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Man's Life on Earth and
the Essence of Christianity
GA 349

17 February 1923, Dornach

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Erster Vortrag

Erster Vortrag

Fragen werden gestellt in bezug auf Farben und in bezug auf Gestein.

Fragen werden gestellt in bezug auf Farben und in bezug auf Gestein.

[ 1 ] Ich will zuerst die Frage in bezug auf das Gestein behandeln, denn das kann ganz gut im Zusammenhange mit den Dingen behandelt werden, die wir bis jetzt betrachtet haben.

[ 1 ] Ich will zuerst die Frage in bezug auf das Gestein behandeln, denn das kann ganz gut im Zusammenhange mit den Dingen behandelt werden, die wir bis jetzt betrachtet haben.

[ 2 ] Sie wissen ja, wenn man auf der Erde etwas baut, so muß man auf die Gesetze der Schwere, auf die Gesetze des Gewichtes und auf manches andere noch, zum Beispiel auf dasjenige - wir werden gleich darauf zu sprechen kommen -, was man Elastizitätsgesetze nennt, sehr Rücksicht nehmen. Denken Sie sich, man baut einen Turm, sagen wir, einen Turm wie den vom Kölner Dom, oder man baut so etwas wie den Eiffelturm. Da muß man natürlich immer sich klar sein darüber, daß man so bauen muß, daß die Geschichte nicht umfällt. Nun kann man, wenn man genau die Gesetze der Tafel 1* Schwere kennt, so bauen, daß die Geschichte nicht umfällt. Aber die höchsten Türme der Erde, die sind doch nicht anders gebaut, als daß man eine Grundfläche hat, und wenn Sie etwa zehnmal die Grundfläche hier herauftragen, eins zu zehn also, so können Sie die höchsten Türme bekommen. Also eins zu zehn ist das Verhältnis, in dem man höchste Türme bauen kann; sonst würden die Türme bei denjenigen Erschütterungen, die es immerhin gibt durch die Bewegung der Erde, durch den Windstoß und so weiter, umfallen.

[ 2 ] Sie wissen ja, wenn man auf der Erde etwas baut, so muß man auf die Gesetze der Schwere, auf die Gesetze des Gewichtes und auf manches andere noch, zum Beispiel auf dasjenige - wir werden gleich darauf zu sprechen kommen -, was man Elastizitätsgesetze nennt, sehr Rücksicht nehmen. Denken Sie sich, man baut einen Turm, sagen wir, einen Turm wie den vom Kölner Dom, oder man baut so etwas wie den Eiffelturm. Da muß man natürlich immer sich klar sein darüber, daß man so bauen muß, daß die Geschichte nicht umfällt. Nun kann man, wenn man genau die Gesetze der Tafel 1* Schwere kennt, so bauen, daß die Geschichte nicht umfällt. Aber die höchsten Türme der Erde, die sind doch nicht anders gebaut, als daß man eine Grundfläche hat, und wenn Sie etwa zehnmal die Grundfläche hier herauftragen, eins zu zehn also, so können Sie die höchsten Türme bekommen. Also eins zu zehn ist das Verhältnis, in dem man höchste Türme bauen kann; sonst würden die Türme bei denjenigen Erschütterungen, die es immerhin gibt durch die Bewegung der Erde, durch den Windstoß und so weiter, umfallen.

[ 3 ] Aber außerdem muß man Rücksicht darauf nehmen, daß solche Türme in sich etwas elastisch sind. Die Spitze wackelt immer ein bißchen. Es muß das, was man elastische Kraft nennt, berücksichtigt werden. Die Geschichte wackelt immer, aber nicht zu stark; sobald sie zu stark wackelt, würde sie kaputt gehen. Der Eiffelturm wackelt an seinerSpitzeganz bedeutend. Aberesmußimmerdarauf Rücksichtgenommen werden, daß er aus seiner Grundfläche nicht herausfällt.

[ 3 ] Aber außerdem muß man Rücksicht darauf nehmen, daß solche Türme in sich etwas elastisch sind. Die Spitze wackelt immer ein bißchen. Es muß das, was man elastische Kraft nennt, berücksichtigt werden. Die Geschichte wackelt immer, aber nicht zu stark; sobald sie zu stark wackelt, würde sie kaputt gehen. Der Eiffelturm wackelt an seinerSpitzeganz bedeutend. Aberesmußimmerdarauf Rücksichtgenommen werden, daß er aus seiner Grundfläche nicht herausfällt.

[ 4 ] Nun, diese Gesetze, die finden Sie sofort gar nicht beachtet, wenn Sie einen, sagen wir, Weizenhalm anschauen. Ein Weizenhalm hat eine kleine Grundfläche. Er ist in Wirklichkeit ja auch nichts anderes als ein Turm. Und ein solcher Weizenhalm, der hat eine kleine Grundfläche, geht da hoch hinauf, und wenn man da dieses Verhältnis berechnet, so ist es durchaus nicht das, was wir bei mechanischen Bauten immer einhalten müssen, eins zu zehn oder so ähnlich, sondern es ist zum Beispiel eins zu vierhundert, bei manchen Halmen eins zu fünfhundert. Also nach den Gesetzen, die wir als Mechaniker auf der Erde anwenden, muß ein solcher Turm unbedingt umfallen! Denn wenn ihn der Wind schüttelt, so sind seine elastischen Kräfte durchaus nicht so, daß Sie das nach den Gesetzen, die da der Mechaniker einhalten muß, begreifen können. Und wenn Sie dem Eiffelturm da oben noch etwas ganz besonders Schweres aufsetzen wollten, so würden Sie sehen, daß Sie das gar nicht könnten. Aber dieser Turm, der ein Halm ist, der hat oben noch die Ähre aufgesetzt, die im Winde schaukelt. Sie sehen, das widerspricht allen baumeisterlichen Gesetzen.

[ 4 ] Nun, diese Gesetze, die finden Sie sofort gar nicht beachtet, wenn Sie einen, sagen wir, Weizenhalm anschauen. Ein Weizenhalm hat eine kleine Grundfläche. Er ist in Wirklichkeit ja auch nichts anderes als ein Turm. Und ein solcher Weizenhalm, der hat eine kleine Grundfläche, geht da hoch hinauf, und wenn man da dieses Verhältnis berechnet, so ist es durchaus nicht das, was wir bei mechanischen Bauten immer einhalten müssen, eins zu zehn oder so ähnlich, sondern es ist zum Beispiel eins zu vierhundert, bei manchen Halmen eins zu fünfhundert. Also nach den Gesetzen, die wir als Mechaniker auf der Erde anwenden, muß ein solcher Turm unbedingt umfallen! Denn wenn ihn der Wind schüttelt, so sind seine elastischen Kräfte durchaus nicht so, daß Sie das nach den Gesetzen, die da der Mechaniker einhalten muß, begreifen können. Und wenn Sie dem Eiffelturm da oben noch etwas ganz besonders Schweres aufsetzen wollten, so würden Sie sehen, daß Sie das gar nicht könnten. Aber dieser Turm, der ein Halm ist, der hat oben noch die Ähre aufgesetzt, die im Winde schaukelt. Sie sehen, das widerspricht allen baumeisterlichen Gesetzen.

[ 5 ] Nun, wenn man die Stoffe untersucht, aus denen das gemacht ist, bekommen Sie erstens Holz, das heißt dasjenige, was man bei der UntersuchungdannalsStoff herauskriegt, ist ein Holzstoff; dann dasjenige, was man noch herauskriegt, ist das, was Sie ja auch kennen: Bast. Das sehen Sie bei den Bäumen. Und was dann noch drinnen ist, das ist nun ein richtiges Baumaterial, das ist Kiesel, Quarz, richtige Kieselsäure. Aber das ist harter Quarz, wie er sich in den Alpen findet und wie er zum Beispiel im Granit oder im Gneis drinnen ist. Also dieser Quarz, der bildet ein ganzes Gerüste. Und außerdem ist als vierter Stoff noch Wasser drinnen. Also der Mörtel, der da gemacht ist aus Holz, Bast, Wasser und Kiesel, der Mörtel, der macht dies, daß er widerspricht allen irdischen Gesetzen. Ein Grashalm ist also auch ein Turm, ganz aus Stoffen gebaut, kann im Winde geschaukelt werden, bricht nicht durch, richtet sich, wenn der Wind wiederum aufhört oder das Wetter ihm günstig ist, ruhig wieder auf. Das wissen Sie ja. Aber solche Kräfte, mit denen man so etwas von der Erde aus bauen könnte, gibt es nicht auf der Erde. Und wenn Sie fragen: Ja, woher kommen diese Kräfte? - da muß eben wiederum geantwortet werden: Der Eiffelturm ist tot, der Weizenhalm lebt. — Aber das Leben hat er nicht von der Erde, sondern das Leben hat er von der ganzen Weltumgebung. Geradeso wie auf den Eiffelturm die Schwere bloß nach unten zieht, so wächst der Halm nicht etwa so, daß er sich auf das Untere stützt. Wenn wir den Eiffelturm bauen, müssen wir ein Material übers andere legen, und durch das wird in der Tat immer das Untere das Obere stützen. Das ist beim Halm nicht der Fall. Der Halm wird nämlich gezogen nach dem Weltenraum hinaus. Wenn Sie also die Erde sich vorstellen und da die Halme sind, so werden sie alle nach dem Weltenraum hinaus gezogen, weil das alles ausgefüllt ist mit so einem feineren Stoff, den man den Äther nennt und der in der Pflanze lebt. Aber dieses Leben kommt nicht von der Erde, das kommt vom Weltenraum. Also wir können sagen: Das Leben kommt aus dem Weltenraum. Und darauf beruht es auch, daß, was ich Ihnen schon einmal gesagt habe, wenn sich das Ei im Mutterleibe bildet, der Mutterleib nur die Substanz hergibt. Dasjenige, was auf das Ei wirkt, das ist der ganze Weltenraum. Der belebt das Ei. Sehen Sie, so wirkt in alle dem, was lebt, der ganze Weltenraum drinnen.

