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A Spiritual Scientific View
of Nature and Man
GA 352

23 January 1924, Dornach

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A Spiritual Scientific View of Nature and Man, tr. SOL
  1. Natur und Mensch in geisteswissenschaftlicher Betrachtung

3. Von der Ernährung

3. About Nutrition

[ 1 ] Ich möchte noch gern zu dem, was ich Ihnen am letzten Samstag gesagt habe, einiges hinzufügen, und die beiden Fragen, die mir für heute gegeben wurden, kann ich das nächste Mal noch beantworten. Wir haben von den Giften und ihren Wirkungen an dem Menschen gesprochen, und wir haben gerade an den Giften gesehen, daß man, wenn man wirkliche Wissenschaft versteht, zu dem Übersinnlichen, zu den geistigen Wesensgliedern des Menschen aufsteigen muß.

[ 1 ] I would still like to add a few things to what I told you last Saturday, and I can answer the two questions that were given to me for today next time. We have spoken about poisons and their effects on human beings, and we have seen precisely in the case of poisons that, if one is to understand true science, one must ascend to the supersensible, to the spiritual constituents of the human being.

[ 2 ] Nun möchte ich heute zu der Besprechung dessen, was ja so starke Giftwirkungen hervorbringt, damit Sie ein vollständiges Bild haben, noch dasjenige hinzufügen, was der mehr oder weniger gesunde Körper bei der Ernährung aufbringt. Ich habe zwar öfter über die Ernährung gesprochen, aber wir wollen wiederum mit Bezug auf die Ernährung einiges sprechen und dabei auf das Rücksicht nehmen, was wir das letzte Mal vorgebracht haben.

[ 2 ] Today, as part of our discussion of what causes such strong toxic effects—so that you have a complete picture—I would like to add what a more or less healthy body produces during the digestive process. Although I have spoken about nutrition on several occasions, let us once again discuss a few points related to nutrition, taking into account what we covered last time.

[ 3 ] Bei der Ernährung nimmt der Mensch hauptsächlich drei bis vier Arten von Nahrungsmitteln auf. Das erste Nahrungsmittel ist das Eiweiß, das Sie am besten dadurch kennenlernen, daß Sie ein Hühnerei betrachten. Das Eiweiß erzeugt sowohl die Pflanze wie auch der tierische und der menschliche Körper. Der menschliche sowie auch der tierische Körper brauchen nicht nur die Kräfte, die sie in sich haben, um Eiweiß zu erzeugen, denn jeder lebende Körper erzeugt eben Eiweiß, sondern sie brauchen auch das Eiweiß, das durch die Pflanze ganz selbständig bereitet wird. Der menschliche Körper nimmt ja auch das tierische Eiweiß auf. In bezug auf dieses Eiweiß hat ja gerade die Wissenschaft in der allerneuesten Zeit im Grunde eine große Blamage durchgemacht; denn es ist noch vor zwanzig Jahren überall gelehrt worden, daß der Mensch im Tage mindestens 120 Gramm Eiweiß in sich aufnehmen müsse, damit er gesund bleibe. Und so hat man die ganze Ernährung so eingerichtet, daß man diejenigen Speisen vorgeschrieben hat, die man essen soll, um die nötige Menge Eiweiß in den Körper zu bekommen. Man hat also geglaubt, 120 Gramm seien nötig.

[ 3 ] In terms of nutrition, humans primarily consume three to four types of food. The first is protein, which you can best understand by looking at a chicken egg. Protein is produced by plants as well as by animal and human bodies. Human and animal bodies do not rely solely on their own internal resources to produce protein—since every living body produces protein—but they also require the protein that plants produce entirely on their own. The human body also absorbs animal protein. With regard to this protein, science has, in fact, suffered a major embarrassment in very recent times; for as recently as twenty years ago, it was universally taught that a person must consume at least 120 grams of protein per day to remain healthy. Consequently, the entire diet was structured around prescribing specific foods that people were supposed to eat in order to obtain the necessary amount of protein. It was therefore believed that 120 grams were necessary.

[ 4 ] Heute ist ja die Wissenschaft von dieser Ansicht gänzlich zurückgekommen. Sie weiß heute, daß wenn der Mensch so viel Eiweiß ißt, er da nicht nur seinem Gesundsein nicht dient, sondern direkt seinem Kranksein dient, weil der größte Teil Eiweiß im menschlichen Darmorganismus fault. So daß also der menschliche Organismus dadurch, daß er im Tag 120 Gramm Eiweiß verzehrt, fortwährend etwas wie faulende Eier im Darm hat, die den Darminhalt furchtbar verunreinigen und die Gifte ausschwitzen, die dann in den Organismus, in den Körper übergehen und nicht nur das im Körper leicht erzeugen, was dann im späteren Alter zur sogenannten Arterienverkalkung führt — die meiste Arterienverkalkung kommt nämlich von zuviel genossenem Eiweiß -, sondern was auch den Menschen außerordentlich leicht ansteckbar macht für alle möglichen ansteckenden Krankheiten. Der Mensch ist um so weniger der Ansteckungsgefahr für Krankheiten ausgesetzt — natürlich, die nötige Menge muß er haben -, je weniger er Überfluß an Eiweiß zu sich nimmt. Wer viel Eiweiß zu sich nimmt, bekommt leichter die ansteckenden Krankheiten, Diphtherie, Blattern, Pocken, als ein Mensch, der nicht so viel Eiweiß zu sich nimmt,

[ 4 ] Today, science has completely abandoned this view. It now knows that when a person eats so much protein, it not only fails to promote good health but actually contributes directly to illness, because most of the protein ferments in the human intestinal tract. Thus, by consuming 120 grams of protein a day, the human body constantly has something like rotting eggs in the intestines, which terribly contaminate the intestinal contents and release toxins that then enter the body—not only easily causing what later in life leads to so-called arteriosclerosis —since most arteriosclerosis stems from consuming too much protein—but also makes people extraordinarily susceptible to all kinds of infectious diseases. The less excess protein a person consumes—while, of course, still obtaining the necessary amount—the less they are exposed to the risk of infection. Those who consume a lot of protein are more susceptible to infectious diseases such as diphtheria, smallpox, and chickenpox than those who do not consume as much protein,

[ 5 ] Es ist ja sehr eigentümlich, daß man heute von seiten der Wissenschaft lehrt, nicht 120 Gramm Eiweiß seien nötig, sondern nur 20 bis 50 Gramm. Das ist diejenige Ration, sagt man, die der Mensch eigentlich täglich nötig habe. So schnell hat sich die Wissenschaft in bezug auf ihre Ansichten in zwei Jahrzehnten geändert. Sie sehen also, wieviel eigentlich darauf zu geben ist, wenn irgend etwas sozusagen wissenschaftlich festgestellt ist. Denn passiert es Ihnen zufällig, daß Sie sich über diesen Gegenstand unterrichten sollen, und Sie nehmen ein Konversationslexikon in die Hand, das zwanzig Jahre alt ist, dann lesen Sie in dem betreffenden Kapitel, Sie müßten 120 Gramm Eiweiß haben; bekommen Sie eine spätere Auflage in die Hand, dann lesen Sie: 20 bis 50 Gramm, und wenn Sie mehr hätten, würden Sie überhaupt krank davon. Sie sehen also, wie es im Grunde genommen mit den wissenschaftlichen Wahrheiten eigentlich steht. Man wird unterrichtet darüber, was man für wahr oder falsch anzusehen hat, je nachdem, welche Auflage des Konversationslexikons man in die Hand bekommt. All das weist eben darauf hin, daß man sich über solche Dinge, die ins Geistige hineingehen, überhaupt nicht auf diese Weise klarwerden kann. Und das ist natürlich ein Anlaß dazu, wenn man sich die Sache wirklich überlegt, daß man gerade ins Geistige hineingehen muß, wenn man verstehen will, was geschieht, wenn der Mensch Eiweiß zu sich nimmt. Aber es ist dasjenige Nahrungsmittel, welches unbedingt noch in den Därmen, im Unterleibe verarbeitet werden muß, und der Unterleib selbst muß die Kraft haben, dieses Eiweiß zu verarbeiten. Sie wissen ja, das Eiweiß ist, namentlich was das frische Eiweiß anbelangt, halbflüssig. Alles Eiweiß ist halbflüssig. Zu allem Halbflüssigen hat der menschliche Ätherleib seinen Zugang. Der menschliche Ätherleib kann nichts machen mit demjenigen, was fest ist, sondern nur mit dem, was flüssig ist. So daß also der Mensch alle Nahrung, die er zu sich nimmt, im flüssigen Zustand nehmen muß.

[ 5 ] It is indeed very peculiar that scientists today teach that we do not need 120 grams of protein, but only 20 to 50 grams. That, they say, is the amount a person actually needs each day. That is how quickly scientific views have changed in just two decades. So you see how much weight should actually be given to something when it is, so to speak, scientifically established. For if it so happens that you need to inform yourself about this subject and you pick up a general encyclopedia that is twenty years old, you will read in the relevant chapter that you need 120 grams of protein; but if you pick up a later edition, you’ll read: 20 to 50 grams, and if you had more, it would actually make you sick. So you see what the situation really is with so-called scientific truths. You’re told what to regard as true or false depending on which edition of the encyclopedia you happen to pick up. All of this simply points to the fact that one cannot possibly gain clarity about such matters—which pertain to the spiritual realm—in this way at all. And this, of course, is a reason—if one really thinks the matter through—that one must delve into the spiritual realm if one wants to understand what happens when a person consumes protein. But it is the very food that absolutely must still be processed in the intestines, in the lower abdomen, and the lower abdomen itself must have the strength to process this protein. As you know, protein—especially fresh protein—is semi-liquid. All protein is semi-liquid. The human etheric body has access to everything that is semi-liquid. The human etheric body cannot process anything that is solid, but only that which is liquid. Thus, a person must consume all the food they take in while it is in a liquid state.

