Rhythms in the Cosmos and in the Human Being
GA 350
22 September 1923, Dornach
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16. Die Bedeutung von Eiweiß, Fetten, Kohlehydraten und Salzen für die Ernährung — Wirkung der Kartoffelnahrung — Gegner der Anthroposophie
On Nutrition: Protein, Fats, Carbohydrates, Salts
[ 1 ] Nun, meine Herren, liegt heute etwas vor?
[ 1 ] (Dr. Steiner asks if anyone has a question.
[ 2 ] Fragesteller: In bezug auf Ernährung, Ich möchte fragen, ob in der Ernährung durch die Kartoffel in andern Ländern eine Beziehung besteht, also ein Zusammenhang in anderer Beziehung als, sagen wir, für die Europäer.
[ 2 ] A question is asked about nutrition and about the potato as a foodstuff in Europe and elsewhere.)
[ 3 ] Dr. Steiner: Wollen wir die ganze Frage von der Ernährung, von der Beziehung der Ernährung zur geistigen Welt, heute noch einmal besprechen. Sie wissen ja, daß die Kartoffel erst in der neueren Zeit eingeführt worden ist. Das habe ich Ihnen gesagt, daß im früheren Europa die Kartoffelernährung nicht vorhanden war, sondern daß dazumal die Völker sich in einer anderen Weise, wesentlich von anderen Produkten, ernährten. Nun können wir natürlich diese Frage nicht entscheiden, ohne daß wir die Beziehung der geistigen Welt zur Ernährung überhaupt betrachten.
[ 3 ] DR. STEINER: We will think about the general question of nutrition and its relation to the spiritual world. As you know, it was not until the modern age that the potato was introduced as a foodstuff: I have told you that in earlier times people in Europe did not eat potatoes but food of quite a different kind. The subject cannot, of course, really be understood without studying the relation of the spiritual world to the whole process of nutrition.
[ 4 ] Sie werden sich erinnern — ich habe ja diese Dinge schon einmal angedeutet —, der Mensch lebt eigentlich von viererlei Produkten: von Eiweiß, das er eigentlich mit allen seinen Nahrungsmitteln in sich aufnimmt, das in einer, ich möchte sagen, charakteristischen, in einer besonders bezeichnenden Form ja im Hühnerei enthalten ist, das aber in allen Nahrungsmitteln mit enthalten ist. Also das ist das erste, das Eiweiß. Dann nimmt der Mensch auch Fette auf, nicht nur, indem er direkt tierisches Fett genießt, sondern Fett ist wiederum in allem enthalten. Sie wissen, es werden auch andere Produkte zu fetthaltigen Nahrungsmitteln umgestaltet, wie zum Beispiel die Milch zum Käse umgestaltet wird und so weiter. Das dritte Nahrungsmittel, das sind diejenigen Produkte, die wir als Kohlehydrate bezeichnen, und das ist all dasjenige, was wir aus dem Pflanzenreiche aufnehmen, natürlich auch mit aufnehmen aus den anderen Nahrungsmitteln, aber was wesentlich enthalten ist eben in solchen Nahrungsmitteln wie Weizen, Roggen, Linsen, Bohnen, aber auch in der Kartoffel, und in der Kartoffel in ganz vorherrschendem Maße. Das letzte, was der Mensch nötig hat zum Leben, was er gewöhnlich nur als einen Zusatz betrachtet, was aber zum Leben ganz besonders auch notwendig ist, das sind die Salze. Nun, wir nehmen ja unsere Salze zunächst in Form des Kochsalzes auf, aber wiederum enthalten alle Nahrungsmittel Salze. So daß wir also sagen können: Die menschliche Nahrung muß, damit der Mensch leben kann, aus Eiweiß, Fetten, Kohlehydraten und aus Salzen bestehen.
[ 4 ] You will remember that I once spoke to you of four substances upon which man's life essentially depends. Firstly, there is protein. Protein is a constituent of all food; it is found in its most characteristic form in the hen's egg, but it is present in all foodstuffs. Protein, then, is the first of these four essential substances. Then there are the fats. Fats are consumed not only when the flesh of animals is eaten; all foodstuffs contain fat. Other substances, too, as you know, are transformed into fat-containing foodstuffs, for example, milk into cheese. Carbohydrates are the third essential constituent of food. Carbohydrates come from the plant kingdom; they are of course present in other foodstuffs, too, but essentially in substances like wheat, rye, lentils, beans, potatoes—especially in potatoes. Finally there are the salts. Salts are usually considered to be mere accessories but they play a particularly important part in man's life. The most common form, of course, is cooking salt, but all foodstuffs contain salts. It may therefore be said: In order that man may be able to live at all, his food must contain protein, fats, carbohydrates and salts.
[ 5 ] Nun will ich Ihnen beschreiben, was denn eigentlich diese verschiedenen Nahrungsmittel, die wir dadurch, daß wir gemischte Nahrung genießen, eben in verschiedener Form bekommen, für den Menschen bedeuten. Nehmen wir da zuallererst die Salze.
[ 5 ] I will now speak of how these different substances nourish the human being as constituents of the various kinds of foodstuffs. First of all we will think about the salts.
[ 6 ] Die Salze, die sind eigentlich für den Menschen, wenn sie auch nur in geringen Mengen aufgenommen werden, ein außerordentlich wichtiges Nahrungsmittel, nicht bloß ein Genußmittel. Wir salzen nicht bloß unsere Speisen deshalb, daß wir etwa, sagen wir, angenehme Säuerlichkeit haben im Geschmacke, sondern wir salzen unsere Speisen aus dem Grunde, damit wir überhaupt denken können. Die Salze müssen als Nahrungsmittel bis in das Gehirn kommen, damit wir überhaupt denken können, Also die Salze hängen am meisten zusammen mit demjenigen, was unser Denken ist. Wenn jemand zum Beispiel so krank ist — denn das ist schon eine Krankheit —, daß er alles dasjenige, was in der Nahrung Salz ist, im Magen oder im Darm ablagert und nicht mit dem Blut ins Gehirn schickt, dann wird er schwachsinnig, dumm. Das ist dasjenige, auf das man eben aufmerksam machen muß.
[ 6 ] Even when salts are consumed in tiny quantities they not only add flavour but are an extremely important means of nourishment. We take salt with our food not only to make it tasty but really in order that we may be able to think. The salts that are contained in food must reach the brain if we are to be capable of thinking. If a person is so ill that all the salt in his food is deposited in the stomach or intestines and not carried by the blood into the brain, he becomes stupid, dull-witted. That is the point to which attention must be called.
[ 7 ] Nicht wahr, man muß sich klar sein darüber: Geist ist vorhanden, aber der Geist muß auf der Erde, damit er wirken kann, in den Stoffen wirken. Und man muß daher gerade, wenn man Geisteswissenschaft betreibt, die Wirkung des Geistes in dem Stoff kennen. Sonst wäre es ja so, wie wenn einer sagen würde: Maschinen machen, das ist etwas Materielles; wir aber sind geistige Leute, wir wollen nichts Materielles, wir wollen also nicht erst Eisen kaufen, Stahl, sondern wir wollen Maschinen erschaffen aus dem Geist heraus. — Das ist natürlich Unsinn. Man muß erst den Stoff dazu haben. So braucht der schaffende Geist in der Natur überall den Stoff. Und ist er gehindert, den Stoff zu verwenden, lagert sich also das Salz, statt daß es durch das Blut zum Gehirn dringt, im Magen und in den Gedärmen ab, dann wird der Mensch dumm.
[ 7 ] We must of course be quite clear that the spirit is a reality, but if spirit is to be an active power on the earth, it must work in the earth's substances. In Spiritual Science, therefore, we must be able to perceive how the spirit works in the various substances. Otherwise it would be like saying: Oh, but we are spiritual people and machines are entirely material; we do not want anything material, therefore we shall not buy iron or steel but make machines entirely out of spirit. That, of course, is sheer nonsense! Substance is absolutely essential. The spirit working as the creative power in nature needs substance. And if spirit is prevented from making use of substance—for example, if salts are deposited in the stomach and intestines instead of reaching the brain by way of the blood—then a man becomes stupid and dull.
[ 8 ] Allerdings, so einfach ist wiederum die Sache nicht. Der Mensch kann das Salz nicht unmittelbar so brauchen, wie es draußen in der Natur ist. Wenn Sie also — man könnte das sogar — ein Löchelchen ins Gehirn machen würden und würden einem da Salze einträufeln ins Gehirn, so würde das nichts nützen, denn das Salz muß schon in den Magen hineinkommen, weil, wenn das Salz in den Magen und in die Därme kommt — beachten Sie nur einmal, daß das Salz ja schon auf der Zunge aufgelöst wird —, es noch mehr, ganz fein aufgelöst wird, immer feiner und feiner wird. Es kommt durch das, was der Mensch mit dem Salz macht, das Salz überhaupt schon in einem vergeistigten Zustand ins Gehirn. Also so einfach, daß wir das Salz direkt ins Gehirn bringen könnten, ist die Sache nicht. Aber wer nicht imstande ist, die Wirkungen des Salzes im Gehirn zu haben, der wird dumm.
