Understanding Human Beings
in Terms of Body, Soul, and Spirit.
Early Conditions on Earth
GA 347
9 August 1922, Dornach
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Understanding Human Beings in Terms of Body, Soul, and Spirit, tr. SOL
3. Der Mensch in seinem Verhältnis zur Welt — Gestaltung aid Auflösung
3. Humanity in Its Relationship to the World — Creation and Dissolution
[ 1 ] Frage: Aus den Ferien werden von einem Zuhörer Steine mitgebracht, Es wird gefragt, ob Steine auch Leben haben oder einmal Leben gehabt haben und wie sie geworden seien.
[ 1 ] Question: A listener brings back some stones from vacation. The question is asked whether stones also have life or once had life, and how they came to be.
[ 2 ] Dr. Steiner: An diese Steine kann ich vielleicht ein anderes Mal anknüpfen; aber vielleicht ist es auch möglich, daß ich es in unserer heutigen Betrachtung noch einfügen kann.
[ 2 ] Dr. Steiner: I may be able to return to these stones another time; but perhaps I can also incorporate them into our discussion today.
[ 3 ] Sehen Sie, meine Herren, da will ich folgendes sagen: Wir haben also gesehen, daß eigentlich in uns, im Menschen, eine Art Abtötung des Lebens stattfindet. Wir haben gesehen, daß wir im Blut diese herumkriechenden Tierchen haben, die weißen Blutkörperchen, die durch die Blutadern hindurch bis an unsere Haut kriechen. Ich habe Ihnen gesagt: Es ist für diese Tierchen eine besondere Feinschmeckerei, wenn sie, während sie sonst nur im ganzen menschlichen Körper drinnen sind, an die Oberfläche kommen. Das ist für sie sozusagen das Gewürz des Lebens. Das sind also die lebendigen Zellen, die da herumkriechen. Im Gegensatz dazu habe ich Ihnen gesagt: Die Zellen im Nervensystem, namentlich die, die im Gehirn sind, das sind eigentlich Zellen, die fortwährend abgetötet werden, fortwährend ins Tote hineinkommen. Die Zellen im Gehirn sind so, daß sie eigentlich nur anfangen, etwas lebendiger zu sein, wenn Sie schlafen. Da fangen die an, etwas lebendiger zu sein. Sie können sich dann nicht von ihrem Orte wegbewegen, weil sie sehr eingezwängt sind unter den anderen; sie können sich nicht so bewegen wie die weißen Blutkörperchen, aber sie fangen in der Nacht, während Sie schlafen, etwas zu leben an. Und darinnen liegt es auch, daß dann, wenn diese Zellen etwas mehr Lebens-, Willenskraft vom Körper bekommen, die weißen Blutkörperchen etwas ruhiger bleiben müssen. Und dadurch wird im ganzen Körper, wie ich Ihnen gesagt habe, eigentlich gedacht.
[ 3 ] You see, gentlemen, this is what I want to say: We have seen, then, that a kind of “killing off” of life actually takes place within us, within human beings. We have seen that we have these tiny creatures crawling around in our blood—the white blood cells—which crawl through the veins all the way to our skin. I have told you: It is a special delicacy for these little creatures when they come to the surface, whereas otherwise they are only found inside the entire human body. For them, this is, so to speak, the spice of life. So these are the living cells that are crawling around there. In contrast, I’ve told you: The cells in the nervous system—namely those in the brain—are actually cells that are constantly being killed off, constantly entering a state of death. The cells in the brain are such that they actually only begin to be a little more alive when you sleep. That’s when they start to be a little more alive. They cannot move away from their place then, because they are very cramped in among the others; they cannot move like white blood cells, but they begin to live a little at night, while you sleep. And therein lies the reason why, when these cells receive a little more vitality and willpower from the body, the white blood cells must remain somewhat more at rest. And through this, as I have told you, thinking actually takes place throughout the entire body.
[ 4 ] Nun wollen wir uns einmal die Frage vorlegen: Woher kommen denn eigentlich die Gedanken? — Nicht wahr, die Menschen, die da bloß materialistisch denken wollen, das heißt, bequem denken wollen, die sagen: Nun ja, Gedanken entstehen halt im Gehirn oder im Nervensystem des Menschen. Da wachsen die Gedanken wie die Kohlköpfe auf dem Felde. — Aber wenn die Menschen nur das einmal ausdenken würden — «wie die Kohlköpfe auf dem Felde»! Auf dem Felde wachsen keine Kohlköpfe, wenn man sie nicht erst anbaut. Also, es müssen die Sachen zuerst angebaut werden sozusagen. Meinetwillen kann ja jeder im menschlichen Gehirn eine Art Acker sehen für die Gedanken. Aber denken Sie sich doch nur einmal: Wenn Sie einen schönen Acker mit Kohlköpfen haben, und derjenige, der ihn immer angebaut hat, weggezogen wäre und keiner sich finden würde, der weiter anbaut, so würde also auf dem Acker niemals Kohl wachsen.
[ 4 ] Now let’s consider the question: Where do thoughts actually come from? — Don’t you think that people who simply want to think materialistically—that is, who want to take the easy way out—say: Well, thoughts just arise in the human brain or nervous system. Thoughts grow there like cabbages in a field. — But if people would just think this through for a moment — “like cabbages in a field”! Cabbages don’t grow in a field unless you plant them first. So, to speak, these things have to be “planted” first. For all I care, anyone can see the human brain as a kind of field for thoughts. But just imagine for a moment: If you had a beautiful field of cabbages, and the person who had always cultivated it had moved away and no one could be found to continue cultivating it, then cabbages would never grow in that field.
[ 5 ] Also es muß gesagt werden: Gerade wenn man meint, die Gedanken kommen aus dem Gehirn heraus, so muß man zuerst fragen: Woher kommen sie? Nun, so wie der Kohl aus dem Acker kommt! — Also die Frage muß erst richtig aufgefaßt werden. Und da müssen wir uns das Folgende sagen: Das, was Sie da sehen, das ist tatsächlich draußen in der Natur entstanden. Das, was da draußen in der Natur entsteht, das möchte ich Ihnen einmal erklären. Ich habe Ihnen gesagt: Wir finden alles im Menschen drinnen, wenn wir in der Umgebung des Menschen alles begreifen. Als wir auf die Pflanzen hingeschaut haben und so weiter, haben wir manches im Menschen begriffen. Jetzt haben wir da diesen Stein. Schauen wir uns einmal dieses Gestein ordentlich an. Sehen Sie, da ist darunter und dahinter und oben ein sehr weiches Gestein. Das können Sie mit dem Messer herunterkratzen. Das Äußere, was da drumherum ist, ist also einfach so wie eine etwas dichtere Erde. Das ist also so — ich will jetzt nur das Untere hierherzeichnen —: Da ist unten dieses weiche Gestein, und geradeso wie wenn sie herauswachsen würden, sind da auf diesem weichen Gestein allerlei Kristalle drauf, Kristalle, die wie herauswachsen. Ich müßte viele zeichnen, nicht wahr, aber das ist schon genügend. Da sind also solche kleine Kristalle; die sind da drunten, wie wenn sie herausgewachsen wären, sind aber furchtbar hart. Die können Sie nicht mit dem Messer wegkratzen, die greift das Messer nicht an; höchstens, wenn Sie an eines herankommen, können Sie eines als Ganzes abtrennen, aber hineinkratzen können Sie nicht. Das sind also harte Kristalle, die da eingebettet sind.
[ 5 ] So it must be said: Just when one thinks that thoughts come from the brain, one must first ask: Where do they come from? Well, just as cabbage comes from the field! — So the question must first be properly understood. And here we must tell ourselves the following: What you see there actually originated out there in nature. I’d like to explain to you what arises out there in nature. I’ve told you: We find everything within the human being when we understand everything in the human being’s surroundings. When we looked at the plants and so on, we came to understand many things about the human being. Now we have this stone here. Let’s take a good, close look at this rock. You see, there’s a very soft rock underneath, behind, and on top of it. You can scrape that off with a knife. The outer layer surrounding it is simply like somewhat denser soil. So it’s like this—I’ll just draw the lower part here—: There’s this soft rock at the bottom, and just as if they were growing out of it, there are all kinds of crystals on top of this soft rock—crystals that seem to be growing out. I’d have to draw many of them, wouldn’t I, but this is enough. So there are these little crystals; they’re down there, as if they’d grown out of the rock, but they’re incredibly hard. You can’t scrape them off with a knife—the knife doesn’t cut through them; at most, if you can get close to one, you can cut it off in one piece, but you can’t scratch into it. So these are hard crystals that are embedded there.
[ 6 ] Nun wollen wir uns einmal fragen: Wie kommen in das weichere Erdreich, das nur ein bißchen kompakt zusammengebacken ist, solche Kristalle? Solche Kristalle sind also Körper, die sehr schön gestaltet sind; dahier haben sie eine solche Längsgestalt, und oben haben sie ein kleines Dacherl drauf. Unten würde auch noch ein Dacherl sein, wenn das nicht in die Erde hineinragen würde. Wenn das genügend weich wäre, so würde das bei jedem Kristall so sein; aber das geht zugrunde, wenn das hineinkommt ins Erdreich.
[ 6 ] Now let’s ask ourselves: How do such crystals form in softer soil that is only slightly compacted? Such crystals are, therefore, objects that are beautifully shaped; here they have a longitudinal shape, and at the top they have a little roof. There would also be a little roof at the bottom if it didn’t protrude into the earth. If the soil were soft enough, every crystal would be like this; but it breaks down when it enters the soil.
