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Rhythms in the Cosmos and in the Human Being
GA 350

2 June 1923, Dornach

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Rhythms in the Cosmos and in the Human Being, tr. SOL
  1. Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen

2. Das Wirken des Ätherischen und Astralischen im Menschen und in der Erde

2. The Influence of the Etheric and Astral Realms on Human Beings and the Earth

[ 1 ] Guten Morgen! Eigentlich möchte ich heute noch etwas hinzufügen zu dem, was ich das letzte Mal vorgebracht habe. Ich glaube, daß wir immer besser wissen werden, was eigentlich der Mensch im Weltenzusammenhange ist, wenn wir gerade solche Dinge betrachten. Ich möchte Ihnen also heute noch hinzufügen zu dem, was wir das letzte Mal besprochen haben, wie sich die Dinge eigentlich in Wirklichkeit verhalten, wenn so etwas über den Menschen kommt, wie zum Beispiel der graue oder der schwarze Star im Auge. Das Auge wird dann unbrauchbar. Der Mensch bekommt zunächst den Eindruck, als ob er vor den Augen etwas Flimmerndes hätte. Dann wird es immer undeutlicher und undeutlicher vor den Augen, und er kann dann nicht mehr sehen, was er eben früher gesehen hat.

[ 1 ] Good morning! Actually, I’d like to add something today to what I brought up last time. I believe that we will come to understand better and better what the human being truly is in the context of the universe when we consider precisely such things. So today I’d like to add to what we discussed last time—how things actually are in reality when something like a cataract—whether gray or black—affects the human eye. The eye then becomes useless. At first, the person has the impression that there is something flickering before their eyes. Then everything becomes increasingly blurry, and they can no longer see what they used to see.

[ 2 ] Nun, worauf beruht diese Starkrankheit des Auges? Sie beruht darauf, daß etwas im Auge, das durchsichtig sein muß, wie Glas durchsichtig sein muß, undurchsichtig wird. Wenn Sie statt des durchsichtigen Glases am Fenster irgendein undurchsichtiges Papier haben oder einen Pappendeckel, so können Sie nicht mehr durchsehen. So ist es auch beim starkranken Auge. Da ist etwas, was durchsichtig sein sollte, undurchsichtig geworden.

[ 2 ] Well, what causes this serious eye disease? It is caused by something in the eye—which must be transparent, just as glass must be transparent—becoming opaque. If, instead of the transparent glass in a window, you have some opaque paper or a piece of cardboard, you can no longer see through it. It is the same with an eye affected by severe cataracts. Something that should be transparent has become opaque.

[ 3 ] Machen wir uns das ganz klar. Ich habe Ihnen ja das Auge öfter aufgezeichnet. Es wächst so heraus aus dem Gehirn (siehe Zeichnung), aus dem Schädel; das ist von der Seite angeschaut. Es ist vorne etwas mit einem Vorsprung versehen, und da drinnen im Auge selbst breiten sich Blutadern, breitet sich der Sehnerv aus. Da kommen also Blutadern und der Sehnerv zusammen.

[ 3 ] Let's be very clear about this. I’ve drawn the eye for you several times. It protrudes from the brain (see drawing) and from the skull; this is a side view. It has a slight protrusion at the front, and inside the eye itself, blood vessels and the optic nerve extend. So that’s where the blood vessels and the optic nerve come together.

[ 4 ] Dann ist aber noch etwas im Auge, was eine Art Muskelansatz ist. Dieser Muskelansatz trägt hier dasjenige, was man die Linse nennt. Also im Auge drinnen wird vom Muskel ein ganz kleiner durchsichtiger, linsenförmiger Körper getragen. Wenn Sie sich eine kleine Linse denken, die aber durchsichtig ist, so ist diese im Auge drinnen aufgehängt. Und durch diese Linse muß man quer durchsehen. Von vorne angesehen, sieht ja diese Linse so aus (siehe Zeichnung), und man muß da durchsehen können. Schon daraus sehen Sie, daß es sich darum handelt, daß wir ein durchsichtiges Auge haben müssen, wenn wir sehen sollen. Das Auge muß durchsichtig sein. Nicht wahr, wenn man sich das richtig überlegt, wird man sich sagen: Es kann nicht das Auge sein, was sieht, denn das Auge muß sich ja gerade wegtun, sich durchsichtig machen, damit es sehen kann. Wenn Sie diese Fenstergläser zum Beispiel beschmieren, so daß Sie nicht durchsehen können, so sehen Sie nicht mehr hinaus. Ja, Sie sind es, der da sieht durch die Gläser. Die Gläser können nicht sehen, sondern Sie selbst sehen. Ebenso ist es nicht das Auge, das sieht, sondern es ist etwas im Menschen, das durch das durchsichtige Auge durchsieht.

[ 4 ] But there’s also something else in the eye—a sort of muscle attachment. This muscle attachment supports what’s called the lens. So, inside the eye, the muscle supports a very small, transparent, lens-shaped structure. If you imagine a small lens—but one that is transparent—it is suspended inside the eye. And you have to look right through this lens. Viewed from the front, this lens looks like this (see drawing), and you have to be able to see through it. From this alone, you can see that the point is that we must have a transparent eye if we are to see. The eye must be transparent. Isn’t it true that, if you really think about it, you’ll say to yourself: It can’t be the eye that sees, because the eye must, in a sense, step aside—make itself transparent—so that it can see. For example, if you smear these window panes so that you can’t see through them, you can no longer see out. Yes, it is you who are seeing through the glass. The glass cannot see; rather, you yourself are seeing. Likewise, it is not the eye that sees, but rather something within the human being that sees through the transparent eye.

[ 5 ] Nun, was geschieht, wenn der Mensch starkrank wird? Wenn der Mensch starkrank wird, dann wird diese Linse im Auge undurchsichtig. Sie ist ja sehr klein, diese Linse, aber wenn man sie aus dem Auge heraus hat und durchschaut, ist sie durchsichtig. Eine Linse von einem starkranken Menschen ist aber weiß, milchig, nicht durchsichtig. Also ich müßte dann die schöne durchsichtige Linse des gesunden Auges so zeichnen, und die undurchsichtige Linse, die müßte ich so zeichnen. Da ist also die Linse milchig und undurchsichtig geworden.

[ 5 ] Well, what happens when a person develops severe cataracts? When a person develops severe cataracts, the lens in the eye becomes opaque. This lens is very small, but when you remove it from the eye and look through it, it is transparent. However, a lens from a person with severe cataracts is white, milky, and opaque. So I would have to draw the beautiful, transparent lens of the healthy eye like this, and the opaque lens, I would have to draw it like this. So the lens has become milky and opaque.

Wandtafel 1
Wandtafel 1
Chalkboard 1
Chalkboard 1

[ 6 ] Sehen Sie, es kommt einem ja bei diesen Dingen immer zugute, daß der menschliche Körper in seinen einzelnen Teilen elastisch ist, in vieler Beziehung elastisch ist. Wenn Sie also ein starkrankes Auge haben und Sie schneiden in einer gewissen Richtung da hinein, dann macht dieser Muskel hier seine Elastizität geltend, und die Linse, die sonst gehalten wird von dem Muskel, springt heraus, wenn Sie hier ein Loch machen. Also denken Sie sich, Sie haben ein starkrankes Auge. Sie schneiden in einer gewissen Weise hinein. Die Operationen sind verhältnismäßig sehr einfach, weil ihnen überall der Körper zu Hilfe kommt. Die Linse springt heraus. Da haben Sie sie in der Hand, legen sie in das Präparierglas, die undurchsichtig gewordene Linse. Nun kann der Mensch natürlich erst recht nicht sehen, wenn er die Linse heraußen hat, denn er braucht die Linse zum Sehen. Ich werde Ihnen gleich zeigen, warum er die Linse zum Sehen braucht.

[ 6 ] You see, when it comes to these things, it’s always an advantage that the human body is elastic in its individual parts—elastic in many ways. So if you have a severely distorted eye and you make an incision in a certain direction, this muscle here exerts its elasticity, and the lens—which is normally held in place by the muscle—pops out when you make a hole here. So imagine you have a severely distorted eye. You make an incision in a certain way. The operations are relatively very simple because the body itself assists in every step. The lens pops out. There you have it in your hand; you place it in the dissection dish—the lens that has become opaque. Now, of course, the person certainly cannot see once the lens is out, because they need the lens to see. I’ll show you in a moment why they need the lens to see.