[ 8 ] Needless to say, things are not as simple as all that. Man cannot derive nourishment from salt in the form in which it is present in external nature. If you were to make a tiny perforation in the brain and let salt trickle in, it would be quite useless. The salt must pass into the stomach and intestines and be brought into a finer and finer state of solution—even on the tongue it begins to dissolve. The result of what the human organism does with the salt is that it is already in a spiritualised condition when it reaches the brain. The process is by no means one of simply introducing salt into the brain—it is by no means as simple as that. But if a man's condition is such that the effects of salt cannot work in his brain, he becomes dull and stupid.
[ 9 ] Nun betrachten wir die Kohlehydrate. Das ist also das, was wir in Erbsen, Bohnen, Weizen, Roggen oder in Kartoffeln vorzugsweise da genießen. Die Kohlehydrate tragen insbesondere dazu bei, daß wir als Mensch die menschliche Gestalt haben. Wenn wir keine Kohlehydrate essen würden, so würden wir alle möglichen Verzerrungen der menschlichen Gestalt haben. Wir würden meinetwillen so sein, daß sich die Nase nicht ordentlich ausbilden würde, die Ohren nicht ordentlich ausbilden würden. Wir hätten nicht diese menschliche Gestalt, die wir haben. Die Kohlehydrate, die wirken dazu, daß wir gewissermaßen äußerlich als Mensch gezeichnet werden. Überallhin wirken sie, daß wir überall gezeichnet werden als Mensch. Und wenn der Mensch so organisiert ist, daß er die Kohlehydrate nicht ins Gehirn hineinbringt, sondern wenn sie sich wiederum ablagern in den Gedärmen und im Magen, dann verfällt der Mensch. Dann sieht man, wie der Mensch allmählich zusammenfällt, wie er in sich zusammensinkt, wie er schwach wird, wie er gewissermaßen seine Gestalt nicht mehr aufrechterhalten kann. Also die Kohlehydrate tragen das ihrige dazu bei, daß wir überhaupt die richtige menschliche Gestalt haben.
[ 9 ] Now let us think of the carbohydrates. When we eat peas, beans, wheat, rye or potatoes—above all potatoes—we consume carbohydrates. The carbohydrates have a great deal to do with shaping the human form. If our food contained no carbohydrates, all kinds of distortions would appear: malformations of the nose or the ears, for example. It is due to the carbohydrates that we bear the outward stamp of man. If a person's constitution is such that the carbohydrates are not carried into the brain but deposited in the intestines and stomach, we shall see him becoming shrivelled and feeble, as though incapable of holding himself erect. The carbohydrates, therefore, help to give the human form its proper shape.
[ 10 ] Sie sehen also, wir müssen eigentlich überall die richtigen Nahrungsmittel hineinbringen. Die Salze, die wirken vorzugsweise da vorn auf das Gehirn. Die Kohlehydrate, die wirken mehr da rückwärts auf das Gehirn, auf diese Schichten da. Und namentlich würde bei dem Menschen, der zu wenig Kohlehydrate verdauen kann, der sie nicht in diese Schichten des Gehirns hineinbringen würde, sich sehr bald auch das herausstellen, daß er immerfort heiser ist, daß er nicht rein und klar sprechen kann. Wenn Sie einen Menschen hören, der früher ganz ordentlich hat reden können, aber nun plötzlich eine heisere Sprache kriegt, da können Sie sich sagen: bei dem ist in der Verdauung etwas nicht richtig. Er kann nicht in der richtigen Weise Kohlehydrate verdauen, sie kommen nicht an die richtige Stelle des Gehirns. Dadurch ist seine Atmung nicht mehr in Ordnung und auch seine Sprache nicht. So daß wir sagen können: Die Salze wirken vorzugsweise auf das Denken. Die Kohlehydrate wirken zum Beispiel auf die Sprache und alles, was damit zusammenhängt. Es ist also notwendig, daß wir diese Kohlehydrate haben.
[ 10 ] You see, therefore, that it is important for us to get hold of the right kind of foodstuffs. The salts work mainly upon the front part of the brain, the carbohydrates farther back. A man who cannot thoroughly digest the carbohydrates, whose organism is incapable of carrying them into the proper area of the brain, will very soon become permanently hoarse and be unable to speak with a really clear voice. Therefore if you have in front of you someone who used to speak quite normally but has suddenly developed hoarseness, you may surmise that he has digestive trouble of some kind. He cannot thoroughly digest the carbohydrates; they do not reach the right area of the brain and the consequence is that something goes wrong with his breathing and his speech. And so we may say: the salts work mainly upon thinking.
[ 11 ] Nun, die Fette, Ja, sehen Sie, meine Herren, die Kohlehydrate, die wirken für unsere Gestalt, aber sie haben eigentlich so die Absicht, uns zu einer bloßen Gestalt zu machen. Sie polstern uns nicht aus. Wir müssen auch ausgepolstert werden. Und das machen die Fette. Die Fette bewirken also, daß da, wo die Kohlehydrate die Gestalt aufbauen, gleichsam den Plan in die Luft hineinzeichnen, daß da auch wiederum das Material hineinkommt vom Fett. Also das Fett dient dazu, daß wir in der richtigen Weise Material in uns haben. Nur kommt das beim Fett in einer ganz besonderen Weise zum Ausdruck.
[ 11 ] The carbohydrates work, for example, upon speaking and the organic processes allied with it, and are an essential constituent of food. The carbohydrates help to give our human form its proper shape, but if left to themselves their tendency would be to make us into a mere form and leave it at that. They do not fill out the form—that is done by the fats. The carbohydrates have, so to speak, merely outlined the form and the fats provide the filling material. That is their function—to provide us with material substance. In fat itself, of course, this material has a definite character.
[ 12 ] Sehen Sie, ich habe Ihnen früher gesagt, daß der Mensch ein Ich hat, einen Astralleib, einen Ätherleib und einen physischen Leib. Natürlich, das Fett lagert sich ab im physischen Leibe, aber das Allerwichtigste, damit sich das Fett ablagern kann und lebendig bleibt — denn wir müssen ja lebendiges Fett in uns haben —, das ist der Ätherleib. Dieser Ätherleib, der ist das Wichtigste für die Fettablagerung. Aber der Astralleib wiederum, der ist das Wichtigste für die Empfindung.
[ 12 ] I have told you that the human being consists of an “I,” an astral body, an etheric body and a physical body. Fat, needless to say, accumulates and is deposited in the physical body. But the all-important function of enabling the fat to be deposited and at the same time to remain living fat, is performed by the etheric body. Feeling and perception, however, depend upon the astral body.
[ 13 ] Jetzt denken Sie einmal, wenn einer wach ist, da ist sein astralischer Leib in ihm drinnen, wenn er schläft, ist der astralische Leib draußen. Wenn nun der Mensch wach ist und der Astralleib in dem Ätherleib drinnen arbeitet, da wird das Fett fortwährend verarbeitet, und es wird durch das Fett alles im Körper geschmiert. Wenn der Mensch schläft, der Astralleib also draußen ist, wird das Fett nicht verarbeitet, sondern es lagert sich ab. Beim Wachen wird das Fett fortwährend zum Schmieren benützt, beim Schlafen abgelagert. Wir brauchen beides, abgelagertes Fett und solches Fett, das den Körper einschmiert.
[ 13 ] When a man is awake, the astral body is within him; when he is asleep the astral body is outside. When he is awake and the astral body is working in the etheric body, fat is assimilated and absorbed all the time. Fat acts as a lubricant for the whole body. When a man is asleep and the astral body is outside him, fat is not assimilated but deposited. During waking life, fat acts as a constant lubricant; during sleep, fat is deposited. And both are necessary: deposited fat and lubricating fat.
[ 14 ] Wenn einer nun aber fortwährend schläft — früher war das häufiger, jetzt wird es immer seltener; ein Rentier zum Beispiel, nicht wahr, der tut gar nichts —, da lagert sich das Fett auch am Tage ab, beim sogenannten Wachen, das aber eigentlich ein Schlafen ist: es kommt der Schmerbauch und es kommt eben überall viel abgelagertes Fett! Also Sie sehen, die richtige Ablagerung von Fett hängt davon ab, daß der Mensch tatsächlich sein Fett auch lebendig verbraucht, denn es wird ja immer erzeugt. Wenn einer nun gerade so viel ißt, als er verbraucht, so ist das das Richtige. Wenn einer aber fortwährend ißt und nichts verbraucht, so kommt eben der Schmerbauch.
