Man and World
How Spirit Works in Nature
GA 351
27 October 1923, Dornach
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Cosmic Workings In Earth and Man, tr. Osmond
6. Wirksamkeit der Stoffe im Weltenall und im Menschenleibe: Eisen und Natrium
Effects of Substances in the Cosmos and in the Human Body: Iron, Sodium, Carbon, Chlorine
[ 1 ] Guten Morgen, meine Herren. Ist jemandem etwas eingefallen?
[ 1 ] (Dr. Steiner asks if anybody has a question.)
Fragesteller: Ich glaube, wir erwarten noch, daß Herr Doktor uns noch etwas ausführt über den Sternenzusammenhang.
Questioner: I believe that we are expecting Dr. Steiner to make some further remarks about the stars.
[ 2 ] Dr. Steiner: Nun, da will ich heute einmal versuchen, an das anzuknüpfen, was wir das letzte Mal gesagt haben, um es noch etwas weiter auszubauen. Ich will kurz wiederholen: Wir haben bemerkt, daß alles dasjenige, was regelmäßig im Weltenall vor sich geht, also sagen wir zum Beispiel dasjenige, was Tag und Nacht bewirkt im Sonnenlauf, oder was die Jahreszeiten bewirkt, daß das auch mit dem im Zusammenhang steht, was im Menschen notwendig ist. Im Menschen ist notwendig, daß bei der Abwechslung von Wachen und Schlafen Nahrungsaufnahme und so weiter eintritt. Beim Menschen ist in einer weiteren Regelmäßigkeit notwendig die Atmung, der Blutumlauf und so weiter. Wenn wir das alles im Menschen überschauen, so hängt das zusammen mit dem, was nun durch die Astronomie als regelmäßig berechnet werden kann. Dasjenige dagegen, was nicht so regelmäßig auftritt was ja auch in einem gewissen Sinne berechnet werden kann, aber eben in der Weise nicht regelmäßig auftritt, zum Beispiel die Kometen und Meteore -, diese Erscheinungen, die hängen mit all demjenigen im Menschen zusammen, was freier Wille ist, was also aus dem Menschen heraus den freien Willen erzeugt.
[ 2 ] DR. STEINER: Well, I will just try to connect my remarks with what I said last time and then build further on it. I will go over it again very briefly. We heard that everything which takes place with regularity in the universe, for instance, day and night, the course of the sun or the sequence of the seasons, is all connected with what is necessary in human life. The regular intake of food is necessary within the rhythm of sleeping and waking; the regular rhythm of breathing, circulation of the blood, and so on, is necessary. When we consider all this, we see that it is connected with what can be calculated through Astronomy. On the other hand, all that which happens less regularly—which certainly can be calculated but still happens less regularly, for example, comets and meteors—all these phenomena are connected with what is free will in man, with what gives rise to free will in man.
[ 3 ] Da muß man vor allen Dingen auf einen Stoff hinschauen, der ganz besonders wichtig ist, ein Stoff, der viel auf unserer Erde vorkommt, der aber überall im Weltenall auch vorkommt, und der, wenn solche Meteore herunterfallen auf die Erde, eben in diesen Meteoren enthalten ist. Das ist das Eisen. Eisen ist ja so viel auf unserer Erde vorhanden, daß man sagen kann: Dem Eisen verdankt ja eigentlich die ganze neuere Kultur und Zivilisation ihr Dasein. - Denken Sie nur, wozu alles das Eisen verwendet wird! Erst jetzt fängt man an, aus gewissen Dingen, die nicht Eisen sind, allerlei zu erzeugen; aber durch die zwei letzten Jahrhunderte hindurch ist wirklich alles dasjenige, was eigentlich aufgekommen ist, was sowohl die gegenwärtigen großen Fortschritte wie auch die gegenwärtigen sozialen Zustände hervorgerufen hat, durch das Eisen geschehen. Im Weltenall müssen Sie das Eisen überall vermuten, aus dem Grunde, weil eben, wenn irgend etwas herunterfällt auf die Erde, es aus Eisen ist.
[ 3 ] First and foremost we must turn our attention to a substance which is particularly important, which is abundant on the earth and indeed in the universe, and is present in the meteors which fall on the earth. This substance is iron. Iron exists in such abundance on the earth that the whole of our modern culture and civilisation may be said to be based on it. Just think of all the purposes for which iron is used! It is only quite recently that people have begun to manufacture all sorts of things from substances other than iron. During the last two centuries all the great advances, as well as our social conditions, have been due to iron. We must assume that iron is everywhere present in the universe because when anything falls to the earth from the heavens, it is found to be of iron.
[ 4 ] Nun schauen wir uns das Eisen aber an in unserem eigenen menschlichen Körper. Da ist es sehr merkwürdig, daß der Mensch, wenn er ins Erdenleben hereintritt, dasjenige genießt, was am wenigsten Eisen enthält: die Milch. Die Muttermilch enthält kaum irgend etwas Eisen. So daß wir also sagen können: Der Mensch fängt erst an im Laufe seines Lebens, das Eisen mit der Nahrung in sich aufzunehmen. — Was bedeutet denn das?
[ 4 ] Now let us consider the iron in our own bodies. It is very remarkable that at the beginning of his earthly life the human being drinks a substance which contains practically no iron—namely, milk. The mother's milk contains hardly any iron. So we can say: it is only in the course of his life that man begins to take in iron with his food. What does this mean!
[ 5 ] Ja, meine Herren, wenn Sie das Kind anschauen, so zappelt es ja allerdings viel; es träumt auch schon. Aber das Kind hat noch weder ein willkürliches Denken, noch einen sonstigen freien Willen. In dem Maße, in dem das Kind zu seinem freien Willen kommt, ist es darauf angewiesen, das Eisen in sich aufzunehmen. Sie sehen also daraus, daß das Eisen eigentlich notwendig ist für den freien Willen. Und wenn man zum Beispiel bei einem Menschen, der heiser ist, in irgendeiner Weise heiser ist, der eine schwache Stimme hat, darauf kommen will, was eigentlich zugrunde liegt, so muß man vor allen Dingen die Untersuchung daraufhin anlegen, ob er genügend Eisen hat. Denn bei dem, der zu wenig Eisen hat, zeigt sich das vor allen Dingen in dieser Willkür, in diesem freien Willen, der durch die Sprache zum Vorschein kommt. Wenn Sie also einen Menschen sehen, der gut brüllen kann, dann brauchen Sie nicht Sorge zu haben, daß er zuwenig Eisen hat; wenn Sie aber einen Menschen haben, der kaum seine Worte hervorbringt, dann können Sie darüber nachdenken, inwiefern diesem Menschen das Eisen fehlt. So also kann man sagen: Es zeigt sich schon äußerlich an diesem, daß der Mensch das Eisen braucht gerade zu seinem freien Willen. -So können wir es auch leicht begreifen, daß dasjenige, was im Weltenall als Eisen herumfliegt, was in der Erde als Eisen ist, zusammenhängt mit dem, was menschliche Willkür ist, was menschlicher freier Wille ist.