[ 6 ] Nun werden Sie sagen: Wenn der Mensch Salz nimmt, Zucker oder so etwas, ist es ja fest. - Aber es wird ja gleich aufgelöst! Dazu haben wir ja gerade den Mundsaft. Das Feste, was den eigentlichen physischen Körper ausmacht, das darf überhaupt gar nicht von der Außenwelt in den menschlichen Körper hineinkommen. Daher können Sie daraus entnehmen: Sie haben Festes in sich, Sie wissen das; die Knochen sind fest. Aber die Sache ist so: Die festen Knochen werden erst aus dem Flüssigen heraus im menschlichen Körper selber gebildet. Nichts Festes von außen kann jemals in den menschlichen Körper hinein. Der menschliche Körper muß alles Feste selber aus dem Flüssigen entstehen lassen. Daher können Sie sagen: Wir haben das Feste in uns und das bilder den physischen Körper. Aber der physische Körper ist ganz und gar aus dem Flüssigen heraus gebildet, und für das Flüssige ist der Ätherleib da, der feine Körper, den man nicht sehen kann, der aber den ganzen Menschen durchzieht. Und das Eiweiß muß auch, und zwar im Unterleib, ganz vom Ätherleib verarbeitet werden. Natürlich wirken da drinnen, wie ich Ihnen schon einmal gesagt habe, auch die anderen geistigen Wesensglieder des Menschen; aber es muß das Eiweiß im Ätherleib verarbeitet werden. Also das Flüssige ist für den Ätherleib des Menschen da. Nun, daraus schon, daß Sie wissen können: das Eiweiß muß im Unterleib des Menschen verarbeitet werden, können Sie ersehen, daß das Eiweiß eigentlich nicht die allerstärkste Arbeit im Menschen haben kann, denn es braucht ja gar nicht heraufzuarbeiten in den Brustkörper, und vor allen Dingen, es braucht nicht heraufzuarbeiten in den Kopf des Menschen. Sie sehen daraus, daß das Eiweiß nicht als ein Nährmittel dienen kann, das in allererster Linie in Betracht kommt. Man kann sagen: Der Mensch kann eigentlich unmöglich zuwenig Eiweiß essen, denn im Unterleib ist ja das, was man ißt, gleich drinnen; es braucht da nicht viel zu arbeiten. Das Eiweiß wird im Unterleib verarbeitet. Selbst wenn der Mensch nur ganz eiweißarme Nahrung zu sich nimmt, so wird alles Eiweiß sogleich verarbeitet.

[ 6 ] Now you might say: When a person takes salt, sugar, or something like that, it’s solid. — But it dissolves right away! That’s exactly what our saliva is for. The solid matter that constitutes the actual physical body must not enter the human body from the outside world at all. Therefore, you can conclude from this: You have solid matter within you; you know that—the bones are solid. But the fact is this: The solid bones are formed within the human body itself, out of liquid matter. Nothing solid from the outside can ever enter the human body. The human body must produce all solid matter itself from the liquid. Therefore, you can say: We have the solid within us, and that forms the physical body. But the physical body is formed entirely from the liquid, and the etheric body is there for the liquid—the subtle body that cannot be seen, but which permeates the entire human being. And protein, too, must be processed entirely by the etheric body—specifically in the lower abdomen. Of course, as I have already told you, the other spiritual members of the human being are also at work there; but the protein must be processed in the etheric body. So the liquid is there for the human etheric body. Now, simply from the fact that you know protein must be processed in the human lower abdomen, you can see that protein cannot actually perform the most demanding work in the human being, for it does not need to be transported up into the chest region, and above all, it does not need to be transported up into the human head. From this you can see that protein cannot serve as a nutrient that is of primary importance. One could say: It is actually impossible for a person to eat too little protein, because whatever is eaten goes straight into the lower abdomen; it does not require much processing there. Protein is processed in the abdomen. Even if a person consumes only food that is very low in protein, all the protein is processed immediately.

[ 7 ] Man sieht also daraus, daß der Mensch durchaus die Möglichkeit hat, mit wenig Eiweiß auszureichen. Heute gibt es ja die Wissenschaft schon zu, aber vor Jahren hat man insbesondere die Kinder mit Eiweiß überfüttert. Heute, nicht wahr, sehen wir diejenigen Kinder, die man in den siebziger oder achtziger Jahren mit Eiweiß überfüttert hat; die gehen heute mit Arterienverkalkung herum oder sind schon gestorben an Arterienverkalkung. Es zeigt sich also die Schädlichkeit einer Sache nicht gleich in derselben Zeit, sondern sie zeigt sich eben erst viel später.

[ 7 ] So we can see from this that humans are perfectly capable of getting by on very little protein. Today, science already acknowledges this, but years ago, children in particular were overfed protein. Today, don’t we see those children who were overfed protein in the 1970s or 1980s? They’re now suffering from arteriosclerosis or have already died from it. So the harmful effects of something don’t become apparent right away, but only much later.

[ 8 ] Die zweite Art von Nahrungsmitteln sind die Fette. Fette gehen selbstverständlich, wenn man sie ißt, auch in den Unterleib hinein. Aber die Fette gehen durch die Gedärme hindurch und wirken auf den Mittelleib des Menschen, auf die Brust sehr stark. So daß also der Mensch für den Mittelleib, die Brustgegend, für die ordentliche Ernährung von Herz, Brust und so weiter unbedingt fettige Stoffe aufnehmen muß.

[ 8 ] The second type of food is fats. Naturally, when you eat fats, they also enter the lower abdomen. But fats pass through the intestines and have a very strong effect on the midsection—specifically, the chest area. Therefore, for the proper nourishment of the heart, chest, and so on, a person must absolutely consume fatty substances.

[ 9 ] Daraus ergibt sich, daß der Mensch in seinem Brustgebiet vorzugsweise das Fettige braucht, weil im Brustgebiet die Atmung stattfindet. Was heißt das? Das heißt, der Kohlenstoff, den der Mensch in sich trägt, verbindet sich mit dem Sauerstoff. Wenn sich der Kohlenstoff mit dem Sauerstoff verbindet, braucht man Wärme. Dasjenige, was die Fette machen, indem sie sich selber mit Sauerstoff verbinden, das ist Wärmeerzeugung. So daß also gerade zu dem, was der Mensch in seinem Brustorganismus braucht, die Fette außerordentlich viel beitragen.

[ 9 ] It follows that the human body primarily needs fatty substances in the chest area, because that is where respiration takes place. What does that mean? It means that the carbon the human body contains combines with oxygen. When carbon combines with oxygen, heat is required. What fats do—by combining with oxygen—is generate heat. Thus, fats contribute an extraordinary amount precisely to what the human body needs in the chest region.

[ 10 ] Nun kann man sagen: Die Eiweißstoffe haben, wenn sie nicht vom Körper verarbeitet werden, und zwar wenn sie nicht im Unterleib verarbeitet werden, die Neigung zu faulen. Wir haben wirklich, wenn wir Eiweißstoffe in uns haben, die nicht ordentlich verarbeitet werden können, etwas wie faule Eier in unsern Gedärmen. Nicht wahr, meine Herren, Sie kennen ja wohl den Gestank von faulen Eiern, und die Sache ist schon die, daß der Mensch innerlich in seinen Körper hinein, wenn er zu viel Eiweiß nimmt, diesen Faule-Eier-Gestank ausschwitzt. Er durchdringt sich ganz mit diesem Faule-Eier-Gestank. Ja, wenn Sie Eier stehen lassen, dann werden sie eben faule Eier, dann stinken sie eben wie faule Eier. Und der Teil, den der Körper nicht verarbeitet hat, der wird natürlich auch im Körper stinken; aber der andere Teil, der verarbeitet wird, der wird nicht stinken, sondern der geht in den Körper reinlich über. Das ist aber die Arbeit des Ätherleibes. Der Ätherleib ist dazu da, um dasjenige, was entsteht als fauliger Gestank, zu überwinden und zu beseitigen. Das ist im menschlichen Körper so, daß der Ätherleib der Kämpfer und der Sieger über das Fauligwerden ist. Das Verfaulen wird im Menschen besiegt durch den Ätherleib. Wenn der Mensch nach dem Tode nicht mehr seinen Ätherleib hat, dann fängt er ja an zu faulen. Sie können also da, ich möchte sagen, ganz handgreiflich finden: Der Mensch fault nicht, solange er lebt; sobald er nicht mehr lebt, fault er. Woher kommt das? Weil der Ätherleib fort ist, wenn der Mensch tot ist! Der Ätherleib ist also derjenige Teil im Menschen, der das Faulen verhindert. Wir haben also fortwährend in uns den Kampf gegen das Faulen, und derjenige, der da kämpft gegen das Faulen, ist unser Ätherleib.