[ 14 ] If someone passes his days in a kind of continuous sleep ... such cases are less frequent now than they used to be, but think of some leisured gentleman who does no work at all. Fat is actually deposited during what is called his waking life—although it really amounts to sleep! Such a man grows very corpulent and fat accumulates all over his body. Healthy depositing of fat, therefore, depends upon proper assimilation and absorption, for fat is being produced inwardly all the time. A man who consumes just the quantity he can assimilate, keeps healthy; but if anyone goes on eating, eating, eating, and assimilates nothing, he will become corpulent, pot-bellied.
[ 15 ] Das, was ich Ihnen da sage, das wissen instinktiv die Landwirte sehr gut, denn die brauchen das bei den Schweinen. Wenn sie die Fettschweine erzeugen, da muß das herbeigeführt werden, daß diese Tiere eigentlich ihren inneren Körper gar nicht mehr schmieren, sondern alles, was sie genießen, ablagern. Und so muß die Lebensweise dieser Tiere entsprechend eingerichtet werden.
[ 15 ] Country folk know these things by instinct. They know that when pigs are being fattened the life of these animals must be so arranged that their bodies are no longer lubricated and that everything they eat is deposited.
[ 16 ] Es kann natürlich auch sein, daß der Mensch nicht imstande ist, ordentlich Fett abzulagern, daß er also krank ist. Rentiers sind in dieser Beziehung gesund; die lagern das Fett ab. Aber es kann auch daran fehlen, daß man die Kohlehydrate nicht ablagert und die Sprache heiser wird. So kann es auch sein, daß die Fette nicht richtig abgelagert werden, einfach mit dem Darmkot weggehen. Dann haben wir zu wenig Fett, können zu wenig schmieren. Oder wenn wir überhaupt zu wenig Nahrungsmittel haben, hungern müssen, können wir zu wenig schmieren. Das Fett ist ja das eigentliche Material, das wir in den Körper hineinlegen. Was geschieht denn mit einem Menschen, der entweder hungern muß oder durch seine Verdauung so eingerichtet ist, daß er das Fett nicht ablagern kann, sondern daß es mit dem Darmkot fortgeht? Ein solcher Mensch, der kein Material in seinem Körper hat, der wird immer geistiger. Aber auf diese Weise geistig zu werden verträgt der Mensch nicht. Da verbrennt der Geist. Er wird also nicht nur immer dürrer und dürrer, sondern es bilden sich Gase in ihm, was zu dem treibt, was man Wahnideen nennt und dergleichen, und es tritt der Zustand auf, der beim Hunger da ist: Hungerwahnsinn. Das zerstört immer, das ist immer eine Zerstörung des Leibes. So daß also, wenn der Mensch zu wenig Fette bekommt, dasjenige auftritt, was man Auszehrung nennen kann, Schwindsucht kann man auch sagen; er schwindet dahin.
[ 16 ] It may, of course, be impossible for fats to be properly deposited in the organism; if this is the case, a man is ill. In this respect a man of leisure is healthy. But another trouble may be that the carbohydrates are not deposited and then the voice gets hoarse. It may also be that the fats are not deposited in the right way but simply pass away in the faeces; when this happens there is too little fat in the organism and therefore inadequate lubrication. This is what happens, too, when our food is insufficient and we suffer from actual hunger. Fat is the material we supply to the body. What happens to a man who has to go hungry or whose digestion is such that instead of the fats being deposited, they pass out of the body in the faeces? A person who has not enough physical material in his body becomes more and more spiritual. But this is not the right way to become spiritual, for under these conditions spirit consumes him, burns him up. Not only does he wither and become more and more emaciated, but gasses form in his organism and this condition leads, eventually, to actual delusions. There is always some disturbance in the spiritual life when a man is ill. Inadequate absorption of fat leads to wasting—or consumption as it may also be called.
[ 17 ] Nun das Eiweiß. Sehen Sie, das muß ja sozusagen von allem Anfang an da sein. Das Eiweiß ist ja schon vorhanden als Ei, bevor das Wesen entsteht, das menschliche, auch das tierische Wesen. So daß wir sagen können: Das Eiweiß, das ist dasjenige, was den Menschen eigentlich bildet, entwickelt; es ist das Ursprüngliche, das zugrunde liegt. Aus dem Eiweiß muß sich alles übrige im Körper erst herausbilden. Das kann man doch verstehen? So daß man also folgendes sagen kann: Das Eiweiß muß überhaupt vom Anfang an da sein, damit der Mensch entstehen kann. Die Mutter bildet das Eiweiß in der Gebärmutter aus in Form eines kleinen Klümpchens. Das Ei wird befruchtet, und durch die Befruchtung wird dann dieses Eiweiß fähig, durch die Dinge, die ich Ihnen geschildert habe, zum Menschen gestaltet zu werden. Aber der Mensch braucht natürlich fortwährend Eiweiß. Daher muß in seiner Nahrung fortwährend Eiweiß enthalten sein. Wenn er zu wenig Eiweiß hat oder wenn er das Eiweiß nicht ordentlich verdauen kann, dann muß er am Eiweißmangel nicht nur ausgezehrt werden — was ihn ja auch allmählich tötet —, aber würde der Mensch in einem Augenblicke seines Lebens überhaupt kein richtiges Eiweiß haben, so müßte er gleich sterben. Geradeso wie das Eiweiß zum Entstehen notwendig ist, so ist das Eiweiß auch notwendig, daß der Mensch überhaupt lebt. So daß wir sagen könnten: Derjenige, der Eiweiß überhaupt nicht verdauen kann, bei dem würde der Tod eintreten.
[ 17 ] Now let us speak about protein. The presence of protein is essential from the very outset. It is present in the egg before a human being or an animal comes into existence. We can therefore say that protein is the substance which really builds up the human body and is the basis upon which it develops; it is the primary and fundamental substance out of which everything else in the body must unfold. Protein is present in the mother's womb as a tiny egg; the fertilisation of the egg enables the protein to become the basis of the human body. But man needs protein all the time; it must be a constituent of his regular food. If his organism contains too little protein, or he cannot thoroughly digest it, he will gradually waste away; but if at any moment of his life he were without protein he would immediately die. Protein is essential both for the beginning of existence and for man's very life. Absence of protein means death.
[ 18 ] Jetzt schauen wir uns einmal die einzelnen Nahrungsmittel an. Wenn wir die Salze anschauen, so werden wir vorzugsweise an den Vorderteil des Kopfes gewiesen. Da drinnen lagern sich die Salze ab. Etwas weiter hinten, da lagern sich die Kohlehydrate ab, und die bewirken, daß wir die menschliche Gestalt haben. Dann lagern sich noch weiter hinten die Fette ab und füllen von da aus den Körper aus, denn die Fette gehen nicht etwa unmittelbar herein in den Körper, sondern gehen vom Blut in den Kopf, und da werden sie erst für den Körper ausgeschlachtet. Alles geht durch den Kopf, auch das Eiweiß.
[ 18 ] Now let us think again about the different kinds of foodstuffs. The salts have a special connection with the front part of the head; that is where they are chiefly deposited. The carbohydrates are deposited a little farther back. Upon the carbohydrates depends the proper shaping of the human form. The fats are deposited still farther back and from there they begin to fill out the body. The fats do not enter directly into the body but pass from the blood into the head and are distributed to the body from there. All the substances, including protein, pass through the head.
[ 19 ] Nun ist aber ein großer Unterschied in bezug auf die Kohlehydrate. Wenn Sie sich so etwas wie Linsen, Bohnen, Erbsen, Roggen, Weizen anschauen, so können Sie sagen: dabei werden die Kohlehydrate aus den Früchten gewonnen. Denn das, was wir im Weizen haben aus der Erde, das ist ja die Frucht. Wenn wir Linsen haben, das ist auch die Frucht. Und Früchte haben das Eigentümliche, daß sie schon im Magen und in den Därmen verarbeitet werden und nur die Kräfte nach dem Kopf schicken. Daß Linsen, Bohnen im Gedärm verarbeitet werden, das wissen ja alle aus den eigentümlichen Zuständen, die gerade beim Genuß von Linsen und Bohnen kommen können. Das alles, Korn, Weizen, Linsen, Bohnen, wird in den Gedärmen verarbeitet. Also die Früchte haben hauptsächlich die Eigentümlichkeit, daß sie schon in den Gedärmen ordentlich verarbeitet werden.
[ 19 ] Now there is a great difference among the carbohydrates. In foodstuffs such as lentils, beans, peas, rye, wheat, it is the fruit that is the source of the carbohydrates. The wheat we get from the earth is the fruit of the plant; the lentil is fruit. A property peculiar to fruits is that they are already digested in the stomach and intestines and it is only their forces that reach the head. Typical conditions which follow the eating of lentils and beans are evidence to us all that the whole process of digestion is taking place in the intestines. The characteristic of fruits is that they are already fully digested in the intestines.