[ 5 ] Think of a baby: it kicks a lot and certainly dreams; but it has neither independent thought nor any free will in the real sense. In the measure that it attains freedom of will, its instincts call for iron. Iron is really necessary for free will. And if you come across a man who is hoarse or has a very weak voice and you want to know what is really the cause of it, you must above all find out if he is getting enough iron, for a man who gets too little iron shows this in the lack of will as expressed in speech. When you come across a man who can literally bellow when he is talking, you need not worry whether he is getting enough iron. But in the case of a man who can hardly make himself heard, you are perfectly right to consider how far iron is lacking. Man's need of iron for his free will is shown outwardly. We can therefore easily understand that the iron which is everywhere present in the universe and in the earth is connected with man's free will.
[ 6 ] Nun aber hat alles, was geschieht, ja auch seinen großen Einfluß auf alles übrige. Und wir müssen uns klar sein darüber, daß das Eisen ja nicht uns ganz bildet und auch nicht das Weltall ganz bildet, denn sonst wären wir Eisenmänner. Das wäre zwar für unsere Stärke ganz gut, aber wir könnten alles übrige nicht verrichten, wenn wir Eisenmänner wären. Da müssen wir dann unseren Blick auf dasjenige werfen, womit das Eisen nun in irgendeine Verbindung treten kann.
[ 6 ] Now everything that happens influences everything else and we must be clear that iron alone does not form us or the universe—otherwise we should be iron men ... which would certainly make for strength, but if we were iron men we could not do many other things. So we must look for something which can form compounds with iron.
[ 7 ] Nun, meine Herren, ich habe Ihnen schon gesagt: Die Soda, die ich Ihnen ja neulich deutlich beschrieben habe, die hat insbesondere eine große Bedeutung für alles das, was in uns zusammenhängt mit dem Denken; denn die Soda ist kohlensaures Natrium, Kohlensäure und Natrium. Kohlensaures Natrium muß hinaufprickeln in den Kopf. Alles dasjenige, was also mit unserem Denken zusammenhängt, mit unserem Kopf, was mit dem zusammenhängt, daß wir innerliches Licht haben, das hängt mit der Soda zusammen. Sie erinnern sich, das habe ich neulich ausgeführt.
[ 7 ] I told you recently that soda is especially important for everything in us that has to do with thinking. For soda is sodium carbonate and sodium carbonate has a stimulating effect upon the head. Everything that is connected with our thinking, with our head, with our inner light, has to do with soda. You will remember that I recently explained this.


[ 8 ] Sie haben aber auch gesehen, daß, wenn so etwas wie Soda überhaupt bei uns da sein soll, wir den Sauerstoff der Luft aufnehmen müssen. Den Sauerstoff der Luft nehmen wir auf mit der Atmung, denn die Luft besteht aus Sauerstoff und Stickstoff; aus vielen anderen Stoffen noch, aber die spielen nicht eine so große Rolle. Den Sauerstoff nehmen wir auf mit der Atmung. In uns bildet sich der Kohlenstoff. Den erzeugen wir in uns durch die Nahrungsmittel. Der Sauerstoff in uns verbindet sich da mit der Kohlensäure und dem Natrium und wir kriegen dann kohlensaures Natrium, Soda. Die Soda spielt gerade in unserem Kopf eine große Rolle. Kohlensaures Natrium, das ist also Soda, die haben wir in uns, und die will eigentlich fortwährend in unseren Kopf heraufgelangen. Nur wenn die Fortpflanzung tätig sein soll, dann muß sie auch bei der Fortpflanzung ihre Rolle spielen; das habe ich Ihnen ja auch gesagt. Also Soda spielt in uns eine große Rolle.
[ 8 ] In order that a substance like soda may be present in us, we must take in the oxygen contained in the air. This we do in breathing, for the air consists of oxygen and nitrogen—of many other things too but they play a less important part. We take in the oxygen with our breathing. What about the carbon? We form carbon in ourselves out of the food we take. Carbonic acid is formed and we then get carbonate of soda. Soda is very important for our heads. We have sodium carbonate—soda—within us, and it is all the time passing into our heads. In propagation, too, it has its part to play as I once told you. So you see soda is of great importance to us.
[ 9 ] Nun will ich Ihnen aber etwas erklären. Ich habe Ihnen seinerzeit einmal — es ist schon längere Zeit her - von den Farben gesprochen. Sie sehen die hauptsächlichsten Farben im Regenbogen. Im Regenbogen sind hintereinander Violett, Blau, Grün, Gelb, dann Orange und dann Rot. Das sind die Farben, die im Regenbogen sind. Nun, sehen Sie, wenn man im Regenbogen diese Farben hat, dann erzeugt sie die Natur. Aber man kann diese Farben auch dadurch erzeugen, daß man ein Zimmer ganz dunkel macht, nur ein einziges Lichtlöchlein im Fenster drinnen läßt (es wird gezeichnet): Hier hat man ein Fenster, da hier ein Lichtlöchlein, da fällt das Licht herein. Jetzt stellt man hier ein Glasprisma auf, solch einen Glaskörper; da läßt man das Licht durchfallen, und da kriegt man jetzt auch die Farben drinnen, so wie man sie im Regenbogen hat. Das kann man dann auf einer Wand aufnehmen.
[ 9 ] And now I will tell you something else. I spoke to you once—it was some time ago—about colours. The chief colours are to be seen in the rainbow: violet, blue, green, yellow, then orange and then red, in order. These are the colours of the rainbow. Nature creates these colours in the rainbow, but man can also create them by admitting just a tiny shaft of light through the window of a dark room. (Sketch.) Here is a window, here a small hole where the shaft of light enters. Here you place a glass prism so that the light passes through it and in this way you can get the colours as in the rainbow. You can then project them on a wall.
[ 10 ] Nun, meine Herren, diese Farbenfolge, dieser Farbenzusammenhang, der da, wie im Regenbogen, so auch durch ein Prisma erscheint, der hat die Eigentümlichkeit, daß er eigentlich nur dann richtig erscheint, wenn man ein Gas verbrennt oder wenn man das Sonnenlicht benützt; wenn man aber andere Körper benützt, dann kriegt man nicht eine solche Farbenfolge, sondern dann kriegt man nur einzelne Farben. Zum Beispiel kann man unter gewissen Umständen rechts und links alles finster haben, nur hier in der Mitte ist eine schöne gelbe Linie. Was bedeutet diese gelbe Linie?
[ 10 ] Now this succession of colours, this spectrum which appears here in the prism, as in the rainbow, has this peculiarity: it is only properly shown when one uses a glass prism, or sunlight. When one uses other bodies, one does not get this sequence of colours but only single colours. For example, under certain circumstances it can be dark everywhere, except for a fine yellow line in the middle. How is this? If you put sodium into a flame and let it burn in the flame, then you get this yellow line, not the red line, but the yellow.