[ 5 ] Nun, wenn man die Stoffe untersucht, aus denen das gemacht ist, bekommen Sie erstens Holz, das heißt dasjenige, was man bei der UntersuchungdannalsStoff herauskriegt, ist ein Holzstoff; dann dasjenige, was man noch herauskriegt, ist das, was Sie ja auch kennen: Bast. Das sehen Sie bei den Bäumen. Und was dann noch drinnen ist, das ist nun ein richtiges Baumaterial, das ist Kiesel, Quarz, richtige Kieselsäure. Aber das ist harter Quarz, wie er sich in den Alpen findet und wie er zum Beispiel im Granit oder im Gneis drinnen ist. Also dieser Quarz, der bildet ein ganzes Gerüste. Und außerdem ist als vierter Stoff noch Wasser drinnen. Also der Mörtel, der da gemacht ist aus Holz, Bast, Wasser und Kiesel, der Mörtel, der macht dies, daß er widerspricht allen irdischen Gesetzen. Ein Grashalm ist also auch ein Turm, ganz aus Stoffen gebaut, kann im Winde geschaukelt werden, bricht nicht durch, richtet sich, wenn der Wind wiederum aufhört oder das Wetter ihm günstig ist, ruhig wieder auf. Das wissen Sie ja. Aber solche Kräfte, mit denen man so etwas von der Erde aus bauen könnte, gibt es nicht auf der Erde. Und wenn Sie fragen: Ja, woher kommen diese Kräfte? - da muß eben wiederum geantwortet werden: Der Eiffelturm ist tot, der Weizenhalm lebt. — Aber das Leben hat er nicht von der Erde, sondern das Leben hat er von der ganzen Weltumgebung. Geradeso wie auf den Eiffelturm die Schwere bloß nach unten zieht, so wächst der Halm nicht etwa so, daß er sich auf das Untere stützt. Wenn wir den Eiffelturm bauen, müssen wir ein Material übers andere legen, und durch das wird in der Tat immer das Untere das Obere stützen. Das ist beim Halm nicht der Fall. Der Halm wird nämlich gezogen nach dem Weltenraum hinaus. Wenn Sie also die Erde sich vorstellen und da die Halme sind, so werden sie alle nach dem Weltenraum hinaus gezogen, weil das alles ausgefüllt ist mit so einem feineren Stoff, den man den Äther nennt und der in der Pflanze lebt. Aber dieses Leben kommt nicht von der Erde, das kommt vom Weltenraum. Also wir können sagen: Das Leben kommt aus dem Weltenraum. Und darauf beruht es auch, daß, was ich Ihnen schon einmal gesagt habe, wenn sich das Ei im Mutterleibe bildet, der Mutterleib nur die Substanz hergibt. Dasjenige, was auf das Ei wirkt, das ist der ganze Weltenraum. Der belebt das Ei. Sehen Sie, so wirkt in alle dem, was lebt, der ganze Weltenraum drinnen.

[ 6 ] Wenn man die Pflanze ansieht, so wächst sie zunächst unter der Erde. Das wäre die Erde (es wird gezeichnet), da drinnen wächst die Pflanze. Aber diese Erde, die ist ja nicht eine gleichgültige Masse, sondern diese Erde ist eigentlich etwas ganz Wunderbares. In dieser Erde sind allerlei Substanzen. Aber in alten Zeiten waren drei Substanzen ganz besonders wichtig in dieser Erde. Das eine ist eine Substanz, die man Glimmer nennt. Man findet ihn heute in der Pflanze nur wenig; aber trotzdem er so wenig in der Pflanze gefunden wird, ist er außerordentlich wichtig. Sie können sich vielleicht erinnern, wenn Sie schon Glimmerblättchen gesehen haben, der Glimmer ist blättchenförmig, kleine Blättchen, die manchmal wie durchsichtig sind. Und die Erde war einmal von solchen Glimmerblättchen durchzogen. Die gingen in der Richtung (siehe Zeichnung). Als die Erde noch weich war, waren da einfach solche Kräfte. Und dem standen gegenüber andere Kräfte; die gingen jetzt so (siehe Zeichnung), so daß man ein richtiges Gitter Tafel 2 hatte in der Erde. Und diese anderen Kräfte, die sind heute im Quarz, im Kiesel enthalten. Und dazwischen gibt es noch einen anderen Stoff in der Hauptsache, das ist der Ton. Und dieser Ton, der verbindet diese beiden, der füllt gleichsam das Gitter aus. Man nennt ihn Feldspat als Gestein. So daß man einstmals die Erde in der Hauptsache aus diesen drei Gesteinssorten bestehend hatte. Aber es war alles weich, breiig. Da war der Glimmer, der eigentlich sich bemüht hat, die Erde blättchenförmig zu machen, so daß die Erde in horizontaler Richtung blättchenförmig gewesen wäre. Dann war der Kiesel drinnen, der so gestrahlt hat. Und dann war der Feldspat da, der beide miteinander verkittet hat.

[ 6 ] Wenn man die Pflanze ansieht, so wächst sie zunächst unter der Erde. Das wäre die Erde (es wird gezeichnet), da drinnen wächst die Pflanze. Aber diese Erde, die ist ja nicht eine gleichgültige Masse, sondern diese Erde ist eigentlich etwas ganz Wunderbares. In dieser Erde sind allerlei Substanzen. Aber in alten Zeiten waren drei Substanzen ganz besonders wichtig in dieser Erde. Das eine ist eine Substanz, die man Glimmer nennt. Man findet ihn heute in der Pflanze nur wenig; aber trotzdem er so wenig in der Pflanze gefunden wird, ist er außerordentlich wichtig. Sie können sich vielleicht erinnern, wenn Sie schon Glimmerblättchen gesehen haben, der Glimmer ist blättchenförmig, kleine Blättchen, die manchmal wie durchsichtig sind. Und die Erde war einmal von solchen Glimmerblättchen durchzogen. Die gingen in der Richtung (siehe Zeichnung). Als die Erde noch weich war, waren da einfach solche Kräfte. Und dem standen gegenüber andere Kräfte; die gingen jetzt so (siehe Zeichnung), so daß man ein richtiges Gitter Tafel 2 hatte in der Erde. Und diese anderen Kräfte, die sind heute im Quarz, im Kiesel enthalten. Und dazwischen gibt es noch einen anderen Stoff in der Hauptsache, das ist der Ton. Und dieser Ton, der verbindet diese beiden, der füllt gleichsam das Gitter aus. Man nennt ihn Feldspat als Gestein. So daß man einstmals die Erde in der Hauptsache aus diesen drei Gesteinssorten bestehend hatte. Aber es war alles weich, breiig. Da war der Glimmer, der eigentlich sich bemüht hat, die Erde blättchenförmig zu machen, so daß die Erde in horizontaler Richtung blättchenförmig gewesen wäre. Dann war der Kiesel drinnen, der so gestrahlt hat. Und dann war der Feldspat da, der beide miteinander verkittet hat.

[ 7 ] Diese hauptsächlichsten Bestandteile finden wir heute, wenn wir die Tonerde nehmen, die auf dem Felde überall ist. Diese drei Stoffe waren in der Erde einstmals durcheinandergemischt. Heute sind diese drei Stoffe im Gebirge draußen zu finden. Wenn wir ein Stück Granit nehmen, so ist das ganz körnig. Da sind lauter solche Splitter drinnen; diese Splitter sind zersplitterte Glimmerblättchen. Dann sind ganz harte Körner drinnen; das ist der Kiesel. Und dann sind verbindende Körner drinnen; das ist der Feldspat. Diese drei Stoffe sind zermürbt, körnig gemacht, und man findet sie heute im Gebirge draußen. Sie bilden die Grundmassen des härtesten Gebirges. Sie sind also, seitdem die Erde weich war, durch allerlei Kräfte, die in der Erde wirken, zerstoßen, zerstampft worden, sind durcheinandergebracht worden, und sie sind heute zermürbt in den Bergen draußen. Aber Reste dieser alten Stoffe, namentlich Reste der Kräfte dieser alten Stoffe, finden sich noch überall in der Erde. Und aus diesen Resten werden durch den Weltenraum die Pflanzen aufgebaut.

[ 7 ] Diese hauptsächlichsten Bestandteile finden wir heute, wenn wir die Tonerde nehmen, die auf dem Felde überall ist. Diese drei Stoffe waren in der Erde einstmals durcheinandergemischt. Heute sind diese drei Stoffe im Gebirge draußen zu finden. Wenn wir ein Stück Granit nehmen, so ist das ganz körnig. Da sind lauter solche Splitter drinnen; diese Splitter sind zersplitterte Glimmerblättchen. Dann sind ganz harte Körner drinnen; das ist der Kiesel. Und dann sind verbindende Körner drinnen; das ist der Feldspat. Diese drei Stoffe sind zermürbt, körnig gemacht, und man findet sie heute im Gebirge draußen. Sie bilden die Grundmassen des härtesten Gebirges. Sie sind also, seitdem die Erde weich war, durch allerlei Kräfte, die in der Erde wirken, zerstoßen, zerstampft worden, sind durcheinandergebracht worden, und sie sind heute zermürbt in den Bergen draußen. Aber Reste dieser alten Stoffe, namentlich Reste der Kräfte dieser alten Stoffe, finden sich noch überall in der Erde. Und aus diesen Resten werden durch den Weltenraum die Pflanzen aufgebaut.

[ 8 ] Wir können also sagen: Ja, wenn diese Weltenkräfte heute im Gebirge draußen wirken, da können sie nichts mehr machen. Da sind diese Gesteine zermürbt, zerbröckelt, zerkörnt, und sie sind zu hart, als daß sie Pflanzen werden könnten. Aber bei dem, was in der Erde drinnen ist, da kann das noch - dadurch namentlich, daß die Erde immer noch ihre wichtigsten Stoffe, Kräfte abgibt an den Keim - verwendet werden, um die Pflanze aus dem Weltenraum aufzubauen.

[ 8 ] Wir können also sagen: Ja, wenn diese Weltenkräfte heute im Gebirge draußen wirken, da können sie nichts mehr machen. Da sind diese Gesteine zermürbt, zerbröckelt, zerkörnt, und sie sind zu hart, als daß sie Pflanzen werden könnten. Aber bei dem, was in der Erde drinnen ist, da kann das noch - dadurch namentlich, daß die Erde immer noch ihre wichtigsten Stoffe, Kräfte abgibt an den Keim - verwendet werden, um die Pflanze aus dem Weltenraum aufzubauen.

