Rhythms in the Cosmos and in the Human Being
GA 350
30 May 1923, Dornach
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Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen
1. Von der Wiederkunft des Menschen: Turnen, Tanz und Sport
1. Von der Wiederkunft des Menschen: Turnen, Tanz und Sport
[ 1 ] Guten Morgen, meine Herren! Da Sie heute ja nicht alle da sind, werde ich vielleicht so sprechen, daß diejenigen, die nicht da sind, nicht viel versäumen. Vielleicht haben Sie etwas zu fragen?
[ 1 ] Guten Morgen, meine Herren! Da Sie heute ja nicht alle da sind, werde ich vielleicht so sprechen, daß diejenigen, die nicht da sind, nicht viel versäumen. Vielleicht haben Sie etwas zu fragen?
[ 2 ] Ein Fragesteller (Herr Burle) wünscht Auskunft über die Reinkarnation. Es gibt doch heute viel mehr Menschen auf Erden als früher!
[ 2 ] Ein Fragesteller (Herr Burle) wünscht Auskunft über die Reinkarnation. Es gibt doch heute viel mehr Menschen auf Erden als früher!
[ 3 ] Eine andere Frage: Es sei ihm schon oft aufgefallen, daß sich die Menschen so gerne drehen, sei es im Tanz oder auch sonst. Auch wenn ein Hund läuft, kommt er immer wieder zurück an denselben Ort. Auch wenn man sich verirre im Wald oder bei Nebel, komme man wieder an denselben Ort.
[ 3 ] Eine andere Frage: Es sei ihm schon oft aufgefallen, daß sich die Menschen so gerne drehen, sei es im Tanz oder auch sonst. Auch wenn ein Hund läuft, kommt er immer wieder zurück an denselben Ort. Auch wenn man sich verirre im Wald oder bei Nebel, komme man wieder an denselben Ort.
[ 4 ] Dr. Steiner: Das ist sogar eine sehr interessante Frage!
[ 4 ] Dr. Steiner: Das ist sogar eine sehr interessante Frage!
[ 5 ] Zunächst die Frage, die gestellt worden ist in bezug auf die Inkarnationen. Nicht wahr, wir kommen darauf, wenn wir die anthroposophische Geisteswissenschaft berücksichtigen, daß jeder Mensch, der jetzt lebt, eine ganze Anzahl von Erdenleben hinter sich hat und noch vor sich haben wird, so daß also die menschliche Seele immer wiederkehrt. Man darf sich nicht vorstellen, daß dasjenige, was damit gemeint ist, irgend etwas zu tun hat mit dem, was in alten Zeiten auch vielfach geglaubt worden ist: daß der Mensch durch Tierleiber durchgegangen sei und dergleichen. Das hängen uns unsere Gegner an. Davon kann nicht die Rede sein. Aber gegen das Immerwiederkehren des Menschen können zwei Einwände gemacht werden. Den ersten meint jetzt Herr Burle.
[ 5 ] Zunächst die Frage, die gestellt worden ist in bezug auf die Inkarnationen. Nicht wahr, wir kommen darauf, wenn wir die anthroposophische Geisteswissenschaft berücksichtigen, daß jeder Mensch, der jetzt lebt, eine ganze Anzahl von Erdenleben hinter sich hat und noch vor sich haben wird, so daß also die menschliche Seele immer wiederkehrt. Man darf sich nicht vorstellen, daß dasjenige, was damit gemeint ist, irgend etwas zu tun hat mit dem, was in alten Zeiten auch vielfach geglaubt worden ist: daß der Mensch durch Tierleiber durchgegangen sei und dergleichen. Das hängen uns unsere Gegner an. Davon kann nicht die Rede sein. Aber gegen das Immerwiederkehren des Menschen können zwei Einwände gemacht werden. Den ersten meint jetzt Herr Burle.
[ 6 ] Die gewöhnliche Ansicht ist diese, daß die Bevölkerung der Erde immer zunimmt, daß wir also heute in Europa wesentlich viel mehr Menschen haben als, sagen wir zum Beispiel, vor ungefähr hundertfünfzig Jahren. Nicht wahr, das meinen Sie? Wenn also alle diejenigen, die heute da sind bei einer großen Bevölkerung, zurückverfolgt werden sollten in ihre früheren Erdenleben, so würden viel zu viel herauskommen? Man würde also sagen müssen: Es haben früher doch viel weniger Menschen gelebt, und heute leben viel mehr Menschen. Wie kann es also sein, daß die Menschen von früher in den gegenwärtigen Leibern erscheinen? — Das ist die Frage. Diese Frage wird sehr oft gestellt. Es wären also zu viele Menschen heute da, als daß man sagen könnte, die wären alle schon dagewesen.
[ 6 ] Die gewöhnliche Ansicht ist diese, daß die Bevölkerung der Erde immer zunimmt, daß wir also heute in Europa wesentlich viel mehr Menschen haben als, sagen wir zum Beispiel, vor ungefähr hundertfünfzig Jahren. Nicht wahr, das meinen Sie? Wenn also alle diejenigen, die heute da sind bei einer großen Bevölkerung, zurückverfolgt werden sollten in ihre früheren Erdenleben, so würden viel zu viel herauskommen? Man würde also sagen müssen: Es haben früher doch viel weniger Menschen gelebt, und heute leben viel mehr Menschen. Wie kann es also sein, daß die Menschen von früher in den gegenwärtigen Leibern erscheinen? — Das ist die Frage. Diese Frage wird sehr oft gestellt. Es wären also zu viele Menschen heute da, als daß man sagen könnte, die wären alle schon dagewesen.
[ 7 ] Nun, da muß man auf Verschiedenes Rücksicht nehmen, Erstens, die Statistiken, die gemacht werden, werden ja immer nur gemacht nach bestimmten Gegenden, wo gerade die Bevölkerung außerordentlich stark zunimmt, und dadurch bekommt man die Vorstellung, als wenn überhaupt auf der Erde die Bevölkerung immerfort zugenommen hätte, wie wenn also, sagen wir, vor meinetwillen drei- bis viertausend Jahren ganz wenige Menschen auf der Erde gewesen wären und heute ungeheuer viel Menschen auf der Erde wären. Man rechnet so zurück. Man sagt also zum Beispiel, in Europa hätte die Bevölkerung seit hundertfünfzig Jahren etwa um das Doppelte zugenommen. Nun rechnet man weiter zurück und sagt sich, vor zwei- bis dreitausend Jahren müßten furchtbar wenig Menschen auf der Erde gewesen sein.
[ 7 ] Nun, da muß man auf Verschiedenes Rücksicht nehmen, Erstens, die Statistiken, die gemacht werden, werden ja immer nur gemacht nach bestimmten Gegenden, wo gerade die Bevölkerung außerordentlich stark zunimmt, und dadurch bekommt man die Vorstellung, als wenn überhaupt auf der Erde die Bevölkerung immerfort zugenommen hätte, wie wenn also, sagen wir, vor meinetwillen drei- bis viertausend Jahren ganz wenige Menschen auf der Erde gewesen wären und heute ungeheuer viel Menschen auf der Erde wären. Man rechnet so zurück. Man sagt also zum Beispiel, in Europa hätte die Bevölkerung seit hundertfünfzig Jahren etwa um das Doppelte zugenommen. Nun rechnet man weiter zurück und sagt sich, vor zwei- bis dreitausend Jahren müßten furchtbar wenig Menschen auf der Erde gewesen sein.
[ 8 ] Aber, meine Herren, dies ist zugleich in vollem Widerspruch mit den Tatsachen, die wir sonst kennen. Ich mache Sie nur auf folgendes aufmerksam. Sehen Sie, wenn wir hinter Christi Geburt zurückgehen, sagen wir also vielleicht zweitausend Jahre, da sind in der Nilgegend in Afrika, in Ägypten, die riesigsten Pyramiden gebaut worden; der ganze Nil ist reguliert worden. Und wenn Sie nachdenken darüber, welche Menschenmassen notwendig waren, um diese riesigen Gebäude aufzuführen, zum Beispiel nur die Sphinxe, die eine Riesengröße haben, in so großer Anzahl herzustellen, wie sie hergestellt worden sind, da bekommen Sie die Ansicht: Das ist ganz unrichtig, daß dazumal in Ägypten eine dünne Bevölkerung war, sondern es muß eine dichte Bevölkerung gewesen sein in Ägypten, viel dichter, als zum Beispiel heute in Sachsen oder in Belgien die Bevölkerung ist. Also dem, daß man zurückgeht in der Erdenentwickelung und auf immer weniger und weniger Menschen trifft, widersprechen ganz entschieden die Tatsachen der Geschichte.
[ 8 ] Aber, meine Herren, dies ist zugleich in vollem Widerspruch mit den Tatsachen, die wir sonst kennen. Ich mache Sie nur auf folgendes aufmerksam. Sehen Sie, wenn wir hinter Christi Geburt zurückgehen, sagen wir also vielleicht zweitausend Jahre, da sind in der Nilgegend in Afrika, in Ägypten, die riesigsten Pyramiden gebaut worden; der ganze Nil ist reguliert worden. Und wenn Sie nachdenken darüber, welche Menschenmassen notwendig waren, um diese riesigen Gebäude aufzuführen, zum Beispiel nur die Sphinxe, die eine Riesengröße haben, in so großer Anzahl herzustellen, wie sie hergestellt worden sind, da bekommen Sie die Ansicht: Das ist ganz unrichtig, daß dazumal in Ägypten eine dünne Bevölkerung war, sondern es muß eine dichte Bevölkerung gewesen sein in Ägypten, viel dichter, als zum Beispiel heute in Sachsen oder in Belgien die Bevölkerung ist. Also dem, daß man zurückgeht in der Erdenentwickelung und auf immer weniger und weniger Menschen trifft, widersprechen ganz entschieden die Tatsachen der Geschichte.
[ 9 ] Außerdem, wenn wir viel weiter nach Asien hinüberkommen, finden wir riesige Kanalbauten angelegt. Nicht wahr, wenn wir Europa hier haben (es wird gezeichnet) — ich habe es Ihnen schon einmal aufgezeichnet —, so haben wir da Afrika. Da wäre der Nil und Ägypten gewesen, und hier drüben haben wir dann Asien. Das ist ein riesiger Kontinent, der geht da dann weiter. Und hier haben wir diese wimmelnde Bevölkerung, die die Pyramiden aufgebaut hat und so weiter. Da drüben haben wir das alte chaldäische Land in Asien. Sie wissen ja, daß in der Bibel von Abraham gesagt wird, er kam aus Ur in Chaldäa. Dieses chaldäische Land, das gab es damals. Und in diesem Lande wurden in alten Zeiten — davon sind auch heute noch die Reste vorhanden — riesige Kanalbauten angelegt, wozu auch wiederum riesige Menschenmassen notwendig waren. Sie müssen sich also vorstellen, daß, einfach durch die Tatsachen bewiesen, einige tausend und noch tausend Jahre vor Christi Geburt in Afrika und Asien riesige Menschenmassen vorhanden waren.