[ 7 ] Woher kommen sie, diese Kristalle? Nicht wahr, wenn Pflanzen wachsen, dann muß außen, außerhalb der Pflanzen Kohlensäure sein. Die Pflanzen können sonst nicht wachsen. Derselbe Stoff, den wir ausatmen, der muß an die Pflanzen herankommen. Und dann, wenn die Kohlensäure an die Pflanzen herankommt, dann saugen die Pflanzen diese Kohlensäure ein, halten den Kohlenstoff, der in der Kohlensäure drinnen ist, zurück, und den Sauerstoff, den atmen sie wieder aus. Das ist ja der Unterschied zwischen den Menschen und den Pflanzen. Die Menschen atmen den Sauerstoff ein und atmen die Kohlensäure aus; wir halten den Sauerstoff zurück, während wir die Kohlensäure abgeben. Die Pflanze ist mit der Erde verbunden. Wenn die Pflanze abstirbt, so geht dieser Kohlenstoff in den Boden zurück und wird eben zu der schwarzen Steinkohle, die wir nach Jahrhunderten herausgraben aus der Erde.
[ 7 ] Where do these crystals come from? After all, when plants grow, there has to be carbon dioxide outside the plants. Otherwise, plants cannot grow. The same substance that we exhale must reach the plants. And then, when the carbon dioxide reaches the plants, the plants absorb it, retain the carbon contained within the carbon dioxide, and exhale the oxygen. That is, after all, the difference between humans and plants. Humans inhale oxygen and exhale carbon dioxide; we retain the oxygen while releasing the carbon dioxide. The plant is connected to the earth. When the plant dies, this carbon returns to the soil and becomes the black coal that we excavate from the earth centuries later.
[ 8 ] So gibt es aber auch andere Stoffe. So gibt es einen Stoff, der der Kohle in einer gewissen Beziehung recht ähnlich ist, aber doch wiederum verschieden. Das ist der Kiesel. Nehmen Sie an, Sie haben einen Boden, der kieselreich ist, in dem viel Kiesel drinnen ist. Dann wirkt, weil immer Sauerstoff da ist, der Sauerstoff. Da drüber ist jetzt Sauerstoff. Dieser Sauerstoff wirkt zunächst nicht auf den Kiesel. Aber nach einiger Zeit, im Verlaufe der Erdenentwickelung, da findet man plötzlich, daß der Sauerstoff sich mit dem Kiesel vereinigt hat. Und so wie bei uns Kohlensäure entsteht, wenn wir ausatmen, so entsteht, wenn der Kiesel von der Erde richtig mit dem Sauerstoff zusammenkommt, Quarz, Kieselsäure; da entstehen nämlich solche Kristalle. Es braucht sich nur der Kiesel von der Erde zu verbinden mit dem Sauerstoff, dann entstehen solche Kristalle, wie sie dort sind.
[ 8 ] However, there are also other substances. For example, there is a substance that is quite similar to coal in certain respects, yet different in others. That is gravel. Suppose you have soil that is rich in silica, containing a lot of silica. Then, because oxygen is always present, the oxygen takes effect. There is now oxygen above it. At first, this oxygen does not act on the silica. But after some time, in the course of the Earth’s development, you suddenly find that the oxygen has combined with the silica. And just as carbon dioxide is produced when we exhale, when the silica from the earth truly combines with oxygen, quartz—silicic acid—is formed; that is, such crystals are formed. All it takes is for the silica from the earth to combine with oxygen, and then crystals like those found there are formed.
[ 9 ] Aber der Sauerstoff hat nicht von selber die Gewalt, sich mit dem Kiesel zu vereinigen. Sie können viel Kiesel haben und darüber Sauerstoff, es würde sich das alles nicht bilden. Warum bilden sich diese schönen Gestalten? Ja, die bilden sich eben, weil von allen Seiten im Weltenall Kräfte hereinwirken und die Erde fortwährend im Zusammenhang mit dem ganzen Weltenall ist. Da wirken fortwährend Kräfte herein, und diese Kräfte, die bringen den Sauerstoff in den Kiesel hinein, und dadurch entstehen solche Kristalle. So daß alle diese Kristalle dadurch entstehen, daß die Erde von allen anderen Gestirnen beeinflußt wird. Wir können also sagen: Diese Kristalle sind eigentlich aus der Welt herein gebildet.
[ 9 ] But oxygen does not have the power on its own to combine with silica. You could have a lot of silica and oxygen on top of it, but none of this would form. Why do these beautiful shapes form? Well, they form precisely because forces from all directions in the universe act upon the Earth, and the Earth is constantly connected to the entire universe. Forces are constantly acting upon it, and these forces bring oxygen into the silica, thereby creating such crystals. So all these crystals come into being because the Earth is influenced by all the other celestial bodies. We can therefore say: These crystals are actually formed from the universe itself.
[ 10 ] Nun können Sie aber folgendes sagen: Was erzählst du uns da? Das Gestein, das der Erbsmehl uns gegeben hat, beweist ja das Gegenteil! — Das Gestein ist in Wirklichkeit so: Da ist drunten lockere Erde (siehe Zeichnung), da drüber ist wieder lockere Erde, und da hinten ist wieder lockere Erde. Es ist ganz umgeben von lockerer Erde, und diese Kristallgestalten hier, die sind nicht nur so, daß sie da von unten nach oben aufwachsen, wie ich sie jetzt beschrieben habe, sondern da wachsen schon solche herauf, könnten Sie sagen, wenn nur diese von unten da wären. Aber das sind jetzt solche, die von oben entgegenwachsen. Jetzt könnten Sie sagen: Aber das kann man doch nicht vom Weltenall herein erklären, denn da müßte man ja annehmen, daß dieselben Kräfte vom Inneren der Erde herauskämen, die dann vom Weltenall hereinkommen müßten, wenn man sie nur von unten nach oben erklären würde.
[ 10 ] But now you might say: What are you telling us? The rock that Erbsmehl gave us proves the opposite! — The rock is actually like this: There is loose soil down below (see drawing), loose soil above it, and loose soil behind it. It is completely surrounded by loose soil, and these crystal formations here—they don’t just grow upward from the bottom, as I’ve just described, but such formations are already growing upward, you might say, if only these were present from below. But these are the ones that are growing upward from above. Now you might say: But that cannot be explained by forces coming in from the universe, for then one would have to assume that the same forces are emerging from the Earth’s interior—forces that would have to come in from the universe if one were to explain them solely as growing from the bottom up.
[ 11 ] Ja, sehen Sie, das ist ein scheinbarer Widerspruch. Da muß irgend etwas dahinter sein. Nun will ich Ihnen sagen, was dahinter ist.
[ 11 ] Yes, you see, that's an apparent contradiction. There must be something behind it. Now I'll tell you what's behind it.
[ 12 ] Solche Gesteine entstehen ja nicht auf dem freien Erdboden, die entstehen im Gebirge. Und wenn es auf dem freien Erdboden ist, so ist es ja auch so, daß da eben Erdschichten drüber und drunter sind, wie auch im Gebirge. Aber nehmen wir an, wir holen uns das aus dem Gebirge heraus. Denken Sie einmal, wir hätten solch ein Gebirge, und ich will den Abhang des Gebirges zeichnen. Wenn Sie nun da hinauf gehen (siehe Zeichnung), gehen Sie so hinauf, und da müssen Sie natürlich da vorbeigehen, der Weg muß da gehen, die Erde oder der Felsen kann ein bißchen überhängen; Sie finden ja überall überhängende Erde, wenn Sie ins Gebirge gehen. Nun denken Sie sich einmal, vor sehr, sehr langer Zeit wäre dieses, was ich hier braun gezeichnet habe, da gewesen, hätte sich da abgelagert gehabt, und das hätte sich da abgelagert (siehe Zeichnung). Nach meiner Erklärung hätten sich jetzt durch die Kräfte aus dem Weltenall herein hier Kristalle gebildet, wie ich es ja erklärt habe, und dahier auch solche Kristalle. Es wären da unten Kristalle gewissermaßen herausgewachsen durch die Kräfte des Weltenalls, und da oben auch.
[ 12 ] Such rocks don’t form on open ground; they form in the mountains. And even when they are on open ground, there are still layers of earth above and below them, just as there are in the mountains. But let’s suppose we extract them from the mountains. Imagine we have a mountain like this, and I’ll draw the slope of the mountain. Now, if you walk up there (see drawing), you walk up like this, and of course you have to pass by there—the path has to go that way; the earth or the rock might overhang a bit. You’ll find overhanging earth everywhere when you go into the mountains. Now imagine that a very, very long time ago, what I’ve drawn here in brown would have been there, would have been deposited there, and that would have been deposited there (see drawing). According to my explanation, crystals would now have formed here through the forces of the universe, as I have explained, and such crystals would also have formed over here. Crystals would have, so to speak, grown out from down there through the forces of the universe, and up there as well.
[ 13 ] Dann kam es später so, daß dieses, was da oben ist, herunterstürzte und das zudeckte. Also sehen Sie: Wenn das Obere da herunterstürzt, so fällt es so, daß dann das oben ist (siehe Zeichnung), und da unten sind die Kristalle, die ursprünglich nach oben gegangen sind, durch den Heruntersturz so, daß sie da drüber gefallen sind und von denen, die da unten gewesen sind, aufgehalten worden sind und sich so übereinandergelagert haben. Die heruntergestürzten haben sich auf die unteren draufgelegt, so daß das Obere zuunterst gekommen ist.
[ 13 ] Then, later on, what was up there came crashing down and covered it. So you see: When the upper layer crashes down, it falls in such a way that it ends up on top (see drawing), and the crystals that had originally risen to the top—due to the crash—fell over it and were held back by those that had been at the bottom, causing them to layer on top of one another. The ones that tumbled down settled on top of the lower ones, so that the top layer ended up at the very bottom.