[ 11 ] Wenn man eine Flamme nimmt und gibt in diese Flamme gerade das hinein, was ich Ihnen hier aufgeschrieben habe, Natrium, und man verbrennt das in der Flamme, dann kriegt man diese gelbe Linie, nicht die rote Farbe, sondern diese gelbe. Also wenn Sie eine Flamme nehmen, das Licht durch das Loch durchleiten, ein Prisma nehmen, so kriegen Sie kein Sonnenspektrum, sondern eine gelbe Linie. Wenn Sie nur ein klein bißchen Natrium nehmen und in diesen ganzen Raum ein klein bißchen Natrium hineinbringen, dann kriegen Sie gleich diese schöne gelbe Linie! Es braucht gar nicht viel Natrium da zu sein - überall gibt es diese schöne gelbe Linie; in den allerkleinsten Mengen gibt das Natrium diese schöne gelbe Linie.
[ 11 ] Thus when you take a flame, let the light pass through a small hole and take a prism, you do not get a spectrum of the sun, but a yellow line. When you take a tiny bit of sodium and bring it into this large space (sketch) you get the fine yellow line. There need not be much sodium—everywhere there are these fine yellow lines—even the very tiniest amounts of sodium give these yellow lines.
[ 12 ] Merkwürdig ist es, daß wenn man irgendwo in den Weltenraum hinausschaut und von da aus sich nicht das Sonnenspektrum, sondern von irgendwoher in Ablenkung des Sonnenspektrums die gelbe Linie macht, so kriegt man diese gelbe Natriumlinie von fast überall her. Das ist wiederum ein Beweis dafür, daß das Natrium überall verbreitet ist im Weltenall. Wenn Sie sich nun fragen: Warum ist dieses Natrium überall verbreitet? - dann müssen Sie sich zur Antwort geben: Damit dieses kohlensaure Natrium, diese Soda entstehen kann. - Es ist überall verbreitet, damit es Menschenköpfe geben kann. Meine Herren, Eisen ist überall vorhanden im Weltenall, damit wir den freien Willen haben können; Natrium ist überall verbreitet im Weltenall, damit wir überhaupt Köpfe haben können. Wäre Natrium im Weltenall nicht vorhanden, ja, dann würden wir ganz unmöglich imstande sein, Köpfe zu haben.
[ 12 ] Sodium is widely, very widely spread in the universe. If you ask yourselves, why is sodium so widespread, then you must answer: in order that this sodium carbonate, this soda, can come into existence. It is spread everywhere in order that human heads can exist. Iron is everywhere present in the universe in order that we can have free will. Sodium is everywhere in order that we can have heads. Were sodium not present in the universe, it would be quite impossible for us to have heads.
[ 13 ] Nun, was muß alles da sein, damit wir Köpfe haben können als Menschen? Es muß Kohlensäure da sein, das ist Kohlenstoff und Sauerstoff, und es muß Natrium da sein. Natrium, habe ich Ihnen gesagt, ist überall im Weltenall vorhanden. Den Kohlenstoff haben wir nun selber. Der wird in uns fortwährend erzeugt durch die Nahrungsmittel. Er wird nur wiederum fortgeschafft, weil wir nicht ein toter Kohlenstoffmensch sein wollen, sondern ein lebender Mensch, der nur alles zerstört und wiederum erzeugt. Aber wir erzeugen überall Kohlenstoff. Also den Kohlenstoff haben wir selber, den Sauerstoff nehmen wir aus der Luft auf, das Natrium aus dem Weltenall. Die müssen da sein, damit wir Köpfe haben.
[ 13 ] Now what must be present in order that we, as human beings, can have heads? There must be carbonic acid, that is to say, carbon and oxygen; and there must be sodium. Sodium, as I have told you, is present everywhere in the universe. Carbon we have in ourselves. It is all the time being created in us from our food; only it is transformed because we do not want to be dead carbon men, but living men, who destroy substance and then re-create it. And especially we create carbon. Thus we have the carbon ourselves, we take the oxygen from the air and the sodium from the universe. These must be present, in order that we may have heads.
[ 14 ] Sie sehen jetzt, auf diese Weise könnten wir also, wenn im Weltenall nur das vorhanden wäre, was ich Ihnen jetzt gesagt habe, unsere Köpfe haben, und wir könnten einen freien Willen haben. Aber was würde uns der freie Wille helfen als Erdenmenschen, wenn wir nicht Arme und Beine hätten, so daß wir den freien Willen verwenden können? Ja, sehen Sie, dazu müssen wir die Möglichkeit der Ernährung haben! Damit wir überhaupt aufgebaut werden können aus dem Stoff der Erde, müssen wir die Möglichkeit der Ernährung haben. Die hängt davon ab, daß wir in unserem Unterleib etwas Ähnliches haben, wie wir es in unserer Atmung haben. Wir atmen Sauerstoff ein; die Kohlensäure atmen wir aus. Wenn wir diese Kohlensäure nicht ausatmen würden, dann würden die Pflanzen nicht den Kohlenstoff haben, denn der wird von der Kohlensäure der Menschen und der Tiere genommen. Also die Pflanzen bauen sich auf aus dem, was die Menschen und die Tiere ausatmen. Das ist schon so. Der Sauerstoff nimmt uns also unseren Kohlenstoff weg. Er verbindet sich mit unserem Kohlenstoff. Aber zuerst muß man doch diesen Kohlenstoff erzeugen, zuerst müssen wir ihn haben. Dazu müssen wir die Nahrung in uns aufnehmen. Der Sauerstoff, der ist furchtbar gierig auf den Kohlenstoff. Wenn wir dem Sauerstoff den Kohlenstoff nicht geben wollen, dann kriegen wir gleich Erstickungsanfälle, wenn die Kohlensäure nicht heraus kann. Wir kriegen gleich Erstickungsanfälle! Es ist also so, daß eben der Sauerstoff gierig ist. Nun, unser Magen muß aber auch die Nahrung aufnehmen. So wie der Sauerstoff den Kohlenstoff aufnimmt und Kohlensäure bildet, so muß unser Magen wirklich den Kohlenstoff gierig aufnehmen. Und unser Magen ist ein sehr gieriger Herr, dasjenige, was eigentlich begehrt nach der Nahrung.
[ 14 ] You see now that in this way, if these things were present which I have described, we could have heads and we could have our free will. But how would this free will help us as earth-men if we had not arms and legs so that we could use it? We must also be able to nourish ourselves. In order that we can be built up from the materials of the earth, we must be able to take in food. This depends on the fact that we have in our lower organs something similar to what we have in our breathing. We breathe in oxygen; we breathe out carbonic acid gas. If we did not breathe out this carbonic acid, then the plants would not have carbon, for it is taken from the carbonic acid of men and animals. Thus plants are formed by what is breathed out by men and animals. Moreover, the oxygen takes our carbon away—it combines with our carbon. But first we must produce the carbon, we must first have it. To this end we must take food. Oxygen is frightfully greedy for carbon. If we did not give up our carbon to the oxygen, we should at once get fits of suffocation when the carbon cannot get out—that is to say, when the carbonic acid cannot get out. We should suffocate at once. Oxygen is really greedy. Our stomach must also take in food. Just as the oxygen takes up carbon and carbonic acid is formed, so must our stomach greedily take in carbon. Our stomach literally craves for food.