[ 9 ] Sehen Sie, meine Herren, solch eine Betrachtung, bei der man darauf Rücksicht nimmt, wie der ganze Weltenraum zum Lebendigen mitwirkt, solch eine Betrachtung gibt es ja gar nicht in der heutigen Wissenschaft. Neulich ist, wie Sie vielleicht gelesen haben, in Basel ein Vortrag gehalten worden; da hat man auseinandergesetzt, wie eigentlich das Leben auf die Erde gekommen sein soll, und da hat der betreffende Vortragende gesagt: Ja, durch bloße Zusammenmischung oder chemische Verbindungen von Substanzen auf der Erde kann man sich schwer vorstellen, daß das Leben kommt; dann muß es doch aus dem Weltenraum kommen. Aber wie? - Nun, es ist interessant, wie ein heutiger Gelehrter sich vorstellt, daß das Leben aus dem Weltenraume kommen kann. Er sagt sich: Nun ja, wenn es nicht auf der Erde ist, so muß es von anderen Sternen kommen. Nun, der nächste Stern, der vielleicht einmal Stoffe von sich weggeschüttelt hat, die dann zu der Erde hergeflogen wären, ist so weit von der Erde entfernt, daß diese Stoffe, die da abgesplittert werden, vierzigtausend Jahre gebraucht hätten, um auf die Erde herzufliegen. Also müßte man sich vorstellen, so sagten die Leute, die Erde war einmal feurig-flüssig, ein feuriger Körper. Da hat es auf ihr kein Leben geben können, sonst wäre es natürlich verbrannt. Die Erde hat sich aber abgekühlt. Als sie sich abgekühlt hatte, da war sie so, daß sie nun das Leben aufnehmen konnte, wenn es ihr von dem nächsten Stern, von dem man denkt, daß es herkommen könnte, von woher es vierzigtausend Jahre gebraucht hätte, zugeflogen wäre.

[ 9 ] Sehen Sie, meine Herren, solch eine Betrachtung, bei der man darauf Rücksicht nimmt, wie der ganze Weltenraum zum Lebendigen mitwirkt, solch eine Betrachtung gibt es ja gar nicht in der heutigen Wissenschaft. Neulich ist, wie Sie vielleicht gelesen haben, in Basel ein Vortrag gehalten worden; da hat man auseinandergesetzt, wie eigentlich das Leben auf die Erde gekommen sein soll, und da hat der betreffende Vortragende gesagt: Ja, durch bloße Zusammenmischung oder chemische Verbindungen von Substanzen auf der Erde kann man sich schwer vorstellen, daß das Leben kommt; dann muß es doch aus dem Weltenraum kommen. Aber wie? - Nun, es ist interessant, wie ein heutiger Gelehrter sich vorstellt, daß das Leben aus dem Weltenraume kommen kann. Er sagt sich: Nun ja, wenn es nicht auf der Erde ist, so muß es von anderen Sternen kommen. Nun, der nächste Stern, der vielleicht einmal Stoffe von sich weggeschüttelt hat, die dann zu der Erde hergeflogen wären, ist so weit von der Erde entfernt, daß diese Stoffe, die da abgesplittert werden, vierzigtausend Jahre gebraucht hätten, um auf die Erde herzufliegen. Also müßte man sich vorstellen, so sagten die Leute, die Erde war einmal feurig-flüssig, ein feuriger Körper. Da hat es auf ihr kein Leben geben können, sonst wäre es natürlich verbrannt. Die Erde hat sich aber abgekühlt. Als sie sich abgekühlt hatte, da war sie so, daß sie nun das Leben aufnehmen konnte, wenn es ihr von dem nächsten Stern, von dem man denkt, daß es herkommen könnte, von woher es vierzigtausend Jahre gebraucht hätte, zugeflogen wäre.

[ 10 ] Nun kann man sich nicht vorstellen, meinte der Betreffende, daß ein Lebenskeim, ein kleiner Lebenskeim vierzigtausend Jahre den Weltenraum durchwanderte, der noch dazu eine Kälte, nicht eine Wärme, sondern eine Kälte von minus 273 Grad Celsius hat. Dann würde das auf der Erde ankommen, und wenn es ankommt auf der Erde, dann würde auf der Erde das Leben entstehen. Vorher hätten noch so viele Keime zufliegen können, da wären sie verbrannt. Und als die Erde genügend abgekühlt war, so wären sie gediehen. Aber das könnte ja eben nicht sein, sagte der Betreffende. Also weiß man nicht, woher das Leben kommt.

[ 10 ] Nun kann man sich nicht vorstellen, meinte der Betreffende, daß ein Lebenskeim, ein kleiner Lebenskeim vierzigtausend Jahre den Weltenraum durchwanderte, der noch dazu eine Kälte, nicht eine Wärme, sondern eine Kälte von minus 273 Grad Celsius hat. Dann würde das auf der Erde ankommen, und wenn es ankommt auf der Erde, dann würde auf der Erde das Leben entstehen. Vorher hätten noch so viele Keime zufliegen können, da wären sie verbrannt. Und als die Erde genügend abgekühlt war, so wären sie gediehen. Aber das könnte ja eben nicht sein, sagte der Betreffende. Also weiß man nicht, woher das Leben kommt.

[ 11 ] Aber man sieht es ja, daß es aus dem Weltenraume kommt. Man sieht wirlich, daß in demjenigen, was lebt, nicht nur die Kräfte der Erde wirken. Denn die Kräfte der Erde verwenden wir ja für den Eiffelturm zum Beispiel. Und in einem solchen Turm hier (im Weizenhalm) wirken eben nicht bloß die Kräfte der Erde, sondern die Kräfte des ganzen Weltenraumes. Und als die Erde noch weich war, als in ihr also Glimmer, Feldspat und Kiesel flüssig durcheinander schwammen, da war die ganze Erde unter dem Einflusse des Weltenraumes, und da war sie eine riesige Pflanze. Wenn Sie daher heute hinausgehen in die Gebirge und dort den Granit finden oder den Gneis, der sich nur dadurch vom Granit unterscheidet, daß sein Glimmer zahlreicher ist, mehr hervortritt, wenn Sie also heute hinausgehen in die Berge und den Granit oder den Gneis anschauen, so sind das die Reste von diesen alten Pflanzenbildungen. Die ganze Erde war eine Pflanze. Und geradeso wie, wenn heute die Pflanze zugrunde geht, sie mineralische Bestandteile der Erde übergibt, so übergab der ganze Erdenkörper seine mineralischen Bestandteile, als er noch Pflanze war, später der Erde. Und da haben Sie heute die Gebirge. So daß man sagen kann: Die härtesten Gebirge, die entstanden sind, diese härtesten Gebirge, die sind aus dem Pflanzenwesen entstanden, und die ganze Erde war eine Art Pflanze.

[ 11 ] Aber man sieht es ja, daß es aus dem Weltenraume kommt. Man sieht wirlich, daß in demjenigen, was lebt, nicht nur die Kräfte der Erde wirken. Denn die Kräfte der Erde verwenden wir ja für den Eiffelturm zum Beispiel. Und in einem solchen Turm hier (im Weizenhalm) wirken eben nicht bloß die Kräfte der Erde, sondern die Kräfte des ganzen Weltenraumes. Und als die Erde noch weich war, als in ihr also Glimmer, Feldspat und Kiesel flüssig durcheinander schwammen, da war die ganze Erde unter dem Einflusse des Weltenraumes, und da war sie eine riesige Pflanze. Wenn Sie daher heute hinausgehen in die Gebirge und dort den Granit finden oder den Gneis, der sich nur dadurch vom Granit unterscheidet, daß sein Glimmer zahlreicher ist, mehr hervortritt, wenn Sie also heute hinausgehen in die Berge und den Granit oder den Gneis anschauen, so sind das die Reste von diesen alten Pflanzenbildungen. Die ganze Erde war eine Pflanze. Und geradeso wie, wenn heute die Pflanze zugrunde geht, sie mineralische Bestandteile der Erde übergibt, so übergab der ganze Erdenkörper seine mineralischen Bestandteile, als er noch Pflanze war, später der Erde. Und da haben Sie heute die Gebirge. So daß man sagen kann: Die härtesten Gebirge, die entstanden sind, diese härtesten Gebirge, die sind aus dem Pflanzenwesen entstanden, und die ganze Erde war eine Art Pflanze.

[ 12 ] Ich habe Ihnen ja gesagt, wie es ausgeschaut hat auf der Erde, als dieses Gestein eben schon aufhörte, Pflanze zu sein, aber noch alles weich war. Da lebten nicht unsere heutigen Tiere und Menschen, sondern das Megatherium und alle diese Tiere, von denen ich Ihnen erzählt habe, Aber bevor das alles geschehen war, war die Erde eine Riesenpflanze im Weltenraum. Und wenn man heute eine Pflanze so anschaut, daß man sie vergrößert, so findet man heute noch: Das, was in ihr ist, schaut ganz ähnlich aus wie die Gebirgsbildungen draußen, weil eben das Leben, das aus dem Weltenraum kommt, nur noch auf die ganze Pflanze wirkt; die kleinen Teile sind schon Gesteinsmasse. — Also die Erde hat einmal gelebt, und dasjenige, was wir heute in den härtesten Gebirgsgesteinen finden, ist der Rest von dem, wie die Erde einmal gelebt hat.

[ 12 ] Ich habe Ihnen ja gesagt, wie es ausgeschaut hat auf der Erde, als dieses Gestein eben schon aufhörte, Pflanze zu sein, aber noch alles weich war. Da lebten nicht unsere heutigen Tiere und Menschen, sondern das Megatherium und alle diese Tiere, von denen ich Ihnen erzählt habe, Aber bevor das alles geschehen war, war die Erde eine Riesenpflanze im Weltenraum. Und wenn man heute eine Pflanze so anschaut, daß man sie vergrößert, so findet man heute noch: Das, was in ihr ist, schaut ganz ähnlich aus wie die Gebirgsbildungen draußen, weil eben das Leben, das aus dem Weltenraum kommt, nur noch auf die ganze Pflanze wirkt; die kleinen Teile sind schon Gesteinsmasse. — Also die Erde hat einmal gelebt, und dasjenige, was wir heute in den härtesten Gebirgsgesteinen finden, ist der Rest von dem, wie die Erde einmal gelebt hat.

[ 13 ] Aber noch auf eine andere Weise entsteht das harte Material, das Gesteinsmaterial der Erde. Wenn Sie in den Ozean hinauskommen, so finden Sie im Ozean Inselbildungen. Das ist also das Meer (es wird gezeichnet). Eine bestimmte Strecke unter dem Meere leben kleine Tierchen, die richtig in Kolonien leben: die Korallen. Diese Korallentiere haben die Eigentümlichkeit, daß sie fortwährend Kalk absondern. Der Kalk, der bleibt dann da liegen, so daß die Insel bedeckt wird von solchem abgelagertem Kalk, der von den Korallen kommt. Und manchmal senkt sich dann hier der Boden ein, geht hinunter, so daß sogar ein See entsteht. Dann ist so ein Ring da von Kalk, den die Korallen zurückgelassen haben. Überhaupt senkt sich gerade in denjenigen Gegenden, wo die Korallen ihren Kalk absondern, die Erde fortwährend, so daß der Kalk der Korallentiere, die nur im Meer selbst leben können, immer tiefer und tiefer geht. So daß man sagen kann: Man findet heute noch im Meere Kalkablagerungen, die von Tieren herrühren, nämlich von Korallentieren. Ehemals war das so, daß da, wo der Jurakalk ist, Tiere waren. Die haben den Kalk abgelagert.