[ 14 ] So ist es in den Gebirgen nämlich fortwährend gegangen. Wer studiert, findet, daß in den Gebirgen fortwährend solche Erdrutsche geschehen sind, wo sich das Obere auf das Untere daraufgelegt hat. Das ist gerade das Interessante beim Gebirgsstudium. Wenn man in der Ebene geht, so hat man das Gefühl, weil das erst in den letzten Jahrtausenden geschehen ist, daß immer eine Schicht über die andere gelagert ist. Das könnten wir von den Alpen niemals sagen. Die Alpen sind allerdings vor langer Zeit auch auf diese Weise entstanden; aber dann haben sich die höheren Partien über die niederen Partien gestürzt, und die Alpen sind ganz durcheinandergeschmissene Erdschichten.
[ 14 ] That is, in fact, how it has always been in the mountains. Anyone who studies the subject will find that landslides of this kind have been occurring continuously in the mountains, where the upper layers have settled on top of the lower ones. That is precisely what makes the study of mountains so interesting. When you walk on the plains, you get the impression—because this has only happened in the last few millennia—that one layer is always deposited on top of another. We could never say that about the Alps. The Alps were, of course, formed in this way a long time ago; but then the higher parts plunged down over the lower parts, and the Alps consist of completely jumbled layers of earth.
[ 15 ] Deshalb ist es auch so schwer, die Alpen zu studieren, weil man überall nachdenken muß, ob dasjenige, was oben ist, auch so entstanden ist. Es ist oftmals nicht so entstanden, sondern so, daß da unten eine Schichte war, da eine Schichte oben, und dann hatte man durch einen Stoß das, was oben war, heruntergeschmissen; das hat sich drübergedeckt über dasjenige, was unten war. Und so sind diese Ineinanderfaltungen, wie man sie nennt, im Gebirge im Laufe von Jahrtausenden und Jahrtausenden entstanden und haben solche Dinge zustande gebracht. So daß man diese Dinge erst klären muß dadurch, daß sich wiederum die Gebirge übereinandergeschmissen haben. Man müßte also sagen: Das Untere ist an einem solchen Abhange entstanden (siehe Zeichnung), das Obere an einem solchen Abhange, und dahinter ist natürlich das Gebirge gewesen, so daß also das darübergefallen ist; das hat sich darübergelegt. So daß man also solch eine Sache, wo von unten und von oben Kristalle einander gegenüberstehen, erst erklären kann, wenn man weiß, daß auf der Erde nach und nach im Laufe von Jahrtausenden alles durcheinandergeschmissen worden ist.
[ 15 ] That is why it is so difficult to study the Alps—because you have to constantly consider whether what is on top actually formed that way. Often, it did not form that way, but rather there was a layer down below, another layer up above, and then, due to an impact, what was on top was knocked down; it covered over what was below. And so these folds, as they are called, in the mountains formed over the course of millennia upon millennia and brought about such features. So one must first clarify these things by recognizing that the mountain ranges, in turn, have been thrust upon one another. One would therefore have to say: The lower layer formed on a slope like this (see drawing), the upper layer on a slope like this, and behind them, of course, was the mountain range, so that what was above fell down; it settled on top of it. Thus, such a phenomenon—where crystals from below and above face each other—can only be explained once one understands that, over the course of millennia, everything on Earth has gradually been thrown into disarray.
[ 16 ] Da haben wir also im ganzen leblosen Reich immer Kräfte, die aus dem Weltenall hereinwirken, und die auch in uns so wirken, daß wir ja eigentlich nun etwas tun müssen in uns, damit diese Kräfte uns nicht stören.
[ 16 ] So throughout the entire inanimate realm, there are always forces acting upon us from the cosmos, and these forces also act within us in such a way that we must actually do something within ourselves to prevent these forces from disturbing us.
[ 17 ] Denn sehen Sie, meine Herren, den Kiesel, der da in der Erde häufig ist, den haben wir nämlich auch in uns. Es ist allerdings nicht allzuviel, aber wir haben solche Stoffe in uns, aus denen so furchtbar harte Steine entstehen können. Aber wenn solche harte Gesteine in uns entstehen würden, wie Herr Erbsmehl hier einen mitgebracht hat, dann ginge es uns schlecht! Wenn zum Beispiel das Kind, das schon Kiesel in sich hat, nicht anders sich helfen könnte und überall solche, wenn auch ganz kleine — sie würden ja kleinwinzig sein — Kristalle entstehen würden, das wäre schon eine ganz schlimme Sache! Sie entstehen ja zuweilen bei einer Krankheit.
[ 17 ] For you see, gentlemen, that pebble which is so common in the earth—we actually have it within us as well. It’s not very much, to be sure, but we do have within us the kind of material from which such terribly hard stones can form. But if such hard rocks were to form inside us—like the one Mr. Erbsmehl has brought here—then we’d be in big trouble! If, for example, a child who already has pebbles inside them had no other way to cope, and such crystals—even if they were very small, indeed minuscule—were to form everywhere, that would be a very serious matter! They do sometimes form during an illness.
[ 18 ] Auch der Zucker — das wissen Sie ja — kann Kristalle bilden. Wenn Sie Kandiszucker ansehen, so ist er ja auch aus Kristallen bestehend, die übereinandergelagert sind. Nun, Zucker haben wir sehr viel in uns. Die Menschen auf Erden essen nicht alle durchaus die gleiche Menge Zucker. Das ist also verschieden. Zum Beispiel in Rußland essen die Menschen sehr wenig Zucker, in England sehr viel Zucker — durchschnittlich natürlich. Danach unterscheiden sich aber auch wieder die Menschen. Der russische Charakter ist verschieden von dem englischen Charakter. Die Russen sind ganz andere Leute als die Engländer. Das kommt vielfach davon her, daß die Russen wenig Zucker bekommen in den Nahrungsmitteln. Die Engländer essen solche Sachen, die sehr viel Zucker enthalten, viel Zucker enthaltende Nahrungsmittel.
[ 18 ] Sugar, too—as you know—can form crystals. If you look at rock candy, you’ll see that it’s made up of crystals layered on top of one another. Well, we have a great deal of sugar in our bodies. Not everyone on Earth eats exactly the same amount of sugar. So it varies. For example, in Russia people eat very little sugar, while in England they eat a great deal—on average, of course. But there are also differences among individuals. The Russian character is different from the English character. Russians are quite different people from the English. This stems in large part from the fact that Russians consume little sugar in their diet. The English eat foods that contain a great deal of sugar—foods high in sugar.
[ 19 ] Das hängt mit dem zusammen, was ich schon gesagt habe. Es wirken herein auf alles mögliche die Kräfte des Weltenalls. Der Mensch hat also viel Zucker in sich. Der Zucker, der will immer Kristall werden. Was können wir denn tun, damit er nicht Kristall wird?
[ 19 ] This is related to what I’ve already said. The forces of the universe influence all kinds of things. So, human beings have a lot of sugar within them. That sugar always wants to turn into crystals. What can we do to prevent it from becoming crystals?
[ 20 ] Sehen Sie, ich habe Ihnen ja erzählt, daß viel Wasser in uns ist, lebendiges Wasser: das löst den Zucker auf. Das wäre eine schöne Geschichte, wenn das Wasser nicht fortwährend den Zucker auflösen würde! Da würden sich solche kleinen Kristalle, wie Kandiszuckerkristalle bilden, und wir würden solche kleinen spießigen Kristalle in uns haben, wenn der Zucker nicht fortwährend aufgelöst würde. Wir Menschen brauchen Zucker zu unserer Nahrung, aber nur dann können wir ihn brauchen, wenn wir ihn fortwährend auflösen. Wir müssen ihn haben. Warum müssen wir ihn haben? Weil wir das ausführen müssen, daß wir ihn auflösen! Wir leben nicht allein davon, aber das gehört zu unserem Leben dazu, daß wir den Zucker auflösen. Also wir müssen ihn in uns hereinkriegen.
[ 20 ] You see, I’ve told you that there’s a lot of water inside us—living water—and that dissolves the sugar. That would be a nice story if the water weren’t constantly dissolving the sugar! Little crystals, like rock candy crystals, would form, and we’d have those little, stiff crystals inside us if the sugar weren’t constantly being dissolved. We humans need sugar as part of our diet, but we can only use it if we’re constantly dissolving it. We have to have it. Why do we have to have it? Because we have to carry out the process of dissolving it! We don’t live on it alone, but dissolving sugar is part of our life. So we have to get it into our bodies.
[ 21 ] Aber wenn wir nun zu wenig Kraft haben, um diesen Zucker aufzulösen, dann bilden sich diese ganz kleinen Kriställchen, und die gehen dann mit dem Urin ab. Und da kommt dann die Zuckerkrankheit, Diabetes. Und das ist dann die Erklärung dafür, warum Menschen zuckerkrank werden: Sie haben zu wenig Kraft, um den Zucker, der gegessen wird, wieder aufzulösen. Sie müssen Zucker kriegen, aber wenn sie zu wenig Kraft haben, den Zucker aufzulösen, kommt die Zuckerkrankheit. Der Zucker darf nicht so weit kommen, daß er dann in kleinen Kriställchen abgeht, sondern er muß aufgelöst werden. Der Mensch muß die Kraft haben, den Zucker aufzulösen. Darin besteht sein Leben.
[ 21 ] But if we don’t have enough energy to break down this sugar, then these tiny little crystals form, and they’re excreted in the urine. And that’s when diabetes sets in. And that explains why people develop diabetes: They lack the energy to break down the sugar they consume. They need to consume sugar, but if they lack the energy to break it down, diabetes sets in. The sugar must not be allowed to reach the point where it is excreted in tiny crystals; rather, it must be broken down. A person must have the energy to break down the sugar. That is the essence of life.
[ 22 ] Wenn man so etwas bedenkt, so kann man ja auch daraus erkennen, daß wir nicht nur die Kraft haben müssen, den Zucker aufzulösen, sondern wir müssen auch die Kraft haben, diese kleinen Kristalle, die sich als Quarzkristalle immer in uns bilden wollen — es sind ja wenige, aber sie wollen sich bilden, diese Quarzkristalle —, fortwährend aufzulösen. Die dürfen sich nicht in uns bilden. Wenn sie sich schon beim Kind bilden würden, dann würde das Kind kommen und würde sagen: Es ist entsetzlich, mich sticht es überall! Überall sticht es!
