleicher Zeit die eiweißbildenden Kräfte eben sind, also die entgegengesetzten Kräfte der antimonisierenden Kräfte.
[ 23 ] Nun muß ich noch einmal auf etwas hinweisen, auf das ich schon hingewiesen habe. Ein sehr lehrreiches Objekt, meinetwillen auch Subjekt, ist die Auster mit ihrer Schalenbildung. In einem eben geringen Maße ist dasselbe schon vorhanden bei den Kalkabsonderungen der Eier, der Schalbildung der Eier. Was liegt denn da eigentlich zugrunde? Was ist denn das, eine Schale wie die Austernschale oder wie die gewöhnliche Schale der Eier? Das ist ein Produkt, dessen sich die Eisubstanz oder die Auster entledigen muß, das sie nach außen befördern muß, und zwar aus dem Grunde, weil, wenn sie es in sich behalten würde, sie dadurch getötet werden würde. Es beruht einfach diese Schalbildung darauf, die Lebenstätigkeit zu erhalten. Wenn man also Austern ißt, dann ißt man mit — ich darf ja wohl zu Ihnen das so aussprechen, ich müßte natürlich, wenn man, um der heutigen Wissenschaft zu gefallen, sprechen wollte, es in etwas gewähltere Formen kleiden — denjenigen Lebensprozeß, der in der Auster sich gerade in der Schalbildung nach außen zeigt. Diesen Lebensprozeß ißt man mit. Man ißt also mit einen albuminisierenden Prozeß, einen Prozeß, der dem Antimonisierenden entgegengesetzt ist; den ißt man mit. Damit fördert man all das im Menschen, was zu typhösen Erscheinungen hinführt. Es ist dieses Austernessen ein außerordentlich interessanter Vorgang. Dieses Austernessen, das fördert die Gestaltungskraft, die albuminisierende Kraft im menschlichen Unterleibe. Dadurch aber entlastet es, zieht gewisse Kräfte weg vom Kopfe, und der Mensch fühlt sich dann subjektiv, wenn er Austern gegessen hat, nicht so beschwert von den Kräften, die in seinem Kopfe arbeiten wollen. Er macht in einer gewissen Weise den Kopf leer. Wir müssen ja diese albuminisierenden Kräfte fortwährend entwickeln, weil wir den Kopf nicht so beladen lassen können mit gestaltenbildenden Kräften. Aber der Austernesser übertreibt das, er strebt mit aller Leidenschaftlichkeit nach einem leeren Kopfe. Daher vergrößert er auch die Möglichkeit des Durchbruches gewisser Kräfte nach den Uhnterleibsorganen, die ich gestern charakterisiert habe, fördert also die Neigung zum Typhus. Und daher können Sie denken, wie wiederum mit dieser Neigung, wenn sie da ist, die Antimonbehandlung herausgefordert wird. Man würde daher gute Resultate erzielen, wenn man dasjenige, was da hervorgerufen werden muß, um die Neigung zum Typhus innerlichst zu bekämpfen, dadurch erreichen würde, daß man eine gleichzeitige Innen- und Außenbehandlung mit Antimon einführen würde, vor allen Dingen Einreibungen mit Antimonsalben und zu gleicher Zeit hochpotenziertes Antimon im Innern. Das würde wiederum regulierend zurückwirken, weil es gegenseitig sich regulieren würde auf die Typhusneigung.
