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Rhythms in the Cosmos and in the Human Being
GA 350

2 June 1923, Dornach

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Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen
  1. Rhythms in the Cosmos and in the Human Being, tr. SOL

2. Das Wirken des Ätherischen und Astralischen im Menschen und in der Erde

2. Das Wirken des Ätherischen und Astralischen im Menschen und in der Erde

[ 1 ] Guten Morgen! Eigentlich möchte ich heute noch etwas hinzufügen zu dem, was ich das letzte Mal vorgebracht habe. Ich glaube, daß wir immer besser wissen werden, was eigentlich der Mensch im Weltenzusammenhange ist, wenn wir gerade solche Dinge betrachten. Ich möchte Ihnen also heute noch hinzufügen zu dem, was wir das letzte Mal besprochen haben, wie sich die Dinge eigentlich in Wirklichkeit verhalten, wenn so etwas über den Menschen kommt, wie zum Beispiel der graue oder der schwarze Star im Auge. Das Auge wird dann unbrauchbar. Der Mensch bekommt zunächst den Eindruck, als ob er vor den Augen etwas Flimmerndes hätte. Dann wird es immer undeutlicher und undeutlicher vor den Augen, und er kann dann nicht mehr sehen, was er eben früher gesehen hat.

[ 1 ] Guten Morgen! Eigentlich möchte ich heute noch etwas hinzufügen zu dem, was ich das letzte Mal vorgebracht habe. Ich glaube, daß wir immer besser wissen werden, was eigentlich der Mensch im Weltenzusammenhange ist, wenn wir gerade solche Dinge betrachten. Ich möchte Ihnen also heute noch hinzufügen zu dem, was wir das letzte Mal besprochen haben, wie sich die Dinge eigentlich in Wirklichkeit verhalten, wenn so etwas über den Menschen kommt, wie zum Beispiel der graue oder der schwarze Star im Auge. Das Auge wird dann unbrauchbar. Der Mensch bekommt zunächst den Eindruck, als ob er vor den Augen etwas Flimmerndes hätte. Dann wird es immer undeutlicher und undeutlicher vor den Augen, und er kann dann nicht mehr sehen, was er eben früher gesehen hat.

[ 2 ] Nun, worauf beruht diese Starkrankheit des Auges? Sie beruht darauf, daß etwas im Auge, das durchsichtig sein muß, wie Glas durchsichtig sein muß, undurchsichtig wird. Wenn Sie statt des durchsichtigen Glases am Fenster irgendein undurchsichtiges Papier haben oder einen Pappendeckel, so können Sie nicht mehr durchsehen. So ist es auch beim starkranken Auge. Da ist etwas, was durchsichtig sein sollte, undurchsichtig geworden.

[ 2 ] Nun, worauf beruht diese Starkrankheit des Auges? Sie beruht darauf, daß etwas im Auge, das durchsichtig sein muß, wie Glas durchsichtig sein muß, undurchsichtig wird. Wenn Sie statt des durchsichtigen Glases am Fenster irgendein undurchsichtiges Papier haben oder einen Pappendeckel, so können Sie nicht mehr durchsehen. So ist es auch beim starkranken Auge. Da ist etwas, was durchsichtig sein sollte, undurchsichtig geworden.

[ 3 ] Machen wir uns das ganz klar. Ich habe Ihnen ja das Auge öfter aufgezeichnet. Es wächst so heraus aus dem Gehirn (siehe Zeichnung), aus dem Schädel; das ist von der Seite angeschaut. Es ist vorne etwas mit einem Vorsprung versehen, und da drinnen im Auge selbst breiten sich Blutadern, breitet sich der Sehnerv aus. Da kommen also Blutadern und der Sehnerv zusammen.

[ 3 ] Machen wir uns das ganz klar. Ich habe Ihnen ja das Auge öfter aufgezeichnet. Es wächst so heraus aus dem Gehirn (siehe Zeichnung), aus dem Schädel; das ist von der Seite angeschaut. Es ist vorne etwas mit einem Vorsprung versehen, und da drinnen im Auge selbst breiten sich Blutadern, breitet sich der Sehnerv aus. Da kommen also Blutadern und der Sehnerv zusammen.

[ 4 ] Dann ist aber noch etwas im Auge, was eine Art Muskelansatz ist. Dieser Muskelansatz trägt hier dasjenige, was man die Linse nennt. Also im Auge drinnen wird vom Muskel ein ganz kleiner durchsichtiger, linsenförmiger Körper getragen. Wenn Sie sich eine kleine Linse denken, die aber durchsichtig ist, so ist diese im Auge drinnen aufgehängt. Und durch diese Linse muß man quer durchsehen. Von vorne angesehen, sieht ja diese Linse so aus (siehe Zeichnung), und man muß da durchsehen können. Schon daraus sehen Sie, daß es sich darum handelt, daß wir ein durchsichtiges Auge haben müssen, wenn wir sehen sollen. Das Auge muß durchsichtig sein. Nicht wahr, wenn man sich das richtig überlegt, wird man sich sagen: Es kann nicht das Auge sein, was sieht, denn das Auge muß sich ja gerade wegtun, sich durchsichtig machen, damit es sehen kann. Wenn Sie diese Fenstergläser zum Beispiel beschmieren, so daß Sie nicht durchsehen können, so sehen Sie nicht mehr hinaus. Ja, Sie sind es, der da sieht durch die Gläser. Die Gläser können nicht sehen, sondern Sie selbst sehen. Ebenso ist es nicht das Auge, das sieht, sondern es ist etwas im Menschen, das durch das durchsichtige Auge durchsieht.

[ 4 ] Dann ist aber noch etwas im Auge, was eine Art Muskelansatz ist. Dieser Muskelansatz trägt hier dasjenige, was man die Linse nennt. Also im Auge drinnen wird vom Muskel ein ganz kleiner durchsichtiger, linsenförmiger Körper getragen. Wenn Sie sich eine kleine Linse denken, die aber durchsichtig ist, so ist diese im Auge drinnen aufgehängt. Und durch diese Linse muß man quer durchsehen. Von vorne angesehen, sieht ja diese Linse so aus (siehe Zeichnung), und man muß da durchsehen können. Schon daraus sehen Sie, daß es sich darum handelt, daß wir ein durchsichtiges Auge haben müssen, wenn wir sehen sollen. Das Auge muß durchsichtig sein. Nicht wahr, wenn man sich das richtig überlegt, wird man sich sagen: Es kann nicht das Auge sein, was sieht, denn das Auge muß sich ja gerade wegtun, sich durchsichtig machen, damit es sehen kann. Wenn Sie diese Fenstergläser zum Beispiel beschmieren, so daß Sie nicht durchsehen können, so sehen Sie nicht mehr hinaus. Ja, Sie sind es, der da sieht durch die Gläser. Die Gläser können nicht sehen, sondern Sie selbst sehen. Ebenso ist es nicht das Auge, das sieht, sondern es ist etwas im Menschen, das durch das durchsichtige Auge durchsieht.

[ 5 ] Nun, was geschieht, wenn der Mensch starkrank wird? Wenn der Mensch starkrank wird, dann wird diese Linse im Auge undurchsichtig. Sie ist ja sehr klein, diese Linse, aber wenn man sie aus dem Auge heraus hat und durchschaut, ist sie durchsichtig. Eine Linse von einem starkranken Menschen ist aber weiß, milchig, nicht durchsichtig. Also ich müßte dann die schöne durchsichtige Linse des gesunden Auges so zeichnen, und die undurchsichtige Linse, die müßte ich so zeichnen. Da ist also die Linse milchig und undurchsichtig geworden.

[ 5 ] Nun, was geschieht, wenn der Mensch starkrank wird? Wenn der Mensch starkrank wird, dann wird diese Linse im Auge undurchsichtig. Sie ist ja sehr klein, diese Linse, aber wenn man sie aus dem Auge heraus hat und durchschaut, ist sie durchsichtig. Eine Linse von einem starkranken Menschen ist aber weiß, milchig, nicht durchsichtig. Also ich müßte dann die schöne durchsichtige Linse des gesunden Auges so zeichnen, und die undurchsichtige Linse, die müßte ich so zeichnen. Da ist also die Linse milchig und undurchsichtig geworden.

Wandtafel 1
Wandtafel 1
Wandtafel 1
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[ 6 ] Sehen Sie, es kommt einem ja bei diesen Dingen immer zugute, daß der menschliche Körper in seinen einzelnen Teilen elastisch ist, in vieler Beziehung elastisch ist. Wenn Sie also ein starkrankes Auge haben und Sie schneiden in einer gewissen Richtung da hinein, dann macht dieser Muskel hier seine Elastizität geltend, und die Linse, die sonst gehalten wird von dem Muskel, springt heraus, wenn Sie hier ein Loch machen. Also denken Sie sich, Sie haben ein starkrankes Auge. Sie schneiden in einer gewissen Weise hinein. Die Operationen sind verhältnismäßig sehr einfach, weil ihnen überall der Körper zu Hilfe kommt. Die Linse springt heraus. Da haben Sie sie in der Hand, legen sie in das Präparierglas, die undurchsichtig gewordene Linse. Nun kann der Mensch natürlich erst recht nicht sehen, wenn er die Linse heraußen hat, denn er braucht die Linse zum Sehen. Ich werde Ihnen gleich zeigen, warum er die Linse zum Sehen braucht.

[ 6 ] Sehen Sie, es kommt einem ja bei diesen Dingen immer zugute, daß der menschliche Körper in seinen einzelnen Teilen elastisch ist, in vieler Beziehung elastisch ist. Wenn Sie also ein starkrankes Auge haben und Sie schneiden in einer gewissen Richtung da hinein, dann macht dieser Muskel hier seine Elastizität geltend, und die Linse, die sonst gehalten wird von dem Muskel, springt heraus, wenn Sie hier ein Loch machen. Also denken Sie sich, Sie haben ein starkrankes Auge. Sie schneiden in einer gewissen Weise hinein. Die Operationen sind verhältnismäßig sehr einfach, weil ihnen überall der Körper zu Hilfe kommt. Die Linse springt heraus. Da haben Sie sie in der Hand, legen sie in das Präparierglas, die undurchsichtig gewordene Linse. Nun kann der Mensch natürlich erst recht nicht sehen, wenn er die Linse heraußen hat, denn er braucht die Linse zum Sehen. Ich werde Ihnen gleich zeigen, warum er die Linse zum Sehen braucht.

