Nachträge zur Abteilung öffentliche Vorträge
GA 85
19 Januar 1919, Dornach
26. Klassische Walpurgisnacht – Ansprache zur Eurythmie II
[ 1 ] Bevor wir mit der Aufführung beginnen, möchte ich im Namen derjenigen, die diese Aufführung veranstalten, die verehrten Gäste, die ihr Interesse an dieser Aufführung bekunden, dass Sie so freundlich sind, uns mit Ihrer Anwesenheit zu beehren, herzlich willkommen heißen. Es sei mir gestattet, nur einige Worte der Aufführung voranzuschicken.
[ 2 ] Wir werden in der Art, die wir aus unserem sonstigen Bestreben heraus für die Aufführungen die richtige halten, die Aufführung der letzten Szene des zweiten Aktes von Goethes «Faust», der «Klassischen Walpurgisnacht » versuchen. Diese Szene ist, wie ich glaube, ganz besonders geeignet, tief hineinschauen zu lassen in die ganze Verfassung, in das ganze Wesen von Goethes Seele, insbesondere in sein Erkenntnisstreben, in sein Streben nach menschlicher Selbsterkenntnis und menschlicher Selbsterfassung. Man muss gerade, wenn man solch eine Szene wie diese vor sich sieht, nicht vergessen, dass Goethe an diesem wahrhaftig so zu nennenden «Weltgedichte » sechzig Jahre seines Lebens gearbeitet hat, dass er mit den großen Fragen der Menschheit, denen er in diesem Gedichte einen künstlerischen Ausdruck geben wollte, sechs Jahrzehnte seines Lebens gerungen hat. Und – was mir das Allerwichtigste erscheint –, gerade bei einer solchen Szene, die dann wenige Jahre vor Goethes Tode von ihm niedergeschrieben worden ist, zeigt sich das unendlich ehrliche Goethe’sche Streben. Gerade auf dem Gebiete des Wahrheitsstrebens, gerade auf dem Gebiete des Erkenntnistriebes herrscht ja viel mehr, als die Menschen glauben, eigentlich innerlichste zumeist ganz unbewusste und innerlich unbeachtete Unehrlichkeit. Goethe war einer der ehrlichsten Ringer nach Erkenntnis. Ich möchte aber, indem ich dies ausspreche, nicht den Glauben hervorrufen, als ob aus diesem Grunde Goethes großes Lebensgedicht, eine Art Lehrgedicht geworden wäre. Nein, das ist gerade das Bedeutsame, dass es richtig ist, was Goethe zu seinem Freunde Eckermann im hohen Alter ausgesprochen hat gerade mit Bezug auf den II. Teil seines «Faust», es ist durchaus richtig, wenn Goethe sagte, er habe in seinen Faust viel hineingeheimnisst, viel hineingeheimnisst von den Rätseln, die sich auf das innerste Wesen des Menschen und der Welt beziehen. Er glaube aber doch gerade in diesem II. Teil seines Faust alles so gearbeitet zu haben, dass es, auch wenn es bloß ohne ein Erkennen dessen [sei], was der Eingeweihte drinnen finde von Menschenrätseln und Lösungen, Lösungsversuchen der Fragen des Menschenwesens, dass auch derjenige, der bloß die dramatischen Bilder, die über die Bühne gehen, auf sich wirken lässt im äußeren künstlerischen Sinne, dass der auch einen vollständig abgeschlossenen dramatischen Eindruck hat.
[ 3 ] Aber auf der anderen Seite darf man doch nicht ganz außer Acht lassen, zu welchem künstlerischen Ergebnis dieses faustische Erkenntnisstreben in Goethe geführt hat. Und an einer solchen Szene, die wir uns erlauben werden Ihnen vorzuführen, zeigt sich das eben gerade am allerintensivsten. Goethe hat diese Szene eingeschoben an derjenigen Stelle des zweiten Teiles des Faust, die dann den Übergang bilden soll zu Fausts Eintritt in die Wirklichkeit des alten Griechentum. Das sollte also Faust in eine gesteigerte Wirksamkeit hineinführen; sodass Faust weiter durchmacht, was Goethe ihn durchmachen lassen wollte.