[ 20 ] Aber bei den Kartoffeln können wir ja nicht die Früchte genießen. Wenn wir das, was bei der Kartoffel die Früchte sind, essen würden, so würden wir ja sogar einen Giftstoff bekommen, einen verderblichen Giftstoff. Also bei der Kartoffel ist das so, daß sie uns nicht gestattet, in derselben Weise aufgegessen zu werden wie Linsen, Bohnen, Erbsen und so weiter oder die Feldfrüchte, Roggen, Weizen. Nun, was genießen wir denn bei der Kartoffel? Ja, das, was unten ist: die Knolle. Und die Knollen, die sind nun dasjenige bei allen Pflanzen, Wurzeln und so weiter, was in den Gedärmen am allerwenigsten verarbeitet wird. Die Früchte werden in den Gedärmen verarbeitet. Das kann man aber bei der Kartoffel nicht essen, was dort die Früchte sind. Man ißt die Knolle; die ist nicht eine richtige Wurzel, sondern ein verdickter Stengel. Nun wird die Kartoffel also gegessen, kommt in den Magen, in die Gedärme. Da kann sie nicht gleich verarbeitet werden, sondern sie geht jetzt durch das Blut unverarbeitet herauf. Statt daß nun, wenn sie hier in ihre Schichte des Gehirns kommt, sie da schon so fein kommen würde wie Roggen und Weizen und gleich hinuntergeschickt werden würde in den Körper, muß erst hier im Gehirn die Verarbeitung geschehen. So daß also, wenn wir richtiges Roggen- oder Weizenbrot essen, wir das im Magen und in den Gedärmen ordentlich verdauen und wir unserem Kopf nicht mehr zumuten, daß der nun erst die Verdauung besorgen soll, sondern der kann schon die Verbreitung im Körper bewirken. Wenn wir dagegen Kartoffelbrot oder Kartoffeln überhaupt genießen, dann stellt sich das heraus, daß der Kopf erst zu der Verdauung der Kartoffel dienen muß.
[ 20 ] But we cannot eat the fruit of the potato plant, because it is poisonous. There is a difference between the potato as a foodstuff and lentils, beans, peas, rye, wheat, etc. What part of the potato plant do we eat? We eat the tuber, the bulb. Now the bulb is just that part of a plant or root which is not digested in the intestines. Fruits are digested in the intestines. But the fruit of the potato plant cannot be eaten, and the bulb is not a root in the real sense. Very well, then, when a potato is eaten it passes into the stomach and intestines where it cannot be digested; the blood carries it upwards in an undigested state. Instead of reaching its own area of the brain in a fine, etherealised condition and being at once sent down into the body—as happens with foodstuffs like rye or wheat—the digestion, properly speaking, has to take place in the brain. When we eat bread made of pure rye or wheat, it is fully digested in the stomach and intestines; the onus of digestion does not devolve upon the head but the head is left free for its task of providing for the distribution over the body. On the other hand, when we eat potatoes or potato-bread, the head has to cope with the actual digestion.
[ 21 ] Wenn aber der Kopf erst zur Verdauung der Kartoffel verwendet werden muß, dann kann er nicht mehr denken, denn zum Denken muß er die Kräfte frei haben; da muß ihm der Unterleib die Kräfte der Verdauung abnehmen. So daß also, wenn der Mensch die Kartoffel zu viel genießt — was also immer mehr und mehr von dem Zeitpunkte an der Fall war, als die Kartoffel eingeführt wurde und in Europa eine Bedeutung erlangte —, der Kopf immer mehr und mehr für das eigentliche Denken ausgeschaltet wird, und der Mensch verliert immer mehr und mehr die Fähigkeit, mit seinem Mittelkopf zu denken; er denkt dann nur mehr mit dem Vorderkopf. Aber dieser Vorderkopf, der von den Salzen abhängt, der führt immer mehr und mehr dazu, daß man eigentlich bloß ein materialistischer Verstandesmensch wird. Das richtige Geistige kann ja der Vorderkopf gar nicht denken. Gerade durch den Vorderkopf wird man ein richtiger Verstandesmensch. Die Sache ist daher diese, daß in der Tat das innere Denken in Europa zurückgegangen ist von dem Moment an, wo die Kartoffelnahrung Platz griff.
[ 21 ] But when the head has to be employed primarily for the digestion of the potatoes, it becomes incapable of thinking in the real sense, because in order to think its forces must be kept free; the abdomen should relieve it of the task of digestion. So if potatoes are eaten in excessive quantities ... this is a habit which has been steadily on the increase since the potato was introduced as an important foodstuff in Europe ... the head is gradually thrown out of gear for the purpose of really active thinking and little by little man loses the capacity to think with the middle part of his brain; he thinks, then, only with the front part of the brain—which is dependent on the salts. This tends more and more to make him a purely intellectual, materialistic thinker. The front part of the brain is incapable of genuinely spiritual thinking. It is through the front part of the brain that man becomes intellectualistic.
[ 22 ] Nun müssen wir uns klar sein darüber, daß der Mensch nicht nur aus den Kräften, die auf der Erde sind, aufgebaut wird. Das habe ich Ihnen ja fortwährend gesagt, daß der Mensch aus der ganzen Umgebung aufgebaut wird, daß der Mensch ein Geschöpf von Sonne, Mond und den Sternen ist. Wenn der Mensch nun Kartoffeln ißt, dann verwendet er seinen Mittelkopf nur dazu, um diese Kartoffeln zu verdauen. Da schließt er sich ab von der Umwelt, da erkennt er die Umwelt nicht mehr an. Da erklärt er: Das ist alles Wischiwaschi, was da gesagt wird von der Welt, daß da eine Geistigkeit von der Welt herunterkommt. — Und so kann man sagen: Es ist eigentlich der übermäßige Kartoffelgenuß zum großen Teil auch wiederum das, was in der neueren Zeit zum Materialismus getrieben hat.
[ 22 ] What has happened is that really deep and inward thinking began to wane in Europe from the moment the potato became an important constituent of food. We must realise, of course, that the human being is not a product of the forces of the earth alone. I have told you many times that man is created by the forces of the whole surrounding universe, by the forces of sun, moon and stars. When a man feeds on potatoes, the middle part of his head is used solely for the purpose of digesting them. The result is that having shut himself off from the universe around, he no longer acknowledges its existence and declares: All this talk about spirituality streaming down from the universe is so much twaddle! ... And so it may be said that too much potato food has helped to drive the modern age into materialism.
[ 23 ] Natürlich ist die Sache ja so, daß vorzugsweise diejenigen, die nun nicht genügend Mittel haben, auf die Kartoffel angewiesen sind, weil die Kartoffel eine Zeitlang billig war, und diejenigen, welche wohlhabend sind, die können sich mehr dasjenige, was auf den Vorderkopf wirkt, kaufen, können also mehr die Speisen würzen und salzen. Die Würzen wirken ebenso auf den Vorderkopf wie die Salze. Und die Folge davon ist, daß das nur Verstandesmenschen werden, und die anderen sich leicht von den Verstandesmenschen alles vormachen lassen, weil sie ja ihren Kopf nicht mehr zum Denken benützen können. So hat schon die Kartoffel einen ganz besonderen Bezug zum Geist überhaupt. Sie hat also eigentlich den Geist materialistisch gemacht.
[ 23 ] Needless to say, it is chiefly the poor who are obliged to fall back on potatoes simply because they are cheap; the well-to-do can afford to buy food containing substances like spices and salts which work upon the front part of the head. Spices have the same effect as salts in the front part of the head. And so these people become thorough-going intellectualists; and the others, being incapable of really active thinking, can easily be imposed upon. The potato as a foodstuff is related in a very special way to man's spiritual activity; it has actually furthered materialism.
[ 24 ] Wenn wir nun diese Gliederung des Menschen betrachten, so müssen wir sagen: Der physische Leib des Menschen nimmt zunächst seinen Ursprung aus dem Eiweiß, Dieses Eiweiß hängt mit Geburt und Tod des physischen Menschen zusammen. Der Ätherleib hat sein hauptsächlichstes Feld in den Fetten. Der Astralleib, der hat sein hauptsächlichstes Feld in den Kohlehydraten, und erst das Ich hat sein Feld in den Salzen.
[ 24 ] Thinking now of the different members of man's being, we shall say: the physical body originates in the first place from protein. Protein is connected with the birth and death of the physical human being. The etheric body is at work in the fats, the astral body in the carbohydrates; the “I,” or Ego, in the salts.