[ 7 ] Wenn man also einen Menschen in dieser Weise operiert hat, daß man ihm die Linse herausgenommen hat, dann wird es wieder hell um ihn, während er früher gar nichts gesehen hat. Er kann zwar schon hinaussehen, aber er wird, wenn er jetzt operiert ist, wenn die Linse herausgenommen ist, nur ganz weit entfernte Gegenstände sehen. Aber die Sehkraft reicht wiederum nicht aus. Also wir haben ein unbrauchbares Auge bekommen. Die Sehkraft reicht nicht so weit, daß wir das, was wir zum Beispiel hier bei der herausgenommenen Linse sehen könnten, noch sehen können. Das Auge ist unbrauchbar geworden.

[ 7 ] Wenn man also einen Menschen in dieser Weise operiert hat, daß man ihm die Linse herausgenommen hat, dann wird es wieder hell um ihn, während er früher gar nichts gesehen hat. Er kann zwar schon hinaussehen, aber er wird, wenn er jetzt operiert ist, wenn die Linse herausgenommen ist, nur ganz weit entfernte Gegenstände sehen. Aber die Sehkraft reicht wiederum nicht aus. Also wir haben ein unbrauchbares Auge bekommen. Die Sehkraft reicht nicht so weit, daß wir das, was wir zum Beispiel hier bei der herausgenommenen Linse sehen könnten, noch sehen können. Das Auge ist unbrauchbar geworden.

[ 8 ] Jetzt gibt man einem solchen Menschen, den man in dieser Weise operiert hat, eine Brille. Sehen Sie, das ist nämlich eine künstliche Linse. Früher hat er die Linse im Auge drinnen gehabt und jetzt hat er eine künstliche Linse. Jetzt werden durch die künstliche Linse seine Sehstrahlen, die früher, bevor die Linse herausgenommen war, so gingen, daß er nur ganz weit gesehen hätte, so gemacht, daß er wiederum in der Nähe sehen kann. Das bewirkt also dieses Glas, das er vor dem Auge hat. Man kann also die Linse, die er drinnen im Auge hatte, ersetzen durch ein durchsichtiges Glas. Natürlich ist es unvollkommener, weil es nicht lebt. Die Linse im Auge lebt, die kann man bewegen, und das hat natürlich seine Vorteile. Aber jedenfalls, für den Notfall kann man sehen, wenn man einfach die undurchsichtig gewordene Linse herausnimmt und diese Linse durch die Glasbrille, durch die Starbrille ersetzt. Dann sieht der Mensch wiederum.

[ 8 ] Jetzt gibt man einem solchen Menschen, den man in dieser Weise operiert hat, eine Brille. Sehen Sie, das ist nämlich eine künstliche Linse. Früher hat er die Linse im Auge drinnen gehabt und jetzt hat er eine künstliche Linse. Jetzt werden durch die künstliche Linse seine Sehstrahlen, die früher, bevor die Linse herausgenommen war, so gingen, daß er nur ganz weit gesehen hätte, so gemacht, daß er wiederum in der Nähe sehen kann. Das bewirkt also dieses Glas, das er vor dem Auge hat. Man kann also die Linse, die er drinnen im Auge hatte, ersetzen durch ein durchsichtiges Glas. Natürlich ist es unvollkommener, weil es nicht lebt. Die Linse im Auge lebt, die kann man bewegen, und das hat natürlich seine Vorteile. Aber jedenfalls, für den Notfall kann man sehen, wenn man einfach die undurchsichtig gewordene Linse herausnimmt und diese Linse durch die Glasbrille, durch die Starbrille ersetzt. Dann sieht der Mensch wiederum.

[ 9 ] Auf diese Weise ist man also imstande, genau gewahr zu werden, wie eigentlich die Sache mit dem Sehen liegt: daß man im Auge einen Apparat, ein Werkzeug zum Sehen hat, denn man kann sogar ein Stückchen vom Auge, eben durch ein äußeres Werkzeug, ersetzen, durch die Starbrille. Daß die lebendige Brille, also die Linse, einen Vorzug hat vor dieser Starbrille, diesem Ersatz, das mag Ihnen daraus hervorgehen, daß man die Linse, die so ist (es wird gezeichnet), wenn man etwas ganz weit Entferntes sehen will, ein bißchen dünner machen muß. Dann sieht man etwas weiter Entferntes. Wenn also der Jäger anschlägt und etwas weiter schießen will, dann muß er seine Linse dünn machen. Das macht der Muskel, der hier sitzt (auf die Zeichnung deutend, $. 35); der macht sie dünner. Wenn man etwas ganz in der Nähe sehen will, in der Nähe etwas Kleines lesen will, dann muß man die Linse dicker machen. Das macht wiederum der Muskel. Das kann man mit der Starbrille natürlich nicht, denn sonst müßte man immer eine andere aufsetzen. Das tut man auch zuweilen. Es gibt heute schon durchaus Menschen, die zweierlei Brillen haben müssen, für Nähe und für Ferne. Aber weil die Linse im Auge etwas Lebendiges ist, kann man sie innerlich richten und nah und fern sehen.

[ 9 ] Auf diese Weise ist man also imstande, genau gewahr zu werden, wie eigentlich die Sache mit dem Sehen liegt: daß man im Auge einen Apparat, ein Werkzeug zum Sehen hat, denn man kann sogar ein Stückchen vom Auge, eben durch ein äußeres Werkzeug, ersetzen, durch die Starbrille. Daß die lebendige Brille, also die Linse, einen Vorzug hat vor dieser Starbrille, diesem Ersatz, das mag Ihnen daraus hervorgehen, daß man die Linse, die so ist (es wird gezeichnet), wenn man etwas ganz weit Entferntes sehen will, ein bißchen dünner machen muß. Dann sieht man etwas weiter Entferntes. Wenn also der Jäger anschlägt und etwas weiter schießen will, dann muß er seine Linse dünn machen. Das macht der Muskel, der hier sitzt (auf die Zeichnung deutend, $. 35); der macht sie dünner. Wenn man etwas ganz in der Nähe sehen will, in der Nähe etwas Kleines lesen will, dann muß man die Linse dicker machen. Das macht wiederum der Muskel. Das kann man mit der Starbrille natürlich nicht, denn sonst müßte man immer eine andere aufsetzen. Das tut man auch zuweilen. Es gibt heute schon durchaus Menschen, die zweierlei Brillen haben müssen, für Nähe und für Ferne. Aber weil die Linse im Auge etwas Lebendiges ist, kann man sie innerlich richten und nah und fern sehen.

[ 10 ] Jetzt können Sie auch einsehen, warum, wenn ich die Linse ganz herausgenommen habe, nur ferne Gegenstände gesehen werden können, denn es ist, wie wenn ich die Linse ganz flach gemacht hätte, wenn ich sie herausgenommen habe. Da sehe ich dann wieder Dinge, die ganz weit weg sind. Da reicht aber dann wiederum die Sehkraft nicht aus.

[ 10 ] Jetzt können Sie auch einsehen, warum, wenn ich die Linse ganz herausgenommen habe, nur ferne Gegenstände gesehen werden können, denn es ist, wie wenn ich die Linse ganz flach gemacht hätte, wenn ich sie herausgenommen habe. Da sehe ich dann wieder Dinge, die ganz weit weg sind. Da reicht aber dann wiederum die Sehkraft nicht aus.

[ 11 ] Hinter der Linse ist noch ein ganz schleimartiger Körper, der sogenannte Glaskörper. Der kann auch undurchsichtig werden. Wenn der undurchsichtig geworden ist, kann man nicht operieren, denn den kann man nicht auf irgendeine Weise ersetzen.

[ 11 ] Hinter der Linse ist noch ein ganz schleimartiger Körper, der sogenannte Glaskörper. Der kann auch undurchsichtig werden. Wenn der undurchsichtig geworden ist, kann man nicht operieren, denn den kann man nicht auf irgendeine Weise ersetzen.

[ 12 ] Wenn man von außen ins Auge hineinsieht, so ist es schwarz. Da ist eben die Linse, hinter dieser schwarzen Pupille. Und schwarz ist es deshalb, weil man nämlich auf den Hintergrund des Auges sieht. Da schaut man durch die ganze Linse und durch alles das [den Glaskörper] durch.

[ 12 ] Wenn man von außen ins Auge hineinsieht, so ist es schwarz. Da ist eben die Linse, hinter dieser schwarzen Pupille. Und schwarz ist es deshalb, weil man nämlich auf den Hintergrund des Auges sieht. Da schaut man durch die ganze Linse und durch alles das [den Glaskörper] durch.

[ 13 ] Jetzt aber müssen wir uns fragen: Was geschieht denn da eigentlich, wenn die Linse undurchsichtig wird? — Stellen Sie sich doch einmal das Glas vor. Wenn das Glas durchsichtig ist, geht das Licht durch. Wenn Sie etwas Undurchsichtiges haben, so bedeutet es, daß das Licht nicht durchgeht, daß das Licht aufgehalten wird. Nun, beim Auge ist es so, daß bei der Linse Licht hinein- und herausgehen muß. Sehen Sie, das Licht, das gehört zum Äther. Das gehört nicht zu der Materie, zu dem Stoff der Schwere, der außen ist, sondern das Licht gehört zum Äther.

[ 13 ] Jetzt aber müssen wir uns fragen: Was geschieht denn da eigentlich, wenn die Linse undurchsichtig wird? — Stellen Sie sich doch einmal das Glas vor. Wenn das Glas durchsichtig ist, geht das Licht durch. Wenn Sie etwas Undurchsichtiges haben, so bedeutet es, daß das Licht nicht durchgeht, daß das Licht aufgehalten wird. Nun, beim Auge ist es so, daß bei der Linse Licht hinein- und herausgehen muß. Sehen Sie, das Licht, das gehört zum Äther. Das gehört nicht zu der Materie, zu dem Stoff der Schwere, der außen ist, sondern das Licht gehört zum Äther.