[ 23 ] Nun muß ich noch einmal auf etwas hinweisen, auf das ich schon hingewiesen habe. Ein sehr lehrreiches Objekt, meinetwillen auch Subjekt, ist die Auster mit ihrer Schalenbildung. In einem eben geringen Maße ist dasselbe schon vorhanden bei den Kalkabsonderungen der Eier, der Schalbildung der Eier. Was liegt denn da eigentlich zugrunde? Was ist denn das, eine Schale wie die Austernschale oder wie die gewöhnliche Schale der Eier? Das ist ein Produkt, dessen sich die Eisubstanz oder die Auster entledigen muß, das sie nach außen befördern muß, und zwar aus dem Grunde, weil, wenn sie es in sich behalten würde, sie dadurch getötet werden würde. Es beruht einfach diese Schalbildung darauf, die Lebenstätigkeit zu erhalten. Wenn man also Austern ißt, dann ißt man mit — ich darf ja wohl zu Ihnen das so aussprechen, ich müßte natürlich, wenn man, um der heutigen Wissenschaft zu gefallen, sprechen wollte, es in etwas gewähltere Formen kleiden — denjenigen Lebensprozeß, der in der Auster sich gerade in der Schalbildung nach außen zeigt. Diesen Lebensprozeß ißt man mit. Man ißt also mit einen albuminisierenden Prozeß, einen Prozeß, der dem Antimonisierenden entgegengesetzt ist; den ißt man mit. Damit fördert man all das im Menschen, was zu typhösen Erscheinungen hinführt. Es ist dieses Austernessen ein außerordentlich interessanter Vorgang. Dieses Austernessen, das fördert die Gestaltungskraft, die albuminisierende Kraft im menschlichen Unterleibe. Dadurch aber entlastet es, zieht gewisse Kräfte weg vom Kopfe, und der Mensch fühlt sich dann subjektiv, wenn er Austern gegessen hat, nicht so beschwert von den Kräften, die in seinem Kopfe arbeiten wollen. Er macht in einer gewissen Weise den Kopf leer. Wir müssen ja diese albuminisierenden Kräfte fortwährend entwickeln, weil wir den Kopf nicht so beladen lassen können mit gestaltenbildenden Kräften. Aber der Austernesser übertreibt das, er strebt mit aller Leidenschaftlichkeit nach einem leeren Kopfe. Daher vergrößert er auch die Möglichkeit des Durchbruches gewisser Kräfte nach den Uhnterleibsorganen, die ich gestern charakterisiert habe, fördert also die Neigung zum Typhus. Und daher können Sie denken, wie wiederum mit dieser Neigung, wenn sie da ist, die Antimonbehandlung herausgefordert wird. Man würde daher gute Resultate erzielen, wenn man dasjenige, was da hervorgerufen werden muß, um die Neigung zum Typhus innerlichst zu bekämpfen, dadurch erreichen würde, daß man eine gleichzeitige Innen- und Außenbehandlung mit Antimon einführen würde, vor allen Dingen Einreibungen mit Antimonsalben und zu gleicher Zeit hochpotenziertes Antimon im Innern. Das würde wiederum regulierend zurückwirken, weil es gegenseitig sich regulieren würde auf die Typhusneigung.
[ 24 ] Sie sehen, wie man da versucht, den Menschen immerfort in seine ganze universelle Umgebung hineinzustellen. Die Bedeutung von dem zeigt sich dann, wenn Sie die Beziehung des Menschen untersuchen zu so etwas in der Natur, was dadurch entsteht, daß es sich in einer gewissen Weise wehrt gegen die unmittelbaren Erdenkräfte. Pflanzen können sich wehren gegen die unmittelbaren Erdenkräfte. Dann sparen sie viel auf von ihren Bildungskräften für die Zeit, in der es zur Blüten- und Samenbildung kommt. Unsere gewöhnliche Pflanzenbildung, die den eßbaren Pflanzen zugrunde liegt, die beruht ja gerade darauf, daß eine ganz bestimmte Summe von Erdkräften zur Bildung der Pflanze verwendet wird. Wehrt sich die Pflanze gegen diese Erdkräfte, dann ist sie ausgesetzt den außerirdischen Kräften, wenn es zum letzten Abschlusse