[ 10 ] Now one might say: Proteins, if they are not processed by the body—specifically, if they are not processed in the lower abdomen—tend to rot. When we have proteins in our system that cannot be properly processed, we really do have something like rotten eggs in our intestines. Isn’t that right, gentlemen? You’re surely familiar with the stench of rotten eggs, and the fact is that when a person consumes too much protein, this rotten-egg stench seeps out of his body. He becomes completely permeated with this rotten-egg stench. Yes, if you let eggs sit, they simply turn into rotten eggs, and then they stink just like rotten eggs. And the part that the body hasn’t processed will, of course, also stink inside the body; but the other part, which is processed, won’t stink—instead, it is cleanly assimilated into the body. But that is the work of the etheric body. The etheric body exists to overcome and eliminate whatever arises as a putrid stench. In the human body, the etheric body is the fighter and the victor over decay. Decay is overcome in human beings by the etheric body. When a person no longer has their etheric body after death, they begin to decay. So you can see here, I would say, quite tangibly: A person does not decay as long as they are alive; as soon as they are no longer alive, they decay. Why is that? Because the etheric body is gone when a person is dead! The etheric body is therefore the part of the human being that prevents decay. We are thus constantly engaged in a struggle against decay within ourselves, and the one who fights against decay is our etheric body.

[ 11 ] Also ich denke, meine Herren, wer das alles durchdenkt, der muß mit höchster Klarheit bloß durch die äußerliche Betrachtung finden, daß ein Ätherleib da sein muß, daß überhaupt ein Ätherleib überall da sein muß. Denn denken Sie sich nur, überall werden auf der Erde Eiweißstoffe erzeugt, die verfaulen. Es müßte ja die Erde bis zum Himmel hinauf stinken, wenn nicht der Äther da wäre und dieses Faulende immer wieder vertriebe. Also innerhalb und außerhalb des menschlichen Organismus ist es der Äther, der fortwährend kämpft gegen das Faulwerden der Eiweißstoffe. Das muß durchaus berücksichtigt werden.

[ 11 ] Well, gentlemen, I think that anyone who thinks all this through must conclude with the utmost clarity—simply by observing the external facts—that an etheric body must exist, that indeed an etheric body must be present everywhere. Just imagine: proteins are produced everywhere on Earth, and they decay. The Earth would stink all the way up to the heavens if it weren’t for the ether, which constantly dispels this decay. So, both inside and outside the human organism, it is the ether that continually fights against the decay of proteins. This must definitely be taken into account.

[ 12 ] Wenn wir zu den Fetten übergehen, dann müssen wir sagen: Die Fette werden nicht faul, aber sie werden ranzig — das wissen Sie alle, wenn Sie Fette draußen irgendwie einmal haben stehen lassen -, selbst die Butter wird ranzig. Also Fette haben die Eigentümlichkeit, ranzig zu werden. Nun, wenn Sie Butter haben stehen lassen, da werden Sie nicht sagen können: Das ist eine ranzige Butter, oder eine gute, frische Butter —, wenn Sie nicht darauf geschult sind, es ihr anzusehen. Aber wenn Sie die Butter auf die Zunge bringen und sie schmecken, dann wissen Sie sofort, die Butter ist ranzig. Das hat also etwas zu tun mit dem Bewußtsein, mit der Empfindung. Das Faulsein, das hat etwas zu tun mit dem Riechen, mit dem Äußerlichen, das können Sie riechen. Es ist natürlich bei faulen Eiern anders als beim Rosenduft, aber jedenfalls riechen Sie es. Nicht aber eben das Ranzigwerden. Das Ranzigwerden ist etwas, wo man die Bezeichnung von etwas mehr Innerlichem nimmt, vom Schmecken.

[ 12 ] When we turn to fats, we have to say: Fats don’t rot, but they do go rancid—as you all know if you’ve ever left fats sitting out somewhere—even butter goes rancid. So fats have the peculiarity of going rancid. Now, if you’ve left butter out, you won’t be able to tell whether it’s rancid butter or good, fresh butter—unless you’ve been trained to tell by looking at it. But if you put the butter on your tongue and taste it, you’ll know immediately that the butter is rancid. So this has something to do with consciousness, with sensation. Rottenness, on the other hand, has to do with smell, with the external—you can smell it. Of course, it’s different with rotten eggs than with the scent of roses, but in any case, you can smell it. But that’s not the case with rancidity. Rancidity is something for which we use a term that refers to something more internal—taste.

[ 13 ] Das weist schon darauf hin, daß das mit der inneren Empfindung viel mehr zu tun hat als dasjenige, was das Faulige bei den Eiern ist. Mit alledem, was im Bewußtsein Empfindung ist, hat physisch der menschliche Mittelleib, der Brustleib zu tun, aber geistig der Astralleib. Und Sie wissen ja, im Brustkorb ist eben dasjenige, was luftartig wirkt. Wir atmen die Luft ein. Wir verarbeiten die Luft. Im Brustkorb ist die Luft am richtigen Platze. In dem andern Teil des menschlichen Körpers dürfen nur sparsam Gase und Luftarten erzeugt werden. Wenn in den Därmen zu viel Gase erzeugt werden, so entstehen die krankhaften Blähungen, und das ist nicht gesund. Für die eigentliche Gaserzeugung ist der Mittelkörper des Menschen da. Und dasjenige höhere übersinnlich-geistige Glied, das da eingreift - das greift also ein in das Gasförmige —, das ist der menschliche Astralleib. Dieser menschliche Astralleib bekämpft nun in sich das Ranzigwerden der Fette; geradeso wie der Ätherleib das Faulwerden der Eiweißstoffe bekämpft, so bekämpft der Astralleib das Ranzigwerden der Fette. Der Mensch würde fortwährend von seinen eigenen Fetten ein ranziges Aufstoßen haben, würde innerlich sich selber ranzig schmecken, wenn nicht sein Astralleib dieses Ranzigwerden fortwährend bekämpfte. So daß wir in uns diesen Astralleib haben zur Bekämpfung des Ranzigwerdens der Fette.

[ 13 ] This already indicates that it has much more to do with inner sensation than with the rotten part of the eggs. Physically, the human middle body—the chest body—is involved in everything that is a sensation in consciousness, but spiritually, it is the astral body. And as you know, the chest is precisely where that which has an air-like quality is located. We inhale air. We process the air. In the chest, the air is in its proper place. In the other parts of the human body, gases and air-like substances should be produced only sparingly. If too many gases are produced in the intestines, pathological bloating occurs, and that is unhealthy. The human middle body is responsible for the actual production of gases. And that higher, supersensible-spiritual member that intervenes there—that is, it intervenes in the gaseous substance—is the human astral body. This human astral body now combats the rancidity of fats within itself; just as the etheric body combats the putrefaction of proteins, so does the astral body combat the rancidity of fats. A person would constantly experience a rancid aftertaste from their own fats and would taste rancid to themselves internally if their astral body did not constantly combat this rancidity. Thus, we have this astral body within us to combat the rancidity of fats.

[ 14 ] Sehen Sie, meine Herren, das ist ganz wunderbar, denn Sie können daraus sehen, daß das, was draußen in der gewöhnlichen physischen, materiellen Welt ist, einen ganz anderen Gang nimmt, als was bei uns drinnen ist. Draußen in der physischen Welt werden die Fette unbedingt ranzig. Der Mensch wird zu seinem Heile nicht immer ranzig, nur wenn er innerlich krank wird. Es ist also die Sache die, daß der Mensch im gesunden Zustande seinen Astralleib so hat, daß er nicht ranzig werden kann. Er wird nur ranzig, wenn er zuviel Fett ißt, so daß der Astralleib es nicht bewältigen kann, oder wenn durch irgend etwas zuviel Fett erzeugt wird; das wissen die Menschenfresser besser als wir. Aber innerlich nimmt der Mensch schon sein Ranzigwerden wahr. Und man kann sagen: Wenn bei einem Menschen ein starkes Ranzigwerden, das heißt ein viel zu geringes Wirken des astralischen Leibes eintritt, dann hat er fortwährend einen unangenehmen Geschmack im Mund. Dieser unangenehme Geschmack wirkt dann wieder zurück auf den Magen. Und auf diesem Umwege bekommt der Mensch erst Magenund Darmkrankheiten vom ranzigen Fett in sich selber.

[ 14 ] You see, gentlemen, this is truly wonderful, for you can see from this that what exists out there in the ordinary physical, material world takes a completely different course than what is happening here within us. Out there in the physical world, fats inevitably go rancid. For the sake of one’s health, a person does not always go rancid; it happens only when one becomes ill internally. So the fact is that, when a person is healthy, their astral body is such that they cannot become rancid. They only become rancid if they eat too much fat, so that the astral body cannot process it, or if too much fat is produced by some other means; cannibals know this better than we do. But internally, a person already perceives their own process of becoming rancid. And one can say: When a person experiences severe rancidity—that is, a significantly diminished activity of the astral body—they constantly have an unpleasant taste in their mouth. This unpleasant taste then has a reciprocal effect on the stomach. And through this indirect route, a person first develops stomach and intestinal diseases from the rancid fat within themselves.