[ 14 ] Nun habe ich Ihnen gesagt: Der Mensch hat außer seinem physischen Leib auch noch einen Ätherleib. Und was bedeutet das, daß die Linse durchsichtig ist? Daß die Linse durchsichtig ist, das bedeutet, daß der Ätherleib des Menschen, der überall hindurchgeht — ich zeichne ihn jetzt rot —, durch die Linse einfach hindurch kann. Wenn die Linse schön durchsichtig ist, so kann der Ätherleib durch die Linse durch. Das heißt, der Mensch hat dann an der Stelle, wo die Linse ist, ein Stückchen Ätherleib. Wenn die Linse undurchsichtig wird, so ist es deshalb, weil der Stoff in der Linse sich zusammenschoppt. Wenn sich Salz oder so etwas absetzt in der Linse, dann wird sie undurchsichtig. Es ist gerade so, wie wenn Sie in einem Glas Wasser Salz aufgelöst haben. Solange das Salz aufgelöst ist, haben Sie eine fast durchsichtige Salzlösung. Wenn sich das Salz da unten absetzt (es wird gezeichnet),

[ 14 ] Nun habe ich Ihnen gesagt: Der Mensch hat außer seinem physischen Leib auch noch einen Ätherleib. Und was bedeutet das, daß die Linse durchsichtig ist? Daß die Linse durchsichtig ist, das bedeutet, daß der Ätherleib des Menschen, der überall hindurchgeht — ich zeichne ihn jetzt rot —, durch die Linse einfach hindurch kann. Wenn die Linse schön durchsichtig ist, so kann der Ätherleib durch die Linse durch. Das heißt, der Mensch hat dann an der Stelle, wo die Linse ist, ein Stückchen Ätherleib. Wenn die Linse undurchsichtig wird, so ist es deshalb, weil der Stoff in der Linse sich zusammenschoppt. Wenn sich Salz oder so etwas absetzt in der Linse, dann wird sie undurchsichtig. Es ist gerade so, wie wenn Sie in einem Glas Wasser Salz aufgelöst haben. Solange das Salz aufgelöst ist, haben Sie eine fast durchsichtige Salzlösung. Wenn sich das Salz da unten absetzt (es wird gezeichnet),

[ 15 ] “dann wird es da unten undurchsichtig. Das heißt, der Stoff läßt das Licht nicht durch. So wird, wenn sich salzige Teile absetzen, die Linse undurchsichtig. Im Alter setzen sich solche salzigen Teile ab. Da werden die durchsichtigen Teile des Menschen undurchsichtig.

[ 15 ] “dann wird es da unten undurchsichtig. Das heißt, der Stoff läßt das Licht nicht durch. So wird, wenn sich salzige Teile absetzen, die Linse undurchsichtig. Im Alter setzen sich solche salzigen Teile ab. Da werden die durchsichtigen Teile des Menschen undurchsichtig.

[ 16 ] Es kann also bei Starkrankheit die durchsichtige Linse undurchsichtig werden. Was ist die Folge davon? Die Folge ist, daß in die undurchsichtige Linse der Ätherleib des Menschen nicht mehr herein kann. Jetzt ist da ein kleines Löchelchen. Der Mensch hat überall seinen Ätherleib, und wenn er gesund ist, füllt dieser Ätherleib alles aus. Wenn die Linse krank wird, undurchsichtig wird, dann kann der Ätherleib an dem Platz nicht hinein, wo die Linse ist. Jetzt haben Sie an dem Platz, wo die Linse ist, keinen Ätherleib. Wir müssen also sagen: Worin besteht die Starkrankheit? — Die Starkrankheit besteht darin, daß der Mensch an dem Platz, wo die Linse undurchsichtig geworden ist im Auge, keinen Ätherleib hat.

[ 16 ] Es kann also bei Starkrankheit die durchsichtige Linse undurchsichtig werden. Was ist die Folge davon? Die Folge ist, daß in die undurchsichtige Linse der Ätherleib des Menschen nicht mehr herein kann. Jetzt ist da ein kleines Löchelchen. Der Mensch hat überall seinen Ätherleib, und wenn er gesund ist, füllt dieser Ätherleib alles aus. Wenn die Linse krank wird, undurchsichtig wird, dann kann der Ätherleib an dem Platz nicht hinein, wo die Linse ist. Jetzt haben Sie an dem Platz, wo die Linse ist, keinen Ätherleib. Wir müssen also sagen: Worin besteht die Starkrankheit? — Die Starkrankheit besteht darin, daß der Mensch an dem Platz, wo die Linse undurchsichtig geworden ist im Auge, keinen Ätherleib hat.

[ 17 ] Aber mit dem Ätherleib allein kann man nämlich noch nicht sehen. Wenn man mit dem Ätherleib sehen könnte, dann würde man in der Nacht immer sehen, denn man hat in der Nacht im Bett auch den Ätherleib, es ist nur der astralische Leib heraußen. Man sieht also nicht mit dem Ätherleib. Man sieht mit der Seele. Aber man braucht den Ätherleib zum Sehen. Der astralische Leib, der ist auch noch da — er ist das Dritte, was der Mensch hat —, der füllt wiederum alles aus. Wenn nun dieser astralische Leib an der Stelle hier, wo kein Ätherleib ist, sehen will, so kann er nicht, weil eben an der Stelle der Ätherleib fehlt. Und so können wir sagen: Wodurch geschieht so etwas, daß wir sehen? Dadurch, daß unser astralischer Leib in unserem Ätherleib drinnen ist. — Wenn aber an einer Stelle der Ätherleib ausgeschaltet ist, weggeschoben ist dadurch, daß die Linse, das Auge undurchsichtig ist, können wir nicht sehen. Da kann der Astralleib nicht sehen. Ist das verständlich?

[ 17 ] Aber mit dem Ätherleib allein kann man nämlich noch nicht sehen. Wenn man mit dem Ätherleib sehen könnte, dann würde man in der Nacht immer sehen, denn man hat in der Nacht im Bett auch den Ätherleib, es ist nur der astralische Leib heraußen. Man sieht also nicht mit dem Ätherleib. Man sieht mit der Seele. Aber man braucht den Ätherleib zum Sehen. Der astralische Leib, der ist auch noch da — er ist das Dritte, was der Mensch hat —, der füllt wiederum alles aus. Wenn nun dieser astralische Leib an der Stelle hier, wo kein Ätherleib ist, sehen will, so kann er nicht, weil eben an der Stelle der Ätherleib fehlt. Und so können wir sagen: Wodurch geschieht so etwas, daß wir sehen? Dadurch, daß unser astralischer Leib in unserem Ätherleib drinnen ist. — Wenn aber an einer Stelle der Ätherleib ausgeschaltet ist, weggeschoben ist dadurch, daß die Linse, das Auge undurchsichtig ist, können wir nicht sehen. Da kann der Astralleib nicht sehen. Ist das verständlich?

[ 18 ] Es wird bestätige: Ja!

[ 18 ] Es wird bestätige: Ja!

[ 19 ] Dadurch also wird unser astralischer Leib fähig zu sehen, daß an der Stelle, wo eben die Linse ist, wo es am notwendigsten ist, der Ätherleib überhaupt hinein kann. Wenn man also so etwas wie die Starkrankheit richtig versteht, so kann man daran wirklich sehen, wie der Mensch einen Ätherleib und einen Astralleib hat.

[ 19 ] Dadurch also wird unser astralischer Leib fähig zu sehen, daß an der Stelle, wo eben die Linse ist, wo es am notwendigsten ist, der Ätherleib überhaupt hinein kann. Wenn man also so etwas wie die Starkrankheit richtig versteht, so kann man daran wirklich sehen, wie der Mensch einen Ätherleib und einen Astralleib hat.

[ 20 ] Wenn der Mensch nun richtig im Anfange einer solchen Starkrankheit steht, so kann man sagen: Diese Starkrankheit kommt davon her, daß die im Auge, in der Linse abgelagerten Salze den Ätherleib nicht hineinlassen ins Auge. — Nun müßte man etwas tun, um diese Linse durchsichtig zu machen. Wenn die Sache eben ganz fortgeschritten ist, wenn die Linse schon ganz durchsetzt ist mit Salzen, also undurchsichtig geworden ist, dann kann man nichts anderes mehr machen als sie herausoperieren, und sie eben durch eine Starbrille ersetzen. Aber nun ist die Sache so, daß man, wenn die Starkrankheit ganz im Anfange ist, doch auch noch etwas anderes tun kann. Und daran gerade will ich Ihnen nun zeigen, wie der Mensch mit seiner Umgebung zusammenhängt.

[ 20 ] Wenn der Mensch nun richtig im Anfange einer solchen Starkrankheit steht, so kann man sagen: Diese Starkrankheit kommt davon her, daß die im Auge, in der Linse abgelagerten Salze den Ätherleib nicht hineinlassen ins Auge. — Nun müßte man etwas tun, um diese Linse durchsichtig zu machen. Wenn die Sache eben ganz fortgeschritten ist, wenn die Linse schon ganz durchsetzt ist mit Salzen, also undurchsichtig geworden ist, dann kann man nichts anderes mehr machen als sie herausoperieren, und sie eben durch eine Starbrille ersetzen. Aber nun ist die Sache so, daß man, wenn die Starkrankheit ganz im Anfange ist, doch auch noch etwas anderes tun kann. Und daran gerade will ich Ihnen nun zeigen, wie der Mensch mit seiner Umgebung zusammenhängt.

[ 21 ] Nehmen Sie an, Sie haben hier die Erde. Aus dieser Erde wachsen Pflanzen heraus. Sehen Sie, solch eine Pflanze hat natürlich einen physischen Leib. Wir können ihn angreifen, ihn anschauen. Aber diese Pflanze hat auch einen Ätherleib, denn sie lebt, und alles, was lebt, hat einen Ätherleib. Wenn die Pflanze keinen Ätherleib hätte, wäre sie ein Stein. Sie hat einen Ätherleib, sie lebt. Aber die Pflanze kann nicht empfinden, nicht fühlen. Sie hat keinen Astralleib. Aber überall in der Umgebung der Erde ist dasjenige, was astralische Substanz ist. Überall ist das Astralische. Wir haben einen Astralleib in uns, aber auch überall in der Umgebung der Erde ist das Astralische. Ich will Ihnen sagen, wie man darauf kommen kann, daß das Astralische überall ist. Da werden wir eine recht entlegene Tatsache, die scheinbar zu dem gar nicht hinzugehört, heranziehen müssen.