[ 9 ] Außerdem, wenn wir viel weiter nach Asien hinüberkommen, finden wir riesige Kanalbauten angelegt. Nicht wahr, wenn wir Europa hier haben (es wird gezeichnet) — ich habe es Ihnen schon einmal aufgezeichnet —, so haben wir da Afrika. Da wäre der Nil und Ägypten gewesen, und hier drüben haben wir dann Asien. Das ist ein riesiger Kontinent, der geht da dann weiter. Und hier haben wir diese wimmelnde Bevölkerung, die die Pyramiden aufgebaut hat und so weiter. Da drüben haben wir das alte chaldäische Land in Asien. Sie wissen ja, daß in der Bibel von Abraham gesagt wird, er kam aus Ur in Chaldäa. Dieses chaldäische Land, das gab es damals. Und in diesem Lande wurden in alten Zeiten — davon sind auch heute noch die Reste vorhanden — riesige Kanalbauten angelegt, wozu auch wiederum riesige Menschenmassen notwendig waren. Sie müssen sich also vorstellen, daß, einfach durch die Tatsachen bewiesen, einige tausend und noch tausend Jahre vor Christi Geburt in Afrika und Asien riesige Menschenmassen vorhanden waren.
[ 10 ] Ferner müssen Sie bedenken: Als die Europäer nach Amerika gekommen sind, haben sie sich dort angesiedelt. Aber Amerika war dazumal nicht leer von Bevölkerung. Jene alte Indianerbevölkerung, von der ich Ihnen erzählt habe, die so kupferfarben war, ist ja ganz ausgestorben. Wenn man da die Überreste anschaut, die zum Teil verschüttet sind, so kommt man darauf, daß da eine riesige Bevölkerung war, mit der die Europäer nicht zusammengekommen sind.
[ 10 ] Ferner müssen Sie bedenken: Als die Europäer nach Amerika gekommen sind, haben sie sich dort angesiedelt. Aber Amerika war dazumal nicht leer von Bevölkerung. Jene alte Indianerbevölkerung, von der ich Ihnen erzählt habe, die so kupferfarben war, ist ja ganz ausgestorben. Wenn man da die Überreste anschaut, die zum Teil verschüttet sind, so kommt man darauf, daß da eine riesige Bevölkerung war, mit der die Europäer nicht zusammengekommen sind.
[ 11 ] Also dies ist einfach etwas, das nicht stimmt, daß früher viel weniger Menschen da waren auf der Erde. Denken Sie doch nur einmal, selbst über die gegenwärtige Bevölkerung gibt es ja keine genauen Angaben, sondern nur über einen gewissen Raum kann man Angaben machen. Was weiß heute der europäische Statistiker, wie es mit der chinesischen Bevölkerung heute ist und vor tausend Jahren war! Alles dasjenige, was da wiederum Reisende darüber erzählen, das weist darauf hin, daß die Bevölkerung durchaus nicht immer so abnimmt, wenn man zurückgeht, wie man es gewöhnlich annimmt, sondern daß es durchaus Zeiten gegeben hat, wo die Erde außerordentlich stark bevölkert war. Es hat dann allerdings Zeiten gegeben, wo namentlich gewisse Gegenden schwächer bevölkert worden sind, aber wir werden gleich sehen, daß das nichts Besonderes ausmacht. So daß also im allgemeinen auch gegenüber dem, was man durch die äußere Wissenschaft kennen kann, der Einwand durchaus beseitigt werden kann, daß zuviele Menschen heute da wären als Wiederinkarnationen aus früheren Zeiten.
[ 11 ] Also dies ist einfach etwas, das nicht stimmt, daß früher viel weniger Menschen da waren auf der Erde. Denken Sie doch nur einmal, selbst über die gegenwärtige Bevölkerung gibt es ja keine genauen Angaben, sondern nur über einen gewissen Raum kann man Angaben machen. Was weiß heute der europäische Statistiker, wie es mit der chinesischen Bevölkerung heute ist und vor tausend Jahren war! Alles dasjenige, was da wiederum Reisende darüber erzählen, das weist darauf hin, daß die Bevölkerung durchaus nicht immer so abnimmt, wenn man zurückgeht, wie man es gewöhnlich annimmt, sondern daß es durchaus Zeiten gegeben hat, wo die Erde außerordentlich stark bevölkert war. Es hat dann allerdings Zeiten gegeben, wo namentlich gewisse Gegenden schwächer bevölkert worden sind, aber wir werden gleich sehen, daß das nichts Besonderes ausmacht. So daß also im allgemeinen auch gegenüber dem, was man durch die äußere Wissenschaft kennen kann, der Einwand durchaus beseitigt werden kann, daß zuviele Menschen heute da wären als Wiederinkarnationen aus früheren Zeiten.
[ 12 ] Aber es kommt noch etwas anderes in Betracht. Sehen Sie, wenn man die heutigen Menschen betrachtet, kommt man darauf, daß der eine, sagen wir, zwischen dem Tod und der jetzigen Geburt die tausend Jahre, der andere vielleicht nur fünfhundert Jahre durchgemacht hat, der andere vielleicht tausendfünfhundert Jahre in der geistigen Welt lebte, bevor er wieder heruntergekommen ist. So daß also die Menschen, die heute leben, durchaus nicht alle zu gleicher Zeit da waren, sondern zu verschiedenen Zeiten. Wenn einmal weniger Bevölkerung war auf der Erde, dann haben eben die Seelen oben gewartet, bis wieder mehr Bevölkerung da war.
[ 12 ] Aber es kommt noch etwas anderes in Betracht. Sehen Sie, wenn man die heutigen Menschen betrachtet, kommt man darauf, daß der eine, sagen wir, zwischen dem Tod und der jetzigen Geburt die tausend Jahre, der andere vielleicht nur fünfhundert Jahre durchgemacht hat, der andere vielleicht tausendfünfhundert Jahre in der geistigen Welt lebte, bevor er wieder heruntergekommen ist. So daß also die Menschen, die heute leben, durchaus nicht alle zu gleicher Zeit da waren, sondern zu verschiedenen Zeiten. Wenn einmal weniger Bevölkerung war auf der Erde, dann haben eben die Seelen oben gewartet, bis wieder mehr Bevölkerung da war.
[ 13 ] Es stimmt also, was man über die Inkarnation und Reinkarnation, die Wiederinkarnation sagen kann, mit den Tatsachen durchaus überein. Ich habe oftmals gesagt — das ist ja ein Einwand, der im Laufe der vielen Jahre, in denen ich vorgetragen habe, immer wieder gemacht wird —: Das ist ja nur ein Rechenexempel. — Nehmen wir einmal an, im Jahre 800 nach Christus wäre ein Mensch dagewesen, irgendwo; jetzt im Jahre 1000 nach Christus wäre ein anderer Mensch dagewesen (es wird gezeichnet). Nun haben wir 1923. Jetzt kann es ganz gut sein, daß der von da mit dem zusammenkommt, der da ist, weil der einen kürzeren Weg durchmacht. Jetzt haben Sie hier [1923] schon zweie, und hier [800 und 1000 n.Chr. ] haben Sie zu diesen verschiedenen Zeiten immer einen. Also es brauchen nicht alle zu gleicher Zeit da zu sein und wieder zu gleicher Zeit zu kommen. So daß also auch für diejenigen Zeiten, wo die Erde dünner bevölkert ist, durchaus das gilt, daß eben da weniger Seelen herunterkommen auf die Erde.
[ 13 ] Es stimmt also, was man über die Inkarnation und Reinkarnation, die Wiederinkarnation sagen kann, mit den Tatsachen durchaus überein. Ich habe oftmals gesagt — das ist ja ein Einwand, der im Laufe der vielen Jahre, in denen ich vorgetragen habe, immer wieder gemacht wird —: Das ist ja nur ein Rechenexempel. — Nehmen wir einmal an, im Jahre 800 nach Christus wäre ein Mensch dagewesen, irgendwo; jetzt im Jahre 1000 nach Christus wäre ein anderer Mensch dagewesen (es wird gezeichnet). Nun haben wir 1923. Jetzt kann es ganz gut sein, daß der von da mit dem zusammenkommt, der da ist, weil der einen kürzeren Weg durchmacht. Jetzt haben Sie hier [1923] schon zweie, und hier [800 und 1000 n.Chr. ] haben Sie zu diesen verschiedenen Zeiten immer einen. Also es brauchen nicht alle zu gleicher Zeit da zu sein und wieder zu gleicher Zeit zu kommen. So daß also auch für diejenigen Zeiten, wo die Erde dünner bevölkert ist, durchaus das gilt, daß eben da weniger Seelen herunterkommen auf die Erde.
[ 14 ] Nicht wahr, man muß durchaus, wenn man nicht phantastisch, sondern richtig denkt, sich klar sein darüber, daß das nicht einfach so war, daß einmal zwei Leute da waren, nachher vier, nachher sechs und so weiter, sondern je weiter man zurückgeht in der Erdenbevölkerung, kommt man eben darauf, daß das ganz rhythmisch abläuft. Es gibt Zeiten, wo viele Leute auf der Erde sind, und Zeiten, wo wieder weniger Leute auf der Erde sind. Und wir kommen niemals zurück zu einem einzigen Paar, wie es die Bibel angibt. Das ist nicht so gemeint. Von «einem Paar» kann in der Weise, wie es da steht, nicht die Rede sein. So daß man also sagen müßte, nimmt man nur an, daß einmal zwei Leute vorhanden waren, so müßten da immer nur zwei dasein und in der Zwischenzeit gar keine. Aber das ist nicht so. Da widerspricht die wirkliche Wissenschaft dem, was die phantastische Wissenschaft heute glaubt.
[ 14 ] Nicht wahr, man muß durchaus, wenn man nicht phantastisch, sondern richtig denkt, sich klar sein darüber, daß das nicht einfach so war, daß einmal zwei Leute da waren, nachher vier, nachher sechs und so weiter, sondern je weiter man zurückgeht in der Erdenbevölkerung, kommt man eben darauf, daß das ganz rhythmisch abläuft. Es gibt Zeiten, wo viele Leute auf der Erde sind, und Zeiten, wo wieder weniger Leute auf der Erde sind. Und wir kommen niemals zurück zu einem einzigen Paar, wie es die Bibel angibt. Das ist nicht so gemeint. Von «einem Paar» kann in der Weise, wie es da steht, nicht die Rede sein. So daß man also sagen müßte, nimmt man nur an, daß einmal zwei Leute vorhanden waren, so müßten da immer nur zwei dasein und in der Zwischenzeit gar keine. Aber das ist nicht so. Da widerspricht die wirkliche Wissenschaft dem, was die phantastische Wissenschaft heute glaubt.