[ 15 ] Nun könnten wir uns vorstellen: Wenn in diesem Magen auch Sauerstoff drinnen wäre, dann könnte das so gehen wie es nach außen durch den Mund und die Nase geht. Da ist drinnen der Sauerstoff; der saugt den Kohlenstoff auf. Es müßte also im Magen etwas drinnen sein, was auch zur Aufsaugung der Nahrung dient. Und das ist auch drinnen: ein ganz sauerstoffähnlicher Stoff ist im Magen, wird fortwährend aus dem Magen heraus abgesondert. Das ist das Chlor. Von der Soda habe ich Ihnen schon gesagt, daß sie zum Wäschebleichen, überhaupt zur Wäsche verwendet wird. Aber das Chlor wird auch zum Bleichen verwendet, ist ja in der Waschbläue drinnen. Das ist auch ein Stoff, der Licht in sich hat, der das Licht trägt. Das Chlor ist ganz sauerstoffähnlich.
[ 15 ] Now we might imagine that if oxygen were in our stomach, it could get out through the mouth and nose. The oxygen is there inside: it absorbs the carbon. There must thus be something in the stomach which also serves the process of the taking of nourishment. And so there is: a substance very like oxygen is in the stomach and is continuously being secreted, namely, chlorine. I have told you already that soda is used for bleaching and especially for washing. But chlorine is also used for bleaching, is in fact, contained in washing blue. It also is a material which has light in itself, which carries light. Chlorine is very similar to oxygen.
[ 16 ] Wenn man die Atmungsorgane betrachtet, so ist da der Sauerstoff der Luft, der zieht uns fortwährend den Kohlenstoff aus dem Leibe. Im Magen, da haben wir das Chlor, und das Chlor zieht sogleich, weil es gierig ist, furchtbar gierig ist, allen Wasserstoff an. Und mit dem Wasserstoff zusammen bildet das Chlor Salzsäure. Diese Salzsäure, die rieselt und rinnt in dem Inneren unseres Magens, und sie ist gierig nach der Nahrung. Wenn wir die Nahrung in den Mund hineinbringen, muß sie zuerst aufgelöst werden durch die Säure, die im Speichel ist, im Ptyalin. Das ist schon etwas, das eben salzsäureähnlich ist. Dann kommt die Nahrung in den Magen. Im Magen drinnen ist das Pepsin. Das ist der Salzsäure ähnlich, nur etwas anders, aber die Salzsäure ist auch im Magen. Nur weil die Salzsäure lebendig wird, ist dann die lebendige Salzsäure das Pepsin. Das nimmt gierig die Nahrung auf. Und wenn ein Mensch zu wenig Salzsäure hat, dann bekommt er gleich einen bitteren Geschmack im Munde. Warum? Weil die Salzsäure eigentlich alle Nahrungsmittel gierig aufnimmt und sie nach dem übrigen Körper hinschickt. Wenn also die Salzsäure nicht ordentlich wirkt, dann ist es so, daß der Mensch im Magen dasjenige liegen läßt, was er genossen hat. Dann dampft es wieder herauf in den Mund; dann hat er diesen bitteren Geschmack, wenn der Dunst heraufkommt, kriegt eine belegte Zunge und so weiter. Es ist so, daß so etwas wie die Salzsäure fortwährend in uns tätig sein muß, damit wir überhaupt unsere Glieder aufbauen können.
[ 16 ] In the breathing organs it is the oxygen of the air which continuously extracts the carbon from our bodies. In the stomach there is chlorine which, because it is greedy, frightfully greedy, similarly attracts to itself all hydrogen. And together with the hydrogen it forms hydrochloric acid. This hydrochloric acid flows about in our stomach and it is greedy for food. When we take food into our mouths it must first be dissolved by the acid in the saliva—ptyalin. This ptyalin is similar to hydrochloric acid. Then, when the food gets to the stomach, there is pepsin, which is somewhat similar to hydrochloric acid. But pepsin is hydrochloric acid which is alive. It absorbs food greedily. If a man has too little hydrochloric acid he has a bitter taste in his mouth. Why? Because hydrochloric acid takes up all foodstuffs greedily and dispatches them to all parts of the body. So when the hydrochloric acid does not work properly, the food which a man has eaten remains in the stomach. Then he has a bitter taste in the mouth when it comes up as gas, and a coated tongue. Some hydrochloric acid must always be active inside us, especially if we are to build up our limbs.
[ 17 ] Und so können wir sagen: Das Eisen würde uns nicht richtig helfen, wenn wir es nicht anwenden könnten mit dem freien Willen. Wir müssen unsere Glieder aufbauen. Damit wir unsere Glieder aufbauen können, muß sich das Chlor mit Wasserstoff zu Salzsäure bilden. Wir müssen diese Salzsäure in uns haben.
[ 17 ] And so we can say: Iron would not really help us unless we could use it in the operations of free will. We must build up our limbs. In order to do this, chlorine and hydrogen must combine to form hydrochloric acid. We must have this in us.
[ 18 ] Nun denken Sie sich: Von allem übrigen abgesehen, haben Sie in dem ganzen Körper Salzsäure; Kohlenstoff haben Sie in sich, und vieles andere. Man muß den Menschen nach und nach so betrachten: Wenn das hier der Mensch wäre (es wird gezeichnet), so wäre da überall Salzsäure. Diese Salzsäure muß sich durchdringen mit den Eisenkörperchen, die im Blute sind. Dann wird der Mensch ein solcher Mensch, der frei, kraftvoll seinen Willen entwickeln kann. Worauf kommt also furchtbar viel an beim Menschen? Furchtbar viel kommt darauf an, daß der Mensch richtig das Eisen in sich mit dem verbinden kann, was von der Salzsäure, vom Chlor kommt. Das muß fortwährend im Menschen vor sich gehen, daß sich dasjenige, was aus dem Chlor in ihm kommt, richtig mit dem Eisen verbindet. Nun kann es geschehen, daß namentlich weibliche Körper gerade in der Jugend, wenn sie reif werden, so viel Kraft aufs Reifwerden verwenden müssen, daß sie keine Kraft mehr übrig haben, richtig das, was aus dem Chlor entsteht, mit dem Eisen zu verbinden. Dann haben sie auf der einen Seite Eisen; das beschwert sie und kann sich nicht mit dem verbinden, was auf der anderen Seite aus dem Chlor kommt, weil die Kraft nicht dazu da ist. Da nützt es nichts, wenn man solchen jungen Mädchen, die das Chlor nicht mit dem Eisen verbinden können, bloß einfach Eisen gibt; denn sie können ganz genügend Eisen in sich haben. Es besteht die Bleichsucht, welche die jungen Mädchen kriegen, nicht darinnen, daß sie zuwenig Eisen haben, sondern daß sie das Eisen nicht herüberschieben können zum Chlor. So daß man also diese Kraft in ihnen entwickeln muß, welche das Eisen zum Chlor herüberbringt.