[ 21 ] Nehmen Sie an, Sie haben hier die Erde. Aus dieser Erde wachsen Pflanzen heraus. Sehen Sie, solch eine Pflanze hat natürlich einen physischen Leib. Wir können ihn angreifen, ihn anschauen. Aber diese Pflanze hat auch einen Ätherleib, denn sie lebt, und alles, was lebt, hat einen Ätherleib. Wenn die Pflanze keinen Ätherleib hätte, wäre sie ein Stein. Sie hat einen Ätherleib, sie lebt. Aber die Pflanze kann nicht empfinden, nicht fühlen. Sie hat keinen Astralleib. Aber überall in der Umgebung der Erde ist dasjenige, was astralische Substanz ist. Überall ist das Astralische. Wir haben einen Astralleib in uns, aber auch überall in der Umgebung der Erde ist das Astralische. Ich will Ihnen sagen, wie man darauf kommen kann, daß das Astralische überall ist. Da werden wir eine recht entlegene Tatsache, die scheinbar zu dem gar nicht hinzugehört, heranziehen müssen.

[ 22 ] Sie wissen ja alle, daß feuerspeiende Berge ab und zu, nun ja, eben ins Speien kommen, wie man sagt, daß eben glühende Massen herausfliegen. Ich will Ihnen einmal solch einen feuerspeienden Berg ein wenig beschreiben. Da ist zunächst unten der Boden, mit einem gewöhnlichen Gestein ausgefüllt. Also wenn wir den Vesuv zum Beispiel, der in Italien ist, bei Neapel, betrachten, so ist der Boden dort, der Grundboden, aus apenninischem Gestein bestehend, wie man es nennt. Also wir haben da unten das gewöhnliche Gestein, das sonst auch ringsherum in der betreffenden Gegend ist. Dann aber schichten sich da etwas andere Schichten auf. Es schichtet sich so auf (siehe Zeichnung). An der Stelle, wo zum Beispiel der Vesuv ausbricht, da ist eine Erdspalte. Und wenn nun ein Ausbruch des Vesuvs ist, dann kommen aus dieser Erdspalte heraus zuerst Aschenbestandteile mit Wasser; dann kommen bombenartige Gesteine heraus. Das alles wird da an die Oberfläche geschleudert. Das ist zuweilen flüssig, zuweilen bombenartig. Dann rinnt das herunter, rinnt weiter herunter. Und überall da kommen dann diese Gesteine, die wie Bomben hinausgeworfen werden. Die fließen wieder herunter. Dazwischen ein Regen, der mit Schlamm untermischt ist. Das alles türmt dann einen solchen Berg erst auf, macht einen solchen Berg. Da wird also aus dem Inneren der Erde zunächst heißes Wasser, das mit Asche vermischt ist, herausgeschleudert. Das gibt, wenn es herunterrinnt, einen sehr zähen Schlamm. Dann, etwas später, kommen diese bombenartigen Brocken, die da heraufsausen und die da überall herumgeschleudert werden. Auf diese Weise werden solche feuerspeienden Berge aufgeworfen.

[ 22 ] Sie wissen ja alle, daß feuerspeiende Berge ab und zu, nun ja, eben ins Speien kommen, wie man sagt, daß eben glühende Massen herausfliegen. Ich will Ihnen einmal solch einen feuerspeienden Berg ein wenig beschreiben. Da ist zunächst unten der Boden, mit einem gewöhnlichen Gestein ausgefüllt. Also wenn wir den Vesuv zum Beispiel, der in Italien ist, bei Neapel, betrachten, so ist der Boden dort, der Grundboden, aus apenninischem Gestein bestehend, wie man es nennt. Also wir haben da unten das gewöhnliche Gestein, das sonst auch ringsherum in der betreffenden Gegend ist. Dann aber schichten sich da etwas andere Schichten auf. Es schichtet sich so auf (siehe Zeichnung). An der Stelle, wo zum Beispiel der Vesuv ausbricht, da ist eine Erdspalte. Und wenn nun ein Ausbruch des Vesuvs ist, dann kommen aus dieser Erdspalte heraus zuerst Aschenbestandteile mit Wasser; dann kommen bombenartige Gesteine heraus. Das alles wird da an die Oberfläche geschleudert. Das ist zuweilen flüssig, zuweilen bombenartig. Dann rinnt das herunter, rinnt weiter herunter. Und überall da kommen dann diese Gesteine, die wie Bomben hinausgeworfen werden. Die fließen wieder herunter. Dazwischen ein Regen, der mit Schlamm untermischt ist. Das alles türmt dann einen solchen Berg erst auf, macht einen solchen Berg. Da wird also aus dem Inneren der Erde zunächst heißes Wasser, das mit Asche vermischt ist, herausgeschleudert. Das gibt, wenn es herunterrinnt, einen sehr zähen Schlamm. Dann, etwas später, kommen diese bombenartigen Brocken, die da heraufsausen und die da überall herumgeschleudert werden. Auf diese Weise werden solche feuerspeienden Berge aufgeworfen.

[ 23 ] Nun, meine Herren, möchte ich Ihnen erzählen, wie sich die Wissenschaft gewöhnlich einer solchen Erscheinung gegenüber, wie den feuerspeienden Bergen, benimmt. Die Wissenschaft sagt: Ja, da stürmt alles mögliche, was unter der Erde ist, heraus. Die feuerspeienden Berge, die sind in der Regel in der Nähe von Wasser. — Gewiß, das ist auch wahr. Mitten im Land sind wenig feuerspeiende Berge, sie sind in der Regel in der Nähe vom Ufer, vom Wasser. — Da könnte also, weil ja da ohnehin ein Erdspalt ist, das Wasser hineindringen, und das Wasser, das wird da drinnen dann durch die im Inneren der Erde befindliche Hitze siedend. Und dieses siedende Wasser, das stößt dann alles das, was da unten an Stoffen ist, heraus. — So sagt nun zunächst einer der Gelehrten, schreibt darüber ein Buch und hat auf diese Weise die Entstehung der feuerspeienden Berge, wie man sagt, erklärt.

[ 23 ] Nun, meine Herren, möchte ich Ihnen erzählen, wie sich die Wissenschaft gewöhnlich einer solchen Erscheinung gegenüber, wie den feuerspeienden Bergen, benimmt. Die Wissenschaft sagt: Ja, da stürmt alles mögliche, was unter der Erde ist, heraus. Die feuerspeienden Berge, die sind in der Regel in der Nähe von Wasser. — Gewiß, das ist auch wahr. Mitten im Land sind wenig feuerspeiende Berge, sie sind in der Regel in der Nähe vom Ufer, vom Wasser. — Da könnte also, weil ja da ohnehin ein Erdspalt ist, das Wasser hineindringen, und das Wasser, das wird da drinnen dann durch die im Inneren der Erde befindliche Hitze siedend. Und dieses siedende Wasser, das stößt dann alles das, was da unten an Stoffen ist, heraus. — So sagt nun zunächst einer der Gelehrten, schreibt darüber ein Buch und hat auf diese Weise die Entstehung der feuerspeienden Berge, wie man sagt, erklärt.

[ 24 ] Jetzt kommt ein anderer und sagt: Ja, aber wir haben Gründe, anzunehmen, daß diese Spalten gar nicht so weit ausgedehnt sind, daß da das Wasser hereinkann. Wir können nicht annehmen, daß das Wasser, wenn die feuerspeienden Berge auch beim Wasser liegen, durch diese Risse in der Erde da hereinkann. Also wird es nicht ganz richtig sein, was der erste Gelehrte gesagt hat. Man muß auf eine andere Weise die Sache erklären.

[ 24 ] Jetzt kommt ein anderer und sagt: Ja, aber wir haben Gründe, anzunehmen, daß diese Spalten gar nicht so weit ausgedehnt sind, daß da das Wasser hereinkann. Wir können nicht annehmen, daß das Wasser, wenn die feuerspeienden Berge auch beim Wasser liegen, durch diese Risse in der Erde da hereinkann. Also wird es nicht ganz richtig sein, was der erste Gelehrte gesagt hat. Man muß auf eine andere Weise die Sache erklären.

[ 25 ] Nun, da kommt der und sagt: Ja, im Inneren der Erde, da ist die Sache nicht so wie da draußen, sondern im Inneren der Erde sind die Metalle flüssig. Wie das Eisen im Schmelzofen, wenn man es bearbeitet, flüssig ist, so sind da im Inneren der Erde die Metalle flüssig. Da sind flüssige Metalle drinnen. — Nun — Namen finden sich leicht —, diese flüssigen Metalle nennt man dann Magma. Es ist also da Magma drinnen — nun schön, flüssige Metalle. Und jetzt, wenn dieses flüssige Metall, dieses Magma, an eine solche Stelle kommt, wo es leichter ausweichen kann — hier ist es ihm überall zu schwer zum Ausweichen, sonst speit es überall heraus —, wenn es da also an eine Stelle kommt, wo es leichter ausweichen kann, dann weicht es eben da aus, und da kommt es heraus. — So sagt der andere. Also es geschieht, sagt der andere, durch die Ungleichmäßigkeiten in der Dichte der Erde; das Magma, das strahlt nach der einen oder anderen Richtung aus.

[ 25 ] Nun, da kommt der und sagt: Ja, im Inneren der Erde, da ist die Sache nicht so wie da draußen, sondern im Inneren der Erde sind die Metalle flüssig. Wie das Eisen im Schmelzofen, wenn man es bearbeitet, flüssig ist, so sind da im Inneren der Erde die Metalle flüssig. Da sind flüssige Metalle drinnen. — Nun — Namen finden sich leicht —, diese flüssigen Metalle nennt man dann Magma. Es ist also da Magma drinnen — nun schön, flüssige Metalle. Und jetzt, wenn dieses flüssige Metall, dieses Magma, an eine solche Stelle kommt, wo es leichter ausweichen kann — hier ist es ihm überall zu schwer zum Ausweichen, sonst speit es überall heraus —, wenn es da also an eine Stelle kommt, wo es leichter ausweichen kann, dann weicht es eben da aus, und da kommt es heraus. — So sagt der andere. Also es geschieht, sagt der andere, durch die Ungleichmäßigkeiten in der Dichte der Erde; das Magma, das strahlt nach der einen oder anderen Richtung aus.