[ 15 ] Nun aber noch etwas anderes. Sehen Sie, man muß sich klar sein darüber, daß eine gewisse Zeit eben vergehen muß, bis der Mensch wieder herunterkommt auf die Erde. Und da können Sie fragen: Ja, wann kommt er herunter? — Da bekommt man dann, wenn man wirklich diese Sache zu Ende forscht, das heraus: Der eine hat sich sehr viel auf der Erde hier mit der geistigen Welt beschäftigt, der wächst leichter hinein in die geistige Welt nach dem Tode. Er braucht dann verhältnismäßig, weil er sich viel mit der geistigen Welt beschäftigt hat, lange Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Sie werden vielleicht überrascht sein, daß ich sage: lange. Er kann sich lange aufhalten in der geistigen Welt, weil er hier schon viel gelernt hat von der geistigen Welt. Solche Leute, die sich hier viel mit der geistigen Welt beschäftigt haben, können sich dort besser entwickeln, bleiben dort länger und kommen später wieder zurück. Dagegen derjenige, der sich nur mit der materiellen Welt beschäftigt, der kommt verhältnismäßig wiederum bald. Und so verschieben sich auch die Dinge.
[ 15 ] Nun aber noch etwas anderes. Sehen Sie, man muß sich klar sein darüber, daß eine gewisse Zeit eben vergehen muß, bis der Mensch wieder herunterkommt auf die Erde. Und da können Sie fragen: Ja, wann kommt er herunter? — Da bekommt man dann, wenn man wirklich diese Sache zu Ende forscht, das heraus: Der eine hat sich sehr viel auf der Erde hier mit der geistigen Welt beschäftigt, der wächst leichter hinein in die geistige Welt nach dem Tode. Er braucht dann verhältnismäßig, weil er sich viel mit der geistigen Welt beschäftigt hat, lange Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Sie werden vielleicht überrascht sein, daß ich sage: lange. Er kann sich lange aufhalten in der geistigen Welt, weil er hier schon viel gelernt hat von der geistigen Welt. Solche Leute, die sich hier viel mit der geistigen Welt beschäftigt haben, können sich dort besser entwickeln, bleiben dort länger und kommen später wieder zurück. Dagegen derjenige, der sich nur mit der materiellen Welt beschäftigt, der kommt verhältnismäßig wiederum bald. Und so verschieben sich auch die Dinge.
[ 16 ] Dies ist der eine Einwand. Dann gibt es noch einen ganz anderen Einwand. Auf den habe ich Sie schon aufmerksam gemacht. Der ist dieser: Warum erinnert man sich nicht an die früheren Inkarnationen? — Ja, sehen Sie, meine Herren, das ist so: Wenn einer sagt, der Mensch kann rechnen, so ist das nicht zu bezweifeln — der Mensch kann rechnen. Nun sagt einer: Ich werde dir aber beweisen, daß der Mensch nicht rechnen kann. — Nun, wie tust du das? — Dann bringt er ein kleines Kind, das kann nicht rechnen. Das ist doch auch ein Mensch —, sagt er.
[ 16 ] Dies ist der eine Einwand. Dann gibt es noch einen ganz anderen Einwand. Auf den habe ich Sie schon aufmerksam gemacht. Der ist dieser: Warum erinnert man sich nicht an die früheren Inkarnationen? — Ja, sehen Sie, meine Herren, das ist so: Wenn einer sagt, der Mensch kann rechnen, so ist das nicht zu bezweifeln — der Mensch kann rechnen. Nun sagt einer: Ich werde dir aber beweisen, daß der Mensch nicht rechnen kann. — Nun, wie tust du das? — Dann bringt er ein kleines Kind, das kann nicht rechnen. Das ist doch auch ein Mensch —, sagt er.
[ 17 ] So ist es mit den früheren Erdenleben. Der Mensch kann das schon nach und nach lernen, und er wird es lernen, sich zu erinnern an seine früheren Erdenleben, wenn er sich immer weiter und weiter auf der Erde entwickelt. Das ist gerade auch etwas, von dem eben die Geisteswissenschaft sagt, daß der Mensch in der Gegenwart noch nicht so weit ist, sich erinnern zu können an dasjenige, was er im vorhergehenden Leben erlebt hat. Aber was wir in der Geisteswissenschaft sagen können, das stimmt ja ganz mit dem überein. Sehen Sie einmal, meine Herren, Sie sind im wachen Zustande, vom Morgen bis zum Abend. Da erleben Sie das alles, was um Sie herum ist, Und wenn Sie sich dann erinnern, so erinnern Sie sich da auch nur an das, was Sie so, wachend, erlebt haben. Denken Sie nur, wie schnell man selbst die Träume — die ja nichts besonderes bedeuten, wie ich Ihnen gesagt habe — vergißt! Also der Mensch erinnert sich an dasjenige, was er hier wachend erlebt hat. Aber an etwas anderes erinnert er sich schon nicht hier auf der Erde. Das ist dasjenige, was er im Schlafzustande erlebt. Und im Schlafzustande erleben wir nämlich furchtbar viel mehr, als wir im Wachzustande erleben, nur kann der Mensch mit dem gegenwärtigen Bewußtsein die Schlaferlebnisse noch nicht auffassen. Wenn einmal die Fähigkeit dazu errungen worden ist — was eben errungen werden kann vom Menschen —, dann weiß man, im Schlaf wird ungeheuer viel erlebt. Aber der Mensch weiß es ja im allgemeinen noch nicht. Jetzt stirbt der Mensch, und dasjenige, was er im Wachen erlebte, geht ja nach zwei, drei Tagen fort. Das kommt einem so vor, als ob alle die Gedanken, die man im Wachzustande erlebt hat, nach zwei, drei, vier Tagen einfach fortgingen. Und dann tauchen auf alle die Dinge, die man im Schlafe erlebt hat. Die brauchen dann, wie ich Ihnen gesagt habe, ein Drittel vom ganzen Erdenleben. Also dasjenige, was vom Menschen ganz innerlich erlebt wird, das weiß er ja auch noch nicht jetzt hier auf der Erde. Er wird es wissen, wenn er sich immer mehr und mehr geisteswissenschaftlich vertieft.
[ 17 ] So ist es mit den früheren Erdenleben. Der Mensch kann das schon nach und nach lernen, und er wird es lernen, sich zu erinnern an seine früheren Erdenleben, wenn er sich immer weiter und weiter auf der Erde entwickelt. Das ist gerade auch etwas, von dem eben die Geisteswissenschaft sagt, daß der Mensch in der Gegenwart noch nicht so weit ist, sich erinnern zu können an dasjenige, was er im vorhergehenden Leben erlebt hat. Aber was wir in der Geisteswissenschaft sagen können, das stimmt ja ganz mit dem überein. Sehen Sie einmal, meine Herren, Sie sind im wachen Zustande, vom Morgen bis zum Abend. Da erleben Sie das alles, was um Sie herum ist, Und wenn Sie sich dann erinnern, so erinnern Sie sich da auch nur an das, was Sie so, wachend, erlebt haben. Denken Sie nur, wie schnell man selbst die Träume — die ja nichts besonderes bedeuten, wie ich Ihnen gesagt habe — vergißt! Also der Mensch erinnert sich an dasjenige, was er hier wachend erlebt hat. Aber an etwas anderes erinnert er sich schon nicht hier auf der Erde. Das ist dasjenige, was er im Schlafzustande erlebt. Und im Schlafzustande erleben wir nämlich furchtbar viel mehr, als wir im Wachzustande erleben, nur kann der Mensch mit dem gegenwärtigen Bewußtsein die Schlaferlebnisse noch nicht auffassen. Wenn einmal die Fähigkeit dazu errungen worden ist — was eben errungen werden kann vom Menschen —, dann weiß man, im Schlaf wird ungeheuer viel erlebt. Aber der Mensch weiß es ja im allgemeinen noch nicht. Jetzt stirbt der Mensch, und dasjenige, was er im Wachen erlebte, geht ja nach zwei, drei Tagen fort. Das kommt einem so vor, als ob alle die Gedanken, die man im Wachzustande erlebt hat, nach zwei, drei, vier Tagen einfach fortgingen. Und dann tauchen auf alle die Dinge, die man im Schlafe erlebt hat. Die brauchen dann, wie ich Ihnen gesagt habe, ein Drittel vom ganzen Erdenleben. Also dasjenige, was vom Menschen ganz innerlich erlebt wird, das weiß er ja auch noch nicht jetzt hier auf der Erde. Er wird es wissen, wenn er sich immer mehr und mehr geisteswissenschaftlich vertieft.
[ 18 ] Daher brauchen wir uns auch nicht zu verwundern, daß im gegenwärtigen Erdenleben die Dinge noch unbewußt sind, die im früheren Erdenleben sich zugetragen haben. Ich habe Ihnen ja neulich auch gesagt, was für ein Unterschied ist, wenn ich einen Hemdknopf hingelegt habe, ohne mit dem Bewußtsein dabei zu sein — da kann ich am Morgen herumlaufen und suchen, immer suchen — und wenn ich mich ausdrücklich erinnere: Du hast dieses Knöpfchen hierhergelegt —; da werde ich nicht herumlaufen, sondern gerade darauf losgehen. Es kommt eben darauf an, ob man an irgend etwas denkt.
[ 18 ] Daher brauchen wir uns auch nicht zu verwundern, daß im gegenwärtigen Erdenleben die Dinge noch unbewußt sind, die im früheren Erdenleben sich zugetragen haben. Ich habe Ihnen ja neulich auch gesagt, was für ein Unterschied ist, wenn ich einen Hemdknopf hingelegt habe, ohne mit dem Bewußtsein dabei zu sein — da kann ich am Morgen herumlaufen und suchen, immer suchen — und wenn ich mich ausdrücklich erinnere: Du hast dieses Knöpfchen hierhergelegt —; da werde ich nicht herumlaufen, sondern gerade darauf losgehen. Es kommt eben darauf an, ob man an irgend etwas denkt.
[ 19 ] In alten Zeiten haben die Menschen gewußt, daß sie wiederholt auf der Erde leben, aber durch die Jahrtausende hindurch haben sie gar nicht daran gedacht als an etwas Geistiges. Daher können sie sich im gegenwärtigen Erdenleben nicht daran erinnern. Aber es kommt eine Zeit, wo sie sich erinnern werden, geradeso wie für das vierjährige Kind eine Zeit kommt, in der es wird rechnen können.
[ 19 ] In alten Zeiten haben die Menschen gewußt, daß sie wiederholt auf der Erde leben, aber durch die Jahrtausende hindurch haben sie gar nicht daran gedacht als an etwas Geistiges. Daher können sie sich im gegenwärtigen Erdenleben nicht daran erinnern. Aber es kommt eine Zeit, wo sie sich erinnern werden, geradeso wie für das vierjährige Kind eine Zeit kommt, in der es wird rechnen können.