[ 18 ] Now consider: Apart from all else, you have everywhere in your bodies hydrochloric acid, and carbon, and much else. You must look at man like this. If this is a man (sketch), there is hydrochloric acid everywhere. This must take up tiny particles of iron from the blood. Then a man can develop a free and powerful will. So much depends upon how a man combines the iron in himself with what comes from the hydrochloric acid, from the chlorine. This process must always take place in the right way. Now it can happen that young girls at puberty have to expend so much energy that they have not enough left to combine the hydrochloric acid with the iron. Then, on the one hand, there is iron which makes them heavy and cannot combine with what comes from the chlorine because there is not enough energy to make this possible. It is useless simply to give iron to such a girl; for very likely she has enough iron already. She has anaemia, which young girls get, not because they have too little iron, but because the iron cannot combine with the chlorine. So you see this power to combine the iron with the chlorine must be developed in us.
[ 19 ] Nun, meine Herren, sehen Sie, wenn Sie auf das Eisen schauen, dann zeigt sich, wenn wir hinausblicken ins Weltenall, daß das Eisen zusammenhängt mit dem Mars. Der Mars ist eigentlich der Schöpfer des Eisens in unserem Planetensystem. Das kann man durch die Beziehungen des Menschen zum Mars feststellen. Ich habe ja über solche Dinge auch schon hier gesprochen, werde es auch noch künftig tun. Also das Eisen steht mit dem Mars im Zusammenhang.
[ 19 ] Now think of iron and then look out into the cosmos. Iron is connected with Mars. Mars is really the creator of iron in our planetary system. Man is related to Mars and the forces of Mars in many ways. I have already spoken about these things and shall do so again. Iron is connected with Mars.
[ 20 ] Wenn wir prüfen: Was hat auf den Menschen einen starken Einfluß, wenn er nicht ordentlich seine Salzsäure erzeugt, wenn sein Magen nicht ordentlich wirtschaftet? - dann sehen wir: Es ist der Merkur, der Stern Merkur, der mit dem Chlor zusammenhängt. So daß wir bei einem jungen Mädchen, das bleichsüchtig ist, sagen können: Da stimmen nicht richtig zusammen der Merkureinfluß, der auf den Magen und seine Fortsetzungen wirken soll, und der Marseinfluß. - Sie sehen also, schauen wir hinauf zum Mars, so können wir sagen: Der erzeugt in uns diejenigen Einflüsse, die es möglich machen, daß wir das Eisen verwenden. - Der Mars muß da sein, damit wir die Kraft haben, das Eisen zu verwenden. Das Eisen muß da sein, damit wir diese Kraft auf den freien Willen anwenden können. Der Mars liefert uns die Kraft des Eisens; die Meteore liefern uns, weil sie das Eisen fortwährend an die Luft abgeben, die Substanz des Eisens. Wir können also sagen: Der Mars ist derjenige Körper im Weltenall, der uns veranlaßt, daß wir das Eisen in der richtigen Weise gebrauchen, das uns die Meteore und die Kometen hereintragen, wenn sie unregelmäßig erscheinen.
[ 20 ] When we ask: What is it that has a great influence on a man when he does not properly produce his hydrochloric acid, when his stomach does not function properly, we find that it is Mercury, the planet Mercury, which is connected with chlorine. So that in the case of a young girl who is anaemic, we can say: the Mercury forces (which should work on the stomach and its appendages) and the Mars forces are not working well together. Mars creates in us those forces which make it possible for us to have iron. Mars must be there in order that we may have the power to use iron. And iron must be there in order that we may have the power to exercise free will. Mars gives us the power of the iron; meteors, since they are all the time giving up iron to the air, supply the substance of iron. Mars is that body in the cosmos which enables us to use in the proper way that iron which the meteors and comets bring to us in an irregular manner.
[ 21 ] Wenn wir sprechen, so sprechen wir durch die Kraft des Mars, verbunden mit den Kometen und Meteoren. Das ist menschliche Sprache. Nicht wahr, man ist gewöhnt, so hinzustieren auf die menschliche Sprache und in ihr nichts Besonderes zu sehen. Aber die Leute, welche heute nachdenken, die können eben eigentlich nicht nachdenken, können unmöglich nachdenken, weil sie ihren Sinn auf etwas ganz anderes wenden als auf dasjenige, was Wirklichkeit ist. Sie können das an Kleinigkeiten sehen. Wir haben hier neulich eine Feuerprobe gemacht. Beidermacht man natürlich alles, was man macht, wenn ein wirkliches Feuer ist. Das Katholische Sonntagsblatt hat berichtet, daß hier ein wirkliches Feuer war und daß das Feuer nur bald gelöscht worden ist! Sie sehen, meine Herren, die Leute wissen über dasjenige, was es gar nicht gibt, nachzudenken; aber über dasjenige, was es gibt, denken sie nicht nach! Das ist eben gerade das, was die Leute heute so auszeichnet: sie denken über alles dasjenige nach, was es nicht gibt, aber sie haben gar keinen Sinn dafür, nachzudenken über das, was es gibt. Derjenige, der fortwährend nachdenkt über das, was es nicht gibt, der verliert allen Sinn für die Wirklichkeit. Und das ist bei den heutigen Menschen so sehr der Fall. Nicht wahr, wer ein so verkrüppeltes Denken hat - denn das ist ja ein verkrüppeltes Denken, wenn man fortwährend lügt -, der verliert allen Sinn für die Wirklichkeit.
[ 21 ] It is actually the force of Mars together with that of the comets and meteors which enables us to speak. ... People just take human speech casually, and see nothing special in it. They do not really think, indeed they cannot really think, because they turn their attention to something which is not reality. Quite trivial matters are evidence of this. Just recently we have had a fire alarm test here. Naturally in such tests everything is done as it would be in the case of an actual fire. The Catholic Sunday paper announced that there had been a real fire here which was soon extinguished. You see, people are willing to think about something that didn't happen but not about something that did! That is just what is peculiar to-day: people think about all kinds of things that have never happened and have no inclination to think about what did. But a man who is always thinking about things which haven't happened loses all sense of reality. And that is so general nowadays. It is crippled thinking ... after all, when people continuously lie what is it but crippled thinking!
[ 22 ] Also der Marseinfluß und der Kometeneinfluß erzeugen in dem Menschen den freien Willen und daß wir unsere Glieder mit freiem Willen gebrauchen können. Das muß aber in dem Menschen in der richtigen Weise mit dem Merkur zusammenwirken. Der Merkur ist es, der in unserem Magen die richtige Salzsäurezusammensetzung erzeugt. Geradeso wie wir im Kopfe die Soda brauchen, so brauchen wir im Magen das, was von der Salzsäure kommt. Das ist sehr schön, meine Herren, denn dem Kopfe übergibt die Soda das Licht und auch dem Embryo, dem Menschenkeim, der ja hauptsächlich zum Kopfe wird. Wenn der Mensch ausreift, dann übernimmt das, was mit seinem Magen zusammenhängt, die Salzsäure. Und wenn sich die Salzsäure mit dem Natrium verbindet, das überall ist, dann entsteht unser gewöhnliches Kochsalz. Im Kopfe brauchen wir Soda, mit der wir auch bleichen. Im Magen brauchen wir Kochsalz. Das wird nicht nur mit den Speisen zusammen eingenommen, sondern wird fortwährend erzeugt, damit da unten auch das Licht hinkommen kann; denn sowohl die Soda wie das Kochsalz sind Träger des Lichtes, lassen es durch.