[ 13 ] Aber noch auf eine andere Weise entsteht das harte Material, das Gesteinsmaterial der Erde. Wenn Sie in den Ozean hinauskommen, so finden Sie im Ozean Inselbildungen. Das ist also das Meer (es wird gezeichnet). Eine bestimmte Strecke unter dem Meere leben kleine Tierchen, die richtig in Kolonien leben: die Korallen. Diese Korallentiere haben die Eigentümlichkeit, daß sie fortwährend Kalk absondern. Der Kalk, der bleibt dann da liegen, so daß die Insel bedeckt wird von solchem abgelagertem Kalk, der von den Korallen kommt. Und manchmal senkt sich dann hier der Boden ein, geht hinunter, so daß sogar ein See entsteht. Dann ist so ein Ring da von Kalk, den die Korallen zurückgelassen haben. Überhaupt senkt sich gerade in denjenigen Gegenden, wo die Korallen ihren Kalk absondern, die Erde fortwährend, so daß der Kalk der Korallentiere, die nur im Meer selbst leben können, immer tiefer und tiefer geht. So daß man sagen kann: Man findet heute noch im Meere Kalkablagerungen, die von Tieren herrühren, nämlich von Korallentieren. Ehemals war das so, daß da, wo der Jurakalk ist, Tiere waren. Die haben den Kalk abgelagert.

[ 14 ] Gehen Sie in das Mittelalpengebiet, wo die harten Steine sind, so haben Sie dort, was die Pflanzen abgelagert haben. Gehen Sie hier in den Jura, so haben Sie das, was von den Tieren abgelagert ist. Die ganze Erde hat ja einmal gelebt. Ursprünglich war sie eine Pflanze, dann ein Tier. Was wir heute als Gesteinsmaterial haben, sind die Reste des Lebens.

[ 14 ] Gehen Sie in das Mittelalpengebiet, wo die harten Steine sind, so haben Sie dort, was die Pflanzen abgelagert haben. Gehen Sie hier in den Jura, so haben Sie das, was von den Tieren abgelagert ist. Die ganze Erde hat ja einmal gelebt. Ursprünglich war sie eine Pflanze, dann ein Tier. Was wir heute als Gesteinsmaterial haben, sind die Reste des Lebens.

[ 15 ] Es ist einfach ein Unsinn, daß sich durch chemische Verbindungen aus toten Stoffen Leben aufbaut. Das Leben kommt aus dem Weltenraum, den der Äther ausfüllt. Es ist ein Unsinn, daß die toten Stoffe sich zusammenmischen und leben könnten, was man «Urzeugung» nennt. Nein, gerade die toten Stoffe rühren her von Lebendigem, sind abgesondert vom Lebendigen. Wie unsere Knochen ausgesondert sind — im Mutterleibe haben wir sie zuerst noch nicht -, so ist alles, wie der Knochenbau und so weiter, aus dem Lebendigen heraus gebildet. Das Lebendige ist zuerst, und nachher kommt erst das Tote. Es ist so, daß der Äther uns umgibt, und der Äther zieht ebenso alles hinauf, wie die Erdenschwere alles hinunterzieht. Aber er zieht hinauf, indem er nicht, wie die Schwere, tot macht. Je mehr Sie die Schwere einatmen, desto mehr werden Sie gichtisch oder diabetisch oder so etwas; um so mehr werden wir tot. Und je mehr sich die Kräfte, die nach aufwärts gehen, in uns geltend machen, um so lebendiger werden wir.

[ 15 ] Es ist einfach ein Unsinn, daß sich durch chemische Verbindungen aus toten Stoffen Leben aufbaut. Das Leben kommt aus dem Weltenraum, den der Äther ausfüllt. Es ist ein Unsinn, daß die toten Stoffe sich zusammenmischen und leben könnten, was man «Urzeugung» nennt. Nein, gerade die toten Stoffe rühren her von Lebendigem, sind abgesondert vom Lebendigen. Wie unsere Knochen ausgesondert sind — im Mutterleibe haben wir sie zuerst noch nicht -, so ist alles, wie der Knochenbau und so weiter, aus dem Lebendigen heraus gebildet. Das Lebendige ist zuerst, und nachher kommt erst das Tote. Es ist so, daß der Äther uns umgibt, und der Äther zieht ebenso alles hinauf, wie die Erdenschwere alles hinunterzieht. Aber er zieht hinauf, indem er nicht, wie die Schwere, tot macht. Je mehr Sie die Schwere einatmen, desto mehr werden Sie gichtisch oder diabetisch oder so etwas; um so mehr werden wir tot. Und je mehr sich die Kräfte, die nach aufwärts gehen, in uns geltend machen, um so lebendiger werden wir.

[ 16 ] Sehen Sie, jetzt komme ich zu einem Teil der Frage, die Herr Burle gestellt hat. Denken Sie also, ich habe einen Menschen vor mir, der irgendwie krank ist, und ich kann mir sagen: Bei dem fehlt es daran, daß er zu wenig Kräfte hat, die in den Weltenraum hinaus wirken. Er hat zu viel Schwerekräfte. Es lagert sich alles mögliche ab in ihm. Jetzt erinnere ich mich: Donnerwetter, sage ich mir, der Kiesel, der war ja einmal dasjenige, was in den Weltenraum Kräfte hat hinausstrahlen lassen. Wenn ich mir den Kiesel so zubereite, daß in ihm die alten Kräfte wieder lebendig werden, wenn ich also aus Kiesel eine Arznei mache, das mit anderen Substanzen vermische, wodurch der Kiesel seine alte Ätherkraft wieder bekommt: gebe ich die ein, dann kann ich mit ihm heilen. Und mit diesem Kieselmedikament kann man großen Erfolg haben. Da kann man also in der Medizin wiederum diese Kräfte verwenden, die einstmals im Lebendigen beim Kiesel vorhanden waren, wie überhaupt die Medizin zu großen Resultaten kommen kann, wenn man nachdenkt darüber, wie es mit der Erde war, als sie noch ganz lebendig war, als der Kiesel noch vom Weltenraum beeinflußt war. Wenn also im Menschen zu wenig lebt und er eine Verbindung braucht mit dem Weltenraum, so gibt man ihm solche Stoffe ein, die draußen verhärtet liegen und die man sehr gut als Arzneimittel verwenden kann.

[ 16 ] Sehen Sie, jetzt komme ich zu einem Teil der Frage, die Herr Burle gestellt hat. Denken Sie also, ich habe einen Menschen vor mir, der irgendwie krank ist, und ich kann mir sagen: Bei dem fehlt es daran, daß er zu wenig Kräfte hat, die in den Weltenraum hinaus wirken. Er hat zu viel Schwerekräfte. Es lagert sich alles mögliche ab in ihm. Jetzt erinnere ich mich: Donnerwetter, sage ich mir, der Kiesel, der war ja einmal dasjenige, was in den Weltenraum Kräfte hat hinausstrahlen lassen. Wenn ich mir den Kiesel so zubereite, daß in ihm die alten Kräfte wieder lebendig werden, wenn ich also aus Kiesel eine Arznei mache, das mit anderen Substanzen vermische, wodurch der Kiesel seine alte Ätherkraft wieder bekommt: gebe ich die ein, dann kann ich mit ihm heilen. Und mit diesem Kieselmedikament kann man großen Erfolg haben. Da kann man also in der Medizin wiederum diese Kräfte verwenden, die einstmals im Lebendigen beim Kiesel vorhanden waren, wie überhaupt die Medizin zu großen Resultaten kommen kann, wenn man nachdenkt darüber, wie es mit der Erde war, als sie noch ganz lebendig war, als der Kiesel noch vom Weltenraum beeinflußt war. Wenn also im Menschen zu wenig lebt und er eine Verbindung braucht mit dem Weltenraum, so gibt man ihm solche Stoffe ein, die draußen verhärtet liegen und die man sehr gut als Arzneimittel verwenden kann.

[ 17 ] Der Kopf geht am meisten in den Weltenraum hinaus, daher kann man ihn am leichtesten mit Kiesel heilen; der Bauch geht am meisten zur Erde hin, deshalb kann man ihn am leichtesten mit Glimmer heilen. Und das, was mehr in der Mitte liegt, Lunge und so weiter, das heilt man sehr gut gerade mit Feldspat, wenn man ihn in der entsprechenden Weise zubereitet.

[ 17 ] Der Kopf geht am meisten in den Weltenraum hinaus, daher kann man ihn am leichtesten mit Kiesel heilen; der Bauch geht am meisten zur Erde hin, deshalb kann man ihn am leichtesten mit Glimmer heilen. Und das, was mehr in der Mitte liegt, Lunge und so weiter, das heilt man sehr gut gerade mit Feldspat, wenn man ihn in der entsprechenden Weise zubereitet.

[ 18 ] Nun, so sehen Sie: Wenn man die Natur versteht, versteht man tatsächlich auch dasjenige, was Heilkräfte in der menschlichen Natur sind. Aber man muß eben einen Sinn dafür haben, daß der Weltenraum an unserer Erde mitarbeiter.

[ 18 ] Nun, so sehen Sie: Wenn man die Natur versteht, versteht man tatsächlich auch dasjenige, was Heilkräfte in der menschlichen Natur sind. Aber man muß eben einen Sinn dafür haben, daß der Weltenraum an unserer Erde mitarbeiter.

[ 19 ] Sehen Sie, man kann immer bestimmte Sachen nur an bestimmten Stellen erklären. Da kann ich Ihnen von einer anderen Seite, als wir es vor einiger Zeit schon getan haben, weil wir da noch nicht so weit waren, den Vogelflug erklären. Ja, über den Vogelzug im Herbst und im Frühling denkt unsere heutige Wissenschaft sehr abstrakt. Die Vögel verlassen im Frühling ihre wärmeren Aufenthalte, und im Herbst, wenn es kälter wird, die mehr nördlichen Gegenden. Aber es gibt auch Vögel, die fliegen über den Ozean. Und es ist sehr eigentümlich, diese Vögel fliegen sehr schnell und rasten nicht dazwischen. Man kann das nachweisen, weil es gar keine Inseln gibt auf den Wegen, die solche Vögel manchmal nehmen. Die Menschen kommen nicht darauf, nach was sich diese Vögel richten. Einige haben gesagt: Nun ja, das ist eine vererbte Eigenschaft; das haben die Jungen immer von den Alten geerbt, und die alten Vögel unterrichten dann die Jungen, und dann geht es ganz gut, daß die Jungen das auch können. Also wenn der Herbst kommt, so richten die alten Schwalben eine Schule ein, die Jungen werden unterrichtet, die Alten fliegen voraus, die Jungen hintennach und machen das nach. So hat man sich das vorgestellt. Aber nicht alle Zugvögel machen das. Das ist ganz eigentümlich. Es ist bei den Zugvögeln oftmals der Fall, zum Beispiel in Afrika, wenn bei uns der Frühling kommt, daß die alten Zugvögel zuerst wegfliegen und zu uns zurückkehren. Die Jungen können es dort länger aushalten, weil die noch stark sind. Die Alten machen sich früher aus dem Staub und lassen die Jungen zurück, unterrichten sie gar nicht, machen auch keine Führung; die Jungen müssen ganz allein ihren Weg finden.