[ 15 ] Wenn man an einem Menschen bemerkt, daß er innerlich ranzig wird, so ist es so, daß für das, was er in sich hat an Fetten, die er nicht verarbeitet, ein gutes Heilmittel das Arsen ist. Das Arsen kämpft gegen das Fettwerden, stärkt den Astralleib. Und die Folge ist dann, daß der Mensch dieses Ranzigwerden bekämpfen kann. Das sind Dinge, die außerordentlich wichtig sind. Wenn der Mensch in sich selber die Neigung zeigt, sein faules Eiweiß durch den Ätherleib nicht besiegen zu können, dann wirkt gewöhnlich auf den Menschen außerordentlich stark als ein Heilmittel irgendwelche Verbindung mit Kupfer. Kupfer wirkt also, wenn die Unterleibskrankheiten, Darmkrankheiten direkt bewirkt sind durch das Eiweiß. Wenn Sie aber bemerken, daß durch den Mund, durch den Geschmack etwas sich bemerkbar macht, da hilft es nichts, wenn Sie ihm Kupfer beibringen, sondern da muß es Arsen sein, weil Sie zunächst seinen Astralleib stark machen müssen. Also daß man eben einfach konstatiert, in diesem oder jenem Teil des Menschen liegen diese oder jene Krankheiten, das tut es nicht, sondern man muß wissen, woher sie kommen. Ob sie von faulem Eiweiß im Darm oder von ranzig gewordenen Fetten kommen, die auf dem Umweg durch den Mundgeschmack wiederum in die Därme und in den Magen hineinwirken.

[ 15 ] If you notice that a person is becoming rancid on the inside, arsenic is a good remedy for the fats within them that they are not metabolizing. Arsenic combats fat accumulation and strengthens the astral body. As a result, the person can then fight this process of becoming rancid. These are matters of extraordinary importance. If a person shows an inner tendency to be unable to overcome their putrid protein through the etheric body, then a compound containing copper usually acts as an extraordinarily potent remedy. Copper is effective, then, when abdominal or intestinal diseases are directly caused by protein. But if you notice that something is manifesting itself through the mouth or through taste, it won’t help to give the person copper; instead, it must be arsenic, because you must first strengthen their astral body. So simply stating that this or that disease is present in this or that part of the human body is not enough; rather, one must know where they come from—whether they stem from putrid protein in the intestines or from rancid fats that, via the sense of taste, indirectly affect the intestines and stomach once again.

[ 16 ] So sehen Sie also, meine Herren, wir haben in uns das Gegenteil von dem, was diese Stoffe draußen zeigen. Wir haben einen Astralleib, der das Ranzigwerden der Fette bekämpft, während durch die gewöhnliche physisch-materielle Welt die Fette eben einfach ranzig werden.

[ 16 ] So you see, gentlemen, we have within us the opposite of what these substances demonstrate on the outside. We have an astral body that combats the rancidity of fats, whereas in the ordinary physical-material world, fats simply become rancid.

[ 17 ] Ein drittes Nahrungsmittel, das der Mensch zu sich nimmt, das sind diejenigen Stoffe, die Kohlehydrate sind. Kohlehydrate sind ja namentlich in der Kartoffel zum Beispiel, in den Linsen und Bohnen und selbstverständlich in allen Getreidearten. Da sind die Kohlehydrate drinnen. In sehr vielen von diesen Stoffen ist auch entweder direkt Zucker drinnen, den wir ja immer zu unserer Nahrung nehmen, oder aber es wird der Zucker direkt aus diesen Kohlehydraten erzeugt, indem wir das, was wir zum Beispiel mit der Kartoffel in uns hineinnehmen, umbilden. In der Kartoffel ist zum großen Teil Stärke drinnen. Dieser Stärkekleister wird in uns zuerst in Dextrin und dann in Zucker umgewandelt. So daß Sie, wenn Sie Kartoffeln essen, sich eigentlich vom Zucker nähren, denn der Kartoffelkleister, der Stärkekleister, wird im menschlichen Körper in Zucker umgewandelt. Nicht wahr, besonders viel von diesem Zucker enthält zum Beispiel die Weintraube, dadurch auch der Alkohol. Das ganze, was der Alkohol für den Menschen ist, beruht ja eigentlich neben dem Alkohol auf seinem Zuckergehalt. Zucker wird ja namentlich wieder aus dem Alkohol im menschlichen Organismus erzeugt.

[ 17 ] A third type of food that humans consume consists of substances known as carbohydrates. Carbohydrates are found, for example, in potatoes, lentils, and beans, and of course in all types of grains. That’s where the carbohydrates are. Many of these foods either contain sugar directly—which we always consume as part of our diet—or the sugar is produced directly from these carbohydrates through the process of converting what we ingest, such as from potatoes. Potatoes consist largely of starch. This starch is first converted in our bodies into dextrin and then into sugar. So when you eat potatoes, you’re actually getting your nutrition from sugar, because the potato starch is converted into sugar in the human body. Isn’t that right? Grapes, for example, contain a particularly large amount of this sugar—and consequently, so does alcohol. The entire effect that alcohol has on humans is actually based not only on the alcohol itself but also on its sugar content. Sugar is, in fact, produced again from alcohol within the human organism.

[ 18 ] Die erste Art von Nahrungsmitteln war also Eiweiß, die zweite Art Fette und die dritte Art Stärke, Zucker. Wir haben gesehen, das Eiweiß wird bearbeitet, indem es nicht faulig wird, in gewissen Quantitäten vom Ätherleib. Die Fette werden bearbeitet, indem sie nicht ranzig werden, vom Astralleib. Nun Stärke und Zucker! Wenn man den Ätherleib anschaut, so muß man sagen: Der ist vorzugsweise im Unterleib tätig. Der Astralleib ist vorzugsweise in der Brustgegend tätig. Nun kommen wir zu etwas anderem. Sie alle kennen ja, ich will nicht sagen durch sich selber, aber dadurch, daß Sie Leute gesehen haben, die nicht so sind wie Sie, die Wirkung des Alkohols, und Sie wissen ja, daß der Alkohol im Menschen eine besondere Eigentümlichkeit hervorbringt, zuerst in dem Rausch, aber davon wollen wir zunächst nicht reden. Aber Sie wissen ja, am nächsten Tag — wir haben auch schon davon gesprochen - kommt der sogenannte Brummschädel, man nennt ihn ja auch Kater. Was bedeutet denn der Brummschädel oder der Kater?

[ 18 ] The first type of food was therefore protein, the second type was fats, and the third type was starch and sugar. We have seen that protein is processed—in such a way that it does not putrefy—by the etheric body in certain quantities. Fats are processed—in such a way that they do not become rancid—by the astral body. Now, starch and sugar! When one looks at the etheric body, one must say: It is primarily active in the lower abdomen. The astral body is primarily active in the chest region. Now let’s turn to something else. You are all familiar—I won’t say from personal experience, but from having observed people who are not like you—with the effects of alcohol, and you know that alcohol brings about a particular peculiarity in humans, initially in the state of intoxication, but we won’t discuss that for now. But you know, the next day—we’ve already spoken of this—comes the so-called “brummschädel,” which is also called a hangover. What, then, does the “brummschädel” or the hangover mean?

[ 19 ] Ja, meine Herren, Sie werden schon aus dem Namen entnehmen können, daß der Brummschädel etwas mit dem menschlichen Kopf zu tun hat. Und wenn Sie am nächsten Tage schildern gehört haben von den Menschen, die eben anders sind als Sie, wie sie ein Räuschchen gehabt haben am Tage zuvor, da werden Sie vorzugsweise klagen gehört haben über den Schädel. Da tut der Schädel weh, und wenn er nicht weh tut, ist er so, als wenn er herunterfallen würde von den Schultern und dergleichen. Was geschieht denn da eigentlich?

[ 19 ] Yes, gentlemen, you can probably tell from the name that a “Brummschädel” has something to do with the human head. And if, the next day, you’ve heard people—those who are just a bit different from you—describe how they’d had a little drink the day before, you’ll have heard them complain mainly about their heads. Their heads hurt, and even when they don’t hurt, it feels as if they’re about to fall off their shoulders and so on. What’s actually happening there?

[ 20 ] Die Aufgabe des Kopfes ist nämlich, vorzugsweise das zu bekämpfen, was Stärke und Zucker wollen. Was wollen denn Stärke und Zucker? Da brauchen Sie ja nur auf den Wein hinzuschauen. Nicht wahr, wenn der Herbst kommt, erntet man den Wein, die Weintrauben ein. Sie werden ausgepreßt und nachher gärt die Sache. Das, was dann ausgegoren ist, das wird als Wein genossen. Dadurch nun, daß der Wein eben durch die Gärung Wein geworden ist, hat er die Gärung überwunden. Wenn Sie aber den Wein in den Magen hineinbringen, dann entsteht aus ihm etwas, was wiederum in die Nahrung hineingeht. Der Alkohol wird geradezu zurückverwandelt. Und nun sind die Stoffe, die direkt gären wollen, eben Stärke und Zucker. Stärke und Zucker im menschlichen Organismus wollen vorzugsweise gären. Wenn Sie Alkohol trinken, dann vertreibt der Alkohol im Kopf die Kräfte, welche die Gärung von Zucker und Stärke im Menschen verhindern. Nehmen wir einmal die Geschichte ganz deutlich. Sagen wir, Sie haben am 22. Januar Kartoffeln gegessen, Bohnen gegessen und Alkohol dazu getrunken. Nun schön. Hätten Sie keinen Alkohol getrunken, so wäre der Kopf nüchtern geblieben. Kartoffeln und Bohnen enthalten Stärke und Zucker, der aus der Stärke entsteht; der Kopf hätte die Kraft, die Gärung von Stärke und Zucker richtig zu verhindern. Bringen Sie Alkohol hinein, so verliert der Kopf die Fähigkeit, die Gärung von Stärke und Zucker, die Sie mit den Kartoffeln hineingekriegt haben, zu verhindern, und die Kartoffeln und Bohnen, und auch die anderen Dinge, Getreidearten zum Beispiel, fangen an in Ihnen zu gären.

