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The Agricultural Course
Spiritual Science Foundations
for the Prosperity of Agriculture
GA 327

15 June 1924, Koberwitz

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Landwirtschaftlicher Kurs
  1. The Agricultural Course, tr. SOL

Siebenter Vortrag

Siebenter Vortrag

Meine lieben Freunde!

Meine lieben Freunde!

[ 1 ] Ich möchte nun anreihen an die Betrachtungen, die wir angestellt haben, noch einiges in dem Reste der Zeit, der uns zur Verfügung steht, über Tierzucht, Obst- und Gemüsekultur.

[ 1 ] Ich möchte nun anreihen an die Betrachtungen, die wir angestellt haben, noch einiges in dem Reste der Zeit, der uns zur Verfügung steht, über Tierzucht, Obst- und Gemüsekultur.

[ 2 ] Es wird ja natürlich nicht allzu viel Zeit dazu zur Verfügung stehen, aber es ist dieses Gebiet der landwirtschaftlichen Tätigkeit von einem fruchtbaren Ausgangspunkt nicht zu betrachten, wenn man nicht auch hier wieder alles tut, um ein Verständnis, eine Einsicht in die einschlägigen Verhältnisse herbeizuführen. Das wollen wir dann heute tun, und morgen wiederum zu einigen praktischen Winken in der Anwendung übergehen.

[ 2 ] Es wird ja natürlich nicht allzu viel Zeit dazu zur Verfügung stehen, aber es ist dieses Gebiet der landwirtschaftlichen Tätigkeit von einem fruchtbaren Ausgangspunkt nicht zu betrachten, wenn man nicht auch hier wieder alles tut, um ein Verständnis, eine Einsicht in die einschlägigen Verhältnisse herbeizuführen. Das wollen wir dann heute tun, und morgen wiederum zu einigen praktischen Winken in der Anwendung übergehen.

[ 3 ] Ich werde Sie bitten, heute zu versuchen, die Dinge zu verfolgen mit mir, die etwas, ich möchte sagen, abgelegener sind, weil sie, trotzdem sie ganz geläufig waren einmal einer mehr instinktiven landwirtschaftlichen Einsicht, heute geradezu wie vollständig unbekanntes Land dastehen. Die in der Natur vorkommenden Wesenheiten, Mineralien, Pflanzen, Tiere — wir wollen jetzt vom Menschen absehen —, die in der Natur vorkommenden Wesen, sie werden ja sehr, sehr häufig bloß so betrachtet, als ob sie allein dastünden. Man ist heute gewohnt, eine Pflanze für sich anzuschauen sogar, und dann, von dieser ausgehend, eine Pflanzenart zu betrachten für sich, eine andere Pflanzenart daneben wiederum für sich. Man ordnet das so hübsch in Schachteln, in Arten und Gattungen gegliedert, ein, in dasjenige, was dann eben von den Dingen gewusst werden soll. Aber so ist es ja nicht in der Natur. In der Natur, im Weltenwesen überhaupt steht alles in Wechselwirkung miteinander. Es wirkt immer das eine auf das andere. Heute, in der materialistischen Zeit, verfolgt man nur die groben Wirkungen des einen auf das andere; wenn das eine durch das andere gefressen, verdaut wird, oder wenn der Mist von den Tieren auf die Äcker kommt. Diese groben Wechselwirkungen verfolgt man allein.

[ 3 ] Ich werde Sie bitten, heute zu versuchen, die Dinge zu verfolgen mit mir, die etwas, ich möchte sagen, abgelegener sind, weil sie, trotzdem sie ganz geläufig waren einmal einer mehr instinktiven landwirtschaftlichen Einsicht, heute geradezu wie vollständig unbekanntes Land dastehen. Die in der Natur vorkommenden Wesenheiten, Mineralien, Pflanzen, Tiere — wir wollen jetzt vom Menschen absehen —, die in der Natur vorkommenden Wesen, sie werden ja sehr, sehr häufig bloß so betrachtet, als ob sie allein dastünden. Man ist heute gewohnt, eine Pflanze für sich anzuschauen sogar, und dann, von dieser ausgehend, eine Pflanzenart zu betrachten für sich, eine andere Pflanzenart daneben wiederum für sich. Man ordnet das so hübsch in Schachteln, in Arten und Gattungen gegliedert, ein, in dasjenige, was dann eben von den Dingen gewusst werden soll. Aber so ist es ja nicht in der Natur. In der Natur, im Weltenwesen überhaupt steht alles in Wechselwirkung miteinander. Es wirkt immer das eine auf das andere. Heute, in der materialistischen Zeit, verfolgt man nur die groben Wirkungen des einen auf das andere; wenn das eine durch das andere gefressen, verdaut wird, oder wenn der Mist von den Tieren auf die Äcker kommt. Diese groben Wechselwirkungen verfolgt man allein.

[ 4 ] Es finden ja außer diesen groben auch durch feinere Kräfte und auch durch feinere Substanzen, durch Wärme, durch in der Atmosphäre fortwährend wirkendes Chemisch-Ätherisches, durch Lebensäther, fortwährend Wechselwirkungen statt. Und ohne dass man diese feineren Wechselwirkungen berücksichtigt, kommt man für gewisse Teile des landwirtschaftlichen Betriebes nicht vorwärts. Wir müssen namentlich auf solche, ich möchte sagen, naturintimeren Wechselwirkungen hinschauen, wenn wir es zu tun haben mit dem Zusammenleben von Tier und Pflanze innerhalb des landwirtschaftlichen Betriebes. Und wir müssen da hinschauen nicht bloß wiederum auf diejenigen Tiere, die uns zweifellos nahestehen, wie Rinder, Pferde, Schafe und so weiter, sondern wir müssen auch in verständiger Weise hinschauen, sagen wir zum Beispiel auf die bunte Insektenwelt, welche die Pflanzenwelt während einer gewissen Zeit des Jahres umflattert. Ja, wir müssen sogar verstehen, in verständiger Weise hinzuschauen auf die Vogelwelt. Darüber macht sich heute die Menschheit noch nicht richtige Begriffe, welchen Einfluss die Vertreibung gewisser Vogelarten aus gewissen Gegenden durch die modernen Lebensverhältnisse für alles landwirtschaftliche und forstmäßige Leben eigentlich hat. In diese Dinge muss wiederum durch eine geisteswissenschaftliche, man könnte ebenso gut sagen, durch eine makrokosmische Betrachtung hineingeleuchtet werden. Nun können wir einiges von dem, was wir auf uns haben wirken lassen, jetzt verwenden, um zu weiteren Einsichten zu kommen.

[ 4 ] Es finden ja außer diesen groben auch durch feinere Kräfte und auch durch feinere Substanzen, durch Wärme, durch in der Atmosphäre fortwährend wirkendes Chemisch-Ätherisches, durch Lebensäther, fortwährend Wechselwirkungen statt. Und ohne dass man diese feineren Wechselwirkungen berücksichtigt, kommt man für gewisse Teile des landwirtschaftlichen Betriebes nicht vorwärts. Wir müssen namentlich auf solche, ich möchte sagen, naturintimeren Wechselwirkungen hinschauen, wenn wir es zu tun haben mit dem Zusammenleben von Tier und Pflanze innerhalb des landwirtschaftlichen Betriebes. Und wir müssen da hinschauen nicht bloß wiederum auf diejenigen Tiere, die uns zweifellos nahestehen, wie Rinder, Pferde, Schafe und so weiter, sondern wir müssen auch in verständiger Weise hinschauen, sagen wir zum Beispiel auf die bunte Insektenwelt, welche die Pflanzenwelt während einer gewissen Zeit des Jahres umflattert. Ja, wir müssen sogar verstehen, in verständiger Weise hinzuschauen auf die Vogelwelt. Darüber macht sich heute die Menschheit noch nicht richtige Begriffe, welchen Einfluss die Vertreibung gewisser Vogelarten aus gewissen Gegenden durch die modernen Lebensverhältnisse für alles landwirtschaftliche und forstmäßige Leben eigentlich hat. In diese Dinge muss wiederum durch eine geisteswissenschaftliche, man könnte ebenso gut sagen, durch eine makrokosmische Betrachtung hineingeleuchtet werden. Nun können wir einiges von dem, was wir auf uns haben wirken lassen, jetzt verwenden, um zu weiteren Einsichten zu kommen.

[ 5 ] Wenn Sie einen Obstbaum ansehen, einen Birnbaum oder einen Apfel-, Pflaumenbaum, so ist der ja eigentlich etwas ganz anderes, jeder Baum ist eigentlich zunächst äußerlich etwas ganz anderes als eine krautartige Pflanze oder eine getreideartige Pflanze. Und man muss ganz sachgemäß darauf kommen, inwiefern er etwas anderes ist, der Baum, sonst wird man niemals die Funktion des Obstes im Haushalt der Natur verstehen. Ich rede jetzt natürlich zunächst von demjenigen Obst, das auf Bäumen wächst.

[ 5 ] Wenn Sie einen Obstbaum ansehen, einen Birnbaum oder einen Apfel-, Pflaumenbaum, so ist der ja eigentlich etwas ganz anderes, jeder Baum ist eigentlich zunächst äußerlich etwas ganz anderes als eine krautartige Pflanze oder eine getreideartige Pflanze. Und man muss ganz sachgemäß darauf kommen, inwiefern er etwas anderes ist, der Baum, sonst wird man niemals die Funktion des Obstes im Haushalt der Natur verstehen. Ich rede jetzt natürlich zunächst von demjenigen Obst, das auf Bäumen wächst.

[ 6 ] Nun schauen wir uns den Baum an. Was ist er denn eigentlich im ganzen Haushalt der Natur? Wenn wir ihn nämlich verständig anschauen, so können wir zunächst zum eigentlich Pflanzlichen nur rechnen beim Baum dasjenige, was in dünnen Stängeln, in den grünen Blätterträgern, in Blüten, in Früchten herauswächst. Das wächst aus dem Baum heraus, wie die Krautpflanze aus der Erde wächst.