[ 25 ] So können wir sagen: Dasjenige, was im Menschen das Empfindungsvermögen ist — es ist ja nicht der physische Leib, wenn ich auf meine Hand schlage und dann empfinde, denn sonst müßte alles, was physisch ist, empfinden —, es ist der astralische Leib. Ich schiebe das Fleisch zurück, den Muskel zurück, dadurch wird das Fleisch im Muskel aus dem astralischen Leib herausgeschoben und ich empfinde im astralischen Leib. Alles, was innerlich Empfindung ist, ist im astralischen Leib. Der astralische Leib ist aber angewiesen darauf, daß er richtig arbeiten kann. Ich habe Ihnen gesagt: Wenn der astralische Leib auch bei Tag schläft und nicht richtig arbeiten kann, dann lagert sich der Schmerbauch ab, das Fett. — Oder, das ist auch der Fall, wenn der Mensch bloß intellektualistisch mit dem Kopf arbeitet, Verstandesmensch wird, es lagert sich sogar auch das Fett ab. Aber der astralische Leib, der ja zum Beispiel auch in der Sprache wirkt, der braucht die Kohlehydrate nicht bloß im Kopfe oben, nicht bloß da, er braucht die Kohlehydrate im ganzen Körper. Der astralische Leib muß die Beine bewegen, der astralische Leib muß die Hände bewegen, er braucht die Kohlehydrate im ganzen Körper. Wenn ich ihm Roggen oder Weizen als Kohlehydrate gebe, da gehen die Kräfte in den ganzen Körper. Wenn ich ihm bloß Kartoffeln gebe, bleiben die Kräfte da oben im Kopf sitzen und der Mensch wird ausgemergelt, schwach, und sein astralischer Leib kann nicht ordentlich arbeiten. So daß gerade das, was im Menschen geistig ist, matt und immer schläfriger wird, wenn er nicht in der Lage ist, Kohlehydrate, die ihn durchdringen, in sich hineinzubringen. Das ist eben bei der reinen Kartoffelnahrung nicht möglich, weil sie im Kopfe so viel zu tun macht, daß der Körper nichts mehr übrig behält.
[ 25 ] It is the astral body that enables man to have feeling and perception. When I feel a blow on my hand, it is not the physical body in which the feeling arises; if it were, then everything physical would have the faculty of feeling. The flesh is pressed back, and then the muscle; the flesh in the muscle is forced away from the astral body and then I feel something—in the astral body. All feeling arises in the astral body. But the astral body must be able to carry out its functions in the right way. I have told you that if the astral body, even by day, is in a sleepy condition and not actively at work, corpulence sets in and deposits of fat accumulate. Or again—if a man is active only in his head, in his intellect, fats are deposited. But the astral body which is also at work, for example in speech, needs the carbohydrates to be present all over the body, not only in the head. The astral body has to move the legs, the hands, and so on. It needs the presence of carbohydrates all over the body. If a man's food contains carbohydrates in the form of rye or wheat, the forces of these substances stream into the whole body; but if the food consists only of potatoes, the forces accumulate up there in the head and the man becomes weak and debilitated; his astral body cannot be as active as it ought to be. So that what is spiritual in the human being becomes exhausted, less and less active, when he cannot provide his organism with carbohydrates. This is impossible if he feeds entirely on potatoes because the head has so much to do that the body has to suffer.
[ 26 ] Man kann schon sagen: Was tut die Wissenschaft? — Nun, die Wissenschaft, die untersucht, wieviel im Eiweiß drinnen enthalten ist von Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Schwefel und ähnlichen Dingen noch, aber das sind die hauptsächlichsten. Nun kriegt die Wissenschaft heraus: Im Eiweiß ist so und so viel Kohlenstoff, so und so viel Wasserstoff drinnen in Prozenten, im Fett sind andere Prozente drinnen, in den Kohlehydraten andere Prozente. Aber die Wissenschaft hat gar keine Idee davon, was diese Stoffe als solche für eine Bedeutung haben. Sie kennt nur die Prozente der Bestandteile. Aber damit kann man gar nichts ausmachen. Es sind eben einfach die Bestandteile in der Kartoffel ganz anders drinnen als im Roggen und Weizen, und man muß wissen, daß, wenn man eine Blüte oder eine Frucht ißt, diese in den Gedärmen verarbeitet wird, während, wenn man eine Wurzel ißt, diese im Kopf verarbeitet wird.
[ 26 ] And now let us consider how science sets to work. Investigations are made in order to discover what quantities of carbon, oxygen, nitrogen, hydrogen, sulphur and other substances—the four named being the main ones—are contained in protein. It is then found that carbon or hydrogen are present in protein in such and such percentages; in fat the percentages are different and in the carbohydrates different again. But science has no idea of the significance of substances in themselves; science only knows the percentages in which the various constituents are present. But that does not really lead anywhere. The constituents of the potato and the constituents of rye or wheat work in quite different ways. The important thing to know is that when the flower or fruit of a plant is eaten it is digested in the intestines; when a root is eaten it is really digested in the head.
[ 27 ] Anders kann man die Sache auch nicht in der Medizin anwenden. Derjenige, der richtig medizinisch denken kann, der weiß, daß wenn er einen Tee aus den Blüten oder Samen, aus den Früchten macht, dieser Tee vorzugsweise in den Gedärmen wirkt; wenn er aber eine Abkochung aus der Wurzel macht und sie teeartig präsentiert, kann man auf Kopfkrankheiten heilend wirken. Wenn wir Wurzeln essen, wirkt das eben auf den Kopf, und zwar wirkt es so auf den Kopf, daß es materiell auf den Kopf wirkt. Das ist das ganz besonders Wichtige.
[ 27 ] Upon no other basis can these things be applied in medicine. Anyone who can think in a truly therapeutic way will know that a medicament prepared from flowers, or seeds, or fruits, has its main effect in the intestines; a preparation of roots, on the other hand, will have a remedial effect upon the head. When we eat roots, an effect is made upon the head—a material effect. It is very important to know this.
[ 28 ] Wir können nun aber weitergehen und können sagen: Ja, aber wenn nun der Mensch nicht nur durch die Kartoffelnahrung gewissermaßen ausgemergelt wird, daß er nicht mehr seine Hände und Füße bewegen kann, sondern wenn er so ausgemergelt wird, daß auch diejenigen Dinge nicht mehr regsam sind, die zu der Fortpflanzung beitragen, dann wird die Sache noch schlimmer. — Nehmen wir also an, die Kartoffelnahrung nimmt so überhand, daß das in die weiblichen Fortpflanzungsorgane hineinwirkt, daß die matt und abgelähmt werden. Ja, meine Herren, der Mensch kommt eben nicht bloß von seinen Vorfahren her, sondern er kommt aus der geistigen Welt mit dem geistig-seelischen Teil seines Wesens her, und das verbindet sich mit demjenigen, was aus den Vorfahren kommt. Nun betrachten wir einmal, wie die Sache ist. Ich will es recht groß, etwas vergrößert aufzeichnen.
[ 28 ] But we can go further. If a human being has been so debilitated by feeding on potatoes that he is not only incapable of moving his hands and feet properly but is so exhausted that the organs connected with propagation are no longer active, then the matter becomes still more serious. Let us suppose that the effect of feeding on potatoes is so overpowering that the organs of procreation in the female are weakened and impaired. ... Man, as you know, is not only a product of his ancestors but as a being of soul-and-spirit he comes from the spiritual world; this being of soul-and-spirit unites with what is provided by the ancestors. I will make a rough sketch—everything of course is very much enlarged. (Dr. Steiner makes a sketch on the blackboard.)
[ 29 ] Wir können sagen: Der Mensch entsteht aus der weiblichen Eizelle. Das ist also sehr vergrößert gezeichnet. Da herein dringt der männliche Samen. Dann bilden sich allerlei sternförmige Figuren da drinnen. Zellen spalten sich, bilden dann nach und nach den menschlichen Körper. Aber kein menschlicher Körper kann gebildet werden, wenn sich nicht verbindet mit dem, was da geschieht, das Geistig-Seelische, das aus der geistigen Welt herkommt.
[ 29 ] The human being originates from the fertilised female ovum. Star-like formations then appear, cells separate off and from these separated cells the body gradually takes shape. But no human body can form unless the being of soul-and-spirit coming from the spiritual world unites with what is developing here.
[ 30 ] Wenn nun die Sache so liegt, daß die Mutter oder der Vater zuviel Kartoffelnahrung genossen haben, dann bilden sie schon einen solchen Menschenkeim aus, der darauf veranlagt ist, daß der Kopf viel arbeiten muß. Wenn Sie daher einen Menschenkeim anschauen von jemand, der ordentlich mit Roggenbrot und so weiter genährt ist, wo Vater und Mutter eine richtige Nahrung genießen, da ist dieser Menschenkeim etwa so (es wird gezeichnet). Wenn Sie aber einen Menschenkeim ansehen, wo bei den Eltern zuviel Kartoffelnahrung war, ja, da geschieht folgendes. Sehen Sie, das andere ist ja im Menschenkeim sehr wenig ausgebildet, vorzugsweise ist die runde Kugel des Kopfes ausgebildet; das ist im Embryo, im Menschenkeim die Hauptsache, das ist also vorzugsweise ausgebildet. Da muß nun das Geistig-Seelische hereinkommen in den Kopf. Und wenn das Geistig-Seelische in den Kopf hereinkommt, dann muß es mit dem Kopf arbeiten. Noch im Leibe der Mutter arbeitet das Geistig-Seelische des Menschen vorzugsweise am Kopfe.