[ 19 ] Sehen Sie, man kann immer bestimmte Sachen nur an bestimmten Stellen erklären. Da kann ich Ihnen von einer anderen Seite, als wir es vor einiger Zeit schon getan haben, weil wir da noch nicht so weit waren, den Vogelflug erklären. Ja, über den Vogelzug im Herbst und im Frühling denkt unsere heutige Wissenschaft sehr abstrakt. Die Vögel verlassen im Frühling ihre wärmeren Aufenthalte, und im Herbst, wenn es kälter wird, die mehr nördlichen Gegenden. Aber es gibt auch Vögel, die fliegen über den Ozean. Und es ist sehr eigentümlich, diese Vögel fliegen sehr schnell und rasten nicht dazwischen. Man kann das nachweisen, weil es gar keine Inseln gibt auf den Wegen, die solche Vögel manchmal nehmen. Die Menschen kommen nicht darauf, nach was sich diese Vögel richten. Einige haben gesagt: Nun ja, das ist eine vererbte Eigenschaft; das haben die Jungen immer von den Alten geerbt, und die alten Vögel unterrichten dann die Jungen, und dann geht es ganz gut, daß die Jungen das auch können. Also wenn der Herbst kommt, so richten die alten Schwalben eine Schule ein, die Jungen werden unterrichtet, die Alten fliegen voraus, die Jungen hintennach und machen das nach. So hat man sich das vorgestellt. Aber nicht alle Zugvögel machen das. Das ist ganz eigentümlich. Es ist bei den Zugvögeln oftmals der Fall, zum Beispiel in Afrika, wenn bei uns der Frühling kommt, daß die alten Zugvögel zuerst wegfliegen und zu uns zurückkehren. Die Jungen können es dort länger aushalten, weil die noch stark sind. Die Alten machen sich früher aus dem Staub und lassen die Jungen zurück, unterrichten sie gar nicht, machen auch keine Führung; die Jungen müssen ganz allein ihren Weg finden.

[ 20 ] Einige sagten: Nun ja, die Vögel sehen ja sehr weit. - Die müßten also sehen, wie es drüben in Afrika zugeht, müßten sogar durch die Erde durchsehen! Mit diesen Dingen kommt man nicht sehr weit. Aber ich will Ihnen ein Beispiel sagen, aus dem Sie sehen können, wie die Geschichte eigentlich liegt. Man kann nämlich noch bei etwas anderem verwundert sein, wie die Sache vorwärts kommt: nämlich bei einem Schiff. Wonach richtet sich denn ein Schiff, wenn es von Europa nach Amerika fahren soll? Es richtet sich nach dem Kompaß, Als man noch keinen Kompaß hatte, ging es den Schiffen ohnedies schlecht; sie mußten sich nach den Sternen richten. Also sie richten sich nach dem Kompaß, das heißt nach den Kräften, die unsichtbar sind, die im Äther vorhanden sind. Das sind auch die Kräfte, nach denen sich die Vögel richten. Nur wir Menschen haben keinen Sinn mehr für diese Kräfte, die unsichtbar sind. Die Vögel haben aber einen Sinn dafür; die haben einen inneren Kompaß. Was wir erst mühevoll lernen, indem wir die Ätherkräfte anschauen mit dem Kompaß, mit der Magnetnadel, das hat so ein Vogel in sich. Er fliegt dem Äther nach, demjenigen, was im Weltenraum wirkt.

[ 20 ] Einige sagten: Nun ja, die Vögel sehen ja sehr weit. - Die müßten also sehen, wie es drüben in Afrika zugeht, müßten sogar durch die Erde durchsehen! Mit diesen Dingen kommt man nicht sehr weit. Aber ich will Ihnen ein Beispiel sagen, aus dem Sie sehen können, wie die Geschichte eigentlich liegt. Man kann nämlich noch bei etwas anderem verwundert sein, wie die Sache vorwärts kommt: nämlich bei einem Schiff. Wonach richtet sich denn ein Schiff, wenn es von Europa nach Amerika fahren soll? Es richtet sich nach dem Kompaß, Als man noch keinen Kompaß hatte, ging es den Schiffen ohnedies schlecht; sie mußten sich nach den Sternen richten. Also sie richten sich nach dem Kompaß, das heißt nach den Kräften, die unsichtbar sind, die im Äther vorhanden sind. Das sind auch die Kräfte, nach denen sich die Vögel richten. Nur wir Menschen haben keinen Sinn mehr für diese Kräfte, die unsichtbar sind. Die Vögel haben aber einen Sinn dafür; die haben einen inneren Kompaß. Was wir erst mühevoll lernen, indem wir die Ätherkräfte anschauen mit dem Kompaß, mit der Magnetnadel, das hat so ein Vogel in sich. Er fliegt dem Äther nach, demjenigen, was im Weltenraum wirkt.

[ 21 ] Und so können wir sagen: Die Erde ist überall umgeben von Äther. Der Äther enthält die Lebenskräfte. Die kommen aus dem Weltenraum, nehmen die Stoffe der Erde und bereiten aus ihnen das Lebendige.

[ 21 ] Und so können wir sagen: Die Erde ist überall umgeben von Äther. Der Äther enthält die Lebenskräfte. Die kommen aus dem Weltenraum, nehmen die Stoffe der Erde und bereiten aus ihnen das Lebendige.

[ 22 ] Aber ein bißchen bleibt nämlich noch immer drinnen als Rest vom Leben. Wenn Sie zum Beispiel Korallenkalk nehmen, da ist in der ersten Zeit immer noch etwas darinnen, das ein bißchen ans Leben erinnert, etwas, das abgezweigt ist vom Lebendigen. Daher können Sie da noch allerlei herausfinden, was, dem Leben zugefügt, ein gutes Heilmittel werden kann. Und wenn Sie, wie gesagt, den Kiesel nehmen, der schon riesig hart geworden ist, und ihn zusetzen dem menschlichen Leben, dann können Sie namentlich Kopfkrankheiten gut heilen.

[ 22 ] Aber ein bißchen bleibt nämlich noch immer drinnen als Rest vom Leben. Wenn Sie zum Beispiel Korallenkalk nehmen, da ist in der ersten Zeit immer noch etwas darinnen, das ein bißchen ans Leben erinnert, etwas, das abgezweigt ist vom Lebendigen. Daher können Sie da noch allerlei herausfinden, was, dem Leben zugefügt, ein gutes Heilmittel werden kann. Und wenn Sie, wie gesagt, den Kiesel nehmen, der schon riesig hart geworden ist, und ihn zusetzen dem menschlichen Leben, dann können Sie namentlich Kopfkrankheiten gut heilen.

[ 23 ] Also das Lebendige ist da schon noch drinnen. Das Ganze hat einmal gelebt. Wir können nicht sagen, daß die Gesteine heute noch leben, aber sie haben einmal gelebt. Sie waren einmal Bestandteile des Lebens. Und es ist in ihnen noch ein Rest geblieben, den wir durch allerlei Mittel herausbringen können, und durch den sie als Heilmittel gut dienen.

[ 23 ] Also das Lebendige ist da schon noch drinnen. Das Ganze hat einmal gelebt. Wir können nicht sagen, daß die Gesteine heute noch leben, aber sie haben einmal gelebt. Sie waren einmal Bestandteile des Lebens. Und es ist in ihnen noch ein Rest geblieben, den wir durch allerlei Mittel herausbringen können, und durch den sie als Heilmittel gut dienen.

[ 24 ] So beantwortet sich diese Frage, ob in den Steinen auch Leben sei. Wenn heute einer nur mit den Kräften, die auf der Erde wirken, nachrechnet, dann kommt er darauf, sich zu sagen: Vor Millionen von Jahren hat es auf der Erde anders ausgesehen. Ja, er berücksichtigt dabei den Himmelsraum nicht. Ich habe Ihnen schon neulich gesagt: Berücksichtigt man das, was aus dem Himmelsraum kommt, so kommt man gar nicht zu so großen Jahreszahlen, sondern da kommt man dazu, daß hier in unseren Gegenden noch alles vereist war, mit Eis bedeckt war, als in Asien drüben schon eine ganz große Zivilisation war, viel Weisheit unter den Menschen gelebt hat. Aber man kommt überhaupt dazu, einzusehen, daß in einer gewissen Weise unser irdisches Leben von dem Leben draußen im Weltenraum abhängt. Und man kann sagen: Schon wenn man sechs- bis sieben- bis achttausend Jahre zurückgeht, so ist die Erde mit ihrem Gestein ganz anders gewesen als heute, äußerlich nicht so viel, aber in ihrem Innern. Und dann kommt man weiter und weiter zurück, zum weichen Zustande der Erde.

[ 24 ] So beantwortet sich diese Frage, ob in den Steinen auch Leben sei. Wenn heute einer nur mit den Kräften, die auf der Erde wirken, nachrechnet, dann kommt er darauf, sich zu sagen: Vor Millionen von Jahren hat es auf der Erde anders ausgesehen. Ja, er berücksichtigt dabei den Himmelsraum nicht. Ich habe Ihnen schon neulich gesagt: Berücksichtigt man das, was aus dem Himmelsraum kommt, so kommt man gar nicht zu so großen Jahreszahlen, sondern da kommt man dazu, daß hier in unseren Gegenden noch alles vereist war, mit Eis bedeckt war, als in Asien drüben schon eine ganz große Zivilisation war, viel Weisheit unter den Menschen gelebt hat. Aber man kommt überhaupt dazu, einzusehen, daß in einer gewissen Weise unser irdisches Leben von dem Leben draußen im Weltenraum abhängt. Und man kann sagen: Schon wenn man sechs- bis sieben- bis achttausend Jahre zurückgeht, so ist die Erde mit ihrem Gestein ganz anders gewesen als heute, äußerlich nicht so viel, aber in ihrem Innern. Und dann kommt man weiter und weiter zurück, zum weichen Zustande der Erde.