[ 6 ] Nun schauen wir uns den Baum an. Was ist er denn eigentlich im ganzen Haushalt der Natur? Wenn wir ihn nämlich verständig anschauen, so können wir zunächst zum eigentlich Pflanzlichen nur rechnen beim Baum dasjenige, was in dünnen Stängeln, in den grünen Blätterträgern, in Blüten, in Früchten herauswächst. Das wächst aus dem Baum heraus, wie die Krautpflanze aus der Erde wächst.

[ 7 ] Der Baum ist nämlich wirklich für dasjenige, was da an den Zweigen wächst, die Erde. Er ist die hügelig gewordene Erde, nur die etwas lebendiger gestaltete Erde als diejenige, aus der unsere Kraut- und Getreidepflanzen herauswachsen.

[ 7 ] Der Baum ist nämlich wirklich für dasjenige, was da an den Zweigen wächst, die Erde. Er ist die hügelig gewordene Erde, nur die etwas lebendiger gestaltete Erde als diejenige, aus der unsere Kraut- und Getreidepflanzen herauswachsen.

[ 8 ] Wollen wir also den Baum verstehen, müssen wir sagen, nun ja, da ist der dicke Stamm des Baumes, in gewissem Sinne gehören auch noch die Äste und Zweige dazu. Von da ab also wächst zunächst die eigentliche Pflanze heraus, Blätter, Blüten wachsen da heraus. Das ist die Pflanze, die in den Stamm und in die Zweige des Baumes so eingewurzelt ist, wie die Kraut- und Getreidepflanzen in die Erde eingewurzelt sind. Da entsteht sogleich die Frage: Ist dann auch diese, also dadurch mehr oder weniger Schmarotzer zu nennende Pflanze am Baum, ist sie dann auch in Wirklichkeit eingewurzelt?

[ 8 ] Wollen wir also den Baum verstehen, müssen wir sagen, nun ja, da ist der dicke Stamm des Baumes, in gewissem Sinne gehören auch noch die Äste und Zweige dazu. Von da ab also wächst zunächst die eigentliche Pflanze heraus, Blätter, Blüten wachsen da heraus. Das ist die Pflanze, die in den Stamm und in die Zweige des Baumes so eingewurzelt ist, wie die Kraut- und Getreidepflanzen in die Erde eingewurzelt sind. Da entsteht sogleich die Frage: Ist dann auch diese, also dadurch mehr oder weniger Schmarotzer zu nennende Pflanze am Baum, ist sie dann auch in Wirklichkeit eingewurzelt?

[ 9 ] Eine richtige Wurzel am Baum können wir nicht entdecken. Und wollen wir das richtig verstehen, so müssen wir sagen: Ja, diese Pflanze, die da wächst, die ja dort oben ihre Blüten und Blätter entwickelt, auch ihre Stängel, die hat die Wurzeln verloren, indem sie auf dem Baum aufsitzt. Aber eine Pflanze ist nicht ganz, wenn sie keine Wurzeln hat. Sie braucht eine Wurzel. Wir müssen uns also fragen: Wo ist denn nun eigentlich die Wurzel dieser Pflanze?

[ 9 ] Eine richtige Wurzel am Baum können wir nicht entdecken. Und wollen wir das richtig verstehen, so müssen wir sagen: Ja, diese Pflanze, die da wächst, die ja dort oben ihre Blüten und Blätter entwickelt, auch ihre Stängel, die hat die Wurzeln verloren, indem sie auf dem Baum aufsitzt. Aber eine Pflanze ist nicht ganz, wenn sie keine Wurzeln hat. Sie braucht eine Wurzel. Wir müssen uns also fragen: Wo ist denn nun eigentlich die Wurzel dieser Pflanze?

[ 10 ] Nun sehen Sie, die Wurzel ist nur nicht so für das grobe äußerliche Anschauen sichtbar. Man muss die Wurzel nicht nur anschauen wollen in diesem Falle, sondern man muss sie verstehen. Man muss sie verstehen, was heißt das? Denken Sie sich einmal — wollen wir durch einen realen Vergleich vorwärtskommen —, ich pflanzte so nahe aneinander in einem Boden lauter Krautpflanzen nebeneinander, die in ihren Wurzeln verwachsen, wo eine Wurzel um die andere sich herumschlingt und das Ganze eine Art ineinander verlaufender Wurzelbrei würde. Sie könnten sich denken, dieser Wurzelbrei würde es nicht gestatten, etwas Unregelmäßiges zu sein, er würde sich organisieren zu einer Einheit, und die Säfte würden ineinanderfließen da unten. Dort wäre Wurzelbrei, der organisiert ist, wo man nicht unterscheiden kann, wo die Wurzeln aufhören oder anfangen. Eine gemeinsame Wurzelwesenheit in der Pflanze würde entstehen.

[ 10 ] Nun sehen Sie, die Wurzel ist nur nicht so für das grobe äußerliche Anschauen sichtbar. Man muss die Wurzel nicht nur anschauen wollen in diesem Falle, sondern man muss sie verstehen. Man muss sie verstehen, was heißt das? Denken Sie sich einmal — wollen wir durch einen realen Vergleich vorwärtskommen —, ich pflanzte so nahe aneinander in einem Boden lauter Krautpflanzen nebeneinander, die in ihren Wurzeln verwachsen, wo eine Wurzel um die andere sich herumschlingt und das Ganze eine Art ineinander verlaufender Wurzelbrei würde. Sie könnten sich denken, dieser Wurzelbrei würde es nicht gestatten, etwas Unregelmäßiges zu sein, er würde sich organisieren zu einer Einheit, und die Säfte würden ineinanderfließen da unten. Dort wäre Wurzelbrei, der organisiert ist, wo man nicht unterscheiden kann, wo die Wurzeln aufhören oder anfangen. Eine gemeinsame Wurzelwesenheit in der Pflanze würde entstehen.

[ 11 ] So etwas, was es doch zunächst gar nicht zu geben braucht, was uns aber etwas verständlich machen kann, würde dies sein: Da wäre der Erdboden. Pflanze ich nun alle meine Pflanzen ein — so! — und jetzt da unten, da wachsen die Wurzeln alle so ineinander. Nun bildet sich eine ganz flächenhafte Wurzelschichte. Wo die einen aufhören und die anderen anfangen, weiß man nicht. Nun, dasjenige, was ich Ihnen hier als hypothetisch aufgezeichnet habe, das ist tatsächlich im Baum vorhanden. Die Pflanze, die auf dem Baum wächst, hat ihre Wurzel verloren, sie hat sich sogar relativ von ihr getrennt und ist nur mit ihr verbunden, ich möchte sagen, mehr ätherisch. Und das, was ich hier hypothetisch aufgezeichnet habe, ist im Baum drinnen die Kambiumschichte, das Kambium, sodass wir die Wurzeln dieser Pflanze eben nicht anders anschauen können, als dass sie durch das Kambium ersetzt werden.

[ 11 ] So etwas, was es doch zunächst gar nicht zu geben braucht, was uns aber etwas verständlich machen kann, würde dies sein: Da wäre der Erdboden. Pflanze ich nun alle meine Pflanzen ein — so! — und jetzt da unten, da wachsen die Wurzeln alle so ineinander. Nun bildet sich eine ganz flächenhafte Wurzelschichte. Wo die einen aufhören und die anderen anfangen, weiß man nicht. Nun, dasjenige, was ich Ihnen hier als hypothetisch aufgezeichnet habe, das ist tatsächlich im Baum vorhanden. Die Pflanze, die auf dem Baum wächst, hat ihre Wurzel verloren, sie hat sich sogar relativ von ihr getrennt und ist nur mit ihr verbunden, ich möchte sagen, mehr ätherisch. Und das, was ich hier hypothetisch aufgezeichnet habe, ist im Baum drinnen die Kambiumschichte, das Kambium, sodass wir die Wurzeln dieser Pflanze eben nicht anders anschauen können, als dass sie durch das Kambium ersetzt werden.

[ 12 ] Das Kambium sieht nicht wie Wurzeln aus. Es ist die Bildungsschichte, die immer neue Zellen bildet, aus der heraus sich das Wachstum immer wieder entfaltet, so wie sich aus einer Wurzel unten das krautartige Pflanzenleben oben entfalten würde. Wir können so recht sehen dann, wie im Baum mit seiner Kambiumschichte, die die eigentliche Bildungsschichte ist und die die Pflanzenzellen erzeugen kann — die anderen Schichten des Baumes würden ja nicht frische Zellen erzeugen können —, tatsächlich das Erdige sich aufgestülpt hat, hinausgewachsen ist in das Luftartige [und] dadurch mehr Verinnerlichung des Lebens braucht, als die Erde sonst in sich hat, indem sie die gewöhnliche Wurzel noch in sich hat. Und wir fangen an, den Baum zu verstehen. Zunächst verstehen wir den Baum als ein merkwürdiges Wesen, als dasjenige Wesen, das dazu da ist, die auf ihm wachsenden «Pflanzen»: Stängel, Blüten, Frucht und deren Wurzel auseinanderzutrennen, sie voneinander zu entfernen und nur durch den Geist zu verbinden, respektive durch das Ätherische zu verbinden.

[ 12 ] Das Kambium sieht nicht wie Wurzeln aus. Es ist die Bildungsschichte, die immer neue Zellen bildet, aus der heraus sich das Wachstum immer wieder entfaltet, so wie sich aus einer Wurzel unten das krautartige Pflanzenleben oben entfalten würde. Wir können so recht sehen dann, wie im Baum mit seiner Kambiumschichte, die die eigentliche Bildungsschichte ist und die die Pflanzenzellen erzeugen kann — die anderen Schichten des Baumes würden ja nicht frische Zellen erzeugen können —, tatsächlich das Erdige sich aufgestülpt hat, hinausgewachsen ist in das Luftartige [und] dadurch mehr Verinnerlichung des Lebens braucht, als die Erde sonst in sich hat, indem sie die gewöhnliche Wurzel noch in sich hat. Und wir fangen an, den Baum zu verstehen. Zunächst verstehen wir den Baum als ein merkwürdiges Wesen, als dasjenige Wesen, das dazu da ist, die auf ihm wachsenden «Pflanzen»: Stängel, Blüten, Frucht und deren Wurzel auseinanderzutrennen, sie voneinander zu entfernen und nur durch den Geist zu verbinden, respektive durch das Ätherische zu verbinden.