[ 22 ] When you think about something like this, you can see that we must not only have the power to dissolve sugar, but we must also have the power to continually dissolve these tiny crystals—which always try to form within us as quartz crystals (there are only a few, but they do try to form)—. They must not be allowed to form within us. If they were to form even in a child, the child would come and say: “It’s awful—it’s pricking me everywhere! It’s pricking me everywhere!”
[ 23 ] Was ist denn da geschehen, wenn es das Kind überall sticht? Ja, sehen Sie, da sind die kleinen Kieselkristalle, die in den Nerven entstanden sind, nicht aufgelöst worden. Die sind liegengeblieben. Sie müssen sich nicht vorstellen, daß das Riesenmassen sind. Es sind ganz wenige, winzige, die man nicht einmal mit dem Mikroskop so leicht finden kann; viel kleiner als ein Zehntausendstel eines Millimeters. Wenn sich viele ganz winzige Kristalle in dem Nervensystem angesammelt haben, dann bekommt der Mensch überall kleinwinzige Stiche, die er sich nicht erklären kann. Es sticht ihn überall. Und außerdem werden kleine Entzündungen hervorgerufen dadurch, daß das geschieht; ganz kleine Entzündungen werden hervorgerufen. Und dann ist der Mensch rheumatisch oder er hat Gicht. Die Gicht ist nichts anderes, als daß sich solche kleinen winzigen Kristalle absetzen. Diese Schmerzen, die der Mensch hat, die kommen davon. Und daß der Mensch bei der Gicht die Gichtknoten bekommt, das kommt von den Entzündungen. Wenn Sie sich einen Nagel einstoßen, entsteht eine Entzündung. Diese kleinen Spießchen, die kommen von innen heraus, drängen sich an die Oberfläche. Da entstehen innere kleine Entzündungen, und da bilden sich dann durch diese Entzündungen diese Gichtknoten.
[ 23 ] What’s going on here, if the child feels pricks all over? Well, you see, there are these tiny silica crystals that formed in the nerves and haven’t been dissolved. They’ve just been left there. You don’t have to imagine that they’re huge masses. There are very few of them—tiny ones that aren’t even easy to find with a microscope; much smaller than one ten-thousandth of a millimeter. When many very tiny crystals have accumulated in the nervous system, a person experiences tiny, prickling sensations all over their body that they can’t explain. It stings all over. Furthermore, this process triggers small inflammations—very minor inflammations are caused. And then the person develops rheumatism or gout. Gout is nothing more than the deposition of these tiny crystals. The pain the person experiences stems from this. And the fact that a person with gout develops gouty nodules is due to these inflammations. If you dig a nail into your skin, inflammation occurs. These tiny little spikes, which come from inside, push their way to the surface. This causes small internal inflammations, and these inflammations then lead to the formation of these gouty nodules.
[ 24 ] Das sind also lauter Vorgänge, die im Inneren des Menschen wirken können. Daraus aber sehen Sie, daß wir eigentlich immer in uns Kräfte haben müssen, die, sagen wir, gegen die Gicht wirken müssen, sonst würden wir als Menschen fortwährend Gicht kriegen. Die dürfen wir aber nicht fortwährend kriegen. Also es muß fortwährend da dahinter sein das, daß wir entgegenarbeiten können.
[ 24 ] So these are all processes that can take effect within a person. But from this you can see that we must actually always have forces within us that, let’s say, counteract gout; otherwise, as human beings, we would constantly suffer from gout. But we must not suffer from it constantly. So there must always be something underlying that enables us to counteract it.
[ 25 ] Was heißt denn nun das? Ja, sehen Sie, das heißt: Da vom Weltenall herein wirken Kräfte. Die wollen eigentlich nicht zu große, aber mikroskopisch kleinwinzige Kriställchen in uns bilden. Wenn diese Kräfte da hereinkommen und diese Kristalle hier bilden, wirken sie auch in uns herein, so daß wir von diesen Kräften fortwährend durchsetzt sind, und wir müssen in unserem Inneren diejenigen Kräfte entwickeln, die diese Sache fortwährend ins Nichts bringen. Wir müssen fortwährend diesen Kräften entgegenarbeiten. Wir müssen also in uns Kräfte haben, die diesen Kräften entgegenarbeiten. In uns kommen auch diese Kräfte des Weltenalls hinein; aber denen wirken wir entgegen — und besonders stark in den Nerven. In den Nerven würden fortwährend ganz mineralische Substanzen entstehen, wenn wir ihnen nicht entgegenarbeiten würden.
[ 25 ] So what does that mean? Well, you see, it means: Forces are at work here from the universe. These forces actually do not want to form large crystals within us, but rather microscopically tiny ones. When these forces enter and form these crystals here, they also act within us, so that we are constantly permeated by these forces, and we must develop within ourselves the forces that continually reduce this process to nothing. We must constantly counteract these forces. So we must have forces within us that counteract them. These forces from the universe also enter us; but we counteract them—especially strongly in the nerves. Entirely mineral substances would constantly form in the nerves if we did not counteract them.
[ 26 ] Die mineralischen Substanzen müssen entstehen, denn, sehen Sie, es gibt Kinder, die blöde bleiben und die früh sterben. Wenn man solche blöde gebliebenen Kinder dann seziert, so findet man oftmals, daß sie zu wenig von dem haben, was man Gehirnsand nennt. Ein bißchen Gehirnsand muß jeder in sich haben. Der muß entstehen, der Gehirnsand, und er muß immer wieder aufgelöst werden.
[ 26 ] Mineral substances must be produced, because, you see, there are children who remain mentally deficient and die young. When such mentally deficient children are autopsied, one often finds that they lack what is called “brain sand.” Everyone must have a little brain sand inside them. That brain sand must be formed, and it must be dissolved again and again.
[ 27 ] Nun kann aber auch zu viel liegen bleiben, wenn wir zu wenig Kraft haben, um ihn aufzulösen. Aber, meine Herren, dasjenige, was Sie fortwährend tun in Ihrem Gehirn, das ist, daß sich fortwährend Sand im Gehirn absetzt, wenn Sie die Nahrungsmittel in Ihr Blut hineinkriegen. Damit wird er fortwährend abgelagert. Und der Gehirnsand, der da drinnen ist (es wird gezeichnet), ist den Kräften des Weltenalls geradeso ausgesetzt, wie das, was in der Natur draußen ist, so daß sich also da drinnen fortwährend winzige Kristalle bilden wollen. Die dürfen sich aber nicht bilden. Wenn wir keinen Gehirnsand haben, werden wir blöde. Wenn sich die Kristalle bilden würden, würden wir fortwährend in Ohnmacht fallen, weil wir gewissermaßen Gehirnrheumatismus oder Gehirngicht kriegen würden. Denn im übrigen Körper tut es einem bloß weh; wenn aber das Gehirn diese Kriställchen in sich enthält, kann man nichts mehr machen und fällt in Ohnmacht. Also Gehirnsand braucht man, aber man muß ihn fortwährend auflösen. Das ist ein fortwährender Prozeß, daß Gehirnsand abgelagert wird, aufgelöst wird, abgelagert wird, aufgelöst wird.
[ 27 ] However, too much can also remain undigested if we lack the strength to break it down. But, gentlemen, what you are constantly doing in your brain is allowing sand to continuously settle there whenever you absorb food into your bloodstream. This causes it to be deposited continuously. And the brain sand that’s in there (it’s being drawn) is just as exposed to the forces of the universe as what’s out there in nature, so that tiny crystals are constantly trying to form inside. But they must not be allowed to form. If we had no “brain sand,” we’d go stupid. If the crystals were to form, we’d constantly faint because we’d, so to speak, develop brain rheumatism or brain gout. For in the rest of the body, it merely causes pain; but when the brain contains these tiny crystals, you can no longer function and faint. So we need brain sand, but we must constantly dissolve it. It is a continuous process: brain sand is deposited, dissolved, deposited, dissolved.
[ 28 ] Wenn zu viel abgelagert wird, kann er manchmal auch die Wände von den Blutadern im Gehirn verletzen. Dann tritt das Blut aus. Dann kommt der Schlag, nicht nur die Ohnmacht, sondern der Schlag, der Gehirnschlag.
[ 28 ] If too much builds up, it can sometimes damage the walls of the blood vessels in the brain. Then the blood leaks out. That’s when the stroke happens—not just fainting, but a stroke, a cerebral stroke.
[ 29 ] Also gerade wenn man die Krankheitsprozesse studiert, sieht man ein, was der Mensch eigentlich in sich hat. Denn in der Krankheit ist auch alles das in uns, was in einem gesunden Menschen ist, nur zu stark. Kranksein heißt nichts anderes, als daß wir irgend etwas zu stark ausbilden.
[ 29 ] So it is precisely when we study the processes of disease that we come to understand what human beings actually possess within themselves. For in illness, everything that is within us—just as it is in a healthy person—is simply too intense. Being sick means nothing other than that we are developing something to an excessive degree.
[ 30 ] Das geschieht ja im Leben auch, meine Herren. Sie haben schon gesehen, daß wenn ein kleines Kind da ist und man berührt es an der Wange mit der Hand, und zwar sanft, schwach; dann ist es eine Liebkosung, man streichelt es. Und man kann ja auch dieselbe Berührung mit der Hand zu stark machen; dann ist es nicht mehr eine Liebkosung, dann ist es eine Ohrfeige.
[ 30 ] That happens in real life, too, gentlemen. You’ve surely seen that when a small child is there and you touch its cheek with your hand—gently, lightly—then it’s a caress; you’re stroking it. And of course, you can also make that same touch with your hand too forceful; then it’s no longer a caress—it’s a slap.