[ 4 ] Goethe wollte ja in Faust einen allerdings nach höchster Erkenntnis ringenden Menschen hinstellen, aber nicht einen solchen, der auch abstrakt-theoretische Wissenschaft treibt, nach unpraktisch[er] Wahrheit strebt, sondern einen solchen Menschen, der in der Hingabe an seine Erkenntnistriebe sich etwas erringen will, was ihn tüchtig und kraftvoll in das Leben hineinstellt; sodass er im Leben stehend in intensiver Weise kennenlernen kann auf der einen Seite die beglückende Erhebung, schicksalsmäßige Erhebung des Lebens, auf der andern Seite aber auch die leidvoll, die tief den Menschen in Sünde und Unrecht verstrickenden Schicksalsschläge. Aber nicht nur nach dieser Erlebensseite, sondern auch nach der Tatseite sollte der Erkenntnistrieb Goethes den Faust durch das Leben führen. Er sollte ihn zu einem Menschen machen, zu einer Persönlichkeit, die sich ins Leben hineinzustellen weiß, sodass von dem, was sie tut, breite Wirkungen in die soziale Struktur der Menschheit hineingehen. Also einen Weisen für das Leben und zugleich einen tätigen Menschen wollte Goethe hinstellen. Ein solcher musste nach Goethes Anschauung dahin kommen, Selbsterkenntnis und Selbsterfassung in sich zu entwickeln.
[ 5 ] Goethe hat nun – das zeigt gerade diese Szene [und] auch andere Szenen des zweiten Teiles – durch solche Szenen wie die vorzuführende, zeigen wollen, dass dasjenige Wissen und diejenige Selbsterfassung, die der Mensch erringen kann, wenn er sich nur dem gewöhnlichen Sinneswissen und dem gewöhnlichen, an das Gehirn gebundenen Verstand hingibt, dass diese Erkenntnis nicht dem Menschen das geben kann, was wirkliche Selbsterkenntnis ist, was Antwort gibt auf die Frage: Was bin ich eigentlich in der Welt? Und was vermag ich in der Welt? Dazu ist ein Wissen notwendig, das hervorquillt aus dem unendlichen, dem unsterblichen Teil der menschlichen Natur, die sich durch besondere innere Kraft loszulösen vermag in ihrer Erkenntnis von dem, was nur an den Leib gebunden ist.
[ 6 ] Goethe war – das kann derjenige wirklich behaupten, der sich jahrzehntelang mit Goethe beschäftigt hat –, Goethe war auf dem Wege, der angestrebt wird durch das, was wir hier anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft nennen. Deshalb haben wir mit vollem Bewusstsein und aus dem Gefühl der Zusammengehörigkeit mit dem, was Goethe wollte, in der letzten Zeit diesem unserem Bau den Namen «Goetheanum» gegeben. Wir wollen ausdrücken, dass eigentlich dasjenige, was wir anstreben, ist eine Fortsetzung dessen, was man nennen kann Goetheanismus als Weltanschauung.
[ 7 ] Goethe konnte allerdings in seiner Zeit noch nicht auf denjenigen Wegen gehen, die nun heute in einer vorgeschritteneren Zeit durch geistige Forschung in das Menschenrätsel hineinführen können. Aber Goethe wollte doch ausdrücklich zeigen, dass man zu einem höheren, zu einem übersinnlichen Wissen aufsteigen muss, wenn man von dem, was der Mensch von sich selbst wissen und ergreifen kann durch den gewöhnlichen sinnlichen Verstand, kommen will zu einer wirklichen Menschenkenntnis. Das suchte Goethe dadurch zu erreichen, dass er gewissermaßen den Weg andeuten wollte, der da führt vom Homunkulus zum Homo.