[ 20 ] Nun kommt die andere Frage: Der Mensch hat so ein Bestreben, sich im Kreis zu drehen. — Das ist durchaus eine ganz richtige Bemerkung. Da muß ich Sie auf folgendes aufmerksam machen. Wir lernen, was wir schon öfter betont haben, als Kind ja eigentlich erst stehen und gehen, wir lernen uns als Kind erst richtig aufrecht bewegen und so weiter. Jetzt denken Sie sich nur einmal, Sie liegen im Bett und schlafen, wachen wieder auf mit einem Traum, so kann der Traum nicht nur so sein, daß Sie sich da — im Traume natürlich ist das zunächst — drehen, sondern da können Sie sogar fliegen! Und die Träume, in denen der Mensch fliegt, zunächst natürlich seelisch, die sind ja gar nicht so selten. Daß der Mensch im Traume fliegt, das kommt ja in der Regel daher: Er wacht auf. Er ist gewöhnt, wenn er im Wachzustande ist, unter sich entweder den Boden zu fühlen unter den Fußsohlen oder unter sich den Stuhlsitz zu fühlen, etwas unter sich zu haben, worauf er senkrecht sitzt, kurz, immer etwas unter sich zu fühlen, wenn er wach ist. Wenn der Mensch jetzt liegt, dann kommt es ja sehr selten vor, daß er mit seinen Fußsohlen unten am Bett anstößt, sondern die Fußsohlen sind frei. Er wacht also auf in einer Lage, die er nicht gewöhnt ist. Er glaubt, er ist in der Luft und fliegt. Das ist also zunächst sein Glaube.
[ 20 ] Nun kommt die andere Frage: Der Mensch hat so ein Bestreben, sich im Kreis zu drehen. — Das ist durchaus eine ganz richtige Bemerkung. Da muß ich Sie auf folgendes aufmerksam machen. Wir lernen, was wir schon öfter betont haben, als Kind ja eigentlich erst stehen und gehen, wir lernen uns als Kind erst richtig aufrecht bewegen und so weiter. Jetzt denken Sie sich nur einmal, Sie liegen im Bett und schlafen, wachen wieder auf mit einem Traum, so kann der Traum nicht nur so sein, daß Sie sich da — im Traume natürlich ist das zunächst — drehen, sondern da können Sie sogar fliegen! Und die Träume, in denen der Mensch fliegt, zunächst natürlich seelisch, die sind ja gar nicht so selten. Daß der Mensch im Traume fliegt, das kommt ja in der Regel daher: Er wacht auf. Er ist gewöhnt, wenn er im Wachzustande ist, unter sich entweder den Boden zu fühlen unter den Fußsohlen oder unter sich den Stuhlsitz zu fühlen, etwas unter sich zu haben, worauf er senkrecht sitzt, kurz, immer etwas unter sich zu fühlen, wenn er wach ist. Wenn der Mensch jetzt liegt, dann kommt es ja sehr selten vor, daß er mit seinen Fußsohlen unten am Bett anstößt, sondern die Fußsohlen sind frei. Er wacht also auf in einer Lage, die er nicht gewöhnt ist. Er glaubt, er ist in der Luft und fliegt. Das ist also zunächst sein Glaube.
[ 21 ] Aber jetzt müssen Sie folgendes nehmen. Wenn wir erst im Leben als Kinder gehen und stehen lernen, also aufrecht sein, dann liegt ja das Sich-Aufrichten nicht von Geburt an in uns; das lernen wir ja erst. Dagegen fragen wir uns nun: Woher kommt denn dieses Sich-Aufrichten? Was tun wir, wenn wir aufrecht gehen? — Das müssen Sie sich nur einmal sehr gut überlegen, was Sie da tun. Denken Sie sich, da wäre die Oberfläche der Erde (Zeichnung S. 24). Wenn Sie da hier einen Stein loslösen, so fliegt er zur Erde. Warum? Wir sagen, weil die Erde ihn anzieht. Ob das nun ganz genau so stimmt, daß die Erde ihn wie an einem Faden anzieht oder nicht, müßte man erst richtig auffassen. Darüber könnten wir auch einmal reden. Aber jedenfalls ist ja eine Kraft da, die ihn da herunterzieht, sonst würde er nicht fallen. Und überall, wo der Stein auch ist, fällt er senkrecht auf die Erde hin.
[ 21 ] Aber jetzt müssen Sie folgendes nehmen. Wenn wir erst im Leben als Kinder gehen und stehen lernen, also aufrecht sein, dann liegt ja das Sich-Aufrichten nicht von Geburt an in uns; das lernen wir ja erst. Dagegen fragen wir uns nun: Woher kommt denn dieses Sich-Aufrichten? Was tun wir, wenn wir aufrecht gehen? — Das müssen Sie sich nur einmal sehr gut überlegen, was Sie da tun. Denken Sie sich, da wäre die Oberfläche der Erde (Zeichnung S. 24). Wenn Sie da hier einen Stein loslösen, so fliegt er zur Erde. Warum? Wir sagen, weil die Erde ihn anzieht. Ob das nun ganz genau so stimmt, daß die Erde ihn wie an einem Faden anzieht oder nicht, müßte man erst richtig auffassen. Darüber könnten wir auch einmal reden. Aber jedenfalls ist ja eine Kraft da, die ihn da herunterzieht, sonst würde er nicht fallen. Und überall, wo der Stein auch ist, fällt er senkrecht auf die Erde hin.
[ 22 ] Da, in diese Linie müssen wir uns auch hineinstellen lernen. Wir müssen uns in die senkrechte Linie hineinstellen lernen, wenn wir Erdenmensch sind. Wir passen uns also in diese senkrechte Linie hinein. Unser ganzer physischer Körper hätte gar keinen Sinn, wenn wir uns nicht hineinpassen würden in die senkrechte Lage. Denn schauen Sie die Tiere an, die nicht in der senkrechten Lage gehen, sondern die mit allen vieren gehen: Ja, deren Zehen sind ganz anders gestaltet als unsere Finger! Wir müssen uns also, wenn unser physischer Körper einen Sinn haben soll, in die senkrechte Lage hineinpassen; das ist ganz notwendig.
[ 22 ] Da, in diese Linie müssen wir uns auch hineinstellen lernen. Wir müssen uns in die senkrechte Linie hineinstellen lernen, wenn wir Erdenmensch sind. Wir passen uns also in diese senkrechte Linie hinein. Unser ganzer physischer Körper hätte gar keinen Sinn, wenn wir uns nicht hineinpassen würden in die senkrechte Lage. Denn schauen Sie die Tiere an, die nicht in der senkrechten Lage gehen, sondern die mit allen vieren gehen: Ja, deren Zehen sind ganz anders gestaltet als unsere Finger! Wir müssen uns also, wenn unser physischer Körper einen Sinn haben soll, in die senkrechte Lage hineinpassen; das ist ganz notwendig.
[ 23 ] Aber dasjenige, was da der physische Körper nötig hat, hat das auch der Ätherleib nötig? Sie wissen, ich habe Ihnen gesagt: Wir haben nicht nur diesen physischen Körper, den wir mit Augen sehen, wenn wir den Menschen ansehen, den wir mit Händen betasten können, sondern wir haben auch einen feinen Ätherleib. Ja, dieser Ätherleib, der hat nicht nötig, sich so anzupassen. Der behält andere Gewohnheiten bei. Welche Gewohnheiten? Nun, meine Herren, Sie wissen, die Erde ist rund, Tag und Nacht wechseln. Wodurch wechseln denn Tag und Nacht? Nicht wahr, die Sonne steht hier (es wird gezeichnet), und wenn die Sonnenstrahlen so auf die Erde fallen, dann ist auf der Seite Tag. Es würde immer Tag bleiben, wenn die Erde sich nicht drehen würde. Wenn dann diese Hälfte, da hier, die rot ist, hier herüberkommt, dann ist es auf dieser Hälfte Nacht und auf der anderen Hälfte — sie kommt dann hier herüber — ist es Tag.
[ 23 ] Aber dasjenige, was da der physische Körper nötig hat, hat das auch der Ätherleib nötig? Sie wissen, ich habe Ihnen gesagt: Wir haben nicht nur diesen physischen Körper, den wir mit Augen sehen, wenn wir den Menschen ansehen, den wir mit Händen betasten können, sondern wir haben auch einen feinen Ätherleib. Ja, dieser Ätherleib, der hat nicht nötig, sich so anzupassen. Der behält andere Gewohnheiten bei. Welche Gewohnheiten? Nun, meine Herren, Sie wissen, die Erde ist rund, Tag und Nacht wechseln. Wodurch wechseln denn Tag und Nacht? Nicht wahr, die Sonne steht hier (es wird gezeichnet), und wenn die Sonnenstrahlen so auf die Erde fallen, dann ist auf der Seite Tag. Es würde immer Tag bleiben, wenn die Erde sich nicht drehen würde. Wenn dann diese Hälfte, da hier, die rot ist, hier herüberkommt, dann ist es auf dieser Hälfte Nacht und auf der anderen Hälfte — sie kommt dann hier herüber — ist es Tag.
[ 24 ] Also Tag und Nacht entstehen dadurch, daß sich die Erde dreht. Jetzt denken Sie sich einmal: Der Ätherleib des Menschen, dieser feine Körper, den der Mensch auch hat, der gewöhnt sich als Kind nicht so in die senkrechte Stellung hinein, sondern der will immer diese Drehung der Erde mitmachen. Dieser Ätherleib, der will sich immer um die Erde herum bewegen; so will er immer sein, diese Bewegung will er immer machen. Wenn der Ätherleib nicht diese Bewegung machen wollte, dann würden Sie, wenn Sie gerade in der Richtung der Erde gehen, weil die Erde diese Bewegung macht, fortwährend sich umdrehen wollen, weil Ihnen immer alles weh täte von dem Stoß, den Sie kriegen. Es muß etwas sein in Ihnen, was die Bewegung der Erde immer mitmacht, sonst würde Ihnen immer alles weh tun.
[ 24 ] Also Tag und Nacht entstehen dadurch, daß sich die Erde dreht. Jetzt denken Sie sich einmal: Der Ätherleib des Menschen, dieser feine Körper, den der Mensch auch hat, der gewöhnt sich als Kind nicht so in die senkrechte Stellung hinein, sondern der will immer diese Drehung der Erde mitmachen. Dieser Ätherleib, der will sich immer um die Erde herum bewegen; so will er immer sein, diese Bewegung will er immer machen. Wenn der Ätherleib nicht diese Bewegung machen wollte, dann würden Sie, wenn Sie gerade in der Richtung der Erde gehen, weil die Erde diese Bewegung macht, fortwährend sich umdrehen wollen, weil Ihnen immer alles weh täte von dem Stoß, den Sie kriegen. Es muß etwas sein in Ihnen, was die Bewegung der Erde immer mitmacht, sonst würde Ihnen immer alles weh tun.
[ 25 ] Daraus können Sie auch sehen, wie gedankenlos die gegenwärtige Wissenschaft ist. Die weiß ganz gut, daß die Erde sich dreht, nicht nur diese Bewegung macht, die der physische Leib macht, wo er sich angepaßt hat an diese senkrechte Lage. Aber man hat jetzt keinen Körper, der diese Bewegung mitmacht! Das ist die Geschichte.
[ 25 ] Daraus können Sie auch sehen, wie gedankenlos die gegenwärtige Wissenschaft ist. Die weiß ganz gut, daß die Erde sich dreht, nicht nur diese Bewegung macht, die der physische Leib macht, wo er sich angepaßt hat an diese senkrechte Lage. Aber man hat jetzt keinen Körper, der diese Bewegung mitmacht! Das ist die Geschichte.