[ 25 ] Wenn wir uns nach dem Weltenraum richten wollen, dann müssen wir auch den Weltenraum in der richtigen Weise beobachten. Nun kann man den Weltenraum dadurch beobachten, daß man den Sonnenaufgang im Frühling beobachtet. Heute geht die Sonne am 21. März am Morgen da auf, wo hinter ihr das Sternbild der Fische ist. Aber wenn man weiter zurückgeht in der Geschichte, zum Beispiel in die Zeit von Christi Geburt, da ging die Sonne nicht so auf, daß sie im Sternbild der Fische war, sondern da ging sie auf im Sternbild des Wid 26 ders. Also der Frühlingspunkt hat sich verschoben. Wenn wir das aufzeichnen, so ist es so: Wenn heute die Sonne im Frühling, am 21. März, in den Fischen aufgeht, so ging sie vor etwa 2160 Jahren im Widder auf, noch früher im Stier, noch früher in den Zwillingen. Zwölf solche Sternbilder gibt es. Die Sonne verrückt sich ja immer in ihrem Aufgehen, geht ganz herum in einem Kreise; also der Frühlingspunkt geht ganz herum um die Welt. Er rückt immer weiter von Westen nach Osten.

[ 25 ] Wenn wir uns nach dem Weltenraum richten wollen, dann müssen wir auch den Weltenraum in der richtigen Weise beobachten. Nun kann man den Weltenraum dadurch beobachten, daß man den Sonnenaufgang im Frühling beobachtet. Heute geht die Sonne am 21. März am Morgen da auf, wo hinter ihr das Sternbild der Fische ist. Aber wenn man weiter zurückgeht in der Geschichte, zum Beispiel in die Zeit von Christi Geburt, da ging die Sonne nicht so auf, daß sie im Sternbild der Fische war, sondern da ging sie auf im Sternbild des Wid 26 ders. Also der Frühlingspunkt hat sich verschoben. Wenn wir das aufzeichnen, so ist es so: Wenn heute die Sonne im Frühling, am 21. März, in den Fischen aufgeht, so ging sie vor etwa 2160 Jahren im Widder auf, noch früher im Stier, noch früher in den Zwillingen. Zwölf solche Sternbilder gibt es. Die Sonne verrückt sich ja immer in ihrem Aufgehen, geht ganz herum in einem Kreise; also der Frühlingspunkt geht ganz herum um die Welt. Er rückt immer weiter von Westen nach Osten.

[ 26 ] Sehen Sie, da kommt man darauf, daß also früher die Sonne im Widder aufgegangen ist, noch früher im Stier, noch früher in den Zwillingen; dann im Krebs, im Löwen, in der Jungfrau, in der Waage, im Skorpion, im Schützen, im Steinbock, im Wassermann und heute in den Fischen. Also wenn wir 2160 Jahre zurückgehen, ist sie im Widder aufgegangen; wenn wir noch 2160 Jahre zurückgehen, ist sie im Stier aufgegangen, noch 2160 Jahre zurück: in den Zwillingen; noch 2160 Jahre zurück: im Krebs. Dann kommen wir wieder herum, und einmal ist sie schon in den Fischen aufgegangen. Wir kommen da ganz herum (es wird gezeichnet). Die Sonne macht einen Kreislauf. In 25 920 Jahren macht sie einen Kreislauf um die ganze Welt herum.

[ 26 ] Sehen Sie, da kommt man darauf, daß also früher die Sonne im Widder aufgegangen ist, noch früher im Stier, noch früher in den Zwillingen; dann im Krebs, im Löwen, in der Jungfrau, in der Waage, im Skorpion, im Schützen, im Steinbock, im Wassermann und heute in den Fischen. Also wenn wir 2160 Jahre zurückgehen, ist sie im Widder aufgegangen; wenn wir noch 2160 Jahre zurückgehen, ist sie im Stier aufgegangen, noch 2160 Jahre zurück: in den Zwillingen; noch 2160 Jahre zurück: im Krebs. Dann kommen wir wieder herum, und einmal ist sie schon in den Fischen aufgegangen. Wir kommen da ganz herum (es wird gezeichnet). Die Sonne macht einen Kreislauf. In 25 920 Jahren macht sie einen Kreislauf um die ganze Welt herum.

[ 27 ] Das ist sehr interessant. Und an einem solchen Gang der Gestirne kann man eben sehen, wie sich auf der Erde alles verändert. Sehen Sie, meine Herren, unter den Verhältnissen, unter denen heute die Sonne aufgeht, haben wir unsere Hochgebirge mit den toten Granitmassen, in denen Feldspat, Quarz und Glimmer drinnen ist. Da ist alles vertrocknet, verwüstet. So war es auch vor 25 920 Jahren. Da war es auf der Erde ähnlich. Aber dazwischen nicht. Dazwischen war zum Beispiel die Sonne einmal im Frühling in der Waage, zwischen Jungfrau und Skorpion. Da war eben das Ganze belebt, da war das Ganze weich und die Erde eine Art Pflanze. Wir brauchen nicht weiter als höchstens 15 000 Jahre zurückzugehen, dann ist durch den ganz anderen Stand der Sonne die ganze Erde ein Pflanzenhabitus gewesen, noch später ein Tierhabitus. Und aus dieser Einwirkung vom Weltenraum aus, den wir an der Sonne verfolgen können, kann man ja sehen, wie die Erde sich verändert hat.

[ 27 ] Das ist sehr interessant. Und an einem solchen Gang der Gestirne kann man eben sehen, wie sich auf der Erde alles verändert. Sehen Sie, meine Herren, unter den Verhältnissen, unter denen heute die Sonne aufgeht, haben wir unsere Hochgebirge mit den toten Granitmassen, in denen Feldspat, Quarz und Glimmer drinnen ist. Da ist alles vertrocknet, verwüstet. So war es auch vor 25 920 Jahren. Da war es auf der Erde ähnlich. Aber dazwischen nicht. Dazwischen war zum Beispiel die Sonne einmal im Frühling in der Waage, zwischen Jungfrau und Skorpion. Da war eben das Ganze belebt, da war das Ganze weich und die Erde eine Art Pflanze. Wir brauchen nicht weiter als höchstens 15 000 Jahre zurückzugehen, dann ist durch den ganz anderen Stand der Sonne die ganze Erde ein Pflanzenhabitus gewesen, noch später ein Tierhabitus. Und aus dieser Einwirkung vom Weltenraum aus, den wir an der Sonne verfolgen können, kann man ja sehen, wie die Erde sich verändert hat.

[ 28 ] Also wenn Sie zurückgehen, so müssen Sie sich denken: Die Gesteine, die heute in den Uralpen ganz fest sind, die fangen an zu fließen, so wie ungefähr das Eisen fließt in den Eisengießereien, das heißt, es ist natürlich nicht ganz so, sondern wenn wir zurückgehen, so ist das Fließen zunächst umgekehrt, es ist ein Festwerden. Aber wenn wir jetzt in die Zukunft gehen, so werden wir ja wiederum einmal die Sonne in der Waage haben; denn jetzt geht sie in den Fischen auf, nach 2160 Jahren im Wassermann, dann im Steinbock, im Schützen, im Skorpion und wiederum einmal in der Waage. Und wenn die Sonne in der Zukunft wieder einmal im Frühling in der Waage aufgeht, dann haben sich die ganzen Uralpen aufgelöst. Die dichten Quarze sind wiederum wässerig geworden, die Erde wird wiederum eine Pflanze, und die Menschen und die Tiere kehren zu den Zuständen zurück, in denen sie früher einmal waren. Nur haben sie mittlerweile alles das aufgenommen, was sie auf der Erde haben aufnehmen können.

[ 28 ] Also wenn Sie zurückgehen, so müssen Sie sich denken: Die Gesteine, die heute in den Uralpen ganz fest sind, die fangen an zu fließen, so wie ungefähr das Eisen fließt in den Eisengießereien, das heißt, es ist natürlich nicht ganz so, sondern wenn wir zurückgehen, so ist das Fließen zunächst umgekehrt, es ist ein Festwerden. Aber wenn wir jetzt in die Zukunft gehen, so werden wir ja wiederum einmal die Sonne in der Waage haben; denn jetzt geht sie in den Fischen auf, nach 2160 Jahren im Wassermann, dann im Steinbock, im Schützen, im Skorpion und wiederum einmal in der Waage. Und wenn die Sonne in der Zukunft wieder einmal im Frühling in der Waage aufgeht, dann haben sich die ganzen Uralpen aufgelöst. Die dichten Quarze sind wiederum wässerig geworden, die Erde wird wiederum eine Pflanze, und die Menschen und die Tiere kehren zu den Zuständen zurück, in denen sie früher einmal waren. Nur haben sie mittlerweile alles das aufgenommen, was sie auf der Erde haben aufnehmen können.

[ 29 ] So geht eigentlich alles im Kreislauf. Wir blicken also zurück auf eine frühere Zeit, wo die Erde mit dem härtesten Gebilde flüssig war. Da war dasjenige, was darüber war, so, daß sie die Tiere, die ich Ihnen einmal beschrieben habe, hervorbrachte, welche durch die Einwirkung der Himmelskräfte entstanden und starben. Dann hat sich alles abgekühlt. Dann sind die festen Gebilde entstanden, und nach und nach das heutige Leben. Aber das geht wiederum zurück. Der körnige Quarz und Granit und so weiter werden aufgelöst, und es wird wiederum ein solcher Zustand des Lebens eintreten, nur auf einer höheren Stufe der Entwickelung.

[ 29 ] So geht eigentlich alles im Kreislauf. Wir blicken also zurück auf eine frühere Zeit, wo die Erde mit dem härtesten Gebilde flüssig war. Da war dasjenige, was darüber war, so, daß sie die Tiere, die ich Ihnen einmal beschrieben habe, hervorbrachte, welche durch die Einwirkung der Himmelskräfte entstanden und starben. Dann hat sich alles abgekühlt. Dann sind die festen Gebilde entstanden, und nach und nach das heutige Leben. Aber das geht wiederum zurück. Der körnige Quarz und Granit und so weiter werden aufgelöst, und es wird wiederum ein solcher Zustand des Lebens eintreten, nur auf einer höheren Stufe der Entwickelung.

[ 30 ] Wenn Sie heute ein Stück Granit in die Hand nehmen, wo der Quarz drinnen ist, so können Sie sich sagen: In diesem Stück Granit, wo der Quarz drinnen ist, da ist zugleich etwas zu sehen, was künftig wieder leben wird. Das hat einmal gelebt. Heute ist es tot. Das hat einen festen Boden gebildet, damit wir darauf herumgehen können. Als wir noch nicht zu gehen brauchten, war der feste Boden nicht da. Aber es wird wieder einmal leben.