[ 7 ] Wenn man also einen Menschen in dieser Weise operiert hat, daß man ihm die Linse herausgenommen hat, dann wird es wieder hell um ihn, während er früher gar nichts gesehen hat. Er kann zwar schon hinaussehen, aber er wird, wenn er jetzt operiert ist, wenn die Linse herausgenommen ist, nur ganz weit entfernte Gegenstände sehen. Aber die Sehkraft reicht wiederum nicht aus. Also wir haben ein unbrauchbares Auge bekommen. Die Sehkraft reicht nicht so weit, daß wir das, was wir zum Beispiel hier bei der herausgenommenen Linse sehen könnten, noch sehen können. Das Auge ist unbrauchbar geworden.

[ 7 ] So when a person has undergone surgery in which the lens has been removed, their vision becomes clear again, whereas before they could not see anything at all. Although they can already look out, once the surgery is complete—that is, once the lens has been removed—they will only be able to see objects that are very far away. But their vision is still insufficient. So we are left with a useless eye. Their vision does not extend far enough for them to still see what they could have seen, for example, with the lens removed. The eye has become useless.

[ 8 ] Jetzt gibt man einem solchen Menschen, den man in dieser Weise operiert hat, eine Brille. Sehen Sie, das ist nämlich eine künstliche Linse. Früher hat er die Linse im Auge drinnen gehabt und jetzt hat er eine künstliche Linse. Jetzt werden durch die künstliche Linse seine Sehstrahlen, die früher, bevor die Linse herausgenommen war, so gingen, daß er nur ganz weit gesehen hätte, so gemacht, daß er wiederum in der Nähe sehen kann. Das bewirkt also dieses Glas, das er vor dem Auge hat. Man kann also die Linse, die er drinnen im Auge hatte, ersetzen durch ein durchsichtiges Glas. Natürlich ist es unvollkommener, weil es nicht lebt. Die Linse im Auge lebt, die kann man bewegen, und das hat natürlich seine Vorteile. Aber jedenfalls, für den Notfall kann man sehen, wenn man einfach die undurchsichtig gewordene Linse herausnimmt und diese Linse durch die Glasbrille, durch die Starbrille ersetzt. Dann sieht der Mensch wiederum.

[ 8 ] Now, a person who has undergone this type of surgery is given a pair of glasses. You see, this is actually an artificial lens. He used to have the lens inside his eye, and now he has an artificial lens. Now, through the artificial lens, the rays of light that used to travel in such a way—before the lens was removed—that he could only see very far away are redirected so that he can see up close again. That’s what this lens in front of his eye does. So the lens he used to have inside his eye can be replaced with a transparent lens. Of course, it’s less perfect because it’s not alive. The lens in the eye is alive; you can move it, and that naturally has its advantages. But in any case, in an emergency, you can restore vision simply by removing the lens that has become opaque and replacing it with a glass lens—specifically, cataract glasses. Then the person can see again.

[ 9 ] Auf diese Weise ist man also imstande, genau gewahr zu werden, wie eigentlich die Sache mit dem Sehen liegt: daß man im Auge einen Apparat, ein Werkzeug zum Sehen hat, denn man kann sogar ein Stückchen vom Auge, eben durch ein äußeres Werkzeug, ersetzen, durch die Starbrille. Daß die lebendige Brille, also die Linse, einen Vorzug hat vor dieser Starbrille, diesem Ersatz, das mag Ihnen daraus hervorgehen, daß man die Linse, die so ist (es wird gezeichnet), wenn man etwas ganz weit Entferntes sehen will, ein bißchen dünner machen muß. Dann sieht man etwas weiter Entferntes. Wenn also der Jäger anschlägt und etwas weiter schießen will, dann muß er seine Linse dünn machen. Das macht der Muskel, der hier sitzt (auf die Zeichnung deutend, $. 35); der macht sie dünner. Wenn man etwas ganz in der Nähe sehen will, in der Nähe etwas Kleines lesen will, dann muß man die Linse dicker machen. Das macht wiederum der Muskel. Das kann man mit der Starbrille natürlich nicht, denn sonst müßte man immer eine andere aufsetzen. Das tut man auch zuweilen. Es gibt heute schon durchaus Menschen, die zweierlei Brillen haben müssen, für Nähe und für Ferne. Aber weil die Linse im Auge etwas Lebendiges ist, kann man sie innerlich richten und nah und fern sehen.

[ 9 ] In this way, one is able to gain a clear understanding of what vision is really all about: that the eye is a mechanism, a tool for seeing, since one can even replace a small part of the eye—using an external tool, namely cataract glasses. That the living lens has an advantage over these cataract glasses—this substitute—may be evident to you from the fact that, as shown in the diagram, when one wants to see something very far away, one must make the lens a little thinner. Then one can see something farther away. So when the hunter takes aim and wants to shoot a little farther, he must make his lens thinner. This is done by the muscle located here (pointing to the diagram, $. 35); it makes the lens thinner. If one wants to see something very close up—to read something small up close—then one must make the lens thicker. That, in turn, is done by the muscle. Of course, you can’t do that with standard glasses, because otherwise you’d always have to switch to a different pair. People do that sometimes, though. Even today, there are certainly people who need two different pairs of glasses—one for near and one for far. But because the lens in the eye is a living structure, you can adjust it internally to see both near and far.

[ 10 ] Jetzt können Sie auch einsehen, warum, wenn ich die Linse ganz herausgenommen habe, nur ferne Gegenstände gesehen werden können, denn es ist, wie wenn ich die Linse ganz flach gemacht hätte, wenn ich sie herausgenommen habe. Da sehe ich dann wieder Dinge, die ganz weit weg sind. Da reicht aber dann wiederum die Sehkraft nicht aus.

[ 10 ] Now you can also see why, when I have removed the lens completely, only distant objects can be seen, because it is as if I had made the lens completely flat when I removed it. Then I can see things that are very far away again. But then, in turn, my eyesight is not good enough.

[ 11 ] Hinter der Linse ist noch ein ganz schleimartiger Körper, der sogenannte Glaskörper. Der kann auch undurchsichtig werden. Wenn der undurchsichtig geworden ist, kann man nicht operieren, denn den kann man nicht auf irgendeine Weise ersetzen.

[ 11 ] Behind the lens is a gel-like substance called the vitreous humor. It can also become opaque. Once it has become opaque, surgery is not possible because there is no way to replace it.

[ 12 ] Wenn man von außen ins Auge hineinsieht, so ist es schwarz. Da ist eben die Linse, hinter dieser schwarzen Pupille. Und schwarz ist es deshalb, weil man nämlich auf den Hintergrund des Auges sieht. Da schaut man durch die ganze Linse und durch alles das [den Glaskörper] durch.

[ 12 ] When you look into the eye from the outside, it appears black. The lens is right there, behind that black pupil. And it appears black because you are actually looking at the back of the eye. You’re looking through the entire lens and through all of that [the vitreous humor].

[ 13 ] Jetzt aber müssen wir uns fragen: Was geschieht denn da eigentlich, wenn die Linse undurchsichtig wird? — Stellen Sie sich doch einmal das Glas vor. Wenn das Glas durchsichtig ist, geht das Licht durch. Wenn Sie etwas Undurchsichtiges haben, so bedeutet es, daß das Licht nicht durchgeht, daß das Licht aufgehalten wird. Nun, beim Auge ist es so, daß bei der Linse Licht hinein- und herausgehen muß. Sehen Sie, das Licht, das gehört zum Äther. Das gehört nicht zu der Materie, zu dem Stoff der Schwere, der außen ist, sondern das Licht gehört zum Äther.

[ 13 ] But now we must ask ourselves: What actually happens when the lens becomes opaque? — Just imagine a piece of glass. When the glass is transparent, light passes through it. If you have something opaque, it means that the light does not pass through—that the light is blocked. Now, in the case of the eye, light must be able to enter and exit the lens. You see, light belongs to the ether. It does not belong to matter—to the substance of gravity that is on the outside—but rather, light belongs to the ether.