der Samenbildung, der Fruchtbildung kommt, und dann wird sie zu einer solchen Pflanze, die eigentlich möchte in die Welt so hinausschauen, wie die höheren, über dem Pflanzenreich liegenden Wesen in die Welt hinausschauen. Dann zeigt sie die Begierde zum Wahrnehmen. Nur hat sie keine Organisation dafür, wahrzunehmen, sie ist Pflanze geblieben und will entwickeln so etwas, wie es im menschlichen Auge liegt. Aber sie kann kein Auge entwickeln, weil sie eben einen Pflanzenkörper, nicht einen Menschen- oder Tierkörper hat. Deshalb wird sie eine Tollkirsche, wird eine Atropa Belladonna. Ich versuchte, Ihnen etwas anschaulich und bildlich diesen Prozeß zu schildern, der da beim Tollkirschenwerden vor sich geht. Sie wird eine Tollkirsche, und sie wird, indem sie zu einer Tollkirsche wird, indem aber schon in ihren Wurzeln diese Kräfte darinnen liegen, die sie dann zuletzt zu der schwarzen Beerenbildung bringen, verwandt mit all dem, was gerade im menschlichen Organismus so wirkt, daß es nach der Gestaltenbildung treibt, daß es nach dem treibt, was eigentlich nur in der Sphäre der Sinne vor sich gehen kann, daß es also den Menschen heraushebt aus der Sphäre seiner Organisation in die Sphäre seiner Sinne. Der Prozeß, der vor sich geht beim Aufnehmen kleiner potenzierter Quantitäten von Tollkirsche, der ist außerordentlich interessant, denn er ist furchtbar ähnlich dem Prozeß des Aufwachens, das mit Träumen durchmischt ist. Da geht gewissermaßen normalisiert dieser Prozeß vor sich. Beim Aufwachen, wenn man gerade noch nicht sinnlich wahrnimmt, sondern wenn die sinnliche Wahrnehmung noch innerlich disponiert ist zum Durchsetztsein des Bewußtseins mit Träumen, da ist eigentlich immer so eine Art Tollkirschenwirkung im Menschen. Und die Vergiftungen durch die Tollkirsche beruhen darauf, daß derselbe Prozeß, der sonst im Menschen verrichtet wird beim Aufwachen, wenn das Aufwachen von Träumen durchsetzt ist, im Menschen hervorgerufen wird durch das Tollkirschengift, aber dauernd gemacht wird, nicht vom Bewußtsein wiederum übernommen wird, sondern diese Übergangserscheinungen bleibend werden. Das ist das Interessante, daß man sieht: Die Prozesse, die auch durch die Vergiftungserscheinungen hervorgerufen werden, sind so, daß, wenn sie mit dem richtigen Zeitmaß im Menschen hervorgerufen werden, sie dann zu der ganzen menschlichen Organisation dazugehören.
[ 24 ] Sie sehen, wie man da versucht, den Menschen immerfort in seine ganze universelle Umgebung hineinzustellen. Die Bedeutung von dem zeigt sich dann, wenn Sie die Beziehung des Menschen untersuchen zu so etwas in der Natur, was dadurch entsteht, daß es sich in einer gewissen Weise wehrt gegen die unmittelbaren Erdenkräfte. Pflanzen können sich wehren gegen die unmittelbaren Erdenkräfte. Dann sparen sie viel auf von ihren Bildungskräften für die Zeit, in der es zur Blüten- und Samenbildung kommt. Unsere gewöhnliche Pflanzenbildung, die den eßbaren Pflanzen zugrunde liegt, die beruht ja gerade darauf, daß eine ganz bestimmte Summe von Erdkräften zur Bildung der Pflanze verwendet wird. Wehrt sich die Pflanze gegen diese Erdkräfte, dann ist sie ausgesetzt den außerirdischen Kräften, wenn es zum letzten Abschlusse der Samenbildung, der Fruchtbildung kommt, und dann wird sie zu einer solchen Pflanze, die eigentlich möchte in die Welt so hinausschauen, wie die höheren, über dem Pflanzenreich liegenden Wesen in die Welt hinausschauen. Dann zeigt sie die Begierde zum Wahrnehmen. Nur hat sie keine Organisation dafür, wahrzunehmen, sie ist Pflanze geblieben und will entwickeln