[ 20 ] The role of the head, in fact, is primarily to combat what starch and sugar seek. What do starch and sugar seek? You need only look at wine. Isn’t it true that when autumn comes, the grapes are harvested? They are pressed, and then the mixture ferments. What has then finished fermenting is enjoyed as wine. Precisely because the wine has become wine through fermentation, it has overcome the fermentation process. But when you put the wine into your stomach, it turns into something that, in turn, becomes part of your food. The alcohol is, in effect, converted back. And now, the substances that are most prone to fermentation are precisely starch and sugar. Starch and sugar in the human organism have a strong tendency to ferment. When you drink alcohol, the alcohol in your head drives out the forces that prevent the fermentation of sugar and starch in the human body. Let’s take a very clear example. Let’s say you ate potatoes and beans on January 22 and drank alcohol with them. All right. If you hadn’t drunk any alcohol, your mind would have remained sober. Potatoes and beans contain starch and sugar derived from the starch; your mind would have had the power to properly prevent the fermentation of starch and sugar. But when you introduce alcohol, your brain loses the ability to prevent the fermentation of the starch and sugar you consumed with the potatoes, and the potatoes and beans—as well as other foods, such as grains—begin to ferment inside you.

[ 21 ] Statt daß also die Gärung verhindert wird im Menschen, tritt sie jetzt auf. Und sie tritt auf durch eine Unfähigkeit des Kopfes, die infolge des Alkohols eingetreten ist, so daß also der Mensch jetzt voller Gärungskräfte wird. Da gibt es in Mitteldeutschland, in Thüringen, einen merkwürdigen Volksausdruck. Wenn einer Unsinn redet, da sagt man in Thüringen: Er gärt. In diesen Gegenden hier ist es ja nicht gebräuchlich, wenn einer Unsinn redet, zu sagen, er gärt; aber diejenigen, die schon in Deutschland waren, werden das ja wohl in Mitteldeutschland gehört haben. Und wenn einer immer Unsinn redet, dann nennt man ihn in Mitteldeutschland, in Thüringen, ein altes Gärluder. Die Sache ist also diese, daß das Gären in Mitteldeutschland zusammengebracht wird mit Verwirrtsein im Kopfe, mit Unsinnmachen. Das ist ein sehr guter Volksinstinkt. Man weiß, daß im Menschen zuviel gärt, wenn er zuviel Unsinn redet. Nun, wenn einer Alkohol getrunken hat und einen Brummschädel gekriegt hat, dann redet er nicht den Unsinn, denn er wird still, aber der Unsinn ist in ihm, der brummt in ihm. Es ist also das, was da auftritt, um Stärke und Zucker am Gären zu verhindern, etwas, was der handgreiflichen Wirkung des Alkohols entgegengesetzt ist. So daß man sagen kann: Im menschlichen Kopfe sitzt etwas, was fortwährend dahin arbeiter, daß alles das, was an Stärke und Zucker in ihm ist, am Gären verhindert werden kann.

[ 21 ] So instead of fermentation being prevented in a person, it now occurs. And it occurs due to an impairment of the mind caused by alcohol, so that the person is now filled with fermentative forces. There is a curious folk expression in Central Germany, in Thuringia. When someone talks nonsense, people in Thuringia say: “He’s fermenting.” In these parts here, it’s not customary to say “he’s fermenting” when someone talks nonsense; but those who have been to Germany will surely have heard this in Central Germany. And if someone is always talking nonsense, then in Central Germany—in Thuringia—they call him an “old fermenting fool.” So the point is this: in Central Germany, “fermenting” is associated with being confused in the head, with talking nonsense. That’s a very good folk instinct. People know that too much is fermenting inside a person when they talk too much nonsense. Now, when someone has drunk alcohol and gotten a hangover, they don’t talk nonsense—they become quiet—but the nonsense is still inside them, rumbling within. So what is happening there is something that prevents starch and sugar from fermenting—something that counteracts the immediate effect of the alcohol. So one can say: There is something in the human mind that works constantly to prevent all the starch and sugar within it from fermenting.

[ 22 ] Nun, im menschlichen Kopf, das leugnet ja kein Mensch, sitzt am stärksten, geradeso wie im Unterleib der Ätherleib, im Mittelleib der Astralleib sitzt, das Ich, das eigentliche Ich. Das ist nun so, daß dieses eigentliche Ich es zu tun hat mit dem Wärmeartigen, geradeso wie mit dem Festen der physische Körper, mit dem Flüssigen der Ätherleib, mit dem Gasförmigen der Astralleib es zu tun hat. Es ist ja so, daß der Mensch bei alledem, was von seinem eigentlichen Ich abhängt, die Wärme in Bewegung bringt. Das ist im menschlichen Körper bis in alle Einzelheiten zu verfolgen. Das eigentliche Ich hängt auch zusammen mit dem Blut, daher ist das Blut wärmeerzeugend. Aber das eigentliche Ich, das, was der Mensch im Bewußtsein erlebt, hängt zum Beispiel auch mit der Drüsenabsonderung zusammen. Daher ist die Drüsenabsonderung nun mit Wärme verknüpft. Das eigentliche Ich ist es auch, das nun vom Übersinnlichen her durch die Kräfte des Kopfes die Gärung verhindert. So daß man sagen kann: Der Ätherleib bekämpft das Faulen der Eiweißstoffe, der Astralleib bekämpft das Ranzigwerden der Fette, das Ich bekämpft das Gären von Zucker und Stärke.

[ 22 ] Now, no one denies that the human mind—just as the etheric body resides in the lower abdomen and the astral body in the middle abdomen—is where the “I,” the true “I,” is most strongly situated. The fact is that this true “I” is concerned with the warm, just as the physical body is concerned with the solid, the etheric body with the liquid, and the astral body with the gaseous. The fact is that, in everything that depends on the true “I,” the human being sets warmth in motion. This can be traced in every detail within the human body. The true “I” is also connected to the blood; hence, the blood generates warmth. But the true “I”—that which the human being experiences in consciousness—is also connected, for example, to glandular secretion. Therefore, glandular secretion is now linked to heat. It is also the true “I” that, from the supersensible realm through the forces of the head, prevents fermentation. So one can say: The etheric body combats the putrefaction of proteins, the astral body combats the rancidity of fats, and the “I” combats the fermentation of sugar and starch.

[ 23 ] Das ist auch der Grund, aus dem heraus ich Ihnen einmal sagen mußte, daß der übermäßige Kartoffelgenuß dem Kopfe schadet. Der übermäßige Kartoffelgenuß hat auf den Menschen den folgenden Einfluß. Sehen Sie, die Kartoffel enthält wenig Eiweiß. Dadurch, daß sie wenig Eiweiß enthält, ist sie eigentlich ein gutes Nahrungsmittel für den Menschen. Und wenn der Mensch Kartoffeln mäßig zu dem anderen hinzu ißt, so ist sie eben ein gutes Nahrungsmittel durch ihren geringen Eiweißgehalt. Aber die Kartoffel enthält außerordentlich viel Stärke, die in Zucker verwandelt werden muß im Menschen, zunächst in Dextrin, dann in Zucker. Ich habe Ihnen damals schon gesagt: Wenn der Mensch zuviel Kartoffeln ißt, so muß sein Kopf furchtbar viel arbeiten; natürlich, weil der Kopf die Gärung verhindern muß. Daher werden die Menschen, die übermäßig Kartoffeln essen und daher ihren Kopf zur Verarbeitung der Kartoffelgärung furchtbar anstrengen müssen, kopfschwach. Namentlich die mittleren Partien des Hirns werden schwach; es bleiben nur die vorderen Partien des Hirns, die sich wenig anstrengen beim Verhindern der Kartoffelgärung. Und so ist gerade dadurch, daß die Kartoffelnahrung in der neueren Zeit vielfach verbreitet worden ist, der Materialismus gekommen, weil der im Vorderhirn erzeugt wird.

[ 23 ] That is also the reason why I had to tell you once that excessive potato consumption is harmful to the mind. Excessive potato consumption has the following effect on people. You see, the potato contains little protein. Because it contains little protein, it is actually a good food for humans. And when a person eats potatoes in moderation along with other foods, they are indeed a good food precisely because of their low protein content. But the potato contains an extraordinary amount of starch, which must be converted into sugar in the human body—first into dextrin, then into sugar. I told you back then: When a person eats too many potatoes, their brain has to work terribly hard—naturally, because the brain must prevent fermentation. Therefore, people who eat excessive amounts of potatoes—and who consequently have to strain their brains terribly to process the potato fermentation—become mentally weak. In particular, the middle regions of the brain become weak; only the frontal regions of the brain remain, which exert little effort in preventing potato fermentation. And so, precisely because the potato diet has become so widespread in recent times, materialism has emerged, since it is generated in the frontal lobe.