[ 8 ] Homunkulus, das Menschlein, das abstrakte Menschlein! Wir brauchen uns gar nicht zu stoßen daran, dass Goethe etwas aus der mittelalterlichen Alchemie genommen hat. Er wollte nicht den im Allgemeinen üblichen Brei verzapfen, sondern nur ein Bild haben für das, was er ausdrücken wollte. Und ausdrücken wollte er, dass der Mensch mit dem gewöhnlichen sinnlichen Verstand nicht den Menschen erfassen kann, sondern nur ein unfertiges, abstraktes Produkt, den Homunkulus. Und dann wollte er zeigen, welche Wege die menschliche Seele machen kann, um das, was sich für den gewöhnlichen Verstand nur als der Homunkulus darstellt, zum Homo zu führen.
[ 9 ] Ja, verehrte Anwesende, das, was heute die gewöhnliche, an das Materielle gebundene Wissenschaft über den Menschen lehrt, ist nicht über den wirklichen Menschen gelehrt im Sinne des Goetheanismus, ist nur über den Homunkulus gelehrt. Man kann sagen: Die heutige Wissenschaft kennt überhaupt nichts anderes vom Menschen als den Homunkulus. Goethe aber stellt die große Frage auf: Wie kann man vom Homunkulus zum Menschen kommen? – An der Seite des Thales lässt er den Homunkulus als Kunstprodukt, als irgendein Kunstprodukt erscheinen. Thales – der Naturphilosoph, den Goethe sehr schätzte –, er weiß keine Auskunft zu geben, was zu unternehmen ist, dass die abstrakte Homunkulus-Idee sich umwandle in die wirkliche lebensvolle Menschen-Idee, die Homo-Idee.
[ 10 ] Goethe hat davon abgesehen, eigene Imaginationen sich zu bilden, wie sie gebildet werden, wenn man von abstrakten Begriffen, die nur eine äußerliche Erkenntnis liefern können, die aber nicht weiter als bis zum Homunkulus kommen, wenn man aufrücken will zu einer Erkenntnis vom Menschen, des ganzen Menschen. Er hat dann, weil er absehen wollte von eigenen Imaginationen, von eigenen, aus der Lebenswirklichkeit geschöpften Erkenntnisbildern, denn er wusste wohl, dass diese Metamorphose nicht bloß das ist, was heutige Anschauung Metamorphose nennt, er wusste, dass das Leben in diesen bedeutsamen drei Bildern zu gleicher Zeit ein erkenntnismäßiges Leben in einer höheren Wirklichkeit ist als die in den Bildern der äußeren Sinneswelt. Und er lässt ja in der Tat auftreten innerhalb der Welt, die er vorführt in dieser Szene, die bedeutendste griechische Dämonenwelt, an welche sich die griechische Anschauung wendete, indem sie die Frage beantworten wollte: Wie wird eigentlich der Mensch? Was geschieht in Wirklichkeit in der Menschwerdung?
[ 11 ] Dann wird vorgeführt, wie Thales, der Naturphilosoph, der selber keine Auskunft zu geben vermag über das Werden des Homunkulus zum Homo, wie der den Homunkulus, das «leuchtende Zwerglein» des Menschen, zu dem der sinnliche Verstand nur allein kommen kann – hinführt zu dem Meergreis Nereus. Dieser Nereus, er hat aufs Höchste ausgebildet den menschlichen kritischen Verstand, der sich sogar in etwas griesgrämigem Tadeln dann abwendet von der unmittelbaren Wirklichkeit. Er gibt keine Auskunft, wie man vom Menschlein zum Menschen werden könne; er verweist vielmehr darauf, dass er eine gewaltige Welterscheinung erwartet, das Herannahen der Galatee. Was erwartet er da?