so etwas, wie es im menschlichen Auge liegt. Aber sie kann kein Auge entwickeln, weil sie eben einen Pflanzenkörper, nicht einen Menschen- oder Tierkörper hat. Deshalb wird sie eine Tollkirsche, wird eine Atropa Belladonna. Ich versuchte, Ihnen etwas anschaulich und bildlich diesen Prozeß zu schildern, der da beim Tollkirschenwerden vor sich geht. Sie wird eine Tollkirsche, und sie wird, indem sie zu einer Tollkirsche wird, indem aber schon in ihren Wurzeln diese Kräfte darinnen liegen, die sie dann zuletzt zu der schwarzen Beerenbildung bringen, verwandt mit all dem, was gerade im menschlichen Organismus so wirkt, daß es nach der Gestaltenbildung treibt, daß es nach dem treibt, was eigentlich nur in der Sphäre der Sinne vor sich gehen kann, daß es also den Menschen heraushebt aus der Sphäre seiner Organisation in die Sphäre seiner Sinne. Der Prozeß, der vor sich geht beim Aufnehmen kleiner potenzierter Quantitäten von Tollkirsche, der ist außerordentlich interessant, denn er ist furchtbar ähnlich dem Prozeß des Aufwachens, das mit Träumen durchmischt ist. Da geht gewissermaßen normalisiert dieser Prozeß vor sich. Beim Aufwachen, wenn man gerade noch nicht sinnlich wahrnimmt, sondern wenn die sinnliche Wahrnehmung noch innerlich disponiert ist zum Durchsetztsein des Bewußtseins mit Träumen, da ist eigentlich immer so eine Art Tollkirschenwirkung im Menschen. Und die Vergiftungen durch die Tollkirsche beruhen darauf, daß derselbe Prozeß, der sonst im Menschen verrichtet wird beim Aufwachen, wenn das Aufwachen von Träumen durchsetzt ist, im Menschen hervorgerufen wird durch das Tollkirschengift, aber dauernd gemacht wird, nicht vom Bewußtsein wiederum übernommen wird, sondern diese Übergangserscheinungen bleibend werden. Das ist das Interessante, daß man sieht: Die Prozesse, die auch durch die Vergiftungserscheinungen hervorgerufen werden, sind so, daß, wenn sie mit dem richtigen Zeitmaß im Menschen hervorgerufen werden, sie dann zu der ganzen menschlichen Organisation dazugehören.
[ 25 ] Wie ich vorhin charakterisiert habe: das Tollkirschenwerden ist ein tolles Hinstreben zum Menschenwerden. So könnte man sagen: Das Aufwachen des Menschen hat etwas in sich vom Tollkirschenwerden, es ist nur ein abgemildertes Tollkirschenwerden, ein Maßhalten des Tollkirschenwerdens, ein solches, das sich eben auf den Moment des Aufwachens beschränkt. Wollen Sie daher den Körper entlasten von den inneren Albuminisierungsprozessen, wollen Sie ihn so beeinflussen, daß Sie die zu stark wirkenden Albuminisierungsprozesse zurücknehmen, gewissermaßen das Körperliche in das Seelische ableiten, so daß dasjenige, was sonst in den körperlichen Substanzen wirkt, als Halluzinationen wirkt, dann geben Sie potenziert Belladonna. Da legen Sie etwas in die Seele hinein, wovon Sie den Körper entlasten wollen. Das ist dasjenige, was nun ja auch wiederum, allerdings verwirrend und mit Illusionen eben durchdrungen — wie ich am Anfange des Vortrages sagte —, bei der gewöhnlichen makroskopischen Wirkung der Belladonna einem entgegentritt. Natürlich, wenn Sie den Menschen stoßen, daß er nicht aus dem Aufwachezustand in den Wachzustand übergeht, sondern beim Aufwachezustand bleibt, töten Sie ihn gerade. Der Mensch ist immer in Lebensgefahr, wenn er aufwacht. Nur wacht er so schnell auf, daß er diese Lebensgefahr überwindet. Das sind die interessanten Zusammenhänge zwischen demjenigen, was sozusagen normal ist, aber auf das richtige Maß zurückgeführt ist, und was in dem Augenblicke, wenn es über das richtige Mal3 hinausgeführt wird, antinormal ist.