[ 13 ] In dieser Weise ist es notwendig, makrokosmisch verständig in das Wachstum hineinzuschauen. Aber das geht noch viel weiter. Was geschieht denn dadurch, dass der Baum entsteht? Was da geschieht, ist das Folgende: Dasjenige, was da oben an dem Baum wächst, das ist in der Luft und in der äußeren Wärme ein anderes Pflanzenhaftes als dasjenige, was unmittelbar auf dem Erdboden in Luft und Wärme aufwächst und dann ausbildet die aus dem Erdboden herauswachsende krautartige Pflanze.

[ 13 ] In dieser Weise ist es notwendig, makrokosmisch verständig in das Wachstum hineinzuschauen. Aber das geht noch viel weiter. Was geschieht denn dadurch, dass der Baum entsteht? Was da geschieht, ist das Folgende: Dasjenige, was da oben an dem Baum wächst, das ist in der Luft und in der äußeren Wärme ein anderes Pflanzenhaftes als dasjenige, was unmittelbar auf dem Erdboden in Luft und Wärme aufwächst und dann ausbildet die aus dem Erdboden herauswachsende krautartige Pflanze.

[ 14 ] Es ist eine andere Pflanzenwelt, es ist eine Pflanzenwelt, die viel innigere Beziehungen hat zu der umliegenden Astralität, die in Luft und Wärme ausgeschieden ist, damit Luft und Wärme mineralisch sein können, wie es der Mensch und das Tier dann brauchen. Und so ist das der Fall, dass, wenn wir die auf dem Boden wachsende Pflanze anschauen, sie von Astralischem, wie ich gesagt habe, umschwebt und umwölkt ist. Hier aber, an dem Baum, ist diese Astralität viel dichter. Da ist sie dichter, sodass unsere Bäume Ansammlungen sind von astralischer Substanz. Unsere Bäume sind deutlich Ansammler von astralischer Substanz.

[ 14 ] Es ist eine andere Pflanzenwelt, es ist eine Pflanzenwelt, die viel innigere Beziehungen hat zu der umliegenden Astralität, die in Luft und Wärme ausgeschieden ist, damit Luft und Wärme mineralisch sein können, wie es der Mensch und das Tier dann brauchen. Und so ist das der Fall, dass, wenn wir die auf dem Boden wachsende Pflanze anschauen, sie von Astralischem, wie ich gesagt habe, umschwebt und umwölkt ist. Hier aber, an dem Baum, ist diese Astralität viel dichter. Da ist sie dichter, sodass unsere Bäume Ansammlungen sind von astralischer Substanz. Unsere Bäume sind deutlich Ansammler von astralischer Substanz.

[ 15 ] Auf diesem Gebiete ist es eigentlich am leichtesten, ich möchte sagen, zu einer höheren Entwicklung zu kommen. Wenn man auf diesen Gebieten sich bestrebt, so kann man sehr leicht auf diesen Gebieten esoterisch werden. Man kann nicht geradezu hellsichtig werden, aber man kann sehr leicht hellriechend werden, wenn man sich aneignet nämlich einen gewissen Geruchsinn für die verschiedenen Aromen, die ausgehen von Pflanzen, die auf der Erde sind, und die ausgehen von Obstpflanzungen, auch wenn diese erst blühen, vom Walde gar. Dann wird man den Unterschied empfinden können zwischen einer astralärmeren Pflanzenatmosphäre, wie man sie bei den Krautpflanzen, die auf der Erde wachsen, riechen kann, und zwischen einer astralreichen Pflanzenwelt, wie man sie haben kann in der Nase, wenn man schnüffelt dasjenige, was in einer so schönen Weise von den Kronen der Bäume her gerochen werden kann. Und gewöhnen Sie sich auf diese Weise an, den Geruch zu spezifizieren, zu unterscheiden, zu individualisieren zwischen Erdpflanzengeruch und Baumgeruch, so haben Sie im ersteren Fall Hellriechigkeit für dünnere Astralität, im zweiten Fall Hellriechigkeit für dichtere Astralität. — Sie sehen, der Landwirt kann leicht hellriechig werden. Er hat die Sache in den letzten Zeiten nicht so benützt, wie es in der alten instinktiven Hellseherzeit war. Der Landmann kann hellriechend werden, wie ich sagte.

[ 15 ] Auf diesem Gebiete ist es eigentlich am leichtesten, ich möchte sagen, zu einer höheren Entwicklung zu kommen. Wenn man auf diesen Gebieten sich bestrebt, so kann man sehr leicht auf diesen Gebieten esoterisch werden. Man kann nicht geradezu hellsichtig werden, aber man kann sehr leicht hellriechend werden, wenn man sich aneignet nämlich einen gewissen Geruchsinn für die verschiedenen Aromen, die ausgehen von Pflanzen, die auf der Erde sind, und die ausgehen von Obstpflanzungen, auch wenn diese erst blühen, vom Walde gar. Dann wird man den Unterschied empfinden können zwischen einer astralärmeren Pflanzenatmosphäre, wie man sie bei den Krautpflanzen, die auf der Erde wachsen, riechen kann, und zwischen einer astralreichen Pflanzenwelt, wie man sie haben kann in der Nase, wenn man schnüffelt dasjenige, was in einer so schönen Weise von den Kronen der Bäume her gerochen werden kann. Und gewöhnen Sie sich auf diese Weise an, den Geruch zu spezifizieren, zu unterscheiden, zu individualisieren zwischen Erdpflanzengeruch und Baumgeruch, so haben Sie im ersteren Fall Hellriechigkeit für dünnere Astralität, im zweiten Fall Hellriechigkeit für dichtere Astralität. — Sie sehen, der Landwirt kann leicht hellriechig werden. Er hat die Sache in den letzten Zeiten nicht so benützt, wie es in der alten instinktiven Hellseherzeit war. Der Landmann kann hellriechend werden, wie ich sagte.

[ 16 ] Wenn wir dasjenige nun ins Auge fassen, wohin das weiterführen kann, so müssen wir uns nun doch fragen: Ja, wie ist es denn nun mit demjenigen, was gewissermaßen polarisch entgegensteht demjenigen, was da die auf dem Baum wachsende parasitische Pflanze als Astralisches in der Baumumgebung bewirkt? Was geschieht denn durch das Kambium, was tut denn das?

[ 16 ] Wenn wir dasjenige nun ins Auge fassen, wohin das weiterführen kann, so müssen wir uns nun doch fragen: Ja, wie ist es denn nun mit demjenigen, was gewissermaßen polarisch entgegensteht demjenigen, was da die auf dem Baum wachsende parasitische Pflanze als Astralisches in der Baumumgebung bewirkt? Was geschieht denn durch das Kambium, was tut denn das?

[ 17 ] Sehen Sie, weit um sich herum macht der Baum die geistige Aumosphäre astralreicher in sich. Was geschieht denn da, wenn das Krautartige oben auf dem Baum wächst? [Dann hat er eine bestimmte innere Vitalität, Ätherizität, ein gewisses starkes Leben in sich.] Das Kambium dämpft nun dieses Leben etwas mehr herunter, sodass es mineralähnlicher wird. Dadurch wirkt das Kambium also so: Währenddem oben Astralreiches um den Baum entsteht, wirkt das Kambium so, dass im Innern Ätherisch-Ärmeres als sonst da ist, Ätherarmut gegenüber der Pflanze entsteht im Baum. Ätherärmeres entsteht hier. Dadurch aber, dass da im Baum durch das Kambium Ätherärmeres entsteht, wird auch die Wurzel wiederum beeinflusst. Die Wurzel im Baum wird Mineral, viel mineralischer, als die Wurzeln der krautartigen Pflanzen sind.

[ 17 ] Sehen Sie, weit um sich herum macht der Baum die geistige Aumosphäre astralreicher in sich. Was geschieht denn da, wenn das Krautartige oben auf dem Baum wächst? [Dann hat er eine bestimmte innere Vitalität, Ätherizität, ein gewisses starkes Leben in sich.] Das Kambium dämpft nun dieses Leben etwas mehr herunter, sodass es mineralähnlicher wird. Dadurch wirkt das Kambium also so: Währenddem oben Astralreiches um den Baum entsteht, wirkt das Kambium so, dass im Innern Ätherisch-Ärmeres als sonst da ist, Ätherarmut gegenüber der Pflanze entsteht im Baum. Ätherärmeres entsteht hier. Dadurch aber, dass da im Baum durch das Kambium Ätherärmeres entsteht, wird auch die Wurzel wiederum beeinflusst. Die Wurzel im Baum wird Mineral, viel mineralischer, als die Wurzeln der krautartigen Pflanzen sind.

[ 18 ] Dadurch aber, dass sie mineralisierter wird, entzieht sie dem Erdboden aber jetzt in dem, was im Lebendigen drinnen bleibt, etwas von seiner Ätherizität. Sie macht den Erdboden etwas mehr tot in der Umgebung des Baumes, als er sein würde in der Umgebung der krautartigen Pflanze. Das muss man ganz strikte ins Auge fas: Aber was so in der Natur entsteht, das wird immer auch im Haushalt der Natur eine bedeutsame, eine innere Naturbedeutung haben. Deshalb müssen wir diese innere Naturbedeutung von dem Astralreichtum in der Baumumgebung und der Ätherarmut im Baumwurzelgebiet aufsuchen.