[ 12 ] Nun, der Grieche wusste – er hatte nicht so abstrakte, nicht so theoretische, lebensfremde Anschauungen wie der heutige Mensch, namentlich der heutige Wissenschaftler –, er wusste, dass das, was im menschlichen Wachsen, Geborenwerden als eine Naturkraft wirkt, dass das die ganze Natur durchsetzt, zusammenhängt auch mit alledem, was im Winde weht, was in der Wärme über die ganze Erde lebt, was im Lichte webt, was im Wechsel des Sonnen- und Mondenseins lebt, das naht heran. Wenn das, was draußen in der Natur lebt, in den Menschen einzieht, wenn er das Geheimnis des Werdens in dem eigenen menschlichen Sein durchzumachen hat, das zieht alles in dem merkwürdigen Muschelwagen der Tochter des Nereus, der Galatee, die begleitet wird von ihren Schwestern, den Doriden, heran. Nereus selber kann keine Auskunft geben.
[ 13 ] Man sieht daraus, dass Goethe andeuten wollte, wie natürlich es erst der· übersinnlichen Erkenntnis bedarf, um vom Homunkulus zum Homo, vom Menschlein zum Menschen aufzusteigen. Er verweist auf Proteus. Proteus ist der Gott der Verwandlung der Naturformen und Naturschöpfungen in der alten griechischen Weltanschauung. Goethe war seiner eigenen Lebens- und Weltanschauung gemäß sehr verwandt mit Proteus’ Ideen. Goethe hatte in seiner Metamorphosenlehre zu zeigen versucht, wie Naturform sich wandelt in Naturform. Daher bringt er den Proteus, der selbst ein Wesen in der Verwandlung ist, der sich bald zeigt als Schildkröte, bald als Mensch, bald als Delfin. Er bringt ihn in diesen Verwandlungen auf die Bühne. Proteus soll in seiner merkwürdigen, an Geistiges stark anklingenden Art, aber doch wiederum ins Menschliche hereinspielenden Art zeigen, wie vielleicht aus der Homunkulus- aus der MenschleinIdee eine Menschen-Idee werden könne. Aber auch er macht das nicht.
[ 14 ] Goethe will an alle dem zeigen, dass der ehrliche Erkenntnisringer nicht bei kleinlichen Wahrheiten und Erkenntnissen stehen bleiben, sondern immer weiter und weiter streben will. Das ist gerade das Große im Nerv des Volkes: dieses unablässig ehrliche Streben, das Goethe selbst eigen war bis in sein höchstes Alter hinauf.
[ 15 ] Da kommen denn die Nereiden zurück und die Tritonen, bringen die Kabiren, die dann anschaulich werden. Und endlich sehen wir, wie Goethe zu zeigen versucht, dass das Übersinnliche mit dem Sinnlichen sich immerzu vermengt und vermischt: Die Doriden bringen verunglückte Schifferknaben heran, die sie gerettet haben. Wir sehen die Dämonen-Götterwesen der Doriden zeitlich verknüpft mit denjenigen Wesen, die im sinnlichen Dasein stehen, mit den Schifferknaben. In einer schönen Weise hat da Goethe angedeutet, wie immerzu sich berühren, vermischen will, in ein Verhältnis eintreten will die übersinnliche, die geistige Welt mit der sinnlichen, mit der physischen Welt, aber wie dieses Verhältnis immer wieder und wieder sich auflöst: «Die Götter wollen es nicht leiden», dass die Diener der Unsterblichen, die Doriden, sich mit den sterblichen Menschen verbinden. Dadurch wollte Goethe gerade andeuten, wie der Mensch zum Übersinnlichen aufsteigen will, wie er es auch erfassen kann, aber wie dieses Übersinnliche gerade dadurch sich charakterisiert, dass es ihm immer wieder entfällt, wie es sich auch nicht so in das Dasein einprägt wie irgendeine sinnliche Wahrheit.