[ 30 ] Now if circumstances are such that the mother or the father has been eating too much potato food, the seed from which the embryo develops will from the outset be of such a nature that a great deal of work devolves upon the head. If the father and mother have been properly nourished with bread made of rye or similar substances, the embryo will have more or less this appearance. (Sketch.) But if potatoes have been eaten in excessive quantities the following happens. The preponderating part of an embryo is the head—it is a round dome. The soul-and-spirit must penetrate into the head and, once there must begin to be active. The soul-and-spirit works chiefly on the head while the human being is still an embryo in the mother's body.
[ 31 ] Wenn nun dieses Geistig-Seelische im Kopfe dasjenige findet, was bei der Ernährung der Mutter von Roggen und Weizen kommt, dann kann das Geistig-Seelische ordentlich arbeiten. Denn die Blüten, in denen ja der Roggen und Weizen und so weiter entstehen, die werden ja auch aus der Erde herausgestreckt, und da geht das Geistige schon bei der Pflanze heran, da ist das Geistige verwandt. Wenn daher das GeistigSeelische im Mutterleibe auf dasjenige auftrifft, was von Früchten kommt, so kann es leicht arbeiten. Trifft aber das Geistige im Mutterleibe auf einen Kindeskopf, der vorzugsweise durch die Kartoffelnahrung gebildet wird, da kann es nicht heran. Nicht wahr, die Kartoffel geht hinunter in die Erde, sie ist sogar von der Erde bedeckt; man gräbt sie aus der Erde aus, sie wächst in der Finsternis, sie hat ‘keine Verwandtschaft zum Geistigen. Der Mensch kommt herunter aus der geistigen Welt, findet einen Kopf vor, der eigentlich aus der Finsternis heraus gebildet ist. Da kann er nicht heran, der Geist, und die Folge davon ist, daß der Embryo nachher so aussieht (es wird gezeichnet) — ich zeichne es etwas karikiert —: ein riesiger Wasserkopf wird geboren. Denn wenn der Geist nicht herankommt, dann wächst das Physische; der Wasserkopf bildet sich aus. Wenn der Geist herankommen kann, dann dämpft er das Wasser, dann arbeitet der Geist in der Materie und der Kopf wird ordentlich ausgebildet. So daß Sie sagen können: Diese riesigen Wasserköpfe, die oftmals bei den Embryonen bemerkbar sind, die kommen durch die mangelhafte Ernährung, vorzugsweise wieder durch die Kartoffel, zustande. — Und so haben Sie das, daß nicht nur der Mensch selber ausgemergelt wird, sondern daß der Mensch so geboren wird, daß sein Geistig-Seelisches gar nicht richtig im physischen Leib drinnen ist.
[ 31 ] If the soul-and-spirit finds in the embryonic head elements which derive from the rye- or wheat-components of the mother's food, then it can work in the proper way. For you see, the flowers containing the grains of rye or wheat have grown upwards from the earth and the Spiritual has already streamed towards the plant, is already allied with the plant. The being of soul-and-spirit is able to work when conditions arising from food composed of the fruits of plants are encountered in the mother's body. It is a different matter altogether if the being of soul-and-spirit finds an embryonic head that is the result of the mother having eaten excessive quantities of potatoes. ... For just think of it: the potato lies right down in the earth, it is covered by the soil, has to be dug up from the ground; it grows in the darkness, it has no bond with the Spiritual; the being of soul-and-spirit descending from the spiritual world encounters a head that is a product of darkness; the spirit cannot penetrate it, and the result is hydrocephalus—water on the brain. The embryo develops a gigantic head (sketch.) For if the spirit is unable to make any real approach, the Physical grows apace and hydrocephalus develops. If the spirit is able to approach, the water is held in check; the spirit is able to work in the physical substances and the head develops in its proper and normal proportions. The gigantic heads often to be seen in embryos are the outcome of faulty nutrition for which potato food taken in excess is often responsible. And so this kind of food not only causes exhaustion and weakness in the adult human being but even at birth the soul-and-spirit was not, in the real sense within the physical body.
[ 32 ] Aber sehen Sie, meine Herren, die Sache ist so: Der Mensch besteht allerdings aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich; die sind aber nicht in jedem Lebensalter gleich geartet. Beim Kind bis zum siebenten Jahre, da ist der Ätherleib, Astralleib und das Ich so, daß sie erst wieder recht untertauchen müssen; die müssen erst ganz hinein in den physischen Leib. Wenn der Ätherleib ganz hineinkommt in den physischen Leib, kommen die zweiten Zähne. Wenn der astralische Leib ganz hineinkommt in den physischen Leib, dann kommt die Geschlechtsreife. Wenn daher ein solcher Kopf vorhanden ist, wenn also das Geistig-Seelische durch die Kartoffelnahrung nicht ordentlich in den physischen Menschen im Mutterleib hinein kann, dann wird auch dasjenige gestört, was im vierzehnten, fünfzehnten Lebensjahre mit dem Menschen geschehen soll. Der Mensch geht dann überhaupt durch sein ganzes Leben so, als wenn er seinen Körper gar nicht hätte, als wenn der schlapp an ihm wäre. So daß also die Menschen unter dem Einfluß der Kartoffelnahrung schon nicht stark genug für das Leben geboren worden sind.
[ 32 ] You know that man consists of physical body, ether body, astral body and “I” but these members of his being do not interact in the same way at every age of life. Until the age of seven, ether body, astral body and the “I” are still only making their way down into the physical body of the child. When the ether body has penetrated fully into the physical body, the second teeth appear; when the astral body has penetrated fully into the physical body, puberty is reached. Therefore if potato food taken in excess has made it difficult for the soul-and-spirit to enter into the embryo in the real sense, this will also have an injurious effect upon what happens at the age of 14 or 15. All through his life such a human being will go about as if his body did not really belong to him, as if it were hanging about him like a bag. The effect of too much potato food may therefore be that human beings are born without sufficient strength to cope with life and its demands.
[ 33 ] Sehen Sie, meine Herren, das sind ungeheuer wichtige Dinge. Sie müssen sich nur sagen: Ja, wirklich, die sozialen Verhältnisse hängen noch von vielen anderen Dingen ab als von jenen, die man heute gewöhnlich deklamiert. Die sozialen Verhältnisse hängen auch davon ab, daß man die Felder ordentlich benützt, daß man also die Kartoffel nicht mehr anbaut, als die Menschen zu ihrem Starkwerden vertragen können. Man muß also auch wirkliche, richtige Naturwissenschaft treiben können, wenn man Sozialwissenschaft treibt. Das ist durchaus nötig. Bloß davon zu reden: Mehrwert, Kapital und so weiter, das nützt allein nichts. Denn nehmen Sie einmal an, dem Kommunismus gelänge es, alles Kapital auszurotten, er würde alles selber verwalten. Ja, wenn er von den Bürgerlichen nur eine Wissenschaft gelernt hat, die nicht in der richtigen Weise die Felder zu verwerten weiß, wenn er nicht weiß, daß es schädlicher ist, den Magen mit Kartoffeln anzufüllen als mit Roggen und Weizen, dann hilft alles nichts. Das ist es, was man bedenken muß. So daß wir nicht das fortwährende Herumreden von dem oder jenem brauchen, sondern eine wirkliche Wissenschaft, die einsieht, wie der Geist wirken kann in der Materie.
[ 33 ] These are matters of tremendous importance! Social conditions depend upon many factors other than those mooted at the present time. Social conditions depend, too, upon really wise cultivation of the fields: for example, not using the soil for the production of more potatoes than people can consume if their strength is to be maintained. Social science must go hand in hand with a true knowledge of nature. That is absolutely essential. To speak only about surplus values, capital, and so forth, is of no fundamental value. If Communism ever succeeded in wiping out capital and assuming control of everything ... well, it would all come to nothing if the science at its disposal did not know how to utilise the fields wisely, did not know that potatoes are not so good for the stomach, as rye or wheat. These are the kind of things to bear in mind. Continual talking in circles leads nowhere. What we need is a real science, a science which understands how the spirit can work in matter.