[ 14 ] Nun habe ich Ihnen gesagt: Der Mensch hat außer seinem physischen Leib auch noch einen Ätherleib. Und was bedeutet das, daß die Linse durchsichtig ist? Daß die Linse durchsichtig ist, das bedeutet, daß der Ätherleib des Menschen, der überall hindurchgeht — ich zeichne ihn jetzt rot —, durch die Linse einfach hindurch kann. Wenn die Linse schön durchsichtig ist, so kann der Ätherleib durch die Linse durch. Das heißt, der Mensch hat dann an der Stelle, wo die Linse ist, ein Stückchen Ätherleib. Wenn die Linse undurchsichtig wird, so ist es deshalb, weil der Stoff in der Linse sich zusammenschoppt. Wenn sich Salz oder so etwas absetzt in der Linse, dann wird sie undurchsichtig. Es ist gerade so, wie wenn Sie in einem Glas Wasser Salz aufgelöst haben. Solange das Salz aufgelöst ist, haben Sie eine fast durchsichtige Salzlösung. Wenn sich das Salz da unten absetzt (es wird gezeichnet),

[ 14 ] Now I have told you: In addition to his physical body, a human being also has an etheric body. And what does it mean that the lens is transparent? The fact that the lens is transparent means that the human etheric body, which passes through everything—I’ll draw it in red now—can simply pass right through the lens. If the lens is perfectly transparent, the etheric body can pass through it. This means that a person then has a small portion of their etheric body at the location of the lens. If the lens becomes opaque, it is because the substance within the lens clumps together. If salt or something similar settles in the lens, it becomes opaque. It’s just like when you dissolve salt in a glass of water. As long as the salt is dissolved, you have an almost transparent salt solution. When the salt settles at the bottom (it is drawn),

[ 15 ] “dann wird es da unten undurchsichtig. Das heißt, der Stoff läßt das Licht nicht durch. So wird, wenn sich salzige Teile absetzen, die Linse undurchsichtig. Im Alter setzen sich solche salzigen Teile ab. Da werden die durchsichtigen Teile des Menschen undurchsichtig.

[ 15 ] “Then it becomes opaque down there. That means the tissue doesn’t let light through. So when salty deposits build up, the lens becomes opaque. As we age, these salty deposits build up. That’s when the transparent parts of the human body become opaque.

[ 16 ] Es kann also bei Starkrankheit die durchsichtige Linse undurchsichtig werden. Was ist die Folge davon? Die Folge ist, daß in die undurchsichtige Linse der Ätherleib des Menschen nicht mehr herein kann. Jetzt ist da ein kleines Löchelchen. Der Mensch hat überall seinen Ätherleib, und wenn er gesund ist, füllt dieser Ätherleib alles aus. Wenn die Linse krank wird, undurchsichtig wird, dann kann der Ätherleib an dem Platz nicht hinein, wo die Linse ist. Jetzt haben Sie an dem Platz, wo die Linse ist, keinen Ätherleib. Wir müssen also sagen: Worin besteht die Starkrankheit? — Die Starkrankheit besteht darin, daß der Mensch an dem Platz, wo die Linse undurchsichtig geworden ist im Auge, keinen Ätherleib hat.

[ 16 ] In the case of severe illness, the transparent lens can become opaque. What is the consequence of this? The consequence is that the human etheric body can no longer enter the opaque lens. Now there is a small hole there. A person’s etheric body is present everywhere, and when they are healthy, this etheric body fills everything. When the lens becomes diseased and opaque, the etheric body cannot enter the space where the lens is located. Now, in the area where the lens is located, you have no etheric body. So we must ask: What does this serious illness consist of? — This serious illness consists of the fact that, in the area of the eye where the lens has become opaque, the person has no etheric body.

[ 17 ] Aber mit dem Ätherleib allein kann man nämlich noch nicht sehen. Wenn man mit dem Ätherleib sehen könnte, dann würde man in der Nacht immer sehen, denn man hat in der Nacht im Bett auch den Ätherleib, es ist nur der astralische Leib heraußen. Man sieht also nicht mit dem Ätherleib. Man sieht mit der Seele. Aber man braucht den Ätherleib zum Sehen. Der astralische Leib, der ist auch noch da — er ist das Dritte, was der Mensch hat —, der füllt wiederum alles aus. Wenn nun dieser astralische Leib an der Stelle hier, wo kein Ätherleib ist, sehen will, so kann er nicht, weil eben an der Stelle der Ätherleib fehlt. Und so können wir sagen: Wodurch geschieht so etwas, daß wir sehen? Dadurch, daß unser astralischer Leib in unserem Ätherleib drinnen ist. — Wenn aber an einer Stelle der Ätherleib ausgeschaltet ist, weggeschoben ist dadurch, daß die Linse, das Auge undurchsichtig ist, können wir nicht sehen. Da kann der Astralleib nicht sehen. Ist das verständlich?

[ 17 ] But one cannot yet see with the etheric body alone. If one could see with the etheric body, then one would always be able to see at night, because at night in bed one also has the etheric body; it is only the astral body that is outside. So one does not see with the etheric body. One sees with the soul. But one needs the etheric body to see. The astral body is also still there—it is the third body that a human being possesses—and it, in turn, fills out everything. Now, if this astral body wants to see in this spot here, where there is no etheric body, it cannot, precisely because the etheric body is missing in that spot. And so we can say: How does something like this—our ability to see—happen? It happens because our astral body is inside our etheric body. — But if the etheric body is “switched off” in a certain place—pushed aside because the lens, the eye, is opaque—we cannot see. The astral body cannot see there. Is that understandable?

[ 18 ] Es wird bestätige: Ja!

[ 18 ] It is confirmed: Yes!

[ 19 ] Dadurch also wird unser astralischer Leib fähig zu sehen, daß an der Stelle, wo eben die Linse ist, wo es am notwendigsten ist, der Ätherleib überhaupt hinein kann. Wenn man also so etwas wie die Starkrankheit richtig versteht, so kann man daran wirklich sehen, wie der Mensch einen Ätherleib und einen Astralleib hat.

[ 19 ] This enables our astral body to see that the etheric body can actually enter the very spot where the lens is located—the place where it is most needed. So if one correctly understands something like Stark’s disease, one can truly see from it how a human being has an etheric body and an astral body.

[ 20 ] Wenn der Mensch nun richtig im Anfange einer solchen Starkrankheit steht, so kann man sagen: Diese Starkrankheit kommt davon her, daß die im Auge, in der Linse abgelagerten Salze den Ätherleib nicht hineinlassen ins Auge. — Nun müßte man etwas tun, um diese Linse durchsichtig zu machen. Wenn die Sache eben ganz fortgeschritten ist, wenn die Linse schon ganz durchsetzt ist mit Salzen, also undurchsichtig geworden ist, dann kann man nichts anderes mehr machen als sie herausoperieren, und sie eben durch eine Starbrille ersetzen. Aber nun ist die Sache so, daß man, wenn die Starkrankheit ganz im Anfange ist, doch auch noch etwas anderes tun kann. Und daran gerade will ich Ihnen nun zeigen, wie der Mensch mit seiner Umgebung zusammenhängt.

[ 20 ] When a person is in the very early stages of such a serious illness, one can say: This serious illness arises because the salts deposited in the eye, in the lens, prevent the etheric body from entering the eye. — Now, something must be done to make this lens transparent again. Once the condition has progressed quite far—when the lens is already completely saturated with salts and has thus become opaque—there is nothing left to do but surgically remove it and replace it with cataract glasses. But the fact is that when cataracts are in their very early stages, there is still something else that can be done. And it is precisely through this that I now want to show you how the human being is connected to his or her surroundings.

[ 21 ] Nehmen Sie an, Sie haben hier die Erde. Aus dieser Erde wachsen Pflanzen heraus. Sehen Sie, solch eine Pflanze hat natürlich einen physischen Leib. Wir können ihn angreifen, ihn anschauen. Aber diese Pflanze hat auch einen Ätherleib, denn sie lebt, und alles, was lebt, hat einen Ätherleib. Wenn die Pflanze keinen Ätherleib hätte, wäre sie ein Stein. Sie hat einen Ätherleib, sie lebt. Aber die Pflanze kann nicht empfinden, nicht fühlen. Sie hat keinen Astralleib. Aber überall in der Umgebung der Erde ist dasjenige, was astralische Substanz ist. Überall ist das Astralische. Wir haben einen Astralleib in uns, aber auch überall in der Umgebung der Erde ist das Astralische. Ich will Ihnen sagen, wie man darauf kommen kann, daß das Astralische überall ist. Da werden wir eine recht entlegene Tatsache, die scheinbar zu dem gar nicht hinzugehört, heranziehen müssen.