[ 25 ] Wie ich vorhin charakterisiert habe: das Tollkirschenwerden ist ein tolles Hinstreben zum Menschenwerden. So könnte man sagen: Das Aufwachen des Menschen hat etwas in sich vom Tollkirschenwerden, es ist nur ein abgemildertes Tollkirschenwerden, ein Maßhalten des Tollkirschenwerdens, ein solches, das sich eben auf den Moment des Aufwachens beschränkt. Wollen Sie daher den Körper entlasten von den inneren Albuminisierungsprozessen, wollen Sie ihn so beeinflussen, daß Sie die zu stark wirkenden Albuminisierungsprozesse zurücknehmen, gewissermaßen das Körperliche in das Seelische ableiten, so daß dasjenige, was sonst in den körperlichen Substanzen wirkt, als Halluzinationen wirkt, dann geben Sie potenziert Belladonna. Da legen Sie etwas in die Seele hinein, wovon Sie den Körper entlasten wollen. Das ist dasjenige, was nun ja auch wiederum, allerdings verwirrend und mit Illusionen eben durchdrungen — wie ich am Anfange des Vortrages sagte —, bei der gewöhnlichen makroskopischen Wirkung der Belladonna einem entgegentritt. Natürlich, wenn Sie den Menschen stoßen, daß er nicht aus dem Aufwachezustand in den Wachzustand übergeht, sondern beim Aufwachezustand bleibt, töten Sie ihn gerade. Der Mensch ist immer in Lebensgefahr, wenn er aufwacht. Nur wacht er so schnell auf, daß er diese Lebensgefahr überwindet. Das sind die interessanten Zusammenhänge zwischen demjenigen, was sozusagen normal ist, aber auf das richtige Maß zurückgeführt ist, und was in dem Augenblicke, wenn es über das richtige Mal3 hinausgeführt wird, antinormal ist.
[ 26 ] Das sind die Prozesse, die, wie mir scheint, die alten Ärzte immer wieder und wiederum zu verfolgen suchten. Und wenn die alten Ärzte sprachen von der Erzeugung des Homunkulus, so ist das im Grunde genommen so, daß sie in ihrem noch vorhandenen Hellsehen so etwas schauen konnten, wie es das Phantom des Antimons ist. Da erschien ihnen in dem Bildeprozeß, den sie äußerlich in ihrem Laboratorium vollführten, während das Antimon seine Kräfte entfaltete, hineinprojiziert aus ihrem eigenen Wesen dasjenige, was diese Antimonkräfte als albuminisierende Kräfte bekämpft. Das erschien ihnen gerade als eine Kraft. Dasjenige, was sonst zurückbleibt im menschlichen Organismus, das projizierten sie hinaus, und da sahen sie den Homunkulus, der da erschien, während sich der Prozeß abspielte, in welchem das Antimon seine verschiedenen Formen annimmt. Was da in diesem Abspielungsprozesse erscheint, das sahen sie als den Homunkulus.
[ 26 ] Das sind die Prozesse, die, wie mir scheint, die alten Ärzte immer wieder und wiederum zu verfolgen suchten. Und wenn die alten Ärzte sprachen von der Erzeugung des Homunkulus, so ist das im Grunde genommen so, daß sie in ihrem noch vorhandenen Hellsehen so etwas schauen konnten, wie es das Phantom des Antimons ist. Da erschien ihnen in dem Bildeprozeß, den sie äußerlich in ihrem Laboratorium vollführten, während das Antimon seine Kräfte entfaltete, hineinprojiziert aus ihrem eigenen Wesen dasjenige, was diese Antimonkräfte als albuminisierende Kräfte bekämpft. Das erschien ihnen gerade als eine Kraft. Dasjenige, was sonst zurückbleibt im menschlichen Organismus, das projizierten sie hinaus, und da sahen sie den Homunkulus, der da erschien, während sich der Prozeß abspielte, in welchem das Antimon seine verschiedenen Formen annimmt. Was da in diesem Abspielungsprozesse erscheint, das sahen sie als den Homunkulus.