[ 24 ] Es ist ja so eigentümlich: man glaubt, der Materialismus sei eine logische Sache. In gewisser Beziehung ist der Materialismus in der neueren Zeit nichts anderes als die Folge vom Kartoffelessen! Nun, nicht wahr, an sich haben es die Leute nicht gern, wenn sie bloß von Kartoffeln leben sollen; aber den Materialismus haben sie dann gern. So daß sie eigentlich in einem Widerspruch sind. Wenn man richtig Materialist sein wollte, müßte man eigentlich anraten, überall die Kartoffelnahrung zu verbreiten, denn es wäre das allerbeste Überzeugtwerden vom Materialismus, nicht wahr? Das ist ja etwas, was bei den meisten Menschen doch nicht gelingt. Wenn aber die materialistischen Monisten, der Monistenbund so recht wirksam kämpfen wollte, so müßte er eigentlich dafür sorgen, daß die anderen Nahrungsmittel möglichst durch Kartoffelnahrung ersetzt werden. Dann würde der Monistenbund ganz furchtbare Erfolge verzeichnen. Wenn auch nicht ganz schnell, so doch im Laufe von einigen Jahrzehnten, könnte der Monistenbund am besten wirken, wenn er auf die Kartoffelnahrung einwirken wollte, Nur würden ihm schon die Leute, auf die er wirken wollte durch die Kartoffelnahrung, einiges auswischen; da könnte er also nicht die besten Erfolge haben!

[ 24 ] It’s so peculiar: people believe that materialism is a logical thing. In a certain sense, materialism in modern times is nothing more than the result of eating potatoes! Well, isn’t it true that, in and of itself, people don’t like the idea of having to live on nothing but potatoes; yet they do like materialism. So they’re actually caught in a contradiction. If one really wanted to be a materialist, one would actually have to advise spreading the potato diet everywhere, because that would be the very best way to convince people of materialism, wouldn’t it? That’s something most people just can’t seem to pull off. But if the materialist monists—the Monist League—wanted to fight truly effectively, they would actually have to ensure that other foods are replaced by a potato-based diet as much as possible. Then the Monist League would achieve tremendous success. Even if not very quickly, but over the course of a few decades, the Monist League could be most effective if it focused on promoting a potato-based diet. However, the very people it was trying to influence through this diet would likely play a trick or two on it; so it might not achieve the best results after all!

[ 25 ] Aber daraus können Sie eines entnehmen: Die Geisteswissenschaft, die hier getrieben wird, erkennt gerade die richtige Art des Materialismus. Der Materialismus weiß ja gar nichts vom Materiellen; die Geisteswissenschaft erkennt gerade, daß ganz besonders die Kartoffel die richtige Erzeugerin des Materialismus ist. Sie ist ja furchtbar heimtückisch, die Kartoffel, listig, schlau bis zum Exzeß. Denn sehen Sie einmal, der Mensch kann von der Kartoffel nur die Knollen essen, nicht einmal die Augen an der Kartoffel - die wirken schon schädlich —, und die Blüte kann er erst recht nicht essen, denn die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs und die Blüten sind giftig. Aber was ist das Gift? Ich habe Ihnen das letzte Mal schon gesagt: In großen Mengen tötet das Gift, in kleinen Mengen, fein verteilt, ist es Heilmittel. Die Kartoffel an sich hat sehr viel Stärkekleister in sich, besteht fast nur aus Stärkekleister. Sie könnte gar nicht leben, weil der Stärkekleister furchtbar schädlich wirken würde; da zieht sie zu gleicher Zeit aus der Welt das Gift an und vernichtet die schädliche Wirkung bei sich selber. Deshalb nenne ich sie schlau und listig. Sie selber hat ihr Gift, durch das sie für sich die Schädlichkeit wegnimmt. Aber dem Menschen ist das Gift der Kartoffel besonders schädlich; das gibt sie ihm nicht mit, sie gibt ihm nur dasjenige, was sie selber bei sich durch ihr Gift bekämpft. Es ist das wirklich etwas, was man schon so nennen kann: Die Kartoffel ist ein schlaues, listiges Wesen! Und der Mensch muß sich klar sein darüber, daß wenn er zuviel Kartoffeln ißt, sein Mittelhirn verkümmert und daß sogar, gerade durch den übermäßigen Kartoffelgenuß, die Sinne leiden können.

[ 25 ] But you can draw one conclusion from this: The Spiritual Science practiced here recognizes precisely the true nature of materialism. Materialism, after all, knows nothing at all about the material world; Spiritual Science, on the other hand, recognizes that the potato, in particular, is the true source of materialism. The potato is terribly insidious, cunning, and clever to a fault. For consider this: humans can eat only the tubers of the potato, not even the eyes on the potato—which are already harmful—and they certainly cannot eat the flowers, for the potato is a nightshade plant and the flowers are poisonous. But what is this poison? I already told you last time: in large quantities, the poison kills; in small quantities, finely dispersed, it is a remedy. The potato itself contains a great deal of starch paste; it consists almost entirely of starch paste. It couldn’t possibly survive, because the starch paste would have a terribly harmful effect; so at the same time, it draws the poison out of the world and neutralizes the harmful effect within itself. That’s why I call it clever and cunning. It has its own poison, through which it removes the harmfulness for itself. But the potato’s poison is particularly harmful to humans; it does not pass this on to humans; it gives them only what it combats within itself through its own poison. This is truly something that can be called exactly that: The potato is a clever, cunning creature! And humans must be aware that if they eat too many potatoes, their midbrain atrophies, and that even—precisely because of excessive potato consumption—their senses can suffer.

[ 26 ] Wenn einer als Kind oder als ganz junger Mensch zuviel Kartoffeln ißt, dann wird sein Mittelhirn außerordentlich schwach. Aber im Mittelhirn sind die Quellen der wichtigsten Sinnesorgane. Im Mittelhirn ist der Vierhügelkörper, sind die Sehhügel und so weiter, und es wird sogar das Sehen geschwächt durch den übermäßigen Kartoffelgenuß, weil das gerade im Mittelhirn seine Quellen hat. Und manche Krankheiten der Augen im Alter gehen davon aus, daß der Mensch gerade als Kind zuviel mit Kartoffeln aufgezogen worden ist. Der Mensch wird dann sehschwach, augenschwach. Es ist ja wirklich so, daß die Menschen in Europa früher viel weniger im Alter augenschwach geworden sind als jetzt. Und das rührt wiederum davon her, daß außer dem, was sonst auf die Augen wirkt — aber das wirkt nicht einmal so stark, weil es nicht innerlich wirkt, elektrisches Licht und so weiter —, eben der übertriebene Kartoffelgenuß sehr schädlich auf die Augen, auf das Sehvermögen und sogar auf das Geschmacksvermögen wirkt - sogar auf das Geschmacksvermögen! Sehen Sie, da kommt nämlich das Folgende heraus. Nehmen Sie an, der Mensch ißt schon in der Kindheit zuviel Kartoffeln. Bei einem solchen Menschen werden Sie im späteren Lebensalter sehr häufig das auftreten sehen, daß er nie weiß, wann er genug hat, weil sein Geschmack verdorben ist durch den Kartoffelgenuß, währenddem ein Mensch, der nicht zuviel Kartoffeln gegessen hat, richtig durch seinen Instinkt weiß, wann er genug hat. Also der Instinkt, der mehr ans Mittelhirn gebunden ist, wird eben verdorben durch den übermäßigen Kartoffelgenuß. Das ist dasjenige, was besonders stark in der neueren Zeit hervorgetreten ist.

[ 26 ] If a person eats too many potatoes as a child or as a very young person, their midbrain becomes extremely weak. But the midbrain is where the sources of the most important sensory organs are located. The midbrain contains the colliculus, the optic colliculi, and so on, and even vision is impaired by excessive potato consumption because it has its origins precisely in the midbrain. And some eye diseases in old age stem from the fact that a person was raised on too many potatoes as a child. The person then develops poor eyesight and weak eyes. It is indeed true that people in Europe used to suffer from poor eyesight in old age much less frequently than they do now. And this, in turn, stems from the fact that—apart from other factors affecting the eyes—which do not even have such a strong effect because they do not act internally, such as electric light and so on—excessive potato consumption has a very harmful effect on the eyes, on vision, and even on the sense of taste—even on the sense of taste! You see, this is what happens. Suppose a person eats too many potatoes even in childhood. In such a person, you will very often observe in later life that they never know when they’ve had enough, because their sense of taste has been corrupted by potato consumption, whereas a person who has not eaten too many potatoes knows instinctively when they’ve had enough. So the instinct, which is more closely linked to the midbrain, is simply corrupted by excessive potato consumption. This is something that has become particularly prominent in recent times.

[ 27 ] Aber aus alledem, was ich Ihnen gesagt habe, sehen Sie nun, daß der Mensch ganz besonders darauf bedacht sein muß, daß er stark genug ist, erstens das Faulwerden der Eiweißstoffe zu überwinden, zweitens das Ranzigwerden der Fette, drittens das Gären von Stärke und Zucker.

[ 27 ] But from everything I have told you, you can now see that a person must take special care to ensure that they are strong enough, first, to prevent proteins from becoming sluggish; second, to prevent fats from becoming rancid; and third, to prevent starch and sugar from fermenting.