[ 26 ] Da kommt nun ein dritter wiederum oder ein vierter, und der sagt: Ja, aber das Magma kann nicht die starke Kraft haben, so mächtig die Bomben da herauszuschmeißen! Das kann auch nicht die Erklärung sein. — Dann kommen noch ein paar andere, die sagen noch etwas anderes. Und dann wird das in die gewöhnlichen Bücher, die für das Volk sind, geschrieben. Da schreibt man dann hinein: Also eigentlich weiß man heute noch nicht die Ursache, warum die feuerspeienden Berge entstehen. — Das ist so ungefähr heute der Tatbestand. Gewöhnlich werden Sie finden: Der eine hat das behauptet, der andere das —, aber man weiß eigentlich nicht, worin die Ursache liegt. Bei den wichtigsten Dingen weiß man nicht, worin die Ursache liegt!

[ 26 ] Da kommt nun ein dritter wiederum oder ein vierter, und der sagt: Ja, aber das Magma kann nicht die starke Kraft haben, so mächtig die Bomben da herauszuschmeißen! Das kann auch nicht die Erklärung sein. — Dann kommen noch ein paar andere, die sagen noch etwas anderes. Und dann wird das in die gewöhnlichen Bücher, die für das Volk sind, geschrieben. Da schreibt man dann hinein: Also eigentlich weiß man heute noch nicht die Ursache, warum die feuerspeienden Berge entstehen. — Das ist so ungefähr heute der Tatbestand. Gewöhnlich werden Sie finden: Der eine hat das behauptet, der andere das —, aber man weiß eigentlich nicht, worin die Ursache liegt. Bei den wichtigsten Dingen weiß man nicht, worin die Ursache liegt!

[ 27 ] Aber nun will ich Ihnen etwas sagen. Die Sache ist diese: Wenn man gerade in die Gegend kommt, wo der Vesuv schon ganz nahe ist, in die Nachbarschaft von feuerspeienden Bergen, da gibt es nämlich eine sehr schöne Erscheinung. Wenn Sie ein Stück Papier nehmen und es anzünden, dann fängt plötzlich die Erde zu rauchen an. Also Sie haben hier die Erde (es wird gezeichnet), zünden ein Stückchen Papier hier an, jetzt brennt das (rot), und jetzt fängt hier überall unter der Papierflamme die Erde zu rauchen an, ganz von selber, und Sie können da nach und nach, während Sie ein großes Stück Papier verbrennen, ganz von dem aufsteigenden Rauch umgeben werden. Das ist natürlich eine sehr schöne Erscheinung. Den Leuten, die da in Italien reisen, zeigen die Fremdenführer, wie der Rauch aus der Erde herauskommt, wenn man bloß ein Stückchen Papier anzündet.

[ 27 ] Aber nun will ich Ihnen etwas sagen. Die Sache ist diese: Wenn man gerade in die Gegend kommt, wo der Vesuv schon ganz nahe ist, in die Nachbarschaft von feuerspeienden Bergen, da gibt es nämlich eine sehr schöne Erscheinung. Wenn Sie ein Stück Papier nehmen und es anzünden, dann fängt plötzlich die Erde zu rauchen an. Also Sie haben hier die Erde (es wird gezeichnet), zünden ein Stückchen Papier hier an, jetzt brennt das (rot), und jetzt fängt hier überall unter der Papierflamme die Erde zu rauchen an, ganz von selber, und Sie können da nach und nach, während Sie ein großes Stück Papier verbrennen, ganz von dem aufsteigenden Rauch umgeben werden. Das ist natürlich eine sehr schöne Erscheinung. Den Leuten, die da in Italien reisen, zeigen die Fremdenführer, wie der Rauch aus der Erde herauskommt, wenn man bloß ein Stückchen Papier anzündet.

[ 28 ] Nun, was bedeutet denn das überhaupt? Ja, sehen Sie, meine Herren: An der Stelle da drinnen, da ist eine gewisse Ansammlung von Wasserdampf. Da in der Erde — an der Stelle, wo dann dieser Dampf herauskommt —, da ist der drinnen angesammelt. Der kann nun nicht heraus, wenn die Luft da drüber eine bestimmte Dichte hat. Die Luft hält diesen Dampf da drinnen. Nun wissen Sie alle: Wenn man die Luft wärmer macht, wird sie dünner. Wenn Sie im Zimmer einheizen, dann wird die Luft auch dünner. Die warme Luft ist immer dünner als die kalte Luft. Wenn Sie also hier anzünden, so wird die Luft dünner. Die dünnere Luft kann dann den Dampf nicht mehr unten halten, und da strömt er heraus. Natürlich muß er zuerst unten sein. Es muß etwas unten sein, das herausströmen kann. Ja, aber, meine Herren, denken Sie, was Sie da getan haben! Sie sind nicht da unten gewesen und haben den Dampf hinaufgeblasen. Das haben Sie nicht gemacht, sondern Sie haben von außen den Dampf herausgelockt, indem Sie ein Stück Papier angezündet haben. Also wenn Sie hier oben über der Erde etwas anzünden, können Sie den Dampf herauslocken. Weil Sie die Luft dünner machen, locken Sie den Dampf heraus.

[ 28 ] Nun, was bedeutet denn das überhaupt? Ja, sehen Sie, meine Herren: An der Stelle da drinnen, da ist eine gewisse Ansammlung von Wasserdampf. Da in der Erde — an der Stelle, wo dann dieser Dampf herauskommt —, da ist der drinnen angesammelt. Der kann nun nicht heraus, wenn die Luft da drüber eine bestimmte Dichte hat. Die Luft hält diesen Dampf da drinnen. Nun wissen Sie alle: Wenn man die Luft wärmer macht, wird sie dünner. Wenn Sie im Zimmer einheizen, dann wird die Luft auch dünner. Die warme Luft ist immer dünner als die kalte Luft. Wenn Sie also hier anzünden, so wird die Luft dünner. Die dünnere Luft kann dann den Dampf nicht mehr unten halten, und da strömt er heraus. Natürlich muß er zuerst unten sein. Es muß etwas unten sein, das herausströmen kann. Ja, aber, meine Herren, denken Sie, was Sie da getan haben! Sie sind nicht da unten gewesen und haben den Dampf hinaufgeblasen. Das haben Sie nicht gemacht, sondern Sie haben von außen den Dampf herausgelockt, indem Sie ein Stück Papier angezündet haben. Also wenn Sie hier oben über der Erde etwas anzünden, können Sie den Dampf herauslocken. Weil Sie die Luft dünner machen, locken Sie den Dampf heraus.

[ 29 ] Sehen Sie, die gelehrten Herren suchen nun fortwährend die Ursachen dafür, daß da Wasserdampf aus dem Vulkan herauskommt, daß da sogar Bomben herausfliegen; diese Ursachen suchen sie, ja die suchen sie unter der Erde. Aber da sind sie nämlich gar nicht, geradesowenig wie die Ursachen des Herausdringens des Wasserdampfes, wenn Sie ein Papier anzünden, unter der Erde sind, sondern die Ursachen sind draußen, außerhalb der Erde.

[ 29 ] Sehen Sie, die gelehrten Herren suchen nun fortwährend die Ursachen dafür, daß da Wasserdampf aus dem Vulkan herauskommt, daß da sogar Bomben herausfliegen; diese Ursachen suchen sie, ja die suchen sie unter der Erde. Aber da sind sie nämlich gar nicht, geradesowenig wie die Ursachen des Herausdringens des Wasserdampfes, wenn Sie ein Papier anzünden, unter der Erde sind, sondern die Ursachen sind draußen, außerhalb der Erde.

Wandtafel 2
Wandtafel 2
Wandtafel 2
Wandtafel 2

[ 30 ] Sie müssen eben die Dinge, die Tatsachen sind, in der richtigen Weise verstehen können, dann kommen Sie auf die Sachen drauf. Also geradesowenig wie Sie hier drinnen sind und den Dampf aus der Erde heraufblasen, sondern ihn herauslocken durch die dünne, erwärmte Luft, ebenso lockt da etwas das alles, was da drunten ist, heraus. Und sehen Sie, feste Erdgesteine kriegt man da nicht heraus, wenn man da nur ein Papier anzündet, sonst würden die reisenden neugierigen Engländer, wenn sie in der Nähe von Neapel Papier anzünden würden, nicht nur in Rauch eingehüllt werden, sondern auch allerlei Steine auf die Nase kriegen! Das kriegt man da nicht, sondern da wird nur die Luft verdünnt und der Dampf steigt auf. Hier aber über dem Vesuv, wenn er anfängt zu speien, auszubrechen, da wird über ihm alles das verdünnt, was an Astralischem über ihm liegt. Und dieses Astralische, das wird verdünnt durch weit draußen liegende Kräfte der Sterne, der Planeten. Wenn also eine bestimmte Sternkonstellation über dem Vesuv ist, wie sie oft ist — sie kommt sonst nicht so vor, sie kommt gerade an der Stelle vor —, da wird, geradeso wie hier durch das Papier, hier durch die Sternkonstellation, weil das Astralische oben verdünnt wird, das, was unten ist, herausgerissen.

[ 30 ] Sie müssen eben die Dinge, die Tatsachen sind, in der richtigen Weise verstehen können, dann kommen Sie auf die Sachen drauf. Also geradesowenig wie Sie hier drinnen sind und den Dampf aus der Erde heraufblasen, sondern ihn herauslocken durch die dünne, erwärmte Luft, ebenso lockt da etwas das alles, was da drunten ist, heraus. Und sehen Sie, feste Erdgesteine kriegt man da nicht heraus, wenn man da nur ein Papier anzündet, sonst würden die reisenden neugierigen Engländer, wenn sie in der Nähe von Neapel Papier anzünden würden, nicht nur in Rauch eingehüllt werden, sondern auch allerlei Steine auf die Nase kriegen! Das kriegt man da nicht, sondern da wird nur die Luft verdünnt und der Dampf steigt auf. Hier aber über dem Vesuv, wenn er anfängt zu speien, auszubrechen, da wird über ihm alles das verdünnt, was an Astralischem über ihm liegt. Und dieses Astralische, das wird verdünnt durch weit draußen liegende Kräfte der Sterne, der Planeten. Wenn also eine bestimmte Sternkonstellation über dem Vesuv ist, wie sie oft ist — sie kommt sonst nicht so vor, sie kommt gerade an der Stelle vor —, da wird, geradeso wie hier durch das Papier, hier durch die Sternkonstellation, weil das Astralische oben verdünnt wird, das, was unten ist, herausgerissen.