[ 34 ] Sehen Sie, daher kommt es ja, daß sozusagen die Anthroposophie fortwährend, ohne daß sie es will, einen Krieg gegen zwei Fronten führen muß. Warum? Nun, da sind die Wissenschafter von heute, die beschäftigen sich nur mit der Materie, aber nur mit den Prozenten von der Materie, wieviel Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff im Eiweiß und so weiter enthalten sind. Dadurch lernt man aber gar nichts über die Materie. Die materielle Wissenschaft kennt gerade die Materie nicht, weil man die Materie erst kennenlernt, wenn man weiß, wie der Geist drinnen arbeitet. Hilft es denn, wenn einer sagt: Ich will eine Uhr kennenlernen; gut, ich will mir die Uhr klarzumachen versuchen. Die Uhr ist aus Silber. Das Silber, das in meiner Uhr ist, das ist in dem Silberbergwerk von da und da gewonnen worden, Dieses Silber ist dann mit Zügen nach der und der Stadt geführt worden. Da ist es abgeliefert worden an die und die Kaufleute und so weiter. Weiter ist in dieser Uhr ein Porzellanzifferblatt. Das Porzellan ist dort und dort gewonnen worden, in die und die Stadt gekommen und so weiter. — Er weiß gar nichts von der Uhr! Man weiß erst etwas von der Uhr, wenn man weiß, was der Uhrmacher daran getan hat. Und es ist gar nicht einmal wichtig, um zu verstehen, warum eine Uhr geht, daß man weiß, wie das Silber gewonnen wird in den Bergwerken; aber wichtig ist, daß man weiß, wie die Uhr geht, wie der Uhrmacher daran gearbeitet hat, die Räder zurecht gemacht hat und so weiter.
[ 34 ] Anthroposophy is obliged, quite against its will, to battle on two fronts. And why Scientists to-day are occupied only with matter, with the percentages of carbon, oxygen, nitrogen contained in protein and so forth. But this tells us nothing essential about matter itself. Physical science does not really understand matter, because to understand matter one must know how the spirit is working within it. Suppose a man wants to know all about a watch. He says to himself: This watch is made of silver. The silver came from such and such a mine; then it was taken by train to such and such a town and delivered to merchants. The watch has a china face inscribed with figures. The china was manufactured in such and such a town, then sent somewhere else ... and so on and so on. But at the end of it all he knows nothing essential about the watch! Nor will he until he knows exactly what the watchmaker did. To understand why a watch goes, it is not at all essential to know how and where the silver was mined; what is important is to know how the watchmaker made the watch go, how he adjusted the wheels and so forth.
[ 35 ] So ist es eigentlich im Grunde genommen höchst gleichgültig für die Gesundheit und Krankheit des Menschen, abstrakt zu wissen, aus wieviel Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Eiweiß, Fett, Kohlehydraten und Salzen die Nahrungsmittel bestehen, sondern für die Gesundheit und Krankheit des Menschen ist es im Grunde genommen wichtig zu wissen, wie es speziell mit der Kartoffel ist: sie nährt die Menschen geistig ebensowenig, wie sie sie physisch ernährt. Im Grunde ist das ganz unnötig, was darüber geschrieben ist; man muß die anderen Zwecke wissen. Für die anderen Zwecke kann man ja wissen, wie es ist mit Silberminen und so weiter, aber um die Gesundheit und Krankheit des Menschen zu verstehen, ist diese Wissenschaft unwichtig. Doch sie merkt gar nicht, was ihr fehlt. Wenn also Anthroposophie kommt und hinzufügen will, was ihr fehlt, dann bekämpft man sie. Und so entstand die eine Kampffront nach dem Materialismus hin. Dort wird gesagt: Nun, diese Anthroposophie will alles phantastisch erklären. — Die Wissenschaft wirft der Anthroposophie ihren Geist vor. Das ist die eine Front.
[ 35 ] To know in the abstract that foodstuffs are composed of so much carbon, oxygen, nitrogen, fat, carbohydrate, makes no difference at all to health and disease; but what is very important for health and illness is to know, for example, that potatoes nourish the mental life of human beings as little as they nourish their physical bodies. For other purposes it is, of course, quite useful to know about the silver coming from mines and the rest of the process, but for any understanding of health or sickness among men this kind of knowledge is of no importance. Because it does not realise its own shortcomings, science puts up a fight when Anthroposophy tries to provide what is lacking. The one battlefront is therefore against materialism which declares that the explanations given by Anthroposophy are sheer fantasy and reproaches it for speaking of the spirit. That is the one front.
[ 36 ] Die andere Front, meine Herren, die kommt von der Theologie, von den Vertretern der Religion und so weiter. Auf der Seite redet man dem Menschen viel davon, wie die Seele in den Himmel kommt. Und man redet ja allerdings davon, daß man durch Beten und Sakramente und so weiter in den Himmel kommt. Nun schön. Aber wenn einer in der physischen Welt so drinnensteht, daß er überhaupt seinen Körper gar nicht richtig hat, also in der physischen Welt gar nicht in die richtige Beziehung zum Erdenleben kommt, dann findet er sich nach dem Tode außerordentlich schwer zurecht. Das sagen ihm die Leute nicht. Es ist durchaus notwendig, daß man ein lebenspraktischer Mensch wird und weiß, wie man die Materie ergreifen muß. So daß man sagen kann: Ja, Religion, Theologie reden heute den Leuten von allerlei, aber das alles reicht nicht hin, um den Menschen wirklich im irdischen Leben so stark zu machen, daß er dann auch durch solche Vorbereitung — denn durch alles das, was kenntnisloses Beten ist zum Beispiel, wird ja der Mensch gerade abgelenkt von dem, was er wissen soll für sein gesundes Leben — sich später zurechtfindet. Sie werden kaum von der Kanzel jemals verkündigen gehört haben, wie man es halten muß, damit der Mensch stark wird, mit der Kartoffel- oder mit der Weizennahrung! Wenigstens werden Sie nicht gefunden haben, daß die meisten Pastoren und Priester einen großen Wert darauf legen, von der Kanzel herunter den Menschen zu verkündigen, wie es sich mit der Roggen- und Weizennahrung in bezug auf seine Gesundheit verhält. Das betrachten sie als eine Nebensache, weil sie sagen: Das ist etwas Unheiliges! Heilig ist nur, wenn man betet oder über das Evangelium und ähnliche Dinge redet. — Aber das göttliche Wirken ist nicht nur da, wo man Gebete gesprochen hat, oder wo über das Evangelium geredet wird, sondern in der ganzen Natur; das Geistige wirkt auch da drinnen. Wenn der Mensch die Geistigkeit nicht einläßt in seinen Kopf, weil er ihn durch die Kartoffel zu stark in Anspruch nimmt, so ist es so, daß der Mensch beten kann. Sehr schön. Wenn er aber zuviel Kartoffeln ißt, so hat sein Gebet keinen Zweck mehr, denn er wird wiederum abgeleitet vom Geistigen. Aber das merken die Leute wiederum nicht. Ebenso merken sie es nicht, daß Gott die Erde nicht als einen Kloß gefunden und aus ihr dann die Dinge gemacht hat, sondern daß tatsächlich bis ins einzelne hinein das göttliche Wirken überall drinnen ist und gesucht werden muß. Aber wenn man das tut, nennen einen die Theologen und Religionsleute Materialisten! Und so wird man von denjenigen, die Wissenschafter sind, phantastischer Spiritualist genannt; von denjenigen, die Theologen sind, wird man Materialist genannt. An dieser Art kann sich ja schon zeigen, wie wertvoll die Dinge sind. Gerade so wertvoll wie es 1908 war, als die Anthroposophie bekämpft worden ist, indem man gesagt hat: Die Anthroposophie ist jesuitisch. — Dazumal hat man behauptet, die Anthroposophen werden eigentlich von ihren Führern dem Jesuitismus ausgeliefert. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Heute sagen die Jesuiten, die Anthroposophen würden an die Freimaurer ausgeliefert. Sehen Sie, so kommt das immer zustande! Aber um das handelt es sich nicht, sondern darum, daß man wirklich eine Wissenschaft gewinnt, die ebensogut sagen kann, warum im Mutterleibe ein Wasserkopf entsteht statt eines richtig ausgebildeten Kopfes.
[ 36 ] The other front is constituted by the attitude of theology and of the representatives of religion. A great deal is said about the soul reaching heaven through prayer and the sacraments. Well and good ... but if a man is not able to make proper use of his body and therefore lives in the physical world without being rightly adjusted to the conditions of earthly life, then it will be very difficult for him to find his bearings after death. Of this, however, the theologians do not speak. Man must be able to cope with practical life; he must know how to take hold of matter. Religion and theology talk a great deal but do not succeed in making the human being so strong in earthly life that after it is over he can find a firm basis. Prayer that has no foundation in knowledge actually sidetracks men from recognising the essentials of a really healthy life. It is hardly likely that you will ever have listened to sermons on subjects like the respective merits of potatoes or wheat as food! At any rate it will not be your experience that most clergymen think it important to preach about the effect of rye or wheat upon health. They attach no importance to these matters because in their opinion they are not sacred. To pray or to expound the Gospels, that and that alone is sacred according to their way of thinking. ... But the Divine is at work in the whole of nature, not only when men pray or converse on the subject of Holy Writ. The Spiritual is an active power in nature. If man prevents the Spiritual from having access to his head because by eating potato food to excess he gives the head too much to do ... well, he may pray, but it will be to no purpose because he has been sidetracked from the Spiritual. That too is something that escapes notice. God did not find the earth as a clod out of which all things were then made; the Divine Power is active everywhere, in every single particle, and it is there that we must seek for its manifestations. But when this is done, the theologians accuse us of materialism! By the scientists we are called deluded spiritualists, by the theologians, materialists. This shows how much weight can be attached to such statements! It was just the same in 1908 when Anthroposophy was said to be under Jesuitical influences; it was stated that anthroposophists were being delivered by their leaders into the hands of the Jesuits. In the meantime things have changed and now the Jesuits are saying that anthroposophists have been delivered into the hands of the Freemasons! But these are not the things that really matter. What does matter is that men shall acquire a kind of science able to explain, for example, why hydrocephalus develops in the embryo instead of a perfectly proportioned head.