[ 22 ] Thus free will in man is produced by the Mars force and comet force. This, however, must work properly with the Mercury force within him. It is Mercury which causes in our stomach the right hydrochloric acid combination. Just as we make use of soda in our heads, so in our stomachs we use what comes from hydrochloric acid. Soda gives light to the head, and also to the embryo which is, for the most part, head. When the human being reaches puberty, the hydrochloric acid is taken over by those parts which are connected with the stomach. And if the hydrochloric acid combines with the soda which is everywhere present, we get ordinary salt. In our heads we need soda, with which we also bleach. In our stomachs we need ordinary salt. This is not only taken in with the food but is always being created, so that down there in the body too there may be light. For both soda and salt are carriers of light, are transparent to it.
[ 23 ] Nun, meine Herren, wir salzen uns nicht umsonst unsere Speisen. Wir salzen uns unsere Speisen, weil wir eigentlich immer ein bißchen zuwenig eigenes Salz absondern. Dadurch halten wir unseren Zusammenhang mit der Natur aufrecht. Wir sehen also: Der Marseinfluß muß richtig mit dem Merkureinfluß zusammenstimmen. Dann wird unser Wille richtig auf das auftreffen in unseren Gliedern, was eben in unseren Gliedern an Eisen notwendig ist und an sonstigem, damit wir unsere Glieder mit einem tüchtigen, freien Willen gebrauchen können.
[ 23 ] Now it is not without purpose that we add salt to our food. We salt our food in order to adjust ourselves properly to nature because we always secrete rather too little of our own salt. Thus the Mars force and the Mercury force must work together properly; if this happens, the iron that is necessary in our limbs will be at the disposal of our will, and we shall be able to use them with healthy, free will.
[ 24 ] Nun können Sie schon zum Beispiel bei bleichsüchtigen Mädchen sehen: Da kommt eben das nicht richtig zusammen, was aus dem Magen kommt, mit der Salzsäure zusammenhängt, und was als Eisen da kommt. Das kann nicht richtig zusammenkommen. Nun muß man natürlich untersuchen, ob nicht vielleicht in einem besonderen Fall es so ist, daß zuwenig Eisen da ist. Gewiß, das kann auch sein, kann auch die Ursache der Bleichsucht sein. Die Ursache der Bleichsucht kann aber auch sein, daß zuwenig Chlor da ist. Aber in den meisten Fällen ist das nicht so, sondern in den meisten Fällen ist es so, daß die beiden einfach nicht zusammenkommen können. Der Mars und der Merkur im Menschen können nicht zusammenkommen. Das ist meistens die Ursache der Bleichsucht.
[ 24 ] You can see in the case of an anaemic girl, for example, that what comes from the stomach and depends on hydrochloric acid does not properly combine with the iron. Now we must investigate, and perhaps it will be found that the fault lies with iron—perhaps there is too little iron (which may well be the case in anaemia); or perhaps there is too little chlorine (which may also be the case). Then we must try to remedy this. But the trouble in most cases is that the two do not combine: Mars and Mercury in the human being do not combine. That is usually the cause of anaemia.
[ 25 ] Das ist eben in der heutigen Medizin zum Beispiel der Fall: Die Leute wollen überall einerlei Ursache haben; aber Krankheiten können nach außen ganz gleich ausschauen und können nach innen ganz verschieden sein! Hat also ein junges Mädchen die Bleichsucht, so muß man nicht nur fragen: Hat sie zuwenig Eisen, zuwenig Chlor? - sondern man muß sich auch fragen: Oder passen die beiden nur nicht zusammen? - Wenn das junge Mädchen zuwenig Eisen hat, dann muß man sehen, daß man Eisen in der richtigen Weise in sie hineinbringt. Ja, aber das ist gar nicht so leicht! Denn wenn Sie das Eisen in den Magen hineinbringen, wie es meistens geschieht, dann muß erst das Chlor die Neigung haben, die Neigung zum Annehmen des Eisens im Magen, sonst bleibt das Eisen im Magen liegen, geht durch die Gedärme ab und kommt gar nicht in den Menschen hinein. Also müssen wir erst den Weg suchen, um den Merkureinfluß, den Chloreinfluß überhaupt in den Menschen hineinzubringen.
[ 25 ] In modern medicine people always want to find a single cause of disease ... but diseases may look identical outwardly and inwardly be quite different! If a girl has anaemia we must not only ask: has she too little iron? too little chlorine? ... but we must also ask: or do they not combine properly? If the girl has too little iron, we must see to it that she is given iron in the appropriate form. Well and good, but that is not so easy as it seems. For if, as usually happens, iron is introduced into the stomach, the chlorine must have the inclination to combine with this iron, otherwise the iron is left in the stomach, passes away through the bowels and does not get into the organism. Thus a way must first be found of bringing the Mercury force, the chlorine force, into the human being.
[ 26 ] Und da ist es von großer Wichtigkeit, daß man das Eisen nicht einfach als Eisen gibt, sondern daß man sich sagt: Ich muß das Eisen so in den Magen hineinbringen, daß das Eisen vom Chlor im Magen irgendwie angenommen wird. -— Dazu aber muß man eine Medizin bereiten, zum Beispiel aus Spinat. Der Spinat hat Eisen. Man kann auch eine Medizin aus anderen Stoffen machen, sagen wir zum Beispiel aus Anissamen und so weiter; aber hauptsächlich ist es notwendig, daß man dann den Spinat nicht so verwendet, wie er da ist — der kann zwar auch dienen, wenn man ihn einfach essen läßt -, sondern daß man eine Medizin macht aus dem Eisen, das im Spinat enthalten ist. Dann ist darin, wie das Eisen im Spinat verteilt ist, die Kraft, daß sie das Eisen nun auch bis zum Blut heraufbringen kann. Also in einem solchen Falle, wenn man entdeckt, daß zuwenig Eisen da ist, muß man versuchen, auf diese Weise das Eisen in das Blut hineinzubringen.
[ 26 ] And so it is of great importance not simply to give the iron as iron, but to introduce the iron into the stomach in such a form that it may somehow be taken up by the chlorine. But for that purpose a special medicine must be prepared, for example from spinach. Spinach contains iron. One can also make a medicine from other things, for example from aniseed and so on; but especially from spinach—not as ordinary spinach though it may also help if eaten just as it is. ... A medicine must be prepared from the iron in spinach, for it is then in a form in which it can be properly taken up by the blood. So, in a case where one finds that there is too little iron, one must try in this way to introduce more.