[ 31 ] Nun, sehen Sie, so ist es überhaupt in der Welt. Die Dinge, die auf der einen Seite Liebkosung sein können, können auf der anderen Seite Ohrfeige sein. Und so wird im Leben auch dasjenige, was da sein muß im Gehirn, diese sanfte Arbeit im Gehirnsand, zu einer Lebensohrfeige, wenn sie zu stark wird, wenn also die Kraft in uns zu schwach ist, daß wir dieses Mineralische, das wir in uns haben, nicht auflösen können. Dann würden wir also fortwährend ohnmächtig werden oder wenn es zu stark wird, wenn diese Kriställchen uns die Blutadern immer durchstoßen, würden wir einen Gehirnschlag kriegen. Es müssen also fortwährend diese Kriställchen von uns aufgelöst werden. Diese Sache, die ich Ihnen jetzt erzählt habe, die geht fortwährend in Ihnen vor sich.
[ 31 ] Well, you see, that’s just how the world works. Things that can be a caress on the one hand can be a slap in the face on the other. And so, in life, even that which must be present in the brain—this gentle work in the brain’s sand—becomes a slap in the face of life if it becomes too strong, that is, if the strength within us is too weak to dissolve this mineral substance we have within us. Then we would constantly lose consciousness; or if it becomes too strong—if these little crystals keep piercing our blood vessels—we would suffer a stroke. So we must constantly dissolve these little crystals within ourselves. What I have just told you is constantly taking place within you.
[ 32 ] Ich will Ihnen jetzt noch etwas anderes sagen. Wir wollen einmal die Dinge ganz anschaulich machen. Nehmen wir an, Sie haben hier den Menschen — ich will es ganz schematisch zeichnen —, hier haben Sie sein Gehirn, hier sein Auge, und hier will ich etwas herzeichnen, das Sie irgendwie anschauen, also, sagen wir, es steht vor Ihrem Auge meinetwillen eine Pflanze.
[ 32 ] I’d like to tell you something else now. Let’s make things very clear. Suppose you have a person here—I’ll draw it very schematically—here is his brain, here is his eye, and here I’ll draw something that you’re looking at in some way; let’s say, for the sake of argument, there’s a plant in front of your eye.
[ 33 ] Jetzt wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit dieser Pflanze zu. Sehen Sie, wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit dieser Pflanze zuwenden — Sie können das natürlich nur, wenn da ringsumher Tag ist — und die Pflanze wird beschienen von den Sonnenstrahlen, dann ist sie hell, dann bekommen Sie die Lichtwirkung in Ihr Auge hinein. Durch den Sehnerv aber, der da vom Auge nach rückwärts geht, geht das, was Lichtwirkung ist, in Ihr Gehirn hinein. Wenn Sie also eine Pflanze anschauen, so sind Sie durch Ihr Auge auf die Pflanze gerichtet, und von der Pflanze aus geht die Lichtwirkung durch Ihr Auge nachher ins Gehirn hinein.
[ 33 ] Now turn your attention to this plant. You see, when you turn your attention to this plant—which, of course, you can only do when it is daytime—and the plant is bathed in sunlight, it appears bright, and the effect of the light enters your eye. But through the optic nerve, which runs backward from the eye, this light stimulus enters your brain. So when you look at a plant, your gaze is directed at the plant through your eye, and from the plant, the light stimulus then travels through your eye and into your brain.
[ 34 ] Meine Herren, wenn Sie auf diese Weise die Pflanze anschauen, zum Beispiel eine Blume, da sind Sie auf die Blume aufmerksam. Das heißt aber sehr viel: man ist auf eine Blume aufmerksam. Wenn man auf die Blume aufmerksam ist, dann vergißt man eigentlich auch sich selber. Sie wissen ja, man kann so aufmerksam sein, daß man überhaupt ganz sich selber vergißt. In dem Augenblick, wo man das nur ein ganz klein bißchen vergißt, daß man da hinguckt auf die Blume, entsteht gleich irgendwo im Gehirn die Kraft, welche etwas Gehirnsand absondert. Also hingucken heißt, von innen heraus Gehirnsand absondern.
[ 34 ] Gentlemen, when you look at a plant this way—a flower, for example—your attention is focused on the flower. But that means a great deal: one’s attention is focused on a flower. When one’s attention is focused on the flower, one actually forgets oneself. As you know, one can be so attentive that one completely forgets oneself. The moment one forgets—even just a tiny bit—that one is looking at the flower, a force arises somewhere in the brain that secretes a bit of “brain sand.” So looking means secreting “brain sand” from within.
[ 35 ] Dieses Absondern, das müssen Sie sich als einen ganz menschlichen Prozeß vorstellen. Sie werden es schon bemerkt haben, daß man nicht nur schwitzt, wenn man sich sehr anstrengt, sondern auch, wenn man zum Beispiel eine furchtbare Angst vor etwas hat, sondert man nicht gerade Gehirnsand, aber andere Salze, und damit Wasser ab durch seine Haut. Das ist Absonderung. Aber anschauen heißt, fortwährend Gehirnsand absondern. Wenn einer ganz aufmerksam auf etwas hinschaut, dann sondert sich fortwährend Gehirnsand ab. Und da liegt das vor, daß wir diesen Gehirnsand auflösen müssen. Denn würden wir diesen Gehirnsand nicht wieder auflösen, dann würde in uns aus dem Gehirnsand im Gehirn eine winzige kleine Blume entstehen! Die Blume anschauen, das heißt eigentlich, daß sich in uns aus dem Gehirnsand eine ganz kleine, winzige Blume bildet, die dann nur von oben nach unten gerichtet ist, so wie das Bildchen im Auge auch von oben nach unten gerichtet ist. Das ist der Unterschied, meine Herren.
[ 35 ] You must think of this secretion as a thoroughly human process. You’ve probably already noticed that you don’t just sweat when you exert yourself greatly, but also—for example, when you’re terribly afraid of something—you secrete not exactly “brain sand,” but other salts, and with them water, through your skin. That is secretion. But to look at something means to continuously secrete “brain sand.” When someone looks very intently at something, “brain sand” is continuously secreted. And this is where the need arises to dissolve this “brain sand.” For if we did not dissolve this “brain sand” again, a tiny little flower would spring up inside us from the “brain sand” in the brain! Looking at the flower actually means that a very small, tiny flower forms within us from the “brain sand,” which is then directed only from top to bottom, just as the little image in the eye is also directed from top to bottom. That is the difference, gentlemen.
[ 36 ] Es ist so: Wenn wir einen Stuhl anschauen — es braucht nicht einmal eine Blume zu sein —, bildet sich durch das Anschauen da drinnen ein bißchen Gehirnsand, und wenn wir uns jetzt nur diesem Anschauen überlassen würden, würden wir da drinnen in uns ein ganz kleines — viel kleiner, als es im Mikroskop sein kann —, ein winziges Bildchen aus Kieselsand von diesem Stuhl kriegen. Und wenn ich da in einem solchen Raume stehen würde, und ich würde eine gewisse Kraft des Anschauens als Mensch entwickelt haben, würde in mir der ganze Raum umgekehrt, nur mit dem Boden oben, als Bild aus ganz winzig kleinen Kieselsteinen zusammengesetzt sein. Es ist ganz kolossal, wie da in uns fortwährend gebaut wird. Nur sind wir solche Kerle, die das dann nicht entstehen lassen. Ohne daß wir das mit dem Bewußtsein tun, lösen wir die ganze Geschichte wieder auf. In dieser Beziehung sind wir ganz eigentümlich als Menschen eingerichtet. Wir schauen uns die Welt an. Die Welt will fortwährend in uns solche Gestaltungen bilden, welche so sind wie die Welt, nur umgekehrt. Und wenn wir nicht dabei wären, wenn wir gar nicht anschauen würden, so würden sich — namentlich in der Nacht, wenn wir schlafen, wenn wir von innen heraus die Kraft nicht entwickeln würden, aufzulösen — fortwährend durch dasjenige, was im Weltenall ist, solche Gestaltungen bilden. Diese Gestaltungen bilden sich auch hauptsächlich, wenn die Erde nicht von der Sonne, vom Licht beschienen ist, sondern von Kräften, die von viel weiter herkommen, bilden sich diese. Aber diesen Kräften sind wir immer hingegeben. So daß wir also sagen können: Wenn wir schlafen, dann wollen sich in uns fortwährend durch das Weltenall allerlei mineralische, leblose Gestalten bilden, und wenn wir anschauen, dann wollen sich in uns ebenso Gestalten bilden, die nur so sind wie unsere Umgebung. Wenn wir schlafen, bilden wir das Weltenall nach. Im Weltenall ist alles kristallinisch angeordnet. Das, was wir da (in den Kristallen) sehen, ist deshalb so, weil die Kräfte im Weltenall eben so angeordnet sind wie die Kristalle. Die einen gehen so hin, die anderen gehen so hin, so daß die Kristalle aus dem ganzen Weltenall gebildet werden. Das will aber in uns geschehen. Und wenn wir wahrnehmen, wenn wir unsere unmittelbare Umgebung anschauen, will sich das, was in unserer unmittelbaren Umgebung ist, gestalten. Wir müssen fortwährend verhindern, daß das fest wird, müssen fortwährend auflösen.