[ 21 ] Suppose you have this earth here. Plants grow out of this earth. You see, such a plant naturally has a physical body. We can touch it and look at it. But this plant also has an etheric body, because it is alive, and everything that lives has an etheric body. If the plant did not have an etheric body, it would be a stone. It has an etheric body; it is alive. But the plant cannot perceive or feel. It has no astral body. Yet all around the Earth is what is known as astral substance. The astral is everywhere. We have an astral body within us, but the astral is also everywhere in the Earth’s surroundings. I want to tell you how one can come to realize that the astral is everywhere. To do so, we will have to draw upon a rather remote fact that seemingly has nothing to do with this at all.

[ 22 ] Sie wissen ja alle, daß feuerspeiende Berge ab und zu, nun ja, eben ins Speien kommen, wie man sagt, daß eben glühende Massen herausfliegen. Ich will Ihnen einmal solch einen feuerspeienden Berg ein wenig beschreiben. Da ist zunächst unten der Boden, mit einem gewöhnlichen Gestein ausgefüllt. Also wenn wir den Vesuv zum Beispiel, der in Italien ist, bei Neapel, betrachten, so ist der Boden dort, der Grundboden, aus apenninischem Gestein bestehend, wie man es nennt. Also wir haben da unten das gewöhnliche Gestein, das sonst auch ringsherum in der betreffenden Gegend ist. Dann aber schichten sich da etwas andere Schichten auf. Es schichtet sich so auf (siehe Zeichnung). An der Stelle, wo zum Beispiel der Vesuv ausbricht, da ist eine Erdspalte. Und wenn nun ein Ausbruch des Vesuvs ist, dann kommen aus dieser Erdspalte heraus zuerst Aschenbestandteile mit Wasser; dann kommen bombenartige Gesteine heraus. Das alles wird da an die Oberfläche geschleudert. Das ist zuweilen flüssig, zuweilen bombenartig. Dann rinnt das herunter, rinnt weiter herunter. Und überall da kommen dann diese Gesteine, die wie Bomben hinausgeworfen werden. Die fließen wieder herunter. Dazwischen ein Regen, der mit Schlamm untermischt ist. Das alles türmt dann einen solchen Berg erst auf, macht einen solchen Berg. Da wird also aus dem Inneren der Erde zunächst heißes Wasser, das mit Asche vermischt ist, herausgeschleudert. Das gibt, wenn es herunterrinnt, einen sehr zähen Schlamm. Dann, etwas später, kommen diese bombenartigen Brocken, die da heraufsausen und die da überall herumgeschleudert werden. Auf diese Weise werden solche feuerspeienden Berge aufgeworfen.

[ 22 ] As you all know, fire-spewing mountains occasionally—well, as they say—start spewing, with molten masses flying out. Let me describe such a fire-spewing mountain to you a little. First, there is the ground below, filled with ordinary rock. So if we take Vesuvius, for example—which is in Italy, near Naples—the ground there, the bedrock, consists of what is called Apennine rock. So down there we have the ordinary rock that’s also found all around the surrounding area. But then other layers are stacked on top of it. They’re stacked like this (see drawing). At the point where, for example, Vesuvius erupts, there is a fissure in the earth. And when Vesuvius erupts, ash particles mixed with water come out of this fissure first; then bomb-like rocks emerge. All of this is hurled to the surface. Sometimes it’s liquid, sometimes it’s in the form of bombs. Then it flows down, continuing to flow downward. And everywhere, these rocks—which are hurled out like bombs—appear. They flow down again. In between, there’s rain mixed with mud. All of this then piles up to form such a mountain. So, from the Earth’s interior, hot water mixed with ash is first hurled out. As it flows down, this forms a very thick mud. Then, a little later, these bomb-like chunks come rushing up and are hurled all over the place. This is how such fire-spewing mountains are formed.

[ 23 ] Nun, meine Herren, möchte ich Ihnen erzählen, wie sich die Wissenschaft gewöhnlich einer solchen Erscheinung gegenüber, wie den feuerspeienden Bergen, benimmt. Die Wissenschaft sagt: Ja, da stürmt alles mögliche, was unter der Erde ist, heraus. Die feuerspeienden Berge, die sind in der Regel in der Nähe von Wasser. — Gewiß, das ist auch wahr. Mitten im Land sind wenig feuerspeiende Berge, sie sind in der Regel in der Nähe vom Ufer, vom Wasser. — Da könnte also, weil ja da ohnehin ein Erdspalt ist, das Wasser hineindringen, und das Wasser, das wird da drinnen dann durch die im Inneren der Erde befindliche Hitze siedend. Und dieses siedende Wasser, das stößt dann alles das, was da unten an Stoffen ist, heraus. — So sagt nun zunächst einer der Gelehrten, schreibt darüber ein Buch und hat auf diese Weise die Entstehung der feuerspeienden Berge, wie man sagt, erklärt.

[ 23 ] Well, gentlemen, I’d like to tell you how science usually responds to a phenomenon such as fire-spewing mountains. Science says: Yes, all sorts of things that lie beneath the earth burst forth there. Fire-spewing mountains are usually found near water. — Certainly, that is also true. There are few fire-spewing mountains in the middle of the country; they are usually near the shore, near water. — So, since there is a fissure in the earth there anyway, water could seep in, and that water would then be brought to a boil by the heat inside the earth. And this boiling water then forces out all the substances that are down there. — So, first, one of the scholars says this, writes a book about it, and in this way has explained, as they say, the origin of the fire-spewing mountains.

[ 24 ] Jetzt kommt ein anderer und sagt: Ja, aber wir haben Gründe, anzunehmen, daß diese Spalten gar nicht so weit ausgedehnt sind, daß da das Wasser hereinkann. Wir können nicht annehmen, daß das Wasser, wenn die feuerspeienden Berge auch beim Wasser liegen, durch diese Risse in der Erde da hereinkann. Also wird es nicht ganz richtig sein, was der erste Gelehrte gesagt hat. Man muß auf eine andere Weise die Sache erklären.

[ 24 ] Now someone else comes along and says: Yes, but we have reason to believe that these fissures are not wide enough for water to enter. We cannot assume that, even if the fire-spewing mountains are located near the water, the water can enter through these cracks in the earth. So what the first scholar said cannot be entirely correct. The matter must be explained in a different way.

[ 25 ] Nun, da kommt der und sagt: Ja, im Inneren der Erde, da ist die Sache nicht so wie da draußen, sondern im Inneren der Erde sind die Metalle flüssig. Wie das Eisen im Schmelzofen, wenn man es bearbeitet, flüssig ist, so sind da im Inneren der Erde die Metalle flüssig. Da sind flüssige Metalle drinnen. — Nun — Namen finden sich leicht —, diese flüssigen Metalle nennt man dann Magma. Es ist also da Magma drinnen — nun schön, flüssige Metalle. Und jetzt, wenn dieses flüssige Metall, dieses Magma, an eine solche Stelle kommt, wo es leichter ausweichen kann — hier ist es ihm überall zu schwer zum Ausweichen, sonst speit es überall heraus —, wenn es da also an eine Stelle kommt, wo es leichter ausweichen kann, dann weicht es eben da aus, und da kommt es heraus. — So sagt der andere. Also es geschieht, sagt der andere, durch die Ungleichmäßigkeiten in der Dichte der Erde; das Magma, das strahlt nach der einen oder anderen Richtung aus.

[ 25 ] Well, here comes this guy and says: Yes, inside the Earth, things aren’t the same as they are out here; rather, inside the Earth, the metals are liquid. Just as iron is liquid in a smelting furnace when it’s being processed, so too are the metals liquid inside the Earth. There are liquid metals in there. — Well — names are easy to come by — these liquid metals are called magma. So there’s magma in there — all right, liquid metals. And now, when this liquid metal—this magma—reaches a spot where it can more easily find a way out—here it’s too difficult for it to escape anywhere, otherwise it would spew out everywhere—when it reaches a spot where it can more easily find a way out, it simply finds a way out there, and that’s where it comes out. — That’s what the other person says. So it happens, says the other person, because of the irregularities in the Earth’s density; the magma radiates out in one direction or another.

[ 26 ] Da kommt nun ein dritter wiederum oder ein vierter, und der sagt: Ja, aber das Magma kann nicht die starke Kraft haben, so mächtig die Bomben da herauszuschmeißen! Das kann auch nicht die Erklärung sein. — Dann kommen noch ein paar andere, die sagen noch etwas anderes. Und dann wird das in die gewöhnlichen Bücher, die für das Volk sind, geschrieben. Da schreibt man dann hinein: Also eigentlich weiß man heute noch nicht die Ursache, warum die feuerspeienden Berge entstehen. — Das ist so ungefähr heute der Tatbestand. Gewöhnlich werden Sie finden: Der eine hat das behauptet, der andere das —, aber man weiß eigentlich nicht, worin die Ursache liegt. Bei den wichtigsten Dingen weiß man nicht, worin die Ursache liegt!