[ 26 ] Jetzt denken Sie sich einmal, daß Sie in Ohnmacht fallen. Wenn Sie in Ohnmacht fallen, dann geht aus Ihrem physischen Leib und dem Ätherleib etwas heraus, das Ich und der astralische Leib, also das eigentliche Geistig-Seelische. Und dabei verspüren Sie, daß der Ätherleib sich drehen will. Da drehen Sie sich zunächst seelisch-geistig geradeso wie am Morgen beim Traum, wo Sie gespürt haben, da ist der Erdboden nicht unter Ihnen. Also wenn Sie in Ohnmacht fallen, drehen Sie sich zunächst geistig. Wenn der Mensch Schwindel hat zum Beispiel, da will sich bloß das drehen, was seelisch ist. Denken Sie sich aber, Sie gehen jetzt gedankenlos fort. Ja, wenn Sie gedankenlos fortgehen, da bewegen Sie mechanisch den physischen Leib. Da denken Sie gar nicht an Ihr Gehen, und insbesondere, wenn es im Walde neblig ist, da können Sie nicht an Ihr Gehen denken; Sie wissen ja nicht wo aus, wo ein — wo soll ich hin? Sie richten sich ja, wenn Sie mit dem physischen Körper gehen, nach einem bestimmten Punkt. Manchmal wissen Sie es gar nicht, aber der Weg selber leitet Sie an, an einen bestimmten Punkt hinzugehen. Wenn es aber neblig ist, sehen Sie nichts; da kennt sich Ihr physischer Leib nicht aus. Dann kommt Ihr Ätherleib; der will nur seine Bewegung machen, und die ist eine runde Bewegung. Da folgt er der runden Bewegung, da zieht er den physischen Leib mit! Wenn Sie bloß träumen oder Schwindel haben, da macht der astralische Leib die Bewegung. Wenn Sie aber im Gang sind, da zieht der Ätherleib die physische Bewegung hinein in den physischen Leib, und Sie machen das mit. Daraus aber ersehen Sie, daß der Ätherleib gar nicht erdgebunden ist. Der Ätherleib im Menschen macht also nicht mit, was auf der Erde ist.
[ 26 ] Jetzt denken Sie sich einmal, daß Sie in Ohnmacht fallen. Wenn Sie in Ohnmacht fallen, dann geht aus Ihrem physischen Leib und dem Ätherleib etwas heraus, das Ich und der astralische Leib, also das eigentliche Geistig-Seelische. Und dabei verspüren Sie, daß der Ätherleib sich drehen will. Da drehen Sie sich zunächst seelisch-geistig geradeso wie am Morgen beim Traum, wo Sie gespürt haben, da ist der Erdboden nicht unter Ihnen. Also wenn Sie in Ohnmacht fallen, drehen Sie sich zunächst geistig. Wenn der Mensch Schwindel hat zum Beispiel, da will sich bloß das drehen, was seelisch ist. Denken Sie sich aber, Sie gehen jetzt gedankenlos fort. Ja, wenn Sie gedankenlos fortgehen, da bewegen Sie mechanisch den physischen Leib. Da denken Sie gar nicht an Ihr Gehen, und insbesondere, wenn es im Walde neblig ist, da können Sie nicht an Ihr Gehen denken; Sie wissen ja nicht wo aus, wo ein — wo soll ich hin? Sie richten sich ja, wenn Sie mit dem physischen Körper gehen, nach einem bestimmten Punkt. Manchmal wissen Sie es gar nicht, aber der Weg selber leitet Sie an, an einen bestimmten Punkt hinzugehen. Wenn es aber neblig ist, sehen Sie nichts; da kennt sich Ihr physischer Leib nicht aus. Dann kommt Ihr Ätherleib; der will nur seine Bewegung machen, und die ist eine runde Bewegung. Da folgt er der runden Bewegung, da zieht er den physischen Leib mit! Wenn Sie bloß träumen oder Schwindel haben, da macht der astralische Leib die Bewegung. Wenn Sie aber im Gang sind, da zieht der Ätherleib die physische Bewegung hinein in den physischen Leib, und Sie machen das mit. Daraus aber ersehen Sie, daß der Ätherleib gar nicht erdgebunden ist. Der Ätherleib im Menschen macht also nicht mit, was auf der Erde ist.
[ 27 ] Nun denken Sie sich einmal: Der Mensch ist ja als solcher ein Erdenwesen zwischen der Geburt und dem Tode. Da muß er arbeiten. Aber Sie wissen ja, immer geht es nicht mit der Arbeit. Der physische Leib würde abgenutzt und so weiter. Da will der Mensch nun seinen physischen Leib zwar bewegen, aber er will ihn nicht so bewegen, wie sich der physische Leib an die Erde angepaßt hat, er will sich nach dem Ätherleib richten. Der Ätherleib will aber runde Bewegungen machen, und da tanzt der Mensch. Und der gewöhnliche Tanz besteht eben einfach darinnen, daß der Mensch nicht seinem physischen Leib folgen will, sondern seinem Ätherleib. Die Begierde, zu tanzen, ist gerade dazu da, daß der Mensch seinen physischen Leib vergessen kann und sich fühlen kann als ein Wesen, das der Welt angehört.
[ 27 ] Nun denken Sie sich einmal: Der Mensch ist ja als solcher ein Erdenwesen zwischen der Geburt und dem Tode. Da muß er arbeiten. Aber Sie wissen ja, immer geht es nicht mit der Arbeit. Der physische Leib würde abgenutzt und so weiter. Da will der Mensch nun seinen physischen Leib zwar bewegen, aber er will ihn nicht so bewegen, wie sich der physische Leib an die Erde angepaßt hat, er will sich nach dem Ätherleib richten. Der Ätherleib will aber runde Bewegungen machen, und da tanzt der Mensch. Und der gewöhnliche Tanz besteht eben einfach darinnen, daß der Mensch nicht seinem physischen Leib folgen will, sondern seinem Ätherleib. Die Begierde, zu tanzen, ist gerade dazu da, daß der Mensch seinen physischen Leib vergessen kann und sich fühlen kann als ein Wesen, das der Welt angehört.
[ 28 ] Allerdings würde der Mensch nach seinem inneren Gefühl viel zu viel der Welt angehören wollen und seinem Ätherleib folgen. Eigentlich möchte der Mensch meistens sich nicht so bewegen, wie es die Erde von ihm haben will, sondern er möchte eigentlich seinem Ätherleib folgen. Und es könnte ihm recht gut gefallen, recht viel sich in der Runde zu bewegen, wie der Ätherleib sich bewegen will. Daher muß der Mensch sich gewöhnen an solche Bewegungen, die der Erde angehören. Und diese gewöhnlichen Bewegungen haben wir auch in die Erziehung aufgenommen: man turnt. Warum turnt man? Das Turnen besteht darin, daß der Mensch sich noch mehr anpaßt der Erde, als er sich sonst der Erde anpassen kann. Daß der Mensch also mehr abkommt von seinem Ätherleib, nicht immer seinem Ätherleib folgt, deshalb turnt er. Aber der Mensch muß natürlich auch, damit er nicht ganz entfremdet wird der großen Welt, der Außenwelt, auch solche Bewegungen machen, die ihn nicht an die Erde binden.
[ 28 ] Allerdings würde der Mensch nach seinem inneren Gefühl viel zu viel der Welt angehören wollen und seinem Ätherleib folgen. Eigentlich möchte der Mensch meistens sich nicht so bewegen, wie es die Erde von ihm haben will, sondern er möchte eigentlich seinem Ätherleib folgen. Und es könnte ihm recht gut gefallen, recht viel sich in der Runde zu bewegen, wie der Ätherleib sich bewegen will. Daher muß der Mensch sich gewöhnen an solche Bewegungen, die der Erde angehören. Und diese gewöhnlichen Bewegungen haben wir auch in die Erziehung aufgenommen: man turnt. Warum turnt man? Das Turnen besteht darin, daß der Mensch sich noch mehr anpaßt der Erde, als er sich sonst der Erde anpassen kann. Daß der Mensch also mehr abkommt von seinem Ätherleib, nicht immer seinem Ätherleib folgt, deshalb turnt er. Aber der Mensch muß natürlich auch, damit er nicht ganz entfremdet wird der großen Welt, der Außenwelt, auch solche Bewegungen machen, die ihn nicht an die Erde binden.
[ 29 ] Nun, sehen Sie, wir leben heute in der Zeit des Materialismus. Diejenigen Menschen, die am meisten Sehnsucht haben nach dem Materialismus, die leben im Westen. Die Morgenländer, die eine alte Kultur gehabt haben, die Asiaten, die haben keine große Sehnsucht, der Erde anzugehören. Die betrachten die Erde als ein rechtes Jammertal, viel mehr als der Christ, und diejenigen, die im Orient, in Asien leben, die möchten sich so schnell als möglich wieder aus dem Staube machen.
[ 29 ] Nun, sehen Sie, wir leben heute in der Zeit des Materialismus. Diejenigen Menschen, die am meisten Sehnsucht haben nach dem Materialismus, die leben im Westen. Die Morgenländer, die eine alte Kultur gehabt haben, die Asiaten, die haben keine große Sehnsucht, der Erde anzugehören. Die betrachten die Erde als ein rechtes Jammertal, viel mehr als der Christ, und diejenigen, die im Orient, in Asien leben, die möchten sich so schnell als möglich wieder aus dem Staube machen.
[ 30 ] Aber die westlichen Leute, die haben die Erde so gern, furchtbar gern. Nicht, daß sie sich das sagen, aber sie möchten eigentlich immer auf der Erde bleiben. Deshalb möchten sie auch folgendes. Und jetzt muß ich Ihnen etwas sagen: Der Ätherleib, der will sich himmelsgemäß bewegen. Die Planeten bewegen sich im Kreis, also die Erde bewegt sich im Kreis. Der Ätherleib möchte sich im Kreis bewegen, der physische Leib möchte aus diesem Kreis heraus. Wenn er viel zu arbeiten hat, kommt er schon aus diesem Kreis heraus; aber nehmen wir an, die höheren Stände im Westen, die nichts zu arbeiten haben, wie kommt es denen vor? Denen kommt es etwas eigentümlich vor, die fühlen sich unbehaglich, weil der Ätherleib sie fortwährend sekkiert. Wenn so ein beefsteakessender Mensch durch die Welt geht, da sekkiert ihn, da quält ihn fortwährend der Ätherleib, und er möchte runde Bewegungen machen. Und dieser beefsteakessende Mensch will dann diesen runden Bewegungen vom Ätherleib folgen. Donnerwetter, das ist so unangenehm! Der Ätherleib will fortwährend tanzen, runde, schön runde Bewegungen machen, und der Beefsteakessende, der kann nicht nach. Nun will er seinen physischen Leib gewöhnen, daß er stark genug ist, sich nicht immerfort vom Ätherleib in die Runde reißen zu lassen. Jetzt macht er Sport; nicht nur Turnen, sondern Sport. Und dieser Sport hat das Ergebnis, daß der Mensch ganz herauskommt aus seinem Ätherleib, ganz nur den physischen Erdenbewegungen folgt. Dadurch wird der Mensch immer mehr der Erde befreundet und kommt ab von der geistigen Welt.