[ 18 ] Dadurch aber, dass sie mineralisierter wird, entzieht sie dem Erdboden aber jetzt in dem, was im Lebendigen drinnen bleibt, etwas von seiner Ätherizität. Sie macht den Erdboden etwas mehr tot in der Umgebung des Baumes, als er sein würde in der Umgebung der krautartigen Pflanze. Das muss man ganz strikte ins Auge fas: Aber was so in der Natur entsteht, das wird immer auch im Haushalt der Natur eine bedeutsame, eine innere Naturbedeutung haben. Deshalb müssen wir diese innere Naturbedeutung von dem Astralreichtum in der Baumumgebung und der Ätherarmut im Baumwurzelgebiet aufsuchen.

[ 19 ] Und wenn wir Umschau halten, so finden wir, wie das nun weiter im Haushalt der Natur geht. Von demjenigen, was da als Astralreiches durch die Bäume hindurchgeht, lebt und webt das ausgebildete Insekt. Und dasjenige, was da unten ätherärmer wird im Erdboden und als Ätherarmut sich durch den ganzen Baum natürlich erstreckt, so wie Geistiges immer über das Ganze wirkt, wie ich gestern in Bezug auf das Karma beim Menschen ausgeführt habe, dasjenige, was da unten wirkt, wirkt über die Larven, sodass also, wenn die Erde keine Bäume hätte, auf der Erde überhaupt keine Insekten wären. Denn die Bäume bereiten den Insekten die Möglichkeit, zu sein. Die um die oberirdischen Teile der Bäume herumflatternden Insekten, also die um den ganzen Wald so herumflatternden Insekten leben dadurch, dass der Wald da ist, und ihre Larven leben auch dadurch, dass der Wald da is

[ 19 ] Und wenn wir Umschau halten, so finden wir, wie das nun weiter im Haushalt der Natur geht. Von demjenigen, was da als Astralreiches durch die Bäume hindurchgeht, lebt und webt das ausgebildete Insekt. Und dasjenige, was da unten ätherärmer wird im Erdboden und als Ätherarmut sich durch den ganzen Baum natürlich erstreckt, so wie Geistiges immer über das Ganze wirkt, wie ich gestern in Bezug auf das Karma beim Menschen ausgeführt habe, dasjenige, was da unten wirkt, wirkt über die Larven, sodass also, wenn die Erde keine Bäume hätte, auf der Erde überhaupt keine Insekten wären. Denn die Bäume bereiten den Insekten die Möglichkeit, zu sein. Die um die oberirdischen Teile der Bäume herumflatternden Insekten, also die um den ganzen Wald so herumflatternden Insekten leben dadurch, dass der Wald da ist, und ihre Larven leben auch dadurch, dass der Wald da is

[ 20 ] Sehen Sie, da haben wir dann einen weiteren Hinweis auf eine innigere Beziehung alles Wurzelwesens zu der unterirdisch-tierischen Welt. Denn, ich möchte sagen, am Baum kann man das besonders lernen, was wir jetzt ausgeführt haben. Da wird es deutlich. Aber das Bedeutsame ist, dass dasjenige, was am Baum eklatant und deutlich wird, dass das nun wiederum nuanciert bei der ganzen Pflanzenwelt vorhanden ist, sodass in jeder Pflanze etwas drinnen lebt, was baumhaft werden will. In jeder Pflanze strebt eigentlich die Wurzel mit ihrer Umgebung danach, den Äther zu entlassen, und in jeder Pflanze strebt dasjenige, was nach oben wächst, danach, das Astralische dichter heranzuziehen. Das Baum-werden-Wollen ist eigentlich in jeder Pflanze enthalten. Daher stellt sich bei jeder Pflanze diese Verwandtschaft zur Insektenwelt heraus, die ich beim Baum besonders charakterisiert habe. Aber es dehnt sich auch aus diese Verwandtschaft zur Insektenwelt zu einer Verwandtschaft zur ganzen Tierwelt. Die Insektenlarven, die eigentlich zunächst auf der Erde nur leben können dadurch, dass Baumwurzeln vorhanden sind, die entwickelten sich zu anderen Tierarten, die ihnen ähnlich sind, die ihr ganzes Tierleben mehr oder weniger in einer Art von Larvenzustand durchmachen und die dann sich gewissermaßen von der Baumwurzelhaftigkeit emanzipieren, um nach der anderen Wurzelhaftigkeit auch der krautartigen Pflanzen hin zu leben und mit ihr zusammenzuleben.

[ 20 ] Sehen Sie, da haben wir dann einen weiteren Hinweis auf eine innigere Beziehung alles Wurzelwesens zu der unterirdisch-tierischen Welt. Denn, ich möchte sagen, am Baum kann man das besonders lernen, was wir jetzt ausgeführt haben. Da wird es deutlich. Aber das Bedeutsame ist, dass dasjenige, was am Baum eklatant und deutlich wird, dass das nun wiederum nuanciert bei der ganzen Pflanzenwelt vorhanden ist, sodass in jeder Pflanze etwas drinnen lebt, was baumhaft werden will. In jeder Pflanze strebt eigentlich die Wurzel mit ihrer Umgebung danach, den Äther zu entlassen, und in jeder Pflanze strebt dasjenige, was nach oben wächst, danach, das Astralische dichter heranzuziehen. Das Baum-werden-Wollen ist eigentlich in jeder Pflanze enthalten. Daher stellt sich bei jeder Pflanze diese Verwandtschaft zur Insektenwelt heraus, die ich beim Baum besonders charakterisiert habe. Aber es dehnt sich auch aus diese Verwandtschaft zur Insektenwelt zu einer Verwandtschaft zur ganzen Tierwelt. Die Insektenlarven, die eigentlich zunächst auf der Erde nur leben können dadurch, dass Baumwurzeln vorhanden sind, die entwickelten sich zu anderen Tierarten, die ihnen ähnlich sind, die ihr ganzes Tierleben mehr oder weniger in einer Art von Larvenzustand durchmachen und die dann sich gewissermaßen von der Baumwurzelhaftigkeit emanzipieren, um nach der anderen Wurzelhaftigkeit auch der krautartigen Pflanzen hin zu leben und mit ihr zusammenzuleben.

[ 21 ] Nun stellt sich das Eigentümliche heraus, dass wir sehen können, wie, allerdings schon von dem Larvenwesen sehr entfernt, unterir dische Tiere nun wiederum die Fähigkeit haben, zu regulieren im Erdboden die ätherhafte Lebendigkeit, wenn sie zu groß wird. Wenn der Erdboden sozusagen zu stark lebendig werden würde und die Lebendigkeit in ihm überwuchern würde, dann sorgen diese unterirdischen Tiere dafür, dass aus dem Erdboden heraus die zu starke Vitalität entlassen werde. Sie werden dadurch wunderbare Ventile und Regulatoren für die in der Erde vorhandene Vitalität. Diese goldigen Tiere, die dadurch für den Erdboden ihre ganz besondere Wichtigkeit haben, das sind die Regenwürmer. Die Regenwürmer, die sollte man eigentlich in ihrem Zusammenleben mit dem Erdboden studieren. Denn sie sind diese wunderbaren Tiere, welche der Erde gerade so viel Ätherizität lassen, als sie für das Pflanzenwachstum braucht.

[ 21 ] Nun stellt sich das Eigentümliche heraus, dass wir sehen können, wie, allerdings schon von dem Larvenwesen sehr entfernt, unterir dische Tiere nun wiederum die Fähigkeit haben, zu regulieren im Erdboden die ätherhafte Lebendigkeit, wenn sie zu groß wird. Wenn der Erdboden sozusagen zu stark lebendig werden würde und die Lebendigkeit in ihm überwuchern würde, dann sorgen diese unterirdischen Tiere dafür, dass aus dem Erdboden heraus die zu starke Vitalität entlassen werde. Sie werden dadurch wunderbare Ventile und Regulatoren für die in der Erde vorhandene Vitalität. Diese goldigen Tiere, die dadurch für den Erdboden ihre ganz besondere Wichtigkeit haben, das sind die Regenwürmer. Die Regenwürmer, die sollte man eigentlich in ihrem Zusammenleben mit dem Erdboden studieren. Denn sie sind diese wunderbaren Tiere, welche der Erde gerade so viel Ätherizität lassen, als sie für das Pflanzenwachstum braucht.

[ 22 ] So haben wir unter der Erde diese, an die Larven nur noch erinnernden Regenwürmer und ähnliches Getier. Und eigentlich müsste man für gewisse Böden, denen man ja das ansehen kann, für eine in ihnen sich befindende günstige Regenwürmerzucht sogar sorgen. Dann würde man sehen, wie wohltätig eine solche Beherrschung dieser Tierwelt unter der Erde auch auf die Vegetation und dadurch wiederum — wie wir noch aufmerksam machen werden — auf die Tierwelt wirkt.

[ 22 ] So haben wir unter der Erde diese, an die Larven nur noch erinnernden Regenwürmer und ähnliches Getier. Und eigentlich müsste man für gewisse Böden, denen man ja das ansehen kann, für eine in ihnen sich befindende günstige Regenwürmerzucht sogar sorgen. Dann würde man sehen, wie wohltätig eine solche Beherrschung dieser Tierwelt unter der Erde auch auf die Vegetation und dadurch wiederum — wie wir noch aufmerksam machen werden — auf die Tierwelt wirkt.