[ 36 ] Here’s the thing: When we look at a chair—it doesn’t even have to be a flower—a little bit of “brain sand” forms inside us through the act of looking, and if we were to simply let ourselves be carried away by this act of looking, we would end up with a very small—much smaller than anything visible under a microscope—a tiny little image made of silica sand of this chair inside us. And if I were standing in such a room, and I had developed a certain power of observation as a human being, the entire room would be inverted within me—with the floor at the top—and composed of a picture made up of tiny, tiny pebbles. It is truly colossal how things are constantly being constructed within us. But we are the kind of people who don’t let that come to fruition. Without even realizing it, we dissolve the whole thing again. In this respect, we are quite peculiarly constituted as human beings. We look at the world. The world constantly seeks to form within us such structures that are just like the world, only inverted. And if we weren’t there—if we weren’t looking at all—then, especially at night when we sleep, if we didn’t develop the inner strength to dissolve them, such structures would constantly form through what exists in the universe. These forms also arise primarily when the Earth is not illuminated by the Sun or by light, but rather by forces coming from much farther away; it is through these that they form. But we are always subject to these forces. So we can say: When we sleep, all manner of mineral, lifeless forms constantly seek to form within us through the universe, and when we look at things, forms likewise seek to form within us that are just like our surroundings. When we sleep, we recreate the universe. In the universe, everything is arranged in a crystalline pattern. What we see there (in the crystals) is the way it is because the forces in the universe are arranged exactly like the crystals. Some forces move this way, others that way, so that the crystals are formed from the entire universe. But this is what seeks to happen within us. And when we perceive, when we look at our immediate surroundings, what is in our immediate surroundings seeks to take shape. We must constantly prevent this from solidifying; we must constantly dissolve it.
[ 37 ] Nun, meine Herren, da geht ein eigentümlicher Vorgang vor sich. Denken Sie sich, die Blume will da drinnen ein lebloses Kieselbild von sich bilden. Das darf nicht entstehen, sonst würden wir von der Blume nichts wissen, sondern Gicht kriegen im Kopfe. Das muß also erst aufgelöst werden.
[ 37 ] Well, gentlemen, a peculiar process is taking place here. Just imagine: the flower wants to form a lifeless, pebble-like image of itself inside there. That must not be allowed to happen; otherwise, we would know nothing of the flower, but would instead develop a headache. So that must first be dissolved.
[ 38 ] Ich will diesen Vorgang, der da fortwährend vor sich geht, Ihnen noch dadurch anschaulich machen, daß ich folgendes sage. Nehmen Sie an, Sie hätten hier einen Topf mit lauwarmem Wasser und einer verbinde Ihnen die Augen, und nachdem er Ihnen die Augen verbunden hat, bringt er irgendeinen Gegenstand, der in diesem lauwarmen Wasser auflösbar ist. Sie sollen mit Ihrer Hand nur in dieses lauwarme Wasser hineingreifen. Den Gegenstand sehen Sie nicht, weil Sie die Augen verbunden haben. Aber der andere kann Sie jetzt fragen: Sieh einmal, du greifst jetzt mit deiner Hand ins Wasser hinein; fühlst du etwas da drinnen? — Ja, das lauwarme Wasser. — Fühlst du noch etwas anderes darinnen? — Ja, es wird um die Finger herum kalt.
[ 38 ] I want to illustrate this process, which is constantly taking place, by saying the following. Suppose you have a pot of lukewarm water here, and someone blindfolds you; after blindfolding you, they bring an object that is soluble in this lukewarm water. You are to simply reach your hand into this lukewarm water. You cannot see the object because you are blindfolded. But the other person might now ask you: “Look, you’re reaching your hand into the water; do you feel anything in there?” — “Yes, the lukewarm water.” — “Do you feel anything else in there?” — “Yes, it’s getting cold around my fingers.”


[ 39 ] Woher kann das kommen? Der andere hat nämlich einen Gegenstand ins Wasser hineingegeben, der sich auflöst! Und dieses Auflösen bewirkt eben um die Finger herum, daß dieses lauwarme Wasser kälter wird. Er spürt dieses Auflösen um seine Finger herum, und er kann sagen: Da drinnen löst sich etwas auf.
[ 39 ] Where could this be coming from? The other person has put an object into the water that is dissolving! And this dissolving causes the lukewarm water around his fingers to get colder. He feels this dissolving around his fingers, and he can say: Something is dissolving in there.
[ 40 ] Das ist aber fortwährend der Fall, wenn wir hier drinnen den Gegenstand gebildet haben und ihn wieder auflösen müssen. Wir spüren die Auflösung und sagen dann, weil wir die Auflösung spüren: Ja, da draußen ist der Gegenstand, denn der hat uns ein Bild gebildet, und das Bild, das haben wir aufgelöst. Weil wir das aufgelöst haben, wissen wir, wie der Gegenstand ausschaut. Dadurch kommt uns der Gedanke an den Gegenstand, weil wir zuerst das Bild des Gegenstandes auflösen müssen. Dadurch kommt der Gedanke. Wir würden, wenn wir nur das Bild hätten, in Ohnmacht fallen. Wenn wir aber so stark sind, daß wir das Bild auflösen, dann wissen wir davon. Das ist also der Unterschied zwischen In-Ohnmacht-Fallen, wenn wir etwas sehen, oder ein Wissen haben davon.
[ 40 ] But this is always the case when we have formed the object here inside and must dissolve it again. We sense the dissolution and then say—because we sense the dissolution—“Yes, the object is out there, for it has formed an image for us, and we have dissolved that image.” Because we have dissolved it, we know what the object looks like. This is how the thought of the object comes to us, because we must first dissolve the image of the object. That is how the thought arises. If we had only the image, we would faint. But if we are strong enough to dissolve the image, then we know about it. So that is the difference between fainting when we see something and having knowledge of it.
[ 41 ] Betrachten Sie also jemand, der, sagen wir, etwas kränklich ist, und es kommt ein furchtbarer Donner — das kann geschehen. Da wird in ihm von diesem Donner, wenn auch nicht durch das Auge, sondern durch das Ohr Gehirnsand abgelagert, ein Bild gebildet. Er kann das nicht schnell genug auflösen. Er bekommt vielleicht eine Ohnmacht, verliert das Bewußtsein. Wenn er gesund ist, verliert er nicht das Bewußtsein, das heißt, er hat seinen Gehirnsand schnell genug aufgelöst. Also In-Ohnmacht-Fallen heißt, den Gehirnsand nicht schnell genug auflösen. Nicht-in-Ohnmacht-Fallen heißt, den Gehirnsand schnell genug auflösen. Wir müssen immer, indem wir die Dinge um uns herum anschauen, den Gehirnsand schnell genug auflösen.
[ 41 ] So consider someone who is, let’s say, somewhat frail, and then there’s a terrible clap of thunder—that can happen. That thunder causes “brain sand” to be deposited within them—not through the eye, but through the ear—and an image is formed. They cannot dissolve it quickly enough. They may faint or lose consciousness. If they are healthy, they do not lose consciousness—that is, they have dissolved their “brain sand” quickly enough. So, fainting means not dissolving the “brain sand” quickly enough. Not fainting means dissolving the “brain sand” quickly enough. We must always, as we observe the things around us, dissolve the “brain sand” quickly enough.
[ 42 ] Damit kommen wir also zu dem, wie der Mensch zu den Kräften im ganzen Weltenall steht. Ich habe Ihnen das letzte Mal gesagt: Wenn der Mensch so zu den Kräften im Weltenall steht, daß in seinem Gehirn die Gehirnzellen fortwährend sterben wollen, dann sind sie ja total unlebendig, dann muß er sie handhaben. Das ist sein Seelisch-Geistiges, mit dem er sie handhabt. Jetzt finden wir sogar die Kraft, die fortwährend die Gehirnzellen auflöst. Der Gehirnsand macht ja die Zellen fortwährend tot. Daß sich da Gehirnsand hereinmischt, das macht die Zellen fortwährend tot. Und wir müssen dem entgegenarbeiten. Und das, sehen Sie, das ist der Grund, warum wir Menschen sind: Damit wir in einer gewissen Weise dem Gehirnsand entgegenarbeiten können.
[ 42 ] This brings us, then, to the question of how human beings relate to the forces throughout the entire universe. I told you last time: If a human being relates to the forces in the universe in such a way that the brain cells in his brain are constantly on the verge of dying, then they are, of course, completely lifeless, and he must manage them. It is his soul-spiritual nature with which he manages them. Now we even find the force that is constantly dissolving the brain cells. Brain sand, after all, is constantly killing the cells. The fact that brain sand mixes in there is what constantly kills the cells. And we must work against this. And that, you see, is the reason why we are human beings: so that we can, in a certain way, work against the brain sand.
[ 43 ] Beim Tiere ist das nicht in derselben Weise der Fall. Das Tier kann nicht so stark, wie wir Menschen, dem Gehirnsand entgegenarbeiten. Daher hat das Tier nicht einen solchen Kopf, wie wir ihn haben, höchstens die höheren Tiere. Wir haben einen solchen Kopf, der alles, was fortwährend in uns hereinkommt, auflösen kann. Dieses Auflösen dessen, was in uns hereinkommt, das ist es, was beim Menschen bewirkt, daß der Mensch sich so empfinden kann, daß er sagt: Ich. — Das ist die stärkste Auflösung des Gehirnsandes, wenn wir sagen: Ich. — Da durchdringen wir unsere Sprache mit dem Bewußtsein. Also der Gehirnsand löst sich auf, überhaupt der ganze Nervensand. Beim Tier ist das nicht der Fall. Daher bringt es das Tier zum Schreien oder zu so etwas ähnlichem, aber nicht zu der wirklichen Sprache. Daher hat kein Tier die Möglichkeit, sich selbst zu empfinden, Ich zu sich zu sagen wie der Mensch, weil der Mensch in einem viel höheren Maße den Gehirnsand auflöst.
[ 43 ] This is not the case with animals in the same way. Animals cannot counteract the “brain sand” as effectively as we humans can. Therefore, animals do not have a mind like ours—at most, the higher animals do. We have a mind capable of dissolving everything that continually enters us. This dissolution of what enters us is what enables human beings to perceive themselves in such a way that they can say, “I.” — This is the most powerful dissolution of the “brain sand” when we say, “I.” — In doing so, we infuse our language with consciousness. So the “brain sand” dissolves—indeed, the entire “nervous sand.” This is not the case with animals. That is why animals resort to screaming or something similar, but not to true language. That is why no animal has the ability to perceive itself, to say “I” to itself as a human does, because humans dissolve the “brain sand” to a much greater degree.