[ 30 ] Aber die westlichen Leute, die haben die Erde so gern, furchtbar gern. Nicht, daß sie sich das sagen, aber sie möchten eigentlich immer auf der Erde bleiben. Deshalb möchten sie auch folgendes. Und jetzt muß ich Ihnen etwas sagen: Der Ätherleib, der will sich himmelsgemäß bewegen. Die Planeten bewegen sich im Kreis, also die Erde bewegt sich im Kreis. Der Ätherleib möchte sich im Kreis bewegen, der physische Leib möchte aus diesem Kreis heraus. Wenn er viel zu arbeiten hat, kommt er schon aus diesem Kreis heraus; aber nehmen wir an, die höheren Stände im Westen, die nichts zu arbeiten haben, wie kommt es denen vor? Denen kommt es etwas eigentümlich vor, die fühlen sich unbehaglich, weil der Ätherleib sie fortwährend sekkiert. Wenn so ein beefsteakessender Mensch durch die Welt geht, da sekkiert ihn, da quält ihn fortwährend der Ätherleib, und er möchte runde Bewegungen machen. Und dieser beefsteakessende Mensch will dann diesen runden Bewegungen vom Ätherleib folgen. Donnerwetter, das ist so unangenehm! Der Ätherleib will fortwährend tanzen, runde, schön runde Bewegungen machen, und der Beefsteakessende, der kann nicht nach. Nun will er seinen physischen Leib gewöhnen, daß er stark genug ist, sich nicht immerfort vom Ätherleib in die Runde reißen zu lassen. Jetzt macht er Sport; nicht nur Turnen, sondern Sport. Und dieser Sport hat das Ergebnis, daß der Mensch ganz herauskommt aus seinem Ätherleib, ganz nur den physischen Erdenbewegungen folgt. Dadurch wird der Mensch immer mehr der Erde befreundet und kommt ab von der geistigen Welt.
[ 31 ] Sie dürfen nicht glauben, daß man von der geistigen Welt bloß dadurch abkommt, daß man nicht über sie nachdenkt, sondern auch durch solche Sachen: wenn man viel zu viel Sport treibt, wenn man also den physischen Leib ganz und gar abbringt vom Ätherleib. Das ist für den Menschen schrecklich, und das ist sogar etwas, was eine, ich möchte sagen, ganz besorgliche Sache ist. Je mehr Sport getrieben wird, desto mehr vergessen die Menschen das Geistige und kommen nach ihrem Tode sogleich, in ganz kurzer Zeit, wieder zurück aus der geistigen Welt. So daß also, wenn alles das, was im Westen ist, nicht etwas Geist empfangen würde, nach und nach die Erde überhaupt nur von Menschen bewohnt würde, die schon gar nicht mehr zurück wollen in die geistige Welt. Aber da würden ja auf der Erde nach und nach nur Menschen sein, die die Erde allmählich ganz zugrunde richten. Ein bißchen fangen wir ja schon an damit. Das bißchen ist für die Menschen der Gegenwart schon recht stark. Aber wenn die Menschen anfangen, sich gar nicht mehr nach ihrem Ätherleib zu richten, sondern nur nach ihrem physischen Leib, das ist etwas, was auf der Erde furchtbare Zustände hervorrufen wird. Und da muß man wiederum mit der Geisteswissenschaft eingreifen. Das kann man nur dadurch, daß man nun den Bewegungen, die ganz und gar darauf angelegt sind, den Menschen in seinen physischen Leib hereinzutreiben, ganz zum Erdenmenschen zu machen, auch andere Bewegungen entgegensetzt.
[ 31 ] Sie dürfen nicht glauben, daß man von der geistigen Welt bloß dadurch abkommt, daß man nicht über sie nachdenkt, sondern auch durch solche Sachen: wenn man viel zu viel Sport treibt, wenn man also den physischen Leib ganz und gar abbringt vom Ätherleib. Das ist für den Menschen schrecklich, und das ist sogar etwas, was eine, ich möchte sagen, ganz besorgliche Sache ist. Je mehr Sport getrieben wird, desto mehr vergessen die Menschen das Geistige und kommen nach ihrem Tode sogleich, in ganz kurzer Zeit, wieder zurück aus der geistigen Welt. So daß also, wenn alles das, was im Westen ist, nicht etwas Geist empfangen würde, nach und nach die Erde überhaupt nur von Menschen bewohnt würde, die schon gar nicht mehr zurück wollen in die geistige Welt. Aber da würden ja auf der Erde nach und nach nur Menschen sein, die die Erde allmählich ganz zugrunde richten. Ein bißchen fangen wir ja schon an damit. Das bißchen ist für die Menschen der Gegenwart schon recht stark. Aber wenn die Menschen anfangen, sich gar nicht mehr nach ihrem Ätherleib zu richten, sondern nur nach ihrem physischen Leib, das ist etwas, was auf der Erde furchtbare Zustände hervorrufen wird. Und da muß man wiederum mit der Geisteswissenschaft eingreifen. Das kann man nur dadurch, daß man nun den Bewegungen, die ganz und gar darauf angelegt sind, den Menschen in seinen physischen Leib hereinzutreiben, ganz zum Erdenmenschen zu machen, auch andere Bewegungen entgegensetzt.
[ 32 ] Jetzt sind die Menschen schon so gesinnt, daß ihnen das Wichtigste ist, Erdenmenschen zu werden. Sie werden schon jetzt, nachdem ich Ihnen so viele Vorträge gehalten habe, begreifen, daß einem bei solchen Dingen, ohne daß man ein Philister ist, das Herz weh tut.
[ 32 ] Jetzt sind die Menschen schon so gesinnt, daß ihnen das Wichtigste ist, Erdenmenschen zu werden. Sie werden schon jetzt, nachdem ich Ihnen so viele Vorträge gehalten habe, begreifen, daß einem bei solchen Dingen, ohne daß man ein Philister ist, das Herz weh tut.
[ 33 ] Sehen Sie, ich war im letzten Sommer auch in England. Gerade als wir abreisten, war ganz England voll von Erregung, wartete auf die Blätter, die abends erscheinen sollten über das wichtigste Ereignis. Alles wartete gespannt auf die Abendblätter. Auf was warteten sie? Auf den Ausgang des Fußballspieles!
[ 33 ] Sehen Sie, ich war im letzten Sommer auch in England. Gerade als wir abreisten, war ganz England voll von Erregung, wartete auf die Blätter, die abends erscheinen sollten über das wichtigste Ereignis. Alles wartete gespannt auf die Abendblätter. Auf was warteten sie? Auf den Ausgang des Fußballspieles!
[ 34 ] Jetzt sind wir gerade von Norwegen heruntergefahren. Wie wir einstiegen, waren viele da, die uns begleiteten. Der Bahnsteig stand voller Menschen. Und als der Zug sich in Bewegung setzte, erscholl es: Hurrah! Hurrah! — Und auf der nächsten Station schrien sie: Hoch soll er leben! — Ja, unseretwegen geschah das natürlich nicht, sondern es frägt sich, was da war. Ich konnte gerade noch erfahren: Das waren Fußballer, die von Mitteleuropa da hinaufgekommen waren und nun wieder zurückfuhren.
[ 34 ] Jetzt sind wir gerade von Norwegen heruntergefahren. Wie wir einstiegen, waren viele da, die uns begleiteten. Der Bahnsteig stand voller Menschen. Und als der Zug sich in Bewegung setzte, erscholl es: Hurrah! Hurrah! — Und auf der nächsten Station schrien sie: Hoch soll er leben! — Ja, unseretwegen geschah das natürlich nicht, sondern es frägt sich, was da war. Ich konnte gerade noch erfahren: Das waren Fußballer, die von Mitteleuropa da hinaufgekommen waren und nun wieder zurückfuhren.
[ 35 ] Ja, wofür interessieren sich heute die Menschen? Also viel mehr als für irgendein Ereignis, das mit Wohl und Wehe von Millionen Menschen etwas zu tun hat, interessieren sich heute die Leute für diese Dinge, die nach und nach den physischen Leib wegziehen vom Ätherleib, so daß der Mensch überhaupt nurmehr ein Erdentier wird.
[ 35 ] Ja, wofür interessieren sich heute die Menschen? Also viel mehr als für irgendein Ereignis, das mit Wohl und Wehe von Millionen Menschen etwas zu tun hat, interessieren sich heute die Leute für diese Dinge, die nach und nach den physischen Leib wegziehen vom Ätherleib, so daß der Mensch überhaupt nurmehr ein Erdentier wird.
[ 36 ] Das ist der Grund, warum den Bewegungen, die heute in aller Welt gemacht werden und die immer weiter und weiter sich verbreiten, andere entgegengesetzt werden müssen: das sind die eurythmischen Bewegungen. Die richten sich nach dem Ätherleib. Wenn Sie Eurythmie sehen, da werden Sie alle diejenigen Bewegungen sehen, die der ätherische Leib ausführt. Wenn Sie Sport sehen, werden Sie alle diejenigen Bewegungen sehen, die der physische Leib ausführt.
[ 36 ] Das ist der Grund, warum den Bewegungen, die heute in aller Welt gemacht werden und die immer weiter und weiter sich verbreiten, andere entgegengesetzt werden müssen: das sind die eurythmischen Bewegungen. Die richten sich nach dem Ätherleib. Wenn Sie Eurythmie sehen, da werden Sie alle diejenigen Bewegungen sehen, die der ätherische Leib ausführt. Wenn Sie Sport sehen, werden Sie alle diejenigen Bewegungen sehen, die der physische Leib ausführt.
[ 37 ] Ja, meine Herren, das ist außerordentlich wichtig, denn zugleich gibt es die Sehnsucht nach dem Sport. Ich will nun nicht gegen den Sport im allgemeinen reden. Der Sport ist natürlich, wenn er getrieben wird von Menschen, die außerdem arbeiten, ganz gut, denn in der Arbeit muß man sich mehr unnatürliche Bewegungen angewöhnen; wenn man dann im Sport natürliche Bewegungen hineinbringt, die mehr dem physischen Menschen angepaßt sind, dann ist das Erholen im Sport gut. Aber dieses heutige Treiben von Sport, wo auch viele Menschen teilnehmen, die gar nicht sich zu erholen brauchen, was ist denn dies? Ja es gibt heute Sportsleute, die gehen unter Umständen — natürlich nicht alle, aber einzelne gibt es schon — rasch einmal morgens in die Kirche, da beten sie: Ich glaube an einen Gott im Himmel und so weiter. Dann gehen sie auf den Sportplatz. Ja, da sprechen sie es nicht mit Worten aus, aber was sie da tun, wenn man es in Worte faßt, so heißt das: Ich glaube ja nicht an einen Gott im Himmel. Der hat mir den Ätherleib gegeben, aber von dem will ich nichts wissen. Ich glaube an Fleisch und Knochen, das ist meine einzige Seligkeit. — Sehen Sie, das ist natürlich die notwendige, unbewußte Folge desjenigen, was heute getrieben wird. Nicht bloß dadurch, daß man sagt, man will nichts wissen vom Geistigen, ist man Materialist, sondern durch solche Sachen, durch die man den ganzen Menschen losreißt vom Geistigen.