[ 26 ] Then a third person—or a fourth—comes along and says: “Yes, but magma can’t possibly have enough power to hurl those bombs out with such force! That can’t be the explanation either.” — Then a few others come along and say something else entirely. And then that gets written into the popular books intended for the general public. So they write: “Actually, we still don’t know the cause of why these fire-spewing mountains form.” — That’s more or less the state of affairs today. Usually you’ll find: One person claimed this, another claimed that—but no one really knows what the cause is. When it comes to the most important things, we don’t know what the cause is!

[ 27 ] Aber nun will ich Ihnen etwas sagen. Die Sache ist diese: Wenn man gerade in die Gegend kommt, wo der Vesuv schon ganz nahe ist, in die Nachbarschaft von feuerspeienden Bergen, da gibt es nämlich eine sehr schöne Erscheinung. Wenn Sie ein Stück Papier nehmen und es anzünden, dann fängt plötzlich die Erde zu rauchen an. Also Sie haben hier die Erde (es wird gezeichnet), zünden ein Stückchen Papier hier an, jetzt brennt das (rot), und jetzt fängt hier überall unter der Papierflamme die Erde zu rauchen an, ganz von selber, und Sie können da nach und nach, während Sie ein großes Stück Papier verbrennen, ganz von dem aufsteigenden Rauch umgeben werden. Das ist natürlich eine sehr schöne Erscheinung. Den Leuten, die da in Italien reisen, zeigen die Fremdenführer, wie der Rauch aus der Erde herauskommt, wenn man bloß ein Stückchen Papier anzündet.

[ 27 ] But now I want to tell you something. Here’s the thing: When you get to the area where Vesuvius is already very close by, near the fire-spewing mountains, there’s actually a very beautiful phenomenon. If you take a piece of paper and set it on fire, the ground suddenly starts to smoke. So here you have the ground (a drawing is made), you light a small piece of paper here, now it’s burning (red), and now the ground all around the paper flame starts to smoke, all on its own, and little by little, as you burn a large piece of paper, you can find yourself completely surrounded by the rising smoke. That is, of course, a very beautiful sight. For people traveling in Italy, tour guides show them how smoke comes out of the ground when you simply light a small piece of paper.

[ 28 ] Nun, was bedeutet denn das überhaupt? Ja, sehen Sie, meine Herren: An der Stelle da drinnen, da ist eine gewisse Ansammlung von Wasserdampf. Da in der Erde — an der Stelle, wo dann dieser Dampf herauskommt —, da ist der drinnen angesammelt. Der kann nun nicht heraus, wenn die Luft da drüber eine bestimmte Dichte hat. Die Luft hält diesen Dampf da drinnen. Nun wissen Sie alle: Wenn man die Luft wärmer macht, wird sie dünner. Wenn Sie im Zimmer einheizen, dann wird die Luft auch dünner. Die warme Luft ist immer dünner als die kalte Luft. Wenn Sie also hier anzünden, so wird die Luft dünner. Die dünnere Luft kann dann den Dampf nicht mehr unten halten, und da strömt er heraus. Natürlich muß er zuerst unten sein. Es muß etwas unten sein, das herausströmen kann. Ja, aber, meine Herren, denken Sie, was Sie da getan haben! Sie sind nicht da unten gewesen und haben den Dampf hinaufgeblasen. Das haben Sie nicht gemacht, sondern Sie haben von außen den Dampf herausgelockt, indem Sie ein Stück Papier angezündet haben. Also wenn Sie hier oben über der Erde etwas anzünden, können Sie den Dampf herauslocken. Weil Sie die Luft dünner machen, locken Sie den Dampf heraus.

[ 28 ] Well, what does that actually mean? Yes, you see, gentlemen: At that spot in there, there’s a certain accumulation of water vapor. Down in the ground—at the spot where this vapor then comes out—that’s where it’s accumulated. It can’t escape if the air above it has a certain density. The air keeps that vapor trapped inside. Now, as you all know: When you heat the air, it becomes less dense. When you heat a room, the air also becomes less dense. Warm air is always less dense than cold air. So when you light a fire here, the air becomes less dense. The less dense air can then no longer hold the steam down, and so it flows out. Of course, it has to be down there first. There has to be something down there that can flow out. Yes, but, gentlemen, just think about what you’ve done! You weren’t down there blowing the steam upward. You didn’t do that; instead, you lured the steam out from the outside by setting a piece of paper on fire. So if you set something on fire up here above the ground, you can lure the steam out. Because you’re making the air thinner, you’re luring the steam out.

[ 29 ] Sehen Sie, die gelehrten Herren suchen nun fortwährend die Ursachen dafür, daß da Wasserdampf aus dem Vulkan herauskommt, daß da sogar Bomben herausfliegen; diese Ursachen suchen sie, ja die suchen sie unter der Erde. Aber da sind sie nämlich gar nicht, geradesowenig wie die Ursachen des Herausdringens des Wasserdampfes, wenn Sie ein Papier anzünden, unter der Erde sind, sondern die Ursachen sind draußen, außerhalb der Erde.

[ 29 ] You see, the learned gentlemen are constantly searching for the causes of the water vapor coming out of the volcano, and even of the bombs flying out of it; they are searching for these causes—yes, they are searching for them underground. But they aren’t there at all—just as the causes of the water vapor escaping when you set a piece of paper on fire aren’t underground—rather, the causes are out there, outside the earth.

Wandtafel 2
Wandtafel 2
Chalkboard 2
Chalkboard 2

[ 30 ] Sie müssen eben die Dinge, die Tatsachen sind, in der richtigen Weise verstehen können, dann kommen Sie auf die Sachen drauf. Also geradesowenig wie Sie hier drinnen sind und den Dampf aus der Erde heraufblasen, sondern ihn herauslocken durch die dünne, erwärmte Luft, ebenso lockt da etwas das alles, was da drunten ist, heraus. Und sehen Sie, feste Erdgesteine kriegt man da nicht heraus, wenn man da nur ein Papier anzündet, sonst würden die reisenden neugierigen Engländer, wenn sie in der Nähe von Neapel Papier anzünden würden, nicht nur in Rauch eingehüllt werden, sondern auch allerlei Steine auf die Nase kriegen! Das kriegt man da nicht, sondern da wird nur die Luft verdünnt und der Dampf steigt auf. Hier aber über dem Vesuv, wenn er anfängt zu speien, auszubrechen, da wird über ihm alles das verdünnt, was an Astralischem über ihm liegt. Und dieses Astralische, das wird verdünnt durch weit draußen liegende Kräfte der Sterne, der Planeten. Wenn also eine bestimmte Sternkonstellation über dem Vesuv ist, wie sie oft ist — sie kommt sonst nicht so vor, sie kommt gerade an der Stelle vor —, da wird, geradeso wie hier durch das Papier, hier durch die Sternkonstellation, weil das Astralische oben verdünnt wird, das, was unten ist, herausgerissen.

[ 30 ] You simply have to be able to understand the things that are facts in the right way; then you’ll figure things out. Just as you aren’t simply standing here blowing steam up from the ground, but rather coaxing it out through the thin, heated air—in the same way, something down there is coaxing everything that’s down there out. And you see, you can’t get solid rock out of there just by lighting a piece of paper; otherwise, the curious English travelers, if they were to light a piece of paper near Naples, would not only be enveloped in smoke but would also have all sorts of rocks rained down on them! You don’t get that there—instead, the air is simply thinned out and the steam rises. Here, however, above Vesuvius, when it begins to spew and erupt, everything astral that lies above it is thinned out. And this astral substance is thinned out by forces from the stars and planets far away. So when a certain constellation is above Vesuvius—as it often is; it doesn’t usually appear there, but it happens to be in that exact spot—then, just as here through the paper, here through the constellation, because the astral substance above is thinned out, what is below is torn out.

[ 31 ] Also Sie zeigen einen kleinen Vesuvausbruch, wenn Sie da die Schwefeldünste — es ist nicht nur Wasser-, sondern auch Schwefeldampf — herauskriegen. Man nennt das Solfatare. So ist überall da, wo diese mächtigen Vulkanausbrüche stattfinden, nicht tätig das, was da drunten ist, sondern das, was draußen ist, was gerade von den Sternkonstellationen herkommt.