[ 28 ] Nun habe ich Ihnen ja schon das letzte Mal gesagt, ganz Antialkoholiker kann der Mensch nicht sein, denn wenn er gar keinen Alkohol trinkt, so wird Alkohol in ihm selber erzeugt. Aber dieser Alkohol bleibt im Unterleib; der geht nicht bis zum Kopf hinauf, weil der Kopf frei sein muß von Alkohol, sonst wird er sogleich als Träger des Ich unfähig, die Gärung, die im Körper ist, in der richtigen Weise zu bekämpfen. Sehen Sie, jetzt können Sie sich eine Idee bilden von der Art und Weise, wie der Mensch zu seiner Naturumgebung steht. Wenn Sie zum Beispiel auf das überall faulende Eiweiß hinsehen — es verfaulen ja die Tiere, es verfaulen die Pflanzen -, so müssen Sie sagen: Überall ist auch Äther, der das nach und nach wiederum ausgleicht. Wenn Sie hinsehen auf die Fette, die ja auch in den Pflanzen sind, die überall sind, so müssen Sie sagen: Diese Fette würden nach und nach alles Lebendige unfähig machen zu leben, das Tierische und das Menschliche, wenn nicht im Astralleib ein Bekämpfer des Ranzigwerdens da wäre. Der Mensch bekämpft also eigentlich dasjenige, was draußen in der Natur ist. Und wenn der Mensch stirbt, da gehen von ihm der Ätherleib, der Astralleib und das Ich fort. Vom physischen Leib gehen sie fort. Der Mensch geht dann in die geistige Welt hinüber. Was geschieht dann? Nun, meine Herren, Sie wissen ja, was da geschieht. Der Leichnam geht dann sofort über in Faulwerden, zugleich in Ranzigwerden und zugleich in Gärung, nur daß eben das Faulwerden natürlich mehr gesehen wird, eigentlich mehr gerochen wird, weil man ja mit zugestopften Nasen sehr selten herumgeht. Also das Fauligwerden wird leicht gerochen. Aber sich irgendwie über ein Grab legen und kosten, ob das Fett des betreffenden Leichnams ranzig geworden ist, das tut man gewöhnlich nicht, und deshalb weiß man gewöhnlich nichts davon. Und die Gärung, die aber stattfindet, studiert man erst recht nicht. Also tatsächlich ist das der Fall, daß dadurch, daß das Ich fortgeht, der menschliche Leib in Gärung übergeht, dadurch, daß der Astralleib fortgeht, der menschliche Leib in das Ranzigwerden übergeht, und dadurch, daß der Ätherleib fortgeht, der menschliche Leib in Fäulnis übergeht. Das trägt der Mensch fortwährend in sich, aber während er auf der Erde lebt, bekämpft er es fortwährend. Derjenige, der da leugnet, daß im Menschen geistig der Ätherleib, der Astralleib und das Ich sind als wirkliche geistige Wesenheiten, der muß eben gefragt werden: Was stellst du dir denn eigentlich vor, warum fault denn der Mensch nicht? Warum gärt er denn nicht? Warum wird er denn nicht ranzig? Das müßte er nämlich werden, wenn er so wäre, wie der bloße physische Leib ist!

[ 28 ] Well, as I already told you last time, a person cannot be completely abstinent from alcohol, because if he does not drink any alcohol at all, alcohol is produced within him. But this alcohol remains in the lower abdomen; it does not rise up to the head, because the head must be free of alcohol—otherwise, as the bearer of the “I,” it immediately becomes incapable of properly counteracting the fermentation taking place in the body. You see, now you can form an idea of the relationship between human beings and their natural environment. If, for example, you look at the protein that is rotting everywhere—animals rot it, plants rot it—then you must say: There is also ether everywhere, which gradually counteracts this process. If you look at the fats, which are also found in plants and are everywhere, then you must say: These fats would gradually render all living things—both animal and human—incapable of life if there were not a force in the astral body that combats rancidity. So, in a sense, human beings are actually combating what exists out there in nature. And when a human being dies, the etheric body, the astral body, and the “I” depart from them. They depart from the physical body. The human being then passes into the spiritual world. What happens then? Well, gentlemen, you know what happens there. The corpse immediately begins to decompose, to become rancid, and to ferment—though decomposition is naturally more visible, or rather more noticeable by smell, since people very rarely go around with their noses plugged. So the process of decay is easily detected by smell. But one does not usually bend over a grave to taste whether the fat of the corpse in question has become rancid, and that is why one generally knows nothing about it. And the fermentation that does take place is certainly not studied. So it is indeed the case that when the ego departs, the human body begins to ferment; when the astral body departs, the human body begins to turn rancid; and when the etheric body departs, the human body begins to decay. Human beings carry this within themselves constantly, but while they live on Earth, they constantly fight against it. Anyone who denies that the etheric body, the astral body, and the “I” exist within the human being as real spiritual entities must be asked: What do you actually imagine? Why doesn’t the human being rot? Why doesn’t it ferment? Why don’t they turn rancid? For that is precisely what would happen if they were like the mere physical body!”

[ 29 ] Was tut aber unsere Wissenschaft? Unsere Wissenschaft wartet mit ihrem Studium, bis der Mensch gestorben ist. Denn das, was sie vom lebendigen Menschen weiß, das ist nämlich herzlich wenig gegen das, was sie eigentlich von der Anatomie weiß, wenn der Mensch Leiche ist, gestorben ist. Alles das, was Sie eigentlich lernen können, das bezieht sich nur auf den Leichnam. Es wartet unsere Wissenschaft immer auf den Leichnam. So daß also diese Wissenschaft überhaupt vom wirklichen Menschen, der da lebt, gar nichts wissen kann, weil sie diesen gar nicht berücksichtigt. Und gerade das ist der Schaden unserer Wissenschaft — seit dem 17. Jahrhundert ist es ja eigentlich erst so —, daß sie ihre ganze Erkenntnis im Grunde genommen nur vom Leichnam her hat. Aber der Leichnam ist nicht mehr der Mensch, denn man muß fragen: Was macht, daß, während der Mensch lebt, der Leichnam, den er ja auch im Leben an sich trägt, sich als Leichnam nicht so benimmt, daß er fault, gärt und ranzig wird? Gerade wenn man den lebenden Menschen wirklich betrachtet, so kommt man schon auf diese geistigen, auf diese übersinnlichen Glieder der Menschenna:r. Und dann merkt man auch, daß das Ich vorzugsweise im Kopfe wirkt, daß der astralische Leib vorzugsweise in der Brust wirkt, und daß der Ätherleib vorzugsweise im Unterleib wirkt. Und die Wissenschaft weiß nicht einmal etwas vom Unterleib, weil sie glaubt, im Unterleib seien ganz. dieselben Vorgänge, die draußen in der Natur sind. Das ist eben nicht so.

[ 29 ] But what does our science do? Our science waits to begin its study until a person has died. For what it knows about a living person is, in fact, very little compared to what it actually knows about anatomy once a person is a corpse, once they have died. Everything you can actually learn relates only to the corpse. Our science always waits for the corpse. So this science cannot know anything at all about the real human being who is actually living, because it does not take that person into account at all. And that is precisely the harm of our science—it has actually only been this way since the 17th century—that it derives all its knowledge, fundamentally speaking, only from the corpse. But the corpse is no longer the human being, for one must ask: What is it that causes the corpse—which the human being carries within them even while alive—not to behave like a corpse while the person is alive, that is, to rot, ferment, and become rancid? It is precisely when one truly observes the living human being that one comes to recognize these spiritual, these supersensible members of the human being. And then one also realizes that the “I” acts primarily in the head, that the astral body acts primarily in the chest, and that the etheric body acts primarily in the lower abdomen. And science does not even know anything about the lower abdomen, because it believes that the same processes occur there as those found out in nature. That is simply not the case.

[ 30 ] Nun, meine Herren, es ist interessant, die Dinge, ich möchte sagen, jetzt nicht abgeschlossen in der Studierkammer zu studieren, sondern im Volksleben draußen zu studieren. Es gibt, wie Sie wissen, Bäder, in denen es nach faulen Eiern riecht, zum Beispiel Marienbad. Auch deutsche Bäder gibt es, die eben Schwefelwasserstoff enthalten, wo eben die Sache riecht wie faule Eier. Ja, wirklich: Leute, die sonst Feinschmecker und auch Feinriecher sind, die müssen solche Badeorte aufsuchen. Und warum tun sie das? Warum leben sie da manchmal mehrere Monate im Sommer an Orten, wo es riecht, wie wenn alles durchstreut wäre mit faulen Eiern? Sehen Sie, das ist so: diese Leute haben nämlich tatsächlich zuviel Eiweißstoff gegessen, und jetzt kommen sie an den Badeort; weil sie mit Haut bedeckt sind und die Sache innerlich ist, so riechen sie selber nicht so, aber wenn man es riechen könnte, so würden sie innerlich furchtbar nach faulen Eiern riechen! Nun kommen also alle diese Leute, die innerlich nach faulen Eiern riechen, nach den Badeorten, wo es nach faulen Eiern riecht, und was geschieht da? Ja, sehen Sie, das eine Mal ist der Faule-Eier-Geruch drinnen, das andere Mal draußen. Das eine Mal, wenn er drinnen ist, merkt es die Nase nicht; das andere Mal, wenn er draußen ist, merkt es die Nase. Kopf und Bauch sind Gegensätze. Was der Bauch an Faule-Eier-Geruch erzeugt, wenn es von der Kopfseite her kommt durch das Riechen, so wird es bekämpft. Und so wird in den Badeorten, die nach faulen Eiern riechen, der innerliche Faule-Eier-Geruch bekämpft.