[ 23 ] Nun gibt es wiederum eine entfernte Ähnlichkeit von Tieren mit der Insektenwelt, wenn diese Insektenwelt ausgebildet ist und herumfliegt. Das ist die Vogelwelt. Nun ist aber bekanntlich zwischen den Insekten und den Vögeln im Laufe der Erdentwicklung etwas Wunderbares vor sich gegangen. Man möchte das möglichst bildhaft sagen, wie es vor sich gegangen ist. Die Insekten nämlich haben eines Tages gesagt: Wir fühlen uns nicht stark genug, die Astralität richtig zu bearbeiten, die um die Bäume herumsprüht. Wir benutzen daher unsererseits das Baumhaft-sein-Wollen der anderen Pflanzen und umflattern diese, und euch Vögeln überlassen wir in der Hauptsache dasjenige, was an Astralität die Bäume [umflattert]. Und so ist eine richtige Arbeitsteilung in der Natur zwischen dem Vogelwesen und dem Schmetterlingswesen eingetreten, und beides zusammen wirkt in einer ganz wunderbaren Weise wiederum so, dass dieses Fluggetier in der richtigen Weise die Astralität überall verbreitet, wo sie auf der Oberfläche der Erde, in der Luft gebraucht wird. Nimmt man dieses Fluggetier weg, so versagt die Astralität eigentlich ihren ordentlichen Dienst, und man wird das in einer gewissen Art von Verkümmerung der Vegetation erblicken. Das gehört zusammen: Fluggetier und dasjenige, was aus der Erde in die Luft hineinwächst. Eins ist ohne das andere letzten Endes gar nicht denkbar. Daher müsste innerhalb der Landwirtschaft auch ein Auge darauf geworfen werden, in der richtigen Art Insekten und Vögel herumflattern zu lassen. Der Landwirt selber müsste auch etwas von Insektenzucht und Vogelzucht zu gleicher Zeit verstehen. Denn in der Natur — ich muss das immer wieder betonen — hängt doch alles, alles zusammen.

[ 23 ] Nun gibt es wiederum eine entfernte Ähnlichkeit von Tieren mit der Insektenwelt, wenn diese Insektenwelt ausgebildet ist und herumfliegt. Das ist die Vogelwelt. Nun ist aber bekanntlich zwischen den Insekten und den Vögeln im Laufe der Erdentwicklung etwas Wunderbares vor sich gegangen. Man möchte das möglichst bildhaft sagen, wie es vor sich gegangen ist. Die Insekten nämlich haben eines Tages gesagt: Wir fühlen uns nicht stark genug, die Astralität richtig zu bearbeiten, die um die Bäume herumsprüht. Wir benutzen daher unsererseits das Baumhaft-sein-Wollen der anderen Pflanzen und umflattern diese, und euch Vögeln überlassen wir in der Hauptsache dasjenige, was an Astralität die Bäume [umflattert]. Und so ist eine richtige Arbeitsteilung in der Natur zwischen dem Vogelwesen und dem Schmetterlingswesen eingetreten, und beides zusammen wirkt in einer ganz wunderbaren Weise wiederum so, dass dieses Fluggetier in der richtigen Weise die Astralität überall verbreitet, wo sie auf der Oberfläche der Erde, in der Luft gebraucht wird. Nimmt man dieses Fluggetier weg, so versagt die Astralität eigentlich ihren ordentlichen Dienst, und man wird das in einer gewissen Art von Verkümmerung der Vegetation erblicken. Das gehört zusammen: Fluggetier und dasjenige, was aus der Erde in die Luft hineinwächst. Eins ist ohne das andere letzten Endes gar nicht denkbar. Daher müsste innerhalb der Landwirtschaft auch ein Auge darauf geworfen werden, in der richtigen Art Insekten und Vögel herumflattern zu lassen. Der Landwirt selber müsste auch etwas von Insektenzucht und Vogelzucht zu gleicher Zeit verstehen. Denn in der Natur — ich muss das immer wieder betonen — hängt doch alles, alles zusammen.

[ 24 ] Diese Dinge sind ganz besonders wichtig für die Einsicht in die Sache, deshalb wollen wir sie uns ganz genau vor die Seele hinstellen. Wir können sagen: Durch die fliegende Insektenwelt ist die richtige Astralisierung der Luft bewirkt. Sie steht, diese Astralisierung der Luft, im Wechselverhältnis zum Wald, der die Astralität in der richtigen Weise so leitet, wie in unserem Körper das Blut in der richtigen Weise durch gewisse Kräfte geleitet wird. Dasjenige, was der Wald tut in seiner weiten Nachbarschaft — die Dinge wirken auf sehr weite Flächen hin — nach dieser Richtung hin, das muss durch ganz andere Dinge getan werden da, wo waldleere Gegenden sind. Und man sollte verstehen, dass eigentlich das Bodenwachstum in Gegenden, wo Wald und Feldflächen und Wiesen abwechseln, ganz anderen Gesetzen unterliegt, als in weithin waldlosen Ländern.

[ 24 ] Diese Dinge sind ganz besonders wichtig für die Einsicht in die Sache, deshalb wollen wir sie uns ganz genau vor die Seele hinstellen. Wir können sagen: Durch die fliegende Insektenwelt ist die richtige Astralisierung der Luft bewirkt. Sie steht, diese Astralisierung der Luft, im Wechselverhältnis zum Wald, der die Astralität in der richtigen Weise so leitet, wie in unserem Körper das Blut in der richtigen Weise durch gewisse Kräfte geleitet wird. Dasjenige, was der Wald tut in seiner weiten Nachbarschaft — die Dinge wirken auf sehr weite Flächen hin — nach dieser Richtung hin, das muss durch ganz andere Dinge getan werden da, wo waldleere Gegenden sind. Und man sollte verstehen, dass eigentlich das Bodenwachstum in Gegenden, wo Wald und Feldflächen und Wiesen abwechseln, ganz anderen Gesetzen unterliegt, als in weithin waldlosen Ländern.

[ 25 ] Es gibt ja nun gewisse Gegenden der Erde, bei denen man von vornherein sieht, dass sie waldreich gemacht worden sind, als der Mensch noch nichts dazu tat — denn in gewissen Dingen ist die Natur noch immer gescheiter als der Mensch —, und man kann schon annehmen, wenn naturhaft der Wald in einer gewissen Landesgegend da ist, so hat er seinen Nutzen für die umliegende Landwirtschaft, die umliegende krautartige und halmartige Vegetation. Man sollte daher die Einsicht haben, in solchen Gegenden den Wald ja nicht auszurotten, sondern ihn gut zu pflegen. Und da die Erde aber auch durch allerlei klimatische und kosmische Einflüsse sich nach und nach verändert, sollte man das Herz dazu haben, dann, wenn man erblickt, die Vegetation wird kümmerlich, nicht allerlei Experimente bloß auf den Feldern und für die Felder zu machen, sondern die Waldflächen in der Nähe etwas zu vermehren. Und wenn man bemerkt, die Pflanzen wuchern und haben nicht genügend Samenkraft, dann sollte man allerdings dazu schreiten, im Walde Flächen auszusparen, herauszunehmen. Die Regulierung des Waldes in Gegenden, die schon einmal für Bewaldung bestimmt sind, gehört einfach mit zur Landwirtschaft und muss im Grunde genommen von der geistigen Seite her nach ihrer ganzen Tragweite betrachtet werden.

[ 25 ] Es gibt ja nun gewisse Gegenden der Erde, bei denen man von vornherein sieht, dass sie waldreich gemacht worden sind, als der Mensch noch nichts dazu tat — denn in gewissen Dingen ist die Natur noch immer gescheiter als der Mensch —, und man kann schon annehmen, wenn naturhaft der Wald in einer gewissen Landesgegend da ist, so hat er seinen Nutzen für die umliegende Landwirtschaft, die umliegende krautartige und halmartige Vegetation. Man sollte daher die Einsicht haben, in solchen Gegenden den Wald ja nicht auszurotten, sondern ihn gut zu pflegen. Und da die Erde aber auch durch allerlei klimatische und kosmische Einflüsse sich nach und nach verändert, sollte man das Herz dazu haben, dann, wenn man erblickt, die Vegetation wird kümmerlich, nicht allerlei Experimente bloß auf den Feldern und für die Felder zu machen, sondern die Waldflächen in der Nähe etwas zu vermehren. Und wenn man bemerkt, die Pflanzen wuchern und haben nicht genügend Samenkraft, dann sollte man allerdings dazu schreiten, im Walde Flächen auszusparen, herauszunehmen. Die Regulierung des Waldes in Gegenden, die schon einmal für Bewaldung bestimmt sind, gehört einfach mit zur Landwirtschaft und muss im Grunde genommen von der geistigen Seite her nach ihrer ganzen Tragweite betrachtet werden.

[ 26 ] Dann können wir wieder sagen, auch die Würmer- und Larvenwelt, sie steht in einer Wechselwirkung zum Kalk der Erde, also zum Mineralischen, die Insekten- und Vogelwelt, alles dasjenige, was da flattert und fliegt, das steht im Wechselverhältnis zu dem Astralischen. Das, was unter der Erde ist, die Würmer- und Larvenwelt, steht im Wechselverhältnis zum mineralischen und namentlich zum kalkigen Wesen, und dadurch wird in der richtigen Weise das Ätherische abgeleitet, was ich Ihnen von einem anderen Gesichtspunkte vor ein paar Tagen gesagt habe. Es obliegt dem Kalk diese Aufgabe, aber er übt diese Aufgabe in Wechselwirkung mit der Larven- und Würmerwelt aus.

[ 26 ] Dann können wir wieder sagen, auch die Würmer- und Larvenwelt, sie steht in einer Wechselwirkung zum Kalk der Erde, also zum Mineralischen, die Insekten- und Vogelwelt, alles dasjenige, was da flattert und fliegt, das steht im Wechselverhältnis zu dem Astralischen. Das, was unter der Erde ist, die Würmer- und Larvenwelt, steht im Wechselverhältnis zum mineralischen und namentlich zum kalkigen Wesen, und dadurch wird in der richtigen Weise das Ätherische abgeleitet, was ich Ihnen von einem anderen Gesichtspunkte vor ein paar Tagen gesagt habe. Es obliegt dem Kalk diese Aufgabe, aber er übt diese Aufgabe in Wechselwirkung mit der Larven- und Würmerwelt aus.