[ 31 ] So you’re seeing a small eruption of Vesuvius when you see the sulfur fumes—it’s not just water vapor, but also sulfur vapor—coming out. This is called a solfatara. So wherever these powerful volcanic eruptions take place, it is not what lies beneath that is active, but rather what is outside—what is coming directly from the constellations.

[ 32 ] Natürlich, bei solchen Dingen kommt manchmal auch ein bißchen, wie soll ich sagen, Gschaftlhuberei, Wichtigtuerei vor. So ist ja einer einmal daraufgekommen, daß gewisse solche Sachen von den Sternkonstellationen, von der Stellung zum Beispiel von Sonne und Mond kommen. Das war der Falb. Vielleicht haben die älteren von Ihnen schon etwas gehört von der berühmten Falbschen Theorie. Falb hat nicht bloß gesagt, daß die Erdbeben, sondern auch die Vulkanausbrüche zum Beispiel von den Sternkonstellationen kommen. Das war schon richtig. Aber er war auch ein furchtbar eitler Mensch und hat gern wichtig getan mit der Sache.

[ 32 ] Of course, with things like this, there’s sometimes a bit of—how should I put it—nonsense, self-importance. For example, someone once came up with the idea that certain phenomena like this stem from the constellations, from the positions of the Sun and Moon, for instance. That was Falb. Perhaps some of the older ones among you have already heard something about the famous Falb theory. Falb didn’t just say that earthquakes, but also volcanic eruptions, for example, are caused by the constellations. That was actually correct. But he was also a terribly vain man and liked to make a big deal out of the whole thing.

[ 33 ] Nun ist er noch auf etwas anderes draufgekommen, was auch wichtig ist. Sie wissen ja, in Bergwerken sind eine furchtbare Plage die sogenannten schlagenden Wetter. Da geschieht etwas in den Bergwerken, weil sich die Gase entzünden, weil sie mächtig das Werk durchströmen. Nun hat Falb gesagt: Auch dieses Besondere der Gase kommt nicht vom Unterirdischen der Erde, sondern zum Beispiel von der Stellung von Sonne und Mond. — Und der Falb hat nach diesem, was er sich da ausgedacht hat, sogar Prophezeiungen von Erdbeben und von schlagenden Wettern in Bergwerken zusammengestellt. Nun, das hat oftmals nicht gestimmt, manchmal auch gestimmt. Die Dinge sind natürlich so, daß bei natürlichen Ereignissen manchmal Unvorhergesehenes eintritt; dann stimmt die Geschichte nicht. Aber Falb hat dann so einen Kalender herausgegeben durch das Jahr. Da hat er die sogenannten kritischen Tage angegeben. Wenn besondere Sternkonstellationen, wenn besondere Stellungen von Sonne und Mond da waren, hat er gesagt: An dem Tage müssen da schlagende Wetter sein —, oder: Es muß ein Erdbeben kommen.

[ 33 ] Now he has come up with something else that is also important. As you know, so-called “explosive gas outbursts” are a terrible scourge in mines. Something happens in the mines because the gases ignite as they rush powerfully through the mine. Now Falb said: Even this particular characteristic of the gases does not come from the Earth’s interior, but rather, for example, from the positions of the sun and moon. — And based on what he had come up with, Falb even compiled predictions of earthquakes and outbursts of gas in mines. Well, these were often incorrect, though sometimes they were correct. Of course, the reality is that unforeseen events sometimes occur during natural phenomena; in such cases, the prediction does not hold true. But Falb then published a calendar covering the entire year. In it, he listed the so-called “critical days.” Whenever specific constellations or particular positions of the sun and moon occurred, he would say: “On that day, there must be outbursts of gas”—or: “An earthquake must occur.”

[ 34 ] Ich war einmal — es ist jetzt schon lange her, viel mehr als dreißig Jahre — bei einem Vortrag von Falb. Da hat der Falb, der ein großer schlanker Mensch war, überzeugend seine Theorien vorgetragen, hat also vorgetragen, wie da — er hat nichts gewußt vom Astralischen, sondern er hat geglaubt, das komme nur von dieser Wärmeverdünnung —, wie da die Wärme verdünnt wird und wie dann von unten heraufgelockt werden, wie eben bei solchen Solfataren, die Gase von Bergwerken entweder zu schlagenden Wettern werden oder so etwas. Nun war das ein großer Saal. Der Falb stand da oben. Er hat das erklärt, fein erklärt. Es war viel Richtiges in seiner Erklärung. Plötzlich, wie er mitten in seiner Erklärung drinnen ist und sagt: Also da wird durch eine bestimmte Stellung von Sonne und Mond eine Veränderung in der Luft hervorgerufen, schlagende Wetter müssen sich bilden, sie werden herausgelockt — bums, klopft es an der Türe. Es kommt ein Zeitungsjunge herein von der «Neuen Freien Presse», bringt ein Telegramm, legt es hin auf den Vortragstisch. Der Falb ist eben nicht fein, sagt: Es muß was Wichtiges sein! — macht während des Vortrags das Telegramm auf, liest: In dem und dem Bergwerk sind soeben große schlagende Wetter geschehen. — Nun hatte der Falb gerade in seinem Vortrag diese schlagenden Wetter prophezeit gehabt und hatte sich mit der «Neuen Freien Presse» in Verbindung gesetzt: Wenn da etwas kommt, schickt mir das in den Vortragssaal herein! — Falb hat öfters mit solchen Dingen gearbeitet, er war eben etwas eitel. Aber geschehen ist es eben doch, meine Herren. Gerade als Falb erklärt hatte, jetzt muß wieder etwas kommen wie eine Art schlagende Wetter, bringt ihm der Zeitungsjunge das Telegramm. Und er sagte noch: Sehen Sie, meine Damen und Herren, so werden einem die Beweise auf den Tisch hin geliefert!

[ 34 ] I once attended—it was a long time ago, well over thirty years—a lecture by Falb. There, Falb, who was a tall, slender man, presented his theories convincingly, explaining how —he knew nothing about the astral realm, but believed it stemmed solely from this thermal rarefaction—how heat is rarefied and how gases are then drawn up from below, just as with those solfataras, where gases from mines either become explosive fumes or something of that nature. Now, it was a large hall. Falb was standing up there. He explained it—explained it well. There was a lot of truth in his explanation. Suddenly, just as he’s in the middle of his explanation and says: “So, a certain position of the sun and moon causes a change in the air; explosive gases must form; they’re drawn out”—boom, there’s a knock at the door. A newspaper boy from the Neue Freie Presse comes in, brings a telegram, and places it on the lectern. Falb isn’t exactly polite; he says, “It must be something important!”—and opens the telegram right in the middle of his lecture, reading: “Major outbursts of firedamp have just occurred in such-and-such a mine.” — Now Falb had just predicted these gas outbursts in his lecture and had contacted the Neue Freie Presse: “If anything comes up, send it right into the lecture hall!” — Falb often played on such things; he was, after all, a bit vain. But it did happen, gentlemen. Just as Falb had explained that something like a major gas outburst was bound to happen again, the paperboy brought him the telegram. And he added: “You see, ladies and gentlemen, this is how the evidence is delivered right to your table!”

[ 35 ] Nun ja, das war natürlich eine Wichtigtuerei. Aber hinter solchen Dingen steckte gerade bei Falb etwas außerordentlich Wahres wiederum. Die Sache ist schon so, daß man sagen muß: Auch diese dicken, schweren Massen werden nicht von unten durch Stöße herausgeworfen, wie es die Gelehrten immer sagen, sondern herausgelockt von oben, durch die Stellung der Sterne. Nur, möchte ich sagen, wenn da bei diesem brennenden Papier der Dampf heraufsteigt und man ganz in diesem Dampf drinnen ist, da ist die Luft ein bißchen verdünnt. So stark verdünnt, daß die festen Massen hinaufgeschleudert werden können, kann es natürlich von der bloßen Luft nicht werden; da muß schon der Äther verdünnt werden und dann noch das Astralische. Dadurch kommen wir darauf, wenn wir richtige Erklärungen haben für unsere feuerspeienden Berge, daß unsere Erde überall nicht nur von der Erdensubstanz, sondern auch vom Astralischen eingehüllt ist. Die heutige Wissenschaft hat eben keine Courage, solche Dinge wirklich sachgemäß zu erklären. Sie hat keine Courage!