[ 44 ] So daß wir sagen können: Wir arbeiten in uns nicht nur demjenigen entgegen, was auf der Erde ist, sondern wir wirken auch den Kräften des Weltenalls entgegen. Die Kräfte des Weltenalls, die würden uns innerlich kristallisieren. Wir würden innerlich ein Gebirge werden mit allen solchen Übereinanderschichtungen von Kristallen. Wir arbeiten innerlich dem entgegen. Wir lösen das fortwährend auf. Wir wirken fortwährend mit den auflösenden Kräften den Kräften des Weltenalls entgegen.
[ 44 ] So that we can say: We are not only working within ourselves against what is on Earth, but we are also counteracting the forces of the universe. The forces of the universe would cause us to crystallize internally. We would become, inwardly, a mountain with all these layers of crystals piled one upon another. We work inwardly against this. We are constantly dissolving it. We are constantly counteracting the forces of the universe with dissolving forces.
[ 45 ] Und so lösen wir nicht nur Kieselsäure auf — denn das ist Kieselsäure, was diese Kristalle hier bilden —, wir lösen alles mögliche auf; wir lösen die Bestandteile, die der Zucker hat, auf und so weiter.
[ 45 ] And so we don't just dissolve silicic acid—because that's what these crystals here are made of—we dissolve all sorts of things; we dissolve the components of sugar, and so on.
[ 46 ] Man kann ja förmlich diesen Geschichten nachgehen. Nehmen Sie an, ein Mensch weiß gar nichts eigentlich so richtig davon — denn solche Sachen spielen sich wie ein Instinkt im Menschen ab —, aber er spürt doch etwas Unbestimmtes in sich. Denken Sie sich, der Mensch spürt: Ach, ich komme eigentlich nicht richtig zum Denken, ich kann nicht recht meine Gedanken zusammenhalten.
[ 46 ] One can actually explore these stories in detail. Suppose a person doesn’t really know anything about them—since such things happen within a person almost instinctively—but still senses something vague within themselves. Imagine that a person feels: “Oh, I can’t really think straight; I can’t quite keep my thoughts together.”
[ 47 ] In diese Stimmung kann ja ganz besonders leicht ein Journalist kommen, der jeden Tag einen Artikel schreibt. Ja, meine Herren, jeden Tag einen Artikel schreiben, das heißt furchtbar viel Gehirnsand auflösen furchtbar viel Gehirnsand auflösen! Das ist eine ganz eklige Geschichte, jeden Tag einen Artikel schreiben, denn das heißt, fürchterlich viel Gehirnsand auflösen. Und da fängt man dann an, wenn man den Artikel schreiben soll — wenigstens früher war das so —, an dem hinteren Teil des Federstiels herumzuknabbern. Das ist ja etwas, was man besonders den Journalisten nachgesagt hat, daß sie hinten ihre Federstiele zerbeißen, um noch die Kräfte in sich heraufzuholen. Nicht wahr, wenn man etwas anbeißt, da holt man noch die letzten Kräfte aus dem ganzen Körper herauf, um sie im Kopf zu haben, um noch diesen Gehirnsand zu bezwingen. Viel Gehirnsand muß man auflösen.
[ 47 ] A journalist who writes an article every day can fall into this mindset particularly easily. Yes, gentlemen, writing an article every day—that means churning out an awful lot of mental drivel, an awful lot of mental drivel! It’s a truly dreadful business, writing an article every day, because it means churning out an awful lot of mental drivel. And then, when you have to write the article—at least that’s how it used to be—you start nibbling on the back end of your pen. That’s something people have always said about journalists in particular—that they gnaw on the ends of their pen stems to muster up what little strength they have left. Isn’t it true that when you bite into something, you draw on the last reserves of strength from your entire body to channel them into your head, so you can conquer that mental fog? You have to clear away a lot of mental fog.
[ 48 ] Das alles geht so instinktiv vor sich. Natürlich sagt der Journalist sich nicht: Ich zerbeiße meinen Federstiel, um zu Gedanken zu kommen. — Das kann weitergehen. In diesem Instinkt geht er dann ins Kaffeehaus und trinkt da schwarzen Kaffee. Sie denken sich gar nichts dabei, die Journalisten, weil sie über diese Vorgänge nichts wissen. Aber wenn sie nun schwarzen Kaffee getrunken haben — Donnerwetter, da geht die Geschichte, da können sie wieder schreiben, wenn sie schwarzen Kaffee getrunken haben.
[ 48 ] All of this happens so instinctively. Of course, the journalist doesn’t say to himself: “I’ll chew on my pen to come up with ideas.” — It can go on from there. Driven by this instinct, he then goes to the coffeehouse and drinks black coffee there. Journalists don’t think anything of it because they know nothing about these processes. But once they’ve had their black coffee—wow, that’s when the story flows, and they can write again once they’ve had their black coffee.
[ 49 ] Woher kommt das? Das kommt daher, daß in diesem Falle mit dem schwarzen Kaffee das sogenannte Koffein aufgenommen wird. Das ist ein giftiger Stoff, der sehr viel Stickstoff enthält. Der Stickstoff ist in der Luft. Aber da können wir ihn wieder hereinkriegen. Mit der Atmung kriegen wir immer eine gewisse Menge Sauerstoff und Stickstoff. Derjenige nun, der den Gehirnsand auflösen muß, der braucht gerade zur Auflösung des Gehirnsandes eine Kraft, die ganz besonders im Stickstoff liegt. Aus dem Stickstoff heraus holen wir uns diese Kraft, um uns den Gehirnsand aufzulösen.
[ 49 ] Where does this come from? It comes from the fact that, in this case, the so-called caffeine is ingested along with the black coffee. This is a toxic substance that contains a great deal of nitrogen. Nitrogen is present in the air. But we can take it back in. When we breathe, we always take in a certain amount of oxygen and nitrogen. Now, the one who has to dissolve the “brain sand” needs a force—found specifically in nitrogen—to dissolve it. We draw this force from the nitrogen to dissolve the “brain sand.”
[ 50 ] Deshalb sind wir in der Nacht, wenn wir schlafen, auch mächtiger dem Stickstoff ausgesetzt, als wenn wir wachen, und wir haben ja gesagt: Dadurch, daß wir mehr Sauerstoff einatmen, leben wir sehr viel schneller; wenn wir mehr Stickstoff einatmen, würden wir viel langsamer leben und würden also mehr da sein. Wir könnten mehr auflösen.
[ 50 ] That is why, at night when we sleep, we are exposed to nitrogen to a greater extent than when we are awake, and as we have said: Because we breathe in more oxygen, we live much faster; if we breathed in more nitrogen, we would live much more slowly and would therefore exist for longer. We could dissolve more.
[ 51 ] Der Journalist, der Kaffee trinkt, rechnet nämlich ganz unbewußt auf diesen Stickstoff, den er da in sich kriegt, und durch diesen Stickstoff, den er gerade durch das Koffein kriegt, bekommt er die Möglichkeit, mehr Gehirnsand zu bilden und dann auch mehr auflösen zu können. Dann braucht er nicht mehr am Federstiel zu knabbern, sondern kann mit der Feder schreiben, weil seine Gedanken sich wieder mehr aneinanderschließen.
[ 51 ] The journalist drinking coffee is, in fact, unconsciously relying on this nitrogen he’s taking in, and through this nitrogen—which he’s getting specifically from the caffeine—he gains the ability to form more “brain sand” and then to dissolve more of it as well. Then he no longer needs to nibble on the pen shaft, but can write with the pen because his thoughts are once again flowing more smoothly.
[ 52 ] Also Sie sehen, wie da das menschliche Ich arbeiter. Das menschliche Ich befördert, weil Sie ja in den Magen hineinkriegen eine stickstoffreiche Nahrung, das Koffein, befördert ins Gehirn hinein diesen Stickstoff, und dadurch wird uns die Auflösung des Gehirnsandes erleichtert, und wir kriegen dadurch die Möglichkeit, einen Gedanken mit dem anderen zusammenzubringen.
[ 52 ] So you see how the human ego works. The human ego facilitates this because, when you consume nitrogen-rich food—such as caffeine—it transports that nitrogen into the brain, which in turn makes it easier for us to break down the “brain sand,” and this gives us the ability to connect one thought with another.
[ 53 ] Manche Menschen haben wiederum die Eigentümlichkeit, daß ihnen die Gedanken zu stark zusammenhalten, daß sie nicht loskommen von ihren Gedanken. Die sind so, daß sie veranlagt sind dazu, eigentlich immerfort an ihrem Gehirnsand zu arbeiten. Ja, die tun dann gut, wenn sie den entgegengesetzten Prozeß machen. Während der eine dadurch in seinen Gedanken zusammengehalten wird, daß er irgendeinen zusammenhängenden Gedankengang entwickeln kann, muß der andere sich mit dem Koffein, sich mit dem Kaffee helfen. Wer aber seine Gedanken nicht zu stark zusammenhalten will, sondern sie brillieren, glänzen lassen will, wer, wie man sagt, den Menschen Gedanken an den Kopf schmeißen will, was sehr geistreich ausschaut, der trinkt dann Tee. Das hat den entgegengesetzten Einfluß. Das treibt die Gedanken auseinander. Und da wird eine andere Auflösung des Gehirnsandes unterstützt.