[ 27 ] Sehen Sie, wenn man das, was da angeführt worden ist von mir, mehr spezialisiert, dann kommt man noch auf andere Dinge, die durchaus einmal — ich würde sie mir nicht mit einer solchen Sicherheit auszuführen getrauen — in der instinktiven Hellseherzeit gefühlsmäßig ganz richtig angewendet worden sind. Nur hat man dafür die Instinkte verloren. Der Intellekt hat eben alle Instinkte verloren, der Intellekt hat eben alle Instinkte ausgerottet. Die Schuld des Materialismus ist es, dass die Menschen so gescheit, so intellektuell geworden sind. In der Zeit, in der sie weniger intellektuell waren, waren sie nicht so gescheit, aber viel weiser, und sie wussten aus dem Gefühl heraus die Dinge so zu behandeln, wie wir sie wieder bewusst behandeln müssen, wenn wir nun durch etwas, was auch wieder nicht gescheit ist — Anthroposophie ist nicht gescheit, sie strebt mehr nach Weisheit —, wenn wir so auf diese Weise vermögen, uns der Weisheit für alle Dinge zu nähern, nicht bloß in dem abstrakten Geleier von Worten «Der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib und so weiter», das man auswendig lernen und ableiern kann wie ein Kochbuch. Aber darum handelt es sich nicht, sondern es handelt sich darum, dass man die Erkenntnis dieser Dinge wirklich überall einführt, dass man sie überall drinnen sieht, und dann wird man angeleitet — namentlich, wenn man in der Weise, wie ich es Ihnen auseinandergesetzt habe, wirklich hellsichtig wird —, nun wirklich zu unterscheiden in der Natur, wie die Dinge sind.

[ 27 ] Sehen Sie, wenn man das, was da angeführt worden ist von mir, mehr spezialisiert, dann kommt man noch auf andere Dinge, die durchaus einmal — ich würde sie mir nicht mit einer solchen Sicherheit auszuführen getrauen — in der instinktiven Hellseherzeit gefühlsmäßig ganz richtig angewendet worden sind. Nur hat man dafür die Instinkte verloren. Der Intellekt hat eben alle Instinkte verloren, der Intellekt hat eben alle Instinkte ausgerottet. Die Schuld des Materialismus ist es, dass die Menschen so gescheit, so intellektuell geworden sind. In der Zeit, in der sie weniger intellektuell waren, waren sie nicht so gescheit, aber viel weiser, und sie wussten aus dem Gefühl heraus die Dinge so zu behandeln, wie wir sie wieder bewusst behandeln müssen, wenn wir nun durch etwas, was auch wieder nicht gescheit ist — Anthroposophie ist nicht gescheit, sie strebt mehr nach Weisheit —, wenn wir so auf diese Weise vermögen, uns der Weisheit für alle Dinge zu nähern, nicht bloß in dem abstrakten Geleier von Worten «Der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib und so weiter», das man auswendig lernen und ableiern kann wie ein Kochbuch. Aber darum handelt es sich nicht, sondern es handelt sich darum, dass man die Erkenntnis dieser Dinge wirklich überall einführt, dass man sie überall drinnen sieht, und dann wird man angeleitet — namentlich, wenn man in der Weise, wie ich es Ihnen auseinandergesetzt habe, wirklich hellsichtig wird —, nun wirklich zu unterscheiden in der Natur, wie die Dinge sind.

[ 28 ] Und dann findet man, dass die Vogelwelt dann schädlich wird, wenn sie nicht an ihrer Seite den Nadelwald hat, damit dasjenige, was sie vollbringt, ins Nützliche umgewandelt werde. Und jetzt wiederum wird der Blick weiter geschärft, und man bekommt eine andere Verwandtschaft heraus. Hat man diese merkwürdige Verwandtschaft der Vögel gerade mit den Nadelwäldern erkannt, dann bekommt man eine andere Verwandtschaft heraus, die sich deutlich einstellt, die zunächst eine feine Verwandtschaft ist, in solcher Feinheit, wie diejenige, die ich angeführt, die sich aber sogar in eine gröbere umsetzen kann. Nämlich zu all dem, was nun zwar nicht Baum wird, aber auch nicht kleine Pflanze bleibt, zu den Sträuchern, zum Beispiel Haselnusssträuchern, da haben die Säugetiere eine innere Verwandtschaft, und man tut daher gut, zur Aufbesserung seines Säugetierwesens in einer Landwirtschaft in der Landschaft strauchartige Gewächse anzupflanzen. Einfach schon dadurch, dass die strauchartigen Gewächse da sind, üben sie einen günstigen Einfluss aus. Denn in der Natur steht alles in Wechselwirkung.

[ 28 ] Und dann findet man, dass die Vogelwelt dann schädlich wird, wenn sie nicht an ihrer Seite den Nadelwald hat, damit dasjenige, was sie vollbringt, ins Nützliche umgewandelt werde. Und jetzt wiederum wird der Blick weiter geschärft, und man bekommt eine andere Verwandtschaft heraus. Hat man diese merkwürdige Verwandtschaft der Vögel gerade mit den Nadelwäldern erkannt, dann bekommt man eine andere Verwandtschaft heraus, die sich deutlich einstellt, die zunächst eine feine Verwandtschaft ist, in solcher Feinheit, wie diejenige, die ich angeführt, die sich aber sogar in eine gröbere umsetzen kann. Nämlich zu all dem, was nun zwar nicht Baum wird, aber auch nicht kleine Pflanze bleibt, zu den Sträuchern, zum Beispiel Haselnusssträuchern, da haben die Säugetiere eine innere Verwandtschaft, und man tut daher gut, zur Aufbesserung seines Säugetierwesens in einer Landwirtschaft in der Landschaft strauchartige Gewächse anzupflanzen. Einfach schon dadurch, dass die strauchartigen Gewächse da sind, üben sie einen günstigen Einfluss aus. Denn in der Natur steht alles in Wechselwirkung.

[ 29 ] Aber man gehe weiter. Die Tiere sind ja nicht so töricht wie die Menschen, die merken nämlich sehr bald, dass diese Verwandtschaft da ist. Und wenn sie merken, dass sie die Sträucher lieben, dass ihnen die Liebe dazu angeboren ist, dann bekommen sie auch diese Sträucher zum Fressen gern, und sie fangen an, das Nötige davon zu fressen, was ungeheuer regulierend wirkt auf das andere Futter. Aber man kann, wenn man so diese intime Verwandtschaft in der Natur verfolgt, von da aus wiederum Blicke gewinnen für das Wesen des Schädlichen. So wie der Nadelwald eine intime Beziehung zu den Vögeln hat, die Sträucher eine intime Beziehung zu den Säugetieren haben, so hat wiederum alles Pilzige eine intime Beziehung zu der niederen Tierwelt, zu Bakterien und ähnlichem Getier, zu den schädlichen Parasiten nämlich. Und die schädlichen Parasiten halten sich mit dem Pilzartigen zusammen, sie entwickeln sich ja dort, wo das Pilzartige in Zerstreuung auftritt. Und dadurch entstehen jene Pflanzenkrankheiten, entstehen auch gröbere Schädlichkeiten bei den Pflanzen. Bringen wir es aber dahin, nicht nur Wälder zu haben, sondern Auen in entsprechender Nachbarschaft der Landwirtschaft, so werden diese Auen dadurch ganz besonders wirksam werden für die Landwirtschaft, dass in ihnen ein guter Boden vorhanden ist für Pilze. Und man sollte darauf sehen, dass die Auen besetzt sind in ihrem Boden mit Pilzen. Und da wird man das Merkwürdige erleben, dass, wo eine Aue, eine pilzreiche Aue, wenn auch vielleicht gar nicht von starker Größe, in der Nähe einer Landwirtschaft ist, dass da dann diese Pilze nun durch ihre Verwandtschaft mit den Bakterien und dem anderen parasitären Getier dieses Getier abhalten von dem anderen. Denn die Pilze halten mehr zusammen mit diesem Getier, als das die anderen Pflanzen tun. Neben solchen Dingen, wie ich sie angeführt habe zur Bekämpfung solcher Pflanzenschädlinge, besteht auch noch die Möglichkeit, im Großen die Möglichkeit, durch Anlegung von Auen das schädliche Kleingetier, das schädliche Kleinviehzeug von der Landwirtschaft abzuhalten.

[ 29 ] Aber man gehe weiter. Die Tiere sind ja nicht so töricht wie die Menschen, die merken nämlich sehr bald, dass diese Verwandtschaft da ist. Und wenn sie merken, dass sie die Sträucher lieben, dass ihnen die Liebe dazu angeboren ist, dann bekommen sie auch diese Sträucher zum Fressen gern, und sie fangen an, das Nötige davon zu fressen, was ungeheuer regulierend wirkt auf das andere Futter. Aber man kann, wenn man so diese intime Verwandtschaft in der Natur verfolgt, von da aus wiederum Blicke gewinnen für das Wesen des Schädlichen. So wie der Nadelwald eine intime Beziehung zu den Vögeln hat, die Sträucher eine intime Beziehung zu den Säugetieren haben, so hat wiederum alles Pilzige eine intime Beziehung zu der niederen Tierwelt, zu Bakterien und ähnlichem Getier, zu den schädlichen Parasiten nämlich. Und die schädlichen Parasiten halten sich mit dem Pilzartigen zusammen, sie entwickeln sich ja dort, wo das Pilzartige in Zerstreuung auftritt. Und dadurch entstehen jene Pflanzenkrankheiten, entstehen auch gröbere Schädlichkeiten bei den Pflanzen. Bringen wir es aber dahin, nicht nur Wälder zu haben, sondern Auen in entsprechender Nachbarschaft der Landwirtschaft, so werden diese Auen dadurch ganz besonders wirksam werden für die Landwirtschaft, dass in ihnen ein guter Boden vorhanden ist für Pilze. Und man sollte darauf sehen, dass die Auen besetzt sind in ihrem Boden mit Pilzen. Und da wird man das Merkwürdige erleben, dass, wo eine Aue, eine pilzreiche Aue, wenn auch vielleicht gar nicht von starker Größe, in der Nähe einer Landwirtschaft ist, dass da dann diese Pilze nun durch ihre Verwandtschaft mit den Bakterien und dem anderen parasitären Getier dieses Getier abhalten von dem anderen. Denn die Pilze halten mehr zusammen mit diesem Getier, als das die anderen Pflanzen tun. Neben solchen Dingen, wie ich sie angeführt habe zur Bekämpfung solcher Pflanzenschädlinge, besteht auch noch die Möglichkeit, im Großen die Möglichkeit, durch Anlegung von Auen das schädliche Kleingetier, das schädliche Kleinviehzeug von der Landwirtschaft abzuhalten.