[ 27 ] Aber die Bleichsucht kann auch darauf beruhen, daß zuwenig Fett im Magen liegt, um Chlor zu erzeugen. Ja, irgendein Naturforscher hat bemerkt, daß bei der Bleichsucht zuwenig Chlor erzeugt wird; deshalb hat man dann der Bleichsucht auch den Namen Chlorose gegeben. Aber die Zusammenhänge wissen die Leute nicht. Da muß man dann aber nicht versuchen, einfach Salzsäure in den Magen hineinzubringen, denn diese kann vielleicht ganz genügend da sein, namentlich wenn man sie von außen hineinbringt. Es handelt sich darum, daß das Chlor vom Magen selber erzeugt wird, daß der Magen die Kraft hat, Chlor zu erzeugen. Das eigene Chlor braucht der Mensch, nicht das von außen hineingetragene! Und dazu ist es notwendig, daß man etwas in den Magen hineinbringt, was man in bestimmter Bearbeitung aus Kupfer bereitet. Dann macht man den Magen wieder geneigter, Chlor zu bilden. Sie sehen also, man muß überall in die Dinge hineinschauen. Aber meistens ist es bei der Bleichsucht nicht die Eisenarmut, nicht die Chlorarmut, sondern daß beide nicht zusammenkommen können. Mars und Merkur können im Menschen nicht zusammenkommen.
[ 27 ] But the disease may also be due to the fact that there is too little fat in the stomach to create hydrochloric acid. A certain scientist has discovered that in anaemia too little chlorine is created and so the disease has also been given the name of Chlorosis. But the real connection is not understood. One must not just try to introduce hydrochloric acid into the stomach for perhaps there is already enough of this, especially if it is brought in from outside. But what is important is that the chlorine should be produced in the stomach itself, that the stomach should have the capacity to produce chlorine. Man needs his own chlorine, not that which is introduced from outside. And for this it is necessary to introduce into the stomach something prepared in a special way from copper. This will make the stomach more capable of creating chlorine. ... So you see, things must be looked at from all sides. Usually in anaemia it is not the iron which is lacking, or the chlorine, but the trouble is due to the fact that the two cannot combine. Mars and Mercury in man cannot come together.


[ 28 ] Ja, sehen Sie, meine Herren, im Weltenall, da steht zwischen Merkur und Mars die Sonne (siehe Zeichnung). Geradeso wie der Mars mit dem Eisen verwandt ist, ist der Merkur entweder mit dem Quecksilber oder Kupfer verwandt. Braucht man also bei der Armut an Chlor den Merkureinfluß, bei der Armut an Eisen den Marseinfluß, so handelt es sich, wenn die beiden nicht zusammenkommen können, dann darum, die Sonnenkraft, die dazwischen liegt, stärker zu machen im Menschen. Denn das, was Chlor und Eisen zusammenbringt, das ist die Sonnenkraft im Menschen. Und die kann man anfachen, wenn man dem Menschen in ganz kleinen Mengen Gold beibringt. Wenn man dann versucht, zu kurieren mit Gold - natürlich wieder in ganz bestimmter Zubereitung, sonst bleibt es wieder im Magen liegen -, kann man Mars und Merkur wieder zusammenbringen.
[ 28 ] In the cosmos, between Mercury and Mars, stands the Sun (diagram). Just as Mars is connected with iron, so is Mercury connected with quicksilver or with copper. If when there is a lack of chlorine one needs the Mars forces, and when there is a lack of copper the Mercury forces, so when the two cannot come together one needs to strengthen the working of the Sun forces which lie between them. For it is the Sun force in man which brings chlorine and iron together. And this Sun force can be stimulated by giving gold in tiny quantities. When one tries to cure with gold—naturally in specially prepared forms because otherwise it lies in the stomach and is not absorbed—one can bring Mars and Mercury together again.
[ 29 ] Also Sie sehen, bei derlei Kranken können dreierlei Heilmittel in Betracht kommen. Das gibt es nicht, daß man einfach nach den Krankheitsnamen heilen kann, sondern es muß entweder ein Präparat aus Kupfer oder ein Präparat aus Eisen, das aus der Pflanze gewonnen werden muß, aus Spinat zum Beispiel, verwendet werden. Oder es kann das Gold notwendig sein — aber in entsprechender Zubereitung -, damit die beiden zusammenkommen. Es ist nämlich so: Wenn man nur dasjenige kennt, was sich hier auf der Erde abspielt im Menschen, dann kann man gar nichts wissen vom Menschen; dann kommt man dazu, das, was gleich aussieht, auch gleich zu benennen. Aber das wäre gerade so, wie wenn einer ein Rasiermesser zum Fleischschneiden verwenden wollte, weil es ein Messer ist. Bleichsucht ist eben nicht immer dasselbe. Man müßte sagen: Es gibt eine eisenarme Bleichsucht, es gibt eine chlorarme Bleichsucht und es gibt eine Bleichsucht, wo die beiden nicht zusammenstimmen, ebenso wie man sagen muß, es gibt Rasiermesser, Tischmesser und Federmesser. — Aber die Menschen, nicht wahr, die sind schon so, daß sie alles immer zusammenwerfen. Geradeso wie einer, der sagt: Ach was, was auf den Tisch kommt, sind Zutaten zu dem, was man ißt — und da salzt er sich seinen Kaffee, da Salz eine Zutat ist und Zucker eine Zutat ist. So sind die Leute, wenn sie in die Welt hinausschreien: Bleichsucht ist Bleichsucht. Das ist aber ebenso Unsinn wie: Zutat ist Zutat. Denn wenn man eine Bleichsucht, die auf Disharmonie beruht, kuriert auf Eisen, so tut man dasselbe, wie wenn man sich den Kaffee salzt.
[ 29 ] So you see, in illnesses of this character three kinds of medicine come into consideration. One cannot cure the disease merely from its name, but one must give a preparation of copper or of iron taken from a plant, from spinach for example. Or gold—in the appropriate form—may be necessary to bring them together. It amounts to this—when one only knows what happens here on the earth, one can know nothing essential about man ... and things that outwardly appear to be identical are called by identical names. But that is just as if we wanted to use a razor for cutting meat, simply because it is a knife. ... Anaemia's are not always the same. One form is due to poverty of iron, another to poverty of chlorine; and a third form is due to the fact that they do not harmonize properly ... there are different kinds of anaemia, just as there are different kinds of knives—razors, table-knives, pen-knives. But people always tend to mix everything up. A man may say of the condiments on the table that they are all additions to food, and so he salts his coffee, since salt is a condiment and so is sugar! This is on a par with the people who proclaim to the world: anaemia is anaemia. It is just as nonsensical as saying: condiment is condiment. For when one tries to cure an anaemia that is due to disharmony by means of iron, one does the same as when one salts coffee.