[ 30 ] Wenn Sie heute ein Stück Granit in die Hand nehmen, wo der Quarz drinnen ist, so können Sie sich sagen: In diesem Stück Granit, wo der Quarz drinnen ist, da ist zugleich etwas zu sehen, was künftig wieder leben wird. Das hat einmal gelebt. Heute ist es tot. Das hat einen festen Boden gebildet, damit wir darauf herumgehen können. Als wir noch nicht zu gehen brauchten, war der feste Boden nicht da. Aber es wird wieder einmal leben.

[ 31 ] Eigentlich kann man sagen: Die Erde schläft nur in bezug auf den Weltenraum; nur ist der Schlaf lang, 15 000 Jahre lang mindestens. Einmal hat sie gelebt. Da war sie wach, da war sie mit dem ganzen Weltenraum in Verbindung. Da hat der Weltenraum durch seine Lebenskräfte auf ihr die großen Tiere abgesetzt. Später, als das Feste entstanden ist, setzte er den Menschen ab. Jetzt haben es die Menschen gut auf der Erde, also natürlich mit Bezug auf den Weltenraum, nicht auf der Erde selber. Sie können auf dem festen Boden herumgehen. Aber dieser feste Boden wird wieder aufwachen - eigentlich schläft er nur —, wird wieder aufwachen und wird lebendiges Leben sein. Nehmen wir heute ein Stück Kalk, nur ein ganz gewöhnliches Stück Kalk aus dem Jura, so müssen wir sagen, das ist der Überrest von einem Stück Leben. Das ist aus dem Leben abgesetzt, wird aber wieder einmal leben, ist zwischen Leben und Leben, schläft eigentlich nur.

[ 31 ] Eigentlich kann man sagen: Die Erde schläft nur in bezug auf den Weltenraum; nur ist der Schlaf lang, 15 000 Jahre lang mindestens. Einmal hat sie gelebt. Da war sie wach, da war sie mit dem ganzen Weltenraum in Verbindung. Da hat der Weltenraum durch seine Lebenskräfte auf ihr die großen Tiere abgesetzt. Später, als das Feste entstanden ist, setzte er den Menschen ab. Jetzt haben es die Menschen gut auf der Erde, also natürlich mit Bezug auf den Weltenraum, nicht auf der Erde selber. Sie können auf dem festen Boden herumgehen. Aber dieser feste Boden wird wieder aufwachen - eigentlich schläft er nur —, wird wieder aufwachen und wird lebendiges Leben sein. Nehmen wir heute ein Stück Kalk, nur ein ganz gewöhnliches Stück Kalk aus dem Jura, so müssen wir sagen, das ist der Überrest von einem Stück Leben. Das ist aus dem Leben abgesetzt, wird aber wieder einmal leben, ist zwischen Leben und Leben, schläft eigentlich nur.

[ 32 ] Nun können wir den Kalk sehr gut verwenden, wenn wir ihn zum Heilmittel machen, dann, wenn zum Beispiel bemerkt wird, daß, sagen wir, Kinder sich nicht mehr recht ernähren können. Das ist insbesondere jetzt in Deutschland zu bemerken. In Deutschland ist es jetzt furchtbar. Neulich, als ich nach Stuttgart kam und die Waldorfschule wiederum inspizierte, war ich zum Beispiel in der ersten Klasse, da haben wir 27 Kinder, von denen waren nur 9 da; die anderen waren alle krank. In einer anderen Klasse waren 15 krank. Und wenn man dem nachgeht, dann findet man Schauderhaftes. So zum Beispiel brachte man mir einen kleinen Buben aus einer Klasse ins Konferenzzimmer und sagte: Was soll man mit dem machen? Der Arzt hat ihn schon aufgegeben. Der kann gar nicht mehr essen. — Natürlich, durch die Unterernährung bekommen die Verdauungsorgane allmählich die Gewohnheit, daß sie überhaupt nicht mehr verdauen, sie weisen alles zurück; die Menschen können nicht mehr essen, wenn man ihnen noch so viel gibt. Da können Sie Quäkerspeisungen und alles mögliche machen - diesem Kinde helfen die auch zunächst nichts, weil seine Organe nicht mehr arbeiten. Dicklich schaute es aus. - Was ist da zu tun? Da muß man die Organe erst wieder geeignet machen, daß sie etwas aufnehmen können.

[ 32 ] Nun können wir den Kalk sehr gut verwenden, wenn wir ihn zum Heilmittel machen, dann, wenn zum Beispiel bemerkt wird, daß, sagen wir, Kinder sich nicht mehr recht ernähren können. Das ist insbesondere jetzt in Deutschland zu bemerken. In Deutschland ist es jetzt furchtbar. Neulich, als ich nach Stuttgart kam und die Waldorfschule wiederum inspizierte, war ich zum Beispiel in der ersten Klasse, da haben wir 27 Kinder, von denen waren nur 9 da; die anderen waren alle krank. In einer anderen Klasse waren 15 krank. Und wenn man dem nachgeht, dann findet man Schauderhaftes. So zum Beispiel brachte man mir einen kleinen Buben aus einer Klasse ins Konferenzzimmer und sagte: Was soll man mit dem machen? Der Arzt hat ihn schon aufgegeben. Der kann gar nicht mehr essen. — Natürlich, durch die Unterernährung bekommen die Verdauungsorgane allmählich die Gewohnheit, daß sie überhaupt nicht mehr verdauen, sie weisen alles zurück; die Menschen können nicht mehr essen, wenn man ihnen noch so viel gibt. Da können Sie Quäkerspeisungen und alles mögliche machen - diesem Kinde helfen die auch zunächst nichts, weil seine Organe nicht mehr arbeiten. Dicklich schaute es aus. - Was ist da zu tun? Da muß man die Organe erst wieder geeignet machen, daß sie etwas aufnehmen können.

[ 33 ] Da dient einem das bißchen Leben sehr gut, das im Kalk drinnen ist. Wenn der Kalk nämlich in der richtigen Weise als Heilmittel verwendet wird, dann kann man diese schlafenden Verdauungskräfte wieder aufwecken, daß das Kind leben kann. Und da muß man dann dem Kind eine solche Menge von diesem Kalk geben, aber mit anderen Stoffen zusammen, denn für sich allein wirkt er nicht; es muß eben — geradeso wie man Speisen mit anderen Stoffen zusammen kochen muß — so sein, daß er wirklich übergeht in den Organismus. Der Kalk wird dann noch aufgenommen, wenn er, sagen wir, fünfprozentig dem Kind beigebracht wird.

[ 33 ] Da dient einem das bißchen Leben sehr gut, das im Kalk drinnen ist. Wenn der Kalk nämlich in der richtigen Weise als Heilmittel verwendet wird, dann kann man diese schlafenden Verdauungskräfte wieder aufwecken, daß das Kind leben kann. Und da muß man dann dem Kind eine solche Menge von diesem Kalk geben, aber mit anderen Stoffen zusammen, denn für sich allein wirkt er nicht; es muß eben — geradeso wie man Speisen mit anderen Stoffen zusammen kochen muß — so sein, daß er wirklich übergeht in den Organismus. Der Kalk wird dann noch aufgenommen, wenn er, sagen wir, fünfprozentig dem Kind beigebracht wird.

[ 34 ] Aber was verwendet man da, wenn man den Kalk fünfprozenug gibt? Dann verwendet man die Kräfte, die einmal in früherer Zeit Lebenskräfte im Kalk waren. Die stecken noch drinnen. Die verwendet man, um die Sache zu beleben. Wenn man aber den Kalk ganz fein macht, wie man sagt, in homöopathischer Dosis, also nicht fünfprozentig, sondern zum Beispiel fünf Zehntausendstel, nicht einmal Promille, sondern fünf Zehntausendstel, also den Kalk ganz dünn beimischt den anderen Stoffen, homöopathisch, dann wirkt der Kalk auf den Kopf, wird plötzlich ein Heilmittel für den Kopf. Gibt man den Kalk allopathisch, wirkt er auf die Verdauungsorgane; in ganz feiner Verdünnung wirkt er auf den Kopf, und darnach kann man das einrichten. Aber man kann auch wissen: Was verwendet man denn vom Kalk, wenn man ihn in ganz feiner Verdünnung gibt? Dann verwendet man die Zukunftskräfte, die jetzt noch drinnen sind, die wieder entstehen in der Zukunft.

[ 34 ] Aber was verwendet man da, wenn man den Kalk fünfprozenug gibt? Dann verwendet man die Kräfte, die einmal in früherer Zeit Lebenskräfte im Kalk waren. Die stecken noch drinnen. Die verwendet man, um die Sache zu beleben. Wenn man aber den Kalk ganz fein macht, wie man sagt, in homöopathischer Dosis, also nicht fünfprozentig, sondern zum Beispiel fünf Zehntausendstel, nicht einmal Promille, sondern fünf Zehntausendstel, also den Kalk ganz dünn beimischt den anderen Stoffen, homöopathisch, dann wirkt der Kalk auf den Kopf, wird plötzlich ein Heilmittel für den Kopf. Gibt man den Kalk allopathisch, wirkt er auf die Verdauungsorgane; in ganz feiner Verdünnung wirkt er auf den Kopf, und darnach kann man das einrichten. Aber man kann auch wissen: Was verwendet man denn vom Kalk, wenn man ihn in ganz feiner Verdünnung gibt? Dann verwendet man die Zukunftskräfte, die jetzt noch drinnen sind, die wieder entstehen in der Zukunft.

[ 35 ] Sehen Sie, so muß man die Natur kennen, dann kann man Heilmittel aus ihr machen, weil überall Leben war und wieder Leben sein wird, und der Tod nur zwischen zwei Leben drinnen steht. Man kann die vergangenen Lebenskräfte und die zukünftigen aus dem Gestein heraus in der richtigen Weise verwenden.

[ 35 ] Sehen Sie, so muß man die Natur kennen, dann kann man Heilmittel aus ihr machen, weil überall Leben war und wieder Leben sein wird, und der Tod nur zwischen zwei Leben drinnen steht. Man kann die vergangenen Lebenskräfte und die zukünftigen aus dem Gestein heraus in der richtigen Weise verwenden.