[ 30 ] Well, gentlemen, it is interesting to study these things—I would say—not in the confines of a study, but out in the midst of everyday life. As you know, there are spas where it smells like rotten eggs, such as Marienbad. There are also German spas that contain hydrogen sulfide, where it smells just like rotten eggs. Yes, really: people who are otherwise gourmets and have a keen sense of smell have to visit such spa towns. And why do they do that? Why do they sometimes spend several months in the summer in places where it smells as if everything were laced with rotten eggs? You see, here’s the thing: these people have actually eaten too much protein, and now they come to the resort; because they’re covered in skin and the problem is internal, they don’t smell that way themselves, but if you could smell it, they’d smell terribly of rotten eggs on the inside! So now all these people, who smell like rotten eggs on the inside, come to the seaside resorts, where it smells like rotten eggs, and what happens there? Well, you see, sometimes the rotten-egg smell is on the inside, and other times it’s on the outside. When it’s on the inside, the nose doesn’t detect it; when it’s on the outside, the nose does. The head and the gut are opposites. Whatever rotten-egg smell the gut produces—when it reaches the head through the sense of smell—is counteracted. And so, in the spa towns that smell like rotten eggs, the internal rotten-egg smell is counteracted.

[ 31 ] Das ist besonders für den sehr stark bemerkbar, der einen Sinn hat, solche Beobachtungen zu machen. Ich hatte zufällig an einen solchen Badeort als Junge zu gehen. Ich mußte jeden zweiten Tag nach Bad Marienquelle gehen. Da stinkt es also nach faulen Eiern. Während es äußerlich so unangenehm ist, da es so schrecklich riecht, fängt man plötzlich an, sich sehr wohl im Bauch zu fühlen. Wenn man also nicht krank ist, im Bauch keinen Faule-Eier-Geruch hat, so tritt das Gefühl der höheren Lebenslust auf. Der, der sich nicht abstoßen läßt vom Faule-Eier-Geruch, der kann das erleben. Natürlich derjenige, der sich die Nase zuhält, der hat nicht den Gegensatz, der hat nicht diese Frühlingswirkung im Bauch, die man hat, wenn man sich richtig hingibt dem Faule-Eier-Geruch. Und Faule-Eier-Geruch ist zum Beispiel, auch wenn er künstlich erzeugt wird, ein außerordentlich gutes Heilmittel. Er gibt zum Beispiel dem Körper die Kraft, schwindende Muskeln wiederum fest zu machen, stark zu machen. Nun, die Leute lieben dann solche Kuren nicht, aber sie sind in einer gewissen Beziehung außerordentlich nützlich. Denn sehen Sie, wenn äußerlich an den Menschen der FauleEier-Geruch herantritt, dann wird es innerlich im Bauch Frühling. Und im Frühling sprießt und sproßt alles, und der Mensch kann wiederum stark werden dadurch, daß er innerlich im Bauch Frühling kriegt.

[ 31 ] This is particularly noticeable to those who are very sensitive and have a knack for making such observations. As a boy, I happened to have to go to such a spa town. I had to go to Bad Marienquelle every other day. It stinks of rotten eggs there. While it’s so unpleasant on the surface—since it smells so terrible—you suddenly start to feel very comfortable in your stomach. So if you’re not sick—if your stomach doesn’t smell like rotten eggs—you experience a heightened zest for life. Anyone who isn’t put off by the rotten-egg smell can experience this. Of course, those who hold their noses don’t experience the contrast; they don’t feel that spring-like sensation in their stomach that one feels when they truly surrender to the rotten-egg smell. And the rotten-egg smell, for example—even when it is artificially produced—is an extraordinarily effective remedy. It gives the body, for instance, the strength to firm up and strengthen muscles that are wasting away. Well, people don’t usually like such treatments, but in a certain sense they are extraordinarily useful. For you see, when the smell of rotten eggs reaches a person externally, it brings springtime to their inner belly. And in spring, everything sprouts and grows, and a person can become strong again by experiencing springtime within their belly.

[ 32 ] Das ist dasjenige, was also bei den Leuten eintritt, die sich auf gefräRige Weise während des Winters ihren Bauch verderben. Sehen Sie, wenn einer sich nicht durch Gefräßigkeit im Winter seinen Bauch verdirbt, dann macht er den Frühling mit, der draußen ist. Gerade der Unterleib macht ja den Frühling in einer außerordentlich starken Weise mit. Aber wenn man den Frühling richtig miterleben will draußen in der Natur, dann muß man möglichst wenig solche Sachen essen wie Gänseleberpasteten und so weiter. Hat man viel Gänseleberpasteten gegessen, dann wird es im Bauche des Menschen nicht Frühling, sondern dann bleibt es im Bauche des Menschen eigentlich so, wie es un:er der Erde im Winter ist - nicht wie es auf der Erde ist, sondern wie es unter der Erde ist. Da ist es warm, da tut man ja die Kartoffeln in die Gruben hinein. Aber es wird alles faul im Menschen dadurch, daß die Wärme aufgespeichert wird im Bauche; da wird es im Menschen nicht Frühling. Und dann muß man sich einen künstlichen Frühling suchen im Faule-Eier-Geruch.

[ 32 ] This is what happens to people who ruin their stomachs by overeating during the winter. You see, if someone doesn’t upset their stomach through gluttony in the winter, then they participate in the spring that is happening outside. The lower abdomen, in particular, participates in spring in an extraordinarily powerful way. But if you want to truly experience spring out in nature, then you must eat as little as possible of things like goose liver pâté and the like. If you’ve eaten a lot of goose liver pâté, then spring doesn’t come to a person’s stomach; instead, it actually remains inside the person’s stomach just as it is beneath the earth in winter—not as it is on the earth’s surface, but as it is beneath the earth. It’s warm down there—that’s where you put the potatoes in the pits. But everything inside a person becomes rotten because the heat is stored in the stomach; spring doesn’t come to the person there. And then one has to seek out an artificial spring in the smell of rotten eggs.

[ 33 ] So ist der Gegensatz zwischen dem Ich und dem Ätherleib. Das Ich und der Ätherleib müssen sich im Menschen gegenseitig ausgleichen. Sie sehen daraus, daß, wenn man nur wirklich in der Natur studiert, wenn man also mit offenen Sinnen in einen Badeort geht, der da Faule-EierGeruch hat, Schwefelwasserstoff, so lehrt einen die Empfindung des Frühlings im Bauche, wie eigentlich innerlich das Gegenteil davon wirkt im Fauligwerden des Eiweißstoffes.

[ 33 ] Such is the contrast between the “I” and the etheric body. The “I” and the etheric body must balance each other out within the human being. You can see from this that if one truly studies nature—that is, if one goes to a spa town with open senses where there is a smell of rotten eggs, hydrogen sulfide—the sensation of spring in the abdomen teaches one how, internally, the opposite is actually at work in the putrefaction of protein.

fest: physischer Körper
flüssig: Ätherleib Eiweiß: Ätherleib, Unterleib
gasförmig: Astralleib Fette: Astralleib, Brust
wärmeartig: Ich Stärke, Zucker: I
Ätherleib bekämpft das Faulen
Astralleib bekämpft das Ranzigwerden
Ich bekämpft das Gären
solid: physical body
liquid: etheric body Protein: Etheric body, lower abdomen
Gaseous: Astral body Fats: Astral body, chest
heat-like: I starch, sugar: I
The etheric body combats putrefaction
The astral body combats rancidity
The “I” combats fermentation

[ 34 ] Ich habe Ihnen da eine Ergänzung liefern wollen zu dem, was ich das letzte Mal sagte. Sie wissen, ich habe Ihnen gesagt: Wenn einer gewisse Gifte zu sich genommen hat, muß er flüssiges Eiweiß als Gegenmittel nehmen. Es werden eben diejenigen Dinge, die gesund sind, Gifte, wenn sie im Körper nicht richtig behandelt werden, wenn sie zuviel hineinkommen. Es kann also sogar das Eiweiß einen Giftstoff im Menschen vertreiben, aber das Eiweiß ist selber giftig, wenn es fault im Körper, wenn zuviel in den Körper hineinkommt. So nahe aneinander ist also Ernährung und Vergiftung. Und Sie werden ja selber schon gehört haben, wie Übermaß in der Ernährung zur Vergiftung werden kann. Ein großer Teil von Krankheiten sind ja Ernährungskrankheiten, das heißt, es ist bei der Ernährung keine Rücksicht darauf genommen, daß die betreffenden Stoffe nur in einer bestimmten Menge hineinkommen dürfen, wenn sie verarbeitet werden sollen.

[ 34 ] I wanted to add to what I said last time. As you know, I told you: If someone has ingested certain toxins, they must take liquid protein as an antidote. It is precisely those things that are healthy that become toxins if they are not properly processed by the body or if too much of them enters the body. So even protein can expel a toxin from the human body, but protein itself becomes toxic if it spoils in the body or if too much enters the body. That’s how closely linked nutrition and poisoning are. And you’ve surely heard for yourselves how excess in one’s diet can lead to poisoning. A large proportion of diseases are, in fact, dietary diseases—that is, no consideration is given in one’s diet to the fact that the substances in question should only be ingested in specific amounts if they are to be properly processed.

[ 35 ] Die nächste Stunde werde ich ansagen lassen, weil ich am Samstag nicht da sein kann. Ich werde ja in Bern sein.

[ 35 ] I'll have someone announce the next class because I won't be there on Saturday. I'll be in Bern, after all.

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