[ 30 ] Sehen Sie, meine Herren, da kommen Sie eben darauf, wie tatsächlich überall das gesucht werden muß, was nicht so naheliegt wie die Nase. Es ist ja tatsächlich so: Unsere Wissenschaft ist bis auf die Nasenlänge schon gekommen; denn wenn man ins Mikroskop schaut, dann stößt die Nase immer bis ans Mikroskop. Im Leben ist es nicht so einfach. Da kommt man mit der Nase lange nicht vorwärts. Da sagt man: Der sieht nicht weiter, als seine Nase geht. - Diejenigen, die heute im Mikroskop untersuchen, die sehen auch nicht weiter, als die Nase geht! Aber man muß bis zum Mars hinaufschauen, wenn man dasjenige sehen will, was im gewöhnlichen Eisen Bedeutung hat. Warum? Man kann ganz genau die Zusammenhänge eben dann nur finden, wenn man in dieser Weise überall ins Weltenall hinausgeht. Es ist keine Erdichtung, wenn man vom Mars spricht und sagt, daß er diese oder jene Fähigkeit hat. Es ist nicht so, daß man einfach irgendein dumpfes, unbestimmtes Hellsehen entwickelt, das bis auf den Mars hinaufschaut, sondern man muß vieles kennenlernen, man muß den Marseinfluß im Menschen kennenlernen; dann kann man natürlich vom Mars sprechen, sonst nicht. Und ebenso ist es eben durchaus mit den anderen Planeten. Und wir können zum Beispiel sagen: Wir werden immer finden, daß wenn einem Menschen namentlich innerlich etwas fehlt, wie es bei der Bleichsucht der Fall ist- wenn also das Eisen nicht erfaßt werden kann -, dann hängt das mit dem zusammen, daß der Merkur auf den Menschen nicht richtig wirkt. Wenn dem Menschen etwas äußerlich fehlt, dann hängt das damit zusammen, daß der Mars nicht richtig auf den Menschen wirkt.
[ 30 ] You see, it is a matter of looking for something which is not just at the end of one's nose. It can be said with truth that our science has progressed a nose's length, for when one looks in a microscope, one always knocks one's nose! In life it is not so simple. It is said of a man who does not see something that he sees no farther than his nose. (Those people to-day who are always looking through microscopes, they also see no farther than their noses). ... But one must look up to Mars if one wants to see what is important in ordinary iron. Why? The connections can only be discovered by looking out into the cosmos. It is not poetical fiction to say that Mars has this or that power. It is not that one develops a sort of dim, vague clairvoyance which looks up to Mars, but one must get to know many things: one must learn to understand the Mars force in man and then one can really speak of Mars; otherwise not. And so it is with the other planets. We can for example say: it will always be found that when something is inwardly lacking in a human being—as in the case of anaemia when the iron cannot be assimilated—this is connected with an irregular working of Mercury in the organism. If something is outwardly lacking, this is connected with an irregular working of Mars.
[ 31 ] Nun, meine Herren, sehen Sie, es gibt junge Mädchen, die bekommen, wenn sie reif werden, die Bleichsucht. Das deutet darauf hin, daß innerlich etwas nicht in Ordnung ist. Da ist der Merkureinfluß zu schwach; wir müssen ihn durch den Goldeinfluß stärker wirksam machen. Es gibt aber Knaben - Sie wissen, bei Knaben geschieht das Reifwerden nicht dadurch, daß etwas Innerliches geschieht; während bei Mädchen in innerlicher Weise die Periode eintritt, geht es bei den Knaben nach außen: der Stimmwechsel tritt ein, die Mutierung der Stimme -, bei denen tritt sehr häufig etwas anderes ein: die können gerade da etwas Heiseres in ihre Stimme aufnehmen. Das ist bei den Knaben das Entsprechende der Bleichsucht wie bei den Mädchen - Knaben können auch bleichsüchtig werden; dann ist etwas innerlich nicht in Ordnung -, aber was bei dem Knaben dasselbe bedeutet, das ist, daß der Stimmwechsel nicht ordentlich auftritt, besonders in eine gewisse Heiserkeit hineinkommt, wie es bei sehr vielen Menschen der Fall ist. Dann ist nicht der Merkureinfluß der eigentliche Attentäter, sondern der Marseinfluß. Wenn man aber noch immer sich sagt — da ja der Mars nicht nur das Eisen gibt, das Eisen geben auch die Meteore -: Man muß den Marseinfluß verstärken — da kann es auch sein, daß man mit dem Gold, mit dem Aurum diesen Marseinfluß verstärken kann. Sie sehen, das Reifwerden in der Jugend äußert sich auf ganz verschiedene Weise: Bei den Mädchen, daß sie mehr unter dem Merkureinfluß stehen, bei den Knaben, daß sie mehr unter dem Marseinfluß stehen, zur Heiserkeit neigen oder, wenn sie nicht immer heiser sind, wenigstens in jedem Winter heiser werden.
[ 31 ] There are, for example, girls who suffer from anaemia at puberty—this means that something is inwardly not as it should be. The Mercury force is too weak and we must strengthen it by means of the gold forces. There are also boys—you know, with boys at puberty something happens outwardly, namely the change of voice; sometimes a hoarseness appears; while with girls something happens inwardly—the periods commence. This hoarseness corresponds to the anaemia of girls—boys of course may suffer from it too and in that case there is also something wrong inwardly. But when the change in the voice does not take place properly and a certain hoarseness appears, as is often the case, then the real culprit is not the Mercury force, but the Mars force. Although iron comes not only from Mars but from the meteors, one must in any case strengthen the Mars forces—and this may be possible with gold. You see, the onset of puberty expresses itself in quite different ways: with girls, in that they come more under the Mercury forces; with boys, in that they come more under the Mars forces and are inclined to get hoarse; or if they are not always hoarse they become so every winter.
[ 32 ] Diese Dinge müssen heute durch die Geisteswissenschaft erforscht werden. Die andere Wissenschaft hat überhaupt gar keinen Begriff von diesen Dingen. Nun, meine Herren, Sie sehen, es handelt sich also darum, daß man dasjenige, was in der Pflanze schon die richtige Verteilung von Eisen gibt, in der richtigen Weise in den Magen hineinbringt, wenn Bleichsucht auf der Eisenarmut beruht und dergleichen. Sie sehen, die menschliche Natur lernt man nur richtig kennen, wenn man sie auf die ganze Sternenwelt bezieht. Da kommt man eigentlich nicht zu Ende, sondern da muß man durchaus sich klar sein darüber, daß alles, was man am Himmel als Sterne sieht, den entsprechenden Einfluß auf den Menschen hat. Also das ist von großer Wichtigkeit.
[ 32 ] These things must be investigated by Spiritual Science to-day. The other sciences have no idea at all of these things. When anaemia is caused by a poverty of iron, for example, it is a matter of introducing into the stomach in the appropriate way that which, in the plant, brings about the right divisibility of iron. We only really get to know the nature of man when we relate it to the whole of the cosmos. This is infinite, but we must realise that all the stars of heaven have their particular influence on man. This is of the utmost importance.
[ 33 ] Das Nächste wollen wir dann am nächsten Mittwoch weiter behandeln. Vielleicht fällt Ihnen da wieder etwas ein, was Sie gerade im Anschluß an diese Sache wissen möchten. Da können Sie dann auch die Frage stellen: Wie soll die Volksernährung zur Volksgesundung stehen? - Vielleicht daß Sie das eine oder andere bemerken über ausbrechende Volkskrankheiten und so weiter. Darüber können wir dann noch reden. Also denken Sie darüber nach! Vielleicht können Sie bis zum nächsten Mittwoch etwas finden, was Sie gerade im Anschluß an die Frage über die Ernährung werden wissen wollen.
[ 33 ] We will deal with other matters next time. Perhaps something will occur to you in connection with these things. You might also ask yourselves: How is the people's food related to their health? Something may have occurred to you in connection with prevalent epidemics, and so forth. We might speak about this. Think it over and perhaps by next time you will have found something you would like to hear about in connection with nutrition.