[ 36 ] Daraus sehen Sie aber auch: Wenn Sie heute in die Welt hinausschauen, so haben Sie Allopathen und Homöopathen. Die Allopathen kurieren allopathisch, die Homöopathen homöopathisch. Ja, meine Herren, homöopathisch kann man eben nicht alle Krankheiten kurieren; manche muß man eben allopathisch kurieren. Da muß man die Heilmittel eben anders mischen. Das heißt, man darf kein Fanatiker werden, der auf Worte schwört, sondern man muß aus den vollen Kenntnissen heraus die Heilmittel angeben, einmal so, einmal so. Das ist bei der Anthroposophie der Fall, weil sie nicht sich einläßt auf Schlagworte «allopathisch, homöopathisch», sondern auf die Sache geht und sagt: Der Allopath geht vorzugsweise auf den Magen, Gedärme, Nieren; da hat er seinen Erfolg. Der Homöopath wirkt, wenn man den Ausgangspunkt der Krankheiten vom Kopfe hat, wie es bei der Grippe der Fall ist. Viele Krankheiten haben vom Kopfe ihren Ursprung. Man muß also wissen, wie die Dinge eigentlich laufen in der Natur. Die Menschen machen heute, weil sie nichts mehr kennen, Schlagworte. Immer macht man Schlagworte, wenn man nichts mehr versteht von der Sache. - Natürlich, die Wahrheit kommt dann auch schwer heraus, denn der Allopath sagt: Ich habe ja so und so oft kuriert, und der Homöopath sagt: Ich habe so und so oft kuriert. Natürlich lassen sie immer diejenigen aus, die sie nicht kuriert haben.

[ 36 ] Daraus sehen Sie aber auch: Wenn Sie heute in die Welt hinausschauen, so haben Sie Allopathen und Homöopathen. Die Allopathen kurieren allopathisch, die Homöopathen homöopathisch. Ja, meine Herren, homöopathisch kann man eben nicht alle Krankheiten kurieren; manche muß man eben allopathisch kurieren. Da muß man die Heilmittel eben anders mischen. Das heißt, man darf kein Fanatiker werden, der auf Worte schwört, sondern man muß aus den vollen Kenntnissen heraus die Heilmittel angeben, einmal so, einmal so. Das ist bei der Anthroposophie der Fall, weil sie nicht sich einläßt auf Schlagworte «allopathisch, homöopathisch», sondern auf die Sache geht und sagt: Der Allopath geht vorzugsweise auf den Magen, Gedärme, Nieren; da hat er seinen Erfolg. Der Homöopath wirkt, wenn man den Ausgangspunkt der Krankheiten vom Kopfe hat, wie es bei der Grippe der Fall ist. Viele Krankheiten haben vom Kopfe ihren Ursprung. Man muß also wissen, wie die Dinge eigentlich laufen in der Natur. Die Menschen machen heute, weil sie nichts mehr kennen, Schlagworte. Immer macht man Schlagworte, wenn man nichts mehr versteht von der Sache. - Natürlich, die Wahrheit kommt dann auch schwer heraus, denn der Allopath sagt: Ich habe ja so und so oft kuriert, und der Homöopath sagt: Ich habe so und so oft kuriert. Natürlich lassen sie immer diejenigen aus, die sie nicht kuriert haben.

[ 37 ] Aber sehen Sie, selbst ein Arzt und Professor, der gar nicht angeklagt werden kann, daß er nicht etwa richtig in der heutigen Medizin drinnen gestanden wäre, das war der Professor Virchow in Berlin, der auch von der Freisinnigen Partei ein richtiger Liberaler genannt worden ist; aber in bezug auf das Kurieren hat er doch folgendes gestehen müssen: Wenn ein Arzt heute noch in unserer Medizin darauf hinweisen kann, daß er hundert Leute kuriert hat, so muß man eigentlich sagen, von diesen hundert wären fünfzig auch ohne ihn gesund geworden, und zwanzig Prozent, die wären, auch wenn er ganz andere Mittel angewendet hätte, auch gesund geworden. So daß also siebzig Prozent nicht auf die heutige Medizin kommen, sondern höchstens dreißig Prozent. So hat es Virchow, der ganz in der heutigen Medizin drinnen war, ausgerechnet.

[ 37 ] Aber sehen Sie, selbst ein Arzt und Professor, der gar nicht angeklagt werden kann, daß er nicht etwa richtig in der heutigen Medizin drinnen gestanden wäre, das war der Professor Virchow in Berlin, der auch von der Freisinnigen Partei ein richtiger Liberaler genannt worden ist; aber in bezug auf das Kurieren hat er doch folgendes gestehen müssen: Wenn ein Arzt heute noch in unserer Medizin darauf hinweisen kann, daß er hundert Leute kuriert hat, so muß man eigentlich sagen, von diesen hundert wären fünfzig auch ohne ihn gesund geworden, und zwanzig Prozent, die wären, auch wenn er ganz andere Mittel angewendet hätte, auch gesund geworden. So daß also siebzig Prozent nicht auf die heutige Medizin kommen, sondern höchstens dreißig Prozent. So hat es Virchow, der ganz in der heutigen Medizin drinnen war, ausgerechnet.

[ 38 ] Ja, meine Herren, man muß eben sagen: Das richtige Heilmittel richtig angewendet, wirkt eben. Was ich über die Syphilis gesagt habe, davon kann sich jeder überzeugen. Die Quecksilberkur, wenn sie auch Nachwirkungen hat, schädliche Nachwirkungen, sie wirkt doch. Und so muß man eben das Richtige herausfinden. Manchmal ist es furchtbar kompliziert. Manchmal ist der Organismus so, daß er brüchig geworden ist und die Kur nicht mehr aushalten kann. Aber in einem gewissen Sinne kann man gerade durch eine wirkliche Kenntnis desjenigen, was in der Natur vorhanden ist, sehen, wie die einzelnen Stoffe, weil sie eigentlich als tote Stoffe nur in der Mitte stehen zwischen zwei Leben, auf den Menschen wirken. Da muß man aber das Leben der Stoffe eben kennen.

[ 38 ] Ja, meine Herren, man muß eben sagen: Das richtige Heilmittel richtig angewendet, wirkt eben. Was ich über die Syphilis gesagt habe, davon kann sich jeder überzeugen. Die Quecksilberkur, wenn sie auch Nachwirkungen hat, schädliche Nachwirkungen, sie wirkt doch. Und so muß man eben das Richtige herausfinden. Manchmal ist es furchtbar kompliziert. Manchmal ist der Organismus so, daß er brüchig geworden ist und die Kur nicht mehr aushalten kann. Aber in einem gewissen Sinne kann man gerade durch eine wirkliche Kenntnis desjenigen, was in der Natur vorhanden ist, sehen, wie die einzelnen Stoffe, weil sie eigentlich als tote Stoffe nur in der Mitte stehen zwischen zwei Leben, auf den Menschen wirken. Da muß man aber das Leben der Stoffe eben kennen.

[ 39 ] Nun, meine Herren, das ist ja das Eigentümliche, daß man überall vom Leben ausgehen muß, wenn man etwas verstehen will. Und so muß man ja auch für die Farben sogar vom Leben ausgehen.

[ 39 ] Nun, meine Herren, das ist ja das Eigentümliche, daß man überall vom Leben ausgehen muß, wenn man etwas verstehen will. Und so muß man ja auch für die Farben sogar vom Leben ausgehen.

[ 40 ] Sehen Sie, wenn Sie heute manchmal Bilder anschauen, so ist das so, daß sie bemalt sind; aber man hat das Gefühl, dahinter ist ja kein Fleisch, sondern Holz, das angestrichen ist. Die Fleischfarbe, das Inkarnat, bringen die heutigen Maler gar nicht zustande, weil sie eben auch im Gefühl das gar nicht leben haben. Die Fleischfarbe wird aus dem Menschen heraus erzeugt. Sie kommt nirgends an einem anderen Stoff vor. Aber man muß die Fleischfarbe, das Inkarnat, verstehen, und dann kann man die anderen Farben verstehen. Ich werde deshalb das nächste Mal darüber noch reden.

[ 40 ] Sehen Sie, wenn Sie heute manchmal Bilder anschauen, so ist das so, daß sie bemalt sind; aber man hat das Gefühl, dahinter ist ja kein Fleisch, sondern Holz, das angestrichen ist. Die Fleischfarbe, das Inkarnat, bringen die heutigen Maler gar nicht zustande, weil sie eben auch im Gefühl das gar nicht leben haben. Die Fleischfarbe wird aus dem Menschen heraus erzeugt. Sie kommt nirgends an einem anderen Stoff vor. Aber man muß die Fleischfarbe, das Inkarnat, verstehen, und dann kann man die anderen Farben verstehen. Ich werde deshalb das nächste Mal darüber noch reden.

[ 41 ] Das Kind, das man mir da gebracht hat, das mit einer Kalkkur behandelt wird - hoffentlich bringen wir es durch, daß nicht das zustande kommt, daß man sagt: die haben kein rechtes Heilmittel angewandt... (Lücke im Text) —, das hatte ganz die Fleischfarbe verloren, war gelb geworden von innen heraus. Die lebendige Wirksamkeit gehört dazu zur Farbe. Und deshalb haben wir auch den Versuch gemacht, das weniger Tote zu der Farbe zu verwenden. Deshalb haben wir, als wir das Goetheanum ausmalten, Pflanzenfarben verwendet, weil die mehr aus dem Lebendigen heraus kommen. Also Sie sehen, bei der Farbe muß man auch aufs Lebendige gehen.

[ 41 ] Das Kind, das man mir da gebracht hat, das mit einer Kalkkur behandelt wird - hoffentlich bringen wir es durch, daß nicht das zustande kommt, daß man sagt: die haben kein rechtes Heilmittel angewandt... (Lücke im Text) —, das hatte ganz die Fleischfarbe verloren, war gelb geworden von innen heraus. Die lebendige Wirksamkeit gehört dazu zur Farbe. Und deshalb haben wir auch den Versuch gemacht, das weniger Tote zu der Farbe zu verwenden. Deshalb haben wir, als wir das Goetheanum ausmalten, Pflanzenfarben verwendet, weil die mehr aus dem Lebendigen heraus kommen. Also Sie sehen, bei der Farbe muß man auch aufs Lebendige gehen.

[ 42 ] Am nächsten Mittwoch werde ich Ihnen das dann noch weiter auseinandersetzen.

[ 42 ] Am nächsten Mittwoch werde ich Ihnen das dann noch weiter auseinandersetzen.

[ 43 ] Sie sehen, die Frage ist nicht so dumm gewesen, ob die Steine auch Leben haben, sondern sie ist ganz gescheit, denn wir haben dadurch besprechen können, wie die Steine im Laufe der Lebens-Erdperiode leben, wiederum tot werden und so weiter, und wie sich das Leben dazu verhält.

[ 43 ] Sie sehen, die Frage ist nicht so dumm gewesen, ob die Steine auch Leben haben, sondern sie ist ganz gescheit, denn wir haben dadurch besprechen können, wie die Steine im Laufe der Lebens-Erdperiode leben, wiederum tot werden und so weiter, und wie sich das Leben dazu verhält.