[ 31 ] Also Sie zeigen einen kleinen Vesuvausbruch, wenn Sie da die Schwefeldünste — es ist nicht nur Wasser-, sondern auch Schwefeldampf — herauskriegen. Man nennt das Solfatare. So ist überall da, wo diese mächtigen Vulkanausbrüche stattfinden, nicht tätig das, was da drunten ist, sondern das, was draußen ist, was gerade von den Sternkonstellationen herkommt.

[ 31 ] Also Sie zeigen einen kleinen Vesuvausbruch, wenn Sie da die Schwefeldünste — es ist nicht nur Wasser-, sondern auch Schwefeldampf — herauskriegen. Man nennt das Solfatare. So ist überall da, wo diese mächtigen Vulkanausbrüche stattfinden, nicht tätig das, was da drunten ist, sondern das, was draußen ist, was gerade von den Sternkonstellationen herkommt.

[ 32 ] Natürlich, bei solchen Dingen kommt manchmal auch ein bißchen, wie soll ich sagen, Gschaftlhuberei, Wichtigtuerei vor. So ist ja einer einmal daraufgekommen, daß gewisse solche Sachen von den Sternkonstellationen, von der Stellung zum Beispiel von Sonne und Mond kommen. Das war der Falb. Vielleicht haben die älteren von Ihnen schon etwas gehört von der berühmten Falbschen Theorie. Falb hat nicht bloß gesagt, daß die Erdbeben, sondern auch die Vulkanausbrüche zum Beispiel von den Sternkonstellationen kommen. Das war schon richtig. Aber er war auch ein furchtbar eitler Mensch und hat gern wichtig getan mit der Sache.

[ 32 ] Natürlich, bei solchen Dingen kommt manchmal auch ein bißchen, wie soll ich sagen, Gschaftlhuberei, Wichtigtuerei vor. So ist ja einer einmal daraufgekommen, daß gewisse solche Sachen von den Sternkonstellationen, von der Stellung zum Beispiel von Sonne und Mond kommen. Das war der Falb. Vielleicht haben die älteren von Ihnen schon etwas gehört von der berühmten Falbschen Theorie. Falb hat nicht bloß gesagt, daß die Erdbeben, sondern auch die Vulkanausbrüche zum Beispiel von den Sternkonstellationen kommen. Das war schon richtig. Aber er war auch ein furchtbar eitler Mensch und hat gern wichtig getan mit der Sache.

[ 33 ] Nun ist er noch auf etwas anderes draufgekommen, was auch wichtig ist. Sie wissen ja, in Bergwerken sind eine furchtbare Plage die sogenannten schlagenden Wetter. Da geschieht etwas in den Bergwerken, weil sich die Gase entzünden, weil sie mächtig das Werk durchströmen. Nun hat Falb gesagt: Auch dieses Besondere der Gase kommt nicht vom Unterirdischen der Erde, sondern zum Beispiel von der Stellung von Sonne und Mond. — Und der Falb hat nach diesem, was er sich da ausgedacht hat, sogar Prophezeiungen von Erdbeben und von schlagenden Wettern in Bergwerken zusammengestellt. Nun, das hat oftmals nicht gestimmt, manchmal auch gestimmt. Die Dinge sind natürlich so, daß bei natürlichen Ereignissen manchmal Unvorhergesehenes eintritt; dann stimmt die Geschichte nicht. Aber Falb hat dann so einen Kalender herausgegeben durch das Jahr. Da hat er die sogenannten kritischen Tage angegeben. Wenn besondere Sternkonstellationen, wenn besondere Stellungen von Sonne und Mond da waren, hat er gesagt: An dem Tage müssen da schlagende Wetter sein —, oder: Es muß ein Erdbeben kommen.

[ 33 ] Nun ist er noch auf etwas anderes draufgekommen, was auch wichtig ist. Sie wissen ja, in Bergwerken sind eine furchtbare Plage die sogenannten schlagenden Wetter. Da geschieht etwas in den Bergwerken, weil sich die Gase entzünden, weil sie mächtig das Werk durchströmen. Nun hat Falb gesagt: Auch dieses Besondere der Gase kommt nicht vom Unterirdischen der Erde, sondern zum Beispiel von der Stellung von Sonne und Mond. — Und der Falb hat nach diesem, was er sich da ausgedacht hat, sogar Prophezeiungen von Erdbeben und von schlagenden Wettern in Bergwerken zusammengestellt. Nun, das hat oftmals nicht gestimmt, manchmal auch gestimmt. Die Dinge sind natürlich so, daß bei natürlichen Ereignissen manchmal Unvorhergesehenes eintritt; dann stimmt die Geschichte nicht. Aber Falb hat dann so einen Kalender herausgegeben durch das Jahr. Da hat er die sogenannten kritischen Tage angegeben. Wenn besondere Sternkonstellationen, wenn besondere Stellungen von Sonne und Mond da waren, hat er gesagt: An dem Tage müssen da schlagende Wetter sein —, oder: Es muß ein Erdbeben kommen.

[ 34 ] Ich war einmal — es ist jetzt schon lange her, viel mehr als dreißig Jahre — bei einem Vortrag von Falb. Da hat der Falb, der ein großer schlanker Mensch war, überzeugend seine Theorien vorgetragen, hat also vorgetragen, wie da — er hat nichts gewußt vom Astralischen, sondern er hat geglaubt, das komme nur von dieser Wärmeverdünnung —, wie da die Wärme verdünnt wird und wie dann von unten heraufgelockt werden, wie eben bei solchen Solfataren, die Gase von Bergwerken entweder zu schlagenden Wettern werden oder so etwas. Nun war das ein großer Saal. Der Falb stand da oben. Er hat das erklärt, fein erklärt. Es war viel Richtiges in seiner Erklärung. Plötzlich, wie er mitten in seiner Erklärung drinnen ist und sagt: Also da wird durch eine bestimmte Stellung von Sonne und Mond eine Veränderung in der Luft hervorgerufen, schlagende Wetter müssen sich bilden, sie werden herausgelockt — bums, klopft es an der Türe. Es kommt ein Zeitungsjunge herein von der «Neuen Freien Presse», bringt ein Telegramm, legt es hin auf den Vortragstisch. Der Falb ist eben nicht fein, sagt: Es muß was Wichtiges sein! — macht während des Vortrags das Telegramm auf, liest: In dem und dem Bergwerk sind soeben große schlagende Wetter geschehen. — Nun hatte der Falb gerade in seinem Vortrag diese schlagenden Wetter prophezeit gehabt und hatte sich mit der «Neuen Freien Presse» in Verbindung gesetzt: Wenn da etwas kommt, schickt mir das in den Vortragssaal herein! — Falb hat öfters mit solchen Dingen gearbeitet, er war eben etwas eitel. Aber geschehen ist es eben doch, meine Herren. Gerade als Falb erklärt hatte, jetzt muß wieder etwas kommen wie eine Art schlagende Wetter, bringt ihm der Zeitungsjunge das Telegramm. Und er sagte noch: Sehen Sie, meine Damen und Herren, so werden einem die Beweise auf den Tisch hin geliefert!

[ 34 ] Ich war einmal — es ist jetzt schon lange her, viel mehr als dreißig Jahre — bei einem Vortrag von Falb. Da hat der Falb, der ein großer schlanker Mensch war, überzeugend seine Theorien vorgetragen, hat also vorgetragen, wie da — er hat nichts gewußt vom Astralischen, sondern er hat geglaubt, das komme nur von dieser Wärmeverdünnung —, wie da die Wärme verdünnt wird und wie dann von unten heraufgelockt werden, wie eben bei solchen Solfataren, die Gase von Bergwerken entweder zu schlagenden Wettern werden oder so etwas. Nun war das ein großer Saal. Der Falb stand da oben. Er hat das erklärt, fein erklärt. Es war viel Richtiges in seiner Erklärung. Plötzlich, wie er mitten in seiner Erklärung drinnen ist und sagt: Also da wird durch eine bestimmte Stellung von Sonne und Mond eine Veränderung in der Luft hervorgerufen, schlagende Wetter müssen sich bilden, sie werden herausgelockt — bums, klopft es an der Türe. Es kommt ein Zeitungsjunge herein von der «Neuen Freien Presse», bringt ein Telegramm, legt es hin auf den Vortragstisch. Der Falb ist eben nicht fein, sagt: Es muß was Wichtiges sein! — macht während des Vortrags das Telegramm auf, liest: In dem und dem Bergwerk sind soeben große schlagende Wetter geschehen. — Nun hatte der Falb gerade in seinem Vortrag diese schlagenden Wetter prophezeit gehabt und hatte sich mit der «Neuen Freien Presse» in Verbindung gesetzt: Wenn da etwas kommt, schickt mir das in den Vortragssaal herein! — Falb hat öfters mit solchen Dingen gearbeitet, er war eben etwas eitel. Aber geschehen ist es eben doch, meine Herren. Gerade als Falb erklärt hatte, jetzt muß wieder etwas kommen wie eine Art schlagende Wetter, bringt ihm der Zeitungsjunge das Telegramm. Und er sagte noch: Sehen Sie, meine Damen und Herren, so werden einem die Beweise auf den Tisch hin geliefert!

[ 35 ] Nun ja, das war natürlich eine Wichtigtuerei. Aber hinter solchen Dingen steckte gerade bei Falb etwas außerordentlich Wahres wiederum. Die Sache ist schon so, daß man sagen muß: Auch diese dicken, schweren Massen werden nicht von unten durch Stöße herausgeworfen, wie es die Gelehrten immer sagen, sondern herausgelockt von oben, durch die Stellung der Sterne. Nur, möchte ich sagen, wenn da bei diesem brennenden Papier der Dampf heraufsteigt und man ganz in diesem Dampf drinnen ist, da ist die Luft ein bißchen verdünnt. So stark verdünnt, daß die festen Massen hinaufgeschleudert werden können, kann es natürlich von der bloßen Luft nicht werden; da muß schon der Äther verdünnt werden und dann noch das Astralische. Dadurch kommen wir darauf, wenn wir richtige Erklärungen haben für unsere feuerspeienden Berge, daß unsere Erde überall nicht nur von der Erdensubstanz, sondern auch vom Astralischen eingehüllt ist. Die heutige Wissenschaft hat eben keine Courage, solche Dinge wirklich sachgemäß zu erklären. Sie hat keine Courage!