[ 30 ] In der richtigen Verteilung von Wald, Obstanlagen, Strauchwerk, Auen mit einer gewissen natürlichen Pilzkultur liegt so sehr das Wesen einer günstigen Landwirtschaft, dass man wirklich mehr erreicht für die Landwirtschaft, wenn man sogar die nutzbaren Flächen des landwirtschaftlichen Bodens etwas verringern müsste. Jedenfalls übt man keine ökonomische Wirtschaft aus, wenn man die Fläche des Erdbodens so weit ausnutzt, dass alles das hinschwindet, wovon ich gesprochen habe, und man darauf spekuliert, dass man dadurch mehr anbauen kann. Das, was man da mehr anbauen kann, wird eben in einem höheren Grade schlechter, als dasjenige beträgt, was man durch die Vergrößerung der Flächen auf Kosten der anderen Dinge erreichen kann. Man kann eigentlich in einem Betriebe, der so stark ein Naturberrieb ist wie der landwirtschaftliche, gar nicht darinnen stehen, ohne in dieser Weise Einsichten zu haben in den Zusammenhang des Naturberriebs, die Wechselwirkung des Naturberriebs.

[ 30 ] In der richtigen Verteilung von Wald, Obstanlagen, Strauchwerk, Auen mit einer gewissen natürlichen Pilzkultur liegt so sehr das Wesen einer günstigen Landwirtschaft, dass man wirklich mehr erreicht für die Landwirtschaft, wenn man sogar die nutzbaren Flächen des landwirtschaftlichen Bodens etwas verringern müsste. Jedenfalls übt man keine ökonomische Wirtschaft aus, wenn man die Fläche des Erdbodens so weit ausnutzt, dass alles das hinschwindet, wovon ich gesprochen habe, und man darauf spekuliert, dass man dadurch mehr anbauen kann. Das, was man da mehr anbauen kann, wird eben in einem höheren Grade schlechter, als dasjenige beträgt, was man durch die Vergrößerung der Flächen auf Kosten der anderen Dinge erreichen kann. Man kann eigentlich in einem Betriebe, der so stark ein Naturberrieb ist wie der landwirtschaftliche, gar nicht darinnen stehen, ohne in dieser Weise Einsichten zu haben in den Zusammenhang des Naturberriebs, die Wechselwirkung des Naturberriebs.

[ 31 ] Jetzt ist auch noch die Zeit, diejenigen Gesichtspunkte zu unserer Einsicht zu bringen, die uns überhaupt das Verhältnis des Pflanzlichen zum Tierischen und umgekehrt, des Tierischen zum Pflanzlichen, vor die Seele stellen. Was ist denn eigentlich ein Tier, und was ist eigentlich die Pflanzenwelt?

[ 31 ] Jetzt ist auch noch die Zeit, diejenigen Gesichtspunkte zu unserer Einsicht zu bringen, die uns überhaupt das Verhältnis des Pflanzlichen zum Tierischen und umgekehrt, des Tierischen zum Pflanzlichen, vor die Seele stellen. Was ist denn eigentlich ein Tier, und was ist eigentlich die Pflanzenwelt?

[ 32 ] Bei der Pflanzenwelt muss man mehr von der gesamten Pflanzenwelt sprechen. Was ist eigentlich ein Tier, und was ist die Pflanzenwelt? Dass das als Verhältnis aufgesucht werden muss, das geht daraus hervor, dass man nur, wenn man etwas davon versteht, auch vom Füttern der Tiere etwas verstehen kann. Denn das Füttern ist ja nur dann richtig zu vollziehen, wenn es im Sinne des richtigen Verhältnisses von Pflanze und Tier eben gehalten ist. Was sind Tiere?

[ 32 ] Bei der Pflanzenwelt muss man mehr von der gesamten Pflanzenwelt sprechen. Was ist eigentlich ein Tier, und was ist die Pflanzenwelt? Dass das als Verhältnis aufgesucht werden muss, das geht daraus hervor, dass man nur, wenn man etwas davon versteht, auch vom Füttern der Tiere etwas verstehen kann. Denn das Füttern ist ja nur dann richtig zu vollziehen, wenn es im Sinne des richtigen Verhältnisses von Pflanze und Tier eben gehalten ist. Was sind Tiere?

[ 33 ] Ja, da schaut man die Tiere so an, seziert sie wohl auch, hat dann die Knochengerüste, an deren Formen man sich ja erfreuen kann, die man auch so studieren kann, wie ich es angeführt habe. Man studiert wohl auch das Muskel-, das Nervenwerk, aber was die Tiere eigentlich drinnen sind im ganzen Haushalt der Natur, bekommt man dadurch doch nicht heraus. Das bekommt man nur heraus, wenn man hinsieht auf dasjenige, womit das Tier in einer ganz unmittelbar intimen Wechselwirkung steht in Bezug auf seine Umgebung. Sehen Sie, da ist es so, dass das Tier unmittelbar verarbeitet aus seiner Umgebung in seinem Nerven-Sinnes-System und einem Teile seines Atmungssystems alles dasjenige, was erst geht durch Luft und Wärme. Das Tier ist im Wesentlichen, insofern es ein eigenes Wesen ist, ein unmittelbarer Verarbeiter von Luft und Wärme durch sein Nerven-Sinnes-System [und durch sein Atmungssystem].

[ 33 ] Ja, da schaut man die Tiere so an, seziert sie wohl auch, hat dann die Knochengerüste, an deren Formen man sich ja erfreuen kann, die man auch so studieren kann, wie ich es angeführt habe. Man studiert wohl auch das Muskel-, das Nervenwerk, aber was die Tiere eigentlich drinnen sind im ganzen Haushalt der Natur, bekommt man dadurch doch nicht heraus. Das bekommt man nur heraus, wenn man hinsieht auf dasjenige, womit das Tier in einer ganz unmittelbar intimen Wechselwirkung steht in Bezug auf seine Umgebung. Sehen Sie, da ist es so, dass das Tier unmittelbar verarbeitet aus seiner Umgebung in seinem Nerven-Sinnes-System und einem Teile seines Atmungssystems alles dasjenige, was erst geht durch Luft und Wärme. Das Tier ist im Wesentlichen, insofern es ein eigenes Wesen ist, ein unmittelbarer Verarbeiter von Luft und Wärme durch sein Nerven-Sinnes-System [und durch sein Atmungssystem].

[ 34 ] Sodass wir das Tier schematisch so zeichnen. In alledem, was in seiner Peripherie, Umgebung liegt, in seinem Nerven-Sinnes-System und in einem Teile seines Atmungssystems ist das Tier ein eigenes Wesen, das unmittelbar lebt in Luft und Wärme. Zu Luft und Wärme hat das Tier einen ganz unmittelbaren Bezug, und eigentlich aus der Wärme heraus ist sein Knochensystem geformt, indem Mond- und Sonnenwirkungen durch die Wärme namentlich vermittelt werden. Aus der Luft ist sein Muskelsystem geformt, in dem wiederum die Kräfte von Sonne und Mond auf dem Umwege durch die Luft wirken.

[ 34 ] Sodass wir das Tier schematisch so zeichnen. In alledem, was in seiner Peripherie, Umgebung liegt, in seinem Nerven-Sinnes-System und in einem Teile seines Atmungssystems ist das Tier ein eigenes Wesen, das unmittelbar lebt in Luft und Wärme. Zu Luft und Wärme hat das Tier einen ganz unmittelbaren Bezug, und eigentlich aus der Wärme heraus ist sein Knochensystem geformt, indem Mond- und Sonnenwirkungen durch die Wärme namentlich vermittelt werden. Aus der Luft ist sein Muskelsystem geformt, in dem wiederum die Kräfte von Sonne und Mond auf dem Umwege durch die Luft wirken.

[ 35 ] In unmittelbarer Weise dagegen, so in unmittelbarer Verarbeitung, kann das Tier sich nicht verhalten zu dem Erdigen und zu dem Wässrigen. Erde und Wasser kann das Tier so unmittelbar nicht verarbeiten. Es muss Erde und Wasser in sein Inneres aufnehmen, muss also von außen nach innen gehend den Verdauungskanal haben und verarbeitet in seinem Innern alles dann mit dem, was es geworden ist durch Wärme und Luft, verarbeitet Erde und Wasser mit seinem Stoffwechselsystem und einem Teil seines Atmungssystems. Das Atmungssystem geht dann über in das Stoffwechselsystem. Mit einem Teil seines Atmungs- und einem Teil seines Stoffwechselsystems verarbeitet es Erde und Wasser. Es muss also das Tier schon da sein durch Luft und Wärme, wenn es Erde und Wasser verarbeiten soll. $o lebt das Tier im Bereiche der Erde und im Bereiche des Wassers. Natürlich geschieht die Verarbeitung, so wie ich es angedeutet [habe], mehr im kraftmäßigen Sinne als im Substanziellen. Fragen wir demgegenüber, was ist nun eine Pflanze?

[ 35 ] In unmittelbarer Weise dagegen, so in unmittelbarer Verarbeitung, kann das Tier sich nicht verhalten zu dem Erdigen und zu dem Wässrigen. Erde und Wasser kann das Tier so unmittelbar nicht verarbeiten. Es muss Erde und Wasser in sein Inneres aufnehmen, muss also von außen nach innen gehend den Verdauungskanal haben und verarbeitet in seinem Innern alles dann mit dem, was es geworden ist durch Wärme und Luft, verarbeitet Erde und Wasser mit seinem Stoffwechselsystem und einem Teil seines Atmungssystems. Das Atmungssystem geht dann über in das Stoffwechselsystem. Mit einem Teil seines Atmungs- und einem Teil seines Stoffwechselsystems verarbeitet es Erde und Wasser. Es muss also das Tier schon da sein durch Luft und Wärme, wenn es Erde und Wasser verarbeiten soll. $o lebt das Tier im Bereiche der Erde und im Bereiche des Wassers. Natürlich geschieht die Verarbeitung, so wie ich es angedeutet [habe], mehr im kraftmäßigen Sinne als im Substanziellen. Fragen wir demgegenüber, was ist nun eine Pflanze?