[ 37 ] Ja, meine Herren, das ist außerordentlich wichtig, denn zugleich gibt es die Sehnsucht nach dem Sport. Ich will nun nicht gegen den Sport im allgemeinen reden. Der Sport ist natürlich, wenn er getrieben wird von Menschen, die außerdem arbeiten, ganz gut, denn in der Arbeit muß man sich mehr unnatürliche Bewegungen angewöhnen; wenn man dann im Sport natürliche Bewegungen hineinbringt, die mehr dem physischen Menschen angepaßt sind, dann ist das Erholen im Sport gut. Aber dieses heutige Treiben von Sport, wo auch viele Menschen teilnehmen, die gar nicht sich zu erholen brauchen, was ist denn dies? Ja es gibt heute Sportsleute, die gehen unter Umständen — natürlich nicht alle, aber einzelne gibt es schon — rasch einmal morgens in die Kirche, da beten sie: Ich glaube an einen Gott im Himmel und so weiter. Dann gehen sie auf den Sportplatz. Ja, da sprechen sie es nicht mit Worten aus, aber was sie da tun, wenn man es in Worte faßt, so heißt das: Ich glaube ja nicht an einen Gott im Himmel. Der hat mir den Ätherleib gegeben, aber von dem will ich nichts wissen. Ich glaube an Fleisch und Knochen, das ist meine einzige Seligkeit. — Sehen Sie, das ist natürlich die notwendige, unbewußte Folge desjenigen, was heute getrieben wird. Nicht bloß dadurch, daß man sagt, man will nichts wissen vom Geistigen, ist man Materialist, sondern durch solche Sachen, durch die man den ganzen Menschen losreißt vom Geistigen.
[ 38 ] So daß man in bezug auf Ihre Fragestellung vorhin sagen kann: Wenn einer in den Wald geht und es ist neblig, und er verirrt sich, da kommt es vor, daß er einmal seinem Ätherleib nachläuft. Das ist nicht so schlimm, er kommt eben wieder an denselben Ort zurück. Wenn man sich dreht — das ist nicht so schlimm, da ist viel hin- und hergependelt, einmal hin- und hergependelt zum Ätherleib, einmal hin- und hergependelt zum physischen Leib. Das ist, weil der Mensch alle zwei hat und auch alle zwei ausbilden soll. Das ist da drinnen enthalten. Aber daß heute im allgemeinen im Westen eine Neigung ist, sich ganz loszureißen vom Ätherleib und den physischen Leib allein zu pflegen, das macht den furchtbaren Materialismus aus, der der eigentlich schädliche Materialismus ist. Denn der Gedanken-Materialismus ist nicht einmal der allerschädlichste. Der allerschädlichste ist der Materialismus, wo der ganze Mensch zum Tier herunterkommt. Das ist ja das, was man bedenken muß.
[ 38 ] So daß man in bezug auf Ihre Fragestellung vorhin sagen kann: Wenn einer in den Wald geht und es ist neblig, und er verirrt sich, da kommt es vor, daß er einmal seinem Ätherleib nachläuft. Das ist nicht so schlimm, er kommt eben wieder an denselben Ort zurück. Wenn man sich dreht — das ist nicht so schlimm, da ist viel hin- und hergependelt, einmal hin- und hergependelt zum Ätherleib, einmal hin- und hergependelt zum physischen Leib. Das ist, weil der Mensch alle zwei hat und auch alle zwei ausbilden soll. Das ist da drinnen enthalten. Aber daß heute im allgemeinen im Westen eine Neigung ist, sich ganz loszureißen vom Ätherleib und den physischen Leib allein zu pflegen, das macht den furchtbaren Materialismus aus, der der eigentlich schädliche Materialismus ist. Denn der Gedanken-Materialismus ist nicht einmal der allerschädlichste. Der allerschädlichste ist der Materialismus, wo der ganze Mensch zum Tier herunterkommt. Das ist ja das, was man bedenken muß.
[ 39 ] Man kommt sehr leicht dazu, daß einem die Leute sagen: Ja, der ist ein Philister, der wettert gegen den Sport! Sport ist etwas außerordentlich Nützliches. — Aber ich wettere gar nicht gegen den Sport. Die Leute sollen nur Sport treiben, sie sind eben freie Wesen. Aber sie werden sich dann eben ganz und gar als Menschen zugrunde richten, wenn sie bloß den sportlichen Dingen huldigen.
[ 39 ] Man kommt sehr leicht dazu, daß einem die Leute sagen: Ja, der ist ein Philister, der wettert gegen den Sport! Sport ist etwas außerordentlich Nützliches. — Aber ich wettere gar nicht gegen den Sport. Die Leute sollen nur Sport treiben, sie sind eben freie Wesen. Aber sie werden sich dann eben ganz und gar als Menschen zugrunde richten, wenn sie bloß den sportlichen Dingen huldigen.
[ 40 ] In dieser Beziehung muß man sich nur klar sein darüber, daß das, was ich in dem ersten Kapitel der «Kernpunkte» gesagt habe, im weitesten Umfange gilt. Ich habe natürlich gedacht, als ich diese «Kernpunkte» geschrieben habe, ich werde so schreiben, daß die Leute darüber nachdenken. Nun, sie haben sich ja einen Deut darum gekümmert! Sie haben gar nicht nachgedacht, und die «Kernpunkte» sind gar nicht verstanden worden. Ich habe gesagt: Gewiß, wir haben eine große demokratische, proletarische Bewegung, aber wenn man hinschaut, so machen ja die meisten Proletarier heute das nach, was die Bourgeois früher ihnen vorgemacht haben, so machen sie alles der Wissenschaft nach und glauben an dasjenige, was ihnen an den Universitäten vorgebracht wird. Manchmal sind die proletarischen Parteien die ersten, die Gesetzen zustimmen — ich erinnere an die Kurierfreiheit —; die Sozialisten sind meistens die ersten, die sagen: Ja, da muß ein Sachverständigenkollegium sein und dergleichen. — Und in bezug auf Sport: Der Sport ist natürlich eine Bourgeois-Erfindung, die wird womöglich auch nachgemacht! Es wird ja natürlich nicht ganz gehen; aber immerhin, in der Gesinnung macht man das einfach nach und betrachtet es als etwas, was das einzig Heilsame ist, währenddem tatsächlich die proletarische Bewegung erst etwas werden kann, wenn sie einen eigenen Impuls bekommt, wenn sie nicht das nachmacht, was die früheren Klassen gemacht haben. Deshalb habe ich gerade dieses erste Kapitel geschrieben. Überall konnte man sehen, wie die proletarische Bewegung leider überall unter den Einfluß des Autoritätsglaubens kommt. Deshalb habe ich dieses erste Kapitel in den «Kernpunkten» geschrieben und habe gedacht, daß man darüber nachdenkt.
[ 40 ] In dieser Beziehung muß man sich nur klar sein darüber, daß das, was ich in dem ersten Kapitel der «Kernpunkte» gesagt habe, im weitesten Umfange gilt. Ich habe natürlich gedacht, als ich diese «Kernpunkte» geschrieben habe, ich werde so schreiben, daß die Leute darüber nachdenken. Nun, sie haben sich ja einen Deut darum gekümmert! Sie haben gar nicht nachgedacht, und die «Kernpunkte» sind gar nicht verstanden worden. Ich habe gesagt: Gewiß, wir haben eine große demokratische, proletarische Bewegung, aber wenn man hinschaut, so machen ja die meisten Proletarier heute das nach, was die Bourgeois früher ihnen vorgemacht haben, so machen sie alles der Wissenschaft nach und glauben an dasjenige, was ihnen an den Universitäten vorgebracht wird. Manchmal sind die proletarischen Parteien die ersten, die Gesetzen zustimmen — ich erinnere an die Kurierfreiheit —; die Sozialisten sind meistens die ersten, die sagen: Ja, da muß ein Sachverständigenkollegium sein und dergleichen. — Und in bezug auf Sport: Der Sport ist natürlich eine Bourgeois-Erfindung, die wird womöglich auch nachgemacht! Es wird ja natürlich nicht ganz gehen; aber immerhin, in der Gesinnung macht man das einfach nach und betrachtet es als etwas, was das einzig Heilsame ist, währenddem tatsächlich die proletarische Bewegung erst etwas werden kann, wenn sie einen eigenen Impuls bekommt, wenn sie nicht das nachmacht, was die früheren Klassen gemacht haben. Deshalb habe ich gerade dieses erste Kapitel geschrieben. Überall konnte man sehen, wie die proletarische Bewegung leider überall unter den Einfluß des Autoritätsglaubens kommt. Deshalb habe ich dieses erste Kapitel in den «Kernpunkten» geschrieben und habe gedacht, daß man darüber nachdenkt.
[ 41 ] Aber natürlich, das Nachdenken ist etwas, was die sporttreibenden Leute überhaupt nicht gern haben; denn wenn einer so recht Sport treibt, so ist es ja so, daß er aus dem Nachdenken herauskommt. Denken kann man nämlich nur mit dem Ätherleib. Sie können sich noch so anstrengen, mit dem physischen Leib können Sie nicht denken. Daher kann man nur sagen, wenn gefragt wird: Soll man nun Fleisch essen oder bloß Pflanzen, um besser denken zu können? — so kann man immer nur sagen: Durch das Essen kann man nicht das Denken kultivieren; das müßt ihr durch den Ätherleib machen. Da müßt ihr in den Ätherleib hineingehen.
[ 41 ] Aber natürlich, das Nachdenken ist etwas, was die sporttreibenden Leute überhaupt nicht gern haben; denn wenn einer so recht Sport treibt, so ist es ja so, daß er aus dem Nachdenken herauskommt. Denken kann man nämlich nur mit dem Ätherleib. Sie können sich noch so anstrengen, mit dem physischen Leib können Sie nicht denken. Daher kann man nur sagen, wenn gefragt wird: Soll man nun Fleisch essen oder bloß Pflanzen, um besser denken zu können? — so kann man immer nur sagen: Durch das Essen kann man nicht das Denken kultivieren; das müßt ihr durch den Ätherleib machen. Da müßt ihr in den Ätherleib hineingehen.
[ 42 ] Also Sie sehen, der Ätherleib zeigt geradezu seine Anwesenheit im Menschen durch diese runden Bewegungen, die der Mensch machen will, durch die Sehnsucht zu tanzen oder durch dieses Sich-Verirren und Im-Kreise-Gehen.
[ 42 ] Also Sie sehen, der Ätherleib zeigt geradezu seine Anwesenheit im Menschen durch diese runden Bewegungen, die der Mensch machen will, durch die Sehnsucht zu tanzen oder durch dieses Sich-Verirren und Im-Kreise-Gehen.