[ 16 ] Und zuletzt zeigt Goethe in dem grandiosen Schluss dieser Szene dasjenige, was man etwa empfinden würde, wenn man schilderte, wie in einem nicht traumhaften, sondern wirklichen Erkenntniserleben, das aber nur dann eintreten würde, wenn man wie im Schlafe ist, erwacht sein würde, leibfrei, übersinnlich schauen würde, wenn man da lebendig vor sich hätte das, was man durch sinnliche Augen niemals schauen kann: den wirklichen Menschen. Man kann nur das Abbild in der sinnlichen Welt schauen. Man kann begreifen mit dem sinnlichen Verstand nicht den Menschen, sondern nur das Menschlein, den Homunkulus. Aber wenn man erfassen könnte im übersinnlichen Anschauen diesen Homo, diesen wirklichen Menschen, und dann wiederum zurückkehren würde, könnte man es erleben, wie das, was man übersinnlich geschaut hat – wenn man es wieder schauen will mit den Augen, die das äußere physische Sonnenlicht schauen, hören wollte mit dem Gehörsinn, mit dem wir die äußeren physischen Töne hören, fühlen wollte mit dem Gefühlssinn, der die äußeren physischen Gegenstände betastet –, [wie] da dasjenige, was man übersinnlich geschaut hat, zerschellt! Wie wenn etwas im Blitze aufgeht, so ist es, dass das Übersinnliche, das man erfasst hat, zerschellt an der gewöhnlichen sinnlichen Erkenntnis. Das will Goethe in einem grandiosen Bilde am Schlusse hier in dieser Szene anschaulich machen, indem er zeigt, wie Homunkulus zerschellte am Muschelwagen der Galathee. Das ist wirklich dasjenige, was man erleben könnte, wenn man kurz vor dem Aufwachen in einem Traum – der aber Wirklichkeit wäre – erlebte, was der Mensch ist, dann aufwachte, wiederum in seinem Leibe ist, und nun im Sinnlichen nur schauen kann dasjenige, was man geschaut hat in der übersinnlichen Welt, zerschellend, sich auflösend, so wie hier am Schlusse der Homunkulus sich in den Elementen, in Luft, in Feuer, in Wasser, in Erde auflöst.
[ 17 ] Groß scheint mir die Folge der Bilder, groß die dramatische Gestaltung gerade dieser Szene, die Goethe im höchsten Alter, weil er sie nach der erlangten höchsten Reife seines Strebens geschrieben hat, groß erscheint mir das, was er da dargestellt hat, wenn man es erfasst zur Charakteristik Goethes und seiner Weltanschauung selbst. Groß erscheint es mir aber auch für die Charakteristik der ganzen neueren Kultur, des ganzen neueren Geisteslebens. Das, was in sich solche Kraft, solches Streben enthält, wie dasjenige, was sich ausdrückt in dieser Szene, das ist etwas, was zu gleicher Zeit an die höhere Bestimmung, an den Geist in der Menschheit unmittelbar glauben kann.
[ 18 ] So scheint mir, dass das Vertiefen in eine solche Szene, wie diese es ist, wirklich nicht unbedeutsam für den Menschen sein könne. Und wir haben uns bemüht, wie ich anfangs sagte, in unserer Art diese Szene zur Aufführung zu bringen, die ja in dieser Vollständigkeit sonst nirgends zur Aufführung gebracht wird. Wir haben versucht, durch unsere eurythmische Kunst als solche – was wie eine gewisse Art von Gebärden-Handhabung, nicht aus der menschlichen Willkür heraus, sondern aus der inneren Gesetzmäßigkeit heraus so entspringt, wie die musikalische Gesetzmäßigkeit selbst, durch welche wir dasjenige ausdrücken wollen, was sich nicht bloß durch Worte ausdrücken lässt, sondern was aus den innersten Wachstumsgeheimnissen heraus entspringt –, dasjenige, ich möchte sagen zu einer höheren Dramatik zu bringen als mit der gewöhnlichen uns zur Verfügung stehenden Ausdrucksweise.
[ 19 ] In dieser Form freuen wir uns, diese schöne Szene, diese von Goethes Größe so stark zeugende, schöne Szene aus dem zweiten Teile des «Faust», den Schluss der «Klassischen Walpurgisnacht», Ihnen vorführen zu können.