[ 36 ] Sehen Sie, die Pflanze hat nun ebenso einen unmittelbaren Bezug zu Erde und Wasser, wie das Tier zu Luft und Wärme; sodass wir bei der Pflanze haben, dass sie auch durch eine Art von Atmung und durch etwas, was dem Sinnessystem entfernt ähnlich ist, unmittelbar in sich aufnimmt alles dasjenige — wie unmittelbar das Tier Luft und Wärme aufnimmt —, was Erde und Wasser ist. Die Pflanze lebt also unmittelbar mit Erde und Wasser.

[ 36 ] Sehen Sie, die Pflanze hat nun ebenso einen unmittelbaren Bezug zu Erde und Wasser, wie das Tier zu Luft und Wärme; sodass wir bei der Pflanze haben, dass sie auch durch eine Art von Atmung und durch etwas, was dem Sinnessystem entfernt ähnlich ist, unmittelbar in sich aufnimmt alles dasjenige — wie unmittelbar das Tier Luft und Wärme aufnimmt —, was Erde und Wasser ist. Die Pflanze lebt also unmittelbar mit Erde und Wasser.

[ 37 ] Nun werden Sie sagen: Nun ja, jetzt kann man ja weiter wis nachdem man eingesehen hat, die Pflanze lebt unmittelbar mit Erde und Wasser, so wie das Tier mit Luft und Wärme, so müsste die Pflanze jetzt in ihrem Innern Luft und Wärme so verarbeiten, wie das Tier Erde und Wasser verarbeitet.

[ 37 ] Nun werden Sie sagen: Nun ja, jetzt kann man ja weiter wis nachdem man eingesehen hat, die Pflanze lebt unmittelbar mit Erde und Wasser, so wie das Tier mit Luft und Wärme, so müsste die Pflanze jetzt in ihrem Innern Luft und Wärme so verarbeiten, wie das Tier Erde und Wasser verarbeitet.

[ 38 ] Das ist aber nicht der Fall. Man kann nun nicht von dem, was man einmal weiß, durch Analogie schließen, wenn man auf die geistigen Wahrheiten kommen will; sondern es ist so, dass, während das Tier aufnimmt Irdisches und Wässriges und in sich verarbeitet, die Pflanze gerade Luft und Wärme ausscheidet, indem sie mit dem Erdboden zusammen sie erlebt. Also Luft und Wärme gehen nicht hinein, oder sind wenigstens nicht wesentlich weit hineingegangen, sondern es gehen heraus Luft und Wärme und werden, statt aufgezehrt von der Pflanze, ausgeschieden.

[ 38 ] Das ist aber nicht der Fall. Man kann nun nicht von dem, was man einmal weiß, durch Analogie schließen, wenn man auf die geistigen Wahrheiten kommen will; sondern es ist so, dass, während das Tier aufnimmt Irdisches und Wässriges und in sich verarbeitet, die Pflanze gerade Luft und Wärme ausscheidet, indem sie mit dem Erdboden zusammen sie erlebt. Also Luft und Wärme gehen nicht hinein, oder sind wenigstens nicht wesentlich weit hineingegangen, sondern es gehen heraus Luft und Wärme und werden, statt aufgezehrt von der Pflanze, ausgeschieden.

[ 39 ] Und dieser Ausscheidungsprozess ist dasjenige, um das es sich handelt. Die Pflanze ist in Bezug auf das Organische in jeder Beziehung ein Umgekehrtes von dem Tier, ein richtig Umgekehrtes. Was beim Tier die Nahrungsaufnahme ist in ihrer Wichtigkeit, das ist bei der Pflanze die Ausscheidung von Luft und Wärme, und die Pflanze lebt in dem Sinne, wie das Tier aus der Nahrungsaufnahme lebt, so lebt die Pflanze in dem Sinne aus der Ausscheidung von Luft und Wärme. Das ist das, man möchte sagen, Jungfräuliche an der Pflanze, dass sie nicht gierig etwas aufnehmen will durch ihre eigene Wesenheit, sondern eigentlich das gibt, was das Tier nimmt aus der Welt, und dadurch lebt. So gibt die Pflanze und lebt vom Geben.

[ 39 ] Und dieser Ausscheidungsprozess ist dasjenige, um das es sich handelt. Die Pflanze ist in Bezug auf das Organische in jeder Beziehung ein Umgekehrtes von dem Tier, ein richtig Umgekehrtes. Was beim Tier die Nahrungsaufnahme ist in ihrer Wichtigkeit, das ist bei der Pflanze die Ausscheidung von Luft und Wärme, und die Pflanze lebt in dem Sinne, wie das Tier aus der Nahrungsaufnahme lebt, so lebt die Pflanze in dem Sinne aus der Ausscheidung von Luft und Wärme. Das ist das, man möchte sagen, Jungfräuliche an der Pflanze, dass sie nicht gierig etwas aufnehmen will durch ihre eigene Wesenheit, sondern eigentlich das gibt, was das Tier nimmt aus der Welt, und dadurch lebt. So gibt die Pflanze und lebt vom Geben.

[ 40 ] Wenn Sie dieses Geben und Nehmen ins Auge fassen, dann haben Sie etwas wiederum erkannt, was in einer alten instinktiven Erkenntnis von diesen Dingen eine große Rolle spielte. Der Satz, den ich hier aus der anthroposophischen Betrachtung heraushole: «Die Pflanze gibt, das Tier nimmt im Haushalt der Natur», der war einstmals in einer instinktiven hellseherischen Einsicht in die Natur überhaupt gang und gäbe. Und manches ist bei besonders für diese Sache sensitiven Menschen bis in spätere Zeiten geblieben, und Sie finden just noch bei Goethe den öfteren Gebrauch dieses Satzes: «In der Natur lebt alles durch Geben und Nehmen.» Sie werden ihn schon, wenn Sie Goethes Werke durchgehen, finden. Er hat ihn nicht mehr richtig verstanden, aber er hat ihn aus alten Gebräuchen, Traditionen, wieder aufgenommen und hatte ein Gefühl dafür, dass man mit diesem Satze etwas Wahres in der Natur bezeichnete. Diejenigen, die nachgekommen sind, haben nun gar nichts mehr davon verstanden, verstehen auch nicht dasjenige, was Goethe damit gemeint hat, wenn er von Geben und Nehmen spricht. Er spricht auch vom Atmen, insofern das Atmen mit dem Stoffwechsel in Wechselwirkung steht, von Nehmen und Geben. Klar — unklar hat er dieses Wort angewendet. Nun, Sie sehen, dass in einer gewissen Weise die Wälder und Obstgärten, das Strauchwerk über der Erde, Regulatoren sind, um das Pflanzenwachstum in der richtigen Weise zu gestalten. Und wiederum unter der Erde ist ein ähnlicher Regulator dasjenige, was im Verein mit dem Kalk die niederen Larven, wurmartigen und so weiter Tiere sind. So sollte man anschauen das Verhältnis von Feldwirtschaft, Obstwirtschaft, Viehzucht und sollte daraus dann in die Praxis eintreten. Das werden wir dann versuchen in der letzten Stunde, die uns noch zur Verfügung steht, soweit zu tun, dass wirklich die Dinge von dem schönen Versuchsring weiterverarbeitet werden können.

[ 40 ] Wenn Sie dieses Geben und Nehmen ins Auge fassen, dann haben Sie etwas wiederum erkannt, was in einer alten instinktiven Erkenntnis von diesen Dingen eine große Rolle spielte. Der Satz, den ich hier aus der anthroposophischen Betrachtung heraushole: «Die Pflanze gibt, das Tier nimmt im Haushalt der Natur», der war einstmals in einer instinktiven hellseherischen Einsicht in die Natur überhaupt gang und gäbe. Und manches ist bei besonders für diese Sache sensitiven Menschen bis in spätere Zeiten geblieben, und Sie finden just noch bei Goethe den öfteren Gebrauch dieses Satzes: «In der Natur lebt alles durch Geben und Nehmen.» Sie werden ihn schon, wenn Sie Goethes Werke durchgehen, finden. Er hat ihn nicht mehr richtig verstanden, aber er hat ihn aus alten Gebräuchen, Traditionen, wieder aufgenommen und hatte ein Gefühl dafür, dass man mit diesem Satze etwas Wahres in der Natur bezeichnete. Diejenigen, die nachgekommen sind, haben nun gar nichts mehr davon verstanden, verstehen auch nicht dasjenige, was Goethe damit gemeint hat, wenn er von Geben und Nehmen spricht. Er spricht auch vom Atmen, insofern das Atmen mit dem Stoffwechsel in Wechselwirkung steht, von Nehmen und Geben. Klar — unklar hat er dieses Wort angewendet. Nun, Sie sehen, dass in einer gewissen Weise die Wälder und Obstgärten, das Strauchwerk über der Erde, Regulatoren sind, um das Pflanzenwachstum in der richtigen Weise zu gestalten. Und wiederum unter der Erde ist ein ähnlicher Regulator dasjenige, was im Verein mit dem Kalk die niederen Larven, wurmartigen und so weiter Tiere sind. So sollte man anschauen das Verhältnis von Feldwirtschaft, Obstwirtschaft, Viehzucht und sollte daraus dann in die Praxis eintreten. Das werden wir dann versuchen in der letzten Stunde, die uns noch zur Verfügung steht, soweit zu tun, dass wirklich die Dinge von dem schönen Versuchsring weiterverarbeitet werden können.