[ 35 ] Nun ja, das war natürlich eine Wichtigtuerei. Aber hinter solchen Dingen steckte gerade bei Falb etwas außerordentlich Wahres wiederum. Die Sache ist schon so, daß man sagen muß: Auch diese dicken, schweren Massen werden nicht von unten durch Stöße herausgeworfen, wie es die Gelehrten immer sagen, sondern herausgelockt von oben, durch die Stellung der Sterne. Nur, möchte ich sagen, wenn da bei diesem brennenden Papier der Dampf heraufsteigt und man ganz in diesem Dampf drinnen ist, da ist die Luft ein bißchen verdünnt. So stark verdünnt, daß die festen Massen hinaufgeschleudert werden können, kann es natürlich von der bloßen Luft nicht werden; da muß schon der Äther verdünnt werden und dann noch das Astralische. Dadurch kommen wir darauf, wenn wir richtige Erklärungen haben für unsere feuerspeienden Berge, daß unsere Erde überall nicht nur von der Erdensubstanz, sondern auch vom Astralischen eingehüllt ist. Die heutige Wissenschaft hat eben keine Courage, solche Dinge wirklich sachgemäß zu erklären. Sie hat keine Courage!

[ 36 ] Wir müssen uns also, wenn wir uns die Erde vorstellen, diese Erde überall umgeben denken erstens vom. Äther, dann aber auch vom Astralischen. Nun dringt aber auch das Astralische wiederum überall ein. Aber die Pflanzen nehmen im allgemeinen das Astralische nicht auf. Sie haben nur einen Ätherleib. Sie nehmen nur den Äther auf, sie nehmen das Astralische nicht auf. Aber es gibt gewisse Pflanzen, die nehmen das Astralische auf. Das sind die Giftpflanzen. Und das ist der Unterschied zwischen den nichtgiftigen Pflanzen und den giftigen Pflanzen: Die nichtgiftigen Pflanzen haben kein Astralisches in sich, und die giftigen Pflanzen haben ein Astralisches in sich.

[ 36 ] Wir müssen uns also, wenn wir uns die Erde vorstellen, diese Erde überall umgeben denken erstens vom. Äther, dann aber auch vom Astralischen. Nun dringt aber auch das Astralische wiederum überall ein. Aber die Pflanzen nehmen im allgemeinen das Astralische nicht auf. Sie haben nur einen Ätherleib. Sie nehmen nur den Äther auf, sie nehmen das Astralische nicht auf. Aber es gibt gewisse Pflanzen, die nehmen das Astralische auf. Das sind die Giftpflanzen. Und das ist der Unterschied zwischen den nichtgiftigen Pflanzen und den giftigen Pflanzen: Die nichtgiftigen Pflanzen haben kein Astralisches in sich, und die giftigen Pflanzen haben ein Astralisches in sich.

[ 37 ] Nun, was bedeutet denn das? Sehen Sie, eine der giftigsten Pflanzen ist ja die Tollkirsche. Wenn Sie eine Tollkirsche hier haben, so ist die Tollkirsche dadurch so schwarz, wie Sie sie haben, daß eben in sie das Astralische aufgenommen wird. Also die Tollkirsche nimmt das Astralische auf. Dadurch aber, meine Herren, daß die Tollkirsche das Astralische aufnimmt — sie zerstört sich in Wirklichkeit nicht ganz —, hat sie die Kraft in sich, immerfort die physische Materie zu zerstören. Die Tollkirsche ist im Inneren ganz scharf; sie will die physische Materie zerstören. Wenn wir daher eine Tollkirsche essen, so fängt der Tollkirschensaft, sobald er in uns ist, gleich an, unsere innere Materie zu zerstören. Da müssen wir unter der Tollkirsche zugrunde gehen. Die Tollkirsche hat innerlich die Kraft, die physische Materie zu zerstören.

[ 37 ] Nun, was bedeutet denn das? Sehen Sie, eine der giftigsten Pflanzen ist ja die Tollkirsche. Wenn Sie eine Tollkirsche hier haben, so ist die Tollkirsche dadurch so schwarz, wie Sie sie haben, daß eben in sie das Astralische aufgenommen wird. Also die Tollkirsche nimmt das Astralische auf. Dadurch aber, meine Herren, daß die Tollkirsche das Astralische aufnimmt — sie zerstört sich in Wirklichkeit nicht ganz —, hat sie die Kraft in sich, immerfort die physische Materie zu zerstören. Die Tollkirsche ist im Inneren ganz scharf; sie will die physische Materie zerstören. Wenn wir daher eine Tollkirsche essen, so fängt der Tollkirschensaft, sobald er in uns ist, gleich an, unsere innere Materie zu zerstören. Da müssen wir unter der Tollkirsche zugrunde gehen. Die Tollkirsche hat innerlich die Kraft, die physische Materie zu zerstören.

[ 38 ] Denken Sie, wir bringen nun in der richtigen Weise, indem wir ihn einimpfen, ganz verdünnten, richtig verdünnten Tollkirschensaft ins Blut des Menschen. Dann können wir, wenn die Linse anfängt, Salze zu kriegen, dunkel zu werden, gerade durch den Tollkirschensaft, wenn er richtig verdünnt ist, so dünn geworden ist, daß er keine Giftwirkung mehr hat, diese Starkrankheit bekämpfen, dasjenige zerstreuen, was als Absatz entstanden ist. Ich habe Ihnen hierher (auf der Tafel) den Satz gezeichnet. Wenn wir also den Zerstörungssaft der Tollkirsche, der überall alles andere auseinandertreibt, durch eine richtige Impfung hierhergebracht haben auf die Linse, dann treibt er auch die Salze auseinander, die sich dort abgelagert haben, und die Linse kann unter Umständen geheilt werden.

[ 38 ] Denken Sie, wir bringen nun in der richtigen Weise, indem wir ihn einimpfen, ganz verdünnten, richtig verdünnten Tollkirschensaft ins Blut des Menschen. Dann können wir, wenn die Linse anfängt, Salze zu kriegen, dunkel zu werden, gerade durch den Tollkirschensaft, wenn er richtig verdünnt ist, so dünn geworden ist, daß er keine Giftwirkung mehr hat, diese Starkrankheit bekämpfen, dasjenige zerstreuen, was als Absatz entstanden ist. Ich habe Ihnen hierher (auf der Tafel) den Satz gezeichnet. Wenn wir also den Zerstörungssaft der Tollkirsche, der überall alles andere auseinandertreibt, durch eine richtige Impfung hierhergebracht haben auf die Linse, dann treibt er auch die Salze auseinander, die sich dort abgelagert haben, und die Linse kann unter Umständen geheilt werden.

[ 39 ] Man kann natürlich, wenn der Star schon zu weit fortgeschritten ist, nicht allzuviel bauen auf diese Geschichte. Aber wenn man bei einem Menschen, bei dem der Star noch nicht so stark fortgeschritten ist, die Sache zur rechten Zeit bemerkt, dann kann man, ohne daß man die Linse später herausoperieren muß, den Star noch bekämpfen.

[ 39 ] Man kann natürlich, wenn der Star schon zu weit fortgeschritten ist, nicht allzuviel bauen auf diese Geschichte. Aber wenn man bei einem Menschen, bei dem der Star noch nicht so stark fortgeschritten ist, die Sache zur rechten Zeit bemerkt, dann kann man, ohne daß man die Linse später herausoperieren muß, den Star noch bekämpfen.

[ 40 ] Daher ist es gewöhnlich nichts, wie es die homöopathischen Ärzte machen. Die geben die verdünnte Tollkirsche ein. Da wirkt es zwar auch, aber nicht sehr stark; die Sache kommt immer wieder zurück. Also auf diese Weise kann man gewöhnlich nichts bewirken. Aber man kann sehr viel bewirken, wenn man es ins Blut einimpft. Das Blut geht dann überallhin, kommt auch ins Auge.

[ 40 ] Daher ist es gewöhnlich nichts, wie es die homöopathischen Ärzte machen. Die geben die verdünnte Tollkirsche ein. Da wirkt es zwar auch, aber nicht sehr stark; die Sache kommt immer wieder zurück. Also auf diese Weise kann man gewöhnlich nichts bewirken. Aber man kann sehr viel bewirken, wenn man es ins Blut einimpft. Das Blut geht dann überallhin, kommt auch ins Auge.

[ 41 ] Daran sehen Sie auch gleich wiederum etwas anderes. Nämlich Sie sehen dies: Wenn wir ein solches Gift haben wie das von der Tollkirsche, wenn wir viel von der Tollkirsche essen — es genügt natürlich wenig, aber das ist viel in diesem Fall —, wenn wir verhältnismäßig viel von der Tollkirsche essen, so zerstört es uns vom Magen, schon vom Schlund aus unsere physische Materie. Wir können nicht mehr leben. Wenn wir immer mehr und mehr diesen Tollkirschensaft verdünnen, dann werden dadurch die physischen Teile nicht mehr angegriffen, aber der Tollkirschensaft wird verdaut und greift noch sehr stark den Kopf an. Man kann dann den Tollkirschensaft dazu verwenden, wenn Menschen ganz nervös geworden sind, wenn es ihnen schwummerig geworden ist, sie dadurch wieder zurechtzurücken, daß man ihnen stark verdünnten Tollkirschensaft zu essen gibt, der das, was sich da abgelagert hat, her 48

[ 41 ] Daran sehen Sie auch gleich wiederum etwas anderes. Nämlich Sie sehen dies: Wenn wir ein solches Gift haben wie das von der Tollkirsche, wenn wir viel von der Tollkirsche essen — es genügt natürlich wenig, aber das ist viel in diesem Fall —, wenn wir verhältnismäßig viel von der Tollkirsche essen, so zerstört es uns vom Magen, schon vom Schlund aus unsere physische Materie. Wir können nicht mehr leben. Wenn wir immer mehr und mehr diesen Tollkirschensaft verdünnen, dann werden dadurch die physischen Teile nicht mehr angegriffen, aber der Tollkirschensaft wird verdaut und greift noch sehr stark den Kopf an. Man kann dann den Tollkirschensaft dazu verwenden, wenn Menschen ganz nervös geworden sind, wenn es ihnen schwummerig geworden ist, sie dadurch wieder zurechtzurücken, daß man ihnen stark verdünnten Tollkirschensaft zu essen gibt, der das, was sich da abgelagert hat, her 48

[ 42 ] austreibt. Aber wenn man ihn so dünn nimmt, daß er auch den Kopf nicht mehr angreift, dann wirkt er noch immer auf das Auge. Das Auge ist dasjenige Organ, das empfindlich ist für die dünnsten Mengen von Tollkirsche. Belladonna, «die schöne Frau», heißt sie, die Tollkirsche, weil sie so schön schwarzäugig ist. Also das Auge ist für die kleinsten Mengen von Tollkirschensaft noch empfänglich. So ist es merkwürdig, daß unser menschliches Wesen für die verschiedenen Stoffe der Umgebung in der verschiedensten Weise empfänglich ist. Wie schon gesagt, zu viel Tollkirschensaft zerstört das ganze Auge, aber in der Verdünnung ist das Auge für den Tollkirschensaft empfänglich. Für andere Säfte sind wieder andere Organe empfänglich. So daß für jede Substanz irgend etwas in unserem Leib besonders empfänglich ist und verschiedenes bewirkt.