[ 35 ] Well, of course, that was just posturing. But behind such things—especially in Falb’s case—there was, once again, something extraordinarily true. The fact is that one must say: Even these thick, heavy masses are not ejected from below by impacts, as the scholars always claim, but are drawn out from above by the position of the stars. However, I would like to point out that when steam rises from this burning paper and one is completely immersed in that steam, the air is somewhat thinned out. Of course, the air alone cannot become so thin that solid masses can be hurled upward; for that to happen, the ether must be thinned, and then the astral substance as well. This leads us to the conclusion—once we have proper explanations for our fire-spewing mountains—that our Earth is enveloped everywhere not only by earthly substance but also by the astral. Modern science simply lacks the courage to explain such things properly. It lacks the courage!

[ 36 ] Wir müssen uns also, wenn wir uns die Erde vorstellen, diese Erde überall umgeben denken erstens vom. Äther, dann aber auch vom Astralischen. Nun dringt aber auch das Astralische wiederum überall ein. Aber die Pflanzen nehmen im allgemeinen das Astralische nicht auf. Sie haben nur einen Ätherleib. Sie nehmen nur den Äther auf, sie nehmen das Astralische nicht auf. Aber es gibt gewisse Pflanzen, die nehmen das Astralische auf. Das sind die Giftpflanzen. Und das ist der Unterschied zwischen den nichtgiftigen Pflanzen und den giftigen Pflanzen: Die nichtgiftigen Pflanzen haben kein Astralisches in sich, und die giftigen Pflanzen haben ein Astralisches in sich.

[ 36 ] So when we imagine the Earth, we must picture it as being surrounded on all sides, first by the ether, but also by the astral. Now, the astral, in turn, permeates everything. But plants generally do not absorb the astral. They have only an etheric body. They absorb only the ether; they do not absorb the astral. But there are certain plants that do absorb the astral. These are the poisonous plants. And that is the difference between non-poisonous plants and poisonous plants: non-poisonous plants contain no astral, while poisonous plants contain astral.

[ 37 ] Nun, was bedeutet denn das? Sehen Sie, eine der giftigsten Pflanzen ist ja die Tollkirsche. Wenn Sie eine Tollkirsche hier haben, so ist die Tollkirsche dadurch so schwarz, wie Sie sie haben, daß eben in sie das Astralische aufgenommen wird. Also die Tollkirsche nimmt das Astralische auf. Dadurch aber, meine Herren, daß die Tollkirsche das Astralische aufnimmt — sie zerstört sich in Wirklichkeit nicht ganz —, hat sie die Kraft in sich, immerfort die physische Materie zu zerstören. Die Tollkirsche ist im Inneren ganz scharf; sie will die physische Materie zerstören. Wenn wir daher eine Tollkirsche essen, so fängt der Tollkirschensaft, sobald er in uns ist, gleich an, unsere innere Materie zu zerstören. Da müssen wir unter der Tollkirsche zugrunde gehen. Die Tollkirsche hat innerlich die Kraft, die physische Materie zu zerstören.

[ 37 ] Well, what does that mean? You see, one of the most poisonous plants is the belladonna. If you have a belladonna here, the reason it is as black as it is is precisely because it absorbs the astral. So the belladonna absorbs the astral. But because of this, gentlemen—because the belladonna absorbs the astral—it does not, in fact, destroy itself entirely—it possesses the power within itself to constantly destroy physical matter. The belladonna is very potent on the inside; it seeks to destroy physical matter. Therefore, when we eat a belladonna, the belladonna juice, as soon as it is inside us, immediately begins to destroy our inner matter. We are bound to perish under the influence of the belladonna. The belladonna possesses within itself the power to destroy physical matter.

[ 38 ] Denken Sie, wir bringen nun in der richtigen Weise, indem wir ihn einimpfen, ganz verdünnten, richtig verdünnten Tollkirschensaft ins Blut des Menschen. Dann können wir, wenn die Linse anfängt, Salze zu kriegen, dunkel zu werden, gerade durch den Tollkirschensaft, wenn er richtig verdünnt ist, so dünn geworden ist, daß er keine Giftwirkung mehr hat, diese Starkrankheit bekämpfen, dasjenige zerstreuen, was als Absatz entstanden ist. Ich habe Ihnen hierher (auf der Tafel) den Satz gezeichnet. Wenn wir also den Zerstörungssaft der Tollkirsche, der überall alles andere auseinandertreibt, durch eine richtige Impfung hierhergebracht haben auf die Linse, dann treibt er auch die Salze auseinander, die sich dort abgelagert haben, und die Linse kann unter Umständen geheilt werden.

[ 38 ] Do you think we are now administering it correctly—by injecting highly diluted, properly diluted belladonna juice into the human bloodstream? Then, when the lens begins to accumulate salts and darken, we can—precisely through the belladonna juice, when it is properly diluted, so diluted that it no longer has any toxic effect—combat this severe disease and disperse what has formed as a deposit. I have drawn the diagram here (on the board). So when we have brought the destructive juice of the belladonna—which disperses everything else everywhere—to the lens through a proper inoculation, it also disperses the salts that have deposited there, and the lens can, under certain circumstances, be healed.

[ 39 ] Man kann natürlich, wenn der Star schon zu weit fortgeschritten ist, nicht allzuviel bauen auf diese Geschichte. Aber wenn man bei einem Menschen, bei dem der Star noch nicht so stark fortgeschritten ist, die Sache zur rechten Zeit bemerkt, dann kann man, ohne daß man die Linse später herausoperieren muß, den Star noch bekämpfen.

[ 39 ] Of course, if the cataract is already too advanced, one cannot rely too heavily on this approach. But if the condition is detected in time in a person whose cataract is not yet very advanced, then it is possible to treat the cataract without having to surgically remove the lens later.

[ 40 ] Daher ist es gewöhnlich nichts, wie es die homöopathischen Ärzte machen. Die geben die verdünnte Tollkirsche ein. Da wirkt es zwar auch, aber nicht sehr stark; die Sache kommt immer wieder zurück. Also auf diese Weise kann man gewöhnlich nichts bewirken. Aber man kann sehr viel bewirken, wenn man es ins Blut einimpft. Das Blut geht dann überallhin, kommt auch ins Auge.

[ 40 ] That is why the approach taken by homeopathic doctors is usually ineffective. They administer the diluted belladonna. It does have an effect, but not a very strong one; the problem keeps coming back. So, in this way, you usually can’t achieve anything. But you can achieve a great deal if you inject it into the blood. The blood then travels everywhere, including to the eye.

[ 41 ] Daran sehen Sie auch gleich wiederum etwas anderes. Nämlich Sie sehen dies: Wenn wir ein solches Gift haben wie das von der Tollkirsche, wenn wir viel von der Tollkirsche essen — es genügt natürlich wenig, aber das ist viel in diesem Fall —, wenn wir verhältnismäßig viel von der Tollkirsche essen, so zerstört es uns vom Magen, schon vom Schlund aus unsere physische Materie. Wir können nicht mehr leben. Wenn wir immer mehr und mehr diesen Tollkirschensaft verdünnen, dann werden dadurch die physischen Teile nicht mehr angegriffen, aber der Tollkirschensaft wird verdaut und greift noch sehr stark den Kopf an. Man kann dann den Tollkirschensaft dazu verwenden, wenn Menschen ganz nervös geworden sind, wenn es ihnen schwummerig geworden ist, sie dadurch wieder zurechtzurücken, daß man ihnen stark verdünnten Tollkirschensaft zu essen gibt, der das, was sich da abgelagert hat, her 48

[ 41 ] This also immediately reveals something else to you. Namely, you see this: If we have a poison such as that found in belladonna, if we eat a lot of belladonna—a little is enough, of course, but in this case it is a lot—if we eat a relatively large amount of belladonna, it destroys our physical matter, starting with the stomach and even the throat. We can no longer live. If we dilute this belladonna juice more and more, the physical parts are no longer affected, but the belladonna juice is digested and still strongly affects the head. One can then use the belladonna juice when people have become very nervous, when they have become dizzy, to bring them back to their senses by giving them highly diluted belladonna juice to eat, which removes what has accumulated there. 48

[ 42 ] austreibt. Aber wenn man ihn so dünn nimmt, daß er auch den Kopf nicht mehr angreift, dann wirkt er noch immer auf das Auge. Das Auge ist dasjenige Organ, das empfindlich ist für die dünnsten Mengen von Tollkirsche. Belladonna, «die schöne Frau», heißt sie, die Tollkirsche, weil sie so schön schwarzäugig ist. Also das Auge ist für die kleinsten Mengen von Tollkirschensaft noch empfänglich. So ist es merkwürdig, daß unser menschliches Wesen für die verschiedenen Stoffe der Umgebung in der verschiedensten Weise empfänglich ist. Wie schon gesagt, zu viel Tollkirschensaft zerstört das ganze Auge, aber in der Verdünnung ist das Auge für den Tollkirschensaft empfänglich. Für andere Säfte sind wieder andere Organe empfänglich. So daß für jede Substanz irgend etwas in unserem Leib besonders empfänglich ist und verschiedenes bewirkt.