[ 53 ] Some people, on the other hand, have the peculiarity that their thoughts are too tightly intertwined, so that they cannot break free from them. They are predisposed to constantly working on the “sand in their brains.” Yes, it’s good for them to do the opposite. While one person is held captive by his thoughts because he can develop a coherent train of thought, the other must resort to caffeine—to coffee—to help himself. But those who don’t want their thoughts to be held together too tightly—who want to let them sparkle and shine—those who, as they say, want to “throw thoughts at people’s heads,” which looks very witty—they drink tea. That has the opposite effect. It drives the thoughts apart. And this promotes a different kind of dissolution of the “brain sand.”
[ 54 ] So daß tatsächlich diese Geschichte, die da im Menschen vor sich geht, eine außerordentlich interessante, komplizierte ist. Jedes Nahrungsmittel wirkt in verschiedener Weise, und wir müssen immer dem, was da eigentlich entstehen will, das Entgegengesetzte hinzufügen. Wir müssen es wiederum auflösen. Das ist eigentlich jetzt unser höchstes Geistiges, durch das wir fortwährend unseren Menschen eigentlich innerlich auflösen.
[ 54 ] So this process that takes place within the human being is, in fact, an extraordinarily interesting and complex one. Every food acts in different ways, and we must always add the opposite of what is actually trying to arise. We must dissolve it again. This is actually our highest spiritual activity at present, through which we are continually dissolving our human nature from within.
[ 55 ] Und sehen Sie, wenn dann ein Mensch in einer gewissen Weise so ißt, daß er eine Zeitlang zu wenig bekommt von dem, was genügend viel Stickstoff enthält, dann geschieht eben dasjenige, was ihn so leicht zum Schlafen bringt, worüber mich einer der Herren auch gefragt hat.
[ 55 ] And you see, if a person eats in such a way that, for a time, they don’t get enough of what contains sufficient nitrogen, then exactly what makes them fall asleep so easily happens—which is what one of the gentlemen also asked me about.
[ 56 ] Also dies beruht darauf, daß wir mit den Nahrungsmitteln zu wenig Stickstoff kriegen. Und deshalb müssen wir in einem solchen Falle, wenn wir zu stark schläfrig werden, versuchen, stickstoffreichere Nahrung in uns aufzunehmen. Das kann natürlich in der verschiedensten Weise geschehen. Aber es geschieht namentlich dann, wenn wir versuchen, etwa, sagen wir, Käsiges oder Eiweiß, also Eier zu uns zu nehmen. Dann wird der Stickstoff in uns immer wieder aufgebessert. So muß man eben im Menschen arbeiten, daß er in der Lage ist, mit demjenigen, was sein Ich ist, in dieser Sache zu arbeiten.
[ 56 ] So this is due to the fact that we’re not getting enough nitrogen from our food. And that’s why, in such a case—when we become too sleepy—we need to try to consume foods that are richer in nitrogen. Of course, this can be done in a variety of ways. But it happens in particular when we try to eat, for example, cheese or protein—that is, eggs. Then our nitrogen levels are continually replenished. This is how one must work with a person so that they are able to work on this matter with what constitutes their “I.”
[ 57 ] Ich sagte Ihnen heute zum Anfang: Der Acker kann da sein, Kohlköpfe können darauf wachsen; sie wachsen aber nicht, wenn der Mensch nicht da ist, der die Kohlköpfe anbaut. Aber der Acker muß auch richtig zubereitet sein. So muß unser Gehirn die nötigen Stoffe enthalten, damit unser Ich drinnen arbeiten kann. Aber dieses Ich hängt zusammen mit den ganzen weiten Kräften des Weltenalls, die etwas anderes wollen. Diese Kräfte des Weltenalls, die wollen uns immerfort zu ganz harten Steinen machen, und wir müssen uns immer wieder auflösen. Wenn wir uns nicht auflösen könnten, würden wir nicht denken können, würden wir nicht zum Ich-Bewußtsein kommen. In diesem Auflösen besteht dasjenige, was wir unser Ich-Bewußtsein nennen.
[ 57 ] I told you at the beginning today: The field may be there, and cabbages may grow on it; but they will not grow unless there is a person there to cultivate them. But the field must also be properly prepared. In the same way, our brain must contain the necessary substances so that our “I” can function within it. But this “I” is connected to the vast forces of the universe, which have a different purpose. These forces of the universe constantly seek to turn us into hard stones, and we must dissolve ourselves again and again. If we were unable to dissolve ourselves, we would not be able to think, nor would we attain “I”-consciousness. This process of dissolution is what we call our “I”-consciousness.
[ 58 ] Sehen Sie, meine Herren, diese Fragen müssen ja zuallererst vernünftig beantwortet werden, wenn man weitergehen will im Wissenschaftlichen zu einer Weltanschauung, wenn man etwas wissen will vom Menschen in seinem Verhältnis zur Welt. Es ist das Allerwichtigste im Menschen, daß der Mensch etwas begreift, was mit seiner Auflösung zusammenhängt. Wir sehen einen Menschen sterben, das heißt, er löst sich jetzt ganz auf als physischer Mensch. Wenn man nicht weiß, daß in jedem wachen Augenblick eine Auflösung in uns vor sich geht, so können wir niemals begreifen, was die Auflösung bedeutet, die da sich vollzieht, wenn der Mensch sich im Tode auflöst.
[ 58 ] You see, gentlemen, these questions must first and foremost be answered sensibly if we are to proceed scientifically toward a worldview, if we wish to understand humanity in its relationship to the world. The most important thing for a human being is to grasp something that is connected to their own dissolution. We see a person die; that is to say, he is now dissolving completely as a physical being. If we do not know that a process of dissolution is taking place within us in every waking moment, we can never comprehend what the dissolution means that is taking place when a person dissolves in death.
[ 59 ] Also das muß man zunächst wissen, meine Herren, daß wir uns eigentlich dadurch, daß wir in uns den Weltenkräften entgegenarbeiten können, fortwährend auflösen können in uns. Die Auflösung wird nur fortwährend aufgehoben, weil die Ernährung uns die Stoffe wieder liefert, durch die wir auflösen. Wenn aber der Mensch so geworden ist, daß er die Stoffe, die er in sich hat, nicht mehr auflösen kann, dann löst er sich selber auf. Dann wird der Mensch eine Leiche; dann löst er sich selber auf.
[ 59 ] So this is what you must first understand, gentlemen: that by being able to counteract the forces of the world within ourselves, we are actually capable of continually dissolving within ourselves. This dissolution is only continually suspended because nourishment supplies us once again with the substances through which we dissolve. But when a person has reached a state where he can no longer dissolve the substances within himself, then he dissolves himself. Then the person becomes a corpse; then he dissolves himself.
[ 60 ] Wenn wir wieder zusammenkommen, müssen wir fragen: Was ist nun dann der Fall, wenn der Mensch sich selber auflöst? — Heute sind wir wenigstens so weit gekommen, daß wir wissen: Es ist fortwährend ein Auflösungsprozeß da, und wenn wir nicht die Kraft haben — dadurch, daß wir zu wenig Stickstoff in uns haben —, die Sachen aufzulösen, die in uns sich bilden wollen aus dem Weltenall heraus, so wird unser Ich zuerst ohnmächtig, oder aber es wird schläfrig. Schläfrig sein bedeutet eben, wir können nicht genug auflösen, es überwältigt uns die Kraft des Ablagerns. Und so, nicht wahr, steigern sich diese Kräfte,
[ 60 ] When we meet again, we must ask: What, then, happens when a human being dissolves into nothingness? — Today we have at least come this far in our understanding: There is a continuous process of dissolution, and if we lack the strength—because we have too little nitrogen within us—to dissolve the things that seek to form within us from the universe, then our “I” first becomes powerless, or else it becomes drowsy. Being drowsy simply means that we cannot dissolve enough; the force of accumulation overwhelms us. And so, don’t you think, these forces intensify,
[ 61 ] Aber gerade so, wie Sie da sind, wenn Sie einschlafen, denn Sie können wieder aufwachen, so müssen Sie nicht aus dem, was äußerlich im Leibe geschieht, auf das Geistige schließen. Denn geradeso wie an der Maschine nichts geschehen kann, ohne daß der Mensch dabei ist, könnte am Menschen nichts geschehen, ohne daß nicht der Geist dabei ist. Das ist wissenschaftlich, meine Herren, das andere ist unwissenschaftlich. Das ist nicht etwas, was ich Ihnen etwa aufbinden will; das ist etwas, was derjenige sich erobert, der wirklich die Sache wissenschaftlich ganz ernst nehmen kann.
[ 61 ] But just as you are there when you fall asleep—since you can wake up again—you must not infer the spiritual from what happens externally within the body. For just as nothing can happen to a machine without a human being present, nothing could happen to a human being without the spirit being present. That is scientific, gentlemen; the other view is unscientific. This is not something I am trying to impose on you; it is something that anyone who can truly take the matter seriously from a scientific standpoint will come to understand on their own.
[ 62 ] Anfang September werden wir diese Betrachtungen fortsetzen. Sie werden schon sehen, daß die Sache weit hineinführt in das Verständnis des Menschen, auf allen möglichen Umwegen darauf führt, daß Sie den Menschen im Alltag verstehen können. Sie werden noch ganz anders den Menschen verstehen, wenn wir jetzt weiterreden, auf Grund dessen, was wir jetzt schon eine Zeitlang besprochen haben. Der Mensch wird immer wieder hergestellt, er löst sich auf und so weiter. Das wollen wir in der nächsten Zeit weiter betrachten. Dann werden Sie schon sehen, wie eigentlich der Mensch für einen wirklichen Wissenschafter beschaffen ist.
[ 62 ] We will continue these reflections in early September. You will see that this topic delves deeply into our understanding of human beings and, through all sorts of detours, leads to an understanding of people in everyday life. You will come to understand human beings in a completely different way as we continue our discussion, based on what we have already been discussing for some time now. Human beings are constantly being recreated; they dissolve and so on. We will continue to examine this in the coming days. Then you will see what human beings are actually like from the perspective of a true scientist.