[ 43 ] Ja, meine Herren, wenn Sie zum Beispiel einmal in Wien gelebt haben, dann wissen Sie: die Wiener sind leichtlebige Menschen. Das sind sie schon; sie sind ja gemütlich, aber sie sind leichtlebige Menschen. In Wien gibt es den Prater. Das ist ein großer Lustgarten, ein riesiger Lustgarten. Der Prater ist etwas, wissen Sie, wo man eigentlich am Sonntag hingeht, wenn man nicht ein Taugenichts war, der jeden Tag in den Prater ging. Würstl gibt es im Prater, Bajazzi und so weiter, alles mögliche. Aber die Wege sind im Prater schon in einer eigentümlichen Weise als Wege eingerichtet. Dort kommen Sie nämlich, weil die Wege schon so eingerichtet sind, immer wieder an denselben Ort. Man geht durch eine lange Straße, geht irgendwo in den Wald hinein; ja, nach einiger Zeit ist man wieder dort, wo man gewesen war! War man bei einer Würstlbude, so ist man jetzt wieder da. Da sind schon die Wege so angelegt. Sehen Sie, die haben sich natürlich nicht gesagt: Da werden wir die Wiener herauslocken, daß sie sich belustigen — aber sie haben es gefühlt, empfunden, und deshalb haben sie die Wege schon so angelegt, daß die Leute gar nicht den Nebel brauchen, um wieder an denselben Ort zurückzukommen, sondern sie haben solche kreisförmige Wege gemacht, die der Ätherleib will, wo der Mensch sich schon ganz entrückt fühlt dem physischen Leib. Man kann sich nämlich auch entrückt fühlen, so daß man in ein rechtes Wohlgefühl hineinkommt. Wenn man keine Orientierung hat, dann geht man im Kreis. Wenn man aber schon so die Wege hat, daß man von selbst im Kreis geht, so hat man auch das Wohlgefühl. Und das wollten die Leute, die den Prater angelegt haben, bei den Wienern hervorrufen: daß ihr Ätherleib da ein rechtes Wohlgefühl hat, wenn sie immer wieder bei einer solchen Würstlbude zurückkommen. Das ist sehr raffiniert eingerichtet. Das besteht ja jetzt noch. Sie können es sich anschauen, wie immer die Wege so gehen. Wenn man sich hineinverliert — man kommt schon wieder zurück, aber man dreht sich. Und dieses Drehen, das ist etwas, was die Leute, namentlich wenn sie es so den ganzen Sonntagnachmittag machen, in ein richtiges Wohlgefühl hineinführt.
[ 43 ] Ja, meine Herren, wenn Sie zum Beispiel einmal in Wien gelebt haben, dann wissen Sie: die Wiener sind leichtlebige Menschen. Das sind sie schon; sie sind ja gemütlich, aber sie sind leichtlebige Menschen. In Wien gibt es den Prater. Das ist ein großer Lustgarten, ein riesiger Lustgarten. Der Prater ist etwas, wissen Sie, wo man eigentlich am Sonntag hingeht, wenn man nicht ein Taugenichts war, der jeden Tag in den Prater ging. Würstl gibt es im Prater, Bajazzi und so weiter, alles mögliche. Aber die Wege sind im Prater schon in einer eigentümlichen Weise als Wege eingerichtet. Dort kommen Sie nämlich, weil die Wege schon so eingerichtet sind, immer wieder an denselben Ort. Man geht durch eine lange Straße, geht irgendwo in den Wald hinein; ja, nach einiger Zeit ist man wieder dort, wo man gewesen war! War man bei einer Würstlbude, so ist man jetzt wieder da. Da sind schon die Wege so angelegt. Sehen Sie, die haben sich natürlich nicht gesagt: Da werden wir die Wiener herauslocken, daß sie sich belustigen — aber sie haben es gefühlt, empfunden, und deshalb haben sie die Wege schon so angelegt, daß die Leute gar nicht den Nebel brauchen, um wieder an denselben Ort zurückzukommen, sondern sie haben solche kreisförmige Wege gemacht, die der Ätherleib will, wo der Mensch sich schon ganz entrückt fühlt dem physischen Leib. Man kann sich nämlich auch entrückt fühlen, so daß man in ein rechtes Wohlgefühl hineinkommt. Wenn man keine Orientierung hat, dann geht man im Kreis. Wenn man aber schon so die Wege hat, daß man von selbst im Kreis geht, so hat man auch das Wohlgefühl. Und das wollten die Leute, die den Prater angelegt haben, bei den Wienern hervorrufen: daß ihr Ätherleib da ein rechtes Wohlgefühl hat, wenn sie immer wieder bei einer solchen Würstlbude zurückkommen. Das ist sehr raffiniert eingerichtet. Das besteht ja jetzt noch. Sie können es sich anschauen, wie immer die Wege so gehen. Wenn man sich hineinverliert — man kommt schon wieder zurück, aber man dreht sich. Und dieses Drehen, das ist etwas, was die Leute, namentlich wenn sie es so den ganzen Sonntagnachmittag machen, in ein richtiges Wohlgefühl hineinführt.
[ 44 ] Nun ist das ein viel unschuldigeres Wohlgefühl als manches andere Wohlgefühl. Sie wissen, daß auch sonst die Orientierung aufhört, ich habe Ihnen die Geschichte schon einmal erzählt: Wenn man abends spät nach Hause kommt und man nicht recht weiß, ob man betrunken ist oder nicht, so legt man sich den Zylinderhut aufs Bett. Sieht man ihn einmal, ist man nicht betrunken, sieht man ihn doppelt, so ist man betrunken. Das ist dadurch, daß es sich dreht. Sehen Sie, da dreht sich auch etwas: der Astralleib. Wenn der, der im Bett liegt, betrunken ist, so dreht sich sein Astralleib. Wenn aber einer auf mehr geistige Art, dadurch, daß er auf runden Wegen geht, den Ätherleib hineinbringt, da dreht sich der Ätherleib. Das ist die mehr unschuldige Art des Drehens.
[ 44 ] Nun ist das ein viel unschuldigeres Wohlgefühl als manches andere Wohlgefühl. Sie wissen, daß auch sonst die Orientierung aufhört, ich habe Ihnen die Geschichte schon einmal erzählt: Wenn man abends spät nach Hause kommt und man nicht recht weiß, ob man betrunken ist oder nicht, so legt man sich den Zylinderhut aufs Bett. Sieht man ihn einmal, ist man nicht betrunken, sieht man ihn doppelt, so ist man betrunken. Das ist dadurch, daß es sich dreht. Sehen Sie, da dreht sich auch etwas: der Astralleib. Wenn der, der im Bett liegt, betrunken ist, so dreht sich sein Astralleib. Wenn aber einer auf mehr geistige Art, dadurch, daß er auf runden Wegen geht, den Ätherleib hineinbringt, da dreht sich der Ätherleib. Das ist die mehr unschuldige Art des Drehens.
[ 45 ] Das Trinken geht in den Astralleib, das Drehen geht mehr in den Ätherleib. Da versteht man auch, was für ein Unterschied da ist. Denn schaue ich hin auf einen, der betrunken ist: Ja, der dreht sich nicht wie einer, der auf runden Wegen geht, sondern bei dem dreht sich ja alles, wie wenn sein Astralleib selber nun die Erdkugel geworden wäre. Der dreht sich, wie die Erde sich dreht. Das ist der astralische Leib, der sich dreht.
[ 45 ] Das Trinken geht in den Astralleib, das Drehen geht mehr in den Ätherleib. Da versteht man auch, was für ein Unterschied da ist. Denn schaue ich hin auf einen, der betrunken ist: Ja, der dreht sich nicht wie einer, der auf runden Wegen geht, sondern bei dem dreht sich ja alles, wie wenn sein Astralleib selber nun die Erdkugel geworden wäre. Der dreht sich, wie die Erde sich dreht. Das ist der astralische Leib, der sich dreht.
[ 46 ] Wenn aber die Leute tanzen oder sich im Wiener «Wurstl-Prater» herumdrehen, dann dreht sich der Ätherleib. Der nimmt den physischen Leib mit; das ist das unschuldigere. Man kann sagen: Bei einem, der tanzt, da dreht sich der Ätherleib, bei einem, der betrunken ist, da dreht sich der Astralleib. — Man kann also am Leben unterscheiden, an dem, was der Mensch tut, ob es der Ätherleib ist, der das macht, oder der Astralleib.
[ 46 ] Wenn aber die Leute tanzen oder sich im Wiener «Wurstl-Prater» herumdrehen, dann dreht sich der Ätherleib. Der nimmt den physischen Leib mit; das ist das unschuldigere. Man kann sagen: Bei einem, der tanzt, da dreht sich der Ätherleib, bei einem, der betrunken ist, da dreht sich der Astralleib. — Man kann also am Leben unterscheiden, an dem, was der Mensch tut, ob es der Ätherleib ist, der das macht, oder der Astralleib.
[ 47 ] Sehen Sie, auf solche Sachen geht die heutige Wissenschaft noch nicht ein. Daher kann sie auch die großen Fragen der Zivilisation gar nicht beantworten, denn die Leute wissen nicht, wie man die Dinge einrichten muß, damit der Mensch nicht ganz und gar unmenschlich wird. Die Menschheit wird immer tierischer, wenn die heutige Sportsucht so bleibt, wie sie ist.
[ 47 ] Sehen Sie, auf solche Sachen geht die heutige Wissenschaft noch nicht ein. Daher kann sie auch die großen Fragen der Zivilisation gar nicht beantworten, denn die Leute wissen nicht, wie man die Dinge einrichten muß, damit der Mensch nicht ganz und gar unmenschlich wird. Die Menschheit wird immer tierischer, wenn die heutige Sportsucht so bleibt, wie sie ist.
[ 48 ] Es muß schon etwas Geistiges in die Menschheit hineinkommen. Und ich bin überzeugt davon, daß diejenigen Menschen, die auf der einen Seite die Erde kennenlernen durch die Arbeit, daß sie auch auf der anderen Seite die Sehnsucht haben werden, hineinzukommen in das Geistige, und nach und nach verstehen lernen werden, daß man eben auch das Geistige durchaus pflegen muß, daß das notwendig ist.
[ 48 ] Es muß schon etwas Geistiges in die Menschheit hineinkommen. Und ich bin überzeugt davon, daß diejenigen Menschen, die auf der einen Seite die Erde kennenlernen durch die Arbeit, daß sie auch auf der anderen Seite die Sehnsucht haben werden, hineinzukommen in das Geistige, und nach und nach verstehen lernen werden, daß man eben auch das Geistige durchaus pflegen muß, daß das notwendig ist.
[ 49 ] Nun, das ist zunächst einmal dasjenige, was ich Ihnen sagen wollte. Wir wollen schon von diesen Dingen recht viel weiter reden, damit die Sachen allen klar werden.
[ 49 ] Nun, das ist zunächst einmal dasjenige, was ich Ihnen sagen wollte. Wir wollen schon von diesen Dingen recht viel weiter reden, damit die Sachen allen klar werden.