[ 42 ] drives out. But if you dilute it so much that it no longer affects the head, it still acts on the eye. The eye is the organ that is sensitive to even the tiniest amounts of belladonna. Belladonna, “the beautiful woman,” is the name given to the deadly nightshade because it has such beautiful black eyes. Thus, the eye remains receptive to even the smallest amounts of deadly nightshade juice. It is remarkable, then, that our human nature is receptive to the various substances in our environment in such diverse ways. As already mentioned, too much belladonna juice destroys the entire eye, but when diluted, the eye is receptive to the belladonna juice. Other organs, in turn, are receptive to other juices. Thus, for every substance, there is something in our body that is particularly receptive to it and produces different effects.

[ 43 ] Nehmen Sie zum Beispiel die menschliche Leber. Ja, da ist es so, daß die menschliche Leber eigentlich furchtbar viel tun muß. Ich habe Ihnen ja gesagt, wie sie ein innerer Beobachter ist. Sie muß furchtbar viel tun bei der Verdauung. Insbesondere muß die Leber im menschlichen Leib einen großen Dienst leisten bei der Verarbeitung der Fettstoffe. Wenn die Leber nicht richtig arbeiten kann, dann sammelt sich beim Menschen alles das, was er an Fett hat, auf und wandert im Körper in der verschiedensten Weise herum. Es geschehen Fettwanderungen, statt daß das Fett in der Leber verarbeitet wird. Das Fett also, das der Mensch zu sich nimmt, das hat wiederum ein besonderes Verhältnis zur Leber. So wie gute Stoffe ein Verhältnis haben zu den Gliedern des menschlichen Körpers, so haben auch Giftstoffe zu allen Gliedern des Menschen ein bestimmtes Verhältnis.

[ 43 ] Take the human liver, for example. Yes, the fact is that the human liver actually has an enormous amount of work to do. I’ve already told you how it acts as an inner observer. It has an enormous amount of work to do in digestion. In particular, the liver plays a major role in the human body in processing fats. If the liver cannot function properly, then all the fat a person has accumulates and circulates throughout the body in various ways. Fat migrates throughout the body instead of being processed in the liver. The fat that a person consumes, therefore, has a special relationship with the liver. Just as beneficial substances have a relationship with the various parts of the human body, so too do toxins have a specific relationship with all parts of the human body.

[ 44 ] Und so können wir sagen: Wir können gewissermaßen die Linse im Auge wiederum hell machen, wenn sie sich verdunkelt hat, dadurch den Astralkörper in dieses Stückchen Mensch wiederum hineinschikken, wenn wir dem Menschen aus der Umgebung etwas einimpfen, was das Auge besonders angreift. Das ist also der Tollkirschensaft in entsprechender Verdünnung. Daraus sehen Sie: Im Tollkirschensaft haben wir etwas, was gerade im Auge das Astralische wieder heranzicht, so daß der Mensch durch das Astralische sehen kann; es zieht das Astralische heran, und das Astralische zieht dann wiederum das Ätherhafte heran.

[ 44 ] And so we can say: We can, in a sense, restore the clarity of the lens in the eye when it has become clouded, thereby sending the astral body back into this small part of the human being, if we instill in the person something from their surroundings that specifically affects the eye. This, then, is belladonna juice in the appropriate dilution. From this you can see: In belladonna juice we have something that brings the astral back into view specifically in the eye, so that the person can see through the astral; it draws the astral toward it, and the astral in turn draws the etheric toward it.

[ 45 ] Deshalb möchte ich auch sagen: Auch wenn die Tollkirsche draußen wächst, zieht sie das Astralische an. Das Ätherische ist ja schon drinnen, das braucht nicht angezogen zu werden. Wenn man daher diesen feinen Vorgang, der bei der Tollkirschenheilung bei starkranken Augen geschieht, richtig studieren kann, dann versteht man nämlich auch, was draußen in der Tollkirsche vor sich geht. Das ausgeschlossene Astralische, das wird durch den Tollkirschensaft herangezogen. Also zieht der Tollkirschensaft auch aus der Welt das Astralische heran. Der Tollkirschensaft ist eine Anziehungskraft für das Astralische. Und wenn wir vergiftet werden mit Tollkirsche, so wird eben zuviel Astralisches in uns hereingezogen, dieses Astralische fängt zu kochen an und dieses Kochen zerstört unser Physisches.

[ 45 ] That is why I would also like to say: Even though the belladonna grows outdoors, it attracts the astral. The etheric is already present within; it does not need to be attracted. If, therefore, one can properly study this subtle process that occurs during belladonna healing for severe eye ailments, then one also understands what is happening outside in the belladonna plant. The astral substance that has been excluded is drawn in by the belladonna juice. Thus, the belladonna juice also draws the astral substance in from the world. Belladonna juice acts as a force of attraction for the astral. And when we are poisoned by belladonna, too much of the astral is drawn into us; this astral begins to boil, and this boiling destroys our physical body.

[ 46 ] Wenn aber zuviel Physisches zerstört ist — im starkranken Auge ist es dadurch zerstört, daß zu viel abgelagert ist —, dann müssen wir es wieder wegschaffen. Weg damit! Dann könnte man ja hoffen, meine Herren, daß man mit Belladonna, mit Tollkirsche, auch heilen könnte, wenn sonst sich irgendwo Salze oder ähnliche Stoffe im Körper ablagern. Wenn der Mensch zum Beispiel Gallensteine oder Harnsteine bekommt, so lagert sich ja auch etwas Festes ab, was eigentlich nicht sein sollte. Dann müßte man hoffen, daß, wenn man das in der Linse im starkranken Auge mit Belladonna heilen kann, man auch die Gallensteine und die Blasensteine mit Belladonna heilen könnte. Das kann man auch, wenn man die Sache nur richtig verwendet. Das kann man!

[ 46 ] But if too much of the physical has been destroyed—in the severely diseased eye, it is destroyed because too much has been deposited there—then we must remove it again. Away with it! Then one might hope, gentlemen, that Belladonna, or deadly nightshade, could also be used to heal when salts or similar substances are deposited elsewhere in the body. When a person develops gallstones or urinary stones, for example, something solid is deposited that really shouldn’t be there. Then one would hope that if Belladonna can cure this condition in the lens of a severely affected eye, it could also cure gallstones and bladder stones. And indeed it can, provided it is used correctly. It certainly can!

[ 47 ] So kann man sehen, daß die Sachen alle zusammenstimmen, und wenn man die Natur richtig versteht, kann man auch den Menschen richtig verstehen. Nun sind wir von dieser Seite wieder auf den Ätherund Astralleib gekommen, wie wir das letzte Mal beim Herumdrehen auf den Äther- und Astralleib gekommen sind. Man kommt, wenn man die Dinge einfach richtig betrachtet, überall auf diese übersinnlichen Glieder des Menschen. Die Sachen sind wirklich nicht ausgedacht, sondern sind aus einer Wissenschaft heraus, die eben überall weiter geht als die gewöhnliche Wissenschaft.

[ 47 ] Thus one can see that everything fits together, and if one understands nature correctly, one can also understand human beings correctly. Now we have returned to the etheric and astral bodies from this perspective, just as we arrived at the etheric and astral bodies last time as we explored the subject. If one simply observes things correctly, one inevitably arrives at these supersensory aspects of the human being. These concepts are truly not mere fabrications, but stem from a science that simply goes further than ordinary science in every respect.

[ 48 ] Am nächsten Mittwoch werden wir, wenn Sie nicht Fragen vorbereiten, über diese Sachen weiter reden.

[ 48 ] Next Wednesday, unless you have any questions prepared, we'll continue discussing these matters.