[ 42 ] austreibt. Aber wenn man ihn so dünn nimmt, daß er auch den Kopf nicht mehr angreift, dann wirkt er noch immer auf das Auge. Das Auge ist dasjenige Organ, das empfindlich ist für die dünnsten Mengen von Tollkirsche. Belladonna, «die schöne Frau», heißt sie, die Tollkirsche, weil sie so schön schwarzäugig ist. Also das Auge ist für die kleinsten Mengen von Tollkirschensaft noch empfänglich. So ist es merkwürdig, daß unser menschliches Wesen für die verschiedenen Stoffe der Umgebung in der verschiedensten Weise empfänglich ist. Wie schon gesagt, zu viel Tollkirschensaft zerstört das ganze Auge, aber in der Verdünnung ist das Auge für den Tollkirschensaft empfänglich. Für andere Säfte sind wieder andere Organe empfänglich. So daß für jede Substanz irgend etwas in unserem Leib besonders empfänglich ist und verschiedenes bewirkt.

[ 43 ] Nehmen Sie zum Beispiel die menschliche Leber. Ja, da ist es so, daß die menschliche Leber eigentlich furchtbar viel tun muß. Ich habe Ihnen ja gesagt, wie sie ein innerer Beobachter ist. Sie muß furchtbar viel tun bei der Verdauung. Insbesondere muß die Leber im menschlichen Leib einen großen Dienst leisten bei der Verarbeitung der Fettstoffe. Wenn die Leber nicht richtig arbeiten kann, dann sammelt sich beim Menschen alles das, was er an Fett hat, auf und wandert im Körper in der verschiedensten Weise herum. Es geschehen Fettwanderungen, statt daß das Fett in der Leber verarbeitet wird. Das Fett also, das der Mensch zu sich nimmt, das hat wiederum ein besonderes Verhältnis zur Leber. So wie gute Stoffe ein Verhältnis haben zu den Gliedern des menschlichen Körpers, so haben auch Giftstoffe zu allen Gliedern des Menschen ein bestimmtes Verhältnis.

[ 43 ] Nehmen Sie zum Beispiel die menschliche Leber. Ja, da ist es so, daß die menschliche Leber eigentlich furchtbar viel tun muß. Ich habe Ihnen ja gesagt, wie sie ein innerer Beobachter ist. Sie muß furchtbar viel tun bei der Verdauung. Insbesondere muß die Leber im menschlichen Leib einen großen Dienst leisten bei der Verarbeitung der Fettstoffe. Wenn die Leber nicht richtig arbeiten kann, dann sammelt sich beim Menschen alles das, was er an Fett hat, auf und wandert im Körper in der verschiedensten Weise herum. Es geschehen Fettwanderungen, statt daß das Fett in der Leber verarbeitet wird. Das Fett also, das der Mensch zu sich nimmt, das hat wiederum ein besonderes Verhältnis zur Leber. So wie gute Stoffe ein Verhältnis haben zu den Gliedern des menschlichen Körpers, so haben auch Giftstoffe zu allen Gliedern des Menschen ein bestimmtes Verhältnis.

[ 44 ] Und so können wir sagen: Wir können gewissermaßen die Linse im Auge wiederum hell machen, wenn sie sich verdunkelt hat, dadurch den Astralkörper in dieses Stückchen Mensch wiederum hineinschikken, wenn wir dem Menschen aus der Umgebung etwas einimpfen, was das Auge besonders angreift. Das ist also der Tollkirschensaft in entsprechender Verdünnung. Daraus sehen Sie: Im Tollkirschensaft haben wir etwas, was gerade im Auge das Astralische wieder heranzicht, so daß der Mensch durch das Astralische sehen kann; es zieht das Astralische heran, und das Astralische zieht dann wiederum das Ätherhafte heran.

[ 44 ] Und so können wir sagen: Wir können gewissermaßen die Linse im Auge wiederum hell machen, wenn sie sich verdunkelt hat, dadurch den Astralkörper in dieses Stückchen Mensch wiederum hineinschikken, wenn wir dem Menschen aus der Umgebung etwas einimpfen, was das Auge besonders angreift. Das ist also der Tollkirschensaft in entsprechender Verdünnung. Daraus sehen Sie: Im Tollkirschensaft haben wir etwas, was gerade im Auge das Astralische wieder heranzicht, so daß der Mensch durch das Astralische sehen kann; es zieht das Astralische heran, und das Astralische zieht dann wiederum das Ätherhafte heran.

[ 45 ] Deshalb möchte ich auch sagen: Auch wenn die Tollkirsche draußen wächst, zieht sie das Astralische an. Das Ätherische ist ja schon drinnen, das braucht nicht angezogen zu werden. Wenn man daher diesen feinen Vorgang, der bei der Tollkirschenheilung bei starkranken Augen geschieht, richtig studieren kann, dann versteht man nämlich auch, was draußen in der Tollkirsche vor sich geht. Das ausgeschlossene Astralische, das wird durch den Tollkirschensaft herangezogen. Also zieht der Tollkirschensaft auch aus der Welt das Astralische heran. Der Tollkirschensaft ist eine Anziehungskraft für das Astralische. Und wenn wir vergiftet werden mit Tollkirsche, so wird eben zuviel Astralisches in uns hereingezogen, dieses Astralische fängt zu kochen an und dieses Kochen zerstört unser Physisches.

[ 45 ] Deshalb möchte ich auch sagen: Auch wenn die Tollkirsche draußen wächst, zieht sie das Astralische an. Das Ätherische ist ja schon drinnen, das braucht nicht angezogen zu werden. Wenn man daher diesen feinen Vorgang, der bei der Tollkirschenheilung bei starkranken Augen geschieht, richtig studieren kann, dann versteht man nämlich auch, was draußen in der Tollkirsche vor sich geht. Das ausgeschlossene Astralische, das wird durch den Tollkirschensaft herangezogen. Also zieht der Tollkirschensaft auch aus der Welt das Astralische heran. Der Tollkirschensaft ist eine Anziehungskraft für das Astralische. Und wenn wir vergiftet werden mit Tollkirsche, so wird eben zuviel Astralisches in uns hereingezogen, dieses Astralische fängt zu kochen an und dieses Kochen zerstört unser Physisches.

[ 46 ] Wenn aber zuviel Physisches zerstört ist — im starkranken Auge ist es dadurch zerstört, daß zu viel abgelagert ist —, dann müssen wir es wieder wegschaffen. Weg damit! Dann könnte man ja hoffen, meine Herren, daß man mit Belladonna, mit Tollkirsche, auch heilen könnte, wenn sonst sich irgendwo Salze oder ähnliche Stoffe im Körper ablagern. Wenn der Mensch zum Beispiel Gallensteine oder Harnsteine bekommt, so lagert sich ja auch etwas Festes ab, was eigentlich nicht sein sollte. Dann müßte man hoffen, daß, wenn man das in der Linse im starkranken Auge mit Belladonna heilen kann, man auch die Gallensteine und die Blasensteine mit Belladonna heilen könnte. Das kann man auch, wenn man die Sache nur richtig verwendet. Das kann man!

[ 46 ] Wenn aber zuviel Physisches zerstört ist — im starkranken Auge ist es dadurch zerstört, daß zu viel abgelagert ist —, dann müssen wir es wieder wegschaffen. Weg damit! Dann könnte man ja hoffen, meine Herren, daß man mit Belladonna, mit Tollkirsche, auch heilen könnte, wenn sonst sich irgendwo Salze oder ähnliche Stoffe im Körper ablagern. Wenn der Mensch zum Beispiel Gallensteine oder Harnsteine bekommt, so lagert sich ja auch etwas Festes ab, was eigentlich nicht sein sollte. Dann müßte man hoffen, daß, wenn man das in der Linse im starkranken Auge mit Belladonna heilen kann, man auch die Gallensteine und die Blasensteine mit Belladonna heilen könnte. Das kann man auch, wenn man die Sache nur richtig verwendet. Das kann man!

[ 47 ] So kann man sehen, daß die Sachen alle zusammenstimmen, und wenn man die Natur richtig versteht, kann man auch den Menschen richtig verstehen. Nun sind wir von dieser Seite wieder auf den Ätherund Astralleib gekommen, wie wir das letzte Mal beim Herumdrehen auf den Äther- und Astralleib gekommen sind. Man kommt, wenn man die Dinge einfach richtig betrachtet, überall auf diese übersinnlichen Glieder des Menschen. Die Sachen sind wirklich nicht ausgedacht, sondern sind aus einer Wissenschaft heraus, die eben überall weiter geht als die gewöhnliche Wissenschaft.

[ 47 ] So kann man sehen, daß die Sachen alle zusammenstimmen, und wenn man die Natur richtig versteht, kann man auch den Menschen richtig verstehen. Nun sind wir von dieser Seite wieder auf den Ätherund Astralleib gekommen, wie wir das letzte Mal beim Herumdrehen auf den Äther- und Astralleib gekommen sind. Man kommt, wenn man die Dinge einfach richtig betrachtet, überall auf diese übersinnlichen Glieder des Menschen. Die Sachen sind wirklich nicht ausgedacht, sondern sind aus einer Wissenschaft heraus, die eben überall weiter geht als die gewöhnliche Wissenschaft.

[ 48 ] Am nächsten Mittwoch werden wir, wenn Sie nicht Fragen vorbereiten, über diese Sachen weiter reden.

[ 48 ] Am nächsten Mittwoch werden wir, wenn Sie nicht Fragen vorbereiten, über diese Sachen weiter reden.