[ 37 ] Nun, meine Herren, Sie werden sagen: Es gehen doch nicht alle Leute mit einem Wasserkopf herum. — Gewiß nicht, denn natürlich wirken da wiederum die anderen Kräfte dagegen, und der Kopf ist dann, wenn er geboren wird, nicht mehr so groß wie im Embryo, aber er ist nicht mehr fähig, etwas anderes aufzunehmen, wenn er geboren ist, als Kartoffeln und Wasser. Er kann sogar klein werden dabei und kann doch ein Wasserkopf sein. Aber das Wesentliche ist, daß seit der Einführung der Kartoffelnahrung die Köpfe im Mutterleib immer viel zu groß sind. Nachher werden sie zusammengeschoben, aber gerade das Zusammenschieben vor der Geburt, das wirkt auf sie dann schädigend, weil sie nicht imstande sind, dann Richtiges aufzunehmen, sondern einzig und allein das Materialistische. Beim geborenen Menschen sieht man den Wasserkopf nicht mehr bloß an der Größe. Gewiß, der eigentliche Wasserkopf ist von der Größe abhängig, aber es handelt sich vorzugsweise darum, ob in der richtigen Weise Wasser wirkt oder etwas anderes wirken kann. Und das ist ebenso wichtig zu wissen wie alles übrige, was auf der einen Seite durch Wissenschaft oder auf der anderen Seite durch Theologie und Religion in die Menschheit kommt. Aber es ist schon notwendig, daß man gerade ordentlich auf die Sache hinschaut.
[ 37 ] You will be saying to yourselves that after all there are plenty of people who show no signs of hydrocephalus. That, of course, is true, because other forces counteract the tendency and then, at the time of birth, the head is not as disproportionately large as it was in the embryo; it may actually be quite small but still hydrocephalic. The fact is that since the introduction of potato food, embryonic heads are always much too large. In the later stages they contract but this very contraction has an injurious effect because they are not able to take in what is needful—they can only take in water. When the human being has been born, hydrocephalus is not only indicated by the size of the head. Typical hydrocephalus, it is true, is to be recognised from the size of the head, but the point of real importance is whether water is serving its proper purpose or whether other elements are playing a part. This is just as important as anything else that may be brought to the knowledge of mankind by science on the one hand or theology and religion on the other. But it is something that must be approached from the right point of view.
[ 38 ] Sehen Sie, wie wird denn eigentlich die Anthroposophie behandelt? Da ist vor einiger Zeit in Berlin eine Art Kongreß derjenigen Leute abgehalten worden, die sich «nichtanthroposophische Kenner der Anthroposophie» nennen. Sie behaupten, sie seien keine Anthroposophen, aber sie würden die Anthroposophie kennen. Nun, da hat besonders ein Mensch geredet, der einmal hier war, aber abgefallen ist, ein gewisser Dr. Gösch. Dieser Dr. Gösch hat vor Pastoren, Lizentiaten, Professoren geredet. Und jetzt, nicht wahr, jetzt machen die Leute überall Vorträge gegen Anthroposophie von dem, was da dieser Dr. Gösch den Leuten erzählt hat. Sie werden nun sagen: Da haben eben diese Leute, Lizentiaten, Professoren aus dem, was ihnen der Dr. Gösch gesagt hat, die Überzeugung gewonnen, daß die Anthroposophie sehr schädlich ist. — Aber bitte, meine Herren, beachten Sie folgendes: Was ist ungefähr im Denken eines heutigen Pastoren, Professors, Lizentiaten drinnen, und hören Sie dann, was der Dr. Gösch den Leuten gesagt hat. Der hat gesagt: Die Anthroposophie, die ist deshalb besonders schädlich, weil die Anthroposophen betrogen werden — denn Frau Dr. Steiner und der Dr. Steiner, die haben eigentlich vor, von der Erde ein Stück abzuspalten, es von derErde abzutrennen und einen eigenenPlanetenzu bilden, und mit all den Anthroposophen zusammen im Weltenall also eine solche Planetenwelten-Kolonie zu begründen! — Das hat dieser Dr. Gösch den erleuchteten Leuten vorgeredet! Nun können Sie sich denken, daß keiner von denen an das ja wirklich glaubt, aber er tut so, als ob er durch diese Rede überzeugt worden wäre von der Schädlichkeit der Anthroposophie.
[ 38 ] What sort of treatment is meted out to Anthroposophy to-day? A little while ago, people who called themselves “non-anthroposophical students of Anthroposophy” held a kind of congress in Berlin. They state that they are not Anthroposophists but desire to know about Anthroposophy. Well ... a certain Dr. G. who was here at one time but subsequently left us, had a great deal to say. He addressed an audience of clergyman, licentiates, professors. And now, on the basis of what he said, people are lecturing against Anthroposophy here, there and everywhere. You will suppose that what Dr. G. told these people convinced them that Anthroposophy is very harmful. But I ask you—just think of the average mind of a typical clergyman or professor to-day, and then listen to what Dr. G. said to them. He said: Anthroposophy is particularly harmful because the anthroposophists are being duped ... what Dr. Steiner and Frau Dr. Steiner would really like would be to cut off a portion of the earth, make a planet of their own and together with all the anthroposophists establish a planetary colony in the universe! That is what Dr. G. said to these enlightened people. As you can imagine, none of them really believe it, yet they act as if this kind of talk had convinced them of the harmfulness of Anthroposophy.
[ 39 ] Nun denken Sie, was für eine Verrücktheit darinnen steckt! Aber dieselben erleuchteten Leute, die sitzen ja nicht nur bei dieser Versammlung, sondern am nächsten oder folgenden Tag, da sitzen sie bei allerlei anderen Versammlungen, wo über allerlei Schicksale entschieden wird. Da sind sie natürlich nicht gescheiter als bei den anderen Versammlungen. Das muß man bedenken, was für Leute eigentlich heute die Welt regieren! Also seien Sie sich klar darüber, daß die Gegnerschaft gegen Anthroposophie eine wirkliche Gegnerschaft gegen die Wahrheit ist. Man will es nicht an den Tag kommen lassen, was in diesen Dingen eigentlich steckt, was alles herauskommt an Dingen über den Menschen. Man sagt: Die Anthroposophie, die ist etwas Geheimnisvolles. — Ja, meine Herren, wie soll sie denn etwas anderes sein, als etwas Geheimnisvolles? Selbstverständlich ist sie etwas Geheimnisvolles, aber sie ist nichts Geheimnisvolleres als es etwas Geheimnisvolles ist, wenn einem einer etwas gestohlen hat und versteckt hat; da ist das, bis man es aufgefunden hat, geheimnisvoll. So ist auch die Anthroposophie geheimnisvoll, weil die Wissenschaft und das andere geistige Leben diese Dinge versteckt hat; deshalb ist natürlich die Anthroposophie heute etwas so Geheimnisvolles. Aber es hört ja auf, geheimnisvoll zu sein in dem Moment, wo man es gefunden hat! Sie will gar nichts Geheimnistuerisches sein, aber dasjenige, was die anderen versteckt haben, will sie gerade ans Licht bringen.
[ 39 ] What lunacy it is! But these same enlightened people participate in many different kinds of meetings as well, where destinies are determined. At these meetings they are no shrewder than they were at the other ... and so one cannot help wondering what kind of people are ruling the world to-day! The hostility to Anthroposophy is really hostility to truth. People are determined not to allow these things to come into the open. So they say that Anthroposophy is very secret. But how, I ask you, how can it be anything else? There is, in reality, no greater secrecy about it than there is when a man has stolen something and bidden it; until it is found it is secret. Anthroposophy is secret in the same sense—because it has been cast into obscurity by science and the other branches of cultural life. That is why Anthroposophy seems to suggest a kind of secrecy. But it ceases to be secret the moment it is found! Anthroposophy has no desire at all to be mysterious but to bring into the light of day things that have been obscured and hidden by other influences. ...
[ 40 ] Ich muß jetzt nach Wien fahren und werde es Ihnen dann sagen lassen, wenn wir fortsetzen können.
[ 40 ] Now I have to travel to Vienna and I will let you know when we can continue these lectures.
